Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

2013: Der Crash kommt NICHT!

Der Jahresrück- und ausblick von Jürgen Elsässer.

Und ewig grüßt das Murmeltier… Oder der Weltuntergang, der Euro- bzw. Dollar-Crash, der Faschismus, der Kommunismus, der Atom-GAU, der Weltkrieg… Manche Zeitgenossen suhlen sich geradezu in Untergangsphantasien, können nicht genug davon bekommen. Durch das Internet ist diese Spökenkiekerei noch schlimmer geworden. Der Maya-Weltuntergang am 21. Dezember 2012 ist ausgefallen (COMPACT hat sich schon im Januar 2012 über den Unsinn amüsiert…), macht nix, die nächste Katastrophe steht schon vor der Haustür.

Wie oft wurde der Euro-Crash schon vorhergesagt? Es gab Experten mit bekannten Blogs, die haben die Vorhersagen sogar auf den Tag genau gemacht, und zwar mehrfach. Auch im ablaufenden Jahr 2012 sah es immer wieder düster aus für die Gemeinschaftswährung. Aber der Crash, ich habe mehrfach drauf hingewiesen, kommt nicht! Denn: Die herrschenden Finanzmächte wollen den Euro auf Teufel komm raus erhalten, weil er die ideale Saugpumpe ist, um die Industriegesellschaften Kontinentaleuropas, vor allem Deutschlands, zu zerstören. Das Label „Crash“ war am Anfang der Krise wichtig, um gegen die Euro-Euphoriker anzustänkern (auch mein Buch hieß „Der Euro-Crash“, erschien allerdings schon 2010…). Aber mittlerweile geht es darum, nicht hoffnungsvoll oder bibbernd auf den „Crash“ zu warten, sondern den Ausstieg Deutschlands (und anderer Länder) aus dem Euro-System zu organisieren und durchzusetzen.

Das ist das Problem bei den Katastrophentheoretikern: Sie machen die kritischen Geister passiv, schläfern die Opposition ein. Die Apokalyptiker denken: Da der Crash ohnedies kommt, hilft eh nix mehr – außer Survival-Pakete zu kaufen und sich eine Knarre zuzulegen für den Tag X, wenn alles im Chaos versinkt. Die Vorstellung dieser Leute von einem Crash ähnelt der Johannes-Offenbarung: Der Tag des Jüngsten Gerichtes. Danach ist nichts mehr, wie es vorher war. Entweder kommt das totale Nichts, ein Mad Max-Szenario, oder aus dem Chaos erhebt sich die Neue Ordnung – unsere Ordnung, die der „Guten“. Welche Hybris! Selbst die Hyper-Inflation 1923, die nun wirklich ein ökonomisches Erdbeben war, hat nur ein paar Monate für Unruhe gesorgt. Danach gab’s eine Währungsreform, und alles ging so mies weiter wie zuvor.

Ein System – egal, ob man damit das Euro-System, die EUdSSR, das Papiergeld-System oder den Kapitalismus allgemein meint – geht nie an seinen ökonomischen Widersprüchen zu Grunde. Vielmehr übersetzen sich die ökonomischen Widersprüche in politisch-militärische Konfrontationen; so führte die Weltwirtschaftskrise ab 1929 keineswegs zum System-Crash, sondern  zum Aufstieg der Diktaturen in Europa und schließlich zur großen militärischen Konfrontation, dem Weltkrieg. Dies ist auch heute die Hauptgefahr für die Nationen und Völker, und deswegen ist der Aufbau einer Anti-Kriegs-Opposition am wichtigsten.

Aber auch die Weltkriegsgefahr wächst keineswegs linear. So hat sich diese im Jahr 2012 deutlich abgeschwächt. Der Krieg gegen den Iran, den auch ich im Frühjahr befürchtet habe, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die US-Flugzeugträger wuden aus dem Persischen Golf abgezogen, Obama hat Netanjahu zurückgepfiffen, der Netanjahu-Freund Romney kam nicht durch. Syrien verteidigt sich überraschend gut gegen die Terroristen. Der Vorstoß Israels gegen Gaza wurde abgeschlagen. Und zuletzt, wer hätte das gedacht: Als die syrischen Terroristen vom Einsatz von Giftgas in Homs faselten, war es ein israelischer Minister, der dieser Kriegslüge widersprochen hat. Eine weitere Niederlage für den Imperialismus war das Aus der Nabucco-Pipeline, während die russischen Gasprojekte (Nord-Stream, South-Stream) planmäßig vorankommen. Chavez hat die Wahl prächtig gewonnen, die chinesische Wirtschaft boomt weiterhin, die Kriegsgefahr rund um Korea wurde mit Pekings Hilfe entschärft.

Das bedeutet nicht Entwarnung. Aber man muss weg kommen von der apokalyptischen Starre, die manche wie das Kanichen auf die Schlange blicken lässt. Die Kräfte des Widerstands sind gewachsen. Nun kommt es darauf an, diese Kräfte auch in Europa zu bündeln. Die Souveränitätskonferenz von COMPACT war ein wichtiger Schritt dazu. Auf diesem Weg wird COMPACT weitermachen, auch im Jahr 2013: Elemente des Widerstandes aus den unterschiedlichsten Richtungen zusammenzufassen und nachprüfbare Fakten (anstatt dunklem Geraune) zusammenzustellen, die auch Otto Normalverbraucher überzeugen können, dass eine andere Politik möglich ist. COMPACT muss (und kann!) so stark werden wie der SPIEGEL – und der hat in seinen besten Zeiten Minister zum Rücktritt gezwungen… Hier geht es zur COMPACT-Website und zum Abo.

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180 Responses

  1. Cavaradossi sagt:

    Weshalb sollte ein Euro-Crash auch kommen, wenn die Mächtigen die Geldschöpfungs-Maschinerie unter ihrer Kontrolle haben? Dumm ist nur, wer noch arbeiten muß und sein Geld nicht selber drucken kann.

  2. Robert Rätz sagt:

    Ich drücke Compact die Daumen das sie mit ihrer zunehmenden Auflagenstärke so nach und nach der Springerpresse die Ränge strittig machen wird. Von mir gibt es ein fettes Lob an Compact! Es ist schon interessant wie nach der Soveränitätskonferenz die antifaschistischen Reflexe aus Spiegel, Zeit Online und Der Standard zucken. Wird unser nächstes Denunzianzopfer etwa Peter Scholl-Latour oder gibt es bald den erhofften Ruck in der Politik?! Ich glaube es wird noch stürmischer werden. Unsere 3 Megapublizisten und Talkshow Experten Friedman, Broder, Ranicki haben sich doch zuletzt recht zurückgehalten, so kommt es mir jedenfalls vor.
    Ich kann nur jedem empfehlen sich mal eine Kioskausgabe von Compact zu beschaffen. Gruss an alle Freigeister

  3. Anders M. sagt:

    ²Eine weitere Niederlage für den Imperialismus war das Aus der Nabucco-Pipeline, während die russischen Gasprojekte (Nord-Stream, South-Stream) planmäßig vorankommen.“

    Herr Elsässer,

    darf man vielleicht erfahren, warum Sie als Deutscher sich wünschen, dass nicht ihr Vaterland dieses Projekt bekommt, sondern ein fremder Staat?

    Sie Sie Russe? Werden sie von Russland dafür bezahlt sowas zu schreiben, oder sind Sie vielleicht einfach ein Verräter?

  4. juergenelsaesser sagt:

    Anders M: Nabucco wird nicht von meinem Vaterland gebaut, sondern von einem internationalen Konsortium unter Führung der Briten. Für Ihre beleidigenden Unterstellungen erwarte ich SUBITO eine Entschuldigung, sonst sind Sie raus.

  5. Madeleine de Felice sagt:

    Es gibt deutsche Politiker, die von den Steuergeldern des deutschen Volkes alimentiert werden, deren Handlungsweise derart gegen deutsche Interessen gerichtet ist, dass man sie in der Tat für Verräter halten könnte. Mich wundert es immer, dass das offensichtlich nicht auffällt; Ihnen wohl auch nicht, ANDERS M. Sie richten Ihre Kritik in die falsche Richtung.

  6. Robert Rätz sagt:

    Zu Herrn Anders M. So wie ich das verstanden habe geht es auch darum sich vom amerikanischen Riesen abzunabeln. Nicht die Russische Förderation ist uns dabei im Weg sondern die US-indoktrienierte internationale Presseagenda. Ein Europa der Vaterländer ist glaube ich noch möglich wenn gute Beziehungen mit Russland und Frankreich aufgebaut werden können und die Staaten sich wirtschaftlich und freundschaftlich näher kommen. Die Gaspipeline ist für die Amerikaner ein absoluter Dorn aber ein Garant für mehr Autarkie in Zentraleuropa. Nicht vergessen, wir haben erst kürzlich (ich glaube) 7 AKW´s vom Netz genommen. Diese Energiemenge günstig aus Russland zu bekommen ist ein Privileg was wir mitunter auch unserem Altkanzler Schröder zu verdanken haben. Der gleiche Kanzler der innenpolitisch eher als Nullnummer galt trat außenpolitisch stark für deutsche Wirtschaftsinteressen ein. Nicht Polen bekam den Zuschlag das die Leitungen über das Festland nach Deutschand gelangen sondern, das muss man schon sagen: Wir beziehen dieses Gas direkt vom Erzeuger. Beste Grüsse

  7. FIAT-Money kann nicht crashen, eben weil es FIAT-Money ist und beliebig aus dem Nichts geschöpft werden kann.

    Wenn es einen Crash geben wird, dann weil er geplant sein wird. Und ob es eine solche Planung gibt, entzieht sich unserer Kenntnis.

    FIAT-Money kann dramatisch an (nicht vorhandenem) Wert verlieren und substituiert werden, wenn die Wirtschaftssubjekte erkennen, daß ihre Geldillusion nur Illusion ist, sie realiter aber verarmen und verelenden.

  8. Schön wenn mal jemand keine Weltuntergangsstimmung verbreitet, ich kann das wirklich langsam nicht mehr hören.
    Das apokalytische Gejammer „alles geht den Bach runter“ ist nicht neu. Schon in meiner Familie hieß es vor 20 Jahren schon „alles ist kaputt“ „die Umwelt ist unwiederbringlich zerstört“ und natürlich war früher alles besser, das Klima sowieso. Alles Stoff, aus dem die Hollywoodstreifen wie „2012“ oder „the day after tomorrow“ sind, deren Produzenten sich damit einen goldenen Allerwertesten verdienen. Dabei geht es aber nicht nur um Geld, denn diese Filme werden nicht einfach nur zur Volksbelustigung gedreht, sondern auch zu „Erziehungszwecken“. Man will die Leute permanent in Angst halten. Dazu gehört auch die Terrorhysterie, die immer ausgerechnet vor Weihnachten angeheizt wird.
    Fakt ist aber, die Welt ändert sich nun mal, das war immer so, das wird immer so sein und das muss auch so sein. Alles dreht sich, alles bewegt sich, nichts bleibt wie es ist. Überalterte Gesellschaften wie die europäischen tun sich damit natürlich schwerer.
    Eine Niederlage des Imperialismus ist aber mindestens genauso bedeutend: Dass Deutschland in der UN-Vollversammlung dafür gestimmt hat, dass Israel sein Atomprogramm offenlegt! Diese Nachricht war sogar so bedeutsam, dass sie den Deutschen weitgehend vorenthalten wurde.

    http://www.muslim-markt-forum.de/t236f2-Deutschland-stimmt-gegen-Israel-aber-die-Deutschen-duerfen-es-nicht-wissen.html

  9. Amir Saman sagt:

    “ Die Gaspipeline ist für die Amerikaner ein absoluter Dorn aber ein Garant für mehr Autarkie in Zentraleuropa. “

    Wo ist man denn autark, wenn man von einem einzigen Lieferanten abhängig ist? Das Gasgeschäft mit Russland find ich gut, aber es schadet net, noch weitere Liefertanten zu haben, falls es mit einem mal Stress gibt oder die Pipeline kaputt geht.

  10. Oswald Spengler sagt:

    Dieser Obskurantismus,Kulturpessimismus,Okkultismus sind die Kennzeichen einer Oligarchie.Man lese Schillers „Geisterseher“ zum Thema.
    Die Versteifung auf Survival,Waffen etc. neutralisiert eine mögliche Opposition- ein „Wedge Issue“.Selbstschutz ist kein Substitut für Politik.Gerade in dieser Zeit der geistigen Leere ist es notwendig Konzepte vorzulegen.
    Ein guter Artikel.

  11. jm2013 sagt:

    Danke für diesen mutmachenden Beitrag, einen der besten des Jahres 2012. Dann also frisch und kämpferisch ins nächste Jahr.
    Die Doomsday-Angst bringt uns kein Stück weiter (und die Apokalyptiker können ja dann doriangrey statt Compact lesen).
    So long,
    JM

  12. Robert Rätz sagt:

    @Amir Saman
    Naja, autark wird Deutschland nie sein können da es schlicht und einfach an bestimmten Rohstoffen mangelt. Wir müssen also stehts gute Handelsbeziehungen zu anderen Staaten pflegen um nicht wirtschaftlich unter Druck gesetzt zu werden. Da auch die Bundesrepublik einen enormen Energiebedarf aufweist ist es sehr gefährlich für die Regierung aus der Spur zu tanzen. Wir sehen doch am laufenden Bande wie schnell die Sanktionenkeule zur Anwendung kommt. Wir machen uns auf jeden Fall weniger erpressbar wenn wir mehrere Handelspartner haben. Mit Russland an der Seite Europas sehe ich für die USA den Hauptkonkurrenten. Kein Land der Erde besitzt so viele Rohstoffe wie das russische Riesenreich. Mir scheint als läge es im beiderseitigen Interesse freundschaftliche Beziehungen zu erhalten und weiter auszubauen. Deutsches Know-How ist gefragt auch in Russland und mit Ausnahme der beiden Weltkriege gibt es zudem eine lange gemeinsame Geschichte zwischen Russland und Deutschland aber auch Westeuropa insgesamt. Ich sage auf jedenfall das wir öfter nach Osten blicken sollten denn mir persönlich reicht es langsam mit der Nachahme amerikanischer Gewohnheiten. Das erste was gebrochen werden muss ist das Monpopol Hollywoods. Es kann nicht sein das die Filme dieser Fließbandindustrie mit ihrer flachen und von pyrotechnischen Effekten übersäeten Aufmachungen mit solch einer Dominanz vom Zuschauer bevorzugt werden. Für mich ist der amerikanische Traum längst zum Alptraum geworden und da nützt es auch nichts das es uns rein materiell gesehen besser als je zuvor geht. So manch einer will noch nicht einmal wahrhaben das es sich bei den USA um ein Imperium handelt aber dem ist definitiv so und da mach ich nicht mit.

  13. Aber nichts bleibt so wie es, das ist gewiss. Und das gilt aber auch für 2013. Manches ändert sich bei einer Fahrt von München nach Passau (9. November 1989 – Mauerfall am Abend) und manche Veränderungen dauern Jahrhunderte. Beim Waldspaziergang wurde uns erklärt, daß es hier zur Hallstattzeit Siedlung und einen Handelsweg gab, wo heute nur noch Bäume stehen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/17/denke-immer-daran-nichts-bleibt-so-wie-es-ist/

  14. Amir Saman sagt:

    @ Robert Rätz

    „Mir scheint als läge es im beiderseitigen Interesse freundschaftliche Beziehungen zu erhalten und weiter auszubauen. “

    Sag ich ja nix gegen. Aber warum nicht auch Gas aus dem Nahen Osten über Nabucco? Je mehr Lieferanten, desto unabhängiger ist man.

    „Es kann nicht sein das die Filme dieser Fließbandindustrie mit ihrer flachen und von pyrotechnischen Effekten übersäeten Aufmachungen mit solch einer Dominanz vom Zuschauer bevorzugt werden.“

    Was wolln Se denn dagegen machen, wenns den Leuts eben besser gefällt?

  15. Leute, keiner hat die Katholen auf der Rechnung. Das ist imho ein Fehler. Siehe z.B. die Predigt von Erzbischof Joachim Kardinal Meisner am 28. Dezember im Kölner Dom:

    Die Politik in Deutschland lässt weitgehend die verfolgten Christen in aller Welt im Stich.

    Unser Gott ist ein Gott des Lebens. … Und darum ist das Töten von Menschen ein Widerspruch in sich selbst, namentlich das Töten von Kindern, von ungeborenen oder geborenen, aber auch der alt gewordenen Menschen, ist eigentlich ein skandalöser Aufstand gegen die Schöpfungsordnung.

    Wo aber dieses Schöpfungswissen verlorengeht oder verneint wird, dort wird das Ergebnis sichtbar in sterbenden Völkern, in Verlust von Ehe und Familie, in der Abwertung des Kindes, namentlich des ungeborenen, aber auch in der Abwertung des sterbenden Menschen.

    Und jetzt kommt der Hamma:

    Wir sollen und dürfen nicht zuerst auf politisch korrektes Verhalten und Reden achten, sondern auf gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln.

    Die zwingende Implikation mit anderen, säkularen Worten: „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“. (Bertolt Brecht)

    Und zugleich ist das die Absolution für uns, JE, Compact & Co!

    Gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln! Leute, darum geht’s!

    Gott mit uns!

  16. bin zwar kein Kathole, aber Meisner hat 100 % Recht! Ich kann auch nicht begreifen, wie ausgerechnet Christen an Salafisten Waffen liefern können, egal ob an die Spinner in Syrien oder die Saudis. Aber leider wird er nicht konkret genug. Er sollte dann aber auch die Schändung von Kirchen und die Verhöhnung von Christen durch Zionisten in Palästina anprangern. das wäre doch mal ein „hamma“ gewesen, aber zu so viel „Inkorrektheit“ hats dann wohl doch wieder nicht gereicht, hm?

  17. Uranus sagt:

    Mit diesem Beitrag möchte ich den Blick noch einmal auf einen Umstand lenken, der in der allgemeinen Öffentlichkeit so gut wie keine Beachtung findet: Die finanziellen Massenvernichtungswaffen der Wall Street, von denen schon an anderer Stelle die Rede war.
    Wie sehen diese Massenvernichtungswaffen denn konkret aus? Ich möchte jetzt mal versuchen, meine Sicht dieses Themas und die konkrete Ausgestaltung zu skizzieren.

    Zentralbanken bzw. Notenbanken schöpfen Geld aus dem Nichts durch Anwerfen der Notenpressen, oder heutzutage häufiger praktiziert, durch virtuelle Computerbuchungen.

    Geschäftsbanken schöpfen Geld aus dem Nichts durch teilgedeckte oder auch ungedeckte Kreditvergabe.

    Die Zinskosten, die daraus entstehen, haben inzwischen gigantische Ausmaße erreicht. Vielfach müssen Firmen, Unternehmen und der „Staat“ natürlich, neue Kredite aufnehmen, um die Zinslasten alter Kredite bezahlen zu können. Und so wird die Eigenkapitalquote der Unternehmen, Firmen und des Staates kleiner und kleiner und kleiner und kleiner…..

    Genau hier setzt der Hebel der finanziellen Massenvernichtungswaffen an. Und das geht so:

    Wenn Geschäfts- und Zentralbanken Geld aus dem Nichts erzeugen können, dann können sie Geld auch genau dort wieder verschwinden lassen, im Nichts! Ist doch logisch, oder? Aber genau diese Möglichkeit und das damit verbundene Erpressungspotential ist kaum jemandem bewußt, außer den Bankstern natürlich. Die kennen ihre Waffe genau! Wie wird die Waffe denn nun konkret angewendet? Ganz einfach:

    Die Geldmenge wurde ja bereits durch das Schöpfen aus dem Nichts unbotmäßig erhöht und damit auch die Illusion einer nicht abreißenden Inflation genährt. Dadurch wurde die ganze Nation, also die Firmen, die Unternehmen und der Staat, zum Schuldner derer, die die Geldmacht (zum Schöpfen aus dem Nichts) innehaben. Dann, wenn vielen klar geworden ist, daß es so nicht weitergehen kann, wird die Geldmenge verknappt, wodurch der Wert einer Währungseinheit steigt und den Schuldnern somit die Rückzahlung der aufgelaufenen Schulden erschwert und nicht selten unmöglich gemacht wird. Dieses üble Spiel kann man auch Deflation nennen. Übrigens ist es dabei völlig wurscht, ob der Name der Währungseinheit „Euro“, „Dollar“ oder „Hühnerkot“ lautet.

    Die megadramatische Konsequenz dieses Prozesses ist, daß damit Reichtum und Macht von der Gesellschaft als Ganzes auf deren ohnehin schon reichste Elemente verlagert werden. Und wer ist das? Na klar, die Bankiers in erster Linie, aber auch andere Gläubiger.

    Um es noch einmal in aller Deutlichkeit zu formulieren: Bankster haben die Macht, praktisch jederzeit eine Deflation erzeugen zu können! Na und, fragt sich vielleicht mancher? Bitte mal darüber nachdenken: Mit dieser finanziellen Massenvernichtungswaffe können Bankster jederzeit den sofortigen Zusammenbruch von Firmen, Unternehmen, Staaten und ganzen Staatenverbünden wie z.B. der Europäischen Union hervorrufen, ermöglicht durch deren geringe Eigenkapitalquote. Das Drucken von Geld durch die Notenbanken hilft hier gar nichts, denn wenn der Bäcker kein Mehl und keine Backstube mehr hat, kann er auch keine kleinen Brötchen mehr backen.

    Ich glaube, es sind sich nicht viele Menschen bewußt, um welches Macht- und Erpressungspotential es sich hier handelt. Die Macht des amerikanischen Präsidenten ist dem zum Vergleich ein Mückenfurz. Es dürfte damit auch klar geworden sein, warum Regierungspolitiker das tun (müssen), was sie tun.

    Die großangelegte Anwendung dieser finanziellen Massenvernichtungswaffe steht uns allen noch bevor, falls es nicht gelingen sollte, rechtzeitig Widerstand zu organisieren und zu bündeln. Für den wichtigsten Bestandteil eines erfolgreichen Widerstandes halte ich das Erfordernis, die allgegenwärtigen Spaltungsversuche zu erkennen und zu überwinden, die in erster Linie von den unsäglichen Hauptstrommedien, aber auch von Schulen und Universitäten übers Volk geschüttet werden.

  18. chicano sagt:

    „Die Politik in Deutschland lässt weitgehend die verfolgten Christen in aller Welt im Stich.

    Unser Gott ist ein Gott des Lebens. … Und darum ist das Töten von Menschen ein Widerspruch in sich selbst, namentlich das Töten von Kindern, von ungeborenen oder geborenen, aber auch der alt gewordenen Menschen, ist eigentlich ein skandalöser Aufstand gegen die Schöpfungsordnung.

    Wo aber dieses Schöpfungswissen verlorengeht oder verneint wird, dort wird das Ergebnis sichtbar in sterbenden Völkern, in Verlust von Ehe und Familie, in der Abwertung des Kindes, namentlich des ungeborenen, aber auch in der Abwertung des sterbenden Menschen.

    Wir sollen und dürfen nicht zuerst auf politisch korrektes Verhalten und Reden achten, sondern auf gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln.“

    amen

    auch wenn ich persönlich so meine schwieirgkeiten mit der kirche hatte und habe, nun ist die zeit gekommen, in der wir die kirche verteidigen müssen, dass christentum verteidigen müssen.

    denn sie sind fast das letzte bollwerk gegen die entmenschlichung allseits. darum auch angriffsziel nr. 1 seit einiger zeit. und auch allein gelassen all die christen, die verfolgt werden wie noch nie zuvor, egal ob im irak oder in ägypten, geschasst in der türkei, die über ditib hier mehr als 800 moscheen unterhält (insgesamt mehr 2500 moscheen in deutschland) und man versuche mal eine neue kirche in der türkei zu bauen). da würde man sich mal demos wünschen wir die armen christen, die da im namen des glaubens geschlachtet werden, so wie es endlos dmos für palästina gibt.

    aber fehlanzeige, ruhe im schacht…sind ja nur die lämmer.

    das christentum soll auf die schlachtbank und die multukulti-homo-party-familienentwurzelungsmaschine tanzt dazu den mussolini.

    ab jetzt wird das kreuz über dem pullover getragen.

    guten rutsch die tage ;

  19. Monika H. sagt:

    @Dr Bullinger

    > Kardinal Meisner: Unser Gott ist ein Gott des Lebens. … Und darum ist das Töten von Menschen ein Widerspruch in sich selbst, ….

    Da hat er was vergessen, der gute Erzbischof, denn wenn sein Gott ein Gott des Lebens ist, dann ist auch das Töten von Tieren ein Widerspruch in sich selbst. Das fällt den Christen offensichtlich immer noch nicht auf.

    >Wir sollen und dürfen nicht zuerst auf politisch korrektes Verhalten und Reden achten, sondern auf gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln.

    Aha. Und wer gibt vor, wer oder was Gott und was gottgemäßes politisches Denken, Reden und Handeln ist? Die Kirche mit dem Vatikan im Hintergrund, dem größten Drahtzieher von allen? Die Katholen, die immer nur darauf bedacht waren, ihre Schäfchen Schafe bleiben zu lassen?

