Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Was will die „Alternative für Deutschland“?

CoverEndCOMPACT-Interview mit Gründungsmitglied Konrad Adam

Schon in der Ausgabe COMPACT 11/2012 informierten wir über die neue Partei bzw. deren Vorläufer Wahlalternative 2013. Mittlerweile hat sie sich von den Freien Wählern gelöst und will eigenständig kadidieren, vielleicht schon zur Bundestagswahl. Bevor man darüber uteilt, erst mal informieren. Hier das Interview aus COMPACT 11/2012.

 

„Ich fürchte um die Demokratie“

Prominente Euro-Kritiker haben die Wahlalternative 2013 gegründet. Welche Ziele verfolgen sie und wie wollen sie sich in den Bundestagswahlkampf 2013 einbringen?

Interview mit Konrad Adam

? Sie sind – neben den Euro-Klägern Karl Albrecht Schachtschneider, Wilhelm Hankel und Joachim Starbatty, dem ehemaligen BDI-Chef Hans-Olaf Henkel und weiteren Prominenten – Mitgründer der Wahlalternative 2013. Was sind Ihre Ziele?

Wir haben uns in unserem Gründungsaufruf ganz bewusst auf das Thema Euro konzentriert. Die von der Kanzlerin ständig wiederholte Behauptung „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ ist nämlich ganz und gar nicht richtig. Diese Politik hat die Bundesrepublik in die schwerste Krise ihrer Geschichte gestürzt. Eine Politik des Weiter so, wie sie CDU/CSU, SPD und Grüne vertreten, wäre fatal.

? Was setzen Sie dagegen?

Wir konzentrieren uns auf drei Punkte. Zum einen darf Deutschland – durchaus im Einklang mit dem Maastricht-Vertrag – nicht mehr für die Schulden fremder Staaten aufkommen. Zum zweiten müsste das einheitliche Euro-Währungsgebiet aufgegeben werden. Zum dritten müssen alle Abtretungen wesentlicher Hoheitsrechte der Bundesrepublik Deutschland künftig über Volksabstimmungen genehmigt werden.

? Warum fordern Sie nicht plakativ „Raus aus dem Euro“?

Die Folgen eines solchen großen Schrittes sind schwer absehbar. Kleinere Schritte wären besser. Zum Beispiel könnten die defizitären Südstaaten sich zu einem gesonderten Süd-Euro zusammenschließen und dann mit einem abgewerteten Wechselkurs ihre Exporte auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger machen und so ihre Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Deutschland könnte die Euro-Zone für 24 Stunden verlassen, um eine solche Neujustierung in Gang zu setzen.

?Wollen Sie zur Bundestagswahl 2013 antreten?

Wir haben mit Bedacht keine Partei gegründet. Vielmehr wollen wir 2013 mit einer Partei kooperieren, die ähnliche Ziele vertritt. Nach Lage der Dinge wird das der Bundesverband der Freien Wähler sein.

? Wenig optimistisch stimmt, dass einer Ihrer Mitstreiter, Hans-Olaf Henkel, die Freien Wähler bereits im Landtagswahlkampf im Mai 2012 in Schleswig-Holstein unterstützt hat, ohne dass sich deren Wahlergebnis verbessert hätte. Woher nehmen Sie Ihren Optimismus?

Ich bin nicht optimistisch, ich bin nicht pessimistisch – wir müssen es einfach versuchen. Ein wichtiger Prüfstein für uns ist die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar, wo der Sprecher der Wahlalternative 2013, Bernd Lucke, für die Freien Wähler kandidieren wird. Er lehrt  an der Universität Hamburg und ist Gründer des Plenums der Ökonomen,  einer Vereinigung von mehr als 300 Volkswirtschaftsprofessoren, die sich im Februar 2011 gegen eine Verlängerung des EU-Rettungsschirms ausgesprochen hat.

?Wie soll der weitere organisatorische Aufbau der Wahlalternative laufen?

Wir werden zunächst über unsere Webseite die Unterschriften weiterer Bürger sammeln, die uns unterstützen wollen. Sobald genügend zusammen sind und die Landtagswahlen in Niedersachen einen Erfolg bringen, wird man weitersehen. Wenn die Freien Wähler uns einladen, werden sich unsere Mitstreiter bei der Kandidatenaufstellung für die Bundestagswahlen auf den FW-Parteiversammlungen bewerben.

? Was treibt sie persönlich um, sich nach langen Jahren als Journalist und Publizist den Fährnissen der Politik auszusetzen?

Ich fürchte um die Demokratie in Deutschland. Hinter der Eurofrage steht die Verfassungsfrage. Demokratie lebt von Gewaltenteilung. Aber wir müssen beobachten, wie die Volksvertreter in der Legislative ihr von den Wählern anvertrautes Mandat missbrauchen und Gesetze wie das zum permanenten Rettungsschirm ESM gar nicht richtig lesen, bevor sie ihm zustimmen. Dann wird die Judikative, das Bundesverfassungsgericht, zu Hilfe gerufen, das aber angesichts der Macht des Faktischen auch nicht mehr einschreiten kann. So sammelt sich alle Gewalt bei der Exekutive – und diese wandert mehr und mehr nach Brüssel ab. Oder in den Vorstand der Europäischen Zentralbank oder den Gouverneursrat des ESM, wo Deutschland jeweils nur eine einzige Stimme hat. Demokratie heisst Volksherrschaft – aber davon bleibt bei dieser Entwicklung nicht viel übrig.

*Alle Informationen zur Wahlalternative 2013 unter wa2013.de. Konrad Adam (*1942) war von 1979 bis 2000 Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Folge bis 2008 Chefkorrespondent der Welt in Berlin. Gerade ist sein Buch Kampf gegen die Natur. Die gefährlichen Irrwege der Wissenschaft (Rowohlt Verlag, 272 Seiten, 19,95 Euro) erschienen. – Interview. J.E.

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130 Responses

  1. Tony Katz sagt:

    Ein wichtiger Schritt ist getan: Die Abkehr von den alternativlosen Grundgesetzmißachtern, den (60-99%) Abnickern im Bundestag die uns angeblich vertreten sollen. Die Praktiker und Hochschultheorethiker sind natürlich vorsichtig in Ihren Aussagen. Was jedoch als richtig und eklatant mangelhaft erkannt wurde muß nun breit unterstützt werden. Ich hätte auch gerne erst eine Nationalversammlung zur Ausarbeitung einer Verfassung Deutschlands, aber man muß halt irgendwo ansetzten, wo GEMEINSAM etwas in Angriff genommen wird. Die Reichweite der Unterstützer und Mitgründer der http://www.alternativefuer.de ist nicht so gering, daß man sich über 5% Hürde sorgen machen muß, einzige Sorge muß sein, eine Breite und einige Bewegung nach vorn zu bringen, die sich beherzt um die Bürger kümmert.

  2. Leser09 sagt:

    Bernd Lucke von der Wahlalternative hat gestern Abend bei Illner einen recht guten Eindruck hinterlassen. In freundlichem Ton, aber in der Sache glasklar und entschlossen hat er v.a. Brüderle so schön Contra gegeben, dass dieser ziemlich ins Schwimmen kam.

    Wer’s nicht gesehen hat (dabei auch Oskar Lafontaine und Dirk Müller, also wirklich sehenswert):
    maybrit illner: Chaos, Clowns und Euro-Krise,
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1857216/Chaos%252C-Clowns-und-Euro-Krise?setTime=10.513#/beitrag/video/1857216/Chaos%2C-Clowns-und-Euro-Krise

  3. Sturm sagt:

    Na endlich sagt der Elsässer mal was zum wichtigsten Ereignis der letzten Tage, wurde aber auch Zeit.

  4. juergenelsaesser sagt:

    Antwort: In COMPACT wars schon im November, waren also der Zeit voraus…

  5. rodagon sagt:

    „will eigenständig kadidieren“

    „Bevor man darüber uteilt“

    Setzen, Sechs! 🙂

  6. Marxist sagt:

    Schade, nach dem guten Auftritt von Luckert von der „Alternative für Deutschland“ gestern bei Illner, bin ich etwas enttäuscht von diesem Interview.
    Es wird wieder dieser Nord-Süd-Euro-Blödsinn wiederholt und man läßt sich vor den Karren der Herrschenden spannen, anstatt diese Währung endlich komplett aufzulösen. Eine Währungsunion der Defizitländer würde absolut gar keinen Sinn machen, denn diese müssen sich sowieso jeweils eigenständig sanieren.
    Die Wiedereinführung von D-Mark, Lira, Gulden, Schilling, Drachme, Franc und Peseta ist eine viel deutlichere Forderung, die bei den Bürgern besser ankommt. Dies ist übrigens keine radikale, sondern eine bürgerlich-demokratische Forderung: Wenn wir zu Verhältnissen zurückkommen, die in vielen Nachbarländern Deutschlands herrschen (Schweiz: Franken, Polen: Zloty, Dänemark:Krone) ist das nichts Radikales, sondern der Abkehr vom Euro-Feudalismus und die Rückkehr zu demokratischen Verhältnissen.

  7. Karl_Murx sagt:

    @juergenelsaesser:

    Antwort: In COMPACT wars schon im November, waren also der Zeit voraus…

    Stimmt im Prinzip. Aber inzwischen hat sich ja einiges getan. Der Termin der Konsolidierung der AfD als Partei steht mittlerweile fest, und zwar im kommenden Monat. Ist interessant, welche Reaktionen allein schon diese Ankündigungen in der Öffentlichkeit wie auch in allen Blogs, die ich verfolge, auslösen. Es wäre eine Gruppierung, der man auch mit großer Mühe nicht die üblichen -Ismen anhängen kann. Ist also interessant zu beobachten, mit welchen Mitteln man dieses Mal vorzugehen gedenkt, um diese neue Partei herunterzuschreiben oder sie in den Augen der Öffentlichkeit z diskreditieren. Erste Ansätze konnte man schon lesen. Diesen Versuchen gilt es, nach allen Kräften entgegenzuwirken.

  8. Jakobiner sagt:

    Die Alternative Deutschland setzt also auf die Freien Wähler. Nur: In den bundesweiten Umfragen tauchen die Freien Wähler gar nicht auf und kommen nicht einmal auf 2%. Ob sich das bis September 2013 noch kurzfristig ändern lässt, wage ich zu bezweifeln. Lucke macht einen sehr seriösen Eindruck, auch bei Illner. Aber wie Marxist richtig sagte: Will er nun die DM zurück oder nur einen Nordeuro, bzw. Südeuro. Da bleibt er etwas vage.

  9. Blue sagt:

    Sie sind eurokritisch…Und sonst?

    Ich meine Euro, EU und Europa sind vor allem derzeit gewichtige Themen, das darf man nicht unterschätzen. Aber alleine dadurch lässt sich nach wie vor kein größerer Stimmenfang machen. Auch Beppe Grillo und seine Bewegung sind durch weitaus mehr als nur Eurokritik an die Macht gekommen.

  10. Jakobiner sagt:

    Zu Blue sagt:
    März 8, 2013 um 17:18

    Sie sind eurokritisch…Und sonst?“

    Die Freien Wähler sind AUCH eurokritisch, haben aber von Ökologie, Landwirtschaft, Transparenz, Bürgerrechte,etc. eine breites Programm. MIt meinem ehemalogen Professor Piazolo haben sie auch für Akademiker Platz. Anders könnten sie in Bayern nicht der CSU so breite Opposition bieten und Stimmen abjagen. Nur ist fraglich, ob der Niederbayer Aiwanger auch als Zugpferd für Deutschland dienen kann–da fehlt es bei weitem und haben es die Bayern immer härter gehabt als die hochdeutsch sprechenden norddeutschen Exemplare.

  11. Jakobiner sagt:

    Das Problem der Freien Wähler ist, dass sie für die Bundesebene keinen charismatischen Vorzeigepolitiker haben. Wenn es Aiwanger versuchen würde, würde man nicht versuchen ihn die rechte Ecke zu drängen, sondern wegen seines Niederbayerisch als sprachbehinderten, bayerisch-provinziellen Bauern-Bayernseppel darzustellen, der fürs höchste Amt wohl nicht infrage kommt.

  12. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Die Alternative Deutschland setzt also auf die Freien Wähler. Nur: In den bundesweiten Umfragen tauchen die Freien Wähler gar nicht auf und kommen nicht einmal auf 2%.

    Erstens sind Sie nicht auf dem Laufenden. Die Alternative für Deutschland wird sich nach allem, was ich gelesen habe, als eigenständige Partei gründen.

    Zweitens bitte ich Sie mal, einen Blick auf diese Umfrage und deren Ergebnis zu werfen, die der Focus gestartet hatte:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/wuerden-sie-eine-anti-euro-partei-waehlen_void_636.html

    Bei inzwischen abgegebenen 29.562 Stimmen sprachen sich 94 % dafür aus. Das sollte doch zu denken geben, oder?

  13. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    Dann frage ich Sie mal umgekehrt: Warum materialisieren sich diese Stimmen immer in diversen ntv-, Focus und sonstigen Privatmedienumfragen, aber eben nicht im realen Wahlverhalten und bei den bundesweiten Umfragen von Emnid,etc.?

  14. Jakobiner sagt:

    Zudem bleibt auch die Frage, inwieweit solch eine Anti-Euro.Partei ihre Forderungen durchhält. Bei Lucke ist ja schon der Zwischenweg zu Nord-/Südeuro statt eigener DM,Lira, Zlozy,etc. Und was sagte die italinienische Journalistin bei der Maybritt Illner-Runde: Beppe Grillo hat inzwischen auch schon die Forderung nach einem Referendum zum Euro gekippt–das Thema sei vom Tisch!!!

  15. Wenn ich die Gründungsmitglieder anschaue bekomme ich ein flaues Gefühl. Das ist eine Mischung aus FDP und CSU, der sogenannten „Elite“.
    Für mich leider keine Alternative…

  16. Jakobiner sagt:

    ZU Karl Murx:
    „Erstens sind Sie nicht auf dem Laufenden. Die Alternative für Deutschland wird sich nach allem, was ich gelesen habe, als eigenständige Partei gründen.“

    Erstens ist das COMPACT-Interview mit Lucke das Aktuellste zum Thema. Und da sagt er ganz klar; Er will für die Freien Wähler kanidieren und keine eigene Partei aufmachen. Woher nehmen Sie ihre Aktualität und ihr Wunschdeken her? Aus Focus-Umfragen? Fakten, Fakten, Fakten?

  17. Söderstrup sagt:

    @Leser09
    Danke für den Link zur Illner-Sendung! Ich staune, wie gesittet und rational dort bei aller Kontroverse miteinander diskutiert wird. Das ist ein gutes Zeichen.

  18. Söderstrup sagt:

    Der Lucke gefällt mir. Vielleicht macht ja Dirk Müller auch noch mit, der ist gut und im Volke sehr beliebt. Bin gespannt, wie sich unser Chefredaktör positionieren wird… 😉

  19. saito sagt:

    Professor Lucke macht ja einen sympathischen Eindruck.Aber so wie ich gelesen habe, ist seine Partei zwar für den Austritt aus dem €uro, will aber im Notfall auch Banken retten.
    Hinzu kommt da noch ein Professor, (dessen Name mir entfallen ist), der vorschlägt, Arme solltrn doch erst einmal ihre Organe verkaufen, bevor sie staatliche Unterstützung beantragen.So war es glaub ich bei GEOLITICO zu lesen.
    Das wäre allerdings dann ein Ausreißer übelster Art.

    mit freundlichen Grüßen

  20. saito sagt:

    Es handelt sich um Prof. Peter O. Oberender, der vorschlägt, Arme sollten doch die Möglichket haben, ihre Organe zu verkaufen
    http://www.geolitico.de/2013/03/06/tiefe-einblicke-in-die-politische-alternative-für-deutschland/
    Der Artikel ist sehr empfehlenswert und sollte vor allzu großen Hoffnungen auf diese Partei schützen.

    mit freundlichen Grüßen

  21. Leser09 sagt:

    Karl_Murx sagt:
    „Bei inzwischen abgegebenen 29.562 Stimmen sprachen sich 94 % dafür aus. Das sollte doch zu denken geben, oder?“

    Genau, selbst wenn man das mit Vorsicht betrachtet, ist es schon beeindruckend. Ebenso übrigens die Anzahl der Kommentare bei Artikeln über die Wahlalternative:

    Über 700 bei der FAZ
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/alternative-fuer-deutschland-die-neue-anti-euro-partei-12100436.html

    Über 900 bei der Welt
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article114077990/Alternative-fuer-Deutschland-will-Euro-abschaffen.html

    Eine deutliche Mehrheit der Kommentare sieht die „Alternative für Deutschland“ positiv bis überschwänglich.

    Seit meiner ersten Wahl (bei der ich Willy Brandt meine Stimme gab) habe ich nie jemals eine konservative Partei (inklusive SPD) gewählt. Das könnte eine Premiere werden.

  22. Leser09 sagt:

    @ saito

    „Es handelt sich um Prof. Peter O. Oberender, der vorschlägt, Arme sollten doch die Möglichket haben, ihre Organe zu verkaufen“

    Der Link funktionierte nicht, der hier sollte passen:

    http://www.geolitico.de/2013/03/06/tiefe-einblicke-in-die-politische-alternative-fur-deutschland/

    Das ist allerdings erschreckend. Ich kann nur hoffen, die die sich von solchen Spinnern distanzieren.

  23. Wahr-Sager sagt:

    Die „Alternative für Deutschland“ sollte sich auch darum kümmern, dass Antideutsche wie Sebastian Edathy das bekommen, was sie verdienen: Missachtung und eine gepfefferte Strafe.
    Ich zitiere hierzu einen Junge Freiheit-Kommentator:

    „Wahltag ist Zahltag. Superdemokrat Edathy, immerhin Vorsitzender des Bundestagsinnenausschusses, tritt auf Abgeordnetenwatch ganz offen dafür ein, die Gleichbehandlung aller Bürger vor dem Gesetz abzuschaffen und eine Lex Rechtsextremismus einzuführen. Die Rechtsprechung soll sich nicht mehr an den verübten Straftaten ausrichten, sondern an der Gesinnung des Täters. Mir fehlen die Worte, wo bleibt eigentlich in solchen Fällen die Staatsanwaltschaft? Diese Leute müssen weg, sie sind es, die unsere Demokratie aushöhlen und ins Wanken bringen, nicht die zahlenmäßig überschaubaren ‚Bomberjackenträger‘. Um diese Leute geht es den ‚Neonazi-Jägern in Wirklichkeit gar nicht, die sind nur der Vorwand, es ist ein Kampf gegen den konservativen Teil in unserer Bevölkerung, die es leid ist, von diesen Typen ‚verarscht‘ zu werden. Der Kampf dieser Sozialisten, Halbkommunisten und Marxisten geht gegen den immer größer werdenden Teil der eigenen Bevölkerung, die politisch Mitte Rechts angesiedelt ist und ihren Unmut über die Unfähigkeit mancher ungebildeten Berufspolitiker, immer deutlicher vortragen.“

    Quelle: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M526404536d5.0.html

    Vielleicht bringt das COMPACT-Magazin ja mal ein Special über Edathy?

