Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

COMPACT-Video: Offener Brief an Beate Zschäpe

Das Editorial der Mai-Ausgabe von COMPACT-Magazin

“Ich habe Angst, dass Sie das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen werden.” Von Jürgen Elsässer. Weiterlesen des „Offenen Briefes an Beate Zschäpe“ kann man hier.

Es folgt das Editorial aus der aktuellen Ausgabe von COMPACT-Magazin 5/2013. Am kommenden Montag ist COMPACT vor Ort zur Prozesseröffnung in München. Einen atuellen Bericht vom ersten Prozesstag können Sie am 6. Mai ab ca. 21 Uhr auf COMPACT-TV sehen.

Lesen Sie in der Mai-Ausgabe von COMPACT-Magazin unsere ausführlichen Analysen zum NSU-Komplex:

EndCoverTITELTHEMA: NSU-Prozess
Editorial: Offener Brief an Beate Zschäpe – Allein unter Wölfen.
Von Jürgen Elsässer

Die Jugendjahre der Beate Z.: Das Mädchen und der Agent.
Von Jürgen Elsässer

Mundlos/Böhnhardt: Tote Zeugen reden nicht, aber: Das Phantom ist wieder da.
Von Kai Voss

NSU & Salafisten: Un-heimliche Waffenbrüder.
Von Jürgen Elsässer

COMPACT 5/2013 können Sie hier bestellen.

Einsortiert unter:Uncategorized

85 Responses

  1. Sturm sagt:

    Gute und mutige Sache, dieses Video! Es könnte in gewisser Weise sogar Frau Zschäpes Leben schützen. Passen sie bitte gut auf sich auf, Herr Elsässer. Sie berichten sehr fundiert und engagiert über einen der größten Schauprozesse der letzten Jahrzehnte. Und noch schlimmer: Sind sind wahrscheinlich der Wahrheit ganz nah. Das ist nicht ungefährlich, denn alles deutet darauf hin, dass die dunkelgrauen Eminenzen Blut sehen wollen. Ich verstehe im Übrigen bis heute nicht, warum sich Zschäpe gestellt hat. Hat sie nie etwas von Stammheim gehört?

  2. Sturm sagt: Mai 4, 2013 um 14:52
    Ich verstehe im Übrigen bis heute nicht, warum sich Zschäpe gestellt hat. Hat sie nie etwas von Stammheim gehört?

    Vielleicht hat sie die Gefahr in freier Wildbahn als höher eingeschätzt? Draußen kann man Verkehrs-Unfälle haben, bei Schießereien oder auf der Flucht erschossen werden…

  3. loewe sagt:

    Es wurde doch überall gesagt, geschrieben und bestätigt, dass Frau Zschäpe zur Polizei GEFLÜCHTET (geflohen) wäre. Das wirft die Frage auf: Vor wem?

    Wenn man gestern und heute im Internet liest, kann einem schlecht werden: „Instinktive Lügnerin, eitel, stolz auf ihr Aussehen“, „Nazi-Braut erscheint voll gefesselt vor Gericht“, „Zschäpe voll gefesselt vorgeführt“, „Schwer bewacht: Zschäpe kommt gefesselt“ …..
    Dann gibt es einen Gutachter, der Frau Zschäpe noch nie gesehen hat. Sein Auftrag war, aufgrund von Ermittlungsakten zu bewerten, ob Frau Zschäpe nach dem Prozess sicherungsverwahrt werden muss. Das muss man sich mal vorstellen. Und ALLES kommt an die Öffentlichkeit. Jede Menge Bilder, die aus dem Privatbesitz von Frau Zschäpe stammen müssen, werden in allen Variationen und Zeitungen gezeigt ohne jeden Balken oder gepixelt. Es ist angekündigt, dass jedes Detail aus dem Leben von ihr vor Gericht ausgebreitet werden soll.
    Z.B. sendet der MDR TV, Radiio und Online am Montag rund um die Uhr NSU usw., zieht RAF-Experten hinzu usw.

    Die 3 Anwälte von Frau Zschäpe lassen hoffen, dass sie mit dazu beitragen, dass ganz hart an der Sache geblieben wird.
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1895202/Anwaelte-Zschaepe-war-keine-Mittaeterin#/beitrag/video/1895068/NSU-Prozess:Zschäpe-Anwälte-im-Interview

  4. ein SZ-Leser sagt:

    „Sie sind mir sympathisch“

    Gehen Sie da nicht ein bisschen zu weit? Bei SPIEGEL ONLINE steht heute Folgendes…

    „Nach einer Aktion des (Zwickauer) Trios kam es 1996 zu Hausdurchsuchungen. Die Razzia habe sie komplett überrumpelt, sagte Zschäpes Mutter. Erst da sei ihr bewusst geworden, wie tief die Tochter in der Neonaziszene gesteckt habe. (…) Offiziell war (Zschäpe) mit Böhnhardt liiert, gemeinsam mit Mundlos galten sie als unzertrennlich. Zu dritt statteten sie Zschäpes Mutter und Großmutter Besuche ab. Mundlos brachte Blumen mit, Böhnhardt stülpte sich OP-Überzieher über die blank polierten Springerstiefel. Es war ihm wohl zu mühsam, sie extra auszuziehen. (…) In der Illegalität jonglierte Zschäpe mit mehr als zehn verschiedenen Namen. Es scheint ihr keine Schwierigkeit bereitet zu haben, Mandy Struck, Silvia Rossberg, Lisa Pohl oder Susann Dienelt zu sein — je nachdem ob sie Zahnarzt, Optiker oder Tierarzt besuchte, Bahncard, Brillenpass oder Personalausweis vorzeigte.“

    Allein für „Mandy Struck“ hätte Sie m.E. life without parole verdient. Würde mich nicht wundern, wenn Böhnhardt als „Fabrizio Klopsch“ unterwegs war. Im Ernst: Ihr „Brief“ enthält m.E. latenten Rassismus. Sie unterstellen, dass unter Türken Blutrache an der Tagesordnung sei. Dass im Saal vermutlich „lediglich“ trauernde Opferangehörige Antworten auf offene Fragen erhalten wollen (wie wir alle), kommt Ihnen wohl nicht in den Sinn.

  5. Sturm sagt:

    @Joachim Bullinger:
    Schon möglich, aber draußen kann man wenigstens weglaufen.Vielleicht hatte sie einfach Panik…Bei einer Sache bin ich mir allerdings ganz sicher: SIe hatte keine Ahnung, dass man ihr die Morde anhängen würde.

  6. juergenelsaesser sagt:

    ein SZ-Leser: Zu Beate Zschäpe in den 90er Jahren sollten Sie meinen Artikel „Das Mädchen und der Agent“ in COMPACT 5/2013 lesen, da steht drin, was im SPIEGEL nicht drin steht… Was „Blutrache“ angeht: Die gibt es wirklich, das ist keine rassistische Erfindung von mir, oder? Im übrigen gehe ich eher von einer gefakten Blutrache, also einem Geheimdienst-Mord, aus…

  7. Lieber Herr Elsässer,

    ich sah eben erst Ihr Interview zur Sache auf Ken-FM.

    Einzig nicht ganz durchdacht darin erscheint mir Ihre These bezüglich der Genese der ganzen Sache, dass es wohl nicht von Anfang an einen Plan gegeben habe, am Ende alles allein einer neonazistischen Untergrundzelle (im Untergrund im eigentlichen Sinne war sie ja wohl nie) in die Schuhe zu schieben, um das gewünschte politische Kapital daraus schlagen zu können.

    Nähere Begründung dazu hier:

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/04/nsu-morde-vom-journalistenpack/

    Ansonsten aber möchte ich Ihnen meinen höchsten Respekt für Ihre konsequente und zumal mutige journalistische Arbeit ausdrücken. Sie und Ihr Magazin haben zu diesem Fall wohl mehr geleistet, als irgend andere. Selbst in den Kommentarsträngen der FAZ kriegt man Sie nicht mehr weg. Ermutigend.

  8. MultiStar83 sagt:

    Meine Vermutung ist eher die, dass sich Frau Zschäpe ihrer Geheimdienststeuerung gar nicht voll bewusst ist, sie dementsprechend auch nicht so umfassend „auspacken“ kann, wie wir uns das vielleicht wünschen würden…

  9. Sturm sagt:

    @SZ Leser:

    Ich habe mir das Video noch mal angeschaut?! Aber auch beim zweiten Durchgang ist mir die „Blutrache“ durchgerutscht??? Bitte um Aufklärung! Wann wurde das gesagt? Oder haben Sie das assoziiert? Mir ist bei dem Gesagten jedenfalls als erstes die Marianne Bachmeier eingefallen. Auf orientalische „Blutrache“ wäre ich gar nicht gekommen. Kompliment für soviel Scharfsinn.

    Zur Sympathie-Frage: Geht Herr Elsässer zu weit? Vielleicht…, aber Übertreibung veranschaulicht eben. Frau Zschäpe konnte bisher keine Beteiligung an den Morden nachgewiesen werden und trotzdem führt man die schmächtige Frau zum Prozessauftakt in Hand-und Fussfesseln vor, so als wäre sie ein brandgefährliches Monster, das jederzeit über die Prozessbeobachter herfallen könnte (Vielleicht setzt man ihr ja noch ne Maske auf wie dem Menschenfresser Hannibal Lecter!!! Ohne Worte!)

    Und warum das Ganze? Warum eine solch demütigende Behandlung einer kleinen, dünnen Frau, von der aktuell ganz sicher keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht und der man derzeit keine einzige schwere Straftat nachweisen kann? Na? Haben Sie eine Erklärung?

    Mir fällt keine logische ein, außer der, dass man das Mädel der Vorverurteilung preisgeben, also bewusst Öffentlichkeit, Presse und Richter manipulieren will. „Seht her, hier kommt eine hochgefährliche Mörderin.“ Und damit hat man dann die Katze schon fast im Sack. Pfui Teufel! Der Gipfel ist das und kein fairer Prozess. Das sind Methoden wie am Volksgerichtshof und eines Rechtsstaats unwürdig. Und das sollte Sie empören und nicht ein herbeigedichteter Rassismus des Herrn Elsässer.

    Im Übrigen finde ich es äußerst mutig und ehrenhaft, dass sich Herr Elsässer bewusst auf die Seite eines Menschen stellt, der seit Monaten von der ganzen Welt wie ein Monster behandelt wird, obwohl er unbezichtigt und unverurteilt ist. Das sollten wir alle tun, denn genau das macht ja den Rechtsstaat aus. Es haben nur zu viele vergessen. Aber es ist ja auch leichter, mit den Wölfen zu heulen und die Hasstiraden der Springer-Presse nachzubeten: NAZIBRAUT! Was haben alle nach 45 gesagt? Das darf nie wieder passieren? Ja,ja, genau. Der größte Teil der Menschheit ist leider erbärmlich feige und denkfaul . Und genau deshalb wird ES eben doch IMMER WIEDER passieren.

    @elsässer: So, jetzt hab‘ ich Sie mit dem nötigen Ernst auch mal gelobt, denn mir sind nicht nur diejenigen sympathisch, die von den Finanzmächten gehasst werden, sondern auch die, die sich bewusst auf die Seite derer stellen, die dem manipulierten Mob in die hässliche Fratze blicken müssen. Das Magazin bestelle ich übrigens nach meinem Umzug Ende Mai und freue mich schon darauf.

  10. Schwan sagt:

    Bestuende nicht die Gefahr, dass der Richter ihr das Wort abschneidet, unter einem fadenscheinigen Vorwand…“das tut nichts zur Sache“ Dann wuessten die Geheimdienstverbrecher, dass sieauspacken will. Natuerlich wuensche ich mkr, dass sie auspackt, aner koennte nicht auch dann gesagt werden, „haltlose Behauptungen ohne jede Beweise…sie will ja nur ihre Schuld anderen in die Schuhe schiebeb.

    Angesichts der Kameras koennte man sie auch reden lassen. Es macht sich nicht gut, wenn jeder leicht sehen kann, dass sich Richter auffuehren koennen als waere der Gerichtssaal ihr persoenliches Koenigreich – und das ohne jegliche Konsequenzen.

  11. juergenelsaesser sagt:

    Sturm: Dankeschön!

  12. JimboXL sagt:

    Kleiner OT-Einwurf…
    Matthias Bröckers wrote:
    „Jetzt hat der Freund und Kollege Daniel Hopsicker ausgegraben, dass der Onkel der beiden Bomber, Ruslan Tsarni, aufs Dickste mit den Geheimdiensten verbunden ist: verheiratet mit der Tochter eines hohen CIA-Offiziellen, Vertragspartner von Dick Cheneys ehemaliger Firma Halliburton in Tschetschenien und Sponsor — unter der Adresse seines CIA-Schwiegervaters – der dortigen islamistischen Terroristen.“

  13. Wahr-Sager sagt:

    Daumen hoch für das Video! Mediennutten haben wir schon genug, Jürgen Elsässer ist eine lobenswerte Ausnahme.

    @Sturm:

    Mal davon abgesehen, dass ich Ihre Äußerung in allen Punkten nur unterschreiben kann, möchte ich zu folgendem Zitat noch etwas ergänzen:

    „Mir fällt keine logische ein, außer der, dass man das Mädel der Vorverurteilung preisgeben, also bewusst Öffentlichkeit, Presse und Richter manipulieren will.“

    Kann sich noch jemand an den angeblich rassistischen Anschlag auf den dunkelhäutigen Deutsch-Äthiopier Ermyas Mulugeta im April 2006 im brandenburgischen Potsdam erinnern?
    In diesem Fall wurden ebenso publicitywirksam die Tatverdächtigen Björn L. und Thomas M. mit Handschellen, Ohrenklappen, Augenbinden und Fesseln an Händen und Füßen abgeführt – als wären es gefährliche Terroristen – und mit dem Hubschrauber zum Haftrichter in Karlsruhe geflogen.

    Dieser Vorgang wird neben vielen anderen Fällen im kostenlosen PDF-Dokument „Lügen gegen rechts“ erwähnt, das hier runtergeladen werden kann:

    http://uploads.ru/epAox.pdf

    Das File habe ich bewusst auf einen ausländischen Server geladen, weil die Antifa aus eigener Erfahrung gern bei deutschen Hostern petzt und dazu veranlasst, solche Dokumente zu entfernen.

  14. chicano sagt:

    ick bleib sehr skeptisch bei der sache aber dit video mag ick, jürgen altes haus.

    allerdings man kann auch weiterleben ohne zu sprechen, siehe v. becker. seltenheitswert hat es zwar aber immerhin, es gibt wohl auch special-deals.

    dennoch sollte sie laut rufen, was sie zu rufen hat, wenn sie denn was zu rufen hat.

  15. Kant sagt:

    …. Vergleich mit Ulrike Meinhof hinkt gewaltig ….
    aber dennoch: Dass das Trio von Geheimdiensten aufgebaut, benutzt (Morde in ihrem Namen) , dann selbst ermordet bzw. noch zum Schweigen gebracht werden soll, ist für mich plausibel begründet. Strategie des VS: … die Gruppen (Salafis & Faschisten) sich heranziehen, die für bürgerkriegsähnliche Zustände gebraucht werden, sodass dann ein autoritär-faschistisches System – im Dienst der Finanzelite – endgültig etabliert werden kann …

  16. chicano sagt: Mai 4, 2013 um 23:47
    allerdings man kann auch weiterleben ohne zu sprechen, siehe v. becker.

    Die ist aber um Zehnerpotenzen schlauer als die Zschäpe. Und ich könnte mir gut vorstellen, daß die bei 66 Notaren im Ausland 6 beglaubigte Photokopien hinterlegt hat, die im Fall Ihres vorzeitigen Ablebens an 666 Redaktionen geschickt werden.

