Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

„Männer sind die Opfer der Emanzipation“

compact-weißAus COMPACT 3/2013, Schwerpunkt „Sexismus – Aufstand der Heuchler“
Monika Ebeling kümmerte sich als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar um beide Geschlechter. Das kostete sie den Job. Die aktuelle Sexismus-Debatte ist ihr unverständlich.

* Monika Ebeling (*1959) ist Mutter von vier Kindern und in zweiter Ehe verheiratet. In Goslar war sie bis zu ihrer Abberufung durch den Rat der Stadt Goslar im Mai 2011 drei Jahre Gleichstellungsbeauftragte. In Folge des Rauswurfs verlor sie auch ihre Stelle als Leiterin einer Kita. 2012 erschien bei Herder ihr Buch Die Gleichberechtigungsfalle. Ich habe mich als Gleichstellungsbeauftragte für Männer eingesetzt und wurde gefeuert (200 Seiten, 16,99 Euro).

? Was hat Rainer Brüderle jetzt eigentlich falsch gemacht im Umgang mit der Stern-Reporterin Laura Himmelreich?

Die Debatte darüber ist völlig aufgebauscht. Brüderle hat aus meiner Sicht gar nichts falsch gemacht. Er ist weinselig nach Mitternacht an der Bar gestanden, und es war die Reporterin, die ihn angesprochen hat, nicht umgekehrt. Ob man seine Bemerkung….

? …sie könne „ein Dirndl auch ausfüllen“…

…als Nettigkeit oder als verunglückt ansieht, ist zweitrangig. In jedem Fall war es kein Angriff, gegen den sich eine Frau wehren müsste. In dieser Situation kann eine moderne Frau auf vielerlei Weise reagieren.

? Wie?

Sie kann sagen, was ihr gefällt und auch, wenn ihr etwas nicht gefällt. Das betrifft das Gespräch am Tresen ebenso wie das Verhalten im Bett. Wer das am Tresen nicht schafft, wird es auch im Bett nicht schaffen.

? Die Brüderle-Kritiker führen an, die Reporterin habe sich schlecht wehren können, weil zwischen ihr und dem Politiker ein Machtgefälle bestand, das Brüderle ausnutzte.

Das Gerede vom Machtgefälle kann ich gar nicht mehr hören. Das ist die alte Theorie von der Geschlechterhierarchie, die vor 30 oder 40 Jahren in die Welt gesetzt wurde. Das ist Schnee von gestern. Heute gibt es mächtige Frauen wie Männer, und es gibt ohnmächtige Frauen wie Männer. Die Täter/Opfer-Spaltung verläuft nicht entlang der Geschlechtergrenze, und deswegen wird diese schematische Falschzeichnung auch vom Gros der Frauen nicht mehr unterstützt. Die Frauen von heute wissen, dass auch sie Täter sein können – im Guten wie im Bösen. Um auf das konkrete Beispiel an der Hotelbar zurückzukommen: Das Machtverhältnis war eher umgekehrt. Frau Himmelreich ist Journalistin, und sie wusste, dass sie mit einem Artikel Brüderle sehr schaden konnte, was sie auch getan hat. Medienmacht und Politikermacht sind eventuell sogar gleich auf.

? In der Talkshow von Anne Will hat Heiner Geißler versucht, mit vielen Beispielen aus dem gesamten Erdenrund zu zeigen, dass die Frauen doch das unterdrückte Geschlecht sind, und wurde von der Mitdiskutantin Renate Künast als „Edelfeminist“ dekoriert…

Ich habe großen Respekt vor dem Alter und der Lebensleistung des Herrn Geißler und habe meinen Widerspruch deswegen nicht an ihn persönlich gerichtet. Aber seine Argumente stammen aus der Zeit, als er selbst Familienminister war, und das ist schon Jahrzehnte her. Und was mich immer wieder ärgert: In der sogenannten Geschlechterdebatte wird weder ernsthaft  noch sachlich diskutiert; man wischt Wissenschaft vom Tisch und argumentiert mit Beispielen aus fernen Ländern und anderen Zeiten, wenn man seine Felle wegschwimmen sind. Man benutzt auch Totschlagargumente, um anders lautende Gedanken zum Verstummen zu bringen.

? Eine konkrete Kontroverse betrifft die Frage der häuslichen Gewalt. Wie ist da Ihr Kenntnisstand?

