Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Der Krieg der Werte – EU gegen Russland

compact-weißWarum ein Gegner des Sowjetsystems heute auf der Seite von Putin ist. Beitrag von Ulrich Schacht in COMPACT 1/2012

Ulrich Schacht erblickte 1951 in der DDR im Frauengefängnis Hoheneck, wo seine Mutter inhaftiert war, das Licht der Welt. Der Student der evangelischen Theologie wurde 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Haft verurteilt und 1976 in die Bundesrepublik abgeschoben. Er arbeitete später als Redakteur für Die Welt und als Autor für die FAZ, Focus, Weltwoche und andere. 1994 war er zusammen mit Heimo Schwilk Herausgeber des Sammelbandes Die selbstbewusste Nation, einem Manifest patriotisch-demokratischer Selbstvergewisserung. Schacht lebt heute in Schweden, veröffentlicht aber weiter in großen Zeitungen und Verlagen. 2011 erschien sein Buch Vereister Sommer. Auf der Suche nach meinem russischen Vater (Aufbau-Verlag, 221 Seiten, 19,95 Euro). – Die Rede wurde auf der COMPACT-Souveränitätskonferenz am 24.11.2012 an der FU Berlin gehalten (die DVD der Konferenz, alle Redebeiträge, gibt’s hier) , unten ist ein Auszug des Transkripts aus COMPACT 1/2012.

Der Krieg der Werte
Russland sei immer noch zu sowjetisch, klagt die Europäische Union. Dabei droht der Totalitarismus heute viel eher aus Brüssel als aus Moskau. Rede auf der Souveränitätskonferenz.

Von Ulrich Schacht
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich heute auf einer Konferenz zusammen bin mit Valentin Falin, einem Mann jenes Systems, dem ich noch als politischer Widerstandskämpfer bis zu meiner Verhaftung in der DDR radikal gegenüberstand. Es entbehrt aber eben auch nicht einer gewissen Logik, dass wir heute auf dieser Konferenz zusammen sind, denn ich war ja damals mit anderen zusammen kein Widerstandskämpfer aus falschen Motiven gegen Russland, sondern gegen die totalitäre Gesellschaft der Sowjetunion.
Mein politisches Ziel und das anderer in diesem Zusammenhang war die Hoffnung und das Mitarbeiten und Mittun daran, dass Russland eines Tages Abschied nehmen kann von der Sowjetunion. Das ist zwischenzeitlich gelungen. Und es gibt keinen Grund mehr, Ressentiments oder negative Erfahrungen in einen nach-totalitären Zusammenhang in Europa zu perpetuieren, sondern es gibt nur die Aufgabe hinzuschauen: Was versucht dieses neue Russland, um sich zu stabilisieren vor dem Hintergrund der großen, schrecklichen totalitären Erfahrung. Die schrecklichen Erfahrungen des modernen Russland sind ja Erfahrungen mit dem Import eines Ideensystems aus dem Westen. Das bolschewistische System basiert auf dem jakobinischen. Lenin hat sich als Exekutor und Anwender jener terroristischen Glücksdiktatur des Robespierre und anderer verstanden und sie unter den Bedingungen Russlands angewendet. Wie kommen wir heute dazu, den Russen ein weiteres Mal zu empfehlen, sich aus dem Westen ein System zu importieren – was ihnen das vorige Mal die grösste Katastrophe der nationalen Geschichte serviert hat?
Um welches System geht es aktuell? Das heutige Russland rekonstruiert sich national, aber nicht nationalistisch, religiös, aber nicht fundamentalistisch, etatistisch, aber nicht sich in eine amorphe, von internationalen Konzernen betriebene Grössenordnung auf den geopolitischen Feldern der Nachkriegsordnung bewegend. Jene drei Essentials der russischen Politik der Gegenwart, Rekonstruktions-Essentials, stoßen auf den fanatischen Widerstand jener Funktionseliten in Westeuropa, welche sich in diesem neuen Hegemonialzentrum zu Brüssel konstituiert haben, die post-national sind, post-säkular und post-etatistisch. Post-etatistisch heisst: Zivilgesellschaft. Wir alle sind Zeugen der Entwicklung, dass eine Zivilgesellschaft, wie sie uns dort vorgeschlagen wird, mehr an raffinierter Unterdrückung zu praktizieren versucht, wenn es um die Beschneidung der freien Meinungsäusserung und anderer Dinge geht, als man sich das im freien Diskurs des gegenwärtigen Russland auch nur vorzustellen vermag. Ich bin tief davon überzeugt, und nicht nur überzeugt durch Spekulation, sondern auch durch Wissen, dass der historische Diskurs, der politische, der philosophische Diskurs, unverstellter, unbehinderter in Russland vor sich geht, als zur Zeit in dieser großen liberalen Demokratie hierzulande. Die Liberalität des Westens, für die wir unter den Bedingungen der Teilung Europas mit der Existenz einer totalitären Gesellschaft und Großmacht wie der Sowjetunion gekämpft haben, jene Liberalität existiert nicht mehr. Was existiert, ist eine liberale Phrase, die Menschenrechts-Phrase, die genutzt wird, was mit Bezug auf sie besonders schäbig ist, um Unrecht zu praktizieren, international und national.
Es gibt einen geradezu extremen Hass in den „Katakomben zu Brüssel“ – anders kann man die selbstisolationistischen Tendenzen, den Autismus dieses Instituts, das dort versucht, ein homogenes Europa herbei zu manipulieren, anders kann man ja die Dinge nicht bezeichnen. Wir haben es mit Leuten zu tun, die von Kultur reden, aber den tiefsten Charakter von Kultur, die Differenz, nicht verstehen. Der Pluralismus dieser Leute besteht darin, dass sie in den Hauptstädten Europas von einer Shopping-Mall in die andere stolpern. Dass sie nicht mehr wissen, wo sie sind. Dass sie bei Grenzübertritten immerzu das selbe Schild sehen, und wenn sie zu schnell fahren, wissen sie gar nicht, was in der Mitte zwischen den Sternen steht. – Wo bin ich? Heiteres Länderraten im befriedeten Europa. Nein, meine Damen und Herren, das ist ein Angriff. Das ist ein Angriff auf unsere kulturelle Souveränität. Das ist ein Angriff auf unsere innere Stabilität. Das ist ein Angriff auf das, was diesen europäischen Kontinent immer schon qualifiziert hat: Die Vielfalt seiner Sprachen, seiner Kulturen, seiner Literaturen, seiner Kunst. Es gibt eine genau umgekehrte Rechnung. Denn: Die großen totalitären Gesellschaften des 20. Jahrhunderts, die kommunistische in der Sowjetunion, die nationalsozialistische in Deutschland, sind ja eben nicht – was uns immer wieder suggeriert wird – Ausdruck gewesen von verrückt gewordenem Nationalismus, sondern von verrückt gewordenem Universalismus. Das ist genau der Unterschied. Und dieser Unterschied tritt uns erneut entgegen. Nämlich ein neuer Universalismus. Der Pariser Philosoph Dufour hat in seinem Buch Die Kunst, Köpfe zu schrumpfen einen wunderbaren Hinweis gegeben: Was läuft gerade international, und was hat es mit diesem Konflikt, den wir hier beschreiben, auf sich? Dem zwischen Russland und Deutschland? Denn dass die amtierende Bundeskanzlerin nichts anderes ist als eine Lautsprecherin von Interessen, welche nicht die der Mehrheit der Deutschen sein können, das ist ist doch vollkommen klar.
Was läuft hier, abschliessend gesagt, für ein übles Spiel? Es ist der dritte Versuch aus dem totalitären Quellgebiet des Westens – wurzelnd im zweiten Teil der Aufklärung, diesem gottlosen Versuchen, die Ordnung des Menschen, seine innere anthropologische und ideelle Stabilität zu zerstören und zu vernichten –, es ist der dritte Versuch, den Menschen geschichtlich umzubauen. Es ist der neue Mensch das Ziel dieses neuen totalitären Versuchs. Der jetzt allerdings, und zum ersten Mal in der Geschichte, zu einer eigenartigen, auch das kann man genau nachprüfen, Logik und Synthese geführt hat, denn der internationale, entfesselte Kapitalismus ist der beste Zuarbeiter dieser Tendenz. Worum geht es? Es geht darum, alles abzuschleifen, was diesem Prozess, den man auch schon in nuce im Kommunistischen Manifest nachlesen konnte, dem großen Verwertungsprozess in der Geschichte der Menschheit, im Wege steht: Der Glaube, die Nation, die Familie und und und und. Das muss abgeschliffen werden. Das muss zerstört werden. Und der progressive Liberalismus, die progressive Linke, die progressiven Konservativen, sie alle sind nichts anderes als bewusste oder unbewusste Agenten dieses Verwertungsprozesses, der über die ganze Welt geschoben werden soll. Das ist die Wahrheit an dieser Stelle.
Und was hat dieser Prozess als Pointe anzubieten? Indem er alle unsere gewachsenen, tradierten, bewährten Identitäten zerstört, bietet er uns als Ersatz Identitätsprothesen an. Mit anderen Worten, wir sollen fortan als moderne progressive Krüppel durch unsere eigene Geschichte stolpern. Das betrifft diese Währungsgeschichte, die wir gerade erleben. Das betrifft eine fanatische, obskure Idee, wie die Gender-Ideologie, die ja nicht das Ziel hat, Gerechtigkeit herzustellen – diese Phrase ist durchschaut, wie ein ganz zerschlissener Vorhang. Sondern es geht darum, aus einem Menschen fünf zu machen. Was heisst das? Jeder Mensch ist eigentlich biologisch präformiert, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber: Die neue Gender-Philosophie ist sozusagen die direkteste Agentur des kapitalistischen Profitstrebens. Ein Mensch, der fünf Geschlechter hat, der kauft sich in der Woche fünf Mal verschiedene Klamotten, Kleider…  Es ist ein durchschaubares Prinzip. Das Verrückte ist nur: Schon wieder fallen die Umbauer der Menschheitsgeschichte darauf herein, beziehungsweise fühlen sich davon ermutigt.
Dahinter steht, als letzter Satz vielleicht, als Theologe darf ich mir das erlauben, der Größenwahn aller modernen Philosophien, die Welt besser zu machen, als der liebe Gott sie vielleicht in ihrem Grundformat geschaffen hat. Dieser Größenwahn hat zu den größten Verbrechen der Menschheit geführt. Wir sollten diesen Größenwahn als europäische Völker zurückweisen und zwar – das wäre die neue Perspektive, die ich einbringen würde – zusammen mit Russland. Denn Russland ist heute in seiner Rekonstruktionsphase eines russischen Staates. Russische Souveränität, die Wiederkehr der Ikone als inneres Stabilitätsmoment seiner Geschichte und Identität, die Rückkehr zur Orthodoxie – was im Übrigen die Säkularisten im Westen und in unseren Feuilletons zum Wahnsinn treibt, kann man jeden Tag lesen, wenn man die Zeitung liest – das alles sind Vorbilder für deutsche Gegenwartspolitik. Russland, das heutige Russland unter Putin, hat sich nicht zu entschuldigen bei irgendwem für irgendwas. Das heutige Russland kann fragen: „Wie halten Sie es denn, Frau Merkel, in Ihrem Land mit den Menschenrechten? Wie werden denn Parteien, die Ihnen nicht passen, wie haben denn Parteien, die sie nicht zulassen, mögen, Zugang zu den Medien?“
Wir könnten das abendfüllend ausweiten, jeder in diesem Saal weiß, wovon ich spreche. Nein – einen Hinweis an die russischen Vertreter habe ich dann doch: (….)