  24. saito sagt: März 8, 2013 um 23:10

    Es handelt sich um Prof. Peter O. Oberender, der vorschlägt, Arme sollten doch die Möglichket haben, ihre Organe zu verkaufen
    http://www.geolitico.de/2013/03/06/tiefe-einblicke-in-die-politische-alternative-für-deutschland/

    Zitat: „Wenn jemand existenziell bedroht ist, sollte er die Möglichkeit haben, sich und seine Familie durch den Verkauf von Organen zu finanzieren.“

    Ich bin – Gott ist mein Zeuge – ein friedlicher und friedliebender Mensch (geworden😉 ), der stets bemüht ist, auch die Interessen des Anderen zu sehen, diese auch anzuerkennen und nach Versöhnung zu suchen – allerdings als echte Vermittlung, das heißt: ohne faule Kompromisse zu machen.

    Nur, wenn ich so etwas lesen muß, dann steigt der Heilige Zorn in mir auf und ich muß mich (mein Ich) schon sehr bemühen, um nicht ganz zu einer Art von „Furor teutonicus“ zu werden.

    Ich wäre dann – wenn ich es nicht besser wüßte – fast versucht, die Existenz desjenigen zu bedrohen, der meint, ein Armer „sollte … die Möglichkeit haben, sich und seine Familie durch den Verkauf von Organen zu finanzieren“, wenn er „existenziell bedroht ist“.

    Also, Herr Professor, wenn Sie sich jetzt durch mich „existenziell bedroht“ fühlen, eröffne ich Ihnen gnädigst und nach mitfühlender Gutsherrenart die Möglichkeit, sich (ihr Ich) dieser Bedrohung zu entziehen, indem Sie ihre Organe verkaufen.

    Ist das nicht nett und menschenfreundlich von mir?😦 Sie sollten mir dankbar sein.

  25. Dieter Staudt sagt:

    Ein Interview aus dem Jahre 2012 kann die Frage „Was will die Alternative für Deutschland?“ nicht beantworten. Zwischenzeitlich ist einiges geschehen!

  26. schnehen sagt:

    ‚Alternative für Deutschland‘ – weder Fisch noch Fleisch.

    Mein erster Eindruck von dieser Vereinigung ist negativ, und ich muss in fast allen Punkten @Marxist zustimmen.

    Warum tritt man nicht für die Wiedereinführung der nationalen Währungen ein, statt für den, wie er treffend schreibt, Nord-Süd-Euro-Blödsinn?

    Wie soll denn eine Währungsabwertung im Rahmen eines Süd-Euros in der Praxis funktionieren? Alle Staaten, die dazu gehören würden, müssten sich darauf einigen, was nie und nimmer zustande kommen wird, weil diese Staaten viel zu unterschiedlich strukturiert sind. Deshalb werden sie sich auch erst gar nicht auf einen Südeuro einlassen. Wenn man sich die Bewegungen ansieht, z. B. in Spanien, wird nirgendwo so etwas gefordert.

    Wenn ich den Text richtig verstanden habe, will man sogar an Maastricht festhalten und den Vertrag lediglich verbessern. Oder habe ich das missverstanden? Der Vertrag muss jedoch weg, am wegsten.

    Habe ich es richtig verstanden, dass man nur künftige Abtretungen von Souveränitäts- und Hoheitsrechte durch Volksabstimmungen verhindern, die bereits abgetretenen jedoch hinnehmen will? Correct me if I am wrong. Die wahre Alternative: Alle illegal vollzogenen Abtretungen müssen rückgängig gemacht werden, weil sie grundgesetzwidrig sind.

    Mir scheint diese Organisation eine Art Professorenpartei zu sein, die keine Verankerung in breiteren Volksmassen sucht, sondern versuchen wird, über juristische Schritte und auf dem Verhandlungsweg etwas an der bestehenden Misere zu ändern. Das ist völlig illusorisch. Eine solche Gruppierung wird nicht über die 2%-Hürde hinwegkommen, sondern sogar noch darunter bleiben. Der Grund: ihre Halbheiten, ihre Inkonsequenz.

    Was wir brauchen ist eine radikal-demokratische Volksbewegung, die klar nein zum Euro und zur EU sagt, die klar ja sagt zur Wiedereinführung der DM und zur Herstellung unserer staatlichen Souveränität, aber auch zur Volkssouveränität, die viel weiter geht. Die aber auch sagt, dass wir unabhängig davon eine gründliche Demokratisierung unserer staatlichen Institutionen brauchen, dass wir frischen Wind in den Institutionen brauchen, dass das einfache Volk mehr zu sagen bekommt, dass wir das Medienmonopol der wenigen brechen müssen, denn ohne Bruch dieses Monopols wird es keinen gesicherten Fortschritt geben. Wir brauchen zu allererst ein demokratisches Mediengesetz, um der Macht der Springerpresse etwas entgegenzusetzen.

    Mir ist unbegreiflich, dass gestandene Professoren nie etwas zu dieser Kardinalfrage, die eine echte Machtfrage ist, sagen und sich in ökonomistischen oder juristischen Einzelfragen verlieren.

    Wir können den Rat von klugen Professoren durchaus gebrauchen, aber wir brauchen eine neue Gruppierung aus der Mitte des einfachen Volkes, aus dem Herzen unserer Arbeiterklasse.

  27. saito sagt:

    @Leser 09
    Danke für die Korrektur.

    @JoachimBullinger
    Ja, das liest sich erschreckend. Aber auch die anderen Herren sind mit Vorsicht zu genießen. Alle sind neoliberal und der Herr Henkel war mal ein glühender Befürworter des €uro.
    Ich kann mir gut vorstellen, daß sie die Protestwähler einsammeln und danach mit Merkel gemeinsame Sache machen werden.

    mit freundlichen Grüßen

  28. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    Dann frage ich Sie mal umgekehrt: Warum materialisieren sich diese Stimmen immer in diversen ntv-, Focus und sonstigen Privatmedienumfragen, aber eben nicht im realen Wahlverhalten und bei den bundesweiten Umfragen von Emnid,etc.?

    Weil sich immer Leute finden, deren Aufgabe darin besteht, den Leuten die Hoffnung auszureden, daß eine solche Alternative eine Chance gegen die im Bundestag sitzende Einheitspartei CSUCDUSPDFDPGRÜNELINKE haben könnte. Wenn man das ausreichend häufig macht, wird das zur selbsterfüllenden Prophezeiung, und genau das ist doch von o.g. Einheitspartei so gewollt. Vor allem die mit letzterer verbandelten Mainstreammedien funktionieren in der Beziehung als propagandistischer Transmissionsriemen.

    Daß es auch anders geht, beweisen Fälle wie die Piraten, die von den Medien gezielt hochgeschrieben wurden. Dort wurde ausgiebig und in positiver Weise von ihnen und vor allem deren Wahlchancen geschrieben. Als die Leute das lasen, vor allem die Protestwähler, die entschlossen waren, jemanden außerhalb des Establishments zu wählen, fingen sie an, Vertrauen darin zu bekommen, daß die Piraten es über die 5%-Hürde schaffen würden. Das führte wiederum zu steigenden Umfragewerten für diese und steigerte seinerseits die Zuversicht der Wähler.

    Über diese Aufschaukelung der Umfragewerte und der gezielten Berichterstattung über die Piraten gelang es schließlich, in Art einer selbsterfüllenden Prophezeiung, die Piraten in die Parlamente zu hieven. Damit war das Protestwählerpotential in einer Art kanalisiert, von denen die MSM inklusive die Blockparteien wußten, daß es ihnen nicht gefährlich werden konnte. Mission accomplished.

    Darum sage ich jetzt, daß die Alternative für Deutschland, wenn sie sich denn als Partei konsolidiert, es schaffen wird. Auch wenn die Jakobiner das gern anders hätten.

  29. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Zitat: „Wenn jemand existenziell bedroht ist, sollte er die Möglichkeit haben, sich und seine Familie durch den Verkauf von Organen zu finanzieren.“

    Ich bin – Gott ist mein Zeuge – ein friedlicher und friedliebender Mensch (geworden😉 ), der stets bemüht ist, auch die Interessen des Anderen zu sehen, diese auch anzuerkennen und nach Versöhnung zu suchen – allerdings als echte Vermittlung, das heißt: ohne faule Kompromisse zu machen.

    Nur, wenn ich so etwas lesen muß, dann steigt der Heilige Zorn in mir auf und ich muß mich (mein Ich) schon sehr bemühen, um nicht ganz zu einer Art von “Furor teutonicus” zu werden.

    Und da findet sich auch schon der erste, der sich als dankbares Opfer der Negativpropaganda derjenigen auf den Leim geht, die im Auftrag unserer politisch-medialen Kaste unterwegs sind. Eigentlich war das zu erwarten: Die Nazikeule kann man angesichts der Vita der Protagonisten der AfD, die in der Öffentlichkeit zu bekannt ist, nicht glaubhaft einsetzen. Gegen die weit verbreitete Anti-Euro-Stimmung und die große Unterstützung der Bevölkerung für alle Kräfte, die den Euro-Wahnsinn beenden wollen, kann man auch schwer an, da man diese weit verbreitete Stimmung inzwischen einfach nicht mehr leugnen kann. Also bleibt nur die Taktik, die persönliche Reputation der Vertreter der AfD anzugreifen und auf diesem Weg Negativpropaganda zu machen.

    Herr Bullinger, bei aller Hochachtung vor ihren bisherigen Beiträgen: Ich gebe Ihnen Brief und Siegel, daß ausnahmslos bei allen Bewegungen oder Parteien, die für das politische Establishment gefährlich zu werden beginnen, irgendwelcher Dreck ausgegraben werden wird. Mein Wort. Da man gemerkt hat, wie leicht es ist, mit diesem Methoden den deutschen Michel davon abzuhalten, diejenigen Parteien zu wählen, die seine Interessen zu vertreten, wird man diese Taktik so lange fahren, wie sie zieht. Daß sie zieht, beweist mir Ihr im Tone hochmoralischer Entrüstung vorgebrachter Kommentar.

    Wenn Sie jetzt schon, im Vorfeld der möglichen Bildung einer alternativen Partei außerhalb des Establishments, dieser gezielten Diffamerungskampagne auf den Leim gehen, dann verweigern sie ihr damit die öffenltiche Unterstützung und Resonanz, die sie braucht. Was glauben Sie, warum in der Vergangenheit alle Versuche zu alternativen Parteien gescheitert sind? Genau daran. Eine solche Partei müßte auf einer Woge der öffentlichen Unterstützung getragen werden, die auch andere überzeugt und die Bevölkerung zur Überzeugung bringen kann, daß eine solche politische Kraft bei Wahlen Erfolg. Wenn Sie nun mit spitzen Fingern auf einzelne Leute bzw. Punkte zeigen, die Ihnen nicht gefallen und weswegen sie diese Leute nun nicht unterstützen können, betreiben sie das Werk der Leute, die für genau die Zustände im Land verantwortlich sind, die Sie in all ihren anderen Kommentaren zu Recht kritisieren.

    Sie müssen sich irgendwann entscheiden, was sie wollen. Entweder ihr Luftschloß einer Alternative von moralisch lupenreinen (gemäß Ihrem persönlichen Ideal) Leute, die dann die Welt zum Höheren und Edleren bewegt, oder eine politisch relevante Alternative, die irgendwann auch in den Parlamenten vertreten ist und dort die Möglichkeiten zu realen Veränderungen der haarsträubenden Mißstände im Land hat.

  30. Gerswind_D184 sagt:

    Das hier abgedruckte Interview ist aus 2012 und stellt nicht mehr den aktuellen Stand dar.
    „Hier das Interview aus COMPACT 11/2012.“

    Hier habe ich eine Zusammenstellung und Einschätzung zum Thema gegeben, sowie eine Auswahl von Artikeln verlinkt.

    Beste Grüße

    http://gerswind.homepage.t-online.de/WordPress/index.php/2013/03/07/alternative-fur-deutschland/

  31. ue sagt:

    @Alternative für welches Deutschland?

    Zu viel Professorentum, zuviel Biederkeit. Und die AfDler sind nicht das erhoffte „Zentrum“.

    Wenn es richtig ist, wie in diesem Blog diskutiert, dass wir uns in einem Wirtschaftskrieg befinden, dann sind die AfDler jene Politiker, die sich für den Fall empfehlen, dass wir vor der alliierten Hedgefonds- und Finanzkriegsführung bedingungslos in die Knie gehen. Dann bräuchte es unbelastete Nachkriegspolitiker … Jetzt steht diese Politik im Ruch des Verrats, im Fall der Niederlage werden wir sie als Helden des Widerstands verehren (müssen). So weit aber ist es, Gott sei Dank, noch nicht.

    Ins Unreine gesprochen.
    1. Wir brauchen für unser Land eine Art Kulturrevolution, eine Reconquista, um gegen die in den Medien und der Politik herrschende Gender-Elite die (noch immer von der Mehrheit der Bevölkerung getragenen) Grundlagen unserer Kultur wieder zur Sprache zu bringen.

    2. Kulturrevolution bedeutet nicht Christen gegen Muslime, sondern der Kampf derer, denen dieses Land am Herzen liegt. Gegen die Gefahr einer globalisierten Gender-Kultur des pursuits of happiness steht eine Kultur der auf einen „inneren“ Gott bezogenen Sekundärtugenden. Die Rückkehr des muslimischen Vatergottes ist keine Gefahr sondern eine Chance, denn sie zwingt die Noch-Christen darüber nachzudenken, ob es im Vaterunser wirklich heißt, „mein Reich komme, mein Wille geschehe“ oder ob nicht doch im Original des Gebets es hieß „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe“.

    3. Heino hat mit seiner Cover-CD mehr für die notwendige Art der Kulturrevolution getan, als wir theoretisierend hier diskutieren und die AfDler je bewirken werden. Dennoch muss die Notwendigkeit einer Reconquista auf den Begriff gebracht werden. Carl Schmitt spricht beim Begriff des Partisanen davon, dass das Tellurische sich mit dem Universalen verbinden müsse. Wie bekommen wir Bodenständigkeit und Mehrheitskultur wieder mit dem universalen Moment unserer Kultur verbunden?

    4. Kulturrevolution erfordert in Deutschland nicht eine neue Partei, sondern eine prophetische Stimme. Compact ist die oder eine dieser Stimmen. Auch Amos, Hosea und andere Stimmen des AT waren Sozialrevolutionäre, und Mose könnte man den Leninisten der Offenbarung nennen. Soll keiner sagen, dass Gott keinen Humor hat, wenn er mit Paulus den Chef einer Zielfahndungsgruppe zum wichtigsten Apostel der Christenbewegung machte.

    5. Unsere Gegenspieler der Gender-Elite agieren mit einer weinerlichen Kultur auf der Basis einer erschlichenen Opferrolle. Dagegen können wir nur den Mut zu Wahrheit, Ehrlichkeit, zu Glaube und Treue stellen. Gegen die Sophistik der Dekonstruktion stehen einfache Wahrheiten. Die Gender-Elite hält vom Grundschullehrer bis zum Verfassungsrichter alle Schlüsselpositionen der Deutungshoheit besetzt, das ist das Schwierige des Konfliktes, aber sie hat sich von den religiösen Grundlagen unserer Kultur entfernt und da liegt ihr Schwachpunkt.

    6. Die Reconquista wird Zeit brauchen, vielleicht Generationen und deshalb brauchen wir einen Wallfahrtsort wie „Santiago de Compostela“, zu dem jede Generation neu aufbrechen kann, um den Mut zu tanken, den Kampf um unser Land führen zu können.

  32. Muslim from Germany sagt:

    @ Joachim Bullinger

    ————–
    ja gerade psychopathisch veranlagte typen machen uns das leben schwer, sie hocken oftmals in führungspositionen, teils mit höreren akademischen titeln ausgezeichnet. ich treffe diese art von menschen oftmals in unternehmen an. sie betrachten sich als persönliche offenbarung in gestalt und flippen jedes mal aus, sobald sie bemerken, daß ich dadurch nicht zu beeindrucken bin und sie eiskalt ignoriere, sobald sie ihre machtansprüche stellen, dann noch sie zurechtweise, wo sie ihren platz einzunehmen haben.

    Sie typen gehen mir wirklich auf den keks und es gibt zuviele davon.

  33. Dieser Scheiss Artikel in GeoLitico ist nix als Hetze. Ihr seid doch sonst immer sooooooo kritisch, warum nicht an dieser Stelle???

  34. Aber ich muss Dieter Staudt recht geben. Seit dem Interview mit Adam ist einiges passiert. Bitte aktualisieren…

  35. Jakobiner sagt:

    Zu UE:

    „Gegen die Gefahr einer globalisierten Gender-Kultur des pursuits of happiness steht eine Kultur der auf einen “inneren” Gott bezogenen Sekundärtugenden. Die Rückkehr des muslimischen Vatergottes ist keine Gefahr sondern eine Chance, denn sie zwingt die Noch-Christen darüber nachzudenken, ob es im Vaterunser wirklich heißt, “mein Reich komme, mein Wille geschehe” oder ob nicht doch im Original des Gebets es hieß “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe”.(…) 6. Die Reconquista wird Zeit brauchen, vielleicht Generationen und deshalb brauchen wir einen Wallfahrtsort wie “Santiago de Compostela”, zu dem jede Generation neu aufbrechen kann, um den Mut zu tanken, den Kampf um unser Land führen zu können.“

    Gott, innerer Gott, Reconquista–wie schon gesagt: Dieser Blog scheint inzischen immer mehr religiöse Spinner anzuziehen.Zudem: Das dürfte wohl vom Programm der Identitären abgeschrieben sein.Diese Spilttergruppe ist aber auch zu vernachlässigen–eher zumindestens als die AfD oder die Freien Wähler.

  36. Rolf sagt:

    ich vermisse nach wie vor eine Positionierung von Elsässer zum Thema.

  37. aneglio pötersen sagt:

    @Karl_Murx (bzw @Alle)

    das ist als Detail halbwegs off-topic, im Ganzen jedoch keineswegs:

    ich würde gerne verstehen warum die Linke von Ihnen ein paar posts zuvor so pauschal zum BT-Einheitsmatsch dazugezählt wurde .

    und warum Die Linke (auch von selbstständig denkenden Leuten) so kategorisch als nicht Infragekommend verstanden oder nicht wenigstens im Augenblick für Ihre wichtige demokratische Funktion in Schutz genommen wird.
    die SED-PDS Genealogie ist mir geläufig

    G.G im BT: „..das ist nicht hinnehmbar! nicht hinnehmbar.“

  38. Karl_Murx sagt:

    @Leser09:

    Der Link funktionierte nicht, der hier sollte passen:

    http://www.geolitico.de/2013/03/06/tiefe-einblicke-in-die-politische-alternative-fur-deutschland/

    Das ist allerdings erschreckend. Ich kann nur hoffen, die die sich von solchen Spinnern distanzieren.

    Eine Frage, Leser09: Angenommen, Sie wären irgendwo auf hoher See und werden schiffbrüchig, und Ihre einzige Chance auf Rettung wäre ein zufällig vorbeikommendes Ruderboot. Würden Sie diese Chance dann ausschlagen, nur weil der Ruderer eventuell schielt oder Ihnen sonstig persönlich nicht zusagt? Genauso ist es hier. Wenn Sie sich bei einer Gruppierung, die nach Lage der Dinge eine gute Chance hat gewählt zu werden und eine Alternative zum regierenden Parteienkartell darstellt, daß sich gegen die eigene Wählerschaft verbündet hat, von solchen Negativmeldungen abschrecken lassen, was der eine oder andere Vertreter mal gesagt hat oder gesagt haben soll, dann berauben Sie sich damit selbst von vornherein der Möglichkeit auf Änderung der Lage. Sollten Sie tatsächlich daran interessiert. sein.

