Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Der Gejagte: Papst Benedikt XVI. tritt zurück

Cover7-2012-kleinLinienkampf im Vatikan bis hin zu Morddrohungen

Ein Paukenschlag. Das gab es vorher nur einmal in der 2000jährigen Geschichte des Christentums: Ein Papst tritt zurück. In seiner Erklärung führt Benedikt XVI. Altersgründe an, die Kraft habe nachgelassen, angesichts großer Herausforderungen könne er das Amt nicht mehr ausfüllen. Ist das auch ein versteckter Hinweis auf die Linienkämpfe im letzten Jahr im Vatikan, über die COMPACT 7/2012 ausführlich berichtete? Damals machten sogar Gerüchte um ein Mordkomplott die Runde und erhielten von höchster Seite Bestätigung…

Hier ein Auszug aus dem Artikel von Fedrico Bischoff in COMPACT 7/2012. Die Ausgabe mit weiteren Vatikan/Vatileaks-Beiträgen kann man hier bestellen.

Die Kritik Romeos verweist auf die Linienkämpfe im Vatikan, die nach allgemeinem Dafürhalten auch bei den folgenden Veröffentlichungen von Geheimpapieren eine Rolle spielten. Benedikt „befasse sich überwiegend mit der Liturgie und vernachlässige das ,Tagesgeschäft‘“ – dieses Unbehagen muss bei vielen aus der alten Garde eine Rolle spielen. Wobei der deutsche Papst vielen „Alten“ nicht deswegen unbequem ist, weil er „modern“ sein will, sondern genau umgekehrt, weil er die traditionelle Aufgabe der Kirche, etwa die Liturgie, höher gewichtet als das alltägliche „Business“, das sich vor seiner Zeit in der Heiligen Stadt ausgebreitet hat.

Mit beherzten Personalentscheidungen machte der Deutsche seit seiner Wahl 2005 klar, dass ein neuer Wind um den Petersdom wehen sollte. Vor allem die Ernennung seines langjährigen Vertrauten Bertone zum Camerlengo mit den Funktionen eines Staatssekretärs war eine Kampfansage. Dessen Credo „Weniger Diplomatie und mehr Evangelium“ ist Ziel der Kritik, die Romeo in seiner Philippika aus China gegen den Pontifex schleuderte.

Noch wichtiger war vermutlich eine zweite Personalentscheidung: Im Jahre 2009 bestellte er Ettore Gotti Tedeschi an die Spitze der Vatikanbank (Instituto per la Opere di Religione – IOR). Er sollte den Laden ausmisten, der dort über Jahrzehnte entstanden war. Ziel war, alle internationalen Standards „zur Verhinderung von Geldwäsche, Betrug und Fälschung“ (so die gemeinsame Vereinbarung zwischen Vatikanstaat und Europäischem Rat) zu erfüllen. Das war eine Kampfansage. Der letzte Papst, der sich mit dem geheimen Finanzapparat des Vatikan angelegt hat, überlebte diesen Versuch nicht lange. Johannes Paul I. starb am 29. September 1978 nach nur 33 Tagen im Amt – keine 24 Stunden nach seiner Entscheidung, wichtige Geldmanager der Kurie zu entmachten. Als Todesursache wurde Herzinfarkt angegeben, doch eine Autopsie unterblieb, und die Schwester, die den Toten als ersten gefunden hatte, wurde zu Stillschweigen verpflichtet. Der Staatssekretär des Vatikan nahm alle persönlichen Habseligkeiten des Verstorbenen sowie sein Testament unter Verschluss – sowie die Liste mit den anvisierten Personalentscheidungen. Der britische Investigativjournalist David A. Yallop hat den Fall in seinem Bestseller Im Namen Gottes? untersucht und sieht den Papst als Opfer eines Mordanschlages der Geheimloge P2. Deren Konfident war auch der 2009 von Joseph Ratzinger gestürzte (und durch Tedeschi ersetzte) Vatikanbankchef Angelo Caiola.

Der Knoten der un-heiligen Bankgeschäfte schürzt sich Ende der 60er Jahre. Nach dem Tod des populären Johannes XXIII. sah sich der Vatikan mit einem starken Spendenrückgang konfrontiert. Im selben Zeitraum hob die italienische Republik auch die Steuerfreiheit für den Vatikan – ein Privileg aus den Zeiten Mussolinis – auf. Der neue Papst Paul VI. wollte am römischen Fiskus vorbei möglichst viel Geld ins Ausland schleusen und betraute damit zwei Personen: den US-Amerikaner Paul Casimir Marcinkus, der ab 1971 Präsident der Vatikanbank wurde, sowie den sizilianischen Banker Michele Sindona. Dieser hatte sich mit Schwarzgeldmillionen aus dem Reptilienfonds der CIA das Wohlwollen der Kurie erkauft. Sindona wiederum stand im Bunde mit Roberto Calvi, der sich einst brüstete, mit diesem sauberen Geschäftspartner zusammen die Mailänder Börse zu beherrschen. Was wichtiger ist: Calvi war auch Schatzmeister der Freimaurerloge P2. Nachdem diese im Jahr 1981 aufgeflogen war, erklärte der Militärgeheimdienst SISMI gegenüber einer parlamentarischen Untersuchungskommission die Hintergründe der Entstehung von P2: „Es war Ted Shackly, Direktor aller verdeckten Operationen der CIA im Italien der 70er Jahre, der den Chef der Freimaurerloge P2 (Lucio Gelli) Alexander Haig vorstellte. Haig und Kissinger gaben Gelli im Herbst 1969 die Ermächtigung für die Rekrutierung von 400 hohen italienischen und NATO-Offizieren in seine Loge.“ Die Mitgliederlisten des Geheimbundes umfasste Anfang der 80er Jahre 962 Namen, darunter drei Geheimdienstchefs, 50 hohe Armeeoffiziere, elf Polizeipräsidenten, fünf Präfekten, zehn Bankpräsidenten, drei Minister im Amt, zwei Ex-Minister und 38 Parlamentsabgeordnete.

Johannes Paul I. wollte Marcinkus entmachten und wurde, siehe oben, deswegen liquidiert. Sein polnischer Nachfolger Johannes Paul II. schützte die Dunkelmänner und nutzte ihr Geld in Absprache mit der CIA unter anderem zur Finanzierung der Untergrundbewegung Solidarnosc. Trotzdem zerriss das Spinnennetz, da die wilden Geschäfte der Schwarzröcke in den USA zu Bankenpleiten geführt hatten und die US-Justiz Ermittlungen aufnahm. Calvi floh nach London, wo er 1982 erhängt unter einer Brücke aufgefunden wurde. Sindona wurde  1986 in einem italienischen Gefängnis vergiftet. Gegen Marcinkus wurde 1987 Haftbefehl erlassen – doch der Vatikan, an dessen Spitze immer noch der Pole Karol Woytila stand, verweigerte seine Auslieferung, ersetzt ihn lediglich an der Spitze der Vatikanbank durch Caloia, der im Auftrag von Marcinkus – der starb erst 2006 – die dunklen Geschäfte weiter betrieb.  Erst mit der Ersetzung von Caiola durch Tedeschi 2009 schuf Benedikt XVI. Luft für einen Neuanfang.

Zu den schlimmsten Entwicklungen der jüngsten VatiLeaks-Affäre gehört, dass im Klima allgemeiner Verdächtigungen ein Kesseltreiben gerade gegen Tedeschi begann. Angeführt wurde das Halalili von den USA: Ende März 2012 kündigte die US-amerikanische Investmentbank J.P. Morgan die Konten der Vatikanbank, gleichzeitig tauchte der Heilige Stuhl erstmals im Strategiebericht des US-Außenministeriums zum Kampf gegen Drogenkriminalität und auf einer Liste von Staaten, die wegen des Verdachtes von Geldwäsche beobachtet werden, auf. Tedeschi kapitulierte schließlich und trat zurück. Die Konsequenzen sind verheerend. Die FAZ berichtete am 12. Juni 2012: „Gotti Tedeschi soll ein Memorandum über all die Untiefen der Vatikanbank geschrieben haben, das im Falle seines Unfalls oder anderer unvorhergesehener Umstände an den Papst und andere Verbände hätte weitergereicht werden sollen. Nun liegt es dagegen in den Händen der italienischen Staatsanwälte.“ Zugespitzt könnte man sagen: Der italienische Premier Mario Monti hat nun Zugriff auf die Geheimpapiere von Tedeschi – eben jener Monti, der im Vorstand der Bilderberger, ein führendes Mitglied der Trilateralen Kommission und Berater der US-Bank Goldman Sachs ist.

Das nächste Ziel des Machtkampfes im Vatikan dürfte Staatssekretär und Camarlengo Bertone sein und schließlich Benedikt selbst. Muss er um sein Leben fürchten? Soll er, wie von Erzbischoff Romeo in China selbstsicher vorhergesagt, bis November 2012 beseitigt werden? (Vollständig lesen, inklusive der Hinweise auf ein Mordkomplott, in der Printausgabe COMPACT 7/2012).

 

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66 Responses

  1. saito sagt:

    Josef Ratzinger war und ist ein intelligenter Mann. Er hat mit Sicherheit das für ihn Beste getan und sollte seinen Lebensabend zusammen mit seinem Bruder in Deutschland genießen. Die Machenschaften und Intrigen im Vatikan waren schon immer ein Problem an dem die katholische Kirche noch zugrunde gehen kann.Die Gläubigen jedenfals dürften langsam genug vom Intriegenspiel haben.

    mit freundlichen Grüßen

  2. Anonymous sagt:

    das Beste für sich ja

  3. jm sagt:

    Benedikts Rücktritt hat sicherlich damit zu tun, dass er einigen Leuten im Weg ist (auch denen, die alles „Konservative“ und Religiöse bekämpfen).
    Es ist traurig, dass er geht. Seit langer Zeit ein intelligenter, philosophischer Mann an der Spitze der katholischen Kirche, der sich als konservativer Erneuerer mutig den Irrungen unserer Zeit entgegenstellte. Ich erinnere mich Freuden an seine Rede im Bundestag: Ein Triumph des Intellekts über unsere geldgesteuerte Politik.
    Benedikt: Viel Erfolg auch im Ruhestand!

  4. titoslavija sagt:

    Achtung! Im Vatikan und Italien werden sich in nächster Zeit einige ungemütliche Dinge ereignen. Prächtig eingewickelt von den dunklen Männern unserer Zeit.

    Lloyd Blankfein (Chef von Goldman sachs): „Wir verrichten Gottes Werk.“

  5. Wenn der nächste Papst als „Petrus“ firmiert, wird’s eng.

  6. jm sagt:

    @Joachim Bullinger
    „Wenn der nächste Papst als “Petrus” firmiert, …“

    …wäre das sehr plakativ.

    Es reichte schon, wenn er aus Rom käme. Jeder Papst ist schließlich ein kleiner Petrus II.

    (Aber wollen wir – nach der ganzen 2012-Panik – weiter die Apokalypse herbeifürchten? Ich nicht!)

  7. Mar Tin sagt:

    „Johannes Paul II. schützte die Dunkelmänner und nutzte ihr Geld in Absprache mit der CIA unter anderem zur Finanzierung der Untergrundbewegung Solidarnosc.“ Interessant. Was bedeutet das für die DGB-Gewerkschaften, deren höhere Beschäftigte noch heute Solidarnosc-Wimpel in ihren Arbeitszimmern hängen haben?

  8. Rico sagt:

    was hat solch ein alter Mann eigentlich zu verlieren?!? Wenn sich ein junger, schwacher Mensch, der kapitalistischen Zwängen und Verantwortungen gegenüber Familie und Kindern, unterliegt… sich diesem Druck beugt OK… aber warum ändern die „Alten“ die eigentlich nur noch gewinnen können nicht durch ein Outing und machen mal Schluß mit dem Katz und- Maus-spiel. Wenn es einem auch nur annähernd wirklich um die SACHE (hier in diesem Fall den Glauben und Gott) gehen würde dann hätten Sie keine andere Wahl mal etwas dafür zu tun. Alle immer nur schön freundlich, politisch korrekt und mit netten Worten und einer Notlüge zurücktreten… Würde mich mal freuen, wenn einer dieser Alten mal auspackt und die Wahrheiten ans Licht bringt…. aber es gibt einen guten Grund dagegen: „schlechtes Gewissen weil Sie alle Dreck am Stecken haben“… Können wir normales denn immer einfach so zurücktreten? so aus dem Job, wenn es zuviel wird… die müssen ja keine Angst haben, dass Sie morgen noch was im Kühlschrank haben, Strom und nen Dach über´m Kopf^^

  9. Agnostiker sagt:

    Kirche abschaffen!
    Sexistische Männerbündelei und fuchtelnde Gerontokraten braucht die aufgeklärte Welt nicht.

