Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

COMPACT im Mai: NATO-Killer Timoschenko und der 3. Weltkrieg

2014_5_COMPACT_Cover_kleinAuszug aus dem Aufmacher-Artikel von COMPACT-Magazin 5/2014

Die Mai-Ausgabe von COMPACT – am Kiosk ab 24. April, die Abonnenten haben sie schon – wieder mit einem Schwerpunkt und Titelthema zum neuen Kalten Krieg, u.a. mit einem Scholl-Latour-Interview. Hier ist das vollständige Inhaltsverzeichnis und der Bestellcoupon. Und hier ein Auszug aus meinem Aufmacher-Artikel:

Terminator Timoschenko und der 3. Weltkrieg

Die Tötungsroboter der NATO: Auf der Flucht vor dem wirtschaftlichen Kollaps programmiert das US-Imperium Killermaschinen gegen den ewigen Feind im Osten. Wie in den dreißiger Jahren wird Mittelosteuropa zum Aufmarschgebiet für den vermeintlichen Endkampf.

_von Jürgen Elsässer

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Reden wir nicht über Faschismus. Die Russen mögen wissen, was das ist, ihre Väter und Großväter haben dagegen gekämpft und hinterher ihre Toten gezählt, bis sie nicht mehr zählen konnten. Kein Volk hatte mehr Opfer zu beklagen. In Deutschland hingegen macht das Reden über Faschismus keinen Sinn mehr: Hier gilt schon ein Sozialdemokrat wie Thilo Sarrazin vielen als Nazi, und Eva Herman wird wie eine Wiedergängerin von Eva Braun geschmäht. Hier ist aus Raider Twix geworden, und in jeder politischen Debatte obsiegt das Totschlagargument: Wer als erster Auschwitz sagt, hat gewonnen.

Reden wir stattdessen über den Film Terminator, darunter kann sich jeder etwas vorstellen. Im letzten Teil der Trilogie soll Arnold Schwarzenegger als Kampfroboter T-850-101 das Überleben der Menschheit sichern, bekommt es aber dabei mit einer viel schnelleren Killermaschine zu tun: dem mit weiblichen Eigenschaften ausgestatteten Modell T-X, das sich in jede beliebige Form morphen kann. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Atomkrieg steht bevor: Arnie soll John Connor und Kate Brewster als künftige Anführer des menschlichen Widerstandes gegen die totale Maschinenherrschaft retten, die Terminatorin will ihn daran hindern und die beiden liquidieren. In ungefähr derselben Situation befinden wir uns heute: Die künstliche Intelligenz, die das Kommando über den Produktionsprozess übernommen hat (freilich im Auftrag finanzkapitalistischer Mumien wie Rothschild und Rockefeller, wovon Hollywood schweigen muss), schickt Kampfroboter los, um den Widerstand gegen die Neue Weltordnung mit aller Macht zu brechen. Die aktuelle Version von T-X ist ein schöner Android, der auf den Namen Julia Timoschenko hört, aber auch in eine andere Körperhülle schlüpfen kann.

Atomkrieg – oder Pogrom?

Terminatorin Timoschenko – eine übertriebene Metapher? Sie wurde doch noch im Januar von der CSU für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen! Prüfen wir zur Beurteilung das Telefonat, das die ukrainische Präsidentschaftskandidatin – die Wahl soll am 25. Mai stattfinden – mit dem ehemaligen Vizechef des Nationalen Sicherheitsrats Nestor Shufrych am 18. März, zwei Tage nach dem Referendum auf der Krim, geführt hat.

(…)

Timoschenko selbst hat die Echtheit dieses Mitschnitts bestätigt. Mit einer Ausnahme: Der letzte Satz sei manipuliert worden, in Wirklichkeit habe sie statt der Atombombendrohung gesagt: „Die Russen in der Ukraine sind Ukrainer.“ Dass eine solche Banalität das mordgeile Crescendo davor abgeschlossen haben soll, ist nicht besonders glaubwürdig. Im übrigen plädiert Parteifreund Shufrych im Satz davor dafür, die acht Millionen Russen in der Ukraine für „vogelfrei“ zu erklären – was im Wortsinn bedeutet, dass jeder sie umbringen kann, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen. Auch ganz ohne die nukleare Komponente wird hier also nichts weniger als eine Pogromkampagne gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung angekündigt, sowie die Vernichtung eines Nachbarstaates („Russland in ein verbranntes Feld verwandeln“). Als im Frühjahr 1999 ähnliche, aber weniger blutrünstige Pläne des jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic gegenüber seinen albanischen Landsleuten auftauchten, genügte das für die NATO, um zum Schutz der angeblich Bedrohten militärisch einzugreifen. Am Ende des „humanitären Bombardements“ zählte man etwa 3.000 Tote, und der Milosevic zugeschriebene Hufeisenplan stellte sich als primitive Fälschung von Rudolf Scharpings Verteidigungsministeriums heraus.

(…)
Deutschland in der Nacht

Der Aufschrei in Deutschland über dieses Telefonat unterblieb. Zwar distanzierte sich die Kanzlerin von den „Gewaltphantasien“ Timoschenkos – als ob es da nur um eine überschießende Rhetorik gegangen sei. Konsequenzen zog sie jedenfalls nicht. Auch dass am 19. März ein Parlamentsabgeordneter der in Kiew mitregierenden Swoboda-Partei mit seiner SA in ein Fernsehstudio eindrang und den Direktor unter Schlägen zwang, sein eigenes Rücktrittsgesuch zu unterschreiben – er hatte wohl zu russlandfreundlich berichtet –, hielt die Bundesregierung nicht von einer Intensivierung der Zusammenarbeit ab: Am 21. März wurde der politische Teil des EU-Assoziierungsabkommens in einer pompösen Zeremonie unterzeichnet.

Wenige Tage nach dem Bekanntwerden der Timoschenko-Zitate postulierte Finanzminister Wolfgang Schäuble vor einer Schulklasse in Berlin: „Das kennen wir alle aus der Geschichte. Mit solchen Methoden hat Hitler schon das Sudetenland übernommen.“ Er meinte aber nicht Timoschenko, sondern Putin! Der historisierende Offenburger erhielt schnell Unterstützung: „In der Debatte um einen Putin-Hitler-Vergleich von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) haben sich der Deutsche Lehrerverband und der Zentralrat der Juden hinter den Minister gestellt,“ berichtete das Handelsblatt.