Die Vorstellung, Frauen könnten ähnlich wie Männer Gewalt ausüben, scheint unsere Gesellschaft sehr zu beunruhigen. Diese Idee rüttelt ja auch an der Vorstellung, Männer seien von Natur aus dominanter als Frauen. In den USA stellen Kriminologen aber schon längst einen neuen Trend fest. Während die von Männern ausgeübten Gewaltverbrechen leicht rückläufig sind, steigt die Zahl der Gewaltverbrechen von Frauen deutlich an. Die Anzahl der Gerichtsverfahren gegen weibliche Jugendliche erhöht sich auch hierzulande, nicht selten auch deshalb, weil Mädchen und junge Frauen Gewalt als legitimes Mittel erachten. Eine britische Studie belegt, dass Frauen dreimal öfter wegen häuslicher Gewalt festgenommen werden als Männer (Marianne Hester, Who Does What To Whom? Gender and Domestic Violence Perpetrators, University of Bristol in acc. with the Northern Rock Foundation, Juni 2009)

Es gibt zahlreiche Studien, die man in unserem Land geflissentlich zu übersehen scheint. Vielleicht, weil es so schwer ist, die Idee der hilflosen Frau aufzugeben? Etwa die von Murray und Strauss durchgeführte Untersuchung aus den 1970er Jahren. Da wurden Männer wie Frauen gefragt, ob sie im vergangenen Jahr Gewalt gegen ihren Partner oder ihre Partnerin ausgeübt hätten. Das Ergebnis war fast 50:50. Oder nehmen wir die Erinnerungen von Erin Pizzey. Sie ist eine Veteranin der Frauenhaus-Bewegung und veröffentlichte vor zwei Jahren ihre Memoiren. Sie berichtet, dass viele weibliche Opfer von Männergewalt, denen sie Zuflucht geboten hatte, ihrerseits Mann oder Kinder geschlagen hatten. Eine weitere britische Studie kam zu dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt Männer sind. (John Mays, Domestic Violence: The Male Peerspective , Paritiy, Juli 2010).

Wissenschaftler, die hierzulande solche Wahrheiten aussprechen, müssen aber um ihre Reputation fürchten. Veröffentlicht werden darf anscheinend nur, was dem Stereotyp der unterdrückten Frau und des dominanten Mannes entspricht. Die Dichotomie Frau/Opfer – Mann/Täter darf anscheinend nicht aufgegeben werden. Im Übrigen gilt: Was nicht sein darf, kann nicht sein.

(…)

? Müssen wir das Zusammenleben nüchterner organisieren? Hat die frühere SPD-Familienministerin Ulla Schmidt Recht, wenn sie sagt: „Familie ist, wenn alle aus demselben Kühlschrank essen“?

Dieser Ausspruch ist symptomatisch für unsere Kultur. In vielen heutigen Familien herrscht die Eiseskälte eines Kühlschrankes. Das gab es früher nicht. Die Familie sollte ein Nest sein, das Geborgenheit vermittelt, wo beide Partner gleichberechtigt für das Kind sorgen. Aber die Politik diskutiert Familie heutzutage vor allem unter dem wirtschaftlichen Aspekt, das greift zu kurz.

? Weil die Frauen in die Berufstätigkeit getrieben werden, indem man die Krippenerziehung besonders fördert?

Es kommt mir so vor, als ob die linken Parteien in der Familienpolitik rein auf die Ökonomie setzen, auf Staatseinmischung, auf die Berufstätigkeit der Frau. Demgegenüber verteidigen die Konservativen und Liberalen die Eigenständigkeit der Familie, den Schutzraum Familie, allgemein das Private gegenüber dem Staat. Letzteres scheint mir richtig.

Wenn die Frauen immer stärker in die Berufswelt einbezogen werden, wird es ihnen gehen wie den Männern. Die wurden in der Industriegesellschaft als Arbeitskräfte vernutzt, ihre Lebenserwartung ging zurück, ihre Gesundheit litt. Heute haben wir eher eine Dienstleistungsgesellschaft, und die braucht Frauen mit ihren „soft skills“ als Arbeitskräfte. Auch Frauen sollen jetzt möglichst durchgehend von 16 bis 67 für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Jedenfalls bringt der Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft einen fundamentalen Umbruch in den Geschlechterrollen mit sich. Der Mann arbeitet, die Frau bleibt zu Hause – das ist passé. Die Politik müsste diesen dramatischen gesellschaftlichen Umbruch weitsichtig und liebevoll begleiten, stattdessen ruft sie die Frauen aber zum Geschlechterkampf und fordert eine immer höhere Frauenerwerbsquote.

? Aber haben die Frauen in der Wirtschaft nicht tatsächlich Nachholbedarf?

Immer noch geistert die Zahl von 25 Prozent, die Frauen angeblich weniger verdienen, durch die Debatten. Dabei ist das längst vom Bundesamt für Statistik widerlegt. Der reale Lohnabstand liegt bei sechs bis acht Prozent, und selbst da ist unklar, ob das Geschlecht dafür verantwortlich ist.

? Woher kommen dann die 25 Prozent?

Auf diese falsche Zahl kommt man, wenn man beim Vergleich nicht berücksichtigt, dass Frauen ihr Arbeitsverhältnis unterbrochen oder nur Teilzeit gearbeitet haben. Wenn man diese Faktoren aber mitberücksichtigt, bleiben die sechs bis acht Prozent Abstand.

? Grade haben Sie die linken Parteien heftig kritisiert – dabei sind Sie selbst doch überzeugte Sozialdemokratin. Haben Sie sich verändert – oder die SPD?

Die SPD hat sich verändert. Meine Mutter hat mir immer gesagt, die SPD ist die Partei der kleinen Leute. Aber das ist leider nicht mehr so. Vielleicht hat sie sich durch Grüne und Linkspartei zu sehr aus der Mitte der Gesellschaft herausziehen lassen. Dadurch hat die SPD die Menschen verloren, die soziale Ziele und christliche Werte verbinden wollen. Entsprechend sind auch die Wahlergebnisse. Heute liegt die SPD bei 20 bis 27 Prozent; früher war sie mit der Union im Wettstreit, wer näher an die 50-Prozent-Marke herankommt. Ich würde der SPD raten, sich zu erneuern und sich zu öffnen in Richtung Konservative.

? Sie schreiben, Männer seien die „Opfer der Emanzipation“. Wie ist das gemeint?

Mittlerweile haben die Frauen aufgeholt und sind stark und selbstbewusst geworden, was ich gut finde, aber in diesem Prozess wurden die Männer abgehängt. Besonders deutlich ist die Schwächung der Jungs: Sie müssen in den Schulen erleben, wie Mädchen und deren Leistungen bevorzugt und sie selbst umgekehrt abgewertet werden. Ein Junge oder Mann zu sein, so lernen sie, ist ein Makel. Die Haltung des SPD-Parteiprogramms – „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ – zieht sich durch alle Bereiche und führt zur Diskriminierung von Männern. Anstatt Mann und Frau im Gegensatz ständig von neuem gegeneinander zu hetzen, käme es darauf an, dass beide Geschlechter sich um einen Umgang miteinander bemühen.

(Weiterlesen/vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 3/2013).

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21 Responses

  1. Leser09 sagt:

    Compact-Autor Arne Hoffmann hat gerade einen lesenswerten Gastbeitrag veröffentlicht.

    Sven Janssen:

    „Links = feministisch? Vom Sinn linker Männerpolitik“

    http://genderama.blogspot.de/2013/03/gastbeitrag-links-feministisch-vom-sinn.html

    Ein paar Appetithappen aus der hervorragenden Analyse:

    „Das Gegenteil von Feminismus und Frauenquote ist nicht Maskulismus, sondern ganz einfach Demokratie.“

    „Feministisch ist eben nicht gleich links, sondern im Gegenteil reaktionär und männerfeindlich.“

    Und über die frauenquotierten „linken“ Parteien (v.a. die SPD): „An die Stelle des Kampfes gegen das Kapital ist in diesen Parteien der Kampf gegen die Männer getreten“

  2. Rudolf Steinmetz sagt:

    Die sogenannte Genderisierung ist eines der wirksamsten Umerziehungsprogramme aus der Hexenküche der zionistischen US-Reeducation. Der bekannte Kinderarzt Remo Largo hat mehrfach darauf hingewiesen, dass Jungs im Bildungssystem systematisch benachteiligt werden. Sodann kamen deutsche Männer/Väter zweimal aus zwei Weltkriegen zurück als stigmatisierte Verlierer, Versager, Versehrte oder gar als Verbrecher, und die Frauen hatten mittlerweile deren Rolle übernehmen müssen. Eine positive Rollenidentifizierung der Kriegskinder war damit versperrt. Weiterhin ist von ganz entscheidender Bedeutung, dass in einer gesunden (d.h. keineswegs konfliktfreien) Mann-Frau-Beziehung von den Männern aus vorgenannten Gründen immer weniger verstanden wird, die natürlichen Spannungen der Geschlechterpolarität auszuhalten, geschweige denn auszubalancieren. Und dann ist es ja so, um das Wichtigste zum Schluss noch zu sagen, dass man als Mann ohne täglich neue spirituelle Power nur geringe Chancen hat seinen Mann als Kämpfer, Liebhaber, Held und Vater zu stehen. Das Wissen darüber war in der römischen Kirche nie vorhanden und ist überhaupt so gut wie verschwunden.

