Zum Beispiel Dessau: Bluttat durch Asylbewerber

… und die überregionale Presse schweigt dazu…

Stellen wir uns einmal vor, ein Asylbewerber würde in einer ostdeutschen Kleinstadt einem von einem deutschen Jugendlichen bedrängten Bürger zu Hilfe kommen und dann von diesem Jugendlichen mit einem Messer IN DEN KOPF GESTOCHEN. Der Mutige muss im Krankenhaus notoperiert werden, bleibende Behinderung ist nicht auszuschließen.

Was würde geschehen? Die Medien würden SOFORT einen rechtsradikalen Hintergrund vermuten. Der Messerstecher würde an den Nazi-Pranger gestellt werden, sein Umfeld in dem Städtchen ausgeleuchtet, dieses als „braunes Nest“, „national befreite Zone“ etc. dargestellt werden. Der mutige Schwarzafrikaner käme auf die Titelseiten der Bild-Zeitung, ein Held ohne Zweifel, Politiker eilten an sein Krankenbett. Vielleicht würde es der Fall sogar in die New York Times, Jerusalem Post oder ähnliche Blätter schaffen.

Nun ist das Umgekehrte passiert. Und niemand außerhalb von Dessau nimmt Notiz davon! Die überegionalen Medien boykottieren den Fall oder vermischen ihn bis zur Unkenntlichkeit mit anderen Vorfällen. Was also ist passiert? Tatort ist Dessau, eine mitteldeutsche Stadt mit 77.000 Einwohnern, bekannt durch die Bauhaus-Architektur, ansonsten aber sehr verschlafen. Am Montag zur Mittagszeit kurz vor 12 Uhr wollte ein schwarzafrikanischer Asylbewerber aus dem Senegal einem älteren Mitbürger sein Handy klauen, auf offener Straße. André Schubert, ein 29jähriger Spieler des örtlichen Fußballvereins ASV Vorwärts, geht dazwischen. Da zückt der Dieb ein Messer und rammt es dem Fußballer in den Kopf. Das Messer kann erst im Krankenhaus entfernt werden. Andy „hat nur überlebt, weil er einen Schutzengel hatte“, sagt der OB später. Er hätte gekillt werden können – wegen eines Handys?!! Hallo?!! Geht es noch brutaler? Der Vorfall spricht sich schnell herum. Noch am selben Abend demonstrieren 400 bis 500 Einheimische gegen die Bluttat – eine beachtliche Zahl für die Größe der Stadt. Es gibt Parolen wie „Kriminelle Ausländer raus!“, nach dem Vorgefallenen absolut verständlich. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet moderate Stimmen aus dem Protestzug: (Zitat MZ Anfang) „Die demonstrieren auf unseren Straßen. Das können wir auch.“ Man habe nichts gegen Ausländer, wenn die „nicht gerade mit einem Messer zu McDonalds gehen“, sagt Versammlungsleiter Ralf Pflug. Viele meinen, „was dem André passiert ist, das geht gar nicht“. (Zitat MZ Ende).

Empörend ist, wie Oberbürgermeister Klemens Koschig die Tat und die anschließende Protestdemo beurteilt: „Das Problem ist, dass einige Menschen nach der Messerattacke in dem Täter immer nur den Schwarzafrikaner sehen. Vergessen wird, dass es sich bei ihm auch um einen kranken, depressiven Mann handelt.“ Was wäre wohl den den BRD-Medien los, wenn der OB bei einem umgekerten Tatvorgang – Deutscher als Täter, Schwarzafrikaner als Opfer – den Messerstecher so verharmlost hätte? Zuerst soll der OB übrigens anders gesprochen haben: „Unser aller Hoffnung sollte sich jetzt auf die baldige Genesung des Opfers richten, das mit Zivilcourage einem in Bedrängnis geratenen Bürger zur Seite sprang.“ Da galt sein Mitgefühl noch dem Angegriffenen, nicht dem Angreifer…

Im „Neuen Deutschland“, einer von der Linkspartei finanzierten Tageszeitung, wird das Opfer und die um den Schwerverletzten Trauernden in den Verdacht des Rechtsextremismus gerückt. Ein Gewährsmann des Blattes „verweist darauf, dass die ASG Vorwärts ((der Verein des Opfers)) wiederholt mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht wurde. So arbeitete ein Szenemitglied als Jugendtrainer. Der Anmelder der jetzigen Demo sei kürzlich wegen einer mutmaßlich rechtsextrem motivierten Körperverletzung verurteilt worden.“ Ekelhaft, wie hier Opfer zu Tätern gemacht werden. Im MDR war übrigens zu hören: „Nach Informationen von MDR1 RADIO SACHSEN-ANHALT hat der Verfassungsschutz aktuell keine Erkenntnisse über Bestrebungen im Fußballverein gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung.“

Das wahre Ausmaß der Ausländergewalt gegen Inländer werden wir nie erfahren, weil solche Gewalttaten wie in Dessau in den überregionalen Medien verschwiegen oder, wie gezeigt,  die Überfallenen in die rechte Ecke gerückt werden.Es ist das Verdienst von Götz Kubitschek und Michael Paulwitz, solche Fälle penibel zusammengetragen und in ihrem Buch „Deutsche Opfer, fremde Täter“ (Verlag Antaios, Schnellroda) aufgelistet zu haben. Man muss die Wertung der Autoren nicht immer teilen. Aber dass jemand das Schweigen durchbricht und mal Fakten bringt, ist die Grundlage jeder weiteren Diskussion.

Mein Mitgefühl gilt dem schwerverletzten André Schubert und seinen Angehörigen. Er hat Zivilcourage gezeigt, wie man sie selten findet! Darf man sagen, er ist ein Held? Ja! Unbedingt! Unser Land braucht mehr davon!

