Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Nieder mit dem Euro! Hoch Lafontaine!

Lafontaine als Napoleon den bei Roten BienenDer Napoleon von der Saar marschiert wieder. Von Jürgen Elsässer

100 Tage war der Franzosenkaiser auf Elba verbannt. In Paris mästeten sich die Hofschranzen des Ancien Régimes. Da packte den alten Haudegen das Fieber, er setzte mit ein paar Getreuen auf das Festland über und marschierte auf die Hauptstadt. Zwischen den Tuilerien und Versailles brach Panik aus.

Daran fühlt sich erinnert, wer die neuesten Nachrichten vom Saar-Napoleon hört: Keine 30 Tage hat er es an seinem Rückzugsort ausgehalten. Aufs Altenteil wollte er gehen und bei der Bundestagswahl nicht mehr kandidieren, so hatte er Anfang April gesagt. Seither tanzten die kleinen Schieber und Schranzen, die von seinem Übertritt 2005 profitiert hatten, auf den Tischen des Bundestags und ließen die Arbeit ruhen. Die Linkspartei, schon seit der Krebserkrankung von Lafo nur noch ein Schatten ihrer selbst, ist völlig unsichtbar geworden. Nun gestern der Paukenschlag: Der Volkskaiser meldet sich zurück. In der Hauptstadt bricht Panik aus.

In einem Diskussionsbeitrag forderte er die Abwendung vom Euro und eine Rückkehr zum System flexibler Wechselkurse – mit anderen Worten: zu einem monetären „Europa der Vaterländer“. Das ist eine Kampfansage an das Ancien Régime. Katja Kipping, das Gesicht aus der Vodafone-Werbung, ist entsetzt und spricht von blabla gefährlich, bla bla national, bla bla populistisch. Andere Hinterbänkler schimpfen ebenso. Aber Sahra Wagenknecht deckt die Flanke ihres Lebensgefährten. Sie selbst spricht zwar nicht vom Euro-Austritt, aber auf n-tv äußerte sie: „Wer die Gründer der AfD als Populisten abstempelt, macht es sich zu leicht. In vielen Punkten haben sie mit ihrer Kritik an der derzeit praktizierten Eurorettung recht.“ Das hört sich ganz anders an als das unqualifizierte antifa-Basing, das man bisher aus der Linkspartei gegen die AfD hörte.

Lafontaines Kursänderung kommt spät, aber nich nicht zu spät. Zwar wird er das Ruder in der verkommenen Lnkspartei nicht herumreißen können, und für einen Übertritt in die AfD ist er vermutlich zu eitel. Oder macht ihm Bernd Lucke ein verlockendes Angebot? Herr Lucke, greifen Sie zum Telefon! Wenn sich bürgerliche und linke Euro-Kritiker vereinigen, ist das Europa der Geldfürsten am Ende! Das wäre fast so – kleiner Perspektivenwechsel in der geschichtlichen Analogie – wie damals, als sich die Armeen und Blücher und Wellington vereinigten. Beginnt 2013, 200 Jahre nach den Befreiungskriegen, der koordinierte Aufstand der europäischen Völker?

(Mehr zu einer sinnvollen Abwicklung des Euro: Wilhelm Hankel in COMPACT 5/2013 „Plan C – ein Komromiss ür Europa?“ – Hier bestellen!)

(Foto: davidicke.com)

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111 Responses

  1. Lafo ok…aber flexible Wechselkurse…?! Soros wird sich freuen bzw. eure Freude über den Euroaustritt wird nicht so lange anhalten.

  2. Paul Singles UK sagt:

    If the former Lord Mayor of Saarbruecken and later „prince de la sarre“ really sticks to this new position we could hope for „une Europe des Patries“ (de Gaulle) in financial terms. But there is still the eurocratic establishment in Brussels and all it’s profiteers in european countries. They will not give in easily.
    Mr Lucke seems to me open enough to integrate Mr Lafontaine. But will the latter? Not yet, I believe. But Mrs Wagenknecht, an intelligent and still young political animal would make AfD even more attractive.
    After all, good news.

  3. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    Sehr geehrter Herr Elsässer,

    seit der Diskussion bei Maybrit Illner zum Thema Euro Clowns mit Herren Mr. Dax, Hr. Lucke, Hr. Lafontaine u.a ging mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass Hr. Lafontaine und Hr. Lucke ein wirklich gutes Team in der Sendung und auf Grund der vielen gemeinsamen Argumente und Ansichten auch in der Bundespolitik wären.
    Seither verfolge ich interessiert die Wortmeldungen der Linken. Es freut mich sehr Ihren Bericht zu lesen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich feststellen, dass Sie und Ihre Zeitung einzigartig sind. Sie bereichern die Öffentlichkeit mit Ihrer journalistischen Arbeit. In meinen Augen sind Sie ein wahrer Journalist und bleiben Ihrer grundlegenden 68 Einstellung, der Manipulation, dem Filz der Staatsführung und Lobby ein Gegengewicht zu geben, treu. Nicht Fischer nicht Tretin sind glaubwürdig und gehören in den Bundestag.

    Fraktionsvorsitzender Elsässer
    Aussenminister Elsässer
    Bundeskanzler Elsässer

    hört sich sehr gut an !

    Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit und vor allem Ihrem Mut.
    Die Arbeit Ihrer Redaktion gibt mir Kraft und stetig ungeahnte Einblicke. Ich wünsche mir für Sie und uns einen stetig wachsenden Leserkreis.

    Ralf Kroke
    Mönchengladbach

  4. juergenelsaesser sagt:

    Sehr geehrter Herr Kroke, ich danke für die übertragenen Ämter und gelobe, Sie allesamt „zum Wohle des deutschen Volkes“ auszufüllen. Einstweilen und keineswegs nur ersatzweise arbeite ich als Chefredakteur von COMPACT-Magazin weiter, dem Sturmgeschütz der Volksherrschaft. So war mir Gott helfe und mit herzlichen Gruß an Sie, Ihr Jürgen Elsässer

  5. rubo sagt:

    Genau, @Oswald Spengler, die großen Schandtaten der Soros und Co. waren möglich in der Phase der flexiblen Währungskurse.

  6. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    Herr Spengler,

    die Währung eines Landes muss stets der Produktivität der Wirtschaft entsprechen. Diese offenkundigen, zum Teil beträchtlichen Unterschiede innerhalb des Euro Währungsverbundes führen zu den aktuellen Verwerfungen.
    Die Argumente „Deutschland ist Exportweltmeister“ „wir (Deutschland) sind Gewinner des Euro) sind fasch, im Gegenteil! Allein die positiven Target 2 Salden der Bundesbank in Höhe von rund 700 Mio. Euro bei der EZB und die Lohn und Kaufkraftentwicklung in Deutschland widerlegen diese Aussagen. das Kind sitzt tief im Brunnen und keine Partei hat eine Aladin Wunderlampe. Es gibt aber Alternativen zum herkömmlichen „Schulden mit Schulden machen bekämpfen“ und „den Banken gesicherte Zinsgewinne auf Kosten der Bürger über die Rettungsschirme“ bescheren.
    Ist es das Ziel, dass Banken sich zu 1% bei der EZB Geld leihen, damit kurzfristige Schuldverschreibungen der Südländer zu mehr als 4% kaufen und von den Geldern der „Rettungsschirme“, für die der europäische Steuerzahler arbeitet und gerade steht, die Gewinne bezahlt werden?
    Für die riesigen, exponential wachsenden Schulden muss die EU Bevölkerung die Zinsen erarbeiten. Geschweige von einer Tilgung der Schulden.

    Es gibt interessante Vorträge, unter anderem von Prof. Sinn vom IFO Institut zum Thema Euro, Target 2 ect. .

  7. Y.Jones sagt:

    Spengler: flexible wechselkurse die national kontrolliert werden so wie in china und damals bei hitler sind dem euro doch wohl vorzuziehen. Da freut sich auch kein soros da diese Währungen nicht zum spekulieren freigegeben werden. Soros ist für einheitswahrung da so prognosen für aktien und staatsanleihen verlässlicher sind und gewinne für leute vom schlage soros noch fetter ausfallen. Ob soros geld mit aktien, devisen oder rohstoffen is dem egal. Hauptsache fette gewinne die möglichst bis ins detail vorhersehbar sind und somit verluste unmöglich machen

  8. ue sagt:

    Das sind doch mal gute Nachrichten.

  9. Zwar wird er das Ruder in der verkommenen Lnkspartei nicht herumreißen können, und für einen Übertritt in die AfD ist er vermutlich zu eitel. Oder macht ihm Bernd Lucke ein verlockendes Angebot? Herr Lucke, greifen Sie zum Telefon! Wenn sich bürgerliche und linke Euro-Kritiker vereinigen, ist das Europa der Geldfürsten am Ende!

    Jetzt ist es an der Zeit, über den eigenen Schatten zu springen, den Narziß zurückzunehmen und der Sache um der Sache willen zu dienen.

    Das wäre echt und wirklich. Und würde eine weitere, großartige Alternante für Deutschland öffnen! Ob wir rote, gelbe Kragen…

    Lucke & Lafo, das wär’s! Und die Merkelei kann Konkurs anmelden und in die Insolvenz gehen. Und die steinerne Millionen-Brücke über den Atlantik würde sang- und klanglos in diesem versinken und untergehen. Sie wäre dann nicht einmal mehr als Pier zu mißbrauchen.

  10. Jürgen Kamprath sagt:

    Ich sage nur so viel ,sicher es hört sich trivial an,meine Urgroßmutter hatte den Slogan man muss auch Fliegen essen können! Sie war eine tolle Frau sie lebe hoch! Jürgen Kamprath Ich wünsche einen guten Tag!

  11. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    Ich denke nicht, dass Herr Lafontaine zu eitel ist. Es ist eher die Möglichkeit und Perspektive seine Ideen weitestgehend umsetzen zu können, die Ihn eine Entscheidung diesen Schritt zu tun treffen lassen. Na vielleicht haben Herr Lucke und Lafontaine schon öfter miteinender geredet und sind weiter als wir denken. Dieser öffentliche Vorstoß war ganz bestimmt nicht aus dem Lamäng.

  12. Sturm sagt:

    Tut mir Leid, Herr Elsässer, aber langsam kann ich nicht mehr folgen. Erst singen Sie das hohe Lied auf den „tiefschwarzen“ Bayern-Uli und nun auf den Salonkommunisten Lafontaine. Wenn man hier keinen Widerspruch erkennen will, bleibt einem nur die Annahme, dass Sie eine hohe Sympathie für Provinzfürsten haben, denn das sind beide. Dazu passt auch der Verweis auf Napoleon. Sie sind doch nicht etwa Monarchist?

    Und nun noch ein Wort zu Uli Hoeneß, weil ich gerade dabei bin: Haben Sie mitbekommen, wie erbärmlich der sich vor zwei Tagen in einem „quasi öffentlichen“ Brief an Mutti Merkel gewandt hat? Erklären wolle er ihr das alles, der Mutti…Ohne Worte! Kommt da von Ihnen noch ein Statement?

  13. juergenelsaesser sagt:

    Sturm: Alle, die von den großen Finanzmächten gehasst werden, haben meine Sympathie, egal ob schwarz, rot oder welche Farbe auch immer. – Höneß selber ist erstmal kein Thema auf diesem blog mehr – sondern Thema eines Artikels in der Juni-Augabe von COMPACT-Magazin.

  14. Hans Hubert sagt:

    Genau, Lafo wechselt zur AfD.

    Was um alles in der Welt schreibst du hier nur?!😀

  15. chicano sagt:

    @ jürgen

    „Sturm: Alle, die von den großen Finanzmächten gehasst werden, haben meine Sympathie, egal ob schwarz, rot oder welche Farbe auch immer. “

    wie mir diese ansicht missviel und missfällt!!!
    doch leider muss ich sie teilen.

    lieber eine hand voll räuberbarone als das der ring nach mordor geht……

  16. Als Partei sind wir seit November 2012 existent.Das was dieser „Saarländer“ so von sich gibt,hätte oder hat er,von uns abgeschrieben? DNV – Deutsche Nationalversammlung.Dieses und noch viel mehr,wollen wir erreichen.Die wichtigste Aussage von uns ist aber die Verwirklichung des Art.146 GG für und mit dem deutschen Volk.Eine Verfassung für unser gebeuteltes Deutschland,was dann alles andere nach sich zieht.

  17. Wahr-Sager sagt:

    Vorhin in der Jungen Freiheit gelesen:

    „Die derzeitige Bundesvorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, will dagegen von einer Annäherung an die AfD nichts wissen. Diese sei ‚eine Rechtspartei, die wirtschaftspolitisch neoliberal, demokratiefeindlich, außenpolitisch militaristisch und latent rassistisch ist‘, schrieb Kipping in einem Gastbeitrag für das Neue Deutschland. ‚Wir sagen Ja zum Euro, aber Nein zur Spar- und Kürzungspolitik in Deutschland und Europa.'“

  18. saito sagt:

    Lafontaine ist ein Mann mit Verstand und gelegentlich auch dem Mut Unliebsames zu sagen.
    Wenn Oskar aber als LINKER glaubwürdig bleiben will, kann er nicht in eine neoliberale Partei wie die AfD eintreten. Dort würde es ihm sehr schnell genauso ergehen, wie in der SPD.

    Der €uro ist von verschiedenen Seiten als Fehler bezeichnet worden und gehört abgeschafft.Auch die Partei die LINKE sollte
    sollte sich von dem Traum lösen, der €uro würde die EU voranbringen, bevor es zu spät ist. Die Mehrheit der Bürger wendet sich vom €uro ab.

    mit freundlichen Grüßen

  19. Sturm sagt:

    Lieber Herr Elsässer, jetzt muss ich mich aber doch noch mal melden. Sie wollen nun aber nicht wirklich behaupten, dass Herr Hoeneß ein heldenhaftes Opfer der „Finanzmächte“ ist. Amigo Hoeneß hat ja wohl nun eine ganz eindeutige Ausrichtung und die ist „pro reich“. Qualifizierter kann man es nicht ausrücken , denn von Politik und Ideologien hat er nicht mehr Ahnung als jeder andere oberbayrische Stammtischbruder. Er hat sich nur zu gern mit den Großkopferten der Konservativen gezeigt und politisch gern ganz nach rechts gesetzt. Und weil aber sein politischer Horizont nur von der Bayern-Arena bis zur Nürnberger Würstchenbude reicht, ist ihm entgangen, dass sich Deutschland in den letzten 20 Jahre vollständig verändert hat. Vom Reichtum der 80er ist nix mehr übrig. Die Substanz ist weg. Das weiß der Uli natürlich nicht, na klar!. Er war ja einer der Profiteure. Deshalb proletet er auch bei jeder Gelegenheit- ganz Unions-konform – herum, dass es den Deutschen so gut wie noch nie ginge und die doch bitte mal nicht so rumjammern sollen. Nichts hat er begriffen, der Landkonservative Hoeneß, nicht dass sich die Zeiten geändert haben, nicht dass er verdammtes Glück im Leben hatte und nicht, dass die gute Angela alles andere ist als seine beste Freundin. In seiner Kleingeistigkeit übersieht er völlig, gegen wen es hier geht. Er ist das Bauernopfer- Paradepferd der Blockparteien. Durch sein Negativbeispiel rennen jetzt die ganzen „Mittelreichen“ los und zeigen sich selber an. Perfekt! Das spült richtig Kohle ins deutsche Finanzloch. Und außerdem kann man an dem Hoeness auch noch ganz wunderbar- sozusagen als Sahnehäubli auf dem Wahlkampfgetöse- ein Exempel für den Pöpel statuieren. „Seht her, Volk, keine Ausnahmen für Superreiche. Der Uli fährt ein, aber so richtig! 5 Jahre Knast für den bösen Steuerbetrüger!“ Mitleid habe ich allerdings keines, denn er ist nichts weiter als ein Pharisäer. Und sein Gutmenschentum wurde im Übrigen auch nur denen zuteil, die ihm in den Allerwertesten gekrochen sind.

    So- das war’s, musste ich loswerden. Ja, ich weiß, es ist das falsche Thema an dieser Stelle, aber Sie können es ja löschen oder zum Uli Hoeneß Thread rüberschieben.

    Am Ende will ich übrigens noch mal herzlichst Danke sagen für den wertvollen Journalismus, den Sie hier machen (wenn ich auch zuweilen anderer Meinung bin). Das Magazin Compact ist ein politisch-journalistisches Kunstwerk, dass seinesgleichen sucht. Gerne würde ich es auch kaufen, wohne aber in England. Wie sieht es mit Auslandsversand aus?