  3. rodagon sagt:

    1) In den 80ern wurde von den Emanzen der Softie verlangt. Als er Realität war, wandten sie sich von ihm ab und bevorzugten doch lieber den Macho.

    2) Jetzt gibt es Frauenbeauftragte, die selbstredend auch für den weiteren Zuzug von Muslimen eintreten. Deren Rollenverständnis von ´Frau´ wird dabei geflissentlich übersehen.

    Fazit: Inkonsequenz auf der ganzen Linie!

  4. saito sagt:

    Ich gehöre noch zu der Generation von Frauen, die als junge Mädchen hörten, „das schickt sich nicht für ein Mädchen usw“

    Die Zeit haben wir aber glücklich überwunden. Dabei haben die Feministinnen eine gute und wichtige Rolle gespielt.

    Leider kommen einige aber nicht davon los und fordern immer mehr Duldsamkeit und Nachgiebigkeit von Männern. Das ist aber völlig falsch. Wir brauchen starke Männer, die das Land aufbauen und verteidigen können, keine Duckmäuser.

    Da muß man wirklich fragen, wem die Deformation der Männer zu Weichlingen, die alles mit sich machen lassen, am Ende wirklich nutzen soll.

    mit freundlichen Grüßen

  5. homunculix sagt:

    Feminismus ist eine geheimdienstlich gesteuererte Psychkriegsstrategie zur Bevölkerungsreduktion (Eugenik) die über die Rockefeller-Stiftung finanziert und gesteuert wird.
    Google:
    feminism Rockefeller
    Gloria Steinem CIA
    Eugenik Pille Margaret Sanger
    usw…

    Feminismus ist Teil der satanischen Dialektik zur UMWERTUNG ALLER WERTE!

    Feminismus ist faschistische Gleichschaltung von Frauen und Männern. Männer werden zu Frauen, Frauen zu Männern dressiert!

    Die Idee dahinter kann u.a. in dem Buch „Praktischer Idealismus“ aus dem Jahr 1925 des „katholischen“ Freimaurers, Karlspreisträgers und EU-Founding-Fathers Graf Coundenhove-Kalergie nachgelesen werden..
    Das gibts im Netz LEGAL als pdf kostenlos.

    Opfer dieser Psychokriegsstrategie sind, wie an der Alterspyramiede leicht zu erkennen, nicht nur Männer sondern ALLE! Besonders aber die enterbten die Kinder!

    Der Spruch „a women without a men is like a fish without a bicycle“, der in D von A..Schwarzer bekannt gemacht wurde, stammt von Gloria Steinem, Deren Ms-Magazin war ein CIA-Projekt. das Gleiche dürfte bei Schwarzers EMMA der Fall sein!

  6. Grafenwalder sagt:

    JF-Reporter in Syrien wieder frei! Elsässer, übernehmen Sie:
    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M551e2856550.0.html

    Wäre doch ein möglicher Gast für Compact-Live, oder nicht?

  7. schnehen sagt:

    Der Artikel ist sehr sachlich und sieht die Dinge sehr differenziert, obwohl ich nicht in allen Punkten übereinstimme.

    Der Fall Ebeling scheint eine himmelschreiende Ungerechtigkeit zu sein, wenn der Grund für die Entlassung die Einstellung von Frau Ebeling war, was man erst aber noch genauer untersuchen müsste, zumal die andere Seite nicht gehört wurde. Es wäre ein klarer Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot.

