Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Nieder mit der NATO! Dole NATO-a!

Prima Klima in Seseljs Hauptquartier im Belgrader Stadtteil Zemun. Rechts an der Wand übrigens ein Säbel, den ihm Saddam Hussein geschenkt hat.

Prima Klima in Seseljs Hauptquartier im Belgrader Stadtteil Zemun. Rechts an der Wand übrigens ein Säbel, den ihm Saddam Hussein geschenkt hat.

Jürgen Elsässer im Gespräch mit dem gefährlichsten Mann Serbiens, Dr. Vojislav Seselj.

Prima Klima in Belgrad: Ich traf mich mit Vojislav Seselj, dem Vorsitzenden der Radikalen Partei, die bei den Wahlen 2003 und 2007 mit knapp 30 Prozent die stärkste Partei des Landes geworden war. Warum das nicht so weiterging? Weil Seselj in dieser Zeit im NATO-Knast in Den Haag saß, wo ihm als „Kriegsverbrecher“ der Prozess gemacht wurde. In der Zwischenzeit wurde seine Radikale Partei von NATO-Agenten gespalten, die abgespaltene „Fortschrittspartei“ sitzt heute in der Regierung und macht lammfromme pro-westliche Politik.

Doch nachgewiesen werden konnte Seselj in Den Haag  trotz aller Rechtsverdrehung gar nichts – und im November 2014 wurde er aus der Haft entlassen. Jetzt steht er wieder an der Spitze seiner alten Partei und will Serbien auf prorussischen Kurs bringen: nicht der EU, sondern der Eurasischen Union will er das Land anschließen.

Über diese und viele andere Dinge sprach ich mit Seselj eineinhalb Stunden. Das Interview erscheint in COMPACT-Magazin 5/2015. Am besten schon mal abonnieren!

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53 Responses

  1. heidi heidegger sagt:

    U tvoje zdravlje, doktore

  2. Patrotischer Sozialist sagt:

    Ihr Besuch bei Herrn Seselj steht durchweg in Kontinuität zu Ihrer früheren Arbeit.

    Bereits 2002 berichteten Sie ausführlich über den Chef der Serbischen Radikalen (weil russophilen) Partei.

    Damals ging so etwas wohl auch noch in er „jW“, allerdings hatten Sie mit Werner Pirker ja auch einen antiimperialistischen Mitstreiter zur Seite !

    Auszug aus der „jungen Welt“ von 2006

    (…) Nach Einführung eines Mehrparteiensystems gründete Seselj im Februar 1991 die SRS. Die Partei vertrat zunächst rechtsextremistische Positionen, liebäugelte mit der Wiedereinführung der Monarchie und bezog sich positiv auf die Tschetnik-Bewegung, die im Zweiten Weltkrieg teilweise mit den Nazis kollaboriert hatte.

    Milosevic und seine Sozialistische Partei (SPS) waren anfänglich ihr Hauptfeind, dieser selbst wurde 1995 nach Unterzeichnung des Friedensvertrages für Bosnien-Herzegowina von Seselj als »größter Verräter am serbischen Volk« bezeichnet. In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre bildeten SRS und SPS jedoch eine Koalitionsregierung, Seselj war beim Sturz Milosevics im Oktober 2000 Vizepremier.

    Mit seiner aufbrausenden und cholerischen Art hat sich Seselj viele Feinde gemacht. Einige der ihm zugeschriebenen rassistischen Äußerungen beruhen aber auf Desinformation. So war etwa sein Diktum, er wolle allen Kroaten »mit rostigen Löffeln die Augen auskratzen«, von ihm als scherzhafte Replik auf ähnlich absurde Anschuldigungen in einer Talkshow geäußert worden.

    Unter Tomislav Nikolic, der in Abwesenheit von Seselj seit fast vier Jahren die Partei führt, ist die SRS zu einer Partei des gemäßigten Republikanismus geworden, die vor allem von den Modernisierungsverlierern gewählt wird. Zahlreiche Vertreter von Minderheiten wie Ungarn und Roma in höchsten Gremien der SRS demonstrieren die Öffnung zur breiten Masse der Bevölkerung unabhängig von ethnischer Herkunft. (…)

    http://www.jungewelt.de/2006/11-28/038.php

    Wie wir sehen, bleibt der kommunistische „junge Welt“ Redakteur Elsässer dem bolschewistischen Konservativen Elsässer treu !

  3. Patrotischer Sozialist sagt:

    Ach übrigens, die „Heute Show“ berichtete gestern über den 1. Alternativen Wissenskongreß in Witten !

  4. Anonyma sagt:

    Ach – und Welke weiß nicht, was nach Freimaurerischem Geheimcode bestimmte Gesten bedeuten?
    Hah – wer’s glaubt…

  5. GEZ Steuerzahler sagt:

    AWK 2015 – Prof. Hamer – Regieren uns die Großkonzerne? TTIP und TISA

  6. Андрей С. sagt:

    Prima, da freut man sich doch…!!!

  7. Manfred Gutsche sagt:

    Bravo Herr Elsässer zum Interviv mit Dr.Vojislav Seselj.
    Dieser Mensch ist ein richtiger PATRIOT für SERBIEN!!!

    Ich bin ein SERBEN Fan!!! – PUTIN hilft denen auch!!!
    haben den selben Glauben.
    MfG

    M.G.

  8. Rechtsklick sagt:

    Serbien stünde es gut, würde es mit den in der Gegenwart begangenen Menschenrechtsverletzungen gegen die auf seinem Staatsgebiet lebenden Minderheiten endlich aufhören!

    Es könnte endlich auch seine finstere Vergangenheit aufarbeiten und sich bei Deutschland und Ungarn offiziell entschuldigen für die wörtliche Abschlachtung von etwa 120 tausend Deutschen und Ungarn in der Batschka-Banat durch den Politverbrecher Tito und seine Partisanen, anstatt den großen Airopäerrr zu miemen.

    Nachkommen von Leuten, die ganze Familien durch die Kreissäge schickten, enthäupteten, aufhängten, erschossen, verbrannten und auf bestialischer Weise folterten, müßten auch zu einer echten Entschuldigung das Gesicht haben.

  9. Bert sagt:

    Wird nun alles rück,-und vorläufige von der serbischen Seite durch eine vermeintliche Opferrolle Serbiens ins positive Licht getaucht ?

  10. juergenelsaesser sagt:

    Rechtsklick: Tito war kein Serbe. Ihnen fehlen da ein paar Grundkenntnisse…

  11. Manfred Gutsche sagt:

    War 1968 sehr nahe von Tito welcher Kroate wohl war,habe die
    beiden mit seiner Ehefrau Jowanka im TV immer bei seinen
    Staatsreisen „verfolgt“, war dann später sehr „Vollschlank“.

    Wir übernachteten auf der Halbinsel Rijeka/Kroatien im selben

    Hotel der TITO Apanage wie persönlicher Tatra V8 Fahrer wir
    kamen mit ihm ins Gespräch – weil ich damals BMW V8,502
    fuhr.

    Präsident Tito war auf der vorgelagerten Insel BRIONI mit einem Staatsgast,glaube Präsident-General Nasser aus dem
    Land Agypten war auf Besuch.

    Nebenbei fiehl noch das Wasser aus und wir konnten uns nicht
    duschen.Das ist halt eins von vielen Erlebnissen auf meinen
    Reisen.

    Berichtigung,der Hotelort war Pula auf Istrien !!!

    Bemerkung:
    Wo Präsident Tito das Land YUGOSLAVIEN regiert gab es
    keine Probleme mit den anderen Ethnien!!!
    MfG

    M.G.

  12. Sebastian sagt:

    Titos Vater war Kroate.
    Seine Mutter Slowenin.

    Er selber wurde im kroatischen Kumrovec geboren,
    so dass man ihn als Kroate bezeichnen könnte.

    Ich glaube aber, dass er sich mehr als sozialistischer und auch nationalistischer Slave gesehen hat.
    Er sah Jugoslawien als Völkerbund slawischer Staaten an,
    die ein Land bilden sollten, nämlich das Jugoslawien.
    Im Wort Jugoslavien ist das Wort Slawien enthalten.
    Jugoslawien heiße wörtlich übersetzt: südliches Slawien.

  13. Manfred Gutsche sagt:

    @ Sebastian sagt 12.4.2015, 12.08 h.

    Herzlichen Dank Sebastian für Ihren Hinweis!
    MfG
    M.G.

  14. Hesse sagt:

    Sehr spannend! Tolles Foto, da springt der Funke gleich auf den Leser über! Freue mich schon auf das kommende compact! Weiter so!!!

  15. H. Bajramovic sagt:

    Was immer vergessen wird: Šešelj war ein Kronzeuge des ICTY gegen Milosevic. Zum ORF sagte Šešelj bereits 1996, nachzuschauen hier:

    “Milosevic ersuchte mich jedes mal persönlich, meine Kämpfer nach Bosnien zu schicken. Er brauchte uns nicht erst zu überzeugen.”

