Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Elsässer zum NSU-Prozess auf „Stimme Russlands“

777.659NSU und Geheimdienste – Was war diese Woche im NSU-Prozess?

Aktueller Bericht vom NSU-Prozess diese Woche: „Die Ankläger haben sich blamiert“. Lesen auf der COMPACT-Website

COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer zum NSU-Prozess auf „Stimme Russlands“:

„Dieses Verfahren bezieht sich auf zehn Morde, die in Deutschland zwischen 2000 und 2007 begangen wurden. Neun Morde an türkisch- beziehungsweise griechischstämmigen Migranten und einen Mord an einer Polizistin zählen wir. Diese Morde werden drei Leuten aus Zwickau zur Last gelegt, die in den neunziger Jahren in der rechtsradikalen Szene aktiv waren und die Gewaltstraftaten begangen haben. Im Jahre 1998 sind sie untergetaucht. Dass diese drei Leute die Morde begangen haben, wird vom Mainstream allgemein akzeptiert. Dies wird aber von unserer Zeitschrift sehr bezweifelt. Wir haben für unsere Zeitschrift Compact eine Sonderausgabe gemacht. Dort haben wir mit Hilfe von Informationen aus den Sicherheitsapparaten festgestellt, dass es eher so aussieht, als sei dieses Trio höchstens bei einem Teil der Morde involviert gewesen. Die Morde gehen aber insgesamt auf das Konto eines internationalen Geheimdienstnetzwerkes, wo deutsche, türkische und auch US-amerikanische Sicherheitsdienste mit involviert sind.
Weiterlesen auf „Stimme Russlands“.

COMPACT-Magazin bleibt weiter dran am NSU-Phantom: Drei Artikel in der aktuellen Ausgabe COMPACT 6/2013, zwei in der folgenden Nummer COMPACT 7/2013. Hier abonnieren!

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82 Responses

  1. Wahr-Sager sagt:

    Liebe Leser des COMPACT-Magazins,

    ich empfehle euch in Bezug auf die „NSU“-Thematik wärmstens das Buch „Das NSU Trio“ von Karl-Heinz Hoffmann, das sich – wie auch die Titelseite verrät – kritisch mit dem Buch „Die Zelle“ auseinandersetzt, welches von den beiden „anti“faschistischen Journalisten Christian Fuchs und John Goetz veröffentlicht wurde.

    Hoffmann erläutert in seinem Buch u. a., dass in „Die Zelle“ als wichtige Mitarbeiter unter anderen auch als Antifa-Aktivisten bekannte Personen gelobt werden – darunter Andrea Röpke.

    Er erörtert, wie die Massenmedien ihm mittels Mobbing seine wirtschaftliche Basis ruinierten und die o. g. Antifa-Autoren ihrer Phantasie freien Lauf ließen, indem sie schrieben, dass Hoffmann Motorrad gefahren (obwohl er gar keinen Motorrad-Führerschein hat) und wegen Terrorismus bestraft worden wäre (was ebenfalls nicht der Wahrheit entspricht lt. Hoffmann).

    Ich kann und will natürlich nicht das ganze Buch zitieren, möchte abschließend aber noch auf den im JF-Artikel erwähnten Zeugen in Form eines Textauszugs (S. 69) eingehen:

    „Das Problem der Gefälligkeitsaussagen kenne ich aus eigener Erfahrung. Während meines Gefängnisaufenthaltes als Untersuchungsgefangener sagte ein italienischer Mitgefangener zu mir: ‚Gegen einen präparierten Zeugen hast du keine Chance. Er ist so gut präpariert, er vergisst noch nicht einmal ein Komma.‘ Können mehrere Zeugen, deren Bereitschaft zur Falschaussage erkennbar geworden ist, von den Vernehmungsbeamten mit Hilfe von Vorhalten in ihrem Aussageverhalten gleichgeschaltet werden, dann ist die ‚Lampe‘ installiert. Um eine solche ‚Lampe‘ auszuschalten, bedarf es später vor Gericht großer Anstrengungen, falls es überhaupt gelingt. Ich habe selbst erlebt, wie falsche Zeugen vor dem Schwurgericht, nach anfänglichen Falschaussagen, am Ende doch durchgefallen sind, oder ihre Glaubwürdigkeit verloren haben, weil sie sich in langandauernden Kreuzverhören in Widersprüchlichkeiten verwickelten. In einem Fall war es notwendig, die Belastungsaussage eines präparierten Zeugen zweiundzwanzig Tage lang im Kreuzverhör bis zur völligen Auflösung zu zerpflücken […]“

    Weiter im Text geht es mit Geheimdiensten, welche eine Operation von großer politischer Wirkung inszenieren, was unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Objekten geschieht, die oft über Jahre hinweg gesammelt wurden.
    „Die Geheimdienste produzieren künstlich eine auf ungeklärte Straftaten hinweisende Indizienkette. Sind die Spuren gelegt, dann werden die Polizeiorgane durch ‚dienstliche‘ Hinweise auf den Anfang der Spurenkette aufmerksam gemacht. Alles Weitere findet sich von selbst.
    Die Polizei nimmt den Köder an, und findet jetzt, im Lauf der Ermittlungen, ein Indiz nach dem anderen. Dabei kommt es den Beamten nicht in den Sinn, dass sie einer sorgfältig ausgelegten falschen Spurenkette folgen […]“

    Nicht zuletzt ist Hoffmanns Buch auch deswegen interessant, weil er sich die Aufgabe gestellt hat, „das Wesen und Wirken der finsteren Mächte, wenigstens überschlägig, in groben Zügen und unter Verwendung einiger, dem Tatsachenbericht ‚Geheimakte Mossad‘ des israelischen Geheimdienst-Aussteigers Victor Ostrovsky entnommener Beispiele, zu beleuchten.“

    In der aktuellen Ausgabe des österreichischen Magazins unzensuriert.at, das den Schwerpunkt Medien hat, wird übrigens auf einer Seite, die den Titel „Medien abseits vom Mainstream“ hat, auch das COMPACT-Magazin erwähnt. Auch wenn sich die Zeitschrift nebst Portal mehr um Österreich dreht (aber nicht nur), kann ich sie nur empfehlen.

  2. „türkisch-griechischstämmig?“, nach meiner Information war dabei nur ein deutscher Staatsbürger, die Anderen waren ganz „normale“ Türken bzw. ein Grieche, alle Opfer werden ihre Gründe gehabt haben, nicht Deutsche sein zu wollen, was soll diese nachträgliche „Vereinnahmung“, das ist doch eher etwas für die „Premiummedien“…

  3. Carlo sagt:

    aha, auch die Russen werden neugierig, langsam macht’s Laune.

    @Michael Theren
    Zu Ihrer Frage des „Nichtdeutschseinwollens“ ist das umständliche Erbschaftsrecht des türkischen Staates als ein gewichtiger, auch nachvollziehbarer Grund anzuführen.
    Aber geh’n Sie doch einfach mal mit einem Ihrer türkischen Nachbarn ein Bier trinken und sprechen dabei das Thema an.

  4. Danke Carlo, Erbschaftsrecht ist sicher ein gutes Argument, aber dennoch bleibe ich Formalist….ansonsten bin ich in der „seltenen“ Lage keine „ausländischstämmigen“ Nachbarn zu haben und alle die ich sonst so kenne, würden niemals Deutsche sein wollen; Gründe gibt es ja genug und die meisten Deutschen wollen es ja auch nicht….nein ernsthaft, es ist einfach nicht korrekt, die Nationalität nicht klar zu benennen und jedem der hier lebt zum Deutschen zu machen (Merkels „Bevölkerung“ „die Menschen in diesem Land“ usw.) und auch das berechtigte Interesse des türkischen Staates wird eben erst dadurch verständlich (obwohl es für „Extürken“ sicher nicht anders wäre….)….

  5. Ich sage immer: den Juden damals hat es auch nichts genutzt, dass sie perfekt Deutsch sprachen, manchmal sogar deutschnationale Staatsbürger waren. Folglich sollte man die Türken in Ruhe lassen. Aber sie werden zu den Juden von Merkels Viertem Reich…

  6. Passt auf, passt auf, die Zschäpe kommt frei, dem Antrag auf Verfahrenseinstellung wird stattgegeben, die Chance, dem Mossadciami6bnd in die Karten zu schauen, hin …

  7. „Ich sage immer: den Juden damals hat es auch nichts genutzt, dass sie perfekt Deutsch sprachen, manchmal sogar deutschnationale Staatsbürger waren.“

    Mein Reden seit langem. Daher nützt das ganze Assimilationstheater überhaupt nichts, denn machen wir uns doch nichts vor: Wenn davon geschwafelt wird, dass die Muslime (nicht nur Türken) sich „endlich mal integrieren“ sollen, meint man doch Assimilation, völliges Aufgehen in der Gesellschaft. Dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass auch die meisten Compact-Leser wohl kaum dem deutschen Mainstream zuzuordnen sind. Dann sollte man auch anderen zugestehen, lieber gegen den Strom zu schwimmen , statt sich mit der Masse treiben zu lassen. Nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom.

  8. Karl_Murx sagt:

    @Whistleblower:

    „Ich sage immer: den Juden damals hat es auch nichts genutzt, dass sie perfekt Deutsch sprachen, manchmal sogar deutschnationale Staatsbürger waren. Folglich sollte man die Türken in Ruhe lassen. Aber sie werden zu den Juden von Merkels Viertem Reich…“

    Nazikeule die 1001. Nicht alles, was hinkt ist ein Vergleich. Während, wie es korrekt im Kommentar heißt, die Juden in Deutschland vor `33 mehrheitlich assimiliert waren und der Mainstream war, sich nicht als Juden in Deutschland, sondern als Deutsche jüdischen Glaubens zu betrachten (soweit die Religion noch eine Rolle spielte), zeigen die hier lebenden wesentlich zahlreicheren Türken in weiten Teilen wenig Anzeichen, sich zu assimilieren, weder von der Sprache noch von der Kultur her. Im Unterschied zu den damaligen Juden in D gehören sie mehrheitlich nicht der Mittel- bzw. Oberschicht an, sondern leben zu einem wesentlich höheren Anteil hauptsächlich von Sozialtransfers und weisen einen signifikant geringeren Bildungs- und Qualifikationsgrad auf. Dafür gibt es große Tendenzen der Ablehnung bis Verachtung der hiesigen Lebensweise.

    Aber der türkisch-ethnischen Lobby ist noch jeder schiefe Vergleich recht, um die eigenen Interessen gegenüber der hiesigen deutschen Bevölkerung durchzusetzen. Schlimm genug, daß es so viele gehirngewaschene Bunzelbürger gibt, die sich durch so etwas beeindrucken lassen.

  9. chicano sagt:

    @ fatima

    “Ich sage immer: den Juden damals hat es auch nichts genutzt, dass sie perfekt Deutsch sprachen, manchmal sogar deutschnationale Staatsbürger waren.”

    schreibt jemand, der offenbar endlich die deutschen in der opferrolle sehen möchte….viel mehr noch, als die es bereits sind.

    und fatima darauf:

    Mein Reden seit langem. Daher nützt das ganze Assimilationstheater überhaupt nichts……..“

    äh? ach so, deshalb will man sich gar nciht erst integrieren, kommt ja sowieso wie damals für die juden, da kommen wir lieber zuvor….oder wie ist das zu verstehen?

    „…….denn machen wir uns doch nichts vor: Wenn davon geschwafelt wird, dass die Muslime (nicht nur Türken) sich “endlich mal integrieren” sollen, meint man doch Assimilation, völliges Aufgehen in der Gesellschaft. Dabei wird aber geflissentlich übersehen, dass auch die meisten Compact-Leser wohl kaum dem deutschen Mainstream zuzuordnen sind.“

    äh? ja richtig, machen sie sich und uns nichts vor. denn meisten compact-leser wollen doch ganz sicher die deutsche kultur bewahren und damit auch die abendländische. sie haben nicht vor hier die scharia einzuführen oder auch nur zu begrüßen, jedenfalls nicht freundlich.

    „Dann sollte man auch anderen zugestehen, lieber gegen den Strom zu schwimmen , statt sich mit der Masse treiben zu lassen. Nur ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom.“

    gegenden strom der westlichen kultur? klar, aber bitte woanders……

    mal wieder eines ihrerr meisterstücke🙂 läuft die gehirnwäschemaschine bei ihnen und den islamverbänden eigentlich rund um die uhr im schleudergang?

    machen sie ihre politik doch im iran oder in der türkei und vschonen sie deutschen, polen, vietnamesen und lieben muslime in deutschland mit ihrem lobby-wahn. ich sag auch bitte…….

  10. Claudia sagt:

    @Karl Murx

    “ Schlimm genug, daß es so viele gehirngewaschene Bunzelbürger gibt, die sich durch so etwas beeindrucken lassen.“
    Ich stimme Ihrem Kommentar im Ganzen zu. Was Dumm-Michel anbelangt, damit werden wir uns wohl abfinden müssen und die Nazikeulen werden noch heftiger werden.

  11. Karl_Murx sagt:

    @Claudia:

    Was Dumm-Michel anbelangt, damit werden wir uns wohl abfinden müssen und die Nazikeulen werden noch heftiger werden.

    Sicher ist gegen Dummheit kein Kraut gewachsen. Vor Strafe schützt sie aber nicht. Ich habe auch nicht vor, mir das auf ewig gefallen zu lassen. Unter anderem setze ich mich für die Wahl der AfD bei den bevorstehenden Bundestagswahlen am 22. September ein, um endlich die Einheitsfront der Blockparteien zu durchbrechen, die solche gutmenschliche Politik betreiben. Dann wird auch endlich die einheimische Bevölkerung wieder eine Stimme und ein öffentliches Forum bekommen.

  12. Wahr-Sager sagt:

    @Claudia:

    „… und die Nazikeulen werden noch heftiger werden.“

    Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber was tun dagegen? Ich wüsste es.

  13. Bertram sagt:

    Karl Murx.

    es ist ja nun so; seit jahrzewhnten hatte die einheimische bevölkerung durchaus in zeitabständen eine stimme und plattform, es gab parteien wie die republikaner oder auch jüngere versuxche wie die „freiheit“. ich stimme keinesfalls mit allen standpunkten dieser parteien überein, hatte aber jedenfalls gehofft, daß sie einen genügend großen stachel im fleisch der brd bilden würden, um die verhältnisse wenigstens ansatzweise zu beeinflussen. natürlich war das eine müßige hoffnung. mein reden ist: wir sind eben doch selber schuld, alle zusammen. ein paar initiativen und isolierte politiker a la gauweiler oder andere, sind letztlich ohne wirkung. und eine art „erhebung“ in deutschland ? hahaaa… wer denn, wie denn ? nichtmal einen vernünftigen führer haben wir ja aufzuweisen – es gibt im konservativen oder sonstigen lager keinen politiker mit annäherndem rückgrat und profil.

