Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

„AfD-Neustart ohne Lucke“: 120 Gäste gestern bei bei COMPACT-Live

Ein Gastbeitrag von Michael Heendorf

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*** Lesen Sie hier den Veranstaltungsbericht auf der COMPACT-Seite ***

Unter dem Thema: Wie weiter mit der AfD?, fand gestern in Berlin eine weitere Veranstaltung im Rahmen von COMPACT-Live unter der Leitung von Jürgen Elsässer statt. Geladen waren zwei hochkarätige Gäste, Herr Dr. Tillschneider, der Sprecher der Patriotischen Plattform innerhalb der AfD, und Herr Götz Kubitschek als verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Sezession.“ Nach einer sehr zutreffenden Analyse, wenn auch nicht in allen Punkten übereinstimmend der beiden, gelang es doch die Lage der AfD zum gegenwärtigen Zeitpunkt realistisch darzustellen. Sie stellten gemeinsam fest, das die AfD in der jetzigen Form hochgradig tendenziös und undemokratisch agiert. Den Mitgliedern werden Vorschläge (und wenn es nur nach Lucke ging Weisungen) aus Trivialitäten, linkem Zeitgeist, undeutlichen Formulierungen und reichlich Blendwerk zur Abstimmung vorgelegt, dass sie nur nach der Devise „ Vogel friss oder stirb“ annehmen oder als nach der neuen „ Henkelvariante“ als sogenannte Elemente aus der Partei entfernt werden sollen. Aber die Realität dabei ist eine andere. Die Denkweise der Führung hat sich verändert aber nicht die der Basis. Was zum einen Hoffnung macht und zugleich eine riesige Herausforderung für die gesamte Basis darstellt. Wird Herr Lucke doch nicht müde seinen von Ihm und anderen „ Spaltpilzen“ innerhalb der AfD gegründeten „ Weckruf 2015“ nach bester Geheimdienstmanier in ganz Deutschland zu implementieren. Konspirative Treffen und geheime Absprachen, das Einsetzen von Landesverantwortlichen in allen Bundesländern sind ein bewährter Beweis dafür. So sagte es auch Klaus Peter Last aus Mecklenburg Vorpommern. Klar wurde es auch den etwa 250 Gästen, dass Deutschland und Europa brauchen eine klare Alternative zum gegenwärtigen Parteienkartell. Dabei waren es nicht die alt Parteien des Establishments, die Situation in der AfD verursacht haben. Es ist die eigene Führungsmannschaft, die sich selbst auf einen selbstzerstörerischen Weg begeben haben. Dieses alles stellt aus der Sicht vieler Mitglieder der Basis einen klaren Verrat des Grundgedankens und Anspruchs der ursprünglichen Alternative für Deutschland dar. Der Alte Fritz sagte einmal : „Ich bin der erste Diener meines Staates“. Das macht klar, worin das Defizit der AfD-Führung besteht. Es bleibt zu hoffen, dass die Basis der AfD diese Situation in ihrer Mehrheit begreift und auf dem kommenden Parteitag die richtigen Konsequenzen zieht. Welche nur heißen können, der gesamte Vorstand muss abgelöst werden, damit unser Vaterland nicht im Moorloch der Brüsseleraristokratie untergeht. Die Demokratie ist dann gefährdet, wenn ihr der Patriotismus abhanden kommt.

(Ab morgen vermutlich der Videomitschnitt auf compact.tv.)

Einsortiert unter:Uncategorized

26 Responses

  1. Elmar sagt:

    Ohne Lucke auf zum Glucke!

  2. Eveline sagt:

    Letztlich bleibt ja auch nur die Hoffnung, das die Parteimitglieder der AfD den Gongschlag vernommen haben, das mit dem alten westliche Demokratieverständnis, (Lügen, Tricksen, Täuschen) im Osten keinen Blumentopf mehr zu gewinnen ist.

    Der neue Vorstand sollte unbedingt genau das Gegenteil machen und alles Offenlegen. Jedes Gespräch, jedes Telefonat – die Gegenseite hört doch eh zu.

  3. Anonymous sagt:

    den text bitte nochmal im nüchternen zustand

  4. Anonymous sagt:

    Sehr gut geschrieben, aber das Moorloch ist immer noch ein Moloch…

  5. Rechtsklick sagt:

    „Brüsseler Aristrokratie“…. Wenn es sich bei denen um Aristokraten handeln würde, zumal um solche der alten Schule. Nichts und nirgends vom Geist der Aristokratie zu merken. Weit verfehlt! Was da herumsitzt, sind Parteienfunktionäre aus dem Klein- und Kleinstbürgertum, für die es eine lukrative Verdienstmöglichkeit darstellt. Nichts außer Idiotie, Niedertracht, Karrieregeilheit und Arroganz machen sich dort breit.

    Ohne moralische Erneuerung jedoch wird das Systemwechsel nicht zu bewerkstelligen sein. Deshalb bräuchten wir langfristig eine aristokratische Führung statt Parteien, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, zumal solche im Sinne Nietzsches: eine Aristokratie des Herzens. Denn wozu Parteien, wenn das alte Schema links-rechts eh überholt und kontraproduktiv ist, ja sogar versagt hat? Bisdahin werden Alternativparteien wie AfD zur Überbrückung notwendig sein und auch Leute in der AfD könnten sich jetzt schon dieser neuen moralischen Herausforderung stellen und sie einüben.

    Rechtsstaatlichkeit sollte die Richtsschnur ind politischen Debatten sein und nicht Demokratie, zumal der erste Begriff verbindlicher und leichter zu konkretisieren ist, da er mit konkreten Gesetzen leicht in Verbindung zu bringen ist. Wenn ein Staat ein rechtsstaatlich organisiert ist, ist es eine belanglose Frage darüber zu diskutieren, was demokratisch sei und was nicht. Mit der Diskussion um Demokratie kann man die Menschen leicht von der mangelnden Rechtsstaatlichkeit ablenken. Unsere Nomenklatura nennt sich auch demokratisch… Oder irren wir uns in dem Gefühl, daß die Schlinge der Diktatur sich immer enger um unseren Hals zieht und daß die politische Nomenklatura unsere Rechte im Namen der Demokratie (also in unserem Namen und zu unserem Wohle) einstampft?

    Wie Wegelagerer werden wir von der Arroganz der Macht in spißigem verdrehtem Ton angehalten: „Sind Sie ein Demokrat?“ Demokrat sein als das ultimative Glück auf Erden…. als verbales Bekenntnis ist es gut, Karriere in der Politik zu machen. Es wäre jedoch ein schlechter Witz, wenn es wahr wäre. Als würden Menschen in diese Welt kommen, um Demokraten zu werden…

    Die 68-er faschistisch-bolschewistische Nomenklatura muß von der AfD aus allen geselschaftlichen und politischen Sphären ohne Gnade herausgekehrt weden. Anhänger des alten Systems schicken sich an, das deutsche Volk und alle Völker Europas abschaffen zu wollen. Sie haben das Volk verraten, ihr geleistetes Eid gebrochen. Sie wollen freie Völker unters Joch fremder Mächte spannen (siehe TTIP) und über ihnen eine neue Diktatur des global globalisierenden Kapitals errichten.

    Wenn die AfD sich gereinigt hat, könnte sie für Deutschland nach langer Zeit wieder eine hoffnungsvolle Chance darstellen, Erneuerungen (und nicht nur Veränderungen) in allen gesellschaftlichen Sphären durchzuführen. Der Widerstand gegen sie ist jetzt schon zu groß und Verantwortungsträger in der Parteibasis sollten gut darauf aufpassen, sich nicht durch eingeschleuste Agenten unterwandern zu lassen, wie es bürgerlichen Parteien durch K-Parteien in Ost- und Mitteleuropa ergangen ist.

    Kehrt ihn weg, den neoliberalen Dreck! Freiheit für Deutschland!

  6. Sabrina sagt:

    Ich habe die AfD von Anfang an für eine wirtschafts-extremistische amerikanisch-entsolidarisierte Partei gehalten. Deshalb war ich auch der Meinung, dass HO Henkel genau in die zu ihm passende Partei eingetreten war.

    Das heißt, ich sehe die Sache eigentlich genau anders herum.

    Die Leute, die in die AfD eingetreten sind – die einfachen Mitglieder – hatten von Anfang an ein eher anderes Ziel: Eben nicht Wirtschaftsextremismus, sondern eine Alternative zur FDP-Einheitspartei von GRÜNEN bis zur CSU.

    Und nun brechen diese Differenzen offen aus.

    Man wird sehen, wer sich am Ende durchsetzt.

    Wäre ich AfD-Mitglied, würde ich mal schauen, ob ein Partei-Ausschlussverfahren gegen Lucke erfolgversprechend ist.

    Immerhin hat er sich entgegen den Parteibeschlüssen für das TTIP ausgesprochen und mit dem Weckruf die Spaltung der Partei betrieben.

    Das sollte eigentlich reichen, um ihn rauszuschmeißen.

  7. Sabrina sagt:

    @ Rechtsklick sagt:
    11. Juni 2015 um 11:19

    Demokratie ermöglicht, Regierungen, die die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr haben will, abzuwählen.

    Diese Möglichkeit gab es in der DDR nicht.

    Und diese Möglichkeit gab es unter dem Hitler-Regime ebenfalls nicht.

    Ich plädiere deshalb nicht für die Abschaffung von Demokratie, sondern für deren Erneuerung,

    Es müssen Regeln her, dass Politiker nicht mehr Leute sind, die von irgendwelchen Lobbies für die Parteiarbeit freigestellt und bezahlt werden, und die dann die Feierabend-Politiker an den Rand drängen.

    Noch krasser ist, Lobbyisten gleich als externe Fachleute direkt in die Ministerien zu holen.

    Da fragt man sich, wozu man noch wählen soll.

  8. Martin Bauer sagt:

    Dem kann man wohl nur zustimmen. „Alternative für Deutschland“ ist nichts als ein orwellianischer Etikettenschwindel, wenn sie vor „Systemfragen“ in einer Zeit zurückschreckt, wo längst die Vaterlandsfrage, ja die Überlebensfrage brennend geworden ist.

    Was sind wir nur für eine dekadente und verrannte Zivilisation?!

  9. Martin Bauer sagt:

    @Sabrina: Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Demokratie ist auch nicht das, was die Strukturkonservativen in der AfD mit „System“ meinen und verteidigen. Sie meinen und verteidigen ein Kuckucksei (Parteienstaat, Verwaltungsstaat, Kapitalismus) im Nest der echten Demokratie, und dem was unser Verfassungsersatz an Annäherung und guten Intentionen im Sinne der echten Demokratie immerhin einmal kodifiziert hat.

    Doch Papier ist bekanntlich geduldig, und seit Bush dem Jüngeren, wenn Verfassungen darauf geschrieben sind, sogar ein „gottverdammter Wisch“. Menschen können sich hinter Strukturen verstecken, sondern müssen für ihre Überzeugungen kämpfen. Davor müssen sie natürlich echte und brauchbare Überzeugungen haben.

    Mit Lucke & Co. geht das leider nicht mehr.

  10. Sabrina, nicht das Volk sollte Angst vor der Regierung haben, sondern die Regierung vom Volk! Egal ob Demokratie oder Diktatur, das Volk bestimmt die Musik und diese Musik sind Volksabstimmungen und Bestimmungen!!!

  11. Berliner AfD sagt:

    Weckruf 2015: Dokumentation der politischen Ansichten

    Aus dem Martin Hotel in Berlin

  12. compactero sagt:

    OT:
    Ihr Co-Autor Andreas Bracher („Appeasement: Die britische Mitschuld am Zweiten Weltkrieg“) hat das Buch „Tragedy and Hope“ von Carroll Quigley ins Deutsche übersetzt („Katastrophe und Hoffnung. Eine Geschichte der Welt in unserer Zeit“).
    Anregung für compact/Kai-Homilius-Verlag:
    http://www.carrollquigley.net/pdf/The_Anglo-American_Establishment.pdf
    Es scheint noch nicht auf dem deutschen Markt vorzuliegen. Sicher hat es Herr Bracher schon in der Schublade…

  13. Aristoteles sagt:

    @Berliner AfD

    Lucke und Henkel sind Schurken.
    Agenten der USA.
    Kriegstreiber gegen Russland.
    Ausdünner und Auflöser des Deutschen Volkes.

    Schlimmer aber noch sind die (bezahlten oder verblödeten) Claqueure im Saal.

    Hoffen wir nicht, dass die Pokerspieler des Systems mit Frauke Petry schon die zweite Marionette in der Hinterhand haben.

    Was auch immer die Unterschiede sein mögen zwischen …
    … Delegiertenversammlung … Mitgliederversammlung …
    … erstem Versammlungstermin … zweitem Versammlungstermin
    … dem einen gecharterten Bus … dem anderen gecharterten Bus …
    … mit Claqueuren … ohne Claqueure.

    Wer wie Lucke die abgewählten Landesvorstände in Niedersachsen, im Saarland, in Hessen „gestürzte“ Landesvorstände nennt, ist selbst ein antidemokratischer Putschist – und zwar ein vom Besatzungssystem installierter.

    Das AfD-Volk, das jetzt noch das deutsche Volk repräsentiert, darf sich nicht zu lange hinhalten lassen.

    Höcke statt Lucke.

  14. ups2009 sagt:

    „Sehr gut geschrieben, aber das Moorloch ist immer noch ein Moloch…“

    Dazu ein bisschen Marx über Moloch … für ALLE !!!

    # 1

    Der erste Opiumkrieg hat neben diesem negativen Ergebnis einen Aufschwung des Opiumhandels auf Kosten des legitimen Handels zur Folge gehabt; das gleiche Ergebnis wird der zweite Opiumkrieg haben, falls England nicht durch den Druck der gesamten zivilisierten Welt gezwungen wird, den Zwangsanbau von Opium in Indien und dessen gewaltsame Verbreitung in China einzustellen. Wir sehen davon ab, bei der moralischen Seite dieses Handels zu verweilen, die selbst von einem Engländer, Montgomery Martin, in folgenden Worten geschildert wurde:

    „Ja, der Sklavenhandel war barmherzig, verglichen mit dem Opiumhandel. Wir haben die Afrikaner nicht physisch zugrunde gerichtet, denn es war unser unmittel- bares Interesse, sie am Leben zu erhalten; wir haben sie nicht ihrer menschlichen Würde beraubt, weder ihre Gesinnung korrumpiert, noch ihre Seelen zerrüttet. Der Opiumverkäufer aber tötet den Leib, nachdem er die sittliche Existenz unglücklicher Sünder korrumpiert, erniedrigt und vernichtet hat; stündlich werden einem unersättlichen Moloch neue Opfer dargebracht, wobei der englische Mörder und der chinesische Selbstmörder sich gegenseitig überbieten in ihren Opfergaben auf seinem Altar.“

    http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_549.htm

    # 2

    In seiner Eigenschaft als zinstragendes Kapital gehört dem Kapital aller Reichtum, der überhaupt je produziert werden kann, und alles, was es bisher erhalten hat, ist nur Abschlagszahlung an seinen all-engrossing Appetit. Nach seinen eingebornen Gesetzen gehört ihm alle Surplusarbeit, die das Menschengeschlecht je liefern kann. Moloch.

    http://www.mlwerke.de/me/me25/me25_404.htm

    Und die SAntifa blöckt „Zinsknechtschaft ist als Nazi-Thema verboten“ …

  15. Joachim Friedrich sagt:

    @Sabrina 11. Juni 2015 um 13:08

    Außerhalb seines (unbestrittenen) Kompetenzbereiches
    ‚Währungspolitik‘ hatte Lucke mit einer öffentlichen
    Äußerung doch einmal recht:
    Als er unsere Demokratie am Abend der letzten BT-Wahl
    als „entartet“ bezeichnete. Wiewohl er in diesem Moment
    mit Sicherheit überhaupt keinen Zusammenhang mit der
    NS-Verwendung des pöhsen Wortes sah, wurde er genau
    dafür am meisten abgewatscht und immer wieder mit
    sichtbar inquisitorischer Lust festgenagelt.
    Aus diesem „Stahlbad“ ging Lucke leider nicht gestärkt
    sondern mit *Abgrenzeritis* infiziert, regelrecht kastriert
    hervor.
    Er ist eben kein Politiker sondern ein ängstlicher
    Wissenschaftler, als Parteivorsitzender denkbar ungeeignet.
    Ohne H²Os Wühl- und Hetzeinfluß hätte vielleicht doch
    Luckes Restvernunft obsiegt und er wäre der AfD noch als
    finanz- und währungspolitischer Berater nützlich gewesen.
    So ist das Tischtuch aber schon seit Wochen zerschnitten.
    Zumindest Henkel und Lucke müssen wegen
    parteischädigendem Verhalten („Partei in der Partei“-Gründung
    et al) schleunigst aus der AfD ausgeschlossen werden.
    Und dies ist keine „Säuberung“ im Henkel’schen Sinne,
    sondern schlicht Notwehr.

  16. mark2323 sagt:

    „(…) Klar wurde es auch den etwa 250 Gästen, dass Deutschland und Europa brauchen eine klare Alternative zum gegenwärtigen Parteienkartell. (…)“

    Das war den Gästen hoffentlich schon vor der Veranstaltung klar und falls nicht, frage ich mich, wie der Autor dieser Zeilen wissen kann, was in 250 Köpfen so vor sich geht.

    Ganz klar ist jedenfalls, dass dieser Beitrag dringend ein Lektorat nötig gehabt hätte:

    „Dabei waren es nicht die alt Parteien des Establishments, die Situation in der AfD verursacht haben. Es ist die eigene Führungsmannschaft, die sich selbst auf einen selbstzerstörerischen Weg begeben haben. (…)“

    Ups. Das sollte man so nicht stehen lassen.

  17. Hannes sagt:

    Frage: Wird der Mitschnitt der Veranstaltung noch veröffentlicht?

  18. Jetzt geht es zur Sache: Der Bundesrat will die „Ehe für alle“. Er sagt, obgleich es zunächst nur um Homosexuelle zu gehen scheint, „für alle“.
    Wenn das irgendwie etwas bedeuten soll, so heißt das, dass bald auch Väter ihre Töchter heiraten können sollen und Brüder ihre Schwestern – auch einer gleich zwei – und Brüder ihre Brüder und vielleicht auch bald einer seinen Hund.
    Ich bin gespannt, wie die AfD (zumal Lucke und Henkel) sich dazu stellen wird. Es geht jetzt konkret auch um die volle Gleichstellung im Adoptionsrecht.
    Schwule sollten also auch ihre adoptierten Ziehkinder heiraten dürfen, wenn die achtzehn sind oder vorher, wenn der eingetragene Elter zustimmt. Alles andere wäre ja total diskriminerend.
    Und ein solches Paar muss natürlich auch gleich die vollen Adoptionsrechte bekommen, damit die Sippe nicht ausstirbt.
    O tempora o mores!

  19. Martin Bauer sagt:

    @Sabrina: „Volle Zustimmung“ bezog sich auf den zweiten Kommentar. Zum ersten: Ich glaube zwar immer noch nicht, dass Lucke ein „Wirtschaftsextremist“, – sondern eher ein elfenbeintürmener Professor, den seine Halbheiten (mit Henkels Hilfe) eingeholt haben, – aber das Ergebnis ist das Gleiche: er konterkariert Parteitagsbeschlüsse über die Grundrichtung der Partei und ein Ausschlussverfahren wäre eine gute Sache – spätestens seit er gegen Höcke ja selbst das Feuer eröffnet hat.

    Auf jeden Fall gehört der Vorstand abgewählt und die Richtungsfrage entschieden: „Alternative für Deutschland“ oder ein neues fünftes, sechstes, siebtes Rad am Blockparteienwagen?

  20. Martin Bauer sagt:

    @Magnus Göller: [Thema: „Ehe für alle“]

    „Ich bin gespannt, wie die AfD (zumal Lucke und Henkel) sich dazu stellen wird. Es geht jetzt konkret auch um die volle Gleichstellung im Adoptionsrecht.“

    Sie werden „einzelne Fehlentwicklungen kritisieren“. Zum Beispiel die Inkonsequenz, dass man nur natürliche Personen „heiraten“ darf. Was wäre das für ein Traum für Wirtschaftsfreaks, wenn Arbeitnehmer ihren Konzern heiraten können/dürfen/müssen. Sie werden nie die Systemfrage stellen: wer gibt uns vor, was wir unter „alle“ zu verstehen haben. Ja, genau! Die Sache ist ein halber Schritt: Wo bleibt die Gleichberechtigkeit für Polygame? Warum immer nur Zweierpärchen? Zu dem Zeitpunkt, wo wir die Linken dafür begeistert haben, wie hipp die Gruppenehe sein könnte, kommt die Weltrevolution endlich ins Blickfeld. Dann heiraten am Ende wirklich alle alle, und alles wird endlich gut!

    Verzeihung, Magnus Göller. Ich hoffe, Sie fanden’s nicht unpassend. Aber die Sache wird noch ernst genug. Wir können dem Wahnsinn nur widerstehen, wenn wir ihn auch der verdienten Lächerlichkeit preisgeben. Hat das Volk wenigstens dafür noch Moral genug?

  21. 006 sagt:

    # Göller

    Wenn das irgendwie etwas bedeuten soll, so heißt das, dass bald auch Väter ihre Töchter heiraten können sollen … und vielleicht auch bald einer seinen Hund.

    Schon passiert…

    http://www.n-tv.de/politik/dossier/Amerikaner-heiraten-Tiere-article333747.html

    … und in Indien ist es anscheinend sogar Tradition…

    http://www.focus.de/panorama/welt/gegen-boesen-fluch-indisches-maedchen-heiratet-einen-hund_id_4111348.html

    Na ja, da wir ja mittlerweile soo bunt & vielfältig sind – weltoffen natürlich sowieso – ist es wohl keine Frage mehr, ob das kommt, sonder höchstens noch wann es kommt?

  22. Reinhard Berndt sagt:

    Hallo, hoffe sehr, daß sich die AfDeutschland mit Frauke Petry an der Spitze neu aufstellt. Sozial, konservativ und patriotisch, das wünsche ich mir.
    Für den Fall, daß die Verfassungsschutzämter des Bundes und der Länder und die Medien bei der Bekämpfung der AfD „einen Zahn zulegen“, sollte die AfD darauf vorbereitet sein, denn die Sprache wird gezielt als Waffe gegen Konkurrenzparteien eingesetzt, wie die Erfahrung lehrt.

    Als probates Mittel hat es sich bewährt, wenn die Medien überall und rund um die Uhr nur noch von der „rechtsradikalen“ AfD berichten, falls ein Verfassungsschutzamt, etwa das in Thüringen, in der sogenannten Prüfphase die „Einstufung rechtsradikal“ vornimmt.

    Kaum jemand weiß, daß unser Staat seit 1974 unter einer „rechtsradikalen“ Haltung eine demokratische Haltung versteht, genau eine „bis auf die Wurzel der Fragestellung gehende rechtskonservative Zielsetzung“ !!! Aber wer weiß das schon !!! Es wird ja systematisch in den Schulbüchern verschwiegen.

    Rechtsradikal? Das ist doch demokratiefeindlich, verfassungsfeindlich, menschenverachtend!!!

    Vonwegen. Es kommt eben darauf an, wer diesen Kampfbegriff „rechtsradikal“ verwendet. Ja, mit der Unwissenheit der Bevölkerung macht man Politik. Hinterhältig, schäbig, perfide ist das!!!

    Ausführlich habe ich auf der Facebookseite der Jungen Freiheit beim Artikel „Wir dulden keine rechtsfreien Räume!“ vom 11.6.2015 Stellung bezogen. Die entsprechenden behördlichen Dokumente werde ich den Landesvorständen der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Brandenburg und der Jungen Alternative zusenden.

    (Herr Elsässer, habe Sie beim Treffen am Kyffhäuser gesehen, war auch da.
    Herzliche Grüße an Sie und Ihre Gattin!)

    Und hier die erwähnte Facebookseite der Jungen Freiheit mit meiner ausführlichen Stellungnahme:

    https://www.facebook.com/jungefreiheit

    Gruß aus Otterndorf, Elbmündung
    Reinhard Berndt

  23. Willi Winzig sagt:

    Es steht und fällt nun mit der Basis, den „Systemvorstand“ abzuschütteln und zu entmachten. Wir sehen an diesem Beispiel, wie es auch in den übrigen Bundesparteien funktioniert. Es wird über die Vorstände nach unten „durchregiert“, für die Mitglieder bedeutet das entweder folgen und dabei bleiben, oder Ausschluß. Hier muß sich nun die Basis organisieren und eine Gegenbewegung nach oben erstellen, notfalls einen ausserordentlichen Parteitag, wo neue Kanditaten zum Vorsitz aus der Basis gestellt und gewählt werden. Geschieht das nicht, ist die AfD nun noch eine Alternative zu FDP, aber keine Alternative zu den Altparteien mehr, sondern nur noch eine Systempartei mehr, die der Wähler nicht braucht. Es zeigt sich nämlich sehr deutlich, das Lucke, Henkel &Co. unter sehr starken transatlantischen Einfluß stehen und damit auf der Verliererseite.

  24. Martin Bauer sagt:

    @Reinhardt Berndt:

    „Rechtsradikal? Das ist doch demokratiefeindlich, verfassungsfeindlich, menschenverachtend!!!

    Vonwegen. Es kommt eben darauf an, wer diesen Kampfbegriff “rechtsradikal” verwendet. Ja, mit der Unwissenheit der Bevölkerung macht man Politik. Hinterhältig, schäbig, perfide ist das!!!“

    Ja, perfide, aber wie Sie schon sagten, wenn die AfD Alternative sein will, muss sie damit rechnen und eine Antwort parat haben. Das „Radikal“ bestreiten macht wenig Sinn, denn in einem etymologisch korrekten Sinn MÜSSEN und wollen wir radikal sein: wir müssen das Übel bei der Wurzel packen.

    Also kann man nur sagen, dass Elsässer goldrichtig und klug verfährt, wenn er versucht, in der stupiden Selbstsicherheit der Rechts-Links-Denkwelt heilsame Verwirrung zu stiften. Die Verwirrung, die einer – mindestens zweidimensionalen – Wirklichkeit gemäß ist: Versucht man in einem Labyrinth oder in einem weiten Feld (Wüste, Meer) mit simplen Orientierungen wie „halte dich rechts“ oder „im Zweifel links“ zu navigieren, dann landet man an der Wand bzw. fährt im Kreis. Die Welt ist komplexer:

    Diejenigen, die das nicht begreifen, sind die Naiven, von denen Sie sprachen. Das System baut auf sie, das ist das Perfide.

    Aber WIR müssen um alles in der Welt selbst so klar im Kopf sein, dass wir begreifen, dass ein politischer Standort mindestens so komplex ist wie eine GPS-Geometerangabe, und nicht auf einer eindimensionalen Skala zwischen links und rechts verortet werden kann.

    Wenn wir das bei uns selbst klar haben, dass ist es nur mehr eine taktische Frage (und eine Frage der Moral: Stichwort Anfeindung, oder des rhetorischen Geschicks: Stichwort Charismatik), ob wir es schaffen, auch in den Köpfen der Naiven Zweifel zu säen, ob nicht ein „Rechter“, weil Patriotischer, zugleich sehr „links“, weil effektiv gegen die Geldoligarchie, sein kann.

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