Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Feindstaatenklausel oder: Wege zur deutschen Souveränität

Vortrag von Peter Feist bei COMPACT-Live

Ein spannender Vortrag eines marxistischn Philosophen, der nicht mit dem marxistischen (eher: murxistischen) Mainstream schwimmt. Peter Feist über Begriff und Genese der Volkssouveränität, über den Zusammenhang zwischen innerer und äußerer Souveränität. Die ideale Vorbereitung für die COMPACT-Solidaritätskonferenz mit Peter Scholl-Latour, Karl Albrecht Schachtschneider, Valentin Falin u.a. am 24.11.2012 in Berlin (Kartenbestellung für 49.- Euro Nichtabonnenten/25 Euro COMPACT-Abonnenten/15 Euro COMPACT-Abonnenten mit Studententen- bzw. Hartz-IV-Bestätigung bitte hier klicken).

Achtung: Wer jetzt COMPACT abonniert, erhält das Konferenz-Ticket für 9,90 Euro!!!

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144 Responses

  1. Körnerpicker sagt:

    Gut! Den Ausführungen zur Nationalität und zum Souverän, stimme ich zu. Was aber die Klassensolidarität zwischen Völkern und Kulturen nicht ausschließt (niemals ausschließen darf!). Trotz kultureller Verschiedenheiten und das Recht eines jeden Volkes seine Gebräuche und Sitten zu leben! Diese Rechte sind tatsächlich unveräußerlich! In Deutschland werden sie veräußert um Reiche reicher zu machen. Das „linke Klimbim“ von „Multikulti“ kommt den ausbeutenden Verbrechern gerade recht. Bereichern tun sich dabei allein Imperialisten in kapitalistischer Produktion währenddessen die Völker verarmen.

  2. Wir müssen (zunächst) als je konkrete, einzelne Subjekte souverän werden.

    Sehr richtig. Und der Weg, der da hinführt, heißt Individuierung. Und das ist etwas ganz (!) anderes als die kulturindustriell in Serie(n) produzierte Individualisierung mit Acessoires aus dem Kaufhaus, von der Stange. Oder vom Tuner…

  3. Es gilt eine soziale Lösung in der Lebenspraxis selbst zu suchen, im Handeln und im Bewußtsein der Menschen. Es war Bewußtsein, das den Weltprozeß angestoßen und dessen Probleme willentlich verursacht hat, also müssen diese auch von Bewußtsein gelöst werden, wenn der Weltprozeß gelingen soll. Und das soll er, denn sonst wäre er nicht in Gang gesetzt worden.

    Betrachten wir die sequentielle Entfaltung von Leben, so sind drei aufeinander aufstufende Phasen erkennbar: Die Phänomene der ersten Stufe sind materiell, das Bewußtsein ist dahinter verborgen. Die der zweiten sind vital, das Bewußtsein tritt hervor. Und die der dritten sind mental, ein hervorgetretenes, sprachmächtiges Bewußtsein reflektiert die „brute facts“, mit denen es konfrontiert wird, qualifiziert sie im PEIRCEschen Dreier-Takt zum Sein hin und versucht deren Dasein für sich innen und außen umzugestalten, was ihm aber nicht so recht gelingt.

    Der Mensch hat noch keine Herrschaft über seine Wirklichkeit gewonnen und das ist der entscheidende Punkt. Der Mensch ist das mentale Bewußtsein, das als mentale Kraft wirkt und doch reichen seine Fähigkeiten nicht hin, um das Leben im allgemeinen oder seine eigene Lebenspraxis zu bemeistern. (Er ist eher der Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr los wird.) Aber er resigniert nicht, sondern versucht Materie, Leben und Mentalität zu erkennen um sie beherrschen zu können und er versucht sich selbst zu erkennen um sein eigener Herr zu werden. So versucht er die Welt zu erkennen um zum Herrn der Welt zu werden. Das ist der machtvolle Drang des Seins in ihm, der Zwang des Bewußtseins, das er ist und der Impuls der Kraft, die sein Leben ist.

    Und er ist auf dem Weg, den zu gehen er gezwungen ist, schon voran geschritten. Er reflektiert in seinem Bewußtsein den brute fact des Lebens als mentalen Sinn, reagierende Wahr-Nehmung und Real-Idee. Zugleich wird er selbst zu einem neuen Faktum von Leben, weil er auf der Basis seiner Erkenntnis handelt und sich und seine Welt (um-)gestaltet.

    Worum geht es also? Was ist zu tun? Es geht ganz zentral darum, die Bedingungen zu ent-decken, unter denen dieses innere und nicht hintergehbare Drängen aus der unvermittelten Zweitheit des Kampfes in vermittelte Drittheit auf-gehoben und damit zu-Frieden-gestellt werden kann. Dies zu leisten sind wir durch die Natur unseres eigenen Seins gezwungen. Es ist die aktuelle Forderung unserer Bewährungsdynamik. Sie ergibt sich aus der eigentlichen Logik (als dem inneren Kontext) der Entwicklung zum Über-Menschen hin: Weil unser mentales Bewußtsein noch nicht vollständig aus dem Schatten der Materie in das Licht der Vernunft getreten ist, kann die Evolution mit der Entwicklung des Menschen nicht aufhören. Sie muß über ihren aktuellen Begriff in ihm hinausgehen, oder sogar über ihn selbst, wenn er nur noch im Kreise läuft und nicht vowärts kommt.

    Eine mentale Idee muß auf ihrem Weg zur Real-Idee (oder zum Lebens-Faktum) sich so lange immer fort entfalten, verbergen und entbergen (oder ausdrücken und dahinter einbehalten), bis sie sich selbst aus ihren aufstufenden Maskierungen als ganze Wahrheit des Daseins offenbart und sich in der ganzen Macht ihres ungeteilten Bewußtsein zur Erfüllung bringt.

  4. 9 11 pirat sagt:

    komisch,habe ich irgendwelche blogregeln verletzt ohne es zu merken,oder warum wurde rrrein kommentar nicht veröffentlicht?

  5. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Ob „Deutschland“ souverän ist? Oder doch nicht ganz?
    Seit 1945 nicht mehr souverän (Schäuble)?

    Zunächst einmal: Etwas wie „Deutschland“ als Staat gibt es nicht! Die „brd“ ist NICHT Deutschland! Sie heißt nur ein bißchen so, etwa, wie „Afri-Cola“ eben kein „Cola“ ist.

    Und die „brd“ ist natürlich keineswegs „souverän“.
    Nicht nur die Entstehungsgeschichte spricht dagegen, auch die 1990 erneut vollinhaltlich bestätigten Rechte der Alliierten des WKII, betr. das gesamte Eigentum aller „brd“-Bürger, gegenwärtige und künftige Zahlungen in ungenannter Höhe, sämtliche Urteile irgendwelcher Siegergerichte, darunter alle (auch die absurdesten!) Feststellungen des Nürnberger Verbrechertribunals und eine Schul- und Bildungspolitik nach Maßgabe allierter Festsetzungen. Auch die Feindstaatenklauseln sprechen dagegen, wenn denn der darin verwendete Begriff „Deutschland“ mit der „brd“ irgendwie identisch sein sollte.

    Die Praxis der Politiker in der „brd“ ist auch keineswegs die der Politiker eines souveränen Staates. Die „brd“ ist ein Klientelstaatsgebilde der (West-?)-Allierten, also der USA. Brzezinski hat das öffentlich überdeutlich bekundet („… nichts als Vasallen, tributpflichtige Vasallen.

    Die Überlegung, wer „souverän“ sei, setzt eine Begriffsbestimmung voraus: Wenn ein Staat nach Gutdünken seine Interessen im Rahmen des Völkerrechts frei verfolgen kann, dann ist er souverän.

    Nun, die Welt ist zusammengewachsen. Kein Staat kann mehr uneingeschränkt seine Interessen verfolgen, selbst dann nicht, wenn er sich im Rahmen des Völkerrechts hält. Der Begriff der Souveränität ist also relativiert worden, volle Souveränität gibt es nicht mehr. Hat ein Staat die Macht, völlig ohne Einschränkungen zu handeln, so beruht diese Macht nicht auf der prinzipiellen Souveränität der Staaten, sondern die Macht gründet sich auf militärisch-wirtschaftliche Dominanz.

    Die Souveränität stellt also ein in der Praxis gesetzeskonformer Staaten unerreichbares Ideal dar. Die Politiker müssen in der Tendenz von der Freiheit Gebrauch machen. Auch in anderen Zusammenhängen (etwa Meinungsfreiheit) ist die Freiheit nichts wert, wenn keiner davon Gebrauch macht.

    Die Machthaber der „brd“ machen von dieser Freiheit überhaupt keinen Gebrauch. Sie verschmähen auch jede Form der Politik, die GG-konform darauf ausgerichtet ist, „… den Nutzen des Deutschen Volkes zu mehren, Schaden von ihm zu wenden…“

    Die „brd“ könnte Schrittchen für Schrittchen Souveränität erobern, indem sie einfach Gebrauch davon machte, als stünde sie ihr zu. Etwa könnte die „brd“ die Vorbehaltsrechte (auch das Besatzungsregime) kündigen und die Streichung der Feindstaatenklauseln verlangen. Die „brd“ könnte ebenso wohldosiert sich von den Zwangsverbänden NATO und EU lösen und Bündnisse mit anderen interessierten Partnern schließen. Rohstofflage, Technik, Industrie und Finanzen lassen vor allem Rußland und China als mögliche Partner erscheinen. Das Gewicht dieser Staaten würde ausreichen, Souveränität schrittweise durch Gebrauch auszubauen.

  6. 9 11 pirat sagt:

    eine antwort auf meine frage würde ich echt gut finden,da ich mich frage was genau es an diesem kommentar von mir auszusätzen gab.

  7. me. sagt:

    Feist: „Die Russen werden immer die Russen bleiben und sich nie was vorschreiben lassen“ min 0:55

    Rischtisch🙂

    Zitat:

    „Dance, Russia!
    Cry, Europa!
    I have the most, the most, the most beautiful opa! “

    (PS Herr Elsässer, das liebenswerte an den Russen ist ihr Humor und das sie auch über sich selber lachen können…)

  8. Avicenna1968 sagt:

    @ me.

    Dann geh` doch rüber.😀

  9. Avicenna1968 sagt:

    Rußland ist ein von tausend Problemen geplagtes Land, das nach außen hin tough zu erscheinen versucht.

    Doch gesetzt selbst, es wäre anders – was würde es UNS nützen ?
    Nationen haben keine Freunde, sondern Interessen.

  10. Avicenna1968 sagt:

    Andersrum: Man muß souverän sein, um effektive Allianzen schließen zu können. Als Siegermacht des letzten Krieges haben, natürlich, auch die Russen vom deutschen Souveränitätsdefekt ihren Nutzen. Daß dies unter den gegebenen Verhältnissen nicht so stark hervortritt, bedeutet nicht, daß ein solches Interesse nicht bestünde.

    Auch während des Kalten Krieges hat Moskau gegenüber der BRD eine Doppelstrategie verfolgt: Einerseits der Appell an die „patriotischen Kräfte“, auf der anderen Seite das Bestreben, über die kommunistischen Parteien im Westen und deren intellektuelle und kulturschaffende fellow travellers eine deutschfeindliche Stimmung zu erzeugen. Solange die BRD in dem (auch damals schon nicht begründeten) Verdacht stand, gesamtdeutsche Interessen zu verfolgen, zielte die sowjetische Deutschland-Politik darauf ab, die Bundesrepublik gegenüber ihren westlichen Verbündeten zu isolieren.

    Die sowjetische Außenpolitik war, jenseits aller ideologischen Vorgaben, nahezu unbegrenzt manövrierfähig. Ihre weltanschauliche Feindstellung gegen den „Zionismus“ als dem Inbegriff eines kulturell gestützten westlich-imperialen Machtstrebens hielt sie beispielsweise nicht davon ab, sich mit zionistischen Power Brokers wie Edgar Bronfman oder Armand Hammer ins Benehmen zu setzen, um über die Demjanjuk-Affäre dem exil-ukrainischen Nationalismus in Kanada einen schweren Schlag zu versetzen. Armand Hammer war, obwohl Großindustrieller, ein alter Freund der Sowjets, Bronfman hatte, da Kanadier, die neokonservative anti-sowjetische Wendung des US-amerikanischen organisierten Judentums nicht mitvollzogen und war auch als Milliardär den linksradikalen Grundüberzeugungen seiner Jugend treugeblieben. Als die Lage der DDR immer verzweifelter wurde, hat Erich Honecker den Edgar Bronfman empfangen und sich von ihm einen Persilschein für die deutschen Kommunisten ausstellen lassen (die DDR hat in den Jahren ihrer Agonie verzweifelt versucht, ihr altes antizionistisches Image und ihre engen Beziehungen zu den Dr. Habashs, Abu Nidals und Wadi Haddads dieser Welt über Bord zu werfen). Gerettet hat`s die DDR nicht – vermutlich hatte man in Ost-Berlin den Einfluß Bronfmans auf die jüdische Weltmeinung einfach überschätzt. Trotz seines klangvollen Namens konnte Bronfmans „World Jewish Congress“ mit den US-amerikanischen Lobby-Organisationen AJC und AJCommittee nicht konkurrieren. Als der Zusammenbruch des Ostblocks einsetzte, wurden die guten Ost-Kontakte Bronfmans – der WJC hatte seine jährliche Konferenz 1987 in Budapest abgehalten – gegenüber seinen neokonservativ ausgerichteten Rivalen vom „asset“ zur „liability“. Die amerikanischen Juden hatten residuale Sympathien für den Sowjetkommunismus längst hinter sich gelassen. Vielleicht fehlte es der sowjetischen Außenpolitik in jenen letzten Jahren einfach an der nötigen Zeit, um die westliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Die deutsche Frage war jedenfalls ein probates Mittel, um mit den einstigen Verbündeten der Kriegsallianz von neuem an einen Tisch zu kommen.

  11. @ Avicenna1968 am Oktober 26, 2012 um 23:45
    Bin beeindruckt. Sie haben wirklich gute Kenntnissse und durchdringen die Zusammenhänge analytisch, nicht nur im Fußball. Sehr gut, hilf- und lehrreich…

  12. Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht…

    OK, ich sag’s halt, vollkommen ungeschützt:

    Der einzig wirkliche Weg zur deutschen Souveränität, den ich kenne und zugleich für gangbar halte, ist, wenn wir Deutschen, die (unabhängig von ihrer Herkunft) auch deutsch sein wollen, das Christus-Kind in unseren Herzen mit dem Herzen ansprechen und in Liebe aufziehen.

    Wenn es dann groß genug geworden ist, in den Einzelnen, können sich diese zu einer Gruppe von christlichen Deutschen zusammenschließen, welche dann die Keimzelle eines Deutschen Staates bilden kann, der dem Grundgesetz zur Geltung und den Deutschen zu ihrem Recht verhilft.

  13. chicano sagt:

    bulli, halt dich nicht zurück😉
    es ist ein traum, aber was für einer!🙂

  14. Pirx sagt:

    Gut gesprochen, Peter Feist! Wir brauchen wirklich eine linksnationalistische Vereinigung. Da die einen natürlichen Bündnispartner der Volksinitiative abgäbe, wäre das kein Sektierertum. Andererseits könnte eine solche Organisation eine Alternative zu einigen krausen, weltfremden Ideen in der Linken bieten und in die politische Debatte eingreifen.

  15. Wildvögelein sagt:

    @ Bullinger
    @ Chicano
    „Wenn wir Deutschen (…) das Christus-Kind in unseren Herzen mit dem Herzen ansprechen und in Liebe aufziehen“
    (…) einer Gruppe von christlichen Deutschen zusammenschließen, welche dann die Keimzelle eines Deutschen Staates bilden kann (…)

    Und die anderen, nicht christlichen Deutschen?
    Da hätten wir dann ja schon wieder einer Spaltung im Volk: In In Christen und Andere.
    Devide et impera?

    Sollten wir nicht das Verbindene suchen? Der Kern unserer Identität ist mitnichten das Christentum, höchstens (seit ein paar Jahrhunderten) ein mitprägender Teil.

    Oder habe ich Euch missversatnden

  16. Wildvögelein fragt am Oktober 28, 2012 um 13:20

    Oder habe ich Euch missversatnden

    Ja. Das verletzte und ans Kreuz geschlagene Kind in Ihnen ist das Christus-Kind. Und das ist ganz unabhängig von dem Judentum 2. Klasse für Goyim, das die Kirchen verblendend als „Christentum“ etikettieren.

    Der wahrhaft christliche Mensch ist der, welcher dieses Kind liebt, in seiner und durch seine Liebe aufwachsen läßt und damit heilt.

    Das gilt ganz unabhängig davon, welcher äußeren Religion solcher Mensch auch immer angehören mag. Heiden, Christen, Juden, Moslems, Buddhisten… ganz egal und gleich gültig.

    M.a.W: Wenn wir damit aufhören, das Christus-Kind zu kreuzigen, vollzieht sich das Wunder unserer Selbst-Werdung und Selbst-Erfüllung. Dadurch werden wir dann autonom und souverän zum Herrn unserer Lebenspraxis und aller (!) unserer Persönlichkeitsanteile.

  17. Dadurch werden wir dann autonom und souverän[,] zum Herrn unserer Lebenspraxis und aller (!) unserer Persönlichkeitsanteile.

    Deshalb kann man den Christus auch als seinen „Herrn“ ansehen und annehmen, wenn man ihn in sein Herz eintreten und dort wohnen läßt, wo er auch rechtmäßig hingehört und was er mit allem Recht dieser und jener Welt darf, soll und – nach dem Willen und im Namen des Vaters (des Gesetzes au Nom du Père) – auch muß.

    Denn das ist seine und unsere Bestimmung zugleich! Nämlich zugleich Gott und ganzer (!) Mensch zu sein! Deshalb gilt es, uns dort hin und auf das hin zu übersteigen.

    Das ist dann der „Übermensch“ und nicht die blonde Bestie oder der himmelsstürmende Titan oder Thetan.

  18. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Wildvögelein

    Es ist nicht ausgemacht, ob das Christentum das Abendland geschaffen hat, oder das Abendland sein spezielles „Christentum“. Es steht fest, daß weitgehend alle Kultur des Abendlandes (Malerei, Dramatik, Baukunst, Musik) Wurzeln im Christentum hat. Es ist aber zu bezweifeln, daß diese Kreativität auf die frommen Legenden und den Jenseits-Kinderglauben zurückzuführen sein kann. Der Geist in der Welt, die Erkenntnis, das Bewußtsein ist „der höchste Wert“, ist „göttlich“.

    Und ganz richtig:
    Irgendeine Spaltung der noch verbleibenden Deutschen würde den Untergang noch beschleunigen. Die demographische Katastrophe erscheint unabwendbar, aber sie ist kaum einem gegenwärtig. Das Altersdiagramm zeigt deutlich, daß in 20 jahren kaum noch junge Eltern da sein werden, die Kinder in die Welt setzen könnten, wenn sie es denn überhaupt wollten.
    Von der ökonomischen Unmöglichkeit, die Alten zu versorgen, ganz angesehen.

    Wer keine Idee zur Behebung dieser Not hat, soll von anderen Dingen schweigen.

  19. @ Joachim Bullinger
    „Wenn wir damit aufhören, das Christus-Kind zu kreuzigen, vollzieht sich das Wunder unserer Selbst-Werdung und Selbst-Erfüllung. Dadurch werden wir dann autonom und souverän zum Herrn unserer Lebenspraxis und aller (!) unserer Persönlichkeitsanteile.“
    Ja!³ Dieser Satz gehört ins Stammbuch des Kommenden.

  20. Evolutionsskeptiker sagt:

    gunther kuemel:

    sie liegen einem irrtum auf. die architektur, musik, dramatik und malerei haben ihre wurzeln im altertum, und zwar vorrangig in der altgriech.-lateinischen antike. sowohl das theater, als auch die bauformen, kunst usw. sind zuerst ausgehend von den stilen entstanden, die u. a. in athen, rom, pompeji, ephesos, alexandria, richtungweisend waren.

  21. Wildvögelein sagt:

    @ Bullinger
    Dieser Erläuterung hat es bedurft🙂

  22. Heider sagt:

    @ Wildvögelein, Oktober 28, 2012 um 13:20
    „Und die anderen, nicht christlichen Deutschen?
    Da hätten wir dann ja schon wieder einer Spaltung im Volk: In In Christen und Andere.
    Devide et impera?“

    Genau darauf zielen die Herrschenden. Die von ihnen beherrschten Völker gegeneinander ausspielen und aufhetzen oder, wenn dies nicht mehr wirklich nötig ist (wie zur Zeit in Europa), jeweils einzelne Völker in gesellschaftliche Interessengruppen auseinander dividieren und so weit zerlegen, dass keine politisch relevante Gruppierung mehr entstehen kann und jegliche Solidarität untereinander verloren geht – Linke gegen Rechte; Frauen gegen Männer; Arbeiter und Angestellte gegen Arbeitslose; Junge gegen Alte; „Ossis gegen Wessis“ usw. Das Ergebnis ist immer nur das, dass die Herrschaft nicht grundsätzlich in Frage gestellt, die herrschenden Verursacher des Übels nicht wirklich erkannt und die Schuld leicht auf Andere abgewälzt werden kann. Auf diese Weise halten die da Oben uns stets unter Kontrolle.

    Ein ganz alter „Hit“ auf diesem Gebiet, der soeben wieder neu aufgelegt wird, ist das Religionsthema. Der mit der Aufklärung und dem industriellen Zeitalter und dessen soziale Verwerfungen geistig schwer angeschlagene Christglaube wird erneut als alternative Zukunftsorientierung vorgeschlagen und hier gegen eine offensichtliche Mehrheit in allen Volksschichten, die von ihm nichts mehr wissen will, in Stellung gebracht. Das Charakteristische am Christglauben ist ja gerade sein Zusammengehen mit der Staatsmacht, er hat fast ausschliesslich eine wahrlich systemstützende Funktion ausgeübt. Nebenbei taugt das christliche Moment auch noch dazu, Teile des deutschen Ursprungsvolks dosiert gegen millionenfach zugewanderte Moslems zu agitieren (und umgekehrt). Das Ganze hat potentiellen Bürgerkriegscharakter und wird von den Herrschenden vermutlich sehr bewusst in die Welt gesetzt – Ausgang erstmal offen.

    @ Joachim Bullinger, Oktober 28, 2012 um 18:09
    „Der wahrhaft christliche Mensch ist der, welcher dieses Kind (das Christus-Kind, Anm.) liebt, in seiner und durch seine Liebe aufwachsen läßt und damit heilt.

    Das gilt ganz unabhängig davon, welcher äußeren Religion solcher Mensch auch immer angehören mag. Heiden, Christen, Juden, Moslems, Buddhisten… ganz egal und gleich gültig.“

    Das erzählen Sie Christmissionar mal in buddhistischen oder islamischen Ländern. Erzählen Sie den dortigen Gläubigen, dass sie eigentlich nur einem „äusseren“ Glauben aufsitzen, wohingegen sie nach ihrer wahrhaftigen Menschwerdung („das Wunder unserer Selbst-Werdung und Selbst-Erfüllung“) eigentlich Jesusanbeter sein müssten. Man darf gespannt sein, wie lange man Sie dann noch leben lässt.
    Ansonsten lässt Ihre vollkommene Ignoranz jeder andersartigen religiösen und nicht-religiösen Anschauung, wie es aus Ihren Zeilen wieder einmal sehr deutlich wird, nur schaudern und wird mit Bestimmtheit auch keinen Deutschen dazu veranlassen sich freiwillig ins Bett mit Jesus Christus zu legen.

    Der Stoff aus dem religiös motivierte Kriege und Bürgerkriege kommen hier v.a. am Beispiel des angeblich so duldsamen und friedfertigen Buddhismus:
    Alexander Berzin: „Heilige Kriege im Buddhismus und im Islam: Der Mythos von Shambhala
    (vollständige Version)“
    http://www.berzinarchives.com/web/de/archives/study/islam/kalachakra_islam/holy_wars_buddhism_islam_myth_shamb/holy_war_buddhism_islam_shambhala_long.html

    PS: Aktuell wird das buddhistisch-religiöse Thema in Myanmar (Burma) gewaltsam ausgefochten – Buddhisten gegen eine moslemische Minderheit. Wer hat davon einen Nutzen?
    Die Vorgänge zeigen, welchen Sprengstoff die sogen. „Religion“ tatsächlich birgt.

    Dass fanatische Christen für ihren Glauben auch Kriege führen und Millionen umbringen, weiss man aus der Geschichte und ist also nicht neu. Von ihnen darf man auch künftig ähnliche Taten erwarten. Atheisten, Heiden und andere denkende Nichtchristen sollten jedenfalls keinen Finger rühren sich für Interessen motivieren und einspannen zu lassen, die nicht die ihren sind und letztendlich nur dazu führen, die geistige Herrschaft von Leuten zu verewigen, die „uns“ bereits seit rund tausend Jahren Gottes unendliche Liebe bringen und sein phantastisches Himmelreich predigen.

    Nun zur Sprechstunde mit Frau Dr. Mathilde L. !!
    Gegenstand der Behandlung: INDUZIERTES IRRESEIN DURCH OCCULTLEHREN
    „Als Nervenärztin erkannte sie an den Gläubigen der Heils- und Okkultlehren Symptome seelischer Krankheiten: unmotivierte Stimmungsschwankungen ohne äußeren Anlaß, wie beim manisch-depressiven Syndrom; Verblödung, also massiv eingeschränkte Denk- und Urteilskraft und Halluzinationen, wie bei schizoiden Wahnvorstellungen;“

    Hier Anmeldung bei freiwilligem Selbststudium:
    http://franken-buecher.de/induziertes-irresein-durch-occultlehren-induziertes-irresein-durch-okkultlehren-buch-1919.html

    @ Bullinger, Kümel
    Wäre das vielleicht was für euch? xD

    Auch er hört Stimmen, wo gar keine sind, in dem Fall „Gottes Stimme und könnte direkt Therapie brauchen –
    Atheist Media Blog informiert:

    „Johannes Hartl: Wie man die Stimme Gottes erkennt – in 3 Minuten“
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/10/29/johannes-hartl-wie-man-die-stimme-gottes-erkennt-in-3-minuten/

  23. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    Lieber Skeptiker,

    Die deutsche Dramatik geht auf die szenische Darstellung der biblischen Ostersequenz zurück. Das antike Theater hat das abendländische erst spät und peripher beeinflußt.
    Die Malerei begann mit Darstellungen von christlichen Märtyrerlegenden.
    Die Architektur der Dome und Kathedralen hatte zwar Wurzeln in der römischen Markthalle und dem nordischen Haus (siehe Stabkirchen), entwickelte sich aber völlig selbständig über Romanik und Gotik.
    Die Musik hat zwar Wurzeln im spätrömischen gregorianischen Choral, jedoch hatten Musik der Gotik, der Renaissance nichts mit der Antike zu tun, und auch der gregorianische Choral ist eine Entwicklung des Christentums.

  24. Dr. Gunther Kümel sagt:

    Zusammenarbeit mit Rußland, aber wie?
    Ein Rußlanddeutscher gibt seine (offiziöse) Antwort:

  25. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Heider

    Sie können nicht unterscheiden zwischen einem innerreligiösen Mythos, bzw., Legende, und einem rationalen Argument ÜBER eine Religion.

    Wenn Sie das Thema „Religion“ auch nur von ferne riechen, dann schaltet Ihr rationaler Geist ab.

    Deshalb erscheint es nicht länger sinnvoll, mit Ihnen über dieses Thema zu plaudern.

  26. Heider sagt: Oktober 30, 2012 um 01:25

    @ Joachim Bullinger, Oktober 28, 2012 um 18:09
    “Der wahrhaft christliche Mensch ist der, welcher dieses Kind (das Christus-Kind, Anm.) liebt, in seiner und durch seine Liebe aufwachsen läßt und damit heilt.

    Das gilt ganz unabhängig davon, welcher äußeren Religion solcher Mensch auch immer angehören mag. Heiden, Christen, Juden, Moslems, Buddhisten… ganz egal und gleich gültig.”

    Das erzählen Sie Christmissionar mal in buddhistischen oder islamischen Ländern. Erzählen Sie den dortigen Gläubigen, dass sie eigentlich nur einem “äusseren” Glauben aufsitzen, …

    Außen ist die Form, innen der Inhalt. Und weshalb sollte ich denn ein „Christmissionar“ sein? Und noch dazu in buddhistische oder islamische Länder gehen?

    Ich erzähle das jedem (!) ungeachtet seiner Religion, Kultur. Geisteshaltung etc., bei dem ich feststelle, daß er sein inneres Kind verfolgt, verrät und ans Kreuz schlägt. Und ich bin fast versucht zu meinen, daß das bei Ihnen auch der Fall sein könnte. Jedenfalls könnte das Ihre Aggressivität erklären, die stets auftritt, wenn christliche Dinge zur Sprache kommen.

  27. Heider sagt: Oktober 30, 2012 um 01:25
    Ansonsten lässt Ihre vollkommene Ignoranz jeder andersartigen religiösen und nicht-religiösen Anschauung, …
    Oh, Sie meinen? Oder wissen Sie das? Glauben Sie das wirlklich? Oder wäre es nur schön für Sie, wenn es so wäre?

    wie es aus Ihren Zeilen wieder einmal sehr deutlich wird, nur schaudern und wird mit Bestimmtheit auch keinen Deutschen dazu veranlassen sich freiwillig ins Bett mit Jesus Christus zu legen.

    Sehr schön. Sehr schön und klar. Das bestätigt sehr schön und klar meine o.a. Vermutung.

    Übrigens: Jesus war und ist vermutlich nicht schwul. Sie müssen sich also gar nicht „ins Bett mit Jesus Christus“ legen.

    Oder gibt es da etwas, das Sie dazu drängt? Oder sogar dazu zwingt? Das wäre interessant…

    Was könnte das sein, das Sie zwingt, sich „[un]freiwillig ins Bett mit Jesus Christus zu legen“?

  28. Heider sagt: Oktober 30, 2012 um 01:25
    @ Bullinger, Kümel
    Wäre das vielleicht was für euch? xD

    Auch er hört Stimmen, wo gar keine sind, in dem Fall “Gottes Stimme und könnte direkt Therapie brauchen –
    Atheist Media Blog informiert:

    “Johannes Hartl: Wie man die Stimme Gottes erkennt – in 3 Minuten”
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/10/29/johannes-hartl-wie-man-die-stimme-gottes-erkennt-in-3-minuten/

    Ja, danke dafür. Das unterschreibe ich. Allerdings mit einem Unterschied: Für mich ist der Kommunikationspartner dieses Dialoges nicht Gott, sondern der Heilige Geist, der die Wirklichkeit kennt und meine menschliche Wahnwelt. Gott kennt keinen Wahn, weil er schiere Wahrheit ist. Und den Christus brauchen wir dann als Vermittler und Wegweiser, der uns den Weg zeigt, der aus dem selbstgemachten Wahn wieder in die Wahrheit Gottes zurückführt.