((Den Text vollständig lesen in der Printausgabe von COMPACT 1/2012)).

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62 Responses

  1. saito sagt:

    Es geht darum, die eine Welt zu schaffen, wo überall die gleichen und besten Voraussetzungen und Bedigungen für die maximale Profiterzielung gegeben sind. Darin sollen alle Menschen entweder Arbeitssklaven sein, die diesen Profit zu erwirtschaften haben, oder priviligierte Konsumenten (Kapitaleigner), die den Profit verkonsumieren dürfen.
    Die bisherige sogenannte „Mittelschicht“, wird entfallen.

    Nationalgesinnte Politiker, wie Putin, die Rußland nicht als Rohstofflager zur Ausbeutung durch internationale Konzerne
    zu Verfügung stellen wollen, stören dabei und sollen beseitigt werden. Deshalb die Haßpropaganda gegen Putin und andere.

    mit freundlichen Grüßen

  2. Das heutige Russland kann fragen: „Wie halten Sie es denn, Frau Merkel, in Ihrem Land mit den Menschenrechten?

    Ja. Und warum tut es das nicht? Doch hoffentlich nicht deswegen, weil die Deutschen keine Menschen sind und ihnen als auch keine Menschenrechte zustehen?

    Ich meine das ist (überspitzt) die Position der politischen Klasse in der BRD. Ich denke (und hoffe) daß die russische Positionalität davon abweicht.

  3. Was ich herausstellen möchte,sind die Erkenntnisse von Herrn Schacht,die ich so auch sehe,nämlich das die totalitären Gesellschaften des 20.Jahrhunderts,die Kommunistische in der Sowjetunion,die nationalsozialistische in Deutschland sind ja eben nicht,was immer suggeriert wird-Ausdruck gewesen von verrückt gewordenem Nationalismus,sondern von verrückt gewordenem UNIVERSALISMUS.Das ist genau der Unterschied.Dieser Unterschied tritt uns erneut entgegen.Nämlich ein neuer UNIVERSALISMUS.Die Bundeskanzlerin,Frau Merkel,ist für diesen neuen Universalismus eine gelungene Lautsprecherin von Interessen,welche nicht die Mehrheit der Deutschen sein können.

  4. Monika H. sagt:

    >der Größenwahn aller modernen Philosophien, die Welt besser zu machen, als der liebe Gott sie vielleicht in ihrem Grundformat geschaffen hat. Dieser Größenwahn hat zu den größten Verbrechen der Menschheit geführt.

    Als Theologe sollte er eigentlich wissen, dass die größten Verbrechen der Menschheit nicht auf „moderne Philosophien“ zurück gehen, sondern auf religiöse Überzeugungen monotheistischer Religionen.

    Diese sind mit ihrem Anspruch auf alleinige, absolute Wahrheit ihres jeweiligen allmächtigen Gottes an Größenwahn wohl kaum zu übertreffen!

  5. Schnipp sagt:

    Hmm, Säkularität ist für mich etwas sehr Gutes ! Man muss den Leuten ihren Glauben lassen, aber gesellschaftliche Werte und das Rechtssystem sollten ganz klar unabhängig von Religion bestehen.

  6. Jakobiner sagt:

    Schacht ist Theologe, ein recht ideologischer dazu und schreibt einen gotterbärmlichen Blödsinn. Die EU kann man nicht mit dem Totalitarismus des Nationalsozialismus oder des Sowjetkommunismus vergleichen nach dem Motto: Universialisten sind sie alle!! Und Putins Bündnis mit den orthodoxen Pfaffen ist Regression auf höchstem Niveau.Genauso schlimm wie George W. Bushs Bündnis mit den fanatischen Evangelikalen der USA.

  7. Jakobiner sagt:

    „Das bolschewistische System basiert auf dem jakobinischen. Lenin hat sich als Exekutor und Anwender jener terroristischen Glücksdiktatur des Robespierre und anderer verstanden und sie unter den Bedingungen Russlands angewendet.“

    Und wo will Schacht hin? Zurück zu den Zeiten vor der französischen Revolution? Sonnenkönig und Herrschaft der Kirche–da wundert es mich nicht, dass Schacht als Theologe in Richtung Absolutismus argumentiert.

  8. schnehen sagt:

    Da hatten wir nun gerade den guten Dr. Specht hier im Haus als Nachhilfelehrer, der uns beibringen wollte, dass man sich sprachlich nicht manipulieren sollte. Und das Ergebnis:

    Uns wird hier ein Herr Ulrich Schacht präsentiert, der gleich an vier oder fünf Stellen seines Vortrages den wichtigsten politisch korrekten Ausdruck des Kalten Krieges nachbetet oder sollte ich mit Schacht sagen ‚perpetuiert‘?

    „die totalitäre Gesellschaft der Sowjetunion.“

    „totalitäre Erfahrung“

    „nach-totalitären Zusammenhang in Europa perpetuieren.“

    „Lenins totalitäre Glücksdiktatur.“

    „totalitäre Gesellschaft und Großmacht Sowjetunion.“

    usw. usf.

    Schacht gefällt sich in Fremdwörtern und antikommunistischen Sprechblasen und findet dann auch noch Applaus für seinen Seifenblasenvortrag.

    Morgen früh werde ich das Mädchen am Brotstand, wo ich meine Brötchen kaufe, fragen, ob sie versteht, was ‚Perpetuierung eines nachtotalitären Zusammenhangs‘ bedeutet.

    Der Begriff ‚totalitär‘ zielte nach dem Kriege gegen die Sowjetunion, die Europa vom Faschismus befreite. Dieser Befreiungsakt sollte wieder ungeschehen gemacht und Nationalsozialismus, also Hitlerfaschismus, mit Kommunismus gleichgesetzt werden, damit dann die parlamentarische Demokratie des kapitalistischen Westens als Leuchtturm von Demokratie und Menschenrechten in die Herzen scheinen konnte. Und nur die Amerikaner und Engländer durften uns befreit haben, nicht die Rote Armee von Marschall Schukow.

    Schon Orwell wies kurz nach dem Krieg diesen politisch korrekten Begriff der vierziger bis neunziger Jahre entschieden zurück.

    Mit Totalitarismus soll die Alternative zum westlichen Kapitalismus, der Sozialismus (nicht nur der ehemalige in der Sowjetunion) als ‚faschistisch‘ denunziert werden. Das ist die Absicht. Man soll sich auch ja nicht mit der Sowjetunion auseinandersetzen. Es könnte ja sein, dass man dort doch ein Körnchen Volksdemokratie findet. Also Etikett drauf. Deckel drauf. Und ein solcher intellektueller Schwätzer und Etikettenkleber wird uns hier angepriesen, weil er jetzt angeblich für Putins Russland ist. Ich glaube Putin kann auf solche Leute verzichten.

    Der Begriff ‚Totalitarismus‘ stammt ursprünglich von einem Italiener namens Amendola, der liberal gewesen sein soll. Er bezog ihn auf das faschistische Italien Mussolinis. Die katholische Volkspartei Italiens hat dann den Begriff auch auf den Kommunismus angewandt. Nach dem Krieg zog man die Schablone mit Franz Borkenau wieder aus der Schublade, um die Sowjetunion zu verteufeln, die gleiche SU, die dann später von Reagan als ‚Reich des Bösen‘ noch einmal gründlich denunziert werden sollte, weil ‚Totalitarismus‘ beim normalen Volk nicht so richtig verstanden wird.

    Der ‚Intellektuelle‘ Schacht hat absolut nichts begriffen.

