Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Schweinerei: General Motors schlachtet Opel

compact-weißAus für Bochum: Keine ökonomische Naturkatastrophe, sondern gezielte Liquidation

COMPACT steht an der Seite der Kollegen von Opel-Bochum, die sich gegen die Heuschrecke General Motors wehren! Lesen Sie unten den Artikel aus der aktuellen COMPACT-Ausgabe 2/2013. In der März-Ausgabe von COMPACT – am Kiosk ab 28.2. – folgt ein Interview mit Rainer Einenkel, Betriebsratschef von Opel Bochum. Am besten COMPACT-abonnieren – da kann man nichts verpassen!

 

General Motors schlachtet Opel

Das Aus für die Autoproduktion in Bochum ist nicht in erster Linie der Absatzkrise geschuldet. Vielmehr haben die Konzernbosse in Detroit den deutschen Stadndort zuerst ausgesaugt und dann liquidiert.

Von Dietmar Pietsch; aus: COMPACT 2/2013

„Hier, wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld“, sang Herbert Grönemeyer vor fast 30 Jahren in „Bochum“. Falls das je so war: Heute ist es vorbei. Das Herz des Ruhrgebiets hört auf zu schlagen. Anfang Dezember 2012 wurde bekanntgegeben, dass die traditionsreiche Opel-Produktion in der Ruhrmetropole 2016 eingestellt wird. Dann läuft der letzte Zafira vom Band, 3.300 Kollegen verlieren ihren Job. Auch die etwa 100 Zulieferbetriebe sowie Einzelhandelsgeschäfte werden wohl dicht machen müssen – das kostet weitere 10.000 bis 40.000 Arbeitsplätze, so die Schätzungen von Industrie- und Handelskammer beziehungsweise IG Metall.

Dieses traurige Ende wird oft als Ergebnis einer Art Marktbereinigung dargestellt. Die Absatzmärkte in Europa schrumpften, und die Modelle von Opel seien nicht konkurrenzfähig. Tatsächlich wurden im ersten Halbjahr 2012 in der EU 6,64 Millionen Pkw neu zugelassen, das waren 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon war Opel stark betroffen, weil es aufgrund seiner Angebotspalette vor allem unter der einbrechenden Nachfrage im südeuropäischen Krisengürtel leidet. So sank der Absatz des Autobauers im ersten Halbjahr 2012 um 15 Prozent auf 457.630 Fahrzeuge. Der europäische Marktanteil von Opel ging von von 7,6 auf 6,9 Prozent zurück. Trotzdem blieb Opel nach VW und Renault die meistverkaufte Marke in Europa – aber in den goldenen Zeiten hatte die Marge bei 20 Prozent gelegen.

Im Unterschied zu den Konkurrenten konnte Opel die wegbrechenden europäischen Verkäufe nicht durch Absatz auf anderen Kontinenten kompensieren, weil die US-Konzernmutter General Motors (GM) dies ihrer deutschen Tochter verboten hatte. Zusätzlich ließen die Bosse in Detroit ihre Billig-Marke Chevrolet auf Europa los – das ging zusätzlich zu Lasten von Opel. Schwere Vorwürfe erhebt auch die linke Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen: Es lasse sich „mit Fug und Recht sagen, dass die roten Zahlen von Opel Teil der schwarzen Zahlen des US-Autobauers sind.“ Zur Erläuterung: „GM fuhr 2011 den größten Gewinn seit über 100 Jahren in seiner Firmengeschichte ein, und selbst 2012 bleibt trotz des Einbruchs bei Opel ein ordentlicher Milliardengewinn für GM. Angesichts einer solchen Unternehmensstrategie darf vermutet werden, dass die Schließung von Opel Bochum erst der Anfang vom Ende der Marke Opel ist.“ Kein Wunder, dass die Kollegen auch in Eisenach, Kaiserslautern und Rüsselsheim zittern.
Was Dagdelen für 2011/2012 konstatiert, war eigentlich noch nie anders. Schon 2008, als auch schon der Pleitegeier über Opel kreiste, schimpfte der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn auf GM als „miese Heuschrecke“. Insider sprachen damals von drei Milliarden Euro, die Detroit in den Vorjahren aus den deutschen Werken abgesaugt hatte, indem anderweitige Verluste des Gesamtkonzerns den Deutschen in die Bilanzen geschrieben wurden.

