Elsässers Blog

Görlitz, 17.12, 17 Uhr, Marienplatz: Elsässer bei Kundgebung "Weihnachten statt kultureller Selbstaufgabe"

COMPACT-Souveränitätskonferenz: Elsässers Rede…

zur Einleitung dieses Mega-Events am 24.11.2012


Über 700 Teilnehmer, alle Referenten waren gekommen und begeisterten das Publikum. Ein erster Bericht zur COMPACT-Souveränitätskonferenz findet sich hier.

Unten erstmal das Manuskript meiner Eröffnungsrede (im mündlichen Vortrag leicht abweichend). Besonders zu beachten der Schluss, wo ich das Verbot der Unileitung für audiovisuelle Mitschnitte angreife. Natürlich haben wir diesen Eingriff in die Pressefreiheit nicht akzeptiert. Was verboten ist, macht uns gerade scharf! – Unterstützen Sie COMPACT und abonnieren Sie, dann wird es noch viele weitere Konferenzen dieser Art geben – und noch größere.

(Elsässers Eröffnungsrede – Manuskriptfassung)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

 

im Namen von COMPACT-Magazin darf ich Sie ganz herzlich zur Souveränitätskonferenz begrüßen. Das Motto unserer Zeitschrift ist: In COMPACT lesen, was andere nicht schreiben dürfen. Das könnte auch das Motto des heutigen Tages sein: Hier wird diskutiert, was andere nicht diskutieren dürfen oder sich nicht zu diskutieren getrauen.

 

Sie sind aus nah und fern gekommen, um einer bis dato einzigartigen Debatte beizuwohnen: Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten und mit unterschiedlichem politischen Werdegang beschäftigen sich mit der fehlenden Souveränität unseres Landes. Besonders freut mich, dass wir unsere russischen und französischen Freunde vom Institut de la Démocratie et de la Coopération für diese Debatte gewinnen konnten. Das verdeutlicht, dass es uns um Lösungen geht, die nicht nur für Deutschland, sondern für den gesamten Kontinent förderlich sind. Aus der Vergangenheit wissen wir: Immer wenn es zwischen Paris, Berlin und Moskau stimmte, herrschte Frieden und Prosperität in ganz Europa. Das heißt: Wir dürfen uns nicht gegeneinander hetzen lassen, nie wieder. Ziel ist ein souveränes Deutschland in einem Bund souveräner und gleichberechtigter Nationalstaaten, De Gaulles Vision vom „Europa der Vaterländer“.

 

Doch von diesem Ziel sind wir weit entfernt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte im letzten Jahr auf einer Finanztagung: „Zu keinem Zeitpunkt seit dem 8. Mai 1945 sind wir souverän gewesen.“ Eigentlich eine schockierende Aussage. Noch schockierender ist allerdings, dass Schäuble damit sogar noch untertrieben hat: Obwohl es in den Jahrzehnten der deutschen Teilung immer Einschränkungen der deutschen Souveränität gegeben hat, so beobachten wir gerade seit der Wiedervereinigung, die uns doch endlich die „Einheit und Freiheit“ bringen sollte, einen immer weiteren Abbau der deutschen Hoheitsrechte.

 

  • das wiedervereinigte Deutschland hat, im Unterschied zur alten Bundesrepublik, die Kontrolle über seine Grenzen verloren und wird zum Ziel internationaler Bandenkriminalität und unkontrollierbarer Zuwanderung;
  • das wiedervereinigte Deutschland hat, im Unterschied zur alten Bundesrepublik, seine Währungshoheit eingebüßt; die stabile Deutsche Mark wurde abgeschafft, die Bundesbank spielt innerhalb der Europäischen Zentralbank nur noch eine Randrolle;
  • im wiedervereinigten Deutschland hat, im Unterschied zur alten Bundesrepublik, der Bundestag sein Königsrecht über den Haushalt an alle möglichen nicht-gewählten Euro-Rettungsschirm-Agenturen verpfändet.
  • das wiedervereinigte Deutschland hat, im Unterschied zur alten Bundesrepublik, die Verteidigungsfähigkeit verloren; die Wehrpflicht ist abgeschafft und unsere Territorialarmee auf dem Weg in eine globale Eingreiftruppe;
  • das wiedervereinigte Deutschland muss, im Unterschied zur alten Bundesrepublik, US-Kriegszüge auch dann unterstützen, wenn sie nicht durch den Verteidigungsauftrag der NATO gedeckt sind; in Vietnam konnten wir uns raushalten, in Afghanistan müssen wir mitmarschieren.

 

Wie kann man von einem selbständigen Staat reden, ja von einem Staat überhaupt, wenn es keine Grenzsicherheit, kein eigenes Geld, keine Haushaltsautonomie und keine eigene Armee mehr gibt? In Anknüpfung an Schäuble, aber über Schäuble hinausgehend müsste man sagen: Noch nie seit dem 8. Mai 1945 war Deutschland so wenig souverän wie heute. Deutschland schafft sich ab, wenn die Entwicklung so weitergeht.

Dass diese Entwicklung nicht weitergehen darf, sondern umgedreht werden muss, ist wohl die Überzeugung der allermeisten hier im Saal. Und wir stehen nicht allein. Die Frage nach der fehlenden deutschen Souveränität war lange ein Tabu-Thema, ein Geflüster im Unterholz des Internet. Aber vor einigen Tagen – vielleicht sogar im Zusammenhang mit unserer Konferenz – war das Geflüster selbst im ZDF zu hören, in der Politsendung Frontal21. Dort wurde offen der „Verdacht“ ausgesprochen und durch Rechtsexperten untermauert, dass Geheimverträge mit den Siegermächten des 2. Weltkrieges noch immer in Kraft sind. „Es kann sich keine Bundesregierung heute leisten, die Forderungen der Alliierten zu verweigern“, sagte Professor Josef Foschepoth von der Uni Freiburg in der Sendung.