    Jetzt biedert er sich Russland an, jetzt wo es nicht mehr sowjetisch ist, jetzt wo er erkannt hat, wie wenig demokratisch die westliche Gesellschaft ist. Aber sie ist es nicht erst seit heute. Sie war es stets.

    Die Bundesrepublik des Zionisten und Separatisten Konrad Adenauers mit ihren Notstandsgesetzen und ihrer Renazifierungspolitik (der Nazi Globke, der den Kommentar zu den Nürnberger Gesetzen mitschrieb, war Adenauers Staatssekretär und Berater) war nie anders als das Merkelsche Deutschland: proatlantisch, demokratiefeindlich, sozial reaktionär und prozionistisch.

  9. Jakobiner sagt:

    Und was Herr Schacht bewusst verschweigt: Nationalrussland im Bündnis mit den orthodoxen Pfaffen hatte immer auch eine sehr missionarische und universalistische Bestimmung: Das 4te Rom!!!

  10. Dave sagt:

    @ Jakobiner: Natürlich kann man den Totalitarismus der EU mit den beiden anderen gennaten vergleichen. Ein Vergleich meint schließlich nicht, es ganz und gar gleichzustellen, sondern Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu bewerten. Das die euröpische Integration mit totalitären Mitteln durchgesetz wird, ist ja für Jedermann offesichtlich, der sich die Mühe macht mal etwas genauer hinzuschauen. Wo sie gerade vom 4ten Rom reden, die EU ist auch nicht der erste Versuch einen europäischen Staat zu etablieren, was uns heute als alternativlos, fortschrittlicher, nie da gewesener Schritt für die Zukunft verklärt wird, ist tatsächlich schon mehrmals gescheitert. Und wenn selbst Zeitgenossen wie Schäuble, die Kleinstaaterei als obsolete Ordnungen des vergangen 20ten Jahrhunderts bezeichnen, kann man sich ja ausmalen zu wessen Instrument der Antinationalismus mitlerweile umfunktioniert wurde.

  11. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Als Theologe sollte er eigentlich wissen, dass die größten Verbrechen der Menschheit nicht auf “moderne Philosophien” zurück gehen, sondern auf religiöse Überzeugungen monotheistischer Religionen.

    Diese sind mit ihrem Anspruch auf alleinige, absolute Wahrheit ihres jeweiligen allmächtigen Gottes an Größenwahn wohl kaum zu übertreffen!“

    Diese Behauptung zeigt, wie erfolgreich Sie durch die einheimische kulturrelativistische Fraktion konditioniert worden sind. Die größten Verbrechen der Menschheit passierten immer dann, wenn Menschen sich anmaßten, selbst Gott zu sein, also selbst darüber entscheiden wollten, welchen Menschen oder Menschengruppen das Recht hatten weiterzuleben und welche nicht.

    So waren Nationalsozialismus und Kommunismus gleichmaßen Ideologien, was in meinen Augen Säkulärreligionen darstellen, die zwar Gott bestreiten oder wenigstens als unnütz oder schädlich abtun, nichtdestoweniger von ihren Jüngern einen viel bedingungsloseren Glauben und Unterwerfung unter die eigenen Dogmen fordern. Nicht umsonst nennt Stanislaw Lem den Holocaust einen „Anschlag auf Gott“.

    Die heutigen Zivilreligionen namens Multikulti, Gender Mainstreaming, Kampf-gegen-Rechts, CO2-Global Warming oder wie sie alle heißen mögen, rollen zwar (vorläufig) für ihre Gegner keinen Stacheldraht aus. Nichtdestoweniger bekämpfen sie diese mit dem gleichen Absolutheitsanspruch auf Wahrheit und derselben Verbissenheit und dem Haß, wie das die totalitären Großideologien der jüngeren Vergangenheit getan haben. Und zwar argumentationsresistent und verkapselt in der eigenen Ideologie.

    Ist Ihnen eigentlich bekannt, Monika H., daß bei den letzten einigermaßen frei zu nennenden Reichstagswahlen gegen Ende der Weimarer Republik der Stimmenanteil der NSDAP in katholisch geprägten Regionen signifikant niedriger war als in protestantisch geprägten, und zwar unabhängig von der sozialen Zusammensetzung der Bevölkerung?

  12. Jakobiner sagt:

    Cohn Behndit hat im hiesigen Schloss Elmau sein neues Buch vorgestellt und ein eindeutiges Plädoyer für eine europäische Föderation gehalten–wie die Scweiz. Schweiz klingt imer gut, da stimt jeder erst mal zu, aber ist die europäische Födertaion Cohn-Behndits nicht nur eine Zwischenstufe für einen Einheitsstaat, bei dem man zuerst die Institutionen baut und sie dann zentralsiert.Strategisch gibt es ja auch im wesentlichen 5 Optionen zur EU:

    1) Rückkehr zur EG (Europa ohne Maastricht, Binnenmarkt und Euro)

    2) Rückkehr zum Europa ohne Euro/also nur Binnenmarkt (EU von 1990-2002)

    3)Beibehalten des jetigen Status Quo

    4)Weitere Integration hin eben zu einer Föderation

    5)Weitere Integration hin zu einem Bundesstaat.

    Welchen Weg man auch beschreitet: Der Zustand, dass die EU-Kommission in etwa alles bestimmt und das Europäische Parlament kaum etwas zu sagen hat, wird den Leuten nicht weiter zu vermitteln sein.

  13. Jakobiner sagt:

    ZU Karl Murx

    „So waren Nationalsozialismus und Kommunismus gleichmaßen Ideologien, was in meinen Augen Säkulärreligionen darstellen, die zwar Gott bestreiten oder wenigstens als unnütz oder schädlich abtun, nichtdestoweniger von ihren Jüngern einen viel bedingungsloseren Glauben und Unterwerfung unter die eigenen Dogmen fordern. Nicht umsonst nennt Stanislaw Lem den Holocaust einen “Anschlag auf Gott”.“

    Das ist aber kein Grund, jetzt Gott als Alternativideologie wieder einzuführen, wie dies der Theologe Schacht machen will: Putin pus orthodoxe Pfaffen als 4tes Rom mit missionarischem und universalistischem Anspruch.
    Auch kein Grund, dass zukünftige US-Präsidente das heilige Pax Americana über die Evangelikalen herstellen wollen.Und Peak OIl und Umweltschutz, sowie Bevölkerungskontrolle sind keine Säkularreligionen, sondern die Einsicht, dass die Resourcen eben endbar sind. Alles andere ist dieses zutiefst religiöse: „Vermehret euch und macht euch die Erde untertan!“–ohne Rücksicht auf alle Folgen.

  14. Anonymous sagt:

    Die Russen haben nicht einmal, sondern dreimal Systeme aus dem Westen importiert:
    Erstens mit dem petrinischen Kaiserreich 1700-1917
    Zweitens mit der Sowjetrepublik 1917-1991
    Drittens mit dem Radikalliberalismus 1991- heute

    Der Grund war immer derselbe: Russland zu modernisieren, um nicht hinter dem Westen zurückzufallen. Das „echte“ Altrussland ist eine Chimätre, nichts weiter.

  15. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    „Schacht ist Theologe, ein recht ideologischer dazu und schreibt einen gotterbärmlichen Blödsinn. Die EU kann man nicht mit dem Totalitarismus des Nationalsozialismus oder des Sowjetkommunismus vergleichen nach dem Motto: Universialisten sind sie alle!!“

    Haben Sie überhaupt verstanden, was Schacht ausdrücken will?

    „Und Putins Bündnis mit den orthodoxen Pfaffen ist Regression auf höchstem Niveau.“

    Dasselbe wie oben. Sie sind nicht willens oder in der Lage, den Gehalt der Aussagen zu erfassen, schlagen aber prophylaktisch darauf ein, weil sie auf ein paar buzzwords wie „national“ und „religiös“ reagieren wie ein Pawlowscher Hund .

    Leute wie Sie sind es, die in geradezu fanatischer Weise Dinge wie die kulturelle und nationale Identität von Menschen und Völkern negieren, die es aber ungeachtet dieser neujakobinischen Bilderstürmerei gibt, die nach wie wirkungsmächtig sind und es für sehr lange Zeit, wahrscheinlich für immer, bleiben werden. Putin geht auf die kulturellen und spirituellen Wurzeln Rußlands ein, die in der christlich-orthodoxen Religion zu verorten sind. Er weiß nämlich, im Unterschied zu allen einheimischen grünlinken Multikultiideologen, um die einigende und identitätsstiftende Kraft dieser gemeinsamen kulturellen Wurzeln, die in einem so riesigen und und multiethnischen Gebilde wie Rußland von enormer Wichtigkeit sind.

    „Genauso schlimm wie George W. Bushs Bündnis mit den fanatischen Evangelikalen der USA.“
    Das konnte mir noch nie jemand so richtig beschreiben, wo dieser „fanatische Evangelismus“ der USA denn eigentlich zu finden ist, genauso wenig übrigens wie die „national befreiten Zonen“ im Osten Deutschlands. Es gibt sicher vereinzelte Prediger wie diesen Terry Jones, der durch spektakuläre Aktionen wie dessen Koran-Verbrennung auf sich aufmerksam machte. Aber ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, daß dieser „christliche Fundamentalismus“, den man immer als Gegenstück zum islamischen Fundamentalismus anführt und den man vor allem in den USA verortet, lediglich eine Kopfgeburt der hiesigen Kulturrelativierfraktion ist.

