Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Ken Jebsen in COMPACT: Rinks und Lechts

JebsenElsaesser120412Lockerungsübungen vor der politisch-korrekten Exerzierstunde

Wer’s noch nicht gemerkt hat: Ken Jebsen ist jetzt in jeder Ausgabe von COMPACT-Magazin vertreten. Umgekehrt macht er auf seinem Internet-Kanal KenFM regelmäßig Sendungen mit Jürgen Elsässer und anderen COMPACT-Leuten. Die Zusammenarbeit wird weitergehen. Sie ist nicht für den Augenblick gedacht!

(Heute neu auf compact-magazin.com: Gefälschte Barren? Nachgefragt: Wo ist das deutsche Gold?)

Hier ein Auszug aus Ken Jebsens Artikel in der aktuellen COMPACT-Ausgabe Januar 2013. (Foto: Jebsen, Elsässer bei COMPACT Live im April 2012; Foto S.v. Maiwald)
Rinks und Lechts

Lockerungsübungen bei der Sprachgymnastik vor dem politisch korrekten Unterricht: Das Herz schlägt links? Das Herz am rechten Fleck? Rechts vor links? Links zu rechts? Link mich rechts? Recht mit links?

Von Ken Jebsen

Am Anfang war das Wort: Ein Wort, das von allen benutzt wird, ohne dass sich auch nur zwei finden, die – wenn sie dieses Wort benutzen – wissen, dass sie unterschiedliche Dinge meinen, ist das perfekte Tool, um jede Art von kritischer Diskussion ins Nichts laufen zu lassen.

Solche Worte sind wie abgefahrene Sommerreifen bei Platzregen auf der Autobahn, während man mit 190 unterwegs ist.

Werden wir konkret. Was bedeuten heute noch die Begriffe wie zum Beispiel links oder rechts?
Bedeuten sie noch dasselbe wie vor 60 Jahren? Oder 1968? Wer hierauf mit ja antwortet, kann jetzt abdrehen.

Links erkennt man am Wort links und rechts an rechts. Das Wort klingt anders und auch  die Buchstabenkombination hat sich nicht geändert. Der eigentliche Sinn beider Wörter aber ist heute verwirrend flexibel. So flexibel, dass jene, die diese Worte benutzen, nicht mehr hinterfragt werden können, ohne dass das zu noch mehr Verwirrung führt.

Fest steht, rechts steht heute in der maximalen Auslegung für Nationalsozialismus, während links als Kommunismus verortet wird. Rechts und links wird also mit einem unterschiedlichen Betriebssystem verknüpft. Was unterscheidet beide Systeme? Im Kern wie mit Eigentum umgegangen wird. Jedenfalls offiziell.

Platt ausgedrückt: Die Linken wollen, dass alle gleich wenig haben, dass die Besseren gleichviel bekommen. Eine sehr einfache Definition! Exakt das macht sie so falsch und hat geholfen, sie bis heute überleben zu lassen.

In Wahrheit steht rechts oder links für die Art, wie Menschen, die Macht haben, mit dieser Macht umgehen. Wer links beginnt, mutiert in der Regel zu rechts, wenn er eine Position, einen Status, ein Level erreicht hat, den es für ihn ganz persönlich lohnt zu verteidigen. Rechte fangen an links zu ticken, wenn ihre Macht, ihr Einfluss, ihr Geld schwindet.

In der Ex-UdSSR (wie auch in der bald Ex-USA) muss der, der Linke sucht, sich zur Basis begeben, während man sich auf der Suche nach rechts eher Richtung Chefetage bewegen sollte. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das war immer so.

Rechts kommt nicht von ungefähr von Recht. Ordnung. Rechtsstaat. Das Recht ist aber nur richtig, wenn es gerecht ist. Eine Philosophiefrage.

Wenn zum Beispiel der Springer-Konzern als klassischer Vertreter der Rechten, also der Mächtigen, Linke diffamieren will, bezeichnet er sie als Antisemiten, Nazis und so weiter. Diese Menschen sind für den Springer-Konzern rechts und rechts ist zu ächten. So die Losung an die Leser.