  39. ue sagt: März 9, 2013 um 11:54
    Die Gender-Elite hält vom Grundschullehrer bis zum Verfassungsrichter alle Schlüsselpositionen der Deutungshoheit besetzt, das ist das Schwierige des Konfliktes, aber sie hat sich von den religiösen Grundlagen unserer Kultur entfernt und da liegt ihr Schwachpunkt.

    Ja. Aber der Deutsche beginnt erst dann sich zu verteidigen, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnte.

    Ein Thomas Müntzer 2.0 könnte in der Tat etwas bewirken. Aber erst dann, wenn es zu spät ist… Es käme dann zu einem „Bauernaufstand“ und einem Luther 2.0 der ihn verrät.

    Und das alte Horn, das so lang geruht,
    Veit Stoß, der nimmt’s aus der Lade.

    Das alte Horn, es schreit nach Blut
    D’rum gibt’s kein „Gott genade!“

    Und alles würde so enden, wie es schon immer geendet hat und immer enden wird. Nämlich mit dem Sieg der Dunklen Seite.

  40. Karl_Murx sagt:

    @ue:

    Zu viel Professorentum, zuviel Biederkeit.

    Vielleicht genau das Richtige für die hiesige Bevölkerung. Die schätzen i.a. keine Extreme und keine Marktschreiber. Wir sind die Deutschen mit frommer Kinderstube und keine röm`sche Mördergrube.

    Und die AfDler sind nicht das erhoffte “Zentrum”.

    Wenn wir sie als Wähler dazu machen, schon.

    Wenn es richtig ist, wie in diesem Blog diskutiert, dass wir uns in einem Wirtschaftskrieg befinden, dann sind die AfDler jene Politiker, die sich für den Fall empfehlen, dass wir vor der alliierten Hedgefonds- und Finanzkriegsführung bedingungslos in die Knie gehen. Dann bräuchte es unbelastete Nachkriegspolitiker …

    Sollen wir die uns backen? Oder müssen wir mit den Verhältnisses und den Leuten haushalten, die vorhanden sind? Im übrigen wären die Vertreter der AfD, wenn wir sie in den Bundestag wählen, größtenteils genau diese „unbelasteten Nachkriegspolitiker“, von denen Sie reden. So weit ich die Liste überblicke, die von den Protagonisten der AfD veröffentlicht wurde, handelt es sich bis auf wenige Ausnahmen um Neulinge in der Politik.

    Jetzt steht diese Politik im Ruch des Verrats, im Fall der Niederlage werden wir sie als Helden des Widerstands verehren (müssen).

    Der Erfolg einer Alternative zu den etablierten Parteien wäre mir allerdings lieber als ein ehrenhafter Nachruf für gescheiterte Helden. Ihnen nicht?

    1. Wir brauchen für unser Land eine Art Kulturrevolution, eine Reconquista, um gegen die in den Medien und der Politik herrschende Gender-Elite die (noch immer von der Mehrheit der Bevölkerung getragenen) Grundlagen unserer Kultur wieder zur Sprache zu bringen.

    Gut gesprochen. Nur mit welchen Leuten an den Schalthebeln wollen Sie das bewerkstelligen, und vor allem wann?

    2. Kulturrevolution bedeutet nicht Christen gegen Muslime, sondern der Kampf derer, denen dieses Land am Herzen liegt. Gegen die Gefahr einer globalisierten Gender-Kultur des pursuits of happiness steht eine Kultur der auf einen “inneren” Gott bezogenen Sekundärtugenden. Die Rückkehr des muslimischen Vatergottes ist keine Gefahr sondern eine Chance, denn sie zwingt die Noch-Christen darüber nachzudenken, ob es im Vaterunser wirklich heißt, “mein Reich komme, mein Wille geschehe” oder ob nicht doch im Original des Gebets es hieß “Dein Reich komme, Dein Wille geschehe”.

    Als Vertreter der deutschen Gesellschaft mit christlich-abendländischen Wurzeln werde ich sicherlich nicht Allahu Akbar! skandieren, auch wenn das einigen Leute lieber ist. Ich wünsche nämlich weder Gender-Maingestreamt noch zum Islam bekehrt werden. Warum reden Sie übrigens von Noch-Christen?

  41. Karl_Murx sagt:

    @schnehen:

    Mein erster Eindruck von dieser Vereinigung ist negativ, und ich muss in fast allen Punkten @Marxist zustimmen.

    Wissen Sie, was ich denke? Es wird nie eine Vereinigung geben, die Ihnen zusagt. Jedenfalls nicht im Diesseits. Genau davon ist hier aber die Rede.

    Warum tritt man nicht für die Wiedereinführung der nationalen Währungen ein, statt für den, wie er treffend schreibt, Nord-Süd-Euro-Blödsinn?

    Weil radikale Lösungen der einheimischen Wählerschaft meist zuwider sind und diese erfahrungsgemäß abschrecken. Außerdem gibt es hier eben nicht, wie regierungsamtlich verbreitet, die eine, alleinseligmachende TINA-Lösung, sondern es sind verschiedene Szenarien denkbar. Wir werden uns – im optimalen Fall – für eine Variante entscheiden, daß den Schaden minimiert. Aber vom jetzigen Euro-Kurs, den die regierende Einheitspartei mit der argumentationsresistenten Beharrlichkeit von Lemmingen Richtung Abgrund verfolgt, müssen wir auf jeden Fall weg. Dafür brauchen wir Alternativen wie die AfD.

    Wie soll denn eine Währungsabwertung im Rahmen eines Süd-Euros in der Praxis funktionieren? Alle Staaten, die dazu gehören würden, müssten sich darauf einigen, was nie und nimmer zustande kommen wird, weil diese Staaten viel zu unterschiedlich strukturiert sind. Deshalb werden sie sich auch erst gar nicht auf einen Südeuro einlassen. Wenn man sich die Bewegungen ansieht, z. B. in Spanien, wird nirgendwo so etwas gefordert.

    Dann haben die eben wieder ihre nationalen Währungen. Wichtig daran ist, daß es nicht mehr möglich sein wird, auf Kosten anderer Volkswirtschaften wie Deutschland zu leben. Außerdem wird das denen die Möglichkeit geben, durch Abwertung gegenüber dem Nord-Euro bzw. der wiedereingeführten deutschen Nationalwährung konkurrenzfähig zu werden und aus dem Konjunkturtal herauszukommen. Denken Sie doch an die Zeit vor der Einführung des Euros: Da gab es den ECU als Verrechnungseinheit, und die Notenbanken und Finanzpolitiker der europäischen Länder hatten sich darauf geeinigt, die Kurse zwischen den einzelnen Währungen nur noch in einem definierten, eng begrenzten Korridor schwanken zu lassen. Hat damals seltsamerweise funktioniert.

    Wenn ich den Text richtig verstanden habe, will man sogar an Maastricht festhalten und den Vertrag lediglich verbessern. Oder habe ich das missverstanden? Der Vertrag muss jedoch weg, am wegsten.

    Schon eine Modifizierung des Maastricht-Vertrages wäre ein großer Erfolg. Daß wir wieder hin zur Sicherung unserer Grenzen und uns die Teile der Souveränität zurückholen müssen, mit denen uns die EUdSSR daran hindern kann, genauso wie allgemein an der Vertretung unserer eigenen legitimen (deutschen) Interessen, dürfte bei der AfD Konsens sein.

    Habe ich es richtig verstanden, dass man nur künftige Abtretungen von Souveränitäts- und Hoheitsrechte durch Volksabstimmungen verhindern, die bereits abgetretenen jedoch hinnehmen will? Correct me if I am wrong. Die wahre Alternative: Alle illegal vollzogenen Abtretungen müssen rückgängig gemacht werden, weil sie grundgesetzwidrig sind.

    Wie wollen Sie das aber bewerkstelligen, wenn Sie durch Ihre negative Haltung zur AfD diese von vornherein der Chance berauben, eine politisch relevante Kraft zu werden? Glauben Sie tatsächlich, daß die Blockparteien jemals Volksentscheide einführen werden, wo man die Möglichkeit erhält, sich gegen den Irrsinn auszusprechen, der von denen praktiziert wird? Ich persönlich habe schon mit fünf Jahren nicht mehr an den Weihnachtsmann geglaubt. An partieller Amnesie leide ich auch nicht, und darum kenne ich die Versprechungen hinsichtlich der Zulassung von Volksentscheiden, die regelmäßig vor Wahlen gemacht werden und ebenso regelmäßig danach wieder kassiert werden. Gründe dafür fanden sich immer.

    Mir scheint diese Organisation eine Art Professorenpartei zu sein, die keine Verankerung in breiteren Volksmassen sucht, sondern versuchen wird, über juristische Schritte und auf dem Verhandlungsweg etwas an der bestehenden Misere zu ändern. Das ist völlig illusorisch. Eine solche Gruppierung wird nicht über die 2%-Hürde hinwegkommen, sondern sogar noch darunter bleiben. Der Grund: ihre Halbheiten, ihre Inkonsequenz.

    Noch einmal: Wie stark die AfD ist, entscheiden wir als Wähler. Wenn wir uns dazu entschließen, sie durch unser Votum stark zu machen, dann ist sie das auch. Sie reden hier von Halbherzigkeiten und Inkonsequenzen. Ich sagen Ihnen, sollte es Ihnen tatsächlich um Veränderungen zum Besseren gehen: Sie wollen alles und werden nichts bekommen. Zeigen Sie mir eine politische Alternative, die eine reale Chance hat. Ich sehe im Moment keine außer der AfD, und nach Lage der Dinge wird es bis zum Wahltermin wohl keine andere geben.

    Was wir brauchen ist eine radikal-demokratische Volksbewegung, die klar nein zum Euro und zur EU sagt, die klar ja sagt zur Wiedereinführung der DM und zur Herstellung unserer staatlichen Souveränität, aber auch zur Volkssouveränität, die viel weiter geht. Die aber auch sagt, dass wir unabhängig davon eine gründliche Demokratisierung unserer staatlichen Institutionen brauchen, dass wir frischen Wind in den Institutionen brauchen, dass das einfache Volk mehr zu sagen bekommt, dass wir das Medienmonopol der wenigen brechen müssen, denn ohne Bruch dieses Monopols wird es keinen gesicherten Fortschritt geben. Wir brauchen zu allererst ein demokratisches Mediengesetz, um der Macht der Springerpresse etwas entgegenzusetzen.

    Tut mir leid. Aber wir sind hier nicht bei „Wünsch dir was“, sondern hier geht es – jedenfalls nach meiner Vorstellung – um die realen politischen Kräfteverhältnisse und die Etablierung einer Bewegung, die dazu bereit und in der Lage ist. Mit Ihren Luftschlössern ändern Sie nichts.

  42. Leser09 sagt:

    Da sich die Diskussion in Details zu verzetteln droht, möchte ich mal kurz meine grundsätzlichen Überlegungen einbringen. Für mich wäre eine eventuelle Wahl der „Alternative für Deutschland“ keinesfalls eine „Liebesheirat“, sondern höchstens eine „Zweckehe“ auf Zeit. Wenn ich mir die Probleme und Entwicklungen in und um Deutschland ansehe, dann scheint mir das Thema EU mit all seinen Facetten – allen voran Euro & Krise – einfach das mit dem dringendsten Handlungbedarf zu sein. Ich überlege also ganz nüchtern, ob die AfD eine wirksame Gegenkraft werden könnte, die eine neue Weichenstellung bewirken oder zumindest anstoßen könnte. Das ist alles (und diese Frage zu klären wäre m.E. ein lohnendes Diskussionsziel). Danach kann sich diese Partei meinetwegen gern wieder auflösen.

  43. juergenelsaesser sagt:

    Rolf: In der nächsten Ausgabe von COMPACT.

  44. @ Karl Murx: Irgendwie suchen sie Streit. Man kann auch das Haar in der Suppe suchen und finden.Vielleicht hätte ich auch Kritik an dem einen oder anderen…und nun? Es geht um eine Alternative für Deutschland…die wir dringend brauchen…viele wählen Die Linke nicht wegen Ost und Stasi, Wagenknecht erzählt auch immer dasselbe über den Kapitalismus und fährt mit dem Mercedes nach Hause.Klaus Ernst liebt seinen Porsche als Freund der Arbeiter.Ansonsten sind die Leute von der Alternative normale Bürger von nebenan…deshalb wurde Bernd Lucke auch eingeladen zu Maybritt Illgner….

  45. @ Jürgen: Da bin ich aber mal gespannt….

  46. Leser09: Das sehe ich sehr ähnlich….

  47. Karl_Murx sagt:

    @Harald Schmidt:

    Irgendwie suchen sie Streit. Man kann auch das Haar in der Suppe suchen und finden.

    Sind Sie sicher, daß Sie mich jetzt damit meinen? Ich war eigentlich der Meinung, daß ich mich klar und eindeutig dagegen ausgesprochen hatte, bei der AfD das Haar in der Suppe zu suchen, wo es darum gehen sollte, eine wählbare Alternative zu unterstützenn.

  48. Karl_Murx sagt:

    @aneglio mit dem komplizierten Namen:

    ich würde gerne verstehen warum die Linke von Ihnen ein paar posts zuvor so pauschal zum BT-Einheitsmatsch dazugezählt wurde .

    Ich bin der Auffassung, daß die Linke inzwischen genauso zum Politestablishment gehört wie alle anderen Parteien. Ich rede jetzt gar nicht von solchen Dingen wie die Vorschläge von Sarah Wagenknecht, alle Einkommen über 500.000, – Euro im Jahr komplett wegzusteuern (über die Höhe der Steuern kann man geteilter Meinung sein; dieser Vorschlag kommt aber eindeutig aus der Sozialismuskiste), sondern ich rede von der Unterstützung der Linken für den Euro und den sog. Rettungsschirmen. Da haben die Vertreter der Linken doch noch jedesmal brav das Pfötchen gehoben. Vom K(r)ampf-gegen-Rechts, also dem Dauerkampf gegen den Ewigen Nazis in uns Deutschen, der um so heldenhafter geführt wird, desto länger diese Zeit zurückliegt und je geringer die Gefahr ist, soll dieses Mal auch nicht ausführlich gesprochen werden. Wählbar ist die LINKE jedenfalls nicht. Die haben sich ganz einfach in ihrer „linken“ Sozialismusecke bequem eingerichtet, von einigen pragmatischen Ansätzen mal abgesehen.

    und warum Die Linke (auch von selbstständig denkenden Leuten) so kategorisch als nicht Infragekommend verstanden oder nicht wenigstens im Augenblick für Ihre wichtige demokratische Funktion in Schutz genommen wird.
    die SED-PDS Genealogie ist mir geläufig

    Dann wird Ihnen auch bekannt sein, daß die LINKE (damals SED-PDS) in den Jahren nach der Wiedervereinigung 1990 mindestens als eine ebensolche Paria-Partei galt wie heute die NPD. Machen Sie sich ruhig mal kundig. Wo steht die Partei heute, und an wieviel Regierungen war sie inzwischen schon beteiligt?

  49. Karl_Murx sagt:

    @Leser09:

    Für mich wäre eine eventuelle Wahl der “Alternative für Deutschland” keinesfalls eine “Liebesheirat”, sondern höchstens eine “Zweckehe” auf Zeit. Wenn ich mir die Probleme und Entwicklungen in und um Deutschland ansehe, dann scheint mir das Thema EU mit all seinen Facetten – allen voran Euro & Krise – einfach das mit dem dringendsten Handlungbedarf zu sein. Ich überlege also ganz nüchtern, ob die AfD eine wirksame Gegenkraft werden könnte, die eine neue Weichenstellung bewirken oder zumindest anstoßen könnte. Das ist alles (und diese Frage zu klären wäre m.E. ein lohnendes Diskussionsziel).

    Auf nichts anderes will ich hinaus.

    Danach kann sich diese Partei meinetwegen gern wieder auflösen.

    Vorausgesetzt, die Blockparteien haben aus dem Erfolg der AfD Lehren gezogen. Oder aber es etabliert sich eine Partei aus dieser Bewegung, die auch weiterhin den Willen der Bevölkerung artikuliert bzw. irgendwann selbst die Regierungsgeschäfte übernimmt. Freiwillig werden das die Etablierten niemals tun.

  50. Jakobiner sagt:

    Zu „Karl_Murx sagt:
    März 9, 2013 um 14:32

    @schnehen:

    Mein erster Eindruck von dieser Vereinigung ist negativ, und ich muss in fast allen Punkten @Marxist zustimmen.

    Wissen Sie, was ich denke? Es wird nie eine Vereinigung geben, die Ihnen zusagt. Jedenfalls nicht im Diesseits. Genau davon ist hier aber die Rede.“

    Da möchte ich Karl Murx mal zustimmen: Für Schnehen muss es die hundertfünzigprozentig-reine Lehre sein, drunter geht nichts. Im folgenden begründet ja KM hervorragend, w denn genau die Vorteile liegen.Seien sie nicht so puritanisch, Schnehen, sonst werden sie wirklich besser religiös und hoffen auf eine jenseitige Lösung!

  51. @ Karl Murx: Sie haben recht, nix für ungut

  52. chicano sagt:

    @ karl murx

    „Angenommen, Sie wären irgendwo auf hoher See und werden schiffbrüchig, und Ihre einzige Chance auf Rettung wäre ein zufällig vorbeikommendes Ruderboot. Würden Sie diese Chance dann ausschlagen, nur weil der Ruderer eventuell schielt oder Ihnen sonstig persönlich nicht zusagt?“

    zum eigentlich ersten mal teile ich ihre meist hochgeschätzte meinung nicht.

    hier gehts nicht um kleinigkeiten oder schönheitswettbewerbe.
    eher darum ob ich die pest gegen cholera eintauschen mag.

    scheint eher wieder ein maneuver derer zu sein, die auf dem tisch kämpfen und unter dem tisch händchen halten. und wenn nicht das, dann erstgenanntes……..pest statt cholera.

    bei dem organverkaufsgelaber hört der spaß auf….

  53. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    zum eigentlich ersten mal teile ich ihre meist hochgeschätzte meinung nicht.

    hier gehts nicht um kleinigkeiten oder schönheitswettbewerbe.
    eher darum ob ich die pest gegen cholera eintauschen mag.

    scheint eher wieder ein maneuver derer zu sein, die auf dem tisch kämpfen und unter dem tisch händchen halten. und wenn nicht das, dann erstgenanntes……..pest statt cholera.

    bei dem organverkaufsgelaber hört der spaß auf….

    Angenommen, die AfD hätte als einzige Gruppierung außerhalb der Blockparteien eine reale Chance, in den Bundestag einzuziehen: Würden Sie einzig aus diesem Grund, also den Äußerungen, die ein einzelner Vertreter der AfD gemacht hat oder gemacht haben soll, die Gruppierung als Ganzes nicht unterstützen?

    Manchmal ist es zum Verzweifeln. Können wir uns diese Beckmesserei und das moralische Aposteltum tatsächlich leisten, angesichts der Beträge, die auf dem Spiel stehen?