  17. JimboXL sagt:

    Letzter OT-Beitrag, verbunden mit einer Beobachtung. In der Kommentarspalte von Bröckers´ Kollegen Hopsicker, bei den „MadCow Morning News“, ist — anders als hier — Ausgewogenheit Trumpf. Hut ab, auf welchem Niveau dort diskutiert wird…

    Անի Հայասերյան · Top Commenter
    Chechens have always supported Turks and Azeris agianst Armenians. And Chechen terrorists are being trained in Azerbaijan and Turkey. Uncle should be investigated. He is either indeed a part of bombing or he is hired to slander our name off…Thanks for the great article!🙂
    April 27 at 8:47am

    ChechenCenter
    Terrorists- Russian FSB – are exploding and blaming Chechens. Like this they deprive Chechens from the support of world community (and other small nations) and maintain empire. For eample in ChechenCenter.info are materials- 1999 rus fsb exploded civil houses, blamed Chechnes, before it FSB killed Canadian nurses, blamed Chechens etc etc etc
    April 27 at 9:43am

    Ieahsan Haidaev
    it is fake
    April 27 at 9:52am

    ahԱնի Հայասերյան · Top Commenter
    To say Armenian influenced a Chechen is like to say Amish influenced a Taliban! lol
    April 27 at 8:32pm

    ChechenCenter
    http://chechencenter.info/n/42-world/1898-1.html
    here, book published in US- says FSB exploded and blamed Chechens. this gave possibility to start 2nd Chechen war and kill 1/5th from Chechen nation.
    April 27 at 9:57am

    Անի Հայասերյան · Top Commenter
    Chechens supported Muslim Azeris against Armenians 20 years ago in Artsakh war (Nagorno Karabakh). It is impossible for an Armenian to convert to islam and side with Chechens who killed many Armenian civilians…http://www.panarmenian.net/eng/news/123775/.
    April 27 at 8:46am

    ChechenCenter
    Chechen First president Dzokhar Dudayev has told- there is video with English titles- that RUSSIA – says evile empire- is isolating the smallest and weakest nation at the moment and then destrys, he mentions also Nagorno karabakh conflict- created by Russia. All Caucasians and small nations of Russia have to unite…
    April 27 at 9:55am

    Silverbear Heart · Top Commenter
    Russian intelligence has infiltrated other groups – such as Aum. My ex-hubby became involved with high level former soviets as well as members of the Romney family, which brought torrents of abuse on my family. I have my own feelings as Russian intelligence links were raised in this story. The mysterious convert was from Armenia. Armenia is deeply aligned with Russia as is their intelligence community. Armenia is Christian and has fought wars with neighboring Muslim Azerbaijan. Some caution needs to be exhibited as well as questions need answering. Russia has been on the rampage with the Baltic NATO nations which have supported the Chechens. The mystery man from Armenia raises many questions, Russian intelligence has been known to infiltrate factions and support terrorist attacks, as they did the Aum which did the Sarin attack on Japan. One can read about some of the Russians with links to Aum and the attack on Japan here at Michigan Misconduct link in a related post on my blog.
    http://michiganmisconduct.blogspot.com/2012/10/romney-romney-family-sam-skousen-bain.html
    April 29 at 7:20am

    Անի Հայասերյան · Top Commenter
    I wonder who influenced Chechens when they killed Christian Ossetian women and moslty kids in Beslan bombing? „The Beslan school hostage crisis (also referred to as the Beslan school siege or Beslan massacre)[2][3][4] of early September 2004 lasted three days and involved the capture of over 1,100 people as hostages (including 777 children),[5] ending with the death of over 380 people. The crisis began when a group of armed Islamic separatist militants, mostly Ingush and Chechen, occupied School Number One (SNO) in the town of Beslan, North Ossetia (an autonomous republic in the North Caucasus region of the Russian Federation) on 1 September 2004.“
    April 27 at 8:40am

    Pirjetta Kesseli
    Sorry, but seems u don’t know the facts about the Beslan school tragedy. On the third day of the Chechens separatists prevalence there, the Russian Security Forces entered the school, heavily armed with tanks, rockets and so on and started the war inside the school. Nearly 200 kids were killed, and the Russians won.
    April 27 at 9:47am

    ChechenCenter
    http://chechencenter.info/n/49-russia/2059-1.html
    alexander litvinenko who was former FSB high officer says- even Beslan was organised by FSB. read…
    April 27 at 9:45am

    Toly Pochkin
    Pirjetta, so are you saying that Chechens did not enter the school and did not take hostages there?
    April 27 at 2:52pm

    Stella Stelliko · UNIVERSITY OF FOREIGN LANGUAGES, TBILISI, GEORGIA
    I have read all these comments….. First i didnt want to interfere .. But changed my mind… People pls dont label a whole nation, any nation as “ terrorist“… This word has nothing to do with any religion… russian ll never leave alone the Kavkaz.. Never….. It goes on and on for centuries!!!! Unfortunately!! The uncle’s statement has its fruits.. And its what we r now talking… Blaming, labeling.. etc…. Cnn s total crap as all other media … They aired the story about brothers, showing dagestan and chechnia… The old pictures, old videos.. Showing ruined cities and pics from 80’s… saying… This s dagestan and chechnia… Disgusting.., y they dont show new videos? Y they want to build negative attitude towards caucases ??? I m armenian, christian, born in ussr… Russian education.. but Russian can play dirty imperial games tooooo!!!! What surprised me in all this story about „misha“ is that if he converted to islam… he would have changed his name….. And i never heard that exorcism is practiced in islam ( though i might be wrong…) …. I think cheche and armenian comminties should nail this so called uncle… and he should be charged for misinformation and defamation… People, live in peace and with peace in your hearts… There are no bad , evil nations…. there are bad people without nationality ……
    April 28 at 2:40am

    Jack Marashlian · Don Bosco High School
    It is amazing a TURKISH CONNECTION become an expert of Armenian exorcist at the time APRIL 25 Genocide Anniversary… give us a brake? Enough of lies and mud slinging propaganda, accept the genocide and sleep in piece.

  18. Jesses, Jesses, Jesses nee, ’s wird doch nix passiert sei?
    Jetzt holen sie den Ku-Klux-Klan wieder aus der Kiste. Und die meuchelnden Kläner fahren alle NSU, oder so, oder so ähnlich oder doch ganz annerschter?
    http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/ku-klux-klan-ist-in-deutschland-wieder-aktiv-sektion-in-schwaebisch-hall-gegruendet-2e3a8-51ca-29-1494298.html

  19. Anonymous sagt:

    ist das nicht etwas naiv? tschäpe müsste so oder so zu einer märtyrerin werden, würde sie die wahrheit auspacken. als ob der VS hier einfach so die BRD nackig machen lassen würde.

  20. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Mutig und ehrenhaft ist dieser Brief an Frau Zschäpe!
    Jürgen Elsässer, ich fürchte für Ihre persönliche Sicherheit!

    Allerdings ist es nicht so einfach, vor Gericht etwas „zu erzählen“. Da wird man etwa angeherrscht: „Antworten Sie auf diese Frage: Ja! Oder Nein!“ Man muß über die besondere Fähigkeit verfügen, im Angesicht einer wütend ablehnenden Menschenmenge und eines feindlichen Gerichtshofs genau das präzise zu sagen, was gesagt werden muß. Lange Vorträge kann man da nicht halten. Und selbst wenn der Angeklagten ausnahmsweise das Recht auf rechtliches Gehör tatsächlich eingeräumt würde, muß man rhetorisch sehr geschickt sein, um unter diesen Voraussetzungen zu formulieren, worauf es ankommt.

    Die Verteidiger helfen da wenig. Vermutlich sind es Pflichtverteidiger. Die werden sich kein Bein ausreißen, um die Verurteilung zu verhindern, die doch durch mediale Tricks im Voraus feststeht. Man müßte einen Anwalt haben, der ebenso ehrenhaft, mutig und kenntnisreich ist wie Jürgen Elsässer.

    Man darf nicht vergessen, daß für die Öffentlichkeit die Beteiligung der Dienste an staatsgefährdenden Kapitalverbrechen so unglaubwürdig und fernliegend ist, als wollte man vor Gericht eine abweichende historische These erläutern. Und entsprechend skeptisch werden die bürgerlichen Anwälte sein.

    Es wäre vielleicht anzuraten, daß ein Experte für „tiefen Staat“ an die Verteidigung herantritt und sich bereit erklärt, vor Gericht über jene Zusammenhänge zu referieren. Dazu ist Mut und Geschick und Kenntnisreichtum erforderliche Voraussetzung.
    Aber eins steht fest: Wer immer so etwas unternehmen wollte, würde berühmt!

  21. Anonymous sagt:

    ich habe mich zwar nicht wirklich großartig mit diesem fall beschäftigt,

    gewinne aber den eindruck, daß das Trio den Deckmantel tatsächliche Mörder bilden, bzw. daß das Trio von den Mördern ablenken sollte.

    Ähnlich wie bei den Anschlägen von Boston. Es war ja kein Zufall, daß die beiden Brüder vor Ort waren. Warscheinlich wurden sie dorthin gelotst.

    Und das NSU-Trio war beauftragt, zur Tatzeit am Tatort zu erscheinen, einen Anschlag vorzugauckeln und wieder zu verschwinden. Dafür erhielt das Trio Geld und wurde wegen seiner Vergangenheit nicht weiter behelligt, bzw. belästigt.

  22. Es gab einmal eine Erzählung von Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum. Auch sie war „Allein unter Wölfen“ wie Beate Zschäpe.

    Und die Vorverurteilung ist imho bei Beate Zschäpe noch dramatischer. Wo ist denn hier die Unschuldsvermutung? Irgendwo unauffindbar untergegangen… Und der Schutz der Persönlichkeit sowieso.

    Schöner Rechtsstaat, sollte sich vielleicht in Linkstaat (sic!) umbenennen.

  23. JimboXL sagt:

    Hier mal ein bisschen unaufgeregte Ratio…

    Auftakt zum NSU-Prozess: Zeit für Gerechtigkeit

    Von Gisela Friedrichsen (SPIEGEL, SpON), München

    Ab Montag kommen endlich die Hinterblieben der NSU-Opfer zu ihrem Recht — in München beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe und die mutmaßlichen Helfer der rechtsextremen Terrorzelle. Die Opferfamilien verlangen Antworten nicht nur von den Angeklagten, sondern auch vom deutschen Staat.

    Die Erwartungen sind riesig, jetzt, da der NSU-Prozess endlich beginnen soll – und muss. In den Schlagzeilen ging es bisher um Fragen wie: Wieviel Öffentlichkeit braucht ein Strafprozess und vor allem, welche? Oder: Ist ein Vorsitzender Richter, der noch nicht einmal die Sitzplatzvergabe hinbekommt und in einem viel zu kleinen Gerichtssaal verhandelt, wirklich der richtige Mann für einen Prozess, der, wie es scheint, alle Dimensionen sprengt und ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl und Gelassenheit verlangt? Die Hauptsache geriet darüber zeitweise fast aus dem Blick. Nun aber treffen erstmals die Angehörigen der Ermordeten und die Verletzten mit jenen Personen zusammen, die möglicherweise als Mittäter oder Helfer über Jahre unentdeckt an Verbrechen aus mörderischem Rassenhass beteiligt waren: Beate Zschäpe, 38, Ralf Wohlleben, 38, André E., 33, Holger G., 39, und Carsten S., 33. Diese fünf Angeklagten stehen von Montag an, 10 Uhr, vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München. Was sie dort erwartet, wissen sie vermutlich; ihre Anwälte werden es ihnen gesagt haben. Erst einmal ein Antragsgewitter. Vermutlich, weil der Vorsitzende angeblich befangen sei, weil der Prozess einzustellen sei, weil er in einen weiteren Saal übertragen werden sollte und so fort. Wenn die drei Vertreter der Bundesanwaltschaft, elf Verteidiger und alle 53 Nebenklage-Anwälte jeweils dazu Stellung nehmen, ist die erste Prozesswoche vorbei. Die Hinterbliebenen als Nebenkläger sind unsicher. Sie stehen, zusammen mit ihren Anwälten, inzwischen mehr als die Angeklagten und deren mutmaßliche Schuld im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Einige wollen einen kurzen Prozess, um endlich abschließen zu können mit der Frage nach dem Warum. Andere hoffen auf die Höchststrafe für die Angeklagten, an der wiederum andere nur marginal interessiert sind. Dass ihre Fragen beantwortet werden, wünschen sich die meisten der Opfer. Auch die Anwälte sind sich nicht einig. Am Sonntag, als einige Nebenklagevertreter in München auf die Anliegen ihrer Mandanten aufmerksam machten, zeigten sich deutliche Unterschiede in der rechtlichen Bewertung, ob man etwa die Verhandlung in einen weiteren Saal übertragen könnte oder ob damit schon der erste Grund zu einer Aufhebung des späteren Urteils geschaffen würde. Auch Kritik am Bundesverfassungsgericht wurde laut, das sich nicht zum Thema einer Video-Übertragung habe äußern wollen: „Es wäre eine gesetzliche Klarstellung in kürzester Zeit möglich gewesen. Dann hätten wir diese ganze Diskussion um zu wenige Plätze nicht gehabt“, sagte die kämpferische Rechtsanwältin Angelika Lex aus München, die die Angehörigen des ermordeten Griechen Theodoros Boulgaridis vertritt. Weitere Fragen der Nebenkläger: Warum befindet sich Carsten S., obwohl der Beihilfe an neun Morden angeklagt, auf freiem Fuß? Nebenklagevertreter Reinhard Schön: „Ich hoffe, dass das Gericht jetzt mit der ganzen Schärfe des Gesetzes an die Sache herangeht.“ Ihm, Schön, sei nicht nachvollziehbar, dass der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftbefehle gegen drei der Angeklagten aufgehoben habe. „Ich habe hier ein Problem. Nämlich das Gefühl, dass auch einzelne Richter am BGH auf dem rechten Augen blind sind.“ Alle Opfer, so hieß es, hätten Angst von rechter Gewalt. Die meisten wollten genau wissen, wer ihr Leben zerstört oder es mit einer noch längst nicht bewältigten Last beschwert hat. Sie forderten „maximale“ Aufklärung: „Es geht nicht nur um die Tatschuld der Angeklagten“, erklärte Rechtsanwalt Sebastian Scharmer. „Wir wollen wissen: Wie konnte der ‚Nationalsozialistische Untergrund‘ (NSU) überhaupt entstehen? Wer hat ihn unterstützt? Wer hat die Tatopfer ausgewählt?“ Die Familien der Ermordeten und die Verletzten wollten überdies endlich als Opfer schwerster Straftaten wahrgenommen werden, nachdem sie jahrelang „entwürdigenden rassistischen und dilettantischen Ermittlungen“ ausgesetzt gewesen seien. Sowohl in ihrem privaten Umfeld als auch öffentlich seien diese Menschen „diskreditiert und kriminalisiert“ worden, fügte Rechtsanwältin Lex hinzu. Als Zeugenaussagen, Indizien und Profilerberichte nahelegten, dass es sich wohl um eine rechtsterroristische Anschlagsserie handelte, sei das von den Ermittlern ausgeblendet worden. „Entschuldigt hat sich bis heute niemand bei unseren Mandanten“, sagte die Anwältin. Niemand habe dafür Verantwortung übernommen, kein Bundesinnenminister, kein Landesinnenminister, kein Polizeipräsident, kein sonstiger Behördenleiter. Das habe zu einem „erheblichen Verlust an Vertrauen in den Rechtsstaat“ geführt. Selbst auf die Gefahr hin, damit den Angeklagten in die Hände zu spielen: Die Familien der Getöteten und die Verletzten treibe nach Aussage ihrer Anwälte die Frage um: Hätten ein Großteil oder gar alle Taten verhindert werden können, wenn die Ermittler und Nachrichtendienste bereits zu Beginn der NSU-Aktivitäten angemessen gehandelt hätten? Wenn sie die Gefahr rechtsextremer Gruppierungen ernst genommen und diese entsprechend verfolgt hätten? Die Vorstellung, der NSU habe aus nur drei besonders gefährlichen Personen bestanden, wie es in der Anklage des Generalbundesanwalts heiße, sei nur schwer nachzuvollziehen. Gegen eine Vielzahl weiterer Personen, die dem Unterstützernetzwerk zugerechnet würden, werde schließlich weiter ermittelt. Es gebe Hinweise, dass der NSU an den Tatorten jeweils Helfer gehabt habe. „Gab es Zahlungen an V-Männer, die wiederum zur Finanzierung des NSU genutzt worden sind?“, fragen die Anwälte der Nebenkläger. „Widersprechen müssen wir auch teilweise geäußerten Ansichten, dass eine Aufklärung des Versagens der Ermittlungsbehörden und weiterer möglicher Unterstützungshandlungen des Netzwerkes um den NSU nicht Aufgabe des Gerichts sei“, so die Anwälte. Natürlich müsse das Oberlandesgericht den Prozessstoff handhabbar gestalten. Es könne aber die Rolle der Angeklagten nicht beleuchten, ohne zu ermitteln, wer, was, von wem, wann wusste und durch welche Mittel der NSU zumindest mitfinanziert worden sei. Rechtsanwalt Scharmer sagte, die Nebenkläger wollten „mehr herausfinden, als in der Anklage steht, selbst wenn das zu einem Konflikt mit dem Senat führt“.

  24. Jakobiner sagt:

    In der Münchner Abednzeitung behauptet jetzt ein Mensch, dass sein Vater als BND-und Gladiooffizier das Münchner Oktoberfestattentat augeführt hätte.Kann an das ernst nehmen? Normalerweise erzählten selbst SS-Väter ihren Söhnen und Familien niemals etwas über ihre Geheimoperationen, Massaker und KZ-Tätigkeiten:

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.terrorismus-historiker-darum-plante-mein-vater-das-wiesn-attentat.ecdd3bfd-97f0-4f0d-92f8-578c01748cad.html

  25. Jakobiner sagt:

    Zum AZ-Artikel:

    Ich kann mich damals noch erinnern zum Bundestagswahlkampf 1980 als die Oktoberfestbombe losging: FJ Strauss machte die Stasi und den KGB verantwortich, aber schon den nächsten Tag war klar, dass dies ein Neonazi, zumals mit Verbindungen zur Wehrsportgruppe Hoffmann war. Ging der Schuss nach hinten los. Oder war Köhler ein Doppeltagent ala Kuras, der für die Stasi arbeiete, um Strauss zu diskreditieren?Naja, die These, dass es sich beim Oktoberfestattentat wie auch bei Bologna um Gladioaktionen handelte, hat auch schon Günther Walraff in seinem Buch “Unser Faschismus nebenan” vertreten. ZUmal äußerte er auch Skepsis, als der deutsche Neonazi Lemke in seiner Zelle aufgehängt aufgefunden wurde, der über Kontakte zwischen Gladio und Neonazis auspacken wollte und auch die Waffen für die Wehrsportgruppe Hoffmann organisiert hatte, sowie zig Waffenlager angelegt hatte.
    Wisneski hat dann die Gladioverbindung auch noch zur RAF gezogen–Buch: “Das RAF-Phantom”. Elsässer sieht dies wie Wallraff, Wisnewski und zieht zudem Analogien zu 9-11, NSU und Salafisten. Grundmotiv bei allem ist: Den Überwachungsstaat auszubauen und es wird auch immer wieder aus dem CIA-Handbuch zitiert, dass eine “Strategie der Spaannung” und Unterstützung von terroristischen Gruppen vorsah, um die Linke und Rechte zu diskreditieren.Wieweit soll man das nun glauben?Was mich jedoch stutzig macht an diesem AZ-Artikel, in der der Sohn seinen BND-/Gladio-Vater denunziert ist: Warum sollte der Vater dem Sohn dies so detailgemäß erzählen? Ich kenne auch noch Veteranen des 2. Weltkriegs, di bis in die BRDzeiten hinein nie ein Wort gegenüber ihren Angehörigen verloren haben, welche Geheimoperationen und Massaker sie während des Krieges veranstaltet haben.Selbiges auch für hochrangige US- Vietnamveteranen. Darüber sprach man nicht, hielt die Klappe, auch gegenüber der eigenen Familie. Und selbst KZ-Aufseher erzählten ihren Familien nichts über ihre Tätigkeit.Will sich der Sohn wichtig machen?Vielleicht sollte ja mal COMPACT den Gladiosohn interviewen und prüfen.