    Kann es sein, daß sich die Apologeten dieses christlichen Fundamentalismus überhaupt nicht mehr vorstellen können, was tiefe christliche Religiosität eigentlich ist, die sich im Unterschied zur Praxis der hiesigen protestantischen Kirche eben noch nicht „an die individuellen Bedürfnisse“ der Menschen angepasst, sprich sich säkularisiert und damit entkirchlicht hat. Die USA sind im Kern christlich, und ebenso wie den Russen scheint es ihnen, bei allem Zynismus und aller Liebe zur Show, ernst damit zu sein. Dort zählt es eben noch zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens, ähnlich wie bei den katholischen Polen, regelmäßig zum Gottesdienst zu gehen und der Kirche wie den christlichen Prinzipien im öffentlichen wie privaten Leben einen wichtigen Stellenwert beizumessen.

    Das wird hier aber anscheinend, vor allem in der Darstellung der meist linksgrünen Journaille, als fundamentalistisch wahrgenommen.

  16. Avicenna1968 sagt:

    „Die größten Verbrechen der Menschheit passierten immer dann, wenn Menschen sich anmaßten, selbst Gott zu sein, also selbst darüber entscheiden wollten, welchen Menschen oder Menschengruppen das Recht hatten weiterzuleben und welche nicht.“

    Wie ein privilegiertes Verhältnis zu Gott als Rechtfertigung für Massenverbrechen dient, zeigen seit mehr als 350 Jahren die englischsprachigen Nationen. Der amerikanische Historiker James Cantrell:

    >>Those who know anything about English (not simply restricted to the Puritan era) activities in Ireland know that there is an old pattern blaming the slaughtered for having deserved it. It runs this way: our nation is godly, and therefore any rebellion against it is virtually Satanic; the fact that you resisted our violence to force you to accept the peace and superior rule we bring you at gunpoint proves that everything we did you – all deaths and all property destruction and all cultural. Genocide – were justified.

    That Anglo-Saxon Puritan justification of its own empire-building and maintenance by slaughtering multitudes and accusing them of being guilty of the very things done to them is the Lincoln/Republican/Woodrow Wilson/FDR/American justification. It is quintessentially WASP: it is the ‘conservative’ side of the WASP coin working with the liberal side of the WASP coin (Unitarian-Universalism, Quakerism, Social Gospelism, feminism (the first feminist conference is a pure Yankee WASP event in antebellum America ), multiculturalism, etc.).<<

    Die Quelle dieser Selbstgerechtigkeit ist die puritanische Regression des Christentums zu einem "self-worshipping tribal cult" nach der Art des Alten Bundes.

  17. Mary J. sagt:

    @ Karl_Murx

    Ja und Nein, Karl. Zumindest die Nazis bedienten sich religiösen Vokabulars. Der Krieg gegen die Juden wurde „heilig“ genannt.

    Und schauen Sie mal, was auf der Gürtelschnalle von Millionen von Wehmachtssoldaten stand:

  18. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    Santa Maria, Herr Murx! Was veranlasst Sie zu meinen, ich wäre konditioniert und nicht Sie?

    >Die größten Verbrechen der Menschheit passierten immer dann, wenn Menschen sich anmaßten, selbst Gott zu sein, also selbst darüber entscheiden wollten,

    Sehr interessant, denn den größten Gott auf Erden spielt ja seit 1700 Jahren der Papst.

    „The Pope and God are the same, so he has all power in Heaven and earth.“ Pope Pius V, quoted in Barclay, Chapter XXVII, p. 218

    Durch Verfälschung der Lehre wurden die Menschen nicht hin zum spirituellen Wachstum geführt, sondern im Gegenteil: es wurde verhindert. Sie wurden zur Unterwerfung erzogen – dieser Machtmissbrauch ist bis heute gültig und in vollem Ausmaß erst dann begreifbar, wenn man dem Dogma ent- und spirituell ge-wachsen ist. Es ist der größte Betrug an der Menschheit.

    Was spirituelles Wachstum bedeutet ist gar nicht so leicht in Worte zu fassen: u.a. Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein, Verlust von Angst, kreatives Potenzial, Sicherheit, Macht (verstärkte Schöpferkraft des Willens und der Worte), in allem universelle Liebe zu erkennen, Intuition, glückliche Fügungen, kurzum: durch Transzendenz wird das Leben leicht und wunderbar, das Paradies auf Erden!

    >Die heutigen Zivilreligionen namens Multikulti, Gender Mainstreaming, Kampf-gegen-Rechts, CO2-Global Warming oder wie sie alle heißen mögen, rollen zwar (vorläufig) für ihre Gegner keinen Stacheldraht aus. Nichtdestoweniger bekämpfen sie diese mit dem gleichen Absolutheitsanspruch auf Wahrheit und derselben Verbissenheit und dem Haß, wie das die totalitären Großideologien der jüngeren Vergangenheit getan haben. Und zwar argumentationsresistent und verkapselt in der eigenen Ideologie.

    Das mag durchaus so sein – nichtsdestotrotz kommt all das in Summe nicht auf das Verbrechen der monotheistischen Religionen in den letzten 2000 Jahren heran – denn ohne diese wären wir weder in die Lage des Nationalsozialismus gekommen, noch in den heutigen GM. Erst die Unterdrückung der Menschen durch die Religionen, die uns durch die Erfindung des Teufels und der Sünde, das Gut und Böse, klein und unterwerfend, gehorchend(!) gemacht haben, war dies möglich!

    Schmidt-Salomon sagt es etwas anders: „Nicht Auschwitz war ‚böse‘, sondern die Idee des Bösen hat Auschwitz erst möglich gemacht. Aus Auschwitz lernen, heißt, auf die Idee des „Bösen“ zu verzichten.“

  19. Monika H. sagt:

    @Karl Murx II

    > also selbst darüber entscheiden wollten, welchen Menschen oder Menschengruppen das Recht hatten weiterzuleben und welche nicht.

    Ein ‚Verbrechen‘ bedeutet nicht immer Leben oder Tod, Herr Murx – achten Sie auf das Vokabular, sondern auch Diebstahl, Betrug, Erzeugung von Leid etc.! Hier einmal eine christliche Mikro-Auswahl querbeet:

    – Inquisition:
    10.000.000 Tote, unzählige Folterungen

    – Kreuzzüge:
    22.000.000 Tote

    – Der katholische Theologe Leonardo Boff nennt die Eroberung Amerikas den »größten Völkermord aller Zeiten«:
    100.000.000 Millionen Tote in 150 Jahren nach der Entdeckung Amerikas durch die katholischen Spanier

    – Genozide bei der Eroberung Südamerikas

    – Antisemitismus im Verlauf des Christentums

    – Judenverfolgung unter Luther

    – Sklavenhandel

    – Kriegshetzerei bis hin zu Bush´s Achse des Bösen

    – Durch Verfälschung der Bibel: Unsagbares, ungezähltes Leid an den Tieren bis zum heutigen Tage; Sie sprechen nur von menschlichem Leben – das lässt Ihre christliche Konditionierung erkennen!

    – Durch Verbot von Verhütungsmitteln: Krankheit, Hunger, Tod

    – Unterdrückung der Frau und damit Unterdrückung der Spiritualität, auch wenn das nicht für alle begreifbar ist

    – 2. Weltkrieg:
    RKK: Konkordiat des Vatikan mit dem Deutschen Reich
    http://tinyurl.com/authfkq

    EVK: http://tinyurl.com/mpcno5

    – Massenmord in Kroatien
    Im »katholischen Kroatien« werden zwischen 1941 und 1943 etwa eine Dreiviertelmillion orthodoxe Serben umgebracht, zum Teil zuvor noch zum katholischen Glauben zwangsbekehrt.

    – Ausbeutung der Menschheit – Raubzüge bis in die Gegenwart
    http://tinyurl.com/pvfhfp

    Die Liste ist sowas von unendlich und hier nur vom Christentum beschrieben!!! ….

  20. Avicenna1968 sagt:

    „Und schauen Sie mal, was auf der Gürtelschnalle von Millionen von Wehmachtssoldaten stand“

    Nun ja…das „Gott mit uns“ war ein Stück preußischer Tradition. Auf den Koppelschlössern der SS stand etwas anderes. Einer der Eliteverbände der Waffen-SS, die „Leibstandarte“, bildete 1940 die Speerspitze des deutschen Ardennenvorstoßes gegen die Kanalküste, und in allen flandrischen Dörfern, durch welche die motorisierte Infanterie der Leibstandarte hindurchgejagt war, fanden sich zerschossene Kruzifixe, Bildstöcke und Heiligenfiguren. In Polen lautete die Direktive für die SS: „Die Juden, den Adel und die Pfaffen“.

    Ungeachtet rhetorischer Beschwörungen der religiösen Tradition, lagen die Nazis, die Religion betreffend, doch eher auf der Linie eines illustren Vorläufers, der in den 20er Jahren den feinen Satz geschrieben hatte:

    „Die christliche Theologie ist die Großmutter des Bolschewismus“

  21. Hans mein Igel sagt:

    Die Gender-Ideologie in diesem Lande hat zumindest erst einmal eine geschlechter verwirrte Priesterkaste in grünen Gewändern hervor gebracht.

    Davon scheint Russland -mit oder ohne Putin- noch sehr gesund sehr weit entfernt zu sein.

  22. Karl_Murx sagt:

    @Mary J.:

    „Ja und Nein, Karl. Zumindest die Nazis bedienten sich religiösen Vokabulars. Der Krieg gegen die Juden wurde “heilig” genannt.“

    Aber sicher doch. Glauben Sie, die haben sich für die Bösen gehalten? Oder waren die fest von ihrer Mission überzeugt, den Krieg gegen die jüdisch-bolschewistische Gefahr führen zu müssen? Es war, wie im Fall der Bolschewiki wie auch übrigens der Jakobiner in Frankreich nach 1789, pervertierte Moral und Ideologie, die Menschen zu diesen Dingen brachte. Da wir die Guten sind, müssen die anderen deswegen die Bösen sein und brauchen deswegen nicht als Menschen behandelt zu werden.