  14. Mister Panopticon sagt:

    @ chicano: Hier liegt doch wieder der Hase im Pfeffer begraben. Das Problem war doch erstmal, dass die sogenannte(!) „westliche Kultur“ dank dem Hollywood-Kulturimperialismus sich quasi „selbst“ erledigt. Ich hoffe zumindest, Fatima meint zuerst „Hollywood“, wenn sie von „westlicher Kultur“ (- „Mainstream“ ) redet. Und was Hollywood nicht schafft, erledigt der Monopolkapitalismus, -oder Brüssel.
    Ich verstehe zumindest die Menschen, die überhaupt(!) noch Kultur haben, dass sie nicht sich ins bestehende Vakuum hineinassimilieren (lassen) wollen; auch wenn das trotzdem offensichtlich-logisch-automatisch starkes Konfliktpotenzial (mit dem „Wirts-Volk“) bietet. Man kann (hauen Sie mich bitte!) sogar behaupten, dass das Hauptroblem ironischerweise „die Assimilierten“ sind; allerdings die, die sich ins Prekär-RTL2-Milieu hinein integriert haben, und dadurch sogar noch „heimatloser“ als die Bunzeldeutschen sind- sodass „Heimatgefühle“ allenfalls dort beim kollektiven „Schländerklatschen“ aufkommen. -Seien diese, in ihrer „Integrationsform“, übrigens „ghettoisiert“ , oder nicht.

    Die „Restdeutschen“, die wenigstens noch einen Funken Patriotismus, trotz der offenkundigen Malaise, aufbringen, und die ebenfalls (meint: wie der „Standardmensch“) vorurteilsbeladene, teils von außen (siehe z.B. Türkei…) angestachelte, muslimische Bevölkerung geraten dann in Clinch, weil beide Kultur haben und/oder wenigstens wollen, weil hier der (kulturelle) Widerspruch überhaupt zutage treten kann (-nützt dieser „Clash“ eigtl. der Kultur oder der Unkultur? ) – ganz im Gegensatz zu den gefühlten 80% Rest-„Mitinsassen“ , die den „Segnungen“ des Amerikanismus frönen. Frage: „Fremd im eigenen Land.“ -Aber: Warum? Wenn 5 Millionen Menschen aus den islamischen Ländern (-relativ wenige Muslime darunter-) eine (gefühlte) „Bedrohung für die Deutungshoheit“ der Mehrheitsgesellschaft darstellen- was sagt das über die Gesellschaft aus? Ist die Angst vor Überfremdung nicht auch (gerade) dem Gefühl der eigenen Entfremdung (und Ohnmacht) , VOR der herrschenden „Kultur“, geschuldet?

    Frau Özoguz hat mit ihrem Statement der „Leute, die gegen den Strom schwimmen“ , ja durchaus recht; sei es nun Femen, Homo-Ehe, etc. – Oder: Allgemeiner: Kultur und Werte, – seien diese nun okzidental, oder orientalisch. Dem (indifferenten) Hauptstrom Richtung Barbarei, Sklaverei, Verblödung, Diktatur, „Bankenfaschismus“ will hier doch keiner folgen, -oder?!

  15. MartinP sagt:

    Carlo sagt: Juni 7, 2013 um 16:39
    „…
    @Michael Theren
    Zu Ihrer Frage des “Nichtdeutschseinwollens” ist das umständliche Erbschaftsrecht des türkischen Staates als ein gewichtiger, auch nachvollziehbarer Grund anzuführen.
    Aber geh’n Sie doch einfach mal mit einem Ihrer türkischen Nachbarn ein Bier trinken und sprechen dabei das Thema an.“

    Aber Bier trinken macht hungrig, dazu könnte man ihm eine leckere Curry-Wurst, ein Schnitzel oder ein Mettbrötchen mitbringen.

    Aber im Ernst: Glauben sie wirklich, dass bei ostanatolischen Türken, die teilw. mit 400 € auskommen müssen, es viel zu erben gibt? Oder bei noch ärmeren Kurden?
    Wegen des niedrigen Einkommens dort SIND die ja hier!

    Und ich meine: Nach deutschem Recht können sie erben. Ausländische Probleme müssen bitte auch im Ausland gelöst werden! Wir wären doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir deutsche Gesetze nach ausländischen Vorschriften machten.
    Das gilt auch und insb. für die „doppelte, dreifache, vierfache“ Staatsbürgerschaft.

  16. MartinP sagt:

    Fatima Özoguz sagt: Juni 8, 2013 um 08:41
    „Mein Reden seit langem. Daher nützt das ganze Assimilationstheater überhaupt nichts, denn machen wir uns doch nichts vor: Wenn davon geschwafelt wird, dass die Muslime (nicht nur Türken) sich “endlich mal integrieren” sollen, meint man doch Assimilation, völliges Aufgehen in der Gesellschaft. […].“

    Interessante Meinung. Für Sie gibt es nur schwarz oder weiß, 0 oder 1?
    Und wofür genau werden dann Jahr für Jahr Millionen für Integrationskurse, -ämter, -räte etc. ausgegeben?

    Denken wir ihren Gedanken einmal umgekehrt: Was ist die Alternative? Segregation/Parallelgesellschaft? Oder Integration/Assimilation von Einheimischen in eine orientalisch geprägte Gesellschaft?
    Zumindest das letztere müsste in ihren Augen gleichermaßen verwerflich sein als das, was sie kritisieren.

    Dennoch: Ich möchte, dass alle Menschen hier von den Gesetzen gleich behandelt werden und gleichermaßen das Gesetz respektieren. „Rosinenpicken“ gibt es nicht. Sonst trete ich noch der „Religions“gemeinschaft der Pastafaris bei – die haben ganz andere Ansichten, was das Leben von Männern und Frauen in einem Staat sein sol.l.🙂

    Ist es ihrer Meinung nach OK, dass türkische Männer deutsche Frauen heiraten dürfen, aber türkische Frauen deutsche Männer nicht? Wo bleibt die Emanzipation?

  17. @M. Panopticon: Eine gute Analyse. Die Assimilation findet leider auf der negativen Ebene statt, wie Alkoholexzesse, desolate Familienverhältnisse etc., was Sie sehr schön mit „RTL 2-Milieu“ umschrieben haben.

  18. Eveline sagt:

    @Karl-Murx sagt:
    Sicher ist gegen Dummheit kein Kraut gewachsen. Vor Strafe schützt sie aber nicht. Ich habe auch nicht vor, mir das auf ewig gefallen zu lassen. Unter anderem setze ich mich für die Wahl der AfD bei den bevorstehenden Bundestagswahlen am 22. September ein, um endlich die Einheitsfront der

    Die Politik ist so schizophren , wie die brd nur ein Teil vom Ganzen ist. Unser Deutschland.
    Nur deshalb, „unserer“ eigenen Zerissenheit geschuldet, konnte das Konstrukt brd entstehen. Sozusagen ein Derivat von Deutschland mit ihren Wahlgesetzen u.s.f
    Die AfD kann nur in den Bundestag kommen, wenn Sie , ihr Ihren Geist geben, ihre Stimme, Geist manifestiert sich über unsere Stimme.
    Das ist keine Kleinigkeit – auf der seelisch-geistigen Ebene sogar ein Verbrechen, ist mir jetzt auch erst vor kurzem richtig bewusst geworden. Denn jetzt werden Sie entfremdet, ihre ganzen Gedanken Kraft und Ideen bekommt diese Partei.
    Wer ist diese Partei, wer sind die Märkte?
    Ihnen wird gar nicht mehr in den Sinn kommen, woanders Lösungen zu suchen. Geist abgegeben. Und das ist doch schade.
    Habe – in der Psychiatrie – beobachten können wie schnell das geht.
    Ich persönlich halte es für viel dringender, die eigenen inneren Mauern einzureissen, Parteien braucht kein mündiger Mensch,
    denn die eigene innere Freiheit wird sich sofort dann im Außen zurückspiegeln.
    Wahlen kann es sicher geben, aber nur wenn Ortschaft a eine Strasse haben möchte, die Ortschaft b tangiert. Dann wird jemand gewählt, der die Meinung der Ortschaft b sammelt und Richtung Ortschaft a trägt. Die Reisekosten werden erstattet und das war es.
    Wozu überhaupt ein Berlin?

  19. „Im Unterschied zu den damaligen Juden in D gehören sie mehrheitlich nicht der Mittel- bzw. Oberschicht an, sondern leben zu einem wesentlich höheren Anteil hauptsächlich von Sozialtransfers und weisen einen signifikant geringeren Bildungs- und Qualifikationsgrad auf. “

    Eben das erhärtet doch nur whistleblowers Aussage. Sie waren weniger „andersartig“ als die Deutschen, sogar perfekt assimiliert. Leider nützte ihnen das gar nichts im Endeffekt.

  20. chicano sagt:

    @ fatima

    „Eben das erhärtet doch nur whistleblowers Aussage. Sie waren weniger “andersartig” als die Deutschen, sogar perfekt assimiliert. Leider nützte ihnen das gar nichts im Endeffekt.“

    ja eben und daher erinnern sie mich an die deutschen von heute.

    “ Die Assimilation findet leider auf der negativen Ebene statt, wie Alkoholexzesse, desolate Familienverhältnisse “

    verdrerhung ala orwell erster güteklasse, auf sie ist verlass.
    wo es nicht einmal integration gibt, da ist wohl von assimilation kaum zu sprechen. und wer verlangt schon zwangs-rtl? was erwartet wurde und wird,ist oft genug diskutiert worden, das sie jetzt so einen xxxxx schreiben, zeigt nur erneut, welch geistes kind sie sind.

    also mal auf ihre art:

    und ja, wir deutschen könnten so viel lernen, oder?
    intakte familienverhältnisse mit töchtersklavin und prinzchensohn, zweit- und drittfrau vom steuerzahler gefüttert, verachtung der kultur in die man selbst hineingezogen ist und nun der versuch diese, weil sie sooo schlecht ist, von innen auszuhölen, natürlich organisiert und finanziert mit geldern aus ländern, in denen frauen freiwild sind, schwule öffentlich hingerichtet werden, und pornographie ebenso wie kinderpornographie über das world wide web überdurchschnittlich hoch abgefragt werden, mehr als in jedem „hollywood-land“. und vergessen wir nicht all die anderen tollen errungenschaften ihrer preferierten vorbilder, wie zeitehe, kinderheirat usw. usw. usw……..ja also wirklich, da sollte der degenerierte westen sich doch endlich selbst auflösenund sich arschimilieren.
    und überhaupt eine religion die von vornherein auf verdrängung aus ist….denn WIE SOLL man verstehen, das ein muslemischer mann eine christin heiraten darf abe eine muslemische frau keinen christen??? weil die frau die kinder bekommt und die müssen bereits vbei der geburt ihren religiösen stempel kriegen und der muss definitiv muslemisch sein.

    so und jetzt mal jenseits ihrer schier unerträglichen polemik und hetze gegen alles westliche…..nirgends ist alles perfekt aber anders unperfekt. möge doch jeder dorthin gehen, wo er seine alte kultur bewahren will, wogegen auch imme…..aber bitte nicht woanders hingehen und da seine kultur mitschleppen und denen übestülpen wollen, die schon genug damit haben sich gegen rtl zu verteidigen.

    also verteidigt doch bitte die vielen hohen kulturgüter der orientalischen kultur und den ganzen zauber dort, wo er kulturgut seit jeher ist……wir haben hier unsere eigenen kämpfe, sie wissen schon rtl2 etc…..

  21. Claudia sagt:

    @Bertram
    „es gibt im konservativen oder sonstigen lager keinen politiker mit annäherndem rückgrat und profil.“

    Genau das ist es. Dies betrifft nicht nur Politiker sondern einen Großteil der Deutschen, die leider zu feigen Arschkriechern mutiert sind. Hauptsache allen anderen gefallen und nicht anecken. Und wenn dann auch noch die Nazikeule geschwungen wird, zucken alle ängstlich zusammen und beteuern, dass sie gegen die Mißstände im Land nichts einzuwenden haben.

    @ Wahrsager
    „Aber was tun dagegen? Ich wüsste es.“

    Ich auch. Wahrscheinlich (wenn nicht noch ein Wunder geschieht) werden wir die letzten Goten sein. Aber dann bitte aufrecht bis zum Schluss.

  22. „Ist es ihrer Meinung nach OK, dass türkische Männer deutsche Frauen heiraten dürfen, aber türkische Frauen deutsche Männer nicht? Wo bleibt die Emanzipation?“

    das ist schlicht nicht wahr, da gibts sogar ein Beispiel in meiner Familie.. Überhaupt eine gängige Methode bei vielen hier, Fragen dauernd als Unterstelllungen zu formulieren und zu glauben, dass es nicht auffällt. Längst durchschaut, Pech!
    Wäre es nicht vielmehr einer Überlegung wert, ob es nicht sein könnte, dass viele Türkinnen offenbar gar keinen deutschen Mann WOLLEN?

  23. Monika H. sagt:

    @chicano
    >WIE SOLL man verstehen, das ein muslemischer mann eine christin heiraten darf abe eine muslemische frau keinen christen??? weil die frau die kinder bekommt und die müssen bereits vbei der geburt ihren religiösen stempel kriegen und der muss definitiv muslemisch sein.

    Das ist bei Juden genauso: Ob eine Person Jude ist, hängt nach geltendem rabbinischem Recht davon ab, ob sie von einer jüdischen Mutter abstammt.

    Es hat etwas mit den Genen zu tun und dem „Erhalt der Rasse“, da gewisse Gene nur über die Mutter vererbt werden (Mitochondriale Vererbung?)

  24. brain freeze sagt:

    @ Karl Murx

    AfD ist eine Wirtschaftspartei, kein Kulturbund.

    Die „Integrationsargumente“ greifen zu kurz.

    Türken/Kurden sind nicht schuld an der kulturellen Krise der Deutschen. Leider ist der heutige deutsche Kulturbegriff schon problematisch, weil er aus Angst und Trotz nur eine völkische Variante zulässt und sich selbst genau deswegen regelmäßig diskreditiert.

