Hetze gegen Mohammed – und gegen Christus!

Der Mohammed-Schmähfilm muss verboten werden. Aber noch mehr braucht unsere Religion, das Christentum, den Schutz des Gesetzgebers. Von Jürgen Elsässer, Chefredakteur COMPACT

************** Terminhinweis: Pussy Riot und der mediale Krieg gegen Russland: COMPACT-Live mit der Investigativjournalistin Friederike Beck. Donnerstag, 20.9., Viethaus, Berlin-Mitte, Leipziger Straße 54/55, Beginn 19 Uhr ****************

Was würde wohl passieren, wenn ein ähnliches Machwerk gegen die jüdische Religion gemacht wird? Rabbis wird der Bart abgeschnitten – soll das lustig sein? Moses als randalierender Säufer? König Salomon als finsterer Despot? Vielleicht noch eine Prise aus den Protokollen? Da wäre sofort Schluss mit lustig, und das wäre auch gut so. Aber bei dem ähnlich hetzerischen Mohammed-Schmähfilm gibt es eine Debatte, Grüne und SPD sehen die „Meinungsfreiheit“ in Gefahr…

Dabei ist die Rechtsgrundlage eindeutig. In Paragraph 166 StGB heißt es:

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Das eigentliche Problem scheint mir aber nicht, dass ungestrafte Hetze gegen den Islam für einige Leute zur Meinungsfreiheit gehört. Das viel drängendere Problem in diesem Land ist doch, dass die Hetze gegen das Christentum völlig unsanktioniert bleibt, obwohl das unsere Religion ist!! Der Papst musste seine Klage gegen das Titanic-Pisse-Cover zurückziehen, weil er sich auf verlorenem Posten glaubte… In Deutschland wird im Grund mit dreierlei Maß gemessen: Nur die Schmähung der jüdischen Religion ist (zu Recht!) verboten; gegen den Islam darf dagegen fallweise recht kräftig gehetzt werden, wobei es hier auch Verteidiger (Wulff!) gibt; die schlechteste Position dagegen hat das Christentum, hier ist alles erlaubt, und wer sich für Gott oder den Papst einsetzt, wird als depperter Nostalgiker dargestellt.

Da kann ich mich (fast, siehe Schlussbemerkung) ganz der Meinung von Robert Spaemann anschließen, der in der FAZ schrieb:

(Zitat) Irgendetwas stimmt nicht. Das deutsche Recht und mehr noch die deutsche Rechtsprechung muten es dem religiösen Bürger zu, dass das, was ihm das Heiligste ist, ungestraft öffentlich verhöhnt, lächerlich gemacht und mit Schmutzkübeln übergossen werden darf. Dann und wann einmal findet ein Richter, es sei irgendwo zu weit gegangen worden, und verhängt eine Bewährungsstrafe. In der Regel geschieht das nicht. Vor allem nicht mehr, seit nur noch diejenige Beleidigung strafbar ist, die den „öffentlichen Frieden gefährdet“.

Das heißt auf Deutsch: Nur noch die mohammedanische Religion genießt den Schutz des Gesetzes, nicht die christliche. Denn Christen reagieren auf Beleidigung nicht mit Gewalt, Muslime aber wohl, und keineswegs nur „Islamisten“. Als in London vor Jahren der Film „Die letzte Versuchung Jesu“ in die Kinos kam, wurde er nach drei Tagen wieder abgesetzt, weil Muslime die Theater wissen ließen, dass sie die Beleidigung Jesu, der bekanntlich für den Islam ein Prophet ist, nicht hinnehmen würden. Dass die Christen es bei folgenlosen Protesten bewenden ließen, konnte bei Muslimen nur stille Verachtung auslösen. Den Christen, so folgern sie, ist offenbar nichts wirklich heilig. (Zitat Ende)

Spaemann müsste nur an drei Punkten ein bisschen korrigiert werden. Erstens ist der Ausdruck „mohammedanische“ Religion irreführend, obwohl von Spaemann vermutlich nicht böse gemeint; zweitens hat er die jüdische Religion in seinem Vergleich vergessen, die ungleich mehr geschützt ist; und drittens hat die antimuslimische Blasphemie, im Unterschied zur antichristlichen, auch noch eine außenpolitische Funktion: Sie ist die Begleitmusik für immer neue Kriege gegen islamische Länder, die in die gottlose Moderne gebombt werden sollen. Aber dieser Unterschied ist konjunkturell – die Pussy Riot-Kampagne hat gezeigt, wie man  Hetz- und in letzter Instanz Kriegsstimmung auch gegen ein christliches Land schüren kann.

Apropos Russland: Dort wird die Sache richtig gehandhabt. Die Hetze gegen die christliche Kirche a la Pussy Riot wurde sanktioniert – und jetzt auch der Mohammed-Film verboten. Thumbs up, Towarishi!

207 Kommentare zu „Hetze gegen Mohammed – und gegen Christus!

  1. @ JE
    Da stimme ich zu. Das sollte aber grundsätzlich für alle Glaubensrichtungen gelten!
    Wir Menschen müssen alle einfach lernen, die Gefühle und Werte anderer Menschen, Religionen, Kulturen und Völker zu achten. Kritische, sachliche Auseinandersetzung und Verteidigung eines Angriffs auf die eigenen Werte? Ja!
    Schmähungen und Verunglimpfungen z.B. als Provokation und Abwertung? Nein!
    Da müssen sich alle an die eigene Nase fassen.
    Das derart feinfühliges, nachsichtiges und tolerantes Denken zur Zeit eher boykottiert als gefördert wird, merkt man an dem vulgärer und brutaler werdenden Umgang der Menschen untereinander. Höflichkeit und Rücksichtnahme waren schon lange nicht mehr so rar, wie heutzutage.
    Asoziale RTL Nachmittagsprogramme, Brot-und-Spiele-Shows wie DSDS u.a. und brutale, wertezersetzende US-Aktionfilme werden im Schulalltag wie auf der Straße zunehmend 1:1 gespiegelt. Max und Moritz würden heute ungeschoren und mit grölendem, beifallklatschenden Publikum den gutmütigen Onkel Fritz drangsalieren können.
    Wir leben im Zeitalter der Respektlosigkeit. Das muss sich dringend ändern.

  2. ich bin da anderer Meinung. Wer meint die Meinungsfreiheit mit Religionsfreiheit beschneiden zu können , ist nicht mehr ganz dicht !! Um mal gleich ALLE Religionen samt Angehörigen Untertanen zu beleidigen. Ihr seid zu Blöd selbst zu denken. Zu Feige selbst Verantwortung zu übernehmen. Und solche minderbemittelten Menschen stecken Botschaften an und ermorden menschen , weil ein FILM sie beleidigt? Also das geht zu weit !! Ich habe den Film NICHT gesehen, denoch gehört es zur Meinungsfreiheit, wie eine Karikatur oder ein Witz oder Kunst. Wenn jeder Mensch morden würde, wenn er sich beleidigt fühlte .. hätte sich die Überbevölkerung auf dieser Welt sehr schnell erledigt !! Also .. an alle Religionsanhänger.. IHR geht mir auf den Sack. Lasst vernünftig denkende Menschen mit dem MISST in Ruhe !!

  3. aber was ist dann mit den hindus, und den budisten, und den shinto, und den neopaganisten ? wenn die also angegriffen und verunglipft werden, das soll erlaubt sein ? also nee ey, da platzt mit verdammt noch mal der kragen ! gleiches recht mus fur ale gelten !

  4. Ich finde es pervers, dass man sich im 21. Jahrhundert mit Gewalt, Mord und Brandschatzen Gehör verschlaft und westliche Politiker zum Handeln erpressen kann.
    Zumal der Anlass ja nun wirklich lächerlich erscheint, im Verhältnis zur Reaktion.

    Die Büchse der Pandora ist offen………

  5. Es ist mir nicht verständlich, warum in Deutschland nicht endlich klare Regeln für ALLE gelten können.
    Hat man solche Angst,arabische Investoren zu verprellen oder Ölboykotte zu riskierieren? Daß man muslimische Jugendliche dutzende Straftaten begehen läßt, ehe sie bestraft werden, dient auch nicht der Integration.

    Ausländer integrieren sich nicht und Deutsche fühlen sich fremd in der Heimat. Wie wird da wohl die Zukunft aussehen?
    Ich erwarte nichts Gutes.

    mit freundlichen grüßen

  6. Pussy Riot haben ganz real in einer Kirche randaliert, dieser Mohammed-Film ist eine miese Satire. Wenn man so will ist es moderne Kunst. Mies halt 😉

    Das sind 2 verschiedene Dinge.
    Waren also die dänischen Karikaturen auch eine zu verbietende Blasphemie?

    Geben wir unsere Meinungs- und Kunstfreiheit auf, weil sich „jemand aufregt“? Sich nicht beherrschen kann?

    Dieser Kurs endet in der Meinungsdikatur, Herr Elsässer.

  7. klasse stellungnahme, kann ich mich nur anschliessen. ich denke aber auch, wenn in diesem land eine maedchenband namens moesenaufruhr in einer katholischen kirche oder jeudischen synagoge die heilige maria oder jehova halbnackt anflehen wuerden, uns doch von unserem bundespraesidenten zu erloesen, einen eben solchen prozess wie in russland ueber sich ergehen lassen muessten. zu recht. auch wenn mir persoenlich die aktion vielleicht sympathisch waere, so ist es doch richtig und gut, dass nicht meine sympathie darueber entscheidet, was recht ist indiesem land. aber das scheint mir das problem, dass momentan jeder das recht nach seiner sympathie und antipathie zu biegen gedenkt und sich dabei auch noch im recht fuehlt.

    ich bin erst jetzt auf ihren blog und die zeitschrift campact aufmerksam geworden, obwohl ich ihre berichte ueber den balkankrieg damals verschlungen habe. aber besser spaet als nie. 😉

  8. Ingeseele: Das ist die andere Freiheit, die Religionsfreiheit. Heiden, Ungläubige und Götzendiener zu beleidigen ist wohl immernoch ein besonderes Vorrecht der achso ehrwürdigen abrahamitischen Religionen, was auch eine ungeheure Doppelmoral ist. Solange dieses Denunziantentum nicht verurteilt bzw. aufgehoben oder verboten wird, sehe ich keinen Grund die Denunziation solcher Religionen allzu stark einzuschränken. Menschen die einer Naturreligion angehören, einer polytheistischen Religion oder Atheisten sind haben ebenso ein Recht auf Respekt. Aber diese Gemeinschaften, die ich meine, sind offenbar nicht bereit ihren Absolutismusanspruch aufzugeben und ihre Schriften zeitgemäß zu interpretieren und an gegebenen stellen umzuschreiben. Dabei wäre es garnicht so schwer, Heiden, Ungläubige und Götzendiener z.b gegen „Menschen bösen Willens“ oder sowas auszutauschen. Man sollte sich mal ein Beispiel an der Baghavat Gita nehmen, dieses Buch verzichtet auf solche Abwertungen und ich muss sagen – ich habs überhaupt nicht vermisst… Naja, der Film hier, hab davon nun einen Ausschnitt gesehen, hat dennoch wohl gute chancen auf dem Index zu landen. Nicht wegen Blasphemie aber wegen Böswilligkeit die sih hinter einer albenrnen Komödie zu verstecken versucht.

  9. Sorry, aber wir sind nicht im Mittelalter, wo freie Meinungsäußerung bestraft wurde.
    Dieser ganze Artikel, sowie die gesamte Diskussion ist völlig am Thema vorbei.
    Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung irgendetwas anzuzünden, Menschen zu töten oder irgendwie zu schädigen.
    Und schon gar nicht darf auch nur irgendjemand rechtlich dafür belangt werden wenn er seine Meinung äußert.

    Wenn Religion verlangt Andersdenkende zu schädigen, dann ist sie einfach falsch.
    Ein gerechter Gott braucht keine Opfer.
    Aber Menschen, die eigene Ziele haben und andere Menschen für ihre eigenen Ziele benutzen, die brauchen sehr wohl Opfer!

    Es geht hierbei nicht um Schmähungen sondern es geht darum, dass Menschen für fremde Ziele benutzt werden sollen.

    JEDER MUSS HIER FÜR SICH SELBST ENTSCHEIDEN OB ER SICH FÜR FREMDE ZIELE MISSBRAUCHEN LÄSST!

    Die Frage, die sich jeder Mensch mit einer halbwegs irgendwie gearteten Vernunft stellen sollte, ist doch;

    WEM NÜTZT DAS?

    und,

    Warum passiert das gerade jetzt?
    Warum wird so ein wirklich schlechtes Video gerade jetzt eingestellt?

    Ich glaube, das sich kaum jemand dieses Video wirklich angeschaut hat.

    (Dieses Video ist grottenschlecht. es ist weder lustig noch existiert irgendeine Handlung. Es ist einfach nur eine Auflistung von Beleidigungen, der darauf abzielt, tief religiöse Menschen aufzubringen. UND er wurde mit beeindruckender Technik aufgenommen. Also keine lustigen Buben, die eben mal im Hinterzimmer einen Film mit einer verwackelnden Handycam drehen. Da wurde an Produktionskosten nicht gespart.)

    Wem könnte es nützen, wo sich Menschen organisieren, um den Krieg im Mittleren Osten gegen Syrien oder gegen den Iran zu verhindern, gerade jetzt ein derartiges Video zu produzieren?

    Die Menschen, die muslimische Glaubens sind, sollten beleidigt werden, damit Amerika wieder seine Kriegsmaschinerie in Gang setzen kann.
    In es in Europa eine neue weitere Sicherheitsdebatte gibt.
    (Das lenkt so schön davon ab, das Amerika das am höchsten verschuldete Land der Welt ist.)

    Um unsere Rechte noch mehr zu beschneiden und uns zu suggerieren das jetzt eben nicht der Russe, sondern der Moslem mit dem Teppichmesser und mit brennender USA-Flagge vor der Tür steht.

    Da gibt es noch eine Menge Ziele, welche einen Konflikt anheizen sollen.
    1. das letzte sozialistische Land. Syrien
    2. Der Iran, der den völlig wertlosen und überschuldeten Dollar als Zahlungsmittel ablehnt und auch keine Kredite von den USA annehmen will. Da seine Machthaber wie Ghadafi und Saddam Hussein begriffen haben, dass sie sich damit von den USA abhängig machen.
    3. Der arabische Frühling, der die korrupten Machthaber aus dem Amt gefegt hat und somit die Machtverhältnisse dort derart verändert hat, dass sie für den Westen derzeit unkontrollierbar sind.
    Denn diese aus der macht gefegten Leute hatten sich alle mit dem Westen arrangiert.
    Da gibt es noch viele andere Gründe, die alle nicht unsere Interessen darstellen.

    Das ist in der Geschichte immer wieder passiert, es gibt immer wieder kranke Menschen, die die Welt brennen sehen wollen.
    Egal, ob das alte Rom brannte um die Christen als Sündenböcke vorführen zu können und von der Misere im Land abzulenken, oder ob der Reichstag brannte, oder der Sender Gleiwitz überfallen wurde. Es ist immer wieder das gleiche Bild, und es gibt immer genügend Menschen, die hinterherlaufen und sich benutzen lassen.
    Und dann kommt der Tag der Wahrheit, dann muss man feststellen, dass man einer falschen Idee gefolgt ist und alles in Trümmern liegt.

    Dieser Quatsch mit dem rechtlichen Schutz der Religion und dem Verbieten von Meinungen.
    Kriege funktionieren immer nur damit, dass man Menschen emotional manipuliert.
    Und das geht nun mal mit Religion am Besten.
    Je einfacher und wenig gebildet die Menschen sind, um so einfacher lassen sie sich mit Religion manipulieren.

    Ganz ehrlich, kein Gott bräuchte Anhänger. Deshalb macht es auch keinen Sinn, das man für ihn bestraft und tötet.
    Das steht übrigens auch genau so in der Bibel, wenn wir schon einmal dabei sind.

    Lieber Jürgen Elsässer, was kommt denn als nächstes? Der Aufruf zum Krieg?
    Ich habe keine Angst vor den Jungs aus dem nahen Osten, die Atomwaffen stehen hier und nicht dort! Und Bin Laden ist eine Figur der CIA und kein afghanischer Nationalheld!
    Wenn Sie mir nicht glauben, dann interviewen Sie doch mal Peter Scholl Latour zu diesem Thema.

    Mir wäre es lieber, wenn Einer mal den Mut besitzen würde und den wütenden religiösen Mob zur Ordnung und Vernunft aufrufen würde. Statt dessen verstecken sich alle und quatschen nur intellektuellen Müll vom Schutz der Religion!
    Was für ein Schwachsinn!

  10. Naja, wer es mit der Meinungsfreiheit nicht so sehr hält der versucht sich halt bei den Mächtigen über die Religionsschiene anzudienen. Ein probates Mittel (wohl eher in Russland und im Iran).

  11. Werbung in Ehren – aber man muß deshalb nicht auf jeden Gaul springen,Hr.Elsässer.

    Zunächst einmal geht uns in Dtschld. das alles gar nichts an! Hier sind weder Muslime die Mehrheitsbevölkerung noch ist das ein deutscher Film, also eines deutschen Produktionsteams.

    Jedwede größere Meinungsdemonstration -die erste Demo ist angemeldet von Leuten,die Sie, Hr.,Elsässer ,vor einigen Wochen anläßlich der Gewaltätigkeiten irgendwo im Ruhrgebiet bei dieser Demo ,noch aus dem Land schmeißen wollten – ist also erstens im falschen Land und wendet sich an die falsche Adresse.

    1. Schlußfolgerung: Die, die wegen sowas .im falschen Land gegenüber der falschen Adresse Demo machen wollen-wollen auf den Putz hauen,Theater machen!

    Zudem: Würde ein Machwerk moderner „Kunst“ Christen oder Juden so darstellen ff. – so würden jedoch weder in Berlin noch anderswo Botschaften und Konsulate brennen!

    Kurz gesagt: Ihre ,werbestrategisch ja vielleicht erklärbare Parteinahme für religiöse Radaubrüder die sich an Botschaften vergreifen ,obschon jener Film ja nicht von staatlichen Stellen gedreht wurde sondern von Privatfirmen ,und eben nicht von amerikanischen und erst recht nicht von deutschen staatl. Stellen zu verantworten ist , ist eine merkwürdige und kurzlebige Parteinahme.

    Die erste Demo gegen den Film ist bereits angemeldet und es wird Theater geben . An sich gehört mit Hinweis auf hinreichenden Verdacht das es zu Gewalttätigkeiten kommt ,diese Demonstration verboten! Nur wird da snicht gemacht werden mit Rücksicht auf die Befindlichkeit dieser Leute. Nachher ist dann das Geschrei groß!

    Blasphemiebestrafungen über das sehr eng Auszulegende an Gesetzesinhalten, das wir haben?
    Das wäre „Political-Correctness von der anderen Seite-wenn Sie ,Hr.Elsässer ,bei der Nummer bleiben ,werden Sie mit Ihrer ja sonst lobenswerten Kritik in bezug auf die politisch korrekten Genderleute und Grünen, auf die Broders, auf die anderen politisch Korrekten dieser Welt unglaubwürdig.

    Ausgerechnet Frau Merkel war clever -sie koppelte die Filmdiskussion an etwaige Verdachtsmomente zu etwaigen Gewalttaten ff. ,was ,juristisch auch korrekt ist , denn an sich können Filme und Bücher etc. nicht „verboten“ werden in Dtschld.. (Auch keine Nazifilme oder Bücher, die Besatzungszeit und deren Regime ist lange vorbei!Nebenbei sei es erwähnt.Da wird anders sanktioniert, über Besitz-und Aufführungstitel und Koppelung an inhaltliche Erläuterungen usw.!) .

    Wenn bei ,in Deutschland stattfindenden Demos gegen den Film -Demos hier absolut schizophren weil Dtschld. gar nicht betroffen ist so oder so,nur den Krawall hätte man- Gewalttaten passieren oder Verdachtsmomente derlei befürchten lassen und öffentliche Aufführungen des Films das gleiche befürchten lassen ,gehören sowohl Demos wie Filmaufführungen verboten,dh. untersagt mit Hinweis auf die gefährliche Lage .NICHT mit HINWEIS AUF DEN INHALT !

    Das wird aber niemanden davon abhalten können juristisch, den Film in geschlossener Gesellschaft aufzuführen vor geladenen Gästen!
    WER dann vor der Tür steht und Demo macht,etwaig gegen Demoverbote, und Krakeel macht -der macht sich strafbar und sorgt ,ähnlich den Linken bei Nazidemos, dafür , das die Polizei diesen Scheiß auch noch verteidigen muß nach Recht und Gesetz!

    ( Nebenbemerkung: Inhalte werden hier nicht verboten – und wenn 1 Milliarde Muslims ante portas drohend stünden samt segnenden Bischöfen und den Spaemanns dieser Welt ,die ihre Blasphemiesondergesetze wiederhaben wollen um mit einer Political Correctness von „rechts“ Leute zu kujonieren . It´s clear? , Es nach Inhaltskriterien zu versuchen heißt wirklich Gott versuchen,stört die Wirtschaft und das übergeordnete Staatsinteresse der Mächtigen und eiens großen Teils des Staatsvolkes und dann fiele erstmals der Hammer; völlig zu Recht übrigens. Merke sich das jedermann!)

    Nein ,nein-die Muslime sind schon etwas aufgeregter als andere Leute in solchen Fragen und man muß denen nicht auch noch moralisch beispringen und den hyperventilierenden Krakeelhumbug und die „kurze Lunte“ die die wohl haben in solchen Sachen, loben oder verteidigen.

    Der Spaß hört auf ,radikal auf, wenn derlei Dinge dann Einfluß nehmen wollen oder sollen auf UNSER HIESIGES RECHT! An der Stelle ist dann Schluß mit Lustig. Wem es hier nicht gefällt ,hat alles Recht der Welt zu gehen! Wer straffällig wird in eindeutig primitiv -antidemokratischer Form und Überheblichkeit und ist kein Staatsbürger – der geht Jedenfalls solte das so sein.
    Basta!

    PS: Ihr Artikel,Hr.Elsässer ,gefiel nicht.Mit Werbenotwendigkeiten kann man nicht alles erklären und entschuldigen.

  12. Asmus: Wenn Sie denken, ich mache auch nur irgendwas aus „Werbegründen“, haben Sie sich ganz gewaltig geschnitten.

  13. herr elsaesser sie sprechen von „unserer religion“ aber sagen sie mir, wieviele lebendige christen hat dieses land eigentlich noch? wieviele ehren und achten die bibel und christus eigentlich noch gebuehrend? ich kann als glaeubiger mensch muslimischen glaubens kaum irgendeine christliche spiritualitaet in diesem land ausmachen. ich erzuerne mich wahrscheinlich aufrichtiger ueber die schmierige abwertung christlicher symbole und glaubensinhalte als viele deutsche mit christlichen hintergrund. was in den letzten tagen bezueglich des videos ueber den verehrten gesandten gottes Mohammad( gott segne ihn)verbreitet wurde ist nur eines der vielen angriffe die wir muslime taeglich zu erdulden haben. auf der einen seite haben wir die islamophoben, die noch vor 20 jahren ausschliesslich das kopftuch als alleinige angriffsflaeche entdeckt haben und jetzt unseren propheten als paedophilen bezeichnen( neuer uebergang zur stufe 2 im kampf gegen den islam) auf der anderen seite die salafisten, die genau das bild liefern, wovor es den westen grault.
    das christentum wurde aus der mitte der deutschen gesellschaft verabschiedet, entlassen, ja hinausgeworfen. die definition was christentum wirklich heisst, haben dabei saekularisten und gottesablehner uebernommen, das ist doch der reine spott gegenueber einer religion welche einst von gott gesponsert wurde. ich und alle muslime mit starken bezug zum islam, empfinden den film laecherlich duemmlich. bereits der qoran hat die thematik der prophetenverleumdung thematisiert und bereits vor 1500 jahren erwaehnt, das der prophet, vieler arten der verleumdung ausgesetzt sein wird. muslime schuetzen ihre religion und besonders den ueberbringer. der prophet mohammad(friede sei auf ihm) gilt als barmherzigkeit aller welten, so der qoran. sie koennen sich nun vorstellen, was es bedeutet, wenn man solch ein vorbild in den dreck zieht. ich denke das christentum ist recht substanzlos geworden. man beruft sich auf es gerne, wenn man europa definieren moechte oder fremdenhetze betreiben moechte. man beruft sich aber nicht darauf, weil sie einst eine gottgesponserte religion war und hier liegt der knackpunkt, das christentum ist meines erachtens in europa nie richtig angekommen, sonst waere ihre erhaltung mit mehr eifer erfolgt. ich mag es kaum aussprechen aber in zukunft werden wohl wir muslime, die achtung und wahrung von jesus(friede sei auf ihm) an uns nehmen(muessen), wenn das christentum nicht vollends zur laecherlichkeit verkommen soll. die christen selbst haben laengst versagt…leider…

  14. also hier bin ich nicht ihrer meinung.ich bin der meinung das auch scharfe kritik erlaubt sein sollte.mann kan sich ja immer davon distanzieren,wie vor diesem machwerk in dem soga die schauspieler getäuscht wurden,letzteres were für mich in der tat ein grund zu einem verbot,ob wohl ich dieses machwerk zum kotzen finde.dennoch bin ich der meinung,das ihre forderung nur eine neue gesinnungsjustiz hervorrufen würde.denn was würde den dann bestraft werden?etwa die voderung von pro deutschland den koran zu reformieren?ich bin der meinung,das das recht auf freie meinungeusserung über den recht auf religionsfreiheit stehen sollte.gegen religionsfeindliche propaganda veranstaltungen kann man ja immer gegen demos machen.aber verbote schaden nur und schaffen falsche märtyrer!aber pussy dingsbums und co sitzen dennoch zu recht hintergittern.warum habe ich ja schon oft genug kommentiert.und noch eins,meine religion ist nicht das christentum.bitte etwas differenzieren.(will ihnen natürlich nicht untertsellen,das sie für eine gesinnungsjustiz weren)

  15. Also ich finde das mit dem absoluten Verbot sehr problematisch, eine Verbot der öffentlichen Aufführung OK, aber eine staatlich sanktioniert youtube-Sperre darf m.E. nicht sein. Wo würden wir dann hinkommen? Die Inhalte von Compact, Nuoviso etc. wären dann wohl mit die ersten der Staat sperren würde, er hätte es sicher gerne auch bei vielen 9/11-Videos getan, wenn erst einmal die Zensurinfrastruktur bereit steht, dann wird der Staat das auch entsprechend nutzen.
    Übrigens ist das Christentum nicht „unsere“ Religion, Sie wurde uns Germanen aufgezwungen.

  16. lieber herr elsässer!

    der grundtenor ihres textes (gegenseitiger respekt) ist klar und einleuchtend. allerdings ist mir ihr conclusio (wenn man es so nennen darf) nicht ganz klar. ihre freude darüber blasphemie zu verbieten halte ich für haarsträubend. ich empfinde die respektlose vulgäre blasphemie z.b. der pussy riots ebenfalls ärgerlich, dennoch erachte ich sämtliche religionen als überbewertet und gesellschaftlich schädigend. der HDI (human-development-index) in relation zum wohlstand veranschaulicht das sehr schön. freie (säkulare) gesellschaften entwickeln sich besser als gesellschaften deren entfaltung durch religion unterdrückt wird. als bekennender atheist müsste ich mich bedroht fühlen, würde ich die worte der sogenannten heiligen schriften der weltreligionen ernstnehmen. dort werden „ungläubige“ für vogelfrei erklärt und als menschen zweiter klasse degradiert. dass jedoch – bei gesundem menschverstand – der fanatismus einiger menschen (unabhängig davon um welche religion es sich handelt) groteske formen annimmt, sollte offensichtlich sein und deswegen sollte es jedem frei stehen sich über dieses oder jenes kritisch auszutauschen und wenn nötig auch lustig zu machen. humor ist eine würdevolle tugend und baut brücken anstatt sie niederzureißen. jene menschen die sie niederreißen geißeln humor als sünde und nehmen dies als vorwand um ihren wahnsinn zu verbreiten. würden sie es verbieten sich über jesus oder mohammed lustig zu machen, dann müsste sie es auch verbieten sich über die westboro baptist church (googeln sie es) lustig zu machen, denn deren glauben ist nicht minder ernstgemeint als jener von juden an der klagemauer, moslems in moscheen oder christen am fuße eines gekreuzigten jesus. und so manches religiöses ritual und so mancher charakter in den heiligen büchern wird – auch durch ein verbot – nicht minder amüsierend. desweiteren sollte ihnen klar sein, dass dieses video schon monate lang im netz existiert. dieser aufstand ist hausgemacht. (haben sie eh angedeutet). desweiteren ist es eine schande menschen zu töten nur weil diese ihre götzen verunglimpft haben. darin besteht die wahre schande. ganz egal ob gott, jesus, maria, mohammed oder die heilige vorhaut!

    liebe grüße

    O.S.

  17. @ Asmus:Soviel ich weiß werden in Deutschland nach wie vor Medien zensiert oder indiziert wenn sie bestimmte starfrelavante inhaltliche Kriterien erfüllen. Von der durchsetzung eines Blasphemieverbotes halte ich auch nichts, aber Volksverhetzung ist ein Srafbestand in Deutschland. Naja ob dieser Film nun einen Strafbestand erfüllt? Ich bin kein Rechtverdreh..vetreter und kanns auch nicht wirklich beurteilen.

    @ Amir: 60 Jahre unter der Fuchtel der Amis dann gehts in Afghanistan genauso ab. Meiner Einschätzung nach ist es eine Frage der Sozialisierung, man kann ein Volk offenbar in einem erheblichen Maße kneten und formen wie es beliebt, wenn man nur an den richtigen Schalthebeln sitzt, und ausreichend Verständnis für die menschliche Psyche mitbringt. Vermutlich wäre nichtmal die Antiatomkraftbewegung nennenswert wenn nicht Interessensgruppen in Deutschland diese bewusst gefördert hätten.

    Du sagst das Christentum wäre hier niemals angekommen, ohh da kennst du Oma und Opa und ihre Generation nicht. Die waren noch durch und durch -streng – Christlich, Sonntags in die Kirche, Großfamilie und wer es nur wagte den Klerus, die Kriche oder das Christentum in einer bestimmten Art und Weise zu kritisieren oder zu verunglimpfen wurde mit „du bist nicht mein Kind“ angefahren und hat unter Umständen noch den Hintern versohlt bekommen. Auch heute gibt es das noch in entlegenen katholischen Dörfern, da wird Sonntags vor der Kirche noch in nchristlichster Manier über die Nachbarn gelätert, weil der Rasen mal so lang ist, oder wie die Tochter rumläuft und und und. Man glaubt es nicht!

    Ich denke wenn der Wille unter herrschenden Eliten bestehen würde Deutschland wieder zu Christianisieren, Politik, Medien und Kirchen dieses Vorhaben gezielt verfolgen, schätzungsweise mal 30 Jahre dann würde das Groß wieder brav in die Kirch gehen. Jedenfalls wenn man Deutschland mal separat betrachtet und die Globalisierung aussen vorlässt.

  18. amir,

    es ist kein kampf gegen den islam, wenn man mohamed als kinderphil bezeichnet, sondern eine sicht, die sich an den beziehungen orientiert, die mohammed zu den minderjhrg. weiblichen kindern hatte. daher gleich einen angriff auf den islam abzuleiten, ist vorschnell. immerhin ist es auch nicht gerade ein vorbild, wie sie meinten (vorbild), wenn jemand in reifem alter solche teenies begattet. als vorbild will ich dann doch lieber andere menschen haben.

  19. Herr Elsässer, wir brauchen m.E. nicht mehr, sondern weniger Verbote. Dieser Film sollte genauso gezeigt werden dürfen wie „Das Leben des Brian“ gezeigt werden dürfen sollte, Westergaards Karikaturen gezeigt werden dürfen sollten und die Oper „Idomeneo“ gezeigt werden dürfen sollte. Genauso sollten jene Werke und ihre Macher natürlich auch mit massiver Kritik klarkommen. Und was die Russen in ihrem Land mit irgendwelchen dekadenten Mädels machen, sollten sie mit sich selbst ausmachen.

    Es ist schade, dass viele nonkonforme Querdenker, die sich ständig zurecht über Gefährdung von Meinungs- und Pressefreiheit echauffieren, dazu neigen, selber mehr Verbote zu fordern, wenn es ums Verbale und Darstellende geht…

  20. Natürlich kann man die PRO-Leute leichtfertig als Brandstifter beschimpfen. Doch glaube ich keine Sekunde, daß die Aktion zuvorderst als Provokation der Muselmanen gedacht ist, sondern daß sie die Verlogenheit der brd-Politkaste zeigen will. Das Bundes-Merkel und viele andere Politruks konnten sich im Fall des „Fotzen-Krawalls“ gar nicht genug einkriegen, von den Russen „Kunstfreiheit“ einzufordern. Aber im eigenen Land fordern sie das genaue Gegenteil. Welch eine verlogene Bande!

    Eine sehr luzide Analyse des Falle und eine andere Erklärung bietet Martin Lichtmesz:
    (www.sezession.de/33707/das-leben-des-brian-teil-ii.html)
    „Man könnte aber auch sagen, daß sie versuchen, Feuer an die Lunten zu legen, um per Testsprengung zu demonstrieren, daß sich auch in Deutschland erste islamische Dynamitlager angesammelt haben, und daß es keine gute Idee ist, diese weiter wachsen zu lassen. Self-fulfilling prophecy oder Quod erat demonstrandum? Und das hätte freilich wieder einige Legitimität für sich.“

  21. Entweder oder… oder ganz oder garnicht. Wenn der film gezeigt werden darf, dann sollten auch kritiker des Judentums das recht haben hetzfilme zu veröffentlichen. Ganz im sinne der Meinungsfreiheit.

  22. @Brigitte
    sie sind uninformiert und haben wahrscheinlich diesen unfug auf verschiedenen islamophoben blogs zusammenstudiert. man merkt schnell bei ihnen, das sie wirklich nicht bescheid wissen. ich sage nicht nehmen sie sich den propheten mohammad zum vorbild aber lassen sie uns muslime entscheiden ob wir damit leben koennen, das der prophet eine juengere ehegattin hatte. warum erliegen eigentlich viele westler dem gedanken, die geschichte und die kulturen anderer voelker im kontext unserer zeit deuten zu muessen?

  23. Dave antwortete:

    @ Amir: 60 Jahre unter der Fuchtel der Amis dann gehts in Afghanistan genauso ab. Meiner Einschätzung nach ist es eine Frage der Sozialisierung, man kann ein Volk offenbar in einem erheblichen Maße kneten und formen wie es beliebt, wenn man nur an den richtigen Schalthebeln sitzt, und ausreichend Verständnis für die menschliche Psyche mitbringt.

    Aber ja. Das kollektive Unbewußte vollzieht sich stets und ausschließlich primärprozessual. Dessen Kontrolle und Steuerung ist aber Herrschaftswissen, weshalb man kaum Literatur darüber findet, die über Le Bon hinausgeht. Und selbst der wird nach bester Möglichkeit diskreditiert, verleumdet und diffamiert.

    Womit zugleich die struktural wirkungsmächtigsten Größen benannt sind. Die dort so eminente Wirklichkeit herstellen und entfalten, weil hier Struktur und Prozeß in eins fallen.

    Ich habe es mir zur selbstgestellten Aufgabe gemacht, da mit meinen – mehr als bescheidenen – Mitteln dagegenzuhalten.

    Und habe tatsächlich – man sollte es nicht für möglich halten – schon den einen oder anderen Wirkungstreffer gelandet, mit Gottes Hilfe 🙂 . Unser Gott ist in den Schwachen mächtig.

    … das Leben ist ein Spiel
    Und wer es recht zu spielen weiß
    Gelangt ans große ZIel.

    Womit wir wieder beim Christentum angelangt sind. Denn das ZIel ist die Auferstehung (oder das Erwachen aus dem Albtraum) und nicht der Tod am Kreuz. Der nur (!) die Wirkungslosigkeit des Todes auf den Christus aufzeigen soll und damit die Sünde als dessen Ursache ad absurdum führt. Tod, wo ist dein Stachel – Hölle, wo ist dein Sieg?

    Darin (!) besteht die Vergebung. Und das haben die Kirchen leider verlernt. Das wissen oder lehren sie nicht mehr. Und deshalb verlieren sei so außerordentlich und exponentiell zunehmend an Attraktivität für die armen Seelen, die Erlösung und Heilung suchen.

  24. Werter amir,
    in einem haben Sie recht. Das Christentum wurde hier durch säkulare Kräfte seiner Stärke und Glaubenskraft beraubt. Das liegt daran, dass das Christentum eine freiwillige Religion ist.
    Mir schwebt da ein eindringliches Video einer Muslima vor, die mit tränenerstickter Stimme vortrug, dass nie die positiven Seiten des Propheten, z. B. das Streitschlichten, das intensive Gebet, das Spielen mit Kindern, usw. die Herzen der Menschen rühren würden. Sie war jemand, der ich förmlich ansehen konnte, wie sie den Propheten liebte. Das erkenne ich hoch an und war davon sehr beeindruckt. Würden die Christen Jesus so lieben wie diese Frau ihren Propheten: Das Christentum wäre längst beständige Weltreligion und nicht im Abschwung begriffen. Wenn von diesem Propheten nur einige unzulängliche „Sünden“ und Fehler biografisch berichtet worden wären, wäre ich mit ihr sogar einig und wäre vielleicht auch heute selbst Muslim. Muslimen wie ihr muss selbst sachliche Islamkritik wie eine schwere Beleidigung vorkommen. Leider jedoch sprechen die Tatsachen eine andere Sprache. Diese Frau ist anderseits aber auch für mich das beste Beispiel dafür, dass schlechte Eigenschaften eines Menschen total ausgeblendet werden können. Ich weiß, dass ihre Liebe zum Propheten echt ist und deshalb fällt es mir auch schwer, konstatieren zu müssen, dass die massiv negativen Seiten dieses Mannes als eine maßgebliche Ursache der koranischen Negativverse anzusehen sind. Sie wird die Islamkritik so erleben, als wenn man ihren eigenen Eltern, die sie liebt, begangene schwere Straftaten vorwerfen müsste und man ihre Traumvorstellung ihre Eltern betreffend, vom „guten Menschen“ zerstören müsste. Darum weiß ich, wie schwer verständlich auch sachliche Islamkritik auf viele Muslime wirken muss.

    Ich bitte diese Muslime aber auch zu verstehen, dass eine solche islamische Haltung wie oben beschrieben nirgendwo auf der Welt, insbesondere hier in Europa nicht gewollt sein kann.

    Wenn der friedliche Muslim (sowie die politischen und kirchlichen Eliten) hier in Europa, der seine Religion als eine des Friedens ansieht, sich gedanklich einigelt, den Propheten ausschließlich in göttlich schimmerndem Licht sieht und sich argumentativ nur darauf zurückzieht, dass

    • der praktizierte Radikal-Islam in Ägypten, Iran, Saudi-Arabien, dem Quellenland des Islams, Pakistan, Afghanistan usw. nichts mit dem Islam und seinen Traditionen zu tun hat,

    ((die folgenden etwa 5 Seiten habe ich gekürzt; dieser blog ist nicht für copy-and-paste und nicht für Romane; was man mit drei Sätzen nicht ausdrücken kann, hat man meist eh selbst nicht kapiert… – der Hausmeister))

  25. Kleiner Nachtrag: Wären Christen, Juden und andere Minderheiten in islamischen Ländern gleichwertig, würden Ungläubige, zu denen ja in den Augen des islam auch Dreifaltigkeitschristen und Juden zählen, die die schlechtesten Geschöpfe sind,die Gott erschaffen hat, also im religiösen Kontext gesehen, noch schlechter als Satan selbst, als gleichwertig gesehen und heute danach gehandelt, würde es Islamkritik nicht geben.

    Wenn jedoch aus islamischen Ländern, selbst der Türkei, immer wieder Morde mit dem Schlachtruf Allahu akbar begleitet ertönen, was sollen die Menschen, die nicht Muslime sind, vom Islam denken? Liegt in diesen Taten Inspiration und Geistvolles? Liegt in dem Haus des Krieges und dem des Krieges wirklich Geistvolles, Göttliches? Mitnichten. Wenn eine Religion die Menschen als musimische gut und nichtmuslimisch böse einteilt, der schafft relgiöse Feindbilder, die dem Frieden der Menschheit nicht gut tun und dem Frieden total abträglich sind. Wenn TV-Sendungen in arabischen Ländern täglich gegen Juden hetzen (wenn kleine Mädchen beklatscht werden, wenn es artig in die Kamera sagt, das Juden Affen und Schweine sind, dann trägt das alles nicht zum Frieden bei. Der Islam hat in seinen Doktrin ein echtes Gewaltproblem. Der Koran hat eine ganze Sure, die sich „Die Beute“ nennt.
    Wenn ich Jesus als reinen Menschen (ich persönlich glaube an ihn als Bestandteil der Hl. Dreifaltigkeit. Ich wäre somit ein Ungläubiger, der abscheulicher ist als Satan in Ihren Augen) mit Ihrem Propheten vergleiche, würde ich Riesenunterschiede feststellen. Jesus hat nicht einen Menschen gemordet, er wurde ermordet (was Sie natürlich nicht glauben), während Mohammed seiner Kritiker ermorden ließ, die Ehebrecherin hinrichten ließ, nachdem sie ihr Kind abgestillt hat, Kriegsgefangene der jüdischen Art umbringen ließ, sein Schwert vom Blut abwischen musste, u. v. m. Selbstverständlich hat er auch Gutes getan und war in einigen Dingen Vorbild, jedoch würde ich einem solchen Menschen niemals religiös nachfolgen. Ich sehe ihn nicht als im wahrsten Sinne des Wortes „heilig“ also als ganzheitlich vollkommen an, Hätte ich Jesus nicht durch die Bibel kennen gelernt, wäre ich heute strammer Atheist. Eine Persönlichkeit wie Mohammed hätte mich persönlich abgeschreckt, einer Relgion anzugehören. Feldherren, die meinten, die einzige Wahrheit für sich gepachtet zu haben, hat die Menschheitsgeschichte zur Genüge hervorgebracht, da brauche ich keine religösen Gründe für ein solches Handeln.

    Und wenn Sie ehrlich sind, werter amir und sich die Fatwen aus Dunkelislamland anschauen, werden Sie feststellen, dass die gleiche ausgrenzende Geisteshaltung des Koran und der Hadithen noch heute in den Köpfen der islamischen Gelehrten, zumindest einiger islamischer Gelehrten, herumspukt. Wäre das nicht der Fall, wäre die Islamkritik überflüssig. Wie sich der Islam heute präsentiert, zunehmend präsentiert, bedarf der Islam dringend echter Reformen.

    Einen Gott, der sich selbst als Listenschmied bezeichnet und sich auf Ränkespielchen der Menschen einlässt, der Kriege unter den Menschen fordert, der sich selbst verantwortlich zeichnet für Kriege der Welt unter Ungläubigen, den kann ich nicht anbeten.
    Das janusköpfige Gottesbild der Bibel im AT war dem Ihrigen recht ähnlich. Aber es hat eine Evolution durchlaufen und ist nicht stehen geblieben und hat in Jesu Lehre letztlich eines der vollkommenen Liebe erreicht. Und jede Religion wäre gut beraten, dieses Gottesbild der vollkommenen Liebe zu verkünden und zu vertreten.