Schreibt André Eure guten Wünsche an: Städtisches Klinikum Dessau, Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau

Am Samstag soll es in Dessau weitere Demonstrationen geben. Die Autonomen und Antifas wollen aufmarschen (Können die nicht wenigstens dieses EINE MAL die Klappe halten!) und auch angebliche „Rechte“, so schreiben die Medien.André und sein Verein haben sich von der Demonstration distanziert. Auf der ASV-Site heißt es: „Dennoch bittet unser Wirbelwind im Mittelfeld ausdrücklich darum NICHT zu der am Samstag angekündigten Demonstration zu gehen. Die ASG Vorwärts Dessau distanziert sich bereits jetzt von dieser Veranstaltung und wird auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen.“

Ich hoffe sehr, dass jetzt nicht „die Rechte“, sondern die Bürgerschaft auf die Straße geht – unabhängig von links und rechts, ohne politische Parolen, ohne Parteifahnen – und das Selbstverständliche zum Ausdruck bringt: „GENUG IST GENUG!“

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63 Kommentare zu „Zum Beispiel Dessau: Bluttat durch Asylbewerber

  1. Jetzt weiß ich es. Endlich!
    Wenn einer mutig genug ist, einem von Verbrechern angegriffenen Mitbürger beizuspringen, DANN IST DAS „RECHTSEXTREM“ !

  2. Ich lese Ihren Artikel. Ich treffe auf die Stelle, wo des Neuen Deutschland eiskalte Zuordnung angesprochen wird.
    Ich horche in mich hinein. Ich wende Strategien der Selbstberuhigung und -entspannung an. Ich denke an das mutige Opfer und spätestens hier wirken Mitgefühl und Traurigkeit. Blutleere Freunde, wie wollt ihr das alles begleichen…

  3. Wir sollten schon extrem auf unsere Rechte achten und Rechtsbrecher und die Verharmloser von Rechtsbrüchen auch in der gebührenden Weise ins Licht der Öffentlichkeit stellen! Organisiert Euch, Bürger!

    (Ronald Mayer: Auf diesem blog können nur COMPACT-Abonnnten kommentieren. Bitte vor dem nächsten Kommntar Freischaltung unter elsaesser@compact-magazin.com beantragen.)

  4. …hüstel…

    also ich finde, es ist sogar ein rechtsextremist, wer sich in solch einem fall selbst verteidigen würde. das zeigte doch klar auf, dass so jemand keine soziale kompetenz hätte, denn wie soll denn der arme angreifer seine depression kompensieren, wenn der angegriffene sich zur wehr setzt?

    aber man sollte auch nicht zu hart vorgehen und den angegriffenen nur auf bewährung verurteilen. natürlich nur unter dem vorbehalt, dass er ein anti-aggressions-training absolviert, so dass er zukünftig adäquat auf depressive angreifer reagieren kann.

  5. @ Chicano: Chapeau! 🙂
    Und unter dieser Maßgabe sollte dem Angegriffenem auch die Ehre zuteil werden, in die jüngst beschlossene Big-Brother-Reloaded-2.0-Liste aufgenommen zu werden („NN-Datei“)

  6. selbstredend, werter herr fischer! und ich finde gar, dass ausnahmslos jeder bürger in diese liste eingetragen gehört, vorsorglich, sie verstehen doch sicher den tiefen sinn des wortes: „wehret den anfängen!“.

    wäre ja noch schöner, wenn menschen merken, dass sie sich zur wehr setzen können. das könnte disziplinübergreifende folgen haben!

    p.s. leider können wir im all-abendlichen fernsehprogramm nicht „deutschland sucht das schönst fema-lager“ spielen. das uns diese amis abe auch immer zwei schritte voraus sein müssen.

    p.s. bei all dem frust sollten wir nicht vergessen, dass allein der justiz und deren weisungsbefugte die schuld tragen an den verhältnissen und nicht etwas menschen irgendeiner nationalität. es hat system, dass die einen auf teufel kommraus straftaten begehen können ohne wirklich belangt zu werden, während die anderen belangt werden, wenn sie hilfe leisten.
    hier kommt teil und herrsche in reinkultur zum vorschein.

  7. Zweifelt zwar niemand, schreibe es aber trotzdem, ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit Afrikanern Ecke Mali.
    Hoere sehr gerne die Sprachen-war in Frankreich, es gab frz.
    Kolonien in Afrika.
    Die kath. Kirche wuerde sagen anti-aggressions-training hilft nicht, wer einmal hinfaellt kann nicht mehr aufstehen-
    christliches Abendland – Beichte hilft nur.

  8. Gestern boeser Artikel der jungen Welt ueber die Euro Konferenz des Kopp Verlages. Rechts populistisch sei der
    Verlag, Engdahl, Chodukowski, Tarpley, Janich, Wisnewski, Gaertner, Sie haben ja auch mamal geschrieben fuer den Verlag.
    Die Referenten wurden in die rechte Ecke gerueckt,
    Schachtschneider von dem Ermaechtigungsgestz, das er entdeckt hat im Lissabon Vertrag kein Wort und Hankel.
    Hermann die moderiert war natuerlich auch rechts, sie hatte eine Klage gewonnen, davon schrieb man nicht.
    Was ist das fuer eine Dame, die so etwas schreibt,
    Claudia Wangerin heisst sie?
    Gab bei You Tube ein Film das Journalismus im Hinterzimmer gemacht wird, weiss nicht mehr wie man ihn finden kann.

  9. Sehr geehrter Herr Elsässer!

    Ich möchte Ihnen meinen Dank für die Kontaktadresse zum Opfer ausdrücken. Ich finde bei Ihnen, den identitäsbewußten Linken, in einem Beitrag tausendmal mehr Intelligenz und Menschlichkeit, als in einem ganzen Monat bei „Hilfe ein Türke hat meinen Hund gefressen!“ PI.

    Vielen Dank.

    (Seit kurzer Zeit bin ich bei Ihnen Abonnent, in einer Stadt, die sich auf „Stiel“ reimt… Man sieht sich hoffentlich zum 18.)

  10. Enchanté, Louise – nein, da zweifelt niemand: Wundervolle Menschen gibt es jeder Provenience – genauso wie kranke.

  11. So weit sind wir nun. Deutsche Arbeitnehmer müssen „solidarisch“ für die Risiken der Banken und dafür aufkommen, daß die Millionäre in Griechenland und Italien weiterhin keine Steuern zahlen und sich obendrein noch auf deutschen Straßen
    offen berauben lassen.

    Dazu gab es doch auch mal ein Verfahren gegen einen Deutschen, der sich „unverhältnismäßig“ gegen Angreifer wehrte!

    Wie lange sollen Deutsche sich diese Auplünderung und Verachtung noch gefallen lassen? Es wird Zeit, diesen Politikern, die sich ub ihren gut bewachten Vierteln sicher fühlen, zu zeigen, daß wir auch ohne sie zurecht kommen, zB durch Gründung von Bürgerwehren und Wählen von alternativen Parteien.

    mit freundlichen grüßen

  12. Sehr gut.

    Aber es ist beschämend, was für erbärmliches Volk von Kriechern die Deutschen geworden sind.

    (…)
    Es wird als Treppenwitz in die Geschichte eingehen, dass ausgerechnet „die Linken“ die Errungenschaften der Sozialdemokratie zerstörten, weil die Kapitalisten den globalen Staatskapitalismus als „Multikulti“ tarnten.

    (ki11erbee: Auf diesem Blog können nur COMPACT-Abonnenten kommentieren. Bitte besorgen Sie sich eine Freischaltung unter elsaesser@compact-magazin.com.)

  13. @ki11erbee
    ad 1: „Auch Du mein Freund, bedenke heiter,
    bist ein Deutscher – und nichts weiter.“
    Es war ein 29 jähriger Deutscher, der eingeschritten ist. Es sind sicher in der Mehrzahl Deutsche, die als Ausdruck Ihrer Betroffenheit zu Hunderten auf die Straße gegangen sind. Das hat nichts beschämendes, erbärnliches oder kriecherisches an sich, sondern ist ermutigend.
    ad 2: was den Treppenwitz angeht bin ich bei Ihnen.

  14. Ich bin begeistert Herr Elsässer, dass sie so ein Thema aufgreifen….das Volk spürt genau, was los ist im Land….das dröhnende Schweigen der Medien ist kontraproduktiv, da sich der Unmut gegenüber unseren zugereisten Mitmenschen aufstaut, anstatt schon im Ansatz die bestehenden Probleme zu bereinigen.

    Wenn sich der Angestaute Unmut plötzlich Bahn bricht und sich in Hass entläd, dann Gnade uns Gott…..Jugoslawien wird nur ein Abklatsch dessen sein…..und das wird ganz Westeuropa treffen, nicht nur das verschlafene Deutschland.

  15. Dr. Gunther Kümel Januar 19, 2012 at 11:56

    Jetzt weiß ich es. Endlich!
    Wenn einer mutig genug ist, einem von Verbrechern angegriffenen Mitbürger beizuspringen, DANN IST DAS „RECHTSEXTREM“

    Ja, weil extrem rechtens. Das darf die Bunte Republik nicht dulden. Kriminalität toleriert sie, in ihrer tollen Ranz. Aber das Recht doch nicht! Wo kämen wir denn da hin? In den braunen Sumpf, womöglich! Wollt ihr das?

    Nein, nein, das wollen wir nicht! Holt lieber noch mehr und noch mehr Kriminelle ins Land. Lieber kulturell bereichert werden, als im braunen Sumpf versumpfen.

    Brav, Bunzelchen, brav…

  16. @ Joachim Bunzinger
    Nein, ich will den braunen Sumpf nicht. Und ich ersehne eine bunte Republik. Denn überall wo es vermatscht, zusammengebappt und zerklebt ist, ist’s braun. In welcher Farbnuance ist mir übrigens schnuppe. In einem anderen Kommentar hatten Sie zwei schöne Lieder der Deutschen Jugendbewegung aufgeführt. Daher hier eine kleine Darlegung:
    Es war mir vor reichlich 20 Jahren vergönnt, einem sehr alten Mann zuzuhören, der der bündischen Jugend der Weimarer Zeit angehörte. Unter anderem schilderte er gemütvoll und tief bewegt von dem letzten großen, überbündischen Pfingstlager 1933. Dieses wurde grob von der HJ verboten und aufgelöst. Die jungen Menschen wußten, daß hier ihr Weg zu Ende war. Man ging, nach der Verkündung durch die Braunhemden, stumm und traurig zu den Zeltgruppen seines jeweiligen Bundes, bildete einen Kreis und verbrannte seine Wimpel. Dann ging man nach Hause. Von diesen jungen Menschen hat fast keiner das 6 Jahre später beginnende große Morden überlebt. Ganze Jahrgänge sind ausgelöscht.
    Nochmals nein, ich will nicht warten „… till the whole field turned muddy brown“ (Al Stewart), Wir sollten diesmal schlauer sein, nicht den Falschen folgen, die sagen, um des großen Zieles wegen, sei dieses oder jenes nunmal unvermeidbar.

  17. Blas bloß auf! Oder, wer hat Angst vor’m Schwarzen Mann…
    Ne, auf das Spiel hab ich keinen Bock. Genauso wenig wie auf das Kannibalistische Wulff-gehacke.
    Wer Mist macht muss sich verantworten, Ende.
    Was ich jetzt von Messerstechern jeglicher Coleur halte führe ich jetzt nicht näher aus.

    Denke aber, es gibt Weltbewegenderes. Z.B, was ist davon zu halten das sich die Anleger Null um die Empfehlungen von „Standard&Murks“ oder Fitch kümmerm, ja diese ignorieren.
    Siehe am Beispiel La Grande Nation.
    Und was ist von dem Vorschlag zu halten, Zitat Westerwelle sinngemäß: ‚Wir brauchen in Europa eigene Ratingagenturen, unabhängig, ähnlich wie Stiftung-Warentest.‘
    Ist das wirklich Emanzipatorisch?

    Und was ist davon zu halten das bei einer Umfrage in den USA (siehe ASR) Ron Paul quasi gleichauf mit Obama liegt, und das, obwohl die Medien Paul bis jetzt so gut es ging ignoriert haben.
    Verliert hier eine Hegemonie an Boden?

  18. Ich komme aus dem dessauer Raum. Nach der Messerattacke gab es ein Brandanschlag und Graffithischmierereien gegen das dortige Polizeigebäude. Um die Polizei an einen schnellen Einsatz zu hindern, wurden sog.Krähenfüße vor der Polizeiausfahrt gelegt. Ich hab mich mit einem guten Freund, der bei der dessauer Polizei arbeitet unterhalten.
    Hier sein Kommendar:
    Nach Einsatz von Spührhunden und nach Zeugenberichten, führte zu hoher Wahrscheinlichkeit die Spuhr zur Zentrale der Linken in Dessau. Dank unserem Innenministerium wurde eine weitere Ermittlung mit der Begründung vorerst eingestellt,
    weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden….

    Was da OB Koschig als Kommendar von sich gelassen hat,ist ein Schlag ins Gesicht aller Dessauer und natürlich in das vieleicht für immer gezeichnete Gesicht von Andre!!!

    Im Augenblick habe ich und mein bekanntes Umfeld jeglichen Restglauben an unsere Politik und vor allem an unsere Medien verloren. Ich bekomme Angst bei dem Gedanken, wo das alles noch hinführt?

  19. Hallo Herr Elsässer!

    Sie haben natürlich völlig Recht, wenn Sie der Meinung sind, dass es in diesem Land entscheidend ist, wer was macht, damit es in den Massenmedien „breit“getreten wird.

    In diesem Fall hat ein Schwarzer etwas Schlimmes angestellt. Ja, Sie haben Recht, wenn Sie der Meinung sind, dass die Deutschen sich das nicht gefallen lassen müssen.

    Würde aber ein MOSLEM ein „Verbrechen“ begehen, dann kommt es in jedem Fall in den Medien vor und zwar immer mit dem Hinweis auf seine Religionszugehörigkeit. So, als hätte das Verbrechen direkt mit dem Islam zu tun, um zu suggerieren, dass der Islam ein Synonym ist für Terror.

    Und wenn dann doch ein Nord-Europäer wie z. B. Anders Breivik Terror ausübt und dabei 77 Menschen umbringt, dann wird er nur als ein „Verrückter“ abgestempelt und das war’s dann. Meine Frage: Wie wäre es, wenn bei dem Anschlag in Norwegen ein Moslem am Werk gewesen wäre? Dann wäre hier die Hölle los!

    Was ich Ihnen damit sagen will: Es ist in dem Sinne kein „Verbrechen“, wenn ein Deutscher, Norweger, Schwarzer und weiß der Geier was, dies tut. Nur wenn es sich bei dem Täter um ein MOSLEM handelt, dann ist die Nachricht brisant genug, um in den Massenmedien vorzukommen. So sieht’s aus!

    P.S.: bin Compact-Abonennt.

  20. wieso jürgen springst du gerade auf den zug auf, was die leute unter den linken, die du so kritisierts, erwarten ? (…)

    und außerdem finde ich, du solltest den fall, nur weil der opfer jetzt zufällig ein dt. und der täter ein afr. ist, nicht überbewerten und gleich mit der konträren retourkutsche kommen – das ist doch genau das, was du bei den meinungsmachern vorwirfst, dass die umgekehrt machen.

    ecse: Auf diesem blog können nur COMPACT-Abonnenten kommentieren. Bitte besorgen Sie sich vor dem nächsten Mal eine Freischaltung unter elsaesser@compact-magazin.com

  21. Michael: Vielen Dank für die authentische Stimme aus Dessau! – Das Kommentieren auf diesem blog ist ansonsten nur für COMPACT-Abonnenten…

  22. Otto-Normal Januar 19, 2012 at 21:28

    Und wenn dann doch ein Nord-Europäer wie z. B. Anders Breivik Terror ausübt und dabei 77 Menschen umbringt, dann wird er nur als ein „Verrückter“ abgestempelt und das war’s dann.

    I wo. Man hat – kategorial falsch – einen Nazi aus ihm gemacht und dann die ganzen Indigenen diskreditiert, die nur ihre Identität und Sittlichkeit erhalten wollen. Und man hat die zionistische Dimension verleugnet, unterschlagen und in ihr Gegenteil umgelogen.

    Die Jung-Sozen sind auf der Insel zusammengekommen, um über konkrete Maßnahmen zu beratschlagen, wie man den Palis helfen und Israel anprangern könne. Liest man das irgendwo? Das hat die Qualitäts-Journaille hübsch politisch korrekt ausgeblendet.

  23. Michael Januar 19, 2012 at 21:02

    Im Augenblick habe ich und mein bekanntes Umfeld jeglichen Restglauben an unsere Politik und vor allem an unsere Medien verloren. Ich bekomme Angst bei dem Gedanken, wo das alles noch hinführt?

    Na, in die totale Sprachzerstörung und Manipulation halt. Nach Hegel dient der Weltprozeß dazu, sich die Begriffe den Sachen angleichen zu lassen. Wir sind gerade in einer gegenläufigen Bewegung.

    Es wird aber auch wieder aufwärts gehen, wie bei allen zyklischen Prozessen.

  24. me. Januar 19, 2012 at 20:19

    Wer Mist macht muss sich verantworten, Ende.

    Ja eben nicht. Das ist ja der Punkt. Der Täter hat ein objektives Interesse an Strafe, weil ihm diese die Rückkehr in die Sittlichkeit ermöglicht. Wenn man ihm aber diese Möglichkeit schließt – und das ist die herrschende Praxis- zwingt man ihn in die Devianz.

    Deshalb nimmt die Kriminalität struktural zu. Weil man diese Struktur herstellt und permanent reproduziert.

  25. J. Fischer Januar 19, 2012 at 19:19

    @ Joachim Bunzinger
    Nein, ich will den braunen Sumpf nicht. Und ich ersehne eine bunte Republik.

    Ja, schön bunt ohne braun, Joschka. Kennen Sie die Gauß-Verteilung? Wenn man da alles abschneidet, was sich rechts hinter der Standard-Abweichung bewegt, kriegt man zwar immer noch ’ne Verteilung ‚raus aber sie ist nicht mehr normal. Es ist dann keine naturwüchsige Normal-Verteilung mehr, sondern ein künstlich manipulierte Gebilde, das man dann neusprecherisch als „Bevölkerung“ bezeichnen kann. Toll…

  26. Die heutige Mitteld.Zeitung befasst sich auf Seite 3 mit dem Verbrechen. Schüler einer dessauer Schule zweifeln einer Demonstration für das Opfer an bzw. geht es im überwiegenden Teil der Reportage um Rechtsradikale im dessauer Raum. Davon solls wohl 30-50 geben, 50 wurden auf der spontanen Demo nach dem Anschlag gesichtet.
    Und schau her, es gibt eine Spur zum Brandanschlag zu links- Extremen aber welch Glück, sie kamen nicht aus dem dessauer
    Raum…
    Zusammenfassend enthielt der Artickel fasst ausnahmslos eine Rechtfertigung der Ereignisse…Mir wurde schlecht beim lesen!!!

  27. @ Joachim Bullinger (das mit dem ‚Joschka‘ war verdient, künftig aber – inständig – bitte nicht mehr)
    Ich befürchte, wir reden aneinander vorbei: Wenn’s ein schönes Muttererdebraun, heimaltich duftend, ist, gehört das für mich zur Buntheit. Ich meinte das „melting pot“-Braun, die Zermatschung alles Mannigfaltigen (spontanes Beispiel: Braun = globalisierte H&M Trachten mit McDonald’s Majoflecken). In Sachen Gauß: Auf einer Wanderung bin ich einmal auf einen Gaußturm gestiegen und habe den Ausblick auf den schönen Dransfelder Stadtwald und weiter hinaus genossen. Ansonsten bin ich in Sachen Mathematik ein ausgemachter Stümper, weshalb es auch nur zum Betriebs- nicht zum Volkswirt reichte.

  28. „wo das alles noch hinführt?“

    Dies hat Volker Schöne, Landesvorstand der Polizeigewerkschaft Sachsen am 28.09.2011 auf dem Blog ebendieser veröffentlicht. Nach wenigen Tagen war dieser Blogeintrag wieder verschwunden. Warum entzieht sich meiner Kenntnis und man kann nur mutmaßen. Das Augenscheinliche fällt einem nur allzu leicht in den Sinn. Wen es interessiert, dem kann ich diesen Eintrag gern als PDF-Datei zusenden.

  29. @ me „Denke aber, es gibt Weltbewegenderes“
    Sicher. Aber neben dem Fakt der Untat ist aus meiner Sicht die Reaktion „der Linken“ thematisiert. Und das finde ich tatsächlich brennend wichtig. Es stellt sich doch die Frage, mit welchen Teilen der Linken kann und will man zusammengehen (es muß ja nicht gleich Blutbrüderschaft sein, aber es muß einen Grundkonsens geben). Und auch psychologisch ist es wichtig: woher kommt diese tiefe, von Hass erfüllte Psychose?

  30. Herr Elsässer, ganz klar ist diese Messerattacke ein brutales Vorgehen, daß nicht ungestraft bleiben kann, der Asylant gehört des Landes verwiesen!
    Dennoch wissen Sie auch, daß die Mainstreammedien auch die Wirtschaftskriege bzw. Kolonialraubzüge des Westens in Afrika verschweigt und diese bestimmt Abermillionen Afrikanern das Leben und die Unabhängigkeit gekostet hat??? Da muss man sich fragen wer mehr Blut an seinen Händen kleben hat !?
    Nach dem Motto:
    Was man säht, das erntet man, oder wie du in den Wald rufst, so schallts zurück.

  31. @ Yilmaz
    Das Blut klebt an den Händen des Messerstechers, nicht an den Händen des Opfers seiner Attacke. Und es klebt unabwaschbar an den Händen der Imperialisten, die Menschen entwurzeln, als Wanderarbeiter in die Welt treiben und vor Ort als ihre Wirtschaftssklaven zurücklassen. Das hat das Opfer der Messerattacke nicht gewollt und auch nicht zu verantworten – höchstens wir durch indirekte Duldung, sobald wir es durchschaut haben.

