Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Die AfD muss mit UKIP und Farage zusammenarbeiten! Die Abgrenzeritis hat keinen Sinn!

Quelle: wikimedia/flickr.com Author Euro Realist Newsletter

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Eine isolierte deutsche Euro-Kritik droht zu verpuffen. Von Jürgen Elsässer, Chefredakteur von COMPACT-Magazin

Am morgigen Sonnabend trifft sich die AfD zur Fortsetzung ihres Europaparteitages mit Wahl der Kandidaten, im März in Erfurt wird es programmatisch. Spätestens dann wird es wichtig sein, dass die AfD ihre „splendid isolation“ aufgibt und sich in ein Bündnis mit EU-kritischen Kräften in anderen Staaten einreiht.

Erster Kandidat dafür ist die United Kingdom Indepedent Party (UKIP) von Nigel Farage. In Umfragen ist sie zur stärksten Partei auf der Insel geworden – von solchen Prozentzahlen kann die AfD nur träumen. Farage ist der brillanteste Redner im Europaparlament: Unvergessen, wie er Van Rompuy einen „feuchten Lappen“ nannte.

Wenn Bernd Lucke sagt, UKIP und Farage führten eine populistische Kampgne gegen Einwanderer, und deswegen könne es kein Zusammengehen geben, so ist er offensichtlich schlecht informiert. Diese Woche war ein Artikel in der FAZ, der ausführt, wie sehr sich Farage um die Mitte bemüht und auch nicht vom Abstrafen von Heißspornen in der eigenen Partei zurückschreckt. Zur englischen rechtsaußen-Partei BNP hält er klaren Abstand, auch zum zionistisch-islamophoben Bündnis von Geert Wilders und Marine Le Pen. Er geht den Weg, der heute notwendig ist: national, patriotisch, für den Schutz der Sozialsysteme gegen Schwindelimmigranten, aber ohne Hetze gegen Muslime und Einwanderer per se. Außenpolitisch plädiert er für Zurückhaltung und war gegen die Kriege in Libyen, gegen die Kriegsdrohung in Syrien. Sein Feind sind nicht die Dunkelhäutigen, sondern die Weißhemden und die Blaublütigen – die neuen Geldaristokratie, die Brüssel beherrscht. Außerdem ist er ein Liberaler durch und durch – und entspricht damit genau dem politischen Profil von Lucke und Henkel.

Es gab Kontakte von AfD-Landesvertretern mit Farage, der hat sich gefreut. Lucke hat gegrummelt. Nun ist es Zeit, auf Sieg zu spielen! Herr Lucke, hören Sie auf mit dem Klein-Klein! Die Abgrenzeritis bringt nichts! Die AfD im Europaparlament ist isoliert, wenn sie nicht einen starken und seriösen Bündnispartner hat. Dieser Bündnispartner heißt Nigel Farage. Beide zusammen könnt Ihr Europa verändern!

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45 Responses

  1. spätestens nachdem Herr Prof. Lucke jegliche Meinung die nach „rechts“ von seiner Meinung abweicht, also insbesondere auch EU-kritischer ist (inzwischen ist die AFD ja zu einer etwas „weniger Linken FDP“ geworden), als „Rechtsextrem“ erklärt hat, mit den entsprechenden Folgen für die Verfechter einer solchen Meinung, ist die AFD für mich zu einer Art von „Piratenpartei“ geworden, die die Stimmen der Unzufriedenen sammeln und einbinden soll, auf das den „Systemparteien“ bloß keine Konkurrenz erwachse…

  2. Wolfgang Eggert sagt:

    jep. farage ist der geilste eu-kritiker ever. ein turbo von einem kerl!

  3. Diktatur im Europarlament

    http://akademieintegra.wordpress.com/2014/01/10/eu-abgeordneter-packt-aus-diktatur-im-eu-parlament/

    Also doch kein Parlament – oder?
    Kann das mal einer erklären, was da eigentlich läuft?

  4. Wahr-Sager sagt:

    Die AfD wird in die Bedeutungslosigkeit versinken, wenn sich Herr Lucke weiterhin an die Etablierten anbiedert. Die Rechten hat er bereits vergrault, die Linken wählen vielleicht zu einem Bruchteil seine Partei.
    Wenn Lucke darauf Wert legt, von den Medien gehätschelt und getätschelt werden, ist das eh zu spät.