Auf der anderen Seite werden Positionen, die auf die extremistischen Entwicklungen in der Ukraine hinweisen, in der deutschen Öffentlichkeit an die Seite gedrückt. Als erstes traf es Gregor Gysi

(…)

Auf diese Weise geächtet werden nicht nur Sozialisten, sondern auch Kapitalisten, sofern sie sich nicht in die antirussische Front einspannen lassen. Als der Siemens-Vorsitzende Joe Kaeser Ende März wagt, sich mit Putin persönlich zu treffen, wird er von Claus Kleber im ZDF einem inquisitorischen Verhör unterzogen, das „alles in den Schatten stellt, was man (…) aus dem wirklichen Kalten Krieg kannte“ (so Frank Schirrmacher in der FAZ).

(…)

Synthetische Kampfroboter

Dass der Westen in der Ukraine zur Durchsetzung seiner Interessen auf mörderische Radikale setzt, ist nur die slawische Variante des arabischen Originals. Von Ägypten über Libyen bis hin zu Syrien haben die USA und ihre Verbündeten bedenkenlos die reaktionärsten Kräfte als Freiheitskämpfer hochgejubelt und sie mit dem Flitter einer Twitter-Generation verkleidet. Als sich der Facebook-Zauber verzogen hatten, herrschten in Bengasi Al Qaida, in Kairo Muslimbrüder und in Aleppo Kopfab-Salafisten. War nicht nach dem 11. September 2001 von George W. Bush der weltweite Krieg gegen den „Islamo-Faschismus“ ausgerufen worden? So demagogisch dieser Begriff war, als es um die Verteufelung einer gesamten Religion ging, so treffsicherer bezeichnet er die Hilfstruppen, mit denen sich Präsident Barack Obama seit 2011 eingelassen hat, um relativ fortschrittlichen muslimischen Führern wie Gaddafi und Assad den Garaus zu machen.

Wie in der Dekadenzphase des Römischen Reiches kämpft das moribunde Imperium seine Kriege mit den Hilfstruppen der Barbaren: Faschisten in Osteuropa, Islamisten im Nahen Osten. Wobei diese Begriffe eigentlich in Anführungszeichen gesetzt werden müssten, denn beide Ismen sind synthetische Kunstprodukte, die wie die Terminatorin T-X beliebig gemorpht werden können.

(…)

Jedenfalls sind die Kernvölker des Imperiums sind nicht mehr in der Lage zu kämpfen, teils aus Verweichlichung, teils wegen finanzieller Schwierigkeiten.

(…)

Zwei Alternativen bieten sich an: Die Eroberung des Ostens durch „bunte Revolutionen“ nach dem Vorbild der Ukraine – oder der Einsatz von Atomwaffen. Für beides ist Frau Timoschenko  eine ideale Partnerin.

Der Stolperdraht

Ein Blick in die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs lohnt durchaus, wenn er nicht immer wieder auf das Sudetenland 1938 beschränkt würde. Mittelosteuropa insgesamt ist nämlich heute ein Pulverfass wie damals: Die unsinnige Eingliederung in die Europäische Union hat die Staaten zwischen Ostsee und Schwarzem Meer destabilisiert. Die Souveränität, die sie mit dem Abschütteln der Moskauer Hegemonialmacht erringen wollten, haben sie längst wieder an Brüssel verloren.

(…)

Das Verhalten Polens in den dreißiger Jahren könnte die Blaupause für die Timoschenko-Ukraine sein. Zerrissen im Innern und bedroht von außen entwickelte sich ein extremer Nationalismus, der nicht wusste, ob er sich gegen Osten oder gegen Westen werfen sollte.

(…)

Dieses Kalkül ist über weite Strecken aufgegangen, am Ende nicht. Dazwischen wurden über 60 Millionen Menschen ermordet. Heute sollten wir eigentlich klüger sein.

Jürgen Elsässer ist Chefredakteur von COMPACT-Magazin.

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35 Responses

  1. Manfred sagt:

    Lieber Jürgen Elsässer,
    auch wenn ich Ihren Äußerungen weitgehend zustimmen kann und will,
    der Wahrheit zuliebe eine kurze Anmerkung: (Blogregeln)
    Wie sollte Deutschland, ab 1942 beständig auf dem Rückzug, den weit überlegenen Russen solch hohe Verluste beigebracht haben? Wäre das so, hätte Deutschland den Krieg gewonnen, da die Sowjetunion „nur“ 20 Millionen Männer unter Waffen hatte.

  2. daniel sagt:

    Lieber Manfred, was meinen Sie mit : „Wie sollte Deutschland, ab 1942 beständig auf dem Rückzug, den weit überlegenen Russen solch hohe Verluste beigebracht haben?“
    Wenn Sie die 60 Millionen Opfer im letzten Absatz meinen, so steht diese Zahl für den gesamten zweiten Weltkrieg, wenngleich die Opferzahlen von manchen Wissenschaftlern auch auf bis zu 80 Millionen geschätzt werden.
    Ein Faktor spielen dabei die sowjetischen Opfer. Wenn von 20-25 Millionen oder mehr Opfern die Rede ist, so sind der größte Teil hiervon die zivilen Opfer.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegstote_des_Zweiten_Weltkrieges#Sowjetunion

    So nennen z. B. einige Quellen zum 1. Weltkrieg eine Gesamtopferzahl von 9-10 Millionen Opfern, andere jedoch bis zu 17 Millionen! Auch hier spielen die Opfer unter den Zivilisten eine große Rolle.

  3. Peter sagt:

    Zu diesen mitgeschnittenen Telefongesprächen, möchte ich jetzt doch mal meinen Senf dazugeben.
    Natürlich passen diese Fauxpas von Nuland, Paet (estn.Außenminister) und Timoschenko wunderbar in unser Weltbild. Auch ich habe mich über soviel Dummheit erst mal gefreut.
    Aber schon bei Nuland kam mir einiges merkwürdig vor. Eine amerikanische Diplomatin, (die sind alle geheimdienstlich geschult) spricht auf einem nicht abhörsicheren Telefon
    hochsensible Dinge an?? Schon alleine für diesen groben Sicherheitsverstoß wäre sie normalerweise aus allen Ämtern fristlos entlassen worden.
    Hier wird aber nicht nur das Telefongespräch (das aus einer vollkommen dubiosen Quelle stammt) sofort zugegeben, sondern auch noch (von Nuland) die gute Tonqualität gelobt.
    Die normale Reaktion wäre doch gewesen, zu guttenbergen und entrüstet alles abzustreiten.
    Auch die MSM sind sofort auf den Zug aufgesprungen und schon alleine deshalb sollten sämtliche Alarmsirenen losgehen.

