Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Schweiz contra EU 1:0! Das große Blocher-Interview in COMPACT

640px-Christoph_Blocher_(Bundesrat,_2004)Mein Motto: „Eidgenossen aller Länder, vereinigt Euch!“

Das ist der Leckerbissen in der aktuellen COMPACT-Ausgabe 10/2014: Das große Interview mit Christoph Blocher, dem wichtigsten und bekanntesten Schweizer Politiker, Demokraten und Souveränisten! Sieben Seiten!

Übrigens: Blochers Parteifreund von der SVP, Oskar Freysinger, kommt als Referent zur COMPACT-Konferenz „Frieden mit Russlund – Für ein souveränes Europa“ am 22.11. in Berlin. Habe die Zusage grade erhalten! Hier mehr zur Konferenz.

Auszüge aus COMPACT 10/2014:

„Es geht um Sein oder Nicht-Sein der Schweiz“

Er kämpft seit Jahrzehnten für die Unabhängigkeit seines Landes, für die direkte Demokratie und gegen die Unterordnung unter die Europäische Union –– und ist so zum Hassobjekt der Brüsseler Eliten avanciert: Christoph Blocher, Urgestein und Altbundesrat der Schweizer Volkspartei, im COMPACT-Gespräch.

_Interview: A. Benjamine Moser

?Wilhelm Tell ist der Schweizer Mythos schlechthin – sind Sie dessen aktuelle Reinkarnation?

Ein lebender Mensch ist kaum ein Mythos. Aber Wilhelm Tell ist das Symbol des Freiheitskämpfers schlechthin. Insofern werden mir gewisse Parallelen zugeschrieben.

I?nwiefern?

Wilhelm Tell ist eine alte schweizerische Sage. Ob sie passiert ist, ist Nebensache. Der Kern der Tell-Sage ist die mutige Auflehnung gegen eine fremde Herrschaft. Tell ist Sinnbild für den Freiheitskampf der gesamten Schweizer Geschichte. Das Selbstbestimmungsrecht der Schweiz ist bis heute eine der tragenden Säulen. Und dies muss stets verteidigt werden. Das Recht auf Selbstbestimmung war der Kern der alten Bundesbriefe 1272 – nicht auffindbar – und 1291 – im Bundesbriefarchiv.  Es ist auch der Kern der Bundesverfassung, die 1848, den liberalen Bundesstaat schuf.  Auch heute ist die Wahrung der Unabhängigkeit zuvorderst in der geltenden schweizerischen Bundesverfassung festgeschrieben. Wilhelm Tell wehrte sich mutig dafür.

?Schiller ist für seine politische Überzeugung auch eingestanden – nicht wahr?

Der deutsche Dichter Friedrich Schiller hat die Figur des Wilhelm Tell so bekannt gemacht, dass wir uns alle an ihm orientieren können, und er uns moralischen Halt gibt. Schillers Tell ist ein tiefsinniges Drama.  Anfangs des 19. Jahrhunderts, als Schiller dieses Drama dichtete, war der Freiheitskampf auch im heutigen Deutschland ein Thema. Der Autor war sich dessen bewusst, sein Held Tell verkörpert den Freiheitskampf schlechthin und nicht bloß den schweizerischen.

Demokratie und Diktatur

?1992 haben Sie in Tellscher Manier den Kampf gegen den Vertrag zur Einbindung der Schweiz in den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) geführt, und zwar gegen das gesamte politische Establishment sowie das Unternehmertum. Dieses politische Ringen um die Nichteinbindung der Schweiz in die EU-Struktur ist bis heute aktuell?

Ja, das war der alles entscheidende politische Kampf des letzten Jahrhunderts.

(…)

?Die Schweizer wollen mehrheitlich nicht in die EU, trotzdem hält dieser politische Kampf unvermindert an?

