Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Antideutsche: Spinner mit Ausrottungsphantasien

In Ergänzung zum Interview, das KenFM grade mit mir gemacht  hat

KenFM fragte mich unter anderem über dieAntideutschen und warum ich mich davon abgewendet habe…

Dazu dieser Auszug aus dem Buch Jürgen Elsässer, Angriff der Heuschrecken (2007) als Ergänzung:

Bezeichnenderweise hatte der antideutsche Ansatz in den neunziger Jahren keine große Resonanz und spielte auch in der Linken nur eine Randrolle. Dies änderte sich mit dem 11. September 2001: Der wiedererwachte Bellizismus, der mir selbst die Augen über diese Strömung öffnete und mich zur Korrektur einiger Grundauffassungen veranlaßte, machte die bisher Marginalisierten fast über Nacht mainstreamfähig. Je mehr die antideutsche Orientierung in die antiislamische überging, um so mehr wurden die Desperados in der Öffentlichkeit rezipiert und konnten so neue Anhänger gewinnen. Immerhin: Von denjenigen, die 1990 mit „Nie wieder Deutschland“ angetreten waren, haben sich mittlerweile, so meine Erfahrung, die meisten zurückgezogen oder abgewendet. Das Gros der Antideutschen heute – neben einigen alten Gurus, von denen die wichtigsten oben zitiert wurden – besteht aus anpolitisierten Prosecco-Autonomen, antifa-Kunststudentinnen und anderen Bourgeoiskindern. Diese Spiritisten und Spintisierer haben aus Adorno einen Esoteriker gemacht und sehen in den heutigen Moslems die Reinkarnation der Nazi-Deutschen. Treffen sie sich zu ihren Séancen, beschwören sie in wirren Sprechgesängen eine Fortsetzung des Zweiten Weltkrieges, statt der Arier sollen nun die Araber bombardiert werden. Nur ein toter Kameltreiber ist ein guter Kameltreiber, lautet das Motto ihres Antifaschismus.

So haben sich die ehemaligen Linken zum durchaus deutschen Ableger der Neocons gemausert. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß auch das amerikanische Neocon-Original frühere Linke inkorporiert hat, und zwar die Derivate der trotzkistischen Socialist Workers Party eines gewissen Max Shachtman. Die zweite Generation ihrer Kader schloß sich aus Haß auf den orthodoxen Kommunismus und die Sowjetunion in den sechziger Jahren zunächst der Demokratischen Partei und schließlich, als diese sich Anfang der siebziger Jahre stärker vom Vietnamkrieg absetzte, den Republikanern an. Nach dem Amtsantritt von Präsident Ronald Reagan 1980 gelang der Sprung in den Vorhof der Macht: William Kristol, Sohn des Shachtmann-Inspirators Irving Kristol, wurde Stabschef bei Reagans Vize Dan Quayle. Seit Mitte der neunziger sind die Neocons bei den Republikanern tonangebend. „Die Tatsache, daß die meisten der jüngeren Neocons niemals links waren, ist unbedeutend; sie sind die intellektuellen … Erben älterer Ex-Linker“, faßte Michael Lind im Labour-Organ New Statesman zusammen.71

Einsortiert unter:Uncategorized

44 Responses

  1. Aikido-Meister sagt:

    Zitat Elsässer: wir wollen keine juristischen Diskussionen, sondern politische Power“

    wenn der breiten Bevölkerung klar wäre, dass politischer Verrat und wirtschaftliche Schädigung und totale Verklsavung mangels fehlender Staatlichkeit nicht geahndet wird, dann bedeutet das sehr wohl politische Power. Ex bedeutet sogar politischen Sprengstoff für die Eliten, weil Steuern dann längst nicht mehr so einfach eingetrieben werden könnten und weil viele beamtete Sklaven dissidieren oder zumindest nicht mehr aktiv gegen Bürger vorgehen würden, weil den Leuten dadurch der Betrug bewusst würde. Die Frage ist doch, ob man den Mut zur radikalen, die Wurzel ziehenden Diskussion hat und warum ganz abgesehen von diesem Thema man sich auf Positionen beschränkt, die das System nur theoretisch tangieren können, weil die realen Pfeiler des parlamentarischen Kartells nicht zerstört werden.

    Fazit: Eine solche Vereinfachung ist für eine seriöse Diskussion unzureichend, wenn nicht gar unzulässig. Mit diesem Stil wird man noch bei der Diskussion bleiben, wenn bereits die GENDFOR vor der Türe steht und die Mutter für ein ein paar Euro am Tag Flaschen sammeln geht.

  2. Aikido-Meister sagt:

    geil

  3. Gantenbein sagt:

    Nun bin ich ein bißchen ratlos: Sie bemühen mit „Souveränität“ einen eindeutig juristisch besetzten Begriff (die Eingabe des Begriffs „Souveränität“ in die Suchmaske einer der meistgenutzten juritischen Datenbanken erbringt 6.588 Treffer), laden außerdem als Referenten einen renommierten Staatsrechtler ein, warnen dann aber davor, „alles juristisch zu diskutieren und das kritische Potential in der Bevölkerung in juristische Fachdiskussion oder völkerrechtliche Fachsimpelei zu schicken und damit zu beschäftigen“. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß? Das wird nicht funktionieren.