    U.a. aus diesem O-Ton strickte Carla del Ponte die Anklage gegen Milosevic. Fakt ist, dass Šešeljs paramilitärische Einheit, die „Šešeljevci“, in den Gemeinden Vukovar und Voćin (Kroatien) sowie Bosanski Šamac und Zvornik (BiH) wüteten. Das ICTY hatte Schwierigkeiten, zu beweisen, dass er persönlich vor Ort war, als die Gräuel geschahen. Kein Geheimnis ist, dass Šešelj mit Brandreden den nationalen Hass geschürt und zu Kriegsverbrechen aufgerufen hat.

    Jürgen Elsässer, ich finde, Sie haben sich da in etwas verrannt. Bedenken Sie bitte, dass Šešelj bereits seit 1995 mit Schirinowski paktiert – gegen den ist selbst Putin ein Pazifist.

    Dovidjenja

  16. heidi heidegger sagt:

    achach,wenn ich mal in blogrente geh‘,dann könnt‘ ihr richtig gut englisch. [thrushes=drosseln ♪♫]

    On the banks of the river where the willows hang down
    And the wild birds all warble with a low moaning sound
    Down in the hollow where the waters run cold
    It was there I first listened to the lies that you told

    Now I lie on my bed and I see your sweet face
    The past I remember time cannot erase
    The letter you wrote me it was written in shame
    And I know that your conscience still echo’s my name

    Now the nights are so long, Lord sorrow runs deep
    And nothing is worse than a night without sleep
    I’ll walk out alone and look at the sky
    Too empty to sing, too lonesome to cry

    If the ladies were blackbirds and the ladies were thrushes
    I’d lie there for hours in the chilly cold marshes
    If the ladies were squirrel’s with long bushy tails
    I’d fill up my shotgun with rock salt and nails

    Author:
    Bruce „Utah“ Phillips

  17. Blutauge sagt:

    Ob Kroate, Serbe, Slowene oder sonstwas – Tito ist zusammen mit Churchill das größte Kriegsverbrecherschwein des zweiten Weltkriegs und der Zeit „danach“ – habe selbst Verwandte aus der Batschka, eine Entschuldigung für die Bestie Tito stünde Dr. Seselj gut an, dann wäre er mir noch sympathischer! In diesem Sinne: machen Sie so weiter, Herr Elsaesser!

  18. Thomas Schramm sagt:

    Wenn in der NATO Verbrecher das Wort führen, muß ich mich noch lange nicht den Verbrechern auf serbischer oder russischer Seite anschließen.

    Es sind alles organisierte Staatsverbrecher, die zum Schaden aller Völker ein weltweites Machtspiel treiben.

    Ein ehemaliger bekennender Kommunist hat da wahrscheinlich Schwierigkeiten, genauso wie alle die einer Religion oder Ideologie – wie immer sie auch heißt – Glauben schenken.

  19. siempre sagt:

    @heidii heidegger

    zu deinem Gedicht oder den Songversen von Bruce „Utah“ Phillips. Habe versucht mit meinen bescheidenen English-Kenntnissen diese Verse zu verstehen. Ich mag Gedichte, gar Poesie, aber vielleicht kannst Du uns ja übersetzen, was der amerikanische Folk-Sänger da eigentlich meint?

    In freudiger Erwartung

    siempre

  20. heidi heidegger sagt:

    merke:erst armenien dann stalin und dann holocaust.

    die faz lässt ein junges unfeines früchtchen kommentieren:

    ‚..Auch ist nicht klar, ob sich Deutschland seiner Geschichte ohne Druck aus dem Ausland so gestellt hätte, wie das in den vergangenen Jahrzehnten geschehen ist.‘

    wirtschaftlicher druck,i pressume,so wie die judenzahngolddegussa wieder ganz lieb ist (sagt ute vogt/spd) weil sie bissi was abdrückte in einen fond.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/papst-kritisiert-tuerkei-ein-voelkermord-13534423.html

  21. schnehen sagt:

    @heidi heidegger

    Wie ernst soll man dich eigentlich nehmen?? Ist das hier für dich ein Kindergarten oder eine Spielwiese?

    Was sollen die Geschichtslügen, die du hier eben mal so einstreust: ‚Erst Armenien, dann Stalin, dann Holocaust‘? Ist das dein Ernst oder wieder nur sein ein dahingeschriebenes, unverbindliches Geschreibsel, locker vom Hocker, das man so oder so interpretieren kann, je nachdem wie der oder die HH. gerade drauf ist? Warum suchst du dir keine andere Spielwiese, zumal du zu den Topics soundso nichts zu sagen hast?

    Aber wenn der Webmaster das duldet, ist das sein Problem.

  22. heidi heidegger sagt:

    @siempre
    12. April 2015 um 16:59

    sehr gerne, zumal ich den autor 15 jahre vor seinem tod traf. wir sprachen zwar nicht über diese lyrics,aber ich versuch mal mein bestes:

    bekanntlich hatte der autor in der jugend ein hartes leben und schoss u.a. eichkatzerln um sie zu essen. ne flinte,wenn sie was taugt, kann man auch mit münzen füllen. patronen sind teuer und zerfetzen so ein grauhörnderl. also steinsalz und nägel ,und du triffst wegen der streuung garantiert.

    big bushy tails muss es heissen. my bad! (so! singt’s tex perkins im duett)

    oder: high bushy tails (im orginal)

    nun also,
    ein versuch: die frau im lied belog ihn immerhin. sehnsucht ist dennoch da. und diesem bittersüssen gefühl gibt er ausdruck in der lyrischen figur des einsamen jägers (das herz ist ein solcher,gell?).

    möchte das schöne gedicht nicht zerreden. wenn du ne passage nicht blickst, frag nochmal gerne nach.

    grüssle

  23. Rechtsklick sagt:

    @Jürgen Elsässer

    Mir fehlen nicht die Grundkenntnisse, jeder weiß, daß Tito Kroate war. Er war aber auch nicht der Gegenstand meines Kommentars. Ich schrieb von Serbien bzw. den Serben.

  24. heidi heidegger sagt:

    @ schnehen
    12. April 2015 um 18:58

    ich kann in der zwischenzeit besser englisch als deutsch aber den (leit?)kommentar in der faz kommentierte ich ganz ganz nah am text.

  25. heidi heidegger sagt:

    @@schnehen

    i presume..mit einem ’s‘ ,muss es heissen. wie peinlich.

  26. Bert sagt:

    Da war was mit den serbischen Bemühungen um Titos Yu.zu erhalten,unter serbischen Hegemonie,-oder haben die Slowenen,Croaten,Bosniaken,usw. Serbien angeriffen?-um die serbische Selbsbestimmungsrechte zu beschränken.Oder umgekehrt ? Was war da mit der Belagerung von Sarayewo,-war es nicht die serbische Volksarmee? Oder wer waren denn als Schlächter in Srebrenica tätig ? Die blöden verarschten Niederländer ? Ich würde mal meine Begeisterung für die serbische Freiheitsliebe mal vorsichtiger genießen.Trotz dringende Souvereänität der Donbas,und Natoaustritt von ganz Mitteleuropa.

  27. balkanexperte sagt:

    „Doch nachgewiesen werden konnte Seselj in Den Haag trotz aller Rechtsverdrehung gar nichts – und im November 2014 wurde er aus der Haft entlassen.“

    Eigentlich wurde er vielmehr wegen einer terminalen Krebserkrankung wieder nach Hause nach Serbien geschickt um dort zu sterben. Wobei dieser Vorgang auch einige Fragen aufwirft und Seselj in jüngster Zeit mit überzogen-provokativen Gesten Aufsehen erregt, die eigentlich nur dem politischen Gegner nutzen, und auch sein Gesundheitszustand nun wohl doch nicht so schlecht ist wie gedacht…

  28. juergenelsaesser sagt:

    Bert: Merken Sie eigentlich, dass Sie komplett NATO-Propaganda verbreiten??? Peinlich.

  29. heidi heidegger sagt:

    @@@schnehen

    danke schnehen. aber diesen ton verbitt‘ ich mir. denn die heidi erzählt(e) immer das gleiche.

    1. kann man an der faz-lektüre den aktuellen antisemitismuspegel ablesen=welcher grad an a. ist der (aussen)wirtschaft zumutbar bzw. förderlich.

    2. schickt die faz dabei dann gern nassforsche jüngelchen wie eben hier vor,die die alleinstellung der wannseekonferenz+auschwitz mit stalin und den osmanen mischen und also ’nolte-stylie‘ zu revisionieren.

    will sagen: die christl. armenier desertierten in scharen in wk1 (bei den italienern waren das 500tsd. nach isonzo,oder?),dies machte die osmanen nervös und lieferte ihnen den anlass (ohne ‚wannseeplanung‘!!) den völkermord (im schatten d. krieges) zu begehen.

  30. Bert sagt:

    Keineswegs,Herr Elsässer,ganz im gegenteil.Nach dem Zusammenbruck der W.er Packt gehört die Nato genauso weg.(zumindest aus Mitteleuropa) Aber die Selbstbestimmungsrecht der Völker ,die das haben wollen, ist eine unantastbare Priorität..(im Gegensatz der Unantastbarkeit der bestehenden Staatsgrenzen)Genauso für die Serben ,wie für die anderen.Peinlich,sogar schändlich ist,wenn welche dagegen mit Waffengewalt (oder mit sonstigem Terror ) vorgehen.(Egal ob dieses von Rechten oder Linken Seiten erfolgt sei.)Grundsätzlich unbestritten ist denoch die Tatsache,das die Teilrepubliken Yu.s ihre Sezzesion von Belgrad haben wollten. (genau so wie die Ostukrainer ) Kein Wunder,wer will schon (außer die Schotten (?))unter Fremdherrschaft leben.

  31. juergenelsaesser sagt:

    Bert: Nächstens werben Sie noch für die Sezession der Tschetschenen.

  32. Branko sagt:

    @Elsässer: Ihre pro-serbischen Mentalitäten in allen Ehren. Aber Seselj ist miner Meinung nach nicht salonfähig und auf diese Weise bieten Sie wie so oft unnötige Angriffsfläche für die politisch-korrekten Agenten des Imperiums. Auch wenn die Serben in den 1990er Kriegen eindeutig die angegriffene Seite waren, so hat Seselj im Rahmen seiner Möglichkeiten als Oppositionspolitiker im Rahmen des damaligen Gemetzels viel „Öl ins Feuer“ gegossen. Auch wenn Den Haag ihm zwecks einer Farce von Anklage viel Falsches in den Mund gelegt hat (was sich juristisch nicht belangen ließ), bleibt eine moralisch-politisch-historische Teil(!)Schuld bei ihm hängen, nicht für den Kriegsausbruch als solches (da sind Sie auf der richtigen Spur) aber für viele der begangenen Verbrechen während des Krieges (auch wenn seine SRS-Freiwilligen diesbezüglich vermutlich nicht involviert waren – da hat sich in Den Haag nichts konstruieren lassen).

    PS: So sehr Sie i.S. der 1990er Kriege pro-serbisch sind, so sehr halte ich an meiner Kritik in Bezug auf COMPACTs antiserbische Geschichtsfälschungen i.S. 1914 und in Bezug auf die Heiligsprechung des Geschichtsfälschers Christopher Clark fest. Das ist inzwischen nunmal ihre Politik, dem deutsch-nationalen, frustrierten Revisionsisten zu gefallen. Dann brauchen Sie sich nicht wundern, dass solche Leute wie Bert in Ihrem Fahrwasser mitschwimmen und bei 1991f widersprechen und Sie an die NATO-Kriegslügen von Srebrenica, von Sarajevo und von der Mähr, die Serben hätten irgendwelche Yu-Teilrepubliken mittels Krieg im jugoslawischen Gesamtstaat zu halten versucht, erinnern.
    Gruß

  33. Richard Sorge sagt:

    Sehr guter Beitrag vom „alten“ Elsässer. Weiter so und weniger Werbung für Pegida!

  34. siempre sagt:

    @heidi,

    soweit hab ich die Lyrik schon gerafft🙂; enttäuschte Liebe halt.

    Und zum Dank ein Gedicht oder eine Lyrik die ich auswendig kenne, von Egon K. M. Neumann. Meine Frau hat dieses Gedicht gefunden Der könnte auch ein Atheist gewesen sein, aber es ist dennoch sehr schön finde ich. Wenn die Menschen halt auch alle so denken würden. ,

    Also aufgepasst:

    Ein Menschenleben…
    Ist nur ein Augenblick, das sei erwähnt,
    gemessen in Äonen Jahren,
    darin das All sich atmend dehnt
    und wir ein kleines „NU“ im Kessel waren,
    in dem die Zeit unendlich brodelt.

    Ein Nichts sind wir, nur umgemodelt,
    in Fleisch und Blut und ein Gerüst,
    das sich bewegt, sich liebt, sich küsst
    und oft das Dasein nicht erfasst!
    Auch eine Seele wurde uns verpasst.
    Vermutlich Born uns`rer Gefühle.

    Doch sei´s wie´s sei, wir sind nur Moleküle,
    für einen Augenblick verschweißt zum Leben,
    bis wieder wir der Erd‘ entschweben
    und wie gehabt als Moleküle reisen
    und schwerelos im Weltall kreisen.

    Weil ich Dich hier auf Erden freite,
    wünsch ich mir sehr, dass in der Weite,
    sich zwei von uns´ren Molekülen
    begegnen und sich glücklich fühlen.
    Du reibst Dich dann als Molekül
    an meinem und schenkst das Gefühl,
    nicht mehr allein im All zu sein.
    Dadurch wird diese Weite klein.
    Gewissheit wird uns so gegeben:
    Für alle Ewigkeit zu leben.

    Schön, nicht wahr?
    Grüße aus München – Mathias

    siempre

  35. siempre sagt:

    Zu Serbien bzw. Jugoslawien

    Damals als Hippie oder normaler deutscher Tourist, habe ich das alte Jugoslawien wirklich gemocht. Für uns einfache Angestellte und Arbeiter war Jugoslawien einfach ein Traum – 6-7 Stunden von München weg, egal ob mit Bus, Auto oder Zug. Billig und auch noch schön von der Landschaft her, also Karibik um die Ecke. Die Feindseligkeiten zwischen Serben und Kroaten gab es damals bereits unterschwellig schon, auch wenn man deren Sprache nicht kannte. Man hat sich als langjähriger Tourist natürlich aus deren Angelegenheiten herausgehalten.

    Aus meiner Sicht kann ich nur bedauern, dass der Staat so zerfallen ist. Auch wenn die NATO und nicht nur die NATO den Zerfall gewollt hat und die Jugoslawen zusammengehalten hätten, dann gäbe es Jugoslawien immer noch. Mich zieht es jedenfalls nicht mehr hin.

  36. Patrotischer Sozialist sagt:

    @Branko

    […]So sehr Sie i.S. der 1990er Kriege pro-serbisch sind, so sehr halte ich an meiner Kritik in Bezug auf COMPACTs antiserbische Geschichtsfälschungen i.S. 1914 und in Bezug auf die Heiligsprechung des Geschichtsfälschers Christopher Clark fest.
    Das ist inzwischen nun einmal ihre Politik, dem deutsch-nationalen, frustrierten Revisionisten zu gefallen.
    Dann brauchen Sie sich nicht wundern, dass solche Leute wie Bert in Ihrem Fahrwasser mitschwimmen und bei 1991f widersprechen […]

    In einer der letzten Compact-Ausgaben des Jahres 2014 griff J.E. persönlich zur Feder und kritisierte C. Clarks Buch „Die Schlafwandler“.

    Daher laufen ihre Vorwürfe dieser Richtung ins leere.

    Ihre Kritik an einer ( mittlerweile ) zu sehr deutsch-nationalen Ausrichtung von Jürgen Elsässer teile ich.

    So wie er 1989 ff. den Bogen mit seiner „antideutschen“ Ausrichtung etwas überspannte, so verliert er sich momentan für meine Begriffe etwas zu sehr im Fahrwasser von reinen Nationalsten, wie z.B. mit dem Neurechten Kubitschek.

    Etwas bolschewistischer bitte und das nationale etwas zügeln bitte, Herr Elsässer !

    Eine scharfe Kritik am Auftritt des Islamhassers ( und Zionisten !! ) Geert Wilders wäre im übrigen wünschenswert…

  37. heidi heidegger sagt:

    @siempre

    u got it ,dude…keep on keepin‘ on…*schnüff* dieser wunderbare alte lässt uns uns kennenlernen_______such a sweet man!.punkt.

  38. Bengtsson sagt:

    heidi heidgger:

    Danke nochmal. Du hast mehr Ahnung und Sinn für Gerechtigkeit als so mancher deiner Kritiker hier.

    schnehen:

    Ich sehe nirgendwo, daß Heidegger Geschichtslügen produziert hätte – die hast du massenweise hier reingestellt. Ansonsten: „es lebe der Stalinismus“, hihi !

  39. Der Seggl aus'm Ländle sagt:

    @Rechtsklick
    So, so..aha…die Nachkommen sollen sich also für die Verbrechen ihrer Vorfahren entschuldigen? Na, dann haben Sie als Deutscher beste Übung darin, gelle?

    KEINER muss sich für Verbrechen die nicht in seinem Namen verübt worden sind entschuldigen. Auch kein Deutscher! Wo sollen wir da anfangen und wo aufhören? Sollen sich jetzt Spanier und Portugiesen für „“ihre““ Verbrechen entschuldigen, die sie an den Indios in S.Amerika verübt haben?
    Sie sind lächerlich und ihre Forderung sind absurd….aber nun gut, so sind sie halt, die Anti-Serben!🙂

    Das einzige was man machen kann, ist die Geschichte offen und ehrlich aufarbeiten. Aber sich mit einem Kniefall für Taten entschuldigen, mit denen man nichts zu tun hat? Nöööö…..

    @H.Bajramovic
    Zitat von Ihnen: „…dass Šešelj mit Brandreden den nationalen Hass geschürt und zu Kriegsverbrechen aufgerufen hat.“

    LLLOOOOLLLL

    Zeigen Sie mir eine Aussage Seselj’s , die zu Kriegsverbrechen aufrufen?
    Und so ziemlich alle Kriegsparteien haben im Nachhinein gesehen zu „nationalem Hass“ aufgerufen. Aber selbstverständlich waren die Serben die Schlimmsten der Schlimmen und die Anderen waren die Opfer, gelle?
    Ein Alija Izetbegovic und seine „Islamische Dekleration/Islamska Dekleracija“ war ein Manifest des Friedens, gelle?

    Warum Jugoslawien NIEMALS nach den Grenzen der damaligen Zeit hätte aufgelöst werden können!!! (Die Übersetzung ist in einem schlechtem Deutsch!)
    Seselj betont hier völlig zurecht, dass die Verfassung der jeweiligen Republiken gebrochen wurde und dies die Initialzündung für den Konflikt war!
    Sezession ist OK, aber unter welchen Umständen ist eine andere Frage! Vor allem im Falle von Jugoslawien und seiner unendlich komplizierten Geschichte

    @Bert
    Zitat von Ihnen:
    „“Oder wer waren denn als Schlächter in Srebrenica tätig ?““
    Das frage ich mich auch….vielleicht bringt das ein wenig Licht ins Dunkle…(vielleicht auch die Bücher von Alexander Dorin)!


    PS: Danke für diese Arbeit, liebe Helga!

    @Branko
    Zitat von Ihnen:
    „… COMPACTs antiserbische Geschichtsfälschungen i.S. 1914 und in Bezug auf die Heiligsprechung des Geschichtsfälschers Christopher Clark fest…“

    Herr Elsässer hat in der Ausgabe „Compact 8/14“ dazu einen Artikel verfasst: „Clark und das serbische 9/11“! Dort schreibt Elsässer sinngemäß, dass man Serbien für ihren Anti-Kolonialen Kampf mit auf die Anklagebank setzt. Also ein klares Statement gegen die Verurteilungen von Clark!
    Ich finde, das Dosier was Sie ansprechen, ist ein Teil der Aufarbeitung der Geschichte und jeder sollte das Recht haben seine Meinung zu sagen/schreiben. Und dies wird in Compact gewährleistet.

    @Jürgen Elsässer
    Vielen Dank dafür. Ich freue mich schon auf diese Compact-Ausgabe und ich hoffe, Ihr Gespräch mit Dr. Seselj wird dann in naher Zukunft als Video veröffentlicht! Oder gibt es da keine Video-Aufzeichnung?

    Beste Grüsse aus dem Ländle!

  40. Branko sagt:

    @Patrotischer Sozialist:

    Meine Anmerkung zu 1914 war lediglich ein „PS“. Ich habe das Thema hier nicht anstoßen wollen (weil uns das zu weit weg führt). Ich habe Herrn Elsässer lediglich an eine Meinungsverschiedenheit erinnern wollen: Ich hatte mich vor einiger Zeit nämlich in einem langen Brief an die COMPACT-Redaktion zur Berichterstattung zu 1914 beschwert und Herr Elsässer hatte seinerzeit auch geantwortet. Ich fühlte mich aufgrund seiner heutigen Meinungsverschiedenheit mit Bert nur an diese Begebenheit erinnert…

    PS: Der „Clark-kritische“ Artikel, auf den Sie verweisen, ist mir bekannt. Ich habe mich in meinem Beschwerdebrief an die COMPACT-Redaktion auch ausdrücklich auf ihn berufen. Ich hatte diesen Artikel nämlich nur als apologetische Rechtfertigungsnebelkerze empfunden. Elsässer hat Clarks Thesen lediglich aufgrund einer zu befürchtenden antirussischen Stimmung anlässlich der Krimkrise als „gefährlich“ eingestuft, ihnen inhaltlich aber keineswegs widersprochen. Im Sinne von „Inhaltlich richtig, aber zurzeit gefährlich“. Inhaltlich hat er Clarks Geschichtsfälschungen zu Jahresanfang 2014 als grandios verteidigt und im Grunde daran festgehalten.

    (Nochmals: Bitte keine Clark/1914-Diskussion. Dafür wäre ein anderes Forum ratsamer, allein schon aus Gründen der Übersichtlichkeit. War hier lediglich ein Erinnerungs-„PS“ für Herrn Elsässer.)

  41. jonbonjovi sagt:

    Herr Elsässer Sie sind mein Held. Nachdem ich Ihr Interview bei Geopolitika gelesen habe, jetzt auch mit Seselj. Meine Frau hat mir Compact Abo zum Geburtstag geschenkt am 1.1.2013. Mit Recht. Ihnen ist die ganze Situation um Serbien sehr gut bekannt was man für einige Kommentatoren nicht sagen könnte. Ich frage mich, ob manche Kommentatoren die Seite verwechselt haben. Hier sind keine NATO Faschisten mit ihren unverschämten Lügen z. B. über Srebrenica. Mein Ratschlag für die soooo friedlichen und demokratischen Kroaten, Moslems und Albanern nosite se svi u…. Und die Deutschen wie Bert, lieber Bert bevor sie sich weiter lächerlich machen, erkundigen sie sich im Internet über wahre Geschehnisse in Jugoslawien.
    Herr Elsässer weiter so.

  42. juergenelsaesser sagt:

    jonbonjovi: Druze moj, Du hast die Geopolitika vor mir! Super!

  43. Heider sagt:

    @ Der Seggl aus’m Ländle

    Seltener aber guter Kommentator.

  44. schnehen sagt:

    Was hat sich damals in Jugoslawien wirklich ereignet? Was darf man glauben, was nicht?

    Woher bekomme ich zuverlässige Informationen zu dem, was sich in Jugoslawien tatsächlich abgespielt hat, wer die Täter und wer die Opfer waren?

    Die Nato und ihre Sprecher sind sicherlich keine zuverlässigen Informanten gewesen, auch nicht der damalige deutsche Kriegsminister. Die Nato brauchte den Krieg gegen Serbien und damit auch die Desinformation. Das steht außer Frage.

    Aber heißt das, dass es keine serbischen Untaten gegeben hat? Heißt das, dass es keine ethnischen Säuberungen an der albanischen Bevölkerung im Kosovo (Kosova) zum Beispiel gegeben hat?

    Das heißt es nicht. Aber eine emotionale, einseitige Parteinahme für die serbische Seite verstellt den Blick dafür!

    In einer Stellungnahme des Hochkommissars für Flüchtlinge bei der UNO, auch UNHCR genannt – und das ist keine Nato-Einrichtung – hieß es damals, und die Stellungnahme findet man in der zuverlässigen Dokumenten- und Nachrichtensammlung ‚Keesing’s Record of World Events‘, der man keine Parteilichkeit unterstellen kann, Band 45, S. 42.848:

    „Die serbischen Streitkräfte haben eine organisierte Kampagne der ethnischen Säuberungen in Kosova durchgeführt. Der Hauptkommissar behauptete, dass mehr als 500.000 Menschen im letzten Jahr ihre Wohnungen verlassen hätten. … Die meisten der Flüchtlinge seien Frauen, Kinder und alte Menschen. Viele von ihnen gaben an, dass die bewaffneten Serben sie von ihren Männern getrennt hätten, deren Aufenthaltsorte ihnen unbekannt seien. Die Flüchtlinge behaupteten auch, dass die jugoslawischen Grenzposten ihnen ihre Pässe und Ausweise abgenommen hätten, um eine Rückkehr nach Kosova zu verhindern.

    Am 31. März wurde bekannt, dass ethnische Albaner massenhaft Prischtina mit dem Auto und mit der Bahn verließen – ein erster deutlicher Hinweis darauf, dass der Massenexodus aus den ländlichen Gebieten inzwischen die wichtigsten Städte, in denen die Mehrheit der Bevölkerung lebt, erreicht hat. UNHCR gab an diesem Tage an, dass 3.000 Albaner aus Prischtina an der Grenze zu Mazedonien angekommen seien. Sie waren mit vorgehaltener Pistole gezwungen worden, in die Züge einzusteigen.“
    (Keesing’s Aufzeichnungen von Weltereignissen, Band 45, S. 42.848).

    In der Erklärung von UNHCR heißt es auch, dass sich aus den Interviews mit den Flüchtlingen ein

    “ .. Bild der vollständigen Gesetzlosigkeit und der gänzlichen Abwesenheit irgendeines Schutzes für die ethnischen Albaner in Kosova ergebe. Die absichtsvollen, gewaltsamen, ethnischen Säuberungen seien das hervorstechendste Merkmal der Menschenrechtsverletzungen, über das die Flüchtlinge berichteten. Die Täter arbeiteten in großen Gruppen in der jugoslawischen Armee, der serbischen Militärpolizei oder in paramilitärischen Gruppen zusammen. Die Berichte deuten auf ein immer wiederkehrendes Muster der Einschüchterung und Drangsalierung hin, in Verbindung mit Angriffen, Plünderungen, Beschießungen, Tötungen und Hinrichtungen, worauf die Menschen entweder flüchten oder einfach aufgefordert werden zu gehen.“
    (Ebd., S. 42.903).

    Mich erinnern diese Flüchtlingsberichte an die ethnischen Säuberungen in Palästina Ende der vierziger Jahre, wo die jüdisch-zionistischen Milizen ähnlich vorgingen, um die einheimische Bevölkerung zu vertreiben.

    Es geht nicht an, solche Berichte von Flüchtlingen zu ignorieren und zu sagen: ‚Das ist alles Nato-Propaganda‘.

    Hier ist Objektivität eingefordert, um der Wahrheit näher zu kommen.

  45. Heider sagt:

    Den allgemeinen Fall von politischer Lüge u. deren dauernde Instrumentalisierung nennt man auch Herrschafts- oder Siegergeschichtsschreibung. Genau so ist es Jugoslawien u. Serbien im besonderen ergangen, und wir sind alle Zeitzeugen.

    Jugoslawien u. Serbien standen auf der Abschussliste der westlichen Nomenklatura. Der unabhängige Nationalstaat Jugoslawien musste weg, um die „europäische Einigung“ abzuschliessen. In Bosnien und der serbischen Provinz Kosovo hatten die USA Sonderinteressen, schon seit den 70er Jahren bauten sie oppositionelle Gruppen auf. Die innerstaatlichen [ethnisch-konfessionellen] Sprengsätze wurden von aussen gelegt, die Wirkmacht der Geschichte, die häufig offene Rechnungen kennt [etwa der kroatische Nationalismus, der im II. WK zunächst mit unterging] gab die Basis. ‚Plötzlich‘ erwachten slowenische, kroatische, bosnisch-muslimische… Unabhängigkeitsbewegungen. Der ganze Westen war sich einig, dass das sozialistische Regime von Milosevic schuld am innerjugoslawischen „Bürgerkrieg“ sei. Nicht auszuschliessen, dass auch Kräfte im Regierungsapparat sowie explizit serbische Kräfte Aufgaben in diesem Plan übernommen hatten u. die „ethnischen Gegensätze“ noch befeuerten. Es hat solche Landesverräter auch in Libyen gegeben, sonst wäre der Oberst nie gestürzt worden, u. den inneren Feind im offenen od. heimlichen Bunde mit dem Westen gibt es auch in Syrien.
    Am Anfang der Loslösung Kosovos stand die bewaffnete Kampagne der UCK gegen serbische Sicherheitskräfte u. Zivilisten. Sie war von US-Militärs instruiert u. von der CIA mit Ausrüstung versehen. Erst als sich zeigte, dass die Albanermiliz es nicht allein schaffen würde, kamen die Nato-Bomber.
    Die Provinz Kosovo war ein integraler Bestandteil der jugoslawischen Teilrepublik Serbien, geschichtlich ein sehr alter Landesteil. Der heutige Staat Kosovo stellt eine Sezession dar u. ist wahrscheinlich völkerrechtswidrig.

    Das sind die Fakten aus serbischer Sicht:

    – Nur den Serben
    als einziger umschriebene Volksgruppe des ehem. Jugoslawien ist nicht erlaubt in einem gemeinsamen Staatsverband zu leben; die Serben der Serbischen Republik (ca. 1,4 Mio.) in Bosnien mussten im Staat Bosnien-Herzegowina bleiben, obwohl sie den Anschluss an das Mutterland wünschten. Zudem sind sie auch in Bosnien durch einen extra eingerichteten Puffer voneinander getrennt, siehe die Karte: Republika Srpska (Serbische Republik) – Daten und Fakten [Klick!]

    – Vertreibung:
    die grosse Mehrheit der Krajina-Serben (200 000 Personen) musste fliehen od. wurde vertrieben (1995), alle anderen sind dem neuen Staat Kroatien unterworfen u. erhalten keine Minderheitenrechte. Von ihrem Schicksal spricht heute keiner mehr.

    – Kriegsschuld:
    „Den Serben“ wird generell die Schuld an den Jugoslawienkriegen 1990-95 u. am Kosovokrieg (1999) gegeben, obwohl dies mit der Wirklichkeit kaum in Einklang steht. Es handelt sich um die typische Propaganda des US-Nato-EU-Blocks, der das Ziel verfolgte Jugoslawien aufzulösen u. dann in Einzelteilen der Nato und EU einzugliedern.

    – „Selbstmorde“
    in den sichersten Haftanstalten der Welt? Es betraf wieder nur Serben im Gewahrsam der Internationalen Ankläger in Den Haag, darunter Ex-Staatspräsident Milosevic und Milan Babic (Führer der kroatischen Serben -Serbische Krajina- 1991-95).

    – Kriegsverbrecherprozesse:
    Die gesamte Führung Serbiens u. der bosnischen u. kroatischen Serben kam vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dort wurden meistens Serben angeklagt u. am härtesten verurteilt. Das entspricht der vorangegangenen Einseitigkeit des Westens gegen die Staatsführungen Jugoslawiens u. Serbiens.

    Heute bettelt Serbien um die EU-Aufnahme. Kroaten u. Slowenen sind da schon angekommen; den Nationalstolz, auf den sie sich vor 25 Jahren berufen haben, können sie als jetzige EU-Mitglieder vergessen – der wird hier nicht gebraucht. Die Albaner im „Staat Kosovo“ sind heute noch ärmer als damals im jugoslawischen Staatsverband. Keine der Volksgruppen Ex-Jugoslawiens hat wirklich was erreicht, ausser (vorübergehend) etwas mehr Wohlstand für die Mittelklasse. Die Oberschichten sind sowieso immer dieselben – gestern jugoslawische Kommunisten, heute EU-Kapitalisten.
    Gewonnen haben nur die Strategen in Washington, Brüssel u. die Hintermänner: „Europa vereinigt“, die Russen vom Balkan verdrängt, Kosovo eine Drehscheibe der organisierten Kriminalität.
    Spätestens wenn auch in Kroatien, Slowenien, Serbien… alle imperialen „Menschenrechte“ wirken u. die Deindustrialisierung u. Verarmung der eigenen Völker richtig einsetzt, werden die sich fragen, ob es sich gelohnt hat, dass sie sich haben aufeinanderhetzen lassen. Aber dann ist es natürlich zu spät, wie ich auch überhaupt nicht die Mär von den „Lehren der Geschichte“ glaube – eine reine PR-Nummer v.a. wohl für die Deutschen.

    Quellen –

    „Wikipedia“, sehr oft auf Seiten des Mainstream, hat inzwischen erkannt, dass es die berüchtigte Rede Milosevic‘, die Ende der 80er Jahre angeblich alle Nationalismen in Ex-Jugoslawien angeheizt u. wesentliche Ursache der kurz darauf einsetzenden „Jugoslawien-Kriege“ gewesen sein soll, so nie gegeben hat. ->
    Amselfeld-Rede, Wikipedia, [Klick!]

    Equapio, die 2. Meinung
    Kosovokrieg 1999
    Alle Kriege beginnen mit einer Lüge!“

    http://equapio.com/de/politik/kosovokrieg-1999-alle-kriege-beginnen-mit-einer-luege/

    POLITAIA – 11. May 2013
    Die Zerstörung Jugoslawiens — Slobodan Miloševic antwortet seinen Anklägern

    http://www.politaia.org/kriege/die-zerstorung-jugoslawiens-slobodan-milosevic-antwortet-seinen-anklagern/

    Wie die EU-Verfassungsrechtler fachmännisch den Zerfall Jugosawiens begleiteten ->
    Badinter-Kommission, Wikipedia [Klick!]

    Man achte auf ‚Nationalität‘, Strafhöhe u. die vielen Todesfälle…:
    Liste der Angeklagten und Urteile vor dem Jugoslawientribunal in Den Haag, Wikipedia [Klick!]

    ‚Internationale‘ Justiz weisungsgemäss auf einem Auge blind? ->
    DW.de – 16.11.2012
    Umstrittenes Urteil: Kroatische Generäle frei

    http://www.dw.de/umstrittenes-urteil-kroatische-gener%C3%A4le-frei/a-16385999

    Die Belohnung des Westens für seine kroatischen Freunde? ->

    TAGESANZEIGER (Schweiz) – 16.11.2012
    Freispruch für kroatischen Ex-General Gotovina

    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Freispruch-fuer-kroatischen-ExGeneral-Gotovina/story/16880774

    Das Lieblingskind des Westens, der Mafiastaat Kosovo – Europas Hauptumschlagplatz für Drogen u. menschliche Organe ->

    Telepolis (Heise), 1.02.2005
    Jürgen Elsässer
    Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch

    http://www.heise.de/tp/artikel/19/19320/1.html

    Balkanblog, 3. April 2010
    Frank Wisner vom CIA und die Zerstörung der Kosovo Wirtschaft, in einen Drogen Umschlag Platz

    http://balkan-spezial.blogspot.de/2010/04/von-krimineller-energie-getrieben-frank.html

  46. Heider sagt:

    Die Serben haben hier, haben dort, sie haben dies u. das…, haben in Vukovar, Sarajewo, Srebrenica… Aber von den Verbrechen an serbischen Zivilisten u. gefangenen Sicherheitskräften, ausgeführt von kroatischen, bosnisch-muslimischen u. kosovo-albanischen Milizen ist fast nie die Rede. Der Berufsbetroffene schnehen gibt hier wieder mal keine Ausnahme – für ihn u. seinesgleichen waren u. sind diese halt nicht ‚die richtigen‘ Opfer? ->

    Balkan Blick – April 16,2011
    “Oluja” und das Ende der serbischen Krajina

    https://balkanblick.wordpress.com/2011/04/16/oluja-und-das-ende-der-serbischen-krajina/

    Balkanforum, 06.06.2012
    Die Verbrechen der UCK

    http://www.balkanforum.info/f9/verbrechen-uck-216441/

    Die ‚best friends‘ und Satrapen der USA – Wer den [ausser Albanien] zweiten Albanerstaat Kosovo anerkennt u. wer nicht:
    Schaubild, Wikipedia [Klick!]

    Zu „Srebrenica“ – eine der ungeheuerlichsten u. gewohnt schmierigen Politlügen der westl. Nomenklatura im propagandistischen Kampf gegen ihre weltweiten Feinde, hier die Serben.
    _________________________________________________

    Das „Massaker von Srebrenica“ 1995 an bosnisch-muslimischen Zivilisten, der am meisten propagierte Beweis serbischer Gräueltaten im Bosnienkrieg ist… was? – Ein Betrug! ->

    Global Research, February 01, 2013
    Interview mit Dr. Edward Herman
    The Srebrenica Massacre was a Gigantic Political Fraud

    http://www.globalresearch.ca/the-srebrenica-massacre-was-a-gigantic-political-fraud/5321388

    AHRIMAN-Verlag
    „Das »Srebrenica« der Propaganda ist –
    das Lügen-Auschwitz der NATO
    Alexander Dorin, Zoran Jovanovic: Srebrenica – wie es wirklich war

    http://www.ahriman.com/buecher/srebrenica.htm

    atheisten.org – 28. Mär 2010,
    Srebrenica und andere Lügen in den jugoslawischen Kriegen
    „Aus einem Interview von Cathrin Schütz (Junge Welt) mit dem Publizisten Alexander Dorin
    :“

    http://www.atheisten.org/forum/viewtopic.php?f=15&t=4711

    einartysken, 21. September 2012
    Die Srebrenica-Genozid-Lüge: Interview mit Alexander Dorin

    http://einarschlereth.blogspot.de/2012/09/die-srebrenica-genozid-luge-interview.html

    Arbeiterfotografie
    „‚Bilder lügen nicht!‘ oder: Fand das ‚Massaker von Srebrenica‘ gar nicht in Srebrenica statt?

    http://www.concernedphotography.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-srebrenica-0005.html

    POLITAIA – 23. July 2012
    Psychopath Bill Clinton und der Massenmord in Srebrenica

    http://www.politaia.org/terror/psychopath-bill-clinton-und-der-massenmord-in-srebrenica/

    Damals bekannt und verdrängt – heute vergessen und verschwiegen: Bosnien in den 90er Jahren war Ausbildungsplatz, Kampfgebiet und Aufmarschgebiet für die internationalen Jihadisten, die von der CIA ausgerüstet u. instruiert wurden. Damals wurden sie in westl. Medien liebevoll „Afghanistan-u. Algerienveteranen“ od. „Gotteskrieger“ genannt, solange sie in Bosnien gegen die Serben kämpften; aaO. nannte dieselbe Presse sie „Al Qaida“… ->

    Balkanforum
    Von Bosnien, Kosovo, bis zu Syrien: Von den Saudis bezahlte US Söldner und Terroristen, organisieren den Terror
    http://balkanblog.org/2013/09/08/von-bosnien-kosovo-bis-zu-syrien-von-den-saudis-bezahlte-us-soldner-und-terroristen-organisieren-den-terror/

    Hier sind die Jihadisten im Bild – Zusammenschnitt von selbstgemachten PR-Aufnahmen aus der Zeit des Bosnien-Krieges. Diegleichen Leute waren danach im Kosovo ‚dabei‘, von dort zogen sie weiter nach Irak, Libyen, Syrien… ->

  47. Der Seggl aus'm Ländle sagt:

    Hier der Beweis: Es gibt keine Kosovaren (politisch korrekte Bezeichnung), es gibt nur Albaner!

    Der Ex-Linke, jetzt wahrscheinlich rechts-populistische, rassistische, mitte/ oben/ unten Verschwörungs-Neurechte, Putin- und Pegida-Versteher (inklusive Aluhut), Herausgeber des (Zitat) „Compakt- Magazin“ – Jürgen Elsässer – bekommt „Ritterschlag“ durch die albanische Diaspora!

    Gratulation!

    http://www.kosova-aktuell.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2956:juergen-elsaesser-gast-des-serbischen-faschisten-dr-vojislav-seselj&catid=13&Itemid=111

    (Da dieser äußerst fragwürdige Blog mit seinen äußerst fragwürdigen „Wahrheiten“ Sie und Ihren Blog verlinkt hat, dachte ich mir, die selbe Ehre sollte auch diesem Blog zustehen!)

    Gruß

  48. schnehen sagt:

    Es gibt Beweise über die Gräueltaten, die von Milosevics Leuten verübt wurden. Er wird nicht automatisch dadurch zum Helden, dass er Opfer von Nato-Angriffen wurde. Der Feind meines Feindes kann nicht automatisch mein Freund sein. Ich muss erst einmal genau hinsehen und erst dann urteilen. Ich muss mir ein eigenes Bild machen.

    Diese Beweise stammen aus Nicht-Nato-Quellen. Schon im Frühjahr 1999

    “ … wurden die Leichen von 45 ethnischen albanischen Zivilisten in dem Dorf von Racak entdeckt, das etwa 30 km südwestlich von Prischtina-Most liegt. Die Menschen waren durch Schüsse in den Kopf oder in den Hals umgebracht worden.“ (Keesing’s Aufzeichnungen von Weltereignissen, Band 45, S. 42.750).

    Forensische Teams haben damals im Kosovo über 2000 Leichen untersucht aus über 500 Grabstellen. Sie kamen aus 14 Ländern. Sie machten ihre Untersuchungen nach dem Rückzug der serbischen Streitkräfte im Juni 1999. Waren die alle ‚pro-albanisch‘?

    In ‚Chronicle 99′ – Ein Jahr der Nachrichten, so wie sie sich ereigneten‘, London 1999, S. 36f hieß es damals:

    “ … Heute steht die Region vor einem kolossalen Flüchtlingsproblem, da 150.000 ethnische Albaner vor den serbischen Sicherheitskräften fliehen und versuchen, die Grenzen zu Mazedonien und Albanien zu erreichen. Viele der Flüchtlinge sind mit vorgehaltener Pistole gezwungen worden, ihre Städte und Dörfer zu verlassen. Häufig wurden junge Männer von den serbischen Streitkräften an einen unbekannten Ort gebracht, getrennt von ihren Familien, die man auf die Straße getrieben hatte.“

    Genau das, was ‚Chronicle‘ schreibt, bestätigte mir vor etwa fünf oder sechs Jahren ein albanischer Taxifahrer, der als Hotelangestellter von serbischen Gangs mit vorgehaltener Pistole bedroht wurde, und der nur durch die Intervention des serbischen Hotelbesitzers gerettet wurde.

    Es gibt übrigens ein Bild von Peter Howson, das ‚Die Straße nach Zenica‘ heißt, auf dem das Grauen in Bosnien und Herzegowina festgehalten wurde. Was er in Bosnien erlebte, schockierte ihn so sehr, dass er krank nach Hause zurückkehren musste. Auf seinem Bild sieht man Menschen aus Bosnien, die von den Serben vertrieben werden, die ums nackte Überleben kämpfen, darunter sind Kinder, die aussehen wie Erwachsene, die den gleichen gehetzten Ausdruck im Gesicht haben wie die erwachsenen Männer und Frauen, die mit ihnen zusammen fliehen.

    Diese Männer machen nicht den Eindruck, als wären sie ‚Terroristen‘ oder ‚Jihadisten‘. Es sind ganz einfache Leute.

    Also bitte: Macht Euch ein eigenes Bild (das Bild, das ich erwähne, trägt vielleicht dazu bei. Es ist das Bild, der Eindruck eines Augenzeugen) und bezieht nicht zu schnell die Position der einen oder anderen Seite.

  49. juergenelsaesser sagt:

    schnehen: Um Gottes Willen, Racak ist eine der billigsten NATO-Lügen, von Scharping erfunden, hundertfach wiederlegt (sogar im WDR!), und sie kauen den Käse immer noch wieder. Sie sind da wirklich peinlich…

  50. Der Seggl aus'm Ländle sagt:

    @schnehen

    Zitat: „Genau das, was ‘Chronicle’ schreibt, bestätigte mir vor etwa fünf oder sechs Jahren ein albanischer Taxifahrer,…“

    Und ich könnte jetzt schreiben: ein albanischer Arbeitskollege bestätigte mir, dass die UCK auch Albaner im Kosovo umbrachten, weil sie sich neutral verhalten haben und vom Krieg nichts wissen, und in Frieden leben wollten!
    Ist DAS jetzt eine vernünftige Beweisführung? Das könnten Sie, genau so wie ich, einfach erfunden haben!
    Beweis: Fehlanzeige!

    Zitat: „Forensische Teams haben damals im Kosovo über 2000 Leichen untersucht aus über 500 Grabstellen. Sie kamen aus 14 Ländern.“

    Nun gut, können Sie die Forensiker aus diesen 14 Ländern benennen, welcher Institute sie angehören und aus welchen Ländern sie kommen? (Viel wichtiger ist: Wer ist ihr Geldgeber?)

    Als Gegenbeispiel:
    Serbischen Forensikern wurde der Zugang zu den angeblichen (sekundären) Massengräbern in und um Srebrenica herum verwehrt. Die Akteneinsicht wird bis heute erschwert!
    (Die Quellen dazu finden Sie in den Büchern von Alexander Dorin – am besten mal die Bücher kaufen, kurbeln Sie damit die Wirtschaft an- oder begutachten Sie die Beweisführung des Haager Tribunals)

    Zitat: „Heute steht die Region vor einem kolossalen Flüchtlingsproblem, da 150.000 ethnische Albaner vor den serbischen Sicherheitskräften fliehen,…“

    Sind Sie sich eigentlich bewusst, dass so ziemlich alle Zivilisten aus einem umkämpften Gebiet flüchten, egal welcher Ethnie sie zugehören? Der Grund ist einfach zu erklären: Eine Kugel, eine Granate kennt keine Ethnien! In einem umkämpften Gebiet fliehen Menschen nun mal, um sich und ihre Familien zu schützen! Für eine gezielte ethnische Säuberung durch serbisches Militär/ Milizen fehlt jeglicher Beweis!!!

    Persönliche Anmerkung:
    Sie haben vom Balkan keine Ahnung, weder von den damaligen Ereignissen noch von der jetzigen Situation. Meine „Heimatstadt“ Banja Luka hat sich in den letzten Jahren von der Einwohnerzahl her verdoppelt. Das liegt nicht daran, dass die Serben sich vermehren wie die Fliegen, sondern es liegt an den Flüchtlingsströmen, die aus den Kriegen resultierten.

    Dass die albanische Zivilbevölkerung unter den Zuständen gelitten hat, ist selbstverständlich eine Tragödie. Auch die Muslime in Bosnien (Bosniaken gibt es übrigens nicht – reine Erfindung seit 1995) haben einen Horrortrip hinter sich. Und selbstverständlich gab es serbische Kriegsverbrechen die ich verabscheue.
    Aber Ihr Verständnis vom Balkankrieg der 90er Jahre ist sehr einseitig und ihre Argumentation gegen die Serben ist fast schon inflationär! Wo bleiben die serbischen Opfer? Wo bleiben die Vertriebenen Serben aus Slawonien? Wo bleibt Ihr Bedauern über den Konflikt zwischen Muslimen und Kroaten, wie z.B in Mostar, und diesen vertriebenen Zivilisten? Vergießen Sie auch mal eine Träne für die serbischen Kinder die ermordet wurden, oder ist da die Grenze Ihrer „Menschlichkeit“ erreicht?

    Ich respektiere Ihre Ansichten, nur vergessen Sie nicht: Der Krieg kennt nur Opfer! Sie machen daraus aber Opfer 1.Klasse und Opfer, die Sie nicht erwähnen. Sie benehmen sich nicht besser als die Opfer-Rassisten, die uns heute einen polnischen oder auch einen jüdischen Toten über einen deutschen zivilen Toten des 2.Weltkrieges stellen!

    Ich ziehe daher meine Meinung/Aussage über Sie zurück: Sie sind kein Gutmensch, Sie sind ein Propagandist!

    Gruß aus dem Ländle!

  51. schnehen sagt:

    @JE

    „Racak – eine hundertfach widerlegte und eine der billigsten Nato-Lügen …“

    Das ist sogar möglich. Aber es gibt aber zwei Möglichkeiten, lieber Herr Elsässer:

    1. Racak gab es überhaupt nicht, es war eine glatte Erfindung Scharpings;
    2. Racak gab es und wurde als Vorwand genommen, das Ereignis ordentlich aufzubauschen, um damit den Einsatz der Nato zu legitimieren. Die Zahlen wurden ordentlich übertrieben, aber damit wäre Racak nicht aus der Welt!

    Diese zweite Möglichkeit halte ich für die am wahrscheinlichste, schließlich hatten forensische Experten aus 14 Ländern 2.018 Leichen im Kosovo exhumiert und 529 Grabstellen seit dem Rückzug der serbischen Armee im Juni 2000 identifiziert (Keesing’s Record of World Events, S. 43.286). Also gab es so etwas wie Racak. Und:

    Ende März 1999 gab es übereinstimmende Berichte von

    “ … ethnisch albanischen Flüchtlingen in Albanien und Mazedonien, dass serbische Streitkräfte und paramilitärische Einheiten eine systematische Kampagne der ethnischen Säuberungen im Norden und Westen des Kosovo führten.“
    (Ebd., S. 42.848). Und:

    Mehrere Menschenrechtsorganisationen – und das sind keine Nato-Quellen oder Satrapen von Rudolf Scharping gewesen, darunter Human Rights Watch (HRW), aber auch das HLC (Humanitarian Law Center) – veröffentlichten später übereinstimmende Berichte zu massiven Menschenrechtsverletzungen und Übergriffen auf die albanische Bevölkerung durch serbische Einheiten und Milizen. Und: Im März 2000

    “ … veröffentlichte Human Rights Watch, die in New York ansässige Organisation, einen Bericht, … der bestätigte, dass Gruppenvergewaltigungen von albanischen Frauen aus Kosova als ein Mittel des Krieges durch serbische Einheiten eingesetzt worden seien. Der 37 Seiten lange Bericht dokumentierte 96 Fälle von Gruppenvergewaltigungen während der Nato-Bombenkampagne 1999 durch Serbien und kam zu dem Ergebnis, dass die Vergewaltigungen keine isolierten Fälle waren, sondern organisiert worden seien, wobei viele kosovarische Frauen direkt vor ihren Familien attackiert wurden.“
    (Ebd., S. 43.476f). Und schließlich:

    Diese Gräueltaten wurden später selbst von jugoslawischen Stellen bestätigt und eingestanden.

    Daraus schließe ich:

    Das tatsächliche Bild ist tatsächlich etwas komplizierter als angenommen.

    Das einfache Strickmuster: die Serben waren die Guten, die Albaner und ihre UCK die Bösen, stimmt ganz offensichtlich nicht mit der Wirklichkeit überein.

  52. Branko sagt:

    @schnehen:
    Sie schreiben:
    „Aber heißt das, dass es keine serbischen Untaten gegeben hat? Heißt das, dass es keine ethnischen Säuberungen an der albanischen Bevölkerung im Kosovo (Kosova) zum Beispiel gegeben hat?
    Das heißt es nicht. Aber eine emotionale, einseitige Parteinahme für die serbische Seite verstellt den Blick dafür!
    In einer Stellungnahme des Hochkommissars für Flüchtlinge bei der UNO, auch UNHCR genannt – und das ist keine Nato-Einrichtung – hieß es damals….“

    Das UNHCR hat zwar nicht „NATO“ sondern „UNO“ auf dem Briefkopf stehen, aber ein solches Fixieren auf die amtlichen Organisationen vernebelt meiner Ansicht nach den Blick. NATO und UNO sind ja keine unabhängigen Institutionen, die nebeneinander herumgutachten. Sie sind Staatenbündnisse und es gibt Überschneidungen. Und die NATO-Staaten sind innerhalb der UNO-Strukturen leider die mächtigste Fraktion, sodass viele UNO-Institutionen, -Strukturen, -Funktionäre und -Gutachten Schlagseite haben, wenn es um die nachträgliche Legitimierung der NATO-Kriegspropaganda angeht. Das ICTY in Den Haag ist das beste Beispiel dafür. Da weht ja auch keine NATO-Fahne über dem Eingang und doch stellte NATO-Sprecher James Shea während des völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieges gegen Restjugoslawien bei seinen Pressekonferenzen (16./17. Mai 1999) eindeutig klar, dass es sich bei dem UN-Tribunal in Den Haag („ICTY“) de facto um eine NATO-Einrichtung handelt.

    Dass es von serbisch/jugoslawischer Seite keine „ethnischen Säuberungen“ gegeben hat, hat ja Jürgen Elsässer zu seinen besten Zeiten mühsam herausrecherchiert; siehe sein Buch „Kriegslügen“ (Homilius 2008). Das Gleiche berichtet der pensionierte Bundeswehrgeneral Heinz Loquai. Dieser hat am Vorabend des NATO-Angriffes 1999 bei der OSZE in Wien die OSZE-Lageberichte aus dem Kosovo ausgewertet (im Kosovo befanden sich seit 1998 flächendeckend OSZE-Beobachter; Milosevic hatte dem widerstrebend zugestimmt). In seinem Buch „Wege in einen vermeidbaren Krieg“ zitiert er viele dieser Lageberichte, die dies ebenfalls belegen. In einem Interview sagte er:
    „Es herrschte eine grausame Bürgerkriegssituation. Von beiden Seiten wurden die humanitären Regeln verletzt und danach getrachtet, eine Lösung mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Jedoch zeigen alle Berichte der OSZE und der Militärexperten aus dieser Zeit auch, dass keinerlei umfassende Aktion für eine massenhafte und systematische Vertreibung der albanischen Zivilbevölkerung ausgelöst worden war. Die Zivilbevölkerung, die serbische wie albanische, litt unter den Auswirkungen der Kämpfe und isolierten Gewaltakten. Nach allen Berichten, von denen ich Kenntnis erhalten habe, haben die Ausweisungen und die Grausamkeiten großen Ausmaßes gegen die albanische Bevölkerung erst nach den Luftschlägen der NATO begonnen.“ (wobei man über die Massenflucht der Kosovo-Albaner nach Beginn der NATO-Bombardierung streiten könnte. Loquai macht es sich etwas einfach und sagt sinngemäß „Erst dann begannen Vertreibungen, die es folglich auch gab.“ Allerdings konzentrierte sich das Bomberdements der NATO ja auf die Provinz Kosovo und die meisten Flüchtlinge haben im benachbarten Mazedonien auf Nachfrage zuerst mitgeteilt, natürlich vor den NATO-Bomben geflohen zu sein. Erst nach entsprechenden Zurechtweisungen durch westliche Reporter gaben sie kamerawirksam an, von den Sicherheitskräften vertrieben worden zu sein; so jedenfalls die Recherchen von Elsässer.)

    Bundeswehroberst a.D. Jochen Scholz zitiert im Interview gegenüber Nuoviso einen Lagebericht des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr vom 22.03.99 (zwei Tage vor Beginn des NATO-Angriffs): „Es sind auch weiterhin keine Tendenzen zu ethnischen Säuberungen im Kosovo feststellbar“. Dasselbe Bild belegen die Recherchen der ARD-Doku „Es begann mit einer Lüge“ (2001), die ja schnell wieder aus dem Programm entfernt wurde.

    Der schlagendste Beweis ist jedoch der in Den Haag inszenierte Milosevic-Prozess, wo man dem Angeklagten die (von ihnen oben wiederholte) NATO-Propaganda als tatsächliche Politik hat nachweisen wollen, hierbei aber derart gescheitert ist, dass die Qualitätsmedien den so lang ersehnten Jahrhundertprozess totschwiegen und das ICTY schließlich zur Herzinfarkt-Notbremse griff, um sich nicht durch den (für alle Prozessbeobachter zweifellos anstehenden) Freispruch zu blamieren. Hätten Sie den Milosevic-Prozess intensiv verfolgt, dann wüssten Sie, dass es keine ethnischen Säuberungen im Kosovo gegeben hat; diese These ist vor Gericht schrittweise als ein großes Lügenmärchen entlarvt worden. Das von Ihnen erwähnte Racak war 1999 die Kriegsbegründung schlechthin und der wichtigste Vorwand für die fatale Ramboulliet-Ultimaten-Kette; dabei ist gerade Racak in Den Haag wie eine peinliche Seifenblase geplatzt. Es gab eine NATO-finanzierte Rebellenarmee Namens UCK, die zwecks international-diplomatischer Aufmerksamkeit bzw. einem ausländischen Eingreifen eine fortwährende Eskalation betrieben hat und hierbei mit wechselnden Erfolgen von staatlichen Sicherheitskräften bekämpft wurde. Es gab westliche Propaganda, die die Tatsachen wie bei Orwell verdreht und dem danach eisnetzenden völkerrechtswidrigen Angriffskrieg an der Heimatfront den Weg geebnet hat.

    PS: Ich beziehe das o.g. ausdrücklich auf den Kosovokonflikt 1998-99! Das Vorgehen der Krajina-Serben 1991 sowie der bosnischen Serben 1992 gilt es natürlich gesondert zu betrachten; da machen Sie es sich etwas einfach zwecks Dämonisierung des „Kriegsverbrechers Milosevic“, indem Sie einfach „die Serben“ in einen Topf werfen. Im Hinblick auf Kroatien91/Bosnien92 konnte Milosevic (damals Präsident Serbiens) keine Verantwortung nachgewiesen werden, mal unabhängig von der Frage nach den dort tatsächlich stattgefundenen ethnischen Säuberungen, denn die dortigen Serben agierten eigenständig, sowohl amtlich/offiziell als auch de facto. (über diese Konflikte könnten wir jetzt natürlich nun bis morgen debattieren; das Thema ist ca. 100 Mal komplexer als der Kosovokonflikt 1998/99, deshalb sollten wir es lieber lassen, das verliefe sich im Endlosen.)

  53. schnehen sagt:

    @Branko

    Danke für Ihre ausführliche Antwort.

    Also Heinz Loquai schrieb: ‚Von beiden Seiten wurden die humanitären Regeln verletzt, um eine Lösung mit militärischen Mitteln durchzusetzeh.“

    Das heißt dann auch, dass nicht nur die albanische, sondern auch die serbische Seite die humanitären Regeln verletzt hat.

    Das ist ein Eingeständnis, das die übliche proserbische Position schon einmal ansatzweise in Frage stellt und die Dinge differenzierter betrachtet, so wie ich dies vertrete. Später hat ja auch die jugoslawische Regierung, die nach Milosevic kam, zugegeben, dass es von serbischer Seite Menschenrechtsverletzungen gab. Also einseitig eine großserbische Position des ‚Schwamm drüber‘ zu vertreten und nur der anderen Seite alle Schuld zuzuweisen, ist nicht angebracht und wird dem, was sich wirklich abgespielt hat, anscheinend nicht gerecht.

    Allerdings sollte man Flüchtlingsberichte von geflohenen albanischen Familien ernst nehmen. Sie deuten auf eine systematische Vertreibung, auf eine Politik der Vertreibung hin. Auch die Ergebnisse von Exhumierungen durch internationale Teams aus den verschiedensten Nationen sollte man nicht beiseite schieben, auch dann nicht, wenn eine UN-Organisation diese Ausgrabungen geleitet und ausgewertet hat.

    Die Nato-Staaten, darunter auch die deutsche Regierung damals unter Schröder und Scharping, haben diesen Bürgerkrieg systematisch angeheizt, um einen Grund für eine Intervention zu haben. Das ist ein typisches Szenarium: Öl ins Feuer gießen, um dann als Ordnungsmacht auftreten zu können. Die deutschen Eliten haben immer ihre Interessen auf dem Balkan gut gekannt, vor allem aber in Kroatien, und haben sie auf diese Weise durchgesetzt, ähnlich wie die US-Imperialisten in Bosnien.

    Die Ursachen für diesen Bürgerkrieg müssten wir herausbekommen. Was hat dazu geführt? Aber das zu diskutieren, würde hier an dieser Stelle sicherlich zu weit führen.

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