Dieser Kampf währt nun beinahe schon ein Vierteljahrhundert, und so schnell wird die Sache  nicht vom Tisch sein. Das tragische an diesem Kampf ist: Es geht um Sein oder Nicht-Sein der Schweiz, um ihre Institutionen, ihre Freiheit – um nicht mehr und nicht weniger! I

(…)

?Befindet sich die Schweiz wirklich auf dem Weg in eine Diktatur –  wie Sie unlängst räsoniert haben?

In der Tendenz, sicher!

(…)

?Woran machen Sie diese fest?

Die Schweiz war in ihrer Gesetzgebung bis 2012 autonom, einzige Schranke war das „zwingende Völkerrecht“. Unter dieses Recht fallen zum Beispiel Sklaverei- und Folterverbot sowie der Völkermord und dergleichen unbestrittene Forderungen mehr. Nun hat das Bundesgericht in einem wegweisenden Gerichtsentscheid eine neue Grenze aufgemacht, die nichts anderes beinhaltet, als dass nun das Völkerrecht schlechthin, das heißt das internationales Recht, über der Verfassung stehen soll. Das Schweizer Volk und die Kantone als Souverän werden weggeputscht. Die dritte Schiene, die in die Diktatur führt, ist das neue Rahmenabkommen, das die Schweiz mit der EU abschliessen will. Die Schweiz hat rund  300 bilaterale Verträge mit der EU, und auf all diesen Gebieten soll nun automatisch die ganze EU-Rechtsentwicklung übernommen werden. Dabei wird der Schweiz keine Möglichkeit geboten zu bestimmen. Im Streitfall soll der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden. Das ist für die Schweiz in höchstem Maße diktatorisch! Fremdes Recht und fremde Richter werden eingesetzt. Darum wird die SVP eine „Volksinitiative zur Umsetzung von Volksentscheiden – Schweizer Recht geht fremdem Recht vor“ lancieren. Die Gesetzgeber und deren Vollstrecker haben sich dann daran zu halten.

Elite und Volk

?Warum will die politische Klasse die Schweiz in die EU hineinzwingen?

Ein klassischer Interessensgegensatz. Der klare Verlierer bei einem allfälligen EU-Betritt wäre die Schweizer Bevölkerung. Aber für die Politiker, Richter und Behörden ist das Volk ein Hemmschuh. Dieser Hemmschuh verschwindet bei einem EU-Beitritt weitgehend.

?Warum ist das Volk ein Hemmschuh?

Schweizer Behörden können auch nach den Wahlen nur das tun, was durch Volksabstimmungen, Referenden, Volksinitiativen gegeben ist. Sie können nicht alleine regieren. „Politiker sind die Knechte des Volkes.“

(…)

?Aber auch weite Teile der Intelligenzija sowie das Unternehmertum können diesem Lockruf der EU etwas abgewinnen.

Intelligenz schützt vor Dummheit nicht!

(…)
?Einem arabischen Basar, nicht einem amerikanisch-europäischen?

Ja, nein, vom Stil her, meine ich. Interessen prallen auf Interessen – der Stärkere gewinnt.

(…)
?Die EU ist eine suprastaatliche Großstruktur mit 28 Ländern, die in Geschichte, Sozialstruktur und kultureller Identität unterschiedlich sind . Welche Determinante hält ein solches Gebilde zusammen?

Eine intellektuelle Idee stand am Anfang, und unter einer Idee können sich viele zusammenfinden. Nämlich:

(…)
?Wirklich?

(…)
Ich höre immer noch Bundeskanzler Kohl, wie er überzeugend sprach: „Jawohl, wir haben Konvergenzkriterien, an die sich alle Staaten halten müssen: Kein Staat darf mehr als 60 Prozent Schulden vom Wert des Inlandsproduktes haben; kein Staat hat mehr als drei Prozent Teuerung; kein Staat hat mehr als drei Prozent jährliches Defizit.“ Wo aber ist die Kraft, die das durchsetzen kann? Heute erfüllen bald alle EU-Staaten diese Kriterien nicht mehr.

(…)
Der Euro und Europa

?Ist der Euro ein Finanzdebakel?

