Dresden, 13. Februar

Warum ich weder mit den einen noch mit den anderen demonstrieren werde

Am 13. Feruar, zum Jahrestag der alliierten Bombardierung 1945, wird es einen größeren Auftrieb in Dresden geben. Die Nazis demonstrieren, 10.000 werden erwartet, die Antifas blasen zur Gegenmobilisierung und zur Blockade.

Natürlich darf man sich den Nazis nicht anschließen. Das Gedenken an die Opfer wird von ihnen ausgenutzt und mißbraucht, um Werbung für den Nazismus zu machen. Mit dem Schlagwort „Bomben-Holocaust“ setzen sie gleich, was nicht gleichgesetzt werden darf. Nazi-Deutschland hat den Weltkrieg entfesselt und die Ermordung der europäischen Juden betrieben – das darf nicht vergessen und nicht relativiert werden.

Aber ich werde mich auch nicht an den Gegenaktionen der hirnverbrannten Antifas beteiligen. Sie ergötzen sich an den deutschen Opfern und rufen „Do it again, Bomber Harris!“ Das ist die perverse Freude am Massenmord. Zu dem Aufruferbündnis der Antifas gehören zahlreiche antideutsche Gruppen und Einzelpersonen, die parallel Werbung für einen Überfall auf den Iran machen. Do it again, Bomber Harris – in Teheran! – das ist die Botschaft.

Ich hätte gar nichts dagegen, wenn die Stadt Dresden beide Aktionen verbieten würde. Das erspart der Metropole ein gewalttätiges Wochenende – und schafft Raum für das friedliche Gedenken der Bürgerinnen und Bürger, die mit Anstand und Würde sich ihrer Toten erinnern und vor weiteren Kriegen warnen wollen, durchaus auch an die Adresse der eigenen Regierung gerichtet.

Im Prinzip verfolgte die SED eine richtige Erinnerungspolitik: Es wurde des barbarischen Bombardements der Alliierten gedacht, es wurde die Verantwortung Nazi-Deutschlands für den 2. Weltkrieg glasklar benannt  – und es wurde davor gewarnt, dass USA und Großbritannien nach 1945 eine völkermörderische Politik fortgesetzt haben, die in der Tradition von „Dresden 1945“ UND in der Tradition des nazideutschen Vernichtungskrieges gegen Städte wie Guernica, Coventry, Leningrad usw. war.

Die Neonazis konnten sich des Themas „Dreden“ nur bemächtigen, weil die Linke nach 1990 die SED-Tradition vergessen hat und immer antideutscher wurde, also ihre klammheimliche Freude an deutschen Bombenopfern immer weniger verborgen hat. Dabei hat ein Linker wie Jörg Friedrich („Der Brand“) eigentlich die publizistische Steilvorlage geliefert, es richtig zu machen.

Ganz anders die Lage in Japan: Dort ist das Hiroshima-Gedenken seit 1945 fest in der Hand der Linken und der Verfassungspatrioten, die in Erinnerung an das US-Kriegsverbrechen die Botschaft verbreiten: Hätte sich doch Japan nie von seiner Kriegerkaste in imperialistische Aggressionen treiben lassen! Am Ende mussten wir dafür bezahlen! Das darf sich nie wiederholen – und deswegen muss das Kriegsverbot in der japanischen Verfassung (Artikel 9) verteidigt werden.

Mit dieser Linie gelang es, die japanische Außenpolitik bis heute zu mäßigen. Die deutsche Linke hingegen konnte mit ihrem bombentauglichen „Nie wieder“-Reflex nicht verhindern, dass der Krieg „zur Verhinderung eines neuen Auschwitz“ salonfähig wurde – gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak. Kein japanischer Soldat kämpft heute an der Seite der US-Aggressoren – aber deutsche Truppen bombardierten mit den Yankees zusammen Belgrad und wüten heute in Afghanistan. Und wenn morgen Teheran bombardiert wird, wird die Merkel-Regierung Komplize sein – und auf unseren Straßen werden keine Grünen und kaum ein Antifa demonstrieren, sondern nur die Moslems und die NPD. 

Deswegen ist es notwendig, dass sich ein „drittes Lager“ zwischen  hirnverbrannten Faschisten und hirnverbrannten Antifanten herausbildet. Deswegen darf man keine der beiden Aktivititäten in Dresden unterstützen. Deswegen ist die Volksinitiative unersetzlich.       

45 Kommentare zu „Dresden, 13. Februar

  1. Hut ab.
    Respekt für diese Stellungnahme.
    Ich war früher selber in der Antifa hier in HH aktiv….leider, muss ich heute sagen.
    ca 80% machen das ganze nur wegen der Action.

    Naja, und über die Braunen brauchen wir ja garnicht sprechen.
    Sollen die sich gegenseitig die Köppe einhauen…2:0 für uns Muslime.

    Ibn Rainer

  2. Guter Beitrag, dem ich rundum zustimme.

    Besonders den Vergleich mit Japan finde ich interessant. Parallel zur Remilitarisierung der deutschen Politik in den letztem 1-2 Jahrzehnten verschwand „zufällig“ Japan immer mehr aus dem deutschen Fokus. Eigentlich logisch, denn Japan ist das lebende Beispiel dafür, dass der deutsche Weg eben nicht zwangsläufig und alternativlos war. Aber das hört man hierzulande natürlich nicht gern.

  3. Ich freue mich, daß Jürgen Elsässer an die „SED-Erinnerungspolitik“ anknüpfen will und damit noch einmal deutlich macht, daß er seine antideutsche Denke längst hinter sich gelassen hat, die in punkto Dresden-Gedenken ja vor langer Zeit einmal einen ganz anderen Standpunkt eingenommen hat.

    Allerdings, diese Kritik sei erlaubt, kam man in der DDR weitestgehend ohne dem im Westen eingeführten ritualisiert anmutenden Verweis auf den von „Nazi-Deutschland entfesselten Weltkrieg und die Ermordung der europäischen Juden“ aus, dem Dogma gar, daß letztgenanntes Verbrechen „nicht relativiert werden DARF“, keine „Gleichsetzung“ dulde.

    An diesem West-Import, welches seine Herkunft (West-Alliierte und Zionisten) nicht verbergen kann, schließt sich unwillkürlich die Frage an, ob deutschen Opfern von allierten Völkermord-Verbrechen nur mit diesen Bezugnahmen gedacht werden darf und ob diese Taten damit letztlich wenn nicht legitimiert, dann doch aber ihrerseits relativiert werden sollen.

    Denn die allierten Terrormassenbombardements (Dresden usw.), die Versenkungen der „Goya“ und „Gustloff“ und erst recht der allierte Vertreibungsvölkermord an unserem Volk waren nicht die Folge von NS-Judenmord und -Kriegspolitik, sondern teilweise schon längst geplant und einfach nur machtpolitisch und chauvinistisch-rassistisch motivierte (Kriegs-)Verbrechen.

    Kriegsverbrecher Churchill: „Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“

    Die Deutschen zu braten war Churchill aber nicht genug. Am nächsten Morgen schickte er seine Tiefflieger, die mit ihren Bordwaffen die überlebenden Frauen und Kinder am Elbufer hinwegmähten.

    Churchill wollte im Rahmen seines fabrikmäßig geplanten Ausrottungskrieges gegen das deutsche Volk jedes Haus einer jeden deutschen Stadt zerstören: „Wenn es sein muß, hoffen wir, fast jedes Haus in jeder deutschen Stadt zerstören zu können.“

    BRD-„Eliten“ verliehen dafür diesem Massenmörder den Aachener Karlspreis. Der Massenmörder erhielt den „Friedenspreis“ jener Stadt, die er im Zuge seines Ausrottungskrieges einebnen und deren Bevölkerung er zu einem großen Teil verbrennen ließ.

    Wer lernt heute noch in der BRD-Schule, daß die Opferzahl in Dresden bei weitem die der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki übertraf? Kurz und gut, Deutsche Opfer sind nicht weniger Wert als Nazi-Opfer und deshalb darf und muß ihnen endlich ohne jeden Verweis auf Nazi-Verbrechen und -Opfer gedacht werden.

    Wer das nicht hinbekommt, macht, ob er das will oder nicht, in antideutscher Manie(r) aus deutschen Opfern indirekt Täter, relativiert allierte Täterschaft und schaufelt – so ganz nebenbei – Wasser auf die Mühlen der Nazis

    Wenn also an die SED-Erinnerungspolitik anknüpfen, dann richtig und nicht doch wieder politisch-korrekte Relatvierungsformeln einbauen, die man damals in der DDR in dieser Vehemenz nicht kannte und die auch völlig inakzeptabel sind.

    So klagte der Vorsitzende des Ministerrates der DDR, Hans Loch im Jahre 1955 die Westalliierten des Mordes an 300.000 Dresdnern an.

    Die Sächsische Zeitung fand am 12. 2. 1949 in der Zerstörung Dresdens “zugleich eine Anklage gegen die anglo-amerikanische Kriegsführung. Die grauenhafte Vernichtung Dresdens war durch keinerlei strategische Überlegungen zu rechtfertigen.”

    1950 gab es in der ganzen DDR Dresden-Gedächtniskundgebungen. Das Dresdner Vorbereitungskomitee schrieb: “Die Nationale Front des demokratischen Deutschlands kämpft gegen die Zerstörer Dresdens, die Kriegstreiber von heute.”

    Der sächsische Ministerpräsident Seydewitz rief aus, “daß dieselben Kräfte, die damals Dresden sinnlos zerstörten, heute schon wieder von neuem zum Völkermord aufrufen.”

    1951, der Korea-Krieg war ausgebrochen, schrieb die Tägliche Rundschau: “Der Feuerschein der blutigen Stadt Dresden, der am Ende des Zweiten Weltkrieges den Himmel weithin sichtbar rötete, ließ die räuberische Fratze des amerikanischen Imperialismus, des ärgsten Feindes der Menschheit, heraufleuchten.”

    Ein Jahr sprach der DDR-Volkskammerpräsident Dieckmann völlig zutreffend von den “anglo-amerikanischen Luftgangstern”.

    Ulrike Meinhof bezog sich 1965 in einem Aufsatz für die “konkret” positiv auf David Irving und kam dann zu folgendem Schluß:

    “Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Öffentlichkeit die Wahrheit über Dresden. In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.”

    Was bleibt, das ist, trotz dieser Kritik, die volle inhaltliche Zustimmung zum Beitrag. Angesichts der Verbrechen und Kriege der Westmächte, des antideutschen Charakters der „deutschen“ Linken und der Instrumentalisierung deutscher Opfer allierter Verbrechen durch die Nazis ist es notwendig, an die frühe Tradition der DDR anzuknüpfen und diese nationale Frage, welche zugleich ein Anliegen humanitärer Grundüberzeugung ist, endlich mutig aufzugreifen, nicht länger den Falschen zu überlassen.

  4. Zitat:
    „Neonazis und Antifa sind im Grunde zwei Seiten der selben Münze.

    Genau wie Wahabis und CIA.“

    Und genau wie…
    … Schiismus und Pädophilie?
    … Dutroux und Khomeni?
    … Rassismus und Muttaki?

    Was soll das? Wo die Argumente fehlen, da wird provoziert. Fechte innerislamische Dispute da aus wo sie hingehören…und wo man dagegen argumentiert.

    Ibn Rainer

  5. Auch ich finde die Stellungnahme von Jürgen Elsässer sehr gut und kann ihr voll und ganz zustimmen. Außerdem gebührt JE Anerkennung dafür, dass er seine eigenen Ansichten einer Überprüfung unterziehen kann und nicht dogmatisch auf ihnen beharrt, wie es viele Linke tun, die z. B. von Stalin oder Mao Tse-tung nicht loskommen.

  6. Manchmal ist es eben auch hohe Politik, sich scheinbar un-ideologisch zu positionieren. In dem Fall „Dresden“ sind daher die Schlussfolgerungen von Jürgen deutlich und richtig. Weder kann man sich dem braunen Narrensaum andienen, noch den rotlackierten Faschisten der antideutschen Fraktion. Beide instrumentalisieren „die Sache“ für sich und ihre menschenverachtenden Anschauungen. Und so nebenbei soll die „Vergangenheit“ gleich in die „Gegenwart“ kopiert werden, in dem man analoge Szenarien nicht nur propagiert, sondern gar fordert. Siehe Säbelrasseln gegen den Iran! Ein ziviler Zeitzeuge von einst, der der Brandhölle gerade noch entkam, wird mit gleicher Verachtung auf die sich versammelnden Rechten schauen, wie ein damaliger antifaschistischer Widerstandskämpfer auf die zynisch-barbarischen Tiraden und Parolen der antideutschen Linksfaschisten von heute. Während Extremismen sich auf der Straße austoben, werden die Zeitzeugen still dem fürchterlichen Anlass gedenken und hoffen, dass so etwas nicht noch einmal geschieht. Die Volksinitiative tut eben auch gut daran, sich vom Treiben in Dresden fernzuhalten. Von „Dresden“ lernen könnte nämlich auch heißen „Erkenntnis“ lernen! Wie??? In dem man sich der Hintergründe der Demonstranten beider Couleur gewahr wird, denen „Dresden“ eben nur Mittel zum Zweck ist, und erkennt, dass es eine antiimperialistische, antifaschistische und patriotische Bewegung in der BRD nicht gibt. „Dresden“ könnte für uns eines der Signale sein, aus denen endlich so etwas wie die „Vereinigten Patriotischen Sozialisten“ erwächst.

  7. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch der Beitrag von Jacques R. Pauwels, der seine Analyse auf der Frage, warum Dresden zerstört wurde, mit folgendem Resümee beschließt:

    „The bombing of Dresden had little or nothing to do with the war against Nazi Germany: it was an American British message for Stalin, a message that cost the lives of tens of thousands of people. Later that same year, two more similarly coded yet not very subtle messages would follow, involving even more victims, but this time Japanese cities were targeted, and the idea was to direct Stalin’s attention to the lethality of America’s terrible new weapon, the atomic bomb. Dresden had little or nothing to do with the war against Nazi Germany; it had much, if not everything, to do with a new conflict in which the enemy was to be the Soviet Union. In the horrible heat of the infernos of Dresden, Hiroshima and Nagasaki, the Cold War was born.“ (Quelle: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=17515)

  8. Sich einem Antiimperialistischen Block anzuschließen der Pickel kriegt wenn er Anti-Deutsche sieht, wäre eine prima Alternative!

    Die Nazis haben demnächst irgendwas mit PRO-NRW in NRW im Busch und dabei sollen meine Muslimischen Mitbürger die A….karte ziehen.

    Eigentlich müssten sich Betreffs NRW die Radikal-zionistischen Schlägergruppen bestens mit den Neonazis verstehen.

    Eine runde Neuschnee am Tag der Demo wäre nicht schlecht 😉

    Hier mal, ich hab mir ja einen gelacht:

    http://nasofi.blogspot.com/

  9. Zitat Novum: “ schließt sich unwillkürlich die Frage an, ob deutschen Opfern von allierten Völkermord-Verbrechen nur mit diesen Bezugnahmen gedacht werden darf und ob diese Taten damit letztlich wenn nicht legitimiert, dann doch aber ihrerseits relativiert werden sollen.“

    Nein, gerade Kampfblatt Spiegel hatte Pfingsten 2003 ein Sonderheft, das wohl 3 Unterteilungen hatte: 1. angloamerikanischer Phosphorangriff auf 166 dt. Städte, Moral bombing, Zeitzeugen-schilderungen, wie die Angriffe auf Modellstädte in der Wüste in USA geprobt wurde, wie man so lange übte, bis der Wind eine extra Feuerwalze angeschoben hatte, fanatischer B-Harris, dessen Denkmal ohne Sockel in London auf einem Hof steht (der war recht klein, sein Denkmal auch) Auch findet man den Hinweis, er wurde nicht zum Sir geschlagen, weil er manchen zu fanatisch wirkte.
    2. Enola Gay, warum sie so hieß, warum sie im August flog, wo doch der WWII schon im Mai zuende war, was die Atombombe gekostet hatte, 3. Blondes Gift über Jüd. Mitbürgerinnen die damals andere an die Nazis verraten haben. 3 saubere Unterteilungen ohne den Versuch zu relativieren.
    Die Gustloff paßt so, wie sie sie aufzählen, da überhaupt nicht rein, Novum, mit ihr wurden die Piloten der Legion Condor nach Spanien gefahren, die Guernika bombardiert hatten.

  10. J. Pauwels schrieb:

    „Die Bombardierung Dresdens hatte wenig oder nichts mit dem Krieg gegen Nazideutschland zu tun: Es war eine angloamerikanische Botschaft an Stalin, eine Botschaft, die das Leben von Zehntausenden von Menschen forderte. Später im gleichen Jahr noch sollten zwei weitere, ähnlich verschlüsselte, aber dennoch nicht gerade subtile Botschaften folgen, die noch mehr Opfer mit sich bringen sollten. Aber dieses Mal waren die Ziele japanische Städte, und die Idee bestand darin, Stalins Aufmerksamkeit auf die Tödlichkeit der neuen fürchterlichen amerikanischen Waffe zu lenken: die Atombombe.

    Dresden hatte wenig oder gar nichts mit dem Krieg gegen Nazideutschland zu tun; es hatte viel, wenn nicht alles, mit einem neuen Konflikt zu tun, in dem der Feind die Sowjetunion zu sein hatte. In der schrecklichen Glut der Infernos von Dresden, Hiroshima und Nagasaki wurde der Kalte Krieg geboren.“

  11. Zwar OT, aber kurz:

    „Genau wie Wahabis und CIA.”

    Und genau wie…
    … Schiismus und Pädophilie?
    … Dutroux und Khomeni?
    … Rassismus und Muttaki?

    Was soll das? Wo die Argumente fehlen, da wird provoziert. Fechte innerislamische Dispute da aus wo sie hingehören…und wo man dagegen argumentiert.“

    Frau Hussein hat doch hier schon viele Gegenargumente erhalten, auch von Muslimen. Ich finde es nicht fair und auch nicht sehr höflich, Ihr hier den Mund zu verbieten, bzw. das kundtun ihrer Meinung.

    Es ist schwer von der Hand zu weisen, dass es zwischen dem Wahbismus und der CIA gewisse Berührungspunkte gibt, während Ihre Vergleichen viel mehr der Provokation zu dienen scheinen, wenn nicht gar der Einschüchterung. Denn bei Ihren Beispielen kann man beim besten Willen keine Gemeinsamkeiten finden.

    Mit andern Worten, für den Vergleich von Frau Hussein gibt es klare Ansatzpunkte. Gerade den Nicht-Muslimen wird durch solche Diskussionen in einem „Außer-Islamischen“ Blog sehr geholfen, zum einen den Islam besser zu verstehen, als auch dessen „Strömungen“.

    Sie könnten doch ebenfalls von öffentlichen Diskussionen zum Thema profitieren und z.B. hier auch NichtMuslimen wie Muslimen Ihre Sicht der Wahrheit schenken. Ich lasse mich gern überzeugen, dass der Wahabismus nichts mit dem CIA zu tun hat, falls es Argumtene gibt, die man auch in einem Außerislamischen Kreise äußern darf, ohne sich in Gefahr zu bringen oder „Perlen vor die Säue“ zu streuen 😉

    MfG

  12. Zitat Van Houten:
    „Die Gustloff paßt so, wie sie sie aufzählen, da überhaupt nicht rein, Novum, mit ihr wurden die Piloten der Legion Condor nach Spanien gefahren, die Guernika bombardiert hatten.“

    Wieso passt die „Gustloff“ nicht in den Kontext „Dresden“??? Sie können doch nicht allen Ernstes das Argument anbringen, mit dem Schiff seien Soldaten der Legion Condor transportiert wurden. Na und, das war 1937…und die „Gustloff“ ist 1945 versenkt worden, nicht mit Soldaten in der Masse an Bord, sondern mit flüchtenden Zivilisten und NS-Häftlingen. Dann kann man ja gleich behaupten, die „Gustloff“ kann hier nicht angeführt werden, da sie den namen einen Schweizer Nationalsozialisten trug. Auch der Angriff auf die „Wilhelm Gustloff“ war, wie der Bombenangriff auf Dresden, der Bombenangriff auf Würzburg etc.pp., ein Kriegsverbrechen. Und kein Land oder keine politische Bewegung außerhalb der BRD feiert Verbrechen am eigenen Volk, so wie es die Zyniker in Dresden mal wieder zelebrieren werden! Sollen sie wieder schreien „Oma war Trümmerfrau – zu Recht!“. Wer den Angriff selbst nicht erleben musste und sein Lebtag noch nicht gearbeitet hat, dem gehen solche Sprüche wohl leicht über die Zunge. Anderen würde so etwas nur im Halse stecken bleiben…

  13. @Linkspatriot
    100% Konsens!

    Grundlegend bleibt festzuhalten:

    Der Krieg zwischen dem Dt. Reich und den Westmächten war ein inner-imperialistischer Krieg (der auch lange nur zum Schein geführt wurde, weil die SU der gemeinsame Feind war bzw. Hitler gen SU gelenkt werden sollte).

    Den Westmächten (später Westallierten, dann NATO, heute USrael usw.) ging es also weder damals gegen bzw. in Deutschland um „Befreiung“, „Demokratie“ und „Freiheit“ wie Jahre später in Korea, Vietnam, Afghanistan, Serbien und den Irak.

    Einen (gerechten Verteidigungs-)Krieg führte lediglich die SU. Deren eigene (Völkermord-)Verbrechen wie Vertreibung, Massenmord an Deutschen, Polen (Katyn usw.) etc. pp. lassen sich dadurch jedoch nicht rechtfertigen, wie das viele (anti-)deutsche Linke heute leider immer noch tun.

    „Dresden 45“ zu gedenken bedarf also keiner vorauseilenden Bezugnahmen auf einen von “Nazi-Deutschland entfesselten Weltkrieg und die Ermordung der europäischen Juden”, wie das die BRD-„Eliten“ das gerne hätten.

    Tut man das trotzdem, bedeutet das objektiv eine Schuldminderung für die Täter und eine nachträgliche Schuldzuschiebung in Richtung Opfer, wie das gerne auch beim Thema Völkermord an den Ost- und Sudetendeutschen seitens der Täter und ihrer (anti-)deutschen Hiwis getan wird.

    Wer sagt, wer hat ein Interesse daran, daß “Bomben-Holocaust” nicht auf „Dresden 45“ passen „darf“ (!!!), wo die Angloamerikaner „Deutsche braten“ wollten und das huntertausendfach planmäßig auch taten?

    Hier werden, unter der Erklärung, daß die ohne Zweifel verurteilenswerte und verbrecherische Judenmordpolitik der Nazis „nicht vergessen und nicht relativiert werden“ darf, fortgesetzt Verbrechen mit Völkermord-Charakter der Allierten „relativiert“, die man in qualitativer wie quantitativer Hinsicht sehr wohl nicht nur „gleichsetzen darf“ (wie lange?) sondern auch kann und muß.

    Oder welchen Grund sollte es geben, daß das aus unserer Sicht nicht passieren „darf“?

    Gibt es eine Opferhierarchie (wer von solch einer profitiert und damit diese Opfer instrumentalisiert wiederum für eigene Verbrechen und Kriege, muß ich hier nicht weiter konkretisieren)?

    Haben wir als Antiimperialisten die wissen, daß der Charakter der herrschenden Kreise des Westens Mitte des letzten Jahrhunderts genau der gleiche war wie heute (nix also mit „Befreier“) und Hitler genau von diesen an die Macht finanziert wurde, um die KPD wie SU zu zerschlagen und dem zionistischen Projekt einen ungeheuren Schub zu verleihen (die enge Kooperation von Nazis und Zionisten ist bekannt) einen Grund, in deren Interesse Geschichte zu klittern, damit wiederum Nazis das Feld für deren eigene anmaßende Verfälschung überlassend?