    >Und zugleich ist das die Absolution für uns, JE, Compact & Co!

    Brauchen wir denn von irgendjemandem eine Absolution??????????????????

  20. saito sagt:

    Es ist so wie Jürgen Elsässer schreibt. Bereits vor Jahren gab es im Internet Berichte mit genauen Angaben, wann was zusammenbrechen wird. Dabei kann zur Zeit betriebene Spiel wohl noch Jahre so weitergehen, allerdings nicht endlos.
    Die Menschen wachen auf und lassen sich nicht mehr so bereitwillig belügen. Es macht schon etwas Hoffnung wenn sich
    die Sprechverbote nicht mehr durchsetzen lassen.

    mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für ein Gutes Neues Jahr!

  21. schnehen sagt:

    Natürlich wird der Große Crash kommen! Aber dieser Crash ist nicht mit der Großen Apokalypse gleichzusetzen, sondern mit dem Ruin der Währungen, besonders der US-Währung und der weiteren Verarmung der Massen. Dazu Max Keiser von ‚Keiser Report‘ (‚Russia Today‘):

    „Der Wert der US-Schulden wird mit Sicherheit zur Abstufung führen (er meint damit, dass die US ihre AAA-Wertung wie andere Länder, wie Griechenland oder Spanien verlieren werden).

    Zehn Jahre lang hatten wir einen Krieg der Sparer gegen die Spekulanten. Die Spekulanten gewannen, weil sie Geld zu null Prozent Zinsen aufnehmen konnten. Die Sparer waren die großen Verlierer. Der US-Dollar befindet sich in einer Blase, und muss um 50 bis 60% abgewertet werden. Obama ist finanzwirtschaftlich gesehen ein Analphabet (will sagen: Er setzt nach wie vor auf Umschuldungen und neue Schulden, statt einen Schuldenschnitt zu machen, die Bankster zu verhaften und die Banken zu nationalisieren, um wie Island aus der Krise herauszukommen). Max Keiser weiter:

    Die USA könnten wie Griechenland und Irland enden und ihre Souveränität an die internationalen Banken verlieren. Die Preise von Gas und Lebensmitteln in den USA werden sich verdreifachen. Das wird eintreten, unabhänigig davon, was Obama machen wird. Das Fiat-Geldsystem wird zusammenbrechen – das ist das, was der Gold- und Silbermarkt uns sagt. Und die Wall Street wird von all dem profitieren….“

    Die Folge dieses Crash: Die Wall Street wird daraus noch stärker hervorgehen. Alle Krisenlasten werden auf die Bevölkerung per Austeritätspolitik abgewälzt werden – dort wie hier. Die Schere zwischen arm und reich wird, dort wie hier, weiter auseinandergehen, weil die einfache Bevölkerung alle Lasten zu tragen haben wird. Deutschland hat zur Zeit 115 Milliardäre. Auch diese Zahl wird steigen und die der Armen massenhaft zunehmen.

    Keine sehr rosigen Aussichten zum neuen Jahr.

    Man muss die Dinge so sehen wie sie sind. Natürlich gibt es auch Positives – politisch gesehen: Kein Krieg gegen den Iran, Israel ist geschwächt und isoliert, Syrien behauptet sich usw.

    Aber das ist eine ganz andere Story, davon merken die Menschen hier nichts, das interessiert sie auch nicht.

    Entscheidend ist, was auf die abhängig Beschäftigen hier bei uns zukommen wird, was auf die einfachen Menschen ohne Kapital und Immobilien in den USA (44 Millionen leben auf food stamps) zukommen wird. Von dieser Perspektive aus müssen wir die Dinge betrachten.

    Und Opel Bochum macht dicht!

  22. Manfred Strossner sagt:

    Zugegeben: Ich bin einer von denen, die den Crash als Befreiung und Neuanfang herbeigesehnt haben, aber dennoch mein Leben u. Studium normal weitergeführt (bis auf die Tatsache, daß im September meine Entscheidung bezüglich der persönlichen Zukunft fiel). Jedoch war und ist eines klar: Veränderung liegt tatsächlich und nicht nur beschworen in der Luft – die Grenzen, die 2012 von der Politik überschritten wurden, hinter die können sie nicht mehr zurück. Beton, einmal aufgerissen, verfestigt sich nicht mehr.

    Wer sich mit der ökonomischen Geschichte beschäftigt, weiß, daß Raspadprozesse viele Jahre beanspruchen können. Absurdeste politische Entscheidungen haben (zunächst) keine augenscheinlichen Folgen, offene Rechtsbrüche ebensowenig. Aber: Immer mehr Menschen schauen hin – interessieren sich. Zum Organisieren sind sie noch zu träge, da hilft nur mit eigenem Beispiel vorangehen.

    Wer hinsieht, bemerkt bereits ohne VWL-Studium die strukturellen Ausfallerscheinungen, Stichwort Großprojekte, Fluchhäfen und andere. Stichwort auch: Korruption, Auswanderung, Demographie, und es gibt noch einiges mehr. Einerseits bekümmert mich dies, denn mit diesem Raspad werden wir alle geschwächt. Also, wenigstens werden wir keine Banenenrepublik, weil bei uns gibt es Bananen… Andererseits sehen immer mehr Menschen, wohin die Reise geht, können sich nicht mehr taub stellen, wenn dennoch kassiert und bedroht wird. Was uns in unserer Mehrheit wohl bevorstehen wird. Nicht mit einem Knall – sondern mit dem, was z.B. die Ukrainer bereits durchlitten haben an ganz persönlichem Wohlstands- u. Würdeverlust. Wirtschaftlich und auch politisch. Das kann gut und gerne noch 10, 15 Jahre dauern – die Frage ist, ob es vor dem ökonomischen Zusammensinken der Eurostaat zu einem solchen gebracht hat. Nicht Verarmung, Kriminalität, Islamisierung oder Bürgerkrieg, sondern dessen entgültige Staatswerdung, den letztendlichen „Erfolg“ der EU halte ich für das schlimmste denkbare Szenario. Aber dann sehe ich Van Rumpoy und kann nur an Honni u.ä. Flöten denken – also, mit solch Personal werdet ihr es nie hinbekommen.))) Aber in die Zukunft schauen kann keiner – es wird nur …anders.

    Und dagegen hilft nur Vorbereitung. Keine Panik, keine Einbunkerung, keine Prophetie, keine Violette Lektüre – sondern Fremdsprachenkenntnisse, Wachsamkeit, aber eben auch Lockerheit, Witz u. Optimismus. Und einfacher Mut, die eigenen Überzeugungen zu vertreten. Daß man dies alles auch in diesen Jahr aufbringen konnte, ist nicht zuletzt solchen Menschen wie Jürgen Elsässer zu verdanken. Und dafür Vielen Dank & ein gesundes u. erfolgreiches Jahr 2013!

  23. Bizarro sagt:

    @ Schnehen Die USA haben so wie sie handeln offensichtlich schon ihre Souveränität an Gläubiger verloren🙂 Zumindest einen großen Teil davon.

    Manche können mit Krediten umgehn, manche nicht. Die Mehrheit der Staaten kann es jedenfalls nicht.

    Im Endeffekt muss die EU einfach nur Eu-Kritische Stimmen im Keim ersticken, ihre eigenen Medien am laufen halten, und den Teil der Bevölkerung den sie ausraubt nicht zu groß werden lassen. Totalüberwachung. Kriminalität anheben, die Leute in Angst und Schrecken halten….bzw eine Placebo-Hysterie zur Solidarisierung geben. Ein Mensch lässt sich lange unterdrücken und erniedrigen. Man darf ihm nur nicht alles nehmen, oder halt zu schnell zuviel.

  24. hs sagt:

    Solange wir erlauben, dass die „Finanzindustrie“ Geld aus dem Nichts schöpfen und dann als Kredit vergeben und Zinsen kassieren, wird sich da nicht viel ändern….

    In Österreich zahlen wir schon kräftig durch die saftige Erhöhung der Steuer auf den 13. und 14. Gehalt.

  25. Fatima Özoguz sagt: Dezember 29, 2012 um 21:03

    Er sollte dann aber auch die Schändung von Kirchen und die Verhöhnung von Christen durch Zionisten in Palästina anprangern. das wäre doch mal ein “hamma” gewesen, aber zu so viel “Inkorrektheit” hats dann wohl doch wieder nicht gereicht, hm?

    Institutionalisierte Katholen sind sanft und mild in ihren Worten, stets vorsichtig, ausgewogen und im Konsens mit Rom.

  26. Monika H. sagt: Dezember 29, 2012 um 23:13

    @Dr Bullinger

    Brauchen wir denn von irgendjemandem eine Absolution??????????????????

    Nein, aber Verbündete. Ansonsten siehe chicano am
    Dezember 29, 2012 um 23:02.

  27. Uranus am Dezember 29, 2012 um 21:25
    Bankster haben die Macht, praktisch jederzeit eine Deflation erzeugen zu können! Na und, fragt sich vielleicht mancher? Bitte mal darüber nachdenken: Mit dieser finanziellen Massenvernichtungswaffe können Bankster jederzeit den sofortigen Zusammenbruch von Firmen, Unternehmen, Staaten und ganzen Staatenverbünden wie z.B. der Europäischen Union hervorrufen, ermöglicht durch deren geringe Eigenkapitalquote.

    Ja. Und es ist leicht möglich, daß sie ihre Waffen nochmals einsetzen werden. So, wie in den 20ern des vorigen Jahrhunderts. Mit dem gleichen Ergebnis, vermutlich.

    Das Drucken von Geld durch die Notenbanken hilft hier gar nichts, denn wenn der Bäcker kein Mehl und keine Backstube mehr hat, kann er auch keine kleinen Brötchen mehr backen.

    Es kann durchaus der Fall eintreten, daß „die Pferde nicht saufen“ (Schiller) obwohl mehr als genug Wasser da ist. Dann wäre den Bankstern die Ökonomie allerdings aus dem Ruder gelaufen und monetär nicht mehr kontrollier- und steuerbar.

  28. schnehen sagt am Dezember 29, 2012 um 23:25

    Natürlich wird der Große Crash kommen!

    Er kommt vielleicht unbemerkt auf Taubenfüssen …

  29. Noch was: Jede Kultur emergiert aus dem Kultus, dem sich ein je konkretes Volk verpflichtet weiß.

    Deshalb ist auch die Deutsche Kultur ihrem Wesen nach christlich. Auch wenn das unter der Bedungung von Verweltlichung für viele Subjekte dieser Kultur nicht mehr erkennbar ist.

    Die NWO-Strategen wissen das aber noch. Deshalb geht es ihnen darum, das Christentum zu zerstören, um ihre Ideologie an dessen kulturproduzierende Stelle setzen zu können.

    Und genau deshalb wäre eine Kirche, die das erkennt, ein guter Verbündeter in unserem Kampf für die Menschen. Der halt zunächst ein Kampf für den Deutschen Menschen sein muß, weil man den 2. Schritt nicht vor dem ersten machen kann und sich die Dinge nur sequentiell prozessieren können.

  30. „Bedungung“, Freud läßt grüßen. „Bedingung“!

  31. chicano sagt am Dezember 29, 2012 um 23:02

    auch wenn ich persönlich so meine schwieirgkeiten mit der kirche hatte und habe, nun ist die zeit gekommen, in der wir die kirche verteidigen müssen, dass christentum verteidigen müssen.

    100 Pro!

    das christentum soll auf die schlachtbank und die multukulti-homo-party-familienentwurzelungsmaschine tanzt dazu den mussolini.

    ab jetzt wird das kreuz über dem pullover getragen.

    Ich hätte auch kein Problem damit, mich hinter einer Marienfahne zu versammeln und das Kreuz im Schilde zu führen: DEUS VULT CARITATEM!

    Obwohl sich dann wohl der Heinrich Bullinger im Grabe herumdrehen würde…

    Jetzt gilt es, die kleinlichen Eifersüchteleien und Rechthabereien zu übersehen und auf das Große und Ganze zu schauen. Und dort den gemeinsamen Nenner zu finden, der uns alle eint!

  32. Jakobiner sagt:

    Diese Klarstellung seitens Jürgen Elsässers ist einmal notwendig, um all jene libertären Survival-Weltuntergangspropheten von Infokrieg TV, Alles Schall und Rauch zu relativieren.Mich erinnern deren Szenarios an die Zusammenbruchstheorien des Marxismus. Dem Kapitalismus wurde ja auch immer wieder der endgültige Zusammenbruch vorausgesagt–sei es nun 1929, sei es in den 50er Jahren oder sei es Robert Kurz mit seiner „Krisisgruppe“. Dennoch bedeuten kapitlistische Krisen eben, dass diese sich zumeist politisch oder aussenpolitisch entladen, die ökonomische Krise also politisch transformiert wird.Jedoch muss man sehen, dass Kriege nicht unbedingt Resultate von ökonomischen Krisen sind.Bestes Beispiel: Weltkrieg 1.
    Die Weltwirtschaft boomte, der Welthandel blühte, der Sozialstaat wurde ausgebaut, überall wissenschaftliche Erfindungen, die die Produktionsverhältnisse revolutionierten, eine schon damals recht globalisierte Welt und keine ökonomische Krise in Sicht.Dennoch kam es zur europäischen Katastrophe. Lenin hat dies in seinem Buch „Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus“ auf die erfolgte Aufteilung der Welt durch das Monopolkapital zurückgeführt und dass Deutschland bei dieser Aufteilung zu spät und zu kurz kam und sich daher seinen Teil holen wollte.Lenin sah vor allem in der ungleichen ökonomischen Entwicklung zwischen den kapitalistischen Ländern und der daraus hervorgehenden Ungleichverteilung der Machtresourcen den wesentlichen Grund für solch einen Weltenbrand.Viele Experten sehen eine dem Ersten Weltkrieg parallele Entwicklung mit dem ökonomischen ud politischen Aufstieg Chinas.Dieses Spannungsverhältnis zwischen den USA und China könnte sich jedoch potentieren, falls auch noch eine Weltwirtschaftskrise dazu kommt.

  33. Jakobiner sagt:

    Während alles auf Mayaprophezeiungen und Eurokrise fixiert ist: Die eigentliche Krise kommt eher mit Peak OIl–vielleict schon in 100 Jahren.Die Umstellung auf eine postfossile Gesellschaft könnte eine Zivilisationskrise hervorrufen.Lesetip:

    http://www.global-review.info/2012/12/20/mayakalender-weltuntergang-und-peak-oil/

  34. juergenelsaesser sagt:

    jakobiner: oil-peak ist mit fracking passe.

  35. Neukunde sagt:

    „Und Opel Bochum macht dicht!“

    Möchte an diesen Satz anschließen. Die Crash-Kampagne der Untergangsapologeten war für die Opelianer bereits „erfolgreich“.

    Das insolvente Unternehmen GM wurde just in dem Moment, als ein Investor die angeschlagene Opel-Filiale übernehmen wollte, für zahlungsfähig erklärt.

    Der Börsencrash von 1929 wurde ausgelöst durch Kündigung der Kredite für Spekulanten, war also päzise geplant.

    Was die Crash-Propheten als nächstes auf dem Terminkalender haben, können wir nicht wissen. Wurscht, würde der Österreicher sagen.

    Ich wünsche uns allen ein möglichst souveränes Jahr 2013!

  36. „Institutionalisierte Katholen sind sanft und mild in ihren Worten, stets vorsichtig, ausgewogen und im Konsens mit Rom.“

    eine schöne Umschreibung für politische Korrektheit, oder?

  37. wunderlich sagt:

    Den unmittelbaren Crash sehe ich auch nicht, aber die Ohnmacht von Bürgern und Entscheidungsträgern ist beängstigend und muss zum Chaos führen, da immer noch bedingungslos auf quantitatives W-Wachstum gesetzt wird – auf Kosten von Ökologie, Sozialem und der nächsten Generationen.
    Zivilisationsentwicklungen laufen grob so ab:

    Die Ungleichheit in der Gesellschaft nimmt zu – Arm – Reich
    Verteilungskrise
    Finanzkrise
    Wirtschaftskrise
    Totalitäre Regime
    Krieg oder Revolution.

    Und Revolutionen begründeten sich immer mit Schuldenstreichungen und Umverteilung von Boden und Reichtum.

    Die Frage wird sein ob Vernunft vor Egoismus, Angst und Gier uns Menschen beflügelt.

  38. @chicano: „da würde man sich mal demos wünschen wir die armen christen, die da im namen des glaubens geschlachtet werden, so wie es endlos dmos für palästina gibt.“

    Diese „endlosen Demos“ sind auch für palästinensische Christen, wenn schon die Kirchen nichts für sie tun.
    Und überlegen Sie mal, warum in den og.Ländern Minderheiten (nicht nur Christen, auch Schiiten, Aleviten) verfolgt werden, im Iran aber nicht? Das müsste doch auffallen.
    Kulturkampf „Christen gegen Muslime“ kann nicht das geeignete Mittel sein.

  39. Fatima Özoguz sagt: Dezember 30, 2012 um 11:41

    “Institutionalisierte Katholen sind sanft und mild in ihren Worten, stets vorsichtig, ausgewogen und im Konsens mit Rom.”

    eine schöne Umschreibung für politische Korrektheit, oder?

    Nee, nee, das läuft genau anders ‚rum. Die genuin katholischen benutzen die Politik und lassen sich nicht von der Politik benutzen.

    Und die antichristliche Anpassung an den Zeitgeist gibt es erst seit dem V2-Konzil.

    Hinter den sanften Worten operiert eine Stärke und Kraft, gegen die Stahl etwa die Härte von breiten Nudeln hat.

  40. Oswald Spengler sagt:

    “ Peak OiI“

    Malthusianischer Unsinn genauso wie die Jakobiner ein Werkzeug der Oligarchie.Das eine erfunden von Gammaria Ortes , aufgewärmt von Malthus dann in die Welt gebracht von der CINI Foundation, faschistischen Club of Rome und den Royals und ihren niederen Nachäffern wie Al Gore.
    Die Jakobiner ein Werkzeug Lord Shelbourns und Jeremy Benthams um Frankreich zu einem angelsächsischen Satelliten zu machen und die Antinewtonische Intelligenz auszulöschen was spätestens mit Napoleon le petit gelang und sich bis heute zu Sarkozy und Hollande fortsetzt.

  41. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Die von JÜRGEN ELSÄSSER vorgestellte optimistische These ist fundamental, und plausibel!

    Selbst wenn sie falsch wäre, eine Konzentration auf den Gedanken, den Frieden zu erhalten und vor den Kriegsgefahren zu warnen, das ist in jedem Fall eine richtige Folgerung.

    Vielleicht sollte auf die Souveränitätskonferenz eine (oder mehrere) FRIEDENSKONFERENZ (-en) folgen. Dabei wäre Thema, die Kriegsgefahr konkret zu umreißen. Es gibt so viele Momente der Politik und der Wirtschaft, die zum Krieg hinführen, die Systemkrise des Geldes ist nicht das einzige Moment. Ein undifferenziertes Fliede! Fleundschaft! muß natürlich unterbleiben.

    Und militärischer Krieg ist nicht der einzige Ausweg, den sich „Das System“ einfallen lassen kann. Das US-KZ-Programm, Zwangsarbeitsprogramm, „Re-Education“-Programm von politisch Andersdenkenden und die Kujonierung und totalitäre Kontrolle der Bevölkerung ist vielleicht die Obama-Lösung im Inneren.

    Darauf könnte die Konferenz hinweisen und Wege diskutieren, wie der Einzelne den Kriegswillen der Machthaber eingrenzen kann.

  42. Jakobiner sagt:

    Zu juergenelsaesser sagt:
    Dezember 30, 2012 um 11:25

    jakobiner: oil-peak ist mit fracking passe.

    Falsch, in 50-100 Jahren stellt sich dann das Peak Oil-Problem wieder. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das ist sehr kurzfristig gedacht.Man hat eine Verschnaufpause, steht dann aber vor demselben Problem, wie man die dann noch riesigeren Industriegesellschaften energetisch ohne billiges Öl versorgen und den Umstieg in eine postfossile Gesellschaft realisieren soll.Daher wäre es jetzt sinnvoll die neugewonnene Zeit für ein internationales Peak-Oil-Forschungskonsortium zu nutzen, ähnlich wie man das bei der Kernfusion und ITER oder aber bei der ISS macht.

  43. Jakobiner sagt:

    Zu Oswald Spengler sagt:
    Dezember 30, 2012 um 14:13

    ” Peak OiI”

    Malthusianischer Unsinn genauso wie die Jakobiner ein Werkzeug der Oligarchie.Das eine erfunden von Gammaria Ortes , aufgewärmt von Malthus dann in die Welt gebracht von der CINI Foundation, faschistischen Club of Rome und den Royals und ihren niederen Nachäffern wie Al Gore.
    Die Jakobiner ein Werkzeug Lord Shelbourns und Jeremy Benthams um Frankreich zu einem angelsächsischen Satelliten zu machen und die Antinewtonische Intelligenz auszulöschen was spätestens mit Napoleon le petit gelang und sich bis heute zu Sarkozy und Hollande fortsetzt.

    Malthus lag zwar im 19.Jahrhundert falsch, als die Weltbevölkerung noch 1,5 Milliarden Menschen betrug, aber in der Zukunft bei 12 Milliarden Menschen werden wir eben die Grenzen des Wachstums erfahren.Dazu haben sie meiner Ansicht nach zuviel La Rouche konsumiert, da sie solch ein verschwörungstheoretisches Geschrubbel hinschreiben.

  44. Neukunde sagt:

    @Jakobiner
    „Falsch, in 50-100 Jahren stellt sich dann das Peak Oil-Problem wieder. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

    Wieder falsch. Schon in den 70ern erzählte man uns, dass das Öl in 30 Jahren alle sei. Die Verschiebung der selbstreferentiellen „Prognose“ in die Zukunft macht die Behauptung nicht richtiger.

    Erschöpfte russische Lagerstätten füllten sich wieder auf. Der abiotische Rohstoff ist unerschöpflich und nahezu überall vorhanden. Nachzulesen bei Thomas Gold und Joachim Zillmer.

  45. chicano sagt:

    @ joachim

    „Und die antichristliche Anpassung an den Zeitgeist gibt es erst seit dem V2-Konzil.“

    100 %

    „Hinter den sanften Worten operiert eine Stärke und Kraft, gegen die Stahl etwa die Härte von breiten Nudeln hat.“

    gott sei dank und die kirche sollte schon oft zerschlagen und vernichtet werden in den jahrtausenden aber sie steht noch immer, hat zwar viele grobe fehler begangen, dies aber eingesehen und bereut, ist heute der letzte garant in vielen ländern für einen hauch an caritativer arbeit und in der brd würde ohne ihre arbeit kaum noch etwas für flüchtlinge, alte und pflegebedürftige getan werden. enorm was die abfangen, auch wenn kräfte innerhalb daran arbeiten, dass der tiefere geist dabei verloren geht und die kirche zur rein caritativen organisation ist, was de facto nicht ihre kernaufgabe ist. aber gut.

    sie wird auch dies überleben und mit ihr das wissen um christus.

    „Obwohl sich dann wohl der Heinrich Bullinger im Grabe herumdrehen würde…“

    so wie die dinge heute stehen, ich glaube kaum!

  46. „Nee, nee, das läuft genau anders ‘rum. Die genuin katholischen benutzen die Politik und lassen sich nicht von der Politik benutzen.“

    Die Politik hat nicht sowieso nicht allzu viel zu sagen ,aber für Compact -Leser dürfte das nichts Neues sein.
    Ich vermisse vielmehr eindeutige Stellungnahmen der Kirchen gegen den Kapitalismus. Auch bei Christen ist Zins verboten, wenn ich mich nicht irre. Oder hat das auch ein was – auch – immer – Konzil irgendwann abgeändert?

  47. me. sagt:

    @ fatima 29ter, 21:03

    Ergänzend zu deinem Beitrag. Ich frag mich auch warum D Waffen nach S-A liefert. Wieder – und immer wieder.

    „Saudische Polizei stürmte Weihnachtsfeier
    28. Dezember 2012, 11:33

    Sicherheitskräfte drangen in Haus ein und nahmen 41 Gäste fest – Gastgeber war ein asiatischer Diplomat

    Das heurige Weihnachtsfest endete für 41 in Saudi-Arabien lebende Christen im Gefängnis. Polizisten stürmten am Mittwochabend ein Haus in der Provinz Al-Jouf und nahmen die anwesenden Christen fest, weil sie, laut Aussendung der Polizei, ein Weihnachtsfest geplant hatten.

    Medien berichten, der Gastgeber sei ein asiatischer Diplomat, der 41 Christen, aber auch saudische und ägyptische Muslime zu sich eingeladen hatte. Der Polizeiaussendung zufolge sollen der Gastgeber und zwei Muslime „schwer betrunken“ gewesen sein. Ob die Festgenommenen mittlerweile wieder freigelassen wurden, ist nicht bekannt.