    M.E. wird hier ohne Not ein Begriff in die Diskussion eingeführt, dessen Bedeutungsgehalt höchst umstritten ist.

  4. peter sagt:

    Der „Sprung in den Vorhof der Macht“ (geht’s noch schwülstiger?) hat leider etwas länger auf sich warten lassen. Reagans Vize war bekanntlich Bush, Quayle war Bushs Vize und Kristol sein ‚brain‘, aber das erst ab 1989 nicht 1980.

  5. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Zum Thema „Antideutsche“

    Es ist doch niemand so blöde oder schlecht, daß er nicht doch vor den Karren der NWO gespannt werden könnte. Man stelle sich vor, sowas würde in I, GB oder F auftreten, in den USA oder in Rußland: Die Polizei bräuchte gar nicht auszurücken, um die Leute einzusammeln, sie bekämen von den Passanten aufs Maul.

    Betrachtet man Bilder, so fällt stark auf:
    Keine ANTI-deutsche Demonstration ohne israelische Fahnen. Komisch: „PRO“-Bewegungen demonstrieren auch mit israelischen Fahnen! Oder sie tragen ihre „Jerusalemer Erklärung“ vor sich her.

    Haben die etwa die gleiche Agenda? Vielleicht sollten sie zusammen demonstrieren, dann bräuchten sich Passanten nicht die Hände schmutzig machen.

  6. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ A.-Meister,

    Deinen Beitrag habe ich dreimal gelesen, aber daraus schlau zu werden, fehlt mir der Intellekt.
    Meinst Du, die Analysen von Jürgen Elsässer wären nicht wurzelziehend, sie wären vereinfachend und daher unzulässig?

    Solltest Du das gemeint haben, trifft es nicht meine Auffassung.
    Die Themen, die Jürgen Elsässer aufgreift, können innerhalb des Systems erörtert werden, aber schon die Fragestellung durchbricht den bleiernen Vorhang der politischen Scheinwelt.

    ETWA:
    Wie soll das System weiteragieren, wenn gut tausend Leute mit hochrangigen Experten feststellen, der „brd“ mangele es an der Basis der Handlungsfähigkeit, an der Souveränität?!
    Die Medien werden es nicht totschweigen können, und wer immer die Argumentation zur Kenntnis nimmt, den wird das blitzartige Erkennen der Volksmasse ereilen, als ein Kind rief: „Der König ist ja nackt!“

    Fast so gut, als würden öffentlich alte Geschichtsmythen widerlegt.

  7. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Gantenbein: Definition von Souveränität umstritten?

    Es geht ja eben nicht um eine juristische Analyse.
    Sondern die Definition soll nur angeben, in welchem Sinne der Begriff „Souveränität“ gebraucht werden soll. Für die Zwecke der Konferenz reicht es aus, dafür „Handlungsfähigkeit“ einzusetzen.

    Ist also die Handlungsfähigkeit der „brd“ eingeschränkt durch ihre Entstehungsgeschichte, durch die weiterhin gültigen alliierten Vorbehaltsrechte, durch die Feindstaatenklausel, durch die von Egon Bahr berichtete Notwendigkeit jedes designierten Kanzlers, den Siegermächten gegenüber den Verzicht auf einige Artikel des GG zu erklären?

    Jede Analyse wird ergeben, daß die Handlungsfreiheit der „brd“ nahezu (nicht ganz) in der gleichen Weise reduziert ist wie jene des „anderen deutschen Staates“, des „Deutschland als Ganzes“ der militärischen Siegermächte des WKII.

    Die POLITISCHE Fragen, die beantwortet werden müssen, gehen jedoch weit über diese Analyse hinaus: Ist es möglich, die Souveränität der „brd“ entscheidend auszuweiten, und wenn ja, WIE?
    Und: „Wenn seit 1945 (Schäuble) die Handlungen des Deutschen Volkes (angeblich Souverän des GG seit 1949) von einem nicht souveränen, ergo gelenkten Staatsgebilde „brd“ ausgingen: WER lenkt? Und zu WESSEN NUTZEN?“

  8. Gantenbein sagt:

    @ Dr. Kümel

    „Wie soll das System weiteragieren, wenn gut tausend Leute mit hochrangigen Experten feststellen, der “brd” mangele es an der Basis der Handlungsfähigkeit, an der Souveränität?!“

    Ich sehe den Zusammenhang nicht. Die BRD erlangte nach offizieller Lesart mit den Pariser Verträgen 1955 ihre Souveränität. Doch auch vorher (zwischen ihrer Gründung und dem Inkrafttreten der Pariser Verträge) hatte sie eine Regierung, um deren nur beschränkte handlungsfähig jeder wußte. Trotzdem wurde sie nicht in Frage gestellt, Adenauer 1953 im Amt bestätigt, wobei die Regierungsparteien gegenüber der Wahl 1949 Stimmenzuwächse im zweistelligen Prozentpunktbereich verzeichnen konnten.

