German Pussy Riot: Christen, wehrt Euch!

Schluss mit der Ekel-Hetze gegen unseren Glauben. Von Jürgen Elsässer, Chefredakteur COMPACT-Magazin

Diese Typen glauben langsam, sie kommen mit jeder Schweinerei durch. Tatort: die caricatura in Kassel. Eine angebliche Kulturausstellung, die mit einem Riesenplakat am sogenannten Kulturbahnhof in Kassel beworben wird. Auf der Karikatur sieht man Christus am Kreuz, und aus dem off kommt eine Stimme in der Sprachblase: „Ich habe Deine Mutter gefickt.“

Geht’s noch ekliger? Aber war ja klar, nachdem Titanic den Papst mit Urinflecken auf der Soutane aufm Cover gezeigt hat. Haha, wie lustig. Die Zeiten, wo Titanic das Lachen gegen den Mainstream kultiviert hat, sind lange vorbei. Jetzt lacht man mit den Pussies von Bild, Spiegel etc. um die Wette, wer den dicksten Strahl auf die Religion ablässt. Wisst ihr Spacken eigentlich, wieviele Christen auf der ganzen Welt für ihren Glauben ermordet werden? Wisst Ihr, wieviele gerade jetzt in Syrien von den Terroristen, den Befreiungskriegern des Westens, umgebracht werden, nur weil sie Christen sind?

Die caricatura- und Titanic-Schmierer hätten wahrscheinlich auch in den dreißiger Jahren einen Rabbi auf dem Titelbild abgefackelt, als die Hetzjagd auf Juden in Nazi-Deutschland  los ging. Die verkommene Lumpen-Intelligentsia amüsiert sich nämlich immer da, wo es gefahrlos ist, je nach Konjunktur. Heutzutage würde dieses Gesindel niemals auf einem Cover oder einem Mega-Poster eine Mohammed-Karikatur oder eine Thora-Schmähung bringen. Das wäre nämlich, anders als unter Adolf, echt riskant. Aber bei den Christen weiß man mittlerweile, dass man es sich leisten kann, da muckt ja keiner. Und noch was fällt auf: Es werden mit Vorliebe die Traditionen des eigenen Volkes durch die Jauche gezogen. Damit man mich nicht missversteht: Ich bin gegen die Verletzung religiöser Gefühle, auch bei Muslimen und Juden und allen anderen Glaubensrichtungen. Religion vermittelt immer Werte, deswegen brauchen wir sie gerade heute in einer Welt, in der der kalte Götze Mammon alle anderen Götter vernichten und uns als Konsum-Zombies um sein goldenes Kalb rennen lassen will. Deswegen finde ich auch Mohammed-Karikaturen geschmacklos. Aber besonders perfide ist es, wenn man gezielt die Religion angreift, in der sich die Geschichte und Tradition des jeweiligen Staatsvolkes spiegelt. Das geht nicht nur gegen die Religion, das geht gegen das Volk und den Staat.

Peinlich schwächlich die Reaktion der Kirchen auf die Provokation. (Zitat spiegel.de) „Was ich schwierig finde, ist, wenn eine Karikatur das Zentrum des Glaubens verunglimpft“, sagte die Stadtdekanin der Evangelischen Kirche, Barbara Heinrich. Ähnlich äußerten sich laut „Hessischer/Niedersächsischer Allgemeinen“ („HNA“) auch die katholische und die orthodoxe Kirche sowie die Freikirchen. (Zitat spiegel.de Ende) Soso, das findet Dekanin Heinrich „schwierig“. Kann man nicht wenigstens sagen, dass man das zum Kotzen findet? Kann man nicht darauf hinweisen, dass das Grundgesetz „in Verantwortung vor GOTT und den Menschen“ (Präambel) erlassen wurde und dass die „Würde des Menschen“ (Art. 1 GG) auch bei Christenmenschen unantastbar ist? Kann man nicht, alle Kirchen gemeinsam, die Gläubigen aufrufen, zu einer Demo gegen diese Ekeltypen zusammenkommen? Ich bin sicher, dass da ein paar Nonnen mit (Farb-)Ostereiern das Anti-Christus-Poster  schnell entsprechend verzieren würden. Da muss man gar nicht nach dem Staat rufen, der eh nicht kommt. Ganz nebenbei: Gibt es eigentlich noch eine Christlich-Demokratische Union in Deutschland, oder hat die sich schon aufgelöst?

Vielleicht versteht man jetzt, warum mir die Reaktion der russischen Justiz auf den Pussy-Imperialismus gefallen hat. Und umgekehrt: Diejenigen, die hierzulande für die moskowiter Muschi-Krawallanten trommelten, wollen offensichtlich nicht nur Russland angreifen – sondern haben dasselbe hier vor. Der Feind ist wirklich global – unser Kampf sollte es auch sein.

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230 Kommentare zu „German Pussy Riot: Christen, wehrt Euch!

  1. Es gibt halt keine christliche Partei und auch keine christliche Kirche mehr, in der BRD. Das ist imho das strukturale Problem.

    Es gibt die V2-Katholen, die gegen Rechts verkrampften Käsefrauen-Evangelen und eine CDU, die zur besten SPD aller Zeiten geworden ist.

    Wer hat uns verraten?

    Als psychische Strukturgesetzlichkeit dieser Phänomene läßt sich imho ein unbewußter Schluß erkennen, wonach der Vater des Christus ein Jude gewesen sein muß, wenn er aus dem Hause Davids stammt.

    Also betet man ebenso vorbewußt den Juden an und vollzieht ein davon abgeleitetes Judentum 2. Klasse für Goyim, in welchem der Kontakt zu Gott erst durch die Vermittlung der „älteren Brüder“ möglich wird.

    Das ist heute die „Synagoge des Satans“ von der das NT berichtet.

  2. Ich frage mich sowieso, wo die Christen geblieben sind, nicht nur was Palästina angeht, auch in Deutschland! Anders als wir, protestierte kein Kirchenvertreter, als der Piper-Verlag vor drei Jahre das üble Machwerk „als Maria Gott erfand“ auf den Markt warf.

    http://www.muslim-markt.de/forum/messages_archiv/622.htm

    Wenn sich Muslime beschweren, dass ihre Heiligkeiten in den Dreck gezogen werden, heißt es, „habt euch nicht so, mit dem Christentum wird das ja auch gemacht, der Papst wird ja auch durch den Kakao gezogen, ihr müsst lernen, toleranter zu werden“ blabla. Was für ein schlagendes Argument. „Werdet so indifferent und wertebeliebig wie wir, dann akzeptieren wir euch.“ Es liegt wohl nicht allein an der um sich greifende Rechtschreibschwäche, dass „Toleranz“ sehr oft als „Tolleranz“ daherkommt.

    „Kann man nicht, alle Kirchen gemeinsam, die Gläubigen aufrufen, zu einer Demo gegen diese Ekeltypen zusammenkommen?“

    Nicht nur die Kirchen…ich bin sicher, auch viele Muslime würden mitmachen. Bei de Juden weiß ich es natürlich nicht, dafür kenne ich zu wenige. Wichtig ist hier auch der Protest gegen Abtreibung !

    „Heutzutage würde dieses Gesindel niemals auf einem Cover oder einem Mega-Poster eine Mohammed-Karikatur oder eine Thora-Schmähung bringen.“

    Das vielleicht nicht, aber als gezielte Provokation vor Moscheen immer wieder gerne. Wenn wir das nicht so toll finden, heißt es, dass wir das gefälligst als Meinungsfreiheit zu akzeptieren hätten. Gerade erst voriges Wochenende in Berlin wurden diese Karikaturen wieder von Pro Deutschland gezeigt. Die erhofften Krawalle als Reaktion darauf blieben allerdings aus. Selbst Salafisten erweisen sich dann und wann doch mal als lernfähig.

  3. Langsam wächst in mir die Panik. Dekadenz, Gier und Amoralität unserer „Eliten“ wird über kurz oder lang eine massive Reaktion herausfordern. Da wir in diesen Tagen Zeugen des langsamen, dreckigen Tods der Linken werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese massive Reaktion von rechts kommen wird.

  4. Exakt, Herr Elsässer! Der Angriff auf den Glauben der Menschen hat zwei Stoßrichtungen: Die Eine ist das Herz, daß in seiner Religiosität einen Anker findet. Über die Religion werden Wurzeln gefestigt oder erst geschlagen. Aber sie ist und schafft Heimat. Und wo das Herz beseelt ist vom Guten, von Güte und Liebe, da wird sein Schlag ruhig und widerständig kraftvoll.
    Der zweite Stoß zielt gegen Institutionen, wo Menschen gleichgesinnt und getragen zusammenkommen und Kultur leben(!). Es wird gesungen, es wird mit und nach Instrumenten musiziert, gebastelt, gemacht und getan, es wird gelesen und miteinander gesprochen. Und nicht nur das Einzelwesen hat seine Rolle. Die Familie, Summe verbundener Menschen, nimmt die Gläubigkeit mit an den heiligen Herd und die sich fromm formenden Mitglieder gehen vom Herd in die Gemeinde und aus ihr heraus, gestärkt in Persönlichkeit und Haltung. Ich konstatiere dieses überlegt und empfunden im Übrigen als nicht definiert christlicher, keineswegs aber ungläubiger Mensch, und der sich zu seiner abendländischen Herkunft und Heimat zugehörig bekennt.
    Und den „aufrührerischen Schößchen“, ihren kalkülgeleiteten Protektoren gilt entgegengeschleudert: Toleranz und Wehrhaftigkeit gehören zusammen, wie Beliebigkeit und Unterwürfigkeit. Mitläufer des Zweiteren gälte Mißachtung; Ihrer Förderer und Pfleger, diesen und jenen Argen, sei aber der ewige Fehdehandschuh ins schmierige Antlitz geschleudert (ein Heide darf unversöhnlich sein).

  5. Natürlich sollte jeder glauben können, was er will. Doch angesichts der Tatsache, dass es sich bei den großen „christlichen“ Amtskirchen um Formen der organisierten Kriminalität handelt, ist jede Form von Kritik – auch der etwas defitigeren Art – angebracht. Statt über „eklige“ Plakate zu lamentieren, die „unseren“ (meiner nicht) Glauben verunglimpfen, sollte man sich lieber den absurden Privilegien widmen, die Katholen und Protestanten in unserem eigentlich säkularen Staat genießen

  6. Ihr Schlusssatz ist falsch. Nein, die haben nicht dasselbe hier vor. Die haben doch hier die Zersetzung der religiösen Gefühle längst schon erreicht. In der Weimarer Republik war der Aufschrei noch groß, als Georg Grosz Jesus mit einer Gasmaske zeichnete. In der BRD kann so etwas niemand mehr schocken.

    Allerdings finde ich es auch nicht so gut, unsere kulturellen Werte so sehr mit dem Christentum zu verbinden, da dieses mit seinem Universalismus (jeder Getaufte gehört zur Gemeinschaft) und auch mit seiner Zersetzung der natürlichen Abwehrkraft („Liebet Eure Feinde“, „Haltet auch die andere Wange hin“) auch zu den Problemen beigretragen hat, welche die Europäer heute quälen.Das Christentum scheint von Natur aus den beiden fernöstlichen Religionen Judentum und Islam zu unterliegen.

    Und die christlichen Kirchen haben sich sowieso zu volksfeindlichen Institutionen entwickelt. Wenn man auf die beim Kampf um die Erhaltung des Volkes hofft, dann ist man wahrlich verloren.

  7. Bravo! Wieder einmal sehr treffend auf den Punkt gebracht, Herr Elsässer.

    Das bereits seit langem zu beobachtende Phänomen, dass bei jeder kritischen Aussage, die nur irgendwie in Bezug zu dem Islam oder dem jüdischen Glauben zu setzen ist, die PC-Wächter postwendend auf der Matte stehen und sich darin übereifern lautstark Antisemitismus und die gesamte altbekannte Palette vorzuwerfen, sowie eine grenzelose Religionsfreiheit zu fordern – wie jünstens bei der Beschneidungsdebatte – während umgekehrt, bei offenen Beleidigungen der Kirche verbissen auf die Meinungsfreiheit gepocht wird, offenbart mehr als überdeutlich die Diskrepanzen, die Inkosequenz, vor allem aber die heuchlersche Verlogenheit der Massenmedien und der selbsternannten Gutmenschen.

    Aber es ist ja schon längstens zum Volkssport geworden, das Christentum zu verhöhnen und somit alltägliche Praxis, wobei den Lästerermäulern dabei noch nicht einmal ins Bewußtsein rückt, dass sie damit unweigerlich auch unsere gesamte westliche Kultur, also die eigenen Wurzeln durch den Schmutz ziehen.

    Die Tatsache, dass weltweit immer mehr Christen wegen ihres Glaubens gezielt verfolgt und bestialisch ermordet werden, ist im höchsten Maße alarmierend und die Tatsache, dass die Massenmedien diesen Teil der Zeitgeschichte elegant ausklammern mehr als bezeichnend…

    Ein Grund mehr Compact zu lesen.

    Sie haben absolut Recht, es ist wirklich an der Zeit, dass die Christen ihr gebeuteltes Rückgrat durchdrücken und sich positionieren!!

  8. wieder mal eine Aktion der Nihilisten die zum kotzen ist.
    Das ist keine Religionskritik, das ist purer Hohn und Spott an Jesus.

  9. Als Kind und Jugendlicher hörte ich von religiös ausgerichteten Menschen des öfteren den Spruch: „Beten hilft“

    Manch einer mag das belächeln, aber ungeachtet jeglicher Zugehörigkeit zu irgendeiner Religionsgemeinschaft ist da vielleicht doch etwas dran.

    Somit wäre Beten zusätzlich zu Protestaktionen eine vielleicht tatsächlich sehr wirkungsvolle Maßnahme, vor allem deshalb, weil es jeder jederzeit überall tun KÖNNTE, und zwar ohne daß die ansonsten sehr mächtigen Eliten dieser Welt dies zu verhindern in der Lage wären, denn dazu haben sie keine Macht. Eine Protestaktion kann schon mal gewaltsam aufgelöst oder zumindest gestört werden, Beten kann auch der Mächtigste Mensch dieser Welt mit den dicksten Atomraketen nicht verhindern.

  10. Schon vor Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten und habe es bis heute nicht bereut.Schon vor den Politiker hatten die Kirchenführer den Kontakt zum Volk verloren. Das geht zurück bis ins Mittelalter.
    Es ist eben nicht jeder offiziell ausgetreten, der sich längst abgewandt
    hat. Seit wann sind denn die Kirchen so leer?
    Die Menschen sind gebildet genug, sich ihre eigenen Gedanken über Gott
    zu machen und brauchen dafür keine
    Vordenker und Vorbeter mehr.

    Von daher empfinden die meisten Gleichgültigkeit gegenüber dem antireligiösen Dreck, zumal sie von den
    christlichen Kirchen ohnehin nichts Positives mehr erwarten.

    Mutig ist das was da abgezogen wird. nicht und mit der Vermutung, daß die
    Karikaturisten im 3.Reich sicher auch Juden angefeindet hätten, geht Herr Elsässer völlig richtig.

    mit freundlichen Grüßen

  11. „Heutzutage würde dieses Gesindel niemals auf einem Cover oder einem Mega-Poster eine Mohammed-Karikatur oder eine Thora-Schmähung bringen. Das wäre nämlich, anders als unter Adolf, echt riskant.“

    Die Nazis waren nicht einfach nur aggressive Kriegstreiber wie die US-Amerikaner, sondern beurteilten die Völker nach ihrem im Lebenskampf zur Schau gestellten maximalen Überlebenspotential.

    Dies geschah in ähnlicher Weise wie es Universitätsprofessoren im Sinne Charles Darwins zu tun pflegten, bis die Diskussion über kulturelle und/oder biologische Diversität durch einen von Franz Boas erzwungenen Paradigmenwechsel in akademischen Kreisen weltweit abgewürgt wurde. Der radikale Ur-Pragmatismus Darwins wurde also durch eine künstliche Tabuisierung des Themas pseudo-religiös verdrängt („Kulturmarxismus“ ohne Sozialismus).

    Hitler hat im Übrigen nie behauptet, dass die weiße Rasse allen anderen überlegen sei, ja er glaubte nicht einmal an die zwangsläufige Vorherrschaft des westlichen Chauvinismus.

    Den Briten, Japanern, Chinesen, Römern, Mesopotamiern, Ägyptern und Muslimen im Allgemeinen, denen zollte er ganz objektiv größten Respekt für ihre historischen Leistungen und Traditionen.

    http://dieweissegarde.blogspot.com/2009/11/dass-adolf-hitler-kein-freund-des.html

    Das Adolf Hitler kein Freund des Christentums war, ist bekannt. Zwar blieb er bis an sein Lebensende ein Mitglied der katholischen Kirche – aus taktischen Gründen, wie er immer wieder versicherte und verachtete den heidnischen germanischen Götterkult von Leuten wie Rosenberg und Himmler. Doch er hatte vor, nach dem Krieg mit den Kirchen abzurechnen, da er sich für Deutschland eigentlich eine andere Religion gewünscht hätte, wie Albert Speer in seinen „Erinnerungen“ berichtet (Seite 109f der Taschenbuchausgabe).

    Hitler wusste sehr wohl, dass die christliche Botschaft in bestimmten Punkten seiner Ideologie entgegengesetzt war und deshalb reagierte er umso energischer, wenn Leute wie Martin Niemöller oder Dietrich Bonhoeffer klar und deutlich aussprachen, dass man nicht zugleich Christ und Nazi sein konnte – trotz aller Versuche, ein deutsches Christentum mit Jesus als einer Art „Ehrenarier“ im Zentrum zu begründen.

    Wie Hitler sich seine Staatskirche vorstellte, kann man folgenden Zitaten entnehmen:

    „Wir haben eben überhaupt das Unglück, eine falsche Religion zu besitzen. Warum haben wir nicht die der Japaner, die das Opfer für das Vaterland als das Höchste ansieht? Auch die mohammedanische Religion wäre für uns viel geeigneter als ausgerechnet das Christentum mit seiner schlappen Duldsamkeit.“ – Adolf Hitler (Albert Speer, Inside the Third Reich. New York: Macmillan, 1970, S. 96)

    „Ich kümmere mich nicht um Glaubenssätze, aber ich dulde auch nicht, dass ein Pfaffe sich um irdische Sachen kümmert. Die organisierte Lüge muss derart gebrochen werden, dass der Staat der absolute Herr ist. In der Jugend stand ich auf dem Standpunkt: Dynamit. Erst später sah ich ein, dass man das nicht übers Knie brechen kann. Es muss abfaulen wie ein brandiges Glied. So weit müsste man es bringen, dass auf der Kanzel nur lauter Deppen stehen und vor ihnen nur alte Weiblein sitzen. Die gesunde Jugend ist bei uns.“ – Adolf Hitler (Henry Picker, Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier. München, Propyläen-Verlag, 2003, S. 109)

    „Nur beim Römischen Reich kann man sagen, dass die Kultur ein Faktor war. Auch das Regime der Araber in Spanien war etwas unendlich Vornehmes: die größten Wissenschaftler, Denker, Astronomen, Mathematiker, einer der menschlichsten Zeiträume, eine kolossale Ritterlichkeit zugleich. Als dann später das Christentum dahin kam, da kann man nur sagen: die Barbaren. Die Ritterlichkeit, welche die Kastilier haben, ist in Wirklichkeit arabisches Erbe. Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades -, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.“ – Adolf Hitler, 27.8.1942 (Werner Jochmann, Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944, S. 370)

    In den ersten Monaten des Jahres 1945, als die Niederlage des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg offensichtlich wurde, diktierte Adolf Hitler seinem Stellvertreter Martin Bormann sein politisches Testament. Hitlers Gedanken waren eine umfassende Rechtfertigung nationalsozialistischer Politik, besonders der Vernichtung der europäischen Juden. In einem Punkt legte Hitler jedoch Selbstkritik an den Tag: Er bereute, aus Rücksicht auf die Kolonialinteressen Italiens und Frankreichs keine „mutige Freundschaftpolitik mit dem Islam“ durchgesetzt zu haben (4.2.1945). „Die islamische Welt bebte in Erwartung unserer Siege. Die Völker Ägyptens, des Irak und des ganzen Nahen Ostens waren bereit zum Aufstand.“

    „Ich bin überzeugt, dass die Japaner, die Chinesen und die islamischen Völker uns immer näher stehen werden als etwa Frankreich, und das trotz der zwischen uns bestehenden Blutsverwandtschaft. Das Unglück will es, dass Frankreich im Laufe der Jahrhunderte entartete und dass seine führenden Schichten dem jüdischen Geist verfallen sind. … Ich war nie der Meinung, dass etwa Chinesen oder Japaner rassisch minderwertig wären. Beide gehören alten Kulturen an, und ich gebe offen zu, dass ihre Tradition der unsrigen überlegen ist. Sie haben allen Grund; darauf stolz zu sein, genau wie wir stolz sind auf den Kulturkreis, dem wir angehören. Ich glaube sogar, dass es mir um so leichter fallen wird, mich mit den Chinesen und den Japanern zu verständigen, je mehr sie auf ihrem Rassenstolz beharren.“ – Adolf Hitler, 2.4.1945 (Bormann-Diktate)

    Gewisse Parallelen liegen auf der Hand. So wie sich fanatische Germanenkrieger erhofften, nach dem Tod von vollbusigen Walküren in Walhalla umsorgt zu werden, opfern sich islamische Gotteskrieger in Erwartung auf 72 Jungfrauen im Paradies.

  12. @ Fatima Özoguz

    Leider ist mir nicht so ganz klar, was Sie mit „christlichen Werten“ meinen, deren Ausverkauf sie beklagen.

    Die Priester der nahöstlichen Religionen haben natürlich ein Interesse daran zu behaupten, mit ihren Religionen seien erst die moralischen Werte entstanden, wobei sich dann Christentum und Islam dem Judentum unterordnen, indem sie dessen Monotheismus und zehn Gebote gewissermaßen als Anfang der Moral verstanden werden.

    Diese Sichtweise scheint mir aber im Hinblick auf die frühen Kulturen eindeutig falsch. Der Monotheismus, dessen Überlebenheit gegenüber dem Polytheismus oder dem Pantheismus, mir auch nicht unbedingt einsichtig ist, war schon bei Echnaton in Ägypten vorhanden, Und die zehn Gebote haben auch Vorläufer in den älteren Kulturen.

    Und überhaupt scheinen Menschen überall unabhängig von den nahöstlichen Religionen Moralvorstellungen zu besitzen. Wenn man dem Bericht von Tacitus über die Gebräuche der Germanen Glauben schenkt, dann besaßen auch unsere Vorfahren schöne Werte,

    Als spezifisch „christliche Werte“ kann ich eigentlich nur die oben genannte Aufgabe des natürlichen Erhaltungswillen und des Stolzes sehen. Und ob das unbedingt gute Werte sind, möchte ich dann angesichts unserer Probleme mal auch hinterfragen.

    Wer nun behauptet, der kulturelle Verfall der Gegenwart hänge mit dem Schwinden des Glaubens zusammen, dem möchte ich entgegnen, dass die Medienkontrolle durch volksfeindliche Elemente eine viel wahrscheinlichere Erklärung ist. Und dass gerade viele zivilisatorische Probleme mit dem Judentum in Verbindung stehen, das ja von der drei nahöstlichen Religionen quasi als Urreligion gefeiert wird, sollte einem auch zu denken geben.

    Sollte dem deutschen Volk der christliche Glaube schwinden, ihm aber ein eigenes Territorium zugestehen würde, auf dem es sich selbst verwalten kann, dann bestünde sicherlich die Hoffnung auf ein gutes Wertesystem und eine reiche Kultur.

  13. Herr Elsässer,der Feind ist Global,unserer Kampf sollte es auch sein…er ist wohl Global,ich bin aber der Meinung,wir sollten uns auf unser Land,auf die Politiker der so genannten Volksparteien,konzentrieren,sonst verlieren wir uns,denn wir haben es ja noch nicht einmal geschafft,uns zu vereinen im Kampf gegen die Fratze des Bösen hier in Deutschland.

  14. Im letzten Absatz muss es heißen:

    Sollte dem deutschen Volk der christliche Glauben schwinden, ihm aber ein eigenes Territorium zugestanden werden…

  15. Das Prinzip des Hahnenschreis ist doch konstitutionell für uns Christen. Der Verräter wird zum Oberhaupt gemacht. Und nach dem Quo vadis? verkehrtherum gekreuzigt. Unsere Hähne schreien inzwischen nicht mehr nur dreimal sondern 7/7 24h.

  16. Michael Schmidt: Im Prinzip haben Sie Recht. Ma braucht trotzdem ein globales Verständnis, sonst gelingt es den Herrschenden, uns gegen einen äußeren Feind zu hetzen…

  17. @ Rainer Balcerowiak

    „Doch angesichts der Tatsache, dass es sich bei den großen “christlichen” Amtskirchen um Formen der organisierten Kriminalität handelt, ist jede Form von Kritik – auch der etwas defitigeren Art – angebracht. Statt über “eklige” Plakate zu lamentieren, die “unseren” (meiner nicht) Glauben verunglimpfen, sollte man sich lieber den absurden Privilegien widmen, die Katholen und Protestanten in unserem eigentlich säkularen Staat genießen“

    Tschung, aber das ist gelahrte Kritik!

    Die diversen Verunglimpfer kritisieren eben NICHT das Staatsknetechristentum – denn dann würden sie ja impliziert auch das Staatsknetejudentum gefährden -, sondern nur die sakralen Gefühle!

    Die Hitlerkonkordatskirchen (so sollte man sie doch treffend nennen) werden heute mit Staatsknete zugeschi**en, damit das so bestochene Kirchenpersonal handzahm dem Zeitgeist die Füße und anderes leckt.

    Deshalb fordern nicht nur ECHTE Amtskirchenkritiker, wie die Ahriman-Marxisten („Ketzerbriefe“), sondern auch die edelsten unter den Katholiken, die Piusbrüder, eine Abschaffung der Bestechungssteuer, vulgo Kirchensteuer.

    Die tatsächliche Zielrichtung der kritisierten „Künstler“ ist doch eigentlich nicht zu übersehen – oder sollte ich etwas übersehen haben??

  18. Beten hilft allein schon weil dadurch die Aufmerksamkeit fokussiert wird.
    Wenn dies mehrere Menschen gemeinsam auf ein Ziel hin tun multipliziert sich dieser Effekt.
    Entscheidend ist dabei lediglich dass man stets FÜR etwas betet und NIE gegen etwas.

    Und genau deswegen arbeitet die Elite massiv daran die Religiösität der Menschen systematisch zu zerstören, indem diese ins Lächerliche gezogen, radikalisiert, instrumentalisiert, wissenschaftlich zerlegt oder als unnreifer Aberglaube hingestellt wird so dass sich immer weniger Menschen trauen sich öffentlich zu ihrer Religiösität zu bekennen ohne Gefahr zu laufen sich dadurch selbst zu diskreditieren was insbesondere für Christen gilt.
    Zudem werden einzelne Glaubensgemeinschaften gegeneinander aufgehetzt.

    Aus der Religiösität und dem Glauben kann der Mensch Orientierung, Vertrauen, Stärke und Durchhaltevermögen in Krisenzeiten ziehen.

    Der Glaube kann bekanntlich Berge versetzen vorausgesetzt der Glaube ist stark genug.
    Es gibt z.B. zahlreiche Fälle von Selbstheilung weil die Betroffenen die Überzeugung an ihre eigene Gesundheit gefunden haben.
    Oder schizophrene Patienten, die in einem Bewußtseinszustand unheilbar krank sind und in dem anderen nachweisbar völlig gesund, eben weil sie in diesem Moment absolut davon überzeugt sind, die zweite gesunde Person zu sein.

    Und genau dies macht Religiösität für die NWO auch so gefährlich, ebenso wie feste Familienbande, gut informierte Bürger und selbstbewußte selbstdenkende Menschen mit einem moralischen Gewissen.

    Und deswegen werden wir von allen Seiten mit Gendermainstreaming, Unterschichtenfernsehen, Pornografie, Desinformation, grottenschlechter Bildung und Umerziehungsprogrammen zugeschüttet.

    Die Glaubensgemeinschaften täten in der Tat gut daran ihre Rivalitäten beiseite zu legen sich stattdessen ihrer Gemeinsamkeiten zu erinnern sich zusammenzuschließen und vereint für eine bessere Welt zu beten bzw aktiv einzusetzen.

  19. Heckmann: Eigentlich verstößt Ihr Beitrag gegen die blog-Regeln (kein Posting zu 1933 bis 1945). Ich lasse ihn aufgrund seiner Faktenfülle trotzdem zu. ABER, bitte an die anderen: Bitte nicht weiter über diesen speziellen Aspekt (Nazi-Kritik am Christentum) diskutieren, sondern das einfach mal so stehen lasse.

  20. Tut mir Leid, ich kann Ihre Auffassung zu Religion in keinsterweise nachvollziehen. Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass Moral und Anstand religiös begründete Werte sind. Die Religionen vermitteln sie einfach in der Art und Weise, wie die Religionsführer es für richtig halten. Diese Argumentation dann noch dafür zu verwenden, die Pussy Riot Geschichte in Russland zu relativieren, halte ich für höchst Zweifelhaft.

  21. in schweden, england, kanada und anderen ländern wird man bereits dafür angezeigt, wenn man gottes wort verkündet.

    der europarat hat eine resolution am 4. oktober 2007 gegen die biblische schöpfungslehre verabschiedet. bei dieser resolution handelt es sich um eine vorstufe zu einem gesetz, das bedeuten würde, dass verkünder der biblischen schöpfungslehre als feinde der gesellschaft angesehen und behandelt würden. der vatikan selbst hat die schöpfungslehre weitestgehend aus seinen inhalten entfernt. ist doch klar.

  22. dass die menschenrechte in ihrer aktuellen formulierung nur dem mammon nutzen, habe ich ja schon immer gesagt.

    Am Beispiel der folgenden Erklärung des Europarats können Sie alle sehen, mit wieviel Tücke und List die stolzen Regenten Europas versuchen, eine Generation ohne Glauben zu (v)erziehen. Als ich noch in Deutschland das Gymnasium besuchte, habe ich bemerkt wieviel Europa-Propaganda dem Schüler aufgezwängt wurde. Jegliche noch so berechtigte Kritik an diesem System wurde bestraft. Lesen Sie hier nun, wie diese EU-Krake europaweit das Bildungssystem manipulieren will, um eine junge Generation von Anfang an gegen den christlichen Glauben aufzuhetzen:

    04/10/07 Europarats-Staaten müssen Einbeziehung des Kreationismus als Wissenschaftsdisziplin in den Unterricht entschieden ablehnen

    Straßburg, 04.10.2007 – Die Abgeordneten aus den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates haben ihre Regierungen nachdrücklich aufgefordert, mit „aller Entschiedenheit“ gegen die Einbeziehung des Kreationismus – der die Evolution der Arten durch natürliche Auslese leugnet – in den Unterricht als gleichberechtigte Wissenschaftsdisziplin neben der Evolutionstheorie anzugehen.
    In einer bei ihrer Plenarsitzung in Straßburg mit 48 zu 25 Stimmen verabschiedeten Entschließung erklärt die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE): ”Wenn wir nicht acht geben, könnte der Kreationismus zu einer Bedrohung für die Menschenrechte werden.”
    Bei der Vorstellung ihres Berichts sagte die ehemalige Bildungsministerin Anne Brasseur (Luxemburg, ALDE): „Es geht nicht darum, Glauben und Wissenschaft gegenüberzustellen, aber es muss vermieden werden, dass sich der Glaube gegen die Wissenschaft stellt.“
    Das Hauptziel der heutigen Kreationisten, die zumeist Christen oder Muslime sind, sei der Bildungssektor, so die Abgeordnete in der Entschließung. Kreationisten wollten erreichen, dass ihre Theorien in das naturwissenschaftliche Lehrpensum der Schulen aufgenommen werden. Der Kreationismus könne jedoch nicht für sich in Anspruch nehmen, eine wissenschaftliche Disziplin zu sein.
    Es bestehe die große Gefahr, in den Köpfen der Kinder eine bedenkliche Verwirrung zwischen Überzeugung oder Glaube und Wissenschaft zu verursachen, so die Abgeordneten. „Die Evolutionstheorie hat nichts mit göttlicher Offenbarung zu tun, sondern gründet sich allein auf Fakten.“
    Die Theorie des „Intelligent Design“ werde subtiler präsentiert und versuche, ihren Ansatz als wissenschaftlich darzustellen, und genau darin bestehe die Gefahr, fügten die Abgeordneten hinzu.
    „Kreationismus … war lange Zeit eine fast ausschließlich amerikanische Erscheinung“, betonten die Abgeordneten. Heute fände die kreationistische Theorie auch ihren Weg nach Europa und breite sich in zahlreichen Mitgliedsstaaten des Europarates aus.
    Der Bericht nennt Beispiele aus Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Türkei und dem Vereinigten Königreich.

  23. § 166
    Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen

    (1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

    Wie wäre es wenn also „Compact“ Anzeige erstattete?

    In puncto Kirchen: Die halten inzwischen auch noch die dritte und vierte Backe hin (A….-Backen, wie sich versteht)…

  24. @JE:
    „Gibt es eigentlich noch eine Christlich-Demokratische Union in Deutschland, oder hat die sich schon aufgelöst“

    Antwort:
    Die mit Hilfe von ESM und Fiskalpakt und mit ihrem Leben & Körper die Unverletzlichkeit und Immunität »der Märkte« garantierende deutsche Bundeskanzlerin agiert zugleich als Vorsitzende einer politischen Partei, die sich als eine christliche bezeichnet, jedoch als Dienerin »der Märkte« seit ihrer Gründung die postmoderne Toterklärung des christlichen Gottes betreibt, unterstützt von der religionsfreudigen Gottlosigkeit der christlichen Großkirchen, die sich ebenfalls der höheren Ewigkeit des vergöttlichten Mammons unterwerfen. Auch Päpste, seien sie deutscher oder aus solcher Perspektive guter fremdländischer Herkunft, beweihräuchern die Etablierung des Märkte-Gottes durch ästhetisch-segnende Verzauberung und durch bunt-zeremoniale Seelen-Wellneß für die opferbringenden Klassen der westlichen und östlichen, der nördlichen und südlichen Hemisphären, urbi et orbi. Den räuberischen »Märkten« werden alle Schulden und Sünden erlassen und vergeben, und den Beraubten werden die Schulden und Sünden der Räuber aufgeladen.
    http://www.sopos.org/aufsaetze/5030d7f515e61/1.phtml

  25. Ich verstehe den Wirbel um die „Pussys“ nicht, weder von der einen noch von der anderen Seite!

  26. @ Heckmann

    Die „Bormann-Diktate“ sind erwiesene Nachkriegsälschungen (der Inhalt passt auch nicht zu Hitlers sonstigen Anschauungen).

    Eine inhaltliche Diskussion verkneife ich mir im Hinblick auf die Blogregeln..

  27. @ Hoschie

    Sie haben für meinen Geschmack ganz wunderbar und treffend die allgegenwärtigen Spaltungsversuche der Eliten in Worte gefaßt. Ihren Schlußapell im letzten Absatz versuche ich in meinem persönlichen Lebensumfeld in die Tat umzusetzen. In meinem Bekanntenkreis mache ich in Gesprächen zunächst aufmerksam auf die raffiniert verpackten Aufstachelungen und Spaltungsversuche und werbe anschließend für Kooperation in jeglicher Hinsicht.

    Da aber heutzutage die Aufstachelung zum Kampf ‚Jeder gegen Jeden‘ ganz raffiniert in rot-grünem Neusprech daherkommt, ist es alles andere als einfach, dieses perfide Treiben als solches zu erkennen. Zum Beispiel werden heute die Spaltungsversuche allgemein gerne als „Bildung“ verkauft. „Frühkindliche Bildung“ ist in meinen Augen nichts anderes als frühkindliche Gehirnwäsche, bei der die Kleinkinder mittels des entsetzlichen Gender Mainstreaming schon so früh es eben geht durch „Krippenpersonal“ dazu erzogen werden sollen, sich gegen ihre Eltern zu stellen und sie ggf. sogar zu denunzieren. Hatten wir das alles nicht schon mal in einer Zeit, über die hier in diesem Blog nicht gesprochen werden sollte?

    Ich selbst muß jedenfalls sehr, sehr aufpassen, daß ich mich trotz meiner Erkenntnisse, die ich erlangt zu haben glaube, nicht zu einem Kampf gegen einen äußeren Gegner instrumentalisieren lasse, wie JE weiter oben bereits angemerkt hat.

  28. Marc hat @ August 22, 2012 um 11:01 geschrieben

    Es ist schlichtweg falsch zu behaupten, dass Moral und Anstand religiös begründete Werte sind.

    Wer macht das denn? Wir werden in „Moral und Anstand“ kulturspezifisch hineinsozialisiert, wenn die primäre Sozialisation in der je konkreten Gemeinschaft gelingt.

    Aber: Christliche Religion heilt! Darum geht’s nach meiner unmaßgeblichen Meinung. Und sie heilt halt nur dann, wenn sie gelebt und erfahren wird.

    Der Christus war ein großer und großartiger Psychotherapeut.

    Wenn man seine Lehre aber verfälscht oder in starre Formen zwängt, dann heilt sie nicht mehr sondern macht im Gegenteil krank und noch kränker.

    Auch deshalb haben wir in der BRD, in Europa und vor allem den USA und Israel so viele „Gestörte“.

  29. Ich gründe einen Verein für diskriminierte heterosexuelle und christliche Männer und Frauen. Wer hat Interesse?

  30. >sonst gelingt es den Herrschenden, uns gegen einen äußeren Feind zu hetzen…

    … wo der Feind doch im Inneren sitzt

    @Hoschie
    >Und genau deswegen arbeitet die Elite massiv daran die Religiösität der Menschen systematisch zu zerstören,

    Das ist kurzsichtig, weil nur der erste Schritt – denn wo die Reise hingeht ist weg von dogmatischen Religionen zu einem universellen göttlichen Verständnis.

    >Und deswegen werden wir von allen Seiten mit Gendermainstreaming, Unterschichtenfernsehen, …. zugeschüttet.

    Keine würde es senden, würde keiner hinschauen. Das ist genauso wie mit den Maggi-Fix-Regalen, die jährlich um einen Meter wachsen – das können sie nur deshalb, weil der Mensch zu bequem geworden ist, 5 Gewürze und eine Zwiebel selber zu mischen. Wollen Sie da wirklich die Industrie dafür verantwortlich machen? Ist der Mensch so unmündig, dass Sie ihm nicht zugestehen, dass es seine eigene (!) Wahl ist?

    >Die Glaubensgemeinschaften täten in der Tat gut daran ihre Rivalitäten beiseite zu legen sich stattdessen ihrer Gemeinsamkeiten zu erinnern

    So sei es!

  31. @Bullinger

    Ich weiß ja nicht. ICh glaube ja auch an Gott, aber mit Religion kann ich nichts anfangen.

    Ich sehe das Christentum vor allem als Entwicklungs und Fortschrittshindernis.

    Schauen Sie mal, welch unglaubliche zivilisatorische und technologische Leistung die polythechischen Römer vollbracht haben und was die Christen dann daraus gemacht haben. Alles gibt zum Teufel und über tausend Jahre herrschafte absoluter Stillstand auf sämtlichen Gebieten.

    Ich bin überzeugt davon, dass wenn es das Christentum nicht gegeben hätte, der Planet Erde heute technologisch um Jahrhunderte weiter wäre und wir mittlweile locker den Mars besiedelt hätten.

  32. ich bin ja eher tolerant. ich denke auch, dass es schwäche wäre, sich über so etwas aufzuregen. wer so schamlos und widerwärtig zur sache geht, der ist in sich gestraft genug. und wer seinen glauben hat, der sollte darüber stehen und das auch können, denn diese ferkel können weder jesus, noch einen christen beleidigen…..soviel macht haben sie nicht.

    ABER es ist eben der allgemeine niedergang jeglicher werte, schönheit und wahrer freude zu beklagen und muss auf das SCHÄRFSTE bekämpft werden!!!

    bitte seht euch das mal an, es läuft SONNTAGS ZUR HAUPTSENDEZEIT FÜR KINDER!!!! und das kotzt mich richtig an, ja, ich muss gar gegen üble hassgefühle ankämpfen in diesem fall.

    das ist ein gezielter angriff auf die kinderseelen, jedes zweite wort ist ficxxx, blaxxx, bumxxx, fremdgehen ist hip, alles was anstand ist, ist müll.

    ich habe das zufällig letzten sonntag gesehen und dachte ich fall vom sofa!!! die beispiele habe ich bei youtube rasch gezogen, letzten sonntag war es noch schlimmer und das kommt dann auch noch als doppelfolge, zur vormittags oder mittagszeit, je nachdem……

    ich kann nur sagen: wollt ihr anbieten, ihr schweine und tv-huren??

  33. Wie es in Wikipedia heißt, spricht sich der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., für die Integration der anderen Religionen auf russischem Territorium aus, des Islam, des Judentums und des Buddhismus. Sollte das nicht ein Grund für die Muslime sein, sich bei solchen religionsfeindlichen Angriffen auf die russische Kirche nicht auch auf deren Seite zu stellen?
    Als Deutscher würde ich mir für die BRD einen solchen Kanzler wünschen, wie es Wladimir Putin als Präsident Rußlands ist, der sich so stark für die Interessen des eigenen Landes und Volkes einsetzt, weswegen ich derartige Proteste gegen ihn für ungerechtfertigt halte.
    In einer deutschsprachigen Nachricht heißt es, in Ägypten habe ein christlicher Devotionalienhändler einen anonymen Drohbrief bekommen, er solle mit dem Verkauf von im Islam verbotenen Götzenbildern aufhören. Als die Muslime unter dem Kalifen ´Umar das überwiegend von koptischen Christen bewohnte Ägypten eroberten, schlossen sie mit ihnen einen Schutzvertrag, wonach ihnen Religionsfreiheit und der Schutz ihrer religiösen Symbole zugesichert wurde. Wer steckt hinter dieser anonymen Drohung: fanatische Muslime, die von diesem Schutzvertrag nichts wissen oder (in Mißachtung ihrer eigenen religiösen Vorschriften) nichts wissen wollen, oder Leute des alten Regimes, die Muslime und Christen gegeneinander aufhetzen wollen? Jedenfalls sollte die neue ägyptische Regierung zeigen, daß sie zum toleranten Islam steht und hart gegen solche Drohungen und Übergriffe vorgehen. Was bedeutet der Bruch eines solchen islamischen Schutzversprechens (dhimma)? Es bedeutet, daß derjenige, der es abgegeben hat, aber nicht einhält, indem er es selbst bricht oder den Bruch durch unter seiner Herrschaft stehende Personen nicht ahndet, sein Gesicht verliert, unglaubwürdig wird und der Verachtung anheimfällt.

  34. hmm…also grundsätzlich sehe ich keinen unterschied, ob sich jemand über irgendeinen glauben, einen aberglauben, atheismus, marxismus, irgend eine philosophie oder was auch immer für ein „weltanschauungs-modell“ lustig macht. warum sollte man es in dem einen fall dürfen, im anderen nicht? weil es die gefühle der menschen verletzt, die sich zu diesem weltanschauungs-modell hingezogen fühlen, weil sie es für sich als „richtig“ emfinden? wenn man das konsequent weiterdenkt, scheint mir das recht unlogisch.

  35. @chicano

    Sonntag 12.50 ist die Hauptsendezeit für Kinder? Wer setzt denn die Kinder vor den Fernseher, anstatt mit Ihnen am Wochenende einen Ausflug zu machen, in den Wald zu gehen oder intelligente Spiele zu spielen?

    Wer ist verantwortlich dafür? Die Sender??? Oder die Eltern?

    Es wird doch nun wirklich niemand gezwungen, fernzusehen. Warum regen Sie sich nicht über die Eltern auf?

  36. Anderas M. hat @ August 22, 2012 um 14:13 geschrieben

    @Bullinger

    Ich sehe das Christentum vor allem als Entwicklungs und Fortschrittshindernis.

    Schauen Sie mal, welch unglaubliche zivilisatorische und technologische Leistung die polythechischen Römer vollbracht haben und was die Christen dann daraus gemacht haben. Alles gibt zum Teufel und über tausend Jahre herrschafte absoluter Stillstand auf sämtlichen Gebieten.

    Ich bin überzeugt davon, dass wenn es das Christentum nicht gegeben hätte, der Planet Erde heute technologisch um Jahrhunderte weiter wäre und wir mittlweile locker den Mars besiedelt hätten.

    Sehr schön und klar, Anderas. Sie bestätigen wirklich sehr schön meine Strukturhypothese eines Prometheus-Paradigma:

    Wer half mir
    Wider der Titanen Übermut?
    Wer rettete vom Tode mich,
    Von Sklaverei?
    Hast du’s nicht alles selbst vollendet,
    Heilig glühend Herz?
    Und glühtest, jung und gut,
    Betrogen, Rettungsdank
    Dem Schlafenden dadroben?

    Ich dich ehren? Wofür?

  37. „Tugend will ermuntert sein,
    Bosheit kann man schon allein.“

    Wilhelm Busch

  38. @ Monika H. u. chicano: Ich finde Sie haben beide Recht.
    „Wer ist verantwortlich dafür? Die Sender??? Oder die Eltern?“

    in erster Linie natürlich immer die Eltern! Aber leider ist es traurige Realität, dass viele Kinder oft vor dem Fernseher „geparkt“ werden, und dieser Realität sollte Rechnung getragen werden. Da greift m.E. schon die Verantwortung der Medien. Ich habs mir jetzt nicht angesehen, aber chicanos Beschreibung reicht mir schon. Das verstößt aus meiner Sicht eindeutig gegen den Jugendschutz.

    @Lynx: „Wie es in Wikipedia heißt, spricht sich der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., für die Integration der anderen Religionen auf russischem Territorium aus, des Islam, des Judentums und des Buddhismus. Sollte das nicht ein Grund für die Muslime sein, sich bei solchen religionsfeindlichen Angriffen auf die russische Kirche nicht auch auf deren Seite zu stellen?“

    auf jeden Fall! Aber hier geht es um Deutschland, und um diese merkwürdige „Kultur“- Ausstellung in Kassel und die Jesus-Karikatur. Auch da sollten Kasseler Muslime protestieren. Bzw. protestieren sollten wir alle, und in Kassel eben auch demonstrieren. Ich kann nicht verstehen, wie man die eigenen kulturellen Werte dermaßen mit Füßen treten kann. So schafft Deutschland sich wirklich ab. Leider kommt der Aufschrei meist immer erst, wenn man selber betroffen ist. Abaer Muslime sind hier eben auch betroffen, ob sie es nun wahrhaben wollen oder nicht. Wer gegen Mohammad-Karikaturen demonstriert, muss es hier auch tun, denn Jesus ist schließlich auch bei uns eine heilige Persönlichkeit!

  39. @Elsässer

    Bei dem geschmacklos kann ich Ihnen ja noch zustimmen.
    Aber ansonsten wundert mich Ihre Stellungnahme schon.
    Meinungsfreiheit ist ein zentraler Bestandteil der Aufklärung und auf wessen Seite die Religionen immer gestanden haben, auf Seiten der Mächtigen wissen Sie als Linker doch.
    Das die christlichen Kirchen sich wegducken hat ähnliche Gründe wie das wegducken deutscher Jugendlicher im Vergleich zur Haltung vieler ausländischer Jugendlichen.
    Kultur ist in Europa auch nicht erst mit dem Christentum eingezogen.
    Ganz im Gegenteil ist ein langer Zeitraum der christlichen Geschichte wohl als das dunkelste Kapitel Europas.
    Wissenschaftlicher Stillstand, Hexenverbrennungen, Glaubenskriege etc.
    Das die Kirchen heute, als Verblöder der Massen, von den Eliten heute nicht mehr in dem Maße wie früher gebraucht werden, liegt einfach daran das die Massenmedien diese Aufgabe heute z.T. besser und vorallen billiger erfüllen.
    Auf die Hilfe der Religionen zu hoffen, im Kampf gegen Globale Elite wird nicht funktionieren.
    Eher schon sind völlig neue Ansätze, jenseits der Gewalt, erfolgversprechend.
    Siehe Interview auf KenFM, wäre auch ein guter interviewpartner für COMPACT.
    http://www.kenfm.de/wordpress/2012/07/25/ruediger_lenz/

    @AndreasM
    @Besucher
    @chicano

    d´accord

    @Hoschi

    Was sie da bei Schizophrenen als Heilung bezeichnen ist genau das Krankheitsbild der Schizophrenie.
    Keine Heilung

    @Yilmaz

    Abtreibung hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tuen.

    Was psychische Erkrankungen angeht leben wir heute, im Vergleich zum Mittelalter unter christlicher Verblödung, aber noch in guten Zeiten.
    Hexenglauben, Kinderkreuzzüge als Formen psychischer Deformation völlig ausgeblendet?
    Das die Fallzahlen wieder steigen, dramatisch, hat soziale und wirtschaftliche Gründe.

    Wenn ich Ihre Kritik – „keine Religionskritik, sondern Hohn u. Spott“ lese, habe ich den Eindruck das da die Forderung nach dem Scheiterhaufen aber auch nicht mehr weit ist.
    Da wäre es schon besser sie halten es, wie vorgeschlagen mit dem Beten.
    Wenn der Glaube wirklich Berge versetzt, verstehe ich sowieso nicht warum von christlich/moslemischer Seite dies nicht öfter propagiert wird.
    Wäre bloss misslich wenn die Gebete der christlichen Fundamentalisten in den USA ähnlich wirsam wären.
    Dürfte im Falle des israelisch / arabischen Konfliktes dann wohl kaum in ihrem Interesse sein.

  40. Roland Basel: Sie haben Recht: Es gab Zeiten, da waren Macht und Religion in Europa verschmolzen. Es gab auch Zeiten, da setzte der Imperialismus auf Leute wie Milosevic, Saddam und Gaddafi. Aber die Zeiten ändern sich. Und dann frisst die Macht/der Imperialismus die Alliierten von gestern. Und zwar, weil sie irgendetwas Menschliches in sich tragen, das der Totalisierung der Macht entgegensteht. An diesen Kern will ich gerne ran…

  41. Roland Basel hat @ August 22, 2012 um 19:32 geschrieben

    Was psychische Erkrankungen angeht leben wir heute, im Vergleich zum Mittelalter unter christlicher Verblödung, aber noch in guten Zeiten.
    Hexenglauben, Kinderkreuzzüge als Formen psychischer Deformation völlig ausgeblendet?

    Nein, wieso auch?

    Daẞ „die Fallzahlen wieder steigen, dramatisch, hat [auch] soziale und wirtschaftliche Gründe“, zentral ist imho aber die phantasmatische Trennung von Gott und die daraus resultierende (ebenso vorbewußt phantasierte) Schuld der Sünde, der Absonderung.

    Jede (!) psychische Erkrankung die ich kenne, ist nach meiner Erfahrung ein Konflikt im Geist, der in Symptome verschoben (und darin ausgedrückt) wird, damit Ego die Wahrheit des Heiligen und Heilenden Geistes abwehren kann.

    Es ist im Grunde ganz einfach: Der heile, heilende und heilige Geist ist der Geist Gottes und der kranke der des Ego.

    Ego ist krank. Es leidet an unerträglicher Enge durch Verdichtung, Schrumpfung und Zwergenwuchs nebst Ausgrenzung alles Größeren. Deswegen ist es auch so voller Angst. Es ist einfach viel zu eng geworden, dort, wo es ist. Es kann nicht einmal mehr frei atmen!

    Es kann durch Wachstum, Initiation und Integration des Ausgegrenzten geheilt werden.

  42. Ich habe diese Karikatur heute einmal auf mich wirken lassen, weil ich dazu keinerlei Emotion hege – ich persönlich fühle mich nicht angegriffen und denke, dass es jedem so geht, der in seinem Glauben gefestigt ist. Künstlerische Freiheit muss bewahrt werden, ob man selbst es nun geschmacklos findet oder nicht.

    Ein anderer Aspekt ist allerdings die Aussage der Karikatur, denn es geht hier um die unbefleckte Empfängnis der Mutter Maria. Und die – ja, die ist nun wirklich das größte Dogma in der christlichen (katholischen) Lehre, denn damit wird Sex zur Sünde erklärt. Die Sexualität hat uns aus dem Paradies vertrieben und deshalb sind wir so mit Schuld behaftet.

    Es wird mehr als Zeit, uns von dieser Vorstellung zu lösen und die Sexualität als eine höchst spirituelle Kraft in uns zu erkennen.

  43. @ Roland

    ich habe im Prinzip allgemein nix gegen konstruktive Religionskritik, ob es jetzt Kritik am Islam, an der Christl. Kirche oder am Judentum geht, keiner behauptet von sich perfekt zu sein, die die es trotzdem tun sind reine Dampfplauderer und Schaumschläger.

    Mir ging es eigentlich in diesem Falle nur an dieser wirklich abfälligen Jesus Karikatur, das muss doch so wirklich nicht sein, oder!? Das ist unterste Schiene, intelligente Leute machen das anders.

    Leider gibt es sehr wenige wie ich, die gelernt haben, daß die Linien nicht zwischen den Religionen laufen sondern eher innerhalb… und wenn man weitergeht, ist man dann weder Jude, noch Christ, noch Moslem, dann hat man erkannt daß man im Herzen ein Teil der Schöpfung ist, genau wie all die anderen…

    Ich vermute, die neue Generation an Kindern die jetzt heranwächst, wird ein komplett anderes Zeitalter einleuten, wir hier zB sind die Speerspitze, wir müssen weiterhin geduldig und beharrlich aufklären und die Gemeinsamkeiten kundtun und somit den Frieden ebnen aber auch die Zerstörung unseres wunderschönen Planeten durch Wasserstoff- und Atombomben, Geheimhaltung alternativer freier Energie usw. stoppen.

  44. Irlmaier zu Wirtschaftskrise und Revolution in der BRD:

    Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie.
    Dann folgt ein Glaubensabfall wie nie zuvor.
    Darauf eine nie da gewesene Sittenverderbnis.
    Alsdann kommt eine große Zahl Fremder ins Land.
    Es herrscht eine hohe Inflation.
    Das Geld verliert mehr und mehr an Wert.
    Bald darauf folgt die Revolution.

  45. Ein wirklicher Heiler und vielleicht auch Prophet der im Nachkriegsdeutschland in Westfalen wirkte: Bruno Gröning.
    Niemand redet von ihm, doch bewirkte er bewiesene tausende Spontanheilungen.
    Vielleicht schickte der Himmel ihn ins das vom Krieg geschundene Deutschland…, plötzlich hiess es dann:
    Blinde sehen, lahme gehen, er predigte einfach nur Gottverbundenheit und Gottvertrauen:

    http://www.bruno-groening.org/

  46. Monika H. Wegen Sex ausm Paradies rausgeflogen? Nicht in meiner Bibel! Ausschlussgrund war vielmehr, dass sie vom „Baum der Erkenntnis“ genascht haben. Ich glaube, das ist ein bisserl was anderes.

  47. @ Monika H.
    Wenn man sich von der Religiosität geistig und emotional völlig löst, ist die Symbolik der jungfräulichen Empfängnis allerdings befremdlich. Ähnlich für mich die Elternschaft Abrahams (des Vaters aller Beschnittenen) und Saras, oder, daß Allvater Wotan ein Auge gibt, um Weisheit zu erlangen. Aber so es andere glauben, ist es gut. Und was ich toleriere, beschütze ich auch… solange dieser Glaube selbst tolerant gegenüber dem Unglauben ist. Wenn nicht, ist für mich primär die Form der Negierung, gar Verächtlichmachung relevant: Ist sie unkultiviert, zersetzend und darauf aus, nicht die Dogmen, sondern das Tragende, das Positive der (daran) Gläubigen zu zerstören – bis hin zum Angriff auf das Widerständige (Familie, Bindung, Pflichtbewußtsein, etc.), bin ich Waffenbruder in der Sache, wenn auch nicht im Glauben.

  48. „es gab zeiten, da waren Religion und Politik in Europa verschmolzen“

    ???? bitte was?

    Klima-Religion, Pharma-Religion, Euro-Religion, , Schulden-Religion, Gender-Religion, Sozialstaat-Religion, UNO-Religion

    = Super-Weltkommunismus-Religion

  49. Jürgen: „Und zwar, weil sie irgendetwas Menschliches in sich tragen, das der Totalisierung der Macht entgegensteht. An diesen Kern will ich gerne ran…“

    Seit den frühen Tagen des modernen Staates treffen sich der absolute Monarch und der Aufklärer, das sich emanzipierende Bürgertum und der absolutistische Staat. Beide mögen keine Verbünde, keine Zwischenstrukturen, keine Familien, die Menschen Schutz gewähren. Die einen nicht, weil es ihrem persönlichen pursuit of happiness im Wege steht, der andere nicht, weil er nur gleichberechtigte, vereinzelte und mithin machtlose Individuen liebt. Seitdem geht es beiden um die Abschaffung von Freiheiten und Rechten und der Durchsetzung des Rechts und der Freiheit. Tocqueville hat das ganz gut analysiert, wie die Französische Revolution das Werk der Könige nicht beendet, sondern beschleunigte.
    Religion – soweit wir von Offenbarungsreligion reden – ist ein Schutzraum, geistig und auch konkret als Asyl. Das mögen PussiRiots und imperiale Macht nicht. Sofern wir bei Religion von Reformation reden, ist das Bild anders. Luthers Freiheit des Christenmenschen ist innere Freiheit, Bekenntnisfreiheit, erlangt durch bedingungslose Loyalität zur weltlichen Obrigkeit. Thomas Müntzer sah das anders mit dem „Schwert der Obrigkeit“, das von Gott sei, aber ihm wurde auch mit selbigem Schwert der Kopf abgetrennt. Die Globalisierung zielt auf das Ende dieser Geschichte, in der von Anfang an Emanzipation und absolutistischer Staat sich die Hände reichen. Die Katholische Kirche hat nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil sich schutzsuchend an die Reformation angelehnt. Der Islam hat mit der islamischen Revolution weltweit sichtbar nein gesagt. Da knirscht es im Gebälk der Globalisierung.
    Wenn Spaemann in der FAZ beschämt feststellen muss, dass es Muslime sind, die sich über blasphemische Filme über Jesus beschwerden und zwar erfolgreich, und ihm nicht mehr einfällt, als dass er als Christ ja nur leiden, aber nicht aktiv handeln dürfe, dann spricht er von der Freiheit des Christenmenschen, die immer nur eine innere ist. Sie haben Recht, es ist an der Zeit, die Frage der Rückkehr des Religiösen in die gelebte Öffentlichkeit zu diskutieren. Und sie haben auch Recht, dass diese Frage zu soetwas wie dem San-Andreas-Graben der Christ-Demokratie werden kann.

  50. BEREITEN SIE SICH JETZT AUF DIE UNTERGRUNDKIRCHE VOR

    1. Bereiten Sie sich auf das Leiden vor
    2. Die Wahrheit über die Wahrheit
    3. Geistliche Übungen
    4. Zweifel macht Verräter
    5. Folterprüfung
    6. Der Augenblick der Krise
    7. Höchste Liebe
    8. Schweigen lernen
    9. Zulässige List
    10. Verräterische Streiterei
    11. Der Gehirnwäsche widerstehen
    12. Das Überwinden der Einsamkeit
    13. Wahre Identität

    VORWORT
    Dies ist der Ausblick eines Mannes in die Zukunft der Kirche,

    (die übrigen 40 Seiten gelöscht…. vom Hausmeister)

  51. Reine Eskalation der Widerstandssuche – sowohl aus Schwäche des Empfindens, die man über die erhoffte provozierte (starke) ‚Reaktion des Feindes‘ zu kompensieren hofft als auch als Versuch die längst zerstörte Orientierung über die Reaktion des ebenfalls längst zerstörten Feindes (‚Bürgertum‘ oder was auch immer) wieder zu finden.

  52. ue: Willkommen auf diesem Blog, Sire! Ihr Blick ist sanft, aber Sie führen ein scharfes Schwert, und Ihr Harnisch schimmert. Solche Leute brauchen wir hier.

  53. @ monika

    „Sonntag 12.50 ist die Hauptsendezeit für Kinder? Wer setzt denn die Kinder vor den Fernseher, anstatt mit Ihnen am Wochenende einen Ausflug zu machen, in den Wald zu gehen oder intelligente Spiele zu spielen?

    Wer ist verantwortlich dafür? Die Sender??? Oder die Eltern?

    Es wird doch nun wirklich niemand gezwungen, fernzusehen. Warum regen Sie sich nicht über die Eltern auf?“

    darum ging es mir aber nicht.

    die leute wissen das die kinder sonntags zu hauf vor dem fernseher sitzen.

    und zu dieser zeit bringen sie eben dieses programm, es hat also methode und NUR darum ging es mir. und nicht darum die armen eltern zu verurteilen, die am wochende fix und fertig sind vom billiglohnjob um ihre kinder zu ernähren und sie deswegen fernsehen lassen…..früher gabs lassy oder ein märchen um die zeit und nicht porno in billigster form.

  54. Nun, ja, vor dem Christentum gab es das Heidentum was einst durch das Christentum brutalst beseitigt wurde, jetzt wird das Christentum durch den Atheismus beseitigt womit das Ziel dann erreicht wäre.
    Das Christentum hat das Göttliche ins Jenseits verbannt und der Atheismus schafft dann auch noch das Jenseits ab. Sorry, ich mag keine dogmatischen Religionen, aber dass es keine Seele gibt und wir (und Tiere) nur biologische Roboter sind glaube ich nicht!
    Die Bekämpfung des Christentums hat in D. seinen Ursprung nicht nur durch Marx sondern mehr noch durch Freud.
    Ich verstehe auch Joachim Bulliger nicht, wie er trotz Verteidigung der Religion noch Psychoanalytiker sein kann. Ich habe eine verdammte Psychokarriere hinter mir und wurde von 2 Psychoanalytikern und 2 analytisch orientierten Psychologen gegen das Christentum indoktriniert ja gegen Religion im allgemeinen.
    Nach Freud ist ja Religiosität auch eine Geisteskrankheit (Gotteskomplex)!
    OK, vom Christentum habe ich mich auch los gesagt, da mi das mit Himmel und Hölle nicht so logisch ist, ich glaube das aber ein Reinkarnation welche für mich viel naheliegender erscheint

  55. @JE
    >Monika H. Wegen Sex ausm Paradies rausgeflogen? Nicht in meiner Bibel!