  10. Kant sagt:

    Wenn der – nach außen hin – oberste Strippenzieher einer uralten,hochkriminellen Organisation seinen Posten räumt, dann haben die Medien mal schön wieder was zu schreiben … Bitte sehr, es ist schließlich Rosenmontag … Helau und Alaaf !

  11. evakahlmann sagt:

    Ich schätze diesen Blog außerordentlich und möchte ihn abonnieren. Dazu muss man wohl einen Kommentar abgeben.

  12. juergenelsaesser sagt:

    evakahlmann: wie man einen blog abonniert, weiß ich gar nicht… Am besten Sie abonnieren unser COMPACT-Magazin, das ist einfacher: abo.compact-magazin.com

  13. Detlev Wulf sagt:

    Offenbar hat er in den letzten Tagen diesen Blog gelesen.
    Da kamen ihm Zweifel🙂

  14. Indianer sagt:

    Interessant in diesem Zusammenhang . In Wien ist vor kurzem
    ein interreligioeses Zentrum errichtet worden .
    Teilnehmer : Oesterreich , Vatikan , Saudi-Arabien und Spanien !!
    Was diese Leute in Wien so reden ?

  15. schummlabumm - der teeist sagt:

    laaf – der ratzefummel tritt ab. hut ab. statt bis zur völligen demenz abzuwarten hat ratzi vorzeitig den hut

  16. Indianer sagt:

    Wer wird der neue Papst ?
    Schaue wir uns doch mal die Besucherliste in Santiago de
    Compostella an ?
    Bendikt war jedenfalls auch dort , vor seiner Ernennung .

  17. anonym sagt:

    ich sehe sehr, sehr schwere zeiten auf uns zukommen. unsere europäische zivilisation ist von grundauf bedroht.

  18. Frank Hofmann sagt:

    Der 111. Papst Ratzinger: Ihm selbst wurde in der Weissagung aus dem 16. Jhdt. der Olivenbaum zugesprochen. Tatsache, er bekam einen von Israel geschenkt!!!

    Hier ist die Weissagung über sein Nachfolger:

    „IN PERSECUTIONE EXTREMA S.R. ECCLESIAE SEDEBIT PETRUS ROMANUS, QUI PASCET OVES IN MULTIS TRIBULATIONIBUS, QUIBUS TRANSACTIS CIVITAS SEPTICOLLIS DIRUETUR ET JUDEX TREMENDUS JUDICABIT POPULUM SUUM. FINIS“

    „Während der letzten (kann auch übersetzt werden mit ‚äußerst großen‘) Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden, und der furchtbare Richter wird sein Volk richten. Ende.“

    Die Hautfarbe und Herkunft spielt also keine Rolle. Sondern er hat das Pech einfach der Letzte zu sein.
    Der Vatikanstaat geht im Armageddon der Hochfinanz- und Kriegsindustrie unter. Und wer die Zeichen lesen kann, dem sollte dies auch bewusst sein.
    Oder wer leugnet noch dass der 3. WK recht real vor der Tür wartet, wer leugnet noch, dass die sozialen Verwüstungen nie gekannten Ausmasses vor der Tür stehen? Wer?

  19. chicano sagt:

    @ jürgen

    „…Ist das auch ein versteckter Hinweis auf die Linienkämpfe…“

    worauf du dich verlassen kannst.
    die kirche soll sich vor allem der one-world-religion und damit der aufweichung ihrer dogmen öffnen. ratzinger war dem im weg.

    wenn es stimmt, dass er yallops „ermittlungen“ weiterführen wollte, so wäre das alles in doppelter hinsicht tragisch. denn das würde ratzinger zu einem der männer machen, die die kirche wirklich braucht! den luciano albino war einer der größten männer, die seit langer zeit auf dem petrus-stuhl saßen. er wollte die kirche wieder in die spur bringen und wurde dafür (höchstwahrscheinlich) gemorchelt.

    alles spitzt sich zu. wenn ratzinger zurücktritt, so ist das ein großes ding und zeigt den druck an, der da, auf welche art auch immer, seinen niederschlag gefunden hat.

    es wird spannend die entwicklung zu beobachten, mehr können wir offenbar ohnehin nicht tun.

    nwo is comming……

  20. Benjamin sagt:

    haha, da hat ihm wohl jemand ein angebot gemacht, dass er nicht ablehnen kann…

  21. Sehr interessanter Artikel. Die Hintergründe des Rücktritts sind mit Sicherheit sehr viel komplexer, als uns in den Medien weisgemacht wird. Benedikt XVI ist wohl das Opfer einer regelrechten Mafia geworden, deren Ziel es ist, die Kirche -oder das, was noch davon übriggeblieben ist- zu zerstören. Hierzu eine Analyse von mir auf http://www.gesellschaftundkirche.com/papst-benedikt-xvi/ und http://www.gesellschaftundkirche.com/zum-papstbesuch-2011/

  22. liesmalnach sagt:

    Sehr geehrter Herr Elsässer,
    ganz unten auf Ihrer Webseite finden Sie einen Schalter mit der Beschriftung „ABONNIEREN rss-feed“.
    Einfach draufklicken und den Anweisungen folgen.

  23. Torsten Stoffer sagt:

    Ich hoffe nur, dass Gott uns nicht verlässt und wir nicht unseren Glauben an Gott, denn somit geben wir Gott Bestand. Das wundervolle an Gott und der Natur sind die einhundertprozentige Demokratie. Wir Alle werden das ernten, was wir sähen. Der Glaube ist nicht nur ein Geschenk, er ist die Antwort auf alle Hoffnungslosigkeit, die durch die Verirrenden Taten vieler Menschen auf Grund des freien Willens, Fragen unbeantwortet scheinen lässt. Es gibt keine Schrift, keinen Ort und keine Konfession, die uns so nah an Gott bringt, wie es der freie Geist unseres Selbst, in „Uns“ durch die Kraft des Glauben und Lieben dürfen führt. Das viele Menschen Güte und Gutmütigkeit mit Blindheit verwechseln, erfahren wir täglich. So wird wohl jedem (nach)-denkenden Menschen klar, wie hell das Licht Jesus erstrahlte, auf das es noch heute die Herzen und Seelen der Menschen nährt, die trotz Kälte, Leid und Elend einfach „nur“ glauben. Die Aufnahme in die Seelengemeinschaft Gottes, ist die höchste Instanz, die „wir“ als Individuum, im Verlaufe unseres Lebens durch den Glauben, der Liebe und der Suche nach Wahrhaftigkeit erringen können. Ich muss „nur“ daran glauben!

  24. MillyBo sagt:

    anonym schrieb:
    > ich sehe sehr, sehr schwere zeiten auf uns zukommen.
    > unsere europäische zivilisation ist von grundauf bedroht.
    BRUUAAAHAHAHAHAHA! Paranoia im Endstadium, herrlich. In der Klapse hamse Pillen dagegen.

  25. Gott schenke ihm seinen Frieden und gebe ihm die Gabe der Schau. In der er erkennen mag, daß nur das Vernünftige wirklich und das Wirkliche stets vernünftig ist. (Hegel)

    Man kann daraus nämlich schließen, das nichts Unwirkliches existiert und nichts Wirkliches in Gefahr geraten kann.

    Und diese Erkenntnis vermittelt tiefen Frieden – den Frieden Gottes.

  26. Vielleicht haben ihm die NWOler ein Ultimatum gestellt: Entweder du verpflichtest die Katholen auf unsere Religion, oder…

  27. Philzer sagt:

    Hi,
    Lustig hier.🙂
    Ich habe neulich nochmal in Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats“ gelesen.

    Da ist mir etwas scheinbar wesentliches zum Wesen / der Bewusstseinsstufe dieser Spezies aufgefallen.

    Bekanntlich baut Engels zu grossen Teilen auf
    Lewis H. Morgans Schrift „Ancient Society“.

    Und dieser stellte eben bei verschiedensten Völkern immer die gleiche Phänomenologie fest, dass das woran sie glauben und in ihren Sprachen ausdrücken, immer Rudimente längst vergangener Zeiten sind.

    D.h. viele dieser Urstämme benutzten zur Bezeichnung ihrer Stammesgenossen noch Bezeichnungen, die sie längst verwandtschaftlich nicht mehr lebten, aus einer längst vergangenen Kultur.

    Die Paralelle zum religiösen Bewusstsein ist unübersehbar.
    Man nent sich Christ etc., obwohl man längst nicht mehr in die Kirche geht, ausser vielleicht zu Weihnachten, und man längst alle ideologischen Momente des Pantheismus der Bourgeoisie, übernommen hat.

    Beispielsweise die Meinungsfreiheit, welche nichts anderes ist als die an die kapitalistische Produktionsweise angepasste Form der religiösen Alleinstellungsideologie, weil sie der Allmacht des Kapitals, in einer Gesellschaft in der alles käuflich ist, am besten entspricht.

    mag Philzer

  28. Frank Hofmann sagt: Februar 11, 2013 um 20:46

    Der 111. Papst Ratzinger: Ihm selbst wurde in der Weissagung aus dem 16. Jhdt. der Olivenbaum zugesprochen.

    Ja, hm, äh… Es war „Gloria olivae“ also in etwa der „der Ruhm des Ölzweigs“. Was als ein Symbol des Friedens gelesen werden kann, und vermutlich beinhaltet, daß die Welt in der Zeit des in Rede stehenden Pontifikats die letzte Friedensphase erlebt.

    Unter „Petrus Romanus“ wird es Verfolgungen, Not, Elend und Krieg geben. Dann kommt das Ende der Römisch Katholischen Kirche und des Papsttums. „Finis“, Ende.

  29. Sudeki sagt:

    Hat zwar nichts mit dem Papst zu tun, passt aber gut in die Karnevalszeit:

    „US-Elitesoldat packt über Einsatz aus„Ich sah, wie Bin Laden zum letzten Mal Luft holte“

    „Er war tot. Bewegte sich nicht mehr. Seine Zunge hing heraus.“

    „Bei dem zweiten Schuss ging er zu Boden. Er sackte vor seinem Bett zusammen und ich schoss noch einmal.“

    „Dem Team 6 der Navy Seals sei klar gewesen, dass eine Gefangennahme Bin Ladens nicht in Frage komme. Zwar habe es keinen ausdrücklichen Tötungsauftrag gegeben, doch der Elitesoldat räumt ein: „Das war einfach implizit.““

    Und jetzt das beste:

    „Heute ist der 35 Jahre alte Familienvater nach eigenen Angaben arbeitslos, steht der Mann vor dem finanziellen Ruin.“

    Tja, vielleicht hilft ihm diese Räuberpistole, wieder zu Geld zu kommen?

    Selten so gelacht, aber die Masse glaubt solchen Schwachsinn.

    http://www.focus.de/politik/ausland/osama-bin-laden/us-elitesoldat-packt-ueber-einsatz-aus-ich-sah-wie-osama-bin-laden-zum-letzten-mal-luft-holte_aid_917560.html

  30. Noch was: Papst Benedikt XVI hat das Kreuz fast acht Jahre in Demut und Gehorsam getragen. Und es war eine doppelte Last, weil er Deutscher war und dafür von den antideutschen angefeindet wurde.

    Nur deshalb konnte man ihm auch noch eine Schuld wegen einer vorgeblichen Begnadigung des „Holocaustleugners“ Richard „Löwenherz“ Williamson aufladen.

