Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

COMPACT 6/2013: Oktoberfestattentat – die NATO war’s, nicht Hoffmann

CoverEndDie Aussagen wie auch andere Spuren im Luxemburger Gladio-Prozess weisen in eine andere Richtung. War’s die NATO?

COMPACT 6/2013 – seit heute am bundesweit Kiosk – geht in zwei Artikeln den neuen Erkenntnissen zum Oktoberfest-Attentat 1980 nach. Dabei gibt es Parallelen zu den sog. NSU-Morden.

Hier ein Auszug aus einem der beiden Artikel. Das vollständige Inhaltsverzeichnis finden Sie hier. Unterstützen Sie unsere Arbeit duch in COMPACT-Abonnement. Hier geht’s zu Abo-Formular.

Auszug aus: COMPACT 6/2013

Die dritte Theorie

Für das Oktoberfest-Attentat wie für die sogenannten NSU-Morde wurden deutsch-nationale Extremisten verantwortlich gemacht.  Spuren, die ins Ausland führen, wurden zu wenig untersucht.

Von Jürgen Elsässer

Die Enthüllungen des deutschen Historikers Andreas Kramer über die Rolle seines Vaters bei der Organisierung des Oktoberfest-Massakers 1980 bringen den BND und die NATO in große Erklärungs-Nöte, aber auch die Linken. Denn die waren bisher unisono davon ausgegangen, dass das Blutbad ein Werk der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG) gewesen sei. Doch Kramer ist an diesem zentralen Punkt anderer Meinung.

Sein Vater habe nämlich im Vorfeld des Attentats neben Gundolf Köhler, mit dem er später die Bombe gebaut habe, auch WSG-Chef Karl-Heinz Hoffmann angesprochen. „Der aber wollte nichts mit der NATO zu tun haben und hätte sicher einen Riesenärger bereitet, wenn er das herausbekommen hätte“, sagte Kramer im Interview mit der Tageszeitung Junge Welt. Damit bestätigte der Historiker die Version des Deutschnationalen Hoffmann – und gleichzeitig die vor allem von Linken vertretene Auffassung, dass die NATO-Geheimtruppe Gladio in München mitmischte. Ist Kramers Rechts-links-Spagat eigentlich jemandem aufgefallen?

Der politische Streit nach der Oktoberfest-Bombe war im Wesentlichen derselbe wie nach dem Bekanntwerden des Nationalsozialistische Untergrunds (NSU): CDU und CSU waren in beiden Fällen der Ansicht, dass der Terror nur von einzelnen verübt werde, nämlich 1980 von Gundolf Köhler und bei der Mordserie 2000 bis 2007 vom Zwickauer Trio und einigen wenigen Helfershelfern. Dem gegebenüber vertreten Grüne und Rote jeder Schattierung, dass der Terrorsumpf bis in die Geheimdienste und den Staatsapparat hineinreiche. Dass es sich bei diesen Morden um das Werk einer weit verzweigten Verschwörung handeln muss, legt die Vielzahl Agenten und V-Leuten nahe, die in beiden Fällen um die Hauptverdächtigen gruppiert sind. Aber so sehr man den Linken zustimmen muss, wenn sie die geheimdienstliche Verwicklung betonen, so sehr muss man ihnen widersprechen, wenn sie dabei nur von den deutschen Geheimdiensten ausgehen. Der Widerspruch gilt gilt um so mehr,  wenn die Schuldzuweisung dem deutschen Staat allgemein gilt, der in Bausch und Bogen als Wiedergänger des 3. Reiches diffamiert wird – was auch gerne von ausländischen Politikern und Medien aufgegriffen wird. Vielmehr – und das sollte man als die dritte Theorie bei der Erklärung solcher Terroranschläge berücksichtigen  – geht es weder um Einzeltäter und Kleinstgruppen, noch um einen deutschnationalen Komplott, sondern um eine internationale Verschwörung. Dieses Netzwerk schließt zwar deutsche Täter – Agenten, politische Extremisten, Verrückte – auf verschiedenen Ebenen ein, seine Köpfe sitzen aber nicht in Deutschland, sondern im NATO-Hauptquartier in Brüssel oder in der CIA-Zentrale in Langley/Virginia.

Kramer selbst arbeitet heraus, dass sein Vater nicht als ganz gewöhnlicher BND-Befehlsempfänger an diesem Mordplan mitwirkte, sondern im Rahmen einer Sondereinheit, nämlich der deutschen Stay Behind-Sektion. Der Schweizer Historiker Daniele Ganser betont in seinem Standardwerk NATO – Geheimarmee in Europa, dass das Alliierte Koordinierungskomitee für die Stay behind-Truppen (ACC)  vom europäischen Oberbefehlshaber der NATO (SACEUR) eingerichtet wurde, „eine Position, die immer ein amerikanischer General einnahm und in direkter Verbindung zum (Oberkommando) SHAPE der NATO stand“. Auch Rechtsanwalt Gaston Vogel arbeitet beim aktuellen Bombenleger-Prozess in Luxemburg die Führungsrolle der CIA innerhalb der Stay behind-Struktur heraus. „Anfang der 1980er Jahre hat diese Saubande von Amerikanern ganz Europa terrorisiert“, sagte er der Schweizer TagesWoche.