Seit 1848 ist die Schweiz ein Staatenbund, und es dauerte lange, bis wir wirklich eine einheitliche Währung hatten.

(…)

?Das würde bedeuten, Deutschland müsste für alle übrigen Mitglieder der EU diesen Finanzausgleich erbringen?

Ja, darauf läuft es denn wohl hinaus! Zum Kern wird aber auch oft Frankreich gezählt.

?Frankreich? Aber das Land ist doch ökonomisch am Limit, oder?

Stimmt, Frankreich ist wirtschaftlich bald ebenso schlimm dran wie Italien. Dann gibt es ja wohl nur noch Deutschland und die Benelux-Staaten. Deutschland sagt natürlich auch so, was gilt – der Starke gibt den Ton an.

?Ist der Euro die Abrissbirne für Europa?

Ich bin nicht der Meinung, dass ohne Euro die EU von der Bildfläche verschwinden müsste. Aber eine andere Konstruktion wäre erforderlich, nämlich ein lockerer Staatenbund.

(…)

?Werden wir, wenn alle bald bankrott sind, Rebellionen oder gar Revolutionen in Europa haben?

Bei den Wahlen haben wir bereits jetzt schon gewisse Anzeichen. In Italien erhält der Komiker Beppe Grillo so viele Stimmen, ohne dass er über ein Parteiprogramm verfügen würde. Was macht Grillo? Er nimmt die Politik auf die Schippe – that’s it, und die Wähler geben die Stimme, weil sie sich sagen, es läuft auf selbe hinaus. Der gemeinsame Nenner ist die Unzufriedenheit.

Links und rechts

?Vermögen Sie als Konservativer der klassischen Links-rechts-Kategorisierung in der Politik noch etwas abzugewinnen?

Die klassischen Grundfragen, die in der Politik mit links und mit rechts bezeichnet werden, bleiben natürlich erhalten.

(…)

?Die schweizerische Demokratie ist ein politischer Exportschlager – Schottland, Baden-Württemberg, Vorarlberg, die Lombardei oder Sardinien reklamieren mehr Demokratie nach Schweizer Vorbild. Könnte die Schweiz diese Gebiete nicht beitreten lassen, wovon manche träumen?

Von solchem Ansinnen halte ich nicht viel.

(…)

?Ein Systemwandel bringt demzufolge noch lange keine Demokratie?

Beim Arabischen Frühling jubelten alle, jetzt kommt Demokratie, wenn auch keine direkte. Was haben diese Bestrebungen bewerkstelligt? Kaum sind diese Extremisten an die Macht gekommen, haben sie alle übrigen Kräfte verdrängt.

(…)

Die Schweiz und Russland

Die USA und die Europäische Union haben Ende Februar auf dem Maidan eine negative Rolle gespielt. Was fällt Ihnen zum aktuellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ein?

(…)
Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 10/2014. Hier bestellen.

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13 Responses

  1. Stepher sagt:

    Habe das Intrerview in der Compact gelesen und bewundere den aufrechten Gang des Christoph Blocher und sein heimatverbundenes Engagement für seine Schweiz. Doch in den Banken der Schweiz werden ganz andere Weichen gestellt. Ich hoffe, daß die ehrlichen und anständigen Menschen wie Blocher den Sieg davon tragen.
    Doch hier etwas in einer anderen Sache; nämlich Xavier Naidoo:
    Grad höre ich (22h15) SWR4 HN und da wird gesagt, daß sich der Mannheimer OB von Xavier Naidoo distanziert auf Druck der „Grünen“! Weil Naidoo auf rechten Kundgebungen auftritt – gemeint ist wohl eure Demo. Auch heut, ist ein junger Richter in Franken entlassen worden weil er rechte Gesinnung vertreten hat, straffällig war der nie. Grüne, die 1998 nach 53 Jahren Frieden den Krieg gegen Jugoslawien mitführten und tausende unschuldige Zivilisten auf ihr Blutkonto luden genießen heute höchste Ämter. Anständige Menschen werden diskriminiert und der Rot/Grüne Faschismus etabliert sich. Hört genau hin. Es ist Zeit eine Allianz zu schmieden der Blocher, Wilders, Le Pen und alle europäischen Friedenskräfte angehören. Ich glaube, daß JE da ein leitender Koordinator sein kann. Es ist nicht mehr 5 vor zwölf! Die CIA- IS will jetzt per Füchtingsstrom ins Gutmenschen- Deutschland einsickern. Christoph Blocher hat mit seiner Partei bewiesen, daß dem Faschismus ein Riegel vorgeschoben werden kann.
    Gruß Stepher

