Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Nicht arm und nicht sexy: Wowi flüchtet

GF_maskWowereit kündigt seinen Rücktritt an. Die Stadt hat er ruiniert, jetzt geht er stiften.

Leute, ich habe zu diesem Typen alles gesagt. Hier mein Editorial aus der COMPACT-Ausgabe 2/2013. Bitte achtet den letzten Satz: „Die Party-Schickeria, die Wowereit an seinem Hofe großgezogen hat, ist unfähig, die verkehrstechnischen Voraussetzungen zu schaffen, um der Stadt weiter ihr Arm-aber-sexy-Modell aufzudrücken. Dürfen wir ein bisschen schadenfreudig sein, bevor wir in die Hände spucken und aufräumen?“

Aus: COMPACT 2/2013. Editorial von Jürgen Elsässer.

Fluchhafen Berlin 21

Arm, aber sexy“ – so pries Klaus Wowereit früher seine Stadt Berlin an. Das kam gut an, denn auch die Hartzer waren fidel, solange sie mit dem öffentlichen Nahverkehr von Lustig nach Lumpig fahren und irgendwie in der Hauptstadt mitmischen konnten. Aber die Zeiten haben sich geändert. Wenn Wowi derzeit seinen Spruch öffentlich wiederholen würde, müsste er Prügel fürchten. Wie konnte es so weit kommen?

Ein Rückblick: Während es in Bundesrepublik und DDR früher noch die legendären „Berufe“ gab, hielt man sich in West-Berlin schon zu Mauerzeiten vorzugsweise mit „Jobs“ über Wasser. Die Schrumpfform davon sind die „Projekte“, in denen man heutzutage versackt, meist ohne mehr als ein Taschenbild zu verdienen. Sinnbild der maroden Wowi-Jahre ist die flächendeckende Durchsetzung des sogenannten Wegbieres in der Hauptstadt: Weil die Masse der Arbeitslosen nicht genug Penunze hat, um in eine Kneipe zu gehen, holt man sich den Alkohol möglichst billig am Kiosk und kippt sich beim Gehen oder in der U-Bahn zu. Dieser Tage schwärmte sogar ein Autor in der früher großbürgerlichen Frankfurter Allgemeinen Zeitung von der „basisdemokratischen Sitte des Wegbieres“: „Sie ist die allgegenwärtige Metapher für Berlins Charakterdialektik aus Toleranz und Indifferenz“, mit dieser Mischung sei die Stadt zur „Weltpartymetropole und coolsten Stadt des Planeten überhaupt“ geworden. Der richtige Kick für solche Leute wäre vermutlich, wenn sie demnächst beim Schlamm-Catchen mitmachen könnten. Eine Vorstufe gibt es in Berlin übrigens schon, das Pub-Crawling. Dabei werden Easyjet-Ladungen aus allen Euro-Hungerländern mit dem Bus von einer Bar zur nächsten gekarrt, und man darf so viel in sich reinschütten, wie es geht. Die Flüssigkeit kommt dann teils unten, teils oben wieder raus, gerne auch an Hausecken. Die Altberliner müssen sich in „Toleranz und Indifferenz“ üben, sonst sind sie Rassisten.

Volkswirtschaftlich ist Berlin schnell erklärt. Die eine Hälfte hat keine Arbeit, die andere ist zumeist auf der Flucht vor ihr. Von denen, die noch in Lohn und Brot stehen, betreibt höchstens ein Viertel Wertschöpfung. Diese werden Schwaben genannt und entsprechend verachtet. Der Rest steht hinter irgendeiner Laden- oder Kneipentheke oder hält sich mit vergleichsweise harmloser Kleinkriminalität über Wasser: bisschen jobben, bisschen stehlen, ansonsten in Cafés rumlungern. Weil man bei diesen Aktivitäten heutzutage nicht mehr Zigaretten dreht, sondern am Laptop herumspielt, werden die Schnorrer vornehm als “digitale Bohème” bezeichnet. Ein wachsender drittes Segment hängt am Tourismus, der sich seit 1992 verdreifacht hat. Angeblich kommen jeden Tag im Schnitt 500.000 Besucher an die Spree. Die erdrückende Mehrheit hat nur eines im Sinn: für lau Party machen. Denn die Preise im Berliner Nachtleben sind so weit unten, dass eine ausgedehnte Zechtour selbst inklusive Flug für den Londoner Teenager günstiger kommt, als zu Hause zu bleiben. Für Trinker, Kiffer und Kokser ist das frühere „Spree-Athen“ mittlerweile billiger als selbst Tirana oder Tanger. Vermutlich wird es auch bald so aussehen. Was die Billig-Touristen nämlich abwerfen, reicht kaum aus, um die von ihnen angerichteten Schäden wieder zu reparieren.