Einer dieser Insider berichtete Mitte März 2009 unter dem Schutz gegenüber Welt-Online: „Wissen Sie, ich kriege einen Hass, wie GM uns ausgehöhlt, geplündert, leergeräumt hat. Wie die uns um unsere Patente beschissen haben! (…) Eines Tages kamen GM-Leute aus Detroit und sagten, wir wollen jetzt alle eure Entwicklungen, Patente, das ganze Know How. Das kriegen wir jetzt, bitte, und damit es rechnerisch fair zugeht, sagten die, gibt’s im Gegenzug Schuldverschreibungen von uns. Jetzt liegen unsere Patente also bei GM, und für jedes Auto, das wir bauen, zahlen wir Gebühren an die. Muss ich erwähnen, dass Opel nie einen Cent für seine Patente gesehen hat? Dasselbe gilt für die Konstruktionszeichnungen unserer Autos. Maße, Toleranzen, Materialien, die ganze Blaupause. Das ist entscheidender als ein Patent, es steckt ein wahnsinniges Entwicklungsgeld da drin.“

Die damalige Krise führte zu einem Befreiungsschlag der Opelaner: Da GM selbst bankrott war, sah man die Chance gekommen, sich aus der tödlichen Umklammerung der Amerikaner zu befreien und selbständig zu werden. Unter Führung der Bundeskanzlerin sondierte man neue Partnerschaften und wurde beim österreichischen Autozuliefer Magna fündig (dessen Chef Frank Stronach übrigens heute mit einer eurokritischen Partei in der Alpenrepublik von sich reden macht, vgl. in dieser Ausgabe Seite 32/33). Den Deal hatte Altkanzler Gerhard Schröder eingefädelt und gleich noch die halbstaatliche russische Sber-Bank mit ins Boot geholt, die über genügend Kreml-Unterstützung auch für Krisenzeiten verfügte.

In einem dreitägigen Verhandlungskrimi Ende Mai 2009 einigte sich GM mit Magna und Sber-Bank auf ein fragiles Gesamtkonstrukt für Opel, der Bund sollte in der Übergangszeit als Treuhänder fungieren. GM trat bei diesen Verhandlungen als Erpresser auf: Kurzfristig verlangte GM eine Cashspritze in Höhe von 300 Millionen Euro, um die Liquidität von Opel zu gewährleisten. Zur Vorbereitung des Überraschungsangriffs hatte Detroit unmittelbar vor Verhandlungsbeginn den Geldhahn für die europäischen Töchter komplett zugedreht: Ab Anfang Juni 2009 hätten etwa in Bochum und Rüsselsheim noch nicht einmal mehr Strom und Wasser bezahlt werden können. Die deutschen Verhandlungspartner waren von dieser Schock-Strategie der US-Gäste zunächst wie paralysiert. „In Berlin helles Entsetzen über das Verhalten der Amerikaner“, titelte die FAZ am 28. Mai 2009 auf Seite 1. So könne man „mit uns nicht umspringen“, hieß es aus der Umgebung der Kazlerin. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch resümierte: „Was die Amerikaner hier machen, ist nicht akzeptabel. Sie ignorieren die Situation in Europa und versuchen, ihre Tagesordnung durchzusetzen.“ Aber bei der Fortsetzung der Gespräche zwei Tage später gaben die Deutschen klein bei. Sichtbarstes Zeichen war das Einknicken beim 300-Millionen-Nachschlag für GM, der zunächst Magma aufgedrückt wurde, aber – da auch das nicht rechtsverbindlich war – zuletzt doch vom Bundesfinanzministerium berappt wurde.

Besonders dreist war der Versuch der US-Amerikaner, hunderte Millionen Euro deutscher Steuergelder regelrecht zu stehlen. Nach einer Recherche der Financial Times Deutschland entdeckten Berater des Bundeswirtschaftsministeriums erst kurz vor Verhandlungsende einen versteckten Vertragspassus, der die 1,5 Milliarde Euro Überbrückungskredit von der Bundesregierung betraf. Demnach hätten 334 Millionen Euro aus diesem Posten direkt an GM überwiesen werden sollen, und zwar auf ein Konto auf den berüchtigten Cayman-Inseln, die mit deutschem und internationalem Recht nicht erreichbar sind. Erst nach Protest der deutschen Vertreter wurde der Absatz gestrichen, GM sprach von einem Versehen.

Trotzdem war das Aufatmen groß, als die Verträge schließlich unterzeichnet waren. Opel schien gerettet. Aber dem war nicht so. Über den Sommer hinweg hatte nämlich US-Präsident Barack Obama beschlossen, General Motors mit 50 Milliarden Dollar Steuergeld gesund zu spritzen. Der reanimierte Riese bekam wieder Appetit auf seine deutsche Tochter. Nun begann ein schmutziges Spiel, um den bereits unterschriebenen Opel-Vertrag zu annullieren. Den ersten Stoß führte Neelie Kroes, damals in der Europäischen Kommission zuständig für Wettbewerbspolitik. Ihrer Drohung, die deutschen Verträge mit Magna und Sber-Bank mit einem Kommissarbefehl aus Brüssel zu widerrufen, wurde vom damaligen Wirtschaftsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg assistiert. Eine Anfrage von Kroes nutzte er, um einen Brief an GM-Boss Fritz Henderson zu schreiben und von diesem eine Erklärung zu fordern, dass Magna nicht aus politischen Gründen den Zuschlag bekommen habe. Damit spielte er Henderson den Joker zu: Detroit hatte nun die einmalige Chance, durch Verweigerung dieser Erklärung der Brüsseler Kommission einen Vorwand zum Verbot des Magna-Deals zu geben, und nutzte diese Chance selbstverständlich eiskalt aus.

Am 3. November 2009 stieg General Motors aus dem Abkommen aus. Am selben Tag war die Bundeskanzlerin im Weißen Haus gewesen, Obama hatte sie nicht unterrichtet. Der deutsche Plan zur Neustrukturierung der Traditionsfirma, neun Monate Verhandlungen in Europa – das alles war mit ein paar Mausklicks in Detroit zur Makulatur gemacht worden.

Über drei Jahre sind seither vergangen – drei verlorene Jahre für Opel. (Weiterlesen in der Printausgabe COMPACT 2/2013).

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39 Responses

  1. Sabbelcafe sagt:

    Analysen und Ursachenforschung hin oder her.
    Solange das Auto nicht gekauft wird kann es keinen Gewinn geben. Ich denke man sollte so etwas dem Konsumenten vermitteln, am Ende hat er die Macht. Ich erinnere mich gerne an Bochum und Nokia, eine Welle der Empörung hatte das Unternehmen erfasst und es ging abwärts mit denen. Warum kann das nicht umgekehrt funktionieren? Warum muß der Golf doppelt so teuer wie ein vergleichbarer Kia sein? Und warum wird von politischer Seite nicht der Binnenmarkt gestärkt?

    Sabbelcafe

  2. Anja sagt:

    Die Amis stehlen ja nur von Deutschland – es ist so alt.

  3. Sabbelcafe sagt:

    Diebstahl ok. Aber trotzdem müssten die Autos mehr gekauft werden um das Unternehmen zu stärken. Vielleicht hast Du aber Recht, die Adam Opel AG hätte nie verkauft werden dürfen, vielleicht wäre so eine größere „heimische Bindung“ bei den Käufern erfolgt. So ist es halt ein Auto wie jedes andere…

  4. Neukunde sagt:

    Kann mich noch gut an die Diskussion über Bremer Vulkan erinnern. Damals schlug die Empörung hoch, weil der Konzern (angeblich?) öffentliche Fördermittel für die Ostwerften zweckentfremdet hatte. Der Vulkan wurde zerschlagen und die Einzelteile streiften das Label „Vulkan“ einfach ab. Sie erklärten sich für unabhängig.

    Warum nicht auch die Opel AG gegenüber der Konzernmutter?

  5. Mary J. sagt:

    Ich erinnere mich noch exakt, wie vor ziemlich genau vier Jahren Guido Westerwelle, damals noch in der Opposition, die Opel-Rettung als reines Wahlkampfmanoever der Union und SPD bezeichnet hat, das den deutschen Steuerzahler mehrere Milliarden kosten wird, und die Opelpleite am Ende eh nur aufschiebt und nicht verhindert, weil der Konzern nicht wettbewerbsfaehig ist.

    Dafuer hat man ihn den Kopf abgerissen:

    Neoliberal! Hardcore-Kapitalist! Soziale Kaelte!

    Haette man nur auf ihn gehoert…..

  6. Tony Katz sagt:

    So, leid es mir für die Arbeitnehmer von Opel tut, bei dem Konzern im Hintergrund kauft man einfach keine GM-Opel. Ople-Blitz und die Welt sähe vielleicht ganz anders aus, aber der Fehler (oder Erpressung) liegt schon sehr lange zurück!

  7. Rudolf Steinmetz sagt:

    Warum, warum! Warum lässt sich @Sabbelcafe nicht so hübsch ausbeuten, wie die chinesischen Apple-Fronarbeitzer bei Foxcom? Warum gibt es bei uns noch ein Minimum an Sozialstandards und Umweltschutz? Könnte doch alles viel billiger sein, oder? Schliesslich „fressen“ die Chinesen auch ihren eigenen Dreck, d.h. ihre verseuchten Lebensmittel. Und jetzt gehts ja erst richtig los: Wie die große transatlantische Freihandelszone den europäischen Mittelstand vernichtet: http://www.nachrichtenspiegel.de/2013/02/15/wie-die-grose-transatlantische-freihandelszone-den-europaischen-mittelstand-vernichtet/ Was also tun? Na? Ceterum censeo Carthaginem esse delendam: die Atlantikbrücke durchsägen, per Volksentscheid die Preussische Verfassung in Kraft setzen und in einem friedlichen Europa der Vaterländer einen Friedensvertrag mit Putin schliessen – unsere Zukunft ist die Kooperation mit Eurasien: jemand was dagegen???

  8. Sabbelcafe sagt:

    Vielleicht sollten wir uns nicht so viel um „andere“ kümmern…

    Was das Freihandelsabkommen angeht, ich sehe dabei auch Gefahren, vor allem die ACTA Aktivierung durch die Hintertür. Und in der Tat würde ich eine engere Verzahnung mit Eurasien begrüßen…

  9. Eveline Kmietzyk sagt:

    @ Rudolf Steinmetz

    „in Kraft setzen und in einem friedlichen Europa der Vaterländer einen Friedensvertrag mit Putin schliessen – unsere Zukunft ist die Kooperation mit Eurasien: jemand was dagegen???“

    Nein, ich nicht. Nur mit wem wollen Sie verhandeln?
    BRD oder Deutschland?
    Aus Einwohner müssen erst einmal Menschen werden. Wir sind ja noch Lagerinsassen. Juristisch versteht sich.

  10. Realist sagt:

    Der schöne Spruch lautet“Autos kaufen keine Autos“,und Leute mit nem Nettostundenlohn von ca.5.30€–Brutto ca.7.50€ wie bei mir,sind nun mal nicht die großen Absatzbringer.Zahlt gute Löhne ,dann steigt auch der Konsum

  11. rubo sagt:

    Das ist 1. Obamas Antwort gegen Putins Streben nach einem Euro-Asien und
    2: die gewünschte Vereinfachung der Befehlskette USA an Europa, statt 27 Vertragspartner behält er einen – noch dazu den vorauseilend gehorsamsten mit der BRD.
    Dank an @Steinmetz für den Literaturverweis – sehr gut!

  12. lunaria sagt:

    Konversion!
    Was produziert wird in der Bude ist zweitrangig. Wichtig ist, wem sie gehört.
    Das wissen wir doch alle. Warum sagen wir es nicht laut.
    Was soll das laute schweigen.
    Gewerkschaften sind tot, Konzepte der 80,90er Jahre sind überholt. zurück zum Klassenkampf! Mampf!

  13. lunaria sagt:

    Und J.E.:
    Ich bin einigermaßen unzufrieden mit Deinem Auftritt hier in den letzten Tagen, von wegen Papst und Katholiken, so geht das nicht. Reformen im besten Sinne sind angesagt, da hat Oskar Lafontaine recht. Sex vor der Ehe: Ja was sonst, gar keine Ehe, am besten. Bringt nur Verdruss. Ein Partner fürs ganze leben von der Jugend bis ins Grab? Schauerlich die Vorstellung! Polyamoröse auf dem Vormarsch, Zölibat abschaffen, natürlich,…
    Du plünderst das christliche Wertkonservative Lager für deine Zeitung? Denkst, Mach nur. Es ist nicht überzeugend. Als Linker sage ich adé, das wird nix mehr mit dir, schade.

  14. ups2009 sagt:

    Nix „Schweinerei“ ganz normale bourgeois AIPAC Politik seit fast ewigen Zeiten.
    Und da rede man bitte nicht mehr irgendetwas von deutschen Kapital

  15. juergenelsaesser sagt:

    lunaria: Na, dann schau mal, ob Du mit Oskar glücklich wirst und ob Du „polyamarös“ besser durchs Leben kommst, als mit einer lieben Ehefrau… Was ich zum Papst geschrieben habe, ist übrigens nicht neu, Ähnliches konnte man von Anfang an in COMPACT lesen, aber ich vermute mal, Du hast gar nicht zu unseren (regelmäßigen) Lesern gehört… Meine Tür bleibt offen für Dich – Du wärst ja nicht der erste, der klüger geworden ist.

  16. saito sagt:

    Die OPEL-Arbeiter tuen mir leid. Aber vielleicht verkauft GM, wenn sich einrichten läßt, daß jeder Entlassene eine ordentliche Abfindung erhalten muß?
    Man darf GM nicht so billig davon kommen lassen.

    mit freundlichen Grüßen

  17. Leute, schaut doch mal nach Spanien. Da gibt es z.B. eine Senora Ada Colau die was gesagt hat, was ich hier besser nicht wiederhole. Jedenfalls ging Mariano Rajoy daraufhin derart der Arsch auf Grundeis, daß er Seodoro Matos verkünden ließ:

    “Die PP wird das tun, was noch keine Regierung getan hat, sie wird sich an die Seite der Bürger stellen!”

  18. Strickmuetze sagt:

    „Es war nur ein Spaziergang“
    Vielleicht sollten Sie mal eine Rezension darueber schreiben.
    Ich war beim rbb, und habe mich sehr gewundert.
    Der alte Westen ist verloren.

  19. schnehen sagt:

    Die Atlantikbrücke durchsägen und den Schulterschluss mit Putins Eurasien herstelle! Das wäre die einzig gangbare Alternative, um aus der unseglichen Abhängigkeit von den US-Megakonzernen und ihrer skrupellosen Macht- und Profitpolitik herauszukommen, die von ganz oben unterstützt wird.

    Aber wer soll das Sägen verrichten? Um das hinzukriegen, brauchten wir eine Revolution und ein ganz neues Deutschland.

    Die deutsche Politik und das deutsche Groß- und Finanzkapital sitzen im Boot der Rockefeller und ist der Transatlantikbrücke fest angeschlossen. Die Nato-Mitgliedschaft tut ein Übriges und sichert alles militärpolitisch ab. Dann müssten die jahrzehntelangen, fest installierten Machtstrukturen geknackt werden. Und wer sollte das hinkriegen? Die deutschen Gewerkschaften und Betriebsräte (lach)?

    Diese sog. Arbeitervertreter oder sollte ich sagen ‚Arbeiterverräter‘ wie Betriebsrat Rainer Einenkel (ehemaliges DKP-Mitglied), der schon seit Beginn des letzten Jahres mit dem Opelvorstand über die Schließung des Werkes verhandelt haben soll, ohne dies der Belegschaft mitgeteilt zu haben, gehört wohl nicht gerade zur revolutionären Avantgarde der Säger an jener Brücke.

    Seit dem Arbeitskampf vom Oktober 2004, als die ganze Stadt sich mit Opel Bochum solidarisierte und die Schließung abgewendet konnte (damals gab es noch 10.000 Opelaner), hat der Betriebsrat einen ‚Sparplan‘ (sprich Arbeitsplatzvernichtungsplan auf Raten) nach dem anderen mitgetragen, leere Versprechungen abgegeben, Lohnkürzungen mitgetragen bis hin zur Stundung der letzten Tariferhöhung, und immer wieder betont, dass nur so der ‚Standort Bochum gesichert‘ werden könne.

    Mit anderen Worten: Wir sichern den Standort, indem wir ihn nach und nach kaputt machen! Wir müssen ein Zugeständnis nach dem anderen machen, um die Arbeitsplätze zu sichern un dann schrumpfte die Zahl der Opelaner und damit auch die Zahl derjenigen, die zum Kampf bereit waren.

    In Wirklichkeit ging es gar nicht mehr darum, sondern nur noch um den Zeitpunkt der Schließung. Mal sehen, was aus Einenkel wird, wenn es Opel Bochum nicht mehr gibt, wo er dann mitmischt im Opel-Konzern. So einer macht keinen Karriereknick.

    Hier zeigt sich mal wieder, was unsere Gewerkschaftsführungen – in diesem Fall die IG-Metall, die diese Taktik mittrug – Wert sind: Sie sind nichts anderes als Transmissionsriemen der Macht des US-Kapitals. Man kann sie vergessen. Schade, dass die Opelaner nach dem großen Arbeitskampf von vor acht Jahren, als die Fetzen flogen, nicht nachgelegt haben! Man hat kurz danach diesen korrupten Betriebsrat von oben installiert, um zu verhindern, dass es weitere Arbeitskämpfe geben konnte.

  20. Jimbo sagt:

    An JE:
    Nachdem Sie lunaria freundlich aber bestimmt, wie es in der Regel Ihre Art ist, hinauskomplimentiert haben, wüsste ich gerne, wie Sie zu den Aussagen Martin Lohmanns stehen, die er vor 2 Wochen bei Günther Jauch tätigte. Selbst dessen Bruder hat sich eine Woche später von ihm distanziert. Auch Manfred Lütz nahm Kardinal Meissner gegen Lohmann bei Maybritt Illner in Schutz. Meissner habe sich klar ausgedrückt, etwas, was Lohmann vehement besteitet. Wo stehen Sie da in dem Streit? Schönen Dank.

  21. Jakobiner sagt:

    Was ist schon Opel gegen die geplante Transatlantische Freihandelszone (TAFTA) zwischen den USA und Europa, die Obama, Biden, Merkel, Westerwelle jetzt vorhaben. Die weitere Liberalisierung aller Märkte, vor allem auch der Agrarmärkte wird die Folge sein. Genfood, hormonbehandeltes Rindfleisch, manipuliertes Saatgut,etc.werden dann die Regel. Und wahrscheinlich weitere transatlatische Fusionen, die dann eventuell im Opelstil erfolgen werden.

  22. Jakobiner sagt:

    Zu Sabbelcafe sagt:
    Februar 16, 2013 um 11:24

    Vielleicht sollten wir uns nicht so viel um “andere” kümmern…

    Was das Freihandelsabkommen angeht, ich sehe dabei auch Gefahren, vor allem die ACTA Aktivierung durch die Hintertür. Und in der Tat würde ich eine engere Verzahnung mit Eurasien begrüßen…“

    Es läuft mit der von Obama, Biden, Merkel und Westerwelle anvisierten Transatlantic Freetrade Area (TAFTA) gerade in die entgegengesetzte Richtung. Nachdem China mit Indien, Japan, Südkorea und den ASEANstaaten gerade die größte Freihandelszone der Welt gegrüdnet haben und die USA nur als schwaches Gegengewicht KORUS, Transpacifixc Partnership (TPP) aufgemacht haben und auch die EU mit ihren Ansinnen einer EU-asiatischen Freihandelszone bisher scheiterte, versucht man nun eben die Freihandelszone zwischen den USA und der EU als Gegenblock. Das Rezept dazu hat Gabor Steingart in seinem Buch beschrieben, in dem er gegen die asiatische Gefahr eine „ökonomische NATO“ forderte. TAFTA soll dies werden.Da die WTOrunde seit Doha paralysiert ist, scheinen sich wieder Handelsblöcke zu bilden.

  23. Jakobiner sagt:

    Kritische Ökonomen meinen, dass sich mit der TAFTA zwei Ertrinkende aneinander klammern und hoffen sich wie der Baron von Münchhausen am eigenen Zopf aus dem Sumpf der ökonomischen Depression zu ziehen.

  24. Paul Singles UK sagt:

    Best wishes and sharp words from all sides… But the analysis by JE is correct. The narrative goes back into the late 1920’s when the Opel-family was forced to sell to GM.
    The real issue these months is: german politicians have backed away from any kind of standing up against US „hints“, „wishes“, „demands“, „requests“. I wonder if and if yes how much GM paid to Kroes and Guttenberg when they had the Magna/Sber deal explode.
    GM has the power to manipulate the balances of Opel as they wish. If you had the chance to talk to Opel-insiders (who, of course, have to deny any contacts) you can easily find out how, how much and where the GM fraud has been committed since the 1990’s. It all began with Louis Hughes (Opel CEO at that time who spoiled quality and began to squeeze money out of Opel on a short term perspective. He was a „nice“ guy, good to talk to (I met him 2x for some discussion), but without any knowledge of car-technologies and without any leadership virtues, rude to his staff and to workers alike. Most of his followers were not better. Forster excluded. When he had learned about the GM fraudsters, he blew the whistle and was fired.
    If politicians and trade-unions and Opel-dealers were willing to stand up and follow a straightforward strategy to strip GM of Opel: there are still clever ways to follow this path. I know that Magna and Sber still would join the party. But the envisaged free trade between the US and EU could kill even this faint hope.
    And I do not trust Mrs. Kraft of Northrhine-Westphalia or Madame Lieberknecht of Thuringia or sweet Mrs. Dreyer of Rhineland-Palatinate. None of these will stand up against their „friend and ally“ USA.
    The ruin of Vauxhall in the UK, by the way, had followed the same pattern which can be observed with Opel. Just 2 decades earlier. Nasty GM.

  25. juergenelsaesser sagt:

    Jimbo: Ich habe lunaria keineswegs hinauskomplimentiert, ganz im Gegenteil. Die Sache, die Sie ansprechen, ist mir nicht bekannt.

  26. Mary J. sagt:

    @Jakobiner

    Die eine Freihandelszone verhindert nicht die andere. Es spricht ueberhaupt nichts dagegen, sowohl mit den USA als auch mit Ostasien Freihandel zu betreiben. Oder steht irgendwo geschrieben, dass ein Land immer nur ein Freihandelsabkommen haben darf?

    Sowohl die USA als auch die EU haben jetzt schon diverse Freuhandelsabkommen mit anderen Staaten, was sie, wie man sieht, nicht daran hintert zueinander ebenfalls ueber Freihandelszonen nachzudenken.

    Freihandelszonen sind also nicht exklusiv auf einen Partner beschraenkt.

    Wenn Sie mich fragen, wird es frueher oder spaeter eh zu einer Welt-Freihandelszone kommen.

  27. Jimbo sagt:

    @juergenelsaesser:
    > Die Sache, die Sie ansprechen, ist mir nicht bekannt.
    Ich kann das kaum glauben. Sie posten hier Editorials, in denen Sie darlegen, warum die katholische Kirche segensreich sei, bekommen aber anscheinend gar nicht mit, dass seit zwei Wochen ein Streit innerhalb der Konservativen in der deutschen katholischen Kirche tobt. Das verstehe ich nicht. Ich helf´ Ihnen mal auf die Sprünge, indem ich einen Beitrag einer Dame poste, die sich in die Diskussion eingeschaltet hat. Es handelt sich um Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster. Sie schreibt…
    „Martin Lohmann zeigte Zivilcourage beim Jauch-Talk: Klares Bekenntnis zum Lebensrecht für alle!
    Die ARD-Talkshow bei Günter Jauch (ARD) (vor 2 Wochen) zeigte allein schon mit ihrem reißerischen Titel „In Gottes Namen – wie gnadenlos ist der Konzern Kirche?“, wo es langgeht, nämlich wie so oft polemisch gegen die katholische Kirche – also genau jenes “Phänomen”, über das sich Erzbischof Müller aus Rom jüngst zu Recht kritisch geäußert hat. Diese Diskussionssendung war wieder fernsehtypisch unausgewogen besetzt, zumal auch der Moderator diesmal antikatholische Tendenzen aufwies und den einzigen konsequenten Lebensrechtler in der Runde, nämlich Martin Lohmann, mitunter unfair anging. Noch einseitiger ausgewählt war das Publikum, das Lohmann ausbuhte, wenn dieser sich klar zum Lebensrecht auch der ungeborenen Kinder äußerte und kirchliche Standpunkte verteidigte. Der katholische Publizist Lohmann ist Vorsitzender des Bundesverbands Lebensreht (BVL), Sprecher des Arbeitskreises engagierter Katholiken in der CDU (AEK) und Chefredakteur des kath. Privatsenders K-TV. Die Gesprächsrunde bewies einmal mehr die verwirrende Wirkung, die von der “Pillen-Erklärung” Kardinal Meisners ausging: Einige Teilnehmer waren offenbar der Meinung, die “Pille danach” sei nun aus katholischer Sicht nach einer Vergewaltigung erlaubt. Davon kann freilich keine Rede sein; dies hatte auch der Kölner Erzbischof so undifferenziert nicht behauptet, was Martin Lohmann mit Recht klarstellte. Gleichwohl war Meisners kürzliche Stellungnahme irreführend, weil sie den unrichtigen Eindruck erweckte, als gäbe es Präparate der “Pille danach”, die einzig und allein eine verhütende Wirkung aufweisen – keine frühabtreibende also. Das ist freilich erzbischöfliches Wunschdenken, nicht mehr und nicht weniger. Dies bestätigte auch der in der Talkrunde vertretene Gynäkologe Bernhard von Tongelen: “Wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, dann wirkt die Pille danach auch so, dass die Einnistung des befruchteten Eies in die Gebärmutterschleimhaut verhindert wird.“ Das bedeutet, daß der Embryo – die kleinste Erscheinungsform des Menschen – in den ersten ein bis zwei Wochen seines Lebens vernichtet wird. Menschsein beginnt wissenschaftlich einwandfrei mit der Befruchtung. Martin Lohmann hat sich tapfer in die “Höhle des Löwen” gewagt und couragiert den christlichen Standpunkt vertreten. Die kath. Bischöfe in Deutschland wollten sich diese Herausforderung offensichtlich selber nicht antun: TV-Moderator Jauch erklärte hierzu der versammelten Talkrunde: „Wir haben natürlich versucht, von der Bischofskonferenz jemanden einzuladen, haben das flächendeckend überall angefragt“, doch keiner habe kommen wollen; vielmehr habe man auf Caritaspräsident Neher verwiesen. Dieser war zwar tatsächlich mit dabei, zeigte aber inhaltlich klare Schwächen, indem er zB. mit Hinweis auf Meisners Erklärung sagte: „Wenn die Frau sich dann dafür entscheidet, diese Pille auch zu nehmen, die die abtreibende Wirkung hat, dann hat das auch das katholische Krankenhaus zu respektieren.“ Katholischerseits kann man eine falsche Entscheidung – noch dazu eine solche “mit Todesfolge”! – allenfalls “tolerieren”, aber keineswegs akzeptieren, geschweige “respektieren”. Lohmann stellte erfreulicherweise klar, daß die Kirche immer und überall “für das Leben” eintreten müsse: „Das gilt auch im Blick auf die Pille danach”.“
    http://charismatismus.wordpress.com/2013/02/04/martin-lohmann-zeigte-zivilcourage-beim-jauch-talk-klares-bekenntnis-zum-lebensrecht-fur-alle/
    Der ebenfalls eher konservative Bestseller-Autor („Irre“) und Psychiater Manfred Lütz hat am Donnerstag bei Maybritt Illner Kardinal Meissner GEGEN Lohmann in Schutz genommen — die Aussage Meissners sei „unmissverständlich“ gewesen –, was ich irre fand, weil die beiden, also Lohmann und Lütz, meistens einer Meinung sind. Auf wessen Seite in puncto „Lebensrecht“ stehen Sie nun, Herr Elsässer? Merci.

  28. Tobias aus Erlangen sagt:

    Werter Herr Elsässer, mir scheint, dass Sie jetzt argumentativ in die Bredouille geraten. Worum geht´s? Folgendes ist gestern geschehen…
    Mit vollem Körpereinsatz für politische Überzeugungen: Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe „Femen“ haben Samstag in Berlin halb nackt gegen ein Treffen der rechtsextremen NPD protestiert. Story und Fotos hier:
    http://www.bild.de/politik/inland/femen/oben-ohne-gegen-rechts-28558542.bild.html
    Auf welcher Seite stehen Sie jetzt? Sie sind doch sicher auch gegen die NPD, gell? Zumindest gehe ich mal davon aus. Dann müssten Sie doch eigentlich den „Femen“-Protest gutheißen. Andererseits haben die Ladys ja auch schon gegen Lukaschenko protestiert, gegen den Sie meines Wissens nichts einzuwenden haben. Bitte um Aufklärung. Danke.

  29. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Wann hat der US-Konzern eigentlich OPEL geklauft? Vielleicht damals, als jeder mit Dollarkrediten günstig halb Deutschland aufkaufen konnte, 1923-33?

    Wenn unsere transatlantischen Partner und Freunde uns bloß bescheißen und (noch) nicht „intervenieren“ und bombardieren nach den Feindstaatenklauseln, dann können wir ja noch froh sein. Gestohlen und geraubt haben die Musterdemokraten und Menschenfreunde ja seit je her, besonders frech, wenn wir (wie 1945) wehrlos waren.

  30. Mathias sagt:

    ich wünsche den opelanern alles gute und hoffe ,sie lassen sich was einfallen ,sind ja alles gut ausgebildete leute und autos gibt es eh genug .