Wer die eigentlichen Linken, die man versucht mittels Nazikeule nach rechts zu verorten, jetzt noch wahrnimmt, ist schon einen Schritt zu weit gegangen: Er nimmt das, was sie sagen, wahrer, als es erlaubt ist. Er hört ihnen zu. Richtiger wäre, diese vom Springerkonzern als rechts markierten Menschen zu ächten, sie links liegen lassen, gegebenenfalls mit dem Springerstiefel in den Staub zu treten.

Den Linken heute ist alles recht, solange sie noch links scheinen, aber wie Rechte leben. Im Wohlstand. Nehmen wir die Grünen. Grün stand offiziell mal für links, und auch heute würde eine Straßenumfrage an massenmediengeschädigte Mitmenschen ergeben: Ja, grün ist eher links und auf gar keinen Fall rechts.

Der bekannteste Grüne ist Joschka Fischer. Der Mann, der 1986 in Turnschuhen seinen Eid als hessischer Minister schwor, trägt nach kurzer Joggingphase wieder XXXL-Maßanzüge und arbeitet schon lange als Berater für die Auto- oder Atomindustrie. BMW und RWE und REWE: alle teilen sich das W, wie: Was kostet es uns, wenn sie für uns werkeln, Herr Fischer?

Erst als die linksdrehenden Grünen so rechts wurden, dass man das nur als konservativ bezeichnen konnte, haben sie es in Baden-Württemberg an die Spitze geschafft. Der schwäbische Ministerpräsident und der neue Bürgermeister von Benz-Town haben mit dem, was links immer noch im Volksmund zu bedeuten scheint, soviel zu tun wie ein 2CV mit Sitzheizung.

Links kann heute sein, in einem Porsche zu fahren. Dann aber konsequent untertourig auf der rechten Spur zu bleiben, wegen der Nachhaltigkeit.

Rechts kann sein, sich für unterdrückte Völker einzusetzen, indem man die Unterdrücker und ihre Verlogenheit anprangert. Bitte was? Wer sich zum Beispiel für das palästinensische Volk und dessen Recht auf Selbstbestimmung einsetzt, also klassisch linke Werte, wird von der Presse schnell des Rechtsradikalismus beschuldigt. Das wäre noch okay, da man nichts anderes erwartet. Krank ist das, wenn Linke, die sich für das Volk, Gewerkschaften oder Bürgerrechte einsetzen, von den rechten Massenmedien dazu gebracht werden, andere Linke als Rechte zu verorten, mehr noch sie zu beschimpfen und ablehnen. (…) (…)

(Vollständig lesen in der Printausgabe COMPACT 1/2013. Die Ausgabe kann man hier bestellen und hier abonnieren.)

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23 Responses

  1. Rechts oder links? Das kann man auch so schön an unserem kleinen niederbayerischen Gesprächskreis, „Runder Tisch DGF“, festmachen. Passt schwupp ins Antifa Töpfchen, taucht bei der „Endstation rechts“ auf, obwohl wir, auch bei Jürgen Elsässer und seinem Compact (und unserem, einige sind Leser) immer jedes Thema hinterfragen, richtig oder falsch, statt rechts oder links? Dazu hier die eher groteske Geschichte mit unserem örtlichen Bundestagsabgeordneten der SPD, auch Landes- und stellvertr. Fraktionsvorsitzender, Florian Pronold. Er verordnete uns nach rechts, weil es einen Republikaner unter den Gesprächsteilnehmern gibt. Der ihn höflich eine Sachfrage stellte, die dieser Volksvertreter mit einer denuzierenden Stellungnahme beantwortet. Aus unserer subjektiven Sicht steht dieser Genosse aber eher an der rechten Bahnsteinkante, wir dagegen sitzen schon im fahrenden Zug.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/10/18/mdb-pronold-unser-volksvertreter-bei-der-rechten-endstation-ausgestiegen/

  2. Postmarx sagt:

    Interessanter mathematischer Ansatz, den Jebsen hier bringt. Je größer die Entfernung zur Macht, desto linker der politische Standpunkt. Konservative, also rechte, Menschen sind in diesem Sinne am Status-Quo-Erhalt interessiert, da es ihre Position auf der Machtskala erhalten wollen.

