Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

„Junge Welt“ schießt gegen den „Nationalbolschewisten Elsässer“

3 Kopie 3Den Beton-Linken gehen die Argumente aus.

((Aktuell bei COMPACT-online: SPIEGEL klaut bei COMPACT))

Den Beton-Linken gehen die Argumente aus? Nein, es ist noch schlimmer: Es gehen ihnen auch die Autoren aus. Für die heutige Ausgabe der Tageszeitung Junge Welt – mein Brötchengeber von 1995 bis 1997 und von 2003 bis 2008 – musste der Geschäftsführer selbst in die Tasten hauen, um seine Anhängerschaft vor dem bösen Nationalbolschewismus a la Elsässer zu warnen. Hat ein Geschäftsführer nichts Besseres zu tun? Muss er nicht den Verlag organisieren und auf Vordermann bringen? Vermutlich wollte es kein anderer machen. Vor kurzem wurden nämlich schwere Querelen aus der Mitarbeiterschaft der Jungen Welt gemeldet: Rainer Rupp, als ehemaliger Top-Spion Topas zu Recht eines der Aushängeschilder des Blattes, wollte das sinnfreie jW-Harakiri gegen die „neue Friedensbewegung – Motto: Alles Nazis außer Mutti – und die jW-Unterstützung für Ditfurth & Co. nicht mehr mitmachen. Seine Kritik durfte er aber nur außerhalb der jW veröffentlichen…

Über den Artikel selbst (hier nachzulesen) will ich mich gar nicht beklagen. Wie da mit großem Furor versucht wird, mich als Verräter am Klassenkampf hinzustellen, ist geschenkt, da der Autor gleichzeitig sehr viele Zitate von mir bringt, die klügere Köpfe zum Nachdenken bringen werden. Die antideutsche Haltung, zu der der Geschäftsführer die jW-Redaktion seit Jahren zwingt, hat jedenfalls mit der Tradition der KPD nichts zu tun. KPD-Führer Ernst Thälmann: “Deutsch und kommunistisch sind keine Gegensätze. Ich denke nicht daran, von meinen Grundsätzen auch nur einen Millimeter abzugehen. Kommunismus ist die Lehre von der Befreiung der Arbeiterklasse. Die Befreiung der Arbeiterklasse aber ist die Befreiung des ganzen Volkes! Dafür mein ganzes Leben gekämpft zu haben, darauf bin ich stolz. – Wir Kommunisten lieben unser Volk und unser Land. Darum wollen wir frei sein von kapitalistischer Lohnsklaverei, frei von faschistischer Diktatur, frei von Konzentrationslagern und Unterdrückung.

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34 Responses

  1. kaeptnbrise sagt:

    „Wie der selbsternannte Nationalbolschewist Jürgen Elsässer und der Neurechte Publizist Götz Kubitschek das deutsche Volk retten wollen“

    Da hat Jürgen Elsässer wohl einen strategischen Fehler verbockt. Denn wer sich selbst ernennt, statt geduldig abzuwarten, bis er an die Tafel gerufen wird, darf sich auch nicht wundern, wenn er mit so einer kecken Nonchalance Verärgerung hervorruft.

    Eigenschaftswörter werden grundsätzlich kleingeschrieben. Bei biologischen Sortierungen (z.B. Deutscher Schäferhund) gilt das aber nicht. Vielleicht wird der neurechte Zeitgenosse ja nicht zu den Möntschen gezählt. Jedenfalls nicht zu den guten Menschen.

  2. Ob die selbsternannten linken Schmollerer jemals aus ihrem selbstgewählten linken Eckloch herauskriechen werden? Ehrlich gesagt: Lieber nicht!

  3. Ich habe eben auf FB geschrieben über jW: ´s Angriff auf Jürgen. So in Schwedisch: Querfront statt Klassenkampf skriver Dietmar Koschmieder i junge Welt riktat mot Jürgen Elsässer.
    Ja, Jürgen har humoristiskt kallat sig ”alter Nationalbolschewik” och ”Querdenker” – tänkare på tvären.
    JW-angreppet startar med Francis Fukuymamas, då på 1990-talet populära teori att nu var historien slut, dvs slut med marxism och klasskamp. Liberalismen dvs den världsvida kapitalismen hade segrat. Som han riktigt skriver finns det inte teoretiska och praktiska belägg för det.
    Sen försöker han klistra dit Elsässer att vara anhängare av detta. Genom citat, i och för sig lösryckta, som han sagt. Ärligt hänvisar han beträffande dem till tre olika tal som han hållit.
    Som jag ser det har klasskampen, som Marx och Engels förde fram som den drivande kraften i historien naturligtvis inte upphört. Det är en världsomfattande teater, där skådespelarna för och mot i kampen byts ut och till och med växlar roller.
    Inskränkt är att från Koschmmieder sikt bara se die Linke som den ende rollspelaren i Tysklands klasskamp. Den synen leder till felhandlingar. Till exempel att ordna demons mot Pegida i vilka Antifa tillåts vara med. Som brukar våld, vilket aldrig Pegida gjort. Och att medverka i den tyska statsmaktens hets. Som också i Dresden inneburit av delstatsmedel till 1 000 euro organisering av motdemo, musikunderhållning av den populäre Roland Kaiser plus ren kontant betalning till en del motdemonstranter.
    Det är nog så att den traditionella vänstern, dit jag och Elsässer hört, har tappat, svikit eller försummat sin historiska roll och blivit – åtminstone i stort – en del av stödet för den härskande klassen.

  4. Anonyma sagt:

    kaeptnZio verschießt seine Munition
    „Teile und Herrsche“ verpflichtet…
    Wem gilt seine erklärte Loyalität?
    dem Zionistischen Israel

    Alles klar? Da kann man die Spitzen doch gleich viel besser einordnen.