    „Und schauen Sie mal, was auf der Gürtelschnalle von Millionen von Wehmachtssoldaten stand:

    http://www.e-barracks.com/images/product/20/p4256299.jpg

    Das wievielte Gebot war gleich noch mal „Du sollst den Namen deines Herrn nicht mißbrauchen.“?

  23. Chris sagt:

    „Песня об атамане Платове“ Хор донских казаков,
    Aufnahme von 1926

  24. Chris sagt:

    „Fast einstimmig wurde der Mann der Zukunft auf Lebenszeit zum Präsidenten der „Vereinigten Staaten von Europa“ gewählt.“

    Vladimir Solovjev
    Kurze Erzählung vom Antichrist
    Russland, 1899

    http://kleinbuerger.blogspot.de/2007/03/antiquarisches.html

  25. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Die Kritik von Schacht an dem Versuch von Ideologien, erst ein Modell des „Neuen Menschen“ aufzustellen, und dann eine Diktatur zu errichten, um nach Art des Prokustesbettes alle Menschen zu kappen, die in dieses Modell nicht passen, ist berechtigt. Diese Erkenntnis unterscheidet den humanistischen Konservativen von Vertretern totalitärer Ideologien.

  26. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    „Das konnte mir noch nie jemand so richtig beschreiben, wo dieser „fanatische Evangelismus“ der USA denn eigentlich zu finden ist, genauso wenig übrigens wie die „national befreiten Zonen“ im Osten Deutschlands. Es gibt sicher vereinzelte Prediger wie diesen Terry Jones, der durch spektakuläre Aktionen wie dessen Koran-Verbrennung auf sich aufmerksam machte.“

    Evangelikale, das sind 80 Millionen fanatische US-Christen, die nicht nur einen Aussenseiter wie Terry Jones als Sprachrohr haben, sondern millionenstarke Hassprediger wie Jerry Farewell oder Pat Robertson, die für die Ermordung ausländischer Staatsmänner eintreten sowie den Kampf um heilige Land Israel mit Inbrunst und ohne Rücksicht auf Verluste anfachen.Robertson kanidierte sogar selbst fr das Amt des US-Präsdienten. Wenn sie solche Leute als identitätsstiftend sehen, dann sagt dies sehr viel über die Identität, die sie meinen, aus.

  27. QueerMom sagt:

    da ist manches dran. allerdings kann herr schacht nicht ganz auf den grund der dinge kommen, weil er 2 beschränkungen von kindheit an hat: religion und antikommunismus. elsaesser hat nur die erste.

  28. rubo sagt:

    @Karl_Murx:
    Sehr gründlich und treffend den @Jakobiner charakterisiert.

  29. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Es gibt -zumindest- eine positive Rethorik.
    Rompuy (und das heißt Bilderberg) befürwortet neuerdings eine enge Zusammenarbeit der EU mit Rußland!

    http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/134546.pdf

    „By working together, the EU and Russia can make a decisive contribution to global governance and regional conflict resolution, to global economic governance in the G 8 and
    G 20, and to a broad range of international and regional issues. I would like to congratulate President Putin for taking over the presidency of G 20.“

    Dabei ist zu berücksichtigen, daß „global governance“
    (Globalsteuerung) absolut etwas anderes ist als „global gouvernment“ (Weltregierung).

  30. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Chris: „Platow“

    Danke für diese historische Aufnahme!

    Die Kosaken, verfolgt von Stalin, wurden nach 1945 von den Briten gefangengenommen und unter Bruch jeglichen Völkerrechts heimtückisch an Stalin ausgeliefert, der sie maasakrierte oder in den Gulags verroten ließ.

  31. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    „Evangelikale, das sind 80 Millionen fanatische US-Christen, die nicht nur einen Aussenseiter wie Terry Jones als Sprachrohr haben, sondern millionenstarke Hassprediger wie Jerry Farewell oder Pat Robertson, die für die Ermordung ausländischer Staatsmänner eintreten sowie den Kampf um heilige Land Israel mit Inbrunst und ohne Rücksicht auf Verluste anfachen.“

    Verstehe. Die 80 Millionen fanatischer US-Christen sind sicherlich auch die, welche diese ständigen Selbstmordattentate begehen, unter denen wir vor allem in Europa zu leiden haben.

    „Robertson kanidierte sogar selbst fr das Amt des US-Präsdienten.“

    Welch schlagender Beweis.

    „Wenn sie solche Leute als identitätsstiftend sehen, dann sagt dies sehr viel über die Identität, die sie meinen, aus.“

    Damit hätten Sie mich ja nun endgültig überführt. Meinen Glückwunsch, Jakobiner. Hab eigentlich keine Fragen mehr.

  32. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Santa Maria, Herr Murx! Was veranlasst Sie zu meinen, ich wäre konditioniert und nicht Sie?“

    Ihre Kommentare, Monika H.

    „Sehr interessant, denn den größten Gott auf Erden spielt ja seit 1700 Jahren der Papst.“

    Sind Sie wirklich sicher, daß Sie mit der europäischen Geschichte und vor allem mit der Entwicklung des Dualismus zwischen weltlicher und kirchlicher Macht vertraut sind? Ihr einzelnes, willkürlich herausgeklaubtes Zitat belegt das nun gerade nicht.

    „Durch Verfälschung der Lehre wurden die Menschen nicht hin zum spirituellen Wachstum geführt, sondern im Gegenteil: es wurde verhindert. Sie wurden zur Unterwerfung erzogen – dieser Machtmissbrauch ist bis heute gültig und in vollem Ausmaß erst dann begreifbar, wenn man dem Dogma ent- und spirituell ge-wachsen ist. Es ist der größte Betrug an der Menschheit.“
    Na wie gut, daß wir Leute wie Sie haben, die das den Leuten endlich klarmachen. Wenngleich auch einige Hunderte Jahre zu spät, dafür aber nicht minder herzlich. Vor allem werden Ihr antiklerikaler Mut und Furor um so heldenhafter, je länger die alten Zeiten zurückliegen. Kurze Zwischenfrage, aus reiner Neugier: Klären Sie Muslime, vor allem die in Deutschland, auch so hingebungsvoll darüber auf, daß sie durch ihre Imame und ihre Religion zur Unterwerfung erzogen und betrogen werden?

    „Was spirituelles Wachstum bedeutet ist gar nicht so leicht in Worte zu fassen: u.a. Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein, Verlust von Angst, kreatives Potenzial, Sicherheit, Macht (verstärkte Schöpferkraft des Willens und der Worte), in allem universelle Liebe zu erkennen, Intuition, glückliche Fügungen, kurzum: durch Transzendenz wird das Leben leicht und wunderbar, das Paradies auf Erden!„

    Keine Ahnung, wovon Sie reden. Einen richtigen Zusammenhang zu unserem Thema hat das allerdings nicht.

    „Das mag durchaus so sein – nichtsdestotrotz kommt all das in Summe nicht auf das Verbrechen der monotheistischen Religionen in den letzten 2000 Jahren heran“

    Die 50 – 100 Millionen Menschen, die allein der Kommunismus in seinen nicht so vielen Jahrzehnten Herrschaft gemäß dem „Schwarzbuch des Kommunismus“ auf dem Kerbholz hat, sind kein Pappenstiel. Verglichen mit den ca. 10.000 Opfer der kirchlichen Inquisition über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten ist das doch ganz ordentlich, oder ? Wir können natürlich die Hexenverfolgungen heranziehen, die in Europa durchaus Hunderttausenden Menschen, Frauen wie Männern, das Leben gekostet haben, u.U. sogar Millionen. Da reichen wir aber immer noch nicht an die o.g. Opferzahlen heran.

    „denn ohne diese wären wir weder in die Lage des Nationalsozialismus gekommen, noch in den heutigen GM. Erst die Unterdrückung der Menschen durch die Religionen, die uns durch die Erfindung des Teufels und der Sünde, das Gut und Böse, klein und unterwerfend, gehorchend(!) gemacht haben, war dies möglich!“

    Haben Sie verstanden, was ich in meinem Beitrag geschrieben habe?

    „Schmidt-Salomon sagt es etwas anders: “Nicht Auschwitz war ‘böse’, sondern die Idee des Bösen hat Auschwitz erst möglich gemacht. Aus Auschwitz lernen, heißt, auf die Idee des “Bösen” zu verzichten.”“

    Was könnte dieses Böse wohl sein? War das nun der pöhse Papst, der den Holocaust verursacht hat? Oder die christlichen Kirchen? Oder das Christentum? Man sollte doch erst mal die Sache zu Ende denken, bevor man sie durchs Forum posaunt.

  33. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Hier einmal eine christliche Mikro-Auswahl querbeet:
    – Inquisition:
    10.000.000 Tote“

    Schon schlimm, wenn man sich so in der Kommastelle irrt. Belegt sind etwa 10.000 Todesurteile der Inquisition.

    „- Kreuzzüge:
    22.000.000 Tote“

    Lebten überhaupt jemals so viele Menschen im Heiligen Land?

    „Der katholische Theologe Leonardo Boff nennt die Eroberung Amerikas den »größten Völkermord aller Zeiten«:
    100.000.000 Millionen Tote in 150 Jahren nach der Entdeckung Amerikas durch die katholischen Spanier“

    Abgesehen von den abenteuerlichen Zahlen, die Sie unbelegt und immer wilder durchs Forum schmeißen: Die Spanier waren sicher katholisch. Nur haben die Spanier oder hat die katholische Kirche Amerika erobert?