  26. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    allerdings man kann auch weiterleben ohne zu sprechen, siehe v. becker.

    Die ist aber um Zehnerpotenzen schlauer als die Zschäpe. Und ich könnte mir gut vorstellen, daß die bei 66 Notaren im Ausland 6 beglaubigte Photokopien hinterlegt hat, die im Fall Ihres vorzeitigen Ablebens an 666 Redaktionen geschickt werden.

    Woher weißt Du, daß Zschäpe nicht ähnliches gemacht hat? Kommt ja auch darauf an, welche Rolle ihr in diesem Schauproze zugedacht ist.

    Aber Verena Becker ist hier ein gutes Stichwort. Ähnlich wie heute dem „NSU“, der allerdings als Terrorgruppe eine Fiktion des Verfassungsschutzes ist, anders als die real existierende RAF, wurden letzterer durch V-Leute des Verfassungsschutzes wie Verena Becker von Staats wegen gezielt Aktionen untergeschoben bzw. angehängt, die mit dem ursprünglichen politischen Kern der RAF nichts zu tun hatten, aber dazu dienen sollten, die „Strategie der Spannung“ zu betreiben und repressive Maßnahmen wie auch Einschränkungen der bürgerlichen Freiheiten begründen zu können.

    Und beim Stichwort „Strategie der Spannung“ kommt automatisch das Stichwort GLADIO ins Spiel. Daß diese Organisation, ursprünglich in Zeiten des Kalten Krieges dazu gegründet, um sich im Fall einer östlichen Aggression überrollen und aus dem Untergrund gegen die Besatzer zu kämpfen, in der Vergangenheit für viele Anschläge verantwortlich war, die als „false-flag-Operationen“ dazu dienten, um sie im staatlichen Auftrag der jeweils gemeinten Gruppe auf der linken oder rechten Seite anzuhängen bzw. damit in der Bevölkerung den Wunsch nach staatlicher Repression zu erzeugen, hat sich vor kurzem eindrucksvoll bestätigt. Der Duisburger Historiker Andreas Kramer spricht hier in einem Interview darüber, daß sein Vater damals als Bundeswehroffizier, der gleichzeitig für den BND tätig war, im Auftrag von GLADIO das Wiesn-Attentat von München 1980 organisierte und durchführte. Diese Aussage hatte er vor einigen Tagen vor einem Luxemburger Gericht gemacht:

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.terrorismus-historiker-darum-plante-mein-vater-das-wiesn-attentat.ecdd3bfd-97f0-4f0d-92f8-578c01748cad.html

    Die Strategie der Spannung wird hier von Kramer explizit erwähnt:

    Welchen Zweck sollte denn so eine Organisation haben?

    Die Italiener schufen dafür den Begriff „Strategie der Spannung“. Mit Terrorakten sollte die Bevölkerung verunsichert werden und den Ruf nach einem starken Staat fördern. Dahinter steckte in Zeiten des Kalten Krieges die Angst vor zunehmendem Einfluss des Kommunismus in Europa. Das sollte unter allen Umständen verhindert werden. Auch mit Gewalt.

    Und das funktionierte?

    Am Beispiel Italiens wurde das ja deutlich genug, wie inzwischen feststeht. Eine Vielzahl von Anschlägen, die zunächst linken Extremisten wie den Roten Brigaden in die Schuhe geschoben wurden, entpuppten sich später als Inzenierungen staatlicher Stellen, die mit Faschisten und Kriminellen zusammenarbeiteten. Diese Strategie wurde auch in Deutschland betrieben. Mein Vater, der enge Kontakte zu Geheimdiensten in anderen Ländern unterhielt, spielte dabei eine maßgebliche und sehr aktive Rolle.

    Wie sah diese Rolle genau aus?

    Er beschaffte über die Bundeswehr große Mengen an Kriegsmaterial. Schusswaffen, Granaten, Panzerfäuste, Sprengstoff. Das wurde in geheimen, meist unterirdischen Lagern versteckt und sollte bei einer Invasion der Sowjetunion den Gladio-Truppen für Sabotageakte zur Verfügung stehen. Mein Vater betreute, so viel ich von ihm weiß, mindestens 50 solcher Lager.

    Von unterirdischen Waffenlagern bis zum Attentat auf dem Oktoberfest ist aber ein langer Weg. Wie passt das denn zusammen?

    Das passt sehr gut zusammen. Die Gladio-Truppen bestanden zu einem erheblichen Teil aus Neonazis und Rechtsextremisten. Gundolf Köhler, der Bombenleger von München und in der rechtsradikalen Szene eng vernetzt, war von meinem Vater angeworben worden. Er hat sich mehrmals mit ihm an seinem Wohnort in Donaueschingen getroffen, er hat die Komponenten für die Bombe besorgt, er hat sie zusammen mit Gundolf Köhler und einigen anderen Geheimdienstmitarbeitern gebaut.

    Von den durch GLADIO angelegten Waffenlagern schließt sich der Kreis zum Verfassungsschutzfake „NSU“, der ganz offensichtlich zur Verschleierung solcher Aktivitäten inszeniert wird. Schon damals war bekannt, daß der beim Attentat ums Leben gekommene Bombenleger Gundolf Köhler, der in der Münchner rechtsextremen Szene vernetzt war, nicht allein gehandelt haben konnte. 2008 wurde der angebliche Einzeltäter Michael Krause bei einem Schußwechsel mit der Polizei getötet. Krause soll – ohne Verbindungen zu irgendwelchen staatlichen Stellen und in seiner Eigenschaft als Waffennarr – Dutzende Waffen- und Sprengstoffdepots in ganz Deutschland angelegt haben. Nachdem er von den Beamen sechsmal (!) getroffen wurde, soll es Krause gelungen sein, wegzulaufen und sich dann das Leben zu nehmen. Wie gelegen für die Leute, die Aussagen hätten fürchten müssen, wie der obdachlose, gelernte Betonbauer Krause an all die Waffen und die – nach Aussagen der Polizei zündfähigen – Sprengvorrichtungen kommen konnte:

    http://www.locally.de/nachricht/10163/oberfraenkische-polizei-hebt-mehr-als-20-in-der-erde-befindlichen-waffendepots-aus-w

    http://www.netzeitung.de/vermischtes/1467599.html

    Die Funde, die dort gemacht wurden, ähneln der Nagelbombe, die beim Attentat von Köln in einem vorwiegend von kurdischstämmigen Türken bewohnten Viertel verwendet wurde. Wichtig: Das Foto der in diesem Artikel abgebildeten Nagelbombe taucht im Paule-Panther-Bekenntnisvideo auf !!!

    http://www.bild.de/news/inland/nsu/michael-krause-38-erddepots-sprengstoff-bombenbauer-der-killer-nazis-21539406.bild.html

    Die Frage erhebt sich auch, ob diese Bombe denn von den beiden „NSU“-Mitgliedern Böhnhardt und Mundlos gelegt wurde. Wäre es nicht auch denkbar, daß Krause eine solche Bombe – im Auftrag von GLADIO – den Türkischen Grauen Wölfen überlassen hatte, die sie für den Terror gegen vorwiegend von Kurden bzw. von Sympathisanten der kurdische PKK bewohnte Viertel benutzten. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen beiden Gruppen gab es in der Vergangenheit schon häufig, auch in der Gegend, wo dieses Nagelbombenattentat stattfand:

    http://www.rundschau-online.de/lokales/-graue-woelfe–randale–polizei-riegelt-keupstrasse-ab,15185494,15275124.html

    Wenn dieses Nagelbombenattentat auf das Konto von GLADIO ging, dann wäre erklärbar, wieso der damalige SPD-Innenminister Schily als auch der NRW-Innenminister Behrens (SPD) unmittelbar nach der Tat einen rechtsradikalen Hintergrund ausschlossen. Da GLADIO in den obersten Etagen der staatlichen Exekutive angesiedelt ist, müssen die beiden also gewußt haben, wer hier am Werk war. Das belegen die Aussagen von Andreas Kramer:

    Und das geschah mit Billigung des Bundesnachrichtendienstes? Oder handelte Ihr Vater nach eigener Überzeugung abseits der Befehlskette?

    Das geschah nicht nur mit Billigung, sondern im Auftrag höchster Militär- und Geheimdienstkreise. Gladio war ja eine Organisation, die von der Nato eingefädelt worden war.

    Die Existenz von Gladio wurde erst in diesem Jahrtausend überhaupt der Öffentlichkeit bekannt. Die Bundesregierung, die sich in Zusammenhang mit dem Bestehen von Gladio sehr zurückhaltend geäußert hat, erklärte aber, dass die Waffenlager schon zu Beginn der 70er Jahre aufgelöst worden sind und Gladio danach keine weiteren nennenswerten Aktivitäten entwickelte.

    Das ist schlichtweg falsch. Zu dieser Zeit ging es ja erst richtig los.

    Die Folgen sind bekannt.

  27. loewe sagt:

    Interessant ist dieser Artikel aus Januar 2012: Man quälte Frau Zschäpe mit Schlafentzug durch Dauerlicht in der Zelle mit der Begründung, man befürchte, dass sie sich umbringen wolle. Warum sollte sie sich umbringen wollen, wenn sie zur Polizei flüchtete? Wollte man vorbauen, dass diese Gefahr schon immer bestand, falls sie mal tot aufgefunden werden könnte?
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mutmassliche-terroristin-spuckattacken-auf-beate-zschaepe-a-807671.html

    Auf der Homepage des RA Heer hat er einige Presseberichte über Fälle, in denen er die Verteidigung übernahm, aufgelistet.
    Denen kann man entnehmen, dass er knallhart die gesetzlichen Rechte für seine Mandanten ausschöpft.
    http://www.ra-heer.de/aktuelle-presse
    Dass er für Frau Zschäpe 2 ihm bekannte Strafverteidiger aus Kassel und Berlin durchsetzen konnte, die schon vor ihrer Bestellung bereit waren, ohne Vergütung an dem Fall mitzuarbeiten, ist ein Indiz, dass das für die Anklage kein Spaziergang wird.
    Ich halte auch die erkennbare Strategie der Verteidigung für sehr klug: Erstmal soll die Anklage ihre (weichen) Fakten beweisen. Es ist nicht die Aufgabe von Anwälten, die Unschuld der Angeklagten zu beweisen.
    Im Laufe dieser „Beweise“ wird die Anklage alle Hände voll zu tun haben, Geheimdienste rauszuhalten.

    Außerdem wundere ich mich, warum die Anwälte bisher die gesamte Hetzpresse noch nicht angezeigt hat wegen der Darstellung von Frau Zschäpe bzw. dieser ganzen undichten Stellen bei den Ermittlern.

    Vielleicht ist es auch eine ihrer Strategien, die Aufhetzung der Öffentlichkeit und der Nebenkläger gegen Frau Zschäpe dazu zu nutzen, Frau Z. zu entdämonisieren, damit der „Mob“ im Laufe des Prozesses selbst nach einem Prozeß gegen Geheimdienste bzw. die Hintergründe schreit. Wenn Frau Z. nicht mehr zur Haupt- und Alleinschuldigen taugt, kann das schnell gehen. Das könnte ihr das Leben eher retten, als wenn sie in ihrem Prozeß auspackt. Würde sie dann dort als Zeugin aussagen, könnte man sie nicht mehr umbringen. Das wäre zu offensichtlich und niemand könnte wissen, was sie bis dahin eidesstattlich ausgesagt und hinterlegt hat.

    Wenn der Spiegel z.B. sich nicht mehr erinnert, was er bis zum 1.11.2011 schrieb und enthüllte, halte ich diese (im Auftrag) hetzenden Schreiberlinge für zu einfältig, sich eine Wende in diesem Prozeß auch nur auszumalen und die Auswirkungen ihres Tuns auch nur zu erahnen. Gleiches gilt für Politiker. Diese unglaubliche Öffentlichkeit, für die sich alle aus völlig anderen Motiven so eingesetzt haben, ist der beste Garant dafür, dass die Politik jetzt raus ist. Richter Götzl ist nicht irgendwer und diese Verteidiger auch nicht.

    Erste Anzeichen in die Richtung meiner Hypothese kann man heute bereits in der ZEIT lesen:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-05/nebenklage-nsu-prozess

    Ich kann nicht glauben, dass Anwälte der Nebenklage im Ernst erwartet haben, dass in der Anklageschrift gegen Frau Z. die Fehler von „Polizei und Geheimdiensten“ mit angeklagt werden. Das ist nicht Gegenstand des Prozesses und man könnte es als den Ruf nach einem anderen Prozeß verstehen – von der Nebenklägerbank.

  28. Jakobiner sagt:

    Dazu ist der ganze NSU-Prozess ein Witz, wenn der VS-Spitzel Andreas Temme nicht auf der Angeklagten- oder Zeugenbank sitzt, wo er doch im Internetcafemord anwesend war und zumal in 8 von 9 Fällen in Tatortnähe. Zudem auch die immer offensichtlicher werdenden Kluklux-Clanverbindungen des Polizeiführers der ermordetend Polizistin Kiesewetter.Ehrlich gesagt: Ich glaube auch nicht an den Doppelselbstmord der Uwes. Sie hatten die Grenze überschritten, als sie die Polizistin Kiesewetter erschossen haben. Von da an ermitttelt die Polizei und hat sie wahrscheinlich auch mittels eines SEKs exekutiert und keine Rücksichten mehr auf diese Mauschelverbindungen zum Verfassungsschutz genommen.Da zeigte ein Zweig der Exekutive wie man mit dem anderen Zweig der Exekutive umgeht!

  29. Lars77 sagt:

    BREAKING NEWS…

    Antrag im NSU-Prozess: Opferanwalt will Anklage-Verlesung stoppen

    Ein Rechtsanwalt der NSU-Opfer fordert kurz vor Prozessbeginn gegen die fünf mutmaßlichen Terroristen und Terrorhelfer die Aussetzung der Verhandlung. Sein Vorwurf: Gericht und Bundesanwaltschaft haben Opfer übersehen. 75 Nebenkläger könnten zu dem Mammutverfahren hinzukommen.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/antrag-im-nsu-prozess-opferanwalt-gegen-verlesung-der-anklageschrift-a-898222.html

  30. loewe sagt:

    Interessant: Anwältin der Nebenklage Angelika Lex kommt von der linksextremen Roten Hilfe e.V.
    Man verlangt den Verteidigern von Frau Z. fast gebetsmühlenartig Gesinnungsabschwüre ab, aber die Nebenklage hat linksextreme Verteidiger, die in keiner Weise beleuchtet werden und sich keiner Gesinnungsprüfung unterziehen müssen.
    Ich nehme aufgrund der Äußerungen von Frau Lex an, dass es ihr nicht um das vom verhassten Staat bezahlte Pflichtmandat für ihren Mandantin geht, sondern um völlig andere Anliegen.

    Der Prozess wird sicher historisch – aber aus anderen als den vordergründigen Bewertungen.

  31. Jakobiner sagt:

    Andreas Kramer spricht im AZ-Interview über die Hintergründe von 1980: „Mein Vater hat Gundolf Köhler angeworben und die Bombe gebaut.“

    München – Der Duisburger Historiker Andreas Kramer (49) sorgte mit einer spektakulären Aussage in einem Prozess in Luxemburg für Aufsehen. Das Oktoberfest-Attentat im September 1980, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und mehr als 200 verletzt wurden, sei von seinem Vater geplant worden. Er habe zusammen mit Gundolf Köhler (21) auch die Bombe gebaut. Der AZ gab er ein exklusives Interview.

    AZ: Herr Kramer, Sie haben vor Gericht unter Eid ausgesagt, dass der Geheimdienst hinter dem Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest steckt. Sind Sie sich da ganz sicher?
    ANDREAS KRAMER: Natürlich bin ich mir sicher, sonst würde ich so einen schweren Vorwurf nicht erheben. Es war mein Vater, der maßgeblich daran beteiligt war. Er hat es mir selbst erzählt.

    Den offiziellen Ermittlungen zufolge war es aber der Geologie-Student Gundolf Köhler, der die Bombe zündete. Und er soll aus eigenem Antrieb und alleine gehandelt haben.
    Die offizielle Darstellung, an der es ohnehin genügend Zweifel gibt, ist ein Märchen. Der Terrorakt war eine gezielte und lange vorbereitete Aktion des Bundesnachrichtendienstes, für den mein Vater gearbeitet hat und in dessen Auftrag er auch gehandelt hat.

    Ihr Vater war doch Offizier der Bundeswehr.

    Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Seine Beschäftigung bei der Bundeswehr war eine perfekte Tarnung. Ab Mitte der 60er Jahre war er aber in erster Linie Agent des BND.