  54. Marxist sagt:

    @Jakobiner
    Lucke, Hankel und viele andere scheinen aber doch eher eigene Währungen als Währungsblöcke zu bevorzugen. Hankel betont immer wieder, daß auch Währungsunionen von nur 3 Staaten – seien sie noch so ähnlich – zum Scheitern verurteilt sind, siehe Skandinavische Münzunion. Demgegenüber sind Norwegische und Schwedische Krone als jeweils souveräne Währungen seit den 1920ern stabile und respektable Währungen.

    Insgesamt ist der Nord/Süd-Euro keine Eurokritische Position. Es ist ein Versuch, den Euro zu retten und Eurokritik zu kanalisieren. In Großbritannien werben die eurofanatischen LibDems momentan für eine Mitgliedschaft Großbritanniens in einer verkleinerten Nordeuro-Zone. Aber da sagen die Euroskeptiker von links bis hin zu UKIP NEIN! Sie wollen alle souveräne Währungen und keine Währungsblöcke.

    Nur, wenn die Alternative für Deutschland ein klares Programm entwickelt, das kompromisslos für nationale Währungen einsteht und der dümmlichen Nord-Euro-Idee endlich eine absage erteilt, wird sie in den Wahlen eine Chance haben.
    Man stelle sich nur vor, Polen, Dänemark oder Schweden wären an einen deutsch-dominierten Nord-Euro gekettet. Dann würde es ihnen gehen wie jetzt Griechenland.

    Also: Komplettabwickelung des Euro. Und da sage keiner, das sei radikal: Unsere Nachbarstaaten Dänemark, Schweiz, Polen und Tschechien haben auch alle eigene Währungen.

  55. Marxist sagt:

    In einem Interview spricht sich Lucke für die Einführung eigener Währungen aus, mit der dubiosen Nord-Euro-Diktatur hat er also nix am Hut

    Zitat:
    „Mindestens ein Drittel der Deutschen wünscht sich die D-Mark zurück. Nach manchen Meinungsumfragen sogar zwei Drittel. Da muss es in einer Demokratie doch eine seriöse Partei geben, die sich dieses Wunsches annimmt.“

  56. angelo petersen sagt:

    @Karl_Murx danke für Ihre Antwort.

    Die Linke ist dafür wenigstens hi-jacking-unverdächtig .

    Laut geolitico stehen ein paar der AfD-Protagonisten ja auch der INSM nahe, und die steht glasknochenklar für Desinformation und Astro-Turfing-Kultur (abgesprochene Talkshow-Beiträge, PR-Journalismus)

    Ich kann schnehens Unbehagen sehr gut verstehen. Ihre Argumentation allerdings auch.

  57. @ Karl Murx: Bravo.Sie haben es verstanden.Ich hoffe nicht nur….

  58. Siegfried Luckner sagt:

    @Karl Murx.
    Ich bin ganz Ihrer Meinung und hoffe, dass es uns gelingt, möglichst viele der Finanzsystemkritischen zu deren Unterstützung zu bewegen. Ich war zwar sehr skeptisch, ob eine Parteineugründung Erfolg haben kann, denke nun aber, dass der Frust in allen Schichten der Bevölkerung derart groß ist, dass es gelingen kann. Es wäre ein Verbrechen, nun diese Chance zu vertun, indem man in typisch deutscher Manier mal wieder das oben bereits angesprochene Haar in der Suppe sucht.

  59. Siegfried Luckner sagt:

    … zu deren Unterstützung zu bewegen…
    mit „deren“ gemeint war die Alternative für Deutschland.

  60. angelo petersen sagt:

    @Siegfried Luckner

    absolut . doch es geht vielleicht nicht so sehr um das Haar in der Suppe und deutsche (möp) Pedanterie oder Prinzipienreiterei sondern um Massenpsychologie. Um.das dankbare Vertrauen in eine Initiative neoliberaler Geister der hartgesotteneren Sorte.
    Grasswurzel oder Kunstrasen.

    Nach allem was an solcherart Perfidien und Abgründigkeiten offenbart wurde in den letzten Jahren ist solche Skepsis nicht paranoid sondern angebracht. Ich glaube sicher, dass wir es auch hier mit einer neuen Generation Probleme zu tun haben.

    Schon die nächsten Wochen werden hier aber sicher etwas Aufschluss bringen.

  61. Anonymous sagt:

    Die AFD ist ehr wichtig endlich mal Leute wo sie die Nazikeule nicht auspacken können.

  62. angelo petersen sagt:

    … dass wir es auch hier mit einer neuen Generation von Problemen zu tun haben könnten.

    Ich will keine Paranoia säen, sondern nur einen Begriff möglicher Bedenken vergenauern

  63. angelo petersen sagt:

    ganz interessant:

    http://andreaskemper.wordpress.com/2013/03/04/alternative-fur-deutschland-die-geld-essentialisten/

    weiter unten : Entfernung von Kempers kritischen Kommentaren auf der Facebookseite der AfD – bis zur Sperrung

    Die Bild-Zeitung scheint wiederum pro-AfD-Leserkommentare zu zensieren .

  64. Karl_Murx sagt: März 9, 2013 um 19:11

    @chicano:

    Angenommen, die AfD hätte als einzige Gruppierung außerhalb der Blockparteien eine reale Chance, in den Bundestag einzuziehen: Würden Sie einzig aus diesem Grund, also den Äußerungen, die ein einzelner Vertreter der AfD gemacht hat oder gemacht haben soll, die Gruppierung als Ganzes nicht unterstützen?

    Manchmal ist es zum Verzweifeln. Können wir uns diese Beckmesserei und das moralische Aposteltum tatsächlich leisten, angesichts der Beträge, die auf dem Spiel stehen?

    Nein, das können wir nicht. Und andere Alternanten sind nicht eröffnet. Auch nicht die Linke, die NPD oder irgendwelche ostküstenhörige Neue-Rechte.

    Es gilt die Logik des besseren Arguments und das haben Sie. Ich bin versucht, mich in die Unterstützer-Liste einzutragen.

  65. chicano sagt:

    wir werden sehen. es ist immer das gleiche spiel.
    obama war hier der retter, gauck der messias und viele andere schon.

    jetzt soll dieser neoliberale zirkel die rettung bringen?
    es wird enden wie immer bisher, mit einer ent-täuschung.

    ich sperre mich nicht der hoffnung aber hier wird eher der ausgehungerte süden europas die brüsseler götterdämmerung herbeiführen als dieser trupp von leuten, die mindestlöhne ablehnen oder die organe der armen unter den reichen versteigern wollen.

    so sehr ihre argumentation auch sticht, werter karl murx, dass man die chance packen muss es bleibt dabei, dass man aus sand viele schöne dinge bauen kann aber eben kein haus darauf.

    fröhlich bei maybritt auf der couch? eriinnert mich an den piraten-ritterschlag. gäbe noch vieles dazu anzumerken aber die nächsten wochen werden das zeigen.

    wie schon oft hier bei verschiedenen gelegenheiten geschrieben und leider bisher nicht eingetreten: mögen sie recht behalten und ich mich irren.

    der befreiungsschlag wird aus dem volke, einer volksbewegung kommen oder gar nicht. bestenfalls werden auf der politebene tyrannen ausgetauscht.

  66. Rolf sagt:

    @Bullinger, Bravo!!!

    „Es gilt die Logik des besseren Arguments und das haben Sie. Ich bin versucht, mich in die Unterstützer-Liste einzutragen.“

    ´Verbündete auf Ziel´, genau das ist die richtige Einstellung:
    DER EURO & ESM MÜSSEN WEG!!!
    SOUVERÄNITÄT GEWINNEN DURCH VOLKSABSTIMMUNGEN IN SACHFRAGEN!!!

    Wer das sich auf die Fahnen schreibt, den unterstütze ich.
    So einfach muss das leider sein, auch wenn nicht alles perfekt ist. Wir haben keine Zeit mehr, um auf das Perfekte zu warten.
    Das müssen wir alle endlich einsehen…

    @Elsässer
    Es ist wohl Ihre Taktik, erst einmal abzuwarten, bis man sich festlegt. Bis zur Wahl ist ja noch etwas Zeit😉

    @Karl Murx
    Applaus! Schreib doch einen Compact-Beitrag dazu:
    Pragmatismus statt Luftschlösser, so oder ähnlich könnte der Titel lauten. mit fatalistischen Grüssen🙂

  67. Kleiner Wähler sagt:

    Gibt es mittlerweile überhaupt ein gültiges Wahlgesetz für eine Bundestagswahl?

    Und wer soll dieses beschließen? Ein durch ein „grundgesetzwidriges“ Wahlgesetz, ausgefertigt glaube ich 1956, zustandegekommener Bundestag? Was gab es eigentlich vor 1956 für ein Wahlrecht? Alliierte Besatzungsbestimmungen, die als solche erkennbar waren?

  68. rubo sagt:

    Es fällt mir schwer, von den vielen diskutierten Meinungen zur AfD die optimale zu finden, aber die Linie von @Karl_Murx halte ich für die überzeugendste und zu unterstützende!
    Es ist doch besser, eine mögliche Veränderung mit vorhandenen Mitteln anzustreben, als schon vor Beginn den möglichen Ausgang einer versuchten Änderung bestimmen zu wollen und damit den Willen zur Veränderung von vorn herein zunichte zu machen.
    Eine einzelne negative Stimme (Organverkauf) im Chor kann ihn doch nicht verderben.

  69. Anonymous sagt:

    Die AFD ist die letzte Hoffnung und so lange Karl Albrecht Schachtschneider dort mit macht sehe ich eine gute veraussetzungen hier mal ein 2 Interviews davon eins mit Compact und Jürgen.

  70. angelolo pepetersen sagt:

    bitte alle mal lockerbleiben. als hinge himmel & hölle davon ab, sich bis heute abend 18:00 uhr endgültig zu positionieren.

  71. Uranus sagt:

    Dieses Interview mit Konrad Adam in der Compact-Magazin Ausgabe 11/2012 war für mich Anlaß genug, mich sofort noch Ende Oktober 2012 (als Compact 11/2012 herauskam) in die Unterstützerliste der WA 2013 einzutragen. Allen bisher hier vorgebrachten Argumenten für oder wider eine Unterstützung zum Trotz unterstütze ich die WA 2013, bzw. jetzt die AfD aus dem gleichen Grund, aus dem ich Compact unterstütze:

    Ich will damit aktiv dazu beitragen, die entsprechenden Energiefelder zu verstärken, die zur Ausbildung einer kritischen Masse an menschlichkeitsbewahrenden Menschen erforderlich ist. Veränderungen aller Art gab es bisher nur, weil es Menschen gab, die sich zunächst gedanklich mit der gewünschten Veränderung beschäftigen und dann zur Tat geschritten sind. Jeder unterstützende Gedanke, jedes unterstützende Gebet und jede unterstützende Meditation ist dabei hilfreich und willkommen. Charles Lindbergh hätte niemals mit einem kleinen Flugzeug den Atlantik überquert, wenn er auf die Bedenkenträger gehört hätte.

  72. Leser09 sagt:

    @ „aneglio pötersen“ alias „angelo pepetersen“ alias „angelolo pepetersen“
    (Vielleicht das nächste Mal einen Pseudo-Klarnamen erfinden, den Sie auch fehlerlos schreiben können?)

    Wissen Sie eigentlich, wen Sie da in den Zeugenstand berufen haben?

    Ich schlage Ihren Hinweis für die Wahl zum Eigentor des Monats vor.

    Andreas Kemper ist einer der übelsten Gender-Hetzer des Landes, der für die Durchsetzung seiner pseudo-linken und männlich-selbsthassenden Ziele auch nicht vor Lüge, Manipulation und Verleumdung zurück schreckt. In einem Artikel wird er im zurecht eine „Blockwart-Mentalität vom Feinsten“ attestiert.

    http://sciencefiles.org/2013/02/25/frauenfeindlichkeit/

    http://sonsofperseus.blogspot.de/2011/07/der-ideologische-bauchnabel-von-andreas.html

    http://sonsofperseus.blogspot.de/2011/07/der-ideologische-bauchnabel-von-andreas_15.html

  73. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Nein, das können wir nicht. Und andere Alternanten sind nicht eröffnet. Auch nicht die Linke, die NPD oder irgendwelche ostküstenhörige Neue-Rechte.

    Es gilt die Logik des besseren Arguments und das haben Sie. Ich bin versucht, mich in die Unterstützer-Liste einzutragen.

    Applaus! Schreib doch einen Compact-Beitrag dazu:
    Pragmatismus statt Luftschlösser, so oder ähnlich könnte der Titel lauten. mit fatalistischen Grüssen🙂

    @rubo
    Es ist doch besser, eine mögliche Veränderung mit vorhandenen Mitteln anzustreben, als schon vor Beginn den möglichen Ausgang einer versuchten Änderung bestimmen zu wollen und damit den Willen zur Veränderung von vorn herein zunichte zu machen.

    und alle anderen:

    An einen Punkt möchte ich ausdrücklich erinnern, und das sind die von der AfD geforderten Volksentscheide über die Abtretung von Souveränitätsrechten an die EUdSSR und, soweit ich den pol. Grundtenor korrekt
    erfaßt habe, über alle weiteren grundlegenden Entscheidungen der Politik. Das setzt natürlich voraus, daß man die Möglichkeiten solcher Volksentscheide auf Bundesebene schafft, ob nun über den Weg eines einfachen Gesetzes oder über eine GG-Änderung, sei dahingestellt; es gibt viele Leute, die meiner Meinung nach zu Recht sagen, daß das GG nirgendwo die Möglichkeit für solche Volksabstimmungen untersagt. Man könnte ja auch schlecht gesetzlich verankern: „Das deutsche Volk hat lediglich das Recht auf diesen einen Entscheid und auf keine weitere in aller Zukunft“.

    Die Etablierung einer politischen Kraft auf Bundesebene, die tatsächlich für die Möglichkeit von Volksentscheiden eintritt, wäre für sich schon ein Erfolg.

  74. Eveline Kmietzyk sagt:

    Ökonomisch sind wir Verbraucher äußerst machtvoll – Einigkeit vorausgesetzt.
    Als Verbraucher bundesweit Druck auszuüben, wäre auch eine Alternative.

    Ich neige dazu diese Variante zu bevorzugen, da der „Michel“ sein beherztes politisches Reinheitsgebot hier auf Erden nicht finden wird.

    Was ist wichtiger das Fressen oder die Moral?
    Kann es in Deutschland überhaupt eine Bewegung geben, wo „Fresser“ und „Moralisten“ Heimat finden ?

    Ich beobachte, wie aktiv Frauen jenseits der 70 sind, die über große Enttäuschungen aus der Gesundheitsindustrie verfügen, jetzt das ganze brd Unwesen hinterfragen.

    Wenn es einen Befreiungsschlag aus dem Volke geben wird, meiner Meinung nach, Motor wird die Wut der schlechten und falschen Füllstoffe aus der Nahrungsmittelindustrie sein.

    Unsere Verwertungsgemeinschaft EU.

  75. Realist sagt:

    Siegfried Luckner sagt:
    März 9, 2013 um 22:29

    @Karl Murx.
    „Ich bin ganz Ihrer Meinung und hoffe, dass es uns gelingt, möglichst viele der Finanzsystemkritischen zu deren Unterstützung zu bewegen. “

    rubo sagt:
    März 10, 2013 um 10:23

    „…
    Eine einzelne negative Stimme (Organverkauf) im Chor kann ihn doch nicht verderben.“

    Fangen wir mit der letzten Aussage an:
    Aber sicher hört man es heraus, wenn in einem Orchester einer verkehrt spielt. Und wieso kann man sich in einer derartigen Initiative nicht mal auf die grundsätzlichen Standards des menschlichen Zusammenlebens einigen?
    Da man den „Organverkäufer“ nicht hochkantig rausgeschmissen hat, ist davon auszugehen, dass dessen Meinung im Club möglicherweise für gar nicht so verkehrt angesehen wird.
    Mein persönliches Horrorszenario:
    Angetrieben von BILD- und Sarrazin-Hetze entscheidet sich die deutsche Bevölkerung in einer Volksabstimmung „ganz basisdemokratisch“ für die Pflicht zur Organverwertung im Falle einer finanziellen Notlage.

    Nein, sowas muss ich mir nicht antun.

    Und was es bezwecken soll, dass ein Akteur wie Hans-Olaf Henkel (seit 2006 berät Henkel die Bank of America als „Senior Advisor“ für den deutschsprachigen Raum, um ihre Marktposition im Investment Banking in Deutschland auszubauen.“ Quelle : Wikipedia) von „ganz vielen der Finanzsystemkritischen“ unterstützt werden soll, wäre meine nächste Frage?
    Was soll es bringen, den Bock zum Gärtner zu machen.
    Kritik am Finanzsystem plötzlich auf die Kritik am Euro zu reduzieren, kein Wort zur Geldschöpfung, kein Wort zu Positivzins bei Minuswachstum in der Realwirtschaft, das ist doch weiter nichts als ein billiges Ablenkungsmanöver der Hochfinanz für den „Urnenpöbel“.

    Wenn wir Nägel mit Köpfen machen wollen, dann bitte nicht so!

  76. juergenelsaesser sagt:

    Realist: Ihr Plan?

  77. Meine politische Betrachtungsweise:
    1. Wirkt die AfD integrierend?
    Sind alle Strömungen zunächst willkommen oder definiert man sich gleich zu Anfang über Abgrenzung? Braucht es Schubladendenken oder herrscht Offenheit. (Offenheit als klares Gegenteil von Wischiwaschi verstehen bitte).
    Wenn Abgrenzerei zu Anfang den Diskurs begleitet: Totgeburt.
    2. Wie verhalten sich die anderen systemkritischen Parteien und Organsiationen: Abgrenzerei, Fortsetzung des Größenwahns? Noch heute klingt mir Hankels „große Kämpfer seid ihr ja nicht“ von der COMPACT Eurokonferenz Anfang 2012 in den Ohren, als diese kümmerliche Versammlung von Parteivertretern da vor sich hingenuschelt hat.
    Wer sich nicht geschlossen einer Bewegung anschließt, sondern gutgläubiger Idealisten Energien verpuffen läßt und die kleine Schar mit klingendem Spiel auf ein Abstellgleis marschieren läßt, steht dereinst vor dem ewigen als Verräter und nichts sonst.
    3. Die AfD braucht Indianer. Häuptlinge sind genug da.

  78. @ Joachim Bullinger
    „Auf rauschte die Flamme mit aller Kraft. Brach Balken und Bogen und Bande….“ Heute braucht’s den Bürger an der Seite des Bauern, und den Ritter – gleich dem Götz v. B. oder Franz v. S. – als Waffengefährten. Dann Faust und Spaten Jenen zuteil, die mit teigigen Händen höfisch die Klinken des Hintertürchens drücken, wie das Rückrat ihrer Knechte.