    I.ü. dürfte am Ende der Konferenz wohl kaum die Feststellung stehen, Deutschland fehle die Handlungsfähigkeit. Wohin die Reise gehen dürfte, hat Schachtschneider doch in seinem Interview angedeutet: Deutschland ist voll handlungsfähig, verzichtet aus freien Stücken aber auf einen Teil seiner Handlungsoptionen. Eine solche Politik der Zurückhaltung ist indes mehrheitsfähig (aus „Rücksicht auf die Befindlichkeit der Freunde und Partner in Europa und der Welt“, aus „Verantwortung für die deutsche Geschichte zwischen 1933 und 1945″…) und dürfte das System wohl kaum in Frage stellen.

  9. „Der wiedererwachte Bellizismus, der mir selbst die Augen über diese Strömung öffnete und mich zur Korrektur einiger Grundauffassungen veranlaßte, machte die bisher Marginalisierten fast über Nacht mainstreamfähig. Je mehr die antideutsche Orientierung in die antiislamische überging, um so mehr wurden die Desperados in der Öffentlichkeit rezipiert und konnten so neue Anhänger gewinnen.“

    Ein sehr gutes Zitat, das ich auch aus meiner eigenen Erfahrung in der Linken, nur unterstreichen kann.Der antideutsche Abschaum und seine so genannte „Politik“ innerhalb der Antifa, die sich vor allem im Osten mit seinen rassistischen Ressentiments viele Anhänger verschaffte, sorgte dafür, dass sich viele Leute (u.a,.Elsässer,Feist und meine Wenigkeit) mit Ekel und Abscheu von dieser „Linken“ abwandten und die „Volksinitiative“ ins Leben ruften. Bis heute hat diese Strömung weniger organisatorisch, viel mehr publizistisch und ideologisch (siehe BAK Shalom in der „Linkspartei“) über solche Kreaturen wie Broder, der seit einiger Zeit seine Hetztiraden in der „Welt“ verbreitet, größeren Einfluss auf die westlichen Gesellschaften als man glauben mag…

  10. Aikido sagt:

    wenn man fragt, ob die brd souverän sei, wäre erst mal, wie dr. kümel als einziger hier richtig erkannte, festzustellen, was die BRD überhaupt ist. Die brd ist eine von kommunistischen Bilderbergern durchsetzte, staatsähnliche organisation, die den Weltkommunismus anstrebt.

    Daraus kann nur ein logischer Schluss gezogen werden: erstens peinlich genau darauf achten, dass werder BILD, noch Kopp oder COMPACT uns weismacht, das seien UNSERE Politiker und zweitens dass wir stattdessen bei jeder Gelegenheit klar machen, dass dieser Haufen mit physischen Zwangsmaßnahmen abgeschafft, bzw. der Bundestag mittels Zwang aufgelöst und an seiner stelle eine Elite aus volkstreuen Dienern installiert werden muss.

  11. @ Kümel: Gute Frage, ob „Pro“-Bewegung und Antideutsche die gleiche Agenda haben, zumindest hauen sie beide in die gleiche (zionistische) Kerbe und bedienen damit den Mainstream, vor allem in den Medien…
    Generell würde mich darüber eine Debatte wünschen und nicht um Deutschlands Souveränität, das Thema lautet „Antideutsche Spinner mit….“ und damit sind linkszionistische Sektierer gemeint und nicht Leute, die gegen Deutschland agitieren….

  12. Oswald Spengler sagt:

    Ahhh sehr schönes Interview.Inbesondere hat mir gut gefallen die Kritik am marxistischen Klassenbewußtsein.Sehr richtig.Im Grunde verfälschte Marx als britischer Agent den Ansatz Machiavellis indem er die Unterschicht (Plebs)gegen die industrielle Oberschicht (Grandi/Ottimati) hetzte, die Bankenoligarchie und den Adel aber völlig ausließ.Schon Machiavelli bemerkte sehr richtig dass der größte Feind der Mittelschicht (Popolo) der Adel(gentiluomini) ist und dass dieser oftmals den Plebs oder die Grandi für diese Zwecke einspannt.Im Klassenbewußtsein der Mittelschicht ist es also wichtig zu wissen dass weder die Unterschicht noch der industrielle Teil der Oberschicht der Feind ist sondern in ein System des Ausgleichs eingebunden werden muss.Die Bankenoberschicht/Adel jedoch müssen strikt kontrolliert und kleingehalten werden weil eben “ prechè i pochi sempre fanno a modo de´pochi“ die Wenigen immer wie die Wenigen handeln werden.
    Libertarismus und Marxismus generieren beide ein falsches Klassenbewußtsein weil innerhalb des Systems des Ausgleichs für einen Konflikt sorgen jedoch die Feinde der Mittelschicht außen vor lassen.
    Dirigismus ist eben eine wirkungsvolle Politik des Ausgleichs.Wie eben unter deGaulle oder Plato,FDR,Henry Clay,Alexander Hamilton,Friedrich List,Wilhelm Lautenbach.

  13. Jakobiner sagt:

    Elsässers Selbstdefinition als „Linksgaullist“ist doch ganz interessant und passend–durchaus kompatibel mit dem Rechtsgaullisten Peter Scholl-Latour.Für Antideutsche ist das natürrlich gleich wieder Faschismus, Volksgemeinschaftsideologie und Antisemitismus.Aber an Scholl Latour haben sich die Achse des Guten und die Antideutschen, allen voraus Bahamas noch nicht herangetraut. Ob das daran liegt, weil De Gaulle eben ein Antifaschist war und auf der Seite der USA/GBs gekämpft hat?