  31. juergenelsaesser sagt:

    Jimbo: Hallo, Sie Inquisiteur! Ich stehe immer auf meiner Seite! Wo die ist, erfahren Sie am zuverlässigsten durch ein COMPACT-Abonnement.

  32. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Tobias

    Wer interessiert sich schon dafür, was diese Pussy-Truppe treibt, außer ein paar Trollen vielleicht. Halten Sie das für eine Meldung aus „Politik“??

  33. rubo sagt:

    @Jimbo und alle Anhänger der Theorie „Eine Mensch entseht eine Sekunde nach Vereinigung von Ei und Samen“:

    Damit auch eine Praxis aus anderen Zeiten in die Diskussion kommt: Das juristische Recht der DDR und auch das der Sowjetunion war entgegengesetzt dem heutigen der BRD.
    Ein Mensch war nach seinem ersten Atemzug entstanden. Eine Frau brauchte niemand fragen, wenn sie ein Kind nicht haben wollte. Aber unter Freiheit versteht man heute was anderes – höre nur unseren neuesten Bundespräsidenten!

  34. Claudia Wädlich sagt:

    Ich erwarte nichts Gutes von einem Konzern namens GM, der laut Eva Schweitzer in : “ Amerika und der Holocaust “ , Droemer Knaur 2004, den Aufstieg Hitlers mitfinanziert hat.
    Opel sah sich seit seinem Verkauf nur massiven Schwierigkeiten entgegen.
    Die Verhinderung der Märkte und damit die absehbare Schliessung ist die Krone der Schikanen, ein schlimmer Endpunkt. Mir tut die Belegschaft leid. Was haben sie jahrelang kämpfen müssen und nun das Aus.
    Es zeigt aber auch, was solche Konzernleiter für schlimme Chaoten sind. Solche sollten kein Unternehmen führen dürfen. Das ist pure Kriegsführung und man fragt sich, ob sie auf jedem Gebiet die Wikingermentalität raushängen lassen müssen.
    Vielleicht sollte GM mal Kurse in Sachen Mitarbeiterbehandlung belegen. Meines Erachtens haben die da ein grosses Manko.

  35. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Jimbo: „Abtreibung“

    Es ist typisch für eine verlogene Behandlung eines Problems, daß auf ein Nebenthema Bezug genommen wird, das umstritten ist. Man vermeidet so eine klare Stellungnahme.

    Es ist ein offenbarer Skandal, daß in einem (angeblichen)Kulturland derart viele Kinder im Mutterleib rechtswidrig umgebracht werden, daß ihre Zahl mehr als ein Drittel der Lebendgeburten beträgt. Skandal, daß der Verein, der sich „pro familia“ nennt, die Abtreibungen befürwortet, und daß die Mehrzahl der Kindestötungen durch die Krankenkássen finanziert wird.

    Dagegen ist es ein drittrangiges Problem, ob eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung abgebrochen werden darf. In dieser Frage kann die Kirche nicht über den eigenen Schattenspringen, wenn sie glaubwürdig bleiben will. Auch dann nicht, wenn die Gläubigen hier sehr viel eher bereit wären, eine Ausnahme zuzulassen.

  36. Claudia sagt:

    @Tobias aus Erlangen
    Muss man sich jetzt als Frau schon ausziehen um seine politische Meinung Kund zu tun? Tut mir leid, aber diese Form des Demonstrierens ist mir leider zu primitiv und zeugt nicht gerade von hohem geistlichen Niveau. Und diese „Damen“ bezeichnen sich als Kämpferinnen für Frauenrechte. Lächerlicher und beschämender geht´s wohl kaum.

    P.S. Ich brauche auch keine halbnackten Männer, die demnonstrierend durch die Gegend laufen. Wer genügend Verstand hat, findet auch andere Wege.

  37. 006 sagt:

    # lunaria

    Ein Partner fürs ganze leben von der Jugend bis ins Grab? Schauerlich die Vorstellung! Polyamoröse auf dem Vormarsch, Zölibat abschaffen, natürlich,…

    Als nunmehr Mittfünfziger finde ich es wirklich immer wieder faszinierend heute – im Jahr 2013 – einmal mehr das Neueste aus den siebziger Jahren zu hören … bzw. zu lesen. Danke für diesen lebendigen Geschichtsunterricht. Und die Erinnerung, warum ich schon die Siebziger nicht mochte.

  38. „Ein Partner fürs ganze leben von der Jugend bis ins Grab? Schauerlich die Vorstellung“

    ich bin 27 Jahre glücklich verheiratet, und diese Zeit war/ ist alles andere als „schauerlich“.

  39. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Fatima: „Ein Partner fürs ganze leben von der Jugend bis ins Grab? Schauerlich die Vorstellung”

    Vielleicht mißverstehen wir lunatico.
    Vielleicht meinte er, die Vorstellung sei schauerlich, jemand müsse mit ihm ein Leben lang zusammen sein?

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