    „- Genozide bei der Eroberung Südamerikas“
    Siehe oben.
    „- Antisemitismus im Verlauf des Christentums
    – Judenverfolgung unter Luther
    – Sklavenhandel
    – Kriegshetzerei bis hin zu Bush´s Achse des Bösen“

    Es geht irgendwie alles querbeet bei Ihnen. Wollen wir alle ethnischen und religiösen Konflikte der Vergangenheit am pöhsen Christentum festmachen? Zum Thema Antisemitismus, weil das Thema ja gerade en vogue ist: Die Kirche, auch die römisch-katholisch, hat niemals zu antisemitischen Pogromen oder dergleichen aufgerufen. Der Sklavenhandel galt noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts als ehrenwertes Geschäft. Von der Kirche oder vom Christentum geht er mit Sicherheit nicht aus.

    „- Durch Verfälschung der Bibel: Unsagbares, ungezähltes Leid an den Tieren bis zum heutigen Tage; Sie sprechen nur von menschlichem Leben – das lässt Ihre christliche Konditionierung erkennen!“

    Das Christentum soll sich für die Tatsache entschuldigen, daß Christen in den letzten 2000 auch Tiere gegessen haben? Oder geht es Ihnen um Tierquälerei?
    „- Durch Verbot von Verhütungsmitteln: Krankheit, Hunger, Tod
    – Unterdrückung der Frau und damit Unterdrückung der Spiritualität, auch wenn das nicht für alle begreifbar ist“

    Ihre wirre Argumentation ist für mich nicht mehr begreifbar. Ich denke, für die wenigsten, die hier schreiben.

  34. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    Da muss ich Ihnen im Falle Monika H.s mal zustimmen. Da werden Zahlen erfunden und alles geht querbeet.Scheint mir aber mehr eine neopagane Kritik, denn Religionskritik, zumal feministisch angehaucht (Unterdrückung der Frau und damit der Spiritualität schlechthin).Und zum Vorwurf des Antisemitismus: Die katholische Kirche hat in Deutschland mehr Juden versteckt, die Flucht ermöglicht und gerettet als sonst wer.

  35. Jakobiner sagt:

    Zu Karl Murx:

    „Die 50 – 100 Millionen Menschen, die allein der Kommunismus in seinen nicht so vielen Jahrzehnten Herrschaft gemäß dem „Schwarzbuch des Kommunismus“ auf dem Kerbholz hat, sind kein Pappenstiel. Verglichen mit den ca. 10.000 Opfer der kirchlichen Inquisition über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten ist das doch ganz ordentlich, oder ?“

    Dieser Vergleich hinkt etwas, denn wenn die damaligen Kirchenführer über die heutigen Machtmittel, die Vernichtungsapperate,die Massenvernichtungswaffen verfügt hätten, sehe die Statsitik wahrscheinlich auch anders aus!!!

  36. Karl_Murx sagt: Januar 22, 2013 um 20:35

    Was könnte dieses Böse wohl sein?
    Eine aus unserer Ich-Konstruktion ausgegrenzte Teil-Identität, die „man“ als schlecht bewertet. Wir haben sie deshalb zur Vordertür hinausgeworfen und bekommen ganz fürchterliche Angst, wenn wir feststellen müssen, daß sie sich durch die Hintertür wieder eingeschlichen hat. Wir projezieren sie dann auf einen Anderen und bekämpfen sie – per se aporetisch – dort. Was sie enorm stark macht.

  37. chicano sagt:

    @ karl murx

    so gut wie alles was sie schreiben hat hand und fuß, auch wenn konditionierter geist und eingeschliffenes vorurteil das nicht sehen kann und nicht sehen will, bei etwas mühe und nachforschung aber sehen könnte und schließlich einsehen „müsste“.

    sie mache nier einen großartigen job als gegengewicht.

    beste grüße

    übrigens hat die kirchhe selbst einiges an sogenannten hexenverbrennungen verhindert z.b. in spanien, wo sie puritanische geistern diese sogar verboten hat.

    @ monica

    und das die kirche in einer 2000jährigen geschichte, viel dunkle kapitel geschrieben hat, will nicht uberraschen, denn auch die kirche wird eben von menschen „gemacht.“
    es steht doch aber außer zweifel, um einfach mal mit tolstoi zu sprechen, dass die welt um einiges dunkler ausschauen würde heute, hätte es das christentum nicht gegeben.

  38. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    >Die Spanier waren sicher katholisch. Nur haben die Spanier oder hat die katholische Kirche Amerika erobert?

    DAS waren „die Spanier“ zu der damaligen Zeit:

    -> Als katholische Könige (span. Reyes Católicos) bezeichnet man im Allgemeinen die spanischen Monarchen Königin Isabella I. von Kastilien (1451–1504) und König Ferdinand II. von Aragon (1452–1516), der als Ferdinand V. auch König von Kastilien war.

    Auf Basis der 1478 von Papst Sixtus IV. erlassenen päpstlichen Bulle Exigit sincerae devotionis führten Isabella und Ferdinand die Inquisition in ihrem Reich ein.

    Zu den Erfolgen Ferdinands und Isabellas gehören vor allem die Vollendung der Reconquista durch die Rückeroberung der letzten islamischen Bastion, des Emirats von Granada, im Jahr 1492 sowie die Eroberung der überseeischen Gebiete ***im Zeichen des Kreuzes***.

    1488 schufen sie den Consejo de la Suprema y General Inquisicion. Überwiegend richtete sich die Inquisition gegen zum Christentum konvertierte Juden, die verdächtigt wurden, insgeheim noch ihrem früheren Glauben anzuhängen. Mehr als die Hälfte, in Guadalupe etwa mehr als drei Viertel, aller so Angeklagten wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Eroberung des Emirats von Granada, der letzten islamischen Bastion, im Januar 1492 bildete den Endpunkt der „Reconquista“ ….In der Folge gingen Ferdinand und Isabella mit großer Brutalität gegen Juden und Muslime vor. Mit dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 wurden alle Juden im Herrschaftsgebiet von Isabella und Ferdinand gezwungen, entweder zum Christentum überzutreten oder das Land zu verlassen (Sephardim). Papst Alexander VI. verlieh dem Ehepaar 1494 den Titel der reyes católicos (Katholische Könige). ….

    Grabinschrift: „Die Vernichter der Mohammedanischen Sekte und Auslöscher der ketzerischen Falschheit, Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien Gemahl und Gemahlin, allerseits die Katholischen geheißen, umschließt dieses marmorne Grab.“

  39. Monika H. sagt:

    @chicano

    >es steht doch aber außer zweifel, um einfach mal mit tolstoi zu sprechen, dass die welt um einiges dunkler ausschauen würde heute, hätte es das christentum nicht gegeben.

    Da halte ich dagegen. Sie verwechseln die Lehre Christi mit dem gelehrten Christentum.

  40. Monika H. sagt:

    @Jakobiner

    >Scheint mir aber mehr eine neopagane Kritik, denn Religionskritik, zumal feministisch angehaucht

    Wenn ich so etwas lese, muss ich mich wirklich zusammenreißen, denn Ihnen scheint jegliches menschliches Mitfühlen abhanden gekommen zu sein. Das jahrhunderte lange Leid der Frauen durch religiöse Dogmen, das in vielen Ländern bis heute anhält, mit der Feministenkeule zu erschlagen, ist wirklich nichts auf was Sie stolz sein können.

  41. Wir sind wieder beim Thema angelangt, gelt? Das ist so wie in der Therapie: Man muß den Klienten nur frei reden lassen. Er wird dann seine zentralen Probleme ansprechen müssen. Bewußt, wenn er es auch will und unbewußt, wenn nicht.

  42. chicano sagt: Januar 22, 2013 um 22:26

    @ karl murx

    sie mache nier einen großartigen job als gegengewicht.

    Ja. Keine duale Dialektik ohne Murx.

  43. Noch was zum Thema: Liebe und Freiheit wachsen in unseren Herzen. Wir gehen den Weg zur inneren Freiheit und werden sie dann auch im Außen verwirklichen können.

    Anders ‚rum geht’s nicht.

  44. Auf dem Weg begegnen uns Rachephantasien und die ganze Welt erscheint uns als mit Symbolen von Rache gefüllt. Aber es sind nur Bilder unser eigenen aggressiven Gedanken.

    Und genau da können wir ansetzen. Die Welt können wir nicht ändern, weil sie nur Wirkung ist. Aber unsere Gedanken können wir ändern. Und die sind die Ursache von Welt, wie sie für uns ist.

  45. Rolf sagt:

    Die Inquisition war ein Fortschritt hin zum fairen Gerichtsverfahren, auch wenn uns das heute kaum noch klar ist. Was vor der Inquisition war, das war noch viel schlimmer.

    Da sollten sich Manche mal genauer informieren…

  46. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    >Das Böse

    Gott ist Einheit – die monotheistischen Religionen „kultivieren“ jedoch die Polarität, die Trennung von Gut und Böse. Das ist kontraproduktiv.
    Denn, wenn etwas Böse ist, muss es bekämpft werden, zumindest wird es abgelehnt (=geleugnet). Es darf nicht sein.

    Was das Böse eigentlich ist, findet sich deutlich im Faust:

    MEPHISTOPHELES: „Ich bin der Geist, der stets verneint!“

    Das Leugnen selbst ist also ‚das Böse‘!
    Und erst durch(!) dieses Leugnen/Ablehnen entsteht das was Sie womöglich als Böse in Ihrer Welt bezeichnen.