    Die Ausübung des Christentums, sogar der Besitz einer Bibel oder eines Kreuzes, ist in Saudi-Arabien streng verboten, obwohl das Land nicht wenige christliche Gastarbeiter etwa von den Philippinen oder aus Indien beherbergt. In dem Staat, auf dessen Gebiet die für den Islam heiligsten Städte Mekka und Medina liegen, dürfen keine Gottesdienste gefeiert werden; christlichen Geistlichen ist die Einreise untersagt. Beim Abfall vom islamischen Glauben droht die Todesstrafe.

    Öffentliche Weihnachtsfeiern wurden in Saudi-Arabien immer wieder verboten, dass allerdings auch bei privaten Feierlichkeiten eingeschritten wird, ist neu. (red, derStandard.at, 28.12.2012)“

  48. Oswald Spengler sagt:

    „Falsch, in 50-100 Jahren stellt sich dann das Peak Oil-Problem wieder. “

    Ihr Problem ist das Öl weder Fossil ist noch das Öl nur aus den jetzt bekannten Lagerstätten gefördert werden kann.Diesen Fehler machte bereits der Club of Rome als er einfach die bekannten Vorkommen und den Verbrauch zu einem Auslaufen der Vorräte extrapolierte.
    1. Werden neue Vorkommen ständig entdeckt.Zbsp in der Tiefsee.
    2. Kann man nicht nur flüssiges Erdöl nutzen sondern z.bsp Kohle durch Verflüssigung seine Derivate synthetisch erzeugen.
    3.Regeneriert sich ÖL da es abiotisch erzeugt wird.

  49. Oswald Spengler sagt:

    „Und militärischer Krieg ist nicht der einzige Ausweg, den sich “Das System” einfallen lassen kann. “

    Der Hauptweg den Feind als Kriegsform wählt ist epistomologisch dass können sie z.bsp an Luther und dem 30jährigen Krieg sehen der bewußt ausgelöst wurde um Deutschlands Entwicklung zu verzögern.
    Jakobiners Beitrag ist der beste Beleg dafür – hier für die Denkrichtung des Malthusianismus.

  50. Karl_Murx sagt:

    @Joachim Bullinger:

    Nee, nee, das läuft genau anders ‘rum. Die genuin katholischen benutzen die Politik und lassen sich nicht von der Politik benutzen.

    Und die antichristliche Anpassung an den Zeitgeist gibt es erst seit dem V2-Konzil.

    Hinter den sanften Worten operiert eine Stärke und Kraft, gegen die Stahl etwa die Härte von breiten Nudeln hat.

    Die katholische Kirche agiert vom Standpunkt einer Institution, die 2000 Jahre alt ist und in ihrer Geschichte mehr Schismen, sowie Reichsgründungen sowie deren Zerfall erlebt und überstanden hat, als alle Zeitgeistideologen sich in ihrem kurzen Leben vorstellen können.

  51. Karl_Murx sagt:

    @Jakobiner:
    Man hat eine Verschnaufpause, steht dann aber vor demselben Problem, wie man die dann noch riesigeren Industriegesellschaften energetisch ohne billiges Öl versorgen und den Umstieg in eine postfossile Gesellschaft realisieren soll.

    Keine Sorge. Hier treten Marktmechanismen in Kraft, die von den Vertretern der CO2-Klimakirche und allen Profiteuren der Weltuntergangsapokalypse bewußt ignoriert werden. Da kommen Grenzkosten ins Spiel. Sollte tatsächlich Öl knapp werden (respektive Erdgas), dann steigt folgerichtig dessen Preis auf dem Weltmarkt. Ab einem gewissen Punkt werden dann wieder Energie- oder Rohstoffquellen konkurenzfähig und damit wirtschaftlich, deren Nutzung unterhalb dieser Preisschwelle ein Verlustgeschäft bedeutet hätte. So wurde z.B. 2007, als wir Ölpreise von über 150 US-$ je Barrel Rohöl hatten, die Nutzung von Ölschiefer in Kanada und den USA wirtschaftlich.

    Solche Substitutionsprozesse kämen dann viel stärker zum Tragen als gegenwärtig. Ich habe selbst an Anlagen zur Kohlevergasung mit Ländern wie China, den USA und Kanada als Auftraggeber mitgearbeitet, wo in einem schon seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhundert bekannten Verfahren aus minderwertiger Braunkohle Wasserstoff und Kohlenmonoxid erzeugt werden, die dann zur Synthese von Methan, dem einfachsten Kohlenwasserstoff benutzt oder als technische Gase verkauft werden können. Diese Anlagen hatten Größenordnungen bis zu 500 MW; es waren aber auch schon Anlagen bis über 1000 MW in Planung.

    Man sieht, das ganze Gerede von Rohstoffverknappung und dem drohenden Energiekollaps ist nichts als eine hysterische Kampagne von Leuten, die von solchen Szenarien profitieren und ihr politisches oder ideologisches Süppchen darauf kochen. Nebenbei:In Rußland werden ständig neue Erdöl- wie Erdgasfelder entdeckt; selbst im Falle eines Versiegens der Ölquellen hätte das Land noch Erdgas für 150 Jahre. Kohle hätte es nach den (heute) bekannten Ressourcen noch für über 100 Jahre. Lediglich die Erschließungskosten dieser Primärenergiequellen werden niemals mehr so billig sein wie in den vergangenen Jahren, was heißt, daß auch der Ölpreis tendenziell und für dauerhaft nicht mehr unter 60 bis 70 US-$ je Barrel sinken wird.

  52. Jakobiner sagt:

    „3.Regeneriert sich ÖL da es abiotisch erzeugt wird.“

    Es regeneriert sich über Hunderttausende und Millionen von Jahren, aber wohl nicht in einem Jahrhundert oder Jahrtausend.

    „Lediglich die Erschließungskosten dieser Primärenergiequellen werden niemals mehr so billig sein wie in den vergangenen Jahren, was heißt, daß auch der Ölpreis tendenziell und für dauerhaft nicht mehr unter 60 bis 70 US-$ je Barrel sinken wird.“

    Es geht bei Peak Oil nicht um das Problem, dass es dann überhaupt kein Öl mehr gibt, sondern dass es kein BILLIGES Öl und Gas mehr gibt.Und damit sind nicht 60-70 Dollar pro Barrel gemeint.Zu glauben mit der alten Bunaverflüssigung könne das Problem gelöst werden, grenzt an Realitätsweigerung und man hat ja gsehen, wie weit die deutsche Industrie und Wehrmacht in den 40er Jahren damit kam.

  53. Monika H. sagt:

    @chicano

    >ist heute der letzte garant in vielen ländern für einen hauch an caritativer arbeit und in der brd würde ohne ihre arbeit kaum noch etwas für flüchtlinge, alte und pflegebedürftige getan werden.

    Das finanzieren doch bitte alles wir durch UNSERE Steuergelder!!! Die Kirche zieht dem Steuerzahler p.a. mindestens 30 MillIARDEN Euro aus der Tasche, zuzüglich Grundstücksübertragungen. Die Aufenthalte in Pflegeheimen und Krankenhäuser bezahlen die Krankenkassen alles extra – also auch wieder der Steuerzahler.

    Und von all dem Geld fließen keine 10% zurück ins Gemeinwesen!!!! Wachen Sie doch bitte einmal auf – da ist nix Selbstloses, Wohltätiges daran. Eine höchst überbezahlte Dienstleistung ist das, wofür sich die Kirche dann noch den Titel „caritativ“ ans Revers stecken darf.

    Die Arbeit in der Dritten Welt sieht so aus, dass je größer das Elend ist (= geschaffen wird),
    umso schneller die Kirchen aus der Erde sprießen (Zitat eines Journalisten in Afrika). Teufelsaustreibungen sind an der Tagesordnung, den Menschen wird dafür auch noch der letzte Krümel aus der Tasche gezogen. Das Problem (der Teufel) wird in die Welt gesetzt, um dieses dann durch die Kirche und das Christentum zu lösen. Meine Freunde in Afrika bestätigen das regelmäßig. Es ist die ewig alte Masche und nicht weniger erbärmlich als vor 500 Jahren.

    Bedenken Sie: Ohne Elend, wäre keine Kirche nötig – auch nicht in Deutschland! Sie lebt vom Elend der Menschen, nicht von deren Erleuchtung!

    @ Karl Murx

    >Die katholische Kirche agiert vom Standpunkt einer Institution, die 2000 Jahre alt ist und in ihrer Geschichte mehr Schismen, sowie Reichsgründungen sowie deren Zerfall erlebt und überstanden hat, als alle Zeitgeistideologen sich in ihrem kurzen Leben vorstellen können.

    Genau das sollte uns in vielerlei Hinsicht zu denken geben!

  54. Monika H. sagt:

    PS @chicano

    Bei den 30 Milliarden plus X sind die öffentlichen Fördergelder für Diakonie und Caritas noch gar nicht mit eingerechnet!!!

  55. Fatima Özoguz sagt: Dezember 30, 2012 um 17:16

    Auch bei Christen ist Zins verboten, wenn ich mich nicht irre. Oder hat das auch ein was – auch – immer – Konzil irgendwann abgeändert?

    War, auch bei den Christen war Zins verboten. Geändert hat’s Calvin gegen Luther. Geholfen dabei hat ihm in der Schweiz der Heinrich Bullinger. Der eigentlich nur zu den Reformierten gegangen ist, weil er der Sohn eines katholischen Pfarrers war. Welche Schande! …. der arme Kerl. Schicksal halt.

  56. Monika H. sagt:

    @Fatima

    >Und überlegen Sie mal, warum in den og.Ländern Minderheiten (nicht nur Christen, auch Schiiten, Aleviten) verfolgt werden, im Iran aber nicht?

    Iranische Christen wissen anderes zu berichten:

    http://tinyurl.com/b4n92nr

  57. Kant sagt:

    @ Monika H. sagt:“Das finanzieren doch bitte alles wir durch UNSERE Steuergelder!!! “ — so isses! Nachlesen könnte mensch das z.B. bei Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert. Aschaffenburg 2010.
    Mensch kann aber weiterhin die Augen verschließen und einen völlig abgefuckten Kardinal Meisner zitieren …. und auf das institutionalisierte Katholentum hoffen: schlichter und dümmer geht’s eigentlich kaum.
    Bei der LINKEN wird ja oft gefordert, sie solle ihr SED-Vermögen endlich rausrücken … wobei es dieses nicht gibt.
    (http://www.die-linke.de/partei/geschichte/fragenundantworten zurauseinandersetzungmitdergeschichte/8wasistmitdemaltvermoegenderlinken/)
    Aber an der Stelle könnte mensch mal fordern, dass das in der seit der konstant. Wende (4.Jhdt.) zusammengeraubte und real vorhandene katholische Eigentum endlich seinen Eigentümer zurück- oder dem Staat /den Staaten übergeben wird.

  58. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Jakobiner

    BUNA-Verflüssigung??

    Das BUNA-Verfahren dient der Herstellung von künstlichem Gummi, abgekürzt aus BU-tadien NA-trium. Das Verfahren hat mit Kohleverflüssigung nicht das Geringste zu tun. Die Kohleverflüssigung wurde Deutschland und danach der „brd“ VERBOTEN („Gemäß Kontrollratgesetz Nr. 23 vom 10.4.1946 ist die Kohleverflüssigung in Deutschland verboten!“), vermutlich nicht deshalb, weil sie unwirtschaftlich war, nicht wahr. Die Patente wurden nach dem Verbot von ausländischen Großkonzernen GEKAUFT, auch eher ein Indiz dafür, daß das Verfahren eben keineswegs unwirtschaftlich war. Die Anlagen zur Kohleverflüssigung wurden in der DDR erst nach 1989 geschlossen!

    Bekanntlich wurden nach der Kapitulation 1945 SÄMTLICHE Patente, Verfahrensvorschriften, Warenzeichen, Prototypen, Werkzeichnungen und Formeln rechtswidrig GESTOHLEN und buchstäblich schiffsladungsweise abtransportiert, vornehmlich in die USA, aber natürlich waren sich GB, F, SU, auch nicht zu vornehm für diesen Raub. Daneben wurden viele Hunderte von Wissenschaftlern deportiert, bzw., „zur Mitarbeit überredet“.
    Eigentlich ein Hinweis auf den Wert der deutschen Erfindungen. Der (militärische) Sieger wird doch nur das rauben oder verbieten, was dem (militärisch) Unterlegenen nützlich ist, nicht wahr? Und Welt(-kriegs)politik schwimmt auf den Wogen des Erdöls (so etwa Churchill).

    Durch („politisches“) Abwürgen des Hochtemperaturreaktors (Patente nach China verkauft) und der für kostengünstige Nutzung alternativer Energie essentiellen Wasserstofftechnik(Genaueres und haufenweise Verweise bei http://www.adew.eu, unter „Berichte“) wird das Land ausgepreßt, weil es über 74% seiner Energie aus dem Ausland bezieht.

    Kernenergie ist verteufelt, Energie aus deutscher Kohle verboten, Energie aus Erdöl und Erdgas nur zulässig, wenn Öl und Gas aus den Ländern der „westlichen
    Wertegemeinschaft“ stammen und die CO2-Abgabe an die Börse entrichtet wird, Wasserstoff-Energietechnik ist nicht erlaubt wegen Kontrollratgesetz Nr. 23 und da keine CO2-Abgabe für den Emissionshandel möglich ist. Deutsche Energiepolitik im Sinne unserer Freunde aus der Londoner City
    und der Wall-Street bedeutet: Deutschland zahlt, auch für die Geldsäcke in Paris.

  59. Kant sagt: Dezember 30, 2012 um 23:56

    @ Monika H
    ….
    Mensch kann aber weiterhin die Augen verschließen und einen völlig abgefuckten Kardinal Meisner zitieren …. und auf das institutionalisierte Katholentum hoffen: schlichter und dümmer geht’s eigentlich kaum.

    OK Kant, können Sie mir eine gesellschaftliche Kraft in der BRD benennen, welche die Verwirklichung des Kalergi-Planes noch aufhalten könnte?

    Ich kann jedenfalls keine erkennen. Und der Prozeß hat längst schon seine kritische Masse und hinreichende Eigendynamik entwickelt.

    Wenn nicht „das institutionalisierte Katholentum“, wer dann?

  60. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Kant

    Das SED-Vermögen gibt es gar nicht?
    Dann muß es wohl schon ausgegeben sein!

    Daß sich die SED nicht aufgelöst hat, sondern bloß mehrfach umbenannt, das liegt daran, daß bei einer Auflösung das SED-Vermögen herrenlos gewesen wäre, Immobilien, Firmen, Konten. „Die Linke“ ist also nicht etwa eine Nachfolgeorganisation, sondern vollidentisch mit der SED.

    Dabei ist das nur das „legale“ SED-Vermögen. Es ist kein Geheimnis, daß vielfach das Vermögen des Staates, von „gesellschaftlichen Organisationen“ und von Staatsbetrieben verschoben wurde, u.a. an die winzige KPÖ. Wundersam, wundersam, war diese Partei für gewisse Zeit die reichste kommunistische Partei der Welt.

    Am Rande erlebte ich dieses Verschieben persönlich mit.

    Deshalb fordert keiner, „das SED-Vermögen“ müsse herausgerückt werden. Die Staatspartei des aufgelösten Staates wurde ja nicht verboten oder aufgelöst, ihr Vermögen verblieb in ihren Händen. Was manche Träumer anregen, ist lediglich, die SED sollte das DDR-Staatsvermögen (usw.) herausrücken, soweit es von ihr beiseitegeschafft wurde.

  61. „Iranische Christen wissen anderes zu berichten:“

    ich habe mit Christen PERSLÖNLICH im Iran gesprochen, und die berichteten in der Tat anderes als in Ihrem Link steht. Und das waren keine, die mir die Regierung vorgesetzt hat, sondern welche, die ich rein zufällig bei der Besichtigung einer Kirche getroffen habe.

  62. Kant sagt:

    @ Dr.Kümel : Ich verweise nochmal auf den Text der LINKEN:

    http://www.die-linke.de/partei/geschichte/fragenundantwortenzurauseinandersetzungmitdergeschichte/8wasistmitdemaltvermoegenderlinken/
    … hier stehen nachprüfbare Fakten.
    Wenn es so wäre, wie Sie das schreiben, dann hätte der „HaViAfFi-Block“ (HartzVierAfghanistanFinanzkonzern-Block) die LINKE schon in der Luft zerrissen.
    Nee, nee, die LINKE ist im Hinblick auf ihre Finanzen sauber und unschuldig wie ein Neugeborenes Kind.

    Guten Rutsch an alle und allen viel Gutes im neuen Jahr –
    auch wenn …..
    —————————————-

    P.S. … kein ‚fishing for compliments‘ , sondern ganz ernst:
    Lieber G.Kümel, ich lese Ihre Beiträge (fast) immer mit viel Gewinn – Sie haben Ahnung ! auch wenn ich öfter anderer Meinung bin und denke, die auch gut begründen zu können….

  63. Kant sagt:

    @ Bullinger: Kalergi-Plan –

    … sehr obskure Seite …. erinnert an den Psychopathen von Norwegen oder an dessen Vorbild (Biedermann) Broder ….

    Vom institutionalisierten Katholentum ist nichts zu erwarten; es gab von ihm auch keinen Widerstand gegen den Faschismus, weil er im Kern selbst totalitär-faschistisch ist.
    Reformbewegungen ala ‚Wir sind Kirche‘ oder F. Hengsbach als Sozialethiker oder E.Drewermann sind seriös, aber sie haben I N dieser verfassten katholischen Kirche nur einen sehr geringen Rückhalt …. das Gros der Katholiken (95%) sind Mitläufer, Opportunisten oder Karteileichen ….

  64. juergenelsaesser sagt:

    Kant: Die LINKE in Finanzen unschuldig? Da halte ich dagegen, und ich war näher dran als Sie!

  65. chicano sagt:

    @ fatima

    „ch habe mit Christen PERSLÖNLICH im Iran gesprochen, und die berichteten in der Tat anderes als in Ihrem Link steht. Und das waren keine, die mir die Regierung vorgesetzt hat, sondern welche, die ich rein zufällig bei der Besichtigung einer Kirche getroffen habe.“

    vielleicht aber fürchteten diese iranischen christen auch, das die regierung ihnen die fatima geschickt hat. wer will denn in solch unsicheren zeitten bes. für christen, in muslemisch geprägten ländern, erwarten das die lämmchen in der kirche von ihren repressalien berichtenn, wenn ein/e fremde/r danach fragt? etwas naiv und dann dafür das verneinen, was diese christen in sicherer umgebung angeben zu verneinen, auch etwas naiv.

    das die christen weltweit zu den gejagtesten menschen gehört, explizit in der muslemischen welt, daran besteht jedenfalls kein zweifel. mag sein das es ihnen im iran etwas besser geht als in anderen staaten.

    so gut wie den muslimen in den christlichen ländern z.b. deutschland geht es ihnen aber in keinem einzigen islamischen land und auch nicht in den ländern die wieder auf den strengeren zug aufspringen wollen, wie der türkei und erdogan mit seinen bajonetten…äh…minaretten, sorry.

    es wird zeit für gleichberechtiigung und es wäre schön wenn man muslime dies mal fordern hören würde, besonders die muslime, die in deutschland alles fordern, was man nur fordern könnte.

  66. chicano sagt:

    @kant

    „das Gros der Katholiken (95%)“

    ich wette sie kennen ganz viele katholiken das sie sich eein solche urteil bilden können.

    kant würde sich im grabe umdrehen😉

  67. chicano sagt:

    p.s. nein, ich bin kein katholik😉 kenne aber eine ganze menge, auch pastoren und was die leisten, das leisten ssie, kant, nicht mal im traum…

  68. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    Genau das sollte uns in vielerlei Hinsicht zu denken geben!

    Obwohl ich weder Katholik noch getauft bin, muß ich jetzt mal eine Lanze für die römisch-katholische Kirche brechen. Diese Kirche, die nun einmal der Hauptträger des Christentums ist, ob ihnen oder mir das gefällt oder nicht, hat sich als eine der wenigen Institutionen noch nicht dem Zeitgeist der Beliebigkeit bzw. der Verweltlichung gebeugt, ähnlich wie das in weiten Teilen der evangelischen Kirchen geschehen ist. Sie stemmt sich hartnäckig gegen alle Versuche der linksgrünen Kulturrelativierer, sie zu „modernisieren“, im Klartext, zu verweltlichen und im Sinne dieses sich als modern ausgebenden jakobinischen Bilderstürmertums weichspülen zu lassen.

    Denn würde sie das tun, gäbe sie sowohl ihre Rolle als werte- und sinnstiftende Kraft wie auch als Träger der abendländischen, also westlichen Kultur auf, deren Werte- und Verhaltensnormen im wesentlichen christlich geprägt sind, ob das nun dem einzelnen Menschen heutzutage bewußt ist oder nicht bzw. auch völlig unabhängig von der persönlichen Frömmigkeit. Dann wäre sie, ähnlich wie heutzutage in großen Teilen die evangelischen Kirchen, lediglich eine Alternative unter vielen anderen der heutigen Event- und Spaßkultur, also mehr oder weniger eine Art seelischer Wellnesskur von Gutmenschen und Leuten mit Samariterkomplex, so wie uns das Frau Käßmann vorzelebriert. Wahlweise auch eine Filiale des K(r)ampfes-gegen-Rechts, wo grünlinke Politaktivisten in Talarsverkleidung wie Göring-Eckhardt die Idee der Kirche als eine Gemeinschaft von gläubigen Menschen in ihrem Sinne umdeuten. Nicht umsonst laufen den evangelischen Kirchen die Anhänger in Scharen davon.

    Das bedeutet aber den Tod der Kirche wie auch des christlichen Gedankens, dessen Träger sie eigentlich zu sollte. Der Umstand, daß Leute wie Sie heute blindlings auf die katholische Kirche bzw. überhaupt auf alles einschlagen, was sich nicht der Bindungs- und Wertelosigkeit der gerade herrschende Spaßkultur beugt, zeigt mir sehr deutlich, wie weit fortgeschritten dieser Prozeß bereits ist. Darum fallen westlichen Betrachter immer auch als allen Wolken, wenn sie sehen, daß in osteuropäischen Ländern wie z.B. Serbien oder Rußland sich die Kirchen eben nicht den „individuellen Bedürfnissen der Gläubigen angepaßt“, sprich sich nicht haben verweltlichen oder weichspülen lassen. Dort hat sich tatsächlich noch christliche Gläubigkeit bewahrt bzw. finden Leute nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zurück zum Glauben, weil sie wissen oder zumindest ahnen, daß eine völlige Bindungs- und Orientierungslosigkeit, wie sie uns heute als „modern“ oder „fortschrittlich“ gepredigt wird, kein dauerhafter Zustand einer ganzen Gesellschaft sein kann .

    Ich persönlich denke nicht, daß die Abkehr vieler Menschen in den westlichen Ländern von den christlichen Kirchen etwas mit mangelndem Bedarf nach Orientierung bzw. nach Spiritualität zu tun hat. Vielmehr zeigen diese neuzeitlichen „säkulären“ Religionen wie etwa die CO2-global-warming-Kirche, deren Aktivisten teilweise noch aggressiver und polemischer agieren als es Vertreter der RKK jemals tun würden, daß sich dieses Bedürfnis heute neue Formen gesucht hat. Der Übertritt vieler Menschen in westlichen Ländern zum Islam übrigens, den man inzwischen beobachten kann, zeigt auch, daß Religionen, die sich selbst und ihre Rolle als sinn- und identitätsstiftende Kraft noch ernst nehmen, nach wie vor für Menschen ihre Anziehungskraft haben.

    Hier lautet meine Frage an Sie: Warum sollte ich dann fremden Religionen wie dem Islam oder dem Buddhismus oder was auch immer nachrennen bzw. meine eigenen geistigen, kulturellen und nicht zuletzt spirituellen Wurzeln verleugnen, die hier im Westen nun einmal christlich sind? Die eigenen Wurzeln verleugnet man nicht, jedenfalls nicht ungestraft. Denn gerade gegenwärtig, wo wir in Europa zunehmend mit Religionen wie dem Islam konfrontiert werden und durch Einwanderung und demographische Entwicklung die hiesigen Gesellschaft sich zunehmend ethnisch-religiös segregieren, d.h. also, beginnen, in solche Gruppen zu zerfallen, wäre die Rückbesinnung auf das Christentum als eine identitäts- und sinnstiftende Kraft angebrachter denn je. Dazu braucht man auch persönlich nicht fromm zu sein, sondern dazu reicht ein kurzer Rückblick auf die europäische Geschichte. Und komme mir jetzt niemand mit den Standard-Totschlagsargumenten wie den Kreuzzügen oder den Kriegen zwischen den europäischen Nationen des Dreißigjährigen Krieges, wo katholische Liga gegen protestantische Union gegeneinander kämpften, vorzugsweise auf deutschem Boden. Die Staaten- und Nationenbildung ist weltweit fast nirgendwo ohne solche Gewalt und kriegerische Konflikte vollzogen worden. Letzten Endes waren es nicht zuletzt die identitätsstiftende Kraft des Christentums und das Selbstverständnis Europas als christlich-abendländischer Kontinent, die es geformt und zur Abwehr von äußeren Bedrohungen wie der islamischen Expansion bewahrt haben.