    Es ist die Entscheidung des Menschen, die die Liebe Gottes annehmen will und durch das eigene Leben dokumentiert wird oder eben nicht. Ein Gott, der die Menschen wie Würmer, wie Sklaven sieht, hat es lange genug gegeben. Dieser Gott hat ausgedient. Einen solcher Gott ist ein übler Verbrecher. Das Bilderverbot Gottes macht nur dann Sinn, werter Amir, wenn er mit menschlichem Ermessen nicht zu fassen ist, weil dann das beste Kunstwerk ihn „beleidigt“, weil es zu menschlich gedacht ist.
    Einen Gott wie Ihr Gott ist recht leicht künsterlisch darzustellen, weil er dem menschlichen Rache- und Hassdenken recht nahekommt. Ihr Gott ist der größte im Himmel und in der Hölle. Ihm macht es Spaß, Ungläubige in die Hölle zu werfen und diese noch selbst zu quälen. Er erschafft sogar selbst Dämonen. Dieses Gottesbild schreckt mich jedenfalls ab. Ein Gottesbild der Liebe zieht zu sich hin. Dieser Gott freut sich nicht, wenn es ein Ungläubiger nicht zu ihm geschafft hat.
    Ich bete keinen Gott an, der mehr Tote produziert hat, als ein menschlicher Täter je produzieren könnte. Ich bete keinen Gott an, der die Hölle dazu missbraucht, den Menschen Angst einzujagen. Ich bete keinen Gott an, der Menschen in Affen und Schweine verwandelt. Ich bete keinen Gott an, der für sich mit Gut und Blut kämpfen lässt, Todesstrafen fordert und Blut sehen will, um dem Täter dann jedes Gewissen an diesen Handlungen zu beruhigen und diese Untaten zu seinen eigenen zu erklären. Wenn dieser Gott Menschen bestrafen will, soll er es doch selbst tun. Tut er aber nicht, weil er ein Gott der Liebe ist und jedem Menschen Umkehrmöglichkeiten bis zum letzten Atemzug einräumt.

    Denken Sie mal darüber nach.

  26. Nachtrag: Die christlichen Kirchen, das Judentum und – soweit ich das mit meinen unzureichenden Kenntnissen überhaupt beurteilen kann und darf – auch der Islam propagieren eine Religion des Todes.

    Der Christus aber steht für das Leben.

  27. @ Hussy

    Sie wollen mit Religion „in Ruhe gelassen“ werden. Na gut. Wer drängt sich Ihnen denn auf? Sollten Zeugen Jehovas bei Ihnen klingeln, schicken Sie die eben freundlich wieder weg.

    Sie sind offenbar „Atheist“, und Sie reagieren für Ihren Unglauben ebenso unwirsch wie gläubige Fundamentalisten.

    Kann es sein, daß Sie die hiesige (christliche) Religion ablehnen, weil Ihnen nicht bekanntgemacht wurde, daß die Christen das spirituelle Prinzip in der Welt, die Erkenntnis, den (Heiligen!) GEIST mit dem in einssetzen, was andere Religionen undifferenziert (und undefiniert) „Gott“ nennen?

    Der Geist als höchster Wert, ist das nicht auch für einen Atheisten ein wenig anerkennenswert? Reicht es nicht einmal für freundliche Toleranz?
    Sie verteidigen (ohne ihn definieren zu können) schärfstens Ihren Unglauben. Bringen Sie doch für Ihre Mitmenschen, die die Erkenntnis für liturgiewürdig halten ebenso viel Verständnis auf, wie Sie von ihnen erwarten.

    Und wenn jugendliche Ungeduld Ihnen dergleichen nicht gestattet, dann überlegen Sie einmal, warum wohl der Gesetzgeber der (in vielem kritikwürdigen) „brd“ der Meinungsfreiheit dort Schranken gesetzt hat, wo sie friedlichen Gläubige kränkt!

    Wenn für Sie Meinungsfreiheit ein hohes Gut darstellt, wundern Sie sich lieber über die flächendeckende Beschränkung derselben in der „brd“ von den Maulkorbparagraphen bis zur pc!

  28. Wer schützt jetzt eigentlich die Kopten in Ägypten? Werden die dem „heiligen Zorn“ der Muslime schutzlos ausgeliefert? Weil sich Killary und Dildo dann an den Pfählungen aufgeilen können?

    Soviel zum „Christentum“ des „Westens“. Der als „Ostküste“ metaphorisch besser getroffen ist.

  29. An der Überschrift finde ich allerdings schon bemerkenswert dass Christus hinter Mohammed gestellt wird…so kann man den Weg auch weisen.

  30. besucher: Sie argumentieren in der Logik eines Bild-Zeitungslesers. Aber die deutsche Sprache, werter Herr, hat mehr Finessen als simple Vor- und Nachstellung.

  31. @Bullinger
    Die Kopten werden von der Regierung Mursi nicht geschützt. Der hält sich an die Vorgaben des Yinonplans. Ganz Nordafrika streng sunnitisch ausrichten.

  32. @ Joachim Bullinger: Sie haben ja eine Rhetorik. Gefällt mir, aber schwere Kost.

    Zum Thema Christentum. Ich denke nicht das der Rückgang des Christentums unbedingt oder allzusehr mit den inhaltlichen Aussagen der Kirchen korreliert. Es fehlt der Kirche lediglich an Popkultur, wann je hat sich die Große Masse um tiefgreifende philosophische und religiöse Fragen gescherrt? Es ist eher Orientierung, Halt, Identität und Unterhaltung was sich ein normaler Mensch von einer Bewegung verspricht. In manch afrikanischen Ländern feiern Christen 5 Stunden mit freude eine Messe, in Deutschland undenkbar. Aber warum? Man betet, singt, tanzt und ist in einer Gemeinschaft. Wenn man bedenkt das „kulturelles“ Angebot dort meist nicht so stark vorhanden ist wie hier, völlig nachvollziehbar. Interessanterweise habe ich mich vor 2 Wochen schon mit der Frage beschäftigt, vor einer Woche fuhr ich mit dem Wagen durch ein nahegelegens Dorf als ich auf dem Weg zu einer Streuobstwiese war und was sehe ich da? Mehere riesige Plakate mit zwei jungen, modern gekleideten, lächelden Personen das ein „Open Air Gebet/Messe“ mit Live Musik und tralala bewirbt. Die Kirchen wissen wohl wie mans machen müsste, allerdings befinden sie sich gsoviel ich weiß in einem Richtungskampf. Öffnen und der Zeit anpassen, oder auf das ihrer Meinung nach „wahre Wesen“ des Christentum berufen und in sich zurückkehren oder anders gesagt zurückziehen.

  33. zu den vielen Religionen. Was sagt denn der seelige Lichtenberg dazu:

    „Das Subjektive in vielen Dingen aufzusuchen. Z.E. da die Lehre Christi auf Goten fiel, mußte sie notwendig viel Gotisches annehmen.“
    (aus Sudelbuch J, 727)

    Da ist Mensch der Sache wohl etwas näher

  34. Nachtrag:
    In der Bundesrepublik kann an sich kein Schriftstück oder Film oder Bild usw. „verboten“ werden. Derlei Dinge können einer Altersbeschränkung unterworfen werden oder die nur in besonderem Falle zu geschehene Aufführung(dann im TV,nicht im Kino) von Filmen kann an einen zusätzl. Kommentar geknüpft sein was größtenteils gilt für Ufa – Nazifime,z.B. Jud Süß oder einige der sog. „Durchhaltefilme“ ,also an rein Militärisches sich koppelnde Themata wie „Kolberg“ (gar kein schlechter Film, übrigens) oder “ Morgenrot“ (ein Weimarer U-Bootfilm,kein Goebbelsprodukt!) usw..
    Bei Büchern ( Mein Kampf z.B.) besteht kein Verbot ,sondern es sind zumeist sog.“Rechte“ ,die eine Weiterverwertung unterbinden.Wenn Ihr Nachbar vom Opa ein Originalexemplar hat,können Sie das dem getrost für xx,-Euro abkaufen -das ist nicht strafbar. Nur 5000 Stück drücken und mit merkantilem Interesse verkaufen wollen – da müßten Sie das Bundesland Bayern fragen,die haben die Rechte am Buch. Und privat können Sie allein oder mit geladenen Gästen lesen und anschauen was Sie wollen-keine Macht der Erde und keine linke, rechte oder bürgerlich-neoliberale Political-Correctness-Version kann Ihnen im Geltungsbereich deutscher Gesetze da dazwischenfunken.

    Öffentliche Aufführungen -oder in selteneren Fällen Lesungen oder Ausstellungen- können unter Verweis auf andere Rechtsbereiche und zu erwartende oder zu unterstellende Mißhelligkeiten ,die sich aus der Aufführung,Lesung oder Ausstellung erealistisch besehen ergeben könnten , untersagt werden. Analog zu Demos,die im falle realistisch zu erwartender Rechtsbrüche dann auch untersagt werden können. Ob das dann immer sauber subsummiert wurde ist eine bloße politische Machtfrage.Und schon sind Sie drin -in der so ungeliebten staubigen Ebene der realen drögen Machtpolitik. (Siehe das Beispiel mit dem indiziertem Heartfieldbild.Das ist Machtanwendung Ungebildeter die politisch korrekt angelernt und gleichzeitig unreflektierend wie pawlowsche Hunde das Hakenkreuz am Raubvogel sahen und das ,ischer sogar ehrlich denn die wußten nicht wer Heartfield war, gleichsetzten mit dem Hakenkreuz im weißen Kreis auf rotem Grund oder eben ,Etagen höher, zynischer Korpsgeist und später Hass auf einen seltenen ,roten Karrikaturisten und Bildermacher!Reine Machtanwendung der einen Seite gegen eine andere!)

    Das nur als Nachtrag -weil so viele merkwürdige Formulierungen gebraucht werden in diesen Zusammenhängen und immer von Verboten geschwätzt wird .IN Deutschland wird “ nix verboten“ -das geht zunächst mal nicht! Natürlich -es gibt Möglichkeiten und wenn Zusatztatbestände erüllt sind oder sehr wahrscheinlich (hier ist es Machtpolitik und etwaig Seriosität) erfüllt würden -dann kann mit Bezug darauf indiziert,eingeschränkt ,temporär untersagt werden!

    Man kann also ,wenn Keilereien zu erwarten sind, die öffentliche Filmaufführung untersagen.
    Man kann nicht untersagen ,wenn privat mit privaten Gästen der Film aufgeführt würde in einer reinen Privatveranstaltung,etwa auf dem „Saal“ der dörflichen Stammkneipe,der wegen der Veranstaltung gemietet würde.
    Wenn dann ein Mob heranrückt (Linke,Xenophile, Muslime, Westerwelle, Herr Spaemann,die deutsche Bischofskonferenz,-wer auch immer) , dann müßte die Polizei diese vielleicht als widerlich zu bezeichnende Privatveranstaltung schützen gegen jene ausgewiesenen Humanisten draussen.

    Ähnlich funktionieren ja auch famose Demos gegen Nazimärsche (300 Blödmänner -gegen 80 Millionen Lemminge ) und funktionierten Linkendemos (500.000 heterogene Politidioten auf dem Holzweg ans Meer.) gegen ausländische mächtige Spitzbuben-die auf Deutsche nicht hören brauchen weshalb man gegendie nicht zu demonstrieren braucht,da reicht eine Zeitungsannonce als Mißfallensäußerung- auf Staatsbesuch in Deutschland, während heimische sozialdarwinistische Brandstifter zur gleichen Zeit in Berlin die deutsche Demokratie an allen vier Ecken anzündeten und demonstrierende Löschzüge dagegen in Berlin sehr sinnvoll gewesen wären!Die hatten aber ihre Marschiererqualitäten am Meer verausgabt in einem Hornberger Schießen da wo die Wellen trecken an den Strand. Sie ,die deutsche Demokratie, ist in dem Zusammenhang,völlig alleingelassen in jenen Tagen, mittlerweile fast abgebrannt und nicht nur in Vorpommernland! Da diesbezügl. alles in Flammen stand,und Demolöschzüge klug ausgedacht woanders gebucht waren, waren eben nicht nur nicht genug Löschzüge in Berlin zur Hand als es ums Eingemachte ging, sondern ist jetzt für vieles auch nicht mehr genug Geld zur Hand. Wenn dass der Michel hört – puhm,triftt ihn der Schlag! )

    Also kann evtl. mit Verweis auf zu erwartende Rechtsbrüche im Zusammenhang mit jenem Film -und nicht der Film als solcher- die Aufführung temporär untersagt werden soweit öffentlich.

    Demos können aber auch untersagt werden,wenn ähnliche Rechtsbrüche im Zusammenhang damit erwartet werden können.

    Eingegriffen werden muß-zum Schutze der Privatsphäre- falls der Fim sich auf einer Privatveranstaltung befindet ,die den Rest der Welt nichts angeht und dennoch Dritte dagegen mobil machen. (Sollte bei sowas Privatem hinreichender Verdacht bestehen ,das dort Schlimmes ausbaldowert wird – dafür sind Inlandsgeheimdienste,V-Leute der politischen Kommisariate der Kriminalpolizeien und der Bundespolizei zuständig und investigative Journalisten-und Kerle aus kritischen Parteien ,soweit diese oft gendermainstreamed durchorganisierten Grüppchen sowas wie Kerle haben!)

    Kritisch besieht man die Organe der Bundesrepublik und hat nur recht damit. Aber in dieser Filmfrage haben die Organe der Bundesrepublik recht. Das ist zu konzedieren.

    Und was das Christentum betrifft: Der nicht einreisen dürfende Pfaffe aus USA ist Christ. Kehren sollten die schriftstellernden und bischöflichen und journalistischen Blasphemieverschärfungsfans der Bundesrepublik besser vor ihren christlichen Fundamentalistenhaustüre und sollten sich lieber mit den Punkten befassen, wo die christlichen Organisationen (die kath.Kirche als Hauptziel) tatsächlich,noch dazu oft unter der Gürtellinie, angegriffen werden aus politisch-inhumanen Zielstellungsgründen von ihren eigenen „Mitchristen“ um die paar guten und verteidigenswerten Positionen jener Kurie zu neutralisieren vor der gaffenden Galerie.

    Der Gott der Worte wachsen ließ,der wollte keine kuschenden Knechte,
    drum gab er`s humanistische freie Argument und setzte den Mann in seine Rechte!
    Und das haben auch andere Leute von anderswo zu akzeptieren. Punkt!

    Das ist alles.

  35. amir,

    immer bei islamkritik gleich die phrase „islamophobie“ herausholen, das kennt man schon !

    im gegenteil, weil ich weiss, wie sehr es zu verabscheuen ist, wenn so ein alter knacker mit kleinen kindern rumv*****, kann ich das auch besser beurteilen als sie, der sie offenbar mit dem unfehlbarkeitsanspruch des islams aufgewachsn sind und den christen hier gerne mangelnde glaubenskraft und sonstiges unterstellen. und ich kann urteilen, wenn etwas ganz klar kinderphilie ist , dazu muss man auch keine islamophoben blogs lesen, vielleicht reicht schon ein blick in den koran – was da alles vom mohammed in namen gottes begangen worden ist. und da spielt auch das argument mit dem kontext der zeit keine rolle, da diese verbrechen zu j e d e m zeitpunkt der geschichte verbrechen waren und sich auch nicht mit der epoche entschuldigen lassen. ebenso die verschiedentlichen eindeutigen aufrufe zu gewalt und mord im koran, zudem die nachweislich von mohammed begangenen bluttaten an juden und anderen gruppen.

  36. Brigitte: Kinderehen waren zur damaligen (Mohammeds) Zeit auch bei christlichen Kaisern beliebt! Bevor Sie so undifferenziert hier gegen den Islam herumholzen, sollten Sie sich besser informieren – sonst werde ich als Geschichtslehrer Ihnen mal kurz die Leviten lesen. Alles klar?

  37. lieber jürgen: mit den religionen hast du es- oder? wäre es gesamtgesellschaftlich nicht angebrachtet, sich um die themen altersarmut etc. zu kümmern? religion ist privatsache. über das argument, alle religionen schützen zu wollen kann es passieren, dass man sich europaweit fremden einwandererkulten beugt, welche eben noch nicht in der moderne angekommen sind! darf man daran erinnern, dass ein indisch-stämmiger brite mit dem tode bedroht wurde, weil der führer einer fremden religionsdiktatur im namen aller gläubigen seinen tod wollte! in einer demokratie muss man einiges hinnehmen, ich würde die einschränkung nur normal finden, wenn sie per volksabstimmung/ bundesweit bestimmt worden ist! da das volk aber spürt, dass es immer – leider um eine religion geht, würde dies wohl eher abgelehnt! mir geht es irgendwo vorbei, wenn radikale moslems bibeln verbrennnen, die sollen einfach nicht in europa wohnen- fertig! gefällt mir eine bestimmte abart der kunst nicht, sehe ich mir die sache nicht an, lese das buch nicht- fertig! radikale juden/ moslems/ christen arm in arm mit konservativen „demokraten“ aus bayern vereint im kampf gegen die offene gesellschaft- da droht unheil!

  38. @ Asmus

    Solche Leute wie du sind der lebende Beweis dafür, daß Intelligenz und gesunder Menschenverstand 2 paar Stiefel sind.

    Wenn ich mal die Zeit und Lust dazu habe, kann ich es dir ja mal mit einfachen Worten erklären.

    Mahlzeit.

  39. Befleißigt man sich hier auch alberner Bewertungen historischer Zeiten nach HEUTIGEN (zumeist geistig-kranken!) Maßstäben?
    Früher, wo für viele Menschen mir 40 das Leben enden sahen, wurden Frauen sobald sie geschlechtsreif waren begattet und als Ehefrau angesehen. Die „Volljährigkeit“ und der „Sozialstaat“ waren noch nicht erfunden. Einen Versorger und Beschützer(!!!) zu haben, war überlebensnotwendig. Wir sind da „fortschrittlicher“, wir erziehen die Biodeutschen zu friedfertigen Memmen und gestatten den „Südländern“ nach Herzenslust „unzüchtige“ Frauen zu vergewaltigen – gerne auch mal mit ’ner abgebrochen Glasflasche …

    Ich schrieb beim ehrenwerten LePenseur (lepenseur-lepenseur.blogspot.de) unwidersprochen(!) zum Thema:

    „Ich finde es müßig, damalige Traditionen mit heutigen Moralvorstellungen zu beurteilen. Bei gleicher Verfahrenweise kämen fürs Christentum oder Judentum auch keine guten Urteile heraus.

    Auch mutet es mir komisch an, Gewalt als „krank“ zu moralisieren. Die meiste Zeit der Menscheit galt „si vis pacem para bellum“ – also die eigene Wehrhaftigkeit als Garant für Freiheit. Für mich ist eher krank, den eigenen Leuten Friedfertigkeit bis zum pathologischen Masochismus als tugenhaft einzubläuen und sich dann über die Folgen zu wundern. Es ist wohl unstrittig, daß die Christen im Islam „friedlich“ leben konnten, solange sie die Rolle von Untermenschen akzeptierten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Muslims so verlogen sind, ihre Religion als eine des Friedens zu bezeichnen (und wenn, dann glauben sie den Sch**ß natürlich nicht). Ich könnte wetten, daß es „christliche“ bzw. linke Pfaffenseelchen waren, die ihnen dies diktiert haben. Bassam Tibi z.B. verriet uns, daß kein Muslim von sich auf den Gedanken gekommen wäre, die Christen wegen der Kreuzzüge anzuklagen; das ist rein „chistlicher“ Gedankendreck!
    Wer also ist hier pervers? Ich finde, die Moslems denken weit folgerichtiger als der Westen. Es ist die Dekadenz des Westens, daß er sich eine perverse Moral leistet, die ständig mit der Realität kollidiert und einer verlogenen Presse bedarf, um dies besser übersehen zu können.

    Bei dem Filchem deutet alles darauf hin, daß er ganz zielgerichtet produziert wurde und auch der Mob, der die amerikanischen Botschaftsangehörigen „befreite“, muß sehr gut instruiert worden sein.
    Natürlich nur Verschwörungstheoretiker glauben daran, daß es den USA bestens als Vorwand paßt, sich nun im befreiten Lybien so richtig festfressen zu können – natürlich nur, um seine Botschaft besser bewachen zu können …“

  40. @ Jürgen:Schöner Artikel, aber wenn ich eine kleine Korrektur anbringen dürfte: Die Trennlinie verläuft nicht zwischen Judentum, Christentum und Islam. Die Trennlinie verläuft auf der einen Seite zwischen Gläubigen und denen, die das zumindest respektieren, auch wenn sie selber nicht gläubig sind, und denen, die alles Religiöse ausmerzen und nur noch ihren Götzen Mammon angebetet sehen wollen. Das wird auch immer mehr in Israel sichtbar, wo strenggläubige Juden immer mehr unter Druck geraten, jedenfalls die, die – aus RELIGILÖSEN Gründen ! – dem Zionismus die Stirn bieten.
    In islamischen Ländern war das früher auch so. Ich erinnere mich an Zeiten, als ich in einigen Gebieten Istanbuls mit meinem Kopftuch schräg angeschaut wurde. Ich wurde sogar gewarnt, meinen Kindern islamische Namen statt modern – türkischen zu geben, weil man sie auslachen könnte. Heute ist das längst nicht mehr der Fall. Den Islam konnte man in diesen Ländern nicht ausmerzen, so versucht man es jetzt mit den Salafisten als Buhmann auf der einen Seite, mit dem „Pop- und Konsumislam“ auf der anderen. Letzteres trifft besonders auf die Türkei zu. Aber die Befreiungstheologie des Islam soll verhindert werden, so wie auch hier die Befreiung des Christentums. Wir haben inzwischen in Europa eine Diktatur des Atheismus.

  41. @Brigitte, hatte ich gerade vergessen: Abgesehen von Jürgen Elsässers Einwand, dass früher sehr früh geheiratet wurde, auch in Europa:
    Das Heiratsalter von Aisha, auf das Sie vermutlich anspielen, gilt unter Historikern als umstritten. Manche schätzen ihr Heiratsalter auf 14 – 20 Jahre

    http://www.eslam.de/begriffe/a/aischa_bint_abu_bakr.htm

    Im europäischen Mittelalter war es sogar keine Seltenheit, dass ein Mädchen bereits mit 2, 3 Jahren ins Haus der späteren Schwiegereltern kam, um dort erzogen zu werden.

  42. ribi: Das Thema Religion ist ja nicht nur mein Anliegen. Hätte ich, wie Du vorschlägst, zur Altersarmut geschrieben, hätte ich nicht mal die Hälfte der Besucher gehabt. – außerdem hast du meinen text nicht recht gelesen, mir geht es primär ums christentum, nicht um den islam.

  43. @ribi: ich stimme Ihnen zu, die himmelschreiende soziale Ungerechtigkeit, die sich auch in Deutschland immer mehr ausbreitet, muss mehr Berücksichtigung finden. Z.B. hätte ich hier auch mal gern einen Artikel gesehen, der das Ergebnis des aktuellen Armutsberichts thematisiert. Demnach verfügt ungefähr die Hälfte der Bevölkerung über 1 % (in Worten: ein einziges Prozent) des gesamten Privatvermögens in Deutschland. Und ganze 10% der Bevölkerung verfügen über mehr als 50% des gesamten Privatvermögens, bei einem schrumpfenden Staatshaushalt.

    Ist das nicht ein Skandal? Aber das hängt mehr miteinander zusammen, als Sie im ersten Moment vielleicht denken mögen. Vielleicht lesen Sie sich das mal durch, auch wenn der Artikel etwas lang ist.

    Die große Chance zur Freiheit durch einen Verbrecherfilm

    http://german.irib.ir/analysen/kommentare/item/211060-die-gro%C3%9Fe-chance-zur-freiheit-durch-einen-verbrecherfilm

  44. Ich versteh den Streit nicht. Während meiner Studienzeit in Frankfurt waren die meisten muslimischen Studenten auch politisch aktiv in sozialistischen oder wie’s genehm ist kommunistischen Gruppen. Ich auch, das war in den 80er Jahren ja normal!
    Also: Warum auch sollten Muslime nicht gute Kommunisten sein?
    Streit beendet?

  45. jürgen: mir egal, auch das christentum hat sich der modernität zu fügen. ich bin eben nicht einseitig, manchen christlichen würdenträgern kann es nur recht sein, wenn über die frage islam das thema beleidigung der religion aufgebauscht wird! ich persönlich beleidige nie gläubige – wieso auch, möchte diesen aber auch nicht die gesellschaft übergeben. übrigens ist es schon traurig, dass ein thema wie altersarmut- wie du erwähnts- so wenig hinterm ofen hervorholt- genau wie arbeitslosigkeit- irgenwann sind viele drin, da beginnt die heulerei!ich stehe dazu, glaube ist im herzen, den kann mir keiner nehmen- wenn ich ihn mir nicht nehmen lassen will!deine meinung zur altersarmut würde mich aber auch mal interessieren!!

  46. @Brigitte
    sie klingen wie eine feministische amoklaeuferin, sorry…
    …..“alter knacker“ da haben wir es, sie sind nicht besser als die filmemacher dieses schandfilms. als muslim kaeme mir nie in den sinn, jesus(friede sei auf ihm) oder moses(friede sei auf ihm) zu beleidigen, da liegen naemlich die unterschiede zwischen ihnen und mir. man koennte unendlich darueber debattieren was diese gesegnete lichtgestalt mohammmed(friede sei auf ihm) begangen hat oder nicht aber halten sie weder mich noch die millionen anderer muslime fuer so dumm, einfaeltig und ignorant das wir tatsaechlich einer religion folgen koennten, die aus blutruenstigkeit und mord besteht? glauben sie tatsaechlich ich wuerde mich fuer eine religion entscheiden, die solche merkmale in ihrem wesen besitzt? welcher mensch wuerde dies tun, wenn in ihm nicht eine niedere natur schlummern wuerde?? es ist leider schwer gegen all den unrat der im namen des islam seinen weg in die literatur gefunden hat, anzutreten, daher begrenze ich mich lieber auf das wesentlichste dieses blogs, naemlich um die frage ob hetze gegen heiligkeiten zur pressefreiheit gehoert und ob nicht gerade diejenigen, die staendig vom christlichen erbe europas sprechen, geradezu duemmlich das gegenteil unternehmen, naemlich, das christliche erbe ruinieren, weil der liberalismus, jeden schutz von werten zersetzt und zerstoert?
    @bazillus
    ich gebe ihnen in vielen punkt recht aber ich verstehe das beduerfnis nicht, auf einmal soviel ueber den islam sprechen zu muessen. dahinter steckt doch eine agenda, kein mensch hat sich noch vor 20 jahren fuer irgendetwas in der islamischen religion interessiert und jetzt tauchen brigittas und broeders auf und zeichen eine entsetzliche fratze des islams. ich war und bin ein grosser freund eines sachlichen glaubensstreits und von mir aus auch eines leidenschaftlichen disputs ueber das fuer und wider unserer religion aber es klappt nicht auf der basis von beleidigungen und zwar auf beiden seiten. ich hasse die mentalitaet der salafisten im umgang mit buergern unseres landes, mit uns muslimen, mit andersdenkenden, sie stehen der PRO NRW in nichts nach und stigmatisieren nur und folgen nur einer bestimmten agenda aber nicht dem beduerfnis nach wahrheitsfindung.
    @Dave
    stimme ihnen kommentarlos zu. ich frage mich nur ob die berechtigte kritik der muslime am westlebensstil ein angriff gegen die menschen hierzulande ist oder aber in wirklichkeit nur ein hinweis auf eine schleichende zurechtschneidung der voelker nach US vorbild. machen wir uns doch nichts vor,war dies das staendige gesicht deutschlands? oder betrifft es im grunde genommen nicht alle voelker, die dem (un)kulturimperialismus der amerikaner zum opfer gefallen sind?

  47. @Fatima: „Aber die Befreiungstheologie des Islam soll verhindert werden, so wie auch hier die Befreiung des Christentums.“

    Dem muss ich widersprechen. Die Befreiung des Christentums hat meiner Meinung nach längst begonnen, denn die Trennung von Staat und Kirche (zugegebenermaßen noch nicht komplett vollzogen) betrachte ich als einen entscheidenden Schritt zur Befreiung des Christentums, da das Wesen des neuen Testaments ganz klar einem politischen Christentum widerspricht. Daher bin ich absolut überzeugt das nur durch die Aufklärung und Säkularisierung diese Religion geläutert und zum eigentlichen Kern zurückkehren konnte bzw. kann. Meiner Meinung nach hat eine Religion, die nicht aus ihrer innerern Strahlkraft heraus überzeugt, sondern durch äusseren Druck als solche Aufrechterhalten werden muss, keine Existenzberechtigung. Im Islam ist es offenbar etwas anders, da die allgemeine Lehrmeinung verschiedener Rechtsschulen meines Wissens nach Poltik und Religion als untrennbare Einheit versteht, doch das lässt sich eben nicht aufs Christentum übertragen.

  48. juergenelsaesser:

    NEIN. ist doch egal, ob andere herrscher das auch gemacht haben, es geht doch nicht darum wer das alles noch macht ausser den mohammedanern. ich beziehe mich auf die tatsache, dass es passiert ist – und DAS an sich ist das schlimme ! was soll es denn bringen, die heiraten der nichtmuselmanischen herrscher mit kindern dagegen aufzurechnen, denn mohammed kann man ja wohl nicht damit vergleichen. es ist und bleibt sehr bedenklich und moralisch zweifelhaft, daher auch meine vorbehalte. ich holze doch nicht gegen den islam rum, sondern bringe die auf solider basis stehende kritik daran zum ausdruck. und ausserdem bist du nicht auf die morde, gewalttaten und blutbad, die mohammed angerichtet hat, eingegangen.

  49. Brigitte: Sie haben keine Argumente, Sie haben keine Kenntnis von Geschichte, Sie haben nur Moral – was an sich nicht schlecht wäre, wenn sie nicht selektiv wäre. Bleiben Sie auf diesem blog, lesen Sie fleißig – dann können Sie etwas dazulernen. Aber halten Sie sich UM GOTTES WILLEN mit eigenen Kommentaren zurück.

  50. Dave: Bitte die Begriffe korrekt verwenden und nicht einfach daran nach Marke Eigenbau herumdoktern. Der Begriff „Befreiungstheologie“ hat NICHTS mit dem zu tun, was Sie zusammenschreiben. Gehen Sie erst mal auf (wenigstens) wikipedia und informieren Sie sich. HERRGOTT!

  51. In einer freien Gesellschaftsordnung darf es keine gesetzlichen Verbote zur „Gotteslästerung“ oder ähnlichem für irgendeine Religion geben. So lange Niemand aus religiösem Eifer einem anderen tatsächlichen, ergo körperlichen Schaden zufügt hat man das in Gottes Namen zu ertragen bzw. zu ignorieren. Lassen wir uns doch nun nicht aufhetzen von interessierter Seite…. die denken schon einen Schritt weiter, glauben Sie mir!

  52. @ Asmus Teufel

    Da bin ich aber echt froh, daß Sie irgendwo eine deart ideale BRD gefunden haben, in der „nichts verboten werden kann“.

    In der real existierenden „brd“, in der ich grade lebe, ist das anders.

    Zusätzlich zu den etwa 40.000 Titeln, die die Alliierten verboten, eingesammelt und verbrannt haben, gibt es bestimmt hundert Titel von Verlagen in der „brd“, wo die gesamte druckfrische Auflage laut Gerichtsbeschluß verbrannt werden mußte, in einer Müllverbrennungsanlage, damit’s weh tut, und unter polizeilicher Aufsicht, damit bloß kein Müllmann Zugriff auf die verbotene Literatur hat.

  53. @JE

    >Brigitte: Kinderehen waren zur damaligen (Mohammeds) Zeit auch bei christlichen Kaisern beliebt!

    Und wo sind sie es heute noch?

    Man braucht auch gar nicht in die weite Ferne auf Mohammed zurück schauen, ein Blick in die Neuzeit zu Khomeini genügt:

    „Es ist nicht erlaubt, Geschlechtsverkehr mit der Ehefrau vor der Vollendung ihres neunten Lebensjahres zu haben, sei die Ehe von Dauer oder befristet. Was die anderen Freuden angeht, wie das Berühren mit Lust, das Umarmen und den Schenkelverkehr, so ist dies kein Problem, selbst wenn sie noch ein Säugling ist.“

    Tahrir Al-Wasilah (Band 2, Seite 241. 12 / Buch der Ehe)

    Wenn Sie das auch nur irgendwie schön reden, verteidigen Sie gleichermaßen die Cohn-Bendit-Truppe. Das ist Ihnen schon klar?

  54. @ amir: Es ist ja nicht so das die Kritik am „westl. Lebensstil“ und den USA eine den Muslimen vorbehaltene Eigenschaft ist. Genauso wie die Kritik am „orientalischen Lebensstil“ nicht dem Westen vorbehalten ist. Sicher sollen auch Menschen mit religiösen Motiven einfulss auf Politik und Gesellschaft nehmen, aber dabei sollte meiner Meinung nach nicht ein religiöser Selbstzweck der Vater der Gedanken sein, sondern die Vernunft. Eine vernünftige sachliche Argumentation mag es zu vermeiden das Menschen diese als Angriff empfinden. Man will ja auch Niemanden überreden, sondern überzeugen, und an dieser Qualität sollte man sich messen lassen.

    @ juergenelsässer: Ja da war ich wohl auf dem Holzweg, Entschuldigung – HERRGOTT – wusste wirklich nicht was dieser Begriff genau bedeuted. Das die „Befreiungstheologie“ unterdrückt wird, dem will ich also nicht widersprechen, aber die „Befreiung des Christentums“ wie Fatima geschrieben hat, lege ich dennoch so aus. Ohne diese würde es vermutlich nicht einmal eine christliche Befreiungstheologie geben, da die Unterstützer dieser, wie die Katharer im Mittelalter, auf dem Scheiterhaufen gelandet wären. Denn sie stellt die Autorität und Deutungshoheit des katholischen Klerus in Frage stellten. Also so fern ist mein Zusammengeschreibsel da ja gar nicht.

  55. Zur „guten Moral“ brachte mal Michael Klonovsky eine wunderbare Abgrenzug zu Ethik (sg.):
    „Ethisch ist es, wenn die Kriegsverbrechen aller Parteien angeklagt werden, Moral, wenn nur jene des Verlierers.“

    Was den geistigen Zustand vieler Kommentierer hier angeht, so packt mich das kalte Grausen – und Wut auf die ‚brd‘-Lehrer, richtiger: Leerer!
    Sloterdijk drückte es mal so aus: „Verwirrte geben nur Verwirrung weiter!“

  56. @Brigitte

    Die wenigsten, die sich an Kindern vergreifen sind Pädophile -. das ist ein ganz wesentlicher Punkt!!! Sich an Minderjährigen zu vergehen hat zu meist etwas mit Machtausübung zu tun – nicht mit sexueller Neigung. Darum finden sich auch so viele Übergriffe innerhalb von Familien. Es geht um Unterdrückung, Machterhalt und „Festlegen der Hierarchie“.

    Dass Übergriffe in kirchlichen Bereichen stattfinden oder sogar religiös „begünstigt“ sind wie im Islam, rührt nur daraus, dass jede Religion hierarchisch und auf Unterdrückung aufgebaut ist.

  57. @libertärer Denker: „In einer freien Gesellschaftsordnung darf es keine gesetzlichen Verbote zur “Gotteslästerung” oder ähnlichem für irgendeine Religion geben. “

    Sagt wer? Das Gesetz sagt jedenfalls etwas anderes, siehe oben.
    Aber selbst wenn es so wäre, dann soll man es bitte auch konsequent anwenden. Entweder gilt das für alle Religionen oder für gar keine. Ich wäre ja eher dafür, dass man überhaupt keine Bekenntnisse schmäht. Mal eine Frage an alle, die jetzt die Meinungsfreiheit in Gefahr sehen: Wozu sollen solche Machwerke wie „innocence of muslims“, „Die letzte Versuchung Christi“ oder „Das Leben des Brian“ denn überhaupt gut sein? Oder gar die die Jesus-Karikatur auf der „Karikatura“ in Kassel? Welchen kulturellen Nutzen hat das, und in wieweit bringt es die westliche Zivilisation voran, dass man sich für so einen Schund so einsetzt?
    Dass wir nur aufgehetzt werden sollen, sehe ich allerdings genauso!

  58. Jenseits aller religiösen Subsumtionslogik: Wer oder was ist Gott?

    Das kann man objektiv hermeneutisch zu erschließen versuchen. Denn der Mensch existiert auf der Erde als Mensch unter der Bedingung seiner Mentalität und deren Form von Leben und Körper. Gott wäre hier nicht möglich, wenn wir dieses bewußte Sein verlassen müßten um Sein, Bewußtsein und Glück erlangen zu können. Es muß also ein Vermittlungsglied zwischen Existenz und Transzendenz geben. Dieses ist das genuine Mental. Es ist genuin, weil es in der fundamentalen, ursprachlichen Wahrheit der Einheit der Dinge ist und handelt, und nicht, wie unser davon abgeleitetes Mental, in dem manifest-sprachlich konstituierten, fiktiven Möglichkeitsraum der phänomenalen Zerteilungen oder dem projezierten, interaktiven Welt-Movie-Cyberspace.

    Seine Existenz ist logisch notwendig, denn Welt ist im Gegensatz zu dem an sich raumzeitlosen Absoluten eine relationale Ausdehnung in Raum und Zeit. Die Relationen und Möglichkeiten sind dabei einer Strukturgesetzlichkeit unterworfen, die wir als Kausalität bezeichnen. Diese Kausalität ist göttliches Gesetz. Das Wesen dieses Gesetzes ist die Selbst-Entfaltung der Wahrheit der Sache, die ihr als Idee immanent ist. Es ist prädestinierte Ent-Wicklung in einem bewußt selegierten Raum möglicher Alternanten.

    Die entfaltende Kraft des bewußten Willens kann dabei nicht mental sein, denn das humane Mental kennt das Gesetz nicht und ist eines seiner Resultate. Es bewegt sich innerhalb der Phänomene und nicht in ihrer konstitutiven Struktur. Das menschliche Mental beobachtet die Ergebnisse der Entfaltung als getrennte Dinge und müht sich vergeblich zu ihrem Ursprung vorzudringen. Es verfügt nur sehr mangelhaft über einen kleinen Teil der Vielfalt, nicht aber über das Wissen der Einheit der Dinge, das notwendig ist, um aus ihr deren Vielfalt zu gestalten. Deshalb muß es ein dem (uns bekannten) Mental überlegenes Prinzip geben, das die Bedingungen erfüllt, denen das Mental nicht genügen kann.

  59. Ach , Herr Dr. Kümel:
    Zu den Alliierten: Damals gab es noch keine „BRD“ und kein bundesdeutsches Recht ,das war Besatzungsregime,schließlich hatten die Eliten des Deutschen Reiches einen Weltkrieg nicht nur angefangen-was unverschämt und unnütz und idotisch genug gewesen wäre- sondern sie haben den mit Pauken und Trompeten auch noch verloren (was in der Sache ihr zweites Verbrechen war -wenn man sowas anfängt ,dann muß man auch gewinnen ) und also Beleg für ihre Unfähigkeit als Eliten war. Und deshalb waren alle Deutschen zeitweilig unter Besatzungsrecht der Sieger ,die dann natürlich dies und das verboten haben!
    Insoweit ist Ihre Aussage falsch, derlei mit heutigen ,bundesdeutschen Möglichkeiten oder eben Nichtmöglichkeiten zu vergleichen!

    Zu den Müllverbrennungsanlagen: Da Sie keine Belege angaben oder andeuteten der Kürze halber , vermutet man in der Hölle mal folgendes:

    Aus Gründen von Urheberrechtsverletzungen und Rechtsstreitigkeiten werden fraglos gelegentlich vorschnell-dreist gedruckte Schriften nicht veröffentlicht -weil aus urheberrechtl. Gründen ein entsprechender Gerichtsbeschluß erging!
    Wird dieser rechtsgültig,bleibt den „Schnelldruckern“ nichts anderes übrig, als ihren Posten Bücher dann zu vernichten, da sie die nicht verkaufen dürfen aus Urheberschutzgründen etc.etc.!

    Ihr Einwand ,Ihre Kurzintervention, macht nur deutlich , wie vorschnell in der Bundesrepublik „geschossen“ wird! Solche dann zu vernichtenden Losgrößen unnütz gedruckter Schriften sind dann also nicht „verboten“ worden -u.a. in dem Sinne in dem hier diskutiert wird- sondern ihr verkauf im handel etc. ist aus privatrechtlichen Gründen nicjt statthaft!

    Vermischen Sie also nicht Äppel und Birnen!

    In der Bundesrepublik kann rein inhaltlich nichts verboten werden an Büchern,Schriften ,Filmen ,Bildern u.äh..
    Es kann unter Bezug auf andere Rechte dies und das temporär getan werden.
    Teufel hatte also recht,Dr.Kümel unrecht mit seiner Interpretation.

    Aber danke, dass Sie noch mal die Gelegenheit boten, auf das in dieser Hinsicht sehr gute deutsche Recht hinzuweisen und Irrtümer darüber auszuräumen und ein bisschen zu verhindern, das defätistisch, dämlich oder, angeblich deterministisch zu betrachten, (machen Linke und Gewerkschaften gern ,in Wahrheit aus Feigheit,sich auszusetzen,sich mit dem Gegner richtig anzulegen!!“..geht ja doch nicht..“-Pöbel!) Recht und seine Möglichkeiten abfällig und nicht beachtend dargestellt wird. Mit Recht kann man jeden Feind schlagen und zu Paaren treiben!Und de rhat da auch die meiste Angst vor-da der ja weiß ,wo er Rechtsbruch,Rechtbeugung begeht und wieviel Jahre Knast er schon auf dem Zettel hat, an sich, speziell wenn so einer Jurist ist!

    —————–
    Da man gerade dabei ist:
    —————————
    An einen Harun ,der mit Vollankündigung neuer Aufklärung glänzte:

    Voila`:

    Die Intelligenz wies ,fraglos kurzgefasst, nach, was in der Bundesrepublik juristisch möglich ist und unter ALLEN Umständen als Rechtsordnung bleibt wie sie ist im Grundsätzlichen. Alles andere , versuchte es wer es sei auch immer , hieße Gott versuchen. An der Stelle wäre dann Schluß mit Lustig,ganz ohne Kreischerei,Radaubrüdern,Gegreine. Ratz Fatz!

    Der gesunde Menschenverstand schuf die Juristerei ,denn sie ist in sich logisch und soweit sie fundamental beim Humanistischem bleibt an das sie in der Bundesrepublik seit dem 23.5.1949 strikt und unauflöslich gekoppelt ist dank der sog. Aufklärung ,franz.Revolution, ollen Griechen ,der Geistesgeschichte aus 3000 Jahren Menschheitsgeschichte und allerlei an anderem (die Liste ist unvollständig) ,ist an ihr kein Fehl!
    Denn sie ist zum Rationalem, zum Humanistischem ,zum Positivem,zum Gedeihlichem,zum Sozialem, zum Mitmenschlichem hin jederzeit ausbaufähig.
    Sie ist bereits gut, eine der besten am Markt, und kann jederzeit noch besser gemacht werden.

    Nur: schlechter, primitiver, inhumaner,dümmer,unlogischer nicht-wenn man mal von der derzeitigen sozialdarwinistischen Pseudookönomie und die der sozialdarwinistisch angepassten Pseudoverwaltungsrechtsauslegung (darüber kreischt niemand ,steckt niemand Dienstgebäude an,obwohl mehr davon betroffen als von einem Scheißvideo.Sozialdarwinistische Betroffenheitskasperl!) absieht, um die ja auch gefightet und gerechtet wird wie bei den „Heiden“!
    Klammern wir das hier mal ausnahmsweise aus.

    Daher sagt eben der gesunde Menschenverstand und sagt die Intelligenz unisono ,Hr.Harun, ,dass der Filmaufführung und /oder Demonstrationen gegen den Film ,resp. erst recht wenn der Film gar nicht aufgeführt würde (privat wäre privat) und es dennoch zu Demos käme , dann temporär beschränkt Grenzen gesetzt werden gemäß dem intelligentem UND dem gesundem Menschenverstand voll entsprechendem deutschem Recht ,falls hinreichende Verdachtsmomente bestehen,dass andere Rechtsgüter ,womöglich unbeteiligter Dritter, durch etwaige Gewaltakte verletzt werden könnten.

    Das zu gestalten vor Ort ist die deutsche Polizei da,das zu verantworten haben Exekutiven von der Bundeskanzlerin über kommunale Ordnungsämter bis hinunter zu jedem einzelnem Bereitschaftspolizeianwärter in der evtl.da auftreten müssenden Phalanx !

    Mehr ist an der Sache nicht dran -und alle Beteiligten werden sich strictamente an jedes verdammte Jota jener deutschen Vorschriften halten(müssen)!