    Dasselbe gilt (sogar in verschärfter Form) für das Gespräch zwischen Paet und Ashton.
    Bei Timoschenko kann man sagen, die Frau saß ein paar Jahre im Knast und ist nicht so auf dem laufenden Stand, ein bisschen dämlich ist sie sowieso, aber auch das ist mir als
    Erklärung zu dürftig.

    Leider kommt man mit der Frage Cui bono hier auch nicht weiter.
    Vielleicht ist das Drehbuch zur NWO schon längst geschrieben und was wir hier sehen ist der fertige Film, den keiner mehr beeinflussen kann.

  4. Thomas sagt:

    Das unsere Politiker jemanden wie Timoshenko loben sagt schon alles. Heil Timoshenko wäre eindeutig und ehrlicher gewesen von den Gutmenschen für Menschenrechte in unseren Politikerreihen. Wenn Heuchlertum wehtun würde wären die Schreie noch auf dem Mars hörbar!

    Alles was die verlogene Furie behauptet ist so jenseits der Realität, die konkuriert mit jedem Psycho aus welchem Horrorfilm auch immer.

    Aber das Realität keine Basis mehr ist für unsere Hampelmänner ist ja bekannt, Geld und Macht ist die Schminke der seelenlosen Blödmänner und Frauen!

  5. ki11erbee sagt:

    Ich finde es bemerkenswert: auf der einen Seite sehen wir mit eigenen Augen, wie die angloamerikanische Presse mit primitivsten Auslassungen und Verdrehungen Propaganda betreibt, aber im Bezug auf den 2. Weltkrieg wird so getan, als sei dort dieselbe Presse der alleinige Besitzer der Wahrheit.

    Ganz im Ernst: Mut zur Wahrheit ist keine Einbahnstraße

    Entweder hat man ihn und erzählt dann die Wahrheit zu ALLEM und hinterfragt ALLES, oder man hat den Mut zur Wahrheit nicht, dann sollte man aber wenigstens darauf verzichten zu lügen.

    Die Lügen über den zweiten Weltkrieg und dessen Vorkriegsgeschichte andauernd durch Wiederholungen zu perpetuieren und dann von „Wahrheit“ zu reden, halte ich für äußerst verlogen.

    Wenn Sie, Herr Elsässer, also aus bestimmten Gründen bestimmte Themen nicht in Ihrem blog haben wollen, so ist dagegen nichts einzuwenden.

    Aber dann hören Sie endlich damit auf, unreflektiert Müll über diese Themen zu schreiben. Wenn Sie kein Spezialist auf dem Gebiet „deutsche Geschichte“ und „zweiter Weltkrieg“ sind, dann sparen sie das Thema einfach aus. Punkt.

    Man kann nämlich durchaus auch über die Situation in der Ukraine berichten, ohne Adolf Hitler zu erwähnen!

    Sich selber „Mut zur Wahrheit“ zu bescheinigen, geschichtliche Lügen zu verbreiten und andere Standpunkte dazu dann mit Verweis auf die Blogregeln zu unterdrücken, ist… nunja, Sie wissen selber, was das ist!

    Denken Sie mal darüber nach!

  6. susa ne sagt:

    wir ale kennen nicht die tatsächlichen Zahlen der Opfer auf allen Seiten, man kann doch aber nicht anfangen mit diesen Zahlen zu jonglieren…wesendlich ist doch nur, dass wir achtgeben müssen, dass sowas nicht wieder geschieht.dabei ist ganz egal wer auch nur Andeutungsweise Kriegstreibende Hetze betreibt oder mit solchen sympatisiert, gehört gnadenlos an den Pranger…und muss mit Verachtung gestraft werden…z.B. wer der Timoschenko den Friedensnobelpreis anbietet gehört auf der Stelle aus allen Ämtern gefeuert…man könnte meinen es hätte ein hochkarätig Größenwahnsinniger ,,Führer,,ausreichen müssen um die Menschen klüger zu machen..wie es den Anschein hat aber doch nicht…

  7. Commander_Keen sagt:

    Kommunisten haben in Russland, China, Vietnam, Kambodscha… über 100 Millionen abgeschlachtet (Quelle: Schwarzbuch des Kommunismus)

  8. manfred6662013 sagt:

    Hallo Ihr Kriegstotenzähler!
    Ich dachte im II. Weltkrieg hätte es ca. 40 Millionen Tote gege-
    ben?

    Nun seid bitte friedlich denn im III. Weltkrieg wird es hunderte
    Millionen Tote geben – dank der Atombomben welche noch mehr
    „schaffen“! Da ich schon 78 Jahre (jung) bin ist es ja nicht so
    schlimm! Da ich sowiso kein Geld habe ist die Beerdigung dann
    auch kostenlos!!!

    By by ihr Totengräber!
    mfg

    manfred 6662013

  9. Rudolf Steinmetz sagt:

    Deutschland ging es dann gut, wenn es mit den Russen eine gute Nachbarschaft pflegte. Daran ändert auch nichts die transatlantische Gehirnwäsche, gut analysiert von Gabriele Krone-Schmalz anhand der Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung auf NDR / ZAPP – 16.04.2014 23:20 Uhr, siehe: http://de.gloria.tv/?media=598843
    ÜBRIGENS der Erfinder der Spin-Docters war Edward Bernay, ein US-Neffe von Sigismund Schlomo Freud. Über Freuds falsche Wissenschaft siehe: Han Israëls, Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge, Hamburg
    1999; ders., Der Wiener Quacksalber. Kritische Betrachtungen über Sigmund Freud und die Psychoanalyse, Jena 2006.
    DEN BERUF des Psychologen erfanden dann die Nazis – Veröffentlichung der Diplom-Prüfungsordnung im Amtsblatt des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 5.Juli 1941, Heft 13 – Manus manum lavat,

  10. Zensurnixgut sagt:

    Elsässer schreibt:
    „Das Verhalten Polens in den dreißiger Jahren könnte die Blaupause für die Timoschenko-Ukraine sein. Zerrissen im Innern und bedroht von außen entwickelte sich ein extremer Nationalismus, der nicht wusste, ob er sich gegen Osten oder gegen Westen werfen sollte.“

    Ohne die Blogregeln zu verletzen, kann nachgewiesen werden, oder zumindest der Verdacht nahe gelegt werden, daß polnisches Verhalten nichts mit äußeren Bedrohungen zu tun hat:

    Polnischer Staatspräsident Stanislaus Grabiski erklärte 1923:
    „Das polnische Volk kann das Ergebnis der Volksabstimmung in Masuren nicht als letztes Urteil der Geschichte anerkennen. Der Bestand der Republik wird erst dann dauerhaft gesichert sein, wenn wir in dem unvermeidlichen Kampf mit Deutschland siegen.“
    (Harald Laeuen: Polnische Tragödie, 1958, S. 313)

    Flugblatt vom halbamtlichen polnischen „Westmarken-
    Verein“, das seit 1930 in Polen verbreitet wurde:

    „Wenn Deutschland noch einmal Europa destabilisiert dann wird Deutschland nicht mehr geteilt, sondern von der Landkarte gefegt werden. Ost und West haben die notwendige Technik, um dieses Verdikt auch vollstrecken zu können. Wenn Deutschland wieder anfängt, bleibt keine andere Lösung.“
    (Lech Walesa, Interview in der niederländischen Wochenzeitung Elsevier vom 7. April 1990, laut DER SPIEGEL 15/1990, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13498691.html )

    „Als die Warschauer Stadtverwaltung die Kundgebung am Montag nach ersten Zusammenstößen auflösen wollte, zogen mehrere hundert Menschen vor die russische Botschaft. Da die Polizei die Vorderseite des Geländes bereits abgeriegelt hatte, versuchten einige Randalierer, von hinten auf das weiträumige Gelände vorzudringen.

    Die Agentur PAP meldete am späten Nachmittag, mehrere hundert Polizisten seien mit Wasserwerfern unterwegs zum Botschaftsgelände, um die Demonstration aufzulösen. Polen und Russen blicken auf eine konfliktreiche gemeinsame Geschichte zurück.“ (http://www.taz.de/!127285/)

    „Der polnische Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, Deutschland zu einer Großmacht aufbauen zu wollen. Der Vorsitzende der nationalkonservativen Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) warf Merkel in einem wenige Tage vor der polnischen Parlamentswahl von Sonntag veröffentlichten Buch vor, Polen unterwerfen zu wollen.“ (http://www.welt.de/politik/ausland/article13641346/Kaczynski-unterstellt-Merkel-grossdeutsche-Ambitionen.html)

    Polens Rolle im Ukraine Konflikt wäre auch zu hinterfragen:

    Zu hinterfragen wäre ebenfalls, warum im Zitat aus dem COMPACT-Heft „Nationalismus“ steht, aber der ukrainische Nationalismus von Ihnen, Herr Elsässer, als „Faschismus“ bezeichnet wird.

  11. Zensurnixgut sagt:

    Nachtrag:
    Aber ich will nicht nur meckern. Mit Freude nahm ich zur Kenntnis, daß Sie mich heute auf dieser Friedensdemo zitiert haben: „Ich habe den Namen (dieser Frau) vergessen“
    Sehr gut!

    Meine Sprüche sind eh die geilsten, kennen Sie den:
    Schw__zvergleiche unter Linken –
    Deine Kapitalismuskritik ist doch total verkürzt, Genosse.
    Meine hingegen wird ständig länger.

    Naja, blöder Witz, ich weiß…

  12. ups2009 sagt:

    Off-Topic

    Rothschild inherits Patent after 4 co-owners disappear on MH 370 Flight
    Friday, 28 March 2014
    http://macedoniaonline.eu/content/view/24972/56/

    http://2012thebigpicture.wordpress.com/2014/03/23/rothschild-inherits-a-semiconductor-patent-for-freescale-semiconductors/

    war mir entgangen … war dies schon thematisiert?

  13. Die NATO ist die ALTE Weltordnung = Die These.
    Die BRICS Staaten = Die Antithese werden uns als vermeintliche Befreier die neue kommunistische Weltordnung bringen, und sie Herr Elsässer rennen da genau ins Ziel.

    Jedoch wird es wohl keine wirkliche Befreiung sein, denn das Kommunisten Pack ist noch schlimmer als die Kapitalisten.
    Wer hat in der Geschichte die blutigsten Revolutionen angezettelt?

    Herr Jürgen Elsässer, sie müssen aufpassen das sie nicht zum Fähnchen im Wind der anderen Seite der gleichen Medaille werden!

    Anstatt den Menschen zu vermittlen wie sie gewaltlos §1 BGB umsetzen können, sprich ihre Souveränität über subsidiares Handeln der Gemeinden und ohne Demokratie und Politischer Rechtskreisdiktatur wiedererlangen, machen sie hier Putinpropaganda, und veranstalten eine riesen Ablenkaktion, die mit dem 3. Weltkrieg und der Debellatio Deutschlands belohnt wird. Ich bedanke mich schonmal im Voraus, dass sie hier so gegen unseren Verwalter aufwiegeln.“

    http://staatschuldenluege.wordpress.com/2014/04/21/the-new-world-order-wants-the-nwo-to-fail/

  14. 13.Februar sagt:

    Im 2+4-Vertrag vom 12.09.1990 wurde u.a. folgendes festgelegt

    Artikel 2
    Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen ihre Erklärungen, daß von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar. Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik erklären, daß das vereinte Deutschland keine seiner Waffen jemals einsetzen wird, es sei denn in Übereinstimmung mit seiner Verfassung und der Charta der Vereinten Nationen.

    Und das sind leider die Realitäten
    – 12 Jahre Krieg gegen das afghanische Volk
    – Über 20 Jahre Teilnahme an Kriegen in Yougoslavien, Afrika und anderen Teilen der Welt.
    – Seit ein paar Wochen militärischer Aufmarsch gegen Russland

    Ist das die versprochene Vetragstreue der BRD und DDR ? Wie verhält sich das zu Preample des 2+4-Vertrages ?