 

  • Meine sehr verehrten Damen und Herren,
  • im Dezember wird COMPACT-Magazin seinen zweiten Geburtstag feiern. In dieser Zeit haben wir drei Konferenzen veranstaltet, aber die heutige ist mit Abstand die größte. Dies zeugt nicht nur von der wachsenden Verbreitung von COMPACT, sondern spricht auch für die Relevanz des Themas.

 

Umso befremdlicher ist es, dass uns die Freie Universität nicht gestattet hat, die heutigen Debatte audiovisuell mitzuschneiden. Man muss sich das vorstellen: Uns als Veranstaltern wird verboten, unsere eigene Veranstaltung mitzufilmen. Oder mit Blick auf unsere Redner: Der Präsident der FU verbietet, dass die heutige Rede des ehemaligen Vize-Präsidenten der Sorbonne, Professor Edouard Husson, weiterverbreitet wird. Will die FU erreichen, dass die Debatte über die fehlende deutsche Souveränität diesen Saal nicht verlässt? Oder anders gesagt: Will die FU ihrem eigenen Namen – Freie Universität – spotten? Die Behinderung der Verbreitung der Inhalte dieser Souveränitätskonferenz ist selbst ein Ausdruck dafür, wie unselbständig und duckmäuserisch es in unserem Land zu geht, also wie notwendig diese Konferenz heute ist.

 

Ich entschuldige mich bei unseren geschätzten Gästen für dieses skandalöse Verhalten der Universitätsleitung und bitte Sie alle, sich davon nicht einschüchtern zu lassen. COMPACT jedenfalls wird sich nicht beugen, nicht erpressen lassen, das verspreche ich Ihnen. Die Wahrheit findet ihren Weg – denn das Volk will wissen, wie es betrogen und verkauft wird. Wie der französische Schriftsteller Victor Hugo sagte: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ In diesem Sinne: Souveränisten aller Länder, vereinigt Euch!

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54 Responses

  1. Chris sagt:

    Das ist ja ein Witz: Es durften keine Filmaufnahmen gemacht werden?!?
    Schlage vor die Beiträge dann als Buch zu veröffentlichen.

  2. kds sagt:

    Wie bitte, keine Aufzeichnung erlaubt??!! Da fehlen mir ehrlich gesagt die Worte!
    Ich hoffe doch sehr, dass sich nicht alle Gäste diesem Diktat gebeugt haben und bald eine Aufzeichnung bei Youtube oder sonst wo, erscheint, Andernfalls wird die Konferenz nicht die ihr gebührende Aufmerksamkeit erhalten.

  3. Zeitzeugin sagt:

    Schäuble, Merkel und Co. sind keine Volksvertreter sie gehören angeklagt, wegen Kriegstreiberei und Schaden am Volk!!!!

  4. adam neuer sagt:

    An sich ja eine wirklich spannende und zeitgemäße Sache, mich stört nur immer wieder Elsässers Hang zu rechts-populistischer Rhetorik („Deutschland schafft sich ab“) und die entsprechende Ausrichtung der Thematik entlang „D-Mark zurück!“ und „Einwanderung stoppen!“.

  5. Die Denunzianten sind schon in den Startlöchern. Ruhrbarone, so nennen sich die Helden, möchten am liebsten solche Veranstaltungen verhindern, indem öffentlicher Druck auf die Hallenvergeber gemacht wird. Meinungs- und Versammlungsfreiheit ist an allen Stellen dieser Republik bedroht.

    http://www.ruhrbarone.de/compact-konferenz-in-berlin-fu-verheimlicht-veranstaltung-mit-juergen-elsaesser/

    Wobei noch zu sagen ist, daß diese Zeitgenossen Kommentare zu ihrem Verhalten erheblich zensieren, wenn sie überhaupt freigegeben werden.

  6. Yilmaz sagt:

    dieser Teil der Elässer´s Rede sagt schon viel aus:

    „Umso befremdlicher ist es, dass uns die Freie Universität nicht gestattet hat, die heutigen Debatte audiovisuell mitzuschneiden. Man muss sich das vorstellen: Uns als Veranstaltern wird verboten, unsere eigene Veranstaltung mitzufilmen. Oder mit Blick auf unsere Redner: Der Präsident der FU verbietet, dass die heutige Rede des ehemaligen Vize-Präsidenten der Sorbonne, Professor Edouard Husson, weiterverbreitet wird. Will die FU erreichen, dass die Debatte über die fehlende deutsche Souveränität diesen Saal nicht verlässt? Oder anders gesagt: Will die FU ihrem eigenen Namen – Freie Universität – spotten? Die Behinderung der Verbreitung der Inhalte dieser Souveränitätskonferenz ist selbst ein Ausdruck dafür, wie unselbständig und duckmäuserisch es in unserem Land zu geht, also wie notwendig diese Konferenz heute ist.“

    Das zur Demokratie und Meinungsfreiheit „und“ Unterwanderung der Ämter und Behörden in Deutschland…

    Es ist klar, daß die FU mit dieser Entscheidung, die Veranstaltung nicht filmen zu dürfen, eine Verbreitung der Informationen verhindern wollte, der Befehl kma bestimmt von ganz weit oben (oder von ganz weit hinten versteckt….) schade, schade…. aber nichts ist stärker als ein starker Gedanke & Wille…

  7. Umso befremdlicher ist es, dass uns die Freie Universität nicht gestattet hat, die heutigen Debatte audiovisuell mitzuschneiden.

    Die Freie Universität verbietet also. Mhm… Nicht ganz freiwillig, wie ich vermute. Sie sollte sich dann aber in Gezwungene Multiversität umtaufen lassen.

    Wenn sie trotzdem noch ein wenig sachhaltig bleiben möchte, in ihren Begriffen, die ja Begreifen ermöglichen sollen.

    Oder sollen sie das schon gar nicht mehr?

  8. Meier sagt:

    Bravo!!
    Also ich gehe davon aus, daß Ihr trotzdem alles aufgezeichnet habt und der Bürger sich demnächst alles anschauen kann, n’est-ce pas?