  31. Jakobiner sagt:

    Das habe ich mir auch schon überlegt, ob der nächste Papst nicht ein Afrikaner oder Schwarzer sein wird–so der Obamaeffekt im Vatikan.Oder ein Philipine als Asiatenpapst. Für alle Reformfreudigen unter den Katholen dürfte dies aber dann ein herber Rückschlag sein, da die Kardinäle aus der 3. Welt meist reaktionärer sind als ihre Vertreter aus den säkular geprägten Industriestaaten. Ratzinger hat zudem gesagt, dass die Zukunft der Kirche in der 3.Welt liege und die Weltkirche betont.Das wird sein Nachfolger auch so sehen.Ich stelle mir da aber ganz lustig vor, wenn die bayerischen Heimatstreuen und Gebirgsschützen dann zu einem schwarzen Papst nach Rom pilgern, um dem scharzen Gottvater die Hand zu küssen und Ehrensalut zuschiessen. Da dürfte die Begeisterung sich doch in Grenzen halten.Und die Bayerin, die einen schwarzen Papst als Foto auf dem Kanapee stehen hat, muss sich auch erst finden.Um es mit den Worten von FDP-Integrationsminister Hahn zu sagen: Es wird sich zeigen, ob die deutsche Gesellschaft soweit ist, einen afrikanisch aussehenden Papst zu ertragen. Oder sie nehmen es mit Humor wie einst Franz Josef Strauss zu Roberto Blanco meinte: „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten!“.

  32. Jakobiner sagt:

    Der Artikel ist mal ein guter Contrapunkt zu allgemeinen Berichterstattung.Am schlimmsten die ARD, die es dem Bayerischen Rundfunk und Sigmund Gottlieb überliess darüber zu berichten. Von den Machtkämpfen im Vatikan erfährt man da nämlich kaum oder nur andeutungsweise etwas.

  33. rubo sagt:

    Dank an @chicano für Hinweis auf das Video – sehr überzeugend!

    @MillyBo:
    Sie sollten sich um Pillen kümmern, die logisches Denken fördern!
    Schön Grüße an Ihre Auftraggeber!

  34. Zet sagt:

    Aufschlussreicher Artikel!
    Vieles davon ist bestätigt von dem Vatikan-Insider Pater Malachi Martin in seinem Buch „Die Macht und die Herrlichkeit. Der Vatikan-Roman“, dort mit vielen weiteren interessanten Details und vor allem kirchenhistorischem Hintergrund.
    Wurde der Papstrücktritt prophezeit?
    Auf Tag und Stunde genau ein Jahr vor der gestrigen Rücktrittserklärung Papst Benedikts XVI., am 11. Februar 2012 hat die irische Seherin Maria von der göttlichen Barmherzigkeit eine entsprechende Botschaft empfangen:
    http://estomiles.wordpress.com/2013/02/11/rucktritt-des-papstes-prophezeit/

  35. schnehen sagt:

    Es ist gut, dass dieser Papst geht. Warum?

    1. Papst Benedict in einer Uni-Rede 2006:

    „Zeigen Sie mir genau, was neu an dem ist, was Mohammed gesagt hat. Sie werden feststellen, dass seine Worte nur böse und inhumane Vorstellungen enthalten, wie seine Anweisungen, den Glauben, den er predigte, mit dem Schwert zu verbreiten.“

    Anmerkung:

    Welch ein Heuchelei: Gerade dies hat die katholische Kirche immer so gehandhabt.

    Nach Protesten relativiert Benedict seine Aussage und weist darauf hin, dass er nur einen alten byzantinischen Kaiser aus dem 14. Jahrhundert zitiert habe.

    2. Benedikt zu Empfängnisverhütung und AIDS, 2009:

    „Das AIDS-Problem kann nicht nur durch Verteilung von Empfängnisverhütungsmitteln gelöst werden. Im Gegenteil: Das würde es nur noch verschlimmern.“

    Anmerkung:

    Das kirchliche Dogma steht über allem. Menschliche Gesundheit ist zweitrangig.

    3. Ein des Kindesmissbrauchs überführter Priester namens Peter Hullmann wird nicht bestraft, sondern nur versetzt. Benedict war zu der Zeit Erzbischof von München und für den Fall zuständig. Danach missbraucht Hullmann erneut Kinder.

    4. Vatileaks: Der Butler des Papstes gibt Dokumente an die Öffentlichkeit, aus denen hervorgeht, dass es Korruption in den höchsten Ämtern und Machtkämpfe gibt. Er, Paolo Gabriele, wird dafür mit Gefängnis bestraft.

    Anmerkung:

    Der Bote wird bestraft wie im Fall Bradley Manning, damit das eigentliche Problem ungelöst bleibt.

    Dieser Papst hat die Autorität der katholischen Kirche in der ganzen Welt schwer geschädigt, was die vielen Kirchenaustritte zeigen. Kann das nicht der eigentliche Grund für seinen Abgang sein?

    Nur in eine Richtung zu blicken, ist zu wenig. Wir brauchen ein umfassendes Bild.

    Zitate nach: ‚Russia Today‘, 12. 2. 2013

  36. Helga Kucera sagt:

    Wir sind Christen und leben in einem christlichen Land. Die katholische Kirche gehört lange schon in einigen Dingen der heutigen Zeit angepasst, damit man sie auch anerkennen und gerne nach ihr leben kann. Danach wäre sie wohl die Basis für ein friedliches Leben in der Welt.
    Man schimpft auch rückständigen Politikern nicht hinterher, daher ist es bei Papst Bededikt schon gar nicht angebracht, der an alter Tradition festhilt, aber dadurch den Fortschritt verhinderte. Es wird jetzt aber eine Reform möglich sein, die lange schon vorbereitet, aber verhindert wurde.
    Helga Kucera

  37. ich hoffe, du verzeihst mir ausnahmsweise dieses off topic, Jürgen:

    http://www.petitionen24.com/deutsche_banken_diskriminieren_iraner

    bitte alle unterzeichnen!

  38. Eveline Kmietzyk sagt:

    Da kommt die Scharlachrote Hure in mir hoch, die da sagt:
    „Nimm dein Schwert in die Hand, Mann, und kämpfe. „

  39. Dave sagt:

    Vatikan, das ist auch ein ominöser Laden. Weiß eigentlich Jemand in welche Geschäfte die involviert sind? Soviel ich weiß ist ja Weltbild z.b. ein katholischer Verlag. Wobei man da nicht viel von merkt, im Warenangebot.

    Eine andere Sache ist wissenschaftliche Forschung.

    Papst Benedikt hat z.b. den Neurophysiologen Wolf Singer an den Kulturrat berufen, und den Cern Direktor im Vatikan empfangen.

    Was ich auch damals sehr merkwürdig fand, das der Papst mit Nasavertretern ein Liveschaltung zur ISS gemacht hat.

    Allerdings mochte ich den Papst eigentlich ganz gut leiden, spätesten nach seiner Bundestagsrede.Obwohl er ja als Kardinal wohl ein ziemlicher Hardliner gewesen sein soll.

    Vllt. kauf ich mir mal ein Buch, um mir ein genaueres Bild über seine Ansichten zu machen.

    @ Eveline: „Nimm dein Schwert in die Hand, Mann, und kämpfe.“

    Der arme alte Mann🙂

    Was auch immer nun der Anlass für seinen Rücktritt, war, das er in sehr kurzer Zeit sehr stark abgebaut hat, kann man nicht leugnen.

  40. Anonymous sagt:

    Die katholische Kirche ist ein verband von Götzenanbetern. Ihr oberster Prister hat es erkann und haut ab gibt es was schöners. Ja gibt es! Die katholische Kirche würde sich ganz auflösen. Naja nur die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Nieder mit allen Religionen.

  41. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Dave

    Eveline: “Nimm dein Schwert in die Hand, Mann, und kämpfe.”

    Der arme alte Mann

    Nein, es wäre seine Aufgabe gewesen. Er konnte es nicht.
    Er hat mein ganzes Mitgefühl.

  42. Heider sagt:

    Wo der Glaube zuhause ist, da ist die Reaktion nicht weit.

    Der deutschstämmige EU-Funktionär und NWO-Globalist Edmund Stoiber („Christlich-Soziale Union“) würdigt seinen Bruder im Geiste über jedes normale Mass –

    zitiert am 11. Februar 2013 nach SPIEGEL ONLINE:
    der langjährige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und bezeichnete den scheidenden Papst als “größten Sohn Bayerns” in der mehr als tausendjährigen Geschichte des Landes.

    Diese und andere Meldungen, wie die herrschende Klasse derzeit ihren Papst grüsst, und was bekennende Atheisten dazu sagen, auf
    Atheist Media Blog
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/

    Fragt sich nur, ob Stoiber u.a. damit wirklich die Meinung aller Bayern und der meisten Deutschen überhaupt treffen, denn bis zu 40% gehören keiner Kirche mehr an, und eine noch höhere Zahl bekundet nicht gläubig zu sein. Selbst von den scheinchristlichen Kirchenmitgliedern besuchen noch max. 18 % einen Gottesdienst, und über 60% der Deutschen hält die Evolution für wahrscheinlich und nicht den Schöpfungsbericht für wahr.

    Worin die Verdienste Benedikts insbesondere für den Erhalt des Deutschtums („tausend Jahre“) bestehen sollen erschliesst sich nicht. Zumal es offenbar der Fall ist, dass die alten europäischen Völker inkl. das deutsche auf der Abschussliste der NWO stehen; denn die politisch gewollte millionenfache Zuwanderung sowie andere demographische Faktoren aus verfehlten staatspolitischen Programmen sagen alles, wohin die europäischen Ethnien reisen – ins Nirvana.

  43. Gantenbein sagt:

    „Zeigen Sie mir genau, was neu an dem ist, was Mohammed gesagt hat. Sie werden feststellen, dass seine Worte nur böse und inhumane Vorstellungen enthalten, wie seine Anweisungen, den Glauben, den er predigte, mit dem Schwert zu verbreiten.”

    Das haben Sie doch nicht nötig, schnehen.

    Sie zitieren bereits falsch. Richtig heißt es in der Rede: „Er [der spätmittelalterliche byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos; G.] sagt: ‚Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten‘.“

    http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html

    Wikipedia weiß außerdem folgendes zu berichten: „Das Seminar für Allgemeine Rhetorik der Eberhard-Karls-Universität Tübingen wählte die Vorlesung des Papstes am 18. Dezember zur ‚Rede des Jahres 2006‘. Die Rede sei gezielt missverstanden worden, stellte die Jury fest.“

    Auch von Ihnen?

    Weiter bei wikipedia: „Im Zeitalter religiöser Fundamentalismen bedeute die Rede ‚eine höchst engagierte, argumentativ präzise und historisch gesättigte Ortsbestimmung christlichen Glaubens aus griechischem Geist‘ und sei ‚in ihrer vielstimmigen und doch geradlinigen Komposition meisterhaft gebaut‘.“

    (http://de.wikipedia.org/wiki/Papstzitat_von_Regensburg)

    Ihre übrigen Darstellungen sind ähnlich „differenziert“. Das können Sie besser!

  44. Eveline Kmietzyk sagt:

    @Dave
    kleiner Nachtrag

    Gestern wurde meine Mutter (76) von 3 Rabauken überfallen.
    Sie schlug sich tapfer, sie wollte ihre Taschen nicht hergeben.
    Die Nachbarn riefen die Polizei und so war der Spuk zu Ende.
    Es ist alles für sie gut ausgegangen und deshalb schreibe ich es auch nicht auf.

    Meine Mutter wäre sicher auch gerne während des „Kämpfens“ ausgestiegen –
    Und für mich gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang
    zwischen Rücktritt des Papstes und Taschenraub.

    Er läutet eine neue Zeitqualität ein. Ich gehe soweit zu sagen, dies wäre meiner Mutter sonst nicht passiert.

    Etwas Komisches hat diese Geschichte nun doch noch.
    Die Polizisten gaben der Hausgemeinschaft den freundlichen Rat, einen guten Schnaps – zur Beruhigung – auf diesen Schrecken zu sich zu nehmen.
    Was auch gerne angenommen wurde.

  45. rubo sagt:

    @FATIMA:
    Ich habe die Petition gelesen, ist der Verfasser wirklich überzeugt, daß Deutschland nach rechtlichen Grundlagen handelt?
    Wenn ich die unterschreibe, bin ich dann vielleicht nach den rechtlichen deutschen Grundlagen, die es für Banken auch nicht gibt, ein Terrorist??

  46. „Ich habe die Petition gelesen, ist der Verfasser wirklich überzeugt, daß Deutschland nach rechtlichen Grundlagen handelt?“

    Deutschland handelt eben NICHT nach seinen eigenen Grundlagen, wie es in der Einleitung heißt.
    Sind Banken eine Art rechtsfreier Raum? Wie auch immer, ich habe unterschrieben, auch wenn es nicht viel bringen wird, aber meine Daten haben die eh schon.