Für diese Klientel, und nur für diese, braucht Berlin einen neuen Flughafen. Die stagnierende bis schrumpfende Real-Wirtschaft wäre weiter mit Tegel, Schönefeld und dem (zu Unrecht geschlossenenen) Tempelhof ausgekommen. Auf dem BER hingegen soll die wachsende Zahl der Bumsbomber für die „Weltpartymetropole“ landen. Mittlerweile sieht es ganz danach aus, als ob die Eröffnung des Airports auf den St. Nimmerleinstag verschoben wird. Das Debakel wird zu Unrecht mit Stuttgart 21 oder der Elbphilharmonie in Hamburg verglichen, denn in jenen Fällen könnten die Großprojekte am Bürgerprotest oder an den unverschämten Kostensteigerungen scheitern. In Berlin hingegen ist es fast allein die planerische Unfähigkeit der Politik, die zur bisher größten Blamage in der deutschen Baugeschichte geführt hat. Zugespitzt gesagt: Die Party-Schickeria, die Wowereit an seinem Hofe großgezogen hat, ist unfähig, die verkehrstechnischen Voraussetzungen zu schaffen, um der Stadt weiter ihr Arm-aber-sexy-Modell aufzudrücken. Dürfen wir ein bisschen schadenfreudig sein, bevor wir in die Hände spucken und aufräumen?

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29 Responses

  1. Mallika sagt:

    Gratuliere! Journalismus vom Feinsten😉 Schärfe würzt.

  2. Neukunde sagt:

    Gut erkannt, Jürgen Elsässer! Soll man noch hinzufügen, dass die S-Bahn Gleise der Innenstadt völlig überraschend (8 Jahren nach der Sanierung!) kaputt sind und wieder ausgetauscht werden müssen?

    Was stört es die neu zugezogenen Politiker und deren Hofstaat. Sie werden am ehesten auf das preiswerte Verkehrsmittel, das einmal zu dem weltweit führenden öffentlichen Nahverkehrssystem gehörte, verzichten können.

  3. adamlauks11 sagt:

    Vorab das worüber geschwiegen werden muss:
    http://adamlauks.com/2014/07/21/genosse-generaloberst-werner-grossmann-leiter-der-hv-a-des-mfs-erinnern-sie-sich-noch-an-adam-lauks-alias-ov-merkur-dies-ist-ein-offener-brief-und-offene-einladung-fur-die-verhandlung-s/
    Im Abgang schließt sich Wowereit dem Platzeck nur an um sich aus dem Staub zu machen und aus dem Blickpunkt der Staatsanwaltschaft zu verschwinden, weil er wie auch der Platzeck nicht wissen können oder Informationen hatten dass die Justiz den Welpenschutz über die STASI-Seilschaften aufkündigen wil,l und in der Sache BER – Korruption tiefer durchpflügen will, als es in der Sache Höhnes geschehen ist.
    Bei dem Auftrags-(und Nachauftragsvolumen) von ca 6 Milliarden € muss zwischen 10-15% als Bakschisch geflossen sein. Man wird versuchen den Jochen Grossmann als Bauernopfer mit vermutlich Geldstrafe zu belegen und so wie im Falle Höhness nicht weiter graben. Das sage ich voraus. Aber für den Fall dass die Imunität oder Unantastbarkeit des Namens Großmann dahin ist und man entscheidet cdas Ganze aufzuräufeln geraten Platzeck und Wowereit in Visier der Fahnder, weil JEMAND hat die Aufträge unterschreiben müssen!? Bei aller Ansträngung kommen bei mir keine Tränen des Mitleits auf, weil ich selber an der Baustelle des Senats mitgearbeitet hatte und zusehen durfte wie der Geldstrahl aus der Senatskasse fließt, wobei immer die Hauptrolle der Auftraggeber und Oberbauleiter spielen die Nachtragskalkulationen bestätigen und die „durchgeführten und geprüften“ Nachträge zur Anweisung freigeben, Kontrolle der Bauleitung wird nicht mehr gegeben haben, dh. Monitoring dew Bauvorhaben muss korrumpiert worden sein, und ich wage zu mutmaßen dass die meisten Firmen di dran waren irgendwie mit STASI-Hauptamtlichen und IMs verbandelt worden war.
    Das wird auch durch die Stille erklärt die beim durchstochenem Verfahren Richtung Jochen Großmann herrscht.Schließlich hat mein Schicksalslenker Generaloberst Werner Großman gerufen „Mein Sohn ist unschuldig “ das könnte als Schutzbehauptung aufgefasst worden sein, aber für mich und auch für die Presse ist das ein Befehl dass es so ist und anders gar nicht sein kann/darf. Niemand hat sich gewagt die Vater-Sohn Beziehung zu Checken oder einfach festzustellen, sonst hätte er auch das ganze Firmengeflecht des Sohnemanns leichter erklärlich gemacht. Und das die Firmen alle am Bundesgeldhahn angesiedelt sind wo das Geld fließt.

  4. Hans sagt:

    Prima erklärt

  5. rubo sagt:

    Ich bin absolut kein Berlin-Bewunderer, bleibe lieber geistig in Sachsen, aber den Satz verstehe ich nicht:……….die Wowereit an seinem Hofe großgezogen hat, ist unfähig, die verkehrstechnischen Voraussetzungen zu schaffen, um der Stadt weiter ihr Arm-aber-sexy-Modell aufzudrücken.

  6. Fein formuliert! Nur mit einem Schuß Sarkasmus kann man das Berliner Wirtschaftsmodell treffend beschreiben.

  7. Kein Verlust für diese Republik.🙂🙂

  8. johncom58 sagt:

    Ich erinnere mich an den Artikel gut, und als ich letzten Sommer in Berlin war, dachte ich: Ja so isses.

  9. Ramazotti sagt:

    Nicht nur das Flughafenbau Disaster ist Wowereit anzulasten, auch fuer die ueberbordende Kriminalitaet in Berlin darf er sich als Buergermeister mitverantwortlich zeigen. Das Berliner auf dem Alex abgestochen werden oder in U-Bahn Unterfuehrungen bzw S-Bahnen ohne Anlass, es sei denn das Fausrecht wuerde ein plausibler Anlass sein, gepruegelt, ja toggeschlagen werden, dafuer ist die sozialliberale Gutmensch und Party Schickeria um Wowereit schliesslich auch mit verantwortlich. Ich kann nur jedem empfehlen einmal die Berliner Polizei Nachrichten zu lesen, die politisch korrekten Verschluesselungen zum Taeter Hintergrund werden zwar regelmaessig durchgefuehrt, aber es sollte auch den Naivlingen und Systemprofiteuren klar sein das erstens, Messerstecher und Kopfttreter in der Regel einen speziellen kulturellen Hintergrund haben, und zweitens das es jeden treffen kann. Fast jeden, denn die Mitverantwortlichen einer beschwichtigendem Politik der Pseudo-Toleraranz und des Verstaendnisses fuer brutale Schlaeger und Moerder die sich hierzulande zunehmend zu Hause fuehlen, diesen Mitverantworltichen geht all das am Arsch vorbei. Solange wie sich die Herren und Damen Politik-Darsteller im Dienst Mercedes durch die Stadt kutschieren lassen, wird etnische Kriminaltiaet sie nicht treffen koennen, Aber vielleicht gibt es ja spaeter noch Gelegenheit an der Bereicherung teilzuhaben. Etwas Realitaetsgewinn wuerde Typen wie Wowereit sicherlich neue Erkenntnisse bescheren. Aber bevor das geschieht, stopft der ‚charmante Party Quassler‘ wohl doch schon eher sein zusammengequasseltes Millioenchen in den Koffer und haut ab nach….egal, mit Geld ist man ueberall willkommen.

  10. 006 sagt:

    Der verachtete Thilo Sarrazin hatte doch in der Zeit, in der er Herr über die Finanzen war, gegen Ende seiner Herrschaft fast so etwas wie einen ausgeglichenen Haushalt … ähm … zumindest in Sichtweiter, oder irre ich da fundamental? Ein Kunststück, das icnh vorher, wäre ich gefragt worden, für rundweg unmöglich erklärt hätte. In Berlin. Mit seinen ’sehr speziellen Verhältnissen‘ – die iuristische Hoheit haben die Alliierten – und werden sie auch behalten. Die Straßenhoheit haben … nun ja, irgendwelche Leute von irgendwoher, für die die gewaltsame Durchsetzung ihrer vermeintlichen ‚Rechte‘ zum Alltagsgeschäft gehört. Und die politische Hoheit haben alle Gruppen psychomentaler Randständigkeit, die sich in der sogenannten ‚westl. Wertegemeinschaft‘ auftreiben lassen.

    Leider muß ich sagen, daß ich nicht daran glaube, daß ich nicht daran glaube, daß in Berlin die Verhältnisse schon so weit gediehen sind, daß so etwas wie Besserung auch nur denkbar wäre. Vielmehr fürchte ich, daß es immer noch weiter abwärts gehen muß. Und wird. Und falls dann mal sowas wie die Talsohle erreicht sein sollte, dann wird man sehr lange auf dieser Talsohle vor sich hin kriechen müssen …. und erst danach werden vielleicht die mentalen und psychischen Voraussetzungen geschaffen sein, daß grundlegend andere Kräfte die Gestaltungsmacht übertragen bekommen. Der nächste ‚Oberbürgermeister‘ allerdings wird vermutlich eher diesem Milieu entstammen…

    http://www.freebuttmachineboys.com/

  11. Leri sagt:

    „Volkswirtschaftlich ist Berlin schnell erklärt. Die eine Hälfte hat keine Arbeit, die andere ist zumeist auf der Flucht vor ihr. Von denen, die noch in Lohn und Brot stehen, betreibt höchstens ein Viertel Wertschöpfung. Diese werden Schwaben genannt und entsprechend verachtet. Der Rest steht hinter irgendeiner Laden- oder Kneipentheke (…)“

    Touché😉
    Gruß aus Berlin

    P.S. Wenn mit Ladentheke die Horden der Aufstocker gemeint ist, welche den „cent-ierbaren“ des Stehens, möglichst noch niedriger gegenüber des aufstockenden Job-Centers rechnen. Und wenn mal 100 oder 1000 Cent, dann fehlend in ihrer persönlichen Kakulation (aus der Amtsberechnung) zu sehen sind, ja dann kommt man zu den täglich 100 Beschwerden am Sozialgericht. Is ja für lau (umme).
    Das ist Berliner „Wertschöpfung“.
    Fehlten da nicht neulich noch nen paar Richter?

  12. Hat dies auf POLITIK INFO BLOG rebloggt und kommentierte:
    Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan des „Campact“ Magazin bin, die hier enthaltene Sozial – und Milieukritik trifft absolut zu. Wowereit war das Schlimmste was Berlin jemals passiert ist. Hier bei uns in Berlin herrscht jetzt die Hoffnung auf Besserung.

  13. wpmik sagt:

    Hat dies auf Swiss Radar rebloggt und kommentierte:
    Was die Alliierten nur teilweise schafften, gelingt Sozialist Wowereit in seiner Amtszeit: Berlin ist am Boden zerstört. Der Flughafen BER ist im größten Debakel der Nachkriegszeit nur das i-Tüpfelchen eines Partyclowns, gegen dessen Inkompetenz kein Kraut gewachsen war. Wowi packt die Badehose ein. Auf Sylt gibt’s sicher noch ein Gläschen in Unehren. Wegtreten!

  14. Rudolf Steinmetz sagt:

    WoWi war schlecht, was nachkommt ist noch schlechter: http://web.de/magazine/nachrichten/deutschland/19246174-kampf-erbe-wowereits-berlin-voll-entbrannt.html WIE PLATON sagte: die Dämokratie ist die Vorstufe zur Tyrannei (7.Brief, Politeia) – warum? Na? Weil die Schei… oben schwimmt.

  15. Hans mein Igel sagt:

    Auf der Pressekonferenz heulte er dann so schön und effektvoll.

    Mir kommen auch die Tränen, wenn ich nach Berlin fahre und sehe, was diese infantilen Geister dort angerichtet haben.

  16. Wolfgang der Gesetzlose sagt:

    Gottseidank hat diese Tunte endlich abgedankt.
    Er war eine einzige Schande für die BRD.

  17. Bei dieser ganzen richtigen Einschätzung haben Sie,Herr Elsässer vergessen,den enormen Druck der Zuwanderung zu erwähnen,der ja auch bei dem Partylöwen gut ankommt,von den Grünen,Antifa gehätschelt wird.
    Und danke auch an adamlauks 11 für die Aufklärung zu Vater,Sohn Beziehung…Großmann.Als Opfer dieser Stasi-Bande,war das neu für mich.

  18. Möglicherweise kippt auch er sich jetzt erstmal Eiswasser über seine Birne! Das richtige „Badengehen“ ist nicht jedermanns Sache.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/08/27/spatzenhirn-oder-die-geschichte-vom-sinnvollen-badengehen/

  19. 13.Februar sagt:

    Wo ist denn der Unterschied zwischen dem oft geschmähten BER und S21 ? Auch bei den SCHWABEN kostet es immer wieder weitere Milliarden. Der ehemalige grüne S21-Kritisierer (heute MP) kehrt das lieber unter den Teppich. Die Stuttgarter (mittels Volkentscheid) wollten diese Geldvernichtung ja so. Und irgend jemand verdient ja an diesen beiden Großprojekten.

  20. Louise sagt:

    Ich kann mir nicht wirklich eine Meinung erlauben zu Wowereit
    ich war zum Teil nicht in Berlin, habe zu wenig gelesen aber ich glaube auch, was nach ihm kommt ist schlechter. Und der Grund ist je jünger die Leute, desto weniger ist man gut verankert in deutscher Geschichte.
    Florian Ilies, der das Buch Generation Golf geschrieben hat,
    analysiert nicht, was ihn beeinflußt hat, sondern beschreibt nur seine relativ oberflächliche Lebensweise für ein Land das
    zwei Katastrophen hinter sich hat (erster Weltkrieg, NS-Zeit).

    Lieber Badener, ich finde nicht, daß Arbeitslose in Berlin mit
    ner Flasche Bier herumlaufen. Ich habe noch keinen gesehen.
    Jeder Bezirk ist anders in Berlin. Sicher wird es den Arbeitslosen mit dieser Bierflasche geben, vielleicht in Wedding.
    Aber in Steglitz, City-West, Wilmersdorf ist das nicht der Fall.
    Ich finde auch nicht, daß so viele Touristen sich ungesittet in Berlin verhalten. Wegen meiner Wohnsituation bin ich häufig am Kudamm. Da ist wirklich Interesse.
    Kotze sehe ich da nicht am Boden.

  21. yilmaz sagt:

    zu dem Editorial
    Pro: verdammt gut & ausgeprägt kreativ , bravo!
    Kontra: leider stimmt der Inhalt😉, Berlin teilt sich exzessiv in Reich & Arm, da wirds wohl am ehesten knallen wenn die Wirtschaft abdreht….

  22. Radi sagt:

    @ Frage an alle:

    Warum beschwert man sich eignetlich über WOWI?
    Wowereit, das ist Libealismus und Rechtspostivismus und „Toleranz“ in Reinkultur!

    Schon seit dem Freimaurer, Friedrich dem Großen gilt die allseits gelobte Denkweise: „Jeder soll nach seiner Facon selig werden“ – Und genau das tut Wowereit eben auf seiner Ebene und auf seine Weise!