  29. Wildvögelein sagt:

    @ Bullinger
    @ Heider

    Devide et impera!!!!
    O weh! Habe ich mit meiner Frage jetzt wieder etwas losgetreten, was ich eigentlich vermeiden wollte😦

  30. Evolutionsskeptiker sagt:

    lieber gunther,

    eine sog. „deutsche dramatik“ gibt es nicht. die behauptung, dass die dramatik aus dem kirchlichen umfeld entstanden sei, ist wie die behauptung, dass der bauchtanz aus dem koran hervorgebracht worden sei. soviel allgemeinbildung, dass man die anfangsgeschichte der abendl. kultur kennt, traue ich jedem zu – bei ihnen bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. jedenfalls gab es bis zur wiederentdeckung der antiken theaterdramen im europa des 14. 15. und16. jh. in der westlichen welt kein drama oder theaterleben im bezeichnenden sinne. und dasselbe ist definitiv vorrangig von den werken der dichter der antike beeinflusst – von ostern ist da nie die rede.

    ebenso ist es mit den anderen kulturzweigen, die wir genannt haben – malerei, architektur und musik. sie sind alle ausnahmslos ausgehend von der entwicklung des altertums entstanden und konnten sich auf dessen grundlage erst entwickeln. die malkunst fand ihren beginn in den bildwerken der altgriechischen u. roem. maler auf bauten, an gefaessen oder in privaten haushalten als schmuck der wand. die nachfolgenden christlichen maler konnten nur auf der basis der antiken meister ihre eigenen bilder schaffen. die architektur sodann ist ebenfalls nicht denkbar ohne die vorbilder der vorchristlichen epochen – die dome z. b. haben mitnichten ihren ursprung in etwaigen selbsterfundenen stilen, sondern beruhen auf dem antiken bauprinzip der basilika und die gotik nahm ihren anfang in verwendung von formen, die man sich bei vorderasiatischen regionalen bauten abschaute.
    die musik schliesslich wurde im wesentlichen gepraegt durch wurzeln der sakralen und weltlichen musik der antiken hellenen u. lateiner, selbst die kirche konnte ohne ihre tonarten, die sie ausnahmslos von den antiken vorbildern entnommen hatte (lydisch, phrygisch) kein funktionierendes musikalisches system einrichten. das instrumentarium ist auch undenkbar von alleine – es brauchte als allerersten beginn die seit dem altertum verwendeten musikinstrumente der harfe, des tamburins, der trompeten u. a., um darauf aufbauend weitere musikstile und gattungen zu entwickeln. die orgel, das in westlichen kirchen oft gebrauchte instument, war die erfindung eines griechischen instrumentenbauers aus dem 4. jh. v. chr. die gitarre entstammt konsequent der altgr. kithara, die bereits im 9. vorchristlichen jahrhundert bekannt war.

  31. Heider sagt:

    Dr. Gunther Kümel, Oktober 31, 2012 um 11:36

    „Wenn Sie das Thema “Religion” auch nur von ferne riechen, dann schaltet Ihr rationaler Geist ab.“

    Werden Sie sich erstmal über den Begriff „Rationalität“ klar.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rationalit%C3%A4t
    Was für Sie rational ist, das muss für mich noch längst nicht so sein und umgekehrt, da es sich nämlich um einen Allerweltsbegriff handelt, mit dem man alles Mögliche umschreiben, nicht wirklich sagen und auch verschleiern kann. Ich dachte ja, Sie sind „Dr.“.
    Übrigens geht es – wieder mal – nicht um „Religion“ an sich aber vielmehr um den Anspruch von Christen, Andere mit ihrem Heilsglauben zu beglücken, obwohl die sich möglicherweise, vielleicht oder ganz bestimmt gar nicht beglücken lassen wollen.
    Soweit dann auch nochmal zum Unterscheidungsmerkmal („Sie konnen nicht unterscheiden…“, Zitat Kümel), mit dem Sie (nicht ich, wie Sie meinen) ein Problem haben.

    „Deshalb erscheint es nicht länger sinnvoll, mit Ihnen über dieses Thema zu plaudern.“

    Ihr freiwilliger Rückzug ist sehr verständlich.
    Denn schon im anderen Strang haben Sie sich vom zunächst vorgespiegelten Religionsskeptiker zum engagierten Christmissionar und sogar noch zum Verteidiger der Staatskirchen gemausert und damit verraten, was Sie wirklich bevorzugen: die Deutschen unter der Fuchtel des bestehenden Staatschristentums behalten.
    Nachdem Ihnen dies „Outing“ selbst klar geworden, haben Sie schon damals nicht mehr antworten mögen. Spätestens an dem Punkt war bei Ihnen „Flasche leer“ (Trapattoni, 1998):
    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/09/18/hetze-gegen-mohammed-und-gegen-christus/#comment-52926

  32. Heider sagt:

    @ Joachim Bullinger

    „Außen ist die Form, innen der Inhalt.“

    Na, wer hätte das gedacht.
    Wie gut, dass es Sie gibt, der die Dinge richtig gut erklärt. xD

    „Und weshalb sollte ich denn ein “Christmissionar” sein?“

    Indem Sie solche ganz unmissverständlichen Aussagen machen, Sind Sie nach meiner Diktion selbstverständlich ein Christmissionar:
    „Ich erzähle das jedem (!) ungeachtet seiner Religion, Kultur. Geisteshaltung etc., bei dem ich feststelle, daß er sein inneres Kind verfolgt, verrät und ans Kreuz schlägt. Und ich bin fast versucht zu meinen, daß das bei Ihnen auch der Fall sein könnte. Jedenfalls könnte das Ihre Aggressivität erklären, die stets auftritt, wenn christliche Dinge zur Sprache kommen.“ (Bullinger)

    Na. Ihr Aufheulen: „Aggression!“ ist die typische Attitüde des sich nicht angenommen fühlenden Christpredigers, die Ursache und Wirkung aber vollkommen verschiebt: Nicht ich möchte Ihnen einen bestimmten Glauben aufdrängen, sondern Sie erklären hier andere Leute für geistig nicht ganz klar und reif, weil sie nichts von Jesus Christus wissen wollen. Ihre geistige Aggressivität ist der Stoff, aus dem der Widerstand erwächst.

    Sie behaupten nichts weniger als, dass in einem jeden nicht christgläubigen Menschen ein sogen. Christus-Kind stecke, das man gefälligst zu erkennen, zu hegen und pflegen habe. Den aus purer Behauptung entstehenden Anspruch wollen Sie anscheinend sogar auf Menschen anwenden, die sich zu einem ganz anderen Glauben bekennen. Bezeichnenderweise ist die Kultur dieser Menschen gleichgültig, d.h. Sie achten nicht die kulturellen Muster anderer Völker oder Stämme und geben das auch offen zu.

    Das ist exakt die Einstellung der weltweiten christlichen Mission.
    Sie entspricht vollkommen Jesus‘ Missionsbefehl, woraus sich ergibt, dass Christen gar nicht anders können, sollen und dürfen als zu missionieren, und dass sie berechtigt sind bei Widerstand Andere den Glauben aufzuzwingen:
    http://www.glauben-und-bekennen.de/christlich/missionsbefehl-matth.htm

    Wenn nicht die Worte eines dreisten christlichen Missionars (man achte hier auf: „rechtmäßig“, „Recht“, „Gesetz“, „wir“!) – was sind sie dann:
    „Deshalb kann man den Christus auch als seinen “Herrn” ansehen und annehmen, wenn man ihn in sein Herz eintreten und dort wohnen läßt, wo er auch rechtmäßig hingehört und was er mit allem Recht dieser und jener Welt darf, soll und – nach dem Willen und im Namen des Vaters (des Gesetzes au Nom du Père) – auch muß.“ (Bullinger, Oktober 29, 2012 um 04:28)

    sowie:

    „Und den Christus brauchen wir dann als Vermittler und Wegweiser, der uns den Weg zeigt, der aus dem selbstgemachten Wahn wieder in die Wahrheit Gottes zurückführt.“ (Bullinger, Oktober 31, 2012 um 12:06)

    „Gott kennt keinen Wahn, weil er schiere Wahrheit ist.“

    Ihr Gott ist der Wahn schlechthin. Sich dieser einfachen Wahrheit zu verschliessen bedeutete das Denken aufzugeben. Sich einem religiösen Wahn und dem dazugehörigen Kultus ohne jede äussere Not zu ergeben hiesse auf Selbstbestimmung zu verzichten und Teil einer uniformen Masse zu sein, die wie geschaffen ist beherrscht und benutzt zu werden – der Stoff aus dem die Herrschaft des Menschen über den Menschen ist.
    An dieser Herrschaftsgeschichte sind Christen seit mehr als anderthalb Jahrtausenden führend beteiligt – höchste Zeit, dem Wahn vorerst zumindest im eigenen Kopf entschieden zu begegnen, solange es nicht tatsächlich möglich ist die Herrschaft von religiösen Irren und Menschenschindern aller Art auf Erden ein äusseres, gutes Ende zu bereiten.

  33. Heider sagt: November 1, 2012 um 00:39

    @ Joachim Bullinger

    “Außen ist die Form, innen der Inhalt.”

    Na, wer hätte das gedacht.
    Wie gut, dass es Sie gibt, der die Dinge richtig gut erklärt. xD

    Schön, daß ich Ihnen helfen konnte. Vielleicht haben Sie dann auch bemerkt, daß es keine Herabsetzung war, wenn ich von äußeren Religionen als Form gesprochen habe? Aber weshalb behaupten Sie das dann? Weshalb tun Sie so, als würden Sie Aussagen falsch verstehen? Wer oder was zwingt Sie dazu?

    “Und weshalb sollte ich denn ein “Christmissionar” sein?”

    Indem Sie solche ganz unmissverständlichen Aussagen machen, Sind Sie nach meiner Diktion selbstverständlich ein Christmissionar:
    “Ich erzähle das jedem (!) ungeachtet seiner Religion, Kultur. Geisteshaltung etc., bei dem ich feststelle, daß er sein inneres Kind verfolgt, verrät und ans Kreuz schlägt. Und ich bin fast versucht zu meinen, daß das bei Ihnen auch der Fall sein könnte. Jedenfalls könnte das Ihre Aggressivität erklären, die stets auftritt, wenn christliche Dinge zur Sprache kommen.” (Bullinger)

    Da ist meine Pflicht als Therapeut.

    Na. Ihr Aufheulen: “Aggression!” ist die typische Attitüde des sich nicht angenommen fühlenden Christpredigers, die Ursache und Wirkung aber vollkommen verschiebt:

    Na, wer heult denn von uns beiden? Also ich verstehe Ihre Angriffe auf mich als einen Hiferuf Ihrer weinenden, verlassenen und in einem schrecklichen Gefängnis gehaltenen Seele, die Sie hungern und vielleicht sogar verhungern lassen. Nur deshalb antworte ich Ihnen. Sonst würde ich mir die Mühe nicht machen und mich Ihren Angriffen und Ihrer Aggression auch nicht weiter aussetzen.

    Nicht ich möchte Ihnen einen bestimmten Glauben aufdrängen, sondern Sie erklären hier andere Leute für geistig nicht ganz klar und reif, weil sie nichts von Jesus Christus wissen wollen.

    Wann und wo habe ich das getan? Bitte belegen und nicht nur behaupten. Das würde ich nie tun und habe es auch nicht getan. Damit schützen Sie nur Ihre falsche Vorstellung, die vielleicht schon etwas ins Wanken gekommen ist, was Ego natürlich eine „Heidenangst“ (🙂 ) macht.

    Ihre geistige Aggressivität ist der Stoff, aus dem der Widerstand erwächst.

    So etwas nennt man Projektion.

    Sie behaupten nichts weniger als, dass in einem jeden nicht christgläubigen Menschen ein sogen. Christus-Kind stecke, das man gefälligst zu erkennen, zu hegen und pflegen habe. Den aus purer Behauptung entstehenden Anspruch …

    Das ist meine Erfahrung und deckt sich mit meinen Kenntnissen der Psychoanalyse und Sozialpsychologie.

    …wollen Sie anscheinend sogar auf Menschen anwenden, die sich zu einem ganz anderen Glauben bekennen. Bezeichnenderweise ist die Kultur dieser Menschen gleichgültig, d.h. Sie achten nicht die kulturellen Muster anderer Völker oder Stämme und geben das auch offen zu.

    Einmal mehr eine Bestätigung der von mir vermuteten Fallstrukturgesetzlichkeit: Sie schützen Ihre falsche Vorstellung, indem Sie Ihren Kognitionsapparat verbiegen.

    Das ist exakt die Einstellung der weltweiten christlichen Mission.

    Ach so? Woher wissen Sie das denn? Haben Sie Kenntnisse „der weltweiten christlichen Mission“?
    Sie entspricht vollkommen Jesus’ Missionsbefehl, woraus sich ergibt, dass Christen gar nicht anders können, sollen und dürfen als zu missionieren, und dass sie berechtigt sind bei Widerstand Andere den Glauben aufzuzwingen:
    http://www.glauben-und-bekennen.de/christlich/missionsbefehl-matth.htm

    NIemand (!) und insbesondere keine Christen sind „berechtigt .. bei Widerstand Andere den Glauben aufzuzwingen“.

    Schon allein die Tatsache, daß man Glauben nicht erzwingen kann, steht dem entgegen.

    Wenn nicht die Worte eines dreisten christlichen Missionars (man achte hier auf: “rechtmäßig”, “Recht”, “Gesetz”, “wir”!) – was sind sie dann:
    “Deshalb kann man den Christus auch als seinen “Herrn” ansehen und annehmen, wenn man ihn in sein Herz eintreten und dort wohnen läßt, wo er auch rechtmäßig hingehört und was er mit allem Recht dieser und jener Welt darf, soll und – nach dem Willen und im Namen des Vaters (des Gesetzes au Nom du Père) – auch muß.” (Bullinger, Oktober 29, 2012 um 04:28)

    Dreist? Wer von uns ist dreist? Das Gesetz au Nom du Père stammt nicht von Bullinger sondern von Lacan. Einem der vielleicht bedeutendsten Strukturalisten in der Psychoanalyse. Und der hat das auch nicht erfunden, sondern herausgefunden.

    sowie:

    “Und den Christus brauchen wir dann als Vermittler und Wegweiser, der uns den Weg zeigt, der aus dem selbstgemachten Wahn wieder in die Wahrheit Gottes zurückführt.” (Bullinger, Oktober 31, 2012 um 12:06)

    “Gott kennt keinen Wahn, weil er schiere Wahrheit ist.”

    Ihr Gott ist der Wahn schlechthin. Sich dieser einfachen Wahrheit zu verschliessen bedeutete das Denken aufzugeben. Sich einem religiösen Wahn und dem dazugehörigen Kultus ohne jede äussere Not zu ergeben hiesse auf Selbstbestimmung zu verzichten und Teil einer uniformen Masse zu sein, die wie geschaffen ist beherrscht und benutzt zu werden – der Stoff aus dem die Herrschaft des Menschen über den Menschen ist.

    Die nächste Projektion. Wenn Sie vielleicht ein wenig Selbsterkenntnis wagen würden? Wir wäre das eigentlich? Was könnte schlimmstenfalls passieren? Ach so, ich vergaß, Sie müßten dann ja ihre falsche Vorstellung aufgeben. Und damit würde Ihre ganze Welt in sich zusammenfallen. Das wäre schon fatal, oder?

    Aber haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, daß das, was Sie sich so vorstellen als Hindernis vor Ihnen steht, auf Ihrem Weg?

    An dieser Herrschaftsgeschichte sind Christen seit mehr als anderthalb Jahrtausenden führend beteiligt – höchste Zeit, dem Wahn vorerst zumindest im eigenen Kopf entschieden zu begegnen, solange es nicht tatsächlich möglich ist die Herrschaft von religiösen Irren und Menschenschindern aller Art auf Erden ein äusseres, gutes Ende zu bereiten.

    Äh… wer will jetzt missionieren?🙂

  34. Wildvögelein sagt: Oktober 31, 2012 um 19:43

    @ Bullinger
    @ Heider

    Devide et impera!!!!
    O weh! Habe ich mit meiner Frage jetzt wieder etwas losgetreten, was ich eigentlich vermeiden wollte
    😦

    Nee, nee Wildvögelein, alles OK🙂. Es geht Herrn Heider ja gar nicht – oder zumindest nicht in erster Linie – um Deutschland und desssen zu gewinnende Souveränität als ein freies Lamd freier Menschen, die sich in dieser Freiheit selbst eine Verfassung geben und dadurch als Volk zu einer Nation werden.

    Sondern es geht ihm imho zuerst darum, seinen frei flottierenden Haß ausagieren zu können. Und da macht er ihn halt an den Christen fest, weil die sich nicht wehren und daher ideale Opfer sind.

    Das ist die gleiche Strukturgesetzlichkeit, wie bei den migrantischen Totschlägern auch, nur daß es da halt die Deutschen sind, an denen sich der Haß festmacht.

    Denen geht es auch nicht um den Islam, sondern eben auch nur dazu, ihren Haß auszuagieren und das Ganze dann halt mit dem Islam zu rechtfertigen.

    Wir brauchen nämlich immer eine rückverbindende Rechtfertigung. Das ist ein ungeteilter Teil der Conditio Humana. Und Herr Heider zieht halt ein bewußt falsch verstandenes Deutschland dazu heran.

  35. chicano sagt:

    @ heider

    „Dass fanatische Christen für ihren Glauben auch Kriege führen und Millionen umbringen, weiss man aus der Geschichte und ist also nicht neu.“

    warum belassen sie es nicht einfach bei fanatikern?
    ein mordender fanatiker kann nicht gleichzeitig christ sein.
    aber selbst dieser kann noch einer werden und wird dann sicher nie mehr morden und seinen ehemaligen fanatismus als das erkennen, was er war: angst und selbsthass.

    insofern hat der bullinger schon recht, auch wenn ich das „ganze christentum“ aus einem anderen blickwinkel sehe und auch in teilen anders verstehe.

    ohne ihnen nahetreten zu wollen, sie treten hier selbst sehr fanatisiert auf und ganz ehrlich, ich kann dsa verdammt gut verstehen. die verbrechen, die die kirchen sich im laufe der jahrhunderte aufgeladen haben um ihren absolutheitsanspruch zu untermauern, kann man nur fanatisch nennen, einem (imaginären) teufel würdig.

    insofern, ich wünsche ihnen, ganz ohne mission😉 das sie noch weitere blickwinkel finden mögen, denn ihrer, so verständlich er in seiner herleitung auch ist, so wenig ist er allgmeimengültig oder repräsentativ für das, was christentum ist. sich christ zu nennen ist ohnehin schon ein weites sich aus dem fenster lehnen, denn wer kann schon sagen, im angesicht derer, die ihn anspucken, verhöhnen, in stücke peitschen und dann an ein kreuz nageln (wieder unabhängig davon ob mythoy oder realität): „vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    sie können das fanatismus nennen, von mir aus fanatismus der liebe und der vergebungskraft…..aber kriege lassen sich damit nicht führen und schon gar nicht gewinnen. außer dem einen krieg eben, dem krieg im eigenen herzen…

    sorry, wenn sie sich einem missionierungsversuch ausgesetzt fühlen sollten. ich beabsichtigte dies in keinster weise😉

  36. chicano sagt:

    @ wildvögelein

    „Und die anderen, nicht christlichen Deutschen?
    Da hätten wir dann ja schon wieder einer Spaltung im Volk: In In Christen und Andere.
    Devide et impera?“

    ihren standpunkt bzw ihre frage verstehe ich. aber für einen der versucht nach christlichen maßstäben zu leben (die immer weit über das hinausgehen werden, dessen erfähig als mensch), gibt es ohnehin keine teilung in diesem sinne. alle menschen sind ihm bruder und schwester.

    und sollte dieser geist in mehr oder gar allen menschen erwachen, wäre das ein übel? sicher nicht! doch ebendies ist ein zutiefst „christlicher“ gedanke und ein leitmotiv für das leben. wie könnte der zu spaltung führen, außer in dem sinne, der er eben verfolgt wird von menschen, die diesen gedanken nicht leben wollen, weil er ihnen verleidet seinem hass, seinem egoismus zu frühnen und gute gewinne damit zu machen. es sind die, die diesen gedanken nicht leben wollen, die sich abspalten, von den menschen, von der natur, von allem außer von der sucht zu besitzen, zu beherrschen usw….

    die spaltung im volk und nicht nur in unserem kleinen völkchen, sondern zischen allen menschen und den menschen und der natur entsteht ja gerade erst dadurch, dass dieser urchristliche gedanke nicht zur geltung kommt. wo immer einer diesen gedanken annimmt und sich müht danach zu leben verschwindet automatisch ein stück spaltung in der welt, denn es verschwindet im bewusstsein des betreffenden, der nun nur noch brüder sieht…..sicher auch brüder, vor denen er sich hüten muss aber die er nicht hasst deswegen oder aus der menschlichen familie ausschließen will, dass macht der hassende ganz allein😉

    wie gesagt, ich spreche hier nicht von etablierter, organisierter religion, sondern vom urchristlichen gedanken.

    als man jesus fragte, was die essenz aller lehren, aller propheten sei antwortete er sinngemäß: „liebe“.
    und als man ihn fragte, was zu tun sei, wenn er nicht mehr sei, antwortete er: „liebt euch so, wie ich euch geliebt habe.“

    wow, dass ist der stodd, aus dem die helden sind. mythos oder realität, dass findet nur heraus, wer sich auf den weg macht. aber egal was es ist, es ist wunderbar und nicht geeignet zu spalten….ganz im gegenteil😉

  37. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Skeptiker

    Es ist schon bedeutsam, wenn man sich in Bezug auf Wissensinhalte auf Wikipedia verweisen lassen muß:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Geistliches_Spiel

    Das geistliche Drama ist eine Frühform des mittelalterlichen Theaters, die ursprünglich als Bestandteil der christlichen Liturgie entstand. Es diente der Heilsverkündung in dramatischer Form und entwickelte sich vom 10. Jahrhundert an aus den an kirchlichen Festhandlungen gesungenen Tropen.

    Der Ostertropus wurde durch seine antiphonale Struktur zur Grundlage des dramatischen Osterspiels. Die Osterspiele wuchsen bis zu ihrer Blüte im 13. Jahrhundert zu umfangreichen Dramen, teilweise bereits in den damaligen Volkssprachen.

    Die Stationen einer Prozession waren der Ort der Handlung, später auf eine Simultanbühne verlegt.

  38. Evolutionsskeptiker sagt:

    offensichtlich meinen sie passionsauffuehrungen. sagen sie das doch gleich. wenn es darum geht – natuerlich haben diese passionsspiele direkte wurzeln im christlichen kulturellen umfeld. das allein bestreitet niemand. ich hatte den eindruck, sie sprachen vorhin von der abendlaendischen kultur an sich – schauspielhaus, baukunst, gesang. falls es ihnen um die kirchlich entstandenen osterauffuehrungen ging, da ist der bezug zum christentum freilich eine tatsache.

  39. Heider sagt:

    @ Joachim Bullinger
    „daß es keine Herabsetzung war, wenn ich von äußeren Religionen als Form gesprochen habe?“

    Erzählen Sie – „äußere Religionen“ – mal keinen Stuss! Eine jede Religion hat natürlich ein Inneres, den Inhalt. Und zweifellos sind die Inhalte des Christglaubens und die anderer Religionen (namentlich Hinduismus, div. Naturreligionen aller Kontinente, Buddhismus) mehr oder weniger vollständig verschieden; der Atheismus lehnt sogar generell jeden religiös motivierten Glauben ab. Ihre frechste und herablassendste Bekundung ist doch die zu behaupten, dass deren innerstes Wesen (das Innere aller nicht christgläubigen Menschen) nach dem ominösen Christus-Kind rufe, ob sie es auch (schon) begreifen oder nicht.
    Eine grössere Herabsetzung als das, was Sie über Andere von sich geben, ist ja kaum denkbar.

    „Da ist meine Pflicht als Therapeut.“

    Wie, was ist Ihre Pflicht! Sind Sie bescheuert? Sie befinden sich in einem öffentlichen Forum, nicht in Ihrer privaten Praxis, und haben hier überhaupt keine therapeutischen Pflichten wahrzunehmen.
    Aber falls Sie die christliche Mission als ungefragte, unfreiwillige „Therapie“ für Jedermann verstehen, dann liegen Sie aus Ihrer Warte bestimmt richtig. Dann sind Sie allerdings auch der, als den ich Sie bereits anspreche: ein Christmissionar.

    „Also ich verstehe Ihre Angriffe auf mich als einen Hiferuf Ihrer weinenden, verlassenen und in einem schrecklichen Gefängnis gehaltenen Seele, die Sie hungern und vielleicht sogar verhungern lassen. Nur deshalb antworte ich Ihnen. Sonst würde ich mir die Mühe nicht machen und mich Ihren Angriffen und Ihrer Aggression auch nicht weiter aussetzen.“

    Halten Sie sich meine Seele betreffend mal zurück, sie geht Sie gar nichts an und hat mit dem Gegenstand der Erörterung nichts zu tun.
    Es zwingt Sie Keiner auf mich zu antworten. Nur soviel mal „vorweg“: Ich werde das virtuelle Schlachtfeld nicht räumen, weil Sie das wünschen, klar?

    „Wann und wo habe ich das getan? Bitte belegen und nicht nur behaupten. Das würde ich nie tun und habe es auch nicht getan.“

    Ach, hören Sie auf! Das sind die typischen Spielchen der eristischen Dialektik, die gewisse Forenschreiber anwenden um den Gegner und die (Mit-)Leser zu ermüden. Ihr System zielt insbesondere auf die Nachlässigkeit, Vergesslichkeit und Bequemlichkeit der Leser, die praktisch gezwungen sind ggf. im Strang „hochzuscrollen“ um frühere Aussagen zu überprüfen.

    Indem Sie wiederholt Aussagen wie folgt machen, erklären Sie andere Leute (die von Jesus nichts wissen wollen) für geistig nicht ganz klar und reif, Sie erklären sie zu halben Menschen, zu Menschen, die ihr Pontial nicht voll entwickelt haben – und dies nur weil sie den Christengott nicht möchten; weil sie anderen Göttern folgen; oder weil sie generell Religion ablehnen:
    Joachim Bullinger, Oktober 28, 2012 um 18:09
    „M.a.W: Wenn wir damit aufhören, das Christus-Kind zu kreuzigen, vollzieht sich das Wunder unserer Selbst-Werdung und Selbst-Erfüllung. Dadurch werden wir dann autonom und souverän zum Herrn unserer Lebenspraxis und aller (!) unserer Persönlichkeitsanteile.“

    Joachim Bullinger, Oktober 29, 2012 um 04:28
    „Dadurch werden wir dann autonom und souverän[,] zum Herrn unserer Lebenspraxis und aller (!) unserer Persönlichkeitsanteile.

    Deshalb kann man den Christus auch als seinen “Herrn” ansehen und annehmen, wenn man ihn in sein Herz eintreten und dort wohnen läßt, wo er auch rechtmäßig hingehört und was er mit allem Recht dieser und jener Welt darf, soll und – nach dem Willen und im Namen des Vaters (des Gesetzes au Nom du Père) – auch muß.

    Denn das ist seine und unsere Bestimmung zugleich! Nämlich zugleich Gott und ganzer (!) Mensch zu sein! Deshalb gilt es, uns dort hin und auf das hin zu übersteigen.“

    Sie erinnern sich jetzt wieder das geschrieben zu haben?

    „Das ist meine Erfahrung und deckt sich mit meinen Kenntnissen der Psychoanalyse und Sozialpsychologie.“

    Na gut, wenn das Ihre Erfahrung ist, „dass in einem jeden nicht christgläubigen Menschen ein sogen. Christus-Kind steckt“, dann wundert mich das eigentlich nicht, denn Phantasieren und Halluzinieren gehört unbedingt zum Glauben. Gleichwohl ist die Zahl der Menschen, die Sie persönlich trafen und noch treffen werden, namentlich die Milliarden aus fernen Kontinenten und Kulturkreisen, derart gering, dass Sie daraus vernünftigerweise niemals hochrechnen dürften.

    Ihr Berufsbild, von dem Sie dauernd vortragen, ist mir gleich und hat thematisch keinen Bezug. Die von ihnen vorgestellten Wissenschaften galten übrigens in früheren deutschen Staaten gar nichts, es sind offensichtlich Systemwissenschaften des bürgerlich-kapitalistischen Staats und können überhaupt nur für ihre Protagonisten (oder Patienten…) eine bessere Bedeutung haben.
    Aber schön zu erfahren, dass sich „das (menscheninnere) Christus-Kind“ besonders bei psychisch Kranken und Irren regelmässig zeigt, sodass Sie es dann sehen, hören, spüren konnten… Lol

    „Haben Sie Kenntnisse “der weltweiten christlichen Mission”?“

    Stichwort „christliche Mission“, wahlweise auch „weltweite …“, „globale …“ oder „katholische Mission (Afrika“ usw.), in die Suchmaschine eingeben klärt auf. Beteiligt sind besonders die Papstkirche mit Unterorganisationen (Jesuiten) und die Evangelikalen mit Stammsitzen in USA. Die Zahl der Christen beträgt weltweit mehr als 2 Milliarden, und ihre Führer haben den Hals noch immer nicht voll. Auch der vorletzte Indianerstamm muss unbedingt christlich, oder den restlichen naturreligiösen Volksgruppen in Südostasien muss die frohe Botschaft Jesus‘ beigebracht werden; teils jagen die Christmissionare aus USA und Europa sich gegenseitig die Gläubigen ab, oder sie missionieren wie in Afghanistan unter dem Schutz der imperialistischen Eingreiftruppe ISAF in islamisch geprägten Ländern und wundern sich dann über militante Reaktionen.

    „NIemand (!) und insbesondere keine Christen sind “berechtigt .. bei Widerstand Andere den Glauben aufzuzwingen”.“

    Ihr Auftreten auch in diesem Strang ist das Gegenteil der zitierten Aussage.
    Auch die geschichtliche Erfahrung der Völker und Stämme mit den dogmatischen, fanatischen Abgesandten des „Herrn“ spricht vom genauen Gegenteil. Von der Christianisierung Europas, die insgesamt erst gegen 1400 als abgeschlossen gelten kann (denn so lange leisteten z.B. baltische Stämme im heutigen Polen, Nord-Ostpreussen und Litauen den vereinigten Kreuzrittern militärischen Widerstand!) bis zur weitgehenden Vernichtung der Indianerkulturen in Nord- und Südamerika im 18. und 19. Jahrhundert (in Südamerika teils auch noch im 20. Jahrhundert) – Zeugnisse christlicher Barbarei, die sich ins Gedächtnis aller vorurteilslosen und aufrichtigen Menschen für immer eingegraben haben und noch in vielen Generationen nach Sühne rufen werden.