    Sie können das Formular so einstellen, dass weder Name noch Adresse zu sehen sind.

    „Wenn ich die unterschreibe, bin ich dann vielleicht nach den rechtlichen deutschen Grundlagen, die es für Banken auch nicht gibt, ein Terrorist??“

    Sind wir nicht für die Banken irgendwie alle ein bisschen „Terrorist“?

  47. rubo sagt:

    @Fatima:
    Glauben Sie, ob es überhaupt noch jemand gibt von denen, die im Internet sind, deren Daten die nicht haben?
    Mein Server war dieses Jahr schon zwei Mal für einige Stunden außer Betrieb, vorher nie, wer weiß, ob das immer techn. Probleme sind.

  48. schnehen sagt:

    @Heider

    „Wo der Glaube zuhause ist, ist die Reaktion nicht weit.“

    Das ist so nicht richtig.

    Erinnern Sie sich an Ernesto Cardenal, den nikaraguanischen Geistlichen, der in der Regierung der Sandinistas saß? Saß dieser Vertreter der christlichen Befreiungstheologie auch in den warmen Sesseln der Reaktion oder nicht eher in einer volksnahen Regierung, die Nicaragua vom US-Imperialismus befreien wollte?

    Im Iran ist der Glaube wie in keinem anderen Land zuhause. Sitzt der Iran im Boot der Reaktion, so wie es hierzulande pseudolinke Organisationen wie die D’K’P behaupten? Ganz im Gegenteil: In diesem hoch religiösen Land ist der gesellschaftliche und in letzter Zeit auch der wissenschaftich-technische Fortschritt zuhause.

    Die alten Fronten haben ihre Gültigkeit verloren. Wir müssen umdenken. Auch die Unterteilung in rechts und links hat ihre Gültigkeit verloren.

    Richtig verstandener Glaube, Spiritualität und Gott in sich selbst suchen und finden und nach religiösen Grundsätzen leben, ist gerade eines der Haupthindernisse der NWO-Eliten, die die Menschen entwurzeln und beherrschen und zu materialistisch denkenden, nur am eigenen Vorteil orientierten Konsummaschinen machen wollen.

    Allerdings stimmt es, dass da, wo der herrschende katholische Klerus zuhause ist, im Vatikan, die Reaktion, darunter auch der CIA, nicht weit ist.

  49. siempre sagt:

    Ein sehr bemerkenswerter Artikel zum Katholizismus und überhaupt zur Religion.Ich möchte einmal folgende Gedankengänge zu Ihrem Beitrag formulieren. Nachzulesen über unseren Papst Benedikt. Ob sie richtig sind oder falsch, ist mir egal.
    Ich kenne keinen Atheisten, mich eingeschlossen, der sich keinen Gott wünscht, vielleicht auch nur insgeheim und ich kenne auch keinen Atheisten, der sich wünscht, dass Synagogen, Moscheen, christliche Kirchen oder buddhistische Klöster verbrannt werden, denn das wäre neben anderen Aspekten schon rein ästhetisch ein Verbrechen.
    Und da muss ich für uns Atheisten mal schlicht eine Lanze brechen. Es ist Gott garantiert egal, ob wir lesbisch, homosexuell oder in irgendeiner Form religiös sind.
    Eines kann ich auch dem Mönch sagen:
    einige von uns Männern wollen geschminkt (und nicht nur im Karneval) durch die Zivilisation gehen. Einfach so, ohne dafür bestraft zu werden. Auch wollen einige in Arabien von Frauen nicht als unmännlich abgetan werden, weil sie keine Kriege führen wollen. Einige Männer haben die Schnauze voll, von Frauen in eine bestimmte Richtung gedrängt zu werden, wo es eh schon klar ist, wo es lang geht. Kurzum, wir wollen FREI, ungezwungen sein und einfach mal in Frage stellen, ob wir Kinder machen wollen oder nicht. Bei dieser Entscheidung nützt der liebe Gott wenig.
    Nein, nein der liebe Gott (wenn es ihn denn gäbe) wollte sicher faire Sachen in Dingen wie Eigentumsordnung etc. schaffen
    Und zu den Dingen der Welt fällt mir eine amüsante, zufällige Beobachtung ein: Eine Mutter war über ihr Kind erzürnt, das beim Gehen die Füße schleifen ließ. Das Kind erklärte seiner Mutter: “warum soll ich die Füße denn heben, die fallen doch sowieso wieder runter.“ Kurzum, das Kind war eher meine Hoffnung und nicht Kardinal Ratzinger, weil der mir rein gar nichts erklären kann. Meiner Meinung nach hat das Kind mehr erkannt als unser Papst. Ich kann ihn nur belächeln, wie alle religiösen Fürsten.
    Also, wenn man Staat und Gesellschaft organisieren will, bedarf es schon sehr vieler Zuneigung. Von wem sollte diese denn kommen? Da habe ich als Atheist doch schon meine Zweifel.

  50. @schnehen: Da Sie Ernesto Cardenal und Iran erwähnen: Von ihm stammt der Ausspruch „Ayatollah Khomeini ist die Heiligkeit unserer Zeit.“ Daraufhin wurde er suspendiert. Auch dem Rest Ihres Beitrages kann ich nur zustimmen. Wer von Iran von einem „zurückgebliebenen Land“ redet, hat keine Ahnung und betet nur nach, was die Massenmedien dahertippen. Jetzt ist ja gerade Nordkorea der Buhmann…möglicherweise wird über dieses Land genauso gelogen, aber ich will nicht abschweifen.

    http://www.eslam.de/begriffe/c/cardenal_ernesto.

    Dialog schön und gut, aber das war wohl zuviel des „Guten“ für den damaligen Papst. Soviel zu der Behauptung, die katholische Kirche fördere andere Religionen.

  51. Frank Hofmann sagt:

    Übrigens: Ich habe da so meine Zweifel, ob der Mann seine Rente im Kloster genießen darf….
    Viele wetten auf einen Mann namens Barraccio Husseinio Papa!

  52. Petrus Urinus Minor sagt:

    Ich halte die hier geäußerten Hypothesen durchaus für möglich. Aber da gibt es immer noch Ockhams Schneidgerät – eine interessante Erfindung, denn sollte ich mit meiner Hypothese unrecht haben, dann bleibt streng nach Sherlock nur noch das Unwahrscheinliche über…

    was wäre, wenn Benedickt XVI eine degenerative Krankheit haben sollte, vulgo Alzheimer?

    M.E. die einzige Erklärung ausserhalb der Möglichkeit des Wirkens sinistrer Kräfte.

  53. Heider sagt:

    Helga Kucera sagt:
    „Wir sind Christen und leben in einem christlichen Land. Die katholische Kirche gehört lange schon in einigen Dingen der heutigen Zeit angepasst, damit man sie auch anerkennen und gerne nach ihr leben kann. Danach wäre sie wohl die Basis für ein friedliches Leben in der Welt.“

    Wer soll denn das sein: „Wir!“
    Sehen Sie sich mal auf der Strasse um oder besehen sich die Zahlen von Kirchenzugehörigkeit und Religiosität in der BRD. Dann werden Sie feststellen, dass bekennende u. gläubige Christen inzwischen eine Minderheit sind.
    Ein „christliches Land“ ist die BRD nur noch deshalb, weil ein Staat und eine Kirche das so wollen. Sie schrieben das Bekenntnis zu „Gott“ in’s Grundgesetz, und sie veranlassen durch Gesetze alle Deutschen – egal ob sie Kirchenmitglied, gläubig oder nicht gläubig sind – die erheblichen Subventionen des Staates an die Kirchen zu erwirtschaften.

    Allein Ihr Vorschlag: „nach der Kirche leben“ lässt auch sehr tief blicken. Sie können ja gern nach dem Dogma ihrer Kirche leben – aber vergessen Sie mal nicht, dass es eine Menge Deutsche gibt, die keine Veranlassung sehen das ebenfalls zu tun.

    Quellen:
    Kirchenaustritte, Mitgliederzahlen u.a. (kirchenaustritt.de)
    http://www.kirchenaustritt.de/statistik/

    Jeder vierte Katholik hat über Kirchenaustritt nachgedacht“ (DIE WELT)
    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinegeo/badenwuerttemberg/article113082244/Jeder-vierte-Katholik-hat-ueber-Kirchenaustritt-nachgedacht.html

    Statistiken und Studien zu Religion in Deutschland (statista.com)
    http://de.statista.com/themen/125/religion/#chapter0

    Statistiken zu Religionen und Atheismus in Deutschland (Linksammlung, Forum monopole.de)
    http://www.monopole.de/religion-gott-atheismus/statistiken-zu-religionen-und-atheismus/

    Die Kirche und UNSER Geld / Kirchensubventionen
    http://www.kirchensteuer.de/node/81

  54. Heider sagt:

    schnehen sagt:
    „@Heider
    “Wo der Glaube zuhause ist, ist die Reaktion nicht weit.”

    Das ist so nicht richtig.“

    Unmittelbar darunter kam der Ausspruch Stoibers. Meine Einleitung bezog sich also auf Stoibers näheres Heimatland, noch heute eine der geistig u. politisch gesehen schwärzesten Gegenden der BRD.
    Vgl. bitte „Karte: Einfluss des Katholizismus in Deutschland“ – der katholische Süden, die Heimat Stoibers und Ratzingers, ist in blassroten und rotvioletten Farben ausgewiesen:
    http://hpd.de/node/11778

    Von Ernesto Cardenal habe ich nicht geschrieben, über Iran auch nicht.
    Einzelne bermerkenswerte Persönlichkeiten oder die Verhältnisse in anderen Ländern wie Iran, wogegen ich nichts sage, können allerdings kein Grund sein auf fundamentale Religions- u. Kirchenkritik zu verzichten, die sich zunächst auf Zustände in der BRD beschränkt.

    Die alten Fronten haben ihre Gültigkeit verloren. Wir müssen umdenken. Auch die Unterteilung in rechts und links hat ihre Gültigkeit verloren.

    Solange die alte Kirche geistig, politisch und wirtschaftlich herrscht, weil die Aufklärung irgendwann politisch zum Stehen kam, besteht diese „alte Front“ auch weiter.
    Indes sollten sich sog. Linke u. Rechte grundsätzlich zeitgemäss bestimmen, auch über ihre gemeinsame Schnittmenge nachdenken, und sie sollte anfangen die Herausforderungen der Religionsfrage wirklich anzunehmen – d.h. ein laizistisches Gemeinwesen verlangen. Die Forderung nach der absoluten Trennung von Staat u. Kirche eignet sich für gemeinsames Handeln mehrerer politischer Richtungen, weil hierin eine ganz grundsätzliche Frage angeschnitten ist: die persönliche Freiheit des Glaubens. Aber wenn ein Staat eine bestimmte Religion bevorzugt, die Säuglingstaufe unterstützt und in öffentlichen Schulen Religionsunterricht erteilen lässt, dann kann von „Religionsfreiheit“ keine Rede sein – das ist die Freiheit der Religion u. nicht derjenigen, die frei von Religion sein möchten.

    Ansonsten kann es allen, die mit Religion u. Kirche nichts zu tun haben passieren, dass sie sich in nicht ferner Zeit auf ein zweites christliches Mittelalter zurückbewegen.
    Die entsprechenden Bestrebungen in USA, wo die Evolutionslehre aus dem Schulunterricht verbannt u. ausschliesslich die biblische „Schöpfung“ gelehrt werden soll, sind schon zu sehen.

    „Richtig verstandener Glaube, Spiritualität und Gott in sich selbst suchen und finden und nach religiösen Grundsätzen leben, ist gerade eines der Haupthindernisse der NWO-Eliten, die die Menschen entwurzeln und beherrschen und zu materialistisch denkenden, nur am eigenen Vorteil orientierten Konsummaschinen machen wollen.“

    Um das Wesen des Imperialismus (Kapitalismus) zu verstehen, die informellen Kreise (Familien, Seilschaften) der herrschenden Eliten in etwa zu erkennen u. um die schon vorhandenen Strukturen der NWO (das ist bspw. die EU) entschieden abzulehnen – dazu bedarf es bestimmt keines Glaubens.
    Oder würden Sie sagen, Bertrand Russell und Karlheinz Deschner (um mal zwei sehr bekannte Atheisten zu nennen), waren oder sind wie Entwurzelte und über mangelnden Gottglauben zu am persönlichen Wohl ausgerichteten Materialisten geworden?