  79. chicano sagt:

    @ rubo

    „Eine einzelne negative Stimme (Organverkauf) im Chor kann ihn doch nicht verderben.“

    ich glaube sie lassen sich verleiten, lieber rubo.
    in der not frisst der teufel fliegen.

    aber erstens reden wir von etwas wirklich perfidem, wenn wir uns klarmachen, dass es wohl kaum die wohlhabenden sein werden, die in die lge kommen könnten eine niere verkaufen zu müssen, sondern die armen, hungernden. die wohlhabenden aber wären es, die dann diese organe von in not geratenen menschen an einer art „organbörse“ ersteigern würden. teuflischer und menschenverachtender geht wohl nicht mehr.

    doch ist die nicht das einzige, dass dazu zu sagen ist. der neoliberale faden mit ihrem idol der „unsichtbaren hand“ die den markt harmonisch reguliert, ist nichts anderes als blanker sozialdarwinismus, auch östererchische schule genannt, nun, dieser menschenverachtende faden, der im gewand der freiheit daher kommt, zieht sich durch die ganze truppe dieser ehrenwerten gesellschafft, einige wenige ausnahmen bestätigen hier die sprichwörtliche regel.

    ich bin zu müde und zu faul, aber wenn sie wollen, suchen sie ml ein wenig nach infos, auch zu dem hochgelobten herrn aus dem interview. sie werden mit leichtigkeit fündig werden.

    lassen sie sich nicht blenden und springen sie nicht auf den zug auf, dessen noch eher harmloseres ziel es ist, jeden versuche eines mindestlohnes abzuwürgen. letztlich soll der sozialstaat komplett demontiert werden. soll doch erstmal jeder seine organe verkaufen, bevor wir ihm eine essensmarke „schenken“.

    das soll die hoffnung sein? nee, sicher ncht……

    mfg

  80. chicano sagt:

    @ realist

    gott sei dank, ein wirklicher realist!

    @ jürgen

    warum muss der realist einen plan haben. darf er ohne plan dieses gesockse nicht benennen und den nach erlösung suchenden menschen nicht warnen, vor dem glaser, der nachts mit steinen in der tasche unterwegs ist?

    komm jürgen, hast du dafür eine zeitung aufgebaut um solcherart auf den thron zu verhelfen? bitte nicht….

    @ karl murx

    „Die Etablierung einer politischen Kraft auf Bundesebene, die tatsächlich für die Möglichkeit von Volksentscheiden eintritt, wäre für sich schon ein Erfolg.“

    ich muss mich wundern über sie!
    sicher ist es der verzweiflung geschuldet, die ein so intelligenter und integrer mensch wie sie erleiden muss, in solch einer welt und gesellschaft zu leben.

    ABER bitte, bleiben sie realistisch!

    dieses volk, verbildet von hacke bis nacke, dass bildung nur von dieter bohlen und heidi klum bekommt, wollen sie über die elementarsten dinge abstimmen lassen?

    ein volk das seine meinung von den meinungsmachern mit dem frühstücks-springer-löffel eingetrichtert bekommen hat, seit jahrzehnten, soll sich jetzt selbst regieren?

    einem volk in diesem zustand wollen sie das mittel an die hand geben, über das grundgesetz per schneller und spontaner sonntagslaune und in nach-lust-und-laune-wahlen entscheiden zu können, es gar abzuschafffen, wenn es mag?

    per volksentscheid wird das volk sich selbst endgültig zu entmachten wissen und dabei sich noch so vorkommen, als würde es freiheit beanspruchen und nutzen. das ist ihr plan? und man müsste dann auch noch mit recht und fug sagen: ihr hattet doch diesmal wirklich die wahl!
    was natürlich nicht stimmen würde, denn um eine wahl zu haben, muss man überblicken können, was die möglichkeiten tatsächlich bedeuten.

    heute stimmt das volk VIELLEICHT dem euro-aus zu und wo stimmt es morgen zu?

    sie würden alles auf eine kart setzen und so gut wie sicher bitter bereuen.

    eveline hat gute punkte gebracht und darin soillte man das volk unterstützen. mit compact gibt es nun ein medium um das volk zu bilden.. also los!

    aber solche neuen köniige des feien marktes auf den thron hieven, ick glob mein schwein pfeift. da bin ick janz weit weg von.

    mfg

  81. juergenelsaesser sagt:

    chicano: Ich bin immer kritisch gegen Parteien – aber zwischen kritisch und defätistisch ist ein Unerschied…

  82. @ Fischer | Freiweh am März 10, 2013 um 22:21

    Mal wieder:

    Ob wir rote, gelbe Kragen
    Helme oder Hüte tragen
    Stiefel tragen oder Schuh
    Oder ob wir Röcke nähen
    Und zu Schuhen Drähte drehen
    Das tut, das tut nichts dazu.

    Ob wir just Kollegia lesen
    Oder aber binden Besen
    Das tut, das tut nichts dazu.

    Wir brauchen das, was als Begriff von den Schatten so dämonisiert wurde und wird, daß ich ihn hier nicht verwende.

    Und dann iss Ende mit Fiat Money, dann iss Fiat Lux!

  83. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    ABER bitte, bleiben sie realistisch!

    dieses volk, verbildet von hacke bis nacke, dass bildung nur von dieter bohlen und heidi klum bekommt, wollen sie über die elementarsten dinge abstimmen lassen?

    ein volk das seine meinung von den meinungsmachern mit dem frühstücks-springer-löffel eingetrichtert bekommen hat, seit jahrzehnten, soll sich jetzt selbst regieren?

    einem volk in diesem zustand wollen sie das mittel an die hand geben, über das grundgesetz per schneller und spontaner sonntagslaune und in nach-lust-und-laune-wahlen entscheiden zu können, es gar abzuschafffen, wenn es mag?

    Tucholsky hat mal geschrieben, daß das Volk sehr wenig weiß, aber das meiste fühlt. Gegenfrage: Wollen wir nicht gleich die Wahlen ganz abschaffen, da das Volk – jedenfalls Ihrer Meinung nach – ohnehin zu dumm ist?

    per volksentscheid wird das volk sich selbst endgültig zu entmachten wissen und dabei sich noch so vorkommen, als würde es freiheit beanspruchen und nutzen. das ist ihr plan? und man müsste dann auch noch mit recht und fug sagen: ihr hattet doch diesmal wirklich die wahl!
    was natürlich nicht stimmen würde, denn um eine wahl zu haben, muss man überblicken können, was die möglichkeiten tatsächlich bedeuten.

    heute stimmt das volk VIELLEICHT dem euro-aus zu und wo stimmt es morgen zu?

    Warum sind dann die Schweizer trotz ihres Rechtes, über alle Frage per Volksentscheid abzustimmen (es gibt meines Wissens auch kein Verfassungsgericht), noch immer keine Diktatur von irgendjemandem?

    Ich persönlich glaube, daß Sie Ihrerseits in diesem Fall unseren medialen Ohrenbläsern auf den Leim gehen, die nichts unversucht zu lassen, um uns ihre volkspädagogische Bevormundung als Dinge zu verkaufen sind, die nur zu unserem Besten sind und uns sozusagen vor uns selber schützen? Wer schützt uns dann vor denen?

    Ich habe das Gefühl, daß Sie hier Angst vor der Freiheit haben. Sehnen Sie sich nach der Nestwärme der politisch-medialen Bevormundung einer abgehobenen politisch-medialen Kaste?

    sie würden alles auf eine kart setzen und so gut wie sicher bitter bereuen.

    Wenn wir Fehler machen, dann werden es unsere Fehler sein.

    eveline hat gute punkte gebracht und darin soillte man das volk unterstützen. mit compact gibt es nun ein medium um das volk zu bilden.. also los!

    aber solche neuen köniige des feien marktes auf den thron hieven, ick glob mein schwein pfeift. da bin ick janz weit weg von.

    Wie ich vorausgesagt hatte: Über jede, ausnahmslose jede Partei oder Gruppierung, die dem Parteienkartell u.U. gefährlich werden könnte, werden sie irgendwann in den Medien derlei Dinge hören.

  84. Karl_Murx sagt:

    @juergenelsaesser:

    chicano: Ich bin immer kritisch gegen Parteien – aber zwischen kritisch und defätistisch ist ein Unerschied…

    Auf jeden Fall. Ich bin ja ebenfalls kein so großer Fan von Parteien. In meinen Augen ist das ein notwendiges Übel, weil die politische Willensbildung, die in konkrete Regierungspolitik münden muß, offenbar nicht ohne so etwas auskommt. Meine Eltern sind in der Beziehung skeptisch, weil sie die Erfahrung gemacht haben, daß diejenigen, die an der Krippe sitzen, dann auch fressen. Es ist aber wahrscheinlich so, daß ein politisches System, das auf diese Weise erstarrt und sich als Kartell gegen die eigene Bevölkerung verbündet, ab und zu eine Erneuerung braucht bzw., einen (hier in Deutschland meistens gewaltfreien) Tritt in den Allerwertesten. Dann funktioniert es wieder eine Weile.

    Wenn eine Bewegung oder Strömung entstehen sollte ähnlich dem Neuen Forum in den letzten Tagen der DDR, daß dann ein wichtiges Instrument der Opposition wurde, wäre es mir auch recht. Wer oder was soll aber denn dann eine Veränderung bewirken? Glaubt irgendjemand, daß das politische Establishment das freiwillig tut? Das wird es erst unter massivsten politischen Druck tun. Den muß man aber herstellen.

  85. @ chicano: „mit compact gibt es nun ein medium um das volk zu bilden“ Welch herrlicher Doppelsinn! Sich bedingend, in Wechselwirkung. Aus der Bildung die Genese, in der Genese die Bildung. Ein vermessenes Ziel – aber schönes, ewiges Ideal..

  86. „aber solche neuen köniige des feien marktes auf den thron hieven, ick glob mein schwein pfeift. da bin ick janz weit weg von.“

    ick och😉 Neoliberale sind für mich genauso no-go wie die NPD.

  87. @ Joachim Bullinger
    „Da hub er an zu fragen, Gesell wie steht’s zu Haus!
    Und mit dem Sinn der Bürger, wie sieht es bei euch aus?
    Ich sprach, sie sind verbunden, und halten wacker stand. Den freien Sinn zu hegen, im Dorf und rings im Land.“
    Und DAS europaweit! Das ist der Weisheit letzter Schluß.

  88. Ich muß ‚Karl Murx‘ in weiten Teilen Recht geben. Und noch eines ‚drauf: Wir sind hier nicht bei ich wünsch mir was, nicht im 5 Sterne Restaurant, keine selbstverwirklichte Frau, der der Mann die Tigerpuschen zum TV-Sofa für Sex and the City bringt. Wir sind im Selbstbedienungsland, wir sind sind es, die sich aus der fremdverschuldeten Unmündigkeit befreien müssen. Niemand sonst. Und wenn uns diese Befreiung nicht mundgerecht genug ist, dann entweder gestalten – oder ab, husch husch, gleichnishaft zurück in die Höhle. Ins Bettchen. Aber mit Michelzipfelmütze. Sonst wird’s kalt. Wie da draußen.
    Wachsam, kritisch sein. Klar. Sich nicht einlullen lassen. Unbedingt. Aber auch an sich glauben. Glauben, daß das, voran man glaubt, richtig ist und: daraus schließen: Im Anfang war die Tat!

  89. Karl_Murx sagt: März 11, 2013 um 07:58

    Das wird es erst unter massivsten politischen Druck tun. Den muß man aber herstellen.

    Die deckeln von oben aber wir feuern von unten. Und irgendwann wird dann der Druck im Kessel so groß, daß er ihnen um die Ohren fliegt…

  90. angelo petersen sagt:

    @Leser09

    die spielereien mit dem pseudonym sind einfach blödelei, wie im grunde schon das pseudonym selbst.
    dass Sie wirklich ein problem damit haben, nehm ich Ihnen nicht ab.

    bei meinem kemper-link ging es mir um das blosse erfassen und verstehen der AfD
    wenn sich nun ein genderpolitisch sonstwo positionierter soziologe zur AfD auslässt – ist das inwiefern furchtbar peinlich sich das mal durchzulesen und andern per link zugänglich zu machen ?

    kempers versuch, essentialismus auf geld anzuwenden finde ich als gedankenübung in ordnung, seine sonstigen beobachtungen erschienen mir erstmal hilfreich. eine besonders verwerfliche ideologische stossrichtung ist mir daran nicht aufgefallen.

    was mir dagegen sofort auffällt ist der hetzterische und verunglimpfend-hämische charakter der von ihnen verlinkten artikel .

    andreas kemper und seine rolle als problematischer akteur der genderdebatte, um die es da nicht ging, waren mir kein begriff. danke für den hinweis.

  91. @ Fatima: Die „Alternative“ ist nicht neoliberal, sie versucht doch den Globalisten ein Bein zu stellen, indem sie die Eurozone ABSCHAFFEN will, bevor wir uns mit weiteren Rettungsschirmen verschulden ohne Ende….
    In ihrer Beitrittserklärung lässt sie außerdem jedes Neumitglied eine Distanzierung von rechtsextremem und ausländerfeindlichen Ideologien unterschreiben, wie früher bei der Volksini.Sehr gut!

  92. Leser09 sagt:

    @ angelo petersen

    Mit dem Pseudonym habe ich kein Problem, aber man könnte schon den Eindruck gewinnen, dass da jemand versucht, einen echten Namen vorzutäuschen (es wäre nicht das erste Mal, dass eine so etwas begegnet). Das wäre dann nicht problematisch, sondern nur lächerlich; aber Sie haben das Thema ja glaubhaft ausgeräumt.

    Dass Sie allerdings den Kemper verteidigen, die zugegebenermaßen teilweise etwas polemischen Männerrechtler dagegen gleich der Hetze bezichtigen, macht Sie mir nicht gerade sympathisch.

  93. Wahr-Sager sagt:

    @Harald Schmidt:

    Was soll daran gut sein? Sie biedert sich damit an die Programmatik der Etablierten an. Es fehlte nur noch, zu schriftlich zu versichern, an die offizielle Version der „NSU“-Morde zu glauben…

  94. @ Wahrsager: Das Thema NSU ist gar kein Thema bei der AfD. Gott sei Dank.So spannend ist es nämlich auch nicht….

  95. Wahr-Sager sagt:

    @Harald Schmidt:

    Die AfD distanziert sich von „rechtsextremen“ und „ausländerfeindlichen“ Ideologien. Warum diese Fixierung darauf, wenn es doch um eine Partei geht, die sich primär gegen den Euro stellt?
    Dieses Kampfvokabular kennt man zu Genüge von den Etablierten. Möglicherweise ist das auch eine geschickte Taktik.

  96. Karl_Murx sagt:

    @Wahr-Sager:

    Was soll daran gut sein? Sie biedert sich damit an die Programmatik der Etablierten an. Es fehlte nur noch, zu schriftlich zu versichern, an die offizielle Version der “NSU”-Morde zu glauben…

    Eine im Moment wohl unumgängliche Verbeugung vor dem „K(r)ampf-gegen-Rechts“ titulierten neuzeitlichen McCarthyismus mit umgekehrten Vorzeichen, der die wohl größte Bedrohung der freiheitlichen Demokratie in Deutschland der Nachkriegszeit darstellt (soweit und solange es letztere gegeben hat).

  97. Karl_Murx sagt:

    @ Wahrsager: Das Thema NSU ist gar kein Thema bei der AfD. Gott sei Dank.So spannend ist es nämlich auch nicht….

    Oh doch. Diese Verfassungsschutzaffäre namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ hat das Potential, bei deren Aufdeckung die Grundfesten des derzeitigen Staates und der Parteienlandschaft zu erschüttern. Denn wenn sich offiziell das herausstellen sollte, was in Berlin und allen möglichen Blogs die Spatzen von den Dächern pfeifen, nämlich daß hier Politik, Behörden und Medien in einer konzertierten Aktion eine unaufgeklärte Mordserie der Kreation des Verfassungsschutzes „NSU“ in die Schuhe geschoben haben, um damit das gewünschte rechtsextreme Bedrohungsszenario zu inszenieren, mit dem man staatliche Repressionen und Einschränkungen der verfassungsmäßigen Rechte begründet, dann ist hier der Teufel los.

    Deswegen ist es inzwischen Staatsräson, daß hier eine rechtsextreme Terrorgruppe aus purer Staats- und Ausländerfeindlichkeit Migranten und Polizisten gemordet hat, entgegen aller menschlichen, politischen und kriminalistischen Logik. Weswegen wurden wohl Hunderttausende an Blutgeld an die Hinterbliebenen der Dönermordopfer gezahlt, vor Abschluß der Ermittlungen, geschweige denn, daß ein rechtskräftiges Urteil ergangen wäre? Weswegen verwenden offizielle Staatsorgane wie die Generalbundesanwaltschaft in Ermangelung anderer Beweise Dinge wie dieses „Paule-Panther-Bekennervideo“ allen Ernstes als Beweismaterial in einem Terrorprozeß? Weswegen werden die immer haarsträubender werdenden Aussagen von Kriminal- und Verfassungsschutzbeamten, die ganze Affäre wäre eine einzige Anhäufung von „Pannen“, von den Medien inzwischen nicht mehr hinterfragt, sondern einfach unreflektiert abgedruckt?

    Sollte es sich überdies herausstellen, daß hier die V-Leute des Verfassungsschutzes Böhnhardt und Mundlos zur Verdeckung illegaler Aktionen des Verfassungsschutzes ermordet wurden, dann wäre der Spaß endgültig vorbei. Genau darauf deuten aber unzählige Indizien beim gewaltsamen Ableben der beiden „NSU“-Mitglieder hin.

    Ergo: Die ganze Sache ist ein Mannichl-Affäre in Potenz.

  98. rubo sagt:

    @Karl_Murx: März 2013 um 16:08 Ihre Replik an mich

    Wie so fassen Sie meine Worte als Gegensatz zu Ihrer Meinung auf?
    Bitte noch mal lesen, weil ich Ihre Darlegungen damit unterstreiche, gerade weil Ihnen hier vorher von verschiedenen Seiten gegenteiliges entgegnet wurde.
    Na klar ist Durchsetzung von Volksentscheiden richtig, die Schweiz ist doch Vorbild, obwohl dort auch Bild-ähnliche Medien gelesen werden.

    @chicano: Legen Sie doch den Organhändler nicht auf die Goldwaage – im Mahlprozess scheidet sich die Spreu vom Weizen!
    Und begeben Sie sich nicht auf das Niveau von Möchtegern-Gotterwählten, die deutsche
    Geschichte auf 1933-45 beschränken und meinen, Deutsche seien zu dumm für Volksentscheide. Das wäre nicht @chicano, wie ich ihn bisher kenne!

  99. Wahr-Sager sagt:

    @Karl_Murx:

    Ich weiß es, Sie wissen es, ein Teil der Leser hier weiß es.

    Ein weiteres Beispiel dafür, wie krank Deutschland ist:

    Kürzlich wurde beschlossen, eine Straße in Berlin nach dem Linksextremisten Silvio Meier umzubenennen.

    Was hat Silvio Meier mit Gerhard Kaindl gemeinsam? Beide wurden im gleichen Jahr in Berlin getötet.

    Was sind die Unterschiede? Nach Meier wird auf Initiative von Antifa-Gruppen und dem Bezirksverband Friedrichshain-Kreuzberg der Linkspartei eine Straße benannt (auch eine Bibliothek sollte nach ihm benannt werden), bei Kaindl wird es nie dazu kommen. Aber der Reihe nach:

    Silvio Meier wurde 1992 lt. den offiziellen Quellen, wozu auch Wikipedia gehört, von Neonazis getötet. Er wird als „Aktivist der links-alternativen Szene“ bezeichnet.

    Gerhard Kaindl wurde ebenfalls 1992 getötet – von Antifa-Aktivisten. Wikipedia schreibt hier von einer „tödlichen Verletzung“ durch ein Messer und von „einer Gruppe von bis zu sieben Menschen“. Und auch, dass die Staatsanwaltschaft zunächst Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes erhoben hat (dies jedoch vom Gericht abgelehnt wurde, welches die Täter nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilte und als mildernden Umstand ihr Bedrohungsgefühl durch den „Rechtsextremismus“ anführte).

    Während lt. Wikipedia die „rechtsextreme“ Szene versuchen würde, Gerhard Kaindl als eine Art Märtyrer zu stilisieren, ist Silvio Meier bereits zu einem Märtyrer für die linksextreme Szene geworden, was natürlich so nicht publik gemacht wird.

    An dieser Ungleichbehandlung zeigt sich eine tiefe Menschenverachtung, die seitens der BRD gefördert und unter dem Vorwand der Bekämpfung von „Rassismus“ und „Rechtsextremismus“ legitimiert wird. Es reicht aus, die richtige, politische Gesinnung zu haben, um heiliggesprochen zu werden.

    Deutschland hat fertig.

    Weitere Info-Quellen:

    http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html?archiv02/212yy39.htm (Das falsche Bewußtsein)

    http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html?archiv07/200716041302.htm (Die Täter sind unter uns)

    http://www.jungefreiheit.de/Archiv.611.0.html?archiv07/200716041323.htm (Menschenverachtung)

  100. @ Wahrsager: Was hat denn das jetzt mit der neuen „Alternative für Deutschland“ zu tun?

  101. Nochmals @ den Wahrsager: Weil Ewiggestrige, egal ob von links oder rechts, eine Partei kaputt machen können!!!!!

  102. Realist sagt:

    juergenelsaesser sagt:
    März 10, 2013 um 22:08

    Realist: Ihr Plan?

    Guten Abend, Herr Elsässer und alle anderen!
    Bitte nicht wundern, wird ein etwas längerer Beitrag.

    Eigentlich wollte ich nicht mehr so lange vor dem PC sitzen…
    Aber wenn der „Chef“ fragt – gerne doch.

    Ohne anmaßend zu wirken, liegt für mich das Hauptaugenmerk bei der Frage der Geldschöpfung.

    „Gebt mir die Kontrolle über die Währung des Landes, und es ist egal, wer die Gesetze macht…“, hat mal ein schlauer Banker gesagt.

    Leider gibt es in Deutschland keine Partei, welche die Frage der (derzeit privaten) Geldschöpfung mal thematisiert hätte.
    Und auch Herr Henkel als Gehilfe der Hochfinanz wird berechtigte Gründe haben, dieses Thema galant zu übersehen…

    Nun, immerhin gibt es in Deutschland die „Monetative“ und in Großbritannien die Bewegung „Positive Money“.

    Zusammenfassend gesagt geht es um die Aufrechterhaltung eines stabilen Geldkreislaufes in einer funktionierenden, nicht durch Großkonzerne und Großbanken beherrschten Marktwirtschaft.

    Irwing Fisher und John Maynard Keynes sind für mich absolut ehrbare Menschen mit ehrenwerten Zielen.
    Leider ist keiner mehr unter den Lebenden und in unserer schnelllebigen Zeit ist die Gefahr des Vergessens groß. Prof. Josef Huber ist derzeit sehr engagiert in dieser Richtung.

    Gerade bei der Staatsschuldenkrise stellt man immer wieder fest, dass viele Menschen nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus argumentieren.
    Nord-Euro/ Süd-Euro bedeuten doch in letzter Konsequenz, dass die Süd-Euro-Staaten ihre Produkte erheblich günstiger auf dem Weltmarkt anbieten können – warum sagt dann Hans-Olaf Henkel als „Experte“ der deutschen exportabhängigen Industrie nicht fairerweise mit dazu, dass es dann vorbei ist mit dem deutschen „Exportweltmeister“ und somit auch vorbei mit dem deutschen Aufschwung?
    Da werden doch wieder nur Scheinlösungen vorgegaukelt, aber die Kehrseite wird ebenfalls verschwiegen.

    Was ich mit Bauchgefühl meinte, möchte ich anhand einer Aussage von Beppe Grillo veranschaulichen:
    Er beklagte die wahnsinnig hohen italienischen Staatsschulden und sagte, Italien wird an den hohen Zinsen zugrunde gehen, deshalb fordert er einen Schuldenschnitt.
    Auch er hat den Unterschied zwischen Schulden, deren Refinanzierung und den Zinsen nicht begriffen.

    Aus Sicht der Monetative wäre dieses Problem innerhalb von einer Woche gelöst: Geldschöpfung in öffentliche Hand.
    Unter Einhaltung der Maastricht-Kriterien, also maximal 3 Prozent Neuverschuldung pro Jahr, würde die Notenbank direkt die Refinanzierung der Staatsschulden übernehmen.
    Wisst ihr, um wieviel Prozent die Bilanz der EZB in den letzten beiden Jahren angewachsen ist? Dagegen wären die von mir genannten 3 Prozent absolut lächerlich.

    Viele von Euch kennen sicher den Ausspruch von Thomas Edison:
    „Es ist absurd zu sagen, dass unser Land zwar 30 Mio. $ als Anleihen herausgegeben hat, aber nicht 30 Mio. als Währung. Beides sind Zahlungsversprechen, aber die eine Option mästet den Wucherer und die andere hilft dem Volk. Wenn die Währung, die von der Regierung herausgegeben wird, wertlos wäre, wären es die Anleihen ebenso.“

    Erst wenn also dieses sogenannte „Vollgeld“ eingeführt worden ist, können wir über tatsächliche Gestaltungsmöglichkeiten seitens der Politik reden, denn erst dann müssten die Banker wieder „durch den Dienstboteneingang“ zum Regierungssitz kommen, so wie es unlängst Georg Schramm passend formulierte.

    Wenn sich also alle Euro-Staaten unter Einhaltung der Maastricht-Kriterien direkt bei der EZB zum aktuellen Leitzins refinanzieren könnten, dann wäre der Finanzspekulation gegen Staaten ein für allemal die Grundlage entzogen. Bezeichnender Weise haben wir ja gerade in Deutschland (noch) relativ wenig Haushaltsprobleme, weil die Refinanzierungskosten so niedrig sind – trotz mehr als 2 Billionen Euro Staatsschulden.
    Und bevor wieder FDP-Funktionäre von angeblichem „Zinssozialismus“ daherreden, sollten sie erstmal in sich gehen und die Frage beantworten, wie es sein kann, dass deutsche Industriekonzerne eine eigene Bank gründen und somit problemlos das Recht haben, ihre Geschäfte zum eher symbolischen Leitzins von unter 1 Prozent zu refinanzieren?
    Was ich damit sagen will: Sind niedrige Refinanzierungskosten für Großkonzerne wichtiger als niedrige Refinanzierungskosten für dem Gemeinwohl verpflichtete Staaten?
    Sind Aktionäre wichtiger als der einfache Bürger?
    Oder sollten beide zumindest gleich wichtig sein?

    Fazit: An der Frage der Geldschöpfung führt für mich kein Weg vorbei.

    Freundlich grüßt der Realist

  103. Karl_Murx sagt:

    @rubo:

    Wie so fassen Sie meine Worte als Gegensatz zu Ihrer Meinung auf?
    Bitte noch mal lesen, weil ich Ihre Darlegungen damit unterstreiche, gerade weil Ihnen hier vorher von verschiedenen Seiten gegenteiliges entgegnet wurde.
    Na klar ist Durchsetzung von Volksentscheiden richtig, die Schweiz ist doch Vorbild, obwohl dort auch Bild-ähnliche Medien gelesen werden.

    Ich bin mir im Moment nicht bewußt, auf welchen Kommentar meinerseits Sie abzielen; kann mich an keine konkrete Polemik diesbezüglich erinnern. Könnten Sie mir bitte sagen, welchen Beitrag Sie genau meinen?

  104. angelo petersen sagt:

    @Leser09

    moment, das ist keine Verteidigung Kempers. Wollen Sie mich in irgendwas verstricken?

    Ich halte Kemper nur die o.g. Anregung zugute und habe gleichzeitig einfach keine solch aggressiv polemischen Aussagen von ihm gelesen, die einzig hetzerische Tendenz ist die seiner so gründlich abgenervten Kritiker. das ist eigentlich alles.

    Die Vokabeln „übelster Gender-Hetzer Deutschlands“, „Zeugenstand“ und „Eigentor des Monats“ kommen von Ihnen . Ich verteidige nicht Kemper wenn ich der Meinung bin dass Sie mit dem Sons of Perseus Blog keine Werbung für seine Kritiker machen.

    Sons of Perseus Blog-Autor Manifold :
    „Meine Haltung und die der IGAF zu Dialog- und Annäherungsversuchen mit Vertretern des Feminismus ist wohl hinlänglich bekannt: Es gibt keinen Dialog mit dem Erzfeind.“

    Finden Sie das emanzipiert? Manifold ist offensichtlich an was anderem als Lösungen interessiert.
    .
    Aber auf die Seite „rechtskonservativer pro-kapitalistischer Israelbefürworter“ (Eigenauskunft Manifold) würde ich mich auch bei 100 zwangsdelinquenten Kalibern der Sorte Kemper nicht schlagen.

    Ich sehe nicht ein, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun, auch wenn ich mich damit um Ihre Sympathie bringe sollte.
    Das verstehen Sie doch.

  105. chicano sagt:

    @ karl murx

    „Tucholsky hat mal geschrieben, daß das Volk sehr wenig weiß, aber das meiste fühlt“

    glauben sies oder nicht, oder sehen sie viele hipes durch, die auch hier hoffnungsvoll verbreitet wurden……mein instinkt lag immer richtig.

    ich bin einer aus dem volk, kein intellektueller….und mein gefühl, mein bauch, mein instinkt und mein herz sprechen hier, wenn ich sage…..das dieser ableger an chicagoboys ein anderes übel ist, nicht mehr. wir werden das noch deutlich sehen.

    „Gegenfrage: Wollen wir nicht gleich die Wahlen ganz abschaffen, da das Volk – jedenfalls Ihrer Meinung nach – ohnehin zu dumm ist?“

    von manchem hätte ich so eine antwort erwartet, von ihnen nicht. man es dumm nennnen, man kann es aber auch manipuliert und uninformiert nennen, zum teil desinteressiert und zum teil traumatisiert. jedenfall gleicht es einer art von patient, der in krisensituationen zum schnellschuss neigt und schlimmstenfalls für ein paar leere versprechungen von freihet, eben diese verschenkt. noch haben wir wenigstens ein grundgesetz und ich traue dem volk zu….wenn medien wie compact wachsen, und das volk mithelfen politisch zu bilden…..es durch das grundgesetz sich befreien kann.

    aber jetzt, alles zum volksentscheid ausgeben?
    wer hat denn die öffentliche meinung in der hand?
    bild und co. werden schon dafür sorgen, dass das volk im sinne bestimmter interessen entscheidet und wählt.
    sie lassen auch kein kind über das geschick ihrer firma entscheiden.

    mir vorzuwerfen das volk aber dumm zu nennen ist an dieser stelle, mir gegenüber, eine winkelzug der von gegenseite gern genutzt wird. das sage ich aber nicht angreifend, ich schätze ihre kommentare und sie selbst hier weiterhin sehr.

    „Warum sind dann die Schweizer trotz ihres Rechtes, über alle Frage per Volksentscheid abzustimmen (es gibt meines Wissens auch kein Verfassungsgericht), noch immer keine Diktatur von irgendjemandem?“

    man kann diie schweizer nicht mit den deutschen heute vergleichen. jeder schweizer hat ein strumgewehr im haus, da kann man auch mal eine fehlentscheidung wieder revidie

    I“ch habe das Gefühl, daß Sie hier Angst vor der Freiheit haben. Sehnen Sie sich nach der Nestwärme der politisch-medialen Bevormundung einer abgehobenen politisch-medialen Kaste?“

    ihr gefühl täuscht. weder nestwärme bin ich je gewohnt gewesen, noch habe ich angst.

    schönen tag noch

    @ jürgen

    warum ist es dann nicht defätistisch goldmann/sachs zuzutrauen morgen das mitgefühl zu entdecken oder das nestle das wasser nur fürr uns schützen und bewahren will?😉

  106. chicano sagt:

    @ fischer

    „Wachsam, kritisch sein. Klar. Sich nicht einlullen lassen. Unbedingt. Aber auch an sich glauben. Glauben, daß das, voran man glaubt, richtig ist und: daraus schließen: Im Anfang war die Tat!“

    sie nennen vermessen, wenn ich die rolle betone, die compact spielen könnte, sollte und hoffentlich noch wird.
    gleichzeitig sehen sie nicht wie blauäugig es ist, was sie da schreiben.
    manchmal muss man aushalten können und nicht ersten besten falschen hasen hinterherlaufen. mit compact ist etwas entstanden, das auf längere sicht dieses land wirklich nachhaltig verändern kann. das gab es noch nie!

    am anfang war die tat! ja richtig, das gilt aber für das gute ebenso, wie für das üble. es galt auch für die entstehung der grünen. selbst da waren aber bessere gesinnungen anfangs dabei, wie kelly. ja, die wurden liquidiert.

    bei dieser neoliberalen blase wäre das erwachen noch heftiger als bei den grünen. wofür stehen die? gegen den euro. na fein, gut, ich auch. aber wofür noch?

    da wird es kalt, kälter als beim michel in ihrem beispiel.

    wenn ich solche panikschüsse bei tollen menschen und gestandenen männern wie ihnen und murx sehe, wundert mich nicht, wie mancher lauf der geschichte seinen anfang nahm.

    auch geduld, ausharren, aushalten und bauen an etwas wirklich gutem (ich sage nicht perfelt, das gibt es nicht) ja, aber sozialdarwinismus als rettung? ich bitte sie! und leider ist das keine propaganda der medien, die hält sich nämlich eher seltsam bedeckt, wenn es darum geht die früchtchen zu „entkleiden“.

    na ja, wir werden sehen, ich wette diesmal ne kiste champagner darauf, dass wir „gar lustiges“ noch sehen werden. wenn ich mich irre, bin ich der erste, der sich über meinen irrtum freut aber leider füchte ich……..

    mfg

  107. Kevin M. sagt:

    Eine Partei, welche den Euro-Unsinn endlich aktiv bekämpfen würde, wäre gut für Deutschland!
    Die im Bundestag vertreteten Blockparteien kann man doch vergessen.

  108. chicano sagt:

    @ bullinger

    „Die deckeln von oben aber wir feuern von unten. Und irgendwann wird dann der Druck im Kessel so groß, daß er ihnen um die Ohren fliegt…“

    mit scheint du sprichtst von der macht der konsumenten, von generalstreiks für gerechte löhne, von barrikaden gar!

    aber doch wohl nicht vom kampf gegen mindestlöhne, einen entfesselten markt, einen abgeschafften staat, wie die „meister-ökonomen“ uns angedeihen lassen wollen???
    raus aus dm euro, rein in die diktatur der „unsichtbaren hand“?

    nee oder?

    p.s. da hier alle auf den „rettenden zug“ des hayekschen denkens aufspringen wollen, kann mein zwischenrufen ja nur richtig sein😉

  109. chicano sagt:

    @ rubo

    „Legen Sie doch den Organhändler nicht auf die Goldwaage – im Mahlprozess scheidet sich die Spreu vom Weizen!“

    lieber rubo, vergessen wir mal den „organhändler“. sehen uns den rest an. bitte recherchieren sie und schauen sie, wüfür die stehen. lassen sie mal kurz das anti-euro-statement außer acht und schauen, was es sonst noch gibt, was nach dem euro kommen soll……

    „Und begeben Sie sich nicht auf das Niveau von Möchtegern-Gotterwählten, die deutsche
    Geschichte auf 1933-45 beschränken und meinen, Deutsche seien zu dumm für Volksentscheide. Das wäre nicht @chicano, wie ich ihn bisher kenne!“

    wie weiter oben geschrieben, es geht nicht um dummheit. dumm ist, wer gar nicht dazulernen kann. aber wer desinformiert, bestens manipuliert ist, muss noch lange nicht dumm sein. er ist opfer.
    die deutschen geschichte interessiert mich nicht so sehr in dem sinne, den sie beschreiben. und das was im 3 reich geschehen ist, dass ein ausgehungertes volk seinen untergang in form eines irren wählt, jederzeit reproduzierbar, wenn die rahmenbedingungenn stimmen.

    es geht vielmehr darum, dass wir ein grundgesetz haben und das reicht für die befreiung, denken sie nur an artikel gg art 20. das dieses land ein sozialsystem hat, das es zu verteidigen gilt. nein, ich lebe nicht davon.

    sehen sie, jetzt wo die stimmung schön aufgeheizt ist, der michel auf sinkende löhne und ein wachsendes loch im netzt des sozialstaates sieht, da stürzt er sich auf den euro und wählt ihn vielleicht gar ab……das aber genau diese parteiriege auf sinkende löhne setzt, auf „qualifiziertes und dringend benötigtes personal“ aus südeuropa und sonstwo, das wird wohl übersehen.

    wenns dem volk dann ausstieg aus dem euro ein weilchen noch schlechter als vorher geht, was dann? wählt er ihn dann wieder herbei, vielleicht gar brüssel als retter, oder gar das ganze grundgesetz ab? die masse ist gut lenkbar und daher brauchen wir bildung, bildung, bildung, aufklärung, aufklärung, aufklärung……und dann vielleicht ein neuer weg.

    sehen sie auch, wie hie schon eine art zange greift! wer gegen diese neue partei ist, der ist schon hier ausgegrenzt, ein ewig gestriger oder gar ein euro-befürworter……..die keule schwingt sich immer und überall leicht und schnell.

    ich bin gegen den euro aber z.b. für gerechte löhne, wobeo mindestlöhne noch ein hohn sind, wenn man sieht wie sie angesetzt werden. ich bin für die ausbildung der deutschen jugend (auch der in deutschland bereits lebendn migrantenjugend) und gegen weitere ausländische facharbeiter, für einen staat der dem „freien markt“ daumenschrauben anlegt und ihn nicht zum gott stilisiert und eine ideologie, die letztlich aussagt, dass der schwache dem starken nicht in die quere kommen soll, der hungernde sich als fußmatte vor des fabrikanten tür legen soll, der kranke seine noch intakten organe verschwerbeln soll, um die arztrechnung bezahlen zu können.

    rubo! das sind nicht sie, wie ich sie kenne, könnte ich ihnen zurückwerfen.

    sehen sies so, wenn ein organhändler nicht diesen haufen erschüttern kann, dann auch nicht ein chicano eure wahl.

    sehr freundliche grüße

  110. „@chicano:

    ich bin gegen den euro aber z.b. für gerechte löhne, wobeo mindestlöhne noch ein hohn sind, wenn man sieht wie sie angesetzt werden. ich bin für die ausbildung der deutschen jugend (auch der in deutschland bereits lebendn migrantenjugend) und gegen weitere ausländische facharbeiter, für einen staat der dem “freien markt” daumenschrauben anlegt und ihn nicht zum gott stilisiert und eine ideologie, die letztlich aussagt, dass der schwache dem starken nicht in die quere kommen soll, der hungernde sich als fußmatte vor des fabrikanten tür legen soll, der kranke seine noch intakten organe verschwerbeln soll, um die arztrechnung bezahlen zu können.“

    Kann ich alles nur unterschreiben, und das kommt mir bei den Herrschaften doch gewaltig zu kurz.

    Ich habe im Parteiprogramm übrigens nichts zur Außenpolitik gefunden. Z.B. über Auslandseinsätze der Bundeswehr oder , über die „Staatsräson“ bezüglich Israels, wie es mit Deutschland und dem „Nordatlantischen Bündnis“ aussieht usw. Oder habe ich da was übersehen?

  111. @ chicano
    Menno, jetzt hammse mich schon wieder falsch verstanden, bzw. ich mich mißverständlich ausgedrückt:
    1. „vermessen“ war positiv belegt. Ist es nicht vermessen, die Deutungsmöglichkeit ihres Satzes in der Volksbildung(!) sehen zu wollen?
    2. Ich schieße keineswegs in Panik. Weder Böller, noch Champagnerkorken Ihrer Kiste, dies noch zu erwetten gälte. Präzise, Sturm oder Sturmabwehr.
    Was ich in meinem Kommentar oben habe ausdrücken wollen ist nicht, daß ich blindwütig mich vor irgendeinen Karren spannen ließe. Mitnichten. Und Argus ist blind gegen die wachsamen Holzaugen, die ich auf jedwede systemkritische Bewegung würfe. Aber: Ich will nicht nur das Schlechte, das Trennende suchen, sondern Verbindendes und Gutes finden. Und seien es Suchende wie ich, die man überall, aber eben nicht konzertiert antrifft. Und wenn da ein Fundament, ein Teilbereich gut ist, warum diesen nicht als Hebel sehen? Warum sofort das Feld räumen?
    Die Fundis haben das damals bei den Grünen getan. Welch ein Verrat! Und Springmann und Gruhl vorher. Welch ein Verlust! Das Korn, in das sie ihre Flinte warfen ist heute Gengetreide, Joschka war das Feld überlassen. Kelly ist tot.
    Die Stärke von COMPACT kommt nicht von ungefähr. Sie liegt auch in der Selbstüberwindung. Im Ziel den Weg zu sehen. Und finden sich Weggefährten mit dem gleichen Ziel (es muß nicht das Endziel sein), dann sind’s nicht mehr Gegner, sondern Verbündete im Etappenziel.
    Chicano, in COMPACT setze ich viel, viel mehr, als in irgendeine Partei. Und einer Partei war ich nie angehörig. Aber ich höre die Signale von COMPACT.

  112. chicano sagt: März 12, 2013 um 11:59

    @ bullinger

    “Die deckeln von oben aber wir feuern von unten. Und irgendwann wird dann der Druck im Kessel so groß, daß er ihnen um die Ohren fliegt…”

    mit scheint du sprichtst von der macht der konsumenten, von generalstreiks für gerechte löhne, von barrikaden gar!

    aber doch wohl nicht vom kampf gegen mindestlöhne, einen entfesselten markt, einen abgeschafften staat, wie die “meister-ökonomen” uns angedeihen lassen wollen???
    raus aus dm euro, rein in die diktatur der “unsichtbaren hand”?

    nee oder?

    Weder noch, Chico. Ich spreche von diesem Blog, der Compact und dem Flügelschlag des Schmetterlings.

    Das Netz hat eine enorme Dichte und reagiert als System nichtlinear, chaotisch. Wer weiß…?

    Nicht nur vor Gericht und auf Hoher See, auch hier….🙂

  113. Eveline Kmietzyk sagt:

    ….Fazit: An der Frage der Geldschöpfung führt für mich kein Weg vorbei.

    Freundlich grüßt der Realist…..

    Für mich auch nicht… halte sie für die Nummer 1.
    Für mich ist auch die Geldschöpfung, so essentiell, so urwichtig – dass sie in der Hand der Bürger zu sein hat.
    Ich kann es auch nicht verstehen, dass der heute so sichtbare Finanzblödsinn immer noch als eine Art Heilige Kuh verkauft wird.

    Ganz nebenbei : Die Astrologie hat mir die plausibelste Erklärung gegeben.
    Die stierbetonten Horoskopbesitzer durchleben die größten Ängste, wenn es ums Geld geht.

    Andere Zeitgenossen haben das nicht so und gehen andere – für sie wichtigere Wege.

  114. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    und mein gefühl, mein bauch, mein instinkt und mein herz sprechen hier, wenn ich sage…..das dieser ableger an chicagoboys ein anderes übel ist, nicht mehr.

    Woher wissen Sie denn das? Aus der Vitae einer einzelnen Person dieser neuen Partei? Oder woher rührt Ihr Gefühl sonst? Haben Sie sich überhaupt mal mit dem Inhalt des Parteiprogramms auseinandergesetzt? Nun ist ein solches Programm natürlich noch keine Politik. Aber hier wird in wenigen, aber markanten Punkten eine Politik umrissen, hinter man stehen kann, weil sie die drängendsten Fragen anspricht. Ich sehe hier nichts Neoliberales im negativen Sinne. Meinen Sie nicht auch, daß die Chicagoboys oder deren Ableger schon längst da waren, wenn sie sich auch Sozialdemokraten oder Grüne nannten und ihr Programm Agenda2010 getauft haben?

    https://www.alternativefuer.de/programm.html

    Ich fürchte eher, Sie gehen hier dem Medien- und Propagandaapparat auf den Leim, der sich schon im Vorfeld der Wahlen mit allen Kräften bemüht, die neue Partei, deren Politik sowie deren Bedeutung herunterzuschreiben:

    http://www.blu-news.eu/2013/03/11/groser-zulauf-fur-alternative/
    Als eifrigster Berichterstatter erwies sich allerdings Carsten van Ryssen, „Außenreporter“ bei der ZDF-Satiresendung heute-show, der noch bis weit nach Ende der Veranstaltung auf der Suche nach Verwertbarem durch die Halle zog. In der Pressekonferenz war van Ryssen jedenfalls gescheitert: Ob die AfD den Sozialstaat abschaffen wolle, lautete seine Frage; er habe das in einem FAZ-Interview gelesen. Das war selbst manch einem anwesenden Journalisten zu plump, der Komiker erntete beschämtes Gelächter.

    Einen ersten Vorgeschmack darauf, wie Deutschlands öffentlich-rechtliche Medien mit unliebsamen Parteien umzugehen pflegen, liefert aktuell der Hessische Rundfunk (HR) in seinem Videobericht über die gestrige Veranstaltung. Dort zu sehen: Erst Doktor Konrad Adam, der in Oberursel Flyer verteilt. Dann: Ein beinahe leerer Saal, der suggeriert, das Vorhaben der Partei sei aussichtlos. Dass die Aufnahme von der Pressekonferenz stammt, bei der nur Medienvertreter zugegen waren, verschweigt der HR seinen Zuschauern ebenso wie die Tatsache, dass über 1.200 Interessierte zu der Veranstaltung erschienen sind. Wer dem HR-Video die hier gezeigten Photos gegenüberstellt, muss unweigerlich feststellen: Willkommen in der „DDR“.

    noch haben wir wenigstens ein grundgesetz und ich traue dem volk zu….wenn medien wie compact wachsen, und das volk mithelfen politisch zu bilden…..es durch das grundgesetz sich befreien kann.

    Jetzt mal Nägel mit Köpfen: Wie sollte das denn konkret aussehen ohne eine Partei, die durch Wahlen in parlamentarische Gremien gelangt und dort zum einen die Interessen der Bevölkerung artikuliert sowie zum anderen für den politischen Druck sorgt, der die Regierung zu den Veränderungen zwingt, hinter denen, wie ich dachte, auch Sie stehen?

    aber jetzt, alles zum volksentscheid ausgeben?
    wer hat denn die öffentliche meinung in der hand?
    bild und co. werden schon dafür sorgen, dass das volk im sinne bestimmter interessen entscheidet und wählt.
    sie lassen auch kein kind über das geschick ihrer firma entscheiden.

    Der zweite Schritt nicht vor dem ersten. Erst mal müßte jemand da sein, der diese Volksentscheide einführt. Das werden mit Sicherheit nicht die Blockparteien sein. Die werden das zwar versprechen, aber sich vor der konkreten Umsetzung hüten wie der Teufel vorm Weihwasser. Also wird zunächst einmal über eine Bündelung der Kräfte, die wirklich Veränderung wollen, eine Partei gewählt wie die AfD, die das in die Wege leiten könnte. Danach könnte es zur Einführung von Volksentscheiden kommen. Meinen Sie nicht auch, daß es besser wäre, sich auf den ersten, aber entscheidenden Schritt zu konzentrieren, als jetzt schon über die möglichen Folgen von etwas zu klagen, was es noch gar nicht gibt?

    mir vorzuwerfen das volk aber dumm zu nennen ist an dieser stelle, mir gegenüber, eine winkelzug der von gegenseite gern genutzt wird. das sage ich aber nicht angreifend, ich schätze ihre kommentare und sie selbst hier weiterhin sehr.

    Natürlich hält man ein Volk für unmündig und dumm, wenn man ihm nicht zutraut, sich bei Volksentscheiden mehrheitlich für vernünftige Dinge auszusprechen. Aber wenn wir jetzt die Möglichkeit verpassen, Leute in die Parlamente zu schicken, die sich eben nicht im Sinne der politisch-medialen Kaste gleichschalten lassen und die Dinge öffentlich aussprechen, die den Leuten auf den Nägeln brennen, dann wird der Medienapparat weiterhin seine Möglichkeiten nützen, die Leute im gewünschten Sinne zu manipulieren. So wird ein Schuh draus.

    man kann diie schweizer nicht mit den deutschen heute vergleichen. jeder schweizer hat ein strumgewehr im haus, da kann man auch mal eine fehlentscheidung wieder revidie

    Sollen wir jetzt jedem Deutschen ein Sturmgewehr geben und die Bevölkerung bewaffnen, damit die das auch so halten? Nebenbei bemerkt wüßte ich nicht, wann in der Schweiz der letzte bewaffnete Volksaufstand stattgefunden hat, mit dem eine Entscheidung der Politiker revidiert wurde. Das brauchen die auch nicht. Dafür haben die ja ihre Volksentscheide.

  115. chicano sagt:

    @ fischer

    „Menno, jetzt hammse mich schon wieder falsch verstanden, bzw. ich mich mißverständlich ausgedrückt:“

    nein, ich habe mich missverständlich ausgedrückt😉

    „1. “vermessen” war positiv belegt. Ist es nicht vermessen, die Deutungsmöglichkeit ihres Satzes in der Volksbildung(!) sehen zu wollen?“

    das hatte ich auch so verstanden. es klang vielleicht zu hart, wie ich es dann formulierte. wollte nur sagen, dass es eben gar nicht vermessen ist und wenn man es sozusagen romantisiert, evttl. nicht stark genug darauf setzt.

    „2. Ich schieße keineswegs in Panik. Weder Böller, noch Champagnerkorken Ihrer Kiste, dies noch zu erwetten gälte. Präzise, Sturm oder Sturmabwehr.“

    ok😉

    „Was ich in meinem Kommentar oben habe ausdrücken wollen ist nicht, daß ich blindwütig mich vor irgendeinen Karren spannen ließe. Mitnichten. Und Argus ist blind gegen die wachsamen Holzaugen, die ich auf jedwede systemkritische Bewegung würfe. Aber: Ich will nicht nur das Schlechte, das Trennende suchen, sondern Verbindendes und Gutes finden. Und seien es Suchende wie ich, die man überall, aber eben nicht konzertiert antrifft. Und wenn da ein Fundament, ein Teilbereich gut ist, warum diesen nicht als Hebel sehen? Warum sofort das Feld räumen?“

    habe zu viel zu tun, aber es wird sicher bald einer vorlegen, das kleine abc der gründungsmitglieder und deren vita. ich sag nur verkürzt „cui bono = follow the money“.

    was soll da zu erwarten sein von den oberstrategen der deregulierung, privatisierung, front der leiharbeiterfront, liebahber billiger arbeitskräfte für diie wirtschaft und lohndrücker?
    auf der einen seite das fiktive finanzkapital, auf der anderen seite die ökonomen und marktradikale konzernbosse die noch locker die fdp überholen und die nun gegen die finanzzocker auf der verliererseite stehen.

    beides ausbeuter, die jetzt um die vormachtstellung fighten.
    jürgen unterscheidet zwischen fiktivem und produktiven kapital. ist ok die unterscheidung und sicher nicht unwichtig das sie jemand macht.

    abe ich mache sie nicht mehr. ich unterscheided zwischen teilhabe am betrieb und den erzeugnissen und sklavenarbeit, zwischen gerechten löhnen und sklavenlohn, zwischen menschen und ausbeutern erster güteklasse.

    wer kommt denn da uns retten?

    ein konrad adam, der arbeitslosen am liebsten das wahlrecht entziehen würde.

    oder ein prof. charles blankart, hayek-gastprofessor in wien und mitglied der mont pelerin society…..

    prof. ulrich blum, einer der vom „insm“ sehr geliebten “wissenschaftler” und wohl auch recht bewandert, wenn es um die themen mindestlohn, kündigungsschutz und die “liberalisierung” von sozialsystemen und leiharbeit geht.

    oder peter christ der mit anderen 1992 als chefredakteur des manager magazins eine auszeichnung für herausragende leistungen in der deutschen wirtschaft kreierte. laut wiki waren die bisherigen laureaten z.b. Hermann Josef Abs, Deutsche Bank
    Birgit Breuel, Treuhandanstalt
    Hubert Burda, Hubert Burda Media Holding
    Otto Graf Lambsdorff, Bundesminister a. D.
    Axel Springer, Axel Springer Verlag
    und der „geläuterte“ h. o. henkel kam nicht umhin sie als „Walhalla der deutschen Wirtschaft“ zu feiern…..

    prof. bernd lucke…..hayek……ach keine lust mehr😉

    was also ist vo der „alternative “ zu erwarten?

    nicht jedenfall eine ausreichende rente. auch nicht ein mindestlohn oder eine hartzIV-korrektur. wohl aber weitere bestrebungen in der privatisierung von wasser, autobahnen, krankenhäusern, vorsorge usw…..
    man will seine pfründe verteidigen gegen banken und fiktivgeldhändler ja,aber der einfache bürger, arbeitnehmer und pflichtversicherte wird weiter immer trockeneres kneckebrot futtern und das trockene zeug gegen immer mehr einwanderer verteidigen müssen, die auch noch für 3 euro 16 stunden am tag ackern gehen….überstunden unbezahlt versteht sich oder eben ein 1jähriges unbezahltes praktikum, auch nicht schlecht im zeugnis der willigen sklavenwürmer, genannt bürger.

    das beste wäre noch wahlverzichht, niemand geht mehr wählen, dafür aber streiken….denn ja, auch die fettärschigen dauerregenten werden uns in den untergang führen.

    „Die Fundis haben das damals bei den Grünen getan. Welch ein Verrat! Und Springmann und Gruhl vorher. Welch ein Verlust! Das Korn, in das sie ihre Flinte warfen ist heute Gengetreide, Joschka war das Feld überlassen. Kelly ist tot.“

    da gabs aber auch was zu verteidigen, hier sehe ich nichts und schon gar nicht eine kelly oder andere genannten.

    „Die Stärke von COMPACT kommt nicht von ungefähr.“

    ja und ich hoffe, diese stärke kommt den menschen zugute, die ackern wie die kümmeltürken und ihrn kindern nur ne scheibe brot hinlegen können.

    kompromisse, ja!
    abzocken lassen, sich verarschen lassen, nein!
    weder von den parasiten des fiktiven moneyproducer-games, noch von dem deutschen geldadel oder den märchenonkels vom entfesselten markt.

    mögest du reht haben und ich einen belag auf der brille.
    so wie du bin ich bereit zu fighten aber nicht für die muschpoke in den villen. es reicht…..

  116. chicano sagt:

    @ karl murx

    es fällt mir ja auch nicht leicht hier in anti-haltung zu gehen. alles was sie schreiben, würde ich ja unterschreiben und teilen, wäre da nur eine partei angetreten, der ich auch nur im ansatz zutrauen würde, dass man ihr trauen kann.

    aber auf das argument „einzelperson“ in der kritik bin ich jetzt mehrfach eingegangen. sicher, auch die grünen und die spd spielen auf dem von mir angeprangerten niveau.

    sie denken in der aif haben sie den konterpart gefunden?

    nun gut, vorschussvertrauen ist notwendig, will man nicht aller möglichkeiten beraubt sein im leben.

    vielleicht klappt es ja den euro zu kippen, wobei es wohl eher auf einen nord-süd-euro hinauslaufen soll….und retten wir 10% der deutschen, die 90% des reichtums und der produktionmittel des landes unter ihren fetten bäuchen hegen😉

    so sehr ich eben gegner des euro und aller etablierten parteien, so wenig bin ich freund der ins schwitzen gekommen elite der deutschen wirtschaft, die sich ebenfalls einen scheiss um die belange der menschen und bürger schert, sondern nur um den erhalt ihrer dicken fleischtöpfe.diese fleischtöpfe sind sie eben dabei an die etwas eloquenteren mitbewerber aus dem fiktivgeldgeschäft zu verlieren, zum teil jedenfalls.

    kunta kinte soll gegen den neuen sklavenhalter aufstehen, um den alten zurückzubekommen.

    ne massa😉

    warten wir es ab. sie und die meisten hier haben sich entschieden und ich mein pulver verschossen – compact „hofiert“ die alternative, ich drücke die daumen und gehe wieder ackern, bis der nächste leiharbeiter oder dumpinglöhner den in die jahre gekommenen chicano abserviert😉

  117. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    es geht vielmehr darum, dass wir ein grundgesetz haben und das reicht für die befreiung, denken sie nur an artikel gg art 20. das dieses land ein sozialsystem hat, das es zu verteidigen gilt. nein, ich lebe nicht davon.

    War das nicht auch ursprünglich nur dazu gedacht, diejenigen aufzufangen, die tatsächlich nicht mehr in der Lage sind, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen?

    sehen sie, jetzt wo die stimmung schön aufgeheizt ist, der michel auf sinkende löhne und ein wachsendes loch im netzt des sozialstaates sieht, da stürzt er sich auf den euro und wählt ihn vielleicht gar ab

    Der Euro war zwar nicht unmittelbar die Ursache für die sinkenden Realeinkommen. Das haben die Deutschen schon selbst erledigt, über Agenda2010 von rot-grün und dessen Fortsetzung von schwarz-rot und schwarz-gelb, bzw. haben sie es sich bieten lassen. Aber in Kombination mit dem Euro hat das zu den Handels- und Leistungsbilanzungleichgewichten sowie zur inneren Auf- bwz. Abwertung der unterschiedlichen Eurogebiete geführt, die den Euro jetzt zerreißen.

    Aber: Hätte man in DM-Zeiten eine solche Politik versucht, so wäre sie über kurz oder lang durch die Aufwertung der DM gegenüber den anderen Währungen konterkariert worden. Da hätte es noch die „Aufwertungsrendite“ für die Deutschen dergestalt gegeben, daß für sie Waren und Dienstleistungen aus den anderen Ländern erheblich billiger geworden wären. Nach der Einführung der gemeinsamen Währung war das nicht mehr möglich, Euro ist Euro. Ähnlich war das auch in den 70er Jahren mit der Aufwertung der DM gegenüber dem Dollar, nach der Abschaffung des Systems von Bretton Woods.