  5. nichtwichtig sagt:

    Der neue Slogan der AfD:

    Mut zu D *EU* tschland. Mit den EU Sternen um das „EU“.

    Wirtschaftslobbyist Henkel wird aufgestellt.

    Spätestens jetzt sollte auch der Blinde sehen, dass die AfD nur eine weitere neoliberale globalistische Einheitspartei ist. Ich kann nicht nachvollziehen was JE an dieser Blenderpartei findet.

  6. Es müssen noch mehr Animositäten untereinander eingestellt werden. „Divide et impera!“ darf den Brüsseler Bürokraten nicht mehr gelingen. Zusammenarbeit aller kritischen Kräfte ist angesagt.

  7. Helmut sagt:

    Farage steht aber auf die NATO! Sonst ist er ok!

  8. alberich sagt:

    Tja da haste deffinitiv Recht

  9. Thomas Rudy sagt:

    Die AfD muß mit Farage kooperieren, sonst wird das nichts !

  10. Nun, die AfD ist durchaus interessant gestartet worden.
    Darüber, ob Herr Lucke oder jemand aus dem Umfeld zur strategisch sinnvollen Gründung einer „Sammlungsbewegung der unzufriedenen Mitte“ aus dem Machtblock beauftragt worden ist, kann für den Gründungszeitpunkt spekuliert werden.

    Spätestens mit Abrücken vom klaren Euro- und EU-kritischen Kurs im Vorfeld der Bundestagswahl hin zu einer „light“-Variante war die AfD im Mainstream angekommen.

    Das Wahlergebnis von knapp unter 5% war gewollt – der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und wenigstens die Hälfte der unzufriedenen „Mitte“ eingesammelt.

    Eine Alternative ist die AfD im engeren Sinne nie gewesen – und wird sie auch nicht werden. Die Hoffnungen ruhen woanders. … Im kleinen und feinen.

    Hier möge man die Mitspieler am Tisch alle kennen … Die Deutsche Nationalversammlung als Geber in diesem Poker bestimmt derzeit den Takt hin zu Neuwahlen des Bundestages.

    In diesem Sinne – ein schönes Wochenende.

  11. Schwan sagt:

    Hat die AfD nicht erst kuerzlich eine Kandidatur Schachtschneiders abgelehnt? Welche Narren!

  12. Denis Deppe sagt:

    Das ist vom Ding her alles richtig, und wäre vernünftig. Was allerdings passieren wird, der gute Bernd oder wer auch immer morgen eröffnet, sich nochmal kräftig von der UKIP absetzen wird. Nigel hat heute abend nochmal nen Ball gespielt, um ein wenig action zu machen, aber wenn Meister Lucke meint, er hat Recht, hat er Recht um jeden Preis.

    *werbung* Nigel Fans gerne hierlang: http://www.artikel-zwanzig.de
    *werbung vorbei*

  13. Gast sagt:

    Tja, hier würden auch gerne viele die UKIP wählen.
    Die AfD erscheint vielen wohl nicht mehr geeignet.
    „Der Hass“ auf die EU gesellt sich mit vielen anderen Symtomen in den jeweiligen Ländern (Demokratie“zerüttung“).
    Nicht umsonst hat die UKIP auch Volksabstimmungen auf der Agenda.

  14. JVG sagt:

    Die Absage der AfD-Führung (Petry u.a.) zur Souveränitätskonferenz war für mich ein Zeichen von Weicheierei. Wenn die jetzt schon Schiß in der Hose haben und sich von den zionistischen Medien vor sich hertreiben lassen, was soll dann erst werden, wenn es hart wird? So werden die nichts verändern. Schade. Das ist ein Witz.

    Von dort kommen trotz großem Mitgliederpotentials keinerlei sichtbare Aktivitäten. Warum? Vielleicht fangen die ja 1 Monat vor der Europawahl wieder mit Aktivitäten an, AfD Sachsen Youtube vor 5 Monaten das letzte Video; AlternativeFuerDE Youtube vor 5 Monaten das letzte Video; wahlalternative2013 vor 4 Monaten das letzte Video. Auch wenn die das nebenbei machen. Auf meine Anfragen oder Hinweise keinerlei Antworten. Sorry, die sind bei mir durch.