    Ebenso muss der Gegenentwurf einer humanen Gesellschaftsordnung nicht auf sog. christlichen Werten beruhen, denn das hiesse ja, soziales, humanes, natürliches sittliches Handeln ist synonym zu christlich. Dieses könnte ja überhaupt nicht erklären, warum frühere Gesellschaften in aller Welt ohne das Christentum auskamen.
    Wie Atheisten diese Werte im allgemeinen beurteilen, können Sie hier nachlesen:
    Das Märchen von der Bedeutung christlicher Wertevermittlung“ (IBKA e.V.)
    http://www.ibka.org/artikel/miz98/werte.html

    Ihre Argumentation beinhaltet die notwendige Anerkenntnis irgendeines Gottes u. die geistige Beschäftigung mit diesem Gott – ich sage Ihnen, das Gegenteil ist der Fall.

    Versagensangst gegenüber den Anforderungen der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaftsordnung und der Mangel an Selbstbewusstsein sind wichtige Motive der religiösen Verirrung. Dazu tritt noch die Angst vor dem Tod, eine eigentlich ur-menschliche Erscheinung, die aber gerade im Kapitalismus noch überhöht wird. Der kleinste Konsument steckt selbst so tief im Materialismus des eigenen Wohls, das ihm weder seine Ausbeutung noch seine Unmündigkeit auf der ganzen Linie bewusst ist; er macht mit beim Gelingen des Systems, ist Teil der kapitalistischen Kultur und redet sich das Dasein schön, schöner geht’s nicht. So ein Mensch, der will natürlich, dass das Leben für ihn da ist und immer so bleibt; er hängt an ihm und weiss zugeich, dass es nicht ewig dauern kann; so sucht er beizeiten —- einen Fluchtweg zu Gott.

    An sich ist Glaube unschädlich, denn auch der festeste Glaube führt regelmässig nicht zu Handlungen aus Wahn gegen die Allgemeinheit oder die eigene Person.
    Die Gefährlichkeit der Religionen ist ihr dogmatischer Anspruch und ihre Verbindung mit politischen und staatspolitischen Zielen.
    Ist die Religion erst einmal etabliert, so benutzt sie das Argument der Tradition, um Menschen weiterhin gefangenzunehmen. Erst an der Stelle bekommt sie erst ihr ganzes Gewicht und ist sie zur Lebenslüge mutiert.

  55. Karl_Murx sagt:

    @schnehen:

    Ein “christliches Land” ist die BRD nur noch deshalb, weil ein Staat und eine Kirche das so wollen. Sie schrieben das Bekenntnis zu “Gott” in’s Grundgesetz, und sie veranlassen durch Gesetze alle Deutschen – egal ob sie Kirchenmitglied, gläubig oder nicht gläubig sind – die erheblichen Subventionen des Staates an die Kirchen zu erwirtschaften.

    Ungeachtet der Frömmigkeit des Einzelnen, die nun wirklich Privatsache ist und vom Staat weder befohlen noch beeinflußt werden kann, ist Deutschland seit Hunderten von Jahren Bestandteil des christlich-abendländischen Kulturkreises. Alle wesentlichen ethischen, moralischen und gesellschaftlichen Normen wurden vom Christentum geprägt. Auch ist die Trennung von Staat und Kirche, die es ungeachtet ihrer gegenteiligen Polemik spätestens seit der Aufklärung gibt, strukturell im Christentum verankert. Nicht umsonst sagt Jesus „Gib dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist.“

    Auch die Aufklärer waren Christen und haben in christlich geprägten Wertekategorien gedacht. Worum es ihnen lediglich ging, war die Beendigung der Verquickung von kirchlicher und weltlicher Macht, um damit dem Mißbrauch ersterer vorzubeugen und dem Christentum wieder zu seiner unverfälschten, von weltlichen Machtansprüchen unbeeinflußten Lehre und ihrem Zentrum, der Verbreitung der Frohen Botschaft, zu verhelfen.

    Unsere geistigen, kulturellen und nicht zuletzt spirituellen Wurzeln liegen im Christentum. Seine eigenen Ursprünge und Wurzeln leugnet kein vernünftiger Mensch, jedenfalls nicht ungestraft. Wer nicht weiß, woher er kommt, wird auch nicht wissen, wer er ist, was das Wissen darüber einschließt, wer man nicht ist. Derjenige wird auch nicht wissen, wohin er geht. Es hat noch keine agnostische Gesellschaft der Geschichte gezeigt, daß sie überlebensfähig ist.

  56. Mary J. sagt:

    Schon vor acht Jahren als Ratzinger zum Papst wurde war er sehr schwer krank. Viele Medien sprachen davon, er sei nur eine „Uebergangsloesung“ weil er hoechstens ein paar Jahre zu leben haette.

    Der freiwillige Ruecktritt ist ueberraschend. Der genannte Grund, naemlich sein Gesundheitszustand, ist es nicht. Uberraschend ist vielmehr, wie lange er durchgehalten hat.

  57. Mary J. sagt:

    „Wer von Iran von einem “zurückgebliebenen Land” redet, hat keine Ahnung und betet nur nach, was die Massenmedien dahertippen. “

    Ohja, der super Iran, wo Milch und Honig fliessen…..

    Die Iraner haben zwar eine geringere Lebenserwartung als die Palaestinenser in den besetzen Gebieten, bei gleichzeitig hoeherer Kindersterblichkeit als die der Palaestinenser, aber was heisst das schon.

    Fakten koennen an Ueberzeugungen schliesslich nicht ruetteln.

  58. Heider sagt:

    Karl_Murx sagt:
    „@schnehen:“
    Durcheinander?
    Sie beziehen sich auf Aussagen von mir, und ich bin Heider.

    „Alle wesentlichen ethischen, moralischen und gesellschaftlichen Normen wurden vom Christentum geprägt.“

    Na, zunächst einmal bestanden die gesellschaftlichen Normen der germanischen Vorfahren der Deutschen; sie umfassten bspw. die Verehrung der Ahnen; den Umgang der Geschlechter miteinander; das Verbot der Geschwisterehe; Ehe und Monogamie; den Aufbau des Stammes nach Familien; die Achtung vor den Alten und Fürsorge für die Kinder; und die sog. christlichen Gebote 4-10 sind ungeschriebene sittliche Normen in fast allen Völker (gewesen). Im praktischen Leben u. zum sittlichen Zusammenleben der Deutschen trugen die Kirchendogmatiker u.a. Pfaffen nichts bei ausser Papier, v.a. Verbotsdekrete.

    „Auch ist die Trennung von Staat und Kirche, die es ungeachtet ihrer gegenteiligen Polemik spätestens seit der Aufklärung gibt, strukturell im Christentum verankert.“

    Ihre Version ist auch die offizielle – eine schönfärberische Falschdarstellung.
    Es gibt keine vollständige Trennung von Staat und Kirche!
    Das Christentum ist die inoffizielle Staatsreligion der gesamten sog. westlichen Wertegemeinschaft. Ihre Staatsmänner- u. frauen legen ihren Amtseid in der Regel auf „Gott“ ab, in seinem Namen treiben sie ihre Untertanen in den Krieg, die kirchlichen Frontorganisationen Christi werden namentlich in Deutschland mit Sonderrechten auf Kosten aller arbeitenden Menschen ausgestattet. Beispiele aus der traurigen christlichen Realität in der BRD:
    Bevorzugung der Grossekte Christentum durch den Staat
    http://www.gavagai.de/re/HHD2003.htm

    Es geht um das Staatschristentum, d.h. um die praktische Einheit der Kirche mit Lehre u. des Staates und die daraus resultierende Herrschaft eines religiösen Wahns, dem sich Alle unterzuordnen, und den Alle zu respektieren haben, ungeachtet ihrer (eigenen abweichenden) religiösen oder nicht-religiösen Überzeugung. Wieviel Beispiele für den institutionalisierten christlichen Glauben als verbindliches Reglement für Alle sollen denn aufgezeigt werden.

    Das institutionelle Christentum bedeutet die Bevorrechtigung eines bestimmten religiösen Kults gegen alle anderen, es ist die „Verstaatlichung“ eines Glaubens, der eigentlich privat (d.h. in den am Kult interessierten Kreisen) gelebt werden sollte, und es bedeutet die Haftbarmachung aller(!) arbeitenden Deutschen für einen Kult u. seine Kirchen, obschon sie damit nicht allgemein konform gehen.
    Noch einmal, denn dies ist ja ein politischer Blog, oder. Es geht auch um’s Zahlen für die Kirchen, und es geht bei den folgenden Zahlen nicht um Kirchensteuer.

    Wie normal oder ungeheuerlich ist das, wenn ein Staat alle(!) seine Bürger (unabhängig von ihrem Glauben, und ob sie eingeschriebene Amtschristen sind oder nicht) zur Kasse bittet, damit es den Pfaffen weiterhin so gut geht wie im Mittelalter, als sie besonders hemmungslos das gemeine Volk ausplünderten? Genau das macht die BRD in exakt der inhaltlichen Nachfolge zu fast allen deutschen Vorgängerstaaten, von denen sie bloss sonst (wenn es nicht um Kirchen geht) nichts wissen will:
    DAS STAATSROSS UND SEIN KIRCHLICHER REITER
    http://www.theologe.de/kirche_staat.htm

    Mit der Präambel des Grundgesetzes geht’s schon los – enthalten ist der Bezug auf einen Gott, und gemeint ist sicher nicht irgendein Gott sondern ein bestimmter. Welcher Gott das ist wird für so klar gehalten, dass man die weitergehende Bezeichnung „christlicher Gott“ nicht erst noch bringen muss.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ambel_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland#Historischer_Wortlaut

    Oder was ist das für ein „Gott“, auf den Bundespräsident, Bundeskanzler u. BRD-Minister da schwören – ist das nicht der christliche Gott. Und erheben sie ihn nicht dadurch in den Rang eines allgemein verbindlichen Gotts aller Deutschen?
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_56.html

    Bei Bundesbeamten das gleiche Bild:
    http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__64.html

    Für alle Richter der BRD bis zum Amtsrichter gilt § 38 Richtergesetz (DRiG). Auch sie können anscheinend nicht Recht sprechen, ohne sich dabei auf den Christengott als höchste geistige Instanz zu berufen – der „Richtereid“:
    http://norm.bverwg.de/jur.php?drig,38

    Auf die anderen zahlreichen Bezüge des GG, die den Christglauben zu einer Einrichtung machen, an der kein Deutscher vorbeikommt, kann hier nicht eingegangen werden. Unbedingt erwähnt werden soll nur die Tatsache, dass Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach an staatlichen (öffentlichen) Schulen ist, in dessen Rahmen bevorzugt die christliche Lehre (u. nicht etwa Wesentliches vom Hinduismus oder die Anschauungen von sog. Naturvölkern) vermittelt wird – auf diese Weise werden auch im modernen Deutschland Generationen mit den schlechten Bibelgeschichten vertraut gemacht u. erwartungsgemäss auf die christliche Lehre konditioniert.

    Die rechtliche Sonderstellung der grossen Kirchen, im Volksmund Amtskirchen, von mir Staatskirchen genannt, kann hier ebenfalls nicht vertieft werden. Die Sonderrechte garantieren ihnen unter anderem den christlichen Nachwuchs über die sog. Taufe, mit der Kleinkinder ungefragt nicht nur Christen sondern nach den Gesetzen des Staats zugleich auch Kirchenmitglieder werden! Diese ungefragte Mitgliedschaft können Jugendliche frühestens ab 14 Jahre durch einen umständlichen Verwaltungsakt beenden, der zudem noch kostenpflichtig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sind ihnen durch Kindergärtner u. Lehrer aber schon reichlich christliche Märchen beigebracht worden, sodass sie den christlichen Glauben u. seine Institutionen zumindest als etwas ganz Normales ansehen.