  69. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Kant

    Wenn nicht materielle Übelegungen dazu führten, daß die SED-Leute die SED nahtlos weiterexistieren ließen und bloß ein bißchen umetikettiert haben, wenn auch mehrfach:

    Dann könnte es nur noch die Überzeugung gewesen sein, daß die „Partei“ immer recht hat! So ein Bekenntnis zur Staats-Zwangs- und Einheitspartei von Sowjets Gnaden! Brillant!

    Von der von den Stalin’schen Säuberungen verschonten „Gruppe Ulbricht“ über die recht gelungene freiwillige Vereinigung von SPD und KPD über die Übernahme der NS-, später SU-KZ’s mit Zehntausenden Toten, über Bautzen und Menschenhandel bis zur Ulbricht-Mauer, den verbluteten Fechters und zernierten Havemanns, zum Einmarsch in die frühlinghafte CSR, alles Dinge, mit denen die Linken der „Linken“ sich identifizieren? Indem sie nicht etwa eine „Linke“ neu begründen, sondern die SED einfach weiterführen, na gut, mit neugezinkter Etikette?

    Diesmal „Demokratischer Sozialismus“: Nebbich, im Transitzug wurde man schon von je her gefragt: „woll’n Se in den demogrodischen Sektor?“ Und wenn man antwortete: „Na klar, nach Westberlin!“, dann wurde man „uffgeklärt“, ….!

    Und jetzt halt nicht mehr „demokratisch sozialistisch“, sondern nur noch „Links“.

  70. Kant sagt: Dezember 31, 2012 um 16:50

    @ Bullinger: Kalergi-Plan –

    … sehr obskure Seite …. erinnert an den Psychopathen von Norwegen oder an dessen Vorbild (Biedermann) Broder ….

    Welche Seite meinen Sie denn?

    Vom institutionalisierten Katholentum ist nichts zu erwarten; es gab von ihm auch keinen Widerstand gegen den Faschismus, weil er im Kern selbst totalitär-faschistisch ist.

    Mehr noch: Es war ein wesentlicher Teil der faschistischen Trias. Aber das Zerstören, Vernichten und Ausmorden der Völker entspricht nicht dem Willen Gottes, denn es sind seine Gedanken.

    Von daher habe ich halt noch eine schwache Hoffnung. „Strohhalm“ oder so ähnlich…

  71. Yilmaz sagt:

    zum Thema Christenverfolgung „schluchz“ also wenn ich auf dieses Platituden unseres OBER ISLAMHASSERS hier aufm Blog eingehen müsste…., da denk ich doch an die „christlichen Armeen die seit den Kreuzzügen damals wie heute Blut und Schrecken, Plünderungen, Raubzüge, Sklaverei, Kolonisierung Intrigen, sich selbst abschlachten und betrügen, diese Heuchelei kotzt mich ehrlich gesagt an….
    Deutsche Rentner in der Türkei:

    ——————————————————————————-

    Desweiteren Herr Elsässer, wünsche ich Ihnen viel Gesundheit, Glück in der Liebe und Erfolg mit Compact! Guten Rutsch & Prosit 2013!!!!!!!!!!! Auf gehts, öasst uns ein bisserl feiern Leute, zuviel schlechte Nachrichten macht uns depressiv:

  72. Mary J. sagt:

    @Kant

    „Lieber G.Kümel, ich lese Ihre Beiträge (fast) immer mit viel Gewinn – Sie haben Ahnung ! “

    Herr Kümel weiß alles – nur nichts richtig.

    So auch hier bei diesem Thema.

    Die Kohleverflüssigung wurde von den Alliierten tatsächlich verboten, aber das Verbot wurde 1955 wieder aufgehoben!

    Ab den 70er Jahren wurde in der Bundesrepublik, bedingt durch den Öl-Schock, wieder Kohle verflüssigt, jedoch nach abklingen der Krise bald wieder eingestellt. Aus einfachem Grund: Es lohnt sich finanziell einfach nicht – Erdöl ist billiger. Die Forschung daran wird jedoch weiterhin betrieben.

    Man sollte des Herrn Kümels Aussagen niemals ungeprüft übernehmen.

  73. Karl_Murx sagt:

    @Yilmaz:

    „zum Thema Christenverfolgung “schluchz” also wenn ich auf dieses Platituden unseres OBER ISLAMHASSERS hier aufm Blog eingehen müsste….,“

    Reden wir hier über die jüngere Steinzeit oder die Gegenwart? Fakt ist, daß das Christentum gegenwärtig weltweit die am meisten verfolgte Religion ist, und zwar größtenteils in muslimischen Ländern bzw. denjenigen, die frisch von den USA entweder durch militärische Invasion wie im Irak befreit bzw. durch diverse farbige „Revolutionen“ mit den Segnungen der Demokratie bedacht wurde. Was

    „da denk ich doch an die “christlichen Armeen die seit den Kreuzzügen damals wie heute Blut und Schrecken, Plünderungen, Raubzüge, Sklaverei, Kolonisierung Intrigen, sich selbst abschlachten und betrügen, diese Heuchelei kotzt mich ehrlich gesagt an….“

    Siehe oben. Wieviel Jahrhunderte sind die Kreuzüge jetzt her, und wo rufen katholische Bischöfe oder der Papst heute die Gläubigen auf, die heiligen Stätten mit Feuer und Schwert zu erobern? Nicht einmal auf die systematische Repression und Diskriminierung von Christen wie im Irak, im Ägypten, in den Staaten des Maghreb,in der Türkei und wo auch immer christliche Minderheiten leben, reagiert die Kirche heute mit erkennbaren Widerstand.

    „Deutsche Rentner in der Türkei:

    Hat zwar mit dem Thema hier absolut nichts zu tun, aber Hauptsache, irgendeine hämische Polemik eingebracht, nicht? Sollen wir mal die Videos von türkischen Jugendlichen posten, wie sie gerade einheimische Jugendliche respektive Rentner kulturell bereichern, und zwar mit schlagkräftigen Argumenten, allerdings meist dann, wenn sie in der erdrückenden Mehrheit gegen Einzelne vorgehen?

  74. Kant sagt:

    @ Lieber G. Kümel – Das war Ihnen jetzt doch wohl etwas zuviel Nähe und (virtueller) Umarmung durch einen Linken. Da mussten Sie mal ganz schnell das Sündenregister der LINKEn rezitieren …. damit der Kant nicht meint, er könne sich mit Ihnen verständigen oder gar verstehen.
    Sei ’s drum: Die LINKE hat sich politisch und personell völlig neu aufgestellt, sie hat sich m.E. sehr glaubwürdig von Stalinismus und damit einhergehenden Verbrechen distanziert ….
    Wenn Sie jedoch der Ansicht sind, dass das nichts nutzt, weil die ‚linke Denke‘ per se verbrecherisch ö.ä. ist, dann haben wir in der Tat keine Diskussionsgrundlage.

    …. allen und speziell auch Ihnen ein gesundes und zufriedenes 2013

    (… auch wenn ich pessimistisch bin und m.E. nicht viel dafür spricht, dass unsere Biosphäre und damit auch unsere Spezies die nächsten Jahrzehnte überstehen wird….)

  75. @Yilmaz: Cool bleiben und manches einfach unbeachtet lassen, sonst wird man wirklich wahnsinnig. Wir sind halt böse, punkt, und ich gedenke auch nicht mehr, gewissen Leuten das Gegenteil zu beweisen.

    Hab ja eigentlich das Original zu Frau Merkels Neujahrsansprache gesucht, aber das hier ist viel besser, glaube ich

  76. juergenelsaesser sagt:

    Karl Murx: Viele Statistiken sprechen dafür, dass die Christen die meistverfolgte Religionsgruppe weltweit sind. Wenn man allerdings nicht Religionen, sondern Konfessionen betrachtet, wird man vermutlich feststellen, dass die Schiiten weltweit derzeit mehr Opfer zu beklagen haben. Oder?

  77. Kant sagt:

    @“Obwohl ich weder Katholik noch getauft bin, muß ich jetzt mal eine Lanze für die römisch-katholische Kirche brechen. Diese Kirche, die nun einmal der Hauptträger des Christentums ist,“

    … wüsste gerne mal, was Sie unter dem WESENSKERN des Christentums verstehen?

    Mir ist schon klar, dass die gewaltige Blutspur, die sich durch die sechzehnhundertjährige Kirchengeschichte zieht, nicht dem Propheten Jesus von Nazareth anzulasten ist; dessen Friedensbotschaft wird durch den Apostel Paulus völlig verkürzt und Jesu Tod am Kreuz wird durch Paulus als Heilstat Gottes interpretiert und missverstanden; der Same zu einer – weiß Gott – unheilvollen Entwicklung ist von Paulus gesät worden (Röm. 13 ‚jedermann sei Untertan der Obrigkeit, denn sie ist von Gott‘) und im 4. Jahrhundert sehen wir dann , wie der römische Kaiser und sein Machtapparat aus einer – trotz Paulus – überwiegend pazifistisch-verfolgten Kirche eine verfolgende, herrschaftsstabilisierende Machtkirche machen.

  78. @ Jürgen: So ist es, und es wird jährlich schlimmer. Am schlimmsten ist es in den „USA-bereicherten“ Ländern Irak, Pakistan, Afghanistan. Verwandte meiner Schwiegertochter und Freunde von mir sind gerade im Irak, möge Gott sie schützen.
    Auch in Saudiarabien / Bahrain sieht es nicht gut aus, für Schiiten wie für andere Minderheiten, die nicht strikt sunnitisch-salafistisch sind. Selbst in Indonesien und Malaysia, die als tolerant gelten, sind Schiiten zunehmend Repressalien ausgesetzt. Auch dort lebende Chinesen wurden während der Asienkrise oftmals Opfer von Überfällen, weil man neidisch auf iren wirtschaftlichen Erfolg war und ihnen die Schuld an der Krise gab, mit der Religion hat es also gar nichtmal etwas zu tun mitunter. Unwissende Menschen kann man schnell aufhetzen und fanatisieren.
    Erst kürzlich wurden wieder 41 Schiiten in Pakistan von salafistischen Fanatikern getötet, unter großem Jubel der islamhassenden Blogs außerdem.

  79. Mary J. sagt:

    “ Am schlimmsten ist es in den “USA-bereicherten” Ländern Irak, Pakistan, Afghanistan. Verwandte meiner Schwiegertochter und Freunde von mir sind gerade im Irak, möge Gott sie schützen.“

    Das war vor der „USA-Bereicherung“ auch nicht anders.

  80. Monika H. sagt:

    @Kant

    Der Spassgesellschaft diene ich ganz bestimmt nicht – ganz im Gegenteil, lebe ich eremitär und widme den größten Teil meines Tages Gott und der Welt und verfolge auch keine vorgetrampelten Pfade. Lassen Sie also Ihre Schubladen ruhig mal zu – ich passe in keine.

    Zum Thema: Eine Anpassung der Kirche ist bedeutet nicht zwingend eine Veränderung von Werten, zu letzteren aber später.

    Abgesehen davon, dass die Rede des Kardinals explizit zum Fest der unschuldigen Kinder gehalten wurde und er kein einziges Wort verlor über die verlorene Unschuld der zahllosen Kinder durch seine Kirchenbrüder, wie es jeder Funken von Anstand gemäß christlicher Werte, die sie ja so hochhalten, gebieten würde, predigt er:

    „Darum hat er bei der Erschaffung des Menschen gesagt: ‚Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt‘ (Gen 2,18). Und so hat er den Menschen zu zweit erschaffen, als Mann und Frau, und zwar ist dem Menschen dabei der Schöpferwille Gottes eingestiftet, sodass er sich vollendet, indem Mann und Frau sich in der Ehe zusammentun und dann zu dritt und zu mehreren werden. Das ist Schöpfungsordnung Gottes, … Uns ist es aufgetragen, im Glauben an den lebendigen Gott für seine Menschen in der zu ihren Gunsten von Gott festgelegten Lebensform einzustehen …Die Schöpfungsordnung, die wir auch Naturrecht nennen, ist nicht das Ergebnis einer gesellschaftlichen Dressur, sondern in die Natur des Menschen hineingelegte Richtigkeit für seine Existenz.“

    Das ist Wasser predigen und Wein trinken, denn warum nehmen sich die katholischen Geistlichen von Gottes Schöpfungsordnung aus?

    Die Antwort findet sich in Matth. 19,10-12, die uns der Kardinal verschweigt: „Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.“

    Also haben wir hier schon einmal keine allgemeine Gültigkeit des Schöpfergesetzes wie vom Kardinal gepredigt – es ist eine individuelle Angelegenheit. Vor allem aber beruft sich das Zölibat auf den Absatz von Matthäus, der offiziell so interpretiert wird: „Die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches willen zu wahren; deshalb sind sie zum Zölibat verpflichtet, der eine besondere Gabe Gottes ist, durch welche die geistlichen Amtsträger leichter mit ungeteiltem Herzen Christus anhangen und sich freier dem Dienst an Gott und den Menschen widmen können.“ Codex Iuris Canonici

    „Wer das erfassen kann, der erfasse es“, sagt Jesus, und wem das noch nicht gelungen ist, dem sei erklärt:

    Die Sexualenergie ist die höchstmögliche spirituelle Energie, die der Mensch besitzt, und sie führt „zum Himmelreich“ – d.h. mit dieser Energie steht uns unbegrenztes spirituelles Potenzial zur Verfügung. Da kann man auch als Christ schon einmal einen Blick nach Asien wagen – dort findet sich diese als Kundalini-Energie, die sich vom Wurzelchakra in das Himmelschakra als Schlange symbolisiert dahinschlängelt. Sie vereint Himmel und Erde und die Gegensätze, hebt die Trennung auf. Diese Kraft in jedem einzelnen – und damit Macht – wird nicht nur den Menschen gegenüber verschwiegen, sondern auch den Priestern, die sich dem Zölibat verpflichten müssen, ohne überhaupt zu wissen, was damit eigentlich gemeint ist. Das Zölibat ist keine „besondere Gabe“, wie proklamiert (zu einer Gabe muss man niemanden zwingen), sondern ein Weg, für den man sich entscheiden kann. Durch den Zwang in Unwissenheit aber, passiert dann genau das, was uns in dem Vergehen an Kindern von Kirchenbrüdern in den letzten Jahren offenbart wurde. Die sexuelle Unterdrückung führt zur sexuellen Unterdrückung.

    Allein bei diesem „kleinen“ Beispiel könnte die Kirche eine Anpassung vornehmen: Erstens, die Priester in voller Wissenheit darüber freiwillig entscheiden zu lassen und damit die subtile Unterdrückung aufheben, aber vor allem: den Menschen endlich dieses Wissen zugänglich zu machen, denn es ist die HAUPTAUFGABE(!!!!) der Kirche, die Menschen zum spirituellen Wachstum hin zu führen! Daran ist der Kirche aber nicht gelegen, denn ein spiritueller er-wachsener Mensch ist nicht mehr manipulierbar.

    Es ist also nicht wie Ihr Hauptargument lautet, die Aufgabe der Kirche, Werte zu bewahren, sondern es ist ihre Aufgabe, die Menschen spirituell wachsen zu lassen. Dem kommt sie nicht nach, denn es dient nicht ihrem Selbst- und damit Machterhalt.

    Weiters schreiben Sie sinngemäß, dass der Hauptträger des Christentums die Kirche ist. Das stimmt nicht – der Hauptträger des Christentums ist der Vatikan, also ein Staat (!), dessen alleiniger Souverän der Papst ist. Welche Rolle dieser mit seinen Geheimorden in der Weltpolitik spielt, brauche ich wohl nicht näher zu erwähnen.

    „The Pope and God are the same, so he has all power in Heaven and earth.“ Pope Pius V, quoted in Barclay, Chapter XXVII, p. 218

    „Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name“ => ergo der „heilige Vater“ und das ist namentlich …. der Papst. Obwohl in der Bibel explizit steht: „Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ Matth 23:9.

    Dazu fällt mir auch ein Interview vom kleinen Bush ein, in dem ihn der Journalist sinngemäß fragt: „Über Putin sagten Sie, als Sie ihm in die Augen sahen, sahen Sie seine Seele. Was sahen Sie, als Sie dem Papst in die Augen blickten?“ Bush: „GOTT!“

    Dass die Frage vorgegeben war und die Antwort gestellt, war in dem Video ersichtlich. Welches Interesse hatte also George W. Bush, den „heiligen Vater“ in den Köpfen von Abermillionen Menschen so aufzu“werten“? Es rechtfertigt sein Vorgehen, denn im Namen von Werten monotheistischer Religionen werden – nicht erst seit Dabbelju – sondern seit Jahrhunderten Kriege geführt. Sie sind nicht der Schlüssel zum Frieden, sondern das Unheil dieser Welt.

    Was sind eigentlich Werte, woher kommen sie, wohin gehen sie und was richten sie an?

    Ein Wert ist anerzogene Moral, d.h. sie kommt von außen – sie wird uns auferlegt und aufgezwungen, anstatt sie aus uns selbst heraus zu entwickeln. Hast Du keine Moral, bist Du ein schlechter Mensch. Der Mensch sehnt sich aber in höchstem Maße nach Liebe und Anerkennung – es ist der wesentlichste An-Trieb in uns. Als schlechter Mensch erfahren wir jedoch Ablehnung und genau hierin besteht die Manipulation.

    „Machtausübung findet immer Werten zuliebe statt. […] Von uns wird verlangt oder erwartet, dass wir uns fügen, einordnen, benehmen, unterwerfen. Vom Christentum an. Vom eifersüchtigen Gott an … von da an läuft alles verkehrt […] Wir werden darauf eingestimmt, dass wir böse sind, wenn wir nicht das tun, was von uns verlangt wird.[…] Wir leben in den Kulissen einer Religion, die von Anfang an zur Gründung und Erhaltung von Herrschaft diente.“ (Walser)

    Es wird uns impliziert, dass wir ohne Werte, wertlos sind!

    Damit wäre der Mensch aber per se schlecht. Ist er das? Ist er nicht so wie er ist, Gottes Geschöpf? Brauchen wir jemanden von außen, der uns sagt was wir zu tun haben, ist Gott nicht in uns, der uns dies ohnehin alles flüstert, würden wir nur hinhören. Dieses Hineinhören aber haben wir verlernt, weil die Worte von außen so viel lauter sind und sie uns Angst machen. Wir beugen uns im außen, anstatt im Innen über uns hinaus zu wachsen. Wir werden klein gehalten, anstatt unsere eine Größe zu entdecken.

    Es bräuchte auf dieser Welt nur ein einziges Gesetz, das jegliche „Moral“ beinhaltet: Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge keinem anderen zu. Und vice versa: Was Du willst, das man Dir tut, das füge anderen zu.

    Dazu braucht es keine Religion!

    >Hier lautet meine Frage an Sie: Warum sollte ich dann fremden Religionen wie dem Islam oder dem Buddhismus oder was auch immer nachrennen bzw. meine eigenen geistigen, kulturellen und nicht zuletzt spirituellen Wurzeln verleugnen, die hier im Westen nun einmal christlich sind?

    Erstens habe ich nicht gesagt, dass Sie das tun sollen, zweitens würde es keinem Menschen schaden, sich umfassend zu informieren. Denn das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Teile.

  81. Monika H. sagt:

    PS @Kant

    Da, lesen sie oben, was im Namen von „Werten“ monotheistischer Religionen auf der Welt verursacht wird: Kreuzzüge, Christenverfolgung, Schiitenopfer, Moslemhasser …. das ist das Ergebnis von Werten und werten! Und dabei ist keine monotheistische Religion besser als die andere!

  82. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger

    >Von daher habe ich halt noch eine schwache Hoffnung. “Strohhalm” oder so ähnlich…

    Die Kirche als Weltkonzern, als Banken, als größer privater Arbeitgeber und in Summe umsatzstärkstes Unternehmen Deutschlands benötigt sicher keine händeringende Predigt an das Volk, um politisch etwas erreichen zu können.

  83. Kant sagt: Januar 1, 2013 um 13:10

    Mir ist schon klar, dass die gewaltige Blutspur, die sich durch die sechzehnhundertjährige Kirchengeschichte zieht, nicht dem Propheten Jesus von Nazareth anzulasten ist; dessen Friedensbotschaft wird durch den Apostel Paulus völlig verkürzt und Jesu Tod am Kreuz wird durch Paulus als Heilstat Gottes interpretiert und missverstanden; der Same zu einer – weiß Gott – unheilvollen Entwicklung ist von Paulus gesät worden…

    Der Pharisäer Paulus hat das von Jesus verworfene Holocaust-Opfer-Paradigma (Brandopfer) des AT (siehe z.B. Genesis 22) zu Ehren des Vulkangottes Jahwe wieder eingeführt, und die Jesus-Geschichte da eingespannt. Als Ergebnis opfert Jahwe seinen Sohn Jesus. So, wie Jahwe von Abraham das Opfer des Isaac im Holocaust gefordert hat (Genesis 22, 2).

    Dabei – man muß es anscheinend wieder und wieder wiederholen, bis es als Fakt rezipiert werden kann – ist Jahwe der Vulkangott der Midianiter, dessen Kult dem Moses durch seinen Schwiegervater Jethro vermittelt worden ist, der ein Hoher Priester des Jahwe war.

    Der Gott Jesu hingegen ist im AT vollkommen unbekannt!

    1.Johannes 4,12
    Luther Bibel (1912): Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns.

    Textbibel (1899): Gott geschaut hat niemand jemals: lieben wir einander, so ist er bleibend in uns, und seine Liebe ist vollendet in uns.

    θεὸν οὐδεὶς πώποτε τεθέαται. ἐὰν ἀγαπῶμεν ἀλλήλους ὁ θεὸς ἐν ἡμῖν μένει καὶ ἡ ἀγάπη αὐτοῦ τετελειωμένη ἐν ἡμῖν ἐστίν.

    Der hassende und häßliche Vulkangott Jahwe ist nicht der liebe und liebende christliche Gott!

  84. juergenelsaesser sagt:

    Mary J: Erzählen Sie keinen Quatsch! Unter Saddam Husseingab es im Irak keine Christenverfolgung; nach Afghanistan pilgerten in den 70er Jahren Tausende westlicher Haschisch-Freaks, durch die Bank Christen oder Atheisten. Ihnen geschah nichts Böses (außer durch die Drogen, die sie zu sich nahmen).

  85. Das Buch Deuteronomium, Kapitel 9,3:

    Heute wirst du [Israel] erkennen, dass der Herr, dein [Vulkan-]Gott, wie ein verzehrendes Feuer selbst vor dir hinüberzieht. Er wird sie [die Völker, die größer und mächtiger sind als du] vernichten und er wird sie dir unterwerfen, sodass du sie unverzüglich vertreiben und austilgen kannst, wie es der Herr dir zugesagt hat.

    Das „Austilgen“ von Gedanken Gottes (Völkern) ist die Leiblingsbeschäftigung dieses „Gottes“, den der Christus nach Johannes 8,44 als den Teufel prädiziert und entlarvt.

  86. Mary J. sagt:

    @juergenelsäesser

    Es ging um Schiiten, nicht um Christen.

    Die wurden von Saddam seit jeher verfolgt.

    Und in Afghanistan haben die Taliban 1998 die iranische Botschaft in Masari-Scharif gestürmt und das ganze Personal ermordet.

    Wie es in Pakistan ist, weiß ich jetzt nicht genau, aber ich bezweifele, dass da früher alles supi war.

    Sunniten brauchen keine USA-Bereicherung um Schiiten zu verfolgen. Das machen die schon seit 1400 Jahren von ganz alleine.

  87. „Ihnen geschah nichts Böses (außer durch die Drogen, die sie zu sich nahmen).“

    und jetzt überschwemmen diese Drogen unter dem schutz der Nato Iran und Europa. Tolle Errungenschaften, oder?
    Schiiten ging es auch unter Saddam nicht gut, das ist richtig…aber wenigstens wurden da nicht ständig Bomben in Gotteshäuser und auf Prozessionen geworfen.

  88. chicano sagt:

    kann den worten die Karl_Murx am Dezember 31, 2012 um 18:34 sagt e nur vollstens zustimmen.

    @ yilmaz

    mensch, da hätten wir wohl beide mehr von einander erwartet, am anfang, auf diesem blog, nicht wahr?
    aber lass uns wenigstens bei tatsachen bleiben und da von mir aus anderer meiunung und bewertung drüber sein😉

    „zum Thema Christenverfolgung “schluchz” also wenn ich auf dieses Platituden unseres OBER ISLAMHASSERS hier aufm Blog eingehen müsste…“

    ich sprach von ungerechtigkeit in einer bestimmten sache, die kann nicht relativiert werden durch andere ungerechtigkeiten, oder? aus deinen worten klingt hass, nicht aus meinen.

    „ich denk ich doch an die “christlichen Armeen die seit den Kreuzzügen damals…“

    ja ja, die kreuzzüge! wollen wir dabei aber drei dinge nicht vergessen bzw. fragen:
    1. sie liegen nicht viele jahrhunderte zurück?
    2. waren sie verwerflich, was war dann der überfall krummsäbel tragender muslime, die ZUERST jerusalem einanahmen, vor den kreuzzügen?
    und 3. was hat das mit der christenverfolgung heute zu tun und warum kann man diese mit ironie abtun ala ihrem „schluchz“?