    ……das aber genau diese parteiriege auf sinkende löhne setzt

    Die sinkenden Realeinkommen vor allem der unteren bis mittleren Einkommenssegmente sehe ich in der Tat als echte Problem, und nicht nur deswegen, weil ein solch sozialer Mensch bin, sondern weil ich das als echte Konjunkturbremse sehe, da man sich damit den hiesigen Binnenmarkt ruiniert und sich damit den Weg zu mehr Investitionen in der hiesigen Wirtschaft durch Reduzierung der effektiven Nachfrage verbaut. So gesehen unterstütze ich die Mindestlöhne bzw., wenn das den liberalen Ohren angenehmer klingen sollte, die „branchenbezogenen Tarifuntergrenzen“, die wesentlich über den heutigen Untergrenzen der Einkommen liegen müßten. Ist jemand der hier Postenden bekannt, daß die Schweiz ein (tarifliches Mindesteinkommen von 4100,- SFR pro Monat kennt und eine Volksabstimmung darüber vorbereitet (oder durchgeführt hat), welche einen Mindeststundensatz von 22,- SFR pro Stunde zum Inhalt hat?

    auf “qualifiziertes und dringend benötigtes personal” aus südeuropa und sonstwo, das wird wohl übersehen.

    Das würde zumindest die Rotationseuropäer von dort ausschließen, wie es auch, wenn es richtig gemacht wird, sowohl eine qualitative wie vor allem auch quantitative Regulierung der Einwanderung bedeuten müßte. Konkret hieße das eine drastische Reduzierung der Einwanderung, denn wenn diese Kriterien konsequent durchgesetzt werden, entfällt der größte Teil der Zuwanderung aus den Unterschichten kulturferner Länder.

    Wenn tatsächlich ein Einwanderungsgesetz wie in Kanada eingeführt werden würde, dann müßte vor der Einwanderung erst mal geprüft werden, ob für diese Arbeitsstelle nicht ein Einheimischer zur Verfügung steht. Das wird hier auch gern verschwiegen.

    In Kombination mit der Einführung von Mindesteinkommen und -löhnen könnte auch das Lohndumping verhindert werden. Ganz offen, chicano: Eine qualifizierte Fachkraft aus Bulgarien und Rumänien (und damit sind nicht die Zigeuner gemeint, ich habe mit vielen Rumänen und Bulgaren in einem deutschen Konzern zusammengearbeitet) ist nicht auf das Sozialsystem und auch nicht auf den Mindestlohn angewiesen, und sie drücken auch die Einkommen im mittleren bis oberen Segment nicht, denn so viele billige Fachkräfte wie nach dem Fall der Mauer wird es nie wieder geben.

  118. Wahr-Sager sagt:

    @Harald Schmidt:

    Was blasen Sie sich denn so auf? Meine Antwort war an Karl_Murx gerichtet! Wenn sie sie nicht interessiert, dann ignorieren Sie sie!

    Und zu Ihrer Bemerkung wegen den „Ewiggestrigen“:
    Distanziert sich die Partei deswegen auch von Linksextremen?

  119. chicano sagt:

    @ karl murx

    „War das (sozialsystem) nicht auch ursprünglich nur dazu gedacht, diejenigen aufzufangen, die tatsächlich nicht mehr in der Lage sind, für ihren eigenen Lebensunterhalt zu sorgen?“

    selbstverständlich.

    „Der Euro war zwar nicht unmittelbar die Ursache für die sinkenden Realeinkommen. Das haben die Deutschen schon selbst erledigt, über Agenda2010 von rot-grün und dessen Fortsetzung von schwarz-rot und schwarz-gelb,“

    eben. und wer hinter den politmarionetten, sie nennen es ebenso salopp wie verkürzt „die deutschen“, haben das veranlasst und so gewollt, wenn nicht unsere feinern herren ökonomen und vertreter der sogenannten deutschen wirtschaft (10% der deutschen also, die sich die dicken fleischtopfe warm halten). eben genau die sorte vordenker, redenschreiber und strategen, die sie hier zur wahl vorschlagen. oder etwa nicht?

    „Aber in Kombination mit dem Euro hat das zu den Handels- und Leistungsbilanzungleichgewichten sowie zur inneren Auf- bwz. Abwertung der unterschiedlichen Eurogebiete geführt, die den Euro jetzt zerreißen.“

    ja…

    „Aber: Hätte man in DM-Zeiten eine solche Politik versucht, so wäre sie über kurz oder lang durch die Aufwertung der DM gegenüber den anderen Währungen konterkariert worden. Da hätte es noch die “Aufwertungsrendite” für die Deutschen dergestalt gegeben, daß für sie Waren und Dienstleistungen aus den anderen Ländern erheblich billiger geworden wären. Nach der Einführung der gemeinsamen Währung war das nicht mehr möglich, Euro ist Euro“

    da sind wir uns ja auch einig und ich bin der letzte der den euro und die brüsseler clique bewahren möchte.

    „Die sinkenden Realeinkommen vor allem der unteren bis mittleren Einkommenssegmente sehe ich in der Tat als echte Problem, und nicht nur deswegen, weil ein solch sozialer Mensch bin, sondern weil ich das als echte Konjunkturbremse sehe, da man sich damit den hiesigen Binnenmarkt ruiniert und sich damit den Weg zu mehr Investitionen in der hiesigen Wirtschaft durch Reduzierung der effektiven Nachfrage verbaut. So gesehen unterstütze ich die Mindestlöhne bzw., wenn das den liberalen Ohren angenehmer klingen sollte, die “branchenbezogenen Tarifuntergrenzen”, die wesentlich über den heutigen Untergrenzen der Einkommen liegen müßten. Ist jemand der hier Postenden bekannt, daß die Schweiz ein (tarifliches Mindesteinkommen von 4100,- SFR pro Monat kennt und eine Volksabstimmung darüber vorbereitet (oder durchgeführt hat), welche einen Mindeststundensatz von 22,- SFR pro Stunde zum Inhalt hat?“

    damit werden sie aber betonohren bei der aif stoßen.

    „Das würde zumindest die Rotationseuropäer von dort ausschließen, wie es auch, wenn es richtig gemacht wird, sowohl eine qualitative wie vor allem auch quantitative Regulierung der Einwanderung bedeuten müßte. Konkret hieße das eine drastische Reduzierung der Einwanderung, denn wenn diese Kriterien konsequent durchgesetzt werden, entfällt der größte Teil der Zuwanderung aus den Unterschichten kulturferner Länder.“

    ja. aber qualifiziert bedeutet in gewissen kreisen nicht nur fachliche qualifikation, sondern auch die bereitschafft sich für ein paar euro die seele aus dem leib zu ackern. auch enthebt jede importierte fachkraft, die wirtschaft einen guten jungen aus eigenem ländle, eine gute ausbildung zukommen zu lassen und zu bezahlen. wer so kurzfristig plant, die eigene jugend nicht mehr ausbildet……der gehört doch dogmatisch gesehen gar nicht mehr zur „deutschen wirtschaft“. es ist einfach nur der blanke mammon, der wenn er kann, ebenso international aussaugend operiert, und auf ein wort wie „heimat“ ebenso scheißt wie der internationale finanzmarkt. der ist nur agiler, ist ja einfacher fiktives geld zu verschieben als produktionsstätten in das jeweils billigst zu entlohnende land zu verlagern, aber verlagert wird überall hin, wo bessere dumpinboys die hebel bedienen und steuervorteile gewährt werden, wärend die kleinen nicht mehr wissen, was ein familienurlaub ist.. die politik wird in nicht zu geringem maße auch von diesen lobbyverbänden erpresst. ich denke nur an den legänderen spruch seehofers zum druck der pharmagrößen. es stinkt gewaltig aber der euro, so fett er ist, tangiert die bürger und arbeiter doch verhältnismäßig wenig, denn ausgelutscht, verbraucht und weggeworfen wie ne heißgerauchte kippe wird er so oder so. und die nation zu retten, ok, aber was ist das für eine nation, die in ihren brüdern und schwestern nur humanressourcen und in den rentnern morbides menschenmaterial sieht. die ist nicht mehr rettenswert, sorry. ein neuanfang sieht anders aus…..

    „In Kombination mit der Einführung von Mindesteinkommen und -löhnen könnte auch das Lohndumping verhindert werden.“

    da haben sie dann aber eben wieder die falschen partner mit der aif, die letztlich nchts anderes vertritt als den deutschen geldadel, oder sehen sie das anders?

    mag sein, dass wie jürgen sagt, das kleinere übel hier den vorrang haben muss.

    vielleicht könnte ich dafür gehen, wenns auch schwer vorstellbar ist. manche kopromisse schmecken einfach allzu schal und mir erscheints gar nicht so klein das vermeintlich kleinere übel.

    muss nachdenken.

    so oder so, danke für die antworten…..

  120. chicano sagt:

    btw

    wie wäre es denn mit einer volksabstimmung zur enteignung der 10% fleischtopfhalter.

    oder seien wir bescheiden. wie wäre es mit einer volksabstimmung, die konzerführungen zur beteiligung der arbeiterschaft an betrieb und umsatz verpflichtet……..muahahaha!

    kleiner scherz

  121. rubo sagt:

    @Karl_Murx März 12 um 7:14
    Ich bezog mich auf Ihre Meinung am März 10 um16:08

  122. rubo sagt:

    @chicano:
    Ihre Forderungen sind doch alle wichtig und rechtens und ich sehe solche Meinungsverschiedenheiten, wie Sie meinen, zwischen Ihnen und KM nicht.
    Wer soll denn Widerstand nach Art. 20 organisieren, wenn nicht eine neue Partei wie AfD, da es doch die Blockparteien mit ihrem Bundestag (Volkskammer 2.0) verhindern werden?

  123. chicano sagt:

    @ rubo

    nein, wir sind nicht so weit entfernt und ich mag das, was der karl hier immer so schreibt sehr gern lesen, denke auch über das nach, was ich spontan anders sehe.

    es bleibt aber nach einer nacht darüber schlafen dabei, dass diese „alternative“ für mich keine ist. und sie wird auch keinen wiederstand organisieren als den gegen den euro, weil ihr reichtum davon bedroht ist. die meisten haben aber eh nichts mehr zu verlieren……..

    klar, eurogendfor etc. da kommen sicher noch dicke dinger, ist ja alles richtig.

    aber ich tausche nicht das kratzende halsband jetzt für eins mit polster😉

    dann soll lieber alles zusammenkrachen und die menschen sich dann wirklich erheben…..endschlacht ala herr der ringe.

    bin wohl zu verträumt und kindisch dafür, dass man mich mit einem „etwas kleineren übel“ aus der reserve locken kann. vielleicht habe ich auch schon zu klar gesehen, dass auch das „kleinere übel2 für die betroffenen nur armut, hunger und gar tod bedeuitet.

    mit dieser ewigen leier des kleinenren übels, hat man die menschenheit doch seit jahrhunderten vertröstet und wird es weitere jahrhunderte tun…..bis sie sich mit nicht weniger mehr zufrieden gibt als mit gerechter teilhabe an den gütern dieser welt und vor allem an ihrer arbeitskraft und eigenen lebenszeit.

    ick bin der falsche für jeden kuhhandel, tut mir ehrlich leid, denn ich möchte gern schulter an schulter marschieren…..aber alles in mir strubt sich, wenn es darum geht, dafür aucch noch zu kämpfen, dass sich die „herren, egal ob ds fiktiven kapitals oder eben die des produktionskapitals“ von mir ne frische brsie zufächern lassen wollen, während meine kinder zuhause auf mich warten und ich ihnen wieder nur kartoffeln mit soße hinstellen kann.

    dennoch, wie gesagt, ich grolle hier niemandem, denn alle scheinen es doch gut zu meinen.

    mfg

  124. Karl_Murx sagt:

    @rubo:

    Ich bezog mich auf Ihre Meinung am März 10 um16:08

    Etwa die hier:

    @rubo
    Es ist doch besser, eine mögliche Veränderung mit vorhandenen Mitteln anzustreben, als schon vor Beginn den möglichen Ausgang einer versuchten Änderung bestimmen zu wollen und damit den Willen zur Veränderung von vorn herein zunichte zu machen.

    Aber das war doch keine Polemik, sondern ich habe mich wie z.B. bei Herrn Bullinger auf diese Zitate bezogen, um daraus meine Schlußfolgerungen abzuleiten. Eigentlich war ich der Meinung, daß das aus meinen Kommentar herauslesbar sei. Also ist das keine Kritik, sondern als Bestätigung gemeint.

  125. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    da haben sie dann aber eben wieder die falschen partner mit der aif, die letztlich nchts anderes vertritt als den deutschen geldadel, oder sehen sie das anders?

    Ja, das sehe ich anders. Denn Sie behaupten das ständig mit Inbrunst, seitdem hier über die AfD diskutiert wird, sind uns aber konkrete Belege dafür schuldig geblieben. Aus dem relativ knappen Parteiprogramm, wo einige wenige, dafür aber prägnante Punkte aufgeführt sind, was ich für eine solches Programm in dieser Situation völlig angemessen finde, geht das jedenfalls nicht hervor. Aus den Personen, von denen Sie sich einige herauspicken und denen anhand der Vitae diese Vorwürfe machen, ist das ebenfalls nicht herauszulesen, denn sie machen nur einen Teil der Personen aus, und es steht dort auch nicht, für welche konkreten Dinge sie innerhalb der AfD stehen. Das einzig Konkrete, was wir also haben, wäre deren Programmatik, und die ist ansprechend.

  126. chicano sagt:

    @ karl murx

    wäre ja auch schön blöd das ins wahlprogramm zu schreiben, oder? immerhin sollen wir ja alle gerettet werden, bevor man uns trotzdem die hosen ganz auszieht.

    sie meinen dass man in der AFI nchts mit „schätchen“ wie der INSM am hut hat? auch wenn z.b. prof. bernd lucke zusammen mit dem INSM den „hamburger apell“ eintütete. oder leute wie henkel, storch etc……? keine nähe, keine berührungspunkte mit der ideologie und wenn man eine nähe anmerkt, dann unterstellt man ungerechterweise?

    zur erinneriung worum es beim INSM unter anderem geht:

    gleich auf seite eins rühmen die vertreter der „neuen sozialen marktwirtschaft“ sich und ihre spitzenkräfte:

    “ Ist die „Agenda 2010″ gerecht? 10 Jahre Hartz-Reformen

    Die Hartz-Reformen, als wesentlicher Teil der Agenda 2010, brachten die größte Veränderung des Arbeitsmarktes in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Erfolg gibt den Reformen recht. Die Arbeitslosenquote ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 30 Prozent gesunken.“

    andere bonbons der stimme ökonomischer vernunft sind zum beispiel:

    „Warum der Niedriglohnsektor gut für den Arbeitsmarkt ist

    Immer mehr Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor – das besagen neuste Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Holger Schäfer vom IW Köln erklärt, warum dies dennoch kein Grund zur Sorge ist, sondern Ausdruck eines beschäftigungspolitischen Erfolgs. “

    oder die äußerst kritische betrachtung:

    „Wie wirkt ein Mindestlohn?

    Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns ist zu verhindern, da er viele Erfolge der Agenda zunichtemachen würde. Ergebnis wäre wieder eine höhere Arbeitslosigkeit vor allem unter Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen.“

    „Sozial ist, was Arbeit schafft.“

    das alles und noch viel mehr:

    http://www.insm.de/?gclid=CLjb5-C7-rUCFYLwzAodjwIALA

    sie denken es wäre ungerecht solches in den vitae führender köpfe der AIF herauszulesen?

    ich lerne immer gern dazu.

  127. chicano sagt:

    p.s.

    zur erinnerung, auch der „hamburger apell“ unter starker mitwirkung von herrn prof. lucke attackiert aufs schärfste einen mindestlohn. und wie gesagt, er wurde gemeinsam mit der INSM ausgetüftelt und initiiert………

    so weit ich weiß, wird prof. lucke als spitzenkandidat gepokert. also, warum sind meine bedenken so weit her geholt?
    und was für beweise wollen sie denn haben?
    sind das allzu weiche indizien?

    und liest sich in anbetracht dieser grundströmung und ideologie ala hayek etc…..nicht relativ stringent im hinblick auf organverkaufsbefürworter, die wie schon von anderer stelle angemerkt, nicht von der tafel verwiesen wurden.

    nochmals, ich lerne gern dazu und sage das ganz ohne ironie.

  128. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    @ karl murx

    wäre ja auch schön blöd das ins wahlprogramm zu schreiben, oder? immerhin sollen wir ja alle gerettet werden, bevor man uns trotzdem die hosen ganz auszieht.

    Von wem wollen Sie denn dann gerettet werden? Die Blockparteien darf ich ja wohl ausschließen. Welche Gruppierung sehen Sie dazu in der Lage, was bedeutet, daß das Ihnen genehme Personal sowie Parteiprogramm hat und vor allem Chancen, in den Bundestag bzw. andere parlamentarische Gremien einzuziehen?

    sie meinen dass man in der AFI nchts mit “schätchen” wie der INSM am hut hat? auch wenn z.b. prof. bernd lucke zusammen mit dem INSM den “hamburger apell” eintütete. oder leute wie henkel, storch etc……? keine nähe, keine berührungspunkte mit der ideologie und wenn man eine nähe anmerkt, dann unterstellt man ungerechterweise?

    Gibt es da wirklich keine andere Leute außer denen, die Sie der INSM zurechnen, und bedeutet das, daß die AfD, sollte sie gewählt werden, eine solche Wirtschaftspolitik fahren wird?

    zur erinneriung worum es beim INSM unter anderem geht …

    Ich kenne das. Dazu wiederhole ich aber meine beiden weiter oben gestellten Fragen.

    ich lerne immer gern dazu.

    Werden wir alle müssen. Vor allem, daß Jammern und moralisches Aposteltum uns kein Jota weiterbringen. Was glauben Sie, warum Bismarck einer der erfolgreichsten, wenn nicht der erfolgreichste deutsche Politiker war (immerhin hat er die deutsche Reichsgründung mit einer „Revolution von oben“ zustande gebracht, im Unterschied zur bürgerlichen Bewegung von 1848/49, die das versiebte? Weil er bereit war, über seinen Schatten sprich seine eigenen ideologischen Schranken zu springen, die er auf Grund von Herkunft und Erziehung hatte wie jeder andere. Er akzeptierte und betrieb darum Dinge,
    die er im Grunde verabscheute, wie die Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechts auf Reichsebene, und nahm als eingefleischter Monarchist und Preuße das Aufgehen Preußens in einen größeren Nationalstaat hin.

    Wenn wir nicht bereit sind, unumgängliche Dinge zu akzeptieren, werden wir niemals Erfolg haben. Das bedeutet aber den Erfolg der etablierten Blockparteien, und ich gehe davon aus, daß Sie wie ich der Meinung sind, daß die uns weiter in Richtung Selbstvernichtung führen werden.

  129. Eveline Kmietzyk sagt:

    Was ist das für eine Fahne, rot umrandet und ziemlich groß?

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2013/02/130222-Europa.html

    http://www.kaiserkurier.de/kurier093/lug-und-trug.html

    Diese Präsident hatte noch eine gelb umrandete Fahne, -ganz unten-

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