    Bereits diese Beispiele rechtfertigen es, in der BRD (aber auch in v.a. Staaten Europas) die Abwesenheit von echter Religionsfreiheit festzustellen, im Gegensatz zur Behauptung des GG, es handele sich hier garantiert um Religionsfreiheit. Denn was ist das für eine „Freiheit“, in der Kinder und Jugendliche ohne ihre Zustimmung zu Christen erklärt werden, oder wo ein Staat einen bestimmten Gott zu seinem obersten Schutzherrn ernennt, indem er die Staatsführung auf ihn schwören lässt. Das ist keine Religionsfreiheit sondern die Freiheit des Christentums gegen alle anderen religiösen u. nicht-religiösen Anschauungen.

  59. Heider sagt:

    Forts.
    @ Karl_Murx
    „Auch die Aufklärer waren Christen und haben in christlich geprägten Wertekategorien gedacht.“

    Nehmen wir nur den grossen deutschen Pilosophen Immanual Kant. Er hat den Christglauben als verbindlichen Wertemassstab in der Luft zerrissen wie Keiner vor ihm. Seine Werke sind ein einziges atheistisches Bekenntnis, und dafür wird er heute von der Kirche gehasst wie kaum ein zweiter Philosoph ausser Nietzsche u. Schopenhauer. Dass Kant auch ein Kind seiner Zeit war, der vor der Frage aller Fragen: „Gibt es Gott“ letztlich zurückgewichen ist, das ist verständlich. Man kann einen Mensch vor 250 Jahren, der unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen lebte, nicht mit einem heutigen vergleichen.

    „Worum es ihnen [den Aufklärern, Anm.] lediglich ging, war die Beendigung der Verquickung von kirchlicher und weltlicher Macht, um damit dem Mißbrauch ersterer vorzubeugen und dem Christentum wieder zu seiner unverfälschten, von weltlichen Machtansprüchen unbeeinflußten Lehre und ihrem Zentrum, der Verbreitung der Frohen Botschaft, zu verhelfen.“

    Erstens hiesse das, kein Aufklärer hat jemals den christlichen Glauben in Zweifel gezogen – sind Sie eigentlich absurd?
    Zweitens können Sie mir dann ja bestimmt auch erklären, warum die Kirchen heute dermassen mit dem Staat verquickt sind, dass sie immer noch exklusive Rechte geniessen.

    „Unsere geistigen, kulturellen und nicht zuletzt spirituellen Wurzeln liegen im Christentum. Seine eigenen Ursprünge und Wurzeln leugnet kein vernünftiger Mensch, jedenfalls nicht ungestraft. Wer nicht weiß, woher er kommt, wird auch nicht wissen, wer er ist, was das Wissen darüber einschließt, wer man nicht ist. Derjenige wird auch nicht wissen, wohin er geht. „

    Also, Wurzeln ist immer eine Bestimmung der Vergangenheit. Ich bin sehr für Traditionen, aber auch sie unterliegen der Zeit und zeitgenössischen Neubewertung. Was mir auffällt ist, dass Sie nicht von der Gegenwart und von der Zukunft erst recht nicht sprechen. Es gibt 2013 keine christliche Mehrheit in der BRD, und es wird sie im Hinblick auf Zuwanderung u.a. demographische Entwicklungen künftig noch weniger geben. Insofern Sind Sie gehalten sich zu überlegen, wie Sie mit einer nichtchristlichen deutschen Mehrheit zu verfahren gedenken.

    Über Spiritualität müssen wir uns nicht unterhalten, da Sie sich dabei sehr schnell selbst widersprechen könnten. Hatten Sie nicht vom Glauben als eine Art Privatsache gesprochen? Na bitte, aber genau eine „spirituelle“ Bevormundung durch Christen wird sich jeder Atheist u.a. Nichtgläubige zu Recht verbitten. Ihre persönlichen spirituellen Eingebunen bleiben Ihnen unbenommen.

    Der christliche Glaube gehört allerdings nicht zu den Wurzeln, die ich gelten lasse. Meine deutsche Herkunft (Vorfahren nachweisbar bis etwa 1820) ist ethnisch bedingt, es ist v.a. eine biologische (genetische) Kategorie. Meine kulturelle Prägung, das sind meine „Muttersprache“, die Lebensgewohnheiten meiner Eltern u. die sittlichen Regeln, über die wir schon sprachen. Normale Umgangsformen, der grundsätzliche Respekt vor dem Leben anderer Menschen aber auch dem von Tieren, die Verabscheuung sinnloser Gewalt, normale Sexualität (ich bin verheiratet u. habe Kinder, falls Sie es noch genau wissen möchten) uvm. sind primär das Ergebnis eines nicht christlichen sozialen Umfeldes.
    Und jetzt wollen Sie mir erzählen, ich sei geistig-kulturell gesehen ein Christ, oder.

    Nur der Glaube an Jesus produziert keinen Deutschen.

    Da Sie beständig eine christliche deutsche Nationalkultur anführen, können Sie diese bestimmt umschreiben, sodass man überhaupt versteht, was Sie damit meinen. Mir ist insbesondere nicht klar, wie und wodurch sich diese im Leben (Alltag) der Deutschen äussert, und worin genau ihre Wichtigkeit besteht, auf die man auch ferner nicht verzichten kann. Bitte die Kultur dann auch gegen die christlich-britische, christlich-französische oder christlich-polnische Kultur abgrenzbar bestimmen, sodass der Leser verstehen kann, was das spezifisch deutsche Moment an der christlich-deutschen Kultur sein soll. Aber bitte nicht schreiben, die Engländer singen Kirchenlieder in ihrer eigenen Landessprache, denn die Sprache eines Volk hat so wenig mit dem Christentum zu tun wie seine Art Speisen zuzubereiten oder bestimmte Haustiere zu bevorzugen. Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre deutsche christliche Kultur.

  60. chicano sagt:

    @ heider

    ich bin sehr auf karl`s antworten gespannt.

    „Es gibt 2013 keine christliche Mehrheit in der BRD, und es wird sie im Hinblick auf Zuwanderung u.a. demographische Entwicklungen künftig noch weniger geben. Insofern Sind Sie gehalten sich zu überlegen, wie Sie mit einer nichtchristlichen deutschen Mehrheit zu verfahren gedenken. “

    dann lehnen sie sich doch entspannt zurück. denn ihren worte nach ist es doch eher so, das sehr bald eine nicht-christliche mehrheit darüber zu entscheiden hat, wie sie mit einer christlichen minderheit umzugehen gedenkt.

    sollte es denn jemals dazu kommen, das die gesellschat ihrer träume wirklicheit wird, werden sie daran sicher nicht lange freude haben.

    die von ihnen gepriesene ethik der germanischen vorfahren in der z.b. behinderte und schwache kein lebensrecht hatten, jedenfalls nicht auf gnade hoffen brauchten, passt doch wunderbar in eine welt mder konzerne und eine nwo, wo es ebenfalls nur darum geht „mitzunehmen“ und auszupressen was nützlich und brauchbar ist.

    da bin ich froh das es das christentum gibt und diese archaische religion abgelöst hat.

    und das die gebote 4-10 allgemeingut aller völker aller zeiten waren, das schreiben sie auch mal einfach so aus dem ärmel ohne es zu belegen, was ihnen auch schwerfallen dürfte.

    schauen sie sich mal die archaischen gesetze der vergangenheit, wüste, der urwälder oder auch von hochkulturen wie den inkas an, um nur ein beispiel zu geben, mit ihren menschenopfer an den sonnengott und dem gesetz vieler atheisten, das auf dem recht des stärkeren basiert.

    die christliche religion hat sicher noch nie entfaltung gefunden, was aber an der schwierigkeit liegt trotz ego ein mensch zu werden.

    doch sollte sie und ich hoffe das, jemals volle geltung erlangen, wird diese welt ein erstes mal eine welt des friedens werden. dafür müsste aber die mehrzahl der menschen den christlichen geboten freiwillig folgen. sicher eine utopie aber eine schöne und keine beängstigende.

    und ich behaupte natürlich ncht, das man jenseits des christentums nicht auch ein guter, feiner mensch werden kann. aber eine religion in der gottes wort nur gutes für uns will und uns eine richtschnur gibt, die allen nur gutes bringen würde, kann keine schlechte religion sein.

    also geht es um etwas ganz anderes……..ihren kirchenhass, dem sie ja auch ruhig fröhnen können.

  61. schnehen sagt:

    @Heider

    Ich stimme in vielen Punkten mit ihnen überein, und was den Missbrauch der Religion für politische Zwecke angeht, da ganz besonders.

    Obwohl ich selbst nicht religiös bin, habe ich, im Unterschied zu Ihnen, viele Sympathien für Menschen, die ihren Glauben ernst nehmen und nach seinen moralischen und religiösen Grundsätzen leben. Nie werde ich eine kleine, unscheinbare Frau vergessen, die bei uns zuhause auf unserem Hof wohnte, die jeden Tag in die Kirche ging und die ihren Lebenssinn darin sah, anderen Menschen zu helfen und Verständnis für sie aufzubringen. Diese tief religiöse Frau ist noch heute mein großes Vorbild.

    Mir imponieren muslimische Menschen, die sich dem Ramadan unterziehen, um dadurch bessere Menschen zu werden, um dadurch verstehen zu können, was es heißt, auf Nahrung zu verzichten zu müssen, was es heißt hungern zu müssen. Diese Art von Selbstreinigung ist Bestandteil der schönen Seiten einer Religion, die Sie nicht einfach außer Acht lassen sollten.

    Es ist ein natürliches Bedürfnis des Menschen, sich Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Sinn der menschlichen Existenz und seiner Verbundenheit mit etwas Höherem zu stellen. Das haben Menschen immer getan und hat mit der kapitalistischen Gesellschaft nichts zu tun.

    Allerdings lehne ich wie Sie kirchliche Instanzen ab, weil sie zu Dogmatisierung der Religion führen und zu einem Herrschaftsinstrument über den Menschen werden können. Was ich jedoch nicht ablehne, sind sog. heilige Bücher, die sehr viele Weisheiten und Wahrheiten enthalten. Denken Sie an das Tao De King des Laotse zum Beispiel. Wie viele Wahrheiten, einfache Wahrheiten, enthält dieses große Buch des Taoismus! Kennen Sie es? Ich brauche mich aber nicht dieser Religion anzuschließen, um das zu würdigen, aber ich kann für mein eigenes Leben viel daraus gewinnen, in dem Versuch, ein etwas besserer Mensch zu werden, der die menschliche Existenz dadurch besser versteht. Ähnlich verhält es sich mit der Bibel, den Upanischaden oder dem Koran.

    Tatsächlich kann der Glaube dem Menschen, ja einem ganzen Volk, in Krisensituationen einen ungeheuren Halt gegen Tyrannei geben und den Widerstand dagegen mobilisieren. Man braucht nur an den Deutschen Bauernkrieg zu denken, der auch im Namen des Christentums, eines wohlverstandenen Christentums, gegen die Feudalmächte von damals geführt wurde. Nie hätte diese Bewegung ohne Berufung auf das Christentum eine so mächtige Bewegung werden können. Thomas Müntzer, der tief im christlichen Glauben verankert war, war ganz bestimmt kein Mann der ‚Reaktion‘ wie Herr Stoiber, der meiner Meinung nach überhaupt kein Christ, sondern ein Anti-Christ ist.

    Heute gibt es ähnliche Bewegungen wie die in Bahrain, die von den Medien totgeschwiegen wird. Menschen, die fest in ihrer Religion verankert sind und noch dazu politisches Bewusstsein besitzen, sind für die Herrschenden unüberwindlich. Das zeigt sich dort. Studieren Sie mal dieses großartige Beispiel!

    Sie sehen Religion und Glaube meiner Meinung nach viel zu einseitig und viel zu negativ, weil sie den Missbrauch, der mit Religion und Glauben getrieben wurde, unzulässig verallgemeinern.

  62. Karl_Murx sagt:

    @Heider:

    “@schnehen:”
    Durcheinander?
    Sie beziehen sich auf Aussagen von mir, und ich bin Heider.

    In Ordnung, habe ich verwechselt.

