Lafontaine plus Sarrazin – das Dreamteam linker Patrioten

Oskars Rückzug von der Linkspartei ist klug – jetzt muss was Neues kommen

Da kann man Lafontaine nur beglückwünschen: Warum soll sich einer wie er einer Kampfabstimmung mit Leuten stellen, die ihm nicht das Wasser reichen können? Bartsch, Lederer und all die anderen westlich-gewendeten Jüngelchen der SED-Nomenklatura haben doch die PDS schon ruiniert, warum wollen die nochmal ans Ruder? Und Kipping, Schwabedissen und andere Dämchen, die jetzt mit Frauenpower an die Macht wollen  – was wollen die denn mit ihrem „Gedöns“ (so, ganz zu Recht, Gerhard Schröder selig)? Ne, diese Partei ist eine Lachnummer geworden, und es war vermutlich von Anfang an falsch, dass Lafontaine 2005 seine WASG mit der PDS vereinigt hat. Das ergab keine Schwungmasse, sondern nur Ballast.

Aber wetten, dass er die Flinte nicht ins Korn wirft? Warum nicht was Neues gründen und die guten Leute mitnehmen? Aber was Neues kann nicht eine Linksabsplitterung der Linkspartei sein, das endet nur im Sektierertum a la DKP. Vielmehr soll Oskar, der Volkstribun, sich seines alten Gaullismus besinnen und den patriotischen Schulterschluss mit Sarrazin üben. Beide verkörpern, bei aller Unterschiedlichkeit, den guten alten „nationalen“ Flügel der Sozialdemokratie, die Erben von Kurt Schumacher und Willy Brandt. Beide wissen, dass die Interessen der deutschen Arbeiterklasse nur in einem starken Nationalstaat verteidigt werden können. Erinnert Ihr Euch noch an Oskars „Chemnitzer Rede“ von 2005 gegen die „Fremdarbeiter“? Leider hat er sich in der Folge den Schneid von Gysi abkaufen lassen. Mit Sarrazin könnte er ihn wiederfinden. Lafontaine hat sich auch nie am Sarrazin-Bashing der übrigen Linken beteiligt, das könnte den Weg ebnen. Und die Wähler (nicht die Funktionäre!) der Linkspartei sind eh für Sarrazin – laut einer Umfrage zu seinem letzten Buch prozentual mehr als die Wähler jeder anderen Partei.

Beim Euro sind sich die beiden nicht einig. Klar, dass ich da Sarrazin näher stehe… Aber aus guter Quelle weiß ich, dass Lafontaine immerhin mittlerweile gegen Eurobonds ist (was früher anders war). Das wird jetzt eine der entscheidenden Brandmauern sein – und die könnte er mit Sarrazin gemeinsam bauen.

Lafontaine und Sarrazin – das wäre der Hammer. Wetten, dass Oskar, der Machtmensch, schon darüber grübelt?

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50 Kommentare zu „Lafontaine plus Sarrazin – das Dreamteam linker Patrioten

  1. Lafontaine plus Sarrazin ergäbe sicher eine Mischung mit einem Potential an politischem Sprengstoff.

    Schon lange auch meine Idee, die Kräfte bündeln, da auch zersplitterte Bewegungen nichts tun können. Man muß mehr die Mitte der Gesellschaft erreichen um Veränderungen bewirken zu können.

    Es wäre eine letzte Chance, dieser gegenwärtigen Agenda etwas entgegen setzen zu können.

    Siehe hierzu auch:
    Warum eine Linke in Deutschland – West keine Chance hat
    http://ll1951.blog.de/2012/05/22/linke-west-chance-13724246/

    LL

  2. Eine sehr gewagte These, Lafontaine und Sarrazin gleich Schumacher? Nichts ist unmöglich, obwohl dies nur ein Wunschtraum bleiben wird. Wir besuchten bei uns im Landkreis eine Veranstaltung mit Schäffler und eine mit Gauweiler und kommen zum Schluß, mit einer Schwalbe kommt noch kein Sommer. Die sind ihren Parteien treu, nach dem Motto, die Partei ist Selbstzweck nicht Mittel zum Zweck. Eigentlich schade bei diesen „Querdenkern“.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/

  3. Willy Brandt war damals der Erfinder der verfassungswidrigen Berufsverbote und fand kein einziges Wort gegen den Krieg der USA in Vietnam. Während des Krieges arbeitete er in Norwegen für den amerikanischen Geheimdienst OSS (Office for Strategic Services, Vorläufer der CIA). Was hat dieser Mann für Verdienste?