    In der Bibel steht halt auch nicht alles so klar und deutlich. Die „Erkenntnis“ bedeutet, Mensch wollte „erkennen“ wer er ist. Das hatte nicht nur die illusionäre Trennung von Gott zur Folge, sondern auch die Dualität anhand derer er sich erkennen kann. (Licht weiß nur, dass es Licht ist, wenn es auch Schatten gibt.)

    Diese Dualität bringt auch Mann + Frau als Pole ins Spiel und damit die Sexualität, um selbst Schöpfer von Menschen sein zu können (wie Gott in Groß).

    Das Bild vom Paradies mit Adam und Eva ist nicht umsonst mit Mann und Frau dargestellt – sonst hätte ja (besonders in dem vorherrschenden christlich-patriarchalen System !!!) ein einzelner Mensch genügt.

    Und wozu verführt eine Frau eine Mann? Zum Apfelessen?

    Die sexuelle Energie ist die höchstmögliche überhaupt, die uns zur Verfügung steht – verbinden sich die beiden Pole von Mann und Frau in voller Hingabe und Liebe, sind wir Gott (der Einheit) am nächsten.

    Das ist die Sünde in den Augen der Kirche, die in Wirklichkeit „nur“ darauf beruht, dass sich der Mensch von Gott getrennt hat.

  56. Monika H: Bin nicht sicher, ob die Kirche per se und immer sexualfeindlich war und ist. Meiner laienhaften Kenntnis nach besteht sie nur auf der Verbindung von Sex und Liebe – was doch eigentlich ganz richtig ist und auch von Ihnen so benannt wird.

  57. @chicano

    Früher mussten die Menschen wesentlich mehr und schwerer arbeiten als wir uns das heute überhaupt vorstellen können. Und da gab es keinen Fernseher, wo man die Kinder parken konnte. Sollen sie lieber ein Buch lesen oder sonst was Kreatives tun. Meine Schwestern und ich sind in AT mit zwei TV-Sendern aufgewachsen, wo gerade mal ein Film am Samstag nachmittag für Kinder angeboten wurde. Und wir haben´s auch überlebt, obwohl unsere Eltern sehr, sehr viel gearbeitet haben.

    Das sind also wirklich faule Ausreden. Faul im wahrsten Sinn des Wortes, denn es geht wieder einmal um Bequemlichkeit. Man muss die Kinder halt dahingehend erziehen, dass sie sich mit anderen Dingen beschäftigen können als nur dumb vor der Klotze zu sitzen.

    Ich meine, dass man nicht permanent „die großen Verschwörer“ heranziehen kann, um das Übel zu suchen – man muss den Menschen selbst auch mal die Verantwortung überlassen können. Sie machen mit Ihrer Aussage die Menschen einfach unmündig – das kann nicht das Ziel sein!

  58. @JE

    Warum heißt die Scham Scham? Wofür muss man sich denn schämen?

    „Für Abrahamitische Religionen (Judentum, Christentum, Islam) ist die Scham ein Ergebnis des Sündenfalls. Im Bewusstsein, gegen göttliche Weisung verstoßen zu haben, empfanden Adam und Eva ihr Nacktsein plötzlich als unangemessen:

    „Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. (Gen 3,7 EU)“

  59. Schade, dass mein Kommentar nicht freigeschalten wird. War wohl zuviel des Guten. Zu viel Schmackes für die Glaubenshelden?

    Nee mal im Ernst?! Im alten Testament (Deut 20 z. B. u. a,) fordert Gott Genozid an ungläubigen Völkern und Tod für deren Kinder, Frauen – alle Zauberinnen sollen getötet werde usw. Damit sollen also die Heiden mal klarkommen! Dass er sie auf dem Kieker hat und in die Hölle sowieso! Neugeborenenpenisse müssen ohne Narkose operiert werden! Na klar, muss sein! Opferreligion!

    Aber wehe ein Idiot macht ne blödsinnige Karikatur des Ganzen! Dann geht das Abendland unter. Ich sage Euch was: Wer im Buch den Genozid fordert, hat gar nicht viel zu plärren. Der Karikaturist ist ein Flachkopp, den es zu ignorieren gilt. In der Bibel werde ich tausendfach verflucht, weil ich nicht dem angeblichen Oberchef diene! Verflucht sei Abraham und seine ganze debile Lehre! Lest doch mal endlich die Bücher auf die ihr was haltet! (Herr Elsässer, wenn sie das wieder nicht freischalten, hat sich das blog für mich erledigt. Ihr Gott fordert Genozid! Kann das provozieren?!)

  60. @Fischer Freiweh

    >Aber so es andere glauben, ist es gut.

    Was finden Sie gut daran, dass Menschen an ein herrschaftliches System glauben anstatt an sich selbst? Das hat uns das Dilemma, in dem wir uns befinden, ja eingebrockt. Wenn wir dies nicht grundlegend lösen, wird sich nur eine Herrschaft an die nächste reihen …

  61. Liebe Monika, lieber Herr Elsässer,

    es ist schade, dass Sie bisher offenbar nur schriften über die Kirche und leider keine Schriften von der Kirche (der katholischen Kirche) gelesen hatten.

    Die Sexualität ist eine Teil der von Gott gewollten Natur des Menschen. Die Kirche erwartet von den Gläubigen die standesgemäße Keuschheit. Die Sexualität in der Ehe wird deshalb ganz klar bejaht. Denn wenn Mann und Frau in der Sexualität Eins werden, sind sie Gott am nächsten! Die Sexualität soll jedoch nicht zum Fetisch gemacht werden, wie dies die Konsum- und Hedonimusgesellschaft tut.

    Noch ein deutliches Wort eines einstigen glühenden Atheisten, der heute mit Frau und Kindern bei der Piusbruderschaft angekommen ist: Gott nahe zu sein ist viel mehr als nur zu rammeln.

    Sicher kann man das Dampfgeplaudere der Staatskichen vergessen. Die Kirchensteuer bringt eine Kirche ohne Überzeugung hervor, die von Lauheit und gefährlich strömungsgünstigem Gutmenschentum gezeichnet ist. Eine Kirche im Verfall eben. Wer als lauer Taufscheinchrist der Kirche helfen will, sollte austreten, denn erst wenn die satte Kirchenfunktionärsklasse entlassen werden muss, wird die Kirche eine Chance haben zu gesunden. Wer aber wissen will, was die Nachfolge Jesu ist, sollte mal bei einer der schönen neugebauten Kirchen (ohne einen Cent Kirchensteuer) die lateinische Messe besuchen.

    Und zu den drei ideologische verblendeten russischen Mädchen ein Auszug aus der Enzyklika Humane Vitae von Papst Paul VI:

    …Die überaus ernste Aufgabe, menschliches Leben weiterzugeben, durch die die Gatten freie und bewusste
    Mitarbeiter des Schöpfergottes sind, erfüllt sie immer mit grosser Freude…

    Die gesamte Enzyklika ist sehr interessant und die darin befürchteten negativen Entwicklungen bewarheiten sich leider inzwischen.

    Viele Grüße

    Radi

  62. @ Besucher – Richtigstellung betreffend Kommentar
    „Die “Bormann-Diktate” sind erwiesene Nachkriegsälschungen“

    Ihre Authentizität wird nur von manchen Historikern angezweifelt, während zahlreiche andere sie für zuverlässig halten.

    „der Inhalt passt auch nicht zu Hitlers sonstigen Anschauungen“

    Warum sollte er nicht im Laufe der Zeit eine Entwicklung durchlaufen haben, die der desillusionierte Hitler schlussendlich mit offenen Karten in seinem Testament reflektierte? Er hatte hinsichtlich eines etwaig negativen Effekts auf die Moral der Truppen nichts mehr zu befürchten, da der Krieg im Frühjahr 1945 ja eh so gut wie verloren war. „Der Kampf wird bleiben, nur durch andere wird er ausgefochten“, warnte Hitler bereits Ende 1940 im intimen Kreis alter SS-Kameraden.

    Vermutlich kennen sie auch die deutschen Buchveröffentlichungen aus dem Jahr 1944 nicht. In einem jener Bücher, verfasst von dem preußischen Professor Egon von Eickstedt, wurde insbesondere China in einem positiven Licht dargestellt und Japan – damals noch Verbündeter Deutschlands – demgegenüber weniger Bedeutung zugemessen. Es wäre durchaus möglich gewesen, dass Hitler von diesem aufwendigen Machwerk gehört hat und sein in den Bormann-Diktaten vertretener Standpunkt davon beeinflusst wurde.

    Auszüge aus Eickstedts „Ostasien. China und Japan, Tai und Kmer von der Urzeit bis heute“ (1944):

    „Kultur in Europa ist immer Persönlichkeitskultur, Kultur im Osten Gemeinschaftskultur.“

    „Und es wird heute niemanden mehr geben, der etwa daran zweifelte, dass die entscheidenden Wirkungskomponenten von Intellekt und Charakter im Osten nicht ebenso stark wie im Westen vertreten sind. Die Anlagen für kulturelle Leistungen sind zwar andersartig, ja in sich wieder verschiedenartig hier wie da, aber das sind Artunterschiede, keine Wertunterschiede. Die Fähigkeit, kulturelle Leistungsschichten als solche zu produzieren, kann also weder dem Westen noch dem Osten abgesprochen werden. …

    Es wäre auch ungemein kurzsichtig, nun hier an Wertunterschiede denken zu wollen. Eigenart ist nicht Unart, Ost und West stehen auf gleich, soweit die Kulturkapazität in Frage kommt. … Wohl aber gibt es ein wirtschaftliches oder politisches Schwanken in der Ausdrucksstärke von Kulturen.“

    „Die ganze (chinesische) Politik ruhte auf kultureller Grundlage: auf der allen Sprachen und Stämmen gleicherweise zugänglichen Schrift mit ihren Ideenbildern, dem fein durchgebildeten Hausrat und Werkzeug, auf Waffengeschick, Literatur und Philosophie mit enorm werbender Kraft. Ihr beugten sich die umwohnenden, die vielen und immer so farblos gehaltenen Barbaren, und diese kulturelle Kraft schmolz nicht weniger rücksichtslos ein, wie sie faszinierend anzog. Das ist also das letztlich Entscheidende: die geistige Leistungshöhe und die charakterliche Unbeugsamkeit, beides unbewusst aus den Tiefen des chinesischen Menschentums quellend.

    So ist die chinesische Kultur … nicht die älteste, nicht die ursprünglichste Kultur, ja nicht einmal die höchste, aber gewiss die stärkste, die die Welt sah, und damit ein biologischer Kampffaktor aller ersten Ranges. … Sie besitzt ein unvergleichliches Aufsaugungsvermögen und eine beispiellose Beharrungskraft. … Daraus ergibt sich auch das zähe, unablässige, bald schnellere, bald langsamere Weiterdringen der chinesischen Kultur und ihrer Träger, das meist ganz friedlich vor sich ging, unauffällig und unter der Oberfläche.“

    „Ohne seine wirtschaftlichen Errungenschaften, aber sich nun mit der nördlichen militärischen Überlegenheit verbanden, war auch nicht jene kolossale Bevölkerungsvermehrung denkbar, die jetzt mit einer bis in die Einzelheiten hinein liebevollst betriebenen bäuerlich-kriegerischen Kultur ein großes biologisches Kräftereservoir heraufwachsen ließ.

    Aus nördlichen und südlichen Quellen und in Verbindung mit einer außerordentlichen Einschmelzfähigkeit entstand jenes geistige Gebilde von ungeheurer Kraft, Geschlossenheit und Dauer, das wir als die chinesische Kultur bezeichnen.“

    Von Eickstedt titulierte sich selbst vor und nach Hitler als „Anti-Faschist“ und hatte tatsächlich bestimmte Elemente der Nazi-Bewegung kritisiert, wenn auch in leisen Tönen. Sein Eintrittsgesuch in die NSDAP wurde aus diesem Grund als abschlägig beschieden. Er durfte allerdings ungehindert seiner Arbeit nachgehen.

  63. Yilmaz antwortete:

    Ein wirklicher Heiler und vielleicht auch Prophet der im Nachkriegsdeutschland in Westfalen wirkte: Bruno Gröning.
    Niemand redet von ihm, doch bewirkte er bewiesene tausende Spontanheilungen.
    Vielleicht schickte der Himmel ihn ins das vom Krieg geschundene Deutschland…

    Ja, zumindest glaube ich das. Es war ein Akt der Gnade Gottes für das geschundene, mißbrauchte und entrechtete Deutsche Volk.

    Und: Er heilte mit der Christus-Kraft (!), wie alle wirklichen Heiler. Besser: Der Christus heilte durch ihn.

    Deshalb wurde er ja auch so gnadenlos verfolgt, durch die Kirchen. Und er war seinen Richtern völlig hilflos und schutzlos ausgeliefert. Er hatte ihnen nichts entgegenzusetzen, als seinen tiefen, authentischen Glauben.

    Ein einfacher Mann aus einfachsten Verhältnissen, der in der Nachfolge Christi stand und sie lebte, als ganzer Mensch.

    Ohne Gröning wäre das „Wirtschaftswunder“ nicht möglich gewesen. Er hat die lähmenden Traumata von Millionen geheilt und die Deutschen mit neuer Lebenskraft versorgt – als Werkzeug Gottes und in aller Demut.

  64. Mr Mindcontrol antwortete:

    Ich verstehe auch Joachim Bulliger nicht, wie er trotz Verteidigung der Religion noch Psychoanalytiker sein kann. Ich habe eine verdammte Psychokarriere hinter mir und wurde von 2 Psychoanalytikern und 2 analytisch orientierten Psychologen gegen das Christentum indoktriniert ja gegen Religion im allgemeinen.

    Es gibt gerade unter Psychoanalytikern viele, die sich selbst für Gott halten. Und dann noch – mit einer Chuzpe die ihresgleichen sucht – behaupten, sie wären „neurosenfrei“ und ihr teuflischer Kampf gegen das Christentum wäre Therapie.

  65. Monika H. antwortete:

    Das ist die Sünde in den Augen der Kirche, die in Wirklichkeit “nur” darauf beruht, dass sich der Mensch von Gott getrennt hat.

    Dabei kann (!) sich der Mensch nicht von Gott trennen, außer in seiner Phantasie. Und wir verleihen dann diesem Irrtum Wirklichkeit, indem wir daran glauben und auf diesen Fels ganze Kirchen bauen.

  66. Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen hat reagiert:

    Islamische Religionsgemeinschaft Hessen
    BISMILLAHIR-RAHMANIR-RAHIM
    Mit dem Namen ALLAHs, Des Allgnade Erweisenden, Des Allgnädigen
    Pressemitteilung der IRH

    Jesus-Karikatur überschreitet eindeutig die Grenze der Kunstfreiheit und verletzt auch die religiösen Werte der Muslime

    Die Jesus-Karikatur des Künstlers Mario Lars an der Fassade des Kulturbahnhofs in Kassel, mit der die Caricatura für ihre aktuelle Ausstellung wirbt, überschreitet eindeutig die Grenze der Kunstfreiheit. Die Freiheit der Kunst ist selbstverständlich ein hohes Gut unserer demokratischen Gesellschaft, aber keiner hat das Recht unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit die zentralen Werte der Religionen zu verunglimpfen. Leider beobachten wir in den letzten Jahren bei manchen Künstler-Kreisen ein zynisches und ethisch fragwürdiges Verständnis von Kunst in Bezug auf Religionen und Gott. Bei der Verletzung der persönlichen Rechte eines Menschen wird der Kunstfreiheit in unserer Gesellschaft schneller Grenzen gesetzt als bei der Verletzung der religiösen Gefühle und Werte einer Vielzahl von Gläubigen. Hier liegt eine unausgewogene Wertung vor und fehlt es an der Sensibilität gegenüber den innersten und vielen Menschen heiligsten Gütern. Kein Grundrecht ist schrankenlos. Genauso wie das Grundrecht auf Religionsfreiheit hat auch das Grundrecht auf Kunstfreiheit seine Grenzen.

    Diese geschmacklose Jesus-Karikatur verletzt nicht nur die religiösen Gefühle unserer christlichen Geschwister, sondern auch unsere religiösen Werte als Muslime. Sie ist zugleich ein schwerer Angriff auf die zentralen Werte des Islam. Diese Karikatur stellt eine nichthinnehmbare Gotteslästerung dar und verunglimpft zugleich Jesus und Maria. Der Glaube an den einen Gott steht im Mittelpunkt der islamischen Religion. Jesus (Isa, Friede sei mit ihm) ist für uns Muslime auch ein Prophet bzw. Gottesgesandter wie Muhammad (Friede sei mit ihm). Und Maria (Mariam, Mutter Jesu, Friede sei mit ihr), deren Reinheit und Tugendhaftigkeit im Qur’an hervorgehoben werden, ist eine der wichtigsten und anerkanntesten Frauen und eines der großen Vorbilder in der islamischen Religionsgeschichte.

    Darüber hinaus ist diese Karikatur aus der Sicht der Kinder- und Jugenderziehung verantwortungslos, wenn man bedenkt, dass Familien auch mit ihren Kindern diese Kunstausstellung besuchen. Während wir unseren Kindern in den Schulen einen Umgang frei von Schimpfwörtern beibringen, vermitteln wir ihnen in der hohen Kunst Respekt- und Anstandslosigkeit.
    Wir fordern die Verantwortlichen der Caricatura auf die Zeichnung und das Werbeplakat aus der Ausstellung zu entfernen und den Künstler Mario Lars sich bei Christen und Muslimen zu entschuldigen.

    Gießen, 23. August 2012
    Ramazan Kuruyüz
    Vorsitzender der IRH
    E-mail: info@irh-info.de
    Internet: http://www.irh-info.de

  67. Pfeifendeckel.
    Ich guck mir die Kirchen als Arbeitgeber an, dann ist mir gut, und wie.
    Da hab ich kein Bock auf Kuschelkurs.
    Ich beurteile die Sache vom Klassenkämpferischen Standpunkt aus, da ist das was die machen eine Beteiligung an der Ausbeutung.

    Soweit zu Kirchen. Und Glauben, meinen sie wirklich Glauben. Die meisten würden Christ doch mit K schreiben wie Kirche wenn wir nicht ein einigermaßen Bildungssystem hätten, aber nicht weil J.C. Lebensmittelpunkt ist.

    Ich denke es gibt andere, richtige Kämpfe zu führen als Schattenboxen gegen die „Titanic“ die im übrigen so fair ist jeden auf die Schippe zu nehmen.

    Wahrscheinlich geht’s nächstens gegen Monthy Pyhton und Satiresendungen sollen verboten werden.
    Kabarett genauso…

    Was nicht heißt das man die Leute die die Kirche vor Ort als Raum für was auch immer brauchen dort aufsuchen und auf die Nerven gehen sollte. Wenn nötig macht man das vor der Kirche. Und Kioske, sind meistens vor der Kirche.

  68. Wollt ihr den totalen Dagobert?? Wollt ihr ihn, wenn nötig totaler und radikaler als wir ihn uns heute überhaupt erst vorstellen????

  69. J.E :

    Was ist das für ein foto auf ihrem blog??Und die frau ist auch noch verdeckt…

  70. y. jones: aus dem film „mission impossible“, teil III. die frau arbeitet under cover.

  71. @radi

    Die Piusbrüder sind das nicht die Erzkonservativen, die sich gegen Schwule und Gleichberechtigung sowie Bildung der Frauen aussprechen?

    >Die überaus ernste Aufgabe, menschliches Leben weiterzugeben,

    Genau – Sexualität ist bei der RK-Kirche eine „überaus ernste“ Aufgabe, rein zum Kindermachen gedacht und nicht, um sich spirituell weiter zu entwickeln oder mit seinem Partner Fun zu haben (wobei Fun kein oberflächlicher Quickie sein muss). Und aus dieser Ernsthaftigkeit heraus gibts auch keine Kondome für Afrika …

    Die Entgleisung und die Pervertierung der Sexualität rührt genau aus diesem strengen Denken heraus. Das ist das Problem!

  72. @Design

    imho war das alte Design nicht nur besser zu lesen, sondern es hat wesentlich besser zu Ihnen gepasst – das war irgendwie anders, sehr speziell.

    Dies hier ist 0815 (dabei meine ich bitte nicht die hübsche Agentin! Enttarnt: http://tinyurl.com/bmnphof – Ich hoffe, Sie gönnen Ihren Lesern hier mal kurz diesen Anblick)

  73. @ Monika @ J.E

    Ich schließe mich Monika an.. Das vorherige Design war viel professioneller!! Wobei die Dame neben ihnen natürlich eine Granate zum Quadrat ist. Verständlich dass man das seiner Kundschaft nicht vorenthalten will. Nichtsdestotrotz 0815 Design irgendwie..

  74. @ Monika

    Sexualität, Gott, Spiritualität, Bewusstseinssprung, Gott am nächsten sein beim Orgasmus?? Das hört sich nach 68er an. Nach den berühmten inzüchtigen Alt68er .. Die die heute mit Birkenstock umherlaufen und Mülltrennen. Die die heute Grün wählen und auch Antideutsch sind.

  75. Das Bild finde ich gar nicht mal schlecht, auf jedenfalls besser als das vorige. Aber könnte man nicht trotzdem was an der Lesbarkeit der Beiträge machen? Schade dass ich die meisten nicht mehr lesen kann, irgendwie erscheinen die so wie übereinander kopiert.

  76. @Y. Jones“@ Monika Sexualität, Gott, Spiritualität, Bewusstseinssprung, Gott am nächsten sein beim Orgasmus?? Das hört sich nach 68er an. Nach den berühmten inzüchtigen Alt68er .. Die die heute mit Birkenstock umherlaufen und Mülltrennen. Die die heute Grün wählen und auch Antideutsch sind.“

    „68 er, grün, antideutsch?“ Es leben die Vorurteile! Da muss ich Ihnen wieder eins zerstören. Das ist nämlich auch die Auffassung des Islam, vorausgesetzt es handelt sich um eine Ehe. Zwischen Mann und Frau, versteht sich.

  77. Fatima: Es mögen sich auch andere Leser äußern: Kann man die Texte auf diesem blog im neuen Layout (optisch) schlecht lesen????

  78. man kann garnichts lesen im unteren drittel, die texte werden übereinander geschoben

  79. Monika:

    Ich denke man sollte sich bei der Erziehung seiner Kinder schon ein wenig am mainstream orientieren, egal wie man persönlich dazu steht. Denn sonst sind sie aussenseiter und mit 15 jahren dann laufen se Amok oder springen vorm zug

  80. J.E

    Kann alles lesen. Nur die Optik irritiert. Wie die pinke Überschrift. Ich mein Jürgen elsässers blog erscheint bei mir pink. Das passt doch nicht. Oder sympathisieren sie nun mit dem Schulfach schwul??

  81. @jürgen: „irgendetwas Menschliches in sich tragen, das der Totalisierung der Macht entgegensteht. An diesen Kern will ich gerne ran…“

    das ist eine interessante Fragestellung, was ist der Kern des Menschlichen, der „die Macht“ zur Weißglut treibt und warum kann die sich totalisierende Macht dieses Menschliche nicht ertragen? Was sagen die beiden studierten Philosofen an deiner Seite dazu? Die Frage ist so gut gestellt, daß ich Lust bekomme ganz weit auszuholen, hier ist aber nicht der Raum dafür. Interessant ist auch, daß diese Frage hier im Kontext der Rolle der Religion auftaucht und sofort in der Diskussion der Sündenfall erscheint – so weit wäre ja tatsächlich auszuhohlen. Weil der Raum hier knapp ist, nur folgendes betagte Zitat, das auf die Kirche zielt:

    „Die Entscheidung, vor die sich {…} die Kirche gestellt sieht, erlaubt kein Ausweichen. Hier gibt es bloß ein ganz hartes Entweder-Oder, entweder die bedingungslose und völlig unmißverständliche Absage an die große illusionistische Lüge, die alles Denken und alles Hoffen beherrscht, oder die Kapitulation vor ihr. Wer auch nur im geringsten schwankt und der Welt zuliebe die scharfe Grenze zwischen dem Wort Gottes und den natürlichen menschlichen Wünschen zu verwischen sucht, ist schon dem Lügengeist verfallen und macht aus der Kirche ein Werkzeug des Antichrist. Die Kirche, die nicht den Mut aufbringt, den wahren Charakter der sich als neue gottgewollte Gemeinschaft gebärdenden Öffentlichkeit schonungslos zu enthüllen, alle falsche Romantik und alle doktrinären Idealismen mit unbarmherziger Schroffheit von sich zu weisen, übt Verrat an ihrem gekreuzigten Herrn. Das heute von uns geforderte Bekenntnis ist ein unüberhörbares Nein zu den Ideologien der Zeit, ohne Ausnahme, mögen sie unter welchem Namen auch immer für sich werden. {…} Da gibt es kein Verschweigen, kein Beschönigen und keine schwächliche Duldsamkeit. Die Kirche hat das Wort Gottes zu verkündigen und dieses Wort kann weder gehört noch beantwortet werden, solange wir, an die es sich wendet, ihm mit unseren eigenen Ideen den Weg verstellen und im Drang, uns eine Scheinwirklichkeit vorzutäuschen, unsere eigenen Worte hysterisch vor uns hin schreien. {…} Jesus war ein elender Mensch und kein König, d.h. an ihm wurde deutlich, was der gefallene Adam wirklich ist und nicht, was er sich vortäuscht zu sein. {…} Die Kirche hat es mit dem nackten, mit dem wirklichen Menschen zu tun, mit dem was von ihm übrigbleibt, wenn alle Illusionen zerflossen sind, und dieser wirkliche Mensch ist heute, dem ganzen überlauten Gemeinschaftsbetrieb zum Trotz, der radikal einsame Mensch.“ E.Reisner 1935

    Nun ja, wer erinnert sich noch an die Bekennende Kirche?

  82. Habe verschiedene Browser getestet (Google Chrome, Firefox, IE Explorer): Anzeige ist tadellos und die Blogs – nebst mindestens ( 🙂 ) genauso wichtigen Kommentaren – sind tadellos lesbar. Viel viel besser als vor der Änderung.

  83. @ Fatima Özoguz
    Falls nicht schon geschehen: Unbedingt den Browser-Cache leeren (Empfehlung: Am besten so einstellen, daß das automatisch erfolgt!)
    Wenn das nichts bringt: ggf. anderen Browser testen. (hier nicht schreiben, welche Sie einsetzen)

  84. im IE wird bei mir alles korrekt dargestellt. in FF (aktuelle version), sind die kommentare unlesbar, weil die texte ineinanderlaufen bzw. übereinander liegen.

  85. hm naja,also ich als atheist,bin der meinung,das wir ein laizistisches staatsmodell brauchen.und ich finde das in einer demokratischen gesellschaft,solche karikaturen zulässig sein sollten.obwohl auch ich diese nicht gut finde.den gottesstaat haben wir ja in saudi-arabien und die kirche hat ja in der vergangenheit genug verbrechen begangen.ich denke da nur an die inquisition,die kreuzzüge und an die zusammenarbeit mit den nazis.zu den karikaturen noch eins,man muss sich so einen schrott ja nicht anguken.tollerants sollte aber von beiden seiten aussgehen.

  86. puh also bei dieser unangenehmen karikatur kommt mir echt die galle hoch.doch ich bleibe bei der meinung meines ersten kommentars.

  87. @Fischer Freiweh: Habe ich alles gemacht, es klappt nicht. Ich habe das gleiche Problem wie von „das Kreuz“ beschrieben. Schade, aber man bekommt ja die Kommentare per Email, immerhin.

  88. @Y. Jones: -„Ich denke man sollte sich bei der Erziehung seiner Kinder schon ein wenig am mainstream orientieren, egal wie man persönlich dazu steht. Denn sonst sind sie aussenseiter und mit 15 jahren dann laufen se Amok oder springen vorm zug“

    ich weiß nicht, wie weit es mit Ihrer Erfahrung mit Erziehung her ist, aber meine drei sind alle über 20 und sind noch nicht Amok gelaufen oder vor den Zug gesprungen.

  89. Jürgen. Dieses Problem besteht jetzt nicht mehr , aber dafür sind einige Kommentare mit schwarzem Hintergrund, also auch nicht so gut lesbar. Genauer gesagt, einer erscheint auf weißem Hintergrund, der nächste wieder auf schwarzem, immer abwechselnd-

  90. wegen der Darstellung, ich habe keine Probleme!
    Allerdings verwende ich auch kein IE9 mehr, ist mir zu langsam, google chrome ist viel besser.
    Heute wird ein anderes Hintergrundbild gezeigt, das von gestern: Agent Elsässer mit schöner Agentin war war doch net schlecht.

  91. @ Fatima
    bei mir sind die Kommentare abwechselnd einmal hellblau und weiss hinterlegt, ich verwende Google Chrome.

    @ JE
    by the way, auf dem Hintergrund Photo könnten Sie glatt mein älterer Bruder sein, nur habe ich braune Augen, uns Sie haben mehr weisse Haare…

  92. @Elsässer: Und warum wollten Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis essen? Um Gut von Böse zu scheiden. Und dafür fliegt man eben raus aus dem Paradies, wo Wolf und Schäflien einträchtig beinander liegen und von Luft und göttlicher Liebe leben … Und was heißt das für uns? Hütet Euch vor dem Schwarz-Weiß-Denken. Dialektik, nicht Dualismus!

  93. Also bei ie ist die Überschrift „Elsässers Blog“ in pinker Farbe. Wenn ich von Android online gehe ist aber alles okay.

    @ Fatima

    Ja über 20. Als die noch klein waren war handy und internet noch kein pflichtprogramm. ich bin 26 und als ich klein war da war der bolzplatz noch mainstream.. die guten alten zeiten wo wir alle jayjay okocha und uwe bein nachahmten.

  94. Meinungsfreiheit, oft erwähnt, ist wohl doch nur ein Wort.
    Bleibe im Sinne des Zeitgeistes und du kannst den größten Blödsinn schreiben, er wird freigegeben.
    Schreibst du aber die Wahrheit, dann kannst du dir die Arbeit sparen.

    Wir sind gläubige Katholiken. Unsere Kirche (538 Sitzplätze) ist an normalen Sonntagen zu 80 % gefüllt. Ansonsten rappelvoll.

    Bei uns herrschen konservative Werte. Brauchtum und Tradition. Die Kirche ist ein wesentlicher Bestandteil.
    Warum es in den ausserbayerischen Großstädten anders ist, ist doch offensichtlich.
    Zum einen ist es die seit den Achtzigerjahren einflussreiche links-grüne Propaganda, auch in den Schulen.
    Zum anderen ist es die Kirche selber. Freilich spreche ich nur über die katholische Kirche, denn die Protestantische unter dem Judenfeind Martin Luther, lehnen wir ab.
    Die katholische Kirche hatte ihren gefährlichen Schnitt im Zweiten Vatikanischen Konzil 1963 bis 1968. Die dortigen Reformen zerstörten den Kern der Religion und nahmen den Gläubigern den tief-verwurzelten Halt.
    Zum Glück trennten sich unter Erzbischof Marcel Lefebvre die Pius-Bruderschaft ab um weiterhin der konservativen Kirche zu dienen.