  14. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Gantenbein: „Nach offizieller Lesart…“

    Diese Formulierung sagt doch schon alles!
    Der Kleine Mann soll GLAUBEN, daß die „brd“ die Souveränität (Handlungsfreiheit) hätte, damit er ruhig bleibt. Wenn (zB) ein jeder wüßte, daß fremde Mächte hinter der Wohlstandstransfer-Gesetzgebung stehen, dann ginge die Abzocke vielleicht nicht so leicht über die Bühne.

    Sie schreiben ein wenig blauäugig, Adenauer sei „im Amt bestätigt“ worden, obwohl doch ein jeder um die Ohnmacht des Staates wissen mußte. Freilich konnte das ein jeder wissen, schließlich hat der „Vater des GG“, Carlo Schmid, dies bereits vor dem Parlamentarischen Rat detailliert ausgeführt. Aber, wie auch Carlo Schmid sagte, die Alternative zu GG und „brd“ samt Adenauer (dem „Kanzler der Alliierten“) und allen anderen Kröten, die wir fressen mußten, sei eben der (bewaffnete) Aufstand gewesen.

    Sie dürfen ja nicht vergessen, wie rechtlos, hilflos und verzweifelt die damals noch lebenden Deutschen waren! Der „Nachkrieg“ 1945-1949 hat erheblich mehr rechtswidrig zu Tode Gebrachte gekostet als Soldaten im Krieg gefallen sind. Die letzten verbliebenen Industriebetriebe wurden noch nach 1950 (!!) „demontiert“ und in die Luft gejagt, die Städte lagen in Ruinen, Millionen Ostdeutschen war alles Eigentum geraubt, sie standen völlig mittellos im Elend. Wer überlebte und überhaupt ein Dach über dem Kopf hatte, mußte hungern und frieren in ständiger Angst, von den Banden (oder den alliierten Soldaten) abgemurkst, beraubt, vergewaltigt zu werden. Dazu kam die Angst, die sowjetische Soldateska könnte auch in den Westen vorstoßen.

    Da war kein Raum für feinsinnige Überlegungen zur Souveränität: Alles schien besser als die absolute Gewaltausübung der Alliierten im Nachkrieg!

    Und mit der Zeit haben sich die „brd“-Bürger im Privatleben eingerichtet und sich vorgemacht, die „brd“ wäre das Neue Deutschland. Die Defizite an Handlungsfreiheit des Anfangs blieben bestehen, wurden aber nicht wahrgenommen.

    Und 1990 ??

    Da verpflichteten die (westlichen) Siegermächte ihre Vasallen in Bonn, die Vorbehaltsrechte weiter in Geltung zu belassen. Und „unsere“ Politiker setzten durch „freiwillige Selbstverpflichtung noch eins drauf!

    Ein „Notenwechsel“ mit den drei Westmächten regelt die Fortgeltung wesentlicher Teile des Besatzungsrechts nach dem „Überleitungsvertrag“ von 1955.

    In Pkt. 4. a) wird der Bundesregierung die Vollmacht zur Einführung dieses Besatzungsrechts in der DDR erteilt:
    Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland erklärt, daß sie sämtliche angemessenen Maßnahmen ergreifen wird, um sicherzustellen, daß die weiterhin gültigen Bestimmungen des
    Überleitungsvertrags auf dem Gebiet der gegenwärtigen Deutschen Demokratischen Republik und
    in Berlin nicht umgangen werden.

    Was gilt denn nun z. B. weiter?

    Der Artikel 2 Absatz 1 des Ersten Teils des Überleitungsvertrages:
    Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oderVerwaltungsmaßnahmen der Besatzungsbehörden oder auf Grund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oderfestgestellt worden sind…
    (siehe Artikel 4 § 3 Zweites Gesetz zur Bereinigungvon Bundesrecht, November 2007).

    Der Artikel 3 Absatz 1 des Sechsten Teils des Ü.-vertrages:
    Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwendungen gegen die Maßnahmen erheben, die gegen das deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen durchgeführt worden sind oder werden sollen, das beschlagnahmt ist für die Zwecke der Reparation oder Restitution oder aufgrund des
    Kriegszustandes oder aufgrund von Abkommen, die die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Bundesgenossen Deutschlands geschlossen haben oder schließen werden.

    Gantenbein, Sie sehen also, daß sämtliche „Feststellungen“ , die das Nürnberger Verbrechergericht getroffen hat,
    treu und brav in Geltung gehalten werden MÜSSEN, ganz egal, ob neuere Forschungen sie als absurd erkennt.

  15. Aikido-Master sagt:

    um Missverständnisse zu klären:

    die geplante konferenz und elsässers initiative ist lobenswert. es ist wichtig, dass das geschieht.

    dennoch ist die feststellung wichtig, dass auf dieser konferenz keine revolution beschlossen oder vorbereitet wird und dass aktuelle probleme damit auch nicht gelöst werden,

    sondern dass internationale Beziehungen vorbereitet werden, die nach einer Machtverschiebung hin zu den Freiheitlichen zum tragen kommen.

    wenn das klargestellt wird, ist alles in butter.