    „diese Heuchelei kotzt mich ehrlich gesagt an….“

    ohne worte

    frohes neues jahr, yilmaz, ganz ehrlich, dass wünsche ich dir,,,

  89. Wenn eine Religion Religion ist, also die Rückverbindung des Menschen an Gott zumindest ihrer Möglichkeit nach eröffnet, dann tut der, der sie verbietet, das Werk des Teufels.

    Es ist mit den Religionen so, wie mit den Routen zur Bergbesteigung. Sie haben unterschiedliche Ausgangspunkte und Schwierigkeitsgrade, nähern sich aber einander an, je höher man damit kommt.

  90. chicano sagt:

    @ monika

    „Da, lesen sie oben, was im Namen von “Werten” monotheistischer Religionen auf der Welt verursacht wird: Kreuzzüge, Christenverfolgung, Schiitenopfer, Moslemhasser …. das ist das Ergebnis von Werten und werten! Und dabei ist keine monotheistische Religion besser als die andere!“

    wie sehr sie sich doch irren, liebe monika!

    das ist nicht das ergebnis von werten, sondern von nicht akzeptierten und nicht gelebten werten.

    ich antworte ihnen (und anderen) mit einigen weisen worten von heinrich böll:

    „In dieser Welt habt ihr Angst”, hat Christus gesagt, „seid getrost, ich habe die Welt überwunden.” Ich spüre, sehe und höre, merke so wenig davon, dass die Christen die Welt überwunden, von der Angst befreit hätten, von der Angst im Wirtschaftsdschungel, wo die Bestien lauern, von der Angst der Juden, der Angst der Neger, der Angst der Kinder, der Kranken. Eine christliche Welt müsste eine Welt ohne Angst sein, und unsere Welt ist nicht christlich, solange die Angst nicht geringer wird, sondern wächst, nicht die Angst vor dem Tode, sondern die Angst vor dem Leben und den Menschen, vor den Mächten und Umständen, Angst vor dem Hunger und der Folter, Angst vor dem Krieg …

    Ich überlasse es jedem einzelnen sich den Alptraum einer heidnischen Welt vorzustellen oder eine Welt, in der Gottlosigkeit konsequent praktiziert würde: den Menschen in die Hände des Menschen fallen zu lassen.

    Nirgendwo im Evangelium finde ich eine Rechtfertigung für Unterdrückung, Mord, Gewalt.

    Ein Christ, der sich ihrer schuldig macht, ist schuldig.

    Unter Christen ist Barmherzigkeit wenigstens möglich, hin und wieder gibt es sie: Christen, und wo einer auftritt, gerät die Welt in Staunen. 800 Millionen Menschen auf dieser Welt haben die Möglichkeit, die Welt in Erstaunen zu setzen. Vielleicht machen einige von dieser Möglichkeit Gebrauch.

    Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen…

    Ich glaube an Christus, und ich glaube, dass 800 Millionen Christen auf dieser Erde das Antlitz dieser Erde verändern können. Und ich empfehle es der Nachdenklichkeit und Vorstellungskraft der Zeitgenossen, sich eine Welt vorzustellen, auf der es Christus nicht gegeben hätte. Ich glaube, dass eine Welt ohne Christus selbst die Atheisten zu Adventisten machen würde“

    frohes neues jahr

  91. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Kant

    Aber nein!
    „Kant“ das ist die Speerspitze der Aufklärung und „sapere-aude“ das Motto. Dieses Motto ist meine Netzadresse, und es ist kein Zufall, daß ich sie gewählt habe. Wir sind also beide Aufklärer und wenn ich bloß wüßte, was „ein Linker“ sein soll, wäre ich vielleicht auch einer.

    Ich nehme an, daß sich die Idealisten unter den staatstragenden Gruppen der DDR sehr gerne von den Fehlern der SED losgesagt hätten, indem sie eine völlig neue Partei begründet hätten. Dieser Weg war ihnen verwehrt, weil sie dann das „legale“ SED-Vermögen preisgegeben hätten.
    Die Aufrechterhaltung der SED-Identität war also eine rein pragmatische Finte; schließlich wollte die vormalige Staatspartei nicht finanziell bei Null anfangen müssen.

    Da ist nichts Verwerfliches dran, eine Organisation braucht Geld. Ohnehin denkt heute keiner mehr dran.

    Ich habe nach 1990 höhere Funktionäre der SED und höhere Chargen der politischen Polzei kennengelernt. Es waren ehrliche, tüchtige Leute, bescheidene Idealisten, die nun maßlos enttäuscht waren von all dem, was ihnen zu diesem Zeitpunkt bekannt wurde. Noch wußten sie nichts von der Ausbeutung und dem Verrat des Westens, sonst hätten sie sich noch verlassener gefühlt.

  92. Oswald Spengler sagt:

    „Zu glauben mit der alten Bunaverflüssigung könne das Problem gelöst werden, grenzt an Realitätsweigerung und man hat ja gsehen, wie weit die deutsche Industrie und Wehrmacht in den 40er Jahren damit kam.“

    Nicht nur dass sie wieder ihre Ahnungslosigkeit darstellen und das Bunaverfahren der Polymerisation von Butadien mit dem Fischer Tropsch/Bergius Pier Verfahren der Kohle Hydrierung verwechslen-nein sie stellen auch noch ihre historische Ahungslosigkeit zu Schau.Die Allierten führten eine spezielle Bomberoffensive gegen die deutschen Hydrierwerke durch die damals die Quelle für die deutsche Wehrmacht darstellte- eben weil die Kohlehydrierung äußerst effizent war.Diese Vorgehensweise wird heute von China großtechnisch angewandt indem man die riesigen Vorkommen von Kohle in China mittels Hydrieranlagen die mit modernen Reaktoren betrieben werden verwertet.So entgeht man dem Neokolonialismus der City of London die immer versucht China z.bsp in Afrika vom Öl abzuschneiden um ihren geopolitischen Traum voranzutreiben China nach Sibirien zu locken und gegen Russland in Marsch zu setzen ganz so wie man es derzeit mit der muslimischen Welt versucht.
    Unverständniss gegenüber technologischem Vorschritt ist das Kennzeichen des verrotteten Malthusianismus.Herausgekrochen aus den verfaulten und verwesten Eingeweiden der serenissima repubblica di venezia, wiederbelebt von der venizianischen Fraktion in England unter Locke,Hobbes,Malthus,Keynes.Praktisch umgesetzt von Prinz Phillip,Prinz Charles und Prinz Bernhard mit ihrem diversen britischen Geheimdienstoutlets wie Earth First,WWF,Greenpeace.In dieselbe Kategorie gehören Ungeheuer wie Bertrand Russell,Kalergi,Fanon die den Massenmord in Zentralafrika organisierten.Malthusianismus ist noch etliche Stufen degenerierter als der Klassendemozid Pol Pots oder Maos die ebenfalls dem stinkenden Schoß der englischen Oligarchie entkrochen sind.
    Die Historie zeigt eindeutig das menschliche Kreativität,Schöpfergeist und Erfindungsgabe immer überlegen und das Wachstum der Bevölkerung bei weitem überfügeln.Armut in Afrika und Asien ensteht eben dadurch dass man diesen Menschen bewußt Technologie verweigert, sie Irrationalismen aussetzt, in Kriege stürzt.
    Meine Ausführliche Reposte kommt später da ich noch von der Fakultätsfeier angeschlagen bin aber ihre Forderung nach Geburtenkontrolle spricht Bände.Sie sind nicht durch zynisch und kaltherzig was man aus ihren Kommentaren zu den Drohenangriffen schließen kann , ignorant gegenüber menschlichem Fortschritt und Technologie, naiv was Geschichte und Politik angeht sondern eben auch noch Malthusianer was dem ganzen die Krone aufsetzt.Achso mit LaRouche habe ich nichts zu tun, ich bin weder Mitglied noch Anhänger.LaRouche hat sich über die Jahre zu einem Personenkult entwickelt und seine Äußerungen zum Erdbeben in Japan sagen nichts Gutes aus über seine aktuelle Urteilskraft.

  93. Kant sagt:

    @Monika H. sagt:
    Januar 1, 2013 um 14:08 @Kant
    … Sie verwechseln mich mit KarlMurks, den ich zitiert habe.

  94. chicano sagt: Januar 1, 2013 um 16:42

    @ monika

    „In dieser Welt habt ihr Angst”, hat Christus gesagt, „seid getrost, ich habe die Welt überwunden.” Ich spüre, sehe und höre, merke so wenig davon, dass die Christen die Welt überwunden, von der Angst befreit hätten, …

    Die Christen nicht aber der Christus schon. Die Befreiung ist nämlich längst schon erfolgt und vollendet.

    Nur: Wir leben im Imperfekt. Und das ist eben auch Vergangenheit, die aber in der Gegenwart Gottes nicht mehr ist. (Ebenso wie die Unvollkommenheit.)

    Wir sehen uns gleichsam nur einen „Film“ an, der uns zeigt, wie es dazu gekommen ist. Aber wir sind mit einer der handelnden Personen dieses Films so identifiziert, daß wir seinen Rahmen (das Kino, in dem er läuft) nicht mehr sehen und ihn für unsere Wirklichkeit halten.

  95. Monika H. sagt:

    @chicano

    >das ist nicht das ergebnis von werten, sondern von nicht akzeptierten und nicht gelebten werten.

    Werte(n) bedeutet doch gerade eben nicht zu akzeptieren!

    Werten bedeutet einzuteilen in gut und schlecht – und was schlecht ist, ist nicht akzeptabel (= wird nicht akzeptiert => Intoleranz). Es muss bekämpft werden. In uns und außerhalb von uns. Damit löst es sich aber nicht auf! Der beste Beweis dafür ist doch die Welt, die dieses Schema seit zig-tausend Jahren fährt. Wenn ich diesen Anteil aber nicht leugne, sondern bewusst ansehe und wertfrei annehme (akzeptiere), löst er sich automatisch auf, denn unser Bewusstsein ist das Licht.

    >„In dieser Welt habt ihr Angst”, hat Christus gesagt, „seid getrost, ich habe die Welt überwunden.” Ich spüre, sehe und höre, merke so wenig davon, dass die Christen die Welt überwunden, von der Angst befreit hätten, von der Angst im Wirtschaftsdschungel, wo die Bestien lauern, von der Angst der Juden, der Angst der Neger, der Angst der Kinder,

    Nun sind Sie ja aber der Christ und Sie haben Angst vor dem Bösen, Angst vor der NWO, scheinbar Angst der Mensch könnte frei oder gar heidnisch sein, sonst würden Sie das nicht zitieren. Ich bin kein Christ im herkömmlichen Sinn, aber ich habe keine Angst vor Heiden, der NWO oder geheimnisvollen dunklen Mächten.

    Wege zu Gott gibt es so viele wie es Menschen gibt. Eine monotheistische Religion beansprucht aber die alleinige und absolute Wahrheit für sich, so wie Sie es immer wieder tun, indem Sie behaupten nur das Christentum führe zu Gott.

    Die Lehre Christi ist ein guter Weg dorthin, aber nicht der einzige!

    Auch Ihnen alles Gute im Neuen Jahr – möge der Weg, der vor Ihnen liegt eine Herausforderung sein, mit der Sie spielend die Meisterschaft gewinnen.

  96. Monika H. sagt:

    @Dr Bullinger

    >dann tut der, der sie verbietet, das Werk des Teufels.

    Jetzt fehlt Ihnen nur noch beschwörerisch das Kruzifix in der Hand, in der anderen den Weihrauchkessel schwenkend.

  97. Spätestens seit Platon kennen wir einen einfachen Weg:

    Denken was wahr, und
    Fühlen was schön, und
    Wollen was gut ist:

    darin erkennet der Geist das Ziel des vernünftigen Lebens.

    Und „was vernünftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist vernünftig.“ (Hegel)

  98. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Mary

    Komisch, daß „die Kohleverflüssigung“ unwirtschaftlich sein soll, für China ist sie offenbar rentabel, sogar nach dem Uralt-Bergius-Verfahren. Und China baut Mega-Anlagen.
    In Südafrika arbeitet eine entsprechende Anlage mit einer Leistung von 175.000 Barrel pro Tag (http://www.pro-bergbau.de/argumente/kohleverfluessigung.html)

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/China-setzt-auf-Kohleverfluessigung-im-grossen-Stil-134217.html

    Es gibt zwei Hauptverfahren, Fischer-Tropsch und Bergius und ein Dutzend Varianten davon.
    Warum wurde denn 1945 die Kohleverflüssigung VERBOTEN, wenn doch ohnehin eine Mary 2013 klar sieht, daß sie unwirtschaftlich ist? Und in der DDR lief die Kohleverflüssigung ungebremst bis 1989! Alle Hydrierwerke, die aus Kohle und Wasserstoff Benzin herstellten, wurden 1945 sofort geschlossen, wegen „Unwirtschaftlichkeit“, so sehr lag den Befreiern unser Wohl am Herzen. Mary verstärkt diese Warmherzigkeit.

    Nachdem alle bestehenden Anlagen verschrottet waren und die Belegschaften auseinandergelaufen. wurde das Verbot von der alliierten Hohen Kommission mit dem Gesetz A-38 vom 5.5.1955 aufgehoben. Nun hätte man mit der großtechnischen Hydrierung starten können, statt später mit Milliarden DM die Atomspaltwerke zu subventionieren.

    Schon 1969 legte Dr.-Ing. Herbert Barking, MdL, einer der anerkanntesten Fachleute der damaligen Bundesregierung, eine Studie über die Kosten von Kohle-Benzin vor. Beim damaligen Kohlepreis von 60 DM je Tonne hätte ein Liter Kohle-Benzin 18,2 Pfennig gekostet. Bei einer Senkung der Mineralölsteuer für Kohle-Benzin um wenige Pfennige wäre die Kohlehydrierung schon damals wettbewerbsfähig gewesen!

    Von 1977 bis 1980 zeigten sieben im Kleinstmaßstab errichtete Pilotanlagen zur Kohleverflüssigung unter Weiterentwicklung der vor 1945 betriebenen Anlagentechnik positive Versuchsergebnisse auf. Daraufhin wurde im Januar 1980 ein Programm zur großtechnischen Kohlevergasung und -verflüssigung aufgelegt. Es sah 14 Projekte zur großmaßstäblichen Kohleveredlung mit einem Investitionsbedarf von 13 Milliarden DM und einem Einsatz von 10 Millionen Tonnen Stein- und 12 Millionen Tonnen Braunkohle vor.

    Diese auf heimischen Reißbrettern entwickelte Kohleverflüssigung gilt weltweit als führende Technologie. Aber nichts geschah. Im Gegenteil:

    Die modernste Pilotanlage der Bergbauforschungsanstalt DMT (Essen) wurde 2004 – ähnlich wie die Kokerei Kaiserstuhl – fein säuberlich abgebaut und nach China verkauft.

    Dort soll mit Hilfe deutscher Experten noch 2007 eine Anlage anlaufen, die jährlich 9,7 Millionen Tonnen Kohle zu Benzin, Kerosin, Diesel und Nebenprodukte herstellen soll.

    Eine bestehende kleine Versuchsanlage der Deutschen Montan-Technologie (DMT) wurde vor nicht allzu langer Zeit nach China (!) verkauft. Weil sie „unwirtschaftlich“ war?

    Die wissenschaftliche Gesellschaft DGMK veröffentlichte eine 760-seitige Dokumentation über die zwischen 1970 und 2000 in Deutschland unternommenen Projekte und entwickelten Technologien der Verkokung und Pyrolyse, Kohlevergasung und Kohleverflüssigung. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kohle-fuer-Kerosin-115763.html

    Die Kohleverflüssigung ist wirtschaftlich bei einem bestimmten Rohölpreis, das gilt für viele Erdöltechnologien, etwa Fracking, oder Ausbeutung von Tiefseevorkommen. Der Prozeß ist teuer, weil er eine hohe Prozeßwärme verlangt. Die wäre durch den ungefährlichen Thoriumreaktor preiswert zu erzielen gewesen, aber auch diese Technologie wurde politisch abgewürgt (www.adew.eu). „Unwirtschaftlich“ ist es. wenn Länder wie die „brd“ Kohleverflüssigung betreiben, unwirtschaftlich allerdings nur für die Petro-Dollarländer und -Kozerne, die ja nicht ganz einflußlos auf die Weltpolitik sind…!

    Amerikanische Kohle ist nicht altmodisch, „unwirtschaftlich“
    und umweltschädlich. Im Jahre 2003 förderten die USA 892 Millionen Tonnen Steinkohle, die „brd“ 29 Millionen Tonnen mit fallender Tendenz.

  99. Monika H. sagt: Januar 1, 2013 um 18:47

    @Dr Bullinger

    >dann tut der, der sie verbietet, das Werk des Teufels.

    Jetzt fehlt Ihnen nur noch beschwörerisch das Kruzifix in der Hand, in der anderen den Weihrauchkessel schwenkend.

    Mhm, hm, das fehlt mir also noch, aha. Ja, sollte ich mir das dann mal besorgen und es damit versuchen? Was meinen Sie?

    Also, der Pater Amorth soll damit sehr erfolgreich gewesen sein, in mehr als 70.000 Fällen…

    Aber, ob das jeder kann, wenn er’s versucht? Vielleicht muß man das auch erst lernen. Oder so ähnlich. Oder man muß dazu geboren sein, oder berufen… Wer weiß?

    Wissen Sie’s?

  100. chicano sagt:

    @ monica

    „Werten bedeutet einzuteilen in gut und schlecht“

    ja und das ist so wenig falsch, wie sie es falsch finden, wenn sie sich eine suppe kochen. das schlechte gemüse sortieren sie aus und das gute essen sie. sie machen das aus gutem grund.

    „Es muss bekämpft werden. In uns und außerhalb von uns.“

    das habe ich nicht gesagt! essen sie ruhig schimmliges gemüse. aber wenn man mir schimmliges gemüse als gutes verkaufen will, dann lehne ich dankend ab und wenn man mich zwingen will, es zu essen, dann wehre ich mich,

    „Ich spüre, sehe und höre, merke so wenig davon, dass die Christen die Welt überwunden, von der Angst befreit hätten, von der Angst im Wirtschaftsdschungel, wo die Bestien lauern, von der Angst der Juden, der Angst der Neger, der Angst der Kinder,“

    das beweist nicht, dass man die angst nicht in christus überwinden könnte. böll hat es doch auch so geschrieben…..viele haben es wohl noch nicht geschafft. das ändet nichts daran das die tür offen steht.

    „Sie haben Angst vor dem Bösen, Angst vor der NWO, scheinbar Angst der Mensch könnte frei oder gar heidnisch sein, sonst würden Sie das nicht zitieren“

    wirklich, vor nichts von dem was sie aufzählen habe ich angst. ich hätte angst um hilflose, krüppel, behinderte in einer heidnischen welt, in der schwache nichts galten, sondern als aussortiert im sinne der grausamen naturgesetze galten.

    „Wege zu Gott gibt es so viele wie es Menschen gibt.“

    es mag viele äußere verschiedenheiten geben auf dem weg aber die müssen schon zu gott hinführen, wenn man bei gott ankommen will. und schlechte taten ohne reue führen so wenig zu gott, wie schimmliges gemüse zu einer bekömmlichen suppe.

    „Die Lehre Christi ist ein guter Weg dorthin, aber nicht der einzige!“

    das habe ich auch nicht behauptet, das kann ich nicht wissen aber ich kenne nur diesen weg.

    „Auch Ihnen alles Gute im Neuen Jahr – möge der Weg, der vor Ihnen liegt eine Herausforderung sein, mit der Sie spielend die Meisterschaft gewinnen.“

    danke.

    mir liegt aber nicht an meisterschaft, da sie illusionär wäre
    meisterschaft worüber? über die elemente? den tod?. meisterschaft über sich selbst, das vielleicht aber wer hat die schon? wir alle „wählen ständig faules gemüse“, auch die christen aber sie beginnen es zu bemerken.

    darum ist gottes gnade ja so wichtig und so nötig.
    wer noch meint er könnte meister werden, der wird spätestens eines besseren belehrt, wenn der tod vor der tür steht und sich nicht beeindrucken lässt von der bitte um aufschub.

    auch dir nochmal alles gute im neuen jahr!

  101. chicano sagt:

    @ bullinger

    aufrichtiges schade. knapp daneben ist auch vorbei. du bleibst immer wieder im netzt der (sehr stark aber eben doch begrenzt nützlichen) psychoanalyse stecken. auch wenn jung tief ging, nicht tief genug, um in diesem mysterium die letzten karten auf demm tisch zu ent-decken.

    „Die Christen nicht aber der Christus schon. Die Befreiung ist nämlich längst schon erfolgt und vollendet.“

    ja und nein.
    sie ist es, dass stimmt. aber nicht ohne reue und annahme wird sie dem einzelnen zu teil.

    gesetze waren nie dafür da, um sie alle halten zu können, denn wir können es nicht, joachim. sie sind als spiegel gedacht, in dem wir unser unvermögen klar und deutlich reflektieren können. wir erkennen dadurch, wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, das wir hilfe nötig haben und „tief gefallen sind“, aus eigener kraft nicht aus dem loch kommen. diese erkenntnis ist bedinung für befreiung und das „erniedrigende“ greifen nach der hand, die auch in form von jesus kam.

    „Nur: Wir leben im Imperfekt. Und das ist eben auch Vergangenheit, die aber in der Gegenwart Gottes nicht mehr ist. (Ebenso wie die Unvollkommenheit.)“

    darum können wir jederzeit befreit werden, denn für gott geschieht alles jetzt, in seinem ewigen, zeitlosen jetzt.

    es bleibt aber die bedingung zu erfüllen, damit wir in gottes ewigem jetzt, ewige erlösung besitzen.

    es liegt an uns zu bereuen und die hand zu ergreifen. ohne dies aber hätten wir uns entschieden, uns in gottes ewigem jetzt, auf ewig dagegen entschieden zu haben.

    „Wir sehen uns gleichsam nur einen “Film” an, der uns zeigt, wie es dazu gekommen ist. Aber wir sind mit einer der handelnden Personen dieses Films so identifiziert, daß wir seinen Rahmen (das Kino, in dem er läuft) nicht mehr sehen und ihn für unsere Wirklichkeit halten.“

    das ist irrtum, advaita-gedankenspielerei, glaub mir, alter haudegen…

  102. Karl_Murx sagt:

    @jürgenelsässer:

    Zunächst mal Ihnen und allen anderen hier Postenden ein gesundes neues Jahr!

    „Viele Statistiken sprechen dafür, dass die Christen die meistverfolgte Religionsgruppe weltweit sind. Wenn man allerdings nicht Religionen, sondern Konfessionen betrachtet, wird man vermutlich feststellen, dass die Schiiten weltweit derzeit mehr Opfer zu beklagen haben. Oder?“

    Genaue Zahlen habe ich nicht. Aber ich gebe Ihnen Recht, daß es heute möglicherweise gemessen an den Zahlen gemessen die innerislamischen Konflikte sein könnten, welche die meisten Opfer verursachen. Vor allem der Konflikt zwischen den beiden Hauptströmungen, nämlich der Sunna und der Schia, ist hier relevant. Ich habe in der Vergangenheit Peter Scholl-Latour aufmerksam verfolgt (oder es im Rahmen meiner Möglichkeiten versucht), wenn er über die Bruchlinien gesprochen hat, die innerhalb der islamischen Welt verlaufen.

    Die Schiiten sind in der islamischen Welt eine Minderheit, die nur ca. 1/10 der muslimischen Gesamtbevölkerug ausmachen. Die sunnitische Mehrheit hat sie von Anfang an als Abweichler von der rechten Lehre betrachtet und sie, wo immer sie konnte, verfolgt und unterdrückt bzw. deren Heiligtümer zerstört. Das hat allerdings unter den Schiiten eine Mentalität erzeugt, die sie zu einem Sonderfall machten, was an der Entwicklung des Irans (über 90 % Schiiten) zu sehen ist. Es ist übrigens heutzutage kaum ein Thema im Westen, daß der Iran den Einmarsch der USA nach Afghanistan begrüßt hat und der amerikanischen Armee Unterstützung angeboten hat. Unter den Taliban waren die Anhänger der schiitischen Minderheit in Afghanistan, die Hazara, brutaler Verfolgung und einem unbarmherzigen Assimilationsdruck ausgesetzt, so daß der Iran zeitweilig kurz vor dem Einmarsch in das Land stand.

    Am Iran ist heutzutage das Paradoxe, daß es ein nach seinem Selbstverständnis schiitischer Gottesstaat ist, der seinen christlichen, jüdischen bzw. meines Wissens auch kurdischen Minderheiten, gemessen an anderen islamischen Staaten der Region, den größten Schutz und die Gewährung der Religionsausübung gewährleistet, die Loyalität zum Regime vorausgesetzt. Scholl-Latour hat den Iran sogar mal als liberalen Staat bezeichnet. Es ist eine Theokratie, allerdings kein diktatorisches System, sondern ein polyzentrisches Machtgebilde, das im Rahmen seines islamischen Verständnisses durchaus Gewaltenteilung oder Machtverteilung kennt. Die Madschlis,das iranische Parlament, ist durchaus kein Abnickverein wie die Volkskammer in der DDR oder der Oberste Sowjet in der früheren SU. Der jeweilige Staatspräsident kann jederzeit abgesetzt werden. In der Madschlis sind für die jüdische Bevölkerung (wie auch für die christliche) Sitze reserviert.