    Zu dieser Kirche gehen immer mehr Gläubige.

    Das sind die Gründe und nicht das, was hier in einigen Fällen zu lesen war.

    Wer gibt eine Antwort auf die Frage, warum hier Moslems und Muslimas, die sich jzudem als „wir“ outen und somit als Parallelgesellschaft einstufen, über Christen und Klerus urteilen?
    Wer über den Islam urteilt, der bekommt Probleme…..wenn er mit Personen spricht, die den Koran nie gelesen haben. Den Original-Koran in arabisch.
    Doch das gehört nicht zum Thema.

  95. deutschelobby antwortete:

    Wir sind gläubige Katholiken.
    Dann gilt (auch) für Euch: „Urteilt nicht“ und „Seid barmherzig“.
    Und doch verdammt ihr die Muslime, die sich sogar schützend vor Jesus und Maria gestellt haben?

    Wo nehmt ihr das Recht dazu her? Vielleicht von dort, wo es „eine Antwort auf die Frage [gibt], warum hier Moslems und Muslimas, die sich [j]zudem als “wir” outen und somit als Parallelgesellschaft einstufen, über Christen und Klerus urteilen?“

  96. @Y. Jones: -”Ich denke man sollte sich bei der Erziehung seiner Kinder schon ein wenig am mainstream orientieren,

    Eigentlich sind wir doch hier, da wir uns nicht am Mainstream orientieren, oder? Und wenn sich die Eltern einmal vom diesem lösen würden, dann bräuchten sie auch weniger zu arbeiten für die vielen Ipods und Downloads und Handies und Label-Klamotten ihrer Kinder, sondern hätten mehr Zeit für sie. Das wäre dann eine langfristige Kapitalanlage und damit das bessere Investment.

  97. PS @Jones

    Und wenn mein Kind von seinen Freunden gehänselt wird, weil es keine Fick-Sendungen sehen darf, dann hat es die falschen Freunde.

  98. Sehr geschmacklos, vor allem der Ausdruck „gef***t“, denn er zieht das Sakrament der sexuellen Liebe in den Dreck. Davon abgesehen aber eine Karrikatur, die unter die Freiheit der Meinungsäusserung fallen müsste. Natürlich sollte entsprechende Akzeptanz auch für Kritik an Judentum, Buddhismus etc. gelten, die KEIN solch primitiver Schund ist. Davon kann leider keine Rede sein, insbesondere hierzulande.

    Zur Vertreibung aus dem Paradies aufgrund Essens der FRUCHT vom BAUM der ERKENNTNIS:
    Im AT meint „er erkannte sein Weib“, dass jener „er“ diesem beischlief. Was könnte dann der „Baum“ der Erkenntnis sein, und was seine Frucht? Ist es nicht denkbar, dass die Geschichte vom Abfall vom Verspeisen nur der Pfanzen, oder gar von Kannibalismus an Adams „Früchten“ handelt? Oder vom gemeinsamen Verspeisen des Ejakulates (und des Menstruationsblutes), eine uralte prä-mosaische Tradition, in der dies als eine sakrale Handlung Liebender galt. Eine Tradition, von der sich die Anhänger Mose (bzw. dessen Gottheit Seth-JHVH-Sin´s) abgrenzen wollten, indem sie ihr die Schuld für die Vertreibung aus dem Paradies anhängten? Also durchaus Sex für den Sündenfall verantworlich gemacht wurde?

  99. @ deutschelobby
    „Wer gibt eine Antwort auf die Frage, warum hier Moslems und Muslimas, die sich jzudem als “wir” outen und somit als Parallelgesellschaft einstufen, über Christen und Klerus urteilen?“

    Also wenn ich hier auf´m Blog „wir“ schreibe, dann meine ich uns Blogger die hier schreiben inkl. Elsässer. Damit betone ich die Gemeinsamkeit hier und nicht irgendwo eine Parallelgesellschaft.
    Zudem bin ich kein Theologe, habe weder die Bibel noch den Koran gelesen, nur weiss ich daß Jesus und Moses ebenbürtig im Islam als Propheten verehrt werden wie Mohammed, von daher kann man sich es erlauben obszöne Jesus Karikaturen hierzulande zu kritisieren.

  100. @Eostre

    Die Frucht ist immer die Ernte einer Saat – diese kann auch gedanklicher Herkunft sein (vgl. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen).

    Bitte vergleichen Sie dazu auch den „Adamsapfel“ – den Kehlkopf des Mannes, der die Stimme hervorbringt, und der Stimme geht immer der Gedanke voraus. Der Apfelbaum lateinisch malus ist gleichstämmig mit malum = böse, schlecht.

    Vor dem Sündenfall war der Mensch sich seiner nicht bewusst, erst die Bewusstheit (das wissen = erkennen Wollen) brachte das Spiel ins Rollen.

    Davor war der Mensch noch unsterblich. Die Schlange als Symbol bedeutet im Griechischen Unsterblichkeit (durch die ewige Häutung und damit ständige Verjüngung).

    Wenn Gott selbst nun unsterblich ist, so muss der Mensch im Zuge des Erkennenwollens, sterblich sein. Und um damit nicht gleich ganz auszusterben, benötigt es die Sexualität, in der beide Pole vereint werden und durch die göttliche Einheit neues Leben enstehen kann.

    So betrachtet glaube ich nicht, dass Sex allein der Sündenfall ist, sondern „nur“ ein bedingter Teil dessen.

  101. @ Monika H.
    Ergänzend mag ich hinzufügen, daß die formulierenden Schöpfer* von Religionen dazu neigen, in ihre Symbolik die wichtigen Symbole anderer Religionen aufzunehmen und dabei umzudeuten, bzw. anders zu belegen.
    Gerade der Apfel(baum) ist ein schönes – für mich im Wortsinn NAHEliegendes Beispiel: Die nordische Göttin Idun hütet die Äpfel der Jugend und Unsterblichkeit.
    Es geht nicht nur um Sendung. Es geht auch um Macht. Belegt meine Religion auch die Symbole, beherrscht sie auch die Symbolgläubigen – oder grenz sie aus.

    *ich meine an dieser Stelle bei Schöpfer nicht ‚Ihn‘ oder ‚Sie‘, sondern profane Menschen.

  102. @Fischer Freiweh

    Vielen Dank – Idun und ihre Äpfel kannte ich noch nicht. Die Symbole der alten Kulturen sind immer mit viel Wahrheit versehen und hier trifft es sich hervorragend mit der Jugend und Unsterblichkeit, denn – sofern ich Ihre Ergänzung ergänzen darf – der Apfel ist eines der besten Lebensmittel, die wir haben, er ist absolut regenerierend, regt den Stoffwechsel und die Zellerneuerung an: „An apple a day, keeps the doctor away“

    (PS: Bei Wotan handelt es sich m.E. um das Dritte Auge – die Hellsichtigkeit = Weisheit)

  103. @ Monika H.
    So gibt es auch die Deutung, daß die Taufe eben die ‚Versiegelung‘ dieses „dritten Auges“ symbolisiert.
    Der Slogan mit dem Apfel ist tatsächlich beflügelnd geflügelt. Ich hatte übrigens „NAHEliegend“ geschrieben auch(!), weil ich einen guten Bogen- oder Armbrustschuß weit vom ‚Alten Land‘ sitze und jetzo nicht fürchten müßte, den Apfel zu verfehlen – Die plattdeutsche Variante von „Vertellt“ .

  104. @ Monika & Fischer / Freihweh

    der Apfel ist mein Lieblingsobst, besonders die grossen Fuji Äpfel aus China sind köstlich, die kommen immer Ende des Jahres hierher.

  105. @Fischer Freihweh

    >So gibt es auch die Deutung, daß die Taufe eben die ‘Versiegelung’ dieses “dritten Auges” symbolisiert.

    In welch okkulter Szene treiben Sie sich denn herum? (;
    Ich unterstelle der Kirche ja gerne mal was, aber da bin ich mir nicht ganz sicher, denn das Kreuz ist ein uraltes Symbol, u.a. für die Verbindung zwischen Gott und Mensch. Worin ich mir allerdings ganz sicher bin ist, dass die Taufe selbst elementar ist – da habe ich selbst ein sehr spezielles Erlebnis, das würde hier jedoch zu weit führen würde. Man braucht dazu kein Tamtam – es genügen die Worte.

    > „vertellt“

    Sie bringen mich echt zum Lachen hier. Ich habe mich schon mal um´s Friesische bemüht, das blieb aber sinnlos mit österreichischem Kehlkopf. Solche „Bonbons“ werden allerdings sofort in den Wortschatz aufgenommen!

    Grüße von der Waterkant!

  106. @yilmaz

    >der Apfel ist mein Lieblingsobst, besonders die grossen Fuji Äpfel aus China sind köstlich…

    Wollten Sie letztens nicht Ihr eigenes Apfelbäumchen pflanzen? 🙂

  107. Guten Abend!

    Hab gerade mit der Partei „Bürger in Wut“ telefoniert:

    Sie tritt im Januar 2013 nicht zur Landtagswahl in Niedersachsen an!!!!!

    Welche Partei steht denn dann auf dem Stimmzettel, die „raus aus dem Euro will“?

    Fällt der Groschen?

    Gruß

  108. @Monika:

    „Die Piusbrüder sind das nicht die Erzkonservativen, die sich gegen Schwule…“

    In der Nachfolge Christi ist jeder berufen die standesgemäße Keuschheit zu leben, eben auch Männer oder Frauen mit homosexueller oder lesbischer Neigung. Es gilt den Sünder zu lieben aber die Sünde klar abzulehnen. In der katholischen Kirche kann auch ein Mann mit homosexueller Neigung Priester werden, wenn er dazu bereit ist, die Sexualität durch den Zölibat in der Nachfolge Christi aufzuopfern.

    Ich bitte Sie sich mit den langfristigen Strategien der so genanten Toleranten mal kritisch auseinander zu setzten. Ziel ist es jede nur erdenkliche Art der sexuellen Handlung zu legalisieren und unter den absoluten staatlichen Schutz zu stellen. Z.B. auch der Kindesmissbrauch. Eine wichtige Etappe auf diesem Weg sind Kinderrechte im Grundgesetzt, wie es die 68-er Parteien (eigentlich alle Parteien im Bundestag) wollen. Somit können die Kinder dem schützenden Raum der Familie entzogen werden und als „kleine Erwachsene“ dem Sexualmissbrauch zugeführt werden. Wenn sich dann mal Ihre 7-jährige Tochter unsterblich in den „netten 30-jährigen Mann“ von gegenüber verliebt, wenn Ihre Tochter also verführt und manipuliert wurde, dann stellt sich der Staat „schützend“ vor den Kindesmissbrauch, pardon – „zarte Liebe“, und wird Ihnen ggf. Ihr Kind wegnehmen. Übrigens stammen jene „katholischen Priester“, die sich an Kindern vergriffen haben, aus dem Dunstkreis derer, die mit den 68-er-Ideen liebäugeln. Von der Nachfolge Christi kann hier wohl keine Rede mehr sein.

    Es gibt eben nur zwei logische Zustände in sozialen und sexuellen Verhalten: Entweder erkenne ich die Grenzen und Gesetze Gottes an, oder die Menschen ermächtigen sich selbst, wollen also sein wie Gott und dann ist nach und nach alles, wirklich alles erlaubt. Mit der letzteren Lebensart wird die Kultur zwangsläufig aussterben, wie der demographische Wandel deutlich belegt.

    „…und gegen Gleichberechtigung sowie Bildung der Frauen aussprechen?“

    Und wenn Sie liebevolle Väter mit kleinen Kindern auf dem Arm sehen wollen, dann sollten Sie bei der Piusbruderschaft vorbeischauen! Das Vorbild ist hier der heilige Joseph, der sich als Ziehvater aufopfernd um Jesus Christus gekümmert hat.
    Die Piusbruderschaft betreibt ein Mädchengymnasium bei Bonn, das man wohl als das Flaggschiff der Schulen der Piusbruderschaft in Deutschland bezeichnen kann. Der Durchschnitt der Abiturnoten ist jedes Jahr auf Spitzenniveau in Nordrhein-Westfahlen.

    „Genau – Sexualität ist bei der RK-Kirche eine “überaus ernste” Aufgabe, rein zum Kindermachen gedacht und nicht, um sich spirituell weiter zu entwickeln oder mit seinem Partner Fun zu haben (wobei Fun kein oberflächlicher Quickie sein muss). Und aus dieser Ernsthaftigkeit heraus gibts auch keine Kondome für Afrika … Die Entgleisung und die Pervertierung der Sexualität rührt genau aus diesem strengen Denken heraus. Das ist das Problem!“

    Ich hoffe und bete für Sie, dass Ihre „spirituelle Weiterentwicklung“ nicht eines Tages zur Tempelprostitution bei Ihnen führt, wie dies in heidnischen Kulturen vorkam. Als Christ soll man den Schöpfer anbeten und nicht das Geschöpf, hier in der Form des von Gott gewollten Sexualtriebes und der einzige wirkungsvolle Schutz vor Aids ist die Treue und die daraus folgende standesgemäße Keuschheit.

    Übrigens ist nach Sigmund Freud eine sexuelle Handlung dann eine Perversion, wenn die Weitergabe des Lebens grundsätzlich ausgeschlossen wird. Heute wird diese jahrtausende alte Binsenweisheit für die Rechtfertigung der egoistischen und hedonistischen Lebensweise komplett negiert.

    Alle die hier schreiben, und auch Sie haben doch berechtigterweise an der Politik der Mächtigen viel und deutlich zu kritisieren. Aber ausgerechnet beim stärksten Trieb, dem Sexualtrieb, stellt man die Politik der Mächtigen nicht in Frage. Unglaublich naiv! Zu sehr ist die ganze Gesellschaft den Trieben verfallen – ein ideales Opfer für die Manipulationen und Demagogie der Mächtigen.

    Viele Grüße

    Radi

  109. @ monica

    „Früher mussten die Menschen wesentlich mehr und schwerer arbeiten als wir uns das heute überhaupt vorstellen können.“

    und heute haben viele menschen trotz scheinbar wenig schwerer arbeit, viel mehr probleme als damals. außerdem ging es mir, wie betont, darum, dass fernsehprogramme gezielt in sendezeiten gebracht werden, in denen kinder für gewöhnlich wach sind und gern mal fernsehen.

    es ging um das gezielte einsetzen von verrohendem material und mir nicht darum, ob eltern ihre kinder „parken“, wie sie es nennen.

    „Das sind also wirklich faule Ausreden.Faul im wahrsten Sinn des Wortes, denn es geht wieder einmal um Bequemlichkeit. Man muss die Kinder halt dahingehend erziehen, dass sie sich mit anderen Dingen beschäftigen können als nur dumb vor der Klotze zu sitzen.“

    was sie mir vorwerfen ist unfug, denn ich habe für niemanden ausreden gesucht, schon gar nicht für eltern, die kinder parken. wohl aber kann ich verstehen, wenn manche eltern nicht mehr wissen, wie sie den tag überstehen sollen und dadurch mal ein kind am sonntag mittag fernsieht. wenn sie diese eltern verurteilen woillen, bitt. ich möchte das nicht.

    für die programmfritzen trifft das allerdings nicht zu für mich.

    „Ich meine, dass man nicht permanent “die großen Verschwörer” heranziehen kann, um das Übel zu suchen“

    ich habe auch nicht permanent die großen verschwörer herangezogen. meist schreibe ich hier gegen die großen verschwörungstheorien an.

    „Sie machen mit Ihrer Aussage die Menschen einfach unmündig – das kann nicht das Ziel sein!“

    siehe oben…;)

    „Licht weiß nur, dass es Licht ist, wenn es auch Schatten gibt.) “

    nee. licht kennt keinen schatten, wohin sich licht auch wendet, es löscht jeden schatten aus, noch bevor es des schattens ansichtig werden könnte. das ist die natur des lichtes. bringen sie mal licht ins dunkel und zeigen sie mir einen schatten, oder im licht bestehen kann.

    licht und schatten können niemals gleichzeitg im gleichen raum anwesend sein. licht löscht jeden schatten restlos aus.

  110. @ joachim

    „Und doch verdammt ihr die Muslime, die sich sogar schützend vor Jesus und Maria gestellt haben?“

    das ist wohl etwas komplizierter. sieh mal, was wäre, wenn man zu den muslimen sagte: „mohammed war gar kein echter prophet, sondern ein geschichtenerzähler, aber er war trotzdem ein dufter junge.“. nun, fakt ist, es wäre das gleiche, wenn du ihm sagtest: „dein glauben ist bullshit, nicht wahr, eine fälschung!“

    das würde dem moslem nicht gefallen, dass gefällt auch den z.b. katholischen christen nicht (ich bin keiner). wenn sie zu ihm sagen, „jesus christus war nicht gottes sohn aber tritzdem ein toller prophet. die bibel verfälscht diesen fakt,“ sie demontieren damit diese katholisch-christliche religion komplett. für diese katholiken ist das aber der komplette heilsweg, der dort als lug und trug diffamiert wird.

    sowas ist nie einfach, die muslime finden das hart und die christen auch, wohl alle buchreligionen, im gegensatz zu mystischen liebes- und erkenntnispfaden, wo erfahrung glauben lebendig macht.

    ich kann beide verstehen, denn es säät zunächst zweifel, wo glauben allein frieden und heil bringen soll.

  111. @chicano

    Ich habe doch gar nicht Sie dafür verantwortlich gemacht 🙂 – weder für das Programm, noch für das Parken der Kinder.

    Aber Sie müssen doch bitte einsehen (oder auch nicht), dass es nur eine Veränderung auf der Welt geben kann, wenn sich die Menschen ändern – die müssen einfach in vielerlei Hinsicht bewusster werden, sonst sind unsere ganzen Bemühungen für die Katz. Diese Lethargie und Unbewusstheit der Menschen ist der einzige Grund, warum sich ein Totalitärstaat überhaupt etablieren kann! Wenn man ihnen dauernd die Verantwortung abnimmt und sie betütelt, werden wir keine selbstbewusste und autonome Gesellschaft zustande bringen.

    Sie orientieren sich immer an der Minderheit und das ist sicher sehr löblich – nur der Großteil der Deutschen sind eben keine Hartz-IV Empfänger, sondern noch relativ gut Verdiener mit einer 38,5 Stunden-Woche und ausreichend Geld in der Tasche. Und dass die Leute so viel Geld verdienen müssen, liegt hauptsächlich daran, dass sie dem Konsum verfallen sind. Schauen Sie doch einmal, was ein Kind früher gekostet hat und was es heute kostet mit 300 Euro Ipods aso. Früher gab´s zu Weihnachten ein Spiel und fünf paar Socken, heut muss zu Ostern schon ein neues Fahrrad her und der ganze Krams zwischendurch. Klamotten, Flatbild-TV in jedem Kinderzimmer, Playstation – das alles muss klar bezahlt werden und klar müssen die Leut dafür arbeiten. Da kann man dann aber eben nicht nur die eine Seite dafür verantwortlich machen, sondern eben auch den Menschen selbst. Und Erziehung ist nun auch einmal Arbeit – und sei es, das Kind „aufzumuntern“ sich mit klugen Dingen (von mir aus selbst) zu beschäftigen anstatt vorm Flimmer zu glucken.

    Und vor allem können Sie doch Ihr Kind nicht einfach so vor die Glotze setzen ohne vorher zu schauen, welches Programm überhaupt läuft! Das ist doch bitte das Allerallermindeste, was man den Eltern zutrauen kann!

    >licht und schatten können niemals gleichzeitg im gleichen raum anwesend sein. licht löscht jeden schatten restlos aus.

    Jaaaaaa – 100 Pro! Aber wenn es nur Licht gibt, woher weiß das Licht, dass es Licht ist?

    Auf der einen Seite radieren Sie die Dualität aus, indem Sie hier den Schatten nehmen, auf der anderen Seite lassen Sie mich nicht die Welt in vollem Lichte erblicken (in eben genau dem von Ihnen beschriebenen Sinne!!!), sondern verweisen mich dann auf das Böse, das rundherum herrscht. Wie passt das zusammen?

  112. @Radi

    >die Sünde klar abzulehnen.

    Alles was Sie ablehnen erzeugt mehr von demselben.

    >Ich hoffe und bete für Sie, dass Ihre „spirituelle Weiterentwicklung“ nicht eines Tages zur Tempelprostitution bei Ihnen führt

    Das haben Sie jetzt aber nicht wirklich geschrieben, oder? 🙂

  113. Radi antwortete @Monika:

    In der katholischen Kirche kann auch ein Mann mit homosexueller Neigung Priester werden, wenn er dazu bereit ist, die Sexualität durch den Zölibat in der Nachfolge Christi aufzuopfern.

    Der christliche Gott ist ein Gott der Fülle, der kein (!) Opfer will und braucht, weil er niemand etwas wegnehmen will.

    Das Opfer ist die Folge der Vorstellung eines Gottes des Mangels, der Strafe und drohenden Vernichtung. Solcher Gott steht zu dem Christus in einer contradictio in adiecto.

  114. chicano antwortete @ monica:

    “Licht weiß nur, dass es Licht ist, wenn es auch Schatten gibt.) ”

    nee. licht kennt keinen schatten, wohin sich licht auch wendet, es löscht jeden schatten aus, noch bevor es des schattens ansichtig werden könnte. das ist die natur des lichtes. bringen sie mal licht ins dunkel und zeigen sie mir einen schatten, oder im licht bestehen kann.

    licht und schatten können niemals gleichzeitg im gleichen raum anwesend sein. licht löscht jeden schatten restlos aus.

    100 Pro. Schatten entsteht nur dann, wenn sich dem Licht ein Hindernis in den Weg stellt und damit das, was hinter ihm operiert abschattet.

    Wenn das Hindernis aber durchlichtet wird, hebt sich der Schatten auf. So, als ob es ihn nie gegeben hätte!

    Das ist die frohe Botschaft und zugleich das Ziel der Psychoanalyse, wie ich sie verstehe.

    Deshalb war und ist die Wirklichkeit Christi schiere Psychotherapie. Welche die in Teilpersönlichkeiten zerstückelten Menschen wieder ganz macht. Und damit als Individuum unteilbar.

    Es ensteht ein unteilbares Individuum, das sogar den Zerfall im Tode unbeschadet übersteht.

    Ist das nicht wunderbar?

    Und weil das so ist, versucht die dunkle, abgeschattete Seite die genuine Individuierung durch eine kulturindustriell hergestellte Individualisierung zu ersetzen und so diesen Prozeß zu konterkarieren.

    Leider mit großem Erfolg. Die also erfolgreichen landen dann in der Psychotherapie, die dann das Zerstörungswerk vollendet, wenn es sich dabei auch um eine kulturindustrielle Variante von Therapie handelt. So als Produkt, als Ware, die man sich im Kaufhaus von der Stange kauft – mit Rabatt zum unschlagbaren Discountpreis. Durchgeführt von Therapeuten, die ihrerseits Produkte der Psychoindustrie sind.

    Schöne neue Welt… Alles schön durchrationalisiert, genormt, standardisiert, zertifiziert.

    Das ist der Fortschritt vom Irrtum zur Unwahrheit.

  115. „@ JE
    by the way, auf dem Hintergrund Photo könnten Sie glatt mein älterer Bruder sein, nur habe ich braune Augen, uns Sie haben mehr weisse Haare…“

    Er erinnert mich auf diesem Foto an den baden-württembergischen Evolutionspsychologen Ernst Kretschmer (1888 – 1964), der die Religion als schizophrenen Irrsinn entlarvt hat wie kein anderer vor ihm. Ist heute übrigens eine weitverbreitete These in der Wissenschaft. Verwandte von Schizophrenen sind nämlich überdurchschnittlich oft sehr gläubig und an Religion interessiert, was sich daraus erklärt, dass eine latente Veranlagung zu Schizophrenie vererbbar ist. Schizophrene Stimmenhörer waren also die ersten Sendboten des „heiligen Geistes“.

  116. Ein typisches Verhaltensmuster Schizophrener ist es, engste Familienangehörige wegen eines abstrusen Verdachts zu töten.

    Die Dummköpfe unter den Gläubigen machen es genau so. Sie killen einfach wahllos ihre Volksgenossen aus religiösen Gründen, ohne dass dabei eine dem Volk dienende Logik dahintersteckt.

    Siehe: Hexenverfolgung, Dreißigjähriger Krieg, Mudschaheddin in Afghanistan, Somalia, Bürgerkrieg im Irak nach Saddam Hussein, die „Freie Syrische Armee“, Joseph Kony’s „Lord’s Resistance Army“, der Amoklauf des selbsternannten Kreuzritters Breivik usw…

    Wie sinnentleert und asozial muss ein System sein, wenn es religiösen Terrorismus à la „Freie Syrische Armee“ nicht verurteilungswürdig findet, sondern sich auch noch opportunistisch auf die Seite der Terroristen schlägt?

  117. „mohammed war gar kein echter prophet, sondern ein geschichtenerzähler, aber er war trotzdem ein dufter junge.“. nun, fakt ist, es wäre das gleiche, wenn du ihm sagtest: „dein glauben ist bullshit, nicht wahr, eine fälschung!“

    ich habe kein Problem damit, dass jemand meinen Glauben falsch findet, na und? Ich würde einfach sagen „Dir dein Glaube, mir mein Glaube“ , so einfach ist das. Wer aber meint, beleidigend werden zu müssen, offenbart damit seine eigene Unsicherheit. Ich würde auch nicht zu einem Christen sagen, dein Glaube ist „bullshit“. Soll er doch glauben, was er bzw. sie will.

  118. @ Monika

    Ihre Ausführung zum Konsum ist nicht ganz richtig. Wir konsumieren heute mehr Güter als früher, ja. Aber wir geben dafür nicht mehr Geld aus als früher. Konsumgüter sind heute im Verhältnis zum Einkommen einfach viel, viel billiger.

    Und bei dem ganzen Konsum-Bashing sollte man auch mal bedenken, dass die gesamte Wirtschaft am Konsum hängt -direkt oder indirekt. Und zwar in jedem denkbaren Wirtschaftsmodell. Auch im Sozialismus wurde in den Fabriken letzenendes für den Konsum produziert.

  119. Fatima: „Bullshit“ hat er nicht gesagt, sondern „netter Junge“.

  120. P.S. das andere Bild war vieeeel besser. Das Problem mit den verwischten Beiträgen besteht bei mir weiterhin, jedenfalls wenn es viele kommentare gibt.

  121. chicano antwortete:

    @ joachim

    sowas ist nie einfach, die muslime finden das hart und die christen auch, wohl alle buchreligionen, im gegensatz zu mystischen liebes- und erkenntnispfaden, wo erfahrung glauben lebendig macht.

    Nein, das ist es nicht. Da hast Du Recht. Aber man muß da halt durch, durch die Ent-Täuschung, wenn man sich zuvor getäuscht hat oder getäuscht wurde.

    Da gibt es keinen Weg daran vorbei. Aber mitten in der Wüste, die wir dann durchschreiten müssen, gibt es eine Oase mit frischem Wasser, nämlich dem lebendigen Wasser des Lebens.

    Johannes 4, aus Vers 10: »Wenn du wüsstest, was Gott dir geben will und wer dich hier um Wasser bittet, würdest du mich um das Wasser bitten, das du wirklich zum Leben brauchst. Und ich würde es dir geben.«

  122. Marius Heckmann antwortete:

    Die Dummköpfe unter den Gläubigen machen es genau so. Sie killen einfach wahllos ihre Volksgenossen aus religiösen Gründen, ohne dass dabei eine dem Volk dienende Logik dahintersteckt.

    Nein, nicht die Dummköpfe, sondern die Bewußtlosen.

  123. @Andreas
    >Ihre Ausführung zum Konsum ist nicht ganz richtig. Wir konsumieren heute mehr Güter als früher, ja. Aber wir geben dafür nicht mehr Geld aus als früher.

    Das kommt darauf an wie alt Sie sind und was „früher“ für Sie bedeutet 🙂

    Ich war in den 80ern Teenager und wir hatten weder Handies, noch Handy-Kosten, noch Computer, noch Flatscreens im KiZi, noch iPods oder Playstations, die ja jeweils nach 2-3 Jahren auf den neuesten Stand gebracht werden müssen. Rechnen Sie das mal zusammen.

  124. @JE

    Bei diesem Bild schauen Sie wie Killroy unten über die Leiste, fehlen nur noch die Pfötchen. Bei einer Auflösung von 1200 endet das Bild bei den Augen.

  125. @ Monika
    „Wollten Sie letztens nicht Ihr eigenes Apfelbäumchen pflanzen? “

    Schon gemacht, 1 Setzling ist bereits 10cm gross, allerdings würde ich gerne die echten Fuji-Äpfel aus China gross ziehen, das fehlt noch.

  126. @Monika

    Je weiter man in der Zeit zurück geht, desto teurer waren die Sachen. Der berühmte Sonntagsbraten, der so hieß, weil Fleisch so teuer war, dass man es sich nur einmal die Woche leisten konnte, ist ja ein bekanntes Beispiel.

    In den 80er war es nicht mehr so bei Lebensmitteln, aber was Elektronik angeht sehr wohl.

    Ein C-64 Personal Computer kostete Mitte der 80er Jahre laut Wiki etwa 700 DM, nach heutiger Kaufkraft sind das etwa 650 Euro. Heute bekommen Sie einen Komplett-PC schon ab 200 Euro. Logisch, dass man folglich weniger/seltener sowas gekauft hat.

    Abgesehen davon, gab es auch das Angebot einfach nicht (Handys z.B.), und das, was es gab, änderte sich kaum.

    Die Rechenleistung des genannten C-64 blieb während der gesamten 11jährigen Produktionszeit nahe gleich.

    Ein Kassetten-Walkman von 1980 unterschied sich von einem von 1990 nur im Design. Technisch gab es keinen Unterschied.

    Es gab ganz einfach nichts, was man alle 2 Jahre auf den neuesten Stand hätte bringen können.

  127. @ monika

    „Auf der einen Seite radieren Sie die Dualität aus, indem Sie hier den Schatten nehmen, auf der anderen Seite lassen Sie mich nicht die Welt in vollem Lichte erblicken (in eben genau dem von Ihnen beschriebenen Sinne!!!), sondern verweisen mich dann auf das Böse, das rundherum herrscht. Wie passt das zusammen?“

    ich verstehe sehr gut, dass sie sich hier über mich „beschweren“. doch ich kann nur wiederholen, trotz des offenssichtlichen widerspruchs (für den verstand könnte er nicht größer sein), passt es zusammen 😉

    ich habe schon öfter versucht ihnen das zu erklären. es ist aber dem verstand letztlich nicht fassbar, denn der verstand hat eben nur worte um aufzuzeigen, und worte können sich dem nur annähern, wovon wir hier sprechen. noch dazu, wenn eine rethorik so begrenzt ist, wie die meine.

    ich kann nur sagen, dass es zunächst darauf ankommt zu verstehen, das dualität und polarität nicht das selbe ist. wenn man sie verwechselt kommt es zu großen problemen im verständnis der dinge.

    ich zitiere daher hier jemanden, der das bisher am besten herausformuliert hat:

    „Durch Negation der Dunkelheit ins Licht?

    Das Weltbild, das besagt, durch Negation der Dunkelheit komme man ins Licht, beeinflußt heute alle Bereiche des menschlichen Lebens, nicht nur dieWelt der Politik und Geheimpolitik.In der Psychologie zeigt es sich darin, daß man meint, das Auflösen von Neurosen,
    Blockaden und negativen Mustern führe den Menschen automatisch zu„sich selbst“ (zu Selbstverwirklichung oder gar zu „Selbsterkenntnis“).In der Medizin führt dies zur Ansicht, Gesundheit erreiche man vor allemdurch das Bekämpfen von Krankheiten.

    […]

    Alles ist eins – und verschieden

    Das, was die Materie beseelt, ist sowohl im Relativen als auch im Absoluten individuell: nichtmateriell, unvergänglich, spirituell. Das bedeutet, dass wir in unserem ureigenen, ewigen Wesen individuell sind und daß auch Gott eine Individualität ist, aber keine relative, sondern eine absolute.

    Und wir sind Teile Gottes.

    Wenn dem nicht so wäre, wäre die Realität nur eine abstrakte Einheit, so wie es der (atheistische) Monismus sagt: „Alles ist eins“.

    Diese Ansicht führt zur Problematik, die Dualität erklären zu müssen, was der Monismus dadurch zu lösen versucht, daß er sagt, die Dualität sei letztlich inexistent und das Erkennen dieser Inexistenz sei „Erleuchtung“.

    Der Schlüssel der Individualität-Erkenntnis zeigt nun auf, in welchem Sinn alles eins ist und in welchem Sinn nicht.

    Denn das Absolute und das Relative sind gleichzeitig eins und verschieden.

    Sobald man nur eine der beiden Seiten betrachtet, fällt man in die Einseitigkeit der Halbwahrheiten.

    Wenn man sagt, das Absolute und das Relative seien nur eins, gerät man in das Fahrwasser des atheistischen Monismus. Wenn man sagt, das Absolute und das Relative seien nur verschieden, führt dies zum Dualismus und zum Dogmatismus, weil jede Partei versucht, ihre eigene (relative) Sicht als absolut darzustellen.

    Hier zeigt sich, daß auch die Erkenntnis „Gott als Individualität“ negativ gelebt werden kann. Die monotheistischen Religionen haben dies auf vielfache Weise durch die Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch dämon-striert und tun es z.T. noch heute.

    Das gleichzeitige Eins- und Verschiedensein des Absoluten und des Relativen – bzw. des Ganzen und der Teile – kann veranschaulicht werden durch die Analogie „Sonne und Sonnenstrahlen“.

    Die Sonnenstrahlen und die Sonne sind untrennbar verbunden. Es gibt keine Sonne ohne Sonnenstrahlen und keinen Sonnenstrahl ohne Sonne. Auch kann nie ein Strahl von der Sonne abgeschnitten werden. Jeder Strahl ist ein einzigartiger, untrennbarer, individueller Teil des Lichts. Ebenso sind wir, die „Teile“, mit dem Ganzen verbunden und sind gleichzeitig ewig individuell.

    Die populären esoterischen Slogans „Alles ist eins“ und „Alles ist Gott“ sind also mit Vorsicht zu genießen. Wenn alles Gott ist, wären auch Lüge, Mord und Krieg „Gott“ – und gewisse Mächte glauben das tatsächlich.

    Doch diese Logik ist einseitig. Wenn Licht überall ist, heißt das noch lange nicht, daß alles Licht ist. Schatten ist nicht Licht, und Licht wirft keinen Schatten. Differenziert müßte man sagen: Gott ist alles, aber nicht alles ist Gott.

    Genau dies sagt auch Gott selbst in seinen offenbarten Worten, besonders deutlich z.B. in der
    Bhagavad-gita
    (9,4-6):
    „In der gesamten Schöpfung bin ich, der Ungeschaffene, in meiner unsichtbaren Gestalt allgegenwärtig. Alles ist in mir, doch ich bin nicht in allem./ Und dennoch ist nicht alles in mir [so wie Schatten zwar vom Licht umgeben, aber nicht direkt im Licht sind]. Dies ist das Mysterium meiner Individualität! Alle Schöpfungen und Geschöpfe gehen von mir aus und ruhen in mir, doch ich bin nicht alles, obwohl ich allgegenwärtig bin./ So wie die ständig rege Luft den Himmelsraum erfüllt, dieser aber von ihr verschieden ist, so befindet sich alles in mir.“

    Daß alles gleichzeitig eins und verschieden ist, ist die natürliche, selbstverständliche Erkenntnis, zu der der Schlüssel der Individualität führt.

    Urgrund und Emanation – das Ganze und die Teile – sind nie unterschiedslos eins, aber auch nie getrennt.

    Mit anderen Worten, wenn man sagt: „Alles ist eins“, ist dies eine einseitige, nicht vollständige Betrachtungsweise des Absoluten. Denn alles ist eins und verschieden, und zwar gleichzeitig. Diese differenzierte Erkenntnis (tattva) lautet im Sanskrit:acintya bhedabheda-tattva:

    „das unvorstellbare (acintya)gleichzeitige Verschiedensein (bheda) und Nicht-verschiedensein
    (abheda) von Gott und Gottes Energien“.

    a. risi

  128. @ joachim

    „Nein, das ist es nicht. Da hast Du Recht. Aber man muß da halt durch, durch die Ent-Täuschung, wenn man sich zuvor getäuscht hat oder getäuscht wurde.

    Da gibt es keinen Weg daran vorbei. Aber mitten in der Wüste, die wir dann durchschreiten müssen, gibt es eine Oase mit frischem Wasser, nämlich dem lebendigen Wasser des Lebens.“

    ja, natürlich. aber es ging doch um die frage, warum die katholischen christen in den muslimen „feinde“ sehen, nicht wahr? und das wollte ich erklären. sie sehen darum feinde in ihnen, weil diese die gesamte heilslehre negieren, in dem sie jesus die gottessohnschaft absprechen….unter diesen veränderten vorzeichen aber gibt es das katholische christentum de facto NICHT MEHR.

    das die katholiken da nicht jubeln und sagen: hey, toll das jesus für euch prophet ist….macht ja nichts, dass ihr unserem glauben das fundament wegzieht…“ ist doch logisch und verständlich.

    immerhin stellt sich der islam ja auch gern als der „schlusstein“ hin, der z.b. die unwahrheiten des christentums ausbüglet….also die einzige wahrheit ist.

    ansonsten, natürlich….ab in die wüste und bis zur oase durchhalten. aber das kann man nur selbst tun und nicht von anderen verlangen oder dadurch erreichen, dass man sich über diese stellt, wenn auch als scheinbar wohlwollend, wie die verborten fraktionen der katholiken und muslime 😉

  129. @ joachim

    „100 Pro. Schatten entsteht nur dann, wenn sich dem Licht ein Hindernis in den Weg stellt und damit das, was hinter ihm operiert abschattet.“

    ja.

    „Wenn das Hindernis aber durchlichtet wird, hebt sich der Schatten auf. So, als ob es ihn nie gegeben hätte!“

    es wird nicht durchlichtet 🙂 warum nicht? weil damit der freie wille gestört werden würde. denn wie du korrekt sagst: „Schatten entsteht nur dann, wenn sich dem Licht ein Hindernis in den Weg stellt….“. er wird nicht durchlichtet, joachim. das sehen wir doch deutlich in der welt, nicht wahr? er nur von dem tun lassen, dass schatten schafft, und das tun ist in diesem fall, wie du auch sagtest, „ein sich vom licht abwenden“ und dadurch das schaffen eines bereiches des schattens. nur das aktive dem lichte zuwenden beendet das schattenreich….und es MUSS aus freiem willen geschehen, aus liebe. und wir wissen beide, dass liebe das vielleicht enzige ist, das nicht erzwungen werden kann….nicht einmal von gott 😉

    „Das ist die frohe Botschaft und zugleich das Ziel der Psychoanalyse, wie ich sie verstehe.

    Deshalb war und ist die Wirklichkeit Christi schiere Psychotherapie. Welche die in Teilpersönlichkeiten zerstückelten Menschen wieder ganz macht. Und damit als Individuum unteilbar.

    Es ensteht ein unteilbares Individuum, das sogar den Zerfall im Tode unbeschadet übersteht.

    Ist das nicht wunderbar?“

    das ist wirklich wunderbar! 🙂 doch bitte vergiss nicht, dass dennoch keine amorphe einheit entsteht. alle menschlichen individuen bleiben auf ewig individuen, aber relative, von gott abhängige und auch gott selbst bleibt individuum, aber absolut und abhängig oder relativ eben.

    das ist liebe: einheit in der vielfalt. vielleicht verstehst du was ich meine….

    „Und weil das so ist, versucht die dunkle, abgeschattete Seite die genuine Individuierung durch eine kulturindustriell hergestellte Individualisierung zu ersetzen und so diesen Prozeß zu konterkarieren.“

    absolut!

    „Leider mit großem Erfolg.“

    ja aber es liegt an uns in die liebe zu gehen und dort zu verweilen, so schwer es ist für ein ego, dass individuum werden sollte und durch liebe zur einheit in der vielfalt, joachim, alter kämpfer 😉

  130. @ joachim

    es sollte natürlich heißen: „alle menschlichen individuen bleiben auf ewig individuen, aber relative, von gott abhängige und auch gott selbst bleibt individuum, aber absolut nur eben NICHT abhängig oder relativ.

  131. “ warum die katholischen christen in den muslimen „feinde“ sehen, nicht wahr? und das wollte ich erklären. sie sehen darum feinde in ihnen, weil diese die gesamte heilslehre negieren, in dem sie jesus die gottessohnschaft absprechen“

    tun sie das? Und falls ja, welchen Unterschied gibt es zu protestanten? Das Dogma der Erlösung durch Jesu Kreuzigung glauben doch alle Christen, oder nicht?
    Von den Evangelen habe ich persönlich mehr Feindseligkeit erlebt, aber das ist vielleicht subjektiv.

  132. Fatima Özoguz antwortete:
    Das Dogma der Erlösung durch Jesu Kreuzigung glauben doch alle Christen, oder nicht?

    Nur die, welche die Metapher literal mißverstehen. Das ist aber das durch den Pharisäer Paulus induzierte Mißverständnis, daß nämlich das jüdische Opfer-Paradigma wieder eingeführt wurde, obwohl es der Christus verworfen hatte.

    Also, ich bemühe mich jetzt, das in einfachen Worten so zu erklären, daß es trotzdem nicht ganz falsch wird und seinem Wesen nach leicht verstanden werden kann. Ich weiß, daß es trotzdem nicht verstanden werden wird. Das geht nicht gegen Sie!

    I’m just a soul whose intentions are good. Oh Lord, please don’t let me be misunderstood.

    Nach dem jüdischen Opfer-Paradigma muß einer verlieren, damit ein anderer gewinnen kann. Struktural gesehen ist das die Gesetzlichkeit des Gebens um zu nehmen. Damit wir also Gottes Liebe empfangen können, müssen wir einen Preis in Form von Leid dafür bezahlen.

    Das ist so falsch, wie es falscher nicht sein kann. Und doch ist es das Paradigma, nach dem gefühlte 99% der Menschen die ich kenne handeln.

    Es ist so falsch, weil es die Erlösung auf den Kopf stellt, bei der eben alle gewinnen und keiner verliert.

    Hm… Jetzt müßte man natürlich zumindest noch wissen, was Erlösung meint. Erlösung meint den Geisteswandel (!!!) der uns von unserem falschen Gelöbnis (aka dem Glauben) an die Wirklichkeit von Trennung, Sünde und Schuld erlöst.

    Die Kreuzigung aber steht dabei nur als Symbol (!) für den Angriff des Ego auf Gott und damit auch auf seinen Sohn. Sie bezeugt die falsche „Wirklichkeit“ unserer Wahrnehmung von Leid, Opfer und Tod als ein Preis den wir zu bezahlen hätten, weil wir sündig seien.

    Das grausame Verbrechen der Ermordung Jesu am Kreuz ist nur ein krasses Lehrbeispiel, das uns überdeutlich zeigt, daß unsere wahre Identität als Kinder Gottes unkaputtbar ist, weil der Tod keine Macht über das Leben hat. Sondern selbst ein Prozeß von Leben ist.

  133. Ach…, ich hatte jetzt nicht daran gedacht, daß ich natürlich auch erklären muß, wer oder was Jesus – nach meiner unmaßgeblichen Meinung – überhaupt ist.

    Jesus ist als Person derjenige Mensch, der als erster sein Menschsein vollendet hat. Was ihn befähigt, die Verantwortung für den ganzen Heils-Plan Gottes zu übernehmen und seine Umsetzung zu kontrollieren und zu steuern.

    Indem Jesus sein Ego transzendierte, wurde er zum Christus.

    Das ist der Weg, den wir in seiner Nachfolge gehen. Und bei dem er uns begleitet und schützt.

  134. @ Radi: “ Übrigens ist nach Sigmund Freud eine sexuelle Handlung dann eine Perversion, wenn die Weitergabe des Lebens grundsätzlich ausgeschlossen wird.“

    nach dieser Freud´schen Logik dürften Frauen über 45 keinen Sex mehr haben, weil sie nicht mehr gebären können?

  135. chicano antwortete @ joachim:

    es sollte natürlich heißen: “alle menschlichen individuen bleiben auf ewig individuen, aber relative, von gott abhängige und auch gott selbst bleibt individuum, aber absolut nur eben NICHT abhängig oder relativ.

    „May the Force be with you” oder so ähnlich lautete eine ritualisierte Verabschiedungsformel in einer amerikanischen Science-Fiction Serie. Ich erinnere mich deshalb daran, weil ich sie schlechterdings „unmöglich” fand und mir in meiner soziologisch durchblickerhaften Überheblichkeit die Grußformel „May the Farce be with you” angewöhnt hatte, um alle Welt wissen zu lassen, was von solchen Trivialitäten und der Kulturindustrie im allgemeinen zu halten ist.
    Tatsächlich aber ist die Kraft nicht nur mit uns, sondern das Sein, das durch die Kraft der Freude seines bewußten Wesens wirkt, ist die Wirklichkeit, die wir sind. Es ist das Selbst unserer Arten und Weisen des Seins und unserer Stimmungen. Es ist das Letztelement und der Zweck unseres Schaffens, das Ziel unseres Handelns und Werdens. Es ist die ganze Bedeutung der vier Kausalitäten (causa materialis, efficiens, formalis und finalis) von Welt.
    Ganz analog dazu, wie der Dichter, Künstler oder Musiker in seinem Schaffen etwas erzeugt, das eine Verwirklichung einer in ihm schon immer angelegten Möglichkeit ist, wie der Denker, der Staatsmann oder der Techniker dingliche Gestaltungen dessen hervorbringen, was in Ihnen schon enthalten ist, was sie waren und immer noch sind, wenn es in die Form geprägt ist, ist es mit der Welt. Mit der Welt ist es Nichts aber es ist das Nichts des Nichterkannten, in dem alles seiner Möglichkeit nach schon enthalten ist und dessen Möglichkeit verwirklicht wird, damit das Subjekt dieses letzten und ersten Selbstes sich in seinen Selbst-Manifestationen erkennen kann.
    Aus dem Keim entwickelt sich das, was in ihm schon enthalten ist, seinem Wesen nach prädestiniert ist und in seinem Willen zum Sein auf das Glück des Werdens hin angelegt ist. Die eine Ur-Substanz, die im Urknall (was für eine unsägliche Metapher) zerknallte, sich zerteilte und immer noch zerteilt, enthielt schon die Kraft des Wesens, den aus ihm entstehenden Organismus und damit auch den Menschen und alles andere, was ist und sein wird. Es ist immer schon und immer noch die uns verdeckte, selbst-bewußte Kraft, welche in einer ungeheuren An-Strengung die Last der Schöpfung trägt, die sich selbst gebunden hat und bindet, die sich unter diesem Zwang müht, die Form ihrer selbst zu manifestieren, die einer materialen, sequentiellen Bewährungsdynamik in Raum und Zeit unterworfen ist, die nicht hintergehbar ist und notwendig vollendet werden muß.
    Natur kann so lange nicht aufhören zu versuchen, bis ein Versuch glückt. Aber sie kann Versuchsreihen einstellen. Wenn wir also nicht wollen, daß der Versuch Mensch in dem Forschungslaboratorium Welt eingestellt wird, dann sollten wir mithelfen, daß er gelingt. Wir sollten das natürliche Recht zu sein und zu werden nicht nur anerkennen, sondern das Werden fördern. Und es geht dabei nicht in erster Linie um das Sein und das Werden der Vielen, die notwendig im falschen Schein verhaftet sind und deren Destruktionsmöglichkeit durch Recht und Gerechtigkeit zu begrenzen ist, sondern es geht primär um die Einzelnen. Es geht um die Dichter und Denker des Lebens, deren Poesie Welt und Menschheit in die verlorene Einheit aufhebt. Die Hybris, in der wir HÖLDERLIN belächeln, bemitleiden und bestenfalls in der HEGELschen Reduktion anerkennen, die uns die Wahrheit NIETZSCHEs ausblendet und die FREUDsche Reduktion feiern läßt, diese Verblendung ist es, die uns nicht erkennen läßt, was vor unseren Augen ist und erkannt werden will.
    Es ist nur der pseudoindividuierte, individualisierte und sich entfremdete Mensch, der in seinem Schaffen eine phantasmatische Differenz zwischen sich, der wirkenden Kraft, dem verarbeitetem Material und der sich ergebenden Form aufmacht. Nur das individualisierte Dividuum verkennt das Individuum, das ihm in allen seinen Ausdrucksgestalten sagt „Ich bin das, was ist” oder in der biblischen Metapher: Ich bin der ich bin. Dabei ist es doch ganz klar und offen sichtlich, daß alles, was die Kraft autopoietisch selbstreferentiell aus sich hervortreibt sie selbst sein muß, weil sie nichts anderes sein kann.

  136. @chicano

    Ich habe wirklich den Eindruck, dass Sie meine Zeilen bislang nicht gelesen haben, ohne gleich eine Schublade zu öffnen, denn:

    Ich negiere weder die Dunkelheit, noch sage ich aus der Westentasche raus „Alles ist gut“. Was ich mache ist, die Dinge anzusehen, ohne sie mit Namen zu versehen und mit meinen Gedanken zu beheften, die immer nur aus Vergangenheit bestehen, und ohne ihnen meinen eigenen Willen aufzuzwingen.

    Es ist zuerst einmal WEDER gut, noch schlecht – es ist. Ich nehme und sehe es an wie es ist.

    Was dadurch passiert ist das Wunderbare – das Ego blockiert nicht länger den Fluss des Lebens und wirft damit keine Schatten mehr, sondern die höhere Intelligenz hat freie Bahn. Sie kann frei durch Sie wirken.

    Sie setzen dieses Denken mit Nicht-Handeln gleich – das stimmt absolut nicht. Man handelt damit nur anders, nämlich wesentlich effizienter, denn die höhere Intelligenz ist kreativer bei der Lösungsfindung als es Ihr Verstand jemals sein könnte, der ja immer nur aus der Erinnerung schöpfen kann.

    Die Handlungen erfolgen intuitiv, spontan und sparen viele Irrwege, Zeit und Energie, denn nicht Ihr Ego handelt, sondern Gott durch Sie.

    Gewöhnt man sich an diese Art von Denken und übergibt sich damit einer höheren Macht, liegt die Lösung oft schon am Tisch, bevor das Problem überhaupt da ist.

    Wenn Sie mit Ihren Gedanken jedoch an einem Problem festhalten, kann es nicht gehen. Das Akzeptieren / Annehmen eines Problems ist meist schon die Lösung!

    Das Loslassen setzt Energie frei – das Festhalten benötigt Unmengen an Kraft und trotzdem ist es für die Menschen ungleich schwerer, den Dingen nicht anzuhaften, anstatt sich dem Fluss des Lebens zu übergeben.

    Was ich mache ist, den eigenen Willen auszuschalten, damit ein höherer Wille (der gescheitere) wirken kann. Damit gebe ich nicht meine Individualität auf (!), nur mein unvollkommenes Ego.

    Dieses Denken widerspricht in keinster Weise Ihren Ausführungen, aber ich glaube, Sie haben einfach ein Problem damit, dass jemand leicht und ZUGLEICH verantwortungsvoll durchs Leben gehen kann.

  137. @Radi

    Ich habe mich heute kurz mal bei den Piusbrüdern umgesehen. Dass die Kirche als erste die Emanzipation eingeführt haben soll, war der Schenkelklopfer des Tages.

  138. Monika H. antwortete:

    @chicano

    Ich habe wirklich den Eindruck, dass Sie meine Zeilen bislang nicht gelesen haben, ohne gleich eine Schublade zu öffnen, denn:

    Ich negiere weder die Dunkelheit, noch sage ich aus der Westentasche raus “Alles ist gut”. Was ich mache ist, die Dinge anzusehen, ohne sie mit Namen zu versehen und mit meinen Gedanken zu beheften, die immer nur aus Vergangenheit bestehen, und ohne ihnen meinen eigenen Willen aufzuzwingen.

    Es ist zuerst einmal WEDER gut, noch schlecht – es ist. Ich nehme und sehe es an wie es ist.

    Was dadurch passiert ist das Wunderbare – das Ego blockiert nicht länger den Fluss des Lebens und wirft damit keine Schatten mehr, sondern die höhere Intelligenz hat freie Bahn. Sie kann frei durch Sie wirken.

    Sie hat Recht, Chico. Ich kann das bestätigen. Das ist lebenspraktisch beglaubigt. Wir leihen dem Irrtum gleichsam unsere Wirklichkeit, wenn wir urteilen.

    Die Wahrheit aber ist aus sich selbst heraus wirklich und kann sich manifestieren, wenn wir nicht urteilen.

    Das ist auch das, was Max Weber mit „Wertfreiheit“ gemeint hat, wenn er es auch noch nicht hinreichend artikulieren konnte.

    Unser Urteil verdeckt die Wahrheit und wir müssen es erst wieder mühsam abschichten, um zu ihr vordringen zu können.

    Das ist dann eine Art von „Ausgrabung“, ähnlich wie in der Archäologie.

  139. @chicano

    Noch ein Beispiel, weil mein Blick gerade drauf fiel: In meinen Regal steht ein alter, mit Wachs behafteter und teils rostiger Kerzenleuchter. Keine Schönheit im herkömmlichen Sinne also. Ein olles Ding.

    Sehe ich ihn aber an, ohne ihm aus reinem Egoismus heraus zu sagen was er zu sein hat (ein Kerzenleuchter, etwas Schönes), dann wird seine wahre Schönheit offenbar. Sie haben keine Ahnung, wie schön Rost sein kann 🙂 – in seinen Farben, der Struktur und Harmonie mit seinem Umfeld.

    Dann stellt sich im Moment dieses unglaubliche Staunen ein, dieses „Boooaaahhhh, ist das schön!“ und wenn man Glück hat und der Verstand dieses Staunen nicht in Worte übersetzen möchte, wird man eins mit dieser Schönheit und weiß – man selbst ist auch der Rost!

    Damit habe ich meine Realität positiv verändert, denn für mich wird der Leuchter nie mehr „das olle Ding“ sein, das er einmal war. Und wenn Sie mit diesem nicht wertenden Blick durchs Leben laufen, finden Sie die Schönheit Gottes in jedem Sandkorn und immer auch sich selbst!

  140. Dr. Bullinger et al.

    Religion ist Respekt vor Gott, ist Gottesdienst und Gotteslob. Punkt.

    Alle Deutungen laufen immer auf einzelne Attribute und Teilaspekte hinaus, haben darin ihre Bedeutung und liegen in der Verallgemeinerung falsch. Dass wir heute der „Sexualität“ huldigen, aber damals die Göttin „Venus“ verehrten, macht die Sache nicht besser. Und hinter die mosaische Scheidung von den (Tier-)Göttern Ägyptens und der Dekonstruktion der antiken Götter und Göttinnen durch Augustinus (De Civitate Dei. Viertes Buch ff.) sollten wir nicht zurückfallen.

    PussyRiots hin oder her. Wenn wir von Respekt vor den religiösen Werten unserer Kultur reden, dann reden wir von Respekt vor Gott. In unserer Zeit ist Gott aber ein Begriff, dessen Sinn und Bedeutung seit der Reformation eine grundlegende Wandlung erfahren hat. Ich zitiere mal einen in dieser Sache unverdächtigen Zeugen. Karl Marx schreibt 1844 über Luther: „Er hat den Menschen von der äußeren Religion befreit, weil er die Religiosität zum inneren Menschen gemacht hat. Er hat den Leib von der Kette emanzipiert, weil er das Herz in Ketten gelegt.“ Indem Gott zu einer inneren Kraft und Macht transformiert wird, wandelt sich Respekt vor Gott in Respekt vor der Potentialität des eigenen Egos. Es ist diese Kultur des Egos, des pursuits of happiness, die sich seit Huntington im Krieg mit den alten religiösen Zentren der Menschheit befindet.

    Marx hatte 1848 in seinem Hohen Lied der Globalisierung die prophetische Vision, dass die Bourgeoisie mit den wohlfeilen Preisen ihrer Waren alle „chinesischen“ Mauern der Barbarei einreißen werde. Diese Vision haben die Chinesen inzwischen durch wohlfeilere Waren widerlegt. Zurück bleibt umso deutlicher die kulturelle Dimension des Konfliktes. Der Gott des Egos tendiert zu einer immer radikaleren Emanzipation von allen Bindungen, Hemmungen und Tabuisierungen der eigenen Machtvollkommenheit, ein Prozess, der einst in der Apotheose, der Gottwerdung Cäsars und Oktavians, gipfelte. Aber vielleicht dürfen wir ja noch erleben, wie Obama zum Ende seiner zweiten Amtszeit vom Kapitol mit einer Wolke in den Himmel entrückt. Wenn dann Jürgen frech statt von Apotheose von der Apocolocyntosis (Verkürbissung) schreibt, wird ihn ein Blitz aus heiterem Himmel niederstrecken, und wir alle werden erschrocken den neuen Augustus Divus ehren. Tage später kommt dann raus, dass es eine US-Drohne war. Die Bundesregierung wird kurz protestieren und lang für die unentschuldbaren gotteslästerlichen Äußerungen des Herr Elsässer die volle Verantwortung übernehmen.

    Wenn wir von mehr Respekt vor Religion und dem Grundrecht der freien und öffentlichen Ausübung der Religion reden, dann reden wir hier in Deutschland auch von einer Reformation der Begriffe. Im Moment stecken wir in einer babylonischen Sprachverwirrung.

  141. @ monika

    sie haben gefragt, ich habe geantwortet, ohne hintergedanken, aus reiner freundlichkeit und um ihnen zu helfen, zu verstehen, warum ich denke, wie ich denke.

    ich habe doch aber kein problem mit ihrer weltsicht.

    wenn du glücklich bist damit, so freue ich mich für dich. ich fürchte aber, das der mensch zu unterscheiden und zu wählen hat, gar nicht darum herum kommt, denn es ist gottes wille, dass wie eine wahl treffen, immer und bis zum letzten augenblick und letztlich tust du z.b. liebe monika das auch am laufenden band und meter. ein paar beispiele:

    „…..dann wird seine wahre Schönheit offenbar“

    es gibt also auch eine unwahre schönheit? 😉

    „….Sie haben keine Ahnung…“

    so so 😉

    „die höhere Intelligenz ist kreativer bei der Lösungsfindung als es Ihr Verstand jemals sein könnte“

    eine klare unterscheidung, eine paradebeispiel für urteil gar….höhere intelligenz vs verstand 😉

    „Das Akzeptieren / Annehmen eines Problems ist meist schon die Lösung!“

    problem? lösung? das ist eine gute allegorie für gut und böse 😉 es sind werte, sehen sie das nicht?

    „denn nicht Ihr Ego handelt, sondern Gott durch Sie“

    eine klare unterscheidung.
    by the way….was wird aus meinem ego, wenn gott durch mich handelt?
    und, wer ist „Sie“ in ihrem satz….ich sehe nämlich drei in ihrem satz: gott, das ego und ,ich, durch den gott handelt, wenn das ego nicht handelt.
    können sie das sehen und wenn ja, auch auflösen?

    @joachim

    „Sie hat Recht, Chico. Ich kann das bestätigen. Das ist lebenspraktisch beglaubigt. Wir leihen dem Irrtum gleichsam unsere Wirklichkeit, wenn wir urteilen. “

    wie du meinst 😉

    wenn du glaubt das sich alles übel auflöst, weil du es nicht vom heil unterscheidet, dass aus krieg frieden wird, weil du das morden wertfrei und neutral betrachtest, wenn du denkt dass du zu gott in totalität wirst, wenn du das ego überwindet, und das die einheit eines tages die vielfalt als illusion entlarvt und auflöst, dann kannst du das tun. ich fürchte aber, dass du noch einige große überraschungen erleben wirst.

    mögen diese sanft sein.

  142. @ monika

    und weil sie finden, dass ich immer auf der iluminaten-schiene herumreite….damit wollte ich nur zeigen, dass diese eben genau diese philosophie vertreten, die wertfreie, dualität überwindende und einzig positive:

    „Bis zu einem gewissen Grad (Einweihungsgrad) halten auch die Illuminaten das Ideal der „Liebe“ hoch und vertreten es gegen außen hin, denn das klingt attraktiv und vertrauenserweckend.

    Wie das folgende Zitat eines hochgradigen Illuminaten enthüllt, ist für sie die Sicht der Liebe jedoch nicht die höchste Sichtweise. Sie sei die zweit höchste Ebene innerhalb der Galaxis, denn darüber gebe es noch eine andere Ebene, die Ebene des „Universums“, der „Einheit“, und das Universum funktioniere nach den Prinzipien dieser Einheit „jenseits von Gut und Böse“.

    Man beachte die bewußte Wortwahl von „Galaxis“ und „Universum“ und die trügerisch-logische Rechtfertigung des Negativen, hier z. B. der Weltkriege!

    „… die zweithöchste Energieebene der Galaxis: die Einigende Energie der Liebe. [Warum gibt es Leid?] … Die Antwort, wenn es überhaupt eine gibt, muß im Gedanken von Maßstab [= Relativität] liegen. [Denn er vertritt die Ansicht, alles sei relativ!] Nehmen wir einmal an, daß wir, als menschliche Wesen, am heutigen Tag irgendein bestimmtes Ziel haben. Nach allen Maßstäben, die wir anwenden, halten wir dieses Ziel für ‚richtig‘ und ‚gut‘. Um es zu erreichen, ist es unbedingt nötig, sagen wir, einen bestimmten Bus zu erreichen. Der Bus fährt gerade an, beschleunigt schon, und nur durch einen energischen Sprint werden wir ihn noch einholen können. Unsere Entscheidung, diese Anstrengung zu wagen, löst eine ganze Reihe körperlicher Geschehnisse aus. Zusätzliches Adrenalin schießt ins Blut. Unsere Muskeln kontrahieren bei der außergewöhnlichen Anstrengung. Mit unserem absichtlichen Handeln zerstören wir Millionen von Körperzellen. Jede dieser kleinen Zellen ist ein kleines Lebewesen. Sie sterben – in einem realen Sinn werden sie geopfert – für unsere Absicht./ Empfinden wir Mitleid? Können wir wirklich behaupten, wir empfänden Trauer um ihre Zerstörung durch eine Handlung, die wir begehen?/ Hier können wir einen Maßstabsfaktor erkennen, der von entscheidender Bedeutung ist. Alles und jedes im Universum mag wichtig sein: aber nicht alles ist gleich wichtig. Ob sich ein solcher Gedanke mit unseren Vorstellungen von ‚gut‘ und ‚höherwertig‘ deckt, ist unerheblich. So liegen die Dinge und nicht anders. Wir müssen das Universum akzeptieren, wie es ist./ … Eine Zeitmaßstabs-Kluft, die unserer Alltagserfahrung vertrauter ist, mag dies vielleicht noch näher erläutern. Angenommen, ein junges Kind hat sich einen Dorn tief in den Finger gezogen. Die Mutter erkennt die Situation in Bezügen eines gegenwärtigen Augenblicks, der viel weiter gespannt ist als der des Kindes. Sie sieht das Leben des Babys, sein Wohlergehen, Wachstum und Reifwerden als ein Ganzes. Sie nimmt eine Nadel zur Hand, fährt damit unter den Dorn und holt ihn heraus. … Analog dazu sind die Herrschaft des Schreckens und zwei Weltkriege vielleicht nichts weiter als zwei rasche Nadelstiche innerhalb eines Bewußtseins, dessen gegenwärtiger Augenblick zehntausend Jahre beträgt.“ (aus dem Buch des geadelten Sir Ernest Scott, Die Geheimnisträger, S. 338f.)

    Diese Aussagen verraten, daß es Machtinstanzen gibt, die überzeugt sind, daß es bei „Notwendigkeit“ gerechtfertigt sei, Millionen von Menschen zu opfern, um nadelstichartige Weltkriege und andere Formen von „Aderlaß“ durchzuführen; dies sei genauso, wie wenn wir bei einer Kraftanstrengung ohne Mitleid Millionen von Körperzellen opfern.

    Anscheinend existieren Wesen, die ihren Menschenopfern gegenüber genauso empfindungslos sind wie wir unseren „geopferten“ Körperzellen gegenüber.“

    ich wollte aber niemals sagen, dass sie ein mensch sind, der so ist wie diese iluminaten…ich wollte nur zu denken geben, dass es mainstream ist…….das böse und gute einfach zu negieren und zu glauben, dass dadurch, ja was (?), gutes entsteht?…wäre ja wieder ein urteil 😉

    ich weiß, dass sie ein guter mensch sind (oh mann, wieder ein urteil, sorry ;)) und in keinster weise mit denen ähnlichkeit haben (puh! eine unterscheidung und ein urteil).

    ich versuchte etwas aufzuzeigen und lasse es nun, weil wir da eben anderer meinung sind und das ist ok 🙂

    alles liebe

  143. p.s. das „alles liebe“ meine ich vollkommen ernst und ohne den hauch von irgendetwas anderem als wohlwollen.

  144. @chicano

    >ich habe doch aber kein problem mit ihrer weltsicht.

    Dann tun Sie doch bitte nicht so von oben herab wie auch letztens. Wenn Sie meinen, bereits bei der Wahrheit angelangt zu sein, haben Sie noch einen langen Weg vor sich.

    >denn es ist gottes wille, dass wie eine wahl treffen,

    Und treffe täglich die Wahl, nicht mehr zu urteilen – so what?

    >problem? lösung? das ist eine gute allegorie für gut und böse es sind werte, sehen sie das nicht?

    Ja, genau – darum habe ich ja keine Probleme mehr. Schon seit Jahren nicht. Denn ein Problem ist nur so lange eines, solange Sie keine Lösung haben. Betrachten Sie eine Situation wertfrei, ist das bereits die Lösung.

    >gott, das ego und ,ich, durch den gott handelt, wenn das ego nicht handelt. können sie das sehen und wenn ja, auch auflösen?

    Das kommt daher, dass sie in „entweder oder denken“ und nicht in „sowohl als auch“.

    >Illuminaten

    Ich lebe meine eigene Wahrheit und nicht nach dem was andere sagen oder nach irgendwelchen Schriften.

    Nur weil sich einige gutes Wissen zu Nutzen machen, und damit einen Krieg rechtfertigen möchten, muss das nicht heißen, dass dieses Wissen nicht stimmt! Aber Sie lehnen es dadurch kategorisch ab. Das ist gleichermaßen, als lehnten Sie das Internet ab, nur weil es einige für groben Unfug missbrauchen.

    Wenn Sie meine Texte verfolgen, sollten Sie wissen, dass auf meiner Fahne „Weltfriede“ steht. Sie schreiben „licht und schatten können niemals gleichzeitg im gleichen raum anwesend sein. licht löscht jeden schatten restlos aus.“

    Mit dem wertfreien Denken entsteht genau Liebe (=Licht) für diese Welt – und nicht gerade wenig. Und dieses Licht verhindert(!) Krieg, weil es die Schatten beseitigt. Es ist die Liebe, von der Sie gerne überschwänglich daherreden und die Sie dann doch negieren. Das ist der Widerspruch, den Sie leben.

  145. @ chicano
    @ Monika
    Wie kann die Welt der Unterschiede sein? Wir stoßen mit dieser Frage an die Grenze unserer Möglichkeiten. Denn, wenn das Eine eben das unteilbare Eine ist kann es sich nicht zerteilen und damit auch nicht der Ursprung von Trennung und Differenz sein. Dann existiert die Welt nicht, hat nie existiert und kann auch nicht konzipiert worden sein.
    Was wir vor uns haben ist eine reductio ad absurdum. Wir können sie nur dann umgehen, wenn wir den Widerspruch des sich zerteilenden Unteilbaren zulassen. Dann wäre aber alles was wir sagen logisch beliebig, denn ein teilbares Unteilbares wäre zugleich weder teilbar noch unteilbar. Was aber ist das Dritte, das vom Teil die Teilbarkeit und vom Ganzen die Unteilbarkeit hat?
    Wir sind mit einer strukturalen Schwierigkeit unseres Kognitionsapparates konfrontiert. Wir können nur vor einem Hintergrund erkennen, vor dem sich das zu erkennende abhebt. Wir können nur abgegrenzte Dinge begreifen und haben daher einem allumfassenden und beinhaltenden, wesenhaften Einen eine wesenhafte Vielheit entgegengesetzt, die nicht zur Einheit gelangen kann ohne sich aufzuheben. Nach dem gegenwärtigen Entwicklungsstand unseres Bewußtsein kann der Widerspruch des Ganzen zum Teil logisch nicht aufgehoben werden. Etwas ist entweder das Ganze, dann ist es kein Teil oder es ist ein Teil, dann ist es nicht das Ganze.
    Die Struktur (nicht das Phänomen) des Problems zeigt sich analog in der Messung von Licht. Je nach Instrument ist es Impuls oder Welle. Beide Ergebnisse sind wahr obwohl sie nicht vermittelt werden können. Unsere Analytik sagt uns Licht ist entweder Impuls oder Welle. Beides zugleich kann es nicht sein obwohl es beides zugleich ist. Das Problem liegt aber im Instrument, nicht im Licht.
    Unser analytisches Denkvermögen ist nur ein Instrument für Analyse und Synthese, nicht aber für wesenhafte Erkenntnis. Seine Funktion besteht darin, aus dem Ding an sich etwas heraus zu trennen, diese Abtrennung das Ganze zu nennen, dies immer tiefer zu analysieren und jeden so gewonnenen Teil als gesonderten Gegenstand zu betrachten. Die einzige logisch gültige Idee vom Ganzen, die wir so erlangen können, beinhaltet eine Zusammenstellung von Teilen oder bestenfalls eine Totalität von Eigenschaften und Zubehör. Wenn das Ganze nicht als ein Teil sondern eben als Ganzes betrachtet wird, so erscheint es uns als etwas, das nicht vor-gestellt werden kann. Erst dann, wenn wir es analysiert und als Gegen-Stand reduktiv konstituiert haben, können wir es – notwendig irrend – falsch erkennen.
    Das, was wir so zu kennen glauben, ist nichts anderes als die Analyse des Gegenstandes und die Vorstellung, die sich von ihm durch eine Synthese der erkannten Teile und Eigenschaften gebildet hat. Wir sind gleichsam noch im Gymnasium, können Differenzieren und Integrieren, sind möglicherweise aber gerade dabei Abitur zu machen und so die Hochschulreife zu erlangen.
    Trotz dieser Einschränkungen kann man sagen, daß die unteilbare Einheit kein Ding ohne Inhalt sein kann, aus dem alle Inhalte hervorgehen und in das sie wieder verschwinden. Es muß eine ursprüngliche Selbst-Verdichtung sein, die alles enthält. Und es ist nur diese Verdichtung, die wir am Horizont unserer Erkenntnisfähigkeit gerade noch als das unteilbare Eine realisieren können. Was sich da aber verdichtet hat, ist jenseits.
    Was können wir darüber sagen? Der Nihilist meint, es ist die negative Leere alles positiven Inhaltlichen und damit all dessen, was wir wissen und sind. Der Transzendentalist glaubt, es ist die positive Wirklichkeit all dessen, was wir wissen und sind. Ich meine, es ist ein dialektischer Gegenpol sowohl des Positiven als auch des Negativen. Es ist das, was in unserer beschränkten Erkenntnis die Dimension der Nicht-Identität annimmt.
    Wenn sich ein Punkt bewegt, so entsteht eine Dimension. Kommt zu dieser Bewegung eine zweite, quer gerichtete, hinzu, so entsteht eine zweite und so immer fort. Der Punkt wird dabei nicht zerteilt und ist doch in allen abgegrenzten Gebilden enthalten, deren Möglichkeit die so entstandene Dimensionalität eröffnet. Aus der Perspektivität einer unterdimensionalen Positionalität können wir zwar den Punkt in jedem Gebilde an jeder beliebigen Stelle verorten, wenn wir aber aus der erkannten Möglichkeit des Punktes auf dessen Wirklichkeit schließen, so fehlen uns die querliegenden Dimensionen, die wir nicht erkennen können.
    Der Ausgangspunkt des Weltprozesses ist ein einziges Sein. Aber das, was vor und nach diesem Anfang, jenseits von Raum und Zeit, war und ist können wir nicht sagen. Wir können nicht einmal die Dimensionen des Seins erfassen. Alles, was wir erkennen können, ist dessen ursprüngliche Selbst-Verdichtung zu dem einen, unteilbaren Ausgangspunkt, dessen Ausdehnung in Dimensionen (verbunden mit einer scheinbaren Selbst-Auflösung dessen, was darin konzentriert ist) und ein starkes Wahrheits-Bewußtsein, das die Auflösung verhindert.

  146. @chicano

    Ich habe mich heute mal auf Armin Risis Website umgesehen und komme zu der Erkenntnis – alles was Sie uns hier bislang so erzählen, jede einzelne Sequenz aus seiner, also einer einzigen Hand stammt. Sie wedeln hier mit den Veden herum, als hätten sie sie jahrelang studiert, ihre ganze Einstellung – alles abgelesen und blind geglaubt. Wie glaubhaft ist das denn?

    Warum gehen Sie nicht her und suchen die Wahrheit in sich, anstatt im außen? Wäre es nicht sinnvoller zuerst einmal den Frieden in sich zu finden, anstatt sich mit den bösen Galaxien herumzuschlagen?

    Solange Sie dasitzen und mit dem Finger nach oben zeigen, zu denen, die die Macht haben, werden Sie immer unterlegen sein. Ich habe keine Angst vor denen. Ich habe auch keine Angst vor dunklen Mächten über oder unter der Erde, denn zu lange war ich selbst in der okkulten Welt zu Hause, um zu wissen, dass es mehr gibt, als was sich der Mensch so vorstellen mag.

    Ich kenne die dunkle Seite also selbst sehr gut. Was ich aus dieser Zeit – die zuletzt alles andere als lustig war – aber gelernt habe, dass Ihnen niemand(!) etwas anhaben kann, wenn Sie ihm nicht die Macht dazu geben. Und genau darum ist das Licht in Ihnen und der Friede auch so wichtig.

  147. @ monika

    sie versuche ihre weltsicht zu erklären und ich die meine. was sollen diese ausfälle und persönlichen verurteilungen von ihnen, denn für einen menschen der angeblich die liebe und das nicht-urteilen praktiziert kommen sie ganz schön unfreundlich daher. sorry, dass musste ich mal loswerden!

    jedesmal wenn ich auf ihre fragen antworte, nehmen sie sich das recht heraus mich blöde anzumachen, weil ihnen nicht ins weltbild passt wie ich die dinge eben sehe.und sie sich dadurch auf den schlipps getreten fühlen, ich habe immer freundlich auf ihre ansichten geantwortet, auch wenn ich es anders sehe und mich nicht angegriffen gefühlt und rumgeheult. das finde ich ermüdend. oder muss ich zu allem : ja toll, so sehe ich es auch“ sagen, damit sie zufrieden sind?

    na ja, wie sie meinen:

    „Dann tun Sie doch bitte nicht so von oben herab wie auch letztens. Wenn Sie meinen, bereits bei der Wahrheit angelangt zu sein, haben Sie noch einen langen Weg vor sich.“

    ich mache was sie machen, meine meinung kundtun, wenn diese eine andere als die ihre ist…dann heißt es von oben herab und dabei merken sie nicht, dass genau das eben „von oben herab ist“.
    außerdem urteilen sie damit, ebenso wie ihre einschätzung des weges, denn ich ihrer meinung nach noch vor mir habe, ein urteil ist ;?

    „Und treffe täglich die Wahl, nicht mehr zu urteilen – so what?“

    erstens haben sie einen satz vorher geurteilt und außerdem: nichts so what? ich sage wir treffen jeden augenblick eine wahl und sie bestätigen das. wo liegt das problem?

    „Ja, genau – darum habe ich ja keine Probleme mehr. Schon seit Jahren nicht. Denn ein Problem ist nur so lange eines, solange Sie keine Lösung haben. Betrachten Sie eine Situation wertfrei, ist das bereits die Lösung.“

    wie gesagt, dann bleiben sie bitte so glücklich.
    ich für meinen teil habe noch kein leid enden sehen, nur weil ich es wertfrei betrachtete. sicher, wenn ich für mich und mein leben alles annehme was kommt und das beste daraus mache, dann werde ich glücklicher sein, als würde ich über alles klagen und es als übel und schlecht hinstellen.
    das gilt aber nicht für das elend der anderen in der welt, denen geht es nicht besser, wenn ich deren situation „wertfrei“ betrachte und ihre probleme sind dadurch auch nicht vom tisch.
    wenn sie da mehr glück haben, wunderbar.

    ich hatte ihnen ja bereits und zwar explizit das beste gewünscht. denn mir reichts jetzt wirklich.

  148. also moniika

    den hatte ich noch gar nicht gesehen…

    „Ich habe mich heute mal auf Armin Risis Website umgesehen und komme zu der Erkenntnis – alles was Sie uns hier bislang so erzählen, jede einzelne Sequenz aus seiner, also einer einzigen Hand stammt. Sie wedeln hier mit den Veden herum, als hätten sie sie jahrelang studiert, ihre ganze Einstellung – alles abgelesen und blind geglaubt. Wie glaubhaft ist das denn?“

    ein urteil. ich rechtfertige mich nicht dazu. ist mir zu albern, wirklich. ich denke ich bin um einiges älter als sie und sie sollten mal meine privatbibliothek sehen. darüber hinaus habe ich einiges an gelebter erfahrung 😉

    „Solange Sie dasitzen und mit dem Finger nach oben zeigen, zu denen, die die Macht haben, werden Sie immer unterlegen sein. Ich habe keine Angst vor denen. Ich habe auch keine Angst vor dunklen Mächten über oder unter der Erde, denn zu lange war ich selbst in der okkulten Welt zu Hause, um zu wissen, dass es mehr gibt, als was sich der Mensch so vorstellen mag.

    wo immer sie auch zubause waren. ich habe keine angst um mich aber zur zeit um den iran und viele menschen auf der welt, die nicht so das maul aufreissen könne, weil ihnen z.b. grad ein knebel im mund steckt oder ähnliches.

    „Ich kenne die dunkle Seite also selbst sehr gut. Was ich aus dieser Zeit – die zuletzt alles andere als lustig war – aber gelernt habe, dass Ihnen niemand(!) etwas anhaben kann, wenn Sie ihm nicht die Macht dazu geben.“

    ja, ich weiß, so wie die menschen, von denen ich grad schrieb. sie haben ihren folterknechten die macht erst gegeben. is schon klar….

    „Und genau darum ist das Licht in Ihnen und der Friede auch so wichtig.“

    da gebe ich ihnen dennoch umunwunden recht. aber das verstehen sie nicht. was sie schreiben ist ja nicht per se falsch…in meinen augen….es ist eben nur halb -wahr und so lange die andere hälfte der wahrheit fehlt, kanns eben nach hinten losgehen 😉 muss aber nicht. vor der möglichkeit warne ich, nicht mehr und nicht weniger.

    und ich will ihre meinung auch nicht ändern, nur die meine ebenso offen kundtun…ohne verurteilt zu werden 😉

    so, und weil sie denken: „alles risi!“, was quark mit soße ist…er hat einfach diesen aspekt gut in worte gefasst und ich wollte ja etwas deutlich machen und nicht glänzen….nier ein anderer mensch, der recht gut diese aspekte beleuchtet:

    »Die Zeit der Gurus ist vorbei«

    »Schatten auf dem Pfad«, so heißt das Buch des unorthodoxen Heilers Abdi Assadi. Ein Buch, das so unbequem ist, dass es in Amerika kein Verleger anfassen wollte – und das obwohl Abdi Assadi mit Sting und Sheryl Crow überaus prominente Fürsprecher hat.

    Der Grund: Das Buch nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, das spirituelle Business mit all seinen Gurus, Methoden und Workshops zu hinterfragen. All das, so meint Assadi, hilft uns
    nicht nur nicht aufzuwachen, sondern lässt uns noch tiefer schlafen.

    Erleuchtung ist nichts für Junkies, sagt Abdi Assadi. Wir alle sind trickreiche Wesen, wenn es darum geht, das Ego zu stärken und Schmerz zu vermeiden. Ob im heiligen Gewand, als Yogi oder friedvoller Krieger: Scheinbar suchen wir nach der Wahrheit und merken nicht, dass wir auch auf dem spirituellen Weg einfach nur high werden wollen.

    Das Buch ist ein Plädoyer für schonungslose Aufrichtigkeit gegenüber sich selbst, die Auseinandersetzung mit all den Schmerzen und Schatten, die wir im Herzen tragen und ein Aufwachen in eine Freiheit jenseits des Egos. David Rotter hat sich mit Abdi Assadi unterhalten:

    Es wird derzeit viel über Lichtarbeit geredet. In deinem Verständnis geht es aber viel mehr um Schattenarbeit, das heißt die Orte, die unser Licht am Meisten brauchen, sind unsere eigenen Schatten. Nach einer Periode des positiven Denkens und Manifestier-Kulten scheint dieses Verständnis sich wieder mehr und mehr zu verbreiteten. Magst du etwas sagen über das ambivalente Verhältnis von Spiritualität und Schattenarbeit und warum du glaubst, dass diese gerade jetzt so wichtig ist?

    „Ich werde dir eine Geschichte erzählen. Ich war noch sehr jung, als ich Therapeut und Akupunkteur wurde, etwa 23 oder 24 Jahre. Damals begann die AIDS-Epidemie in New York. Und das war vor der Erfindung der AIDS-Medikamente, die heute vielen helfen. Damals starben alle Menschen mit AIDS. Ich gehe in einen Raum und da war dieser Mann, nur ein oder zwei Jahre älter als ich, er stirbt, wiegt nichts, ist dabei, zu erblinden. Und er schaut in den Handtuchspender und rezitiert positive Affirmationen »Meine Zähne wachsen jetzt nach. Meine Haut wird immer schöner…« Ich glaube, er starb sechs Wochen später.
    Das war das erste Mal, dass ich erkannte, wie gefährlich dieses positiv-Denken-Zeug ist, und das war, als dieser Schwachsinn gerade erst begonnen hat.
    All dieser positiv-Denken-Bullshit versucht, das Leben, wie es ist, zu negieren und Kontrolle darüber zu erlangen. Aber du erreichst das Licht nicht, indem du dir schillernde Lichter vorstellst, sondern indem du in den Untergrund gehst und dich mit dem auseinandersetzt, was ich die Schatten nenne. Zumindest in meiner Erfahrung gibt es keinen anderen Weg.
    Ich arbeite seit 25 Jahren und habe Tausende von Menschen behandelt und ich habe noch nie jemanden getroffen, der um diese Dinge herumgekommen wäre.“

    Also ist für dich die spirituelle Reise genau das: Das bewusste Umgehen mit den Schatten? Und es geht nicht darum, etwas zu bekommen, sondern darum, seine Schatten loszuwerden?

    „Ja, das hast du sehr schön gesagt. Die spirituelle Reise dreht sich allein ums Verlieren. Es geht darum, alles zu verlieren. Und es ist nur für die Mutigen. Es geht darum, auf die Angst einflößendste Art und Weise nackt zu werden, auf die man überhaupt nackt werden kann. Alles, was du auf der spirituellen Reise zu gewinnen scheinst, ist das Ego. Es gibt absolut keinen Gewinn. Wenn die Leute sagen: »Ich hatte diese wundervolle spirituelle Erfahrung« – ja, dein Ich hatte diese Erfahrung. Eine wirklich spirituelle Erfahrung tötet das Ich. Aber du selbst kannst das Ich nicht töten, weil du das Ich bist. Also gibt es diese Verwirrung. Es ist wieder nur das Ego, das ständig alles ansammelt. Der wirkliche Duft der Liebe erreicht dich erst, wenn schon genug getötet wurde.Das Ich, das die Umwelt retten will, ist das gleiche Ich, das sie zerstört. Das Ich, das ein Heiler sein will, ist das gleiche Ich, das durch seine Selbstsucht all die Schmerzen verursacht. Es ist genau dieses Gefühl ein Ich zu sein, das es zu verlieren gilt. Wenn du glaubst, du wärst dein T-Shirt, dann bist du in Schwierigkeiten. Aber das ist, was die Menschen tun: sie besorgen sich einfach nur ein netteres T-Shirt. Statt Nylon ist es nun Baumwolle. Aber es ist immer noch ein Shirt.

    Letztlich muss man völlig wahnsinnig sein, um spirituelle Arbeit zu tun. Das Ego kommt zur Spiritualität und denkt, es kann machtvoller werden. Aber die geistige Arbeit ist die Guillotine für das Ich. Es ist schmerzhaft. Wenn du nie Schmerzen auf deinem spirituellen Weg hast, dann vergiss es, du bist auf einem Ego-Trip. Es ist nicht angenehm.

    All dieses positiv-Denken-Zeug versucht, den Willen zu benutzen, um den Schmerz zu verdrängen. Aber bei der Spiritualität geht es gerade um Hingabe und darum, den kleinen Willen gehen zu lassen. Wir sind eben alle Kontroll-Freaks und wir haben Angst. Und das erzeugt eine Art spirituelle Sub-Persönlichkeit innerhalb des Egos.“

    Würdest du sagen, es ist sogar noch gefährlicher, weil das Ego durch diese so genannten spirituellen Erfahrungen immer subtiler wird?

    „Wieder sehr schön, was du da sagst. Es gibt hier zwei Dinge. Erstens: Du und ich wir waren mal drogensüchtig. Als wir Süchtige waren, wussten wir, wir haben ein Problem. Und wenn Leute uns ansahen, wussten sie auch, dass wir ein Problem haben. Und du und ich wir hatten Kundalini-Erfahrungen, Einheits-Erlebnisse. Es ist das Ich, das diese Erfahrungen hat und hast absolut recht, dass dies viel gefährlicher ist, weil der Heroinsüchtige weiß, dass er ein Problem hat, aber wenn man eine Einheits-Erfahrung hat, versteckt sich das Ego darunter und fühlt sich insgeheim als was Besonderes.

    Zweitens werde ich alles tun, um solche Erfahrungen zu wiederholen. Im Moment ist definitiv ein evolutionärer Prozess im Gange. Ich bin kein New-Age-Typ, ich spreche allein aus dem, was ich während der Behandlung von Tausenden von Menschen sehe. Ich behandle 50 Personen in der Woche und es ist etwas passiert in den letzten paar Jahren. Plötzlich sind da Menschen, die keinerlei spirituellen Hintergrund haben mit sehr tiefen Kundalini-Erfahrungen. Es ist sehr faszinierend, sie zu beobachten, ohne eine spirituelle Sprache, in die sie diese Erlebnisse fassen könnten. Was sie aber tatsächlich versuchen, ist diese Erlebnisse zu wiederholen, und sie fühlen sich besonders. Es ist wirklich gefährlich, es sei denn man versteht, dass diese Erfahrungen wirklich absolut nichts bedeuten. Du kannst eine Kundalini-Erfahrung haben und immer noch völlig verdreht sein. Und wirst vielleicht eher sogar noch verdrehter, weil du jetzt denkst, du wärst was Besonderes. Mit einem Fuß stehst du in der Einheits-Erfahrung, mit dem anderen im Ego.

    Und es geht noch weiter: Die psychologische und die spirituelle Ebene sind zwei völlig verschiedene Dinge: Auch wenn du die volle Erfahrung des Erwachens hast. Es ist ein Irrglaube, dass wenn man erstmal erwacht ist, das Ego automatisch geklärt ist. Bullshit! Du kannst einen Fuß fest in der Erleuchtung haben und den anderen in dem, was wir in den USA PMS nennen: Power Money Sex. Und das ist, was du in vielen Lehrern sehen kannst: Das Geld-Ding, das Macht-Ding und das Sex-Ding.“

    Mehr dieses interessanten Artikels:

  149. 911pirat, y.jones, monika und chicano: ihr fangt jetzt aber nicht an, euch persönlich zu beharken, oder? das wärs wirklich nicht wert!!!

  150. @ joachim

    so gelehrsam und gebildet es auch ist, was du da in langen sätzen niederschreibst, danke dafür und für die mühe!
    so sinnvoll als arbeitshypothese bei der psychotherapie….es wird dir doch nicht helfen die fragen zu beantworten, die du allein und mit hilfe deines verstandes nicht beantworten können wirst. das schreibst du ja auch letzlich selbst.

    da du sie aber beantworten willst und ein forscher und abenteurer des geistes bist, antworte ich ich dir mir den worten eines mystikers aus dem 14. jahundert:

    „aber Gott selbst kann mein mensch gedanklich erfassen.
    und daher will ich alles, was ich denken kann, hinter mir lassen und zum gegenstand meiner liebe das erwählen, das nicht gedacht werden kann.

    von der liebe lässt Er sich fassen und halten, vom intellekt jedoch nicht.
    und wenn es auch zuweilen gut ist, an die güte und erhabenheit Gottes im besonderen zu denken und wenn das auch den geist erleuchtet und einen teil der mystischen kontemplation bildet, müssen solche gedanken bei dem werk abgeworfen werden und mit der wolke des vergessenes bedeckt werden.

    sodann musst mit festem, freudigem schritt über sie emporsteigen und mit eienr innigen und süßen liebesregung versuchen, das dunkel (nichtwissen, nichterkenntnis, die uns von gotterkenntnis trennt), das über dir ist, zu durchdringen.

    bihre den spitzen speer der sehnenden liebe in diese dichte wolke, und lass nicht davon ab, was immer geschehen mag“

    ich ziehe mich jetzt aus dem thema generell zurück auf dm blog…..denn wenn durch so etwas gutes und schönes unfrieden entsteht, muss man darüber nachdenken, woran es liegt…..und da bin ich die erste adresse für mich.

    peace brüder und schwestern auf dem blog!

  151. jürgen

    „ihr fangt jetzt aber nicht an, euch persönlich zu beharken, oder? das wärs wirklich nicht wert!!!“

    nun ja, ich merke, wie es beginnt, dass es nervt und es zu einem beharken und ewigen hin und her werden könnte..

    daher mein entschluss, mich zu diesem speziellen thema, so sehr es mich auch interessiert, nicht mehr zu beteiligen.

    wir sind nur menschen und beginnt auszuarten.

    du hast recht, wir dürfen uns davon nicht entzweien lassen, denn gut meinen es hier wohl alle 😉

  152. @monika

    abschließend (bitte)…ich wollte sie nie angreifen, wir sind uns näher als sie denken oder aus meinen ausführungen schließen, wohl scjließen mussten.

    besser kann ich es aber nicht erklären, darum beende ich es hier.

    wünsche ihnen aber einen schönen tag.

    vielleicht bringt ein letzter satz noch etwas licht ins dunkel: ich sehe es so, dass würde alle so denken und handeln wie sie, dann wäre die welt schon so gut wie geheilt.

    vielleicht zeigt ihnen das, dass ich sie gar nicht verurteilen kann. ich wollte wirklich imer nur auf gewisse gefahren hinweisen, die, so sehe ich es eben, daraus entstehen können, wenn man einen teil der wahrheit verabsolutiert. das sollte sie aber nicht weiter stören.

    bringen sie weiter der welt das licht, dass sie zu geben haben und das ist sehr viel….aber das tun sie sowieso 🙂

  153. @chicano

    1. war ich überhaupt nicht unfreundlich, habe Sie nur darauf hingewiesen, dass Sie m.E. letztens überheblich wirkten. Oder wo genau weisen Sie mir Unfreundlichkeit nach. Die findet sich doch wohl eher in Ihrer letzten „Botschaft“ und das nicht zu gering … alle Achtung!

    2. Und nein – es geht nicht um meine Weltsicht, die Sie annehmen sollen, sondern dass Sie hier eine Methode, die der Welt zur Liebe verhilft, als „billige NWO-Propaganda“ abtun – und zwar letztens ohne jegliches stichhaltiges Argument. Und jetzt argumentieren Sie und weichen den Gegenargumenten aus.

    Mir tun Sie nichts damit, aber es lesen ja auch noch andere mit und es wäre schade, wenn Sie diese mit solch pauschalen Aussagen, die Sie hier unüberlegt in den Raum werfen, und mit Ihrer NWO-Paranoia unbedacht beeinflussen, denn nichts mehr als Liebe braucht diese Welt!

    3. Jetzt hier noch meterlang Text zu posten und dann beleidigt die Kurve zu machen ist natürlich nicht die feine englische Art. Es zeigt mir, dass es mit Ihnen nicht möglich ist, eine kontroverse und sachliche Diskussion zu führen. Schade!

  154. @ monika

    sie beokmmen nicht genug davon, oder?

    „Die findet sich doch wohl eher in Ihrer letzten “Botschaft” und das nicht zu gering … alle Achtung!“

    urteil….

    „Sie hier eine Methode, die der Welt zur Liebe verhilft, als “billige NWO-Propaganda” abtun“

    urteil…

    „mit Ihrer NWO-Paranoia“

    urteil….

    „ist natürlich nicht die feine englische Art.“

    urteil…

    „Es zeigt mir, dass es mit Ihnen nicht möglich ist, eine kontroverse und sachliche Diskussion zu führen.“

    urteil…

    „Schade!“

    urteil….

    nicht nur wieder eine menge urteile, meiner ansicht nach auch nicht gerechtfertigte urteile.

    so what? da soll ich weiterdiskutieren? wohin soll das denn führen?

    ich bleibe jetzt lieber bei „August 26, 2012 at 12:59“

  155. @chicano

    Es ist wie Herr Dr. Bullinger so schön schreibt: „wie eine archäologische Ausgrabung“. Und dabei ist der Weg schon das Ziel. Aber danke, dass Sie mit daran erinnern: alles ist gut! ^^

  156. @ Monika
    meiner Meinung nach finde ich es sehr, sehr hilfreich wenn chicano auf die NWO auch mittels Armin Risi hinweist, nicht weil ich auch viele Bücher von Risi gelesen habe und diese sehr gut recherchiert sind, sondern die doch sehr fortgeschrittene Macht der NWO nicht zu unterschätzen ist, die sitzen an allen wichtigen Machthebeln der Welt und warten nur noch auf den finalen Schlag…

    Chicano´s Hinweise sind folgerichtig, denn erst im Erkennen der Gefahr folgt dann die Lösung wie auch Du richtig geschrieben hast: Denen keine Energie mehr schenken, demnach habt Ihr beide Recht!

  157. Monika Vs. Chicano

    Kantersieg chicano!! Warum??? Weil chicano ein realist ist. Ich sehe die positiv denke ebenfalls sehr kritisch. Beispiel gefallig? In den usa, der positiv denken hochburg, bekommen 50millionen menschen lebensmittelMarken. Trotzdem keine revolution in sicht. Die denken alle immer noch positiv

  158. Y.Jones antwortete:

    Monika Vs. Chicano

    Kantersieg chicano!! Warum??? Weil chicano ein realist ist. Ich sehe die positiv denke ebenfalls sehr kritisch. Beispiel gefallig? In den usa, der positiv denken hochburg, bekommen 50millionen menschen lebensmittelMarken. Trotzdem keine revolution in sicht. Die denken alle immer noch positiv

    Na ja, man kann schon versucht sein zu meinen, daß hier zwei sich sehr ähnliche Ego versuchen Zweitheit herzustellen, indem sie sich entzweien. Weil sie sich sonst nicht voneinander sondern und abheben könnten… Wie Geschwister halt, bei Geschwistern findet man das signifikant häufig. Und doch lieben sie sich auch… Weshalb die Zweitheit dann zur Verzweiflung führt, die zumindest bei Chico im Ansatz fast schon erkennbar ist.

    Aber davon abgesehen: Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß auch Sie nicht wollen können, was Sie wollen?

    Genau so ist es mit dem Denken. Und wenn wir uns zum „positiv denken“ zwingen, erzwingen wir im Gegenteil eine starke Negativität im Denken, weil wir die Negation negieren und verleugnen.

    Nur deshalb wirkt sich „positiv denken“ oft so negativ aus.

  159. @yilmaz

    Nicht das darauf hinweisen war das Thema, sondern um das Nihilisieren jahrtausende alten Wissens. Armin Risi hat bestimmt in vielen Dingen recht – das habe ich gar nicht bestritten.

    >erst im Erkennen der Gefahr folgt dann die Lösung

    Womöglich war das nicht verständlich: was mit dem Nicht-Urteilen passiert ist, dass Sie sich Zugang zu Ihrem Höheren Selbst und damit zu Ihrer Intuition verschaffen. Damit erkennen Sie „Gefahr“ nicht nur schneller, sondern Sie erkennen auch früher Chancen und Möglichkeiten, die „Zufälle“ häufen sich, sie handeln schon bevor die Gefahr oder das Problem überhaupt da ist uvm. – man öffnet sich für die höhere Intelligenz im gesamten Leben.

    Wenn Sie mit diesem Licht den Schatten in sich auslöschen, projizieren Sie auch keinen mehr im außen, dem Sie dann begegnen könnten. Und würden das mehrere tun, wäre die Welt um einiges heller.

    „Lieber das Licht in sich anzünden, anstatt sich über die Dunkelheit zu beklagen“ …

    @Yones

    Es geht doch nicht um positives Denken!

  160. Bullinger: im neoliberalismus gibts immer viel mehr verlierer als gewinner. Deshalb ist positiv denken so gefahrlich. Wir können alle eine tolle kindheit genießen und ein 1er abi haben, dass wird nur leider keine nennenswerten änderungen am gewinner-verlierer verhältnis im jeweiligen neoliberalen staat zur folge haben.

  161. Y.Jones antwortete:

    Bullinger: im neoliberalismus gibts immer viel mehr verlierer als gewinner.

    Noch schlimmer: Es gibt – in the long run – nur Verlierer, weil auch die Gewinner irgendwann verlieren müssen. Es ist ein lose-lose-Spiel.

  162. @Dr. Bullinger

    >Nur deshalb wirkt sich “positiv denken” oft so negativ aus.

    Ich denke, es liegt an der negativ formulierten Motivation. Der vordergründige Wunsch ist positiv formuliert („Ich will z.B. reich sein“), aber die versteckte Motivation dahinter, also das Warum ist meist negativ formuliert: „weil ich nicht mehr arm sein möchte“ – und damit strebt das Unbewusste das arm an, weil es mit dem Nicht nichts anfangen kann.

    Man muss sich zum positiven Denken auch gar nicht zwingen bitte – es genügt zu sagen, was man will anstatt was man nicht will, „wofür“ man ist anstatt „wogegen“. Und wenn die Motivation dahinter ebenso formuliert ist, dann ist alles im Lot.

  163. @ joachim

    „Weshalb die Zweitheit dann zur Verzweiflung führt, die zumindest bei Chico im Ansatz fast schon erkennbar ist.“

    keineswegs, dafür kenne ich die mechanismen viel zu lange schon, als das sie mich harte abwehrreaktionen allzu sehr touchieren könnten.

    wie oft geschrieben, liegen monika und auch du, meiner bescheidenen meinung nach, ja nicht direkt falsch, es wird nur eben ein teil einer unmfassenderen sicht ausgeblendet. und die halbe wahrheit „alles ist eins“ verabsolutiert, kann zu vielen probkemen führen und das gechieht auch.

    gerade wo nicht unterschieden wird und angeblich nicht geurteilt (was ja in der realität gar nicht einfach zu sein scheint, denn wie oft vielen hier urteile, gerade von denen, die angeblich nicht urteilen, zum beispiel von monica?) wird und wo also der schatten „durch wegsehen“ sozusagen behoben werden soll, da wächst er nur unter der oberfläche zu einem monstrum heran.

    seltsam, dass oftmals menschen, die von liebe, frieden und einheit reden und davon, dass unterscheiden (angeblich das gleiche wie urteilen, auch das stimmt nicht und auch das habe ich versucht hier mehrfach zu erklären) teil des übels ist….zu den härtesten derer werden, die urteile fällen und von liebe, frieden und einheit ist dann auch nicht mehr viel zu merken.

    warum? weil es eben nicht funktioniert mit der strategie: das übel zu ignorieren, damit es sich von selbst auflöst, oder gar behauptet wird, es existeire gar nicht außerhalb der gedanken. wir müssen schon den schatten in uns erkennen, um daraus zu lernen und dann uns zu ändern in langer „schattenarbeit“ wenn man es so nennen möchte.

    genau hier kommt das konzept der erlösung überhaupt erst ins spiel, joachim. der mensch erkennt, dass er so voller „schatten“ steckt, sein ego so übermächtig ist und er erkennt es, weil er versucht das zu leben, was wir liebe, mitgefühl, vergebung usw…nennen, versucht ohne missgunst, hass, flache eitelkeit, hochmut zu leben….und erkennt, er schafft es nicht.

    doch weil sich dem nicht verweigert, weder im anerkennen seiner schwäche, noch im versuchen es wenigstens so gut zu schaffen, wie er es eben kann…………..greift am ende das, was man gnade nennt.

    so ist es nunmal….ob es dir gefällt oder nicht 🙂

  164. y. jones

    „Kantersieg chicano!! Warum??? Weil chicano ein realist ist.“+

    ach na ja, er geht ja nicht ums gewinnen 😉

    und sie ahnen nicht, wie unrealistisch ich bin! ich glaube noch an das gute im menschen, er muss nur danach streben und den vorrang vor der gier (etc) zu geben. doch wie schwer ist das tatsächlich? sehr, sehr, sehr 🙂

    @ monica

    „“Lieber das Licht in sich anzünden, anstatt sich über die Dunkelheit zu beklagen” …

    ganz ihrer meinung. doch sehen sie, letztlich kommen sie eben nicht um das herum, was ich hier versuche zu verdeutlichen 😉

    das licht anzünden, wie sie schreiben, geschieht ja nur, weil auch die dunkelheit wahrgenommen wird. wahrnehmen und tun was not tut, ist nicht beklagen sondern ein erkenntnisprozess,. der zur richtigen (re)aktion führt.

    in diesem beispiel wäre also die dunkelheit das problem und die lösung ist es, das licht zu entzünden und dann, ja dann verwchwindet das problem auch.

    wer aber sagt es gibt kein problem, der bleibt im dunkeln,

  165. Monika: niemand strebt danach arm zu sein. Weder bewusst noch unbewusst. Zumindest nicht in einer kapitalistischen gesellschaftsordnung.

  166. chicano antwortete:

    @ joachim


    …..greift am ende das, was man gnade nennt.

    so ist es nunmal….ob es dir gefällt oder nicht 🙂

    Das gefällt mir super gut und das glaube ich auch. Es „greift am ende das, was man gnade nennt“. Ja, Gott sei Dank.

    Wier ersetzen eh nur einen Irrtum durch den nächsten. Und so immer fort. Deshalb nennen wir’s dann auch „Fortschritt“ 😉 .

  167. @Y Jones

    >niemand strebt danach arm zu sein. Weder bewusst noch unbewusst.

    Woher wollen Sie das wissen?

    @chicano

    Man NEGIERT nicht durch das Nicht-urteilen, man gibt den Dingen nur keinen Namen.

    Müssen Sie dem Brunnen sagen, er ist ein Brunnen, um Wasser aus ihm schöpfen zu können?

  168. @ monika

    „Man NEGIERT nicht durch das Nicht-urteilen, man gibt den Dingen nur keinen Namen.“

    sie sprachen doch von dunkelheit und licht und einer kerze, die besser ist anzuzünden, als über die dunkelheit zu klagen.

    also wenn dunkelheit (problem), nutzloses jammern (nicht-handeln und im problem verbleiben), kerze/licht anmachen (lösung)……keine „namen“ sind, was sind sie dann?

    sorry, aber wenn sie ihre letzten postings an mich gerichtet einmal genau unter die lupe nehmen, wird ihnen am laufenden band etwas auffallen: widersprüche.

    und immer wenn ich ihnen dann auf diese widersprüche antworte, tun sie so, als wären diese widersprüche von mir gekommen 😉

    i mog net mer….;)

  169. @ joachim

    „Das gefällt mir super gut und das glaube ich auch. Es “greift am ende das, was man gnade nennt”. Ja, Gott sei Dank.

    Wier ersetzen eh nur einen Irrtum durch den nächsten. Und so immer fort. Deshalb nennen wir’s dann auch “Fortschritt”“

    schön, wir kommen aus verschiedenen richtungen und besteigen doch den gleichen berg. mögen wir sicher oben ankommen (durch eigene bemühung und schließlich gottes gnade) und einen tee zusammen trinken 🙂

    vielleicht ja auch sch0n vorher einmal, falls sie mal die olle hauptstadt besuchen 😉

  170. Monika: woher ich dass weiss?? Wahrscheinlich weil ich das orakel bin!! Nein im ernst jetzt.. nach armut muss man nicht streben. Einfach all sein besitz verschenken und dass ziel armut ist erreicht. Jeder kann in wenigen minuten ein penner sein wenn man will. Hab ich noch nie gehört sone Story.. sie etwa??

  171. @chicano

    >Widersprüche

    Es sind nur so lange Widersprüche, so lange Sie diese nicht als nicht-widersprüchlich erkennen.

    >keine “namen” sind, was sind sie dann?

    Wo bleibt die Antwort auf den Brunnen? Oder anders: weiß eine Blume, dass sie eine Blume ist? Weiß das Problem, dass es ein Problem ist oder machen Sie es mit Ihrem Verstand dazu?

    Und sehr wichtig: Muss denn das Licht überhaupt wissen, dass es Dunkelheit vertreibt? Oder genügt das Ergebnis?

    > i mog net mer….;)

    Es hat Sie doch niemand gezwungen, hier erneut einzusteigen …

  172. @ monika

    „weiß eine Blume, dass sie eine Blume ist?“

    das müssen sie schon die blume fragen 😉

    „Wo bleibt die Antwort auf den Brunnen?“

    siehe oben

  173. @chicano

    Sie weichen meinen Fragen aus, sowohl bei der Blume als auch bei dieser:

    Muss denn das Licht überhaupt wissen, dass es Dunkelheit vertreibt? Oder genügt das Ergebnis?

  174. @ monika

    ich bin nicht ausgewichen. fragen sie die blume, ich bin keine, daher kann ich ihnen wirklich nicht sagen, was die blume weiß.

    auf ihren widerspruch (der sich durch den gesamten thread zieht, wenn auch immer unter anderen vorzeichen) was ihr beispiel von „dunkelheit, klagen und licht anzünden“ angeht, habe ich sie hingewiesen und jetzt……überspringen sie das einfach WIEDER und wollen wissen:

    „Muss denn das Licht überhaupt wissen, dass es Dunkelheit vertreibt? Oder genügt das Ergebnis?“

    entschuldigung aber, gehts noch?

    ich bin immer und jedes mal auf ihre fragen eingegangen, doch sie nicht auf meine antworten…….statt dessen bombardieren sie mich einfach mit weiteren fragen (um was zu beweisen oder zu erreichen? eine diskussion funktioniert jedenfalls anders).

    sie erklären hier nicht zu urteilen….urteilten aber über mich am laufenden meter…auch darauf sind sie nicht eingegangen und so gehts munter immer weiter bei ihnen aber nicht bei mir, sorry.

    und darum schrieb ich auch:

    i mog net mer….;)

    darauf sie wieder mit einer ermüdenden floskel (ermüdend weil ich mir echt mühe gab mit meinen antworten an sie):

    „Es hat Sie doch niemand gezwungen, hier erneut einzusteigen …“

    soll ich darauf echt antworten. na ich tus mal, auch wenn ich an einen sinn dabei nicht mehr glaube, denn mir scheint ihnen gehts gar nicht mehr darum:

    ich habe auch nie behauptet, dass mich jemand zwingen möchte. so what?

    wenn sies ernst nehmen, dann sehen sie sich mal den ganzen ablauf unserer diskussion hier an und antworten auf alles, was ich ihnen als widersprüche aufzeigte und an fragen stellte. dann machts auch wieder sinn für mich auf ihre neuen fragen einzugehen.

    zu einseitig und ermüdend sonst……;)

  175. @ Monika:

    Tempelprostitution währe wohl des untere Ende und unsrer Gesellschaft, was ich Ihnen gewiss nicht zutraue. Aber eigentlich ist das nicht mehr möglich, denn vorher würde Alice Schwarzer Burka tragen.

    Liebe Monika, nach Ihrem Besuch bei http://www.pius.info hatten Sie es leider versäumt die Errungenschaften der heutigen Form der Emanzipation der Frauen zu erwähnen. Da wären:
    -Zerrüttete Ehen und Beziehungen mit den daraus folgenden seelischen tiefen Verwundungen.
    -Torschlusspanik ab 30 bei gleichzeitiger Bindungsunfähigkeit, da Frau schon mindestens zwei Beziehungen hinter sich hat.
    -Verarmung, da Frau und Mann glaubt auch ohne den anderen alles selbst schultern zu können.
    -Der niveaulose Rachefeldzug gegen jede Männlichkeit wird als Gleichberechtigung bezeichnet.
    -Manipunlation und Neusprech in viele Bereichen.
    -Durchsetzung Verfassungsfeindlicher Politik: Gender Mainstreaming
    -Aufhebung der Sittenwidrigkeit der Prostitution – Das ist somit Sitte in Deutschland! Als arbeitslose Frau könnten Sie mal aufgefordert und genötigt werden die offene Stelle im Puff anzunehmen.
    Vielweiberei und Ehrenmord kommen mit der ESO-Welle und dem Islam zurück.

    Man könnte auch sagen: Die Feministinnen betreiben die Befreiung von der Zuverlässigkeit, von Ihren eigenen Lebensglück, vom gemeinsamen Materiellen Wohlstand, von der Weiblichkeit, von der Demokratie, von der Sittlichkeit, die den Kindern als Vorbild dienen könnte. Insgesamt die Befreiung von der eigenen Würde.

    Wenn es nicht so traurig wäre, so könnte man fast sagen, sie haben es nicht anders verdient. Hochmut kommt vor dem Fall. Und so manch eine im Strom der Zeit gefallene Frau hat deshalb den Weg zur Kirche gefunden. Hier wird sie dann wieder aufgerichtet.

    @ Joachim Bullinger:

    Jesus selbst hat sich für uns Menschen am Kreuz geopfert. In der Nachfolge Christi ist das Opfer und der Verzicht ein zentrales Element um eben gerade nicht dem Egoismus und dem
    Hedonismus zu verfallen. 1500 Jahre war das im Christentum eine Selbstverständlichkeit. Mit der Rechtfertigungslehre Luthers wir das ausgeblendet: Egal wie sündhaft man sei, man braucht nur zu glauben und alles wäre gut. Deshalb ist es nur logisch, dass heute in der lauen Kuschelkirche erzählt wird alle, alle kämen in den Himmel und nachmittags finden dann Frauengespräche statt um sich von Schuldgefühlen zu befreien. Ein Gewissen haben die modernen Christen noch, aber man trainiert intensiv, um es zu betäuben. Ich hatte eine Zeit lang ein Ehrenamt in der evangelischen Kirche und konnte aus erster Hand sehen, wie man sich selbst im Glauben entkernt und demontiert.

    Schauen Sie sich mal oder besser, beten Sie mal den Kreuzweg. Es könnte auch Ihnen sicher gefallen.

    @ Fatima:

    Sigmund Freud war Atheist jüdischer Herkunft. In der katholischen Kirche soll die Sexualität in der von Gott gewollten Natürlichkeit gelebt werden. Zur Natürlichkeit gehören auch Zeiten und Lebensabschnitte der Unfruchtbarkeit, deshalb ist Freud nicht von Bedeutung.

    Bitte bedenken Sie: das Anheizen der Sexualität auch der alten Leute gehört zur Politik – Brot und Spiele. Früher wurden alte Leute weise, heute machen sie sich zum Narren, indem sie glauben sich jugendlich verhalten zu müssen – ein erbärmliches Bild.

    Viele Grüße

    Radi

  176. @Y Jones
    >Einfach all sein besitz verschenken und dass ziel armut ist erreicht. Jeder kann in wenigen minuten ein penner sein wenn man will. Hab ich noch nie gehört sone Story.. sie etwa??

    Ja, doch:

    Master Han Shan
    „Er überschrieb sein Unternehmen, das zu diesem Zeitpunkt 33 Mio US Dollar Jahresumsatz erwirtschaftete, seinen engsten Mitarbeitern und zog sich nach Thailand zurück, wo er als buddhistischer Mönch ordinierte. “

    http://tinyurl.com/9r8lq4a

    http://tinyurl.com/9y3fjqw

  177. @chicano

    Wo bitte habe ich in meinem letzten Beitrag geurteilt?

    >was ihr beispiel von “dunkelheit, klagen und licht anzünden” angeht, habe ich sie hingewiesen

    Es ist eben kein Widerspruch und das hätten Sie bemerkt, wenn Sie die Frage beantwortet hätten.

    Weder muss das Licht wissen, dass es Licht ist, noch dass es die Dunkelheit vertreibt.

    Man muss also den Schatten absolut bei keinem Namen nennen und ihm auch nicht sagen, dass er schlecht ist, um ihn auslöschen zu können.

    > was ist es dann?

    Es ist.

  178. @Radi: Nicht dass Freud für mich irgendeine Bedeutung hätte, aber das hier finde ich doch bedenklich.
    „Bitte bedenken Sie: das Anheizen der Sexualität auch der alten Leute gehört zur Politik – Brot und Spiele. Früher wurden alte Leute weise, heute machen sie sich zum Narren, indem sie glauben sich jugendlich verhalten zu müssen – ein erbärmliches Bild.“

    Ich finde es ziemlich übertrieben, wenn man ein Ehepaar nur noch zwecks Kinderzeugung S. haben darf. . Schlimm finde ich auch, wenn , gerade Frauen mit 40 sterben und mit 80 oder 90 (wenn sie Pech haben, noch später) begraben werden. Was bitte spricht dagegen, dass auch in fortgeschrittenem Alter noch Partnerschaften eingegangen bzw. sexuell aufrecht erhalten werden? Für mich und wohl auch für Sie als bekennenden Christen kommt da natürlich nur die Ehe in Frage.
    Ich habe z.B. von manchen Libanesinnen gehört, dass sie sich von ihrem Ehemann zurückziehen, sobald sie keine Kinder mehr wollen oder bekommen können. Kann ich nicht nachvollziehen, und dann müssen sie sich nicht wundern, wenn er eine 2. Frau nimmt, Polygamie ist dort ja üblich.
    Ich sehe da jedenfalls keinen Widerspruch zur Weisheit, und mit dem Jugendwahn hat das auch wenig zu tun, den Sie zu Recht kritisieren. Ich finde es auch urkomisch, wenn 50 – jährige sich wie 25 -jährige stylen.

  179. Radi
    @ Joachim Bullinger:

    Jesus selbst hat sich für uns Menschen am Kreuz geopfert. In der Nachfolge Christi ist das Opfer und der Verzicht ein zentrales Element..

    Sehen Sie, genau darum geht’s. Das (diese Haltung) ist nach meiner unmaßgeblichen und durchaus bescheidenen und demütigen Meinung das Werk des Pharisäers Paulus.

    Schauen Sie sich mal oder besser, beten Sie mal den Kreuzweg. Es könnte auch Ihnen sicher gefallen.

    Oh ja, sehr sogar!

    Nur sagt mir unser Heiland am Kreuz, das ich (mein Ego) es war, der ihn gekreuzigt hat. Ihn, der in mir lebt und ist. Der das ist, was Ich (und auch alle anderen) meinem Wesen nach bin. Und also werden soll, nach Gottes Willen.

    Und daß ich damit aufhören soll, den Christus ans Kreuz zu schlagen, weil der christliche Gott schiere LIebe ist, und selbst dem Angriff meines Ego mit Liebe begegnet.

    Lieber Radi,
    wenn ich Ihnen das bitte sagen darf: Sie erwarten eine Strafe Gottes für die (Erb-)Sünde der Trennung von ihm und wollen sich durch das Opfer gleichsam in vorauseilendem Gehorsam selbst strafen, um so Gottes Willen zu tun und in die Nachfolge (Imitatio) einzutreten.

    Das ist Ihre Vorstellung! Die ihnen von der Kirche induziert wurde! Gott will das nicht. Denn Gott liebt und verzeiht. Er straft nicht.

    Der strafende Gott ist der Vulkangott der Midianiter, den Moses II ins Judentum und Paulus ins „Christentum“ übernommen hat, obwohl der Christus ihn ganz klar abgelehnt und bei Johannes sogar als den Teufel identifiziert hat.

    Und die Trennung von Gott ist eh nur Phantasie! Ein Art Albtraum, mehr nicht…

    Gottes Segen für Sie,
    gelobt sei Jesus Christus!

  180. @Radi

    >Als arbeitslose Frau könnten Sie mal aufgefordert und genötigt werden die offene Stelle im Puff anzunehmen.

    Sie meinen als 1-Euro-Job?

  181. @ joachim

    „Denn Gott liebt und verzeiht. Er straft nicht.“

    er straft nicht, dass stimmt. aber wir sind durch freien willen in der lage uns selbst in die hölle zu bugsieren. und dann kann auch gott uns nicht helfen.

    ohne einsehen der schuld, keine reue und anstrengung (reue über das, was man tat oder eben nicht tat, anstrengung das zu leben, was jesus uns vorlebte), ohne anstrengung keine gnade.

    btw. jesus war mehr als der christus in allen herzen….er war wohl tatsächlich der erstgeborene sohn gottes….vergleichbar mit brahma, dem erstgeborenen und schöpfer des sichtbaren universums. es kam tatsächlich der erstgeborene und starb dafür uns die tür zu öffnen, indem er unter menschenbedingungen vorlebte, wie wir leben sollen.

    das christuslicht, was sie in den herzen der menschen verorten…..ja, da verorte ich es auch, nennen sie es seele oder gottesfunken oder sonstwie. aber das ist nochmal ein andere thema.

    na ja, würde definitiv zu weit führen hier…..aber das macht sinn, wenn man die ganz alten schriften studiert 😉

    Gottes Segen für Dich,
    Und gelobt sei Jesus Christus!

  182. Gottes Segen auch für Dich, lieber Chico!
    Und gelobt sei Jesus Christus!

    Ja, er ist der eine Sohn Gottes. Aber er ist zugleich auch die gesamte „Sohnschaft“. Also das Selbst, das Gott durch die Ausdehnung (eigentlich ist es eine Verdichtung, und ja, das ist ein Widerspruch, es ist eine widersprüchliche Einheit) seines Heilenden Geistes in Raum und Zeit geschaffen hat und das unser eigentliches, wahres Ich ist – vom hausgemachten Ego verdeckt und abgeschattet.

    Wie sehen in den Spiegel und identifizieren uns mit dem Spiegelbild unseres Körpers. Wir sagen „Das bin ich“. Aber wir sind es nicht. Es ist ein Irrtum, eine Illusion.

    Wir sind ein ungeteilter Teil Gottes, unserem Wesen nach, nämlich dem Ich, das ich bin.

  183. @Midian und Pussy Riots

    Freuds „Der Mann Moses und die Entstehung der monotheistischen Religion“ von 1938 ist keine historische Arbeit, aber ein kulturpsychologisches Werk. Zu den religiösen Fragen hat Martin Buber in seinem „Moses“ 1944 in Jerusalem alles auch heute noch Wichtige gesagt.

    Die Relativierung der historischen Aussagen findet sich auch bei Assmann, der ansonsten Freuds Arbeit braucht, um uns seinen Rückfall in polytheistische Öko-Toleranz als Fortschritt gegen den mosaischen Monotheismus zu verkaufen. Selbst die Ableitung von Pharao Echnaton zum Pharaonen Sohn Moses über das ägyptische Sonnengebet zu Psalm 104 ist lesenswert und gut, aber da nach heutigen Kenntnissen Moses glatt vierhundert Jahre früher gelebt haben dürfte, wird vielleicht umgekehrt ein Schuh daraus.

    Freuds Arbeit ist dennoch von zentraler Bedeutung, wenn es um Fragen der religiösen Grundlagen unserer Kultur geht. Bereits in „Totem und Tabu“ hatte Freud 1912 die These präsentiert, dass Religion und damit Zivilisation eines Gründungsmordes bedürfe: Der Vater der Urhorde sei von den rebellierenden Söhnen geschlachtet worden. Beispiel für Gründungsopfer gibt es zur Genüge, etwa der Tod des Remus bei der Gründung Roms. Aber Freud geht es um Spezifischeres. Und so konkretisiert er 1938 seine These auf die Vatergestalt Moses, dessen Ermordung durch die Hebräer er in den Schriften suchen muss, um dann die Verdrängung der Mordtat als Motor eines Zivilisierungs¬prozesses vom „feuerspeienden Vulkangott aus Midian“ hin zur jüdischen Ethik eines Adonai präsentieren zu können. Von da aus dann zu Paulus und dessen (von der Verdrängung erlösenden) Erkenntnis, dass „wir den Messias getötet“ haben …

    Freuds Arbeit, und darin liegt ihre Bedeutung, handelt nicht von einer Zeit vor 3600 Jahren, sondern Freud analysiert in den romanhaften Bildern von einst den zentralen Konflikt seiner eigenen Zeit. Die endgültige Durchsetzung der modernen Gesellschaft gegen eine alte religiös geprägte Ordnung ist ohne einen Gründungsmord nicht möglich, weil sonst die emotionalen Bindungen der Menschen an Gott nicht zerstört werden können. Der „Aufbruch aus selbstverschuldeter Unmündigkeit“ klingt gut, funktioniert aber nicht ohne Knüppel. Es geht um die kulturrevolutionäre Rechtfertigung einer ungemein gewalttätigen Umwälzung. Das ist die erschreckende Seite von Freuds Moses. Das Hoffungsvolle an Freuds Gedanke ist, dass die Täter ihre eigene Tat nicht aushalten, nicht erinnern können und die Verdrängungsarbeit dann zum Motor einer Re-Zivilisierung und der Wiederkehr religiöser Ethik wird.

    Freuds Moses ist ambivalent. Die Pussy Riots könnten sich auf ihn beziehen als die letzten Rotgardisten einer abgelaufenen Revolte, die nun als Kettenhunde der imperialen Globalisierung alle beißen, die sich nicht der neuen Ordnung konform verhalten. Freud kann aber auch religiös gelesen werden, als einer, der seinen Paulus verstanden hat und die Möglichkeit der religiösen Umkehr einer (seiner) Gesellschaft betrachtet.

    Ach ja. Moses flieht nach Midian, weil er einen ägyptischen Aufseher erschlagen hat. Dass er ausgerechnet Midian wählt, könnte daran liegen, dass er durch die „ägyptische“ Seite der Patchwork-Familie Abrahams dort weitläufige, wenn auch ungeliebte Verwandtschaft hat. Moses hätte dann aus Midian nichts mitbringen können, was er nicht zuvor über Abraham schon hatte.

  184. @ Joachim Bullinger „Na ja, man kann schon versucht sein zu meinen, daß hier zwei sich sehr ähnliche Ego versuchen Zweitheit herzustellen, indem sie sich entzweien. Weil sie sich sonst nicht voneinander sondern und abheben könnten… Wie Geschwister halt, bei Geschwistern findet man das signifikant häufig. Und doch lieben sie sich auch… Weshalb die Zweitheit dann zur Verzweiflung führt…“
    Und trotzdem beide in der inneren Bewegtheit darob überrascht waren und geradezu verzweifelt sich bemühten, Gegensätzlich zu werden – es misslang im Kern und ward mir zur Wonne, die Zeilen zwischen Dem zu genießen. Königskinder. Leander und Hero. Meidet den Hellespont und Türme. Setzt euch an den Fluß, unter die Weide.

  185. ue antwortete:

    @Midian und Pussy Riots

    Freuds “Der Mann Moses und die Entstehung der monotheistischen Religion” von 1938 ist keine historische Arbeit, aber ein kulturpsychologisches Werk. Zu den religiösen Fragen hat Martin Buber in seinem “Moses” 1944 in Jerusalem alles auch heute noch Wichtige gesagt.

    Na ja, alles vielleicht dann doch nicht… Aber Ihr Beitrag ist sehr kenntnisreich und ganz ausgezeichnet. Wenn ich vielleicht noch anmerken darf, daß ich persönlich keine bessere Erklärung dafür gefunden habe, daß Aton und Jahwe zugleich und abgespalten im AT koexistieren und beide (!) Ausschließlichkeitsansprüche postulieren, die nicht miteinander vereinbar sind.

  186. @Radi

    > die Errungenschaften der heutigen Form der Emanzipation der Frauen zu erwähnen. Da wären:
    >Zerrüttete Ehen und Beziehungen mit den daraus folgenden seelischen tiefen Verwundungen.

    Aha, die gehen auf die Frau zurück? Und würden Sie bitte auch einmal die „Verwundungen“ erwähnen, die Frauen jahrhundertelang erlitten haben, durch Unterdrückung in der Ehe.

    Womöglich bin ich hier etwas geprägt von meiner lieben Oma, die just an dem Tag begonnen hat zu leben, als der „liebe“ Opa gestorben ist – das war nach 54 Jahren Ehe im stolzen Alter von 73.

    >Torschlusspanik ab 30 bei gleichzeitiger Bindungsunfähigkeit, da Frau schon mindestens zwei Beziehungen hinter sich hat.

    Ich persönlich habe noch nie darunter gelitten, werde dies auch niemals tun und kenne auch keine Frau, die sich dem hingibt. Aber bitteschön, was genau daran ist denn Ihr persönliches Problem?

    >Verarmung, da Frau und Mann glaubt auch ohne den anderen alles selbst schultern zu können.

    Die Verarmung der Singles ist statistische Manipulation.

    „Ein Drei-Personen-Haushalt mit 3000 Euro Einkommen hat pro Kopf ebenso viel Geld wie ein Single mit 1000 Euro. Nach der Rechenmethode der Statistiker müssten die 3000 Euro bei einer Trennung aber durch 1,8 geteilt werden (1,0 plus 0,5 plus 0,3). Heraus kommt ein Äquivalenzeinkommen von 1667 Euro. Der Single ist mit seinen 1000 Euro plötzlich arm.“

    Und sollte ein Single tatsächlich sich eigenen Wohnraum nicht leisten können, kann er noch immer in eine WG ziehen – damit ist doch das Problem gleich damit beseitigt.

    -Der niveaulose Rachefeldzug gegen jede Männlichkeit wird als Gleichberechtigung bezeichnet.

    Der Anspruch auf Gleichberechtigung wird von jeder Männlichkeit als niveauloser Rachefeldzug bezeichnet.

    -Manipunlation und Neusprech in viele Bereichen.

    Sie meinen z.B. „HERR“schaft? Ja, bin ich dafür diese Abzuschaffen – in Wort und Tat!

    Die Emanzipation ist unbestritten eine Herausforderung unserer Zeit und sie hat vieles verändert – u.a. den demografischen Wandel. Es kommt Ihnen dabei aber leider nicht in den Sinn, dass nicht die Frau daran Schuld ist, dass sie sich emanzipiert hat, sondern die Ursache dessen darin zu finden ist, 1. dass sie vom Mann unterdrückt wurde und deshalb nach Unabhängigkeit strebte und 2. dass sich der Mann nicht mit emanzipiert hat?

    Denn die einzige Lösung, die man öffentlich vernimmt ist: Frauen zurück an den Herd! Zurück katapultieren ins letzte Jahrhundert und noch davor. DAS wird es nicht spielen, DAS wird die westliche Frau nicht mehr mit sich machen lassen. Denn es gibt keinen einzigen Grund, warum sich Frau wieder in die Abhängigkeit begeben soll, die vom Mann nur ausgenutzt wurde.

    Wobei ich NICHT(!) das Problem am Herd per se sehe, sondern an der Tatsache, dass derjenige, der das Geld auch das Sagen hat. Und solange Männer diese Situation für sich ausnutzen und glauben damit die HERRschaft übernehmen zu müssen, wird sich in diesem Punkt nicht viel ändern. Die „Herren“ meiner Generation und der danach haben es leider nicht geschafft, hier an sich zu arbeiten – ich persönlich sehe den Hoffnungsschimmer in der neuen Generation und bin deshalb langfristig auch zuversichtlich was den demografischen Wandel betrifft.

  187. PS @Radi

    Dass die Emanzipation überhaupt notwendig war, liegt einzig und allein an den Religionen, d.h. auch Ihrer Kirche, denn diese sind allesamt patriarchalische Systeme mit dem Ziel, die spirituelle Kraft der Frau im Keim zu ersticken!

    Die Kriege wiederum, von denen die Welt übersät ist, sind nur darauf zurück zu führen, dass diese ausgleichende weibliche Energie auf der Erde fehlt.

  188. @ fischer

    „Und trotzdem beide in der inneren Bewegtheit darob überrascht waren und geradezu verzweifelt sich bemühten, Gegensätzlich zu werden…“

    das würde dir so gefallen, was? vergisse es 🙂

    allet is eins, is schon klar und jeurteilt hat hier keener 😉

  189. @chicano – urteilen

    Bei einem sonnigen Walk hab ich heute mal drüber nachgedacht: es ist natürlich wesentlich einfacher, für sich selbst das Nicht-urteilen zu praktizieren als innerhalb eines Dialogs. Denn für einen selbst genügt die Wahrnehmung bzw. es soll ja nur bei reiner Wahrnehmung bleiben.

    Für jede Art der „Unterhaltung“ aber, muss man aus der Position des neutralen Beobachters heraus, das Ego = den Verstand einschalten und die Wahrnehmung in Worte übersetzen. Also in Sprache, die wiederum ein Teil des „dualen Systems“ ist und damit dem Werten unterliegt. Theoretisch müsste man immer schreiben „Es ist wie es ist“.

    Dazu fiel mir dann spontan Erich Fried ein: „Es ist, was es ist, sagt die Liebe“.

    Es ist = tatsächlich Liebe! 🙂

    Darf ich Sie noch etwas fragen, ohne, dass Sie sich hoffentlich auf den Schlips getreten fühlen? Sie schreiben:

    >ohne einsehen der schuld, keine reue und anstrengung (reue über das, was man tat oder eben nicht tat, anstrengung das zu leben, was jesus uns vorlebte), ohne anstrengung keine gnade.

    1. D.h. für Sie ist Reue unabdingbar?
    2. Kann ich mich nicht spontan zuerst für Jesus Weg entscheiden und dann vielleicht draufkommen, das ich früher Mist gebaut habe?
    3. Was genau verstehen Sie unter der Gnade Gottes?

  190. Monika H. antwortete:

    @chicano – urteilen

    Theoretisch müsste man immer schreiben “Es ist wie es ist”.

    Dazu fiel mir dann spontan Erich Fried ein: “Es ist, was es ist, sagt die Liebe”.

    Es ist = tatsächlich Liebe! 🙂

    Denn Gott ist das, was ist oder der, der ich bin. Das kann ich annehmen oder verleugnen. Die Verleugnung erzeugt dann Angst (vor Strafe) und die Angst erzeugt die Welt, wie sie für uns ist. (An sich ist sie ganz anders.)

    Angst oder Liebe. Das ist die grundlegende und alles entscheidende Wahl, die wir haben. Alles (!) andere ist davon abgeleitet.

  191. @Joachim Bullinger

    „wenn ich Ihnen das bitte sagen darf: Sie erwarten eine Strafe Gottes für die (Erb-)Sünde der Trennung von ihm und wollen sich durch das Opfer gleichsam in vorauseilendem Gehorsam selbst strafen, um so Gottes Willen zu tun und in die Nachfolge (Imitatio) einzutreten. Das ist Ihre Vorstellung! Die ihnen von der Kirche induziert wurde! Gott will das nicht. Denn Gott liebt und verzeiht. Er straft nicht.“

    Die Erbsünde ist der Antrieb neue Sünden zu begehen. Somit ist Hochmut zu vermeiden und umgangssprachlich der innere Schweinehund ist zu bändigen. Auf dieser Welt braucht Gott uns nicht zu strafen. Alles zu gegebener Zeit. Ohne ein vernünftiges Maß der Selbstbeherrschung und Selbstbeschränkung, also des Opfers und des Verzichts auch für Mitmenschen, fallen wir selbst über unsere Sünden und bestrafen uns letztendlich selbst, wie z.B. die so genannte Emanzipation der Frauen, die nur in eine neue Versklavung der Frauen führt. Meinen Sie wirklich alle, alle kommen in den Himmel, auch Hitler oder Stalin? Oder hat Frau Käsmann da eine Sonderregelung vorgesehen? Und die deutlichen Worte Paulus` sind Ihnen zu sperrig? Die heutigen Pharisäer habe ich in der evangelischen Kirche und in der Konzilskirche kennen gelernt: „Paulus sei ja so schwer zu verstehen“ habe ich gehört. „Och, die Sünden sind ja gar nicht so schlimm.“ Man biegt sich alles zurecht, bis es scheinbar wieder gerade aussieht.

    Will das wirklich einer hören, der über seine Sünden gefallen ist? Er darf seinen Kummer ja gar nicht mehr loswerden. „Kopf hoch, ist ja nicht so schlimm, tun doch fast alle, Gott hat dich ja sooo lieb.“ Liebe ist auch Verantwortung. Und aus Verantwortung müssen Grenzen gesetzt werden, die man dann aus Liebe zu Gott freiwillig bereit ist zu einzuhalten. Die Strafe ist sonst am Ende die ewige Verdammnis. Die katholische Kirche, die ihre Gläubigen Angst und Schrecken einjagt, die gibt es nur in den Medien, aber nicht in der Papsttreuen Bewegung und erst recht nicht in der Kirche der Tradition, wie der Piusbruderschaft, die ich kennen gelernt habe. Dort ist eine ehrliche Herzlichkeit vorhanden, die aber eben genau deshalb von den gleichgeschalteten Medien bekämpft wird.

    @ Fatima

    Zur Natürlichkeit des Menschen gehören die Phasen der Fruchtbarkeit und die Phasen der Unfruchtbarkeit, deshalb steht die sexuelle Begegnung der Eheleute in beiden Phasen im Einklang mit Gott.

    Die verantwortungsvolle Offenheit für Kinder ist das Wesen der christlichen Kultur. Denn das, was man selbst in der liebenden Umarmung der Eltern durch Gott erhalten hat, nämlich das eigene Leben, ist man als Christ bereit weiter zu geben. Das dies dann auch in Freude geschieht, ist ja wohl klar.

    Ganz deutlich ist das Ende der westlichen Kultur dann auch daran zu erkennen, dass man für den Lustgewinn nicht mehr bereit ist, das Leben weiter zu geben. Liebe Fatima, diese westliche, hedonistische und neuheidnische Kultur hier begeht kollektiven Selbstmord, sie sollten Abstand halten! Der Demographiewissenschaftler Herwig Birg schreibt, dass integrierte Einwanderer ebenso wenige Kinder haben, wie die deutsche Bevölkerung.

    @ Monika

    Liebe Monika, ich bitte Sie alles, wirklich alles radikal zu hinterfragen. Lesen sie kritisch die Philosophen der Aufklärung, des Sozialismus, und lesen auch kritisch die Philosophie der katholischen Kirche. Aber alles von den direkten Quellen aus erster Hand. Dann werden Sie sehen, dass die Frau das Opfer der Aufklärung ist, der den Darwinismus im Schlepptau hat und zur Machtanmaßung der Stärkeren führt. Und sie werden sehen, dass seit der Aufklärung und auch seit Marx die katholische Kirche bis heute völlig verzerrt dargestellt wird.

    Bitte fragen Sie sich: was ist der Mensch, was ist die Natur der Frau, was die des Mannes, wie sind die aufeinander hingeordnet. Und dann schauen Sie sich an, was in den verschiedenen Weltbildern dazu gesagt wird. Gemäß der Bibel und der Lehre der katholischen Kirche ist der Mensch nach dem Bild Gottes, des Gottes in drei Personen geschaffen worden. Gott Vater, Gott Sohn und das Liebesband zwischen Vater und Sohn ist der heilige Geist. So ist die Einheit Gottes in der Ehe von Mann und Frau und das Zeugnis der Liebe, die Kinder, abgebildet.

    Das Patriarchalische System ist durch die Häresien Luthers begünstigt worden, denn das Priesteramt soll ein Opfer sein und soll auch ein Leben in Bescheidenheit sein. Wenn es aber, wie bei Luther, kein Opfer ist, führt es zur Machthäufung und Standesdünkel. Dieses Unkraut kommt leider auch immer wieder in der katholischen Kirche hervor, es muss aber auch immer wieder herausgerissen werden. Wenn Sie mal Väter sehen wollen, die keine machtarroganten Patriarchen sind, die, wie auch ich, liebend ihrer Frau mit Rat und Tat zu Seite stehen, wo wir uns in unserer individuellen Natur, mit den uns eigenen Stärken und Schwächen gleichberechtigt sehen, dann kommen Sie zur Piusbruderschaft.

    Vieles von dem, was Sie mit dem radikalen Feminismus mit der Brechstange und gegen die Natur des Menschen erreichen wollen, wird in der glaubentreuen katholischen Kirche der Tradition in Liebe der Eheleute zueinander vor Gott ganz selbstverständlich gelebt. Auch die heilige Familie ist hier Vorbild: Maria und Joseph und das Jesuskind. Da Joseph nicht der leibliche Vater Jesu ist, könnte man die heilige Familie salopp als Patchworkfamilie bezeichnen. Und warum jubeln hier nicht die Feministinnen? Weil eben dieser Jesus aber auch gesagt hat: Mensch, du darfst nicht alles! Du wirst fallen wenn Du sein willst wie Gott.

    Das Bild vom dümmlichen Heimchen am Herd zeigt das Spießertum der Feministinnen. Denn genau dorthin soll nun der Mann geschickt hinmanipuliert werden. Wenn sie aber gebildete und aufrechte Frauen sehen wollen, die das nicht nötig haben, dann kommen Sie zur katholischen Kirche der Tradition.

    Der machtgierige Patriarch glaubt sich zu erhöhen, indem der andere niederdrückt. Doch er erniedrigt nur sich selbst. Nun wollen die Frauen Patriarchen an Stelle der Männer sein und auch sie werden sich ebenfalls erniedrigen. Wenn Frauen über Männer siegen wollen, so sind sie nicht besser als Männer.

    Meine liebe Monika, probieren Sie es mal mit Liebe statt mit siegen wollen. Denn wo es Sieger gibt, da gibt es auch Verlierer und die Folge ist eben genau Ihre Grundhaltung, die sie aus der Erniedrigung Ihrer Oma ableiten.

    Der heilige Papst Pius X, der Patron der Piusbruderschaft, sagte: gebt mir katholische Mütter und ich rette mit ihnen die Welt.

    Ich bete für Sie
    Mit freundlichen Grüßen

    Radi

  192. Der heilige Papst Pius X, der Patron der Piusbruderschaft, sagte: gebt mir katholische Mütter und ich rette mit ihnen die Welt.

    Das unterschreibe ich. Und: Ich persönlich habe die größte Hochachtung vor den Piussen – ihrem Mut, ihrer Ehrlichkeit, Herzlichkeit und Aufrichtigkeit. Wenn das institutionaliserte Christentum überhaupt noch eine Chance hat, dann in dieser schwachen Minderheit. Gott ist in den Schwachen mächtig.

    Meinen Sie wirklich alle, alle kommen in den Himmel, auch Hitler oder Stalin?

    Ja, es dauert nur ein wenig länger und ist mühevoller und schwieriger als im Normalfall. Letztlich bleibt keiner zurück und alle werden gerettet. Wir müssen (!) nämlich alle (!) Wege gehen. Das lehrt uns die Quantenphysik. Nur, wir müssen sie eben gehen. Nicht erstarren, sondern in der Bewegung bleiben. Im „Flow“ auf Neudeutsch…

    Oder hat Frau Käsmann da eine Sonderregelung vorgesehen?

    Zu den Käsefrauen-Evangelen und ihrer Heiligen halte ich besser meine große Klappe. Weil ich sonst Gefahr laufe, mir eine Beleidigungsklage einzufangen.

    Hm… Ich würde jetzt gerne noch etwas sagen, weiß aber nicht so recht wie. Ich erzähle mal eine Geschichte, ein Märchen:

    Es war einmal eine kleine, arme Seele, die sich stets für andere aufgeopfert und ein Leben voller Entsagung und Gottesfurcht geführt hatte. Und als sie dann – nach langer und leidvoller Krankheit und elendem Siechtum- endlich ihren sündigen Körper verlassen durfte, ging sie mit bangem Herzen aber doch hoffnungsfroh und voller Erwartung zum Himmelstor und klopfte.

    Eine Stimme fragte: „Wer da?“
    „Ich, ich bin’s nur“ antwortete sie leise.
    „Hier ist kein Platz für dich und mich!“
    Traurig ging sie zurück, setzte sich neben ihren toten Körper und weinte bitterlich. Da klopfte es an der Tür.
    „Wer ist da?“ fragte sie verzagt und ängstlich.
    „Du“
    „Ich?“
    „Ja, Du“ und herein trat der Christus, nahm sie liebevoll in seinen Arm und füllte sie mit seinem Licht.

    Überglücklich und in Schönheit erblüht machte sie sich wieder auf den Weg und klopfte erneut an die Himmelspforte.
    „Wer da?“
    „Du“
    „Ich?“
    „Ja, Du“, die Pforte öffnete sich. Die Engel sangen und jubilierten und sie trat vor Gott, der ihre Hand ergriff und sie zu sich empor an sein Herz zog.
    „Komm zu mir, mein liebes, geliebtes Kind. Wo bist Du denn die ganze Zeit gewesen?“
    „Ich wollte wissen, wie es ohne dich ist.“
    „Und, weißt du es jetzt?“
    „Ja, es ist nicht schön“.
    „Dann bleibst du jetzt bei mir.“
    „Ja Vater, in Ewigkeit. Amen“.

  193. @ monica

    „Theoretisch müsste man immer schreiben “Es ist wie es ist”.

    monica, ich weiß schon was sie mit „nicht-urteilen“ meinen. ich denke nur, sie verstehen es anders als eben ich.

    zum „es ist wie es ist“, kann sich gut und gern ein „es könnte aber so sein“ gesellen, ganz ohne urteilen, aber natürlich mit einem unterscheiden.
    wenn zum beispiel jemand hunger hat….das ist das so.
    wenn ich aber erkenne, das das, was ist, nicht sein muss und letzlich nicht angemessen ist, dann kann ich ihm brot geben.

    wenn ich beim „es ist wie es ist verbleibe“ und keinen unterschied mache und kein „es kann aber anders sein“ dazustellen, dann werde ich ihm auch kein brot geben.

    es geht noch viel tiefer, aber wir sind genug darum herumgekreist und ich kann es nicht deutlicher machen, als ich es zuvor versuchte 😉

    „Darf ich Sie noch etwas fragen, ohne, dass Sie sich hoffentlich auf den Schlips getreten fühlen? Sie schreiben:“

    kommt drauf an was 🙂 ja, sicher 😉

    >ohne einsehen der schuld, keine reue und anstrengung (reue über das, was man tat oder eben nicht tat, anstrengung das zu leben, was jesus uns vorlebte), ohne anstrengung keine gnade.<

    "1. D.h. für Sie ist Reue unabdingbar?"

    ja, unabdingbar. sie ist wie ein feuer, dass einen läutert.
    menschen ändern sich kaum. aber die reue ist der antrieb, die fehler und vergehen nicht zu wiederholen bzw. wenn möglich wieder gut zu machen. wahre einsicht in die eigene lieblosigkeit wird immer reue hervorrufen, besonders wenn andere wesen unter dieser lieblosigkeit kummer und leid erfahren haben. reue ist auch gar nichts schlechtes, sie hilft. natürlich sollte man nicht in der reue für alle ewigkeit verharren, sondern sie nutzen als erkenntnisprozess mit tiefem gefühl, der einem hilft die nötigen kurskorrekturen durchzuführen, wie z.b. sich zu ändern, um vergebung zu bitten, verletzungen die man verursacht zu heilen….usw….

    "2. Kann ich mich nicht spontan zuerst für Jesus Weg entscheiden und dann vielleicht draufkommen, das ich früher Mist gebaut habe?"

    ich denke schon. wenn sie aufrichtig dem weg jesu folgen, werden sie wahre liebe kennenlernen und den unterschied zwischen dem, was sie bisher für die größte liebe hilten und der liebe, die gott ihnen schenkt klat erkennen. das wird auch wieder reue erzeugen…..und sie anspronen nun auch anderen mit solch reiner liebe entgegenzukommen……..und sie werden immer wieder scheitern daran…und bereuen….und noch mehr lieben lernen.

    "3. Was genau verstehen Sie unter der Gnade Gottes?"

    unbeschreiblich.
    aber um meine bescheidene sicht wiederzugeben: es ist das, was dich rettet, wenn du alles in deiner macht stehende getan hast und es dennoch nicht reicht…….

    bei all meinen antworten niht vergessen, dass worte irreführend sind, es können nur umschreibungen sein.

    alles gute

  194. @ „Beschnipselung“ und Aton

    Dass die Beschneidung eine ägyptische Tradition sei, diese Sicht braucht Sigmund Freud für sein Konzept der Rebellion gegen den Vater-Gott. Die Beschneidung muss dann bei ihm später im Sinne einer rückwärtigen Verlängerung der Tradition auf Abraham übertragen worden sein, deshalb erst im hohen Alter. Im Grunde ist diese Sicht eine von S. Freud selbst betriebene „Entstellung“, denn bei genauem Hinsehen spricht vieles dafür, dass es so war, wie es in Tora, AT und im Koran überliefert wird. Dafür spricht auch eine „psychologische“ Plausibilität.

    Abraham steht am Schnittpunkt der drei Offenbarungsreligionen, weil er mit zwei Kulturtraditionen der Menschen bricht: die Verehrung der (Natur-)götter und das diesen Göttern zu erbringende Menschenopfer. Dieser doppelte Bruch ist möglich, weil Abraham in religiöser Sicht im Auftrag Gottes handelt oder in aufklärerischer Sicht Abraham spätestens, als er den Berg Morija herabsteigt und Isaak nicht geopfert hat, eine sehr, sehr, sehr gute Erklärung braucht, warum er dieses Opfer nicht gebracht hat, denn in den Augen aller seiner Nachbarn hat Abraham etwas Götterlästerliches getan.

    In der Tora kommt der Auftrag zum Opfern von den Elohim (den Göttern), aber der Stoppruf kommt von El-Schaddai, Gott, dem Einen, dem Schöpfer des Himmels und der Erde (Melchisedek, König von Salem). Das Opfer, das Abraham nicht mehr bringt, ist das Ganzbrandopfer (Holocaustum) und das Nicht-Opfern („alle Erstgeburt bei Mensch und Vieh“) ist eine Schuld, auch für die Menschen, die in der Tradition Abraham nachfolgen, und diese Schuld bedarf eines Ausgleichs. Zwei Dinge des Ausgleichs sind im AT sichtbar: das Gebet (das Wort beten taucht bei Abraham zum ersten Mal auf) und die Beschneidung. Beides ist eine Zurücknahme des Menschen gegenüber Gott, nicht selbst Gott zu sein, aber in der Gottesebenbildlichkeit auf Gott hin zu leben. Diese Zurücknahme ist eine Gesellschaftskritik an den Gottkönigen seiner Zeit (Abrahams Streit mit Nimrod etwa im Koran) und insoweit bis heute gültig.

    Der moderne emanzipierte Mensch hat seit der Reformation Gott „verinnerlicht“. Wenn wir in den Spiegel schauen, sehen wir Gott. Aber aus abrahamitischer Sicht ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass dieser Spiegel kaputt ist, jedenfalls seine Funktion nicht mehr erfüllt. Mit der Verinnerlichung Gottes verliert der emanzipierte Mensch nicht nur die Grenze zwischen sich und Gott, sondern verliert auf der anderen Seite auch die Grenze zwischen sich und dem Tier („Ökologie“). Beides sind zwei Seiten derselben Dekonstruktion unserer kulturellen Grundlagen.

    Im Kölner Beschneidungsurteil kommen alle Aspekte zum Tragen. Die Göttlichkeit des Menschen, hier übertragen auf das „göttliche“ Kind, dessen Versehrung durch die Beschneidung eine Art Gotteslästerung dann ist, wenn der Mensch selbst Gott oder doch potentiell Gott ist. Rechtlich alles gefasst in ein von jeglichen kulturhistorischen Traditionen befreites Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Politisch kommt das Urteil aus einem Kontext „christlicher“ Grundwerte, der Schuss galt primär den Muslimen und hat als Querschläger die Juden getroffen.

    Die Christen sind nicht per se gegen die Globalisierung oder die Pussy Riots. Es gibt eben auch eine Lesart, in der die Pussys Ikonen der Selbstverwirklichung sind. Die Grenze verläuft quer durch die „christlichen“ Gruppierungen: humanistisches (deutsches) Christentum versus Offenbarungsreligion. Ökomene der Vernunft oder die „Unvernunft“ des Glaubens an Gott den Einen (Tertullian oder vielleicht Augustinus: „credo quia absurdum est“).

  195. Deutschland und Frankreich sind sich in genetischer Hinsicht derart ähnlich, dass man sie wohl als Bruderländer bezeichnen sollte.

    Die östlichere geographische Lage Deutschlands im Vergleich zu Frankreich spiegelt sich unter anderem in der stärker nord- und osteuropäisch geprägten Abstammung der Deutschen wider. Neuen wissenschaftlichen Genstudien zufolge verhält es sich ganz genauso mit den Schweizern, Niederländern, Polen, Ungarn, usw.. Relativ gesehen sind unsere direkten Nachbarn daher enge Verwandte der Deutschen innerhalb der Völkerfamilie.

    Eine graphische Darstellung ihrer Abstammung:

    Nr. 19 der deutschen DNA-Proben ist das Ergebnis meiner Wenigkeit.

    Falls jemand Interesse an Genetik hat, kann er oder sie sich hier die komplette Studie durchlesen:

    http://dodecad.blogspot.de/2012/06/k10a-calculator.html

    Zitat J.E.: „Solche Worte kann man selbst heute mit der Lupe suchen, wo in- wie ausländische Politiker uns Deutsche immer noch als “ewiges Tätervolk” darstellen, obwohl von den Tätern nur noch ein paar Tattergreise leben.“

    Gewissen antideutschen Spinnern würde sicherlich der Hut hochgehen vor Wut, wenn sie wüssten, dass mein Urgroßvater Anno Asbach Uralt ein NSDAP Mitglied war und Anfang ’34 bei einem Motorradunfall starb.

    Oder wie der Egomane Michel Friedman zu sagen pflegt, „Versöhnung ist ein absolut sinnloser Begriff. Den Erben des judenmordenden NS-Staates kommt garnichts anderes zu, als die schwere historische Verantwortung auf sich zu nehmen, Generationenlang, für immer.“ – auf einer Diskussionsveranstaltung der Evangelischen Akademie Tutzing, laut Westfalenblatt vom 14. November 2000

  196. Das Problem ist nämlich, daß die Kirchen ihren Todfeinden ideologisch zum Verwechseln ähnlich sehen. Die ohnmächtige Friedensrhetorik des Papstes im Libanon hat jeden Zweifel beseitigt, daß das europäische Christentum sich in den humanistischen Ideologien, die einst als Säkularisate seiner selbst aus ihm hervorgegangen, nun seinerseits aufzulösen im Begriff ist. In besseren Zeiten hätte die Kurie sich als Arbitrator anheischig gemacht.

    Die Überschrift dieses threads wäre übrigens eine zutreffende Beschreibung des einst von Gerhard „…wa ?“ Schröder ausgerufenen, nunmehr 12 Jahre dauernden „Anstands der Aufständigen“.

  197. Ach, Heckmann…

    daß er 5 Jahre vor Kriegsbeginn den Biegerich machte, würde diesen Leuten allenfalls vor Freude den Hut hochgehen lassen; allein…wen interessiert das ? Die Geschichte deines Urgroßvaters ist, wie Du selber sagst, Asbach. Im übrigen lehrt die Erfahrung, daß die wütendsten Antideutschen zumeist einen Obergruppenführer oder Goldfasanen in der Familie hatten.
    Es sind Leute, die, wie Reentsma, ihr Vaterland hassen, um ihren Vater/Großvater nicht hassen zu müssen.
    Das war, natürlich, in den ersten Nachkriegsjahrzehnten noch viel offensichtlicher. Die Rede von der „unbewältigten Vergangenheit“, sie wurde von Leuten in Umlauf gebracht, die in den späten 50er Jahren durch die Evangelischen Akademien pilgerten, und für die der Volksmund das Wort von den „Ritterkreuz-Pietisten“ erfand.

    >>Der Zusammenbruch von 1945 hat die Gestalt des heimatlosen Nationalsozialisten geschaffen so wie das Ende der „zweiten Revolution“ 1923 die Gestalt des heimatlosen Linken. Der Nationalsozialist hatte sich einer Erweckungsbewegung („Deutschland erwache !“) angeschlossen, die ihn aus der Banalität des politischen Getriebes in den gesteigerten Augenblick des „Tausendjährigen Reiches“ hineinführte. Er mußte 1945 auf den Führer, wollte aber nicht auf Steigerung und erhöhte Bedeutung verzichten. Diesem Bedürfnis kommen die grandiosen Panoramen der Tiefenpolitik entgegen. So ist die Bewältigung der Vergangenheit in vielem eine innerparteiliche Auseinandersetzung, in der Teile der ehemaligen NSDAP, die glauben, durch Trauerarbeit und Wandlung neue Ufer erreicht zu haben, auf andere Teile losgehen, in denen sie Verstocktheit und Festhalten am alten Adam wittern. Als Aggressionsziel wählen sie nicht selten Männer, die sich verdächtig machen, weil sie aus einem anderen Erlebniszusammenhang als dem nationalsozialistischen kommen und daher die Reaktionseigentümlichkeiten der NS-Erlebnisgruppe nicht teilen. Diese Männer werden dann post festum zu „Nazis“ geschminkt.<<

    (aus: Caspar v. Schrenck-Notzing; Zukunftsmacher – Die Neue Linke in Deutschland und ihre Herkunft, Stuttgart 1968, S.163)

  198. „Wenn es aber, wie bei Luther, kein Opfer ist, führt es zur Machthäufung und Standesdünkel.“

    Wie kann man die historische Wahrheit nur so weit verfehlen ! Das Gegenteil ist der Fall: Die Kirche , gegen die Luther aufstand, hatte einen fetten, sich schmalos bereichernden, moralisch verkommenen Klerus, der die christliche Religion verhöhnte und durch die Gosse seiner Machtpolitik zog. Muß man das wirklich eigens betonen ? Ohne Luther würde das Christentum sich schlechterdings von oben her in nichts aufgelöst haben. Es war nicht nur überzogene Polemik, wenn Luther einen Renaissancepapst den leibhaftigen Antichristen bzw. „des Teufels Sau, der Papst“ schalt.

    Standesdünkel, Machtanhäufung ? Sagt Ihnen der Name Thomas Wolsey etwas ? Im Luthertum, das per defintionem staatskirchlich verfaßt ist, kann es weder Machtanhäufung noch Standesdünkel geben – der durchschnittliche lutherische Pastor war bestensfalls ein mäßig bezahlter Staatsbeamter, wenn er nicht gar von den Einkünften schmaler Pfründen leben mußte. Noch heute ist jeder beliebige papistische Prälat reicher, dünkelhafter und mächtiger, als die machtbewußtesten evangelischen Kirchenleute der Vergangenheit.

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