  32. Diese Gutmenschentiraden sind einfach nicht mehr zu glauben!!! Und nicht mehr zu ERTRAGEN!!!
    Ist jetzt der couragierte Helfer verantwortlich für hungernde Afrikaner??? War das quasi Notwehr des farbigen Messerstechers, weil der Helfer ein imperialistisch-kolonialer Ausbeuter ist??? Hat der Helfer den Sturm (Kolonialraubzüge etc.) gesät, den er nun in Form des farbigen „Wirtschaftssklaven“ unter Verwendung eines Rache-Messers erntet??? Halt also letztlich, unter Beachtung dieser Logik, der Helfer mehr Blut an den Händen kleben als der afrikanische Täter, äh, natürlich das Opfer??? Und dann das Gesülze, dass es „Weltbewegenderes“ geben würde. Ja, sicher auch für den Helfer und sein familiäres Umfeld. Nachdem er knapp überlebt hat, kann er sich nun auch gleich wieder den Schändlichkeiten der Rating-Agenturen und dem Machtkapmf Obama vs. Ron Paul widmen. Leute, ich möchte Euch mal sehen, wenn Euch ähnliches widerfahren würde, bzw. ein Freund das erlitten hätte. Wären dann auch Medien, Kolonialisten, die Deutschen selbst oder die Marsmenschen schuld??? Hier hat ein eiskalter Verbrecher für ein Peanuts (= Handy) ein schändliches Verbrechen begangen. Aus reinem Eigennutz, nicht aus Hunger (weder seinen eigenen, noch den der Dritten Welt). Und was soll schon wieder reflexartig der Verweis darauf, wenn es „Moslems“ gewesen wären. Nach dem Mord an der Muslima in Dresden war nicht gerade Schweigen im Walde angesagt, nach der Tat in Dessau blieb es in den Niederungen der Provinz haften. Man soll bloß nicht so tun, als ob ausländische Täter diskriminiert würden. Anders herum wird ein Schuh draus. In den Medien heißt es nur „30-jähriger Täter, männlich“. Irgendwann wird es heißen „der Täter war ein Mensch“. War der Täter deutsch, findet es sofort Erwähnung. Da weiß man wenigsteng, woran man ist, wenn dieser Passus fehlt. Man sollte sich lieber mal über das Gedanken machen, was „Michael“ schrieb. Das ist eine unglaubliche Sache! Kein Wunder, dass sich heute die Leute kaum noch trauen, zivilcouragiert einzugreifen. Ich kenne etliche Beispiele, da ich auch beruflich damit (Rollenspiele, Tatsachenberichte etc.pp.) zu tun habe. Und Angriffe/delinquentes Verhalten von Ausländern/Migranten usw. sind eben mitnichten Einzelfälle! Und bei allem salbungsvollen Gesülze „vergessen“ dann manche Leutchen auch noch, dem Opfer alles Gute zu wünschen. Da schwadroniert man lieber über die echten oder vermeintlichen Ungerechtigkeiten der Welt, für die natürlich nur WIR (Deutschland) verantwortlich sind. In Abwandlung des Spruches in seiner Bedeutung sage ich in diesem Kontext einfach mal: DEUTSCHLAND, HALTS MAUL!

  33. @ Linkspatriot
    Ihrem Hinweis, daß man sich lieber Gedanken machen solle, was ‚Michael‘ geschrieben hat, kann ich nur zustimmen. Eigentlich ein Anlaß zu weiteren Investigationen, meine ich (aufmunternd Richtung JE).

  34. @ J. Fischer/ 09:01

    „Aber neben dem Fakt der Untat ist aus meiner Sicht die Reaktion „der Linken“ thematisiert. (..)Und auch psychologisch ist es wichtig: woher kommt diese tiefe, von Hass erfüllte Psychose?“

    Das weiß ich auch nicht.
    Ist auch so wenn was los ist und die Cops tauchen auf. Sie sind automatisch die Arschlöcher. Was für einige sicher zutrifft, aber für andere wiederrum nicht.
    Das hat wohl was mit Ideologie zu tun. Manchmal ist diese förderlich um den Kurs zu halten, wenn sie aber davon abhält den konkreten Menschen der vor einem steht zu beurteilen, dann ist sie hinderlich. Separierend.
    Habe ich schon früh gemerkt. Bin trotz x freundlicher Einladungen nie ins alternative Viertel gezogen.
    Wohne lieber mitten unterm Volk. Da wos brodelt. (Nicht Brodert)
    Das hilft ungemein immer den Mensch zu sehen der vor einem steht.
    Man darf einfach nicht, wenn man sich das eigene Menschsein erhalten will, abstrakt pauschalisierend einen Mensch aus Ideologischen Gründen dessen Menschsein abstreitig machen.
    Ein Linker kann genau so ein Rücksichtsloses Arschloch sein wie ein Rechter, und umgekehrt. Ein Inländer genau so wie ein Ausländer.
    Also gut möglich das der zu Hilfe eilende zwar eine Rechte Einstellung hat, er aber trotzdem eine gute Tat vollbringen kann, muss, bis das Gegenteil bewiesen ist, als Möglichkeit bestehen bleiben. Und dann auch gewürdigt werden.
    Ist das nicht so blinzelt einem der Faschismus oder der Stalinismus entgegen.
    Also, Augen auf wer vor einem steht, wissen, und dann entscheiden.
    Ideologie kann Logik neimals ersetzen. Sonst wirds gefährlich.

    Zu, „mit welchen Teilen der Linken kann man zusammengehen“.
    Na mit denen mit man über die Ideologie hinweg zusammen leben kann, wie z.B mit mir 🙂

  35. antifa.de: Diese Drohung der neuen SA bleibt aus Dkumentationsgründen hier stehen.

  36. Warum die Kommentare besser sind auf Ihrer Seite als die
    Beitraege auf Ihren Veranstaltungen?

  37. antifa = neue SA finde ich total zutreffend.
    Warum die sich nicht schämen, in ihrer @Adresse noch das
    …..de zu führen, konsequenter fände ich zu einem israelischen Server zu gehen.

  38. Genau so funktioniert Hetze. Man greift aus den Tausenden von tagtäglichen Gewalttaten gezielt Einzelschicksale heraus und hält eine hochvergrößernde mediale Lupe darauf. Egal, ob es sich um U-Bahn-Schläger oder Springerstiefel-Treter handelt. So etwas widert mich an. Wenn jemand – egal ob er Roland Koch oder Jürgen Elsässer heißt – ein politisches Anliegen hat, soll er es gefälligst in allgemeinen politischen Begriffen formulieren und nicht Einzelschicksale dafür missbrauchen.

  39. @ antifa.de
    Und ich als begeisterter Abonnent der Compact nehme Ihren Kommentar aufmerksam wahr.

  40. auch in Erfurt schweigt die TA zu einem Vorfall vom 21. 09. 2011 Sicher hat Herr Raue Angst darüber zu berichten. Mich interessiert ob er Angst um seinen Posten hat?
    Der Geschädigte wurde mit Pflastersteinen beworfen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Nun sitzt er auf ca. 5 000,00 € Kosten. (…)

    R.S. Auf diesem blog können nur COMPACT-Abonnenten kommentieren. Bitte besorgen Sie sich eine Freischaltung unter elsaesser@compact-magazin.com

  41. Föhnix: Die Wahrheit ist nie allgemein, sondern immer konkret. Deswegen kann man an Einzelschicksalen nicht vorbeigehen. Wenn ich in einen allgemeinen Hetzchor in diesem konkreten Fall eingestimmt hätte, hätten Sie Recht! (So ist es oft bei Roland claus). Aber es war ja umgekehrt: Die versammelten Medien verschweigen und bagatellisieren die Sache, und nur einige wenige wie ich berichten darüber.

  42. @ Föhnix Januar 20, 2012 at 19:09

    Genau so funktioniert Hetze. Man greift aus den Tausenden von tagtäglichen Gewalttaten gezielt Einzelschicksale heraus und hält eine hochvergrößernde mediale Lupe darauf. Egal, ob es sich um U-Bahn-Schläger oder Springerstiefel-Treter handelt. So etwas widert mich an. Wenn jemand – egal ob er Roland Koch oder Jürgen Elsässer heißt – ein politisches Anliegen hat, soll er es gefälligst in allgemeinen politischen Begriffen formulieren und nicht Einzelschicksale dafür missbrauchen.

    Das Allgemeine zeigt sich im Besonderen und das Besondere im Einzelnen. Man kann daher z.B. mit den Methoden einer objektiven Hermeneutik (nach Oevermann) abduktiv vom Einzelnen über das Besondere auf das Allgemeine schließen.

    Ich mache das in meiner Praxis ständig, wenn es darum geht die Fallstrukturgesetzlichkeiten psychischer „Störungen“ abzuschichten. Ich suche dann nach einer gültigen Ausdrucksgestalt und schließe abduktiv auf die Regel, welche diese Gestalt so aus sich heraustreibt, wie sie sich unserem Kognitionsapparat zu erkennen gibt.

    Das funktioniert deshalb so gut, weil die Prozesse selbstreferentiell-rekursiv sind, die Funktion also immer (!) auch ihr eigenes Argument ist.

    Zu beachten ist dabei allerdings – und das ist sehr wichtig – daß die so erzielten Ergebnisse höchst fallibel sind, also empirisch bestätigt werden müssen und nur so lange gelten, wie sie noch nicht falsifiziert werden konnten.

    In der Objektiven Hermenutik ist daher gleichsam ein „Falsifikationsautomatismus“ eingebaut, der sicherstellt, daß jede Folgesequenz ihren Vorgänger überprüft.

    Falsifizieren Sie das Ergebnis also, wenn SIe meinen, es wäre falsch.

  43. @ Antifa
    Wer sich selbst so entfremdet ist, daß er nur noch in gewalttätigen Aktionen Selbstgewißheit erlangen kann, sollte sich aus der Politik heraushalten.

    Spielen Sie Ihr Spiel besser in der 3. Halbzeit. Aber da stehts ja 1:1 und man könnte auf die Fresse kriegen, gelt?

  44. @ Föhnix
    Induktion und Deduktion. Nach meinem Dafürhalten ist der Artikel Herrn Elsässers klar induktiv und hält sich nur solange am Einzelschicksal auf, wie für den Kontext notwendig – und vielleicht um einige wenige Worte des Mitgefühls ergänzt. Keinesfalls erkenne ich hier aber jegliches Breittreten des Opferfalls, noch das Schüren von negativen Emotionen gegen den unmittelbaren Täter. Ich habe den Artikel so aufgefaßt, daß exemplarisch der emotionale Zustand der Gesellschaft und insbesondere ihrer (Saal-)Schützer abgeleitet wird.
    Deduktiv könnte man jetzt fragen, was müssen die Einzelschicksale (Opfer, Angehörige, Freunde und Gefährten) empfinden wenn Sie realisieren, wenn eine Gesellschaft, augenscheinlich einzig vertreten durch ihre (Saal-)Schützer, kaltschnäuzig über alles mutige mit rotbeschnürsenkelten Springerstiefeln hinwegtrampeln und ihr eigenes Buchstabensüppchen kochen. Und in Einem sollte es – völlig losgelöst von jedwedem „Richtungsstreit“ – keinerlei(!) Meinungsverschiedenheiten geben: Eine Gesellschaft, die dem beistehenden Helfer – insbesondere wenn dieser dabei verletzt wird – egal ob bei Feuersbrunst, Naturkatastrophe oder ganz individuell-zwischenmenschlich – nicht höchste Solidarität und Anerkennung zumißt, eine solche Gesellschaft ist entweder entwertet oder verrottet. Und wenn die Gesellschaft sich nicht schützend von den verletzten Helfer stellt, wird sie verfallen. Denn sie läßt zu, daß die grundlegendsten, archaischsten Gesetze menschlichen Zuzsammenlebens ihre Gültigkeit verlieren.

  45. @ Joachim Bullinger „Das Allgemeine zeigt sich im Besonderen und das Besondere im Einzelnen.“ Ich las Ihren Kommentar erst nach absenden des Meinen. Kann es sein, daß wir beiden bei der immerwährenden Suche nach der Blauen Blume veranlaßt waren, über ähnliches zu grübeln, sogar mit dem Mut zur Abduktion? Angenehm, JØrgen Fischer.

  46. J. Fischer Januar 21, 2012 at 13:00 @ Joachim Bullinger

    Kann es sein, daß wir beiden bei der immerwährenden Suche nach der Blauen Blume veranlaßt waren, über ähnliches zu grübeln, sogar mit dem Mut zur Abduktion?

    Oh ja, JØrgen, das ist leicht möglich. Kennen Sie die Metapher mit dem Bergsteigen? Je höher man kommt, umso mehr nähern sich die unterschiedlichen Wege einander an.

    Ich hab‘ halt noch 1,2,3 Charles S. Peirce: „On a New List of Categories“ gelesen und Oevermann im Original nicht nur gehört, sondern auch erleben und erfahren dürfen.

  47. @ JØrgen Fischer

    Noch ein wenig mehr Blaue Blume: Die nicht analysierte (!) Erscheinung aller (!) Qualitäten in einem (!) Moment – als einfache positive Möglichkeit gedacht – ist nach Peirce eine Idee der Erstheit.

    So blau, so blau… und wie die Welt so weit, und wie die Welt so weit.

  48. antifa.de
    was meinen sie? ein messer in den kopf? sprechen sie sich aus. oder reichts nur zu dumpfen SA-drohungen?

  49. @Joachim Bullinger
    … wo Sie mir, wie ich neidlos anerkenne, um Lektüre, Erleben und Erfahrung um Längen voraus sind.
    Die schöne Metapher vom Bergsteigen war mir nicht bekannt, allerdings ahnte ich als Norddeutscher schon lange, daß „das einzig schöne Blümlein blau“ wohl tatsächlich eher bei Edelweiß und Alpenveilchen, denn zwischen Heidekraut zu finden wär‘. Sieh, das Gute liegt so nah.

  50. @ antifa.de: Das genau ist es, was ich an der Antifa mittler weile
    hasse, nur mit Gewalt könnt ihr drohen und andere, die völlig berechtigt etwas Skandalöses und Abstoßendes zum Thema machen, was eigentlich selbstverständlich ist.Wenn der Mainstream und seine Hofnarren seine Hausaufgaben nicht machen, dann müssen halt andere es öffentlich machen und das ist keine Hetze, wenn man die WAHRHEIT schreibt!!!!

  51. „Im „Neuen Deutschland“, einer von der Linkspartei finanzierten Tageszeitung, wird das Opfer und die um den Schwerverletzten Trauernden in den Verdacht des Rechtsextremismus gerückt. Ein Gewährsmann des Blattes „verweist darauf, dass die ASG Vorwärts ((der Verein des Opfers)) wiederholt mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht wurde. So arbeitete ein Szenemitglied als Jugendtrainer. Der Anmelder der jetzigen Demo sei kürzlich wegen einer mutmaßlich rechtsextrem motivierten Körperverletzung verurteilt worden.“ Ekelhaft, wie hier Opfer zu Tätern gemacht werden.“

    Das ist mal wieder typisch für die Political Correctness-Exzesse im ND (und ähnlich in der „Jungen Welt“). Absolut deckungsgleich mit der TAZ.
    Ist aber schon lange so. Leider gibt es in der sog, „Linkspartei“ und in ihrem Umfeld keine Leute mehr wie früher in der PDS z.B. Christine Ostrowski, die auch mal auf Distanz zur allgemeinen Multi-Kulti-Begeisterung gehen.
    Ansonsten möchte ich speziell dem Kommentar von Linkspatriot zustimmen.

  52. @ antifa.de

    Ich als getürkter Deutscher würde mir wünschen, daß es mehr Deutsche vom Schlag Elsässer in Deutschland gibt, dann gäbe es keine Populisten die nur die Absicht haben zu polarisieren.
    Elsässer Hetzerei und Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen ist völlig daneben und entspricht absolut nicht der Wahrheit.

    ——————————————————————————–
    Hier nochmal ein aktueller Bericht aus den Maintreammedien, wo ein Polizeibeamter seine 8-jährige Tochter und sich dann selbst erschiesst, weil sich seine Ehefrau von ihm trennen wollte, der Headliner heisst „Familientragödie in Saarland“.

    http://de.nachrichten.yahoo.com/polizist-erschie%c3%9ft-tochter-selbst-144252246.html

    Hätte zB. eine ähnliche Tat ein Türke begangen, würde man dies nicht als „Familientragödie“ bezeichnen, sondern eher direkt pauschalisierend die ganze Volksgruppe als radikal aburteilen…, nur zu Pauschalisierungen neigen leider fast alle Menschen in fast jedem Land, in fast jeder Kultur, ausser vielleicht noch die Thailänder, die für mich persönlich in Menschlicher Beziehung eine Aussnahme darstellen.

  53. In dem sehr klugen aber auch mutigen Artikel wurde nicht zu Unrecht auf das Werk von Kubitschek/Paulwitz hingewiesen.
    Zeigt es doch gerade, dass die Tat dieses Ausländers KEIN Einzelfall ist. Insofern haben wir hier ein klassisches Beispiel für die dialektische Beziehung von dem Allgemeinen und Besonderem.

    Der Artikel ist aus mehrerlei Hinsicht wertvoll:
    1. Ausländerkriminalität bzw. von jenen mit Migrationshintergrund, insbesondere gegen Inländer, ist ein Tabuthema und wird seit Jahren nicht mehr in der Kriminalstatistik erfasst.

    2. Wer dieses Thema anrührt und zwar so wie Jürgen, begibt sich auf ein Minenfeld. Wo am Ende nur noch Zitate, meist aus dem Zusammenhang gerissen, zitiert werden. Und im Zeitalter von copy & paste ist dann ganz schnell der originäre Gedanke ausgewaschen, eliminiert und ersetzt – durch den des Schreibers.

    3. Ist Jürgen ein richtiger Linker und er wird schon mit dem Aufgreifen dieses Themas Beißreflexe bei jenen Freunden auslösen, die ihn jahrelang begleitet haben und nun gegen ihn wenden.

    4. Um sich mit diesem Thema so zu befassen, muss man schon einiges gelesen, gehört bzw. erfahren haben. Denn die Vulgärmedien wollen/sollen uns doch ein ganz anderes Bild vermitteln, meist etwa so: wir sind schuldig, wir sollen uns gefälligst so fühlen, diese Migranten sind unsere Bereicherung usw. Det ist bei den meisten Bürgern hierzulande tief verankert.
    Und DAGEGEN geht Jürgen vor.

    Danke.

  54. @ Fischer

    Ihr Verweis auf die „Deutsche Jugendbewegung“ zeigt, daß Sie es ehrlich meinen, eben verzweifelt ehrlich. In dieser einzigartigen und zu Unrecht vergessenen Bewegung der Deutschen war Wahrheit und Klarheit Richtschnur:
    „Rein bleiben, reif werden“.
    Die Menschen aus den Bünden sind nach 1933 etwa zu gleichen Teilen für Deutschland in den kommunistischen Widerstand gegangen, und für Deutschland in die Partei.
    In Workuta und in den Rheinwiesenlagern trafen sie sich wieder.

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