  5. kaeptnbrise sagt:

    @ Anonyma

    „Wem gilt seine erklärte Loyalität?
    dem Zionistischen Israel“

    Mist, verdammt. Sie sind einfach zu schnell. Bevor jemand meine Beiträge in Ruhe liest und durchdenkt, haben Sie schon kundgetan, in wessen Auftrag ich hier tätig bin.

    Apropos „Teile und herrsche“: Wiewohl es diese Strategie durchaus gibt, sind manche unvereinbaren Teile auch schon da, bevor jemand fiese Krieglisten ausheckt. Z.B. Löwen und Antilopen, die schlecht auf einen gleichen Nenner zu bringen sind. Auch Linke und Rechte, im Nachbarstrang hat sich der Forist „Eisenfresser“ (womöglich auch ein Zionist) alle erdenkliche Mühe gegeben, den Unterschied zu erläutern. Alles für die Katz?

  6. derherold sagt:

    Jeder, der nicht ganz blind ist, sieht doch, daß die Linkspartei die Rolle übernehmen soll, die ab Anfang der 80er die Grünen hatten: den link(sextrem)en Flügel zu stabilisieren und möglichst US- und NATO-konform.einzubinden.

    Selbstverständlich müssen die Lohnabhängigen😉 der jW jede „Gefährdung“ dieser – für Linkspartei-Funktionäre äußerst lukrativen – Beschäftigung wütend anbellen.

  7. Sozialist es 21. Jahrhunderts sagt:

    Herr Elsässer, wie heißt es doch im Sprichwort : man trifft sich immer zweimal im Leben…

    Als Koschmieder Sie im April 2008 ( von 1997 abgesehen…) vor die Tür setzte, tat er es wahrscheinlich in der Absicht, Ihrer Existenz ein für alle Mal Ende zu setzen.

    WIR müssen aber ihm, Koschmieder, und den Kräften im „neuen Deutschland“, die Sie auch dort herausschmissen, ZUTIEFST dankbar sein.

    Wären Sie damals nicht gezwungen gewesen, zusammen mit den Herren Homilius und Rieger sich selbstständig zu machen, hätte es NIEMALS mit Compact dieses neue STURMGESCHÜTZ der Demokratie gegeben !

    Ihr Compact hat in diesem Stadium des 21. Jahr. mittlerweile die gleiche Eisbrecherfunktion, wie 1967 / 1968 Röhls und Meinhofs KONKRET.

    Und welch ein Zufall, das Ihre Karriere dort begann…

    Bleiben Sie sich und Ihren Prinzipien treu, MUT ZUR WAHRHEIT, ein unschlagbares Argument !

    PS: Manchmal überlege ich, welche Rolle wohl Werner Pirker in diesen neuen Auseinandersetzungen eingenommen hätte.

    Rainer Rupp hätte auf Pirkers argumentative Unterstützung wohl zählen dürfen !

  8. Verärgerter Kommunist sagt:

    Was, Herr Elsässer, sagen Sie eigentlich zu der kümmerlichen 1.Mai Demo, die der mickrige Rest einer ehemals antifaschistischen Linken dort zur Schau gestellt hat? Die ruhigste Demo seit dem Jahre 1987. Und das trotz TTIP, Leiharbeitssklaverei, exorbitanten Mieterhöhungen, wachsender rechtsradikaler Bedrohungen, NSA-Skandal und einer zunehmenden Militarisierung, gepaart mit Russophobie. Ist nach der antideutschen Unterwanderung überhaupt noch etwas übrig geblieben? Die deutsche Linke scheint schlichtweg nicht mehr zu existieren. In der revolutionären Demo der Arbeiterbewegung wird jetzt „Nie wieder Deutschland“ und „Refugees are welcome here“ krakeelt, während Rentner und Arbeitssuchende Pfandflaschen sammeln müssen, um über die Runden zu kommen. Vielleicht wäre das ja mal einen Compact Artikel wert, zusammen mit einer Buchbesprechung von der kürzlich erschienenen Aufarbeitung antideutscher Unterwanderung in der deutschen Linken mit dem Titel „Antifa heißt Luftangriff“ der Autoren Susann Witt-Stahl und Michael Sommer. Es kann doch nicht sein, dass mittlerweile Jugendliche in diesem Lande die Mogelpackung „Nationaler Sozialismus“ kaufen müssen, bloß um für ein bisschen soziale Gerechtigkeit auf die Straße gehen zu können.

  9. Gerd sagt:

    Gerd
    Herr Elsässer bleiben Sie standhaft. Es gibt nicht links und rechts es gibt nur ein patriotisches Volk. Was sich befreien will von der Fessel Amerika. AMI GO HOME. Die Junge Welt Autoren sind doch nur Unkommunisten, die haben Marx und Lenin nie gelesen. Besser ist die Monatszeitschrift „Rotfuchs.net“ Beste Grüße

  10. Martin Bauer sagt:

    Gefühlsmäßig habe ich es immer gewusst – während meines Intermezzos mit der linken Weltsicht während der 90er und frühen Nuller Jahren, als die „Globalisierung“ (scheinbar) von Rechts vorangetrieben wurde), dass die Linken versagen würden, wenn es mit dem Aufbau eines antihumanen Weltsystems wirklich ernst werden sollte.

    Aber dass es so drastisch wird, … (!!!) (grrrrh)

    Ich kann es mir auch menschlich schon gar nicht mehr erklären; es ist wie eine Besessenheit. Elsässer ist auf einmal das Feindbild, aber Merkel auf den Knien vor Bush, und all der Verrat, der darin symbolisiert wird (und der heute in TTIP und der systematischen Ausschaltung des Volkswillens gipfelt), all das ist inzwischen vergessen, seit Schröder sich mit Putin umarmt und Elsässer das Feindbild Rechts relativiert.

    Haben diese Menschen wirklich überhaupt keine Selbstachtung?