  2. Leri sagt:

    Souveranität: Da muss nach dem Crash vieles in der Schweiz aufgeräumt werden, ich denke da nur an,
    BIZ (BIS), sonstige nicht gerade der „Ehre“ zuträgliche Einrichtungen und Verbindungen (Vatikan/Jesuiten etc.)

  3. Rudolf Steinmetz sagt:

    Man sollte beim Thema Schweiz nicht übersehen, dass der größte Teil des schweizer BSP nicht mit Käse erwirtschaftet wird (mittlerweile zunehmend preisgünstig aus Holland importiert!) sondern durch Schwarzgeldkonten und dem Geld von diversen Syndikaten (Öl, Drogen, Waffen etc.): könnte man sagen durch Hehlerei? Und die höchste Verbrechensrate pro Kopf in Europa findet man in jenen Schweizer Städten, wo sich das Geld konzentriert und sich normale Leute kaum noch halten können. Und was Herr Blocher noch vergass zu erwähnen: ohne den Heiligen Niklaus von Flüe, einem Bauern aus Sarnen, gäbe es die Schweiz überhaupt nicht, nur dass die Schweizer diesen Heiligen Mann längst nicht mehr auf ihrem Radarschirm haben. Der gesamte Wallfahrtsbetrieb dort ist ein riesiges Geschäft in den Händen der Schönstadt-Bewegung, einem globalisierten Vatikan-Konzern, der sich unter einem frommen Deckmantel alles unter den Nagel reisst, was er kriegen kann: http://www.santuarios.schoenstatt.de/db_user/cms_db_santuarios_map1.php?lang=de

  4. Markus Hohmann sagt:

    @Stepher: Sie beweisen durch ihren Kommentar nun wirklich die Binsenweisheit, dass der Kopf rund ist, damit das Denken die Richtung ändern kann:

    Erst beklagen Sie die Entlassung eines Richters, der rechte Gesinnung vertritt, um im Abschluss Blochers Partei Faschismus-Verhinderung zu konstatieren. Ja, wie hätten wirs denn nun gerne?

    Weiter schreiben sie: „Die CIA- IS will jetzt per Füchtingsstrom ins Gutmenschen- Deutschland einsickern.“ Hä? Die IS sickert in Deutschland ein? Wenn überhaupt, dann suchen doch Menschen, die sich von IS-Faschisten bedroht fühlen Asyl in Deutschland.

    Jetzt bieten sich drei denkbare Einstellungen, damit umzugehen:

    1) Deutschland zeigt sich humanistisch-solidarisch und gewährt dieser Kopfjäger-Bande Schutz durch Asyl.

    2) Deutschland zeigt sich militärisch-solidarisch und verteidigt potentielle Flüchtlinge vor Ort.

    3) Deutschland macht die Schranken dicht, hält sich friedliebend aus jeder Art von Intervention raus und toleriert somit faktisch das Abschlachten von Menschen.

    Ja, wie hätten wirs denn nun gerne? Stepher?

  5. Manfred Gutsche sagt:

    Hallo liebe Blogger!
    Die SCHWEIZER sind an 1.Stelle in Europa,USA,Australien
    an wohlhabene Einwohner,(lt. heutiger BILD Tabelle).
    Das Land von Wilhelm Tell sind so etwas von wohlhabend wie
    kein anders,weit & breit! Haben nie Kriege geführt deshalb auch
    keine VOLKSVERSCHULDUNG !

    Hatte auch im Jahre 1968 in der Schweiz gewohnt.In Gersau und Ascona (Tessin).
    MfG
    Manfred

  6. kaeptnbrise sagt:

    @ Markus Hohmann

    „3) Deutschland macht die Schranken dicht, hält sich friedliebend aus jeder Art von Intervention raus und toleriert somit faktisch das Abschlachten von Menschen.“

    Sehr geehrter Möntsch Herr Hohmann, wir Deutschen besitzen keinen eigenen Staat. Wir stehen unter Fremdherrschaft des Regimes der BUNTEN Republik. Sollten es uns gelingen, einen souveränen Staat zurück zu erobern, dann sollten wir es ertragen (lat. tolerare), wenn sich Möntschen am anderen Ende der Welt gegenseitig abschlachten.

    Denn am Wesen des Humanismus wird die Welt nicht genesen, sondern verwesen. Das hat der Holocaust im Irak bereits bewiesen, der Überfall auf den Irak, den die Möntschenrechtsaktivisten der NATO verbrochen haben.

    Mit höflichem Gruße
    Der Möntsch Nord Laender

  7. Leri sagt:

    An Open Letter to the Good People of Switzerland: Your Gold is Gone!

    http://www.silverdoctors.com/an-open-letter-to-the-good-people-of-switzerland-your-gold-is-gone/

  8. Schwan sagt:

    Na endlich. Weniger Russland, mehr EU, mehr alles andere. Wenn das so weiter geht, folgt meinem Probabo noch glatt ein Jahresabo.

    Denn die Russland-Berichterstattung ist die einzige grosse Schwachstelle, ohne die waere „Compact“ fast perfekt.

  9. Stepher sagt:

    Markus Hohmann sagt:
    15. Oktober 2014 um 12:23

    „Ja, wie hätten wirs denn nun gerne? Stepher?“…

    Ganz einfach Hohmann; zuerst hält sich Deutschland mal zurück was Waffenlieferungen an Saudi, Türkei und Katar betrifft, damit wird dem IS das Schwert zum Teil aus der Hand geschlagen.

    Und was die rechte Gesinnung anbelangt Hohmann, da kann ich sie beruhigen, Sollten sie Faschismus mit „rechts“ verwechseln, dann lesen sie nicht zuviel Post von Wagner aus der Sprechblasen- Illustrierten.
    Zu ihrem runden Gedächtnis gehört wohl nicht die Erinnerung daran, daß Deutschland wie schon erwähnt nach 53 Jahren erneut in den Krieg schlitterte und unter ROT/Grün unschuldige Zivilisten ermordete.
    Hä, Hohmann, sie haben nicht realisiert, daß IS- Sympatisanten aus Deutschland nach Syrien zogen unter dem wachsamen Augen des NSA- geführten BND und „man“ ihre Rückkehr „befürchtet“?

    Nun zu ihrem kuriosen „Rechts“- Verständnis. Als ein Mann, der seit 46 Jahren für dieses Deutschland hart arbeitet und Steuern zahlt fühle ich mich politisch gesehen rechts der Mitte. Links stehen die, die Leistung verweigern und von meinen Steuern leben und Krawall machen und in der Mitte stehen die Opportunisten die es jedem recht machen wollen um nicht anzuecken.
    Wo stehen sie.
    Der Mensch braucht Nahrung, Kleidung und Wohnung – dafür habe ich als Handwerker mein Leben lang gearbeitet – was tun sie für die Allgemeinheit?
    Sollten sie aber nicht begreifen, warum und von wem die IS ins Leben gerufen wurde, dann kann ich ihnen Aufschluß darüber geben und wir landen bei geopolitischen Fakten die US- Interessen um die Vorherrschaft der USA gemeinsam mit Saudi und Katar über ein Preisdiktat von ÖL und Gas das gegen uns gerichtet ist und dem Assad mit seinem Schulterschluß zu Moskau im Wege steht.
    Faschismus, Herr Hohmann wurde schon immer fälschlicherweise rechts verortet – doch er war und ist schon immer ein linkes Problem. Selbst Goebbels fiel das seinerzeit auf als er sich gegen das „rechte Besitzbürgertum“ verwahrte er fühlte sich damals schon national“SOZIALISTISCH“. Ergo was früher braun war ist heuer ROT/Grün. Kurt Schumacher hat schon erkannt, daß Kommunisten rotlackierte Faschisten sind. Denken sie an Kommunisten wie Kretzschmann, Trittin, Vollmers und so weiter.
    Im Übrigen bin ich katholischer Christ und mein Credo lautet
    ORA ET LABORA – OMNIA INSTAURARE IN CHRISTO!
    Soweit zu ihrer Binsenwahrheit Hohmann,
    Gruß Stepher