    Merkel,nicht die Freundin des Teufels, macht das sehr gut und ihr gutes Beispiel färbt hoffentlich ab auf die unteren Ränge.

    Dann waren da noch einige Zusatzinformationen des Teufels ,ganz nett gemeint aus übergeordneten Gründen,um unnötige und zudem auch von lügenden,so das sich dtsch.Eichenbalken samt Balkan biegen und gebogen haben, falschdarstellenden Mainstreammedien ebenfalls verbreiteten und daher sachlich falschen Vorstellungen vieler darauf rekurrierender Zeigenossen(hier: Zu Verboten,Zensur,Sprachkontrolle ,Indizierung etc.) freundlich -informativ zu korrigieren oder der Selbstkorrektur jener mainstreamlügenbedingt falsch informierten Zeitgenossen behilflich zu sein.

    Ihrer ,Harun (al Raschid ? Oder Wasserträger?Frage wäre dann : Wessen Wasserträger?), versprochenen Erläuterung, weshalb dem aus den Tiefen der Hölle kommendem Statement des Teufels nun angeblich entweder Intelligenz oder gesunderMenschenverstand fehle-etwas unklar formuliert,Harun ….wie auch immer- , harrt der Erdkreis ob ihrer Ankündigung jener Erläuterungen aus 1000 und einer Nacht.

    Oder will der Mübarek Leute bange machen und mit der intellektuellen Bastonade Leuten drohen,die womöglich Fermat und Großbrief bei sich führen und erklärte Gegner jedweder Bastonade sind -und dafür sind, nötigenfalls mit dann aufgenötigten etwaigen Jagdhieben die deutsche Rechtsordnung durchzusetzen?

    Rechtslage und Ratio sind so ,wie Onkel Teufel ( Hr.Teufel,Onkel Teufel oder Herr Onkel-okay?),verkürzt der Kürze halber, darstellte .

    So ist das im demokratischem Deutschland , der demokratischen Bundesrepublik Deutschland.

    Und so wie es ist ,so wird es bleiben !
    Gelle!

    Wem das nicht passt und wer dabei dann nicht Staatsbürger ist und wer dann auch noch ,wie man beim Bund sagte: „den Lauten machen will“ auf Dtschlds. Straßen und dann in Talk-Shows – der kann gern woanders hin gehen wo es ihm oder ihr oder ihnen besser gefällt und man auf „Laute“ gewiss sehnlichst wartet.
    (Man wird es nicht tun,- gehen!Jedenfalls nicht ehrenhaft freiwillig nachdem man den Grand gespielt und etwa verloren hat.Dafür reicht es dann doch nicht.)

    Kurz: Unsere substantiell immer noch gute grundsätzliche Rechtsordnung ,intelligent UND rational und rationell gefügt ,ist uns nicht feil.
    Für kein Geld der Welt -und erst recht nicht aufgrund irgendwelcher lauter Mätzchen!

    Wir ändern sie nicht und verletzen sie nicht und lassen sie nicht verbiegen -nur weil anderswo Leute sich nicht in der Gewalt haben,sondern selbige gern anwenden möchten.
    This land is our land und wir sind kein Nachtwächterland ,kein Schland,kein buntbemaltes Besoffenenland mit schicken Autos und guten Fußballern – aus dem Ausland- oder sowas! Wir sind eine mittlerweile seriöse Mittelmacht ,in deren „Eliten“(sieh oben) -die sich teils aus zweifelhaften Gestalten und in kleinen Teilen wieder aus echtem Abschaum zusammensetzen- sich abermals höchst fragwürdige Thesen ,Ideologien und Praktiken breitgemacht haben.Das ist schlimm. Und deshalb werden Mätzchen eben erst recht nicht geduldet!

    Das gilt für einheimische als auch für ausländische Zeitgenossen ,die vermeinen hier ihr auswärtiges nationales (mache man das als Nichtstaatsbürger da wo man zuhause ist und Staatsbürger.) oder ihr inländisch-antidemokratisches Süppchen kochen zu können oder zu wollen!

    Glückauf , deutsche Ordnungsbehörden beim Handlen diesen fremden Unsinns!

  60. lieber herr elsaesser!

    ich bin neugierig. wie würde in ihrer welt mit blaspehmie umgegangen werden? ich entnehme ihren kommentaren, büchern, zeitschriften und sonstigen publikationen, dass sie symphatisieren mit einer freiheitlichen gesellschaftsordnung. eine freiheitliche gesellschaftsordnung gründet auf einem moralischen konsens und naturzustand (der mensch gehört sich selbst) und auf einem nicht-aggressionsprinzip, d.h. religion per definition (definition geht aus den transportierten inhalten hervor) kann hier nur max. privatsache sein da religion in all ihren bunten facetten werte aufzwingen will und das brechen dieser werte durch das gott-gegebene-gewaltmonopol sanktionieren will. nun sind die strömungen der philosophie unendlich und die antworten auf die fragen „woher kommen wir und wo gehen wir hin?“ vielfältiger denn je. im club der religionen wird das positive durch das negative definiert. im klartext: sie gehören dazu, und wenn nicht dann hält die heilige schrift unzählige beschreibungen bereit für sie, wie am besten mit ihnen als „heide, ungläubiger, sünder, gotteslästerer“ umgegangen werden soll.“ die großen glaubensinstitutionen waren in der historie nicht umsonst mit der wissenschaft auf kriegsfuß, da die wissenschaft automatisch durch ihre erkenntnisse blasphemie üben musste, da der ein oder andere gottesfürchtige erkannte das die dinge ihrem eigenen gesetze haben und die erde rund ist. die kirchen dieser welt, sind ein großartiges unternehmen denn sie sind in der lage einem unmündigen bei geburt eine mitgliedschaft aufzuzwingen ohne jemals ein produkt dafür liefern zu müssen. *zynik*. aber durch ihre (herr elsaesser) verteidigung der relidionen erreichen sie lediglich, dass sie wiederum teile der gesellschaft mit sonderprivilegien ausstatten. und das wollen wir ja in wahrheit nicht. (irony on) übrigens ich glaube an das große spaghettimonster und meine moral beziehe ich aus gebrüder grimm märchen und struwelpeter geschichten und ich verurteile alle die sich darüber amüsieren zum tode. mögen meine glaubensfreunde alle ungläubigen wie fliegen zerdrücken (irony off). wie absurd. jede religion hat das recht durch den kakao gezogen zu werden. btw: we hate fags!

    liebe grüße
    o.s.

  61. @Kümel

    Sie verwechseln da was mit dem Film „Fahrenheit 451“.
    Und ihre Müllmänner haben sich sicher „brennend“ für ihre verbotene Literatur interessiert.

  62. …das „Filmchen“ ist lächerlich , allerdings bietet natürlich auch jede andere Religion genügend Stoff dafür.
    Wenn es nicht so traurig wäre , daß wir uns im 21.Jahrhundert noch oder wieder mit Bechneidungen, Gott oder Allah uvm., politisch auseinander setzen müssen , würde ich auch gerne ablachen.
    Scheinbar schafft es die Menschheit nicht , sich von den märchenhaften Unfug der Religionen zu lösen, denn Nachdenken ist anstrengend.

    Der Einfluss der Religionen auf Gesellschaft und Politik nimmt gefährliche Züge an. Integration bedeutet wohl , dass wir Deutschen uns dem anzupassen haben.
    Da die BRD eine klare Trennung zwischen Staat und Religionen nicht praktiziert , wird durch die Schwäche des Christentums der Einfluss des Islams und des Judentums immer grösser und kann noch zu grösseren Spannungen führen.

  63. Altersarmut ist doch in aller munde. Dafür braucht man doch nicht elsässers blog. Da würde ich lieber mal berichte, zahlen, und sonstige fakten über versklavte kinder aus drittweltlandern sehen die z.b. an der elfenbeinkuste für nestle kakaobohnen ernten. Sind immerhin 200000 stück die auf kosten von aktionären, werbestars und anderen profiteuren für lau knechten. Aber wenn elsässer das machen würde, würde bestimmt janich, benesch und fdp-politiker sofort den kontakt mit ihm abbrechen, weil man bei denen Unternehmen nicht kritisieren darf. Das verstösst gegen den glauben an die freie Marktwirtschaft.

  64. Ich für meinen Teil finde die Überlegungen von Herrn Kleine-Hartlage treffender. Zu lesen auf Sezession http://www.sezession.de/33756/pro-deutschland-provokation-anti-islam-film.html.
    Auch Herr Elsässer kann sich ja mal verrennen.
    Religion ist Privatsache. Man darf dazu eine Meinung haben und man sollte sie auch laut sagen dürfen. Ich sehe insbesondere keinen Grund die Jüdische davon auszunehmen wie es Herr Elsässer meint. Ich glaube in dieser Hinsicht hatte die DDR die bessere Herangehensweise.

  65. „Eine sehr luzide Analyse des Falle und eine andere Erklärung bietet Martin Lichtmesz:“

    Aus diesem Artikel würde ich eher folgendes zitieren:

    „Der einzige Zweck des Filmchens bestand also offenbar darin, die roten Knöpfchen zu drücken und genau die Ergebnisse in Lybien, Yemen, Ägypten, Bangladesch, Somalia und anderen Ländern hervorzubringen, die in den letzten Tagen die Runde durchs global village machten. Viel Mühe mußten sich die Produzenten dabei nicht geben, denn das Zielpublikum ist in dieser Hinsicht notorisch anspruchslos und zuverlässig: bekanntlich lieben Moslems weltweit nichts mehr, als sich „beleidigt“ zu fühlen, um mal wieder einen Anlaß zu haben, irgendjemanden und irgendetwas dafür büssen zu lassen. Wozu ihnen offenbar auch jeder Vorwand willkommen ist, weswegen wir uns unsere Krokodilstränen über ihre kulturellen Sensibilitäten sparen dürfen.“

    Aber ebenso:
    „Ähnliche Fragen müßte man an PI-Stammautor Michael Stürzenberger richten, der schreibt:

    Wir befinden uns historisch in der gleichen Situation wie 1938, als die Appeaser um Chamberlain den Nazis in München die Stiefel leckten. Jeder weiß, dass Einknicken gegenüber der Gewaltandrohung von totalitären Ideologen in die Katastrophe führt. Aber Geschichte muss sich wohl permanent wiederholen, denn die Mensachen lernen offensichtlich nichts. Es ist absolut verabscheuungswürdig, was hier abläuft, und es grenzt regelrecht an Volksverrat. Wir werden von der politischen und medialen Mainstream-Kaste an die Machtinteressen der arabisch-moslemischen Welt verkauft.

    Irgendjemand sollte diese armen Tröpfe, die beide auf ihre Weise die Re-Education-Mythen ihres in grauer Vorzeit besiegten Volkes tief verinnerlicht haben, endlich aufwecken, und ihnen klarmachen, daß in diesem globalen Spiel nicht nur die arabisch-moslemische Welt „Machtinteressen“ hat, und daß diese arabisch-moslemische Welt seit Jahrzehnten einer massiven raumfremden Machtpolitik ausgesetzt ist, die bisher das Leben von Hundertausenden Menschen gekostet hat.“

    Fazit: Man muß sich sowohl vom „antizionistischen“ Islamismus und seinen links- und rechtsradikalen „antiimperialistischen“ Freunden als auch von seinen „prozionistischen“ linksliberalen oder „rechtspopulistischen“ Feinden und zugleich USA- und Israel-Freunden á la „Achse des Guten“ oder „PI-news“ distanzieren.

    Der Artikel von Martin Lichtmesz nochmal richtig verlinkt:
    http://www.sezession.de/33707/das-leben-des-brian-teil-ii.html

  66. juergenelsaesser:

    ich soll lesen aber nicht kommentieren ? was lernen ? aber sie haben ahnung von allem, klar sie haben die wahrheit auf 10 000 jahre gepachtet…

    fakt ist, dass sie immer noch nicht die argumente meinerseits (morde und kriege mohammeds) widerlegen konnten oder was dazu sagen konnten. und das ist ein armutsbeleg. sie haben einen ganz gewaltigen schaden.

    amir: das gleiche gilt in ihrem fall auch. wer einfach konstruktiv kritik macht, ist noch lange keine feministin oder antimusilm.

  67. Brigitte: Sie sind ja mächtig unter Dampf… Oioioi… Ne, da mach ich lieber nen Bogen drum. Ich glaube übrigens nicht, dass ich die Wahrheit gepachtet habe. Gerade deswegen würde ich mir nie das Recht anmaßen, über ganze Religionen und Völkerschaften so salopp zu urteilen wie Sie.

  68. „(…) schließlich hatten die Eliten des Deutschen Reiches einen Weltkrieg nicht nur angefangen-was unverschämt und unnütz und idotisch genug gewesen wäre- (…)“ -Asmus Teufel-

    ((Beitrag gelöscht – widerspricht den blogregeln. Hausmeister))

  69. „Hetze gegen Christus“
    Kann man gegen eine literarische Märchenfigur, also gegen eine Gestalt, die es offensichtlich nie gegeben hat, Hetze betreiben?
    Nein, das ist normalerweise nicht möglich. Ebensowenig könnte man wirklich gegen den Struwwelpeter (nach H. Hoffmann) oder gegen Donald Duck hetzen.
    Gegen Christus „hetzen“ geht im Wortsinn nur aus der Sicht des real existierenden Staatschristentums und seiner Anhänger, die sich ihren Glauben unter anderem mit dem § 166 StGB uva. §§ (Beleidigung, Hausfriedensbruch, Störung des öffentl. Friedens usw.) auch rechtlich schützen lassen. Das heisst, es geht nur aus der Position der Macht, die mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den institutionalisierten Glauben verteidigt und sehr wirkungsvoll verhindert, dass seine Grundlagen überhaupt erschüttert werden können.
    Mythologie und (kirchliche) Lehre über Christus stehen nämlich auf absolut tönernen Füssen, da der Nachweis seiner geschichtlichen Existenz definitiv aussteht.

    Christen (hier vorrangig Kirchenfürsten, andere Dogmatiker -„Theologen“- und ihre weltlichen Verbündeten aus der herrschenden Politik) tun aber so als ob… Sie tun so, als habe es ihren Christus wirklich gegeben, und diese sachlich unbegründete Behauptung hat den Rang einer Staatsdoktrin, noch erhöht um eine geschichtliche Praxis der Macht aus rund 1600 Jahren, gegen die so schnell kein Kraut gewachsen ist.

    „Das viel drängendere Problem in diesem Land ist doch, dass die Hetze gegen das Christentum völlig unsanktioniert bleibt, obwohl das unsere Religion ist!!“

    Aha, und schon ist die Katze richtig aus dem Sack gelassen. Merke, jetzt ist nicht mehr nur vom behetzten Christus die Rede, nein, hier wird das komplette Ding mit Namen genannt: CHRISTENTUM!
    Darum geht’s Christen immerzu tatsächlich. Ihr Glaube an Jesus Christus funktioniert in der bekannten öffentlich-rechtlichen, also in der für Alle (auch für Nichtchristen, Atheisten, Heiden) verbindlichen Form, ausschliesslich im gemeinsamen Pakt von Kirche (Interpretin der Mythologie und Hüterin und Vertreterin der Lehre) und Staat, der dem religiösen Glauben Einiger einen besonderen Status verleiht. Ohne die ganze Macht des Staates wären Christen an sich „nichts“, ihr Kult wäre ein privater Kult unter vielen anderen ähnlichen.

    „unsere Religion“
    Na, es mag ja die von Herrn Elsässer sein. Die Religion aller nicht-gläubigen Deutschen ist sie bestimmt nicht. Nur zur Erinnerung: Mehr als ein Drittel der Bundesdeutschen (Zählung ohne zugewanderte Moslems) gehört nichtmal einer Kirche an, und es gibt Umfragen unter Kirchenmitgliedern beider grosser Konfessionen die besagen, dass bis zu 10-12 Prozent selbst der katholischen Amtschristen (die gemeinhin als noch etwas strenggläubiger als ihre protestantischen Christbrüder-und schwestern gelten) entweder gar nicht oder nur mit Einschränkung an Jesus Christus glauben.

    Auf Zahlen und Mehrheitsverhältnisse kommt es jedoch nicht an. Es genügt festzuhalten, dass hier anscheinend wieder einmal an das „Wir“ (Alle) appelliert wird und zwar diesmal, um irgendeine Gemeinschaft herzustellen, die es aber real noch nie gegeben hat. Das Christentum wurde den Deutschen u.a. Europäern nämlich mit Gewalt gebracht, sein historischer Sieg über das sog. Heidentum konnte aufrechterhalten u. der neue Glaube etabliert werden nur mit Drohung, Nötigung und Zwang – Einzelheiten bei Karlheinz Deschner, Kriminalgeschichte des Christentums oder Otto v. Corvin, Pfaffenspiegel. Seit etwa der Franz. Revolution ist der ärgste Druck von den gebeutelten Massen genommen und einem etwas milderen christlichen Regime gewichen, das seit ca. hundert Jahren nun auch dazu führte, dass dem Christglauben mehr und mehr die Menschen davonlaufen.

    Ausgerechnet in dieser Situation sollen Nichtchristen jetzt was machen? Sich ohne jede eigene Not und wider ihre Überzeugungen hinter der christlichen Fahne versammeln, mithelfen die geistige Herrschaft von Jesus Christus über das dritte Jahrtausend zu retten und den Pfaffen, Dogmatikern und weltlichen Knechten Christi von Bush über deutsche Staatsführer (die ihre Diensteide auf „Gott“ ablegen!) bis Putin bescheinigen, dass es völlig okay ist, die Bibel für bare Münze zu nehmen und die Oberherrschaft eines Gottes anzuerkennen, der nicht der ihre ist?

    „Der Papst musste seine Klage gegen das Titanic-Pisse-Cover zurückziehen,“

    Ja, es kommen einem fast die Tränen. Der oberste christliche Dogmatiker vor dem Herrn, Chef der in kriminelle Machenschaften verstrickten Vatikanbank, einer der traditionell einflussreichsten Staatsmänner der Welt und permanente Leugner der Verbrechen des Christentums an den Völkern und Stämmen weltweit, die seinen Gott nicht haben wollten:
    http://www.carookee.net/forum/Damals-Heute-Morgen/65/17077429

    wird hier geradezu als ein politisch und religiös Verfolgter dargestellt.

  70. Hm… Die Muslime sind also verärgert, durch das ebenso billige wie schlechte und in seiner Intention durchaus durchsichtige und leicht durchschaubare Filmchen.

    Jetzt könnte man beten, zu dem Heiligen oder/und Großen Geist, der genuinen Mentalität, die beide Seiten der entzweiten Einheit kennt: Laß mich das Problem seiner Struktur nach erkennen, auf daß es gelöst und aufgehoben werden kann.

    Eine mögliche Antwort könnte dann in etwa wie folgt aussehen:

    Der strukturale Grund, weshalb wir das starke Bedürfnis empfinden, unseren Ärger und Angriff auf den Anderen aufrecht erhalten zu wollen, liegt darin, das wir es vermeiden müssen, uns mit unserer Schuld auseinander zu setzen, wenn wir Ego (oder projezierten Vulkangöttern) unterworfen sind.

    Gelöst werden kann das Problem dadurch, daß ich erkenne, daß mein Ärger eine Entscheidung ist, die ich treffe, damit (!) ich meine Schuld und meine Gefühle von Selbsthaß auf Andere (oder den Teufel) projezieren kann. (So ist übrigens auch der Vulkangott entstanden. Da schließt sich der Kreis.)

    Das ist der erste, initiale und entscheidende Schritt auf dem Weg, der da wieder heraus führt. Wenn wir ihn nicht machen, müssen wir den Weg durch die Hölle durchschreiten. Aber auch das ist möglich.

    Und letztlich führen alle Wege dieser Welt ans Ziel. Das ist so, wie bei den Teilchen in der Quantenphysik und kann z.B. am Doppelspalt-Experiment als „clear case“ abgelesen werden.

    Es gibt halt welche, die schwerer und andere, die leichter sind. Gegangen werden müssen sie alle. Und wir sollten denen, welche die schweren gehen eher dankbar dafür sein, daß sie das für uns tun und wir daher den leichten Weg gehen können und dürfen.

  71. @ Fatima

    #“Aber selbst wenn es so wäre, dann soll man es bitte auch konsequent anwenden. Entweder gilt das für alle Religionen oder für gar keine. Ich wäre ja eher dafür, dass man überhaupt keine Bekenntnisse schmäht.“

    Letztere Variante ist aber die schwerere.

    #“Wozu sollen solche Machwerke wie “innocence of muslims”, “Die letzte Versuchung Christi” oder “Das Leben des Brian” denn überhaupt gut sein? Oder gar die die Jesus-Karikatur auf der “Karikatura” in Kassel?“

    Geschmackssache. Es gab Zeiten, da habe ich mich über „Das Leben des Brian“ köstlich amüsiert – ich kenne viele, denen es ähnlich erging. Gut, heute finde ich den Film arg albern. Aber ne Gegenfrage: Was soll denn an solchen Sätzen – wie von Monika H. dargelegt – in Khomeinis „Buch der Ehe“ gut sein? Inwieweit bringt es Kultur und Zivilisation voran? Dann doch lieber „Das Leben des Brian“…

    @ Sixty

    Schwacher Beitrag von Kleine-Hartlage. Legt Mazyek einfach was in den Mund, was der überhaupt nicht gesagt hat. Mazyek hat nicht mit Straßenschlachten gedroht, sondern vor ihnen gewarnt. Und hinzugefügt, dass er solche nicht wolle und „mit allen Mitteln“ „Hass und Zwietracht“ verhindern wolle. Also: Billige Propaganda! Es gibt ja mit Dieter Stein und anderen Leute, die sich auf der Rechten völlig anders äußerten als dieser Möchtegern-„Rechtsintellektuelle“ Kleine-Hartlage.

  72. @ Asmus Teufel

    Also, die Besatzer habe ich bloß erwähnt, weil doch der Krieg gegen Deutschland angeblich geführt wurde zur Wiederherstellung des liberalen Rechtsstaates. Bücherverbrennungen widersprechen diesem Kriegsziel ebenso wie Mord, Gefangene verrecken zu lassen, Vergewaltigung, Zwangsarbeit, Patentenraub oder Vertreibung.

    Ihr impliziter Einwand, alles das sei doch wohl selbstverständlich, schließlich habe D den Weltkrieg begonnen, zeigt sehr wenig Kenntnis.
    Die Haager Landkriegsordnung gewährt einer Besatzungsmacht umfassende Rechte, die obigen Delikte gehören nicht dazu.

    Ihr historisches Wissen haben Sie sich wohl von Guido Knopp geholt?
    Auf diesem Blog kann ich bloß vehement widersprechen (Blogregeln), sollten wir uns, Hölle hin oder her, einmal zu einem Bier treffen, erzähle ich Ihnen, wie es wirklich war. Ich lese gerade eine Dokumentensammlung, (Kollwitz-Seldte, Hrsg., ISBN 3-00-006496-6, Verlag Büchermacher,Langenau), die Hunderte von Berichten der Botschaften in vielen Ländern enthält und die Texte von einem runden Dutzend Nichtangriffspakte. Sehr interessant, wenn man Tatsachen schätzt.

    Zu Ihrer durch die Tatsachen bedauerlicherweise widerlegten Hoffnung, in der „brd“ könne doch „überhaupt nix verboten werden“.

    Ich gebe Ihnen ein Beispiel: In einem historischen Werk, einer Festschrift, die auf keiner der Hunderten von Seiten die Aufmerksamkeit unserer Zensurbehörden geweckt hat, fand sich (war es Seite 351?) EINE Fußnote eines beamteten Historikers, auf LATEIN, die mit „Nescio…“ begann, wenn ich mich richtig erinnere. Als sich die Zensurbehörde mühsam daran machte, den Text zu übersetzen, schien es ihr, als enthalte diese professorale fremdsprachliche Fußnote gewisse Zweifel an bestimmten historischen Thesen, die der Zensurbehörde heilig waren:
    DIE GESAMTE AUFLAGE MUSSTE EINGESTAMPFT WERDEN!
    Diesmal nicht verbrannt, schon gut, aber der wirtschaftliche Schaden für den renommierten Verlag blieb derselbe.

    Werden gedacht haben: „Hätte doch sein können, einer liest die Festschrift, und gelangt sogar bis Seite 351, liest dann noch dazu die Fußnoten. Wenn der dann zufällig Latein kann, und übersetzt so wie wir uns das denken, dann könnte (o graus) …! Also verbieten!

    Die „brd“ führt also auch in diesem Punkt (Zensur und Bücherverbrennung) das Werk der Besatzer fort. Vielleicht hatte der nicht völlig einflußlose Herr BRZEZINSKI mit seiner Äußerung recht: „Ihr seid nichts anderes als Vasallen, tributpflichtige Vasallen!“

  73. @ o.s.

    Wo Grundrechte einander widersprechen, muß eine präzise Abwägung sicherstellen, daß keines davon mehr als nötig beeinträchtigt wird. Und manche Grundrechte stehen laut GG unter Gesetzesvorbehalt. Man kann sie also nicht absolut setzen.

    Deshalb gibt es den Widerspruch zwischen der Forderung der Meinungsfreiheit und dem Verbot der Blasphemie nicht wirklich.

  74. @ besucher

    Aus Ihrem kurzen Kommentar wird keiner schlau.

    „Glauben“ Sie nicht an die Büchervrbrennung?
    Oder „glauben“ Sie nicht daran, ein Gericht könnte die Verbrennung angeordnet haben, in einer Müllverbrennungsanlage, unter Polizeiaufsicht?

    Oder widersprechen Sie meiner Vermutung, die Polizeiaufsicht könnte angeordnet worden sein, um zu verhindern, daß die mit der Verbrennung Beschäftigten einzelne Exemplare retten und womöglich lesen?

  75. @ Falk

    Ja, bestimmt ist das Filmchen lächerlich.
    Aber es ist gesetzwidrig in der „brd“. Politisch und moralisch bedenklich sowieso. Das hat doch mit „Trennung von Kirche und Staat“ nichts zu tun?

    Der Staat läßt sich von keiner „Kirche“ leiten (Ausnahmen bestätigen die Regel). Aber er schützt die Lebenswelt der Gläubigen anerkannter Bekenntnisse. Dem Staat kommt es nicht zu, sich einem bestimmten Bekenntnis zu verschreiben, ebensowenig, wie einer bestimmten wissenschaftlichen These (etwa des Materialismus) oder einer Meinung. Die Meinung ist Angelegenheit des Bürgers, die These die des Wissenschaftlers, die Religion die des Gläubigen.

    Da wo der Staat eine wissenschaftliche These (etwa eine historische) als Staatsdogma für richtig erklärt, setzt er Unrecht.

  76. Hr.Dr. Kümel, es geht hier um die Gegenwart! Wollen Sie andere auf Terrain locken ,um sie dann vom Administrator „rausschmeißen „zu lassen? Don`t do it,Frank!

    Nein, meine historischen Kenntnisse habe ich gewiss nicht von Dr.Guido Knopp,dessen Kenntnisse aber ,bei aller kritischen betrachtung,die Ihrigen übersteigen.
    Selbstverständlich hat die Besatzungsmacht das Recht gewisse Anordnungen zu treffen,an die sich einer gedeihlichen Entwicklung wegen dann auch die „sobald als möglich“ (Zitat) wieder einzutzenden Behörden
    halte werden.Alles andere wäre ja Weiterführung der feindlichen Handlungen.

    Die Alliierten haben keine Bücherverbrennungen vorgenommen, wenn aus privatrechtlichen Gründen heute Losgrößen privatrechtlich bedingt wegen Gerichtsurteilen vernichtet werden, so hat dies nichts mit „Bücherverbrennungen“ in dem Tenor zu tun,den Sie hier einbringen.
    Zudem blieben Sie den Beleg schuldig ,da Sie ja dezidert „polizeilich überwachtes“ Tun erwähnten. Vielleicht Schmuggelware ? Vielleicht aus USA-denn da kömmt SOLCHE schmuggelware her! (Und hier den „Ostküstengegner“spielen.)
    Zigaretten,Pornos(früher) und gefälschte Labelware wird auch unter Zollaufsicht „vernichtet“!

    Zudem gibt es in der Bundesrepublik KEINE ZENSURBEHÖRDE -wie Sie irgendwo oben erwähnen und suggerieren.

    Aber, -na ja, taktisch-strategisch hattet „Ihr“ noch nie wirklich Ahnung ,die schlechtesten Strategen der Welt ,unfähig bis ins Mark-wenn wirklich mal mittlere oder untere Chargen die vorgegebene Grenze überschreiten , dann hat man sie an sich ,- es gibt keine solchen Verbote in Deutschland, nochmal sei es gesagt (es ist als ob man Linken predigt das 1 und 1 zwei ergibt.Sowas bestreiten die auch.) – , wo? GENAUUUU DAAA!!!

    Okay?

    Filmaufführung öffentlich temporär und örtlich untersagen wenn Gefahr im Verzuge ff.! Privatveranstaltungen wären in jedem Fall erlaubt!

    Demos ,sofern Gefahr im Verzuge , temporär,örtlich ,tatbestandsbedingt einschränken oder untersagen wenn nötig.

    Eine Koppelung an Inhalte per se ist rechtswidrig und verstößt gegen den Geist guten fundamentalen Rechts. Teilbeschränkungen sind immer an andere verletzte Rechte , an Tatbestände, zu koppeln -und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (der Mittel, des Umfangs der Beschränkung usw.) IST EINZUHALTEN,dazu besteht eine VERPFLICHTUNG,das ist kein „Gnadenakt“ für Schönwetterperioden.
    Keine Verbote ,keine Einschränkungen, keine Blasphemieverschärfungen,keine autoritäreren Strukturen -sondern fall.und tabestandsbezogenes handeln bei gefährdung anderer Rechtsgüter.

    Das ist Rechtsstaat.

    (Gott im Himmel, strafe die, die das einst durchaus bei qualifizierten Mehrheiten bestehende leidliche Rechtsbewusstsein augenscheinlich beschädigen konnten durch ihr schriftstellerndes,publizierendes, fernsehmachendes,exekutiv-politisches,talk-show-laberndes,politisch mittlerweile durchgehend egozentrisch korrekt sein wollendes ekelhaftes ud zudem gefährliches Tun und Unterlassen und Dulden!Die soll alle der Blitz …**… treffen!.)

  77. @ Heider

    Sie verwechseln da etwas.
    Wenn man die Grundsätze des Christentums, der Christenlehre vertritt, dann muß man nicht notwendigerweise die historische Existenz von Jesus für wahr halten und die Legenden, der Religionsgründer sei trockenen Fußes über Wasser gewandelt.

    Das Christentum ist eine Transzendenzphilosophie, die sich mit der Analyse der unbestreitbaren Tatsache beschäftigt, daß ein spirituelles Prinzip Teil der Welt ist, die Erkenntnis, der (Heilige) Geist.

    Nur Extremisten unter den radikalen Materialisten stellen die Existenz des spirituellen Prinzips in Frage, und indem sie das tun, widerlegen sie ihre eigene Lehre. Denn sie haben ja von der Fähigkeit zur Erkenntnis Gebrauch gemacht, wenn sie eine Philosphie entwerfen und vertreten.

    Und wenn Jürgen Elsässer davon spricht, das Christentum sei „unsere“ Religion, dann sagt er damit, daß das Abendland mit seiner Kultur und Geistigkeit interdependent mit dem Christentum ist. Kann gut sein, daß es nicht das Christentum war, das das Abendland geschaffen hat, sondern, daß es das Abendland war, das aus den spärlichen Berichten über Aussagen von Jesus die Transzendenzphilosophie Christentum konzipiert hat.

    Die deutsche Dramatik entstammt der szenischen Darstellung der (christlichen) Ostersequenz, alle abendländische Musik begann mit dem gregorianischen Choral und reicht hin zur religiösen Welt von Bachs Kantaten, Chorälen, Passionen. Die Malerei begann mit Ikonen und Märtyrerdarstellungen. Die Spitzenwerke früher Architektur waren Dome und Kathedralen, etwa der Kölner Dom des deutschen Genies Albertus Magnus (Fernau, „Die Genies der Deutschen“).
    Die Bildhauerei begann mit Heiligenfiguren. Und die Philosophie des Abendlandes von Spinoza bis Hegel ist ein Derivat des Christlichen.

    Nur der Kulturferne kann demnach die Aussage ablehnen, das Christentum sei „unsere“ Religion, nämlich die des Abendlandes.

  78. @ Asmus Teufel

    Ihre rosarot optimistische historische Weltsicht ist herzerwärmend.
    Leider tatsachenwidrig:

    Die Siegermächte hatten den „Befehl Nr. 4“ des Kontrollrats erlassen, „die Einziehung von Literatur … betreffend“. Die „Listen der auszusondernden Literatur“ hatten auch in den westlichen Besatzungszonen Geltung, mit zusammen 34645 Buchtiteln! (Martin Lüders, Nation und Europa, 47. Jg., Heft 9/1997, S. 7-11.)

    Wollen Sie die Liste einsehen??

    Sie finden dort die Gedichte Walters von der Vogelweide, Ulrich von Hutten (1511), die „Pferdefibel“, Gottfried Benn, Ernst Jünger, Ernst-Moritz Arndt, Helmut von Moltke, Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen“, ein Buch des Verfassers des „Räubers Hotzenplotz“, Bücher von Friedrich dem Großen, „Die Herrschaft der Minderwertigen“ des Hitler-Gegners Edgar J. Jung (und viele andere im Dritten Reich verboten gewesene Bücher), „Die Aufgaben der Gemeindepolltik“ (1919), der „Deutsche Bauernkalender“, Belz „Unter den Tuaregs“, „Der Diplom-Volkswirt“, „Der Diplom-Landwirt“, „Der Diplom-Kaufmann“, „Die Geschichte der Königsberger Klempnerinnung“, „Die Allgemeinbildung an der Technischen Hochschule“, „Tennisfibel“,eine Anleitung aus dem Berg-Verlag „Wir bauen ein Iglu“, u.v.a.m.

    http://www.vho.org/censor/Lueders.html

    Die Bücher mußten aus allen Büchereien aussortiert, abgeliefert und „vernichtet“ werden. Dazu kamen Tausende von Zeitschriften, etwa das Ärzteblatt, Auto-, Bauernzeitschriften, „der Branntweinbrenner“, usw.

  79. Der Islam hat keinen Anspruch gegenüber unseren Grundrechten ein dogmatisches Privileg zu etablieren. Auch die Muslime haben die europäischen Werte und unser Grundgesetz zu leben und einzuhalten.
    Sie scheinen nicht akzeptieren zu wollen, dass nicht der Islam ihr Leben in Deutschland regelt, sondern der demokratische Rechtsstaat.

    Die größte gesellschaftliche Gruppe in Deutschland stellen übrigens die konfessionsfreien Menschen. Wie wäre es denn gegenüber dieser Gruppe mit Respekt und Achtung zu begegnen ?! Diese dürfen auch in 2012 die 475 Millionen Euro an die beiden großen ‚Amtskirchen‘, als „Zuschüsse“ für kircheninterne Personalkosten, sprich Bischofsbesoldung, Kirchenleitung, Priester, etc. mit ihren Steuern finanzieren. Religionsfreiheit ? es wird Zeit das Deutschland den Schritt vom säkularen zum laizistischen Staat vollzieht.

  80. Lieber Herr Elsässer, man sollt doch den Begriff Islam und Christentum nicht so unversell sehen. Die meisten Muslime sehen keinen Grund zur Aufregung, und sind wohl mehr durch die Ermordung von Diplomaten und Gewalt schockiert. Das sind keine spontanen Proteste sondern organisierte Aktionen von politischen Scharfmachern. Ob da nun der Film oder ein Mohammed Klopapier der Anlass ist, das ist vollkommen gegenstandslos, da findet sich schon was. An ihren Taten soll man sie erkennen!

    Es braucht einen modernen Deutschen Islam, der sich von den Gewalttätern, dem Mittelalter und der saudischen Missionierung ausdrücklich distanziert. Ein deutscher Islam, der Schweinshaxe mit Sauerkraut isst, mit fescher Kleidung die Damen würdigt, und ohne Pilgerfahrt zu den bigotten Ölbaronen aus der Wüste und Anbetung des schwarzen Steines in Mekka auskommt. Ein königlicher Islam der Toleranz, Gelassenheit und Aufklärung, nicht einer der Gewalt und aufgeregten schwächlichen Beleidigtheit. Es sind ja auch Meilen zwischen deutschen Christen wie Margot Käßmann und den Amischen oder Evangelikalen.

  81. @ Asmusteufel

    „Eigentlich“ verbietet das GG die Zensur.
    Absatz 2 des gleichen Artikels jedoch beschränkt diese Zensurfreiheit unter anderem durch die Vorschriften »allgemeiner« Gesetze, oder eben Sondergesetze, denn „eigentlich“ GG-widrige Gesetze sind u.U. doch ausnahmsweise mit dem GG vereinbar. Manche Grundsätze (laut Bundes-GG-Gericht) stehen ÜBER dem GG!

    Roman Herzog hält Zensur für GG-lich ERLAUBT, verboten sei lediglich VOR-Zensur (Maunz, Dörig, Roman Herzog: Grundgesetzkommentar. Bd. I (Art. 1-12; Loseblattsammlung: Lieferungen 1-30). C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung. München 1993. Randnummern 296-302).

    Das StGB verfügt insbesondere in den Paragraphen 185, 189 und 130f. über Instrumente, um Zensur auszuüben. Der wichtigste deutsche Strafgesetzkommentar stellt dazu fest, daß durch § 130 jede Art der Kritik an irgendwie definierten Bevölkerungsgruppen zu einem Straftatbestand werden könne (Leckner, in: Schönke/Schröder, Strafgesetzbuch, 25. Auflage, Beck, München 1997, S. 1103).

    §130 ermöglicht PRÄVENTIVE ZENSUR durch Einziehung von Datenträgern, die angeblich erst für eine Verbreitung bestimmt sind. Eine Verteilungsabsicht verbotener Schriften ist nach Meinung der Justiz gegeben, wenn eine Person mehr als ein Exemplar von einem Datenträger besitzt.

    Daß § 130 mit internationalen Menschenrechtsnormen kollidiert, wird von führenden „brd“-Politikern offen eingestanden (Schmidt-Jorzig, Ruge. Neunzehn Zehn: »Ehrenschutz für Soldaten – Gesetz gegen die Meinungsfreiheit?«, 3-SAT, 10.3.1996, Mut, Nr. 351, 11/1996, S. 32-35; Wolfgang Schäuble, FAZ, 24.4.1996, S. 41).

    Die „Zensurbehörde“ (natürlich heißt sie nicht so) ist die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPjS). Seit ihrem Bestehen hat sie offenkundig die Funktion des Kampfes gegen politisch oder historisch unbeliebte Literatur. Ein indiziertes Druckwerk hört für die Öffentlichkeit auf zu existieren, da man kaum von dessen Existenz erfahren kann. Es gibt eine Liste, sie umfaßt Tausende von Druckwerken, Film- und Tonträgern.

    Die zweite Stufe der Zensur, die sogenannte Einziehung, erfolgt auf Beschluß irgendeines Gerichtes. Was mit den sichergestellten Exemplaren einer solchen Schrift geschieht, ist nicht ganz klar. Ein Verleger, der des Öfteren von Bucheinziehungsverfahren betroffen ist, berichtete in dem Zusammenhang, ihm sei mitgeteilt worden, die Bücher würden unter polizeilicher Aufsicht verbrannt. In einem Fall berichteten sogar Pressestimmen davon, eingezogene Schriften würden in Müllverbrennungsanlagen beseitigt „Abendzeitung“ (München), 7./8. März 1998: „Die Restexemplare werden gegebenenfalls in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet.“ (bezügl. R.J. Eibicht, „Hellmut Diwald“). „Zur Zeit“ (Wien), no. 9/1998 (Febr. 27).

    Eine Liste eingezogener Schriften wird nur geheim geführt. Eine inoffizielle Auflistung zählt viele Dutzende (http://vho.org/censor/Censor.html).

    Ein Beispiel:
    Der Verleger Dr. Gert Sudholt, Inhaber renommierter Verlage, wurde wegen »Volksverhetzung«, angeblich begangen durch den Vertrieb des Buches „Uns trifft keine Schuld“ (Biograph-Verlag, Lantsch 1997). In dem inkriminierten Buch, das vom Gericht bundesweit eingezogen UND DER BÜCHERVERBRENNUNG UNTERWORFEN wurde, kritisiert der Schweizer Bürger Marcel Huber alias Harry Zweifel die gegen die Schweiz erhobenen angeblichen Kollaborationsvorwürfe.

  82. @ dr. kümel
    unter streng wissenschaftlichen kriterien gilt die gottesfurcht als wahnvorstellung. den blasphemikern den mund, durch die installierung von sonderrechten, zu verbieten ist nahezu grotesk. die interdependez zwischen abendland und christentum mag vielleicht auf den ersten blick gegeben sein, allerdings steht dieses argument alleine im regen, da keine aussagekrätigen daten über die seriösität des glaubens existieren. will sagen: da die kriche schon bei geburt zwangsmitgliedschaften verteilte (und noch immer tut), lässt sich keine klare aussage darüber treffen ob der konfessionelle fromme christ tatsächlich ein überzeugungstäter war oder nicht. der anteil an atheistischen zwangsbeglückten christen ist nicht ermittelbar. folglich lässt sich keine klare aussage treffen. fakt ist, der anteil an konfessionslosen im deutschsprachigen raum übersteigt jener der konfessionellen. ob es bei manchen inhaltlose und überzeugungslose überlieferung von tradition war, lässt sich nicht feststellen.

    würde man ihrer und herrn elsässers argument logisch folgen, so müsste doch die behauptung „es gäbe einen gott, der unser leben lenkt“ im umkehrschluss als lästerung und provokation an den nicht-gläubigen darstellen. deshalb kann eine religion nur privatrechtlichen anspruch darstellen – deshalb macht es auch sinn religiöse symbole etc. aus öffentlichen räumen zu entfernen, da sich so mancher andersgläubiger, ungläubiger etc. vor den kopf gestossen fühlen kann.

    ich könnte jetzt argumentieren, dass ich mich in meiner spirituellen überzeugung gekränkt fühle wenn cih beim radiohören auf einen katholischen sender stosse, der mein sünderhaftes fristen verdammt. ich könnte mich auch gestört fühlen durch die kritik die gottesfürchtige am gottlosen lebenssinn äussern. ich könnte angst entwicklen wenn lt. wissenschaftlichen chriterien menschen unter wahnvorstellungen irgendwelche gebete in den himmel rufen, dass der „herr“ meiner gnädig sein soll. ich könnte mich bedroht fülen wenn muslime den ungläubigen als einer der grössten sündern betrachtet und mir das leben trachtet.
    in einer freiheitlichen welt besitze ich die möglichkeit mich selbst auszuschließen vom konsum des religiösen output, und ich besitze das recht mich mit anderen auszutauschen und meine sicht der dinge ebenso kund zu tun und zu verbreiten wie andere organisierte religionen das auch tun. der entscheidende punkt ist, dass man nicht gezwungen werden kann den output zu konsumieren. folglich liegt die schuld bei mir selbst wenn ich medien konsumiere deren inhalte ich nicht teilen und nachvollziehen kann. es gilt das prinzip der eigenverantwortung.

    bildhaft ausgedrückt: wenn sie die herdplatte einschalten und der neugierde unterliegen weil sie wissen wollen wie es sich anfühlt wenn es heiß ist, dann müssen sie selbst mit der konsequenz der verbrannten hand leben und können die verantwortung nicht abwälzen auf einen dritten (dem produzenten, es sei denn sie sind in den USA und haben einen guten anwalt). sie können von mir aus im MOMA (museum of modern arts) vor einem schwarzen bild stehen und es geistig aufsaugen. es kann sein, dass sie alpträume bekommen wohingegen ihre begleitung dass bild schön, inspirierend oder total langweilig fand. die menschen sind in ihrer wahrnehmung unterschiedlich. das lässt sich natürlich auf den film übertragen: manche menschen haben sich sicherlich kugel-rund-gelacht. (ich hab den film nicht gesehen). zurück zum bild: sie müssen letztendlich selbst mit den konsequenzen leben, denn ihnen wurde vorerst die wahl eingeräumt das bild nicht anzusehen sondern es auszulassen. sie können jedoch nicht den maler verklagen und schon gar nicht zum tode verurteilen weil er mit einem schwarzen bild ihren „frieden“ gestört hat. würden sie jedoch zensur rechtlich installieren kämen wir im konkreten beispiel schnell in die 30iger jahre. dort nannte man das entartete kunst, ich bin sicher sie kennen die geschichte.

    in diesem sinne,
    liebe und freiheitliche grüße

    o.s.