    Na, zunächst einmal bestanden die gesellschaftlichen Normen der germanischen Vorfahren der Deutschen; sie umfassten bspw. die Verehrung der Ahnen; den Umgang der Geschlechter miteinander; das Verbot der Geschwisterehe; Ehe und Monogamie; den Aufbau des Stammes nach Familien; die Achtung vor den Alten und Fürsorge für die Kinder; und die sog. christlichen Gebote 4-10 sind ungeschriebene sittliche Normen in fast allen Völker (gewesen). Im praktischen Leben u. zum sittlichen Zusammenleben der Deutschen trugen die Kirchendogmatiker u.a. Pfaffen nichts bei ausser Papier, v.a. Verbotsdekrete. [/Quote]

    Seit wann werden die gesellschaftlichen Normen der ehemals germanischen Stämme vom Christentum geprägt? Genau von dieser über 1000 Jahre zählenden Epoche rede ich, un die ist relevant. Was kümmert uns denn heute, was die Germanen für geistige Grundlagen hatten?

    Nebenbei: Viele Historiker sagen, und ich tendiere zur gleichen Ansicht, daß Dinge wie das Gottesgericht, die Hexenverbrennungen und ähnliche Sachen ursprünglich auf germanische Bräuche und Anschauungen zurückgehen, die durch den Prozeß der allmählichen Christianisierungen über Generationen erst langsam zurückgedrängt wurden. Die Kirchen haben sich damals insofern schuldig gemacht, daß sie diese Dinge geduldet haben, ganz einfach deswegen, weil sie auch nur aus Zeitgenossen, also Angehörigen dieser germanischen Stämme bestanden, die nicht frei von diesen überlieferten Anschauungen waren.

    Es gibt keine vollständige Trennung von Staat und Kirche!
    Das Christentum ist die inoffizielle Staatsreligion der gesamten sog. westlichen Wertegemeinschaft. Ihre Staatsmänner- u. frauen legen ihren Amtseid in der Regel auf “Gott” ab, in seinem Namen treiben sie ihre Untertanen in den Krieg, die kirchlichen Frontorganisationen Christi werden namentlich in Deutschland mit Sonderrechten auf Kosten aller arbeitenden Menschen ausgestattet. Beispiele aus der traurigen christlichen Realität in der BRD:
    “Bevorzugung der Grossekte Christentum durch den Staat”
    http://www.gavagai.de/re/HHD2003.htm

    Sieht man das Christentum aus ihrer ideologisch geprägten, anscheinend antichristlichen oder atheistischen Sicht, könnte man das so sehen. Aber erstens muß ich Ihnen danken, widerlegen Sie mir doch zum einen die von linksgrüner Seite gemachte Behauptung, daß das deutsche Grundgesetz keine Beziehung zum Christentum habe, sondern offen für alle Religionen (Islam) sein soll. Genau gegen diese kulturrelativistische Interpretation wende ich mich seit geraumer Zeit, und das nicht unbegründet. Zum anderen resultiert gerade aus diesem kulturellen Ursprung und diesem christlichen Gottesbezug der Väter des GG, daß diese Bezüge keinerlei Vermengung von Staat und Kirche beinhalten. Das ist auch explizit im GG durch die Übernahme der entsprechenden Artikel aus der Weimarer Verfassung so geregelt. Vielmehr kommen diese Gottesbezüge daher, daß weder das GG noch Deutschland kulturell im luftleeren Raum schweben, sondern ganz konkrete kulturelle Hintergründe haben, die in unserem Fall christlich-abendländischen Charakter tragen, und dem trägt auch der Wortlaut des GG Rechnung. Diese Tatsache versuche ich Ihnen zunehmend verzweifelt zu vermitteln.

    Es geht um das Staatschristentum, d.h. um die praktische Einheit der Kirche mit Lehre u. des Staates und die daraus resultierende Herrschaft eines religiösen Wahns, dem sich Alle unterzuordnen, und den Alle zu respektieren haben, ungeachtet ihrer (eigenen abweichenden) religiösen oder nicht-religiösen Überzeugung. Wieviel Beispiele für den institutionalisierten christlichen Glauben als verbindliches Reglement für Alle sollen denn aufgezeigt werden.

    Haaaaaaaallo Heider – haben Sie noch einen Bezug zur realen Umwelt, oder kriegt man Sie aus Ihren Parallelwelten nicht mehr heraus? Wo und wie zwingt man Sie denn heute noch zum christlichen Glauben oder zur Unterordnung unter christliche Prinzipien, und wer soll das sein?

    Das institutionelle Christentum bedeutet die Bevorrechtigung eines bestimmten religiösen Kults gegen alle anderen, es ist die “Verstaatlichung” eines Glaubens, der eigentlich privat (d.h. in den am Kult interessierten Kreisen) gelebt werden sollte, und es bedeutet die Haftbarmachung aller(!) arbeitenden Deutschen für einen Kult u. seine Kirchen, obschon sie damit nicht allgemein konform gehen.

    Was die kulturelle Dominanz der christlichen Kultur angeht inklusive deren Präsenz im öffentlichen Raum, zum einen siehe oben. Zum anderen, und ich habe es Ihnen eigentlich schon im anderen Blog unzweideutig so geschrieben: Die Tatsache, daß wir eine christlich geprägte Gesellschaft sind bzw. unsere geistig-kulturellen Wurzeln im Christentum liegen, ist von der individuellen Frömmigkeit des Einzelnen vollkommen unabhängig. Es ist ein Fakt, der sich in Sprache, Gewohnheiten, Traditionen, Wertvorstellungen und Normen äußert, in den auch Sie – sollten Sie Deutscher sein – leben und existieren, ob Sie das wollen oder nicht, eben weil es ihre kulturelle Prägung ist, die Sie während Ihrer Sozialisation erfahren haben.

    Wie normal oder ungeheuerlich ist das, wenn ein Staat alle(!) seine Bürger (unabhängig von ihrem Glauben, und ob sie eingeschriebene Amtschristen sind oder nicht) zur Kasse bittet, damit es den Pfaffen weiterhin so gut geht wie im Mittelalter, als sie besonders hemmungslos das gemeine Volk ausplünderten? Genau das macht die BRD in exakt der inhaltlichen Nachfolge zu fast allen deutschen Vorgängerstaaten, von denen sie bloss sonst (wenn es nicht um Kirchen geht) nichts wissen will:

    Also ersteres ist das eine Weisheit, die aus sozialistisch-kommunistischen Schulfibeln stammen könnten. Zum zweiten: Wenn das für Sie wirklich das Hauptproblem darstellt, daß Sie Kirchensteuer zahlen müssen und der Staat das für die Kirchen tut (eine seit langer Zeit überkommene Vereinbarung): Wer hindert Sie denn daran, aus der Kirche auszutreten, um das zu vermeiden? Ich gehe allerdings angesichts Ihrer Beiträge davon aus, daß Sie ohnehin kein Kirchenmitglied mehr sind. Außerdem: Wer seine Mitgliedschaft in einer der anerkannten christlichen Kirchen davon abhängig macht, ob er Steuern zahlen muß, hat dort ohnehin nichts verloren.

    Mit der Präambel des Grundgesetzes geht’s schon los – enthalten ist der Bezug auf einen Gott, und gemeint ist sicher nicht irgendein Gott sondern ein bestimmter. Welcher Gott das ist wird für so klar gehalten, dass man die weitergehende Bezeichnung “christlicher Gott” nicht erst noch bringen muss.

    Vollkommen richtig, Heider.

    Oder was ist das für ein “Gott”, auf den Bundespräsident, Bundeskanzler u. BRD-Minister da schwören – ist das nicht der christliche Gott.

    Dito.

    Und erheben sie ihn nicht dadurch in den Rang eines allgemein verbindlichen Gotts aller Deutschen?

    Nein. Denn erstens wird die Bundesrepublik als demokratischer Rechtsstaat definiert, wo deren Staatsbürger durch ein weltanschauliches oder religiöses Bekenntnis weder bevorzugt noch benachteiligt werden dürfen. Es kommt lediglich zum Ausdruck, wie ich Ihnen das schon weiter oben ausführlich zu schildern versuchte, daß dieses Land Deutschland kein kulturell neutrales, sondern ein Land des christlich-abendländischen Kulturkreises ist. Und drittens kann der Eid, den Sie erwähnen, auf Wunsch auch ohne Gottesbezug geleistet werden.

    Bei Bundesbeamten das gleiche Bild:
    http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__64.html

    Für alle Richter der BRD bis zum Amtsrichter gilt § 38 Richtergesetz (DRiG). Auch sie können anscheinend nicht Recht sprechen, ohne sich dabei auf den Christengott als höchste geistige Instanz zu berufen – der “Richtereid”:
    http://norm.bverwg.de/jur.php?drig,38

    Siehe oben.

    Unbedingt erwähnt werden soll nur die Tatsache, dass Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach an staatlichen (öffentlichen) Schulen ist, in dessen Rahmen bevorzugt die christliche Lehre (u. nicht etwa Wesentliches vom Hinduismus oder die Anschauungen von sog. Naturvölkern) vermittelt wird – auf diese Weise werden auch im modernen Deutschland Generationen mit den schlechten Bibelgeschichten vertraut gemacht u. erwartungsgemäss auf die christliche Lehre konditioniert.

    Der Ausdruck „schlechte Bibelgeschichten“ ist Ihre Meinung und kein objektiver Fakt. Allerdings war es bis jetzt vollkommen zu Recht so, daß der bekenntnisorientierte Unterricht, der in den öffentlichen Schulen bei Bedarf erteil t wird – christlicher Natur ist, aus den oben mehrfach dargelegten Gründen, und er deswegen auch nicht dem Neutralitätsgebot des GG zuwiderläuft, da er hier den überlieferten Traditionen der Gesellschaft folgt. Dazu gibt es auch entsprechende Urteile des BVerfG. Allerdings will man das jetzt im Zuge der „multikulturellen Umgestaltung“ ändern, was in der Praxis so aussieht, daß Kreuze abgehängt und christliche Symbole untersagt werden, auf der anderen Seite aber in öffentlichen Schulen bekenntnisorientierter Islamunterricht eingeführt werden soll. Dieser Prozeß der Multikulturalisierung ist also in Wirklichkeit ein Prozeß der Islamisierung, die entgegen aller Propaganda ein Monokulti, allerdings ein islamisches, bedeutet.

    Die rechtliche Sonderstellung der grossen Kirchen, im Volksmund Amtskirchen, von mir Staatskirchen genannt, kann hier ebenfalls nicht vertieft werden. Die Sonderrechte garantieren ihnen unter anderem den christlichen Nachwuchs über die sog. Taufe, mit der Kleinkinder ungefragt nicht nur Christen sondern nach den Gesetzen des Staats zugleich auch Kirchenmitglieder werden! Diese ungefragte Mitgliedschaft können Jugendliche frühestens ab 14 Jahre durch einen umständlichen Verwaltungsakt beenden, der zudem noch kostenpflichtig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sind ihnen durch Kindergärtner u. Lehrer aber schon reichlich christliche Märchen beigebracht worden, sodass sie den christlichen Glauben u. seine Institutionen zumindest als etwas ganz Normales ansehen.

    Was noch lange keine religiöse Indoktrination bedeutet, sondern lediglich ein Vertrautmachung mit dem eigenen kulturellen Erbe, das ein originär christliches ist. Heutzutage ist es doch so, daß die meisten gar nicht mehr wissen, was der Inhalt dieses christlichen Erbes bzw. des Christentums ist. Wenn Ihnen allerdings das bißchen Verwaltungskram zuviel ist, daß sie benötigen, um aus der Gemeinde auszutreten, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.

    Es gibt Länder wie Polen oder Irland, da verstehen sich die Kirchen als Träger der nationalen kulturellen Identität und werden von der Bevölkerung auch so wahrgenommen. Hier in Deutschland habe ich das Gefühl, daß es vor allem den protestantischen Kirchen, die linksgrünen PolitaktivistInnen in Talarsverkleidung in den Synoden und Universitäten, gar nicht schnell genug gehen kann mit dem Prozeß der kulturellen Selbstabschaffung und der antideutschen Umerziehung wie auch der Selbstabschaffung als Kirche.

    Bereits diese Beispiele rechtfertigen es, in der BRD (aber auch in v.a. Staaten Europas) die Abwesenheit von echter Religionsfreiheit festzustellen, im Gegensatz zur Behauptung des GG, es handele sich hier garantiert um Religionsfreiheit. Denn was ist das für eine “Freiheit”, in der Kinder und Jugendliche ohne ihre Zustimmung zu Christen erklärt werden, oder wo ein Staat einen bestimmten Gott zu seinem obersten Schutzherrn ernennt, indem er die Staatsführung auf ihn schwören lässt. Das ist keine Religionsfreiheit sondern die Freiheit des Christentums gegen alle anderen religiösen u. nicht-religiösen Anschauungen.
    Da Sie beständig eine christliche deutsche Nationalkultur anführen, können Sie diese bestimmt umschreiben, sodass man überhaupt versteht, was Sie damit meinen.

    Es gibt keine christliche deutsche, es gibt eine deutsche Nationalkultur. Die ihrerseits gehört dem europäisch westlichen, d.h. christlich-abendländischen Kulturkreis an, hat also entsprechende Wurzeln. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

    Ich denke, ich habe Ihnen ausführlich genug dargelegt, daß das eine ideologische Behauptung Ihrerseits ist, die jeder Grundlage entbehrt. Den Rest Ihres Kommentars erspare ich mir zu kommentieren, da er im wesentlich aus Wiederholungen der weiter oben gemachten Behauptungen besteht.

  63. Heider sagt:

    chicano sagt:

    „dann lehnen sie sich doch entspannt zurück. denn ihren worte nach ist es doch eher so, das sehr bald eine nicht-christliche mehrheit darüber zu entscheiden hat, wie sie mit einer christlichen minderheit umzugehen gedenkt.“

    Seit wann entscheiden denn irgendwo die Volksmassen statt der herrschenden Eliten!

    Auch Christentum ist Herrschaftsgeschichte, und freiwillig kamen Germanen und Deutsche nicht zur wahren Lehre – Mord und Totschlag, Zwang und Nötigung waren die Mittel.

    Die derzeit bis zu 40% der Konfessionslosen und Atheisten in der BRD werden im Bundestag nominell von < 30 Abgeordneten (< 5% aller Bundestagsabgeordneten) "vertreten", von denen auch nur 2 ein atheistisches Bekenntnis ablegen und für Laizismus eintreten.
    http://www.kirchenaustritt.de/statistik/bundestag.htm
    Es sind nur die Kirchenfans, die sich entspannt zurücklehnen dürfen – der Säulenheilige aus der Bibel wird der Masse des Volks vermutlich auch dann noch staatsoffiziell verordnet werden, wenn nichtmal Christen, Muslime u. Juden zusammengenommen es auf eine religiös verstandene Mehrheit in der BRD bringen.

    „die von ihnen gepriesene ethik der germanischen vorfahren in der z.b. behinderte und schwache kein lebensrecht hatten, jedenfalls nicht auf gnade hoffen brauchten, passt doch wunderbar in eine welt mder konzerne und eine nwo, wo es ebenfalls nur darum geht “mitzunehmen” und auszupressen was nützlich und brauchbar ist.“

    Sie können sich über die vorchristliche Sittenordnung in Europa u. Deutschland gern selbst unterrichten, Tacitus‘ „Germania“ oder Friedrich Engels‘ „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ sind Belegtexte für das, was ich geschrieben habe und nicht für das, was Sie jetzt daraus machen.

    Über germanische Ethik vor zweitausend Jahren sollten Sie angesichts des Beispiels christlicher Staaten sehr vorsichtig sein: das Lebensrecht der Opfer abscheulichster Kriminalfälle wird praktisch selten angemessen gestraft, die Täter werden ihrerseits auf nicht minder widerliche Weise (s. Giftspritzen in USA) um die Ecke gebracht, einige waren offenbar sogar unschuldig – christliche Ethik der Gegenwart.

    Noch was zur umfassenden Würdigung einer christlichen Kultur und Ethik:
    Nach seinem Sieg über die barbarischen Heiden entfaltete das Christentum eine exklusive Kultur, vor allem in den eigenen Reihen: Im christlichen Mittelalter gingen Millionen Männer und Frauen in die Klöster u. begaben sich dort in eine unnatürliche Lebensform hinein – ein Hohn auf die Natur aller Lebewesen, die letztlich nach Reproduktion verlangt. Da die Natur, der sexuelle Trieb, trotzdem durchdringt, waren die Klöster bald eine Brutstätte der heuchlerischen Verstellung, sexueller Perversionen und des Verbrechens um die Abartigkeiten zu vertuschen –
    Otto von Corvin beschrieb im Pfaffenspiegel auch die Möncherei (ab S. 248):
    http://www.humanist.de/religion/pfaffe.html

    „da bin ich froh das es das christentum gibt und diese archaische religion abgelöst hat.“

    Und siehe da —, auf einmal geht’s um die wahre Religion der Ethik anstelle ursprünglicher, heidnischer und Naturreligion – der christliche Missionar schimmert eben auch retrospektiv immer wieder durch.

    „und das die gebote 4-10 allgemeingut aller völker aller zeiten waren, das schreiben sie auch mal einfach so aus dem ärmel ohne es zu belegen, was ihnen auch schwerfallen dürfte.“

    Wie vorstehend.
    Ansonsten haben Sie m.W. noch nie für irgendeine Behauptung eine Quelle angegeben und fordern nur von Anderen Quellen, die Sie jedoch selbst auch nirgends kritisch würdigen.

    Ach so, ich vergass — nur die rein wahre Historie einer Sammlung anonymer Quellentexte über Gestalten, die es überwiegend nie gegeben hat, zählt – der christlichen Weisheit allerletzter Schluss, die Bibel. Ja nee, ist klar —-

    „schauen sie sich mal die archaischen gesetze der vergangenheit, wüste, der urwälder oder auch von hochkulturen wie den inkas an, um nur ein beispiel zu geben, mit ihren menschenopfer an den sonnengott und dem gesetz vieler atheisten, das auf dem recht des stärkeren basiert.“

    Wie gut, dass es die christlichen Kreuzritter gab, die mit dem Segen des Papst u. der tätigen Mithilfe der Kirchendiener in aller Welt einfielen und die angestammten Kulturen der Völker und Stämme zur Strecke brachten —
    Die christliche Menschenopfermentalität aus religiösem Wahn zeigte sich auch in der Hexenverfolgung, ihre Ausläufer liegen erst rd. 250 Jahre zurück.

    „doch sollte sie und ich hoffe das, jemals volle geltung erlangen, wird diese welt ein erstes mal eine welt des friedens werden. dafür müsste aber die mehrzahl der menschen den christlichen geboten freiwillig folgen. sicher eine utopie aber eine schöne und keine beängstigende.“

    Na, Sie christlicher NWO-Freund laufen doch zu immer klarerem Bekennertum auf.

    „ihren kirchenhass, dem sie ja auch ruhig fröhnen können.“

    Sie verwechseln vielleicht Ihre Gefühle mit meinen. Wenn Hass die Kehrseite von Liebe ist, so müsste ich jemals welche empfunden haben. Daran kann ich mich aber nicht erinnern, und da ich weder trinke noch sonstwelche Drogen nehme, habe ich Ihre Kirche nie geliebt. Andere Emotionen werden indes gar nicht bestritten – seinen Worten schliesse ich mich an:

    „Ich schreibe aus Feindschaft. Denn die Geschichte derer, die ich beschreibe, hat mich zu ihrem Feind gemacht“.
    – Karlheinz Deschner –

  64. Heider sagt:

    @ Karl_Murx
    „Wie normal oder ungeheuerlich ist das, wenn ein Staat alle(!) seine Bürger (unabhängig von ihrem Glauben, und ob sie eingeschriebene Amtschristen sind oder nicht) zur Kasse bittet, damit es den Pfaffen weiterhin so gut geht wie im Mittelalter, als sie besonders hemmungslos das gemeine Volk ausplünderten? Genau das macht die BRD in exakt der inhaltlichen Nachfolge zu fast allen deutschen Vorgängerstaaten, von denen sie bloss sonst (wenn es nicht um Kirchen geht) nichts wissen will:

    Also ersteres ist das eine Weisheit, die aus sozialistisch-kommunistischen Schulfibeln stammen könnten. Zum zweiten: Wenn das für Sie wirklich das Hauptproblem darstellt, daß Sie Kirchensteuer zahlen müssen und der Staat das für die Kirchen tut (eine seit langer Zeit überkommene Vereinbarung): Wer hindert Sie denn daran, aus der Kirche auszutreten, um das zu vermeiden?“

    Die „Weisheit aus sozialistisch-kommunistischen Schulfibeln“ ist die traurige Realität der BRD.
    Ein Link zur Finanzierung der Kirchen durch den Staat, d.h. durch alle Deutschen – gleich ob Kirchenmitglied, gläubig, nichtgläubig, Zeuge Jehova, Hinduist, Atheist pp. – war gegeben.
    Die Einnahmen der Kirchen aus Kirchensteuer (= Mitgliedsbeiträge der Gläubigen u. Scheinchristen) betragen um die 10-12 Mrd. €. Davon können die Kirchen aber nur einen Bruchteil (ca. 10-20%) ihrer Ausgaben bestreiten. Dazu erhalten sie vom Staat weitere 15-20 Mrd. € als offene Subventionen und zusätzlich rd. 50 Mrd. € verdeckte Subventionen – jährlich.
    Die nicht ganz klaren Zahlen ergeben sich aus der föderalen Struktur der BRD, was in Bezug auf die Kirchenfinanzierung zu Unübersichtlichkeit, Unklarheit und zur Mauschelei führt; die Kirchen ihrerseits haben kein Interesse an Transparenz und Offenheit.
    Es geht also nicht um Kirchensteuer sondern um die Tatsache, dass in einem Staat, der angeblich von der Kirche getrennt ist, alle Deutschen für den Unterhalt der Dogmatiker u.a. Pfaffen sowie für ihre diversen, teils „karikativen“ Projekte aufkommen müssen.

    Belegquellen:
    http://www.theologe.de/kirche_staat.htm
    http://www.kirchensteuer.de/node/38
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenfinanzierung#Finanzierung_aus_staatlichen_Mitten
    http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Frerk_Carsten/Kirchenfinanzierung_u_1803_TA2003_5.pdf

    Den grossen Rest Ihrer Ausführungen lasse ich so stehen, auch wenn es dazu wiederum sehr viel zu erwidern gäbe. Es ist offensichtlich, dass wir von gegensätzlichen Grundhaltungen zu Tradition und Wertigkeit von Christentum und Staat ausgehen und absehbar keinen gemeinsamen Nenner finden werden.

  65. NoTricks sagt:

    Täglich treten ca. 1000 Bürger aus den beiden Kirchen aus

    Jeden Tag treten ca. 1000 Menschen aus der Kirche aus – und täglich sterben etwa 1700 Kirchenmitglieder. Kindstaufen können diesen Verlust bei weitem nicht mehr auffangen. Im Jahr 2010 traten erstmals mehr Menschen aus, als durch Taufen im Gegenzu zwangsrekrutiert werden konnten. Es ist bereits abzusehen, dass bald weniger als 50 % der Bürger noch den Kirchen anhängen. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass sie zu Randgruppen der Gesellschaft werden.

    Denn die Wahrheit über die Moral dieser Institution, die der Menschheit so viel Blut und Tränen brachte, dringt heute immer stärker durch das scheinchristliche Deckmäntelchen hindurch. Jesus von Nazareth appellierte an unsere Unterscheidungskraft: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

    Hier sind vor allem die unzähligen Kinderschänder-Verbrechen durch Priester und Pfarrer zu bedenken
    Siehe dazu auch:

    http://www.theologe.de/schwarzbuch_katholische-kirche.htm
    http://www.theologe.de/schwarzbuch_evangelische-kirche.htm

    All denen, die sich mit den verbrecherischen Machenschaften. mit der blutigen Geschichte dieser Kirche und dem Missbrauch des Namens des Jesus, des Christus, nicht solidarisieren wollen, bleibt nur die eine Möglichkeit: Austreten! Gehen Sie mit Ihrem Ausweis und gegebenenfalls dem Stammbuch auf das für Sie zuständige Standesamt ihre Wohnortes oder auf das nächst gelegene Amtsgericht (in Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen).

    Protestieren Sie gegen die Verschwendung von staatlichen Steuergeldern, indem Sie aus der Kirche austreten!

    Eine schwache Kirche hat die Politiker nicht mehr so stark im Griff. Dann hat die Steuerverschwendung endlich ein Ende!

    …für die letzten Zweifler mein folgender Lese-Tipp:

    http://www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html

    und

    http://www.freie-christen.com/voodoo_auf_katholisch.pdf

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