  16. juergenelsaesser sagt:

    Aikido schreibt: „Die brd ist eine von kommunistischen Bilderbergern durchsetzte, staatsähnliche organisation, die den Weltkommunismus anstrebt.“ Ey, wie heißt das Zeug, das Sie rauchen? Gras ist das nicht! Das ist sogar stärker als LSD. PDV vielleicht?

  17. 9 11 pirat sagt:

    was war denn jatzt an meinen kommentar hier nicht in ordnung?war doch zum thema oder nicht?

  18. @ JE: Genau, so ein Quatsch könnte auch von Oliver Janich kommen….

  19. juergenelsaesser sagt:

    Harald schmidt: Nichts gegen Oliver!

  20. juergenelsaesser sagt:

    911pirat: Wenn Sie ANDERE BLOGS kommentieren wollen, kommentieren Sie bitte DORT, nicht hier.

  21. Andreas M. sagt:

    Die Bundesrepubilk ist erst seit dem 2+4-Vertrag 1990 wirklich souverän.

    Ansonsten aber scheinen einige das Souveränität mit Anomität zu verwechseln. Souverärnität heißt nicht, dass man keine vertraglichen Verpflichtungen erfüllen muss.

  22. IronCandy sagt:

    @Oswald Spengler

    Ich glaube es spielt keine Rolle wie sich die Klassen nennen… ob nun Adel, Geldadel, Finanzkapital, Radikalste Kräfte des Finanzkapitals gegen den „Durschnitts“-Kapitalisten oder den Mittelständler… Bauer gegen Grundbesitzer…

    Wer viel hat, der hat schlicht mehr „Zeug“ bzw. „Werkzeuge“ zur Hand um seine Akkumulation von weiterem „Zeug“/Besitz/Ressourcen/Kapital whatever zu beschleunigen…
    Im Prinzip eine Akkumulation der Ressourcen in der Hand von Oppurtonisten.

    Geld/Kapital optimiert diesen Vorgang noch da sich so heute theoretisch auf einer MicroSD bereits Kapital in Milliardenhöhe komprimieren lässt… kein Diamant oder sonstiges Wertzeug kann da mithalten…

    Von daher glaube ich wird wahrscheinlich in zukünftigen objektiven Theorien über unsere Weltwirtschaft eh eine Ernüchterung was diese romatisierten Rollen der einzelnen politischen Kasten angeht eintreten.

    Am Ende wird man vielleicht das Konzept des „Kapitalismus“ generell kippen… weil oho wer hätte das gedacht bereits vor Zins, Geldadel und privaten Produktionsmitteln zyklische Krisen die Geschichte bestimmten.

  23. Y.Jones sagt:

    Aikito: die bilderberger bestehen größtenteils aus konzernbossen. Nestlechef, bill gates, paypalchef, googlechef, rockefeller, apple mcdoof boss, bankiers, versicherungsheinis u.a!! Diese herren haben viele interessen, aber ganz sicher wollen sie kein weltkommunismus nach marxistischer lesart. Weisst du unterbelichteter überhaupt was kommunismus ist?? Die bilderberger wollen ein uberwachungsstaat, bevolkerungsreduktion, maximale profitabilitat, schnellstmoglicher technischer fortschritt, polizeistaat, machterhalt. Die wollen wenn überhaupt faschismus oder neofeudalismus. Oder meinst du die big player wollen freiwillig ihre produktionsmittel der allgemeinheit überlassen und sämtliche patente und betriebsgeheimnisse dem weltkommunistischen superstaat überlassen????? Glaubst du die fed schenkt ihre macht einfach her damit der staat das geld wieder kontrolliert?? Warum kommen zu den bilderbergern nur Politiker die potentiell an Schlüsselstellen kommen können?? Selten aber sind dort aktuelle regierungschefs. Immer nur potentielle.

  24. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Andreas M: „Die Bundesrepubilk ist erst seit dem 2+4-Vertrag 1990 wirklich souverän.“

    DAS GEGENTEIL IST DER FALL!

    Wir sollen es bloß glauben, wie wir auch alles andere „glauben“ sollen, was die NWO fördert.

    Tatsächlich enthält der 2+4-Vertrag die ausdrückliche Bestimmung, daß die wesentlichen Teile des „Überleitungsvertrages“ (Knebelvertrag) von 1952 fortgelten, selbst wenn sie dem GG und allen „brd“-Gesetzen widersprechen. Damit nicht genug: Es gibt einen „Notenwechsel“, in dem die „brd“ noch einmal präzisiert, daß alle Knebelbestimmungen der alliierten Vorbehaltsrechte UNGESCHMÄLERT BESTEHEN BLEIBEN!

    Natürlich ist davon weder im Spiegel noch in FATZ oder Tatz die Rede. Nur COMPACT veranstaltet eine Konferenz zur Besprechung dieser Situation.

  25. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Y. Jones: Bilderberger-Kommunismus ?

    In der Sache hast Du recht. Natürlich sind die Bilderberger nicht marxistisch.

    Das Vokabel steht aber seit Stalin für den totalen Überwachungsstaat samt Massenmord aus ideologischen Gründen. Das ist verständlich aber mißverständlich.

