Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Türkische Presse berichtet erneut über COMPACT-Recherche zu NSU/Ergenekon

attachment-1Beitrag in der türkischen Tageszeitung SoL vom 11. April 2013

So sieht Zusammenarbeit gegen das Schweigekartell der Systemmedien in der Türkei und in Deutschland aus! Die türkische Tageszeitung SoL nahm in der Ausgabe vom 11. März wieder Bezug auf die COMPACT-Recherchen zum NSU in COMPACT-Spezial, besonders aber auf den Vergleich des NSU- mit dem Ergenekon-Verfahren.

Nicht vergessen: COMPACT-TV berichtet ab kommenden Mittwoch (17.4.) JEDEN ABEND über den Beginn des NSU-Prozesses in München! Näheres dazu hier lesen!

Mein deutscher Originalbeitrag war hier, jetzt kommt die Berichterstattung in Sol:

 

NSU-Ergenekon, Offshore-Leaks, medya

Osman Çutsay

Osman Çutsay’ın “NSU-Ergenekon, Offshore-Leaks, medya” başlıklı yazısı 11 Nisan Perşembe tarihli soL Gazetesi’nde yayımlanmıştır.

Çok tuhaf Bayan Beate Zschäpe ve onun “gökten zembille iniveren” NSU çetesi ile ilgili mahkemenin duruşmaları Münih’te 17 Nisan’da başlayacak, tamam ama iş, uluslararası bir skandala dönüştü bile. İşte meseleye Federal Dışişleri Bakanı Guido Westerwelle de el attı ve “dünyaya rezil olacaklarını” hatırlattı. Sebep, malum: Duruşmaları sadece Alman basını izleyebilecek, yabancılar ama özellikle de Türk medyası dışarıda bekleyecek.

Sanki şu Türk medyası duruşmalara girse bir şey olacak…

Ana akım medya, her ülkede aydınlatmak için değil karartmak için görev başında. Ama yöntemlerinin köklü bir dönüşüm yaşadığını biliyoruz. Yeni Ortaçağ’ın yöntemi, eski Ortaçağ ve onun faşizm modellerinden çok farklı…

Türk medyası eğer ille de bir şeyler yapmak istiyorsa, mahkeme kapısında beklemeyi bıraksın, nasılsa öğreneceği bir şey yok, önce şu “Offshore-Leaks” denilen listelerde, hangi Türkiye bağlantılı isimlerin olduğunu ortaya çıkarsın.

Vergi cennetlerine hangi Türk, ne zaman ve ne kadar dolar veya avro kaçırmış, bunu bir görelim. AKP diktatörlüğünün başarısını bir test edelim.

Aslında hemen görebilirdik. Ama Washington merkezli “Araştırmacı Gazeteciler Uluslararası Konsorsiyumu” (ICIJ), Türkiye’de Metin Münir’i tanıyor. O zaman, tipik bir “kazip ve gaip şöhret” olarak bu Kıbrıslı Türk gazeteciden rica edelim, şu milyonlarca isim içeren listelere artık bir göz atsın da, daha doğrusu o bilmeceleri bir çözsün de, bizi ilgilendiren kimler var söyleyiversin. Farklı zamanlarda da olsa, Mülkiye sıralarında dirsek çürütmüşüz; ricamız olsun.

Bugüne kadar sesi çıkmadı, altından mı kalkamadı, yoksa yazacak yer mi bulamıyor? Biz bu tür meselelerde, ilerici Türk basınının risk almaktan korkmadığını, 200 yıllık aydınlanma tarihimizden biliyoruz. Uğur Mumcu, risk almış binlerce kahramandan en tanınmış olanı.

Hayır, bir şey değil, yabancılara soracağız, onlar da “Yahu Türkiye’den sorumlu Metin Münir’e niye sormuyorsunuz?” falan diyecek, hep birlikte rezil olacağız. Bu rezillik de Westerwelle’nin rezil olma korkusunu aratacak doğrusu.

Elbette, Washington’daki oluşumu (ICIJ) araştırmacı gazetecilik falan sayacak halimiz yok. O başka bir şey. Burada da başka hesaplar nedeniyle sızan ve sızdırılan bilgiler var. Bu sızıntılardan, doğru bilgiyi arayan gerçek gazetecilere fazla bir ekmek çıkmaz.

İyi de, hazretler bunu bile açıklamıyor.

Fakat bu medyanın “marjında” başka gelişmeler de olmuyor değil tabii. Münih’teki skandal duruşmaların arka planıyla ilgili gerçekten ısrarlı gazetecilerin varlığı, bir örnek: Almanya’da Jürgen Elsässer ve arkadaşları, ısrarla, başından beri, bu NSU bataklığının altından korkunç şeyler çıkabileceğini yazıyorlar ve Alman basınında, yeni ortaçağın tipik silahıyla boğuluyorlar. soL bu konuda görevini yeterince yerine getiriyor. Ama şimdilerde NSU ile Ergenekon komplolarının benzerliğini işleyen Elsässer ve arkadaşlarının bulgularıyla birlikte, nasıl hasır altı edildiğini görmemek de mümkün değil.

Yeni faşizm böyle: Bilgi saklanmıyor artık; bilgi olabilecek her şey, her haber, her çöp, tüm ayrıntılarıyla bir sel baskını gibi halkın üzerine boca ediliyor. Bilgi böyle saklanıyor, insan böyle maymuna dönüştürülüyor.

Biz, yine de direnenleri görüyoruz.

Liberal şaklabanları değil.