    Brüderle wurde damals gelinkt, um ihm einen Karriereknick zu verpassen, weil er das Treffen der Hochfinanz, des Adels, der Medien und der großen Korporationen (‚Bilderberg‘) im Bundestag thematisiert hat. Das war der eigentliche Grund. Auch Julian Assange wurde reingelegt. Ich bin mir fast sicher, dass die beiden Frauen CIA-Agentinnen waren. Wie man so etwas macht, zeigt auch der Fall Mordechai Vanunu, der 1986 von einer israelischen Mossadagentin namens Cindy von London nach Rom gelockt wurde, nachdem er in der ‚Sunday Times‘ die Fotos von der israelischen Atomanlage in Dimona veröffentlichen ließ. Er wurde von dort aus nach Israel verschleppt, wo er einen Prozess wegen seiner Enthüllungen über das israelische Atomprogramm erhielt. Die Folge: 18 Jahre Haft für das Aussprechen einer Wahrheit.

    Man setzt also Frauen in den Geheimdiensten ein für schmutzige Sachen, um missliebige Politike, Wissenschaftler oder Journalisten, die etwas zur Aufklärung und Entlarvung des Imperialismus und Zionismus beitragen, loszuwerden und bedient sich dabei bestimmter weiblicher Eigenschaften, auch und besonders ihrer oft überragenden Intelligenz. Die ehemalige Agentin des britischen MI6, Anne Machon, kann ein Lied davon singen. Sie verließ die Organisation, als sie erfuhr, dass der Geheimdienst Gaddafi mit Hilfe einer Al Qaida-Organisation liquidieren wollte und berichtete dann wagemutig auf Veranstaltungen über ihre Erfahrungen. Welch eine tapfere Frau, im Unterschied zu den anderen Kreaturen, die sich als Lockvögel missbrauchen ließen! Aber das zeigt nur, dass man Frauen für schmutzige, kriminelle Machenschaften missbraucht. Es kann nicht ‚den Frauen‘, sondern muss den Verantwortlichen (ob Männer oder Frauen) in jenen dubiosen Organisationen angelastet werden.

    Es stimmt, dass sich die Zeiten gewaltig geändert haben und dass Jungs an Schulen dringend Förderprogramme nötig haben, weil sie tausend Probleme haben, während für Mädchen dort einiges geschieht, bis hin zum sog. Girls‘ Day. Aber trotzdem kann man heute noch nicht von einer vollen Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen sprechen. Wie viele Frauen gibt es in den Aufsichtsräten und Vorständen von Banken oder Großkonzernen? Frauen sind in führenden Positionen der Wirtschaft eindeutig unterrepräsentiert, und es ist immer noch eine Tatsache, dass die schlechtbezahltesten Jobs, gerade in den Krankenhäusern und im Einzelhandelt Frauen machen müssen. Viele der Frauen, die in den Krankenhäuser den Putzdienst verrichten, kommen aus dem Ausland. Die Chefärzte sind in aller Regel Männer mit Professur.

    Diese Tatsachen kann man nicht aus der Welt schaffen oder schreiben.

    Also was wir brauchen, ist eine sehr differenzierte Betrachtungsweise der tatsächlichen Verhältnisse, wozu der Artikel beigetragen hat.

  8. Karl_Murx sagt:

    @Bernirgendwashardt:

    Ein total asoziales Land…
    Horror-Unfälle, Prügeleien, korrupte Polizisten: Der alltägliche Wahnsinn auf Russlands Straßen
    http://www.bild.de/news/ausland/verkehrsunfall/wahnsinn-auf-russlands-strassen-29361960.bild.html

    Könnten Sie Ihr „BLÖD“-gesteuertes Rußlandbashing nicht woanders abziehen? Danke.

    KM

  9. Leser09 sagt:

    @ schnehen

    „Der Fall Ebeling scheint eine himmelschreiende Ungerechtigkeit zu sein, wenn der Grund für die Entlassung die Einstellung von Frau Ebeling war, was man erst aber noch genauer untersuchen müsste, zumal die andere Seite nicht gehört wurde.“

    Vielleicht waren Sie in den letzten zwei Jahren außer Landes? Die umfangreiche Berichterstattung über den Fall konnte man eigentlich kaum übersehen. Wie auch immer: da Ebeling in Goslar einer breiten Phalanx aus allen feministischen Blockparteien (von FDP bis Linke, einschließlich ihrer eigenen Partei SPD) gegenüber stand, können Sie sicher sein, dass die Wortführer der Stadtratsmehrheit und deren Propagandaorgane (v.a. Goslarsche Zeitung) reichlich Gehör fanden. Ein andere Richtung nahm die Berichterstattung erstaunlicher Weise erst, als die großen überregionalen Zeitungen den Fall aufgriffen und Ebeling vielfach interviewten.

    P.S.:
    R.I.P. Comandante Hugo Chavz!