  83. @ Kant

    Wer konfessionslos ist, zahlt keine Kirchensteuer.
    Wieso wird den Konfessionslosen weniger Achtung gezollt und Respekt erwiesen als den Mitgliedern der Kirchen?

  84. Herr Elsässer, wie tief wollen Sie aus Marketinggründen für Ihr Magazin den Pressuregroups des rechtskonservativen Pöbels noch in den A… kriechen? „Unser Christentum“? Oder sehen wir hier die fast biblische Wandlung vom „Antideutschen“ zum Hanswurst der Dummstolzdeutschen?

  85. @ Heider: Ich vergebe ihnen ihre einseitige Sichtweise da sie offenbar einfach so sozialisiert wurden und garnicht wirklich wissen wovon sie reden. Zunächst mal, damit sie es nicht in den falschen Hals kriegen, muss ich gestehen das ich lange ebenso gedacht habe, Sozialisierung eben. Habe einige Christentumkritische Bücher gelsen, z.b. von Nietzsche, Deschner, Cioran u.a. ohne jemals die Bibel gelesen zu haben, was dann zusätzlich auf mich abgefärbt und Vorurteile geschürrt hatte. Blöd kam ich mir dann allerdings vor als ich dann tatsächlich mal das neue Testament gelesen habee, weil ich ja auch mal wissen wollte was nun dran ist, an diesem „Schund“, und musste mir eingestehen das es garnicht so schlimm ist wie ich immer dachte. Dennoch akzeptiere ich genannte Schriftesteller und ihre Meinung immernoch, auch wenn ich sie mir nicht mehr in jeder Hinsicht zu eigen mache. Nun Zu ihren Aussagen:

    Es ist eine falsche Behauptung, ganz europa wäre zwangschristianisiert worden. Viele Menschen, ganze Völker sind freiwillig zum Christentum übergetreten. Die Zwangschristianisierung, welche ich zwar auch für ein Verbrechen halte, davon mal abgesehen auch für ziemlich unchristlich, hatte aber nicht in erster Linie religiöse Gründe, sondern Polititische, daher ist schon dieser Begriff sehr irreführend. Diese Tatsache sollte man nicht unterschlagen und damit unsachlich das Christentum an sich für Dinge diskreditieren, die eigentlich nichts oder nur kaum mit der Religion selbst zutun haben. Religion und Politik war damals eng verbandet, daher war eine Konvertierung zum Christentum der heidnischer Könige und Fürsten als Stellvertreter ihr Volkes gleichbedeutend mit der politischen Einverleibung durch den jeweiligen Machtblock, im Falle Karls des Großen/Sachsenkriege z.b. mit Unterwerfung und Eingliederung der Sachsen ins fränkische Reich. DAGEGEN haben sich unabhängige Völker (natürlich) gewehrt, das Christentum spielte dabei aber nicht die wesentliche Rolle.

    Nach 1200 Jahren Christentum im ganzen deutschen Raum, gehört es als fester Bestandteil zur deutschen Nationalkultur. Es ist viel mehr als nur ein beliebiges religiöses Bekenntnis unter anderen, nämlich ein wesentlicher Kulturträger, das z.b. auch einige vorchristliche Bräuche und Sitten konserviert/überliefert hat, indem es in einem gewissen Maß von einer Glokalisierung ergriffen wurde. Deshalb find ich es nicht ganz so falsch von „unserer“ Religion zu reden. Da das Christentum in seinem Facettenreichtum (Feiertage, Brauchtm, Musik, Kunst, Literatur etc.) teil des kulturellen Erbes Deutschlands ist, kann man ihm also auch unabhängig vom religiösem Bekenntnis selbst, als solches einen erhaltenswert zuschreiben. Aus der Warte betrachtet schussfolgere ich, das Christentum in Deutschland nicht lediglich Privatsache, sondern eine der Pflichten des deutschen Staates ist.

    @ Dr. Gunther Kümel:

    Sie bringen die Beziehung von christlicher Religion und deutscher Kultur anschaulich auf den Punkt!

  86. @ don key, das ist irreal was du schreibst dies wird nie kommen, ich bin für die satiere , den mohamed film man hat ha auch gege jesus eine satier gemacht das war normal

  87. Der Papst verurteilt die Karikaturen in Charlie Hebdo:

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/211093-vatikan-verurteilt-anti-islam-karikaturen

    @Kant: Ich sehe nicht, inwieweit die Rechte der Religionslosen von Religiösen nicht respektiert werden. Niemand verhöhnt sie, niemand zieht ihre Denkweise in den Schmutz. Wird nicht eher umgekehrt ein Schuh draus?
    Denn es ist doch vielmehr so, dass die Atheisten keine Gelegenheit auslassen, Gläubige und ihre Werte in den Schmutz zu ziehen, und wenn sich tatsächlich jemand wehrt, leider meist nur Muslime, heißt es „ihr müsst das hinnehmen, weil Religion Privatsache ist“. Christen scheinen sich leider längst der atheistischen Diktatur gebeugt zu haben. Wenn Religion Privatsache ist, dann soll es der Atheismus bitte auch sein und nicht versuchen, alle unter seine Diktatur der Religionslosigkeit zu zwingen. Eine Ablenkungsfunktion hat das Ganze nicht nur für die islamische Welt, sondern auch für uns. Wir diskutieren und die Finger wund, ob dieses Filmchen nun gezeigt werden darf oder nicht, mit den jeweiligen Argumenten. Atheisten wittern Zensur. Aber wo waren denn die Anti-Zensur-Apologeten, als der Sender al-Manar verboten wurde, wegen eines einzigen Films, der als „antisemitisch“ verrissen wurde? Da gab es keine Diskussion und Analyse, und kaum ein Deutscher sah den Sender. Niemand außer vielleicht linken Blogs wie einparteibuch sprach damals von Zensur.
    Es heißt allenthalben „Meinungsfreiheit“ – aber die gilt nicht für Diskussionen über die deutsche Geschichte, über die US-Atomrakten auf deutschen Boden und auch nicht über das Geldsystem. Ist das die Freiheit, die der Westen meint?

  88. jürgen: in dem moment, wo wir filme verbieten- müsssen wir aufpassen, dass als nächstes nicht bücher brennen: ich bin allerdings auch gegen ein beusstes aufführen, also ein polit. aufführen, um zu provozieren! sonst gilt aber: jede religion muss kritisierbar sein!
    das thema altersarmut wird das beherrschende soziale thema sein, obwohl es sich beheben lassen würde- es gehört nach deutschland, die debatte über afrikanische kinder ist wichtig, aber wird hier nicht gleich vermittelbar sein!
    fatima: ich gebe ihrem gatten recht, der kapitalismus zeigt sich vor alllem in der aneignung fremder lesitung durch das zinssystem, deshalb bin ich schön lange für eine stärkere besteuerung von dividenden-zinserträge!das es scheibar bestimmte interessierte kräfte gibt, welche gegeneinander hetzen- gescheknt! wieso gehen dann selbst normale moslems diesen auf dem leim! ich bin gegen glaubensbeleidigungen, wer aber meinen glauben beleidigt, wird von mir noch lange nicht geschlagen!

  89. „Man muß sich sowohl vom “antizionistischen” Islamismus und seinen links- und rechtsradikalen “antiimperialistischen” Freunden als auch von seinen “prozionistischen” linksliberalen oder “rechtspopulistischen” Feinden und zugleich USA- und Israel-Freunden á la “Achse des Guten” oder “PI-news” distanzieren. “

    Dann frage ich mich langsam, wer dann „man“ ist….wer bleibt denn dann noch?

    @ cooli / Monika H.:

    Leider geben Sie das Zitat aus „Tahriru l wasilah“ nur verkürzt wieder, denn das geht noch viel weiter. Zugegeben, so allein betrachtet klingt es erst mal fürchterlich aus heutiger Sicht. Ab neun gilt ein Mädchen als „reif“, d.h. ab dann muss sie beten, fasten und Kopftuch tragen, aber das heißt ja nicht, dass sie dann auch heiraten MUSS! Außerdem, Sie sagen „Neuzeit“…Imam Khomeini ist Jahrgang 1900! Damals lag das Heiratsalter sehr viel niedriger als im heutigen Iran, wo man sich hinsichtlich Heiratsalter und Geburtenrate stark dem Westen angenähert hat. Gleichzeitig gilt aber auch, dass eine gegen den Willen einer der beiden Partner geschlossene Ehe ungültig ist.

    „Kein Problem“ heißt hier nicht, dass es gut ist, Säuglinge in gewisser Weise zu berühren, sondern dass keine Entschädigungszahlung notwendig ist, im Gegensatz zur Kinderschändung. Denn in so einem Fall muss der Mann dem Mädchen LEBENSLANG Unterhalt zahlen, auch wenn es später einen anderen Mann heiratet, denn es zählt nicht zu seiner Ehefrau. Das gibt es nämlich noch nicht mal in Deutschland. Da bekommt der Täter eine Gefängnisstrafe, und irgendein Psychologe findet sich immer, der ihm eine gute Prognose bescheinigt, woraufhin er dann schon nach wenigen Jahren wieder auf die Menschheit , resp. die Kinder losgelassen wird. Er hat aber keinerlei Verpflichtungen gegenüber dem Opfer. Insofern durchaus etwas, was die Zivilisation voranbringt…dass der Täter dem Opfer gegenüber DIREKT verantwortlich ist und es entschädigen muss, so gut es geht.

  90. @Kant:
    Warum betonen Sie Islam? Ich bin der Meinung, daß keine Religion (auch nicht die jüdische) Anspruch auf dogmatische Privilegien hat. Entweder gilt das GG für alle Bürger, egal welcher Konfession, oder wir verabschieden uns von der Demokratie.
    Im übrigen muß ich sagen, der Hausmeister gibt den Ton an, aber warum Sie den Kant so abservieren, das würde ich anderen Diskutanten hier eher wünschen.

  91. Bullsh**! In zivilisierten westlichen Staaten MUSS Meinungsfreiheit gelten. Punkt. Aus. Ende. Aus die Maus. Wenn Sie solch einen Film verbieten wollen, spielen Sie den Islamofaschisten in die Hände. Denn genau das ist das Ziel solcher Aktionen. Den Islam unter „Artenschutz“ zu stellen. Forget it! Nicht mit uns! Und Sie als Willfähriger Kumpan möchten da mitziehen. Sie tun mir leid!

  92. Finde eigentiich sonst recht sinnvoll was Jürfen E. meist verfaßt. Aber Jürgen, was ist denn hier los? Wenn nun „Jürgen E. Youtubes“ und das Compact Magazin gegen das „Bekenntnis“ des „Westlichen Seins“ verstoßen, und damit den öffentlichen Frieden gefährden?

    Dann müssen die weg, und ein Elsässer eventuell gleich mal in den Knast. In so einem Staat möchte ich nicht leben. Ich frage mich, wie jemand, welcher sonst eine eher klare Sicht hat, hier aufeinmal so vernagelt sein kann. Das ist doch nicht normal.

  93. „Schwacher Beitrag von Kleine-Hartlage. Legt Mazyek einfach was in den Mund, was der überhaupt nicht gesagt hat. Mazyek hat nicht mit Straßenschlachten gedroht, sondern vor ihnen gewarnt. Und hinzugefügt, dass er solche nicht wolle und “mit allen Mitteln” “Hass und Zwietracht” verhindern wolle. Also: Billige Propaganda! Es gibt ja mit Dieter Stein und anderen Leute, die sich auf der Rechten völlig anders äußerten als dieser Möchtegern-”Rechtsintellektuelle” Kleine-Hartlage.“

    Ich möchte nur mal anmerken, daß ich den Artikel von Martin Lichtmesz verlinkt habe. Den finde ich deutlich besser als den von M. K-H.

  94. Der Islam ist eine aggressiv-missionierende Religion, ebenso wie das Christentum auch. Judentum oder Hinduismus sind das nicht, man kann als Jude oder Hindu nur geboren werden. Schon deshalb ist es legitim, den Islam (oder das Christentum oder die Scientology-Church) zu verspotten oder durch den Kakao zu ziehen – aus Gründen der Aufklärung. „Es gibt ein Recht auf Blasphemie, sonst gibt es keine wahre Freiheit.“ (Voltaire) Einfach aus Gründen der Warnung und der Aufklärung.

    Außerdem gibt es sehr wohl auch Spott über die jüdische Religion, z.B. den US-Spielfilm „Wholly Moses“ von 1980. Nur beim jüdischen *Volk* gibt es Tabus, ebenso wie es z.B. Tabus gibt bezüglich der Verspottung von Schwarzen, weil das rassistisch wäre.

    Aber Religionen sind keine Rassen und somit kann Verspottung von Religionen niemals rassistisch sein.

  95. Verbieten sollte man diesen Hetzfilm, und nichts anderes ist er, vielleicht nicht. Das waere ein falsches Signal an die islamische Welt die denken koennte sie haetten uns mit Gewalt klein gekriegt. Es zeigt aber auch deutlich welche primitivsten menschlischem Abgruende in der US-Gesellschaft vorherrschen.Mensch, die Amis sollten lieber ihre Comics zeichnen, das können sie besser.
    Juergen Elsaesser will sich am zionistischen Kulturkampf nicht beteiligen. Den Kulturkampf zwischen westlicher Welt und Islam brauchen die radikalen Juden um ihren “Endsieg” (Armageddon) zu feiern. Da macht Elsaesser aber nicht mit. Im Gegenteil, er schreibt gegen den „Endsieg“ des Zionismus, auch wenn er manchmal Israels Rechten noch zu viel Platz gibt.Überhaupt dreht sich alles jetzt wieder nur um Moslems,Al Quaida und Bin Laden (ach sorry, der ist schon tot!, schade eigentlich war doch auch ein guter Popanz!) und gar nicht mehr um Israel und den geplanten Krieg gegen den Iran.

  96. @ Dr. Gunther Kümel

    „Sie verwechseln da etwas.“

    Nein, vom Hauptgegenständlichen meines Beitrags lenken Sie ab. Es geht um das Staatschristentum, d.h. um die praktische Einheit von Kirche mit Lehre und Staat und die daraus resultierende Herrschaft eines religiösen Wahns, dem sich Alle unterzuordnen, und den Alle zu respektieren haben ungeachtet ihrer (eigenen abweichenden) religiösen oder nicht-religiösen Überzeugung. Wieviel Beispiele für den institutionalisierten christlichen Glauben als verbindliches Reglement für Alle sollen denn aufgezeigt werden.

    Mit der Präambel des Grundgesetzes geht’s schon los – enthalten ist der Bezug auf einen Gott, und gemeint ist sicher nicht irgendein Gott sondern ein bestimmter. Welcher Gott das ist wird für so klar gehalten, dass man die weitergehende Bezeichnung „christlicher Gott“ nicht erst noch bringen muss.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4ambel_des_Grundgesetzes_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschland#Historischer_Wortlaut

    Oder was ist das für ein „Gott“, auf den Bundespräsident, Bundeskanzler und BRD-Minister da schwören. Ist das nicht der christliche Gott, und erheben sie ihn nicht dadurch in den Rang eines allgemein verbindlichen Gotts aller Deutschen?
    http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_56.html

    Bei Bundesbeamten das gleiche Bild:
    http://www.gesetze-im-internet.de/bbg_2009/__64.html

    Für alle Richter der BRD bis zum Amtsrichter gilt § 38 Richtergesetz (DRiG). Auch sie können anscheinend nicht Recht sprechen, ohne sich dabei auf den Christengott als höchste geistige Instanz zu berufen.

    Auf die anderen zahlreichen Bezüge des GG, die den Christglauben zu einer Einrichtung machen, an der kein Deutscher vorbeikommt, kann hier nicht eingegangen werden. Unbedingt erwähnt werden soll nur die Tatsache, dass Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach an staatlichen (öffentlichen) Schulen ist, in dessen Rahmen bevorzugt die christliche Lehre (und nicht etwa der Hinduismus oder die Anschauungen sog. Naturvölker) vermittelt wird – auf diese Weise werden auch im modernen Deutschland Generationen mit den schlechten Bibelgeschichten vertraut gemacht u. erwartungsgemäss auf die christliche Lehre konditioniert.

    Die rechtliche Sonderstellung der grossen Kirchen, im Volksmund Amtskirchen, von mir Staatskirchen genannt, kann hier ebenfalls nicht vertieft werden. Die Sonderrechte garantieren ihnen unter anderem den christlichen Nachwuchs über die sog. Taufe, mit der Kleinkinder ungefragt nicht nur Christen sondern nach den Gesetzen des Staats zugleich auch Kirchenmitglieder werden! Diese ungefragte Mitgliedschaft können Jugendliche frühestens ab 14 Jahre durch einen umständlichen Verwaltungsakt beenden, der zudem noch kostenpflichtig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt sind ihnen durch Kindergärtner und Lehrer aber schon reichlich christliche Märchen beigebracht worden, sodass sie den christlichen Glauben und seine Institutionen zumindest als etwas ganz Normales ansehen.

    Bereits diese Beispiele rechtfertigen es, in der BRD (aber auch in v.a. Staaten Europas) die Abwesenheit von echter Religionsfreiheit festzustellen, im Gegensatz zur Behauptung des GG, es handele sich hier garantiert um Religionsfreiheit. Denn was ist das für eine „Freiheit“, in der Kinder und Jugendliche ohne ihre Zustimmng zu Christen erklärt werden, oder wo ein Staat einen bestimmten Gott zu seinem obersten Schutzherrn ernennt, indem er die Staatsführung auf ihn schwören lässt. Das ist keine Religionsfreiheit sondern die Freiheit des Christentums gegen alle anderen religiösen und nicht-religiösen Anschauungen.

    „Wenn man die Grundsätze des Christentums, der Christenlehre vertritt, dann muß man nicht notwendigerweise die historische Existenz von Jesus für wahr halten und die Legenden, der Religionsgründer sei trockenen Fußes über Wasser gewandelt.“

    Welche „Grundsätze“ sind das, wo kann man sie nachlesen, wo werden sie gelehrt, und wodurch werden sie den Massen vermittelt?

    Sie versuchen gerade das Christentum zu teilen und imaginäre urchristliche Werte schmackhaft zu machen, obschon es gar nicht zu teilen geht. Denn die Mythologie, die Lehre und die Institution bildeten seit etwa Konstantin, dem ersten christlich inspirierten Verbrecher auf dem römischen Kaiserthron, den ersten Ansatz von Einheit. Es handelt sich um Einzelteile, die wie Zahnräder ineinander greifen. Eine Definition bspw. des christlichen Glaubens ist ohne das urheberschaftliche Werk der Kirchendogmatiker gar nicht möglich. Ihr theoretisches Hauptwerk ist die Bibel (insbes. das Neue Testament), ohne dieses NT gäbe es keinen Glauben, der sich christlich nennt. Wenn Gläubige, Kirche und Staat vom christlichen Glauben sprechen, dann beziehen sie ihre Weisheiten ausschliesslich aus der sog. Bibel. Und eben um zu verdeutlichen, was es mit ihr wirklich auf sich hat (nur unbegründete Geschichten), schreib ich eingangs des ersten Beitrages von der Frage der Geschichtlichkeit Jesus‘.

    Ihre vorstehend zitierte und wie untenstehend fortgesetzte Gegenrede, als Christ müsse man die Bibelgeschichten nicht zwangsläufig auch glauben, ist im Hinblick auf die christliche Praxis über viele Jahrhunderte bis in die Gegenwart eine wahre Ausrede! Wenn Christen von ihrem Glauben sprechen, dann sprechen sie von Jesus, und der steht in der Bibel. Wenn Christen „Weihnachten“ feiern, dann meinen sie die angebliche Geburt des Heilands am 24. Dezember, und diesen Gedenktag drückt der Staat im Bündnis mit der Kirche allen Deutschen gleich auf. Wenn Christen von der Schöpfung reden, dann führen sie die Bibel an (hier sinnigerweise das Alte Testament, das teils identisch mit dem jüdischen Tanach ist) – eine andere Quelle haben sie nämlich nicht -, und schon ist der Kreis wieder geschlossen.

    „Das Christentum ist eine Transzendenzphilosophie, die sich mit der Analyse der unbestreitbaren Tatsache beschäftigt, daß ein spirituelles Prinzip Teil der Welt ist, die Erkenntnis, der (Heilige) Geist.“

    Vonwegen, genau das meinte ich ja soeben. Haben Sie nicht den Mumm sich zu Jesus Christus zu bekennen und ihn so gut Sie können zu verteidigen? Stattdessen greifen Sie auf allgemeine Umschreibungen zu, die die christliche Glaubenskonstruktion beschönigen und den Sachverhalt vernebeln.
    Um die Frage der Spiritualität an sich geht es gar nicht. Es geht um die Frage, warum Spiritualität nur mit christlichen Inhalten gefüllt sein darf, und warum die christlich-spirituelle Art den Atheisten, Heiden und sonstigen Nichtgläubigen per Gesetzesdekrete und Zwang vermittelt wird. Es geht um die Frage, warum alle Deutschen in Geiselhaft für ein geistiges System genommen werden, das sie entweder nicht teilen und dass vor lauter Widersprüchen, die jede normale Intelligenz beleidigen können, nur so strotzt.
    Das Ergebnis von Spiritualität an sich muss auch nicht der „Heilige Geist“ sein, dies ist ein explizit christlicher Begriff, der Sie wiederum als christlichen Laienprediger ausweist.

    Nebenbei: die Bibel (denn sie stellt die Lehre dar!) als irgendwie analytisch zu bezeichnen „hat schon was“. Wir erinnern uns an der Stelle an die vier Evangelien, die nicht immer recht zusammen passen, an die zahlreichen Widersprüche und Ungereimtheiten allein schon in der Frage um Jesus‘ Geburt – Herkunft (Stammbaum), Ort, Zeitpunkt uvm.

    „Und wenn Jürgen Elsässer davon spricht, das Christentum sei “unsere” Religion, dann sagt er damit, daß das Abendland mit seiner Kultur und Geistigkeit interdependent mit dem Christentum ist.“

    Jürgen Elsässer drückt sich klar genug aus: unsere Religion – und zwar ohne die Gänsefüsschen! In der Überschrift wird sogar explizit von Christus geschrieben – nichts da von nur irgendwie transzendent und spiriturell! Darin enthalten ist die Botschaft: Weiter so! oder Jetzt erst recht!, und diese Botschaft fragt nicht danach, ob Jemand ihren Gott nicht anerkennt und dem Christengott selbstverständlich in keinster Weise folgen will. Das wird offensichtlich vorausgesetzt.
    Der geschichtliche Einfluss des Christentums auf Europa ist die eine Sache. Eine ganz andere Sache ist die Gegenwart, und eine dritte ist die Zukunft. Weil eine Sache eine ganze Zeitlang so war heisst das nicht, dass es auch fortwährend so bleiben muss. Lassen Sie mich noch hinzufügen: eine Geschichtslüge wird nicht dadurch besser, weil sie etabliert ist.

    „Kann gut sein, daß es nicht das Christentum war, das das Abendland geschaffen hat, sondern, daß es das Abendland war, das aus den spärlichen Berichten über Aussagen von Jesus die Transzendenzphilosophie Christentum konzipiert hat.“

    Das Christentum kam nicht aus Europa (anderer Name für Abendland, was wiederum ein christlicher Begriff ist), es hat seine Wurzeln offensichtlich aus div. Quellen, unter anderem des Judentums sowie des Buddhismus. Die erheblichen buddhistischen Einflüsse namentlich auf die vier Evangelien sind wissenschaftlich nachgewiesen (kann hier gern noch dargestellt werden) und entlarven die Person Jesus als literarische Nachahmung des Buddha Tathâgata aus dem Lotus-Sûtra, dem Hauptwerk des Mahâyâna-Buddhismus – mithin ist die christliche Zentralfigur des NT ein Plagiat.
    http://www.jesusisbuddha.com/

    „Die deutsche Dramatik entstammt der szenischen Darstellung der (christlichen) Ostersequenz, alle abendländische Musik begann mit dem gregorianischen Choral und reicht hin zur religiösen Welt von Bachs Kantaten, Chorälen, Passionen. Die Malerei begann mit Ikonen und Märtyrerdarstellungen. Die Spitzenwerke früher Architektur waren Dome und Kathedralen, etwa der Kölner Dom des deutschen Genies Albertus Magnus (Fernau, “Die Genies der Deutschen”).
    Die Bildhauerei begann mit Heiligenfiguren. Und die Philosophie des Abendlandes von Spinoza bis Hegel ist ein Derivat des Christlichen.“

    Der Kern Ihrer Aussage lautet übersetzt so: Weil Deutsche früherer Jahrhunderte christlich inspiriert waren (was ihnen hier gar nicht vorgeworfen ist), muss „ich“ Christ sein bzw. bleiben. Es genügt nicht die genannten Meister aus ihrer Zeit heraus zu verstehen und ob ihrer Werke selbst zu achten, nein – man hat das ganze Paket zu nehmen. Dieses Paket ist die fortgesetzte Herrschaft des Christentums in seiner Einheit: Mythologie, Lehre und Institution. Es bedeutet geistig die Anerkennung des christlichen Gottes, praktisch die Teilnahme am christlichen Kult und weiter die fortlaufende Unterstützung seiner Kirche und ihrer Pfaffen. Es ist zugleich der Freifahrtschein für die unglaublichen und bis heute ungesühnten geschweige denn offiziell anerkannten Verbrechen des Christentums bei der Mission sämtlicher Völker und Stämme, die mit ihm jemals in Berührung kamen.
    http://www.indianerwww.de/indian/christianisierung.htm
    http://www.politaia.org/eugenik/kinderknochen-in-kanadas-altestem-internat-fur-indianer-gefunden/

    Was Sie vorführen ist endlich die Philosophie einer politisch herrschenden Klasse, die zu ihrer Legitimation den Rückgriff auf das Christentum notwendig hat, weil sie sonst überhaupt keine traditionellen Werte mehr repräsentiert ausser das Geld aus dem kapitalistischen Normalbetrieb.

    Den Glauben erklärt man aber damit Anderen noch lange nicht, vor allem wird man ihn nie mehr befehlen können.

    Für ganz Hartnäckige: wieviel tausend christliche Elendsjahre braucht es noch um aufzuzeigen, dass es genau der christliche Weg war, der ins Jetzt und Heute geführt hat. Und ausgerechnet von den christlichen Werten (die noch einer Erläuterung bedürfen, worin sie genau bestehen) und ihren hochspirituellen Bibelvertretern verspricht man sich jetzt was… Besserung, Wende zum Guten…?

  97. Die, im Text beschrieben Realität, spiegelt ganz offensichtlich das hohe Mass einer dekadenten westlichen, insbesondere auch deutschen Gesellschaft, wieder.

  98. Ich gucke gerade illner und weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll. Der schweiger labert von frauen denen die nase abgeschnitten wird weil sie tanzen etc. da dachte ich sofort an elsässers artikel “ lügen haben abgeschnittene ohren“. Schweiger erzählt sowas und keiner hakt nach und fragt wie er darauf kommt. Stellt euch mal elsässer in dieser runde vor… das wär mal pressefreiheit!!

  99. @Onkel Asmus (September 19, 2012 at 16:05. Permalink.)

    Warum behauptest du Sachen die ich so nie geschrieben habe???
    (September 19, 2012 at 12:46. Permalink.)

    Ich habe lediglich fest gestellt, daß der gesunde Menschenverstand und die Intelligenz nicht das Eine und dasselbe ist. Und ich, vielleicht, wenn ich mal dazu Lust habe es dir, mit einfachen Worten, erklären werde.

    Weil ICH deine Schreibweise komplex finde. Vielleicht liegt es aber auch daran das ich nicht DEUTSCH bin.

    Nein du bist sogar sehr intelligent, aber damit DU mit deinen Behauptungen nicht, ganz, als lügner da stehst, und ICH nicht, ganz, unschuldig an den Pranger möchte, mache ich jetzt die Aussage daß du, scheinbar nicht im Besitzt vom gesunden Menschenverstand bist.

    Bist du jetzt zufrieden .“Du § Heini“.
    Anders kann ich mir deine Reaktion nicht erklären, sorry.

    Damit die Sache ein Ende findet, und weil ich keine Lust habe mich mit dem Hausmeister zustreiten, ziehe ich mich aus dieser müßigen Diskussion zurück.
    Damit meine ich nicht das Haupttehma.

    Mir gleich ob der Onkel Asmus vom Teufel´chen damit einverstanden ist oder nicht.

    Denke an dein HERZ Onkel´chen

    Gute Nacht.
    LG Harun

  100. Zur angeblichen „außenpolitischen Funktion“ des Filmchen-Skandals:

    Nein, hier geht es nicht darum, Stimmung für Kriege gegen „muslimische“ Länder zu machen. Schon bei der kleinsten (und nicht primär religiösen) Gegenwehr in US-vergewaltigten Weltgegenden gibt es „Terror“-Geschrei seitens des „Westens“, inklussive entsprechender Gegenmaßnahmen. In diesem Fall aber darf der religiöse Mob nach Belieben morden und brandschatzen, doch trotzdem heuchelt man allseits Verständnis und geißelt die bösen „Islamfeinde“. Wo sie doch ansonsten keinen Spaß verstehen, wenn es mal einen ihrer Diplomaten erwischt.

    Man muß sich nur die US- und NATO-Schlachtfelder seit Ende der 90er Jahre genauer betrachten, um festzustellen, daß jedes mal souveräne und vergleichsweise (teil)sekularisierte Nationalstaaten zerschlagen, aber gleichzeitig die dortigen Vertreter der religiösen Reaktion gestärkt wurden. Jugoslawien war der Anfang, mit den „muslimischen“ Kosovaren als Nutznießer. Afghanistan eine Ausnahme, aber auch dort konnte sich das nur im Vergleich zu den Taliban gemäßigt erscheineden Karsai-Regime internationale Anerkennung verschaffen, was eine Schande ist, wenn man bedenkt, welches System die Soviets dort unten verteidigt haben. Und der „arabischen Frühling“ mit Libyen und Syrien ist der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung.

    Jürgen, Du hast jetzt jahrzehntelang auf die Kacke gehauen, und alles in den Dreck gezogen, was auch nur irgendwie im entferntesten Sinne „deutsch“ roch, da wirkt Dein rezenter Traditionalismus irgendwie aufgesetzt. Warum nicht konsequent?

    KEINE RELIGIÖSEN SONDERGESETZE, und zwar für niemanden!

    Lebende religöse Verteter sind beleidigungsfähig wie jeder andere Mensch auch. Nicht mehr und nicht weniger. Doch wer sich durch bestimmte Darstellungen idealisierter Gestalten der Vergangenheit angegriffen fühlt, der hat ein massives Problem, das er nicht zu dem anderer machen sollte.

  101. Selbst Kapo Schulz entdeckt seine religiöse Dimension (wenn’s um den Islam geht):
    BRUSSELS, Sept 15 (KUNA) – European Parliament President Martin Schulz Saturday condemned the defamation of Islam linked with the release of an anti-Islam film in the US that has caused outrage in the Muslim world.

    „I strongly condemn the use of religion to incite hatred and violence. In the same manner, I strongly denounce any attempt to ridicule Islam,“ he said in a statemet.[sic]
    http://www.kuna.net.kw/ArticleDetails.aspx?id=2262642&language=en

  102. Dr.Kümel,da Sie mich direkt ansprechen, sollen Sie auch ihre Antwort bekommen:
    Unbeachtet der genaueren Prüfung , die „Listen“ der Alliierten zu nationalsozialistischen Schrifttum wurden nicht 1 zu 1 umgesetzt,das war von vielen Faktoren abhängig, nebenbei sei es gesagt, und Gottfried Benn hat man immer Lesen und Kaufen dürfen beispielsweise , hingegen alte Exemplare einer der SS-Zeitungen gewiss nicht (gedruckt wurden die ja eh nicht mehr) , Ihrer Behauptung (Nr.4 ist auch falsch) hat Ihr Beispiel insbesondere nichts mit der Gegenwart zu tun.

    Weder die Muslime allgemein around the world noch die Deutschen haben einen Krieg verloren und stehen unter Besatzungrecht.

    Hier wurde ,u.a. von Compact, anläßlich der Botschaftskrawalle und dreier Morde durch dortige Radaubrüder und den Pöbel dann mit Rücksischt auf die Befindlichkeit dieser Leute , ein Verbot eines Trash-Films (Filmschnipsels,gar nicht aufführungsfähig im Verleih.) gefordert und zu schärferen sog.Blasphemieverboten, zuvörderst zum Schutze des Christentums, aufgefordert.
    Blasphemieverbotsverschärfungen gefordert ,welche ganz ohne Filmchen und Krawalle anderswo übrigens einige deutsche und in Dtschld. arbeiten könnende schlechte oder mäßige Schriftsteller und schriftstellernde Philosophen schon vor Wochen forderten. Compact hat das nur aufgegriffen.

    Dies wurde hier in Compact gefordert,zur debatte gestellt, obschon es für den Fall der Fälle der Verletzung anderer Rechtsgüter in der Bundesrepublik einschränkende Mittel gibt,jenseits von Zensur und Verbot.

    In der Bundesrepublik wird nicht zensiert . Alles weiter zum Verfahren in der Filmangelegenheit -in der von Compact ein Verbot gefordert wurde- ist oben bereits aufgeführt.
    Zudem: es scheint gar keinen längeren Film zu geben , sondern nur einen 15 -Minuten -Clip, mithin öffentliche Aufführung (also in Kinos,über Verleih etc.) ohnedies nicht machbar wäre. Und eine Aufführung ,ein Zeigen des Filmschnipsels auf einer privaten Veranstaltung ist zulässig-egal wie blöd der Filmschnipsel ist und wie dämlich die Teilnehmer so einer Privatveranstaltung. Auch Dämliche mit schlechtem Geschmack haben das Recht sich privat wozu auch immer zu treffen und da anzuschauen was immer sie wollen. Nur Krawall öffentlich dafür oder dagegen und Verletzung anderer Rechtsgüter dürfen die alle nicht machen – und inhaltlich dabei nicht Rechtsgüterverletzungen ausbaldowern.

  103. „Verbieten sollte man diesen Hetzfilm, und nichts anderes ist er, vielleicht nicht. Das waere ein falsches Signal an die islamische Welt die denken koennte sie haetten uns mit Gewalt klein gekriegt. “

    Es geht nicht ums „Kleinkriegen“ , es ist nämlich der Westen, der in der Islamischen Welt alles kurz und klein bombt, und Deutschland, oder von mir aus die BRD, hat die Verbrechen USraels alle kritiklos mitgetragen, dann soll sie sich nicht wundern, wenn auch deutsche Botschaften attackiert werden, wie im an sich deutschfreundlichen Sudan.
    Man muss nicht nur solche Filme bzw. deren Vorführung verbieten, sondern ALLES, was den sozialen Frieden bedroht. Und diese Front hat nun mal leider nicht die islamische Welt eröffnet, sondern der Westen. Jetzt behauptet Obomba, er hätte nichts damit zu tun. Wenn das stimmt, dann soll er für die Bestrafung der Verursacher dieses Machwerks sorgen, sonst muss man das leider sehen als das, was es ist, nämlich bodenlose Heuchelei, nichts anderes ist man von ihm gewohnt. Jetzt legt auch noch dieses dreckige Satireblatt aus Frankreich nach. Da wollen ein paar Typen den totalen Kulturkrieg. Wir haben jetzt die Chance, daraus zu lernen – oder die Welt in den Abgrund zu reißen.

  104. „In der Bundesrepublik wird nicht zensiert “

    Gegenbeispiele:

    – Verbot von al-Manar, wegen eines einzigen Films, der den Zionisten nicht passt
    – Verbot der Diskussion über jüngere die deutsche Geschichte
    – (faktisches) verbot , Selbstverständlichkeiten auszusprechen, wie dass eine Familie auf der Ehe zwischen Mann und Frau beruht, wer was anders sagt, ist „homophob“
    -keine Grundsatzdiskussion über das Geldsystem

    Und das nennen Sie „keine Zensur“?
    – .

  105. @ Heider antwortete @ Dr. Gunther Kümel

    Hm, hm… ’n Haufen Holz. Wo fang ich an? Ich versuch’s mal zu verdichten:

    Daß der Mensch Jesus höchstwahrscheinlich von buddhistischen Meistern belehrt wurde, ist imho peripher. Zentral ist vielmehr, daß er als Christus gelehrt hat, wie wir den teuflischen Zirkel von Angriff und Verteidigung durchbrechen können.

    Sehen Sie, wenn ich Sie angreife, müssen Sie sich verteidigen und mich ihrerseits angreifen. Dagegen muß ich mich verteidigen, indem ich Sie meinerseits angreife. Und so immer fröhlich weiter, bis hin zum atomaren Wettrüsten bzw. Präventiv-Kriegen.

    Alle Abwehrmechanismen bewirken (!) das, was sie abwehren sollen!

    Das hat der Christus erkannt und gelehrt. Der Paulus hat’s wieder verdeckt und Freud hat es knapp 2.000 Jahre später wieder entdeckt. Ohne zu merken, daß dies genuin christliche Lehre ist.

    Und genau darum darum geht es. Nicht darum, das Judentum 2. Klasse für Goyim – das die paulinischen Kirchen daraus gemacht haben – zu einer Staatsreligion zu machen. Was es in der BRD de facto allerdings vielleicht sogar schon ist, wenn die Existenz Israels dort als die „deutsche Statsraison“ gehandelt wird.

    Das sind aber nur dumme Säkularisierungen und kulturindustrieller Kitsch im Unverstand. Es geht darum, die Angst aufzuheben und durch Liebe zu ersetzen. So, wie es uns der große Psychotherapeut lehrt. Der in Palästina die Menschen geheilt hat und das in der BRD auch kann, wenn wir ihn nur liessen.

  106. Also sie schmeißen ja hier auch mit Sachen um sich, mein lieber Herr Gesangsverein. Es ging zwar nicht an mich aber das kann ich nicht so stehen lassen.

    „Unbedingt erwähnt werden soll nur die Tatsache, dass Religionsunterricht ein ordentliches Lehrfach an staatlichen (öffentlichen) Schulen ist, in dessen Rahmen bevorzugt die christliche Lehre (und nicht etwa der Hinduismus oder die Anschauungen sog. Naturvölker) vermittelt wir“

    Weshalb sollte hier auch buddhistischer, hinduistischer oder unterricht über ethnische Naturreligionen erteilt werden? Erstens leben hier kaum solche Gemeinschaften und zweitens ist es kein Bestandteil der deutschen Kultur. Schon im Sinne des Kulturschutzes hat die einheimische Nationalkultur der jeweiligen Nation Vorrang, wenn sie sich dann weitergehend für andere Religionen interessieren stehen ihnen Büchereien, das Internet und ein nie zuvor da gewesenes Angebot an günstiger Lektüre zur Verfügung. Wollen sie an die Goethe Universitäten nun auch in Konfuzianische Akademien umbenennen? Anstatt Schiller, Goethe oder Theodor Storm an deutschen Schulen Bücher von Philosophen aus Indien lesen lassen? Sie nehmen das aber sehr eng mit dem Pluralismus, vergessen sie dabei nicht, was sie von anderen Kulturen erwarten, eine kulturelle Identität, sollten sie auch selbst zu geben bereit sein.

    „Die Sonderrechte garantieren ihnen unter anderem den christlichen Nachwuchs über die sog. Taufe, mit der Kleinkinder ungefragt nicht nur Christen sondern nach den Gesetzen des Staats zugleich auch Kirchenmitglieder werden“

    Im Judentum und Islam gilt man von Geburt an als Teil der Religionsgemeinschaft. Bei den meistens Naturvölkern wird man auch nicht vor die Wahl gestellt ob man zur Gemeinschaft gehören will oder nicht, wie es im Hinduismus ist weiß ich nun auch nicht, aber der macht da sicher auch keine Ausnahme. Christ wird man eben mit der Taufe, wollen sie das nun alles unter Strafe stellen? Atheisten zwingen ihrem Kind doch auch ihren Glauben an die Nichtexistenz Gottes auf, ich sehe das Problem dabei nicht, solange den Menschen in diesem Land sobald sie alt genug sind selbst zu entscheiden, diese Entscheidungen auch selbst überlassen wird.

    Denn einzigen Punkt in dem ich ihnen dabei Recht gebe ist die steuerliche Mitgliedschaft, da hat die deutsche Bischofskonferenz ja nun endgültig klargemacht, dass sie nicht zu einer Reform bereit ist. Leider. Das ist aber in vielen anderen katholischen Ländern nicht so.

    „Bis zu diesem Zeitpunkt sind ihnen durch Kindergärtner und Lehrer aber schon reichlich christliche Märchen beigebracht worden, sodass sie den christlichen Glauben und seine Institutionen zumindest als etwas ganz Normales ansehen.“

    Sie übertreiben maßlos und hauen hier ganz schön auf die Kacke. Aus dem Religionsunterricht kann jeder austreten, er ist keine Pflicht schon gar nicht für Konfessionslose. Außerdem besteht die Schule nicht nur aus Religionsunterricht. Sie tun ja so als würden die jungen Menschen hier von allem weltlichen, nichtchristlichen geradezu ferngehalten und in der Schule durch und durch christlich indoktriniert. So ein Schwachsinn. Falls sie es noch nicht bemerkt haben, das Christentum ist in Deutschland etwas ganz normales, es gibt kaum ein Dorf in dem keine Kirche steht.

    „Ihre vorstehend zitierte und wie untenstehend fortgesetzte Gegenrede, als Christ müsse man die Bibelgeschichten nicht zwangsläufig auch glauben, ist im Hinblick auf die christliche Praxis über viele Jahrhunderte bis in die Gegenwart eine wahre Ausrede!.“

    Die Exegese über die Bibel gilt selbst für die Vertreter der Amtskirchen nicht als starr und unveränderbar, schon gar nicht für Menschen die sich als Kirchenunabhängige Christen verstehen.

    „was es mit ihr wirklich auf sich hat (nur unbegründete Geschichten)“

    Das ist eine unbegründete Behauptung.

    „ohne dieses NT gäbe es keinen Glauben, der sich christlich nennt.„

    Ohne die biblischen Schriftzeugnisse könnte das Christentum dennoch existieren, wie auch das germanische Heidentum ohne schriftliche Zeugnisse existiert hat, durch mündliche Überlieferungen, aber warum sollte eine Religionsgemeinschaft deren Anhänger des Schreibens mächtig sind so verfahren? Das wäre ja Unsinn.

    „entlarven die Person Jesus als literarische Nachahmung des Buddha Tathâgata aus dem Lotus-Sûtra, dem Hauptwerk des Mahâyâna-Buddhismus – mithin ist die christliche Zentralfigur des NT ein Plagiat.“

    Jajajaja Jesus ist Buddha, Jesus war Moslem, Jesus war Schwul und Vegetarier. Jesus war Jude, Arier, Sonnengott und Verheiratet. Jesus war ein Fußfetischist, Taubenzüchter und Linkshänder. Revoluzzer, langhaariger Bombenleger, Nichtraucher und Atomkraftgegner. Hab ich noch was vergessen?

    „Was Sie vorführen ist endlich die Philosophie einer politisch herrschenden Klasse, die zu ihrer Legitimation den Rückgriff auf das Christentum notwendig hat, weil sie sonst überhaupt keine traditionellen Werte mehr repräsentiert ausser das Geld aus dem kapitalistischen Normalbetrieb“

    Wissen sie, wenn’s nicht das Christentum gewesen wäre, das anderen Völkern durch Kolonialmächte aufgezwungen wurde, dann wär’s der römische Polytheismus gewesen, die Stoa oder eine andere weltliche/philosophische/politische Ideologie. Wie z.b. auch der Atheismus in fundamentalistischen kommunistischen Ländern den Menschen aufgezwungen wurde, in dem man alles religiöse unterdrückte um ein Kollektiv zu schaffen.