  20. juergenelsaesser sagt:

    Sturm: Lieber Kritiker, danke!, selbstverständlich können Sie COMPACT auch in Großbritannien abonnieren, das geht ganz einfach:
    https://www.compact-magazin.com/abonnements/abonnement-ausland/
    Zur Causa Höneß: Dass einer reich ist und vom System profitiert hat, bedeutet nicht, dass er zu den Finanzmächten gehört und notfalls als Bauernopfer herhalten muss. Ich erinnere an Fälle wie Strauss-Kahn, Kachelmann, und, auf anderer Ebene, Möllemann.

  21. schnehen sagt:

    Lafontaine schreibt:

    „Die einheitliche Währung hätte von Bestand sein können, wenn die beteiligten Länder eine aufeinander abgestimmte produktivitätsorientierte Lohnpolitik verfolgt hätten. Weil ich diese Lohnkoordination für möglich hielt, habe ich in den 90iger Jahren die Einführung des Euro befürwortet.“

    Also:

    Die einheitliche Währung hat nach Ansicht von Lafontaine keinen Bestand mehr.

    Eine gute Erkenntnis, die sich aber erst noch bei Kipping, Gysi und Co durchsetzen muss, und wird sie das, wo der krebskranke Lafontaine praktisch heute außen vor ist und sich die Machtverhältnisse in der sog. Linkpartei zugunsten der rechten Linken verschoben haben – eine Entwicklung, die er nicht wieder rückgängig machen kann, weil er nicht mehr die Kraft dazu hat.

    Hätte der Euro bei einer ‚aufeinander abgestimmten, produktivitätsorientierten Lohnpolitik‘ aber Bestand haben können?

    Dazu ist Folgendes zu sagen:

    Erstens:

    Eine aufeinander abgestimmte Lohnpolitik ist in einem Verbund unmöglich, der von bestimmten Ländern dominiert wird. Und diese Dominanz der deutschen Wirtschaft, besonders der Finanzwirtschaft, bestand, zusammen mit dem französischen Imperialismus, von Anfang an. Von Anfang an – und das sollte Lafontaine mitbekommen haben – bestand da ein Diktat der Starken über die Schwachen. Starke und schwache imperialistische Länder finden nie zusammen. Es ist wie im Dschungel: Es herrscht das Recht des Stärkeren über die Schwächeren.

    Zweitens:

    Selbst wenn man (realitätsfern) annimmt, dass eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik in einem Europa ohne den Einfluss sozialistischer Länder (so wie früher) möglich gewesen wäre, wäre die einheitliche Währung zum Scheitern verurteilt gewesen, weil das Scheitern tiefere Ursachen hat als nur durch eine bestimmte Lohnpolitik bedingte. Die tiefere Ursache besteht darin, dass ein großes imperialistisches Land, das eng mit dem angloamerikanisch-zionistischen Bankenkartellen verbunden ist, versucht hat, den anderen Ländern seinen Willen aufzuzwingen – und zwar in jeder Beziehung, nicht nur in lohnpolitischer Beziehung, vor allem aber in finanzpolitischer und machtpolitischer Beziehung.

    Meine Hypothese:

    Lafontaine versucht seine Zustimmung zum Euro nachträglich mit fadenscheinigen Begründungen zu rechtfertigen und jetzt, wo er sieht, dass man gegen den Euro sein muss, um Wahlerfolge zu erzielen, springt er auf den fahrenden Zug, um ein Wahldesaster für seine Partei abzuwenden. Aber jetzt, Herr Lafontaine, ist es leider zu spät. Der Zug ist abgefahren – ohne die Linke.

  22. Jakobiner sagt:

    Endlich: Oskar Lafontaine- die proletarische Gegenantwort zur neoliberalen Alternative für Deutschland. Mit der AfD wählt man zwar den Euro ab, aber ebe auch das neoliberale Steuerkonzept von Kirchhof (flat tax ala Reagan/Thatcher von 25%für alle, auch die Reichen, was zu einem ewigen Finanzloch in der Staatskasse und der Abschaffung des Sozialstaates führen würde). Mit der AfD wählt man auch ein neoliberlaes Cameron-Europa mit weiteren Privatisierungen, Deregulierungen, Sozialabbau,etc.Endlich: Lafontaine macht mal die antineoliberlae Position auf.Ich hoffe nur, dass sich er und Wagenknecht gegen die Kippings und Riexinger durchsetzen können. Und wo steht der Gysi?

  23. Albine sagt:

    Zitat: „100 Tage war der Franzosenkaiser auf Elba verbannt. In Paris mästeten sich die Hofschranzen des Ancien Régimes. Da packte den alten Haudegen das Fieber…“

    Napoleon war etwa 10 Monate auf Elba, dann kehrte er nach Frankreich zurück. Die Zeit von da an bis zu seiner zweiten Abdankung wird als Herrschaft der 100 Tage bezeichnet.
    Sollte es für Saarpoleon ähnlich kommen, wird bis zur Heirat mit Julia Bonk die Stimmung flachliegen.

  24. MultiStar83 sagt:

    @ Sturm
    Tut mir leid, falls es kleinlich klingt, aber Lafontaine ist und war nie ein „Salonkommunist“, sondern stets ein wahrer Sozialdemokrat oder bestenfalls ein Sozialist. Kommunisten waren Leute wie Walter Ulbricht, Erich Honecker, Ernst Thälmann oder vor und während des 2. Weltkriegs ein Herbert Wehner. Auch Chavez war kein Kommunist, sondern stets ein Sozialist, zudem noch ein christlicher. Der langjährige Staatspräsident von Tansania, Julius Nyerere war übrigens aus ähnlichem Holz wie Chavez geschnitzt. Aber der ist lange vergessen.

  25. Deutschland zurück zur DM und Österreich zurück zum Schilling

  26. 9 11 pirat sagt:

    Nieder mit dem Euro,Teuro kann ich nur zustimmen.Doch den Lafontaine kann ich nicht leiden.Tüftel gerade daran wie eine Alternative zur EU aussehen kann.

  27. 9 11 pirat sagt:

    Hallo Herr Schramm Euschlöcher ist ein toller Slogan!

  28. me. sagt:

    Das hat der Jakobiner doch jetzt richtig nett gesagt. Mir gefällt’s auf jeden Fall. So inhaltlich, mein ich.
    Gysi muss sagen, was nützt uns die sogenannte Vollbeschäftigung in Deutschland wenn wir die horrende Arbeitslosigkeit in den anderen Staaten subventionieren müssen.
    Weil siehe Text Oskar Lafontaine und Gysi eh schon immer gegen einen Bonzeneuro war. Betonung auf Bonzen.

  29. Zeckentod sagt:

    Der soll doch nur der AFD Stimmen abjagen – und hinterher bleibt alles beim Alten und Frau Ferkel reibt sich die Hände, ähh, ihre Klauen!

  30. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    nein die einzige Möglichkeit eine funktionierende Einheitswährung zu schaffen wäre die Produktivität der jeweiligen Volkswirtschaften aufeinander abzustimmen. Das das nicht möglich ist ist der Euro von Anfang an ein zum Scheitern verurteilt gewesen. Aber man wollte ja keine Gemeinschaftswährung der Gemeinschaft wegen sonder der Vergemeinschaftung wegen. Kontrolle ist und war das Ziel.
    Ich hoffe die AFD schafft es sich in der Kürze der Zeit medienwirksam darzustellen. Es ist wichtig, die wirklichen Ziele
    und Inhalte im Zusammenhang dem Wähler näher zu bringen.
    Beiträge wie der von Frau Kipping im neuen Deutschland AfD sind derzeit bezeichnend.

    In diesem Zusammenhang kann ich dem Gastbeitrag von Frau Kipping noch hinzufügen, dass ich „gehört“ habe das bei AfD Vorstandstreffen alle Teilnehmer rote Badekappen tragen und ein Sowjetstern verbrannt wird.

  31. ralfkroke@googlemail.com sagt: Mai 4, 2013 um 08:28

    … man wollte ja keine Gemeinschaftswährung der Gemeinschaft wegen sonder der Vergemeinschaftung wegen. Kontrolle ist und war das Ziel.

    Das war und ist halt die Position einer monetaristischen Religion. Für die Milton Friedman sogar einen Nobelpreis erhalten hat. Das ist unglaublich aber die traurige Wahrheit.

    Man betet das goldene Kalb an und meint sogar, daß es eines aus Papier auch tut und sogar noch viel besser funktioniert.

  32. Kant sagt:

    Selbstverständlich gibt es einen wichtigen Schnittpunkt der LINKEN mit der AFD :

    Prof. Lucke: “ Man hätte nicht fragen sollen: ´Wollt Ihr, dass die armen Griechen Geld von Euch kriegen? Wollt Ihr die Griechen retten mit Euern Steuergeldern. Sondern man hätte fragen sollen: amerikanische Hed-Fonds, zyprische Banken, britische Versicherungsgesellschaften und dann natürlich unser guter alter deutscher Bekannter, die Hypo-Real-Estate, die haben sich verspekuliert, wollt Ihr ihnen mit Eurem Steuergeld aus der Patsche helfen?!´ Wollt Ihr das tun, um sie weiter zu Spekulationen in Griechenland, in Irland, in Portugal, in Spanien, in Zypern, und jetzt demnächst womöglich auch in Slowenien und Italien, in Frankreich zu ermuntern ?…“ DAS SIND vor allem und ganz besonders Thesen der LINKEN … und allein die LINKE hat geschlossen im Bundestag gegen alle ‚Reichenrettungsprogramme gestimmt‘ !

    Die andere Seite ist „dass die AfD eben nicht nur gegen den Euro ist, sondern auch die Reste des Sozialstaates bekämpft und für Erwerbslose und Hartz-IV-Bezieher nur Verachtung übrig hat.“ http://www.ulla-jelpke.de/news_detail.php?newsid=2615

    Und in einem ntv-Interview sagt Sarah : „Die AfD vertritt keine Perspektiven eines sozialen Europas oder eines sozialen Deutschlands. Ihre Steuerpolitik läuft eher auf eine beschleunigte Umverteilung nach oben hinaus mit weiteren Steuersenkungen für Reiche.“

    Ich bleibe dabei, die AfD ist ein neoliberales U-Boot …. und die Fronten in Europa verlaufen nicht zwischen Südländern und Nordländern o.ä. SONDERN zwischen Lohnabhängigen,kleinen Selbständigen, Transferbeziehern UND den ELITEN und ihren Lakaien innerhalb der Politik, den Medien und der Justiz !

  33. juergenelsaesser sagt:

    Kant: Die Frage, die Sie endlich mal klar kriegen müssen: Müssen sich Linke, wie es Oskar vorgemacht hat, mit der AFD beim Thema Euro verbünden, trotz gewisser Unterschiede in der sozialen Frage? Oder will Die Linke und damit auch Sie wegen Differenzen in der sozialen Frage weiter auf Abstand zur AfD bleiben?

  34. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    das sagt Sarah ! ? Aha Sie glaube ich bei den Linken und nicht bei der AfD. Frau Kipping meinte auch einen Einschätzung über die neue evl. Konkurrenz abgeben zu müssen wie viele andere auch. Der Ansatz das Problem von Grund auf anzupacken und nicht die Symptome zu bekämpfen ist alternativ los und richtig. Das es kein Patentrezept geben kann und alle Maßnahmen zur Problemlösung, angesichts des Ausmaß der Schuldenberge erhebliche Anstrengungen erfordern ist jedem klar. Nur so kann es doch nicht weitergehen. Die Rettungsschirme für die die europäischen Steuerzahler haften sind das Eine. Von den möglichen Abschreibungen der offenen Target 2 Forderungen der Bundesbank an die EZB in Höhe von rund 700 Mio. Euro
    redet kaum jemand. Welche Lösung gibt es wenn man das Problem nicht erkennen will? Wer glaubt die jetzigen Maßnahmen der Regierungsparteien haben keine sozialen Einschnitte zur Folge ist ein Träumer oder leidet unter Realitätsverlust.

  35. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Vielleicht ist die Vision, Lafontaine könnte in die AfD eintreten, allzu verwegen. Es ist ja auch die Frage, ob das wahltaktisch klug wäre. Aber eine gewisse Zusammenarbeit wäre wunderbar. Etwa eine Podiumsdiskussion.

    Dann würden alle Leute sehen, daß es nicht „links“ oder „rechts“ ist, wenn man EU-kritisch, ESM-kritisch, €-skeptisch ist, sondern einfach eine Frage des gesunden Menschenverstandes!

    Wie wäre es, wenn COMPACT ausgewählte AfD-Leute, Lafontaine und Wagenknecht auf ein Podium holt? Da dürften dann auch E-Skeptiker außerhalb der AfD nicht fehlen.

    Wenn es mit einem Podium nicht geht, dann vielleicht eine Artikelserie, ein Sonderheft?

  36. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Sturm: „Monarchie“

    Der Begriff wird leider völlig verdreht gebraucht, nämlich ausschließlich im Sinne von „Erbmonarchie“.

    Monarchie bedeutet aber etwas VÖLLIG ANDERES!
    Nämlich die Herrschaft eines EINZELNEN. Keine Rede davon, daß das automatisch bedeuten müsse, daß der Sohn dieses Alleinherrschers dann die Nachfolge antreten müßte.

    Die Idee ist natürlich belastet durch die Möglichkeit, daß ein Alleinherrscher eine Willkürherrschaft, eine Tyrannei einrichten könnte. Aber wie man deutlich sehen kann, sind Herrschaftssysteme, die im Wege der repräsentativen Demokratie errichtet werden, trotz aller „checks and balances“ keineswegs davor gefeit, in eine tyrannische Willkürherrschaft zu münden; keinesfalls davor gefeit, ein Marionettenregime für die absolutistischen Gelüste fremder Mächte abzugeben; keinesfalls davor gefeit, eine Herrschaft eines korrupten Politklüngels zum Schaden des Volkes zu bilden.

    Es gibt in der Wirklichkeit durchaus Einzelne, die als Lenker eines Staates einen Großteil der Macht in Händen hatten und durchaus zum „Nutzen des Volkes“ („brd“-GG) handelten. Gaddafi und Chavez sind unter anderen Beispiele dafür.
    Und der US-Präsident ist derart vollständig mit Befugnissen ausgestattet, daß kein Schah oder Zar daran heranreicht. Und die Befürchtung, daß dieser Alleinherrscher zum volksfeindlichen Terminator wird, ist gerade bei diesem Autokraten Wirklichkeit geworden.

    Es sind mit Sicherheit Regeln denkbar, die verhindern, daß ein Alleinherrscher zum Volksschädling und Tyrannen wird.
    Die beste Demokratie ist noch nicht entwickelt, die beste Verfassung noch nicht geschrieben!

  37. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Wenn ich von korruptem volksschädlichen Politklüngel gesprochen habe, dann meine ich so etwas:

  38. Karl_Murx sagt:

    @Dr. Gunther Kümel:

    Dieses Panoptikum an deutschfeindlichen Ideologen, Nationalmasochisten und Hochverrätern, für deren Äußerungen man sie auf Grund existierender Paragraphen jederzeit verklagen könnte, gäbe es in Deutschland noch einen Rechtsstaat, regiert uns schon viel zu lange Zeit.

  39. me. sagt:

    Hier der Chef der AfD und seine 243 Mainzelmännchen.
    So siehts aus. Und unten ist das ambintionierte Plädoir des AfD Chefs zur Lohnzurückhaltung.
    Und da wird hier aufm Blog gefantert das es schön wäre wenn Lafontaine der AfD beiträte? Was trinkt ihr? Das will ich auch🙂

    „Im „Hamburger Appell“, den Lucke gemeinsam mit den Professoren Thomas Straubhaar und Michael Funke initiierte und den 243 Ökonomen unterstützten, hieß es, die wirtschaftliche Lage nötige Deutschland „zu äußerster Lohnzurückhaltung“.

    Wörtlich: „Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, also durch eine verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird.“

    Prof. Dr. Bernd Lucke,
    Universität Hamburg

    „Hamburger Appell“
    http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_vwl_iwk/paper/appell.pdf

  40. me. sagt: Mai 4, 2013 um 16:16

    “Im “Hamburger Appell”, den Lucke gemeinsam mit den Professoren Thomas Straubhaar und Michael Funke initiierte und den 243 Ökonomen unterstützten, hieß es, die wirtschaftliche Lage nötige Deutschland “zu äußerster Lohnzurückhaltung”.