    Jebsen erklärt damit auch weswegen die der Gang durch die Institutionen aus den ehemals linken der 68er, stramme Rechte gemacht hat – Kriegspolitik, Abbau des Sozialstaats, Überwachungsstaat.

    So brilliant diese These analytisch auch sein mag, so hat sie doch das Problem, dass sie politisch deterministisch und somit hoffnungslos ist. Denn die These sagt im Grunde nichts anderes, als dass Macht immer korrumpiert, dass mit dem Zuwachs an Macht eines Politikers immer sein Einsatz für die Machtlosen, Entrechteten und Ausgebeuteten in eben jenem Grade abnimmt, in dem seine Macht zunimmt.

    Insofern stellt diese These Macht selbst als Kern des Problems dar und ist in ihrer Konsequent weitergedacht anarchistisch. Wenn Macht immer dazu führt, dass die Machtvollen sich von den Machtlosen, welche immer die Mehrheit in einer Demokratie darstellen, politisch entfernen und ihnen entgegen wirken, so kann eine Demokratie, welche Macht an Amtsträger verleiht nicht funktionieren. Dies weil sich die durch Erteilung eines machtvollen Mandats an einen Amtsträger, die Erteilenden quasi ein Mandat gegen sich selbst erteilen. Einzige Lösung – Amt und politische Macht trennen. D.h imperatives Mandat, Volksentscheid, Rotation von Staatsämtern mit hoher Frequenz.

  3. schnehen sagt:

    ‚Links‘ und ‚rechts‘ sind heute zu bloßen Worthülsen geworden, um sich selbst ins richtige, ‚rechte‘ oder ‚linke‘ Licht zu setzen. Die Entstellung und Verdrehung dieser Begriffe, der politische und mediale Missbrauch dieser Begriffe, erfordert, sie auszurangieren, sie einfach nicht mehr zu benutzen. Denn durch ihre Benutzung können nichts als Missverständnisse, kann nur Verwirrung entstehen, und gerade diese Verwirrung in den Köpfen wollen die Mächtigen und die ihnen hörigen Medien. Kurz: Sie wollen, dass keine Klarheit entsteht. Aber wir brauchen Klarheit.

    Sprache dient der Klarheit, der Verständigung. Wenn Begriffe einer Sprache diese Klarheit nicht mehr vermitteln, ist es Zeit, auf sie zu verzichten, ist es Zeit, bessere, exaktere Begriffe zu schaffen.

    Also weg damit.

    Was ist die Alternative?

    Die Alternative ist klar zu sagen, wo man steht, es inhaltlich und ganz konkret an Fällen und Beispielen zu verdeutlichen.

    Also ein Beispiel:

    Die Hilfsschiffe für Gaza.

    Diejenigen, die sich an den Aktionen beteiligt haben, waren Muslime, Christen, Juden, Atheisten, waren ehemalige KZ-Insassen wie Hedi Epstein, eine Hausfrau, waren Politiker wie Prof. Norman Paech, Journalisten wie Yvonne Ridley von Press TV, waren Geschäftsleute, Intellektuelle, Seeleute, Rentner und Studenten, US-Bürger, Griechen, Kanadier, Deutsche, Iren – Menschen aus vielen Nationen, aus vielen politischen Lagern, aus vielen Berufszweigen, Angehörige vieler Religionen, die ihrem Gewissen gefolgt sind, das verlangt, dass man sich um andere, egal welcher Rasse, welcher Hautfarbe, welcher Nationalität, welcher Religion, welcher politischen Orientierung usw. KÜMMERT.