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32 Responses

  1. Söderstrup sagt:

    Google-Übersetzung:

    NSU-Ergenekon, Offshore-Leaks, die Medien

    Osman Çutsay

    Osman Çutsay’ın „NSU-Ergenekon, Offshore-Leaks, Medien Artikel mit dem Titel“ in der 11. April soL am Donnerstag veröffentlicht.

    Sehr seltsam Frau Beate Zschäpe und seine „out of the blue iniveren“ NSU gang Gericht in München am 17. April zu beginnen, okay, aber die Arbeit selbst in einem internationalen Skandal geworden. Das ist das Problem bei der Bundesaußenminister Guido Westerwelle Hand geworfen und „die Welt wäre der berüchtigte sein“, erinnert sich. Der Grund ist offensichtlich: die deutsche Presse nur zu folgen die Anhörungen, Ausländer, vor allem aber in den türkischen Medien draußen warten.

    Es wird etwas, das in den türkischen Medien Anhörungen geht sein …

    Die Mainstream-Medien, nicht jedes Land zu Beginn der Aufgabe zu verblassen zu beleuchten. Aber ich weiß, er lebte radikale Transformation Methoden. Die neue Methode des Mittelalters, ist das alte Modell sehr unterschiedlich aus dem Mittelalter, und seine faschistischen …

    Türkische Medien will man etwas unbedingt, legte sich auf die Tür des Gerichts warten zu tun, gibt es nichts irgendwie lernen, direkt vor den „Offshore-Leaks“ die sogenannten Listen, die Namen der Türkei verbunden entstehen wird.

    Steueroasen, die die Türken, wann und wie viel in Dollar oder Euro, verpasst, lasst uns sehen. Testen wir den Erfolg der AKP-Diktatur.

    In der Tat, fast in der Lage zu sehen. Aber der in Washington ansässigen „International Consortium of Investigative Journalists“ (ICIJ), kennen die Türkei Metin Münir. Damals, ein typisches „ausgraben und defaulter Ruhm als“ Lasst uns darum bitten, dass die türkisch-zyprischen Journalisten, haben wir nun einen Blick auf die Listen mit den Namen von Millionen zu werfen, sondern sie Rätsel löst in einem, sagen Sie ihm, wer in diesem Anliegen uns. Zu verschiedenen Zeiten, obwohl, Bevölkerungsschutz Warteschlangen çürütmüşüz Ellenbogen, erhalten unsere Anfrage.

    So weit, das Geräusch kam, konnte sie nicht unter zu bekommen, oder nicht finden können, den Ort zu schreiben? Wir haben in diesen Dingen, ist der progressive türkischen Presse keine Angst, Risiken einzugehen, wir kennen unsere Geschichte der 200 Jahre der Erleuchtung. Ugur Mumcu, bekanntesten Helden von Tausenden von Risiko.

    Nein, es ist nicht, fragen Fremde, sie sind auch „Hey, warum fragst du nicht Münir Text verantwortlich für die Türkei?“ Oder etwas zu sagen, alle zusammen werden wir entehrt werden. Westerwelle auch die Angst vor Schande dieses infamy eher aratacak.

    Natürlich, Washington, DC-Formation (ICIJ) investigativen Journalismus nicht ein Graf oder so etwas. Es ist etwas anderes. Auch hier, weil andere Konten zugespielt und Informationen zugespielt. Diese Lecks, auf der Suche nach den richtigen Informationen, sobald das Brot mehr als den realen Reportern.

    Nun, auch wenn es nicht erklären, Seiner Heiligkeit.

    Aber diese Medien, „margin“ ist nicht andere Entwicklungen, natürlich. Die Anwesenheit von Journalisten wirklich beharrlich auf dem Hintergrund der Skandal Anhörungen in München, ist ein Beispiel: in Deutschland, Jürgen Elsässer et al, bestand von Anfang an unter den schrecklichen Dinge, die NSU Sumpf Schreib-und deutschen Presse, eine neue Waffe Ertrinken in einem typischen mittelalterlichen kommen kann. soL genug darüber erfüllt die Aufgabe. Aber die Ähnlichkeit arbeitet nun mit NSU Elsässer et al Erkenntnisse der Ergenekon Verschwörung, aber nicht sehen, wie unter den Teppich gekehrt ist nicht möglich.

    Dass der neue Faschismus: Verbergen von Informationen ist nicht mehr in der Informationsgesellschaft, die alles, alle News, alle Müll, alle Details werden auf dem öffentlichen wie eine Flut gedumpten sein kann. Informationen in einer solchen menschliche Weise in Affen verwandelt gespeichert.

    Wir sind immer noch zu sehen widerstehen.

    Liberal ist nicht şaklabanları.

  2. MultiStar83 sagt:

    Sensation in der ARD! Im „Bericht aus Berlin“ wurde gerade ausdrücklich die Möglichkeit eines „tiefen Staates“ in Deutschland angesprochen. Die befragten Politiker wie die „Linke“ Petra Pau, die auch im Bundestagsuntersuchungsausschuss zur NSU sitzt, sowie Cem „Atlantikbrücke“ Özdemir wiesen dies lediglich zögerlich zurück. Überzeugend war dies keineswegs. Pau sagte sinngemäß, man hätte dafür bisher „keine Anhaltspunkte“, wollte es aber auch nicht kategorisch ausschließen…Die Wahrheit kommt ans Licht! Nur Geduld. Sogar die Mainstream-Presse scheint allmählich aufzuwachen!

  3. Stephan Becker sagt:

    @MultiStar83

    Zeitlich passend dazu ist das Geständnis des deutschen Historikers Andreas Kramer vor einem Gericht in Luxemburg über die Arbeit seines Vaters als führender Gladio-Mitarbeiter in Deutschland. Warum gerade jetzt? Okay wegen dem Prozess in Luxemburg. Warum werden diese beiden Polizeibeamte gerade jetzt für Taten zwischen 1984 und 1986 angeklagt?