    Die Bilderberger sind wohl schon ein Instrument der NWO und ihrer Nutznießer. Sie bestimmen (wenn auch im Auftrag) die Politik. Daß nur potentielle Regierungschefs dort auftauchen, liegt daran, daß ein offizieller Staatsbesuch eines Regierenden schlecht mit der Geheimniskrämerei der B. vereinbar wäre.

  26. Wenn man Begriffe genau definiert, entzieht man ihnen die Libido, dadurch. Deshalb sollten politische Kampfbegriffe stets offen bleiben. Je offener, je wirkungsmächtiger, „Freiheit“ z.B..

  27. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Aikido, Meister

    Danke für Ihre Zustimmung in der Sache: tatsächlich ist die Entstehungsgeschichte der „brd“ eigentlich unvereinbar mit der Vermutung, es handle sich um einen souveränen Staat. Und es gibt noch eine Reihe anderer Argumente, die diese Vermutrung widerlegen.

    Jedoch, COMPACT vertritt keineswegs die Ansicht, die „brd“-Politiker würden GG-gemäß „den Nutzen des Deutschen Volkes zu mehren…“ versuchen. Nirgends lobt COMPACT diese Leute als „unsere Politiker“.

    Entgegen Ihrem Vorschlag einer Veränderung verfolgt COMPACT den realistischen Weg von Carlo Schmid:
    Im Rahmen der Möglichkeiten der einmal gegebenen Lage die Handlungsfähigkeit der „brd“ im Sinne des Staatsziel des GG (s.o.) zu erweitern, indem die angebliche Souveränität der „brd“ einfach in Anspruch genommen wird, um Bündnispartner für eine Ausweitung der wesentlich eingeschränkten Handlungsfreiheit zu gewinnen.

  28. @ Y Jones: Sehr gut erklaert,ich hoffe es war wirklich nur Unwissenheit von Aikito und nicht Freimaurer-Ideologie…

  29. Andreas M. sagt: November 6, 2012 um 01:44

    Die Bundesrepubilk ist erst seit dem 2+4-Vertrag 1990 wirklich souverän.

    Ja, so souverän, daß sie nicht einmal den dort in Rede stehenden Gesamtstaat realisieren durfte und sich auf die Annektion der DDR beschränken mußte.

    Es gab die BRD vorher und es gab sie nachher. Alles, was sich 1990 geändert hat, waren die Opferzahlen von Auschwitz.

  30. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Spengler

    Sie denken sehr klar, allerdings auf der Grundlage einer Klassenideologie.

    Glauben Sie denn tatsächlich, die Mitglieder jener kleinen Gruppe, die sich anschickt, die Welt zu dominieren, gehörten einer irgendwie definierten Klasse, Religion, Ethnie an?

  31. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Jakobiner

    Bitte um Aufklärung, ich bin historisch nicht so bewandert:

    War DeGaulle ein „Antifschist“? Oder hat er bloß ganz unideologisch gegen die Deutschen und gegen die Italiener gekämpft, die ihm Nizza entfremden wollten?

  32. Jakobiner sagt:

    Souveränität bedeutet auch, dass man sich auch selbst einen Militärapperat zulegen kann, den man sich wünscht.Ohne jetzt einer Militarisierung Deutschland das Wort reden zu wollen, wäre es doch einmal interesant, was wohl passieren würde, wenn sich Deutschland Atomwaffen (wie es z.B. Peter Scholl-Latour fordert) und Flugzeugträger zulegen wollte? Ist das überhaupt erlaubt oder gelten noch die Rüstungsbeschränkungen der Nachkriegszeit, die zwar Leopard,Tornado, Fregatten und Zerstörer sowie U-Boote erlaubt, aber eben keine grösseren Waffen? Würde das die NATO, die USA und die meisten Europäer überhaupt zulassen? Und wäre es überhaupt möglich, aus der NATO auszutreten oder wäre da nicht sogar ein Militärputsch denkbar, um dies zu verhindern?

  33. In vorauseilendem Gehorsam @ alle, die jetzt eine Definition🙂 von „Libido“ verlangen:

    Libido ist die Energie aller der Triebe, welche mit dem zu tun haben, was man im weitesten Sinne als Liebe bezeichnen kann.

    Das ist aus dem Gedächtnis zitiert und stimmt daher vermutlich nur dem Sinn nach mit dem Meister überein, nicht aber wortwörtlich.

  34. Zensurnixgut sagt:

    „Oder meinst du die big player wollen freiwillig ihre produktionsmittel der allgemeinheit überlassen und sämtliche patente und betriebsgeheimnisse dem weltkommunistischen superstaat überlassen?????“
    Warum nicht? So eine globale Krise (3ter WK) wirkt Wunder und schliesslich hat man die Supranationalen Strukturen ja nicht aus Spaß erschaffen. Nach dem der Kapitalismus so furchtbar auf diesem Planeten gewütet hat, werden viele der Lemminge (wahlberechtigte gutgläubige Mitbürger) die „Kommunistische“ Lösung herbeisehnen. Die Schuld an allem trägt dann der böse Privatbesitz und dieser wird dann in das Weltbevölkerungseigentum überführt, d.h. alle besitzen nichts mehr. Das Recht auf Verbrauch, Mobilität etc. (Leben) wird dann nur unter Berücksichtigung des CO2 Gehaltes der Atmosphäre verliehen (Nachhaltigkeit). In Weiser Vorrausicht beginnt man schon jetzt die Fähnchen und Parolen unters Volk zu bringen: http://occupydesign.org/gallery/designs/occupy-fist-logo .