    Und dann gibt es welche, denen das alles egal ist, denen nur ihr Privatleben wichtig ist und schließlich welche, die sich sogar für das Regime in Tel Aviv stark machen, das die humanitäre Katastrophe in Gaza verursacht hat und sie jeden Tag weiter verursacht.

    Hier verläuft die Trennlinie: Zwischen denen, die sich um andere kümmern und denen, die es nicht tun, die sich nur um sich selbst kümmern und allenfalls noch um ihre Familie und ihren Garten.

    Ob die Teilnehmer an den Gazaflottillen Linke oder Rechte waren, ob sie ‚fortschrittlich‘ oder ‚reaktionär‘ waren, ob sie einer ‚rechten‘ oder ‚linken‘ Gruppe angehörten, spielt hier überhaupt keine Rolle mehr, sondern nur die Tatsache, dass sie Opfer für die Menschenrechte, für die notleidenden Menschen in Gaza gebracht haben und bereit waren, erhebliche Nachteile einzustecken und sich großen Gefahren auszusetzen.

    Hier verlaufen die Trennlinien. Alles andere ist nebensächlich.

    Und ähnlich müssen Regierungen beurteilt werden:

    Danach, ob sie nur dem Profit der großen Konzerne und Banken verpflichtet sind oder ob es ihnen um das Wohl ihres Volkes geht, ob sie für die Finanzoligarchen arbeiten wollen, was viele Vorteile mit sich bringt, viele Karrieresprünge, oder ob sie sich für die einfachen Menschen einsetzen wollen, was viel schwieriger ist, aber einen guten Schlaf, ein gutes Selbstwertgefühl und ein reines Gewissen verschafft.

  4. Rosalie sagt:

    Hallo,
    warum macht ihr es so kompliziert..?
    Jeder Einzelne hat sich zu entscheiden, wo er steht.
    Dabei sind die zehn Gebote Gottes das Mass aller Dinge.
    Die ersten vier Gebote beschreiben das Zusammenleben mit Gott und die folgenden sechs Gebote beschreiben genau, wie wir mit uns umzugehen haben. Nichts Anderes !!!
    Ihr verfolgt einer menschengemachten Idiologie, die aus welchem kranken Hirn auch immer entsprungen ist, keine realistische Anschauung der Menschheit ist.
    Die Frage ist doch nicht ob politisch korrekt gehandelt wird, natürlich nicht, sondern ob das Leben jedes einzelnen berücksichtigt wird.
    Und wer kann von sich sagen, ich habe der Menschheit gedient ? Doch wohl keiner, in unserer Zeit.
    Nein, das währe auch zu weit ausgeholt, aber Leute die Gottes Plan erkennen und beherzigen sind immer wieder, rettend und uneigennützig aufgetreten um das Evangelium zu verkünden. Es geht schliesslich um das ewige Leben mit Gott.
    Und wer will das nicht..?
    Die Bibel ist bis in unsere Tage unverfälscht vorhanden.
    Die Bibel ist Gottes Wort, warum halten wir uns nicht daran..?
    Ganz einfach, weil irgendwelche Leute meinen, es besser zu wissen.
    Hört nicht drauf, denn es sind nur Menschen und nicht Götter.
    Betet zu Gott und bittet um Hilfe, es wird dann etwas passieren, was euch umhauen wird.

  5. Der Artikel ist schon mal ein guter Anfang dem geneigten Normalo Leser das Links/Rechts Paradigma zu erklären.Die Beispiele sind gut gewählt und für jedermann verständlich.

  6. Kopfüber sagt:

    Eine Bresche für die Freiheit der gedanklichen Auseinandersetzung, fernab der Begriffe links und rechts, schlägt auch der iranische Botschafter in
    Bern, Dr. Salari, auf der 8. AZK in der Schweiz.

    Das Interview ist auf YouTube abrufbar.