    „Für ganz Hartnäckige: wieviel tausend christliche Elendsjahre braucht es noch um aufzuzeigen, dass es genau der christliche Weg war, der ins Jetzt und Heute geführt hat.“

    Sie meinen also wenn Deutschland alles, nur bloß nicht Christlich wäre, dann gäbe es auch nichts zu kritisieren in diesem Land? Welcher weg ist es denn wenn man mal fragen darf? Ich bin echt neugierig, das indische Kastensystem? Das tibetanische Feudalsystem unter den Lamas? Vllt. ein Kalifatstaat, oder sollen wir wieder einen Häuptling suchen, im Lendenschurz durch die Wälder jagen und abends schamanische Riten abhalten weil’s so schön ist? Ihre Schwarz-Weiß Malerei ist wirklich jenseits von Gut und Böse.

    Ich fürchte sie leiden ein wenig unter den nachwirken der jüngeren deutschen Geschichte und neigen zur Identitätsflucht, was sich darin äußert ihre eigenen Wurzeln extrem abzuwerten und andere Kulturen, fernöstliche und ethnische Religionen von Naturvölkern zu idealisieren. Aber vllt. Liegst ja auch daran das das Gras auf der anderen Wiese immer etwas Grüner ist.

  107. @“Fatima Özoguz“

    „…und Deutschland, oder von mir aus die BRD, hat die Verbrechen USraels alle kritiklos mitgetragen, dann soll sie sich nicht wundern, wenn auch deutsche Botschaften attackiert werden, wie im an sich deutschfreundlichen Sudan.“

    Und warum ausgerechnet anläßlich eines von einem ägyptischen Kopten produzierten Filmchens und nicht im Zusammenhang mit Beispielsweise dem Irak-Krieg infolge dessen die dortige islamische Reaktion wieder fröhliche Urständ feiert? Oder im Rahmen der westlich protegierten Umstürze in Nordafrika und Nahost, die jedes „friedliebende“, „unterdrückte“ und vor Lauter Weisheit förmlich zerberstende Fundamentalisten-Herz höher schlagen lassen?

    Da ich weder berechtigt bin, im Ursprungsland des Namens „Özoguz“ vollmundige Verbotsforderungen im eigenen Gruppeninteresse zu formulieren, noch eine zweite Heimat besitze, in die ich mich notfalls verpissen könnte, wäre ich doch recht dankbar, wenn wir diesen nur leidlich säkulären Feindstaat auf deutschem Boden nicht noch weiter obskurantistisch aushöhlen würden.

    Und noch mal ganz langsam zur Überforderung wahlweise des Verstandes oder des Charakters:

    Wir haben hier auf der einen Seite einen Film, der nur in Fragmenten bekannt ist oder einzig aus solchen besteht, in welchem ein seit fast 1400 Jahren toter Mensch, den heute noch Milliarden von unaufgeklärten (oder entsprechend unter Druck gesetzten) Zeitgenossen als „Propheten“ verehren, nicht allzu gut weg kommt. Auf der anderen Seite eine beträchtliche Teilmenge Letztegenannter, die sich anläßlich dieses Machwerks zum Morden und Brandschatzen berechtigt fühlt, und dabei ein Protest-Potential an den Tag legt, wie zu keinem je gegen sie geführten Krieg. Und über allem thront die Weltmacht USA, welche plötzlich, anders als bei Widerstand anläßlich ihrer Aggressionen, Anzeigen schaltet, Kreide frißt, Wangen und Arschbacken hinhält.

    Nicht „Mohammed“-Karrikaturen am Stiel (etc.) bedrohen den sozialen Frieden, sondern die, die angesichts ihrer die Messer zücken.

    WER ANDERES BEHAUPTET WILL BETRÜGEN UND FÜHRT DUNKLES IM SCHILDE!

  108. uneist: Bevor sie hier aufn putz hauen, lesen sie erstmal, was ICH zum Thema geschrieben habe. Dann können Sie sich dazu äußern. Fatima, die Sie angreifen, hat sich zu Libyen, Syrien etc. geäußert, bevor Sie hier wie Kasper aus der Kiste erschienen sind.Und übrigens: Fatima äußert sich unter Klarnamen, nicht wie Sie Held unter Pseudonym.

  109. @ Dave

    „Aus der Warte betrachtet schussfolgere ich, das Christentum in Deutschland nicht lediglich Privatsache, sondern eine der Pflichten des deutschen Staates ist.“

    Merken Sie was? Mit dem Zitat bekennen Sie sich zum Staatschristentum und stellen sogar noch eine klare Forderung an den deutschen Staat: >Erinnere dich, du bist ein traditionell christlicher Staat, also tu auch was dafür!<

    Mit dem Bekenntnis zum christlichen Staat (typischerweise geht es eben nicht allein um Religion, Glauben, persönliche Spiritualität – es geht, wie stets wenn Christen auftreten, um DAS GANZE!) bestätigen Sie auch, was ich bereits ganze Zeit in den Raum gestellt habe, als ich das Christentum sogleich als Staatschristentum benannt habe. – Und siehe da, es kam genau das erwartete Echo:
    Christen können ohne die Macht des Staates nicht auskommen, ihr Glaube, das Lehrgebäude, der gesamte öffentliche Kult funktioniert auf die Massen ausschliesslich über den Staatsapparat. Wenn heute Christen von Gott und Christus sprechen, dann meinen sie immer nicht nur sich – nein, sie sehen sich vor allem als Vertreter des einzig wahren Glaubens, als Missionare gegen alle Nichtchristen und als eine Art Wohltäter am gesamten Volk, das man bloss wieder auf den rechten Weg führen müsse. Die Bedingung dafür ist, dem Volk auf keinen Fall das christliche Element des Staates(!) wegzunehmen. Warum? Weil Christen dann tatsächlich nichts mehr zu melden haben. Es gäbe keine christlichen Staatsfeiertage mehr, die Pfaffen müssten nur mit den Mitgliedsbeiträgen der Gläubigen auskommen und auf staatliche Milliardenzahlungen auf Kosten des gesamten arbeitenden Volks verzichten, und ihr Gottglaube könnte einmal in echten Wettbewerb treten zu anderen Glaubensvorstellungen, Göttern oder zu Leuten und Ideen, die keinen Glauben brauchen. Spätestens dann würde sich erweisen, wie gross der Christengott wirklich ist. Es ist natürlich verständlich, dass Christen diese relative Einfluss- und Machtlosigkeit fürchten wie der angebliche Teufel vor dem Weihwasser schreckt.

    Danke sehr.

    Für Atheisten, Heiden u.a. Nichtgläubige im Sinne einer solchen Staatsdoktrin beinhaltet das oben Zitierte auch eine Drohung; sie sollten sie realisieren und sich gut merken. Sie sollen sich schon heute überlegen, wie sinnvoll politische Nebenkriegsschauplätze, die auf der Basis des erprobten spalterischen Rechts-Links-Schemas beruhen, noch sind. Es ist ja durchaus denkbar, dass die Herrschenden, also genau die Imperialisten und Zionisten, die dabei sind sich die ganze Welt zu unterwerfen, noch eine christliche Reconquista inszenieren, auch in Europa neue Religionskriege schüren und eines Tages wieder jeden Deutschen unter die Knute Jesus Christus zwingen könnten. Das Kapital ging geschichtlich mit Jesus Christus und der Kirche, es gibt überhaupt keine Anzeichen, dass sich daran was geändert hätte. Ein bischen Fussvolk ist, scheint's, ja schon wieder vorhanden, wo es neuerlich darum geht, den zweitausend Jahre alten Jesus wie das Karnickel aus dem Hut zu zaubern um den Leuten einzureden, die Bibel, die Pfaffen, Gottesdienste (man achte auf den Namen!) und der christliche Kult insgesamt seien unverzichtbare Kulturelemente.
    Denn darauf läuft es endlich hinaus: Es geht Christen nicht um die Anerkennung als sehr alte Religionsgemeinschaft, die sicher ihre Berechtigung hat und nicht wirklich verbietbar ist. Es geht ihnen um die geistige, politische und wirtschaftliche Macht über Alle – also ums Ganze. Und diese Macht können sie nur weiter ausüben, wenn alles so bleibt wie es immer war und sich garantiert nichts verändert. Dazu gehört allerdings die Institution der Kirche im Pakt mit dem Staat.

  110. Dave antwortete:
    Ich fürchte sie leiden ein wenig unter den nachwirken der jüngeren deutschen Geschichte und neigen zur Identitätsflucht, was sich darin äußert ihre eigenen Wurzeln extrem abzuwerten und andere Kulturen, fernöstliche und ethnische Religionen von Naturvölkern zu idealisieren. Aber vllt. Liegst ja auch daran das das Gras auf der anderen Wiese immer etwas Grüner ist.

    Nein, sondern imho an der politisch korrekten Negativ-Identität, wie sie in allen (!) Institutionen der sekundären Sozialisation der BRD gelehrt, suggeriert und subliminal induziert wird.

    Diese brd-deutsche Negativ-Identität besteht ihrem Wesen nach nämlich in der zwanghaften Ablehnung alles Deutschen. U.a. wegen dieses kaum noch vermittelbaren Widerspruchs werden auch so viele Deutsche psychisch krank.

    Der leichteste vermeintliche Ausweg aus dem Dilemma besteht dann darin, sich mit anderen Kulturen zu identifizieren. Was aber zumindest zu Intra- und Inter-Roll-Konflikten führen muß, in der Regel zu Identitätskrisen führt und nur im – Gott sei Dank noch – Grenzfall zu schizoiden Abspaltungen.

  111. @ Fatima

    Erst einmal danke für die Antwort.

    „Gleichzeitig gilt aber auch, dass eine gegen den Willen einer der beiden Partner geschlossene Ehe ungültig ist. “

    Naja, wir sprechen hier von Kindern. Ob die immer ihren originären Willen äußern können/wollen bei solchen Dingen??

    Mal anders gefragt: Ab welchem Lebensalter ist denn im Iran Sex mit Erwachsenen erlaubt bzw. wie sollte es Deiner Meinung nach geregelt sein?? Und wie ist das Mindestalter für Eheschließung im Iran derzeit?

  112. @ Heider: „Merken Sie was? Mit dem Zitat bekennen Sie sich zum Staatschristentum und stellen sogar noch eine klare Forderung an den deutschen Staat: >Erinnere dich, du bist ein traditionell christlicher Staat, also tu auch was dafür!“

    Ich habe das ganz bewusst am ende so provokativ auf die Spitze gebracht und ja, ich vertrete den Begriff Leitkultur. Aber über die Verflechtung von Staat und Kirche, Konkordat, Kirchensteuer u.a. lasse ich gerne mit mir reden. Ich bin zwar Katholisch aber sicherlich nicht so engstirnig wie sie glauben. Eine Theokratie würde ich ebenso bekämpfen und ein Blasphemieverbot findet auch nicht meine Unterstützung. Mir ging es darum zu verdeutlichen das Kultur und Christentum tatsächlich in enger Beziehung zueinander stehen, und ich finde es falsch aus einem Zeitgeist heraus da das Kind mit dem Bade auszuschütten indem man z.b. christliche Feiertage abschafft. Wieso sollten diese abgeschafft werden? Das wäre für mich eine Verarmung des kulturellen Lebens und Charakters in Deutschland. Denn diese Feiertage sind nicht bloß eine Frage des religiösen Bekenntnisses, es ist auch Tradition und Brauchtum, also auch Kultur, teils germanischer teils christliche Natur, verstehen sie das nicht?

    „Wenn heute Christen von Gott und Christus sprechen, dann meinen sie immer nicht nur sich – nein, sie sehen sich vor allem als Vertreter des einzig wahren Glaubens, als Missionare gegen alle Nichtchristen und als eine Art Wohltäter am gesamten Volk, das man bloss wieder auf den rechten Weg führen müsse.“

    Ich kenne auch solche Christen wie sie meinen, ich mag diese „Wohltäter“ auch nicht. Es gibt leider immer Menschen die es nötig haben sich selbst über andere zu erheben, seis aus Selbstverliebtheit oder Minderwertigkeitskomplexen, zugegebenermaßen bedienen religiöse Schriften dieses teils mehr teils weniger, was ich für unselig halte. Den Absolutismusanspruch z.b. lehne ich strikt, die wertende Zweiteilung der Menschen in Gläubige und Ungläubige finde ich auch verfehlt. In unserer Gemeinde sind aber viele ganz umgängliche Menschen, da werden sie nicht als Ungläubiger beschimpft weil sie Atheist sind oder so was.

    „Sie sollen sich schon heute überlegen, wie sinnvoll politische Nebenkriegsschauplätze, die auf der Basis des erprobten spalterischen Rechts-Links-Schemas beruhen, noch sind. Es ist ja durchaus denkbar, dass die Herrschenden, also genau die Imperialisten und Zionisten, die dabei sind sich die ganze Welt zu unterwerfen, noch eine christliche Reconquista inszenieren, auch in Europa neue Religionskriege schüren und eines Tages wieder jeden Deutschen unter die Knute Jesus Christus zwingen könnten.“

    Sie klammern sich bei ihren verzweifelten Versuch das Christentum zu diskreditieren immer wieder an Symptome. Sagen sie mir: Wozu bedarf es denn einer christlichen Reqonquista um die von ihnen genannten Prozesse einzuleiten? Wozu brauch es noch einen Kreuzzug? Der fdgo-zug hat sich doch wunderbar etabliert, ist auch eher was für Atheisten und Demokraten, Humanisten und Menschenrechtler. Sehen sie die Grünen und Neulinken doch mal an, die brauchen kein Christentum um Imperialismus und Angriffskriege zu legitimieren. Nur weil ich Demokrat bin heißt das nicht das ich diesem Demokratiezug beipflichte, ebenso wenig muss ich als Katholik einen Glaubenskrieg unterstützen. Ich würd mir jedenfalls weder von einem grünen Kanzler noch vom Papst selbst eintrichtern lassen Angriffskriege zu unterstützen.

    „Weil Christen dann tatsächlich nichts mehr zu melden haben. Es gäbe keine christlichen Staatsfeiertage mehr“

    „um den Leuten einzureden, die Bibel, die Pfaffen, Gottesdienste (man achte auf den Namen!) und der christliche Kult insgesamt seien unverzichtbare Kulturelemente.“

    Ich habe auch nicht behauptet das Christentum ist unverzichtbar, aber ich sehe auch keinen Grund hier alles gewachsene Einheimische niederzuwalzen um es dann mit anderen Elementen wieder „künstlich“ aufzubauen. Da bin ich noch ganz traditionell aufgewachsen, und ich würde es missen wenn ich diese Traditionen nicht hätte erleben können. Leider vollzieht sich selbst hier in der Provinz eine zunehmende Verarmung des Brauchtums und des Gemeinschaftswesens. Was Jahrhunderte bestand gehabt hat, teil des gesellschaftlichen Lebens war, in ein-zwei Generationen hinweggefegt. Weil es offenbar zunehmend opportun wird die deutsche Kultur ganz und gar an ihren Wurzeln zu packen und herauszureißen. Nein das kann ich nicht gutheißen, da sind sie meiner Meinung nach ebenso Dogmatisch und Autoritär wie sie es anderen Vorwerfen

    „Es geht ihnen um die geistige, politische und wirtschaftliche Macht über Alle – also ums Ganze. Und diese Macht können sie nur weiter ausüben, wenn alles so bleibt wie es immer war und sich garantiert nichts verändert.“

    Was kommt als nächstes von ihnen? Die deutschen werden von klein auf mit der Deutschen Sprache indoktriniert, weil sie in den Deutschunterricht müssen? Eine ernstzunehmende Belästigung durchs institutionelle Christentum gegen Nichtchristen findet meiner Meinung nach nicht statt in Deutschland. Sie regen sich auf als lebten sie in der Gesellschaft des 16ten Jahrhunderts, offenbar sind ihnen die Gegebenheiten hierzulande einfach zu selbstverständlich. Weshalb sie sooo Besessen daher reden geht mir echt nicht in den Kopf.

    Niemand hindert sie daran in ihrem Garten einen Harg zu errichten und ein Blot abzuhalten, mit ner Trommel durch den Wald zu spazieren und Harre Krishna zu singen, Radikal-Antitheistische Parolen zu verbreiten oder einen Mundschutz zu tragen und mit nem Besen vor sich herzufegen um keine Insekten zu töten. Nur mit nem unbedeckten Zipfel herumzustolzieren, da hört der Spaß dann in Deutschland auf, da kommen sie dann unter Umständen in Behandlung oder bekommen ne Strafanzeige wegen Exhibitionismus oder so was. Also machen sie mal halblang und bemühen sie sich um einen sachlichen Diskurs.

    Joachim Bullinger: Negativ Identität habe ich auch noch nicht gehört, triff aber den Nagel auf den Kopf.

  113. @ Dave

    Nun, die Einführung des Christentums erfolgte in Mittel- und Nordeuropa durchaus nicht „on the way of friendly persuasion“, „auf dem Wege freundlicher Überredung“.
    Sondern ein christlicher Herrscher beschloß, es sei eine gute Idee, sein Reich auszuweiten. Also schickte er sein Heer zum Nachbarn, brannte die Dörfer nieder, raubte was er meinte, brauchen zu können, verkaufte die, die er nicht über die Klinge springen ließ, als Sklaven in den Orient. Dann setzte er Fronvögte ein, die er Bischöfe nannte.

    Als der Merowinger Chlodvik, immerhin König des mächtigen Frankenreiches sich taufen ließ, sprach der Bischof: „Verbrenne, was du angebetet hast, bete an, was du verbrannt hast!“ Anders konnte sich damals keiner eine Konversion vorstellen, noch nicht einmal bei einer politisch derart bedeutsamen Konversion wie bei Chlodwig.

    Wer jenseits der Grenzen des „christlichen Reiches“ lebte, war vogelfrei.
    Er konnte jederzeit versklavt werden. Einer These zufolge wurden einfach alle Menschen jenseits der Grenze als „Sklaven“ benannt, als wäre das ihr Vokstum: „die Stämme der Sklaven“. Später (erst um 1500) sei dieser Terminus in seiner Bedeutung verblaßt und schamhaft in „Slawen“ transskribiert worden.

    Erst die Verarbeitung dieses Chriistentums, das eroberte, tötete, versklavte, durch die Mitteleuropäer hat aus dieser Kriegsdoktrin den Kern der Transzendenzphilosophie herausgeschält, der in ihm steckt, bzw., sie haben ihn hineingesteckt.

    Der Ursprung war völlig verschieden vom Ergebnis.

  114. @ Asmus: „… nicht durchgeführt“ ??

    Aha, die lieben Alliierten haben nur so getan, in Wirklichkeit waren sie höchst zivilisierte Leute.

    Ein Geistesbruder von Ihnen hat mir mal allen Ernstes versichert, die Angloamerikaner hätten „Kunstoffiziere“ gehabt, die ihnen bei den Bombenteppichen über Europas Wohngebieten Ratschläge gegeben hätten, welche Inseln im Bombenteppich ausgespart werden sollten, weil dort Kirchen oder Museen standen! (Dann hätten siich die alliierten Strategen bei ihren Feuerstürmen also AUSSCHLIESSLICH auf Wohnstätten von Zivilisten konzentriert?)

    Ihrer apologetischen Weltsicht zufolge hätten die Westalliierten zwar Gefangene ermordet, die Stadtbevölkerung ausgehungert und frieren lassen, bis Millionen verreckt waren, sie hätten Hilfsgüter des RK nicht angenommen und Produktionsverbote, Lebensmitteleinfuhrverbote verhängt, ganze Fabriken noch bis 1951 in die Luft gejagt, um die Deutschen zu schädigen und Hunderttausende zur Zwangsarbeit verschleppt.

    Aber in Wahrheit waren sie so human, ihre eigenen Zensurvorschriften gar nicht wirklich durchzuführen.

    Kriegen Sie nicht einen veritablen Knopf in Ihre Gehirnwindungen, wenn Sie derart verquere Gedanken denken?

  115. WOHER KOMMT DER HASS-FILM?

    In vielen Beiträgen wurde erörtert, was denn nun mit diesem Film geschehen müsse oder dürfe.

    Wir sollten uns auch fragen, wozu er denn eigentlich gemacht wurde, wem er nützen soll und was damit bezweckt wird. Was kommt sonst noch aus der gleichen Ecke?

    Also, zunächst führt dieser „Prediger“ auch Aktionen öffentlicher Koranvebrennungen durch, um zu beweisen, daß es ihm um Aufstachelung zu Chaos und Krieg geht, nicht etwa um „Meinung“, „Kritik“, „Aufklärung“ oder sogar um „Kunst“. Nebenbei ist interessant, daß die Organisationen der „Neuen Rechten“ (Rhous von „PRO“) die Verbrennungsaktion abstreiten. Ich erinnere daran, daß „PRO“ die sog. „Jerusalemer Erklärung“ unterschrieben hat!

    Dieser Prediger ist als Extremist der „Neuen Rechten“ anzusehen, ganz wie der Mörder BREIVIK:

    1. zum Schein christenfreundlich, bzw. „heimattreu“
    2. massiv islamfeindlich
    3. prozionistisch

    Durch die islamfeindlichen Aktionen soll zugunsten Israels der Haß auf die muslimischen Migranten in Europa geweckt und geschürt werden. Denn es war natürlich abzusehen, daß Koranverbrennung und Schmähung von Mohammed zu gewalttätigen Protesten führen werden: das war gerade der Zweck der ganzen Aktion.

  116. „Greift in euer eignes Gut – ihr tragt doch alle Wahrheit wesenhaft in euch.“ Meister Eckart, Predigt 6

    @Dave @Heider
    Ich empfehle Ihnen beiden das hervorragende Werk
    „Europas eigene Religion – die Überwindung der religiösen Krise“ von der Religionswissemschaftlerin Dr. Phil. Sigrid Hunke. In ihrem Werk hebt die Verfasserin „Schätze europäischer Geistlichkeit ans Licht, die mit jahrhundertelangem Schweigen bedeckt waren und macht den kaum erforschten Strom ur-europäischer Religion“ auch bei christlichen Theologen und christlichen Ketzern sichtbar.
    Vielleicht kommt ihr Euch danach in Eurer Ansichten wieder näher 🙂

  117. Dr. Gunther Kümel antwortete:

    WOHER KOMMT DER HASS-FILM?

    Vermutlich aus der Zeitnot, die aus der Erkenntnis folgt, daß es ihnen gelingen muß (!) den 3. Teil des großen Krieges zu initiieren, bevor (!) ihnen 9/11 um die Ohren fliegt.

    Denn das dürfte dann das Ende für die Ostküste und Groß-Israel bedeuten.

  118. @ Dr. Kümel
    Ich habe große Zweifel daran, dass eine wechselnde Religion plötzlich die
    Fähigkeiten der Menschen sprunghaft perfektionieren kann. Gestern Heide und unfähig zu höheren Leistungen und heute Christ und eine Genie?
    Das Können der Menschen entwickelte sich jahrhundertelang Stück für Stück weiter.
    Von dem heidnischen Tempel in Uppsala wurde berichtet: „Er bestand aus einem völlig vergoldeten Gebäude und in diesem thronten Abbildungen der heidnischen Götter.“
    Die polytheistische Antike schaffte schon die Grundlagen der späteren Bauhütten.
    Auch im alten „heidnischen“ Ägypten lag das Bauwesen schon in den Händen der Priesterkasten. In Indien ebenfalls. Auch die Bildhauerei und Malerei ist keine Erfindung der Christen. Die feine Holzbildhauerei mit den verschlungenen Tierornamenten der Kelten und Germanen, die sich später in den romaischen Kirchen wiederfindet, die hochentwickelte Schmiedekunst der Bronzezeit, die keltische Zirkelornamentik, die Steinfiguren, Felsbilder, Götterfiguren (Fürst von Glauberg) sind bereits bei uns zuhause, eh ein christlicher Fuß den europäischen Boden betreten hat.
    Dramatische Kultspiele gibt es ebenso seit der Antike und viele Überlieferungen z.B. um Thidek von Bern weisen auf ähnliche Kultspiele
    mit heidnischen Wurzeln bei uns hin. (Drachenkampf unter der Linde mit Junfraubenfreiung) oder die brauchtümlichen Kultspiele um die Weihnachtszeit bei denen im Zuge eines Schwerttanzes der Winter (Jüngling mit Tannenkranz oder Mistelzeig) von einem Jüngling, der blühende Zweige trägt, erschlagen wird, oder die Kultsspiele bei denen Jungburschen mit geschwärzten Gesichtern in die Stuben kommen, das weiße Ross Odins nachspielen, einen grünen Meyen (Tannenbaum) hereintragen und ebenfalls den Tod des Winters dramatisch darstellen,
    während drei weiße Frauen um eine Wiege (das neue Jahr?die neue Sonne? tanzen.) Leider sind seit dem Ende des letzten Krieges viele dieser Bräche verloren gegangen und aus der Erinnerung unseres Volkes getilgt worden.
    Das milde Klima, dass im Mittelalter in Mittel- und Nordeuropa zu einer besseren Ernährung und Wohlstand führte, hat die kulturelle Blüte überhaupt erst möglich gemacht. Der harte Überlebenskampf in dem rauhen Klima davor hatte diese Entwicklung im nördlichen Europa nach Ende der ebenfalls milden Hochblüte der Bronzezeit sehr beschränkt. Die Zeit für das kulturelle Aufblühen war ab 800 einfach reif. Ich bin mir sicher, daß eine ähnliche Blüte auch in einem heidnischen Europa möglich gewesen wäre.

  119. @Jürgen Elsässer

    „Bevor sie hier aufn putz hauen, lesen sie erstmal, was ICH zum Thema geschrieben habe.“

    Ich frage mich gerade, wie ich es ohne hätte schaffen sollen, in meinem ersten hiesigen Kommentar sogar noch Bezug darauf zu nehmen.

    „Fatima, die Sie angreifen, hat sich zu Libyen, Syrien etc. geäußert, bevor Sie hier wie Kasper aus der Kiste erschienen sind.“

    Mag ja sein, aber was Frau Özoguz davon hält, ist hier nicht primär das Problem, sondern die Diskrepanz zwischen dem von ihr gehegten verständnis für die berichteten Vorgänge anläßlich des Kopten-Streifens und unzähligen anderen westimperialistischen Gelegenheiten, mit welchen sie das Theater zwar rechtfertigt, die in der muslimischen Welt jedoch komischerweise weit weniger Wellen schlagen. Und so weit ich mich erinnern kann, habe ich dies auch genau so dargelegt.

    „Und übrigens: Fatima äußert sich unter Klarnamen, nicht wie Sie Held unter Pseudonym.“

    Das wiegt den Inhalt leider auch nicht mehr auf. Aber keine Sorge, ich gehöre keiner Organisation oder Glaubensgemeinschaft an, weswegen von meiner Seite nur säbelfreie Argumente zu befürchten sind.

    Doch wenn’s hilft, kann sich „Kaschberle“ ja via E-Mail bei ihnen nominal ins Recht setzen…

  120. Wildvögelein antwortete:

    “Greift in euer eignes Gut – ihr tragt doch alle Wahrheit wesenhaft in euch.” Meister Eckart, Predigt 6

    Betet dann, doch betet nur
    Zu euch selbst, und ihr beschwört
    Aus der eigenen Natur
    Einen Geist, der euch erhört.

    Leben heißt, tief einsam sein;
    In die spröde Knospe drängt
    Sich kein Tropfe Taus hinein,
    Eh‘ sie inn’re Glut zersprengt.

    Aus „An die Jünglinge“ von Friedrich Hebbel

    „Leben heißt, tief einsam sein“, denn erst im allein-sein stellt sich das all-eins-ein, das mit allem eins sein.

    Paradoxal halt, wie alles, in dieser verkehrten Welt, die man bloß nicht so ernst und wichtig nehmen sollte. Sie ist nur ein Spiel, kein Gefängnis. Und man darf auch ruhig darüber lachen…

  121. @ Dave September 20, 2012 at 11:49
    „Ich vergebe ihnen ihre einseitige Sichtweise da sie offenbar einfach so sozialisiert wurden und garnicht wirklich wissen wovon sie reden.“

    Ihre -christliche- Vergebung ist nicht nötig und auch nicht erwünscht, denn Sie sind weder mein Vater, Lehrer, noch habe ich hier einen Fehler begangen, den Sie zu „vergeben“ hätten.
    Von meiner „Sozialisation“ wissen Sie gar nichts. Was an der Verwendung des Begriffs im Zusammenhang falsch ist, können Sie hier nachlesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialisation
    Somit ist die „Frage“ wer nicht weiss wovon er redet anders beantwortet als Sie dachten.
    Es wäre freilich gut, wenn wir Persönliches lassen könnten, da es in der Regel gar nichts mit unserer kl. Debatte zu tun haben kann.
    Dass Religions- und Kirchenkritikern vorgehalten wird, sie wüssten nicht, wovon sie da schreiben und reden, ist zudem die gängige Masche von Christen in der geistigen Auseinandersetzung.

    „Es ist eine falsche Behauptung, ganz europa wäre zwangschristianisiert worden. Viele Menschen, ganze Völker sind freiwillig zum Christentum übergetreten.“

    In der weiteren Ausführung dazu schreiben Sie selbst, dass Übertritte zum Christglauben zunächst von den germanischen Königen u. Fürsten ausgingen, die sich davon, d.h. aus dem Zusammengehen mit den damals führenden Römischen Reich u. seiner neuen Staatskirche (genauer: zwei Reiche u. später zwei grosse christliche Kirchen – Rom und Byzanz), eine Mehrung ihrer politischen Macht versprachen. Die Untertanen hatten selbstverständlich zu folgen, was sie allerdings nicht mit Masse regelmässig auch taten, und was in den betroffenen Völkern (Stämmen) zu inneren Auseinandersetzungen bis in die Königshöfe hinein führte. Dies ist schon von dem ersten grossen germanischen Volk überliefert, das im Raum Donau-Karpaten ab 300 n.d.Zw. unter den christlichen Einfluss geriet – die Westgoten. Hans Prutz, Geschichte der Völkerwanderung, Melchior Verlag, Reprint der Erstausgabe von 1920:
    „Damals zuerst kamen sie in engere und dauernde Berührung mit dem Römertum. Dort aber hatte nach langen leidenschaftlichen und wechselvollen Kämpfen erst unlängst das orthodoxe Christentum , wie es zu Nicäa konstituiert war, wenigstens äußerlich den Sieg davongetragen, sah ihn sich aber von der anderen Seite noch mit wachsender Erbiterung bestritten. Der Eintritt in diese Atmosphäre leidenschaftlichen konfessionellen Kampfes, in dem Millionen sich um die streitige Deutung von Buchstaben u. wüstem Fanaismus erhitzten, wurde für die ferneren Schicksale der reichbegabten Westgoten entscheidend.
    Niemals sonst ist ein Volk so ganz in dogmatische Streitigkeiten aufgegangen wie damals die Bewohner des hellenistisch kultivierten Teil des Römischen Reiches.“ (S. 204/205)

    Schon aus den wenigen Zeilen beginnt man zu ahnen, dass die christliche Botschaft nie mit einer Friedenstaube eingeflogen kam und für die betroffenen Völker den Beginn eines jahrhundertelangen Kulturkampfes mit sich brachte. Auch an den Beispielen anderer germanischer Völker, Franken und Friesen, wird schnell klar, was die Einführung des neuen Glaubens, der die alte Sittenordnung buchstäblich auf den Kopf stellte, wirklich mit sich brachte – Mord und Totschlag:
    Chlodwig der germanische Konstantin
    http://www.verbrechenderkirche.de/chlodwig-der-germanische-konstantin
    Die Geschichte der Friesen, in zwei Teilen
    http://www.boudicca.de/frisian-d.htm

    „Die Zwangschristianisierung (…) hatte aber nicht in erster Linie religiöse Gründe, sondern Polititische, daher ist schon dieser Begriff sehr irreführend. Diese Tatsache sollte man nicht unterschlagen und damit unsachlich das Christentum an sich für Dinge diskreditieren, die eigentlich nichts oder nur kaum mit der Religion selbst zutun haben. Religion und Politik war damals eng verbandet, daher war eine Konvertierung zum Christentum der heidnischer Könige und Fürsten als Stellvertreter ihr Volkes gleichbedeutend mit der politischen Einverleibung durch den jeweiligen Machtblock, im Falle Karls des Großen/Sachsenkriege z.b. mit Unterwerfung und Eingliederung der Sachsen ins fränkische Reich. DAGEGEN haben sich unabhängige Völker (natürlich) gewehrt, das Christentum spielte dabei aber nicht die wesentliche Rolle.“

    Ihre Ausführungen widersprechen sich selbst und bedürfen kaum einer Erwiderung. Für die Missionierung der sog. Heiden (Ungläubigen) bei Unterwerfung war natürlich der Christglaube ursächlich und nicht irgendwelche undefinierten Machtgelüste weltlicher Herrscher. Der Einfall des berüchtigten Blutkönigs Karl (christlich „der Grosse“ genannt) in das heidnische Sachsenland geschah ausdrücklich im Namen Christi, und die Sachsen wehrten sich gerade deswegen so erbittert, weil ihnen nicht allein ein fremder Herrscher, sondern vor allem ein neuer Glaube aufgezwungen werden sollte. Der neue Glaube bedeutete aber nicht den einfachen Austausch von Göttern sondern den Kulturbruch schlechthin.

    „Nach 1200 Jahren Christentum im ganzen deutschen Raum, gehört es als fester Bestandteil zur deutschen Nationalkultur.“

    Für Sie endet der -später so genannte- deutsche Raum an der Elbe-Saale-Linie, also ungefähr an der ehemaligen innerdeutschen Zonengrenze?
    Denn weiter ostwärts als bis etwa zu dieser Linie reichte auch die Macht Karls I. um 800 nicht. Ostwärts der Elbe-Saale-Linie siedelten die heidnisch gebliebenen Brüder und Schwestern der späteren Deutschen. Von einer falschen christlichen Geschichtsdarstellung werden sie bis heute „Slawen“ genannt, obschon es ein Urvolk der Slawen, von dem diese Bewohner des späteren Mittel- und Ostdeutschlands abgestammt haben müssten, nie gegeben hat. Die sog. deutsche Ostkolonisation unter den Nachfolgern Karls nach der Reichstrennung, den ersten deutschen Königen, war wesentlich ein Kampf der germanischstämmigen christlichen Deutschen gegen germanischstämmige ungläubige Völker zwischen Elbe-Saale und Weichsel, er dauerte Jahrhunderte lang und endete mit der Vernichtung der originären Kulturen in diesem Raum. Das letzte Kapitel des Feldzugs im Namen des Herrn war der Kampf des Deutschen Ritterordens im Bündnis mit dem neuen Staat Polen gegen die heidnischen Pruzzen im Raum des späteren West- und Ospreussen. Er endete vollständig erst gegen 1400, nachdem die Pruzzen militärisch geschlagen und ihre Kultur tatsächlich vernichtet war; die ethnischen Reste gingen im Deutschtum auf. Das Ganze ist rund 600-700 Jahre her und nicht „1200 Jahre“.
    Michael Pflanz, Kritik der Slawenhypothese
    http://www.weltnetzzeitschrift-der-lotse.de/slawen.htm

    „Es (das Christentum, Anm.) ist nämlich ein wesentlicher Kulturträger, das z.b. auch einige vorchristliche Bräuche und Sitten konserviert/überliefert hat, indem es in einem gewissen Maß von einer Glokalisierung ergriffen wurde.“

    Das Christentum hat alle vorchristlichen Bräuche und Sitten angegriffen und sie dort wo es das konnte verboten und unterdrückt, namentlich die heidnischen Kulte. Die Reste heidnisch-germanischen Brauchtums finden wir noch in Grimms Märchen. Wo es gelang alte Bräuche zu erhalten ist dies der bäuerlichen Kultur der Deutschen bis zum 19. Jahrhundert (auch sie ist nunmehr untergegangen) zu verdanken, die gegen die christliche Nivellierung hartnäckig Widerstand leistete und die Kirche zu Einlenken und Kompromiss zwang. Es machen sich heute die Wenigsten klar, dass Deutschland noch um 1800 ein Agrarland war und 90% der Deutschen Bauern waren oder sonstwie von der Landwirtschaft lebten. Aus diesem Grunde musste die Kirche sich bspw. was einfallen lassen, um die althergebrachten heidnischen Feste an Rauhnächten oder zur Frühlingstagundnachtgleiche mit eigenen Inhalten zu füllen. Heraus kam das seltsame Christfest und das Osterfest, das das germanische Frühlingsfest praktisch ersetzte. Ein Relikt des letzteren sind etwa die bekannten „Ostereier“, mit denen man auch heute noch die Zweige von grünenden Bäumen schmückt. Die germanische Sittenordnung überlebte am Besten mit den traditionellen Familienbanden, gegen die auch die Kirche schliesslich nichts ausrichten konnte, wenn sie nicht die gesamte gesellschaftliche Ordnung umstürzen wollte. Die noch heute offenkundige Sexualfeindlichkeit der Katholischen Kirche sowie das Zölibat, die Möncherei und Nonnerei sind Ausdrücke ihrer zutiefst lebensfeindlichen Einstellung aus einem Dogmatismus, der am liebsten jeden Gläubigen zum nur betenden, dauerphantasierenden Gottesdiener machen würde, und der normale Lebensformen als Mangel an Aufmerksamkeit und Liebe gegenüber dem Gott ansieht.

    @ Joachim Bullinger
    „Daß der Mensch Jesus höchstwahrscheinlich von buddhistischen Meistern belehrt wurde, ist imho peripher. Zentral ist vielmehr, daß er als Christus gelehrt hat, wie wir den teuflischen Zirkel von Angriff und Verteidigung durchbrechen können.“

    Sehen Sie mal. Sie bestätigen gerade meine These, wonach die Christlehre auf die Geschichtlichkeit Jesus‘, d.h. auf seine tatsächliche Existenz abstellt! Den Nachweis dazu können die Christdogmatiker aber nicht bringen. Und deshalb kann seine Lebensgeschichte mindestens als Märchen, in ihrer realpolitischen Bedeutung aber sogar als Geschichtslüge bezeichnet werden.
    Von einer offensichtlichen Unwahrheit wird man vernünftigerweise keinen Anspruch ableiten dürfen, dass die spirituelle Botschaft Jesus‘ unbedingt Gefolgschaft verdient.
    Aber genau das erwartet das real existierende Staatschristentum von ALLEN Staatsbürgern.

    „Sehen Sie, wenn ich Sie angreife, müssen Sie sich verteidigen und mich ihrerseits angreifen …

    Alle Abwehrmechanismen bewirken (!) das, was sie abwehren sollen!

    Das hat der Christus erkannt und gelehrt. Der Paulus hat’s wieder verdeckt und Freud hat es knapp 2.000 Jahre später wieder entdeckt. Ohne zu merken, daß dies genuin christliche Lehre ist.“

    Lieber Bullinger, das alles können die weltweit 1,9 Mrd. Christen (Wikipedia) gern unter sich klären, genauso wie sie sich seit rd. 1700 Jahren in dogmatische Grabenkämpfe ergingen. Atheisten, Heiden u.a. nicht-gläubige Deutsche haben keinen Grund sich daran zu beteiligen, da derlei Botschaften aus 1001 Nacht für sie keinerlei spirituelle Bedeutung und praktische Konsequenz im Leben haben.

    „Es geht darum, die Angst aufzuheben und durch Liebe zu ersetzen.“

    Angst und Liebe sind genau die Komponenten, mit denen die biblische Gottesbotschaft arbeitet. Wer dem Gott auf’s Wort folgt, darf seiner Liebe sicher sein. Wer das nicht tut muss ihn fürchten, denn Gott kann und darf strafen. Da Gläubige nie ganz sicher sein können, ob sie immer alles richtig machen, leben sie in beständiger Furcht. Das ist grundsätzlich die Situation zwischen Oben und Unten, HERR und KNECHT, befehlen und gehorchen. Der normale menschliche Ausweg für beide Seiten ist die Vergebung der sog. Sünden und endlich die „Erlösung“ durch die eine Seite (vertreten durch die Kirche) sowie die permanente Verstellung und Heuchelei auf der anderen Seite. Von diesem Prinzip unterscheidet sich heidnische Religiosität aber grundlegend – nur zur Illustration:
    Harry Radegeis – Heiden in heutiger Zeit
    http://www.efodon.de/html/archiv/sonstiges/radegeis/heiden.htm

  122. @ Dave September 21, 2012 at 22:35
    „Im Judentum und Islam gilt man von Geburt an als Teil der Religionsgemeinschaft. Bei den meistens Naturvölkern wird man auch nicht vor die Wahl gestellt ob man zur Gemeinschaft gehören will oder nicht, wie es im Hinduismus ist weiß ich nun auch nicht, aber der macht da sicher auch keine Ausnahme. Christ wird man eben mit der Taufe, wollen sie das nun alles unter Strafe stellen?“

    Der Unterschied ist der, dass die jüdische Volksreligion ein originärer Bestandteil des sog. Judentums ist und die Glaubensvorstellungen div. Naturvölker Teil ihres ursprünglichen Erbes sind. Das Christentum in Europa ist hingegen eine Erobererreligion an der Staatsmacht, die die alten Kulturen weitgehend vernichtet hat so, wie die christlichen Missionare auch heute noch ausziehen, um die letzten freien Völker und Stämme des Erdballs mit ihrem Jesus zu beglücken und sie kulturell auf das einheitliche Niveau aller Christen zu bringen. Der Unterschied auch des Hinduismus ist der, dass seine Richtungen (es gibt deren viele) nicht missionieren, Hindu kann i.d.R. nur sein, wessen Vater Inder war.
    Von „Strafe“ (für Christen) habe ich überhaupt nicht geschrieben! Meine Darstellung bezog sich auf die ungefragte, von mir Zwangstaufe genannte, Mitgliedschaft von Kleinkindern u. religionsunmündigen Kindern in Kirchen.
    Im übrigen sollten wir nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Wir reden hier nicht von China, Indien, Israel, Japan und Amazonasgebieten sondern von Europa, in dem es einmal das Zeitalter der Aufklärung und der Franz. Revolution gegeben hat, und die sicher geistige Ergebnisse mit sich gebracht haben. Ein wichtiges Ergebnis war, um es mal vulgär zu sagen, dass man eben ncht einfach in eine „christliche Gemeinschaft“ hineingeboren wird, sondern dass man selbst bestimmen kann, ob man sich einem Gott und dessen Kult unterwerfen will oder nicht.

    „Atheisten zwingen ihrem Kind doch auch ihren Glauben an die Nichtexistenz Gottes auf, ich sehe das Problem dabei nicht, solange den Menschen in diesem Land sobald sie alt genug sind selbst zu entscheiden, diese Entscheidungen auch selbst überlassen wird.“

    Ich kenne keine Atheisten, die ihren Kindern was aufzwingen und hoffe, dass es davon nicht viele gibt.
    Zweitens geben Sie gerade selbst zu, dass man sich selbstverständlich keinem religiösen Kultus anschliessen muss, wenn man dies gar nicht wünscht.
    Die Frage bleibt, warum man einen religiösen Kult akzeptieren u. wirtschaftlich sogar unterstützen muss, ob man es will oder nicht. Hiervon sind alle (!) Deutschen betroffen:
    Bevorzugung der Grossekte Christentum durch den Staat
    http://www.gavagai.de/re/HHD2003.htm

    „Falls sie es noch nicht bemerkt haben, das Christentum ist in Deutschland etwas ganz normales, es gibt kaum ein Dorf in dem keine Kirche steht.“

    Na, dann fahren Sie mal nach Mitteldeutschland… Die Bewohner der ehem. DDR kamen in 40 Jahren übrigens bestens ohne religiösen Einfluss auf Staat und Gesellschaft aus, und allein am Beispiel dieses Staates ist die behauptete Unverzichtbarkeit einer angeblich christlichen Kultur unmittelbar widerlegt worden.
    In allen übrigen Teilen der BRD werden Sie vor allem leere Kirchen vorfinden. In Orten von 3000 Einw. predigen die Pfaffen vor 3o regelmässigen Besuchern, die meisten davon Frauen jenseits von 65 Jahren.

    „Die Exegese über die Bibel gilt selbst für die Vertreter der Amtskirchen nicht als starr und unveränderbar, schon gar nicht für Menschen die sich als Kirchenunabhängige Christen verstehen.“

    Es bleibt festzuhalten, dass auch „kirchenunabhängige Christen“ ohne das Machwerk der Katholischen Kirche nicht existieren können.

    Die Zentralfigur des “Neuen Testament” ist Jesus, sein Leben und seine Botschaft bestimmen das NT, es kann OHNE IHN nicht auskommen.
    Die historische Existenz Jesus’ ist allerdings nicht belegt. Aber mit der Frage nach der geschichtlichen Person steht und fällt die gesamte christliche Lehre.
    Die historische Glaubwürdigkeit der im NT dargestellten Ereignisse muss gefordert werden, da sie sich im Rahmen der geschichtlichen Zeit (Hellas, Römisches Reich u.a., über die es schriftliche Zeitzeugenberichte gibt) bewegen.
    Aus dieser Pflicht können Christen nicht entlassen werden unter dem Hinweis, es handele sich um einen “Glauben”. Sie verlangen nämlich andererseits unbedingten Respekt für diesen Glauben und nicht nur das – eine ganze westliche Staatenwelt garantiert ihnen daraufhin Sonderrechte und läßt es unter anderem zu, dass Kinder und Jugendliche im Sinne der Lehre indoktriniert werden.
    Also ist die Frage nach der Geschichtlichkeit unbedingt berechtigt, aber leider gibt es dazu nur unzureichende u. unbefriedigende Antworten, um nicht zu sagen Geschichtchen, die in die Kategorie Märchen gehören.
    Christen können keine dieser Fragen sicher u. schlüssig beantworten:
    – Wann und Wo wurde Jesus geboren?, vgl. http://www.christigeburt.de/
    – Warum gibt es ausser in der Bibel(!) keine anderen schriftlichen Zeugnisse?
    – Wieso hat Jesus selbst keine Schriften hinterlassen?
    Es kommt aber leider noch schlimmer:
    Die Berichte von Jesus im NT beschränken sich auf die vier Evangelien. Aber wer waren die Autoren?
    “Markus”, “Matthäus”, “Lukas” und “Johannes” sind selbst keine historischen Personen, Beispiel
    Markus (Evangelist): http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_(Evangelist).
    Sie selbst schreiben nirgendwo, dass sie Jesus persönlich gekannt oder zu seiner Zeit gelebt hätten.
    Die Entstehungszeit ihrer Berichte sind unklar, jedenfalls liegen sie deutlich später als die angebliche Lebenszeit Jesus’, und somit sind es Berichte vom Hörensagen.
    Überdies gibt es auch keine Erstchriften (Originale) von Markus, Matthäus… Es gibt nur Abschriften der Abschriften von Abschriften, die teils erst Jahrhunderte nach Jesus’ angeblicher Lebenszeit auftauchten und als solche dann von der Kirche ins NT aufgenommen wurden.
    MuSS MAN WIRKLICH NOCH MEHR SAGEN?
    Alle weiteren Fragen und Antworten ausführlich hier:
    Johannes M. Lehner: “Und die Bibel hat doch NICHT recht”
    http://www.bibelkritik.ch/
    und
    Mainpost, 01.10.2008:
    Religionskritiker Karlheinz Deschner über die Kriminalgeschichte des Christentums
    “Mit der überlieferten Lehre Jesu hatte das Christentum nie viel zu tun. Wir wissen ja nicht einmal annähernd, was Jesus gelehrt hat. Die Evangelisten, das betont die gesamte kritische Bibelwissenschaft, hatten an historischer Realität überhaupt kein Interesse. Ihre von Ungereimtheiten und Widersprüchen nur so strotzenden Schriften sind mythologische Literaturprodukte, Erzeugnisse der gläubigen Gemeindefantasie, sind nur, wörtlich, mit äußerster Vorsicht zu benutzende „Anekdotensammlungen“. Einmütig ferner erklärt die moderne historisch kritische christliche Theologie, dass sich auch von Jesu Leben so gut wie nichts mehr erkennen lasse. Zwar hält sie an seiner Existenz als solcher fest. Doch sicher ist auch dies nicht.”
    http://www.mainpost.de/ueberregional/kulturwelt/kultur/Religionskritiker-Karlheinz-Deschner-ueber-die-Kriminalgeschicht

    „Ich fürchte sie leiden ein wenig unter den nachwirken der jüngeren deutschen Geschichte und neigen zur Identitätsflucht, was sich darin äußert ihre eigenen Wurzeln extrem abzuwerten und andere Kulturen, fernöstliche und ethnische Religionen von Naturvölkern zu idealisieren.“

    Arbeiten Sie doch erstmal die ältere deutsche Geschichte auf, namentlich die christlichen Verbrechen an Deutschen jeden Alters, Geschlechts und Erwerbs über alle Zeit! Hernach können wir über die jüngere deutsche Geschichte sprechen. Die Reihenfolge wäre für mich logisch. Aber den Eindruck zu erwecken, die christlich dominierte deutsche Geschichtsschreibung sei korrekt, und es hätten eigentlich keine nennenswerten Verbrechen stattgefunden, über die man viele Worte verlieren müsste, das weist Sie doch zum Apologeten der Herrschaftsgeschichtsschreibung aus – denn Christentum bedeutet politische und geistige Herrschaft und wirtschaftliche Ausbeutung. Eine kurze geschichtliche Abhandlung aus christlicher(!) Sicht steht hier:
    DER REICHTUM DER KIRCHE IST BLUTGELD
    http://www.freie-christen.com/reichtum_der_kirche_ist_blutgeld.html

    Ich habe meine Wurzeln hier nirgends abgewertet. Der christliche Glaube gehört allerdings nicht zu den Wurzeln, die ich gelten lasse. Meine deutsche Herkunft ist ethnisch bedingt, es ist v.a. eine biologische Kategorie. Nur der Glaube an Jesus produziert keinen Deutschen. Ich bin Deutscher, ja. Aber ich bin deswegen kein Christ. Christ sein ist eine intellektuelle Sonderleistung, die man ganz sicher nicht in die Wiege gelegt bekommt.
    Von irgendeiner Bevorzugung anderer, fremder Kulturen ist in meinen Beiträgen keine Rede. Richtig ist, ich achte eine jede gewachsene eigenständige Kultur. Es gibt aber kein eigenständiges deutsches Christentum, die Christlehre ist universell, und von daher besitzt sie keine kulturstiftenden sondern kulturvernichtende Eigenschaften.

    Da Sie beständig eine angeblich christliche deutsche Nationalkultur anführen, können Sie diese bestimmt umschreiben, sodass man überhaupt versteht, was Sie damit meinen. Mir ist insbesondere nicht klar, wie und wodurch sich diese im Leben (Alltag) der Deutschen äussert, und worin genau ihre Wichtigkeit besteht, auf die man auch ferner nicht verzichten kann. Bitte die Kultur dann auch gegen die christlich-britische, christlich-französische oder christlich-polnische Kultur abgrenzbar bestimmen, sodass der Leser verstehen kann, was das spezifisch deutsche Moment an der christlich-deutschen Kultur sein soll. Aber bitte nicht schreiben, die Engländer singen Kirchenlieder in ihrer eigenen Landessprache, denn die Sprache eines Volk hat so wenig mit dem Christentum zu tun wie seine Art Speisen zuzubereiten oder bestimmte Haustiere zu bevorzugen. Ich bin schon sehr gespannt auf Ihre deutsche christliche Kultur.
    Auch @ Jochen Bullinger, der hier gleichfalls meinte Religions- und Kirchenkritik sei eine „brd-deutsche Negativ-Identität“ („zwanghafte Ablehnung alles Deutschen“), darf sich gern melden.

    @ o.s.
    Nein. Dort wo was stehen könnte steht nichts mehr, Seite wurde wg. Drucks von Oben geschlossen…
    Aber schreib‘ du doch mal mehr, finde, du machst das anders aber nicht schlechter.
    Überlege gerade ins Atheisten-Forum auszuwandern, noch ein Tip von dir?

  123. Wildvögelein antwortete @ Dr. Kümel
    Ich bin mir sicher, daß eine ähnliche Blüte auch in einem heidnischen Europa möglich gewesen wäre.

    Vermutlich nicht, weil der dialektische Gegenpol zu den Nebeln von Avalon gefehlt hätte. Und damit das Spannungsfeld, das all das aus sich herausgetrieben hat. Einschließlich der Sumpfblüten. Die aber gar nicht braun sind und nie waren, sondern immer schon und noch ein wunderbarer Lotus sind, wie im entsprechenden – und höchst empfehlenswerten – Lotus-Sutra dargelegt.

    Sehen Sie, das paulinische Kirchen-Christentum hat den europäischen Menschen in die Autonomie gezwungen, weil es ihn zwischen zwei ebenso ausschließliche wie unerfüllbare und nicht miteinander vermittelbare Ansprüche gestellt hat.

    Und wenn man es den Göttern eh nicht recht machen kann und sowieso alles immer falsch und unzureichend ist – so sehr man sich auch bemüht und dem Vulkan Opfer in seinen Krater schmeißt, wo sie dann ganz verbrennen (Holocaust) – dann sagt man sich irgendwann „am Arsch“ und macht, was man will.

    So, und da liegt der Hase im Pfeffer. Denn wir können zwar alles, was wir wollen aber nicht können nicht wollen, was wir wollen.

    Man muß dann erst mal den eigenen Willen abschichten und zu seinem in der Tiefe verborgenen Grund vordringen. Wie ein Archäologe bei einer Ausgrabung.

    Und wenn man dann feststellt, daß der eigene Wille mit dem Gottes in eins fällt, bedeutet das Erlösung von Ego, Befreiung vom Kampfzwang, Anerkenntnis des Anderen, in dem der gleiche Wille wirkt und so immer weiter fortschreitend (auf dem Königsweg) bis hin zu Sein, Bewußtsein und Glück.

  124. @ Wildvögelein

    Ja, Sie haben vollkommen recht, eine Entwicklung zum Abendland wäre auch unter heidnischem Vorzeichen möglich gewesen! Das ist unbestritten, aber es ist halt nicht so gekommen. Das Christentum wurde in Mittel- und Nordeuropa eingeführt mit Feuer und Schwert. Dabei wurde sehr viel Heidnisches übernommen, Ostern und Weihnachten und noch tausenderlei anderes. Und den Amuletten dieser Zeit sah man nicht an, ob sie nun Thors Hammer darstellen sollten, oder das christliche Kreuz.

    Als wir im Gymnasium gelernt haben, daß sich die deutsche Dramatik aus der Darstellung der Ostersrequenz entwickelt hat, fragte ich, ob die (heidnischen) Fastnachtsumzüge, der Perchtenlauf und viele andere heidnische Umzüge denn nicht auch in die gleiche Richtung gewirkt hätten.
    Der D-Lehrer war ein sehr kluger Kopf. Er sagte sofort, sicher, das sei so gewesen. Allerdings blieb das Argument unentwickelt und fand nicht Eingang in die Fachliteratur oder den Lehrplan.

    Es ist eben sehr die Frage, ob es das Christentum war, das das Abendland geschaffen hat, oder ob es die keltischen und germanischen Einheimischen gewesen sind, die aus einer Doktrin der Unterdrückung die Transzendenzphilosophie entwickelt haben, die das Christentum im Ergebnis darstellt. Es steht aber fest, daß die kulturellen Errungenschaften Europas unter christlichem Vorzeichen geschaffen wurden, sei es, daß sie Frucht des Christentums waren oder auch nicht; sondern eigenständige Entwicklungen der Einheimischen.

    Im übrigen muß deutlich gemacht werden, daß das Christentum, wie es naiv aufgefaßt und betrachtet wird, ein Sammelsurium orientalischer Märchen wie aus 1001 Nacht darstellt, Legenden, an die im Ernst niemand glaubt, vielleicht noch alternde Nonnen. Eine solche (eine liebe alte Dame, ursprünglich Tochter eines fränkischen Kleinbauern) hat mich einmal gefragt, ob ich eigentlich auch meine, daß in bestimmten Gewitterwolken „die Dämonen“ zu erkennen wären. Im Konvent sei das Dauerthema.

    Diese naive Auffassung des Christentums, die sehr weit verbreitet ist, stellt eine jüdisch-orientalische Überformung des uns eingeborenen Gottesbegriffes dar und steht keineswegs über einer beliebigen Naturreligion. Völlig zu Recht erregt DIESE Auffassung des Christentums den Ärger und die Ablehnung der „Atheisten“, die ja ebensowenig angeben können, woran sie NICHT glauben, wie die (naiven) Gläubigen angeben können, woran sie denn eigentlich glauben.

    Die Evolution, so die heutige Auffassung der Neurobiologen, hat uns einen in Gehirnstrukturen „fest verdrahteten“ Gottesbegriff mitgegeben. Wenn irgendein Mensch das Wort „Gott“ denkt, kommt automatisch dieser Begriff in seine Vorstellung: ein übermächtiges antropomorphes Wesen, das uns beschützt und bewacht, irgendwo dort wohnt, wo wir nicht hinblicken können, in einem „Jenseits“ oder auf Wolke Nr. sieben.
    Das ist so ein „Kinderglauben“ an eine Art Weihnachtsmann.

    Es ist ja nicht recht definiert, was eigentlich ein „Heide“ ist.
    Ich schlage vor, diejenigen Vorstellungen als „heidnisch“ einzuordnen, die bei diesem (angeborenen) naiven Kinderglauben stehen bleiben.
    Die meisten „Christen“ heutzutage sind also phantasielose, geistlose, geistig degenerierte Heiden. Einer hat einmal allen Ernstes gefragt, was das denn eigentlich sei, der „Heilige Geist“.

    Denn, man kann selbstverständlich über diesen angeborenen Begriff hinausdenken, und die Christenlehre hat es getan. Wieder muß man anmerken, daß es sein kann, daß die ursprünglich heidnischen Europäer die Transzendenz erst ins Christentum hineingesteckt haben, aber egal, jetzt ist sie drin.

    Es läßt sich aus der Dreifaltigkeitslehre ableiten, daß die tiefe, anspruchsvolle Auffassung des Christentums als „Gott“ die „Erkenntnis“, den (heiligen) GEIST, ansieht und ihn in der Liturgie feiert; nicht die (antropomorphe) Gottheit des „Weihnachtsmannes“ der Naiven und der Kinder; auch nicht die (in den Eigenschaften) antropomorphe Gestalt des rächenden, tyrannischen, eifersüchtigen, kleinlichen Jahwe des AltenTestamentes, der Heiligen Schrift des Judaismus.

    Mit DIESEN Begriffen wäre nun bestimmt kein „Abendland“ zu machen gewesen!

  125. >Dr. Bullinger: „Und wenn man dann feststellt, daß der eigene Wille mit dem Gottes in eins fällt, bedeutet das Erlösung von Ego, Befreiung vom Kampfzwang, Anerkenntnis des Anderen, in dem der gleiche Wille wirkt und so immer weiter fortschreitend (auf dem Königsweg) bis hin zu Sein, Bewußtsein und Glück.“

    Ich habe einmal ein tolles Mantra erhalten (Quelle bleibt geheim), das mich selbst bestens vorangebracht hat und das ich hier gerne teile:

    „Ich bin auf dem goldenen Mittelweg meines Lebens, ich bin die goldene Mitte.“

    Der Weg ist das Ziel – Bon Voyage!

  126. @Heider:
    Kann es Menschen geben, die immun gegen ihre Sozialisation sind? Ich glaube nicht, die kann sich niemand aussuchen!
    Ich betrachte mich auch als Atheist, von denen es so viele Arten gibt, wie das Leben sie hervor bringt. Jedoch achte ich gerade deshalb jede andere Religion oder Lebensauffassung – was letztlich dasselbe ist.
    Mir scheint, Sie haben sich unter den unzähligen Lebensauffassungen/Religionen welche als Kampfziel, hier das Christentum oder das Neue Testament ausgesucht. Was hat denn z. B.
    das AT mehr an wissenschaftlich belegter Wahrheit?
    Und es ist in der menschlichen Geschichte immer schlecht für bestimmte Gruppen ausgegangen, wenn ein geistiger Führer seine Lebensauffassung über die anderer Menschen stellt. Das gilt auch für Atheisten.

  127. @ Heider: „Jesu historische Existenz fraglich“

    Völlig richtig. Sehr vieles an der Entwicklung des frühen Christentums ist fragwürdig, etwa, daß nach Jahrhunderten mündlicher Überlieferung aus etwa siebzig Biographien der Figur Jesu 4 selektioniert worden sind und als historisch wahr dogmatisiert worden sind.

    ABER:
    Die Ursprungsgeschichte des Christentums hat mit der heutigen Gestalt dieser Lehre überhaupt nichts zu tun!

    Das Beharren auf der Behauptung von der historischen Existenz Jesu hat jedoch eine Funktion: Ohne Jesus könnte das Christentum mißverstanden werden, nichts weiter als eine jüdische Sekte darzustellen. So ist klar, daß alles, was im Hebräischen Teil der Bibel (im Alten Testament) steht, VOR-christlich ist und mit dem Christentum nichts zu tun hat.

    Das Christentum heute muß als Transzendenzphilosophie aufgefaßt werden (siehe mein Beitrag an Wildvögelein!), und es ist unerheblich, ob Jesus diese Lehre erfunden hat, oder die Landeskinder Mittel- und Nordeuropas.

    Ein „Atheist“ wendet sich gegen eine bestimmte unter den Gottesvorstellungen. Es ist zwar nicht wissenschaftlich denknotwendig, sich als Atheist klarzumachen, welche Gottesvorstellungen denn unter seine Ablehnung fallen. Aber, wenn es dem „Atheisten“ nicht allzuviel Mühe macht, sollte er diese Begriffsbestimmung dennoch wagen. Er sollte nicht einfach bei der Feststellung stehen bleiben: „Was auch immer irgendwer irgendwo irgendwann als „Gott“ bezeichnen würde, ich glaube nicht daran; der Gläubige müßte mir schon ad oculos demonstrieren, daß er gute Gründe hat, diesen Begriff einzuführen!“

    Denn allzubald könnte es geschehen, daß irgendwer etwas Bestimmtes als wunderbar und verehrungswürdig („göttlich“) bezeichen könnte, das der betreffende „Atheist“ nicht abzulehnen imstande wäre, wenn er es nicht von vorn herein abgelehnt hätte, auch nur darüber informiert zu werden.

    Etwa, wenn einer es unternehmen täte, die Erkenntnis selbst als „göttlich“ anzusehen.

    Nun. Das Christentum hat ganz genau das unternommen!
    Pointiert könnte man von der „Religion der Vernunft“ sprechen, von einer „Religion der Erkenntnis“, von der „Lehre des Geistes“
    Es lohnt sich, die Kinderreligion der Naiven unter den Christen (bestimmt die numerische Mehrheit!) außer Betracht zu lassen und „Christentum“ sowie „Atheismus“ ergänzend zu definieren.

  128. Es ist gut, richtig und wichtig das nach Stigmatisierung Sarrazin wieder über den Islam in de. geredet wird. Das sehe ich im Ergebnis des Satire clip als positiv.

  129. @ Eddy Meier: „Gedankenfreiheit!“
    „In zivilisierten westlichen Staaten MUSS Meinungsfreiheit gelten. Punkt. Aus. Ende. Aus die Maus.“

    Vollste Zustimmung! Völlig richtig! Müßte! Eigentlich!!

    Leider trifft das für die „brd“ nicht zu, und Eddy Meier weiß das natürlich.
    Ergo ist diese „brd“ entweder nicht „zivilisiert“, oder nicht „westlich“ oder eben überhaupt kein Staat? Sollten Schäuble und Brzezinski etwa recht haben?

    In der „brd“ gilt ein bunter Fächer von historischen Thesen als Staatsdogma, geradeso wie weiland im Stalin-Staat der Lamarckismus, der die Scharlatane der Lyssenko-Schule zeugte.
    Schon ein vermutetes Bezweifeln der Staatsdogmen wird mit 5 Jahren Kerker bestraft, bei gefährlichen Intellektuellen auch mit 13 Jahren und lebenslänglich.

    Allerdings gelten mildernde Umstände für die Gesetzesmacher der „brd“. Freiwillig unterdrücken sie die Geistesfreiheit nicht. Alliiertes Vorbehaltsrecht, das ausdrücklich auch nach 19990 in Geltung blieb, zwingt sie dazu.

    Welch krause Feststellungen das Nürnberger Verbrechergericht auch immer hinterlassen hat, sie müssen auf Teufel komm‘ raus von „brd“-Bürgern (und Bewohnern!) geglaubt und von Zeit zu Zeit hergebetet werden. Bezweifeln oder Hinterfragen oder Analysieren führt sofort in den Knast. Gut, daß es in China nur 11 Jahre für Meinungsverbrechen gibt, das ist doch schon viel eher ein „zivilisierter westlicher Rechtsstaat“.

    Und für Chinesen gibt’s den Nobelpreis!

  130. @rubo schrieb am September 23, 2012 at 10:22
    sehe das auch so.
    Warum kann man denn nicht mal die sehr, sehr aggressiv-kritischen Äusserungen im Talmud über Nicht-Juden, genannt Goyim, mal beim Namen nennen!? Da wird geschwiegen, bzw. darf man nicht öffentlich thematisieren, auch werden diese Äusserungen gerne in Übersetzungen weggelassen um ja nicht aufsehen zu erregen… tja das ist eben die Meinungsfreiheit…

  131. @ Dr. Kümel
    So sehe ich das auch und kann sogar als Nichtchristin diese Bedeutung
    des abendländischen Christentums als einen wesentlichen, prägenden Teil der deutschen Kultur akzeptieren.

    Von dem Wort „Heide“ haben wir allerdings einen unterschiedlichen Begriff.
    Mitnichten sehe ich in Heiden Menschen mit einem naiven Kinderglauben, sondern eher Polytheisten oder Pantheisten, die Göttlicheit anders wahrnehmen. Heidnische Kulturen haben
    große Philosphen und Denker hervorgebracht. Man denke nur an die Antike, z.B. an die römischen, griechischen und altindischen Kulturen

    Die Wahrnehmung von Dingen jenseits der wissenschaftlichen Erklärbarkeit und die damit verbundenen religiösen Erklärungen dieser Dinge sind mehr als nur Phantasiegeschichten für Naive.

    Die Welt wird nur besseren ganzheitlichen Annahme mit Hilfe der Intuition und Vorstellungskraft erkannt und versinnbildlich. Diese geschaffenen Bilder verweben sich dann mit Wissen und Geist.

    So wie Goethe sagte: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“ Seine Bildsprache spiegelt auch ein wenig die Vorstellungswelt unserer heidnischen Ahnen wieder. Weisheit und Erkenntnis muss nicht trocken und abstrakt sein, sondern darf durchaus
    das Herz und Gemüt gleichermaßen ansprechen, in Form von Bildern,
    Musik und Geschichten. Ein Heide kann im Donnern Thors göttliches Wirken verehren und gleichzeitig um die physikalischen Vorgänge wissen.
    Ein Heide kann den Sonnenlauf mit Hilfe von Sonnenwarten und Megalithen astronomisch berechnen und danach seine Aussaat und Ernte berechnen und trotzdem die Sonne als Gott anbeten.
    Ein Heide kann in jeder Frau die Göttin Freya Ehren, ohne sie als
    von einem Gott besessen zu betrachten.
    Blüht ein Baum, sagte man früher, ein Gott habe sich darin niedergelassen und man hat sich sicherlich nicht vorgestellt, daß da nun ein Kerl in den Zweigen hockt.
    Die Seele oder den menschliche Geist werden schon bei unseren
    heidnischen Vorfahren als Vogel versinnbildlicht, der beim Tode den Menschen verlässt. Ähnliches kennt auch unser Christentum, z.B. wenn es den heiligen Geist als Taube herabschweben läßt.
    Die Aufklärung hat einen harte Trennung geschaffen zwischen unserer
    intuitiven Wahrnehmung, unserem Unterbewußtsein und dem analytischen wissenschaftichen Verstand.
    Doch die Menschen spüren, daß es da noch mehr gibt, zwischen Himmel und Erde, als nur die rational erklärbaren Dinge.

    Man kann ein Musikstück Note für Note auseinanderpflücken und analysieren, doch dieses Wissen ergreift uns nicht, jagt uns keine Gänsehaut über den Rücken, entzückt uns nicht oder stimmt uns nicht melancholisch, wie es die gespielte Musik es kann.
    Man kann eine Malerei, ein literarisches Werk noch so viel interpretieren, es verstört, begeistert oder verzaubert uns nicht.
    Ein Wald gibt unserer Seele Frieden und Inspiration, nicht weil wir wissen aus wie viel Holz- und Blattmasse er besteht und welche Tier-und Pflanzenarten er beherbergt, sondern weil er eine Aura hat, die uns unerklärlich ergreift.
    Und da, wo die Wissenschaft aufhört, beginnt göttliches Empfinden.
    Und die Phantasie gibt diesem Empfinden ein Bild, dass wir annehmen und verinnerlichen können. Ein Bild, das uns Gott oder Göttliches nahe bringt. Das hat nichts mit kindlicher Naivität zu tun.

    Selbst die Bibel sagt dazu:
    „Die Weisheit der Weisen will Ich zunichte machen und den Verstand der Verständigen verwerfen und denen das rechte Wissen geben, die ohne irdisches Wissen sind, doch Mir in Liebe zugetan …“

  132. Heider antwortete
    Wer dem Gott auf’s Wort folgt, darf seiner Liebe sicher sein. Wer das nicht tut muss ihn fürchten, denn Gott kann und darf strafen.

    Ach, Unsinn. Das ist die falsche Lehre der paulinischen Kirche. Die Sie doch ablehnen, oder? Weshalb reproduzieren Sie sie dann?

    Und selbst wenn die Christus-Erzählung ein Märchen war, was macht das denn für einen Unterschied? Selbst wenn Rumpelstilzchen eine Wahrheit ausspricht, wird sie dadurch nicht falsch sondern bleibt wahr.

    Jahwe (der vermutlich mit Allah identisch ist?) war ein Vulkangott. „Seiner Liebe [konnte und kann man nie] sicher sein“ – seiner Strafe schon eher. Daher die Angst… Als stets gegenwärtige und alles bestimmende Hintergrundemotion. Die Angst vor Strafe. Weil wir schuldig sind.

    Und der Christus hat halt gesagt: „Hört endlich auf, so einen Unsinn zu glauben. Gott straft nicht, Gott liebt. Und seht mich an: Ich bin unschuldig!“

    Und diese Botschaft geht alle (!) an, die sich in dem phantasmatischen Teufelskreis von Sünde, Schuld und Strafe bewegen und da gerne herauskommen würden, es aber aus eigener Kraft nicht schaffen.

  133. Mohammed-Video und Karikaturen: Der beleidigte Prophet
    Darf man einen Propheten zeichnen, eine Religion kritisieren oder gar lächerlich machen?
    Von wem geht die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit aus? Von denen, die beleidigen oder von denen, die sich beleidigt fühlen? Sind es immer nur die Muslime, die gewalttätig auf Kränkungen ihrer religiösen Gefühle reagieren, wie einige Medien behaupten?
    Klar ist, Wer am meisten Gewaltpotential mobilisieren kann – ob nun physisch oder durch Psychoterror, durch moralische Erpressung, politischen und juristischen Terror gegen Andersdenkende – hat die größten Chancen, Denk- und Meinungsverbote zu erzwingen. Es gibt inzwischen unter den Fundamentalisten verschiedener Couleurs einen Wettbewerb des Beleidigtseins. Nicht nur Muslime dürfen sich beleidigt fühlen, auch konservative und fundamentalistische Christen sind bereits dabei, auf eine strafrechtliche Verfolgung sogenannter Gotteslästerung hinzuarbeiten. Der Zentralrat der Juden drischt auch auf sachlich und gut begründete Bedenken gegen die rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ganz ohne oder ohne ausreichende Schmerzausschaltung mit dem Totschlagsargument einer unterstellten antisemitischen Einstellung nieder.
    Cui bono – wem nützt das?
    Viel bedrohlicher noch als die naiven Geister, die glauben zu Randale und Lynchmorden berechtigt zu sein, sind diejenigen, die davon profitieren. Hier finden wir eine illustre Versammlung:
    • Prediger und religiöse Führer in muslimischen Ländern, die durch Protestaufrufe an Bedeutung gewinnen,
    • Politiker in muslimischen Ländern, die erzürnte Volksmassen benutzten für ihre Machtergreifung oder Machtsicherung,
    • Rechtsradikale und Rassisten
    • der Vatikan und andere rückwärts orientierte christliche Strömungen, die durch geheuchelte Toleranz gegenüber Muslimen durch die Hintertür die europäische Aufklärung wieder abschaffen. Denn wenn die Beleidigung des Propheten verboten ist, gilt das doch für den Papst selbstverständlich auch!
    • Nato-Politiker und Militärs, die gern einmal wieder Krieg führen möchten (so ein vom Mob erschlagener amerikanischer Diplomat hilft da sehr)
    • Die Rüstungsindustrie,
    • Republikanische Präsidentschaftskandidaten, die gern gegen Barak Hussein Obama gewinnen würden.
    • Herr Putin, der es geschafft hat, alte KGB-Seilschaften dazu gebracht hat an (s)einem Strang zu ziehen, so dass er jetzt seine politischen Kritikerinnen ganz einfach wegen Gotteslästerung wegsperren kann
    • Sein ergebener Diener, der das auch gern getan hätte, als er noch deutscher Kanzler war.
    Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen.

    Ist das Mohammed-Video ein „Machwerk“?
    Auch die unbestrittene ästhetische Minderwertigkeit des Mohammed-Videos kann kein Argument für Verbote sein. Gehen Sie einmal in den nächsten Baumarkt: Dort finden Sie die Gartenleuchte Modell „Buddha“ gleich neben dem Modell „Gartenzwerg“ von derselben Firma. Hat jemals ein Buddhist deswegen zur Ermordung der Baumarktbetreiber aufgefordert? Vor dem Eingang zur Geisterbahn in einem Vergnügungspark in Süddeutschland steht eine Statue des von Hindus hochverehrten Gottes Ganesha. Übrigens müsste mindestens die Hälfte aller Hollywood-Produktionen von „Tarzan“ bis „Indiana Jones“ wegen der lächerlichen Darstellung nichtchristlicher Kulturen verboten werden, würden wir beim Beleidigtsein gleiche Maßstäbe ansetzten.
    Fazit
    Eigentlich, weil ganz offensichtlich, sollte auch klar sein: Für Fundamentalisten ist bereits die Existenz einer anderen Religion oder Ideologie eine Beleidigung der eigenen. Wer behauptet, es gebe nur einen Gott, den man auch nicht abbilden darf, setzt allein durch das Bekenntnis zu seinem Glauben und häufig auch durch ihre Wortwahl (z.B. Heiden, Ungläubige, Götzenverehrung etc.) andere Religionen herab, oft ohne es zu merken. Oder anders ausgedrückt: Naive Gläubige, die wörtlich an ihre Schriften glauben, negieren damit automatisch die Wahrheit und Berechtigung der anderen.
    Wenn wir diesem Druck nachgeben, ist eine pluralistische Gesellschaft nicht mehr möglich.

  134. jürgen: ab einem bestimmten punkt in diesem thread, kann ich dviele texte nur schwer lesen, die seite wird dann fast ganz dunkel!

  135. @ Yilmaz

    Vor einem derartigen Unternehmen muß ich strengstens abraten!

    Ein Christ hat das getan. Er war nicht „vorbestraft“.
    Er hat die diesbezüglichen (sagen wir:) „auffälligen Passagen“ unkommentiert aufgereiht. Er wurde nach § 130 zu einem vollen Jahr Gefängnis OHNE BEWÄHRUNG verurteilt. Er mußte seine Strafe bis zum letzten Tag absitzen.

    Begehen Sie doch lieber einen Totschlag. Da gibt’s vielleicht Bewährung und selbst wenn nicht, nach Verbüßung der ersten Hälfte der Strafe sind Sie wieder frei

  136. Jürgen Elsässer

    Die Texte kommen bei mir so rüber, daß nur die Hälfte davon lesbar, die andere Hälfte völlig schwarz daherkommt. Ich muß die s. Texte „markieren“, dann wird die Schrift blau.

  137. @ JE, Dr. Kümel, Ribi.
    Ich habe das Problem mit der Lesbarkeit des Blogs nur beim Firefox-Browser. Bei Google-Chrome nicht.

  138. @ Heider

    „Für die Missionierung der sog. Heiden (Ungläubigen) bei Unterwerfung war natürlich der Christglaube ursächlich und nicht irgendwelche undefinierten Machtgelüste weltlicher Herrscher. Der Einfall des berüchtigten Blutkönigs Karl (christlich “der Grosse” genannt) in das heidnische Sachsenland geschah ausdrücklich im Namen Christi,“
    Ich sehe das nicht so. „Im Namen Christi“ war eher Vorwand und Anstrich als Motiv. Heute zieht man im Namen der Demokratie und Menschenrechte gegen andere Länder. Wie dem auch sein, sie haben ihre Meinung dazu, ich habe meine.
    „Das Christentum hat alle vorchristlichen Bräuche und Sitten angegriffen und sie dort wo es das konnte verboten und unterdrückt, namentlich die heidnischen Kulte. Die Reste heidnisch-germanischen Brauchtums finden wir noch in Grimms Märchen.“
    Ich habe auch nicht bestritten das es ein anliegen war die vorchristlichen Bräuche zu unterdrücken, aber auch dabei ging es eher um Macht. Nicht nur das Heidentum wurde unterdrückt sondern jeglche Bewegung welche die Autorität der damaligen Theokratien in Frage stellte. Daher wurden auch Christen von Christen selbst verfolgt, die Goten galten als Heidenchristen und wurden nicht anerkannt, der Ketzerkreuzzug aus der die Inquisition hervorging hat sich explizit gegen Christen selbst gerichtet. An der Geschichte der Katharer oder auch an Luther lässt sich sehr gut nachvollziehen das diese Bewegungen immer auch mit politischen Motiven einhergingen. Es waren beides u.a. Autonomibewegungen uum unabhängigkeit von Rom, weshalb sich beiden Bewegungen auch Fürsten und andere Herrscher anschlossen und diese unterstützeten. Ein Phenomen das man auch im islamischen Orient und im hinduistischen Indien immer wieder beobachten konnte. Darüberhinaus haben wir es auch manch Christen zu verdanken das ethnisches Brauchtum zum teil bis heute überliefert wurde. Es waren auch nicht alle so Intolerant gegenüber eineimischen Bräuchen und Kultur, die Edda wurde von einem christlichen Mönch überliefert. Die keltischen und angelsächsischen Kunststile, Book of Durrow, Book of Lindisfarne, Klöster die reich mit mit solchen Kunststilen verziert wurden. Zu behaupten die ethnisch germanischen Bräuche seien lediglich durch Familien überliefert wurden trifft also auch nicht zu, das Christentum wurde von einer Glokalisierung ergriffen, welche auch nicht bis aufs Blut bekämpft wurde. Sonst wüdest du heute ohne Vorhaut rumrennen, nur Koscher essen und Sabbath feiern.
    „Noch heute offenkundige Sexualfeindlichkeit der Katholischen Kirche sowie das Zölibat, die Möncherei und Nonnerei sind Ausdrücke ihrer zutiefst lebensfeindlichen Einstellung aus einem Dogmatismus, der am liebsten jeden Gläubigen zum nur betenden, dauerphantasierenden Gottesdiener machen würde, und der normale Lebensformen als Mangel an Aufmerksamkeit und Liebe gegenüber dem Gott ansieht.“
    Das triff aber doch auf Laien nicht zu. Von Laien wird erwartet das sie ihrem Ehepartner treu sind, aber nicht das sie Zöllibat leben. Das ist übrigens jeder WeltReligion so, im Islam, Hinduismus, Jainismus, Judentum, Buddhismus.
    Mönchstum, Askese, sexuelle Enthaltsamkeit bzw. auch Straight Edge, ist eine freiwillige Entscheidung zu einer Lebensweise die ihnen ja nicht schmecken muss, sie den Menschen aber schon selbst überlassen müssen. Wenn Menschen freiwillig so Leben wollen, wieso greifen sie diese dafür an? Wieso bezichtigen sie diese der Lebensfeindlichkeit? Ich find das einfach nur Intolerant und Rechthaberisch.
    „Der Unterschied ist der, dass die jüdische Volksreligion ein originärer Bestandteil des sog. Judentums ist und die Glaubensvorstellungen div. Naturvölker Teil ihres ursprünglichen Erbes sind.“
    Sehen sie da beginnen sie wieder andere Religionen zu verklären. Erinnern sie sich daran was Moses mit den Menschen gemacht hat welche wieder den heidnischen Bräuchen, der verehrung des Kalbes fröhnten? Alle abgeschlachtet wurden diese. Ausserdem besteht das Judentum zum erheblichen teil aus den Überlieferungen mesopotamischer Hochkulturen, welche auf die nomadischen Hebräer abgefärbt haben bzw. von den Klerikern übernommen wurden. Es war zu Zeiten Salomons noch eher ein loser Stammesbund der nichtmal einheitlich Monotheistisch. Das Judentum wie wir es kennen entstand in der Form erst im babylonischen Exil.
    „Das Christentum in Europa ist hingegen eine Erobererreligion an der Staatsmacht, die die alten Kulturen weitgehend vernichtet hat so, wie die christlichen Missionare auch heute noch ausziehen, um die letzten freien Völker und Stämme des Erdballs mit ihrem Jesus zu beglücken und sie kulturell auf das einheitliche Niveau aller Christen zu bringen.“
    Meiner Meinung nach ist das Christentum seit seiner Erhebung zur Staatsreligion eher Anstrich gewesen als Motiv für Erorberungen. Rom war auch schon vor Konstantin ein Imperium das andere Länder eroberte und Völker unterdrückte. Es gibt übrigens auch andere Meinung zu ihrer Sichtweise, nämlich das Germanen das Christentum nicht insgessammt ablehnten, teilweise wurde es sehr wohl akzeptiert bzw. mehr oder weniger angenommen, nur die politische Vorherrschaft durch die Einverleibung christlicher Monarchen wurde in Nordeuropa abgelehnt. Teils nahm es auch lustige züge an, Christus wurde dem germanischen Pantheon eingliedert, Menschen ließen sich Taufen um ein Taufhemd zu bekommen, sogar zwei mal, um auch noch eins für die Frau zu ergattern. Aber das ist alles lange her.
    „Der Unterschied auch des Hinduismus ist der, dass seine Richtungen (es gibt deren viele) nicht missionieren, Hindu kann i.d.R. nur sein, wessen Vater Inder war.
    Von “Strafe” (für Christen) habe ich überhaupt nicht geschrieben! Meine Darstellung bezog sich auf die ungefragte, von mir Zwangstaufe genannte, Mitgliedschaft von Kleinkindern u. religionsunmündigen Kindern in Kirchen.“
    Ja wo ist der Unterschied ob man von Geburt an in eine Religion „gezwungen“ wird, eben durch Abstammung wie im Judentum, Islam oder Hinduismus, oder obs durch eine Taufe geschieht? Ist das etwa weniger Zwang wenn ich meinem Kind aus meinem religiösen Selbstverständnis heruas, sobald es das Licht der Welt erblickt den Stempel Juden, Muslim oder Hindu aufdrücke?
    „Zweitens geben Sie gerade selbst zu, dass man sich selbstverständlich keinem religiösen Kultus anschliessen muss, wenn man dies gar nicht wünscht.“
    Ich gebe es nicht zu sondern ich stehe da voll und ganz hinter. Allerdings ist das meiner Meinung nach nicht danach festzumachen ob eine Familie traditionell christlich oder Atheistisch erzieht, sondern ob ihnen diese Wahlfreiheit vorbehalten bleibt selbst auch so leben zu wollen. Als getaufter Mensch hat man diese Wahlfreiheit wenn man alt genug ist in Deutschland immer noch, daher sehe ich nicht das eine Taufe dem widerspricht. Welche gesellschaftlichen Ereignisse und Unternehmen Eltern mit ihren Kindern machen, welche Geschichten sie ihnen Abends beim zu Bett gehen vorlesen, ob sie Weihnachten mit Baum, essen und Musik feiern, vorm Fernseher sitzen oder sonst was machen, das obliegt allerdings Gott sei Dank in der Vernatwortung der Eltern hierzulande.
    „und allein am Beispiel dieses Staates ist die behauptete Unverzichtbarkeit einer angeblich christlichen Kultur unmittelbar widerlegt worden.“
    In der DDR herrschte eine atheistische Staatsdoktrin die es Religionen schwer gemacht hat sich zu erhalten und zu entfalten. Die Menschen wurden dort athistisch indoktriniert, daher ist der Atheismus da auch stärker ausgeprägt. Meine Großeltern wurden noch christlich indoktriniert, die waren sicherlich ebenso fanatisch wie sie es sind. Auf dieses Thema war ich anfangs schon eingangen, Menschen lassen sich Sozialisieren, eine eigene Meinung bildet man sich tatsächlich erst über Jahrzehnte, wobei manche Menschen dieses niemals tun, sie plappern ihr leben nur nach was ihnn vorgekaut wird.
    „Es bleibt festzuhalten, dass auch “kirchenunabhängige Christen” ohne das Machwerk der Katholischen Kirche nicht existieren können.“
    Diesen Unsinn zu wiederholen macht es auch nicht wahrer. Das Christentum hat auch schon existiert bevor es in Rom zur Staatsreligion erhoben wurde.
    „Die Zentralfigur des “Neuen Testament” ist Jesus, sein Leben und seine Botschaft bestimmen das NT, es kann OHNE IHN nicht auskommen.
    Die historische Existenz Jesus’ ist allerdings nicht belegt. Aber mit der Frage nach der geschichtlichen Person steht und fällt die gesamte christliche Lehre.“
    Es gibt Historiker die diese Figur namens Jesus bestätigen, andere bezweifeln sie. Ob es ihn in diesem Sinne, so wie er überliefert wurde gegeben hat ist M.E. nicht so wichtig. Adam, Abraham und Moses werden heute auch von den meisten Historikern als mythische Figuren gedeutet, daran sind die abrahamitischen Religionen noch nicht zugrunde gegangen.
    „Die historische Glaubwürdigkeit der im NT dargestellten Ereignisse muss gefordert werden, da sie sich im Rahmen der geschichtlichen Zeit (Hellas, Römisches Reich u.a., über die es schriftliche Zeitzeugenberichte gibt) bewegen.“
    Ich weiß ja nicht wo sie aufgewachsen sind, ich hatte neben dem Religionsunterricht jedenfalls auch Geschichtsunterricht. Die Schule ist dazu da Wissen zu vermitteln, die entscheidung was zu glauben und was nicht bleibt aber den Menschen überlassen.
    Sie haben Probleme. Wollen sie mir nun erzählen das sie bestimmen was ich als Christ für wichtig halten muss und was nicht? Wissen sie ich interessiere mich nicht nur fürs Chistentum sondern allgemein für Religionen und ich bin aus taditionellen Gründen Christ. Wär ich in der Türkei geboren dann wär ich Muslim, in Tibet eben Buddhist. Und wenn ich Bücher über Religionen lese interessiert mich der historische Gehalt nur sehr Marginal, weder hats mich interessiert wo und wann und ob überhaupt Helgi aus der Helgakvida der nordischen Edda gelebt hat, noch haben mich diese Fragen beschäftigt als ich über Arjuna in der Gita gelesen habe. Diesen Fragen haben für mich überhaupt keinen großen Wert, sondern, der Inhalt dieser Texte, seine Motive und Aussagen sind für mich von bedeutung.
    „Aber den Eindruck zu erwecken, die christlich dominierte deutsche Geschichtsschreibung sei korrekt, und es hätten eigentlich keine nennenswerten Verbrechen stattgefunden, über die man viele Worte verlieren müsste, das weist Sie doch zum Apologeten der Herrschaftsgeschichtsschreibung aus – denn Christentum bedeutet politische und geistige Herrschaft und wirtschaftliche Ausbeutung.“
    Diesen Eindruck habe ich nie erweckt. Ich bin lediglich der Meinung das Ausbutung sich nicht am Christentum festmachten lässt, sondern an der herrschenden Klasse.

    “DER REICHTUM DER KIRCHE IST BLUTGELD“
    Es steht ausser Frage das Ausbeutung unethisch ist, aber ob die Vorwürfe die sie hier anbringen Achristlich sind, das steht auf einem anderen Blatt
    Nun einerseits verballhornen sie das ganze Christentum und jetzt verlinken sie zu einer Seite von freien Christen. Das passt doch irgendwie nicht.
    „Arbeiten Sie doch erstmal die ältere deutsche Geschichte auf, namentlich die christlichen Verbrechen an Deutschen jeden Alters, Geschlechts und Erwerbs über alle Zeit!“
    Ich habe mich schon einigermaßen ausführlich mit der Geschichte befasst, da machen sie sich mal keine Sorgen Und Karl Heinz Deschner kenne ich auch, den Antikatechismus habe ich vor ca. 15 Jahren mal gelesen. Ich lehne diese Aufarbeitung der Geschichte nicht im geringsten ab, er ist mir aber ein bisschen zu Polemisch manchmal Die Kriminalgeschichte des Christentums noch nicht. Mal sehen, vllt. werd ich’s mir auch noch mal kaufen.
    Ich habe mich schon einigermaßen ausführlich mit der Geschichte befasst, da machen sie sich mal keine Sorgen.
    „Ich habe meine Wurzeln hier nirgends abgewertet. Der christliche Glaube gehört allerdings nicht zu den Wurzeln, die ich gelten lasse. Meine deutsche Herkunft ist ethnisch bedingt, es ist v.a. eine biologische Kategorie. Nur der Glaube an Jesus produziert keinen Deutschen. Ich bin Deutscher, ja. Aber ich bin deswegen kein Christ.“
    Nein, Deutscher Abstammung zu sein ist nicht gleichbedeutend mit Christ sein, das müssen sie mir nicht exrtra erkären. Aber was ist denn für sie deutsche Kultur, ich meine ausser die Kultur des Blutes die sie hier zum besten gegeben haben? Sind sie in der germanischen Artgemeinschaft, Armanen Orden oder so was?
    „Da Sie beständig eine angeblich christliche deutsche Nationalkultur anführen, können Sie diese bestimmt umschreiben,“
    Sehen sie, da verdrehen sie die Dinge wieder bewusst. Ich habe nicht von christlicher deutscher Nationalkultur oder vom christlichen Abendland gesprochen. Ich habe davon gesprochen das Christentum ein Bestandteil der deutschen Nationalkultur ist. Es mag ihnen ja ein Dorn im Auge sein, aber tatsächlich waren Deutsche über Jahrhunderte auch Christen, großenteils auch mit Überzeugung, und da hat sich das Christentum naturgemäß mit dem kulturellen Leben verbunden. Kunst- und Kulturschaffende, wie Herr Kümel beschrieb, in einem christlichen Verständnis gewirkt. Das ist aus der gewachsenen Nationalkultur nicht wegzudenken. Auch historisch wäre die Entwicklung Deutschland ohne Christentum garnicht zu verstehen, ja nichtmal Nietzsche und Deschner würden auf diese weise existieren. Nun, ich will sie auch nicht bekämpfen, nur streiten, ich finde diese Ambivalenz gut, nur sollte Staat und Schule, sie und ich sich nicht eine Deutungshoheit anmaßen und anderen ihre Meinung aufzwingen. Weder möchte ich das die Menschen hier im Land religiös, noch das sie Atheistisch indoktroniert werden, diese Entscheidung sollen die Menschen selbst treffen.
    Ich könnte ihnen nun ausführlich umschreiben was es damit auf sich. Ich könnte ihnen ausführen wie das lebendige Brauchtum in meiner Kindheit noch aussah, welchen Einfluss das Christentum auf Musik, Kunst und Literatur hatte usw. Aber das würde sie auch nicht überzeugen also spar ich mir das. Nun reichts mir aber auch. Mir ist das langsam zu müssig da immer diese langen Kommentare zu lesen und darauf zu antworten. Aber nicht das sie glauben ich gebe mich hier geschlagen, bei einem Bier oder so würde ich mich gerne weiter mit ihnen darüber unterhalten.

  139. @Dave: ja, ja, so geht’s mir auch. Auch Ihr Kommentar ist mir
    viel zu lange.
    Andererseits bewundere ich immer unsere Mitdiskutierer, mit welchem Aufwand sie immer ihr ganzes historisches, theologisches, philosophisches etc. Wissen hier aufbieten.
    Man könnte direkt Minderwertigkeitskomplexe bekommen
    (grins)!

  140. @ JE: „Das geht gar nicht!“ ???

    Besuchen Sie mich doch (es gibt auch ein Bier) und schalten Sie den Kasten selber an.

    Seit eben ist es übrigens anders:
    Der Kasten um die Texte ist weg, alle Texte sind lesbar.
    Neue Gestaltung?

  141. @ Gunther Kümel

    Gibts ein Buch bestimmtes Buch das sich mit dieser Transzendenzphilosophie beschäftigt welches sie empfehlen können?

    @ Wildvöglein:

    Werde ich mir mal merken, hab mir eine Rezension durchgelesen, klingt auch sehr interessant das Buch!

    @ Bruno:

    Ja mir auch, aber wenn man einmal angefangen hat.

  142. @ Dave „Buch?“

    Es gibt massenhaft Literatur zu diesem Thema. Eigentlich ist es eine Trivialität. Der Christ definiert Gott (Dreifaltigkeitslehre) als „GEIST“. Wenn man sich darunter nicht ein Gespenst vorstellen möchte, oder diese Tatsache für eine unmaßgebliche Floskel ohne weitere Bedeutung hält, dann kann man sich unter dem Element des Göttlichen Geistes nur das vorstellen, was bereits im AT ausgesprochen ist: Erkenntnis. Das Nachdenken darüber, was es bedeutet, daß ein biologisches Wesen über sich hinauswächst, indem es die Fähikeit zur Erkenntnis entfaltet, das nennt man Transzendenzphilosophie.

    In der Genesis steht: „Ihr werdet sein WIE GOTT, ERKENNEND…“ Gottes tiefstes Wesen ist also selbst für das AT die Erkenntnis. Und warum ist „die Frucht der Erkenntnis“ im Judaismus eine verbotene Frucht? Jahwe verbietet dem Menschen die Erkenntnis, weil die Erkenntnis dem Menschen Göttlichkeit verleiht.

    Jürgen Lambrecht, „Transzendenz“ 978-3-8260-4885-2

    Die Erkenntnisfähigkeit des Menschen existiert in ihm selbst, nicht in einem Nirwana-Jenseits. Wird man des Wunderbaren der Erkenntnisfähigkeit inne, so begegnet man dem „Geist“ in sich selbst. Wäre „Gott“ in einem Jenseits, dann hätte er an der Schwelle zum Diesseits eine Grenze.

    Selbstverständlich ist die beste Quelle für das Thema „Geist, Gott, Transzendenz“ Hegel. Aber Hegel mit Gewinn zu lesen ist eine Sysiphusarbeit.

  143. @ Dave sagt:
    September 22, 2012 um 15:15

    „und ich finde es falsch aus einem Zeitgeist heraus da das Kind mit dem Bade auszuschütten indem man z.b. christliche Feiertage abschafft.“

    Ich vertrete nicht den Zeitgeist. Sie werden von mir kein Bekenntnis zur BRD oder zur herrschenden Wirtschaftsweise (nur Beispiele) lesen.
    Aber ich verstehe was Sie damit meinen. Das real existierende Staatschristentum ist Ihnen zu defensiv, Sie sehen es von allen Seiten bedroht, auch von Einflüssen, die aus dem Staatsapparat, den gesellschaftlichen Organisationen und den Medien selbst ausgehen.
    Auf den Punkt gebracht: Sie wollen zurück zu mehr Christentum in Staat und Gesellschaft, ich hingegen lehne generell die institutionelle Verankerung des Christglaubens ab und befürworte die vollständige Trennung – den Laizismus.
    Aus diesem Grunde ist auch keine gemeinsame Basis in dieser Frage gegeben .
    Aber verstehen Sie, dass Kritik an der Institution Kirche und ihren geistigen Inhalten spätestens seit Jacques-René Hébert,
    „Den Papst an die Laterne, die Pfaffen in die Klapse!“(Schriften zu Kirche und Religion 1790-1794) nicht als zeitgeistig im Sinn einer gegenwartsbezogenen, vorübergehenden Erscheinung bezeichnet werden kann.

    „Wieso sollten diese (christlichen Feiertage, Anm.) abgeschafft werden? Das wäre für mich eine Verarmung des kulturellen Lebens und Charakters in Deutschland. Denn diese Feiertage sind nicht bloß eine Frage des religiösen Bekenntnisses, es ist auch Tradition und Brauchtum, also auch Kultur, teils germanischer teils christliche Natur, verstehen sie das nicht?“

    In der Trennung von Staat und Kirche kann es selbstverständlich keine vom Staat ausgerufenen religiösen Feiertage für alle(!) Deutschen geben.
    Niemand hindert Christen daran ihre Gedenktage zu begehen, aber bitte ohne die hohe Weihe eines gesetzlich festgelegten und damit auf alle(!) Deutschen verbindlich wirkenden christlichen(!) Feiertags, dessen konkreter Inhalt die Geburt Jesus‘ ist.

    Das Christfest (oder christliche Weihnachten genannt) ist nach seinem Inhalt vollständig christlich und nach seiner heutigen Form vorwiegend christlich ausgeprägt, die ursprünglich heidnischen Inhalte und Formen sind von Christen bekämpft und erfolgreich in die Vergessenheit gedrängt worden:
    Über die Rauhnächte
    http://www.nexusboard.net/sitemap/12943/die-rauhnachte-t498/

    „Sagen sie mir: Wozu bedarf es denn einer christlichen Reqonquista um die von ihnen genannten Prozesse einzuleiten? Wozu brauch es noch einen Kreuzzug? Der fdgo-zug hat sich doch wunderbar etabliert, ist auch eher was für Atheisten und Demokraten, Humanisten und Menschenrechtler. Sehen sie die Grünen und Neulinken doch mal an, die brauchen kein Christentum um Imperialismus und Angriffskriege zu legitimieren. Nur weil ich Demokrat bin heißt das nicht das ich diesem Demokratiezug beipflichte, ebenso wenig muss ich als Katholik einen Glaubenskrieg unterstützen.“

    In einer Situation, wo die Herrschenden zunehmend weniger Akzeptanz vonseiten der Massen erfahren, und solange sie diese Akzeptanz noch brauchen (etwa um den Schein von der Volksherrschaft = Demokratie aufrechtzuerhalten), kann ihnen ein verstärkt wiedererwecktes Christentum (die Reconquista) tatsächlich eine Hilfe sein. Es fällt auf, dass das Christentum als einziges traditionelles Element der deutschen Volksgeschichte in der BRD vergleichsweise geschont wird; es hat im Prinzip die alte Rolle der Vorkriegszeit beibehalten dürfen, und kirchliche Würdenträger müssen lediglich das tun, was sie seit jeher auch taten – sich opportunistisch dem fahrenden politischen Zug anpassen. Alle anderen Werte, auf denen Deutschland traditionell fusste (die Agrarkultur, die Familie, das Bekenntnis zur geschichtlichen Kontinuität des Deutschen Reichs u.a.) ist erfolgreich beseitigt. Als eingeführtes traditionelles Element kann nun dem Christentum die Aufgabe zukommen, den Deutschen (u.a. Europäern) die Illusion von Kontinuität und Identität in einem Europa zu vermitteln, das soeben dahin kommandiert wird seine gewachsenen Ethnien aufzugeben und seine alten Nationalstaaten selbst abzuschaffen. Die Veränderung der Europäer infolge massenhafter Zuwanderung ist EU-Staatsprogramm, sie ist seit Jahrzehnten im Gange und wird unweigerlich zur allseitigen Auflösung der alten Völker führen. Zugleich nimmt die Bedeutung der nationalen Regierungen u. Institutionen ab, die Massen werden auf immer weniger durchschaubare Weise von Oben geführt, und sie fühlen sich immer weniger „zuhause“. In einer kritischen Situation können die Herrschenden auf das Christentum zurückgreifen und sagen: >Seht, es ist alles in Ordnung. Das ist eure Kultur. Wo eure Kultur herrscht, da seid ihr daheim.< Dass diese christliche Allerweltskultur mit Deutschtum nur noch soviel zu tun hat, dass man noch deutsch spricht, das wird den Meisten erst dann aufgehen, wenn es bereits zu spät ist. Die Aufgabe der christlichen Reconquista bestünde also in der Aufrechteraltung des Scheins, und natürlich würde sie praktisch eine gewisse Aufwertung des Christentums in Staat und Gesellschaft mit sich bringen; sie würde zweifellos den Druck auf Alle, die sich dem religiösen Wahn verschliessen, enorm erhöhen.

    Allgemein fällt mir auf, dass Sie Nichtgläubig sein oder Atheist sein mit einer bestimmten politschen Haltung gleichsetzen, die eher "links" zu verorten wäre.
    Ich darf Sie daran erinnern, dass führende Politiker aus der Grünen Partei (Beispiel) auch Kirchenfunktionäre sind – Sie kennen Katrin Göring-Eckhardt? http://de.wikipedia.org/wiki/Katrin_G%C3%B6ring-Eckardt
    Ihre angedeutete Gleichung Links = Imperialistisch ist in Teilen richtig, das zionistische Moment der inzwischen staatstragenden Linken wirkt unverkennbar. Es gibt allerdings auch Linke, die sich nicht einverleiben lassen, die sind keine Zionsten und tatsächlich meistens Atheisten.
    Dass es haufenweise Rechte gibt, die inzwischen die zionistische Klaviatur rauf- und runterspielen, haben Sie hoffentlich auch schon mitbekommen?
    Insoweit ist für mein Verständnis der alte Links-Rechts-Begriff, der immer noch seine spalterische Funktion dabei erfüllt die Massen zu trennen statt dass sie sich auf Gemeinsamkeit verständigen, überholt und überflüssig. Ich gebe aber zu, er wirkt leider noch viel zu sehr.

    "Leider vollzieht sich selbst hier in der Provinz eine zunehmende Verarmung des Brauchtums und des Gemeinschaftswesens. Was Jahrhunderte bestand gehabt hat, teil des gesellschaftlichen Lebens war, in ein-zwei Generationen hinweggefegt. Weil es offenbar zunehmend opportun wird die deutsche Kultur ganz und gar an ihren Wurzeln zu packen und herauszureißen. Nein das kann ich nicht gutheißen, da sind sie meiner Meinung nach ebenso Dogmatisch und Autoritär wie sie es anderen Vorwerfen"

    Was Sie beschreiben ist jetzt… wessen Schuld. Die von einigen Atheisten, die keine Macht besitzen und Dinge wie ich schreiben?
    Ich darf Sie nochmals daran erinnern, dass Ihre Kirchen voll funktionsfähig sind, dass der Glaube an Jesus Christus eine öffentliche Reputation hat wie nicht der bekannteste Kirchenkritker (Deschner) oder irgendein einsamer neuheidnischer Kultus, und dass deutsche Kirchenfunktionäre auch Mitglieder des Staatsapparats sind oder bei ihm jederzeit Gehör finden.
    Wollen Sie ausdrücken, dass es nur dem mangelnden Verständnis für den christlichen Glauben zuzuschreiben ist, dass die von Ihnen richtig angedeuteten Probleme überhaupt bestehen?

    "Eine ernstzunehmende Belästigung durchs institutionelle Christentum gegen Nichtchristen findet meiner Meinung nach nicht statt in Deutschland."

    Das institutionelle Christentum (dessen Bestehen Sie nunmehr wiederholt zugeben) bedeutet die Bevorrechtigung eines bestimmten religiösen Kults gegen alle anderen, es ist die "Verstaatlichung" eines Glaubens, der privat (d.h. in den interessierten Kreisen) gelebt werden sollte, und es bedeutet die Haftbarmachung aller(!) arbeitenden Deutschen für einen Kult und seine Kirchen, obschon sie damit nicht allgemein konform gehen.
    Noch einmal, denn dies ist ja ein politischer Blog, oder? Es geht auch um's Zahlen für die Kirchen, und es geht bei den folgenden Zahlen nicht um Kirchensteuer:
    Die Kirche und unser Geld
    http://www.kirchensteuer.de/

    "Sie regen sich auf als lebten sie in der Gesellschaft des 16ten Jahrhunderts, offenbar sind ihnen die Gegebenheiten hierzulande einfach zu selbstverständlich. Weshalb sie sooo Besessen daher reden geht mir echt nicht in den Kopf."

    Ich weiss in welchem Jahr ich lebe! Wenn wir nur mal beim Thema der Kirchenfinanzierung bleiben: Wie normal oder ungeheuerlich ist das, wenn ein Staat alle(!) seine Bürger (unabhängig von ihrem Glauben, und ob sie eingeschriebene Amtschristen sind oder nicht) zur Kasse bittet, damit es den Pfaffen weiterhin so gut geht wie im Mittelalter, als sie besonders hemmungslos das gemeine Volk ausplünderten? Genau das macht die BRD in exakt der inhaltlichen Nachfolge zu fast allen deutschen Vorgängerstaaten, von denen sie bloss sonst (wenn es nicht um Kirchen geht) nichts wissen will:
    DAS STAATSROSS UND SEIN KIRCHLICHER REITER
    http://www.theologe.de/kirche_staat.htm

    Alles was ihnen dazu einfällt ist auf vermeintliche persönliche Defizite bei mir abzustellen. Und so ein Müll ist dann für Sie der bei mir angemahnte "sachliche Diskurs"? Zitat Dave:
    "Niemand hindert sie daran in ihrem Garten einen Harg zu errichten und ein Blot abzuhalten, mit ner Trommel durch den Wald zu spazieren und Harre Krishna zu singen, Radikal-Antitheistische Parolen zu verbreiten oder einen Mundschutz zu tragen und mit nem Besen vor sich herzufegen um keine Insekten zu töten. Nur mit nem unbedeckten Zipfel herumzustolzieren, da hört der Spaß dann in Deutschland auf, da kommen sie dann unter Umständen in Behandlung oder bekommen ne Strafanzeige wegen Exhibitionismus oder so was. Also machen sie mal halblang und bemühen sie sich um einen sachlichen Diskurs."

    @ rubo September 23, 2012 um 10:22
    "@Heider:
    Was hat denn z. B. das AT mehr an wissenschaftlich belegter Wahrheit?"

    Na, fast nichts! Und weshalb geht die Frage an mich? Das fragen Sie mal die hier diskutierenden Christbrüder. Fragen Sie sie, was das Alte Testament, das Teile der jüdischen Volksgeschichte widergibt, die in etwa stimmen, und das andernteils auf Phantasien beruht, wie sie nur religiöse Irre finden können, in der christlichen Bibel zu suchen hat, die sie uns ganze Zeit als irgendwie deutsches Nationalprodukt verkaufen wollen. Stellen Sie einfach mal die Frage, was die Geschichten von Abraham, David und der Babylonischen Gefangenschaft der Juden mit der Geschichte der Vorfahren der Deutschen u.a. Europäer zu tun haben, und weshalb deutsche Schulkinder mit diesen Geschichten, in denen Jesus gar nichtmal vorkommt, konfrontiert werden.

  144. @ Dr. Gunther Kümel September 23, 2012 um 10:23
    „ABER:
    Die Ursprungsgeschichte des Christentums hat mit der heutigen Gestalt dieser Lehre überhaupt nichts zu tun!“

    Dann nennen Sie die Quelle, d.h. wo „die Ursprungsgeschichte“ geschrieben steht!

    „Das Christentum heute muß als Transzendenzphilosophie aufgefaßt werden (siehe mein Beitrag an Wildvögelein!), und es ist unerheblich, ob Jesus diese Lehre erfunden hat, oder die Landeskinder Mittel- und Nordeuropas.“

    Das sagten Sie auch schon einmal @ meine Adresse, und dazu gab es diese Antwort:
    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/09/18/hetze-gegen-mohammed-und-gegen-christus/#comment-52258

    Es kann ja sein, dass Sie mit der eigenen Interpretation einen Weg gefunden haben mit dem Christentum zu leben. Die Aufforderung an Andere sich dem anzuschliessen ist jedoch ein untaugliches Zauberkunststück:
    Es versagt vor der rauhen christlichen Wirklichkeit, d.h. vor der Lehre und der Institution.
    Wohl stellt es ab auf die reine unbefleckt Mythologie, aber es setzt ebenso voraus, dass man „die Erkenntnis“ im nicht näher definierten Urchristentum sucht und nur dort finden kann.
    Im Hinblick auf die Vielheit der religiös motivierten Erklärungsmodelle zum Bestehen von All, Welt, Mensch und alle Natur, ihrer inneren Ordnung und auf die Zyklen von Werden und Vergehen, die vielleicht eine Rolle spielen, ist das für jeden aussenstehenden Betrachter anmassend.
    Im Hinblick auf die Struktur christlicher Erklärungsmuster muss man doch sagen: sehr einfach gedacht – sie erklären nichts. Katastrophal sind allerdings die implizierten Verhaltensvorschriften: Ehrfurcht, Demut, Dienerschaft vor und gegenüber einem Gott (bei Ihnen: der „Heilige Geist“ – eine Versachlichung, die stets zum menschlich ausgedachten personalen Gott als Urheber des Geistes zurückkehrt), der auf einer ganz anderen Ebene völlig entrückt existiert und dem Fragenden keine Antworten gibt aber Forderungen an ihn stellt.
    Religion ist immer Menschenwerk, sie ist eine mehr oder minder beachtliche intellektuelle Leistung vor dem Hintergrund materieller Lebensumstände, die ausser Acht zu lassen nur dem religiösen Fanatiker einfällt. An dieser Stelle wird das Christentum notwendig versagen. Denn es kann den Massen heute nicht wirklich darlegen, weshalb sie glauben sollten und es keine andere Möglichkeit für sie gibt als zu glauben.

    In einer früheren Antwort haben Sie von den „christlichen Grundwerten“ geschrieben, die man – sinngemäss zitiert – durchaus nicht von der geschichtlichen Existenz Jesus‘ abhängig machen müsse, die also trotzdem bestünden.
    Meine Frage bleibt: Welche sind das, wo stehen sie (evtl. nachlesbar), und weshalb heissen sie christlich, wenn sie nicht notwendig von Jesus Christus abzuleiten sind?

    @ Joachim Bullinger September 23, 2012 um 12:44
    „Ach, Unsinn. Das (der strafende und belohnende Bibelgott, Anm.) ist die falsche Lehre der paulinischen Kirche. Die Sie doch ablehnen, oder? Weshalb reproduzieren Sie sie dann?“

    Wie an anderer Stelle bereits ausgeführt kann ich nichts dafür, dass ihr Christen eine Bibel habt, mit der ihr nicht einverstanden seid, und eure kirchlichen Führer die angeblich wahre Überlieferung des Heilands dauernd verfälschen. Mir vorzuwerfen ich „reproduzierte“ die schlechten Inhalte ist angesichts der millionenfachen Verbreitung der Christbibel über die Zeit und der dauerpraktizierten christlichen Gegenwartsdogmen ziemlich blöd.

    „Und selbst wenn die Christus-Erzählung ein Märchen war, was macht das denn für einen Unterschied? Selbst wenn Rumpelstilzchen eine Wahrheit ausspricht, wird sie dadurch nicht falsch sondern bleibt wahr.“

    Nur dass man das mal versteht, was Sie meinen: Ob die Bibel stimmt oder nicht ist völlig egal – Hauptsache man glaubt dran.
    Das ist doch mal ein echt christliches Credo! Und da wundern Christen sich, dass man ihren Kult nicht freiwillig mitmacht?

    „Jahwe (der vermutlich mit Allah identisch ist?) war ein Vulkangott.“

    JHWH und „Allah“. Um das mal abzurunden – die nächsten Gespenster aus dem Hause Abraham. Es kann ihnen ja folgen wer will, Atheisten und Heiden werden es vermutlich auch in höchster Bedrängnis nicht tun.

    „Und diese Botschaft geht alle (!) an, die sich in dem phantasmatischen Teufelskreis von Sünde, Schuld und Strafe bewegen und da gerne herauskommen würden, es aber aus eigener Kraft nicht schaffen.“

    Von welcher „Sünde“ und „Schuld“ sprechen Sie eigentlich. Habe auch ich was damit zu tun?

  145. Korrektur @ Dr. G. Kümel
    „Es kann ja sein, dass Sie mit der Interpretation einen Weg … Die Aufforderung an Andere … ist jedoch ein untaugliches Zauberkunststück: „Denkt euch nur euren Teil und vergesst den restlichen!“

    @ Dave September 23, 2012 um 14:46,
    letzter Absatz.
    Kein Problem, Sie verlassen das Schlachtfeld mit voller Ehre und natürlich auch mit Waffe am Koppel…

    Sofern Sie auf meinen späteren, z.Zt. noch unmoderierten Beitrag noch antworten wollen, steht Ihnen das zu. Ich werde meinerseits dann nicht mehr schreiben.
    Weiss ja, dass Christen immer gern das letzte Wort haben… xD

  146. @ Heider

    Daß ich erkenne, was das Christentum ist, das stimmt. Und es kann keinem schaden, dies zu erfahren. Aber, daß ich nahelegen würde, Christ zu werden, das ist ein ganz grobes Mißverständnis!

    Ich zweifle sehr, ob einer mich selber als Christen bezeichnen würde, getauft bin ich jedenfalls nicht, und wo in Dokumenten eine Konfession steht, da ist bei mir „keine“ eingetragen. Wisssen Sie, als ich geboren wurde, waren Staatstreue, Kommunisten, Wissenschaftler und Juden oft atheistisch gesinnt; ich habe lange gebraucht, einzusehen, daß es die intellektuelle Redlichkeit gebietet, daß ein Atheist sich einen Begriff davon macht, was das ist, was er zu „glauben“ ablehnt.

    Ich lege allerdings nahe, sich mit Transzendenzphilosophie zu befassen. Man muß ja keinesfalls religiös sein, um sich darüber zu verwundern, daß ein biologisches Wesen die Fähigkeit zur Erkenntnis haben kann. Wer auf der Welt hat sowas schon?!

    Ich kann Ihnen nicht beipflichten, daß in der „brd“ die christlichen Kirchen viom Staate her irgendwie gefördert würden, wenn man von der Kirchensteuer (Konkordat 1934) absieht, die es ansonsten nirgends auf der Welt gibt.
    Und die Trennung von Religion und Staat ist ein sehr anerkennenswerter Grundsatz. Daß im Frühjahr und um die Wintersonnenwende Feiertage eingerichtet sind, die auch für Atheisten gelten, ist keine Förderung des Christentums. Dieser Umstand liegt einfach daran, daß bei der Einrichtung der „brd“ durch die Alliierten ein Großteil der Bewohner von Trizonesien christlich war. Es wäre für einen Unternehmer nachteilig, wenn an Weihnachten 95% der Belegschaft feiern würde und nur die Atheisten am Arbeitsplatz aufschienen.

    Zu begrüßen, daß Sie das Rechts-Links-Schema für überholt ansehen. Allerdings sollten Sie auch bedenken, daß einer kein Rechter (mehr) ist und sein kann, der die Jerusalemer Erklärung unterzeichnet und den zionistischen Leierkasten bedient.

  147. Heider sagt:
    September 23, 2012 um 23:42

    @ Joachim Bullinger September 23, 2012 um 12:44
    “Ach, Unsinn. Das (der strafende und belohnende Bibelgott, Anm.) ist die falsche Lehre der paulinischen Kirche. Die Sie doch ablehnen, oder? Weshalb reproduzieren Sie sie dann?”

    Wie an anderer Stelle bereits ausgeführt kann ich nichts dafür, dass ihr Christen eine Bibel habt, mit der ihr nicht einverstanden seid, und eure kirchlichen Führer die angeblich wahre Überlieferung des Heilands dauernd verfälschen. Mir vorzuwerfen ich “reproduzierte” die schlechten Inhalte ist angesichts der millionenfachen Verbreitung der Christbibel über die Zeit und der dauerpraktizierten christlichen Gegenwartsdogmen ziemlich blöd.

    “Und selbst wenn die Christus-Erzählung ein Märchen war, was macht das denn für einen Unterschied? Selbst wenn Rumpelstilzchen eine Wahrheit ausspricht, wird sie dadurch nicht falsch sondern bleibt wahr.”

    Nur dass man das mal versteht, was Sie meinen: Ob die Bibel stimmt oder nicht ist völlig egal – Hauptsache man glaubt dran.
    Das ist doch mal ein echt christliches Credo! Und da wundern Christen sich, dass man ihren Kult nicht freiwillig mitmacht?

    Na gut. Sie wollen (!) mißverstehen. Oder – schlimmer noch – sie täuschen ein Mißverständnis vor. Da wird der Dialog dann immer weniger sinnig und nur noch ermüdend für mich.

  148. KAUM EINER, der die Freiheit verteidigt, einen solchen Film zu produzieren und vorzuführen, weiß, was eigentlich gespielt wird.
    Ob der Film verboten werden müßte, wird sofort klar, wenn man überlegt, was bei einem antijudaistischen Haßfilm fällig wäre. Der pakistanische MP Ashraf: „Wenn die Bestreitung des Holocaust eine Straftat ist, dann dürfen Muslime verlangen, dass die Verunglimpfung und Beleidigung der heiligsten Persönlichkeit des Islam ebenfalls als Straftat verfolgt wird.“ (cbc.ca/news, 21.09.2012)

    Der Film ist eben NICHT ein eher harmloser islamkritischer Streifen, in dem so nebenbei auch Tatsachen erwähnt würden, die die Persönlichkeit Mohammeds betreffen.

    Es handelt sich vielmehr um ein von jüdischen Kreisen gezielt produziertes Haßvideo übelster Machart, das ganz bewußt zu Gewalthandlungen anstacheln sollte. Es handelt sich nicht um „Beleidigung“, sondern um propagandistische Kriegshetze!Es bleibt aber zweifelhaft, ob die Gewalt derart anschwellen wird, um das sich gegen einen Militärschlag gegen den Iran wehrende US-Oberkommando doch noch in den von Israel so sehnsüchtig verlangten Krieg gegen Iran prügeln zu können.
    http://globalfire.tv/nj/12de/politik/der_mohammed_anschlag.htm

    Mohammed wird in dem Streifen als ein sexgieriger Mörder, Islam als eine verkommene Religion dargestellt. Mohammed wird in einer Szene als Sklave seiner Herrin zum Oralsex gezwungen. In einer anderen Szene plant er einen Angriff, bei dem alle Männer getötet, alle Frauen „gefangengenommen“ und alle Häuser geplündert werden. Auf die Nachfrage eines Anhängers, was sie denn mit den Kindern machen sollten, antwortet der Prophet-Darsteller: „Du weißt ja, einige von uns bevorzugen Kinder …“,ihr könnt mit ihnen machen, was ihr wollt!“

    „Als Regisseur hat sich Sam Bacile zu erkennen gegeben, ein israelischstämmiger US-Bürger.“ (Die Welt, 13.09.2012, S. 8). Guardian, guardian.co.uk, 12.09.12: „Mohammed-Film: Israelischer Regisseur taucht nach Protesten unter. Sam Bacile … beschreibt den Islam als ein Krebsgeschwür.“

  149. lieber jürgen, alles wieder in ordnung! meine frage an dich zur altersarmut steht noch, du weißt ja, ich beantworte auch alles! macht doch mal einen beitrag im magazin dazu!

  150. @JE:
    Sorry, hab Ihre Frage zum Neuen Design eben erst gelesen
    Das neue Design funktioniert auch im Thunderbird einwandfrei 🙂

  151. Mensch, Doktor Krümel …ähäm … nun wisch‘ Er sich doch erstmal den Schaum vom Mund !
    Und wenn Sie dann mal tief durchatmen und innehalten, dann wird Ihnen sicherlich auch dämmern, dass da ein nicht unerheblicher Unterschied besteht zwischen der Strafbarkeit einer Holocaust Leugnung und der absoluten Zulässigkeit dieses Videos : die Leugnung des Holocaust bedeutet die Leugnung eines realen Völkermordes, der das Leben von Millionen ganz realer Menschen gekostet hat – soviel Dummheit und/oder Heimtücke hat wahrlich Strafe verdient … Das Video hingegen macht sich über einen fiktiven Charakter namens Mohammed lustig – fiktiv für alle Andersgläubigen, Agnostiker oder Atheisten. Und ein fiktiver Charakter ist definitiv nicht beleidigungsfähig. Das mögen nun alle, die den imaginären Charakter anbeten, respektlos finden – ein Straftatbestand ist es trotzdem nicht. Religion ist nun mal ausser Streit gestellt – und so soll es bitteschön auch bleiben – deshalb zu Recht kein Verbot des Videos. Und was das von Ihnen angesprochene „bewußt zu Gewalthandlungen anstacheln “ angeht – nun, schuldig ist am Ende noch immer, wer sich anstacheln lässt. Mich stachelt seit geraumer Zeit eine Perlenkette in einer gewissen Juweliersauslage an, doch wage ich zu bezweifeln, dass sich diese Verteidigungsstrategie bewähren würde, sollte ich der Provokation nachgeben und morgen die Fensterscheibe einschlagen … In diesem Sinne, immer schön locker bleiben und lassen Sie sich zu nichts (aber auch gar nichts!) anstacheln …

  152. @Heider Sept.23. um 23:12:
    Dann war meine Kritik unberechtigt, weil ich Ihren äußerst langen (wie meistens) Beitrag nicht genügend studiert und dadurch mißverstanden habe. Ihrem letzten Beitrag muß ich zustimmen.

  153. @ Dr. Gunther Kümel September 24, 2012 um 08:04

    Ihre „intellektuelle Redlichkeit“ ist natürlich zweckgerichtet. Sie phantasiert wohl den Heiligen Geist aber schaltet sich vollkommen ab, sobald es gilt mit den Füssen auf dem Boden der Tatsachen zu stehen – bei der Betrachtung der Kirche des „Herrn“. Die dafür massgeblichen Gründe werden Sie kennen. Jedenfalls erscheint auch Ihr letzter Beitrag als reine Ablenkung vom Eingemachten:

    „Ich kann Ihnen nicht beipflichten, daß in der “brd” die christlichen Kirchen viom Staate her irgendwie gefördert würden, wenn man von der Kirchensteuer (Konkordat 1934) absieht…“

    Das ist eine absolut wahrheitswidrige Aussage! Der automatische Einzug der Kirchensteuer (= Mitgliedsbeitrag für eine Kirche) durch den Staat ist nur ein vergleichsweise winziger Teil der vertraglichen Abmachungen des Staats mit seinen Kirchen. Kirchensteuer heisst nur, dass der Staat eine unentgeltliche Tätigkeit zum Wohl der Kirchen vollzieht, die er praktisch auf die Unternehmer abwälzt, die dafür nämlich keinen Cent erhalten. Sie (die Kirchensteuer) steht auch nicht im „Konkordat“, sondern in div. Bundesgesetzen, die auch auf die Weimarer Verfassuung von 1919 zurückgehen – Einzelheiten u. Querverweise hier:
    Kirchensteuer (Deutschland)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_%28Deutschland%29

    Die ganze unglaubliche Bevorrechtigung der Katholischen Kirche steht im „Konkordat“ von 1933 – ähnliche Abkommen (natürlich ausser die beiderseitige diplomatische Anerkennung wie zum Vatikan) bestehen mit den evangelischen Landeskirchen:

    „Gesetz zur Durchführung des Reichskonkordats

    vom 12. September 1933.

    durch den Art. 123 Abs. 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (BGBl. S. 1) als Landesrecht fortgeltendes Recht.
    (wird von einigen Bundesländer bestritten, vom Vatikan und der Bundesregierung jedoch anerkannt; in einzelnen Verträgen zwischen dem Vatikan und den Bundesländern seit 1949 wurde auf das Reichskonkordat kein Bezug genommen !!!)“
    http://www.verfassungen.de/de/de33-45/reichskonkordat33.htm

    Die rechtliche Stellung der grossen Kirchen (die der Jüdischen Gemeinden übrigens gleich mi, die Moslemkirchen werden wohl bald dazukommen), aus denen sich ihre Rechte und Vorteile speisen, ist die von „Körperschaften des Öffentlichen Rechts“. Was das wirklich heisst kann man nachlesen:
    „Rechtsfolgen des Status der Körperschaft öffentlichen Rechts für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften“
    http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Standardartikel/DE/Themen/PolitikGesellschaft/ohneMarginalspalte/Rechtsfolgen_der_Koerperschaftsanerkennung.html?nn=268184

    Unter anderem setzen Kirchen eigenes Recht, das Kirchenrecht, http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenrecht .
    In kirchlichen Betrieben bedeutet das bspw. die Aushebelung der gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmngen oder des Streikrechts zu Lasten der Mitarbeiter.

    Für alle(!) Deutschen, ob sie Christen sind oder nicht, bedeutet die Stellung der Kirchen sich an ihrer Finanzierung beteiligen zu müssen, und die Kirchenfinanzierung geschieht eben nur zum kleineren Teil aus den Mitgliedseinnahmen der sog. Kirchensteuer.
    Arbeiten und Knechten ohne Ende, damit es den Dogmatikern und Pfaffen immer gut geht – ein Staat sorgt stets für sie, und wie!

    „17 Milliarden DM haben die beiden Kirchen an Kirchensteuern eingenommen. Die gleiche Summe noch einmal aus Entgelten, Spenden, Zuschüssen und Zinsen aus Vermögen.
    Zu diesen 34 Milliarden legt der deutsche Staat noch zusätzliche 39 Milliarden DM darauf, indem er mit 19 Milliarden konfessionelle Einrichtungen und Tätigkeiten finanziert oder bezuschusst: konfessionelle Kindertagesstätten , Konfessionsschulen, Militärseelsorge, Ausbildung des theologischen Nachwuchses, Erteilung des christlichen Religionsunterrichtes.
    Weitere 20 Milliarden DM sind Einnahmen, auf die unser Staat zugunsten der beiden Kirchen verzichtet. Allein die volle steuerliche Absetzbarkeit der gezahlten Kirchensteuer von der Einkommensteuer bedeutet einen Einnahmeverlust von 6,8 Milliarden DM Steuereinnahmen. Die Kirchen (und ihre Werke und Einrichtungen) sind als Körperschaften des öffentlichen Rechts von allen Steuern und Gebühren befreit.
    In diesen Summen sind das Diakonische Werk und die Caritas noch nicht berücksichtigt, die vollständig aus öffentlichen Geldern finanziert werden.“
    http://www.carstenfrerk.de/journalistisches_k.htm#mehr

    „Und die Trennung von Religion und Staat ist ein sehr anerkennenswerter Grundsatz.“

    Aber ja. Wie man aus vorgenannten Verweisen sehen kann, besteht auch überhaupt keine staatliche Förderung der Kirchen aus den Mitteln, die zuvor alle arbeitenden Deutschen jedes Mal erwirtschaften müssen. *ironie aus

    Und siehe da – wenn es um das geliebte Christentum geht, dann stimmen auch vermeintliche Kritiker der herrschenden neudeutschen Geschichtsdoktrin ab 1945 wie Dr. Kümel unvermittelt das hohe Lied auf das GG an, das es selbst so ausdrückt: „Es besteht keine Staatskirche“ (Art. 137)

    Das kann zwar schon beim ersten näheren Augenschein nicht ernsthaft gegen die Wirklichkeit bestehen, aber die Lüge, die Heuchelei, das Kalkül der Macht und die alles zukleisterenden Dogmen aus gut 1700 Jahren gehören zu den Dienern des HERRN wie die Hostie und der Kelch mit Wein zum Heiligen Abendmahl.
    In diesem Sinne bitte auch ein drittes christliches Jahrtausend lang so weitermachen wie bisher –

    HALLELUJAH !

  154. @ o.s.
    „Man wird überall die Freunde treffen!“

    @ rubo
    Danke.

    @ J. Elsässer
    dito, für Gastfreundschaft und Geduld mit lg. Texten…

  155. Wegen meines in den schwarzen Löchern des Cyberspace entschwundenen Beitrags @ Jenny zitiere ich ‚mal die Katholen zur Neufassung von Art. 5:

    ((bitte die Blogregeln beachten…. der Hausmeister))

  156. Jenny:
    Ich bin kein Moslem, oder (sonstige) JHVH-Gläubige, doch die Existenz der historischen Person Mohammed scheint mir (wie vielen Nicht-Moslems) durchaus wahrscheinlich. Es ist absolut pietätlos und widerwärtig, das Andenken eines Verstorbenen mittels übler Nachrede/Verleumdung in den Schmutz zu ziehen, erst recht, wenn es aus den hier augenscheinlich vorliegenden besonders niederen, schwerstkriminellen und hinterlistigen Motiven geschieht und in dieser extremen, geradezu bösartig provozierenden Art. Würden sie Schundfilmchen mit Lügen über ihre toten Geschwister/Kinder/Eltern oder Ghandi ebenfalls verteidigen? Ich denke, bei ihnen wird das vermutlich eine Frage des Preises sein, aber würden sie es OHNE Bezahlung auch tun?

    „(…) Heimtücke hat wahrlich Strafe verdient.“
    Ganz recht, Jenny. Wollen wir die Daumen drücken, dass sie endlich auch bestraft wird 🙂 ?

  157. @ Heider

    Was Sie über die „Bevorzugung“ der christlichen Kirchen sagen, ist an jedem Punkte schief und im Ergebnis deshalb falsch.

    Ein Beispiel:
    Der Staat zahlt den Kirchen einen Zuschuß zu gemeinschaftsnützlichen Einrichtungen, wie beispielsweise zu kirchlichen Kindergärten. Damit werden nicht die Kirchen bezuschußt, sondern die Aktivität, einen ordentlichen Kindergarten hinzustellen. Diese Einrichtungen unterliegen staatlichen Regelungen und staatlicher Aufsicht. Im Urteil der Eltern, die ihre Kinder dort hinschicken (ich gehörte nie dazu), ist dieser Kindergarten auch brauchbarer als jene (staatlichen) Einrichtungen, in denen Cohn-Bendits Frühsexualisierung und Schwulenmission, oder weiland Diskussion über den Vietnamkrieg betreiben, gegen gute Bezahlung durch den Staat!

    Ein anderes Beispiel. „Kirchenrecht“:
    Das Kirchenrecht ist das „Vereinsrecht“ der Kirchen. Selbstverständlich darf dieses „Recht“ nicht staatliche Bereiche regeln, sondern etwa, wie der Konvent in einem Kloster einberufen wird.
    Ausnahmeregelungen für kirchliche Einrichtungen (etwa Verbot antichristlicher Betätigung u. dgl.) sind keineswegs durch das Kirchenrecht geregelt, sondern durch die staatlichen Bestimmungen über „Tendenzbetriebe“, die (zB) den Gewerkschaften oder Parteizentralen auch linker Parteien ebenso zugute kommen wie kirchlichen Einrichtungen.

    Mir will scheinen, daß die christlichen Bekenntnisse in dieser „brd“ keineswegs gefördert, sondern bekämpft werden.
    Wäre anders eine „performance“ an einem staatlichen Theater (ganz heftig subventioniert durch den Steuerzahler) möglich, in der ein frischgeschlachtetes Schwein als Christus ans Kreuz geschlagen wird?
    Wäre es möglich, daß ein friedlicher Zug von Gläubigen, die sich gegen die unfaßbare Barbarei des massenhaften Kindesmordes im Mutterleib aussprechen, von der Polizei den Prügelgarden der Antifa preisgegeben werden? Im Weltdurchschnitt erreichen (apologetisch so genannte) „Abtreibungen“ Zahlen, die ein Drittel der Geburten übertreffen!

    Sollte allerdings ein Restbestand Ihrer Argumente zuletzt doch zutreffen, so stehe ich nicht an, dies als staatliches Unrecht anzusehen.

  158. @ Jenny

    Für Ihr Kompliment, ich würde die Meinungsfreiheit mit Leidenschaft verteidigen, danke ich Ihnen.