  9. H. Schramm sagt:

    Wir gratulieren Jürgen Elsässer aus Österreich sehr herzlich! Auch hier regt sich Widerstand, es wird jeden 26igsten in Wien, am Stephansplatz gegen die EU demonstriert:

    http://eu-austritt.blogspot.co.at/2012/11/jeden-26-demo-gegen-die-eu-in-wien-am.html

    http://eu-demo.blogspot.co.at/

  10. Anonymous sagt:

    SEHR GEEHRTER HERR ELSÄSSER

    ICH GRATULIERE IHNEN ZU IHREM MUT SOWIE IHRER UNBEUGSAMKEIT GEGENÜBER ALLEM DUCKMÄUSERTUM.
    SIE LEISTEN MIT IHRER ANALYSE EINEN HERVORRAGENDEN BEITRAG, DASS SICH DAS ALLGEMEINE POLITISCHE BEWUSSTSEIN WIEDER ERWECKT WIRD UND EIN MACHTFAKTOR WIRD.

    MIT FREUNDLICHEN GRÜSSEN
    A. BENJAMINE MOSER

  11. OH Wilhelms sagt:

    Danke, Jürgen Elsässer für Ihren Initiative zu einer solchen Konferenz mit einem so wichtigen Thema!
    ‚ COMPACT jedenfalls wird sich nicht beugen, nicht erpressen lassen, das verspreche ich Ihnen. Die Wahrheit findet ihren Weg ‚. Das klingt nach….
    Mit Ihnen wünschen und hoffen dies viele Ihrer Leser und Beobachter, denen Deutschlands Interessen in einem Europa der Vaterlände nicht egal sind.
    Die derzeitige Politik begünstigt unser kommendes Unglück, und muß vom Souverän deshalb korrigiert werden.
    Von den herrschenden Parteien, oder durch eine hypothetische Einflußnahme ihrer Wähler darauf, ist das nicht zu erwarten.

    Ihr Mut und Ihre Tatkraft mögen beispielgebend ausstrahlen, so daß scheinbare Gegensätze in der schweigenden Mehrheit als zweitrangig angesehen werden können. Die Leidtragenden dieses Ausverkaufs Deutschland begreifen täglich mehr: für alle von uns es geht um die eigene Wohlfahrt. Deshalb ans Werk, wenn es auch die verschiedensten Wegen sind, die zu unserem gemeinsamen Ziel führen:
    ‚Noch ist Deutschland nicht verloren!‘
    25.11.2012 der HeideBauer

  12. saito sagt:

    Leider konnte ich nicht dabei sein, aber ich finde es toll, daß Ihr die Konferenz veranstaltet und sogar aufgezeichnet habt.
    Wann gibt es die CDs?

    mit freundlichen Grüßen

  13. Ein Beispiel für Souveränität:

    Leute, der Mann weiß nicht, was er sagt. Er handelt wie dressiert, konditioniert. Oder er steht unter Drogen oder er ist krank. Sehr krank!

  14. Branko sagt:

    Schade, dass ich nicht da sein konnte (zu weit).

    Ich hoffe auf eine DVD mit den Beiträgen und bin gerade deshalb froh, dass man sich nicht hat einschüchtern lassen!

    Allerdings Hoffe ich sehr (!!!), dass das audiovisuelle Mitschneiden in einer vernünftigen Tonqualität von statten ging. Das ist das AundO. Viel wichtiger als die Bildqualität.

    Bei vergangenen Mitschnitten war die Tonqualität oft mieserabel. Da hatte man echt das Gefühl, dass das im Jahre 2012 jeder 13-jährige in seinem Zimmer besser hinkriegt. Das fand sich auch bei irgendwelchen Amazon-Bewertungen (ich weiß jetzt nicht, ob zu „Inside 9 11“ oder „Euro-Konferenz“) und hat mich damals vom Kauf abgeschreckt.

  15. Jakobiner sagt:

    Schon hammerhart, wie der FU-Präsident da zensorisch vorgehen wollte.Dann würde es auch keine DVD geben. Gut, dass J.E. dem Druck nicht nachgegeben hat.Wäre einmal interessant zu wissen, ob eine ähnliche Souveränitätskonferenz auch an anderen Unis zensiert würde, z.B. der LMU München.

  16. Adebar sagt:

    Liebe Freunde und Bekannte,

    sicher haben einige von Euch die Berichterstattung über den „rechten” Polizisten verfolgt, der von der „GSG9 gestoppt wurde”.
    Die Presse ist laut Pressegesetz dazu verpflichtet, auch die Gegendarstellung des Betroffenen abzudrucken. Spätestens seit 16.11.2012 liegt die Gegendarstellung bei Focus, Die Welt, Süddeutsche Zeitung und Oberbayerisches Volksblatt und spätestens seit 20.11.2012 auch bei focus-online vor. Erschienen ist nach – unseren Erkenntnissen – noch nichts.

