Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Nein, wir wollen nicht in Cohn-Bendits Europa leben!

20120220191720!CharactersAuszug aus der aktuellen Ausgabe von COMPACT-Magazin

COMPACT 2/2014 behandelt die Europa-Dystopien: „Rockefelles Europa“ (ein Artikel von Oliver Janich) und „Cohn-Bendits Europa“ – der folgende Artikel, geschrieben von Klaus Faißner. Faißner ist Gründer der Initiative Gentechnikverbot und Autor zahlreicher Artikel und Bücher zu diesem Thema. Bereits 2010 wurde er mit dem Salus-Journalistenpreis und dem Österreichischen Solarpreis ausgezeichnet.

 

Cohn-Bendits Europa

Fernab des Medieninteresses wollen EU-Parlamentarier einen europäischen Zentralstaat vorantreiben und die Nationalstaaten abschaffen. Die Spinelli-Gruppe und die Bertelsmann-Stiftung geben den Ton an, Grüne und Liberale marschieren mit.

_von Klaus Faißner (aus: COMPACT 2/2014)

„Angriff ist die beste Verteidigung“, heißt es in einem Satz. EU-kritische Abgeordnete seien „Quertreiber, die, um es klar zu sagen, auf Europa scheißen“, in einem anderen. Wer das sagt? Nicht etwa ein Antifa-Mitglied, sondern zwei maßgebliche Politiker im EU-Parlament in ihrem Manifest „Für Europa“: Daniel Cohn-Bendit, Frontfigur der Grünen, und Guy Verhofstadt, Chef der Liberalen Fraktion.

Die beiden sind Gründer der Spinelli-Gruppe, das Manifest gibt die Marschrichtung vor: Für einen EU-Bundesstaat und damit die endgültige Zerstörung der Nationalstaaten. Die Gruppe ist benannt nach dem italienischen Politiker Altiero Spinelli, der zeitlebens dem Kommunismus nahestand.

(…)

Knapp ein Jahr später gründete sich im September 2010 die Spinelli-Gruppe. Inzwischen umfasst sie über 110 der aktuell 766 Abgeordneten des EU-Parlaments. In erster Linie handelt es sich dabei um Grüne und Liberale, doch auch Sozialdemokraten wie der deutsche Jo Leinen und sogar Konservative wie der Österreicher Othmar Karas (ÖVP) sind dabei. Prominente Unterstützer sind der Grüne Automobil- und zwischenzeitliche Erdgas-Lobbyist Joschka Fischer, Ex-EU-Kommissionspräsident Jacques Delors und Mario Monti, ehemaliger EU-Kommissar und italienischer Ministerpräsident von Goldman Sachs´ Gnaden.

Zweimal jährlich hält die Gruppe unmittelbar vor den Treffen der Staats- und Regierungschefs – also dem Europäischen Rat – einen „Schattenrat“ ab. Ziel ist es, Druck für einen EU-Bundesstaat zu machen. Beim ersten derartigen Schattenrat im März 2011 forderte die Spinelli-Gruppe unter anderem eine einheitliche Außenpolitik – um beispielsweise Luftangriffe gegen Libyen zu ermöglichen –, einen Zehn-Jahres-Investitionsplan im Umfang von sagenhaften vier Billionen (4.000 Milliarden) Euro zur Ankurbelung der Wirtschaft und eine EU-Wirtschaftsregierung. Gut ein Jahr später verlangte sie bereits die Schaffung einer Banken-, Wirtschafts-, Fiskal- und politischen Union – die Vorstufe zu einem allmächtigen Zentralstaat. Um dies zu erreichen, müssten unter anderem Eurobonds (EU-Anleihen) und ein gemeinsamer Schuldentilgungsfonds eingeführt werden – was die Defizite der Südländer Überschussstaaten wie Deutschland aufbürden würde. Im Spinelli-Modell sollen die Bürger der Mitgliedstaaten Steuern direkt an die EU bezahlen, die Europäische Kommission soll zu einer Wirtschaftsregierung umfunktioniert und der Kommissionspräsident gestärkt werden. Für die Wahlen zum Europaparlament sollen nicht nur nationale, sondern auch europaweite Listen antreten können  – so das Papier von Cohn-Bendit & Co..

ZÜ: Ein Grundgesetz für die EU

Am 3. Oktober 2013 veröffentlichte die Spinelli-Gruppe gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein „Grundgesetz für die Europäische Union“.

(…)
Laut dem „EU-Grundgesetz“ der Spinelli-Gruppe sollten zu diesem Zweck beispielsweise folgende Maßnahmen getroffen werden:
(…)

Besonders brisant ist die geforderte Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips auch bei der Änderung dieses EU-Grundgesetzes; damit können diktatorische Strukturen per Mehrheitsbeschluss eingeführt werden, die dann auch für ablehnende Staaten verbindlich sind. Volksabstimmungen sind ohnedies nicht vorgesehen. Die Spinelli-Jünger wissen genau, dass die Völker „nein“ zur Auflösung der Nationalstaaten sagen würden.

ZÜ: Spinelli und Bertelsmann

Engster Partner der Spinelli-Gruppe ist die Bertelsmann-Stiftung. Sie publizierte nicht nur das „Grundgesetz für Europa“, sondern ist überhaupt bei Spinelli-Veranstaltungen kaum noch wegzudenken. Wenn sie etwa ins Kommandantenhaus „Unter den Linden“ – die Repräsentanz der Stiftung in Berlin – ruft, kommen dem Cohn-Bendit, Verhofstadt und andere Spitzen der Spinelli-Gruppe geschlossen nach, wie etwa Ende November 2012. Elmar Brok, einer der Gründer der Spinelli-Gruppe, sitzt nicht nur seit 1980 (!) als Abgeordneter der CDU im EU-Parlament, sondern war bis 2011 Cheflobbyist des Bertelsmann-Konzerns.

(…)

Bertelsmann, der größte Medienkonzern Europas, gilt gemeinsam mit der hauseigenen Stiftung als heimliche Machtzentrale Deutschlands. Sie hat zu CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP beste Beziehungen und macht sich für die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen stark. Längst steht für Kritiker das Kürzel BRD für „Bertelsmann Republik Deutschland“.
(…)
ZÜ: Wer ist der Diktator?

Auf diesem Weg zum EU-Zentralstaat gilt für die Hauptvertreter der Spinelli-Gruppe, Cohn-Bendit und Verhofstadt, vor allem eines: Kompromisslosigkeit. Besonders ins Visier nehmen sie dabei Staatsmänner wie Ungarns Viktor Orbán, die sich im Sinne ihres Volkes für den Nationalstaat einsetzen: Verhofstadt warf ihm vor, „aus der Demokratie eine Demokratur gemacht“ zu haben, Cohn-Bendit verlautbarte im EU-Parlament gar: „Der Diktator heißt Viktor Orbán.“ Dies klingt besonders skurril, denn ausgerechnet Orbán hatte Ende der 1980er Jahre an der Spitze der Freiheitsbewegung gegen die ungarischen Kommunisten gestanden.

(…)
Volstndig lesen in der Printausgabe COMPACT 2/2014.

 

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165 Responses

  1. Gast sagt:

    Es ist an der Zeit wieder gute alte Protest-Losungen auszupacken:

    … gegen die Europa-Tyrannei
    … Europa-Faschismus usw.

    hat jemand Vorschläge?

  2. Der Lunacek Bericht, der gestern im EU-Parlament verabschiedet wurde, der zielt wohl in die gleiche Richtung.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2014/02/04/sind-sie-eine-lgbti-person-nein-dann-haben-sie-pech-gehabt/

  3. Im Oktober war unser Kreistag von Michael Theurer MdEP nach Brüssel eingeladen. Dort erlebten wir in einer Ausschuß-Sitzung Guy Verhofstadt persönlich. Bei dem Besuch kam auch deutlich zum Ausdruck, daß die heute herrschenden Parteien große Befürchtungen bezüglich der kommenden Wahlen zum EP hegen.

  4. Rudolf Steinmetz sagt:

    @rundertischdgf : Yes, der Lunacek Bericht ist einer der strategischen Meilensteine des grünen Gesocks; und hier ist eines der vielen Schlüsselvideos über Cohn-Bendit: http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8
    DAZU EIN Beipackzettel von Telepolis: http://www.heise.de/tp/artikel/39/39164/1.html
    UND EINE INTERESSANTE HINTERGRUNDSTORY mit dem Titel „Der weissblaue Danny“: http://www.israelshamir.net/German/danny.htm

  5. schnehen sagt:

    Ein paar ’schulmeisterliche‘ Anmerkungen:

    1. Zu den ‚Dystopien‘:

    Ich musste das Wort ‚Dystopien‘ erst mal im Lexikon nachschlagen, denn ich kannte es nicht: Wenn Organe an die falsche Stelle geraten, nennt man es wohl D. Sowohl Rockefeller als auch Cohn-Bendit stehen eindeutig an der falschen Stelle. Es sind Fremdkörper im europäischen Organismus, sind also ‚Dystopien‘ oder ‚Dystopen‘, wenn es das Wort gibt. Sie besorgen das Geschäft der politischen Organverpflanzer, der Globalisten, die uns eine künstliche Ordnung aufzwingen wollen, die aus lauter Krebsgeschwüren bestehen soll und genauso (gen-)manipuliert sein wird wie die Produkte von Monsanto. Der politische Dystop Rockefeller schon 2005:

    „The world is more prepared to march towards a world government. The supranational of an intellectual elite and of world bankers is surely preferable to the national autodetermination practised in past centuries.“
    (David Rockefeller auf der Bilderberg-Konferenz vom 5.-8. März in Rottach-Egern bei München).

    Rockefeller hat sich also damals schon als Feind der Nationalstaaten geoutet, nur kaum jemand hat es registriert, am wenigsten wohl die ‚Linke‘, die den Hauptgegner in den geheimdienstlich herangezüchteten ‚Neonazis‘ sieht und dort ihre Kraft verschwendet. Das Ziel der Dystopen: Errichtung einer weltweiten Finanzdiktatur, einer Diktatur der Banker. Es ist ein global-faschistisches Projekt, das auf leisen Sohlen heranmarschiert.

    2. Zu Bertelsmann:

    B., ein wichtiger Player der internationalen Bankendiktatur und hat sich schon einen Teil des öffentlichen deutschen Bildungswesens unter den Nagel gerissen. Der private Konzern führt z. B. Lehrerfortbildungen an Schulen durch, stellt Referenten…, was zeigt, dass unsere Schulen schon teilweise privatisiert worden sind, besonders die sog. Selbstständigen Schulen, die dem Einfluss von B. besonders stark unterliegen. Die Kultusminister lassen es zu und zeigen, dass sie nur noch Handlanger dieses Mammutkonzerns sind.

    3. Zum Begriff Kommunismus:

    Klaus Faißner geht mit dem Begriff ‚Kommunismus‘ recht fahrlässig um. Janocz Kadar, der jahrzehntelang Parteiführer der Ungarischen Sozialistischen Partei war (besser sozialdemokratischen Partei) und im Oktober 1956 – nach dem Einmarsch der Roten Armee – von den Chruschtschow-Leuten an die Spitze der alten kommunistischen Partei, der Mathias Rakosi nach vorgestanden hatte, gehievt wurde, war genauso wenig Kommunist wie der Deutsche Walter Ulbricht, der Bulgare Todor Schiwkoff oder der Pole Wladislaw Gomulka. Auch die italienischen ‚Kommunisten‘ haben sich seit Anfang der fünfziger Jahre schon (damals noch unter Palmiro Togliatti) immer weiter vom Kommunismus entfernt und sind zu einer sozialdemokratischen Partei entartet. Das Etikett ‚kommunistisch‘ blieb aber bestehen. Spinelli stand also nicht den Kommunisten nahe, denn das waren keine mehr, sondern den italienischen Sozialdemokraten, die sich heute ‚Demokraten‘ nennen und Orban hat nicht gegen Kommunisten gekämpft, sondern gegen korrupte Apparatschiks, die sich die Bezeichnung Kommunisten völlig zu Unrecht zugelegt haben.

  6. Carlo sagt:

    @schnehen
    Besten Dank, daß Du in Punkt 3.“Zum Begriff Kommunismus“ einiges zum Verständnis der Sache, deutlich und für „hoffentlich“ viele Unwissende oder Wissensverweigerer klarstellst.
    Ich betrachte es aber auch zuweilen müßig und belastend, gerade und insbesondere deutschen Politanalphabeten zu erklären, weshalb „Sozialdemokraten“ neueren Typus (nach 1918) niemals Kommunisten sind oder gar sein könnten.
    Tja, wo der politische Horizont mit der Schrankwand endet, kann’s mit dem Blick über den Tellerrand auch nicht mehr weit her gehen.

  7. Wolfgang Eggert sagt:

    @gast

    ich finde bilder sagen mehr als worte. wenn man die beiden darstellungen

    –> http://www.eurokita.de/Eurokita.hyperesources/Eurokita_Logo_loding.png
    –>

    ineinanderfügt bringt das die dinge anschaulich auf den punkt. kleine kinder und großes europa gehören zusammen. und daniel gibt dem ganzen ein gesicht.
    compact könnte das pr mässig unterstützen. zum beispiel per titelbild.

  8. Gast sagt:

    @Eggert

    ui, da schwingt aber ein „Kern-Thema“ der Grünen mit😉
    ineinandergefügt mit ominösen Berichten und Gender+Frühsexualisierung…Bingo

  9. Philzer sagt:

    Ist es nicht ein ‚Gesetz‘ der Materie, das Streben nach immer grösseren Einheiten, hin zu immer größerer Komplexität, zu immer mehr Negentropie?

    (Freud hat die Pobleme die dabei für das evolutionär entstandene Menschentier auftreten längst in „Das Unbehagen in der Kultur“ beschrieben – neuere Untersuchungen gehen noch weiter: Stichpunkt evolutionärer Nahhorizont )

    Wieso sollte das Leben davon ausgenommen sein?

    Die Kommunisten haben ihren Weltkommunismus verfehlt, die Bourgeoisie wird es nun erzwingen. Im globalen ökonomischen Pantheismus ist es nur eine Frage der Zeit bis alle vorpantheistischen Bewusstseinsstufen zerrieben und in alle Winde zerstreut sind. Wie sagte Marx doch so treffend:

    Kapitalismus ist der Krieg aller gegen alle.

    mvg Philzer

  10. Lukas Richter sagt:

    @ Gast und Wolfgang Eggert

    Wenn sich jemand gegen den Euro-Faschismus durchsetzen kann, dann muss er schon ein SOLCHES Anliegen vorbringen:

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/18279

    Ich bin mir zwar nicht sehr, aber ziemlich sicher, dass die Resolution irgendwann zurückgenommen wird.

    @schnehen und Carlo

    Wenn man schon über den Tellerrand hinausschaut, sollte man erkennen, dass der ‚Erfinder‘ des Kommunismus kultur- (nicht natur-)gemäß durch die Brit Mila einem anderen Bund als dem der (Gojim-)’Menschheit‘ verpflichtet wurde (wie das britische Königshaus bis zu Prinz Charles). Ich erinnere dabei wiederholt an das Werk ‚Rom und Jerusalem‘ von Marx‘ ‚Kommunismus‘-Mentor Moses Hess.

    Nach 8 Tagen irdischen Daseins lassen sich Klarheiten für*s Leben schaffen.

  11. Peter sagt:

    @ Schnehen,
    ich glaube mit Dystopien sind hier eher Anti-Utopien gemeint,
    also eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit oftmals negativem Ausgang.
    Der Vergleich mit den Krebsgeschwüren ist aber dennoch
    sehr zutreffend.

  12. Gast sagt:

    Nun, das die EU (Mehrheitsstimme der nationalen Völker) und auch so (Euro, Politik, etc.) sich die letzten Zuckungen (A. Popp allerdings zum west. Geldsystem) befindet, daran hat wohl niemand Zweifel.
    Wenn ich nach Popp gehe, würden sicher Plan B mit „Vergeltungsmassnahmen“ der USA (wie bei Türkei und Ungarn). Die Frage ist für mich eine Neugründung (nicht Reformierung) der UNO. In wessen Dienst sie steht wissen alle und schauen wir die völkerrechtswidrigen, eigentlich zu sanktionierenden Ereignisse an: zuletzt Ukraine. Sorry, ich bin da Laie Moral/Ethik und Politik…

  13. „Europa lebt von der Vielfalt seiner Völker, nicht von der Einfalt seiner Politiker.“ Meint der ziemlich gewichtige Philosoph aus dem fränkischen Erzengel Winkel.

  14. Sabine M. sagt:

    „Europa lebt von der Vielfalt seiner Völker“

    Mag sein, aber muss jeder Staat einen eigenen Wehretat haben? Ist es nicht klüger — wie in Brüssel längst angedacht ist — Truppen zu sharen? Ein Vorteil wäre auch, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass diese Staaten jemals wieder Krieg *gegeneinander* führen. M.E. ist nicht alles schlecht, was aus Brüssel kommt.

  15. Wolfgang Eggert sagt:

    @gast (nochmal)

    DIESER lorbeerkranz

    würde sich ganz fantastisch um cohn-bandits edles ponim machen

    schon um die größenordnung dieses illuminierten projekts mal klarzustellen

    wenn´s ein simpler slogan sein soll, dann votiere ich für das hier:

    da müsste man aber noch den mittelfinger mit den entsprechenden nationalfarben versehen

  16. Hebel sagt:

    Vom Europäischen Parlament angenommener LUNACEK- Bericht: Es sollen im Zusammenhang mit der „sexuellen Orientierung“ Maßnahmen zur „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ ergriffen werden
    Damit dürfte es künftig gefährlich sein z. B. auf die Probleme der Kinder bei gleichgeschlechtlicher Adoption hinzuweisen.
    Denn im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde („Use it or lose it“).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

  17. schnehen sagt:

    @Peter

    Die Utopie (‚Dystopie‘ nach Ihren Worten) der Rockefeller & Rothschild: Eine Weltregierung, in der die größten Finanzoligarchen ihre leitenden Angestellten sitzen haben, also ihre Obamas, die dann Gesetze erlassen, nach denen sich alle Nationen zu richten haben. Gesetz (Verfügung) Nr. 27a, Absatz eins: Monsantos genmanipulierte Produkte haben Zugang zu allen nationalen Märkten. Punkt. Wer dagegen protestiert, kommt in ein Fema-Lager zur (sexuellen) Umerziehung und wird dort so lange sexualisiert oder homosexualisiert, bis ihm jede Lust am Protestieren vergangen ist und er nur noch den einzigen Wunsch hat, an einer Gay-Parade teilzunehmen.

    @Lukas Richter

    Sehen wir über den Tellerrand, was ja auch Ihr Anspruch ist, aber tun wir es mit einem klaren Blick:

    Moses Hess war nicht Marx‘ Mentor, sondern ein jüdischer Verleger, der den jungen Marx, ich glaube in Berlin während seiner Studienjahre, kennengelernt hatte und von seiner Dissertation über den Vergleich der Naturphilosophie Demokrits mit der Epikurs begeistert war. Weiter war da nichts.

    Wer waren seine wirklichen ‚Mentoren‘? Der große deutsche Staatsphilosoph Hegel zählt zu dem wichtigsten. Marx bezeichnete sich selbst eine Zeitlang als ‚Junghegelianer‘, distanzierte sich aber später, ja er tat dies sogar schon in der besagten Doktorarbeit, die er mit 23 Jahren schrieb. Die Uni Jena verlieh dem 23-jährigen Marx für diese Arbeit den Doktor der Philosophie!

    Warum wird Moses Hess Marx übergestülpt? Dies ist ein demagogischer Trick, um ihn mit dem Judentum in Verbindung zu bringen. Der noch plumpere Trick besteht darin, Marx selbst böses, hinterhältiges, freimaurerisches Judentum unterzuschieben, um damit indirekt auch dem Kommunismus eins überzubraten. Dabei war sein Vater, der Rechtsanwalt Heinrich Marx, schon vom Judentum zum Protestantismus übergetreten. Aber solche Fakten sind ja nicht so cool.

    Außerdem ist Marx nicht der ‚Erfinder des Kommunismus‘ und konnte es gar nicht sein, denn den Kommunismus hatte es Jahrtausende lang schon in der Urgesellschaft gegeben, als es noch kein Privateigentum an Produktionsgegenständen gab. Die menschliche Gesellschaft hat ihn erfunden und danach Jahrtausende gelebt. Aber auch die Erwähnung dieser simplen Tatsache ist ja auch nicht so interessant…

  18. rubo sagt:

    Auch in der CSU gibt es nicht nur Cohn-Bendits-Freunde, z.B. Alexander Dobrindt antwortete auf eine Frage an ihn über abgeordneten-check.de: „Ich möchte von Ihnen erfahren, ob Sie sich grundsätzlich für EU-Referenden auch in Deutschland, also eine Befragung der deutschen Bürger vor wichtigen politischen Weichenstellungen in der EU und in der Eurozone aussprechen oder ob Sie eine direkte Beteiligung der Bürger grundsätzlich ablehnen?“
    Seine Antwort:“Ich bin grundsätzlich dafür, dass die Bürger in Deutschland die Möglichkeit haben sollen, über wichtige Fragen zu Euro und EU in Referenden abzustimmen.“

  19. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ schnehen: „Kommunismus“

    Welche Gruppen wären denn dann als die genuinen ‚Kommunisten‘ anzusehen? Das ist keine Provokation, sondern echtes Interesse.

    War Marx der letzte Kommunist?

    Meinen Sie die anarchistischen Sozialrevolutionäre der Zarenzeit? Die Leute der Revolution 1905? Oder die Revolutionäre, die 1917 den Zaren gestürzt haben? Oder die Bolschewiki, die gegen die Revolutionäre von 1917 einen Militärputsch unternommen haben? Oder Lenin mit seinen Terrorkommandos? Als die Russen Bittgesänge „gegen Juden und Kommissare“ gesungen haben? Oder die Trotzkisten? Oder Stalin, Beria und Kaganowitsch? Tuchatschewski? Radek, der von Stalin+Beria umgebracht wurde? Mao? Pol Pot? Die Putschisten gegen die Revolutionsregierung im Deutschen Reich Liebknecht und Luxemburg? Eisner, Bela Kuhn und Levine? Jabotinsky? Die KPÖ, die zu Zeiten die reichste ‚kommunistische Partei‘ der Erde war?

    Oder ist der ‚wahre Kommunismus eine geistige Idee, die nie verwirklicht wurde?

  20. Plebiszit sagt:

    „Fernab des Medieninteresses wollen EU-Parlamentarier einen europäischen Zentralstaat ………“ ZE

    Damit ist alles, aber seitenverkehrt gesagt.
    Duldung ist Zustimmung bei Desinformation konspirativer Hinterzimmer Dekrete.

    Das „Medieninteresse“ liegt eben beim supranationalen Bertelsmann, im „braintank“ der NWO Illuminaten.
    An der Stelle sei an die mit Vollgas betriebenen Barcelona Dekrete erinnert. Das betrifft nun mal die aktuelle Zange von Casablanca bis Ankara, auch wenn man das Dazwischen als eurabischer Imperialismus ausblendet.
    Man kann diese parallel laufenden Prozesse konspirativ nennen, sie sind aber zulässig solange eine Gegenöffentlichkeit Raum und Chance erhält.

    Von der Netzkritik,- und äusserst geringen Zugriffen bei Print,- einmal abgesehen,- ist der Raum verspielt, vergeben.
    Die Chancen,- eine autark sichbekennende Verschwörung gegen das „Imperium der Verschwörer“ im EUP zu inszenieren,- stehen gut.
    Hierbei wird den Hofberichterstattern die Theorie als Totschläger entzogen und sie der Parteinahme entlarvt.

    Ganz nebenbei muss das Bekenntnis Rechts zu stehen geadelt werden, insb. wenn man einer Phalanx derart linksfusionierten Römern gegenüber steht.
    Der Cherusker hat’s vorgemacht.

    Als gewichtiger Teilhaber, müssen die noch bei Verstand verbliebenen Deutschen aber erst eine Vertretung ins UEP senden, um überhaupt teilnehmen zu können.
    Also das Zirkeldasein drinnen beenden.
    Alsdann stehe ich an der Seite von J.Elsässer mit seinem Appell „Die AfD muss mit UKIP zusammenarbeiten!“

  21. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Sabine: „Nicht alles schlecht“

    „Brüssel“, das ist die fleischgewordene Idee, die Nationen und dazu gleich mal alle natürlichen Gemeinschaften aufzulösen zugunsten des entkernten kulturlosen Proleten.
    Früher sagte man „Sowjetmensch“, die EUdSSR schafft auch den ‚Neuen Menschen‘.

    Das Ziel ist die Weltherrschaft einer Oligarchie von Finanzgewaltigen. Und bloß deshalb, weil Rothschild und einige andere Angehörige dieser Paten einer gewissen Ethnie angehörigen, soll bloß keiner hoffen, er würde verschont, weil er etwa derselben Ethnie angehörte. Der Mensch in der NWO dient nur der Ausbeutung und Versklavung zugunsten der „neuen Adelsrasse“. Er ist Vieh.

    Europa ist etwas ganz anderes als dieses ‚Brüssel‘.
    Das Europa der kulturtragenden Vaterländer ist eine gewaltige geistige Macht, schon halb verloren. Selbstverständlich werden die europäischen Nationen eng zusammenarbeiten müssen auf dem Gebiet der Wehrpolitik, Industriepolitik, Wirtschaftspolitik, Außenpolitik, Bildungspolitik, Kultur- und Bildungspolitik.
    Gibt Europa jedoch die Völker auf, die Nationen, dann gibt es sich selber auf. Der Rest wäre ein kulturloses Brüssel, offen für die Übernahme durch die Immigranten.

  22. Lukas Richter sagt:

    @schnehen

    „Sehen … mit klarem Blick“

    Einverstanden. Setzen Sie Ihre Rote Brille ab und bleiben Sie der Wahrheit verpflichtet.

    „Hess“ = „Verleger, der den jungen Marx … während seiner Studienjahre kennengelernt hatte und von seiner Dissertation über [die Atomisten] begeistert war. Weiter war da nichts.“

    „Weiter war da nichts?“ – Was ist mit den gemeinsamen Tätigkeiten bei „Rheinische Zeitung“, „Deutsch-Brüsseler Zeitung“ und „Deutsche Ideologie“. Hess verwarf die „idealistische Geschichtsphilosophie zugunsten eines naturwissenschaftlich, ja szientistisch ausgerichteten Materialismus. Schon zuvor hatte er sich gemeinsam mit und parallel zu Marx und Engels um eine wissenschaftliche Begründung sozialistischer Theorien auf der Basis von Psychologie und Ökonomie bemüht. … Moses Hess: Über das Geldwesen. In: Rheinische Jahrbücher zur gesellschaftlichen Reform. Bd. 1, 1847. …“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Moses_Hess#Sozialismus)

    „Der große deutsche Staatsphilosoph Hegel zählt zu dem wichtigsten [Mentor].“

    Der Einfluss von Hegel auf Marx spricht nicht GEGEN den Einfluss von Hess auf Marx. Und was hat bitteschön der Doktortitel mit 23 Jahren in der Uni Jena mit der Beziehung Hess-Marx zu tun? Sie mögen Ihren kommunistischen Messias vielleicht vergöttern (Hess sah sich selbst übrigens als Marxens Johannes d. Täufer), aber übersehen Sie bitte dabei nicht die Fakten.

    „Warum wird Moses Hess Marx übergestülpt? Dies ist ein demagogischer Trick, um ihn mit dem Judentum in Verbindung zu bringen.“

    Warum soll das ein demogagischer Trick sein, wenn es die Wahrheit ist? Der sozialistische Jude Theodor Zlocisti sagt es selbst 1921 ganz unverblümt: „Von Heß ist Marx auf den Sozialismus geführt worden. Und den jungen Engels lehrte es Heß, den kecken Sprung vom Grenzrain des Junghegelianismus in den Sozialismus zu wagen.“ (https://archive.org/stream/sozialistischeau00hess#page/n7/mode/2up) Vgl. außerdem: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/biography/marx.html
    Zur Beziehung Hess-Engels: Hess schrieb nach einem Treffen mit Engels in Köln: „Er verließ mich als übereifriger Kommunist. So schaffe ich Verwüstung.“ (Moses Hess, Ausgewählte Werke, Joseph Melzer, Köln 1962)

    „Dabei war sein Vater, der Rechtsanwalt Heinrich Marx, schon vom Judentum zum Protestantismus übergetreten.“

    Warum hat Heinrich Marx seine Kinder dann beschneiden lassen? (http://de.wikipedia.org/wiki/Geschwister_Marx). Eine solche Frage ist für Sie vielleicht nicht „cool“, aber zumindest stellenswert. Marx soll sogar einen jüdischen Beschneidungsnamen (neben dem deutschen Taufnamen) gehabt haben. Leider geben die Quellen darüber keine Auskunft, doch lässt es sich angesichts gewisser Fakten stark vermuten.

    „Außerdem ist Marx nicht der ‘Erfinder des Kommunismus’ und konnte es gar nicht sein, denn den Kommunismus hatte es Jahrtausende lang schon in der Urgesellschaft gegeben…“

    Ich bitte Sie mich richtig zu zitieren: Mit der Apostrophierung von ‚Erfinder‘ wollte ich genaus das ausdrücken, dass er dem Kommunismus einen Begriff gegeben hat (‚Kommunismus‘). Inwieweit die Urgesellschaft hingegen ‚kommunistisch‘ war, darüber haben wir damals in der 9. Klasse gestritten.

  23. schnehen sagt:

    @Lukas Richter

    Ich weiß gar nicht, warum Sie diese Klimmzüge machen. Was soll daran so schlimm sein, mit einem sozialistischen Juden eine Zeitlang zusammengearbeitet zu haben? Selbst wenn Sie Recht haben sollten, dass Hess zeitweilig einen bestimmten Einfluss auf Marx hatte, was soll daran so fürchterlich schlimm gewesen sein? Einen Zionismus und eine zionistische Bewegung gab es damals noch nicht. Es gab innerhalb des Judentums jedoch damals schon eine fortschrittliche, sozialistische Strömung, und viele Juden beteiligten sich auch später an der Oktoberrevolution von 1917. Warum? Viele waren durch die langen Jahre der Judenverfolgung, der Judenpogrome, ihrer Stigmatisierung als Untermenschen, als schlecht und verderblich, zur revolutionären Bewegung in Europa gestoßen und konnten so auch ihrer gesellschaftlichen Isolierung entgehen.

    Für Sie sind scheinbar alle Juden irgendwie mit einem Makel behaftet. Haben Juden Ihnen irgendetwas angetan, Ihnen irgendwann einmal das Portemonnaie geklaut? Ich habe eine große Hochachtung vor Juden wie Einstein, wie Norman Finkelstein oder Noam Chomsky, allesamt hervorragende Köpfe. Ich unterscheide, im Gegensatz zu Ihnen zwischen Juden und Zionisten.

    Jeder Mensch unterliegt den verschiedensten Einflüssen, ist sein ganzes Leben lang auf der Suche und entwickelt sich weiter, stagniert in seiner Entwicklung oder entwickelt sich zurück. Die größte Entwicklung vollzog Marx in London, wo er die meiste Zeit seines Lebens gelebt und gearbeitet hat. Er hat für seine Überzeugung sein ganzes Leben lang gekämpft und Verfolgungen auf sich genommen.1952 wurde ihm in Köln wegen seiner Beteiligung an der 1848iger Revolution der Prozess gemacht. Er war gezwungen, wie andere Revolutionäre der 48iger Revolution auch, ins Ausland zu gehen. Auch dort wurde er von der preußischen Regierung weiter verfolgt. Das und seine große wissenschaftliche Leistung nötigt mir Bewunderung ab. Das ist, wenn Sie so wollen, meine ‚rote Brille‘.

    Marx muss so gesehen werden, wie er war, nicht durch das Prisma antisemitischer und antikommunistischer Verschwörungstheorien.

  24. Wg. Marx
    Marx hat sich auch große Verdienste erworben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich mein VWL-Professor (FDP!) in seinem Einführungsseminar in die Makroökonomie geziert und gewunden hat, bis er letztlich doch zugeben mußte, daß die Kreislaufmodelle die wir gelernt haben, auf Marx zurückzuführen sind. Ein anderes Beispiel ist die Mehrwertsteuer. Wo kommt denn der Begriff des Mehrwerts her?

    Aber – und das ist imho entscheidend – er hat Hegel umgedreht. Bei Hegel bestimmt das Bewußtsein das Sein. Bei Marx ist es umgekehrt.

    Und er hat in Orwellschem Neusprech gemeint, er würde damit Hegel „vom Kopf auf die Füße stellen“.

    Fragt micht bitte nicht nach Belegstellen. Ich müßte dann selber guggeln und das könnt ihr auch.

    Ist halt alles schon sehr lange her…

  25. 006 sagt:

    “Außerdem ist Marx nicht der ‘Erfinder des Kommunismus’ und konnte es gar nicht sein, denn den Kommunismus hatte es Jahrtausende lang schon in der Urgesellschaft gegeben…”

    Nur mal so gefragt: Wo genau … gab es diese ‚Urgesellschaft‘? Und welche Beweise gibt es für deren vormalige Existenz. Ach ja … und warum ist sie eigentlich aus der Geschichte verschwunden, wenn sie doch soo toll war, daß ALLE darin wunschlos glücklich waren. Bitte meine diesbezüglich zweifellos defätistische Grundeinstellung zu entschuldigen, aber … so bin ich nun mal. Leider. Oder auch nicht ‚leider‘.

  26. yilmaz sagt:

    @ Dr. Günter Kümel
    „Oder ist der ‘wahre Kommunismus eine geistige Idee, die nie verwirklicht wurde?“

    Die kommunistische Ideologie ist das Setup zu George Orwells Welt „1984“, auf dieser getarnten Ideologie (sozialistisch & Antikapitalistisch) will man die globale Weltdikatur schaffen. Das ist die satanistische Welt von Rothschild & Co. (Co.=Chabadniks …) .

  27. yilmaz sagt:

    @ schnehen 6. Februar 2014 um 06:07
    „Jeder Mensch unterliegt den verschiedensten Einflüssen, ist sein ganzes Leben lang auf der Suche und entwickelt sich weiter, stagniert in seiner Entwicklung oder entwickelt sich zurück. Die größte Entwicklung vollzog Marx in London, wo er die meiste Zeit seines Lebens gelebt und gearbeitet hat.“

    Ja, London.., Marx wurde finanziell von Rothschild in London unterstützt… Engels übrigens auch. Daran erkennt man eigentlich welcher „Geist“ hier sein Wesen treibt… bitte fragt mich nicht nach Quellen hierzu, selber googlen.

    Grundsätzlich:
    Für einen gesunden Staat der seinem Volk dient und nicht umgekehrt, braucht es keine irgendwelchen Pseudo-Politischen Ideologien, ganz einfache, gerechte Gesetze und die Umsetzung dieser sind schon genug, alles andere dient nur zur Verschleierung und Rechtfertigung von Unlogischen Handlungen seitens der Schatten… zB manche Verlangen eine Vereinfachung der Steuergesetze, dagegen wehrt „man“ sich auch, so kann „man“ eben besser Gelder reinwaschen (Banken & Drogengelder), Gesetze umgehen, Steuern im großen Stil hinterziehen (machen alle großen Konzerne) und naja…Privatpersonen ausplündern…

  28. schnehen sagt:

    @Yilmaz

    Ich habe zwei Fragen an dich:

    1. Was hast du von Marx, Engels oder Lenin im Original gelesen?

    2. Die globale Weltdiktatur soll kommunistisch sein? Wie erklärst du dann, dass die Vertreter dieser Weltdiktatur alles gestandene Antikommunisten sind? Beispiel: Henry Kissinger, Zbignew Brzezinski…

    @Dr. Kümel

    Wenn Sie vorhatten, eine ehrliche Frage stellen und nicht provozieren wollten, warum spicken Sie dann ihre Einleitung mit Sachen wie ‚Lenins Terrorkommandos‘ usw.? Sie werden deshalb von mir keine Antwort erhalten, auch weil ich meine, dass eine solche Auseinandersetzung keinerlei Sinn ergibt, weil dann nur die unterschiedlichen Standpunkte wild aufeinanderprallen, wozu dieser Blog nicht da ist. Er ist aber dazu da, dass wir unsere Meinungsverschiedenheiten in ideologischen Fragen hintanstellen, um einen gemeinsamen Nenner bei den aktuellen Fragen zu erzielen, und das ist uns bisher gut gelungen.

    @006

    Wer hat behauptet, dass die Urgesellschaft ’sooo toll‘ war? Habe ich das behauptet? An welcher Stelle? Ich habe nur festgestellt, dass die Menschheit Jahrtausende lang in einer kommunistischen Urgesellschaft gelebt hat, was völlig unbestritten ist. Dass es eine Urgesellschaft gab, wird von keinem einzigen Historiker abgestritten. Sie können sich mühelos im Internet die Informationen dazu besorgen, wenn Sie daran echtes Interesse haben. Es wird auch nicht abgestritten, dass sie ‚kommunistisch‘ war, (auch wenn dieser Begriff von antikommunistischen Historikern – und das sind die meisten – nicht gebraucht wird), weil es kein Privateigentum an Grund und Boden und Produktionsmitteln gab. Die Wiesen, Felder, Wälder… gehörten der Sippe oder dem Stamm als Gemeineigentum. Erst mit der Erzeugung eines Mehrprodukts entstand die Klassengesellschaft. (Quelle: Friedrich Engels, ‚Der Ursprung der Familie, des Privateigentums…‘.

  29. yilmaz sagt:

    und hier ein passender Artikel von Oliver Janich zu der Genderguru-Scheidungs-Männerfeind-Hexe Alice Schwartzer:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/oliver-janich/stammt-das-geld-von-alice-schwarzer-aus-geheimdienstquellen-.html

    Mich hats schon immer gewundert von woher diese Frau die Rückendeckung der Medien (Bertelsmann…) erhält „und“ auch die Gelder…
    der Artikel ist sehr aufschlussreich, die Hintermänner sind immer dieselben Diener der Internationalisten der NWO mit ihrer satanistischen Agenda, der Kreis schließt sich.

  30. Wolfgang Eggert sagt:

    Marx´ Vater – über Nathan Mayer Rothschilds Frau Hannah Barent-Cohen mit dem „ehrwürdigen“ Kapitalisten verwandt – war Mitglied der Frankfurter „Juden- Loge“ „Zur aufgehenden Morgenröte“. Die Gründung dieser Bruderschaft ging in erster Linie auf das Wirken Geisenheimers zurück, Chefbuchhalter und Freund des Bankgründers Amschel Mayer Rothschild. Die genannte Loge war frankistisch beeinflusst. Wer den Namen Jakob Frank googelt versteht, was Moses Hess meint, wenn er sich daran erfreut, über Marx „Verwüstung“ anzurichten.

  31. Anonymous sagt:

    Schnehen hat erwähnt, daß „Juden bei der Revolution 1917“ eine tragende Rolle gespielt haben.

    Solschenizyn hat darüber geschrieben, in seinem Band 2 von „200 Jahre zusammen“. Das Buch ist zwar auf deutsch erschienen, wurde aber nicht mehr gedruckt (Genaueres weiß ich nicht) und ist antiquarisch nur zu hohen Preisen erhältlich (bis zu € 400, komisch, nicht?).

    Das ist auch für die Gegenwart von erheblicher Bedeutung, etwa in der Ukraine. Russia today (?):

    Man hat leises Weinen gehört, die „Demonstranten“ dort seien „Neonazis“.
    Sind sie m.E. nicht, ABER:
    Die Ukrainer machen mehrere gravierende Fehler, sie identifizieren erstens Rußland immer noch mit der SU unter Stalin. Der hat bekanntlich Millionen Ukrainer vorsätzlich und rechtswidrig ums Leben gebracht. Und der zweite Fehler: Sie sehen in der EU die Errettung vom „russischen Joch“ durch ein glorifiziertes „Deutschland“, die Befreiung, für die sie schon früher hart gekämpft hatten.
    Wirkmächtig ist, daß sie sich erinnern, daß ihre Großeltern den gesamten Bolschewismus (und: den Holodomor) mit den „Juden“ in eins setzen, weil sich die tragende Rolle des jüdischen Elements im Bolschewismus vom Beginn an über viele Jahre hinweg fortsetzte, ganz maßgeblich in den Geheimpolizei-Diensten und im GULAG-System. Russen und Ukrainer klagten über „Juden und Kommissare“.

    DESHALB erscheinen die „Demonstranten“ als Neonazis, sind antijüdisch und (irrtümlich!!) gegen Janukowitsch und gegen Rußland und (grotesk!) für die EU.

  32. yilmaz sagt:

    @ schnehen sagt: 6. Februar 2014 um 10:47

    „Ich habe zwei Fragen an dich:“

    1. Was hast du von Marx, Engels oder Lenin im Original gelesen?

    –> Buchwerke von diesen Autoren habe ich keine gelesen, aber was man „über“ die Handungen und Denkweisen diese Herren von „objektiver“ Seite schreibt schon.
    Auch daß Marx von Rothschild finanziert wurde ist mir bekannt und das sagt schon alles!

    Rothschild muss seine Globale Herrschaft schön hübsch verpacken, dazu dient ein „sozialistischer“ Weltstaat wo die 1% alles besitzen und die anderen 99% versklavt sind und dazu muss Rothschild seine secret agenda mit einer äusseren Verpackung versehen damit die wahren Absichten verdeckt bleiben, bestes Beispiel dieser Agenda ist die EU Dikatur wie der Artikel hier über Cohn-Bendits Europa…

    2. Die globale Weltdiktatur soll kommunistisch sein? Wie erklärst du dann, dass die Vertreter dieser Weltdiktatur alles gestandene Antikommunisten sind? Beispiel: Henry Kissinger, Zbignew Brzezinski…

    –> Dienen diese beide Herren denn nicht der Rothschild Dynastie?
    Verfolge die Spur der Hochfinanz, dort verbergen sich die wahren Führer unserer ach so freien Welt… die einen bezeichnen sich als Demokraten die anderen als Kommunisten, das sind doch alles äussere Verkleidungen, leere Worthülsen um den wahren Kern zu verdecken, weil eben nur Geld die Welt regiert, überall!

  33. Philzer sagt:

    Hi schnehen,

    Wunderschön Deine ‚Paradi(e)sierung‘ : 🙂

    „Wer dagegen protestiert, kommt in ein Fema-Lager zur (sexuellen) Umerziehung und wird dort so lange sexualisiert oder homosexualisiert, bis ihm jede Lust am Protestieren vergangen ist und er nur noch den einzigen Wunsch hat, an einer Gay-Parade teilzunehmen.“

    Wie schrieb doch Agamben in ‚Homo sacer‘:

    „Das Lager als nómos der Moderne“

    viele Grüße Philzer

  34. schnehen sagt:

    @Yilmaz

    Du hast also nichts im Original von Marx… gelesen, glaubst aber zu wissen, dass er ‚von Rothschild finanziert‘ wurde.

    Dann frage ich weiter:

    1. Hast du Beweise, dass das stimmt oder hast du das auf Treu und Glauben übernommen? Welches sind diese Beweise? Kannst du sie hier vorlegen?

    Es ist alles Mögliche über Marx und Engels an Unwahrheiten und Gerüchten verbreitet worden, nicht so sehr um sie als Individuen zu treffen, sondern weil man ihre Ideen gefürchtet hat, weil sie das ‚Gespenst des Kommunismus‘ gefürchtet haben, weil sie den Verlust ihrer Klassenprivilegien fürchteten. Wer waren denn wohl diese Leute? Und ausgerechnet einer von diesen Leuten, Rothschild, soll dieses ‚Gespenst des Kommunismus‘ finanziert haben??

    2. Wenn Marx tatsächlich ‚von RS finanziert‘ wurde, wie erklärst du, dass er ständig in Geldnöten war und oft auf Zuwendungen seines Freundes Engels angewiesen war, dass seine Familie kaum über die Runden kommen konnte und Marx selbst in Armut gestorben ist?

    Bevor du etwas glaubst, solltest du dir bestimmte Fragen stellen.

  35. schnehen sagt:

    @Wolfgang Eggert

    Ich versuche mal Ihrer Logik zu folgen. Also:

    Karl Marx‘ Vater war mit den Rothschilds verwandt – so Ihre Behauptung. Ich will einfach mal davon ausgehen, dass sie zutrifft. Dann soll Vater Marx Mitglied der Frankfurter Judenloge gewesen sein (obwohl er zum Protestantismus übertrat). Nehmen wir an, dass Heinrich Marx VOR seinem Übertritt, als er noch jüdisch war, da drin war. Diese Loge soll ‚frankistisch‘ beeinflusst gewesen sein. Jakob Frank, der diesen Einfluss ausübte, kannte Moses Hess, der kannte Marx und habe ‚über Marx Verwüstung angerichtet‘, was immer diese orakelhafte Anspielung bedeuten soll.

    Was wollen Sie mit dieser ‚Argumentationskette‘ eigentlich beweisen? Dass Karl Marx mit den Rothschilds irgendwie verbunden war, weil sein Vater, den er übrigens 1838, mit 20 Jahren verlor, angeblich als Anwalt in einer Rothschildschen Loge war oder zeitweilig da drin war?

    Soll das ein Beweis sein?

    Noch etwas zu Vater Marx, aus dem man nach Ihrer Logik dann ableiten könnte, dass er Napoleon-Anhänger war und das Söhnchen Marx deshalb auch Napoleon-Anhänger gewesen sein muss bzw. von den französischen Kaisern finanziert wurde: Bei einer Veranstaltung der Trierer ‚Literarischen Kasinogesellschaft‘ soll er seinen Hut vor der französischen Fahne gezogen und die Marsaillaise gesungen haben! Also war er wohl doch eher Bonapartist und sein Sohn war es dann wohl auch. Wohl, wohl, wohl. Das Gerücht geht.

    Schreiben Sie nach dieser ‚Logik‘ eigentlich auch Ihre Bücher?

  36. yilmaz sagt:

    @ Wolfgang Eggert sagt: 6. Februar 2014 um 12:16

    danke vielmals Wolfgang für die Infos bezgl. der Verbindung Marx-Rothschild.

  37. yilmaz sagt:

    @ schnehen sagt: 6. Februar 2014 um 13:43

    das Marx verarmt gestorben sein soll halte ich für eine Ente, das wird gern so hingebogen und macht ihn so glaubwürdiger um Marx marketing-technisch öffentlich so zu zeigen, als sei er ein Mann der in bescheidenen Verhältnissen gelebt und daher versucht habe eine neue polit. Ideologie zu kreieren die die Rechte des einzelnen schützt, egal seiner Herkunft und Status und somit eine gerechte Verteilung des Wirtschaftssystem zu erlangen.

    Die Verbindung von Marx zu Rothschild wird ebenso gern verschwiegen wie die Beziehung Soros-Rothschild.

    Das Thema Marx hatten wir doch schon oft hier durchgekaut, viele hatten hier Infos und Quellen gezeigt, aber alles war vergebens um dich zu überzeugen, da bist Du meiner Meinung nach bezgl. Marx etwas stark verbohrt.

    Ich werde versuchen anhand von anderen Beispielen logische Gedankenketten aufzubauen:

    1. Es ist unbestreitbar, daß es allgemein sehr schwierig ist eine neue polit. Partei zu gründen und landesweit populär zu machen, geschweige denn weltweit, richtig!?
    Dazu braucht man viel Geld, globale Unterstützung der Medien, Dissidenten usw.
    Es gibt fast in jedem Land der Welt ironischerweise eine Linkspartei, eine Volkspartei (=Mitte), eine konservative Partei und eine Randgruppenpartei ob jetzt grün oder liberal oder was weiß ich wie dieses ganze Geschwirrl heißt, dann haben wir auf der anderen Seite die Einheitspartei der Kommunisten.
    Da diese Parteien bzw. Ideologien überall präsent sind, muss man logisch davon ausgehen, daß die Hintermächte diese so installiert haben.

    2. Nehmen wir doch zB das Betriebssystem Windows von Microsoft, 90% der weltweiten Rechner arbeiten mit diesem Betriebssystem. Wie konnte eine Software einen derartigen Marktanteil erreichen?
    Nicht weil Bill Gates ein fabelhafter Untermehmer ist/war, sondern hier Politik/Geheimdienst/Wirtschaft das so wollen (NSA), also das geht auch nur wenn die Hintermächte das so wollen…

    Bei dem Prozessorherteller Intel ist es das gleiche, Marktanteil von ca. 90%, Rest AMD, aber der gehört soviel ich weiß auch zu Teilen zu Intel.
    Intel wurde glaube ich 1952 gegründet, einige Jahre kurz nach dem Vorfall in Roswell.

    3. Das gleiche kann man nun auf Facebook, Google & Co anwenden:
    Facebook ist das größte Online-Netzwerk der Welt, Google die größte bzw. bekannteste Suchmaschine usw. …

    Folglich:
    Bei politischen Ideologien ist es nicht anders, wie konnte der Kapitalismus auf der einen und der Kommunismus von Marx auf der anderen Seite einen derartigen Durchbruch erfahren wenn nicht durch mächtige Hinterleute die das förderten?

    Wenn Du zB einen William Engdahl usw. fragst werden diese dir das gleiche bestätigen.
    Quellen findest Du zu Genüge im Internet, es sei denn Du bist auch bereit diese als Wahrheit zu akzeptieren, oft ist es schwer, so auch für mich (das war Ende der 90er Jahre) als mir die Größe der Verschwörung bewusst wurde, ich fühlte mich gelähmt, um mich davon zu überzeugen, daß das alles so auch wirklich existiert, habe ich bei meinen Reisen gut beobachtet, und wurde überall fündig: viele verschiedene Masken aber dahinter dieselbe Macht. Glaubs mir mein Freund, seit der franz. Revolution haben diese finsteren Gestalten aihr Fundament gesetzt und haben bis heute alle Revolutionen und Kriege entfacht, den russ Zaren und auch den letzten Sultan zu Grabe getragen. Tja, wie haben die das nur geschafft… ich gaub die Menschen von damals mussten noch blinder&naiver gewesen sein als heute.

  38. juergenelsaesser sagt:

    Yilmaz: Marx nicht mit Quellen, sondern mit Analogien zu Microsoft anschwärzen zu wollen, ist schon ein bisserl peinlich, finden Sie nicht? Das wird schnehen nicht überzeugen – und mich auch nicht! Den berechtigten Rochus auf die68er Linke jetzt einfach 150 Jahre rückwärts zu projizieren, ist keine wissenschaftliche Methode.

  39. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen (DER LETZTE POST WAR NICHT VOLLSTÄNDIG; DER HIER IST ES)

    –> Ich versuche mal Ihrer Logik zu folgen. Also: Karl Marx’ Vater war mit den Rothschilds verwandt – so Ihre Behauptung. Ich will einfach mal davon ausgehen, dass sie zutrifft. Dann soll Vater Marx Mitglied der Frankfurter Judenloge gewesen sein (obwohl er zum Protestantismus übertrat). Nehmen wir an, dass Heinrich Marx VOR seinem Übertritt, als er noch jüdisch war, da drin war. Diese Loge soll ‘frankistisch’ beeinflusst gewesen sein. Jakob Frank, der diesen Einfluss ausübte, kannte Moses Hess, der kannte Marx und habe ‘über Marx Verwüstung angerichtet’, was immer diese orakelhafte Anspielung bedeuten soll. <–
    …schreibt richard wurmbrand, der in eine jüdische familie geboren sowohl "kirchlich" als auch ideologisch (ex-kommunist) konvertierte. er schützte verfolgte juden unter den nazis und wurde nach dem krieg seinerseits von den kommunisten verfolgt (davon drei jahre in isolations- und dunkelhaft). sein buch "das andere gesicht des karl marx" zeigt die satanische seite. die nahtlos in eine frankistische prägung hineinpasst, denn die frankisten waren/sind satanisten, die sich in einer weltpolitischen mission sehen.

    Schreiben Sie nach dieser ‘Logik’ eigentlich auch Ihre Bücher?
    …1+1=2 . das gilt natürlich nicht für einen ewiggestrigen dogmatiker wie sie, die nebenbei über leseschwächen zu leiden scheinen😉

  40. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    mein voller post kommt nicht korrekt zum abdruck. schreib ich´s also stück für stück.

    1.
    Karl Marx’ Vater war mit den Rothschilds verwandt – so Ihre Behauptung. Ich will einfach mal davon ausgehen, dass sie zutrifft.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Nathan_Mayer_Rothschild : „On 22 October 1806 in London he married Hannah Barent-Cohen (1783–1850), daughter of Levy Barent Cohen (1747–1808) and wife Lydia Diamantschleifer and paternal granddaughter of Barent Cohen and wife, whose other son Salomon David Barent-Cohen (d. 1807) married Sara Brandes, great-grandparents of Karl Marx.“

  41. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    2.
    Dann soll Vater Marx Mitglied der Frankfurter Judenloge gewesen sein (obwohl er zum Protestantismus übertrat). Nehmen wir an, dass Heinrich Marx VOR seinem Übertritt, als er noch jüdisch war, da drin war.

    …die loge heisst wie gesagt offiziell „zur aufgehenden morgenröte“. sie wurde auch „judenloge“ genannt, weil sie im gegensatz zu anderen deutschen logen dieser zeit auch juden aufnahm.
    (lennings encyklopädie der freimaurerei, verein deutscher freimaurer, leipzig. max hesse’s verlag, 1900 nach http://de.wikipedia.org/wiki/Freimaurerei)

  42. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    3.
    Diese Loge soll ‘frankistisch’ beeinflusst gewesen sein.

    …franz joseph molitor, der seit 1806 an der jüdischen lehranstalt philanthropin (von amschel mayer rothschild und seinem chefbuchhalter geisenheimer in frankfurt gegründet) unterrichtete sowie im dort vorstand sass, trat 1808 in die morgenröte ein, wo er es bis zum „meister vom stuhl“ – sprich chef – brachte. molitor war einer der hervorragenden frankisten (die sich zum schein selbst taufen liessen) seiner zeit: für den faktisch rein frankistischen orden der „asiatischen brüder“ fungierte er als ordenshistoriker. er stand in engster verbindung zu franks stellvertreter hirschfeld, der ihn in kabbala und hebräisch unterrichtete und ihn auch in den unweit von frankfurt gelegenen offenbacher hofstaat der sekte einführte.

  43. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    4.
    Jakob Frank, der diesen Einfluss ausübte,
    …das schreibe ich nicht! frank war zu diesem zeitpunkt bereits tot, seine tochter und hirschfeld hatten den kult übernommen.

    kannte Moses Hess
    …das schreibe ich ebenfalls nicht!! wo haben sie denn ihre augen, mein bester😉

    der kannte Marx und habe ‘über Marx Verwüstung angerichtet’
    …immerhin, das haben sie mal richtig. das interessante ist die propagandistische form ihrer ach so streng wissenschaftlichen „argumentation“. sie unterstellen etwas, was der andre gar nicht gesagt hat bzw. legen ihm fehler in den mund und rufen dann laut „richtet den mann!“. ehrenburg und münzenberg lassen grüßen.

  44. Lukas Richter sagt:

    @schnehen

    Leider habe ich erst jetzt Zeit, auf Ihren Beitrag zu antworten. Leider, weil es nicht fair war, was Sie geschrieben haben, es blieb zu lange im Raum stehen.

    „Ich weiß gar nicht, warum Sie diese Klimmzüge machen.“

    Ich habe ledliglich zu Ihren Argumenten Stellung bezogen. These – Antithese, das sollten Sie als Freund der Dialektik verstehen. Sie sind kaum auf meine Belege eingegangen, weil Sie nicht bereit sind, Ihre Betonbahn zu verlassen. So wird das nichts mit der Weiterentwicklung.

    „Was soll daran so schlimm sein, mit einem sozialistischen Juden eine Zeitlang zusammengearbeitet zu haben? Selbst wenn Sie Recht haben sollten, dass Hess zeitweilig einen bestimmten Einfluss auf Marx hatte, was soll daran so fürchterlich schlimm gewesen sein?“

    Sie unterstellen mir mit dem Prädikat „(fürchterlich) schlimm“ eine Emotionalisierung des Themas. Das ist nicht angemessen, weil ich schlicht versuche, für historische und politische Entwicklungen Erklärungsansätze zu liefern, die künftige Irrtümer vermeiden helfen. Erst wenn man das Rumpelstilzchen beim Namen nennt, kann man es überführen. Außerdem sind wir alle voller Emotion, sonst würden wir hier nicht schreiben. Wir versuchen gemeinsam die Lage zu verbessern.
    Immerhin freue ich mich über Ihr (indirektes) Eingeständnis, dass Hess einen bestimmten Einfluss auf Marx ausgeübt hat.

    „Für Sie sind scheinbar alle Juden irgendwie mit einem Makel behaftet. Haben Juden Ihnen irgendetwas angetan, Ihnen irgendwann einmal das Portemonnaie geklaut?“

    Eigentlich sollte ich auf diese Polemik gar nicht eingehen. Wir versuchen hier gemeinsam, gewisse politische Probleme zu eruieren und zu korrigieren – und Sie unterstellen mir persönliches Ressentiment. Das ist ungerecht und passt in das Stigmatisierungsschema, mit dem die herrschende Schicht uns schikaniert. Ich kenne auch gute Juden: Gilad Atzmon, Otto Weininger (NICHT Einstein, der ein Plagiateur war), Norman Finkelstein, Benjamin Freedman, Paul Eisen, David Cole… Nur: Wenn wir versuchen herauszubekommen, welche Kräfte das sind, die aus Stroh (bzw. aus Papier) Gold (bzw. Geld) herstellen, warum und zu welchem Zweck (der durchaus ein politischer oder religiöser sein kann), dann muss man eben auch dort fragen und forschen dürfen, wo man es sonst nicht tut bzw. nicht tun darf. Sonst kommen wir nicht weiter.
    Der Zionismus ist nicht ohne das Judentum zu erklären. Daran geht kein Weg vorbei. Und man sollte den Kommunismus bzw. Bolschewismus auch aus jüdischer Perspekektive erklären dürfen – was Sie ja auch machen.

    Ich lasse mich gerne widerlegen, wenn ich falsch darin liege, hinter dem Finanzkapitalismus und dem Bolschewismus den Zionismus zu sehen. Der hat seine (Apparatschik-) Marionetten geschickt an der Leine geführt bzw. den längeren Arm gehabt.
    Als ich Egon Bahr neben Brandt und Albert Norden neben Ulbricht und Honecker gestellt habe, habe ich das mit der alten Herrschaftstheorie der Khasaran vom ‚Beck und dem Kagan‘ zu erklären versucht, doch leider wurde diese Passage nicht in den Kommentar übernommen. Möglicherweise ist also was dran…

  45. schnehen sagt:

    Alle Versuche, Marx schlecht zu reden, mit Großfinanziers in Verbindung zu bringen, so wie man dies auch mit dem großen deutschen Dichter Heinrich Heine getan hat, der wie Marx ausgewiesen wurde und in Paris in Armut starb, sind vergebens.

    @Yilmaz:

    Du solltest dich nicht in unser kulturelles Erbe einmischen und unsere großen Deutschen nicht mit einer solchen Ignoranz behandeln. Und: Wer Marx verteidigt oder wer Heine verteidigt, ist nicht verbohrt! Kümmere dich vielleicht lieber um das türkische Kulturerbe.

    Bezeichnend ist auch der Eiertanz, der hier von Eggert aufgeführt wird.

    Die Versuche, Marx schlechtzureden, sind vergebens, weil das Monumentale seines Lebenswerks einfach nicht zu leugnen ist. Dieser große Deutsche hat Werke vollbracht, die den Test der Zeiten überstanden haben – Werke von großem wissenschaftlichen und praktischem Wert -, und dieses Werk ist entscheidend – der Beitrag, den dieses Werk zur Überwindung von Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Unterdrückung, Klassen- und Willkürherrschaft geleistet hat. Aber Marx hat nicht nur Bücher geschrieben, sondern hat auch ein aktives politisches Leben geführt, saß im Generalrat der Ersten Internationale als Sekretär und bot Flüchtlingen trotz seiner bescheidenen Lebens- und Wohnverhältnisse in einem Londoner Reihenhaus Zuflucht an, organisierte Unterstützungsaktionen. Besonders nach dem Scheitern der Pariser Kommune 1971 nahm er flüchtige Kommunarden auf.

    Marx war nach dem Kölner Kommunistenprozess von 1852 ausgewiesen worden und führte in London das Leben eines Emigranten. (Yilmaz: Ich glaube kaum, dass du weißt, was es heißt, ein Leben in der Emigration führen zu müssen).

    Seinen Lebensunterhalt verdiente Marx sich durch Beiträge für die New York Herald Tribune. Von Buchveröffentlichungen konnte er kaum leben. Engels musste immer wieder aushelfen, vor allem in der Zeit, als Engels noch in Manchester wohnte.

    Sein Biograf Heinrich Gemkow schildert das Flüchtlingsleben, das er führte, so:

    „Ein Wertstück nach dem anderen, selbst Kleider und Wäsche, wurden versetzt. Immer wieder musste Marx seine Arbeit unterbrechen, um bei den vielen Gläubigern um Kredit, um Langmut zu bitten. Die Einnahmen aus seiner schriftstellerischen Tätigkeit waren kärglich, denn wer wagte schon in der jetzt über Europa hereingebrochenen Reaktionsperiode (gemeint ist die Zeit nach der gescheiterten 48iger Revolution bis etwa 1853) die Schriften eines Marx zu drucken?“
    (Karl Marx, Eine Biografie, Berlin 1968, von Heinrich Gemkow, S. 213).

    Marx wohnte in London in einem Reihenhaus. Er zog mehrere Male um. Ich selbst habe in England fast ein Jahr lang, allerdings in Nordengland, in einem solchen Reihenhaus als Mieter gewohnt. Nicht gerade sehr luxuriös. Ich glaube, die Rothschilds wohnen etwas besser. Alle diese Wohnungen haben diese schmalen Innentreppen. Morgens musste ich immer erst mal den Kamin in Gang bringen, der noch mit Kohle befeuert wurde. Die Wohnung hatte keine Zentralheizung. Es war eine der typischen englischen Arbeiterwohnungen.

    Karl Marx‘ Werk gehört zu unserem deutschen Kulturerbe, das wir wie das Werk Goethes pflegen und ehren sollten.

  46. Wolfgang Eggert sagt:

    @ lukas richter

    hinter dem politischen finanzkapitalismus a la goldman sachs/rothschild/warburg, etlichen bolschewisten (nicht lenin) und dem katastrophischen ausbranden der großen kriege steht eine sekte und kein volk. nicht das blut schreibt geschichte sondern die agenda, die idee; nicht die khasaren sondern die chassiden und – schlimmer noch – die frankisten. das wird und wurde von den radikalsten truthern immer übersehen und führte möglicherweise mit zum holocaust. während die führer der sekte unter geleitschutz stets in sicherheit gebracht wurden. auch in der nazizeit.

  47. Karl Marx’ Werk gehört zu unserem deutschen Kulturerbe, das wir wie das Werk Goethes pflegen und ehren sollten.

    Das ist doch akzeptabel, odder it? Der Marxismus ist imho eine Sozialtheorie des 19. Jahrhunderts, die durchaus wichtige Erkenntnisse hatte. Und die vielleicht wichtigste ist, daß der Sozialismus dem Kapitalismus überlegen ist.

    Entfremdung und Ungerechtigkeit im Kapitalismus können überwunden werden!

    Aber nur dann, wenn sich Sozialisten und Sozialisten nicht spalten lassen und gegeneinander hetzen!

    Kennt ihr das Yin und Yang Symbol?

    https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSXrAZg4iqb3gdOXOX3dw_K4uymEcsIS0YDbodByQXzQo8g_6sU

    Es ist eine wunderbare Veranschaulichung der Einheit von Polarität. Alles im Gleichgewicht und gut! Perfekt!

    Wenn aber diese Einheit der Zweitheit gespalten wird, kommt es zum Zwist und es entstehen Ungleichgewichte, welche sogar ineinander umschlagen müssen, bei ihrem Prozeß der Ausdifferenzierung. Deshalb kommt man rechts an, wenn man sich immer nur nach links bewegt und umgekehrt.

  48. Lukas Richter sagt:

    @Wolfgang Eggert

    Ich lasse mir von Ihnen bereitwillig weiterhelfen, weil mir die kausalen Linien, die Sie ziehen, stimmig scheinen. Ich sehe auch nicht, dass ich um das eigenständige Verfolgen dieser Linien herumkomme – dazu ist es einfach zu wichtig zu wissen, WAS MIT UNS GESCHIEHT.
    Als kecker Kopf können Sie sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie veralbert sich jemand vorkommt, der bis zu einem gewissen hohen Grad unlängst noch geglaubt hat, was ihm in der Schule erzählt worden war. Dazu gehört nicht nur der Glaube an die Maßgeblichkeit der demokratischen Institutionen, sondern auch der ….
    Das Groteske: Sich als Deutscher zu erkennen und zu verstehen und als solcher überleben zu wollen, das geht in unserer Zeit NICHT ohne Kenntnis … des Judentums (z.B. Tora). Dieser Bezug des Allgemein-Bekannten zum Speziell-Verborgenen ist nun einmal da, da lässt sich ohne Begriffe wie ‚Deutsche‘, ‚Amerikaner‘, ‚Russen‘, ‚Kapitalisten‘; ‚Bolschewisten‘, ‚Demokraten‘, ‚Juden‘ oder ‚Chassiden‘ usw. kaum arbeiten – bei aller Vorsicht.
    Und solange ein gewaltiges TABU wie ein Damokles-Schwert über uns schwebt (vgl. die aktuellen Vorgänge in Frankreich), und solange die tagtäglichen Lügen über uns ausgeschüttet werden, wird nach dem Grund dafür gesucht werden – zumindest von einigen (wenigen, wie hier z.T. in diesem Blog), die sich die Verbindung Individuum-Familie-Volk-Nation-Religion/Philosophie-Idee NICHT DURCHTRENNEN lassen.
    Vielleicht sollten wir auch deshalb neben Goethe auch unseren Schiller nicht (am besten NIE😉 in Vergessenheit geraten lassen.

  49. @schnehen – und wer seid „Ihr“ (wg. „unser kulturelles Erbe“)?

  50. yilmaz sagt:

    @ juergenelsaesser sagt: 6. Februar 2014 um 17:11

    Jürgen, genauso gut könnte ich behaupten, daß Marxisten naiv sind und es ausserordentlich peinlich ist, wenn so zwei aufgeklärte Politstrategen wie Du und Schnehen nicht mal 1 +1 zusammenzählen können.
    Ich hab Dir doch vor ca. 3 Jahren postalisch was zugeschickt, darin waren Informationen bzw. die Kopie eines Buches über die Freimaurerei, auch über die Verbindung Marx und Rothschild war darin beschrieben. Aber da kam ja kein Feedback mehr von Deiner Seite…

    Zudem, könntet Ihr beiden Oberlehrer (Elsässer & Schnehen) mir bitte mal logisch erklären wie denn der Marx´sche Kommunismus weltweit so an Einfluss gewann, wenn denn Karl Marx so sehr am Hungertuch zehrte und keine Netzwerke oder Einfluss-Reiche Unterstützer hatte??? Und was machte Marx ausgerechnet in London, oder sollte ich besser sagen „City of London“,,,??

    @ schnehen schnehen sagt: 6. Februar 2014 um 20:07

    „Du solltest dich nicht in unser kulturelles Erbe einmischen und unsere großen Deutschen nicht mit einer solchen Ignoranz behandeln. Und: Wer Marx verteidigt oder wer Heine verteidigt, ist nicht verbohrt! Kümmere dich vielleicht lieber um das türkische Kulturerbe.“

    Jetzt wirst Du aber persönlich🙂, wenn ich positives über Deutschland schreibe und hier oft schützend eingreife ist das OK, aber wehe man kritisiert einen Deutschen….uuuuhhhh.
    Und bei Marx werd ich nicht locker lassen, da werd ich jetzt nachbohren und „Euer“ kulturelles Erbe ein wenig vom Sockel holen…

    Mir geht es nicht um ein deutsches Erbe oder ein türkisches Erbe (mit Deiner Anspielung an den Sultan…), zB Atatürk hatte ich oft genug kritisiert und aufgezeigt daß er zur gleichen globalen Elite gehört, da hast Du und Elsässer ihn gleich schützend in die Arme genommen, aber macht Ihr beiden mal so weiter, ich bin da sowieso voll auf der Seite von Wolfgang Eggert, möge das bessere Argument gewinnen.

    Anbei noch ein etwas älterer Artikel von Deinem alten Freund „Freeman“ :
    http://alles-schallundrauch.blogspot.hu/2010/05/die-bankster-finanzierten-die.html

  51. Nein, was ich eigentlich wollte

    Einer fragte, wo Marx gegen Hegel
    steht hier (bin ich fast sicher):
    „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“

  52. Lukas Richter sagt:

    @ Wolfgang Eggert

    Eine Frage noch: Wer waren die Führer dieser Sekte, die unter Geleitschutz in Sicherheit gebracht wurden? Das würde mich sehr interessieren.

  53. Heider sagt:

    Wo der Hund begraben liegt“ (Redensart)

    Einiges deutet darauf hin, dass die von Marx u.a. beschriebene gesetzmässige Planlosigkeit u. immanente Krisenhaftigkeit der kapitalistischen Wirtschaftsweise, die die herrschende Klasse endlich nicht mehr kontrollieren könne und sie reif für die Ablösung durch die Arbeiterklasse machen werde, gar nicht besteht. Und das wirft natürlich auch ein Schlaglicht auf Marx, und für wie voll man den „Wissenschaftlichen Sozialismus“ nehmen muss, wenn noch eine andere, bessere Welt vorgestellt ist.

    Imperialismus 2014 macht den Anschein eines aus allen Krisen gestärkt hervorgegangenen Kapitals, das nunmehr unangefochten weltweit herrscht, und – das ist der Punkt – das auf Kommandostrukturen zu beruhen scheint. Diese Kommandostrukturen bewirken geregelte Nationalwirtschaften, globale Zusammenarbeit, „Krisen“ mit Gewinnern (die Bankster), und selbst nach Weltkriegen u.a. grossen Kriegen haben Steuerungsmechanismen gegriffen, die die angerichteten Zerstörungen innerhalb kürzester Zeit beseitigten u. zu noch mehr „Wachstum“ führten.
    Das Erstaunliche daran (folgt man nur Marx) ist, dass die mächtigsten Unternehmen der Weltwirtschaft nie die Eigentümer wechselten, es gibt in den Kreisen eine personelle Kontinuität u. familiäre Tradition, die kaum noch auf Zufall beruhen kann und von Marx‘ Theorie der freien Konkurrenz u. Anarchie der Produktion nicht gedeckt ist.
    Es kann als evident gelten, dass die regierende Politik nach denselben Kommandostrukturen funktioniert. Erstens wurde eine internationale UN-Ordnung errichtet, die definitiv nicht frei (unabhängig) u. demokratisch (nach Mehrheit) ist, und zweitens sind die Kommandostrukturen gerade dabei die alten bürgerlichen Nationalstaaten abzuschaffen, die parlamentarisch-demokratischen Formen diktatorisch umzuwandeln und generell die bürgerlichen Freiheiten wegzunehmen (siehe Gesetze zur inneren Sicherheit in USA; s. „EU“). Vieles was uns die regierende Politik heute ideologisch bietet, und was sie praktisch vollzieht (die Idee der One World, gleichgeschaltete Parteien u. gesellschaftl. Organisationen, Gleichschaltung der öffentl. Meinung, die herrschenden Dogmen und der Kampf gegen abweichende Meinungen u. Verhalten) erinnert unwillkürlich an Forderungen der marx.-leninistischen Klassiker u. an die politische Praxis im real existierenden Sozialismus. Was heute schon herrscht und morgen noch fester im Sattel sitzen wird, das ist doch eigentlich nicht „die Bourgeoisie“, oder?
    POLITAIA – 25. May 2013
    Die Geschichte der Neuen Weltordnung
    von Pierre Hillard – Artikel erschienen am 24.05.2013 auf Voltairenet

    http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/die-geschichte-der-neuen-weltordnung/

    Erinnern wir uns, was mal der Bankier Walter Rathenau 1909 verriet:
    „Es gibt ein Komitee von 300 Leuten, die die Welt regieren, und deren Identität nur ihresgleichen bekannt ist“, soll er gesagt haben. In der Neuen Freien Presse (Wien) schrieb er: „Dreihundert Männer, von denen jeder jeden kennt, leiten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung. Die seltsamen Ursachen dieser seltsamen Erscheinung, die in das Dunkel der künftigen sozialen Entwicklung einen Schimmer wirft, stehen hier nicht zur Erwägung.“
    [Walter Rathenau am 25.12.1909 im Beitrag „Unser Nachwuchs“ in der Neuen Freien Presse, Wien, Nr. 16288]

    Aber nicht nur Feinde hatte der Artikel über die 300 europäischen Wirtschaftslenker in der Wiener Zeitung 1909 überrascht und verwirrt, auch Freunde meldeten sich. Frank Wedekind schlug ihm vor, „einen Almanach der Dreihundert“, eine Art „Gotha der Wirtschaft“ herauszugeben. Walther Rathenau antwortete ihm:

    „4.11.1912
    Mein lieber und sehr verehrter Herr Wedekind!
    Ihre geistvolle Anregung hat mich aufs lebhafteste interessiert. Aber lassen Sie mich vertraulich Ihnen sagen: mein Ausspruch war eine Art Indiskretion. Die wirklichen „300“ haben die Gewohnheit und Vorsicht, ihre Macht abzuleugnen. Wenn Sie sie aufrufen, so werden sie Ihnen sagen: wir wissen von nichts; wir sind Kaufleute wie alle anderen. Dagegen werden nicht 300, sondern 3000 Kormmerzienräte sich melden, die Strümpfe oder Kunstbutter wirken und sagen: wir sind es. Die Macht liegt in der Anonymität; ich kenne unter den Bekanntesten – nicht unter den Bedeutendsten – einen, den überhaupt niemand zu sehen bekommt, außer seinem Barbier. Ich kenne einen, der fast arm ist und die gewaltigsten Unternehmungen beherrscht. Ich kenne einen, der vielleicht der Reichste ist, und dessen Vermögen seinen Kindern gehört, die er haßt. Einer arbeitet für das Vermögen der Jesuiten, ein anderer ist Agent der Kurie. Einer als Beauftragter einer ausländischen Vereinigung, ist mit einem Besitz von 280 Millionen Konsols der größte Gläubiger des preußischen Staates.
    Alles dies vertraulich. Aber Sie sehen, diesen Menschen ist auf gewöhnlichen Wegen nicht leicht beizukommen. Und den ungewöhnlichen Weg des persönlichen Appells lehnen sie ab …“

    Quelle im Netz [unter anderem bei Zeitenschrift, Drahtzieher: Das Komitee der 300] sowie bei Luebeck-Kunterbunt:

    „Anmerkung: Um jenes ominöse Rathenau-Zitat ranken sich bis heute Geistesprodukte, bei denen die Unterscheidung zwischen Realität und Phantasie schwerfällt. Jedenfalls sind die Zitate von Rathenau, Singer und anläßlich der Gründung der „Internationalen Banken-Allianz“ unstreitig authentisch, obwohl die Schul- bzw. Universitätshistoriker sich nur ungern in den Ruch der Verschwörungstheorie ziehen lassen.

    Die geradezu prophetische Übereinstimmung von ankündigendem Zitat und Zukunftsentwicklung ist jedoch ähnlich frappant wie bei den „Protokollen der Weisen von Zion“, die eine nachgewiesene Fälschung darstellen (…) und spricht ziemlich deutlich für einen ernstzunehmenden Realitätskern.“
    http://www.luebeck-kunterbunt.de/Favoriten/Geheime_Weltregierung.htm

  54. Heider sagt:

    @ W. Eggert,6. Februar 2014 um 17:56

    Kann man -zum besseren Verständnis- auch noch so ausdrücken.
    Karl Marx und Lionel de Rothschild (1808-79, ält. Sohn von Mayer Amschel R., als Abgeordneter der City of London das erste jüdische Mitglied im brit. Unterhaus) waren Cousins zweiten Grades…
    [Sachverhalt u. farbiges Schaubild bei David Icke.com, Karl Marx related to Rothschilds] 🙂

    schnehen,6. Februar 2014 um 20:07
    „@Yilmaz:

    Du solltest dich nicht in unser kulturelles Erbe einmischen und unsere großen Deutschen nicht mit einer solchen Ignoranz behandeln. … Kümmere dich vielleicht lieber um das türkische Kulturerbe.“

    Hr. Yilmaz versteht u. schreibt deutsch, das auf einer deutschsprach. Plattform, und soweit ich das mitbekommen habe als Stammschreiber.

    Dass nun ausgerechnet einer, der dem Internationalisten Marx folgen will, plötzlich ein völkisches Ausschlusskriterium geltend macht (noch dazu mit der Begründung, dass gerade der Kommunist Marx „unser“ [deutsches, alleiniges] Kulturerbe sei) ist das Irrste, was ich hier, abgesehen von religiösen Schwafeleien, je gelesen habe.

  55. blechtrommler sagt: 6. Februar 2014 um 22:16

    @schnehen – und wer seid “Ihr” (wg. “unser Erbe”)?

    Ach du heiliger Matzen Oskar, dessen geistige Entwicklung schon bei der Geburt abgeschlossen ist. Pardon😦 Lucy läßt grüßen…

    Das ist Sophisterei!

    Ihr sind wir! Nämlich die Deutschen, die es auch für sich noch sein wollen und sich zu ihrem kulturellen Erbe nicht nur bekennen, sondern auch noch stolz darauf sind.

    So, und jetzt dürfen sie weiter mißmutig trommeln.

    Mein lieber Herr Gesangsverein… Man kann die Dinge auch anders sehen. Ganz anders sogar!

    Und dahinter die Freude des Weltprozesses erkennen. Dann läßt man die Kriegstrommel stehen und greift zur Geige oder Harfe und beginnt Gott zu loben.

    Aber solange man sich noch vor einem Ausbruch des Vulkangottes fürchtet, muß man ihm halt die Trommel schlagen.

  56. Das Kreuz des Deutschen ist seine Spaltung. Noch im 19. Jahrhundert haben Deutsche offen Krieg gegeneinander geführt. Im 2. Dreißigjährigen Krieg haben viele Deutsche auf der Seite des Feindes gekämpft. Dann gab es die Dualität von BRD und DDR, die sich in unversöhnlicher Zweitheit gegenüberstanden.

    Und heute, was ist heute? Heute ist es dem Feind gelungen, die Spaltung bis in die Herzen vorzutreiben. So, daß es gar keinen äußeren Vernichtungskampf mehr zu geben braucht.

    Das erledigen wir brav alle selbst. Wir haben den Haß aufeinander – den man von außen an uns herangetragen hat – verinnerlicht und richten ihn gegen uns selbst.

    Nur wenige Generationen noch und es wird keine Deutschen mehr geben. Unser Todestrieb ist getriggert und wendet sich gegen uns selbst.

    Vielleicht, vielleicht meinen es die Deutschen EU-Propagandisten gar nicht so schlecht mit uns. Vielleicht wollen sie nur den Teufel mit dem Beelzebub austreiben und den Bruderzwist der Deutschen untereinander in eine – per se aporetische – Europäische Gemeinschaft auflösen?

  57. yilmaz sagt:

    @ schnehen

    „Daß Karl Marx in enger Verbindung mit den europäischen Rothschilds stand, haben wir oben aus dem Mund des seinerzeitigen Spitzenagenten Rakowskij selber gehört. Es wird oft vergessen, daß Marx auch jüdischer Abstammung war. Etwas später als zur Zeit, da Mazzini die geheime Leitung der Illuminaten übernahm, “trat ein obskurer Intellektueller mit Namen Mordechai Marx Levy alias Karl Marx einer der Zweigorganisationen der Illuminatenverschwörung bei, dem Bund der Gerechten. 1847 erhielt er den Auftrag, ein Werk zu schreiben, das später unter dem Titel Das Kommunistische Manifest bekannt wurde. Im Grunde handelt es sich dabei um eine politische Niederlegung der Gesamtplanung für die Zukunft. Marx spielte eine so untergeordnete Rolle, daß sein Name zwanzig Jahre lang nicht auf dem Manifest erschien. Er war lediglich ein Bauer in dem “Schachspiel”, das die wirklichen Mächte hinter den Kulissen spielten. Unvoreingenommene Historiker haben längst festgestellt, daß das Kommunistische Manifest nichts “Neues” oder “Ursprüngliches” enthielt. Es ist weiter nichts als ein wiederaufgewärmtes Plagiat der Schriften Adam Weishaupts und seines Schülers Clinton Roosevelt” (Griffin 1986, S. 45). In dieser Beurteilung trifft sich Griffin mit Reed, der schon früher festgestellt hat: “Nach dem Zusammenbruch der 1848er Revolution war der nächste Erbe von Weishaupts Illuminismus und seiner Organisation Karl Marx, dessen Kommunistisches Manifest (1847) nur Weishaupts Lehren wiederholte: Aufhebung des Erbrechts, der Ehe und der Familie, des Patriotismus, jeglicher Religion und Gemeinschaftserziehung der Kinder durch den Staat. Das Kommunistische Manifest ist als Bibel eines neuen politischen Glaubens, des “Marxismus”, geschildert worden. In Wirklichkeit ist es nur ein Consommé (sc. Zusammenfassung) der Lehren der früheren Geheimgesellschaften, angefangen mit Weishaupt …” (Reed 1952, S. 326f). “

    http://verbotenesarchiv.wordpress.com/2013/03/21/freimaurerei-und-kommunismus-das-rakowski-protokoll/

  58. Wolfgang Eggert sagt:

    @ lukas richter

    der chassidenführer der zur hitlerzeit unter nazigeleitschutz in sicherheit gebracht wurde war rabbi schneersohn, führer der chabadsekte. er wurde im zuge des polenfeldzugs mit seinen wichtigsten leuten aus warschau herausgebracht und via berlin auf ein schiff geleitet, das ihn nach new york schipperte. deutschland habe mit diesem schritt den krieg verloren, bewerteten chabadniks diesen vorgang, wohl weil man dieses wertvolle menschliche pfand – den einflussreichsten hebräer – nicht als geisel zurückhielt, wie man das kurz zuvor mit einem rothschild getan hatte. auf der überfahrt geriet der sektentross dann in einen streit mit jfk´s vater, dem antisemitischen und teilweise prodeutschen us-botschafter in london, der sich beim schiffspersonal darüber beschwerte, daß seine seltsame reisebegleitung an deck ihre messen zelebrierte. schneersohn sprach – so sagt es die chabadhistorie – darauf einen bannfluch über die familie der kennedys aus. die ostküste wurde damals im krieg das weltzentrum chabads und ist es noch heute. von hier „erreichte“ in jüngerer zeit ein chassidischer bannfluch (cherem) auch jitzhak rabin, der am tag der ermordung kennedys in dallas weilte. er wurde wenig später generalstabschef israels.

    @ yilmaz

    vorsicht bei den anti-illuminaten-kämpfern. die quellenlage ist hier meist mehr als zweifelhaft. obwohl es stimmt, dass die weishaupt-truppe direkt in die planungen der frankistischen verschwörung eingebettet lag. es ist in diesem heftig angefeindeten themenkreis aber besser den mainstreamquellen, zumal jüdischen autoren, zu folgen. sonst ist die gefahr zu groß auf leimruten wie den (gefälschten) „protokollen“ „hängenzubleiben“. selbst die rakowski-protokolle sind vorsichtig gesagt „umstritten“.

    @ gast
    erinnern sie sich an meinen sloganvorschlag?

    obamas oberkomplotteuse findet den offenbar auch gut.😉
    http://news.de.msn.com/politik/%C2%ABfuck-the-eu%C2%BB-us-diplomatin-wird-ausf%C3%A4llig
    wie ist das nur herausgekommen? wir sind zurück im „kalten ost-west-krieg“. da kommen sicher noch andere „enthüllungen“ aus den reichbestückten geheimdienstkellern auf uns zu. schade dass leute wie ruzkoi nicht am moskowiter steuer sitzen, dann hätten wir jetzt schon die reinste schlammschlacht, in der die „durchgeknallten truther“ rückwirkend bestätigung erfahren.

  59. Harald Schmidt sagt:

    Who the fuck is Cohn-Bendit? Über dieses A………… redet doch kein Mensch mehr !!! Gott sei Dank!

  60. Sekt und Selters sagt:

    @ Herr wolfgang eggert:

    „…das wird und wurde von den radikalsten truthern immer übersehen…“

    Wer sind und waren Ihrer Meinung nach die von Ihnen so genannten „radikalsten truther“?

  61. schnehen sagt:

    Marx und Rothschild.

    Im Dritten Band des Kapital beschäftigt sich Marx auch mit der Rolle des fiktiven Kapitals und der Finanzaristokratie. Das bleibt Leuten verborgen, die meinen, sie bräuchten nichts von Marx gelesen zu haben, wüssten aber dennoch alles, z. B. ‚dass er von Rothschild finanziert‘ wurde, obwohl sie den Beweis dafür schuldig bleiben und damit zeigen, dass ihr ‚Wissen‘ auf Unwissen beruht.

    Wie hellsichtig ist diese Erkenntnis von Marx, dass es infolge der Entwicklung des Kredit- und Bankwesens zu einer Finanzaristokratie von Schwindlern und Spekulanten kommen muss, zu der natürlich und in erster Linie auch das Haus Rothschild gehört. Auf Seite 486 des Dritten Bandes des Kapitals ist dann auch in einer Anmerkung von Rothschild, dem französischen Baron, die Rede. Er kommt da nicht besonders gut weg.

    Marx schreibt an anderer Stelle:

    „Die dem Kreditwesen immanenten, doppelseitigen Charaktere: einerseits die Triebfeder der kapitalistischen Produktion, Bereicherung durch Ausbeutung fremder Arbeit, hin zum reinsten und kolossalsten Spiel – und Schwindelsystem zu entwickeln und die Zahl der den gesellschaftlichen Reichtum ausbeutenden Wenigen immer mehr zu beschränken…“
    Karl Marx, Das Kapital, Bd. 3, S. 457, Berlin 1969).

    Er meint damit, dass sich das Kreditwesen von seiner ursprünglichen Aufgabe, der realen kapitalistischen Produktion zu dienen, zum reinsten Kasinosystem und Kasinokapitalismus hin entwickelt. Man könnte hinzufügen: gesetzmäßig entwickeln MUSS.

    Er hat also das, was wir heute haben, im Kern schon vorausgesehen oder zumindest erahnt.

    Aber welcher Ökonom hat im Zusammenhang mit der Großen Krise von 2008 Marx zitiert?

    Nein, es gibt wohl keinen einzigen. Marx gehört gefälligst

    a. totgeschwiegen;
    b. fehlzitiert;
    c. fehlinterpretiert; und
    d. verleumdet.

    Eine Taktik dieser modernen Verleumdung, die es hartnäckig ablehnt, sich inhaltlich mit seinem Lebenswerk zu beschäftigen, besteht heute darin, ihn ausgerechnet mit jenen Leuten in Verbindung zu bringen, die von der künstlich erzeugten Krise 2008 am meisten profitiert haben und die er damals vor 150 Jahren schon aufs Korn nahm: die Rothschilds und ihr weltumspannendes Bankensystem.

    Dazu braucht man Verschwörungstheorien. Weil diese heute en vogue sind, erfindet man auch solche, mit denen man dann ausgerechnet einen Propheten der heutigen Verhältnisse wie Marx treffen kann, und dann gibt es da die ganz Kleinen, die alles, was in dieser Gerüchteküche gekocht und angerührt wird, eifrig nachplappern (weil sie ständig im Internet herumguggeln), und wenn man ihnen mal auf den Zahn fühlt, wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen gackernd auseinanderflattern.

  62. JVG sagt:

    Fuck ……

    the ..

  63. ue sagt:

    Karl Marx sollte man lesen, insbesondere seine frühen Schriften wie man auch bei Lenin die „zwei Wege der Agrarmodernisierung“ (verteilt in den Schriften von 1898 bis 1914) sich ansehen sollte.
    Wie alle Großen ist Marx ambivalent und nirgends zeigt sich das deutlicher als im Manifest. Lese ich nur die erste Hälfte, dann finde ich das „Hohe Lied“ des Kapitalismus. Niemand hat wortgewaltiger und bildkräftiger die weltumspannende Umwälzungskraft des modernen Bürgertums gepriesen und beschrieben: „mit einem Worte, sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde“. Das ist die Kraft von Psalmentexten und zugleich der Rückbezug auf Genesis durch den Verweis auf die Gottesanmaßung.
    Aber Marx kann das „Hohe Lied“ auf die Bourgeoisie nicht ohne Zorn singen. Bis 1844 ist er ja der Shooting-Star des rheinischen Bürgertums, aber dann im Herbst werfen ihn zwei Schriften aus seiner Erfolgslaufbahn. Die „Einleitung zur Kritik der hegelschen …“ und dann „die Judenfrage“. In dieser zweiten, heute gerne missverstandenen Schrift antwortet Marx auf Bruno Bauer, der wieder auf die Schrift „Zur bürgerlichen Verbesserung der Juden“ von Christian Wilhelm von Dohm aus dem Jahr 1781/83 antwortet.
    Der Aufklärer und Freimaurer Dohm entwirft das Bild einer aufgeklärten modernen Gesellschaft, in der alle Menschen von ihren kulturellen und religiösen Bindungen befreit sind. Das Mittel zu diesem kulturellen Schmelztiegel ist die Assimilation, denn der Mensch wird durch die (sozialen) Umstände geformt. Freiheit und wirtschaftlicher Erfolg, dann verwandeln sich auch die frömmsten Menschen in gute und funktionale Staatsbürger. Auch die Juden werden durch diese Assimilation aufhören Juden zu sein, und nur noch als Bürger in einer neuen Gesellschaft existieren. Zwei Generationen nach Dohm antwortet Bauer, dass es mit der Assimilation ja wohl nicht geklappt habe und damit nun Plan B in Erwägung zu ziehen sei (der auch schon von den ehrenwerten Aufklärern als Ultima Ratio diskutiert worden war).
    Gegen Bauer treten viele an (z.B. Abraham Geiger), aber Marx antwortet in bemerkenswerter Weise. Die bürgerliche Gesellschaft habe überhaupt nicht das Recht, dem Menschen durch Assimilation seine kulturellen Identität zu rauben. Dieses Recht habe sie nur, sofern sie eine „erlöste“ Gesellschaft sei (das „Ende der Geschichte“). Aber ein Blick auf die Vereinigten Staaten (Marx bezieht sich auf Tocquevilles Reisebericht), die fortgeschrittenste Form der bürgerlichen Gesellschaft zeige dort das lebhafte Blühen der Religion. Das aber ist für Marx das sichere Zeichen, dass diese Gesellschaft keineswegs von Not und Unrecht befreit ist, religiös gesprochen, keineswegs erlöst ist, und folglich auch nicht das Recht hat, den Menschen ihre kulturelle Identität zu bestreiten. Marx kämpft in seiner Kritik an Bruno Bauer gegen den säkularen Heilsanspruch der bürgerlichen Gesellschaft, allerdings, indem er diesen Heilsanspruch in eine unbestimmte geschichtliche Zukunft des Kommunismus verlagert. Marx Kritik an Bauer bejaht das Recht auf religiöse Identität gegen einen intoleranten säkularen Heilsanspruch.
    An diesen Stelle passt Marx sehr wohl in die Diskussion über die kulturelle Identität des sich zusammenfügenden europäischen Macht- und Kulturraums. Cohn-Bendits Europa ist eine Gesellschaft mit einem sich verschärfenden säkularen Heilsanspruch, der sich intolerant gegen alle richtet, die diese Art von Modernität nicht mittragen wollen. Kritik an Genderismus und „sexueller Vielfalt“ werden bald schon als eine Art Majestätsbeleidigung geahnt werden, weil Kritik an diesen Grundsätzen den Erlöstheitsanspruch der europäischen Zivilgesellschaft bestreitet. An dieser Stelle wird der Marx, der die Legitimität des Heilsanspruches der modernen bürgerlichen Gesellschaft bekämpfte, uns eine wichtig Hilfe sein, denn die „kultur-nationale“ Frage allein wird nicht reichen. Die Cohn-Bendits können nicht von „rechts“ überwunden werden.

  64. Lukas Richter sagt:

    @ Wolfgang Eggert

    Das wusste ich nicht. Das ist höchst bemerkenswert.
    Habe gerade nachgegoogelt: Besagter Joseph Isaac Schneersohn wurde mit Hilfe von WILHELM CANARIS aus Polen ausgeschifft. Die Zusammenarbeit gewisser Nationalsozialisten mit den Zionisten ist bekannt, ebenso, dass Wilhelm Canaris mit dem jüdischen Bankier und Zionisten Georg Kareski die Judenstern-Initiative unterstützte:

    http://ip-klaeden.dyndns.org/webseiten/hitler/berlin/judstern.htm

    Der Schwiegersohn Isaak Schneersohns, Mendel Schneersohn, wird von manchen Chassidim noch heute als Messias verehrt.
    Ob Moses Hess mitgemacht hätte:
    „Auch für Moses Hess, einen Mentor von Karl Marx, wird der Messianismus zur Grundlage einer Geschichtsphilosophie. Er verwendet jedoch nicht den Begriff ‚Messianismus‘ sondern spricht vielmehr von einer ‚messianischen Bewegung‘. Mit Spinoza begann die ‚Messiaszeit‘ der Gegenwart, mit der Französischen Revolution ist sie ins ‚weltgeschichtliche Dasein getreten‘; mit ihr beginnt die ‚Wiedergeburt der Völker‘.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Messianismus)

    Ich frage mich: Welcher Völker? Irgendwelcher ägyptischer Misch-Völker, wie Coudenhove-Kalerghi sie will? Oder meint er eher ein bestimmtes Volk?

    Dass Kennedy wahrscheinlich im jüdischen Auftrag ermordet wurde, ist gut bei Eustace Mullins nachzulesen (Stichwort: FED-Geld und israelische Atomwaffen). Jack Ruby, der Mörder Lee Harvey Oswalds, soll von oder über Meyer Lanskys Kosher Nostra beauftragt worden sein.

    Interessant wäre es herauszufinden, welche Zusammenhänge zwischen den New Yorker Chassiden, der New Yorker Mafia und dem FBI bestehen.

    Zur EU:

  65. schnehen sagt:

    @ue

    Endlich mal einer, der sich inhaltlich mit Marx auseinandersetzt! Das ist, wie man auf diesem Blog sehen kann, die absolute Ausnahme und zeigt, das nur noch die Wenigsten etwas von ihm im Original gelesen haben.

    Der Mainstream hier steht auf Verschwörungen, Freimauerlogen und Kontaktschuld (nach dem Muster: Marx hatte einen Vater, der mit Juden verkehrte, sogar, auch noch oh Schreck, oh Graus, in einer Loge war und hatte einen ‚Mentor‘, der noch mal, oh Schreck oh Graus, jüdischer Verleger war, und dann zieht er auch noch nach London, wo am gleichen Ort ein Rothschild wohnt! Da kann nur jüdisches Gedankengut bei rauskommen!

    Aber warum sollte man nur seine Frühschriften lesen? Gerade das Spätwerk, das ‚Kapital‘ und andere Schriften, z. B. die Schrift über die Pariser Kommune, haben es in sich. Marx hat wie jeder große Schriftsteller eine Entwicklung durchgemacht und seine Spätschriften sind reifere Werke als seine Frühschriften.

    Aber dann liest man den nächsten Beitrag hier und schon wird einem fast schlecht. Moses Hess muss ‚Marx Mentor‘ gewesen sein, um zu ‚beweisen‘, dass er einem fatalen jüdischen Einfluss ausgesetzt war. Auf die Idee, mal zu fragen, inwieweit dieser böse Jude Moses Hess selbst von Marx beeinflusst worden ist, kommt man nicht. Warum nicht? Weil man auf Biegen und Brechen ‚beweisen‘ will, dass Marx zum arglistigen Judentum gehört und damit auch zur jüdischen Finanzmacht. Also muss der Einfluss einer Einbahnstraße gleichen. Marx muss geradezu vom Judentum verschluckt worden sein, wie sein Vater ja auch von jener Loge verschluckt wurde.

    Wie an den Haaren herbeigezogen dies ist, wird einem klar, wenn man sich vergegenwärtigt, was Marx alles gelesen und studiert hat. Selbst auf dem Sofa, wenn er mal nicht arbeitete, las er griechische Komödien, las Shakespeare, lernte Russisch und beschäftigte sich mit höherer Mathematik, und wie intensiv er dies tat, merkt man, wenn man den Zweiten Band des Kapitals liest, am dem ich schier verzweifelt bin. Sein Schwiegersohn Paul Lafargue hat viel über den privaten Marx geschrieben und beschrieben, wie menschlich dieser Riese war.

    Aber Marx war auch Vater mehrerer Kinder und widmete sich ihnen auch noch, meistens an Sonntagen. Und er war mit einer Frau aus dem Adel, Jenny von Westfalen, verheiratet und blieb ihr bis an sein Lebensende treu. Inwieweit wurde er also, frage ich mal unsere Verschwörungstheoretiker, nicht auch noch vom deutschen Adel beeinflusst? Erstaunlich, dass sich der so umfangreich beeinflusste Marx auf die Seite der Unterdrückten und des Proletariats schlagen konnte! Kann es nicht sein, dass der menschliche Geist auch mal eigene Weg geht? Aber nein! Es muss eine gerade Linie der Beeinflussung geben!

    Aber es ist schön, dass wieder über Marx gesprochen wird. Am besten wäre es, wenn er selbst heute wieder aus seinem Grab auf dem Londoner Highgate-Friedhof steigen könnte, um zu uns zu sprechen. Ich glaube, er würde sich über uns kaputtlachen, und seine tiefe Bassstimme würde diesen Blog erzittern lassen.

  66. Lukas Richter sagt:

    @ schnehen

    Manchmal ist es vielleicht besser, wenigstens ansatzweise über den Tellerrand hinauszuschauen – und sei es bei der elektronischen Suche im Netz – als aus irgendeinem notorischen Nostalgismus heraus (wie der Trauer über einen für seine Heizung im Londoner Reihenhaus Kohle herbeischleppenden Karl Marx) argumentative Beweiskraft herauszuziehen.

    @ue

    Ein informativer Beitrag, den Sie da bringen, wahrscheinlich sollte man sich Marx‘ Schrift, von der Sie sprechen, wirklich einmal vornehmen.
    Legt die Tendenz Ihres Beitrages vielleicht nahe, dass Marx eine ähnliche Entwicklung genommen haben könnte wie Moses Hess?
    „Eleanor Marx schrieb am 21. Oktober 1890: I shall be very glad to speak at that meeting […] the more glad, that my Father was a Jew.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Judenfrage)

  67. Lukas Richter sagt:

    @ schnehen

    Am zweiten Band des ‚Kapitals‘ „schier verzweifelt“?! — Nicht verstanden? — Ist seine Bassstimme nicht ganz zu Ihnen durchgedrungen?
    Ich garantiere Ihnen: Beten und bitten Sie fleißig weiter, Ihr Messias-Mentor Karl Marx wird Ihnen dann vielleicht nicht nach Drei Tagen, aber vielleicht in dreißig Jahren erscheinen, auf Erden, in den Himmeln, im Elysium oder vielleicht sogar im Dritten Tempel!

  68. VWL-Grund-Lagen sagt:

    @schnehen. Vielen Dank. Ich konnte die drei KAPITAL-Bände auch nur verstehen, da ich beruflich ca. 30 Jahre mit Kostenrechnung/Bilanzen/GUV und internationalem Rechnungswesen zu tun hatte. Da sind strenge, nachvollziehbare Zahlenwerke gefragt und keine wirren Historikerverschwörungen die das chinesische Horoskop von Karl in Verbindung zum Maya Kalender bringen. Um dann von einem Schamanenkult kombiniert mit Kinderphilosoph Kant letztendlich auf das satanische Wirken von Charlie zu schliessen. Auf jeden Fall ist es bequemer, als fixes von variablen Kapital zu trennen, oder absoluten von relativem Mehrwert. Auch ist der Glaube an eine Finanz / Bankenkrise / Zinseszinskrise / Leerverkäufe / Hebel (ach ja laut Blödzeitung einfach nur die böse teuflische Gier der bitterbösen Menschen) jedem 11 jährigen leicht zu vermitteln. Aber ein mathefeindlicher Historiker ist nicht mal in der Lage die paar widerlegenden Sätze von Friedrich Engels in Band3 zu verstehen.
    Ich bin kein Klugscheisser, sondern habe auch einfachste, unpolitische Fabirkarbeiter in den 70gern erlebt, die wussten wie WERTE geschaffen und vernichtet werden. Die sind und waren mir weit voraus.

  69. JVG sagt:

    @Lukas Richter – Sie schreiben doch selbst über eigene Entwicklung. Die kennt bestimmt jeder von uns. Irrungen und Wirrungen kennen wahrscheinlich auch alle. Und haben wir heute schon alles entwirrt? Ich glaube nicht. Ich jedenfalls war damals nicht dabei, weiß also nicht, was wirklich gelaufen ist, und was Marx davon gewußt hat. Und ich interessiere mich eher für Primärquellen.

    Und da hat Marx wohl ein mächtiges Werk geschaffen, und auch einiges verändert. Nehmen wir doch das von ihm, was uns gut dünkt. Und da gibt es einiges.

    Mir gefälllt z.B. dieses von ihm in einem Brief an Kugelmann:

    „Mit der Einsicht in den Zusammenhang stürzt vor dem praktischen Zusammensturz aller theoretischen Glauben an die permanente Notwendigkeit der bestehenden Zustände. Es ist also hier absolutes Interesse der herrschenden Klassen, die gedankenlose Konfusion zu verewigen. Und wozu anders werden die sykophantischen Schwätzer bezahlt, die keinen anderen wissenschaftlichen Trumpf auszuspielen wissen, als daß man in der politischen Oekonomie überhaupt nicht denken darf?… Jedenfalls zeigt es, wie sehr die Pfaffen der Bourgeoisie verkommen sind, daß Arbeiter und selbst Fabrikanten und Kaufleute mein Buch [Anm: Kapital] verstanden und sich darin zurechtgefunden haben, während diese >Schriftgelehrten< (!) klagen, daß ich Ihrem Verstand gar Ungebührliches zumute."

    Wir gehen aber geradewegs an Marx vorbei zurück über Los ohne 4.000 Euro einzuziehen in den Feudalismus oder gar die Sklaverei. Insofern scheint mir der nutzbare Inhalt von Primärschriften (wie das Kapital) für diese Situation wichtiger
    als alles andere.

  70. JVG sagt:

    Korr: theoretische Glaube

  71. So, schöne Scheiße. Ein Strom schwimmender Scheiße. Und keiner [keiner !] hat ein Paddel. Und wer behauptet doch eines zu haben lügt oder hat Angst und verdrängt die ganze Scheiße.

    Ich will euch einmal ein ganz wesentliches Merkmal einer funktionalen Gemeinschaft sagen und euch bitten, das in euren Herzen zu bewegen:

    In einer Gemeinschaft kann jeder alles thematisieren ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen oder dafür angegriffen zu werden.

    Und ohne Gemeinschaft geht gar nix. Und dort, wo Gemeinschaft mit Gesellschaft verwechselt wird, geht gleich zweimal nix.

    Gesellschaft ruht auf Gemeinschaft auf oder die Gesellen fallen in den Scheißstrom und treiben darin dem Orkus zu – wie tote Fische.

    Die sich bestenfalls wechselseitig noch töter töten wollen als sie ohnehin schon sind – Zombies halt, Untote.

  72. gerina sagt:

    Ich möchte mich den Analysen des Historikers W. Eggert anschließen:
    Kommunismus und Kapitalismus sind die zwei Seiten der ein und derselben Medaille.
    Ich zitiere im Folgenden einige Passagen aus dem Werk von Tilmann Knechtel: Die Rothschilds – Eine Familie beherrscht die Welt – .( In dem Buch wird auch vielfach auf „Israels Geheimvatikan“ v. Eggert verwiesen.)
    Knechtel kommt zu folgenden Ergebnissen:
    In dem Kapitel Was ist Kommunismus heiß es u.a.:
    „Kommunismus ist eine von vielen Ideologien, die in ihren Wurzeln von den Rothschilds und des Illuminaten erdacht waren, um die Menschheit zu unterdrücken.
    Kommunismus ist ein Teil des großen Plans zur Durchführung einer Weltrevolution, deren Endziel die unsichtbare Machtergreifung der Rothschilds über den gesamten Planeten darstellt“.
    Die Verbindungen zwischen Marx, Engels und Moses Hess, wie oben schon erläutert werden ebenfalls dargelegt.

    Weiter heißt es:
    „Der schlagende Beweis für die Verbindung zwischen Marx´schen Sozialismus und Rothschild´schem Pseudo-Kapitlaismus ist Punkt 5 des 10-Punkte-Plans des Kommunistischen Manifest aus dem Jahre 1848, der eine (wörtlich Marx:) eine Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol (Zitat Ende) fordert.
    Mit anderen Worten: Marx fordert eine Bank of England in Moskau.

  73. Eveline sagt:

    Joachim Bullinger sagt:

    In einer Gemeinschaft kann jeder alles thematisieren ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen oder dafür angegriffen zu werden.

    Das ist gut gesagt. Und zutiefst richtig.

    Wenn für schnehen Karl Marx so wichtig ist, und er daraus Kraft zieht, dann ist es so.

    Meine „Bibel“ war jahrelang das Periodensystem der Elemente.
    Es hätte mich sehr gekränkt, dann zu hören, „Schau mal über den Tellerrand“ – zumal über wessen Tellerrand?

    Rechthaberei hin oder her, denn die Inhalte von Chemtrails treffen uns alle.

  74. 006 sagt:

    Aber Marx war auch Vater mehrerer Kinder und widmete sich ihnen auch noch, meistens an Sonntagen.

    „… und widmete sich ihnen auch noch…“ – in der Tat, ein Skandal!
    „… meistens an Sonntagen …“ – und DAS … setzt dem Skandal die Krone auf!! In der Tat.

    Und er war mit einer Frau aus dem Adel, Jenny von Westfalen, verheiratet und blieb ihr bis an sein Lebensende treu.

    Hm … irgendwie meine ich das anders in Erinnerung zu haben. Irgendwas mit ‚Dienstmädchen‘ und so … – na ja, ist lange her. Was sollen wir dem alten Marx Flecken auf seinen Heiligenschein spritzen. Das wäre wirklich ungehörig ….

  75. 006 sagt:

    gerina

    … deren Endziel die unsichtbare Machtergreifung der Rothschilds über den gesamten Planeten darstellt”.

    Zumindest in ihren Auswirkungen … ist die mittlerweile aber schon ganz schön sichtbar … die Machtergreifung der Rothschilds…

  76. Wolfgang Eggert sagt:

    für mich sehen die gesellschaftsspielregeln von rothschild und marx gleich zerstörerisch aus.
    beim ersteren herrscht das kapital/der kapitalist (1.stand), beim letzten der staatspartei gewordene prolet (3.stand)

    jeweils gegen die interessen aller anderen bzw. des ganzen, des körpers, der nation.
    beidesmal ist der weg das auseinanderdividieren, das verachten – und das ziel das beherrschen.
    beidesmal ist die grundlage (wie beim meisteratomisierer oppenheimer) der materialismus.
    beidesmal wird die ausbeutung, knechtung, zerstörung des menschen auf die natur ausgeweitet.
    beidesmal sind natürliche und einigende werte (religion, familie, herkunft, kultur…) obsolet oder gar feindbilder.
    beiden systempäpsten ist das zusammenführen und ergänzen aller drei stände völlig fremd. der come-together-internationalismus
    von kapitalismus und kommunismus versteckt das nur, ja nutzt diesen weg wiederum für ein mehr an herrschaft und
    zur einebnung der letzten verbliebenen naturwerte.
    wenn hitler nicht so masslos und blutig überzogen hätte wäre der 3. weg heute das mass aller dinge.
    sein strategischer pakt mit dem kapital und einem dritten egospalter – weizmanns zionismus – führte zum holocaust und zum aufstieg israels, wieder
    eine rachsüchtige macht gegen andere mächte, wieder herrschaft gegen „den rest“, wieder globalanspruch.

  77. schnehen sagt:

    Fünf Fragen an Gerina:

    1. Haben Sie das Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels gelesen? Wissen Sie in welcher Zeit es entstand und vor welchem politischen Hintergrund?

    2. Kommunismus soll also eine Ideologie sein, die von Rothschild erdacht wurde. Frage: von welchem Rothschild? Es gab/gibt ja mehrere Familien. Wo hat dieser oder jener Rothschild diese ‚kommunistischen‘ Gedanken niedergelegt? Können Sie aus Rothschilds Werk zitieren? Zitieren Sie eine Primärquelle, keine Sekundärquelle! Sie wissen, was ich mit Primärquelle meine?

    3. Marx und Engels treten im KM dafür ein, dass die Arbeiterklasse selbst die politische Macht ergreifen solle, d. h. ein Staat nach Marx‘ Vorstellungen wäre ein Arbeiterstaat gewesen. Wenn er die Zentralisation des Kredits in Form einer Nationalbank forderte, forderte er eine Bank, die für die Interessen der Arbeiter und Angestellten dagewesen wäre, nicht für die der Banker, Großfinanziers und Großkapitalisten – eine Bank, die billige Kredite für Schulen und Wohnungen bewilligt hätte… Also kann er dann eine ‚Bank von England‘ im heutigen Sinne gemeint haben? Die Bank of England ist die Bank des britischen Großbürgertums und der internationalen Finanzoligarchen, die alles tun, um sich auf Kosten der kleinen Leuten zu bereichern.

    4. Im KM heißt es, dass es darauf ankomme, dass „das Proletariat seine politische Herrschaft dazu benutzt, der Bourgeoisie (wozu auch die Rothschilds gehören) nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates, d. h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktivkräfte möglichst rasch zu vermehren.“ Zitatende.

    Frage: Kann Rothschild einen solchen Staat gewollt haben, ein Staat, in dem die Familie ihr gesamtes zusammengeklautes Kapital losgeworden wäre?

    5. Was wollen einige Leute mit der Gleichsetzung von Kapitalismus und Kommunismus erreichen, obwohl gerade der Kommunismus Marxscher Prägung den Kapitalismus abschaffen will?

    Haben Sie sich dazu mal Gedanken gemacht?

    @Eveline

    Du hast mich falsch verstanden. Ich ziehe aus Marx keine Kraft. Meine Kraft ziehe ich aus anderen Dingen: aus der Beschäftigung mit Natur, mit Kunst & Literatur, aus dem Umgang mit Menschen und Tieren…Wenn ich Marx verteidige, dann tue ich dies, weil er ein ehrlicher Mann war, der sich für die Unterdrückten, für die kleinen Leute, eingesetzt hat, nicht für die Rothschilds & andere Geldsäcke und der zweite Grund, weil er ein hervorragender Wissenschaftler war. Vor solchen echten Wissenschaftlern haben ich die größte Hochachtung. Das sind die beiden Gründe.

  78. Wolfgang Eggert sagt:

    @gerina

    danke für die blumen🙂 ich halte es in der tat für hinterfragenswert, ob es bei den drei kampfsystemen – kommunismus, kapitalismus, zionismus – gemeinsame familiär-organisatorische (ja, religiöse) wurzeln gibt. wenn die „päpste“ dieser bewegungen allesamt aus deutsch-jiddischen rabbinerfamilien stammen sollte das schon stutzig machen. wenn sie allesamt einen weltherrschaftsanspruch mit sich schleppen auch. wenn es in jedem fall verbindungen zur okkultsekte der freimaurer (die einen biblischen bezug postulieren) gibt, dann umso mehr.

    allerdings muss ich ihnen widersprechen, wenn sie aus der kommunistischen forderung nach einer „Zentralisation des Kredits in den Händen des Staats durch eine Nationalbank mit Staatskapital und ausschließlichem Monopol“ den aufbau einer „bank von england in moskau“ ableiten. die bank von england lag nach ihrer gründung wie die fed in privaten händen. marx will dagegen die verstaatlichung des geld- und kreditwesens, und das ist ein sehr positiver punkt. hier hat marx mal nicht murks gebaut, ganz im gegenteil. er zielt tatsächlich auf die wiege der ausbeutung ab. allerdings hat er diese grandezza wieder kaputtgemacht, als er die knechtung des raffenden finanzkapitals auch auf die schaffende wirtschaft übertragen wissen wollte. die zerschlagung von produktionskapital, nicht nur auf der oberen (trusts) sondern auch auf der mittleren und unteren ebene machte das gesicht des „realen sozialismus“ unansehnlich und engte die menschen ein. während der kapitalismus „alle freiheiten“ einfordert und die völker in allem allein – sie quasi erfrieren – lässt fordert der kommunismus deren totale sozialisierung, im ökonomischen wie auch gesellschaftlichen sinne, womit er den menschen erdrückt. hier konkurriert das gesetz des dschungels (kapitalismus) gegen eine kommune, in der alles und jeder reglementiert wird (kommunismus). der großteil der menschen will aber beides: schöpferische freiheit im beruf plus schutz bzw. einbettung im sozialen. oder anders gesagt: sich UND die familie leben. das bietet aber nur der „dritte weg“.

  79. JVG sagt:

    Ich habe nicht ganz unabsichtlich das obige Zitat von Marx aufgeschrieben. Man kann daraus ableiten, daß er eben nicht das gesamte Produktionskapital zerschlagen wollte. Und wie schnehen richtig bemerkt, muß man unbedingt die Zeit in der Marx lebte und schrieb berücksichtigen. Dort stellten sich die sozialen Verhältnisse so dar, daß der heutige ALGII-Empfänger so eine Art König wäre. Ein gerechtigkeitsliebenden Mensch mit einem offenen Herzen – ob Jude oder Freimaurer oder sonstwer – mußte sich den Geknechteten zuwenden! Und das hat Marx zweifellos getan!

    Dieser dritte Weg @Wolfgang Eggert – ist dieser überhaupt möglich? Wenn man allgemeine ökonomische Gesetze berücksichtigt? Ich bezweifle es. Deshalb kann ich auch der ökonomischen Linie der PDV – so gut und freiheitlich das auch klingt – nicht genügend abgewinnen. Denn wie soll man diesen Weg einführen? Die Rothschilds dieser Welt HABEN die Macht. Sie brauchen sie nicht zu erobern. Das ist ein allgemeines Fehlurteil. Im Gegenteil!!! Momentan versuchen diese Kräfte ihre Macht zu bewahren durch die Einführung einer Diktatur, weil sie sonst keine Chance mehr hätten. Es kommen zu viele Informationen ans Licht. Sie können es nicht mehr kontrollieren, wenn sie nicht umfassend Technik dafür einsetzen!

    Und die Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort ist zweifellos eine Veränderung in den Produktivkräften, die eine Wandlung der Produktionsverhältnisse zwingend erforderlich machen. Das ist Marx! Wir können auch Kondratjew zu Rate ziehen, der im Gulag starb. Er spricht neben den zyklischen Krisen des Kapitalismus von so genannten Langwellenzyklen. Die regelmäßig neue Basisinnovationen zwingend hervorbringen. Das wertete Stalin als Beweis für die Überlebensfähigkeit des Kapitalismus und sperrte ihn ein.

    Diese Basisinnovation ist im Anmarsch! Und was fehlt uns am meisten, um die derzeitigen Aufgaben der Zivilisation zu meistern? Energie!

    Es ist nicht mehr zu verhindern, daß neue Formen von Energie die Welt verändern, trotz HUNDERTER ermordeter Forscher an diesem Thema und wahrscheinlich Tausender „verschwundener“ Patente. Mittlerweile gibt es 2 wesentliche Entwicklungsrichtungen:

    1. Kernenergie (aber nicht die gefährliche, sondern die Fusion)

    Warum wohl sind die grünen Transatlantiker so erpicht auf Windmühlen und andere Technologien des Altertums? Und sollen uns diesen Unsinn in Form eines CO²-Ökofaschismus aufzwingen? Warum bekämpfen sie mit aller Härte und Bösartigkeit gerade die Kräfte, die diesen Weg richtig erkannt haben? Und wieso werden für die Forschung dafür in der BRD nur 200 Mio Euro ausgegeben gegenüber Milliarden für
    Windmühlen und anderen Irrsinn (Zinsen an Banken)?

    2. Freie Energie (oder auch Nullpunktenergie)

    Das ist natürlich Quatsch oder Verschwörungstheorie! So etwas gibt es doch nicht, so etwas kann es doch nicht geben! Die Erde ist doch eine Scheibe…

    Warum gibt es aber die Aussage der NASA zur Zukunft dieser Nullpunktenergie?

    Video 2 Flaschen Wasser und Sonne reichen für den Tagesenergiebedarf eines Einfamilienhauses! Forscher vom MIT (2. Video auf der Seite)

    http://www.veitblog.de/zukunft

    Konzentrieren wir uns auf diese Dinge, nicht auf die Herrscher dieser Welt. Denn wir befinden uns zweifelsohne in einem Wettlauf. Die Herrscher wollen die Menschen in Massen umbringen, das dürfte jedem Leser hier bekannt und auch klar sein. NOCH müßten sie jedoch zu großen Widerstand fürchten, denn auch die hier mitlesenden armen Menschen sind dazu auserkoren als Sklaven zu dienen oder zu sterben.

    Es werden von den Herrschenden künftig NUR und AUSSCHLIEßLICH Menschen benötigt mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und Potentialen. Und Lauscher, Spitzel und anderes Getier haben solche Fähigkeiten nicht.

    Und wegen der kontroversen Diskussion hier noch folgender Gedanke. Haltet Ihr es für möglich, daß jedwede Entwicklung, insbesondere positive für die Mehrheit zu Ungunsten der kleinen Oligarchie, von dieser (positiv!) aufgegriffen und unterstützt wird? Bedenken wir in welchen Zeiträumen diese Familien denken. „Unterstützen wir doch Marx und vereinnahmen wir seine Anhänger. Irgendwann ist er tot, und wir werden die kleinen Zwerge der Bewegung nutzen, um den großen Denker und seine wahren Vertreter, die ihn verstanden haben, auszuschalten.“

    Ich erinnere mich an ein Zitat von Lenin, der da niederschrieb, daß er glaubte in einem Wagen zu sitzen, welcher von anderen gelenkt wurde… Lenin wurde sicher vergiftet, wie Arafat und viele andere.

    Sie tauchen immer immer auf. Sie sind auf einmal da, mit einem Scheck, oder einer Frau, einem Posten oder einer Drohung wegen einer Verfehlung. Sie sind darin perfekt, fast…

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang unbedingt Stefan Zweigs „Joseph Fouché“ zu lesen. Oder auch den Gauckler von Harry Thürk. Wobei Zweig natürlich sprachlich-literarisch um Welten besser ist.

    Ein schönes Wochenende und denkt gut an die Athleten und Menschen in Sotchi.

  80. schnehen sagt:

    @Wolfgang Eggert

    Ich halte Ihre Analyse für fehlerhaft. Gründe:

    1. Sie werfen bei Ihren drei ‚Kampfsystemen‘ zwei Gesellschaftssysteme (Kapitalismus und Kommunismus) und ein politisches System (Zionismus) in einen Topf. Der Zionismus verteidigt aber den Kapitalismus und ist bloß ein rassistisch-kolonialistischer Auswuchs des Kapitalismus. Außerdem ist der Kapitalismus kein ‚Kampfsystem‘. Der Faschismus kann es sein oder der Zionismus, aber nicht ein Gesellschaftssystem.

    2. Es stimmt nicht, dass, wie sie verächtlich formulieren, ‚die Päpste dieser Bewegungen‘ (der Kapitalismus ist auch keine Bewegung) allesamt aus deutsch-jiddischen Familien stammen. Der ‚Papst‘ des Zionismus, Theodor Herzl, war ein in Ungarn geborener Jude, der in Österreich als Journalist lebte und in Wien Stücke schrieb (Zionism – The Real Enemy of the Jews, by Alan Hart, Atlanta 2009, S. 64.) Er, der Autor des ‚Judenstaates‘, organisierte 1897 den ersten zionistischen Kongress in Basel ausgerechnet in einem Spielkasino, was auf die areligiösen Wurzeln der zionistischen Bewegung hindeutet. Und wer soll Ihr ‚Papst‘ des Kapitalismus gewesen sein? Der Kapitalismus hat sich langsam, über Jahrhunderte im Schoß der Feudalgesellschaft entwickelt. Marx beschreibt diese Ursprünge im Achten Kapitel seines Kapitals, Erster Band, (Über die ursprüngliche Akkumulation.). Es gibt also keinen Papst des Kapitalismus im Sinne von Urheber des Kapitalismus. Die großen jüdischen Finanzhäuser haben sich den Kapitalismus, aber auch schon die bloße Warenproduktion und den Geldhandel in vorkapitalistischen Zeiten zunutze gemacht, z. B. als Wucherer und Geldverleiher. Sie wurden auf dieses Betätigungsfeld aber durch die Judenverfolgungen, durch die Berufsverbote für Juden abgedrängt.

    3. Dann schreiben Sie den größten Unsinn: Marx wollte angeblich die ‚Knechtung des raffenden Finanzkapitals auf die schaffende Wirtschaft übertragen‘. Marx erwähnt die Finanzaristokratie nur im 3. Bd. des Kapitals. Nirgendwo gibt es dort eine Stelle, dass er die Absicht hatte, dass diese ‚Schwindler und Spekulanten‘ wie er sich ausdrückte, ihr System auf die Realwirtschaft übertragen sollten. Marx wollte das kapitalistische System insgesamt abschaffen und unterschied nicht zwischen dem ‚raffenden‘ und dem ’schaffenden‘ Kapital. Das haben erst die Nazis getan.
    Sie unterstellen also Marx Dinge, die die Nazis ausgeheckt haben.

    4. Dann unterstellen Sie, dass der Kommunismus ‚die totale Sozialisierung der Menschen fordert‘. Wer fordert das denn? Wer kann denn für den Kommunismus sprechen? Marx spricht sich in seinen ‚Ökonomischen und Philosophischen Schriften‘ im Gegenteil für einen Menschen aus, der seine Individualität, auch seine künstlerische übrigens, voll entfalten können soll. Dies könne er aber nur, wenn die nötigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, sprich, wenn der Kapitalismus, der gesetzmäßig Entfremdung hervorbringt, abgeschafft wird.
    (Vgl. Erich Fromm, ‚Marx’s Concept of Man, NYC 2004, S. 52).

    Die totale Sozialisierung, von der Sie sprechen, ist eine viel spätere Erfindung. Der Maoist Pol Pot und auch Mao praktizierten sie. Das können Sie Marx aber nicht anlasten, der sich mit der konkreten Ausgestaltung des Kommunismus gar nicht befasst hat. Hier unterstellen Sie Marx Absichten, die er nie hatte und schieben ihm Auswüchse unter, die er nicht zu verantworten hatte, die nur im Namen des Kommunismus begangen wurden, von Leuten, die keine Kommunisten, sondern Verbrecher waren.

    Er hat aber trotzdem damals schon, wenn Sie an seine ‚Kritik des Gothaer Programms‘ der damaligen SPD denken, vor einer falschen Politik gewarnt, war aber von London aus nicht in der Lage, Fehlentwicklungen zu verhindern. Er konnte nur mahnend seine Stimme erheben und ’seine Organisation‘, die Erste Internationale, existierte nicht mehr.

    Schlussfolgerung:

    Ihre ‚Analyse‘ basiert größtenteils auf Vermutungen und Spekulationen, jedoch nicht auf Fakten und realen Entwicklungen.

  81. Lucy Esclarmonde sagt:

    @J Bullinger

    >Ach du heiliger Matzen Oskar, dessen geistige Entwicklung schon bei der Geburt abgeschlossen ist. Pardon Lucy läßt grüßen

    Das haben Sie falsch gelesen, schlecht behalten oder einfach nur nicht verstanden. Ich tippe auf Letzteres.

    >Das ist Sophisterei

    Überheblichkeit trifft es besser. Die haben Sie doch nicht nötig. Oder doch?

  82. Lukas Richter sagt:

    @Eveline

    „Joachim Bullinger sagt:

    ‚In einer Gemeinschaft kann jeder alles thematisieren ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen oder dafür angegriffen zu werden.‘
    Das ist gut gesagt. Und zutiefst richtig.“

    Das finde ich auch, allerdings kommt es auf die Auslegung von ‚Angriff‘ und ‚Verteidigung‘ an. Wenn wir hier in diesem Blog Pro und Contra austauschen, dann lässt sich das auch als Angriff, Verteidigung und Gegenangriff auffassen. Das ist Dialektik, ein natürlicher und möglicherweise ergiebiger Prozess. Polemische Invektiven – z.T. mehr oder weniger ironisch – kommen dabei leicht ins Spiel und sollten vermieden oder bis zu einem gewissen Grad verkraftet werden. Ebenso in der Folge auch Gegenreaktionen. Yin und Yang oder wie diese Dinger heißen gehen auch nur zusammen, wenn es erst ein Yin und dann ein Yang oder umgekehrt gibt. Harmonisierung funktioniert kaum ohne vorherige Reibung.

    „Es hätte mich sehr gekränkt, […] zu hören, ‚Schau mal über den Tellerrand‘ […]“

    Das Über-den-Tellerrand-Schauen ist doch genau der Anspruch, der vorher von anderer Seite an die Diskussionsteilnehmer gestellt wurde?
    Wenn Ihnen das Periodensystem viel bedeutet, dann hat sie niemand verletzen wollen, nur weil jemand sagte, es gäbe auch andere interessante Themen oder Perspektiven. Ganz ehrlich: schnehen mit seinem Marx-Fimmel ist mir mit seiner theoretischen Leidenschaft sogar auf eine gewisse Weise sympathisch und mit seiner Rustikalität ein schubkräftiges Diskussions-Movens.
    Ich kann auch damit leben, wenn man mir eine Moses-Hess-Paranoia unterstellt. Allerdings besteht für mich der Unterschied darin, dass das Erfahren neuer Informationen oder Zusammenhänge weitaus ergiebiger ist.
    Wir alle in diesem Blog wollen etwas gegen die Polit-, Finanz- und Medienelite bewerkstelligen – das eint uns. Die marx’sche Theorie war mir – bei aller dürftigen Kenntnis – schon etwas länger bekannt und Neues konnte ich in diesem Blog bisher nicht über sie erfahren. Damit, dass ich irgendwelche mathematischen Formeln des ‚Kapitals‘ nicht verstehen würde, sie aber verstehen müsste, um die Welt zu verstehen, damit lasse ich mich genauso wenig mehr abspeisen, wie wenn mir Alexander Delius von Goldman Sachs irgendeinen Vortrag über Derivate hielte.
    Die Macht des Zionismus aber und des dahinter steckenden Alten Testaments ist etwas Neues, darüber möchte ich mehr erfahren, um die Welt zu verstehen.
    Vor ein paar Monaten z.B. habe ich während der Beschäftigung mit einer Tacitus-Stelle (Historien, V. Kapitel) bei Richard Wurmbrand gelesen, was Marx in einem Brief an Engels formuliert haben soll:
    „‚Wenn Titus vor 1.800 Jahren nicht mein Vaterland zerstört hätte, wäre ich nicht zu einem Feinde aller Vaterländer geworden.'“
    Leider nennt Wurmbrand keine genau Belegstelle. Ich konnte dieses Zitat kaum glauben. Wenn dieses Zitat aber stimmt, dann ist das für mich sehr bedeutsam und wirft ein anders Licht auf mein bisheriges bescheidenes Geschichtsbild. Auch deshalb werde ich mir Marx‘ Schrift ‚Zur Judenfrage‘ durchlesen, denn – wenn dieses Zitat stimmt! vielleicht kann jemand weiterhelfen? – irgendwie muss es ja dann bei Marx zu einem Gesinnungswandel oder zu einem ambivalenten Grundwesen gekommen sein.

  83. Heider sagt:

    Sich mal diese u.ä. Fragen stellen, sich die Antworten dazu geben, und dann sieht Marxens Wirken schon ganz anders aus.

    – Warum ist Marx‘ zentrales Werk Das Kapital derart umfangreich, umständlich formuliert u. für die meisten Leser ermüdend u. daher abstossend?

    Antw.: Die Arbeiter (an die es sich ja richtete) sollten es gar nicht lesen und verstehen.

    – Warum ist „Das Kapital“ in rd. 150 Jahren überhaupt nur von einer Minderheit selbst unter den Kommunisten, Parteifunktionären u. sozialistischen Idealisten je gelesen u. sicher verstanden worden?

    Antw.: Das Wissen um die zentralen u. wichtigsten Aussagen Marx‘, der schliesslich einer Bewegung seinen Namen gab, sollte das sog. Wissen nur einer relativ kl. Gruppe von echten „Kennern“, Theoretikern, Ideologen u. Funktionären bleiben. An diese sollte die Masse der Arbeiter u. die untere Funktionärsebene sich wenden, ihnen sollte ob der besseren Kenntnisse vertraut werden, und von denen sollte die Masse sich leiten u. führen lassen >> man könnte das auch Herrschaftswissen nennen. Daraus entstand auch das Verfahren (auch in diesem Blog s. gut zu sehen) jeden Kritiker einfach abzubügeln mit dem Hinweis, er habe Marx ja gar nicht gelesen u. könne deshalb nicht mitreden.

    – Warum hat der bürgerlich-kapitalistische Staat keine Anstalten gemacht, seinen angeblichen schärfsten Kritiker u. den einflussreichsten Denker (Marx) wider die im Kapitalismus herrschende Klasse umgehend zu beseitigen, was zweifellos leicht möglich gewesen – warum sind Marx, Engels und fast alle gleichgerichteten Theoretiker ihrer Zeit friedlich im Bett gestorben?

    Antw.: Weil die Geschichte von dem unbedingten u. entscheidenden Antagonisten der bürgerlichen Gesellschaftsordnung [Marxismus versus Kapitalismus] so nicht stimmt. Der angeblich unversöhnliche Gegensatz beider fusst wesentlich auf derselben Geschichtsschreibung, die uns auch die übrige Geschichte erzählt. Von der wissen wir heute, das sie eine Herrschaftsgeschichtsschreibung ist, die uns nie u. nimmer objektiv informieren sondern desinformieren soll. Es ist die herrschende Klasse, die die Geschichte schreibt u. sie in Schulen, Medien, Parlamenten, überall vermittelt. Zu dieser Geschichtsschreibung zählt auch die Geschichte von Marx u. des Kommunismus. Die nächste Frage klärt auf, was genau ich anspreche >>

    – Warum ist Marx schon zu Leb- u. Wirkzeiten in vielen kapitalistischen Ländern häufig rezensiert u. dadurch bekanntgemacht worden, und warum sind seine Theorie u. Schriften in den bürgerlichen Medien auch heute noch populär. Warum konnten seine Schriften hierzulande fast immer offiziell verlegt werden, und warum waren sie frei verkäuflich. Warum gab es noch in den 80er Jahren an westdeutschen Universitäten Marx-Seminare, warum gab die kapitalistische BRD eine Gedenkmünze zu Ehren Marx u. eine Briefmarke zu Ehren von Engels‘ heraus uvm. Ist das aus Sicht des (kapitalistischen) Klassenfeinds wirklich ein angemessenes Verhalten um einen Todfeind zu bekämpfen?

    Antw.: Vieles deutet darauf, dass Marx‘ u. seine Lehre von den Eliten u. Regierenden im real existierenden Kapitalismus protégiert worden ist. Dies erklärt auch das verhältnismässig grosse Verständnis, das den Verbrechen der Lenin, Trotzki, Stalin, Mao u.a. (vgl. Stéphane Courtois, Nicolas Werth u.a., Das Schwarzbuch des Kommunismus, 2 Bände) bis heute entgegengebracht wird u. dazu geführt hat, auch dieses schaurige Kapitel aus der Verbrechensgeschichte der Menschheit den Nachkommen zur Mahnung niemals wirklich aufzuarbeiten.

    Die Geschichte von Karl Marx einmal ganz anders vorgetragen, als es die Geschichtsschreibung in Schul- u. Lehrbüchern oder bei Wikipedia und der bürgerliche Kulturbetrieb es tun. Demnach war Marx, liiert mit der Halbschwester des preussischen Innenminister Ferdinand von Westphalen, in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts ein informeller Mitarbeiter des Regimes, der die Aufgabe hatte die revolutionäre (sozialistische) Opposition zu spalten.
    Wolfgang Waldner, Hintergründe der Geldpolitik
    Wer waren Karl Marx und Friedrich Engels wirklich?

    http://www.wolfgang-waldner.com/der-marx-engels-schwindel/

  84. Lukas Richter sagt:

    Ergänzung:

    Das, was nämlich gerade in Europa passiert, ist: Die Zerstörung der Vaterländer.

  85. Lukas Richter sagt: 8. Februar 2014 um 17:48

    Die Macht des Zionismus aber und des dahinter steckenden Alten Testaments ist etwas Neues, darüber möchte ich mehr erfahren, um die Welt zu verstehen.

    Ja, sehr gut. Genau hier ist der Schlüssel versteckt und muß sich als solcher zu erkennen geben, wenn wir danach suchen!

    Der Christus hat den alten Bund der Juden mit Jahwe, dem Vulkangott der Midianiter, dreifach aufgehoben.

    1. Aufhebung: Der Vertrag ist aufgehoben und gilt also nicht mehr.
    2. Aufhebung: Der Vertrag ist auf eine höhere Ebene gehoben.
    3. Aufhebung: Der Vertrag ist auf der höheren, christlichen Ebene besser aufgehoben und wird dort bewahrt. Und das heißt auch, daß er in seine Wahrheit überführt wird. [Das ist aufheben im Sinne von bewahren. Und es ist „Bewahren“ in seiner 2. objektiv hermeneutischen Lesart]

    Aber es gab und gibt eine Vielzahl von Menschen (nicht nur Juden, sondern auch viele „Christen“ der Kirchen), die an dem alten Bund festhalten. [So ist z.B. das AT wieder zum Bestandteil der Bibel geworden.]

    Und aus der Angst dieser Menschen vor einem Ausbruch des Jahwe (weil sein auserwähltes Volk verfolgt wird) bezieht der Zionismus seine Macht.

    Und dann gibt es noch mächtige Organisationen, deren Führer dem Jahwe dienen, indem sie sich berufen fühlen, die alttestamentarische Prophetie zu verwirklichen.

    Und so treibt „der Strom schwimmender Scheiße“ (JB) auf Armageddon zu. Das mit den „Waffen der Hölle“ (arma geddon) vollzogen werden wird.

  86. Nachtrag: “Der Strom schwimmender Scheiße” ist meine liebevolle Bezeichnung für den gegenderten Mainstream oder den gesellschaftlichen Hauptstrom des Gender.:-)

  87. schnehen sagt:

    @Heider

    Ihre Methode ist ziemlich durchsichtig:

    Sie formulieren bekannte populäre Einwände und Vorurteile gegen Marx und geben dann in Form von Vermutungen und Antworten darauf, die keiner näheren Überprüfung standhalten.

    Gehen wir einfach mal einige Ihrer Fragen durch:

    1. Warum ist Marx‘ Werk derartig umfangreich?

    Die Antwort: Weil vor ihm niemand den Kapitalismus und seine Funktionsweise analysiert hat. Marx tat dies im Detail und so gründlich, dass niemand ihm Populismus oder Unwissenschaftlichkeit vorwerfen konnte. Die große Breitenwirkung seines Werks in den damaligen sozialdemokratischen Parteien und später in den kommunistischen Parteien, aber nicht nur dort, beweist, dass er sogar von Arbeitern gelesen wurde. Unzählige Broschüren gab es, um seine Analysen zu popularisieren.

    Und: Arbeiter haben damals in ihren Arbeiterbildungsvereinen das Kapital oder seine Schrift Lohnarbeit und Kapital, auf der das Kapital basierte, gelesen. Sie wussten: Hier schreibt einer für uns, einer, der unsere Sache vertritt. Nur heute tut es kaum noch jemand, weil das Bildungsniveau und das Interesse für wissenschaftliche Arbeiten sehr stark nachgelassen hat, aber auch weil der Sozialismus in der DDR scheiterte, was man Marx aber nicht anlasten kann. Was konnte Marx dafür, dass an der Spitze der DDR ein Honecker stand?

    2. Sie spekulieren wieder herum, wenn Sie schreiben, dass Marx der Bewegung seinen Namen gegeben hat. Genau das Gegenteil ist der Fall: Marx hat den Begriff Marxismus entschieden abgelehnt, aber auch jeden Kult um seine Person.

    3. Warum hat der bürgerlich-kapitalistische Staat Marx nicht kaltgestellt?
    Sie vergessen dabei, dass Marx 1852 in Köln wegen seiner Schriften und wegen seiner Aktivitäten im Bund der Kommunisten, der ersten revolutionären Arbeiterpartei sowie wegen seiner Aktivitäten während der 48iger Revolution der Prozess gemacht wurde und er sich gezwungen sah, ins Ausland zu fliehen. Auch im Ausland, z. B. in Brüssel und Paris verfolgte ihn noch die preußische Regierung. Auch Engels, der aktiv, mit der Waffe in der Hand an der 1848iger Revolution in Baden teilnahm, musste aus Deutschland in die Schweiz fliehen.

    4. Wollen Sie eigentlich Marx‘ Werke verbieten? Stört es Sie, dass er immer noch gelesen wird? Aber ich kann Sie beruhigen: Gehen Sie mal in eine große Buchhandlung, gehen Sie mal in die große Meyersche Buchhandlung und fragen Sie nach einem Werk von Marx. Sie können sich bei den großen Verlagshäusern bedanken, dass seine Werke nicht mehr aufgelegt werden und dass man sie mühsam in Antiquariaten suchen muss.

    Ihre Vermutungen, die sie einleiten mit ‚vieles deutet darauf hin…‘ treffen also nicht zu. Sie müssen sich schon die Mühe machen, den Fakten genau nachzugehen. Antikommunistische Vorurteile und wilde Spekulationen ersetzen aber keine Fakten.

  88. Wolfgang Eggert sagt:

    @JVG

    Dieser dritte Weg @Wolfgang Eggert – ist dieser überhaupt möglich? Wenn man allgemeine ökonomische Gesetze berücksichtigt?
    Null Problemo, die Peronisten in Argentinien sind diesen Weg mit Erfolg gegangen. Mit ZUVIEL Erfolg. Irgendwann haben dann die Amis ihnen gesagt, sie sollen aufhören und haben sie schliesslich von den Generälen putschen lassen.

    Deshalb kann ich auch der ökonomischen Linie der PDV – so gut und freiheitlich das auch klingt – nicht genügend abgewinnen.
    Die PDV sind Libertäre, teilweise in geradezu anarchistischer Ausprägung. Auch wenn viele von ihnen das nicht wollen: Sie schaffen genau das Schwimmbecken, in dem sich die Mächtigen am besten bewegen können. Keine Gesetze ist eben das Gesetz des Dschungels, was der Turbokapitalismus will. Der „Dritte Weg“ ist etatistisch, er WILL den Staat als Beschützer und Förderer der Völker.

    Denn wie soll man diesen Weg einführen? Die Rothschilds dieser Welt HABEN die Macht.
    Nicht im „Dritten Weg“, der die Banken – analog der Marxschen Forderung Kommunisten – verstaatlichen will.

    Ich erinnere mich an ein Zitat von Lenin, der da niederschrieb, daß er glaubte in einem Wagen zu sitzen, welcher von anderen gelenkt wurde… Lenin wurde sicher vergiftet, wie Arafat und viele andere.
    Ohne Zweifel. Seine letzte Aktion richtete sich gegen den Hauptwagenlenker, die Freimaurerei. Das war sein Todesurteil. Eine Woche später lag siech auf dem Krankenbett, von dem er nicht mehr hochkam. Lenin kommt aus diesem Grund Heldenstatus zu.

  89. Lukas Richter sagt:

    Interessanter wäre zu wissen, ob Marx die (übrigen) Vaterländer wirklich zerstören wollte, dem Bolschewismus der Internationalismus also immanent ist und ob das Wurmbrand-Zitat stimmt.

    Hier in der Umgebung kleben überall Karl-Marx-Aufkleber. Neulich gab es einen ‚Kapital‘-Lesungs-Marathon…

    Dann diese unselige Frankfurter Schule…

    Das von Heider erwähnte Buch von Wolfgang Waldner ist kaum jemandem bekannt (HABEN SIE ES GELESEN?) und deshalb ein informativer Hinweis, aber was spricht dagegen, jemanden erst (von preußischer Seite) zu benutzen und dann zu verjagen?

    Heider hat auch nicht behauptet, dass Marx‘ Werk nicht von Arbeitern gelesen wurde. Heider hat auch nicht die geringste Andeutung gemacht, dass er Marx‘ Werk verbieten will. Er hat lediglich gesagt, dass eine Zensur hätte stattfinden können, wie sie in der kommunistischen DDR Usus war.
    Dort war anfänglich sogar (um die rote Indoktrination zu schützen) Karl May verboten —— wie absurd.

  90. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    1. Sie werfen bei Ihren drei ‘Kampfsystemen’ zwei Gesellschaftssysteme (Kapitalismus und Kommunismus) und ein politisches System (Zionismus) in einen Topf. Der Zionismus verteidigt aber den Kapitalismus und ist bloß ein rassistisch-kolonialistischer Auswuchs des Kapitalismus. Außerdem ist der Kapitalismus kein ‘Kampfsystem’. Der Faschismus kann es sein oder der Zionismus, aber nicht ein Gesellschaftssystem.
    …. alle drei systeme – kapitalismus, kommunismus, zionismus – orientieren sich auf die ausübung globaler macht. alle drei hatten ein zentrum, von dem sie diese steuerung vollzogen: new york/london, moskau, jerusalem. alle drei negieren das recht der völker ihren historisch-kulturell-wertigen weg zu gehen. mindestens punkt 1, weitgehend aber auch punkt 3 ist mit kampf verbunden, weil hier eine natürliche entwicklung ausgeschlossen wird.

    2. Es stimmt nicht, dass, wie sie verächtlich formulieren, ‘die Päpste dieser Bewegungen’ (der Kapitalismus ist auch keine Bewegung) allesamt aus deutsch-jiddischen Familien stammen. Der ‘Papst’ des Zionismus, Theodor Herzl, war ein in Ungarn geborener Jude, der in Österreich als Journalist lebte und in Wien Stücke schrieb (Zionism – The Real Enemy of the Jews, by Alan Hart, Atlanta 2009, S. 64.) Er, der Autor des ‘Judenstaates’, organisierte 1897 den ersten zionistischen Kongress in Basel ausgerechnet in einem Spielkasino, was auf die areligiösen Wurzeln der zionistischen Bewegung hindeutet.
    …der zionismus war bevor herzl wurde. googlen sie „harbingers of zion(ism)“, da finden sie die namen der chassidischen rabbis, welche die „bewegung“ ins rollen brachten. und: herzls zeit wurde beendet, als sein pragmatismus über die „bibelprophetische agenda“ der chassiden obsiegte.

    Und wer soll Ihr ‘Papst’ des Kapitalismus gewesen sein? Der Kapitalismus hat sich langsam, über Jahrhunderte im Schoß der Feudalgesellschaft entwickelt. Marx beschreibt diese Ursprünge im Achten Kapitel seines Kapitals, Erster Band, (Über die ursprüngliche Akkumulation.). Es gibt also keinen Papst des Kapitalismus im Sinne von Urheber des Kapitalismus.
    …nein, nicht im sinne von „urheber“. aber der finale triumphator war ohne zweifel rothschild.

    3. Dann schreiben Sie den größten Unsinn: Marx wollte angeblich die ‘Knechtung des raffenden Finanzkapitals auf die schaffende Wirtschaft übertragen’. Marx erwähnt die Finanzaristokratie nur im 3. Bd. des Kapitals. Nirgendwo gibt es dort eine Stelle, dass er die Absicht hatte, dass diese ‘Schwindler und Spekulanten’ wie er sich ausdrückte, ihr System auf die Realwirtschaft übertragen sollten. Marx wollte das kapitalistische System insgesamt abschaffen
    … da haben sie mich einmal mehr falsch ausgelegt. bitte nochmal lesen

    Marx unterschied nicht zwischen dem ‘raffenden’ und dem ‘schaffenden’ Kapital.
    ….das war eben sein fehler.

    4. Dann unterstellen Sie, dass der Kommunismus ‘die totale Sozialisierung der Menschen fordert’. Wer fordert das denn? Wer kann denn für den Kommunismus sprechen? Marx spricht sich in seinen ‘Ökonomischen und Philosophischen Schriften’ im Gegenteil für einen Menschen aus, der seine Individualität, auch seine künstlerische übrigens, voll entfalten können soll. Dies könne er aber nur, wenn die nötigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, sprich, wenn der Kapitalismus, der gesetzmäßig Entfremdung hervorbringt, abgeschafft wird.
    (Vgl. Erich Fromm, ‘Marx’s Concept of Man, NYC 2004, S. 52).
    Die totale Sozialisierung, von der Sie sprechen, ist eine viel spätere Erfindung. Der Maoist Pol Pot und auch Mao praktizierten sie. Das können Sie Marx aber nicht anlasten, der sich mit der konkreten Ausgestaltung des Kommunismus gar nicht befasst hat. Hier unterstellen Sie Marx Absichten, die er nie hatte und schieben ihm Auswüchse unter, die er nicht zu verantworten hatte, die nur im Namen des Kommunismus begangen wurden, von Leuten, die keine Kommunisten, sondern Verbrecher waren.
    … hat marx NICHT die abschaffung des privaten finanzkapitals auf der mittleren, mittelständischen, mittelbetrieblichen ebene eingefordert?

  91. Lukas Richter sagt:

    mit „spricht dagegen“ meine ich selbstredend „was spricht gegen die These, dass Marx erst benutzt und dann verjagt wurde“

  92. Eveline sagt:

    @Lukas Richter

    “‘Wenn Titus vor 1.800 Jahren nicht mein Vaterland zerstört hätte, wäre ich nicht zu einem Feinde aller Vaterländer geworden.’”

    Wir Menschen sind „nur“ ein Ausdruck der Schöpfung und des Zeitgeistes , so wie auch die Familien systematisch zerstört wurden, erst der Vater in die Industrie, dann die Mutter, Kinder in die Betreuungseinrichtungen, wurde hier auf dem Blog schon oft beschrieben.
    Aus heutiger Sicht wundere ich mich selber, wie selbstverständlich es damals war , Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. ( Wobei so einfach war es nicht) aber die Pflicht!!
    Sie morgens um 6 Uhr in der Krippe abzugeben, um sie abends um 17 Uhr wieder abzuholen.
    Also habe ich, wenn auch unbewusst, der Zersetzung und Zerstörung der Familie gedient.

    K. Marx hat immerhin gewusst, —falls es stimmt, —- was er tat.

    Grundsätzlich haben Sie recht, wenn Sie schreiben, Pro und Contra, Aktion und Gegenreaktion, das könnte den Horizont erweitert.

    Schnehen hat mir mit seiner konsequenten Beharrlichkeit meine DDR – Heimat – ohne es zu wissen – wiedergegeben. Also, ich schaue sie – die DDR – heute ganz anders an und wenn ich an meine westdeutschen Schwestern und Brüder denke, begreifen ja viele auch jetzt erst, welchen Esel sie geritten haben.

    Musste ich doch mal reingrätschen…..😏 Liebe Grüße

  93. Wolfgang Eggert sagt:

    @ schnehen

    und was die esoterische „begleitmusik“ anbelangt: wenn in einer frankistisch (satanistisch) geführten und von frankisten gehosteten loge der vater von marx mit rothschildern bruderküsse tauscht, dann sollte das doch anlass für einen moment des nachdenkens geben, oder?
    zumal wenn beide familien eine fundamentalistisch-religiöse schlagseite haben.
    und wenn sich in dieser loge hochkapitale banker- und „demokraten“familien tummeln, die bald darauf stärksten einfluss auf die deutschen, europäischen und amerikanischen geschicke gewinnen.
    wenn aus dem frankfurter haus der rothschild ausgerechnet jene kräfte (schiff und -darunter- warburg) hervorgehen, unter deren ägide die gründung der fed erfolgen wird.
    wenn sich die rothschilds als DIE hauptförderkräfte des zionismus entpuppen, an die 1917 die balfourdeklaration gerichtet wird.
    wenn – in der gleichen woche! – die kommunistische „revolution“ seine patentschaft wieder bei den schiff/warburgs findet.
    wenn der cfr, noch heute in den usa der bestimmende nebenschauplatz „staatlicher macht“, ausgerechnet von den warburgs auf den weg gebracht wird.
    wenn cfr-mitglieder hitler in die puschen helfen und die warburgs so gute geschäfte mit den nazis machen (google: ha´avara agreement)
    wenn ein warburg nach dem zweiten weltkrieg das kommen einer weltregierung verkündet und für die taufhebung der atlantikbrücke verantwortlich zeichnet.
    und wenn marx- das liest man bei richard wurmbrand (http://en.wikipedia.org/wiki/Richard_Wurmbrand) – einem jüdisch-satanistischen (also „sauber“ frankistischen) weg folgt.
    und wenn das aufkommen des zionismus in exakt dem gleichen messianisch-kabbalistischen milieu eingebettet liegt. da macht man sich wohl nicht zu unrecht „gedanken“.

    nicht gerade wenig spricht dafür, daß alle drei „betriebe“ – kapitalismus, kommunismus und zionismus – von den eigentlichen strippenziehern nur als zeiterscheinungen auf dem weg zum eigentlichen ziel betrachtet wurden: ONE world, regiert aus israel, so wie es biblisch „versprochen“ ist.

    ich frage mich nach wie vor immer wieder, wie diese offensichtlichkeiten derart ignoriert werden können! wenn die führer der genannten weltmächte scientologen gewesen wären, die der gleichen schwarzmagischen oto-loge entstammten, wie groß wäre DANN der aufschrei der veröffentlichten meinung?? nur – genau DAS ist, bildlich gesprochen, die situation in der wir uns befinden!
    schon die tatsache, daß die völlig intransparente endzeitsekte der hochgradfreimaurer alle, aber auch wirklich ALLE politischen, medialen und wirtschaftlichen machtgremien über ihre mitglieder steuert sollte JEDEM demokraten den kalten schweiss auf die stirn treiben. ich kann da ehrlich gesagt nicht folgen, wenn man leute, die auf diese situation hinweisen, versucht lächerlich zu machen.

  94. Bullinger – “ … sich vorm Vulkangott fürchtet“ – war nun wieder Ihr scherzhafter Versuch in Dämagogie – oder wovon vermeinen Sie so flinkzüngig zu schließen?

    Nebenbei – Oskar M. hatte nicht zu denken aufgehört, sondern in seiner (dieser) Welt nicht die Worte gefunden, und so die Rede verweigert

  95. J. Bullinger – Ihr „kulturelles Erbe“

    Einen Thron will ich mir auferbauen,
    kalt und riesig soll sein Gipfel sein,
    sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,
    und sein Marschall sei die düst’re Pein!

    Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
    soll tödlich blaß und stumm sich wenden,
    von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen,
    soll das Glück sein Grab bereiten.

    aus:
    Des Verzweifelnden Gebet
    Karl Marx, Collected Works, Bd.I., International Publishers, 1974

  96. Heider sagt:

    schnehen
    „Ihre Methode ist ziemlich durchsichtig:“

    Wenn Sie unter Methode meine Art der Aufklärung verstehen, so würde mich das sehr freuen. Denn das hiesse, dass ich nicht schwer zu verstehen bin.
    Ansonsten verwechseln Sie wohl Arbeitsweise mit Gegenstand, denn nur auf den kommt es jeweils an. Der Gegenstand war hier Marx, auf den Sie m.M. nach abgelenkt haben, um das eigentliche, wichtige Thema unserer Zeit vergessen zu machen – das „Europa“ der Bankster u.a. Eliten, in denen mutmasslich die Rothschilds eine grosse Rolle spielen.
    Werfen wir, wo wir schon dabei sind, aber mal einen Blick auf Ihre Arbeitsweise u. beschränken uns dabei auf dies:
    „4. Wollen Sie eigentlich Marx’ Werke verbieten? Stört es Sie, dass er immer noch gelesen wird? Aber ich kann Sie beruhigen: Gehen Sie mal in eine große Buchhandlung, gehen Sie mal in die große Meyersche Buchhandlung und fragen Sie nach einem Werk von Marx. Sie können sich bei den großen Verlagshäusern bedanken, dass seine Werke nicht mehr aufgelegt werden und dass man sie mühsam in Antiquariaten suchen muss.“

    Das verfälscht den -unschwer zu erkennenden- Sinn meines vorangegangenen Postings, das ja unter anderem behauptet, Marx‘ Werke seien im bürgerl.-kapitalistischen Staat mind. geduldet wenn nicht gar gefördert worden. Meine Behauptung lässt sich mit zahlreichen weiteren Punkten untermauern; das kann Jeder für sich allein tun, soweit er das wünscht um sich mehr Klarheit zu verschaffen. (Weiter unten wird dann von mir noch ein Gesichtspunkt zusätzlich eingebracht)
    Dieser Abschnitt Ihrer Gegenrede unter 4. kennzeichnet absolut die Art, mit der Sie unter anderem hier gegen Marx-Kritiker vorgehen. (Es ist völlig unsinnig mir irgendeinen Verbotswunsch für irgendwas u. irgendwen zu unterstellen, zumal „Marx‘ Verbot“ definitiv gar nichts änderte)

    Im weiteren schreiben Sie unter Pkt.4 gegen die augenscheinliche Wahrheit. Denn es ist seit etlichen Jahren eine ergänzte Neuausgabe der Marx-Engels-Werke im Buchhandel, die Veröffentlichungen sollen voraussichtl. erst in zehn Jahren abgeschlossen sein: „Von 114 geplanten Bänden sind bislang 60 Bände erschienen … Wenn sie, wie der Editionsfahrplan vorsieht, um das Jahr 2025 abgeschlossen sein wird“.
    Federführend wirken hier die Berlin-brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Friedrich Ebert-Stifung (SPD) u. offiziale russische Stellen, und das kam so:
    „Nach 1989 haben sich Wissenschaftler, Politiker und Verleger aus vielen europäischen Ländern, Japan und den USA nachdrücklich für die Fortführung der Ausgabe eingesetzt. … Das Kommunistische Manifest und das Kapital von Karl Marx gehören zu den bedeutendsten Schriften des 19. Jahrhunderts und haben die europäische Moderne entscheidend geprägt. Die UNESCO hat im Juni 2013 das Kommunistische Manifest und den ersten Band des Kapitals in das Register des Dokumentenerbes „Memory of the World“ aufgenommen. Auf dem Podium erörterten Entscheidungsträger und Experten Fragen nach dem Einfluss der Schriften von Karl Marx auf soziale Bewegungen der Vergangenheit und was wir aus den Schriften für Gegenwart und Zukunft lernen können.“
    Quelle: http://www.bbaw.de/forschung/mega/uebersicht

    Die ehem. scheinlinke, heute klar im Fahrwasser der westl.-imperialen Eliten schwimmende, „tageszeitung“ jammert bezeichnenderweise, ob denn auch die Geldmittel ausreichen, um das Karl Marx-Projekt bestimmt erfolreich zu beenden:
    „Die Finanzierung im Rahmen des Akademieprogramms ist bis 2015 gesichert. Dann muss eine Verlängerung ausgehandelt werden. Es wäre ein kulturpolitischer Schildbürgerstreich, wenn die MEGA zum zweiten Mal eingestellt würde – dieses Mal wegen des staatlichen Sparkurses.“
    http://www.taz.de/!98972/

    Insofern wird mein o.g. Posting erst recht verstehbar! Dieser Marx ist ganz sicher nicht der Todfeind u. Überwinder des Kapitals und eines weltweit errichteten Systems, das einer kleinen aber wachsenden Gemeinde von Wahrheitssuchern unter dem Begriff NWO bekannt ist. „Er“ ist heute ein Teil dieses Systems, und ob „er“ es gestern gewesen ist, darüber werden wir keine letzte Sicherheit gewinnen, aber vor allem kein Einvernehmen herstellen.

    Was Sie, geehrter Hr. schnehen, mit dem im Zusammenhang gebrauchten Begriff „Kulturerbe“ meinen, das wir doch alle „ehren und pflegen sollten“, darauf ist nun ein gewisses Schlaglicht geworfen.
    Ihre Aufforderung ist hiermit abgelehnt und zwar – neben v.a. hier unerklärt bleibenden Gründen – allein deswegen, weil Marx‘ Andenken gleichermassen von internationalen, staatlichen u. halbstaatlichen Organisationen gehütet wird, denen abgrundtief zu misstrauen wir heute jeden Grund haben.

    PS. Um die Geduld des Gastgebers hier nicht zu strapazieren u. anderseits den Versuch zu machen das Grundthema (das Marx uns 2014 bestimmt nicht aufklärt!) nicht ganz aus den Augen zu verlieren:

    Aufklärung zu Rothschild, Warburg und die Our Crowd-Gruppe („Our Crowd“, nach Stephen Birmingham, In unseren Kreisen, 1967) gab es in Strängen dieses Blog:
    http://www.chartophylakeion.de/blog/2013/10/27/spiel-der-throne/#.UvbPJLSGep0

  97. J. Bullinger – und mit „Missmut“ ist der Verdacht, Marx gehöre nicht zu meinem Kulturkreis, schon gar nicht verbunden!

    So, und jetzt darf ich weitertrommeln? Greifen Sie mal zur Geige (ich wette, Sie haben keine), und lassen „philo-sophieren“, wer Ihnen gar Nonsophismus durchgehen lässt.

    „Denkt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist“ neu vertont, ist dann:
    „Der Christus hat den alten Bund der Juden mit Jahwe, dem Vulkangott der Midianiter, dreifach aufgehoben.“

    „Man kann die Dinge auch anders sehen. Ganz anders sogar!“

    Jaja, ich seh schon …

  98. @Heider – s. ganz weit oben

    Da, wo er dann nämlich als Wissenschaft galt, grundlegend Staatsideologie wurde, durfte „Marxismus“ gar nicht (und wie Du richtig sagst, konnte auch gar nicht) vom Einzelnen ausgelegt werden.

    Ich erinnere mich an viele peinigend langweilige Unterrichtsstunden Marxismus/Leninismus („Staatsbürgerkunde“), die zumindest die Mahnung Marx‘ vertieften, nur mit bewaffneten offenen Aufstand ließe sich Leben erst menschlich gestalten.
    (Stichpunkt „anachronischer Klassengegensatz“

  99. anachronistischer – sry. Schon zu lange her …

  100. schnehen sagt:

    @Herr Eggert

    Ich glaube, dass Sie selbst ein paar Momente des Nachdenkens gut gebrauchen könnten, und von Nachdenklichkeit und Selbstkritik ist bei Ihnen keine Spur zu finden. Unverdrossen wiederholen Sie Ihre haltlosen Verschwörungstheorien, mit denen Sie auch das Ziel verfolgen, Marx zu verleumden, so wie dies die ganze Heerschar der Verleumder und Auftragsschreiber bisher getan hat, die es hartnäckig ablehnen, sich intensiv mit seinen Werken zu beschäftigen und lieber den Aufguss lesen, der von anderen mundgerecht zubereitet wurde.

    Ein echter Wissenschaftler, ein echter, ehrlicher Historiker überprüft seine Aussagen immer wieder neu, checkt sie Faktenlage ab, beschäftigt sich mit Primärquellen, statt mit Sekundärquellen, verwirft seine falschen, unbrauchbaren Hypothesen, wenn sie an der Wirklichkeit scheitern und fängt gegebenenfalls wieder von vorne mit seinen Recherchen an. Den schlechten Historiker, den schlechten Wissenschaftler, den Schreiberling zeichnet aus, dass er, auch aus Eitelkeit und Selbstliebe, seine eigenen Annahmen immer nur wieder bestätigt sehen will und seine ganzen Anstrengungen bewegen sich dann auf dieser Schiene. Nichts anderes gerät in sein Blickfeld. Er sieht nicht nach links und nicht nach rechts, sondern nur in seine Einbahnstraße, in die er regelrecht verliebt ist.

    Der echte Forscher jedoch ist selbstkritisch, setzt sich gewissenhaft mit seinen Kritikern auseinander, geht aber nicht einfach über deren Kritik dadurch hinweg, dass er nur immer wieder, fast gebetsmühlenartig, seine fragwürdigen Thesen ins Spiel bringt.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie diesen Weg gehen, auch im Interesse der Leser Ihrer Bücher.

  101. schnehen sagt:
    8. Februar 2014 um 16:01

    @Wolfgang Eggert

    Ich halte Ihre Analyse für fehlerhaft. Gründe:

    1. Sie werfen bei Ihren drei ‘Kampfsystemen’ zwei Gesellschaftssysteme (Kapitalismus und Kommunismus) und ein politisches System (Zionismus) in einen Topf. Der Zionismus verteidigt aber den Kapitalismus und ist bloß ein rassistisch-kolonialistischer Auswuchs des Kapitalismus. Außerdem ist der Kapitalismus kein ‘Kampfsystem’. Der Faschismus kann es sein oder der Zionismus, aber nicht ein Gesellschaftssystem.

    Doch nicht so marxsicher: Imperialismus, ist der ausgewachsene Kap. bei Marx

    und Zionismus gleich Kapitalismus ungleich Kommunismus – ist der große Irrtum, der uns bei Nichterkennung gewaltig auf die Füße fällt:
    nur ein Beispiel (da Du Verschwörungstheorien nicht gelten lässt) – Kibutz, das ist Kolchose, das ist Subotnik, das ist Der Neue Mensch

  102. blechtrommler sagt: 8. Februar 2014 um 23:33

    Bullinger – ” … sich vorm Vulkangott fürchtet” – war nun wieder Ihr scherzhafter Versuch in Dämagogie – oder wovon vermeinen Sie so flinkzüngig zu schließen?

    Von der evidenten Angst vor dem Feuer und Schwefel speienden Jahwe, der sich z.B. am Wohlgeruch des im Holocaust verbrannten Fleisches erfreut [selber guggeln, sonst glauben Sie es mir nicht] und vor dessen Hölle und ihrem Feuer auch die „Christen“ solche Angst hatten und haben, daß sie Häretiker und Ketzer (Katterer, Katharer) auf einem Scheiterhaufen verbrennen (!) wollen. Egal ob literal oder metaphorisch verstanden, da wirft man dem Vulkangott Menschen-Opfer in den Krater

    Jahwe herrscht durch Angst. Und Sie brauchen sich nur einmal die Nachrichten im Fernsehen anzuschauen, um an deren Struktur leicht ablesen zu können, wie diese Angst heute hergestellt wird.

    Dieser jahwitischen Angst hat der Christus die Liebe entgegengesetzt. Das (!) ist der Gegensatz unter der Bedingung einer ungleichgwischtig in Dualitäten gebrochenen Polarität:

    Angst oder Liebe!

    Denn dort, wo Angst ist, kann es keine Liebe geben und umgekehrt.

    Ihr (weniger geliebter als gefürchteter) Jahwe ist ein mörderischer und grausamer Gott der Angst und des Hasses.

  103. blechtrommler sagt: 9. Februar 2014 um 00:17

    J. Bullinger – Ihr “kulturelles Erbe”

    Einen Thron will ich mir auferbauen,
    kalt und riesig soll sein Gipfel sein,
    sein Bollwerk sei ihm übermenschlich Grauen,
    und sein Marschall sei die düst’re Pein!

    Wer mit gesundem Auge darauf sieht,
    soll tödlich blaß und stumm sich wenden,
    von blinder, kalter Sterblichkeit ergriffen,
    soll das Glück sein Grab bereiten.

    aus:
    Des Verzweifelnden Gebet
    Karl Marx, Collected Works, Bd.I., International Publishers, 1974

    Es ist eines Verzweifelnden Ego Gebet. Und genau das ist Marxens (und unser aller) Problem: Das Ego.

    Nur: Gott erreichen solche Gebete nicht, weil er schiere Liebe ist und solche Unwahrheiten gar nicht kennt, weil sie nicht wirklich sind. Gott kennt nur die von ihm geschaffene, glückliche Wirklichkeit, nicht aber die „fiebrigen und fiebernden“ Phantasien unseres von uns geschaffenen Ego.

    Johannes Kapitel 1 (nach der Übersetzung von Joachim Bullinger):

    Das nichtige Wort ward Fleisch

    1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

    2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.

    3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist das Nichts gemacht, das auch gemacht ist.

    [Aber vom Menschen, nicht von Gott]

    Und das nichtige Ego ist aus diesem Nichts entstanden, im Spiegelstadium nach Lacan. Wir stehen vor dem Spiegel und erkennen uns in dem Abbild des Körpers, den wir darin sehen.

    Wir sind aber ein Abbild des ewigen Gottes und nicht ein Abbild unseres vergänglichen Körpers.

  104. Noch was: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und … später halt auch bei dem sprachmächtigen Menschen.

  105. Eveline sagt: 8. Februar 2014 um 21:00

    Schnehen hat mir mit seiner konsequenten Beharrlichkeit meine DDR – Heimat – ohne es zu wissen – wiedergegeben.

    Ist das nicht ganz wunderbar? Sehen Sie, Evi und Schnehen: Das ist das Wunder der Sprache, das wir stets mehr und anderes sagen, als wir zu sagen meinen.

    Und genau diese 2. und 3. Lesarten unserer Rede sind das Material des Objektiv Hermeneutisch arbeitenden Psychoanalytikers.

  106. blechtrommler sagt: 8. Februar 2014 um 23:33

    Nebenbei – Oskar M. hatte nicht zu denken aufgehört, sondern in seiner (dieser) Welt nicht die Worte gefunden, und so die Rede verweigert

    Oh… äh… Tschuldigung. So spielt einem die Erinnerung ihre Streiche. Ich habe das wohl falsch rezipiert.

  107. Eveline sagt:

    @JVG

    Der dritte Weg?

    Gestern schaute ich den Film AUSTRALIA.
    Spielte `39 in Australien, mal die Hollywood Romanze ausgeblendet, werden hier die Weißen, Engländer, von den Aborigines als zerstörerisch und geistesgestört erkannt.

    Die Ureinwohner Australiens kennen gesungene Landschaften, hören auf die Melodie des Landes und sie singen ihre Freunde zu sich, sind also zutiefst mit der Landschaft vergeistigt.

    Aber ein Satz aus dem Film: Der Krieg wird in der Luft entschieden.

    Der erste Gedanke sind natürlich Bomben, damals wurde die sichtbare Zerstörung angewandt, heute aber es geht um` s Bewusstsein.
    Um das Erkennen unserer Potentiale, Null Punkt Energie , Quantenheilung u.s.f. — und Landschaft und Mensch gehören zusammen.
    Was heute über Zuwanderung, Windenergie , Monsanto zerstört wird.
    Haben Sie schon Quantenheilung ausprobiert? Es funktioniert wunderbar, je mehr Menschen sich diesen Dingen auch praktisch zuwenden, um so einfacher der dritte Weg.
    Es ist nicht notwendig dazu teure Programme zu besuchen, die eigene Einstellung ist das wichtigste.

    Und da es um unsere Gedanken, Gefühle, um unser Bewusstsein geht, fällt das Internet ja nicht urplötzlich vom Himmel. Es ist Gift und es ist Heilmittel zugleich.

    Es ist fast eine sehr technische Angelegenheit, – obwohl ohne Technik – neue geistige Wolken entstehen zu lassen, ohne trollige Störpotentiale.
    Die Achtsamkeit und Aufmerksamkeit wird jetzt dem alten System entzogen, ist eine Frage der Zeit, wo sie nackend zu sehen sein werden.

    Wie das Ergebnis aussehen wird?
    Das Gemeinschaftliche wird wieder im Mittelpunkt stehen, auch ohne Technik werden wir miteinander kommunizieren können.

    Ohne Lieben geht hier nichts, so einfach ist es.

  108. Eveline sagt:

    Ohne Liebe…

  109. Eveline sagt:

    @blechtrommler sagt:

    Nebenbei – Oskar M. hatte nicht zu denken aufgehört, sondern in seiner (dieser) Welt nicht die Worte gefunden, und so die Rede verweigert

    Ich weiss jetzt nicht, wer Oskar M. ist, Worte wird er schon gehabt haben, aber niemand der sie versteht.

    Ein großen Problem ist, wenn neue Bewusstseinsfelder (Wolken) angelegt werden, oder jemand seiner Zeit weit voraus ist, Gesprächspartner zu finden, heisst Ohren zu finden, damit der eigenen Bewusstseinsprozess weiter laufen kann.

    Das Zuhören ist sehr sehr wichtig.

    Siehe die geistesgestörten Talkshows,

  110. blechtrommler sagt: 9. Februar 2014 um 02:50

    J. Bullinger – und mit “Missmut” ist der Verdacht, Marx gehöre nicht zu meinem Kulturkreis, schon gar nicht verbunden!

    So, und jetzt darf ich weitertrommeln? Greifen Sie mal zur Geige (ich wette, Sie haben keine), und lassen “philo-sophieren”, wer Ihnen gar Nonsophismus durchgehen lässt.

    “Denkt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. …

    Die Gesetze Gottes. Nicht die der Juden. Die hat er stets lustvoll übertreten und sich darüber lustig gemacht: „werdet erstmal inwendig rein“ und so.

  111. Lukas Richter sagt:

    Diesen meinen Kommentar (gestern 20:04 Uhr) hatte Jürgen Elsässer wohl vergessen freizuschalten:

    „Interessanter wäre zu wissen, ob Marx die (übrigen) Vaterländer wirklich zerstören wollte, dem Bolschewismus der Internationalismus also immanent ist und ob das Wurmbrand-[Marx]-Zitat [Titus‘ Zerstörung Jerusalems, Marx‘ „Heimat“] stimmt.

    Hier in der Umgebung kleben überall Karl-Marx-Aufkleber. Neulich gab es einen ‘Kapital’-Lesungs-Marathon…

    Dann diese unselige Frankfurter Schule…

    Das von Heider erwähnte Buch von Wolfgang Waldner ist kaum jemandem bekannt (HABEN SIE [schnehen] ES GELESEN?) und deshalb ein informativer Hinweis, aber was spricht dagegen, jemanden [wie Marx] erst (von preußischer Seite) zu benutzen und dann zu verjagen?

    Heider hat auch nicht behauptet, dass Marx’ Werk nicht von Arbeitern gelesen wurde. Heider hat auch nicht die geringste Andeutung gemacht, dass er Marx’ Werk verbieten will. Er hat lediglich gesagt, dass eine Zensur hätte stattfinden können, wie sie in der kommunistischen DDR Usus war.
    Dort war anfänglich sogar (um die rote Indoktrination zu schützen) Karl May verboten —— wie absurd.“

    Ergänzung: @ schnehen, haben Sie eigentlich Wolfgang Eggerts Bücher gelesen???
    Manchmal hat man wirklich den Eindruck, dass Sie Teil des BRDDR-Systems sind, weil Sie mit denselben verbalen Totschlagkeulen arbeiten („Verschwörungstheorie“, „Eitelkeit“, „mangelnde Selbstkritik“), mit denen die Tabuzone aufrecht erhalten wird. Sie liefern selbst KEIN einziges faktenbezogenes Gegenargument, reinste Polemik.

    Zum bolschewistischen Zionismus vgl. man nur die Lebensläufe und Ansichten Yehuda Bauers, Jabotinskis (der 1934 die Vernichtung Deutschlands voraussagte), David Grüns (Ben Gurions)…

    Manchmal bin ich selber erstaunt, wie sehr die Rotlicht-Bestrahlung (neben der heutigen Regenbogenfarben-Bestrahlung) immer noch funktioniert.
    Wer die wahren Machthaber und Eliten sind (man schaue nur nach Frankreich und die dort stattfindenden Verfolgungen Dieudonnés und seiner Freunde), das ist so EVIDENT, und doch will hier kaum jemand SEHEN.

    Ei mihi, quod nullis CAECITAS est sanabilis herbis!

  112. Wolfgang Eggert sagt:

    @schnehen

    das ignorante „runterbeten“ erscheint ihnen nur so, weil mein direktinhaltlicher antwortpost (gestern, 20.10) – der meinem gebet (22.11) zeitlich voranging – bis jetzt noch nicht freigeschaltet wurde.

    ein psychogramm zu meiner person oder meiner angeblichen arbeitsweise hilft übrigens in der sache nicht weiter. argumente bitte! ich habe bislang immer auf fakten mit fakten gekontert und bin gerne bereit nachprüfbares in mein „theorie“gebäude einzuarbeiten. egal von welcher seite oder ideologie das auch immer herstammen mag. ich unterscheide schon die verschiedenen strömungen des kommunismus, ich sehe gutes (bankenverstaatlichung, s.o.) wie -zugegeben, vermehrt – schlechtes, beleuchte die personen und zwänge, die diese handeln lassen, was z.b. lenin mal „gut“ und mal „schlecht“ wegkommen lässt. versuchen sie aus meinen büchern eine „nähe“ zu irgendeinem parteibuch abzuleiten. das dürfte ihnen schwerfallen. blickt man auf ihre wortmeldungen reicht aber schon das lesen von einem einzigen post und die sache ist klar, welche „helden“ bei ihnen auf dem nachttisch stehen. soweit zum thema „verblendung“.😉

  113. Eveline sagt:

    @Joachim B.
    Kinder müssen (noch) sehr gute Hermeneutiker sein,
    sie spüren sofort, wenn Eltern nicht das sagen, was sie gerade meinen. Oder?

  114. schnehen sagt:

    @Heider

    Sie bezeichnen sich als ‚Aufklärer‘.

    Aber wenn ich mir ihre Beiträge noch einmal durchlese, kann ich nirgendwo etwas feststellen, was Sie zur Aufklärung, d. h. zur Erhellung von Tatsachen beigetragen haben. Worüber haben Sie nun aufgeklärt? Die alten Vorurteile über Marx kannten wir schon.

    Sie wiederholen nur die alte Leier: Marx war verwandt mit dem und dem, sein Vater ja auch schon …, und deshalb gehört er zu einer ganz bestimmten Gruppe, sprich zum jüdischen Finanzkapital. Dann müsste ich heute ein Neonazi und ein Militärstiefel sein, denn in meiner Familie gab es sie und Militaristen obendrein. Wie kann es sein, dass ich es nicht bin? Wie kann es sein, dass Friedrich Engels kein Großunternehmer wie der Barmer Fabrikant Engels, sein Vater, wurde, und stattdessen einen ganz anderen Weg einschlug, dass er, um es altmarxistisch auszudrücken, ’seine Klasse verriet‘ und sich auf die Seite der Arbeiter stellte wie der aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Marx? Die Antwort: Der Mensch ist in der Lage, sich eigene Einsichten zu erarbeiten und danach zu handeln, wenn er kein Mitläufer ist.

    Wie kann man sich über einen Menschen ein zutreffendes Urteil bilden, wenn man ihn nach seinen Verwandten, nach seiner sozialen Herkunft und nach seinen mehr oder wenig zufälligen Kontakten beurteilt??

    Wie kann ich mir ein unabhängiges Urteil über einen Gegenstand oder über einen Menschen bilden, wenn ich nur danach gehe, was andere, zumeist seine Gegner, über ihn gesagt oder geschrieben haben? Ich kann mir nur ein Urteil bilden, wenn ich mich mit diesem Menschen und seinen Ansichten selbst beschäftige. Wie ich einem Kind zuhören muss und nicht danach gehen kann, was andere über dieses Kind verbreitet haben, so muss ich auch mit einem Schriftsteller umgehen!

    Dann schreiben sie die aller absurdesten Dinge wie: Marx wollte gar nicht, dass sein Schriften verstanden wurden. Deshalb schrieb er so kompliziert. Jeder Autor, jeder Dichter und Schriftsteller hat keinen größeren Wunsch als den, von seinen Lesern verstanden und angenommen zu werden, fragen Sie Herrn Eggert! Und auch Marx hatte diesen Wunsch, zumal er seinen Lebensunterhalt mit dem Abfassen von Broschüren und Artikeln verdiente.

    Aber Marx darf diesen Wunsch nicht gehabt haben, weil er ja das Instrument der Rothschilds war und nur für sie schrieb?

    Absurdes Theater.

  115. blechtrommler sagt: 9. Februar 2014 um 02:50

    So, und jetzt darf ich weitertrommeln? Greifen Sie mal zur Geige (ich wette, Sie haben keine),

    Wette verloren. Na ja halb verloren: Ich habe [nur] eine Baßgeige, einen Kontrabaß. Ich bin halt an der Tiefe interessiert… 🙂

    und lassen “philo-sophieren”, wer Ihnen gar Nonsophismus durchgehen lässt.

    Aber ja doch!

    Liebe Grüße.

  116. JVG sagt:

    @Lukas Richter – Sie schrieben: „Wer die wahren Machthaber und Eliten sind (man schaue nur nach Frankreich und die dort stattfindenden Verfolgungen Dieudonnés und seiner Freunde), das ist so EVIDENT, …“

    Wissen Sie wirklich, wer die wahren Machthaber sind? Haben Sie den letzten Vorhang durchschritten?

    Es gab Zeiten, da war ich dieser irrigen Annahme. Und es kam immer noch ein weiterer Vorhang…

    Deshalb ist es zwar durchaus sinnvoll in der Vergangenheit die Zusammenhänge zu ergründen, aber mehr noch das Positive dorther mitzunehmen und uns auf die Lösungsmöglichkeiten zu konzentrieren. Und diese liegen m.E. nicht in irgend einer Ideologie, sondern im Erkennen der Interessen, die durchaus auf vielen Ebenen liegen.

    Da hat Marx ganz sicher recht gehabt mit seiner Analyse der Interessen des Kapitals und dem Widerspruch zu den Interessen der Arbeiter (was heute nicht anders ist, nur noch differenzierter). Warum sollten wir das nicht berücksichtigen?

    Und meiner unmaßgeblichen Meinung nach gibt es Hintergrundkräfte, die nicht nur ökonomische Interessen haben – eine klare Einschränkung und ein Fehler des Marxismus alles nur auf das Materielle zu reduzieren – was nicht nur Marx´ Schuld ist, sondern derer, die den „Marxismus“ benutzt, weiterentwickelt, entstellt haben.

    Wenn ich mich recht erinnere, wollte Marx zuerst eine Geschichte der Kultur schreiben, stieß dann aber auf die ökonomischen Wurzeln kultureller Prozesse und sah das als wichtiger und dringlicher an. Wir können es ihm kaum anlasten, daß er hier „einseitig“ blieb.

    Und es ist für mich klar, daß herrschende Kräfte – die in der Regel für die Öffentlichkeit verborgen bleiben – solch einen Titanen wie Marx für die eigenen Zwecke versuchten zu nutzen, ob lebendig oder tot. Lebendig ist natürlich besser, und lebendig nach dem Tod. Es ist überhaupt kein Zeichen, daß Marx heute noch verlegt wird, für NICHTS.

    Diese Kräfte – diese monolithische Kraft, wie sie JFK beschrieb – sind immer einen Schritt weiter. Sie werden jedes Schachspiel gewinnen, gegen jeden von uns, gegen blechtrommmel, gegen bullinger, gegen schnehen gegen elsässer, sie sind immer mindestens einen Zug voraus. Nicht weil sie unbedingt klüger und intelligenter sind, sondern weil sie mehr Informationen haben.

    Deshalb ist es für uns nicht sinnvoll dieses Spiel mitzuspielen. Wir müssen entweder die Regeln ändern oder das Spielfeld verlassen, das Spiel einfach nicht mehr mitzuspielen.

    Es reicht eben nicht, genau zu wissen, was als nächstes kommt, und einige hier sind dazu sicher in der Lage. Ich könnte z.B. eine lange Liste von den Dingen anfertigen, die in der Zukunft so anliegen, bis hin zur Strategie, wie die Dinge umgesetzt werden. Aber was nutzt es? Wir laufen hinterher. Das ist der Fehler.

    Wir müssen etwas EIGENES entwickeln, eigene Utopien, statt 1984 vielleicht ein blühendes 2030 – Projekt „Frieden auf der Erde, Freundschaft zwischen den Völkern, gesunde Familien“, vielleicht statt „Schöne Neue Welt“ des Manuals der Eugeniker sollten wir utopisieren: „Die neue Welt des emanzipierten, bewußten und (fried)liebenden Menschen“.

    Laßt diesen sinnlosen Streit.

  117. Eveline sagt: 9. Februar 2014 um 11:17

    @Joachim B.
    Kinder müssen (noch) sehr gute Hermeneutiker sein,
    sie spüren sofort, wenn Eltern nicht das sagen, was sie gerade meinen. Oder?

    Sofort. Und sie richten sich nach dem, was ihre Eltern meinen und nicht nach dem, was sie sagen.

    So tradieren sich auch die Inhalte des Tabu, über das nicht gesprochen werden darf.

  118. yilmaz sagt:

    @ schnehen sagt: 9. Februar 2014 um 05:39

    Ich glaub an diesem Posting von Dir an Wolfgang Eggert redest Du von Dir selbst.

    Eggert hat mehr als >15 Jahre Recherche betrieben und mit seinen Büchern einen umfassenden Beitrag zur Wahrheit und Aufklärung geschaffen, er ist einer der Ikonen unter den Authoren die Licht in die Historie der Geheimbünde gebracht hat, ihn einen Verschwörungstheoretiker zu nennen ist ja wohl das verrückteste was Du jemals von Dir gegeben hast.

    Es ist bei weitem schwieriger Verbrechen und Verbindungen der Geheimbünde aufzudecken als sich mit einem mehrere hundert Seiten umfassenden politisch-ideologischen Schnörkel zu rühmen oder Russia Today, El Pais, usw zu zitieren.

    Hör bitte auf, Du hast oft gute und kompetente Beiträge und wir sind uns auch fast immer einer Meinung, daher lass und weiter gegen die Kämpfen, die die wahren Verbrecher sind, dazu muss man auch teilweise eigene Standpunkte aufgeben, Beispiel:
    Als ich meinem Vater ende der 90er Jahre sagte, daß Kemal Atatürk ein Freimaurer sei usw., und ich auf die entsprechende Literatur verwieß, wusch er alles mit einem Handschlag vom Tisch, er sagte “ Junge bist Du verrückt, wie kannst Du solchen Unfug glauben usw….“ als ich dann einige Zeit später fortfuhr und vor anderen Leuten davon erzählte, sprach er fast 2 Jahre kein Wort mit mir, aber er ist ein alter Mann und liest die türk. Bildzeitung Hürriyet und glaubt fast alles was ihm die Abendnachrichten verzapfen, Verschwörungen sind für ihn reiner Klimbim.

    Und auf die Frage die ich so ziemlich am Anfang meiner Argumentationskette an Dich und Elsässer gestellt hatte: „Wie denn der Kommunismus so weltweite Unterstützung fand, obwohl Marx sein Manifest in einem Reihenhaus in bescheidenen Verhältnissen schrieb und nach Deinem Wissen ja keine Geheimnetzwerke und Einfluss-Reiche Unterstützer hatte,“ seit Ihr nicht drauf eingangen.

  119. Lukas Richter sagt:

    @JVG

    Nein, ich kenne die wahren Machthaber nicht, die hinter gewissen Machthabern stehen. Den letzten Vorhang kannte vielleicht nicht einmal Rathenau (irgendjemand hat hier die Geschichte von den 300 Lenkern der Weltgeschicke schön wiedergegeben).
    Aber zuerst sollte man – ich wiederhole mich – das Rumpelstilzchen beim Namen nennen dürfen (was Dieudonné tut), welches den EINEN Vorhang in den Händen hält, der sich vor dem nächsten befindet, um wenigstens diesen Vorhang aufzutun.

    Nach meinem Dafürhalten wäre es schon ein großer Erkenntnisfortschritt, wenn sich bei der Allgemeinheit der Gedanke durchsetzen könnte, dass tatsächlich HINTER den materiellen und ökonomischen Interessen (die zweifelsfrei von großem Gewicht sind) auch kulturelle, religiöse stecken, NICHT NUR DAVOR. Ich glaube immer mehr, dass sich dahinter wirklich eine IDEE befindet (und — beim Herkules! — lieber wäre mir die Idee des Guten als irgendein Vulkangott).

    Dass meine Erwähnung der Präsenz von Marx in der öffentlichen Wahrnehmung nichts weiter als eine Replik auf schnehen war, der diese unübersehbare Präsenz bestritt, sollten Sie bemerkt haben.

    Die Demonstranten in Frankreich sind dem Vordervorhang – so jedenfalls meine Einschätzung – näher dran als irgendwelche deutschen Dussel, die man mit ‚Stuttgart 21‘ oder irgendwelchen pseudozivilcouragierten Lichterketten verdumpfen und verdunkeln kann.

    Sicher sind uns die Vaterlands- und Bienenvernichter viele Schritte voraus, wahrscheinlich kämpfen wir gegen Windmühlen, möglicherweise sind unsere Mittel weniger als mittelmäßig – das sollte uns den Glauben an das Wahre, Gute und Schöne aber nicht nehmen. Mein innerer Schleier ist jedenfalls durchschnitten.

    Und jetzt ess ich ein Honigbrot und dann eine —- ANANAS.

  120. Vielleicht hilft uns „Die Weisheit des Brahmanen“ nach Friedrich Rückert weiter?

    Gern ließ‘ ich euern Mann das was er werth ist gelten : Weil ihr ihn überschätzt, muß ich ihn leider schelten.

    Und das was er wert ist, ist halt recht subjektiv: Was dem einen sein Donnerhall ist dem anderen sein Wasserfall. Oder war’s die Nachtigall? Egal…

    Laßt uns doch lieber das Verbindende betonen und nicht das, was uns trennt.

  121. Lukas Richter sagt: 9. Februar 2014 um 18:34

    Und jetzt ess ich ein Honigbrot und dann eine —- ANANAS.

    Und sehen sich dabei Nanas Show (aka die Show Nanas) an, stimmts?😉

  122. schnehen sagt:

    @Yilmaz

    Ich hatte dich gebeten, Beweise dafür anzuführen, dass Marx von Rothschild finanziert wurde. Du hattest behauptet, dass du das ‚weißt‘. Bis jetzt hast du keinen solchen Beweis vorgelegt, behauptest aber, dass Eggert, der es auch nicht tun, ‚eine Ikone‘ ist. Eine Ikone der Wissenschaft ist für mich jemand, der Beweise erbringt, der nicht einfach Behauptungen aufstellt und diese seine Behauptungen immer nur gebetsmühlenartig wiederholt, statt logisch und schlüssig und anhand von Fakten und Tatsachen sein Hypothesen, mit denen er arbeitet, zu verifizieren.

    Wenn du Eggerts angebliche ‚Recherchen‘ so toll findest, warum stellst du dann keine eigenen an und erkundigst dich an Ort und Stelle: bei Marx und Engels selbst? Warum überlässt du das anderen? Du hast zugegeben, dass du kein einziges Buch von Marx, Engels oder Lenin gelesen hast.

    Eigene Untersuchungen anzustellen ist nicht leicht. Es ist heute auch nicht leicht, an Werke von Marx und Engels noch heranzukommen. Man muss sie sich bei der ZVAB, beim Zentralverband der Antiquariate und Buchhändler bestellen, in verstaubte Antiquariate gehen oder sich in Uni-Bibliotheken setzen, aber es ist immerhin möglich, wenn auch mühsam sich, aus erster Hand und nicht nur aus zweiter Hand zu informieren, wenn man WILL!

    Das Motto dieses Blogs ist ‚Mut zur Wahrheit‘. Aber zur Wahrheit gelangt man nicht nur durch irgendeinen Mut, sondern nur durch Mühe und eigene Anstrengung, und es ist oft ein sehr langer Weg. Ich muss selbst zugeben, dass ich viele Irrwege gegangen bin, und mir ist immerhin dabei noch aufgefallen, dass ich auf einem Irrweg war.

    Aber über wohl niemand ist so viel Unwahres und Unzutreffendes geschrieben worden wie über Marx. Dafür haben die herrschende Klasse und ihre Auftragsschreiber gesorgt, dafür haben sie Unmengen an Geld ausgegeben, um Marx totzureden oder totzuschweigen und seine Absichten zu verdrehen und zu entstellen. Und du und andere hauen auch noch in die gleiche Kerbe und spielt das gleiche Spiel mit und ihr merkt es gar nicht!

    Wenn du Marx im Original lesen würdest und nicht nur das, was seine Gegner über ihn geschrieben haben, darunter Eggert, würdest du den Unterschied zwischen wirklich guten Analysen, zwischen hoher wissenschaftlicher Qualität und populärwissenschaftlicher Literatur erkennen. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Nur das Traurige heute ist, dass das Anspruchsniveau sehr stark gesunken ist, dass sich kaum jemand mehr für gute wissenschaftliche Arbeiten, aber auch nicht für echte Kunst und Literatur mehr interessiert und sich mit populär’wissenschaftlicher‘ Literatur, die das schnelle Finden von Wahrheiten verspricht (aber nicht einhält), begnügt oder gar nichts mehr liest und nur noch passiv vor der Glotze hockt.

    Guckst du noch in die Glotze?

  123. Lukas Richter sagt:

    Wenn ich Zeit hab, knöpf‘ ich mir dieses Ding mal vor:
    http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_000.htm

    Oder bestell es mir hier relativ günstig:
    http://www.amazon.de/gp/product/3866473257/

    Vorher möchte ich aber Folgendes wissen: Hat Marx wirklich an Engels geschrieben:
    „Wenn Titus vor 1.800 Jahren nicht mein Vaterland zerstört hätte, wäre ich nicht zu einem Feinde aller Vaterländer geworden.“

    Kann man das irgendwo primär nachschlagen?

    Man sollte die Wirkung der Beschneidung nicht unterschätzen: Die holt einen Betroffenen wahrscheinlich immer wieder ein. Ein schlichtes Tauf-Tröpfchen, eine Religion, die damit etwas zu tun hat – die ist schnell negiert und abgetan. Aber eine SOLCHE Verstümmelung, so fragt sich ein Beschnittener wahrscheinlich ab dem 8. Lebenstag, die muss Ihren Grund haben. Da muss irgendwas dran sein. Irgendeine (un)sinnhafte höhere Macht dahinterstecken.

    „Auch der getaufte Jude bleibt Jude, wie sehr er sich auch dagegen sträuben mag.“
    (Moses Heß, ,Rom und Jerusalem“, Wien-Jerusalem, 1935, Seite 62 1.)

    Nur so ließe sich das obige angebliche Marx-Zitat (bei Wurmbrand gefunden) erklären: Die internationale gleichgeschaltete Welt vom Dritten Tempel aus regiert.
    Wenn das Zitat nicht stimmt, dann höre ich mit meinen Verdächtigungen (vielleicht) auf.

    Wahrscheinlich muss ich übernächste Woche in der Bibliothek alle Marx-Engels-Briefe durchlesen, um zu verifizieren.
    Oder kann jemand helfen?

    Wobei ich mir vorstellen könnte —, schnehen, da muss ich Ihnen wirklich recht geben: eine solche Stelle könnte ich mir wirklich wegzensiert vorstellen.

    @Bullinger

    Ich gucke ganz brav Tagesschau😉

  124. JVG sagt:

    @Lukas Richter – komisch die Ananas hatte ich heute schon hinter mir (naja ´ne halbe) und auch die Honigbrote;-)!

    Und auch das mit der Idee sehe ich ebenso. Ich gehe da vielleicht noch etwas weiter. Das führte aber jetzt zu weit…
    Unten findet sich ein Bild aus einem interessanten Film.

    Anders sehe ich das mit unseren Mitteln. Die sind alles andere als mittelmäßig. Wir dürfen uns bloß nicht im Kreis drehen.

    Ich kann schnehens Argumentation bezüglich Marx klar nachvollziehen und teile sie insofern, daß er aus meiner Sicht außerordentlich wissenschaftlich gearbeitet hat. Die Quellenangaben haben mich oft zur Weißglut gebracht. Und er hat bei mir nie den Anschein erweckt, in der Auseinandersetzung besondere Rücksicht auf andere, insbesondere bürgerliche und aristokratische Kreise, zu nehmen, wenn es seinen Erkenntnissen nicht entsprach. Und ich habe relativ viel Marx gelesen.

    Wo ich ab bin von ist die These aller Materialisten: das Sein bestimmt das Bewußtsein. Dem ist nicht so. Natürlich gibt es eine Wechselwirkung, keine Frage. Doch dem Bewußtsein kommt eine wesentlich größere Bedeutung zu. Und noch mehr dem Unterbewußtsein.

    Wußten die armseligen Trommel-Demonstranten in Leipzig für wen sie auf der Straße waren? Wissen die campact!-Anhänger bei der Petition für „Vielfalt“ für wen sie streiten? Weiß Biermann was er gerade tut? Wissen die Abgeordneten im Bundestag, welchen Stellenwert sie für „unsere Freunde“ die US-Amerikaner haben (keinen)? Wissen wir immer ganz genau, welche Seite wir eigentlich stützen? Wußte es Marx immer ganz genau? Konnte er es wissen? Ich erwähnte das was Lenin sagte mit dem Lenkrad.

    Sind wir überhaupt Spieler im Spiel? Oder nur Figuren? Oder noch nicht mal Figuren?

    Die maßgeblichen Kräfte werden jeden versuchen zu vereinahmen, um ihn unschädlich zu machen, wenn sie ihn denn nicht aus dem Bewußtsein verdrängen konnten. Sie sind am Drücker, immer.

    Es sei denn wir gehen einen ganz einfachen Weg: wir nehmen das, was uns nützt von allem und allen und lassen die Sekundärdiskussionen einfach beiseite.

    Ich gebe mal ein anderes Beispiel: Lynden LaRouche. Mittlerweile habe ich einiges von ihm gelesen und sehr viele Vorträge von ihm gesehen. Dem meisten kann ich voll beipflichten, es ist aus meiner Warte gesehen richtig. Natürlich kann ich nicht alles Aussagen beurteilen. Er ist ein sehr guter Analytiker und redet Klartext und riskiert auch etwas. Deshalb verbreite ich auch seine Videos und die der BüSo.

    Vor etwa 20 Jahren hatte ich die mal kurz auf dem Schirm vor einer Wahl und machte mich zu wenig schlau. Es waren Verleumdungen, denen ich aufgesessen war. Und was da nicht alles für krudes Zeug im Netz zu finden ist. Und wer ist wieder im Spiel? Die Grünen! Von denen weiß ich, daß sicher viele Wähler und Mitglieder Positives wollen, aber die Führung sind bezahlte Transatlantiker. Absolut unbrauchbar und unwählbar. Jeder der die Wahrheit sagt, wird von denen verleumdet. Ganz klare Feinde unseres Landes. Das sagen die sogar öffentlich, und sie werden dafür nicht kielgeholt.

    Sie sehen den Unterschied? Beurteilung nach Sekundäraussagen oder Einschätzung nach Recherche in Primärquellen. Deshalb interessiert mich in erster Linie der Mensch selbst, was er tut, sagt, schreibt. Nicht der Kritiker, den ich aber auch höre.

    Und wir können durchaus mehr unserer inneren Stimme folgen. Denn das Informationschaos wird noch Formen annehmen, die sich viele nicht vorstellen können.

    http://www.veitblog.de/leo-tolstoi-die-welt-wird-von-innen-her-umgestaltet

  125. @Evelin – das ist Oskar Mazerath, der Blechtrommler in Blechtrommel …

  126. Heider sagt:

    blechtrommler,9. Februar 2014 um 03:15
    „Da, wo er dann nämlich als Wissenschaft galt, grundlegend Staatsideologie wurde, durfte “Marxismus” gar nicht (und wie Du richtig sagst, konnte auch gar nicht) vom Einzelnen ausgelegt werden.“

    Mit der Einführung des Begriffs war ein wichtiger Totschlagebegriff gegen Kritiker (nichtwissenschaftlich ausgebildete u. arbeitende, und das sind die meisten, das ist die Masse des Volks!) geschaffen. Wer will u. kann schon gegen eine „Wissenschaft“ vorgehen, nicht wahr?

    Staatsideologie, das richtige Wort. Der „Wissenschaftliche Sozialismus“ an der Staatsmacht (in der UdSSR, andere osteuropäische Länder, VR China u.a.) war nunmehr erst recht immun gemacht gegen Kritik, vor allem seine inneren Kritiker. Wer gegen die vom „Staat der Arbeiter und Bauern“ vermittelte Lehre aufstand, der griff nun ausser eine Wissenschaft auch noch… den Staat an! Besser, d.h. geistig umfassender, konnte man (eigene) Repression gegen Andersdenkende u. namentlich gegen das eigene Volk nicht begründen.

  127. Heider sagt:

    Lukas Richter
    „Das von Heider erwähnte Buch von Wolfgang Waldner ist kaum jemandem bekannt“

    Es ist auf der von mir verlinkten Netzseite Waldners nur s. fragmentarisch wiedergegeben. Ich kann es nur jedem zum Kauf u. Selbststudium empfehlen, der eine andere Version der offizialen Geschichten um den Gründervater des „Wissenschaftlichen Sozialismus“ vernehmen will >>
    Zum Klappentext u. Inhaltsverzeichnis

    Die ganze Geschichte dieser sog. wissenschaftlichen Richtung der sozialistischen Bewegung ist von Anbeginn eine Geschichte der inneren Auseinandersetzungen u. der Verwirrung, des Anschwärzens, der Spaltung u. des Kräfteverzehrens. Marx selbst gab dazu vs. Bauer, vs. Proudhon, vs. Weitling, vs. Bakunin, vs. P. Lafargue (sein Schwiegersohn!) pp. das Vorbild. In meinem Link @ das Buch Waldners werden dazu Fragen gestellt, nämlich ob Marx diese Auseinandersetzungen in seinen Kreisen nicht bewusst u. im Auftrag geführt hat, um die sozialen revolutionären Kräfte zu schwächen.

    Mit Lenin, in der frühen Sowjetunion, später in jedem Land der Welt wo es eine Kommunistische Partei gab, gingen die Grabenkämpfe weiter – die theoretische u. prakische Spaltung der Kommunisten u. Sozialisten, ihre oft blutigen Opfer infolge der inneren Auseinandersetzungen, die Vielzahl an Publikationen u. Erklärungen, an Parteien, Fraktionen u. immer neuen Fraktionen, werfen im Kontext der hier geführten „Marx-Debatte“ die Frage auf, warum diese Kommunisten, Sozialisten, Linke (u. wie immer sie sich nannten) offenbar nie in der Lage waren den Vordenker Marx zu lesen, zu verstehen u. in seinem Sinn zu interpretieren.
    Heute kommt nun ein schnehen u. erklärt fast allen anderen Schreibern, sie hätten keine Ahnung, sollten erstmal Marx-Engels-Werke lesen, und dann wäre man quasi ein grosses Erkenntnisstück weiter gekommen…

    Lesenswert ist auf der Netzseite auch Waldners Abhandlung zum „Kommunistischen Manifest“, die auf sein Buch erst recht neugierig machen kann. Bei genauem Lesen ist das „Manifest“ eine Entschuldigung für die herrschende Klasse, es verheisst die gerechte Gesellschaft (den Kommunismus) in einer unbestimmten Zukunft u. gleicht somit einer Religion; im direkten Vergleich zur Jetztzeit ist offenbar keine der Vorhersagen eingetroffen. Was sollte damit also wirklich bezweckt werden?
    http://www.wolfgang-waldner.com/der-marx-engels-schwindel/das-komm-manifest/

    Anm.: Waldner beschäftigt sich dort kurz mit der erstaunlich flapsigen Behandlung des brit. Opiumkriegs gegen China im „Manifest“. Auch das hat vermutlich seinen guten Grund! Dazu bei Interesse hier vergleichen u. dann staunen – Rothschilds kommen natürlich auch drin vor:
    POLITAIA – 7. March 2013
    Die Opiumkriege und die Sassoons

    http://www.politaia.org/geschichte-hidden-history/die-opiumkriege-und-die-sassoons/

  128. Heider sagt:

    schnehen
    „kann ich nirgendwo etwas feststellen, was Sie zur Aufklärung, d. h. zur Erhellung von Tatsachen beigetragen haben“

    Habe ich nicht @ Wolfgang Waldner betr. Marx verlinkt? Habe ich nicht über Rockefeller (anderer Strang) geschrieben? Habe ich nicht auch zu Rothschild u.a. verwiesen? (Die Bedeutung von Links im Netz ist auch Ihnen bekannt?)

    Dass Sie mit meiner Aufklärung nichts anfangen möchten ist mir sehr klar seit den Tagen, als ich hier zur Verbrechensgeschichte u. Rolle der Röm.-Kath. Kirche in der Neuen Weltordnung schrieb.

    „Sie wiederholen nur die alte Leier: Marx war verwandt mit dem und dem, sein Vater ja auch schon …, und deshalb gehört er zu einer ganz bestimmten Gruppe, sprich zum jüdischen Finanzkapital.“

    Ich habe s. kurz zur Verwandtschaft Marx u. Rothschild mitgeteilt, von Vater Marx habe ich nicht geschrieben, und die von Ihnen behauptete Behauptung habe ich nirgends abgeleitet!
    Es ist jedoch augenscheinlich, dass Sie an einer ernsthaften Befassung mit dem Thema (in wessen Händen grosse Teile der Weltwirtschaft liegen) kein Interesse haben u. gleich Marx-Engels nur eine sog. Klasse namenloser, gesichtsloser Kapitalisten denunzieren. Nationale u. supranationale Finanzpleiten, (Welt-Wirtschafts-)Krisen (und imperialistische Kriege?) führen Sie weiter auf eine ominöse Gesetzmässigkeit zurück – das tut keinem weh.

    Anm.: Für die von W. Eggert u. anderen angesprochene Verbindung Marx-Rothschild ist die Verbindung Marx‘ mit David Urquhart (Mitgl. des Unterhauses, brit. Imperialist, hetzte im Vorlauf zum Krimkrieg gegen Russland u. förderte nationale Unabhängigkeitsbestrebungen im Kaukasus) von Interesse; s. dazu noch einmal http://www.amazon.de/preu%C3%9Fische-Regierungsagent-Karl-Marx-Innenministers/dp/3839114012

    Mindestens passt diese bekannte Verbindung (Suchmaschine, meist englischspr. Quellen) nicht zu dem unabhängigen Revolutionär Marx. Urquharts Bestrebungen in den 30er bis 50er Jahren des 19. Jahrh., die mit Sicherheit von Teilen der brit. Eliten ausgingen, erinnern übrigens an die heutigen Destabilisierungsversuche gegen Russland an seiner Südflanke. Und die sind eben nicht als Werk einer Regierung oder eines Staatenbündnisses vorzustellen, so wie uns die Geschichte überhaupt immer nur als eine Anhäufung von monarchischen, nationalen Interessen (bürgerliche Wissenschaften) oder als Geschichte des Klassenkampfes anonymer Protagonisten u. Antagonisten (Marxismus) dargestellt wird.

    Es gibt sehr wohl einen Motor der neuzeitlichen Entwicklung, ein ökonomisches u. inoffizielles politisches Zentrum, das die Konturen einer Herrschaft abbildet, von der man offiziell nicht sprechen soll.
    Und an diesem Punkt kommen „wir“ jetzt auch wieder an den Ausgangspunkt der Debatte. Als unter anderem die Frage gestellt (und verneint) worden ist, ob der herrschende „Kapitalismus“ nicht vielmehr einer geplanten Wirtschaft entspreche u. einem Drehbuch folge, das in eine diktatorisch geführte EU einmündet:

    „Die Geschichte des britischen Empires ist in erster Linie eine Geschichte des Finanzkapitals und der City of London.[16] Aufgrund ihrer Stellung im Kolonialsystem ist die City zu allen Zeiten eine „Bastion des Widerstands gegen jegliche Form des regulierten Kapitalismus“ gewesen.“
    WISSENSMANUFAKTUR
    Die City of London
    Der mächtigste Staat der Erde

    von Wolfgang Berger

    http://www.wissensmanufaktur.net/city-of-london

  129. gerina sagt:

    Ich habe noch etwas über Marx augegraben: Eine Karikatur von einem Bolschewiken (sic!) namens John Minor, der später im zaristischen Russland wegen revolutionärer Aktivitäten verhaftet wurde. Auch er wurde von Financiers der Wall Street finanziell unterstützt.
    Die Karikatur stammt stammt aus dem Jahre 1911, erschienen in der St. Louis Post-Dispatch. Sie zeigt Karl Marx mit einem Buch unter dem Arm, das den Titel „Sozialismus “ trägt, wie er von enthusiastisch jubelnden Wall-Street-Finanzleuten umringt wird: Erkennen kann man: Morgans Partner George Perkins, J.P. Morgan, John Ryan, von der National City Bank, John D. Rockefeller, und Andrew Carnegie. Direkt hinter Marx steht Teddy Roosevelt, Führer der Progressive Party. Zu finden in: G. Edward Griffin, Die Kreatur von Jekyll Island, S. 24 und 305

  130. JVG sagt: 9. Februar 2014 um 22:19

    Sind wir überhaupt Spieler im Spiel? Oder nur Figuren? Oder noch nicht mal Figuren?

    Noch nicht einmal Figuren, nur Beobachter. Aber durch unsere Beobachtung erzeugen wir gedanklich genau die Wirklichkeit, die wir unbewußt erwarten. unbewußt !>/b>

    Und das klar, bewußt und explizit zu machen, ist nach meiner unmaßgeblichen Meinung die gesellschaftliche Bedeutung einer objektiv hermeneutischen Psychoanalyse.

    Raus aus der Trance! Aufwachen, aufwachen…

  131. Eveline sagt:

    @Joachim Bullinger sagt:

    …..So tradieren sich auch die Inhalte des Tabu, über das nicht gesprochen werden darf.

    Der Turmbau zu Babel, fällt mir so ein, geht so direkt durch Mann und Frau und Kind.
    Ich hatte immer „die Völker können sich nicht mehr verstehen“ im Hinterkopf.

    Wie funktioniert die Hermeneutik ? Gibt es Schablonen ? Wie oft dieses oder jene Wort benutzt wird? Ich habe keine Ahnung.

    Ich kenne die „Vielfältigkeit „unserer Sprache aber ganz praktisch.

    Lässt sich sogar wissenschaftlich nachweisen.

    Unser Gehirn unterliegt oder besser kann unterschiedliche Frequenzen benutzen.

    1. die Beta Frequenz, Bewusstsein im Alltag, linke Hirnhälfte überaus dominierend.
    ab 12 Hz, die Zeiger im EEG malen hektisch die Kurven auf. Ich habe auch jahrelang EEG`s geschrieben,

    2. Alpha Bereich oder Welle , ab 8 Hz, die Augen sind geschlossen, beide Gehirnhälften fangen an sich zu synchronisieren, das Lachen schafft es auch, die Kurven werden weiter und ruhiger aufgezeichnet.

    3. Thetabereich ab 4 Hz

    tiefe Meditation, kurz vorm Einschlafen , beginn höchster Kreativität , offen für jegliche Suggestion, Lernen im Schlaf – meine favorisierte neue Schulform,

    4. Deltawellen unter 4 Hz

    völlige Synchronisierung der rechten und linken Gehirnhälfte, sämtliche Spannungen sind aufgehoben,
    Je langsamer die Wellen aufgezeichnet werden, um so schöpferischer kann Mensch jetzt mit seinem Bewusstsein bewusst seine Umwelt beeinflussen,
    Keine Angst, mit Hass und Angst im Herzen erreicht keiner diese Frequenz.

    Die Kinder können sich noch nicht im Beta Bereich aufhalten, und so kommt das zum Tragen, was Sie sagen…..
    Sofort. Und sie richten sich nach dem, was ihre Eltern meinen und nicht nach dem, was sie sagen…..

  132. Eveline sagt: 10. Februar 2014 um 09:23

    @Joachim Bullinger sagt:

    Wie funktioniert die Hermeneutik ? Gibt es Schablonen ? Wie oft dieses oder jene Wort benutzt wird? Ich habe keine Ahnung.

    Oh je, Evi. Das ist nicht ganz einfach und hier ist nicht der Ort dafür. Schauen Sie einmal in meine Diss ab:

    3.2. Objektive Hermeneutik
    Nachdem die wissenschaftliche Rezeption der objektiven Hermeneutik teilweise immer noch mit sinnentstellenden Fehlern behaftet ist, erscheint es mir als notwendig, deren m. E. nach wichtigste Grundannahmen und Schlüsselbegriffe kurz zu er-
    läutern…
    publikationen.ub.uni-frankfurt.de/files/5339/BullingerJoachim.pdf‎

  133. schnehen sagt:

    @Gerina

    Ich hatte Ihnen ein paar Fragen gestellt. Würden Sie sie noch beantworten? Insbesondere interessiert mich, ob Sie das Kommunistische Manifest gelesen und wo Sie die ‚kommunistischen Gedanken‘ der Rothschilds gefunden haben, die angeblich existieren sollen. Auch würde mich interessieren, wie ‚eine Bank von England für Moskau‘ ausgesehen haben soll, wo Marx und Engels eindeutig im KM sagen, dass ein proletarischer Staat nach einer Revolution das Bank- und Kreditwesen übernehmen soll. Sie wollten also eine ganz andere Bank, eine Staatsbank für die arbeitende Bevölkerung.

    Wenn Sie eine Karikatur ausgegraben haben, besagt das und beweist dies gar nichts. Welchen Beweiswert sollen Karikaturen haben? Sie können allerdings durch solche Funde die Gerüchteküche erneut anheizen. Aber lassen wir mal einen Moment all diese Karikaturen und Gerüchte und kehren wir auf den Boden der Tatsachen zurück:

    Im 3. Band des Kapitals befasst sich Marx auch mit der Finanzaristokratie, zu der damals schon (Mitte des 19. Jahrhunderts) auch und besonders das Finanzhaus Rothschild gehörte. Marx schreibt dort:

    „Es (er meint die Aktiengesellschaft) ist die Aufhebung der kapitalistischen Produktionsweise innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise selbst und daher ein sich selbst aufhebender Widerspruch, der prima facie (auf den ersten Blick – schn.) als bloßer Übergangspunkt zu einer neuen Produktionsform sich darstellt. Als solcher Widerspruch stellt er sich dann auch in der Erscheinung dar. Er stellt in gewissen Sphären das Monopol her und fordert die Staatseinmischung heraus. Er produziert eine neue FINANZARISTOKRATIE, eine neue Sorte von PARASITEN in Gestalt von Projektemachern, Gründern und bloß nominellen Direktoren; ein ganzes System des SCHWINDELS und BETRUGS mit Bezug auf Gründungen; Aktienausgabe und Aktienhandel. Es ist die Privatproduktion ohne die Kontrolle des Privateigentums.“
    (Karl Marx, Das Kapital, Dritter Band, Berlin 1969, S. 454, Hervorhebungen von mir).

    Wie hellsichtig das war! Genau dieses System des Schwindels und Betrugs haben wir heute. Auch von der Staatseinmischung zugunsten dieser Betrüger spricht er schon. Genau das, was wir heute haben und erleben!

    Auf Seite 481 setzt sich Marx explizit mit dem Bankkapital auseinander und spricht schon vom ‚fiktiven Kapital‘, was wir heute en masse haben und das die sog. Finanzmärkte kontrolliert (Derivate…).

    Also die Sache ist nach der Quellenlage völlig eindeutig:

    Marx analysierte schon damals (ansatzweise) das Finanzkapital, das er ‚Bankkapital‘ nennt und sieht es als festen Bestandteil des Kapitalismus an, das durch eine proletarische Revolution abgeschafft werden muss. Das heißt nichts anderes, als das Rothschild enteignet werden muss. Wie kann er dann aber ein ‚Agent des jüdischen Finanzkapitals‘ gewesen sein?

    Welchen Spielraum haben da noch Spekulationen über das, was Eggert in völliger Unkenntnis von Marx Analyse des Bankkapitals, als Marx‘ angebliche Bestrebungen, dem ‚raffenden Kapital‘ auf die Sprünge zu helfen bezeichnet, wie er sich in dem Beitrag an Ihnen ausdrückte (eine Bezeichnung der Nazis für das Finanzkapital, die Eggert Marx in den Mund legt)?

  134. schnehen sagt: 10. Februar 2014 um 10:56

    …wo Marx und Engels eindeutig im KM sagen, dass ein proletarischer Staat nach einer Revolution das Bank- und Kreditwesen übernehmen soll. Sie wollten also eine ganz andere Bank, eine Staatsbank für die arbeitende Bevölkerung.

    Ja, 100 Pro. Ohne jeden Zweifel. Und dann gibt es noch die Stelle – helfen Sie bitte, Schnehen, ich bin da nicht so sattelfest – wo Marx sagt, daß Geld gleichsam geronnene gesellschaftliche Arbeit sei.

    Oder war das Lenin? Ich glaube, es war Lenin…

  135. juergenelsaesser sagt:

    Bullinger: Erst Marx. Lenin hat das eventuell aufgegriffen in seinen Bemerkungen über das Gold.

  136. Eveline sagt:

    @schnehen sagt

    …..Wie hellsichtig das war! Genau dieses System des Schwindels und Betrugs haben wir heute. Auch von der Staatseinmischung zugunsten dieser Betrüger spricht er schon. Genau das, was wir heute haben und erleben!

    Ich sage gleich, das ich keine Ahnung habe, außer 1 Satz von Marx ist mir in Erinnerung geblieben:
    „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ obwohl wir stundenlang staatsbürgerkundemäßig gequält worden sind.
    Marx , Engels und Lenin, das liess sich nicht auseinanderhalten,

    Staatsbürgerkunde, Staat — ich sehe den Staat , nebst Parteien, heute als eine verlängerte Werkbank des Kapitals. Und meine Frage, war der Staat das nicht immer?
    Schauen wir heute nur den Staat anders an?

    jahrzehntelang habe ich in der Einbildung gelebt, der Staat DDR/BRD schützt mich, das ist die größte Ente aller Zeiten.
    Ob Marx um diese Ente gewusst hat ?

  137. Eveline sagt:

    @Joachim B.

    Link funktionierte nicht, habe mir das aber hingegügelt…

  138. Eine Sache noch zur Vervollständigung unseres Marxismus-Leninismusstudium

    Es war Lenin, der den Begriff „Sozialismus“ prägte – als „die Vorstufe zum Kommunismus“
    Nach Marx kann Kommunismus sich nur weltweit vollziehen. Lenins Begriff war also die Legitimierung der Sowjetunion, die damit – ganz unmarxistisch – schonmal „begonnen“ hatte.

  139. Also: bei Marx, wo eine (durch das Klassenbewusstsein der arbeitenden und ausgebeuteten Massen obsolet gewordene) Gesellschaftsordnung die andere ablöst (… Feudalismus – Kapitalismus – Kommunismus), kommt „Sozialismus“ nicht vor; das war Lenin; (vielleicht ähnlich der Relativierung „soziale Martwirschaft“;-)

  140. @ schnehen – die marxsche Idee wird also nicht missachtet oder unterschlagen oder diskreditiert; der gasamte Ostblock hat im vergangenen Jahrhundert blut- und wasserschwitzend daran gearbeitet, akribisch, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Was der „Kommunismus“ braucht, ist „DER NEUE MENSCH“
    (und der sagt auch nicht zu seinem Klassenbruder yilmaz: Kümmere Dich um Deinen Part, und häng Dich nicht in unser Ding – denn yilmaz‘ Part ist unser Part und umgekehrt … Du bist, trotz allem sympathischen Einstehens für Deine Ideale, also auch noch nicht von diesem Holz.)

    „Kommunismus“ ist eine Utopie für die weitferne Zukunft; die bisherigen Architekten mussten scheitern.

    Wenn Dir mal musisch ist, lies Michail Bulgakow; der hat das Thema neuer Mensch köstlichst im Roman „Der Meister und Magaritha“ verarbeitet

  141. schnehen sagt:

    @Eveline

    Der Staatsbürgerkunde-Unterricht in der DDR scheint nicht sehr effektiv gewesen zu sein. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass der Staat der DDR kein sozialistischer Staat war, sondern eine Karikatur auf den Sozialismus.

    Was Honecker, Mittag, Schalck-Golodkowski oder Mielke aus dem Staat der DDR gemacht haben, ist ein Verbrechen gewesen. Sie haben sich sozialistisch gegeben, aber selbst wie Kapitalisten, ja sogar wie kleine Gutsherrn, wenn ich an Stoph denke, gelebt und dadurch auch dazu beigetragen, dass der Staat der DDR bei den Bürgern keine Autorität besaß – bei aller sozialistischen Rhetorik. Sie haben Menschen der DDR an die BRD für im Durchschnitt 40.000 DM verkauft, um Devisen hereinzubekommen! (Gefangenenfreikäufe). Das haben vor ihnen nur die deutschen Landesfürsten, z. B. die von Hessen-Kassel gemacht, die deutsche Soldaten ans Ausland verkauften.

    @blechtrommler

    Lenin hat nicht als erster den Begriff ‚Sozialismus‘ geprägt, sondern die utopischen Sozialisten in England, darunter Robert Owen. Marx bezog sich auf sie als ‚kleinbürgerliche Sozialisten‘. Er nannte aber die Vorstufe zum Kommunismus nicht wie Lenin dies tat, Sozialismus, sondern ‚Diktatur des Proletariats‘. Das ist der Unterschied zu Lenin. Marx hat sich in erster Linie mit der Analyse des Kapitalismus beschäftigt, nicht mit einer kommunistischen Utopie. Er lehnte Utopien ab. Er war ein Mann der Wissenschaft.

    Marx und Engels waren Praktiker, keine Utopisten. Sie haben damals, 1871, die Pariser Kommune unterstützt, also den ersten Versuch, einen sozialistisch-proletarischen Staat aufzubauen, der dann nach drei Monaten von der französischen Reaktion mit Hilfe Bismarcks liquidiert wurde. Marx unterstützte auch die deutsche Sozialdemokratie, die sich damals zunächst ’sozialistisch‘ nannte und andere sozialistische Parteien Europas. Die Parteiführer dieser neuen Arbeiterparteien gingen bei Marx in London ein und aus und holten sich bei ihm Rat, so auch Wilhelm Liebknecht, der Führer der deutschen SPD, der Marx sehr verehrte. Dies zeigt einmal mehr, wie unsinnig es ist anzunehmen, dass Marx für den Finanzhai Rothschild gearbeitet hat. Es waren Arbeiter und Revolutionäre, die bei ihm in London verkehrten. Bankiers waren nicht darunter. Nur in der Fantasie einiger Leute.

    Von Bulgakows ‚Meister und Margaritha‘ habe ich gehört. Ich kenne eine Inhaltsangabe aus meinem Russisch-Buch. Es ist ein Roman, der in Russland sehr beliebt zu sein scheint.

  142. Heider sagt:

    @ blechtrommler betr. „Sozialismus“

    Eines der bekanntesten (u. lesbarsten) MEW ist Engels‘
    „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“, erschienen 1880; Marx schrieb das Vorwort zur franz. Ausgabe.

    Damit ist gleichermassen klar, dass Marx u. Engels den Ausdruck Sozialismus benutzten und ihre Theorie als „Wissenschaft“ kennzeichneten.
    Letzteres ergibt sich auch aus MEW, Bd. 18, Marx‘ Konspekt von Bakunins Buch „Staatlichkeit und Anarchie“, S. 636, wo M. den Begriff „Wissenschaftlicher Sozialismus“ als Abgrenzung von Bakunins angeblich utopischem Sozialismus anführt.
    http://www.mlwerke.de/me/me18/me18_597.htm
    Dasselbe zeigt Engels in einer Ergänzung (1875) zur Vorbemerkung von 1870 zu „Der deutsche Bauernkrieg“ (Bd. 18, S. 516), wo er unter anderem behauptet, „der deutsche wissenschaftliche Sozialismus – der einzige wissenschaftliche Sozialismus, der je existiert hat“, sei den Arbeitern bereits „in ihr Fleisch und Blut übergegangen“. (sic!)
    http://mlwerke.de/me/me18/me18_512.htm

  143. @Bullinger – die Wette geb ich Ihnen ganz gewonnen – Kontrabass zählt wie Geige. Meine Wette war, dass Sie selbst nicht über die (Blech) Trommel hinauskämen;-)

  144. schnehen – -ismus als begriffliche Legitimation einer Staatsform. „Sozialist“ – gabs freilich vorher – wie es auch femmes gab vor „Feminismus“ und fascia vor „Faschismus“.
    Es ist eben der .ismus, der das Ding zum Unding macht

    Worüber ich nicht informiert bin und auch nach Deinem Post keine Infos fand: Marx und sein Wirken bei 3. Französischer Republik

  145. @Heider – o.k., eben erst gesehen! Damit mein Einwand gegen @schnehen vom Tisch!

  146. o.k., Heider, 1875 postuliert Engels wahrhaftig den „deutsche(n) wissenschaftliche(n) Sozialismus – der einzige wissenschaftliche Sozialismus, der je existiert hat“ [bei Dir: http://mlwerke.de/me/me18/me18_512.htm%5D; Meine Grundaussage, dass Sozialismus in den Bezeichnungen der marxschen „Produktionsverhältnissen“(also Gesellschaftsformen) nicht vorkommt,
    somit die Sowjetunion marxistisch nicht legitimiert ist, bleibt davon unberührt?

  147. Dass also Kommunismus selbst im Land seiner angestrengtesten Anwendung einer weithergeholten „Ergänzung“ bedurfte …

  148. Was aber auch heißt, dass wir Kommunismus noch nie hatten, und schnehen unvoreingenommen in seinem (Denk-)Versuch folgen könnten …

  149. Womit ich in den ganzen Marxismus-Leninismus-Zeugs das größte Problem beim Verstehen habe, ist das wie selbstverständliche Postulieren der „Zunahme des revolutionären Bewusstseins bei den Schichten der Unfreien“, Bauern, Tagelöhnern, Manufakturarbeitern.
    .Begriffsherkunft
    In Nicolaus Copernicus’ De revolutionibus orbium coelestium bezeichnet revolutio eine gleichbleibende, gesetzmäßig und kreisförmig verlaufende Bewegung der Himmelskörper. Er wurde also im Sinne von „wiederkehrend“ und nicht wie später im Sinne von „einen neuen Anfang machen“ verwandt. Auch im England des 17. Jahrhunderts wurde der Begriff, nun im gesellschaftlichen Kontext, in Bezug auf die Glorious Revolution im Jahr 1688 im Sinne von „zurück-wälzen“ als Wiederherstellung des alten legitimen Zustandes verwendet.[2]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Revolution#Begriffsherkunft

    Abgesehen von einigen Zurück-in-die-normale-Ordnung-setzungen oder „Revolutionen“, deren zeitgenössische So-Bezeichnung aber nicht nachweisbar sind, kommt der Begriff doch erst wieder bei den Marxisten auf (gerade über die Bauernkriege) – nun komischerweise als „Beginn zu etwas Neuem, Niedagewesenem“?

    Es ist eben auch das „revolutionäre Bewusstsein“, auf das seine Verfechter prüfen, nach dem sie selektieren – Bourgeois von Proletarier, Individualismus von Masseneinsicht („des werktätigen Volkes“),Arglosigkeit von Wachsamkeit, Friedfertigkeit von (Klasen-)Kampfbereitschaft.

  150. korr Klassen-Kampf….

  151. Eveline sagt:

    @blechtrommler

    scheint so, jeder ach so selbstverständliche Begriff muss bis auf die Knochen gesäubert werden.

    Hab schon mal In – volution nachgeschaut, bedeutet eine aus dem Inneren kommende (Psychose).
    Aber wenn re – volution im Kreise drehend bedeutet….na mal schauen.

  152. Eveline sagt:

    Die Oktoberrevolution, die eigentlich im November stattfand.
    Oktober (8) – November (9).
    9:8
    Der Zahlenmystiker könnte damit auch die Involution erklären.
    Was ein Zufall….

  153. @Eveline „Zahlenmystiker könnte damit auch die Involution erklären“ – mach mal!

    (Nach meinem Schulwissen war in Russland (nach dem damals gültigen Kalender) Oktober, während man „hier“ im November war???)

    Aber – Zahlenmystik „8:9“ – kann ja trotzdem mal.
    (Hab Weinreb „Schöpfung im Wort“ verschlungen, falls Dir bekannt;-)

  154. Eveline sagt:

    @blechtrommler

    Revolution, Evolution , Involution

    Vom 4.Oktober – 15 Oktober die 10 Tage wurden gestrichen, für die SU 1922.

    So das unsere Freunde die Oktoberrevolution im November feierten ( Julianisch) und die DDR mit ihnen.

    Ich erinnere mich , ich stehe vor zwei Wandzeitungen, Nr 1. die Oktoberrevolution und daneben Nr 2 die Novemberrevolution.

    Geziert von den gleichen ausgeschnittenen Zeitungsbildern, nur die Überschrift war anders.

    Ich völlig verwirrt, erklärte mir Frau Lehrerin vom Gregorianischen Kalender und weil die Revolution so wichtig war, sie im Volk der Freunde so tief verankert, feiern wir sie auch gleich 2x.

    Zumal noch eine Verwirrung hinzukommt, der Oktober ist keine 10, sondern eine 8.

    „Schöpfung im Wort“ kenne ich nicht, habe mir aber lange Zeit aus dem Buch der Preisungen, Davids Lieder zu Gemüte geführt,
    Einige sogar auswendig gelernt, und so über Klang und Gesang und Sprache empfinden können.

    Involution 8 : 9 folgt

  155. Wg. Involution

    Eine Essenz von Wille und Begehren ist evident. Ihr Wirken kann überall in der Natur beobachtet werden. Es ist immer der eigentliche Ausdruck eines nichtbewußten Empfindens. Dahinter operiert die bio-logische Intelligenz, die damit alles lenkt. Solche Intelligenz muß aber bewußte Kraft sein. Dahinter operiert also Bewußtsein. Leben ist also eine bewußt erzeugte, rekursiv aufsteigende Reihe energetischer Formen, die beginnend mit materialer Abstoßung und Anziehung über das Empfinden der Pflanze und das Begehren des Tieres beim Willen des Menschen angelangt ist.

    Der ganze Prozeß ist struktural ein abschichtend entbergender Übergang vom Unbewußten zum Bewußten.

    Lebenspraxis ent-deckt das in der Materie verdeckte (oder unter-bewußte) auffassende Seins-Bewußtsein (oder Mental) als Vermittlungsinstanz (oder Mittelbegriff) zwischen Mental und Materie indem es das bewußt Seiende mit Energie auflädt und so die Latenz von empfindender Aktion und Reaktion objektivierend (oder subjektivierend) ihrer bio-logisch selegierten Möglichkeit nach zum manifesten Ausdruck bringt (oder verwirklicht). Die ganze Bedeutung von Leben ist das evolutive Hervorbringen des Involutiven.

    Involution muß der Evolution vorgängig sein, weil sich nichts entfalten kann, was zuvor nicht in das „eingefaltet“ wurde, woraus es sich entfaltet.

    Man kann sich das sehr leicht an einem Stück Papier klar machen: Man muß es est zusammenfalten, bevor man es auseinanderfalten kann.

    Ein schon entfaltetes Papier kann nicht weiter entfaltet werden, als es schon ist.

  156. Eveline sagt:

    @blechtrommler
    William Shakespeare : „ So voller Harmonie sind die himmlischen Sphären.“

    ….die wir, weil uns ein Kleid aus Staub umhüllt, nicht hören können.

    Sie sind uns in zwei Sätzen überliefert.
    Einmal das chinesische I – Ging – östlich- und Pythagoras
    westlich-.
    a2 +b2=c2 , Goldene Schnitt ,
    Der göttliche Schöpfungsklang ist dreifaltig und manifestiert sich siebenfältig in den materiellen Erscheinungsformen,

    Aber auch der Maya Kalender 13 und 20 oder das Periodensystem der Elemente, welches auf der kosmischen Oktave 8 fusst.
    Jedes achte Element ist eine Wiederholung des Ersten.
    Gleich den Noten c d e f g a h c

    1234568=36=3+6=9 9 ist Potenz von 3 oder

    im I Ging ist die 2 die kleinste Einheit, die Wurzel aus 2 ist 1,4142135, es gibt keinen linearen Kosmos

    2345678=35=3+5=8 8 ist Potenz von 2

    Schöpfungsklänge in die Materie sind Abstiegsklänge.

    Involution : Ist die Vielfalt aller materieller Formen , in sich

    Evolution : ist der Involution nachgeordnet, folgt dem ausgesandten Ton….

    Erfüllung = Erlösung ist nur im vollem Raumklang möglich.

    und das alles, weil Revolution noch nie etwas Neues sein konnte . Alles fusst – unsichtbar – auf eine Wiederholung der Klänge und Töne. 😋

  157. Eveline – danke; nicht so simpel,wie ich hoffte …

  158. Eveline sagt:

    @Blechtrommler

    Ein Orchester. Ist vielleicht besser verständlich?

    Revolution:
    die Musiker spielen alles nach Noten, alles nach Plan, mal die Hörner, mal die Trompeten, mal alle zusammen, mal die Flöten ……die Trompeten kommen zeitlich z. B alle 100 Jahre zum Einsatz und schon denken die Konzertbesucher , oh etwas völlig Neues….

    Involution:
    Genmais
    Über menschliche Manipulation wurden den Mais die innere Aufhaltung zur eigenen Schöpfung genommen, heisst, er trägt nur ein Jahr Frucht, seine Früchte können nicht zur Saat genommen werden. ( wie eine Geige , die nur eine Saite hat)
    Konzertmäßig ein Missklang und ein Ende des Konzertes Ende der Revolution.
    Dient aber dem Bau des Maschinenmenschen, Monsanto versucht ums Verrecken nach Europa zu kommen – hier bleibt der Phantasie alle Möglichkeit, verrückt zu spielen.
    Die DNA Fäden des Maises ( Lichtquanten) könnten sich mit unserer DNS verstricken, über das Licht z. B -???

    Evolution:

    Alles folgt dem Klang, wie was der neue Mensch dann aussieht, ?????

  159. Eveline sagt:

    Alles sucht den Ausgleich, wir Menschen haben noch das Schöpfungspotential, der Mais sucht – als Erinnerung – sein Schöpfungspotential zurückzubekommen, und kettet sich so an uns.

  160. Eveline, 8 (mit Oktaven und Anzahl der Hauptschalen im PSE) – geklärt; aber warum von 9 (November) auf 8 (Oktober)? War eben nicht gerade Oktober (jul. Kalender) und ist damit in die russische Volks(er)zählung als Oktoberrevolution eingegangen, unabhängig davon, dass die Bolschewiken nun auf greg. Kalender umstellten, ihre Revolution also eiegentlich im November war …? Des intergrationsstiftenden Wiedererkennungseffekts wegen?

  161. Des intergrationsstiftenden Wiedererkennungseffekts wegen nicht (auch, wie so vieles) umbenannt worden?

  162. Eveline sagt:

    blechtrommler: Der Mensch als Ganzheit betrachtet, unterliegt, auch mit seiner Denke, seinen Denkfäden dem Zeitgeist.
    Oft sinniere ich auch rum, und versuche den „Planer“ ,einen Hauptakteur, einen Strippenzieher zu finden und schon bin ich im Kreislauf des Wahnsinns angelangt.

    1922 änderte die SU ihren Kalender, ich denke, Kalender sind mehr als nur „Wasserstandsnachrichten“ , sondern hier offenbaren sich unsere tiefsten Geheimnisse.

    Z.B. Die Feste, ein fester Punkt zwischen Himmel und Erde. Gott und Mensch treffen sich, darum diese sinnlose Kalenderverwirrung, alles ist beliebig geworden.

    Die Osterhasen laufen schon wieder rum, dem durch und durch ökonomisierten Kalender sei Dank.

    Und Zeit wurde zum Recht. Fristen setzen,
    Das englische Handelsrecht, weil ein Baby gemessen und gewogen werden kann, wird es zur Sache erklärt und, wir haben halt nicht fristgemäß widersprochen…..siehe unten,
    Rasenmähen ist in diesen Zeiten 12 – 15 Uhr verboten u.s.f

    Darum die angebliche Vereinfachung.

    Anders der Maya Kalender, nur zwei Zahlen, 2 und 13 (4) und sie geben uns das Preis, was unser kleiner Kopf nur raffen kann. Auch auf die Minute genau, wer`s braucht. Diese Zeit bestraft nicht.

    Durch die Einführung des Gregorianischen Kalender wurden zwar weitere leere Sinnlosigkeit geschaffen, und doch stolpert der wache Kopf immer wieder auf das Natürliche, hinter der Sinnlosigkeit. Das macht doch Hoffnung.

    http://bewusst.tv/bewusste-unternehmen/

    Wir sind alle kleine – oft noch unbewusste – Firmen, werden auch als Börsenpapier gehandelt, müssten uns nur nicht jedes Angebot reinziehen und fristgemäß widersprechen….😏

    Warum, so fragt der Unternehmer zum Schluss, fällt das alles nicht zusammen, was seit 2008 schon im Stürzen war?

    Weil wir Menschen sind und keine Personen.

    Eine schöne Woche uns allen.

  163. Eveline – klar doch, klar: Jungs sind halt so, dass sie immer ‚was „philosophieren“ müssen; aber im Endeffekt bin ich auch lieber in meinem Garten und erfreu mich an unserer Ähnlichkeit;-)

  164. Anonymous sagt:

    Um einen ekelhaften Pedophilen Cohn Bendiit und Konsorten abzustellen hilft wohl in Zukunft nur, daß alle Menschen konsequent zu den demnächst stattfindenden Wahlen gehen und Menschen und Parteien wählen,die Ihre Heimat und Ihr Heimatland lieben,stolz darauf sind und bereit sind sie zu beschützen.

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