    „Schon allein die Tatsache, daß man Glauben nicht erzwingen kann, steht dem entgegen.“

    Fast die erste richtige Zeile, die ich von Ihnen hier lese.
    Und da das herrschende Christentum seine Macht wesentlich aus der Verbindung mit dem Staat bezieht und hierbei mit Zwang, Nötigung und kollektiver Überredung vorgeht, darum ist euer geliebtes Staatschristentum heute das Abbild eines Volks im Niedergang, ohne Werte, ohne Halt, keine Zukunft. Darum gibt es Oberpriester und Pfaffen, denen der politische Opportunismus und die Verlogenheit schon aus dem Gesicht springt; darum gibt es korrupte, sexuell perverse und kriminelle Pfaffen, Kirchenfunktionäre und Laien; darum besteht das Heer der Gläubigen aus schon im Säuglingsalter zwangsgetauften Scheinchristen ohne wirkliche Bibelkenntnisse und tiefen Glauben.

  40. Heider sagt:

    Joachim Bullinger, November 1, 2012 um 08:09
    „Nee, nee Wildvögelein, alles OK🙂 . Es geht Herrn Heider ja gar nicht – oder zumindest nicht in erster Linie – um Deutschland und desssen zu gewinnende Souveränität als ein freies Lamd freier Menschen, die sich in dieser Freiheit selbst eine Verfassung geben und dadurch als Volk zu einer Nation werden.

    Sondern es geht ihm imho zuerst darum, seinen frei flottierenden Haß ausagieren zu können. Und da macht er ihn halt an den Christen fest, weil die sich nicht wehren und daher ideale Opfer sind.“

    Wir wollen doch mal festhalten, dass Sie Aussagen über meine Haltung treffen, obschon ich zur Sache vorher nie was geschrieben habe und Sie meine Haltung also nicht kennen dürften.
    Aber wer überall das Christus-Kind ortet, also Geister sieht und hört, dem ist natürlich auch eine richtige politische Tiefenanalyse seines Gegenüber zuzutrauen – und wie das bei Ihnen funktioniert sieht man. xD

    Wo Sie es (das streng genommene Thema des Strangs) schonmal ansprechen, wollen wir uns mal gemeinsam mit dem Unsinn beschäftigen, den Sie dazu eingangs des Strangs von sich gegeben haben:
    Joachim Bullinger, Oktober 27, 2012 um 11:00
    „Der einzig wirkliche Weg zur deutschen Souveränität, den ich kenne und zugleich für gangbar halte, ist, wenn wir Deutschen, die (unabhängig von ihrer Herkunft) auch deutsch sein wollen, das Christus-Kind in unseren Herzen mit dem Herzen ansprechen und in Liebe aufziehen.

    Wenn es dann groß genug geworden ist, in den Einzelnen, können sich diese zu einer Gruppe von christlichen Deutschen zusammenschließen, welche dann die Keimzelle eines Deutschen Staates bilden kann, der dem Grundgesetz zur Geltung und den Deutschen zu ihrem Recht verhilft.“

    Was für ein Geschwätz, weil es nämlich überhaupt keinen praktischen Weg umschreibt, der irgendeine Aussicht auf Erfolg böte. Oder wieviel christliche Deutsche haben Sie und Ihre wenigen Freunde schon gewonnen – reichlich Geld, potentielle Verbündete in der Ministerialbürokratie, in den Gewerkschaften und den Medien auch schon aquiriert; das mächtige Ausland – allen voran wichtige Kreise in USA, GB, Frankreich und Israel – sind informell bereits bearbeitet worden…? *lach

    Immerhin verraten Sie einmal mehr, wofür Sie stehen: für einen christlichen Staat und für das BRD-Grundgesetz. Ausserdem scheinen Sie derjenige zu sein, der „den“ Deutschen (d.h. allen bzw. fast allen) sagen kann, was denn „ihr Recht“ ist. Denn wer vom „Recht der Deutschen“ schreibt, der hat ja sicher eine Definition, was damit nach Art und Umfang gemeint ist. Ich vermute mal, Sie meinen unter anderem das Recht auf Jesus Christus…, aber bitte, das dürfen Sie alles gern ergänzen und vor allem erläutern…
    Dass Jemand, der offenbar anderen Leuten seinen Glauben aufzwingen will, sich nun auch noch berufen fühlt Millionen von Menschen seine Vorstellung auch zur politischen Ordnung vorzuschreiben, das wundert mich nicht mehr.

    So, und nun sage ich Ihnen noch was zur „deutschen Souveränität“. Im nationalstaatlichen Sinn ist die Souveränität 1945 beendet worden, auch unter tätiger Mithilfe von Kreisen, die hinterher das Ihrerseits bevorzugte GG aus der Taufe hoben. Das GG war von Anfang an nicht als Keim einer künftig wiederzuerlangenden nationalen Unabhängigkeit gedacht, sondern es markierte wie gesagt das Ende jeder deutschen nationalen Unabhängigkeit. Diese meine Einschätzung ist inzwischen bestätigt durch die fortschreitende Einbindung der BRD in gemeineuropäische Strukturen und die Schaffung eines anti-nationalen europäischen Gesamtstaats, der zugleich alle anderen gewachsenen Nationalstaaten – nicht nur die BRD!- erledigt. Das können wir bedauern oder auch nicht, aber so geht Geschichte. Sie bleibt nie stehen, schreitet dauernd fort – was vor zwanzig Jahren passierte ist heute Geschichte, und was soeben (heute) geschieht, wird in zehn, zwanzig Jahren wiederum Teil der Geschichte sein. Diese Geschichte wird nicht gemacht von Bullinger oder von Heider, nicht auf und mit irgendwelchen Foren und auch nicht in oppositionellen Gruppen und Parteien, weil es gar keine relevanten Gruppierungen gibt, die eigentlich den Namen „Opposition“ verdienten. Auch das ist, im Unterschied zur Weimarer Zeit, ein Kennzeichen der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit, dass nämlich jede mögliche relevante Opposition von den Herrschenden infiltriert, zersetzt, dienstbar oder unschädlich gemacht worden ist.

    Sie werden von mir keine Vorschläge erfahren, was man im allgemeinen tun sollte, weil meine Ansichten völlig irrelevant sind und ich irgendwelche Gedankenspiele eigentlich weder für mein Ego noch im praktischen Leben brauche. Allerdings werden Sie von mir kein Bekenntnis zum bürgerlich-kapitalistischen Staat und seine formale Gesetzlichkeit hören, dies betrifft genauso seine Geschichtsdoktrin zu zeitgeschichtlichen Fragen, die absolut an stalinistische Muster erinnert.

    Jede neuzeitliche staatlich moderierte Geschichtsschreibung ist Herrschaftsgeschichtsschreibung, sie widerspiegelt immer die Interessen der Herrschenden und ist deswegen parteiisch und nicht wissenschaftlich objektiv.

    Ein bestimmender Teil der Geschichtsschreibung ist aber die Geschichte des Christentums an der Staatsmacht. Genau an der Stelle fängt aber die Lügerei bis die Balken sich biegen schon an. Wer allen Ernstes einen Jesus für eine historische Person hält und es sich gefallen lässt, dass um die frei erfundene literarische Figur ein Kult aufgebaut wurde und weiter aufrechterhalten wird, der endlich staatsformenden Charakter annahm und noch heute Staaten und Kulturen mitprägt, der muss sich nicht wundern, wenn er auch sonstwie in jeder Weise belogen, betrogen, benutzt, ausgebeutet und wahrlich beherrscht wird. Ein religiös inspiriertes Märchen wurde vielerorts zur Staatsreligion (in der neudeutschen BRD gelegentlich Teil der „Leitkultur“ genannt) erhoben – ja Freunde und Freundinnen, und dann soll man sich noch „kritische“ Gedanken um Meinungsfreiheit, Geistesfreiheit, Kulturbewahrung, gar nationale Unabhängigkeit machen?
    Das Christentum ist eine Lebenslüge an sich. Und solange nicht diese Lüge aufgeklärt und beseitigt ist, wird es auch keine Aufklärung und Beseitigung aller anderen, manchmal noch schwerwiegenderen Lebenslügen geben, z.B. die Lüge, dass der Kapitalismus ein irgendwie normaler volkseigener Betrieb sei, den man nur ein bischen ändern brauche, und ansonsten ginge die Sache schon in gottgewollte Ordnung.

    Ein erster Schritt zur kritischen Bestandsaufnahme ist freilich die Forderung nach der vollständigen Trennung von Staat und religiösen Gemeinschaften aller Art – der Laizismus.

  41. Heider sagt:

    chicano, November 1, 2012 um 12:00
    „warum belassen sie es nicht einfach bei fanatikern?
    ein mordender fanatiker kann nicht gleichzeitig christ sein“

    Die regierenden Christfanatiker von Killary Clinton bis zu ihren Gefolgsleuten in den europäischen Zentren können Ihnen leicht das Gegenteil zeigen. Gegenwärtig lassen sie bspw. die eigenen christlichen Brüder und Schwestern in Syrien durch die hauseigene fünfte Kolonne (Al Kaida u.a. islamistische Trupps) meucheln, in einigen afrikanischen Ländern (Nigeria) laufen ähnliche Schauspiele ab. Vorher hat man die starke und einflussreiche christliche Minderheit im Irak erfolgreich dezimiert und teils zur Flucht nach Europa getrieben. Der christliche Oberhirte im Vatikan schweigt oder mahnt höchstens salbungsvoll wie immer und unterhält ansonsten beste Beziehungen zu allen Kriminellen an der Staatsmacht.

    Jetzt sagen Sie bitte nicht, das sind keine echten Christen, sie geben sich nur so aus, sind aber wirklich nur Heuchler, die die Botschaft Jesus‘ verfälschen usw. Dieses „Argument“ fällt nahezu immer dann, wenn Christen des Verbrechertums bezichtigt werden und zieht sich wie ein roter Faden auch durch Debatten nach Vorhaltungen zu lange zurückliegenden geschichtlichen Ereignissen.
    Christentum ist ein Herrschaftsinstrument, ein Kalkül und ein Geschäft mit mehreren Komponenten und vielen Mitspielern, die sich alle Christen nennen. Meine Aufgabe ist es nicht, die echten von den falschen Christen zu scheiden und die wahre Christlehre zu befördern, denn ich bin kein Christ und werde niemals einer werden. Das wäre „eure“ Aufgabe, die „ihr“ euch auf irgendein Ur-Christentum berufen möchtet, von dem es keine nachvollziehbaren Quellen gibt, und das freilich zu keiner Zeit wirklich geherrscht hat, sodass man es anhand seiner Praxis überprüfen könnte. Stattdessen gibt es bei bekennenden, angeblich kirchenkritischen Christen die deutliche Tendenz, auch die Staatskirchen und den Papst gegen Angriffe in Schutz u nehmen und sich für ihr Verbleiben an der Macht auszusprechen im Sinne eines „Weiter so!“

    Was hätten ernsthafte Christen zu verlieren, wenn sie nicht die Staatsmacht teilten – Reichtum, Wohlstand, politischer Einfluss, alle Vorteile eines anerkannten führenden Glaubens? Darin liegen wohl ihre Beweggründe – die einfache Korruption!

    Der letzte laizistische Staat im arabischen Raum, Syrien, hat übrigens bis vor kurzem bewiesen, dass es durchaus möglich ist, auch in durch eine Mehrheitsreligion (Islam) bestimmten Kulturen eine gesellschaftliche Ordnung zu schaffen, die verschiedenen religiösen Volksgruppen gleiche Rechte des Glaubens und der allgemeinen Teilhabe zugesteht.
    Aber unsere hiesigen Christen, die auf div. Foren fleissig die deutsche Zukunft erörtern, behaupten immerfort, dass solches nur bei uns nicht anginge – nach ihrer Vorstellung sollen Atheisten, Heiden, Nichtreligiöse aller Art (schätzungsweise 30 bis über 50 Prozent der Deutschen) weiterhin die christliche Leitkultur akzeptieren oder am Besten wieder gleich zum Christentum konvertieren.
    Das ist doch ein schlechter Witz, oder?

  42. @Dr. Bullinger

    >Ich erzähle das jedem (!) ungeachtet seiner Religion, Kultur. Geisteshaltung etc.,
    >Das ist meine Pflicht als Therapeut.

    Ist denn „jeder“ Ihr Patient???

    >Christus-Kind in uns

    Mit dieser Namensgebung implizieren Sie als „christlicher Missionar“, dass Jesus der alleinige Heilsbringer ist. Nur durch Jesus kann der Mensch heilen. Nonsens. Jesus hat es benannt und man hat es nach ihm benannt (und sich damit die „Rechte gesichert“) – doch es bedarf des Namens Christus nicht!

    >christliche Mission

    Mission ist ein Auftrag – in dem Fall das Christentum zu verbreiten. Den Auftrag erfüllen Sie unbewusst, indem Sie das Kind Christus rufen, anstatt es beim jeweils eigenen Namen zu nennen.

    >>Jedenfalls könnte das Ihre Aggressivität erklären, die stets auftritt, wenn christliche Dinge zur Sprache kommen.

    Ich meine eher, Heider geht es so wie mir: wir haben ein Autoritätsproblem. Und so wie es einem in der Deutschen Sprache in den Mund gelegt wird, ist man der böse Schlingel, wenn man Autorität nicht akzeptiert. Dabei ist es ein Urinstinkt, ein natürlicher Impuls im Streben nach Wahrheit und einem tiefen Wissen, dass alles Leben gleich ist und niemand über einem anderen zu stehen hat.

    Der „Alleinherrschaftsanspruch“ eines Gottes verhalf von jeher schon Pharaonen, Kaisern, Königen, Monarchen aller Art, Regierungen (regere=herrschen!!!), Diktatoren und vor allem den Päpsten zu ihrer Macht über die Menschen. Wenn wir den Imperialismus als großen Feind betrachten, ist dies nur eine äußerst oberflächliche Beschau.

    Mit dem Monotheismus entstand die Art von Hierarchie, die wir heute leben und die wir als Wahrheit akzeptiert haben, deren Irrtum wir leben – sie ist ein durch einen monotheistischen Gott künstlich geschaffener Archetyp.

  43. Dr. Gunther Kümel sagt:

    @ Heider: „…ist die Souveränität 1945 beendet worden, … Das GG war nicht als Keim einer künftig wiederzuerlangenden nationalen Unabhängigkeit gedacht, sondern es markierte wie gesagt das Ende jeder deutschen nationalen Unabhängigkeit.“

    Klare Worte, völlig richtige Analyse der Situation: Das ist der Stand der Dinge.

    In Ihrem Text ging es ja nicht vorrangig um Aktion, diesen Zustand zu verändern. Vermutlich haben Sie Ideen dazu.
    Heute ist das Defizit an Handlungsfreiheit (Souveränität) der „brd“ weithin unbekannt. Deshalb ist Information (COMPACT) darüber so wichtig, wer sich einer Ausweitung der Souveränität entgegenstellt, und wie das bewerkstelligt wird.

    Denn Handlungsfreiheit (wie jede Freiheit) wird nicht durch Formalien eingeräumt. So manche Tyrannei hatte eine liberale Verfassung. Freiheit erwächst, indem sie in Anspruch genommen wird. Die Souveränität der „brd“ kann schrittweise ausgeweitet werden bis hin zur Erlangung voller Handlungsfreiheit eines deutschen Nationalstaates. Aber dazu bedarf es der Persönlichkeiten unter den Politikern, die um dieses Ziel wissen und es im Sinne des GG (Nutzen des Deutschen Volkes) auch anstreben.

    Das GG war ursprünglich (dank der Persönlichkeiten im Parlamentarischen Rat, allen voran Carlo Schmid) nämlich nicht so schlecht, wie seine Einführung als gesetzeswidriges Oktroy der westlichen Siegermächte vermuten ließe.

  44. chicano sagt:

    @ heider

    warum belassen sie es nicht einfach bei fanatikern?
    ein mordender fanatiker kann nicht gleichzeitig christ sein

    „Die regierenden Christfanatiker von Killary Clinton bis zu ihren Gefolgsleuten in den europäischen Zentren können Ihnen leicht das Gegenteil zeigen.“

    sehen sie das wirklich so? wohl ja. ich schrieb ihnen ja, dass ich selbst ein ebensolch vernichtender kritiker war, wie sie und das über mehr als 40 jahre. doch ist das wirklich logisch?

    wenn sich jemand pazifist nennt und auf die fahne schreibt, ja gar einen pazifistenclub betreibt und doch bei jedem krieg als söldner meuchelt, werden sie dann behaupten das alle pezifisten söldner und mörder sind?

    wenn jemand sich tierfreund nennt und eine gänsestopfleberfarm unterhält, macht das aus allen tierfreunden der welt plötzlich tierquäler?

    ich nehme bewusst so lächerliche beispiele, weil eben unser verstand uns hier gern streiche spielt, noch mehr aber unsere bequemlichkeit. eine killary kann sich christin bis zum santknimmerleinstag nennen, sie ist erst eine, wenn sie nach christlichem ideal lebt.

    „Gegenwärtig lassen sie bspw. die eigenen christlichen Brüder und Schwestern in Syrien durch die hauseigene fünfte Kolonne (Al Kaida u.a. islamistische Trupps) meucheln, in einigen afrikanischen Ländern (Nigeria) laufen ähnliche Schauspiele ab. Vorher hat man die starke und einflussreiche christliche Minderheit im Irak erfolgreich dezimiert und teils zur Flucht nach Europa getrieben. Der christliche Oberhirte im Vatikan schweigt oder mahnt höchstens salbungsvoll wie immer und unterhält ansonsten beste Beziehungen zu allen Kriminellen an der Staatsmacht.“

    das ist alles wahr, soweit ich informiert bin. und doch ändert das nichts an dem von mir zuvor als antwort geschriebenen, oder?

    „Jetzt sagen Sie bitte nicht, das sind keine echten Christen, sie geben sich nur so aus, sind aber wirklich nur Heuchler, die die Botschaft Jesus’ verfälschen usw. Dieses “Argument” fällt nahezu immer dann, wenn Christen des Verbrechertums bezichtigt werden und zieht sich wie ein roter Faden auch durch Debatten nach Vorhaltungen zu lange zurückliegenden geschichtlichen Ereignissen.
    Christentum ist ein Herrschaftsinstrument, ein Kalkül und ein Geschäft mit mehreren Komponenten und vielen Mitspielern, die sich alle Christen nennen.“

    warum soll ich nicht sagen, dass das keine „echten christen“ sind? weil man sich dann die mühe der unterscheidung nicht machen braucht? ist das gerecht? wahrhaftig?

    aber so ist nun einmal. tut mir leid, wenn ihnen zu anstrengend ist, was sie im nächsten satz ja auch anführen:

    „Meine Aufgabe ist es nicht, die echten von den falschen Christen zu scheiden und die wahre Christlehre zu befördern,“

    wenn ich die echten pazifisten von den falschen unterscheide, muss ich noch nicht zwangsläufig den pazifismus befördern wollen…..die gerechtigkeit gebietet es einfach zu untescheiden, besonders wenn ich ein urteil fällen möchte, was sie ja tun. das sie es tun will ich niht beurteilen, es ist ihre sache aber wenn sie es tun, sollten sie sehr genau unterscheiden, oder?

    „….denn ich bin kein Christ und werde niemals einer werden.“

    denn ich bin vielleicht kein pazifist und werde nie einer sein. darum geht es auch gar nicht primär in unserem wortwechsel. mir geht es um gerechtigkeit und wahrhaftigkeit, indem ich nicht nach etiketten urteilen möchte, sondern nach taten.

    es ist doch dann auch gar nicht so schwieirig, wenn man es denn möchte. wenn sich etliche schwerverbrecher einer gruppe von menschen, hier christen zugehörig heißen oder gar eine organisation, die mit feuer, pech, schwefel und glühenden kohlen gefoltert und gemordet hat auf dem erdkreis, wie kaum eine zweite, sich als hauptvertreter dieses „christlichen gedankens“ ausgibt, so ist doch leicht zu erkennen, dass etwas nicht stimmen kann mit dem ettiket.

    „Das wäre “eure” Aufgabe, die “ihr” euch auf irgendein Ur-Christentum berufen möchtet, von dem es keine nachvollziehbaren Quellen gibt,“

    warum sollte das die aufgabe von „uns“ sein. die aufgabe eines christen, ist wie ein christ zu leben bzw. das zu versuchen (punkt)

    ich schrieb ja, dass die latte dabei so hoch liegt, das ein christliches leben eigentlich nur aus fehltritten besteht, die aber gesehen werden wollen, sowie aus dem versuch und ehrlichem bestreben, den „nächsten schritt“ besser zu tun.

    christen sind nicht die staatsanwälte, die für begrifflichkeiten kämpfen. es gibt genug menschen, leider wahrlich selten unter den mächtigen, die durch ihr leben lehren, dass es christen gibt und der „christlche leitgedanke“ gute früchte tragen kann.

    wenn überhaupt dann ist das richtige weg, die „aufgabe“ die sie fordern das man sie erfüllen soll.

    wegen des beweises…ich schrieb ja: ob nun mythos oder realität. es geht um den leitgedanken an sich und der ist meines erachtens wunderbar.

    „und das freilich zu keiner Zeit wirklich geherrscht hat, sodass man es anhand seiner Praxis überprüfen könnte.“

    es ist ja auch nicht möglich, dass es jemals herrscht (jetzt hätte ich fast geschrieben: mein freund. aber das würde sie sicher aufregen😉 ) es kann erst herrschen, wenn genügend oder alle menschen danach leben würden, also vielleicht niemals. es wird vielleicht immer unterliegen gegen killarys & co, denn es wendet nicht die selben mittel an. es ist sehr verletzlich und schwach im angesicht der entfesselten gnadenlosigkeit und gefühllosigkeit.

    es kann aber stark und wirksam in einem individuellen leben sein, dass aber muss man selbst erfahren. ich konnte es jedenfalls niemals glauben. überprüfen könnten sie es nur an sich selbst und welche wirkungen dies auf sie selbst und ihren nächsten umkreis, familie, freunde etc. hat. und missionieren kann man da getrost vergessen, da würde doch jeder nur das weite suchen, zu recht wohl. aber wenn sie es versuchen zu leben, werden sie ihre liebsten durch ihr beispiel nicht nur inspirieren anders zu handeln als killary & co, sie werden sie auch glücklicher machen und auch sich selbst.

    sie müssen dann aber mit angriffen leben können, wie die von ihnen😉

    „Stattdessen gibt es bei bekennenden, angeblich kirchenkritischen Christen die deutliche Tendenz, auch die Staatskirchen und den Papst gegen Angriffe in Schutz u nehmen und sich für ihr Verbleiben an der Macht auszusprechen im Sinne eines “Weiter so!”“

    tja, so ist das mit schäfchen eben.

    aber was hat das mit dem „christlichen leitgedanken“ zu tun? so wenig das adlerei mit dem hühnerei, obwohl sie beide sehr ähnlich aussehen.

    sehen sie den papst „der armen“ albino luciani, der nach 33 tagen im amt höchstvermutlich vergiftet und ermordet wurde, weil er den reichtum der kirche anprangerte, die dunklen geschäfte der vatikanbank offenlegen und den „christlichen leitgedanken einer armen, bzw. den reichtum verteilenden kirche“ machtvoll tätigen wollte. so ist die welt aber lasten sie das doch nicht dem, sie wissen schon, an😉

    „Aber unsere hiesigen Christen, die auf div. Foren fleissig die deutsche Zukunft erörtern, behaupten immerfort, dass solches nur bei uns nicht anginge – nach ihrer Vorstellung sollen Atheisten, Heiden, Nichtreligiöse aller Art (schätzungsweise 30 bis über 50 Prozent der Deutschen) weiterhin die christliche Leitkultur akzeptieren oder am Besten wieder gleich zum Christentum konvertieren.
    Das ist doch ein schlechter Witz, oder?“

    es geht hier wohl eher darum, dass der islam auch eine politische dimension hat, die scharia, das religion und staatsmacht hier in einem guss bestehen, dass will die mehrheit unserer gesellschaft nicht, daher die ängst und sorgen. verständliche ängste und sorgen, unter diesem gesichtspunkt. man hat sich hier vor langer zeit entschieden, dass „der glaube“ eine privatangelgenheit ist. die kirche hat viel dazu beigetragen in den letzten jahrhunderten aber das wissen sie ja sehr genau.

    wie gesagt, ich verstehe all ihre argumtene so gut wie sie selbst, doch stimmen sie so nicht wirklich. ich diskutiere, unterhalte mich gern auch weiter mit ihnen, es sei denn, sie hassen nun all das, was ich schreibe, wollen den blickwinkel gar nicht überprüfen und sind so oder so darauf eingestellt „ihren feind“ ausgemacht zu haben, denn sie sich auf keinen fall wollen nehmen lassen.

    doch dann möchte ich sie daran erinnern, sind sie selbst kein gerechter mensch und darum geht es ihnen doch, nicht wahr?

    einen schönen tag noch….

  45. Evolutionsskeptiker sagt:

    PS;

    was nicht heissen soll, dass passionsspiele der anfang aller europ. kultur waeren.

    heider, chicano u. a.:

    es ist doch nun wirklich nicht sinn der sache, sich als atheist oder nicht-atheist jedesmal getroffen zu fuehlen, wenn der andere seine meinung darlegt. das eine muss ja das andere nicht ausschliessen – soviel gegenrespekt kann man wohl verlangen, von allen gesprachsteilnehmern.

    verletzen… angreifen… erregt reagieren…

  46. chicano sagt:

    stimm evollstens zu @ evolutionsskeptiker und fühle mich gar nicht angegriffen. der heider hoffentlich auch nicht. es war nämlich nicht im geringsten meine absicht ihn anzugreifen.

    atheist und oder nicht-atheist, dass ist doch jedermanns eigene sache. mir ist ein menschlicher atheist liebe als ein unmenschlicher an sonstwas glaubender.

    allet keen ding, hauptsache man versucht sich zu verständigen😉

  47. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Evolutionsskeptiker

    Die szenische Darstellung der Ostersequenz ab dem 10. Jahrhundert war der erste Versuch in deutscher Sprache, dramatische Inhalte aufzuführen. Vorher gab es so etwas nicht, es wäre denn, man zieht die Fastnachtsspiele (bzw. Perchtenlauf usw) mit heran.

    Diese dramatische Darstellung des Liturgiebestandteils Ostersequenz wurde an den Stationen einer innerörtlichen Prozession entwickelt. Sie ging sehr bald immer weiter über die eigentliche Darstellung der Passion hinaus. Etwa war der Kauf einer Salbe für die Wunden Jesu Gegenstand einer komödiantischen Handlung, das umständliche Handeln mit dem Verkäufer der Salbe. Immer mehr weltliche Inhalte mischten sich mit der liturgischen Darstellung. Schließlich verbot die Kirche, diese ausufernden Darstellungen bei der Prozession oder in Kirchen durchzuführen, so weit hatten sie sich vom Ursprung entfernt.

    Die dramatischen Aufführungen waren allerdings immer beliebter geworden, je mehr sie sich vom Religiösen entfernten.
    Folglich verlegten sie die Akteure auf eine Freiluftbühne, die (entsprechend den Stationen der Prozession) eine Simultanbühne darstellte. Die Requisiten wurden immer aufwendiger gestaltet und wurden folglich auch an anderen Orten bei den gleichen Aufführungen verwendet. Es entstand die Wanderbühne, der Theaterkarren, der mit einem feststehenden dramatischen Repertoire und Ensemble von Ort zu Ort zog. Erst Jahrhunderte später wurde die Aufführung in ein festes Schauspielhaus verlegt, die ortsfeste Guckkastenbühne:

    DAS WAR DER BEGINN DER DEUTSCHEN DRAMATIK!

    Die von Ihnen genannten Passionsspiele sind eine Sonder-Entwicklung der deutschen Dramatik, die auf die gleichen Wurzeln zurückgeht, wobei der Inhalt sich jedoch nicht vom Liturgischen entfernte.

    Wenn ich ähnlich ausführliche Extempori auch für Malerei, Musik, Kathedralenbau durchführen wollte und könnte, dann könnten Sie die (ansonsten triviale) Erkenntnis gewinnen, daß die gesamte Kultur des Abendlandes von der Ostersequenz bis zu den Ikonen und den Kantaten Bachs im Christentum wurzelt. Das widerspricht ja der Bedeutung der Antike für die europäische Kultur (namentlich seit der Renaissance) nicht.

    Eine solche Entwicklung wäre eben nicht recht denkbar gewesen, wenn nicht früh begriffen worden wäre, daß das Christentum mehr ist als eine Ansammlung von Mythen und frommen Legenden. Gerade die frühen Christen (die Katharer)
    sahen besonders deutlich, daß die Lehre Jesu eine Beschreibung und Analyse des Geistigen in der Welt darstellt.

    Die Frage nach dem Geistigen, bzw., das Leib-Bewußtseins-Problem, auch Leib-Seele-Problem genannt, ist ein Uralt-Thema jeder Philosophie seit der Antike. Das Christentum anerkennt explizit die Existenz der bewußten Erkenntnisfähigkeit und legt die Existenz des Geistigen als etwas Besonderes, als „göttlich“ aus, das sehr wohl der Liturgie würdig ist.Der eigentliche Gehalt des Christentums besteht also in einer Transzendenzphilosophie.

    Die christliche Philosophie des MA, vornehmlich die Scholastik, berief sich durchgehend auf die Denker der Antike (Aristoteles),
    und kontrastierte die christliche Lehre mit der Philosophie der Antike, Vernunft-Philosophie wider Geist-Religion. Nebenbei wüßten wir wenig über die Antike, wenn nicht Mönche die Texte der Antike durch fleißiges Abschreiben bewahrt hätten, auch über den Umweg über arabische Quellen.

  48. @ Heider
    @ monikaclaralucia

    Hm, hm… Ich fürchte, Sie haben Recht. Es gibt da wohl tatsächlich einen Ego-State in mir, den man als eifrigen oder sogar eifernden „Christmissionar“ bezeichnen kann.

    Das ist mir neu und ich danke Ihnen, für die Vermittlung dieser für meine Individuierung sehr wichtigen Selbsterkenntnis.

    Ich muß da jetzt noch ein wenig darüber nachdenken. Insbesondere, wie ich diesen Persönlichkeitsanteil widerspruchsfrei in mein Selbstverständnis integrieren kann.

    Alles Gute für Sie, und natürlich auch für alle anderen Kommentatoren.