    > Spiritualität: Keine Ahnung, wovon Sie reden.

    Das glaube ich Ihnen, denn es wurde Ihnen niemals gelehrt!

    >Monotheismus

    Einer sagt: „Unser Gott ist der Herrscher über Alles und die einzige absolute Wahrheit“. Ein anderer sagt: „Unser Gott ist Herrscher über Alles und die einzige absolute Wahrheit“. Damit kann einer von beiden nicht recht haben.

    Dieses daraus resultierende Prinzip, dass nur einer Recht haben kann, birgt Konfliktpotenzial ohne Ende – Sie finden es von den Religions- oder anderen Kriegen bis hinein in unseren Alltag. Es bestimmt unser Denken. Es kann nur einer Recht haben, es gibt nur eine Wahrheit …

    Nun ist Ihre Wahrheit, dass zB die Inquisition nur 10.000 Todesopfer zur Folge hatte. Ok – Ihre Ansicht. Ich meine, dass wenn es in ein paar Jahren 6 Mio. Opfer im HC gab, es in 500 Jahren Inquisition in ganz Europa zuzüglich der Kolonien ein Vielfaches gewesen sein muss, vor allem im Hinblick darauf, dass ein schiefes Hüsteln schon genügte, um als Ketzer enttarnt zu werden.

    Wollen wir uns nun streiten? Natürlich nicht , denn keiner von uns beiden wird jemals erfahren wieviele es wirklich waren. Wahrheiten gibt es immer so viele wie es Menschen gibt, und Ihre Perspektive ist eine andere als meine.

    Ein weiterer Aspekt des Monotheismus und des absoluten Gottes ist auch, dass der jeweilige Gott durch diese Aussage ja auch über denjenigen, der an den anderen Gott glaubt, herrscht.

    Mein Gott herrscht über alles, auch über Dich. Und zwar ob Du willst oder nicht. Das ist die Zwangs-Auferlegung eines fremden Willens, Beraubung des eigenen freien Willens, und man hat keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. Dem gegenüber ist man machtlos / ohnmächtig. Das findet auf einer sehr subtilen Ebene statt und lässt im Unbewussten Aggression entstehen.

  47. Karl_Murx sagt:

    @chicano:

    „sie mache nier einen großartigen job“

    Danke, chicano. Gelegentliche Ermunterung gibt Kraft und Ermutigung.

    „als gegengewicht.“

    Zur antiklerikalen, antinationalen und ahistorischen Gülle, die hier in vielen Fällen unreflektiert in das Forum gekippt wird

    Zur Info: Ich bin kein Katholik, nicht einmal getauft. Aber je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, und vor allem, je heftiger und im Niveau immer unterirdischer die medialen Attacken der linksgrünen Fraktion gegen die letzten Institutionen der Gesellschaft erfolgen, die sich noch nicht dem verordneten multikulturellen Zeitgeist gebeugt haben, desto stärker unterstütze ich die römisch-katholische Kirche, eben weil sie Kirche geblieben ist.

    Zwar ist die Region, aus der ich stamme, eher protestantisch geprägt. Aber die protestantischen Kirchen, so wie ich sie heute wahrnehme, präsentiert sich mehr und mehr als eine Art seelischer Wellnessklub von Guten MenschInnen mit Samariterkomplex, weniger für die einheimischen Bedürftigen, sondern mehr für die Dritte Welt oder was man darunter versteht. Wahlweise zeigen sich die EKD auch als Ableger des Kampfes-gegen-Rechts, was angesichts der vielen linksgrünen AktivistInnen in Talarsverkleidung in den synodalen Führungsgremien nicht weiter verwundert. Nur verständlich, daß den EKD die Gläubigen in Scharen davonlaufen. Im Unterschied zur RKK, auch wenn das die Propaganda der Mainstreammedien anders verkündet.

    „übrigens hat die kirchhe selbst einiges an sogenannten hexenverbrennungen verhindert z.b. in spanien, wo sie puritanische geistern diese sogar verboten hat.“

    Ich weiß. Im Fall der Hexenverfolgung, bei denen die Opferzahlen tatsächlich in die Hunderttausende oder Millionen gehen, war in den meisten Fällen die Kirche überhaupt nicht die Verursacherin. Vielmehr waren es die weltlichen Gerichte, die Frauen auf Grund von vermeintlichem Okkultismus zum Tode verurteilten, bzw. die weltlichen Mächte versuchten damit, die Aggressionen und die Unzufriedenheit der Menschen in Bahnen zu lenken, die für sie selbst ungefährlich im Sinne der Machterhaltung waren. Gab es wieder mal Missernten zu verzeichnen oder sonstiges Ungemach oder gab es Neid, Frustration oder Feindschaft unter den Leuten, dann musste ein Schuldiger her, und dann besorgten meist gegenseitige Denunziationen bei den Behörden das Geschäft. Das kann man im Freudschen Sinne kollektive Triebabfuhr nennen oder Relikte aus den vorchristlichen, germanischen Zeiten oder wie man will. Der Glaube an Hexen und okkulte Mächte war in der Bevölkerung jedenfalls viele Jahrhunderte lang tief verankert, und die Kirchen haben im Prozeß der Christianisierung der Bevölkerung lange damit zu kämpfen gehabt.

    „beste grüße“

    Beste Grüße zurück.

  48. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    „Ja. Keine duale Dialektik ohne Murx.“

    Sind Sie nicht auch Ostdeutscher, Herr Bullinger? Dann müßten Sie den alten DDR-Witz doch noch kennen:

    „Frage: Wie lautet der Unterschied zwischen Marx und Murks?

    Antwort: Marx ist die Theorie.“

  49. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    „Eine aus unserer Ich-Konstruktion ausgegrenzte Teil-Identität, die “man” als schlecht bewertet. Wir haben sie deshalb zur Vordertür hinausgeworfen und bekommen ganz fürchterliche Angst, wenn wir feststellen müssen, daß sie sich durch die Hintertür wieder eingeschlichen hat. Wir projezieren sie dann auf einen Anderen und bekämpfen sie – per se aporetisch – dort. Was sie enorm stark macht.“
    Diese (tiefen)psychologische Argumentation beschreibt den Mechanismus, warum uns wir als Gesellschaft Feindbilder, Tabus und Objekte suchen, auf die wir unseren Haß und unsere Aggressionen richten, die wir an uns selbst nicht dulden wollen. Das könnte ein Teil der Erklärung sein, warum man bei uns in Deutschland dieses Alien aus B. am I. namens Adolf H. einfach nicht sterben lassen will, sondern ihn als Untoten permanent heraufbeschwört, was ihm nach seinem Ableben im Jahre 1945 mittlerweile tatsächlich die Chance gibt, seine Vision eines Tausendjährigen Reiches Wirklichkeit werden zu lassen.

  50. rubo sagt:

    @Karl_Murx:
    Den Witz kann Herr Bullinger nicht kennen, da seine Sozialisation eine andere war (nachzulesen im Netz).
    Mir scheints manchmal, als gehört er zu den Altbundesdeutschen, die den Übernommenen erklären, wie die DDR war.

  51. rubo sagt: Januar 24, 2013 um 10:17

    @Karl_Murx:
    Den Witz kann Herr Bullinger nicht kennen, da seine Sozialisation eine andere war (nachzulesen im Netz).
    Mir scheints manchmal, als gehört er zu den Altbundesdeutschen, die den Übernommenen erklären, wie die DDR war.

    Oh Pardon. So als Soziologe maßt man sich halt ab und zu auch mal an, Sozialität zu erklären.

  52. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    „Oh Pardon. So als Soziologe maßt man sich halt ab und zu auch mal an, Sozialität zu erklären.“

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich wollte jetzt auf keinen Fall die alte Ost-West-Streiterei aufwärmen oder hier persönliche Konflikte schüren. Ich hatte tatsächlich angenommen, daß Sie aus dem Osten sein könnten. Kenne Ihre Beiträge auch nicht alle, jedenfalls nicht die, wo Sie sich dezidiert über den Osten Deutschlands äußern. Persönlich bin ich dagegen, daß sich Ost und West gegeneinander ausspielen lassen. Die üblichen Vorurteile und Ressentiments sollten doch nach über zwanzig Jahre Einheit so langsam ausgeräumt worden sein, jedenfalls für den, der gewillt ist, sich objektiv zu informieren.

    Den Beiträgen von Ihnen, die ich gelesen habe, konnte ich größtenteils zustimmen, jedenfalls soweit es um die hier besprochenen Themen der jeweiligen Stränge geht. Andere Nebenkriegsschausplätze halte ich für nicht wichtig genug, um sich darüber die Köpfe einzuschlagen.

  53. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Natürlich nicht , denn keiner von uns beiden wird jemals erfahren wieviele es wirklich waren.“

    Bei den Zahlen über die Todesopfer der Inquisition sehe ich das anders. Die sind sehr gut belegt und dokumentiert. Die Zahlen der Opfer der Hexenprozesse können freilich nur abgeschätzt werden; daß die Kirche dafür nicht verantwortlich zeichnet, hatte ich geschrieben.

    „Wahrheiten gibt es immer so viele wie es Menschen gibt, und Ihre Perspektive ist eine „andere als meine.“

    Wollen sagen, es gibt historisch belegte Fakten und Ereignisse. Es gibt aber sehr verschiedenen Meinungen über die Bewertung dieser Dinge.
    @

  54. @ Karl_Murx sagt am Januar 24, 2013 um 17:58

    Alles OK und in Ordnung.🙂

  55. Nachtrag @ Karl_Murx

    Wir sind ein Volk! Und wir sind das Volk!

    Und wissen Sie, was imho das Schöne ist, an der Spaltungsstrategie der Schatten? Daß sie scheitert!

  56. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    >Bei den Zahlen über die Todesopfer der Inquisition sehe ich das anders. Die sind sehr gut belegt und dokumentiert.

    Woher wollen Sie wissen, dass die „sehr gut“ belegt sind? Das waren ja keine Deutschen (*hüstel*).

    Sie wissen nicht, was alles verschwunden ist oder sich noch im Vatikan unter Beschluss befindet.

    Wenn Sie immer nur das glauben, was man Ihnen zeigt, werden Sie immer nur das sehen, was andere wollen, dass Sie glauben.

    > je heftiger und im Niveau immer unterirdischer die medialen Attacken der linksgrünen Fraktion gegen die letzten Institutionen der Gesellschaft erfolgen, die sich noch nicht dem verordneten multikulturellen Zeitgeist gebeugt haben, desto stärker unterstütze ich die römisch-katholische Kirche,

    Sofern Sie die römisch-katholische Kirche unterstützen, unterstützen Sie den Imperialismus par excellence. Ihnen genügt es dafür zu sein, nur weil die Grünen dagegen sind …. alle Achtung, was für ein Argument!

  57. chicano sagt:

    @ jacobiner

    „Und zum Vorwurf des Antisemitismus: Die katholische Kirche hat in Deutschland mehr Juden versteckt, die Flucht ermöglicht und gerettet als sonst wer.“

    ein fakt, den viele nicht wahrhaben möchten.

    @ monica

    „Das Leugnen selbst ist also ‘das Böse’!“

    das leugnen des bösen, verewigt wohl eher das böse, gibt ihm zumindest deckung und schutz.

  58. chicano sagt:

    @ karl murx

    „Danke, chicano. Gelegentliche Ermunterung gibt Kraft und Ermutigung.“

    das freut mich und ich erneuere meinen dank für ihre ausdauer hier.

    „Zur Info: Ich bin kein Katholik, nicht einmal getauft. Aber je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige……….“

    auch ich bin kein katholik. getauft zwar als kind, doch ohne damals sinn, zweck und hintergrund zu verstehen.
    wie dem auch sei, ihre gründe sind gute gründe. man muss nicht unbedingt einem „verein“ angehören, um ihn in gewissen zeiten in schutz zu nehmen.

    „Aber die protestantischen Kirchen, so wie ich sie heute wahrnehme, präsentiert sich mehr und mehr als eine Art seelischer Wellnessklub……“

    absolut. man passt sich dem mainsstream an, aus furcht die häuser würden noch leerer. nichts gegen sozialarbeit aber die traditionelle aufgabe der kirche sollte noch erkennbar bleiben.

    „Im Unterschied zur RKK, auch wenn das die Propaganda der Mainstreammedien anders verkündet.“

    ja, auch wenn innerkirchlich groß angelegte bestrebungen laufen, auch aus der rkk „ihren“ oben skizzierten wellnessclub zu basteln. alles nahm seinen anfang beim 2 vatikanischen konzil. wie sie schreiben, es geht um auflösung letzter werte und bollwerke gegen den mutantenstadel. da ist jedes „angriffsziel“ recht, wie z.b. das zölibat. doch warum wechseln die prediger nicht ins evangelische lager, warum die traditionen zerschmettern? aus gutem grund sicher…..

    „übrigens hat die kirchhe selbst einiges an sogenannten hexenverbrennungen verhindert z.b. in spanien, wo sie puritanische geistern diese sogar verboten hat.

    […..]

    „…….Der Glaube an Hexen und okkulte Mächte war in der Bevölkerung jedenfalls viele Jahrhunderte lang tief verankert, und die Kirchen haben im Prozeß der Christianisierung der Bevölkerung lange damit zu kämpfen gehabt.“

    so ist es. ein hübssches zerrbild, dass für all dies die kirche verurteilt, wo doch die fakten durchaus nicht im nebel liegen, sondern einsehbar sind, wenn man sich die mühe macht und nachschlägt.

    beste grüße

  59. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Woher wollen Sie wissen, dass die “sehr gut” belegt sind? Das waren ja keine Deutschen (*hüstel*).“

    Weil ich mich kundig gemacht habe. Was meinen Sie mit „waren ja keine Deutschen“ (*hüstel*) ? Penible Aufzeichnungen von Urteilen, die man in Archiven u.a. des Vatikans nachschlagen kann, gab es nicht nur in Deutschland.

    „Sie wissen nicht, was alles verschwunden ist oder sich noch im Vatikan unter Beschluss befindet.“

    Nach dem Motto kann ich jedem alles anhängen. Es ist zwar nicht nachzuweisen, aber gerade deswegen muß man davon ausgehen, daß da noch viel mehr vorliegt, denn: Zuzutrauen wäre es ihm (ihr) allemal. Habe ich es getroffen?
    „Wenn Sie immer nur das glauben, was man Ihnen zeigt, werden Sie immer nur das sehen, was andere wollen, dass Sie glauben. „

    Was gäbe es denn da an diesen öffentlich gesprochenen und vollzogenen Urteile denn zu verbergen bzw. mehr zu verbergen als bei belieben anderen historischen Ereignissen, die sich ebenfalls öffentlich zugetragen haben?

    „Sofern Sie die römisch-katholische Kirche unterstützen, unterstützen Sie den Imperialismus par excellence.“

    Äh … was hat das jetzt mit dem „Imperialismus“ zu tun, und was verstehen Sie darunter? Irgendwie hat sich Ihre Argumentation und Beweisführung gegenüber Ihren vorherigen Posts nicht grundlegend gebessert. Sie hauen die verschiedensten Dinge, die Ihnen nicht gefallen, unterschiedslos in einen Sack und hauen dann drauf. Wird schon den Richtigen treffen.

    „Ihnen genügt es dafür zu sein, nur weil die Grünen dagegen sind …. alle Achtung, was für ein Argument!“

    Lesen Sie einfach, was ich geschrieben habe. Dann müssten sie eigentlich sehen, daß diese simplifizierte Behauptung nicht zutrifft.

  60. Kreuzweis sagt:

    „….In der Folge gingen Ferdinand und Isabella mit großer Brutalität gegen Juden und Muslime vor. Mit dem Alhambra-Edikt vom 31. März 1492 wurden alle Juden im Herrschaftsgebiet von Isabella und Ferdinand gezwungen, entweder zum Christentum überzutreten oder das Land zu verlassen (Sephardim). …“

    Na sowas! Man hat damals keine „Toleranz“ gegenüber den Muslimen gezeigt. Das war aber arg pöhse!
    Und haben Sie auch etwas über die Rolle der Juden unter der Herrschaft des Islam gelesen? Nein?
    Vielleicht wußten die Christen damals noch ganz zeitnah, wie „nett“ die Juden zu der christlichen Urbevölkerung gewesen waren? Aso – sie hätten wohl vergeben und vergessen sollen, „Schwamm drüber!“, so wie es heute bei den würdelosen Hitlerkonkordats-„Christen“ modern ist?
    Die Juden wußten sich zu helfen. Die einen wanderten nach Polen aus, andere befolgten das Rezept des „Briefes von Toledo“ – was uns mutmaßlich noch heute schwer zu schaffen macht …
    Achja: Immerhin durften sie ziehen. Die Wegnahme dieser letzten Option hat der Kommunismus/Sozialismus auch noch praktiziert. Deswegen gilt er als „fortschrittlich“ und Ferdinand und Isabella als böse eben …

    Die ewigen theologischen Disussionen zumeist gottloser (und geistloser) Meinungsverkünder langweilen mich ziemlich.
    An Ihren Früchten soll man sie erkennen!
    Der göttliche Michael Klonovsky brachte es auf den Punkt:
    „Eine Rangordnung der Religionen nach ihrem Gottesverständnis ist schlechterdings unmöglich. Man hierarchisiere sie also nach den Stilen und den Künstlern, die sie hervorgebracht haben.“
    Doch ist jede Religion, die zum Gebärstreik führt, DEFINITIV von Gott verlassen!

  61. Stepher sagt:

    Karl_Murx sagt:
    Januar 24, 2013 um 18:03
    daß die Kirche dafür nicht verantwortlich zeichnet, hatte ich geschrieben…

    Danke Karl_Murx für ihre gut recherchierten und wissenschaftlich fundierten Aussagen. Niemals hatte die kath. Kirche das ‚jus gladis‘ und konnte auch keine Folterer und Henker beschäftigen. Im Gegenteil sagen sie richtig, daß die Inquisition diese staatlich- weltlichen Morde verdammt und verhindert hat (von Spee) dagegen hat es in protestantisch regierten Ländern Meck-Pomm, Lübeck) mehr Hexenmorde gegeben als in Spanien und Portugal zusammen. Hier sei auf die Zeitschrift „GEO“ 2010 verwiesen und auf Arnold Angenendt: „Gewalt und Toleranz“. Auch meine kah. Kirche hat Fehler begangen, doch dieser Inquisitions- Wahn ist längst widerlegt und entspricht heut dem pol.- corr. Mainstream

  62. Stepher sagt:

    Doch das Thema dieses Blogs lautet anders. Und während wir hier streiten geschieht vielleicht Ungeheuerliches:
    http://german.ruvr.ru/2011/12/17/62404685.html
    Rußland bereitet sich auf einen Krieg vor, und ich liebe Rußland und meine russischen Freunde die mit mir gemeinsam arbeiten!!

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