    Fast schon wieder zuviel des Zufalls.

    Wenn gleichzeitig wieder z.B. auf die Verwicklung des CIA und des Mossads im Fall Barschel hingewiesen würde, dann fände ich das okay.
    Vor ein zwei Jahren kam in der ARD, dem ZDF, 3sat oder Arte ein Film über die Zusammenhänge zwischen dem Flugshow-Unglück von Rammstein, dem Flugzeugabsturz von Ustica (Itavia-Flug 870 im Juni 1980) sowie diversen mysteriösen Ableben von Zeugen des Ustica-Absturzes in Italien.

  4. Petrus Urinus Minor sagt:

    MANFRED GÖTZL und OLG München

    Der avisierte vorsitzende Richter MANFRED GÖTZL ist eine besonders interessante Person. Ich bitte die Leser sich ihr eigenes Urteil zu machen und selbst Prognosen über den wahrscheinlichen Verlauf des Prozesses zu machen.

    Wie Martin Lichtmesz bereits schrieb, ist die NSU durch die Trauerveranstaltung des BRD Bundestages und die Zahlung von Rekordentschädigungen VOR Urteilsspruch zur Staatsraison geworden.

    Herr Götzl verurteilte den 57 jährigen Josef I. wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer (nicht zur Bewährung aussetzbaren) Haftstrafe von viereinhalb Jahren. Josef I. war nicht vorbestraft und im Vorfeld selbst Opfer einer schweren Gewalttat geworden.

    Den 30 jährigen Informatikstudenten Sven G. verurteilte Herr Götzl wegen versuchten Totschlags zu einer nicht zur Bewährung aussetzbaren Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Eine Strafmaßrevision zum BGHSt hatte nur eine Zurückverweisung auf eine gefährliche Körperverletzung zur Folge, so daß Sven G. zu diesem Zeitpunkt die daraus erfolgte Haft bereits abgesessen hatte. Im Übrigen wurde das Urteil in seinen rechtlichen Grundlagen vom BGHSt bestätigt. Sven G. entstammt bürgerlichen Verhältnissen und war nicht vorbestraft. Jetzt schon.

    In beiden Verfahren ging Herr Manfred Götzl die Anklagten scharf während des Prozesses an.

    Im Falle des Josef I. hatte dieser in einer dunklen Unterführung einem jungen Mädchen zur Hilfe kommen wollen, die augenscheinlich von einem jungen Menschen mit Migrationsherkunft bedrängt wurde. Als er verbal versuchte, einzugreifen, wurde er von dem Migranten bedroht und, als er floh, anschließend verfolgt. Josef I. stach mit einem Messer mit kurzer Klinge (Taschenmesser) in die Achselhöhle.

    Sven G. wurde zusammen mit einem Bekannten von einer großen Menge Jugendlicher albanischer Herkunft agressiv bedroht und angegriffen. Nachdem der Bekannte von Sven G. bereits zu Boden getreten war, stach Sven G. mit einem Messer mit kurzer Klinge einem der Migranten in die Halsgegend. Sven G. wurde unter anderem vorgeworfen, er hätte sich der Situation durch Flucht entziehen müssen oder die Polizei zu rufen.

    Zu Notwehr und Nothilfe.

    Diese Urteile widersprechen allem, was in der juristischen Ausbildung gelehrt wird. Schriebe jemand diese Auffassung in einem juristischen Examen, fiele er mit Pauken und Trompeten zurecht durch. Obwohl in der „Rechtsprechung“ diese beiden Urteile häufig zitiert und entsprechend angewendet werden, findet eine Diskussion in der juristischen Fachwelt über diese gravierend geänderte „Rechtsauffassung“ nicht statt.

    Es ist hier m.E. notwendig, die komplizierte (offenbar bisherige) Rechtslage zur Notwehr mit einfachen Worten darzustellen. Ich möchte dies versuchen.

    Notwehr ist eine Straftat, die man begehen muss, um sich oder einen anderen (Nothilfe) gegen eine andere gerade stattfindende Straftat zu schützen. Dabei muss man diese Tat auch mit dem Vorsatz begehen, sich zu verteidigen. Das nennt man Notwehrlage.

    Auf das bedrohte Rechtsgut kommt es ausdrücklich nicht an! Eine Abwägung findet nicht statt (es gibt dazu eine KLEINE Ausnahme, siehe unten).

    Übersetzt: Grundsätzlich darf man für einen popeligen Taschendiebstahl killen.

    Das deutsche Notwehrrecht wurde als sogenannt „schneidiges“ Notwehrrecht bezeichnet. Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen.

    Übersetzt: Wenn man sich nur durch Flucht entziehen könnte, darf man grundsätzlich killen.

    Zweitens muss die Notwehrstraftat überhaupt geeignet sein, den Angriff sofort und endgültig zu beenden. Zum zweiten muss man das mildeste geeignete Mittel angewendet werden – Aber man muss auf keinen Fall ein geringeres Mittel anwenden, welches irgendwie nur einen Millimeter weniger geeignet ist, den Angriff sofort und endgültig zum stoppen zu bringen. Das nennt man Notwehtgeeignetheit.

    Übersetzt: Man darf killen, wenn Schlagen nur um ein wenig weniger einem Rettung verschaffen könnte.