  49. chicano sagt:

    @ joachim

    ich glaube ausnahmsweise bist du mal zu streng mit dir bulli.

    lies nochmal in ruhe alles was du geschrieben hast und dann auch nochmal die erwiederungen darauf…lass dir keinen bären aufbinden😉

  50. Monika H. (oben monikaclaralucia) sagt:

    @chicano zu Dr Bullinger

    >lass dir keinen bären aufbinden

    Meinen Sie nicht, er ist intelligent genug, um einen Aspekt von einem Bären unterscheiden zu können?

  51. chicano sagt:

    @ monica

    „Meinen Sie nicht, er ist intelligent genug, um einen Aspekt von einem Bären unterscheiden zu können?“

    sehen sie hier irgendwo bären?

  52. chicano sagt:

    na schön monika oben monikaclaralucia

    auch wenn ihre frage sicher so rethorisch war, wie meine erste antwort, hier noch eine zweite:

    er ist sogar intelligent genug sich selbst bzw das was er sagt und tut in frage zu stellen, zu überprüfen, ständig.
    damit unterscheidet er sich nur gewaltig von manch anderen hier, die sich für so interelligent halten, dass sie meinen andere kritieren zu können, ohne einen blassen schimmer von dem zu haben, was sie kritisieren😉

  53. Evolutionsskeptiker sagt:

    gunther kuemel:

    es ging im kern um die sache der kultur, nicht um einzelne kleinere aspekte – und dazu gehoert die passionsspiele, die nunmal nicht der haupttragende teil der europaischen geistigen tradition sind. im ganzen betrachtet, stellen diese nur eine seite dar, die nicht allzu hoch zu bewerten ist im gesamtkontext. denn die kultur umfasst eben weitaus mehr als kirchliche sitten u. braeuche. es ist definitiv keine christliche wurzel im theater, in der musik, tanz, oper, bauwesen oder der kunst zu finden, da alle genannten bereiche bereits im vorchristlichen zeitalter in ihrer reifen ausformung existierten. die christlichen kunstschaffenden haben nur die traditionen wieder aufgegriffen und weitergefuehrt, auf dieser grundlage entstanden neue stile und formen. die ueberlieferung der antiken schriften und philosophien sowie der wissenschaft, literatur und anderer ist zuallererst nicht den arabern zu danken, sondern gelang durch die leistungen der byzantinischen gelehrten, die das gesamte geistige denken und wissen ihrer zeit und der vorangegangenen jahrhunderte beherrschten, im gegensatz zu den westlichen laendern, die zu gleicher zeit kaum einen ansatz aufweisen konnten. die entsprechenden entwicklungen im westen begannen erst viel spaeter, und waeren ohne die beeinflussung des westens durch konstantinopel nie moeglich gewesen.

    im kern jedoch ist es nicht das christentum, welches die europaeische kulturtradition hat entstehen lassen. sie hat ihren ursprung in der roemischen welt und noch staerker im hellenismus und in der klassischen zeit.

  54. Heider sagt:

    Dr. Gunther Kümel
    „In Ihrem Text ging es ja nicht vorrangig um Aktion, diesen Zustand zu verändern. Vermutlich haben Sie Ideen dazu.“

    Verzeihen Sie.
    Um etwas zu ändern, müsste ich es können.
    Wenn ich es könnte, dann würde ich alles ändern.
    Nicht nur unsere Religionen, insbesondere auch unsere Wirtschaftsweise (der Kapitalismus), die Regierungsform(en), unser Umgang mit Wissenschaft und Technologien, unsere gesamte daraus resultierende Lebensweise und unser Verständnis für die Natur und alle Lebewesen ausser uns sind falsch.
    Meine Kritik zielt auf’s Ganze, nennen Sie es Kulturkritik.

    Am meisten beeindruckte mich zuletzt Muammar al-Qadhafi,
    einige Möglichkeiten zu Demokratie (Selbstorganisation) und Ökonomie stehen im
    „Grünen Buch“
    http://julius-hensel.com/2011/09/das-grune-buch-von-muammar-al-quadhafi-auf-deutsch/

    Eine schonungslose und bedrückende Beschreibung der „Zivilisation“ am Beispiel des Lebens in der Stadt und auf dem Land steht hier (Downloadmöglichkeit; nur 0,25 MB):

    „Das Dorf, die Erde, und der Selbstmord des Astronauten“

    http://2download.de/download-916d3891a243c10fede49f9c276f1a20.php.muammar-algaddafi%20-%20das%20dorf….pdf#.UJW7IVHmj_c

  55. Chicano schrieb sehr schön „allet keen ding, hauptsache man versucht sich zu verständigen“.
    Hier bin ich Dir Chicano mal wieder restlos zur Seite gestellt.
    Nun hat Religiosität in meinem eigenen Anschauungsgeflecht (manchmal auch -gewirr) indessen keinen zentralen Stellenwert. Ich schließe lieber vom Einzelnen ins Ganze; das Herz ist der Dom, nicht das steinerne Gewölbe, welches den Himmel trägt.
    In den vielen Auseinandersetzungen in Religionsfragen – gerade im JE-Blog immer sehr leidenschaftlich und umfangreich geführt – fällt mir, in meiner Gelassenheit, auf, wie bitter und vom Allgemeinen in die persönliche Verletzung leitend (besser sch[l]ießend) die Diskutanten zuweilen werden. Auch, mit Verlaub, die, die es an wenigsten nötig hätten.
    Ich sehe gleichsam von oben herab die schöne Eiche, um die Heiden und Christen gestellt sind, gespannt, wer da nun recht hätte. Und wenn nach den harten Axthieben letztlich der alte, harte Stamm fällt, ist eines gewonnen: Der Baum ist gefällt, der Lebensraum unzähliger Wesen, die nicht nach Halbmond, Kreuz, Kugelbauch, Hanukkah oder sonstwas fragten und auch nicht Recht behalten wollten, daß die die o.g. falsch lagen. Ein Stück altes, gutes Leben gefällt in Rechthaberei.
    ‚Gefühl ist alles – Namen sind Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsrauch.‘
    Die Unabhängigkeit meiner Leute (von ahd. „liut“, Volk), Freiheit und Wohlfahrt – und damit der innere und äußere Frieden sind in Gefahr, endlich tödlicher Gefahr. Die Axtschläge abgelöst durch’s kreischen der rasselnd sägenden Kette. Ich mag dieses mechanische Gekreisch nicht mit dem Relgionshassern und -fanatikern vermischt hören, „vom Himmel durch die Welt zur Hölle.“ (nunmehr ungelassen)
    SUUM CUIQUE

  56. Heider sagt: November 3, 2012 um 02:22

    Dr. Gunther Kümel
    “In Ihrem Text ging es ja nicht vorrangig um Aktion, diesen Zustand zu verändern. Vermutlich haben Sie Ideen dazu.”

    Verzeihen Sie.
    Um etwas zu ändern, müsste ich es können.
    Wenn ich es könnte, dann würde ich alles ändern.

    Hm, hm… alles also, wenn Sie könnten, würden Sie alles ändern, die ganze Welt. Weil die ganz falsch ist und nicht so, wie sie Ihrer Meinung nach sein sollte.

    Daß das nicht geht, haben Sie schon erkannt. Aber bis zu dem Schluß, daß das einzige, was Sie wirklich ändern können, Sie selbst sind, sind Sie noch nicht vorgedrungen.

    Sie wollen ihr Bild im Spiegel verändern, haben aber noch nicht erkannt, daß es Ihr Bild im Spiegel ist, daß Sie verändern wollen. Und halt nicht dadurch verändern können, daß Sie den Spiegel verbiegen oder wie ein Photo zu retuschieren versuchen. Das ist per se aporetisch.

    Wenn Sie z.B. einen Fehler entdecken, in einem Text, den Sie gerade mit ihrem Computer schreiben, dann können Sie den nicht im Tipp-Ex am Bildschirm korrigieren, sondern nur dadurch, daß Sie die Textverarbeitungssoftware benützen, die Ihnen dazu zur Verfügung steht.

    Damit können Sie dann sogar nicht nur alle (!) Fehler korrigieren, sondern den gesamten Text neu und anders erzählen. Viel schöner sogar, wenn Sie das wollen? Aber auch viel häßlicher, wenn Sie das wollen? Es ist dann alles Ihrem Willen unterworfen.

    Und wenn Sie dann noch erkennen, daß dieser, Ihr ureigenster Wille mit dem Wille Gottes in eins fällt, sind Sie geheilt.

    OK, das hätte ich mir und Ihnen jetzt ersparen können. Aber dieser Versuch, das Unanschauliche so zu veranschaulichen, daß Sie es verstehen können, ist weder so ganz so hilflos, noch so unendlich anmaßend, wie er für Sie vermutlich daherkommt.

    Er kann und soll nämlich Ihren frei flottierenden Haß binden und Sie zwingen, Ihn so deutlich zum Ausdruck zu bringen, daß Sie seine Gestalt selbst in dem Zerrspiegel noch erkennen können, mit dessen Hilfe Sie sich und die Welt sehen und – notwendig vergeblich – zu verstehen versuchen.

    Außerdem bin auch Ich nicht frei von Bosheit und habe da meinen Spaß daran🙂.

    Also: Feuer frei! Sie dürfen mich (mein Ich) jetzt so häßlich hassen, wie Sie wollen.

    Mal sehen, ob Ihnen das noch gelingen kann, wenn Ich es Ihnen erlaube.

    Tja ja, Sie haben schon Recht: Die ganze Welt ist falsch und funzt paradoxal😉 .

    Also, wie stets, mit Ihrem Haß? Geht’s noch?

    Jetzt schon wieder etwas besser, gelt? Sie sollten mir eigentlich dankbar sein. Denn – wie Sie gesehen haben – hätte ich Ihnen Ihre Befähigung zu hassen nehmen können. Ich habe Sie Ihnen aber wieder zurück gegeben.

    So aus christlicher Nächstenliebe.🙂

    P.S.: Haben Sie eigentlich Pickel? Dann versuchen Sie doch mal, die im Spiegel auszudrücken, wenn Sie einen Beweis dafür brauchen, daß das nicht geht.

  57. chicano sagt: November 2, 2012 um 16:11

    @ joachim

    ich glaube ausnahmsweise bist du mal zu streng mit dir bulli.

    lies nochmal in ruhe alles was du geschrieben hast und dann auch nochmal die erwiederungen darauf…

    Habe ich gemacht, wie Du auch an meinem obigen Posting leicht ablesen kannst.

    Danke für die Supervision (Doppelsinn), Chico.

  58. chicano sagt:

    @ fischer

    „Nun hat Religiosität in meinem eigenen Anschauungsgeflecht (manchmal auch -gewirr) indessen keinen zentralen Stellenwert.“

    ich glaube sie missachten da ihr eigenes sehnen und trachten, wenn ich mal so sagen darf. wie ein religiöser menschen, der bezeichnung nach, ja nichts anderes sucht als die rückbindung an seinen eigenen ursprung, so wollen doch die das selbe, zurück zu den alten, den guten traditionen, aus dessen schoß all das gewachsen ist, dass sie lieben, zu verteidigen bereit sind und bewahren wollen….auch um selbst heilung zu erfahren, nicht wahr?

    sehen sie, so ist es zb auch bei mir, auch ich suche die rück(ver)bindung neu zu beleben, nur gehe ich eben noch etwas weiter zurück als bis zu den von ihnen geliebten traditionen.

    „Ich schließe lieber vom Einzelnen ins Ganze;“

    sehen sie und ich vom ganzen ins einzelne.

    „das Herz ist der Dom, nicht das steinerne Gewölbe, welches den Himmel trägt.“

    zweifelsohne! die wahre kirche ist das herz eines liebenden menschen. doch die in stein gehauenen dome sind symbole dafür, erinnerungungen, orte an denen der mensch eine weile lang nichts, wirklich nihts anderes tut als sich auf die religare zu besinnen und all das in sich offenzulegen, dass eine religare erst nötig macht. denn verbunden sind wir immer, dass wir es aber nicht mehr spüren, liegt daran, dass unsere herzen keine heiligen orte mehr sind.

    „In den vielen Auseinandersetzungen in Religionsfragen – gerade im JE-Blog immer sehr leidenschaftlich und umfangreich geführt – fällt mir, in meiner Gelassenheit, auf, wie bitter und vom Allgemeinen in die persönliche Verletzung leitend (besser sch[l]ießend) die Diskutanten zuweilen werden. Auch, mit Verlaub, die, die es an wenigsten nötig hätten.“

    weil wir alle menschen sind. wer erträgt schon leichten herzens angriffe, beleidigungen, anfeindungen, hohn und spott? wohl kaum einer. entscheidend ist wie lange eine emotion vorhält und ob man nach erstem aufwallen des rauches wieder zum frieden zurückfinden kann, die bereitschaft dazu nie erlahmt.

    „Ich sehe gleichsam von oben herab die schöne Eiche, um die Heiden und Christen gestellt sind, gespannt, wer da nun recht hätte.“

    der der liebt, der hat recht. der der verzeiht, der hat recht. es ist so einfach und zugleich das schwerste.

    „Und wenn nach den harten Axthieben letztlich der alte, harte Stamm fällt, ist eines gewonnen: Der Baum ist gefällt, der Lebensraum unzähliger Wesen, die nicht nach Halbmond, Kreuz, Kugelbauch, Hanukkah oder sonstwas fragten und auch nicht Recht behalten wollten, daß die die o.g. falsch lagen. Ein Stück altes, gutes Leben gefällt in Rechthaberei.“

    möge unser aller ego fallen, wie der von dir beschriebene baum. nicht in den tod, sondern auf seinen von beginn angeratenen platz, als steuermann auf dem schiff des lebens aber nicht als kapitän, zu dem es sich durch meuterei (bulli würde sagen gegen das christkind und er hat recht in seiner terminologie😉 ) gemacht hat. seitdem segelt das schiff von schmerz zu schmerz, von untergang zu untergang…..

    „‘Gefühl ist alles – Namen sind Schall und Rauch, umnebelnd Himmelsrauch.’“

    gefühl ist viel, ja alles, doch namen können in form gegossene gefühle sein und gefühle übertragen, so wie jedes symbol. so sprichst du nicht umsonst in den worten, die du wählst, sondern weil sie für dich in schöner weise am besten transportieren, was dir im herzen heilig ist.

    „Die Unabhängigkeit meiner Leute (von ahd. “liut”, Volk), Freiheit und Wohlfahrt – und damit der innere und äußere Frieden sind in Gefahr, endlich tödlicher Gefahr. Die Axtschläge abgelöst durch’s kreischen der rasselnd sägenden Kette. Ich mag dieses mechanische Gekreisch nicht mit dem Relgionshassern und -fanatikern vermischt hören, “vom Himmel durch die Welt zur Hölle.” (nunmehr ungelassen)
    SUUM CUIQUE“

    dann ändere dich. etwas anderes kannst du eh nicht ändern und dann gehen vielleicht andere mit dir mit. sei ein vorbild an tugend und vor allem an liebe und du änderst nicht den teil der welt, den du repräsentierst.

    jesus tat dies für mein verständnis wie kaum ein zweiter, daher ist er. ein großes vorbild und sein name….steht genau dafür, wie ein in den himmelreichender, auf der erde stehender, wunderbarer baum, der die allerschönsten früchte trägt und bewässert wurde dieser baum mit seinem eigenen blut. allet vielleicht nur symbole, fischer, aber wat für welche. da gehts um alles oder nichts, lieben oder hassen, verzeihen oder rächen und das alles spielt sich in jedem einzelnen herzen ab, wenn man nicht blind gegen windmühlen kämpft, letztlich nur, ja nur, um nicht zu sehen, dass man es selbst reissen muss und wenn man das nicht tut, aller äußere kampf nur showtime des ego ist.

    ach ja, ick bin keener kriche zugehörig, keener religion, keen bibelkreis, keen guru……aber ich fühle vieles in meinem herzen und unter anderem fühle ich manchmal das „christkind“ darin und es gibt nichts größeres, außer den vater, der geheimnisvoll und unerkennbar über allem ist….

    so, dass passt doch als überleitung zum bullinger😉

    @ joachim

    „Danke für die Supervision (Doppelsinn), Chico.“

    war mir freude und bedürfnis, doc🙂

  59. chicano sagt:

    @ fischer

    „…..und du änderst den teil der welt, den du repräsentierst.“

    …sollte es natürlich heißen, also minus „nicht“!🙂

  60. chicano sagt:

    @ joachim

    „Denn – wie Sie gesehen haben – hätte ich Ihnen Ihre Befähigung zu hassen nehmen können. Ich habe Sie Ihnen aber wieder zurück gegeben.“

    ob das leicht zu verstehen ist? wie dem auch sei, verstehe es und ich nehme dir das ab, bulli.

    „Dann versuchen Sie doch mal, die im Spiegel auszudrücken, wenn Sie einen Beweis dafür brauchen, daß das nicht geht.“

    schönes bild…

  61. Heider sagt:

    @ Joachim Bullinger, November 3, 2012 um 05:46
    Der Beitrag war nicht an Sie gerichtet und hatte keinen umschriebenen Bezug auf unsere vorherige Auseinandersetzung, von der Sie sich ausserdem schon verabschiedet hatten, vgl. dazu
    Joachim Bullinger sagt:
    November 2, 2012 um 14:28

    Sie stehen offensichtlich nichtmal zu dem, was Sie nur einen Tag vorher von sich gaben und können sich daher auch ausrechnen, für wie ernst (im intellektuellen Sinn) ich Leute nehme, die sich selber nicht vertrauen dürfen, da sie nämlich dauernd ihre Meinung ändern.

    Inhaltlich treten Sie erneut als Christmissionar auf, interpretieren meine wenigen Zeilen auf unzulässige Weise und biegen sie sich zurecht, wie es Ihnen passt. Zu den einfachen Texten Muammar al-Qadhafis von Ihnen eine Kenntnisnahme zu erwarten ist allerdings auch weit zuviel verlangt: ein notorischer Bibelstudent und Freund des Grundgesetzes kann und will sich natürlich etwas anderes als die gerade bestehende bürgerliche Ordnung, die seinem religiösen Glauben alle Freiheit einräumt, besser nicht vorstellen.

    Gehen Sie mal davon aus, dass weitere Antwort folgten wird.

  62. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Heider

    Freilich können Sie etwas verändern.
    Indem Sie Informationen weitergeben wie die über Gadhafi.
    Ich habe seine Texte über das Dorf (usw) gelesen und war beeindruckt. Seine Ideen über den Aufbau der Gesellschaft von unten her treffen meine von der Erneuerung (richtig Neuerschaffung) der Demokratie.

    Indem Sie an der Verbreitung kritischer Information teilnehmen, verändern Sie die Welt. Ob sie gerettet wird, hängt davon ab, wie effektiv wir arbeiten.

  63. Heider sagt:

    @ chicano sagt, November 2, 2012 um 11:18
    Sie beziehen sich auf meinen Satz:

    „Die regierenden Christfanatiker von Killary Clinton bis zu ihren Gefolgsleuten in den europäischen Zentren…“

    und führen dazu unter anderem aus:

    „wenn sich jemand pazifist nennt und auf die fahne schreibt, ja gar einen pazifistenclub betreibt und doch bei jedem krieg als söldner meuchelt, werden sie dann behaupten das alle pezifisten söldner und mörder sind?“

    An keiner Stelle ist von mir behauptet worden alle(!) Christen seien Mörder u.a. Verbrecher. Der Bezug lautet „die regierenden Christfanatiker“; nichtmal irgendwelche, sondern die regierenden. Mit „ihren Gefolgsleuten“ sind selbstverständlich die regierenden, amtierenden Kollegen der Clinton in Europa gemeint, deshalb steht da auch: „in den Zentren“. Es sind also in erster Linie keine Pfaffen aus der dritten und vierten Reihe oder die Mitläufer aus dem gemeinen Christenvolk angesprochen.

    Frau Clinton, wie alle führenden US-Politiker einschl. der dortigen Präsidenten, ist natürlich eine bekennende Christin, wie ja das christliche Bekenntnis in den USA allgemein eine grosse Rolle spielt.
    Nur zur Illustration:

    livenet.ch – Das Webportal von Schweizer Christen, 04.05.2007
    „Wahlkampf USA: Kein Kandidat kommt an Gott vorbei
    … Als Hillary Clinton kürzlich in einer Rede die geplanten Gesetzesverschärfungen gegen Immigranten kritisierte, berief sie sich gar auf die Bibel: Das Vorhaben widerspreche ihrem Verständnis der Heiligen Schrift, sagte sie: „Damit würde buchstäblich der barmherzige Samariter kriminalisiert und vielleicht sogar Jesus persönlich.“
    http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/134347-wahlkampf_usa_kein_kandidat_kommt_an_gott_vorbei.html

    Und noch eine kleine Erinnerung an den vorletzten US-Präsidenten George Bush (jun.):

    SoZ, April 2003
    George W. Bush und das Christentum
    von EUGEN DREWERMANN *
    „Herr Drewermann, US-Präsident George W. Bush benutzt oft religiöse Vokabeln: Er spricht von der Achse des „Bösen“, vom „Kreuzzug“ gegen den Terror. Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia zitierte er den Propheten Jesaja, häufig schließt er Reden mit der Formel: „Gott schütze Amerika“. Ist Bush ein überzeugender Christ?

    Sein Rhetorik verrät sein Bemühen, die Öffentlichkeit mit religiösen Vorstellungen von seiner Art der Machtausübung zu überzeugen, insbesondere von den monumentalen Möglichkeiten eines Kreuzzugs gegen das Böse.“
    http://www.vsp-vernetzt.de/soz/0304041.htm

    Auf die zahlreichen Beispiele, wie bspw. auch die herrschende politische Klasse in der BRD ihr staatschristliches Bekenntnis zelebriert, kann verzichtet werden?
    So finden die Damen und Herren „Volksvertreter“ sich etwa vor jeder Bundespräsidentenwahl nochmal zu einem öffentlichen Gottesdienst zusammen, um gemeinsam ihrem obersten Herrn zu huldigen und seine Schirmherrschaft zum glücklichen Wahlgang zu erbitten.

    „eine killary kann sich christin bis zum santknimmerleinstag nennen, sie ist erst eine, wenn sie nach christlichem ideal lebt.“

    Eben deshalb schrieb ich sinngemäss an anderer Stelle, dass es die Christen selbst sind, die die christlichen Führer prüfen, kritisieren und ihnen zum wahren christlichen Leben verhelfen müssen. Das ist nicht die Aufgabe von Atheisten und allen, die von diesem Kult definitiv nichts wissen möchten. Denn diese wollen endlich nicht die besten Christen an der Macht die es je gab, sondern gar keine Christen an der Macht.
    (Nun bitte auch wieder genau lesen – ich schreibe nicht, ich will keine Christen (also sie womöglich noch ins Lager stecken oder sie verbieten…), sondern keine an der Staatsmacht sehen. xD)

    Fakt ist, die gesamte westliche Welt und neuerdings auch wieder Russland nennt sich christlich, fast die gesamte Führungselite besteht aus Christen versch. Richtungen, sie befinden sich im Bündnis mit grossen Kirchen (namentlich der Papstkirche oder, wie in den USA, mit den führenden evangelikalen Kirchen), und ihr kulturelles Erbe sehen sie insbesondere im Christentum.
    Das ist das was zählt.
    Ebenso kann „das“ Christentum“ selbstverständlich nur nach seiner offiziösen Erscheinung beurteilt werden. Zu dieser Erscheinung gehören die Verbrechen der Christianisierung in Europa, zuletzt die der Kreuzritter bei der Unterwerfung der heidnischen Pruzzen im ehem. Ostdeutschland, wobei offensichtlich auch wirtschaftliche Sonderinteressen des Ritterordens eine Rolle spielten.

    Was nicht zählt ist, dass eine christliche Minderheit, die selbst über keinerlei Macht verfügt, die regierenden Christen nur für keine wahren Christen hält.
    Wenn diese Minderheit, die sich selbst als wahre Christen ansieht, doch der Meinung ist, der Glaube werde von falschen Christen missbraucht, die Bibelworte würden fehlgedeutet oder missachtet, dann steht es ihr doch frei, sich sofort mit allen Atheisten, Heiden und nicht christgläubigen Menschen zusammenzuschliessen und die christlichen Heuchler an der Macht aus dem Amt zu jagen und ihnen bei der Gelegenheit auch gleich den unglaublichen Reichtum abzunehmen, den die Gauner im Namen des Herrn dem gemeinen Volk abgepresst haben.

    Sehen Sie, Herr chicano, aber genau das passiert nicht, und Sie selbst geben ein gutes Bespiel für diese wahren Christen ab. Es tritt auch in Ihrem Fall ein wie ich vermutet hatte. Zunächst schrieb ich:

    “Jetzt sagen Sie bitte nicht, das sind keine echten Christen, sie geben sich nur so aus, sind aber wirklich nur Heuchler, die die Botschaft Jesus’ verfälschen usw. Dieses “Argument” fällt nahezu immer dann, wenn Christen des Verbrechertums bezichtigt werden und zieht sich wie ein roter Faden auch durch Debatten nach Vorhaltungen zu lange zurückliegenden geschichtlichen Ereignissen.“

    Daraufhin schreiben Sie zurück:

    „warum soll ich nicht sagen, dass das keine “echten christen” sind? weil man sich dann die mühe der unterscheidung nicht machen braucht? ist das gerecht? wahrhaftig?

    aber so ist nun einmal. tut mir leid, wenn ihnen zu anstrengend ist, was sie im nächsten satz ja auch anführen:

    wenn ich die echten pazifisten von den falschen unterscheide, muss ich noch nicht zwangsläufig den pazifismus befördern wollen…..die gerechtigkeit gebietet es einfach zu untescheiden, besonders wenn ich ein urteil fällen möchte, was sie ja tun. das sie es tun will ich niht beurteilen, es ist ihre sache aber wenn sie es tun, sollten sie sehr genau unterscheiden, oder?“

    Merken Sie was? Sie begeben sich selbst in eine Verteidigungsstellung für das gesamte Christentum über die Zeit und legen mir eine stärkere Differenzierung nahe so, als wäre mein Urteil zum herrschenden Christentum generell überzogen, weil ich nicht extra anführe, dass es anständige Christen wie Herrn chicano gibt, die selbst machtlos sind.
    Mein Thema war nicht „die Unterscheidung“, sondern die christliche Missionierung im besonderen und das Staatschristentum (das es m.M. nach gibt) im allgemeinen.
    Mein Standpunkt ist selbstverständlich anti-christlich und bewusst subjektiv, anders kann es auch gar nicht sein.
    Aber er ist doch nicht ungerecht, nur weil ich nicht ausdrücklich erwähne, dass etwa die deutsche bäuerliche Bevölkerung des Mittelalters, der keine andere Wahl blieb als sich christlich zu verhalten, selbst keine Verbrechen verübt hat. Sie ist geistig von Verbrechern angeführt worden – das zum Unterschied und soweit zur Gerechtigkeit.

    „indem ich nicht nach etiketten urteilen möchte, sondern nach taten.“

    Eben. Ich verurteile nicht den Zeugen Jehova, der zu Missionszwecken von Haus zu Haus zieht sondern den Christen, der mir vorschreiben will, an wen ich zu glauben, und wie ich mich besonders zu verhalten habe. Und exakt das tun, mit einigen Abstrichen, die regierenden Staatschristen. Sie apostrophieren hier nach wie vor eine christliche Leitkultur, und es kümmert sie nichtmal, dass die Gruppe der Konfessionslosen schon zahlenmässiger grösser ist als die der deutschen Katholiken und Protestanten.
    Das hat vorrangig wenig mit christlicher Überzeugung, Glauben und Mission zu tun sondern zunächst mit Herrschaft. Die die herrschen wollen ihre Macht natürlich nicht abgeben und ihre Pfründe nicht schmälern. Die christlichen Grosskirchen sind an die Macht und alle Vorteile gewöhnt, ihre gesamte Geschichte besteht ja aus Machtausübung, Reichtum anhäufen, Wohlleben – draus folgt die „Macht der Gewöhnung.“ Aus später Selbsterkenntnis und ohne äusseren Druck werden sie all das nicht hergeben oder teilen.

    „es geht hier wohl eher darum, dass der islam auch eine politische dimension hat, die scharia, das religion und staatsmacht hier in einem guss bestehen, dass will die mehrheit unserer gesellschaft nicht, daher die ängst und sorgen. verständliche ängste und sorgen, unter diesem gesichtspunkt. man hat sich hier vor langer zeit entschieden, dass “der glaube” eine privatangelgenheit ist. die kirche hat viel dazu beigetragen in den letzten jahrhunderten aber das wissen sie ja sehr genau.“

    Für die Nachkommen hoffe ich, dass sie sich gar keinem religiösen Kult mehr freiwillig unterordnen werden.
    Namentlich Atheisten und Heiden sollten sich bewusst sein, dass sie in den Augen strenggläubiger Moslems ungefähr soviel gelten wie Vieh.
    Die „islamische Gefahr“ in Europa halte ich für eine zionistische Parole, mit der versch. Bevölkerungsgruppen gegeneinander in Stellung gebracht werden sollen.
    Real ist es gegenwärtig doch so, dass es „die“ Moslems gar nicht gibt, die Zugewanderten trennen sich vielfach nach Volksgruppen, Nationalitäten, Glaubensrichtungen, die Gläubigkeit ist bei Vielen nicht sehr ausgeprägt und erinnert darin gelegentlich auch an deutsche Scheinchristen usw.
    Mich persönlich wird kein Islam in Deutschland mehr wirklich betreffen. Dem biologischen Zeitraffer entsprechend gehe ich in absehbarer Zeit in die ewigen Jagdgründe ein – bis dahin, seien Sie versichert, konvertiere ich nirgend wohin.

    „sie hassen nun all das, was ich schreibe, wollen den blickwinkel gar nicht überprüfen und sind so oder so darauf eingestellt “ihren feind” ausgemacht zu haben, denn sie sich auf keinen fall wollen nehmen lassen.“

    Ich hasse Sie nicht, und Sie sind auch kein Feind.
    Nur Freunde und Verbündete für eine gemeinsame Sache werden wir halt auch nicht.
    MfG

  64. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Evol.-Skept.:

    Also, einmal versuche ich es noch:

    Meine langen Ausführungen beziehen sich NICHT auf die Passionsspiele, die tatsächlich ein sehr kleiner Teil der Kulturtradition sind.

    DIE DEUTSCHE DRAMATIK INSGESAMT BEGANN MIT DER DARSTELLUNG EINES LITURGIEBESTANDTEILS, NÄMLICH DER OSTERSEQUENZ !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Die Tradition der Antike hatte damit nicht das Geringste zu tun. Sicherlich gab es in der Antike Theater, Musik, Philosophie, darstellende Kunst. Aber die wurde erst in der Renaissance Vorbild für das Abendland. Und ganz ähnlich Malerei, Musik, Archtektur.

