Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Die „Alternative für Deutschland“ hat Chancen!

endcoverAus der aktuellen Ausgabe von COMPACT-Magazin

Die April-Ausgabe von COMPACT-Magazin hat den Schwerpunkt „Der Euro wird abgewählt“. Dazu Interviews mit Nigel Farage und Peter Gauweiler, O-Ton Beppe Grillo, Artikel zu Italien und zum Volksentscheid in Deutschland und folgender Essay, der einen Überblick über die neuen Euro-Rebellen der bürgerlichen Mitte und die Situation in Deutschland gibt. Die komplette Inhaltsübersicht ist hier.

COMPACT 4/2013 kann man hier bestellen – Bestellformular.

Der Euro wird abgewählt

Bisher gab es nur Anti-Euro-Parteien von Rechts- oder Linksaußen. In Italien, Großbritannien und Österreich aber hat jetzt eine neue Opposition aus der politischen Mitte gepunktet. Und in Deutschland?

Von Dietmar Pietsch

Es ist der Frühling der Euro-Gegner. Am 25. Februar holte Beppe Grillo mit seinen Fünf Sternen (Cinque Stelle) aus dem Stand knapp 25 Prozent bei den italienischen Parlamentswahlen. Drei Tage später triumphierte Nigel Farage mit seiner britischen Unabhäbhängigkeitspartei UKIP bei Nachwahlen in Eastleigh mit 28 Prozent. Und am ersten März-Sonntag holte das Team Stronach bei den Landtagswahlen in Kärnten und Niederösterreich 11,2  beziehungsweise 9,8 Prozent.

Bemerkenswert an den Ergebnissen ist nicht, dass Euro- oder EU-Gegner gepunktet haben. Das gab es schon früher. Bemerkenswert ist, dass die neuen Formationen aus der Mitte kommen und jedenfalls nicht mehr den politischen Rändern zugeordnet werden können. Grillo ist die italienische Ausgabe von Harald Schmidt – ein Komiker, der jahrzehntelang im Stiefelstaat ein Millionenpublikum hatte, bevor ihn Premier Silvio Berlusconi abschalten ließ. Farage tritt nur mit Einstecktuch auf, ein Gentleman der alten Schule, durch und durch liberal und bis zum „Verrat von Maastricht“ Mitglied der Konservativen. Stronach lässt sich als Unternehmer allenfalls als die österreichische Ausgabe von Ferdinand Porsche bezeichnen – im Unterschied zu diesem hat er sich aber als Selfmade-Man von unten hochgearbeitet und ein weltweit tätiges Unternehmen der Automobilbranche geschaffen.

Wer vorher als Bürgerlicher in diesen Ländern gegen das eurokratische Parteienkartell stimmen wollte, musste die Zähne zusammenbeissen und seine Stimme den Verfemten geben: In Österreich den Freiheitlichen (FPÖ), in Großbritannien der British National Party (BNP), in Italien der Lega Nord. Erweitert man die Perspektive auf ganz Europa, wird schnell ersichtlich, dass das nicht untypisch ist: Die Parteien, die den Euro bis dato ablehnten, waren radikal insofern, als sie sich nicht ihrer historischen Wurzeln oder Vorgänger schämten. Auf der Linken sind das die mehr oder weniger immer noch stalinistischen KPs in Portugal, Griechenland und Tschechien; sie boykottieren den Dachverband der Europäischen Linken (EL), den die früheren Bruderparteien in Deutschland, Frankreich und Italien gebildet haben – mit dem berechtigten Argument, dass die ihren Frieden mit dem „EU-Imperialismus“ gemacht haben. Auf der europäischen Rechten werden FPÖ, NPD und die ungarische Jobbik die Schatten der braunen Vergangenheit nicht los, von der Goldenen Morgenröte in Griechenland ganz abgesehen.

Eine Klippe gibt es für alle euro-kritischen Formationen, egal ob links oder rechts, radikal oder gemäßigt, und das ist der Übergang von einer bloßen Protestpartei zu einer regierungsfähigen Kraft. Wie schwierig diese Klippe zu nehmen ist, beweist die Parlamentswahl im September 2012 in den Niederlanden. Obwohl zu jener Zeit die Gemeinschaftswährung – wieder einmal – auf der Kippe stand, gingen die Pro-Euro-Parteien als eindeutige Sieger aus dem Urnengang hervor. Das ist besonders bemerkenswert, weil die Wähler im Polderland unter gleich zwei aussichtsreichen Anti-Euro-Angeboten wählen konnten: Auf der Rechten trat die PVV von Geert Wilders an, auf der anderen Seite des Spektrums waren die Linkssozialisten der SP im Kommen. Letztere war in Umfragen sogar als stärkste Partei gehandelt worden. Umso grausamer war das Erwachen: Die SP ging von 9,8 auf 9,7 Prozent zurück, die PVV sogar von 15,4 auf 10,1 Prozent.

Ähnlich war der Verlauf in Griechenland. (…)

EU-Skepsis und Euro-Ablehnung ist auch in Deutschland stark verbreitet. Bis dato gibt es keine Partei, die diese Stimmung bündeln kann. Die Linken lehnen zwar die Rettungsschirme ab, sind aber ansonsten ausgesprochen euro-phil und anti-national, und die NPD ist für die meisten Unzufriedenen ohnedies nicht wählbar. Soll eine neue Kraft der Mitte entstehen, so müssten die eingangs erwähnten Erfolge in anderen EU-Staaten genauer analysiert werden. Als verbindendes Element lässt sich destillieren, dass eine Partei nur reüssieren kann, wenn sie von einer charismatischen Persönlichkeit geführt wird, die in der Lage ist, zentrifugale Tendenzen notfalls auch im Basta-Stil zu stoppen. Das gelang Nigel Farage mehrfach, weil er seine UKIP in fast 20 Jahren in mühevoller Kleinarbeit an sich gebunden hat. Grillo hat, der ganzen Internet-Basisdemokratie zum Trotz, seine Kandidatenliste handverlesen und den Abgeordneten nach dem Wahlerfolg einen Maulkorb verpasst. Stronachs Pfund sind seine schier unerschöpflichen Finanzmittel, das sticht alles.

In Deutschland fehlt eine solche Führungsfigur, und deswegen klappt es bisher nicht. Aussichtsreich war bis vor kurzem das Huckepack-Bündnis aus Freien Wählern und Wahlalternative 2013. Doch den ersten Test in der Niedersachsenwahl Ende Januar 2013 hat das Duo nicht bestanden, das Ergebnis von 1,1 Prozent war kläglich. Nun soll aus der Wahlalternative 2013 eine eigene Partei werden – die Alternative für Deutschland wird sich Mitte April in Berlin gründen. Sie vereinigt fast alle klugen Köpfe der Euro-Kritik von Karl Albecht Schachtschneider bis Hans Olaf Henkel. In der Maybritt-Illner-Show Anfang März hat sich ihr Sprecher Bernd Lucke glänzend geschlagen, in einem bemerkenswerten Schulterschluss mit Oskar Lafontaine und dem Börsenexperten Dirk Müller. Leider hat die neue Truppe noch keinen Unterbau und kein Geld. Die Freien Wähler umgekehrt können zwar auf gewachsene Organisationsstrukturen und einen Zehn-Prozent-Wählerstamm in Bayern verweisen, sind aber jenseits des Weißwurstäquators ohne Basis und nahezu ohne intellektuelle Substanz in der Euro-Frage. Neben diesen „Großen unter den Kleinen“ suchen auch noch die libertäre Partei der Vernunft und die Bürger in Wut, letztere über Bremerhaven in der Bremer Bürgerschaft vertreten, nach einem Plätzchen.

In dieser Zersplitterung ist ein Wahlerfolg unwahrscheinlich. Ob sich die Protagonisten noch zusammenraufen, vielleicht unter dem Einfluss einer telegenen Führungsfigur? Der TV-Kabarettist Erwin Pelzig, ein fränkischer Grillo, hätte das Potential – er hat durch Werbung in der TV-Show Neues aus der Anstalt dafür gesorgt, dass eine Petition gegen die EU-Wasserprivatisierung eine Million Unterschriften erhielt. Aussichtsreich bleibt auch der Weg, den Bürgerprotest gegen den Euro-Wahn nicht parlamentarisch, sondern plebiszitär zu bündeln. (…)

Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 4/2013.

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99 Responses

  1. Paul Singles UK sagt:

    After having interviewed recently more than 180 people from most strata of german population it seems to me that AfD’s (Alternative fuer Deutschland) chances at general elections range from 3 to 9% of the vote. Depending on voters turnout and, above all, media visibility.
    Most of those questioned who mentioned „great sympathy“ with AfD main argument: no more EURO-bailout, no more Brussels eurocracy, said they had not voted for some time (more than 3 years), about 1/3 did have sympathies with SPD in former times and also voted for them, about 1/3 had voted for FDP last time but not after this out of frustration with their „dilettant leadership“, about 1/4 did have sympathies with CDU or CSU (I had questioned about 40 persons in Bavaria), the rest belonging to the group of „protest-waehler“ with some sympathies for the Left.
    After all much will depend on AfD’s ability to generate more supporters and funds. The argument, spread by CDU and FDP functionaries alike, that AfD would detract votes from them, seems to me invalid. There is no zero-sum-game on the voters market. Instead it seems as if there is a chance to mobilize more than 3 or even 4 million people from the non-voting group.
    But only, if enough media visibility (also in the net) is reached.
    The socalled Freie Waehler seem to me partly very parochial, partly also penetrated by local greens who know how to manipulate meetings.

  2. Waltraud Louisa Geier sagt:

    Compact, für mich hervorragende Analyse gegenwärtiger Politik! Ostereier, rezent, zum lesen.
    trés bien!

  3. Norddeutscher sagt:

    Die Petition gegen die EU-Wasserprivatisierung hat schon über 1.3 Mio. Unterschriften.
    Unterschreibt hier: http://www.right2water.eu/de
    Dank an Markus Barwasser alias Erwin Pelzig.

  4. Eveline Kmietzyk sagt:

    Zur Zeit halte ich nur eine Volksabstimmung – gegen den Euro – für aussichtsreif.
    Volksabstimmung, da haben Politikernasen nichts zu suchen und ich hoffe, ein Schäuble kann da nicht rumfingern.
    Unbedingt plebiszitär raffen.

  5. Mar Tin sagt:

    Ist denn das Parteiensystem überhaupt sinnvoll, ist es zielführend? Nachdem ich selbst in 2 Kleinstparteien tätig war, auch einen Voortrag des Vorsitzenden der Bremerhavener Wütbürger hörte, habe ich vor allem Einblicke und Erfahrungen sammeln können. Erfahrung sei der schwierige, schmerzvolle Weg, etwas zu lernen, sagt eine Redewendung. Zwei Prominente aus der Vergangenheit äußerten sich sehr kritisch zu Parteien als Ausdruck des Willens der Völker, des Souveräns also. Kaiser Wilhelm II, über dem posthum viel Hohn und Spott ausgeschüttet wurde, sagte, er kenne keine Parteien, er kenne nur Deutsche. Als ich das im Geschichtsunterricht hörte, fand ich es recht borniert, wertete das als Versuch, zu konservieren, eine möglichst große Macht zu erhalten. Daß die Würfel schon lange vor dessen Regentschaft anders gefallen waren, erfährt nur, wer sich umfangreich informiert. Der andere ist eigentlich weniger berühmt: Montague Collet Norman. Er war Gouverneur der Bank Of England. Noch Jahr vor dem letzten deutschen Kaiser sagte er zu Freunden und Kollegen: „Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem, können wir sie dazu bringen ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen, die keinerlei Bedeutung haben.“

  6. Jakobiner sagt:

    Hubert Aiwanger von den Freien Wählern hat ja ein Bündnis mit der Alternative für Deutschland abgelehnt, da diese von „Marktradikalen, Neoliberalen und abgehalfterten FDPlern, die gegen die Energiewende und für längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sind“ infiltriert sei.Nachdem der Bundestagsspitzenkanidat und Adenauerenkel Stephan Werhahn nun von den Freien Wählern wieder zur CDU zurückgekehrt ist, scheint Aiwangers Expansion auf Bundesebene vorerst gescheitert. Das dürfte der Alternative für Deutschland neuen Schwung auf Bundesebene geben.Zumal ja auch noch möglicherweise Stimmen aus der Nichtwählerschaft hinzukommen, wie Paul Singles aus UK richtig bemerkt.

  7. Eveline Kmietzyk sagt:

    http://revealthetruth.net/2013/02/22/wie-ein-gerichtstermin-und-urteil-abgewendet-wurde/

    ………fest und tun DAS was Heather Ann Tucci-Jarraf bei Gerichtsverhandlungen von ihren Kontrahenten verlangt hatte. Sich zu erklären, zu BEWEISEN, dass sie legitimiert sind die Macht auszuüben, die sie vorgeben inne zu haben…

    Das sie legitimiert sind, z.B Wahlleiter zu sein?
    Fragen an ARD und ZDF oder irgendwo in einem Wahllokal in der Provinz.

  8. Waltraud Louisa Geier sagt:

    Eine plebiszitäre, also vom Volk getragene Entscheidung bedarf den Fokus auf eine sinnvolle Alternative.Wir können nur gegen etwas sinnvoll kämpfen wenn wir auch für etwas Vernünftigeres stehen. Diese Alternative ist die schon längst fällige Monetative.
    http://www.monetative.com

  9. Jan sagt:

    alles aktionismus ohne konzept, ohne plan und ohne vision.

  10. Die “Alternative für Deutschland” hat Chancen! Ja. Aber es wird nicht lange dauern, bis der VS seine Leute positioniert hat, die dann den rechten Arm heben oder Heile Heile Gänsche singen.

    Und dann werden die MSM in konzertierten Aktionen aus allen Rohren schießen und die “Alternative für Deutschland” als Sammelbecken für Rechte diffamieren äh… entlarven.

    Die anständigen Leute und Wissenschaftler dort werden damit nicht umgehen können und schnell alle wieder aus der Partei ausschließen, deren Großeltern mal einen Deutschen Schäferhund hatten oder so. Und sie werden sich ständig nach rechts abgrenzen und distanzieren, bis zur Handlungsunfähigkeit.

    Das wird’s dann gewesen sein…

    Würde mich freuen, wenn ich mich irren sollte.

  11. gerina sagt:

    Hallo Eveline,
    ja, das halte ich auch für dringend notwendig. Die Zeit ist längst reif !
    Der 1. Schritt hierzu ist bereits getan: Seit dem 21. Januar gibt es die Volksinitiative „Für ein ESM-Austritts-Gesetz“. Und zwar bundesweit, was es bisher noch nicht gab. Alle weiteren Informationen siehe:
    http://www.volksinitiative-esm-austritt.de/
    Da kann jeder mitmachen !
    Meine Mitstreiter und ich sammeln auf unserer montäglichen Mahnwache in Köln bereits Unterschriften…..

  12. rubo sagt:

    Es gibt ja einige Organisationen, die mit der Parteiendemokratie nicht einverstanden sind, z.B. auch „Bürgerrecht Direkte Demokratie“ aber jede stellt sein Ego in den Vordergrund, anstatt über einzelne strittige Punkte hinweg, gemeinsam vorzugehen. Am Ende kann jeder für sich 2-10% verbuchen und Merkel & Co werden sich höhnisch darüber freuen und ihre Demokratie weiter feiern.

  13. Karl_Murx sagt:

    @Paul Singles UK:

    After having interviewed recently more than 180 people from most strata of german population it seems to me that AfD’s (Alternative fuer Deutschland) chances at general elections range from 3 to 9% of the vote. Depending on voters turnout and, above all, media visibility.

    Und wir befinden uns erst noch am Anfang. Die AfD hat sich als Partei noch gar nicht konsolidiert und ist trotzdem schon in aller Munde. Das zeigt, wie ausgeprägt der Willen der Bevölkerung nach einer echten Alternative zu den selbstgleichgeschalteten Einheitsparteien im Bundestag bereits ist. Dort hat man sich in bestimmten Dingen wie dem Euro bzw. Multikulti inzwischen gegen die eigene Bevölkerung verbündet. Die ehemals konservativen Parteien wie CSU und CDU haben sich Stück für Stück von ihren ehemaligen Positionen entfernt, die sie politisch von ihren politischen Gegenspielern trennten, und springen mittlerweile brav über jedes politisch-korrekte Stöckchen, das ihnen die grünlinke Fraktion hinhält.

    Das bedeutet aber, daß inzwischen ein politisches Vakuum auf der konservativen, im Sinne der klassischen Positionierung rechten Seite (nicht erschrecken, lieber deutscher Bürger!) entstanden ist. Es gibt Millionen konservativer Wähler im Land, aber keine konservative Partei. Das trifft im besonderen Maße auf die geburtenstarken Jahrgänge um 1964 herum zu, die inzwischen auch mental aus dem Sturm-und-Drang-Alter heraustreten, sich Familie und Existenz aufgebaut haben und langsam beginnen, sich darüber Gedanken zu machen, was nach ihnen kommt. Die vergleichen den Zustand des Landes, den sie aus ihrer Jugend kennen, mit der Situation, die ihre Kinder vorfinden, und ziehen daraus ihre Schlüsse. Hier dürfte eine Partei wie die AfD, wenn sie es versteht, den Anti-Euro-Protest mit den entsprechenden konservativen Positionen zu verknüpfen, passen wie der Schlüssel zum Schloß.

    After all much will depend on AfD’s ability to generate more supporters and funds.

    Wenn die Lawine einmal ins Rollen geraten ist, dürfte das keine Schwierigkeiten mehr sein. Wichtig ist, daß die konservativen Wähler die AfD auch als eine solche Partei erkennen. Also muß letztere sich entsprechend artikulieren. Das muß nicht unbedingt in den MSM sein. Heute reicht das Internet, um so etwas zu verbreiten, um wahrgenommen zu werden.

    The argument, spread by CDU and FDP functionaries alike, that AfD would detract votes from them, seems to me invalid. There is no zero-sum-game on the voters market. Instead it seems as if there is a chance to mobilize more than 3 or even 4 million people from the non-voting group.

    Zusammen mit den oben erwähnten Wähler, die von den Altparteien zur AfD wechseln würden, und wir werden noch vor den Bundestagwahlen in diesem Jahr Dinge erleben, die das Vertrauen der ehemaligen Wähler dieser Parteien noch stärker erschüttern werden, bedeutet das ein ganz erhebliches Potential. Es werden viele erstaunt sein, wie weit die Frustration und Unzufriedenheit auch bei Leuten verbreitet ist, die sich bis jetzt noch nicht artikuliert haben, was vom politisch-medialen Establishment gern als Einverständnis interpretiert wird..

    But only, if enough media visibility (also in the net) is reached.
    The socalled Freie Waehler seem to me partly very parochial, partly also penetrated by local greens who know how to manipulate meetings.

    Genau eine solche Umarmungsstrategie könnte man bei der AfD ebenfalls versuchen, da Totschweigen nicht mehr möglich und die Nazikeule zu unglaubwürdig ist. Eine andere Strategie ist, wie in verschiedenen Foren zu beobachten, den Leuten einzureden, daß die AfD nur eine „weitere neoliberale Partei von Professoren und Verbandsfunktionären“ ist. Angesichts des konkreten Programms kann man das aber reinen Gewissens zurückweisen.

  14. angelo petersen sagt:

    Dass viele Leute der ersehnten Möglichkeit, durch die AfD den Fortbestand des Euros überhaupt einmal zu einer politischen Frage werden zu lassen, Ihre Stimme werden geben wollen ist verständlich und beabsichtigt.

    Wenn gleichzeitig die Troika beginnt, mit Enteigungen zu winken, wird es auch richtig schwierig, dagegen überhaupt noch zu argumentieren. Es heisst dann, dazu es wär keine Zeit mehr und man suche das Haar in der Suppe (und das sei mal wieder typisch deutsch). Diese AfD hingegen mit ihrer letzten Ausfahrt ist Autobahn – und das ist natürlich etwas völlig anderes.

    Das Anti-Euro-Proteststimmen-Vakuum im EU-eco-Kernland BRD ist hochwertiger politischer Rohstoff.
    Ein Armutszeugnis für die Achtlosigkeit dieser scheindemokratischen Scheinführung. Wenigstens macht die AfD der Bundesdiffusionswolke Merkel endlich etwas Feuer unterm Hintern.

    Im Sinne eines Politikwechsels scheint die „Alternative für Deutschland“ allerdings gleich wieder alternativlos zu sein.

    Die armen Linken.
    (mit deren Analyse der Euro-Problematik man sich ja bei der AfD völlig einig sei.) /B.Lucke am 14.3. im Handelsblatt . Nur Mindestlöhne kämen nicht in Frage wegen der Wettbewerbsfähigkeit mit dem nicht-EU-Ausland.

    AfD: Hungerlöhne müssen schon sein, da kann man nix machen.

    Der Kampagnencharakter der AfD („konservativ und trotzdem dagegen“) mit konkretem Lobbyistenhintergrund, die neoliberale oder „paläolibertäre“ (Jens Berger) Mentalität , also der Kunstrasencharakter während man sich als „Grasswurzelbewegung“ bezeichnet, lässt es für mich sogar denkbar werden, dass die AfD auch von Leuten unterstützt und genutzt wird, die gegen den Euro wetten. logisch wäre es jedenfalls konsistent.

    Dass alle sonstigen Positionen der AfD mit dem ‚Wohl des deutschen Volkes‘ nichts zu tun haben wollen, interessiert keinen mehr, wenn die Troika mit Enteignungen hantiert . Gute Zusammenarbeit sozusagen.

  15. Karl_Murx sagt:

    @angelo petersen:

    Die armen Linken.
    (mit deren Analyse der Euro-Problematik man sich ja bei der AfD völlig einig sei.) /B.Lucke am 14.3. im Handelsblatt . Nur Mindestlöhne kämen nicht in Frage wegen der Wettbewerbsfähigkeit mit dem nicht-EU-Ausland.

    AfD: Hungerlöhne müssen schon sein, da kann man nix machen.

    Ach. Haben die von der AfD das wirklich so gesagt? Oder ist das jetzt Ihre Interpretation?

    Der Kampagnencharakter der AfD (“konservativ und trotzdem dagegen”) mit konkretem Lobbyistenhintergrund, die neoliberale oder “paläolibertäre” (Jens Berger) Mentalität , also der Kunstrasencharakter während man sich als “Grasswurzelbewegung” bezeichnet, lässt es für mich sogar denkbar werden, dass die AfD auch von Leuten unterstützt und genutzt wird, die gegen den Euro wetten. logisch wäre es jedenfalls konsistent.

    Wie ich schon sagte: Eine Taktik, die AfD herunterzuschreiben, wird es sein, sie als eine weitere neoliberale Partei darzustellen. Das klappt bei dem Programm der AfD aber nicht. Gesetzt den Fall, sie hätte wirtschaftspolitisch nichts anderes als unsere Einheitspartei(en) zu bieten, was definitiv nicht stimmt: Was hätten wir da mit der AfD zu verlieren, angesichts der Ziele, die sie sonst noch verfolgt? Wenn das, was die AfD vorhat, nämlich ein geregelte Einwanderungspolitik wie etwa in Kanada, verwirklicht wird, würden sich bestimmte Dinge wie das Lohndumping vermutlich von selbst erledigen.

  16. Jakobiner sagt:

    Dazu: Egal ob Euro oder DM–die Werktätigen zahlen in beiden Fällen.Mit und ohne AfD. Ähnlich klar wurde dies schon bei Jauchs Sendung:

    Sarrazin versus Steinbrück bei Günther Jauch: DM versus Euro –eine falsche Frontstellung

    Sonntag abends bei Günther Jauch: Steinbrück versus Sarrazin, der somit sein neuestes Buch vorstellte.Leider muss ich feststellen, dass der Rassist und Sozialdarwinist Sarrazin bei Jauch gut argumentiert hat.Steinbrück behauptete die positive Wirkung des Euros auf die Exporte. Sarrazin widerlegte dies mit der Tatsache, dass die Exporte in die Nicht-Euroländer und das ferne Ausland mehr gestiegen sein als in die Euroländer. Steinbrück malte den ökonomischen Untergang Deutschlands bei einer Rückkehr zur DM aus, Sarrazin zitierte die Schweiz und Schweden.Als das all nicht mehr half, wich Steinbrück darauf aus, dass Europa mehr sei als der schnöde Mammon–nämlich: Menschenrechte, Kultur, Zivilisation, Reise-, Presse- und Meinungsfreiheit. Sarrazin meinte daraufhin, dass es all dies auch in der vorherigen EU OHNE Euro gab.Es gab die EU als Kultur, Zivilistaion, Menschenrechte, Meinungs- Presse- und Reisefreiheit ja auch schon ohne den Euro.Dann meinte Steinbrück, dass ein Abgehen vom Euro eine nationalistische Welle der Renationalisierungen auslösen würde. Sarrazin wies darauf hin, dass gerade der Euro zu einer Zunahme nationalistischer Strömungen geführt habe und die Verhältnisse der Völker Europas untereinander in höchstem Masse vergifte.Kurz: Steinbrück machte keinen einzigen Pluspunkt in der Argumentation.

    Dann kam eben nur noch der Verweis auf Sarrazins Holocaustzitat, das sich scheinbar als letzte Ausflucht bot.Daraufhin meinte Sarrazin, dass Helmut Schmidt genauso argumentiert habe, was wiederum Steinbrück bestritt.Ich schätze mal, dass Sarrazin da den grossen Teil des Auditoriums auf seiner Seite hatte.Und ehrlich gesagt: Mir fielen auch keine guten Gegenargumente ein.Mir kam nur noch Theo Waigel in den Sinn, der vor einer Romantisierung der DM warnte–schliesslich hätte die BRD mit der DM über 20 Währungskrisen durchzustehen gehabt und auch einmal bei der Stabilisierung des französischen Francs 90 Mrd. DM eingeschossen. Aber nicht einmal dies brachte Steinbrück. Klarer Gewinner des Abends: Sarrazin.

    Was mich am meisten erstaunte, war dass Steinbrück gegenüber Sarrazin nicht das Totschlägerargument Globalisierung gebracht hat.Das freilich müsste man auch nochmals näher erklären, warum der Euro die einzige Antwort auf die Globalisierung sein solle.Zumal: Ohne politische Union kein funktionsfähiger Euro. Aber was bedeutet politische Union denn konkret? Die Vereinigten Staaten von Europa wie es von der Leyen und Joschka Fischer immer wieder fordern–das ist aber wohl genauso utopisch. Meiner Ansicht nach hat Europa gearde das Problem, das es sich ökonomisch weiter integriert ohne dass der politische Überbau, die politische Integration da jemals zu einer adäquaten Stufe kommen könnte. Der Euro ist eine neoliberlae Konstruktion–es ist eine Währungseinheit ohne einen gemeinsamen Staat, ohne gemeinsame Wirtschaftsregierung oder andersweitige Regierung. Europa ist halt nicht die USA, Russland, Indien oder China, sondern eben das vielfältige Europa.Ob Europa dieser Makel zur Katastrophe führen wird, ist da die Frage.

    Es folgte gestern die Tagesschau im ARD mit einem Bericht über die Thesen von Sarrazins neuem Buch–kommentiert von Thomas Meier, dem Chefökonom der Deutschen Bundesbank. Dieser widerlegte jedoch nicht Sarrazins Thesen, sondern bekräftigte diese. So sei Deutschlands Exporterfolg nicht dem Euro, sondern der Agenda 2010 zu verdanken. Wirtschaftlich hätte der Euro Deutschland kaum Vorteile gebracht.Die Einführung des Euro sei zudem aus politischen Gründen erfolgt, um die Ängste der deutschen Nachbarn vor einem wirtschaftlich zu starken Deutschland in Europa zu mindern.Zudem meinte er, dass die 461 Seiten von Sarrazins Buch“analytisch sauber” geschrieben wären.Zu Ende wurde noch vermekrt, dass Thomas Meier die Bundesbank bald verlassen würde—ich gewinne den Eindruck, dass es innerhalb der Bundesbank auch einen Pro-Sarrazin-, bzw. Anti-Euro-Flügel gibt.Nicht umsonst betonte Sarrazin, dass Bundesbankpräsident Tietmeier, er und Köhler gegen die Einführung des Euros gewesen seien, während Bundeskanzler Kohl dies “leichtfertig” vollzogen hätte. Die Frage bleibt aber von Sarrazin unbeantwortet, wie er bei einer Rückkehr zur DM die sinkende Konkurrenzfähigkeit durch die Aufwertung der DM kompensieren würde. Wie Thomas Meier sagte: Agenda 2010, wie schon jetzt von Merkel-Steinbrück eine Agedna 2020 gefordert wird und Gerhard Schröder , der Steinbrück wie auch Helmut Schmidt unterstütztdies durch eine Agenda 2030 toppen will.Unter Sarrazin wäre gleiches oder Schlimmeres zu erwarten: Die totale Agenda, die Lohnkürzungen, Privatiserung, Deregulierung, dramatische Ausweitung der Billiglohnverhältnisse, Ende des Sozialstaates bedeuten würde. Ob Euro oder DM—es bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera—für die werktätigen Menschen in Deutschland und der Welt scheint es nichts dabei gewinnen zu geben.

  17. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx

    ok, nicht „völlig“, aber „in grossen teilen einig“.

  18. Paul Singles UK sagt:

    @Jakobiner: Thx for your diligent report on german tv appearance of Mr. Sarrazin and Mr. Steinbrueck. We have to ow you respect for this thorough report, I can’t follow german television anymore since I disabled my access (on account of former frustration).
    Yes, I also share your rather grey conclusions regarding the future of the lower income strata. But in Germany they may be still be better off than those in Spain, Greece, France, and not to forget, in the UK.

  19. Mark sagt:

    Joachim Bullinger sagt:
    April 3, 2013 um 14:35
    >Die “Alternative für Deutschland” hat Chancen! Ja. Aber es wird nicht lange dauern, bis der VS seine Leute positioniert hat, die dann den rechten Arm heben oder Heile Heile Gänsche singen.

    Und dann werden die MSM in konzertierten Aktionen aus allen Rohren schießen und die “Alternative für Deutschland” als Sammelbecken für Rechte diffamieren äh… entlarven.
    Die anständigen Leute und Wissenschaftler dort werden damit nicht umgehen können und schnell alle wieder aus der Partei ausschließen, deren Großeltern mal einen Deutschen Schäferhund hatten oder so. Und sie werden sich ständig nach rechts abgrenzen und distanzieren, bis zur Handlungsunfähigkeit.

    Das wird’s dann gewesen sein…
    Würde mich freuen, wenn ich mich irren sollte.Es gibt ja einige Organisationen, die mit der Parteiendemokratie nicht einverstanden sind, z.B. auch “Bürgerrecht Direkte Demokratie” aber jede stellt sein Ego in den Vordergrund, anstatt über einzelne strittige Punkte hinweg, gemeinsam vorzugehen. Am Ende kann jeder für sich 2-10% verbuchen und Merkel & Co werden sich höhnisch darüber freuen und ihre Demokratie weiter feiern.Die totale Agenda, die Lohnkürzungen, Privatiserung, Deregulierung, dramatische Ausweitung der Billiglohnverhältnisse, Ende des Sozialstaates bedeuten würde. Ob Euro oder DM—es bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera—für die werktätigen Menschen in Deutschland und der Welt scheint es nichts dabei gewinnen zu geben.<

    Ja, das befürchte ich leider auch und aus diesem Grund sollten bei der Bewegung, die mir vorschwebt, die vernünftigen Anhänger der Linkspartei auch ein gutes Wort mitreden. Auch wenn dann wieder die "Hardcore-Libertären" Gift und Gall spucken. Recentr lässt grüßen, bei denen Jürgen Elsässer – so nebenbei erwähnt – auffällig lange nicht mehr zu Gast war.
    Aber von PdV und Co konnte mir jedenfalls auch noch niemand überzeugend vermitteln, wie sie mit ihrem System den sozialen Frieden erhalten wollen…"Arbeit gibt es immer genug und jeder kann sich privat absichern" ist für mich Wunschdenken.

  20. Mark sagt:

    Mein Kommentar grad wurde leider fehlerhaft übertragen und deshalb jetzt hoffentlich die korrekte Version:

    Joachim Bullinger sagt:
    April 3, 2013 um 14:35
    >Die “Alternative für Deutschland” hat Chancen! Ja. Aber es wird nicht lange dauern, bis der VS seine Leute positioniert hat, die dann den rechten Arm heben oder Heile Heile Gänsche singen.

    Und dann werden die MSM in konzertierten Aktionen aus allen Rohren schießen und die “Alternative für Deutschland” als Sammelbecken für Rechte diffamieren äh… entlarven.
    Die anständigen Leute und Wissenschaftler dort werden damit nicht umgehen können und schnell alle wieder aus der Partei ausschließen, deren Großeltern mal einen Deutschen Schäferhund hatten oder so. Und sie werden sich ständig nach rechts abgrenzen und distanzieren, bis zur Handlungsunfähigkeit.

    Das wird’s dann gewesen sein…
    Würde mich freuen, wenn ich mich irren sollte.Es gibt ja einige Organisationen, die mit der Parteiendemokratie nicht einverstanden sind, z.B. auch “Bürgerrecht Direkte Demokratie” aber jede stellt sein Ego in den Vordergrund, anstatt über einzelne strittige Punkte hinweg, gemeinsam vorzugehen. Am Ende kann jeder für sich 2-10% verbuchen und Merkel & Co werden sich höhnisch darüber freuen und ihre Demokratie weiter feiern.Die totale Agenda, die Lohnkürzungen, Privatiserung, Deregulierung, dramatische Ausweitung der Billiglohnverhältnisse, Ende des Sozialstaates bedeuten würde. Ob Euro oder DM—es bleibt die Wahl zwischen Pest und Cholera—für die werktätigen Menschen in Deutschland und der Welt scheint es nichts dabei gewinnen zu geben.<

    Ja, das befürchte ich leider auch und aus diesem Grund sollten bei der Bewegung, die mir vorschwebt, die vernünftigen Anhänger der Linkspartei auch ein gutes Wort mitreden. Auch wenn dann wieder die "Hardcore-Libertären" Gift und Gall spucken. Recentr lässt grüßen, bei denen Jürgen Elsässer – so nebenbei erwähnt – auffällig lange nicht mehr zu Gast war.
    Aber von PdV und Co konnte mir jedenfalls auch noch niemand überzeugend vermitteln, wie sie mit ihrem System den sozialen Frieden erhalten wollen…"Arbeit gibt es immer genug und jeder kann sich privat absichern" ist für mich Wunschdenken.

  21. Mark sagt:

    Sorry, weiß nicht wo der Fehler liegt. Folgender Teil meines Textes nach dem Zitat von J. Bullinger wird immer unterschlagen:

    Ich befürchte, sie irren sich nicht. Und wenn das zwangsläufig so läuft und die Masche funktioniert (haben die Gangster ja oft genug bewiesen), sollten wir uns darauf einigen können, dass auf parteipolitischem Wege nichts zu holen sein wird.
    Die einzige Chance ist meiner Ansicht nach eine BEWEGUNG mit populären Vertretern ala Pelzig, Schramm, Priol etc und nicht AfD, PDV und Co, die im Grunde für’s erste das gleiche wollen aber auf keinen grünen Zweig kommen. Wie ja auch ein anderer schon treffend schrieb:

    rubo sagt:
    April 3, 2013 um 15:12
    >Es gibt ja einige Organisationen, die mit der Parteiendemokratie nicht einverstanden sind, z.B. auch “Bürgerrecht Direkte Demokratie” aber jede stellt sein Ego in den Vordergrund, anstatt über einzelne strittige Punkte hinweg, gemeinsam vorzugehen. Am Ende kann jeder für sich 2-10% verbuchen und Merkel & Co werden sich höhnisch darüber freuen und ihre Demokratie weiter feiern.<

    Ja, Besserwisserei und Rechthaberei ist leider oft mit im Spiel. So was macht leider auch um die Alternative Szene keinen Bogen….

    @Jakobiner

    Guter Text!

  22. me. sagt:

    „Egal ob Euro oder DM–die Werktätigen zahlen in beiden Fällen.Mit und ohne AfD.“

    Genau. Darauf einen Tusch…..

  23. Y.Jones sagt:

    Mark: Es wäre dumm wenn J.Elsässer weiter mit recentr kooperiert. 1,3 millionen unterschriften gegen wasserprivatisierung ist`n Brett. Und PDV sowie recentr sind garantiert für wasserprivatisierung. ausserdem wird man mit benesch keine massenbewegung auf die reihe kriegen. farblos,farbloser, benesch!! schnöselig, schnöseliger, benesch!! Und dann der antideutsche name recentr. Compactleser aber sind nationalbewusst und eine übertriebene Kooperation mit dieser amiseite könnte verwirrend wirken.

  24. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx // syntax-alert !

    ich: „AfD: Hungerlöhne müssen schon sein, da kann man nix machen.“

    tja.. das war dann wohl doch meine interpretation. skusi !
    o mann, das hat aber gedauert.

    AfD: (doppelpunkt) war missverständlich. das aber unintendiert. ich schwöre!

  25. angelo petersen sagt:

    @me
    sehr schön .
    falls Ihnen dieser singer/sextet (bigband) jazz auch sonst gefällt, empfehle ich Ihnen Herb Geller, „Rhyme & Reason“ LP mit Mark Murphy’s wunderschönem gentleman-gesang.
    Atlantic 1975, aber rar genug, um es auf youtube zu finden. watch?v=kvkGvK78W4w , watch?v=qnoNSg66MfY

  26. Jakobiner sagt: April 3, 2013 um 20:25

    Egal ob Euro oder DM–die Werktätigen zahlen in beiden Fällen.Mit und ohne AfD.

    Nicht unbedingt. Die Werktätigen brauchen imho:

    1. Einen dem gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit angemessenen Lohn in einer werthaltigen Währung.

    2. Eine auskömmliche Grundsicherung, wenn sie nicht oder nicht mehr werktätig sein können.

    Zumindest die werthaltige Währung könnte über eine entsprechend konzipierte Deutsche Mark (wieder) hergestellt werden.

  27. Karl_Murx sagt:

    @angelo Petersen:

    @KArl_Murx

    nee, das hat Lucke tatsächlich gesagt :

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/interview-mit-bernd-lucke-wir-sind-gegen-das-rezept-der-linken/7926752-4.html

    Klingt doch schon ganz anders. Daß die AfD sich vom Konzept der Linken distanziert, liegt in der Natur der Sache und ist auch von der parteipolitischen Logik verständlich.

    Die Löhne sollen nicht „in die Höhe getrieben“ werden. Daß sie aber start steigen müssen und steigen werden, geht zum ersten aus der auseinanderklaffenden Lücke zwischen der Entwicklung der Realeinkommen in D und der Entwicklung der Produktivität hervor, wo es inzwischen eine gewaltige Schere gibt. Wir haben in der Beziehung unter unseren, die Südstaaten haben über ihren Verhältnissen gelebt. Die zu beobachtenden Überschüsse der deutsche Leistungsbilanzen sind in erster Linie (nicht nur) darauf zurückzuführen und haben zu der Krise beigetragen, in der wir uns befinden.

    Aber: Hätte es den Euro nicht gegeben, dann wäre es zu diesen Leistungsbilanzungleichgewichten niemals gekommen. Wenn D beim Vorhandensein der nationalen Einzelwährungen eine solche Drosselung der Realeinkommensentwicklung versucht hätte, wäre eine solche Politik durch die entsprechende Aufwertung der D-Mark konterkariert worden. Wir hätten als Deutsche zunächst die Aufwertungsrendite kassiert, und den entstandenen Leistungsbilanzungleichgewichten wäre entgegengesteuert worden. Nach der Einführung der Gemeinschaftswährung entfiel dieser Regulationsmechanismus, Euro war Euro.

    Sollte dann außerdem das umgesetzt werden, was die AfD anstrebt, nämlich die Einführung einer Einwanderungsregelung ähnlich wie in Staaten wie Kanada, dann würde vor allem das Lohndumping in den unteren Einkommenssegmenten entfallen, wo die Einwanderer der niedrig qualifizierten Einkommenssegmente – 90 % der Einwanderung nach D entstammten in den letzten Jahrzehnten diesem Bereich – die Löhne drücken. Die echten Fachkräfte werden – angesichts der reduzierten Einkommen in D und der hohen Steuer- plus Abgabenlast gerade im Bereich der abhängig Beschäftigten – ohnehin nicht hierher kommen, solange sich in dieser Beziehung nichts ändert. Vielmehr werden sie das tun, was viele junge und gut qualifizierte Leute aus D in den letzten Jahren getan haben, nämlich in Länder gehen, die ihre Fachkräfte angemessen entlohnen, wie die Schweiz, Dänemark oder die skandinavischen Länder.

    Dieser Entwicklung wird sich niemand entziehen können, egal, wer hier regiert.

  28. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Sonntag abends bei Günther Jauch: Steinbrück versus Sarrazin, der somit sein neuestes Buch vorstellte.Leider muss ich feststellen, dass der Rassist und Sozialdarwinist Sarrazin bei Jauch gut argumentiert hat.

    Sarrazin ist weder Rassist noch Sozialdarwinist. Das wird von seinen Gegnern inbrünstig behauptet, aber niemals belegt. In seinem Buch ist davon nichts zu lesen, in Sarrazins Äußerungen nichts davon zu hören. Wenn Sie das behaupten, dann sollten Sie das auch belegen.

    Steinbrück behauptete die positive Wirkung des Euros auf die Exporte. Sarrazin widerlegte dies mit der Tatsache, dass die Exporte in die Nicht-Euroländer und das ferne Ausland mehr gestiegen sein als in die Euroländer. Steinbrück malte den ökonomischen Untergang Deutschlands bei einer Rückkehr zur DM aus, Sarrazin zitierte die Schweiz und Schweden.

    Dieser Exportfetischismus wird unter Mißachtung aller volkswirtschaftlichen Zusammenhänge verkündet. Lang anhaltende und massive Überschüsse bedeuten den Export von Wohlstand. Interessant daran ist, daß die Agendapolitik2010, der wir das Lohndumping der letzten Jahre zu verdanken haben, von rot-grün begonnen wurde. Allerdings wurde es von schwarz-rot und schwarz-gelb weitergeführt.

    Als das all nicht mehr half, wich Steinbrück darauf aus, dass Europa mehr sei als der schnöde Mammon–nämlich: Menschenrechte, Kultur, Zivilisation, Reise-, Presse- und Meinungsfreiheit. Sarrazin meinte daraufhin, dass es all dies auch in der vorherigen EU OHNE Euro gab.

    Vollkommen richtig.

    Es gab die EU als Kultur, Zivilistaion, Menschenrechte, Meinungs- Presse- und Reisefreiheit ja auch schon ohne den Euro.Dann meinte Steinbrück, dass ein Abgehen vom Euro eine nationalistische Welle der Renationalisierungen auslösen würde. Sarrazin wies darauf hin, dass gerade der Euro zu einer Zunahme nationalistischer Strömungen geführt habe und die Verhältnisse der Völker Europas untereinander in höchstem Masse vergifte.

    Genau das ist im Moment zu beobachten. Wie nichts anderes hat der Euro dazu beigetragen, das Verhältnis zwischen den Völker und Nationen zu vergiften.

    Dann kam eben nur noch der Verweis auf Sarrazins Holocaustzitat, das sich scheinbar als letzte Ausflucht bot.Daraufhin meinte Sarrazin, dass Helmut Schmidt genauso argumentiert habe, was wiederum Steinbrück bestritt.Ich schätze mal, dass Sarrazin da den grossen Teil des Auditoriums auf seiner Seite hatte

    Ohnehin geht die Wahrscheinlichkeit, daß man in einer öffentlichen Debatte auf das Thema Holocaust bzw. zu Verwendung der damit verbundenen Nazikeule kommt, mit der zunehmenden Dauer der Diskussion gegen 100 %.

    Die Frage bleibt aber von Sarrazin unbeantwortet, wie er bei einer Rückkehr zur DM die sinkende Konkurrenzfähigkeit durch die Aufwertung der DM kompensieren würde. Wie Thomas Meier sagte: Agenda 2010, wie schon jetzt von Merkel-Steinbrück eine Agedna 2020 gefordert wird und Gerhard Schröder , der Steinbrück wie auch Helmut Schmidt unterstütztdies durch eine Agenda 2030 toppen will.Unter Sarrazin wäre gleiches oder Schlimmeres zu erwarten: Die totale Agenda, die Lohnkürzungen, Privatiserung, Deregulierung, dramatische Ausweitung der Billiglohnverhältnisse, Ende des Sozialstaates bedeuten würde.

    Wenn sich der Sozialstaat in Zukunft auf diejenigen konzentrieren würde, die dessen Unterstützung tatsächlich bedürfen, dann wäre eine Debatte darüber sinnvoll. Auf jeden Fall sollten die verhängnisvollen Fehlanreize beseitigt erden, die dazu führen, daß vor allem die Unterschichten kulturferner Länder davon angezogen werden und daß diese – analog zu den einheimischen Unterschichten – sich durch das Bekommen vieler Kinder damit ein Einkommen verschaffen, das sie auf Grund geringer Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt niemals erzielen könnten. Wer Kinder bekommt, trägt Verantwortung für sie, und der muß auch in der Lage sein, für eine gute Erziehung und Ausbildung seiner Kinder sorgen zu können. Die Unterschichten sind – im statistischen Durchschnitt – dazu viel weniger in der Lage als die Mittelschicht. Deren Förderung und steuerliche Entlastung, vor allem der Familien mit Kindern, sollte in Zukunft im Mittelpunkt stehen. In dieser Beziehung bekennt sich die AfD zur Einführung des Familiensplittings.

  29. juergenelsaesser sagt:

    Y.Jones: Natürlich werde ich wieder bei Benesch auftreten, der ein unerschrockener Wahrheitskämpfer ist. Dass ich dort in den letzten Wochen nicht war, hatte nur Zeitgründe. recentr als „Amiseite“ zu bezeichnen, zeugt von beträchtlicher Dumm- und Verbohrtheit. Schluss mit den Spaltereien, wir müssen zusammenhalten!

  30. Jan sagt:

    Zum römischen „Divide et Impera“ gehörte hierbei u. a. die Ungleichbehandlung (Tribute und Privilegien) der unterworfenen Völker und die „Gewährung von Gastfreundschaft“ (Geiselhaft) für deren Angehörige. Stämme, Sippen und Familien wurden in Freunde und Feinde des Imperiums Romanum gespalten.

  31. Jan sagt:

    Der Königsmechanismus wurde als soziologischer Begriff von Norbert Elias geprägt. Er bezeichnete damit (in Die höfische Gesellschaft) die Strategie eines Herrschenden, ihn bedrohende ähnlich starke Interessengruppen derart gegeneinander auszuspielen, dass sie sich in einem Machtgleichgewicht befinden und zu seinem Nutzen immer wieder an ihn appellieren müssen. Dies hält ihn nicht nur an der Macht, sondern ist auch geeignet, sein Ansehen derart zu steigern, dass man ihn z. B. als „geniale“ Führungspersönlichkeit überschätzt, indes er nur ein fähiger Spieler seiner sozialen Rolle ist.

    Elias’ Musterbeispiel war der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. zwischen den zwei Ständen Adel und Bürgertum, der den Adel bei Hofe um seine Gunst konkurrieren ließ und damit wirtschaftlich ruinierte, die Staatsverwaltung aber davon getrennt hielt und bürgerlichen intendants (Verwaltern) wie Jean-Baptiste Colbert zuordnete – daher „Königsmechanismus“. Dieser Mechanismus findet sich auch, ggf. abgeschwächt, bei Formen autoritär oder demokratisch regierter Staaten, in Konzernen, Institutionen usw. (vgl. divide et impera).

    Eine solche Machtstrategie des Königs erzwang den Verzicht auf eine unmittelbare Durchsetzung der parteilichen Eigeninteressen. Auch mussten die Akteure in einem „Prozess der Zivilisation“ gelernt haben, ihre spontanen Bedürfnisse und Affekte zu bändigen („sich zu beherrschen“), und das bildete sich am französischen Königshof auch kraft dessen strengen Zeremoniells heraus. Beim aufstrebenden Bürgerstand erwuchs er aus dessen haushälterischer Geschäftsdisziplin.

    Elias illustriert den Mechanismus anhand eines Beispiels, bei dem sich zwei Gruppen bei einem Tauziehen gegenüberstehen. Beide Parteien sind etwa gleich stark und ziehen an verschiedenen Enden des Taus. Eine einzelne Person, der König, gehört keiner der beiden Gruppen an, kann aber mit geringstem Aufwand das Spannungsspiel zwischen den konkurrierenden Parteien steuern. Seine Intention ist es, die Spannungen zu halten, in dem er das Tau auf die Seite der gerade unterlegenen Partei zieht. Die Interdependenz der Beteiligten wird dadurch deutlich, dass der Einzelne zwar einen größeren Entscheidungsspielraum hat, gleichzeitig aber von der Aufrechterhaltung der Spannung abhängig ist, die beiden Parteien hingegen immer wieder der Hilfe des Königs bedürfen

  32. Jan sagt:

    Nach altbewährter Kolonialdiplomatie und der Devise “Divide et impera!” (“Teile und herrsche!”) suchte Rom zunächst, die gebildetere germanische Führungsschicht und jene Sympatisanten zu gewinnen und womöglich gesellschaftlich zu integrieren, auf welche römische Kultur und Zivilisation starken Einfluß machten. Die einheimischen Führer sollten mithelfen, den Umerziehungsprozeß zu unterstützen, indem sie ihren Völkern römische Denkungsart allmählich näherbrachten. Die Stammesfürsten und deren Söhne setzte man mehr oder weniger unter Druck und köderte sie mit Karriereangeboten in das römische Heer als Führer von Truppenteilen einzutreten, die praktisch eine Art Fremdenlegion darstellten. Dabei sparte Rom weder mit der Verleihung römischer Ehrentitel und Privilegien noch mit Geschenken: prächtige Waffen für die Männer –teurer Schmuck oder erlesener Hausrat für die Frauen

  33. me. sagt:

    @ angelo petersen

    Ecco Meineke & seine Kapelle sind mit diesem Song ganz klar „Street Fighting (Gentle)Men“😉
    Wenn ihr Link ebenfalls Tiefgang mit Wohlklang verbindet bin ich mit an Bord.
    Denn mal…

  34. Y.Jones sagt:

    J.E: alles klar.. ist eigentlich auch meine devise, aber bei den libertären bin ich so wie mel gibson bei den juden. Immer für nen emotionalen verbalen ausraster anfällig. Ist natürlich kontraproduktiv. Da auch ich sehe, dass die wurzel der weltprobleme im geldsystem bzw. dem privaten geldmonopol liegen. Die globale Ausbeutung kann wohl erst nach der fed-entmachtung zurückgefahren und eliminiert werden. Da pdv dagegen vorgehen will und auch regionale standorte stärken will sind sie auch von Leuten wie mir zu unterstützen. Pdv ist mir auch lieber als afd. Da pdv die Machtverhältnisse verschieben würde zu ungunsten der Schatten

  35. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    „in Sarrazins Äußerungen nichts davon zu hören.“

    Das ist doch Blödsinn. Da WILLST du bewußt was überhören.Sarrazin leitet jeden seiner Vorträge auf seiner Deutschlandtour mit Vergleichen zwischen verschiedenen Pferderassen ein, die er dann auf Menschengruppen überträgt und seine Behauptung von einem überlegenem jüdischen Gen gegenüber den arabischen Genen ist ebenso rassistisch. Dies ableugnen zu wollen, grenzt an Ignoranz.

  36. Jakobiner sagt: April 4, 2013 um 14:53

    Zu Karl Murx:

    “in Sarrazins Äußerungen nichts davon zu hören.”

    Das ist doch Blödsinn. Da WILLST du bewußt was überhören.Sarrazin leitet jeden seiner Vorträge auf seiner Deutschlandtour mit Vergleichen zwischen verschiedenen Pferderassen ein, die er dann auf Menschengruppen überträgt und seine Behauptung von einem überlegenem jüdischen Gen gegenüber den arabischen Genen ist ebenso rassistisch. Dies ableugnen zu wollen, grenzt an Ignoranz.

    Jakob, Sie sind nicht ganz auf dem neuesten Stand der Rassismus P.C., wie mir scheint.

    Während es früher absolut rassistisch und antisemitisch war, von einem jüdischen Gen zu sprechen, ist heute das genaue Gegenteil der Fall.

    Heute, wo Israel Gentests durchführt, bei dubiosen Einwanderungswilligen, und israelische Institute Ihnen genetisch nachweisen können, ob sie Cohn oder Levi als Vorfahren haben, ist es rassistisch und antisemitisch, hier von Rassismus und Antisemitismus zu sprechen.

  37. angelo petersen sagt:

    @me

    mark murphy’s texte sind zeitlos kritisch. melancholische plädoyers für menschlichkeit . good-natured , aber dabei nicht f.sinatra oder so. mit „gentleman“ war nur diese „crooner“ stilistik gemeint.

    harmonisch/tonal (bläserarrangements) mit „avantgardistischer bugwelle“ , bandarrangements aber eher traditionalistisch in 70s jazzfunk überführt .
    der gesang beruhigt, führt und ist romantisch. hammer

    song „power of a smile“ : „look around and tell me – are you pleased with what you see?
    what surrounds us seems to be a sea of mysery “

    hören Sie rein, kostet ja nix. ecco und mark murphy haben einen etwas ähnlichen klang .

  38. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Das ist doch Blödsinn. Da WILLST du bewußt was überhören.

    Zum ersten wüßte ich nicht, wo ich Ihnen das Du angeboten hätte. Ich bin es gewohnt, von Leuten, die ich nicht persönlich kenne und mit denen ich keinen vertraulichen Umgang habe, gesiezt zu werden. Genauso halte ich das selbst.

    Sarrazin leitet jeden seiner Vorträge auf seiner Deutschlandtour mit Vergleichen zwischen verschiedenen Pferderassen ein, die er dann auf Menschengruppen überträgt und seine Behauptung von einem überlegenem jüdischen Gen gegenüber den arabischen Genen ist ebenso rassistisch. Dies ableugnen zu wollen, grenzt an Ignoranz.

    Wie das so ist den linken Behauptungen: Man muß sie eben nur oft und lauthals genug wiederholen, bis sie wahr werden, nicht? Natürlich gibt es in rel. eng miteinander genetisch verwandten Ethnien gemeinsame bzw. häufig vertretene gemeinsame genetische Eigenschaften, so auch bei den Juden. Menschen sind neben gesellschaftlichen auch biologische Wesen, und deswegen treffen für sie auch ähnliche biologische Gesetzmäßigkeiten zu, so auch die Vererbung genetisch determinierter Eigenschaften. Bei Hunden und Katzen wären Sie doch sicher bereit, das Vorhandensein solcher Mechanismen zuzugestehen; bei Menschen soll das aber auf einmal nicht mehr gelten?

    Es sei denn, sie leugnen das Vorhandensein von Genen und deren Rolle bei der Herausbildung menschlicher Eigenschaften völlig. Dann willkommen bei Trofim Lyssenko, dem Hofbiologen Josef Stalins. Der hatte im Auftrag seines Herrn und Meisters die alleingültige These vertreten, Gene und Erbanlagen seien alles bürgerlicher Humbug, um die Herrschaft der Bourgeoisie zu stützen, und genau genommen sei alles eine Frage der Umwelt bzw. erlernbar, für jedes biologische Wesen, den Menschen sowieso. Die Frage, warum dann aus einem Kuckucksei, das in ein fremdes Nest gelegt wird, auch immer nur ein Kuckuck schlüpft, durfte zu Stalins Zeit niemand bei Gefahr für Leib und Leben stellen.

    Interessant ist, daß die DDR, obwohl sie die Stalin-Zeit durchgemacht hat, es eher fertiggebracht hat, sich von diesem (pseudo)marxistischen, also ideologischen Narrensaum zu befreien. Ich habe jedenfalls in der DDR im Biologieunterricht gelernt, daß die menschlichen Eigenschaften sich in einem Wechselspiel zwischen den Erbanlagen, also den vererbten Genen, und der Umwelt eines Indiduums herausbilden. Der Streit, welcher Anteil dabei der größere ist, wogt seit Jahrzehnten in der Fachwelt hin und her. Neuere Forschungsergebnisse schreiben bei bestimmten Dingen wie der Intelligenz den Genen dabei wieder eine stärkere Rolle zu, und auf diese Ergebnisse hat Sarrazin sich in seinem Buch bezogen.

    Er hat auch nicht gesagt, daß Türken oder Araber von den Erbanlagen dümmer sind als die Deutschen. Das wäre dasselbe wie die Aussage, daß die Bayern alle von Haus aus rauflustiger als die Niedersachsen sind. Er hat sich vielmehr darüber geäußert, daß diejenigen Zuwanderer, die zu 90 % aus den Unterschichten der Herkunftsländer stammen, auch tendenziell weniger intelligent sind als der Durchschnitt der autochthonen Deutschen, aber im Durchschnitt – und das ist hier die Aussage des volkswirtschaftlich gemeinten Buches von Sarrazin – mehr Kinder bekommen, wodurch sich gemäß den Mendelschen Gesetzen diese Eigenschaften respektive fehlende Eigenschaft im statistischen Mittel also auch häufiger im Genpool der nächsten Generation vorhanden ist, mit allen damit verbundenen gesellschaftspolitischen Konsequenzen.

    Damit spricht er zwar unangenehme bzw. unbequeme, nichtdestoweniger wahre Dinge an, die bis dato noch niemand auszusprechen wagte, gleichwohl aber Realität sind. Man kann aber wohl kaum ein fachliches Urteil bzw. eine Verdikt wegen eines angeblichen Rassismus über bestimmte Aussagen treffen, nur weil sie „nicht wünschenswert“ oder „nicht hilfreich“ (O-Ton Merkel), mit anderen Worten, tabuisiert sind und beim Nennen sehr viele ablehnende Reaktionen hervorrufen. Zu messen sind solche Aussagen an ihrer Überprüfbarkeit anhand der Realität, und das sind sie anhand der Pisa-Untersuchungen sehr wohl.

  39. angelo petersen sagt:

    @Karl_mUrx

    richtig, die AfD ist sich nur in der Analyse weitgehend einig mit den Linken, Lösungsvorschläge stehen so ziemlich 180° zueinander .

    ums abzukürzen (für argumentativen sachorientierten schlagabtausch reichts bei mir nicht)

    mich persönlich erreicht nur noch die glaubhafte rhetorik einer Politik die den Menschen und seine innere Emanzipation über das System stellen will .
    Das System, das notorisch Geld & Profit mit Sinn verwechselt , eine in meinen augen überkommene mentalität , eine geistige unfreiheit , eine fixierung, ein ökonomistischer fetisch.

    Das ist für mich eine Grundfigur der Entfremdung der modernen (politischen) kultur ; dass die zuschreibungen wichtiger werden als die wirklichkeit .

    ich vermisse das und halte das zusammen mit dem verkümmerten bildungsniveau für einen hauptfaktor der grassierenden entpolitisierung und endsolidarisierung der nachwachsenden gesellschaft, die ein verdecktes demographisches riesenproblem darstellt, das in der tür steht und sicherlich mindestens so bedrohlich ist wie die miese geburtenrate.

    ob AfD oder Links – eine schräge entscheidungslage ! bin gespannt was in den nächsten wochen passiert.
    mental mitschwingen liess mich hier am ehesten chicanos kritik der AfD . Habe Ihrer beider diskussion weitgehend mitgelesen und will Sie auch nicht aufs Neue verwickeln.

  40. Jakobiner sagt:

    Karl Murx:

    Ihre rechte laienhafte Hobby-Genetikforschung ist so ähnlich wie die des Rasseexperten und Hühnerzüchters Heinrich Himmler, der ebenso meinte, sich mit Genetik auszukennen.Sarrazin bevorzugt eben Pferderassen statt Hühnerrassen, u sie mit Menschen zu vergleichen.Billige und Pawlowschischdaherschnatternde Political Incorrcetness (PI) IHRERSEITS.

  41. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Ihre rechte laienhafte Hobby-Genetikforschung ist so ähnlich wie die des Rasseexperten und Hühnerzüchters Heinrich Himmler, der ebenso meinte, sich mit Genetik auszukennen.

    War mir doch klar, daß irgendwann so ein sinnloser Nazivergleich kommen würde. Passiert immer bei Vertretern der linksgrünen Gutmenschfraktion, wenn sie argumentativ nicht mehr weiter wissen. Wenn die dabei wenigstens nicht immer so ausfallend werden würden. Aber so reagieren Leute, die ihr Weltbild gefährdet sehen. Außerdem scheine ich es ja bei Ihnen mit einem Expert der Molekularbiologie zu tun zu haben. Hier mal ein Link zu einem Artikel von echten Fachleuten, die sich mit dem Buch von Sarrazin gründlich auseinandergesetzt haben und zu einem ganz anderen Urteil kommen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/intelligenz-von-menschen-und-ethnien-was-ist-dran-an-sarrazins-thesen-11041641.html

    Billige und Pawlowschischdaherschnatternde Political Incorrcetness (PI) IHRERSEITS.

    Bringen Sie sachliche Argumente wie ich im oben verlinkten Artikel oder lassen Sie Ihre stupiden Retourkutschen. Ist meine ganz persönliche Empfehlung.

  42. Karl_Murx sagt:

    @Mark:

    Die “Alternative für Deutschland” hat Chancen! Ja. Aber es wird nicht lange dauern, bis der VS seine Leute positioniert hat, die dann den rechten Arm heben oder Heile Heile Gänsche singen.

    Und dann werden die MSM in konzertierten Aktionen aus allen Rohren schießen und die “Alternative für Deutschland” als Sammelbecken für Rechte diffamieren äh… entlarven.

    Ehrlich gesagt: Es würde mich mißtrauisch machen, wenn die MSM das nicht täten.

    Denn etwas anderes würde bedeuten, daß man dort die AfD als keine Gefahr ansieht. Dann hätte diese etwas falsch gemacht. Glaubt irgendjemand, diese politisch-mediale Kaste, die die absolute Deutungshoheit beansprucht und vor Ruf- bis realen Mord nicht zurückschreckt, wenn sie ihre Herrschaft damit retten kann, gibt ihre Macht freiwillig und ohne Widerstand ab?

    Die anständigen Leute und Wissenschaftler dort werden damit nicht umgehen können und schnell alle wieder aus der Partei ausschließen, deren Großeltern mal einen Deutschen Schäferhund hatten oder so. Und sie werden sich ständig nach rechts abgrenzen und distanzieren, bis zur Handlungsunfähigkeit.

    Wenn die Vertreter der AfD es richtig machen, lassen sie sich nicht diese Logik der Distanzeritis von allem und jedem aufzwingen, sondern gehen in die Offensive und stehen zu dem, was sie beschließen und sagen. Das Potential dafür, auf eine Woge der wachsenden Zustimmung der Bevölkerung getragen werden, die sich nach einer echten Alternative zum herrschenden Parteienklüngel sehnt, ist förmlich mit Händen zu greifen.

    Gegen die zu erwartenden Versuche, die AfD mit all den üblichen -Ismen und Invektiven zu diffamieren bzw. sie sonstig unglaubwürdig zu machen, hilft nur eins: Eine Wählerschaft, die sich sofort und kompromißlos mit Protest und Widerstand artikuliert und diese Attacken öffentlich als das geißelt, was sie sind. Ähnlich hat das auch im Fall Sarrazin funktioniert. Der war der erste, bei dem die mediale Hinrichtung durch die MSM nicht wie gewünscht gelang, sondern bei dem es eine erkennbare Massenbewegung unter der Bevölkerung gab, die sich dieser niederträchtigen Kampagne nicht beugte. Aus diesem Grund ist Sarrazin heute noch Mitglied der SPD, und genau deswegen hat er sich einen derartigen Haß von der Seite der linksgrünen Gutmenschfraktion zugezogen. (Der Begriff „Gutmensch“ ist hier als Euphemismus zu verstehen; wie fies, niederträchtig und gewaltsam sich diese Fraktion in Wahrheit verhält, wenn ihre Dogmen und ihre Herrschaft gefährdet sind, erleben wir immer wieder.)

    Ein Tabubruch, der seinen Urheber nicht halb umbringt, ist keiner.

    Michael Klonovsky

  43. rubo sagt:

    Ich versuche schon lange, zu erkennen, wes Geistes Kind @Jakobiner ist, das kann nicht gelingen, weil er sich gerade wieder gegen @Karl_ Murx, dessen Meinungen ich hoch achte und verfolge, um 180° gedreht hat. Mir scheint, daß hier unter gleicher Adresse verschiedene Geister schreiben.
    In Zukunft spare ich mir, von anonymen Geistern zu lesen.

  44. Hier finde ich Kommentare die schon ziemlich spirituell, doch vor allem selbstredend sind.
    Bekomme mehr als ein Lese-Genuss.
    Danke!

  45. Jan sagt:

    es tut sich was. sonstige parteien allein heute um 0,5 % zugelegt, CDU 0,25 % verloren. alles innerhalb von 24 h

    http://www.wahl-o-meter.com/Willkommen.html#.UV3M48rvuyV

  46. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    Wenn Sie schon Artikel verlinken, sollten sie diese auch gelesen haben. Im FAZartikel steht als Resumee:

    „Es gibt Grenzen der Förderung, letzten Endes muss immer die betreffende Person selbst lernen und selbst denken. Maßnahmen müssen psychologisch zielführend, politisch sinnvoll, von wohlwollender Verantwortung getragen und ethisch legitimierbar sein. Die Frage der Gene ist hier von nachgeordneter Bedeutung, zudem eine stärkere genetische Verankerung nicht automatisch Unveränderbarkeit bedeutet.“

    Wohl so das Gegenteil von dem, was Sie und Sarrazin behaupten!!! Und der Verweis auf die deutsche Geschichte und die der Genetik tut bei Ihnen not–sie scheinen das 3. Reich bewußt verdrängen zu wollen und wohin solche Irrlehren geführt haben!!!

  47. Jan sagt:

    „Sonstige“ sind jetzt mit 6,3 % viertstärkste Kraft in Deutschland. Und sie schreiten in Meilenstiefeln voran!

    http://www.wahl-o-meter.com/Willkommen.html#.UV6wTMrvuyV

  48. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Wenn Sie schon Artikel verlinken, sollten sie diese auch gelesen haben. Im FAZartikel steht als Resumee:

    “Es gibt Grenzen der Förderung, letzten Endes muss immer die betreffende Person selbst lernen und selbst denken. Maßnahmen müssen psychologisch zielführend, politisch sinnvoll, von wohlwollender Verantwortung getragen und ethisch legitimierbar sein. Die Frage der Gene ist hier von nachgeordneter Bedeutung, zudem eine stärkere genetische Verankerung nicht automatisch Unveränderbarkeit bedeutet.”

    Wenn Sie schon zitieren, dann bitte ohne die entsprechenden Stellen aus dem Zusammenhang zu reißen. Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, wüßten Sie außerdem, daß die von Ihnen zitierte Passage meine Aussage nicht widerlegt, sondern stützt:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/intelligenz-von-menschen-und-ethnien-was-ist-dran-an-sarrazins-thesen-11041641.html

    Zunächst wird hier eine der Grundaussagen Sarrazins bestätigt:

    „Dass kognitive Kompetenzen nicht wenig mit nachhaltigem Wirtschaftserfolg zu tun haben, stellt die Grundlage der durch die Wirtschaftsorganisation OECD durchgeführten Pisa-Studien dar. Empirische Untersuchungen belegten enge Zusammenhänge zwischen kognitiven Kompetenzen – seien sie durch Intelligenztests oder durch Schulleistungstests gemessen – und dem Bruttoinlandsprodukt wie dem Wirtschaftswachstum.“

    Als Hinweis: Die gesamte Pisa-Studie ist im Kern nichts anderes als ein großangelegter Intelligenztest. Denn diese beinhalten Lesekompetenz, Mathematische Grundbildung und Naturwissenschaftliche Grundbildung, wobei unter Lesekompetenz nicht nur die Lesegeschwindigkeit gemessen wird, die ebenfalls sehr hoch mit dem IQ korreliert, sondern Lesekompetenz wird in PISA in Einklang mit der Forschung zum Textverstehen vielmehr als aktive Auseinandersetzung mit Texten aufgefasst, wo neben den basalen Lesefähigkeiten vor allem auch kognitive Grundfähigkeiten, Sprach-, Welt- und inhaltliches Vorwissen und strategische Kompetenz gehören. Was anders sollte denn hier beschrieben sein als Intelligenz?

    Dann wird auf die Entstehung von Intelligenz verwiesen:

    „Die Genese von Intelligenz ist weniger auf ökonomische Faktoren als auf kulturell-pädagogische und auf heute im Einzelnen noch unbekannte genetische Determinanten zurückführbar.“

    Im Klartext: Nicht der materielle Aufwand entscheidet über die Entwicklung der Intelligenz bzw. den Erfolg von Bildung, sondern einerseits die „kulturell-pädagogische(n)“ (also eine mehr oder weniger bildungsgeneigte bzw. -fördernde Umgebung des Individuums) und andererseits die genetischen Voraussetzungen, die zwar nicht restlos erforscht sind, aber in entsprechenden Versuchen ermittelt wurden.

    „Zur Erklärung, warum sich einzelne Personen voneinander unterscheiden, sind Merkmale der familiären Umwelt von großer Bedeutung: Hinter elterlichen Bildungs- und Erziehungsmerkmalen, bildungsmaterieller Ausstattung und Quantität wie Qualität von Gesprächen der Familienmitglieder untereinander können aber auch unerkannte genetische Faktoren stehen. Aufgrund vieler Zwillings-, Adoptions- und Patchworkfamilienstudien aus unterschiedlichsten Ländern wissen wir, dass sich Intelligenzunterschiede von Menschen zu fünfzig bis achtzig Prozent durch genetische Faktoren aufklären lassen; bei Älteren und unter günstigen Umweltbedingungen ist der Einfluss genetischer Faktoren auf die interindividuelle Variabilität kognitiver Leistungen stärker als bei jüngeren Kindern und unter ungünstigen Umweltbedingungen. Die von Sarrazin angeführten Zahlen, die sich auf die Bedeutung der Genetik für Intelligenzunterschiede beziehen, sind korrekt.“

    Bingo. Wie ich, übereinstimmend mit dem Inhalt von Sarrazins Buch, geschrieben hatte, sind sowohl Umwelt als auch Gene an der Intelligenz beteiligt, mit den o.g. ungefähren Anteilen.Damit wäre zunächst erst mal Ihre Behauptung widerlegt, im Artikel würde etwas anderes stehen. Jetzt zum Zusammenhang von sozialer Schicht und Intelligenz:

    „In hochentwickelten Ländern werden Berufs- und Lebenschancen vor allem über Erfolge im Bildungssystem verteilt. Da Intelligenz ein besonders wichtiger Faktor für den Schul-, Studien-, Ausbildungs- und Lebenserfolg ist (daneben spielen natürlich auch Persönlichkeitsmerkmale wie Motivation, Fleiß, Arbeitshaltung, Selbstdisziplin und Gewissenhaftigkeit eine Rolle), wird sich langfristig, wenn Leistung eher zum Aufstieg und Nichtleistung zum Abstieg führen, eine Schichtung nach Intelligenz und Persönlichkeit einstellen. Je meritorischer eine Gesellschaft ist, desto weniger Ressourcen verbleiben in unteren Schichten, da intelligentere Personen aufsteigen bzw. aufgestiegen sind und ihre Intelligenz über Gene und durch ein intellektuell stimulierendes Entwicklungsmilieu zu nennenswertem Anteil an ihre Kinder weitergeben.“

    Dieser Passus ist wohl selbsterklärend. Deutschland ist eine offene und keine Kastengesellschaft, wo es seit über 150 Jahren eine Begabtenauslese gibt, und das gilt spätestens seit dem Ende des 2. Weltkrieges um so mehr.

    Nun zum Thema durchschnittliche Intelligenz bei Migranten(Türken-)kindern, auch wenn das Autobahn ist:

    „In der Tat schneiden türkische Immigrantenkinder in Schulleistungs- und Intelligenzteststudien schwach ab. Diese Werte korrespondieren mit ähnlichen Werten in den Herkunftsländern und einer geringeren Bildung Erwachsener sowie einem intellektuell weniger stimulierendem Familienklima.“

    Wohlgemerkt: Hier geht es um das statistische Mittel, was für die Betrachtung sozialer und volkswirtschaftlicher Zusammenhänge entscheidend ist. Wenn 90 % der Einwanderer nach D aus den im Bürokratendeutsch „kultur- und bildungsfernen Schichten“ stammen, gibt es sowohl von den Begabungen als auch von der Einstellung zur Bildung her schlechtere Voraussetzungen als bei den einheimischen Deutschen. Dann geht es um die kulturell bedingten Ursachen der niedrigeren durchschnittlichen Intelligenz der bewußten Migrantengruppe:

    „Sarrazin weist auf die genetischen Auswirkungen der Heirat von Verwandten hin, was in muslimischen Gesellschaften weniger verpönt ist, wohl aber in christlich-jüdischen Gesellschaften mit Ausnahme der Adelshäuser. Bei Cousin-Cousinen-Ehen ist im Schnitt die Intelligenz der Nachkommen um drei IQ-Punkte abgesenkt; hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für Krankheiten. … noch entscheidender ist die Wertschätzung des Denkens. Es ist schwierig, die Wirkung von Weltanschauungen auf die Erziehung, damit auf Intelligenz und umgekehrt von Intelligenz auf Kultur zu bestimmen. Kritisch sind für herkömmliche Strömungen des Islams die Traditionen autoritären Auswendiglernens, mangelnde Orientierung zum Selberdenken und autoritäre Erziehung in Familien. Hinzu kommen eine gescheiterte Geschichte der Aufklärung, die geringe Bildung von Frauen und damit der Mütter, ein generell geringes Bildungsniveau der Eltern, das aufzuholen ein bis zwei Generationen dauert.“

    Schließlich geht der Artikel auf die von Sarrazin erwähnte Absenkung der Intelligenz infolge des anteiligen Rückgangs der Kinderzahlen in den bildungsorientierten Familien ein:

    „Aufgrund abnehmender Kinderzahlen in bildungsorientierten Familien haben verschiedene Forscher eine Intelligenzabnahme postuliert. Thilo Sarrazin berechnet je Generation einen zukünftigen Verlust um einen IQ-Punkt, Richard Lynn für fünfzig Jahre und weltweit 1,3 Punkte, und Gerhard Meisenberg geht weltweit je Jahrzehnt von 1,3 Punkten aus. Die Zahlen unterscheiden sich aufgrund unterschiedlicher Modellannahmen. Empirisch beobachtbar war im 20. Jahrhundert aber genau der gegenteilige Effekt, ein Anstieg der Intelligenz pro Dekade um im Schnitt drei bis fünf IQ-Punkte.“

    Mit anderen Worten: In Deutschland haben uns Art und Ausmaß der Einwanderung im Unterschied zum bisherigen Trend inzwischen ein Rückgang der mittleren Intelligenz und damit der vorhandenen kognitiven Kompetenzen gebracht. Genauso war es im Buch Sarrazins zu lesen.

    Jetzt das eigentliche Fazit des Artikels:

    Sarrazins Thesen sind, was die psychologischen Aspekte betrifft, im Großen und Ganzen mit dem Kenntnisstand der modernen psychologischen Forschung vereinbar.

    Der von Ihnen erwähnte Passus bezieht sich eher auf die Grenzen der Machbarkeit einer Verbesserung des Bildungs- und Schulniveaus durch erhöhten materiellen und pädagogischen Aufwand. Denn nicht ein hoher Bildungsetat und spezieller Schulformen entscheiden über das schulische Niveau, sondern ausreichend begabte und motivierte Schüler. So gesehen ist Ihr Zitat aus dem Artikel eine Binsenweisheit. Wer zu faul, also unmotiviert, bei dem helfen solche Anstrengungen auch nichts. Die alte Frage „Zu dumm oder zu faul oder beides“ hat an Gültigkeit nichts verloren.

    Was aber eindeutig als Aussage dort enthalten ist, ist der Umstand, daß man bei begabten Schülern (die tendenziell dann auch viel häufiger aus einer bildungsfreundlichen Familie stammen), auch ohne besonderen pädagogischen Aufwand gute Leistungen bekommen wird. Will ich hier Spitzenleistungen erreichen, benötige ich nur einen normalen Aufwand. Will ich dagegen unbegabte Schüler fördern, werde ich – auch bei vorhandener Motivation – selbst bei überdurchschnittlichem Aufwand höchstens durchschnittliche Ergebnisse erhalten.

    Dieser Kommentar sollte eigentlich Hinweis genug für Sie sein, damit aufzuhören, reflexartig die Nazikeule zu schwingen.

    <Und der Verweis auf die deutsche Geschichte und die der Genetik tut bei Ihnen not–sie scheinen das 3. Reich bewußt verdrängen zu wollen und wohin solche Irrlehren geführt haben!!!

    Irrlehren. So langsam begreife ich einiges viel besser, was hier so in Medien und Politik abgeht. Was passiert jetzt den Leuten, die diesen Irrlehren nicht abschwören? Werden die jetzt auf dem Scheiterhaufen verbrannt?

  49. Berlin Steglitz sagt:

    @Jakobiner
    Viel geschwafel um Sarrazination.
    Aber widerlegen konnten Sie Ihn nicht ….
    Zur AfD würde ich sagen das am Anfang eines Umschwungs das wirkliche Ende nicht formuliert werden kann .
    Auf jeden Fall, ist es bisher echt Unterstützenswert .
    MFG

  50. Kopfüber sagt:

    Guten Abend,

    machen wir mal einen „Lackmus-Test“, was die „Alternative für Deutschland“, kurz „AfD“, betrifft:

    In Friedberg (Bayern) ist angeblich mit den Stimmen der CSU entschieden worden,
    daß das dortige Gymnasium künftig nicht mehr „Wernher von Braun-Gymnasium“ genannt werden soll.

    Wie steht die „AfD“ dazu???

    Ich werde die „AfD“ wählen, weil sie nicht für die Abschaffung der DM, die Abschaffung der Wehrpflicht und die Abschaffung der alten deutschen Rechtschreibung verantwortlich ist…

    Gruß von der Nordsee

  51. angelo petersen sagt:

    Ein Tabubruch, der seinen Urheber nicht halb umbringt, ist keiner.

    oha. ein general-Klonovsky . fett!

    und ,was ist passiert? dem Märtyrer gehts besser als vorher. zumindest in talkshow-auftritten, einkommen und anerkennung gemessen.

    wenn rest-desorientierte arabische oder türkische junge männer jetzt noch etwas leicheter nem Deutschen auf die Schnauze geben, können wir uns auch bei dem ollen Statistiker dafür bedanken.

    Kränkungen erinnert jeder besser als alles andere.

    aber dann warens wieder diese integrationsunwilligen gemüsehändlersöhne mit vaterkomplex, die zu blöd sind, mit dem überzivilisierten nationalmasochistischem deutschen mann identifikation hinzukriegen.
    während sich dessen ehefrau mit juchzendem #aufschrei in salsa-discos rumtreibt.

  52. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx

    wenn sich Ihr Klonovsky-Zitat jetzt noch auf Sarrazin bezogen hätte, wär das vielleicht ein diskutabler Beitrag von mir gewesen. (April 5, 2013 um 22:36)

  53. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    In ihren ellenlangen Ausführungen umschiffen Sie dann graziös eben die Schlussfolgerung des ganzen Artikels, der es pointiert eben auf den Satz bringt:

    „Die Frage der Gene ist hier von nachgeordneter Bedeutung, zudem eine stärkere genetische Verankerung nicht automatisch Unveränderbarkeit bedeutet.”

    Kurz: Die Gene sind gar nicht so entscheidend. Zumal ist dies 1 Artikel von 2 Wissenschaftlern und ist nicht als absolute Wahrheit unkritisch zu übernehmen. 2 Milieuforscher hätten eben einen dimetral andes lautenden Artikel geschrieben. Und die ganze Zwillings- und Patchwork-Intelligenzforschung ist ohnehin methodisch umstritten und operiert mit vielen Fehlerquellen, wie auch die Aussagekraft von IQ-Tests zweifelhaft ist.

  54. Jan sagt:

    „sonstige Parteien“ nähern sich unaufhaltsam der 7-%-Marke. Die könnten noch die Grünen überflügeln.

    http://www.wahl-o-meter.com/Willkommen.html#.UV_26MrvuyV

    wer versteckt sich dahinter? ich möchte die namen erfahren! Ist ProDE dabei? Oder die Partei der Vernunft?

  55. Karl_Murx sagt:

    @angelopetersen:

    „und ,was ist passiert? dem Märtyrer gehts besser als vorher. zumindest in talkshow-auftritten, einkommen und anerkennung gemessen.“

    Ach ja? Sie würden eine monatelange und bis heute nicht beendete, haßerfüllte Kampagne gegen Sarrazin bis hin zu Morddrohungen und behördlichen Schikanen gegen die Ehefrau Sarrazins, eine Lehrerin an einer öffentlichen Schule, als angenehmen oder besseren Zustand bezeichnen? Er hat seine Position bei der Bundesbank unter rechtlich fragwürdigen Umständen verloren. Wäre er wirklich an Destruktion interessiert gewesen, hätte er Deutschland in einer Staatskrise stürzen können, indem er sich einfach weigert, zurückzutreten, denn der damalige Bundespräsident Wulff hatte keine gesetzliche Grundlage, ihn zu entlassen. Es wurde mit allen Mitteln versucht, seine persönliche und berufliche Reputation zu zerstören. Da er trotz seines Buches ja Teil dieser politischen Nomenklatura ist, die uns beherrscht, hat er ganz privat in seinem Umfeld viele Bekannte und Freunde verloren, die sich von ihm abwandten.

    Daß gerade dieser Medien- und Verleumdungshype dazu beitrug, sein Buch bekannt zu machen und zu dessem Verkauferfolg beitrug, der Sarrazin beträchtliche Einnahmen verschafft, betrachte ich als eine vollkommen unbeabsichtigte, nichtdestoweniger hochverdiente Genugtuung.

    wenn rest-desorientierte arabische oder türkische junge männer jetzt noch etwas leicheter nem Deutschen auf die Schnauze geben, können wir uns auch bei dem ollen Statistiker dafür bedanken.

    Kränkungen erinnert jeder besser als alles andere.

    Wie jetzt bitte? Jetzt ist derjenige an der rassistisch motivierten Gewalt von Türken und Arabern an Deutschen schuld, der darauf hinweist? Geht es eigentlich noch perfider?

    aber dann warens wieder diese integrationsunwilligen gemüsehändlersöhne mit vaterkomplex, die zu blöd sind, mit dem überzivilisierten nationalmasochistischem deutschen mann identifikation hinzukriegen.

    Warum sagen Sie nicht einfach offen und ehrlich, daß Ihnen gewisse Fakten in Sarrazins Buch nicht passen, anstatt hier vor Wut darüber verbal in die Tischkante zu beißen? Das würde zu einer offeneren Diskussion viel mehr beitragen. Wenn ihr nichttürkischklingender Nick übrigens etwas verbergen sollte und sie sich von gewissen Aussagen in Sarrazins Buch persönlich angesprochen fühlen: Sie sollten dazu stehen, so wie ich und andere hier zu ihrer Herkunft stehen. Ich meine nur, wenn.

    während sich dessen ehefrau mit juchzendem #aufschrei in salsa-discos rumtreibt.

    Und so weiter.

  56. Karl_Murx sagt:

    @Karl_Murx

    wenn sich Ihr Klonovsky-Zitat jetzt noch auf Sarrazin bezogen hätte, wär das vielleicht ein diskutabler Beitrag von mir gewesen.

    Es hat sich unmittelbar auf Sarrazin bezogen. Aber wie wäre es mit dem:

    Eine erdrückende Minderheit der Deutschen lehnt die Thesen Sarrazins ab.

    Michael Klonovsky

  57. Karl_Murx sagt:

    @Jan:

    “sonstige Parteien” nähern sich unaufhaltsam der 7-%-Marke. Die könnten noch die Grünen überflügeln.

    http://www.wahl-o-meter.com/Willkommen.html#.UV_26MrvuyV

    wer versteckt sich dahinter? ich möchte die namen erfahren! Ist ProDE dabei? Oder die Partei der Vernunft?

    Ich hoffe, die Alternative für Deutschland ist kräftig daran beteiligt.

    Aber meinen Sie nicht auch, daß man sich im gemeinsamen Interesse so bald wie möglich auf eine alternative Partei einigen sollte, die tatsächlich eine reale Chance hat, in den Bundestag einzuziehen, anstatt sich zu zersplittern und sich dann anschließend im bewährten Stil gegeneinander ausspielen zu lassen, so daß das etablierte Parteienkartell auch dieses Mal wieder triumphiert? MIt „man“ meine ich jeden, der von all den ideologischen Großexperimenten unserer politisch-medialen Kaste a lá Gemeinschaftswährung Euro, EUdSSR, Multikulti, Gender Mainstreaming und wie sie alle heißen mögen genug hat.

  58. Jan sagt:

    karl murx:

    ich hoffe auf keine partei, ganz egal, wie sie heißt und habe mit dem system bereits vollständig abgeschlossen. mich interessiert nur, was die menschen denken.

  59. Karl_Murx sagt:

    @Jan:

    karl murx:

    ich hoffe auf keine partei, ganz egal, wie sie heißt und habe mit dem system bereits vollständig abgeschlossen.

    Angesichts der Situation im Land verstehe ich das sogar. Und ich möchte auch nicht falsch verstanden werden: Ich erhoffe mir keine Wunderdinge von der AfD. Was sie sein könnte, wäre ein Anfang, um in diese politisch-mediale Matrix ein Loch zu schlagen, um endlich all denen Dingen ein öffentliches Forum zu verschaffen, die die Leute beschäftigen, von denen sie aber auf Grund der Schweigespirale nicht wissen, wie weit sie beim Rest der Bevölkerung verbreitet sind.

    Ein gutes Wahlergebnis für eine Formation wie die AfD wäre auf jeden Fall ein Schuß vor den Bug der Etablierten. Die konnten sich in der Vergangenheit immer auf das offene oder stillschweigende Einverständnis der Bevölkerung berufen, denn egal was sie auch verzapften, blieben die Wahlergebnisse für die Parteien außerhalb des Kartells immer marginal. Ergebnisse wie für die Republikaner bei den Landtagswahlen in Ba-Wü in den 90ern oder für die DVU in Sachsen-Anhalt bzw. die NPD in Sachsen bei der vorletzten Wahl, nicht zu vergessen die Schill-Partei in HH blieben Ausnahmen und konnte vom System sehr schnell entweder ignoriert oder neutralisiert werden. Entweder wurden diese Partei sehr schnell unterwandert bzw. infiltriert bzw. sie waren es schon, oder sie wurden durch die MSM-Propaganda erfolgreich als extremistisch und unwählbar dargestellt. Ich kann jetzt an dieser Stelle nicht klären, inwieweit es sich tatsächlich so verhielt; es dürfte wohl eine Mischung von allem gewesen sein.

    Aber im Unterschied dazu haben wir hier zum ersten Mal eine Partei seit ihrem Gründungs- und Konsolidierungsprozeß vor Augen, die – für jedermann erkennbar und durch die MSM-Propaganda nicht bestreitbar – weder aus Extremisten noch aus sonstig dubiosen Personen besteht und in ihren Zielen den Nerv einer großen Zahl von Menschen, vermutlich der Mehrheit der Bevölkerung, trifft. Ich hielte es für aberwitzig, wenn wir uns diese Chance entgehen lassen würden, dieser Partei durch unseren massenhaften Zuspruch und durch offen artikulierte Zustimmung zum Erfolg zu verhelfen und sie gegen alle Versuche der Diffamierung und Infiltration zu verteidigen. Die Durchbrechung des Macht- und Vertretungsmonopols des etablierten Parteienkartells muß gebrochen werden, koste es was es wolle.

    mich interessiert nur, was die menschen denken.

    Es ist gut zu wissen, was die Leute denken. Aber ist das auch schon ein Weg, um die Macht- und Propagandastrukturen zu durchbrechen, die uns zielgerichtet gegen die Wand fahren lassen? Die Weichen hier im Land sind auf Selbstabschaffung und -vernichtung gestellt. Das wird inzwischen immer deutlicher. Entweder wir verschaffen den Kräften, die daran etwas ändern wollen, reale politische Macht, oder wir werden weiter auf dem Weg Richtung Abgrund marschieren.

  60. Karl_Murx sagt:

    @Karl_Murx:

    Die Durchbrechung des Macht- und Vertretungsmonopols des etablierten Parteienkartells muß gebrochen werden, koste es was es wolle.

    War natürlich ein falscher Zungenschlag: Das Macht- und Vertretungsmonopol des etablierten Parteienkarteills muß gebrochen werden, koste es was es wolle.

    So wird ein Schuh draus.

  61. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Zu Karl Murx:

    In ihren ellenlangen Ausführungen umschiffen Sie dann graziös eben die Schlussfolgerung des ganzen Artikels, der es pointiert eben auf den Satz bringt:

    “Die Frage der Gene ist hier von nachgeordneter Bedeutung, zudem eine stärkere genetische Verankerung nicht automatisch Unveränderbarkeit bedeutet.”

    Wer sich wie Sie immer nur die Stellen herauspickt, welche die eigenen Ansichten zu stützen scheinen, dem wird natürlich die Analyse des Textes im Ganzen nicht passen. Da gibt es nämlich einen Grundtenor, der den ganzen Artikel durchzieht, und der stützt die Aussagen Sarrazins im wesentlichen.

    Kurz: Die Gene sind gar nicht so entscheidend.

    Ihre lauthals verkündete, aber unbelegte Behauptung.

    Zumal ist dies 1 Artikel von 2 Wissenschaftlern und ist nicht als absolute Wahrheit unkritisch zu übernehmen.

    Kurze Gegenfrage: Würden Sie auch so kritisch von den beiden Wissenschaftlern reden, wenn deren Artikel sich gegen Sarrazin und den Inhalt dessen Buches ausgesprochen hätte?

    2 Milieuforscher hätten eben einen dimetral andes lautenden Artikel geschrieben.

    Kann mir gut vorstellen, daß zwei SoWi-Absolventen einen Artikel verfaßt hätten, der sich gemäß dem wishful thinking des grünlinken Narrensaums in den hiesigen Geistes- und Sozialwissenschaften gegen Sarrazin ausspricht. Vor allem, wenn deren Posten und Fördergelder davon abhängen.

    Und die ganze Zwillings- und Patchwork-Intelligenzforschung ist ohnehin methodisch umstritten und operiert mit vielen Fehlerquellen, wie auch die Aussagekraft von IQ-Tests zweifelhaft ist.

    Na klar, Jakobiner. Das verhält sich immer dann so, wenn die Wissenschaft Erkenntnisse liefert, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen.

  62. Jan sagt:

    Karl Murx sagt: „Aber ist das auch schon ein Weg, um die Macht- und Propagandastrukturen zu durchbrechen“

    es ist ein Teil des Weges. Ich gehe ja auch auf die Straße mit nem Megaphon und Lautsprecher und geisele die Linken, um ihre demagogische Phrasen offenzulegen, quasi um die Menschen „denken“ beizubringen. Wenn genügend Leute mitmachen, sind die Weichen gestellt. Und ich kann ihnen versprechen: die Chance, daß sie gesteigt oder ähnliches werden, ist ziemlich klein. Es geht sogar fast immer auch ohne Polizei. Sie werden unzählige, sprachlose Gesichter sehen, die Sie angucken, als hätten sie ins Gras gebissen.

  63. Karl_Murx sagt:

    Gerade im Focus gelesen:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/afd-hat-waehlerpotenzial-24-prozent-der-deutschen-wuerden-anti-euro-partei-waehlen_aid_954921.html

    Das Potenzial für die neue Partei „Alternative für Deutschland“ ist laut einer Umfrage groß: 24 Prozent der Wähler könnten sich vorstellen, den Euro-Skeptikern ihre Stimme geben. Zuspruch kommt verstärkt von Anhängern der Linkspartei.
    Die euro-skeptische neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) verfügt einer aktuellen Studie nach über ein erhebliches Wählerpotenzial. Wie das Institut Infratest dimap im Auftrag der Zeitung „Welt am Sonntag“ ermittelte, können sich 24 Prozent der Deutschen vorstellen, bei der Bundestagswahl die neue Partei zu wählen: Auf eine entsprechende Frage antworteten 7 Prozent mit „Ja, sicher“ und 17 Prozent mit „Ja, vielleicht“. 59 Prozent schlossen aus, für die AfD zu stimmen.

    Wir werden im Verlauf diesen Jahres bis zu den Bundestagwahlen am 22. September noch einiges erleben, was auch einen großen Teil dieser 59 % dazu bringen wird, sich der AfD zuzuwenden.

  64. angelo petersen sagt:

    ich habe mit dieser peinlichen Symbolik Sarrazins mein Hauptproblem, die absolut nicht intelligenzforschend war.

    als zu der Zeit Neuköllner war schnell klar welche symbolische Wirkung das Buch und die nervtötende Berichterstattung hatte, die ewige Wiederholung der Medien: „er spricht aus, was viele denken“ bis es auch der letzte Türke kapiert hat .

    Das habe ich als Spaltung und Angriff empfunden während mir bald klar wurde wie wichtig das Thema für die Deutschen ist.

    aber diese Betriebsblindheit eines Volkes von sagen wir knapp 70 millionen genuin Deutschen, das es über zwei drei Generationen in freiheitlicher Selbstbestimmung nicht schafft, seinen Missmut zu artikulieren, und aus dem dann wegen einer Buchveröffentlichung herausbricht, wie abgenervt es von den Ausländern ist, die es für generationen ignoriert hat – das ist mir richtig peinlich.

    dafür mach ich aber nicht sarrazin oder die neuköllner strassentürken verantwortlich. eher schon jene die für diese nationalgedankliche hemmung und der anerzogen- verhinderte selbstbezug der deutschen verantwortlich sind.

    aber Ihr zweiwertiges Huhn-oder-Ei-Dilemma wer nun berechtigter sei, wem schuld zu unterstellen – vergessen Sie’s ! das ist die fatale Fragestellung . und mir unterstellen sie perfide zu sein.
    DAS ist perfide Herr Murx.

    Ohne Vermittlung wird es nicht gehen . Die 41% Türken und Araber in Neukölln sind da zu Hause. Da müssen Sie mit klarkommen.

    Ich hatte meinen eigenen Hass mit ein paar arabischen Jungs, aber nach kurzer Zeit war klar, dass das nicht nur nichts bringt, sondern die Scheisse, über die ich mich ärgere, nur zementiert.
    und wenn man das jemandem vermittelt, fangen die augen an zu leuchten und die Tür ist offen. Von dort aus kann es weitergehen. klingt das unerträglich ? jeder möchte einfach wahrgenommen und verstanden werden.
    genau wie sie und Ihre bedrohte Mehrheit der Deutschen.

    wenigstens versuche ich diese ganze ereiferungs und recht/schuld-ebene hinter mir zu lassen. ausserdem befinde ich mich hier nicht mit Ihnen oder sonstwem im wettkampf.

    ohne ein paar wirklich schöne begegnungen mit den oft superlustigen jüngeren türken und meinem genialen friseur aus dem libanon und dessen nachdenklichen grosseltern im Kiez würde ich das so sicher nicht schreiben.

    sowas ist mit 20t debatten-gezeter nicht aufzuwiegen.

  65. angelo petersen sagt: April 6, 2013 um 21:51

    aber diese Betriebsblindheit eines Volkes

    Es ist imho eher das Biedermann-Symptom nach Max Frisch.

    von sagen wir knapp 70 millionen genuin Deutschen,

    Jesses, 70 Millionen genuin Deutsche! Wo haben Sie die Zahl denn her? Vom budhistischen Standesamt äh… statistischen Bundesamt vielleicht? Wer von diesen 70 Millionen genuin Deutschen will denn noch Deutscher sein? Was schätzen Sie? Was fühlen Sie? Ich denke – verläßliche Zahlen gibt es nicht oder sind nicht zugänglich – daß es zwischenzeitlich in der BRD z.B. mehr Türken gibt, die auch Türken sein wollen, als Deutsche, die auch Deutsche sein wollen. Ob die jetzt mit entsprechendem Ausweis als Personal der BRD ausgewiesen sind oder nicht. Die BRD rekrutiert ihr Personal aus mehr als 200 Nationen. Der Personalausweis der BRD sagt nichts Belastbares über die Nationalität oder Staatsangehörigkeit aus, weil sie das formal immer noch gültige RuStAG von 1913 unzulässig beugt, bricht und entsprechend modifiziert. Inhaltlich gesehen gilt es schon lange nicht mehr. Es ist nur noch leere Form, weil entleert.

    das es über zwei drei Generationen in freiheitlicher Selbstbestimmung nicht schafft,

    In freiheitlicher Selbstbestimmung also, Mhm. Meinen Sie vielleicht die freiheitliche Selbstbestimmung, in der sich das Deutsche Volk 1948 das Grundgesetz gegeben und es später – gegen die Intention dessen Väter – zu seiner freiheitlichen Verfassung erklärt hat?

    Dann schauen Sie einmal in die Präambel. Dort finden Sie, für wen das GG als Gesetz bestimmt war und ist, nämlich für die BRD. Und wenn Sie noch ein wenig suchen, finden Sie auch von wem und wozu.

    Abgesehen davon war es ein gutes Gesetz, bevor es geändert, gebeugt und gebrochen wurde und seit dem immer wieder wird.

    Schauen Sie sich einmal die Änderungsliste an und vergleichen diese z.B. mit der US-Verfassung.

  66. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx: .
    „Kurze Gegenfrage: Würden Sie auch so kritisch von den beiden Wissenschaftlern reden, wenn deren Artikel sich gegen Sarrazin und den Inhalt dessen Buches ausgesprochen hätte?“

    Im Gegensatz zu Ihnen lese ich die Ansichten beider Seiten. Und wie schon gesagt: Die von Ihnen zitierte widerspricht ja ihren eigenen und Sarrazins Behauptungen, wonach die Gene so entscheidend sind.

    „“2 Milieuforscher hätten eben einen dimetral andes lautenden Artikel geschrieben.“

    Kann mir gut vorstellen, daß zwei SoWi-Absolventen einen Artikel verfaßt hätten, der sich gemäß dem wishful thinking des grünlinken Narrensaums in den hiesigen Geistes- und Sozialwissenschaften gegen Sarrazin ausspricht. Vor allem, wenn deren Posten und Fördergelder davon abhängen.“

    Das ist mal wieder die billige Polemik: SoWi, die ihre Pfründe sichern wollen.Als würden die Posten und Fördergelder ihrer beiden Autoren nicht auch von Spendern und Instituten abhängen. Dazu gibt es genug Genetiker und Molekularbiologen, die der Milieutheorie anhängen–sie ist also keineswegs nur ein Produkt von Sozialwissenschaftlern.

    „“Und die ganze Zwillings- und Patchwork-Intelligenzforschung ist ohnehin methodisch umstritten und operiert mit vielen Fehlerquellen, wie auch die Aussagekraft von IQ-Tests zweifelhaft ist.“
    Na klar, Jakobiner. Das verhält sich immer dann so, wenn die Wissenschaft Erkenntnisse liefert, die nicht dem eigenen Weltbild entsprechen.““

    Was wiederum Polemik ist und nichts von dem widerlegt, was ich gesagt habe.Dazu zitieren Sie ja nur 1 Artikel, der ihrem Weltbild entspricht und den Sie nicht einmal richtig gelesen haben, denn die Hauptaussage des Artikel ist: Die Gene sind nicht so entscheidend, sondern die Rahmenbedingungen von Förderung–was ja eher der Milieutheorie entspricht!!!

  67. Jan sagt:

    wenn alle Euro-Gegner konsequent sind, wird die AfD sogar die neue Bundesregierung stellen. Denn das ist doch klar: jeder dritte Deutsche ist gegen den Euro, macht also min. 30 %. Da aber auf Linke, FDP, Grüne, Pro DE, etc. immer ein paar Rest-Stimmen entfallen, werden weder CDU noch SPD die 30 % knacken, die AfD aber schon. Und der Euro ist der wichtigste Grund, um überhaupt an der Wahl teinzunehmen.

    Die CDU hat morgen schon keine 37 % mehr und die SPD nur noch 24. Die AfD hat in den letzten 2 Tagen um jeweils ca. 0,4 % zugelegt. Und das ist schon ein deutliches Tempo.

    Allerdings ist die AfD komplett vom Wohl oder Wehe der Zeitungen und des Fernsehens abhängig. Die Hauptstrommedien aber sind Handlanger des Großkapitals, welches die Konzernindustrie besitzt. Interessant wäre allenfalls noch eine Koalition von AfD mit ProDeutschland. Das würde reichen, um aus der EU auszusteigen. Aber bis es soweit kommt, wird Deutschland bereits so brennen, wie heute Syrien brennt.

    Von daher kommt man bei jeglicher mentaler Masturbation zum Ergebnis: AfD wählen kann nicht schaden. Den Wandel aber wird das Volk, und nur das Volk, in freier Selbstbestimmung bringen.

  68. Jan sagt:

    an u.s. Grafik kann man übrigens sehr schön den durchschnittlichen politischen Intelligenzqotienten je nach Partei-Wählerschaft erkennen:

    Intelligenz nach Gruppe:

    1. sonstige Parteien: 46
    2. FDP: ca. 46
    3. Nichtwähler: 31
    4. LINKE: 29
    5. SPD: 21
    6. CDU: 18
    7. GRÜNE: 14

    Das entspricht genau dem Eindruck, den ich schon vorher hatte. CDU- und GRÜNEN-Wähler nehmen sich in puncto Intelligenz nicht viel.

    Auch die AfD-Macher sind nicht die hellsten. Die musste ich erst darauf aufmerksam machen, daß sie ja auch von der SPD und von den Grünen Stimmen bekommen. Est dann haben sie begonnen, auf ihrer Homepage auch SPD- und Grünen-Wähler anzusprechen.

    Fazit: in Sachen politischer, bzw. demokratischer Intelligenz sind wir noch Neandertaler.

    Grafik:

  69. Jan sagt:

    1996 nur knappe Mehrheit (52 %) gegen den Euro http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=7809473&aref=image017/SP1998/002/SP199800200220025.pdf&thumb=false

    Das Allensbach-Institut befragt von 1995 bis 2001 die deutschen. Dabei wird der Euro von einer klaren Mehrheit als negativ bewertet:
    http://www.ifd-allensbach.de/uploads/tx_reportsndocs/prd_0107.pdf

    1999-2001 wird der Euro eingeführt

    Von 01/1999 bis 04/1999 sinkt das Vertrauen in den Euro von 52 auf 40 %
    http://www.hdg.de/lemo/objekte/statistik/WegeInDieGegenwart_umfrageEuro/index.html

    2001 lehnen laut FOCUS 56 % der Deutschen den Euro ab
    https://www.focus.de/finanzen/news/wirtschaft-vorsicht-teuro_aid_189022.html

    2002 waren in Deutschland die Eurobefürworter (39 %) gegenüber den Euroskeptikern (52 %) in der Minderheit. http://www.kas.de/wf/de/191.4505/

    2002: Zwei aktuelle Erhebungen besagen, dass die Euro-Befürworter nun die Mehrheit stellen, sagt die Süddeutsche Zeitung

    2012 finden zwei Drittel der Österreicher den Euro gut. http://www.news.at/a/umfrage-euro-einfuehrung-fehler-329662

  70. Karl_Murx sagt:

    @angelopetersen:

    ich habe mit dieser peinlichen Symbolik Sarrazins mein Hauptproblem

    Wissen Sie, was ich denke? Nämlich daß Sie das Buch überhaupt nicht kennen. Bzw., daß Sie das, was Sie von ihm kennen, aus 2. oder 3. Hand haben. Das ist Ihr Problem. Und vermutlich haben Sie noch ein größeres, nämlich daß Sie sich vor lauter schnappatmender Empörung darüber, was Sie darüber gehört haben – höchstwahrscheinlich aus den MSM – weigern, sich den Inhalt dessen Buches zu Gemüte zu führen.

    Das habe ich als Spaltung und Angriff empfunden während mir bald klar wurde wie wichtig das Thema für die Deutschen ist.

    Nein. Das zentrale Thema ist die Weigerung der hiesigen politisch-medialen Kaste, diese realen Zustände zur Kenntnis zu nehmen und wirksame Maßnahmen zu deren Änderung zu ergreifen sowie jeden, der es wagt, diese auszusprechen, als Rechtsextremisten, Fremdenfeind oder gleich Neonazi diffamiert und verfolgt. Die Verhältnisse als solche sind seit Jahrzehnten bekannt. Insofern sind die Türken, die sich nicht in der von mir kritisierten Art verhalten, dafür nicht verantwortlich. Was man diesen aber, so wie ich jetzt Ihnen, vorwerfen kann, daß diese die politisch-korrekte Realitätsverweigerung benutzen, um das Verhalten eines Großteils ihrer Landsleute zu rechtfertigen.

    aber diese Betriebsblindheit eines Volkes von sagen wir knapp 70 millionen genuin Deutschen, das es über zwei drei Generationen in freiheitlicher Selbstbestimmung nicht schafft, seinen Missmut zu artikulieren

    Wir leben aber nicht in freiheitlicher Selbstbestimmung. Haben Sie das Interview mit Schäuble nicht gelesen? Der hat es offen ausgesprochen, daß wir seit 1945 nicht mehr souverän sind. Genau so verhalten sich Politik und Medien in Deutschland.

    und aus dem dann wegen einer Buchveröffentlichung herausbricht, wie abgenervt es von den Ausländern ist, die es für generationen ignoriert hat – das ist mir richtig peinlich.

    Manchmal frage ich mich, ob wir nicht in zwei unterschiedlichen Welten leben. Bei dem Verhalten großer Migrantengruppen, unter anderem der Türken hier in D, wäre jedes Volk der Erde „abgenervt“. Bei einem Bevölkerungsanteil von 20 % nichtdeutscher Abstammung im Land ist es schon rein praktisch ein Ding der Unmöglichkeit, „´die Ausländer“ (diese Pauschalisierung ist eine diffamierende Unterstellung Ihrerseits) zu ignorieren. Was meinen Sie übrigens damit? Daß die Deutschen so unverschämt waren, hier in Deutschland einfach ihr Leben als Deutsche weiterzuführen und sich nicht kultursensibel an „die Ausländer“ (wer ist damit wohl gemeint) anzupassen, so wie uns das Medien und Politiker empfehlen? Richtig dreist von den Deutschen, nicht?

    dafür mach ich aber nicht sarrazin oder die neuköllner strassentürken verantwortlich. eher schon jene die für diese nationalgedankliche hemmung und der anerzogen- verhinderte selbstbezug der deutschen verantwortlich sind.

    Ganz recht. Wenn Sie das wissen, warum werfen Sie dann den Deutschen vor, „ihren Mißmut nicht artikuliert zu haben“?
    Warum gibt es wohl Foren wie diese, und warum liest man davon nichts in den Mainstreammedien?

    aber Ihr zweiwertiges Huhn-oder-Ei-Dilemma wer nun berechtigter sei, wem schuld zu unterstellen – vergessen Sie’s ! das ist die fatale Fragestellung . und mir unterstellen sie perfide zu sein.
    DAS ist perfide Herr Murx.

    Wie ist das jetzt zu verstehen? Die Deutschen werden mehrheitlich Opfer türkisch-arabischer Gewalt und Kriminalität und sollen sich jetzt fragen, ob sie nicht irgendwie selbst daran schuld sind?

    Ohne Vermittlung wird es nicht gehen . Die 41% Türken und Araber in Neukölln sind da zu Hause. Da müssen Sie mit klarkommen.

    Ich muß gar nichts, angelopetersen. Schon gar nicht hier in meinem Land namens Deutschland. Und ein deutschenhassender türkischer oder arabischer Intensivtäter, der einheimische Frauen ohne männliche Begleitung als Freiwild ansieht oder ein Angehöriger einer der vielen antideutschen Organisationen wie Milli Görüs oder die Türkischen Grauen Wölfe sind hier definitiv nicht zu Hause. Den schicke ich dahin zurück, wo er nach eigenem Bekunden hingehört.

    und wenn man das jemandem vermittelt, fangen die augen an zu leuchten und die Tür ist offen. Von dort aus kann es weitergehen. klingt das unerträglich ? jeder möchte einfach wahrgenommen und verstanden werden.
    genau wie sie und Ihre bedrohte Mehrheit der Deutschen.

    Was ich an Ihnen beobachte, ist so eine Art Stockholm-Syndrom, nämlich die Identifikation des Opfers von Gewalt mit dem Aggressor. Warum sonst übernehmen sie die Sprachregelung der ethnischen Lobby, wenn es darum geht, offen rassistisch motivierte Gewalt mit Deutschen als Zielgruppe zu verschleiern oder sie der deutschen Seite anzulasten, also die Täter zu Opfern und umgekehrt zu machen? Abgesehen von der unerträglichen Verhöhnung der der Opfer, die darin zum Ausdruck kommt: Wird Ihnen das selektive Mitleid, das sie hier praktizieren, überhaupt gar nicht mehr bewußt? Die Begründungen, die sie für diese Gewalt vorbringen, sind an Absurdität kaum noch zu überbieten. Die brutalen Gewalttaten, die von diesen türkischen und arabischen Gangs verübt werden, sind kein Ausdruck eines „Nichtverstandenwerdens“ durch irgendwem, sondern zeugen vielmehr von einer ausgeprägten Grausamkeit und Gefühllosigkeit inklusive einer gruppenbezogenen antideutschen Einstellung. Da gibt es nichts zu vermitteln und zu kommunizieren, sondern hier haben Behörden und Justiz zu handeln.

    Denken Sie bei all ihrem Verständnis für diese Täter denn auch mal nur für einen Moment an die Opfer dieser Gewalt, die lt. Polizeistatistik und aller Empirie zum überwiegenden Teil deutsch sind? Fehlt Ihnen da irgendein Nerv, der sie daran hindert, Mitleid mit denen zu empfinden? Oder sind Sie zu solchen abenteuerlichen Konstruktion gezwungen, um ihr Weltbild zu retten, wo die Migranten (natürlich immer nur Türken/Araber) immer die unverstandenen Opfer von Ausländerfeindlichkeit und es Rassismus nur bei den Deutschen zu geben hat? Wenn die Realität nicht mit dem Bild im Kopf übereinstimmt, dann wehe der Realität.

    wenigstens versuche ich diese ganze ereiferungs und recht/schuld-ebene hinter mir zu lassen. ausserdem befinde ich mich hier nicht mit Ihnen oder sonstwem im wettkampf.

    Ich denke eher, Sie verteidigen hier ein bestimmtes Bild von der Realität, das Sie in Ihrem Kopf haben, welches aber der Welt, die wir täglich erleben, nicht entspricht.

  71. Karl_Murx sagt:

    @Jan:

    wenn alle Euro-Gegner konsequent sind, wird die AfD sogar die neue Bundesregierung stellen.

    Die Frage ist aber, inwieweit sich die traditionell vorsichtigen und konservativen sowie in großen Teilen durch die MSM gezielt desinformierten Deutschen zum Handeln durchringen. Vermutlich dürften da bis zum Wahltermin noch einige Erkenntnisprozesse stattfinden. Zur Bundesregierung wird es wohl nicht reichen. Aber ein gutes Ergebnis als deutlicher Schuß vor den Bug der Politik sollte auf jeden Fall drin sein.

    Von daher kommt man bei jeglicher mentaler Masturbation zum Ergebnis: AfD wählen kann nicht schaden. Den Wandel aber wird das Volk, und nur das Volk, in freier Selbstbestimmung bringen.

    Das ist wohl die Aussage, mit der man die Leute am ehesten überzeugen kann, die zwar mehrheitlich unzufrieden, sich aber über die AfD noch unsicher sind. Was sollte eine AfD schlechter machen als diese abgehalfterte Politnomenklatura, und was könnte sie mehr an Schaden anrichten, als die Blockparteien bereits verursacht haben?

  72. Jan sagt:

    @karl murx:

    die wähler ringen sich zu garnichts durch. sie folgen immer nur. sie sind schafe; das waren sie immer und werden es vielleicht immer bleiben, wenn sie nicht zum selbstständigen und selbstbestimmten denken erzogen werden.

    daher nochmal ganz klar: Die Medien können die AfD ohne weiteres zur neuen Bundesregierung machen. Sie können die AfD aber auch unter 5 % halten. Bei einer Währungsreform nach Schema X werden die Banken schon jetzt gut Kasse machen.

  73. Jan sagt:

    also wenn ihr euch die WELT anschaut, kann man klar erkennen, daß Elfriede Springer bereit für den Euro-Austritt ist. Und somit auch große Teile des Großkapitals.

    bisher hat man über der AfD oder der UKIP ganz andere Töne angeschlagen und ein ganz anders Bild von solchen Bestrebungen gezeichnet.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article115078282/Ukip-will-England-vor-Wahnsinn-aus-Bruessel-retten.html

  74. chicano sagt:

    @ karl murx

    „Ich muß gar nichts, angelopetersen. Schon gar nicht hier in meinem Land namens Deutschland. Und ein deutschenhassender türkischer oder arabischer Intensivtäter, der einheimische Frauen ohne männliche Begleitung als Freiwild ansieht oder ein Angehöriger einer der vielen antideutschen Organisationen wie Milli Görüs oder die Türkischen Grauen Wölfe sind hier definitiv nicht zu Hause. Den schicke ich dahin zurück, wo er nach eigenem Bekunden hingehört. “

    putin hat es gerade vorgemacht. denn ein weg zu einem erfreulicherem miteinander 8und nicht gegeneiinander und unterwanderung feindlciher kräfte) ist es doch, auch bei uns ein gesetz der registratur für ngo’s einzuführen, um eine unterwanderung der politik und des landes durch extreme antideutscher kräfte, vereine, clubs und verbände.

    dann wäre es auh möglich multikulturell zu leben und nicht in parallelwelten, in denen eine die andere verdrängt.

    aber ja, so sehr ich sarrazin als mensch nicht viel abgewinnen kann un er mir ein wenig analfixiert vorkommt, so sehr stimmen viele seiner thesen und analysen. auch wenn er für mich einer derer war, der lange zeit dazu beigetragen hat, dieses land und die lebensbedingungen kälter werden zu lassen.

    was soll das ganze gezeter um genetik etc. ist doch egal wie man es nennt. manche kulturen sind einfach lange geprägt von sitten und temperamenten. auch meine herkunft ist eine, die schneller vom kühlen verstand ins wallende blut übergeht, als z.b. das eines norwegers.
    es gibt dinge, die gefallen mir an meiner kultur besser und es gibt dinge, die gefallen mir an der norwegischen besser und das kann ich doch offen eingestehen ohne mir einen abzubrechen. ich breche mit auch keinen ab dabei, dankbar für all das zu sein, dass dieses land meinen eltern bot, einen neubeginn ohne schikane, auch wenn nicht alles perfekt gelaufen ist.

    wer die sitten deutschlands nicht mag, der werde woanders glücklich. wer ein gasthaus nicht mag, der gehe in ein anderes, am besten und um sich selbst treu zu bleiben, ohne vorher alle annähmlichkeiten undankbar abzuschöpfen, die das ungeliebte gasthaus zu bieten hat, sollte doch der eigene stolz auch gebieten.
    das gilt besonders für die, die nicht gezwungen wurden hier zu leben und es wird schwierig sein zu widerlegen, dass das die meisten hier eingewanderten darunter zu zählen sind.

    das ist doch alles eine farce und die gibt es ausschließlich in der eu, wo das große experiment der „völkerzwangsvermischung“ betrieben wird, um die europäischen nationen aufzureiben und ihrer identitäten zu berauben. opfer auf allen seiten ist die folge.

    integration ist gefordert heute! assimilation wäre kein nachteil. wie sonst sollen einwanderer und einheimische eine front bilden können? etwa indem die einheimischen sich integrieren? wohlwollen ist gefordert!
    die deutschen gingen dabei in manngfaltige vorleistung! dankbarkeit ist gefordert, anstatt immer nur zu mäkeln und immer mehr zu fordern! dann werden die migranten wieder so beliebt sein, wie es unsere väter waren hier, egal ob türken, itaker oder jugos.

    klar gab es auch komische blicke und fremdenfeindlichkeit aber das waren ausnahmen, wie sie jedes land hat. die große masse aber freundete sich schnell mit dem gästen an und diese freunschaften waren selbstverständlich und hielten unverbrüchlich. es war schön das jeweils beste vom eigenen, dem anderen zu zeigen und zu schenken.

    ach na ja, bla bla bla…….es wird halt alles in der schule auch abgeschafft, was not tut. fleiss und disziplin (ohne rigidität), achtung vor einander, moral und sinn für gerechtigkeit. die jungend wird auf ein mittalmaß zurechtgestutzt, was ja auch der ideologie der absolutten gleichheit entgegenkommt, die die nwo so begehrlich beäugt. alles verroht dadruch und durch die medien mit ihrem schund. die mittelschicht wird aufgesogen und zerstört und zurück bleibt der pöbel und die paar herrchenden, die iehre erlesenen zöglinge auf internaten darauf vorbereitet über dn pöbel zu herrschen, wie es nicht mal die paharao taten.

    schöne neue welt.

    wir haben keine chance, wenn wir nicht alle zusammenhalten aber wer hier was zu lernen hat, das sind heute vor allem die migranten. bitte seht das ein leute……sagt einer, der selsbt zur zweiten generation von einwanderern gehört.

    ja, haut dn ECHTEN nazis auf den zahn aber macht nicht alle lieben leute zu nazis……

    man, das nervt immer wieder das gleiche herunterzubeten und dabei angesehen zu werden als wäre man ein fascho oder extremist. nennt einen menschen immer und immer wieder so, und er wird vielleicht dazu, denn was hat er noch zu verlieren? dann will er wenigstens grund dazu geben, wie er genannt wird. druck erzeigt5 gegendruck, ungerechtigkeit erzeugt trotz und wo möglich rache.

    frieden allen menschen da draußen.

  75. Karl_Murx sagt:

    @karl murx:

    die wähler ringen sich zu garnichts durch. sie folgen immer nur. sie sind schafe; das waren sie immer und werden es vielleicht immer bleiben, wenn sie nicht zum selbstständigen und selbstbestimmten denken erzogen werden.

    Erzogen werden Menschen allemal im Elternhaus. Alles andere im daraufffolgenden Erwachsenenleben ist Propaganda oder Public Relation.

    Lassen wir uns das mal so formulieren: Menschen, und Wähler sind solche, sind im allgemeinen weder Helden, noch riskieren sie gern Nachteile für ihr politisches Handeln. Solange es also noch riskant zu sein scheint, öffentlich Positionen zu beziehen, die dem politisch-medialen Establishment zuwiderlaufen, werden, bzw. es nicht sicher ist, ob man mit der Abgabe seiner Stimme für eine Partei wie die AfD diese nicht verschenkt, werden sich nicht allzuviele dazu durchringen. Wenn diese o.g. Risiken aber auf ein für die Mehrheit annehmbares Maß gesunken sein werden, so daß man sich sicher sein kann, nicht mehr allein auf weiter Flur zu stehen, sondern mit seiner Position ausreichend Rückhalt zu haben, dann werden sich auch ausreichend Leute finden, die ihrer Unzufriedenheit auf diese Weise Ausdruck verleihen.

    daher nochmal ganz klar: Die Medien können die AfD ohne weiteres zur neuen Bundesregierung machen. Sie können die AfD aber auch unter 5 % halten. Bei einer Währungsreform nach Schema X werden die Banken schon jetzt gut Kasse machen.

    Also dafür, daß die AfD bis jetzt fast nur im Internet besprochen wird, hat sie Resonanz genug, finden Sie nicht?

  76. Karl_Murx sagt:

    @Jan:

    also wenn ihr euch die WELT anschaut, kann man klar erkennen, daß Elfriede Springer bereit für den Euro-Austritt ist. Und somit auch große Teile des Großkapitals.

    Ist doch gar nicht schlecht, oder? Ich persönlich sehe solche Begriffe wie „Großkapital“ nicht aus ideologischem Blickwinkel. Dieses Großkapital, also große Unternehmen und auch die Führungsetage der (einheimischen) Finanzwirtschaft sind ein Teil des hiesigen Wirtschaftssystems, so kritisch man ihm gegenüberstehen mag und so sehr vor allem letztere der Regulierung bedarf. Eigentlich hatte ich ja vor allem mit Unterstützung von der Seite der mittelständischen Unternehmen gerechnet, denn die sind ja nicht die Profiteure des Euro-Wahns. Aber wenn es jetzt auch aus der oberen Etage der hiesigen Wirtschaft Unterstützung für die Eurogegner gibt, soll uns das nur recht sein. Da gibt es vielleicht auch den einen oder anderen Patrioten mit einem Rest an Verantwortungsgefühl für dieses Land.

  77. chicano sagt:

    p.s. das analfixiert nehme ich zurück. sorry herr sarrazin…..ich mag sie nicht aber das war unschön.

  78. chicano sagt: April 7, 2013 um 23:12

    p.s. das analfixiert nehme ich zurück. sorry herr sarrazin…..ich mag sie nicht aber das war unschön.

    Vorschlag: Wir ersetzen den Begriff durch „fast schon etwas zwanghaft“ und halten zugleich fest, daß er nicht analisiert – wie z.B. das Ferkel oder Briggele Stein – also keinen „Scheißbrei“ herstellt, sondern durchaus state-of-the-art analysiert und differenziert. Mit teilweise etwas befremdlichen Ergebnissen halt aber erkennbar um Wahrheit und wissenschaftliche Redlichkeit bemüht.

    Hm… Fast schon etwas zwanghafte Beckmesserei meinerseits mal wieder. Na ja, meiner einer säuft halt auch Wein und predigt nur das Wasser… Nobody’s perfekt unter der Bedingung einer analfixierten Welt, wo alles was ist – oder zu sein scheint – mindestens einen Fehler beinhalten muß und sich insgesamt als schöne Scheiße herausstellt, wenn man die Phänomene abschichtet und zu ihrer basalen Struktur vordringt. Dort, wo Prozeß und Struktur in eins fallen.😉

  79. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    ja, haut dn ECHTEN nazis auf den zahn aber macht nicht alle lieben leute zu nazis……

    Vielleicht sollten wir mal generell diese gewalttätigen Parolen lassen und das machen, was in einer Demokratie die Norm sein sollte, nämlich jedem das Recht zu gewähren, seine Meinung zu haben und auch öffentlich zu vertreten, denn jeder hat – die Existenz einer FDGO vorausgesetzt – das Recht gehört zu werden. Dann kann die Bevölkerung ja immer noch entscheiden, um welche Ansichten es sich handelt. Heute verhält es sich so, daß unsere Obrigkeit selbst festlegt, was Nazi ist und was nicht.

    Und wenn wir uns gegen Nazis zur Wehr setzen, dann bitte gegen alle, auch wenn sie sich grün oder rot oder schwarz anpinseln und Migrationshintergrund haben. Das scheinen nach allem, was ich so mitbekommen, zahlenmäßig um Größenordnung mehr zu sein als die ohne die genannten Merkmale.

    Dann haben wir vielleicht auch irgendwann wieder nur Opfer 1. Klasse und nicht wie heute 1. oder 2. Dem von einer Türkengang totgetretenen Johnny K. ist offenbar wegen seines Migrationshintergrundes der Opferstatus 1. Klasse zuerkannt worden. Gestern fand anläßlich seines 21. Geburtstagstages, den er hätte feiern können, wäre er noch am Leben, in Berlin ein Benefizkonzert statt, natürlich nur allgemein gegen Gewalt. Immerhin durfte in der Nachrichtensendung von N24 der Name des Hauptverdächtigen Onur K. sowie das Land Türkei genannt werden, in das er zur Vermeidung von Strafverteidigung geflüchtet war. Pech für das ebenfalls von einer Türkengang totgetretene Opfer Daniel S. aus Kirchweyhe: Kein MiHiGru und keine sonstige Kriterien, von der hiesigen politisch-medialen Kaste als Opfer anerkannt zu werden: Nur Status 2. Klasse. Kein Benefizkonzert, keine Erwähnung in den Medien, kein öffentlicher Hype. Statt dessen Maulkorb von den Behörden vor Ort und Polizeischutz bei dessen Beisetzung aus Angst vor Attacken vor gewalttätigen Attacken seitens dem Bevölkerungsanteil mit türkischem MiHiGru. Deutschland im Jahr 2013. Ich als biodeutsche Kartoffel sehe mir das an und ziehe daraus meine Schlüsse.

  80. chicano sagt:

    @ bulli

    danke für den schmunzler zur mittagspause😉

    @ karl murx

    ja, haut dn ECHTEN nazis auf den zahn aber macht nicht alle lieben leute zu nazis……

    „Vielleicht sollten wir mal generell diese gewalttätigen Parolen lassen und das machen, was in einer Demokratie die Norm sein sollte, nämlich jedem das Recht zu gewähren, seine Meinung zu haben und auch öffentlich zu vertreten, denn jeder hat – die Existenz einer FDGO vorausgesetzt – das Recht gehört zu werden.“

    aber ja, ganz ihre meinung.
    wenn ich aber schreibe, das man nicht alle lieben leute zu nazis machen soll, kann man das doppeldeutig verstehen. zum einen so, dass mainstream, pc und orwellspeak jeden zum nazi erkären, der nicht mitspielt…..zum anderen, dass dadurch wirklich viele liebe leute schließlich nazis werden in dem sinne, dass sie echten hass aus ohnmacht und erlebter erniedrigung entwickeln.

    usw.usw.

  81. Jakobiner sagt:

    Ich gewinne langsam den Eindruck, dass die Leute mit denen ich hier „diskutiere“ ohnehin nur

    ((Vorsicht, Jakobiner: Wenn Sie die Mitdiskutanten hier beschimpfen wollen, knipse ich Sie aus. Klar? – Der Hausmeister))

  82. Jakobiner sagt:

    Halten wir fest: Karl Murx hat sich gründlich damit blamiert, dass er und Sarrazin die Gene als die dominanten Faktoren darstellten und der von ihm selbst zitierte Artikel gerade das Gegegnteil aussagte. Dies nur als Warnung an alle Hobbygenetiker und Hühnerzüchter in Nachfolge von Heinrich Himmler und Pferderassen-„Sarrazin“. Sarrazin ist damit Rassist und Sozialdarwinist. Quod est demonstrandum!!!

  83. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Halten wir fest: Karl Murx hat sich gründlich damit blamiert, dass er und Sarrazin die Gene als die dominanten Faktoren darstellten und der von ihm selbst zitierte Artikel gerade das Gegegnteil aussagte. Dies nur als Warnung an alle Hobbygenetiker und Hühnerzüchter in Nachfolge von Heinrich Himmler und Pferderassen-”Sarrazin”. Sarrazin ist damit Rassist und Sozialdarwinist. Quod est demonstrandum!!!

    Klar. Und der schlagende Beweis dafür ist der Umstand, daß Sie das so behaupten.

    Warum haben Sie so große Probleme, gewisse Tatsachen anzuerkennen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, weil es nicht in Ihr Weltbild hineinpaßt? Bringen Sie sachliche Argumente in Form von Zahlen, Fakten und Analysen, wenn Sie anderer Meinung sind, aber schlagen Sie hier nicht wild um sich und vor allem hören Sie auf, mit der Nazikeule auf alles und jedes einzuprügeln, was Ihrer Ansicht zuwiderläuft. Das scheint leider das zu sein, was man der heutigen Generation in Schulen und Unis beibringt.

    Das war meine letzte Antwort an Sie zu diesem Thema, bevor Sie sich hier weiter medial in meine Waden verbeißen.

  84. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    „Warum haben Sie so große Probleme, gewisse Tatsachen anzuerkennen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, weil es nicht in Ihr Weltbild hineinpaßt?“

    Dieselben Fragen habe ich mir bezüglich Ihnen auch gestellt.Sie übergehen nun mal zum zigsten Male ausweichend, dass sie und Sarrazin behauptet haben, die Gene seien entscheidend und dannselbst einen Artikel zitieren, in dem davon die Rede ist, dass Gene eine „nachgeordnete Rolle“ spielen–also das glatte Gegenteil ,was sie herumposaunen. Peinlicher geht´s nicht.

  85. @ Jakobiner sagt: April 9, 2013 um 17:31

    Zu Karl Murx:

    “Warum haben Sie so große Probleme, gewisse Tatsachen anzuerkennen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, weil es nicht in Ihr Weltbild hineinpaßt?”

    Dieselben Fragen habe ich mir bezüglich Ihnen auch gestellt.Sie übergehen nun mal zum zigsten Male ausweichend, dass sie und Sarrazin behauptet haben, die Gene seien entscheidend …

    Ach, Leute. Auf der sachlichen Ebene ist das doch ziemlich einfach: Genetische Dispositionen sind halt Dispositionen – nicht mehr, nicht weniger. Das ist auch schon alles.

  86. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx, @J.Bullinger

    [skusi , ich musste mich um ein paar offline-belange kümmern]

    Die freiheitliche Selbstbestimmung hätte ich in Anführungszeichen setzen sollen / können .
    Ich habe zwar (vor erst relativ kurzer Zeit) den Vortrag von Andreas Clauss gesehen, dem er auch Schäubles “ (…) zu keinem Zeitpunkt voll souverän“-Zitat voranstellt hat. (war aber kein Interview sondern eine Rede)
    doch im Falle Sarrazins und der Ausländerpolitik unterstelle ich, dass wenn Souveränität bestanden hätte, womöglich gar kein lesbarer Gebrauch von Ihr gemacht worden wäre. So wie ich unterstelle, dass sich 99% der Mainstream-Sarrazin-Claquere diesem verborgenen legalen Belang höchstens dann und wann mal des nachts im Tiefschlaf nähern.

    Allerdings: in jenem Fall wäre ja sowieso alles ganz anders gewesen, nämlich (65 Jahre) freiheitlich und selbstbestimmt – was auf die Frage hinausläuft, inwiefern das Selbstbild der Deutschen (und die ihm zugrundeliegende PR und daraus resultierende Psychologie) Teil dieser ja schon an sich verborgenen Vertragslage ist.

    ..ich poste diese gedankenschleife trotzdem, zur verständigung.

  87. angelo petersen sagt:

    @Joachim Bullinger

    die „70 millionen genunin Deutsche“ waren vage geschätzt , Zahlen vom buddhistischen Standesamt , genau.
    wie weit ich damit an der Realität vorbeisegle war ja argumentativ relativ egal .

    aber worum es sich bei dieser realität handelt ,
    also wer sich als deutsch empfindet oder nur bezeichnet und womit dieser begriff aufgefüllt wird , sinkt hinab auf die frage, wie wir wirklichkeit konstruieren.
    alles scheint hier in bewegung geraten , ist entkoppelt , fragmentarisiert .

    es scheint viele kluge und unabhängig denkende Leute zu geben, die gar kein besonderes Problem damit haben, den klassischen Nationalgedanken und das daher abgeleitete Attribut „deutsch“ als praktisch ausser Kraft gesetzt oder auch als überkommen anzusehen.

    diese Deutschen, als die sie sich formell bezeichnen, halten sich öfter auch einen Zustand der zivilisatorischen Geläutertheit zugute, mit dem die Deutschen als Volk weitgehend alleine seien, während aber auch die Franzosen Amerikaner oder Briten eigentlich wüssten, dass auch sie sich mal die ein oder andere kritische Frage zur eigenen Geschichte stellen könnten.
    Schade, dass Gutgläubigkeit immer wieder mit Dummheit verwechselt wird.
    Denn es liegt auch etwas Emanzipatorisches darin.

    Ich finde diese Vorstellung eigentlich sehr sympathisch . Einfach aussteigen: Man ist zunächst einfach nur auf der Welt bevor einem irgendwelche Zuschreibungen an die Backe geschmiert werden.

    dass das andererseits prekär ist, diese bindungen zu lösen , berührt m.M. ebenso diese darin verborgene frage unserer Zeit, diese entkoppelung

    Ähnlich scheint es sich mit dem Wandel des Glaubens- und Gottbegriffs zu verhalten . Raus aus dem konstitutiven Rahmen. Der Ort und glimmende Funke liegt tief im Einzelnen gebettet . „Gott ist in mir“ oder „deutsch ist in mir“ . Doch beide Bezüge leiden unter Schwund, vielleicht sogar das Bekenntnis schlechthin.

    daher kommt meine suche.

  88. angelo petersen sagt:

    meine suche die durch meinen vater und meinen grossvater hindurchgeht

  89. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx

    mit Sarrazins Sachanalyse habe ich gar kein Problem. Ich halte sein Anliegen für ehrenhaft und das Zursprachekommen dieser Themen ist wichtiger als alles andere. Ihn selbst (Sarrazin) halte ich sogar für eine relativ integre Person an sich.

    Doch als unempathischer Zahlenmensch mit allzustarrem Fokus in der Kommunikation (Talkshows) die verkackte Ausländer- und Integrationspolitik nach 50 (!) Jahren mit segregativ-elitären Pointen zu verzieren hat mich wütend gemacht. Er hat damit auch Schaden angerichtet , um nicht zu sagen engagierten Deutschen und Türken direkt ins Gesicht geschissen.

    ein deutschenhassender türkischer oder arabischer Intensivtäter, der einheimische Frauen ohne männliche Begleitung als Freiwild ansieht oder ein Angehöriger einer der vielen antideutschen Organisationen wie Milli Görüs oder die Türkischen Grauen Wölfe sind hier definitiv nicht zu Hause.

    klar, hier bin ich komplett dabei. Und bei dem Vorfall in Kirchweyhe samt seiner offizös-medialen Groteske schwillt auch mir der Ur-Kamm.

    Allerdings gibts auch ein paar entspannte nicht-kriminelle Ausländer, und auch mittlerweile jede Menge Nachgeborener denen Sie mal rational erklären sollen inwiefern Sie hier „nicht hergehören“.
    Wie stehen Sie zu den akademischen, (meistens hiergeborenen) Ausländern, die resigniert und abgenervt das Land verlassen? (sofern das mehr als eine Schlechtes-Gewissen-PR war?)

    Ihre (zweiwertige) Freund/Feind Logik ist meine Kritik. Bei allem Respekt vor Ihrer Intelligenz und Ihrem hohen Durchsatz an Information und präzisem Text. Ich lese Sie gerne ,aber steige ungern in den Ring.

    Sie hielten mich bestimmt schon für einen weichbirnigen Gutmenschen, aber ich hab keine Lust, Sie deswegen als aggressiven Nationalparanoiker zu bezeichnen oder jeder versteckten (oder offenen) Abfälligkeit Retour bieten zu müssen um bloss nicht als Depp dazustehen.
    „In den Tischkante beissen“ oder „vor Empörung schnappatmen“ – Das sind lustige Bilder, aber die kommen von Ihnen. Über wen diese Bildermehr aussagen ist die Frage.

    zu Ihrer Frage nach meiner Identität : ich bin friesischer und zu kleinem teil holländischer Abstammung

    dieser „Italo-Friese“ ist reine Namens-Ironie. Nix südländisches an mir. Kein Italien-Bezug, ausser Sinn für die Schönheiten dieses Landes.
    Angelo Petersen sozus. ‚ lichter Friese ‚

    (In den achtzigern gabs im nordeutschen Hauptschulmilieu auch gern mal „Sue Ellen Backfisch“ oder ähnliche Schöpfungen, man wusste also, welche Fernsehserien die Eltern inspiriert hatten.
    Denver Clan und Dallas werden ja gerade neuaufgelegt. Schnallen Sie sich da vielleicht schon mal an.)

  90. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Ach, Leute. Auf der sachlichen Ebene ist das doch ziemlich einfach: Genetische Dispositionen sind halt Dispositionen – nicht mehr, nicht weniger. Das ist auch schon alles.

    Mehr habe ich ja auch nie gesagt, und mehr ist auch nicht im Buch von Sarrazin enthalten. Das Problem ist, daß sich viele Leute so darauf fixiert haben, daß das Buch von S. rassistisch und biologisch sein muß, daß sie sämtliche Erfahrungen der Menschheit ausblenden, die inzwischen tausendfach bestätigt sind.

    Natürlich sind Menschen von den Voraussetzungen her nicht gleich, und natürlich gibt es ererbte Eigenschaften bzw. genetische Disposition. Dazu braucht man auch keine hochwissenschaftliche Bücher, sondern da reicht es, eine Kita-Erzieherin oder eine Grundschullehrerin zu fragen, wie unterschiedlich gut und schnell Kinder lernen, sowohl motorisch als auch geistig, und das bei ansonsten gleicher Zuwendung und pädagogischem Aufwand. Nur wenn es sich um Leute verschiedener Herkunftsländer bzw. kultureller Abstammung oder verschiedene soziale Schichten handelt, soll das ganze Rassismus sein. Ideology meets reality.

    Es ist ganz einfach, bewußt oder unbewußt, die alte linke Gleichmacher- und Gleichheitsideologie, die hier tief in den Köpfen steckt. Komisch, daß man sogar in der pöhsen und so igitt-sozialistischkommunistischen DDR trotz aller Gleichmacherrhetorik in der Praxis ganz andes gehandelt hat. Die vielen Spezialschulen und Begabtenkurse, die es dort gab, zeugen davon.

  91. Karl_Murx sagt:

    @angelopetersen:

    mit Sarrazins Sachanalyse habe ich gar kein Problem. Ich halte sein Anliegen für ehrenhaft und das Zursprachekommen dieser Themen ist wichtiger als alles andere. Ihn selbst (Sarrazin) halte ich sogar für eine relativ integre Person an sich.

    Nicht zu fassen.

    Doch als unempathischer Zahlenmensch mit allzustarrem Fokus in der Kommunikation (Talkshows) die verkackte Ausländer- und Integrationspolitik nach 50 (!) Jahren mit segregativ-elitären Pointen zu verzieren hat mich wütend gemacht. Er hat damit auch Schaden angerichtet , um nicht zu sagen engagierten Deutschen und Türken direkt ins Gesicht geschissen.

    Wollen sagen, mittlerweile haben sich auch die gut in Deutschland „integrierten“ (hasse dieses PC-Bürokratenneusprech!) Türken diese tief in den Köpfen der hiesigen Deutschen verankerte Gleichmacherideologie vor allem linker Provenienz zu eigen gemacht und argumentieren genau in diesem Sinne. Was er allerdings da bei den Türken an Schaden oder sagen wir mehr Schaden als bei den gleichtickenden Deutschen angerichtet haben soll, erschließt sich mir nicht. Wenn es mir als Biodeutschen zuzumuten ist, mir von früh bis spat und vorn bis hinten und oben nach unten die deutschen Verbrechen der Vergangenheit unter die Nase zu reiben und alle Fehler und Vergehen meiner Vorfahren und Vorvorvorfahren dito, dann ist das den Angehörigen anderer Nationen und Kulturen ebenso zuzumuten. Warum sollte es für die niedrigere moralische und zivilisatorische Standards geben als die, die an mich angelegt werden. Alles andere wäre Rassismus, wenn auch ein „positiver“. Dieser Rassismus ist oft viel subtiler und stärker als der, den man hier permanent zu beobachten glaubt.

    Allerdings gibts auch ein paar entspannte nicht-kriminelle Ausländer, und auch mittlerweile jede Menge Nachgeborener denen Sie mal rational erklären sollen inwiefern Sie hier “nicht hergehören”.

    Die sollten sich erst mal selber erklären, wer sie sind und was sie sein wollen. Wer sich hier selbst als Türke fühlt, so denkt, redet und handelt, der darf wohl kaum erwarten, von mir und den anderen Biodeutschen als Landsmann anerkannt zu werden. Da ändert auch diese Stück grüne Plastik nichts. Es ist das innere Bekenntnis und das daraus resultierenden Tun, was zählt. Wer sich also selbst als Deutscher betrachtet, der spricht, handelt und reagiert auch erkennbar wie ein solcher. Da braucht er auch nicht ständig Fahnen hissen und Eichen küssen, das tun die Deutschen ja auch nicht so häufig. Aber wer so handelt wie gerade eben geschildert, der wir hier auch als Landsmann anerkannt, von mir und von der übergroßen Mehrheit der einheimischen Biodeutschen.

    Wie stehen Sie zu den akademischen, (meistens hiergeborenen) Ausländern, die resigniert und abgenervt das Land verlassen? (sofern das mehr als eine Schlechtes-Gewissen-PR war?)

    Eben. So weit das mehr war als dieses. Richtig ist, daß diejenigen Türken, die sich hier um Bildung und Qualifizierung bemüht und die ihnen angebotenen Chancen dazu genutzt haben, auf Grund der guten deutschen Ausbildung und ihrer türkischen Sprachkenntnisse in der Türkei gern eingestellt werden. Das sind allerdings nicht so viele, wie die regierungsamtliche Propaganda behauptet. Denn der Anteil der jüngeren Türken mit guter beruflicher Ausbildung bzw. akademischer Qualifizierung ist laut Statistik unterdurchschnittlich und liegt noch unter dem entsprechenden Anteil von jungen Leuten mit MiHiGru anderer Herkunftsländer.

    Ihre (zweiwertige) Freund/Feind Logik ist meine Kritik. Bei allem Respekt vor Ihrer Intelligenz und Ihrem hohen Durchsatz an Information und präzisem Text. Ich lese Sie gerne ,aber steige ungern in den Ring.

    Ein argumentativer Gegenüber ist nicht mein Feind, sondern mein Diskussionspartner. Wer allerdings auf Argumente und Nachweise nicht eingeht, sondern seine eigenen unbelegten Behauptungen immer nur wiederholt, aber jedesmal etwas lauter, betätigt sich als Propagandist.

    Sie hielten mich bestimmt schon für einen weichbirnigen Gutmenschen, aber ich hab keine Lust, Sie deswegen als aggressiven Nationalparanoiker zu bezeichnen oder jeder versteckten (oder offenen) Abfälligkeit Retour bieten zu müssen um bloss nicht als Depp dazustehen.

    Was bringt es denn, sich gegenseitig solche Nettigkeiten an den Kopf zu werfen? Die Übereinstimmung mit der Realität sollte das Kriterium unserer Debatte sein, und genau daran hapert es bei der Diskussion solcher Themen in den MSM und unserer politischen Kaste.

    “In den Tischkante beissen” oder “vor Empörung schnappatmen” – Das sind lustige Bilder, aber die kommen von Ihnen. Über wen diese Bildermehr aussagen ist die Frage.

    Allerdings. Da geht es aber den Menschen wie den Leuten. Manchmal wird die Debatte etwas polemisch, auch von meiner Seite, und gelegentlich etwas sarkastisch. Ich wage aber zu behaupten, daß ich die sachlichen Argumente und Belege bei meinen Kommentaren dabei niemals außer Acht gelassen habe.

  92. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx

    Nicht zu fassen. doch doch

    Was er allerdings da bei den Türken an Schaden oder sagen wir mehr Schaden als bei den gleichtickenden Deutschen angerichtet haben soll, erschließt sich mir nicht.
    Er hat sie beleidigt. Viele fühlten sich beleidigt. Das bisschen Ehre und Stolz kategorisch bekleckert zu kriegen … Auf dieser tiefer verschalteten Ebene gehts nicht um Inhalte, sondern um Gesten, Symbolik. Wenn es jemals um Integration gegangen sein sollte, dann war das kontraproduktiv.
    Er hat trotz oder mit seiner Wissenschaftlichkeit (dumpf)deutsche Ressentiments bestätigt, beiderseits Ressentiments geschürt bzw bei den Türken(et.al.) quasi erzeugt. Das war zwar wahrscheinlich nichts, was man als Türke in Deutschland nicht eh schon „wusste“ (spätestens danach), doch diese segregative Botschaft hat das Schlimmste bestätigt – diesmal aber nicht durch den Nachbar, Vermieter oder irgendeiner unzufriedenen Einzelperson, sondern durch einen Volksmeinungs-hype im TV-polit-prominenten Feuilleton.
    Symbolisch anti-integrativ. Spaltend. „Nicht hilfreich“ und so. mal wieder geradezu kampagnenartig .

    Wir sind hier die Veranstalter, nicht die Ausländer. Wenn wir es aus was für Befangenheiten auch immer nicht schaffen, klare Vorgaben zu machen und Forderungen an die Einwanderer zu stellen, kann man das noch nicht den Ausländern vorwerfen.
    Und dass viele Migranten (oft ja in ur-patriarchalischem Selbstverständnis) mit so einem diffusen gesamtgesellschaftlichen Verhalten nix anfangen können und somit Identifikation und später Integration schwerer wird, als sie sowieso schon ist, werden auch Sie irgendwo grundprinzipiell nachvollziehen können, oder?
    Ich nehm damit nicht gleich wieder die Ausländer in Schutz, sondern will nur vermitteln, dass man jeden auf halben Wege hat stehenlassen, Ausländer wie Deutsche, die aber ja wenigstens schon hier zu Hause waren.

    Vertrackte Angelegenheit, so nach zwei drei Generationen nicht erfolgter Integrationspolitik. Mittlerweile reden wir ja von Ausländern, die sich gar nicht ausländisch fühlen oder fühlen müssten, sondern nur noch so aussehen – die sich in Reaktion auf subjektiv/kollektiv dauerhaft empfundene und erlebte Ignoranz und Abfälligkeit unter ungünstigen Umständen vom Deutschsein(wollen) wieder abgrenzen (Identitätssuche, Rückbesinnung) (und dabei ja ggf. ohne Not ihrerseits ebenso über Ausländer meckern, Steuern zahlen und sich latent verarscht und benachteiligt fühlen wie jeder andere auch. – typisch deutsch quasi) (naja) .

    Wenn es mir als Biodeutschen zuzumuten ist, mir von früh bis spat (…) alle Fehler und Vergehen meiner Vorfahren und Vorvorvorfahren dito, dann ist das den Angehörigen anderer Nationen und Kulturen ebenso zuzumuten.
    Wem andern soll es schlechter gehen weil ich auch unter irgendwas zu leiden habe? Aber so meinen Sie es wahrscheinlich nicht – Ansonsten wärs prima dieses volksverbildende Hitler-Scham- und Schuld-Menetekel mal langsam einzumotten wie dessen beknackte Taschenuhr, wissenschon.

    im Sinne politischer Aufklärung ist (die Aufforderung zur) Selbsthinterfragung notwendig und der gebotene Standard pendelte sich international durch wissenschaftliche Massgaben hoffentlich etwa von selber ein.

    Sie haben recht, meine Texte basieren hauptsächlich auf subjektiver Einschätzung und gehen damit über blosse Meinung seltener hinaus. Diese ellenlangen Beiträge (meiner hier zB ) machen es auch nicht wahrscheinlicher auf alles adäquat einzugehen.

    Ich wage aber zu behaupten, daß ich die sachlichen Argumente und Belege bei meinen Kommentaren dabei niemals außer Acht gelassen habe.

    das wage ich zu bestätigen.

  93. angelo petersen sagt: April 11, 2013 um 01:20

    Und dass viele Migranten (oft ja in ur-patriarchalischem Selbstverständnis) mit so einem diffusen gesamtgesellschaftlichen Verhalten nix anfangen können und somit Identifikation und später Integration schwerer wird,

    So, das ist zentral. Welches positive Identifikationsangebot macht die BRD? Keines.

    Ich meine, sie kann froh sein, daß die „Juden-Mörder-Identität“ nicht positiv konnotiert und angenommen wird, weil die Bezugsgruppe erfolgreich als „ausländerfeindlich“ gelabelt werden konnte und das Etikett stets reproduziert wird.

    Im Ergebnis bleibt halt nicht viel mehr als eine antideutsche Identität, wenn man sich doch irgendwie in den Mainstream integrieren will ohne sich (das eigene Ich) kastrationsartig zu gendern.

  94. angelo petersen sagt:

    @Joachim Bullinger

    Ich meine, sie (die BRD) kann froh sein, daß die “Juden-Mörder-Identität” nicht positiv konnotiert und angenommen wird, weil die Bezugsgruppe erfolgreich als “ausländerfeindlich” gelabelt werden konnte und das Etikett stets reproduziert wird.

    sollte uns hierbei etwa das politisch-korrekte (nationalgehemmte) eingehegtsein ‚zugute kommen‘, das wir sonst für einen gutteil unserer befangenheit verantwortlich machen?

    deeskalierend (aber segregativ) wirkt sicher auch : durch die intakten und solideren familienstrukturen machen (ex)Migranten viel mehr unter sich aus. sie brauchen uns sozusagen gar nicht .

    Im Ergebnis bleibt halt nicht viel mehr als eine antideutsche Identität

    genau.
    aber das ist ja für die allgemeine deutsch-subjektive schlussfolgerung zur thematik geradezu der kadinalfaktor . hier z.B. nicht einfach nur die ausländer herhalten zu lassen finde ich so wichtig, weil es etwas ganz heilloses hat.

    diesen spalter-effekt durch diese schuldzuweisungslogik betreffend : „divide et impera“ klingt hochgegriffen aber ist quasi als verwaltungsstruktur vielleicht ja auch in ableitungen anwendbar bzw („passiv“) zutagetretend.

    (ich fasel mir da mal wieder gehörig einen zusammen muss ich sagen. aber das wissen Sie ja schon!)

  95. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx , @Joachim Bullinger

    habe im türkische-gewalt-gang -thread gelesen, das hatte ich bisher nicht ausführlich getan
    zunächst können wir uns die ‚begonnene unterhaltung‘ oder was ich dafür hielt fast ganz sparen- sie hat dort ja schon stattgefunden

    der mehrfach gelinkte artikel von Akif Pirincci zieht mir gerade etwas die schuhe aus, das war schon am 25.3.
    Sich über die inhalte von Polemiken/Meinungsartikel anderer Leute wie über gegebene Sachverhalte zu erschrecken ist Schwachsinn, aber sollte die Drastik und Logik von Pirinccis Artikel nur halbwegs zutreffen wird mir übel .
    Hatte schon ein paar Sachen von ihm gelesen, war von denen aber nur mittelmässig angeregt .

    muss mir mal kritische einschätzungen von türkischen beobachtern dazu anlesen.
    falls jemand solch einen interessanten artikel parat hat , danke schön
    gruss matt
    AP

  96. Karl_Murx sagt:

    @angelo petersen:

    aber das ist ja für die allgemeine deutsch-subjektive schlussfolgerung zur thematik geradezu der kadinalfaktor . hier z.B. nicht einfach nur die ausländer herhalten zu lassen finde ich so wichtig, weil es etwas ganz heilloses hat.

    Wer tut denn das: Die Ausländer für alles verantwortlich machen?

    Daß der andressierte nationale Selbsthaß inklusive der zur Schau gestellte Nationalmasochismus die Identifikation mit Deutschland verhindern, ist klar. Deswegen aber für die antideutsche Gewalt, die politische Wühlarbeit gegen das Land sowie den antideutschen Rassismus ebenfalls die Deutschen verantwortlich zu machen, ist falsch. Hier ist es immer noch die Person mit MiHiGru, die für das entsprechende Verhalten verantwortlich zeichnet. Denn das liegt in der Entscheidung jedes Einzelnen, der im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist, und dessen Schuld dafür kann nicht an irgendwelche außenstehenden Einflüsse delegiert werden.

  97. angelopetersen sagt:

    @Karl_Murx

    Wer tut denn das: Die Ausländer für alles verantwortlich machen?
    hm, so ein paar millionen leute sind es wohl, die sich nicht abverlangen oder unfähig sind, diesbezüglich um nur eine ecke zu denken.

    Daß der andressierte nationale Selbsthaß inklusive der zur Schau gestellte Nationalmasochismus die Identifikation mit Deutschland verhindern, ist klar. Deswegen aber für die antideutsche Gewalt, die politische Wühlarbeit gegen das Land sowie den antideutschen Rassismus ebenfalls die Deutschen verantwortlich zu machen, ist falsch.

    absolut – das ist antideutsche hybris, die ihre gründe zwar auch in dieser schwäche signalisierenden psychologie der zielgesellschaft hat, aber.

    Hier ist es immer noch die Person mit MiHiGru, die für das entsprechende Verhalten verantwortlich zeichnet. Denn das liegt in der Entscheidung jedes Einzelnen, der im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte ist, und dessen Schuld dafür kann nicht an irgendwelche außenstehenden Einflüsse delegiert werden.

    genau. nicht nicht die individuelle Schuld. für bessere identifikationsangebote & entschiedeneres rechtstaatliches Entgegentreten sind wir aber (schon im gesellschaftlichen Eigeninteresse) natürlich zuständig .

    meine herleitungsversuche wollen die rolle irgendwelcher antideutschen positionen und aufrührerischer Agitation unter MiHiGru-Deutschen bzw nichtdeutschen Inländern nicht relativieren sondern sie als phänomen verständlicher machen.

    wir scheinen uns hier im wesentlichen aber einig zu sein.

    im weiteren sinne dazu:
    serdar somuncu bei anne will am 24.10.2012 gefiel mir gut,
    intelligent und kurzweilig schenkt er einigen denkpauschalen ein .

  98. angelopetersen sagt:

    …nicht nicht die individuelle Schuld hä?
    ein „nicht“ muss da weg.

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