    Drittens kann die Notwehr in ganz besonderen Situationen eingeschränkt sein(Notwehrgebotenheit). Zum Ersten, wenn man vorher provoziert hat. Zweitens genießen Behinderte, Kinder und durch Drogen in ihrer Geistestätigkeit eingeschränkte einen gewissen Schutz, da sie nicht wissen, was sie tun. „Blöde, Blagen, Besoffene“ – Das hebt das Notwehrrecht jedoch nicht auf, sondern verlangt nur, ZUNÄCHST durch Abwehrhandlungen und in gewissen Fällen auch (aber nur in krassen Ausnahmen) durch Fluchtversuch den TÄTER zu schonen.

    Übersetzt: Wenn einen der messerschwingende Mob von vierjährigen einholt, darf man killen.

    Weiterhin kann es in krassen Fällen doch zu einer Abwägung des angegriffenen Rechtsgutes kommen. Als ein im Rollstuhl sitzender Rentner (der sich, wie gesagt objektiv nicht anders wehren konnte – es muss ihm nicht zugemutet werden, die Polizei zu rufen, da dies nicht so sicher ist wie sein Scharfschützengewehr) einen kleinen Jungen aus seinem Apfelbaum sniperte, kam das oberste Gericht dann doch zum Ergebnis, hier müsse eine Ausnahme gemacht werden.

    Übersetzt: Du sollst keine kleinen Jungen aus dem Apfelbaum ballern.

    Weiterhin: Wenn man diese doch extrem weiten Grenzen der Notwehr tatsächlich einmal überschreiten sollte , handelt man ohne Schuld, wenn man dies aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken getan hat.

    Übersetzt: Wer die extrem weiten Grenzen der Notwehr aus Panik überschreitet wird nicht bestraft.

    Falls man irrtümlich glaubte, eine Notwehrlage läge überhaupt vor, handelt es sich um die „beliebte“ Konstellation des sogenannten Erlaubnistatbestandirrtums. Derfür die Gerichtspraxis maßgebliche BGH wendet hier (mit einer etwas anderen Begründung als die Rechtslehre) den Tatbestandsirrtum an, der den Vorsatz zur Tat entfallen lässt.

    Übersetzt: Wollte einen der vermeintliche Maskenmörder nur erschrecken, kann man höchstens noch wegen fahrlässiger Tat verknackt werden.

    Auch ein juristischer Laie kann nun erkennen, dass diese gnadenlos auswendig zu paukenden Regeln der Notwehr in den obengenannten Fällen irgendwie anders angewendet wurden. Ich würde ja selber gerne wissen, was jetzt gilt, aber es wird ja leider überhaupt nicht in der Fachwelt diskutiert.

    Die Leser mögen zu einem eigenen Urteil über Herrn Götzl und den BGH, der dessen Urteil in dessen wesentlichen Kern bestätigte kommen.

  5. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ MultiStar: „Tiefer Staat“

    So erfreulich es ist, daß sogar die „Linke“ die Beteiligung des Staates erkennt: Die Story, die die Partei „Die Linke“ um die Angelegenheit herumspekuliert, ist ebenso alberner Propaganda-Unsinn wie die offizielle Story, sie ist bloß „anders“:

    Die Linke:

    1. Es gebe sowas wie einen horriblen neonazistischen Terror in ungeahnten Dimensionen und „rassistisch“ ist derselbe natürlich auch immer.

    2. Aber der böse Staat würde ihn nicht sehen wollen.
    Im Gegenteil, der Verfassungsschutz sei selber so halb und halb „faschistisch“ und schütze die gar erschröckliche Szene.

    3. Die riesigen und ganz böse vernetzten terroristischen Neonazis hätten immer schon die Unterstützung der nichtterroristischen Neonazis gehabt, ganz besonders in Bayern (und man weiß ja schon…!)

    4. Und jetzt wäre das halbfaschistische Gericht in Bayern (!!!) zusammen mit dem halbfaschistischen Verfassungsschutz noch so unverfroren, den türkischen und griechischen Medien boshafterweise den Zugang zu den Informationen zu verwehren, denn völlig zu Unrecht hätten dieselben in dem viel zu kleinen Gerichtssaal keinen Platz zugewiesen bekommen.

    Ja, wenn’s nach der „Linken“ geht, dann wäre ein sozialistisches Tribunal fällig, das im Olympia-Stadion oder passenderweise in Nürnberg (am Ort des Nürnberger Verbrecher-„Gerichts“) tagt oder gleich im Reichsparteitagsgelände.

  6. Karl_Murx sagt:

    Mal das Neueste zum „NSU“-Fall: Der Prozeß soll jetzt wegen diesem Affentheater des Akkreditierungsverfahrens nicht am 17.04. beginnen, sondern um drei Wochen verschoben werden.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-prozess-oberlandesgericht-muenchen-a-894375.html

    Hat man gemerkt, wie dünn die Beweise der Generalbundesanwaltschaft sind, die sie gegen Zschäpe in der Hand hat, so daß es für jeden Anwalt eine Freude wäre, sie in der Luft zu zerreißen?

    Einen zweien Mannichl-Fall, dieses Mal aber in Potenz, will man sich offenbar nicht leisten. Vor allem zur gegenwärtigen Zeit, da die Leute ohnehin erbittert genug sind wegen des Einknickens der deutschen Justiz vor den als Wunsch getarnten Befehlen aus Ankara hinsichtlich der Platzvergabe für türkische Journalisten. Seit wann ist es denn so, daß ich mich vor dem BVerfG als Beobachter in einen Prozeß einklagen kann, ohne vorher den Rechtsweg vor den Verwaltungsgerichten auszuschöpfen? Muß man dazu türkischen MiHiGru haben?

    Obwohl ich dem Gericht und besonders dem Vorsitzenden Richter Manfred Götzl in bezug auf deren politische Objektivität und Unvoreingenommenheit nicht die Bohne traue und ich das Ganze für einen Schauprozeß halte, der unter rechtsstaatlichen Verhältnisse bei dieser Anklage niemals hätte beginnen dürfen: Hier haben, wie so oft vorher, der deutsche Staat und speziell die Justiz sich dem politischen Druck und den Anmaßungen seitens der türkischen Regierung gebeugt. Jämmerlich und schandbar, das Ganze. Einen Grund mehr, diese politisch-mediale Kaste abzuwählen, die uns im Würgegriff hat.

  7. Petrus Urinus Minor sagt:

    @Dr. Gunther Kümel

    Sehr richtig!

  8. Petrus Urinus Minor sagt: April 15, 2013 um 12:37

    MANFRED GÖTZL und OLG München

    Mhm, man hat ihn wohl ausgewählt, deshalb. Aber: Hier ist das öffentliche Interesse zu groß. Eine offene Rechtsbeugung würde ihm und der BRD um die Ohren fliegen.

    Er muß zumindest den Anschein wahren.

  9. Petrus Urinus Minor sagt:

    @Joachim Bullinger

    „Mhm, man hat ihn wohl ausgewählt, deshalb“.

    Das ist mir vollkommen klar. Meine Intention ist es, möglichst vielen Lesern, insbesondere auch Elsässer diese Information zugänglich zu machen und zwar in einer Sprache, die man auch verstehen kann.

    Weiterhin ist es glaube ich von ganz entscheidender Bedeutung, wenn die Menschen wissen, daß sich ganz offenbar die echtsprechung zur Notwehr massiv zum Nachteil geändert hat. Wenn man Opfer einer Straftat wurde, konnte man sich bezüglich der Gegenwehr ganz gut auf das natürliche Rechtsempfinden nach Bauchgefühl verlassen – vielleicht sogar etwas weniger scharf, als das Recht tatsächlich hergab, aber immerhin. Jetzt nicht mehr.

    Letztlich befürchte ich, daß die Öffentlichkeit dem Götzl fast alles durchkommen lassen wird und seine berüchtigten Schreianfälle und inquisitorischen Befragungen sogar Beifall bekommen werden.

    Schließlich geht es gegen Nazis.

  10. Eveline Kmietzyk sagt:

    Das Nazi Reich wird 2013 endlich zu Grabe getragen.
    Es könnte sein.

  11. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Karl Murx: „Abwählen“

    „Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie längst verboten“. Das hat einmal ein Kritiker der repräsentativen Scheindemokratie gesagt, und es war ganz bestimmt kein „rechter“.

    Seit 1949 denken immer wieder einige Idealisten und Visionäre mit durchaus unterschiedlicher Ideenwelt, ihre Ideen seien doch so überzeugend, da müßte man sie doch nach den im GG erwähnten Methoden unters Volk bringen können.

    Das ist niemals auch nur ansatzweise gelungen.
    Es lohnt, darüber nachzudenken, warum nicht.
    Dann findet man möglicherweise auch ein alternatives Konzept, wie die Visionen realisiert werden können.

    Sie wissen, in der DDR gab es auch Wahlen, Parteien, eine CDU, sogar eine nationaldemokratische Partei. Bloß eine kommunistische Partei gab es nicht. Die Leute haben gewählt oder nicht gewählt. Das war so wurscht wie die anner Woch‘.
    Geändert hat sich nichts, bis einige Menschen über alternative Methoden nachgedacht haben.

  12. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Petrus Minor:

    Die Analyse geht an der Realität vorbei.
    Es gibt keineswegs eine breite Möglichkeit, sich auf das Recht auf Notwehr oder Nothilfe zu berufen. Es muß viel passieren, bis ein Gericht anerkennt, daß ein Täter sich auf diese Rechtfertigkeitsgründe berufen kann.

    Es gibt von vorne herein sehr massive Einschränkungen.
    Es muß sich bei dem Angriff um eine akute, unmittelbare Gefahr für Leben, Freiheit, Eigentum handeln. Und der Verteidiger darf ihr nur mit adäquaten Mitteln entgegentreten.
    Alles andere ist „Notwehrexzeß“. Ich habe von einem Fall gelesen, da wurde einem Mann zugestanden, er habe sich in der zu beurteilenden Situation sehr wohl durch einen Faustschlag verteidigen dürfen. Aber nicht mit einem „starken Faustschlag“. Der Mann wurde verurteilt, wegen „Notwehrexzesses“.

    Notwehr (und Nothilfe) wegen eines bloß vermeintlichen Angriffes auf Leben, Freiheit, Eigentum ist der eigentlichen Notwehr (Nothilfe) gleichgestellt, die sogenannte „Putativnotwehr“. Aber auch bei dieser Rechtfertigungsmöglichkeit werden sehr strenge Maßstäbe angelegt, sowohl daran, ob der Täter glaubhaft machen kann, daß er sich in Bezug auf Leben, Freiheit, Eigentum ernsthaft bedroht fühlen konnte, als auch darauf, ob er sich adäquater Mittel bedient hat. Es gibt auch den „Putativ-Notwehr-Exzeß“.

    Allerdings sind die beiden Fälle, die Sie anführen, trotz aller Einschränkungen vollkommen klare Fälle von Notwehr und Nothilfe. Man braucht sich nur für einen Moment vorstellen, ein Türke oder gar ein Jude sei in ähnlicher Weise angegriffen worden und habe sich in Todesnot mit einem Taschenmesserchen verteidigt. Nicht mal die dickste Balkenüberschrift von Bild hätte ausgereicht. Und ein Staatsbegräbnis wäre wohl das Mindeste gewesen.

  13. Petrus Urinus Minor sagt:

    @Dr Kümel

    Sie haben insoweit recht, als daß inzwischen die Notwehr durch die genannten Urteile faktisch nicht mehr vorhanden ist.

    Was die Darstellung der bisherigen und immer noch gelehrten Rechtslage angeht, liegen Sie schlicht falsch. Verzeihen Sie, aber da sollten Sie dann doch dem Fachmann vertrauen.

    Ich dachte, ich hätte mich allgemeinverständlich genug ausgedrückt, aber Rechtsmaterie ist halt äußerst kompliziert und selbst für den intelligenten und interessierten Laien schwer zu erklären. Mein Fehler – aber lesen Sie noch einmal GENAU, was ich geschrieben habe.

    Zunächst:
    Es ist schlicht falsch, daß die Notwehr nur Leben, Freiheit und Eigentum gilt. Es findet (fand) grundsätzlich überhaupt keine Abwägung des Rechtsgutes (bis auf das Ballern von Kindern aus dem Apfelbaum) statt.

    Zweitens:
    Das Beispiel, das Sie schlidern, ist schief. Bei der Geeignetheit der Notwehr kommt es darauf an, das mildeste Mittel zu wählen, das einen SICHER rettet.

    Im vorliegenden Fall ist das Gericht der Überzeugung gewesen, daß bereits ein leichterer Schlag das Opfer gerettet hätte. Das kann so gewesen sein.

    Somit handelte es sich um ein möglichen Fall des Notwehrexzesses, bei dem die Straflosigkeitsmöglichkeit durch die Glaubhaftmachung von Furcht, Verwirrung oder Schrecken i.S. §33 StGB besteht.

    Zur Putativnotwehr – genau das habe ich geschrieben. Der Exzess ist hier eine Kombination aus Erlaubnistatbestandsirrtum i.S. §16 StGB und Notwehrexzess i.S. §33 StGB.

    Im Ergebnis haben Sie aber zu den Fällen des Herrn Götzl recht: Es bestand eine Notwehrlage, die Notwehrtat war geeignet (d.h. überhaupt geeignet und m.E. das mildeste sichere Mittel) und:

    selbst wenn man bezüglich des miildesten sicheren Mittels zu einem anderen Ergebnis käme (kaum vertretbar), so handelte es sich hier eindeutig um einen Notwehrexzess i.S. §33, da der Verteidiger aus Panik handelte und somit nicht zu bestrafen war.

    Der noch größere Skandal ist aber die Bestätigung dieser abwegigen Fehlwertung duch den BGHSt. – Hier ist eine neue „Recht“spraxis geschaffen worden.

  14. Petrus Urinus Minor sagt:

    @ Karl Murx
    „Abwählen“

    Ein Witz aus der „DDR“:

    Ein Mann steht vor einer Telefonzelle. Darin steht ein anderer Herr, der ständig eine Telefonnummer wählt, kurz wartet und wieder auflegt.

    Dies geht einige Zeit. Vor der Telefonzelle bildet sich eine lange Schlange.

    Schließlich wir es dem ersten Wartenden zu bunt. Er reißt die Tür auf und herrscht den Wählenden an:“Was machen Sie denn da! Sie wählen, hängen auf, wählen neu – Sehen Sie denn nicht das draußen Leute warten?“

    Der Wählende entschuldigt sich händeringend:“Tut mir leid, Genosse! Aber ich muß ganz dringend den Genossen Staatsratvorsitzenden Honnecker erreichen!“

    Da grinst der Empörte auf einmal und sagt:“So ist’s richtig! Aufhängen und neuwählen!“.

  15. rodagon sagt:

    @ MultiStar83

    „Sogar die Mainstream-Presse scheint allmählich aufzuwachen!“

    Mit Aufwachen hat das nichts zu tun. Die System-Medien wissen intern gut Bescheid, von 911 angefangen. Nein, sie fahren im NSU-Hype eine neue Strategie auf.

    @ Stephan Becker

    „… Verwicklung des CIA und des Mossads im Fall Barschel …“

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/videos/extra3485.html

    @ Dr. Gunther Kümel

    „Die Story, die die Partei Die Linke um die Angelegenheit herumspekuliert … ist bloß anders …”

    Vor allem ist sie völlig weltfremd. Warum gehen denn wohl so viele Rechtsradikale (z.B. für Meinungsverbrechen) in Haft? Wohl aus Gründen der konspirativen Tarnung, oder wie?

  16. Petrus Urinus Minor sagt:

    zum Fall Sven G.

    die Nummer ist noch viel kränker, als ich gedacht hatte. Sven G. hatte sich im vorfeld des Prozesses dazu offenbar breitschlagen lassen, an den Täter einen Opferausgleich zu zahlen. Er hoffe damit offenbar auf einen „Deal“.
    Ganz offensichtlich ist Druck auf Sven G. vor dem Verfahren ausgeübt worden.

    Als es dennoch zu einer anklage wegen versuchten Totschlags kam, hat er doch tatsächlich die Frechheit (so Herr MANFRED GÖTZL) besessen, sich dann doch wieder auf Notwehr zu berufen.

    Dies wurde ihm sogar strafschärfend ausgelegt, wogegen der BGH (der das Schandurteil des Herrn Götzl im Übrigen bestätigte), gnädig zum Beschluss kam, daß ausnahmsweise trotz seiner Berufung auf Notwehr im Verfahren die Zahlung strafmildernd gewertet werden könne.

    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=49157&pos=0&anz=1

    Sven G. wurde offenbar katastrophal verteidigt, brutal zu einem Deal genötigt und anschließend von Herrn Götzl und BGH verhöhnt.

    So etwas ist tatsächlich mir auch noch nicht vorgekommen (Zitat Götzl), daß jemand derart in die Scheisse geritten wird.