    Welche Gründe kann es denn geben, dass der BND einen Terrorakt – und dazu noch diesen Ausmaßes – verübt? Das ergibt doch keinen Sinn.
    Das ergibt schon einen Sinn, wenn man sich mit den politischen Hintergründen dieser Zeit beschäftigt. Das Schlüsselwort dafür lautet „Gladio“. Durch Untersuchungen in anderen Ländern, vor allem in Italien, weiß man inzwischen, dass unter Federführung der CIA und unter Einbindung europäischer Geheimdienste nach dem Krieg ein geheimes paramilitärisches Netzwerk in verschiedenen Ländern Europas errichtet wurde.

    Welchen Zweck sollte denn so eine Organisation haben?
    Die Italiener schufen dafür den Begriff „Strategie der Spannung“. Mit Terrorakten sollte die Bevölkerung verunsichert werden und den Ruf nach einem starken Staat fördern. Dahinter steckte in Zeiten des Kalten Krieges die Angst vor zunehmendem Einfluss des Kommunismus in Europa. Das sollte unter allen Umständen verhindert werden. Auch mit Gewalt.

    Und das funktionierte?
    Am Beispiel Italiens wurde das ja deutlich genug, wie inzwischen feststeht. Eine Vielzahl von Anschlägen, die zunächst linken Extremisten wie den Roten Brigaden in die Schuhe geschoben wurden, entpuppten sich später als Inzenierungen staatlicher Stellen, die mit Faschisten und Kriminellen zusammenarbeiteten. Diese Strategie wurde auch in Deutschland betrieben. Mein Vater, der enge Kontakte zu Geheimdiensten in anderen Ländern unterhielt, spielte dabei eine maßgebliche und sehr aktive Rolle.

    Wie sah diese Rolle genau aus?
    Er beschaffte über die Bundeswehr große Mengen an Kriegsmaterial. Schusswaffen, Granaten, Panzerfäuste, Sprengstoff. Das wurde in geheimen, meist unterirdischen Lagern versteckt und sollte bei einer Invasion der Sowjetunion den Gladio-Truppen für Sabotageakte zur Verfügung stehen. Mein Vater betreute, so viel ich von ihm weiß, mindestens 50 solcher Lager.

    Von unterirdischen Waffenlagern bis zum Attentat auf dem Oktoberfest ist aber ein langer Weg. Wie passt das denn zusammen?
    Das passt sehr gut zusammen. Die Gladio-Truppen bestanden zu einem erheblichen Teil aus Neonazis und Rechtsextremisten. Gundolf Köhler, der Bombenleger von München und in der rechtsradikalen Szene eng vernetzt, war von meinem Vater angeworben worden. Er hat sich mehrmals mit ihm an seinem Wohnort in Donaueschingen getroffen, er hat die Komponenten für die Bombe besorgt, er hat sie zusammen mit Gundolf Köhler und einigen anderen Geheimdienstmitarbeitern gebaut.

    Ihr Vater hat die Bombe gebaut? Und er hat auch gewusst, wofür sie eingesetzt werden sollte?
    Ja. Die Vorbereitungen für den Anschlag haben eineinhalb Jahre gedauert. Genau genommen wurden in einer Garage in Donaueschingen sogar drei Bomben gebaut. Eine wurde bei einem Test gezündet, eine andere in München verwendet. Was mit der dritten Bombe geschah, weiß ich nicht.

    Und das geschah mit Billigung des Bundesnachrichtendienstes? Oder handelte Ihr Vater nach eigener Überzeugung abseits der Befehlskette?
    Das geschah nicht nur mit Billigung, sondern im Auftrag höchster Militär- und Geheimdienstkreise. Gladio war ja eine Organisation, die von der Nato eingefädelt worden war.

    Die Existenz von Gladio wurde erst in diesem Jahrtausend überhaupt der Öffentlichkeit bekannt. Die Bundesregierung, die sich in Zusammenhang mit dem Bestehen von Gladio sehr zurückhaltend geäußert hat, erklärte aber, dass die Waffenlager schon zu Beginn der 70er Jahre aufgelöst worden sind und Gladio danach keine weiteren nennenswerten Aktivitäten entwickelte.
    Das ist schlichtweg falsch. Zu dieser Zeit ging es ja erst richtig los.

    War ihr Vater ein Nazi?
    Nein, ein Nazi war er nicht. Er war sicherlich politisch sehr rechts stehend, der NPD nahe. Und er ordnete sich den Befehlsstrukturen, die bei der Bundeswehr und den Geheimdiensten bestehen, vorbehaltlos unter.

    Ihren Schilderungen zufolge muss er aber völlig skrupellos gewesen sein, wenn er an den Planungen des Oktoberfestanschlags und am Bau der Bombe in dieser Form beteiligt war.
    Mein Vater war ein Mörder. Skrupellosigkeit ist da wahrscheinlich eine Voraussetzung. Ich weiß nur, dass ihn die schrecklichen Folgen des Attentats hinterher sehr bewusst geworden sind. „Das habe ich nicht gewollt“, hat er mir gesagt. Eine Entschuldigung dafür gibt es aber natürlich letztendlich nicht.

    Ihr Vater hat Sie über seine Tätigkeit, um es sehr neutral auszudrücken, ins Vertrauen gezogen. War das nicht sehr belastend für Sie?
    Als die Bombe in München hoch ging, war ich 17 und habe das ganze Ausmaß und die Hintergründe sicherlich nicht erkannt. Aber dass er dadurch zum Mörder geworden ist, war mir klar. Das hat sich natürlich auch auf unser Verhältnis ausgewirkt – und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte.

    Haben Sie daran gedacht, sich an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft zu wenden?
    Daran gedacht habe ich schon. Aber wer hätte mir, einem Jugendlichen, unter diesen Umständen schon geglaubt?

    Hat das Münchner Attentat ihren Vater letztendlich verändert?
    Welche Auswirkungen in seiner Psyche dadurch ausgelöst wurden, kann ich nur sehr schwer beurteilen. Nach außen hin war nichts Gravierendes erkennbar. Er hat ja auch weitergemacht. In Luxemburg findet zur Zeit der Prozess gegen zwei ehemalige Elite-Polizisten statt, die für rund 20 Bombenanschläge Mitte der 80er Jahre verantwortlich gemacht werden. Auch in diesem Fall zog mein Vater im Hintergrund maßgeblich die Fäden. Ich bin dazu ja als Zeuge unter Eid ausführlich vernommen worden.

    Haben Sie jetzt nach Ihrer Aussage und den schweren Vorwürfen gegen die Geheimdienste Angst? Angst um ihr Leben?
    Es hat in Zusammenhang mit dem Oktoberfest-Attentat und Gladio merkwürdige Todesfälle gegeben. Daran denke ich natürlich. Aber das hält mich nicht davon ab, die Wahrheit zu sagen.

  32. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Jakobiner: VERKEHRT!

    Sie argumentieren wieder einmal systemtreu aber absurd unlogisch.

    Die Väter, die im Krieg in der kämpfenden Truppe waren, haben ihren Kindern nichts von Massakern, Gaskammern und dergleichen erzählt. Als Begründung fällt Ihnen nur ein, daß sie ihre Untaten verschwiegen haben. Das ist eine doppelte Unterstellung. Erst unterstellen Sie, Kriegsverbrechen wären in großem Umfang vorgekommen, und dann unterstellen Sie, die „Täter“ hätten sie verschwiegen.

    Für einen normalen Menschen war es eine außerordentliche Erfahrung und Belastung, eingezogen zu werden und kämpfen zu müssen. Diejenigen, die Krieg und Nachkriegsmorde überlebt hatten und in bürgerliche Berufe zurückgekehrt waren, hätten bestimmt gerne über das einschneidenste Erlebnis ihres Lebens erzählt. Das wurde ihnen infolge der „Reeducation“ verwehrt. Ein psychologisches Unrecht größten Ausmaßes!

  33. Grafenwalder sagt:

    Herr Elsässer,

    Es sitzen jetzt vor allem, neben Zschäpe selbst, zwei weitere Organe auf der Anklagebank, und bedürfen der genausten Beobachtung & Bewertung, es geht um die Systempresse sowie die drei Anwälte der Zschäpe.

    Die Systempresse muss von uns, d.h. publizistisch nur von Ihnen und wenigen anderen nicht-konformen Medien genauestens überwacht und bewertet werden. Was hat diese nicht ein Traraa gemacht, über ihre Wichtigkeit im Prozeß, und dass doch bitte Hundertschaften dieser Qualitäts-Dschornalisten zur Beobachtung in den Sitzungssaal müssten. Jetzt muss gemessen werden, ob die Medien ihre Rolle auch ausreichend erfüllen, nämlich objektiv und ausführlich zu berichten.

    Zweitens, und das in meinen Augen ein äußerst wichtiger Punkt: die Anwälte („Stahl“, „Sturm“ und „Heer“). Diesen müsste mal auf den Zahn gefühlt werden. Wer sind diese Leute? Existieren die überhaupt als „richtige“ Anwälte. Jemand, der sich auskennt, könnte einmal überprüfen, wie lange deren Webseiten überhaupt schon existieren. Gibt es Verbindungen zu Geheimdiensten (wohl eher nicht öffentlich) oder anderen verdächtigen Behörden. Ich weiß, das hört sich jetzt nach ziemlicher Verschwörungsscheiße an, aber ich bin relativ sicher, dass diese Anwälte nicht zufällig oder auf Betreiben der Angeklagten selbst eingesetzt wurden. Sie sind alle drei auffallend jung, und kann das mit den Namen wirklich kompletter Zufall sein? Solch eine namentliche Auffälligkeit ist mir sonst nur aus der Ermordung Benno Ohnesorgs bekannt, dort gab es bekanntlich auch eine Geheimdienstverwicklung und ein angeblicher „Ohnesorge“ war mit im Spiel.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verteidiger nur Zschäpe verpflichtet sind, wenn überhaupt. Dass ihre Verteidigungsstrategie ein Schweigen der Angeklagten voraussetzt, spricht doch Bände. Evtl. sind sie Mittelspersonen zwischen Zschäpe und den Behörden. Sie sorgen möglicherweise für die ordentliche Abwicklung des „Deals“, wonach diese schweigt und dann mit nur 10, 15 Jahren zu rechnen hat anstatt „richtiges“ lebenslang oder gar Schlimmeres. Wir wissen ja auch noch nicht, wie weit sie selbst drin steckt, aber dass die Verteidiger gänzlich von außen kommen, und nur für Z. arbeiten halte ich für ausgeschloßen.

    Es wäre wirklich beruhigend, wenn dieser Spur einmal nachgegangen würde. Möglicherweise ist es ja wirklich das Beste für Z., zu schweigen, ich weiß es nicht. Aber mir kommen diese drei TypInnen schon sehr spanisch vor. Und wenn Z. aus Mangel aus Beweisen frei käme, möglicherweise würden wir doch noch einmal die Wahrheit erfahren. Theoretisch könnte sie ja auch noch im Knast hinterher auspacken, wenn der Deal oder die Länge der Haftstrafe nicht zu ihrer Zufriedenheit abliefen. Aber eines ist klar: Eine weitere Behörden-„Panne“, wonach Z. ermordet würde schwebt wie ein Damoklesschwert über allem. Hoffen wir, dass Z. erst einmal den Prozeß gesund übersteht.

  34. chicano sagt:

    also jürgen, ich bin erst in den letzten tagen dazu gekommen, mir deine ganzen videoclips und interviews zu dem thema „nsu“ anzusehen.

    wirklich gute, mutige journalistische arbeit, respekt, respekt, respekt!

  35. thombus sagt:

    Kaum zu glauben: Ab Minute 2:04 des folgenden Videos im Reuters-Bericht mit dem Titel „NSU-Prozess bis 14. Mai unterbrochen“ ist sekundenlang die Compact Spezial Zeitschrift im Bild, sowie ein bemerkenswertes Plakat.

    Original:
    http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/68ad050-nsu-prozess-beginnt-muenchen#.hero.NSU-Prozess%20unterbrochen.482.746

    Und nochmal auf YT:

    Ob die Bildredaktion beim Schnitt geschlafen hat, oder diese Sequenz gezielt im Bericht ließ, darüber kann man spekulieren. Interessant genug ist der Bericht schon so, denn ein Befangenheitsantrag gegen den Richter durch die Verteidiger hat wohl kaum jemand erwartet.

    Ich finde das Design des Plakates sehr interessant. Man focussiert zunächst nur die Mitte und sieht in roter Schrift „Nazis stoppen“. Wenn man nur kurz hinsieht, scheint es ein völlig normales linkes Gutmenschenplakat zu sein im „Kampf gegen rechts“. Den Text in schwarzer Schrift links und rechts daneben sieht man erst auf den zweiten Blick.

  36. Diverse Gerichtsreporterinnen großer MSM-Medien scheinen sich am ersten Prozesstag fast nur für Beate Zschäpes gut gepflegte Haare interessiert zu haben. Wir sind alle ein bisschen Brigitte.

    http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/05/06/frau-zschapes-haare/

  37. loewe sagt:

    Die Verteidiger von Frau Z. haben schon Tage vorher öffentlich protestiert, dass sie sich diskriminiert fühlen durch scharfe Körperkontrollen. Es lag ihnen aber nicht daran, eine Kontrolle zu unterbinden, sondern dann für alle, auch die Staatsanwaltschaft, Wachpersonal usw. Kontrollen einzuführen. Sie wären wohl die Letzen, denen an umfangreichen, generellen Kontrollen nichts läge. Dass aber ausgerechnet nur sie kontrolliert werden sollten, ließ den Schluss zu, dass man ihnen eine Gesinnung zuschreibt. Ich finde es mehr als wichtig, dass sie sich dagegen verwehren.

    @Grafenwalder
    Es ist doch überhaupt kein Problem, einige Mandate des Herrn Heer selbst zu finden und zu überprüfen. Er macht seinen Job völlig emotionslos und ist als ganz harter Hund bekannt.
    Frau Z. kannte ihn nicht, sondern der Familienanwalt aus Jena, den sie zuerst – in Panik konsultierte, hat erkannt, dass diese Sache ihn überfordert und hat Herrn Heer empfohlen, weil er nicht gegen 10 Staatsanwälte und 500 Ermittler und 10.000de Seiten von Ermittlungsakten usw. alleine stehen kann und stellte für Frau Z. Anträge für 2 weitere Anwälte, die ihm bekannt sind. Dass diese nun Stahl und Sturm heißen, tut doch nichts zur Sache. Das sind doch alles keine seltenen Namen.

    Ich halte das erst einmal für absolut klug, dass Frau Z. nichts sagt. Das ist ihr Recht, denn was immer sie sagen könnte, könnte gegen sie verwandt bzw. gedeutet werden. Erst einmal ist es die Aufgabe der Anklage und des Gerichts ihre Anklagepunkte zu beweisen und die sind lt. Verteidiger nicht belastbar. Die Verteidiger haben doch erklärt, dass es ihnen ausschließlich um Frau Z. geht, die maximalen Vorwürfen über 10fache Mordbeteiligung usw. ausgesetzt ist. Hier geht es um ihr Leben und ihre Verteidigung und sonst nichts.
    So lange sie schweigt und Anklage und Gericht in der Beweispflicht sind, haben Z. und ihre Anwälte das Heft in der Hand. Es muss somit jeder einzelne Mord im Detail aufgerollt werden, um ihre Schuld zu beweisen.

    Nicht nur das Gericht, sondern auch die Verteidiger und Frau Z. scheinen sich absolut bewußt zu sein, dass es Interesse daran geben könnte, sie umzubringen. Es darf bei diesem Prozess nicht mal jemand auf die Toilette außerhalb der Pausen. Wer das Gerichtsgebäude verlässt, hat für diesen Tag keinen Zutritt mehr.

    Heute konnte man überall lesen, wie „arrogant“ Frau Z. wäre. Sogar die Bundesanwälte haben ihr Selbstbewußtsein kommentiert und es gibt Aussagen, dass Zuschauer und Nebenkläger relativ genervt waren, dass sie nicht zerstört in Sack und Asche kam. Sie hätte sogar mit ihren Anwälten gelächelt. Sie hätte ihr Gesicht nicht hinter Papier versteckt oder einer Kapuze usw. Warum auch? Mein zeigt sie seit dem 4.11.2011 jeden Tag und in allen Medien von allen Seiten und in allen Lebenslagen ohne jeden Persönlichkeitsschutz.
    Und ja, sie scheint sich so zu geben, wie sie ist und was über Zeugenaussagen über sie durchgedrungen ist und das ist auch ein Schutz. Man könnte ihr keinen Suizid im Knast anhängen wegen Depression oder Verzweiflung.

    So wie wir alle und wie ein großer Teil der Bevölkerung von Anfang an die Mähr einer NSU nicht glaubte und was die Medien schrieben, scheinen auch viele der Nebenkläger ein Bedürfnis nach Wahrheit zu haben und mehr an den Hintergründen interessiert zu sein als an Frau Z. Viele der Nebenkläger werden wissen oder ahnen, wer die Hintermänner sind und dass KEIN Kurde oder Türke davor gefeit sein wird, nicht auch irgendwann erschossen zu werden – egal was in diesem Prozess verhandelt wird.
    Man muss sich nur mal die Anwälte der Nebenkläger anschauen. Die kochen ihr eigenes Süppchen und haben sich dafür ein bezahltes Pflichtmandat besorgt.

  38. Jakobiner sagt:

    Zu Dr. Gunther Kümel sagt:
    Mai 6, 2013 um 09:18

    @ Jakobiner: VERKEHRT!

    Sie argumentieren wieder einmal systemtreu aber absurd unlogisch.

    Die Väter, die im Krieg in der kämpfenden Truppe waren, haben ihren Kindern nichts von Massakern, Gaskammern und dergleichen erzählt. Als Begründung fällt Ihnen nur ein, daß sie ihre Untaten verschwiegen haben. Das ist eine doppelte Unterstellung. Erst unterstellen Sie, Kriegsverbrechen wären in großem Umfang vorgekommen, und dann unterstellen Sie, die “Täter” hätten sie verschwiegen.“

    Genauso ist es. Nur: Ich habe von der SS gesprochen und die hat sowohl Kriegsverbrechen begangen , wie sie auch maßgeblich am Holocaust und der Ermordung von 6 Millionen Juden wirkend war.Und nicht zu vergessen: Die Wehrmacht war auch nicht die „saubere Truppe“, als die sie gerne darstellen wollen.

  39. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Jakobiner

    In jedem Krimi des Ullstein-Verlages kommt irgendwo ein Böser vor, dessen Urgroßvater SS-Mann war und ein Lieber, dessen Großmutter in Auschwitz war.

    Und in jedem systemtreuen Jakobiner-Text erscheint unauffällig ein SS-Mann, dem „Massaker“ (usw.) unterstellt werden.

    Jakobiner ist ein alter Hase, der weiß, was sich Vasallen wünschen.

  40. Eveline Kmietzyk sagt:

    Satire Gipfel vom 08.04.13 Andreas Rebers – ab 40 min- auch über die NSU. Spannend die Reaktionen des Publikums, da kriecht die Angst auf die Bühne.

  41. Grafenwalder sagt:

    @loewe Vielen Dank für die Infos in Bezug auf die Anwälte. Was man so mitbekam, scheinen sie ihre Sache bis jetzt auch ordentlich zu machen. Der Richter hingegen ist wohl so eine Art „BRD-Freisler“, also eher autorität, arrogant, und man kann nur hoffen, dass er Aufgrund der gegen die Verteidigung gerichteten diskriminierenden Kontrollen wegen seiner offensichtlichen Befangenheit ausgetauscht würde.

    Ansonsten Fazit erster Tag: Nazi-Wochen wieder mal um eine woche verschoben, die Medienmeute ist not amused.

  42. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ loewe

    Die Strategie des Systems kommt ohne den Nachweis einer direkten Tatbeteiligung von Frau Zschäpe und ohne irgendwelche Indizien aus, daß Frau Zschäpe auch nur in der Nähe eines einzigen Tatortes war.

    Sie saß zu Hause und hat Suppe gekocht. Aber das System gibt vor, zu glauben, daß die beiden Uwes ganz böse gemordet haben. Die Suppe hat sie dabei unterstützt. Daher bildeten die drei eine terroristische Vereinigung, und in einer solchen ist jeder für alle angeblichen Taten verantwortlich.

    Natürlich stützt sich all dies bloß auf Mutmaßungen, Frau Zschäpe habe „gewußt und gewollt“, daß die beiden Uwes morden, und durch das Suppekochen habe sie die Taten unterstützen wollen. Aber mach‘ was dagegen, daß der Bundesanwalt Vermutungen produziert, als wäre das die Wahrheit. Wir sind ja leider nicht in einem Rechtsstaat.

  43. Benny Briatore sagt:

    Der offene Brief von Jürgen Elsässer (COMPACT) an Beate Zschäpe.

    Beim Ansehen kommen Fragen auf, man wird förmlich dazu gezwungen seine eigene Meinung zu den Medien zu reflektieren bzw. genau zu beleuchten.
    Kann ein solcher Brief aufrütteln? Kann ein solcher Brief etwas an den Machenschaften unserer Journalie verändern?

    Nichts desto trotz ist er ein Symbol, ein Symbol für einen unvoreingenommenen und überparteilichen Journalismus. Er ist ein frischer Wind entgegen dem Establishment welches immer gleich, beinahe pathologisch, in die selben Hörner plärrt und schnattert um uns so eine unabhängige Berichterstattung zu suggerieren.
    Vor allem aber ist er als ein Symbol des Anstandes, denn in Zeiten in der Frau Zschäpe als „Nazibraut/-Hexe“, „Hitlerkind du bekommst deine gerechte Strafe“ (wie es heute auf einem Spruchband in München stand), ist dieser wohl nicht mehr „in Mode“. Warum auch?
    Man kämpft gegen Rechts und da ist jeglicher Anstand völlig fehl am Platze. Wahrt jedoch ein Journalist, ein Politiker oder eine Person des öffentlichen Lebens diesen Anstand und gesteht auch der „rechts gesinnten“ Bevölkerung diesen ein, so steht dieser postwendend im Generalverdacht ein Sympathisant zu sein, wenn nicht gleich einer der Helfer des NSU (man muss ja auch auf seine Auflagen kommen und Zeitungen verkaufen sich ja nicht schließlich von alleine.

    Wie gesagt, ein Urteil ist schnell gefällt, denn wir sind nicht anders im Verhaltensmuster als die, die heute schreiend und schnatternd vor dem Gericht zu München standen und am liebsten Frau Zschäpe hätten hängen sehen. (wie war das noch einmal mit dem „finsteren Mittelalter“ und unserer aufgeklärten Zeit?) Gebt dem Pöbel Fackeln und Äxte und er wird schon das „Recht“ von alleine sprechen, ganz im Sinne der Machthaber in ihrem ewigen Kreislauf von „Brot und Spielen“.

    Elsässers Theorie, dass Frau Zschäpe etwas im Gerichtssaal oder in ihrer Zelle geschieht, mag uns bzw. der großen, gleichgeschalteten Menge unwahrscheinlich sein, jedoch ist es schon lange nicht mehr unmöglich. Ich selbst schätze jedoch das dieser Brief Frau Zschäpe niemals erreichen wird. Tote Zeugen machen keinen Ärger, ebenso wenig unwissende Kläger.

    In Zeiten des absoluten Demokratismus, wie es schon der Pastor Hans Milch in einen seiner vielen Predigten in den 60ern und 70ern passend formulierte, wäre es nun logische Konsequenz solchen „Hetzern“ und „Querulanten“ wie Elsässer das Handwerk zu legen, bevor wirklich einmal mehr als die üblichen „hundert Spinner“ sich frei zu diesem oder jenem Thema eine eigene Sicht der Dinge bilden.

    „Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.“
    Heinrich Heine

  44. loewe sagt:

    Am 4. Oktober 2011 wurde ein kurdischer Blumenhändler in Laichingen (Schwäbische Alb) morgens in seinem Geschäft eiskalt hingerichtet mit mehreren Schüssen.
    http://www.swp.de/ulm/lokales/alb_donau/Keine-Spur-vom-Moerder-Tod-des-Blumenhaendlers-Ermittlungen-im-Ausland-sind-beendet;art4299,1777310

    Diese Morde werden nicht aufhören, auch wenn es keine NSU mehr gibt..

    Die Bevölkerung glaubt diese ganze Posse nicht. Die Türken/Kurden wissen, was los ist und die Opfer-Angehörigen schlagen daraus Profit, weil man sie für die Inszenierung braucht.
    Hier mal ein Leserbrief (und solche gibt es viele):
    „ich habe es hier schon einmal geschrieben und ich will mich noch mal dahingehend outen, dass einer meiner Freunde ein deutsch-türkischer Geschäftsmann mit einem Unternehmen mit 12 deutschen und ausländischen Mitarbeitern ist.

    Der hat mir schon 2-3 Jahre vor diesem unglaublich irren Zschäpe-Prozess in einer schwachen Minute erzählt dass jeder türkische Dönerstandbesitzer, Cafebesitzer, Gemüsehändler, Blumenhändler, mithin jeder Deutsch-Türke oder Türke mit oder ohne deutschen Pass und wahrscheinlich auch jeder Grieche ab der Eröffnung seines Geschäfts einen Obolus an die Kurden-Mafia entrichten muss. In den Städten soll die Kurden-Mafia besser organisiert sein als auf dem platten Land, aber zahlen müssen alle – ohne Ausnahme. Andere zahlen an die italienische Mafia, aber das ist ein anderes Thema.

    Die Forderungen sind nicht immer Geldforderungen in Cash. Es kommt auch vor das diese Organisation die Geschäftsleute zwingen gewisse Investitionen in Grundstücke oder in die Spielhallenszene oder in andere Aktivitäten zu investieren.

    Gestern Abend habe ich bei ihm einen Espresso getrunken und er fragte mich was es neues in der Politik gebe. Ich erzählte ihm dann beiläufig, dass der Prozess gegen Zschäpe vertagt worden wäre. Er schaute mich dann mitleidig an und sagte wörtlich ” Du glaubst doch nicht hoffentlich nicht doch an diesen Unsinn”

    Damit will ich nicht beschönigen, dass die beiden Uwes üble Nazis waren und dass Zschäpe eine Mitläuferin war. Man muss sich jedoch fragen inwieweit Zschäpe von deutschen Behörden gedeckt oder instrumentalisiert wurde und ggf. noch wird. Dann erklärt sich auch ihr selbstbewusstes Auftreten.

    Und noch was. Der ganze Hype um Zschäpe und die NSU wurde nicht von den Türken initialisiert, sondern von deutschen Behörden, Politikern und Medien und zwar durch alle Schattierungen. Wenn dann den “Opfernfamilien” auch noch Hundertausende Euro für nicht einmal mit Indizien bewiesene Gewalttaten hinterhergeworfen werden, wird auch die Erregung der durchschnittlichen türkischen Gesellschaft, die von diesen Hintergründen keine Ahnung hat, erklärbar. Der Hype geht nicht von den Türken aus. Diese werden von deutschen Kreisen erst auf diese Schiene gebracht. Insofern schreiben der Kopp-Verlag und Compact zumindest in die richtige Richtung.“

  45. loewe sagt:

    Vielleicht sollte man einfach mal ältere Beiträge zu diesen Kurden-Schutzgeld-Erpressungen lesen, z.B. hier.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8903355.html
    Im zweiten Teil des Beitrags werden sogar die Beträge genannt. Da bezahlt jeder!!! Also weiß auch JEDER Bescheid.

    Dieser Artikel ist auch interessant, weil Kurden über gigantische Summen verfügen, die sie durch Immobilienkäufe waschen. Wer in den letzten Jahren darüber schreibt, wird massiv bedroht – auch der Spiegel und andere. (Kann ich bei Bedarf nachreichen.)
    http://www.jf-archiv.de/archiv98/458aa13.htm

  46. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Jakobiner: „Genau so ist es.“

    Jakobiner, Sie lassen Ihr Auditorium hoffen!
    Wenn Sie sich so vorbehaltlos zu meinem Einwand der doppelten Unterstellung bekennen, dann kommt zu Ihrer Selbsterkenntnis ja vielleicht auch bald Reue und guter Vorsatz?

    Leider wissen Sie meist nicht mehr, was Sie eigentlich wirklich gesagt haben, Hauptsache systemtreu:

    „Ich kenne … Veteranen des 2. Weltkriegs, di … nie ein Wort … verloren haben, welche Geheimoperationen und Massaker sie während des Krieges veranstaltet haben…“

    Pauschale Unterstellungen eben, systemgetreu übereinander gehäuft. In Geschichte bei Kopp stehengeblieben.

  47. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ loewe: „… beschönigen, daß die beiden Uwes üble Nazis waren und daß Zschäpe eine Mitläuferin war“

    Also bevor wir die Motivation für ein Verbrechen untersuchen, nämlich eine „üble Gesinnung“, da wollen wir im Sinne des Rechtsstaates zuvor doch bitte wissen, ob die Verdächtigen überhaupt ein Verbrechen begangen haben, und wenn ja, welches? Und das sollte, wenn geht, auch irgendwie bewiesen werden. Und zwar, wenn geht, stringenter als durch das peinliche Rosa-Panther-Video.

    Und war nun Ihres Erachtens Frau Zschäpe Mitläuferin einer „üblen Gesinnung“ oder eines Bankraubes oder eines Mordes oder vieler Morde?

    Sie unterstellen, daß die Taten tatsächlich von den dreien begangen wurden, ganz so, wie Spiegelchen sich das vormacht. Es bliebe bloß noch zu klären, inwieweit Behörden üble Gesinnung und üble Taten gedeckt hätten?

    Sie fallen auf die Propaganda interessierter Kreise herein.
    Dort wird behauptet, die „brd“ sei so ein bißchen „üble Nazis“, und deshalb habe sie ein Auge zugedrückt, ja, sei sogar helfend beigesprungen, als die bösen NSU-Leute unsere unschuldigen südländischen Mitbürger ermordet hätten.

    Das ist Blödsinn.

    Das System ist das Übel. Aber Gesinnung hat es keine.
    Seit Jahrzehnten läßt es Verbrechen begehen, bis hin zum dutzendfachen Mord. Als Motiv hat es dabei Machterhalt, Machtentfaltung, Aufrechterhaltung der Spannung, Lenkung und Unterdrückung der Bevölkerung, Terror. Als Ausführende wählt es sich mal diesen mal jenen, Leute, die man für Geld und Lügen irgendwie verstricken kann. Zuweilen wissen die Ausführenden gar nicht, daß sie in Verbrechen einbezogen werden. Im Notfall wird aufgeknüpft, erschossen, geselbstmordet. So sieht es aus.

    Und welche Variante beim sog. „NSU“ zur Anwendung kam, das wissen wir nicht.

  48. Karl_Murx sagt:

    @Dr. Gunther Kümel:

    Die Strategie des Systems kommt ohne den Nachweis einer direkten Tatbeteiligung von Frau Zschäpe und ohne irgendwelche Indizien aus, daß Frau Zschäpe auch nur in der Nähe eines einzigen Tatortes war.

    Abgesehen von den Beweisen für die Tatbeteiligung Zschäpes: Das Ganze stützt sich doch auf die unbewiesene Behauptung von Medien und Behörden, hier hätte eine rechtsextreme Terrorgruppe namens „NSU“ aus reiner Staats- und Ausländerfeindlichkeit wahllos Türken, Griechen und Polizisten gemordet, und das ohne je irgendein Bekennerschreiben zu hinterlassen. Für diese Behauptung gibt es nicht den Hauch eines Beweises, außer diesem lächerlichen Paul-Panther-Video wie auch den (vermeintlichen) Tatwaffen der Dönermordserie und des Anschlags von Heilbronn, die in einer wahren Beweisorgie wunderbarerweise eine nach der anderen aus dem Schutt der explodierten Zwickauer Wohnung und dem abgebrannten Wohnmobil in Eisenach gefunden worden sein sollen. Ach ja, und dann gab es in der Wohnung noch diese feuerfesten DVD`s, Datensticks, Attentatspläne und Banknotenbanderolen von Bank- wie Sparkassenüberfällen, die dem „NSU“ komischerweise“ durch die Generalbundesanwaltschaft gar nicht mehr zugeordnet wurden. Es gibt zu dieser Behauptung kein rechtskräftiges Urteil, wie sollte es auch. Die beiden Hauptangeklagten Böhnhardt und Mundlos sind ja beide tot, vergeselbstmordet im Wohnmobil, was für die Anklagebehörden sehr gelegen kommt, denn Tote können sich nicht gegen Anschuldigungen wehren. Und außerdem: Wer setzt sich schon für (vermeintliche) Neonazis ein?

    Natürlich stützt sich all dies bloß auf Mutmaßungen, Frau Zschäpe habe “gewußt und gewollt”, daß die beiden Uwes morden, und durch das Suppekochen habe sie die Taten unterstützen wollen. Aber mach’ was dagegen, daß der Bundesanwalt Vermutungen produziert, als wäre das die Wahrheit. Wir sind ja leider nicht in einem Rechtsstaat.

    Nein, sondern in einem Gesinnungsstaat, der außerdem das Treiben der kurdisch-türkischen Mafia offen unterstützt, indem er deren Morde der eigenen deutschen Bevölkerung, also uns, über solche Schauprozesse als rassistische Taten in die Schuhe schiebt. Wer die Vertreter dieser politische Kaste der im Bundestag sitzenden Blockparteien noch wählt, der verdient es nicht besser.

  49. chicano sagt:

    @ jacobiner

    „Die Wehrmacht war auch nicht die “saubere Truppe”, als die sie gerne darstellen wollen.“

    sie meinen alle wehmachtsangehörige waren unsaubere soldaten und kriegsverbrecher?

    nur weil sie, zu recht, sonst jede pauschalisierung so verdammen.

  50. Karl_Murx sagt:

    @Dr. Gunther Kümel:

    @ Jakobiner: VERKEHRT!

    Sie argumentieren wieder einmal systemtreu aber absurd unlogisch.

    Sollte sich Ihr Kommentar auf den letzten Beitrag von Jakobiner beziehen: Da hätten Sie etwas mißverstanden. Da postet er lediglich einen Großteil des Interviews mit Andreas Kramer in der Münchner Abendzeitung, der dort über die Aktivitäten seines Vaters berichtet, eines ehemaligen Bundeswehroffiziers und Mitarbeiters des BND, die er in der Vergangenheit als GLADIO-Mann begangen hat, vor allem bei der Vorbereitung und Durchführung des Wiesn-Attentats von München im Jahr 1980. Ich hatte auf diese Interview wie auch auf die offenkundigen Zusammenhänge des Wirkens von GLADIO mit dem Nagelbombenattentat von Köln 2004 hingewiesen, wodurch sich gleichzeitig ein Hinweis auf den „NSU“ ergibt, dem diese Tat ja angelastet wird. Ich würde mir dieses Interview, das seltsamerweise von den großen Mainstreammedien wie auch von den investigativen Journalisten wie Jürgen Elsässer so wie nicht beachtet wird, einmal gründlich durchlesen.