  7. Ich habe eine kurze Anfrage an Herrn Elsässer.Wäre es möglich einen kleinen Beitrag in ihrem Magazin irgendwann aufzunehmen der den Kampf gegen Faschismus in Benton Harbour Michigan thematisiert.Es gibt dort einen schwarzen Bürgerrechtler Reverent Edward Pickny der den Kampf gegen Gov. Rick Snyder organisiert. Synder will dort Gewerkschaften(die der Lehrer und Krankenschwestern) zerschlagen und sich eine Art Austeritätsallvollmacht(Food Stamps,S-CHIP) aneignen.Benton Harbour könnte eine Quelle des Wiederauflebens der Gewerkschafts,Zivilgesellschaft a la Martin Luther King werden.Synder will Öffentlichkeit vermeiden und durch die Hintertür agieren.Pickney gibt gerne Interviews und würde gerne mehr in die internationale Öffentlichkeit gehen.
    Wenn sie kein Interesse haben , kein Problem , sie sind natürlich selbst sehr beschäftigt mit dem Magazin.Ist nur eine Frage.

  8. Y.Jones sagt:

    Naja… bisschen schwach der Artikel. Alles ziemlich verkürzt und dazu noch kompliziert bzw. anstrengend zu lesen. Hab da inner jungen welt neulich einen wesentlich besseren Artikel zu dem thema gelesen.

  9. juergenelsaesser sagt:

    Y.Jones: In der Jungen Welt soll ein vernünftiger Artikel gestanden sein, dass die Kategorien Links und Rechts veraltet sind???? Wenn das stimmt, spendiere ich Ihnen eine Flasche SCHAMPUS! Her mit dem Artikel! Ich glaub das NIE im Leben!

  10. juergenelsaesser sagt:

    Oswald: Diese Woche ist Endredaktion, da habe ich keine Zeit, mich drum zu kümmern. Nächste Woche sieht es besser aus.

  11. Tom2 sagt:

    Nicht unerwaehnt sollte bleiben, was sowohl klassische als auch heutige „Standard“-Rechte und -Linke nicht voneinander unterscheidet:

    Die Affinitaet zum Zentralismus.wenn bei Rechten auch nur bis zu den Grenzen des Nationalstaates. Alles muss von „Rom“ aus geregelt werden, ob die tausendjaehrige bis ewige Stadt dann nach Berlin oder Bruessel verlegt wird, ist prinizpiell belanglos.

    Das Operieren mit geldlosen Tauschwirtschaftslehren, von Marx bis zu den zu Unrecht so genannten „Monetaristen“ um Friedman und Co. Ein letztlich ganz essentieller Punkt zur Kontrolle der Menschen. Da es nie in der Geschichte eine geldlose Tauschwirtschaft gegeben hat, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Rechts und Links auf Sand gebaut sind, mindestens oekonomisch.

    Hier sollte man auch erwaehnen, was Kapitalismus und Kommunismus nicht voneinander unterscheidet:
    Die Kontrolle ueber wesentliche Teile der Ressourcen einer Gesellschaft durch eine winzige Gruppe von Menschen, wenn sie auch in einem Fall Plutokraten,genannt werden, im anderen Buerokraten.

    In der Fremden-/Asylpolitik eine wilde Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche, hier kommt es auf die Kombination an. Jede Seite kritisiert seit vielen Jahren, nicht immer zu Unrecht, dass die andere das Zuckerbrot/die Peitsche will, waehrend in der Zwischenzeit das latente Konflitkpotential in der Gesellschaft so „gut“ aufbaut wird, wie es Rechte und Linke halt vermoegen.

    Das ist nur ein Anfang, die Liste ist erweiterbar.

    Rechts und Links sind historische Kategorien und heute fast nur noch fuer die Kontrolle der Menschen durch Denkverbote und Diffamierung von Bedeutung, um kritische Geister und solche, die es werden koennten, zu geistigen Bruedern von Hitler und Stalin zu erklaeren.

  12. Kopfüber sagt: Januar 6, 2013 um 20:36

    Eine Bresche für die Freiheit der gedanklichen Auseinandersetzung, fernab der Begriffe links und rechts, schlägt auch der iranische Botschafter in
    Bern, Dr. Salari, auf der 8. AZK in der Schweiz.

    Das Interview ist auf YouTube abrufbar.

    Da gab es noch einen interessanten Beitrag von einer Deutschen Juristin, die als Strafverteidigerin ihre Mandanten selbst in Holo-Prozessen wirksam verteidigen wollte. Weshalb man sie selbst angeklagt, verurteilt, wegsperrt und sie aus der Anwaltschaft ausgeschlossen hat.

    @ Fatima
    Kennen Sie Dr. Salari? Evtl. könnte eine Asylmöglichkeit hilfreich sein und ihr vielleicht angeboten werden? Was meinen Sie?

  13. „Nächste Woche sieht es besser aus.“

    Natürlich.Ich wollte nur darauf aufmerksam machen und dass sie es zumindest erwägen.Ich kann mir ihre Arbeitsbelastung sehr gut vorstellen.Danke für die Antwort.

  14. me. sagt:

    Ein gutes Joint Venture!

  15. Karl_Murx sagt:

    @Ken Jebsen:

    Den Linken heute ist alles recht, solange sie noch links scheinen, aber wie Rechte leben. Im Wohlstand. Nehmen wir die Grünen. Grün stand offiziell mal für links, und auch heute würde eine Straßenumfrage an massenmediengeschädigte Mitmenschen ergeben: Ja, grün ist eher links und auf gar keinen Fall rechts.“

    Hat der Linke erst einmal die Diskurshoheit erlangt, bilden andere Ansichten nurmehr noch den Inhalt seiner Steckbriefe.

    Eine Gesellschaft, die an der Spitze ihrer Werteordnung die soziale Frage, den Antifaschismus, den Kampf „gegen rechts“, die Nivellierung der Bildungseliten und die Emanzipation jeder sogenannten Minderheit stellt, kann schwerlich anders als links genannt werden. Die Wirtschaftsverhältnisse sind kein Gegenargument – der Kapitalismus hat sich einfach als die beste Melkkuh erwiesen.

    Der Rechte mag genauso einseitig und vernagelt sein wie der Linke – da ihm das Vortragen seiner Ansichten keinerlei Sozialprestige einträgt, ist er wenigstens nicht so verlogen.

    Dass rechtes Gedankengut in die Mitte der Gesellschaft eindringe, ist ein großes Ärgernis derer, die dort schon lange und unbehelligt ihr linkes Gedankengut verbreiten.

    Michael Klonovsky

  16. Avicenna1968 sagt:

    „Konservative, also rechte, Menschen sind in diesem Sinne am Status-Quo-Erhalt interessiert, da es ihre Position auf der Machtskala erhalten wollen“

    Das letzte Mal, daß „Konservative“ am „Status Quo-Erhalt“ interessiert waren, war…wann ?

    Im übrigen ist es unsinnig, anzunehmen, daß aus Revolutionären, sobald sie die Macht ergreifen, Konservative würden. Natürlich versucht jede Gruppe, ihre Macht zu erhalten und auszubauen, diese Einsicht ist trivial; worauf es ankommt, ist die Frage, ob sie ihre Macht dazu benutzt, die Gesellschaft zu verändern. Die Geschichte kennt Beispiele dafür, daß herrschende Gruppen, indem sie ihre Macht benutzten, um bestehende Gesellschaftsverhältnisse umzuwälzen, auf lange Sicht ihrer eigenen Herrschaft das Grab gegraben haben.

  17. Begriffe sind Erkenntnisprozeß und Wissenseinheit zugleich
    Begriffe sind also höchst subjektive Theorien und keine objektiven Kategorien
    Begriffe haben eine begrenzte Reichweite und stets vorläufigen Charakter
    Begriffe haben intendiert einen Realitätsbezug, man kann Realität damit begreifen, wenn sie ad rem sachhaltig und adäquat sind

    Fazit: Begriffe sind gleichsam bewußte Denkstrukturen

    Wenn das aber so ist, dann sind „Links“ und „Rechts“ als Begriffe leer. Sie haben keinen Inhalt und keinen Realitätsbezug. Man kann politisch nichts damit begreifen.

    Sie taugen nur zur geographischen Orientierung.

  18. Anonymous sagt:

    ich muss gestehen dass es in den besagten artikeln( es waren 2 im abstand von ca.1monat) nicht darum ging dass die begriffe „links“ und „rechts“ veraltet sind. einmal wurden die linksgrünen gutmenschen mit ihren bioquatsch und „atomkraft nein danke“ schildchen in anständiger manier in ihre schranken gewiesen. und einmal ein, wenn auch kurz und bündiger text wo die vorschnelle verurteilung von linken und mainstream gegenüber europakritischen personen als rechts kritisiert wurde. ich wollte ihnen das damals sogar hier im blog schreiben. das klang so nach einer verspäteten entschuldigung ihnen gegenüber. habs aber vergessen. das war so im august/september. leider sind solche artikel eher eine rarität und dann auch noch schön versteckt. aber besser als garnichts.

  19. Mary J. sagt:

    Links und rechts taugt als Einteilung bestenfalls bei so Themen wie Migration, Homosexualität oder Abtreibung.

    In der Wirtschaftspolitik sind beide völlig gleich (mehr Geld für alle) und außenpolitisch ebenso (wer nichts macht, macht auch keine Fehler).

    Dass Linke wie Rechte zuweilen von der Realität eingeholt werden, und anders handeln müssen, als sie es wollen, wenn sie in der Verantwortung stehen, tut nichts zur Sache.

  20. Y.Jones sagt:

    Mary j: ich bin links aber gegen schwulenparaden und öffentliches zur schau stellen ihrer unglücklichen neigung. Es sollte so sein wie im iran. Oder zumindest nah dran an iranischen verhältnissen was den umgang mit schwulen betrifft. Warum?? Schwule sind nicht kritisch und leicht zu manipulieren. Kurz: keine Revolution wenn es zuviele schwule gibt. Dann sind sie auch noch konsumgeil und sind wegen ihrer exzesse mit viren und keimen belastet. Dann bin ich zwar für Migration. Aber nur solange es finanzierbar ist. Also schon seit 30 jahren nicht mehr. Bei Abtreibung bin ich tatsächlich linksliberal. Jede wie sie will.

  21. Y.Jones sagt:

    J.E: der anonyme text stammt von mir bezüglich ihrer Anfrage zur jungen welt.

  22. Benjamin sagt:

    ach dieses links und rechts..

    da würde ich mich eher für die „big five“ (begriff aus der psychologie) hantieren, also:

    labil versus stabil (oder stabil versus labil, kann jeder in „seine“ ecke reinsteckn wies ihm passt :P)
    extrovertiert versus introvertiert
    offen für neues versus konservativ
    altruismus versus egozentrisch
    gewissenhaft versus spontan/schlampig..

    generell wird die psychologie leider ziemlich stiefmütterlich behandelt, während sich das establishment anschickt diese durch die „psychiatrie“ (=pharmaindustrie de facto) zu schaden und nicht zu vergessen die ganzen hobbypsychologen (auch studienräte genannt)

    gut,aber letztendlich sollte man jeden menschen als individuum betrachten, auch wenn man mit diesen lagern -notgedrungen- arbeiten muss (gedanklich).

  23. Charly sagt:

    Absoluter Quatsch. Er klammert Eigenschaften wie eine rassistische Weltsicht der Dinge, nationale Identifikation und Kapitalismus völlig aus und versucht Leute mit den (eigentlich relativ klaren) Begriffen Links und Rechts zu verwirren indem er sie möglichst oft in einem eigenartigen Kontext erscheinen lässt, der gar nicht die Realität trifft sondern nur seinen Versuch sie zu relativieren.

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