  65. Heider sagt: November 3, 2012 um 13:50

    @ Joachim Bullinger, November 3, 2012 um 05:46

    Inhaltlich treten Sie erneut als Christmissionar auf, interpretieren meine wenigen Zeilen auf unzulässige Weise und biegen sie sich zurecht, wie es Ihnen passt.

    Nein, wie es Ihnen paßt.

    Zu den einfachen Texten Muammar al-Qadhafis von Ihnen eine Kenntnisnahme zu erwarten ist allerdings auch weit zuviel verlangt:

    Korrekt

    ein notorischer Bibelstudent und Freund des Grundgesetzes kann und will sich natürlich etwas anderes als die gerade bestehende bürgerliche Ordnung, die seinem religiösen Glauben alle Freiheit einräumt, besser nicht vorstellen.

    Ja, auch das haben Sie gut erkannt. Mein Ziel ist es, dem Grundgesetz Geltung zu verschaffen. Also, wenigstens dazu beizutragen, mit meinen schwachen Kräften und bescheidenen Möglichkeiten. Und: Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun…. können große und großartige Wege gegangen werden.

    Gehen Sie mal davon aus, dass weitere Antwort folgten wird.

    Schön, freu…🙂

  66. chicano sagt:

    da ziehe ich dieses buch vor, dass dann auch noch vollkommen frei von jeglicher religiöser missionierung ist und auf jede „zauberei“ verzichtet, sondern ganz und gar auf dem boden bleibt:

    http://ia600202.us.archive.org/19/items/derpapalagidiere00tuia/derpapalagidiere00tuia.pdf

  67. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Heider

    Wie wichtig und wie einfach es ist, wenigstens ein paar Leute auf die virtuelle Fassade der Politik hinzuweisen, zeigt das Video des Vereinfachers mit dem einfachen Gesicht, des notorischen Guido über 9/11:

    Na, über 9/11 wissen doch mehr Leute Bescheid, als selbst über die anderen Geschichtsmythen. Und dennoch gibt es noch Gläubige, ohne Argumente. Wenn Sie einen Gläubigen schmunzelnd auf „Loose Change“ hinweisen, haben Sie die Welt verändert.

  68. chicano sagt:

    @ heider

    ich halts diesmal ein wenig kürzer, denn das meiste ist ein wiederholung….

    „An keiner Stelle ist von mir behauptet worden alle(!) Christen seien Mörder u.a. Verbrecher.“

    nein. aber sie behaupten das mörder gleichzeitig christen sein können. dialektik? mörder können aber nicht gleichzeitig christen sein. so wie ein adler nicht gleichzeitg huhn sein kann, obwohl sie beide flügel haben.

    „Sie selbst geben ein gutes Bespiel für diese wahren Christen ab.“

    sehen sie, herr heider, sie halten sich für so allwissend, dass sie zu wissen glauben, was ich tue, wenn ich nicht hier schreibe. ich kann ihnen aber versichern, ich bin es nicht, denn ich trete jedem in den arsch, der mir in den arsch treten will😉

    „Merken Sie was? Sie begeben sich selbst in eine Verteidigungsstellung für das gesamte Christentum über die Zeit und legen mir eine stärkere Differenzierung nahe so, als wäre mein Urteil zum herrschenden Christentum generell überzogen, weil ich nicht extra anführe, dass es anständige Christen wie Herrn chicano gibt, die selbst machtlos sind.“

    ich verteidige gar nichts. ich habe aber ansichten und eine meinung. die tue ich kund.
    meine meinung ist, dass man differenzieren muss oder eben fern der gerechtigkeit weilt.

    “indem ich nicht nach etiketten urteilen möchte, sondern nach taten.”

    „Eben. Ich verurteile nicht den Zeugen Jehova, der zu Missionszwecken von Haus zu Haus zieht sondern den Christen, der mir vorschreiben will, an wen ich zu glauben, und wie ich mich besonders zu verhalten habe.“

    ok. ich kennen keinen solchen christen, sorry. wer wollte ihnen denn jemals einen glauben aufzwingen. ihr elternhaus? wer?

    „Das hat vorrangig wenig mit christlicher Überzeugung, Glauben und Mission zu tun sondern zunächst mit Herrschaft.“

    na also, sag ich doch die ganze zeit. schön, dass sie es jetzt auch mal sagen. offenbar ohne zu bemerken, was sie da sagen, denn es geht ja gleich weiter wie zuvor😉 was diese menschen tun, von denen sie zu recht schreiben, dass sie zu unrecht herrschen, machen wirklich alles mögliche aber so gut wie nichts aus wahrer, christlicher überzeugung. denn diese kann sich nur ableiten von dem, was eben christus meinte.

    „Für die Nachkommen hoffe ich, dass sie sich gar keinem religiösen Kult mehr freiwillig unterordnen werden.“

    im gegensatz zu ihnen, traue ich den menschen zu selbst wählen zu können, was sie freiwillig glauben oder auch nicht. ich hoffe aber für die nachkommen, dass sie zu keinem kult gezwungen werden, ihn zu glauben. ich hoffe aber auch, dass sie sich nicht dem atheistischen kult unterordnen müssen.

    „Ich hasse Sie nicht, und Sie sind auch kein Feind.
    Nur Freunde und Verbündete für eine gemeinsame Sache werden wir halt auch nicht.
    MfG“

    möglich, wer weiß. ist auf jeden fall ein guter ausgangspunkt, kein hass, keine feindschaft. schaun wir mal😉

    mfg auch an sie

  69. chicano sagt:

    p.s. vielleicht noch eines. wie sie lehne ich jede indoktrinierung ab, besonders die von kindern.

    von mir aus kann also das ganze geschwafel von leitkultur in den eimer treten, denn es ist doch eh nur heuchelei und befördert eben den hass auf alles, was ähnlich klingt, wie man bei ihnen deutlich sehen kann und wie es auch mir sehr lange ging. schrieb ich ihnen ja. wenn unterdrückung, ausbeutung und ähnlich unmenschliches praktiziert wird und dabei von einer „religiösen leitkultur“ gesprochen wird, wer könnte da freund dieser leitkultur sein? aber es ist eben nicht immer in der flache drin, was außen drauf steht.

    ich erinnere mich auch nicht, dass jesus darauf erpicht war, dass sich möglichst viele menschen christen nennen, sondern das sie sich gegenseitig helfen, liebe und achten. dafür muss man ja nicht unbedingt auf relogiöse riten und talare stehen😉

    doch eines ist sicher, eine kultur, die im wahrsten sinne des wortes christlich handeln würde, wäre eine kultur, die auch ihnen gefallen würde….das vermute ich jedenfalls. denn nichts anderes lese ich aus ihren zeilen heraus, letztlich.

    ok….bis denne😉

  70. Evolutionsskeptiker sagt:

    gunther kuemel:

    tz, tz… bei ihnen sind erklaerungen offenbar fruchtlos. und zwar aus dem grund, dass sie einseitig auf der oesterlichen tradition herumreiten und dieselbe – ungeachtet ihrer realen bedeutung fuer die kulturgeschichte – als zentrales element der gesamten zivilisation europas herausstellen moechten. und das ist, gemessen an der wissenschaftlichen erkentnis, falsch. ebenso irrig – mindestens unvollstaendig – ist die behauptung von der renaissance (siehe oben): denn das aufbluehen der kunst, musik und arcitektur in der renaissance konnte zum allergroessten teil nur durch das wiederentdecken der vorchristlichen kultur moeglich gemacht werden.

    DARAUS, UND PRIMAER NICHT VON DEN OSTERBRAEUCHEN ABGELEITET, ENTSPRANG DIE KULTUR DES ABENDLANDES !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  71. Evolutionsskeptiker sagt:

    heider u. chicano: komisch, hier sind viele leute an einem ‚tisch“ um ihre gedanken zur volksinitiative oder angrenmzenden themen zu blog zu bringen, und davon kommt nun diese eher konfrontative reibung des persoenlichen. mann, mann, eure diskussion ist ganz schon heftig.

  72. Gantenbein sagt:

    @ Dr. Kümel

    „Freilich können Sie etwas verändern.
    Indem Sie Informationen weitergeben …“

    … und hoffen, einer der Empfänger möge die neu gewonnene Einsicht zur AKTION nutzen. Wenn alle dem Motto folgen „Handle Du, ich informiere Dich“, passiert hingegen nichts. Solange die Menschen aber noch mehr zu verlieren haben, als ihre Ketten, werden auch die kritisch Informierten geneigt sein, sich einzurichten. Oder warum handeln Sie und ich gegen unsere Einsicht, etwa wenn wir GEZ-Zwangsgebühren entrichten oder unsere Kinder staatlichen Lehrplänen aussetzen?

    Erst eine massive Verschlechterung der Verhältnisse wird Änderung mit sich bringen. Die Protagonisten dieser Veränderung werden dann aber aus der Not handeln, nicht aus der durch den Konsum kritischer Information gewonnen Einsicht. Wir sollten uns da keine Illusionen machen …

  73. chicano sagt:

    @ evolutionskritiker (ganz schön langer name, mann! ;))

    „mann, mann, eure diskussion ist ganz schon heftig.“

    wo denn? war ich heftig? bitte um aufklärung,,,;)

  74. Heider sagt:

    Joachim Bullinger sagt: November 3, 2012 um 05:46
    „Hm, hm… alles also, wenn Sie könnten, würden Sie alles ändern, die ganze Welt. Weil die ganz falsch ist und nicht so, wie sie Ihrer Meinung nach sein sollte.“

    Ein so einfacher Ausdruck: „die ganze Welt“ ist hier von Ihnen eingeführt, so banal schreibe ich nicht.
    Ich habe geschrieben: „alles“. Was darunter zu verstehen ist wurde mit vier, fünf Merkmalen stichwortartig genannt. Wobei ich hinzufüge, dass die Merkmale im Zusammenhang stehen und von mir auch nur in ihrem Zusammenhang betrachtet werden.

    Der Kapitalismus ist eben nicht bloss eine Wirtschaftsweise, sondern er bedeutet allumfassende Herrschaft. Als solche entwirft er Regierungsformen, und er bestimmt die Zwecke, denen die Wissenschaften und die hier entwickelten Technologien dienen. Eine Wirkung seiner Herrschaft ist der permanente Krieg gegen die Natur, also Tiere, Pflanzen, gegen in Jahrtausenden gewachsene „Ökosysteme“ (um mal Neusprech zu benutzen): Artenvielfalt, Urwälder, Meere, die Atmosphäre. Aus ihm (der Kapitalismus) resultiert auch unsere Lebensweise, d.h. die Lebensweise fast aller Einwohner in den entwickelten kapitalistischen Zentren und stetig auch darüber hinaus; nachdem Deutschland – nur als Beispiele – noch vor zweihundert Jahren ein Agrarland war, wo rd. 90 Prozent des Volks auf dem Lande und aus der Landwirtschaft lebten (bei Fehlen der heutigen Grossstädte, deren Entstehung neue , schwere Probleme aufwarf), geht es heute weiträumig um die Vernichtung der Landwirtschaften in Afrika insbes. südlich der Sahara. Die Vernichtung gewachsener Strukturen in Afrika (wir reden hier von Strukturen, die auch viele Jahrhunderte bis Jahrtausende so bestanden) verändert nicht nur den Kontinent, er bringt auch die Voraussetzungen, dass Millionen „Afrikaner“ in Europa erscheinen, was gleichfalls hier neue Veränderungen und weitere Probleme schafft. Unsere Lebensweise ist eine von in jeder Weise Beherrschten, deren Arbeits- und Leistungskraft ausgebeutet wird (die sich wohl auch ausbeuten lassen), die selbst die Waren und Dienstleistungen konsumieren und kaufen, die sie zuvor produziert und gestaltet haben, und die weder ökonomisch noch politisch irgendein persönlich unabhängiges, selbstbestimmtes Leben mehr führen.
    In der entwickelten kapitalistischen Gesellschaft gibt es fast Niemand mehr, der seinen Bedarf an Grundnahrungsmitteln aus eigenem Anbau deckt (oder die Möglichkeiten dazu hätte), und fast Alle müssen ihre Grundversorgung mit Wasser, Energie und Unterkunft jedenfalls kaufen oder dürfen sie mieten. Diese nahezu absolute Abhängigkeit von Nahrungsmittelherstellern, staatlichen und halbstaatlichen Wasserversorgern, mächtigen Energiemonopolisten pp. ist ein signifikantes Merkmal im Kapitalismus, wo ausser die Luft zum Atmen gar nichts mehr „umsonst“ ist.
    Diese Grundabhängigkeit impliziert eine Kette von anderen Abhängigkeiten, etwa gegen „Arbeitgeber“, kapitalistische Anbieter von Waren aller Art und gegenüber einem Staat, der seine Untertanen neuerdings als „Kunden“ anspricht, sich ihnen gegenüber aber als Monopolist verhält, der sich jede Dienstleistung bezahlen lässt, die er zuvor gesetzlich verordnet hat, und gegen die kein Einspruchsrecht besteht.

    Der Kapitalismus hat endlich seine eigene Kultur geschaffen und ist nunmehr dabei sie weltweit zu implantieren. Das kulturschaffende Moment des Kapitalismus ist bislang kaum Einem bewusst, auf das sie beschreibende Standardwerk eines Philosophen wie Marx muss noch gewartet werden – wenn es kommt, wird es einmal vielleicht eine neue revolutionäre Gegenbewegung auslösen.

    Die kapitalistische Kultur, so möchte ich sie nennen, ist die völker- und staatenübergreifende Vereinheitlichung von Standards des Wohnens, der Ernährung, der Bekleidung, der Fortbewegung, der Kommunikation und vieler anderer kultureller Aspekte, die sämtlich von „dem“ Kapitalismus aus der Taufe gehoben und von Produzenten wie Konsumenten offenbar mit Masse begrüsst werden. Um nur ein kurzes Beispiel zu nennen: es gibt keinen wesentlichen Unterschied im Leben eines Durchschnittsbürgers in einer Grossstadt in Deutschland zum Leben in Frankreich, USA oder Japan; das betrifft den Wohnungsbau mit Energie- und Inneneinrichtung ebenso wie den Einkauf in Supermärkten, die Produkte sind teils bis auf die Sprache auf der Verpackung und den Mengeninhalt sogar identisch.

    Damit ist insgesamt angedeutet (mehr kann es an dieser Stelle auch nicht sein), was ich von Fragen der nationalen, deutschen „Souveränität“ halte, wenn nicht umfassend der tatsächliche Inhalt, der Umfang und ihre voraussichtliche Wirkung auf jeden Deutschen bestimmt ist. Äussere Souveränität ohne innere Souveränität, die Souveränität jedes Einzelnen, ist Herrschaft. Eine herrschaftsfreie Gesellschaft bedeutet freiwilligen Zusammenschluss, Partizipation und Selbstorganisation der Gemeinden, Regionen, Betriebe und setzt ein enormes Mass an Einsicht und Mitarbeit bei Allen voraus.
    Ein souveränes kapitalistisches Deutschland ist Souveränität für Kapitalisten. Ein souveränes anti-kapitalistisches Deutschland ist in einer kapitalistischen Welt nicht lebensfähig. Der Nationalismus auf lebensgeschichtlich gewachsener Grundlage, also eine Vielzahl von traditionellen, unabhängigen und getrennt bestehenden Staaten, ist an sich das richtige Modell für das Zusammenleben von Völkern, da mit ihm in einem viel kleineren Massstab (als es die ganze Welt ist) inner-gesellschaftliche Widersprüche leichter ausgelebt, bereinigt und Problemlösungen aller Art gefunden werden könnten. Leider ist er vielfach desavouriert und wird sich in einer Welt, die nach Uniformität strebt, vermutlich nur noch dann durchsetzen, wenn er weitgehend (überall) als Chance begriffen ist. Dafür gibt es gegenwärtig keine Anhaltspunkte. Überhaupt frage ich mich, inwieweit die vom Kapitalismus angerichteten Schäden an den Seelen und den materiellen Lebensgrundlagen (zusammengefasst: das ganze Ausmass der heutigen allgemeinen „Zivilisation“) noch beseitigt, gebessert und umgekehrt werden können. Der Kapitalismus ist schliesslich auch nicht irgendein Ding, das als Fremdling über uns gekommen ist, sondern er entspringt ja geradezu dem Menschen. Das heisst, es muss Gründe im Menschentum selbst geben, die all das möglich machen.
    Die hochgradige Technisierung der menschlichen Lebensumstände („der Fortschritt“) passt überhaupt nicht zur Stagnation der sozialen Verhaltensweisen, man beachte z.Bsp. die Bestialität, mit der neuzeitliche Kriege geführt oder Verbrechen im Zivilleben verübt werden – schlimmer kann es auch vor zwei, -dreitausend Jahren kaum hergegangen sein. Möglicherweise hat der Mensch einen genetischen Defekt.

    „… Aber bis zu dem Schluß, daß das einzige, was Sie wirklich ändern können, Sie selbst sind, sind Sie noch nicht vorgedrungen.

    Sie wollen ihr Bild im Spiegel verändern, haben aber noch nicht erkannt, daß es Ihr Bild im Spiegel ist, daß Sie verändern wollen. Und halt nicht dadurch verändern können, daß Sie den Spiegel verbiegen…“

    Wir hatten das alles schon: Sie psychologisieren den Anderen und geben ungebetene Lebensweisheiten von sich. Sie wissen gar nichts von mir, trauen sich aber trotzdem solch ein vermessenes Urteil zu.

    Im übrigen weise ich darauf hin, daß Ihre vorstehende Aussage (sinngemäss: „das einzige, was man wirklich ändern kann, ist sich selbst ändern“), die Sie natürlich dann auch auf sich selbst anwenden müssten, im absoluten Widerspruch zu Ihrem Posting am 27. Oktober, 12:00 steht – nur für die Mitleser zur Erinnerung:

    „Der einzig wirkliche Weg zur deutschen Souveränität, den ich kenne und zugleich für gangbar halte, ist, wenn wir Deutschen, die (unabhängig von ihrer Herkunft) auch deutsch sein wollen, das Christus-Kind in unseren Herzen mit dem Herzen ansprechen und in Liebe aufziehen.

    Wenn es dann groß genug geworden ist, in den Einzelnen, können sich diese zu einer Gruppe von christlichen Deutschen zusammenschließen, welche dann die Keimzelle eines Deutschen Staates bilden kann, der dem Grundgesetz zur Geltung und den Deutschen zu ihrem Recht verhilft.“ (Bullinger)

    Sie wissen anscheinend selber nicht, was Sie wann zu welchem Thema schreiben und wie das, was Sie schreiben, auch nur annähernd logisch zusammenpassen soll.
    Für so viel Geistesblitz kann man nur sagen: „Herzlichen Glückwunsch!“

    „Und wenn Sie dann noch erkennen, daß dieser, Ihr ureigenster Wille mit dem Wille Gottes in eins fällt, sind Sie geheilt.“

    Auch zu dieser sinngemässen Wiederholung Ihrer christlichen Missioniererei meiner Person ist bereits mehrfach erwidert worden.
    Nehmen Sie einfach nochmal zur Kenntnis, dass Sie meinen „ureigensten Willen“ nicht kennen und bestimmen und ich bereits lange geheilt bin – und zwar von der wahnhaften Vorstellung eines Bibelgotts.

    Auch wenn Sie im Beitrag das Wort „Hass“ und seine Ableitungen insgesamt vier Mal verwenden und mir unterstellen, so wird die Behauptung dadurch nicht wahrer.
    Sie können nicht wissen, wen oder was ich hasse und scheinen auch generell nicht in der Lage zu sein, den Charakter entschiedener Ablehnung im Unterschied zum Hass zu erfassen.

    Joachim Bullinger sagt: November 3, 2012 um 14:15
    „Ja, auch das haben Sie gut erkannt. Mein Ziel ist es, dem Grundgesetz Geltung zu verschaffen. Also, wenigstens dazu beizutragen, mit meinen schwachen Kräften und bescheidenen Möglichkeiten. Und: Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun…. können große und großartige Wege gegangen werden.“

    Das passt zu Ihnen. Und deshalb hat es auch keinen Sinn, dass wir Zwei uns an der Stelle noch weiter „unterhalten“. Ihr GG entspricht, mit unwesentlichen Unterschieden, praktisch und ideologisch den staatlichen Regelwerken aller Staaten der sog. westlichen Wertegemeinschaft, mit denen das Kapital sich politsch organisiert und also regiert. Es ist nur eine andere Form der Gesetzlichkeit, mit der die alte deutsche Ausbeuterordnung fortbesteht. Und um der Sache noch eine hohe geistige Weihe zu geben sagt, vertreten durch die Kirchen, dazu auch Jesus JA.

  75. Gantenbein sagt: November 3, 2012 um 19:05

    @ Dr. Kümel

    Erst eine massive Verschlechterung der Verhältnisse wird Änderung mit sich bringen.

    Es wird sich leider auch dann nichts tun, wenn es keine Deutschen gibt, die in ihrem persönlichen Prozeß der Individuierung schon die Stufe von Autonomie und Souveränitat erreicht haben.

    Hier liegt imho der Schlüssel. Und das sage ich ja auch schon seit der Steinzeit: Nur ein freies Volk freier Menschen kann sich zu einer freien Nation zusammenschließen und die Idee eines freien Staates verwirklichen.

    Sklaven oder/und Dividuen werden stets den selbst schon zerstückelten und sich immer weiter zerstückenlden Multi-Kulti-Zerfall als Fortschritt bejubeln und sich mit einem Etikettenschwindel zufriedengeben, der Ihnen ihre Sklaverei als Freiheit suggeriert.

  76. @ Chicano
    Danke für die guttuenden Worte, aus denen ich im besten Sinne lese, was ich für heilsbringend empfinde. Und wer symbolisiert dies mehr, als der Heliand?
    „Than tôgid he iu ên gôdlîc hûs,
    hôhan soleri, the is bihangen al
    fagarun fratahun. Thar gi frummien sculun
    uuerdscepi mînan. Thar bium ik uuiskumo
    selƀo mid mînun gesîđun.“
    Dies bitte auch als meinen Kommentar zu den Schauplätzen Skeptiker/Kümel sehen.
    Indessen
    @ Heider: Sollten wir Heiden nicht besser andächtig-einkehrend schweigen angesichts des Mordens und Schindens, dessen auch Heiden sich befleißigten – menschlich, allzu menschlich?
    Sind nicht gerade Religionen manchmal auch der Versuch, aus diesen ewigen Fehden und Selbstzerfleischungen endlich(!) einen Weg heraus zu finden – einen spirituellen Weg (i.S.v. geistlich / geistig)? Und immer und immer wieder wird der Mensch von sich selbst hereingelegt – und die Miesen, die Bösen unter uns – immer bereit, immer fähig, gute Bewegungen zu unterlaufen und ins Schlechte zu formen – verkehren es?
    Für mich ist zumindest das Christentum ein erster, einmalig großartiger Versuch, dem Bösen – dieser Kraft, die stets verneint – eine übernomme, mit Exklusivitätsdünkel verschmierte und beklebte Religion wieder zu entreißen und die, die gutes im Herzen tragen woanders hin zu führen, als in Erlesenheitstempel. Jeder wird mitgenommen, wenn er bejaht. Und trotz der endlosen Angriffe auf die Heilslehre durch Machtbesessenheit, Schändungsfreude und Schlechtigkeit, scheint bei dieser Religion immer wieder der reine Glanz durch die Herzen Einzelner in die Welt (@ Chicano: ja, vom großen Allgemeinen ins Einzelne), nimmermüde.
    Und auch wenn mich der Venusberg im Bann hält, und der verfluchte Ring die Klinge schartig sehnt – der Menschheit Sehnsucht nach Liebe und Frieden spiegelt sich im reinen Christentum wieder. Seine Verfremder sind mitnichten seine Zeugen.

  77. Monika H. sagt:

    @Fischer Freiweh

    >Nun hat Religiosität in meinem eigenen Anschauungsgeflecht (manchmal auch -gewirr) indessen keinen zentralen Stellenwert. Ich schließe lieber vom Einzelnen ins Ganze; das Herz ist der Dom, nicht das steinerne Gewölbe, welches den Himmel trägt.

    Hier geht es doch auch gar nicht um den Himmel, sondern das Geschehen hier auf Erden. Um Religion als subtiles politisches Machtinstrument, das einzig aus diesem Zwecke geschaffen wurde.

    Als Christ – auch als vermeintlich „guter“ – brauchen Sie immer jemanden, dem es schlecht geht, damit Sie gut sein können.

    Das Christentum braucht das Leid so wie das Judentum den Antisemitismus – darum wird beides reichlich produziert, um diese Religionen (und damit die Macht) am Leben zu erhalten.

  78. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Gantenbein

    Wie Radio Eriwan sagt: „Im Prinzip ‚ja‘ ! „.

    Wenn es nur beim ringförmigen Austausch von Information bleibt, dann ist das steril.

    Die Situation ist hingegen grundsätzlich verschieden.
    Es gibt eine große Masse von Leuten, die haben es aufgegeben, politisch zu denken. Sie glauben zwar nicht wirklich, was Knopp und Schäuble im FS erzählen, aber sie nehmen es hin. Sie gehen nicht zur Wahl, weil sie die Erfahrung gemacht haben, daß sich ohnehin nichts ändert.
    Der Kleine Mann hat den Eindruck, er könne ja sowieso nichts „dagegen“ machen, er alleine…! Und das spielt natürlich den Machtinhabern in die Hände.

    Erst wenn eine kritische Masse von Leuten soviele Informationen darüber haben sammeln müssen, wie sehr sie „seit 1945“ (so Schäuble) betrogen und beschissen wurden, mit hohen materiellen Verlusten, DANN hat sich genügend Wut angesammelt, DANN hat Aktion einen Sinn. Bis dahin ist es für das „System“ leicht, einzelne mundtot zu machen, mit Existenzvernichtung, Knast, auch bis zu lebenslänglich, im Extremfalle Möllemannisierung, Haiderisierung. Märtyrer mag man bewundern, aber hört man etwas von den Opfern der Selbstverbrennung, haben sie politische Wirksamkeit?

    INFORMATION ist deshalb wichtig, es ist die einzig verbleibende Waffe, bis genügend Leute für eine „Montagsdemonstration“ vorhanden sind.

    Die Zeiten ändern sich. Die Zahl der Unruhigen, der Mitdenker ist gestiegen.

    Jetzt gilt es, Themen in den Mittelpunkt zu stellen, die „erlaubt“, aber brisant sind. Die Frage der Handlungsfreiheit der „brd“, der Souveränität, ist dazu hervorragend geeignet. Mit Hilfe der vor Chutzpe triefenden Heuchler wie Schäuble und dem einschläfernden Dauersummtonvon FDGO, Demokratie, Bürgerrecht, Souveränität kann man die Heuchelei selbst aufrollen: Nämlich, indem man die (angeblichen) Bürgerrechte nutzt, indem man Gebrauch macht von der (angeblichen) Freiheit und der (angeblichen) Souveränität!

  79. Evolutionsskeptiker sagt:

    chicano:

    ich sage nicht unbedingt, dass sie heftig sind, die diskussion war etwas heftig. das sollte ja auch von zeit zu seit so sein, dass es richtig abgeht und die verbalen fetzen nur so herumfliegen. sonst is es eher trokken.

  80. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monica

    Das Christentum ist NICHT primär eine Religion des Mitleids.
    Das Christentum ist jene Philosophie, die den GEIST, die ERKENNTNIS, das BEWUSSTSEIN als höchste Norm ansieht, als „göttlich“ und der Liturgie würdig.

    Und diesen Anteil am Göttlichen findet der Christ in jedem menschen, der erkenntnisfähig ist. Das Mitgefühl mit dem leidenden Geistesträger ist eine Folge der Apotheose des Geistes.

  81. chicano sagt:

    @ monica

    „Als Christ – auch als vermeintlich “guter” – brauchen Sie immer jemanden, dem es schlecht geht, damit Sie gut sein können.

    Das Christentum braucht das Leid so wie das Judentum den Antisemitismus – darum wird beides reichlich produziert, um diese Religionen (und damit die Macht) am Leben zu erhalten.“

    was für eine verdrehung. für orwell ist das ne nummer zu groß und albert pike hätte das nicht besser schreiben können.

    aber das ist kein grund nicht darauf zu antworten.

    ein christ und jeder mensch, dessen herz noch nicht verfault ist, braucht sicher kein leid, noch fühlt er sich gut, weil es jemanden schlecht geht, noch erschafft er sich eine identität durch des anderen leid.

    doch leugnet er das leid der menschen und der welt auch nicht, wo er es vorfindet und verschließt sich nicht dem leid des nächsten.

    er nimmt sein kreuz auf sich und speist die leidenden nicht mit „weisheiten“ ab, letztlich nur, um sich rasch wieder entfernen zu können, sondern bleibt bei ihnen und weil er bei ihnen bleibt, sein herz offen lässt, mit ihnen fühlt, fühlt er auch ihr leid, und er leidet mit ihnen.

    er fröhnt auch nicht der esoterik der kalten herzen ud auch die ausflüchter moderner psychotherapie mitunter, die weiheiten von sich geben, wie: „mitfühlen ja, aber mitleiden, nein!“ und dabei nicht den unfug der rede erkennen. es ist selbstschutz vor dem schmerz und das ist ok, aber eine weisheit daraus machen zu wollen, nun ja. denn, wenn ich mitfühle mit dem nächsten und er fühlt freude, so werde ich „mit-freude“ empfinden. fühlt der nächste aber leid und ich fühle ganz mit ihm, so werde ich „mit-leiden“ empfinden, jeweils ganz, authenitsch. und durch diese geteilte leid kommt erleichterung, was ein jeder schon erfahren hat, der das glück hatte einen freund zu haben, der mit ihm weinte.

    das sehnen aber ist das ende des leids und ganz besonders das leid seines nächsten.

    ihnen mag dies fremd sein und nicht luciferisch genug, ähem, ich meine neo-esoterisch genug aber sie sollten doch zur kenntnis nehmen, dass sie aus der dunkelheit heraus nicht das licht beurteilen können. und das christentum nicht von außen. das musste mal gesagt werden, nach all den, verzeihen sie, ergüssen, die auch noch feinste, das lieblichste und zarteste in den dreck ziehen wollen.

    schönen sonntag und alles gute

  82. chicano sagt:

    @ fischer

    und dank dir, für die wirklich schön geschriebene und wohltuende erwiderung!

    leider fand ich keine übersetzung und dieses alte-deutschen textes und kann ihn nicht verstehen. es ist doch altes deutsch? hilfst du mir auf die sprünge?

  83. chicano sagt:

    habe die übersetzung gefunden😉

    „Nachdem auch Parzival viele unterschiedliche Aufgaben, Begegnungen und Kämpfe hinter sich gebracht hat, gelangt er endlich wieder zum Schloß des Amfortas. Er erfährt hier endlich, was es mit dem Schloß tatsächlich auf sich hat, nämlich dass es sich um die Gralsburg handelt. Der Held ist also am Zielort seiner Reise angekommen.

    Als er hier nun zum zweiten Mal auf den kranken Schloßherrn trifft, stellt er nun die erlösende Frage: „Oheim, was wirret Dir?“ Die Szene wird von Eschenbach wie folgt geschildert:

    „ Anfortas empfing die beiden fröhlich trotz aller Qualen.

    Er sagte: „Ich habe schmerzlich darauf gewartet, ob ich wohl je noch einmal durch Euch wieder fröhlich würde. Als Ihr einst hier waret, nahmet Ihr einen solchen Abschied, daß es Euch, wenn Ihr Treue im Herzen tragt, reuen muß. Wenn Ihr je Ruhm errungen habt, so bewegt die Leute hier, ob Ritter, ob Frauen, daß sie mich sterben und meine Not enden lassen. Heißet Ihr Parzival, so sorgt dafür, daß ich sieben Nächte und Tage lang den Gral nicht sehen muß! Dann wäre all mein Jammer zu Ende. Mehr aber darf ich Euch nicht sagen. Wohl Euch, wenn man Euch rühmen kann, daß Ihr mir geholfen habt – Euer Freund (gemeint ist hiermit Feirefiß, der Halbbruder Parzivals, den er während seiner Reise unter schwierigen Umständen getroffen und als seinen Halbbruder erkannt hat.) ist fremd bei uns. Es tut mir leid, daß er sich nicht setzt. Warum laßt Ihr ihn sich nicht ausruhen?“

    Heftig weinend sagte Parzival da: „Sagt mir, wo hier in der Burg der Gral liegt. Ob Gottes Güte über mich siegt, dessen wird diese Schar wohl innewerden!“

    Dann fiel er, zum Gral gewendet, auf die Knie – dreimal zu Ehren der Trinität. Er rang darum, daß Rat werden müßte für des traurigen Mannes Herzleid.

    Er richtete sich auf und sagte dann: „Oheim, was wirret Dir?“

    Der durch Sankt Silvester einen toten Stier lebendig sich erheben ließ und der Lazarum auferstehen hieß, derselbe half, daß Anfortas gesund ward und völlig wiederhergestellt.“

    Auf diese Weise stellt Parzival mit Gottes Hilfe seine Ehre wieder her und rettet sowohl sich als auch das gesamte Gralsreich.

    ———————————————————————-

    „Ist zwîvel herzen nâchgebûr,

    daz muoz der sêle werden sûr.

    Gesmaechet unde gezieret

    ist, swâ sich parrieret

    unverzaget mannes muot,

    als agelstern varwe tuot.

    Der mac dennoch wesen geil:

    wand an im sint beidiu teil,

    des himmels und der helle.!
    😉

  84. Fischer | Freiweh sagt: November 4, 2012 um 04:31
    Und auch wenn mich der Venusberg im Bann hält, und der verfluchte Ring die Klinge schartig sehnt – der Menschheit Sehnsucht nach Liebe und Frieden spiegelt sich im reinen Christentum wieder. Seine Verfremder sind mitnichten seine Zeugen.

    So wahr! So schön! Vielen dank dafür.

  85. Heider sagt: November 4, 2012 um 02:25
    Joachim Bullinger sagt: November 3, 2012 um 14:15
    “Ja, auch das haben Sie gut erkannt. Mein Ziel ist es, dem Grundgesetz Geltung zu verschaffen. Also, wenigstens dazu beizutragen, mit meinen schwachen Kräften und bescheidenen Möglichkeiten. Und: Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun…. können große und großartige Wege gegangen werden.”

    Das passt zu Ihnen. Und deshalb hat es auch keinen Sinn, dass wir Zwei uns an der Stelle noch weiter “unterhalten”.

    So oder so, das ist für mich in Ordnung so, genau so. Nochmals alles Gute für Sie.

  86. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Das Christentum ist NICHT primär eine Religion des Mitleids

    Es geht hier nicht um Ihre ganz persönliche, individuelle Anschauung, sondern um den christlichen Gedanken, der in der Welt herumschwirrt, sie formt und die Menschen zu Untertanen macht.

    Christus als Erlöser (= die Lösung) setzt ein Problem voraus – das muss ja zuerst einmal geschaffen werden (Sünde, das Böse, der Teufel …).

    D.h. Christus erlöst uns von einem Problem, das wir ohne das Christentum gar nicht hätten. Sie erkennen das Prinzip?

    >Und diesen Anteil am Göttlichen findet der Christ in jedem menschen,

    Nur der Christ findet den göttlichen Anteil in jedem Menschen? Entschuldigen Sie bitte – das ist ein Blödsinn. Da ist er wieder, der arrogante Absolutheitsanspruch einer Religion. Wenn Sie nur an dieser Stelle fündig wurden, dann mag das ok sein – ich finde diesen Gedanken aber in vielen anderen Lehren ebenso und ebenso Erkenntnis. Und wenn meine Erkenntnis nicht der Ihren entspricht, dann ist es doch auch gut, oder?

  87. @ Chicano
    sehr sehr gerne:
    „Dann wird er euch in ein herrliches Haus bringen,
    eine hohe Halle, die allüber behangen ist
    mit reichen Teppichen. Dort sollt ihr bereitet haben
    meine Bewirtung. Dorthin werde ich wohlweislich selbst kommen
    mit meinen Gefährten.“ (Auszug aus dem Abendmahl des altsächsischen ‚Heliand‘)

  88. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Sie sind eine chronische Mißversteherin.
    Wenn Sie ein wenig Religionsunterricht hatten, denken Sie an das Vaterunser: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des (Heiligen) Geistes“. Die christliche Lehre geht davon aus, daß Gott im (Heiligen) Geist verkörpert ist. Das ist nicht „meine persönliche Anschauung“. Die Dreifaltigkeitslehre geht auf einen Lehrsatz von Jesus selbst zurück.

    Der Mensch hat Anteil an der Geistigkeit: „Hätt’st Du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben…“
    Im Alten Testament ist dem Menschen dagegen die Frucht der Erkenntnis die Verbotene Frucht. Lucifer: „Ihr werdet sein WIE GOTT, ERKENNEND…!“Auch im Judentum ist „Gott“ also grundsätzlich schon das Geistige, aber der Mensch darf bei schweren Strafen keinen Anteil daran haben. Im Christentum ist das Bewußtsein, die Vernunft, der Geist nicht „verboten“, im Gegenteil, Gott ist selbst Geist und der Mensch hat (durch den menschensohn) Anteil daran. Er ist frei, seinen Verstand zu gebrauchen. Das ist das Einzigartige am Christentum: es befreit („erlöst?“) zur Erkenntnis.

    Ich habe nicht geschrieben: „NUR“ der Christ erkenne das Geistige im Menschen. Es ist typisch für das Christentum, das heißt nicht, daß nicht auch andere Lehre dies so sieht.

    Wenn Sie finden, der christliche Gedanke mache die Menschen zu Untertanen, so meinen Sie bestimmt nicht die Lehre selber (die wenige verstehen), sondern die Kirche, die Hierarchie.

  89. Monika H. sagt:

    @chicano

    >der christ […] er nimmt sein kreuz auf sich…

    Damit sind Sie der perfekte Vorzeige-Christ, in der Tat. Denn genau so soll es sein – der „gute“ Christ soll sich mit einem Kreuz durchs Leben schleppen ….

  90. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Sie sind eine chronische Mißversteherin.

    Darf ich Ihnen das zurück geben – die Christen dieser Welt haben doch Ihre Auffassung von Christentum nicht!!!

    >Wenn Sie finden, der christliche Gedanke mache die Menschen zu Untertanen, so meinen Sie bestimmt nicht die Lehre selber (die wenige verstehen), sondern die Kirche, die Hierarchie.

    In erster Linie geht es um den verbreiteten Glauben – sie schreiben es: „die Lehre, die wenige verstehen!“

    Daneben haben Sie noch einmal eine andere Auffassung, aber woher wollen Sie wissen, dass Sie sie richtig verstehen?

  91. Monika H. sagt: November 4, 2012 um 17:15

    @chicano

    >der christ […] er nimmt sein kreuz auf sich…

    Damit sind Sie der perfekte Vorzeige-Christ, in der Tat. Denn genau so soll es sein – der “gute” Christ soll sich mit einem Kreuz durchs Leben schleppen ….

    Jesus (nach Matthäus 11:28) sagt dazu: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Die Folgesequenz (11:29) ist allerdings irritierend: „Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir: denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

    Was ist das für eine Erlösung, wenn das eine Joch durch das andere substituiert
    wird?

    Diese Frage kann ohne Kontextwissen nicht beantwortet werden. In den biblischen Zeiten war es üblich, einen jungen Ochsen dadurch anzulernen, daß man ihn mit einem älteren, erfahrenen in einem Joch zusammenspannte. So lernte der junge korrekt zu pflügen. Jesu Botschaft lautet also: Du brauchst dein Feld nicht mehr allein zu pflügen. Ich bin mit dir in deinem Joch und zeige dir, wie es geht. Dann ist es leicht für dich und nicht mehr so schmerzvoll wie zuvor. „Nehmet auf euch mein Joch“ ist also eine Aufforderung ein Arbeitsbündnis zu schließen, und darin die Regeln des Vaters zu lernen und unter sachkundiger Anleitung anzuwenden.

  92. chicano sagt:

    @ monica

    „Damit sind Sie der perfekte Vorzeige-Christ, in der Tat. Denn genau so soll es sein – der “gute” Christ soll sich mit einem Kreuz durchs Leben schleppen ….“

    ich habe den satz extra für sie so formuliert, denn ich wusste, damit komme ich ihnen in dem entgegen, das sie am liebsten zu haben scheinen. alles verunstalten bis endlich nur noch der müll übtig bleibt, den sie so gern sehen darin sehen möchten.

    und wieder, wie schon oft picken sie begierig die wort-rosine und machen daraus das, was sie eben daraus zu machen pflegen.

    „Christus als Erlöser (= die Lösung) setzt ein Problem voraus – das muss ja zuerst einmal geschaffen werden (Sünde, das Böse, der Teufel …).

    D.h. Christus erlöst uns von einem Problem, das wir ohne das Christentum gar nicht hätten. Sie erkennen das Prinzip?“

    ja, ja der alte albert pike und seine luziferische heilslehre, er hätte seine freude an ihnen. es gibt all das böse und das leid gar nicht, dass böse christentum erschafft es erst, in dem es von leid sprach. sollen sie doch leiden, wenn sie eben wollen, nicht wahr. es ist ja nur ihr mangelndes denken, dass all das leid erschafft, dass ohne den gedanken nicht existent wäre.

    auch die verhungernden kinder in afrika sind ihres leides schmied, warum denken sie sich nicht satt, gelle? es ist ja alles relativ (außer die aussage selbst natürlich, gelle?), wer weiß denn ob das „leid“ gar keins ist, wir denken es uns ja nur so, vielleicht genießt das kind gar das verhungern und die mutter in dessen arm es verhungert, sieht in wahrheit ein vergnüglich theaterstück im wald der weltlichen illusion, die man nur durchschauen braucht, um auch das theaterstück zu erkennen und es schließlich ebenso zu genießen, wie ein vergnüglich fernsehabend.

    puh, ist es kühl in ihrer ihrer virtuellen nähe und das licht das sie meinen, es erscheint mir wie das kalte licht einer halogenlampe aber nicht was wärmende einer frühlungssonne. aber ich will ihnen kein unrecht tun und entferne mich nun wirklich. es reicht….

    alles, alles gute monika aber wir sind wirklich durch damit, mehr als einmal und mehr als genug.

    gottes segen möge auf ihnen liegen

  93. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger

    Sie nehmen es sonst – zurecht – mit der Sprache sehr genau: da steht nichts von Joch, sondern, dass er das Kreuz(!) auf sich nimmt

  94. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Zweifeln Sie etwa an, daß das Rückgrat der Christenlehre die Dreifaltigkeit ist?

  95. chicano sagt:

    bischen was zum nachdenken….für alle dies interessiert. vieles von dem, dass die menschen als unheil ansehen auf der erde, speist sich aus einer okkulten ideologie, die immer weiter um sich greift und unter dem deckmantel der erleuchtung (iluminaten, lucifer/lichtbringer, der erwachte mensch ist gott in totale etc….gut und böse sind illusionen, licht und dunkelheit sind polaritäten….etc….etc….etc…)

    „Alles ist eins“:

    kein Unterschied zwischen positiv und negativ?
    Die verschiedenen atheistischen Ansichten laufen letzten Endes allesamt auf die „wahrste Halbwahrheit“ hinaus, den Monismus. Der Monismus ist nicht gezwungenermaßen eine gottabgewandte Weltsicht, sondern kann auch einen ersten Aspekt der Gotteserkenntnis darstellen. In der vedischen Theologie entspricht der theistische Monismus der Brahman-Erkenntnis: „Die gesamte Schöpfung ist ein Ausdruck der einen göttlichen Urenergie.“

    Wie die folgenden Ausführungen zeigen, ist heute jedoch der
    atheistische Monismus weltweit vorherrschend. Dieser stellt in
    der ausformulierten Konsequenz die Geheimwahrheit der Asura-Hierarchien dar, die „Erleuchtung“ der höchsten Grade und Einweihungsstufen.

    Der Monismus besagt: „Einheit ist höchste Wahrheit; alles ist
    eins.“ Auf Licht und Schatten übertragen: „Licht ist Abwesenheit von Schatten.“ Dies ist die subtilste Form des Atheismus (oder der erste Schritt zum Theismus). Man glaubt, daß es etwas Absolutes gibt, und hat nichts dagegen, dieses auch „Gott“ zu nennen, doch Gott“ ist im Monismus nichts anderes als die Negierung der Relativität. „Licht ist Abwesenheit von Schatten“ – das stimmt zwar, läßt aber Raum für größte Mißverständnisse. In der Ausformulierung gemäß Asura-Logik klingen diese wie folgt: „Licht ist die Abwesenheit von Schatten; deshalb gibt es für denjenigen, der diese Wahrheit erkannt hat, weder Licht noch Schatten, denn alles ist eins; letztlich sind Licht und Schatten dasselbe.“ Für Okkultisten, die an diesen Monismus glauben, ist „Gott“ einfach „Energie“, ein abstraktes Absolutum, ein symbolisches Total, das „Gegenteil aller Dualität“, die „Aufhebung der Polarität“, die „Einheit“.

    So esoterisch und wahr diese Ansichten klingen mögen, man sollte es nicht verpassen, sie bis zur letzten Konsequenz durchzudenken, denn das tun auch die hochgradigen Hintertanen – und handeln danach. Was sie glauben, ist nicht unwahr, sondern halbwahr. „Die meisten Menschen leben in der Dualität“, sagen sie, „und halten das Positive für gut und das Negative für böse. Doch
    dies ist eine Illusion, denn die Dualität ist nur ein Ausdruck der vergänglichen Materie; das Absolute jedoch ist nicht materiell, deshalb unterliegt es auch nicht der Polarität und ist frei von Dualität; genauso wie Licht Abwesenheit von Schatten ist, so bedeutet das Absolute Abwesenheit aller Dualität; alle Konzepte der Dualität sind also Illusion, insbesondere das Denken in Begriffen wie gut und böse oder Täter (Sünder) und Gott (als Richter); es gibt keinen strafenden, bösen oder zornigen Gott, und so gibt es
    auch keinen lieben Gott‘; Konzepte wie ,ich‘ und ,Gott‘ oder Verantwortung gegenüber einem Gott sind kindische Vorstellungen, ebenso wie das Konzept von Gebeten zu Gott oder Liebe zu Gott. Denn es gibt keinen Gott außerhalb von uns.“

    Diese höchstgradige Asura-Ansicht besagt also, Karma, Verantwortung und Liebe hätten in Wirklichkeit keine Existenz; an diese Dinge zu glauben sei eine Illusion, denn alles sei eins; wer diese absolute „Wahrheit“ kenne, sei „erlöst“ und frei von Karma, denn er wisse, daß es Karma gar nicht gebe; es gebe keinen Gott, vor dem man verantwortlich sei, denn das Konzept von „ich“ und „Gott“ sei ein Produkt der Illusion (Dualität), was „unerleuchtete“
    Menschen jedoch nicht verstünden. Ebenso sei die Dualität
    von „gut“ und „böse“ eine Illusion; wer verstanden habe, daß in Wirklichkeit alles eins sei, urteile nicht mehr gemäß dem Maßstab von gut und böse und bevorzuge weder das eine noch das andere, denn beides sei relativ; deshalb müsse man unvoreingenommen und unparteiisch beides akzeptieren; es sei „weibisch“, „sentimental“ und „unerleuchtet“, das Positive dem Negativen vorzuziehen und zu meinen, das eine sei gut und das andere sei böse;
    beides seien „notwendige“ Aspekte der relativen Welt und seien deshalb auch notwendig in der Weltgestaltung; das eine sei ohne das andere nicht möglich, z.B. „Ordnung“ nicht ohne „Chaos“, weshalb vor jeder „Ordnung“ zuerst die Schürung eines Chaos notwendig sei.

    […]

    „Illuminaten-Trugschluß: von „Liebe“ zu „Notwendigkeit“

    Bis zu einem gewissen Grad bzw. Einweihungsgrad halten auch die Illuminaten das Ideal der „Liebe“ hoch und vertreten es nach außen hin. Wie das folgende Zitat des bereits erwähnten Hochgrad-Illuminaten enthüllt, ist für sie die Sicht der Liebe jedoch nicht die höchste Sichtweise. Fast nebenbei verrät er, sie sei „die zweithöchste Energieebene der Galaxis“, denn darüber gebe es noch eine andere Ebene, die Ebene der Einheit, das „Universum“,
    und dieses funktioniere nicht nach den Prinzipien der Liebe, sondern nach abstrakten Gesetzen.

    Man beachte die bewußte Wortwahl von „Galaxis“ und „Universum“ und die trügerisch-logische Rechtfertigung des Negativen, hier insbesondere der beiden Weltkriege und des Staatsterrors nach der Französischen Revolution:
    … die zweithöchste Energieebene der Galaxis: die Einigende Energie der Liebe. [Warum gibt es Leid? Antwort: Weil Liebe eben nicht das Höchste ist.] … Die Antwort, wenn es überhaupt eine gibt, muß im Gedanken von Maßstab liegen. [„Alles ist relativ“!] Nehmen
    wir einmal an, daß wir, als menschliche Wesen, am heutigen
    Tag irgendein bestimmtes Ziel haben. Nach allen Maßstäben, die wir anwenden, halten wir dieses Ziel für „richtig“ und „gut“. Um es zu erreichen, ist es unbedingt nötig, sagen wir, einen bestimmten Bus zu erreichen. Der Bus fährt gerade an, beschleunigt schon, und nur durch einen energischen Sprint werden wir ihn noch einholen
    können. … Mit unserem absichtlichen Handeln zerstören wir Millionen von Körperzellen. Jede dieser kleinen Zellen ist ein kleines Lebewesen. Sie sterben – in einem realen Sinn werden sie geopfert – für unsere Absicht./Empfinden wir Mitleid? Können wir wirklich behaupten, wir empfänden Trauer um ihre Zerstörung durch eine Handlung, die wir begehen? Hier können wir einen Maßstabsfaktor erkennen, der von entscheidender Bedeutung ist. Alles und jedes
    im Universum mag wichtig sein: aber nicht alles ist gleich wichtig. [Denn das Kriterium ist die „Notwendigkeit“.] Ob sich ein solcher Gedanke mit unseren Vorstellungen von „gut“ und „höherwertig“ deckt, ist unerheblich. So liegen die Dinge und nicht anders. Wir müssen das Universum akzeptieren, wie es ist. …Angenommen, ein junges Kind hat sich einen Dorn tief in den Finger gestoßen. Die Mutter erkennt die Situation im Rahmen eines gegenwärtigen Augenblicks, der viel weiter gespannt ist als der des Kindes. Sie sieht das Leben des Babys, sein Wohlergehen,
    Wachstum und Reifwerden als ein Ganzes. Sie nimmt eine Nadel zur Hand, fährt damit unter den Dorn und holt ihn heraus. … Analog dazu sind die Herrschaft des Schreckens und zwei Weltkriege vielleicht nichts weiter als zwei rasche Nadelstiche innerhalb eines Bewußtseins, dessen gegenwärtiger Augenblick zehntausend Jahre
    beträgt.“

    Mit der hier präsentierten Logik läßt es sich also rechtfertigen, bei „Notwendigkeit“ Millionen von Menschen zu opfern, um nadelstichartige Weltkriege und andere Formen von Aderlaß durchzuführen; ob die „kindgleichen“ Menschen dies für „gut“ halten oder nicht, sei „unerheblich“; dies seien einfach notwendige Opfer, genauso, wie wenn wir bei einer Kraftanstrengung
    Millionen von Körperzellen sterben lassen. Es gibt offenbar Wesen auf der Erde und in der „Galaxis“, die den Menschen gegenüber genauso empfindungslos sind wie wir
    Menschen unseren „geopferten“ Körperzellen gegenüber …

    auzug aus „MACHTWECHSEL AUF DER ERDE“

  96. Gantenbein sagt:

    @ Dr. Kümel

    Ich bleibe skeptisch, zumal für das Zustandebringen einer kritischen Masse auch solche Bevölkerungsschichten mobilisiert werden müssen, die man mit Informationen nicht erreicht, weil sie aus Mangel an Zeit, Interesse oder Bildung nicht in der Lage sind, diese zu rezipieren. Insofern ist vielleicht der von der identitären Bewegung verfolgte Ansatz bedenkenswert: Eingängige Symbolik und knappe Parolen, die das Lebensgefühl der Vielen aufgreifen.

  97. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Zweifeln Sie etwa an, daß das Rückgrat der Christenlehre die Dreifaltigkeit ist?

    Im Moment zweifle ich eher an der Toleranz des Christentums

  98. Monika H. sagt:

    @chicano

    >aber ich will ihnen kein unrecht tun

    Dann hätten Sie besser geschwiegen ….

  99. Wenn man behauptet, die Materie sei die einzige Wirklichkeit und die relative, ausgedehnte und meßbare Welt das Einzige, dessen wir uns gewiß sein können, dann impliziert dies, daß das Jenseits nur eine Abstraktion des Denkens, ein Nicht-Seiendes ist. Diese Implikation ist aus der Perspektivität dieser Position gerechtfertigt. Sagt man hingegen, nur der reine Geist sei wirklich, dann impliziert dies, daß die relative Welt nur eine umgekehrte Abstraktion eines Bewußtseins ist, das sich aus dem Geist zurückzieht.Welt ist dann der Traum eines Schlafenden. Auch dieser Schluß ist logisch legitmiert. Die erste Behauptung ist durch die Erfahrung des Materialisten gestützt, die zweite durch die des Asketen. Beide sind legitim. Zu fragen ist, ob es eine Erfahrung oder Logik gibt, welche eine der beiden Aussagen stützt, ohne daß dem zugleich mit ebenso zwingender Logik eine gleichwertige kontradiktorisch entgegensteht.
    Die materielle Welt wird durch die physiologischen Sinne vermittelt und damit als Materie erfahren. Weil diese Sinne auf einen bestimmten Ausschnitt der Materie begrenzt sind, kann man daraus aber nicht schließen, daß alles, was nicht sinnlich wahrgenommen werden kann auch nicht wirklich sei. Spätestens seit der Entdeckung der Radiowellen ist diese anmaßende Behauptung empirisch falsifiziert. Trotzdem gründet die These, alles Über-Sinnliche sei notwendig entweder Illusion oder Halluzination struktural auf genau dieser falschen Gleichsetzung des Wirklichen mit dem sinnlich Wahrnehmbaren. Sie ist daher als unqualifiziert von der weiteren Betrachtung auszuschließen.
    Man kann sagen, alles phänomenale Dasein bestehe aus einem Beobachter und einem beobachteten Objekt, das ohne den Beobachter nicht agieren könne, weil Welt nur für ein beobachtendes Bewußtsein existiere und außerhalb dessen nicht wirklich sei. Dem läßt sich aber entgegenhalten, daß Welt aus sich selbst heraus existent sei: Das Universum war schon, noch bevor Leben und Bewußtsein darin emergierten und wird immer noch sein, wenn beides wieder verschwunden ist. Dies ist eine höchst folgenreiche Differenz, denn sie entscheidet über den Wert humaner Lebenspraxis. Trifft die zweite Behauptung zu, so ist der Mensch als Gattung und als Einzelner bedeutungslos; sowohl in seiner Existenz, als auch in seinem Handeln. Aber auch dann, wenn es diesen beobachtenden Zeugen gibt, so kann dieser nicht das individuelle, beschränkte Bewußtsein des Menschen sein, der geboren wird und sterben muß. Es muß sich dann um ein ganz literal allumfassendes Bewußtsein handeln, das sich jedes einzelnen Menschen als einer Art von intelligentem Monitor bedient, um das beobachten zu können, was gerade in dessen Aufmerksamkeitsfokus ist, bevor er sein konstruktionsbedingtes Verfalldatum erreicht und nicht mehr funktioniert. Die Menschenwürde bleibt in beiden Fällen auf der Strecke und wir haben nur die Wahl zwischen zwei narzißtischen Kränkungen. Einmal sind wir per se nichts von Bedeutung und das andere Mal nur ein temporäres Instrument. Das einzige, was wir im zweiten Fall noch sinnvoll tun können, ist möglichst genau zu beobachten, um ein möglichst guter Monitor zu sein. Im ersten Fall ist es ohnehin vollkommen gleichgültig ob wir sind, was wir tun und ob wir überhaupt etwas tun.
    Nun gibt es ein trotziges Aufbegehren gegen solche Bedeutungslosigkeit. Über Jahrhunderte hinweg bezeugen eine Vielzahl von Heiligen unterschiedlichster Provenienz unisono: Entsage der Welt und deine Seele wird leben und frei sein; sei es im Nirvana oder im Paradies. Solch asketischer Geist scheint einer Wahrheit des Daseins zu entsprechen, die auf der höchsten Stufe menschlicher Möglichkeit steht. Auch die profane, auf weltliche Ziele hin ausgerichtete Lebenspraxis bezeugt den asketischen Geist als mächtige Antriebskraft. Ein clear case dafür ist die protestantische Ethik als der „Geist des Kapitalismus” nach Max Weber. Solange, wie sich der Mensch nicht aus dem Gehäuse der Hörigkeit seiner animalischen Triebe befreit, scheint kein Fortschritt möglich zu sein.
    Der Geist fordert also die Abkehr von der Materie, die zugleich unsere Prägeform ist. Unser Dilemma ist damit seiner Struktur nach nicht die Wahl zwischen zwei Kränkungen, sondern besteht ganz analog zur ödipalen Triade im strukturalen Zwang zur Autonomie. Wir sind zwei unvereinbaren Ausschließlichkeitsansprüchen ausgesetzt, wobei der Geist mit dem Vater und die Mutter mit der Materie gleichgesetzt werden kann.
    Unsere Bestimmung ist es damit, das Dritte, Neue zu werden, das in uns als der conclusio aus diesen zwei Prämissen vergegenständlicht und seiner Möglichkeit nach enthalten ist. In diesem Neuen sind dann die Widersprüche aufgehoben und Geist und Materie miteinander vermittelt. Zu fragen ist, wie das geschehen und was das Neue sein kann.

  100. Monika H. sagt: November 4, 2012 um 19:52

    @Dr. Bullinger

    Sie nehmen es sonst – zurecht – mit der Sprache sehr genau: da steht nichts von Joch, sondern, dass er das Kreuz(!) auf sich nimmt

    Wenn wir von weltlichen Mächten unterjocht werden – und das werden wir – ist das Joch halt das schwere Kreuz, das wir dann tragen müssen, wenn wir es nicht gegen das leichte, christliche eintauschen mögen.

  101. Heider sagt:

    Zuerst schreibt
    Monika H., November 4, 2012 um 14:35:
    “Christus als Erlöser (= die Lösung) setzt ein Problem voraus – das muss ja zuerst einmal geschaffen werden (Sünde, das Böse, der Teufel …).

    D.h. Christus erlöst uns von einem Problem, das wir ohne das Christentum gar nicht hätten. Sie erkennen das Prinzip?”

    Darauf schreibt
    chicano, November 4, 2012 um 19:23:
    „ja, ja der alte albert pike und seine luziferische heilslehre, er hätte seine freude an ihnen. es gibt all das böse und das leid gar nicht, dass böse christentum erschafft es erst, in dem es von leid sprach. sollen sie doch leiden, wenn sie eben wollen, nicht wahr. es ist ja nur ihr mangelndes denken, dass all das leid erschafft, dass ohne den gedanken nicht existent wäre.

    auch die verhungernden kinder in afrika sind ihres leides schmied, warum denken sie sich nicht satt, gelle? es ist ja alles relativ (außer die aussage selbst natürlich, gelle?), wer weiß denn ob das “leid” gar keins ist, wir denken es uns ja nur so …“

    @ chicano
    Indem Monika H. im ersten Satz schreibt, dass die Christlehre selbst ein Problem schafft, damit die christliche Problemlösung greifen kann, so ist damit offensichtlich ein frei erfundenes Problem gemeint, ein Problem, das nur in der christlichen Definition vorkommt aber für Nichtgläubige keinen Bestand hat.
    Tatsächlich nennt sie sogar die christlichen Namen des christlichen Problems: Sünde, das Böse, der Teufel.
    Die christliche Problemlösung hat ebenfalls einen eigenen Namen: die Erlösung.

    Im zweiten Satz ergänzt sie zutreffend, dass die christlichen Probleme: Sünde, das Böse, der Teufel „ohne das Christentum“ gar nicht existierten, und sie meint damit, dass es die christlich definierten Probleme nur deswegen gibt, weil sie als solche (als christliche Extrabegriffe) weithin verbreitet und bekannt wurden.

    Monika ist eindeutig zu verstehen.

    In Ihrem Kommentar führen Sie nun anstelle der oben genannten inner-christlichen Probleme (Sünde, das Böse, der Teufel) den nicht unbedingt christlichen Begriff „Leid“ ein, der die anderen aber nicht ersetzen kann, da er nichtmal ungefähr diegleiche Bedeutung hat.
    Mittels des neu eingeführten Begriffs Leid drehen Sie Monika das Wort im Munde um.
    Sie unterstellen ihr, sie habe keinen Blick für tatsächlich vorfindbares, materiell begründetes Leid(en) von Menschen und sei dem gegenüber gleichgültig und zynisch. Denn Monika hat nirgendwo geschrieben, dass es keine verhungernden afrikanischen Kinder gibt, dass sie sich im Hungergefühl womöglich täuschen, und dass sie quasi selbst schuld wären, wenn sie hungern.

    Was Sie hier vollbringen erinnert an einen jesuitischen Ideologen – und das ist wirklich böse.

  102. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger
    >Wenn wir von weltlichen Mächten unterjocht werden – und das werden wir – ist das Joch halt das schwere Kreuz, das wir dann tragen müssen, wenn wir es nicht gegen das leichte, christliche eintauschen mögen.

    D.h. Sie wollen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Es gibt keine „weltlichen Mächte“, die ihre Macht nicht durch die Religionen erlangt hätten und sie bis heute dadurch erhalten.

  103. chicano sagt:

    @ heie(r)

    also erstens, sie sind hier der jenige, der am laufenden band unrecht tut, indem sie den leuten die worte im munde umdrehen d.h. sich überhaupt nicht an den worten der anderen orientieren, sondern lediglich ihrem hass freien lauf lassen, der sich aus ihrer sozialisierung speist, die alles, was mit dem begriff christentum und dessen leitgedanken zu tun hat, ganz einfach in ihrer schubalde unterbringt.

    egal was denn dieser christliche leitgedanke nun tatsächlich ist, sicher ist, ihre meinung ist die einzige wahrheit. wir hatten das jetzt zur genüge. sie haben sich gut und deutlich artikuliert. wenn killary sich christin nennt, dann sie ist auch christin, egal ob sie dem leitgedanken des christentum folgt, oder eben dem einer frau, die bei einer drohnen-live-mord-show „einen abgang“ bekommt, dass alles ist automatisch identisch mit dem christentum, denn sie nennt sich ja immerhin christin. vorbildliche argumention, heider?

    ihre logik ist die eines eingeschnappten, weil verletzten kindes, nur sehr viel gefährlicher. ganz ehrlich, ich habe mitgefühl mit ihnen, auch wenn ihnen das gar nicht schmecken wird und sie darauf wohl antworten werden: „sie wissen gar nichts von mir.“ doch, ich weiß soviel von ihnen, wie sie hier offenlegen und das ist eine menge.

    nun zu ihren wort- und sinnverdrehungen, anmaßungen über andere bescheid zu wissen und unterstellungen:

    „Im zweiten Satz ergänzt sie zutreffend, dass die christlichen Probleme: Sünde, das Böse, der Teufel “ohne das Christentum” gar nicht existierten, und sie meint damit, dass es die christlich definierten Probleme nur deswegen gibt, weil sie als solche (als christliche Extrabegriffe) weithin verbreitet und bekannt wurden.“

    richtig, christlich definierte begriffe. und?

    wie definieren heiden die begriffe?
    böse = gemein?
    oder böse = sadistisch?
    oder wie?

    und sünde?
    sünde = schuld?
    sünde = untat, unrecht?
    sünde = alles was leid erschafft?
    oder gibt es das alles nicht bei heiden und atheisten?
    wenn sie anderen unrecht tun? was ist das? gut? oder ist es unrecht, das leiden schafft?

    einerlei und ganz egal……entscheidend ist, dass das, wofür die begriffe stehen, existent ist und aus all dem, was ergibt sich da? von menschen geschaffenes leid…..

    wenn nun atheisten die begriffe „unrecht“, „gemeinheit“, „lüge“, „verrat“ usw. usw. usw. benutzen…..sind dadurch die begriffe „gemeinheit“, „lüge“, „unrecht“, „verrat“ auch alles probleme, die es nur gibt, weil diese atheisten diese begriffe benutzen?

    würde das was diese begriffe bezeichen, ohne heiden und atheisten nicht existieren, da es nach ihrer logik von den atheisten nur geschaffen wurden, um herrschaft auszüben?

    nein? totaler blödsinn? na dann sollten sie sich mal ihren „stoff“ durchlesen.

    doch weiter…..

    monika „D.h. Christus erlöst uns von einem Problem, das wir ohne das Christentum gar nicht hätten. Sie erkennen das Prinzip?“

    hatten wir ja eben🙂 das heißt der atheist oder der heide(r) erlöst uns von der lüge, vom unrecht, das wir ohne ihn gar nicht hätten? sie prangern doch hier viele zustände auf der welt an. ohne ihr anprangern, würde es diese zustände gar nicht geben?

    sie erkennen das prinzip? ich erkenne das prinzip, DAS SIE anwenden, natürlich nur wenn es gegen ihren lieblingsfeind geht, bei sich tolerieren sie solches selbstverständlich.

    monika: „Der Mensch selbst ist gierig, bequem und unreflektiert. Die meisten wollen mehr, mehr, mehr – wer begnügt sich denn schon mit dem was er hat oder ist?“

    wovon was spricht sie hier? von der gier?
    ein christ nennt gier sünde. und?
    beide meinen das gleiche, darauf kommt es an und beide wissen, gier schafft leid. dort verhungern menschen, weil hier menschen zu gierig sind.
    der begriff ist nicht entscheidend, sondern das, was er vermitteln will.
    das wissen sie natürlich sehr gut und haben nie ein problem damit, es sei denn, es geht eben um christliche terminologie, gelle? merken sie IHR prinzip, heider?
    gibt es jetzt nur deshalb diese gier, weil monika den begriff hier einführt?
    sicher nicht, ebenso wenig wie es die „sünde“, das „böse“ (beides zum beispiel = gier in monikas terminologie) gibt, weil christen diese begriffe für real existierendes benutzen.

    monika: „Dürfen wir uns dann wundern, wenn uns die Habgier regiert?“

    nein, aber warum sollte der christ nicht sagen „dürfen wir uns da wundern, was das „böse“ regiert?“

    weil sie es so wollen, heider?

    erkennen sie IHR prinzip. ich erkenne es jedenfalls.

    heider zu bullinger: „Ihr Gott ist der Wahn schlechthin.“

    gibt es vielleicht DIESEN wahn nur, weil sie ihn durch ihr benennen erschaffen? das weiß ich nicht aber es ist höchstwahrscheinlich.

    sie sind der missionar und ihre mission trieft von hass.
    sie sind der, der behauptet zu wissen, welcher gott der des bullinger ist, dabei wissen sie nichts von ihm und all das was sie von ihm zu wissen glauben, kann man leicht lesen, ist eine verdrehung seiner worte.

    sie müssen sie ja auch verdrehen, sie müssen dabei nicht versuchen zu verstehen, denn er verwendet zum teil christliche terminologie, dass reicht für sie um den feind auszumachen.

    zu monika und meinem beispiel mit verhungernden kindern…..davon wissen sie nichts, ehe sie einige alte blogeinträge durchforstet haben. da haben wir beide uns darüber ausgetauscht, wie wir die dinge sehen.

    heider: „Was Sie hier vollbringen erinnert an einen jesuitischen Ideologen – und das ist wirklich böse.“

    es ging hier die ganze zeit, darum, dass sie einen scheiss darauf geben, was der christliche leitgedanke ist……wo christlich drauf steht, ist das böse drin, so ihre prämisse…..daraus entsteht dieser ganze lange verlauf des hin und her. aus einem unrecht, dass sie millionen von menschen tun, weil es ihnen so in kram passt.

    nennen sie es wie sie wollen, ich nenne es nicht böse, sondern selbstgemachte blindheit, wahrscheinlich aus hass und verbitterung entstanden. so wie mir wünsche ich auch ihnen heilung vom bösen😉

    @ monica

    „Dann hätten Sie besser geschwiegen ….“

    auch wenns mir aufrichtig leid tut…….dito, schon so oft. tuts ihnen auch leid?

  104. chicano sagt:

    nein, halt, jetzt fällts mir ein!

    das was die kirchen taten, besonders während der der zeit brennender scheiterhaufen und inquisition und alles das, was die herrschenden klassen mit den menschen machen, ausbeutung, krieg, ja alles „böse“ unter dem himmel…….ist mit dem, was das christentum allein ist, nämlich das was, der, nach dem es benannt wurde, gesagt und getan hat, identisch!

    und darum ist das authentische christentum sozusagen, identisch mit der weltlichen macht.

    bin ich jetzt rehabilitiert, heider?

    (ironie off)

  105. chicano sagt:

    @ monika

    „D.h. Sie wollen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Es gibt keine “weltlichen Mächte”, die ihre Macht nicht durch die Religionen erlangt hätten und sie bis heute dadurch erhalten.“

    könnte man so stehen lassen, wenn man die alles gleichmachende agenda der illuminaten-satanisten als religion ansehen mag, die da lautet: alles ist eins, mann und frau, gut und böse und so weiter, alles eins und der erleuchtete hats erkannt und wird somit gott, denn einen anderen gott gibt es nicht.

    aber die religion, die sich angeblich auch die worte jesu bezieht hat noch nie zur macht über andere verholfen und sie wird es auch niemals, denn es ist gar niht ihr anliegen. durch die liebe und die vergebung bricht sie die macht, durch erkenntnis von gut und böse erlangt es die macht über sich selbst, mann bleibt mann und frau bleibt frau, liebe bleibt liebe und ist niemals eins mit der lieblosigkeit, so wenig wie das dunkel eines mit dem licht ist😉

    aber ja, die agenda der weltherrschaft will den christlichen gedanken abschaffen und mit all der esoteriksuppe von falsch verstandener einheit alles, aber auch wirklich alles realtivieren.

    doch, das wird nach hinten losgehen…..ganz sicher. gott sei dank.

  106. chicano sagt:

    und noch was für heider

    noch einige beispiele für monikas sichtweise:

    chicano „man kann nicht sagen, dass “böse ist auch gut”, weil im bösen auch das licht enthalten ist, durch welches allein es existiert.“

    monika: „Sie sehen ja, dass ich kann“

    also, auch immer verhungern, im vergewaltigen, im morden….in allem steckt auch was gutes. ja? denn alles ist ja eins in der „wahren religion der erleuchteten“. seltsam das niemandem auffällt, dass eben diese religion auch erklärt, warum die mächtigen psychopathen tun können, was sie tun und das sie in dieser „pseudo-religion“ auch die begründung dafür finden, dass es nicht nur Ok ist, was sie tun, sondern sogar richtig.

    hey, ein paar millionen morde für eine schöne neue welt, dass ist doch ein fairer preis😉

    oder der hier:

    monika: „So wie der Mensch nicht nur gut sein kann (schwarzer Punkt im weißen), so findet sich auch in den Bösen das Gute (weißer Punkt im Schwarzen).

    Es geht nicht um Ihre persönliche Gottesvorstellung – es geht um den Weltfrieden!“

    also trefflicher hätte es ein herr der neuen agenda des kommenden weltfriedens auch nicht ausdrücken können! also, dass „bischen böses“ das wir „leider“ anwenden müssen, müssen wir eben anwenden…..für den weltfrieden.

    chicano:“das verhungernde baby ist kein problem, alles ist vollkommen?“

    monika: „Das Problem ist, dass der Mensch in Zeit und Raum denkt. Zeit ist jedoch eine Illusion. Auch dies ist also eine Frage der Perspektive.“

    eine frage der perspektive also und unter der richtigen perspektive ist es eben auch kein problem. verstehe!

    monika:“Sie, chicano, wüssten nicht, was Liebe ist, gäbe es den Hass nicht!“

    so, so…ohne hass würde es auch keine liebe geben. daher, auch der hass ist toll, denn durch ihn gibt es liebe.

    monika:“Denn wenn wir einmal die Dunkelheit nicht mehr ablehnen, sie ist ja ein Aspekt Gottes auf dieser Welt, sondern auch das Gute in ihr sehen, dann ist die Welt … perfekt!“

    verstehe noch besser! denn dann ist alles niviliert auf eines….liebe und lieblosigkeit, frau und mann, lüge und wahrheit……alles schön verquirlt in einem einheitsbrei, mit einheits-pantheistischer pseudoreligion und weltregierung.

    monika: „“Was würde es bedeuten, auf einmal selbst Gott zu sein in all seiner Macht und verbunden zu sein mit allem was ist?”“

    ja, darum geht es. der mensch wird gott und außer ihm gibt es keinen gott. 33 grad freimaurerei😉

    ABER

    monika:“Das Christentum hat natürlich seine wahren Werte, die streitet doch niemand ab, das heisst ja aber noch lange nicht, dass erneut eine gute Lehre dazu mißbraucht wurde, um die Menschen zu kontrollieren. “

    das unterschreibe ich sofort!

    wie ich sowieso fest der überzeugung bin, dass monika wirklich nur das gute will. ihr problem ist, dass sie halbwahrheiten aufsitzt und sich blenden lässt davon.

    bei ihnen bin ich da nicht so sicher, heider.

    @ monika

    ich habs ja schon oft an dich geschrieben, sei nicht böse oder verletzt ich bins auch nicht, auch wenn die emotionen immer wieder hochkochen. auch schrieb ich dir mehrfach, dass ich 99% von deinen weisheiten unterschreiben würde, aber das eine prozent macht dann doch zu sehr scheibe blind und führt in das, was auch du nicht willst.

    ok, so sehe ich es, sehe jeder es wie er es will. ick mach jetzt meinen frieden mit dem threat. by

  107. Monika H. sagt:

    @chicano

    Sie posten hier an Heider einzelne Zitate von mir aus einem alten, sehr langen Thread, wobei der Gesamtkontext verloren geht, garnieren sie mit Ihrer NWO-Schubladen-Paranoia und geben es dann als mein Weltbild aus. Was soll das?

    Sie haben es nicht verstanden und werden es nicht verstehen, denn das Verstehen setzt das Verstehen wollen voraus.

  108. Monika H. sagt:

    @chicano

    Eigentlich wollte ich Ihnen jetzt noch ein paar freundliche Zeilen schreiben, aber das muss noch warten – denn ich bin noch immer konsterniert, dass Sie In Ihrem Zwiegespräch(!!) mit Heider herausgefischte und aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen von mir regelrecht verspotten und das nicht zu gering.

    Der Ton macht die Musik – hören Sie einmal hin zu Ihrer und fragen Sie sich, welche Saiten Sie da anschlagen. Meine Wellenlänge ist das nicht.

    >ihr problem ist, dass sie halbwahrheiten aufsitzt und sich blenden lässt davon.

    Erstens einmal habe ich kein Problem und zweitens ist das IHR Weltbild. Um beurteilen zu können, ob es sich um Halbwahrheiten handelt, müssten Sie die ganze Wahrheit kennen – wer aber will das von sich behaupten? Niemand weiß, wie es wirklich ist, wo er selber steht und schon gar nicht wo ein anderer.

    Woher wollen Sie wissen, dass nicht Sie geblendet sind? Können Sie diese Frage beantworten?

  109. Monika H. sagt: November 5, 2012 um 13:28

    @Dr. Bullinger
    >Wenn wir von weltlichen Mächten unterjocht werden – und das werden wir – ist das Joch halt das schwere Kreuz, das wir dann tragen müssen, wenn wir es nicht gegen das leichte, christliche eintauschen mögen.

    D.h. Sie wollen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Es gibt keine “weltlichen Mächte”, die ihre Macht nicht durch die Religionen erlangt hätten und sie bis heute dadurch erhalten.

    Na gut, Moni, dann ziehen wir halt mal einen clear case als konkreten Einzelfall heran, an dem sich das Besondere des christlichen Weges paradigmatisch ablesen läßt:

    Wer z.B. unter dem Joch des Vulkangottes Jahwe steht und daher sein gesamtes Leben in zwanghaften Wiederholungen des Brandopfers (Holocaust) erschöpfen muß, ohne durch diese Sisyphos-Arbeit weiter kommen zu können und sich (sein Ich) im Kreise dreht und einen grausamen und sadistischen Gott in die leere Mitte seiner Kreise hineinvollziehen muß, um überhaupt so etwas ähnliches wie Sinn erreichen und für sich (sein Ich) in Anspruch nehmen zu können, den kann der Christus da herausführen, wenn er sich mit ihm in seinem Joch zusammenspannt.

    Allein schon dafür gebührt ihm unser Dank, unsere Liebe und unsere Anerkennung.

  110. @ monika
    @ chicano

    Ihr seid wie Geschwister, die sich lieben aber voneinander abgrenzen müssen, um eine je eigene Identität herstellen zu können. Was gar nicht so einfach ist, weil sie sich zu ähnlich sind.😉

    Also, im Namen-des-Vaters (Der Nom-du-Père ist nach Jacques Lacan ein Signifikant, der die Konsistenz der symbolischen Ordnung garantiert. Jedes Gesetz ist Gesetz nur „im Namen des Vaters“ der ihm seine Autorität leiht) und seiner von ihm geliehenen Autorität:

    Gebt euch jetzt die Hand und vertragt euch wieder! Es ist lange und ausführlich genug gestritten. Mehr wäre nicht gut.

  111. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika: „Jede weltliche Macht durch Religion“ ??

    Also da scheint doch Widerspruch angebracht.

    Es stimmt zwar, daß der (nicht so ganz ohnmächtige) Zionismus und auch der Islamismus sich zur Stütze ihrer Machtusurpation auf eine Fehlinterpretation heiliger Bücher berufen.

    Aber glauben Sie im Ernst, Leute wie Rothschild, Rockefeller, Soros, Kissinger, Brzezinski, Roosevelt, Churchill, Stalin, oder, Gandhi, hätten ihre Macht von der Religion abgeleitet??

  112. chicano sagt:

    @monika

    „Eigentlich wollte ich Ihnen jetzt noch ein paar freundliche Zeilen schreiben, aber das muss noch warten – denn ich bin noch immer konsterniert, dass Sie In Ihrem Zwiegespräch(!!) mit Heider herausgefischte und aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen von mir regelrecht verspotten und das nicht zu gering. “

    verspotten lag mir nicht im sinn. tut mir leid, wenn es sich so für anfühlte.

    allerdings habe solche zitate ausgewählt, die sich nicht in ihrem sinnzusammenhang verändern, wenn man sie im kontext liest.

    die kommentare dazu sind meine ansicht darüber, wie sie sich in letzter konsequenz zu ende denken lassen und genau dies die rechtfertigung und das weltbild der mächte hinter dem vorhang. die gleichmacherei und relativierung von allem dadurch, ob gut und böse usw. usw….steht ja da.

    das sie nicht die intention dieser mächte haben, habe ich mit dem letzten satz ausdrücken wollen. das sie einer halbwahrheit aufsitzen, damit meine ich, dass sie das gute wollen aber das kind dabei mit dem bade ausschütten. sie sehen das anders und das ist ihr recht. aber vergessen sie nicht, dass sie hier genauso versuchen zu benennen, was iherer meinung nach schief läuft und dadurch für und wider einer diskussion entstehen.

    um ihre empörung allerdings etwas zu dämpfen möchte ich noch hinzufügen, dass wir alle, auch sie zitate aus dem zusammenhang reissen und sie dann aus ihrerer sicht presentieren. beispiel:

    chicano an heider „der christ […] er nimmt sein kreuz auf sich…“

    monika: „Damit sind Sie der perfekte Vorzeige-Christ, in der Tat. Denn genau so soll es sein – der “gute” Christ soll sich mit einem Kreuz durchs Leben schleppen ….“

    das ist ihre interpretation, die nichts dem zu tun hat, was ich damit ausdrücken wollte. dies geschieht hier ständig. nun zu meinen, dass es aus einem älteren thread aber „schlimm“ sei, ist ansichtssache.

    auch wenn ich sie ganz sicher nicht verspotten wollte…..verstehe ich aber ihre empörung. denn wirklich blöd war, diese zitate im zusammenhang mit heider zu bringen. dafür entschuldige ich mich. da habe ich mich hinreissen lassen.

    vielleicht können sie mir zugestehen, wie ich ihnen, das auch ich letztlich das ganze hier mache, weil ich es gut meine und glaube das es wichtig ist, gewisse unterscheidungen gut zu treffen…..vielleicht lebenswichtig für die welt zur heutigen zeit. das kann sicher auch ein irrtum sein aber meine intention ist klar.

    ich werde hier auch nicht mehr weitermachen. jeder muss wissen was er glaubt, denkt und tut. die welt ist an einem punkt angelangt, an dem selbst die reinsten perlen der weisheit noch einen spin erhalten, der sie ins gegenteil verkehren lässt. ich habe wahrlich genug meine meinung zu esoterischen und glaubensfragen kundgetan, wie gesagt, weil ich es für extrem wichtig halte.

    liebe kann niemals lieblosigkeit in sich haben, licht niemals dunkelheit und dunkelheit niemals licht, monika und der mensch ist ein kind gottes. alle schlussfolgerungen aus den irrtümern dieser angelegenheiten führen in den kreis der mächte, die das rad auf erden drehen, drehen gegen gott, gegen den christlichen gedanken jesu. heutzutage klingt die wahrheit eben kindisch und die kirche diesem umstand hat dem wie kein anderer vorschub geleistet. darum ging es mir in der geballten übermacht der neuzeit-religionen, vom „positiven denken“ über die „Gaia-Religion“, bis hin zur „Alles ist Eins-Verabsolutierung“, die wie gesagt, alle in aspekten zutreffen, aber als verabsolutierungen sich ins „übel“ umkehren. wenn sie wollen, denken sie darüber nach…..ich meins nicht böse.

    doch damit stehe ich hier damit auf verlorenem posten, denn das, was ich zu dem thema halbwahrheit nenne ist eben durch die sehr große vermengung mit wahrheit schwer zu durchschauen. ja, ich habe auch angefangen mich in kämpfe zu verzetteln, die eine zeit lang tragbar sind, aber irgendwann ist alles gesagt und dann wirds nur noch ein grabenkampf. der tut aber niemandem gut und verhärtet nur den status quo.

    also, ich kann nicht sagen, dass mir das ende unserer diskussion gefällt und ich habe mich dabei auch nicht mit ruhm bekleckert.

    also, alles gute trotzdem…

  113. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Aber glauben Sie im Ernst, Leute wie Rothschild, Rockefeller, Soros, Kissinger, Brzezinski, Roosevelt, Churchill, Stalin, oder, Gandhi, hätten ihre Macht von der Religion abgeleitet??

    Ja, selbstverständlich – nur dadurch! Ohne die Religionen wäre dieses heutige System überhaupt nicht denkbar!

  114. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Lustig!

  115. Monika H. sagt:

    @chicano

    >hinzufügen, dass wir alle, auch sie zitate aus dem zusammenhang reissen und sie dann aus ihrerer sicht presentieren. beispiel:

    Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass dies ein Dialog zwischen uns beiden (!) war und wir beide auf dem gleichen Stand der Dinge. Dabei wurde auch nichts aus dem Zusammenhang gerissen, sondern direkt auf Ihr Posting an mich geantwortet.

    Hier verhielte es sich aber ähnlich, als ob ich Sie ohne Zusammenhänge einem Dritten gegenüber mit Ihrer extraterristischen Bedrohung der dunklen Mächte zitieren und kommentieren würde: jaja, die kleinen grünen Männchen, aus dem All, chicano, ist dem Eso-Quatsch auf den Leim gegangen.

    Denn Sie ziehen zwar meine Zitate heran und äußern sich höhnisch, widerlegen diese aber keineswegs anhand sachlicher Argumentation, sondern legen nur die Ihrerseits scheinbar allgemeingültige NWO Propaganda darüber.

    >liebe kann niemals lieblosigkeit in sich haben

    Dann dürften Sie, chicano, nicht fähig sein, jemand anderen zu hassen oder ihm anders lieblos zu begegnen. Sie können das aber sehr gut, z.B. Tätern gegenüber.

    Nichts ist nur weiß oder schwarz – Sie können einen Menschen für eine Sache lieben, für eine andere hassen. Oder die vielen Facetten dazwischen. Sie eifern Jesus nach und stellen damit an sich selbst den hohen Anspruch „nur gut zu sein“ – und damit leugnen Sie die eigene Dunkelheit, der Sie dann im außen nur allzu oft begegnen, weil sie gesehen werden will.

    Peace!

  116. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Lustig!

    Lustig finde ich es weniger, aber sehr interessant. Haben Sie schon einmal den Gedanken verfolgt, was ein monotheistischer Gott bedeutet?

  117. Heider sagt:

    @ chicano
    Jetzt scheint der heilige Geist mit Ihnen völlig durchzugehen. Aus dem Grunde muss ich auf Ihre vielfach persönlichen Anwürfe an meine Adresse nicht eingehen.
    Ich beschränke mich noch einmal auf die Sache.

    „die alles, was mit dem begriff christentum und dessen leitgedanken zu tun hat,“

    Der sogen. christliche Leitgedanke war der Ausgangspunkt unserer Debatte, an dem ich eingegriffen habe. Er wurde vorgetragen von Joachim Bullinger im Posting am 27. Oktober, 11:00:
    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/10/25/feindstaatenklausel-oder-wege-zur-deutschen-souveranitat/#comment-53990

    In diesem Posting wird eindeutig ein neues christliches Deutsches Reich vorgestellt, und nach den anderen Äusserungen Bullingers, auch nach Ihren Äusserungen, ist das vor dem Hintergrund aller geschichtlichen Erfahrung mit dem Staatschristentum für mich ganz klar ein ultra-christliches Regime, das die gegenläufige Einstellung aller nicht gläubigen Deutschen nicht tolerieren und sie mit Macht zur Teilnahme am Kult zwingen wird.
    Demgemäss habe ich mich von Anfang an zu Souveränitätsfragen geäussert und zwar zur Auffassung einer deutschen Souveränität unter explizit christlichen Vorzeichen.
    Ein solcher Staat müsste nach meinem Verständnis sofort an allen Ecken angezündet und nicht etwa in den Himmel gepriesen werden.

    Wie doktrinär und fanatisch Christen auf Andere reagieren, die ihren Glauben nicht teilen und den Kult entschieden ablehnen, das hat der Strang ebenfalls gezeigt, Stichwort: christliche Mission, die übrigens auch Ihrerseits, wenn auch nicht ganz so vordergründig, wiederholt an meiner Person versucht worden ist. Diese Verhaltensweisen lassen darauf schliessen, was Deutschen, die sich Jesus Christus verweigern, in einem streng christlich definierten Staat noch so alles widerfahren würde.

    Das Fatale an den hier laufend vorgetragenen ultra-christlichen Bekenntnissen ist nicht der Glaube des Einzelnen. Es ist vielmehr die Arroganz eines allein selig machenden Glaubens, der auch auf Andere (in diesem Fall auf ganz Deutschland!) übertragen werden soll, und der nach seiner inneren Logik Widerspruch nur begrenzt zulässt. Im allgemein politischen Kontext kann man das christliche Dogma mit jeder anderen Ideologie vergleichen, die die Staatsmacht erobert und unter Umständen jeden Staatsbürger zum Mitmachen zwingt.

    Diese Arroganz, die sich darin ausdrückt, als Christen selber am besten beurteilen zu können, was für alle Menschen und ihre Seelenlage gut ist, hat das Christentum in seiner Herrschaft über die Zeit entwickelt; es überträgt sie heute auf die Protagonisten des Glaubens, und es führt auch zur Empfindlichkeit des Christen gegenüber denen, die Gottes Macht und Herrlichkeit definitiv bestreiten. Dahinter steckt natürlich die Gewöhnung, die Gewöhnung, dass jahrhundertelang an dieser Macht und Herrlichkeit (die geistige und weltliche Macht von Christen über Alle) nicht gerüttelt werden durfte und konnte. Wesentlich aber nicht vollständig anders ist das erst seit der Französischen Revolution, seitdem ist zumindest das freie Wort über Sinn und Unsinn des Christglaubens, gegen die totale religiöse Gleichschaltung und eine gewisse Entscheidung gegen die persönliche Teilnahme am Kult möglich, der freilich als Staatschristentum nach wie vor nicht überwunden ist.
    Was darunter zu verstehen ist, habe ich im anderen Strang verschiedentlich (wenn auch nicht erschöpfend) ausgeführt. Auch jene meine Ausführungen sind hier v.a. seitens Dr. Kümel bestritten bzw. überwiegend auch negiert worden, sodass für mich kein Zweifel besteht, dass mehr oder weniger alle hier debattierenden bekennenden Christen das System Kirche erhalten und sie zur Trägerin auch eines neuen, anderen deutschen Staats machen oder sie zuindest gewähren lassen wollen. Denn eine andere Kirche als die, die sich in ihrer gesamten Geschichte als Hüterin der Mythologie, als Verfasserin des Dogmas und als Trägerin der Macht darstellt, hatten sie nie und haben sie nicht; ihr verdanken sie endlich auch die Bibel, ohne die Christen nicht auskommen können.
    Die grossen christlichen Kirchen sind praktisch wie eine Schutzmacht für einen jeden Christen, auch wenn der nicht immer viel von ihnen hält – denn ohne das mit den Kirchen konstituierte Christentum verlören alle Christen die Basis ihrer geistigen Hegemonie. In der Gestalt der Röm.-Katholischen Kirche, die grösste und mächtigste Christkirche der Welt, wird man es so gesehen als Atheist, als religiös Gleichgültiger oder Heide auch in Deutschland weiterhin zu tun haben mit allen möglichen Folgen, die sich etwa im Fall einer christlichen Reconquista ergeben.

    Der Kern der Auseinandersetzung mit Ihnen u.a., Herr chicano, ist aus meiner Sicht nicht Ihr Glaube, den ich als Ihre private Angelegenheit ansehen kann. Er besteht in Ihrer Grundhaltung, dass Ihnen Deutschland und die Welt (denn auch dazu hatten Sie unmissverständlich geschrieben!) nicht christlich g e n u g ist und in meiner Überzeugung, wonach das Christentum immmer noch herrscht, es mir also hier (es geht mir hauptsächlich um das Land, in dem ich lebe) z u christlich zugeht.
    Aus dem Grunde ist das Verlangen nach Laizismus auch das Mindeste, was man als Atheist u. Nichtchrist vernünftigerweise verlangen dürfen muss und vermutlich das Maximale, was sich hierzulande gegenwärtig errreichen liesse, auch unter dem Aspekt, dass mit versch. islamischen Gruppen bereits der nächste abrahamitische Kult an die Staatstüre klopft und seine Anerkennung als Staatskirche fordert.
    Dahinter, Herr chicano, wird es mit mir kein Zurückgehen geben!
    Allerdings wachen inzwischen zunehmend auch Atheisten, früher ausschliesslich mit Links-Rechts-Politkämpfen beschäftigt, auf und fangen an zu begreifen, dass das errungene bischen Freiheit vom Christentum inzwischen schon wieder in Gefahr ist verloren zu gehen.

  118. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Ja, lustig sind Ihre Auffassungen, daß Stalin und Gandhi durch Religionen zur Macht gekommen sein sollten. Sei’s drum.

    Ein monotheistischer Gottesbegriff hat nichts Besonderes an sich. Es kommt auf den Inhalt an, auf die Definition des Gottesbegriffes. Es gibt nur wenige Religionen, die Aussagen darüber machen. Meist ist man gezwungen, implizit zu schließen, was das denn für diese besondere Religion sein soll, „Gott“.

    In der Hebräerbibel (AT) steht ja zwar eine solche Definition drin (Genesis), aber sie ist im Judaismus nicht durchgehalten.
    Das Christentum macht jedoch eine klare Aussage: Gott ist die Dreifaltigkeit aus dem Menschensohn, dem Geist (Frucht der Erkenntnis), und dem semantischen Bindeglied „Gottvater“.

  119. chicano sagt:

    @ monica

    was soll ich nun tun? nicht mehr antworten, wie ich es vor hatte? nein, ich gehe gern nochmal darauf ein, vielleicht verstehen sie ja doch noch, wie ich es meine und ich es verstehen…..

    „Dann dürften Sie, chicano, nicht fähig sein, jemand anderen zu hassen oder ihm anders lieblos zu begegnen. Sie können das aber sehr gut, z.B. Tätern gegenüber.“

    ja, denn ich bin ein mensch und wir menschen leben in der welt. und in dieser welt gibt es das absolut reine tatsächlich nicht in dem sinne, dass es allein existiert.

    dennoch sind die beiden seiten „hass und liebe“ vollkommen voneinander geschieden, auch wenn sie beide gemeinsam im „haus“ mensch „wohnen“. sie können ebenso wenig gemeinsam vorhanden sein, wie licht und dunkelheit.

    sie können beides nicht gleichzeitig erfahren aber sie können, wenn sie wollen, dem einen oder dem anderen den vorrang geben und ausdrücken.

    der liebe den vorrang zu geben ist nicht immer leicht für uns, denn das ego hat andere pläne als gott. dies ist ein innerer kampf und damit ist gemeint, dass man nicht zweien herren dienen kann und, dieser kampf ist das „wahre kreuz“, dass jeder auf sich nehmen „muss“ bzw. kann.

    wenn ich also den täter hasse, so diene ich „dem falschen herrn“, doch ich hasse ihn nicht und wenn, so wird mir rasch bewusst, dass ich dem „falschen herrn“ diene. doch bin ich mir vollkommen darüber im klaren, dass seine taten falsch sind, ganz und gar, ebenso wie es falsch ist, wenn ich ihn hasse.

    „Nichts ist nur weiß oder schwarz“

    doch. aber hier auf der ebene in der wir leben existiert beides als potential, jedoch nebeneinander und vollkommen voneinander geschieden und nicht als amoprphe einheit oder gleichwertige kräfte.
    wir entscheiden darüber, welches potential sich entfaltet…..das ist die freiheit des willens.

    „Sie eifern Jesus nach und stellen damit an sich selbst den hohen Anspruch “nur gut zu sein” – und damit leugnen Sie die eigene Dunkelheit, der Sie dann im außen nur allzu oft begegnen, weil sie gesehen werden will.“

    wenn sie obiges richtig lesen, werden sie vielleicht sehen, dass ihre beurteilungen nicht stimmen.

    ich könnte jesus sehr wohl nacheifern, was ich nicht tue, (denn ich habe nicht seine mission) und dennoch um meine möglichkeit dem „herrn des dunkels, dem ego in mir“ wissen.

    entscheidend ist es welchem „herrn ich dienen möchte“ und da haben wir wieder die aufnahme des kreuzes und den „inneren kampf“, denn das ego strebt nach herrschaft und will zugunsten des „chrstus-kindes“ wie bulli es nannte, ich würde es anders nennen, herrschen über unsere gedanken, wünsche und taten.

    „Peace!“

    dir auch…

  120. chicano sagt:

    @ heider

    „für mich ganz klar ein ultra-christliches Regime, das die gegenläufige Einstellung aller nicht gläubigen Deutschen nicht tolerieren und sie mit Macht zur Teilnahme am Kult zwingen wird.“

    lächerlich. das christentum wird gerade abgeschafft. setzen sie sich mal ne brille, guter mann.

    „Diese Verhaltensweisen lassen darauf schliessen, was Deutschen, die sich Jesus Christus verweigern, in einem streng christlich definierten Staat noch so alles widerfahren würde.“

    sie haben paranoia. hat man sie als kind zum glauben gezwungen? meine ich ganz ehrlich die frage…

    „Im allgemein politischen Kontext kann man das christliche Dogma mit jeder anderen Ideologie vergleichen, die die Staatsmacht erobert und unter Umständen jeden Staatsbürger zum Mitmachen zwingt.“

    liebe kann man nicht erzwingen, heider. sein sie also unbesorgt, es wird sie niemals jemand zum christlichen leitgedanken zwingen können, denn der ist gleichbedeutend mit liebe. man kann sie aber vielleicht dazu zwingen einem christliche gelabelten kult anzugehören. da gibt es so einige, dass stimmt aber kreiden sie das nicht dem an, der allein maßstab für das sein kann, was sich christentum nennt….periode😉

    „….und es führt auch zur Empfindlichkeit des Christen gegenüber denen, die Gottes Macht und Herrlichkeit definitiv bestreiten.“

    nö, kein warum sollte es? empfindlichkeiten werden aber geweckt, wenn jemand wie sie eine generalverurteilung unter falschen vorzeichen erteilt und sich wie ein durchgeknallter fanatiker gebärdet und das tun sie. sie sind der missionar und reagieren massiv darauf, dass andere erklären, das ihr morden, krieg führen und menschen versklaven nichts mit christ-sein zu tun hat oder jemals haben könnte.

    „Der Kern der Auseinandersetzung mit Ihnen u.a., Herr chicano, ist aus meiner Sicht nicht Ihr Glaube, den ich als Ihre private Angelegenheit ansehen kann. Er besteht in Ihrer Grundhaltung, dass Ihnen Deutschland und die Welt (denn auch dazu hatten Sie unmissverständlich geschrieben!) nicht christlich g e n u g ist…“

    mein lieber scholli, heider, was sie hier verzapfen ist schon ein dickes ding.
    nicht christlich genug, stimmt, aber genauso gut könnten sie schreiben, nicht solidarisch genug, nicht freundlich genug, nicht mitfühlend genug, nicht liebevoll genug….aber, das sind alles attribute und eigenschaften die man nicht erzwingen kann, im gegenteil, jeder zwang würde all diese attribute erschweren oder gar unmöglich manchen, Gott sei dank!
    worüber sie auch immer hier schwadroniern, vom christentum jedenfalls nicht. das was sie da befürchten würde kein christ auf der welt fördern oder gutheißen oder mitmachen.

    wenn aber fanatisches irresein in ihren augen christlich ist, dann kann ich ihnen auch nicht helfen.

    „Dahinter, Herr chicano, wird es mit mir kein Zurückgehen geben!“

    guter heider, bleiben sie doch wo sie wollen, davor, dahinter oder mittendrin. es tut mir aufrichtig leid, dass ihr blick so verstellt wurde und sie sich vor etwas sorgen, dass es nicht gibt bzw. das sie etwas echt übles mit etwas anderem verwechseln und dadurch beides für sie zum übel wurde. ich kann das verstehen, schrieb ich ja bereits am anfang unserer diskussion, aber ich kann ihnen nicht helfen den widerspruch aufzulösen, weil ihre scheuklaüüen keinen anderen blickwinkel und differenzierung möglich machen.

    „Allerdings wachen inzwischen zunehmend auch Atheisten, früher ausschliesslich mit Links-Rechts-Politkämpfen beschäftigt, auf und fangen an zu begreifen, dass das errungene bischen Freiheit vom Christentum inzwischen schon wieder in Gefahr ist verloren zu gehen.“

    da ja nun klar ist, das christentum für sie zwang, weltliche herrschaft, unterdrückung und im schlimmsten fall inquisition bedeutet…….wird es wohl nicht anders gehen für sie. sie werden, was das übel betrifft, wovor sie sich sorgen, in mir einen mitstreiter finden,w enne s denn jemals so weit kommen sollte……aber noch auf dem schlachtfeld werde ich beim gemeinsamen kampf um ihre freiheit im glauben oder nichtglauben mit ihnen weiterstreiten und ihnen erklären, dass wir beide, da an der front, gegen ein echtes untier kämpfen aber dieses untier hat nichts, aber auch gar nichts….mit dem zu tun, was das christentum ist.

    ich glaube eine weitere diskussion hat wenig sinn, kostet uns nur zeit, denn ihre meinung und ihr vernichtendes urteil steht fest.

    alles gute, heider, mein ich alles ernst……

  121. chicano sagt:

    p.s. monika

    bitte. versuchen sie nicht meine letzen worte an sie irgendwie umzuinterpretieren oder machen sie es ruhig. aber von meiner seite aus ist alles gesagt, eine andere meinung können sie haben aber ich steige wirklich aus. gut, vielleicht bewegen sie mich noch einmal zu einer weiteren antwort, wo ich mich erneut erkläre, weil sie mir erklären wollen, was ich kann oder nicht😉

    aber es ist für mich jetzt echt schluss hier, in diesem thread und auf diesem blog. alles hat seine zeit und ich nehme mir die zeit, die lange auf diesem blog verbrachte, jetzt für andere dinge.

    ich habe nicht das geringste ungute gefühl ihnen gegebüber und ich mag sehr, sehr viele ihrer gedanken. tut mir wirklich leid, dass ich es nicht vermochte ihnen das klarzustellen aber es ist so. sie sind sicher ne tolle und ihr ganzer ansatz ist ein schöner, auch wenn ich meine, dass…….sie wissen schon.

    dennoch, wären alle menschen wie sie, dann hätten wir schon eine wundervolle welt. und in manchen dingen haben sie mir auch neue, gute gedankenansätze geschenkt.

    wünsch dir dit beste, kleene (nicht herablassend gemeint, so sagen wir hier im ghetto zu süßen;) )

  122. chicano sagt:

    und jürgen, ick mach dit wahr…..muss mal was neues machen. genug geblogged aber sei dir sicher, ich stehe moralisch hinter dit janze und werde noch für einige abos sorgen.

    aber jetzt ist längere auszeit und dit fingerjucken muss ick halt unterdrücken😉

    bleib stark und je den weg weiter, in liebe, wennde kannst🙂

    wir sehn und hörn uns dann beizeiten wieder….

  123. Hm, hm… Vielleicht sollte ich das dann doch noch sagen:

    Mein Ziel ist es, das Christentum zu übersteigen – mit dem Christus. Dazu ist es aber notwendig (und leider noch nicht hinreichend) dem Christentum zu vergeben.

    Erst durch meine Vergebung wird der Fluch der bösen Tat aufgehoben, deren Opfer ich geworden bin.

    (Das ist allgemein gemeint.)

    Und von daher mag es manchmal den Anschein haben, als wollte ich die Kirchen verteidigen oder eine Art von „neuer Kirche“ ins Leben rufen.

    Das ist nicht der Fall. Ich heiße nicht Heinrich Bullinger, sondern Joachim.

  124. juergenelsaesser sagt:

    chcano: schmatzer für dich, mein juter! pass auf die flanken auf!

  125. chicano sagt:

    jib meen bestet, großer…bis denne😉

  126. chicano sagt: November 6, 2012 um 22:14

    aber jetzt ist längere auszeit und dit fingerjucken muss ick halt unterdrücken😉

    Mach Dir einen Zettel, schreib KKK darauf und klebe ihn an den Bildschirm. Das heißt dann nicht Ku Klux Klan sondern:

    Konsequent Kein Kontakt😉

    Bis denne dann,
    Dein Bulli

  127. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Ja, lustig sind Ihre Auffassungen, daß Stalin und Gandhi durch Religionen zur Macht gekommen sein sollten. Sei’s drum.

    Da müssen Sie schon ein paar tausend Jahre zurück schauen, Herr Dr. Kümel. Die Leute, die Sie beschrieben beschäftigten sich nur mehr mit dem Machterhalt.

    (Gandhi – das wollte ich oben noch geschrieben haben, ist ein spezieller Fall – dennoch braucht man sich in Indien auch nur das Kastensystem anzusehen und wie die Menschen ihren „niederen Stand“ durch die Religion annehmen).

    >Das Christentum macht jedoch eine klare Aussage: Gott ist die Dreifaltigkeit aus dem Menschensohn, dem Geist (Frucht der Erkenntnis), und dem semantischen Bindeglied “Gottvater”.

    Der Begriff der Dreifaltigkeit wurde erst später hinzugefügt. Abgesehen davon: wie schon x-mal in dem Thread beschrieben. Es geht hier NICHT um Ihre, persönliche Definition im Jahr 2012, wir diskutieren hier nicht um Ihren individuellen Gottesbegriff.

  128. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger
    >Mein Ziel ist es, das Christentum zu übersteigen

    Mir ist Ihre Intention bewusst, allerdings – und das wollte ich mit meiner „Kritik“ aussagen – kann das so nicht gelingen, denn die „Marke Jesus“ ist seit 2000 Jahren „gebrandet“, sie hat bereits ein Image und das bekommt man nicht mal auf die Schnelle aus den Köpfen der Menschen.

    Wann immer Sie Christus erwähnen, müssten Sie Ihr gesamtes Weltbild dazulegen – das ist natürlich nicht möglich. Aber werfen Sie nur Jesus in den Raum oder erwähnen ihn gegenüber Ihren Patienten, machen Sie unbewusst Werbung für das eingebrannte System. Und das bedeutet: Gehorchen – Schuld – Strafe – Sühne. Das tragen die Menschen in sich herum. Und der Name Christus ist ein „Trigger“ dafür.

  129. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Die Urgeschichte des Christentums hat so gut wie überhaupt keinen Bezug darauf, welche Inhalte die Lehre heute transportiert. Manche mutmaßen, Jesus habe als historische person überhaupt nicht existiert. Was von seiner Lehre überliefert ist, wurde jahrhundertelang bloß mündlich überliefert, usw. Alle diese Dinge haben keine Relevanz dafür, was das Christentum heute ist.

    Und da kommen Sie um die Erkenntnis nicht herum, daß der Gottesbegriff eben die Dreifaltigkeit ist: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des HEILIGEN GEISTES. Das will ich gerne glauben, daß Sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, was mit „Heiliger Geist“ gemeint ist. Aber deshalb ist das noch lange nicht „meine persönliche Ansicht“ der Lehre, sondern die Lehre selbst.

    Ich vertrete überhaupt keinen Gottesbegriff.
    Ich habe ein wenig über das Christentum nachgedacht, über den Gottesbegriff des Christentums.

    Aber wir kommen weit ab von „Feindstaatenklausel und Souveränitätsdefizit.

  130. Monika H. sagt: November 7, 2012 um 08:53

    @Dr. Bullinger
    >Mein Ziel ist es, das Christentum zu übersteigen

    … Aber werfen Sie nur Jesus in den Raum oder erwähnen ihn gegenüber Ihren Patienten, machen Sie unbewusst Werbung für das eingebrannte System. Und das bedeutet: Gehorchen – Schuld – Strafe – Sühne. Das tragen die Menschen in sich herum. Und der Name Christus ist ein “Trigger” dafür.

    Ja, aber jede Konditionierung kann extingieren. Und das entsprechende Extinktionstraining geht (barbarisch verkürzt) so:

    Warum wurde der Christus gekreuzigt?
    Weil er unschuldig war.
    Warum war er unschuldig?
    Weil er der Sohn Gottes war. Und wenn auch Du ein Kind Gottes bist, was bist dann auch Du?
    Unschuldig?
    Ja, unschuldig. Du kannst den ganzen „Gehorchen – Schuld – Strafe – Sühne“ Scheiß knicken und in die Tonne treten.

    Du bist jetzt frei davon!

    P.S.: Moni, geben Sie dem Chico noch ein gutes Wort mit, auf seinen Weg?

  131. @ Monika H.
    @ Chicano
    @ Dr. Kümel
    @ Joachim Bullinger

    Herrjeh! Euch darf man aber auch keine paar Tage alleine lassen…. Komme gerade zurück vom zu ziemlich anderen Ende der Welt. Dort wird sich mit einer Mischung von Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus rückverbunden. Aber sehr privat. Die Religiösität wird als heraustreten aus dem exotischen ins esoterische (Achtung! Mit positiver Konnotation – es geht hier um Religion, dort ist Zartgefühl angebracht, denn es handelt sich um eine Herzensangelegenheit) aufgefaßt.
    Aber wir Kaukasier haben ein andersartiges vielleicht im besten Sinne rechthaberisches Element ‚in uns‘. Es gibt entweder Yin ODER Yang. Schick wird’s doch erst, wenn das Spirituelle mit Neugierde auf das formuliert Gläubige trifft, beide sich umschnuppern und suchen, wo beim Anderen ein guter, ein HEILiger Geist zu entdecken ist.
    Und wo eben nicht. Und ihr Lieben: Darauf schießt euch ein!
    Religionen mit Erlesenheitsdünkel, Geister die stets verneinen, die Affen Gottes.

  132. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Die Urgeschichte des Christentums

    Nun weiß ich echt nicht mehr, wie ich es ausdrücken könnte …. es geht um RELIGION als MACHTINSTRUMENT, wie die Religionen geschaffen und dafür benutzt wurden, um Macht über die Menschen zu bekommen und sie das bis heute tun.

    Natürlich werden Sie nicht fündig, wenn Sie geistig in Ihrer Nussschale bleiben und nur die letzten 50 Jahre Geschichte dazu anschauen.

    Schon gehört, dass die Beherrscher der Welt okkulte Ordensbrüder waren und sind (inkl. Papst) und sich deren Machenschaften Jahrhunderte zurück verfolgen lassen, sich deren Lehren auf Babylon beziehen? Stalin war ebenfalls Freimaurer!

    Wie ist denn der Vatikan an die Macht gekommen?
    Wieviele zig Milliarden(!) Euro fließen heute von deutschen Steuergeldern (inklusive derer von Atheisten und Muslime) noch Richtung Vatikan, zuzüglich Grundstücksübertragungen (sic!) an die Kirche. Die Kirche als größter „privater“ Grundstücksbesitzer Deutschlands und erfolgreichstes Unternehmen. Und dass der Vatikan mit den Rothschilds verbandelt ist, ist ein offenes Geheimnis.

    Die Kirche mit ihrer Religion ist ein Unternehmen, der Vatikan ein Staat!!!! Wie können Sie meinen, dass dies nichts mit unserer Solidarität zu tun hat? Dass Staat und Kirche getrennt ist, ist eine optische Täuschung – sonst gar nichts.

    >Das will ich gerne glauben, daß Sie sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, was mit “Heiliger Geist” gemeint ist.

    Dann haben Sie ein Kurzzeitgedächtnis, denn das haben wir vor einigen Wochen elendslang diskutiert. Der Unterschied ist, dass Sie ihren nur namentlich kennen und ich meinen benutze.

  133. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel + der heilige Geist

    Der letzte Satz oben war bitte keine Beleidigung, sondern ein Wortspiel, weil für Sie der „Heilige Geist“ offensichtlich mit dem Verstand belegt ist – für mich ist er ein Zugang zu höherem Wissen, wenn man den Verstand weglässt.

    Den Gott Vater hat man in den Himmel verbannt (Vater im Himmel) – weit, weit weg vom Menschen, unerreichbar. Das Bild, dass der „Vater“ irgendwo im Weltall herumsitzt, und von da oben jede Ameise im Blickfeld hat, hat die Menschen „klein“ gemacht.

    Nur „caelum“ (lat.) bedeutet neben Himmel auch Luft – Gott ist also gar nicht so weit weg und überhaupt nicht „nicht unerreichbar“. Das ist ein psychologischer Effekt, den die Menschen bis heute in sich tragen und mit jedem „Vater unser, der Du bist im Himmel“ runterbeten. DAS ist Gehirnwäsche.

    Und weil Gott Vater ja im Himmel ist und so gar nicht auf der Erde, braucht er natürlich einen Ersatz – genannt der „Heilige Vater“ (Papst griech. Vater). Übrigens ist das jener, der öffentlich vor großem Publikum mit dem Satanszeichen grüßt und der Eigentümer(!) der Vatikanbank ist.

  134. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger

    >Warum wurde der Christus gekreuzigt?
    >Weil er unschuldig war.
    >Warum war er unschuldig?
    >Weil er der Sohn Gottes war. Und wenn auch Du ein Kind >Gottes bist, was bist dann auch Du?
    >Unschuldig?

    Die Schlussfolgerung aus diesem Text würde ja aber bedeuten, dass derjenige dann auch gekreuzigt wird.

  135. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger

    >P.S.: Moni, geben Sie dem Chico noch ein gutes Wort mit, auf seinen Weg?

    Ähm … chicano und ich sind doch längst im Frieden – siehe oben!

  136. Monika H. sagt: November 7, 2012 um 21:46

    @Dr. Bullinger

    >Warum wurde der Christus gekreuzigt?
    >Weil er unschuldig war.
    >Warum war er unschuldig?
    >Weil er der Sohn Gottes war. Und wenn auch Du ein Kind >Gottes bist, was bist dann auch Du?
    >Unschuldig?

    Die Schlussfolgerung aus diesem Text würde ja aber bedeuten, dass derjenige dann auch gekreuzigt wird.

    Ja, gut erkannt. Und wenn wir dann (aufgrund dieser Erkenntnis) damit aufhören, uns zu kreuzigen, verlassen wir den Täter-Opfer-Teufelskreis.

    Man kann den Christus mit dem Höheren Selbst in eins setzen. Und seine Passion mit der Verfolgung durch Ego.

    Das ist überhaupt der „Generalschlüssel“ zum Verständnis dieser genuin psychotherapeutischen Erzählung. Die Psychopathen aber, welche sich dadurch verfolgt fühlten (und bei Strafandrohung nicht genauer bezeichnet werden dürfen) haben dann eine Verfolgungsgeschichte daraus gemacht, welche die Kreuzigung ubiquitär zum Symbol von Verfolgung und zu einem Verfolgungsinstrument gemacht haben, wie es die Welt zuvor noch nicht gekannt hatte.

    Daß sich Ego durch Heilung bedroht und verfolgt sieht, liegt in seiner Natur begründet und gehört zur Conditio Humana. Denn es lebt ja von der Zerstückelung und ist selbst nur ein zerstückelter Teil.

    Wie sagen Sie immer so schön im lateinischen Imperativ: Divide et impera !

    Ohne Zerteilung verliert unser falsch konzipiertes Ego seine Herrschaft und Gewalt über uns.

    Und der Imperativ erzeugt das Imperfekt. Die fehlerbehaftete Vergangenheit, die wir als Realität verkennen und in der wir leben.

  137. Monika H. sagt:

    @Dr. Bullinger
    >Ja, gut erkannt. Und wenn wir dann (aufgrund dieser Erkenntnis) damit aufhören, uns zu kreuzigen, verlassen wir den Täter-Opfer-Teufelskreis.

    Das haben Sie Ihrem o.a. fiktiven Gesprächspartner gegenüber aber nicht erwähnt und selbst wenn Sie es nachholen, würde Ihr Gegenüber nicht verstehen, wie er sich selbst nicht kreuzigen soll, Jesus hat´s ja auch nicht selber getan etc.

    Es ist ja nicht so, dass ich Sie primär nicht verstehe (oder meine es zu tun), aber wir beide unterhalten uns ja auch schon über viele Wochen zu diesem Thema. Wenn Sie jedoch „Christus“ einfach so in den Raum spülen, wie Sie es oben im Thread tun, dann wird das so kaum jemand verstehen. (Siehe Wildvögelein, die das Christus Herz auch dem Christentum zuordnet und das verbundene Dogma damit aktiviert – Mission erfüllt).

    Ich komme noch einmal zurück auf Ihren Text:

    >Und wenn auch Du ein Kind Gottes bist, was bist dann auch Du? Unschuldig?

    Sie sagen aus heiterem Himmel, als Gottes Sohn ist man unschuldig. Das Fragezeichen dahinter verrät sehr viel.

    Denn die christliche Lehre beruht geradewegs auf dem umgekehrten (!) Prinzip, mit Adam und Eva, die dem Gott nicht gehorchten und damit der Sünde (Schuld) verfielen.

    Diese Sünde ist bekannt als die Erbsünde => als Christ werden Sie also immer schuldig geboren: das sind materialisierte 100.000 EUR Schulden für jedes Neugeborene in Deutschland (lt. pdv).

    Diese Schuld – ob Christ oder Atheist – sitzt bei den Menschen sehr tief, denn sie wurde über Jahrhunderte im Kollektiv weiter gereicht. Wann immer Sie Christus erwähnen, wird diese Schuld und die damit verbundene Angst vor Strafe aktiviert.

    Sie setzen jetzt Jesus ein als Wiedergutmacher = Erlöser und ich meine, es ist besser, gleich bei Gott anzusetzen und diesen zu korrigieren, denn dann braucht es auch keinen Jesus.

  138. Dr. Gunther Kümel. sagt:

    @ Monika

    Man kann nicht mehrere verschiedene Fragen im Verbund behandeln. Mag schon sein, daß die Geschichte der KIRCHE offenbart, daß sie autoritär, gierig, versklavend, raubend vorgeht.

    Das hat aber nichts mit der Lehre des C. zu tun, mit einer Analyse dessen, was HEUTE der Inhalt dieser Philosophie/Religion ist. Was sagt sie aus?

    „Gott im Himmel“, das ist nur eine historisch-semantische Wendung wie „er wandelte über das Wasser“.Man kann das Wort als Metapher dafür sehen, daß der christliche Gott (also das Geistige) ein Prinzip ist, nicht in irgendwelchen Körpern, Quellen, Hainen befindlich.

    Tatsächlich ist es gerade umgekehrt!
    Versteht man, daß für die christliche Lehre der Geist (nicht alleine der Verstand) identisch ist mit Gott, und, daß der Mensch Anteil am Geist hat, wirkt der „Heilige“ Geist nicht in einem Jenseits, im Nirgendwo oder im Himmel. Sondern (für den Christen) überall, wo das spirituelle Prinzip dieser Welt sich entfaltet, verwirklicht. Vor allem im Menschen selber.

    Der (christliche) Mensch findet seinen Gott in sich selbst.

    Gäbe es ein Jenseits, in dem der christliche Gott ist, dann wäre dieses Jenseits begrenzt, denn es würde nicht in uns hineinreichen. Gott fände am Körper des Menschen eine Grenze.

  139. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel

    >Mag schon sein, daß die Geschichte der KIRCHE offenbart, daß sie autoritär, gierig, versklavend, raubend vorgeht.

    Sie kann das nur (!!!!) mit der Religion, verstehen Sie das nicht? Die Macht der Kirche und des Vatikan beruht auf nichts anderem als der Religion! Und zwar bis heute. Ohne Religion keine Kirche und kein Vatikan – so einfach ist das.

    >Das hat aber nichts mit der Lehre des C. zu tun, mit einer Analyse dessen, was HEUTE der Inhalt dieser Philosophie/Religion ist. Was sagt sie aus?

    Nicht, was sagt sie aus, sondern was bekommen Menschen und Kinder vermittelt, dass sie aussagen soll?

    Wenn Sie immer nur von sich ausgehen, werden Sie immer nur das sehen, was Sie schon wissen.

    >Der (christliche) Mensch findet seinen Gott in sich selbst.

    Wenn das so wäre, Herr Dr. Kümel, würde die Welt und Deutschland anders aussehen, denn dann wüssten die Menschen, dass Sie selbst die Macht haben.

  140. Monika H. sagt:

    @Dr. Kümel II

    >>Der (christliche) Mensch findet seinen Gott in sich selbst.

    Nicht nur der christliche(!). Sie finden dies in jeder Lehre und genau das ist meine Ambition, das ist mein Antrieb: den Menschen klar zu machen, dass sie ihr Leben selbst in der Hand haben, dass sie nicht ohnmächtig sind.

    Der christliche Gott und damit die Macht wurde aber ins außen verlegt, weit oben und unerreichbar – und dieses Bild bekommen wir sehr, sehr deutlich gespiegelt, sowohl in der Innen- wie auch in der Weltpolitik: die Macht ganz weit oben und unerreichbar.

    Sagen Sie einmal einem Deutschen, dass jeder selbst die Macht hat, sein Leben zu ändern und alles zu erreichen, was er will. Wer glaubt Ihnen das? Sie können es nicht „glauben“, weil sie der „Glaube“ über jahrhunderte hinweg etwas anderes lehrte.

    Sagen Sie einmal „Ich bin Gott“ – da werden Sie gelyncht, weil sie so anmaßend sind, sich mit Gott gleichzustellen – und die guten Christen sind da die aller ersten, die ihr Gift verspritzen. Das Dogma wirkt rundherum – glauben Sie mir!

    Und weil es gerade so schön dazu passt:

    @Dr. Bullinger

    >Man kann den Christus mit dem Höheren Selbst in eins setzen.

    Nicht Christus, Herr Dr. Bullinger. Sie selbst sind Ihr Höheres Selbst – darum heißt es auch Selbst!

  141. Monika H. sagt: November 8, 2012 um 14:09

    @Dr. Bullinger

    >Man kann den Christus mit dem Höheren Selbst in eins setzen.

    Nicht Christus, Herr Dr. Bullinger. Sie selbst sind Ihr Höheres Selbst – darum heißt es auch Selbst!

    Nur dann, wenn ich auch damit identifiziert bin. Und der Christus macht mir (meinem Ich) ein Identifikationsangebot, daß ich annehmen kann.

    Das ist der Trick des Heiligen Geistes: Er kehrt den Mechanismus der Projektion in sein Gutes um. Er benützt ihn, um das Gute zu tun und zu erreichen.

    Oh je, das wird jetzt zu schwierig. Und hier ist auch nicht der Ort dafür. Vielleicht fällt uns ja noch reich zufällig eine weitere Gelegenheit zu…

  142. Monika H. sagt: November 8, 2012 um 14:09

    @Dr. Kümel II

    Sagen Sie einmal “Ich bin Gott” …

    Würde ich dringend davon abraten, denn das ist imho falsch. Ich kann bestenfalls (im ozeanischen Feeling oder Flow) sagen: Ich bin eins mit Gott und Gott und die Welt sind eins mit mir. Denn ich bin eine Selbstausdehnung Gottes (metaphorisch: ein Kind) in Raum und Zeit.

    Das Ableitungsverhältnis ist aber asymmetrisch! Erst gab es Gott und dann mich und die Welt.

    Dabei ist zu beachten, daß „Ich“ stets im Singular steht. Es gibt nur eines. Die vielen Anderen sind schiere Illusion. Ebenso der Christus als Anderer. Aber wir sein eben nur dort mit ihm identisch, wo er ganzer Mensch ist.

    Zum ganzen Gott müssen wir erst noch werden, durch die Ausdehnung und Vernetzung unseres Ego als isoliertem Schrumpf-Ich.

    So, jetzt iss aber Ende im Gelände, hier. Für mich zumindest.

  143. Monika H. sagt:

    @Dr Bullinger

    >Ich bin eins mit Gott

    Auf dieser Welt ist jeder Gott im Sinne Schöpfer seiner eigenen Wirklichkeit. Und für dieses Wissen braucht es keinen Christus.

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