    Lafontaine fand kein einziges Wort zur Verteidigung von Günter Grass gegen die zionistische Hetze, die in den Medien gegen ihn entfacht wurde. Ich bat ihn, Grass zu verteidigen. Er antwortete nicht. Warum diese Leute, die gezeigt haben, dass sie kein Rückrat haben, wieder hoffähig machen und Hoffnungen auf sie zu setzen, statt auf neue, antizionistische und wahrhaft patriotische Kräfte Hoffnungen zu setzen? Diese Kräfte finden sich nicht in den abgewrackten Parteien, sie finden sich außerhalb von ihnen.

    Helmut Schmidt schließlich, der Vater des sog. Nachrüstungsbeschlusses, der 1979 die ‚Raketenlücke‘ erfand, was die Stationierung US-Atomraketen später nach sich zog (Pershing II, Cruise Missiles, die eine Vorwarnzeit von sechs Minuten hatten) muss ebenfalls links liegen gelassen werden. Dieser Bilderberger war ein Diener der Amerikaner und ihrer Erstschlagspläne gegen die damalige DDR und die Sowjetunion.

    Neue Männer/Frauen braucht das Land! Evelyn Hecht-Galinskis braucht das Land!

  4. Genau so habe ich ja auch immer gedacht.
    Aber ich glaube, daß wir da vielleicht zuviele Hoffnungen auf Lafontaine projizieren und ihm Erkenntnisse unterstellen, von denen er möglicherweise noch weit entfernt ist.

    Wenn Lafontaine die Bartsch-Pau-Truppe hätte an die Wand fahren wollen, hätte er das schon längst tun können.
    Er hätte mit allen Getreuen im Bundestag aus der Fraktion austreten und eine eigene Gruppe gründen können. Da hätten dann auch noch ein paar konservative oder liberale Rebellen dazustoßen können.
    Das wäre eine Basis für den nächsten Wahlkampf gewesen!
    Hat er aber nicht. Wollte er nicht. Warum?

    Gut, da war seine Krankheit. Aber noch mehr Erklärungswert hat der Umstand, daß er, der bodenständige Familienmensch, sich von Frau und Kind getrennt hat und jetzt mit der schönen Kommunistin Wagenknecht zusammenlebt. Ist das noch der Volkstribun, den wir kennen?

    Unabhängig davon gilt natürlich: lieber keine Linke als eine Linke, in der die ewigen Opportunisten den Ton angeben.
    Allerdings ist damit auch die Möglichkeit einer demokratischen, nationalen und antiimperialistischen Linken erledigt. Daran wiederum haben Kräfte ein Interesse, in deren Dienst zu stehen ein Verdacht ist, der an Bartsch und Co. hängen bleibt und der in diesem Forum, wenn ich mich recht erinnere, schon einmal diskutiert wurde.

  5. Ja, Evelyn Hecht-Galinski ist die einzige, die Rassismus an den Pranger stellt, egal wo er stattfindet und sich nicht mit den Broders gemein macht.

  6. Wer meint, zuerst gelte es international solidarisch zu sein,wie es heute SPD/GRÜNE und auch Teile der LINKEN tun, der verkennt, wie sehr er dabei in Wahrheit die Interessen der hiesigen Arbeitnehmer ignoriert und eben bei diesen keinen Erfolg haben kann. So war das immer mit den deutschen Linken.

    Aber nationale Interessen, die Interessen der Mehrheit des deutschen Volkes voran zu stellen, wird als NAZITUM verteufelt und kommt deshalb nicht zustande. So scheitert die Linke eben immer wieder in Deutschland.
    So wie die GLOBALISIERUNG der internationalen Großindustrie und Hochfinanz dient, so dient die „internationale Solidarität“ eben oft genug auch nur deren Interessen, siehe „Griechenlandrettung“, die nur die Verluste der Banken kompensiert.

    mit freundlichen Grüßen

  7. Herr Elsässer, Ihr Pragmatismus kennt keine Grenzen… aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, vielleicht haben Sie ja Recht mit dem Duo Lafo & Sarri .

    Dennoch bin ich da mit der Meinung von xabar.

    @ rolf

    Kannst du bitte erklären wo eine Massenimmigration von NICHT-EU Bürgern nach Deutschland stattfindet?

  8. Fakt ist, dass das Potential für eine Bewegung(spartei), das in diesem Land vorhanden ist, weiterhin ungenutzt bleibt. Die von Elsässer beschriebenen Essentials für eine politische Bewegung (nationalstaatliche Souveränität im Interesse der Werktätigen) stimmen auch. Ob freilich Lafontaine/Sarrazin zur Verfügung stehen, wage ich zu bezeifeln. Es gibt ja auch genügend „Erniedrigte und Beleidigte“ aus den anderen Parteien, die als gutversorgte Privatiers in der Versenkung verschwunden sind. Der „Parteienstaat“ bindet seine Kreaturen offensichtlich zuverlässiger, als dem Staatsbürger lieb sein kann …
    Der Linken fliegt gerade – dies ist im Grunde nur mehr organisationssoziologisch von Interesse – ihr ehemaliges „Erfolgsrezept“ um die Ohren. Sie ist programmatisch derart diffus, dass sich jeder politische Esoteriker angesprochen fühlen konnte. Heute fehlt ihr freilich die politische Führungspersönlichkeit, die diesen verstreuten politischen Kindergarten auf eine Linie verpflichten kann. Nach Lafontaine ist in der Partei Die Linke in der Tat Wüste und es ist eine politische Kinderrei anzunehmen, ein junges Frauenduo Kipping/Schwabedissen könnte über die notwendige Autorität verfügen, den Laden zu führen und zu einen.

  9. Ein linkes Gruselteam würde ich eher sagen….Nix gegen Lafo, ja, der Mann hat so was wie Ausstrahlung und eine scharfe Rethorik, aber reicht das?
    Ich meine der setzt doch auch nur auf Umverteilungsozialismus und eine obskure Mischung von Staatsinterventionismus und Sozialdemokratie.
    Und Sarrazin? Der Ex-Bundesbanker, treue Sozialdemokrat und stetige Paladin des Establishments, der sich nun „gewandelt“ hat oder einfach nur vorgeschickt wurde um zu provozieren und nebenbei bemerkt noch ein paar lukrative Bücher zu schreiben. Das als „Traumpaar“ zu bezeichnen halte ich doch für etwas übertrieben um es ein Mal vorsichtig zu formulieren…
    Von dieser Ecke und von diesen Herren dürfen wir sicherlich nicht all zu viel erwarten. Schon garkeine Rettung. Der eine (Lafontaine) ist ein in die Jahre gekommener, eitler und selbstsüchtiger Saloon Revoluzzer, der andere (Sarrazin) einer der sein Leben lang jenen unerbittlich diente und noch dient, die er nun für das Versagen in der Euro- und Integrationspolitik verantwortlich macht. Grandios…

  10. Lafontaine ist 68 Jahre alt und der5 Sarrazin zählt auch schon 67 Lenze. Also, obwohl ich beide schätze, weil sie patriotisch und trotzdem eben keine Nazis und Faschisten sind, sind sie schlichtweg zu alt, um noch mal etwas zu bewegen. Gerade Lafontaine lebt doch nur noch von seinem Image.Das ist zu wenig. Außerdem hat er den großen Diktator gespielt und versuchte die Linke zu erpressen. Entweder ihr macht so wie ich will oder ich gehe…Nee, dann soll er mit Wagenknecht Urlaub machen, das ist besser für alle Beteiligten.

  11. Beide sind zu alt und keine echten Zugpferde (mehr) – und ich fürchte, dabei recht ‚hölzern’… Eine tragfähige Bewegung braucht „junge“ ähh… Leitfiguren (um 50 und jünger). Lafo war’s, Sarrazin nicht. Diese könnten die mit allen Wassern gewaschenen Mentoren im Hintergrund sein – im besten Falle. Es braucht ’systemerfahrene‘ Polit- und Medienprofis. Aber der Schwung muß aus einer sich diffus entwickelnden, frischen, organischen Genese kommen, die den Sohn oder die Tochter aus dem Volk stellt. Wie so jemand sein müßte? Weiß nicht… Wie nicht, das wüßte ich. und denke an Fresse-Potfalla, Twitter-Altmeyer, Hubi-Heil, Atlatus-B(r)ückli-Özdemir, Schlaftabletten-Dannibahr und Zuffenhausen-Ernst.

  12. es geht sowieso nicht mehr um rechts und links . es geht um viel mehr – um die unabhaengige existenz deutschlands – deswegen wird so eine allianz kommen . die linke bleibt hierbei auf der strecke . zwar kann das noch dauern , aber sie wird kommen , weil immer breitere kreise zu den verlierern dieser politik gehoeren werden . der zorn wird sich ein sprachrohr suchen und finden .

  13. Lafontaine plus Sarrazin – das Dreamteam …

    Also mein Dreamteam wären 18 junge jüdische Feuerköpfe, die Deutschland lieben, ehren und gegen seine Feinde verteidigen.

    Warum sollten es Juden sein? Weil sie dann alles (!) thematisieren könnten, ohne daß sie dafür verfolgt, verleumdet und diffamiert werden könnten.

    Sie könnten unverblümt sagen, was Sache ist. Ohne ihre Arbeitsstelle zu verlieren, ihre Kinder von der Schule nehmen zu müssen oder in Hotels kein Zimmer mehr zu bekommen.

    Und nicht zuletzt würde sich die Antifa ausgesprochen schwer damit tun, Gewalt gegen Juden zu rechtfertigen. Auch davor wären sie also geschützt und könnten frei und freigeistig reden.

  14. stasi Tochter Sara K hat in HH

    „NEGERPUPPE“ gesagt . Polzei kam auch gleich .

  15. Schon mal darüber nachgedacht, dass Sarrazins Bücher von einem Ghostwriter geschrieben sein könnten? Sein Buch bietet profundes Wissen über die Berliner Politik angereichert mit Geschwätz.
    Lafontaine ist da von einem anderen Kaliber. Ihm würde ich die zugedachte Rolle des patriotischen Vorkämpfers zutrauen.

  16. Aber Herr Elsässer! Sie wollen doch wohl dem Oskar Lafontaine nicht seine wohlverdiente Muse und damit seinen Jungbrunnen wegnehmen? Es ist doch wohl klar, dass Sahra Wagenknecht sofort weg wäre, wenn Oskar auch nur die Idee äußern würde, sich mit Sarrazin zusammen zu tun.

    „Sarrazins rassistisches Weltbild kam bereits im September 2009 in einem Interview, das in der Zeitschrift Lettre International veröffentlicht wurde, deutlich zum Ausdruck. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte Sarrazin aus dem Amt abberufen werden müssen. Es war klar, dass weitere menschenverachtende Äußerungen folgen würden.“
    (Sahra Wagenknecht, 01.09.2010 http://bit.ly/MqQGNZ)

    „Man sollte meinen, dass Thilo Sarrazin als Mitglied des Bundesbank-Vorstands in der Wirtschaftskrise genug zu tun hätte. Doch sein Hauptanliegen scheint zu sein, die Gesellschaft weiter zu spalten“
    (Sahra Wagenknecht, 11.06.2010 http://bit.ly/MqR7I3)

  17. Fischer | Freiweh hat @ Mai 23, 2012 um 21:35 geschrieben

    @ Joachim Bullinger
    Aber nur, wenn die 3 x 6 …

    666, Wow, wow, wow, Vaw,vaw, vaw. Teufel, Beelzebub und so.

    Nicht, daß ich an Magie glauben würde. Aber die alternden, blechtrommelnden Schland-Kinder der Bunten Republik tun es. Und da muß man die Dinge halt kindgerecht aufbereiten und die unbewußten Prozesse anstoßen, die den Spell des Vaw brechen und aufheben, unter dem Deutschland tödlich verwundet seinem Ende entgegensiecht.

    Und es gilt 1+8 = 9 als die helle verkehrung der dunkel-magischen 6.

    Hêmeis proskunoumen ho oidamen hoti hê sôtêria ek tôn Ioudaiôn estin.

    Beispiel:
    Wenn ein Kind aus einem bösen Albtraum geweckt wird, würde man ihm auch eher sagen „Schau, die Sonne hat die bösen Geister vertrieben. Es ist vorbei. Du bist jetzt sicher und mußt keine Angst mehr haben“.

    Man würde ihm nicht sagen „Was soll das denn? Das gibt es doch gar nicht. Hör jetzt auf, Angst zu haben.“

  18. „“NEGERPUPPE” gesagt “

    huch ne ne man kann zwar in Libyen zehntausende Schwarze umbringen aber wehe einer sagt Negerkuss.
    Zwiedenk rulez.

  19. @ Freier Bürger

    Sie kritisieren Lafontaine, weil er für

    „Umverteilungsozialismus und eine obskure Mischung von Staatsinterventionismus und Sozialdemokratie“

    steht?

    Damit liegen Sie auf einer Linie mit der gesamten Mainstreampresse.

    Lafontaine will echte Freiheit und Demokratie für die Mehrheit in diesem Land.
    Und er will den Begriff des Eigentums durch „das selbst Erarbeitete“ ersetzen. Deshalb will er z.B. die Facharbeiter steuerlich entlasten, gleichzeitig aber die Großbanken zerschlagen.

    Was den Euro angeht, ist er nicht ganz auf der Höhe aber gut, nobody’s perfect.

    Lafontaine stand schon immer, auch als Finanzminister, gerade gegen den Finanzkapital und einen gerechten Sozialstaat, der das selbst Erarbeitete achtet, aber Ausbeutung und Abzockerei eindämmt.

  20. Föhnix: Da gäbs dann schon Zoff in der Beziehung. Aber das ist Oskar ja gewohnt.

  21. Wie bitte? Sarrazin der Neoliberaler, der als Berliner Finanzsenator gegen Hartz IV Empfänger geschimpft und eine rigide Austeritätspolitik betrieben hat?

    Warum sollte Oskar ausgerechnet mit so jemand ein Bündnis eingehen? Schon vergessen das die WASG als anti-neoliberale Partei gegründet würde ?

  22. @ Joachim Bullinger
    „…die alternden, blechtrommelnden Schland-Kinder der Bunten Republik tun es.“
    Ich befürchte, nicht nur die. Sondern die Verkehrer der 9 stehen da ganz besonders drauf, definieren sich geradezu darüber. Und da meine ich jetzt nicht Madonna mit. Nun, wer sein(!) Armageddon ersehnt, hat auch insofern einen an der Marmel, daß er überall seine Zeichen hinterlassen muß – wie jeder Halbstarke sein Kürzel im Holz der Parkbank.

  23. @Ellen: Das war auch mein erster Gedanke. Allerdings wäre ein reines Anti-Euro-Bündnis evntl. vorstellbar auch wenn ich Sarrazins sonstige Ansichten eher in Richtung „Die Freiheit“ einordnen würde.

    Gesetzt den Fall, so ein Bündnis käme zustande: Wenn das Hauptziel geschafft ist, setzt sich der Bessere eben durch. Hoffen wirs mal…auch wenn ich bei dem Gedanken einige Bauchschmerzen habe.

  24. P.S. @ Joachim Bullinger
    Gelobt sein das www, denn ohne jenes wäre ich hilflos Ihrer schönen Bildung ausgeliefert und hätte niemals auf das Johannes-Evangelium referenzieren können. 🙂

  25. Es muß „Neger_innenpuppe“ heissen. Soviel Zeit muß sein.

    Und im Übrigen sind mir die beiden nun nicht gerade durch Patriotismus aufgefallen. Popolismus triffst eher.

  26. @ Freidank

    Wo liege ich da bitte schön auf einer Linie mit der Mainstream Presse? Das halte ich doch etwas weit hergeholt…
    Das Eigentum kann aber auch das Eigentum sein das ich geschenkt bekomme oder ererbt bekomme. Oder sollen die dann enteignet werden? Ich meine ein Sohn im Schwobeländle bekommt vom Papa das Häusle vererbt, damit ist es sein Eigentum. Obwohl er selbst es nicht erarbeitet hat im eigentlichen Sinne. Das wäre dann nach Ihrer Version verboten oder nicht möglich ja? Halte den von Ihnen bzw. Lafontaine so gedeuteten Eigentumsbegriff für gefährlich….das öffnet die Tür hin zu einer kommunistisch-sozialistischen eigentumslosen Gesellschaftsordnung… wohin das führt hat uns die Geschichte ja wohl eindeutig gelehrt.
    Aber zurück zum Thema. Ich denke Lafontaine u. Sarrazin sind nicht die wofür viele sie wohl halten. Jeder interpretiert dort das hinein was er wohl gerne hätte..

  27. Xabar: ‚zustimm‘ gut, dass einer drauf hinweist; die WASG war nicht Lafontaines Idee, evtl. waren die WASGler etwas naiv, als sie Lafo zu ihrem Vorsitzenden gemacht haben, aber er hatte sich nur dazu gesetzt

  28. @ fischer und joachim

    von wegen 6er, johannes-offenbarung etc…

    manch einer meint, dass das letzte buch der bibel ein trojanisches pferd sei. einige meinen gar es sei so etwas wie ein schlechter scherz der pharisäer, bedacht darauf die christen in die irre zu führen von anfang an.

    jesus christus, der jesus christus der evangelien ist in diesem buch jedenfalls nicht wiederzufinden.

    jesus, der kam um den namen des vaters zu verherrlichen und die vergebung und gnade zu predigen, dieser jesus wird plötzlich zu einer macht, die sämtliche drittel der erde vernichten muss.

    hat sich jesus selbst jemals als “heller morgenstern” (lucifer) bezeichnet? nein.

    in der johannis-offenbarung aber spricht jesus plötzlich von sich als dem “strahlenden morgenstern“ (stella splendida matutina). aus diesem grund hielten die frühen christen “luzifer“ für den namen christi.

    wir wissen aber sehr gut wer lucifer in der doktrin der freimaurer ist. oder?

    „To you, Sovereign Grand Inspectors General, we say this, that you may repeat it to the Brethren of the 32nd, 31st and 30th degrees – The Masonic religion should be, by all of us initiates of the high degrees, maintained in the purity of the Luciferian doctrine.

    […]

    „If Lucifer were not God, would Adonay (The God of the Christians) whose deeds prove his cruelty, perfidy, and hatred of man, barbarism and repulsion for science, would Adonay and his priests, calumniate him ?

    […]

    „Thus, the doctrine of Satanism is a heresy; and the true and pure philosophic religion is the belief in Lucifer, the equal of Adonay; but Lucifer, God of Light and God of Good, is struggling for humanity against Adonay, the God of Darkness and Evil.“

    (albert pike – morals and dogma)

    na ja, und wir wissen auch wer so alles das luciferzeichen gern benutzt, von g. bush, über den papst bis hin zum präsi irans 😉

    jesus hat auch niemals einen antichristen erwähnt, noch von einem „himmlischen jerusalem“ oder einem „tausenjährigen reich“ gesprochen?

    wer aber sieht sich in den offenbarungen bestätigt, ja angesprochen, in dem es ja um die kommende herrschaft und regentschaft auf erden für die nächsten 1000 jahre geht, nach einer mörderischen apokalypse, versteht sich?

    na auf jeden fall die hier:

    henri L. baranger (33. grad freimaurer zum 180-jährigen logenjubiläum am 15.12.1984):

    “Der Endzweck, den wir uns zu eigen gemacht haben, ist eschatologischer Natur. Diesen Endzweck nennen wir die Verwirklichung des Heiligen Reiches, an dem wir mit Gottes Hilfe mit aller Kraft wirken: Unser Orden ist bekanntlich nicht kontemplativ, sondern hauptsächlich aktiv, und die zweite Komponente seines Wahlspruchs ‘Deus meumque Jus’ macht ihn zu einem Mitarbeiter der Göttlichkeit. Und in der Ordnung, die wir anstreben, bildet das Heilige Reich tatsächlich eine Vision und ein Modell zugleich, diese Ordnung, die unsere Kräfte beansprucht und auf jenes himmlische Jerusalem hindeutet, das dem geistigen Schutz-Patron des Ritus, dem von Patmos inspirierten Greis, offenbart wurde. … Wir können uns den Plan unserer Vorgänger zu eigen machen und dessen bewusst werden, dass dieses “Heilige Reich”, an dessen Verwirklichung bzw. Aufbau wir arbeiten, eines Tages die Bemühungen des Ritus krönen wird. Seien wir, meine Brüder, eines solchen Projekts würdig.

    (eggert “israels geheimvatikan – im namen gottes”, band 1)

    der von patmos inspirierte greis ist johannes und die offenbarung, so scheint es, eine der säulen der freimaurerei.

    noch etwas stimmt anchdenklich:

    was waren die früchte dieses buches in all den jahrhunderten?

    Die antwort ist: durch dieses buch erwarten die menschen den antichristen und nicht christus.

    tja und erstgenannter scheint gerade dabei zu sein sein reich auf erden zu errichten. Ich sage nur „nwo“.

    nee, keene sorge, alles nur spaß 😉

    hier noch mehr spaßvögel:

  29. Dream-Team?

    Eigentlich hatten wir dieses Dream-Team schon in Berlin, wo Sarrazin mit der Linkspartei zusammen am Ruder war. Was ist konkret dabei herausgekommen? Privatisierung des sozialen Wohnungsbaus, Versuch der Privatisierung der Wasserwirtschaft, Kürzung von Sozialleistungen…
    Wahrhaft traumhaft, nur nicht für linke Patrioten, aber dafür für Immobilienfirmen, Kürzungspolitiker und Baulöwen.

  30. Jetzt muss ich aber doch mal lachen. Lafontaine hat mit Sarrazin garantiert nichts am Hut.
    Falls es wirklich zu einer Abspaltung kommen sollte, werden Leute wie Wagenknecht, Uli Maurer, Diether Dehm, Albrecht Müller, Heiner Flassbeck, Butterwegge, Neskovic, Konstantin Wecker usw. und vielleicht noch ein paar Leute von den Gewerkschaften und Attac mitziehen. Dann wird man den Schulterschluss mit Mélanchon in Frankreich und anderen radikalen linken Gruppierungen suchen, aber sicher nicht den mit dem Broder-Freund und Hobby-Ethnologen Sarrazin.
    Nee, das Lafontaine-Lager, die sog. „Fundamentalisten und Sektierer aus dem Westen“, werden beim Parteitag nächster Woche nochmal groß auftrumpfen. Den Kampf im Vorfeld über die neoliberalen Mainstream-Medien auszutragen, ist natürlich Unsinn, weil man gegen diesen Kampagnenjournalismus momentan eh nichts ausrichten kann.
    Ich hoff nur, dass nach diesem Parteitag dieser ganze nichtsnutzige Emanzenquatsch ein Ende hat und man sich den wirklich wichtigen Dingen zuwendet.
    Wenn die Linke Erfolg haben will, muss sie ihre Führungskräfte viel besser casten und aufbauen (intellektuelle Schulung, Rhetorik, Medientraining, öffentliches Auftreten usw.).
    Ich kann nur sagen, dass ich sehr auf den Ausgang dieses Parteitags gespannt bin.

  31. chicano hat @ Mai 24, 2012 um 17:55 zitiert:
    Der Endzweck, den wir uns zu eigen gemacht haben, ist eschatologischer Natur.

    Das ist genau der Punkt. Es ist die Judas-Logik. Sie wollen Gott zwingen, sich zu offenbaren, indem sie Armageddon herbeiführen.

    Letzteres kann ihnen gelingen weil auch die Evangelikalen, sehr einflußreiche Strömungen im Judaismus und (vermutlich auch) Islamisten das gleiche Ziel anstreben.

    Deshalb ist es so gefährlich. Und daß sie anschließend das Judas-Schicksal in Gestalt des eigenen inneren Richters ereilen wird, ist dabei nur ein schwacher Trost, wenn überhaupt.

  32. @Chicano
    Ein wichtiges Thema. Denn nur, wenn – zumindest ansatzweise – ‚Jener‘ Denkungsart analysiert ist, wird manches verständlich – und vor allem erkennbar(!). Aber: a.a.O., o.k.? (wer nicht weiß, was ich weiß, wird nicht heiß)

  33. @ chicano

    Ist Dir aufgefallen, daß Ahmadineschad das von Aleister Crowley an Churchill als Gegen-Magie zum „deutschen Gruß“ gegebene Vaw macht?

    Da hast Du die 6. Sie wird als „Victory“-Zeichen gehandelt, auch zur Tarnung.

    Über die Verbreitung und Wirkungsmacht brauche ich wohl nichts zu sagen…

    Gefühlte 95% der Determination und Manipulation der nicht initiierten, alternden Kinder der „westlichen Welt“ erfolgt über vorbewußtes Magisches Denken.

  34. @ chicano

    Bei Bush und seiner Familie ist das Zeichen weit weiniger verdächtig als bei den anderen. Denn Bush kommt aus Texas. Und in Texas macht dieses Zeichen jeder Hinz und Kunz überall und ständig. Ich war selbst dort und habe es gesehen.

    Es symbolisiert die Hörner eines Stieres und bedeutet soviel wie bei uns der erhobene Dauen: Richtig so; weiter so; lassen wir’s krachen; ich nehme es/ihn/sie auf die Hörner; gehen wir’s an – so wie der texanische Stier etwas mit seinen Hörnen angeht.

  35. @ fischer und bullinger

    wie dem auch sei, ich bleib dabei: entweder die menschheit rückt zusammen und tut in gewissem maße das, was sie zu tun hat oder die nwo wird es ihr ansonsten zwangsweise verordnen.

    es liegt einfach an, dass die völker zusammenrücken, kriege der vergangenheit angehören, solidarität unter allen menschen gefördert wird…oder die menschheit erlebt den fall unter die knute äußerer vereinheitlichung. das ist der zug der evolution, die aufgabe der menschheit in unseren tagen.

    darum sind die iluminaten auch so erfolgreich, es ist einfach soweit, entweder frei und willig im guten oder eben unfreiwillig auf die harte tour.

    alles hat seine zeit und die zeit des ego und des absoluten eigensinns, die zeit das eine halbkugel (symbolisch gesehen) hungert und die andere feiert, die ist vorbei und das ist gut so.

    das schicksal fordert die menschen auf sich zu ändern. thanks god.

    die iluminaten sind nur harte kelle, der winter wenn man so will. alles muss sich weiterentwickeln oder es degeneriert und ich der entwicklung der menschheit im sinne z.b. der bergpredigt ist nicht groß zu erkennen.

    so what? die iluminaten sind dann eben ein teil von jener kraft, die auch nur das „gute will“ und das böse schafft, schafft aber nur, weil die menschheit nicht den evolutionären schritt unternimmt, der in der bergpredigt und seit jahrtausenden von vielen einzelnen, sogenannten weisen aufgezeigt wurde.

    es liegt an uns und an niemanden sonst.

    so sehe ich das von innen her. nwo, iluminaten usw. usw. usw. sind so mächtig, wie die menschheit gierig, uneinsichtig und unsozial ist 😉

  36. Lafontaine und Sarrazin? Die beiden sind zwar ungefähr gleich alt, aber im Gegensatz zu Sarrazin ist Lafontaine kein verbitterter alter Mann, der es nötig hat, ganze Menschengruppen öffentlich herabzuwürdigen, um sich seinem Dasein einen (zweifelhaften) Sinn zu geben.

    Und: Frauenpower mag zwar nicht in Gestalt von Kipping und Schwabedissen überzeugen – aber wer eine Sahra Wagenknecht nicht als echte Chance für diese Partei erkennt, der outet sich nun wirklich als jemand, der Vorurteile gegenüber Frauen hat.

  37. @ chicano hat @ Mai 25, 2012 um 15:46 geschrieben

    volle Zustimmung alter Haudegen!

  38. sahra wagenknecht hat schon was vorzuweisen, wo ´s drauf ankommt.
    vor allem ihre beine – die sind ne goldgrube.

  39. chicano hat @ Mai 25, 2012 um 15:46 geschrieben

    das schicksal fordert die menschen auf sich zu ändern. thanks god

    Ja, unser Schicksal ist das uns von Gott geschickte Gute (Salus).

    Und alles wird gut, wenn US wegfällt 😉 .

  40. @ joachim

    „Und alles wird gut, wenn US wegfällt“

    ach wenns doch so einfach wäre 😉

    @ yilmaz

    wundert mich nicht aber freut mich dennoch 😉

  41. sarrazin?! man muss schon ziemlich verzweifelt sein…

    nö, einfach stimmzettel ungültig machen oder spaßpartei wählen, denn dieses system ist eh total für’n popo. von innen heraus geht da mal gar nix „wenn wahlen etwas ändern könnten, wären sie verboten“ gilt heute wie damals

  42. Wer hier postet, sollte wenigstens von Oskar mal sein Buch „Der andere Fortschritt“ gelesen haben. Auch die Lektüre von Tomi Ungerer bietet sich an, um manches klarzustellen.
    Ein Europa der Regionen ist was ganz anderes als ein solches der Nationen!

  43. „Wenn Lafontaine die Bartsch-Pau-Truppe hätte an die Wand fahren wollen, hätte er das schon längst tun können.
    Er hätte mit allen Getreuen im Bundestag aus der Fraktion austreten und eine eigene Gruppe gründen können. Da hätten dann auch noch ein paar konservative oder liberale Rebellen dazustoßen können.
    Das wäre eine Basis für den nächsten Wahlkampf gewesen!
    Hat er aber nicht. Wollte er nicht. Warum?“

    Weil Lafontaine sich längst (spätestens seit 2008/2009) mit der in der „Linkspartei“ vorherrschenden „Political Correctness“ arrangiert hat. Seine „Chemnitzer Rede“ ist doch längst Geschichte, er wendet sich ja (wie seine Partei) noch nicht einmal offen und grundsätzlich gegen die dreisten Anmaßungen der Brüsseler Eurokraten. Auch Statements gegen die Masseneinschleusung von Migranten habe ich von ihm (wie auch von Ulrich Maurer) schon seit Jahren nicht mehr vernommen.
    Stattdessen: „Sozialisten sind die wahren Liberalen“.
    L. ist ein unverbesserlicher Schaumschläger und Opportunist, der sich (wie auch schon Adenauer) um sein „Geschwätz von gestern“ nicht schert.
    Im Gegensatz zu Sarrazin müssen er und Sarah Wagenknecht sich auch nicht (mehr) von den Kettenhunden der „Political Correctness“ anpinkeln lassen.
    Eine linksnationale Politik im Sinne von Kurt Schumacher (die Willy Brandt übrigens NIE vertreten hat) ist von L. nicht zu erwarten.

    Sarrazin ist zwar kein „Linker“, aber im Gegensatz zu L. und S. W. verkündet er nicht nur sozialpopulistische Phrasen, sondern zeigt auch Probleme auf, die die herrschende politische Klasse und ihre parteipolitischen und journalistischen Nachbeter (auch in der „Linkspartei“) nicht wahrhaben wollen und ihn stattdessen als angeblichen „Rassisten“ diffamieren.

    Ernsthaft auf ein Zusammengehen von Lafontaine und Sarrazin zu spekulieren, ist vollkommen unrealistisch und entbehrt jeder Grundlage.

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