    Wörtlich: “Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, also durch eine verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird.”

    Hm, hm… Das ist starker Tobak, in der Tat. Und nach meiner unmaßgeblichen Meinung falsch. Man müßte wissen, wie er darauf kommt, auf das schmale Brett.

  41. Stephan Becker sagt:

    @Jakobiner
    Herr Kirchhoff wollte nicht nur eine Flat Tax, sondern auch die Abschaffung aller Abschreibungsmoeglichkeiten. Deswegen verschwand er ziemlich schnell wieder in der Versenkung. Das Ganze haette vermutlich nicht zu einem Steuerloch gefuehrt.

  42. Mister Panopticon sagt:

    Jo, so wie Sie es sagen, sieht es aus.😉 Das zentrale Problem, das die Geschicke der Welt schon seit mehr als 200 Jahren bestimmt, blendet die AfD genauso wie alle andern Parteien auch, grandios aus: Nämlich die private Wertschöpfung der Banken „ex nihilo“, samt Zins und Zinseszins, der von der globalen Gemeinschaft, ob nun Großindustrieller oder Proletarier, finanziert wird. Dr. Harald Lesch nannte das „das perfekte Kapitalverbrechen“. Darüber lässt sich grundlegend die massive Steuerlast, als auch die massive Staatsverschuldung in fast allen Ländern des Planeten, erklären: Die Banken ziehen, für ihre reine Existenz, über die Geldschöpfung massive „Steuern“ ein, für die die Länder des Planeten aufzukommen haben- und sie legen auch selber fest, wie hoch diese Steuern sind. Spitzenreiter bei dem Spiel sind natürlich NY und London; aber die 55 Billionen(!), die bei der Deutschen Bank als Derivate herumschwirren (-Frankfurt hat schließlich auch eine über 200 Jahre alte Tradition, und einige der berühmt-berüchtigsten „Finanz-Mogule“ hervorgebracht…), sind auch ein erkleckliches Sümmchen, mit dem sowohl Industrie als auch Suppenküchen-Besucher so Einiges anfangen könnten. Der Euro war ja von der anfänglichen Zielsetzung so konzipiert,der Allmacht der amerikanischen Banken (dem Dollar) entgegenzutreten (-wundert es von daher, dass England, mit der City of Löndon, dem Euro nicht beigetreten ist…?), aus der Erkenntnis heraus, dass die einzelnen Landeswährungen von NY (siehe z.B. Soros) in der Luft zerfetzt werden können. Länder,wie z.B. der Iran,oder vor kurzem Libyen, dürfen erfahren, was es heißt, sich der Dollar-Banken-Hegemonie entgegenzustellen. Zur anfänglichen Zielsetzung des Euro kamen neben den häufig und hinlänglich genannten strukurellen binnen-europäischen Problemen allerdings noch die Akteure im „Hintergrund“ hinzu, die allerdings, wenn man Monti/Draghi/Goldman Sachs nimmt, nicht einmal so versteckt sind (siehe auch den Weg Griechenlands in den Euro…), und von vornherein das Projekt unter ihre Kontrolle genommen haben. (Rockefeller, Bilderberger, etc. etc. sind alle hinlänglich bekannt). Des Weiteren ist durch die „freie Wertschöpfung“ der gesamte globale Kapitalmarkt in sattsam bekannten Händen, und dass ein Banker dem anderen kein Auge aushackt, ebenso. Wie dem entgegentreten? Global? Denn eine Insellösung wie Deutschland AG ist wieder entweder nur ein Ableger von „Banking United“, oder aber ggf. ein bequemer Auslöser für WW3 (also: verschwörungstheoretisch gesprochen: Business as usual…) Auf diesen gesamten Fragenkomplex kann, oder will, die AfD (aber auch die Linke) keine Antworten liefern, obwohl er sich permanent aufdrängt, und es dringend (planetar) notwendig ist! Stattdessen bei der AfD: Weitere Versklavung des unteren Betriebspersonals, und ein wenig regionales Wohlfühl-Klima statt wirkliche -demokratisch legitimierte- Souveränität, wozu die REALE Kontrolle über das eigene Finanzwesen gehört. Die D-Mark klingt(!) gut, ändert aber erstmal (aus genannten Gründen) nichts, und ist in gewisser. perverser, Weise sogar ein Rückschritt gegenüber dem ökonomischen Hintergrund, auf dem der Euro entstanden ist- leider! Übrigens: Gold-Standard? Nein Danke! Das war das vorvergangene (Zins-)Knechtungsverfahren, und hat bereits mehr Länder in der Geschichte in den Abgrund gerissen, als man zählen kann!

    Empfehlenswertes, sehr einfach gehaltenes Buch übrigens: Stephen Zarlenga: „Der Mythos vom Geld- die Geschichte der Macht“ Libertäre kriegen bei dem Buch vermutlich einen Anfall, als ob man ihnen ein rotes Tuch zeigt (weil nämlich: Geldschöpfung in -demokratischer- Staatshand statt in privater Bankenhand=Totalitarismus) , und man muß nicht alles darin teilen- trotzdem lesenswert!

  43. Kant sagt:

    “ Sie erinnern sich? Der Titel ist die Parallele zu unserem Artikel vom 4. Februar, der ein Video der spanischen Bügerrechtsbewegung 15-M aus Spanien präsentierte, gerichtet an alle Deutschen. Jetzt gibt es die Antwort aus Deutschland, passenderweise gedreht vor der EZB in Frankfurt.“

    http://uhupardo.wordpress.com/2013/05/04/die-antwort-hola-spanier-hort-mal-einen-moment-zu-bitte/

  44. chicano sagt:

    es dürfte wahrlich schwer werden ein derart zersetzendes gesocks zu toppen @ kümel und karl murx

    vollste zustimmung auch zu kümels kommentar vor dem netten bilderreigen….es ist meiner meinung nach nicht nur die beste demokratie noch nicht entwickelt, sie wird es wohl auch nie werden. jede regierungsform birgt ihre eigenen schwierigkeiten. wir können nur immer darum kämpfen, ein mindestmaß an gerechtigkeit zu bewahren, um nicht in völlige dunkelheit zu stürzen-

    in einer komplett relativistischen welt, in der die letzten wahrheiten und natürlichen gegebenheiten gnadenlos niviliert werden aber, müssen wir uns wohl auf die perfideste gesinnungsdiktatur gefasst machen, die die welt jemals gesehen hat…..und da sind die hauptdarsteller „ihrer“ clips auch ganz, ganz vorne mit dabei.

    wenn so etwas herrscht, wie widerwertig…..

  45. Mister Panopticon sagt: Mai 4, 2013 um 23:06

    Jo, so wie Sie es sagen, sieht es aus.😉 Das zentrale Problem, das die Geschicke der Welt schon seit mehr als 200 Jahren bestimmt, blendet die AfD genauso wie alle andern Parteien auch, grandios aus: Nämlich die private Wertschöpfung der Banken “ex nihilo”, samt Zins und Zinseszins, der von der globalen Gemeinschaft, ob nun Großindustrieller oder Proletarier, finanziert wird. Dr. Harald Lesch nannte das “das perfekte Kapitalverbrechen”.

    Ja, das ist es. Und zwar in allen (!) möglichen Sinndimensionen und Lesarten des genial treffenden Begriffs.

  46. @ Dr. Gunther Kümel
    @ Karl_Murx

    Den rotzgrünlichen Antideutschen beginnt jetzt allmählich die Muffe zu gehen, nachdem die Öffentlichkeit zu rezipieren beginnt, daß diese zwar die Deutschen nicht leiden können, dafür aber deren Kinder um so mehr.

  47. gerina sagt:

    Wer sich für die AfD engagieren oder einfach nur an den Treffen teilnehmen möchte, hat im Raum Köln/Bergisches Land in Kürze die Gelegenheit hierzu:

     Dienstag, 7. Mai 2013, 19:00 Uhr
     Donnerstag, 23. Mai 2013, 19:00 Uhr
     Dienstag, 4. Juni 2013, 19:00 Uhr

    Lokation: Restaurant „Am Fürstenbrünnchen“
    (Alt Lückerath 1, 51429 Bergisch Gladbach, Tel: 02202/35341)

    Die Tagesordnung wird zukünftig immer aus folgenden Punkten bestehen:
    1. Aktuelle Informationen, vor allem aus der Bundes- und Landesebene
    2. Unser Wahlkampf vor Ort
    a. Erfahrungsaustausch
    b. Koordination gemeinsamer Aktionen
    c. Berichte aus den einzelnen Wahlkampfgruppen
    3. Verschiedenes

  48. Eveline Kmietzyk sagt:

    .Mister Panopticon sagt:

    Mai 4, 2013 um 23:06
    …genauso wie alle andern Parteien auch, grandios aus: Nämlich die private Wertschöpfung der Banken “ex nihilo”, samt Zins und Zinseszins, der von der globalen Gemeinschaft, ob nun Großindustrieller oder Proletarier, finanziert wird. Dr. Harald Lesch nannte das “das perfekte Kapitalverbrechen”. Darüber l

    Ich empfinde es auch so. Die AfD mit oder ohne Lafontaine gehören zum System, sie sind nicht neu wurzelgründelnd unterwegs.

    Was ist gesichert?
    Die alte Schablone der Politik heisst Teile und Herrsche. Und das Wahlvolk muss immer nach „die da oben“ schauen.

    Die Frage ist, wo ist die gute Lösung?

    Jörg Schönenborn und Putin

    „Wie heißen Sie?
    Schönenborn, Jörg Schönenborn.
    Putin: Also JÖRG…….“
    Ein Türöffner für die neue Zeitqualität, von Putin, durch Putin.

    Die Kette der europäischen Union wird reißen. So wie es hier „unten “ gärt, so gärt es auch dort „oben“.

    Geld und Armut gehören zusammen.
    Nehmen sie uns das Geld, nehmen sie uns die Schuld und die Armut. Ich glaube nicht, dass die alten Herrschaften uns davon befreien wollen.

    Zumal die neuen Geldsysteme doch auch schon da sind Ob Popp, Hörmann,
    Und Frau Merkel plaudert so ganz entspannt die letzten Tage aus dem Nähkästchen, das finde ich beachtenswert.

  49. ralfkroke@googlemail.com sagt:

    Herr Mister Panopticon,

    das was Sie sagen unterschreibe ich. Jedoch sollte man das Maß der Forderungen an diese neue Partei im Auge behalten. Ich denke wenn überhaupt, besitzt diese Partei das geistige Potenzial auch diese Verwerfungen medienwirksam offen zu legen. Das das Zinseszins und Schuldsystem einen immer wiederkehrenden Kollaps hervorrufen ist den Herren sicherlich klar. Was ist die bessere Alternative ? Ich denke unter den 6 Parteien ist es in der jetzigen Situation die AFD.
    Geben Sie dieser Partei etwas Zeit und reißen Sie nicht gleich den Arm ab wenn erst der erste Finger zu erkennen ist.

  50. chicano sagt: Mai 4, 2013 um 23:31

    in einer komplett relativistischen welt, in der die letzten wahrheiten und natürlichen gegebenheiten gnadenlos niviliert werden …

    … gibt es doch noch eine einzige absolute Größe. Und es kommt dann sehr darauf an, was wir dort einsetzen. Den Holocaust z.B., wie dies die NWO erfordert, oder Gott, wie dies der Christus empfiehlt, oder …. [Selbstzensur]

  51. Jakobiner sagt:

    Erste Reaktionen zu Oskar aus der Linkspartei (Frankfurter Rundschau):
    Lafontaines Lebensgefährtin Sahra Wagenknecht stützt ihn. „Die AfD hat in vielen Punkten recht“, sagte sie dem Sender n-tv – auch wenn manche in ihren Reihen womöglich bereit wären, die nationalistische Karte zu ziehen.Parteichef Bernd Riexinger hält indes dagegen. Die Linke sage Nein zur Sparpolitik und Ja zum Euro, ließ er wissen. Und: Die Linke sei links und die AfD rechts. Die Co-Vorsitzende Katja Kipping schrieb im Neuen Deutschland, die AfD sei „eine Rechtspartei, die wirtschaftspolitisch neoliberal, demokratiefeindlich, außenpolitisch militaristisch und latent rassistisch ist“. Dass Riexinger und Kipping zeitgleich reagieren, zeigt, wie ernst sie die Sache nehmen.
    http://www.fr-online.de/politik/die-linke-linke-empoert-sich-ueber-lafontaine,1472596,22662486.html

  52. Mary J. sagt:

    Lasst mal Lucke und Lafo über den Mindestlohn reden….das wird witzig.

    Als Lucke bei „Unter den Linden“ zu Dietmar Bartsch (LINKE) sagte, die italienischen Löhne seien wegen des Euro viel zu hoch, hat dieser beinahe einen Herzanfall bekommen und fing an zu hyperventilieren.

    Ich glaube hier sind viele Wünsche und Projektionen unterwegs. Die AfD hat mit Sozialismus nix am Hut – Gott sei Dank!

  53. Freidank sagt:

    Als Mitglied der AfD, das nun schon bei mehreren, auch nicht-öffentlichen Parteitagen dabei war, kann ich zur Diskussion folgendes beitragen:
    Die Gefahr, daß sich in dieser Partei marktradikale Positionen verfestigen, besteht. Entschieden ist die Sache allerdings noch lange nicht.
    Als es beim Parteitag in Berlin darum ging, ein Verbot der Privatisierung von Wasserwerken ins Programm zu nehmen, war die Hälfte der Mitglieder dafür, die Hälfte dagegen. Da Änderungsanträge mit 75% bewilligt werden mußten, kam der Punkt nicht ins Programm.
    Lucke selbst weicht der Frage aus, weil er ahnt, daß sie zur Zerreißprobe werden könnte. Er meinte, er hätte sich noch keine Meinung dazu gebildet.
    Bei einem Landesparteitag habe ich erlebt, wie Kandidaten, die sich z.B. gegen eine Privatisierung der Bahn gestellt oder sich explizit zu sozialer Politik bekannt haben, deswegen durchgefallen sind.
    Nichts Gutes verheißt die Erklärung, man wolle „Experten“ mit der Ausarbeitung des Vollprogramms beauftragen. Darunter fällt insbesondere die Sozialpolitik.
    Aber meckern gilt nicht! Ich rate jedem, der daran etwas auszusetzen hat: Hinein in die AfD und dafür sorgen, daß die Mehrheitsverhältnisse sich ändern!
    Es lohnt auf jeden Fall einen Versuch, denn diese Partei hat das Potential, den Traum eine Volksinitiative von Lafontaine bis Gauweiler wahr werden zu lassen.
    Die Euro-Kritik, die EU-Kritik, das Pochen auf nationaler Souveränität, die Migrationskritik, die Kritik an der political correctness das sind so viele vielversprechende Ansätze, das wiegt zusammen mehr als die allerdings auch nicht ganz unbedeutende soziale Frage.

  54. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Mary J. sagt:
    Mai 6, 2013 um 06:44

    Ich glaube hier sind viele Wünsche und Projektionen unterwegs. Die AfD hat mit Sozialismus nix am Hut – Gott sei Dank!

    Was ist , war so schlimm am Sozialismus und was ist heute besser?

  55. Mary J. sagt:

    @ Eveline

    Der Sozialismus ist eine Fehlkonstruktion. Aber es ist muessig darueber zu reden, weil die Sozialisten eh unbelehrbar sind. Der Sozialismus scheitert immer und ueberall und dennoch wollen seine Anhaenger weiterhin mit dem Kopf durch die Wand, und es immer wieder versuchen.

    Aktuell koennen Sie in Frankreich sehen, wie der Sozialist Hollande nach nur einem Jahr im Amt die franzoesische Wirtschaft an die Wand faehrt.

  56. Mary J. sagt:

    Hallo Freidank,

    danke fuer diesen Beitrag.

    Alle Parteienforscher meinen immer, Ein-Thema-Parteien koennten keine Erfolge einfahren. Ich persoenlich sehe das ein wenig anders. Je breiter sich die AfD positioniert, desto mehr weicht der gemeinsame Nenner auf, naemlich die Aufloesung des Euroraumes bzw. seine Modifikation.

    Die Piraten sind ein gutes Beispiel. Solange die Piraten als reine Buergerrechtspartei auftraten, waren sie hoch im Kurs. Doch dann setzten sich die Leute durch, die meinten, man braeuchte unbedingt ein allround-programm und zu allem und jedem eine Meingung vertreten werden muss. Und dann tendierte das ganze auch noch ziemlich weit nach links und schuf Graeben, die der gemeinsame Nenner – die Buergerrechte – nicht mehr ueberwinden konnte.

    Das Ergebnis ist bekannt.

    Bernd Luecke handelt meiner Meinung nach also vollkommen richtig, wenn er sich nicht zu Wasserwerken aeussert, denn dieses Thema ist im Moment nicht wichtig in Anbetracht der Euro-katastrophe auf die unser Land zusteuert.

  57. schnehen sagt:

    @Eveline

    Ich frage mich auch, was so schlimm am Sozialismus sein soll. Was soll schlimm an Vollbeschäftigung, kostenlosem Gesundheitswesen und kostenloser Schulbildung und Abrüstungsinitiativen sein?

    Was soll schlimm an einem Staat sein, der den Großbanken und Großkonzernen, den transnationalen Konzernen und Ölmultis keine Chance lässt und der auf die Stimme der arbeitenden und lernenden Menschen hört und ihre Interessen wahrnimmt?

    Schlimm ist das nur für die Macht der Banken und Großkonzerne und für Leute, die nicht an dieser Macht der wenigen über die vielen rütteln wollen, weil sie sich damit, aus welchen Gründen auch immer, identifizieren. Für sie ist das ein Albtraum.

    Zur AfD:

    Wenn es die AfD nicht schafft, klar gegen eine neoliberale, an den Interessen von Banken und Konzernen orientierte Politik Stellung zu beziehen, wird sie nur alter Wein in neuen Schläuchen sein – in schwarz-rot-gold gefärbten Schläuchen.

    Aber der Kampf um die Politik der AfD ist noch nicht entschieden! Die neue Partei ist noch nicht etabliert, wie die fünf anderen systemtragenden, prokapitalistischen Parteien, von denen keine Impulse für Veränderungen im fortschrittlichen Sinne mehr ausgehen.

    Ich habe immer noch nicht ganz Hoffnung aufgegeben, dass man sich klar bei der AfD von einer neoliberalen Politik distanziert und deutliche Alternativen dazu entwickelt.

  58. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Mary
    Was sehe ich denn gerade in Deutschland?
    Werden hier nicht bewusst Firmen gegen die Wand gefahren, ich denke nur an die Werften, wie oft sind die nach der Wende schon verkauft worden, sie bringen – wem auch immer – jedenfalls nicht der Gemeinschaft, immer wieder Geld.

    Ich bin im Sozialismus groß geworden, an uns Menschen ist die Idee nicht gescheitert. Wohl eher an der fremdgesteuerten Nachkriegshackordnung.
    Mental liegt uns Ostdeutschen ohnehin das genossenschaftliche Denken näher.

    .Mary, Sie sagten……Bernd Luecke handelt meiner Meinung nach also vollkommen richtig, wenn er sich nicht zu Wasserwerken aeussert, denn dieses Thema ist im Moment nicht wichtig in Anbetracht der Euro-katastrophe auf die unser Land zusteuert.

    Wir bestehen zu 80 % aus Wasser. Es gibt z.Z nichts wichtigeres als sich darum zu kümmern.

  59. Eveline Kmietzyk sagt:

    @ Schnehen

    AfD: Die Hoffnung stirbt zuletzt, vielleicht wird sie für den Übergang eine Rolle spielen, vielleicht auf einen höheren Niveau scheitern als die jetzigen Parteien.

    Ich sehe Hoffnung im NSU Prozess, das dort für alle sichtbar,
    die BRDverwesung offen gelegt wird. Dann ist Deutschland und Europa frei.

  60. Mary J. sagt:

    „Was soll schlimm an Vollbeschäftigung, kostenlosem Gesundheitswesen und kostenloser Schulbildung und Abrüstungsinitiativen sein?“

    Ja klar, kostenlos. Im Sozialismus fallen Krankenhaeuser einfach vom Himmel, die Medizin waechst auf Baeumen und die Gehaelter von Aerzten und Krankenschwestern bezahlen sich von alleine.

    Vollbeschaeftigung, ja, ja ich weiss. Wer im Betrieb rumsteht und so tut als wuerde er arbeiten, ist ja auch irgendwie beschaeftigt. Begriffe wie Produktivitaet und versteckte Arbeitslosigkeit sind Ihnen anscheinend fremd.

    Schulgeld zahlt man bei uns uebrigens auch nicht. Und wie sozialistische Abruestungsinitiativen ausahen, weiss ich noch ganz genau. Die boesen Pershing II sollten weg, die netten SS-20 durften bleiben.

  61. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Mary J.: SOZIALISMUS –Definition fehlt!

    Ist der Sozialismus eine Fehlkonstruktion? Oder doch nicht?

    Schwer zu entscheiden, wenn doch nicht klar wird, was das ist „Sozialismus“. Es fehlt eine anerkannte DEFINITION.

    Ist Sozialismus, das was die frz. Revolution antrieb? Samt Guillotine und Massakern in der Vendee?
    Ist Sozialismus das, was Karl Marx wollte?
    Oder das, was Bakunin wollte, Trotzki, Lenin?
    War es „Sozialismus“, als durch die vom Ausland bezahlten Exilanten die demokratische Regierung Rußlands in einem flinken Militärputsch illegaler Milizen beseitigt wurde?
    Waren die gegen den Bolschewismus rebellierenden (und massakrierten) Matrosen von Kronstadt die wahren Sozialisten?
    War Stalin ein „Sozialist“, oder Pol Pot? Oder Mao? Der genozidäre Tito?
    Oder waren die „demokratischen Sozialisten“ die wahren?
    Lasalle? Ebert? Noske? Oder die gegen den revolutionären, demokratischen Staat illegal putschenden Liebknecht und Luxemburg?
    War Gregor Strasser der bessere Sozialist?
    War Carlo Schmid „Sozialist“, der die „brd“ als OMF (Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft) sah?
    Wehner, der vor der Überfremdung der „brd“ warnte?
    Helmut Schmidt (Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze!“)

    Was bedeutet „Sozialismus“? Was ist essentiell für den Begriff?

    Ablehnung des Begriffes der Nation?
    „Gerechtigkeit“? „Freiheit“? „Löhne rauf, Preise runter“?
    Vollständige Behebung der Arbeitslosigkeit in kurzer Zeit, Arbeiterschutzgesetze, Achtung und Wohlstand für den Arbeiter?

  62. Wahr-Sager sagt:

    @Eveline Kmietzyk:

    „Ich sehe Hoffnung im NSU Prozess, das dort für alle sichtbar,
    die BRDverwesung offen gelegt wird. Dann ist Deutschland und Europa frei.“

    Das wäre zu schön, halte ich aber doch für utopisch, weil es zu viele korrupte Politiker, Mediennutten und Buntfaschisten bzw. Gutmenschen gibt, die von den heutigen „Nazis“ profitieren. Faschistische Netzwerke à la „Netz gegen Nazis“ gibt es mittlerweile in Massen – dort wird eine Propaganda betrieben, wie sie sich selbst Goebbels nicht hätte träumen lassen. Exemplarisch zeigt die Seite http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/daten-und-fakten-zum-nsu-prozess-8698 auf, in welch perfider Weise trotz fehlender Beweise eine Hexenjagd betrieben wird. Als Quellen werden u. a. der SPIEGEL, der Tagesspiegel und die Bundeszentrale für politische Bildung angegeben.

  63. Mary J. sagt:

    @Eveline

    Wenn sie im Sozialismus grossgeworden sind, dann muss ich Ihnen ja nicht erzaehlen, wie es da aussah. Ich war in den 80er Jahren in der DDR, in Polen und in der Tschechoslowakaj und habe es auch gesehen.

    In Polen lief der Hund unserer polnischen Bekannten in ein Feld und kam lila wieder zurueck, weil die angrenzende Farbenfabrik die ueberschuessige Bruehe einfach in die Landschaft gepumpt hat. Kein Wunder also, dass die Lebenserwartung im Ostblock der im Westen um Jahre hinterher hing. Und nach 10 Minuten auf der Autobahn in der DDR bin ich fast wahnsinnig geworden: Du-dumm, du-dumm, du-dumm, du-dumm…Das war das Geraeusch der Raeder die ueber die Betonplatten fuhren, aus denen die wenigen Autobahnen bestanden, weil man zu unfaehig war, genug Teer aufzutreiben und dahin zu schmieren.

    Und auch diesen Kollektivgeist, der da angeblich herrschte….. Das mag sein. Aber ich erinnere mich noch an diese Unverschaemtheiten in den Geschaeften. Bei alten Verkauferinnen in der Ex-DDR kann man das manchmal heute noch raushoeren, wenn auch mittlerweile in einem wesentlich netteren Tonfall. Typisch dafuer: „Was haben Sie fuer Brot?“ Antwort: „Sehn Se doch!“ Warum war das so? Weil keiner gefeuert werden konnte und dem Chef der Baeckerei wars auch egal, weil es ja nicht sein Laden war.

    Die Grossmutter der polnischen Familie, die uns hier in Deutschland besucht hatte, schrieb mir nachher, dass sie nach ihrer Heimkehr nach Polen in einem Geschaeft in Traenen ausgebrochen ist, nach so einem aehnlichen Vorfall. Sie schrieb mir: Was ist das fuer ein Land, in dem man von seinem eigenen Volk schlechter behandelt wird, als vom ehemaligen Feind? Und das waren keine Einzellfaelle, liebe Eveline, das war durchweg so ueberall im Ostblock. Der Sohn der Familie ist spaeter in den 80ern auch nach Deutschland geflohen, und sagt bis heute, dass das der Hauptgrund war – dieser widerwaertige Umgang miteinander. (Der Vater, also der Mann der Grossmutter durfte nebenbei gesagt nicht studieren, weil seine Eltern Intellektuelle waren.)

    Sie koennen sich von mir aus einreden, dass all das und noch viel mehr an irgendwelchen „fremdgesteuerten“ Umstaenden lag, nur nicht an dieser destruktiven Ideologie. Wie ich eingangs sagte, sind Sozialisten nunmal unbelehrbar. Ich fuer meinen Teil weiss, dass der Sozialismus diese Zustaende bewirkt.

    Und ich moechte diese Zustaende nicht und ich moechte vor allem auch die politischen Zustaende nicht, wie etwa die Unfreiheit, ohne die kein Sozialismus auskommt, weil sonst alle abhauen oder revoltieren wuerden. Und dafuer bin ich gerne bereit, irgendwelche Grossbanken zu dulden, die sich ungerechterweise bereichern.

    Lieber einen kleinen, ungerechten Teil von X als einen grossen und gerechten Teil von Nix.

  64. Eveline Kmietzyk sagt:

    @ Mary
    Da ich 15 Jahre im Osten als Krankenschwester tätig war, habe ich einen guten Vergleich, die BRD – Industriealisierung des Gesundheitswesen ist das Grausamste, was sich die Menschheit in ihrem Wahnsinn nur ausdenken konnte. Wenn die Schleier hoffentlich bald fallen werden.

    Produktivität, versteckte Arbeitslosigkeit das sind menschenverachtende Begriffe.
    Wo ist denn das ganze Volksvermögen heute alles hin?
    Noch mal das Ganze?

    Jemand der 24 Stunden auf die Ostsee schaut ist kreativer –
    als jemand, der eine Zeituhr in ein technisches Gerät einbaut,
    Bruchstelle genannt, damit das Ding zum Händler getragen wird…..mit dem Ziel die Produktivität anzukurbeln..

    Bei der Beurteilung des Sozialismus Ost und des Kapitalismus West bitte nicht die fremdgesteuerte Nachkriegshackordnung vergessen.

  65. schnehen sagt:

    @Eveline

    Ich teile Ihre Meinung in puncto Sozialismus.

    Er ist die einzige Alternative zum bestehenden imperialistischen System, einem System der Ausbeutung breitester Massen zum Nutzen und zum Profit einer verschwindend kleinen Minderheit von Parasiten, die das Wort Arbeit nicht kennen, die nur von der Arbeit anderer leben.

    Der Kalte Krieg ist zuende. Das scheint eine Dame, die hier schreibt, noch nicht erkannt zu haben, die immer noch in den alten Schützengräben hockt und Sprüche von sich gibt, die mir noch von damals deutlich in den Ohren sind.

    Inzwischen haben wir so viel Abstand zu der Zerstörung des Sozialismus, dass wir eine nüchterne Bestandsaufnahme durchführen können.

    Wir sollten die Ursache seines Scheiterns genau untersuchen, damit sich bei einem weiteren Anlauf in Richtung Sozialismus die alten Fehler nicht wiederholen können.

    Ich lese gerade das Buch einer solchen Analyse:

    Eberhard Czichon, Heinz Marohn:

    „Das Geschenk. Die DDR im Perestroika-Ausverkauf“.

    Ich kann es Ihnen sehr empfehlen, obwohl ich nicht immer mit den Einschätzungen der Autoren konform gehe.

    Das, was mir besonders durch das Lesen dieses Buches klar geworden ist, ist die Rolle, die Leute wie Gregor Gysi oder auch Hans Modrow damals gespielt haben. Sie waren die besten und tüchtigsten Helfer des deutschen und des US-Imperialismus bei der Zerstörung der DDR. Heute geben sie sich als ‚Sozialisten‘ aus wie ein Francois Hollande. Es sind Wölfe im Schafspelz.

    Wer auf diese Leute in der ‚Linkspartei‘ hört und meint, dass es sich um ‚Sozialisten‘ handelt, begeht einen großen Irrtum. Viele Leute in der damaligen DDR sind auf diese Liquidatoren des real existierenden Sozialismus und seiner Partei, der SED, hereingefallen, als sie sich als ‚Reformsozialisten‘ und ’sozialistische Reformer der DDR‘ ausgaben, aber in Wirklichkeit im Tandem mit Gorbatschow, George H. Bush und Helmut Kohl an die Zerstörung der DDR, des ersten deutschen Friedensstaates, gingen. Diese Totengräber der DDR sind die ärgsten Feinde des Sozialismus und die besten Freunde des Imperialismus und des Zionismus. Man braucht sich nur anzusehen, wie sie Gorbatschow heute immer noch mit Preisen, Lobeshymnen und Ehrungen eindecken. Sie, die Globalisten, die Hochfinanz, wissen, welche wertvollen Dienste er ihnen bei der Zerstörung der Sowjetunion geleistet hat.

    Geben wir ihnen hier bei uns keine zweite Chance, sich als ‚Sozialisten‘ zu verkleiden!

  66. Mary J. sagt:

    @Dr. Kuemel

    Gut Hinweis. Also auf den ersten Teil gehe ich jetzt nicht ein. Gott, da wuerde ich ja noch naechste Woche schreiben, wenn ich jeden einzelnen Abarbeiten sollte.😉

    Gehen wir zum zweiten Teil:

    „Was bedeutet “Sozialismus”? Was ist essentiell für den Begriff? Ablehnung des Begriffes der Nation?“

    Ablehnung des Begriffs der Nation im klassischen Sozialimus mit Sicherheit in gewisser Weise. Zumindest eine Aufweichung, weil das sozialistische Wir-Gefuehl sich staerker auf die Klasse bezieht denn auf die Nation.

    “Gerechtigkeit”? “Freiheit”? “Löhne rauf, Preise runter”?
    Vollständige Behebung der Arbeitslosigkeit in kurzer Zeit, Arbeiterschutzgesetze, Achtung und Wohlstand für den Arbeiter?“

    Und hier wird es tatsaechlich interessant. Denn Fakt ist, dass all diese Punkte im Kapitalismus komischerweise wesentlich besser verwirklicht werden, als im Sozialmus. Der Brd-Arbeiter genoss mehr Wohlstand als der in der DDR und es ging ihm auch gesundheitlich besser. Wie ich schon sagte, war die Lebenserwartung in der Brd um Jahre hoeher als in der DDR.

    So gesehen waere das kapitalistische System sogar wesentlich sozialistischer als der Sozialismus.

  67. Eveline Kmietzyk sagt:

    Dr. Gunther Kümel sagt:
    Mai 7, 2013 um 14:59
    @ Mary J.: SOZIALISMUS –Definition fehlt!

    Ja das ist ein wichtiger Hinweis, es verläuft sich sofort in Befindlichkeiten, da die Struktur fehlt.

    Ist der Kapitalismus eigentlich definiert?

  68. Eveline Kmietzyk sagt:

    @ Mary
    Das finde ich gut, das ist ihre klare Entscheidung.

  69. Mary J. sagt:

    „Bei der Beurteilung des Sozialismus Ost und des Kapitalismus West bitte nicht die fremdgesteuerte Nachkriegshackordnung vergessen.“

    Wenn fuer Sie alles, was im Sozialimus schief geht, per Definition der Fehler von anderen sein muss, dann brauchen wir gar nicht weiter zu reden.

    Ich ueberlege, ob ich mir diese Methode nicht auch zueigenmache sollte. Damit kann man sich ja perfekt gegen jegliche Kritik immunisieren.

  70. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Mary J.

    Die drei ersten Begriffe sind offensichtlich Phantome, die alles oder nichts bedeuten. Sie sind so verwaschen, wie eine Wahlwerbung nur sein kann. „Jetzt: Löhne rauf! Preise runter!“, das habe ich tatsächlich mal auf einem Wahlplakat gefunden!

    Die folgenden Leistungen sind allerdings weder im sog. „Kapitalismus“ gelungen, noch im sog. „Sozialismus“.
    Denn seit die strukturelle Arbeitslosigkeit vor etwa 40 Jahren auftrat, konnte kein Kabinett sie zurückführen, weder in kurzen, noch in langen Zeiträumen. Die vollmundige Prognose Schröders, er wolle sich daran messen lassen, daß er die Arbeitslosigkeit halbiere (von „eliminieren“ und „Vollbeschäftigung“ war gar nicht erst nicht die Rede!) mußten seine Bewunderer schnell wieder vergessen.
    In den Staaten des „real existierenden Sozialismus“ gab es zwar einen Arbeitsplatz für alle aber nicht Beschäftigung für alle. Das war einer der (vielen) Gründe, warum die Löhne niedrig waren.

    Und für Gesetze zum Arbeiterschutz, Mutterschutz, Kinderschutz, Jugendschutz ist auch nicht die „brd“ berühmt geworden. Da hat man die Gesetze von vor 1945 beibehalten. Desgleichen die Einrichtung des 1. Mai als „Tag der Arbeit“ und gesetzlicher Feiertag.

    Aber was nun „Sozialismus“ bedeutet, das wissen wir weiterhin nicht.

  71. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Wahr-Sager
    Mai 7, 2013 um 15:34

    Sicher ist das alles etwas utopisch, andererseits werden sich noch sehr viel Spannungen abladen, so dass dann auch erst neue Wege sichtbar sein können.

    Die alten europäischen machtgeilen Strukturen werden es ganz sicher nicht mehr sein.
    Ich denke da auch in Richtung Frau Kampusch. Alpenparlament, zum Nachlesen.

  72. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen

    Manches von dem, was Sie da über die Zerstörung der DDR schreiben, ist schon richtig. Weder Busch noch Kohl ging es darum, den „Nutzen des Deutschen Volkes“ zu mehren.
    Die DDR war pleite und wurde vom Westen ausgeschlachtet.

    Aber daß Sie die DDR justament als Friedensstaat sehen möchten, noch dazu als den ersten deutschen Friedensstaat, das ist ein Webfehler. Hat nicht die DDR durch Einmarsch und militärische Intervention mitgeholfen, den (sozialistischen) Prager Frühling zu ersticken?

    Und hat die DDR etwa protestiert, als die Sowjetunion 1956 in Ungarn ein Blutbad veranstaltet hat?
    Oder damals, als sie in Afghanistan einmarschiert ist?

  73. schnehen sagt:

    Was es in der sozialistischen DDR nicht gab:

    Keine Herrschaft von privaten Großbanken, die das Recht haben, wie in den USA die FED, selbst Geld zu drucken, sich dieses Geld zu null Zinsen aneignen, es an den Staat zu hohen Zinssätzen verleihen, ihn verschulden und so von sich abhängig machen, damit dieser Staat den Interessen des großen Geldes dient und nicht seinen Bürgern.

    Keine zyklischen Krisen, die typisch sind für den Imperialismus; kein Rassismus; keine Militäreinsätze in fremden Ländern, um diese auszuplündern. Friedenspolitik, aber auch die Unterstützung nationaler Befreiungsbewegungen in der 3. Welt war Staatsdoktrin.

    Jugendliche hatten eine Perspektive und eine garantierte Lehrstelle. Und heute? Was kann der angepriesene, menschenfeindliche Imperialismus den Massen anbieten als unnütze Konsumartikel, materialistisches, egoistisches Denken, Medien, die man nur als völlig verlogen bezeichnen kann, kaputte Familien, Islamophobie und eine liederliche, versexte Moral.

    Als die DDR 1990 von der Deutschen Bank übernommen wurde, mit der Hans Modrow und Frau Luft schon vor der Abwicklung der DDR Verhandlungen führten, aber auch mit anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft, denen die günstigsten Konditionen für Investitionen in der DDR angeboten wurden, verlor ein Fünftel der DDR-Arbeiter und Angestellten innerhalb kürzester Zeit ihren Arbeitsplatz. Statt die versprochenen ‚blühenden Landschaften‘ wurde die Industrie, die weltweit den zehnten Platz belegte, in der DDR an Private verschachtert, die sich aus dem Treuhandvermögen die Rosinen herauspickten, die besten DDR-Betriebe aufkauften und wieder verschachterten, um eine schnelle Mark zu machen. Die gesamte industrielle Basis verfiel, und damit die Grundlage für die Souveränität und den Wohlstand dieses Landes.

    Das ist Imperialismus: die Herrschaft der Finanzhaie, der Hegde Fonds, der Derivathändler,der Goldman & Sachs, die damals in der DDR keinerlei Macht besaßen und deshalb wurde dieser Staat medial und auf eine völlig verlogene Weise fertig gemacht.

    Wir sehen ja heute den Unterschied zwischen einem sozialistischen Kuba, mit einem hervorragenden staatlichen, kostenlosen Gesundheitssystem und dem der USA, wo Millionen von Menschen ohne Gesundheitsschutz dastehen. Obama hat erst kürzlich die Ausgaben für das Gesundheitswesen wieder gekürzt. 40 Millionen Amerikaner leben von Foodstamps. In Kuba kein einziger. Das ist der Unterschied zwischen Sozialismus und Imperialismus.

    Die Existenz des Sozialismus auf deutschem Boden hat damals den Kapitalismus in Deutschland gemildert. Er musste sich zwangsläufig ’sozial‘ geben und sich ’soziale Marktwirtschaft‘ nennen, um dem Sozialsystem der DDR etwas entgegenzusetzen. Das hat man heute nicht mehr nötig. Man kann ungeniert Sozialleistungen abbauen, die Arbeitszeiten verlängern, prekäre Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit usw. schaffen,die Löhne drücken, weil man es nicht mehr nötig hat, einen Propagandakrieg gegen die DDR, genannt ‚Schaufenster des freien Westens‘ zu führen. Heute zeigt der Kapitalismus erst sein wahres, menschenfeindliches Gesicht, zeigt er, dass er arbeiterfeindlich ist, nicht friedensfähig ist und ständig neue Kriege braucht, um die Profite der Rüstungskonzerne zu steigern, weil diese dort dreimal so hoch sind wie in der zivilen Produktion.

    Was wir heute brauchen, ist eine Aufarbeitung, aber auch eine neue Perspektive, vor allem für die jungen Menschen, die in diesem System keine Zukunft haben. In Spanien beträgt die Jugendarbeitslosigkeit fast 50%. Das wird auch bei uns bald so sein.

    Wer dieses System verteidigt, hat all diese Probleme nicht. Er oder sie muss viel Geld haben und viel Geld macht egoistisch und unempfindlich für die Probleme derjenigen, die vom Großkapital und von der Hochfinanz ausgebeutet und wenn’s sein muss, in die Armut getrieben werden. Denn nicht der Mensch, sondern nur der Maximalprofit steht im Mittelpunkt dieses Systems.

  74. Eveline Kmietzyk sagt:

    schnehen sagt:
    Mai 7, 2013 um 16:19

    ….Das, was mir besonders durch das Lesen dieses Buches klar geworden ist, ist die Rolle, die Leute wie Gregor Gysi oder auch Hans Modrow damals gespielt haben. Sie waren die besten und tüchtigsten Helfer des deutschen und des US-Imperialismus bei der Zerstörung der DDR. Heute geben sie sich als ‘Sozialisten’ aus wie ein Francois Hollande. Es sind Wölfe im Schafspelz….

    Ja ich habe davon auch erfahren.

    Die Frage ist schnehen, brauchen wir generell wieder ein System und noch ein System – als Gegensystem. Liegt da vielleicht ein Gedankenfehler?
    Der Kapitalismus, die soziale Marktwirtschaft, ist heute so was von danieder, vielleicht allein nur deshalb, weil der Sozialismus „gescheitert“ ist?

  75. Yilmaz sagt:

    @ schnehen sagt: Mai 7, 2013 um 12:06

    ich hatte gestern in der ARD „Hart aber Fair“ gesehen, darin gings um die AfD, eingeladen war Hr. Lucke (AfD).
    Ich muss sagen, der Mann war mir sehr symphatisch, der hat nicht nur Verstand, sondern auch Herz und Seele, damit lässt sich was positives bewegen, eine Richtungsänderung für alle bewirken.

  76. schnehen sagt:

    @Eveline

    Gerade weil der Imperialismus so sehr in die Krise geraten ist, bzw. bewusst diese Krise herbeiführt, um aus dem Chaos seinen Nutzen zu ziehen und um noch größere Raubzüge auf den Lebensstandard der Menschen zu führen, brauchen wir ein neues System, in dem es keine Krisenmacher mehr gibt, keine privaten Großbanken und Oligarchen und keine privaten Medien mehr gibt, die vom Zionismus kontrolliert werden. Wir brauchen also einen neuen Aufbruch in Richtung direkter Demokratie und Sozialismus, ähnlich wie in Venezuela. Dazu sind aber neue Organisationen vonnöten, die sich nicht am System orientieren.

    Der erste Schritt muss sein: die politische Souveränität zurückzugewinnen vom angloamerikanischen, zionistischen Diktat, vom zionistisch dominierten USraelischen Imperialismus, was nur an der Seite Russlands funktionieren kann. Das bedeutet Entkolonialisierung Deutschlands. Voraussetzung dafür ist eine grundlegender politischer Wandel, die Abschaffung des Euro und die Wiedereinführung der alten Währung. Dazu müssen alle Kräfte, die sich für diese Idee begeistern, gewonnen werden, unabhängig davon, ob diese Kräfte sich ‚links‘ oder ‚rechts‘ definieren. Diese Unterscheidung ist hinfällig. Der zweite Schritt muss sein: eine umfassende Demokratisierung herbeizuführen mit Elementen direkter Demokratie, die Herstellung von Transparenz an der Spitze, die Abschaffung des Lobbyistenunwesens, die Schaffung neuer Medien, also ein fortschrittliches Mediengesetz, und die energische Bekämpfung der Korruption, und der dritte die Verstaatlichung der privaten Investment-Banken unter Kontrolle unabhängiger Gremien, also die Schaffung einer echten nationalen Staatsbank, die günstige Kredite für Infrastrukturprojekte zur Verfügung stellen könnte.

    Das alles ist noch kein ‚Sozialismus‘; es sind aber unabdingbare Voraussetzungen für eine mögliche Entwicklung dorthin.

    Also: Erstmal den Kapitalismus an die staatliche Kandarre nehmen wie Putin es in Russland tut. Aber auch das schafft keinen dauerhaften Wandel. Nur wenn von dort aus der Weg in den Sozialismus geebnet wird, ist ein dauerhafter Wandel möglich. Die Grundvorausssetzung: die Mobilisierung breiter Schichten der Bevölkerung gegen die Systemträger.

  77. Mary j sagt:

    Ja, es ist schier unbeschreiblich wie toll es in der DDR war und wie scheisse in der BRD. Einzig blebt die Frage, warum die Leute, die ruebermachen wollten komischerweise nur in der DDR zu verorten waren.

    Wenn ich wild raten sollte, dann wuerde ich sagen die waren alle bloed, manipuliert oder von der CIA bezahlt. Die Moeglichkeit, dass die mit der DDR unzufrieden waren kommt einfach nicht in Frage.

  78. Mary j sagt:

    @Dr. Kuemel

    Es mag weder Kapis noch Sozis gelungen sein, die Arbeitslosigkeit vollkommen zu eliminieren, aber das heisst doch nicht, dass beide gleich schlecht sind. Denn innerhalb dieses „Versagens“ mag es ja noch Abstufungen geben, oder nicht?

    Ist das nicht ueberhaupt eine ziemlich fehlerhafte Methode, diese Gesellschaften allein anhand der Arbeitslosenzahlen zu vergleichen?

    Wie sieht es denn dem Wohlstandsvergleich zwischen denen aus, die Arbeit hatten? Denn die meisten hatten Arbeit; die Arbeitslosen sind eine Minderheit.

    Oder, noch gewagter; Wie sieht der Vergleich des Wohlstandsniveaus aus, zwischen dem DDR-Arbeiter und dem BRD-Arbeitslosen, der die damalige Arbeitslosenhilfe von 57% des letzten Einkommen bezogen hat+div. extra Leistungen?

    Ist die Tatsache, dass selbst die westdeutschen Arbeitslosen und gar Obdachlosen sich nicht massenhaft nicht in die DDR „gerettet“ haben, nicht ein Indiz dafuer, dass es da selbst fuer diese „Verlierer der Gesellschaft“ keineswegs besser gewesen ist?

  79. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Mary:

    Es ging nicht um einen Vergleich der Wirtschaftssysteme, auch nicht um einen Vergleich des Wohlfühlfaktors DDR – „brd“.

    Es ging um Ihre Aussage über „Sozialismus“.
    Und da habe ich vermutet, daß Sie gar nicht sagen können, was Sie denn mit diesem Begriff meinen?

    Soll ich Ihre Aussage so verstehen, alles, was in der DDR passierte, sei „Sozialismus“?

    Nur der Vollständigkeit halber:
    Es gab sehr wohl eine Zeit, da zogen viele Leute aus dem Westen in die „Russenzone“. Das entnehme ich dem Buch, das ich gerade lese, Ralph Franklin Keeling, „Schreckliche Ernte“, „Der Nachkriegs-Krieg der Alliierten gegen das deutsche Volk „. Stalin neigte damals einer Art Nationalkommunismus, zu einer einheitlichen zentralen Verwaltung des Reiches durch deutsche Instanzen anstatt der Besatzungszonen. Im Westen verhungerten die Leute in Massen nach dem Morgenthau-Schema, die Kindersterblichkeit näherte sich 100%, und die verbliebene Industrie wurde demontiert und zerstört. Die Arbeitslosigkeit war im Westen sehr hoch.

  80. Eveline Kmietzyk sagt:

    @schnehen
    Da der Sozialismus als solches nicht definiert ist, könnten wir uns auch gleich einen besseren Namen ausdenken.
    Soziale Volksgemeinschaft, fällt mir gerade so ein.
    Da wir eine Gemeinschaft der Menschen sind und keine „Außerirdische“ ist die kleinste Zelle bei uns die Familie und nicht das Individuum.

    das germanische Recht und das römische Recht.
    Das römische Recht ist hat im Mittelpunkt das Individuum, im germanischen Recht ist der Mittelpunkt die Gemeinschaft.

    http://www.chaco-pur.info/gr-recht.html

    Das ist ein Quadrat, was erst mal nicht zusammengeht.

    Grundvoraussetzung für eine Veränderung ist natürlich der Zusammenbruch des alten rechts – links Systems, Teile und Herrsche, ja der alten Denke. Abgrenzen, Ausgrenzen, ich gut – du doof.
    Es gibt noch soooo viele Menschen, die das so tief inhaliert haben…….und dafür immer abends einen Schreck bekommen, wenn sie einen Menschen begegnen.

    Und das Offenlegen und die Rücknahme sämtlicher Lügen und Täuschungen der letzten 100 Jahre durch Herrn Schäuble – als Dauerprogramm, …..mit all den Journalistischen „Fachbeiträgen“ dazu.

    Eine Friedensordnung fängt in jedem kleinsten Ort an und von dort breitet sie sich europaweit aus.
    Und der Mensch wird wieder zum Hüter der Tier und Pflanzenwelt. Das sollte Paragraph 1 sein.
    Dann haben wir eine Göttliche Richtschnur, geht es den Tieren und Pflanzen gut, geht es uns gut.

  81. Mary J. sagt:

    @ Dr. Kuemel

    Ich hatte Ihnen doch schon mal demonstriert, dass Ihre Rechtsradialen-Literatur mit der Zielgruppe: Glatze+Hauptschule+Arbeitslos nur dummes Zeug erzählt.

    Nochmal werde ich mich aber nicht darauf einlassen. Verschonen Sie mich bitte mit diesem kranken Unsinn.

  82. schnehen sagt:

    @Eveline

    Ich finde es richtig lustig, wie jemand hier auf die Barrikaden steigt und sich vor ‚Empörung‘ gar nicht wieder einkriegt, wenn einer mal die alte DDR verteidigt, wie ich es getan habe – und sie ist es Wert, mal richtig verteidigt zu werden, mal richtig in die Arme genommen zu werden! Zu viele, auch die sog. Linken, sind über diesen ersten deutschen Arbeiter- und Bauernstaat hergefallen und haben diesen Staat, das Lebenswerk hunderttausender antifaschistischer Kämpfer und Kommunisten, die dafür ihr Leben gaben, wie ein Huhn zerrupft und wollten ihn auf die Müllhalde der Geschichte kippen. Aber, Jungs, da wird nichts draus! Die Wahrheit setzt sich eines Tages durch, so wie das Sonnenlicht eines Tages durch die dicksten Betonmauern von Lüge und Verleumdung hindurchscheinen wird.

    Ja – die DDR war das bessere Deutschland! In ihr hatte die Jugend eine Zukunft und diese Jugend, mit der ich lange Zeit gearbeitet habe, liegt mir besonders am Herzen – nicht nur die deutsche, sondern auch die sog. türkische, die ich mit zu den Deutschen zähle, weil sie alle hier geboren sind und weil mir diese Menschen besonders ans Herz gewachsen sind.

    Eins, Eveline, darf man, wo Sie von sozialer Volksgemeinschaft sprichen, aber nicht vergessen:

    Es gibt bei uns eine Klassengesellschaft: die da oben, wir da unten. Mit denen dort oben, den Oligarchen, den Milliardären, den Parasiten und Absahnern, der Finanzmafia, sprich Deutsche Bank & Co. kann es keine Volksgemeinschaft geben. Aber das meinten Sie wohl auch nicht. Diese Kräfte gilt es zu enteignen und zu entmachten, damit sie keinen Schaden mehr für die Allgemeinheit anrichten können. Oligarchen gehören hinter Schloss und Riegel, am besten in einen Käfig, wie Chodorkowski in Russland.

    Was Sie über die Tier- und Pflanzenwelt geschrieben haben, habe ich mit einem großen Jubelschrei der Zustimmung zur Kenntnis genommen, weil ich Tiere und Pflanzen über alles liebe.

    Ich grüße Sie ganz herzlich!

  83. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen

    Sie stellen „Sozialismus“ und „Imperialismus“ als einander ausschließende Gegensätze dar.

    Kann es nicht sein, daß es einen großen machtvollen Staat gäbe, der irgendwie „sozialistisch“ eingerichtet ist. Und daneben gibt es einige kleinere Staaten, nach dem Muster des Großen ebenfalls irgendwie „sozialistisch“ eingerichtet.

    Kann es dann nicht sein, daß der Große die Kleinen durch Entnahmen aus der laufenden Produktion; durch Einrichten eines Finanzsystem, das Wohlstandstransfer an den Großen zur Folge hat; durch militärische Besetzung und Auferlegen von Besatzungskosten; durch Einrichtung von Vasallenregimes; durch Drängen auf Teilnahme an imperialistischen militärischen Abenteuern zum Nutzen des Großen ausbeutet?

    Dann würden die kleinen „sozialistischen“ Staaten dem Imperialismus des Großen Tribut zahlen. das wäre doch dann „Imperialismus im Sozialismus“?

  84. Mary J. sagt:

    @Schnehen

    In einem haben Sie recht. In der DDR war tatsächlich alles garantiert vorprogrammiert. Von der Wohnung bis zum Auto und dem Urlaub an der Ostsee – oder wie Merkel sagen würde: Alternativlos.

  85. Eveline Kmietzyk sagt:

    @schnehen
    …..den Oligarchen, den Milliardären, den Parasiten und Absahnern, der Finanzmafia, sprich Deutsche Bank & Co. kann es keine Volksgemeinschaft geben. Aber das meinten Sie wohl auch nicht. Diese Kräfte gilt es zu

    ..vielleicht schwinden deren Kräfte völlig, wenn jeder – vielleicht auch nur vorübergehend- sein eigenes lokales Geld herstellen kann?
    Waffengleichheit würde ich sagen.

    Wäre dann Paragraph 2

    Prof. Hörmann tariert die „Problematik des Enteignen“ sehr sehr geschickt aus, empfinde ich jedenfalls so.
    Die Blutigkeit sämtlicher Enteignungen in der Geschichte vor Augen, möchte er hier keinen neuen Hass sähen.
    Um einen guten neuen Anfang zu haben.

    Ich muss mal den Link dazu suchen,

  86. Wahr-Sager sagt:

    @Mary j:

    „Wenn ich wild raten sollte, dann wuerde ich sagen die waren alle bloed, manipuliert oder von der CIA bezahlt. Die Moeglichkeit, dass die mit der DDR unzufrieden waren kommt einfach nicht in Frage.“

    Warum bin ich eigentlich bis dato auf so viele Ex-DDR-Bürger gestoßen, die angaben, dass die Manipulation in der BRD sehr viel subtiler ist als sie es jemals in der DDR war?

  87. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Mary: Wieder was „gerochen“?

    Ich will Ihnen keine Aufklärung aufdrängen. Bleiben Sie ruhig bei Knopp. Allzuviele historische Kenntnisse könnten Sie um Ihren Schönheitsschlaf bringen.

    Nur so viel:
    Ralph Franklin Keeling ist keineswegs ein „Revisionist“.
    Der US-Journalist hat gleich nach dem Krieg erkannt, daß die rechtswidrige Behandlung des Reiches den Interessen Amerikas nicht entspricht. Sein Buch erschien bereits 1947, war also etwa 1946 schon fertig geschrieben. Er hat journalistisch berichtet, mit vielen Quellen, was in Mitteleuropa vor sich ging.

    Keeling hat also PRIMÄRE GESCHICHTE geschrieben, noch bevor ein paar hundert opportunistische Schmierfinken das Blaue vom Himmel heruntererzählt haben. Knopp und die Seinen sind also die Revisionisten, die Keelings unparteiische Berichte aber kaum gelesen haben dürften. Keeling durfte als US-Bürger schreiben was er wollte, war an „offizielle stories“ also nicht gebunden.

    Lesen Sie „Reader’s Digest“, das bietet eine systemtreue Einführung in das Verständnis komplexerer Werke.

  88. schnehen sagt:

    @Dr. Kümel

    Ich weiß, was Sie damit sagen wollen: Im Klartext ohne viele Worte: Die Sowjetunion hat damals die DDR wie ein imperialistischer Staat ausgenutzt und ausgebeutet. Sie hätten es auch direkter sagen können.

    Aber das stimmt nicht.

    Nehmen wir die Reparationen, die die DDR an die UdSSR bis in die fünfziger Jahre hinein zahlen musste. Das war kein Akt der Ausnutzung. Nach den Vereinbarungen der vier Mächte auf der Potsdamer Konferenz hätte die Sowjetunion wegen der horrenden Kriegsschäden (der gesamte westliche Teil der UdSSR war ein einziger Trümmerhaufen, 27 Millionen Tote) auch in den Westzonen Anspruch auf Reparationen gehabt. Sie wurden ihr aber vorenthalten, weil ihre Bündnispartner schon bald nach Ende des Krieges vertragsbrüchig wurden und die eingegangenen Verpflichtungen brachen. So blieb der UdSSR nur der Weg, die DDR heranzuziehen, um für wenigstens einen kleinen Teil der Kriegsschäden entschädigt zu werden.

    Denken Sie an die Hilfe, die Berlin, d.h. die notleidende Berliner Bevölkerung direkt nach dem 8. Mai 1945 von der Roten Armee erhielt, obwohl diese selbst so gut wie nichts hatte. 250.000 Sowjetsoldaten fielen allein bei der Schlacht um Berlin. Damals hat diese selbstlose Hilfe vielen Deutschen das Leben gerettet. Heute spricht keiner mehr davon, weil es nicht in das alte Feindbild passt.

    Die DDR kam in den Genuß billiger russischer Rohstoffe. Die UdSSR half ihr, sich gegen die Versuche der Konterrevolution, die von außen durch zahllose Tarnorganisationen gestützt wurde, zu verteidigen. Die Sowjetunion war der Garant, vor allem militärisch, gegen alle Versuche, mit ‚klingendem Spiel durchs Brandenburger Tor zu marschieren‘, wie Adenauer es vorhatte.

    Die Beziehungen zwischen der DDR und der UdSSR beruhten auf dem Prinzip der Freundschaft und der gegenseitigen Hilfe, wenn man mal von der letzten Phase, der Gorbatschow-UdSSR absieht, denn in dieser Phase wurde die DDR an den Westen verschenkt.

    Also insofern trifft das, was Sie sagen m. E. nicht zu. Die Sowjetunion war auch nicht imperialistisch. Im Gegenteil: sie hat überall dort, wo es anti-imperialistische Befreiungsbewegungen gab, diese tatkräftig unterstützt, so auch die vietnamesische Befreiungsbewegung, den Vietcong, der sich einer mörderischen Intervention gegen den US-Imperialismus (3 Millionen Tote, ein durch Agent Orange verseuchtes Land, bis hinein ins Erbgut) erwehren musste.

    Ohne diese Hilfe hätte Vietnam nicht den Sieg über den US-Imperialismus erringen können.

    All das darf heute nicht mehr wahr sein, weil die Sieger die Geschichte schreiben und die meisten Menschen gedankenlos ihrer Version folgen.

  89. Kant sagt:

    @mary, schnehen:

    … bin kein DDR-Bürger gewesen und habe sie nur bei einigen Transitfahrten ein ganz wenig kennen gelernt …

    Die DDR hatte gegen die BRD im „neidvollen“ Vergleich (materielle Konsumgüter) nIE eine Chance.

    BRD/DDR waren zwar Brüder, aber sie wuchsen ganz verschieden auf und hatten Startbedingungen, die nicht ungleicher hätten sein können.

    Die BRD wurde von den USA als zukünftiger Vasallenstaat schon sehr bald hochgepäppelt – Stichwort ‚Marshallplan‘; die DDR dagegen musste die Kriegsfolgen fast alleine tragen und die Sowjetrussen haben – für ihr durch Hitler-Deutschland verwüstetes Land – Reparationen verlangt und sich geholt – Stichwort Demontage von Industrieanlagen etc.

    In der BRD kam es schon bald zur Kumpanei der Nazi-Eliten mit den Besatzern und dem System Adenauer („Die zweite Schuld“, R. Giordano) .
    In der DDR vollzog sich ein sehr mühsamer Aufbau vieler staatlicher Strukturen von ganz unten bis in die Spitze … dabei ständig bedroht von Konterrevolution und durch die hysterische Kommunistenhetze im Westen. (KPD-Verbot in der BRD 1956, hunderttausende werden verfolgt und fast zehntausend KPD-Genossen werden verurteilt.)

    Und trotz alledem hat die DDR sehr Beachtliches hervorgebracht und geleistet – in der Bildung, in der Naturwissenschaft, in der Medizin, im Sport, in der Kultur …
    (‚Auferstanden aus Ruinen‘ ist in jeder Hinsicht wortwörtlich zu verstehen. )

    1988 galt sie im internationalen Vergleich als ein Staat, der mit Belgien mithalten könne und auf dessen Stufe stehe.
    1989/90 war die DDR aber angeblich nur noch ein Schrotthaufen …. warum wohl ?

    Wer das Sagen hat und bewertet, der setzt den Preis fest – für den Käufer !

    ( Wer durch Scheidung erlebt hat, wie aus einem Familienhaus, das mind. 250 Tsd DM wert war,auf einer Zwangsversteigerung plötzlich ein ramponiertes und sanierungsbedürftiges Haus für höchstens 75 Tsd DM wird, der weiß, was ich meine und der kann genau das 1:1 auf die Zerschlagung der Wirtschaft und der Banken der DDR durch die Hyänen aus dem Westen übertragen. — Es gibt dazu hervorragende Literatur, ich nenne hier nur einen Aufsatz: „Die große Enteignung“ – Reinhard Jellen 04.12.2012 – http://www.heise.de/tp/artikel/38/38007/1.html – Otto Köhler über die Wiedervereinigung und die Arbeit der Treuhand )

    Die DDR hat keinen, und schon gar keinen imperialistischen Krieg angezettelt, sich beteiligt oder gar begonnen – und die DDR war nicht (oder doch nur sehr begrenzt ) an der Ausbeutung
    des Trikont beteiligt und hat von diesen mörderischen Strukturen NICHT – im Gegensatz zur BRD – profitiert. (GsD möchte ich hinzufügen!)

    Die DDR war 1949 auf jeden Fall das bessere Deutschland … und die permanenten De-Legitimierungsversuche im Fernsehen etc. (grässlich: ‚Die Frau vom Checkpoint Charly‘ u.v.a.m. ) zeigen, dass sie es für die ideologischen Strippenzieher bei uns bis zum Schluss geblieben ist!
    Ich füge hinzu: das bessere Deutschland, trotz Mangelwirtschaft, Atomenergie und Demokratiedefiziten.

  90. Eveline Kmietzyk sagt:

    @schnehen
    Prof. Hörmann

    Unternehmen, die sich asozial benehmen… ab 33 min

    und ab 49 min
    Grafische Darstellung von Gesetzen und Verträgen, jeder ist damit in der Lage sie zu verstehen, um dann darüber abzustimmen.

    Den Link den ich eigentlich im Ohr habe, hab ich noch nicht gefunden, aber schon bald…..

  91. Kant sagt:

    Beachtliches:
    Karat, City, Puhdys …

  92. Kant sagt:

    Einmal wissen, dieses bleibt für immer …

  93. Mary sagt:

    @Kuemel

    Schon witzig zu sehen, wie Sie irgendeinem amerikanischen Journalisten blind glauben, während an anderer Stelle für Sie alle Amerikaner nur der Abschaum der Menschheit sind, die nur Lügen verbreiten; zusammen mit den Juden natürlich. Mal so, mal anders, Hauptsache das eigene Weltbild stimmt.

    Ist Ihnen schon mal die Idee gekommen, dass es genauso amerikanische Anti-Amerikaner geben könnte, die ihrem Staat ans Bein pinkeln wollen, wie es auch deutsche Anti-Deutsche gibt, sie selbiges tun?

    Das ist geradezu typisch für Leute wie Sie. Um zu zeigen, dass Amerikaner/Juden/Israel ganz schlimmer Finger sind, wird dann irgendein Amerikaner/Jude/Israeli aus der Mottenkiste rausgekramt und als unumstößlicher Leumundszeuge päsentiert, der genau das bestätigt. Aber die Millionen von Deutschen, die die Gräul der Nazis bestätigen, die zählen komischerweise nicht, die sind vom Knopp-Fernsehen verführt worden…….

  94. Mary sagt:

    @Kant

    Vergessen Sie bei all ihren Lobeshymnen nicht, dass die DDR im Jahre 1983 zahlungsunfähig war und sich fortan nur noch mit Krediten (Geschenken) aus der BRD über Wasser halten konnte, die Strauß – aus welchen Gründen auch immer – eingefädelt hatte. Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre die DDR mit Pauken und Trompeten pleite gegangen. Da hätten die Sozialisten mal gesehen, was so eine Arbeitsplatzgarantie noch wert ist, wenn der ganze Staat zusammenbricht.

    Hinzu kam, nebenbei bermerkt, die lukrative Praxis des „Freikaufens“ von politischen Gefangenen und das Abschieben von DDR-Rentnern in die West-Deutschen Rentenkassen – (Rentner durften witzigerweise immer nach dem Westen ausreisen und gleich dableiben)

    Ein Saldo dessen, was die DDR 1988 oder 1989 so alles hinbekommen hat, ist also ein Trugschluss, weil dies nur mit Geldgeschenken aus dem Westen möglich war.

  95. schnehen sagt:

    „Geldgeschenke aus dem Westen“??

    Das ist wieder so eine antikommunistische Mär. Das Gegenteil ist der Fall gewesen: Die DDR hat hohe Zinsen für ihre Kredite zu zahlen gehabt, die ständig während der Kreditlaufzeiten, erhöht wurden und war dann gezwungen, alles Mögliche zu Geld zu machen.

    Es ist allerdings ein fataler Fehler der in wirtschaftichen Fragen unfähigen Honeckerregierung gewesen (Honecker stand stark unter dem Einfluss von Günter Mittag und weniger unter dem Einfluss seines Zentralkomitees), sich im Westen 1983 und 1984 durch zwei Milliardenkredite noch weiter zu verschulden, als dies damals schon der Fall war, und dann auch noch die daran geknüpften Bedingungen, die politischer Natur waren, zu akzeptieren.

    Es war schade, dass es in der DDR-Verfassung kein Verschuldungsverbot gab, wie dies bei anderen sozialistischen Ländern der Fall war.

    Das Problem liegt aber noch tiefer:

    Mit der Einleitung der neoliberalen Wirtschaftsreform in der DDR (ab 1963, also noch unter Ulbricht begann die Testphase) wurde das Profitprinzip für sämtliche Großkombinate wieder eingeführt. Die Betriebsleiter wurden zu einer Art westliche Manager und erhielten hohe sog. Leistungsprämien aus dem Gewinntopf. Diese Libermannschen Reformen haben die ’soziale Marktwirtschaft‘, sprich Elemente des Kapitalismus verdeckt und als Maßnahme für Produktivitätssteigerung und Schaffung materieller Anreize, für die ‚Effektivierung von Planung und Leitung‘ (NÖSPL) wieder eingeführt. Das war ein fataler Fehler, wie sich später zeigte. Zwei Jahre später wurden aber in der Sowjetunion nach dem Sturz Nikita Chruschtschows (dass er dem nicht zustimmte, war der Grund für seinen Sturz) ähnliche neoliberale Reformen unter Kossygin als Ministerpräsidenten eingeführt, womit sich die Sowjetunion ein ähnliches Problem aufhalste.

    All diese Reformen wurden von oben eingeführt, waren also demokratisch nicht legitimiert, was ein weiteres Manko aufzeigt: den Mangel an Demokratie in den sozialistischen Ländern – ein Erbe aus der Stalinzeit. Hieraus gilt es zu lernen: Sozialismus geht nur mit direkter Demokratie!

    Danach war eine effektive gesamtstaatliche Planung nur noch eingeschränkt möglich. Später fiel dann noch das so wichtige Außenhandelsmonopol diesen kapitalistischen oder marktwirtschaftlichen Reformen zum Opfer. Dass Honecker in seiner Naivität nicht erkannt hat, dass er sich damit ein gewaltiges Problem schaffte, hat mit zum Untergang der DDR beigetragen. Es waren also durchaus auch eigene Fehler, die zur Zerstörung der DDR beitrugen. Diese Fehler hat die westliche Hochfinanz dann rigoros für sich ausgeschlachtet, um die DDR von sich abhängig zu machen, was ihr ab Anfang der achtziger Jahre immer besser gelang, bis die DDR fast vor der Pleite stand, was hier richtig gesehen wurde. Als man diesen ökonomischen Hebel fest angesetzt hatte, ging man zum politischen über und förderte, gezielt von außen, die antisozialistische Bürgerbewegung, um ein Standbein in der dDR zu erhalten.

    Wir brauchen also eine exakte wissenschaftliche Analyse zum Untergang des Sozialismus. Antikommunistische Vorurteile und Märchen aus der Zeit des Kalten Krieges helfen nicht weiter.

  96. Kant sagt:

    @ Mary : Sie bewerten sehr unfair und gehen auf die von mir genannten Punkte nicht ein.
    Zur Praxis des Abschiebens noch eine Bemerkung: Jeden, den sie aus dem Westen ‚freikauften‘ war ein kleiner ideologischer Sieg … und die DDR ließ sich wenigstens Ausbildung/ggfs Studium bezahlen.

    Im Mutterland der ‚Freien Welt ‚ lockt man die Leute aus allen Ländern mit hohen Gehältern und Karriereaussichten …. die Ausbildung haben die Herkunftsländer bezahlt. Und das eigene Schulsystem in god owns country ist erbärmlich, desolat …
    nur wer gut zahlen kann, kann auf Privatschulen voran kommen …

  97. Eveline Kmietzyk sagt:

    @ schnehen
    @Kant

    Danke für die vielen Fakten rund um die DDR.

    schnehen: Das Buch „Das Geschenk. Die DDR im Perestroika – Ausverkauf “ werde ich mir jedenfalls kaufen.
    Die DDR in den Arm nehmen und drücken – ein schönes Bild,
    wird dies auch unseren Eltern, die schwer gebuckelt haben, gerecht.
    Ich wollte mich damit eigentlich gar nicht mehr beschäftigen, immer gegen Windmühlen, aber da grüsst das Leben,
    und die Heimat.

    Der Link Prof. Hörmann – Enteignung- hält sich immer noch versteckt. Es ist auch schwierig für mich Hörmann mit eigenen Worten zu beschreiben, ähnlich Joachim B. das kann ich nicht nacherzählen, verstehen und nachempfinden schon.

    Bin gespannt, wann unsere Brüder und Schwestern ihre brd in den Arm nehmen und Danke sagen…..Spass

  98. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen: „SU war nicht imperialistisch“

    Sie verfügen über ein geschlossenes Weltbild, das läßt ruhig schlafen. Ihre Überzeugungen sind orthodox.

    Dagegen will ich nicht viel sagen.
    Von außerhalb der Mauern sieht das so aus:
    Die Rote Armee hat ab 1917 in Fortsetzung des Bürgerkrieges ein Land nach dem anderen erobert und dem Bolschewismus unterworfen. Krieg gegen Finnland. Auf ihrem Zug nach Westeuropa hat sie sich durch unfähige Frontgeneräle (nämlich Stalin) von der kleinen polnischen Armee heimschicken lassen.

    Von 1925 an wurde massiv aufgerüstet zu einer Offensivarmee (schon damals Gewicht auf Fallschirmjäger).

    1939 Einverleibung von Bassarabien. Bukowina, Estland, Lettland, Litauen, Ostpolen; dann 2x Krieg gegen Finnland.

    Aufstellung der größten und modernsten Offensivarmee der Weltgeschichte und Bereitstellung an den Grenzen zur Eroberung Mittel- und Westeuropas.

    Nach 1945 wurde ja nicht bloß die DDR ausgebeutet und ihre Zivilisten zu Hunderttausenden zur Zwangsarbeit deportiert.
    Den übrigen Satelliten ging es genau so. Die Verzweiflung der Bevölkerung führte zu den Versuchen, den Sowjetimperialismus abzuschütteln in Ungarn, DDR, Polen.
    Blutige Unterdrückung durch Panzerarmeen.
    Einmarsch in die CSR.
    Einmarsch nach Afghanistan.

    Denken Sie einmal darüber nach, warum diese geschichtlichen Ereignisse so viele Menschen dazu brachten, die SU als imperialistisch zu sehen.

  99. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Kant: NACHKRIEG IM WESTEN

    Beim Vergleich der Startbedingungen „brd“ und DDR übersehen Sie Manches. Es gibt wirklich wenig Grund, die Morgenthau-Politik gegenüber der Stalinschen Exzesse kleinzureden.

    Auch die Westmächte haben in ihren Zonen gehaust wie die Hunnen.

    Morde und Vergewaltigungen; Morde an den Kriegsgefangenen. Vorsätzlich inszenierte Hungerkatastrophe. Der auch wegen der Vertreibung knappe Wohnraum wurde requiriert für die Truppen der Besatzer und für die Landplage der marodierenden „displaced persons“. Produktionsbeschränkungen, Importbeschränkungen, Sprengung der verbliebenen Fabriken nach Abtransport oder Zerstörung der Maschinen noch nach 1950(!!). Raub allen geistigen Eigentums, Patente, Warenzeichen, Verfahrensvorschriften, Werkzeichnungen, Prototypen. Raub von Gold und Kunstschätzen, Plünderung privaten Eigentums. Maßlose Entnahme von Reparationen und „Besatzungskosten“.
    Verbot aller industriellen Forschung und Blockieren von Universitäten und Schulen durch Berufsverbot für Lehrer.
    Beschlagnahme jeglichen Auslandsvermögens. Hunderttausende wurden deportiert und mußten über Jahre in USA, GB, B, F, Lux, NL, I gratis Zwangsarbeit leisten.

    Der Marshallplan war ein einziger Betrug:
    Trizonesien erhielt nur einen Bruchteil der Summe pro Kopf im Vergleich zu den übrigen Ländern.
    Die Mittel waren weitaus geringer als die Kosten der Werte, die die Alliierten als „Kriegsbeute“ geraubt hatten.
    T. erhielt die Mittel nur als Kredit.
    Der Kredit wurde mit hohen Zinsen und unter Anrechnung von Luftnummern („Gario-Kredite“) zurückbezahlt.

  100. kopfüber sagt:

    Guten Abend!

    Hatte Kontakt mit einer Mathematiklehrerin auf einer Ostseeinsel in der früheren DDR.

    Sie durfte in der DDR nicht in der Oberstufe unterrichten, weil sie aktiv in der Kirche war.

    Nach der Wende durfte sie das: Auch in der Oberstufe unterrichten! Schmunzeln mußte ich darüber, daß sie immer noch, auch von Elft- Und Zwölftklässern erwartet, daß die Schüler sich erheben, wenn sie die Klasse betritt:

    „Nach wie vor begrüßen wir uns in Augenhöhe!“

    Eine viel jüngere Kollegin aus Thüringen, im Westen gelandet,
    weil die Lehrer hier noch verbeamtet und viel besser bezahlt werden, seufzte:

    „Die loben so sehr das Schulsystem in Finnland. Es ist nahezu 1:1 vom DDR-Schulsystem übernommen worden.“

    Gruß vom Meer

  101. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Mary:

    Sie reden sehr leichtfertig dahin.
    Offensichtlich haben Sie keinen Schimmer, wovon überhaupt die Rede ist, weil Sie ja keine Zeile aus dem Buch gelesen haben. Sie scheinen zu unterstellen, daß der Autor Keeling ein Amerikaner ist, der seine Regierung kritisiert, um die Deutschen besser dastehen zu lassen, sozusagen aus Deutschfreundlichkeit.

    Dies, mit Verlaub, ist NICHT der Fall!

    Der Autor beschreibt die Auswirkungen der ganz offiziellen Politik des US-Finanzministers Morgenthau, die ja von den Präsidenten Roosevelt und Truman vertreten und zur offiziellen Politik der USA gemacht wurde. Auch Churchill mußte dieser Politik ausdrücklich zustimmen. Diese Politik wurde sodann in der Direktive JCS 1067 an das „Supreme Headquarter“ formuliert und vom Oberkommandierenden (späteren Präsidenten) Eisenhower allsogleich umgesetzt, indem er etwa eine Million deutscher Kriegsgefangener („No shelter!“) durch Kälte, Hunger und Entbehrungen vorsätzlich verrecken ließ.

    Es ist mir unverständlich, wie diese Schilderung die Deutschen irgendwie „besser aussehen lassen“ sollte. Das Motiv für den Autor, die US-Regierungspolitik und ihre Folgen zu beschreiben, war seine Sorge, die Politik seiner Regierung könnte den Interessen seines landes schaden und die Deutschen dazu bringen, sich in ihrer Verzweiflung den Kommunisten anschließen.

  102. schnehen sagt:

    @Dr. Kümel

    Auf ihre unsachlichen Bemerkungen, ich sei ‚orthodox‘ und hätte ein ‚geschlossenes Weltbild‘ werde ich nicht eingehen, weil ich meine Zeit nicht damit verbringe, mich mit Polemik zu befassen.

    Es ist aber Wert, sich mit dem angeblichen ‚Imperialismus‘ der Sowjetunion auseinanderzusetzen.

    Das setzt voraus, dass man den Begriff klar definiert. Also was ist Imperialismus?

    1. Der Imperialismus entsteht aus dem Kapitalismus und stellt sein höchstes Stadium dar.

    2. Imperialismus bedeutet, dass der Kapitalismus über das Stadium der freien Konkurrenz hinausgewachsen ist und von großen Konzernen und Banken kontrolliert wird.

    3. Im Imperialismus wachsen Industrie und Banken zusammen und machen sich die Staatsmacht Untertan.

    4. Das Hauptgesetz des Imperialismus ist der Maximalprofit. Dieser lässt sich nur dadurch erzielen, dass andere Länder ausgeplündert werden. Imperialismus ist also Kolonialismus und Raubkriege gegen Länder mit Ressourcen. Es gilt, diese Resourcen zu kontrollieren und die Märkte international zu beherrschen.

    Von dieser Definition gehe ich aus. Sie dürfen ihre eigene entwickeln.

    Wenn ich von dieser Definition ausgehe, war die sozialistische Sowjetunion nicht imperialistisch, weil es in ihr keine privaten Großkonzerne und Großbanken gab. Noch nicht einmal einen Kapitalismus, der den Imperialismus gesetzmäßig hervorbringt gab es. Die Sowjetunion hat auch nie Raubkriege gegen andere Länder geführt, um sich deren Ressourcen anzueignen.

    Wenn die Sowjetunion dennoch zu verschiedenen Zeiten in anderen Ländern intervenierte, hatte dies eine andere Qualität als die vielen Interventionen, Putschversuche usw. des US-Imperialismus oder des britschen Imperialismus. Während die SU nationale Befreiungsbewegungen gegen den Imperialismus unterstützte, haben die USA diese bekämpft.

    Der Einmarsch in Afghanistan 1979 erfolgte, nachdem die dortige Regierung, die aus einer demokratischen Revolution gegen das monarchistische Regime hervorging (1978), seit Mitte 1979 von Mujahedin-Kämpfern, aus denen später Al Qaida hervorging, massiv von den USA aufgerüstet wurden, um die demokratisch-revolutionäre afghanische Regierung zu Fall zu bringen, und um die alten rückständigen ökonomischen, feudalen Verhältnisse wieder herzustellen.

    Jene Revolutionsregierung (Babrak Kamal) führte ein kostenloses Gesundheitswesen ein, gestattete den Frauen, zu studieren, schuf Stammesprivilegien ab, führte die Schulpflicht ein, machte mit dem Drogenanbau Schluss und brachte das rückständige Afghanistan zum ersten Mal in seiner Geschichte nach vorne.

    Diese Regierung kann man mit der heutigen syrischen Regierung durchaus vergleichen, die ebenfalls vom Imperialismus, vor allem aber von Israel und den USA in die Zange genommen wird, ohne dass Russland Truppen schickt.

    Ein antiimperialistisches Regime, eine demokratische Revolution will verteidigt werden. Wie, ist eine andere Frage. Ich halte den Einmarsch nach Afghanistan im Nachhinein trotz meines ‚geschlossenen und orthodoxen Weltbilds‘ für falsch, weil ich meine, man hätte die Reaktion damals auch anders besiegen können.

    Schlussfolgerung:

    Die Sowjetunion war antiimperialistisch, was sie immer wieder bewiesen hat, wenn sie Länder oder Bewegungen unterstützte, die sich vom Imperialismus befreien wollten, wie Ägypten unter Nasser, Vietnam, Angola, Mozambique, die südafrikanische Befreiungsbewegung, Allendes Chile usw. usf. Sie war auch deshalb nicht imperialistisch, weil das private Großkapital und die Privatbanken schon kurz nach dem Sieg der Revolution 1917, gegen die 14 Staaten, darunter auch die USA, intervenierten, verstaatlicht worden war, so dass sich kein Imperialismus, der aus dem Kapitalismus hervorgeht, entstehen konnte.

    Über eine unpolemische Antwort Ihrerseits würde ich mich freuen, verehrter Herr Kümel.

  103. Mister Panopticon sagt:

    @ schnehen: Formal gesehen, haben Sie vielleicht recht, wenn Sie sagen, dass die UdSSR „anti-imperialistisch“ war, weil es sich mit den „imperialistischen“ Kräften (zumindest, wiederum,formal) im Krieg befand.

    Das verdeckt m.E. allerdings den grundsätzlichen, und entscheidenden, Systemcharakter der UdSSR, unabhängig davon, was sie von sich selber (wie offensichtlich der Westen auch…) behauptete.