    Rechtsradikale Aktivitäten – Eliteeinheit GSG9 stoppt rechten Polizisten

    Richtig ist: Der angeblich rechtsradikale Polizist wurde auf seinem Fahrrad auf dem Rückweg vom Kindergarten – natürlich unbewaffnet – von zwei Polizeibeamten angehalten und auf offener Straße durchsucht. Die Beamten nahmen ihm mitunter seine Hausschlüssel ab. Der Betroffene bot den Beamten an, mit ihnen gemeinsam zu seiner Wohnung zu fahren und die Tür aufzuschließen, da sich im Haus nur seine Ehefrau mit seiner 2-jährigen Tochter und seinem 4-Monate-alten Baby befanden, die durch den plötzlichen Einfall der Polizei nicht verschreckt werden sollten. Die Beamten lehnten diesen Vorschlag ab, der Haustürschlüssel wurde zu der Wohnung gebracht und der Betroffene wurde in einem Dienstfahrzeug nachgeführt.
    Der Schlüssel wurde den Eindringkräften übergeben, die bewaffnet das Haus stürmten. Ob es sich dabei um die GSG9 gehandelt hat, kann der Betroffene nicht sagen, weil er nicht dabei gewesen ist.
    Die Eindringkräfte schlossen die Haustür auf und drangen unter lauten Rufen „Achtung Polizei” in das Haus ein. Sie waren bewaffnet, hatten schusssichere Kleidung an, waren maskiert und hatten Helme auf. So empfingen sie die Ehefrau des Betroffenen, die gerade mit dem Baby auf dem Arm und der 2-jährigen Tochter die Haustreppe hinunterkam. Die Waffen wurden auf die Frau und das Baby gerichtet, die Frau wurde nach Waffen befragt und antwortete: „Wir haben keine Waffen!” Mindestens zwei Beamte waren schon im Haus und „sicherten” die Räume, während der Beamte in der Haustür – immer noch mit der Waffe auf Frau und Baby gerichtet – die Frau aufforderte, in die Küche zu gehen. Die 2-jährige Tochter stand total verschreckt und verängstigt hinter der Treppenbrüstung. Die Ehefrau des Betroffenen bat den Beamten in der Haustür, die Waffe runter zu nehmen und Helm und Maske abzunehmen, da die Tochter offensichtlich Angst vor ihm habe und sie ansonsten nicht an ihm vorbei in die Küche gehen könne. Nach mehrmaligen Bitten nahm also dieser Beamte Helm und Maske ab und senkte die Waffe, so dass die Frau mit den Kindern in die Küche gehen konnte. Es wurde der Frau verboten, die 2-jährige Tochter zu waschen, die Windel zu wechseln und das Kind anzuziehen. Das Kind durfte sich – um nicht zu frieren – lediglich eine Jacke überziehen. Nachdem der Frau mitgeteilt wurde, dass nun eine Hausdurchsuchung stattfinden würde und der Ehemann gleich nach Hause kommen würde, begann eine Zeit des Wartens. Die Eindringkräfte verließen das Haus, ohne das die Ehefrau auch nur einen einzigen Dienstausweis zu sehen bekam. Der ermittelnde Beamte erschien mit mehreren Durchsuchungskräften. Nach über einer halben Stunde erschien der Ehemann. Beide Eheleute wurden nicht über ihre Rechte aufgeklärt. Nach einiger Zeit erschien der Inspektionsleiter und eröffnete dem Betroffenen das Disziplinarverfahren. In der Zwischenzeit begannen die Durchsuchungskräfte, das Haus zu durchsuchen. Die Betroffenen durften bei der Durchsuchung der einzelnen Räume nicht anwesend sein, sie durften auch keinen eigenen Zeugen hinzuziehen.
    Nach 9 Stunden nahmen die Beamten die sichergestellten Gegenstände mit – u.a. Tagebücher, Kalender mit Geburtsaufzeichnungen der Ehefrau und Aufzeichnungen über die Entwicklung der Kinder, private Fotos, auch von den Geburten der Kinder, Fotoapparat, Telefone, einen großen Teil der Ersparnisse der Familie und sämtliche Speichermedien mit dem fast fertig gestellten und noch nicht veröffentlichten Roman der Eheleute – der hauptsächlich von ihrem religiösen Glauben handelt.
    Eine Waffe wurde bei der Hausdurchsuchung nicht gefunden, weil keine existierte. Der Betroffene hatte lediglich eine Waffenbesitzkarte, auf der jedoch noch keine Waffe eingetragen war.
    (Ende der Richtigstellung)

    Wir bitten Euch, diese Nachricht unter Euren Freunden und Bekannten zu verbreiten, denn die Presse ist offensichtlich nicht gewillt, unsere Gegendarstellung zu veröffentlichen.

    Zuerst überfällt die Bundespolizei – natürlich bewaffnet! – eine wehrlose Frau mit ihren Kindern und raubt die Familie aus – das alles eingefädelt durch einen richterlichen Beschluss über eine Hausdurchsuchung im Rahmen eines Disziplinarverfahrens gegen einen Beamten, der sich nie hat etwas zu Schulden kommen lassen. Eine Woche später wird dem Beamten angedroht, ihn seines Amtes zu entheben und einen Teil seines Gehaltes einzubehalten, obwohl der Dienstherr weiß, dass von diesem Gehalt 8 Personen leben. Noch zwei Wochen später – und vor Ablauf der Frist für eine Stellungnahme des Betroffenen im Rahmen des gegen ihn eröffneten Disziplinarverfahrens – geht der Bundespolizeipräsident mit verfahrensinternen Daten an die Presse, entblößt sich nicht, Unwahrheiten über diesen Fall zu verbreiten und macht es dem Betroffenen mit der „Nazikeule” unmöglich, jemals wieder eine adäquate Arbeit zu finden, mit der er seine Familie ernähren kann. Pünktlich einen Monat nach der Hausdurchsuchung bekommt der Betroffene die Nachricht, dass er seines Amtes enthoben wird und 30% seines Gehaltes einbehalten werden. Der Betroffene hat zwar alle rechtlichen Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, aber die finanziellen Mittel, die er benötigt, um diese Möglichkeiten auszuschöpfen, werden ihm genommen. Jedes Verfahren vor Gericht kostet Geld!

    Die Bewertung über diese Vorgehensweise gegen Andersdenkende und Andersgläubige überlassen wir dem Leser.