  10. Leser09 sagt:

    @ schnehen

    „Aber trotzdem kann man heute noch nicht von einer vollen Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen sprechen.“

    Da haben Sie allerdings Recht. Wir Männer sind leider immer noch von vielen Bereichen führend. Z.B. sind wir durchschnittlich über fünf Jahre länger tot als Frauen, wir haben auch das Privileg, dreimal so häufig Suizid zu begehen (bei Jugendlichen sogar ca. neunmal so viel). Außerdem liegen wir bei der Arbeitslosigkeit 19 % vor den Frauen. Eine weitere unerträgliche Benachteiligung der Frauen besteht in der Tatsache, wir Männer (97,7 %) den Frauen nur noch ganze 2,3 % Anteil an den berufsbedingten Todesfällen zugestehen. Das ist wirklich schändlich, ebenso wie die Tatsache, dass wir den Frauen immer noch nicht gestatten, genauso wie wir zum Wehrdienst gezwungen zu werden oder dass wir das exklusive Recht beanspruchen, uns als Kinder die Genitale verstümmeln zu lassen. Soll ich weiter machen? Da gäbe es noch vieles aufzuführen, z.B. das Männer vor Gericht für die gleichen Vergehen deutlich härter bestraft werden und Jungen für die gleiche Leistung schlechtere Noten bekommen – von dem schändlichen Umgang mit Vätern ganz zu schweigen.

    „Wie viele Frauen gibt es in den Aufsichtsräten und Vorständen von Banken oder Großkonzernen? “

    Tut mir leid, aber das ist kein Argument. Ich hatte stets eine sehr hohe Meinung von Ihren hervorragenden Beiträgen, aber hier wiederholen Sie offenbar (gedankenlos?) die bourgeoise Standard-Propaganda . Wie scheinheilig ist denn bitte die geforderte Elitenquote? Wenn schon eine staatlich erzwungene Gleichheit (was übrigens nichts mit Gleichberechtigung zu tun hat!), dann bitte überall. Frauenquoten auch bei der Feuerwehr und im Bergbau – und natürlich bei den „Insassen“ von Soldatensärgen, die aus aller Welt angeliefert werden. Merken Sie, was das für ein Unsinn ist?

  11. Vlado sagt:

    Wow. Jürgen Elsässer, schauen Sie mal, wie ausgewogen und sachlich die BILD-Zeitung mit dem Thema Roma umgeht. Folgendes ist soeben von der Online-Redaktion gepostet worden…

    Deutsche Großstädte klagen über Armutsflüchtlinge aus den EU-Staaten Bulgarien, Rumänien. Alles Panikmache? BILD nennt 6 Wahrheiten.

    ➊ Es gibt keine Massen-Zuwanderung

    Laut Statistik fanden 80 % der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien eine reguläre Arbeit (seit 2007). Die Zahl der Zuwanderer pro Jahr hat sich seit 2007 (EU-Beitritt) auf 147000 verdoppelt. Abzüglich der Abwanderung blieb 2011 ein „Netto“-Zuzug von knapp 60000 Personen.

    ➋ Viele Städte sind überfordert

    Unter den Zuwanderern sind viele Arme. Hoch verschuldete Kommunen wie Duisburg müssen z. T. Millionen Euro aufwenden, um deren gröbste Not abzuwenden. Die Stadt Mannheim musste jüngst ein Mietshaus kaufen, um Geschäftemacher zu stoppen, die Zimmer und Matratzen zu Wucherpreisen an Einwanderer vermieteten.

    ➌ Die Kriminalität steigt

    Die Kriminalstatistik 2011 weist unter den „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ 26 438 Rumänen, 10 960 Bulgaren aus. Vergleich: 2007 lagen die Zahlen noch bei 15040 bzw. 3923. Aber: Wie viele davon Roma sind, wird statistisch nicht erfasst!

    ➍ Die Herkunftsländer sind das Problem

    Fast 50 % der Bulgaren sind laut EU-Statistik „armutsgefährdet“, 40 % der Rumänen. Der EU-weite Schnitt beträgt nur 24 %. Die Minderheit der Roma wird in beiden Ländern oftmals zusätzlich ausgegrenzt.

    ➎ Europa versagt

    Viele Experten sind sich einig: Bulgarien und Rumänien waren 2007 nicht beitrittsreif – kamen trotzdem in die EU. Zwar läuft seit 2011 ein EU-Programm zur besseren Integration der Roma (in den Herkunftsländern). Laut EU-Kommission werden aber dafür bereitstehende Mittel nicht abgerufen. Migrationsforscher Prof. Klaus J. Bade: „Wir können die sozialen Probleme in Südosteuropa nicht in unseren Städten lösen. Es muss dafür gesorgt werden, dass das EU-Geld richtig verwendet wird.“

    ➏ Etwa die Hälfte der Roma kann nicht lesen oder schreiben

    Laut EU-Statistik schließen nur 42 % der Roma-Kinder die Grundschule ab. Konrad Clewing vom Südosteuropa-Institut Regensburg zu BILD: „Roma-Familien brauchen spezielle Betreuung, damit der Elendskreis aus mangelnder Bildung und Armut durchbrochen werden kann. Größtes Problem ist oft schon die Sprache, die nur wenige Sozialarbeiter beherrschen.“ (hoe/nik./rs/tawi/xan)

    http://www.bild.de/politik/inland/migration/die-6-wahrheiten-ueber-roma-29384608.bild.html

  12. Neukunde sagt:

    Ja, der Artikel passt ins Bild. Übrigens brachte der Erfolgsautor Michael Crichton bereits 2008 mit „Enthüllung“ dieses brisante Thema.

    https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showFullRecord&currentResultId=Woe%3D119124785%26any&currentPosition=14

  13. Bernwardt sagt:

    Karl_Murx sagte:
    > Könnten Sie Ihr “BLÖD”-gesteuertes Rußlandbashing nicht
    > woanders abziehen?
    Das hätten Sie wohl gerne!
    P.S.: RT ist ein hundsmiserabler TV-Sender.

  14. Karl_Murx sagt:

    @Bernwardt:

    ´Könnten Sie Ihr “BLÖD”-gesteuertes Rußlandbashing nicht
    > woanders abziehen?´
    Das hätten Sie wohl gerne!

    Ja, aber bei Ihnen mit wenig Hoffnung. So fakten- und kenntnisfrei Sie hier über Rußland schreiben.

    P.S.: RT ist ein hundsmiserabler TV-Sender.

    Ihre Meinung über die journalistische Gestaltung. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Wenn man bei den Inhalten und Aussagen nahe bei der Realität bleibt und sich nicht als propagandistisches Sprachrohr versteht. Das würde ich den spin-doctores der transatlantischen Fraktion überlassen.

    Apropos: Sollte bei der Schreibweise Ihres Nicks ursprünglich Bernhardt herauskommen?

  15. schnehen sagt:

    „Russia Today“ ist ein hundsmiserabler TV-Sender“.

    Ich glaube das kann nur jemand sagen, der die Sendungen von RT noch nie gesehen und erlebt hat.

    Einige Beispiele:

    Nehmen wir die Sendung von Abby Martin ‚Breaking the Set‘. Kennt ‚Bernwardt‘ sie? Schon mal eine Sendung von Abby gesehen?

    Abby sagt das, was die Medienhuren, besonders die amerikanischen wie Fox News, ABC, CNN und wie all diese gleichgeschalteten Organe der Desinformation, die sich meist im Besitz von Zionisten und dem Pentagon befinden, verschweigen:

    Sie berichtet über Guantánamo, vom NDAA, von Obamas Drohnenkriegen, vom ‚Prison Industrial Complex‘, von den Bewegungen in den USA gegen die Wall Street-Banken, von dem Prozess gegen Bradley Manning, von Israels Schweinereien auf der West Bank oder in Gaza usw. usf. All das kann man in keinem größeren westlichen Sender sehen, weil sie alle diese Dinge konsequent totschweigen.

    Es ist eine Sendung, in der viele Amerikaner, denen sonst die Tür an die Öffentlichkeit zugeschlagen wird, auftreten und in der sie ihre Meinung sagen können, wie neulich der Autor des Buches ‚Terror Factory‘ über das FBI und seinen fabrizierten Terror.

    Das ist nur ein Beispiel.

    Ein zweites wäre die hervorragende Sendung von Max Keiser und Stacy Herbert, ‚The Keiser Report‘, in der regelmäßig die neuesten Finanzskandale abgehandelt werden. Solche bankenkritischen Sender haben wir hierzulande dringend nötig. Aber es gibt nichts Vergleichbares.

    Auch andere Sendungen wie die Interviews mit Sophie Shewardnaze oder die Sendung von Thom Hartman (‚The Big Picture‘) sind allererste Sahne.

    Auch unser Jürgen Elsässer wurde bei mehreren Gelegenheiten von RT interviewt, und zufällig bekam ich eines von diesen Interviews dort mit.

    Wer also RT als einen ‚hundsmiserablen Sender‘ bezeichnet, hat ihn wahrscheinlich nie erlebt und wenn ja, dann will er, dass man sich diesem Sender, der ähnlich wie der iranische Sender Press TV eine echte Alternative zu den westlichen Desinformationsmedien darstellt, nicht zuwendet, weil ihm der Inhalt dieser Sendungen missfällt.

  16. Karl_Murx sagt: März 6, 2013 um 20:12

    @Bernwardt:

    Apropos: Sollte bei der Schreibweise Ihres Nicks ursprünglich Bernhardt herauskommen?

    Vermutlich nicht, denn die Glocken stürmten vom Bernwardtsturm…

    Sturm, Sturm, Sturm, Sturm, Sturm, Sturm!
    Läutet die Glocken von Turm zu Turm!
    Läutet, daß Funken zu sprühen beginnen,
    Judas erscheint, das Reich zu gewinnen,

  17. Leser09 sagt:

    Der Gender-Feminismus entwickelt langsam sich zu einem universellen Manipulations- und Zensurwerkeug.

    Stephan Steins: EU will jetzt auch Kontrolle über Sexualverhalten – Massive Zensur geplant

    „Das Imperium und seine europäische Sektion EU wollen den Menschen jetzt auch noch den politisch korrekten Umgang mit ihren Genitalien vorschreiben.“

    http://rotefahne.eu/2013/03/eu-will-jetzt-auch-kontrolle-ueber-sexualverhalten/

  18. siempre sagt:

    “Das Gegenteil von Feminismus und Frauenquote ist nicht Maskulismus, sondern ganz einfach Demokratie“

    lächerlich, der Feminismus ist einfach der Gebährwahn von Frauen und da scheint mir das Zitat unten folgend richtig zu sein. Und Demokratie ist durchorganisierte Klassengesellschaft. Oder habt Ihr irgendeinen Linken, Grünen gehört oder gelesen, der die Eigentumsverhältnisse auf den Kopf stellen würde?. Die würden ihre Mieter rauschschmeissen, wenn keine Kohle fliesst.
    Jede Partei würde ich wählen, würde ich nur die Hälfte Miete zahlen müssen🙂

    Mal ganz unsachlich ist🙂

    „Alterswahn – Titanic 3/2013

    Erst kürzlich habe ich es wieder irgendwo gelesen: „Die Zukunft gehört den Kindern.“ Solange ich denken kann, verfolgt mich dieser Satz, und jedes Mal denke ich mir: Was für eine dreiste Lüge!
    Die Zukunft gehört den Kindern – ach wirklich? Welche nennenswerten Verbesserungen haben Kinder unserer Welt denn bisher beschert? Keine, nicht eine einzige! Wo sind die Halbwüchsigen in Bundestag und Ethikrat? Wo die Bälger in den Chefetagen? Kinder treten weder für Menschenrechte noch für ökologisches Bewußtsein ein, planen nicht unsere Autobahnen, führen keine Kriege gegen den Terror, entwickeln keine Mittel gegen unheilbare Krankheiten wie Ejaculatio praecox oder Prokrastination. Statt dessen tun sie das, was sie schon vor dreißig Jahren getan haben: Seilhüpfen, niedlich dreinschauen, sich den Rotz runterrinnen lassen und mit dem Strohhalm Blasen in den Kakao blubbern. Nicht einmal für ihre eigenen Rechte machen sie sich stark – wir sollen das für sie tun! Ich sage: genug jetzt! Schluß mit dem Kinderhype! Die Zukunft gehört den Dreißig- bis Fünfundsechzigjährigen! Klingt nicht ganz so schwungvoll, ist aber so.“

  19. LIFE sagt:

    Die Zukunft ist für ALLE da ! Sie haben in soweit Recht, auch wenn eventuell bei Ihnen keine Kinder sind . Die Älteren Generationen , WIR müssen dafür sorgen das eine Zukunft Frei – Ausgeglichen – Menschenrecht konform – für ALLE wieder zu möglich ist !!!
    Zur Zeit herrscht Sodom und Gomorra ! Also Gehirn einsetzen und Körper ich denke dann klappt es wieder .
    Eine Bessere Zukunft für ALLE !
    Danke😉

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