    Im Unterschied zu den besten Freunden der USA in dieser Region, den Saudis, die nicht einmal eine geschriebene Verfassung wie der Iran haben, sondern lediglich den Koran und die Scharia anerkennen und wo der Besitz einer Bibel unter Strafe steht, gewährt der Iran seinen Bürgern sehr wohl in großem Maße das, was man hier bürgerliche Freiheiten nennt. Allerdings darf man nicht vergessen: Das konnte sich dergestalt entwickeln, weil die Iraner ihre islamische Revolution, acht Jahre Krieg mit dem Irak sowie ihre religiöse „Läuterung“ schon hinter sich haben, d.h., sie haben ihre Erfahrungen mit einem Gottesstaat gemacht und erlebt daß man dort nicht weniger korrupt als unter dem Schah war. Der Iran ist ein Land, in dem die Bevölkerung westenfreundlicher ist als seine Regierung (im Unterschied zu den meisten anderen islamischen Staaten), vor allem die Jugend. In iranischen Intellektuellenkreise wird z.T. unverblümt darüber debattiert, ob der Islam noch die zeitgemäße Religion für das Land ist, oder ob die Besinnung auf die große Historie des Landes (Iran ist ja im wesentlichen Persien) und der Nationalgedanke nicht angemessener wären, für ein islamisches Land eigentlich ein Sakrileg.

  103. Karl_Murx sagt:

    @Fatima Özögüz:

    Schiiten ging es auch unter Saddam nicht gut, das ist richtig…aber wenigstens wurden da nicht ständig Bomben in Gotteshäuser und auf Prozessionen geworfen.

    Das ist richtig. Saddam Hussein war zwar ein brutaler Diktator, der die sich einander gegenseitig bekriegenden Ethnien und Konfessionen mit eiserner Faust zusammenhielt und vor allem die schiitische Mehrheit unterdrückte. Aber er war ein säkulärer Herrscher, der durch seine Baath-Partei die Macht ausübte, die ja die Idee des Panarabismus verkörpert, so wie das in Resten noch in der Baath-Partei des Alawiten-Regimes Assads in Syrien zu sehen ist. Wer sich also loyal zum Regime verhielt, hatte hinsichtlich seiner Religionsausübung vom Staat nichts zu befürchten,

    Kräfte wie al-Quaida hatten unter dem Regime Saddam Husseins keine Chance. Auch religiöse Extremisten oder religiös motivierte separatistische Strömungen wie die Schiiten wurde gnadenlos unterdrückt. Dafür konnten Frauen sogar Richterämter besetzen, und der Außenminister Saddam Husseins, Tariq Aziz, stammte aus einer chaldäisch-katholischen Familie in der Nähe von Mossul.

    Die politische Stabilität wurde aber um den Preis gnadenloser Repression und Unfreiheit erreicht. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, daß es in solchen Ländern, wo einander sich nicht mögende oder sogar verfeindete Ethnien, Religionen bzw. Konfessionen auf engstem Raum miteinander leben, einer solchen autoritären Regierung bedarf. Was dabei herauskommt, wenn dieses System zusammenbricht, wie im Fall des Iraks nach dem Sturz Saddam Husseins, erleben wir gerade. Ein Großteil der irakischen Christen ist bereits geflohen, entweder in benachbarte Staaten, wo sie auf Grund ihrer Religionszugehörigkeit nicht verfolgt werden, oder in westliche Länder. Schöner neuer demokratischer Irak.

  104. Karl_Murx sagt:

    @Kant:

    … wüsste gerne mal, was Sie unter dem WESENSKERN des Christentums verstehen?

    Ich habe nicht vom Wesenskern des Christentums gesprochen, Sie tun das. Ich habe lediglich vom Wesen einer Kirche gesprochen, die eine Gemeinschaft von gläubigen Christen ist, also von Menschen, welche die christlichen Werte teilen.

    Mir ist schon klar, dass die gewaltige Blutspur, die sich durch die sechzehnhundertjährige Kirchengeschichte zieht, nicht dem Propheten Jesus von Nazareth anzulasten ist;

    Wenn Sie sich einmal die Mühe machen und die Geschichte von Ländern, Reichen oder Imperien untersuchen, so werden Sie finden, daß die Entwicklung von. o.g. Gebilden bzw. deren Verhältnis zu anderen Reichen oder Imperien so gut wie nie gewaltlos ablief. Da bildet das christliche Abendland keine Ausnahme.

    Ich lese gerade ein interessantes Buch von John Darwin „Der imperiale Traum“, wo er sich in „makrohistorischer“ Weise mit der Geschichte von Reichen und Kulturen der Menschheitsgeschichte beschäftigt. Dort kann er zeigen, daß diese Imperien bzw. die Existenz von ganzen Kulturkreisen – neben dem christlich-abendländischen sprich europäisch-westlichen also auch andere wie der islamische, der hinduistische und v.a. – keine „Verirrung“ der Menschheit bzw. etwas grundsätzlich Abzulehnendes darstellen, sondern einfach eine notwendige Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung sind, also der Art und der Fähigkeit großer Menschengruppen, rel. konfliktfrei miteinander zusammenzuleben.

    Es ist ja heute im politisch-korrekten, friedliebenden Westen, wo jede tatsächliche oder scheinbare Diskriminierung verpönt ist und wo man sich anscheinend schon in der höheren Stufe der menschlichen Entwicklung glaubt, bereits ein Sakrileg, wenn man von der Selbstbehauptung der eigenen nationalen und kulturellen Identität gegenüber anderen Kulturen spricht. Aber genau das ist die Grundbedingung, die eine Herausbildung von Kulturen und Nationen erst ermöglicht: Nämlich das Bewußtsein von der eigenen Identität, das heißt dem Wissen davon, wer man ist, was im Umkehrschluß bedeutet, daß man auch weiß, wer man nicht, und dem Willen, diese Identität zu erhalten. In der Vergangenheit war dies im Gerangel mit anderen Kulturen immer wieder mit gewaltsamen Konflikten verbunden.

    Das Christentum als gemeinsame Religion der europäischen Nationen, die sich nach dem Zerfall des weströmischen Reichs herauszubilden begannen, war eine solche einigende geistig-kulturelle Klammer zwischen den verschiedensten Ethnien und Gruppen, die es zur Zeit der Völkerwanderung gab. Es war seltsamerweise auch das ursprünglich verfolgte Christentum, das nach der Spaltung Roms in ein west- und eine oströmisches Reich die Idee der Reichseinheit bewahrt hat. Die christlichen Kirchen waren lange Zeit der Bewahrer des geistigen Erbes der Antike. So
    kann man heute überhaupt nicht von der westlichen Geschichte, Kultur bzw. Identität sprechen, ohne das Christentum zu erwähnen, aus dem alle wesentlichen ethnischen und geistig-spirituellen Normen und Werte Europas stammen.

  105. Karl_Murx sagt:

    Ein Wert ist anerzogene Moral, d.h. sie kommt von außen – sie wird uns auferlegt und aufgezwungen, anstatt sie aus uns selbst heraus zu entwickeln. Hast Du keine Moral, bist Du ein schlechter Mensch. Der Mensch sehnt sich aber in höchstem Maße nach Liebe und Anerkennung – es ist der wesentlichste An-Trieb in uns. Als schlechter Mensch erfahren wir jedoch Ablehnung und genau hierin besteht die Manipulation.

    Diese Definition ist eine Kopfgeburt. Jedem Menschen werden nach seiner Geburt durch Eltern und Umwelt permanent Werte und Normen vermittelt. Es kann überhaupt keine „Moral“, also ein Kanon von Wertvorstellungen geben, der sich „aus sich selbst heraus“ entwickelt. Sie setzen voraus, daß Menschen, vom Kleinkindalter bis zur Adoleszenz, auf irgendeine Art und Weise von sich aus solche Werte bilden. Aber woher sollen Kinder, die ja nicht als fertige Persönlichkeiten auf die Welt kommen, sondern im Verlauf ihrer Entwicklung erst solche werden, denn solche Bewertungen der Interaktion mit ihrer Umwelt über Lob und Strafe (nichts anderes heißt Erziehung) erfahren als von den Menschen ihrer Umgebung, also von Persönlichkeiten mit ganz konkreten Wertvorstellungen, die an die werdenden Persönlichkeiten weitergegeben werden?

    „Machtausübung findet immer Werten zuliebe statt. […] Von uns wird verlangt oder erwartet, dass wir uns fügen, einordnen, benehmen, unterwerfen. Vom Christentum an. Vom eifersüchtigen Gott an … von da an läuft alles verkehrt […] Wir werden darauf eingestimmt, dass wir böse sind, wenn wir nicht das tun, was von uns verlangt wird.[…] Wir leben in den Kulissen einer Religion, die von Anfang an zur Gründung und Erhaltung von Herrschaft diente.“ (Walser)

    Es wird uns impliziert, dass wir ohne Werte, wertlos sind!

    Mir scheint, Sie verwechseln hier kulturelle Werte und Normen, die jeder Mensch hat und die er zur Orientierung braucht, da sie seine Identität darstellen, mit dem Fehlen der Fähigkeit zur Selbstreflektion bzw. der gezielten Manipulation durch Außenstehende. Das hat aber nichts damit zu tun, daß Menschen und ihre Vorstellungen nun einmal kulturell geprägt sind, und daß diese Kultur nicht im luftlleeren Raum, sondern in einem ganz konkreten Kulturkreis existiert. Das ist hier in Europa der christlich-abendländische.

    Es bräuchte auf dieser Welt nur ein einziges Gesetz, das jegliche “Moral” beinhaltet: Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge keinem anderen zu. Und vice versa: Was Du willst, das man Dir tut, das füge anderen zu.

    Dazu braucht es keine Religion!

    Dito.

  106. Zum Thema: Ich habe gestern unter den Hinterlassenschaften meines ausgezogenen Sohnes das Buch von Michael Grandt gefunden „Der Staatsbankrott kommt“. Ist es zu empfehlen, oder ist er nur einer der „Weltuntergangspropheten“?
    Interessant ist aber auf jeden Fall seine Beschreibung am Anfang, wie die FED gegründet wurde, die man demnach wohl getrost als kriminelle Vereinigung bezeichnen kann. Weiter bin ich noch nicht gekommen….hat das hier jemand gelesen?

  107. @Karl Murx: Ich hätte für diese beiden Behauptungen von Ihnen gerne mal Quellen:
    1. Dass der Iran in Afghanistan einmarschieren wollte,

    2. Dass er gar die Invasion der USA dort begrüßt hat.

    Dann müsste er jetzt auch in Bahrain einmarschieren oder in Syrien, tut er aber nicht.

    Das Bild, das Sie da von Irans Jugend zeichnen, stimmt auch nicht, es gilt vielleicht allenfalls für eine verwestliche reiche Schicht in Nordteheran.

  108. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Fatima,

    Gerade dieses Buch habe ich nicht gelesen. Aber jeder Grandt ist empfehlenswert und wenn der Autor die Gründung der privaten FED-Bande und ihren bis heute fortgesetzten Betrug beschreibt, dann ist das doch prima!

  109. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    WERTE

    Es gibt ein Buch des berühmten Rechtsprofessors Kelsen über WERTE. Er analysiert darin, was „Werte“ überhaupt sind, ob sie beweisbar sind, welche denn nun „am besten“ sind.

    Die Aussagen über Werte unterscheiden sich ganz grundsätzlich von Sachaussagen. Es sind „Sollvorschriften“, Kelsen nennt sie „NORMEN“. Sachaussagen kann man verifizieren oder falsifizieren, etwa die Aussage „Es regnet“.
    Normen lassen sich nicht „beweisen“, etwa ist der Satz „Du sollst nicht töten“ weder wahr noch falsch.

    Normen lassen sich nur durch Ableitung von einer übergeordneten, allgemeineren Norm beurteilen. Etwa sind die Gebote ableitbar von der Norm, daß die Menschen in einer funktionierenden Gesellschaftsform leben „sollen“.
    Auch die allgemeineren Normen sind nicht als wahr oder falsch einzuordnen, man kann auch bei den allgemeineren Normen bloß beurteilen, ob sie „richtig“ von einer noch allgemeineren Norm abgeleitet sind.

    Es ergibt sich also eine Normenhierarchie, deren Glieder nicht beweisbar sind. An ihrer Spitze steht entweder eine allgemeinste Norm, oder, analog zu einem Axiomenkreis in der Mathematik, ein Normenkreis, dessen Glieder weder auf andere, noch auch auf noch allgemeinere Normen zurückgeführt werden können.
    Für diese allgemeinsten Normen kann man sich nur entscheiden, oder eben dagegen entscheiden. Geradeso, wie man einen „Sinndes Lebens“ nirgends ablesen kann. Einen „Sinn“ kann nur gegeben werden, von einem des Denkens mächtigen Wesen, einer Person.

    Religonen sind (oder enthalten) Normensysteme.
    Daher ist keine Religion „besser“ als die andere. Man kann sich nur für eine aus dem Angebot entscheiden, oder ein nichtreligiöses Normensystem wählen.

  110. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Murx

    Ein für die Stimmung in Ländern wie Iran ganz wesentliches Moment haben Sie nicht genannt. Freilich ist es hierzulande so gut wie unbekannt und überwuchert von der Propaganda des „Westens“.

    Das ist das Bewußtsein, jahrhundertelang vom „Westen“, das war bis 1945 das Britische Empire, massiv unterdrückt und schändlich ausgebeutet worden zu sein. Die Kriege der USA (plus Schwanz und Vasallen) gegen die Länder der Welt wird als Fortsetzung der Unterdrückung durch die Briten und deren Kriege (etwa Opiumkrieg) erlebt.

    Deshalb blieb Persien im WKII neutral. Die Eroberung durch die Alliierten hat zu einer Freihietsbewegung geführt, die das ganze Volk, besonders das Militär und die Stämme im Süden gewaltig ergriffen hat. Man kann sich heute kaum eine Vorstellung davon machen, in welch hohem Maß Perser, Iraker und die anderen Völker des nahen Ostens damals ihre Unterdrücker ablehnten. Dies führte zu einer sehr lebhaften Freundschaft zu Deutschland, die im Irak sogar zu einem militärischen Aufstand gegen die Engländer führte.

    Das Buch „Frührot in Iran“ von Schulze-Holthus, Bechtle, Esslingen, 1952, gibt ein sehr eindrucksvolles Bild davon. Das Buch ist antiquarisch erhältlich. Wenn Jürgen Elsässer möchte, kann ich eine Kopie davon machen. Iran kann man nicht verstehen, wenn man dieses Grundelement in seiner Mächtigkeit unterschä#tzt.

  111. Kant sagt:

    @KMurks : “ ohne das Christentum zu erwähnen, aus dem alle wesentlichen ethischen und geistig-spirituellen Normen und Werte Europas stammen.“

    Eine sehr kühne These ! Denken Sie and an die 1948 verfassten ‚Menschenrechte‘ ! Im Grunde genommen wird andersherum ein Schuh draus:
    Fast alle Menschenrechte wurden im Verlauf der Geschichte – GEGEN – das verfasste Christentum, sprich die Großkirchen durchgesetzt !

    Dass Sie die äußerst brutale und gewalttägige Geschichte des Abendlandes als eine erfolgreiche ansehen und zu deren Rechtfertigung auf andere Teile der Welt und die dortigen Macht- und Gewaltexzesse verweisen, zeigt mir, dass Sie die Geschichte nur von oben betrachten, nicht aber aus den Augen der fünfundneunzig Prozent der Menschen, die diese Geschichte erleiden mussten, als Sklaven, als Leibeigene, als Unfreie, als Proletarier, als Prekarier, als Frauen und als verfemte ethnische u/o religiöse Minderheiten ….

  112. Monika H. sagt:

    @Kant

    Entschuldigen Sie bitte die Verwechslung.

    @Dr. Kümel

    >Für diese allgemeinsten Normen kann man sich nur entscheiden, oder eben dagegen entscheiden.

    Kann man das wirklich? Später vielleicht einmal, wenn man aufwacht und sich aus der Programmierung löst.

    In erster Linie werden wir aber genormt und konditioniert – von Kindesbeinen an und wir haben als Kinder absolut keine Chance dem zu entkommen.

    Und sobald es für uns „normal“ ist, wird es nicht mehr hinterfragt.

  113. Karl_Murx sagt:

    @FÖ:
    Ich hätte für diese beiden Behauptungen von Ihnen gerne mal Quellen:
    1. Dass der Iran in Afghanistan einmarschieren wollte,

    2. Dass er gar die Invasion der USA dort begrüßt hat.

    Da beziehe ich mich auf Peter Scholl-Latour und dessen Publikationen. Die Konflikte zwischen den schiitischen Hazara und den sunnitischen Taliban, die übrigens lediglich eine Verschärfung des früher schon vorhandenen Gegensatzes zu den sunnitischen Paschtunen-Völkern bedeuten, können Sie in jedem Geschichsblog googeln oder in Büchern nachschlagen.

    Dann müsste er jetzt auch in Bahrain einmarschieren oder in Syrien, tut er aber nicht.

    Er ist ja auch damals nicht nach Afghanistan einmarschiert.

    Das Bild, das Sie da von Irans Jugend zeichnen, stimmt auch nicht, es gilt vielleicht allenfalls für eine verwestliche reiche Schicht in Nordteheran.

    Da beziehe ich mich auf persönliche Bekanntschaften mit iranischen Kollegen und den Erzählungen von Iran-Trekkingreisenden aus meinem Umfeld.

  114. Karl_Murx sagt:

    @Kant:

    Eine sehr kühne These ! Denken Sie and an die 1948 verfassten ‘Menschenrechte’ ! Im Grunde genommen wird andersherum ein Schuh draus:

    Diese Menschenrechte wurden doch größtenteils von christlich geprägten Vertretern der westlichen Welt verfaßt, oder?

    Fast alle Menschenrechte wurden im Verlauf der Geschichte – GEGEN – das verfasste Christentum, sprich die Großkirchen durchgesetzt !

    Sie hauen in ihrem antichristlichen (oder müßte man sagen antikirchlichen) Furor die historischen Fakten bunt durcheinander. Den Vertretern der Aufklärung, die das geistig vorbereiteten und in die Wege leiteten, was man heute Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten nennt, ging es nicht um die Abschaffung oder Negierung des Christentums, sondern lediglich um die Trennung von staatlicher und kirchlicher Macht, deren Verquickung in ihren Augen vor allem für den Mißbrauch letzterer durch die weltliche Macht verantwortlich sei. So gesehen wollten sie zu den Ursprüngen des Christentums und der christlichen Lehre zurück. Im Kern waren sie aber Christen und waren von genau dieser Kultur geprägt. Das Interesse für andere Kulturen bzw. der Offenheit gegenüber diesen hat doch nichts mit deren eigener kultureller Identität zu tun.

    Dass Sie die äußerst brutale und gewalttägige Geschichte des Abendlandes als eine erfolgreiche ansehen und zu deren Rechtfertigung auf andere Teile der Welt und die dortigen Macht- und Gewaltexzesse verweisen, zeigt mir, dass Sie die Geschichte nur von oben betrachten, nicht aber aus den Augen der fünfundneunzig Prozent der Menschen, die diese Geschichte erleiden mussten, als Sklaven, als Leibeigene, als Unfreie, als Proletarier, als Prekarier, als Frauen und als verfemte ethnische u/o religiöse Minderheiten ….

    Ich habe nur noch eine Frage, Mitforist Kant: Sind Sie ein guter Mensch?

  115. Bei allem Respekt gegenüber Peter Scholl-Latour, aber auch er hat zuweilen danebengelegen.

    Dass viele Iraner in Deutschland so drauf sind, glaube ich unbesehen, aber die sind nicht repräsentativ fürs Volk. Gehen Sie doch mal zu einem Freitagsgebet, da zeigt sich ein ganz anderes Bild.

  116. Mary J. sagt:

    @Dr Kümel

    Ob sich Kohleverflüssigung lohnt, hängt nicht nur vom Ölpreis ab, sondern logischerweise auch vom Kohlepreis, denn es ist ja ein Vergleich zwischen zwei Produkten.

    In China, wo ein Arbeiter eine Schüssel Reis am Tag als Lohn bekommt und Null Sicherheitsstandards herrschen, kann man die Kohl natürlich wesentlich billiger fördern als bei uns – so billig, dass sie mit dem Öl-Preis konkurrieren kann.

    Und in den USA ist der Arbeiter zwar auch teuer, aber da wird Steinkohle hauptsächlich im Tagebau gefördert, was nur ein Bruchteil der Kosten pro Tonne verursacht, die wir im deutschen Untertageabbau 1000 Meter unter der Erde haben.

    Denn Untertage wird die Kohle quasi von Hand gehauen, während im amerikansischen Tagebau eine gigantische Maschine über den Flöz drüberruscht, und pro Stunde 1000x mal mehr Kohle fördert als alle Arbeiter untertage in einer Woche.

    Wie gesagt Herr Doktor, Sie haben ein breites Halbwissen, aber Sie blicken nicht gänzlich durch.

  117. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Kant

    Jetzt denken Sie in einem negativen Sinne „eurozentrisch“.
    Seit der Steinzeit, seit der Antike war das Leiden IMMER auf der Seite der Kleinen Leute, da macht Europa nun wirklich keine Ausnahme. In jedem Krieg sterben die Bauern und die Feldherren siegen.

    Tatsächlich war die christliche Religion als Geistesreligion die Kraft, die das Abendland geformt hat. Vielleicht ist es auch richtig zu sagen, daß es das Abendland war, welches die ursprüngliche christliche Religion im Sinne der Transzendentalphilosophie interpretiert und umgeformt hat.
    Aber sämtliche Kultur des Abendlandes ist im Zusammenhang mit dem Christentum entstanden.

  118. Mary J. sagt:

    „Dass viele Iraner in Deutschland so drauf sind, glaube ich unbesehen, aber die sind nicht repräsentativ fürs Volk. Gehen Sie doch mal zu einem Freitagsgebet, da zeigt sich ein ganz anderes Bild.“

    Das ist in etwa so repräsentativ, als ginge man in Deutschland zur Sonntagsmesse und würde daraus schließen, dass alle Deuschen Kirchgänger sind.

    Sie können aus den Beliebtheit bestimmter Veranstaltungen, die nur von den Anhängern dieser Veranstaltung besucht werden, nicht auf die Gesellschaft schließen, denn die, die das nicht mögen, gehen ja gar nicht erst hin.

    Wenn Sie hier im Ort am Samstag Abend zur Versammlung im Schrebergartenverein gehen, ist das Vereinshaus voll bis unters Dacht.

    Was sagt das jetzt über die Beliebtheit von Schrebergärten in Deutschland?

  119. „Das ist in etwa so repräsentativ, als ginge man in Deutschland zur Sonntagsmesse und würde daraus schließen, dass alle Deuschen Kirchgänger sind. “

    Netter Versuch, aber Ihr Beispiel würde genau das Gegenteil nahelegen. Denn wer an einem Sonntag in Deutschland außerhalb von Weihnachten und Ostern in eine Kirche geht, könnte den Eindruck gewinnen, dass es kaum noch Christen gibt und das Christentum besonders für Jugendliche kaum noch attraktiv ist.
    Und gerade Schrebergärten sind in der Tat in Deutschland sehr beliebt. Besonders bei türkischen Migranten😉

  120. Mary J. sagt:

    „Und gerade Schrebergärten sind in der Tat in Deutschland sehr beliebt. Besonders bei türkischen Migranten“

    Achja? Wie viel Prozent der Deutschen haben denn einen Schrebergarten? Laut Wikipedia gibt es etwa 1 Million Schrebergärten in Deutschland. Bei über 80 Millionen Einwohnen haben so 1,25 % der Bevölkerung einen.

    Sehen Sie, so kann man sich irren.

    Dabei ist es ist doch ganz einfach. Wenn Sie die Beliebtheit von irgendetwas in der Gesellschaft messen wollen, dann müssen sie dieses Etwas ins Verhältnis zur Gesamtheit der Gesellschaft setzen. Also mit der sog. Grundgesamtkeit vergleichen. Und die Grundgesamtheit ist hier die ganze Bevölkerung.

    Nur so können Sie eine Aussage darüber machen, wie beliebt etwas in der Gesellschaft ist.

    Wenn Sie nur die Anhänger von diesem Etwas betrachten werden sie überall nur absolute Beliebheit vorfinden.

    Im Kanninchenzüchterverein sind alle begeisterte Kanninchenzücher, im FKK-Verein sind alle begeisterte FKKler und in der Satanssekte sind alle begeisterte Satanisten. Das sagt aber NULL über die Beliebteheit dieser Aktivitäten in der gesamten Gesellschaft aus.

    Und so ist es auch mit dem Freitagsgebet, wo zwar jede Menge begeisterte Schiiten sind, aber es nichts darüber aussagt, wie viele währenddessen zu hause sind und damit nichts zu tun haben wollen.