    Preampel
    Die Bundesrepublik Deutschland, die Deutsche Demokratische Republik, die Französische Republik, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und die Vereinigten Staaten von Amerika – IN DEM BEWUSSTSEIN, daß ihre Völker seit 1945 miteinander in Frieden leben, EINGEDENK der jüngsten historischen Veränderungen in Europa, die es ermöglichen, die Spaltung des Kontinents zu überwinden, UNTER BERÜCKSICHTIGUNG der Rechte und Verantwortlichkeiten der Vier Mächte in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes und der entsprechenden Vereinbarungen und Beschlüsse der Vier Mächte aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, ENTSCHLOSSEN, in Übereinstimmung mit ihren Verpflichtungen aus der Charta der Vereinten Nationen freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen, EINGEDENK der Prinzipien der in Helsinki unterzeichneten Schlußakte der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, IN ANERKENNUNG, daß diese Prinzipien feste Grundlagen für den Aufbau einer gerechten und dauerhaften Friedensordnung in Europa geschaffen haben, ENTSCHLOSSEN, die Sicherheitsinteressen eines jeden zu berücksichtigen, ÜBERZEUGT von der Notwendigkeit, Gegensätze endgültig zu überwinden und die Zusammenarbeit in Europa fortzuentwickeln, IN BEKRÄFTIGUNG ihrer Bereitschaft, die Sicherheit zu stärken, insbesondere durch wirksame Maßnahmen zur Rüstungskontrolle, Abrüstung und Vertrauensbildung; ihrer Bereitschaft, sich gegenseitig nicht als Gegner zu betrachten, sondern auf ein Verhältnis des Vertrauens und der Zusammenarbeit hinzuarbeiten, sowie dementsprechend ihrer Bereitschaft, die Schaffung geeigneter institutioneller Vorkehrungen im Rahmen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa positiv in Betracht zu ziehen, IN WÜRDIGUNG DESSEN, daß das deutsche Volk in freier Ausübung des Selbstbestimmungsrechts seinen Willen bekundet hat, die staatliche Einheit Deutschlands herzustellen, um als gleichberechtigtes und souveränes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, IN DER ÜBERZEUGUNG, daß die Vereinigung Deutschlands als Staat mit endgültigen Grenzen ein bedeutsamer Beitrag zu Frieden und Stabilität in Europa ist, MIT DEM ZIEL, die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland zu vereinbaren, IN ANERKENNUNG DESSEN, daß dadurch und mit der Vereinigung Deutschlands als einem demokratischen und friedlichen Staat die Rechte und Verantwortlichkeiten der Vier Mächte in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes ihre Bedeutung verlieren, VERTRETEN durch ihre Außenminister, die entsprechend der Erklärung von Ottawa vom 13. Februar 1990 am 5. Mai 1990 in Bonn, am 22. Juni 1990 in Berlin, am 17. Juli 1990 in Paris unter Beteiligung des Außenministers der Republik Polen und am 12. September 1990 in Moskau zusammengetroffen sind

  15. fatalist sagt:

    Februar bis Mai, das sind 4 Ausgaben ohne NSU-Hintergrundartikel. Schade.

    Das Buch von Kai Voss kommt ebenfalls nicht, wie man so per Buschfunk hört…

    Herr Elsässer, was ist da los?

  16. klaus sagt:

    …generell kann man wohl auch sagen, das das Töten in Europa auch nach dem 08. Mai 45 nicht aufgehört hat, nicht in Polen, nicht in der Sowjetunion, nicht in Deutschland, nicht in Frankreich, nicht in den Niederlanden und in den vielen kleinen osteuropäischen Staaten wohl auch nicht, aber darüber wird nicht gerne geredet, bzw. geschrieben. Das ist sicherlich auch ein Grund warum die Deutschen Faschisten genannt wurden und der Faschismus als das Erzböse aufgepustet wurde, um viele andere hässliche Seiten in Europa in den Hintergrund schieben zu können.

    Gruss
    Klaus

  17. Manfred sagt:

    Interessanter Hinweis! Dazu passt, dass Russland soeben die Leugnung der Nürnberger Urteile – und damit u.a. auch des Holocaust – unter Strafe gestellt hat. Putin denkt nicht im Traum daran, Deutschland souverän zu sehen. Er lebt – in holder Eintracht mit den westlichen Siegermächten – trefflich von und mit deutschen Selbstbezichtigungen und Schuldbezeugungen, die so ein perpetuum mobile darstellen und für einen immerwährenden pathologischen Verfall von deutscher Sitte, Moral und Anstand sorgen.

  18. juergenelsaesser sagt:

    ki11erbee: Halten Sie die Luft an und erklären Sie mir nicht, wie ich meinen Job zu machen habe. Sie können es ja auf Ihrem blog besser machen. Oder soll ich mal dorthin kommen und dort Zensuren verteilen? So viel Zeit habe ich allerdings eh nicht, keine Sorge.

  19. ki11erbee sagt:

    @juergenelsässer

    Die Noten, die Sie meinem blog geben oder auch nicht, würden mich nicht besorgen.

    Ich habe nichts gegen Sie persönlich und finde ihr Engagement vor allem im Bezug auf den NSU und die derzeitige Russlandhetze vorbildlich.

    Mich stört nur, daß sich jemand „Mut zur Wahrheit“ auf seine Fahnen schreibt, diesen auch bei manchen Themen beweist, aber bei manchen Themen eben absolut nicht.

    Ich habe nichts dagegen, wenn Sie den 2. Weltkrieg und die Vorgeschichte dazu aus den bekannten Gründen aussparen.

    Aber dann sollten Sie sich auch selber an diese Maxime halten und nicht, wenn es Ihnen in den Kram passt, selber unreflektiert mit der Nazi-Keule um sich schlagen.

    Es ist besser zu schweigen, als Lügen zu erzählen, auch wenn diese aus Unwissen resultieren.

    Daher meine konstruktive Kritk: Sie brauchen keine Nazi-Vergleiche, um ihre Artikel aufzupeppen.

    Belassen Sie es bei den Themengebieten, auf denen Sie sich auskennen, das sind eine ganze Menge. Wenn Sie ihre Kommentatoren schon dazu auffordern, sich von der Zeit 1933-1945 fernzuhalten, tun Sie es selber bitte auch.

    Man braucht Jahre und das tiefe Stöbern in absolut verbotener Literatur, bis man einigermaßen fundiert mitreden kann und der Wahrheit nahekommt. Das sage ich nicht von oben herab, das sage ich als Jemand, der noch vor 10 Jahren genauso gedacht hat wie Sie.

    Belassen wir es dabei. Die Vergangenheit soll der Zukunft nicht im Wege stehen.

  20. Hans mein Igel sagt:

    Herr Elsässer.

    Der `Rapallo-Komplex` der Westmächte macht bereits wieder das ganze Europa verrückt. Die bedrohliche Völkerfreundschaft zwischen dem russischen und dem deutschen Volk ist dem Vatikan und er City of London ein Graus. Denn Glaube und Geld wollen dauerhaft gegen die Wahrheit beherrscht werden.

    Die Westmächte behalten lieber die Hälfte als das Ganze zu verlieren.

  21. kaeptnbrise sagt:

    @ ki11erbee:

    „Man kann nämlich durchaus auch über die Situation in der Ukraine berichten, ohne Adolf Hitler zu erwähnen!“

    I) Jürgen Elsässer kämpft mit offenem Visier.
    II) Ein geschichtlicher Diskurs (Thesen versus Antithesen) kann immer nur ein solcher sein, wenn JEDE Aussage formuliert werden kann, und sei diese auch noch so bescheuert. Vor sehr langer Zeit gab es wohl mal so etwas wie die Europäische Aufklärung und einen Kernsatz Voltaires, was die Meinungsfreiheit anbelangt. Die Gesetzeslage der BUNTEN Republik verunmöglicht diesen Diskurs.
    III) Ist es nicht strategisch sehr sinnvoll, die Thematik zu begrenzen? Wie viel Eintracht könnte es geben, wo es um den Widerstand gegen die Aggressionen der USA/NATO gegen Rußland gibt. Und wie viel Zwietracht könnte entstehen, wenn sich der Fokus in die Vergangenheit verlagert und die unterschiedlichsten Auslegungen aneinanderprallten?

  22. ki11erbee sagt:

    @Käptn

    Absolute Zustimmung.

    Und eben WEIL in der bunten Republik kein offener Diskurs möglich ist, würde ich dieses Thema eben ganz aussparen, statt irgendwelche Lügen zu erzählen.

    Privat würde ich mich gerne mal mit wirklich kritischen Leuten unterhalten, im Grunde brauche ich nur meine 3-4 Standardfragen zu stellen und alle kippen um.

    Oder sie werden aggressiv.

    Die historische Wahrheit hat Zeit und läuft nicht weg. So interessant und brisant bestimmte Fakten sind, sie können warten.

    Es ist im Moment wichtiger, die aktuelle Kriegsgefahr zu bändigen und die Hetzer in die Schranken zu weisen. Und da sage ich ganz klar, daß Herr Elsässer, Herr Jebsen und alle, die ihren Arsch vom Sofa heben, eine hervorragende Arbeit leisten. Präsenz zeigen ist wichtig.

    Daß ich in Details nicht mit jedem übereinstimme, ist kein Grund zum Streit; ich bin Demokrat genug, um andere Meinungen zu tolerieren. Wie langweilig wäre eine Welt, in der alle Menschen zu allen Themen dieselbe Meinung hätten?

    Das ist weder möglich, noch wünschenswert.

    Statt also das Haar in der Suppe zu suchen und dann mit der Distanziererei anzufangen, sollte man die Gemeinsamkeiten betonen.

    Wenn ein NPD-Wähler keinen Krieg mit Russland will, soll ich dann etwa Krieg mit Russland wollen, um mich „glaubhaft von ihm abzugrenzen“?

    Ich bin doch nicht bescheuert!

    Teile und Herrsche ist die Methode der Mächtigen und ich bin mir sehr sicher, daß demnächst noch viel mehr NPD-Wähler und Funktionäre auf den Montagsdemos auftauchen werden.

    Daß diese „Agent provocateurs“ natürlich insgeheim für den Verfassungsschutz arbeiten und nur die Aufgabe haben, die Bewegung zu diskreditieren, dürfte ein offenes Geheimnis sein.

    Wenn man die BRD, ihren Zweck und ihre Methoden verstanden hat, ist sie so berechenbar, daß es einen nachgerade langweilt…

  23. Thomas sagt:

    Ich kann den Namen a. Hitler auch nicht mehr hören, ob von links oder rechts!

    Und über die zwei Vorgeschichten der Weltkriege gibt es ja genug Material im Internet um sich ein solches oder eben anderes Bild zumachen.

    Und die exakte Zahl wieviel wer getötet hat wird es nie geben können. Tote melden sich nicht noch mal zu Wort und rufen „hier, ich bin auch noch da…“ von daher kann man es ja einfach so stehenlassen.

    Wir sollten vielmehr in die Zukunt blicken und die Gegenwart ändert um keinen WK3. erleben zu müssen, den dann haben wir alle nichts gelernt aus den ersten ZWEI!

    Zu offen über die Themen zureden ist halt in Deutschland ein Problem und man muß ja auch nicht überall das Hornissennest mit Steinen bewerfen;)

  24. Wahr-Sager sagt:

    Wo die Killerbiene recht hat, hat sie recht:

    „Aber dann sollten Sie sich auch selber an diese Maxime halten und nicht, wenn es Ihnen in den Kram passt, selber unreflektiert mit der Nazi-Keule um sich schlagen.“

    Oder um es mit den Worten des Revisionisten Germar Rudolf zu sagen:

    „[…] Jeder Revisionist wie jeder Anti-Revisionist mag eine politische Auffassung haben wie er will. Der Vorwurf aber, die Revisionisten täten nur, was sie tun, um den Nationalsozialismus zu entlasten, und dies sei verwerflich oder gar verbrecherisch, ist ein Bumerang: Denn der Vorwurf setzt ja voraus, daß es als unzulässig angesehen wird, den Nationalsozialismus historisch (und damit partiell immer auch moralisch) zu entlasten. Wer aber dies als unzulässig hinstellt, gesteht offen ein, daß er nicht daran interessiert ist, die Wahrheit herauszufinden, sondern den Nationalsozialismus historisch und moralisch zu belasten bzw. belastet zu sehen. Dafür aber kann man nur politische Gründe anführen. Somit hat sich derjenige, der den Revisionisten den Vorwurf der politischen Instrumentalisierung macht, selbst der politischen Instrumentalisierung des Themas überführt. Nicht die Revisionisten sind es also per se, die von politischen Motiven geleitet werden, sondern mit unumstößlicher Sicherheit all jene, die den Revisionisten vorwerfen, sie wollten eine längst vermoderte geschichtliche Gestalt, ein längst untergegangenes politisches System aus einer längst vergangenen Epoche irgendwie historisch entlasten.

    Kurz: Uns hat bei unseren Forschungen nicht zu interessieren, welche Auswirkungen unsere Ergebnisse auf den moralischen ‚Wert‘ eines verblichenen Politikers und Regimes haben könnten, sondern nur die Fakten. Wer anderes meint, ist unwissenschaftlich, und niemand sollte sich anmaßen, über Dritte zu urteilen.“

  25. Wahr-Sager sagt:

    Nachtrag: Ja, Jürgen Elsässer kämpft mit offenem Visier. Und man kann ihm deswegen aufgrund des Rechtswesens in der BRD keinen Vorwurf bzgl. seiner Hausregeln machen, die auf jene 12 Jahre bezogen sind.

    Ich finde diesen Blog wunderbar, weil er selbst jenen die Möglichkeit einer Äußerung bietet, die diese anderen verwehren würden. Das ist echte Meinungsfreiheit im Rahmen des Möglichen!
    Was hätten wir davon, wenn J. Elsässer im Knast sitzt? Er hat schon mit der Debatte um den „NSU“ viel Aufklärungsarbeit geleistet und ist sicherlich auch mit dafür verantwortlich, dass in der Gesellschaft ein Umdenken stattgefunden hat.

    Auch wenn ich manchmal wütend bin, dass einige Kommentare von mir nicht veröffentlicht werden, obwohl sie nicht justiziabel sind, bin ich froh, dass es COMPACT und diesen Blog gibt.

  26. Stepher sagt:

    Fakt ist, daß Rußland ein riesiges Opfer gebracht hat sowohl von Seiten Stalins als auch dem verbrecherischen Aggressionskrieg der Hitler-Faschisten. Fakt ist auch, daß dieses Rußland, das unter der Operation „Barbarossa“ die weitaus größten Opfer zu beklagen hatte, uns nie mit Geld- und Reputationsforderungen überzog, wie es viele andere heut noch tun, sondern uns immer die Freundeshand bot, die die deutschen Nachkriegspolitiker stets ausschlugen und sich statt dem unter der freimaurerischen US- NATO Diktatur bis heut prostituierten. Die Russen sind halt ein edles und stolzes Volk, was uns immer mehr verschwiegen werden soll. Doch immer mehr Menschen erkennen den Betrug und erheben ihre Stimme:
    http://de.ria.ru/letters/20140331/268146070.html

    Ich habe in den letzten dreißig Jahren vielleicht vier oder fünf (wirklich gute) Filme gesehen, zu denen der Hollywood- Dreck nicht gehört. Doch wem es gefällt der soll halt…
    So kann ich auch nicht über den Schwarzenegger urteilen, jedoch seine Unterschrift unter Todes- Urteile, die disqualifizieren den für mich als Mensch.

    Die Kriegslüsternheit der Oppositions“Führerin“ Merkel wurde schon offensichtlich, als sie nach der NATO-Invasion gegen Jugoslawien die Rot- Grüne Junta Schröder/Fischer/Scharping nötigen wollte die USA im Irak zu unterstützen. Das lehnte der eitle Gockel Schröder ab – es standen Wahlen vor der Tür! Da stritt der lieber über seine Haarfarbe!
    Ebenso hat sich der BuPrä Gauck strafbar gemacht, als er zum Krieg gegen Mali an der Seite der Franzosen aufrief – ein eindeutiger Verstoß gegen das deutsche Strafgesetzbuch und das Grundgesetz!
    Wer hat davon Kenntnis genommen?
    Nach Sotschi ist der auch nicht gekommen. Ich bin gegen solche „Spiele“ und sehe keinen Sinn darin. Doch hier hat sich die Spreu diesmal vom Weizen getrennt und Rußland sollte jetzt das gleiche tun wie die NATO- Schwachmaten: Einreiseverbot für die westlichen Kriegstreiber!! Fahndungsausschreibung gegen alle Verantwortlichen auf dem Maidan!!
    Deutsch- Russische Freundschaft von unten – das ist es was wir brauchen.
    Wenn Schäuble heut seinen halluzinogen Vergleich anstellt zwischen der festen Willensbekundung der Menschen auf der Krim und der sudetendeutschen Annexion durch Hitler, dann hat der wohl Korea, Vietnam, Irak, Kosovo und viele Verbrechen mehr durch den Westen verpennt.
    Gruß Stepher

  27. rubo sagt:

    Ich habe es schon an anderer Stelle dieses Blogs gesagt, daß ich auch im Heft 5, dem Monat mit der EU-Wahl, eine Meinung der Compact-Redaktion über diese Wahl vermisse. Sehr sonderbar, wo es doch offensichtlich ist, daß die USA ihre Rollback-Strategie mit Hilfe von EU+NATO ganz planmäßig voran treiben. Wenn die Wahlergebnisse so ausgehen wie die Merkel-Wahlen (und das fürchte ich), dann wird man daraus ableiten, daß das Volk der EU+NATO folgt.

  28. juergenelsaesser sagt:

    rubo: Die EU-Wahl ist unwichtig. Das „Parlament“, das da gewählt wird, hat NICHTS zu entscheiden. Warum soll man diesem Affen Zucker geben?

  29. Wahr-Sager sagt:

    @Thomas:

    Da wird wohl bis auf Weiteres der Wunsch Vater des Gedanken sein.

    Hitler ist ein explosives Gemisch, das die Privilegierten vor allem dieser Buntenrepublik hüten wie ein Schatz.
    Natürlich geht es nicht um die ihm angelasteten (ob zu Recht oder Unrecht, sei erst mal dahingestellt) Verbrechen – die sind nur Mittel zum Zweck -, sondern um den konkreten Nutzen, der mit diesem Superstar des 21. Jahrhunderts einhergeht.
    Ganze Heerscharen profitieren vom Braunauer und möchten natürlich, dass das auch in Zukunft so bleibt. Deswegen dürfen die Nationalsozialisten weder aus der Erinnerung verschwinden noch entlastet werden.

    Wenn gerade dieses egozentrische und destruktive Verhalten vom bunten und aufgeklärten Menschen nicht aufzeigt, dass es in ihm eine dunkle Seite gibt, die er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt, was dann?

  30. kaeptnbrise sagt:

    @ ki11erbee

    „Und eben WEIL in der bunten Republik kein offener Diskurs möglich ist, würde ich dieses Thema eben ganz aussparen, statt irgendwelche Lügen zu erzählen.“

    Hier unterschreibe ich jeden einzelnen Buchstaben. JEDE Form der Hitlerei finde ich mittlerweile unerträglich.
    Klappe halten oder tabuloser Diskurs (der ja nicht möglich ist).
    Alles andere halte ich als Gehirnträger einfach nicht mehr aus.

    @ Wahrsager

    „Jeder Revisionist wie jeder Anti-Revisionist mag eine politische Auffassung haben wie er will …“

    Nur mal so zur Begrifflichkeit: „re“ = zurück; „videre“ = blicken, schauen.
    Geschichtswissenschaft ist nichts anderes als ein Rückblick. Daten über Vergangenes werden gesichtet und sodann kontrovers (These versus Antithese) diskutiert. Solche Betrachtungen (z.B. über Alexander den Großen, 1789f usw.) werden niemals beendet, einen Abschluß eines geschichtlichen Diskurses gibt es nicht.
    Synonyme: Geschichtswissenschaft – (geschichtliche) Revision

    Was den pöhsen Ismus (RevisionISMUS) anbelangt: Schlechter Scherz für schlichte Gemüter: Der Schurke, nämlich der Ideologe, ist immer der andere. Während der Ideologe, (Anhänger des Libertarismus, Nationalismus, Marxismus, Kapitalismus, Liberalismus u.ä., ein partikuläres Interesse verfolgt (Gruppenegoismus), ist der Nichtideologe eine selbstlose Lichtgestalt, ohne Verbindung zu einer bestimmten Gruppe, zu nichts verpflichtet als der Erlösung der gesamten Menschheit. Der gläubige Nichtideologe wird mit Seligkeit fürstlich belohnt.

  31. rubo sagt:

    @J.E.: Ganz meiner Meinung, aber ob das die BLÖD & Co. lesende Masse auch so sieht, bezweifle ich.
    Vielleicht hätte eine COMPACT-Meinung etwas nachgeholfen.

  32. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Stepher:

    „Es ist ein Fakt, daß….“ das sagt jeder geschickte Propagandist, wenn er etwas völlig Unhaltbares von sich zu geben gedenkt.

    Es gibt dicke Bücher darüber (Schulze Rhonhof, Suworow, Post, Hoffmann, Helmdach, Scheil, Hoggan, und viele, viele andere), die Hunderte von exzellent belegten Argumenten gegen Ihre Knopp-Schäuble-Schreibe anführen.

    Sie sollten mal die Kulturtechnik des Lesens einsetzen.
    Wenn wir einander mal außerhalb der Beschränkungen dieser Netzdiskussion auf ein Bier treffen, bringe ich Ihnen gerne einen großen Stoß Bücher (nur erlaubte Titel selbstverständlich) mit, die Sie leihen können. Es muß ja auch Für Sie langweilig sein, immer nur Knopp wiederzukäuen.

  33. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Der VERGLEICH mit dem SUDETENLAND

    ist von der INTENTION her so perfide, wie man es Schäuble nur zutrauen durfte.

    Aber OBJEKTIV gibt es tatsächlich erstaunliche Parallelitäten.

    Beide Länder waren von alters her von Menschen besiedelt, deren Volkszugehörigkeit der der Titularnation des Nachbarlandes entsprach (hier Deutsche, dort Russen).

    In beiden Fällen wurde das Land auf illegale Weise an den zeitweiligen mulrikulturellen Besitzer angeschlossen (hier infolge militärischer Eroberung und Annexion, dort durch ‚Schenkung‘).

    In beiden Fällen war die Bevölkerung keineswegs mit der Verbindung zum zeitweiligen Besitzer einverstanden, Im Sudetenland verfolgten die Tschechen eine Politik der Diskriminierung, Entrechtung, Entnationalisierung, Verdrängung und Existenzvernichtung. Die Krim war trotz aller Bemühungen Rußlands das Armenhaus der Ukraine.

    Die Krim und das Sudetenland waren von hoher militärischer Bedeutung: Das Sudetenland als Zentrum der Grenzbefestigungen des feindseligen Staates CSR, der sich als „Flugzeugmutterschiff“ für einen Angriff auf Deutschland verstand. Die Krim als der Schlüssel zur maritimen Dominanz der russischen Flotte im Schwarzen Meer.

    In beiden Fällen waren politische Ereignisse dafür maßgebend, daß sich die Frage der Selbstbestimmung stellte.
    Im Sudetenland die Fakten-Bewertungs-Mission des Engländers Runciman, der die Abtretung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich emfpahl. Im Falle der Krim der Versuch des „Westens“, die Ukraine zu vereinnahmen.

    In beiden Fällen erfolgte die Loslösung vom bisherigen Besitzer auf demokratischem und legalem Wege. Im Falle des Sudetenlandes durch Einwilligung der CSR (auf Vorschlag der Großmächte) zur Abtretung der widerrechtlich in Besitz genommenen deutschen Siedlungsgebiete. Auf der Münchner Konferenz der Großmächte waren nur noch Einzelheiten zu klären. Die Bevölketrung begrüßte einstimmig und mit großem Jubel den Übertritt zu Deutschland. Im Falle der Krim löste sich das Land einseitig von der Ukraine und votierte in einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit für Rußland.

    In beiden Fällen wird die Ausübung der Selbstbestimmung durch die medienkontrollierenden Mächte denunziert als „Annexion“.

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