  10. Stepher sagt:

    Ach so Herr Hohmann was den Flüchtlingsstrom anbelangt bin ich dafür ihn zu stoppen, durch
    1.friedenserzwingende Maßnahmen in deren Ländern und Abkoppelung Deutschlands vom Diktat der „Bilderberger“, B’nai brith und ihrem „ROUND TABLE“ sowie der Atlantikbrücke nebst European Marshall Found.
    2. Die Ausbildung der zu uns gekommenen Flüchtlinge in wirtschaftlich wichtigen Berufen und deren anschließendes Wirken in ihren Heimatländern.
    3. Unterstüzung der Länder vor Ort zum Wiederaufbau ihrer Wirtschafts und Staats- Struktur.
    Ich hoffe, daß sie mich jetzt nicht als ausländerfeindlich deklarieren.
    Apropos ausländerfeindlich:
    Wenn unschuldige Zivilisten und Kinder in anderen Ländern von Tretminen zerfetzt werden, die von der „deutschen“ Firma RHEINMETALL hergestellt wurden – halten sie das für ausländerfreundlich, Herr Hohmann?
    In Erwartung ihrer Antwort, Gruß Stepher

  11. Markus Hohmann sagt:

    @Stepher: Ihre Erwartung will ich entsprechen:

    Ihrer link/rechts-Determination stimme ich nicht zu, da kommen wir nicht zusammen. Vor allem nicht ihrer Definition, wer links stehe.

    Ich selber orientiere mich sicherlich an Grundsätzen des Humanismus. Im politischen Farbenspektrum fällt es mir extrem schwer, mich da klar einzuordnen. Muss die Kompass-Nadel herangezogen werden, wird sie bei mir sicherlich tendenziell eher nach links als nach rechts orientieren.

    Ihrem dafür halten, den Flüchtlingsstrom zu stoppen unterstütze ich. Auch auf ihre 3-Punkte Agenda können wir uns gerne verständigen. wobei ich zu Punkt 1) Anmerken will: „friedenszwingende Maßnahmen“ will ich vom Völkerrecht gedeckt sehen und von der UN legitimiert wissen.

    Sie nach ihrem geschrieben als ausländerfeindlich zu deklarieren, kann und will ich nun wirklich nicht. Genausowenig, wie sie mich hoffenlicht nicht als krawallmachenden, Steuergeld-subventionierten Leistungsverweigerer deklarieren. Keines der drei Attribute kann auf mich zutreffen.

    Zerfetzte Kinder durch deutsches Waffenmaterial halte ich nicht für ausländerfreundlich. Sondern für Verantwortungslos. Ich plädiere für ein ausnahmeloses Verbot von Waffen-Exporten. Wer Waffen exportiert, gibt die Kontrolle über sie aus der Hand. Wozu das führt sehen wir seid Dekaden nicht nur im Nahen Osten. Unerträglich.

