Elsässers Blog

19. September, Berlin: die Identitären kommen! Mit Sellner, Kubitschek, Elsässer. Halong-Hotel, Leipziger Str. 54, Beginn 19 Uhr

Neu in COMPACT: Beate Zschäpe war Agentin

Auszug aus dem Artikel von Jürgen Elsässer

Ich glaube, in meinem Artikel „Nazibraut? Geheimagentin!“ steht mehr, als bisher alle NSU-Untersuchungsausschüsse zusammengetragen haben. Also am besten COMPACT 8/2012 bestellen oder gleich abonnieren….

Bitte auch beachten: „NSU und RAF – die Geheimdienstzwillinge. Neues zu Beate Zschäpe (NSU) und Verena Becker (RAF)“. COMPACT Live mit Bommi Baumann und Jürgen Elsässer. Donnerstag, 16.8., 19 Uhr, „Viethaus“, Berlin-Mitte, Leipziger Str. 54/55; Ticket kaufen kann man hier.

Hier der Auszug aus COMPACT 8/2012:

Aber man muss kein Kriminalist sein, sondern nur zwei und zwei zusammenzählen, um in  dieser Frau (Beate Zschäpe) eine Agentin zu erkennen. Unabhängig von der Bewertung der bisher aufgeführten Indizien ist es nämlich ihr eigenes Verhalten, das sie überführt. Gehen wir noch einmal zurück zum Todestag ihrer Kumpane am 4. November letzten Jahres in Eisenach. Wie sie, die in Zwickau geblieben ist, von dem angeblichen Selbstmord der beiden erfahren hat, ist bis heute ungeklärt. Dass die beiden sie vor ihrem Ableben angerufen hätten, wurde bisher nicht nachgewiesen. Aber irgendwie muss sie davon erfahren haben, denn gegen 15 Uhr flüchtet sie aus Zwickau – nicht ohne zuvor die gemeinsame Wohnung angezündet zu haben. Bis zu dieser Stelle ist das Verhalten für eine Straftäterin völlig rational: Sie gibt ihre kriminelle Sache verloren, setzt sich ab und vernichtet mögliche Beweismittel, die sie künftig belasten könnten, durch Brandstiftung.  

Aber bei genauerem Hinschauen ergibt sich das Gegenteil: Frau Zschäpe hat die Beweismittel gar nicht vernichtiet, sondern im Gegenteil überhaupt erst zugänglich gemacht. Den Brand hat sie so dilettantisch gelegt, dass die Polizei später alles finden konnte, um die Mordgeschichte der NSU nachzuerzählen. Ob sich die Frau in Aufregung und Panik blöd angestellt hat? So könnte es nur gewesen sein, wenn sie nicht gleichzeitig ganz überlegt gehandelt hätte: die Bekennervideos zu den NSU-Anschlägen zur Post zu bringen und – sicher ist sicher – an die verschiedensten Adressaten im ganzen Bundesgebiet zu verschicken. Damit lieferte sie den wichtigsten Beweis, auf dem heute die gesamte blutrünstige Story um die „zehn Morde der NSU“ aufgebaut ist. Vergessen wir nicht: Bis zu diesem Nachmittag wussten die Strafverfolgungsbehörden nichts von dieser Organisation. Das Zwickauer Trio war wegen Bombenbasteleien Ende der neunziger Jahre gesucht worden, ansonsten wären ihnen nur Bankeinbrüche nachzuweisen gewesen. Im Wohnmobil der beiden Toten soll noch die Dienstpistole der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin gefunden worden sein. Aber die Verbindung zu den neun Tötungsdelikten vorher, die bis dahin als „Döner-Morde“ firmierten, erbrachten – es gab ja für die Bluttaten keine Augenzeugen, es fanden sich auch keine keine Fingerabdrücke des Trios! – erst die Paulchen-Panther-DVDs mit Aufnahmen der Tatorte, die nur die Täter hätten machen können… oder die Polizei.

Außer der DVD gab es nur einen weiteren Beweis, das das Trio mit den Morden an neun Immigranten in Verbindung brachte: die dabei zumeist verwendete Pistole, eine tschechische Ceska. Auch dieses Fundstück verdankt die Polizei Beate Zschäpe: Sie ließ es nämlich in der Zwickauer Wohnung zurück. Hätte sie Belastungsmaterial beiseite schaffen wollen, hätte sie sie mitsamt den DVDs irgendwo vergraben müssen. Aber woher weiß man eigentlich, dass die in Zwickau gefundene Ceska auch die Mord-Ceska war? Zwar stammt sie aus einer Kleinserie, aber auch von dieser wurden über fünfzig produziert. Ein kriminaltechnischer Beweis wäre nur möglich, wenn man die Projektile von den Mordfällen mit Projektilen vergleicht, die man aus der Fundwaffe abfeuert. Das aber dürfte kaum möglich sein: Durch die Brandverschmorung ist der Lauf der sichergestellten Waffe deformiert, und der Abrieb, den die inseitigen Spurrillen wie eine Art Fingerabdruck auf den Geschossen hinterlassen, dürfe sich verändert haben. So bleibt als einziger Beweis eine Zeugenaussage: Carsten S. will die Ceska an das Trio verkauft haben. Allerdings ist bisher ungeklärt, wie das Stück, ursprünglich in die Schweiz geliefert, nach Deutschland gekommen ist. Und Carsten S. ist kein besonders glaubwürdiger Zeuge: Er gehörte ursprünglich selbst zum NSU-Umfeld, setzte sich dann aber 2000 nach Nordrhein-Westfalen ab und arbeitet seit einigen Jahren in einer Aids-Hilfe. Um eine neue Existenz nicht zu gefährden, ist man vielleicht auch zu Gefälligkeitsaussagen bereit. Der Haftbefehl gegen den angeblichen Waffenlieferanten Carsten S. wurde jedenfalls im Juni aufgehoben. Warum, wenn er die Ceska geliefert hat?

Trotz der ganzen Kette von Indizien, die für die These von Beate Zschäpe als Agentin des Geheimdienstes sprechen, sollte man aber auch eine Gegenthese wagen: Beate Zschäpe als Opfer. Wäre es nicht auch möglich, dass die Ceska platziert und die DVDs versendet wurden, nachdem sie geflohen war und ohne ihr Zutun? Auffällig ist schon, was in der ausgebrannten Wohnung hinterher alles entdeckt wurde: Das Metall der Ceska war geschmolzen, aber allerhand Papiere und Datenträger wurden aus dem Brandschutt geborgen. Zu der Theorie, dass jedenfalls die Bekenner-DVDs gar nicht von Frau Zschäpe verschickt wurden, passt jedenfalls (weiterlesen in der Printausgabe von COMPACT 8/2012).

Einsortiert unter:NSU, Uncategorized

13 Responses

  1. Den Brand hat sie so dilettantisch gelegt, dass die Polizei später alles finden konnte, um die Mordgeschichte der NSU nachzuerzählen.

    Das erinnert irgendwo an die feuerfesten Pässe der 911er.

  2. derherold sagt:

    Es bleibt doch bei den größten „Bolzen“:
    1. Es ist nahezu unmöglich, daß selbst der „kooperativste Geheimdienst“ neben Spuren auch alle mögl. Zeugen von mehr als 20 Straftaten hätte beseitigen/mundtot machen können.
    2. Es wurde von der ersten Minute an geradezu offensichtlich gelogen.
    3. Der komplette Medienapparat war von der ersten Minute an darauf geeicht, keinerlei Recherchen vorzunehmen und stattdessen die „briefings“ des Sicherheitsapparates in Artikel zu gießen.
    4. Nicht nur von den angeblichen Taten; selbst aus dem normalen Leben der Drei zwischen 2001 und 2011 fehlt jegliche Spur.

    Es gibt nur eine realistische Lösung:
    Die Jenenser/Zwickauer hatten Tarnkappen.

  3. Rolf sagt:

    „Hütte anzünden“, um Beweismittel zu vernichten, und gleichzeitig mittels Versendung der Bekennervideos und Nichtentsorgung der Ceska alles zu offenbaren, das passt nicht zusammen.
    Die Story stimmt nicht.

    Ebenso das Auffinden der Dienstwaffen aus dem Heilbronner Polizistenmord im Wohnmobil in Eisenach nach dem Doppelerselbstmorden der Uwes.
    Die Story stimmt auch nicht.

    Das ist eine Beweisorgie, also untergeschoben, Motto: „Viel hilft viel“.

    Niemand hebt eine Mordserienwaffe 5 Jahre auf, und Dienstwaffen 4 Jahre lang, wenn er genug andere Waffen hat.

    Die Beweise für die 10 Morde der Uwes fehlen komplett, bis auf die Ceska, und das versendete Bekennervideo.

    Bei Heilbronn ist es ebenfalls nur 1 Indiz:
    Die Dienstwaffen der Polizisten.

    VS-Beamter Andreas Temme, anwesend beim letzten Dönermord in Kassel, ist wesentlich verdächtiger als die Uwes vom NSU. Als Temme aufflog, endete die Mordserie.

    Zufall?

  4. Oswald Spengler sagt:

    „Niemand hebt eine Mordserienwaffe 5 Jahre auf, und Dienstwaffen 4 Jahre lang, wenn er genug andere Waffen hat.“

    Nicht nur dass , normalerweise werden solche Waffen sofort vernichtet bzw. überhaupt nicht verwendet.
    Um solche Attentate zu begehen bedarf es einer ausgeklügelten Logisitik.Normalerweise umfassen solche Teams ein Dutzend Personen.In Dubai waren es bei einer Zielperson ganze 26 Mann und Frauen vom Mossad.Man braucht Personal für die Aufklärung, die Flucht , den Mord etc. und jetzt will man uns weißmachen dass Dumm und Dümmer für ganze 10 perfekte Attentate verantwortlich sind.
    Meiner Meinung nach handelt es sich hier um 3 getrennte Fälle:
    1. die Ermordung der Griechen und Türken -> Enerkon ? Gladio ? Mafia ?
    2. die Ermordung von Kiesewetter
    3. die NSU False Flag als Alibi.

  5. Rolf sagt:

    „Meiner Meinung nach handelt es sich hier um 3 getrennte Fälle:
    1. die Ermordung der Griechen und Türken -> Enerkon ? Gladio ? Mafia ?
    2. die Ermordung von Kiesewetter
    3. die NSU False Flag als Alibi.“

    Zu 1: Kurdische Rauschgiftmafia, da die Opfer mutmassliche Rauschgifthändler waren, oder eben Enerkon, um die PKK finanziell auszutrocknen.

    Gladio eher weniger.

    Fall 2 und 3 sind von Fall 1 unabhängig, das sehe ich ebenfalls so.

  6. Graubart sagt:

    @rolf Erklär uns doch mal den Unterschied zwischen Ergenekon und Gladio!😉

    Afghanistan -> Nato -> Gladio -> Drogenmarkt Europa

    Funktionierende Geschäftsmodelle werden verteidigt… Würden die Hells Angels Deutschland für die Geschäftsinteressen der Hells Angels USA kämpfen? Würde Gladio Deutschland… Würden sie!

  7. Dagobert sagt:

    Warum bleiben die Döner-Killer in Deutschland, wenn sie angeblich befürchten müssen, aufgedeckt zu werden?

  8. Rolf sagt:

    @rolf Erklär uns doch mal den Unterschied zwischen Ergenekon und Gladio!😉

    GLADIO=NATO (stay behind)

    Enerkon=ANTI-PKK-Staatsterror der Türkei

    Kurz und klar genug?

  9. Graubart sagt:

    @rolf

    Dann googel mal nach diesem Satz:

    „Das nun offen gelegte Ergenekon-Netzwerk soll aus dem türkischen Arm der „Operation Gladio“ hervorgegangen sein.“

    Iran, Contra, Koks… Heute Heroin, geerntet unter NATO Aufsicht, geschmuggelt und verteilt von…😉

    „Es existiert eine Schattenregierung mit ihrer eigenen Luftwaffe, ihrer eigenen Marine, ihren eigenen Geldbeschaffungsmechanismen sowie der Möglichkeit, ihre eigene Vorstellung nationaler Interessen durchzusetzen, frei von allen Kontrollen und frei vom Gesetz selbst.“

    – US-Senator Daniel Inouye während der Senatsanhörungen zur Iran-Contra-Affäre

  10. Karl_Murx sagt:

    @der herold:
    „Es gibt nur eine realistische Lösung:
    Die Jenenser/Zwickauer hatten Tarnkappen.“

    Mit anderen Worten: Spätestens seit deren Untertauchen 1998, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber schon vorher, waren alle drei Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ (hobscher Name, liebe Damen und Herren des Verfassungsschutes, wußte gar nicht, daß Beamte so kreative sein können!) entweder als V-Leute des Verfassungsschutzes unterwegs, wie Beate Zschäpe. Oder aber sie waren direkt Mitarbeiter der Dienste, wie das Vorhandensein der „echten falschen Papiere“ für einen der beiden Uwes beweist, als der Besitz von gültigen Dokumenten, aber mit falscher Identität. So etwas wird normalerweise nur an verdeckte Mitarbeiter der Geheimdienste ausgereicht.

    Damit bricht aber die ganze behördliche Version einer rechtsextremen Terrorzelle, die aus reinem Ausländerhaß kreuz und quer durch Deutschland fährt und wahllos türkische sowie griechische Kleingewerbetreibende meuchelt, wie ein Kartenhaus zusammen. Der Anschlag auf die Polizeistreife in Heilbronn 2007 ist ohnehin eine völlig andere Baustelle.

  11. Karl_Murx sagt:

    @Oswald Spengler:
    „Meiner Meinung nach handelt es sich hier um 3 getrennte Fälle:
    1. die Ermordung der Griechen und Türken -> Enerkon ? Gladio ? Mafia ?“
    Wie der Spiegel noch im Februar und August 2011 berichtete, sind hier offenbar Drogenringe der kurdischen Mafia in Konkurrenz mit dem „tiefen türkischen Staat“ geraten. Die Professionalität der Morde deutet auf Profi- bzw. Auftragskiller hin, welche das Töten gewohnt sind. Bei allen Mordopfern gab es Hinweise auf deren Verwicklung in das Rotlichtmilieu bzw. das Drogengeschäft, bzw. es wurden – unter anderem von der türkischen Presse – Hinweise auf solche Dinge veröffentlicht, die niemals eindeutig widerlegt werden konnten.
    Allerdings gibt es auch hier verschiedene Gruppen, die an der Mordserie beteiligt sind. Die ersten vier Dönermorde wurde mit in Europa selten benutzter Munition begangen. Danach gab es eine längere Pause bis zu den nächsten Morden, bei denen aber dann andere Munition verwendet wurde. Aber sowohl im ersten wie im zweiten Abschnitt gab es Tatortfotos, die auf türkische Abstammung der Täter schließen lassen. Die veröffentlichten Fotos, die angeblich Böhnhardt und Mundlos zeigen sollen, sind immer derart unscharf und uneindeutig, genauso wie die Täterbeschreibung von zwei Radfahrern in der Nähe der Tatorte auf viele Leute zutreffen, daß von einem eindeutigen Indiz der Anwesenheit der beiden Uwes kaum gesprochen werden kann.
    Der Umstand, daß beim letzten Dönermord in einem Kasseler Internetcafe im Jahr 2006 der hessische Verfassungsschutzbeamte Andreas Temme zugegen gewesen sein muß, wie die Ermittlungen der Kriminalpolizei beweisen, und daß Temme laut Aussagen des BKA in der Sitzung des Bundestagsinnenausschusses vom 21.11.2011 für drei weitere Dönermorde kein eindeutiges Alibi vorzuweisen hat, sind Indiz dafür, daß der Verfassungsschutz über die Auftraggeber und Hintergründen der Morde informiert gewesen sein muß. Der BKA-Präsi Ziercke hatte in der erwähnten Ausschusssitzung davon gesprochen, daß im Paul-Panther-Bekenntnisvideo drei Tatortfotos verwendet wurden, die nur vor Ort gemacht worden sein können und nicht in den Fernsehnachrichten gesendet wurde. Es wäre intereressant zu prüfen, ob diese Fotos von den Mordfällen stammen, für die Temme kein Alibi hat. Temme hatte, als er noch als Verfassungsschützer war, mehrere V-Leute aus der türkischen sowie deutschen rechtsextremen bzw. islamistischen Szene geführt und hatte mit einem von ihnen nachweislich wenige Minuten vor dem Mord im Internetcafe telefoniert
    „2. die Ermordung von Kiesewetter“
    Der im „Stern“ im Jahre 2010 erstmalig erschienen Artikel von Malte Arnsperger über die Verwicklung von Islamistenkreisen in den Heilbronner Polizeimord liefert deutliche Indizien, daß hier keine ausländerhassenden Rechtsextreme am Werk waren. 2011, nach dem Bekanntwerden des sog. „NSU“, erschienen dann Artikel über die Involvierung von amerikanischen Geheimdienstkreisen bzw. deutschen Verfassungsschützern in diesen Fall. Die waren zur Observation eines geplanten Deals zwischen den erwähnten Islamistenkreisen um den Agenten des türkischen Geheimdienstes wie auch des CIA Mevlüt Kar und serbischen Waffenschiebern am Tatort. Es spricht vieles, daß die Polizeistreife unbeabsichtigt in diesen Deal hineinplatzte und deswegen von den nervös gewordenen Kriminellen ermordet wurde. Als Tatwaffen wurde auch nicht die Ceska 83 mit Schalldämpfer verwendet, sondern eine polnische Radom und eine russische Tokarev. Allein dieser Umstand spricht schon gegen die Täterschaft der beiden Uwes. Warum sollten sie, so die behördliche Version, die 600 km nach Heilbronn fahren, um dort einer Polizeistreife aufzulaufern, von deren Anwesenheit an diesem Ort und zu dieser Zeit sie nichts wissen konnten und diese dann zwecks Erbeutung deren Dienstwaffen in aller Öffentlichkeit zu ermorden, obwohl sie zu dem Zeitpunkt mindestens die oben erwähnten Waffen besessen haben müssen?
    „3. die NSU False Flag als Alibi.“
    Richtig. Es ist auffällig, daß das Untertauchen der drei Mitglieder des „NSU“ bzw. die Gründung dieser ominösen Zelle mit dem Zeitpunkt zusammenfällt, da von der damaligen rot-grünen Bundesregierung das Verbotsverfahren gegen die NPD angeschoben wurde. Es ist seit Jahr und Tag bekannt, daß sowohl in der linken (wie damals in den 70ern) als auch in der rechten Szene die extremsten Strukturen oft vom Verfassungsschutz selbst geschaffen wurden, um sie bei Bedarf politisch instrumentalisieren zu können. Nach dem Abbruch des Verbotsverfahrens durch das BVG dürfte man sich die drei „Neonazis“ durch die Dienste in Reserve gehalten haben. Es ist nicht nachvollziehbar, warum diese trotz intensiver Fahndung bis 2003, also dem Verjähren dern Straftaten bzw. im Fall von Böhnhardt 2007, niemals gefasst werden konnte. Die drei machten mehrfach zusammen Urlaub an der Ostsee, wenn auch unter falschem Namen. Sie lebten trotz fehlendem Einkommen offenbar auf recht großem Fuß, und die Frage bleibt, wovon sie sich finanziert hatten. Laut Aussagen eines Sprechers der Bundesanwaltschaft (erschienen in einem Artikel von Andreas Förster) vom 01.02.2012 werden sie nur noch mit drei statt der ursprünglich 14 Überfällen in Verbindung gebracht, von denen sie aber nicht all die 14 Jahre gelebt haben können.
    http://www.fr-online.de/neonazi-terror/zwickauer-terrorzelle-wie-hat-die-nsu-ihre-taten-finanziert-,1477338,11551692.html
    Zschäpe wurde noch 2008 bei einer Rechten-Demo im sächsischen Geithain fotografiert und soll noch 2010 bei einem Prozeß gegen ein Bandido-Mitglied in Leipzig als Zuschauerin teilgenommen haben. Bei dem Pressefotografen, der die Bilder von Zschäpe in Geithain machte, wurde kurz danach eingebrochen und das Fotomaterial entwendet.
    Das ist nur ein kleiner Auszug aus der Fülle von Indizien, die auf die Verbindungen zwischen dem „NSU“ und den Behörden hindeuten, allen voran die Verfassungsschutzämter. Aber all die rechtsextremen Aktivitäten, die hier durch die Inlandsgeheimdienste organisiert und inszeniert wurden, zeigen meiner Meinung nach eines: Hier soll bewusst der Öffentlichkeit das Szenario einer rechtsextremen Bedrohung vorgegaukelt werden, um sie in der gewünschten Richtung zu manipulieren und zu beeinflussen.

  12. Karl_Murx hat @ August 7, 2012 um 21:05 geschrieben:
    Es wäre intereressant zu prüfen, ob diese Fotos von den Mordfällen stammen, für die Temme kein Alibi hat.

    Ja, das wäre es. Denn dann könnte Temme evtl. die Funktion gehabt haben, die Aktionen zu dokumentieren.

  13. Tattoo sagt:

    Lebt denn der alte Mannichl noch?

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