Die deutsche Stay behind-Truppe ließ die US-Besatzungsmacht, noch vor dem NATO-Beitritt der Bundesrepublik, von Wehrmacht-General Reinhard Gehlen und Klaus Barbie, dem „Schlächter von Lyon“, aufstellen. 1952 kam es zu einem heftigen Skandal, als der ehemalige SS-Hauptsturmführer Hans Otto sich der Kriminalpolizei in Frankfurt stellte und auspackte: „Er gehöre mit rund hundert weiteren Getreuen zu einer geheimen Widerstandsgruppe, die für den Fall einer sowjetischen Invasion trainiere, zahlreiche Waffenlager unterhalte und von den Amerikanern unterstützt werde. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass ein dem rechten Bund Deutscher Jugend angegliederter geheimer Technischer Dienst (TD) auch den innenpolitischen Feind im Auge hatte. Für den Ernstfall hatten die Kameraden Listen erstellt, auf denen sich neben Mitgliedern der Kommunistischen Partei auch Sozialdemokraten befanden – allen voran der frischgewählte SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer und Herbert Wehner -, die beide am ,Tag X kaltgestellt‘ werden sollten.

(…)
Aus heutiger Sicht ist sonnenklar, und zwar unabhängig von der entlastenden Aussage durch den Historiker Andreas Kramer, warum Hoffmann für diesen Terrorakt nicht in Frage kam: Er war und ist ein Gegner der NATO und der USA, und zwar so sehr, dass er als Militärfanatiker sogar den Wehrdienst in der Bundeswehr verweigerte. Außerdem war er zwar ein Verfassungsfeind, da er von der Demokratie, speziell von der parlamentarischen, nicht viel hielt. Andererseits grenzte er sich immer vom Nationalsozialismus ab, und als er vom Spiegel einmal nach seinem politischen Utopia gefragt wurde, verwies er auf das „System, was sich Tito für seine Nachfolge gewünscht hat: eine regierende Gruppe, die nach einer bestimmten Zeit immer wieder teilweise abtritt und in einem rotierenden System neuen Zuwachs bekommt“. Zu Hoffmanns kurzfristigen Zielen gehörte der Austritt aus der NATO, und ein Gesamtdeutschland unter Sowjetbesatzung hielt er für das kleinere Übel gegenüber einer Fortdauer der Teilung mit der US-Army im Westen. (vgl. Spiegel, 24.11.1980) So einem kann man alles mögliche zutrauen – aber keine Massaker zum Nutzen Washingtons.

Denn darum ging es Ende September 1980, wenn das Morden überhaupt eine Logik gehabt haben sollte. Die Oktoberfest-Bombe detonierte neun Tage vor der Bundestagswahl am 5. Oktober 1980. Deswegen spekulierte man damals bei der Linken bis hin zum Beraterkreis von Bundeskanzler Helmut Schmidt, dass Fraz-Josef Strauss oder seine Freunde versucht haben könnten, mit diesem Terrorakt die Wahlchancen der Union zu verbessern: indem man ihn der RAF in die Schuhe schob. Der CSU-Hardliner als Bundeskanzler – das lag im amerikanischen Interesse, da Helmut Schmidt den USA mit seiner Hartwährungspolitik einen lästigen Wirtschaftskrieg lieferte und außerdem aus seiner Abneigung gegen den rechtsradikalen israelischen Ministerpräsident Menachem Begin keinen Hehl machte. Strauss hingegen war vor allem bei Konflikten im Nahen Osten ein zuverlässiger Verbündeter – er hatte schon Ende der 1950er Jahre geheime Waffengeschäfte mit Ben Gurion gemacht.

Das Kalkül ging freilich nicht auf, da der mutmaßliche Bombenleger Gundolf Köhler im NADIS-Überwachungscomputer des BKA als Rechter gespeichert war, als Anhänger der Wehrsportgruppe Hoffmann. Sobald das klar war, und das dauerte keine 24 Stunden, hatte Strauss die Wahl verloren. Explodierte der Sprengsatz zu früh, wie verschiedene Indizien und auch die im vorherigen Artikel zitierten Zeugenaussagen vom Tatort nahelegen? Wurde aufgrund dieser Panne Köhler als erster zerfetzt – Köhler, der eigentlich hätte unbekannt bleiben sollen, damit man das Inferno der Linken hätte anlasten können?

(…)

War also Köhler an jenem 26. September 1980 gar nicht Täter, sondern nur Opfer? In jedem Fall scheint sicher, dass Hoffmanns WSG nichts mit der Bluttat zu tun hatte. Was das bedeuten könnte, versuchte die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon am 30. September 1980 zu erklären. Im Leitartikel auf Seite 1 hieß es zu der überraschenden Entwicklung, dass die direkt nach dem Attentat festgenommenen Mitglieder der WSG mangels Tatverdacht schon wieder auf freien Fuß gesetzt worden waren: „Das Verbrechen ist nun wieder so mysteriös wie am Anfang, eher mysteriöser. Tathergang, Mittäter (…) und vor allem das Tatmotiv sind nur unter Zuhilfenahme weit hergeholter Theorien zu erklären. (…) Weit hergeholt, aber nicht undenkbar wäre die Vermutung, das Verbrechen könne nicht nur einen terroristischen und extremistischen, sondern zugleich einen nachrichtendienstlichen Hintergrund haben. Wer mit Rechtsextremismus selber nichts im Sinn hat, könnte, falls ruchlos genug, desto interessierter daran sein, dass alle Welt sich über sein Aufkommen gerade in der Bundesrepublik Deutschland entsetzte.“ So könnte der Auftrag aus dem Gladio-Hauptquartier gelautet haben.

(Den Artikel vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 6/2013. Hier können Sie das vollständige Inhaltsverzeichnis lesen und die Ausgabe bestellen.)

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32 Responses

  1. Anonymous sagt:

    Ukrainischer Präsident heißt nicht im Artikel „Sextrem“ steht Wladimir Janukowitsch, sondern Wiktor mit Vornamen (http://de.wikipedia.org/wiki/Janukowitsch)

  2. ups2009 sagt:

    Passt zwar nirgends, aber die dortige Analyse ist ein gutes Fundstück:

    TV-Analyse: Eva Herman bei Kerner

    http://fernsehkritik.tv/folge-6/Start/

    http://dlr.fernsehkritik.tv/fernsehkritik6.mov

  3. Die NATO und ihre Geheimarmeen
    Vorlesung von Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser an der Universität Basel

    NATO-Staatsterror – Der Schattenmann
    Wer hat die Bommeleeër-Anschläge verübt?

  4. Daran ist gar nichts merkwürdig. Von der NSU-Geschichte sollte man das allerdings doch trennen.

  5. mevludin sagt:

    guten tag, herrn elsesser. ich habe frage . entschuldigung mein deutsch. wenn sie recht haben mit ihr theorie , dass zwickauer trio in auftrag von nato/gladio morde beging, dann müste doch frau zschäpe über diese verbindung auskuhnft geben können. wäre es daher nicht gut, von seite von compact an ihre anwälte heran zu treten, mit bitte, dass ihre mandantin doch bitte umfassend diese verbindung vor gericht darlegen soll ? ihre aussagen diesbezuglich würde sie doch entlasten. aber es geht ja um mehr . deutsche offentlichkeit hat recht auf wahrheit. danke sehr. grusse aus landshut.

  6. juergenelsaesser sagt:

    mevludin: haben wir schon gemacht! siehe auch mein Offener Brief an Beate Zschäpe in COMPACT 5/2013!

  7. Rudolf Steinmetz sagt:

    Um die Aufklärung des gesamten (!) Tatkomplexes zu befördern habe ich nachstehende eMail an die CSU-Feuerwehrfrau alias CSU-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag Christa Stevens gesendet nebst Kopien an die Parteivertreter im Untersuchungsausschuss (info@florian-streibl.de, martin.runge@gruene-fraktion-bayern.de, herrmann@florian-herrmann.de):
    An: christa.stewens@csu-kv-ebersberg.de
    Kopie: julia.maier@csu-landtag.de
    Sehr geehrte Frau Stewens,
    meinen Glückwunsch für Ihre couragierten Aufräumarbeiten im Amigo-Sumpf.
    Trotzdem beschleichen mich die größten Bedenken, dass es sich dabei nur um die Spitze eines Eisberges handelt. Zumindest legen das die Äusserungen des Richters i.R. Rudolf Heindl nahe, die ich Ihnen nachstehend zusammengestellt habe. Sollte diese Anschuldigen auch nur annähernd zutreffend, so müssten Sie sehr schnell und entschlossen handeln, sollte die CSU bei der nächsten Wahl noch eine geringste Chance haben.
    Selbstverständlich wären Ihre Einschätzung dieses Sachverhaltes für mich, und noch viele andere informierte Internet-User von größtem Interesse, die sich über die nachhaltige Abstinenz der zuständigen Stelle in dieser Angelegenheit mehr als nur wundern.
    Freundliche Grüße aus München
    Rudolf Steinmetz

    Offener Brief des Richter Rudolf Heindl an Dr. Günther Beckstein ….

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/05/27/offener-brief-an-dr-gunther-beckstein/

    siehe auch:
    NSU-Skandal — Unglaubliches Interview mit Richter a.D. Heindl
    http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/nsu-skandal-unglaubliches-interview-mit-herr-richter-a-d-heindl/
    Fall Mollath : Weitere Hinweise von Richter i.R. Rudolf Heindl
    http://www.politaia.org/politik/deutschland/fall-mollath-weitere-hinweise-von-richter-i-r-rudolf-heindl/

    Fall Mollath: Offener Brief des Richter i.R. Heindl an Beate Merk
    http://www.politaia.org/politik/fall-mollath-offener-brief-des-richter-i-r-heindl-an-beate-merk/

    Beckstein engagiert sich neben seiner politischen Arbeit in der evangelischen Kirche und im Bereich der evangelischen Jugendarbeit. Seit 1996 ist er berufenes Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche in Bayern, 2009 kandidierte er für das Amt des Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, unterlag jedoch gegenKatrin Göring-Eckardt und wurde daraufhin mit großer Mehrheit zum Vizepräses gewählt.
    Beckstein ist außerdem Kuratoriumsmitglied von ProChrist, Mehr Demokratie, der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg.
    Er vertrat die Bayerische Staatsregierung im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Beckstein
    NOTABENE: vielleicht könnte Jürgen an die obigen Adressen seine diesbezüglichen Blog-Einträge senden?

  8. Ziegler sagt:

    @Fatima Özoguz
    Mein Beitrag ist nur ein zweiter Teil an Herrn Elsässer.
    Was ich merkwürdig finde, müssen Sie schon mir überlassen.

    @Herr Elsässer, können Sie den Beitrag rausnehmen? Er passt nicht zum Artikel und ist – wie gesagt, der 2. Teil.

  9. mevludin sagt:

    aha, ich sehe. danke fur hinweis. falls sie nicht aussagt , was bedeutet das dann, herr elesser ? hiesse das, das sie eingeschuchtertet wurde in gefaengnis? oder sogar mit tod bedroht? hat sie eigeninteresse zu schweigen? weclhes konnte das sein? danke und weiter so.

  10. juergenelsaesser sagt:

    mevludin: eigeninteresse = deal zur strafminderung

  11. juergenelsaesser sagt:

    steinmtz: hab schon mit einem telfoniert…

  12. ups2009 sagt:

    “ Fatima Özoguz Mai 30, 2013 um 14:13
    Daran ist gar nichts merkwürdig. Von der NSU-Geschichte sollte man das allerdings doch trennen.“

    WARUM? Da ist nichts anders!
    Ein Frame-up geht die nächste False Flag kommt aber das Geschmäckle BLEIBT!

    London Wollwich

    WOOLWICH MASSACRE DECEPTION EXPOSED Part 1 special edition 22 May 2013

    WOOLWICH MASSACRE DECEPTION EXPOSED part 2 special edition 22 May 2013

    MASONIC SETANIC LONDON WOOLWICH MASSACRE DECEPTION EXPOSED [PLEASE SPREAD]

    Woolwich Fake media two conflicting witness statements

  13. schnehen sagt:

    Warum hat die Nato-Truppe Gladio, die in fast allen westeuropäischen Ländern, außer Finnland und Irland, vertreten war, Terrorakte verübt wie die Moro-Entführung?

    In Italien tat man es, um den ‚historischen Kompromiss‘ zwischen PCI (Kommunistische Partei Italiens unter Enrico Berlinguer) und der DC, der Democrazia Cristiana Aldo Moros, zu verhindern. Man tat es, um die Linke zu diskreditieren und sie koalitionsunfähig erscheinen zu lassen, um einen Wandel in Italien, der nicht im Sinne der Nato war, zu verhindern. Das Kalkül ging auf. Italien war überhaupt ein Schwerpunkt von Gladio-Stay-Behind. Hier gab es die größte Präsenz von Gladio-Teams in ganz Europa.

    Was aber, frage ich mich, wenn Gladio hinter dem Oktoberfestattentat stand oder mitmischte, wollte man mit dem Attentat politisch in Deutschland erreichen bzw. verhindern? Wollte man wirklich eine dritte Amtszeit von Helmut Schmidt verhindern oder wollte man sie ermöglichen?

    Nun ist dieser Helmut Schmidt einer der eifrigsten Transatlantiker gewesen. Er hat an verschiedenen Bilderberg-Konferenzen der Hochfinanz unter Leitung von Kissinger und Rockefeller teilgenommen. Er hat sich für den sog. Nato-Doppelbeschluss, also für die Stationierung von Atomraketen in Westdeutschland, Cruise Missiles und Pershing II-Raketen mit einer Vorwarnzeit von nur sechs Minuten hergegeben, ja diesen Beschluss aktiv mit herbeigeführt, als er von der ‚Raketenlücke‘ in Westeuropa sprach, die geschlossen werden müsse. Ein besseres Instrument als Helmut Schmidt gab es für die Nato damals nicht in dem strategisch so wichtigen Westdeutschland. Ich glaube sogar, dass er in dieser Beziehung, was Nato-Hörigkeit anging, Strauß sogar noch um Längen in den Schatten stellte.

    Die Nähe zur Bundestagswahl im Oktober 1980 ist allerdings sehr auffällig. Aber jener politische Sinn des Attentats, wenn es dann ein Gladio-Produkt war, erschließt sich mir nicht.

    Sollte das Attentat eventuell dazu dienen, gerade Schmidt zu helfen, die Wahl zu gewinnen und den kommenden Nato-Nachrüstungsbeschluss durchzuziehen? Hat man nicht sofort den ‚Rechtsradikalen‘, also der WSH, die Schuld in die Schuhe geschoben, denen Strauß angeblich nahestand? Schließlich verlor Strauß die Wahl, obwohl er nahe dran war, sie zu gewinnen. Kann die Stimmung gegen ‚die Rechte‘ damals aufgrund des Attentats Strauß den Wahlsieg über Schmidt gekostet haben?

    DIESER Sinn erschließt sich mir schon eher.

  14. mevludin sagt:

    herrn elsesser , sie kommen vor mir wie mann in video. grusse aus landshut.

  15. angelo petersen sagt:

    also sind die Zweifel am Zeugen Kramer beseitigt ?

    es gab auf Telepolis Meldungen, Andreas Kramer sei als Zeuge leider nicht glaubwürdig

    „Zeuge Kramer fällt tief“
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/154272

    „Der Politikwissenschaftler Tobias von Heymann zieht Kramers Ausführungen aufgrund seiner Auswertung der betreffenden Stasi-Akten massiv in Zweifel“
    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39125/1.html

    Die Glaubwürdigkeit des Zeugen Kramer wurde inzwischen von seiner Familie, durch behördliche Ermittlungen und durch Recherche auf den Nullpunkt abgesenkt. Was Kramer über die Luxemburger Attentate zum Besten gab, hat er sich offensichtlich angelesen oder zusammengereimt. Hochstapler, die sich im schillernden Glanz der Geheimdienst-Halbwelt sonnen, sind alles andere als selten, wobei es schon ungewöhnlich ist, wenn solche sich unter Eid ohne Vorteile sehenden Auges strafbar machen. Der dringend gebotenen Aufklärung hat Kramer einen Bärendienst erwiesen.

    _____
    war das alles Desinfo ?

  16. juergenelsaesser sagt:

    angelo: gehe im aktuellen video – ab morgen online – darauf ein.

  17. Al-CIAda mit Sarin in der Türkei gefangen !

  18. Mister Panopticon sagt:

    @ schnehen: Sehe ich erstmal ähnlich. Strauss war alles: Blender, Betrüger, Waffenhändler. Korrupt bis unters Dach. Gerade das macht es aber unwahrscheinlich, dass Strauß an die Macht sollte. Der hätte mit jedem einen Deal abgezogen. Wenn die Russen ihm ausreichend Geld dafür geboten hätten, hätte er vermutlich auch Deutschland verkauft. – Am Besten natürlich ohne sein schönes Bayern. Oder: Unterstützung für Palästina? Alles eine Frage des Preises. So jemanden konnte und wollte man sich wohl besser nicht zumuten. Schmidt dagegen war mehr als verläßlich; Waffen brauchte Israel wohl nicht so dringend, und die starke D-Mark war anscheinend eben im hinzunehmenden deutschen Interesse. Jedenfalls wäre Strauss das Verhältnis zu den USA wohl nicht so wichtig gewesen wie Schmidt. Dafür aber: unberechenbar, und möglicherweise teuer.

  19. MultiStar83 sagt:

    @ schnehen
    „Warum hat die Nato-Truppe Gladio, die in fast allen westeuropäischen Ländern, außer Finnland und Irland, vertreten war, Terrorakte verübt wie die Moro-Entführung?“
    Zwar nur ein Randaspekt, aber äußerst interessant, dass „Gladio“ nur in Finnland und Irland NICHT aktiv gewesen sein soll. Bei Irland erklärt sich das sicher durch seine periphere Lage, aber Finnland war eigentlich ein absoluter Frontstaat im Kalten Krieg! Hier spielt sicher eine wichtige Rolle, dass Finnland v. a. unter seinem langjährigen Präsidenten Kekkonen in ein Abhängigkeitsverhältnis zur UdSSR geraten ist (sog. „Finnlandisierung“). Die Bezeichnung Finnlands als „westlicher“ Staat ist für jene Periode deshalb eigentlich nur mit Abstrichen möglich. Zwar gab es „Demokratie und Marktwirtschaft“, aber andererseits tendierte Finnland trotz dieses Umstandes und seiner nominellen Neutralität in seiner Außenpolitik eindeutig eher zur Sowjetunion. So sollen sogar Ostblock-Flüchtlinge mitunter wieder in ihre Herkunftsländer, also v. a. in die UdSSR zurückgeschickt und einer ungewissen Zukunft überlassen worden sein!
    Schweden und Österreich als weitere „neutrale“ Frontstaaten dürften da schon wesentlich stärker von „Gladio-Aktionen“ betroffen gewesen sein, denn beide gehörten trotz ihrer nominellen Neutralität eindeutig zum Einflussbereich der USA, bzw. Nato/CIA.

  20. Petrus Urinus Minor sagt:

    @Mister Panopticon

    „Strauss war alles: Blender, Betrüger, Waffenhändler. Korrupt bis unters Dach. Gerade das macht es aber unwahrscheinlich, dass Strauß an die Macht sollte. Der hätte mit jedem einen Deal abgezogen. Wenn die Russen ihm ausreichend Geld dafür geboten hätten, hätte er vermutlich auch Deutschland verkauft“

    Strass war korrupt bis unter die Decke. Stimmt. Das ist für Politiker allerdings berufsqualifizierend. Und Strauss war gleichzeitig ein Patriot und ein Gegner eines ausverkaufs an Souveränität – im Gegensatz zu Schmidt der hier ein ganz besonders schlimmer Überzeugungstäter war und ist. Ähnlich wie Kohl und Merkel.

    Strauss muss man zugute halten, daß er seine Korruption wenigstens überwiegend nicht zum Schaden Deutschlands ausgeübt hat- (Ja, ich weiß, HS30 und Starfighter – der Starfighter war in Wirklichkeit ne bemannte Mittelstreckenrakte im Rahmen der nukelaren Teilhabe und der HS30 – die übliche Korruption, aber kein Souveränitätsverkauf – DAS EBEN NICHT).

    Diese Qualifikation war damals selten und ist heute unmöglich noch bei Politikern vorhanden.

  21. angelo petersen sagt:

    @ schnehen: nanu ? das ist ja.. – das sieht einem schuh verblüffend ähnlich

  22. schnehen sagt: Mai 30, 2013 um 17:57
    Sollte das Attentat eventuell dazu dienen, gerade Schmidt zu helfen, die Wahl zu gewinnen und den kommenden Nato-Nachrüstungsbeschluss durchzuziehen? Hat man nicht sofort den ‘Rechtsradikalen’, also der WSH, die Schuld in die Schuhe geschoben, denen Strauß angeblich nahestand? Schließlich verlor Strauß die Wahl, obwohl er nahe dran war, sie zu gewinnen. Kann die Stimmung gegen ‘die Rechte’ damals aufgrund des Attentats Strauß den Wahlsieg über Schmidt gekostet haben?

    DIESER Sinn erschließt sich mir schon eher.

    Das macht Sinn, ja. Es ist zumindest als alternante Möglichkeit eröffnet. Bemerkenswert!

    Und das ist ja auch meine Rede seit der Steinzeit: Die reale Wirklichkeit der BRD ist gruseliger, als es sich die schlimmste Paranoia ausmalen könnte.

    (Übertreibung macht anschaulich.🙂 )

  23. Karl_Murx sagt:

    @Mister Panopticon:

    @ schnehen: Sehe ich erstmal ähnlich. Strauss war alles: Blender, Betrüger, Waffenhändler. Korrupt bis unters Dach. Gerade das macht es aber unwahrscheinlich, dass Strauß an die Macht sollte.

    Im Unterschied zu Schmidt war Strauß ein viel stärkerer Befürworter eines souveränen Deutschlands, der auch für eigene Atomwaffen plädiert hatte. Darum wäre er für die Amerikaner mit großer Sicherheit ein schwieriger Partner gewesen.

    Wem diente dann aber der Anschlag auf das Oktoberfest, so wie es abgelaufen ist, tatsächlich? War es wirklich so vorgesehen, daß sich der vermeintliche Einzeltäter Gundolf Köhler (der nachweislich mit mehreren Personen auf der Wies`n war) in einer Art Kamikazeaktion in die Luft sprengen sollte? Ist es glaubhaft, daß es nur eine Panne war?

    Oder ist es denkbar, daß Köhler in diesem Fall nicht nur Täter, sondern auch Opfer war, indem man ihn loschickte, den Sprengsatz zu legen, diesen aber per Fernzündung oder vorbereiteter Zeitschaltung vorzeitig explodieren ließ, so daß Köhler gefunden wurde und keine Gelegenheit hatte, den Tatort zu verlassen?

    In diesem Fall hätte man den Anschlag bequem der RAF in die Schuhe schieben können, und so kurz vor den Bundestagwahlen hätte das mit hoher Wahrscheinlichkeit den Sieg des CSU-Mannes Strauß bedeutet. So aber wurden die Verbindung Köhlers in die rechtsextreme Szene publik, und die Wahlen gingen anders aus. Wäre nur noch die Frage Cui bono? zu klären. Da gibt es zwei Hauptverdächtige: Zum ersten das MfS, das mit hohem personellem Aufwand sowohl an der Wehrsportgruppe Hoffmann und dessem Umfeld als auch an der Gruppe dran war, der Köhler mindestens zeitweilig angehörte. Zum anderen war das die Stay-behind- (GLADIO-)Truppe des Bundeswehroffiziers und gleichzeitigen BND-Mannes Johannes Kramer, der den jüngsten Erkenntnissen zufolge das gesamte Wies`n-Attentat organisiert und Köhler den Sprengsatz beschafft hatte. Wenn es dessen transatlantischer Auftrag gewesen sein sollte, den Wahlsieg von Strauß zu verhindern, dann wäre es in seinem Interesse gewesen, daß die rechtsextremen Verbindungen Köhlers, nicht aber das Wirken einer ganzen Organisation in K.s Umfeld bekanntwerden.

    Der hätte mit jedem einen Deal abgezogen. Wenn die Russen ihm ausreichend Geld dafür geboten hätten, hätte er vermutlich auch Deutschland verkauft. – Am Besten natürlich ohne sein schönes Bayern.

    Daß Strauß korrupt war, ist bekannt und hat ihm in Bayern nie geschadet, weil das in der Regel mit den Interessen des Freistaates verknüpft war. Gegen sein Bayern hätte Strauß nieals gearbeitet. Ich glaube auch nicht, daß er Deutschland als Ganzes verraten hätte. Dazu war er, trotz aller bayerischen Lokalinteressen, zu sehr deutscher Patriot. Es ist auch Unsinn zu glauben, Bayern könnte als einziges Land unberührt bleiben, wenn es D als Nation schlecht gehen würde. Strauß war zu intelligent, als daß er das nicht verstanden hätte.

    Oder: Unterstützung für Palästina? Alles eine Frage des Preises. So jemanden konnte und wollte man sich wohl besser nicht zumuten. Schmidt dagegen war mehr als verläßlich; Waffen brauchte Israel wohl nicht so dringend, und die starke D-Mark war anscheinend eben im hinzunehmenden deutschen Interesse.

    Möglicherweise hatte die israelische Regierung noch eine Rechnung mit Strauß offen und ließ ihre transatlantischen Verbindungen spielen.

    Jedenfalls wäre Strauss das Verhältnis zu den USA wohl nicht so wichtig gewesen wie Schmidt. Dafür aber: unberechenbar, und möglicherweise teuer.

    Eben. Und darum könnte Kramer sen. den Auftrag gehabt haben, den Wahlsieg der CSU zu verhindern, mit allen oben geschilderten Konsequenzen.

  24. Dr.Bürgermeister,Ulrich sagt:

    Besucher:
    Leider ist das Video: Fall Mollath – weitere Hinweise
    ( von Richter i.R. Heindl ) entfernt worden.
    Einigen wurde es wohl zu heiß unterm Stuhl!
    Die Verquickung einiger Staatsdiener mit dem organisierten Verbrechen ist uns aber auch so bekannt.
    „Prickelnd“ sind halt immer wieder die Details.
    Wo kann ich das Video vielleicht doch noch sehen?

  25. hotteki sagt:

    Beim Spiegel und der Süddeutschen bin ich es ja gewöhnt, dass sie jeden zweiten Leserbrief von mir nicht veröffentlichen. Jetzt geht das hier auch schon los. Oder habe ich gegen die Blogregeln verstoßen?

  26. juergenelsaesser sagt:

    hotteki: Nicht dass ich wüsste. Kann manchmal länger dauern, weil ich nicht immer vor dem Bildschirm sitzen. Im übrigen genießen Sie hier die von mir verteidigte Meinungsfreiheit und nutzen kostenlos meine Arbeitskraft. Wäre schön, wenn Sie sich dafür mal erkenntlich zeigen könnten, anstatt gleich rumzumosern – DAS HASSE ICH NÄMLICH!

  27. ups2009 sagt:

    „Dr.Bürgermeister,Ulrich
    Besucher:
    Leider ist das Video: Fall Mollath – weitere Hinweise
    ( von Richter i.R. Heindl ) entfernt worden.“

    „Fall Mollath: Weitere Hinweise von Richter i.R. Rudolf Heindl“ 33,7 MB …

  28. Hingeschaut 5% Club sagt:

    Es gibt eine ganz einfache Formel,und die besagt,das wenn an der Stelle klarer politischer Gegner die unschuldige Allgemeinheit Opfer von Bombenanschlägen wird,die Urheberschaft der Bombe immer in Kreisen der Geheimdienste bzw. des herrschenden Systems zu suchen ist.

    Würden Rechte terroristische Anschläge oder Mordanschläge begehen,so hätten die Opfer auch einen klaren Bezug zur Tat.
    Es gibt hunderte von Richtern und Staatsanwälte,die sich im Krampf gegen Rechts verdient gemacht haben,und dabei gültiges Recht mehr als nur einmal gebeugt und gebrochen haben.
    Selbst solche geschichtsumlügenden Typen wie TV-Märchenonkel Guido K. stünden neben einer ganzen Reihe verkommener Schmierfinken ganz oben auf der Liste.
    Von Bürgermeistern die die Besatzer feiern,bishin zum festhalten an den Besatzerstützpunkten,gäbe es in der BRD tausende lohnende Ziele aus Sicht eines Rechtsterroristen.

    So lange diese genannten Vögel unbehelligt oder im Zweifelsfall laut Pressemeldung gerade noch rechtzeitig durch gute Ermittlungsarbeit der Behörden einem Anschlag entgangen sind…..soooo lange wirkt da auch kein echter Rechter.
    Welchen Grund sollte ein Rechter für das Oktoberfest-Ding gehabt haben,worin sein erklärtes Ziel liegen?

    Kein echter Nationalist würde auch nur im Ansatz einen Anschlag begehen der den eigenen Besatzern nutzt.

    Da unterscheiden sich Rechte nicht von Linken,die Auswahl der richtigen Ziele ist beiden wichtig,denn beide suchen den Rückhalt in der Masse der eigenen Bevölkerung,den erlangt man aber nicht,wenn die unschuldige Masse ständig selbst damit rechnen muss Opfer eines Anschlags zu werden.

    Auf den Punkt gebracht,hätten die beiden Uwes etwa neun Richter oder besonders eifrige Staatsanwälte beseitigt,hätte ihnen das zum einen in der eigenen SZene wie in weiten Teilen der noch normal empfindeden Bevölkerung,viel Ansehen beschert.
    Ein viel wichtigere Aspekt dürfte aber sein,das andere Richter es sich zunkünftig mehr als nur zwei mal überlegen würden,ob sie in gewohnter Weise dem System weiterhin in den Arsch kriechen wollen,in dem sie gegen Rechte nahezu jegliches Recht ausser Kraft setzen.
    Die neun Toten wären nicht nur jeweils ein eindeutiges Signal sondern eine einmalige Investition in die Zukunft gewesen.
    Selbst ohne Bekennerschreiben,hätte bei der richtigen Auswahl der Personen spätestens nach dem zweiten Opfer jeder gewusst wem und was die Anschläge gelten,und wer die Urheber sind.
    Dieser Umstand ist auch den NSU-Machern aufgefallen,daher gab es dann schnell noch eine feuerfeste Todesliste,die nachträglich gewisse Persönlichkeiten als angeblich bedrohte rechtschaffene Personen ausweisen sollte.

  29. ups2009 sagt:

    Wir werden geradezu systemisch mit verschiedenen offiziösen sich in Teilen der Handlung heftigst widersprechenden Darstellungen zu ein und demselben Ereignis der diverser „Terrorakte“ beglückt … sei es Oktoberfestattentat, 911, 7/7, bin Laden, NSU, Boston Marathon, Woolwich usw. usf.

    „sich in Teilen der Handlung heftigst widersprechenden Darstellungen“ merken wir uns mal denn da bin ich kürzlich drüber gestolpert

    Wegen der Dendrochronologie, das heißt Grund der Unstimmigkeiten zwischen europäischer Dendrochronologie und aussereuropäischer Dendrochronologie (zuzüglich makaberer Kalibrierungskurven C14) hatte ich mich vor langer Zeit mal in die Theorie des Erfundenen Mittelalters eingelesen.

    Kürzlich, warum auch immer, ich kenne keinen rationalen Grund, überkam es mich bei Wilhelm Kammeier reinzulesen, besser ins Hörbuch reinzuhören, und ich begegnete der historischen Dokumentenfälschung der Geschichtsfälschung mit „sich in Teilen der Handlung heftigst widersprechenden Darstellungen“ in den verbrieften Urkunden💡 … über diese Methode, dieses MUSTER nachzudenken halte ich für zwingend erforderlich … und darum, so meine ich, ist das Werk von Wilhelm Kammeier einer Erwähnung wert.

  30. Barbie Jabsor sagt:

    Gefunden auf Fefes Blog, die Ermittler im luxemburgischen „Bombenleger-Prozess“ wurden vom Geheimdienst in den Jahren 2007 und 2008 überwacht.

    http://www.lessentiel.lu/de/news/dossier/bommeleeer/story/Geheimdienst-ueberwachte-Ermittler-21118938

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