  12. Stepher sagt:

    Klare Sprache Markus Hohmann, mit Menschen wie ihnen kann ich umgehen – Menschen mit Rückgrat und einer klaren Positionierung. Ich denke, daß wir uns öfter auseinandersetzen.
    Doch zu ihrem UN- Mandat; da kann ich nicht zustimmen. Ich glaube, daß die UN von machtgeilen Lobbyisten gesteuert wird von Bilderberg bis B’nai brith und Trilaterale, die ich übrigens alle in einem Boot sehe. Ich erinnere mich noch, wie in den Achzigern die Maschine des sowjetischen Außenministers Andrei Gromykow keine Landeerlaubnis in New York erhielt und zurückfliegen mußte. Auch wenn man nicht gerade begeistert war von der UdSSR und ihrer Politik, so etwas gehört sich einfach nicht. Doch es zeigt, daß die Hintermänner der UN vor nichts zurückschrecken.
    Gruß Stepher

  13. Markus Hohmann sagt:

    @Stepher:

    Die Sicherheitsarchitektur nach dem zweiten Weltkrieg mit dem UN-Sicherheitsrat als ein Teil davon, ist leider die letzte Instanz, die die Weltgemeinschaft als Institution noch vorzuweisen hat. Zufälligerweise haben gerade die Staaten, die atomar ausgerüstet waren, bevor der Atomwaffensperrvertrag kam dort Veto-Recht. Ohne China und Russland geht da also nix. Bedeutet: Auf der einen Seite der letzte Gegenspieler, der sich noch legitim dem NATO-Hegemon entgegen stellen kann. Auf der anderen Seite resultiert daraus eine Blockierei und entsetzliche Schwächung, eine faktische Schwächung der Einrichtung, die sie im Poker realer Macht-Interessen obsolet werden lässt. Kurzum: Die komplette internationale Sicherheitsarchitektur, welche die geopolitischen Kräfte nach dem zweiten Weltkrieg abbildete, ist tot. Wie die USA ihre Machtinteressen immer offener und ungehinderter gegen andere Teile dieser Erde ausspielt, sehen wir ja.

    Ich hoffe inständig, dass Amerikas Deckung ihres maroden Dollars (durch militärische Verteidigung bzw. Bindung der Währung an den Schmierstoff der weltweiten Ökonomie – das Öl) aufgebrochen wird. Hoffentlich hält also wenigstens Putins Rohstoffbörse, die in lokaler Währung der handelnden Parteien abrechnet.

    Ich teile hier die Analyse Elsässers: Die USA werden sich auf lange Sicht nicht als Hegemonialmacht behaupten können. Das wird wie ein Kartenhaus in sich zusammen fallen, wenn der Pedro-Dollar bricht, oder das Öl als taktangebene Energiequelle ausgespielt hat. Das Substituieren dieses Energiegaranten hat ja längst begonnen.

    Europa verhält sich dumm, die transatlantische Treue zu beschwören und dem Osten, sprich Russland die Tür der Zusammenarbeit zuschmeist. Das ist völlig hirnrissig.

    Anyhow, ich komme vom Thema ab. Was ich sagen will: Militärisches Eingreifen auf der Bühne internationaler Politik, und lokal von dritter Seite in souveräne Staaten MUSS von einer internationalen Gemeinschaft legitimiert werden. Wenn sie das nicht kann, weil das Instrument der UN stumpf ist (oder gemacht wurde), oder schlicht nicht mehr die realpolitischen Gegebenheiten repräsentiert (was sie nicht tut, seid Dekaden…), dann muss da angesetzt werden.

    Zu glauben, die NATO wäre da Ersatz ist reiner Irrsinn. Das wird katastrophal enden! Und derzeit sind wir in der Tat auf dem besten Weg in die totale Katastrophe. Wir müssen hin zu einem multipolaren geopolitischen Ausgleich.

    Glaubt denn ein Staat ernsthaft, auf Dauer einzige, Weltbeherrschende Supermacht sein zu können? Was sie militärisch durchsetzen muss, also gewaltsam andere Interessen unterdrücken. Das ist völlig übergeschnappt, nichts weiter.

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