    Auf der Sünde folgt die Verblendeung. Wer die Natur des gefallenen Menschen kennt, wundert sich nicht, sondern kann seine Uhr anhand der absolut sicheren Abwärtsentwicklung dieser Unkultur stellen.

    Da sollte man zuerst beten, dann die Lage nüchtern analysieren und schließlich langfristig zukunftsorientiert handeln, und zwar dort, wo man das auch möglichst bewirken kann:

    Zuerst das Gebet zur Erneuerung der Weihe Deutschlands:

    V: Königin des heiligen Rosenkranzes, Hilfe der Christen, Zuflucht des menschlichen Geschlechtes, Siegerin in allen Schlachten Gottes, flehend werfen wir uns vor deinen Thron der Gnade nieder.

    A: Mit großem Schmerz müssen wir heute die furchtbarsten Verbrechen und Sünden der Welt mitansehen, die Verfolgung gegen die wahre Kirche Jesu Christi, ja sogar den Glaubensabfall ganzer Nationen, das Vergessen schließlich deiner Gnadenmittlerschaft durch die Mehrzahl der Menschen und die Lästerungen gegen unseren Herrn Jesus Christus, welche dein Unbeflecktes Herz mit schmerzlichen Dornen durchbohren. Auch in unserem geliebten Vaterland, dem von der göttlichen Vorsehung die Sendung anvertraut war, Träger des Heiligen Römischen Reiches zu sein und so in besonderer Weise an der Ausbreitung des wahren Glaubens mitzuwirken, verbreiten sich die kommunistischen, liberalen und antichristlichen Irrtümer. Das göttliche Gesetz wird missachtet, Staat und Gesellschaft sind durchdrungen von Gottlosigkeit und Sittenlosigkeit, die Heiligkeit der Ehe und Familie wird zerstört, und durch eine gottlose Gesetzgebung achten Volk und Staat nicht einmal mehr das ungeborene Leben.

    V: Um so viele Verbrechen zu sühnen, dem Bösen Einhalt zu gebieten und um die Seelen der Sünder vor der Hölle zu retten, hast du in Fatima die Weihe Rußlands an dein Unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen gefordert. Um das Kommen des glücklichen Tages zu beschleunigen, an dem der Oberste Hirte vereint mit allen katholischen Bischöfen deine Forderungen erfüllen wird, wollen wir uns deshalb deinem Unbefleckten Herzen weihen und feierlich versprechen, täglich den Rosenkranz zu beten, die Herz-Mariä-Sühnesamstage eifrig zu üben und überall zu verbreiten.

    siehe auch: http://www.deutschlandweihe.de/Erneuerung/Home2.html

    Gottes Segen

    Radi

  23. 006 sagt:

    # Radi

    Schon seit dem Freimaurer, Friedrich dem Großen gilt die allseits gelobte Denkweise: “Jeder soll nach seiner Facon selig werden” – Und genau das tut Wowereit eben auf seiner Ebene und auf seine Weise!

    Ich bin zwar jetzt schon etwas älter … habe aber dennoch nicht das Berlin zu Zeiten Friedrichs des Großen erlebt. Nichtsdestotrotz glaube ich, daß, wenn man sich fragt was denn ‚Berlin‘ ist, man eher an das von ihm (und seinen Nachfolgern) geschaffene Berlin denken wird … als an das von ‚Wowi‘ (und der ‚Berliner Parteienlandschaft‘, denn da dürfte nicht eine besser sein als die, die gerade das Zepter schwingen) … nun ja, ‚hinterlassene‘ Berlin.

    In den neunziger Jahren war ich öfters in Berlin zu Besuch, da ein Familienmitglied dort eine Eigentumswohnung (Friedenau) besaß. Auf dem Weg dorthin kam ich bei der Fahrt über die Stadtautobahn an irgend einem Mineralölbetrieb – Teltschow-Matern – vorbei … und ich kann mich noch heute an das seltsame Gefühl erinnern, daß dieser Name bei mir auslöste. Das war …. ich kann das gar nicht beschreiben … das fühlte sich irgendwie …. preußisch an; es war so eine merkwürdige Mischung aus Selbstachtung, Stolz, Erhabenheit, Würde … – ja, ich weiß … das klingt alles völlig bescheuert, aber … genauso habe ich es empfunden. Es war irgendwie … so eine Art ‚Hochgefühl‘ …. so ein ganz intensives ‚bei-sich-selbst-sein – und es war einfach … schön.

    Nun ja … – die Eigentumswohnung ist zwischenzeitlich verkauft – und nach Berlin bringen mich heute keine zehn Pferde mehr.
    Trotz ‚Teltschow-Matern‘.

  24. Tom Orden sagt:

    Ich als Berliner kann nur sagen:
    Wowereit hat Berlin kaputtgemacht!!!
    Ich bin froh das er bald weg ist!
    Leider wird sein nachfolger wahrscheinlich noch schlimmer als er😦
    Im Internet kusieren die wildesten Theorien, warum Wowereit wegkommt: http://www.preussischer-anzeiger.de/2014/08/seltsame-ruecktritte/
    Es ist schon verdächtig das Wowereit ERST JETZT zurücktritt…

  25. emannzer sagt:

    Berlin ist sicherlich beides: arm und hässlich.

    Sexy sieht anders aus – auch wenn ein Party-Hallodrie wie Wowereit anderes suggerieren möchte resp. wollte.

    Jedes mal, wenn ich in Berlin war, fühlte ich mich regelrecht erleichtert diese Bundeshauptstadt im Rückspiegel zu sehen; während ich durch ein trostlos wirkendes Sachsen-Anhalt fuhr.

    Kennedy ahnte wohl nicht, was er sich selbst antat, als er von „ick bin ain Bä’lina“ schwadronierte.

    Unsere „Geliebte Bundesregierung“ passt aber sicherlich fugengenau dorthin. Denn in Bonn saßen mal reale Politiker, keine ‚Po-bereiten‘.

  26. Eveline sagt:

    Die Gesetze kommen alle weiterhin aus Bonn…..

  27. heidi heidegger sagt:

    ..wenn’s auf der welt gerecht zuginge,wären die serbengeneräle+entscheider frei und wowi drin..und zwar so:

    Komm Wowi, Bus bauen!

  28. siempre sagt:

    http://www.freiheitswerk.de/lehr-reich/artikel/254-die-troege-bleiben-die-gleichen-nur-die-schweine-wechseln.html

    Sehr guter Kommentar von JE.

    Ich war noch nie in Berlin, interessiert mich auch nicht sonderlich. In München geht es nicht ganz so wild zu, aber wer an die Tröge kommen will, muss sich auch hier qualifizieren. Ob als Sozialarbeiter oder gar unser EX-Oberbürgermeister, der früher bekennender Sozialist und Mietanwalt. So tun, als ob man sich für die Belange seiner ärmeren Mitmenschen interessiert (als Beispiel nur Jugendemanzipation propagieren und dann doch bloß Jugend verwalten. Hauptsache man/frau hat seinen Job im öffentlichen Dienst oder wo auch immer etc etc) aber sich langfristig je nach politischer und sozialer Stellung die Pfründe sichern, das ist schon gängige Praxis.

    Manchen nehme ich Ihr Engagement auch ab, aber den Meisten nicht. Kurzum manche Linke haben sich vom Saulus zum Paulus gewandelt und mancher Rechte vom Paulus zum Saulus. Kurzum: Woworeit mag ja wirklich wie kürzlich in einer Fernsehveranstaltung mit Desiree Nick? und anderen verfolgt aus sehr ärmlichen Berliner Verhältnissen gekommen sein, daher auch die seinerzeitige Beliebtheit, aber wenn sie Lunte gerochen haben, dann werden sie meist zu ziemlich normalen, schwulen oder heterosexuellen Spießern, die längst schon keinen Aufstand probieren und sei es nur geistig.

    Aber vielleicht bin ja ja auch bloß neidisch, weil ich mich nie so angepasst habe und erfolgreich bin?

    siempre

  29. heidi heidegger sagt:

    sorry,jürgen..erspar‘ dir die 3 dinger oben,alles schrott,will dir echt deine zeit nicht klauen oder trollen ,aber hörma hier rein ab 11:07 https://soundcloud.com/tags/mario%20heinz%20romanowki

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