Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

„Wagner ist kein Nazi“

EndCoverCOMPACT-Dossier zum 200. Geburtstag des Komponisten

Auszug aus COMPACT 5/2013. Bitte hier die Ausgabe bestellen oder am besten unsere Arbeit durch ein Abonnement unterstützen.

 

„Er ist kein Nazi“

In Großbritannien hatte Richard Wagner immer Verehrer bis in die höchsten Kreise. Anders als in Deutschland veranstaltet man dort auch heute kein politisch-korrektes Scherbengericht.

Von Sebastian Hennig

Großbritannien, dessen Boulevardpresse immer gerne mit Nazi-Geschichten die Auflage steigert und den Zweiten Weltkrieg gegen die Krauts nachspielt, steht ausgerechnet bei Richard Wagner für eine faire Betrachtung von Künstler und Werk. Die posthume Nazifizierung des Komponisten ist eine Spezialität der Bundesrepublik Deutschland, ein neu-deutscher Sonderweg. Die Erfahrung des Sängers Bernd Weikl  – „Wer zum Beispiel als Hans Sachs in Wagners Meistersinger auftritt, der hat es unter Umständen über Jahrzehnte mit dem Dritten Reich zu tun.“ – wäre  in kaum einem anderen Land denkbar. Gemeinsam mit dem Musikwissenschaftler Peter Bendixen bringt Weikl nun in seinem gleichnamigen Buch einen Freispruch für Richard Wagner? in die Diskussion (Universitätsverlag Leipzig, 2012). Zum Kulturbruch zwischen London und Berlin passt, dass der Dirigent Marek Janowski einem englischen Gesprächspartner umständlich erklären musste, weshalb er Wagner nur noch konzertant aufführen kann. Mittelmäßige Talente dienen bei der kulturellen Säuberung als willige Helfer. Unzweifelhaft geschieht dies, weil die sittlichen und ästhetischen Forderungen Wagners zu streng sind, um der Verlockung zu widerstehen, sie auf bequeme Weise verfehlen zu dürfen.

Viel unbefangener ist die Einstellung auf den britischen Inseln: „Fürchten Sie sich nicht vor Wagner. Er ist kein Nazi“, titelte 2010 der Telegraph. Michael Tanner, einer der besten britischen Wagner-Kenner, wunderte sich bereits 1996 im Spectator über die kuriose hermeneutische Fehlleistung in Bezug auf den deutschen Komponisten, und fragte herausfordernd: „Wo ist jener berühmte Antisemitismus?“.

Der schottische Publizist Ian Dallas gelangt in seinem 1990 erschienenen Essay Der neue Wagnerianer mit Blick auf Die Meistersinger von Nürnberg zur Schlussfolgerung, „dass sein Gebrauch des Begriffes ‚deutsch’ kein nationalistisches Konzept beinhaltet, es reicht tiefer (…). Sein Begriff ist das Volk – und tatsächlich stellt jede Hauptfigur des Werkes nichts anderes als das Volk selbst dar. (…) Wir können drei Schlüsselthemen ausmachen, die dieses Werk beherrschen (…). Das erste ist sein Deutschsein im Sinne eines wachen Bewusstseins, die zentralen Elemente der westlichen Zivilisation zu verkörpern. Das zweite ist eine Meditation über das Thema von Kunst und Wahrheit beziehungsweise von Illusion und Wirklichkeit. Das dritte Thema ist die Bestätigung der gesellschaftlichen Harmonie in einem Nürnberg, das für die ganze Menschheit steht.“ Der Gesellschaftsverband der „Meistersinger“ als die immer noch unerfüllte Verheißung einer friedlichen Gemeinschaft freier Menschen im Gegensatz zu deren Karikatur, wie sie uns in Organisationen wie UNO, USA, IWF und NATO entgegen prahlt… Man ahnt, warum gerade wir in Deutschland keine unverzerrte Inszenierung dieses Werkes zu sehen bekommen. (…)

(Weiterlesen in der Printausgabe COMPACT 5/2013)

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61 Responses

  1. Anonym sagt:

    Ja, man ahnt das nicht nur , mittlerer weile wissen um diesen Zustand sehr Viele , Gott sei Dank ! Das große Erwachen ist seit einiger Zeit zu sehen ,hören , lesen ! Weiter so ihr Lieben !!! Und ich gebe hier meine Pers. Meinung kund und küre das Wort “ NAZI “ zum Unwort dieses Jahres !!! A _ kann ich es nicht mehr hören , B_ ist es nur die Abkürzung von Nationalsozialist und last but not least ….. können sie es Alle mal Unterlassen , auch diese TV – Sender da läuft nur noch quatsch über past History / Vergangenheit – killing Nazis ectr.pp. damit konnten sie wohl die Alten aus der Ecke locken mehr nicht . Die Jungen Generationen stehen darüber , ich Alt übrigens auch …. So vergebliche Mühe Ihr Lieben ! Unsere Geschichte ist so verfälscht das sie schon Offensichtlich geworden ist für viele ,auch Dank der Internationalen Freundschaften , wir sind ja immer offen für Alles ! Aufklärung bewirkt da manchmal Wundersame Dinge . Diese Verdreher täten gut daran doch mal die Positiven Effekte vor zu heben ! Z.B. Unsere ehemals so schönen Autobahnen , mittlerer weile fast ganz Ruiniert , durch unsere PKW“s , nein nichts mehr investiert im Westen – Osten ja klar mit dem Soli , der zur Überbrückung _ Hilfe nur vorüber gehend gezahlt werden sollte . Die Zeiten der Verarschung sind vorbei !

  2. Wahr-Sager sagt:

    Wer jetzt immer noch nicht rafft, dass es gar nicht um Nahtziehs geht, sondern um die Instrumentalisierung derer für lobbyistische Zwecke (Nahtziehs bringen heute Arbeitsplätze!), dem ist nicht zu helfen.

  3. Jakobiner sagt:

    Wagner war ein glühender Antisemit, gegen Rassenmischung und für Rassenreinheit.Er war fanatischer Nationalist und kam in diesen Punkten auch mit seinem Freund Friedrich Nietzsche in Konflikt.Nietzsche wird immer als der Nazi beschreiben, der er nie war, da er Nationalismus und Religion ablehnte.Der „Übermensch“von Nietzsche sollte sich von Nationalismus und Religion frei machen.Nietzsche wurde jedoch von Hitler rassitisch mißbraucht und Hitler gehörte auch zu den Wagneranern, die diesen Rassenwahn beförderten, den Nietzsche ablehnte.

  4. Jakobiner sagt:

    Näheres zu Hitlers und Wagners gemeinsamen Weltbild der Rassenreinheit kann man in der sehr detailierten Darstellung Michael Hesemanns „Hitlers Religion“nachlesen, in dem die Inhalte der Wagnerianer ausführlich dargestellt werden.

  5. Jakobiner sagt:

    Nietzsche kritisierte in seinen Briefen an seinen Freund Wagner „die zur Religion erhobene Ideologie des Germanentums“, wie man sie eben pathisch in den Nibelungen, dem Ring,etc. auch heute noch bestaunen kann. Das gerade gefiel Hitler und stieß Nietzsche ab.

  6. Paul Singles UK sagt:

    Those who discuss Richard Wagner’s political sentiments should just try to get tickets for a (concerto-) performance of his „Tannhaeuser“ on Wartburg-Castle in Eisenach.
    There is just music and deep emotion. Audiences become overwhelmed by the music. Not by the text.

    Wagner had been a revolutionary in his youth, because his revolutionary music had not been well received by the established musical mainstream. And he became sort of an „anarch“, a man who would not succumb to others (except his sponsors..) but establish his own empire of art, art, not politics. And he became the composer of ever more daring operas like Parsifal and Tristan. Daring because he crossed the borderlines of traditional laws of musical harmony.

    His writings were just collateral, not his real impetus. He wrote in order to win supporters whereever they would come from. Wagner was a great spender, but a poor treasurer. He was always short of money.
    Daniel Barenboim has commented well on Wagner’s music and performed it in a superb way.. As well as many other conductors. Because he and them can distinguish between the great composer and the not so gifted and ideologically mean writer.
    And german author, Udo Bermbach of Hamburg University has recently written one of the most subtle books on this great german composer. Whose political misjudgments remain obvious.

    That real racists like Hitler and his movement, but also others misused Wagner, that Wagner’s family (children and their spouses..) indulged in a devoted discipleship towards the powerful „Fuehrer“ and his ideology, is what can happen and has happened to many great artists. Unfortunately also in Wagner’s case.

  7. Jakobiner sagt:

    Wagners Walkürenritt wird heutezutage gerne beim US-Militär zu Werbungszwecken eingesetzt–als Kriegsästhetik.Da wird jungen Rekruten die Bombadioerung feindlicher Dörfer und Städte mit dem Walkürenritt musikalisch untermalt, genauso wie die SChlüsselszene bei Coppolas „Apocalypse Now“, wo das US-Militär ein vietnaeisches Dorf zu Wagners Musik dem Erdboden mit Napalm und Raketen gleich macht.Selbiges kann man auch im Fil „Jaw Heads“ über den ersten Golfkireg sehen, wie US-Soldaten auf ihren Einsatz gegen Saddams Armme mit Wagners Walkürenritt eingestimmt werden.Das ist vergleichbar mit dem Kriegsästheten Ernst Jünger („Stahlgewitter“), der meinte, wahre Ästhetik entfalte sich dann, wenn man „die von einem Krieg in Flammen gesetzte Stadt in den Perlen seines Sektglases reflektieren sieht“.

  8. “Wagner ist kein Nazi” Und wenn er jetzt doch einer war, was würde das ändern, an seiner Musik?

  9. schnehen sagt:

    Wagner war ein demokratischer, national gesinnter Revolutionär, der an der 1848iger Revolution in Dresden aktiv als Kämpfer beteiligt war. Diese Revolution, oder dieser Revolutionsversuch zählt zu den Traditionen, die wir pflegen sollten, an die wir uns erinnern sollten. Aber es gab auch noch viele andere Demokraten, die auch eine Erwähnung verdient hätten. Zwei dieser Demokraten, die aktiv an dieser Bewegung beteiligt waren, hießen Karl Marx und Friedrich Engels. Engels kämpfte wie Wagner mit der Waffe in der Hand in der Pfalz.

    Wagner als ‚Antisemiten‘ zu beschimpfen – wen kümmert’s? Inzwischen sind wir dank der zionistischen Lobby doch alle ‚Antisemiten‘, wenn damit eine Kritik des Zionismus gemeint ist oder eine Kritik an eine Variante des Judentum, das den Profit und die Bereicherung, den Mammon, über alles stellt und sich als Herrenvolk versteht, das sich an keine Gesetze gebunden fühlt, sondern nur an das Gesetz, den eigenen Vorteil wahrzunehmen und sich in Palästina Land zu rauben und Menschen zu vertreiben und zahllose Kriege anzuzetteln und dann auch noch die USA für sich instrumentalisiert.

    Wagner kämpfte damals gegen die Monarchie in Sachsen, aber auch gegen die Preußens. Preußen kam damals der sächsischen Monarchie zu Hilfe und half den demokratischen Aufstand niederzuschlagen und stellt die alte Ordnung wieder her.

    Die heutigen Feudalherrn sind andere, aber sie versuchen genauso absolutistisch zu regieren wie damals die deutschen Monarchen, die deutschen Fürsten, Kurfürsten, Grafen, Markgrafen und wie sie sich alle nannten. Die heutigen Feudalherrn heißen Deutsche Bank oder Commerzbank. Sie haben sich inzwischen den deutschen Staat gekauft.

    Wer Wagner verunglimpft, verunglimpft damit die besten deutschen, demokratischen Traditionen, ganz im Sinne des Mainstreams.

  10. Jakobiner sagt:

    Bei der US-Armee die meistgehörte Musik bei Kriegseinsätzen ist Wagners Walkürenritt und die Bloodhound Gang “The roof is on fire”.Zur Erklärung: Bei „The roof is on fire“ hat es speziell die Strophe „Let the motherfucker burn“den GIs angetan.

  11. Im Kampf gegen Rechts wird halt alles als Nazi etikettiert, was irgendwo noch Deutsch ist. Deutsch = Nazi. Alle Deutschen sind Nazis. Und wer als Deutscher keine Nazi sein will, muß halt Antideutsch sein. So läuft das.

  12. Jakobiner sagt: Mai 11, 2013 um 17:39

    Näheres zu Hitlers und Wagners gemeinsamen Weltbild der Rassenreinheit …

    Ach so. Dabei haben ja die Deutschen – wenn man den einschlägigen Erkenntnissen der neueren Anthropologie glauben darf – eher keltisches Blut. Und die Polen sind germanischer als die Deutschen.

    Was es da so alles gibt, tz,tz,tz…

  13. Jakobiner sagt:

    Kurz: Wagner war ein Nazivordenker, die ganzen Wagnerianer eine Nazihochburg, Nietzsche aber eben nicht, sondern das Gegenteil!Dass COMPACT trotz aller historischen Gewissheiten solch einen Blödsinn behauptet, ist schon haarsträubend.Aber eine interessante Frage ist ja: Warum besucht auch Claudia Roth die Wagnerfestspiele in Bayreuth?
    Gehört der Wagnerismus zu Multikulti?

  14. Jakobiner sagt:

    Naja, vielleicht sieht sich ja Claudia Roth auch als Chefwalküre Deutschlands!!!

  15. Jakobiner sagt:

    „Wagner war ein demokratischer, national gesinnter Revolutionär, der an der 1848iger Revolution in Dresden aktiv als Kämpfer beteiligt war.“

    Viele der 48er Revolution entpuppten sich in der Folgezeit als chauvinistische, kriegslüsterne Nationalisten wie auch die meisten Burchenschafter, denen es nicht mehr um Demokratie ging, sondern um Großdeutschland mit militärischen Eroberungskriegen und „Deutschland, Deutschland über alles in der Welt“.So auch Wagner.Weswegen denn sonst hat sich Nietzsche so von ihm entfremdet?

  16. Jakobiner sagt:

    Zu Joachim Bullinger:

    „Ach so. Dabei haben ja die Deutschen – wenn man den einschlägigen Erkenntnissen der neueren Anthropologie glauben darf – eher keltisches Blut. Und die Polen sind germanischer als die Deutschen.“

    Glauben Sie denn, dass Wagner und der Führer solche genauen Kenntnisse für ihr propagiertes Germanen- ud Ariertum voraussetzten? Göring agte mal: Wer Jude ist, bestime ich. Und genauso war das bei Hitler und Wagner: Wer Arier und Germane ist, bestimmen sie!!!Warum hat wohl Nietzsche Wagner kritisiert für die „zur Religion erhobene Ideologie des Germanentums“?Weil beide eben eine Religion draus machten und auf ihre „anthropologische Erkenntnisse“ pfiffen.

  17. Jakobiner sagt: Mai 11, 2013 um 20:22

    Nietzsche aber eben nicht, sondern das Gegenteil!
    Nietzsche war immer (!) auch sein Gegenteil. Sie können Nietzsche jederzeit mit Nietzsche widerlegen:

    Den Adler mit der Angst und die Angst mit dem Adler.

  18. Wahr-Sager sagt:

    David Ben-Gurion, einer der Gründer des Staates Israel, beschreibt 1948 die Ziele der Zionisten:

    „[Im Libanon] sollte ein christlicher Staat mit seiner südlichen Grenzeam Litani errichtet werden. Wir werden eine Allianz mit diesem Staat bilden. Wenn wir die Macht der Arabischen Liga zerschlagen und Amman bombardieren, werden wir Transjordanien ebenfalls eliminieren, dann wird auch Syrien fallen. Falls Ägypten zu kämpfen wagt, werden wir Port Said, Alexandria und Kairo bombardieren… und auf diese Art werden wir den Krieg beenden und die Rechnung unserer Vorväter mit Aegypten, Assyr und Aram begleichen“

    Raphael Eitan, Generalstabschef der israelischen Armee, New York Times,14 April 1983:

    „Wenn wir das Land besiedelt haben, werden die Araber nur noch wie betäubte Kakerlaken in einer Flasche rumhuschen können.“

    Rabbi Yitzhak Ginsburg, sich darauf beziehend, dass Töten nicht Mord ist, falls das Opfer nicht-jüdisch ist. Jerusalem Post, 19. Juni 1989:

    „Jüdisches Blut und Nicht-Jüdisches Blut sind nicht dasselbe.“

    Uri Lubrani, PM Ben-Gurion’s Sonderberater für Arabische Belange,1960. Aus „The Arabs in Israel“ by Sabri Jiryas:

    „Rabins Beschreibung von Lod nach Beendigung des Plan Dalet: ‚Wir sollten die Arabische Bevölkerung zu einem Gemeinwesen von Holzfällern und Kellnern vermindern‘.“

  19. Chris sagt:

    Wagners Musik löst v.a. bei den Deutschen offenbar dieselben neuronalen Reflexe aus, wie das Wort „Autobahn“. Echt lustig… Ein schönes Dossier übrigens in der Mai-Ausgabe!

  20. ue sagt:

    @Danke Jakobiner

    Wagner trägt bei zur Schaffung einer Mythologie, die als kultureller Gegenentwurf zu den jüdisch-christlichen Grundlagen unserer Kultur dient. Dieser Weg in die Moderne mit Hilfe einer Gegenmythologie ist gescheitert. Wagners Werk mag für manche seinen künstlerischen Reiz behalten, aber politisch ist der Weg tot.

    Das Prinzip der Kritik der Kritik oder des Tabubruchs gegen die Tabubrecher bringt geniale Beiträge aber auch totalen Unsinn.

  21. Sebi sagt:

    Das einer Antisemit war, heißt noch lange nicht, dass er ein Rassist war – ganz im Gegenteil:

    Das „Volk der Israeliten“ sind doch quasi die neuzeitlichen „Erfinder“ und „Statthalter“ des völkischen Rassismus, mit ihrem „göttlichen Auserwähltheitswahn“ und elitärer Absonderung.

    Davon nicht viel zu halten ist so unmoralisch, wie Scientology nicht zu mögen.

  22. Söderstrup sagt:

    @Schnehen:
    Recht gesprochen!
    @ Bulli:
    „‚Wagner ist kein Nazi‘ Und wenn er jetzt doch einer war, was würde das ändern, an seiner Musik?“
    Yeah.
    @Jakobiner:
    „Warum besucht auch Claudia Roth die Wagnerfestspiele in Bayreuth?“
    Nach all Ihrem Blödsinn endlich mal was Lustiges! Ich stell‘ mir die Olle da unten vor… In irgend so ’nem bunten Gewand durch die Kieselsteine den grünen Hügel hoch, Pose vor dem Festspielhaus, über die ganze beknackte Visage grinsend – geil, ich lach‘ mich scheckig! Das hat was!

  23. Söderstrup sagt:

    Nietzsche is ne Flachzange – so ein Schwätzer und Wichtigtuer, furchtbar.
    http://www.lsr-projekt.de/nietzsche.html

  24. Jakobiner sagt: Mai 11, 2013 um 20:23

    Naja, vielleicht sieht sich ja Claudia Roth auch als Chefwalküre Deutschlands!!!

    Bingo! Raudia Klo begleitet als 72jährige Jungfrau die gefallenen Helden im Kampf gegen Rechts auf den Orkus. In dem sie dann ins anale Nirwana (aka Scheiß-Walhall) entschwinden.🙂

  25. meckpomm sagt:

    Als Künstler mische ich mich mal in die Diskussion ein.
    Vordergründig geht es hier natürlich um die Frage der Trennung zwischen Beruf/Aussage und Mensch.
    Dazu meine Gedanken:
    1. Wer in Hollywood Hauptrollen spielen will, muss sich der USrael-Politik verschreiben.
    2. Wer Spiegel-, Bild- oder Focus-Chefredakteur sein will, muss sich der CIA verpflichten.
    3. Wer Intendant eines Theaters sein will, muss sich dem Bildungsplan von ??? unterwerfen, d.h. mindestens ein Stück über den Holocaust pro Spielzeit etc.

    Ich bin als Künstler aus diesem System ausgestiegen, weil mich die Political Correctness des Bildungsbürgertums und seiner Vasallen angekotzt hat. JE wird es in seinem Bereich ähnlich ergangen sein. Ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich wollte als Mensch und Künstler eins sein = mir ins Gesicht sehen können. Ich, und nur ich, habe eine Verantwortung dafür, wofür ich mich her- bzw. hingebe. Dafür zahle ich einen hohen Preis, aber wer sich selbst „getrennt“ sieht (nämlich in Beruf und Privatmensch) begeht u.U. Selbstverrat. Muss halt jeder für sich entscheiden. Jenseits des Mainstreams wird es allerdings mühsam und einsam.

    Zu Wagner:
    Unstrittig ist, dass Wagner von germanischen Mythen inspiriert wurde, ebenso wie Hitler und die Thule-Gesellschaft.
    Germanische Mythen interessieren mich persönlich nicht die Bohne, und ich brauche diese auch nicht, um mich „deutsch“ zu fühlen. Dennoch bin ich gerne ein Deutscher, und meine Auslandserfahrung zeigt mir, dass wir durchaus geschätzt werden für Verantwortungsbewußtsein, Zuverlässigkeit und verlässliches Know-How. Wir sind ganz schön gut (man hat uns nicht umsonst jede Menge Patente geklaut), und es gab uns Deutsche auch schon vor dem 3. Reich – das wird ja gerne vergessen.
    Mag sein, dass Wagner künstlerisches Neuland betreten hat. Schade, dass er sich inhaltlich den germanischen Mythen verschrieben hat.

    Fazit 1:
    Hitler hat Wagner nicht umsonst verehrt. Es ist genau diese Art von „Germanentum“, die mich persönlich inhaltlich anödet. Bayern-König Ludwig war ja übrigens ebenso Wagnerianer, wie Hitler. Interessiert mich persönlich Null.
    Hingegen lese ich Compact-Magazin, weil es sich inhaltlich von anderen Medien unterscheidet. Und warum ist das so? Weil JE seine Person nicht losgelöst von den Inhalten seiner Artikel sieht. Kann er gar nicht.

    Fazit 2:
    Nazi-Komponist hin oder her – es bleibt eine Geschmacksfrage, und das Germanentum der Nibelungen trift meinen Geschmack inhaltlich in keinster Weise.

  26. Jakobiner sagt:

    Zu Joachim Bullinger sagt:
    Mai 11, 2013 um 21:22

    Jakobiner sagt: Mai 11, 2013 um 20:22

    Nietzsche aber eben nicht, sondern das Gegenteil!
    Nietzsche war immer (!) auch sein Gegenteil. Sie können Nietzsche jederzeit mit Nietzsche widerlegen:

    Den Adler mit der Angst und die Angst mit dem Adler.“

    Nein kann man nicht. Im Falle Wagners war Nietzsche da absolut eindeutig .Er kritisierte dessen „zur Religion ehrhobene Ideologie des Germanentum“ heftig.Kein Platz für Zweideutigkeiten oder gar das Gegegnteil, auch wenn es Ihnen nicht gefällt!!!

  27. @ ue am Mai 11, 2013 um 22:45
    @ Jakobiner

    Sicher glaubten Hitler und mit ihm die Nazis an eine Art von „Politischer Religiosität“ (weiß nicht mehr, von wem der Begriff stammt).

    Aber wie ist es denn aktuell und konkret, heute in der politischen Landschaft der BRD, wo man „Döner-Morde“, die ohne weiteres aufgeklärt werden könnten, zu mysteriösen „NSU-Morden“ erhebt und das so hergestellte Geheimnis kollektiv anbetet, verehrt und ihm (Menschen-) Opfer bringt?

    Das andere, noch größere Mysterium, will ich gar nicht ansprechen, wegen der Blogregeln.

    Die politisch-pragmatischen Ideen Hitlers scheinen sich durchgesetzt zu haben, im 21. Jahrhundert. Das erklärt psychoanalytisch der Möglichkeit nach auch den Haß und den Eifer, mit dem heute „Neo-Nazis“ hergestellt und dann verfolgt werden.

  28. Nachtrag zur aktuellen “Politischen Religiosität” in der BRD. Ich zitiere 3,141592653589793238462… vom 12. Mai 2013:

    „Mehmet Daimagüler, Nebenkläger-Anwalt im Münchner NSU-Prozess, hat die Bedeutung des NSU-Prozesses gegenüber der New York Times mit der der Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozesse verglichen. Noch deutlicher kann man die türkischen Wünsche, acht mutmaßliche NSU-Morde mögen offiziell als Holocaust anerkannt werden, gar nicht mehr ausformulieren.“

  29. Wagner als Nationaldemokrat seiner Zeit. Vielleicht wären die Ideale der nationaldemokratischen Erhebung auf dem Hambacher Fest von 1832 oder der Paulskirche von 1848 auch eine neue politische Möglichkeit im heutigen Deutschland, weg vom Rechtslinksdenken.

  30. Söderstrup sagt:

    @Joachim Bullinger
    „Sicher glaubten Hitler und mit ihm die Nazis an eine Art von ‚Politischer Religiosität‘ (weiß nicht mehr, von wem der Begriff stammt).“
    Dazu muß ich jetzt mal ein Zitat von einer anderen Internetseite bringen. Das ist ja jetzt wirklich schon abartig, weil tatsächlich REAL, dieser religiöse Wahn! In den Boulevardblättern gab es ja schon Aufmacher wie „DIE HEXE IM BUSINESS-LOOK“ (sie sah wirklich gut aus, die Beate! Großartig, ihr Auftreten!)
    Aber Halt!, jetzt kommen die Tuellen und hauen dem Faß den Boden aus. Jetzt kommt!: GEORG M. OSWALD, der gerade in Tübingen eine „Poetik-Dozentur“ abweidet. Na ja, als Voodoo-Kabalistiker ja nicht ganz ungeeignet für den Job. Das ist WIRKLICH Magie & Totemismus! Aber ich übergebe jetzt besser das Wort:

    >>
    Aber wie ist es denn aktuell und konkret, heute in der politischen Landschaft der BRD, wo man “Döner-Morde”, die ohne weiteres aufgeklärt werden könnten, zu mysteriösen “NSU-Morden” erhebt und das so hergestellte Geheimnis kollektiv anbetet, verehrt und ihm (Menschen-) Opfer bringt? Umso größer ist der Hass der Lobbymedien, dass die Pflichtverteidiger von Frau Zschäpe sich bislang weigerten, öffentlich zu erklären, dass Frau Zschäpe an den Taten mitgewirkt hätte. Ein gewisser Georg M. Oswald, der als Schriftsteller und Jurist firmiert, konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen, dass Zschäpes Anwälte noch nicht umgefallen sind und noch nicht mit dem System marschieren. „Geir Lippestad, der Verteidiger von Anders Breivik“, so Oswald, „verstand es, in seinen öffentlichen Statements eine klare Grenze zwischen der Gesinnung seines Mandanten und seiner eigenen zu ziehen.“ Oswald beklagt, dass die Anwälte von Frau Zschäpe ihre Mandantin nicht vor Prozessbeginn schuldig gesprochen haben, so wie es Geir Lippestad mit Breivik tat. Oswald, vom Hass gepeitscht, schreibt: „Die Gesichter der Abgebildeten sind ernst, aber keineswegs eingeschüchtert, sondern entschlossen. Sie wirken wie ein verschworenes Team, das sich auch von den ganz großen Fällen nicht einschüchtern lässt.“ [16] Damit wird suggeriert, Beate Zschäpe sei eine Massenmörderin wie Breivik.
    Breivik war der Mörder am Tatort, das ist bekannt, eingestanden und nachgewiesen. Frau Zschäpe war nachgewiesener Maßen an keinem Tatort gewesen, ganz im Gegensatz zu den Staatsbediensteten wie dem Bubis-Mann Carsten S., der im Besitz der Tatwaffe war. Warum also sollen Anwälte mit Ehre und Anstand eine solche Mandantin vor Prozessbeginn schuldig sprechen, wie von dem „Juristen“ Oswald verlangt? Und so kreischte Oswald literarisch noch lauter. Er beschuldigte die Anwälte, sie gehörten geistig zu den Ausländermördern, weil ihre Namen wie „Schlüsselbegriffe der Nazi-Propaganda“ lauteten. Nämlich „Heer, Stahl und Sturm“. Allen Ernstes speite Oswald die Lüge aus, Zschäpe hätte die drei Anwälte wegen deren Nachnamen ausgesucht: „Die Namen Heer, Sturm und Stahl sind kein Zufall. Mit solchen Tricks verhöhnen Rechte die Demokratie.“ Und im Folgesatz gesteht das Systemungeheuer ohne rot zu werden, dass es nur so aussehe, als habe Frau Zschäpe sich die Anwälte wegen ihrer Namen ausgesucht, aber da war die Beschuldigung für den Normalbürger schon ausgesprochen und verinnerlicht. Oswald: „Die Namen der drei Verteidiger, Heer, Stahl, Sturm, lesen sich, als habe Frau Zschäpe sie sich ausgesucht, um zu provozieren. Sicher ist das nicht zu beweisen.“ [17] Im ganzen Artikel von Oswald wird fortwährend unterstellt, Frau Zschäpe habe sich die Anwälte einzig wegen deren Familiennamen ausgesucht, und die Anwälte selbst müssten deshalb die Verteidigung wegen ihrer Namen niederlegen.
    … <<

    [weiter im nächsten Posting]

  31. Söderstrup sagt:

    [weiter Zitat]

    >>
    Oswald literarisch noch lauter. Er beschuldigte die Anwälte, sie gehörten geistig zu den Ausländermördern, weil ihre Namen wie „Schlüsselbegriffe der Nazi-Propaganda“ lauteten. Nämlich „Heer, Stahl und Sturm“. Allen Ernstes speite Oswald die Lüge aus, Zschäpe hätte die drei Anwälte wegen deren Nachnamen ausgesucht: „Die Namen Heer, Sturm und Stahl sind kein Zufall. Mit solchen Tricks verhöhnen Rechte die Demokratie.“ Und im Folgesatz gesteht das Systemungeheuer ohne rot zu werden, dass es nur so aussehe, als habe Frau Zschäpe sich die Anwälte wegen ihrer Namen ausgesucht, aber da war die Beschuldigung für den Normalbürger schon ausgesprochen und verinnerlicht. Oswald: „Die Namen der drei Verteidiger, Heer, Stahl, Sturm, lesen sich, als habe Frau Zschäpe sie sich ausgesucht, um zu provozieren. Sicher ist das nicht zu beweisen.“ [17] Im ganzen Artikel von Oswald wird fortwährend unterstellt, Frau Zschäpe habe sich die Anwälte einzig wegen deren Familiennamen ausgesucht, und die Anwälte selbst müssten deshalb die Verteidigung wegen ihrer Namen niederlegen.
    Natürlich hatte Frau Zschäpe keinen Einfluss auf die Auswahl ihrer Pflichtverteidiger, denn Pflichtverteidiger werden vom Gericht bestellt. „Die Anwälte von Beate Zschäpe sind als Pflichtverteidiger bestellt. Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm.“ [18]

    16 Welt.de, 06.05.2013
    17 Welt.de, 06.05.2013
    18 FAZ.de, 05.05.2013

    <<

    Dieser Artikel wartet übrigens noch mit einer anderen sehr interessanten Info bezüglich des hier erwähnten Funktionärs auf.

    Nochmal @Bulli:
    Im Gegensatz zu dem Poetik-Dozenten ist Dottore Frank ein echter Sprachkünstler – Sie wissen, wen ich meine? Der hat die Nachfolge von Eduard P. Koch übernommen…
    Lieber Gruß,
    Södi

  32. Karl_Murx sagt:

    Da Richard Wagner 1813 in Leipzig geboren wurde und 1883 in Venedig starb, kann er also objektiv nicht mit den Nationalsozialisten bzw. den politischen Zielen und Bestrebungen der Nationalsozialistischen Partei unter Adolf Hitler in Verbindung gebracht werden, unter deren Führung Deutschland von 1933-45 stand. Punkt.

    Mehr Vernünftiges will mir zu diesem Thema nicht einfallen, ebensowenig zu dem Dauervorwurf, Wagner sei (auf eine nicht näher definierte Art) Nazi gewesen.

  33. Jakobiner sagt: Mai 12, 2013 um 06:12

    Im Falle Wagners war Nietzsche da absolut eindeutig … Kein Platz für Zweideutigkeiten oder gar das Gegegnteil, auch wenn es Ihnen nicht gefällt!!!

    Na ja, wenn Sie meinen und Sie das glücklich macht, von mit aus. Es gibt da allerdings einen Germanisten namens Dieter Borchmeyer der zusammen mit dem Philosophen Jörg Salaquarda eine umfassende Dokumentation zur Beziehung Nietzsches zu Wagner erstellt hat.

    Können Sie ja mal lesen, bei Gelegenheit. Sehr erhellend…

  34. Eveline Kmietzyk sagt:

    So wie das Zuckerkügelchen in der Homöopathie nur das Transportmittel eine Idee z.B einer Heilpflanze ist, so ist der Mythos das „Zuckerkügelchen“, um mit dem Göttlichen in uns Kontakt zu kommen.

    Es geht also um unser Herz , um das Fühlen.

    Mythen und Märchen können sich die Menschen nicht ausdenken. Sie sind ein Geschenk unserer Geistigen Welt.
    Sie zu politisieren ist Wahnsinn und führt auch dorthin.

    Heute werden ja wieder einmal die Märchen auseinander gepflückt, das „Böse“ soll den Kindern nicht vorgelesen werden, mit dem Ziel, nun das die Kinder nach dem Genuss solcher Halbgeschichten aggressiv werden.

    Richard Wagner sagte von und zu den Tierversuchenden

    „In der Angst ihrer Verlogenheit auf den Baume der Erkenntnis herumkletternde Affen.“

    Er empfiehlt den Wissenschaftler:

    „Nicht sowohl in das aufgeschlitzte Innere eines lebenden Tieres, als vielmehr mit einiger Ruhe und Besonnenheit in das Auge des Selben zu blicken.
    Vielleicht fände der wissenschaftliche Forscher hier zum ersten Male das Allermenschlichste ausgedrückt, nämlich Wahrhaftigkeit, die Unmöglichkeit der Lüge, worin, wenn dieser Forscher noch tiefer hineinschaute, die erhabene Wehmut der Natur über seinen eigenen sündhaften Daseinsdünkel zu ihm sprechen würde. “

    Wie verkannt und verlacht ist heute immer noch die Homöopathie – wie verkannt ist doch Wagner.

  35. Söderstrup sagt:

    Doch jetzt endlich mal zum Thema:
    Ich möchte Euch diese Doku (vier Folgen), die ich neulich auf 3sat gesehen habe, wärmstens empfehlen:
    http://www.klassikakzente.de/aktuell/klassik-news/artikel/article:221880/3sat-zeigt-die-letzte-folge-der-dokumentation-der-ring-mit-christian-thielemann
    Thielemann steht gar nicht so im Vordergrund (aber nichts gegen Thielemann, ich lese gerade sein Wagner-Buch, der Mann ist Spitze), ich hab auf die Schnelle nur keinen besseren Link gefunden.
    Das ist eine sensationell gute Doku – für Einsteiger, Liebhaber und Experten gleichsam, weil sehr unterhaltsam. Besonders der Pianist Stefan Mikisch ist super, aber auch alle anderen Beteiligten, sogar Elke Heidenreich gewinnt große Sympathien. Einen so liebevoll, leidenschaftlich und professionell gemachten Film habe ich seit sehr langem nicht mehr gesehen – erstaunlich, was es in den Systemmedien heutzutage noch gibt!
    Alleine die Zitate aus verschiedenen Ring-Inszenierungen von Chéreau bis La Fura dels Baus und wie sie hintereinandergeschnitten werden – großartig! Die Krönung ist dann, wenn Thielemann sein Orchester trimmt – und schlagartig an der nächsten Note Stefan Mikisch den Lauf an seinem Flügel übernimmt und zu Ende hämmert – versehen mit seinen originellen Erklärungen (zumal im Dialekt von Daniel Kübelböck vorgetragen – der muß aus dem selben fränkischen Kaff stammen).
    Ich könnte noch lange schwärmen über diese Sendung… Leider findet man sie (noch) nicht auf Youtube. Versucht sie Euch irgendwie zu besorgen; 3sat wiederholt ja auch gerne Sendungen… Oder kauft Euch die DVD.

  36. utz anhalt sagt:

    @jakobiner: Sie bringen es auf den Punkt, danke. Nietzsche verkehrten die Nazis in sein Gegenteil – „die blonde Bestie“ ist bei ihm eine Warnung, und der Mensch auf dem Grad zwischen Tier und Übermensch entspricht dem, was wir heute über die Schichten des menschlichen Gehirns wissen. Wagners Antisemitimus inspirierte Houston S. Chamberlain, der Wagners Cousine heiratete und die christliche Apokalypse als Endkampf zwischen „Ariern“ und „Juden“ halluzinierte. Chamberlain gab Hitler die Ideen – wenn der kein Nazi war, war Hitler auch keiner.

  37. juergenelsaesser sagt:

    Utz: Chamberlein, aber nicht Wagner.

  38. utz anhalt sagt:

    Sicher, aber Chamberlains Antisemitismus wurde durch Wagners Antisemitismus inspiriert. Ein Nazi war Wagner in meinen Augen nicht, und auch kein Faschist im weiteren Sinne, sondern ein Demokrat – ein gühender Antisemit im engen Sine war er auf jeden Fall.

  39. Dr. Gunther Kümel sagt:

    NANU?

    Wagner kein NAZI?
    Unser allzeit systemverliebter Jakobiner sagt’s doch auch: Jeder der „Deutschland“ sagt, ist zumindest ein Krypto-Nazi.
    Man hat zum Mindesten ein angewidertes Gesicht dabei zu machen.

  40. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Bullinger: „Kelten, Polen und Germanen“

    Sie sind offenbar sehr belesen. Über diese genetischen Untersuchungen habe ich auch gelesen.

    Allen „Rassismus-Riechern“ ins Stammbuch:
    Weder Kelten, noch Deutsche, noch Germanen, noch Polen stellen eine „Rasse“ dar. Und das hat auch vor 70 Jahren niemand geglaubt.

  41. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen: „1848“

    Es ist eine großartige Sache, die Bewegung von 1848.
    In Wirklichkeit sind ihre Forderungen auch heute noch bei weitem nicht erfüllt:

    Demokratie, Herrschaft des Volkes.
    Reichseinheit.
    Freiheit der Meinung, der Presse, der Wirtschaft.

    Übrigens könnten der Feuergeist Marx und Engel unter den Bedingungen der „brd“ heute ihre Werke nicht veröffentlichen, zumindest nicht ohne Schwärzungen und Ermittlungsverfahren wegen §130. Ich erinnere mich an eine eindeutige Charakterisierung des Judentums und außenpolitische Anspielungen auf „Polen, Tschechen und ähnliches Völkergerümpel“.

  42. Cavaradossi sagt:

    Daß Richard Wagner und Martin Luther im heutigen Deutschland noch eine Rolle spielen dürfen, verwundert mich schon. Aber vielleicht wollen sich die politisch Korrekten nur nicht öffentlich blamieren.

  43. Wahr-Sager sagt:

    Die Diskussionen hier sind auf einem Niveau – sagenhaft! Da können sich die Flitzpiepen vom „Netz gegen Nazis“ und der Derivate eine fette Scheibe abschneiden.

    Was heißt denn schon „Antisemitismus“? Wenn es tatsächlich ausschließlich gegen Juden i. A. ginge, müsste es korrekt „Antijudaismus“ heißen. Außerdem ist der „Antisemitismus“ in der Regel ein Propagandaausdruck der Zionisten. Gerard Menuhin, ebenfalls Jude (aber kein Zionist) hat es in einer seiner Reden so ausgedrückt:

    „Die Lenker und Erfinder des ‚Antisemitismus‘ – ich habe versucht zu zeigen, wie bedeutungslos das Wort eigentlich ist – sind die Zionisten, unterstützt von weltweit mehr oder weniger dazu gezwungenen jüdischen Gemeinden und angestachelt von ihren ‚willigen Vollstreckern‘, um Herrn Goldhagens eingetragenes Warenzeichen zu borgen. Ohne den Antisemitismus wäre, meinen Zionisten, der jüdische Zusammenhalt gefährdet. Der Antisemitismus ist aus dieser Perspektive der Klebstoff, der Juden als Gruppe zusammen hält.“

    Die ganze Rede als PDF-Datei: http://www.gerard-menuhin.de/Kolumne/Antisemitismus_als_politische_Waffe.html

    Tacitus, Martin Luther, Paracelsus, Giordano Bruno, Immanuel Kant, Voltaire, Johann Gottfried Herder… allesamt Antisemiten. Die elementare Frage ist: Wie sind sie zu dieser Haltung gelangt?

  44. Wie ich von einer gut unterrichteten Quelle erfahren habe, soll unsere geliebte und verehrte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 22.5.2013 in Brüssel endlich den langersehnten „Rabbi Lord Jakobovits Prize for European Jewry“ in Empfand nehmen dürfen.

    Tja, jetzt kann man sich natürlich fragen, warum ihr das so wichtig ist. Vielleicht, weil das so ’ne Art von Persil-Schein für sie ist?

  45. 006 sagt:

    Wagner was a great spender, but a poor treasurer. He was always short of money.

    Unglaublich … mir gehts ganz genau so! Demnach muß ich wohl … Wagner sein??😆

  46. 006 sagt:

    Tacitus, Martin Luther, Paracelsus, Giordano Bruno, Immanuel Kant, Voltaire, Johann Gottfried Herder… allesamt Antisemiten. Die elementare Frage ist: Wie sind sie zu dieser Haltung gelangt?

    Durch ‚Vorurteile‘ natürlich – niemals durch Erfahrungen. Deshalb haben die sich auch ALLE geirrt … und erst WIR heute haben – endlich! (puhh) – die Wahrheit erkannt. Ist das nicht schön??😆

  47. Avicenna1968 sagt:

    „Tacitus, Martin Luther, Paracelsus, Giordano Bruno, Immanuel Kant, Voltaire, Johann Gottfried Herder… allesamt Antisemiten.“

    Shakespeare („Kaufmann von Venedig“) nicht zu vergessen…und George Orwell…und Thomas und Heinrich Mann :-o…aber auch Karl Kraus und Kurt Tucholsky, wohlgemerkt !

    Als Walter Benjamin Ende der 20er Jahre Jahre unter dem Einfluß von Gershom Scholem Hebräisch zu lernen und über eine Auswanderung nach Palästina nachzudenken begann, warnte sein Freund Brecht ihn…wovor ? Vor`m „jüdischen Faschismus“ (= Zionismus). Scholem war auch der Mann, der nach dem Zweiten Weltkrieg Kraus und Tucholsky als jüdische Antisemiten „entlarvte“. Bei Kraus war das keine umwerfend neue Erkenntnis, wer wollte, hätte ihn auch schon 1930, 1920 oder 1910 einen Antisemiten schelten können. In Tucholskys Fall mag es damit zu tun haben, daß während der 60er Jahre Briefe an die Öffentlichkeit gelangten, die der seit Mitte der 20er in Schweden lebende Tucholsky seiner letzten Freundin, einer Züricher Ärztin, geschrieben hatte, und aus welchen hervorgeht, daß Tucholsky (der 1910 aus der Berliner Jüdischen Gemeinde ausgetreten war) sich mit der Absicht trug, den aus der Sicht von Scholem denkbar größten Verrat zu begehen: nämlich der Kirche Roms beizutreten.
    Soviel ICH weiß, ist es keineswegs erwiesen, daß Tucholsky Selbstmord begangen hat, jedenfalls litt er seit längerem an einer Erkrankung der Atemwege, die mitunter tödlich verläuft. Die Selbstmordthese mag Scholem in den Kram gepaßt haben, weil an ihrer Hand sich demonstrieren ließ, wohin die „Hybris“ des Assimilanten führe: in Entfremdung, Vereinsamung, „Verrat“ und Suizid.

  48. schnehen sagt:

    @rundertischdgf

    Da bin ich voll mit Ihnen einverstanden:

    Weg vom Rechtslinksdenken. Nummer eins. Alle Menschen, die für Demokratie und Unabhängigkeit unserer Nation sind, sammeln, keine falschen Fronten aufbauen, sich nicht verzetteln, Nummer zwei. Den neofeudalistischen Gegner oder Feind klar ins Visier nehmen, Nummer drei.

    Wer ist dieser Gegner? Nicht der deutsche Mittelstand, nicht die sog. Sozialschmarotzer, also die ganz Armen, nicht ‚die Männer‘, nicht die bösen Muslime, nicht die Einwanderer oder die bösen Russen, nicht die Kommunisten, nicht die kleinen Neonazis, sondern die Finanzoligarchen, die modernen Blutsauger, die sich immer fürnehm hinter ihren politischen Marionetten verschanzen und im Hintergrund die Fäden ziehen, was sie damals – und da hatten es die Hambacher und die Paulskirchener leichter – anders war. Damals wurde offen mit Reichtum geprotzt. Der Gegner war sichtbarer. Heute verkriecht er sich hinter Sicherheitsanlagen.

    Das ist die Schwierigkeit heute: alle zusammenzubringen und den Gegner klar zu erkennen, der auch international gut vernetzt ist, vgl. Bilderbergtreffen (das nächste steht an!), Trilaterale Kommission und andere Organisationen, z. B. die von Soros und dem Globalisten Gorbatschow geschaffenen. In keinem Polizisten den Gegner sehen! In keinem kleinen Beamten den Gegner sehen! Das sind alles potenzielle Bündnispartner, die es rüberzuziehen gilt.

    Und es sind nicht die 1%. Das ist ein Irrtum. Es sind die 0,01 Prozent, die veranwortlich sind an Eurokrise, Kolonialkriegen und austerity. Es sind die Imperien von Goldman & Sachs (dahinter steht Rothschild), JP Morgans, die der Rockefellers und die der Coke Brothers, und es ist die Deutsche Bank, gegen die sich der Volkszorn richten muss.

  49. Avicenna1968 sagt:

    Nicht nur war der erste Tenor, der Wagners „antisemitischste“ Oper – den Ring der Nibelungen – in Bayreuth singen durfte, ein gewisser Hermann Levy, zum engsten Umfelde des Komponisten gehörte auch der jüdische Mathematiker Alfred Pringsheim, Sohn eines schlesischen Eisenbahn- und Bergbau-Magnaten und Schwiegervater Thomas Manns. Von Pringsheim ist überliefert,.daß er sich mit einem Mann, der Wagner beleidigt hatte, ein Pistolenduell lieferte.

  50. Wahr-Sager sagt:

    @006:

    Logisch haben wir uns alle geirrt. Wer sind denn schon Luther, Kant, Voltaire und Co.? Wir haben heute doch geistige Größen wie Claudia Roth, Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Angela Merkel etc., die in die Geschichte eingehen werden.

  51. Wahr-Sager sagt:

    @Avicenna1968:

    Was uns fehlt, ist eine öffentliche Debatte über Zionismus. Die wird es aber – logischerweise – in der BRD nie geben.

    Und ja, wer sich gegen den Zionismus stellt, lebt in der Tat ziemlich einsam. Die Mitläufer wähnen sich in der irrigen Vorstellung, als Teil einer Mehrheit im Recht zu sein.

  52. schnehen sagt:

    @Wahr-Sager

    Aber wir können hier an Ort und Stelle eine Debatte über den Zionismus führen, und dann wird es in der BRD eine solche Debatte geben. Wir müssen nur den Mut dazu haben!

    Wer sich gegen den Zionismus stellt, ist heute nicht mehr einsam, sondern in bester Gesellschaft – in Gesellschaft mit Noam Chomsky, Hedi Epstein, Alan Hart, Norman G. Finkelstein, Ilan Pappe, Hayo Meyer, Eveline Hecht-Galinski und vielen anderen.

    Ich habe sieben Namen aufgezält und sechs davon sind Juden, antizionistische Juden, die den Mut haben, Israel zu kritisieren und die deswegen schwere berufliche Nachteile in Kauf genommen haben wie Pappe und Finkelstein. Die beiden letzten verloren in ihren Heimatländer ihre Lehrbefähigung, als sie sich um die Holocaust-Industrie bzw. um die Nakbar (die massenweise Vertreibung und Enteignung der Palästinenser 1948) kümmerten.

    Ich glaube, ein bisschen Mut sollten wir schon haben.

  53. Lest Leute, lest! sagt:

    Zitat: „Nicht nur war der erste Tenor, der Wagners “antisemitischste” Oper – den Ring der Nibelungen – in Bayreuth singen durfte, ein gewisser Hermann Levy…“

    Was ist los? Der erste Tenor in Bayreuth 1876? Welche Rolle meinen Sie denn, es singen mehrere Tenöre in den vier Opern.

    Hermann Levi war kein Tenor sondern Kapellmeister am Hof- und Nationaltheater in München. Ein Hermann Levy war ganz jemand anderer. König Ludwig II. stellte das Orchester des Nationaltheaters samt seinem Dirigenten für die zweiten Bayreuther Festspiele 1882 zur Verfügung, welche zum erstenmal das Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ auf dem Spielplan hatten. Der gemeinsame Auftritt von Ochester mit seinem Kapellmeister soll eine Bedingung für die Unterstützung gewesen sein. Wagner wollte Levi vor den Festspielen zur Annahme einer christlichen Taufe bewegen, was dieser ablehnte, gleichwohl es ihn in „innere Konflikte“ gebracht haben soll.

    Siehe dazu „König Ludwig II. und Richard Wagner – Briefwechsel“, Band 3, Seite 221-225, Brief Wagners vom 19.09.1881, auch die Anmerkung Seite 223/224. – Desweiteren Band 3, Seite 227-231, Brief Wagners vom 22.11.1881. – Desweiteren Band 3, Seite 233-237, Brief Wagners vom 01.03.1882.

    http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0005/bsb00059073/images/

  54. Anonymous sagt:

    Will man erreichen, die Deutschen sollten darnach streben, so wie Wagner kein „Nazi“ (gewesen) sei, nicht als solche bezeichnet zu werden? Dann können sie gleich einpacken.
    Liebe Compactredaktion, teilens doch mit, wer noch alles „kein Nazi ist“. Ob die Leute noch leben oder zu einer ganz anderen Zeit gelebt haben, ist doch wurscht. Dann bleiben am Ende nur noch die von Compact ungekührten Menschen als jeweiliger „Nazi“ übrig. Schapoo!

  55. Karl_Murx sagt:

    @Wahr-Sager:

    @006:

    Logisch haben wir uns alle geirrt. Wer sind denn schon Luther, Kant, Voltaire und Co.? Wir haben heute doch geistige Größen wie Claudia Roth, Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Angela Merkel etc., die in die Geschichte eingehen werden.

    Als Furz der Geschichte. Die kleine Anmerkung sei mir gestattet.

  56. schnehen sagt:

    @Söderstrup

    Sie haben Recht: Friedrich Nietzsche war ein Schwätzer und Wichtigtuer.

    Und wenn man einen Philosophen als Vorreiter des internationalen Faschismus ansehen kann, dann war es Nietzsche, aber keineswegs der Musiker Wagner, denn er wurde nur instrumentalisiert. Die Nazis taten das Gleiche auch mit der Musik des Demokraten Liszt (vgl. die Melodie, durch die die Frontmeldungen angekündigt wurden).

    Nietzsche, der große Frauenfeind (‚Gehst du zum Weib‘, vergiss die Peitsche nicht!‘), war ein großer Feind der Entrechteten und der einfachen Menschen. Er lobte die große, überragende Persönlichkeit, den ‚Übermenschen‘ und die raubgierige, kriegslüsterne und herrschsüchtige Aristokratie der ‚Besseren‘ war sein Vorbild, die Herrschaft weniger über die Massen, mit denen er nicht das geringste Mitleid hatte. Sein ‚vornehmer Mensch‘ – in seinen Wunschträumen er selbst – ist ein Wesen ohne jedes Mitgefühl, unbarmherzig, verschlagen, grausam und nur auf seine eigene Macht bedacht (Bertrand Russel). Nietzsche bewunderte Napoleon, den Schlächter des russischen Volkes.

    Bertrand Russell sieht Nietzsche als pathologischen Fall (er verfiel ja auch dem Wahnsinn zwei Jahre vor seinem Tod), wenn er schreibt:

    „Nietzsche ist nie auf den Gedanken gekommen, das Machtstreben, mit dem er seinen Übermenschen ausstattet, könne ein Ergebnis der Angst sein.“
    (Bertrand Russell, Philosophie des Abendlandes‘).

    Es ist allerdings richtig, dass er Wagner bewunderte. Aber später wurde er sein Feind, wohl wegen seines ‚Parsifals‘ und ging sogar so weit, ihm ‚jüdische Abstammung‘ vorzuwerfen.

    Nietzsche gehört den Faschisten, aber auch den heutigen Gobalisten, Wagner den Demokraten.

  57. Wahr-Sager sagt:

    @schnehen:

    Glauben Sie wirklich daran? Ich nicht. Der Zionismus ist schließlich der Grundpfeiler der BRD – mitsamt seinem unantastbaren Dogma, von dem mittlerweile eine ganze Industrie profitiert.

    Die von Ihnen aufgeführten Personen kommen in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht vor. Man muss da schon Internet haben, um mit deren Ansichten konfrontiert zu werden. Wobei das ohnehin ein Muss ist, um sich überhaupt abseits der Mainstream-Medien informieren zu können. Ohne Internet hätte ich gar nichts vom COMPACT-Magazin gewusst. Oder von der Jungen Freiheit. Oder von sezession.de.

    Soviel ich weiß, wollte Prof. Norman Finkelstein mal nach Deutschland kommen, was ihm aber auf Intention des Zentralrats der Zionisten, äh, Juden, verwehrt wurde.

    „Ich glaube, ein bisschen Mut sollten wir schon haben.“

    Ein bisschen Mut reicht hierfür (leider) nicht aus.

    Wenn COMPACT das Thema mal in den Fokus nehmen würde, wäre das genial. Interviews mit o. g. Personen – Finkelstein, Hecht-Galinski – aber auch mit noch größeren Außenseitern wie Gilad Atzmon, Paul Eisen würden das Interesse der Leser sicherlich enorm wecken.

  58. Wahr-Sager sagt:

    @Karl_Murx:

    „Als Furz der Geschichte. Die kleine Anmerkung sei mir gestattet.“

    Selbstverständlich. Ein Narr, wer annahm, dass ich diese Arm-Leuchter tatsächlich als geistig hochstehend bezeichnet hätte…

  59. Anonymous sagt:

    Ergänzung, weil die Verbindung zu obiger Adresse nicht hergestellt wird.

    König Ludwig II. und Richard Wagner – Briefwechsel:

    http://www.europeana.eu/portal/search.html?query=who%3a%22Strobel%2c+Otto+%5c%3b%22&rows=12

  60. schnehen sagt:

    @Wahrsager

    Es geht hier nicht um Glauben. Es geht um die Notwendigkeit, die Verschwörung des Schweigens und Totschweigens dessen, was in den besetzten Gebieten passiert, zu durchbrechen.

    Der Fall Günter Grass hat gezeigt, dass diese Diskussion unbedingt notwendig ist. Sie ist leider schon wieder eingeschlafen. Wir wissen doch, wie sie reagieren, wie sie Zeter und Mordio, will sagen wie sie ‚Antisemtismus!!‘ schreien werden und mit ’sie‘ meine ich auch große Teile der Linken. Es war übrigens die Rosa Luxemburg-Stiftung, die Norman G. Finkelstein vor drei Jahren wieder auslud (shame on you!). Sie war dem Druck der zionistischen Lobby erlegen, wie die Partei Die Linke insgesamt diesem Druck erlegen ist und sogar die zionistische Richtung aktiv mitträgt, so Herr Gysi, so Petra Pau und viele andere. Sogar der ‚linke Flügel‘ dieser Partei um Wolfgang Gercke bekennt sich inzwischen zum Zionismus, allerdings zum ‚linken Zionismus‘ versteht sich (man will ja rechte Politik immer links bemänteln) und wird nicht müde, Israels ‚Existenzrecht‘ zu fordern. Hauptsache man ist links. Antizionistisch zu sein, traut sie sich nicht – diese DDR-Abwicklerpartei. Da hatte Erich Honecker schon mehr Traute, denn er unterstützte konsequent die PLO.

    Aber gleichzeitig gibt es einen Trend, der unverkennbar ist: Die herrschenden Medien und damit auch die herrschenden Sprachregelungen in Sachen Apartheid-Israel greifen nicht mehr so wie früher, wie diese korporativen Medien ohnehin ständig an Einfluss verlieren. Eine Aktivistin berichtete darüber auf dem Blog AllesSchallundRauch. Sie hatte in Bonn an einer Aktion für ‚boycott-desinvestment-sanctions‘ gegen Israel teilgenommen und berichtete, dass besonders die älteren Leute überraschend viele Sympathien für die Palästinenser haben.

    Sollen sie doch mit ihrer primitiven Antisemitismus-Keule kommen! Wir haben die besseren Argumente. Es wird Zeit, dass Deutschland seinen Winterschlaf auch in dieser Frage beendet und endlich aufwacht und erfährt, wie man, d.h. die Medien und die offizielle Politik, den deutschen Michel in Sachen Israel hinters Licht führt und am Nasenring zieht. Stichwort: Deutsche Steuergelder auch 68 Jahre nach Beendigung des Krieges werden als ‚Wiedergutmachungszahlungen‘ an das rassistische Regime in Tel Aviv gezahlt in Form von subventionierten, atomwaffenfähigen U-Booten, obwohl die Einzige-Demokratie-Im-Nahen Osten (EDINO, andere sagen Zionesien) schon bei mehreren Gelegenheiten mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hat, so 1973 und 2008.

    Compact sollte sich einer solchen Diskussion, die längst überfällig ist, annehmen, oder wollen wir unsere antizionistischen jüdischen Mitbürger wie Evelyn-Hecht Galinski im Regen stehen lassen und nur noch über NSU, Wagner und Hoeneß reden?

  61. Elmüt Col sagt:

    Nichts für ungut meine Herren; aber die Überschrift erweckt den Eindruck, als wäre der Verfasser Musiklehrer an einer ehrwürdigen Lehranstalt von der Art der Rütli-Schule.

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