    Trau schau wem – und Vorsicht vor „Deals“.

  17. Petrus Urinus Minor sagt:

    Interessant ist auch, daß verschiedene Verlinkungen aus Foren (z.b. Spiegel online) auf eine sogenannte Richterdatenbank, in der wohl weitere merkwürdige Urteile des Hernn Götzl gesammelt worden sein sollen, bei mir automatisch zu einer Virenwarnung führen.

    Wohlgemerkt – diese Urteile muss der Götzl vor seinem Karrieresprung zu den ganz großen politischen Verfahren wie Scheungraber und NSU schon gefällt haben.

  18. Petrus Urinus Minor sagt:

    @Elsässer

    Bitte machen Sie einen Artikel zu diesem Richter, sonst weiß ich auch nicht weiter.

  19. Dr. Gunther Kümel sagt:

    DÖNERMORDE, DÖNERBRAND

    Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, hat verlangt, daß bei Wohnungsbränden mit türkischen Opfern künftig pauschal von einem „rechtsradikalen Motiv“ auszugehen sei.

    Am 12. 3. brachen gleichzeitig mehrere Feuer in zwei Dönerläden aus. Die Flammen drohten das sechsstöckige Wohnhaus (Mordversuch?) zu vernichten.

    Es entstand hoher Schaden, ein Türke wurde verletzt. Schnell war Brandstiftung als Ursache geklärt. Daraufhin wurde eine 20-köpfige Sonderkommission eingerichtet; der türkische Generalkonsul Serhat Aksen besuchte den Tatort, ein „rechtsradikaler Hintergrund“ stand im Raum. Dann aber wurde am 10. April ausgerechnet ein Türke festgenommen. Seine DNS wurde am Tatort festgestellt.

    Im Falle Backnang sprechen die Befunde inzwischen für einen fahrlässigen Umgang mit Feuer auf dem Sofa durch die türkische Großmutter.

  20. Petrus Urinus Minor sagt: April 16, 2013 um 13:34

    @Elsässer

    Bitte machen Sie einen Artikel zu diesem Richter, sonst weiß ich auch nicht weiter.

    Das wird vermutlich auch nicht helfen, denn diese Richter sind Legion. Und sie sind auch nicht das Problem, denn sie funktionieren immer. Sie sind halt auf ihre Funktion reduziert. Und wenn der eine verbrennt, holt man halt den nächsten.

    Das Problem sind die abgeschatteten Leute an den Kontroll- und Steuergrößen dieser schrecklichen Juristen. Man kann die nämlich auch so einstellen, daß sie positiven und guten Sinn produzieren. Und nicht nur antideutschen im Sinne der Ferkel und ihrer NWO.

    Das müßte das Ziel sein. Aber das ist weit jenseits unserer Möglichkeiten.

  21. Petrus Urinus Minor sagt:

    @ Joachim Bullinger

    Ich habe schon einige Prachtexemplare von Richtern erlebt aber der Götzl ist schon was ganz besonderes.

  22. Karl_Murx sagt:

    @Petrus Urinus Minor:

    Letztlich befürchte ich, daß die Öffentlichkeit dem Götzl fast alles durchkommen lassen wird und seine berüchtigten Schreianfälle und inquisitorischen Befragungen sogar Beifall bekommen werden.

    Schließlich geht es gegen Nazis.

    Genau. Erinnert das nicht an die vergangenen Zeiten: „Sie sind ja ein ganz schääääääääääber Lump!!!“?

    Aber ich vergaß: Solche Nazivergleiche sind ja das Monopol unserer hiesigen linksgrünen Journaille.

  23. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Bullinger: „Schreckliche Richter“

    Sie haben schon recht, Kollaborateure finden sich stets in großer Zahl. Aber ich habe beobachtet, daß zu den einschlägigen Prozessen immer wieder dieselben Namen auftauchen, etwa Meinerzhagen, Staatsanwalt Klein usw.
    Es handelt sich also trotz allem um eine überschaubare Gruppe.

    Ein guter Freund von mir (selbst Betroffener) hat einmal nachdenklich gesagt: „Der Großteil der Juristen und Polizisten setzt sich doch zusammen aus integren, intelligenten Menschen. Jeder hat studiert und ist intelligent.
    AUF DAUER werden sich diese Menschen die Zumutungen des Staates nicht gefallen lassen!“

    Und es gab eindeutige Beweise dafür, daß bereits viele aus der Front der Kollaborateure ausbrechen. Das Verfahren zum NPD-Verbot etwa ist nicht deshalb eingestellt worden, weil ein Großteil der Funktionäre von den Diensten gestellt wird. Das wußte man vorher. Sondern offenbar deshalb, weil das System es sich nicht leisten wollte, Tausenden von Juristen, Sachbearbeitern, Sekretärinnen die brisanten Schriftsätze des Verteidigers in die Hand zu geben und von ihnen zu fordern, sie genau zu studieren und zu versuchen, sie zu widerlegen.

    Das hätte nämlich leicht nach hinten losgehen können.

  24. Dr. Gunther Kümel sagt:

    ROCKEFELLER über GLOBALISMUS:

  25. Dr. Gunther Kümel sagt: April 17, 2013 um 11:41

    @ Bullinger: “Schreckliche Richter”

    Ein guter Freund von mir (selbst Betroffener) hat einmal nachdenklich gesagt: “Der Großteil der Juristen und Polizisten setzt sich doch zusammen aus integren, intelligenten Menschen. Jeder hat studiert und ist intelligent.
    AUF DAUER werden sich diese Menschen die Zumutungen des Staates nicht gefallen lassen!”

    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Man kann sich mit dem System arrangieren. Und sein Gewissen an der Garderobe abgeben, wenn man ins Büro geht. Und nach Dienstschluß wieder mit nach Hause nehmen.

    Diese durchaus „integren, intelligenten Menschen“ haben oft Familie, Kinder in der Ausbildung und ne Hypothek auf dem Häuschen. Das riskiert man nicht so ohne weiteres.

  26. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Darauf würde ich mich nicht verlassen. Man kann sich mit dem System arrangieren. Und sein Gewissen an der Garderobe abgeben, wenn man ins Büro geht. Und nach Dienstschluß wieder mit nach Hause nehmen.

    Diese durchaus “integren, intelligenten Menschen” haben oft Familie, Kinder in der Ausbildung und ne Hypothek auf dem Häuschen. Das riskiert man nicht so ohne weiteres.

    Hier würde ich Ihnen zustimmen. Glaubt jemand, im 3. Reich oder in der DDR waren die Richter zähnefletschende Monster, die sich in der Freizeit mit wilden Farben bemalen und Schwarze Messen zelebrieren?

    Oder waren das auch, wie heute in der Bundesrepublik, studierte und in aller Regel „integre, intelligente Menschen“, die eben nur Teil eines Machtsystems waren und dort im Rahmen ihrer Ämter und Stellungen ihre Funktion zur Aufrechterhaltung des Systems ausübten? Hatten die nicht auch, so wie die heutigen Richter und Staatsanwälte, einen Kopf zum Denken, vor allem zum Nachdenken über das, was vor ihnen ablief und dessen Teil, nicht dessen Beherrscher, sie waren? Warum haben die sich nicht gegen die offenkundigen Verstöße gegen die auch ihnen beigebrachten rechtsstaatlichen Normen zur Wehr gesetzt? Nur weil man ihnen eingetrichtert hatte, das Ganze sei notwendig zur Abwehr von inneren und äußeren Feinden, die jede Verletzung von Grundrechten und Gesetzen rechtfertigt? Aus Angst vor Nachteilen in der Karriere, vor Bestrafung oder vor gesellschaftlicher Ächtung? Aus ideologischer Indoktrination?

    Das Problem ist ein viel tieferes. Das Strafrecht als Ganzes kann nur existieren und gedeihen im Schoße des Staatsrechts, auf dem es (d.h. das Strafrecht) beruht. Wenn aber der Staat selbst strukturell zur Quelle des Unrechts wird, aber in der Lage ist, dieses Unrecht zu legalisieren und zur Norm zu erklären, dann greift auch das Strafrecht nicht. Genau deswegen haben damals auch die allermeisten Richter und Staatsanwälte im 3. Reich, die im Amt waren, so und nicht anders gehandelt. und genauso handeln sie heute.

    Nach dem Krieg hat man durch die Alliierten einfach – man hatte die Macht dazu, und die NS-Verbrechen schrieen nach Sühne und Bestrafung – nach Besatzungsrecht sowie aus den Regeln des Völkerbundes abgeleiteten Strafbestimmungen geurteilt. Das hat man allerdings unter Verletzung vieler rechtsstaatlicher Grundsätze getan, unter anderem der Regel „nulla poena sine lege“, weil sich die meisten Verantwortlich auch in der NS-Zeit durchaus an die damals geltenden Gesetze gehalten hatten. Nur waren diese Gesetze eben nicht das Recht, was für eine rechtsstaatliche Demokratie als Norm gilt. Nun kann man sicher die heutige Bundesrepublik nicht mit der NS-Zeit vergleiche, und auch die Repression in der ehemaligen DDR war ein Abklatsch gegenüber der Stalin- bzw. der NS-Zeit. Aber im Grunde folgten und folgen alle juristischen System dem gleichen Grundsatz.

  27. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Dr. Kümel
    ROCKEFELLER über GLOBALISMUS:

    Eines der Gesetze des Hermes Trismegistos sagt:

    So wie Oben – so Unten,
    so wie Innen – so Außen,
    so wie im Kleinen – so im Großen.

    So wie es uns geht – so geht es auch Rockefeller und Co.
    Ich denke, wir überschätzen es maßlos, gut möglich dass die Zinsdenke ein Loch hat.
    Uns fliegt das Geld weg — denen auch.
    Ich kann es nur nicht erklären.

  28. Eveline Kmietzyk sagt:

    Ach ja, Rockefeller und Co sind nicht Oben – sind genauso Unten , diese „Erhöhung“ gehört (e) zum Unterdrückungssystem.

  29. Petrus Urinus Minor sagt:

    E. Kmietzyk

    Jaja.

    Sie wissen schon, das millitärische „jaja“.

    Klangschale, gefällig?

  30. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Petrus

    Wozu?

  31. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Petrus
    Na dann mache ich diese Kiste mal zu.

    Gestern kaufte ich mir ein hochwertigeres Antennenkabel, damit sich noch mehr Programme durch das Kabel winden können. Ordnung muss sein.

    Der Ton einer Klangschale löscht auch die alten grauen militärischen „Ja ja“ – Klangstrukturen und macht so Platz den freundlich schwingenden Frequenzen, in Ihnen.

  32. MultiStar83 sagt:

    Der neueste Witz war heute von Bundesinnenminister Friedrich zu vernehmen: So forderte er Frau Zschäpe doch tatsächlich auf, ihr Schweigen zu brechen und den Fall auflösen zu helfen. Da dachte ich echt; ich höre nicht recht! Was für ein Heuchler! Die gesamte BRD-Elite muss beten, dass sie genau dies eben nicht tun wird, vorausgesetzt Frau Zschäpe ist sich ihrer Steuerung durch die Geheimdienste bewusst.

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