    Mit wie wenig Leuten dagegen die BüSo eine excellente politische und Informationsarbeit machen ist erstaunlich. Leider hat die BüSo einen viel zu geringen Bekanntheitsgrad, obwohl sie seit Jahren, nein Jahrzehnten eine klare Linie hat. Und deutliche Worte zur Situation, in der wir uns befinden. Und trotzdem mit einem optimistischen Ausblick.

  15. Gast sagt:

    Auch USA ist es mittlerweile soweit, der von Republikanern und vielen Unzufriedenen getragen „Kandidat“ (Vorauswahl) wird von den MSM verschwiegen – Rand Paul.
    Welcher weit weit vor Romney, Perry und anderen in der Beliebtheit liegt. GELD MACHT POLITIK.
    western faschism?

  16. ue sagt:

    Gute Analyse, was die AfD betrifft und auch gut, sie publizistisch unter Druck zu setzen.
    Lucke ist durch und durch protestantisch und von daher Teil des herrschenden gesellschaftlichen Konsenses (Dass die Freiheit des Christenmenschen immer bei „von weltlicher Obrigkeit“ landet, ist hier oft diskutiert worden). Wir brauchen aber nicht Konsens, sondern eine Partei mit einer starken sozialen Komponente, kulturpolitisch konservativ und doch gesellschaftlich progressiv. Genau der Weg, den Compact vorzeichnet.
    Farage kann ich nicht einordnen und verlasse mich auf Ihre Beobachtungskraft, aber ist „zionistisch-islamophob“ für Marie Le Pen die richtige Charakterisierung oder Berührungsangst? Vielleicht wäre ein langes Interview in Compact ein Weg, diese Frau näher kennenzulernen. Nach Hollande stehen Veränderungen ins Haus und da wird diese Marie(a) gewiss eine Rolle spielen. Wenn Europa eine andere Richtung nehmen soll, dann doch durch das Bündnis von Deutschland und Frankreich, von Ratio und Romantik, von Aufklärung und Beharrung in den Grundwerten.

  17. Hans mein Igel sagt:

    Der Professor Lucke ist brav und bieder im besten Sinne.

    Ob solch ein Mann die Geschmeidigkeit und Härte hat, ernsthaft gegen die Dunkelmänner in Brüssel anzurennen?

  18. Toringo sagt:

    Beim letzten Mal habe ich AfD gewählt, beim nächsten Mal wird es wieder die BüSo sein. Lucke tut alles, damit die AfD bei der Europawahl unter der 3%-Hürde bleibt.

  19. Hm, hm… Also, ihr könnt davon ausgehen, daß Lucke die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge kennt. Aber die politischen wohl nicht oder nicht gut genug.

    Und da fürchte ich, daß er jetzt bemerkt, mit welchen (!) Gegnern er sich da auf einen Kampf eingelassen hat und Schiß vor der eigenen Courage bekommt.

    Weiter kann man nicht ausschließen, daß ihm die Schatten ein Angebot gemacht haben, das er nicht ablehnen kann.

  20. Mickhead sagt:

    @Toringo

    Emnid sieht die AfD derzeit bei 7%, was ein Plus von mehr als 2% gegenüber der Bundestagswahl wäre. So ganz falsch scheint der eingeschlagene Kurs also nicht zu sein.

  21. yilmaz sagt:

    @ Joachim Bullinger sagt: 1. Februar 2014 um 10:23

    „Hm, hm… Also, ihr könnt davon ausgehen, daß Lucke die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge kennt. Aber die politischen wohl nicht oder nicht gut genug.“

    Ich denke, daß Lucke polit. Diplomatie & Kenntnis sehr gut vertraut sind, die Mainstreammedien suchen doch gerade nach jeder Stecknadel im Heuhaufen um die AfD in die Rechte Ecke zu stellen, daher ist die AfD zu Recht eher vorsichtig. Ich mag den Lucke und hoffe daß er politisch Erfolg hat!
    Und wie JE es oben schreibt, Farage der richtige Partner für die AfD ist, dann warum nicht!? Da kommt bestimmt noch was.

  22. Richard sagt:

    Richtig wenn die AfD das tut haben die meine Stimme 100% weil sie sich nicht Positioniert haben bin ich ausgetreten , sollten sie sich Nigel tatsächlich anschliessen , dann ist das Gut so und das Kreuz für die eu gehört Ihnen , aber nur dann !

  23. Peter sagt:

    Ich halte die AfD immer noch für die einzig wählbare Partei, obwohl bei mir mittlerweile auch etwas Ernüchterung eingetreten ist.

    Der von den MSM aufs Übelste diffamierte Lucke, sollte doch
    soweit „geheilt“ sein und sich solidarisch mit anderen „Schmuddelkindern“ zeigen.
    Natürlich innerhalb des demokratischen Spektrums.
    Die Übereinstimmungen zwischen UKIP und AfD sind eigentlich offensichtlich.
    Weder Lucke noch Farage können es alleine schaffen.
    Ein Zeichen vor der Europawahl wäre hier absolut notwendig.

    Die Einbindung von Hans-Olaf Henkel in die AfD zeigt mir aber, wohin die Reise geht. Henkel präsentiert sich zwar seit einiger Zeit als Euro-Wendehals, aber seine neoliberalen Wurzeln wird er damit nicht los.

    Ein aufrechter, sich nicht verbiegender Charakter wie Nigel Farage, wäre damit für die AfD ein Rückfall in die Schmuddelecke.
    Farage Reden vor dem Europaparlament sind ein absoluter Genuss. Er ist der einzige Europapolitiker der Tacheles redet.

    Ich bin von Bernd Lucke (von dem ich mir so viel versprochen habe) etwas enttäuscht und werde mich in Zukunft wahrscheinlich wieder an Andreas Popp halten, der sagt:
    Jede Stimme die man in die Wahlurne steckt, wird beerdigt.

  24. Willi Winzig sagt:

    @JVG
    Ja, die Leute werten die internationale Presse (auch div. Onlinemedien) gründlich aus, zuzüglich Insiderinformationen. Deren grundsätzliche, politische Forderungen kann ich auch voll unterstützen, allein mit dem Führungsehepaar tue ich mich etwas schwer, da sind intern so ein paar Sachen abgelaufen, die mich damals zum Austritt bewogen haben. Das sie so wenig bekannt sind, mag zu einem daran liegen, das sie in den offiziellen Medien totgeschwiegen werden oder aber auch daran, das sich das Führungsehepaar schwer tut, die Leute so anzusprechen, das sie auch verstehen, worum es geht.

    Den Briten traue ich nicht über den Weg und die AfD droht, von denen gekapert zu werden. Das Manko in der AfD ist, dort sind zu viele Neoliberale unterwegs, die sich von dem bisherigen spekulativen Finanzsystem nicht richtig lösen können/wollen. Daher sehe ich in der AfD auch weder „Heilsbringer“ noch eine wirklich greifende Lösung der Probleme.

  25. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Tatsächlich agiert Lucke, als ob er nicht gewinnen WOLLTE!

    Vielleicht könnte Nigel Farage in der „brd“ eine Zweigpartei gründen? COMPACT sollte ihn darum fragen!
    Ein bißchen „Unabhängigkeit“ könnte den Deutschen auch nicht schaden.
    Und es wurde ja auch schon früher vorgeschlagen, daß England und Deutschland gemeinsame Politik machen sollten.

  26. Eveline sagt:

    Lucke soll ganz einfach seinen Platz einnehmen, Geduld und Spuke helfen in diesen schnuffigen Zeiten ganz einfach weiter.
    Bloss nicht auf einen Kampf einlassen…und sauber bleiben. Alles offen legen. – das ist sein Schutz – das Lichtscheue meidet das Licht. Keine Geheimbünde besuchen.
    Ruhig naiv und doof daherkommen, er muss aber klar sagen , was er will.

    @ue zu Hollands Gefährtinnen hat die Astrologie „Heute“ einen guten Beitrag gebracht.

  27. schnehen sagt:

    Lucke, und das habe ich schon des Öfteren gesagt, ist weder Fisch noch Fleisch. Wir brauchen aber heute an der Spitze von EU-kritischen Organisationen keine von der Masse der Bevölkerung abgehobenen, professoralen, glatt formulierenden Ja-Aber-Wenn-Sie-So-Wollen-Kandidaten, sondern wirklich knallharte und gleichzeitig kompetente Haudegen und Volkstribunen, die Widerspruch und Gegenwind aushalten können. Mir kommt da Jesse Ventura in den Sinn, obwohl ich mir bei ihm auch nicht so sicher bin. Deshalb sollte Lucke für einen besseren Parteiführer Platz machen, weil sonst diese Partei noch weiter in den Keller rutschen wird. Aber wer wäre die Alternative??

    Warum hat die Partei eigentlich kein außenpolitisches Programm? Es ist nur eine halbe Partei, auch ohne klare Stoßrichtung gegen die Finanzoligarchie. Webster G. Tarpley bezeichnet die Partei als ‚kleinbürgerlich‘.

    Wurde eine Chance für eine Neuanfang verspielt?

  28. „Diese Woche war ein Artikel in der FAZ, der ausführt, wie sehr sich Farage um die Mitte bemüht und auch nicht vom Abstrafen von Heißspornen in der eigenen Partei zurückschreckt. Zur englischen rechtsaußen-Partei BNP hält er klaren Abstand, auch zum zionistisch-islamophoben Bündnis von Geert Wilders und Marine Le Pen. Er geht den Weg, der heute notwendig ist: national, patriotisch, für den Schutz der Sozialsysteme gegen Schwindelimmigranten, aber ohne Hetze gegen Muslime und Einwanderer per se. Außenpolitisch plädiert er für Zurückhaltung und war gegen die Kriege in Libyen, gegen die Kriegsdrohung in Syrien.“

    Nigel Farage hat in den vergangenen Jahren mehrfach die Unterstützung antiisraelischer Umtriebe durch die antidemokratische Europäische Union in scharfen Worten gegeißelt (siehe http://www.thejc.com/news/uk-news/ukip-leader-attacks-trendy’-israel-hate-eu-parliament, sowie http://www.algemeiner.com/2013/07/22/ukip-leader-nigel-farage-supports-israel/). Ihn in diesem Punkt von den (vermeintlichen) „Zionisten“ Geert Wilders und Marine Le Pen abzugrenzen, ist in der Sache unsinnig: Die UK Independence Party ist eine weitaus dezidierter israelsolidarische Partei als der Front National. Eine dezidiert israelfeindliche Haltung nehmen – im Einklang mit den „Euronationalisten“ à la Martin Schulz – die rechtsextremistischen und antisemitischen Erben des Hitlerismus und dessen Verbündeter, also BNP, Jobbik oder Swoboda, ein.

    Im übrigen hat nicht nur die UKIP, sondern auch der Front National den Angriffskrieg gegen Libyen und die Gewaltandrohung und -anwendung gegenüber Syrien von Beginn an scharf verurteilt; auch hier wird eine ‚Bruchlinie‘ suggeriert, die es so nicht gibt. Bemerkenswerterweise ist derzeit der FN die bei weitem stärkste parteipolitische Formation in der Französischen Republik, die der regierungsoffiziellen Russophobie ablehnend gegenübersteht und für eine strategische Allianz Frankreichs mit Russland eintritt.

  29. Anonymous sagt:

    Lucke ist ein Weichei ohne Vision.
    Als Initialzündung war er nützlich, jetzt wird er der Partei gefährlich

  30. Plebiszit sagt:

    JE prescht mit dem Appell an B.Lucke weit, sehr weit nach vorne.
    Es ist sowohl pragmatisch wie auch logisch sich Verbündete zu suchen. Das setzt im EUP auch keine Fusion voraus.
    Für demokratisch gewählte EU Kritiker offen zu bleiben, wäre mit Zurückhaltung zu begegnen. Relativismus ohne Not, bewirkt Isolation.
    Das wäre an der Person Lucke als politisch Unbedarfter zu beanstanden, um ihm nicht das Etikett Naivität anzuhängen.

    Zu entschuldigen wäre allein vorausschauende Taktik im konservativem Sinne, die hiesigen massenmedialen Vergewaltigungs-Kampagnen ins Leere laufen zu lassen.
    Insofern sollte Geduld ein guter Ratgeber sein und neben dem unverzichtbaren AfD Skipper, der Basismeinung und der Führungsflanke mehr Gewichtung zutrauen.

    Wer ein Buch o.m. von H.O.Henkel gelesen hat,oder seine glasklaren Stellungnahmen zur Rechts-Hype oder Masseneinwanderung, wie auch Reden B.v.Storch, sollte der politischen Jungfrau AfD, eine erste Chance vor der sprichwörtlichen zweiten geben.
    Das wäre mein Appell auch an aufrichtige AfD Kritiker.

    Nebenbei soll im März das interim Parteiprogramm in eine endgültige Fassung verabschiedet werden. Danach werde auch ich erst entscheiden wo mein Votum seine Heimat findet.
    COMPACT wird berichten, da bin ich mir ganz sicher.
    Ein beschauliches Wochenende meinen Landsleuten,- atento.

  31. Harald Schmidt sagt:

    Hans, mein Igel: Ich gebe ihnen völlig recht.Ich kenne Lucke nun auch fast 1 Jahr – und er will mit aller Macht ins Europa-Parlament. Er bezahlt jeden noch so hohen Preis dafür und lässt auch einen Schachtschneider mal über die Klinge springen, damit hat er überhaupt kein Problem.außerdem ist er ein Neoliberalist und ich möchte behaupten, er bekommt vielleicht jetzt schon die ersten Angebote aus der EU-Wirtschaft zur „Zusammenarbeit“…
    Ansonsten habe ich dem nicht viel hinzuzufügen, was Jürgen geschrieben hat.Farage ist Freund der Nato? Macht nichts, das ist der halt der Kompromiss den man eingehen muss im Bündnis und man glaube doch bloß nicht, dass Lucke aus der Nato rausgehen will…bis jetzt ist der Protest gegen die NSA-Bespitzelung doch auch sehr leise….

  32. Harald Schmidt sagt:

    @ JVG: Die Absage kam recht kurzfristig. Von daher war das schwer einzuordnen…es kann aber durchaus sein, was sie vermuten…

  33. Joe Galt sagt:

    Ich bin AfD-ler und Farage ist mein Held. Doch zum jetzigen Zeitpunkt eine Kooperation mit UKIP einzugehen, wäre politischer Selbstmord. So beschimpfte Farage bzw. sein Parteifreund Bloom den heutigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als „antidemokratischen Faschisten“. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Journalistenmeute.

    Luckes aktuelle Positionierung ist daher sehr klug: Er will zunächst fraktiionslos bleiben, sich ein Jahr alles in Ruhe anschauen und dann gemeinsam mit den Mitgliedern entscheiden. Er sagt z UKIP auch nur noch, dass er persönliche solche Töne in der Zuwanderungsdebatte nicht anschlagen würde oder dass es gut für Deutschland wäre, wenn GB nicht die EU verlässt, sondern uns als Reformkraft erhalten bleibt.

    Es ist Wahlkampf, da muss man zwischen den Zeilen lesen. UKIP-Sympathisanten sind jedenfalls in keiner deutschen Partei besser aufgehoben als in der AfD.

  34. AfD Sternzeichen sagt:

    In Bezug auf den Euro oder die EU gebe ich JE Recht.
    Aber UKIP ist genauso Kriegsgeil wie andere Parteien. Das macht es bedenklich.
    In Deutschland wäre die AfD auch isoliert…

    MFG

  35. Eveline sagt:

    Dr Kümel sagt: …. es wurde ja auch schon früher vorgeschlagen, daß England und Deutschland gemeinsame Politik machen sollten.

    Das wird nicht gehen, ich habe es bei Wolfgang E. gehört, die „Okkulten“ Dunkelmänner ….. haben sich das anders aufgeteilt.
    „Die“ wissen noch, wie wichtig das Land ist ,um unfreie Völker entstehen zu lassen. Alles was offiziell aus England kommt, es geht immer darum, Deutschland zu zerschlagen und zu knechten.

  36. Ihr redet ununterbrochen von der AfD,von Lucke…ist er ein neuer Heilsbringer?
    Bringt er uns unsere so nötige Souveränität,Identität?
    Steht in dem Programm etwas von Verfassung Art.146 GG?
    Steht da etwas von Friedensverträgen?
    Wie sieht das Verhältnis zur NATO aus?
    Wird die AfD die direkte Demokratie umsetzen?
    Ich bin der Meinung,die von mir genannten Ziele,wie eine Verfassung,Friedensverträge sind das Erste und Wichtigste für unsere deutsche Nation.
    Über eine Nationalversammlung kann man dann die nächsten wichtigen Ziele Abstecken,so wie es auch meine Partei,die DNV-Deutsche Nationalversammlung,in ihrem Programm hat.Aber einen Kurs für Etablierte,einer weiteren Blockpartei,gibt es genug Platz in der Jungen Freiheit,bei Elsässers Block und den EU-Fanatikern.

  37. JVG sagt:

    @Joe Galt schrieb

    „Ich bin AfD-ler und Farage ist mein Held.“

    Farage redet Klartext, sehr sympathisch im Gegensatz zu den ganzen ängstlichen Politikern hierzulande.

    Aber „mein Held“? Ist das nicht ein bisschen Kinderwelt?

    „Doch zum jetzigen Zeitpunkt eine Kooperation mit UKIP einzugehen, wäre politischer Selbstmord. So beschimpfte Farage bzw. sein Parteifreund Bloom den heutigen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz als “antidemokratischen Faschisten”. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Journalistenmeute.“

    Diese Denke ist das Problem! Bloom und Farage haben doch Recht! Und die gleichgeschalteten, zionistischen Interessen dienenenden Medien finden immer etwas zum Zerpflücken und Fressen. Diese muß man entlarven und nicht zu Kreuze kriechen! Zu Taktieren ist SCHWÄCHE, keine Klugheit. Opportunismus führt uns geradezu in den Faschismus, hat immer dazu geführt!

    Und was meinen Sie, wie viel Zeit noch ist, bis das Völkergefängnis richtig zugeht? Ein mögliches Datum dazu ist z.B. der 11.2., Nein nicht 2020. Sondern in einer Woche.

    „Es ist Wahlkampf, da muss man zwischen den Zeilen lesen.“

    Wer kann das denn? Etwa der Wähler? Ich kenne einen Sack kluger Leute. Die meisten sind so eingespannt, daß sie nicht einen Hauch Ahnung davon haben, was das Imperium gerade für uns vorbereitet.

    Obwohl es doch so offensichtlich ist, wie die Schachfiguren auf dem Brett positioniert werden. Wenn das Spiel beginnt, werden die Menschen aus dem Staunen nicht mehr rauskommen…

  38. Paul Singles UK sagt:

    First informal contacts had been arranged between UKIP and AfD already last August. But to no avail. AfD may be sort of an attempt to get rid of EUROcracy, but leaders are to timid, to much part of mainstream politics. And they already get blackmailed by mainstream-parties.
    UK pollsters working on voters mood all over Europe with respect to the May elections, have told me that UKIP may come out with some 25% of the vote in the UK. Which may not help much on account of the british electoral system. They say that AfD may reach about 6-7% depending on voters turnout.

    The real issue will be the results for french Front National. If they can come out on first place, a political earth-quake will also push UKIP, AfD, and similar movements in Finland, Danmark, and also in the Netherlands. Though I agree with all who distrust Wilders.

  39. Wasert sagt:

    Sorry. Bei mir war’s mit der Hoffnung vorbei, als ich in der taz das sehen mußte:

  40. JVG sagt:

    Also für mich ist das Kapitel AfD erledigt.

  41. Nigel Farrage Fan sagt:

    Farrage hat Recht, das sollte die AfD auch aufgreifen:

    There is a “strong bias” against Israel within the European Union and an emergence of “almost a trendy new form of antisemitism” in politics, the leader of the United Kingdom Independence Party believes.

    Nigel Farage, head of the party’s delegation of nine Euro-MPs, hit out in an interview with the JC at hostility towards the Jewish state.

    “There is within the European institutions a very strong anti-Israel bias,” he said. “I would almost say — and I am bit nervous of saying this — there’s almost a new trendy form of antisemitism creeping in…

  42. Peter sagt:

    @ JVG,
    ich kannte dieses Interview mit Henkel noch nicht (danke für das Video), aber es bestätigt meinen Verdacht, dass die AfD mittlerweile auch von den Imperialisten unterwandert wurde.
    Henkel stand immer für Raubtierkapitalismus er hat sich (nicht nur als BDI Präsident) für Lohndumping ausgesprochen, Menschen waren für ihn Produktionskosten.
    Was die von ihm forcierte Liberalisierung der Märkte, gerade auf den Finanzmärkten angerichtet hat, muss ich niemanden erzählen.

    Absolut entlarvend (im Video ab ca. min 19.00) seine Einstellung über das transatlantische Freihandelsabkommen.
    Henkels Aussage die Amerikaner wollen es sich nicht verbieten lassen GVO Lebensmittel zu konsumieren und deshalb müssen wir Europäer auch den Monsanto- Fraß befürworten spricht Bände.
    Ich möchte alle auffordern den hervorragenden Artikel „Monsanto: Putsch in Europa“ in Compact 1/2014 zu lesen und sich danach dieses Video noch einmal anzusehen.

    Mit prosperierender Entwicklung, meinen Henkel und andere Dunkelmänner immer nur das Reichwerden weniger und nie den Wohlstand aller.
    Mit Henkel hat sich die AfD den Fuchs in den Hühnerstall geholt und ist für mich ein weiterer Beleg dafür, dass alle polit. Parteien vom tiefen Staat korrumpiert sind. So schnell wie bei der AfD ging es aber noch bei keiner anderen Partei.

  43. Eveline sagt:

    @JVG
    sagt: ….Also für mich ist das Kapitel AfD erledigt.

    Siehe ADAC , ich weiss nicht, wieviele Mitglieder diese Club hat, er ist aber eine große deutsche Hausmacht. Wird ja jetzt auch nicht zufälligerweise zersetzt.

    Belogen und betrogen wird überall, aber der deutsche Michel mit seinem Reinheitsgebot ……so ist er, ich bin da nicht anders, nur andere haben dann keine Skrupel…..und so bleibt eben nur ein Henkel übrig. Und unsere wirbelsäulenlosen Politiker.

    http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-02/adac-skandal-mitgliederschwund

  44. schnehen sagt:

    @Peter

    Das mit dem Fuchs im Hühnerstall ist sehr treffend. Sie haben das wie immer sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Dies ist die Eigendynamik des Opportunismus. Beschreitet man erst einmal diesen Weg (die revolutionäre deutsche Arbeiterbewegung kann davon ein Lied singen!), dann kommt man immer weiter vom rechten, geraden Weg ab und kehrt bald zur Reaktion zurück und betreibt ihr Geschäft.

    Man erinnert sich an jemand aus hohen Kreisen, der irgend einmal, irgendwo ein schlaues Wort oder auch einen schlauen Satz gesagt hat, z. B. gegen den Euro oder gegen die EU oder gegen die Bilderberger… und schon meint man, da habe man nun einen Bundesgenossen und Einfluss habe der ja auch noch, usw. DEN können wir gebrauchen! Der bringt uns einen Schritt voran! Und schon lässt man sich angesichts der eigenen Orientierungslosigkeit um den Finger wickeln und gleitet immer mehr in eine Richtung ab, die man ursprünglich gar nicht gewollt hat. Besonders Intellektuelle sind dafür sehr empfänglich, weil sie einer sozialen Schicht angehören, die immer schwankt zwischen denen da ganz oben und denen da ganz unten.

    Vor dieser Sogwirkung sollte sich auch Compact gefährlich in Acht nehmen!

  45. Isabel Henriques sagt:

    da würde ich die AFD dringend raten sehr gut zu überlegen, ob die Partei so ein Schritt machen möchte. Ich finde Nigel Farage ganz toll, aber seinen Worten über Deutschland geben mir zu bedenken:
    bhttp://www.youtube.com/watch?v=4lqDsA0hHVo

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