  17. rubo sagt:

    Gratulation an J.E. und Mitarbeiter für diese ausdrucksstarke Konferenz.
    Schande über die, die sich nicht entblöden in Moskau und überall dort, wo man vor Obama und Killery keinen Diener macht, Demokratie und freie Meinungsäußerung lehren zu wollen. Damit über die heimische Meinungsfreiheit nichts nach außen dringt, läßt man die TU-Leitung Verbote aussprechen.
    Nun zu den Vorträgen: J.E. in seinen Einleitungen und Schlußworten wie immer gekonnt und treffsicher. Die Vorträge selbst haben mir inhaltlich alle vorzüglich gefallen. Aus meiner Sicht der Beste Ulrich Schucht, den ich noch gar nicht kannte und zu Hause über ihn gegoogelt habe. Dabei fielen natürlich
    die Kritiker auf, die ihn in die rechte Ecke rücken möchten – nicht anders zu erwarten bei allen Geistesgrößen, die nicht im gewünschten Meinungsstrom schwimmen. Allein daß Schucht in Schweden lebt, sagt genug über seine Heimat BRD.
    Am wenigsten hat mich Wolf Oschlies überzeugt, ich hatte streckenweise den Eindruck, die Bildzeitung vorgelesen zu bekommen. Vielleicht liegt das auch an der Hör- und Wiedergabetechnik oder an meinem falschen Platz im Saal.
    Den Vortrag von Falin bald in COMPACT nachlesen zu können, wäre eine gut investierte Nachhilfestunde.
    Gibt es später eine Möglichkeit, alle Vorträge zu lesen oder zu hören?

  18. juergenelsaesser sagt:

    rubo: Es wird eine DVD geben! Kann man im COMPACT-Shop schon bestellen!

  19. juergenelsaesser sagt:

    Branko: Die Tonqualität auf DVD soll besser als im Saal sein, sodass man sogar Falin klar versteht.

  20. juergenelsaesser sagt:

    Meier: Klar! Die DVD kommt bald!

  21. juergenelsaesser sagt:

    kds: COMPACT hat sich nicht gebeugt, es wird eine DVD geben!

  22. juergenelsaesser sagt:

    Chris: Wir haben trotz Verbot aufgezeichnet. Die DVD kommt!

  23. Luciano sagt:

    Adebar: was wollen Sie mit ihrem Beitrag erreichen? Etwa bei den Lesern die Angst schüren, sich als „rechts“ oder als „national“ zu bekennen oder an Aktionen von Bürgerrechtlern zu beteiligen?

    ich werde den Artikel nicht weiterverbreiten. Denn er fördert in keinster Weise, dass das Deutsche Volk sich von seiner „Regierung“ befreit. Im Gegenenteil: Es werden primär Ängste geschürt. Grund, gegen die Regierung aufzustehen, haben die Deutschen genug.

  24. chicano sagt:

    diese konferenz war nicht gut. sie war ausgezeichnet!

    die mischung hats gemacht und ausnahmslos alle referenten richtig besetzt. das es so voll war macht hoffnung. auch in dingen, denen ich sehr kritisch gegenüber stand, wurde ich überzeugt und in einer sache gar eines besseren belehrt, was ich gern annahm.

    jürgen hat die probleme mit der uni und ihrem „stasiüberwacher“ in unnachahmlicher art und weise für die eigene sache genutzt. respekt für ein ausgekochtes schlitzohr, der spontan und ohne script im richtigen moment, das richtige aus den vorgabe und vorlagen zu machen wusste.

    ich mach das echt selten aber hier bleibt mir nur 5 sterne zu vergeben! tippitoppi1A!

  25. Mr Mindcontrol sagt:

    Hier wäre es vielleicht sinnvoll das Kopieren der DVD zu erlauben bzw. das auf Youtube zu veröffentlichen wo es sicher viele downloaden (gegen die Regeln von YT). Die FU wird sicher juristisch gegen die Verbreitung vorgehen, da ist da eh kein Gewinn zu machen!

  26. Jakobiner sagt:

    Eine Fortsetzung der Souveränitätskonferenz wäre gut. Ich würde als Referenten Alexander Dugin (Eurasier Russland), den französischen Philosophen Emmanuel Todd, einen Vertreter des Eurasienmagazins und auch mal einen chinesischen Vertreter vorschlagen (letztere über Möglichkeiten einer Kooperation EU-Shanghai Cooperation Organization, BRICS oder auch die Idee einer Freihandelszone EU-Russland-China als Gegenentwurf zum Transatlantic Free Trade Area (TAFTA), das Merkel und SPIEGEL-Redakteur als ökonomische NATO gegen China zuletzt vorgeschlagen haben.

  27. Jakobiner sagt:

    Ergänzung: SPIEGEL-Redakteur Gabor Steingart“ schlug die „Ökonomische NATO“-TAFTA in einem Buch und einer SPIEGELserie vor.

  28. kds sagt:

    @adam neuer:

    „An sich ja eine wirklich spannende und zeitgemäße Sache, mich stört nur immer wieder Elsässers Hang zu rechts-populistischer Rhetorik (“Deutschland schafft sich ab”) und die entsprechende Ausrichtung der Thematik entlang “D-Mark zurück!” und “Einwanderung stoppen!”.“

    Mit der Brandmarkung dieser Ausdrucksweise als „rechtspopulistische Rhetorik“, soll doch nur verhindert werden, dass man diese Missstände klar und offen benennt.

    Auf diesen Trick, Herr Neuer, werden Sie, doch nicht etwa hereingefallen sein?!

  29. Jakobiner sagt:

    Als Lesetip zur TAFTA das Papier „Transatlantic -Deep Integration“ der John Hopskin University von 2005–gesponsert von Daimler Chryler.

    http://aei.pitt.edu/32584/1/23._Deep_Integration.pdf

  30. Toringo sagt:

    Ich bin fassungslos über das Verbot, die Redebeiträge aufzuzeichnen. Ist das rechtlich überhaupt möglich, wenn es sich um eine Veranstaltung außerhalb des Universitätsprogramms handelt?
    Ist wirklich konkret ein ausdrückliches Verbot gegenüber den Veranstaltern ausgesprochen worden? Schriftlich? Oder war es nur eine Äußerung eines Uni-Mitarbeiters, dass in den Universitätsräumen generell keine Mitschnitte erlaubt sind. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Professoren Aufnahmen in ihren Veranstaltungen scheuen. Mir wäre es egal.
    Letzte Woche habe ich mir Sahra Wagenknecht in der Kölner Uni angehört. Zumindest wurde dort viel photographiert. Selbst mit meinem Photoapparat könnte ich technisch hervorragende Tonaufnahmen machen, ohne dass das bemerkbar wäre. Schon deshalb sind entsprechende Verbote wirkungslos.

    Etwas anderes: Der obige Bericht von Adebar erschüttert mich. Was ist in unserem Staat nur los? Am GSG-9-Hauptquartier komme ich täglich mit dem Zug vorbei. Gelegentlich sehe ich dort Fallschirmabsprünge. Für den von Adebar geschilderten Einsatz scheint mir die Truppe überqualifiziert. Da war sie sicher nicht betroffen.

  31. Mitleser sagt:

    @ Adam Neuer:

    »An sich ja eine wirklich spannende und zeitgemäße Sache, mich stört nur immer wieder Elsässers Hang zu rechts-populistischer Rhetorik (“Deutschland schafft sich ab”) und die entsprechende Ausrichtung der Thematik entlang “D-Mark zurück!” und “Einwanderung stoppen!”.«

    Und mich stören linke Ausgrenzer und selbsternannte Oberschiedsrichter wie Sie, die sich anmaßen, eine Hälfte des politischen Spektrums und damit des Volkes von der Teilhabe an der Meinungsbildung ausschließen zu dürfen!

  32. Harun sagt:

    Joachim Bullinger November 26, 2012 um 02:53

    (Schäuble)
    Ohne Spindoktoren kommt halt gequirlte Scheiße raus.
    Bestimmt war der kleine Mann im Ohr defekt.

  33. Chris sagt:

    Es war mal die Rede davon, dass die DVD für Abonnenten 9,90 kostet. Konnte das aber im Compact-Shop nicht finden. Gilt das noch?

  34. Adebar sagt: November 26, 2012 um 12:04

    Rechtsradikale Aktivitäten – Eliteeinheit GSG9 stoppt rechten Polizisten

    Bestrafe einen, erziehe hundert (Mao). Das ist vermutlich ein Signal der Schatten an die Polizei:

    Wenn ihr Polizisten Polizei sein wollt ( i.e. Bürger der Polis, die sie verbürgen) und keine p.c. BRD-Popelei, setzen wir unsere Eliteeinheiten gegen euch ein. Bleibet also besser schön brav und tut, was man euch sagt, ohne dumm rumzufragen nach „weshalb“, „warum denn“ oder „wieso“.

  35. @ Adebar November 26, 2012 um 12:04

    Hoppla, das hätte ich fast überlesen:

    Nach 9 Stunden nahmen die Beamten die sichergestellten Gegenstände mit – … und sämtliche Speichermedien mit dem fast fertig gestellten und noch nicht veröffentlichten Roman der Eheleute – der hauptsächlich von ihrem religiösen Glauben handelt.

    Hier liegt vermutlich der Hase im Pfeffer! Was ist das für ein religiöser Glaube?

  36. Claudia Wädlich sagt:

    Man hätte vielleicht einen anderen grossen Auftrittsort wählen sollen. Ich war vorab schon überrascht, dass Sie die FU gewählt haben. Ist sie doch eine amerikanische Gründung gewesen, eine zutiefst amerikanische ….

  37. juergenelsaesser sagt:

    chicao: dein lob ist mir das liebste, denn du bist ja ansonsten mein schärfster kritiker!

  38. Avicenna1968 sagt:

    „Ist sie doch eine amerikanische Gründung gewesen, eine zutiefst amerikanische ….“

    DAS hab` ich auch gedacht. Die FU gehört – wie übrigens auch die Berliner Verkehrsbetriebe, die nach wie vor den Russen gehören – zu den intakt gebliebenen Residuen des Viermächtestatus.

  39. Neukunde sagt:

    Großes Lob an die Veranstalter der Konferenz, v.a. was die Besetzung der Referenten angeht!

    Übrigens machen sich die „Ruhrbarone“ alias „Spiegel“ Sorgen um das Image der FU. Nachzulesen hier:
    http://www.ruhrbarone.de/compact-konferenz-in-berlin-fu-verheimlicht-veranstaltung-mit-juergen-elsaesser/

  40. chicano sagt:

    jürgen

    „dein lob ist mir das liebste, denn du bist ja ansonsten mein schärfster kritiker!“

    und ich meine es absolut ernst.
    auch zeigt sich wieder, dass ich manchmal auch einiges, dass hier geschrieben habe unbewusst auch dir ankreide.

    wenn man dich aber „allein“ hört, dann weiß man, dass du ein echt guter junge bist, ein mutiger haudegen und ein feiner kerl mit ecken und kanten.

    schön!

  41. chicano sagt:

    ….einges das hier geschrieben wurde…. (sollte das natürlich heißen)😉

  42. arnefischer sagt:

    @ Chicano
    Menno! Sie waren da und wir haben einander nicht in die Augen gesehen und einen festen Händedruck getauscht….

  43. chicano sagt: November 27, 2012 um 20:46

    @ jürgen

    auch zeigt sich wieder, dass ich manchmal auch einiges, dass hier geschrieben habe unbewusst auch dir ankreide.

    Gut erkannt! Sehr gut sogar. Das ist gleichsam ein Quantensprung, Chico. Genau so funzt das. Und das ist auch der strukturale Grund dafür, warum wir den Boten köpfen, wenn er uns eine schlechte Nachricht überbringt.

    Aber die Quanten lehren uns auch, daß wir alle Wege gehen müssen, wenn ẃir das Ziel erreichen wollen. Alle! Auch die dunklen, weil abgeschatteten…

    Aber wir können sie bewußt gehen und das ist die Differenz, die den Unterschied ausmacht.

  44. chicano sagt:

    @ bulli

    leider ist es nicht wo weit her mit dem erkennen bei mir😉
    ich meinte damit, dass ich dem jürgen teilweise ankreidete, was andere hier auf seinem blog schreiben….im tiefsten innern hätte ich mir wohl viel öfter eine klare gegenstimme von ihm gewünscht. aber das ist nicht seine aufgabe hier.

    es sind ja nicht jürgens boten, die hier schreiben😉

    und, nein. hier sind wir ausnahmsweise mal wieder nicht einer meinung. nicht alle wege müssen wir gehen. es gibt einen inneren kompass, der immer den richtigen weg weiß. dann liegt die entscheidung bei uns. man nennt diesen kompass auch die stimme des gewissens. ihn nict zu folgen führt zum übel.

    im gegensatz zu den unbewussten quanten, die gleichsam den befehlen des großen schöpfers tun und begrenzt auch den der vielen kleinen, zum glück in ihrer schöpferkraft begrenzten mitschöpfer, haben wir einen freien willen.

    übrigens ein schönes beispiel dafür wie manche kreise ihre vorgehensweise rechtfertigen…..auch die dunklen wege müssen gegangen werden. sie müpssen nicht gegangen werden aber sie können gegangen werden. und wenn wir sie gegangen sind, können wir die eier haben uns das einzugestehen und die reue darüber gibt die kraft beim nächsten mal die richtige entscheidung zu treffen, die der herzensweisheit und wahrheit, die des gewissens das immer flüstert….aber wir gern nicht hinhören😉

  45. chicano sagt: November 28, 2012 um 12:56

    @ bulli

    es sind ja nicht jürgens boten, die hier schreiben😉

    Nein, aber er läßt sie ihre Botschaft überbringen. Und es ist halt ihre Botschaft, nicht sein. Seine Botschaft heißt „Pluralismus“. Und vielleicht „Einheit in der Vielfalt“?

    Und wg. Wegen:

    Du bist auf einem guten Weg, Chico. Da gebe ich Dir Brief und Siegel darauf. Und Du hast gute Chancen, noch in diesem Leben zu überwinden und zu individuieren. Ein Individuum zu werden, das selbst den Zerfall im Tod unbeschadet übersteht. Eben weil es Individuum und damit nicht mehr teilbar ist.

    Und doch müssen alle Wege gegangen werden. Das ist halt nicht leicht zu erkennen und noch viel viel schwieriger auch anzuerkennen, wenn man es erkannt hat.

    Aber wir – die die grauenvollen dunklen Wege für immer verlassen durften und jetzt und in Zukunft die leichten, heiteren und lichten Wege gehen dürfen – wir sollten dankbar sein, für diese Gnade. Und demütig, denn an unserer Stelle müssen jetzt andere stehen und gehen…

    Die Katholen haben einen Begriff dafür. Sie nennen es „Sühneseele“. Wird leider – wie fast alles in der „katholischen“ Kirche – intentional falsch verstanden und gelehrt.

  46. chicano sagt:

    @ bulli

    „Du bist auf einem guten Weg, Chico. Da gebe ich Dir Brief und Siegel darauf. Und Du hast gute Chancen, noch in diesem Leben zu überwinden und zu individuieren. Ein Individuum zu werden, das selbst den Zerfall im Tod unbeschadet übersteht. Eben weil es Individuum und damit nicht mehr teilbar ist.“

    puh! schön wärs😉

    „Und doch müssen alle Wege gegangen werden. Das ist halt nicht leicht zu erkennen und noch viel viel schwieriger auch anzuerkennen, wenn man es erkannt hat.§

    ja, vielleicht aber das ist der weg der kinder. als kind kennt man kein mitgefühl, man nimmt den käfer auseinander um zu sehn was drin ist. das er schmerzen und tod ebenso fürchtet wie jedes wesen, ist dem kind nicht bewusst. aber mit dem älterwerden wächst das verstehen und damit auch das mitgefühl. die dunklen wege sind erhellt und der innere kampf beginnt, nun mehr den lichten wegen des mitgefühls zu folgen, auch wenn man materiel manches mal draufzuzahlen hat.

    „Aber wir – die die grauenvollen dunklen Wege für immer verlassen durften und jetzt und in Zukunft die leichten, heiteren und lichten Wege gehen dürfen – wir sollten dankbar sein, für diese Gnade.“

    ja, dass ist wahr. die gnade ist unermesslich denn tatsächlich ergießt sie sich über jeden der es möglich macht und ihr nicht die türe sperrt.

    die wahre gnade ist: du kannst IMMER umkehren.

    dankbarkeit ist die einzige antwort die mir dazu einfällt.

    beste grüße an dich, kämpferseele

  47. chicano sagt:

    @ arnefischer

    „Menno! Sie waren da und wir haben einander nicht in die Augen gesehen und einen festen Händedruck getauscht….“

    nächstes mal. versprochen. so gott wil😉

  48. chicano sagt: November 28, 2012 um 16:23

    die wahre gnade ist: du kannst IMMER umkehren.

    Ja. Jederzeit, überall, in jeder Situation und vollkommen bedingungslos! Es muß nicht einmal ein freier Willensentschluß sein. Dort, wo der Wille noch abgeschattet und gefangen ist, reicht allein schon der Wunsch.

    dankbarkeit ist die einzige antwort die mir dazu einfällt.

    Ja, mir auch. Es ist die einzig mögliche Antwort darauf.

    Gottes Segen ruhe auf allen Deinen Wegen. Gelobt und gedankt sei Jesus Christus.

  49. Ach, noch was: Es gab einmal die 10 Gebote. Die wohl etwas aus der Mode gekommen sind, in der heutigen BRD.

    Dafür gibt es heute zehntausende von Geboten, nämlich in jeder sozialen Situation mindestens eines. Jede einzelne soziale Situation unserer alltäglichen und phänomenal profanen Lebenspraxis sagt uns nämlich: Du sollst. Oder: Du sollst nicht.

    Und in jeder dieser Situationen entscheiden wir uns neu. Pro oder contra. Tertium non datur!

  50. chicano sagt:

    joachim

    „Dort, wo der Wille noch abgeschattet und gefangen ist, reicht allein schon der Wunsch.“

    das ist auch meine feste überzeugung.

    in einer welt, in der reinheit ohnehin nur ein ideal sein kann, dem nach nach besten kräften sich zu nähern sucht und das man doch niemals ganz erlangen kann….würde hier der aufrichtige wunsch nicht reichen und käme er auch erst im allerletzten augenblick auf, so könnte nichts reichen. wir wären definitiv alle verloren. nicht durch Gottes strafe, denn er straft niemals aber durch unsere eigenen falschen wünsche, die eben ion erfüllung gingen.

    die alten starez, orthodoxen christen und athosmönche sagen, dass Gott dich nicht nach dem bewertet, der du gestern warst, noch nicht einmal nach dem, der du gerade jetzt bist, sondern nach dem, wer du im tiefsten herzen gern gewesen wärest. Er kennt die fallstricke und verstrickungen. Er befreit den, der frei sein will und sei es auch im allerletzten augenblick des alten lebens.

    „Gottes Segen ruhe auf allen Deinen Wegen. Gelobt und gedankt sei Jesus Christus.“

    vielen dank und du weißt, dass ich die gleichen segenswünsche für dich im herzen habe…

  51. Chris sagt:

    Ich lach mich schlapp – die Ruhrzwerge arbeiten sich weiter am Thema ab:
    http://www.ruhrbarone.de/compact-konferenz-juristisches-nachspiel/

  52. Liebe fb-User, lieber Jürgen Elsässer,

    ich möchte zu meinen Ausführungen vom vergangenen Montag, als es um die Analyse der COMPACT-Konferenz vom 24.11.12 in Berlin ging, Folgendes erklären:

    Dass Jürgen Elsässer für den Auftritt bei Bewusst.tv von Jo Conrad ein Honorar erhalten hat ist unwahr. Wahr ist, dass sich Bewusst.tv es sich gar nicht leisten kann, Honorare zu bezahlen, dafür ist der Sender laut Jo Conrad vom 27.11. per facebook viel zu klein. Auch bei der Veranstaltung in Wien hat Herr Elsässer keine Aufwandsentschädigung erhalten.

    Für diese unwahren Behauptungen möchte ich mich insgesamt entschuldigen.

    Ich möchte einem Mann nicht Unrecht tun, der sich seit vielen Jahren für eine gerechte Sache einsetzt. Vielfach habe ich mir in den letzten Monaten die Frage gestellt, ob wirklich noch Ideale dahinter stehen bei seinem Tun. Dies möchte ich jetzt doch wieder ausdrücklich bejahen.Es wäre der bessere Stil gewesen, hier ein Gespräch unter vier Augen zu suchen, um einige Missverständnisse aus der Welt zu räumen.

    Wir alle haben das Problem, dass wir ein souveränes Deutschland wollen, aber es mit dem Endziel einfach nicht voran gehen will. Zu groß und übermächtig scheint der Gegner zu sein, zu beschränkt die eigenen Mittel. Aus diesem Grund neigen wir, ich schließe mich selbst dabei ein, dazu anderen den Erfolg zu neiden. Aber über eins sollte Einigkeit bestehen: Nie sollte Selbstdarstellung und eigene Eitelkeit, die in der großen Politik, und leider auch bei uns, eine oft viel zu wichtige Rolle spielen, die Sache, für die wir streiten, überschatten.

    Das von Jürgen Elsässer vor knapp 2 Jahren gegründete COMPACT-Magazin liefert non-konforme Denkanstöße, mehr kann und sollte eine Zeitschrift zunächst einmal nicht sein. In dieser Zeit haben mehrere Veranstaltungen und Konferenzen statt gefunden, die immer wieder ein interessiertes Publikum erreichte einschließlich der erfolgreichen Souveränitätskonferenz vom vergangenen Samstag. Solche Konferenzen sind auch in der Zukunft wichtig, um der Außenwelt zu zeigen, dass es noch eine Gesellschaft außerhalb des Mainstreams gibt, die sich artikuliert und einmischt.

    Es wird auch in der Zukunft immer wieder schwer sein für eine Zeitschrift wie COMPACT auf dem Markt zu bestehen. Um so wichtiger dabei ist, dass jetzt, wo sich COMPACT im Auftrieb befindet, auch Menschen dieses Projekt unterstützen, die es sich vielleicht auch finanziell mehr leisten können als andere. „COMPACT steckt jeden Cent in die Schaffung neuer Arbeitsplätze und ist an Profit nicht interessiert.“ Das hat Jürgen am Montag nach der Konferenz erklärt.

    Was die Postings nach der Konferenz betrifft, möchte ich hinzufügen, und das habe ich mehrfach erklärt, dass ich an allen vorherigen Konferenzen, zuletzt in Adlershof auch als Redner, teil genommen habe und Jürgen Elsässer seit dem Dezember 2008 als Mitbegründer der „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ begleitet habe und mir deshalb auch insgesamt ein Urteil erlauben darf. Kritik kann heilsam sein, wenn sie gut dosiert und sachlich vorgetragen wird. Bedauerlicher weise sind meine Kommentare und die darin geäußerte Kritik, dann doch etwas abgeglitten, weil sie konstruktiv-solidarische Ansätze vermissen ließen.

    Man darf trotz aller Rückschläge nicht den Glauben an das Gute verlieren, nicht den Glauben daran, dass sich die Menschen irgendwann von den Lügnern und Hetzern der Mainstreampresse und den herrschenden Parteien abkehren werden und andere Persönlichkeiten Gewicht bekommen, die die Interessen des Volkes vertreten.

    Der Nationalstaat ist nicht tot, sondern wird siegen!

    Stephan Haube

    PS: Einen schönen 1.Advent!

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v.i.S.d.P. dieser Site: Jürgen Elsässer, c/o COMPACT-Magazin, Am Zernsee 9, 14542 Werder (elsaesser@compact-magazin.com)
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