    Sie verwechseln das Prinzip Meinungsfreiheit mit Ihrer persönlichen Ansicht über die Faktizität einer These der Geschichtswissenschaft. Was mir auffällt in Ihrer „brd“, ist die Ungleichbehandlung in Bezug auf historische Thesen über diverse Völkermorde. Beispielsweise denkt sich keiner was dabei, wenn Sie jenen in Ruanda oder der Ukraine analysieren oder bestreiten, sogar dann, wenn Ihnen nachgewiesen werden könnte, Sie wüßten, was in Ruanda los war, bestritten aber dennoch die Faktizität der Ereignisse.

    Meinungsfreiheit, so ein frz. Denker, sei die Freiheit, den Leuten zu sagen, was sie NICHT zu hören wünschten.

    In den Beiträgen wurde die Frage untersucht, ob das Haßvideo gegen „brd“-Gesetze verstoße, und diese Frage wurde mit Argumenten bejaht. Insoferne führt Ihr Argument in die Irre, das Analysieren und Bestreiten von Details der Judenverfolgung sei zu Recht strafbar, die Aufstachelung zu Gewalttätigkeit mit Hilfe des Haßfilmchens aber nicht.
    Sie äußern sich darüber was alles „bestraft werden“ müsse und was nicht. Nun wollen wir aber doch bei den gegebenen Gesetzen der „brd“ bleiben und nicht bei Ihrem Betrag zur Volksmeinung.

    Wenn wir damit zu Rande gekommen sind, festzustellen, wie die Gesetze in der „brd“ denn liegen, dann können wir untersuchen, welches davon der Meinungsfreiheit zuwiderläuft (etwa das Gesetz über das Verbot von Blasphemie?).

  159. @ Dr.Krümel :
    Da Sie es selbst erwähnen: “ Meinungsfreiheit, so ein frz. Denker, sei die Freiheit, den Leuten zu sagen, was sie NICHT zu hören wünschten. “ Unter genau diesem Gesichtspunkt sollte auch das Video betrachtet werden. (Welcher frz. Denker überhaupt ? Ich neige dazu, den Ursprung dieses pointierten, von Ihnen leicht verfälschten Aphorismus eher dem großen George Orwell zuzuschreiben, aber ich will mal nicht päpstlicher sein als der Papst).
    Der Rest Ihrer werten Erwiderung fällt eigentlich eher in die Kategorie “ Hauptsache das Maul bewegt sich „. Auch scheint mir mit Ihrer Wahrnehmungsfähigkeit irgendwas im Argen zu liegen: Ich kann nämlich in keinem meiner Sätze das Kompliment ausmachen, für das zu bedanken Sie dennoch die Güte haben… Auch rede ich an keiner Stelle davon „was alles bestraft werden müsse und was nicht.“ Weiterhin mutmaßen Sie über eine „Ungleichbehandlung in Bezug auf historische Thesen“ zB. in Ruanda oder der Ukraine – habe ich irgendeines dieser Länder auch nur ansatzweise erwähnt? Es bleibt ebenso rätselhaft, warum Sie von “ Ihrer brd “ reden, da ich mit keinem meiner Worte einen dahingehenden Besitzanspruch auch nur angedeutet habe … Kurz und gut, derlei selbstverliebte Spiegelfechterei mag Ihnen ja durchaus Abwechslung bringen, ist aber bei allem Spaß weder intellektuell anspruchsvoll noch redlich …

  160. @ Asmus

    Zu Ihrem „brd“-Wohlfühldemokratie-Gefühl, wo alles so „frei“ ist und so gar keine verbote… und immer so weiter.

    Jetzt fragen schon gar die Amerikaner nach: „Freiheit oder PC?“. USA informieren sich über fehlende Meinungsfreiheit in Deutschland.

    So ist das in der „brd“.
    Und so wie es ist ,so wird es bleiben !
    Es wird höchstens noch viel schlimmer!
    Gelle!

  161. @Dr. Kümel, den Super-Opti

    >Und so wie es ist ,so wird es bleiben !
    Es wird höchstens noch viel schlimmer!

    Und wozu sind Sie dann hier? Nur um sich aufzuregen, dass Sie das morgen nicht mehr dürfen?

    Bleiben Sie einfach positiv – die Zukunft ensteht aus der Gegenwart und die ist immer grad jetzt!

  162. Monika H. sagt:
    September 25, 2012 um 23:24

    @Dr. Kümel, den Super-Opti
    ..
    Bleiben Sie einfach positiv – die Zukunft ensteht aus der Gegenwart und die ist immer grad jetzt!

    MIt dem fatalen Unterschied, daß wir das Jetzt diesseits nie erreichen können, weil alles immer schon vergangen ist, wenn es uns bewußt wird.

    Deshalb leben wir in der Vergangenheit und die Zukunft ist nur Spekulation oder Konstruktion oder reine Phantasie, für uns Menschen.

    Und was können wir über die Vergangenheit sagen, in der wir leben? Na, daß sie halt schon vergangen ist und also im Jetzt nicht ist. Und wenn man weiß, daß nur Unwahrheit vergeht, Wahrheit aber nicht, kann man schließen, daß das, was wir als Gegenwart falsch verstehen nicht wahr ist, sondern nur und ausschließlich Phantasie oder Spekulation oder (Re-)Konstruktion .

  163. Was hat die durch das Konkordat begründete besondere Lage der Kirchen in Deutschland denn bewirkt ? Daß die Kirchen an ödem Konformismus hinter den politischen Parteien nicht zurückstehen; daß sie, wie ein gewisser Matthias Matussek heute anläßlich des Kirchensteuer-Urteils sagte, „spirituell erkaltet“ sind.
    Die Macht der Kirchen über das Massenbewußtsein in der BRD tendiert gegen Null – wer das nicht sieht, muß in der Zeit vor 30 Jahren steckengeblieben sein, der Zeit, in welcher der deutsche Episkopat in sog. Hirtenbriefen zur Wahl der Unionsparteien aufrief (welche ihrerseits von anderem Schlage waren, als heute). Was bei Journalisten und Politikern ungeteilte Beliebtheit genießende Kirchenfürsten wie der gewesene Mainzer Erzbischof als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz zu sagen hatte…nun, das könnte ebensogut einer von den schriftstellernden Gesinnungspfaffen, Grass etwa, oder H.E. Richter, zum Besten gegeben haben.

    Aber dann bin ich auch wieder der falsche Mann, dies zu beklagen.

  164. „Die Unschuld der Zionisten“ nun man stelle sich diese Satire vor. Was würde in Schland geschehen wenn dies ein Deutsch zu produzieren wagte?
    Nicht dass ich mich wundere das und woher der US Produzent dieser Pleite-Mensch ein Geld für dieses Machwerk, dass Er durch Besuch Anregung zu diesem Machwerk erhielt war nur kurz auf Wikipedia zu lesen. (Neuerdings sind auf Wikipedia leider nur noch die vom Wahrheitsministerium gesicherte Versionen im der Versionsgeschichte)
    Ob der US Produzent wirklich ein verhetzter Christ oder ein Typ wie Adam Gadahn Pearlman ist? Scheichegal seitdem die Unschuld der 5 Muslimen seit 9/11 auf „Fünf tanzende Israelis“ machen. [Ironi off]
    Das Produkt nützt dem Global-Faschismus in den Farben der zionistischen Apartheid.
    Bei der Hetze mit dem „Flotilla Choir“ wurde die Spur zum rassistischen Apartheidstaat Israel enttarnt.
    Und die Karikaturen mit Bombe im Haar gab der Zionist Flemming Rose, Kultur-Redakteur von Jyllands-Posten (JP), in Auftrag.
    Was wohl wenn in Schland Muslime unsere führenden Zionist-Innen mit DU-Munition in Schläfen-Locken-Haar zeigen würden? Die „westlichen“ Konzernmedien würden sich vor Antisemitismus Gekeife doch ewig nicht mehr einkriegen.

  165. @Dr. Gunther Kümel wegen „Faktizität einer These der Geschichtswissenschaft“ da verwechseln Sie etwas.
    Zionismus & unverbrüchliche Freundschaft zum Zionismus als quasie Staatsreligion in Deutsch ist Glaube und nicht Faktizität punktum.

    Sehr erhellend dazu auch, nach 30 Minuten nur Glaube – glauben – meinen habe ich aufgehört das „glauben“ mitzuzählen, das …werk „Davon haben wir nichts gewusst – Die Deutschen und der Holocaust (ZDF. History)“

  166. @ ups „…ein verhetzter Christ?“

    Das mit dem „Kopten“ ist die letzte Version.
    Früher konnte man noch lesen, ein Israeli, „Israelischstämmiger“ (was’n das?) oder „Doppelstaatsbürger“ sei der Autor. „Bacile“ ist bestimmt als Gegensatz zu „Imbecile“ zu lesen, und meint einen besonders gerissenen Autor.

    “Als Regisseur hat sich Sam Bacile zu erkennen gegeben, ein israelischstämmiger US-Bürger.” (Die Welt, 13.09.2012, S. 8). Guardian, guardian.co.uk, 12.09.12: “Mohammed-Film: Israelischer Regisseur taucht nach Protesten unter. Sam Bacile … beschreibt den Islam als ein Krebsgeschwür.”

    Na, und wenn die „WELT“ das schreibt, die hat doch einen direkten Draht!

    Ich glaube, wenn Sie „Die Unschuld der Zionisten“ drehen, dann bekommen Sie doch ganz sicher einen dieser hochdotierten Filmpreise aus Hollywood oder Berlin ?

  167. @ Dr. Gunther Kümel
    auf Filmpreise verzichte ich gern, aber ich fürchte es HILFT auch nicht Denen einen Eulen-Spiegel mit ihrem eigenen Verhalten zu zeigen.

    Und Sam Bacile, Nakoula Basseley, Christ Israeli Ägypter? Wie viele Namen hat Dany le Rouge.

    Übrigens eine offen falsche Spur zu sich selber zu legen …. „Er ist intelligent“ (aus: … „Er ist intelligent“, wobei im Gegensatz Er hot …. für „Er ist dumm“ steht.) was natürlich an sich nichts beweist.

  168. @ Asmus: „…ein Machwerk … Juden so darstellen ff. – so würden jedoch weder in Berlin noch anderswo Botschaften und Konsulate brennen! “

    Na, hoffentlich haben Sie recht.
    Aber nehmen Sie mal an, Ahmadinedschad liefert einen Film, in dem alle völkermörderischen Zitate des AT und der heutigen extremistischen Rabbis recht bösartig zusammengefaßt wären, und auch Abraham und Jahwe gehörig ihr Fett abkriegen.

  169. @ Heider

    Zu Ihrer Meinung, in der „brd“ würden die christlichen Kirchen geschützt und gefördert, will das Folgende nicht recht passen:

    Wie soll man es sonst deuten, daß die blasphemischen Rufe und Transparente linksextremer Gegendemonstranten in Berlin keinerlei Medienecho finden?

    So haben die anti-christlichen Randalierer gegen den „Marsch fürs Leben“
    zB. Plakate mit einem gekreuzigten Schwein (!) hochgehalten.
    Näheres hier in unserem Web-Magazin CHRISTLICHEN FORUM:

    http://charismatismus.wordpress.com/2012/09/24/blasphemische-parolen-ultralinker-gegendemonstranten-beim-marsch-furs-leben/

  170. Ein bekannter deutscher Staats- und Völkerrechtler:

    „Dafür, daß der deutsche Staat im Dorf bleibt, garantiert die Kirche in Rom“

    bzw.

    „Dafür, daß der deutsche Staat im Dorf, bleibt garantiert die Kirche in Rom“

    Der deutsche Staat hat gar keine andere Wahl, als der römischen Kirche den Zehnten beizutreiben. Andernfalls kämen womöglich massive, unbegleichbare Kompensationsforderungen auf ihn zu. Rom hat den Anspruch auf die im Zuge der Reformation säkularisierten kirchlichen Liegenschaften nie aufgegeben, und genau hier liegt der Grund dafür, warum der deutsche Staat sich bereitfand, der Kurie (und in der Folge, um der Parität willen, auch den evangelischen Kirchen) den Inkassodienst zu machen.
    Anders als der deutsche Staat, der, vor der Übermacht des Tatsächlichen die Waffen streckend, völkerrechtliche Ansprüche preisgab, wußte man in Rom immerhin noch, daß an solchen Ansprüchen festzuhalten ist, auch wenn sie niemals eingelöst werden; einfach, weil die Erfahrung lehrt, daß, wer nur den status quo sichern will, am Ende auch diesen verliert.

    @ Dr. K.

    Dafür gehört das ex- und post-antideutsche Zentralorgan mittlerweile schon halb zum „catholique renouveau“. 😀

    http://www.redaktion-bahamas.org/auswahl/web61-2.html

  171. „recht bösartig zusammengefaßt wären“ bösartig muss es gar nicht sein ich erinnere mich noch an den Schaum vorm M…und nach dem harmlosen Auftritt von Lerchenberg auf Nockherberg.

    Und zu Goldman Sachs welcher auf eine Ölpest im Golf von Mexiko spekulierte. »Wenn auch nur eine Ölplattform absäuft, dann schwimmen wir im Geld« (1)… für Diese & Andere Spekulanten-Pest hat der Gauckler ja den ESM rattenfiziert.

    (1) Quelle: Spekulant des Tages: Fabrice Tourre – junge Welt – 07.05.2010 Seite 8

    Und der Menschenrechtler des Tages: Rabbi Ovadia Yosef – »Sie (die Nicht-Juden) pflügen und ernten, während wir wie die Herren da sitzen und essen.«

  172. @ Dr. Gunther Kümel September 25, 2012 um 10:06

    „Der Staat zahlt den Kirchen einen Zuschuß zu gemeinschaftsnützlichen Einrichtungen, wie beispielsweise zu kirchlichen Kindergärten. Damit werden nicht die Kirchen bezuschußt, sondern die Aktivität, einen ordentlichen Kindergarten hinzustellen. Diese Einrichtungen unterliegen staatlichen Regelungen und staatlicher Aufsicht.“

    Was Sie verschleiernd „Zuschuß“ nennen ist tatsächlich die Finanzierung von kirchlichen Einrichtungen wie der Kindergärten zu 80-100 Prozent, also ganz überwiegend oder vollständig durch den Staat und das heisst aus der Erwerbstätigkeit auch von Nichtchristen.

    Was Sie sehr grosszügig als „gemeinschaftsnützlich“ bezeichnen, verstehen die Kirchen selbst als Hebel, um Kinder, auf die sie anders keinen Zugriff bekämen, im Sinn der christlichen Lehre zu indoktrinieren:
    „Daraus macht zum Beispiel der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD Bischof Huber auch keinen Hehl: „In kirchlichen Kindertagesstätten dagegen finden sich regelmäßig ungetaufte Kinder, Kinder aus anderen Religionen oder auch aus dezidiert säkularen Familien. Das heißt mindestens zweierlei: Erstens bieten sich missionarische Chancen für die christlichen Kindertagesstätten. Indem sie ungetauften Kindern inspirierende Erlebnisse mit dem Bildungsmaterial des christlichen Glaubens ermöglichen, laden sie auf menschenfreundliche und unaufdringliche Weise zum Glauben an Jesus Christus ein.““
    Quelle des Zitats u. Zahlenmaterial zur Kirchenfinanzierung am Beispiel der Kindergärten:
    http://www.kirchensteuer.de/node/82

    Die Aussage „staatliche Regelungen und staatliche Aufsicht“ in Kindergärten ist wiederum eine Blendgranate.
    Kirchen sind Körperschaften des öffentl. Rechts, sie setzen selbst Recht, und dieses selbst gesetzte Recht ist was in ihren Einrichtungen gilt, soweit es mit dem sonstigem staatlichen Recht in Einklang steht.

    „Ein anderes Beispiel. “Kirchenrecht”:
    Das Kirchenrecht ist das “Vereinsrecht” der Kirchen. Selbstverständlich darf dieses “Recht” nicht staatliche Bereiche regeln, sondern etwa, wie der Konvent in einem Kloster einberufen wird.“

    Was Sie verharmlosend das „Vereinsrecht“ titulieren, so als handele es sich um einen privaten Taubenzüchterverein, ist praktisch staatliches Recht, nur dass es eben von den Kirchen anstelle des Staates (der ihnen das gestattet) gesetzt wird:
    „Hat die jeweilige Religionsgemeinschaft den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts (Körperschaftsstatus), so ist ihr internes Kirchenrecht Öffentliches Recht.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenrecht#Deutschland

    Bevor Sie sich erneut dumm stellen und im Auftrag des Herrn unschuldig den Begriff „Öffentliches Recht“ hinterfragen hier der Verweis dazu:
    „Das öffentliche Recht (auch Öffentliches Recht geschrieben) ist zunächst derjenige Teil der Rechtsordnung, der das Verhältnis zwischen Trägern der öffentlichen Gewalt und einzelnen Privatrechtssubjekten regelt. Im Unterschied dazu regelt das Privatrecht die rechtlichen Beziehungen zwischen Privatrechtssubjekten. Ferner umfasst das öffentliche Recht sämtliche Rechtsmaterien, die die Organisation und Funktion des Staats betreffen, wie z. B. Klagen über Strafzettel für Ordnungswidrigkeiten oder über das Dienstverhältnis bei Beamten.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentliches_Recht

    Um das thematisch mal abzuschliessen: In den Kindergärten passiert nur das, was die Kirchen gemäss dem von ihnen gesetzen Recht wünschen und nichts anderes, da sie nämlich als Träger der öffentlichen Gewalt(!) fungieren, wie der vorstehende Verweis belegt hat.

    Kein Wunder, dass es mit der Denkfähigkeit der Deutschen nicht allzu weit her ist – allen Ernstes wird sowas schon Grundschulkindern eingetrichtert:
    „Biblische Redensarten leicht erklärt
    oder: Goldenes Kalb liest Goliath die Leviten …
    Spiele zum Neuen Testament …
    Die Schöpfungsgeschichte …
    Stationen aus dem Leben Jesu …
    Die Kleine Bibel Werkstatt
    Auf den Spuren Abrahams
    Mit Mose durch die Wüste …“
    Mit Jesus auf Reisen …
    http://www.schule-studium.de/Kohlverlag/Grundschule/Religion/Religion-Kopiervorlagen.html

    @ Dr. Gunther Kümel September 27, 2012 um 11:50
    „Zu Ihrer Meinung, in der “brd” würden die christlichen Kirchen geschützt und gefördert, will das Folgende nicht recht passen:

    Wie soll man es sonst deuten, daß die blasphemischen Rufe und Transparente linksextremer Gegendemonstranten in Berlin keinerlei Medienecho finden?“

    Da bin ich die falsche Beschwerdestelle, zumal es bei mir kein Pardon für Jesus geben kann.
    Fragen Sie bei Ihren christlichen Volksvertretern nach, warum sie einerseits unser aller Geld bei den Kirchen abliefern und Staatsgottesdienste zelebrieren und es doch zulassen, dass der geliebte Heiland aus 2000 Jahren der Meinung des Pöbels ausgesetzt wird.

    Ein Staat, seine Volksvertreter und ihr praktisches christliches Bekentnis, das sie immer noch auch allen Deutschen mit Macht und Gewalt jeden Tag auf irgendeine Weise aufdrücken wollen:

    „Bundesversammlung wählt neues Staatsoberhaupt

    Wahl des Bundespräsidenten

    Die Bundesversammlung beginnt am Sonntag um 12 Uhr im Plenarsaal des Deutschen Bundestages mit der Ansprache des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert. Zuvor findet für die Delegierten der Länder und des Bundestages ab 9 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Berlin statt. Danach setzen sich die Fraktionen ab 11 Uhr noch einmal zusammen.“
    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/38212784_kw11_bundesversammlung/index.html

    Heil Jesus!

    „Näheres hier in unserem Web-Magazin CHRISTLICHEN FORUM:“

    Warum nicht gleich so – Einfach mal Hosen ‚runter lassen. Den esoterischen Zufallschristen nahm ich Ihnen sowieso nicht ab.

  173. @ Heider

    Es charakterisiert Ihre Propaganda, daß Sie Lügopedia als Quelle zitieren für Ihre Fehlhaltung, mit den Begriffen staatliches Recht, Kirchenrecht und Körperschaftsrecht zu spielen. Aber selbst dort heißt es:

    „Das Kirchenrecht regelt zunächst inneren Aufbau und Organisation der Religionsgemeinschaft (Mitgliedschaft, Kirchengemeinden, Leitungsorgane), also ihre Verfassung. Auf dieser Grundlage können kirchliche Gesetze und Verordnungen ergehen, die sich mit den unterschiedlichsten Themen befassen, beispielsweise Liturgie und Gottesdienstablauf („Agende“), Kasualien („Lebensordnungen“), Vermögensverwaltung und Steuern, Glocken-, Orgel- und Bauwesen, Dienstrecht und mehr.“

    Wen versuchen Sie hinter die Fichte zu führen und wozu eigentlich? Ist dieses Forum nicht auf Erkenntnisgewinn aus?

    Daß die Kirchen neben karitativen Motiven auch religiöse haben, Gemeinschaftseinrichtungen aufzubauen, glaube ich Ihnen gerne. Na und?

    Daß Abgeordnete vor der Abstimmung einen Gottesdienst besuchen, ist ja nicht Indiz für eine kirchliche Vergewaltigung des Staates, sondern Folge davon, daß es unter den Deutschen viele Christen gibt. Wenn dann neben den Deutschen auch das Christentum ausstirbt, werden sich die Herren Abgeordneten eben gen Mekka beugen.

    Bekanntlich ist der ehemals religiöse Bezug von gerichtlichem Eid oder Amtseid aufgehoben. Es ist extra geregelt: Die Eidesleistung kann auch ohne den Zusatz „So wahr mir Gott helfe!“ erfolgen. Dabei sagt die ursprüngliche Eidesformel ja gar nichts von einem „christlichen“ Gott. Also können sich Gläubige aller Weltreligionen und auch Atheisten oder Gläubige von Religionen ohne Gottesbegriff mit dem Eid identifizieren.

  174. @ Dr. Gunther Kümel

    „Wen versuchen Sie hinter die Fichte zu führen und wozu eigentlich? Ist dieses Forum nicht auf Erkenntnisgewinn aus?“

    Meine Beiträge sind klar genug formuliert, sie sind für Jeden verständlich, und sie gründen auf der Erkenntnis, dass der christliche Glaube als organisiertes Staatschristentum eine Lebenslüge ist.

    „Bekanntlich ist der ehemals religiöse Bezug von gerichtlichem Eid oder Amtseid aufgehoben. Es ist extra geregelt: Die Eidesleistung kann auch ohne den Zusatz “So wahr mir Gott helfe!” erfolgen. Dabei sagt die ursprüngliche Eidesformel ja gar nichts von einem “christlichen” Gott. Also können sich Gläubige aller Weltreligionen und auch Atheisten oder Gläubige von Religionen ohne Gottesbegriff mit dem Eid identifizieren.“

    Die sog. „ursprüngliche Eidesformel“ ist die Regel und nicht die Ausnahme, genauso wie im Bundestag ein Haufen Christen das Sagen hat, der sich systematisch und beharrlich weigert die absolute Trennung von Staat und Kirche einzuläuten.
    Mit „Gott“ ist natürlich der christliche gemeint – und nicht ein undefiniertes „Das Gott“ oder Odin. Dies geht aus dem Gesamtzusammenhang von Staat und Kirche mit Bevorrechtigung bestimmter Kirchen, mit christlichem Religionsunterricht an Schulen u. Kruzifixen in Klassenzimmern, mit Milliardenzahlungen an Kirchen, mit dem Gotteslästerungsparagraph § 166 und mit dem Geschwafel von der christlich-abendländischen Kultur absolut hervor und muss nicht nachgewiesen werden.

    Kein Atheist, Heide, Buddhist oder Hindu kann und wird sich mit einem definierten christlichen Kult identifizieren.

    Indes nimmt die Zahl der denkenden Deutschen generell langsam aber sicher zu, woraus folgt, dass die Gruppe der Nichtgläubigen (nichtgläubig im Sinn der Lehre, der Kirche und des Staates) zahlenmässig bereits grösser ist als es die Papstkirche und ihre protestantischen Ableger jeweils sind:

    http://www.kirchensteuer.de/node/80

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/169072/umfrage/glaube-an-gott-in-deutschland/

    Auf Ihre künftigen Einwürfe kann aus guten Gründen nunmehr nicht eingegangen werden. Bei weiterem Gesprächsbedarf sich bitte im „Forum“ passende Partner suchen, wo Sie mit der christlichen Laienglocke bimmeln können – auch der Pastor um die Ecke steht doch sicher zur Verfügung. In diesem Sinne
    Adios, Jesus!

  175. @ Heider

    Daß Sie eine weitere Diskussion verweigern, zeigt, daß Sie nichts mehr zu entgegnen wissen und Ihre bisherigen „Argumente“ selbst für hohl halten. Erkenntnis tut eben den dogmatischen (und ewiggestrigen) Atheisten ebenso weh wie den Zeugen Jehovas.

    Progressive Denker dagegen verharren nicht bei eindimensionalem Bekennen oder Nichtbekennen eines (noch dazu!) undefinierten Gottesbegriffs. Progressive Denker beschäftigen sich mit dem Geist-Körper-Phänomen, das die heutige Physik noch nicht lösen kann. Dogmatische Atheisten verwenden derweilen viel Geist dazu, um zu beweisen, daß es Geistiges in der Welt gar nicht gibt.

    Ich verstehe schon, daß Sie gar keine Zeit mehr erübrigen können, vor lauter aufgeregtem Gespenstersehen über die Verschwörung zwischen (christlichen) Kirchen und Staat, für Nachdenken über das Geist-Körper-Problem oder
    dafür, zu überlegen, was das für einen Christen denn eigentlich ist, „GOTT“.
    Ich habs Ihnen schon mitgeteilt, es ist halt nicht bis in Ihr Denkzentrum durchgedrungen.

    Ich darf Sie beruhigen: Alle diese Überlegungen sind auch dem zugänglich, der jeglichen Gottesbegriff ablehnt, ohne zu erforschen, was denn damit gemeint ist. Und wenn Sie ein bißchen darüber nachdenken, was Kultur, Abendland, Christentum ist, laufen Sie (gottseibeiuns!) nicht Gefahr, Christ zu werden, oder Ihren als göttlich dogmatisierten „Atheismus“ zu gefährden.

    Die christliche Grundannahme stellt eine ganz bestimmte Lösung des Geist-Körper-Problems dar, bekanntlich haben ja weder die Wissenschaft (vgl.die Werke des Philosophen des Positivismus Popper, des Neurobiologen Eccles, etwa dies., „Das Ich und sein Gehirn“, PIPER,1982, ISBN 3-492-02817-9), noch der Materialist eine Lösung dieses Problems anzubieten. Die christliche Grundannahme (ich teile es Ihnen noch einmal mit) löst dieses Problem, indem sie das Geistige anerkennt und absolut setzt als das „Göttliche“.

    Kein Heide, Heider, Atheist, Buddhist oder Hindu kann sich mit einem christlichen Kult identifizieren. Ein „weißer Schimmel“, nicht wahr? Könnte er’s, wär‘ er’s nicht. Den Amtseid ablegen könnte er dennoch, das GG macht’s möglich.

    Und ich vermute, Sie müssen sich schon mit der Existenz von Millionen unabhängigen Denkern in deutschen Landen abfinden, und auch mit den Millionen gläubiger oder wissender Christen.

  176. @Dr. Kümel vs. Heider

    Jeder sieht nur das, was er glaubt. Und darum sehen Sie nicht, Herr Dr. Kümel, dass Heider insofern recht hat, dass wir sinngemäß von der Kirche regiert werden. Es ist nur so verschleiert, dass wir es nicht mehr wahr nehmen können.

    Ich gehe sogar noch weiter und habe das an früherer Stelle schon einmal versucht zu verdeutlichen:

    Alle drei monotheistischen Religionen sind nur scheinbar (!!!) eigenständige Gebilde. Sie stammen alle aus ein- und derselben Hand und dienen denselben Herrschern – es sind nur „Dependancen“ der Mächtigen. Werkzeuge zur geistigen Kontrolle, gehüllt in verschiedene Mäntelchen. Gleichzeitig schaffte man Gegner für Kriege.

    Egal für welche Seite wir uns entscheiden und damit glauben, wir hätten die Wahl – es dient IMMER denselben, weil es dieselben Urheber sind: Thora, Bibel und Koran sind mit derselben Feder geschrieben.

    Auch wenn dieser Gedanke nicht so einfach anzunehmen ist, weil wir seit Jahrhunderten gehirngewaschen sind – bleiben Sie einfach offen dafür und betrachten Sie die Welt ab und an aus dieser Perspektive.

  177. @ Monika

    Sie haben AUCH die Thematik mißverstanden, um die es ging.

    Es ging nicht darum, ob die christlichen Kirchen in der „brd“ eine Machtposition innehaben. Es ging um den Grundgedanken des Christentums. Und der bleibt derselbe, ob nun die (christlichen) Kirchen mehr oder weniger zu sagen haben. Es ist auch für einen Atheisten, erst recht für einen, der so dogmatisch denkt wie heider, wichtig, zu erfasen, worum es im Christentum geht. Ein „Atheist“ muß die intellektuelle Redlichkeit aufbringen, nachzudenken, was das denn eigentlich ist, was er so vehement ablehnt.

    Und da sehe ich beim Grundgedanken des Christentums durchaus eine Thematik, die auch (und gerade) der Atheist ansprechend finden müßte.

    Mir ist es natürlich völlig schnuppe, ob der Großteil der Deutschen chritlich orientiert ist oder „atheistisch“. Ich selbst kann die Themen des Christentums nicht voll wertschätzen, also bin ich wohl kein Christ. Ich habe aber verstnden, was der Gehalt des Chriastentums ist, und, was der Gottesbegriff bei den Christen bedeutet. Von jedem, der ein positives Verhältnis zur deutschen und zur abendländischen Kultur hat, verlange ich schon das gleiche.

    Ich bin als naturwissenschaftlicher Atheist aufgewachsen.
    Ich habe (vielleicht deshalb) viel über diese Fragen nachgedacht. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck
    gewonnen, von irgendwelchen Strukturen „gehirngewaschen“ zu werden.
    Und zu keinem Zeitpunkt habe ich bemerkt, daß die christlichen Kirchen in der „brd“ über Gebühr gefördert würden.
    Eher im Gegenteil!

  178. @Dr Kümmel

    >Es ging nicht darum, ob die christlichen Kirchen in der “brd” eine Machtposition innehaben. Es ging um den Grundgedanken des Christentums.

    Soweit ich Heider verstanden habe, ging es ihm um die unbewusste Zwangs-Christianisierung. Er meint, in DE geht es nicht, vom Christentum unbeeinflusst zu bleiben. Und damit hat er recht.

    Ob das nun kulturell bedingt ist oder gut oder schlecht, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.

    >Ein “Atheist” muß die intellektuelle Redlichkeit aufbringen, nachzudenken, was das denn eigentlich ist, was er so vehement ablehnt.

    Wer genau sagt das? Ist er nicht frei genug, selbst zu entscheiden, ob er darüber nachdenken will?

    Gott wird schon wissen, ob und wann und in welcher Form Heider bereit ist, seine Bekanntschaft zu machen. Sie haben ein paar Samen gestreut, nun geben Sie dem Pflänzchen auch Zeit zum Wachsen, …. sofern sein freier Wille das will.

    >Zu keinem Zeitpunkt hatte ich den Eindruck
    gewonnen, von irgendwelchen Strukturen “gehirngewaschen” zu werden.

    Liegt denn die Stärke einer Gehirnwäsche nicht darin, dass man sich ihrer nicht bewusst ist?

  179. @ Monika

    „Gott wird schon wissen…“

    Da gehen Sie wieder von dem Gottesbegriff des Märchengottes des Kinderglaubens aus, der uns (nach den Ergebnissen der Gehirnphysiologen) von der Evolutionin Gehirnstrukturen „fest verdrahtet“ eingepflanzt wurde: ein allwissendes, allmächtiges antropomorphes Zauberwesen.
    Ich bin kein Anhänger dieser Legenden-Mythologie.

    Man kann über diesen Kinderglauben hinausdenken, das Christentum hat das getan: Für die Christen ist „Gott“ identisch mit dem „Geist“, mit der selbstbewußten Erkenntnisfähigkeit.
    Die Christen anerkennen, daß es das Geistige in der Welt gibt, sie setzen dieses Geistige absolut als höchsten Wert, und sie feiern diese Tatsache in der Liturgie.

    Und so wird tatsächlich ein Schuh daraus!
    Ja, die Erkenntnisfähigkeit ganz alleine, der selbstbewußte Geist des „Atheisten“ wird ihn dazu bringen, zu prüfen, was er anerkennen und ablehnen will. Tut er’s nicht, ist er ein bloßer Dogmatiker. Ein Alltagsmensch, der „Nike“-Schuhe ablehnt, ohne je gehört zu haben, was „Nike“-Schuhe sind, macht von der Erkenntnisfähigkeit nur geringen Gebrauch.
    Und ja: Ein jeder ist frei, von seiner Erkenntnisfähigkeit Gebrauch zu machen oder eben auch nicht.

    Ich habe überhaupt nichts dagegen, daß jemand „Atheist“ ist.
    Und, wie erwähnt, ich hätte absolut nichts dagegen, wenn alle Deutschen sich undogmatisch für diese Weltanschauung entscheiden würden. ATHEIST, das bedeutet doch, einer Weltanschauung anzuhängen, in der ein Gottesbegriff keinen Platz hat. Bloß: WELCHER Gottesbegriff? Es gibt ja viele, fundamental unterschiedliche, darunter den des Kinderglaubens, den des Judaismus, den der nordischen Mythologie, den des Pantheismus, und, nebenbei, auch den des Christentums.

    „Unbewußte Zwangschristianisierung“

    Wenn die Tatsache, eine Gehirnwäsche sei nicht feststellbar, BEWEIS genug ist, daß sie stattgefunden hat, dann kann man mit Hilfe dieses Arguments alles beweisen, auch die (unsichtbaren) grünen Männchen.

    Ich räume gerne ein, daß jemand, der in deutschen Landen aufwächst, in Kontakt mit dem Christentum kommt. Ich hoffe jedenfalls, daß das so ist. Allerdings hilft dieser Kontakt nicht unbedingt, auch nur die Grundgedanken dieser Lehre zu verstehen.

  180. @Dr. Kümel

    >allmächtiges antropomorphes Zauberwesen.
    Ich bin kein Anhänger dieser Legenden-Mythologie.

    Meine Gottesvorstellung – das hatten wir schon mal – ist weder das was Sie überheblich als Kinderglaube bezeichnen, noch ein Zauberwesen, sondern Energie.

    Nun ist Gott für jeden eben eine andere Erfahrung, Sie aber meinen Ihre Erklärung wär die einzig gültige für das Christentum und drum hat der Heide das gefälligst anzunehmen und darüber nachzudenken. Sie verlangen das (wörtlich!). Ist das nicht ein bisserl gar krass?

    >einer Weltanschauung anzuhängen, in der ein Gottesbegriff keinen Platz hat. Bloß: WELCHER Gottesbegriff?

    Wenn der Heide pauschal Gottheit in jeglicher Form ablehnt, dann muss er sich doch nicht Gedanken darüber machen welchen.

    >Wenn die Tatsache, eine Gehirnwäsche sei nicht feststellbar, BEWEIS genug ist,

    Ich habe nichts von Beweis geschrieben, sondern Sie nur gefragt, wie Sie es merken wollen, wenn Sie einer Gehirnwäsche unterzogen werden, um behaupten zu können, dass Sie es nicht sind.

  181. @ Monika H.
    Mein „Thema“ verstanden, Verteidigung gut gelungen – man(n) dankt.

    Was ich persönlich glaube, ob ich religiös, in einem bestimmten Sinn fromm oder auch ein ganz ungläubiger Atheist bin – dazu möchte ich freilich nicht äussern, weil es nicht das Thema (mein Anliegen) und m.M. nach auch nicht der Sinn eines öffentlichen Forums sein kann sich unbedingt zu exhibitionieren.
    Herr @ Dr. Kümel, der hier permanent versucht Andere zu missionieren und mich in Umkehrung des Sachverhalts „Dogmatiker“ nennt, weil ich mich seinem dollen Gottesgedanken widersetze, darf indes sicher sein, dass ich im sechsten Lebensjahrzehnt schon weiss wovon ich rede, wenn ich mich selber meine. Dies nur nochmal als persönl. Anmerkung.

    „Alle drei monotheistischen Religionen sind nur scheinbar (!!!) eigenständige Gebilde. Sie stammen alle aus ein- und derselben Hand und dienen denselben Herrschern – es sind nur “Dependancen” der Mächtigen. Werkzeuge zur geistigen Kontrolle, gehüllt in verschiedene Mäntelchen. Gleichzeitig schaffte man Gegner für Kriege.“

    Der innere und äussere Zusammenhang – geistig, geschichtlich und gegenwartsbezogen (politisch) der abrahamitischen Kulte ist augenscheinlich. Die Überschichtung mit geistigen Inhalten nichteuropäischen Ursprungs ist total, sie wird von den Wenigsten voll erkannt, sie offen auszusprechen ist politisch nicht opportun und kann schnell als rechtsextremistisch und antisemitisch denunziert werden.
    Namentlich Heiden fragen sich vollkommen zu Recht, warum die Suche nach den Wurzeln originär europäischer Religiosität sofort unter Generalverdacht gestellt ist und bestenfalls als spinnert dargestellt wird, obschon der Vergleich mit allen authentischen Volks- und Stammesreligionen weltweit, die ebenfalls von Christen (manchmal auch von Muslimen) vernichtet wurden oder auch heute bedroht werden, absolut zulässig erscheint.

    Heiden in heutiger Zeit (H. Radegeis)
    http://www.efodon.de/html/archiv/sonstiges/radegeis/heiden.htm
    Das heidnische Weltbild (Radegeis)
    http://www.efodon.de/html/archiv/geschichte/radegeis/weltbild.html

    „Egal für welche Seite wir uns entscheiden und damit glauben, wir hätten die Wahl – es dient IMMER denselben, weil es dieselben Urheber sind: Thora, Bibel und Koran sind mit derselben Feder geschrieben.“

    Der erste Satz kursiert seit einiger Zeit. Vielleicht wurde er von den Lenkern des westlichen Weltgeschehens absichtsvoll platziert, aber jedenfalls zeigt er doch schon das ganze Dilemma – unsere kulturell anerzogene geistige Gebundenheit.
    „Entscheidung“? Warum sollten wir uns aus dieser Auswahl entscheiden, die eine Vorauswahl ist, gegen die man mehr als genug Gründe anführen kann!
    Sich für die persönliche Freiheit des Denkens und Glaubens entscheiden ist die naheliegendste und einzig richtige Entscheidung und zwar vor dem Hintergrund des Zeitalters der Aufklärung und ihrem Vermächtnis, deren Nachkommen wir sind, und dessen Erben sein wir nur wollen müssen.
    Was fanatische Christen 2012 gern vergessen: Die Aufklärung entstand mitten aus dem Reich des finsteren christlichen Mittelalters heraus, sie ist nicht das Produkt eines fremden Sterns. Sie war natürlich gegen sie gerichtet. Auch sie (die Aufklärung) ist Teil des gemeinkulturellen Erbes – sich auf sie zu berufen ist mindestens ebenso legitim wie den Glauben an Jesus Christus aufrechterhalten zu wollen.
    Nun aber neuerlich das Christentum als verbindlichen kulturellen Massstab auszurufen ist auch angesichts des völligen ethischen Scheiterns dieser Einrichtung in Staat und Gesellschaft nach der Restauration ein Treppenwitz. Man soll sich doch mal selbst fragen, wer, wenn nicht die Christen an der Macht, denn für all die menschliche Pein, das soziale Elend, die Kriege oder den sittlichen und gesellschaftlichen Zerfall in Europa und den anderen christlich geführten Staaten, namentlich die USA, verantwortlich zeichnen müssten.

    „Thora, Bibel und Koran“
    Ein durchschnittlicher Japaner, Chinese, Inder käme nicht auf die Idee diese Bücher für irgendwas zu halten, mit dem er sich befassen müsste – die Mehrheit der Weltbevölkerung glaubt regionalen traditionellen Gottheiten oder was auch immer ihren Mitgliedern eingefallen ist.
    Weltreligionen, Statistik 1994
    http://www.welt-auf-einen-blick.de/bevoelkerung/religionen-welt.php

    Auch daran können sich hierzulande Alle aufrichten, die von „Gott“ nichts wissen möchten – sie sind nicht allein!

    Vor allem sollten sie sicher sein, dass Religion, namentlich die Staatsreligion, stets ein Herrschaftsinstrument war und bleibt, das unter Umständen eben auch dazu eingesetzt wird Menschen ein- und desselben Volks, versch. Nationalitäten und Völker aufeinanderzuhetzen. Das ist in der Geschichte immer wieder passiert, und wie das ungebremst in der Gegenwart möglich ist sieht man aktuell in Syrien und in Irak, wo Muslime auf Muslime angesetzt werden. Zwischendrin werden auch noch christliche Gruppen zerrieben, wobei die regierenden Christbrüder- und schwestern der westlichen Wertegemeinschaft dies nicht kümmert, und die Oberheuchler im Vatikan geflissentlich wegschauen. Eine heilige Allianz echter Christen und wahrer Muslime (nach den Bekundungen us-amerikanischer Politiker, ihrer wahabitischen Saudifreunde u anderer Beteiligter der Anti-Assad-Front ist das so) zertrümmert gerade den einzigen laizistischen Nationalstaat der Region, der bis vor kurzem bemerkenswerte religlösen Freiheiten für alle religiösen Gruppen gleichermassen garantierte, von dem die allermeisten westlichen Staaten sich „eine Scheibe abschneiden“ konnten.

    Auch deshalb – seid misstrauisch gegen Jeden, der euch einen bestimmten Glauben, einen bestimmtes kulturell begründetes Religionsmuster und womöglich noch die neueste Frontstellung gegen irgendeine „fremde“ Religion einreden will.
    Sucht euch Gleichgesinnte, Gefährten, Genossen, Kameraden, die zu euch passen, weil sie denken wie ihr – verweigert euch dem religiösen Wahn im Gleichschritt mit der Staatsmaschinerie und formuliert ein eigenes Bekenntnis jenseits dessen was die Herrschenden gern hätten und erwarten!

    Einmal Christ immer Christ? Falsch. Ein us-amerikanischer Pfarrer zeigt, dass Denken nie aufhört:
    „Pfarrer: Kirche hat die Hölle erfunden, um die Menschen zu kontrollieren“
    http://www.politaia.org/sonstige-nachrichten/pfarrer-kirche-hat-die-holle-erfunden-um-die-menschen-zu-kontrollieren/

    Mehr über John Shelby Spong:
    http://de.wikipedia.org/wiki/John_Shelby_Spong

    Unter Freunden:
    Atheist Media Blog
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/

  182. Die Befürworter von Zensur haben eh verloren. Keine staatliche Zensur wird mehr verhindern können, dass Informationen verbreitet werden – dazu müsste man das Internet überhaupt und Verschlüsselung überhaupt verbieten und noch dazu mit schweren Strafen bedrohen und auch gegen Unschuldige anwenden – weil man alles andere mit Verschlüsselung, getarnt durch Steganographie und weite Verbreitung durch Viren von all dem, was man als Beweis missbrauchen könnte, leicht umgehen kann.

    Also, entweder totaler Überwachungsstaat oder Freiheit des Internet – das sind die Alternativen.

  183. So so, was einem „Heilig ist, in diesem Fall die Hirngespinste einiger Irrer aus dem Orient, ist also schützenswert. Mit diesem Selbstverständnis, hätte da nicht jeder das Recht das was er für Heilig hält, per Gesetz schützen zu lassen, bzw. für den Rest verbindlich zu machen? Offensichtlich ist nicht der absurde und naive Inhalt des Geglaubten schützenswert, sondern die Masse der Gläubigen, deren Einfalt und Rückständigkeit, bzw. der herrschende Status Quo, die verlogenen Nutznießer der Volksverblödung.
    Abraham, Paulus und Mohammed waren schlicht geisteskrank. Deren Hirngespinste zu pflegen und zu schützen, was soll das????

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