  121. juergenelsaesser sagt:

    Mary J: Ihr Rechenfehler bsteht darin, pro Schrebergarten nur einen (1) Bürger zu kalkulieren. Tatsächlich hängt da immer eine Familie nebst Freunden dran, das kann schnell der Faktor 10 sein. Wenn Sie sich schon im eigenen Land so verschätzen, sollten Sie sich mit Prognosen über Iran etc. zurückhalten.

  122. Mary J. sagt:

    @jurgenelsässer

    Selbst wenn Sie Faktor 10 nehmen, dann haben Sie eben 12,5% der deutschen Bevölkerung, die auf Schrebergärten stehen.

    Es mag ja sein, dass das für Sie ausreichend ist, um davon zu sprechen, dass „DIE Deutschen“ Schrebergärtenfans sind, für mich jedoch nicht. Man kann sich zumindest drüber streiten.

    Aber offenbar ist das Missverständnis mit Iran damit auch geklärt. Kann es sein, dass Sie bzw. Frau Özoguz mit „DEN Iranern“ die hinter dem Regime stehen, auch sowas in der Größenordnung von 12,5 Przent meinen?😉

  123. Ich k ann Ihnen keine Zahlen nennen, aber allein das Teheraner Freitagsgebet ist sehr gut besucht, Hunderttausende nehmen teil, manche schätzen sogar Millionen. Allein auf dem Uni-Gelände, wohlgemerkt. Die ganzen anderen moscheen, die immer voll sind, gar nicht mitgerechnet. Mit den leeren Kirchen hier gar nicht vergleichbar.

  124. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Mary,

    Ein breites Halbwissen? Dankeschön.

    Zum Glück haben wir ja noch Mary in der Diskussion, die mich dann korrigiert. So bekommen die Leser doch jeweils zwei Thesen präsentiert und können selber sehen, welche Argumente ihnen plausibel erscheinen.

  125. juergenelsaesser sagt:

    Mary J: Sie langweilen mich.

  126. Mary J. sagt:

    „Sie langweilen mich.“

    Das ist schon in Ordnung. Es war nämlich gar nicht meine Absicht, für Sie die Entertainerin zu machen.

    @ Dr. Kümel

    Ich weiß, ist ätzend sowas, wenn einem die schönen, simplen Vergleiche durch so lästige Details wie Lohn- und Produktionskosten verhagelt werden. Möge der Leser entscheiden.

    @ Fatima Özoguz.

    „Ich k ann Ihnen keine Zahlen nennen, aber allein das Teheraner Freitagsgebet ist sehr gut besucht, Hunderttausende nehmen teil, manche schätzen sogar Millionen“

    Toll Schätzung. Ein paar Hunderttausend oder auch ein paar Millionen…… Egal, ist ja nur ein Unterschied von Faktor 10……So gesehen sind es vieleicht auch nur ein paar Zehntausend?

    Ne, ich weiß schon, dass es viele Regimeanhänger gibt. Ich persönlich schätze sie auf etwa 20-30 Prozent der Bevölkerung. Hinzu kommen natürlich noch die Opportunisten und Mitläufer wie in jeder Diktatur, die nur so tun als ob.

    Was schätzen Sie? Interessiert mich wirklich.

  127. Das Volk steht im großen und ganzen geschlossen hinter seiner Führung, auch wenn es in Einzelpunkten natürlich unterschiedliche Meinungen gibt und auch jede Menge Kritik. Die auch offen geäußert werden kann, entgegen vielen Behauptungen.
    In einem hat Karl Murx allerdings Recht. Die Iraner differenzieren sehr wohl zwischen westlichen Touristen und deren Regierungen. Keiner käme auf die Idee, einen deutschen Touristen mit Angela Merkel in einen Topf zu werfen. Das heißt aber keineswegs, dass sie „den“ Westen, also die Systeme hier, gutheißen.

  128. Mary J. sagt:

    „Das Volk steht im großen und ganzen geschlossen hinter seiner Führung,“

    Ok. Vielen Dank für die Einschätzung.

    „gibt und auch jede Menge Kritik. Die auch offen geäußert werden kann, entgegen vielen Behauptungen“

    So wie ich informiert bin, kommt das ganz drauf an, an welchem „Lager“ man Kritik äußert. Kritik am Präsidenten ist wohl tatsächlich kein Problem, besonders dann, wenn dieser beim Führer unten durch ist wie jetzt Ahmadinedschad.

    Kritik am Revolutionsführer oder dem System ansich ist dagegen weniger ratsam.

    „Das heißt aber keineswegs, dass sie “den” Westen, also die Systeme hier, gutheißen.“

    Alles in allem wohl nicht. Aber im Vergleich zu arabischen Ländern, insbesondere denen der Halbinsel, ist die Iranische Bevölkerung doch zumindest westlichER eingestellt, oder?

  129. Nun ja, kommt darauf an, was man nun unter westlich versteht. In Saudiarabien geht es sehr schizophren zu, ich war ja gerade dort.
    Einerseits darf kein Nichtmuslim nach Mekka, andererseits hat man kein Problem mit McDoof, Starbucks, Pepsi usw, nicht zu vergessen die diversen teuren Schweizer Uhrenmarken und anderen westlichen Konzerne, die in einem 7-stöckigen Mega-Einkaufszentrum ganz in der Nähe der Kaaba ihre Konsumgüter feilbieten.
    In Medina gibts sogar ein H&M, einen Steinwurf weit von der Prophetenmoschee entfernt.

  130. Mary J. sagt:

    Ich meine damit die Einstellung der Bevölkerung, nicht so sehr welche Markenshops es gibt.

    Ich glaube, dass der Anteil der Leute, die heimlich verbotene westliche Musik hören im Iran größer als in Saudi-Arabien.Ich glaube, dass der Anteil der Leute, die außereheliche Beziehungen führen im Iran größer ist, als in Saudi-Arabien.

    Und ich glaube, dass wenn Iran und Saudi-Arabien heute beschließen würden den Verschleiereungszwang mit sofortiger Wirkung abzuschaffen, morgen im Iran mehr Frauen ohne Kopftuch auf den Straßen wären als in Saudi-Arabien.

    Kurzum, glaube ich, dass der Islam bzw seine strikte Befolgung im Iran wesentlich schwächer verankert ist als in Saudi-Arabien. Ob das nun alles „westlich“ ist, sei tatsächlich mal dahin gestellt.

    Kein Kopftuch zu tragen ist nicht „westlich“. Kommunistische Nord-Koreanische Frauen tragen auch keine Kopftücher.

  131. Yilmaz sagt:

    @ chicano
    danke für die Neujahrsgrüsse, …immer mit Zuckerbrot und Peitsche, oder!? Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir selbstverständlich auch.
    Du wunderst Dich über meine Wortwahl oben!? Ich habe lediglich deine Art und Weise angenommen wie du argumentierst.

    Die anderen sind die Bösen und man selber der Gute, oder wie!?
    „Du siehst den Splitter im Auge des anderen, aber den Balken im eigenen Auge nicht“.

    Schau dir doch die letzten Hundert Jahre an, die letzten beiden Weltkriege!? Die Atombomben auf Japan, Vietnam Krieg, da Krieg-hier Krieg-, überall Angriffskriege der NATO -zur Sicherung der Ressourcen- versteht sich, Ölkatastrophe im Golf von Mexico, Abholzung der Regenwälder, Ausbeutung der dritten Welt, Genfood alá Monsanto, Chemtrails……………….. Wo kommt das alles her!?

    Im Übrigen, meine Ehefrau ist Christin und stammt aus Ungarn, ihre Vorfahren sind Donauschwaben aus dem Schwarzwald die ca im 18. Jh. nach Ungarn immigriert sind, Grossmutter spricht noch gebrochen deutsch und ist knauserig wie die Schwaben halt sind, aber gute Menschen, das ist die Hauptsache.
    Ein Weihnachtsbaum steht bei uns zu Hause auch, jedoch hat meine Ehefrau mit der Kirche nichts mehr zu tun, aus den allgemein bekannten Gründen wie bei anderen auch.

    Merke auch:
    Positiver Fortschritt tritt ein, wenn sich Menschen zusammentun deren Zuneigung nicht auf egoistisch-parteiischen Motiven beruht, sondern auf festen und korrekten Grundsätzen.

  132. Kant sagt:

    @KMurks : … ob ich, ein … bin, das kann ICH selbstverständlich nicht sagen,ohne einen strengen Geruch zu erzeugen … höchstens, dass ich es versuche!
    (was ich Ihnen und den aller-meisten hier – auch JE – unterstelle)
    ——————————————
    Ich möchte jetzt nicht mit Ihnen durchdeklinieren, welche Menschenrechtsartikel GEGEN das verfasste Christentum formuliert und – wenigstens auf dem Papier – angenommen worden sind.

    (Ob die Verfasser Christen waren oder Humanisten oder Atheisten spielt dabei keine Rolle – ein Schöpfungsgedanke oder ein sonstiger Bezug auf Gott ist nicht vorhanden !)

    Ich verweise auf die Unterdrückung der Frauen in der biblisch- christlichen Religion, auf die Rolle der Unfreien/ der Sklaven, auf die Folterpraxis, ….auf die Legitimation von Macht durch die Herrschenden ….

    Patriarchat ,Sklavenhaltung, Folter etc gab es vorher schon, überall, klar, aber das ‚verfasste Christentum‘ hat daran so gut wie NICHTS verändert, hat in der Bibel auch potentiell humanistische Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Feindesliebe … NICHT praktiziert – (von Ausnahmen abgesehen: … ein paar Ordensleute (Franz, Elisabeth, Hildegard, …) u.a., Befreiungstheologen wie Dom Helder Camara, Friedenskirchen wie die Quäker )

    und ansonsten bin ich Brecht-Leser: „Fragen eines lesenden Arbeiters“ ….

    @ Dr.Kümel: „Aber sämtliche Kultur des Abendlandes ist im Zusammenhang mit dem Christentum entstanden.“

    … das griechisch-römische Erbe spielte auch eine sehr große Rolle und sogar das germanische hat seine Anteile … (1. Semester – Vorlesung ‚Geschichte des Mittelalters‘)

    Für mich entscheidend: Es ist eine GEWALTKULTUR – und in ihr benutzen die Herrschenden brachiale Gewalt UND edle Werte (Mut,Liebe zur und Verantwortung für die eigene Gruppe/Volk, Freiheit, .. ) um die ‚vielen kleinen‘, einfachen Menschen zu manipulieren und für ihre Zwecke auszubeuten.

    Diese Barbarei ist uralt – und der Versuch, diese zu überwinden, und zwar nicht mit den gleichen Mitteln, ist schwer, sehr schwer, ….. aber es hat immer wieder Menschen gegeben, die es allein oder mit anderen versucht haben und endeten am Kreuz oder in einer Folterkammer oder vor einem Erschießungskommando … aber gegen die Barbarei und für die Humanitas, das ist die Nachfolge, von der der galiläische Prophet Jesus von Nazareth gesprochen hat …. und nur so ist eine geschwisterliche Welt möglich, ….. klar ist, dass wir alle Angst vorm Kreuz haben; aber auch hier gilt das Jesus-Wort im Garten Gethsemane: „Gott, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, aber nicht mein sondern dein Wille geschehe ….“

  133. juergenelsaesser sagt:

    Kant: Schon mal davon gehört, dass Chavez die Venezolaner in diesen Tagen bittet, für sein Leben zu BETEN? Schon klar, das käme Ihnen nicht in den Sinn…

  134. Karl_Murx sagt:

    @FÖ:

    „Bei allem Respekt gegenüber Peter Scholl-Latour, aber auch er hat zuweilen danebengelegen.“

    Natürlich, denn ebensowenig wie jeder andere ist PSL unfehlbar. Durch meine iranischen Kollegen wurde mir aber bestätigt, daß er zu wenigstens 90 %, und zwar in wesentlichen Punkten, richtig liegt.

    „Dass viele Iraner in Deutschland so drauf sind, glaube ich unbesehen, aber die sind nicht repräsentativ fürs Volk. Gehen Sie doch mal zu einem Freitagsgebet, da zeigt sich ein ganz anderes Bild.“

    Hier in Deutschland oder im Iran?

    Bei letzteren hört man anderes von Leuten, die den Iran sehr gut kennen. In der Türkei (einem sunnitischen Land) ist das allerdings nachweislich nicht so. Da sind die Moscheen voll.

  135. Karl_Murx sagt:

    @Kant:

    „Ich möchte jetzt nicht mit Ihnen durchdeklinieren, welche Menschenrechtsartikel GEGEN das verfasste Christentum formuliert und – wenigstens auf dem Papier – angenommen worden sind.“

    Tun Sie es. Ich bin neugierig und bitte Sie darum.

  136. Karl_Murx sagt:

    @FÖ:

    „Nun ja, kommt darauf an, was man nun unter westlich versteht. In Saudiarabien geht es sehr schizophren zu, ich war ja gerade dort.
    Einerseits darf kein Nichtmuslim nach Mekka, andererseits hat man kein Problem mit McDoof, Starbucks, Pepsi usw, nicht zu vergessen die diversen teuren Schweizer Uhrenmarken und anderen westlichen Konzerne, die in einem 7-stöckigen Mega-Einkaufszentrum ganz in der Nähe der Kaaba ihre Konsumgüter feilbieten.
    In Medina gibts sogar ein H&M, einen Steinwurf weit von der Prophetenmoschee entfernt.“

    Was haben die Konsumgewohnheiten der Bevölkerung mit deren religiöser oder kultureller Prägung zu tun? Das scheint mir generell ein Mißverständnis westlicher Beobachter zu sein, daus der Präferierung westlicher Produkte eine entsprechende positive Einstellung zum Westen zu schließen.

  137. chicano sagt:

    @ yilmaz

    ich finde deine antwort an mich hat wenig bis nichts mit meiner antwort an dich zu tun. aber ok.

    ansonsten zu deinen worten, ich habe nie daran gezweifelt, dass du ein feiner kerl und guter mensch bist. ich glaube auch nicht das sich das mal ändern wird.

    das nur zu verständigung.

    zuckerbrot und peitsche interessieren mich nicht im geringsten. zu manipulativ, zu berechnend, zu erzieherisch. ich bin eher direkt, offen, fast naiv unberechnend, sage was und wie ich denke und fühle, ohne maske. das zur aufklärung.

    und du mmusst mir auch nicht schreiben, dass deine frau christin ist. aber es erstant mich nicht, erschüttert mich erst recht nicht.
    aber würdest du sagen, wenn ich dir versicherte, dass einer meiner drei besten freunde ein moslem ist, einer ein atheist und einer ein christ😉

    lass mal, wir woollen schon das gleiche, da bin ich sicher, auch wenn wir in manchen dingen eben ganz andere wahrnehmungen haben.

    „Ein frohes neues Jahr wünsche ich dir selbstverständlich auch.“

    danke! das freut mich…

  138. Kant sagt: Januar 2, 2013 um 22:35

    Diese Barbarei ist uralt – und der Versuch, diese zu überwinden, und zwar nicht mit den gleichen Mitteln, ist schwer, sehr schwer, ….. aber es hat immer wieder Menschen gegeben, die es allein oder mit anderen versucht haben und endeten am Kreuz oder in einer Folterkammer oder vor einem Erschießungskommando … ”

    Und deshalb sollten wir endlich damit aufhören, Gott zu morden. Das ist nämlich nur eine idiotische Abwehr gegen das Holocaust-Paradigma des Alten Testaments, wonach der Vater den Sohn opfert.

    Wir „christliche“ Kinder Gottes opfern halt unseren Vater. Das ist (fast) schon das ganze Geheimnis.

    Und [Gebetsmühle anwirft] hätte der olle Paulus das verworfene und verwerfliche Holocaust-Paradigma nicht wieder eingeführt und den Vater seinen eigenen Sohn opfern lassen, wäre uns auch Auschwitz erspart geblieben.

    Und aus dem Keller ertönt leise das monotone Geräusch der Bartwickelmaschine.

    Ja, und? Dann sollten wir den dunklen Keller unseres kollektiven Unbewußten endlich mal aufräumen und damit aufhören, den Christus selbst am hellichten Tag zu kreuzigen!

  139. Nachtrag: Unser Verstand ist nicht wirklich das Problem. Der sagt uns zwar „Die Menschen sind schlecht und es ist eh alles für’n Arsch“ aber warum tut er das?

    Weil wir eine ebenso handlungsleitende wie unbewußte Phantasie haben, daß wir Gott ermordet hätten.

    Hey Leutz, kommt mal wieder runter! Das ist die Allmachtsphantasie des Säuglings, der bemerkt, daß die Mamma kommt, wenn er schreit.

  140. Tschuldigung, der Nachtrag ist zu voraussetzungsvoll. Ich muß das erklären: Das Problem ist, daß der Säugling dann die Phantasie entwickelt, mit der Milch alles Gute aus der Mutter herauszusaugen, sie zu entleeren und letztlich zu töten.

  141. ich habe davon allerdings nicht gehört. Dann werde ich für Chavez beten.

    @Mary J: Sie glauben dies, Sie glauben das. Das sei Ihnen ja unbenommen, nur Beweise sind das nicht gerade. Worauf stützen Sie sich dabei?
    Sind Sie jemals in nur einem dieser Länder gewesen?

  142. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    Was ist denn ein „guter“ Mensch?

  143. Kant sagt:

    @ JE – Was hat denn die Bitte von Chavez mit meinem Kommentar zu tun? Ich hoffe und wünsche für Hugo Chavez, dass kubanische Ärzte ihm helfen können … und wenn seine Freunde und Anhänger seiner Politik an ihn denken, dann wird ihm das auch mental helfen.

    Aber zu (einem) Gott beten, einzugreifen und dessen Leben zu retten, ist – für mich – ein absurder Gedanke. Es gibt in den USA und anderswo genug evangelikal Durchgeknallte, die zu (ihrem) Gott beten, er möge die Welt doch vom bösen Chavez (resp. Assad, Putin, Ahmedineschad, etc. ) erlösen !

    Wie soll sich GOTT dann verhalten, welche Gebete erhören ?

    Als sich auf dem Schlachtfeld von Königsgrätz die Preußen und Österreicher gegenseitig massakrieren, hat es vorher Feldgottesdienste gegeben und der Segen des Allmächtigen wurde für den eigenen Sieg erfleht. …. absurd!

  144. Yilmaz sagt:

    Beten für Chavez? Da mach ich mit, kollektive super power, der Mann ist mein Bruder.

  145. Mary J. sagt:

    „@Mary J: Sie glauben dies, Sie glauben das. Das sei Ihnen ja unbenommen, nur Beweise sind das nicht gerade. Worauf stützen Sie sich dabei?“

    Auf Beobachtungen, genauso wie Sie. Sie haben auch keine Beweise.

    „Sind Sie jemals in nur einem dieser Länder gewesen?“

    Nein, ich bereise keine Diktaturen.

  146. juergenelsaesser sagt:

    Mary J: Bereist keine Diktaturen, lebt gerne im Westen, weiß viel, bloggt viel. Civis quarti imperii sum!

  147. Mary J. sagt:

    Genau, Jürgen, ich mag keine Diktaturen sondern den Westen und deswegen lebe ich so gerne hier und fahre dort nichtmal hin. Immerhin konsequent und gradlinig.

    Sie dagegen…….

  148. Monika H. sagt:

    @Gebet

    In einem Gebet steckt neben Liebe unser Wille – und daher ist ein Gebet machtvoll. Der Wille(!) ist nämlich – nach der Liebe – die Magie dieser Welt.

    „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“ – nun sind wir auf Erden aber nach Gottes Ebenbild geschaffen und wir haben Schöpferkraft erhalten, d.h. wir sind Schöpfer unserer Realität und damit Welt.

    Das was auf Erden geschieht ist unser Wille – darum ist es so wichtig, sich mit dem eigenen Willen auseinander zusetzen, denn wir leben nach dem Willen anderer.

    „Der Wille ist nicht eine Kraft, sondern alle Kraft, die es nur gibt. Wodurch erschuf Gott die Welt? Durch den Willen. Somit ist die uns innewohnende Fähigkeit, die wir Willenskraft nennen, in Wirklichkeit eine Gotteskraft, eine Kraft, die zunimmt, wenn wir ihr Wirkungsvermögen erkennen, und die sich als das größte Wunder des Lebens erweist.“ (Jnayat Khan, Gründer der Sufi-Bewegung)

    >Wie soll sich GOTT dann verhalten, welche Gebete erhören ?

    Gott ist nun mal keine Person außerhalb von uns, irgendwo weit oben im Himmel, die entscheidet und unterscheidet und urteilt und er hat auch keine Ohren. Gott ist die allumfassende und in allem innewohnende Energie.

    Und je nachdem wieviel Energie in Form von Wille und Liebe von den Menschen in welche Richtung fließt, umso mehr kann und wird sich verwirklichen.

    Da aber keiner von uns weiß, was gut und was schlecht ist für Herrn Chavez als Person, wünsche ich ihm und seiner Seele einfach das Beste – was auch immer das sein möge – und bete für den Frieden auf der Welt!

    Amen.

  149. @Mary J:
    Immerhin habe ich beide Länder bereist, was nicht heißt, dass ich allgemeine Aussagen treffen kann.
    Aber wohl immer noch etwas mehr als Sie, denke ich mal.

  150. Monika H. sagt: Januar 3, 2013 um 11:54

    In einem Gebet steckt neben Liebe unser Wille – und daher ist ein Gebet machtvoll. Der Wille(!) ist nämlich – nach der Liebe – die Magie dieser Welt.

    Ja. Das Problem ist nur, daß wir nicht wollen können, was wir wollen.

  151. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger

    >Ja. Das Problem ist nur, daß wir nicht wollen können, was wir wollen.

    Das verstehe ich nicht – Sie brauchen doch nur den Willen dazu, wollen zu können was Sie wollen.

    Nihil aliud a voluntate est causa totalis volitionis in voluntate.

  152. Oswald Spengler sagt:

    „Beten für Chavez? Da mach ich mit, kollektive super power, der Mann ist mein Bruder.“

    Auf jeden Fall.Der Mann war das Geschenk für Südamerika.Er sollte noch viele Jahre leben.Ich hoffe wirklich er schafft es.

  153. Monika H. sagt:

    @Karl_Murx

    >.Das hat aber nichts damit zu tun, daß Menschen und ihre Vorstellungen nun einmal kulturell geprägt sind, und daß diese Kultur nicht im luftlleeren Raum, sondern in einem ganz konkreten Kulturkreis existiert. Das ist hier in Europa der christlich-abendländische.

    Ich bestreite doch keineswegs, dass unsere Kultur christlich geprägt ist, im Gegenteil. Das ist ja unser Dilemma.

  154. Mary J. sagt:

    @Fatima Özoguz

    „Immerhin habe ich beide Länder bereist, was nicht heißt, dass ich allgemeine Aussagen treffen kann.
    Aber wohl immer noch etwas mehr als Sie, denke ich mal.“

    In diesem Fall, also bei Ihnen und mir vielleicht. Das gebe ich zu. Generell würde ich das nicht sagen. Nur weil jemand mal einen Urlaub irgendwo gemacht hat, hat er deswegen noch lange keine Ahnung von dem Land. Da kann der Theoretiker durchaus besser einschätzen, was Sache ist, ohne da gewesen zu sein.

    Ich wette, Sie glauben auch haargenau und besser als jeder der dort war darüber bescheid zu wissen, wie schlimm, rassistisch und überhaupt Israel ist, obwohl Sie sicherlich noch nie da waren – stimmts?😉

  155. Monika H. sagt: Januar 3, 2013 um 16:42

    @Dr. Bullinger

    >Ja. Das Problem ist nur, daß wir nicht wollen können, was wir wollen.

    Das verstehe ich nicht – Sie brauchen doch nur den Willen dazu, wollen zu können was Sie wollen.

    Nihil aliud a voluntate est causa totalis volitionis in voluntate.

    Jesses, Arendt, Scotus und Spinoza. Wir hängen’s mal etwas tiefer:

    Wollen Sie jetzt doch einfach mal den Chico gut finden und lieb haben. Geht das?

  156. me. sagt:

    chicano sagt:
    Dezember 29, 2012 um 23:02

    „das christentum soll auf die schlachtbank und die multukulti-homo-party-familienentwurzelungsmaschine tanzt dazu den mussolini.

    ab jetzt wird das kreuz über dem pullover getragen.“

    Blah!

    Chicano, „Votiv-Kirche“, „Pakistanische Flüchtlinge“,
    „Mikl-Leitner“, „Caritas“ und „Erzdiäzöse“ ????

    Hilfreich ist als Stichwort auch “ Der Flüchtlingsprotest als Chance“

    Die Kirche stellt sich anders dar als sie sie sich ( manchmal doch etwas homophob??) wünschen, nicht?
    Und das ist gut so🙂

  157. Monika H. sagt:

    @Dr Bullinger

    >Wille – Wollen Sie jetzt doch einfach mal den Chico gut finden und lieb haben. Geht das?

    Selbstverständlich. Aber die Leichtigkeit dieser Aufgabe liegt nun eher an der Fehlinterpretation Ihrerseits meines Verhältnisses Chicano gegenüber und entspricht einer sehr oberflächlichen Beschau.