    Wenn sich tatsächlich „ein “drittes Lager” zwischen hirnverbrannten Faschisten und hirnverbrannten Antifanten herausbildet“, wäre es absolut notwendig, antiimperialistische Positionen auch in Bezug auf die Historie einzunehmen und allierte Verbrechen (ob der Westimperialisten oder Stalins) an Deutschen ohne jede politisch-korrekte Relativierung und Verdrehung zu verurteilen.

    Hervorhebend, daß es für die Täter keine „Nürnberger Prozesse“ gegeben hat, sondern diese bis heute die Strippen ziehen in Richtung NWO/Neuer Faschismus …

  14. Zitat:
    „Sie könnten doch ebenfalls von öffentlichen Diskussionen zum Thema profitieren und z.B. hier auch NichtMuslimen wie Muslimen Ihre Sicht der Wahrheit schenken. Ich lasse mich gern überzeugen, dass der Wahabismus nichts mit dem CIA zu tun hat, falls es Argumtene gibt, die man auch in einem Außerislamischen Kreise äußern darf, ohne sich in Gefahr zu bringen oder “Perlen vor die Säue” zu streuen“

    hallo schneeflocke,
    ich glaube nicht das der Jürgen möchte das wir Muslime hier in seinem Blog unsere Dispute ausdiskutieren. Das war auch meine Intention als ich die Fatima zurechtwies.
    Ich kann alles von mir erwähnte mit Quellenverweis aus schiitischen Quellen belegen ws ich schrieb.
    Aber der Begriff „Wahhabit“ bzw „Wahabismus“ ist keine inhaltlich anerkannte isamische Bezeichnung, sondern soll eine Beleidigung und Herabsetzung sein gegenüber Muslimen mit einem strengeren Monotheimusverständnis. Die Leute, die von Schiiten und Sufis als Wahhabiten betitelt werden, nennen sich selber nicht so.
    Heutzutage ist der Begriff sowieso schon veraltet. Salafiten werden wir heute genannt.
    Ich werde jetzt mal (verkürzt) versuchen meine Behauptungen zu belegen und fange mit der schiitischen Überlieferungssammlung MUTTAKI an:
    „Oh Araber, heiratet euch Gleichgestellte, heiratet niemals Neger, da ihr befürchten müsst, eure Nachkommen zu verderben. Denn Neger sind eine unehrliche Rasse und ihre Nachkommen werden unehrlich und unfähig sein.“
    (Muttaki 8/24-28- Lewis Übersetzung)
    Texte wie diesen gibt es mehrfach in diesem schiitischen Buch.

    Schiismus und Pädophilie?
    Khomeini schreibt in seinem Werk Tahrir Al-Wasilah (Band 2, Seite 241 / Buch der Ehe):
    مسألة 12 : لا يجوز وطء الزوجة قبل إكمال تسع سنين ، دواما كان النكاح أو منقطعا ، وأما سائر الاستمتاعات كاللمس بشهوة والضم والتفخيذ فلا بأس بها حتى فى الرضيعة.
    Übersetzung:
    Punkt 12: Es ist nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr mit der Ehefrau vor der Vollendung ihres neunten Lebensjahres zu haben, sei die Ehe von Dauer oder befristet. Was die anderen Freuden angeht, wie das Berühren mit Lust, das Umarmen und den Schenkelverkehr, so ist dies kein Problem, selbst wenn sie noch ein Säugling ist.

    Dutroux und Khomeni?
    hierzu ein Link…
    http://www.maslul.de/aussagen/articles/khomeini-musawi.html

    Zur Verteidigung meiner Person:
    Ich gehöre zu denen die von Schiiten als Wahhabiten bezeichnet werden.
    CIA oder jedweder andere Geheimdienst kann mir gestohlen bleiben.
    Der CIA wurde am 18. September 1947 durch Verabschiedung des National Security Act gegründet.
    Muhammad ibn Abd al-Wahhab, gestorben 1792.
    Leute wie ich haben eher Probleme mit CIA & Co. Jürgen kann gewiss davon berichten.

    Ich möchte mit innerislamischen Themen nicht diesen Blog zuspamen.
    Wenn weiteres Interesse besteht, dann richte ich gerne einen Blog ein oder empfehle Foren.

    Ibn Rainer

  15. @ Ibn Rainer und fatimaoezoguz

    Da fällt mir nix mehr ein, wenn ich das lese.
    Ich weiß ja das Khomeni (Beleidigung; zensiert) war, aber so ein Zeug schreiben??

    Wie kann ich denn als Laie zwischen den einzelnen Gruppierungen im Islam unterscheiden?

    Ich weiß auch nicht exakt die jeweiligen Unterschiede zwischen den Christlichen Kirchen, ich kann nur immer wieder feststellen
    das diese nicht das Wort Jesu Christi umsetzen.
    Darum habe ich mit denen auch nix zu tun
    und unterhalte mich lieber Privat mit meinem Propheten.

    Was ist denn eine wirklich gelungene Übersetzung des Koran?

    Ich muss den mal lesen um mir einen Eindruck zu verschaffen. Für ein Tip bin ich dankbar.

  16. @Linkspatriot, Zitat: „Manchmal ist es eben auch hohe Politik, sich scheinbar un-ideologisch zu positionieren. In dem Fall “Dresden” sind daher die Schlussfolgerungen von Jürgen deutlich und richtig. Weder kann man sich dem braunen Narrensaum andienen, noch den rotlackierten Faschisten der antideutschen Fraktion. Beide instrumentalisieren “die Sache” für sich und ihre menschenverachtenden Anschauungen.“

    Dem stimme ich zu…sehr richtig ist es von JE auch, gar nicht erst auf das dumme Geschwätz der Politisch Korrekten einzugehen, nach deren verschrobener Meinung jeder, der die irren Antideutschen Antifas – die von ihrer Wirkung aufs Massenbewusstsein her ja eher Profas sind – ablehnt, den Braunen nahe stehen muss!!

    Zu Dresden und den angloamerikanischen Angriffen ist noch anzumerken, dass sie nicht etwa auf die Villengegenden der Nazibonzen und Industriellen zielten, sondern auf die Wohnviertel der Arbeiter…

    Ach so, du kannst mich auch gerne mal unter sozialgesinnter01@web.de kontaktieren.

    Gruss!

  17. @Hamburger Islamist

    „Wenn weiteres Interesse besteht, dann richte ich gern einen blog ein oder empfhle Foren.“

    Ich hätte großes Interesse an einem solchem blog oder an dem Hinweis auf ein schon bestehendes Forum.

  18. @jürgen elsässer

    Hallo Herr Elsässer,

    was war denn so zensurwürdig an meinem vorletzten Beitrag, dass Sie ihn nicht gepostet haben?

  19. Eigentlich warst Du schon disqualifiziert, oder? Naja, hab ja ein großes Herz, und wenn Du jetzt manierlich werden willst, darfst Du in Gottes Namen wieder mitspielen.

  20. @me – „Was ist denn eine wirklich gelungene Übersetzung des Koran?“

    Ich bin kein Experte, aber vielleicht wäre das hier ganz gut:

    Muhammad Asad (geboren als Leopold Weiss):
    „Die Botschaft des Koran – Übersetzung und Kommentar“

    Der Autor hat eine wirklich bemerkenswerte Vita, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Asad

  21. „Novum“ stellt die Nazis und die Westallierten auf eine Stufe. Das ist genauso daneben wie die im Westen oft anzutreffende Gleichsetzung von Nazis und Kommunisten.
    Fakt ist, daß die systematisch und industriell durchgeführte Judenvernichtung der Nazis ein in der Geschichte durchaus einmaliges Mega-Massenverbrechen ist, mit dem weder die Verbrechen Stalins und schon gar nicht die (natürlich ebenfalls verbrecherischen) allierten Luft-Terrorangriffe gegen die deutsche Zivilbevölkerung auf eine Stufe gestellt werden können. Wer das (wie „Novum“ hier) tut, begibt sich damit in gefährliche Nähe zu rechtsradikalen Kreisen.
    Im übrigen stimme ich dem, was J. E. geschrieben hat, voll zu.

  22. Hut ab vor Ihren Mut zur Wahrheit.

    Antifa wird mit Steuergeldern finanziert um Deutschland niederzuhalten.

    Hitler war genauso ein Verbrecher wie Stalin und viele andere auch. Dazu muss man auch die heutigen Drahtzieher der Kriege der USA zählen.

    Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern und zu tun und lassen was er will – solange er einen Anderen nicht schadet. Das sollt man einhalten.

    Etwas verbieten ist nicht der richtige Weg, besser ist zu diskutieren und die Grundgesetze einzuhalten, die Gesetze einzuhalten.

  23. @ me. wrote @ Februar 10, 2010 at 17:40

    Wie kann ich denn als Laie zwischen den einzelnen Gruppierungen im Islam unterscheiden?
    ——————————–
    Überhaupt nicht, dass beste Gegenmittel auf die schnelle sind authentische Hadith-Überlieferungen studieren, wie von Sahih Al-Buchary.
    ——————————–
    Was ist denn eine wirklich gelungene Übersetzung des Koran?
    ——————————–

    Sagen wir mal so, die schlimmsten Probleme treten bei den Beschreibungen der Eigenschaften Gottes auf. Die zur Zeit authentischsten Beschreibungen finden sich in der Übersetzung von:

    Titel:
    „Der edle Qur’an“
    und die Übersetzung seiner Bedeutungen in die deutsche Sprache

    Übersetzt von Abdullah as-Samit Frank Bubenheim und Nadeem Elyas

    Der Satz: „die Übersetzung seiner Bedeutungen in die deutsche Sprache“ ist etwas übertrieben, ist eine Interpretation mit dem bisher besten Ergebnissen.

    Die beiden Übersetzer sind bekannt, in der Art, dass wenigstens nachvollzogen werden kann, welche Glaubensrichtung sie einnehmen weil dass gewaltigen Einfluß auf die Interpretation hat. Die Bücher sind nachgeprüft auf ihre Inhalte von Muslimen die sich ernsthaft bemühen den authentischen Islam zu erfassen und zu verstehen auf Basis wissenschaftlicher Belege und ohne ihre Neigungen als Maßstab zu nehmen, wie bei vielen verbreiteten Gruppierungen.

  24. In Coventry gab es 568 Todesopfer. Ziel des Angriffes waren die Rüstungsbetriebe. Im Brockhaus von 1968 steht zu lesen, daß die Alliierten Bomber 65000 Tote in der Stadt Dresden zur Folge hatten.

    Die „Neuberechnung“ der Todesopfer auf 25000 in der guten Absicht NPD der Propaganda entgegenzutreten ist weder glaubwürdig noch der Sache dienlich.

  25. „Ich hätte gar nichts dagegen, wenn die Stadt Dresden beide Aktionen verbieten würde.“
    Zuerst von der Musterdemokratie Schweiz reden und dann doch nach undemokratischen Versammlungsverboten rufen.
    Wer das Eine mag, muß das Andere wollen, Herr Elsässer!

    Sie Hinterfragen das Säbelrasseln gegen Iran, die Kriegsgründe von Afghanistan und Irak und Thematisieren andere geostrategische Züge der Globalisierer unter Führung der USA. Sie sind daher in vielen Punkten sehr undogmatisch, was ich an Ihnen schätze. Sie reden jedoch von „Bündnispolitik“, aber distanzieren sich von sog. „Nationalisten“. Kommt Ihnen nicht in den Sinn, daß Massenmedien und Staatsführung ein Interesse daran haben politische Oppositionelle durch solche Verleumdungen auseinander zu dividieren?
    Man sollte daher weniger auf das gesellschaftlich auferlegte „Etikett“ schauen, sondern sich inhaltlich auseinandersetzen und Schnittpunkte finden, die eventuell ein Bündnis in Punkt X zulassen.

    Zu dem Trauermarsch in Dresden kommen sicherlich genauso unpolitische bzw. dogmatische Akteure wie zu der Gegendemo, zweifelsohne. Doch was ist falsch daran in würdiger Form deutschen Opfern zu gedenken. Wenn es die Stadt Dresden nicht macht (sie spielt sogar die Opferzahl systematisch herunter) und es auch in den Medien wenig Erwähnung findet, muß doch ein Verein, eine Organisation oder Partei das Wort ergreifen, oder?

  26. Ach, es ist ja so schön einfach und logisch: Die einen sind schlecht und die anderen sind auch schlecht und deswegen halt ich mich da raus und es braucht dringend ein „drittes Lager“.
    Mich nervt diese Schwarz-Weiß-Malerei, die gerade bei rechtsextremen Aktionen gerne beklagt wird. („Ich demonstrier nicht gegen Rechts, weil die Linken auch doof sind.“)
    Ganz übersehen wird dabei: Das geforderte „dritte Lager“ gibt es bereits:
    In Dresden haben jahrelang Friedens- und andere Gruppen gemeinsam ein anderes Gedenken organisiert, am Samstag wird es dort ein großes Friedensgebet geben, im letzten Jahr gab es in Dresden den großen, friedlichen Sternmarsch, Magdeburg organisiert aus ähnlichem Anlass im Januar seit zwei Jahren eine breite „Meile der Demokratie“ und es gibt noch zahlreiche andere Beispiele für genau das geforderte „dritte Lager“.
    Nur: Dieses „dritte Lager“ braucht die Beteiligung und Unterstützung von mehr Menschen, um noch besser sichtbar zu werden.
    Ich befürchte, dass das auch daran liegt, dass es Menschen gibt, die lieber darüber jammern, was es alles nicht gibt, als selbst aktiv zu werden und sich rauszubewegen, wo manchmal auch ein eisiger Wind weht.
    Deshalb bitte genauer schauen, was es bereits gibt und sich einbringen. Durch Jammern verändern wir nix.
    In Köln gab´s mal ne schön betitelte Kampagne gegen rechte Gewalt: „A… huh! Zäng ussenander!“
    „Wie wöhr et, wemmer selver jet däät,
    wemmer die Zäng ens ussenander kräät?
    Wenn mir dä Arsch nit huhkrieje,
    ess et eines Daachs zo spät…“

  27. teilweise sehr krude kommentare hier – wenig verwunderlich nach einem ähnlich kruden text von elsässer.
    *
    die proteste gegen die nazis werden von einem sehr breiten bündnis getragen. dabei sind auch „antideutsche“ gruppen, aber ebenso gruppen, die deutlich kritisch den „antideutschen“ gegenüber stehen. ich kann nicht nachvollziehen, warum hier so radikal vereinfacht antifaschistische proteste mit antideutsch gleichgesetzt werden. elsässer hat doch sicher vorher mal geschaut, wer zu den protesten aufruft – wie antideutsch ist wohl ulla jelpke?
    *
    und wenn jemand aus den blockaden und der demo heraus „do it again bomber harris“ brüllen sollte, dann ist das sicher nicht die meinung aller dort sitzenden/demonstrierenden, und als ausspruch doch nicht ganz ernst zu nehmen, sondern in einen kontext zu stellen.
    *
    Furchtbar die Ansicht, einfach alles zu verbieten… Irgendwelche Recht-Grundrechte, wie etwa der (verstümmelten) Versammlungsfreiheit scheint eine Volkfsfront nicht zu interessieren.
    *
    es ist ärgerlich und traurig, wie sich ein guter journalist schritt für schritt selbst demontiert.

  28. Erst sagen sie man darf Ausschwitz und Dresden nicht vergleichen. Warum? Beides waren industriell geplante Völkermorde. Es gab nur Unterschiedlich viele Opfer.
    Sollte das der alleinige Grund sein?

    Warum vergleichen sie dann aber Coventry (586 Tote) wo das Ziel vorrallem die Rolls Royce Werke waren und Dresden (mehrere Zehntausend Tote) welche eine Lazarett- und Flüchtlingsstadt war? Unverteigigt und fast ohne Industrie.

  29. Ich kann dem Text von JE hier so zustimmen. Mann darf sich von KEINEM der beiden Lager vereinnahmen lassen und sich vor allem auch nicht in Rückwärtsgewandte Gefechte verwickeln lassen, währden jene NWO Kräfte munter fröhlich uns weiter in ihrer faschistoide Ordnung führen. DAS ist die neue Gefahr! Das den Opfer von Dresden würdevoll gedacht werden kann bzw. darf sollte für jeden vernünftigen Menschen genauso klar sein wie das die absolut hirnverbrannten Parolen der „Antideutschen“ Rotfaschisten a la „Do it again, Bomber-Harris“ oder ähnlicher geistiger Dünnschiss, als absolut menschenverachtend abgelehnt werden sollte. Das die ehemalige DDR hier sogar noch ein besseres Gedenken an das Bombardement von Dresden hinbekommen hat als die angeblich so demokratisierte BRD ist hier ebenfalls zu beachten. Die Rückschlüsse daraus sollte nun jeder selbst ziehen.
    Das sich JE hier nicht zwischen den Fronten zerreiben lassen möchte ist verständlich und aus meiner Sicht äußerst vernünftig. Das sich auch innerhalb der VI immer wieder Streitpunkte bilden werden liegt einfach der Tatsache das eben viele aus traditionell „linken“ oder „rechten“ Politspektren stammen und die jeweilige historische Position verteidigen möchten, auch wenn man an für sich Daselbe anstrebt. Hier ist ein wunder Punkt, dass sollte man innerhalb der VI in Zukunft berücksichtigen. Was jedoch möglich sein MUSS, wenn man es Ernst meint mit der neuen Opposition gegen die „New World Order“ und deren unmenschliche Vollstrecker!

  30. @Sixty

    Nazis und Westallierte kann man in dem Sinne „auf eine Stufe“ stellen, weil hinter beiden dieselben Finanziers und Strippenzieher standen. Aber auch in punkto völkermörderischer Aktivitäten und Verbrechen, um die jeweils eigene imperialistische Herrschaft zu sichern und auszubauen.

    Eine „Gleichsetzung von Nazis und Kommunisten“ macht wiederum vor der Denke Sinn, bei aller Würdigung des europäischen Realsozialismus, wonach der „Zweck die Mittel heilige“, was wiederum in verbrecherische Handlungen bis hin zu Völkermörderei sich „bemerkbar“ machte.

    Insofern ist „die systematisch und industriell durchgeführte Judenvernichtung der Nazis ein in der Geschichte durchaus einmaliges Mega-Massenverbrechen“, die ebenso durchexerzierten Genozide der Allierten (Stalinisten und West-Imperialisten) allerdings ebenso. Wer hier jedoch einer Hierarchie das Wort („Singularität“) redet, der will westimperialistische und stalinistische Verbrechen kleinreden, was im übrigen heuer dazu dient, dem neuen Faschismus ein antifaschistisches Deckmäntelchen überzuhelfen, die Verbrechen USraels insbesondere in Palästina zu rechtfertigen.

    Wer das tut, begibt sich, von mir aus unbewußt, argumantativ in gefährliche Nähe zu jenen rechtsradikalen Kreisen, die einst das „Dritte Reich“ gegen die SU in Stellung brachten (den WK II hintergründig initiierten) und in Dresden (vielen anderen deutschen Städten ebenso), Vertreibung, Hiroshima, Nagasaki, Vietnam, 9/11, Irak, Afgannisthan, Palästina usw. gezeigt haben, was Sache ist.

    Wer sich jenseits offizieller, von den Herrschenden inbesondere in der BRD verbreiteter einseitiger Geschichts- und Politik-Mythen, die das Imperium als „weniger schlimm“ und sogar „antifaschistisch“ deklarieren, über Zusammenhänge und Hintergründe informieren will, dem empfehle ich die die Bücher von Wolfgang Eggert „Israels Geheimvatikan“, „Erst Manhattan – Dann Berlin – Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende“ und „Angriff der Falken – die verschwiegene Rolle von Mossad und CIA bei den Anschlägen vom 11. September.“

    Der geplante große nächste (Welt-)Krieg, mit dem Iran als „Aufhänger“, bedarf einer schonungslosen Analyse des faschistischen erz-zionistischen Imperiums, statt die Spinnerei zu verbreiten, diese Kräfte hätten in den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Rolle von „Befreiern“, „Demokratiebringern“ und „Friedensengeln“ eingenommen.

    Das mag in vielen Fällen ganz indiduell der Fall gewesen sein, wie auch die Rote Armee Menschen aus ganz realer Not befreit hat (z. B. Ernst Nieksich aus dem Kerker), ebensoviele wenn nicht noch weitaus mehr Menschen (insbesondere Deutsche) wurden durch deren Verbrechen (z. B. Terrorbombardement) und Beschlüsse (von Jalta und Potsdam, die Vertreibung und Massenmord an Millionen Deutschen absegneten = geplanter Völkermord!) in Tod und Verderben gestürzt.

  31. Novum hat Recht!

    Ein Singularitäts-Dogma wie in der BRD gab es in der DDR nicht! Denn dieses wurde von zionistischen Kreisen BRD- und weltweit installiert, um dem zionistischen Verbrecherregime in Palästina eine weitere scheinbare Legitimationsgrundlage und sich mit der dazugehörigen „Holocaust-Industrie“ (N. Finkelstein), der dazugehörigen „moralischen“ Drohkulisse (Erbkollektivschuld- u. Antisemitismuskeule) die nötigen Geldmittel zu verschaffen und sich politische und militärische Unterstützung zu sichern.

    Da damit „nebenbei“ die Kriegs- und Nachkriegsverbrechen der anglo-amerikanischen Imperialisten legitimiert oder verniedlicht werden, die nicht weniger schlimm und verbrecherisch als die der Nazis waren (Vorsicht, nicht PC!) schliesst sich der Kreis jener, die partout wollen, dass sich an diesem Status Quo nichts ändert.

    Es ist also im Interesse des NWO-Imperiums bzw. -Finanzkapitals, entsprechende Sprachregelungen der „Westlichen Wertegemeinschaft“ im vorauseilenden Gehorsam zu übernehmen, womit die jüdischen Opfer des Hitlerfaschismus (abermals) für finstere Zwecke instrumentalisiert werden.

    Die VI sollte hier aus dem Schatten der objektiv prozionistischen und antideutschen Linken heraustreten und echte internationalistische, antimperialistische und humanistische Grundüberzeugungen vertreten, womit man automatisch die nationale Frage in diesem Sektor gekonnt aufgreift.

    So hätte die VI zu „Dresden 45“ aktiv ein eigenes Gedenken initieren sollen, statt sich lediglich herauszuhalten passiverweise. In jeder Hinsicht kann hier an ein positives Erbe der DDR angeknüpft werden. Ansonsten bleibt alles nur laue Handwerkelei.

    Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden!

  32. Freidenker:

    Ich gehe davon aus, daß die Distanzierung von völkischen Nationalisten nichts mit einem „gesellschaftlich auferlegten Etikett“ zu tun hat, sondern sehr wohl aus einer „inhaltlichen Auseinandersetzung“ heraus resultiert. Denn, es ist die Völkerfreundschaft, die dem Imperium ein Dorn im Auge ist, nicht der Rassismus, welcher ablenkt und spaltet zugleich.

    Dessen ungeachtet muß betont werden, daß nicht nur Nazis und andere Rassisten auf der „rechtsextremen“ JLO-Demo zugegen sind, übrigens auch nicht auf der einstigen Großdemo gegen die Anti-Wehrmachtsausstellung in München, die mitorganisiert wurde von CSU-Gauweiler, um noch einmal auf das Bündnis von Lafontaine bis zu ebendiesen zurückzukommen.

    @chb

    Das ist aber schön, daß Magdeburg „aus ähnlichem Anlass im Januar seit zwei Jahren eine breite “Meile der Demokratie” organisiert. War es aber nicht Churchill und seine mit-demokratischen Partner auf der Seite des Westens, die für den Völkermord in Dresden verantwortlich waren? Waren nicht Demokraten für Hiroshima, Nagasaki, Vietnam, 9/11 und Irak verantwortlich und sind es, die heute zum Krieg gegen den Iran hetzen?

    @sf

    Wie „antideutsch wohl ulla jelpke“ ist, kann jeder nachvollziehen, der sich mit dieser Nationalmasochistin auseinandersetzt, die jedem mit der Nazikeule kommt, der wertkonservativ und patriotisch gesinnt.

    @Björn

    Richtig: Freie Menschen sollten sich vom imperialen Mainstream nicht vorschreiben lassen, welche Genozide „vergleichbar“ sind und welche nicht. Auch nicht diktieren lassen, daß ein einziger Völkermord ganz oben in der Skala steht, unbedingte „Singularität“ für sich beanspruchend, obwohl andere ebensolche zur selben Zeit und auch danach verübt sowohl quantitativ wie qualitativ ohne weiteres da hinanreichen.

    @Novum

    Absolute Zustimmung!

    Anzumerken bleibt:

    Nun fehlt bloß noch die Lüge, die dieser Tage wieder in „deutschen“ Medien verbreitet wird, daß Nazideutschland ja mit dem Bombardement von Städten angefangen hat.

    Präventiv sei dazu festgehalten, daß England bereits zwei Tage nach seiner (zusammen mit Frankreich) Kriegserklärung an das Deutsche Reich den Bomben-Terror gegen die deutsche Zivilbevölkerung eröffnete.

    Am 5. 9. 1939 fanden erste Luftangriffe auf Wilhelmshaven und Cuxhaven statt. Am 12. 1. 1940 erster englischer Bombenangriff auf Westerland/Sylt. 25. 1. 1940

    Weisung des OKW über die Kriegsführung: „Verbot von Luftangriffen auf das britische Mutterland einschließlich der Häfen, mit Ausnahme der Docks von Rosyth und der Angriffe im Rahmen des Minenkrieges.“

    20. 3. 1940 Kiel und Hörnum auf Sylt werden mit 110 Spreng- und Brandbomben angegriffen. Volltreffer auf ein Lazarett. Im April 1940 erfolgten weitere Angriffe englischer Bomber auf Orte ohne militärische Bedeutung.

    11. 5. 1940: Nachdem Churchill am 10. Mai Premier- und Verteidigungsminister Großbritanniens geworden ist, faßt er, ohne die Öffentlichkeit zu unterrichten, sofort den Entschluß zum Beginn der Bombenoffensive gegen die deutsche Zivilbevölkerung. Der Bericht des OKW stellt am 18. 5. 1940 erneut planlose britischen Bombenabwurf auf nichtmilitärische Ziele fest.

    Erst jetzt, am 14./15. November 1940 werden erste deutsche Luftangriffe auf die kriegswichtigen Industrie-Ziele in Coventry geflogen – Monate nach Beginn des britischen Bombenterrors gegen zivile Ziele in Deutschland.

    Für den Luftkriegsexperten Sönke Neitzel waren „jedenfalls alle schweren Attacken der deutschen Luftwaffe auf Städte in den ersten Kriegsjahren keine Terrorangriffe, sondern, zumindest von der Planung, Schläge gegen militärische Ziele.“ (Darmstädter Echo, 25. 9. 2004, S. 4)

    Anläßlich einer militärhistorischen Tagung in Freiburg, auf Einladung des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr im September 1988, erörterten amerikanische, britische, deutsche, französische und italienische Militärhistoriker eine Woche lang Aspekte der Luftkriegführung im 2. Weltkrieg.

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete ebenfalls im September 1988 den Ergebnissen dieser Tagung einen ausführlichen Artikel mit dem Titel: „Bomben auf die Städte“. Autor des hochinteressanten Beitrags war Professor Günther Gillessen.

    Eine von mehreren interessanten Ergebnissen der Historikertagung lautete mit einstimmigem Ergebnis: „Merkwürdig bleibt, daß die deutsche Wehrmacht hier an traditionellen Maximen gemäßigter Kriegführung bis zuletzt festhielt, während die beiden westlichen Demokratien nicht vor der rücksichtslosen Art des revolutionären, radikalen Luftkriegs zurückschreckten.“

    Und noch eine weitere hochinteressante Schlußfolgerung wurde gezogen: „Doch ist nicht zu bestreiten, daß die Grundsätze des allgemeinen Kriegsvölkerrechts den totalen strategischen Bombenkrieg verboten … Die Historiker empfanden den unterschiedslosen Bomberkrieg als Verirrung, aber doch nicht nur als die eines einzelnen Luftmarschalls, Sir Arthur Harris’, oder des Bomber Command.

    Die Verantwortung treffe den gesamten britischen Luftwaffenstab, vor allem aber die politischen Führungen, besonders Churchill und Roosevelt …“

    Der britische Zeitgeschichtler David Irving zitierte am 13. Februar 1990 anläßlich eines Vortrags zum 45. Jahrestag der Vernichtung von Dresden im Dresdner Kulturpalast den Kriegsverbrecher Churchill:

    „Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.“

    Die Deutschen zu braten war Churchill aber nicht genug. Am nächsten Morgen schickte er seine Tiefflieger, die mit ihren Bordwaffen die überlebenden Frauen und Kinder am Elbufer hinwegmähten.

    Der ehemalige Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg ging bei all dem tatsächlich soweit, daß er am Vorabend des Jahrestages der Ausrottung Dresdens im Jahre 2005 die deutschen Opfer verhöhnte, indem er die fabrikmäßige Vernichtung von 500.000 unschuldigen Menschen und die Zerstörung der unwiederbringlichen Kulturgüter als rechtens erklärte: Dresden sei nicht „unschuldig“ gewesen, so sein von Haß erfüllter Verbal-Angriff auf die ermordeten Kinder, Frauen, verletzten Soldaten des Lazaretts sowie die Tiere des Zoos: „60 Jahre nach der verheerenden Bombardierung mit zehntausenden Toten hat Oberbürgermeister Ingolf Roßberg davor gewarnt, Dresden als ‚unschuldige Stadt‘ mißzuverstehen.“ (Die Welt, 12. 2. 2005, Internet)

    Derartiges sagt der Oberbürgermeister jener vernichteten Stadt, die seinerzeit wie eine Mutter die Ströme von Menschen, Tieren und Wagen aufgenommen hatte. Straßen und Plätze waren mit Fuhrwerken der Flüchtlinge verstopft. Grünflächen waren in riesige Lager verwandelt.

    Die Atombomben für Deutschland waren die Angriffe vom 13. und 14. Februar 1945 auf Dresden. Diese Angriffe übertrafen in Wirkung und Opferzahl bei weitem die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

    Hier könnte die VI als antinazistische, patriotische, antiimperialistische Bewegung zeigen, daß sie unter „Dritte Kraft“ keine antideutsche Linke 2.0 versteht, also das angloamerikanische Terrorbombardement auf Dresden ohne politisch-korrekte Quer- und sonstige Verweise verurteilt.

    Thomas Immanuel Steinberg http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Hinweise über die Linke (Auszug):

    „… Teile der deutschen Linken und Der Linken agitieren jedoch mit großem Eifer gegen Neonazis und mit weit geringerem gegen die NeoCons. In den eigenen Reihen gewähren sie den NeoCons, zum Beispiel denen, die Antiimperialisten als Judenhasser stigmatisieren, sogar breiten Raum. Bodo Ramelow und Petra Pau etwa, Befürworter der israelischen Expansion, fördern zugleich die Annäherung an die grünen und die sozialdemokratischen Kriegspolitiker, blasen die Scharmützel der Parteijugend mit der Polizei bei Naziaufmärschen zu Events auf und decken in den eigenen Reihen Hexenjäger wie den NeoCon Benjamin Krüger.

    Elias Davidsson schreibt dazu per Mail am 24. Janaur 2010: Mit den Hausdurchsuchungen und anderen polizeilichen Angriffen auf „Linke“ in Berlin und Dresden werden Grüne, Jusos, Die Linke, Ver.di, Antifa usw. bei naiven Linken vom Staat „aufgewertet“. Diese polizeilichen Maßnahmen verpassen diesen Organisationen den „Ehrenstempel“ des Antifaschismus. Damit können sie weiter das Volk über ihre wahre Natur täuschen und diskret den Einsatz in Afghanistan, die Beteiligung an der NATO, den Krieg gegen den Terror, den Staat Israel und die Unterwerfung unter EU und USA unterstützen.

    Die organisierten Naziaufmärsche dienen dem Zweck, naive, aber anständige Linke zu Demonstrationen gegen eine angebliche faschistische Gefahr zu locken. So arbeiten auch die Torreros im Ring, in dem sie den Stier mit dem roten Tuch hin und her locken, um ihn am Ende zu töten. Es ist ein geschicktes Ablenkungsmanöver, denn die wahren Faschisten und Terroristen sitzen in der Bundesregierung und üben die reale Macht aus. Dass so viele anständige Linke dieses Ablenkungsmanöver noch nicht durchschauen, ist tragisch.“

  33. @Sixty

    Warum soll man bitte Stalin und Hitler nicht vergleichen können? Der Historiker Nolte hat schon überzeugend nachgewiesen, dass es möglichrweise ohne Stalin keinen Hitler gegeben hätte und auch von den absoluten Opferzahlen nehmen sich beide große Diktaturen des 20. Jahrhunderts nichts. Also bitte, Gründe?

  34. wieso werden hier alle antifas mit den anti-deutschen gleichgesetzt? es gibt mindestens genauso viele antifas, die anti-imperialistisch sind!

  35. Friedlich war der Tag nicht wirklich sobald Gegenstände zerstört oder Polizisten verletzt werden

    Ich war da habe genug Fotos gemacht die könnt ihr euch hier anschauen:

  36. Glückwunsch Herr Elsässer,

    mit ihrem Beitrag, welchen Sie allem Anschein nach sogar im neonazistischen Altermedia-Blog veröffentlicht haben, haben Sie sich nun endgültig diskreditiert.
    Die völlig verkürzte Darstellung des zivilgesellschaftlichen Protestes als ausschließlich antideutsche „Antifanten“, sie bedienen nicht nur Klischees sie verwenden bewusst die Termini der extremen Rechten, ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen die sich den Neonazis in Dresden entgegengestellt haben.
    Sicherlich lässt es sich als Salon-Intellektuellem bei einem Gläschen Prosecco äußerst hervorragend bewerten, bleibt einem doch lediglich das Studium der Medien, welchen Sie ja nun aufeinmal, zu meiner größten Überraschung, uneingeschränkten Glauben schenken.

    Mit Ihrer völlig unreflektierten und schlicht polemischen Verdrehung der Tatsachen bleibt Ihnen lediglich die Anbiederung an die menschenverachtende Riege der Neonazis. Mit ihrem Verunglimpfung alles „Linken“ und dem Verweis auf das „dritte Lager“ schließen sie hervorragend den Kreis zwischen Otto Strasser und Jörg Haider.
    Wenn das ihre Volksgemein…aähm, Volksinitiative zu beabsichtigen gedachte, herzlichen Glückwunsch, Herr Elsässer, es ist Ihnen geglückt

  37. In altermedia veröffentliche ich nicht. Ganz allgemein kann ich nicht kontrollieren, wer Beiträge von mir verlinkt.

  38. „Im Prinzip verfolgte die SED eine richtige Erinnerungspolitik: Es wurde des barbarischen Bombardements der Alliierten gedacht, es wurde die Verantwortung Nazi-Deutschlands für den 2. Weltkrieg glasklar benannt“

    Als Mensch der in der ehemaligen DDR aufgewachsen und sozialisiert ist, muss ich hier intervenieren.

    Die Frage der Verantwortung für den Krieg wurde allein dem Faschismus übertragen und dieser mit dem Kapitalismus gleich gesetzt.
    Mit der Veränderung der ökonomischen Strukturen war auch der Faschismus mit „Stumpf und Stiel ausgerottet“.
    Von gelungener Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur kann ja in der DDR wohl keine Rede sein.
    Begriffe wie „völkischer Nationalismus“ oder „Antisemitismus“ gab es bei uns im Grunde nicht.

    Es sei Ihnen ans Herz gelegt, doch etwas gründlicher zu recherchieren bevor man sich mit solch gewagten Thesen aufs Eis begibt.

  39. Volle Zustimmung Nils !

    Denn dieser Murx ist unerträglich… schlicht weg sämtliche Personen, die an der Blockade teilnehmen, als Antideutsche oder Action Freaks hinzustellen… Ich möchte sie darauf hinweisen das es ein ganz anderes Ziel gab; Es ging den meisten sicher nicht darum irgendwelche Opfer und Toten zu bejubeln, sondern eher den Aufmarsch der Rechten zu verhindern, als Zeichen gegen den Faschismus. Das sie aber mittlerweile lieber andere Dinge pflegen als gegen Ultrarechte vorzugehen, ist eigentlich bekannt. Ich weiß nicht wo man steht oder wie dogmatisch und kompromisslos man sein muss, wenn man praktisch die Position bezieht; lasst den Nazis freie Bahn, ist zwar nicht schön was sie machen, aber ein bisschen haben sie ja Recht irgendwo… fürchterlich solch Irrsinn…

  40. „In altermedia veröffentliche ich nicht. Ganz allgemein kann ich nicht kontrollieren, wer Beiträge von mir verlinkt.“

    In altermedia sind auch schon Texte des Muslim-Markt gelandet, ohne Zutun desselben.

  41. Ich möchte folgende Einblicke, eines Freundes, der in der Einsatzzentrale der Polizei am diesem Wochenende (19/20 Februar) war, mitteilen. Zum Nachdenken bzw. damit noch mehr Menschen einen ähnlichen Weg gehen wie Herr Elsässer, weg von den Linken, hin zu ganz normalen Menschen die in Deutschland (in Frieden und Freiheit) leben wollen:
    Es waren ca. 15.000 „Linke“ und ca. 8000-9000 „Rechte“ vor Ort (Polizei übertragt laufend Bilder vom Hubschrauber in die Zentrale). Was ihm schockiert hat war die Brutalität der Linken gegen die Polizei und der Linken gegen die Rechten. Es schien im wie im Krieg! Die Linken waren sehr gut organisiert, die Rechten wollten überwiegend einfach nur Demonstrieren. Dieser freundliche friedliebende „Bulle“ gehört zur wachsenden Zahl von Beamten die generell nicht zufrieden sind, daß sie (die Polizisten) von der Politik vorgeschoben und mißbraucht werden (er war in Gorleben und Kollegen in Stuttgart…).
    Jetzt kommt mein Kommentar: Es ist hier wahrscheinlich nicht unbekannt der Spruch: „die Linken sind die Steigbügelhalter der Rechten“. Wie hier schon beschrieben, der Kampf auf der Straße zwischen linken und rechten Ideologien geht völlig in die falsche Richtung. Die Brutalität auf der Straße hat zur Folge, daß die Polizei weiter aufgerüstet wird, daß wiederum daß es mehr Verletzte und mehr Verrohrung gibt. Das ist nicht mein Gesellschaftsmodell! Mein Modell ist, daß die Lobbyisten und Hinterzimmergeschäfte auf den Tisch gehören und das Volk machtvoll aber gewaltlos Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und ohne Scheuklappen nach guten Lösungen ringt aufgrundlage des Grundgesetzes – z.B. Art. 20,Absatz 2 – in Wahlen UND ABSTIMMUNGEN und natürlich mit Pressefreiheit, nicht mit Mainstream-Propaganda im Sinne der Mächtigen, des Neo-Liberalismus.

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