    Orwells Terminus aus 1984, „oligarchischer Kollektivismus“ , beschreibt nämlich sowohl den real existierenden Kommunismus wie auch den angelsächsischen Kapitalismus, als auch den sog. „deutschen Sonderweg“ über Hitler, über Massenmord, hin zur totalen Zerstörung. Und zwar übrigens in vielerlei Hinsicht, wie Orwell im Buch detailiert darlegt…😉 (Seine Darstellung, die selbstredend das „reale“ Großbritannien meint, ähnelt darum auch in vielen Punkten z.B. Michail Bulgakow, aus den 30ern, über Rußland)

    -Das Problem, das Marx, als Schüler und Erbe von den „Liberalen“ Hegel wie übrigens genauso von Adam Smith,hat, ist, wie bei den genannten, sein „geschlossenes“, quasi-monistisch-quasi-pantheistisches Weltbild (bitte für die Formulierung nicht hauen!)- der „Systemcharakter“ seiner Hypothesen: Der „dialektische Materialismus“ leugnet(!), wenn man ihn denn für Ernst nimmt, in seiner Essenz das „Individuum“, oder das „Subjekt“, inklusive des Denkens, des Freien Willens, und der VERANTWORTUNG. („Das Sein bestimmt das Bewußtsein“ heißt,überspitzt: Es gibt in letzter Instanz keine(!) „Spontanitaet“ )

    -Bei Hegel und Smith, also im Liberalismus, ist das Individuum wenigstens noch (abstrakt-konstitutive) Funktion; bei Smith als Homo Oeconomicus sammt Selbstbereicherungstrieb, bei Hegel über den „Kampf um Prestige“/ „Anerkennung“. Wobei es sich allerdings im Liberalismus leider vollständig darin erschöpft- zu mehr wird das Individuum dann wieder doch NICHT gebraucht. (Anders im „klassischen“ Anarchismus, der den Liberalismus auf die Spitze treibt: Dort erschöpft sich das Individuum IN SICH SELBST…🙂 )

    In Angesicht meiner Darlegungen neige ich persönlich, als Lösungsansatz relativ stark zu Kant oder Kierkegaards Existenzialismus- beiden gemein ist die Betonung der PFLICHT des Einzelnen, in der Gesellschaft- als Folge der Auslegung eines „vernünftigen“ Monotheismus. Kant hat viel versucht, siehe u.a. das Amphiboliekapitel, siehe das berüchtigte „Ding-an-Sich“, um das Weltbild grundlegend OFFEN zu halten; „regulative Ideen“ wie der kategorische Imperativ scheinen mir auch einen sehr wertvollen Ansatz zu liefern.

    Im Zuge des Gesagten: Meine sehr persönliche Ansicht zu „Was ist Sozialismus?“ : Eine Gesellschaftsordnung, in der jeder Einzelne soviel (materiell wie immateriell) GIBT, wie er nur kann, und sich nur(!) soviel nimmt, wie er (wirklich!) braucht. Wozu selbstredend gehört, dass jeder Einzelne in seinem Geben-Können gefördert (statt schon während der Schullaubau darin behindert) wird.

    Im Gegensatz dazu steht das jahrtausendealte, sich mit massiver, quasi-naturgesetzlich-alles Zerstörender Gewalt sich durchsetzende: Jeder nimmt sich soviel er irgend kann, und gibt dafür genau nur soviel wie er eben muß. ( Wie es übrigens von der zutiefst-apologetischen „Ökonomielehre“ dann wieder propagiert wird)

    Ich weiß, es ist ein ziemlich kindlicher Glaube, dass „Geben doch seliger denn Nehmen“ ist😉

  104. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen:

    Wir scheinen verschiedene Begriffe zur Beschreibung der Wirklichkeit zu bevorzugen. Kein Grund zur Polemik, aber ein bißchen Frozzelei unter politischen Freunden muß schon sein.
    Ich nehme es doch leicht hin, daß mir Ihre Auffassung als „orthodox“ erscheint: deshalb möchte ich dennoch gerne mit Ihnen zusammen das Deutsche Volk (und Sie dürfen „Gesellschaft“ sagen) vor den Klauen des Globalismus retten, wenn’s denn geht.

    Ich ziehe die Definition von Imperialismus vor, die vom Wortsinn ausgeht. Ein Staat (oder sowas ähnliches) versucht, Gebiete unter seiner Herrschaft zu vereinigen, ohne daß die Bevölkerung des „befreiten Gebietes“ das möchte. Kaum „befreit“, findet in der Regel ein massiver Wohlstandstransfer zugunsten des „Befreiers“ statt.

    Eine Staatsidee, die dergleichen voraussetzt, ist stets in der Gefahr, zur Rechtfertigung von Imperialisten zu werden. Wenn etwa ein Staat vor hat, in möglichst vielen Ländern der Erde einen Umsturz einer Minderheit mit Waffengewalt zu bewerkstelligen, um eine botmäßige Regierung einzusetzen und ein Regime nach seinem alleinseligmachenden Gusto zu etablieren, dann ist das (nach meiner Definition) „Imperialismus“, wenn Sie und Lenin dies auch als „Weltrevolution“ bezeichnen.

    In dieselbe Kategorie würde ein Staat (oder sowas ähnliches) fallen, der es sich zum Gesetz machte, ungeachtet des Willens der Betroffenen und ungeachtet deren Nutzen alle „Weißen“ oder alle „Arier“ mit Druck, Gewalt und Krieg in einem „Imperium“ vereinigen zu wollen; oder einer, der unter den gleichen Voraussetzungen alle europäischen Völker in einem Staat vereinigen will. Und damit sind wir schon näher an der Realität.

    Ich halte es für ein förderliches Prinzip, wenn sich jeder Staat aus den Angelegenheiten seiner Nachbarstaaten weitgehend heraushält. Zwar ist vielleicht das Prinzip der absoluten Souveränität der Staaten in einer recht kleingewordenen Welt nicht mehr vollständig zu bejahen. Aber Staaten, deren Staatsräson ausdrücklich darauf abzielt, die Souveränität möglichst vieler Staaten im Sinne der je eigenen Staatsräson zu brechen, dem sollte von seiner Staatsidee abgeraten werden: „In the way of friendly persuasion“, wie mein Englischlehrer immer sagte, wenn er uns eine Strafarbeit auferlegte.

    Nur in ganz extremen Ausnahmefällen sehe ich ein Eingreifen bei den Nachbarn als tolerierbar an, ein Beispiel wäre der Einmarsch Nordvietnams in Pol Pots Mörderimperium. Man wird natürlich auch in solchen Fällen den reinen Altruismus nicht voraussetzen. Im Falle Pol Pots fand es eben keine Großmacht und sonst kein Nachbar opportun und aus eigenen Interessen zwingend geboten, zu intervenieren.
    Aber die vom Westen P2P genannte und von der SU als „Befreiung zum Sozialismus“ behauptete Generalabsolution nenne ich „Imperialismus“.

    Ich habe zeitweise in Österreich gelebt.
    1956 kamen zwei Wellen von Flüchtlingen aus Ungarn.
    Die erste mit dicken Koffern und in feinen Ledermänteln.
    Das waren die Unterdrücker, sie sind vor der Revolution geflohen. Das hat bloß keiner begriffen, es waren die „armen ungarischen Flüchtlinge“. Ihnen wurde alle Hilfsbereitschaft der Österreicher in reichem Maße zuteil, die ja bis zum Vorjahr selbst die Vorzüge einer Sowjetherrschaft hatten genießen dürfen.

    Die zweite Welle war viel größer.
    Sie kam, als der Sozialist Pal Maleter erschossen wurde und die sowjetischen Panzer Budapest besetzten. Kam aus einem Haus Flintenfeuer, dann schossen sie mit Granaten so lange ins Erdgeschoß, bis das Haus zusammenfiel. Die zweite Welle von Flüchtlingen bestand aus Verwundeten, Gehetzten, Verzweifelten, abgerissenen Menschen in Räuberzivil. Es waren die Revolutionäre, und für sie war kaum noch Hilfsbereitschaft übrig.

    Auch 1968 war ich in Österreich.
    Nach dem militärischen Einmarsch der sozialistischen Bruderstaaten in die sozialistische, aber unbotmäßige CSSR flohen die Zivilisten in hellen Haufen nach Österreich. Ich hatte mit vielen Kontakt: keiner war mit dieser Art der Bruderhilfe einverstanden.

    Bekanntlich hat die Bewegung des Prager Frühlings damit begonnen, daß der sozialistische Funktionär für die Slowakei, Dubcek, eine Versammlung sozialistischer Sowjetmenschen unorthodox ansprach.
    Er begann seine Rede mit der Anrede: „Slovaken!! …“
    Weiter kam er nicht, die Rede konnte nicht mehr gehalten werden. Aus müde lächelnden botmäßigen Politfunktionären wurden mit einem Schlage Menschen, Slovaken! Und sofort waren auch die in Böhmen wohnenden Sozialisten Tschechen. Beide befürworteten weiterhin eine sozialistische Gesellschaftsordnung, aber aus Sowjetfunktionären waren Menschen geworden, in einem Augenblick.

    Alsbald kamen aus der „brd“ und aus anderen westlichen Staaten „Bruderdelegationen“ der (damals) „Neuen Linken“, um mit viel Enthusiasmus den Tschechen und Slovaken zu erklären, was der „wahre Sozialismus“ sei. Und was soll ich Ihnen sagen! Die Tschechen und Slovaken haben sie verärgert ausgelacht!

  105. Mister Panopticon sagt: Mai 10, 2013 um 01:10

    Im Zuge des Gesagten: Meine sehr persönliche Ansicht zu “Was ist Sozialismus?” : Eine Gesellschaftsordnung, in der jeder Einzelne soviel (materiell wie immateriell) GIBT, wie er nur kann, und sich nur(!) soviel nimmt, wie er (wirklich!) braucht. Wozu selbstredend gehört, dass jeder Einzelne in seinem Geben-Können gefördert (statt schon während der Schullaubau darin behindert) wird.

    Schön, sehr schön und wahr. So kann’s gehen, 100 Pro!

    Ich weiß, es ist ein ziemlich kindlicher Glaube, dass “Geben doch seliger denn Nehmen” ist😉

    Werdet wie die KInder… Und wenn man weiß, daß Geben und Empfangen in eins fallen, wird aus dem Glauben Wissen und Gewißheit.

  106. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ schnehen: „Orthodox“

    Ich muß einräumen, daß es durchaus gescheite Querdenker gibt, die das „Sozialistische Lager“ für ein unentbehrliches, unverzichtbares Korrektiv halten, die man keinesfalls als „orthodox“ bezeichnen kann.

    Carl Friedrich von Weizsäcker: „Der bedrohte Frieden“, Hanser-Verlag, 1983.
    Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden Globalisierung, (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab).

    Seine Vorhersagen 1983:
    Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen. —
    Die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken. —
    Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott des Staates zusammenbrechen, Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird. —
    Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch. —
    Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten. —
    Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, und eine weltweite Diktatur einführen. —
    Die ergebenen Handlanger dieses „Geld-Adels“ sind korrupte Politiker. —
    Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, daß die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential. —
    Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen. —
    Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus das skrupelloseste und menschenverachtendste System erleben, wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt
    hat, ihr “Armageddon“ (“Endkampf“). —

    Gefunden auf : http://www.wahrheit-kompakt.bplaced.net/

  107. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Panopticon: „Sozialismus“

    Sie sind der einzige in der Diskussion, der meinem Vorschlag gefolgt ist, den Begriff zu definieren. Verwunderlich, wo sich doch so viele disparate Ideologien darauf berufen. Wo sind bloß alle internationalen und nationalen Sozialisten in dieser Diskussionsrunde hingekommen?

    Allerdings definieren Sie den Begriff hauptsächlich ökonomisch, wenn Sie auch etwas von „immateriell“ einfließen lassen.
    Und die Definition bleibt unscharf: „…gibt, was er kann“ ??
    Wer bestimmt das, was ist das Maß dafür?

    Die meisten Arbeiter KÖNNTEN auch 2 Schichten pro Tag arbeiten, wenigstens aber 12 Stunden, und auch 6-7 Tage in der Woche. Und in der real existierenden SU waren sie auch dazu gezwungen, wenigstens in der hitzigsten Aufrüstungsphase. Das berichtet Solschenizyn im „Archipel Gulag.

    „SOZIALISMUS“, das ist, wenn das Politbüro unter der autokratischen Führung des „Woschd“ („Führer“) bestimmt, wieviel Du geben kannst und wieviel Du nehmen darfst?

    Haben Sie das so gemeint?

  108. Eveline Kmietzyk sagt:

    Mister Panopticon sagt: Mai 10, 2013 um 01:10

    Im Zuge des Gesagten: Meine sehr persönliche Ansicht zu “Was ist Sozialismus?” : Eine Gesellschaftsordnung, in der jeder Einzelne soviel (materiell wie immateriell) GIBT, wie er nur kann, und sich nur(!) soviel nimmt, wie er (wirklich!) braucht. Wozu selbstredend gehört, dass jeder Einzelne in seinem Geben-Können gefördert (statt schon während der Schullaubau darin behindert) wird.

    Das würde ich unterstreichen.

    Und wenn jemand auf seinem Lebensweg das Bedürfnis hat 2 Autos zu besitzen müssen , soll er sie haben.

    Alles ist Wandel. Irgendwo gibt es jemand, der seine Autos gerade alle abgegeben hat.

    Eine freie soziale Gesellschaft hat auch ohnehin einen sehr intelligenten Nahverkehr.
    Von den dann neuen Technologien ganz zu schweigen.

    Nur Krebszellen müssen sich tot fressen , Zellen, die auf ihre innere Balance achten nicht.

    Kinder, da sie sich im Aufbau befinden benötigen mehr, als z.B Menschen, die sich in ihrem Lebensabend befinden.

    Der “ Sozialismus“ ist keine materielle Wertegemeinschaft – sondern eine geistig immaterielle Gemeinschaft von Menschen.
    Dazu gehören unbedingt die Tiere und Pflanzen und das Wasser dazu, nicht um sie es zu verwerten, sondern um unseren Gefühlen eine gesicherte „Flusslandschaft “ anzubieten.

    U. V. M

  109. Dr. Gunther Kümel sagt:

    DIE AfD EIERT HERUM!

    AfD rückt von Kernforderung ab: Keine Rückkehr zur D-Mark
    Deutsche Wirtschafts-Nachrichten 12.05.13

    Der Parteichef der Alternative für Deutschland favorisiert den
    Verbleib Deutschlands im Euroraum. Die Euro-Zone sollte umgeformt werden. Es solle einen Kern-Euro geben. Eine rasche Rückkehr zur D-Mark lehnt der Parteichef Bernd Lucke jetzt plötzlich ab.

    In einem Interview mit der Schweizer NZZ sagte Lucke, der
    Vorschlag der AfD sei, „dass die südeuropäischen Staaten aus dem Euro ausscheiden sollen und daß eine Kern-Euro-Zone übrig bleibt.“

    Auf der offiziellen Website der AfD klingt das ganz anders:

    „Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.
    Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die
    Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.”

    Schon diese Forderung war recht weich, jetzt wurde sie noch mehr aufgeweicht.

    So sind politische Erfolge nicht zu erzielen!

  110. Jakobiner sagt:

    Hier die Antwort von Gregor Gysi, wie er zu Lafontaines Äußerungen steht:

    „Sehr geehrter Jakobiner,

    bei der Einführung des Euro war die Fraktion meiner Partei die einzige, die darauf hinwies, dass die gesamte Struktur nicht stimmte. Alle anderen Fraktionen waren oberschlau und meinten, es würde sich alles regeln. Ich wies darauf hin, dass dieser Euro zu Lohn- und Rentendumping führen werde, was ja auch tatsächlich geschehen ist.

    Dennoch wäre ein Austritt aus dem Euro ein schwerwiegender Fehler. Die Länder im Süden Europas würden Züge der Verelendung bekommen und bei uns bräche die Exportwirtschaft erheblich zusammen. Arbeitslosigkeit und andere Folgen würden eintreten. Deshalb bleibt unsere Partei bei der Forderung, den Euro zu retten, allerdings auf gänzlich andere Weise als die Bundesregierung, die dabei ist, den Euro zu zerstören. Im Unterschied zu Oskar Lafontaine glaube ich auch nicht, dass sich die Südstaaten auf ein gemeinsam kontrolliertes Vorgehen bei der Auf- bzw. Abwertung von Währungen einließen. Wenn wir sie aus dem Euro drängeln, hätten sie nicht den geringsten Grund, uns diesbezüglich einen Gefallen zu tun. Also würden sie ihre Währungen solange abwerten, bis wir in den Süden Europas so gut wie nichts mehr verkauft bekommen.

    Mit der Alternative für Deutschland gibt es schon deshalb nicht die geringsten Gemeinsamkeiten, weil sie Lohn- und Rentenerhöhungen ablehnen, sich auch nationalistisch bewegen, einer ihrer Sprecher den Arbeitslosen und Rentnerinnen und Rentnern sogar das passive Wahlrecht entziehen will. All das ist für uns völlig indiskutabel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Gysi „

  111. Anonymous sagt:

    Wer hat den Begriff „Napoleon von der Saar“ als erstes verwendet?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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