  25. ue sagt:

    @ Fatima
    @ Karl_Murx

    Der Begriff der Assimilation durchzieht die politische Diskussion von der Aufklärung 1781 bis zur Vernichtung der Juden. Die Argumentationsmuster gegen die nicht assimilierten Juden im 19. Jahrhundert ähneln den Mustern, die jetzt gegen die Türken und Muslime aktiviert werden. Wolfgang Benz hat darauf ganz gut verwiesen.

    Das Konzept der Assimilation beginnt im Zentrum der Aufklärung 1781 (Christian Wilhelm von Dohm) und nennt sich „bürgerliche Verbesserung“ und ist auf mehrere Generationen angelegt. 1844 folgt dann die Radikalisierung zur „Judenfrage“ durch die Gebrüder Bauer. 1879 beginnt die moderne antisemitische Bewegung, die dann bis zum I. WK jede Bürgerstube durchdrungen hat.

    Die jüdischen Reaktionen sind in der ersten Phase Anpassung, Übertritt zum Protestantentum ob der Karriere-Chancen (fast alle Kinder Mendelsohns, Heine, der Vater von Karl Marx usw.) Ab den 30er Jahren jedoch zeichnet sich unter dem Begriff der Emanzipation ein neues modernes jüdisches Kulturbewusstsein ab, auf das die Bauerbrüder mit der Judenfrage antworten: wenn die Assimilation nicht greift, dann muss Gewalt her. Der wichtigste Theoretiker dieser Gewalt ist übrigens der Sozialdemokrat Eugen Dühring, und die Antwort von Engels ist weitschweifig, aber im entscheidenden Punkt nicht vorhanden. Auf diese gewalttätige Bewegung des modernen Antisemitismus antworten Theodor Herzl und andere 1890 mit „Alt-Neuland“, also der zionistischen Bewegung. Karl Marx wird übrigens erst 1844 in der Antwort auf die Gebrüder Bauer zum Radikalen, indem er der bürgerlichen Gesellschaft ihren Erlöstheitsanspruch bestreitet und mithin das Recht, diese Assimilation zu fordern. Der Rest ist dann Geschichte des 20. Jahrhunderts.

    Solange unsere Kultur keinen Gottesbezug hat, der uns eint, auf den alle sich beziehen und aus dem alle heraus diesem Land dienen in dem jedem jeweils möglichen Maße, solange ist die Argumentation mit der Assimilation Brandstiftung. Es heißt, dass die Klugen immer neue, die Dummen aber immer denselben Fehler machen. Wir sollten als Deutsche wenigstens neue Fehler machen.

  26. Mister Panopticon sagt:

    @ Chicano: Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass es eine konzertierte und organisierte Aktion der islamischen Länder gegen Europa und Deutschland gibt, worin jeder hier lebende Türke, Afghane, Tunesier, Iraner, Syrer, etc. (heimlich) eingebunden ist, um in einem Feldzug das, was damals in Wien nicht gelungen ist, nachzuholen? Und es ist kein Projekt der „westlichen Eliten“, inklusive der Kartellwirtschaft, um einerseits die Löhne zu drücken und Kosten zu sparen, andererseits um die Solidarität der Völker und Bevölkerungen (untereinander) zu zerstören?
    (Zusammen übrigens mit allem, was sonst über dieses Thema zu sagen ist)
    Der Islam ist also das treibende „Subjekt“, und kein Objekt in diesem „Spiel“ ? – Ich kenne Erdogans Aussagen dazu, die ihnen vermutlich im Kopf herumschwirren; die einzelnen Menschen, die hier ansässig sind, verfolgen also alle („bewußt“ ) seine Ziele- und sind von sich aus für den „Kulturkampf“ gerüstet, und ideologisch aufmunitioniert? Es geht diesen Menschen, die also nur vorgeben, hier leben, lieben, arbeiten, etc. zu wollen, also zentral darum, den („schwachen“ ) Okzident bewußt zu unterwandern und zu zerstören, und den Orient samt seiner „Überlegenheit“ hier einzuführen? – Interessant! Die Kriege, die Amerika, als heimlicher Komplize des weltumspannenden Islam, im nahen und mittleren Osten führt, unter den Vorzeichen des „Clash of Cultures“ , sind entsprechend ebenfalls dazu da, um diesen „Kultur-Export“ zu fördern, weswegen sie uns vorher mit Hollywood beschallen; aber nicht, um ihre eigenen Ziele – und die der Banken- umzusetzen, – sondern die des Islam? Ich muß gestehen: So habe ich das bisher noch garnicht gesehen…😉 Und: Raffiniert, raffiniert!😀

    Wenn Sie übrigens vorhaben, die eigene, europäische, russische, französische, deutsche, Kultur zu fördern und zu stärken, die unwiderlegbare Anreize bietet, dazuzugehören, und die die Leute fesselt und mitnimmt, inklusive auch der „orientalischen“ Bevölkerungsgruppen, statt sie in alle Richtungen zu spalten und zu beherrschen: Meine volle Unterstützung haben Sie!

  27. brain freeze sagt:

    @ Karl Murx II @ Fatalist

    Live-Ticker NSU-Prozess Thüringer Allegemeine; 5.Juni 2013:

    „Carsten S. erzählt auch mehr Details zur Übergabe der Ceska in Chemnitz. „Im Kaufhaus-Restaurant in Chemnitz (vor der Übergabe der Waffe) habe ich einen Brief (von Böhnhardt oder Mundlos“ mitgenommen […]“
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/ticker

    Eröffnung der Galeria Kaufhof am 18. Oktober 2001
    http://www.ulrichhertel.de/khopen.html

    Die Übergabe kann also nicht 1999 oder 2000 stattgefunden haben.

  28. Karl_Murx sagt:

    @brain freeze:

    AfD ist eine Wirtschaftspartei, kein Kulturbund.

    Ersteres ist Ihre diffamierende Fehldarstellung der AfD, letzteres hat niemand behauptet.

    Türken/Kurden sind nicht schuld an der kulturellen Krise der Deutschen.

    Türken/Kurden sind ohnehin nie an etwas schuld. Für die kulturellen Selbstzweifel und der um sich greifenden Dekadenz des Westens in Form der linksgrün-gutmenschlichen Kulturrelativerer sind sie sicher nicht verantwortlich. Wohl aber dafür, daß inzwischen in ganzen Vierteln deutscher Städte die deutsche Gesellschaft inklusive deren Sprache und Kultur kaum noch stattfinden. Von der antideutschen, rassistisch motivierten Gewalt und Kriminalität und der Wühlarbeit der ethnischen Lobbies und Organisation a lá Milli Görüs und den Grauen Wölfen ist da noch gar nicht mal die Rede, von den importierten ethnischen Konflikten zwischen Türken und Kurden, denen wir offensichtlich die Dönermordserie verdanken, ebenfalls nicht.

    Leider ist der heutige deutsche Kulturbegriff schon problematisch, weil er aus Angst und Trotz nur eine völkische Variante zulässt und sich selbst genau deswegen regelmäßig diskreditiert.

    Reden Sie bitte keinen Unfug, an den Sie mit Sicherheit selbst nicht glauben. Wie jedes andere Land, besitzt auch Deutschland seine eigene Kultur, die Sie von mir aus „Leitkultur“ oder „kulturelle Identität“ nennen können. Die Erhaltung dieser eigenen kulturellen Identität hat nicht, absolut nichts mit völkisch oder einem dieser anderen Invektiven, sondern schlicht mit Selbstbehauptung zu tun.

  29. Karl_Murx sagt:

    @ue:

    Der Begriff der Assimilation durchzieht die politische Diskussion von der Aufklärung 1781 bis zur Vernichtung der Juden. Die Argumentationsmuster gegen die nicht assimilierten Juden im 19. Jahrhundert ähneln den Mustern, die jetzt gegen die Türken und Muslime aktiviert werden.

    Die nächste Nazikeule. Mehr ist zu Ihrem wortreichen vernebelnden Geschwafel nicht zu sagen. Entweder es gelingt der Allesversteher- und Kulturrelativiererfranktion endlich, sich von dieser krankhaften Fixierung auf die 12 Jahre NS-Zeit zu lösen. Oder eine Debatte mit ihr hat keinen Sinn mehr.

  30. Karl_Murx sagt:

    @Mister Panopticon:

    @ Chicano: Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass es eine konzertierte und organisierte Aktion der islamischen Länder gegen Europa und Deutschland gibt, worin jeder hier lebende Türke, Afghane, Tunesier, Iraner, Syrer, etc. (heimlich) eingebunden ist, um in einem Feldzug das, was damals in Wien nicht gelungen ist, nachzuholen?

    Nein, das hat Chicano weder gesagt noch gemeint. Daß es aber der Mainstream der hier im Westen lebenden Muslime ist, den Westen und seine Gesellschaft, also diejenigen, die sie aufgenommen haben und ihnen Schutz, Existenz und Aufstiegschancen gewähren, kulturell abzulehnen und seiner Lebensweise bestenfalls gleichgültig, im schlimmeren Fall voll Verachtung, gegenüberzustehen. Daß sich in einer solchen Umgebung antiwestliche und islamistische Gruppen, Organisationen und Lobbies bewegen können wie der Fisch im Wasser, sollte jedem einleuchten. Da liegt das Problem.

    Und es ist kein Projekt der “westlichen Eliten”, inklusive der Kartellwirtschaft, um einerseits die Löhne zu drücken und Kosten zu sparen, andererseits um die Solidarität der Völker und Bevölkerungen (untereinander) zu zerstören?

    Sie hauen hier in erkennbarer Absicht Dinge durcheinander, die nicht zusammengehören. Das eine gibt es unabhängig vom anderen.

  31. Karl_Murx sagt:

    @brain freeze:

    @ Karl Murx II @ Fatalist

    Live-Ticker NSU-Prozess Thüringer Allegemeine; 5.Juni 2013:

    “Carsten S. erzählt auch mehr Details zur Übergabe der Ceska in Chemnitz. „Im Kaufhaus-Restaurant in Chemnitz (vor der Übergabe der Waffe) habe ich einen Brief (von Böhnhardt oder Mundlos” mitgenommen […]”
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/rechtsterrorismus/ticker

    Eröffnung der Galeria Kaufhof am 18. Oktober 2001
    http://www.ulrichhertel.de/khopen.html

    Die Übergabe kann also nicht 1999 oder 2000 stattgefunden haben.

    Das stand so im Artikel von JE auf Compact-online.

  32. Karl_Murx sagt:

    @FÖ:

    Wäre es nicht vielmehr einer Überlegung wert, ob es nicht sein könnte, dass viele Türkinnen offenbar gar keinen deutschen Mann WOLLEN?

    Sind das etwa Rassistinnen/Biologistinnen/Nationalistinnen, alles also Dinge, die man dem pöhsen Sarrazin vorgeworfen hat?

  33. Monika H. sagt:

    @Fatima

    >Wäre es nicht vielmehr einer Überlegung wert, ob es nicht sein könnte, dass viele Türkinnen offenbar gar keinen deutschen Mann WOLLEN?

    Bitte, verschließen Sie doch nicht die Augen vor der Wahrheit – oder wissen Sie tatsächlich nichts von den „großen Brüdern“, die ihre „kleinen Schwestern“ ehrenmorden oder zumindest „einschüchtern“ müssen, wenn sie sich mit einem Nicht-Moslem liieren?

    Die Angst, die den jungen Mädchen und Frauen von Kindesbeinen an eingeimpft wird, und sie diesen Gedanken gar nicht erst wagen lassen, klammern Sie völlig aus.

    Und von Zwangsehen haben Sie auch noch nichts gehört?

    Wirklich, Fatima – Interkulturprobleme hin oder her, es geht hier um tausende Frauen in Deutschland, die unter diesem „System“ leiden.

  34. Stepher sagt:

    Karl_Murx sagt:
    Juni 8, 2013 um 10:07
    zeigen die hier lebenden wesentlich zahlreicheren Türken in weiten Teilen wenig Anzeichen, sich zu assimilieren

    Und das hat System;
    Das hat Ergowahn doch propagiert o-Ton:
    „Assimilation ist ein Verbrechen!“

  35. chicano sagt:

    @ mr. panopticon

    „Ich entnehme Ihren Ausführungen, dass es eine konzertierte und organisierte Aktion der islamischen Länder gegen Europa und Deutschland gibt, worin jeder hier lebende Türke, Afghane, Tunesier, Iraner, Syrer, etc. (heimlich) eingebunden ist, um in einem Feldzug das, was damals in Wien nicht gelungen ist, nachzuholen?“

    was sie so alles zu entnehmen meinen .)
    nein, es gibt solche bestrebungen, und sie sind von den islamverbänden und einigen anderen in der tat befeuert….aber alle islamischen länder? ich bitte sie! alle muslime? ich muss nochmals bitten!

    „Und es ist kein Projekt der “westlichen Eliten”, inklusive der Kartellwirtschaft, um einerseits die Löhne zu drücken und Kosten zu sparen, andererseits um die Solidarität der Völker und Bevölkerungen (untereinander) zu zerstören?
    (Zusammen übrigens mit allem, was sonst über dieses Thema zu sagen ist)“

    aber ja, doch, und tausendfach so von mir beschrieben….

    „Der Islam ist also das treibende “Subjekt”, und kein Objekt in diesem “Spiel” ?“

    sowohl als auch, würde ich sagen, denn er bleibt ja nicht vor den türen stehen, die ihm von, wie nannten sie es, „westliche eliten“ (?), ja von denen geöffnet werden. im gegenteil, sie wollen eigene staatsverträge und vertreter dieser lobbys und verbände erklären uns täglich, wie verkommen der rest unserer kultur ist. mir ist sie aber noch immer weit lieber als jede andere derzeit auf der welt.

    „Es geht diesen Menschen, die also nur vorgeben, hier leben, lieben, arbeiten, etc. zu wollen, also zentral darum, den (“schwachen” ) Okzident bewußt zu unterwandern und zu zerstören, und den Orient samt seiner “Überlegenheit” hier einzuführen?“

    sie haben humor. das mag ich!
    nein, aber die lobbys und verbände, sie sind es, die hier ihr spielchen spielen und die normalen menschen muslemischen glaubens versuchen zu radikalisieren und dem zusammenleben mit uns abspänstig zu machen. sie wissen so gut wie ich, wie gut man den normalen menschen, die sich eben für den muslemischen glauben entschieden haben, zusammenleben kann….sehr gut nämlich.

    ich muss sie enttäuschen, da ist nichts von dem, was sie meinen worten (angeblich9 entnehmen (möchten).

    „Interessant! Die Kriege, die Amerika, als heimlicher Komplize des weltumspannenden Islam, im nahen und mittleren Osten führt, unter den Vorzeichen des “Clash of Cultures” , sind entsprechend ebenfalls dazu da, um diesen “Kultur-Export” zu fördern, weswegen sie uns vorher mit Hollywood beschallen; aber nicht, um ihre eigenen Ziele – und die der Banken- umzusetzen, – sondern die des Islam? Ich muß gestehen: So habe ich das bisher noch garnicht gesehen…😉 Und: Raffiniert, raffiniert! :D“

    die ehre der raffinesse gebührt ihnen, werter mr. panopticum!😄

    wie gesagt, einige sind so erpicht darauf, die welt mir ihrem glauben zu beglücken, das sie gern das pferd besteigen, das die amis (und andere) ihnen sattlen, leider.

    wir sollten diesen die rote karte zeigen und mit den vielen muslimen, die nichts am hut haben mit welt-muss-muslmisch werden……zusammen stehen.

    oder was meinen sie?

    Wenn Sie übrigens vorhaben, die eigene, europäische, russische, französische, deutsche, Kultur zu fördern und zu stärken, die unwiderlegbare Anreize bietet, dazuzugehören, und die die Leute fesselt und mitnimmt, inklusive auch der “orientalischen” Bevölkerungsgruppen, statt sie in alle Richtungen zu spalten und zu beherrschen: Meine volle Unterstützung haben Sie!

  36. ups2009 sagt:

    Ja immer schön die Nazikeule, dabei wird die reale „immerwährende Freundschaft“ irgun & nsdap aus der Geschichte herausgeschrieben.😀

    “Ich sage immer: den Juden damals hat es auch nichts genutzt, dass sie perfekt Deutsch sprachen, manchmal sogar deutschnationale Staatsbürger waren.”

    Ach den Juden ?? Haben die Juden schon eine Klassenlose Gesellschaft? Die jüdische Bevölkerung wird also nicht in verschiedene Gruppen untergliedert? Nicht nach Soziallage in Klassen und Schichten?

    Gutle Rothschild (born Schnapper) Es gibt keinen Krieg, meine Söhne werden kein Geld dafür geben!

    Haben die Enkel von Rothschild und die Bettler aus dem jüdischen Prekariat in der Internierung gemeinsam auf den US-amerikanischen Pass bzw. englischen Pass für Palästina gewartet?

    „Die nächste Nazikeule. Mehr ist zu Ihrem wortreichen vernebelnden Geschwafel nicht zu sagen. Entweder es gelingt der Allesversteher- und Kulturrelativiererfranktion endlich, sich von dieser krankhaften Fixierung auf die 12 Jahre NS-Zeit zu lösen. Oder eine Debatte mit ihr hat keinen Sinn mehr.“

    Nur deren eigene Waffen helfen gegen „dieser krankhaften Fixierung“, Stichworte Judenemanzipation Karl Marx😀

    ———-
    PS:

    AfD … Partei … Partition … Partitionierung

    Dazu ein Fundstück welches ganz meiner „Meinung“ entsprechend:

    „Es ist keine Frage der Partei. Der größte Fehler in den USA war, die Schaffung eines politischen Parteiensystems. George Washington und später andere haben das verstanden. Das war die größte Idiotie die sich die Vereinigten Staaten je aufgezwungen haben.
    Die Demokratische Partei ist ein heilloses Durcheinander. Es gibt keine Kohärenz, dass sind bloß ein paar Gangster denen ein paar Narren hinterherlaufen. Die eine Art Baseball oder Fußballspiel gewinnen möchten, sie sind wie Fußballmannschaften und alle begeistern sich dafür die jeweils andere Mannschaft zu schlagen.
    Wie wäre es zur Abwechslung mal etwas für das Land zu tun, statt bloß zu versuchen das andere Team zu schlagen? Kehren wir zu einem System zurück in dem wieder der Bürger entscheidet und nicht irgendeine Partei.
    Der Bürger darf seine Unabhängigkeit als Bürger nicht aufgeben. Wir brauchen eine Regierung auf der Grundlage der Diskussion über Ideen und nicht die Gier und Obszönität, die wir in letzter Zeit sehen….
    Wir wollen einen denkenden Bürger, einen Bürger der es sich zur Gewohnheit macht hat, die Dinge zu durchdenken, Entscheidungen zu durchdenken und der eine Bildung verlangt, die notwendig ist um die Entscheidungen zu treffen die von ihm verlangt werden, so wie es George Washington beabsichtigte.“

    http://prekariat-pressedienst.blogspot.de/2012/10/wenn-man-obamas-derzeitige-politik.html

  37. Wahr-Sager sagt:

    @ue:

    „Wolfgang Benz hat darauf ganz gut verwiesen.“

    Wolfgang Benz ist übrigens einer der zahlreichen Gefälligkeitshistoriker der BRD, der den Roman „Bruchstücke“ des Betrügers Binjamin Wilkomirski jahrelang für authentisch hielt. Aber nicht nur bei ihm gab es diesbezüglich keine Zweifel – siehe hierzu auch: http://www.zeit.de/1998/39/199839.wilkomirski_.xml

    blogregeln beachten

  38. ups2009 sagt:

    wenn ich die „germanophoben Flut-Brigade“ bislang nur für einen bösen Streich erachtete …

    http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Sandsaecksperre-in-Greiz-entfernt-Mehrere-Strasse-ueberflutet-349485648

    Sandsacksperre in Greiz entfernt: Mehrere Straße überflutet

    Unbekannte Täter öffneten am Sonntag in der Zeit zwischen 13 Uhr und 17 Uhr im Gartenweg und in der Carolinenstraße den von der Feuerwehr errichteten Verbund der Sandsäcke auf einer Breite von jeweils 2,50 Meter.
    Greiz. Damit konnte das Hochwasser ungehindert in die betreffenden Straßen hineinlaufen. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und sucht Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können.

  39. Karl_Murx sagt:

    @ups2009:

    Dazu ein Fundstück welches ganz meiner “Meinung” entsprechend:

    “Es ist keine Frage der Partei. Der größte Fehler in den USA war, die Schaffung eines politischen Parteiensystems. George Washington und später andere haben das verstanden. Das war die größte Idiotie die sich die Vereinigten Staaten je aufgezwungen haben.

    Die Existenz von Parteien, die den politischen Willen der Bürger bündeln und vertreten, sind ein unumgänglicher Fluch der Demokratie. Wie man am Beispiel Schweiz sieht, können sie aber sehr wirkungsvoll durch die Bevölkerung kontrolliert werden, wenn sie sich von deren Interessen zu weit entfernt haben.

    Die AfD tritt für Volksentscheide über wesentliche Dinge wie Euro, Einwanderung usw. ein. Im Unterschied zu den Blockparteien, die sich vor so etwas hüten werden wie der Teufel vorm Weihwasser, kann man ihr abnehmen, das ernsthaft zu betreiben.

  40. Loewe sagt:

    Für bindende Volksentscheide müssen erst einmal die Gesetze geschaffen/geändert werden. Dazu braucht es Mehrheiten in den Parlamenten (Bund/Länder/Kommunen). Für solche Gesetzesänderungen sind 2/3-Mehrheiten nötig.

    Deshalb kann man das leicht versprechen und nachher sagen, es lag nicht an der Partei, dass das nicht durchführbar ist. Ich würde begrüßen, wenn da ehrlich aufgeklärt würde, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen. Besonders in Baden-Württemberg und Bayern sind die Hürden extrem hoch. Da ist ein Quorm von 35% die Schwelle – fast unüberwindbar je nach Thema.

    Hinzukommt, dass über ein Thema, das z.B. länderfinanziert werden soll, aber nur einen Standort innerhalb des Landes betrifft, das ganze Land abstimmen muss und dort sowohl das Interesse als auch die Information zur Abstimmung fehlt.

    Die herkömmlichen Parteien haben sehr wohl in der Vergangenheit per Gesetz dafür gesorgt, dass das Volk gar kein Mitspracherecht haben KANN. Es soll ihm genügen, alle 4 oder 5 Jahre irgendwelche Parteilisten-Fuzzis unbekannterweise zu wählen, um deren Stimme man nicht mit Leistung wirbt, sondern mit einem Kugelschreiber, einer Billigrose oder einer Brezel 3 Wochen vor der Wahl und mit freiwilligen Parteiknechten. Das nennt nicht dann (Wahl-)KAMPF.

  41. Loewe sagt:

    PS: Siehe Beispiel Naturpark Nordschwarzwald. Die Grünen haben die Backen aufgeblasen, sich für Bürgerbeteiligung einzusetzen. Und jetzt? Keine Gesetzesänderung und große Lippe, auch gegen zwischen 70 und 85% Ablehnung bei Abstimmung in den betroffenen Regionen/Gemeinden. „Das bestimmen WIR“. Ende der Diskussion. Was geht uns der Bürger an. Was interessiert es uns, ob das die Bürger des Landes in Zukunft 10 Mio. jährlich kostet und die Einnahmen durch Holzschlag wegfallen. Ist ja das Geld der Bürger, das da sinnlos verpulvert wird. Warum soll man sie da fragen?

  42. Deichkind sagt:

    @ ups2009

    Hochwasser-Deichanschläge pöhser Streich?

    Eigentlich nur dumm, weil offenkundig false flag durch rechte Volltrottel. Als false flag NSU zwar ähnlich, aber der wurde nicht von links inszeniert. Warum „revanchieren“ sich rechte Dümmlinge nun auf diese Weise? Der „Bekennerbrief“ stinkt zu stark nach Muckibude und Billigbier. BTW: Links wird NSU durchaus angezweifelt. Das ist der feine Unterschied, zu Brownies, die die „Flutbrigade“ energisch „glauben“.

    Wird es jetzt eine Deichschutzstaffel besorgter Ordnungskräfte geben?

  43. Karsten sagt:

    Schon wieder gibt es hier diese Diskussion über Integration, westliche Kultur, die bitteschön den normalerweise nicht so netten Türken, die selbstverständlich muslimischzu sein haben, angenommen werden soll.
    doch dazu meine Frage, welche westliche Kultur? Was für Elemente hat diese Kultur, für die es wert ist, seine eigene Kultur, die man in der Kinderzeit erfahren hat zu vergessen?

    Westliche Kultur habe ich dieses Wochenende erfahren und die war so schlimm, das ich hier unbedingt fort möchte. Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen,wie sich ein Poizeistaat anfühlt und das es keinen Respekt vor dem Gesetz gibt. Wollt ihr, das so die Muslime werden??? Mir kann der Westen langsam gestohlen bleiben.

    In den Jahren 2008/09 hab ich mich mehrfach mit einer somalischen Dame getroffen, meistens im Embankment-Area. Und schon nach dem ersten Treffen verstand ich den Unterschied zwischen westlicher Kultur und ihrer Kultur. Sie hatte etwas, wovon westtliche Damen nicht mal ansatzweise wissen das es existiert: Benehmen, Anstand, kein Rauchen, nicht Samstags besoffen in der Tube sitzen…
    Das daraus nicht mehr geworden ist, lag an mir. Ich möchte in diesem Leben Religonsfrei sein. Es hat mir jedoch aufgezeigt, das man auch gelegentlich mal die andere Seite erfahren sollte. Sonst diskutiert man so, das es einfach nur lustig wirkt, aber nicht ernst zu nehmen ist.

  44. @Karsten: „Westliche Kultur habe ich dieses Wochenende erfahren und die war so schlimm, das ich hier unbedingt fort möchte. Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen,wie sich ein Poizeistaat anfühlt und das es keinen Respekt vor dem Gesetz gibt.“

    Was genau meinst Du damit? Klingt nach einem konkreten Anlass. Ansonsten – d´accord!

  45. tomy sagt:

    @Karsten:

    „Ich möchte in diesem Leben Religonsfrei sein. Es hat mir jedoch aufgezeigt, das man auch gelegentlich mal die andere Seite erfahren sollte. Sonst diskutiert man so, das es einfach nur lustig wirkt, aber nicht ernst zu nehmen ist.“

    Das sind goldene Worte, die wir alle verinnerlichen sollten.

    Eigentlich wollte ich mich hier nicht zu Wort melden, aber da ich das schon angefangen habe … spiele ich auch den „Besserwisser“ .

    Das Reden von der Westlichen oder Östlichen Kultur ist quatsch. Das sind Ansammlungen von vielen Kulturen die unterschiedlicher nicht sein können. Das eigentliche womit diese Leute ein Problem haben ist die Angst von Veränderung, dabei bedeutet das Leben – Veränderung. Die Deutschen haben früher Bäume angebetet und kein Bier gekannt …..🙂.
    Alles unterliegt diesem Wandel , die Gesellschaft so auch jeder einzelne von uns . Manche von Euch haben es ja schon erwähnt , dass man den Wandel kontrollieren und in eine bestimmte Richtung führen möchte. Und dass dies durch Globalisierung und Einfluß der Medien als Instrumente sehr wirkungsvoll umgesetzt wird, dennoch ist das eine Naturkonstante unseres Wesens , die weder gestoppt oder je zu Hundert Prozent kontrolliert werden kann
    Jeder von uns ist ein kleines Teilchen in diesem Strom und jeder wählt seine Richtung, vermögen wir auch nicht den Strom maßgeblich zu beeinflussen, ist diese Wahl unsere tatsächliche und einzigwahre Freiheit als Individuum.

    Wenn man unter diesem Aspekt das Problem- Integration und / oder Assimilation ansieht: Beides findet gleichzeitig und , was sehr wichtig ist , gegenseitig statt , wobei Assimilation an sich auch eine Art Integration bedeutet) . Mit anderen Worten : die Türken werden nicht zu Deutschen und die Deutschen werden nicht zu Türken , aber wir wachsen zu einer neuen Gesellschaft zusammen .
    Wenn Jemand dabei an die Paralellelgeselschaft oder parallele Koexistenz denkt- die Geselschaft ist eine Koexistenz verschiedener Menschen , Gruppen.

    Kultur hat neben dem geographischen auch sehr wichtigen geschichtlichen Aspekt , die Variable die sich immer ändert .
    D.h. die Kultur von Morgen ist immer noch Deutsche Kultur , sie veränderst sich nur , und die Leute die nach der Identität lechzen sind morgen immer noch Deutsche und versuchen die Deutsche Kulrur von Morgen zu beschützen🙂.

    Jtzt bin ich wieder am Anfang meiner Rede also muss ich Schluß machen vielen Dank für das Lesen , der Erste der scvhreibt , dass es Quatsch ist , kriegt ein Bier🙂.

  46. Deichkind sagt: Juni 11, 2013 um 05:26

    @ ups2009

    Hochwasser-Deichanschläge pöhser Streich?

    Eigentlich nur dumm, weil offenkundig false flag durch rechte Volltrottel. Als false flag NSU zwar ähnlich, aber der wurde nicht von links inszeniert. Warum “revanchieren” sich rechte Dümmlinge nun auf diese Weise? Der “Bekennerbrief” stinkt zu stark nach Muckibude und Billigbier. BTW: Links wird NSU durchaus angezweifelt. Das ist der feine Unterschied, zu Brownies, die die “Flutbrigade” energisch “glauben”.

    Wird es jetzt eine Deichschutzstaffel besorgter Ordnungskräfte geben?

    Weiß nicht, die Ermittlungsbehörden haben jedenfalls die Verfolgung aufgenommen, wg. § 313 Strafgesetzbuch:
    Herbeiführen einer Überschwemmung.

    Und auch wenn es nur geistige Brandanstiftung (egal von wem) war:

    Der antideutsche Haß, der Sadismus und die kalte, zynisch menschenverachtende Attitüde ist so gut getroffen und gestaltrichtig zu einem gültigen Ausdruck gebracht worden, daß es auch authentisch gewesen sein kann. On verra…

    Waren Sie denn beim deichen beteiligt, Deichkind? Und haben jetzt vielleicht Schiß vor der eigenen Courage bekommen?

    Dann war das mit dem Posting nicht sehr klug. Denn anhand dessen kann ihre IP rückverfolgt werden.

  47. Wahr-Sager sagt:

    @Deichkind:

    „Eigentlich nur dumm, weil offenkundig false flag durch rechte Volltrottel.“

    Hä? Welche „Offenkundigkeit“ meinen Sie in diesem Fall? Offenkundig ist, dass das linksextreme Indymedia-Portal das Bekennerschreiben veröffentlicht hat. Waren das etwa rechte Volltrottel?
    Ich bitte um Aufklärung Ihrer merkwürdigen Theorie. Glauben Sie, dass Linksextremisten nicht in Muckibuden anzutreffen wären und Billigbier trinken würden?

    Ich finde, Ihr Beitrag stinkt stark nach Antifa.

  48. Mister Panopticon sagt:

    @ Karsten; Wenn Sie sich durch die einzelnen Seiten gearbeitet haben sollten, wissen Sie das ihre Frage hitzig diskutiert wurde. Ich hoffe, der gängige Konsens ist, dass das, was sich „westliche Kultur“ schimpft, grundsätzlich abgelehnt wird, weil es zur Entfremdung und Entrechtung der Menschen führt. Wir wollen „europäische“ Kultur! (Von Menschen, für Menschen…) Sehen Sie den Islam etc. dabei einfach als „zweite Front“, die gegen Europa aufgemacht wird; von den selben Leuten, denen wir auch die „westliche Kultur“ verdanken.😉 (Wobei der Islam als Solcher durchaus NICHT unser Feind ist.😉 – Hier geht es eher darum, wie und auf welcher Ebene man sich mit ihm aussöhnen kann.)

  49. brain freeze sagt:

    @ Karl Murx

    Linke und rechte Wahrheitssuche … schwieriges Thema;

    Mehr hier dazu:
    http://wolfwetzel.wordpress.com/2013/05/27/krokus-das-lange-leugnen-hat-ein-ende/#comment-1030

  50. ups2009 sagt:

    @ Deichkind … es kann sich um False Flag handeln und ist sicher nicht die Intention der Führungsoffiziere von Indymedia entsprechend … nur hat man auf Indymedia recht wenig gegen die letzten NATO Kriege einzuwenden (Kritik an den NATO Bomben werden dort auf Indymedia gelöscht) warum mögen deren Elohim wissen

    Zur Flut-Gang schrieb ein Kommentator:
    „Hier trifft es den Humor der drei antideutschen Hamburger Rest – Mods und ihres grenzdebilen Publikums. In anderen Ländern beteiligen sich in solchen Fällen gerade auch immer AnarchistInnen, Kollektive UmweltschützerInnen.“

    So Sie mehr politisch „linken“ Phrasendresch im Schreiben vermissen, ggf bischen was Emanzipatorisches oder was über struktureller Antisemitismus die triefende Betroffenheits-Phrasen-Dresch-Maschinen bei

    Bomber Harris, do it again

    https://www.google.de/search?hl=de&site=imghp&tbm=isch&source=hp&biw=1024&bih=587&q=Bomber+Harris%2C+do+it+again

    „Bomber Harris Superstar, dir dankt die rote Antifa“

    Alles Gute kommt von oben

    »No Tears for Krauts«

    fehlt aber auch oft😀

    Bei dem Sprüchle
    Nieder mit Deutschland

    wird hier

    ein bischen geschwurbelt
    »Anlass war der für den heutigen Samstag geplante, aber abgesagt Naziaufmarsch zu Ehren des iranischen Präsidenten Ahmadinedjad … Die Antifaschist/innen blieben aber wie geplant cool: „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!“« (Man beachte Irmel Hirsch wort-spielt am 17.06.2006 mit dem Rosa Panther!)

    http://de.indymedia.org/2006/06/150265.shtml

    PS: »energisch “glauben”« ist für die Holocaust-Industrie angesagt u n d P u n k t
    PPS: Das die gesamte Hochwasser-Regulierung ist mehr als systemisch Merkwürdig, erlaube ich mir als „Ostler“ im Systemvergleich zu bemerken! Aber das gehört nicht hierher.

  51. Elmüt Col sagt:

    Erzähl` uns doch nichts – Somalia ist ein SHITHOLE, wie es selbst in der TURD WHIRLED nicht seinesgleichen hat; ein Land, dessen einziger florierender Erwerbszweig darin
    besteht, ausländische Handelsschiffe zu kapern und deren Besatzungen zu verschleppen.

    „Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen,wie sich ein Poizeistaat anfühlt und das es keinen Respekt vor dem Gesetz gibt.“

    Du bist`n Schwafler. Geh` in der Türkei, in Ägypten oder in Belorußland demonstrieren, wenn Du wissen möchtest, wie „Respekt vor dem Gesetz“ sich anfühlt. Ich vermute, „like a pain in the ass“. Aber vielleicht magst du das ja.

    Solange sie nicht gerade gegen Bänker und Spekulanten demonstrieren, haben solche Elemente hierzulande nicht die geringste Sanktion zu befürchten. An allen Orten, in denen eine schmuddel-anarchistische Krawall-Szene existiert, gibt es Szene-Anwälte, die dafür sorgen, daß noch jeder Gewalttäter ungestraft davonkommt; die Tatsache, daß große Teile dieser Szene seit dem Schröder`schen „Anstand der Aufständigen“ mit Steuergeldern gemästet werden, nicht zu vergessen. Schließlich müssen die höheren Chargen der Polizei damit rechnen, daß, wer heute einen Pflasterstein oder Molly wirft,
    in ein paar Jahren einen Geschäftsordnungsantrag im Sicherheitsausschuß stellt.–

    Mein Mieter, ein ehemaliger Oberleutnant der DDR-Grenztruppen, hat mir versichert, daß es „so etwas in der DDR nicht gegeben“ hätte; daß Plünderer und Saboteure, auf frischer Tat ertappt, samt & sonders niedergeschossen worden wären; und dann hätte es in der DDR die sog. „Werkhöfe“ gegeben, wo Jugendliche unter Austreibung ihrer antisozialen Flausen das Rüstzeug erhielten, um vielleicht doch noch wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft zu werden. Wenn es nach ihm ginge, sagte er, würden auf frischer Tat ertappte Deichsaboteure am Ort ihrer Missetat bis zum Halse eingegraben und der Flut überlassen werden.

    Mein Vater -: ehemaliger Scharfschütze, begeisterter Jäger, Besitzer zahlreicher Lang- und Faustfeuerwaffen – wohnt nördlich von Magdeburg einen Steinwurf weit vom Ufer der Elbe und ist seit Tagen von der Flut eingeschlossen Sollte das Saboteursgeschmeiß sich in der Nähe seines Grundstücks sehen lassen, kriegt es eine Ladung Schrot, und zwar – Ermangelung eines Skrotums – direkt auf die Muschi. Und dann kommen die 5 Jagdterrier zum Nachsuchen.

    @ Bertram

    „es ist ja nun so; seit jahrzewhnten hatte die einheimische bevölkerung durchaus in zeitabständen eine stimme und plattform“

    Nein, so ist es NICHT. Die Republikaner waren niemals auch nur von ferne repräsentativ für die „einheimische Bevölkerung“ – zunächst waren sie „boat people“ der CSU, die der Partei von Franzjosef Strauss wegen des Milliardenkredits an die DDR verbittert den Rücken gekehrt hatten. Unter Schönhuber haben sie ihre bürgerliche Respektierlichkeit für ein paar kurzfristige Landtagswahlerfolge drangegeben – Schönhubers Radaustil mochte Bierzelte füllen, aber er lieferte den Medien eine Steilvorlage nach der anderen. Unter Schlierer wollten die Republikaner wieder eine rechtsliberale, mittelständische Partei sein; aber man läßt sich nicht ungestraft von Zehntausenden Bewohnern sozialer Wohnungsbauprojekte in die Landtage wählen.

    Am Beispiel der Republikaner offenbart sich das Grunddilemma des Milieus im Ideologiebecken rechts der Union (von welchem Günter Maschke sagte, es handele sich um ein „mikroskopisches Phänomen“).
    In diesem Milieu ist viel von „Elite(n)“ die Rede; man imaginiert sich als politische Repräsentation gebildeter und besitzender Schichten. In Wahrheit macht gerade das bürgerliche Publikum einen weiten Bogen um alles, was rechts steht. Weder wählt es die Republikaner noch abonniert es die „Junge Freizeit“. In bürgerlichen Kreisen (oder dem, was die Zeitläufte davon übriggelassen haben) ist Respektabilität, Reputierlichkeit nach wie vor ein hoher Wert. Man vermeidet, was geeignet sein könnte, einen aus der Gesellschaft der „besseren Leute“ auszuschließen; auch und gerade, wenn die Deutungshoheit darüber in anderen Händen liegt. Hier ist der Grund dafür zu suchen, warum Personen, die aufgrund von Sünden wider die politische Korrektheit ostraziert wurden, aus dem eigenen Milieu so gut wie keine Solidarität erfuhren. Man könnte ja der Nächste sein, weswegen man sich von Figuren wie Heitmann, Homann etc. besser fernhält. Die verbreitete Wertung, wonach alles, was rechts der Union steht, den Ludergeruch des neonazistischen Pöbels an sich hat, haben die Bürgerlichen in den Jahrzehnten seit der Wiedervereinigung ganz zu ihrer eigenen gemacht; und das gilt nicht allein für die Ausrichtung der bürgerlichen Parteien, es gilt im selben Maße für bürgerliche Leidmedien wie WELT und faz, welche großen Zeitungen, was sie an „konservativem“ Profil vor 20 Jahren noch besassen, seit den Endneunzigern peu á peu über Bord geworfen haben. Das „Rechts-Sein“ der Springer-Zeitung WELT etwa ist dem des nationalkonservativen Szene-Biotops (JF, Sezession usw.) in wesentlichen Punkten entgegengesetzt: Die WELT ist rabiat atlantizistisch, bejubelt amerikanische Weltordnungskriege, schimpft im Stile Gremlizas Lafontaine einen „National-Sozialisten“ und läßt sich in puncto Anti-Antisemitismus von keinem anderen bundesdeutschen Organ übertreffen. Anti-Antisemitismus aber ist, wie wir wissen, die aggressivste Rechtfertigungs-Ideologie des Kapitalismus in dieser seiner globalistischen Phase. Die Taktik der Herrschenden besteht darin, jedem, der an der Weltentwicklung fundamentale Kritik übt, explizit oder implizit antisemitische Neigungen zu unterstellen.

    „Was lernt uns das, Genossen ?“ (Walter Ulbricht)

    Es wird viel von Querfront geschwafelt – die wahre Querfront von rinks nach lechts verläuft aber nicht von Wagenknecht über Elsaesser und Gauweiler zur NPD, sondern von Gremliza über Jungle World, taz, ZEIT und Süddeutscher zu WELT und WELT AM SONNTAG. Mir fällt auf, daß die Rechtsbürgerlichen diese Ideologie „hook, line & sinker“ geschluckt haben – einzig, um des polemischen Vorteils willen, auf Grundlage der Idiotenformel „Antikapitalismus = Antisemitismus“ (und ungeachtet der Tatsache, daß weite Teile der parteipolitischen Linken ihrerseits der globalistischen Weltdeutung verfallen sind, die sich in dieser Formel ausdrückt) gegen eine diffuse „Linke“ den Antisemitismus-Vorwurf schleudern zu können. Sofern also noch im herkömmlichen Sinne von einem „bürgerlich-konservativen Milieu“ die Rede sein kann, hat es sich weltanschaulich weitgehend entwaffnen lassen – und zwar bis auf den nackten Kern des Wirtschaftsliberalismus. Auch im rechtskonservativen Biotop pflegen sich einwanderungskritische und anti-multikulturelle Tendenzen zunehmend hinter wirtschaftsliberalen Argumentationsmustern zu verstecken (keine Sozialhilfe = keine Einwanderung orientalischen Lumpenproletariats…).

    Es gibt, im bürgerlichen Lager wie anderswo, viel diffuse Unzufriedenheit. Die freilich gibt es seit langem, aber eine Wanderung der bürgerlichen Wähler weg von den Systemparteien findet nicht statt.

    SIE FINDET NICHT STATT – daran sind seit Menschengedenken alle Versuche, eine „konservative“ (i.e., rechtsliberale) Alternative zu begründen, gescheitert. Statt einer feinen, mittelgroßen Partei, die etwa der FDP der 50er Jahre ähnlich sähe, haben alle diese Neugründungen, sofern sie nicht ganz und gar fehlschlugen, keine „konservative“ oder auch nur „nationalliberale“ Kraft hervorgebracht. Der Versuch, die diffuse politische Unzufriedenheit des mittelständischen Publikums als politische Alternative zu organisieren, verfehlte bei den Schichten, auf die man es abgesehen hatte, glattweg seine Wirkung, erhielt aber viel Beifall von Nutznießern des sozialen Wohnungsbaus, von der SPD abtrünnig gewordenen Proletariern und, in Süddeutschland, vom typischen Publikum der Bierzelte.

    Mit anderen Worte: Nicht „konservativ“ noch „nationalliberal“, sondern „rechtspopulistisch“. Keine Partei von Ärzten, Anwälten, Apothekern, anderen Akademikern, Unternehmern und Honoratioren verschiedenster Art, sondern eine Partei der Bierzelte. Der Rechtspopulismus, so scheint mir, ist das ungewollte Produkt, das herauskam, wenn während der letzten Jahrzehnte versucht wurde, die diffuse rechtskonservative Stimmung im bürgerlichen Lager politisch zu artikulieren; das Hurenkind, das bei jedem „bürgerlich-nationalen“ Parteigründungsversuch gezeugt wurde. Was die Publizisten des rechtskonservativen Biotops nicht einsehen, ist die schlichte Wahrheit, daß die Personen, auf die sie zielen, NIEMALS etwas anderes wählen würden, als CDU/CSU (oder FDP). Was das Institut für Staatspolitik/die Zeitschrift Sezession angeht, ist zudem anzumerken, daß diese Institution und ihr Organ auch in früheren Zeiten schon aufgrund ihres intellektuellen Charakters der bürgerlich-konservativen Zielgruppe fremd und suspekt geblieben wäre. „Theorie ? Um Gottes Willen ! Theorie ist was Linkes !“

    Als Franz-Josef Strauss das Zeitliche segnete, wurden Befürchtungen laut, das bürgerliche Lager würde nun vermutlich die Integrationskraft einbüßen, mit welcher Strauß dank seiner demagogischen Suada residuale nationalistische Energien an die Unionsparteien zu ziehen und sie dort unschädlich zu machen verstand; die Erfolge der Republikaner, deren Anfang ziemlich genau mit dem Tode des großen Vorsitzenden zusammenfiel, schienen diese Befürchtungen zu bestätigen – so lange, bis sich herausstellte, daß die Schönhuber-Truppe ihre Erfolge nicht etwa Überläufern aus dem bürgerlichen Spektrum zu verdanken hatte, sondern Wählern proletarischer oder subproletarischer Herkunft, die in den Trabantensiedlungen der Großstädte als erste der Segnungen der multikulturellen Gesellschaft teilhaft wurden.

    Während der letzten beiden Jahrzehnte der Alt-BRD tröstete sich das bürgerliche Lager über die kulturelle Hegemonie der Linken mit dem Argument hinweg, daß sie schließlich die Institutionen des Staates und die Wirtschaft sowie die Mehrheit der „Stillen im Lande“ auf ihrer Seuite habe. So waren in der alten Bundesrepublik die Claims abgesteckt. Der Zusammenbruch des Ostblocks hat aus dem ganzen System die Luft herausgelassen, aber auch auf ideologischem Gebiet haben die bürgerlichen Kräfte – und zwar, während sie im Besitz der politischen Macht waren – im Laufe der 80er Jahre peu á peu dem Zeitgeist nachgegeben, während ihre zaghaften Bestrebungen, ihn zu bestimmen, kläglich scheiterten. Was im Windschatten des Eisernen Vorhanges einigermaßen stabil blieb, wurde vom Sturmwind des postmuralen, globalistischen Zeitalters binnen kurzem zerzaust. Die bundesdeutsche Gesellschafts- und Mentalitätsstruktur, in den 90er Jahren noch halbwegs intakt, ist im Zuge der sozialen Verwerfungen des Globalisierungszeitalters derart erodiert (Deklassierung der Mittelschicht, Überalterung ländlicher Gebiete durch Abwanderung, andere Entwurzelungstendenzen, die mit der Massenzuwanderung zusammenhängen), daß das konservative Fluidum in ihr keinen Halt mehr in ihr findet. Eine „konservative“/nationalliberale Partei rechts der Union bedürfte, um politische Schlagkraft zu entwickeln, eine Basis selbstbewußter Mittelständler (Freiberufler/Akademiker, großer Landwirte, Unternehmer) – genau daran fehlt es, und darum wird jede Parteigründung diesen Stils unweigerlich in Richtung Rechtspopulismus getrieben. Rechtspopulismus aber ist kein Ausdruck selbstbewußter Bürgerlichkeit, sondern eine Ideologie, in deren Zeichen sich die Enterbten mobilisieren lassen . Die Skandalerfolge, die rechtspopulistische Parteien in Deutschland wie in anderen Ländern Europas bei Wahlen haben erzielen können, sind allesamt mithilfe von Globalisierungsverlierern errungen worden.

    Das bürgerlich-konservative Element, wo es noch existiert, wählt – wenngleich unter Magenschmerzen – eisern wie eh CDU/CSU. Der Mythos von der „schweigenden Mehrheit“ ist während der letzten Jahrzehnte ein Dutzend mal widerlegt worden. 1989/90 hat mit dem Niedergang der DDR eben nicht, wie es zunächst schien, das „Nationale“ den Sieg davon getragen, sondern die westliche Konsumgesellschaft. Manches spriht dafür, daß vieles an deutscher Kultur, was im stagnierenden DDR-Sozialismus überleben konnte, erst an der Luft der gen Osten erweiterten, popkulturell verblödeten Konsumgesellschaft zu Staub zerfallen ist. Der Epochenbruch von 1989 ff., auf welchen sich die JF-Fraggles („Wir 89er“) identifikatorisch bezogen, war nicht nur die endgültige Niederlage des sowjetischen Kasernensozialismus samt seiner Mangelwirtschaft und Bevormundung; er war, auf längere Sicht, ebenso eine Niederlage alles dessen in den westlichen Gesellschaften, was traditional, naturwüchsig und – ja – „national“ war; und mit ihm eine Niederlage der konservativen Kräfte so gut wie der traditionssozialistischen. Das läßt sich eben auch an der Tatsache beobachten, daß die im landläufigen Sinne „konservative“ Union nicht weniger als die SPD 20 Jahre nach dem Ende der Blockkonfrontation nur noch Schatten ihres frühen Selbst sind. Heute setzt die Union die Homo-Ehe durch, in den frühen 80ern wäre so etwas auch mit SPD und Gewerkschaften einfach nicht zu machen gewesen.

  52. „der Erste der scvhreibt , dass es Quatsch ist , kriegt ein Bier🙂.“

    ist kein Quatsch, sondern genau richtig. Ich trinke ja auch kein Bier😉 Kultur verändert sich immer, überall. Und ich finde es schon amüsant, wenn manche so tun, als wäre Deutschland immer christlich gewesen. Man könnte glatt meinen, Jesus (Friede mit ihm) sei ein waschechter Germane gewesen. Auch wenn er in in Hollywoodstreifen eher wie ein Woodstock-Hippie dargestellt wird. Blond, blauäugig und mit langen Haaren.

  53. brain freeze sagt:

    @ Mister Panoptikum

    Auch „westliche Kultur“ ist nicht der Feind.

    Aus zwei Gründen:
    1. Meint westliche Kultur im Grunde die Abwesenheit von Kultur, also Unkultur. Eine Nichtkultur kann schwerlich ernsthafte Bedrohung für eine starke Hochkultur sein.

    2. Konkurrenzkulturen/“Bedrohungen“ sind sogar notwendig. Erst in der Auseinandersetzung/Befruchtung usw. kann Kultur lebendig bleiben.

    Das Problem: „Europäische“ Kultur IST westliche Kultur bzw. trägt den westlichen Auflösungsgedanken bereits in sich.

    (Die ganze Islamdiskussion halte ich ebenfalls für reine Ablenkung und Symptom eigenen kulturellen Verfalls.)

    Dass Europa eine reine Wirtschaftsveranstaltung wurde, ist gleichfalls Ausdruck kultureller Krise. „Von Menschen für Menschen“ ist Parole und kann Gewachsenes nicht benennen oder gar ersetzen.

    Die Kulturdiskussion überdeckt den Kern: Die Wertediskussion. Gibt es ein bewusstes oder unbewusstes Wertesystem, folgt die Kultur von selbst. Diese Werte können allerdings nicht verordnet werden.

    @ tomy

    Die Behauptung, eine Einteilung in westliche und östliche Kultur sei Quatsch, ist natürlich selbst Quatsch. Ein Blick in die europäische Geistesgeschichte wird Ihnen schnell klar machen, dass sich das „abendländische“ Denken (und damit die europäische Kultur) seit der Antike vor allem über die Abgrenzung vom und in der Auseinandersetzung mit dem „Osten“ entwickelt hat.

    Mitteleuropa mag eine Sonderstellung einnehmen, weil es im Grunde weder westlich noch östlich ist.

  54. Wg. Kultur

    Wenn man Prof. Zipf (Harvard-Linguist) glauben darf, sind Sprachen durch strukturale Gesetzlichkeiten definierte selbstreferentielle Netzwerke.

    Und nachdem uns die neuere Biologie lehrt, daß das auch für Organismen zutrifft, kann man daraus schließen, daß Organismen Sprache benutzen, um im Prozess ihrer Individuierung ihrem genetischen Erbe (das ihrer DNA eingeschrieben ist) und ihrem äußeren Kontext (ihrer Umwelt) Sinn zu geben. [Ich wiederhole: zu geben!]

    So werden die Organismen zu Teilnehmern von Kulturen mit einer sinnhaften Geschichte, die sich in gattungsspezifischen Formen (Morphologien und Verhaltensweisen) ausdrückt.

    Dieser explizite oder/und implizite, manifeste oder/und latente Sinn ist imho auch für die menschlichen Kulturen grundlegend und entscheidend.

    Unsere Kulturen sind sinnstrukturiert. Manche davon können sinnlos werden, dann gehen sie unter. Wenn aber sinnvolle Kulturen untergehen oder vernichtet werden, ist das ein Verlust für die Menschheit.

  55. Nachtrag
    Der kulturelle Tod kommt in vielen (oft nicht erkannten) Formen daher:

    Z.B. als Melancholie, Depression, Schuld, „German“ Angst, Beklommenheit, Zwietracht, Zweifel, Verzweiflung… und so immer weiter, so immer fröhlich fort.

    Allen diesen Formen ist eines gemeinsam:
    Der Wunsch, das nicht zu sein, was man ist.

    Und wem es gelingt, diesen Wunsch in einem Kulturvolk zu induzieren, der kann es leicht zerstören. Denn es wird sich dann selbst vernichten.

  56. 2. Nachtrag

    Der Tod (auch der kulturelle) ist der Gott der Schuldigen, die in ihm den Erlöser und Befreier sehen.

  57. tomy sagt:

    @brain freeze

    Zitat: „Die Behauptung, eine Einteilung in westliche und östliche Kultur sei Quatsch, ist natürlich selbst Quatsch. Ein Blick in die europäische Geistesgeschichte wird Ihnen schnell klar machen, dass sich das “abendländische” Denken (und damit die europäische Kultur) seit der Antike vor allem über die Abgrenzung vom und in der Auseinandersetzung mit dem “Osten” entwickelt hat.

    Mitteleuropa mag eine Sonderstellung einnehmen, weil es im Grunde weder westlich noch östlich ist.“

    Dies gilt erst ab dem Mittellalter🙂, ausserdem hat die sog. „Europäische“ Kultur in der Zeit sehr viel Einfluss von der „Östlichen“ erhalten , Wissenschaften , Medizin , Essen , usw. ja sogar der Christliche Glauben etwas früher ^^.

    Nichtdestotrotz trifft oben gesagtes wirklich in der neueren Geschichte zu und verbindet viele Kulturen der Europa heute.

    Allerdings ist das nur ein Teil der Kultur der Länder , die deswegen ungeachtet der vielen Unterschiede nicht in ein Sack geworfen und als Identisch bezeichnet werden sollten.

    Man muss nicht geographisch weit gehen , vergleiche man einfach Deutschland und Frankreich , Deutschland und England , Italien, Griechenland ,…… ja sogar innerhalb Deutschlands gibt es soviele Unterschiede🙂. (Noch ein kleiner Punkt am Rande zu dem Thema : denkt daran – die meisten dieser Länder gibt es erst seit kurzem in der Zusammenstellung- darausfolgend sieht man gut wie schnell sich alles ändern kann ).

    Kurz zusammengefasst: wenn man von der „Westlichen“ Kultur redet, geht es um einen Kleinen Anteil der Kultur der damit gemeinten Länder , was zwar die Verbindung darstellt aber keine Identifizierung der jeweiligen Kulturen.

    Redet man von der „Östlichen“ Kultur greift man sich meistens die Sachen raus, die einem gerade passen.

    Zitat: „Die Kulturdiskussion überdeckt den Kern: Die Wertediskussion. Gibt es ein bewusstes oder unbewusstes Wertesystem, folgt die Kultur von selbst. Diese Werte können allerdings nicht verordnet werden.“

    Im Grunde bin ich der selben Meinung , bis auf den letzten Satz . Meiner Meinung nach können und werden die Werte verordnet. Warum dürfen Christliche Priester keinen Sex haben ? Warum bestrafen die Musslime die Ehebrecher so hart? Warum haben sich Japaner eigene Bäuche aufgeschlitzt ? Warum darf man Menschen nicht töten ? …..🙂.

    Moral, Menschlichkeit ,Ehre, bla bla , die ersten , die über die Sachen geredet und nachgedacht haben haben sich herzlich in der Arena amüsiert , wenn die Menschen einander Köpfe abgeschlagen haben . Wir sind im Grunde Tiere und sowas wie moralische Werte ist uns nicht angeboren .

    In diesem Moment denkt Ihr and Mitgefühl , Liebe , usw. , nun leider sind das Sachen , die auch erst erlernt werden sollen genau so wie Angst , Einsamkeit, weitere komplexe Gefühle, die nicht in uns in unserer reinsten Form existieren
    und uns erst beigebracht werden sollen.

  58. Anonymous sagt:

    Der Link schint nicht mehr zu funktioniren. Hat „STIMME RUSSLANDS“ kalte Füße bekommen und den Beitrag entfernt?

  59. brain freeze sagt:

    @ J. Bullinger

    (Hoch)Kulturen ent- bzw. bestehen nicht durch Sinngebung, obwohl es natürlich verschiedenste gemeinsame Interessen gibt. Kultur als größerer Lebens- und Identitätszusammenhang ist zu komplex, um durch vereinbarte („vernünftige“) Ziele geformt werden zu können. Bestenfalls erduldet Kultur einen theoretischen Überbau oder schafft sich ihre Religion.

    Eine verbindliche Übereinkunft als „kulturelles Programm“ ist unmöglich und der Tod jeder lebendigen Kultur. Sinnfragen sind nur in Relation auf andere Kulturen zu beantworten und kein absolutes Kriterium.

    Das was Sie als Symptom kulturellen Todes sehen, ist auch Voraussetzung und Initialzündung aller kulturellen (Weiter)-Entwicklung: Kultur entsteht aus Verzweiflung, Angst usw. – aus existentieller Not.

  60. Loewe sagt:

    8. Prozess-Tag und kaum ein Medium berichtet noch davon. Die Hauptzeugen geben nichts her.
    Nun schreibt der Spiegel, er hätte einen Brief von Frau Zschäpe an einen Häftling in der JVA Bielefeld einsehen können, der schon etwas älter ist.

    Dieser Prozess und alles drum herum ist nur noch eine peinliche, unsägliche Posse. Ich hoffe, die Anwälte von Frau Zschäpe verklagen in ihrem Namen den Spiegel und die Behörden, die diesen vermeintlichen Brief an der Presse zur Kenntnis gaben.

    Auch wenn das alles nicht stimmt und der Probaganda dient, so scheint es den Spiegel nicht zu stören, dass er den gesamten Rechtsstaat damit als eine Farce vorführt.http://www.spiegel.de/panorama/justiz/zschaepe-beklagt-in-brief-vorverurteilung-durch-innenminister-a-905380.html#js-article-comments-box-pager

  61. Karl_Murx sagt:

    @FÖ:

    Und ich finde es schon amüsant, wenn manche so tun, als wäre Deutschland immer christlich gewesen.

    Seit tausend Jahre. Doch irgendwie eine lange Zeit, nicht? Muslimisch war es jedenfalls nie.

  62. Loewe sagt:

    Nun schreibt auch der ARD-Terrorismus-Experte und SWR-Jurist Holger Schmidt im SWR-Blog über den Brief. Er sagt, er läge ihm vor. Er gibt ausführlich Details bekannt. Das ist unfassbar:
    http://www.swr.de/blog/terrorismus/2013/06/12/brieffreundschaft-beate-zschape-gibt-tiefe-einblicke/#comment-16860

  63. Karl_Murx sagt:

    @elmüt col:

    In Wahrheit macht gerade das bürgerliche Publikum einen weiten Bogen um alles, was rechts steht. Weder wählt es die Republikaner noch abonniert es die “Junge Freizeit”. In bürgerlichen Kreisen (oder dem, was die Zeitläufte davon übriggelassen haben) ist Respektabilität, Reputierlichkeit nach wie vor ein hoher Wert. Man vermeidet, was geeignet sein könnte, einen aus der Gesellschaft der “besseren Leute” auszuschließen; auch und gerade, wenn die Deutungshoheit darüber in anderen Händen liegt.

    Die Folge einer schwer gestörten Eigenwahrnehmung der bürgerlichen Mitte Deutschlands. Der ist, bedingt durch die Propaganda der linksgrün versifften MSM und der Erlangung der Oberhoheit der 68er über die medialen Stammtische, systematisch die Wahrnehmung und das Eintreten für die Eigeninteressen abdressiert worden, bwz., so etwas ist durch den gehabten gutmenschlichen Medienterror inzwischen angstbesetzt.

    Hier ist der Grund dafür zu suchen, warum Personen, die aufgrund von Sünden wider die politische Korrektheit ostraziert wurden, aus dem eigenen Milieu so gut wie keine Solidarität erfuhren. Man könnte ja der Nächste sein, weswegen man sich von Figuren wie Heitmann, Homann etc. besser fernhält.

    Siehe oben.

    Die verbreitete Wertung, wonach alles, was rechts der Union steht, den Ludergeruch des neonazistischen Pöbels an sich hat, haben die Bürgerlichen in den Jahrzehnten seit der Wiedervereinigung ganz zu ihrer eigenen gemacht; und das gilt nicht allein für die Ausrichtung der bürgerlichen Parteien, es gilt im selben Maße für bürgerliche Leidmedien wie WELT und faz, welche großen Zeitungen, was sie an “konservativem” Profil vor 20 Jahren noch besassen, seit den Endneunzigern peu á peu über Bord geworfen haben. Das “Rechts-Sein” der Springer-Zeitung WELT etwa ist dem des nationalkonservativen Szene-Biotops (JF, Sezession usw.) in wesentlichen Punkten entgegengesetzt: Die WELT ist rabiat atlantizistisch, bejubelt amerikanische Weltordnungskriege, schimpft im Stile Gremlizas Lafontaine einen “National-Sozialisten” und läßt sich in puncto Anti-Antisemitismus von keinem anderen bundesdeutschen Organ übertreffen.

    Eine treffende Beschreibung der Mainstreammedien. Darum verlieren sie aber auch zunehmend ihren Einfluß und ihre Glaubwürdigkeit. Deren Verkaufszahlen sinken nicht umsonst seit Jahren. Da es an bedeutenden Medien zur öffentlichen Debatte außerhalb der MSM im Moment nur das Internet und kleinere Blätter ähnlich dem „Compact“ gibt, bleiben als Mittel der Artikulation nur die Internetforen. Wenn man aber nur dieses Forum hier hernimmt und berücksichtigt, wie massiv in den Foren der MSM zensiert und selektiert wird, kann man sich ausrechnen, wie es unter der Decke der PC brodelt.

    Anti-Antisemitismus aber ist, wie wir wissen, die aggressivste Rechtfertigungs-Ideologie des Kapitalismus in dieser seiner globalistischen Phase. Die Taktik der Herrschenden besteht darin, jedem, der an der Weltentwicklung fundamentale Kritik übt, explizit oder implizit antisemitische Neigungen zu unterstellen.

    Die Nazi- und Antisemitismuskeule verliert immer mehr an Wirksamkeit, nicht zuletzt auch durch die vielen Zugewanderten. Besonders die Rußlanddeutschen lassen sich durch so etwas nicht erpressen. Warum sollten sie auch.

    Sofern also noch im herkömmlichen Sinne von einem “bürgerlich-konservativen Milieu” die Rede sein kann, hat es sich weltanschaulich weitgehend entwaffnen lassen – und zwar bis auf den nackten Kern des Wirtschaftsliberalismus. Auch im rechtskonservativen Biotop pflegen sich einwanderungskritische und anti-multikulturelle Tendenzen zunehmend hinter wirtschaftsliberalen Argumentationsmustern zu verstecken (keine Sozialhilfe = keine Einwanderung orientalischen Lumpenproletariats…).

    Deswegen sind sie nichtdestoweniger vorhanden. Es ist eine Schweigespirale entstanden, die sich – im Moment noch – selbst trägt. Aber es denke doch bitte niemand, daß der Haß und der Widerstand gegen die Politik der Blockparteien, speziell hinsichtlich Multikulti, Islamisierung und Asyl, nicht vorhanden ist. Er artikuliert sich nur eben nicht offen, sondern in anderer Form. Da die Leute inzwischen Angst voreinander haben – ähnlich wie in DDR-Zeiten – und sich nicht trauen, die eigene Meinung vor dem Umkreis auszusprechen, aus Angst vor sozialer Isolation, wird diese auch nicht öffentlich geäußert. Aber die erste alternative Partei, die ihnen halbwegs glaubwürdig erscheint und die man ohne allzugroßes persönliches Risiko wählen kann, in diese Schiene gedrängt zu werden, wird das ändern. Glauben Sie vielleicht, bei der Wende 1989 war im Oktober oder November abzusehen, daß sich das gesamte sozialistische Staatensystem sang- und klanglos von der Weltbühne verabschieden und schon im Jahr 1990 die Wiedervereinigung stattfinden würde? Das war ein Prozeß, der, einmal angeschoben, erst langsam und dann immer schneller in Gang kam und von „Reform des Sozialismus“ und „Wir sind das Volk“ in „Wir sind ein Volk“ mündete, innerhalb einer Frist von wenigen Monaten.

    Es gibt, im bürgerlichen Lager wie anderswo, viel diffuse Unzufriedenheit. Die freilich gibt es seit langem, aber eine Wanderung der bürgerlichen Wähler weg von den Systemparteien findet nicht statt.

    SIE FINDET NICHT STATT – daran sind seit Menschengedenken alle Versuche, eine “konservative” (i.e., rechtsliberale) Alternative zu begründen, gescheitert. Statt einer feinen, mittelgroßen Partei, die etwa der FDP der 50er Jahre ähnlich sähe, haben alle diese Neugründungen, sofern sie nicht ganz und gar fehlschlugen, keine “konservative” oder auch nur “nationalliberale” Kraft hervorgebracht.

    Die AfD ist angetreten eine solche Kraft zu werden. Sie ist eine für jedermann erkennbar bürgerliche Kraft, die aber außerhalb des Parteienkartells steht, auch wenn die medialen Sprachrohre genau dieses Kartells mit aller Macht versuchen, ihr Nähe zu sich selbst zu unterstellen und damit als Alternative zu diffamieren.

    Eine “konservative”/nationalliberale Partei rechts der Union bedürfte, um politische Schlagkraft zu entwickeln, eine Basis selbstbewußter Mittelständler (Freiberufler/Akademiker, großer Landwirte, Unternehmer) – genau daran fehlt es, und darum wird jede Parteigründung diesen Stils unweigerlich in Richtung Rechtspopulismus getrieben.

    Es ist ein Unterschied, ob man im Bierzelt von einem polternden Agitator Parolen hört, oder ob man von einem Vertreter des eigenen Standes im sachlichen Ton die Fakten und Zahlen hört, deren Aussagekraft unwiderlegbar ist, und vor allem die Wirklichkeit am eigenen Leib mitmacht. Die Realität von Multikulti, Asyl und Kulturbereicherung drängt sich inzwischen unübersehbar auch in die bürgerlichen Vororte und alternativen Ponyhöfe, wo PC und linksgrünes Gutmenschtum besonders weit verbreitet sind, mußten sie sich bislang doch nicht der harten Wirklichkeit stellen. Auch die überzeugteste linksgrüne ökosoziale Gutmenschmutti nimmt ihre Sprößlinge schneller von einer kulturbereicherten Gemeinschaftsschule und steckt sie in ein privates Institut, als sie den Begriff „ethnische Segregation“ aussprechen kann. Auch die eifrigste GrünenwählerIn und AbsolventIn eines Lehramtsstudiums verliert den Glauben an Multikulti und Diskriminierung der türkisch-arabischen Kinderlein durch pöhses deutsches Bildungssystem, wenn sie die ersten Stunden in einer Problemschule etwa in Berlin-Wedding oder Duisburg-Marxlohe hinter sich hat.

    1989/90 hat mit dem Niedergang der DDR eben nicht, wie es zunächst schien, das “Nationale” den Sieg davon getragen, sondern die westliche Konsumgesellschaft. Manches spriht dafür, daß vieles an deutscher Kultur, was im stagnierenden DDR-Sozialismus überleben konnte, erst an der Luft der gen Osten erweiterten, popkulturell verblödeten Konsumgesellschaft zu Staub zerfallen ist.

    Hier bei mir im Osten jedenfalls nicht. Generell: Hier ist gar nicht verloren. Sie sollten nur einfach aufhören, sich und uns so etwas von früh bis spät einzureden. Dann wird das irgendwann zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Damit muß endlich Schluß sein.

    Das läßt sich eben auch an der Tatsache beobachten, daß die im landläufigen Sinne “konservative” Union nicht weniger als die SPD 20 Jahre nach dem Ende der Blockkonfrontation nur noch Schatten ihres frühen Selbst sind.

    Zeit, sie durch andere Parteien zu ersetzen.

  64. Karl_Murx sagt:

    @Karsten:

    Westliche Kultur habe ich dieses Wochenende erfahren und die war so schlimm, das ich hier unbedingt fort möchte. Ich habe am eigenen Leib erfahren müssen,wie sich ein Poizeistaat anfühlt und das es keinen Respekt vor dem Gesetz gibt.

    Sie Ärmster Sie. Was war denn da genau so polizeistaatlich und respektlos vor dem Gesetz?

    Wollt ihr, das so die Muslime werden???

    Also die, die hier sind, sind es in großen Teilen schon.

    Mir kann der Westen langsam gestohlen bleiben.

    So was. Da wird sich der Westen aber gewaltig am Riemen reißen müssen, damit er Ihnen wieder zusagt.

    In den Jahren 2008/09 hab ich mich mehrfach mit einer somalischen Dame getroffen, meistens im Embankment-Area. Und schon nach dem ersten Treffen verstand ich den Unterschied zwischen westlicher Kultur und ihrer Kultur. Sie hatte etwas, wovon westtliche Damen nicht mal ansatzweise wissen das es existiert: Benehmen, Anstand, kein Rauchen, nicht Samstags besoffen in der Tube sitzen…

    Damit beschreiben Sie aber nicht die westliche Kultur, sondern deren Verfall. Die westliche Kultur, die Sie meinen, ist mit Sicherheit nicht so etwas.

    Und bevor Sie sich uns uns Westler den nächsten Aschenkübel aufs Haupt schütten: Wollen Sie mir ernsthaft erzählen, daß Sie nur noch Leute aus dem Westen erleben, die sich so verhalten? Kennen Sie nicht einen einzigen „Westler“ sprich Einheimischen, der anders tickt (und nicht islamisch geworden ist)?

  65. Wahr-Sager sagt:

    @Loewe:

    „Nun schreibt auch der ARD-Terrorismus-Experte und SWR-Jurist Holger Schmidt im SWR-Blog über den Brief. Er sagt, er läge ihm vor. “

    Och du sch… Noch so ein Wichtigtuer Marke Milchbubi, der im Krampf gägän rächts Aufmerksamkeit erheischen will und sich davon einen Karriereschwung erhofft.
    Wenn diesem Rächtsäxträmismus-Experten schon der Brief vorliegt, warum ist nicht mal ein Ausschnitt als Faksimile zu sehen? Für die Hitler-Onanisten der BRD wäre das doch noch das i-Tüpfelchen dieser „Sensation“.

    Kann man eigentlich auch die Briefe und Mails dieses Vogels abfangen und öffentlich machen?

  66. Wahr-Sager sagt:

    @Loewe:

    Auf dem Bild der von Ihnen verlinkten imperialistisch agierenden SPARGEL-Seite sieht Beate Zschäpe so aus, wie ihre politischen Gegner sie sehen wollen. Wurde sie möglicherweise entsprechend „bearbeitet“?
    Der erwähnte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich vertritt ganz offenkundig den Kampf gägän rächts – auch ihm ist in dieser Sache kein Vertrauen zu schenken.

  67. brain freeze sagt: Juni 12, 2013 um 17:15

    @ J. Bullinger

    (Hoch)Kulturen ent- bzw. bestehen nicht durch Sinngebung, obwohl es natürlich verschiedenste gemeinsame Interessen gibt. Kultur als größerer Lebens- und Identitätszusammenhang ist zu komplex, um durch vereinbarte (“vernünftige”) Ziele geformt werden zu können. Bestenfalls erduldet Kultur einen theoretischen Überbau oder schafft sich ihre Religion.

    Eine verbindliche Übereinkunft als “kulturelles Programm” ist unmöglich und der Tod jeder lebendigen Kultur. Sinnfragen sind nur in Relation auf andere Kulturen zu beantworten und kein absolutes Kriterium.

    Das was Sie als Symptom kulturellen Todes sehen, ist auch Voraussetzung und Initialzündung aller kulturellen (Weiter)-Entwicklung: Kultur entsteht aus Verzweiflung, Angst usw. – aus existentieller Not.

    Aha. Und wie kommen Sie auf dieses schmale Brett? Ich meine, gibt es auch ein Argument das dafür spricht?

    Das würde ich dann gerne hören bzw. lesen. Wie wär’s mal damit oder ist ihr Name Programm?

    Also: Was ist Ihr Argument? Wenn Sie keines anführen können, gehe ich mal davon aus, daß sie keines haben. Oder zumindest kein gutes, sachhaltiges. Und Ihre ontologischen Behauptungen auf der Logik von Sein und Sollen aufruhen: Sie meinen, es sollte so sein, wie Sie es behaupten.

    Ob es aber auch so sein könnte, dazu sagen sie nichts.

    Und so lange, wie meine Vermutung noch nicht falsifiziert werden konnte, gehe ich (mit Popper) davon aus: Es gilt also – zumindest für mich – die sprachliche Konstitution.

    Das deckt sich übrigens auch mit dem NT. Siehe Johannes 1, 1:

    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort…“

    … und später war es halt auch beim sprachmächtigen Menschen, dem Kind Gottes. Dem sich Gott durch seine Sprachlichkeit ganz gegeben hat.

  68. brain freeze sagt:

    @ Loewe

    Der Empfänger des Zschäpe-Briefes, Robin S(chmiemann), hatte 2007 in Dortmund einen Tunesier niedergeschossen. Aber er wurde wohl verraten durch einen V-Spitzel, der ihn zur Tat anstiftete und die Waffe lieferte. Seltsame Muster …

    Zitat:
    „Erst ein Prozess vor dem Landgericht Dortmund ließ den Fall auffliegen. Der dort Angeklagte behauptete, der Gastwirt habe ihn zu einem Überfall auf einen Supermarkt angestiftet. Der Freund habe ihm sogar „die Waffe in die Hand gedrückt“. Der Angeklagte schoss und verletzte eine Person schwer. Seinem Anwalt sollen in den Akten die Mobiltelefonnummern von V-Leuten aufgefallen sein. Dort soll auch zu lesen sein, dass der Gastwirt von seinem V-Mann-Führer vor den laufenden Ermittlungen wegen Drogenhandels gewarnt wurde.

    Der Bielefelder Oberstaatsanwalt Reinhard Baumgart bestätigte, dass Ermittlungen wegen des Verdachts der Strafvereitelung gegen unbekannte Verfassungsschutzmitarbeiter eingeleitet worden sind. Das Innenministerium NRW versichert indes: „Der Verfassungsschutz verhindert keine Strafermittlungen.“ Und das Justizministerium bestreitet, dass durch Telefonnummern in den Akten weitere V-Leute aufgeflogen seien.“

    http://www.taz.de/Nordrhein-Westfalen/!4523/

  69. brain freeze sagt:

    @ J. Bullinger

    Es wurde noch nie so viel „gesprochen“ wie heute. Danach müsste deutsche/westliche/europäische Kultur eine Hochphase erleben. Tatsächlich ist – subjektiv freilich – ein Verstummen, ein Verfall echter Kommunikation zu beobachten, inklusive anderer Kommunikationsformen. Für mich ist offen, ob es sich um eine Krise handelt oder ein Absterben.

    BTW: Der Logos des Johannes war der Versuch, eine belächelte Religion mit aufgeklärter hellenistischer Philosophie in Einklang zu bringen (adäquat zu Philo von Alexandria für das Judentum). Das hat mit dem Thema (?), ob sich Kultur auf Sprachgemeinschaft reduzieren lässt, nichts zu tun.

  70. Elmüt Col sagt:

    @ Dr. B.

    Wenn Melancholie den Tod bedeutete, würde die alt-europäische Elite das Barockzeitalter nicht überlebt haben, und das englische Volk hätte irgendwann im Laufe des 18. Jahrhunderts das Zeitliche gesegnet.

    http://www.culture.hu-berlin.de/hb/static/archiv/volltexte/texte/natsub/melancho.html

    Mit dem willkürlichen Gebrauch des Begriff Kultur muß ein Ende sein – Kultur ist etwas für die „happy few“, verdammt nochmal. Wenn ein Kneger Termiten durch einen Strohhalm saugt, spricht man ja auch nicht von „cuisine“ (oder sollte es zumindest nicht).

  71. brain freeze sagt:

    @ J. Bullinger

    … Sie müssten sich auch entscheiden, ob Sie Argumente wollen (bzw. was immer Sie als solche gelten lassen) oder Glaubensbekenntnisse. An einer Diskussion darüber, ob europäische Kultur eine christliche Mission (Ihre Sinngebung?) zu erfüllen hat, werde ich mich in diesem Rahmen nicht beteiligen.

  72. Loewe sagt:

    Es wird immer abenteuerlicher.
    Die sogenannte NSU soll sich zu den Tagen (Mord Kiesewetter und verletzter Kollege Martin A.) bekannt haben? Wann denn?

    Nun gibt es eine Petra S, die in Sorge zur Polizei lief und anschließend Verfassungsschutz-Spitzel wurde, weil ihre Freundin sich in einen NPD-Mann aus Göppingen verliebte. Und die „braune“ Friseurin Nelly erzählt ihr im Salon alle 14 Tage die neuesten Internas?
    Und es gibt Krankenschwestern, die zufällig in dem Krankenhaus, wo ein schwerverletzter Polizist eingeliefert wird, diesen verhören wollen?

    Das ist doch alles nur noch ein Witz.
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nsu-untersuchungsausschuss-laedt-v-mann-fuehrer-vor-a-904018.html

  73. brain freeze sagt: Juni 13, 2013 um 12:47

    @ J. Bullinger

    … Sie müssten sich auch entscheiden, ob Sie Argumente wollen (bzw. was immer Sie als solche gelten lassen) oder Glaubensbekenntnisse. An einer Diskussion darüber, ob europäische Kultur eine christliche Mission (Ihre Sinngebung?) zu erfüllen hat, werde ich mich in diesem Rahmen nicht beteiligen.

    Mhm. Ich habe Sie wohl unterschätzt. Hier argumentieren Sie geschickt und haben darüberhinaus genau den Punkt getroffen:

    Ich glaube in der Tat, daß europäische Kultur eine christliche Mission als ihre Sinngebung zu erfüllen hat.

    Und wie Sie vielleicht auch schon wissen, kommt G[e]laube von galaubeins, was eine Selbstverpflichtung beinhaltet, wie dies an „Gelöbnis“ noch leicht und deutlich abgelesen werden kann.

  74. brain freeze sagt: Juni 13, 2013 um 10:54
    @ J. Bullinger

    Es wurde noch nie so viel “gesprochen” wie heute. Danach müsste deutsche/westliche/europäische Kultur eine Hochphase erleben. Tatsächlich ist – subjektiv freilich – ein Verstummen, ein Verfall echter Kommunikation zu beobachten, …

    Ja. weil die Begriffe zunächst entleert und dann mit falschen Inhalten gefüllt wurden. Mit solchen Begriffen kann man nichts mehr begreifen.

    BTW: Der Logos des Johannes war der Versuch, eine belächelte Religion mit aufgeklärter hellenistischer Philosophie in Einklang zu bringen (adäquat zu Philo von Alexandria für das Judentum).

    Das sehe ich anders. Für mich war es der gelungene Versuch, die Synoptiker zu konterkarieren, sich am Zensor vorbeizumogeln, und – in the long run – das von dem Pharisäer Paulus hergestellte Judentum 2. Klasse für Goyim zu Fall zu bringen.

  75. Karl_Murx sagt:

    @brain freeze:

    Der Empfänger des Zschäpe-Briefes, Robin S(chmiemann), hatte 2007 in Dortmund einen Tunesier niedergeschossen. Aber er wurde wohl verraten durch einen V-Spitzel, der ihn zur Tat anstiftete und die Waffe lieferte.

    Er hat ihn nicht einfach niedergeschossen, sondern es ging um einen Kokain-Deal.

    http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/77/20.php

  76. Loewe sagt:

    Nun schreibt der Spiegel, dass die Friseurin Nelly R. 2011 für die NPD für den Landtag BW kandidiert hätte.
    Dann ist sie leicht zu finden:
    Sie kandidierte für den Wahlkreis Rastatt, heißt Nelly Rühle und wohnt in Wolpertshausen.

    Es wundert einen ja nicht mehr, welche Art von Informationen da an die Presse weitergegeben werden. Nun weiß jeder, dass Frau Rühle sich sehr gut mit dem Heilbronner Polizistenmord auskennen soll, in ihrem Salon alles ausbabbelt. Vielleicht muss sie nun auch untertauchen, damit die „gewaltbereite rechte Szene“ sie nicht umbringt, so wie Petra S. alias „Krokus“ sich im Rande einer Schafweide in Irland versteckt.

  77. Loewe sagt:

    Interessant, was für Leute in München Leitende Richter am OLG werden, hier: zur Entlastung von Herrn Manfred Götzl: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/vom-oberstaatsanwalt-zum-vorsitzenden-richter-bayerische-karrieren-1.1696069

  78. brain freeze sagt:

    @ Karl Murx

    Drogenhintergrund ist unerheblich. Wichtiger ist: Wie kommt eine Liste mit V-Leuten in die Ermittlungsakte?

    Warum jetzt der Brief? Mit zwei Mausklicks landet man beim VS-Spitzel Seemann … Falsche Fährte? Die nächste Frage, die aber nicht gestellt und nicht beantwortet wird, wäre, was aus den Ermittlungen gegen Sebastian S. und gegen die VS-Mitarbeiter wurde.

    Wie und warum kam der Briefkontakt überhaupt zustande? Kannten sich die beiden? Hat Robin Sch. im Auftrag geschrieben (für Hafterleichterung), um auf diesem Weg Aussagen von Beate Zsch. zu erhalten, die sie belasten sollen? Warum antwortet Beate Zsch. überhaupt so ausführlich? Motive weiter unklar.

    Ist Robin Sch. deshalb selbst die Botschaft und nicht der belanglose Brief? Also: soll die Öffentlichkeit den Fall Robin Sch. gedanklich mit den Uwes gleichsetzen?

    Dass die Post von und an Beate Zschäpe gelesen wird, damit haben sicher alle Beteiligten (auch die Schreiber) gerechnet.

    Interessant am NSU-Prozess ist eine Art „plötzlich verhängter Nachrichtensperre“: Erst Riesen-Pressetheater (zu wenig Stühle), weil alle Welt über den Jahrhundertprozess berichten wollte und jetzt: veraltete und verwahrloste Live-Ticker (bei Springers „Welt“ kann man kaum von Live-Ticker sprechen), tendenziöse bis inhaltsleere Zusammenfassungen, kaum Hintergrundrecherche (bis auf winzige Ausnahmen) zu den gemachten Aussagen und Widersprüchen.

    Am mangelnden Interesse der Öffentlichkeit liegt’s sicher nicht.

  79. desillusioniert sagt:

    Nach 9/11 wurde eine neue “Sicherheitsarchitektur” auch für Deutschland gefordert. Es gab transatlantischen und innereuropäischen Druck.

    Die Frage war, wie sollten Rot/Grün (Schily) bzw. die Länder (Beckstein usw.) mit diesem Druck umgehen. Eine reale islamistische Bedrohung gab es für Deutschland nicht, da Deutschland in der islamischen Welt eher als “befreundet” gilt und deutsche Dienste etwas besser aufpassten, als ihre europäischen Kollegen.

    Die Sauerland-Farce wurde ein bescheidener Kompromissvorschlag deutscher an die befreundeten Dienste, aber offenbar nicht gut genug, denn “unsere” Behörden weigerten sich, “Ernst” zu machen (auch weil im deutschen Beamtenstaat kein VS-Beamter Verantwortung für viele Tote übernehmen und seine Pensionsansprüche gefährden will; 007: „Wenn Sie geschnappt werden, müssen wir leugnen, Sie je gekannt zu haben“ usw.).

    Es bleibt deshalb bei “vereitelten” Anschlagsversuchen und Warnungen.

    Nach 9/11 lief parallel dazu das NPD-Verbotsverfahren. NSU als “Joker”. Dann kam Köln Keupkestraße als Gladio-Unternehmen mit oder ohne Beteiligung des NSU. Ich denke, Kern des ganzen Theaters ist der Kölner Anschlag, der von NRW-Zivilbeamten beobachtet bzw. begleitet wurde. Deutsche Behörden wussten nun, dass der Druck von Freundesseite auf sie erhöht würde, endlich zu kooperieren.

    Also präsentierte man eine Bedrohung. Mit echten Islamisten wollte man sich lieber nicht anlegen, die Linken hatte man bereits mit der RAF verheizt. Blieb nur noch der Rechtsterrorismus und der Plan, eine Mordserie mit B&M in Verbindung zu bringen.

    Das erklärt auch, warum alle Bundestags-UA-Mitglieder plötzlich unisono davon überzeugt sind, es habe keine staatliche Verstrickung gegeben; weil es in gewisser Weise ja so gesehen werden kann; Stichpunkt Staatsräson. Das erklärt auch, warum Soko Bosporus jahrelang in die „falsche“ Richtung ermittelte, die tatsächlich die richtige war (und heute schweigt, weil Furcht um die Pensionierung bzw. Geheimhaltungsanweisungen usw.)

    Was es nicht erklärt: Wer hat B&M getötet? Und wie geht die Überschneidung der Wohnmobilausleihen mit den Morden zusammen (falls verifizierbar).

  80. Elmüt Col sagt:

    @ K. Murx

    Warum der Traum von der rechtsliberalen Leistungsträger-Pachtei nicht in Erfüllung gehen kann, lesen Sie hier:

    http://www.sezession.de/39394/endlich-golf-gegen-rechts.html#more-39394

    Guter Kommentar des Lesers „P.I.T.“

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