  11. schnehen sagt:

    Solange noch Werner Pirker bei der jW war, habe ich diese Zeitung jeden Morgen gelesen, obwohl ich nicht alles unterstützen konnte, und obwohl meine kritischen Leserbriefe nie gedruckt wurden, aber der Kommentar von Werner Pirker allein schon – ich glaube oben auf der zweiten Seite – war es immer Wert, gelesen zu werden.

    Inzwischen ist das Blatt ziemlich heruntergekommen. Die neue Friedensbewegung darf durch einen Sektierer wie Monty Schädel von der DFG-VK als ‚rechts‘ und nicht ‚friedensfähig‘ verleumdet werden, und Kritik daran wird nicht geduldet – nicht einmal kommunistische Kritik.

    Das ist sehr traurig. Wie gut könnten wir heute eine solide und gut geführte linke Tageszeitung gebrauchen! Aber es müsste eine Zeitung sein, die nicht die DDR verherrlicht, was die jW immer getan hat. Sie hat auch vor vier Jahren den Bau der Mauer in der Lesart von Walter Ulbricht als ‚antifaschistischer Schutzwall‘ verteidigt und sich damit zum Sprachrohr alter DDR-Parolen gemacht, die längst widerlegt sind.

    Also müssen wir warten, bis Koschmieder vernünftig wird? Da können wir lange warten, denn hier handelt es sich wirklich um einen Betonkopf, der ja nicht allein dasteht, der andere Betonköpfe hinter sich weiß.

    Unter einer wirklich linken Zeitung verstehe ich etwas anderes: eine Zeitung, die offen ist für Kritik, sie nicht unterdrückt; die alternativen Stimmen, sei es aus dem rechten oder linken Lager, Gehör verschafft, statt diese Stimmen auszugrenzen; in der Debatten stattfinden dürfen, statt Einheitsbrei zu liefern. Die junge Welt hat die alte DDR/SED-Seuche nie überwunden: alles zu unterdrücken, was nicht der von oben abgesegneten Linie entspricht.

    Ade, junge Welt, du bist dem Untergang geweiht!

  12. Juergen Graf sagt:

    Die Zusammenarbeit zwischen Elsässer und Kubitschek lässt Gutes für die Zukunft hoffen. Wer starr an den überholten Kategorien „rechts“ und „links“ festhält, hat noch nicht begriffen, dass der Kampf längst nicht mehr zwischen „Rechten“ und „Linken“ (oder zwischen „Faschisten“ und „Antifaschisten“) ausgefochten wird, sondern zwischen jenen, die die Völker und die souveränen Staaten bewahren und jenen, die sie abschaffen wollen. Soziale Gerechtigkeit lässt sich nur im Rahmen eines Staates schaffen, der selbst über seine Politik bestimmen kann und auch selbst entscheidet, wen er ins Land lässt und wen nicht. Da die Befürworter der Masseneinwanderung allesamt ein Brett vor dem Kopf haben (vorausgesetzt, sie hegen keine bösen Absichten, was auf viele von ihnen sicherlich zutrifft), kapieren sie nicht, dass diese langfristig zum völligen sozialen Ruin der Gesellschaft und zu endlosen ethnischen und weltanschaulichen Konflikten führen muss. Die „Multikultur“ hebelt, wie Eva Herrman in „Das Medienkartell“ zutreffend festhält, alle Überlebensmechanismen einer Gesellschaft aus.

    Natürlich ist die Islamisierung abzulehnen, aber der Begriff „Pegida“ greift zu kurz. Die vom Balkan zuströmenden Zigeuner-Wirtschaftsflüchtlinge sind keine Moslems und die Schwarzafrikaner nur teilweise, verursachen aber dennoch grösste Probleme. Aber auch der Kampf gegen die unkontrollierte Einwanderung ist nur als Bestandteil des grossen Kampfes um die Wiederherstellung der deutschen Souveränität zu sehen. Mein Rat an Elsässer, Kubitschek und ihre Mitstreiter würde so lauten:

    – Begründet eine Volksbewegung (keine Partei!), die einige zentrale, griffige Forderungen erhebt und mit allen (natürlich gewaltlosen) Mitteln für deren Verwikrlichung kämpft, von der Demonstration bis hin zum Streik. Diese Forderungen wären:

    – Austitt Deutschlands aus der Nato oder, falls dies nicht möglich ist, Verweigerung der Beteiligung an sämtlichen militärischen Operationen und sämtlichen Manövern dieser aggressiven Organisation.
    – Sofortige Aufhebung aller Sanktionen, sei es gegen Russland oder gegen den Iran. Deutschland darf sich nicht länger von Washington vorschreiben lassen, mit wem es Handel treiben darf.
    – Sofortige Einstellung aller Tributzahlungen an Israel und andere.
    – Abschaffung des Asylrechts, das nur noch als Einfallstor für illegale Immigranten dient. Falls dies nicht möglich ist, sollten Bürger von Staaten, bei denen die Anerkennungsquote praktisch bei Null liegt (Kosovo, Tunesien etc.) keine Asylanträge mehr stellen können. Die Verfahren sind rasch durchzuführen und abgelehnte Bewerber sogleich zu repatriieren. Ausländische Kriminelle sind ausnahmslos abzuschieben.
    – Famiienfreundliche Poliitk, Anerkennung der Mutterschaft als Beruf, massive Erhöhung des Kindergelds für Einheimische.
    – Schluss mit dem Genderwahnsinn und der Schwulenpropaganda vor allem an Schulen. Organisierung von Elterninitiativen mit dem Zweck, solche Veranstaltungen an Schulen zu stoppen, notfalls dadurch, dass man die Kinder nicht mehr zur Schule schickt, bis die Forderung erfüllt ist.
    – Wiederherstellung der Meinungs- und Forschungsfreiheit. Auch von ihren Gegnern als „Rechtsextremisten“ betitelte Menschen haben das Recht, ihre Ansichten kundzutun, immer vorausgesetzt, dass sie Gewalt weder anwenden noch propagieren. Die jüngere deutsche und europäische Geschichte muss endlich frei von staatlichen Fesseln erforscht werden können.
    – Einführung von Volksabstimmungen, damit die Deutschen selber über wichtige Fragen entscheiden können und dies nicht ihren „Vertretern“ – d. h. der antideutschen „Elite“ von der Linkspartei über die Grünen bis hin zur CDU-CSU – überlassen müssen.