    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.terrorismus-historiker-darum-plante-mein-vater-das-wiesn-attentat.ecdd3bfd-97f0-4f0d-92f8-578c01748cad.html

  51. loewe sagt:

    @Dr. Günter Kümmel

    >>>@ loewe: “… beschönigen, daß die beiden Uwes üble Nazis waren und daß Zschäpe eine Mitläuferin war”<<<<<

    Sie sollten schon richtig lesen. Das ist nicht meine Meinung, sondern ein Zitat eines Leserkommentars.
    Wenn Sie meine anderen Beiträge zum Thema gelesen hätten wären Ihnen klar, dass ich in keinerweise daran glaube, dass diese Taten von einer sogenannten NSU ausgeführt wurden.
    Somit hat sich der Rest Ihres Beitrags erledigt.

  52. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Karl Murx:

    Das Interview kenne ich, es ist wirklich aufdeckend. Es weist auch nichts darauf hin, daß JÜRGEN ELSÄSSER es etwa nicht beachtet hätte. Er kann halt nicht über jedes Thema schreiben.

    Nein die Kontroverse mit Herrn Jakobiner bezog sich auf seinen Beitrag von Mai 5, 2013 um 19:24 , „Zum AZ-Artikel:“
    Darin erinnert er sich an WKII-Veteranen, die ihren Kindern nichts von Massakern, KZ-Greueln, Kriegsverbrechen zu erzählen hatten.

    Daraus schließt er (implizit), dies alles hätte es aber sehr wohl gegeben, deshalb seien die Vetreranen nicht nur Verbrecher, sondern heuchlerische Verbrecher.

    Ich erinnere mich hingegen an die Klagen von linken Studenten: „Jetzt erzählt der Alte schon wieder endlos von der Ostfront!“ Auch mein Papa konnte abendfüllend berichten.
    Also erzählt haben sie offenbar schon, die Veteranen.
    Bloß von Greueln oder Massakern der eigenen Truppe hatten sie nichts zu berichten.

    Jakobiner bedauert das.
    Knopp kann doch nicht etwa unrecht haben?

  53. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    Herzlichen Dank für die Verteidigung. Dr. Kümmel hat sich mal wieder in der Vergangenheit festgebissen und völlig ignoriert, was ich da eigentlich gepostet habe:Den Lucenburger Prozess, wo jetzt Details über Gladio aufgedeckt werden und Kramer ein Zeuge unter vielen ist.Der Prozess und das AZ-Interview wird auffälligerweise sowohl von Mainstream wie aber eben auch den Wisnewskis und Elsässers dieser Welt ignoriert. Vielleicht stehen sie eben doch auf der Gehaltsliste von Soros.

  54. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Sie haben recht, loewe.

    Das Zitat in Ihrem Text war so ausführlich, daß ich nach den Gänsefüßchen glaubte, es sei zu Ende, und Ihre Meinung habe begonnen.

    Das paßte nun tatsächlich nicht zu alle dem, was Sie früher geschrieben hatten.

  55. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Jakobiner:

    Ich habe sehr wohl begriffen, daß es um Kramer geht. Ich kannte den Fall und sah keine Notwendigkeit, noch einmal darauf zu sprechen zu kommen. Sie hatten doch schon alles dazu gesagt.

    Aber es ist schon ärgerlich, wenn Sie an den unpassendsten Stellen immer den bösen WK-Veteranen oder SS-Mann einfließen lassen. Reißen Sie sich doch mal von der Masche der ewiggestrigen Vergangenheitsverhafteten und -bewältigern los. Und wenn Ihnen geschichtliche Zusammenhänge wichtig sind, dann bitte korrekt und nicht PC.

  56. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Herzlichen Dank für die Verteidigung.

    Ich habe eigentlich nur ein Mißverständnis von Dr. Kümel korrigiert.

    Dr. Kümmel hat sich mal wieder in der Vergangenheit festgebissen und völlig ignoriert, was ich da eigentlich gepostet habe:Den Lucenburger Prozess, wo jetzt Details über Gladio aufgedeckt werden und Kramer ein Zeuge unter vielen ist.

    Als Sohn desjenigen Bundeswehroffiziers und BND-Mitarbeiter, der in die GLADIO-Strukturen involviert und für die Ausführung des Münchner Wiesn-Attentates verantworltich war, sind er und seine Aussagen zum Thema nicht einer unter vielen.

    Der Prozess und das AZ-Interview wird auffälligerweise sowohl von Mainstream wie aber eben auch den Wisnewskis und Elsässers dieser Welt ignoriert. Vielleicht stehen sie eben doch auf der Gehaltsliste von Soros.

    Letzteres glaube ich bei Elsässer zwar nicht. Da dürfte es andere Motive geben. Daß aber unsere hiesigen Mainstreammedien dieses Thema meiden und weitesgehend totschweigen, ist offenkundig. Die Staatsräson, daß hier eine rechtsterroristische Zelle namens „NSU“ für alle Attentate und Morde verantwortlich sein soll, macht sich bemerkbar.

  57. Karl_Murx sagt:

    @Dr. Gunter Kümel:

    Nein die Kontroverse mit Herrn Jakobiner bezog sich auf seinen Beitrag von Mai 5, 2013 um 19:24 , “Zum AZ-Artikel:”
    Darin erinnert er sich an WKII-Veteranen, die ihren Kindern nichts von Massakern, KZ-Greueln, Kriegsverbrechen zu erzählen hatten.

    Daraus schließt er (implizit), dies alles hätte es aber sehr wohl gegeben, deshalb seien die Vetreranen nicht nur Verbrecher, sondern heuchlerische Verbrecher.

    Was ja angesichts der historischen Ereignisse so nicht stimmen kann, denn auch die Deutschen waren wie die anderen Völker sowohl Täter als Opfer, auch von Kriegsverbrechen, ungeachtet dessen, daß die 68er Ideologen und deren geistige Nachkommen in deutschen Schulen und Unis heute etwas anderes behaupten.

    Der erste Schritt zur Lösung eines Problem ist, anzuerkennen, daß man ein Problem hat. Und unser Problem besteht erstens darin, daß die hiesige Geschichtsschreibung nicht die deutsche, sondern die alliierte ist. Das soll auf keinen Fall den üblichen nationalen Geschichtsklittereien das Wort reden, die wohl in jedem Geschichtsbuch jeder beliebigen Nation der Welt stehen („Geschichte sind die Lügen, auf die man sich geeinigt hat“). Es ist aber so, daß es eine neutrale Geschichtsschreibung nicht gibt und nicht geben kann, weil die historischen Ereignisse immer auch unter dem Blickwinkel betrachtet werden (müssen), ob sie dem Gedeihen oder der Existenz einer bestimmten an diesem Ereignis beteiligten Nation förderlich waren oder nicht. Da sind die Interessen einfach in vielen Fällen objektiv nicht dieselben. Daß die Geschichte dann immer auch in einem nationalen Kontext dargestellt ist, ist in der Beziehung legitim.

    Das ist aber bei der Art von Historie, wie wir sie nach dem 2. Weltkrieg hatten, nicht gegeben. Der Grund dafür liegt ja auf der Hand: Deutschland hatte den Krieg verloren und hatte – als Staat – den Holocaust begangen. Die Re-education der deutschen Bevölkerung durch die Alliierten ist vor allem auch deren Angst geschuldet, die Deutschen könnten sich, wenn sie einigermaßen wieder zu Kräften gekommen sind, darauf besinnen, daß ihnen durch die Alliierten die Ostgebiete und damit große Teile des ehemaligen Reichsgebietes genommen wurden und ihnen durch die Vertreibung der dort siedelnden ca. 13 Mio Deutschen enorme Kriegsverbrechen angetan wurden.

    Hinzu kommt die nach 1968 immer stärkere werdende Geschichtsklitterung durch die 68er nach derem Langem Marsch durch die Institutionen und der damit verbundenen Kanonisierung der während der NS-Zeit begangenen Verbrechen, insbesondere des Holocaustes. In einer Art Überkompensation – die aber bei Lichte betrachtet wenigstens damals noch ein Generationenkrieg war, bei dem eine zahlenmäßig starke junge die alte von den Fleischtöpfen und den Schalthebeln verdrängen will – wurde von den einheimischen Historiker die gesamte deutsche Geschichte uminterpretiert als ein einziger direkter Weg von der Reichsgründung 1870/71 zu den Gaskammern von Auschwitz.

    Jedem mußte klar sein, daß das bei einer auch nur etwas nüchternden Betrachtung der deutschen Geschichte nicht stimmen kann. Sieht man sich die historischen Analysen von Historikern der alten Schule an wie etwa von Joachim C. Fest, die noch in einem ungeteilten Deutschland ohne einen andressierten Schuldkomplex großgeworden sind, erkennt man noch die wissenschaftliche, objektive Betrachtung der deutschen Historie, die auch den Holocaust nicht etwa zu etwas Unerklärlichem, spezifisch Deutschen macht, sondern diesen aus den damaligen politischen, historischen wie massenpsychologischen Gegenheiten erklärt und diese Dinge einreiht in einen Kontext von soziologischen Gesetzmäßigkeiten, wie sie bei ausnahmslos allen europäischen Bevölkerung wirksam waren.

    Aber je mehr die 68er die Katheder eroberten, die nie bewußt ein ungeteiltes Deutschland erlebt hatten und vor allem im Unterschied zu den Historikern der alten Schule von Anfang an der Re-education unterworfen waren, desto mehr verblaßte diese ursprüngliche Geschichtsschreibung und diese nicht von der Schulkultideologie verzerrte Sicht auf das eigene Land. Das Ergebnis erleben wir heute.

    Ich erinnere mich hingegen an die Klagen von linken Studenten: “Jetzt erzählt der Alte schon wieder endlos von der Ostfront!” Auch mein Papa konnte abendfüllend berichten.
    Also erzählt haben sie offenbar schon, die Veteranen.
    Bloß von Greueln oder Massakern der eigenen Truppe hatten sie nichts zu berichten.

    Jakobiner bedauert das.

    Wer auch immer Jakobiner ist: Der scheint im antideutschen Weltbild großgeworden zu sein, das sich heute als Mainstream in den Medien wie auch in Schulen und Unis breitgemacht hat und nicht mehr hinterfragt, sondern nur noch geglaubt zu werden hat.

    Knopp kann doch nicht etwa unrecht haben?

    Die Anfeindung eines Autors oder eines Mediums durch die MSM-Medien als „revisionistisch“ bzw. gleich „nationalistisch“ ist heute schon mit einem Ritterschlag gleichzusetzen, daß man sich der vorgeschriebenen Geschichtsklitterei erfolgreich entzogen hat.

  58. Jakobiner sagt:

    Und nun lenkt auch Karl Murx vom AZ-Interview mit Andeas Kramer ab, der im Luxenburger Prozess die Aussage machte, dass sein Vater als BND-und Gladioagnet das Oktberfestattentat und Bologna fabrizierte.Was Karl Murx selbst noch an Elsässer und den Mainstreammedien kritiseirt, tut er dann selber, wenn er auf den geschichtsrevistionistischen Scheiß von Dr. Kümmel einsteigt.Ihr Scheß- Geschichtsrevisionisten kommt ie in der Gegenwart und Zukunft an!!!

  59. loewe sagt:

    @Dr. Gunther Kümel,
    ist ok. Leider kann man in diesem Blog Zitate nicht besser kenntlich machen.

  60. Bertram sagt:

    zu jakobiner, murxi und kümmel:

    ich sehe, kümels problem ist in erster linie, daß er an sich die verbrechen der wehrmacht versucht zu leugnen. nach seinem weltbild sind ausschließlich die kriegsgegner des dritten reiches schuld am krieg und natürlich auch die alleinigen, die unsägliche kriegsverbrechen begangen hätten.

  61. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Und nun lenkt auch Karl Murx vom AZ-Interview mit Andeas Kramer ab, der im Luxenburger Prozess die Aussage machte, dass sein Vater als BND-und Gladioagnet das Oktberfestattentat und Bologna fabrizierte.

    Gefälligst mal das lesen, was ich geschrieben habe, bevor Sie ausfallend werden.

    Was Karl Murx selbst noch an Elsässer und den Mainstreammedien kritiseirt, tut er dann selber, wenn er auf den geschichtsrevistionistischen Scheiß von Dr. Kümmel einsteigt.Ihr Scheß- Geschichtsrevisionisten kommt ie in der Gegenwart und Zukunft an!!!

    Jetzt hat es in der Denke von Jakobiner hörbar ein „Klick“ gegeben, als die andressierten Pawlowschen Reflexe bei gewissen buzzwords meines Kommentars ein- und das selbständige Denken aussetzte. Kommen Sie mal in der Realität an, anstatt die angelernten Glaubenssätze der 68er wiederzukäuen. Ist ohne das Hauptproblem der gegenwärtigen SoWi-Pseudo-Wissenschaften der grünlinken Politaktivisten in Talarsverkleidung an deutschen Unis, daß dort zuviel geglaubt und zuwenig nachgedacht wird, frei von Historizität und geschichtlichen Fakten. Solche studierten Scharlatane diktierten schon viel zu lange das Weltbild.

  62. Karl_Murx sagt:

    @Bernhard:

    ich sehe, kümels problem ist in erster linie, daß er an sich die verbrechen der wehrmacht versucht zu leugnen. nach seinem weltbild sind ausschließlich die kriegsgegner des dritten reiches schuld am krieg und natürlich auch die alleinigen, die unsägliche kriegsverbrechen begangen hätten.

    Ihr Problem ist, daß Sie mit inquisitorischem Eifer, so wie Sie es bei Mutti während des Grünen-Politseminars gelernt haben, jede Verletzung der eingepaukten politisch-korrekten Denk- und Sprachschablonen mit den üblichen Keulen verfolgen, anstatt die eigenen grauen Zellen zu bemühen und sich selbst kundig zu machen. Solche Leute kenne ich aus DDR-Zeiten, wo sich 150%ige SED- und FDJ-Funktionäre mit noch größerem Eifer als ihre Obrigkeit an die Geißelung solch pöhsem Wirken des (Klassenfeindes oder sonstig politisch-ideologischen Gegners nach Belieben einzusetzen) machten. Davon waren übrigens nach der Wende die meisten sofort die glühendsten Verehrer der Marktwirtschaft.

  63. Wahr-Sager sagt:

    Zu Bertram:

    Ich sehe, Bertrams Problem ist in erster Linie, dass er an sich versucht, die Verbrechen der Wehrmacht zu bekräftigen. Nach seinem Weltbild sind ausschließlich die Nationalsozialisten des Dritten Reiches schuld am Krieg und natürlich auch all die Deutschen, die von nichts eine Ahnung gehabt hätten.

  64. Wahr-Sager sagt:

    @Eveline Kmietzyk:

    Am Anfang dachte ich ja: „Och nee, nicht schon wieder so ein antifaschistischer Phrasendrescher“. Das war die Szene, wo der Kabarettist äußerte, Beate Zschäpe würde von einem Sozialarbeiter und Psychologen für unzurechnungsfähig erklärt, weil sie im Kindesalter einige Male vom Wickeltisch gefallen wäre. Ziemlich übel für eine am Pranger stehende Frau, die in der BRD-Psychiatrie vorverurteilt wird.
    Tiefer allerdings ging es, als der Komiker auf das populäre Schwarz-Weiß-Bild der „NSU-Terroristen“ zeigte und betonte, dass es aussähe, als habe man die Drei 1945 aufgenommen und dieser Eindruck auch erweckt werden sollte. Danach wurde auf ein Farbbild umgeblendet, wo die mutmaßlichen „Terroristen“ offenbar im Urlaub zusammensaßen und „aussahen wie wir“.

  65. Wahr-Sager sagt:

    @Jakobiner:

    „Ihr Scheß- Geschichtsrevisionisten kommt ie in der Gegenwart und Zukunft an!!!“

    Sie scheiß Mitläufer einer geschichtsklitternden BRD-Politik zugunsten imperialistischer Interessen kommen nie bei der Wahrheit an!
    Warum sind Sie so feige?

  66. ups2009 sagt:

    In Freiheit auf der Flucht hätte Beate in den Gleisanlagen von Bad Kleinen einen Selbstmord begangen, mit einer Waffe welche die GSG9 zuvor wegen Suizidgefahr aus der Reichweite von Beate Zschäpe entfernt gehabt hätte.
    Nur per Autounfall gePflock’t wäre kein hinreichender Show-down.
    „Es gab einmal eine Erzählung von Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum. Auch sie war “Allein unter Wölfen” wie Beate Zschäpe.“
    Die Macht-Maschine mit ihren Frame-up kam mir aktuell in einem 60 Jahre alten Roman zum Bergarbeiterstreik in USA 1947 (Stefan Heym „Goldsborough“) entgegen nur dass die aktuelle NSU-DVD uns dort als False-Flag-Flugblatt entgegenlacht.
    Wass soll die „Rote-Socke“ & der „Spezialist für psychological warfare“ Heym mag manch einer sich fragen und in der Tat wenn Doc Hale, das alter ego des Autors, theoretisiert über den Traum von S. Heym dann schwächelt die Roman sehr stark.
    Aber die Darstellung der Zusammenarbeit der verschiedenen Teile der Maschine der Macht inklusive der Einbeziehung der Streikenden in das Falsche Spiel der Herrschenden um den Überfall auf den Tagebau ist als Muster für alle Falsche Flaggen von NSU bis Boston-Anschlag wohl geeignet.
    Wem NÜTZT „NSU“ und „Boston-Anschlag“ in einer zentralgesteuerten NWO so rätseln hier doch Einige. Und genau dort fand ich hat der Roman eine seiner Stärken, indem menschlich gut nachvollziehbar aufgezeigt wird wie die dezentrale Steuerung der Macht-Maschine (NWO) auch mit sehr unterschiedlichen Interessen einzelner Mächtiger bzw. Machtgruppen innerhalb der NWO funktioniert.
    Die Herren der NWO arbeiten weder in „Goldsborough“ noch in unserer Welt zentralgesteuert und so erklären sich die scheinbaren Fehler.

    „Und die Vorverurteilung ist imho bei Beate Zschäpe noch dramatischer. Wo ist denn hier die Unschuldsvermutung? Irgendwo unauffindbar untergegangen… Und der Schutz der Persönlichkeit sowieso.

    Schöner Rechtsstaat, sollte sich vielleicht in Linkstaat (sic!) umbenennen.“

    Linkstaat mit Cohn Bendit alias Kurón-Modzelewski und Merkel Kasner wohl kaum, eher was Re-Feudales & Zion-Faschistisches!

  67. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Karl Murx

    Ja, tatsächlich sind alle Organe der „brd“ verpflichtet, haargenau die Version der Geschichte zu vertreten, die vom Nürnberger Verbrechergericht behauptet wurde. Denn die §§ im „Überleitungsvertrag“ von 1954, die das fordern, wurden doch tatsächlich 1990 ausdrücklich bis in alle Ewigkeit als fortgeltend und in Kraft erklärt. Deshalb MÜSSEN die Antworten auf gewisse historische Fragen von den Gerichten und Behörden „TATBESTANDLICH VORAUSGESETZT“ werden.
    Man darf den Dreißigjährigen Krieg hinterfragen oder in Bezug auf die französische Revolution eine abweichende Meinung veröffentlichen. Manche behaupten ganz ungestraft, das ganze Mittelalter „habe es nie gegeben“. Aber in Sachen der Geschichtsauffassung der Siegermächte des WKII darf kein Jurist hierzulande eine eigene Meinung zulassen, auch dann, wenn neuere historische Erkenntnisse eine alternative Meinung stützen.

    Beim flüchtigen Durchlesen Ihres Textes erschien es mir so, als wären einige der beweislos gebliebenen historischen Thesen der „offiziellen Story“ auch in Ihr Weltbild eingeflossen.

  68. Karl_Murx sagt:

    @Dr. Gunther Kümel:

    Ja, tatsächlich sind alle Organe der “brd” verpflichtet, haargenau die Version der Geschichte zu vertreten, die vom Nürnberger Verbrechergericht behauptet wurde. Denn die §§ im “Überleitungsvertrag” von 1954, die das fordern, wurden doch tatsächlich 1990 ausdrücklich bis in alle Ewigkeit als fortgeltend und in Kraft erklärt. Deshalb MÜSSEN die Antworten auf gewisse historische Fragen von den Gerichten und Behörden “TATBESTANDLICH VORAUSGESETZT” werden.

    Das Problem dieser Leute, die wie gehirngewaschen „Revisioniiiiiiiismus“- und „Naaaazi“ skandieren, weicht man mal vom staatlich vorgeschriebenen Kanon der Betrachtung deutscher Historie ab, ist, daß sie nicht verstehen (wollen/dürfen), daß man dabei weder den Holocaust noch die deutschen Verbrechen leugnet, wenn man auf die objektive Tatsache verweist, daß auch das NS-Deutschland inklusive seiner Bevölkerung damals sowohl Täter als auch Opfer waren.

    Man darf den Dreißigjährigen Krieg hinterfragen oder in Bezug auf die französische Revolution eine abweichende Meinung veröffentlichen. Manche behaupten ganz ungestraft, das ganze Mittelalter “habe es nie gegeben”. Aber in Sachen der Geschichtsauffassung der Siegermächte des WKII darf kein Jurist hierzulande eine eigene Meinung zulassen, auch dann, wenn neuere historische Erkenntnisse eine alternative Meinung stützen.

    Ein Staat, der die Verleugung irgendeines historischen Ereignisses unter Strafe stellt, nimmt den Zweifel an diesem Ereignis offiziell in seine Gesetzgebung auf.

    Michael Klonovsky

    Beim flüchtigen Durchlesen Ihres Textes erschien es mir so, als wären einige der beweislos gebliebenen historischen Thesen der “offiziellen Story” auch in Ihr Weltbild eingeflossen.

    Welche wären das?

  69. ups2009 sagt:

    @ Dr. Gunther Kümel & @ Karl Murx
    also mal ehrlich ob Einer von seines Vatersstamme 6 oder 66 oder 666 „Warte, warte nur ein Weilchen…“ ermordet, ein Mörder und SerienKiller ist der dann So oder So oder So.

    Der Rest ist analog zu einer religiösen Monstranz Staatsreligion und gut is.
    Offenkundigkeit & Tatsachenbehauptung sind zwei Termini, wäre dem nicht so hätten die Meister der Spitzfindigkeit nicht den neuen Terminus Offenkundigkeit schöpfen müssen.
    Soweit mir bekannt, eine gerichtliche Untersuchung (früher auch bezeichnet als I***) ist nur der Glaube der Bürger an jene Offenkundigkeit zugänglich.
    Wie das sich mit dem Vorwurf „indirektes Leugnen“ verhält hat sich mir noch nicht erschlossen.

    Aber im Grunde ist es doch nur Ablenkung von den Bomben den Auserwählten auf Damaskus, ODER?

  70. Bertram sagt:

    murxie:

    ich heiße nicht bernhard.

    des weiteren können sie ihre anschuldigungen, jeder ihrer nicht meinungskonformen diskussionsgegner wäre ein grüner, linksradikaler oder „bei merkel in die lehre“ gegangener korrekter, jemand anderem vorbeten – ich brauche keine einschlägigen „du pöhser, pöhser linker“-vorwürfe wiederkäuen, da ich weiß, was wirklich links-engagiert ist und was nur aufgesetzt-liberal dahekommt. und dadurch werden die ständigen hilflosen versuche kümels oder anderer, die wehrmacht als einen „ausbund von tugend“ darzustellen, auch nicht glaubwürdiger. wer nur diese ewige klitterung betreibt, indem er die verbrechen der einen seite ausblendet, um die andere seite (alliierte) – unabhängig von deren eigenen verbrechen – als alleintäter dastehen zu lassen, kann nicht überzeugend sein.

  71. Bertram sagt:

    wahr-sager:

    nein, lieber „wahr-sager“. es kommt nicht darauf an, ob ich überhaupt eine „bekräftigung“ anstrebe – eine solche ist ja gar nicht nötig, wo fakten vorliegen. man braucht keine ereignisse zu bekräftigen, die stattgefunden haben, und auch nicht die gleichfalls passierten dinge, die den alliierten zuzuschreiben sind (dresden, lager, usw.). ich glaube nicht, daß diese schwarzweißmalerei immerzu sinnvoll oder richtig ist. ABER:
    es kommt darauf an, daß und ob jemand die untaten der anderen seite sachlich benennen kann, ohne dabei die schandtaten seiner heimischen provenienz ängstlich zu verstecken. und das ist eben ein wichtiger bestandteil.

    Ps. habe ich grade die nebige spalte mit den kommentarregeln gesehen und darauf verweisend, da vermutlich dieses thema die genannte sache tangiert.

    aber das muß halt gesagt werden.

  72. lunaria sagt:

    @kümmel, murxi

    Es gibt hier einen Nachbarn, altgläubiger Katholik, Rentner mittlerweile, der ist aufs Land gezogen, in das ehemalige Staatsgebiet der DDR; hierher gekommen mit seiner ganzen antikommunistischen Vor-Prägung und seinen Vorurteilen: DDR wäre Unrechtsstaat gewesen und Separatistische Teil-Entität somit der bewaffnete Kampf dagegen wäre legitim gewesen (übrigens eine regierungskonforme Auffassung, denn der in der DDR 1952 auf frischer Tat gefasste und zum Tode verurteilte Terrorist Burianek – wegen Sprengung einer Eisenbahnbrücke – der „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), wurde von der BRD-Justiz rehabilitiert) Dieser zufällige Nachbar nun möchte alle (Multi-)millionäre enteignen, und hasst den real-existierenden Kapitalismus, schimpft über den Kulturverfall. Gleichzeitig wird er niemals von den Lügen über die DDR und über den Realsozialismus geheilt werden. Er wird damit sterben, wie Millionen andere Westdeutsche auch.

    DAS ist Realität heute in Deutschland. Das ist die Folge der ideologisierten Schulbildung und Ergebnis der Lügen und Täuschungskampagnen der letzten 60 Jahre, Ergebnis der Produktionsweisen und Produkte der Massenmedien der BRD. Ideologieproduktion wo man hinschaut. Phantasmagorien als Staatsräson. Ich schreibe das als Philosophische Betrachtung einer Zeit in der ich hineingeworfen wurde.

    Den Menschen, die sich hier und heute um Wahrheitsgemäße Berichterstattung und Aufklärung bemühen gilt meine Achtung und mein Dank.

  73. Also, ich versuche meine zentrale Botschaft jetzt mal anders zu formulieren, vielleicht kommt sie so besser an?

    Ihr könnt den Schuld-Scheiß in die Tonne kloppen!

    Ganz egal, worauf bezogen, ob auf ein Kollektiv oder ein je konkretes (noch zu werdendes) Individuum. Solange, wie wir nicht damit aufhören, dem Anderen Schuld zuzuweisen, wird sich – struktural gesehen – nichts aber auch gar nichts ändern, auf der je nächsten Ebene des rekursiven Weltprozesses, für uns.

    Die Probleme werden dann nur auf eine höhere Ebene gehoben und sind dort dann aufgehoben im Sinne von bewahrt aber nicht aufgehoben im Sinne von genichtet.

    Natürlich differieren die Phänomene. Aber diese Differenz macht keinen Unterschied, keinen, nicht einen! Und die strukturale Gesetzlichkeit bleibt unverändert mit sich identisch und produziert fröhlich und fleißig weiter, eine Ausdrucksgestalt ihrer selbst nach der anderen. Ad infinitum, wenn wir sie nicht stoppen.

    Und stoppen können wir sie nur, indem wir endlich aufhören, mit dem Schuldscheiß.

    Panimájesch? Capisce? Comprende Companero?

  74. Karl_Murx sagt:

    @Bertram:

    murxie:

    ich heiße nicht bernhard.

    Wie auch immer, Bertie.

    des weiteren können sie ihre anschuldigungen, jeder ihrer nicht meinungskonformen diskussionsgegner wäre ein grüner, linksradikaler oder “bei merkel in die lehre” gegangener korrekter, jemand anderem vorbeten – ich brauche keine einschlägigen “du pöhser, pöhser linker”-vorwürfe wiederkäuen,

    Und mir brauchen Sie mir mit ihrer stupiden Retourkutsche, die ganz einfach den Spieß umdreht, nicht zu kommen. Zieht bei mir nicht. Wer so wie auf bestimmte buzzwords reagiert und mit der Nazi-Keule und nicht mit Argumenten antwortet, hat entweder keine, oder dem paßt die ganze Debatte nicht.

    da ich weiß, was wirklich links-engagiert ist und was nur aufgesetzt-liberal dahekommt.

    Und Sie gehören natürlich zur Kategorie an, wenn ich Sie jetzt richtig verstehe? Und der Beweis dafür ist Ihre Behauptung, daß Sie wissen, was „wirklich links-engagiert“ ist? Das Wort „engagiert“ sollte man – meiner persönlichen Meinung nach – mal eine Zeitlang auf die Liste der Unworte setzen.

    und dadurch werden die ständigen hilflosen versuche kümels oder anderer, die wehrmacht als einen “ausbund von tugend” darzustellen, auch nicht glaubwürdiger.

    Ich habe mir jetzt trotz Ihres Beitrages die Mühe gemacht und mir alle Beiträge von Dr. Kümel in diesem Strang angesehen. Da habe ich nichts dergleichen gelesen. Sie sind hier der einzige, der eine solche Bemerkung gemacht hat. Ist aber typisch für Sie und andere, daß Sie nämlich eine Phantomdebatte führen. Sie polemisieren gegen Aussagen, die keiner gemacht hat, und verwenden diese lautstarke Polemik als Beweis für die Schlechtigkeit Ihres argumentativen Gegenübers. Diese Rabulistik bei der Behandlung bestimmter tabuisierter Themen inklusive aller Bornierheit und autistischer Verweigerung gegen alle Versuche, mit historischen Fakten und Tatsachen zu arbeiten, weil sie ein bestimmtes vorgefaßtes Weltbild beeinflussen könnten, zieht sich durch die gesamte öffentliche Diskussion in der veröffentlichten Meinung Deutschland.

    wer nur diese ewige klitterung betreibt, indem er die verbrechen der einen seite ausblendet, um die andere seite (alliierte) – unabhängig von deren eigenen verbrechen – als alleintäter dastehen zu lassen, kann nicht überzeugend sein.

    Sie beschreiben exakt das, was heute diejenigen betreiben, die einzig den Deutschen und damals während des 2. Weltkriege der deutschen Wehrmacht Kriegsverbrechen anlasten.

  75. Karl_Murx sagt:

    @Bertram:

    es kommt darauf an, daß und ob jemand die untaten der anderen seite sachlich benennen kann, ohne dabei die schandtaten seiner heimischen provenienz ängstlich zu verstecken. und das ist eben ein wichtiger bestandteil.

    Na gugge einer an. Wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie also keine zersetzende oder zerstörererische Kritik am heute verbreiteten Geschichtsbild vulgo keinen Revisionismus, sondern nur eine sachlich-konstruktive. Das hätten Sie aber besser den SED-Funktionären oder den MfS-Mitarbeiter erzählen sollen, eventuell auch der Gestapo im 3. Reich. Die hätten sicher auch nichts gegen sachliche und konstruktive Kritik gehabt, vorausgesetzt immer, daß die es sind, die bestimmten, was sachliche und konstruktive Kritik ist bzw. wo die Grenze zur Unsachlichkeit ist. Und genauso war das auch.

    Bei Ihnen merke ich lediglich, daß Sie wie dressiert mit den üblichen Vorwürfen kommen, wenn Sie mit den historischen Fakten konfrontiert werden, u.a., daß natürlich auch die Alliierten Kriegsverbrechen begangen haben und auch die Deutschen massiv Opfer solcher Verbrechen geworden sind, wie etwas die gezielte Bombardierung der deutschen Zivilbevölkerung und der Zerstörung von über 170 deutschen Großstädten oder der Vertreibung von über 13 Mio Deutschen aus ihren angestammten Siedlungsgebieten in den deutschen Ostgebieten, bei denen ca. 2 Mio Leute auf den Trecks nach Westen elend verreckt sind. Auf den Vorwurf, die deutschen Verbrechen mit so etwas leugnen oder „relativieren“, im Klartext vergleichen zu wollen, kann man da warten wie auf das Amen in der Kirche.

  76. Wahr-Sager sagt:

    „Lieber“ „Bertram“,

    es sind ausnahmslos Leute wie Sie, die von Fakten reden und sie demnach auch als solche verbreiten, obwohl Sie Ihre Informationen auch ausnahmslos den Medien entnehmen, die in aller Regel lobbyistischen Interessen untergeordnet sind. Sie reden von einer Selbstverständlichkeit, die einer selbstherrlichen Einstellung entspricht und jegliche Aspekte negiert oder dämonisiert, die dem veröffentlichten Bild entgegenstehen. Würde es Medien wie das COMPACT-Magazin, die JUNGE FREIHEIT, Sezession.de oder auch privat betriebene Blogs nicht geben, würde das von den etablierten Medien vermittelte Bild der „NSU-Terroristen“ mit weit weniger Widerstand aufgenommen werden. Es ist also eine Sache des Einflusses, inwiefern die Gesellschaft einen Gegenstand als wahr betrachtet oder nicht.

    Die Aufarbeitung der eigenen Geschichte wird nicht nur in einer arg pathologischen Weise betrieben, sie wird auch in einer Weise betrieben, die es infolge des daraus resultierenden Selbsthasses in keinem anderen Erdteil gibt. Von einem „Verstecken“ kann also gar keine Rede sein – vielmehr ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Deutschland nur be-, aber nicht entlastet werden darf. Sie betreiben also eine Tatsachenverdrehung, bei der man schon extrem blind und taub sein muss, um diese nicht als solche zu erkennen.

    Von Hitler profitiert mittlerweile eine großer Teil der BRD-Bevölkerung. Es haben sich unzählige Projekte, auch privater Art, gebildet, die auch finanzielle Vorteile versprechen. Sei es im Rahmen von Einrichtungen wie „Netz gegen Nazis“ oder Antifa-Journalisten à la Andrea Röpke, die ihr Geld damit verdienen, überall „Nazis“ oder „Rechtsextreme“ zu wittern, wobei man mit den Begrifflichkeiten ganz locker umgeht und hier auch die Rechten per se subsumiert.

    Um mal das eigentliche Thema „NSU“ aufzugreifen, weise ich auf den sehr guten Artikel „NSU: Weitere Notizen zum Terrorphantom“ von Martin Lichtmesz auf sezession.de hin: http://www.sezession.de/38153/nsu-weitere-notizen-zum-terrorphantom.html

    Auszug:

    „Bekanntlich ist nun auf dieser Erde nichts so selten, wie ein Wille zur Wahrheit, der so unbedingt ist, daß er die Schädigung eigener Interessen in Kauf nehmen würde. Und nichts ist so häufig wie der Wille zur Auslegung (also auch biegen, beschönigen, klittern, unterschlagen, relativieren…) der Fakten zum eigenen Vorteil. Ob es sich nun um private oder kollektive Angelegenheiten handelt: es gibt einen offenbar im Menschen anthropologisch verankerten Instinkt, der bereitwillig annimmt, was ihm nützt, und der verdrängt und verwirft, was ihm Nachteil bringt. Und dieser Wille setzt sich in der Regel geradezu unwiderstehlich über die Tatsachen und die Wahrheit hinweg.“

    Und genau das, „lieber“ „Bertram“, trifft auch auf jene Profiteure des Schuldkults zu, die sich oft genug damit eine berufliche Laufbahn versprechen – und gleichzeitig einen wirklich miesen Charakter offenbaren.