    Ich mache doch den Stellenwert eines Menschen und meine Gefühle für ihn nicht davon abhängig, ob ich allzeit mit ihm zurecht komme oder nicht.

  158. Karl_Murx sagt:

    @Monika H.:

    „Ich bestreite doch keineswegs, dass unsere Kultur christlich geprägt ist, im Gegenteil. Das ist ja unser Dilemma.“

    Unser Dilemma ist, daß erschreckend viele Leute so wie Sie das als Dilemma bezeichnen.

    Warum in aller Welt sollte die Tatsache, daß wir hier in Deutschland respektive in Europa dem christlich-abendländischen Kulturkreis angehören, irgendetwas Schlechtes verkörpern? Ich kenne kein anderes Land, wo dieser Umstand in den Augen so vieler Leute derart negativ konnotiert ist, der zunächst nichts anderes beinhaltet als die kulturelle Identität der Deutschen, die hier genausowenig im luftleeren Raum schwebt wie in allen anderen Ländern, sondern konkrete Wurzeln hat.

    Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, aber ich kann das nicht anders bezeichnen als eine systematische Gehirnwäsche, mit der die Deutschen von 1945 bis 1990 jeweils von westalliierter und sowjetischer Seite und dann nach 1990 von den geistigen Erben der 68er berieselt wurden und womit sie zielgerichtet der eigenen Historie und der eigenen Nation entfremdet werden sollten. Damit waren zwar ursprünglich der besondere Militarismus und die Aggressivität der Deutschen; ein Bild nebenbei bemerkt, was sich schon bei einer auch nur flüchtigen Überprüfung der Historie als nicht haltbar erweist.

    Aber mittlerweile geht man im multikulturellen und nationenabschaffenden Furor soweit, daß man die eigenen nationalen, kulturellen wie auch spirituellen Wurzeln attackiert, sie entweder verleugnet oder in den düstersten Farben darstellt. Jedoch sind sowohl wir Deutschen als auch unsere Kultur als auch deren Ursprung, die christliche Religion, weder besser noch schlechter als die anderen Völker, Kulturen und Religionen. Der Unterschied beim Christentum besteht lediglich darin, daß es nicht irgendeine, sondern unsere Religion darstellt.

    Worauf ich hinaus will, ist: Es gibt nicht den geringsten Grund, die christliche Prägung Deutschlands als Dilemma zu bezeichnen. Vielmehr stellt sie eine identitätsstiftende Kraft dar, die vor allem für den inneren Zusammenhalt sowohl der Deutschen als auch Europas und des Westens sorgt, bei aller Unterschiedlichkeit deren Bestandteile.

  159. Karl_Murx sagt:

    @Oswald Spengler:

    „Auf jeden Fall.Der Mann war das Geschenk für Südamerika.Er sollte noch viele Jahre leben.Ich hoffe wirklich er schafft es.“

    Der Mann ist sicher ein Autokrat und Nationalist. Aber ich denke, er stellt einen Gegenpol zur amerikanischen Hegemonie dar, die Lateinamerika als ihren Hinterhof betrachtet.

    Ich habe vor einigen Jahren noch die Negativpropaganda über Chavez geglaubt. als er hier im Westen als Caudillo und Feind der Demokratie dargestellt wurde. Mißtrausch bin ich zum ersten Mal geworden, als ich mal eine Karte zur Veranschaulichung der politischen Verhältnisse weltweit gesehen habe, die von irgendeiner UNO-Organisation bzw. eine der vielen anderen ferngesteuerten Vereine herausgegeben wurde. Da wurde, abgestuft von dunkelgrün bis tiefblau, der Grad der Einhaltung von demokratischen Prinzipien und Menschenrechten in dem jeweiligen Land dargestellt, wobei dunkelgrün eine umfassende Gewährleistung und tiefblau das völlige Fehlen dieser Dinge bedeutete. Ich war erstaunt, daß Venezuela auf einmal in tiefem Blau gefärbt war.

    Nun war mir zwar bekannt, daß seit einiger Zeit Chavez als Präsident im Amt war und er Dinge wie die Nationalisierung bestimmter Ölunternehmen angekündigt hatte. Daß aber Venezuela hinsichtlich der Menschenrechte plötzlich auf einem Level mit Ländern wie Nordkorea dastand, und zwar noch unterhalb von Ländern wie China, erstaunte mich dann doch etwas.

    Mittlerweile, vor allem nach der Etablierung des systematischen Putin- und Rußlandbashings in den hiesigen Medien, kann ich das besser einordnen. Es ist unverkennbar, daß es hier die ferngesteuerte Propaganda von jenseits des großen Teichs und die Sprachrohre der Transatlantiker sind, die für diese Art der Berichterstattung sorgen. Chavez wie Putin wird nicht verziehen, daß sie sich der Kontrolle der einheimischen Rohstoffquellen durch die USA widersetzen und hier die nationalen Interessen in den Vordergrund rücken. Da es nicht gelungen ist, beide Politiker zu stürzen bzw. wie im Fall Chodorkowskis die Kontrolle über diese Rohstoffe zu erlangen, müssen jetzt wenigstens die Verantwortlichen dafür in den düstersten Farben dargestellt werden.

  160. chicano sagt:

    @ kant

    „Als sich auf dem Schlachtfeld von Königsgrätz die Preußen und Österreicher gegenseitig massakrieren, hat es vorher Feldgottesdienste gegeben und der Segen des Allmächtigen wurde für den eigenen Sieg erfleht. …. absurd!“

    nur weil es absurde gebete gibt, heißt es doch nicht, dass jedes gebet absurd sein muss. das wäre ja eine absurde argumentation.

    was ist mit den gebeten vieler menschen im dritten reich um mut und wahrhaftigkeit, als sie ss-schergen belogen wenn sie nach den aufenthaltsorten von juden gefragt wurden? was mit den gebeten um mut und rückgrat derer, die selbst juden versteckten bei sich?

    gebete wie die von ihnen geschilderten sind kindisch, ja. gebete um kraft das rid sie bringen richtige zu tun, die sind nicht kindisch, nicht absurd, sondern machtvoll und sie sind oftmals in der lage nicht nur hoffnung, sondern auch oftmals wundersamer weise dazu in der lage das beste aus einem menschen herauszuholen.

    weiter oben haben sie geschrieben:

    „klar ist, dass wir alle Angst vorm Kreuz haben; aber auch hier gilt das Jesus-Wort im Garten Gethsemane: “Gott, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, aber nicht mein sondern dein Wille geschehe ….”

    sie haben ja so recht. und, das ist ein gebet!

  161. chicano sagt:

    @ joachim

    „Nachtrag: Unser Verstand ist nicht wirklich das Problem. Der sagt uns zwar “Die Menschen sind schlecht und es ist eh alles für’n Arsch” aber warum tut er das?

    Weil wir eine ebenso handlungsleitende wie unbewußte Phantasie haben, daß wir Gott ermordet hätten.“

    der verstand ist oft bester erfüllungsgehilfe des „problems“, indem er erst schmackhaft macht was tatsächlich unbekömmlich ist und dann, wenn man sich oder anderen das unbekömmliche antat, fängt der verstand an auf dem klavier die melodie die der selbstverachtung zu spielen.

    gott in uns „ermorden“ wir jedes mal, wenn wir nicht der stimme des gewissens folgen. da unterdrücken wir seinen impuls und schließen ihn aus unserem leben aus und DAS ist reale schuld, die nur durch reue (einsicht, verstehen, annahme und antrieb es nun anders zu tun) getilgt werden kann. wir haben einen freien willen und dadurch auch die möglichkeit „schulden zu machen“.

    es ist nicht einerlei mit wieviel schulden ein mensch stirbt.

    und joachim, christus ist tatsächlich für uns gestorben aber in einem anderen sinne als dem landläufig erklärten.

    na ja…..dumdidum😉

  162. Kant sagt:

    @ KMurks : „Tun Sie es. Ich bin neugierig und bitte Sie darum.“

    Bitte schauen Sie sich in Ruhe die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 an:

    http://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte

    Dann verweise ich auf den Neutestamentler E. Jüngel, der sich mit der Frage ‚Menschenrechte und biblische Botschaft/Kirchen‘ eingehend beschäftigt hat !

    Ausgewählte Thesen:

    0.2 Menschenrechte sind kein Bestandteil des Evangeliums.

    0.3 Die christlichen Großkirchen standen in ihrer weitausend-jährigen Geschichte den Menschenrechten nicht nur distanziert gegenüber, sondern sie haben der politischen Durchsetzung der Menschenrechte erheblichen Widerstand entgegengesetzt – (…)

    2. Die neuzeitlichen Menschen-rechte und ihre Begründung in der Menschenwürde verdanken sich einer „Gemengelage antiker und humanistischer Traditionen“ und einem „Säkularisat christlicher Glaubenssätze“ (…)

    5.2 Aus der so verstandenen Menschenwürde hätten die christlichen Kirchen Menschenrechte ableiten müssen, die die Gleichheit aller Menschen proklamieren und durchzusetzen fordern.

    5.3 Doch de facto hatten die Kirchen – vor allem aufgrund einer missverstandenen Auffassung von der sog.Erbsünde – (…)

    http://www.kas.de/upload/dokumente/verlagspublikationen/Menschenrechte/menschenrechte_juengel.pdf

    Den Ausführungen des Lutheraners Jüngel zu vielen dogmatischen Fragen (Rechtfertigungslehre von Luther etc) stimme ich überhaupt nicht
    zu.

    Aber er spricht klar aus, was Sache ist: Die Kirche hat in der Geschichte die Menschenrechte bekämpft und zu verhindern versucht, wo immer es dem klerikalen Machtapparat möglich war !

    Hier stimme ich Jüngel ausdrücklich zu. Entsprechendes Potential, als Quelle der Menschenrechte zu dienen, sehe ich in der jesuanischen Ethik und (z.T.) bei einigen Propheten …. und (z.T.) den Weisheitsschriften (Sirach, Prediger u.a.m.) und wichtig ist auch der einheitsstiftende Schöpfungsgedanke: ALLE Menschen – Frauen UND Männer – sind KINDER Gottes und ‚von Gott her und vor Gott‘ gleich !

    Aber viele biblischen Stränge (insbesondere Paulus) sind unvereinbar mit dem Menschenrechtsethos !

  163. chicano sagt:

    @ me

    „Die Kirche stellt sich anders dar als sie sie sich ( manchmal doch etwas homophob??) wünschen, nicht?
    Und das ist gut so“

    tut mit leid das ich nicht so einfach gestrickt bin, wie sie wohl nur denken können.

    und das ist gut so ;

  164. Der Zusammenbruch wird kommen. Das ist absolut gewiss. Doch das kann nur jemand erkennen der die Welt kennt wie sie wirklich ist.

  165. @Murx u. Mary: Definieren Sie beide bitte mal, was nun „westlich“ ist und was nicht, und dann kann ich Ihnen eventuell mehr sagen. Eventuell.

    Zu Hugo Chavez: Ich war heute morgen entsetzt über einen Kommentar in der FR.

    „Hinzu kommt, dass die Sanktionen des Westens das Leben in Iran Tag für Tag schwerer machen und ein wichtiger Verbündeter Irans im Kampf gegen den „US-Imperialismus“ bald das Zeitliche segnen wird: Venezuelas Staatschef Hugo Chávez.“

    http://www.fr-online.de/meinung/kommentar-jetzt-reden-mit-dem-iran,1472602,21389350.html

    „Das Zeitliche segnen“…gehts eigentlich noch primitiver und hasserfüllter?

  166. Kant sagt:

    @ Chicano: “ Gebete um Kraft, das Richtige zu tun, die sind nicht kindisch, nicht absurd, sondern machtvoll und …“
    … d’accord – und ich kenne auch Bonhoeffers „Ich glaube,dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete UND verantwortliche Taten wartet und antwortet“ …
    und bin doch sehr skeptisch, wenn Menschen meinen, sie könnten durch ihre Gebete auf GOTT wirklich und real einwirken. Dass Gebete sie, die Betenden, verändern steht für mich außer Frage und ist psychologisch gut zu erklären und nachzuvollziehen.

    Mein Lieblingsgebet geht übrigens so: „Gott schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

  167. Kant sagt: Januar 5, 2013 um 13:48

    Mein Lieblingsgebet geht übrigens so: “Gott schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”

    Hm, Mhm… Haben Sie das vom Auswärtigen Amt? Sind Sie ein Freund von Bill und Bob?

    Falls ja: Meine vorzügliche Hochachtung!

  168. Mary J. sagt:

    „@Murx u. Mary: Definieren Sie beide bitte mal, was nun “westlich” ist und was nicht, und dann kann ich Ihnen eventuell mehr sagen. Eventuell“

    Was Murx meint, und damit hat er völlig recht: Ein Araber/Iraner wird nicht dadurch „westlich“, dass er ein Produkt aus der westlichen Welt kauft, genauso wie er nicht zum Kommunisten wird, wenn er ein chinesisches Produkt kauft oder eine kubanische Zigarre raucht. Höchstens bei Kulturgütern wäre das vielleich der Fall, ganz sicher aber nicht bei Gebrauchtsgegeständen wie Waschmaschinen oder Gartenstühlen.

    Es ist es tatsächlich schwierig in diesem Zusammenhang zu definieren, was nun „wirklich“ westlich ist. Wie gesagt: Kein Kopftuch tragen zu wollen ist nicht „westlich“. Die iransiche Frau, die sich weigert eines zu tragen, kann auch atheistische Kommunistin sein und den Westen hassen.

    Vielleicht wäre es daher tatsächlich sinnvoller, sich nicht damit zu befassen, wie viele Prozent der Iraner und Saudi-Araber nun „westlich“ sind und ob das überhaupt westlich ist.

    Fragen wir stattdessen doch lieber, wie groß der Anteil der Iraner und der Araber ist, die sich der verordneten Ideologie in beiden Ländern, nämlich dem Islam in seinen jeweiligen Auslegungen, verweigern bzw. verweigern würden, wenn sie es dürften.

    Kurz gesagt: Wie groß ist der Anteil der Säkularen in beiden Ländern?

    Was denken Sie, wo ist der Anteil größer, im Iran oder Saudi-Arabien?

  169. „Kurz gesagt: Wie groß ist der Anteil der Säkularen in beiden Ländern?“

    In beiden recht gering, würde ich sagen. Der Islam ist sehr fest in der Seele dieser Völker in der gesamten Region verwurzelt, und Säkularismus gibt es da auch bei den Christen kaum. Ein orientalischer Christ hat wenig mit einem westlichen Christen gemeinsam.
    Selbst wenn Iraner das islamische Recht nicht wollen, sie lieben alle die Prophetenfamilie. Das zeigt sich besonders beim höchsten Trauertag Aschura. Daran nehmen auch Leute teil, die sonst nicht alles so genau nehmen.

  170. Mary J. sagt:

    „In beiden recht gering, würde ich sagen. Der Islam ist sehr fest in der Seele dieser Völker in der gesamten Region verwurzelt, und Säkularismus gibt es da auch bei den Christen kaum.“

    Ohne Frage ist der Orient weitaus religiöser als wir hier. Aber der Unterschied zwischen Iranern und Arabern ist meiner Erfahrung nach der, dass die Araber den Islam als ihre ureigenste Religion betrachten, der sie Ruhm, Ehre und ihr „goldenes Zeitalter“ verdanken. Die Iraner dagegen hatten ihr goldenes Zeitalter in der vorislamischen Epoche und mit der zorastischen Religion. Mit der arabisch-islamischen Eroberung Persiens begann der Niedergang der persischen Kultur, was viele Iraner bis heute den Arabern übel nehmen und das auch auf den Islam übertragen. Ich habe schon viele Iraner getroffen, die den Islam als „Araber-Religion“ bezeichnet haben.

    Aber auch die, die nicht so „krass“ sind und sich als Moslems bezeichnen, sind stolz auf die vorislamische persische Vergangenheit. Selbst ein Achmadinedschad hat ja in den letzten zwei Jahren zunehmend auf diese nationalisch-persische Karte gesetzt. Das hätte er nicht getan, wenn es bei den Leuten nicht gut ankommen würde.

    Bei den Arabern würde sowas nicht gehn, denn da gibt es diese vorislamisch-nationalistische Karte gar nicht.

    Daher kann meiner Meinung nach der Islam im Iran gar nicht so gefestigt sein, wie bei den Arabern.

    „Selbst wenn Iraner das islamische Recht nicht wollen, sie lieben alle die Prophetenfamilie. Das zeigt sich besonders beim höchsten Trauertag Aschura. Daran nehmen auch Leute teil, die sonst nicht alles so genau nehmen.“

    So wie es bei uns an Weihnachten säkulare Christen dann mal ausnahmsweise in die Kirche verschlägt. Das bestätigt ja vielmehr meine Aussage des hohen Anteils an Säkularen.

  171. „Selbst ein Achmadinedschad hat ja in den letzten zwei Jahren zunehmend auf diese nationalisch-persische Karte gesetzt. Das hätte er nicht getan, wenn es bei den Leuten nicht gut ankommen würde. “

    ja – und hat deswegen bei den Leuten mächtig „‚Punkte“ verloren, als er zunehmend die nationalistische Karte spielte.

    dass manche Araber glauben, sie hätten die Religion für sich „gepachtet“, zeigt nur, wie wenig sie vom Islam verstanden haben. Dort gibt es nämlich keine Überlegenheitsdünkel wegen Hautfarbe, Ethnie usw.

    Die Perser dagegen haben den Islam zurückgebracht, den Araber und Türken ruiniert haben. Bzw. die Iraner, nicht die Perser, denn Perser ist nur einer von vielen Volksgruppen dort, auch wenn sie die Mehrheit bilden. Oder warum ist der einzige islamische Staat ausgerechnet Iran?
    Und ganz so mit Weihnachten würde ich Aschura nicht vergleichen. Es ist eher die Liebe zu Imam Hussain (a.s.), die alle eint, sogar die Nichtmuslime dort. Sie sind alle mit Leib und Seele dabei, ich habe es selber gesehen.

  172. Mary J. sagt:

    „ja – und hat deswegen bei den Leuten mächtig “‘Punkte” verloren, als er zunehmend die nationalistische Karte spielte. “

    Es war wahrscheinlich eine lose-lose-Aktion. Bei den Religiösen hat er dadurch verloren und bei den Säkularen konnte er nicht gewinnen, weil die ihn eh nie leiden konnten.

    „dass manche Araber glauben, sie hätten die Religion für sich “gepachtet”, zeigt nur, wie wenig sie vom Islam verstanden haben. Dort gibt es nämlich keine Überlegenheitsdünkel wegen Hautfarbe, Ethnie usw. “

    Der Islam ist unbestreitbar sehr „arabisiert“, zumindest im vergleich zum Christentum. Warum haben Sie denn Ihren Namen in Fatima geändert? Warum beten Sie auf Arabisch? Warum lesen Sie den Koran auf Arabisch? Selbst Ihre Kleidung ist ziemlich arabisch. Im Christentum ist es piep egal wie Sie heißen und in welcher Sprache Sie beten.

    “ Oder warum ist der einzige islamische Staat ausgerechnet Iran?“

    Mit Verlaub, aber da geht Ihre Fantasie wohl ein wenig mit ihnen durch. Die absolute Mehrheit aller Muslime auf der Welt sind Sunniten und die werden Ihnen den Vogel zeigen bei dieser Aussage.

  173. Phantasie hin oder her, es gibt aktuell KEINEN anderen Staat, in der der Islam so befolgt wird wie im Iran. Und wenn mir die ganze Menschheit einen Vogel zeigt.

    Namensänderung ist nicht zwingend notwendig bei der Konversion, aber viele suchen sie die Namen ihrer Vorbilder. Mein Name ist der meines Vorbildes Fatima , der Tochter des Propheten. Nebenbei, auch viele heute in Deutschland übliche Namen wie Elisabeth, Maria usw. sind nicht deutschen Ursprungs, sondern bezeichnen Vorbilder aus der Geschichte des Christentums. Auch Ordensschwestern bekommen einen neuen Namen, wenn sie in den Orden eintreten.
    Zur Kleidung: Die arabische erfüllt die Anforderungen an die islamische Kleidung nun mal besser als die handelsübliche in Deutschland.
    Falls Sie sich aber auf das Foto beziehen von der Iranreise: Das trage ich nur dort oder in der Moschee, sonst nicht. Und der Tschador ist auch nicht gerade westlich, und den trugen die Perserinnen schon vor dem Islam.
    Die Ganzkörperverschleierung war auch im christlichen Byzanz üblich.

  174. Mary J. sagt:

    „Phantasie hin oder her, es gibt aktuell KEINEN anderen Staat, in der der Islam so befolgt wird wie im Iran. Und wenn mir die ganze Menschheit einen Vogel zeigt.“

    Ja, aber auf welcher Grundlage treffen Sie denn so eine Aussage? Wenn die (subjektive) Meinung der Mehrheit nicht zählt, dann müssen es entweder objektive und allgemein anerkannte Kriterien sein, die bestimmen, welcher Staat der einzige islamische ist, oder eine von allen annerkannte Authorität, z.B. ein Gericht oder Gremium o.Ä. (Jetzt sagen Sie bitte nicht, Chamenei sei diese Authrität, denn der ist von Sunniten nicht anerkannt).

    Wenn Sie weder die Mehrheit der Muslime hinter sich haben, noch objektive Kriterien, ja was haben Sie dann, außer einer bloßen Behauptung?

    „Zur Kleidung….“

    Und warum muss jeder Muslim Arabisch lernen und auf arabisch beten? Der allmächtige Gott versteht – so nehme ich an – auch andere Sprachen. Warum also ausgerechnet arabisch?

  175. Ich habe Quran und Sunna studiert, so weit es mir möglich war, und daher zum Schluss gekomen, dass die iranische Führung dem ‚Ideal am nächsten kommt, auch wenn es noch lange nicht verwirklicht ist. Aber das behauptet sie ja selber nicht.

    Ich gehe mal davon aus, dass sie auch schon Juden gefragt haben, warum sie auf Hebräisch beten.

    Auf Arabisch wurde der Quran herabgesandt, und außerdem ist die gemeinsame „Betsprache“ auch ein einendes Element, wenn Muslime unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Das gilt aber nur fürs Ritualgebet. Die arabische Sprache ist einzigartig und kann nicht so ohne weiteres in andere wiedergegeben werden, so dass wir teilweise zu eigenartigen Wortkreationen greifen mussten, da die deutsche Sprache nicht genug hergab.

    „Hier in Deutschland oder im Iran?

    Bei letzteren hört man anderes von Leuten, die den Iran sehr gut kennen. In der Türkei (einem sunnitischen Land) ist das allerdings nachweislich nicht so. Da sind die Moscheen voll.“

    Ich kenne Iran auch gut und kann sagen, dass in beiden Ländern die Moscheen freitags voll sind.

  176. me. sagt:

    @ chicano
    „tut mit leid das ich nicht so einfach gestrickt bin, wie sie wohl nur denken können.

    und das ist gut so ;“

    Hoffentlich sie blicken da noch durch. Wenn sie das Kreuz wieder aufpflanzen wie die Gösch.
    Ich denk da wirklich sehr einfach!

  177. Mary J. sagt:

    „Ich habe Quran und Sunna studiert, so weit es mir möglich war, und daher zum Schluss gekomen, dass die iranische Führung dem ‘Ideal am nächsten kommt, auch wenn es noch lange nicht verwirklicht ist. “

    Sunniten haben auch den Koran und die Sunna studiert und kommen zu einem total anderen Ergebnis – und nu?

    Worum es mir geht, Fatima ist, dass der Iran FÜR SIE vielleicht der einzie islamische Staat ist, nach Ihrer persönlichen Ansicht. Das gilt aber noch lange nicht für andere.

    „Ich gehe mal davon aus, dass sie auch schon Juden gefragt haben, warum sie auf Hebräisch beten.“

    Ne. Die Juden streiten nicht ab, dass in der Religion Judentum das Volk der Juden eine ganz besondere Rolle spielt. Das Judentum ist „judaisiert“, das streitet niemand ab.

    Sie dagegen widersprechen die ganze Zeit meiner Behauptung, dass der Islam „arabisiert“ ist, liefern aber kurioserweise selbst die Argumente dafür……

  178. Hurchherherscht sagt:

    kein Crash sondern jahrzehntelange Finanzdiktatur, Enteignung, Zwangsarbeit… in 10-20 Jahren gehören wir den Chinesen, oder russen oder sonstwem oder allen zusammen🙂 und die holen sich ihr geld wieder

  179. @ Mary: Dazu lässt sich eine Menge sagen, aber um die Geduld des Hausmeisters nicht länger zu strapazieren, lasse ich Ihnen jetzt das letzte Wort dazu.
    Das können wir bei Gelegenheit bei muslim essay weiter diskutieren, da passt es eher hin.

  180. chicano sagt:

    @ me

    „Hoffentlich sie blicken da noch durch. Wenn sie das Kreuz wieder aufpflanzen wie die Gösch.
    Ich denk da wirklich sehr einfach!“

    das ist ja nett, das sie sich so um mich sorgen.
    die“flagge“ ist ja keine böse kampfansage, eher ein bewahren.

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