Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Was will die COMPACT-Werkstatt Geld am 22. Juni 2013

Mit erstklassigen Referenten: Andreas Popp, Wilhelm Hankel, Oliver Janich, Wolfgang Berger, Andreas Rieger, Abdullah Seymour, Jürgen Elsässer

Am 22. Juni lädt COMPACT zur „Geld-Werkstatt“ nach Berlin. Sinn und Zweck des ganztägigen Treffens: Endlich aus einer kurzatmigen Diskussion über den Euro-Crash rauskommen und strategische Fragen zu einem besseren Währungssysem klären. Und: Endlich einmal die Vertreter der verschiedenen „Geldschulen“ zusammenzubringen, die sich bisher gegeneinander abgrenzen. Nur gemeinsam sind wir stark!

Hier kann man alle Details zur Geld-Werkstatt am 22. Juni finden und sich anmelden: Geld-Werkstatt-Website

Achtung: COMPACT-Abonnenten können etwa die Hälfte bei den Ticket-Preisen sparen. Hier geht’s zum Abo: Abo-Formular

Einsortiert unter:Uncategorized

29 Responses

  1. Jörn Petersen sagt:

    Andreas Popp ist ein erstklassiger Referent,

    ((Bitte unterlassen Sie es, unsere Referenten zu beleidigen, sonst bekommen Sie mächtig Ärger mit mir. – Hausmeister))

  2. Schwan sagt:

    Kopie eines Kommentars von vor ein paar Tagen, der hier sehr viel besser her passt:

    Einen gemeinsamen Nenner verschiedener Denkschulen von Geldsystemkritken zu suchen, halte ich fuer besonders wichtig, denn beim Geldsystem liegt der Hund begraben. Das schlechte gegenwaertige Geldsystem ist DIE Grundlage fuer die Existenz der Plutokratie.

    Gemeinsamkeiten von Freigeld und Oesterreichischer Schule: Beide sind Nebenzweige der Neoklassik, der herrschenden liberalen Denkschule der 2. Haelfte des 19. Jahrhunderts. Der gegenwaertige “Neoliberalismus” (eigentlich “Monetarismus”) ist kaum mehr als eine Neuauflage der Neoklassik.

    Der wichtigste Unterschied sowohl der Freiwirtschaft als auch der Oesterreichischen Schule zur Neoklassik ist Kritik am Geldsystem. Bei der Oe. Sch. ist es Kritik an der Manipulation der Marktzinsen durch den Leitzins der Zentralbanken. Die Freiwitschaft geht noch weiter und sagt, dass das normale Marktgesetz von Angebot und Nachfrage beim Zins sowieso nur eingeschraenkt gilt, weil Geld im Gegensatz zu Gutern praktisch ohne Kosten gehortet werden kann. Das fuehrt zur Situation, “staendig exponentiell steigende Geldvermoegen und Schulden ODER Deflation: und damit letztlich zu einer deflationaeren Abwaertsspirale.

    Zwar kann man mit Inflation gegennarbeiten, aber das fuehrt zu parallelen deflationaeren und inflationaeren Erscheinungen(z.B. Assetpreisinflation und allgemeine, zunehmende Geldknappbeit). Der wichtigste Unterschied zwischen Umlaufgebuehr und Inflation ist, dass die Inflation sich NICHT instantan auf alle Preise auswirkt, womit Preise zueinander verzerrt werden, was letztlich die Funktion der Preise – quantitative Relationen zu setzen – unterminiert, mit entsprechenden Fehlallokationen in der Wirtschaft.

    Und auch Deflation, also die Verringerung der Geldmenge, wirkt sich nicht instantan auf alle Preise aus, damit fehlt Geld im Wirtschaftskreislauf fuer den Absatz des Gesamtoutputs – deflationaere Abwaertsspirale beginnt.

    Die Libertaeren sind interessanterweise blind gehenueber der Problematik der Deflation, nur die Schaedlichkeit der Inflation wir erkannt. Es wird bei der Deflation argumentiert, dass sich die Preise halt der geanderten Geldmenge anpassen. Wenn das einfach so instantan passierte, koennte man dieses Argument bei der Inflation genauso anwenden. Das Inflationsverstaendnis ist aber auch statisch, veranderte Geldmenge = verandertes Preisniveau. Deswegen von dieser Seite auch die staendigen Warnungen vor unmittelbar bevorstehender Hyperinflation, die natuerlich passieren kann, aber eben auch erst jahrelang nach stark inflatinaerer Geldschoepfung.

    Sparen wird uebrigens nicht bestraft, sondern Horten, das ist ein oft uebersehener Unterschied. Horten heisst, Geld dem realwirtschaftlichen Wirtschaftskreislauf zu entziehen, ob unter dem Kopfpolster oder durch Spekulationsblasen spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Beim Sparen kann das Geld in der Realwirtschaft weiterzirkulieren, wenn das Gesparte an einen Kreditnehmer verliehen wird, der den Kredit fuer realwirtschaftliche Zwecke ausgibt. Freigeld hat auch nichts mit Zinsen abschaffen zu tun. Je nach Marktlage kann es positive, negative und Nullzinsen geben. Aufgrund von Satuierung muessen die Sparzinsen aber langfristig um Null pendeln.

    OK, das war jetzt doch kein Kompromissvorschlag😉
    Der ist aber wichtig, um ein auseinander dividiert werden der Geldsystemkritiker zu verhindern.

    Deswegen noch eine weitere Gemeinsamkeit der Monetative- Anhaenger (und die allermeisten Freigeldbefuerworter sind solche) und der Oe. Sch.: Die Ablehnung des Fraktional Reseve Banking.

    Es gibt mit Sicherheit ein Geldsystem, das von Befuerwortern von Freiwirtschaft und Oe. Sch. zu Recht als Fortschritt empfunden werden kann, ausser bei Dogmatikern auf beiden Seiten fuer die alles andere als die reine Lehre nicht in Frage kommt.

    Ich habe das hier schon mehrmals gefragt, ohne dass jemand irgendetwas vorschlagen konnte: Wie koennte so ein Kopromiss aussehen? Ohne Kompromiss muesste man irgendwann vielleicht das Fraktional Reserve Banking beibehalten, bloss weil man sich nicht einigen kann, was darauf folgen soll.

    Das ist eine schwere aber sehr WICHTIGE Frage. Eine gute Antwort gibt es. Wer kennt Sie? Wer ist bereit, eine zu suchen?

  3. Schwan sagt: Juni 5, 2013 um 10:18
    Ich habe das hier schon mehrmals gefragt, ohne dass jemand irgendetwas vorschlagen konnte: Wie koennte so ein Kopromiss aussehen?
    Ich hatte geantwortet: Es kann keinen Kompromiß zwischen Wahrheit und Illusion geben.

    Geld ist letztlich – strukural gesehen- werthaltiges Entgelt für geleistete oder zu leistende Arbeit. Oder es ist keines.

    Dann gilt: Vergelt’s Gott. Und das macht der dann auch.🙂

  4. 006 sagt:

    Die Initiative zur Umsetzung einer Geldreform in der Schweiz sollte diesbezüglich auch nicht unbeachtet bleiben…

    http://www.christoph-pfluger.ch/2011/09/25/wie-verfassungsmassiges-geld-aussieht-die-vollgeld-reform/

  5. 006 sagt:

    Ach ja … noch vergessen: Im Zusammenhang mit dem Thema ‚Geldsystem‘ (und seine Konsequenzen) darf eigentlich der Hinweis auf die Seite von Bernd Senf nicht fehlen …

    http://www.berndsenf.de/

  6. 006 sagt:

    Und noch ein Link, der zwar auch bei B. Senf steht, aber eben leicht überlesen wird: 50 Geldsystemkritiker stellen sich vor …

    http://www.geldmitsystem.org/

  7. amicus sagt:

    ich bin spätestens seit meinem sechzehnten Lebensjahr rechts. Vor einigen Wochen machte mich ein Freund auf das Thema Biologie aufmerksam. Seitdem bemerke ich, wieviele gemischte Paare es gibt. Es scheint so, als ob der Film Türkisch für Anfänger massiv Wirkung gezeigt hätte.
    Entweder ist mir das vorher einfach nicht aufgefallen oder es hat sich in den letzten Jahren massiv etwas verändert. Seither hat sich in mir eine große Liebe zu meinem Volk entwickelt. Ich bin angesichts dieser Situation so depremiert und verzweifelt wie erzürnt. Wie kommt ihr mit dieser Situation klar?

  8. Schwan sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Warum sollte es nur ein grottenschlechtes oder ein perfektes Geldsystem geben koennen? Natuerlich muss man letzteres anstreben, aber deswegen muss man nicht eine Chance zur Verbesserung ausschlagen. Und die kommt eher, wenn man gemeinsame Kritikpunkte herausarbeitet und eine Verbesserung sucht, die diese Gemeinsamkeiten als Grundlage hat. Die Wahrheit mag absolut sein, die Moeglichkeiten zur Verbesserung sind relativ zum Bestehenden.

  9. Schwan sagt:

    Die, die sich ueber den Zustand der Welt beklagen, ohne sich ueber ernsthafte Verbesserungsmoeichkeiten Gedanken zu machen, gehen mir schwer auf die Nerven. Und das Geldssystem ist nun mal die mit Abstand bedeutendste einzelne Schraube im System.

    Wer nicht bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen, um dazu beizutragen die kritische Masse zu erreichen, kann zwar ueber verkehrte Fahnen oder was auch immer diskutieren bis zum Umfallen, veraendern wird das aber genau Null.

    Wer nichts verbessern will, soll auch nicht klagen. Jedenfalls nicht in der Oeffentlichkeit.

  10. Eveline sagt:

    @Schwan
    Meiner Meinung liegt der Hund nicht im Geldsystem begraben, sondern im Rechtssystem. Aber egal, irgendwo muss es ja beginnen.

    Ich verstehe nicht, warum suchen Sie Kompromisse ?
    Mir persönlich gefällt Prof. Hankels Vorschlag, genauso gut
    finde ich Andreas Popp, mit Oliver Janichs Schule komme ich nicht klar.

  11. Mister Panopticon sagt:

    Ich persönlich votiere für das Modell von Andreas Popp. Die Fließgeldtheorie macht meiner Ansicht nach am meisten her: Geld ist ein nützliches „vereinheitlichtes“ Tauschmittel, -und kein Hortungsgegenstand, mit dem man über Nationen herrschen kann. Geld soll investiert werden, und kein Spekulationsgegenstand sein. Geld muß, nach meiner Ansicht, die Eigenschaft haben, zu „altern“ – wie die Gegenstände, gegen die es getauscht wird. Geld darf nicht per Definition „knapp“ sein, sondern muß flexibel sein, um der Wirklichkeit Rechnung zu tragen; – wenn der Wirtschaftskreislauf mehr Geld benötigt, muß dieses verfügbar sein können. Geld soll, wenn möglich, „sinnvolle“ Güterproduktion anregen, anstatt Luxuskonsum und Verschwendung zu fördern.

    Janichs Schule, die Goldbugs, trägt dem hingegen keine Rechnung. Dabei sollte nach 3000 Jahren durch Gold verursachte Wirtschaftskrise klar sein, dass Goldsysteme deflationär sind, und die Grundlage für das Zinssystem bilden- von dem es gilt, wegzukommen. (Der „Zins“ ist ökonomisch etwas anderes als etwa eine (Boden-)Rente.) – wenn ich hier arg dogmatisch und voreingenommen bin, bitte ich das zu entschuldigen.😉

    Selbstredend ist das Geldsystem eine, wenn nicht „die“, zentrale Stellschraube- und man muß wohl Optimist sein. Wie aber Beispiele wie Libyen zeigen, ist es gegenwärtig ein wenig „riskant“, eine Insellösung jenseits der Einheizwährung Petro-Dollar, und der dahinter stehenden „Mächte“, zu fahren. Hinzu kommt, dass durch das gegenwärtige System die bestehenden Reichtümer unendlich ungleich verteilt sind- sehr zum Schaden übrigens auch der nicht-kartellisierten klein-und mittelständischen Unternehmen. Und dieses ändert sich durch das Geldsystem allein nicht.
    Jedenfalls: Viel zu tun!

  12. Schwan sagt:

    @ Eveline:

    Dass das Geldsystem eine groessere Baustelle ist, sieht man schon daran, wer Geld und wer Recht erschafft. Banken versus Parlament, von der EU, einer weiteren sehr wichtigen Baustelle, einmal abgesehen. Ausserdem sorgt es dafuer, dass eine winzige Minderheit extrem viel Geld hat, Geld, das nicht nur vielen fehlt, sondern mit dem die winzige Minderheit „Recht einkaufen“ kann, sogar wenn das Rechtssystem formal in Ordnung ist.

    Ich will keinen Kompromiss, aber Geldsystemkritiker sind nicht gerade eine Mehrheit in der Gesellschaft. Und dann auch noch zersplittert. Dass der Einfluss der Geldsystemkritiker so kaum sehr gross werden kann, ist doch naheliegend. Aehnlich wie in „Das Leben des Brian“, wo der groesste Feind der judaeischen Befreiungsfront nicht die Roemer sind, sondern die „Befreiungsfront Judaeas“.

  13. Schwan sagt:

    PS:

    Auch wenn die Kritik der Freiwirtschaft wie gesagt tiefer reicht (die Marktzinsen muessten naemlich negativ sein, wenn das Kreditangebot groesser als die Kreditnachfrage ist, vgl meinen ersten Kommentar), traegt die Oesterreichische Schule schon auch Wesentliches bei, zur Kritik am Geldsystem, denn die Manipulation des Marktzinses durch die Leitzinsen laesst sich nicht nur in Gewinne ummuenzen, sondern die Leitzinsen sind auch ein wesentliches Instrument den Zeitpunkt und den Verlauf einer Krise zu beeinflussen. Aus Sicht der Libertaeren ist das schon auf tiefster Ebene die Ursache der Krise, das ist zwar falsch, aber deren Erkentnisse sind trotzdem ein wichtiger Teil des Verstaendnisses der Krise. Wobei es bei der Freiwirtschaft sowieso auch keine Leitzinsen gaebe, daher braeuchte man die Oesterreichische Schule bei einer Nicht-Kompromissloesung nicht beruecksichtigen. Besser ist trotzdem ein Kompromiss. Besser weniger als das Maximum erreichen als gar nichts.

  14. Monika H. sagt:

    @Schwan

    >Und dann auch noch zersplittert.

    Ich sehe da überhaupt nichts „zersplittert“, sondern finde das immens wichtig, dass es verschiedene Meinungen und Modelle gibt. Im Moment werden die Ideen zusammen getragen und DARAUS wird etwas Neues entstehen.

  15. Schwan sagt:

    @Mister Panopticon:

    Nur der Korrektheit halber, Jannich bzw. die Libertaeren sind keine Anhaenger eines staatlichen Goldstandards, sondern eines Geldschoepfungsmarktes, der nach deren Ansicht zu einem durch Gold gedecktes Geld fuehren wuerde. Monetative/Freigeldanhaenger hauen gerne Libertaere und Goldstandardanhaenger in einen Topf – und auch umgekehrt. Blind gegenueber der Deflation sind jedenfalls beide, Libertaere und Goldstandardanhaenger.

    Zum Thema passend, Schulden, die ersten 5000 Jahre von David Graeber.
    Ohne eingehende Analyse der Problematik des Geldsystems und erst Recht ohne Loesungsvorschlaege, aber hoechst lehrreich und einem besseren Verstaendnis von Geld und seiner Problematik sehr dienlich. Der raeumt z.B. mit dem Mythos auf, vor dem Geld haette es Tauschwirtschaft gegeben. Thematisiert und erlaeutert die moralische Ambivalenz von Schulden als roten Faden durch die Geschichte. Und noch einiges mehr. Ein Muss fuer jeden Geldsystemkritiker.

    Manchmal scheinbar im Widerspruch zu wichtigen Punkten verschiedener Geldsystemkritiker, aber nur an der Oberflaeche. Insgesamt eine Vertiefung von Einsichten, die man als Geldsystemkritiker schon hat. Ein Linker (Occupy) aber ein undogmatischer, wo mir gleich die Beruehrungspunkte mit der Tea Party auffielen. Sofern es sich um keine Dogmatiker handelt. Wieder zeigt sich: Die klugen (Ex-)Linken und (Ex-)Rechten sind sich in ihren Einsichten aehnlicher als den dummen, dogmatischen Linken und Rechten.

    http://m.youtube.com/#/watch?v=CZIINXhGDcs&desktop_uri=%2Fwatch%3Fv%3DCZIINXhGDcs&client=mv-vf-uk&safesearch=always

  16. Eveline sagt:

    Spielen wir mal: „Wir basteln uns unser eigenes Geldsystem“
    und vergessen all die anderen Theorien.
    @Schwan, Sie sind jetzt Handwerker und ich brauchen einen Tisch…..stehe dann sozusagen bei Ihnen „in der Kreide“.
    Ein Tisch kann für mich doch so einen Wert oder so einen Wert haben….unabhängig vom tatsächlichen Wert, spiegelt sich das in Ihrer Preisgestaltung wieder?

  17. Schwan sagt:

    @Monika H.

    Verschiedene Modelle versus zersplittert
    Ihre Perspektive ist die der Meinhngsvielfalt, schoen und gut, aber mehr erreich kann man mit Geschlossenheit.

    Ein neues synthetisches Modell als Resultat der Konferenz:
    Die Teilnehmer sind wohl der Ansicht schon jeweils die besten Modelle zu vertreten. Das Neue sollte daher ein Kompromiss sein. Das kann nicht bei einer Konferenz erreicht werden, aber wenn das Resultat waere, dass die Vertreter der verschiedenen Denkschulen beginnen, Gemeinsamkeiten in der Problemanalyse zu suchen, mit dem Vorsatz, darauf aufbauend ein kompromisshaftes, neues Modell zu suchen, waere das schon sehr viel. Das waere aus dieser Sicht ein Uebergangsmodell zum wirklich richtigen. Dann wuerden sich die Wege auch wieder trennen, aber in der gegebenen Ausgangslage ist ein gemeinsamer Marsch unabdinglich.

    @ Eveline:

    Ich bin geneigt Silvio Gesell und den Neoklassikern zuzustimmen, dass die Werttheorien von Adam Smith bis Marx weitgehend ohne praktische Relevanz sind. Das ist die kurze Antwort, die detaillierte wuerde jetzt zu lange dauern.

  18. Y.Jones sagt:

    J.e bitte denken sie dran hankel mit herr professorin vorzustellen. Die feministen und schwuchtellobby hat diesen wahnsinn durchgestmetzt. Vorerst nur in sachsen als pilotprojekt. Ansonsten reicht es den zinseszins abzuschaffen und notenbanken verstaatlichen . Naturlich nationale wahrungen wiederherstellen. Maximales privatvermogen einfuhren. Und flexible gewinnsteuern bei unternehmen. Je nach haushaltsbedarf. Todestrafe auch wieder. Und schwule darf es in der offentlichkeit auch nicht mehr geben

  19. Dr. Gunther Kümel sagt:

    PLURALITÄT:

    Es ist klar, daß es schwierig ist, die gegensätzlichen Ideen zur
    Monetärpolitik unter einen organisatorischen Hut zu bekommen.

    Dennoch muß ich (pflichtgemäß) sagen, daß die Diskussion unzulässig beschränkt und eingeengt wird, wenn nicht maßgebende Ideenträger eingebunden werden, die auch nicht auf der Nudelsuppe einhergeschwommen sind. Diese Einbindung muß ja nicht im jetzigen Zeitpunkt erfolgen und im rahmen der „Geldwerkstatt“. Aber außer acht lassen dürfen sie nicht, wenn wir zu gültigen Lösungen gelangen wollen.

    Ich meine die beiden Linken

    Prof. Senf
    (http://www.berndsenf.de/, http://www.geldmitsystem.org/).

    006 hat ihn schon genannt.

    und den Verleger Egon Kreutzer (http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html).

    Die beiden sind so wichtig für den Gedankenaustausch wie nur irgendeiner der eingeladenen Redner!

  20. Eveline sagt:

    Ich möchte ein Geld ohne Zinsen, es sollen sich nicht Dinge einfach vermehren, die ich nicht verstehe.
    Woher kommt das Geld?
    Was ist der Samen?

    Ich finde, das Geld, es liegt immer noch sehr verborgen, alles sind nur Beschreibungen.

  21. Schwan sagt:

    @Eveline:

    Die gaengige Rechtfertigung fuer den Zins, auch der Libertaeren, ist, dass es der Preis dafuer ist, etwas schon jetzt zu bekommen, was man sich erst in der Zukunft leisten koennte. Der Kreditgeber ermoeglicht dem Kreditgeber die Erfuellung dieser Zeitpraeferenz. Das stimmt auch, ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn auch der Kreditnehmer ermoeglicht dem Kreditgeber die Erfuellung von dessen, in der Zukunft liegenden, Zeitpraeferenz. Das wird klarer, wenn man es sich mit Aepfeln statt mit Geld vorstellt: Ich habe viele Aepfel, mehr als ich essen oder verkaufen kann, ehe sie verrotten. Dann bietet mir jemand an, mir 95% der ueberschuessigen Aepfel zu einem spateren Zeitpunkt zu geben (bzw. natuerlich frische Aepfel statt dessen), wenn er jetzt 100% der ueberschuessigen Aepfel bekommt. Das sind dann Negstivzinsen fuer den Kreditgeber (=Sparer/Investor)! Wer Zinsen bekommt, hinge in der Marktwirtschaft davon ab, ob mehr Kredit angeboten oder nachgefragt wird. Nicht so beim Geld. Das wird der Realwirtschaft entzogen, wenn die Kreditnachfrage nicht mehr mit dem exponentiell wachsenden Kreditangebot mithaelt. Das ist eine Besonderheit des Geldes, denn alles andere altert oder verursacht zumindest Lagerungskosten (Gold).

    Die Mainstreamoekonomen sind dafuer blind, weil deren Grundmodelle GELDLOSE Tauschwirtschaftsmodelle sind. Geld wuerde langfristig kein eigener Faktor in der Wirtschaft sein, sondern nir ausdruecken, was in der Realwirtschaft passiert. Das ist schlicht jnd einfach falsch. Sie haben also voellig Recht, dass Geld nicht verstanden wird. Von den Mainstreamoekonomen.

  22. Eveline sagt:

    @Schwan
    Ich lese und lese und bekomme keinen Fuß in die Tür.

    Geld mit Äpfel und Birnen zu vergleichen fällt mir doppelt schwer, da sie nichts Abstraktes sind.
    “ Der Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland – ein Birnbaum in seinem Garten stand….“
    Der alter Herr bat um 3 Birnen in seinen Sarg… und Jahre Jahre später kamen immer wieder Kinder vorbei und erfreuten sich und aßen die Birnen.

    Aber Geld nebst Zinsen mit seinem exponentiellem Wachstum ist nicht in der Lage, den Frieden auszusäen, die der Herr von Ribbeck mit seinen 3 Birnen uns ermöglichte.

    Vielleicht sollte man dann „Alterungskosten“ dem Geld einrechnen? Somit der sonst irdischen natürlichen Fäulnis Rechnung tragen.

  23. Mister Panopticon sagt:

    @ Eveline: Vielleicht sollte man dann “Alterungskosten” dem Geld einrechnen? Somit der sonst irdischen natürlichen Fäulnis Rechnung tragen.

    Haargenau! Das ist Silvio Gesells Ansatz, der von Popp ausgebaut wird, und „Fließgeldtheorie“ heißt. Im bisherigen Wirtschaftssystem wirkt das Geld, wegen seiner „Ewigkeit“ , als „Gift“, das die („natürliche“) Wirtschaftsordnung langfristig zerstört – und dafür einem verschwindend kleinen Banker-Kreis nützt. – Der dafür, so das Gemunkele, die „Mainstream-Ökonomen“ bezahlt, damit das auch weiterhin so bleiben kann. (Die angelagerte ökonomische Macht ist allerdings bereits immens- und zwar seit weit über 100 , möglicherweise 200, Jahren.)

  24. Mister Panopticon sagt:

    Kleine Anmerkung:
    Wenn das (Poppsche) Gesell-Modell einen realen „Nachteil“ haben sollte, liegt der übrigens wieder haargenau darin begründet, dass der Anreiz für Gold, oder Immobilien, oder: alles was als langfristig „wertbeständig“ gilt, steigt. Fraglich ist, ob deswegen das Hauptzahlungsmittel wieder langfristig erodiert? Jedenfalls steigt der Preis für derartige „hort-bare“ Gegenstände;- außer: Man schafft wieder eine (unangenehme) „Ausgleichssteuer“- wo dann allerdings wieder alle Markt-Theoretiker zurecht laut aufschreien!

    Wäre interessant, von Popp etwas von diesem strukturellen Problem zu hören!

  25. Eveline sagt:

    @ Mister Panopticon
    Vielleicht würde dieses Häuserlusthorten dann aufhören, wenn nur natürliche nachwachsende Baustoffe verwendet werden dürften.
    In Rostock gibt es ein Holzbaumhaus, dort trägt ein natürlich gewachsener Baum noch heute den Dachstuhl, 400 Jahre alt wenn ich mich recht erinnere.

  26. Mit dem Geld ist es im Grunde sehr einfach. Ich will mal ein kleines Beispiel machen.

    Ich gebe z.B. mein eigenes Geld heraus : 1 Bulli. Das ist ein von mir unterschriebener Zettel, auf dem steht „Gegen Vorlage dieses Papieres arbeite ich eine Stunde für den Überbringer“.

    Das ist Geld. Wenn ich aber einen Zettel hernehme und 1 Bulli darauf schreibe, ohne mich zu irgendetwas zu verpflichten, dann ist das kein Geld.

    Der Euro z.B. arbeitet nach diesem Prinzip. Es ist Falschgeld, das nur dadurch funzt, daß die Leute es mehrheitlich für Geld halten.

  27. Eveline sagt:

    @Joachim Bullinger:
    Aber da ist ja das Problem, Geld ist eine abstrakte Sache – und soll jetzt gegen Ihre natürlich lebendige Arbeit gewertet werden.
    Der jetzigen Idee Geld fehlt etwas, einmal das, was unter Fliessgeld verstanden wird und was weiss ich noch.
    Prof. Hankel sagte, meinetwegen könne auch Schweizer Käse als Geld- Tauschmittel gelten, wenn er nur haltbar genug wäre.

    Das neue Geldsystem muss so „einfach menschlich “ sein, dass jeder Rentner im Pflegeheim es versteht.
    Es muss das Geldwertsystem kreiert werden, welches in uns steckt.
    Sie können ja einen Bulli kreieren – der dann stattfindende Tausch – womit auch immer, sollte aber unsere Lebendigkeit in sich tragen, damit es nicht wieder täuscht.

  28. Mister Panopticon sagt:

    @ Dr. Bullinger: Ihre Ansicht über Geld entspricht, glaube ich, der von Marx. So „einfach“ war es glaube ich nicht.
    (Ich bin aber kein Experte zu diesem Thema. Gesells Theorie war jedenfalls etwas anders)

    Eines der ersten bekannten Geldformen war übrigens das Gold, das sich in den orientalischen Tempeln anlagerte, nachdem es im damaligen Totenkult als Ersatz-Opfer für lange Zeit im Gebrauch war. Dieses (das Totenopfer!- ein Schelm, der Böses dabei denkt…!) wurde dann von der sehr mächtigen Priesterkaste in Geld „umdeklariert“ , und „wieder in Umlauf“ gebracht. x Gold war dabei 1 Rind. Dass das eine Form der „Enteignung“ der Rinderbesitzer war, die vermutlich sogar vorher selber Goldopfer brachten, ist eine pikante Seitennote dabei.😉 Geld kann aber durchaus vom Staat als „Steuer“ verwendet werden; Beispiel hierfür war z.B. das (ungedeckte) Geld während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, mit dem die Übergangsregierung sich die nötigen Kriegsmittel „beschaffte“ .

    Der Skandal am gegenwärtigen Geldschöpfungsprozeß liegt vordringlich darin, dass es private Banken sind, die dieses Geld mit minimaler „Deckung“ (übrigens: selber wieder im selben Geld) in Umlauf bringen, und die von ihnen abhängigen Staaten diesen Prozeß schützen und decken. Die Menschheit „bezahlt“ die Banken also für das Drucken von Papier; im digitalen Zeitalter: Für das Eingeben einer Zahl. Selbstredend entspricht dem „ausgegebenen“ und eingetippten Geld wieder eine negative Summe als Buchgeld in den Banken, die dafür gegenwärtig 0,5% Zinsen (hier quasi: „Lizenzgebühren“) an die EZB zahlen. – In der Fachsprache hieße das Spiel „Ponzi-Schema“, oder auch: Schnellballsystem: Ganz oben auf der Leiter sind die (Privat-) Leute, die vom Spiel massiv profitieren, nichts dazu beitragen, aber die Spiellizenz haben und es steuern. – Darunter die eigentlichen „Kapitalisten“. – Pyramidenartig(!) bis ganz nach unten; man schaue sich die Dollarnote an.😉

  29. Nochmals wg. Geld.
    Es ist halt schwierig, da den Verblendungszusammenhang zu durchstoßen, der von interessierter Seite hergestellt wurde.

    Und ich habe hier das Problem, einfach formulieren zu müssen, ohne daß es dadurch falsch wird. Das ist wegen der Komplexitätsreduktion nicht so leicht und bietet immer wieder Raum für Mißverständnissse, die dann wieder korrigiert werden müssen, was neuen Raum für Mißverständnissse öffnet, die dann wieder korrigiert werden müssen, usw. …

    Ich hab’s halt versucht aber es ist mir wohl nicht so recht gelungen…😦 Ich belasse es jetzt mal dabei.

    In der Compact-Werkstatt werden ja dann auch Leute verfügbar sein, die das besser können als ich.

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