  77. Bertram sagt:

    murxie:

    „buzzwords“ – hä ?

    was is n´ das …

    und ich hab sie doch nich mit ner keule traktiert ! immer wenn man die betreffenden konfrontiert mit der perfidität ihrer einseitigkeit, eine verantwortung an der katastrophe stets nur den alliierten anzulasten, kommt einer mit dem vorwurf, man schlage mit der nazikeule zu. albern.

    „sie polemisieren gegen aussagen, die keiner gemacht hat“

    so ? aber sie sind doch derjenige, der hier etwas suggeriert, was ich nämlich gar nicht gesagt habe. sie haben weiter oben behauptet, ich hätte sie als nazi in die entsprechende ecke drängen wollen – und in wahrheit steht in meinen vorigen beiträgen kein Mal irgendwas von einem nazi-verdacht. dieses wort war bis dato nicht aufgetaucht.

    und außerdem ist es auch falsch, mir vorzuwerfen, ich hätte die schlechtigkeit meines gegenübers besonders herausstellen wollen, schließlich kenne ich niemanden der diskutanten persönlich, habe also kein interesse, dessen menschliche gutheit oder bosheit zu untersuchen.

    und mit fakten und historischen anerkannten tatsachen ist ohnehin bisher kaum argumentiert worden. es ging um den kernpunkt: einseitigkeit.

    dresden, die gefangenenlager, abtransport bestimmter güter oder auch tötungen von deutschen durch alliierte truppen sind realität gewesen. so wie die bereitschaft gewisser kreise in usa, polen, mit hitlerdeutschland zu kollaborieren.

    aber realität waren eben auch lidice, kommeno, babi jar, oradour, und majdanek. das klauen des bernsteinzimmers.

    man muß halt die aufzählung und das verhältnis der jeweiligen untaten zueinander in fairer objektivität betrachten.

    zuletzt muß ich sie daran erinnern, daß es keineswegs nur immer eine heraushebung der deutschen verbrechen gegeben hat. diverse leute haben – schon wenige jahre nach dem krieg – auch der alliierten seite kriegsverbrechen angelastet. so beschwerte sich z. b. auch adenauer in einer verhandlung mit chrustschow über das, was beim einzug der sowjetischen streitkräfte in berlin passiert ist. es war also beileibe kein ewiges „ausschließlich-auf-deutsche-verbrechen-schauen“.

  78. Bertram sagt:

    „wahrsager“:

    zunächst mal lobbyismus: wenn sie aber schon darauf kommen, dann müssen sie gleich dazufügen, daß fast ALLE medien und infoquellen in irgendeiner form entweder lobbyisterei, meinungsmache oder interessenbedienung machen. und so ist es sowohl bei den etablierten als auch bei den weniger starkverbreiteten… und das kann bei einem linken medium sein, wie der jungleworld oder bahamas, oder es kann bei einem rechten medium sein wie der jungen freiheit oder der blauen narcisse. der unterschied ist hier nur, daß die eben genannten blätter allesamt eher außenseiter sind. und da können sie so links oder so recht sein wie sie wollen. ihre auflage ist relativ.

    tatsachenverdrehung tu ich also nicht. und auch abwegig ist, zu pauschalisieren „es sind ausnahmslos leute wie sie, die von fakten reden“. sie wissen ja nicht, wer ich bin.

    was das mit dem „tief im menschen verankerten“ angeht: na logo, ist das traurig, daß es solche menschen und ein derartiges verhalten und denken bei vielen gibt. aber so ist nunmal die bürgerliche gesellschaft, und: das würde es auch genauso sein, wenn – statt einer wie jetzigen, liberalen-spießergrünen dominanz der öffentlichkeitsmeinung, – eine vorwiegend wertkonservativ-„rechte“ meinung in den medien und der öffentlichkeit vorherrschen würde. die äußeren gegebenheiten ändern sich, aber die menschlichen eigenschaften bleiben eben doch in der eregel die gleichen.

    einen wirklich miesen charakter offenbaren aber viele, die sich in der ewigen opferrolle gefallen und mit vorliebe auf die leiden verweisen, die sie selber erleiden mußten. nicht nur deutsche. im nahostkonflikt dasselbe. siehe selbstbild der juden/araber. jeder ist der unschuldige. der andere quält ihn immerzu.

    und wenn gewisse menschen so sind, dann kann ich die wohl auch nicht ändern. und sie auch nicht.

  79. Wahr-Sager sagt:

    @“Bertram“:

    Ich wusste gar nicht, dass Rechte eine Lobby haben, oder werden sie etwa in irgendeiner Weise gesellschaftlich, politisch oder von den Medien gefördert bzw. gestärkt? Karriere kann man in der BRD als Rechter nicht machen, die besten Chancen hat man hier als Rot-Grüner/Linker. Und der darf dann auch auch mal einem Parteiangehörigen den „NSU“ an den Hals wünschen, ohne dass dies irgendeine große Aufmerksamkeit erregt. So hat der Grünen-Politiker Christopher Kerkovius gegenüber Philipp Rösler von der FDP auf Facebook geschrieben: „Schade, daß die NSU-Gruppe sich nicht solche vorgenommen haben, denn das wäre nicht so schlimm.“ Eine Entschuldigung reichte hier aus – und der Drops ist gelutscht. Nicht auszudenken, wenn das Gleiche jemand von der NPD oder ein anderer Rechter erwähnt hätte…
    Die Quelle für diese Information: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M547ae42c4c6.0.html
    Da habe ich übrigens fast das Gleiche geschrieben. Und auch, dass mich diese Sache an den den schmierigen SPD-Bürgermeister von Kirchweyhe, Frank Lemmermann, erinnert, der auf einer „Trauerveranstaltung“ für das totgetretene Opfer Daniel Siefert betonte, dass er nicht dem rechten Spektrum angehörte (ansonsten hätte er seinen Mund gehalten, was in jedem Fall besser gewesen wäre).

    Es gibt einen „Kampf gegen rechts“, es gibt etliche Initiativen gegen rechts, Rechte haben im Fernsehen Auftrittsverbot – wo sehen Sie hier eine Gleichberechtigung der politischen Akteure? Wem nützt diese Ungleichbehandlung? Heißt es nicht im Grundgesetz Art. 3, Abs. 3, dass niemand „wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden“ darf? Gut, ich weiß ja, dass das GG in der BRD nur theoretischen Charakter hat, aber es ist schon seltsam, dass sich ausgerechnet diejenigen gern darauf berufen, die ihre eigenen Privilegien genießen wollen.

    Es ist kein Problem, im Fernsehen aufzutreten und zu äußern, dass man linksradikal sei. Im Gegenteil, diese Haltung ist heute so selbstverständlich verbreitet, dass sie niemanden aus der bunten Gesellschaft dazu veranlasst, Kritik zu üben. Ein Vertreter der „Jungleworld“ oder „Bahamas“ im Fernsehen in einer Talkshow? Kein Problem, schließlich sind diese Zeitungen links.
    Dagegen ist Rechtsradikalismus verpönt, wie generell alles Rechte, selbst wenn gar nichts Menschenverachtendes zu finden ist – was man den Rechten aber gern andichtet und auch (leider) die entsprechende Wirkung in der bunten Gesellschaft erzeugt, die sich offenbar beliebig manipulieren lässt (von wenigen Ausnahmen natürlich abgesehen).

    Ich weiß nicht, wer Sie sind, aber ich lese, was Sie schreiben und bilde mir darauf aufbauend meine Meinung. Und Sie haben nun mal die offizielle Darstellung als Fakt benannt und verlassen sich darauf, ohne reflektiert zu haben – dies wiederum ist ein Vorwurf, den Sie gern entkräftigen können.
    Er herrscht aber nun mal keine „wertkonservativ-‘rechte’ Meinung in den Medien und der Öffentlichkeit vor“, weswegen Ihre Behauptungen ins Reich der Spekulationen gehören. Das Problem ist, dass es keine rechte Opposition gibt; der Medienprofessor Dr. Norbert Bolz hat das mal ähnlich ausgedrückt. Und auch Folgendes (leider ist das dazugehörige YouTube-Video aus angeblich urheberrechtlichen Gründen gelöscht worden): „Die Erregung über Sarrazin genauso wie Sloterdijk ist doch nicht eine Erregung der deutschen Bevölkerung, sondern es ist eine Erregung der Linksintellektuellen. Der Linksintellektuellen, die seit Jahrzehnten den Diskurs dominieren und die das ausgeprägt haben, was wir Political Correctness nennen… Sie haben einen massiven linksgeprägten Diskurs, mittlerweile auch sehr stark in den Massenmedien, vor allem in den Öffentlich-Rechtlichen, und sie haben ihn vor allen Dingen in der sog. Kultur…“
    Jürgen Elsässer würde wohl auch in die Sparte „Linksintellektueller“ fallen, nur würde ich die von Bolz als solche Bezeichneten doch eher als Anti-Deutsche bezeichnen, weil sie nicht den Eindruck machen, für Deutschland einzustehen, sondern fremde Interessen bedienen.

    Das Problem ist doch, zu eruieren, wer wirklich Opfer war/ist und wer nicht. Bestimmten Gruppen wird automatisch im Kollektiv eine Opferrolle zugeordnet, während die Deutschen per se als Täter gelten und dann noch in aller Häme verhöhnt werden (dürfen), wenn sie sich als Opfer betrachten. Der Selbsthass der Deutschen ist in der Tat einzigartig und auf jenen „Schuldstolz“ zurückzuführen, über den Sie sich in einem PDF-Dokument des Instituts für Staatspolitik (www.staatspolitik.de/downloads/studien/ifs_studie11.pdf‎) informieren können.

  80. Wahr-Sager sagt am Mai 10, 2013 um 00:26 @“Bertram:
    Der Selbsthass der Deutschen ist in der Tat einzigartig und auf jenen „Schuldstolz“ zurückzuführen, …

    … in dem man durchaus eine induzierte narzißtische Qualität erkennen kann:

    Wenn man schon nichts Positives sein darf, als Deutscher, so will man wenigstens im Negativen der Größte sein.

  81. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Bertram: „Einseitigkeit“

    Es ist wohl unvermeidbar, daß in einem Kriege Kriegsverbrechen vorkommen. Daher ist anzunehmen, daß auch deutsche Truppen Derartiges auf dem Gewissen haben.
    Es gab die Untersuchungsstelle für Kriegsverbrechen der Deutschen Wehrmacht, da ist jeder Vorwurf akribisch untersucht und im Zusammenwirken mit den Feindmächten dann auch bestraft worden. Die Akten sind erhalten. Es wurden auch mehrere Kommandanten von KZ’s wegen Unterschlagung oder Mord an Häftlingen verurteilt und vor den Häftlingen gehenkt.

    Dennoch finde ich, man darf durchaus auf Verbrechen der Sieger hinweisen, auch ohne daß man zugleich immer
    „ja, aber…!“ sagt. Über angebliche oder tatsächliche Verbrechen der Deutschen wird ohnehin überall sehr breit berichtet, die Schlüsselwörter dazu kann doch keiner mehr hören. Dagegen sind die Handlungen von Eisenhower oder Hemingway kaum jemandem bekannt. Es ist auch bemerkenswert, daß die allermeisten Morde an Deutschen nicht etwa in der Hitze des Gefechtes im Kriege vorgekommen sind, sondern kaltblütig und vorsätzlich NACH DEM KRIEGE, „mitten im Frieden“! Die meisten Menschen werden es als „neu“ und erstaunlich befinden, wenn man ihnen belegt, daß im „Nachkrieg“ erheblich mehr Deutsche rechtswidrig zu Tode gebracht wurden, als während des schrecklichsten Krieges aller Zeiten im Kampf gefallen sind.

  82. Bertram sagt:

    gunther kümel:

    soweit im prinzip plausibel. es stimmt auch, daß bei erwähnung der alliierten taten eine automatische folgebemerkung mit hinweis auf die deutschen taten nicht unbedingt immer obligatorisch sein sollte, das sehe ich hier genauso.

    natürlich ist es noch viel zu unbekannt, was für eine negative rolle hemingway in der tat gespielt hat – unglüchlicherweise werden diese seiten einer allgemein bekannten person der „modernen literatur“ bis heute kaum in die öffentlichkeit gestellt.

  83. Bertram sagt:

    ich hatte in den vorgestrigen beiträgen auf seiten meiner gegenüber wohl eine zu parteiische einstellung vermutet, die anscheinend doch nicht vorlag.

    @wahrsager: allerdings gab es in den letzten 1, 2 jahren doch einige, wenn auch eher mißglückte versuche, das „konservative“ lager für einen „kampf gegen links“ zu mobilisieren:

    so rief z. b. die familienministerin schröder dazu auf, die bisher ausschließlich für die initiaitven gegen rechts verwendeten gelder des bundes nun auch in projekte gegen links zu investieren. dasselbe möchte auch eine saskia ludwig in der brandenb. cdu anregen – beschwerte sich über die berichterstattung bestimmter medien über den schönbohm und hielt den brandenburgischen spd-leuten vor, sie hätten gar die meinungsmache „in ihrer hand“. oder nehmen wir die beobachtung der linkspartei durch die schlapphüte – außer der LINKEN und der Npd wird keine partei so beobachtet, unterschied daß ein lafo jederzeit zum talk eingeladen wird – freilich etwas, das den voigts oder pastörs kaum passieren wird.

    aber: eine nennenswerte bewegung, die Sie nicht leugnen können. ist, daß sich schon beim erscheinen von sarrazins publikation vor über 2 einhalb jahren doch eine ganze menge bekannter personen auf seine seite stellten und er durchaus im medialen raum eine anerkenung und gehör fand. wenn auch man den thilo – selbstredend – alles andere als einen rechten bezeichnen könnte ! vielleicht wurde er ja grad deswegen anders behandelt, weil er von seinem hintergrund her sozi war, und immerhin einer aus der wirtschaft…

  84. @Loewe 07.05. 14.34 +15.03
    ich habe Ihre Kommentare erst jetzt gelesen. Da ich an J.Elsässer auf dem Video-Strang „NSU Prozess Auftakt“gefragt habe, ob er etwas darüber wisse, daß die „Opfer“ Kurden seien……aber keine Antwort bekam….sollte einmal in diese Richtung ermittelt werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen das hier die Wahrheit zu finden ist.
    Für die USREAL-NATO hat dieTürkei in dem Nahost-Konflikt einen ganz wichtigen Part zu erfüllen. Und da könnte das NSU-Trio zufällig sehr gelegen kommen. Hier geht es um höchste Internationale politische Machtinteressen. Die 9 umgebrachten…. „Türken“….Grieche und die Polizistin Kiesewetter….. sind nur Zweck mißbrauchte Kollateralschäden.
    Hoffentlich läßt sich im laufe der Zeit dieser Schweinestall durch einen glücklichen Umstand Ausmisten und die Wahrheit findet zu ihrem Recht.
    In wie weit das Gericht, die Anwälte Zschäpes und die mit hohen Geldbeträgen entschädigten „ruhig gestellte“ Hinterbliebene dazu beitragen werden, muß sich erst erweisen..
    Für die beiden Uwes….der Kategorie dumme naive Kriminelle, mit Hang zum Abenteuerspiel Cowboy und Indianer…..ist daraus aber schon blutiger tödlicher Ernst geworden. Und der Verdacht,daß die Zschäpe dabei eine gesteuerte Schlüßelrolle gespielt hat,ist nicht ausgeschloßen.

  85. ups2009 sagt:

    „buzzwords” … Schlagwort (Linguistik), französisch slogan

    Auch ein Gedankengang, dass die “Opfer” Kurden seien, welcher bislang ungedacht.
    Kurden welche im Drogen-. Geldwäsche-, Wettmafia-Geschäft einiger CIA-Gladio-Grauen-Wölfe nicht mitspielten.

    Aber das wird sicher nie hinterfragt bzw. nie beantwortet werden!

    Wie auch zu 911 nie hinterfragt wurde wie wenige Bürger mit zionistischem Pass zu Tode gekommen, sondern die Fürsprecher des zionistischen Terror- & Apartheidstaat Israel sich pauschal hinter „Juden“ plus Antisemitismus-Keule versteckten.

    Auch die Selektion von Entebbe erfolgte damals NUR nach Bürgern mit Pass des Apartheidstaat Israel … im MSM blieb nur Antisemitismus-Keule zurück .-(

    http://www.steinbergrecherche.com/judaeophobie.htm#Flugzeugkatastrophen
    http://www.steinbergrecherche.com/judaeophobie.htm#Entebbe

    Und das Opfer des sogenannten Attentat von Toulouse? Ein Dissident & Renegat des Zionismus?
    Warum sahen wir trotz dutzender Presstituierte vor Ort nicht den Fenstersprung als Show-down von Mohammed Merah?

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Sellners cooler IB-T-Shirt-Shop


--

Kontakt

v.i.S.d.P. dieser Site: Jürgen Elsässer, c/o COMPACT-Magazin, Am Zernsee 9, 14542 Werder (elsaesser@compact-magazin.com)
Mai 2013
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  
%d Bloggern gefällt das: