Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

Die NSU-Morde – eine Geheimdienstoperation

compact-weißTatort Internet-Café, Kassel, 2006: Der Agent, der Killer. Teil 3 der Serie in COMPACT-Magazin

Seit November 2012 eröffentlicht COMPACT-Magazin eine Serie „NSU-Morde – eine Geheimdienstoperation“ mit Insider-Informationen. In der aktuellen Januar-Ausgabe von COMPACT erschien bereits die dritte Folge.

Im März 2013 erscheint zu diesem Thema  eine COMPACT-Sonderausgabe (COMPACT-Spezial“) mit 84 Seiten (Preis 9,80 Euro), die am 16. März anlässlich der Buchmesse in Leipzig vorgestellt wird. COMPACT-Spezial soll künftig ZUSÄTZLICH zu den monatlichen COMPACT-Ausgaben ein bis zwei Mal pro Jahr erscheinen und immer einem Thema gewidmet sein.

Hier ein Auszug aus dem NSU-Artikel in COMPACT 1/2013. Die Serie wird auch in COMPACT 2/2013 fortgesetzt. Am besten gleich abonnieren, dann verpasst man nichts…

(Auszug COMPACT, Anfang)

Der Agent, der Killer

Die NSU-Morde – eine Geheimdienstoperation (3): Bei der Liquidierung von Halit Yozgat in einem Kasseler Internet-Café war der Verfassungsschützer Andreas Temme am Tatort – auch noch, als die Schüsse fielen.

Von Kai Voss

Hat der Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zehn Menschen kaltblütig ermordet? Dies behauptet die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift gegen Beate Zschäpe, die einzige Überlebende des Trios. Doch zumindest bei einer der Bluttaten springen die Widersprüche der offiziellen Theorie ins Auge: Bei der Liquidierung des Türken Halit Yozgat (21), Besitzer eines Internet-Cafés, in Kassel am 6. April 2006.

Am Tattag stand Halit selbst am Tresen. Nicht lang, bevor er von seinem Vater abgelöst werden sollte, wurde er mit zwei Schüssen in den Kopf getötet. Im Café telefonierende Gäste beschrieben die Geräusche später wie platzende Luftballons oder ein Klopfen, schauten aber nicht zum Ort des Geschehens. Ein telefonierender Zeuge gab an, er habe am Rande mitbekommen, dass eine Person durch die Tür ging, wahrscheinlich beim Verlassen (!) des Gebäudes. War der Täter schon im Café, bevor der Zeuge sein Telefonat begann, da der Telefonierende ihn nur beim Verlassen bemerkte? Dann spricht alles für die Person als Täter, die sich nach dem Mord nicht bei der Polizei als Zeuge meldete: Andreas Temme, Mitarbeiter des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz.

Temme telefonierte in seiner Dienststelle um 16:11 Uhr elf Minuten lang mit einem von ihm betreuten V-Mann aus der rechten Szene. Auch im nahen zeitlichen Umfeld zwei weiterer NSU-Morde sollen die zwei miteinander telefoniert haben, vermeldet die linksliberale Wochenzeitung Der Freitag am 1. Juni 2012. „GP 389“, so der Tarnname des V-Manns, rief jeweils Temme an. Der V-Mann-Führer verließ um 16:43 Uhr (nach Stechuhr) die Außenstelle des Verfassungsschutzes in Kassel (welt.de, 9.9.2012). 16:51 saß er bereits am Terminal 2 im Internetcafé in der Holländischen Straße 82, in dem in wenigen Minuten ein Mord geschehen sollte. Der Geheimdienstler surfte zu dieser Zeit in einer Kontaktbörse.

Wie Temme vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagte, habe er sich vorher genau umgesehen, ob einer seiner Kollegen ebenfalls in dem Internetcafé saß – er wollte bei seinen Flirtversuchen nicht entdeckt werden. Trotz seiner nervösen Umsichtigkeit fällt Temme nicht auf, dass der angebliche Mörder die Lokalität betritt, obwohl er den Eingangsbereich hätte einsehen können. Temme blieb, wie der Zeuge Ahmed A. in der Polizeiakte angibt, „10 – 15 Minuten am PC“ (ARD-Panorama, 13.7.2012). Den Zeugen wundert dies und es bleibt ihm im Gedächtnis, denn schließlich hätte Temme eine halbe Stunde surfen dürfen. Derselbe Zeuge gab auch den Hinweis, dass der ihm unbekannte Temme eine Plastiktüte mit sich führte. Wenn er das Auto aber vor dem Café geparkt hatte, warum hatte er die Tüte mit hineingenommen und sie nicht im Fahrzeug gelassen? Die Polizei geht davon aus, dass Yozgat durch eine solche Tüte erschossen wurde, damit Patronenhülsen nach dem Schuss nicht am Tatort verbleiben, sondern aufgefangen werden.

Besonders brisant ist in diesem Zusammenhang, dass Temme – entgegen seiner anfänglichen Einlassungen, wonach er wenige Sekunden vor dem Mord gegangen sei – zum Tatzeitpunkt noch am Tatort gewesen sein muss. Betrachten wir die zeitlichen Abläufe.

Um 17:01 loggt sich Temme am Terminal 2 aus (Die Zeit, 5.7.2012). Der Zeuge, der in der Telefonzelle in unmittelbarer Nähe zum Opfer steht, beendet sein Telefonat um 17:01 Uhr und zwei Sekunden, wie Der Spiegel meldete. Kurz zuvor hört er Knallgeräusche, die auch alle anderen Zeugen außer Temme bestätigen. Unabhängig davon bedeutet die Zeugenaussage: Temme war noch eingeloggt, also noch am Tatort, als die Schüsse fielen. Erst danach beendet der Verfassungsschützer seine Internetverbindung und sucht nach eigenen Angaben Halit Yozgat, um zu bezahlen. Diesen findet er angeblich nicht, sucht kurz vor dem Geschäft nach ihm und legt schließlich 50 Cent auf die Ladentheke (Die Zeit, 5.7.2012).

Das ARD-Magazin Panorama berichtete, dass ein weiterer Zeuge bis 17:03:26 in einem Nachbarraum telefoniert habe und schließlich ebenfalls Halit Yozgat nicht fand und sogar eine Minute an der Theke wartete. Würde das stimmen, wäre Temme aus dem Schneider – Yozgat wäre dann noch nicht tot gewesen, als er um 17:02:45 mit seinem Mercedes davonfuhr. Der stets gut unterrichtete Spiegel weiß allerdings nichts von diesem Zeugen, in dem Telefonraum befindet sich laut seiner Tatortzeichnung nur noch eine Frau mit ihrem Kind. Außerdem soll laut Welt (9.9.2012) die Rekonstruktion ergeben haben, dass um 17:03 und 26 Sekunden der Vater seinen toten Sohn fand – das würde bedeuten, dass der ominöse Zeuge, der Temme ein Alibifenster von 41 Sekunden eröffnet hat, die Unwahrheit gesprochen hat.

So merkwürdig die Geschichte an diesem Punkt schon ist: Noch merkwürdiger wird sie bei der Betrachtung eines angeblichen Tatortfotos, das RTL2 am 20. November 2011 veröffentlicht hat. Hier liegt der Leichnam nämlich nicht hinter der Theke, sondern neben dieser. In diesem Fall hätten der ominöse Zeuge und Andreas Temme über den toten Halit Yozgat drübersteigen müssen. (In der Skizze ist die amtliche Version mit „Fundort 1“ betitelt, der „Fundort 2“ gibt die Lage der Leiche nach dem Bild von RTL2 wieder.)

(…)
Die Polizei konnte noch am Tattag alle Personen – allesamt Ausländer – ausfindig machen, die zum Tatzeitpunkt im Café gewesen sein sollen. Der einzige Deutsche allerdings, der sich aus den Aussagen der anderen Zeugen rekonstruieren ließ, meldete sich nicht – auch nicht auf die öffentlichen Fahndungsaufrufe, die die Region für einige Zeit beschäftigten. Es ist nicht glaubwürdig, dass Temme von dem Medienrummel nichts mitbekommen haben will, wie er anfangs angab. (…) (Auszug COMPACT, Ende)

Weiterlesen in der Printausgabe COMPACT 1/2013.

Einsortiert unter:NSU, Uncategorized

44 Responses

  1. Marian sagt:

    Sollte man wirklich den vollen Namen des Verfassungsschützers nennen? Die Familie dieses Mannes wird schon genug in Mitleidenschaft gezogen. Dafür haben wir jetzt in Kassel eine Straßenbahnhaltestelle und einen Platz, die nach Halit Y. benannt sind. Weitere sollen ja folgen, wie man hört.

  2. Avicenna1968 sagt:

    Merkel hat ja indirekt zugegeben, daß es sich um eine Operation fremder Mächte handelte, als sie in ihrer Rede auf der Trauerfeier, etwas kryptisch, von einem „Anschlag auf unser Land“ sprach – eine Formulierung, durch die der Seidl von der faz augenblicklich in Harnisch gebracht wurde.

    Ich hab mich neulich kritisch über Rotchina vernehmen lassen. Das Gute am chinesischen Kommunismus war, daß er die chinesischen Brüder der Eierköppe Seidl und Bahners periodisch in Landarbeiter zu verwandeln pflegte.

    Der Gedanke, daß der flotte Dreier Böhnhardt/Mundlos/Tzschäpe unter der Bezeichnung „Nationalsozialistischer Untergrund“ im selbigen unterwegs gewesen sein soll, amüsiert mich. Nicht nur lügt der Staatsschutz, er lügt auch noch schlecht.

  3. „eine Straßenbahnhaltestelle und einen Platz, die nach Halit Y. benannt sind.“

    Das ist doch irre! Würde jeder Ermordete solche Ehre erfahren könnte man es noch nachvollziehen aber so? Schuldkult pur – da kann man echt Kotz..!
    Zumal die Gerüchte um die mafiösen Zusammenhänge ja nicht mal aus der Welt sind…

  4. Karl_Murx sagt:

    @Marian:
    „Sollte man wirklich den vollen Namen des Verfassungsschützers nennen? Die Familie dieses Mannes wird schon genug in Mitleidenschaft gezogen.“

    Die Namen der Leute im Umfeld der Verfassungsschutzkreation „Nationalsozialistischer Untergrund“ und aller Familienangehörigen wurden ja auch genannt. Ebenso wurden alle Persönlichkeitsrechte von Beate Zschäpe verletzt wurden, indem erstens alle Dinge aufgezählt wurden wie die Seiten, die sie im Internet am 04.11.11 besucht hatte. Dann erfuhr Zschäpe den Inhalt der Anklageschrift der Generalbundesanwalt zuerst aus den Medien und nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, von der GBA selbst, ebenso wie die Medien Akteninhalte und Ermittlungsergebnisse in unzulässiger Weise veröffentlichten, bevor die Untersuchungen abgeschlossen waren. Vor allem aber wird seit dem Publikwerden des Wirkens eines sog. „Nationalsozialistischen Untergrundes“ nach dem 08.11.11, dem Tag, als Beate Zschäpe sich der Polizei in Jena stellte, seitens der Medien wie auch der Behörden so getan, als wären Existenz und Täterschaft einer „rechtsextremen Terrorzelle“ für Dönermorde und den Anschlag in Heilbronn bewiesene Tatsache, ohne daß es ein rechtskräftiges Urteil gibt. Ein wohl einmaliger Fall in der deutschen Rechtsgeschichte.

    „Dafür haben wir jetzt in Kassel eine Straßenbahnhaltestelle und einen Platz, die nach Halit Y. benannt sind. Weitere sollen ja folgen, wie man hört.“

    Sollten die nicht zutreffender in „Platz“ oder „Straße der Verteiler im Drogenmilieu“ umbenannt werden?

  5. Wahr-Sager sagt:

    Dass man Plätze nach Opfern der „NSU“ benennt, macht deutlich, was für eine Ideologie hier zum Zuge kommt. Oder würde auch nur einer von den vertrauenswürdigen Politikern der BRD auf diese Idee kommen, wenn die Täter aus einem anderen Kulturkreis stammen würden?

    Die Idee mit dem COMPACT-Spezial finde ich hervorragend! Komprimierte Hintergrundinformationen zu einem Thema für einen annehmbaren Preis. Die 1. Ausgabe werde ich mir definitiv besorgen.

  6. Konkret sagt:

    Wieso verwendet Compact die Bezeichnung „NSU-Morde“?

    Weisen Sie erst mal nach, daß es einen nichteingetragenen Verein „NSU“ überhaupt gegeben hat, bevor im November 2011 die Propaganda mit diesem Begriff begann. Sollte das gelingen, weisen Sie nach, daß nichteingetragene „Mitglieder“ desselben jemanden ermordet haben.

    Bitte sachlich werden und nicht jeden Agitpropbegriff flugs übernehmen.

  7. Jakobiner sagt:

    Der Punkt ist doch inzwischen, dass offiziell die mögliche Anwerbung von Tschäppe durch den Verfassungsschutz eingestanden wird–angeblich sei sie wegen Drogenabhängigkeit abgelehnt worden )Münchner Merkur). Eine Schutzbehauptung. Dennoch bleibt doch die NSU keine geheimdienstliche Killeranweisung. Niemals hat der Verfassungsschutz, noch seine ihn regierenden Politiker einen Mordauftrag an Dönerbesitzern und Ausländern herausgeggeben, Sie hatten wie bei Veronik Becker da eine Informantin und die hat sie nicht über alles informiert. Jetzt stecken sie zusammen mit der Informantin in dem Dreck und können dies nicht zugeben,.An eine Gladio-/Anti-NPD-Aktion mittels 9 Morden glaube ich nicht. Weder gibt dies etwas für ein NPD-Verbot her, noch zur Denunzierung rechter Kräfte im allgemeinen. Es fällt mehr auf den Verfassungsschutz zurück als auf die NPD!!!

  8. Benjamin sagt:

    erinnert sich noch jemand daran, was dieser jan udo holey mal gesagt hat über die glatzen; „schlägertruppen des mossad“

    also wenn die realpolitk unserer demokratur… pardon dekokratie… pardon DEMOKRATIE.. also wenn diese der einschlägigen verschwörungsliteratur (aber auch der satire) immer ähnlicher wird (und sogar teilweise überholt) dann wird mir angst und bange.

    oder wie seht ihr das? ist doch alles nur noch ein dreckiger witz, oder?

  9. Rolf sagt:

    Nicht die dem NSU zugeschriebenen 9 Dönermorde waren eine Geheimdienstoperation, sondern die 2 Morde an Böhnhardt und Mundlos waren eine, ebenso wie der gescheiterte Mordversuch an Zschäpe in Zwickau.
    Die Dönermorde wurden aus dem Umfeld der PKK, also Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Wettmanipulationen heraus begangen. Der deutsche Staat schaute dabei beobachtend zu, ebenso wie er das bei den kriminellen Kurdenclans in Bremen und Berlin tut. Stichwort MIRI.

    Die Beschaffung und das Unterschieben der Mordwaffe der Dönermorde und der Mordwaffen in Heilbronn waren Geheimdienstoperationen, der Doppelkopfschuss von Heilbronn auf Pause machende, in ihrem Streifenwagen Döner essende Polizisten hat mit „Morden aufgrund von Ausländerhass des NSU“ rein gar nichts zu tun.

    Nach dem „Auffliegen“ des NSU am 4.11.2011 brach die grosse Panik bei der BRD-Exekutive aus, die sich in „Aktenschreddern“ (also wegschliessen brisanter Akten) etc pp manifestierte, und der Umfang der Unterwanderung der rechten Szene mit V-Leuten wurde ansatzweise deutlich.

    Da hatten offenbar Dritte (wer???) dem Tiefen Staat der BRD ein Spielzeug (NSU) aus der Hand geschlagen.

    Seitdem herrscht Staatsnotstand, weshalb auch die Ausschüsse und die Medien stillhalten und nichts wirklich kritisch hinterfragen. Ausser Stefan Aust und einigen anderen… die aber nicht durchdringen.

    Compact ist super! Dranbleiben!

  10. Benjamin sagt: Januar 20, 2013 um 21:58

    oder wie seht ihr das? ist doch alles nur noch ein dreckiger witz, oder?

    Ja. Und die BRDisten auslachen ist die imho beste Reaktionsalternante.

    Ja bei der grün und roten CDU
    Gab’s bei der Trulla-Kuh
    Nen kleinen NSU

    Ja und der Michel, ja der fing an zu weinen
    Wegn seinem kleinen, kleinen NSU

    Töff, töff, töff, töff…

    Äh

    Temm, temm, temm, temm…

    Oder so ähnlich. Oder ganz anders.

  11. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:

    „Der Punkt ist doch inzwischen, dass offiziell die mögliche Anwerbung von Tschäppe durch den Verfassungsschutz eingestanden wird“

    Dieser Verdacht wird seit Anfang an, nämlich seit dem Bekanntwerden dieses sog. „Nationalsozialistischen Untergrund“, geäußert und durch zahlreiche Belege gestützt, daß Beate Zschäpe V-Frau des Verfassungsschutzes war. Ebenso gibt es Hinweise darauf, daß die beiden anderen Mitglieder des TRIOs Böhnhardt und Mundlos an der Leine der Inlandsgeheimdienste liefen. Der Verfassungsschutz hatte damals vehement jede Kenntnis von den dreien wie auch eines „NSU“ geleugnet. Inzwischen weiß man, daß MAD und Verfassungsschutz seit den 90er Jahren Kontakte zu den beiden Uwes und zu Zschäpe hatte. Der MAD hatte zu Mundlos seit dem Ableisten seines Wehrdienstes Kontakt und soll versucht haben, ihn als V-Mann zu gewinnen. Der Vater von Mundlos hatte den Zielfahndern des Thüringer LKA bereits 1998, kurz nach dem „Untertauchen“ der drei, Hinweise auf eine Tätigkeit Zschäpes als V-Frau geliefert. Der sächsische Verfassungsschutz hat vor kurzem bekanntgegeben, daß er die drei „seit 2000 beobachtet“ und diese Observation „formal erst 2010“ beendet habe.
    Kann es sein, daß damit der behördlichen Behauptung die Basis entzogen ist, hier habe eine rechtsextreme Terrorzelle jahrelang unentdeckt und aus reiner Ausländer- sowie Staatsfeindlichkeit kreuz und quer durch Deutschland türkische und griechische Migranten sowie Polizisten gemeuchelt, ohne jede Spur und vor allem ohne jedes Bekennerschreiben zu hinterlassen? Das alles in einer Szene, die von Polizei und Verfassungsschutz infiltriert und beobachtet wird wie keine zweite?

    „–angeblich sei sie wegen Drogenabhängigkeit abgelehnt worden )Münchner Merkur). Eine Schutzbehauptung.“

    Richtig.

    „Dennoch bleibt doch die NSU keine geheimdienstliche Killeranweisung. Niemals hat der Verfassungsschutz, noch seine ihn regierenden Politiker einen Mordauftrag an Dönerbesitzern und Ausländern herausgeggeben“

    Das muß auch nicht so sein. Ich bin der Auffassung, daß die beiden Uwes nicht einen Mord begangen haben. Es liegt vielmehr die Vermutung nahe, hier wurde einer Erfindung des VS namens „NSU“ eine unaufgeklärte Mordserie und eine ebenso unaufgeklärter tödlicher Anschlag auf eine Polizeistreife untergeschoben, einmal die Verbindungen der Dienste zu diesen Fällen zu vertuschen und „heiße Waffen“ in den Arsenalen zu entsorgen. Zum anderen konnte man damit auf politischen Wunsch für das rechtsextreme Bedrohungsszenario sorgen, um den Anlaß zur Einschränkung der bürgerlichen Freiheit und verstärkter Überwachung zu liefern. Gleichzeitig versucht die linksgrüne Fraktion damit, die Scharte auszuwetzen, die ihr die Debatte um das Sarrazin-Buch geschlagen hatte.

    „Sie hatten wie bei Veronik Becker da eine Informantin und die hat sie nicht über alles informiert.“

    Wie wahrscheinlich ist denn dieses Szenario, angesichts der Kontakte zu allen drei des „NSU“?

    „Jetzt stecken sie zusammen mit der Informantin in dem Dreck und können dies nicht zugeben,.An eine Gladio-/Anti-NPD-Aktion mittels 9 Morden glaube ich nicht. Weder gibt dies etwas für ein NPD-Verbot her, noch zur Denunzierung rechter Kräfte im allgemeinen.“

    Denken Sie doch daran, welchen öffentlichen Hype es seit dem 04.11.2011 um diesen „NSU“ gegeben hat und was es für gesetzliche Maßnahmen gegeben hat. Mit der Einrichtung dieser „gemeinsamen Datei zum Rechtsextremismus“ wurde die grundgesetzlich vorgeschriebene Trennung zwischen Verfassungsschutz und Polizei durchbrochen. Das Internet soll verschärft überwacht und die Anonymität aufgegeben werden. Durch die öffentlichen Trauerfeiern und Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Dönermordopfer hat die Bundesregierung diese Morde offiziell als rechtsextreme und ausländerfeindliche Taten anerkannt, mit anderen Worten, uns, der deutschen Bevölkerung, Dinge in die Schuhe geschoben, die nach Lage der Dinge völlig andere Hintergründe haben. M.a.W.: Es ist inzwischen Staatsräson, daß hier eine rechtsextreme Terrorgruppe gemordet hat. Wie wird wohl die weisungsabhängige Staatsanwaltschaft in die Deutschland da reagieren?

    „Es fällt mehr auf den Verfassungsschutz zurück als auf die NPD!!!“

    Sie sagen es.

  12. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    COMPACT-spezial ist eine hervorragende Idee.
    Wie Jürgen Elsässer das alles auf die Reihe bringt, ist großartig.

  13. Yilmaz sagt:

    @ Rolf
    „Die Dönermorde wurden aus dem Umfeld der PKK, also Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Wettmanipulationen heraus begangen. Der deutsche Staat schaute dabei beobachtend zu, ebenso wie er das bei den kriminellen Kurdenclans in Bremen und Berlin tut. Stichwort MIRI.“

    Ich denke das kommt der Wahrheit wohl am Nächsten.

  14. Rolf sagt:

    @ Karl Murx

    Die Informantin hiess Verena Becker, und man streitet sich bei ihr nur um das „ab wann“, nicht aber um das „ob“ ihrer Spitzeltätigkeit. Dank gesperrter Akten kann das aber nicht geklärt werden, und dank fehlender Aussagegenehmigungen der Wissenden konnte das auch nicht vom Landgericht Stuttgart aufgeklärt werden.

    Partielle Amnesie erschwerte die Wahrheitsfindung zusätzlich.

    Das wird beim NSU-Prozess nicht anders laufen, nur dass die Akten nicht gesperrt werden, sondern im Giftschrank landeten, also das was man „Aktenschreddern“ nennt.

    Der sächsische VS überwachte den NSU von mindestens 2000 bis 2010. Überwachen kann man nur, was man verorten kann. Da wurde nicht „gesucht“ oder „gefahndet“, da wurde überwacht.

    http://politikforen.net/showthread.php?117674-quot-D%C3%B6nermorde-quot-NAZI-Hysterie-und-der-Verfassungsschutz&p=6008623&viewfull=1#post6008623

    mit fatalistischen Grüssen!

  15. derherold sagt:

    Das Problem mit den Nachweisen, die sich auf „Aussagen“ und „Meldungen“ der Presse stützen ist, daß diese Makulatur sind, wenn man unterstellt, daß es sich um eine Inszenierung handelt, bei der die Presse Begleitflug fliegt.🙂

    @Karl_Murx: Auch was der Geheimdienst „bekanntgibt“ oder „aus geheimen Gutachten an die Öffentlichkeit gelangt“, wird gelenkt.

    @Rolf, soweit d´accord. Aber „Auffliegen“ und „Spielzeug“ ?
    Ich sehe auch keine „große Panik“, sondern eher ein ziemlich deutliches „Drehbuch“ mit gezielt eingesetzer „narrative“, dem „Streuen von Informationen“, fingierten Beweisstücken, äußerst kooperativen Medien und ausgewählten „Pannen“.

    Man bedenke, daß niemand BKA, Bundesanwaltschaft, Verfassungsschutz gezwungen hat, „die ganze grausige Moritat vom NSU“ vorzutragen … genauso, wie sie niemand gezwungen hat, „Pannen“ zuzugeben, wo gar keine waren.

    P.S. NPD-Verbot ?
    Cetereum censeo: Niemand hat vor, die NPD zu verbieten. Mark my words.

  16. Wahr-Sager sagt:

    @Karl Murx:

    Sind Sie der „Karl Murx“, der hin und wieder einen Kommentar im SPD-Fascho-Portal „Endstation Rechts“ schrieb bzw. schreibt? Die verstrahlten Typen dort werden ja nicht müde, das „NSU“-Märchen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

  17. Karl_Murx sagt:

    @derherold:
    „Das Problem mit den Nachweisen, die sich auf “Aussagen” und “Meldungen” der Presse stützen ist, daß diese Makulatur sind, wenn man unterstellt, daß es sich um eine Inszenierung handelt, bei der die Presse Begleitflug fliegt.
    @Karl_Murx: Auch was der Geheimdienst “bekanntgibt” oder “aus geheimen Gutachten an die Öffentlichkeit gelangt”, wird gelenkt.“

    Alles richtig. Da die Mainstreampresse sich selbst gleichgeschaltet hat und die haarsträubenden Widersprüche dieses Falles gar nicht hinterfragt, können die Behörden behaupten, was sie wollen. Chance auf Aufklärung gleich Null, wenn der Staat wie hier gegen sich selbst ermittelt.

    Nur gibt es durchaus auch Gründe, bestimmte genannte Fakten ernster zu nehmen als andere:

    1. sind durchaus nicht alle in diesen Fall involvierten Personen „gebrieft“ oder waren es nicht von Anfang an. So wurden noch einige Zeit nach dem 08.11.11 Dinge erwähnt wie die dritte Person, die Zeugen vor dem Eintreffen der Polizei aus dem Wohnmobil kommen sahen, ebenso wie die mysteriösen Umstände des „Selbstmordes“ der beiden Uwes und die wechselnden Versionen, wie man sie nach dem Löschen des brennenden Womos aufgefunden haben wollte. Das wird inzwischen gar nicht mehr erwähnt bzw. es wird wahrheitswidrig so getan, als wäre das im Lauf der Ermittlungen geklärt worden.

    2. berichtet auch die Mainstreampresse, was die konkreten Fakten betrifft, z.T. zutreffend. Ein Herr Andreas Förster z.B. hat noch im letzten Jahr sehr ausführlich in der mittlerweile unsanft entschlafenden „Frankfurter Rundschau“ über die Unstimmigkeiten sowie über die zweifelhaften Aussichten einer Anklage gegen Beate Zschäpe wegen „Beihilfe zum Mord“ oder „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ geschrieben. Der entscheidende Unterschied zu uns besteht darin, daß man die sich aus diesen Widersprüchen eigentlich zwingend ergebenden Schlüsse meidet wie der Teufel das Weihwasser, auf Grund der eigenen politischen Präferenzen. Oder aber man interpretiert das Ganze mit der alten ideologischen Brille der 68er, daß der deutsche Staat ja schon immer und immer noch und sowieso auf dem „rechten Auge blind“ sei. So stimmt das Weltbild wieder.

    3. ist man zwar auf Grund mangelnder sicherer Informationen und Recherchemöglichkeiten auf Vermutungen angewiesen. Was aber bleibt, ist, die behördliche Version hinsichtlich ihrer Aussagen auf kriminalistische, politische und logische Schlüssigkeit abzuklopfen. Allein schon die einfache Frage, die sich jeder ohne Kenntnis der Details stellen kann, wie es denn sein kann, daß eine vorgebliche rechtsterroristische Zelle jahrelang aus purer Ausländerfeindlichkeit Migranten gemeuchelt haben soll, ohne jemals auch nur ein Bekennerschreiben zu hinterlassen, bringt die Glaubwürdigkeit der Anklagebehörde ins Wanken. Politischen Terror verbreitet man, indem man Repräsentanten oder Symbole der gemeinten Gruppe attackiert und sich öffentlich dazu bekennt, und nicht, indem man das Motiv dieser Taten verschweigt. Die hirnrissigen Begründungen, die von den selbsternannten Terrorismus- oder Rechtsextremismusexperten nachgeschoben wurden, um diesen argumentativen Riß zu kitten, sind eher zur Autosuggestion denn als Beweis gedacht.

    “P.S. NPD-Verbot ?
    Cetereum censeo: Niemand hat vor, die NPD zu verbieten. Mark my words.“

    Glaubst Du wirklich, man wird sich diesen liebgewonnen Popanz namens neonazistische NPD so einfach wegnehmen lassen, mit dem der brave deutsche Michel seit Jahrzehnten zuverlässig in die Ecke gescheucht werden konnte, in der man ihn haben wollte?

  18. Karl_Murx sagt:

    @Wahr-sager:
    „Sind Sie der “Karl Murx”, der hin und wieder einen Kommentar im SPD-Fascho-Portal “Endstation Rechts” schrieb bzw. schreibt? Die verstrahlten Typen dort werden ja nicht müde, das “NSU”-Märchen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.“

    Ja.

  19. Erlanger Straße sagt:

    FDP bei 10% – wo ist der Widerstand von Elsässer und Co.. Die wollen das Land an China verkaufen, deshalb die gelbe Farbe im Parteilogo – ihr ward alle gewarnt!

  20. Rolf sagt:

    @derHerold

    Sie merkten an:
    Man bedenke, daß niemand BKA, Bundesanwaltschaft, Verfassungsschutz gezwungen hat, “die ganze grausige Moritat vom NSU” vorzutragen … genauso, wie sie niemand gezwungen hat, “Pannen” zuzugeben, wo gar keine waren.
    ———————————-
    Das sehe ich anders.
    Die politische Spitze der BRD hat nach dem Auffinden der Mordwaffen „Dönermorde und Heilbronn“ beschlossen, die Chancen zu nutzen, dass man „endlich“ rechten Terror in Deutschland vorweisen konnte. Dieser Beschluss fiel recht zügig, irgendwann um den 15.11.2011.

    Nach „Breivik“ hat Innenminister Friedrich bereits die De-Anonymisierung des Internets gefordert.
    http://www.stern.de/politik/deutschland/reaktion-auf-morde-von-oslo-friedrich-will-anonymitaet-im-netz-beenden-1714236.html
    Damit kamen „sie“ aber nicht durch.

    Den Rest kennt man ja: Medien und Exekutive flankieren die neue Staatsräson, den neuen Schuldkult für die Biodeutschen.

    Daher müssen es eben Pleiten, Pech und Pannen sein, die man leider leider wegen „geschredderter Akten“ nicht mehr aufklären kann.

    Spätestens mit dem Staatstrauerakt durch Merkel in Berlin war das Ding gelaufen.

  21. Wahr-Sager sagt:

    @Karl Murx:

    Schön! Ich würde meine Energie und Zeit dort nicht mehr verschwenden. Zensiert wird da auch – einige längere Kommentare von mir (auch unter anderen Nicknamen) wurden nicht veröffentlicht.

  22. Kopfüber sagt:

    Ähnlich verlief es bei der Bekämpfung der Republikaner (REP), gegründet 1983.
    Durchgängig wurde diese kleine Protestpartei in den Medien, nachdem sie in Berlin Erfolg hatte, als „rechtsradikal“ (= noch demokratisch) bezeichnet, obwohl sie sich vom Nationalsozialismus und von der NPD distanzierte.
    (Die Medien nutzten die Unkenntnis der Bevölkerung, daß seit 1974 unser Staat „Rechtsradikale“ als Demokraten, „Rechtsextremisten als Undemokraten bezeichnet.)

    Dann kam Mölln und Solingen. Das waren ja „Rechtsradikale“…

    Als das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei ab 1995
    als „rechtsextremistisch“ einstufte, fragte ich nach
    dem „Warum“.

    Als Antwort erhielt ich von einem führenden Extremismusexperten: „Die REPs haben mit Mölln und Solingen nachweislich nichts zu tun, aber „das Ausland verlangt eine Reaktion“.

    Habe zusammen mit dem BND-Agenten Udo Bösch, der in die Partei eingetreten war, in Hamburg Flugblätter verteilt. Sein Satz wegen der Unklarheiten „wer wo Flugblätter verteilt“: „Wir werden das ändern!“ am Anfang der Verteilaktion bleibt mir unvergeßlich. Sein forsches Auftreten, Erscheinungsbild und Ausstrahlung unterlegten seine Tätigkeit im Offiziersrang der Bundeswehr.

    In einer niedersächsischen Kleinstadt saß er in einem jugoslawischen Restaurant neben mir. Ich ahnte damals nicht, daß er zum Schein in die Partei eingetreten war und beim BND war… Dann 1995, kurz vor den Bundestagswahlen sein Auftritt
    im ZDF…

    Ich bin froh, daß ich seit 19 Jahren keiner Partei mehr angehöre…

  23. Karl_Murx sagt:

    @Wahr-Sager:

    „Schön! Ich würde meine Energie und Zeit dort nicht mehr verschwenden.“

    Bei den verbohrten Antifanten und MuKu-Propagandisten im Auftrag der Partei, die dort sudeln (die Seite wird ja wohl von den Jusos von Meck-Pomm betrieben) haben Argumente und Fakten wenig Sinn. Von denen kommen nur noch stumpfsinnigste Rabulistik und die unvermeidliche Nazikeule. Interessanterweise ist aber in den Jahren, seitdem ich ER kenne ,die Zahl der Forisen, von denen die K(r)ampf-gegen-Rechts-Fraktion Feuer bekommt, stark gewachsen.

    Ab und zu schreibe ich einen Kommentar, um dieser dümmlichen Agit-Prop-Fraktion mal einen Schuß vor den Bug zu setzen. Ist einfach zu amüsant zu lesen, wie die vor Wut jedesmal fast in die Tischkante beißen.

    „Zensiert wird da auch – einige längere Kommentare von mir (auch unter anderen Nicknamen) wurden nicht veröffentlicht.“

    Nach meiner Erfahrung war der Unerschied zu den anderen Antifa-Seiten, daß da ziemlich wenig zensiert wird.

  24. Wahr-Sager sagt:

    @Karl_Murx:

    Dass von der SPD-Seite nur stumpfsinnigste Rabulistik und die unvermeidliche Nazikeule kommen (wie man es generell von den Etablierten gewohnt ist), ist offensichtlich.
    Wenn Sie sagen, dass die Zahl der Foristen, die sich den Anheizern der Krampf gegen rechts-Fraktion entgegenstellen, gewachsen ist, ist das ein sehr gutes Zeichen. Diesen Faschos muss aber ein viel kräftigerer Wind entgegenwehen. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

    „Ab und zu schreibe ich einen Kommentar, um dieser dümmlichen Agit-Prop-Fraktion mal einen Schuß vor den Bug zu setzen. Ist einfach zu amüsant zu lesen, wie die vor Wut jedesmal fast in die Tischkante beißen.“

    In der Tat. Deren hämisches Gebelle steigt offenbar proportional mit der Anzahl der Treffer, die bei diesen Leuten aufprallen.

    „Nach meiner Erfahrung war der Unerschied zu den anderen Antifa-Seiten, daß da ziemlich wenig zensiert wird.“

    Mag sein, zensiert wird da trotzdem. Ich habe einige Texte, die nicht veröffentlicht wurden, archiviert.

  25. Karl_Murx sagt:

    Hier einige Auszüge aus einem Artikel über die Sitzung des 2. Untersuchungsauschusses des Bundestages, der sich anheischig macht, die Hintergründe dieses Falles zu klären. Die darin enthaltenen Aussagen werfen ein grelles Licht auf die wahren Urheber dieser Affäre wie auch auf die Art, wie man sich hier seitens der Behörden, der Politik und der Medien den Schlussfolgerungen verweigert, die aus den Fakten eigentlich zwingend hervorgehen.

    http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2013/01/hilfe-beim-abtauchen/
    Half der Thüringer Verfassungsschutz dem Neonazitrio Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe 1998 beim Abtauchen? Hatte der Dienst danach weiterhin Kontakt zu ihnen?

    Dieser Verdacht und die Hinweise auf die Verwicklung des VS wurden in Artikeln wie von Wolfgang Eggert auf http://www.dorianrey.net „Die Döner sind noch nicht vom Tisch“ (vom 20.11.2011!) oder wie hier in „Compact“ wie auch auf unzähligen anderen Foren längst detailliert und des langen und breiten beschrieben.

    Der Auftritt des damaligen Vizepräsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes, Peter Jörg Nocken, bei der jüngsten Sitzung endete mit einem Eklat. Weil er eine einzige Rechtfertigungsrede auf das Amt hielt, setzte ihn der Ausschuss vor die Tür.

    Gäbe es hier in Deutschland einen funktionierenden Rechtsstaat und wäre es nicht Staatsräson, daß hier eine ausländerfeindliche rechtsextreme Terrorzelle namens „NSU“ gemeuchelt hat, müßte man Nocken ganz woanders hinsetzen.

    Hartfrid Wolff, FDP: „Aus den Akten hat man den Eindruck, dass die Rechtsextremisten in Thüringen so stark beobachtet worden sind, dass von ihnen keiner aufs Klo gehen konnte, ohne dass der Verfassungsschutz nicht dabei war. Umso bemerkenswerter, dass das NSU-Trio untertauchen und unbemerkt deutschlandweit agieren konnte.“

    Eine vollkommen berechtigte Frage von Herr Wolff, die aber in ihrer Endkonsequenz zur Hinterfragung der behördlichen These führen müsste, hier hätte eine rechtsextreme Terrorzelle namens „NSU“ aus reiner Ausländer- und Staatsfeindlichkeit jahrlang kreuz und quer Migranten und Polizisten gemeuchelt, und das unerkannt und vor allem ohne jedes Bekennerschreiben zu hinterlassen.

    Petra Pau, Linksfraktion: „Mich bewegt die Frage, warum der Verfassungsschutz die Ermittlungen der Polizei behindert bzw. beeinflusst hat. Herr Nocken soll uns sagen, was damals auch unter seiner Leitung geschehen ist.“

    Zur Erinnerung: Das vom Thüringer Landtag in Auftrag gegebene „Schäfer-Gutachten“ hatte über den mehrfach geäußerten Verdacht seitens einiger Beamter der Thüringer Zielfahndung berichtet, bei der Suche nach dem „NSU“ vom Thüringer Verfassungsschutz ausgebremst worden zu sein.

    Mario Melzer, 42, ist Kriminalhauptmeister beim LKA in Erfurt. Er war Mitglied mehrerer Sonderkommissionen, die seit den 90er-Jahren gegen Rechtsextremisten in dem Bundesland ermittelten. Melzer fällt aus der Reihe. Er ist einer der wenigen Zeugen aus den Sicherheitsorganen, die über Fehler und Ungereimtheiten bei den Ermittlungen gegen die NSU-Gruppe berichten. Er hat das bereits vor dem Thüringer Untersuchungsausschuss getan, wie vor der Kommission des früheren Bundesrichters Gerhard Schäfer, die den Behörden in Thüringen vielfaches Fehlverhalten bescheinigte.

    Melzer hat unter anderem von Behinderungen der Ermittlungen durch den Verfassungsschutz berichtet. Das hat ihn, je nach Sicht, zum Aufdecker oder zum Nestbeschmutzer gemacht. Jedenfalls zum Dissidenten, so wie den Stuttgarter Ex-Verfassungsschützer Stengel oder den Karlsruher Bundesanwalt Förster.

    Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelte damals Ende der 90er Jahre u.a. gegen die Mitglieder des „NSU“ Böhnhardt und Am 2. September 1997 war auf dem Jenaer Theaterplatz ein mit einem Hakenkreuz bemalter Koffer gefunden worden, indem sich einige Gramm TNT-Sprengstoff befunden haben sollen. Eine Zündvorrichtung hat das Behältnis jedoch nicht. Am 26. Dezember 1997 wurde auf
    dem Nordfriedhof in Jena ein rot angemalter Koffer mit aufgesprühten Hakenkreuzen gefunden. Der Koffer war leer. (Parallelen zu Ermittlungen wegen eines vorgeblichen Sprengstoffattentates in Bonn seitens islamistischer oder neuerdings rechtsextremer Kreise sind hier nicht zufällig, sondern unvermeidlich).

    Als man am 26. Januar 1998 eine von Beate Zschäpe angemietete Garage durchsuchte, bei der (angeblich) TNT gefunden wurde, kam während der Untersuchungen Uwe Böhnhardt dazu. Merkwürdigerweise ließe man ihn damals einfach gehen.

    Für den 26. Januar 1998 war die polizeiliche Durchsuchung dreier Garagen vorgesehen. Zwei gehörten den Familien Mundlos und Böhnhardt, die dritte hatte Zschäpe angemietet. Bei der Aktion tauchte plötzlich Uwe Böhnhardt auf, dem der Durchsuchungsbeschluss für alle drei Objekte gezeigt wurde. Noch am selben Morgen waren die drei Neonazis verschwunden, schlagartig. „So etwas ist untypisch“, erklärt der Kripomann Melzer.

    Was die Öffentlichkeit bisher ebenfalls nicht zur Kenntnis nahm: Eigentümer jener Garage in Jena, in der die Funde gemacht wurden, war ein Beamter der Kriminalpolizei-Inspektion Jena. Um welchen Beamten genau es sich handelt und wie Zschäpe an die Garage kam, kann Mario Melzer nicht sagen. Er weiß aber, dass der Hinweis auf die Garage vom Verfassungsschutz kam.

    Bei diesem Verwandten, der Kriminalbeamter war, könnte es sich um den Stiefvater Beate Zschäpes namens Apel handeln. Unter diesem Namen wurde Zschäpe 1975 geboren, deren leiblicher rumänischstämmiger Vater sich damals bereits von ihrer Mutter getrennt hatte. Über diese verwandtschaftlichen Beziehungen wurde noch 2011 berichtet wie auch über die Verzögerungen bei den Durchsuchungen der Garagen, die damit verbunden waren. Im Schäfer-Bericht wurde das als rein zufällige Namensgleichheit dementiert.

    An dieser Stelle des Artikels werden die Hinweise hinsichtlich der Verwicklung des Verfassungschutzes warm.

    <Dann berichtet der Kriminalbeamte weiter von den vielen Merkwürdigkeiten um den Drilling Böhnhardt-Mundlos-Zschäpe. Vor allem, dass fast 14 Jahre lang keinerlei Spuren von ihnen zu finden waren. Auch die bis dahin erfolgreichen Zielfahnder des LKA, die zum Beispiel Beate Zschäpe in einem anderen Zusammenhang schon einmal aufgespürt hatten, kamen nicht weiter. Für die Ermittler sei unvorstellbar gewesen, dass drei mit Haftbefehl Gesuchte so einfach im Untergrund leben konnten ohne Hilfe. Im Kollegenkreis, so Melzer, waren etliche der Überzeugung, dass der Verfassungsschutz seine Finger im Spiel haben müsste.

    Es wird wärmer.

    Danach hatte ein früherer LfV-Mitarbeiter erklärt, das Amt habe Zschäpe als V-Frau gewinnen wollen. Wegen ihres Betäubungsmittelkonsums, sprich Drogen, habe man aber darauf verzichtet. Dem Ermittler Melzer kommt das seltsam vor. Er hatte Zschäpe einmal vernommen. Von einem angeblichen „BTM“-Konsum wisse er absolut nichts. Das sei normalerweise auch kein Hindernis für eine Anwerbung – eher im Gegenteil.

    Es wird heiß.

    „Herr Melzer“, sagt er (Wolfgang Wieland Grüne – D. Verf.) und wagt sich ganz weit vor, „mein Eindruck ist, dass die drei bis heute vom LfV Thüringen gedeckt werden.“ Und nach kleiner Kunstpause: „Oder sehe ich das falsch?“ „Das sehen Sie richtig!“, antwortet der Angesprochene und ergänzt: „Und andere Kollegen sehen das auch so.“ Der Kriminalhauptmeister setzt sogar noch einen drauf. Der Chef der Zielfahndung habe einmal den Vater von Uwe Mundlos geblufft und gesagt, sie wüssten, dass sein Sohn für den Verfassungsschutz arbeite. Vater Mundlos habe geantwortet: „Ja, wenn Sie es sowieso wissen, warum fragen Sie dann?

    Es wird heißer.

    Jetzt der Clou:

    Danach äußerte (Oberstaatsanwalt – D. Verf.) Schultz die Vermutung, dass alle drei – Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe – Informanten des Verfassungsschutz gewesen sind.

    Bingo.

    Und der Staatsanwalt verfügt noch über mehr seltsame Erfahrungen mit dem Verfassungsschutz. Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe wären demnach nicht die einzigen V-Leute in der Naziszene gewesen. Eine Schlüsselrolle spielt Tino Brandt, ein führender Neonazikader im Thüringer Heimatschutz, der mindestens zwischen 1994 und 2001 als V-Mann für das LfV Thüringen tätig war, Deckname „Otto“.

    Zur Ergänzung: Gemäß den Aussagen des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen wurden alle drei – Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe – seit dem Jahr 2000 observiert. Diese Observierungsmaßnahme sei erst im Jahr 2010 „formal abgebrochen worden“. Die Dönermordserie fand aber im Zeitraum 2000 – 2006 statt, der Anschlag auf die Polizeistreife in Heilbronn, bei dem die Polizistin Michele Kiesewetter getötet und ihr Kollege schwer verletzt wurde, ereignete sich am 25. April 2007.

    Der Schluß hieraus ist zwingend und kann nur lauten: Die These der Generalbundesanwaltschaft, auf welcher auch deren Anklage aufgebaut ist, hier hätte eine rechtsextreme Terrorgruppe namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ aus reiner Ausländer- und Systemfeindlichkeit Migranten sowie Polizisten ermordet, ist hinfällig.

    Entweder, was die wahrscheinlichste Variante ist, haben die beiden Uwes nicht einen Mord verübt. Mit dem Anschlag auf die Polizeistreife haben sie ohnehin nichts zu tun, da dieser eine ganz andere Baustelle ist und über dessen Hintermänner, die in Islamisten- und serbischen Waffenschieberkreisen zu suchen sind, bereits 2010 ein Artikel von Malte Arnsperger im „Stern“ erschien. In diesem Fall wäre zu klären, wie all die Tatwaffen, sowohl die beim Anschlag von Heilbronn verwendeten Tatwaffen wie auch die Dienstwaffen der beiden Polizisten wie auch die beiden Pistolen, die laut Angaben der Behörden bei den Dönermorden benutzt wurden, in das Eisenacher Wohnmobil bzw. in die Zwickauer Wohnung gelangten.

    Oder aber – was ich persönlich für sehr unwahrscheinlich halte – sie haben einen oder mehrere Dönermorde verübt. Dann hätten sie das aber nicht auf Grund von Ausländerfeindlichkeit getan, sondern unter Anleitung oder womöglich im Auftrag der Behörde, an deren Leine sie alle drei – Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe – liefen, nämlich dem Verfassungsschutz. Anders kann das bei den permanenten und intensiven Kontakten mit den Behörden wie dem Verfassungsschutz auch gar nicht sein. Dann sähe es allerdings für letzteren noch böser aus.

    In beiden Fällen aber entpuppt sich dieser gesamte „NSU“ als eine Erfindung bzw. eine „false flag-Operation“ des Verfassungsschutzes, bei dem ungeklärte Morde den getöteten V-Leuten Böhnhardt und Mundlos in die Schuhe geschoben werden, um zum einen „heiße Waffen“ aus den Asservaten entsorgen zu können und über den Fake einer rechtsextremen Terrorzelle in den Augen der Öffentlichkeit für das rechtsextreme Bedrohungsszenario zu sorgen, mit dem man alle Einschränkung der bürgerlichen Freiheitsrechte wie auch das Vorgehen gegen alles begründet kann, was sich nicht den Sprach- und Denkschablonen der verordneten Politischen Korrektheit beugt, Stichwort Kampf-gegen-Rechts. Also Staatskriminalität pur, worauf eigentlich für alle Beteiligten hohe Gefängnisstrafen stehen würden. Das alles wird noch ergänzt durch die Frage, wie die beiden Uwes wirklich zu Tode kamen. Sollte sich der dringende Tatverdacht erhärten, daß die beiden keinen Selbstmord begangen haben, sondern ermordet wurden, dürfte sich die Frage nach der Bestrafung der Hintermänner noch wesentlich drängender stellen.

  26. @ Karl_Murx am Januar 25, 2013 um 21:15

    Wenn man die Phänomene abschichtet (wie ein Archäologe) um die zugrundeliegende Struktur aufzudecken, wird deutlich, daß es letztlich um die Identität der BRD geht.

    Die BRD hat nämlich keine eigene positive Identität, sondern konstruiert ihr „Ich“ aus der negativen Abgrenzung gegen Nazis: „Wir sind keine Nazis“, „Wir sind nicht braun“, „Das lehnen wir ab, weil die Nazis das gemacht haben“ und so weiter und so immer unfröhlich fort, bis hin zur Autobahn und anderen Absurditäten.

    Sie braucht also Nazis, um sich (ihr „Ich“) nicht zu entgrenzen und amorph an Gestalt, Kontur und Kultur zu verlieren.

    Deshalb muß der Verfassungsschutz Nazis herstellen. Es ist der spezifischen Verfassung der BRD geschuldet, die ohne Nazis nicht leben und sein kann.

  27. Übrigens hat sich unser Buntes Gauckler darüber beschwert, daß er anläßlich seiner Weihnachtsansprache – wo er wohl Täter und Opfer verwechselt – „braune Briefe“ bekommen hätte.

    Braune Briefe also, mhm. Auch er könnte seine antideutsche Positionalität ohne Nazis nicht durchhalten. Auch er lebt nicht vom Brot allein, sondern von den Nazis.

  28. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Karl Murx

    Danke für diese inhaltsreiche Analyse.
    Ich meine, daß das Verständnis bei der Tötung der beiden Männer ansetzen muß. Selbstmord kann man wohl ausschließen, zu viele Indizien sprechen dagegen.

    Wurden die beiden jedoch zum Schweigen gebracht, dann muß man daraus schließen, daß sie unschuldig an den vielen Morden sind. Denn bei Überleben hätte sich ein Monsterprozeß gegen das Trio ganz wunderbar in den „Kampf gegen rechts“ eingeordnet. Es wäre denn, die beiden waren unschuldig, hatten jedoch Kenntnisse, vielleicht sogar Beweise, WER die Morde tatsächlich begangen hat.

  29. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    “Wenn man die Phänomene abschichtet (wie ein Archäologe) um die zugrundeliegende Struktur aufzudecken, wird deutlich, daß es letztlich um die Identität der BRD geht.
    Die BRD hat nämlich keine eigene positive Identität, sondern konstruiert ihr “Ich” aus der negativen Abgrenzung gegen Nazis: “Wir sind keine Nazis”, “Wir sind nicht braun”, “Das lehnen wir ab, weil die Nazis das gemacht haben” und so weiter und so immer unfröhlich fort, bis hin zur Autobahn und anderen Absurditäten.“

    Ganz genau, Herr Bullinger.

    Die west- wie die ostdeutsche Nachkriegsidentität konstituiert sich jeweils aus der Abgrenzung von den 12 Jahren NS-Zeit und den Verbrechen, die während dieser Zeit von Deutschen im deutschen Namen verübt wurden. Damit verbunden ist die Vorstellung, man müsste einen radikalen Bruch mit den Linien der eigenen deutschen Historie und Nation vollziehen, um ähnlich unheilvolle Entwicklungen wie das 3. Reich und den Holocaust in der Zukunft zu verhindern, da so etwas – jedenfalls in dieser Interpretation – auf eine nie näher definierte Art und Weise im deutschen Wesen verankert wäre.

    Daß so etwas erkennbar nicht die eigene, sondern die fremdbestimmte Geschichtsbetrachtung der Alliierten war, leuchtet ein, war damals aber die weit verbreitete Ansicht vieler Menschen im Land angesichts der verheerenden Niederlage und des offenkundigen Scheiterns einer expansiven imperialistischen Politik Deutschlands, die in ihrer Kraftentfaltung Europa und die Welt bis heute schockiert und fasziniert.

    Waren aber die 50er und 60er Jahre noch eine Zeit echter und ideologisch unverfälschter Bemühungen zur Aufarbeitung dieser Epoche, kam es dann im Zug des Langen Marsches der 68er und ihrer geistigen Nachkommen durch die Institutionen zur einer verhängnisvollen Umdeutung der deutschen Geschichte. Die wurde nun mehr und mehr als ein „direkter Weg“ nach Auschwitz interpretiert, und die Deutschen bzw. das Deutsche an sich grundsätzlich als etwas Negatives, „zu Überwindendes“ dargestellt. Die ohnehin schon getrübte Eigenwahrnehmung der Deutschen, die durch das biologisch bedingte Ableben von Zeitzeugen verstärkt wurde, welche noch mit einem anderem, positiven Verhältnis zur eigenen Nation aufgewachsen waren, wurde nun mehr und mehr kanonisiert und zur Staatsräson erhoben. Nunmehr stand selbst ein bejahendes Verhältnis zur eigenen Nation und zur eigenen kulturellen Identität als Deutscher unter dem Generalverdacht des Nationalsmus, was in der geschichtsklitternden Assoziationskette der grünlinken und mittlerweile selbst der ehemals konservativen Parteien unter den dringenden Tatverdacht des Rassismus oder gleich des Neonazismus gestellt wurde.

    „Sie braucht also Nazis, um sich (ihr “Ich”) nicht zu entgrenzen und amorph an Gestalt, Kontur und Kultur zu verlieren.“

    Ja. Wer nie zur Herstellung eines positiven nationalen Selbstbild in der Lage war , braucht das ständige Feindbild des Ewigen Nazis in bzw. um sich, um die völlig natürlichen Impulse der nationalen und kulturellen Selbstbehauptung, vor allem gegenüber fremden kulturellen und nationalen Identitäten, mit denen wir durch die Masseneinwanderung der letzten Jahrzehnte konfrontiert wurde, verdrängen zu können.
    Das Beharrungsvermögen dieser Jahrzehnte den Deutschen eingehämmerten negativen Eigenwahrnehmung, die inzwischen tief in das Massenbewusstsein einedrungen ist, wirkt sich hinsichtlich deren Reaktionen auf die negativen Entwicklung der letzten Jahrzehnte aus. So war es der politisch-medialen Kaste bzw. den Protagonisten der Deutschlandabschaffer-Fraktion immer wieder möglich, durch den Appell an die andressierten Schuldkomplexe die Deutschen in die Ecke zu drängen, wo man sie haben wollte und wo sie nicht die eigenen, sondern fremde Interessen vertraten. Die Wirksamkeit der NS- und der Antisemitismus-Keule ist allerdings inzwischen am Schwinden, auch oder gerade durch die vielen Einwanderer, die man damit kaum beeindrucken kann. Aus diesem Grund müssen jetzt neue Geßler-Hüte her, und wo es sie nicht gibt, werden sie vom Staat gemacht.

    „Deshalb muß der Verfassungsschutz Nazis herstellen. Es ist der spezifischen Verfassung der BRD geschuldet, die ohne Nazis nicht leben und sein kann.“

    So ist es. Es wird, sollte es sich demnächst – wie ich hoffe – herausstellen, daß dieser gesamte „NSU“ ein Fake des Verfassungsschutzes war, zu klären sein, inwiefern all diese „neonazistischen“ oder „ausländerfeindlichen“ Vorfälle der letzten Jahre nicht auch von den Inlandsgeheimdiensten gesteuert oder sogar organisiert waren, ähnlich dem „Thüringer Heimatschutz“. Bei dem ist das inzwischen aktenkundig. Es wird aufzuklären sein, ob die angeblich so zahlreichen „rassistischen“ Übergriffe vor allem in Ostdeutschland nicht entweder Vorfälle ohne einen solchen Hintergrund waren, wie die vielen „Sebnitz“-, „Mittweida“-, „Mügeln“- oder wie auch immer Zeitungsenten zeigen, oder ob es sich dabei um Agent Provocateurs des VS handelte, deren Aktion gezielt propagandistisch ausgeschlachtet wurden, um das gewünschte rechtsextreme Bedrohungsszenario zu erzeugen.

  30. Wahr-Sager sagt:

    @Joachim Bullinger:

    „Übrigens hat sich unser Buntes Gauckler darüber beschwert, daß er anläßlich seiner Weihnachtsansprache – wo er wohl Täter und Opfer verwechselt – ‚braune Briefe‘ bekommen hätte.“

    Im Ernst? Oder war das ein Witz?
    In Anbetracht des Wahns gegen rechts würde mich das nicht wundern. Ach, hätten die Verantwortlichen doch bunte Briefe gedruckt, wie es sich für eine buntä Dämokrahtieh gehört.

  31. Kopfüber sagt:

    Donnerwetter,

    Herr Elsässer stellt einiges auf die Beine, und nicht wenig.

    Bekam heute per Post das Compact-Magazin.

    Gerührt hat mich besonders der Artikel „Heimat ist, wo Osten ist“, weil ich mit einem Bein auch immer auf Usedom und in Greifswald bin – mein Vater wurde durch den Krieg an die Nordsee verschlagen.

    Es ist eben enorm wichtig, nicht nur eine Wohnung, sondern ein Zuhause zu haben.

    Mein Respekt, Herr Elsässer, Sie haben dem iranischen Präsidenten die Hand gegeben, obwohl ihm folgendes Zitat
    zugeschrieben wird:

    „Wenn man ein Land besucht, sieht man normalerweise in jeder Stadt ein Zeugnis des Nationalstolzes.
    In Deutschland gibt es in jeder Stadt etwas, daß dem großen deutschen Volk einredet, daß die Väter und Großväter Mörder gewesen sind.“

    Herr Elsässer, ich hätte diesem Präsidenten auch die Hand gegeben.

    Gruß von der Nordsee

  32. Wahr-Sager sagt: Januar 26, 2013 um 17:37

    @Joachim Bullinger:

    “Übrigens hat sich unser Buntes Gauckler darüber beschwert, daß er anläßlich seiner Weihnachtsansprache – wo er wohl Täter und Opfer verwechselt – ‘braune Briefe’ bekommen hätte.”

    Im Ernst? Oder war das ein Witz?

    Leider nicht.

    24.01.2013 – 19:10 Uhr Braune Briefe ins Bellevue
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/564938

  33. Wahr-Sager sagt:

    @Joachim Bullinger:

    LOL Ich habe Sie total missverstanden, weil ich annahm, dass der Gauck-ler sich über die Farbe der Briefumschläge beschwert hätte. Peinlich, peinlich.
    Wie es typisch ist für die Süddeutsche, wurden im Gegensatz zu Ihnen die „braunen Briefe“ ohne Anführungszeichen geschrieben.

  34. Karl_Murx sagt:

    @juergenelsaesser:

    Teil 4 der Fortsetzungsreihe „Die NSU-Morde – eine Geheimdienstoperation“ in der Januar-Ausgabe des „Compact“ untersucht die Rolle dieses ominösen „Paule-Panther-Bekennervideos. Das ist aber in voller Länge nirgendwo veröffentlicht. Es wäre interessant, ob die angeblichen „Originalfotos“, die nur vom Täter (oder der Polizei) vor Ort gemacht worden sein können, die Opfer der Morde zeigen, für die der hessische Verfassungsschutzbeamte Andreas Temme kein Alibi vorweisen bzw. wo er nachweislich zugegen war wie beim letzten Dönermord in einem Kasseler Internetcafè. Wäre es möglich, diese Fotos zu veröffentlichen oder das ganze Video in voller Länge zu zeigen?

    Mein Herzenswunsch wäre ein Leak zur Anklageschrift der Generalbundesanwaltschaft, die es ja mittlerweile gibt. Dann könnten wir nachzulesen, was man Beate Zschäpe konkret vorwirft. Sollten dort immer noch diese z.T. hanebüchenen Ungereimtheiten drinstehen, die im Vorfeld bekannt geworden sind, sollte es für die Anwälte Zschäpes ein Hochgenuß sein, die Anklage beim Prozeß in der Luft zu zerfetzen.

    Z.B. könnte man sich solchen kafkaesken Widersprüchen widmen, wie sie noch im Urteil des BGH über die Ablehnung des Antrages von Zschäpe auf Haftverschonung zu lesen waren. Dort wurde behauptet, Zschäpe habe die gemeinsame Zwickauer Wohnung zur Verschleierung der Spuren in Brand gesetzt, die vom „NSU“ und dessen Untaten zu ihr weisen würden. Einige Absätze später wurde Zschäpe angelastet, genau die oben erwähnte DVD`s mit dem PP-Bekennervideo, auf denen sich eine Gruppe namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ zu allen Morden bekennt, nach dem 04.11.2011 kreuz und quer in Deutschland an Parteibüros der Linken, linke Zeitungen, Antifa-Büros und Moscheevereine verteilt zu haben. Geht es eigentlich noch irrer?

  35. Karl_Murx sagt:

    Stück für Stück sickert langsam auch in den Mainstreammedien die Wahrheit durch, die von unabhängigen Journalisten und Blogs schon kurz nach dem Bekanntwerden dieser sog. „rechtsextremen Terrorzelle“ namens „Nationalsozialistischer Untergrund“ berichtet wurde:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article113257483/Verfassungsschutz-hatte-doch-Hinweise-auf-NSU-Trio.html

    Dem Thüringer Verfassungsschutz lagen vermutlich doch Hinweise auf eine Untergrundtätigkeit der im Januar 1998 geflohenen Neonazis Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt vor.

    Das lege ein bislang unbekannter Vermerk des Erfurter Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV) von 2004 nahe, berichtet die „Berliner Zeitung“. Offiziell hieß es bislang, es habe seinerzeit keine Erkenntnisse über Aktivitäten des abgetauchten Trios gegeben.

    Diese Erkenntnisse sind weder neu noch originell, sondern kursieren schon seit geraumer Zeit.

    Der jetzt aufgetauchte Vermerk, der der Zeitung vorliege, sei im Februar 2004 vom LfV verfasst worden. Darin sei es um die Abhörung von Telefonen Thüringer Neonazis gegangen. Mit Blick auf das Terrortrio heißt es in dem Papier: „Es ist möglich, dass die Betroffenen nunmehr im Untergrund innerhalb der Szene konspirativ weiter arbeiten.“

    Mit anderen Worten, als V-Leute oder Informanden des Verfassungsschutzes oder anderer Nachrichtendienste, also für den Staat. Wieso spricht man dann noch vom „Terrortrio?

    Abhörmaßnahmen gegen „Blood&Honour“

    Tatsächlich sollen die drei laut Bundesanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt bereits die Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gegründet, drei Migranten ermordet und sieben Raubüberfälle begangen haben.

    Wie verträgt sich das mit dem Umstand, daß alle drei unter ständiger Beobachtung und im permanenten Kontakt mit dem Verfassungsschutz standen?

    Die Abhörmaßnahme richtete sich seinerzeit gegen zwei frühere Aktivisten der verbotenen Organisation „Blood&Honour“ (B&H), die bei der Fluchthilfe für das Trio eine wesentliche Rolle gespielt hatte. Mittelbar betroffen von dem Lauschangriff waren mehrere andere Neonazis, darunter Ralf Wohlleben und Carsten S., die dem Trio 1999/2000 mutmaßlich Waffen besorgt hatten.

    Bei den Letzteren haben sich inzwischen die Indizien dafür, daß sie V-Leute des Verfassungsschutzes waren, mehr und mehr verdichtet.

  36. Godo sagt:

    Auf diesem Blog:

    http://einrechfrei.wordpress.com/

    werden die Fakten und Ungereimtheiten zu den „NSU“/’Dönermorden insbesondere die Ereignisse Anfang November 2011 umfassend aufgearbeitet:

    Zitate:

    (…)Als sich die Streifenpolizisten um 12 Uhr 05 dem Wohnmobil nähern, läd M im Innern des Fahrzeugs seine Winchester 1300 Defender durch, B [Böhnhardt] entsichert seine Maschinenpistole und geht an das Rückfenster, zielt auf die Beamten.(…)

    „…Also müssen die zwei Polizisten von hinten gekommen sein. …

    Jetzt wird es richtig heiß. So heiß, so unglaublich, …. Gehen Sie mal auf diese Homepages:

    http://widgets.caraworld.de/de/1462585.d21ce6ece5653da0dcde4d870bd862c9/style/neutral/detail/1523765/538873

    http://www.sunlight-caravaning.de/de/motorcaravans/alkoven.php

    http://widgets.caraworld.de/de/1462585.d21ce6ece5653da0dcde4d870bd862c9/style/neutral/detail/441037/538873

    Der Sunlight A 68 hat in der benutzten Ausführung kein Rückfenster !!!!

    (…)Als die beiden Polizisten nur noch wenige Meter vom Wohnmobil entfernt sind, drückt B den Abzug der Pieter-MP durch, doch es löst sich nur ein einziger Schuß, der neben den Polizsiten einschlägt. Diese gehen sofort in Deckung.(…)

    Böhnhardt soll am Rückfenster sein, das es nicht gibt. …“

    „Zwei leere Brenneke Patronenhülsen ist Eine zu viel“:

    „…Das Problem ist obiger Satz: (…)Die beiden ausgeworfenen Patronenhülsen der Marke Brenneke waren jeweils 70 Millimeter lang. Polizisten fanden sie direkt neben den Leichen.(…)

    Um eine zweite Patronenhülse auszuwerfen muss eine Pumpgun am Vorderschaft repetiert werden, ansonsten bleibt die leere Hülse der zweiten verschossen Kugel im Lauf der Waffe zurück.

    Der Tote Mundlos mit geplatztem Schädel und herauskatapultiertem Stamm-Hirn macht keinen Zucker mehr, und ist quasi mit betätigen des Abzuges tot. Die 31,5 Gramm schwere 18,5 mm starke Kugel trifft mit 430m/s = 1548 Km/h das sind 2912 Joule, das Zentrum des zentralen Nervensystems.

    Sein Mörder hingegen, hat in der Aufregung reflexartig ein zweites mal repetiert und mit der dadurch ausgeworfenen zweiten Patronenhülse der Marke http://www.brenneke-munition.de/cms/wissenswertesflg.html Brenneke, den Beweis hinterlassen, dass in dem Wohnmobil Marke Sunlight Kennzeichen: V – MK 1121 am 04.11.2011 ein Doppelmord geschah. Und nicht wie von den Behörden behauptet ein oder zwei Suizide….“

  37. Graubart sagt:

    Die Gladio Zentrale scheint in Mainz / Wiesbaden zu sitzen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/verbindungsstelle-61-staatsanwaelte-ermitteln-gegen-hohen-bnd-mann-a-882145.html

    Wen die wohl so alles gemeinsam geführt haben…🙂

  38. Graubart sagt:

    Und noch eine schöne mögliche Parallele zum NSU Komplex:

    Das Celler Loch vom BND im Kosovo

    http://www.heise.de/tp/artikel/29/29240/1.html

  39. Jens Peters sagt:

    Hallo zusammen,

    wer erinnert sich noch an die Zeugenaussagen, die damals durch den TV gingen, dass eine Person sich durch das Führerhaus aus dem Fahrzeug entfernt haben soll und es danach in Flammen aufging? Wurde diese dritte Person jemals wieder in die Betrachtung des Falles mit einbezogen? Meines Wissen nach nicht. Hat da jemand Informationen zu?

    Danke!

    Viele Grüße
    Jens

  40. juergenelsaesser sagt:

    Jens Peters: Wer COMPACT liest, ist klar im Vorteil! Seit November 2012 gibts jeden Monat die Serie „NSU-Morde – eine Geheimdienstoperation“, da wurde das NATÜRLICH behandelt… Am besten COMPACT abonnieren: abo.compact-,agazin.com

  41. sudeki sagt:

    Sensation!!! Im letzten Tatort (Puppenspieler) wird, wie ich gerade erfuhr, unverblümt auf die wahren Urheber der NSU-Morde hingewiesen. Kann das jemand bestätigen? Ich habe leider zum Glück keinen Fernseher. Dass schon in einem Tatort von 2001 ein Foto von einem NSU-Mann gezeigt wurde, konnte ich ergoogeln. Schon das ist sehr merkwürdig. Muss mir den Tatort heute Abend mal in der Mediathek anschauen.

  42. sudeki sagt:

    Also das haut einen vom Sockel, habe mir den Tatort gerade auf youtube (in HD) angesehen:

    Es handelt sich hier um eine Art „Revelation of the Method“ des Systems. NSU und Dönermorde werden direkt erwähnt im Zusammenhang mit mobilen Einatzkommandos, die im Auftrag von „ganz oben“ überall im Lande agieren, um bestimmte Ziele zu erreichen usw.! Das glaubt man alles gar nicht. Herr Elsässer, warum ist das noch keine Titelstory?

  43. juergenelsaesser sagt:

    sudeki: Titelstory? Wir machen ein ganzes COMPACT-Spezial zur NSU! Siehe Cover auf der Startseite rechts!

  44. sudeki sagt:

    @juergenelsaesser: Ja, sehr gut, weiß ich als treuer Abonnent doch schon😉 Da könnt ihr ja die Tatort-Story mit reinpacken. Die TAZ hatte auch einen Artikel dazu:
    http://www.taz.de/Bremer-Tatort-Puppenspieler/!111520/

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