    Proamerikanische und prozionistische Leute wie z. B. Michael Stürzenberger oder Michael Mannheimer, deren hauptsächliche, wenn nicht einzige Triebfeder der Hass auf den Islam ist, sind als Mitstreiter untauglich.

  13. Neukunde sagt:

    Waren das noch Zeiten als die JW gegen die NATO wetterte…
    Von den einstigen Eckpfeilern (Klassenkampf, Frieden, Sowjetunion, Antifaschismus) ist nicht mehr viel übrig geblieben.

  14. Mir geht es ähnlich wie schnehen: zu Werner Pirkers Zeiten habe ich jeden Tag bei der Jungen Welt reingeschaut. Seit Pirkers Tod genügt es mir einmal in der Woche. Es wäre traurig, wenn es Koschmieder schaffen würde, Rainer Rupp hinauszuekeln : Rupp und Mellenthin sind die lesenswertesten Stammautoren des Blattes.

  15. Sebastian sagt:

    @alle und Jürgen Graf,

    Jürgen Graf (im Übrigen auch Herr Elsässer):
    „Wer starr an den überholten Kategorien “rechts” und “links” festhält, hat noch nicht begriffen, dass der Kampf längst nicht mehr zwischen “Rechten” und “Linken” (oder zwischen “Faschisten” und “Antifaschisten”) ausgefochten wird, sondern zwischen jenen, die die Völker und die souveränen Staaten bewahren und jenen, die sie abschaffen wollen.“

    In den 60ziger Jahren wurde die These erhoben,
    dass zwischen rechte und linke Gesellschaftssysteme keine Unterschied besteht, weil der gleich Atem durch die Machtstrukturen weht.

    Diese These brachte insbesondere die linken Strömungen, Gruppierungen und Parteien in größere Konflikte, die zu nicht unerheblichen Attacken gegen die Rechten führten. Die Diskussionen waren hasserfüllt, weil man sich doch als besser düngte als die Rechten.

    Ich widerspreche hier Jürgen Elsässer, als er mal sagte, dass die klassischen Linken mehr den Frieden wollten, als die Rechten.

    Das war nie der Fall gewesen.

    Die Linken, wie man heute sieht, lecken am Blut vermeidlich rechter Opfer.

    J. Elsässer versucht die „linke idealistische Friedenspolitik“ damit zu retten, indem er die Linken (Antifa, etc.) als rotlackierte Faschisten bezeichnetet.

    Ich sehe das leider als Selbsttäuschung.

    Der Atem der Linken ist genauso bestialisch wie der Atem der Rechten, wenn es um totalitäre Systeme gehen sollte.
    Die Linken wollen ein totalitäres System und
    Wehe den Rechten, wenn die Linken an die Macht kommen sollten.

    Die Rechten – so sehe ich das – sind konservativ.
    Gegen Konservatismus habe ich nichts, wenn es darum geht, das Gute zu bewahren.

    Daher sollten wir eher versuchen das Gute der linken und rechten Gedanken und Vorstellungen zu vereinen, und das Schlechte zu verbannen.

    Ob jeman durch eine linke oder rechte Hand ermordert wird, ist dem Opfer egal, denn tot ist tot und bleibt tot.

    Der Fanatismusl im linken Flügel ist heute umso gefährlicher und grausamer als der im rechten.

    Warum?

    Die Linken kleiden sich mit Begriffen wie Frieden und Gerechtigkeit, etc. Deswegen trägt der Wolf ein schönes buntes Kleid.

    Die Rechten sind heute mehr links als je zuvor.

    Ich bin rechts und links – beides.

    Der Befgriff Nationalbolschewist, den J.Elsässer verwendet,
    versucht beides zu vereinen. Mir gefällt dieser Begriff nicht, weil die blutigen Taten der Bolschewisten Seen an Leichen gefüllt haben.

    Man sollte sich vielleicht einen anderen Begriff überlegen – mir fällt momentan aber kein besserer ein.

    Ich war zur Zeiten Kommunist, dann Nationalist, dann wieder Kommunist und wieder Nationalist. Daher kenne ich sehr wohl die Problematik einer politischen Orientierung, die man sich man gerne aneignen möchte.

    Der Kommunismus hat sehr viele gute Ideen , allein die Idee der Kolchhose ist bemerkenswert.

    Der National(sozial)ismus hat auch sehr gute Ideen,
    allein die Stärkung des Selbstbewusstsein und der Freiheit ist national(sozial)istisch.

    Problem bei diesen von mir verwendeten Begriffen ist die Verwendung durch andere politische Parteien und Gruppierungen, die den Begriffen anderen Inhalten zuschreiben, als ich sie fühle.

    Die Trennung zwischen links und rechts scheint aber aus hegelscher Logik durch die wahren Machthaber dieser Welt bewirkt worden zu sein.
    Links und Rechts sind nur These und Antithese, mit denen man
    Menschen einfangen wollte. Die Führer der Linken und der Rechten hatten daher immer den gleichen Herrn.
    Die Kontrolle von einem Größtteil der Menschheit, die sich entweder linken oder Strömungen angeschlossen haben, ist gelungen.

    Was ist aber dann die Synthese?

    Die Synthese ist die globale Herrschaft über die gesamte Menschenheit.

    Die neue Weltordnung, die kommen soll.

    Sebastian

  16. Elmar sagt:

    Ist ja lustig wenn die Junge Welt mit Begriffen wie „Nationalbolschewisten“ um sich wirft wo sich bei Adolf alles um den Kampf gegen den Bolschewismus drehte. Nach dem Boykott der JW iniitiert durch antideutsche Spalter-Kreise wie Bak Shalom seinerzeit hat das Blatt scheinbar eine antideutsche Stoßrichtung verabreicht bekommen. Schade, die JW war einmal ein lesbares linkes Blatt im Meer der pseudolinken Tageszeitungen wie taz u.a.

  17. Ich denke auch, dass der Begriff „Nationalbolschewist“, egal wie scherzhaft angesetzt, für Jürgen Elsässer auf Dauer nicht taugt.

    Zur Patriotismusfrage und somit für viele auch zur „Rechtsfrage“ schrieb ich auf Kubitscheks Seite (zu einem Artikel seiner Frau, Ellen Kositza)

    http://www.sezession.de/49507/das-wars-diesmal-mit-legida-dieter-stein-karlheinz-weissmann-und-kurt-mueller.html#comments

    „Ich weiß nicht, wie rechts ein Michael Stürzenberger ist, für wie rechts er von wem gehalten wird. Das ist mir im Grunde auch egal.
    Er ist für die USA und damit gegen Deutschland. Denn die USA halten uns besatzt. So einfach ist das. Manchmal frage ich mich, weshalb das nicht jeder auf Anhieb begreift bzw. längst intus hat.
    Dieter Stein ist für Lucke/Henkel und damit auch für die USA. Und damit…“

    Das dort Gesagte gilt für mich insgesamt. Da mag einer Stürzenberger, der andere Mannheimer oder sonstwie heißen.

    Die Russen haben (lassen wir mal die Vertreibungen und massenhaften Vergewaltigungen gemäß Ilja Ehrenburg und die Gebietsverluste beiseite, denn sonst müsste der Westalliierte Bombenkrieg und müssten auch die Rheinwiesen dagegen aufgerechnet werden) den Rest unseres Landes am Schluss friedlich und geordnet verlassen, im strengen Gegensatz zu den Amis, die sich mit unserem Besatztheitsstatus nicht selten gar noch öffentlich brüsten.

    Es ist von daher lachhaft bis traurig (anzusehen), wie einer sich einen deutschen Patrioten nennen kann, ohne grundsätzlichen Widerspruch, der im Grunde für den uns unterdrückenden Hegemon USA eintritt, tätig ist.

    Da sehe ich bei Jürgen Elsässer eine eindeutige und damit auch viel mutigere Positionierung als bei vielen von „den Mannen“, die noch stolz in einem irgendwie „rechten“ Fahrwasser, zu feige, hiezu klar Stellung zu beziehen, agieren.

  18. Nachtrag

    Die „Rechten“ – viele – diskutieren derzeit heftig darüber, man möchte doch bloß keine Abgrenzeritis aufkommen lassen, also, dass man sich deutlich wider die Amerikanesen positionierte. Manche glauben gar noch gutwillig, sie könnten in deren Windschatten etwas für die Deutschen tun.
    Das ist natürlich erbärmlich: wenn man sich da noch erbarmen will.
    Wir sind – nicht nur, bei weitem nicht nur, das steht immer noch bei der UNO – ein Feindstaat der USA. Und besatzt. Und das soll so bleiben. Hat Obama in Ramstein (von wo aus die massenhaften Drohnenterroranschläge gen Südost koordiniert) höchstselbst gesagt.
    Wie ein echter deutscher Patriot da noch herumlavieren, sich kluglabern kann, das erschließt sich mir nicht. Nein, ich werde nicht damit anfangen, mich für solche Leute fremdzuschämen.
    Auf welches Wunder warten solche Leute? (Ich meine jetzt die glaubwürdig eigentlich gutwilligen, nicht direkt oder indirekt im Dienste unserer Besatzer stehenden.)
    Dass besser klug vorzugehen sei als zu verwegen, das habe ich auch hier schon mehrfach angesprochen. Klug sein heißt aber auch, zu entscheidenden Dingen rechtzeitig klarwerden zu lassen, wohin man mit wem meint zu können. Sonst ist die Klugheit Mumpitz, feiger Mummenschanz, glatte Narretei.

  19. Darf man das Wort Freiheit als Deutscher noch guten Gewissens aussprechen?

  20. heidi heidegger sagt:

    @ Magnus Göller
    3. Mai 2015 um 17:52

    von seiten der repressiven toleranz aus dürfen sie’s sagen aber ob sie’s denken (können)?,denn ihre gedanken kreisen seit meinem ersten tag im blog um: ‚ist es schon wieder so weit?+man wird ja wohl noch sagen dürfen!+einmal muss schluss sein mit_______wiedergutmachung‘ und andere lustige sachen,die ich zum glück vergas.

  21. katzenellenbogen sagt:

    „Selbsternannter Nationalbolschewist“ also laut der ehemaligen Komsomolzenpostille… JF und jw gegen J. E. könnte man die Situation zusammenfassen, das gemeinsame Attribut „jung“ in den Titelköpfen beider Blättchen bedeutet wohl „noch grün hinter den Ohren“, aber was soll’s, viel‘ Feind heißt schließlich viel Ehr‘.
    Es passt zwar nicht genau hierher, aber dieses Zitat, das ich beim Krimi- und Gourmetschriftsteller Kurt Bracharz gefunden habe, ist zu schön, um es der Postergemeinde vorzuenthalten: „Der Neonazi kam nochmals wegen…wir hatten auch schon Linke auf ähnliche Art bedient. Manche von denen standen so weit links, daß (sic!) sie schon wieder rechts um die Ecke kamen. Es waren alles dieselben Kotzbrocken, verklemmte Alpha-Männchen, die ihren Dominanzanspruch vor sich hertrugen wie eine Monstranz.“ („Pappkameraden“, Wien 1995)
    Ich meine, besser kann man’s nicht ausdrücken.

  22. Nektar sagt:

    Die EU und die „Junge Welt“ sollte die Kraft und das Feuer Russlands für Сотрудничество nutzen.

    PS.: „Junge Welt“:
    Der Jürgen ist für Schienbeintritte bestimmt die falsche Adresse!
    Oder wird das jetzt auch schon bei J.W. honoriert?

    Viel leicht kann R.R. bald Lösungsvorschläge anbieten?

  23. Nektar sagt:

    PS.:
    Die „Junge Welt“ sollte wieder dafür schreiben, dass sie wieder souverän schreiben kann.

  24. Anonyma sagt:

    @Magnus Göller sagt: 3. Mai 2015 um 17:52

    „Darf man das Wort Freiheit als Deutscher noch guten Gewissens aussprechen?“

    Aussprechen darf man vergleichsweise noch Vieles, es geht darum, es auch leben zu dürfen – und da bleibt wenig…Freiheit

  25. @ Anonyma

    (Ein Schlaglicht zur gelebten Freiheit)

    Naja, Dschihadisten werden teilweise schon an der Ausreise gehindert, während ich noch von keinem „normalen“ Deutschen gehört habe, der nicht auswandern durfte, und zwar gerne auch endgültig, bis nach hinter Timbuktu.
    Nur die Salafisten und Dschihadisten, die will der deutsche Staat unbedingt behalten. Ich würde diesem Gesindel die endgültige Ausreise noch nahelegen, wenn nicht gar sie tatkräftig unterstützen. Wer zurückkommt, bekommt erst nicht unter fünf Jahren tätigen Knast, darf dann wiederum ausreisen. In seiner Freizeit, also nach acht Stunden braver Arbeit, da darf er in dieser Zeit gerne im Koran lesen. Vielleicht findet er damit heraus, weshalb ihn das Kismet in einen fairen deutschen Knast brachte, anstatt in den Himmel zu den Jungfrauen, beheizt, Vollverpflegung und medizinische Versorgung, weder Prügel noch Folter, wie er es anderwo zu erwarten hätte. Beim nächsten Versuch zehn Jahre und beim wahrscheinlich letzten fünfzehn.
    Wer so irre ist, dass er sich den IS-Kämpfern anschließen will, dafür seinen Hartz aufgeben, dem klatsche ich noch Applaus, wenn er geht, anstatt irgendwann hier seine unstillbare Schlachtlust auszuleben.
    Die in Berlin haben in der Tat nicht alle auf dem Christbaum.
    Sie wissen ganz genau, dass diese Leute da unten, auch wenn es insgesamt ein paar tausend sind, nicht den Ausschlag geben, meist, da ohne militärische Erfahrung und selbst manchen dort zu todessüchtig irre, kurzerhand verheizt werden, direktemang ins Paradies.
    Nun könnte man natürlich anführen, ich sei herzlos, habe doch eine Fürsorgepflicht für derlei Muselmänner. Nein: Die Fürsorgepflicht geht an Allah und ihre Mordbrennerkumpane. Von denen wird sie unvergleichlich besser angenommen und zumal erfüllt, als ich das je könnte.

  26. Peter Feist sagt:

    Liebe Kommentatoren!
    warum eigentlich immer dieses unpräzise „Betonkopf“,
    K. ist einfach ein unverbesserlicher Alt-Stalinist, wie die ganze Partei, der er angehört (DKP) und mit deren Mitgliedern er seit Jahren die Redaktion systematisch durchsetzt.
    Schade nur, das sich sein Chefredakteur nicht gegen ihn ermannen kann (das Gespräch mit Jebsen war ja immerhin ein richtiger Anfang), und den ganzen Spuk rauskehrt, das wäre mal bolschewistisch!

  27. (Noch ein Schlaglicht zur gelebten Freiheit / Nachtrag zu oben)

    Jeder Informierte weiß, dass diese islamistischen Alleswasnichtsievernichter von verschiedenen „befreundeten“ und „verbündeten“ Nationen Deutschlands reichlich Unterstützung fanden und finden, durch Nichtdawidertun und Beihilfe auch von unserer derzeitigen Regierung. (Ja, die fraglichen Staaten nenne ich jetzt nicht, da ich keine Einzelnachweise führen müssen will. Man weiß, wer dabei ist.)
    Dagegen hat die „Antifa“ nichts. Nur gegen einen Elsässer und andere Schandbuben, die diesen kolossalen, furchtbaren Schwindel sehen und entdecken. DAS SIND DIE BÖSEN!!!
    Die Faschisten sind die, die Frieden wollen! Ja, SO IST DAS!
    „Linke“ als Erfüllungsgehilfen der US-amerikanisch ausgebreiteten Kriege. Crea dos, tres, muchos Libias y Sirias y Iraks y Afghanistans y Yemens y Bahrains y…
    Was für ein Abgrund. Und da gibt es noch Leute, die was von gefährlichen Verschwörungstheoretikern daherbrausen, dabei von denen redend, die einfach die Realitäten so gut als möglich zu benennen versuchen.
    Doch, ist der Mob in den Schafsmedien so wesentlich von jenem auf der Straße, der nichts als Deutschland verrecken sehen will, nicht einmal daran denkend, was das am Ende wohl selber für ihn heißen möchte, allzuweit zu scheiden? Die dies so sehen wollende und orchestrierende Bänker- und Politikerkaste?
    Wer ist da am meisten zu verachten? Hilft es da überhaupt noch, zu verachten?
    Man sollte sich das Verachten nicht gänzlich austreiben. Wichtiger aber ist, dass man sich nicht beirren lässt. Das Wort an der richtigen Stelle richtig pflegt, beharrlich, unaufhörlich hörbar.
    Ich möchte mich bei der Gelegenheit auch einmal an alle Foristen nicht nur hier wenden, die oft meinen mögen, ihre ganze eingesetzte Energie sei dann doch eher vergebliche Liebesmüh; das ist so nicht; jedes Wort, auch und gerade hier, das zählt.
    Der „Hausmeister“ (JE) lässt hier mächtig viel durchgehen. Weitaus mehr, als Leute, die sich unter Deckadressen im Ausland verstecken und die großen Vaterlandsretter dabei spielen. Das sollte man auch einmal zur Acht nehmen und deshalb auch also dankbar wie verantwortungsbewusst damit umgehen. Denkt mal drüber nach, wie großzügig dieser Blog, bei der Gefahrenlage, gehandhabt wird.
    Und genau deshalb ist es hier auch möglich, mit einer gewissen Reichweite, Sachen so auf den Punkt zu bringen, wie derzeit kaum anderwo.
    Genug erstmal.

  28. heidi heidegger sagt:

    @katzerlellbogen

    was ist ein gourmandschriftleiter Kurt Brechreiz?

  29. Anja sagt:

    @Juergen Graf, @Sebastian – vielen Dank für Ihre sehr guten Beiträge.

    Ich habe sie „genossen“, obwohl ich dieses Wort weder als
    Verb noch als Substantiv bevorzuge. ;-)))

    So lange es so mutige Mitmenschen wie Jürgen E., Peter Feist und viele andere gibt, wird das Wort „Freiheit“ keine leere Hülle werden. Ich würde verzweifeln, wenn ich nicht wüßte, daß es sie gibt…

    Und da hat Magnus Göller recht, wenn er schreibt, daß viele Foristen meinen
    „ihre ganze eingesetzte Energie sei dann doch eher vergebliche Liebesmüh; das ist so nicht; jedes Wort, auch und gerade hier, das zählt.“

    – Richtig, und wenn es nur dazu ist, sich gegenseitig Mut zu machen und auszutauschen, so lange es noch machbar ist…

    Ähnlich müssen sich doch die Kämpfer gegen Napoleon gefühlt haben, teilweise ohnmächtig und machtlos und teilweise immer wieder auf´s Neue von Patriotismus beseelt. Damals gab es die unleidliche Trennung in links und rechts noch nicht und lähmte nicht die Stärke des deutschen Volkes der diversen deutschen Kleinstaaten, die sich nur noch als eins gefühlt haben.

    Vielleicht sollte sich Jürgen E. lieber als „Freischärler“ oder „Lützower Jäger“, „Lützower“ oder „Schwarzer Jäger“ denn als „Nationalbolschewist“ bezeichnen, zumal er in einem seiner Vorträge selbst sagte, daß sein Bestreben eher ist, an die Tradition des Befreiungskrieges gegen Napoleon anzuknüpfen als an die Zeiten der letzten beiden Kriege (oder sagte das P. Feist? Egal!)

    Tatsächlich hat die Bezeichnung „Bolschewismus“ mit und ohne „national“ einen sehr faden Beigeschmack für mich. Sofort denke ich – und sicher nicht nur ich – an Blut, Mord, Totschlag, tötliche Ideologie, Massenvernichtung des eigenen Volkes. Auch, wenn es JE eher augenzwinkernd gemeint haben wird, ist es für Menschen, die ihn erst kennenlernen wollen und zu Compact stoßen, eher irritierend bis abstoßend und wird JEs Person überhaupt nicht gerecht, die alles andere als das ist.

    „ Weltverbesserer gibt es genug, aber einen Nagel richtig einschlagen können die wenigsten.“ (Henrik Ibsen)

    Packen wir´s an – so oder so!

  30. Was Anja oben zum Thema Elsässer/Nationalbolschewist angeführt hat, kann ich nur unterstreichen.

    Nationalbovist, das, um auch mal einen schrägen Scherz zu machen, gefiele mir schon besser. (Ich hoffe, den nimmt der Hausmeister mir ob der Etymologie nicht übel.)

    Auch wenn darüber wenige lachen können mögen: Das Letzte wäre es, ließen wir uns ins frustrierte Engbiestertum treiben, auf dass jenen, die uns in ihrer Kriegsseligkeit ständig ohnehin verspotten und verleumden, noch die Gelegenheit frei Haus geliefert würde, hämisch auf unsere kleinen Beleidigtheiten, Empfindlichkeiten, den waltenden, sich verfolgt fühlenden Kleingeist herabblicken und sich damit auch noch vor dem restlichen Publiko feist bestätigen zu können.

    Im Quijote las ich erst gestern – es war die englische Übersetzung – , dass nur Humor haben könne, wer Verstand habe (humor – discretion), und das mag sehr wohl auch umgekehrt gelten.

    Es ist nichts endgültig verloren.

    Es ist die Strategie der Kriegstreiber, uns zu suggerieren, wir stünden auf verlorenem Posten: wir könnten nur selber umso schneller unter die Räder kommen, wofern wir uns noch wider ihre Machenschaften stemmten.

    Darüber sollen wir nicht nur ängstlich werden: sondern auch verklemmt und griesgrämig und verhockt und klein und unfein und insgesamt sichtbar hilflos, letztlich aus der Gesellschaft der Vernünftigen getrieben und derjenigen, mit denen ein gesunder Mensch noch Umgang pflegen will.

    Das ist mal wieder keine „Verschwörungstheorie“: Man nehme die These mal wenigstens auf (obzwar sie hundertfach bewiesen, also längst keine These mehr, aber das hilft in solchen Zusammenhängen oft erstmal nichts), dass jene am Tavistock Institute und anderen ähnlich renommierten humanoid betriebenen (?) Denktanks diese Mechanismen sehr genau anpeilen. Der Spiegel oder sowas ist dann eigentlich bloß noch ausführendes Organ, manchmal, wenn mal wieder besonders schlecht logisch koordiniert und lektoriert wurde, also doch recht oft, gerade noch ein peinlicher Wurmfortsatz der aufgelegten Programme.

    Da steht so ziemlich alle sichtbare Macht („the powers that be“); und sie wird, was sonst, gerade dann, wenn sie inzwischen auf tönernen Füßen steht (Scholl-Latour lässt grüßen), das selbst sogar gemerkt, erst recht auf Einschüchterung, vorgebliche Unbesiegbarkeit und gar Unverzichtbarkeit („indispensable nation“ – Madeleine Albright) setzen.

    Und jeder, der widerspricht, der ist ein Depp oder ein Irrer oder ein Volksverhetzer oder ein Denkterrorist, ja, die Benamungen überschneiden sich da schnell.

    Das wird geübt, trainiert, da wird ausgebildet, und man hat dann ganze Gebäudekomplexe mit Leuten (ich meine jetzt nicht die Knallchargen vom Spiegel und die Lahmen von der FAZ), die – oft Studenten, aber es werden auch altgewetterte Profis angeworben – tagaus tagein in die Foren steigen, dort entsprechend Wind zu machen.

    Die sind zweifellos da.

    Ich bin aber auch da.

  31. Anja sagt:

    Wie weit her es in diesem Land mit der Freiheit ist, sieht man an dem simplen Beispiel mit der Angabe der Namen der Kommentatoren. Sehr viele trauen sich gar nicht mehr ihn tatsächlich anzugeben, weil sie berufliche oder private Konsequenzen fürchten.

    So sind nicht nur wir, sondern vor allem mutige Initiatoren solcher Blogs wie hier gezwungen, mit der halben Phantasie- und Märchenwelt zu kommunizieren.

    Einen Tag nennt man sich Pittiplatsch und am nächsten Schnatterinchen und dann wieder ist man anonym(a). Eigentlich lächerlich, aber nochmehr: traurig!

    Es erinnert mich an längst vergangen geglaubte Zeiten in der Ostzone, als man auch nur vorsichtig seine Meinung geäußert hat, denn Foren gab es noch nicht, in denen man anonym sein konnte. Aber die Angst vor Repressalien, wie z. B. Berufsverbot oder Rausschmiß aus dem Betrieb, aus dem Verein, aus der Gemeinschaft, Isoliertwerden, das war genauso da. Interessant für all jene, die schon immer mal wissen wollten, wie es sich dort lebte…

    Da damals nicht die Möglichkeit bestand, sich in Kommentaren gegenseitig aufzuklären oder gegenseitig Mut zu machen, kam eher das Gefühl des Auf-verlorenem-Posten-Sein. – Von daher sind die Möglichkeiten heute wesentlich ermutigender.

  32. Anonyma sagt:

    @ Anja sagt:
    5. Mai 2015 um 23:12

    Anonyma ist immer Anonyma
    Alles klar?

  33. schnehen sagt:

    @Peter Feist

    Sie wehren sich gegen unpräzise Begriffe, darunter der Begriff ‚Betonkopf‘, was K. angeht.

    Aber dann verwenden Sie selbst einen unpräzisen Begriff, den des ‚Altstalinisten‘. K. sei einfach ein Altstalinist und noch dazu Mitglied der DKP. Man sollte auch nicht auf Parteimitgliedschaften abheben, davon mal abgesehen.

    K. ist ein Anhänger der alten DDR, und die hat schon 1961 alle Stalin-Denkmäler abreißen und alle Straßen- Ortsteile und Werke, die den Namen Stalin trugen, umwidmen lassen (so entstand der Name Eisenhüttenstadt), alle Werke von Stalin verbieten lassen, und eine westdeutsche Organisation, die damalige KPD/ML, die Stalin verteidigte, in der DDR verboten und jene, die sie dort aufbauen wollten, mit langjährigen Haftstrafen bedacht. Der Leiter der Sektion erhielt acht Jahre Haft wegen des Versuchs, eine Gruppe der KPD/ML in der DDR aufzubauen. Ich sage das, nicht weil ich mit dieser Gruppe irgendetwas am Hut hätte, sondern nur, um zu zeigen, dass die DDR-Führung von Stalin nichts wissen wollte, dafür aber umso mehr sich an Chruschtschow (und später an Breschnew) und seiner Wirtschafts-und Außenpolitik orientierte.

    Mit Stalin hatte die DDR nichts mehr am Hut. Das sollten Sie eigentlich wissen. Wäre es nach Stalin gegangen und hätte Adenauer damals seine Vorschläge für gesamtdeutsche Wahlen vom März 1952 angenommen, wäre das Ulbricht-Regime, wie das Honecker-Regime später, damals schon zusammengebrochen, und Stalin hätte es auf den Weg gebracht. So viel zur Sympathie Stalins für die DDR.

    Aber mir ist auch bekannt, dass es Trotzkisten sind, die alles, was mit der DDR zu tun hat, als ’stalinistisch‘ bezeichnen.

  34. Nachbar sagt:

    Hallöchen

    Mir ist aufgefallen das Elsässers Veranschaulichung seiner gelebten Einstellung hier oft aufgegriffen und kritisiert wird. Stichwort Nationalbolschewist.
    Wenn ich als Ottonormalverbraucher schon etwas damit anfangen kann, wird dies kein Einzelfall sein. Ob nun Intellektueller1 gemeinsam mit Intellektueller2 den geschichtlichen Sündenfall Revue passieren lässt ändert nichts daran das Elsässer damit eine gute Idee hatte. Er hat dies offenbar gut reflektiert, oder vorgeschlagen bekommen.

    So oder so. Dank der politischen Lage Deutschlands befindet sich unser Bildungsniveau seit über 15 Jahren im Sinkflug. Notwendige Simplifizierungen sind demzufolge die Zutat schlechthin für einen Chefredakteur.
    Zuviel Kompetenz führt oft zu Betriebsblindheit habe ich mir sagen lassen.
    Der Deutsche verliert sich einfach zu gern im Detail. Vielleicht sind wir auch eben deshalb so gut lenkbar..
    Was ich sagen will ist; Kombiniert doch mal. Ihr habt das doch im Studium gelernt..

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