    Auf den Punkt gebracht:

    Hintergründiges:

  35. Gantenbein sagt:

    @ Joachim Bullinger
    „Wenn man Begriffe genau definiert, entzieht man ihnen die Libido, dadurch. Deshalb sollten politische Kampfbegriffe stets offen bleiben. Je offener, je wirkungsmächtiger, “Freiheit” z.B..“

    In ihrer Dimension als Instrument des politischen Meinungskampfes („Kampfbegriff“) eignen sich Begriffe jedoch nicht zur Lageanalyse. Und um Lageanalyse schien es mir aber bei der Souveränitätskonferenz (zunächst) zu gehen, wenn auch Dr. Kümel zuzugeben ist, daß allein von der Fragestellung eine gewisse Wirkung ausgeht.

  36. Ich muss den Beitrag von gestern korrigieren,es handelt sich bei den „Antideutschen“ keineswegs um „Linkszionisten“ sondern im Grunde um pro-amerikanoschen neo-konservativen Poebel,der in faschistischer Manier versucht,seine politischen Gegner zu bekaempfen…

  37. Gantenbein sagt: November 6, 2012 um 13:51

    @ Joachim Bullinger

    In ihrer Dimension als Instrument des politischen Meinungskampfes („Kampfbegriff“) eignen sich Begriffe jedoch nicht zur Lageanalyse. Und um Lageanalyse schien es mir aber bei der Souveränitätskonferenz (zunächst) zu gehen, …

    Na gut, dann ad rem:
    In der Souveränitätskonferenz dürfte es imho um den Begriff der Souveränität als „Staatshoheit“ gehen. Also um die Frage, wer die Machtausübung in der BRD und also die Staatsgewalt besitzt. Und was man tun kann, um diese Gewalt GG-gemäß auf das Volk rückzuübertragen.

    Oder/und ob dies rechtens ist.

  38. Chris sagt:

    Die vielen ideellen und ideologischen Parallelen zwischen „Linken“ und Neocons sind auch das Thema von Guido Preparatas „The Ideology of Tyranny“.

    Leider noch nicht übersetzt und die website http://theideologyoftyranny.com/index.html gibt auch nicht viel her.

  39. Avicenna1968 sagt:

    „Die vielen ideellen und ideologischen Parallelen zwischen “Linken” und Neocons (…)“

    werden, glaub` ich, überschätzt, weil in Europa (nicht nur in Deutschland) bestimmte exzentrische und renegatorische Strömungen der Linken aus dieser Ecke finanziert worden sind. In den USA ist die Nähe der Neokonservativen zu den zentristischen Elementen des demokratischen Lagers (welche letzteren auch nicht „linkser“ sind, als etwa Steinbrück) durch das Auseinanderdriften der ideologischen Lager inzwischen Vergangenheit geworden.

    Man darf nicht verkennen, daß die Mutation ehemaliger Trotzkisten zu Ur-Neocons und das Hinüberdriften ehemaliger 68er wie Paul Berman, Ronald Radosh oder David Horovitz ins neokonservative Lager viel mit der anhaltenden sozialen Aufwärtsmobilität der Nachfahren des ostjüdischen Proletariats zu tun hat. Horovitz z.B. kann beim besten Willen nicht länger als ein Linker gelten, er ist mittlerweile ein echter amerikanischer Falke mit Kommunismus-Paranoia geworden. In neokonservativer Lesart sind die „Kommunisten“ die gefährlichen linken Akademiker, die nach Auffassung der Neokonservativen den Islam verharmlosen und als dessen 5. Kolonne fungieren. Horovitz und Radosh bewältigen nicht nur permanent die Vergangenheit des Kommunismus, sie haben zudem eine Proskriptionsliste gefährlicher linker Akademiker herausgegeben, unter denen sich nicht wenige ihrer Ex-Genossen befinden. Das Fußvolk der Neocons in den Nachwuchsorganisationen der Republikanischen Partei hat nicht die geringste Affinität zur Linken.

    Neocon-Guru Podhoretz 1980 über Atomkrieg als Option im Konflikt mit dem Sowjetkommunismus:

    http://archive.org/details/openmind_ep1076

    Es gilt auch weiterhin: Je weiter links einer steht, desto mehr Rechte sieht er. Umgekehrt gilt das Entsprechende.

  40. Avicenna1968 sagt:

    Nachtrag: Der Horowitz, der hier gemeint ist, schreibt sich mit „w“. Er ist nicht identisch mit dem israelischen Journalisten und ehemaligen Chefredakteur der Jerusalem Post (dessen Zuname sich mit „v“ schreibt).

    Horowitzens Proskriptionsliste:

    „The Professors: The 101 Most Dangerous Academics in America“

    http://en.wikipedia.org/wiki/The_Professors:_The_101_Most_Dangerous_Academics_in_America

    Wie weit der Alt-SDS`ler sich von seinen Anfängen entfernt hat, sieht man daran, daß er inzwischen den Senator McCarthy verteidigt.

  41. johann sagt:

    Muss man sich denn jedem Selbstdarsteller an den Hals werfen?

  42. Chris sagt:

    @ Avicenna1968
    Gut, dass einige „Altlinke“ zu Neocons mutierten fälllt nicht so ins Gewicht und wird auch von Preparata nicht behandelt. Stattdessen untersucht er einen „französischen Kulturexport“ in die USA, die postmoderne Ideologie, die vor allem durch Foucault in die USA kam und deren Wurzeln sich z.B. bei Georges Bataille finden.

    Sie ist gekennzeichnet durch Werterelativismus, Kulturpessimismus, die Betonung von kulturellen Verschiedenheiten, mitleidlose Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt und Krieg, und teilweise eine dekadente Faszination an sexuellen und gewalttätigen Perversionen (besonders bei Bataille).

    Gleichzeitig ist sie blind für wahre Macht, für deren Träger und ihre Machenschaften, also blind gegenüber der Oligarchie. Die hat es aber verstanden einige „postmoderne“ Marotten trefflich zu nutzen – die Betonung der Verschiedenheit, den vorderhand progressiven Einsatz für Minderheiten – dass alles lässt sich nutzen um Minderheiten gegeneinander und gegen die Mehrheit (repräsentiert durch den weissen, männlichen, mittelalten Mittelklasse-Angehörigen) auszuspielen.

    Wenn J.E. schreibt:
    “Mit Staatsknete wird Multikulti, Gendermainstreaming und die schwule Subkultur gefördert, während die Proleten auf Hartz-IV gesetzt werden und sich keine Kita, kein Schwimmbad und keine warme Wohnung mehr leisten können.”

    dann könnte die amerikanische Version davon lauten:
    „Mit Stiftungsknete (von der Rockefeller-, Carnegie-, Ford- etc. Stiftung) werden gender, feminist, cultural etc. studies finanziert, während die Proleten für 5 $/h im Walmart die Regale einräumen dürfen“.

  43. Maxsarkow sagt:

    Bitte beachten: Konferenz über die “europäische Rechte”
    in der Rosa-Luxemburg-Stiftung Leipzig, am 16.11.
    Gelegenheit die maßgeblichen Antifa-LINKE- Politikerinnen
    mal öffentlich mit einigen Fragen zu konfrontieren. Stichworte: Souveränität, Freiheit, Selbstbestimmung, IDENTITÄT, Recht auf eigenständige Kultur, Kulturimperialismus der USA,…Wer kommt mit?
    Hier die Infos zur Veranstaltung:
    http://www.rosalux.de/event/47215/die-europaeische-rechte-aktuelle-befunde-und-analysen.html

    @JE vielleicht gehen wir mal hin, alle zusammen?

  44. Avicenna1968 sagt:

    Unter Radikal-Linken aus anderen Ländern überwiegt angesichts des antideutschen Phänomens kopfschüttelnde Verständnislosigkeit. Im englischsprachigen Libcom-Forum haben sich einige deutsche Teilnehmer das Maul fusselig reden müssen, ehe sie ihren ausländischen Genossen klargemacht hatten, was es mit dem Antideutschismus auf sich hat:

    http://libcom.org/forums/history/good-text-history-anti-germans-15032012

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

COMPACT- Buchreihe (das publizistische Brüderchen von COMPACT-Magazin)

Kommentarregeln auf diesem blog

1.) Auf dem blog kann jedermann kommentieren. Die Einschränkung auf COMPACT-Abonnenten wird aufgehoben. (Ersatzweise wird das Angebot auf der offiziellen COMPACT-Seite www.compact-magazin.com ausgebaut). 2.) Auf diesem blog werden keine Diskussionen über die Jahre 1933 bis 1945 geführt. Holocaust-Leugner, Hitler- und Stalinfans mögen sich anderswo abreagieren. Auf diesem blog wird über das HIER UND HEUTE diskutiert. 3.) Auf diesem blog wird niemand beleidigt und auch keine "Rache" gegenüber Politikern angedroht. Kritik kann scharf sein, aber die Persönlichkeitsrechte auch des politischen Gegners und die Bestimmungen des Strafgesetzbuches sind zu beachten. 4) Kommentare müssen sich auf das Thema meines Beitrages beziehen. Wer offtopic postet, riskiert die Löschung – es sei denn, ein Thema fesselt mich echt. 5) Pingpong zwischen zwei Personen ist nur erlaubt, wenn es sich auf das Thema meines Beitrages bezieht. 6) Gegen Schmähreden und persönliche Beleidigungen will ich schärfer vorgehen. Die Schärfe hängt von meiner Tageslaune ab. 7) Copy&Paste-Kommentare werden gelöscht. Strengt Euren Grips an und formuliert selbst. Beiträge, die sich nicht an diese Punkte halten, werden ohne Erklärung gelöscht, auch wenn sie neben den Verstößen Sinnvolles beinhalten.

Kontakt

v.i.S.d.P. dieser Site: Jürgen Elsässer, c/o COMPACT-Magazin, Am Zernsee 9, 14542 Werder (elsaesser@compact-magazin.com)
November 2012
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  
%d Bloggern gefällt das: