Elsässer trifft Ahmadinedschad

Deutsche Delegation auf Privataudienz beim iranischen Präsidenten

Nicht vergessen (I): Am Donnerstag, 3. Mai, spricht Professor K.A. Schachtschneider auf der COMPACT-Premiere zum Thema Euro, ESM, Demokratierzerstörung im Euro-System, Volkssouveränität und die Notwendigkeit eines Volksentscheids gegen den Euro-Wahn: 19 Uhr, Viethaus, Berlin-Mitte, Leipziger Str. 54/55. Vorverkauf hier.

Nicht vergessen (II): Die Mai-Ausgabe von COMPACT-Magazin ist schon unterwegs zu den Abonnenten und ab 3. Mai am Kiosk. Titelthema: „Israel als Gefahr für den Weltfrieden.“ Grass? Hat Recht! – – Schwerpunktthema: Das neue Geld. Was nach dem Euro kommt. – – Top-Aktuell: Interview mit dem am vergangenen Wochenende gewählten neuen Bundesvorsitzenden der Piratenpartei, Bernd Schlömer.

COMPACT 5/2012 kann man hier bestellen. Wer abonniert, bekommt eine DVD dazu (z.B. Jürgen Elsässer, Kriegslügen gegen den Iran) und erhält bei der Schachtschneider-Veranstaltung am 3.5. (und allen folgenden COMPACT-Premieren) freien Eintritt.

So, aber nun zu unserer Iranreise ein erster Bericht. Übr die Schikanen auf dem Hamburger Flughafen habe ich bereits hier gschrieben.

An dieser Stelle nur kurz: Es war wohl die interessanteste Reise, die ich je gemacht habe. Dank der guten Organisation und Reiseleitung durch Dr. Yavuz Oezoguz (muslim-markt.de) erhielten wir einen Eindruck aus erster Hand unter anderem durch Besuch im Parlament, in einer Automobilfabrik, beim zentralen Freitagsgebet in Teheran, bei den Massenprozessionen zum Tod der Prophetentochter Fatima, und wir trafen zahlreiche Experten und Vertreter aus Politik und Forschung sowie Vertreter der religiösen Minderheiten (Christen, Juden, Zoroastrer). Politischer Höhepunkt war natürlich die Privataudienz bei Präsident Mahmud Achmadinedschad, über die das iranische Fernsehen und die großen Tageszeitungen berichteten. In der englischsprachigen Tageszeitung „Iran Today“ stand der Artikel über die Audienz unter der Überschrift: „Capitalists behind economic crisis“. Bingo! 

Wozu ZDF-Frontmann Claus Kleber angeblich zwei Jahre brauchte, erreichten wir nach 7 Tagen: Ahmadinedschad persönlich zu treffen. Die 14köpfige Delegation – unter anderem mit Bestsellerautor Gerhard Wisnewski, den „Arbeiterfotografen“ Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann sowie dem 9/11-Forscher Elias Davidson – war das Treffen wichtig, damit wir uns endlich einmal ein Bild aus erster Hand machen können. Es ging uns allen nicht um Parteinahme, sondern um die erste Aufgabe jedes seriösen Journalisten: Auch die andere Seite zu hören – et altera pars auditur. Natürlich wird uns das jetzt anders ausgelegt werden – von Journalisten und Neidern aller Art, die längst ihre Seele an die Kriegstreiber verkauft haben. Der Präsident sprach über eine Stunde mit uns, dazu bald mehr.

Zwei Punkte möchte ich als Resümée der Reise hervorheben, weil sie wohl alle von uns überrascht haben:

1.) Während ich mit gewissen Sorgen die Reise angetreten hatte, weil ich von der Möglichkeit eines jederzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffskrieg ausgegangen war, plagt diese Sorge im Land niemanden. Es gab bei keinem unserer Gesprächspartner auch nur den Hauch von Nervosität, geschweige denn Panik. Während in Israel laufend Zivilschutzübungen abgehalten werden, geht jeder im Iran seinen Alltagsgeschäften nach. Auf den Straßen gibt es keinerlei Militär und auch kaum Polizei. Vor vier Wochen war ich in Paris, wo schwerbewaffnete Gendarmerie an jeder Ecke patrouilliert. Nichts davon im Iran! Auf Nachfrage erklärten alle Gesprächspartner unisono, dass sie NICHT von einem baldigen Krieg ausgehen und dass sie, falls er kommen sollte, ein großes Vertrauen in die eigene Verteidigungsfähigkeit haben.

2.) Iran ist kein mittelalterliches, sondern ein hochmodernes Land. Die Wirtschaft boomt! Trotz Sanktionen! Teheran ist moderner als Berlin, es gibt 20spurige Stadtautobahnen, die auch nachts um 12 Uhr noch verstopft sind, und einen 2007 erbauten Fernsehturm, der höher als der auf dem Alexanderlatz ist. Die Bautätigkeit ist atemberaubend: Auf Schritt und Tritt werden neue Hochhäuser hochgezogen, so etwas habe ich nicht einmal in Berlin in den Jahren nach der Wiedervereinigung erlebt. Bettler, Prostituierte, Elend, Schmutz – all das sucht man vergeblich. Sicherlich gibt es auch arme Menschen und die Löhne sind insgesamt niedriger als in Deutschland (im Schnitt 600 bis 900 Euro). Aber wussten Sie, dass der Arbeitstag im Iran nur 6 Stunden dauert, die Woche nur 30 Arbeitsstunden hat? Einkommen und Lebensstandard zumindest in Teheran sind HÖHER als in den ost- und südeuropäischen Periperieländern der Europäischen Union! Eine kleine Episode: Letzten Mittwoch sahen wir in Isfahan im Studentenwohnheim, wo wir untergebracht werden, das Fußballspiel Bayern gegen Real. Das IRANISCHE Fernsehen übertrug das Match. Zur gleichen Zeit war mein Schwager in einem Firstclass-Hotel in Budapest, wo er das Spiel auf allen Fernsehkanälen vergeblich suchte. Will da noch jemand sagen, der Iran isoliere sich?  Summa summarum: Das Land hat Kraft und Perspektive. Die Sanktionen werden es nicht in die Knie zwingen, sondern könnten es sogar stärker machen.

Weitere Berichte folgen.

————- Neue Kommentarregeln auf diesem blog. ——————

1.) Auf dem blog kann jedermann kommentieren. Die Einschränkung auf COMPACT-Abonnenten wird aufgehoben. (Ersatzweise wird das Angebot auf der offiziellen COMPACT-Seite http://www.compact-magazin.com ausgebaut).

2.) Auf diesem blog werden keine Diskussionen über die Jahre 1933 bis 1945 geführt. Holocaust-Leugner, Hitler- und Stalinfans mögen sich anderswo abreagieren. Auf diesem blog wird über das HIER UND HEUTE diskutiert.

3.) Auf diesem blog wird niemand beleidigt und auch keine „Rache“ gegenüber Politikern angedroht. Kritik kann scharf sein, aber die Persönlichkeitsrechte auch des politischen Gegners und die Bestimmungen des Strafgesetzbuches sind zu beachten.

Beiträge, die sich nicht an Punkt 2 und 3 halten, werden ohne Erklärung gelöscht, auch wenn sie neben den Verstößen Sinnvolles beinhalten.

 

 

 

91 Kommentare zu „Elsässer trifft Ahmadinedschad

  1. Cool! Elsässer trifft Ahmadinedschad!
    Was Besseres kann Ihnen doch gar nicht passiert sein im Iran. Ich bin sehr sehr gespannt auf weitere Berichte von Ihnen!

  2. Vielen Dank für Ihren Mut diese Reise zu unternehmen und das Sie uns an dieser teilnehmen lassen.

  3. Eine Nachts noch verstopfte 20-spurige Stadtautobahn klingt für mich vor allem nach einem schlechten Öffentlichen Nahverkehr.

  4. Thx to JE for this impressive briefing about the main features of his journey into one of the old cultures on earth. This journey, if widely made public, is a contribution to peace in the „Middle East“ as it was Guenter Grass‘ poem which had reminded me of some of the strong prayers by the prophets of the (jewish) Old Testament.

    As always mainstream and other media bowing before US-NATO-Israeli bigotry will ignore or like the crazy zealots of „Van Gogh-Society“ condems this report, because it represents reality.
    From my former travels to IRAN I kept a deep respect before it’s old culture and before it’s modern performance: to feed a rapidly growing population of now around 80 million, and to enable a decent living and a lot of entertainment on high level, is more than we can see in some member states of the EU.
    And who in the US or Germany would know that Farsi (their language) belongs to the indo-german language-family ? I sincerely hope that the group of 11 members of the House of Respresentatives in the US who just voted for „talks instead of hawks“ with regard to Iran will soon gain more support. And also hope that those young bloggers in Israel who recently declared themselves being against any attack targeted at Iran will rally more support!

  5. Vielen Dank, dass wieder jeder kommentieren darf, Herr Elsässer! Eine bemerkenswerte und mutige Reise, kann ich nur sagen. Sicher wird es bald bei Mainstream-Medien oder gewissen einschlägigen anti-islamischen Websites heißen: „Elsässer, Wisnewski und Co. hofieren die Mullahs und Ahmadinedschad!“ Davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Was mich aber doch interessieren würde: Waren Sie nur in Teheran oder haben Sie auch andere Landesteile besucht? Und haben Sie auch mit Leuten „auf der Straße“ gesprochen oder nur mit Amtsträgern? Bin schon sehr gespannt auf weitere Berichte!

  6. Schön, daß Du wieder daheim bist!
    Ich fürchtete schon, Du würden dort bleiben.
    Ansonsten freut es mich, daß Du gute Nachrichten aus dem Iran mitbringst. Hoffentlich behalten die Optimisten Recht.
    Was den Militäraufmarch im Westen betrifft, so ist doch offensichtlich, daß es um die Unruhe und den befürchteten
    Widerstand in der hiesigen Bevölkerung wegen der andauernden Krise und Geldveruntreuung zwecks „Bankenrettung“geht. Davon soll wohl auch das Kriegsgeschrei ablenken.

    mit freundlichen Grüßen

  7. @Juergen: ich bin begeistert: sowohl von der Iran-Reise und dem Treffen mit Präsident Ahmadinedschad als auch von dem neuen COMPACT, das ich samstags per Post erhielt und in einem Rutsch durchgelesen habe.
    Wenn die Abonnentenzahl ebenso steigt wie die journalitische Qualität,
    dann wäre das Projekt materiell gesichert.

  8. Na ja, der Iran wird wohl nicht das Reich des Bösen sein, aber den Iran über den grünen Klee zu loben, nachdem man einen ja doch eher „offiziellen“, also einen beaufsichtigten Besuch gemacht hat, ist das nicht etwas naiv? Ich bin schon auf den Compact-Artikel gespannt.

  9. „…erreichten wir nach 7 Tagen: Ahmadinedschad persönlich zu treffen.“
    Soll das bedeuten, das Treffen mit ihm sei nicht vor dem Reiseantritt geplant gewesen, sondern erst nach der Ankunft hätte sich der Reiseleiter erstmals mit dem Büro des Präsidenten in Verbindung gesetzt und der hätte innerhalb einer Woche Platz in seinem Terminkalender gemacht? Oder stimmt „7 Tage“ doch nicht ganz?

    Keine Panik im Iran: Brigadegeneral Farzad Esmaili sagte laut Fars News: „Jede feindliche Rakete wird bevor sie die IR Iran schädigen kann zerstört oder umgeleitet und das Ziel treffen, das wir bestimmen.“ Haben Sie darüber was erfahren, Herr Elsässer?

  10. Vielen Dank für die durchgeführte Reise und den ersten Bericht darüber. Ich bin gespannt auf die noch folgenden,
    Da wäre ich gern dabei gewesen.

  11. Ihre Begeisterung sich selbst ein Bild zu machen in Ehren, aber das Ergebnis scheint Ihren Worten nach sehr einseitig ausgefallen zu sein. Sie werfen sich in die Brust vor Stolz Klaus Kleber und das ZDF als Schnecken darzustellen im Vergleich zu Ihnen und Ihrem Kontakt, da kann man nach Gesprächen mit Exiliranern, die beste Kontakte in den Iran verfügen nur weinen über beide lächerlichen Anbiederungen, die dem Regime die Chance verschaffen den einseitig informierten Bürgerinnen und Bürger im Iran zu zeigen, wie beliebt das Regime im Ausland angeblich ist. Sie haben sicher eine Seite zu sehen bekommen, die sie sehen durften und nicht die Ihnen ein umfassendes Bild von der Realität iranischen Alltags verschafft hat. Geschweige denn von ideologischen Implikationen, die Auslöser zahlreicher Menschenrechts Verletzungen sind. Dass offizielle Vertreter der drei von Ihnen genannten Religionen offizielle Verbeugungen vor dem Regime durchführen kann Sie nicht erstaunen und wohl auch nicht blenden, schliesslich werden Sie genau dafür bezahlt. „Wir geben euch Schutz und Ihr gebt uns einen guten Leumund….“Hatten Sie Gelegenheit mit Nasrin Sotoudeh zu sprechen, oder halten Sie sie auch für eine bezahlte Agentin des Westens? Hatten Sie die Möglichkeit die Hintergründe der Angriffe gegen Nematollah Derwische zu erforschen und zu verstehen, warum 10 Derwische vor kurzem wegen Gotteslästerei verurteilt wurden? usw usf, da wären viele Fragen, die Sie bei solchen offiziellen Besuchen sicherlich nicht beantwortet bekommen. Ihr Anliegen Imperialismus in seine Schranken zu verweisen in Ehren, aber lassen Sie sich nicht von den Opportunisten im Iran vereinnahmen, die jedes Thema dankbar einsetzen, um Freunde zu gewinnen.

  12. @ Die andere Seite

    Solche Aussagen Iranischer Militärs sind oft heiße Luft. Vor zwei Monaten erzählten die auch, sie würden es nicht erlauben, dass die USA wieder einen Träger zurück in den Golf schicken. Wissen Sie noch:“ Wir waren die Amis, wir warnen nir ein einziges mal!!!“ Eine Woche später war der Träger wieder zurück und was ist passiert? Außer Spesen nichts gewesen.

  13. Wie leichtsinnig, nach dem (todes)mutigen Klartext zum Themenfeld des Grass Gedichtes bei Nuoviso wieder in die BRiD einzureisen, wo Du darin noch selbst den armen Jürgen (!) Möllemann erwähnt hast… Einmal so weit gekommen, hätte an Deiner Stelle fast jeder an seiner Inkarnation Hängende das iranische Volk um Asyl, zuförderst ein sicheres Versteck, ersucht. Im Zeitalter des WWW lässt sich eine Zeitschrift ja auch vom Ausland aus herausgeben. Und dieser Ahmadinedschad hat wirklich ein verblüffendes Glück, ist schon Staatschef und dann fällt ihm auch noch eine einstündige Audienz mit Dir einfach in den Schoss. Jetzt hat er sicher noch mehr Neider als vorher…

    Aber mal ganz ernsthaft, im Iran ist wegen der 30-Stunden-Woche vermutlich auch die Lebensqualität, das „Bruttosozialglück“ wesentlich höher als in neofeudalistischen Ochlokratien mit Lohnsklavenbevölkerungen, die Letzteren sagenhaft frech als Demokratien verkauft werden. Ein Grund mehr für die Kabale, das Land in die Steinzeit zurückzubomben, sonst macht dieses Beispiel noch Schule.

  14. Ich vermute, daß der Iran unter Ahmadinedschad gegen die Verbrechen des jüdischen Staates ist, nicht aber gegen die Juden. Und daß diese Differenz einen kategorialen Unterschied ausmacht, der verwischjt werden muß, damit man gegen den Iran die Geschütze in Stellung bringen kann, über die auch in diesem Blog nicht gesprochen werden darf, aus berechtigter Angst vor Diffamierung und Verleumdung.

  15. Die andere Seite hat @ April 30, 2012 um 17:28 geschrieben

    Keine Panik im Iran: Brigadegeneral Farzad Esmaili sagte laut Fars News: “Jede feindliche Rakete wird bevor sie die IR Iran schädigen kann zerstört oder umgeleitet und das Ziel treffen, das wir bestimmen.” Haben Sie darüber was erfahren, Herr Elsässer?

    Klingt nach Selbst-Agitation: Wir sind unverwundbar und Pfeifen im Wald, weil uns selbst dort nichts passieren kann, so gut und stark, wie wir sind .

  16. @jürgen
    Es freut mich, dass Du wieder da bist und ich möchte Dir und den anderen von ganzen Herzen für Euren hochqualitativen, investigativen und seriösen Journalismus danken !

  17. Obwohl ich nicht das erste Mal im Iran war, war diese Reise auch für mich sehr erkenntnisreich, da ich das letzte Mal vor 6 Jahren dort war. Seit dem hat sich eine Menge dort getan! Auffallend ist vor allem der hohe Bildungsstand der Iraner, denn Bildung wird dort sehr groß geschrieben. Iran ist auch in der islamischen Welt eine Ausnahmeerscheinung in jeder Hinsicht. Was das Sozialsystem angeht, auch wenn es (noch) nicht vergelichbar mit Deutschland ist, vor allem aber, was die Stellung und Wertschätzung der Frau anbelangt. Ich schätze, auch in Deutschland ist so etwas wie die Nationalbibliothek in Teheran nicht so häufig zu finden.
    Wie ich gegenüber Jürgen mal erwähnt habe, ich habe vor allem bedauert, dass chicano nicht dort war.
    Der spirituelle Höhepunkt war für mich die Nacht (und der darauffolgende Tag) zum Gedenken an den Todestag von Fatima (a.s) im Mausoleum in Ghom, der politische die Audienz bei Ahmadinejad.
    Am schönsten aber war , dass ich mal unmittelbar mit meinen nichtmuslimischen Landsleuten in Dialog treten konnte. Jeder von uns ist ja so beschäftigt, man kann nicht per Mail hin- und herdiskutieren, weil man dazu schlicht weder Zeit noch Lust hat. Wenn man allen vis à vis gegenübersiitzt, geht es viel besser. Ich wusste jedenfalls gar nicht, dass es hier solche Leute gibt. Den einen oder anderen kannte ich ja nur von Veröffentlichungen. Schon lustig, dass wir für solche Gespräche erst in den Iran reisen mussten, aber man muss manchmal einfach raus aus dem Alltag, dann sieht man alles in ganz anderem Licht.

    Die Zionisten hyperventilieren allesamt, aber die Links will ich hier nicht unbedingt einstellen.

    Man kann alles per Suchmaschine finden unter „Elsässer Iranreise“.

    Einer der Mitreisenden hatte schon die blumige Sprache der Iraner übernommen. Er sagte: „Ich kam als Freund des Iran und gehe als ihn Liebender „

  18. Jetzt wäre es wichtig, daß eine breitere Öffentlichkeit über den Iranbesuch erfährt. Gelingt das nicht, so ist (wieder)nachgewiesen, daß die sog. „Qualitäts“-(alias Schweine-)Medien ihrer Informationspflicht nicht nachkommen.

    Wie wäre es, wenn jeder, der JE Glück wünscht und Anhänger der Idee ist, den Frieden bewahren zu helfen, mindestens 10 Freunden via Weltnetz die Kernsätze von JE übermittelt? Eine exponentielle Verbreitung erreicht in Stunden Hunderttausende, in Tagen Millionen.

    Vielleicht mag Jürgen Elsässer extra zu diesem Zweck 10 Kernpunkte zu Papier bringen?

    Dann müssen andere Nachdenkliche Stellung nehmen. Wie wäre es mit einem Interview mit Grass oder Helmut Schmidt in Compact?

  19. ad Dr. Kümel „Vielleicht mag Jürgen Elsässer extra zu diesem Zweck 10 Kernpunkte zu Papier bringen?“
    Gute Idee. Ich mach mit. (auch wenn’s 9 oder 11 würden oder eine andere Form)

  20. @ fatima

    „Wie ich gegenüber Jürgen mal erwähnt habe, ich habe vor allem bedauert, dass chicano nicht dort war.“

    auch ich habe daran gedacht und hätte ich von der reise im vorfeld gewusst, ich wäre mitgekommen.

    allerdings hätte mich dort nicht überrascht zu sehen und zu erleben, was sie schildern. all das glaube ich und glaubte ich schon immer. ich kenne ja muslime und iraner, ich kenne auch nichtmuslemische iraner, ich kenne sogar einen extrem streng gläubigen pakistaner und seine familie….und alle diese menschen gehören zu den angenehmsten und warmherzigsten die ich kenne. mit ihnen kann ich mich am allerbesten austauschen, auch über spirituelle fragen und auch wenn am ende jeder bei seinen persönlichen überzeugungen bleibt, bleibt auch die freundschaft und wärme erhalten.

    es ging und geht aber um etwas anderes und wie hätte mich diese reise von gegenteil dessen überzeugen sollen und können, dass im iran derwische, sufis verfolgt werden wegen ihres glaubens? das dort menschen hingerichtet werden, weil sie eine „unnatürliche“ sexuelle orientierung besitzen, die sie sich nicht ausgesucht haben? das sind verbrechen im namen eines glaubens und da hört der „spaß“ auf für mich.

    sie wissen doch, ich bin gerechtigkeitsfanatiker und darüberhinaus, ich glaube nicht an einen gott, der verlangt das andersgläubige unterdrückt, verfolgt oder getötet werden.

    dennoch bin ich soweit „gereift“ das ich eine allianz mit einem regime, auf zeit, verstehen kann, wenn dadurch auch nur einen tag aufgehalten werden kann, was man nur eine alles überrollende „geld-medienkrake“,die die welt mit krieg überzieht, also auch mordet millionenfach aber, aus glauben, glauben an geld und gier und ekelerregend übersteigertem psychopathen-ego, nennen kann.

    es wäre so schön und ich würde glatt asyl im iran erbitten….wenn diese unsäglichen oben genannten dinge nicht der wirklichkeit entsprechen würden!!!

    tun sie es nicht, fatima? sufis, derwische und bahai verfolgen, wegen ihres glaubens? die mystiker, weil sie erklären, dass der geliebte und der mench eines sind?

    ist es nicht so????

    beste grüße und schön, dass wir mal wieder hier plaudern 😉

  21. jürgen, du wusstest sicher, wie du nun mit „journalistischer“ jauche überzogen werden wirst. antideutsche und konsorten haben jetzt endgültig ein neues feindbild gefunden, auch das war dir klar.

    respekt alter junge für deine dickköpfigkeit. du springst für deine überzeugungen in die bresche.

    irren kann man sich immer. aber einstehn für das was man glaubt ist entscheidender. hut ab…

  22. einen muss ich aber loswerden, ihr wisst ja…es muss schon stimmen 😉

    prostitution nennt man im iran „ehe auf zeit“. es gibt sie also sehr wohl und mann muss da eben aufpassen, dass nicht durch solches auch anderes an glaubwürdigkeit verliert.

    lasse mich aber auch hier gern berichtigen, wenn ich das falsch sehe, fatima und ich schreibe das ohne häme oder dergleichen. es geht um wahrhaftigkeit, soweit wir eben wahrhaftig sein können, oder?

  23. p.s. jürgen

    hab ds mit der prostitution nur angeführt, weil es alles in allem so richtig und wichtig war JETZT in den iran zu fliegen, wo versucht wird durch gerüchte ein feindbild aufzubauen, um eines der letzten bollwerke gegen unsere „freunde“ mit krieg zu überziehen.

    aber man kann solches eben dann wunderbar zerpflücken. na du verstehst mich schon.

  24. Wer selbst nicht im Iran war, sollte sich nicht durch Vermutungen durch Mainstream-Medien oder Informationen, soggenannten Exiliranern blenden lassen. Da es auch dort große unterschiede herrschen, wie zum Beispiel in den 60´er und 80´er im Iran, da worden auch Informationen weiter gegeben, veröffentlich oder auch verkauft an Geheimdiensten, Regierungen von soggenanten Exiliranern und Freunden, um nur ihre eigenen (EGO) zwecke zu verfolgen, man weiss jetzt erst, das vieles Manipulation war. Durch falsche Vorführungen von Möchtegern beweisen und aussagen durch Geheimdienste & Co ist der BOMBEN Terror über dem in Irak doch erst möglich gewesen, da sind wir doch wohl alle der selben Meinung, oder hat es irgend einer nicht mit bekommen, das nicht im geringsten der Art von Waffen gefunden wurde wie Mr. Paul uns schön vorgeführt hat. Das Selbe Imperialistische Programm läuft weiter und der Iran ist das nächste Ziel.
    Ich möchte die Augen nicht verschliessen, das dort die Menschen unterdrückt werden und das vieles besser sein könnte aber diese muss auch aus eigener Kraft kommen. Von den Menschen die dort Leben und nicht von anderswoher! Jeder der seine Augen verschlossen hält, was mit den Bürgern in Israel passiert, die für ihre Palästinische Brüder im Land Kämpfen, damit meine ich Demonstrieren, auf die Strasse gehen, FRIEDLICH, die dann von ihren eigen Landsleute wie Verbrecher behandelt werden, dass ist Traurig und tut mir weh, das so was nicht in unseren Medien gezeigt wird, ist unfassbar, ich glaube das viel Bürger in Deutschland, Solidarität zeigen würden wenn sie so was Menschenverachtendes sehen würden!! ( http://www.youtube.com/watch?v=k36uOvToyMg&feature=fvwp&NR=1 ) ( http://www.youtube.com/watch?v=CgyDO6wxZrg )

    Der Iran ist nicht perfekt, England und Frankreich sind nicht perfekt, die U.S.A sind nicht perfekt, nur der sichtbar unter schied für alle Menschen auf der Welt ist: das es diejenigen doch sind, die Unheil auf der Welt verbreiten nicht war!!!

    Ich dankbar und froh, das es Menschen wie Herrn Elsässer gibt die nicht nach der Pfeifer der Massen Tanzt, wie viele in seiner Brunche es tuen.
    Wir wissen ja alle wo es hingeführt hat…

    danke, für ihre angagemo!!!!

  25. Claus Kleber, hat für mich nichts bewegt im Gegenteil, das was er sagt ist einfach nur schlecht, schade ich hätte mehr erwartet, dieses nach Geplapper von der Unwahrheit, der gekauften Medien ist das letzte!!!

    Ich respektiere ihn, keine frage, aber jemand mit normalen Menschenverstand bemerkt doch, das was mit ihm nicht stimmt!
    ( neutral war er auf jeden fall nicht )
    ..er schürte er die angst bei den Zuschauern…

    Ihr könnt euch selbst überzeugen, im voll Interview mit Ahmadinedschad, ist er ganz leise und beantwortete keine fragen von ihm und das Israel 300 Atomwaffen hat ist auch gleich untergegangen, was ich schon mal sehr komisch finde. Und im Ausschnitte aus ZDF-Interview mit Ahmadinedschad , wird nur geläster und alles hoch gespielt. Jemand der die Möglichkeit besäße einen tollen Dialog zuführen um mal den Menschen in Deutschland zu zeigen das wir Bürger anders denken als das was man uns weiss machen will, ist nicht dabei gewesen, hätte mich auch gewundert was positives über Iran im ZDF zu sehen!!

    hier der voll Interview: http://www.youtube.com/watch?v=2cDyEaMZofU&feature=related

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1598064/Ahmadinedschad-Atomwaffen-unmoralisch#/beitrag/video/1598064/Ahmadinedschad-Atomwaffen-unmoralisch

    Und hier das Gemetzel nach dem Interview im ZDF:

  26. Allah hilf, ich hatte wohl eine trotz allem noch viel zu romantische Vorstellung von Teheran.

    Die Kombination aus „Modernität“, die sich in 20-spurigen, noch um Mitternacht verstopften Stadtautobahnen ausdrückt und religiös-konservativer Staatsdoktrin vergrößert jetzt in meinen Augen nicht gerade die Versuchung, dieses Land mal zu besuchen.

    Wenn in Deutschland das Benzin so billig wäre, dann hätten wir mit unserer Masse an unkritischen Konsumenten sowie unserer expansionswütigen Automobilindustrie vielleicht schon 30-spurige verstopfte Stadtautobahnen, wären also noch „moderner“ als der Iran.

    Kann die Religiosität sich nicht zur Abwechslung mal im Bewahren der Natur, bzw. der „Schöpfung“ ausdrücken?

  27. perfetto Herr Elsässer!
    Danke für den Vor Ort Bericht aus dem Iran. Solche Berichte werden helfen Compact noch attraktiver zu machen und uns zeigen wie Dinge im Iran wirklich laufen

    Auch finde ich die Mischung der Reisenden gut, da kommt bestimmt eine objektive Berichterstattung bei raus.
    Bin mal gespannt was Präsident Ahmadenidschad gesagt hat, auf jeden Fall „Hut ab“, daß Sie einen Interview Termin erhalten haben, das sind alles gute Nachrichten, und die brauchen wir alle heutzutage.

  28. Naja, das wird ja wohl ein Jubelbericht über den Iran sein–wenn das Ganze vom Muslimmarkt und meier geliebten Fatima und Yavuz Özuguz gelietet wurde. Ich kenne solche „first hand“-Propagandabesuche noch aus den Zeiten der Sowjetunion, der K-Gruppen nach China und Albanien , des KBW nach Pol-Pot-Kambodscha oder eben deutsch-kubanischen Freundschaftsgesellschaft.Von daher: Viel Skepsis meinerseits an dem „modernen Iran“, der scheinbar nur an der Höhe seiner Immobilienblasen gemessen wird. Dennoch schätze ich es auch so ein, dass Iran die Sanktionen überstehen wird. Wenn Kuba das kann, dann erst recht Iran, zumal es noch China und Indien im Rücken hat.Jedenfalls bin ich einigermassen beruhigt, dass die gehypte Kriegsgefahr scheinbar nicht mehr so gegeben ist.Ob Romney oder Obama–beide schenen keine Auseinadersetzung zu wollen und in Israel gibt es inzwischen auch genug Politiker, Militärs und Mossadleute, die davon abraten.

  29. als Iraner kann ich nur sagen schämen Sie sich diesen Man, der als Gnadenschuss verantwortlicher in EVIN Gefängnis beschäftigt war, die Hand zu schütteln.

  30. Menschenrechtsverletzungen. Soso, macht das ein Regime aus? Na dann willkommen. Was ist eigentlich schlimmer? Ein Regime das gegen eine Bevölkerung regiert. Oder ein Regime das von der Bevölkerung aktzeptiert wird und ähnliche vielleicht sogar noch folgenreichere Verletzungen begeht? Die Antwort überlasse ich Ihnen. Wer im Glashaus sitzt….

  31. Ich möchte mich jetzt nicht großartig über Menschenrechtsverletzungen der Iranischen Regierung auslassen. Ich habe nicht das nötige Wissen, was davon Wahrheit oder verlogene Propaganda ist.
    Ich denke an die Menschenrechtsverletzungen hier in Deutschland. Und auch da will ich nicht über Versklavung, Lohnkürzungen, Hartz4, steigende Armut usw. diskutieren.
    Ich möchte mich über die geistige Menschenrechtsverletzung in unserem Lande äußern. Da tauchen so Gestalten, wie Hendrik A. Broder auf und spielen den Entsetzten, in Bezug auf Grass´s Gedicht: „Was gesagt werden muß“. Gleichzeitig wiederholt er und unzählige Köpfe in den Medien ein falsches Zitat von Ahmadienedschad, dass dieser Israel von der Landkarte verschwinden lassen will. Da werden systematisch Falschmeldungen über Syrien verbreitet, um endlich eine militärische Invasion in beide Länder als unumgänglich, oder es mit Merkels Lieblingswort „alternativlos“ , zu propagieren.
    Was sind das für Menschen, Klaus Kleber und Konsorten? Die müssen doch am besten wissen, dass die Rundumschläge der Amis, Israels und der Nato, insbesondere Großbritanien und Frankreichs, nicht immer funktionieren können. Es gibt noch andere Mächte auf dieser Erde, z.B., Russland und China.
    Ist es denn die größte aller Wonnen, Herr Kleber, einen flächendeckenden Krieg gutzuheißen, nur weil man einen schönen, sehr gut bezahlten Posten im Fernsehen hat? Müssen Menschen, die immer noch daran glauben, dass die Öffendlich-Rechtlichen Medien die Wahrheit berichten, auf Tiefste betrogen werden? Wollen Sie wirklich eine Zerstörung der Welt gutheißen? Haben Sie Frau und Kinder oder andere Menschen, die Ihnen wichtig sind?
    Es gibt Menschen, die Ihnen Vertrauen, auch ältere, die die schrecklichen Ereignisse eines Weltkrieges erlebt haben.
    Wollen Sie die Existens dieser, sich im Hintergrund haltender Psychopaten, leugnen, die seit Jahrzehnten Kriege anzetteln und Menschen gnadenlos aufeinander loshetzen?
    Was erfreut Sie so an Krieg? Glauben Sie, sie würden einen Platz im Bunker bekommen, wenn die ein oder andere Atombombe, welche hier in Deutschland stationiert ist, zufällig hochgeht?
    Wenn ja, gönne ich ihnen eine mindestens 50 Jahre andauernde Lebensfreude im Bunker mit Merkel, Schäuble, Kauder (mit dem können sie ein bischen Kauderwelsch sprechen), Cl. Roth, Trittin, Gabriel, Westerwelle, D. Bohlen, H. Klum und vielleicht D. Bach mit einem aus den Trümmern geretteten Dschungelcamp.
    Viel Spass
    Dummes Zeug, vielleicht. Aber was gesagt werden muß, zumindest für mich.

    Leider kenne ich vom Namen her nur Jürgen Elsesser und Gerhard Wisnewski, welche an der Reise beteiligt waren.. Aber ich bedanke mich mich bei dem gesamten Team, das vielleicht einen großen Beitrag, entgegen der zähneknierschenden Mainstream, für den Weltfrieden geleistet habt.

  32. Hallo Jürgen, Sie sind echt ein cooler, ehrlicher und mutiger Typ, ganz nach meinem Geschmack! Es tut echt gut, solche Menschen zu „kennen“ bzw. erstmal zu finden. Es gibt ja so viele Maulhelden, die nie was riskieren.
    Muss gestehen, auch ich hatte etwas Bammel um Sie, aber nicht wegen der Iraner, sondern wegen unseren Giftzwergen.
    Wie Sie nun zu dem dortigen Präsidenten gelangen konnten ist mir eigentlich wurst. SIE haben ein Zeichen gesetzt und das ist einfach großartig. Es tut einem oft richtig weh, wenn man die tägliche Berichterstattung mal ertragen muss. Aber man muss ja nicht, stimmts? Es ist besser, wenn man sich diesem Lug und Trug immer mehr entzieht. Es verwirrt nur das eigene klare Denken und den gesunden Menschenverstand.
    Ich hoffe nur, dass die „Klardenker“ in diesem Lande mehr werden und auch zueinander finden. Deshalb befürworte ich eine Verbreitung nach oben vorgeschlagenem Schema.
    Vielleicht gibts auch mal ein kleines Video auf Youtube. Da kann man dann gleich mitzählen, wieviele Interessenten es gibt; und man kann es auf facebook seinen Freunden zeigen.
    Alles liebe für Sie und solidarische Grüße – Manu

    p.s. kennen Sie eigentlich auch die Leute der Wissensmanufaktur.net um Andreas Popp & Co.? Sie fänden sicher auch einige interessante Berührungspunkte!?

  33. @pirat: Lassen wir die Zionisten heulen. Das war sowieso sowas von vorhersehbar! Die (getroffenen) Hunde bellen, die Karawane der Wahrheit zieht weiter.
    Wer weiß, vielleicht schließt sich früher oder später sogar der eine oder andere von denen an, die jetzt mit der zionistischen Meute heulen?

  34. Hallo Herr Elsässer, wenn jetzt die An- und Auswürfe der geifernden Kritiker kommen, denken Sie einfach an Joachim Ringelnatzens Gedichtlein:

    „In Hamburg lebten zwei Ameisen,
    Die wollten nach Australien reisen.
    Doch in Altona, auf der Chaussee
    Da taten ihnen die Füße weh,
    Und da verzichteten sie weise
    Dann auf den letzten Teil der Reise.“

  35. @ Jakobiner

    Erstaunlich, Sie haben gar nichts kapiert. Es geht JE nicht um eine Glorifizierung des Iran, sondern um nichts weniger als um die Verhinderung des Dritten Weltkriegs.

    Sie haben die J.-Mütze auf, aber könnten Sie nicht DENNOCH pazifistisch denken?? Haben Sie Danton und Berija denn noch nicht abgehakt?

  36. Hallo Herr Elsässer,
    zum ersten: ich würde doch mal das Foto in der Headline austauschen. Sollten Sie tatsächlich die abgebildete Person sein, so wirken Sie – pardon – äußerst blasiert und – abermals pardon – tuckig.
    Zum zweiten: am meisten beeindruckt mich Ihre Begeisterung für das moderne Teheran.Nun: Berlin war zu Hitlers Zeiten auch sehr „modern“, von den Autobahnen ganz zu schweigen. Fazit: Die Qualität eines Regimes mißt sich an den Autobahnen. Danke vielmals!

  37. @Matamoros‘ „Zum zweiten“: Recht haben Sie und gut, daß soetwas endlich mal jemand wagt zu sagen! Es ist aber noch erschreckend vergleichbarer: Sowohl seinerzeit in Berlin, als auch in Teheran hatten die Menschen zwei Beine! Wenn das mal keine verräterische Kontinuität offenbart.

  38. Sehr geehrter Herr Elsässer!

    Sie schreiben:

    „Während ich mit gewissen Sorgen die Reise angetreten hatte, weil ich von der Möglichkeit eines jederzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffskrieg ausgegangen war, plagt diese Sorge im Land niemanden.“

    Warum sollten sich die Iraner wegen eines drohenden Angriffs der Israelis sorgen machen? (Wie Sie auf einen amerikanischen Angriff kommen ist mir schleierhaft. Aber vielleicht verfügen Sie über Geheiminformationen?)
    Einige Politiker in Israel haben in Erwägung gezogen die Atomanlagen im Iran (alle?) anzugreifen, um die Herstellung einer Atombombe zu verhindern.
    Warum sollten sich die Iraner, z.B. in Teheran deshalb Sorgen machen? Gibt es denn in Teheran eine derartige Anlage?
    Auch dürften die wenigsten Iraner in einer derartigen Anlage arbeiten. Warum sollen sie sichg also Sorgen machen?

    Israel ist in den letzten 10 Jahren mit ca. 10 000 Raketen und Mörsergranaten beschossen worden. Ein Land in dieser Situation ist gut beraten ständig Zivilschutzübungen abzuhalten.
    Wäre der Iran in dieser Situation, dann würde er das auch tun. Da nehme ich jede Wette an.

    Zum Schluss Herr Elsässer noch eine Frage:
    Wie sind Sie dazu gekommen, die Übertragung eines Fußballspiels im Iran als Beweis für die Meinungs- bzw. Informationsfreiheit in diesem Land zu werten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Paul

  39. Werter Dr. Kümmel,

    Ihre Weltensicht ist etwas kümmerlich und es scheint nur Schwarz und Weiss zu geben, für Grau- oder Bunttöne sind sie unempfänglich.Für mich ist das Mullah-Regime im Iran islamoautoritär, menschenverachtend und ich wäre froh, wenn stattdessen eine säkular-demokratische Regierung in freien Wahlen drankommt.Dennoch bin ich ein Gegner von Militärinterventionen und sogenannt humanitären Kriegen und partiell in einer Linie mit Grass und Helmut Schmidt (Gratulation auch noch zu dem COMPACT-Grassartikel). Jürgen Elsässer kommt aber lebensbiographisch eben noch aus der Tradition der K-Gruppen und neigt daher eher zu Beschönigungen, wie diese Gruppen es eben auch bei ihren „first-hand“-Exkursionen ins Reich der Mitte, der Sowjetunon, Hodscha-Albanien, Pol-Pot-Kambodscha damals taten.Wie kann ich mich noch erinnern von welchen Aufbauwundern uns die kommunistischen Genossen aus ihren Potemkinschen Dörfern berichten konnten.Von daher meine tiefe Skepsis gegenüber solchen Berichten, zumal das Ganze ja auch noch von der iranischen Propagandaaussenstelle des Muslimmarktes und unseres allseits geschätzten Fatima/Yavuz Özuguz- Duos organisiert wurde.Etwas gegen den Iran zu sagen, bedeutet eben noch lange nicht für einen 3. Weltkreg zu sein–bei ihnen geht es nie unter einem 3. Weltkrieg oder?

  40. Unsere Lokalpresse schießt mit einiger Verspätung:

    http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Nachrichten/NWZ/Artikel/2858178/Delmenhorster-FDP-Mann-Ehrengast-bei-Irans-F%FChrer.html

    „Muslimischer Weg“…meine Güte, sind die schon bei der korrekten Recherche eines Vereinsnamens hoffnungslos überfordert?

    Die Delmenhorster Linke ist völlig gaga, leider kann ich nicht zitieren, weil es nicht im Internet steht und mein Mann den Artikel zum Scannen mitgenommen hat. Kommt noch.

    Ein weiterer Jürgen, nämlich Todenhöfer, war fast zeitgleich mit uns im Iran.

    http://www.fr-online.de/israel-iran-konflikt/iran-auf-der-suche-nach-der-bombe,11950234,15091698.html

    Lediglich die Passagen über die „feindselige iranische Israelpolitik“ sind politisch zu korrekt geraten, aber das muss man wohl, um so einen Artikel überhaupt unterbringen zu können.

  41. @ Paul „Einige Politiker in Israel haben in Erwägung gezogen die Atomanlagen im Iran (alle?) anzugreifen, um die Herstellung einer Atombombe zu verhindern. Warum sollten sich die Iraner, z.B. in Teheran deshalb Sorgen machen?“
    Vielleicht, weil in diesen Anlagen radioaktives Material vorhanden ist?
    Ein völlig intaktes AKW in Deutschland – Krümel – steht in dem Verdacht, für die massive Steigerung von Leukämieerkrankungen von Kindern in der Umgebung verantwortlich zu sein. Jahrzehntelang führen wir Diskussionen, was passiert, wenn eine Cessna in ein AKW kracht und sie stellen eine solche – offensichtlich nicht-rethorische – Frage. Och, da laßt uns doch mal kurz so’n bischen Atomanlagen bombardieren. Oder planen die Israelis vor lauter Philanthropie, den Anlagen einen 2. Sarkophag à là Tschernobyl zu spenden? Oder wollen sie DU-Munition verwenden, weil Uran und Plutonium sich gegenseitig neutralisieren?

  42. @ Jakobiner

    Als Nichtskapierer sind Sie fast unschlagbar. Eine AKTION gegen die Kriegsgefahr ist vordringlich, die Beurteilung der Regime ferner Staaten ist es nicht.

    Keiner hat unterstellt, bei einem offiziellen Kurzbesuch könne man viel über ein Land lernen. Kann es vielleicht sein, JE (zB) wußte schon vorher eine ganze Menge über den Iran? Hat er vielleicht recherchiert und Bücher geschrieben, statt die Klischees vom Mullah-Regime nachzubeten?

    Nicht das war die Frage, ob JE ein religiös unterlegtes Regime schätzt, das fundamentalistische Züge zeigt. .
    Sondern das Ziel des Kurzbesuchs war, Flagge zu zeigen gegen den drohenden Angriffskrieg, mit dem jenes andere religiös unterlegte, fundamentalistische Regime mitsamt Auserwähltheits-Ideologie seit langem ganz offen droht. Sie mögen es ja nicht besonders ernst nehmen, aber ein Angriff des Westens auf den Iran kann ganz leicht einen Weltkrieg auslösen: „Mourir pour Danzig?“

    Von wenigen Nachdenklichen im Lande hat man ob dieser Aggression viel Protest gehört.Und diese Berufsmoserer sind doch sonst so tapfer dabei?

    Übrigens würde es auch Ihnen gut tun, sich mal eine Diaserie über Kultur und Lebenswelt des Irans anzusehen, so ganz im Baedeker-Stil: Alte Musik hören, Museen, Moscheen, moderne Großstädte, Universitäten. Die Vielfalt des Landes mit seinen Religionen, Völkern, Stämmen, Volksschichten.
    Ein bißchen Kenntnis des anzugreifenden Landes läßt nachdenklich werden: „Soll diese Moschee, jene Universität wirklich von unseren U-Boot-Raketen ausgelöscht werden? Soll dieses Dorf wirklich im Feuer der Strahlen verrecken, weil unsere Raketen das nahe Atomkraftwerk in die Luft gejagt haben?“

  43. Springer ist auch jetzt aufgesprungen:

    Selbst ein Parteiausschluss wird „nicht ausgeschlossen“ …ist es schon ein Verbrechen, Ahmadinejad zu besuchen? Ex-Kanzler Schröder war ja vor 2 Jahren auch dort, was ihm auch herbe Kritik eintrug, aber das prallte an ihm ab. Aus der Partei wurde er deswegen auch nicht ausgeschlossen.

    http://www.bild.de/regional/hannover/hannover-regional/fdplandeschef-kein-verstaendnis-fuer-ahmadinedschadbesuch-23964604.bild.html

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106253886/FDP-Politiker-zu-Besuch-beim-Holocaust-Leugner.html

    Jedenfalls hat sich Deine Vorausssage, Jürgen, nicht bewahrheitet, diese Sache würde in keinen Printmedien auftauchen.

    „Eine Reise in das Land des Feindes, das Land der Schurken – so wird der normale Medienkonsument denken,“

    Glaub ich nicht mal. Nicht der „normale Medienkonsument“ denkt das, sondern einzig und allein die zionistische Presse. Aber vielleicht musste all das so kommen, damit auch der einfache Medienkonsument die Bosheit des Zionismus erkennt, und nur um den geht es in den entsprechenden Artikeln mittlerweile, nicht mehr um die Reise an sich, schon gar nicht um das Land Iran. Besser konnten sich die Medien nicht demaskieren. Seltsam nur, dass alle auf diesem einen FDP-Kommunalpolitiker herumhacken, auch die überregionale Presse! Möglicherweise liegts daran, dass die meisten anderen Teilnehmer schon ihre „Feuerprobe“ hinter sich haben und man sie nicht mehr einschüchtern kann. Wobei ich das auch bei Herrn Hübscher nicht glaube, aber das wissen die Medien ja nicht.

  44. Sehr geehrter Herr Elsässer,

    Ich finde es großartig, gerade in diesen kritischen Zeiten reale Eindrücke hinsichtlich der aktuellen politischen Situation (vor allem Spannungen in der Atomfrage des Iran) persönlich zu gewinnen.
    Es ist schön, dass Sie, als neutraler Journalist, Informationen aus erster Hand übermitteln.
    Ich hoffe, das Compact-Magazin, im Gegensatz zu anderen Magazinen, weiterhin im Sinne der Wahrheit und Neutralität in die Hand nehmen zu können.
    Als Detusch-Iraner wünsche ich mir Frieden für alle Menschen der Welt vor allem für das israelische und iranische Volk.

    Weiterhin wünsche ich Ihnen viel Erflog.

    Viele Grüße, Bluesky

  45. Unsere ganz besondere Freundin Pfötchen meint auch, ihren Senf dazu abgeben zu müssen. Jürgen kriegt noch ein paar Seitenhiebe nebenbei ab.
    Außerdem sind sie nicht mal in der Lage, den Namen „Özoguz“ korrekt abzuschreiben. So weit „multikulti“ sind die dann wohl doch nicht….

    Unter dem Bild steht:

    Germans to the front: Der Delmenhorster FDP-Landtagskandidat Claus Hübscher und seine Delegation beim Irren von Teheran.

    http://www.taz.de/rger-um-Iran-Besuch-eines-FDPlers/!92718/

  46. Danke, Herr Elsässer! Eigentlich unglaublich, dass außer Ihnen bislang kein anderer deutscher Journalist der schreibenden Zunft so eine Exploration dieses „axis-of-evil“-Staates unternommen hat — aber wahrscheinlich dürfen die nicht, selbst wenn sie wollten. Ich bin schon auf weitere Berichte über Ihre Reise gespannt. Vielleicht können Sie auch auf youtube im Rahmen eines Vortrags darüber berichten?

  47. @Föhnix,
    habe den verlinkten Artikel von Todenhöfer gelesen, aber leider nichts gefunden, was die Annahme, dass ein amerikanischer Angriff auf den Iran bevorstünde, beweisen würde.
    Aber vielleicht kann ich auch nicht lesen und Sie können mir helfen.

    Gute Nacht. 😉

  48. der 6-stunden Arbeitstag und eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 30 Stunden sind natürlich ein Segen für die Menschen, endlich mal Zeit für Freizeit und Familie und positive Gedanken, denn das ist es was die Sklavenhalter nicht wollen: eine Verteilung des Wohlstandes auf die breite Bevölkerungsmasse, das führt unwideruflich zur Verbreitung in andere Länder, welches wiederum im morphogenetischen Feld eine Kumulation hervorruft und damit
    jeglichem destruktiven Verhalten Einhalt gebietet.

    Siehe Beispiel Lybien, ebenfalls genoss die Bevölkerung einen erheblichen sozialen Wohlstand der von der Regierung unerstützt wurde, das aber will man nicht, die Hochfinanz Rothschild & Konsorten wollen unseren Gedanken keinen freien Lauf geben, immer nur damit beschäftigt zu sein ans Überleben zu denken, nicht ans leben und erschaffen usw. ……………….

  49. Ist der Elsässer wirklich zu blöd, meinen Namen bei wordpress auf die Blacklist zu setzen? Der tolle investigative Journalist? Ich fasse es nicht.

  50. „Siehe Beispiel Lybien, ebenfalls genoss die Bevölkerung einen erheblichen sozialen Wohlstand der von der Regierung unerstützt wurde,“

    Ja, nicht wahr. Ach was kann das Leben schön sein. Einfach nur ein Loch in die Erde bohren aus dem das schwarze Gold raussprudelt und arbeiten tuen die pakistanischen Gastarbeiter.

    Die Sache hat nur einen Haken. Irgendwann kommt kommt kein Öl mehr aus dem Loch, und was dann?

  51. genova68: Ich lösche Sie mit einem Klick – aber Sie können die Tinte nicht halten und fummeln an jedem Posting ne Minute rum. Got it? Weiter so, Schätzchen!

  52. @Fischer/Freiweh – 3.5. 10:30

    Herr Elsässer hat geschrieben, dass sich im Iran niemand Sorgen macht wegen eines Anghriffs durch Israel.
    Ich habe versucht es zu erklären.

    Weitere Erklärung:
    1. Wissen Sie wo die Atomanlagen im Iran stehen?
    2. Wissen Sie, dass der Iran 4,5 mal so groß ist wie Deutschland? Dort leben 44,9 Einwohner je km². In Deutschland sind es 229 (!).
    3. Die Bombardierung der Atomanlage bedeutet nicht, dass der Kernreaktor getroffen wird. Man will die Urananreicherung, die Atombombenproduktion, verhindern und nicht die Kernreaktoren zerstören, weil im Reaktor keine Urananreicherung erfolgt.
    4. Die Hinweise auf Krümmel und Leukämie und die ‚Cesna‘ sind so unterirdisch, dass ich darauf nicht weiter eingehe.

    Meine Hauptfrage:
    Warum haben die Iraner keine Angst vor dem Angriff, wie Herr Elsässer festgestellt hat?
    Warum haben Sie aber Angst um die Iraner?

  53. @ Paul
    ad 1: Nein, keinen blassen Schimmer.
    ad 2: Ist bekannt. Aber ich würde jetzt ungern einen vergleichenden Opfer/km²-Quotienten denken. Ab welcher Dichte geht’s denn nicht mehr? Gaza hat 4000 E/km. Ab welcher Entfernung? Tschernobyl – Bayrischer Wald = ca. 1.000 km.
    ad 3: Bei aller chirurgischen Präzision – selbst wenn der Reaktor nicht das Ziel wäre, sind derartige Anlagen doch von einer außerordentlichen Komplexität (z.B. existentielle Kühlmechanismen), daß aus meiner laienhaften Sicht (und nicht nur der), daß das Risiko nicht kalkulierbar ist. Außerdem befürchte (unterstelle) ich, daß israelische Militärs genauso ‚funktionieren‘, wie alle anderen: Gegner soll maximaler Schaden zugefügt werden: Jeder verwundete Kombattant bindet 2 Mitkämpfer. Unter Nichtkombattanten (Zivilisten) ist das Verhältnis ein Vielfaches (man denke dabei nur an die Rechtfertigungsgründe – noch heute – für Hiroshima und Nagasaki.
    ad 4: Inwiefern. Das wird und wurde doch tatsächlich ganz ernsthaft diskutiert (Unfall, Anschlag). Was ist da ‚unterirdisch‘ dran?
    Zu Ihrer Hauptfrage: Es ist nicht Angst, es ist Furcht! Und, es gehört zu den geschichtlichen Lehren, daß Völker selbst im Angesicht direkten Aufmarsches des Feindes einfach nicht an ein Loslassen der Furie glauben wollen. Eine liebenswürdige, menschliche Eigenschaft, die eigentlich güt(lich)ig stimmen sollte.
    Gestatten Sie die Gegenfrage: Kann ich aus Ihren (verharmlosenden) Fragen deuten, daß Sie einen Präventivangriff auf Nuklearanlagen eines Gegners für befürwortend denkbar halten?

  54. @ Paul
    ad 1: Nein, keinen blassen Schimmer.
    ad 2: Ist bekannt. Aber ich würde jetzt ungern einen vergleichenden Opfer/km²-Quotienten denken. Ab welcher Dichte geht’s denn nicht mehr? Gaza hat 4000 E/km. Ab welcher Entfernung? Tschernobyl – Bayrischer Wald = ca. 1.000 km.
    ad 3: Bei aller chirurgischen Präzision – selbst wenn der Reaktor nicht das Ziel wäre, sind derartige Anlagen doch von einer außerordentlichen Komplexität (z.B. existentielle Kühlmechanismen), daß aus meiner laienhaften Sicht (und nicht nur der), daß das Risiko nicht kalkulierbar ist. Außerdem befürchte (unterstelle) ich, daß israelische Militärs genauso ‚funktionieren‘, wie alle anderen: Gegner soll maximaler Schaden zugefügt werden: Jeder verwundete Kombattant bindet 2 Mitkämpfer. Unter Nichtkombattanten (Zivilisten) ist das Verhältnis ein Vielfaches (man denke dabei nur an die Rechtfertigungsgründe – noch heute – für Hiroshima und Nagasaki.
    ad 4: Inwiefern. Das wird und wurde doch tatsächlich ganz ernsthaft diskutiert (Unfall, Anschlag). Was ist da ‚unterirdisch‘ dran?
    Zu Ihrer Hauptfrage: Es ist nicht Angst, es ist Furcht! Und, es gehört zu den geschichtlichen Lehren, daß Völker selbst im Angesicht direkten Aufmarsches des Feindes einfach nicht an ein Loslassen der Furie glauben wollen. Eine liebenswürdige, menschliche Eigenschaft, die eigentlich güt(lich)ig stimmen sollte.
    Gestatten Sie die Gegenfrage: Kann ich aus Ihren (verharmlosenden) Fragen deuten, daß Sie einen Präventivangriff auf Nuklearanlagen eines Gegners für befürwortend denkbar halten?

  55. gaby hat @ Mai 4, 2012 um 10:33 geschrieben

    „Ja, nicht wahr. Ach was kann das Leben schön sein. Einfach nur ein Loch in die Erde bohren aus dem das schwarze Gold raussprudelt und arbeiten tuen die pakistanischen Gastarbeiter.

    Die Sache hat nur einen Haken. Irgendwann kommt kommt kein Öl mehr aus dem Loch, und was dann?“

    Bezgl.Lybien bitte ein wenig mehr informieren, da gibt es das Man-Made-River Project, die sitzen nämlich auf riesigen Wasserreservoirs die unterm Sahara Sand schlummern mit denen die Lybier eine eigene Landwirtschaft aufbauen wollten, die Wüste grün machen usw.

    Wasser gibt es doch in Europa auch zu Genüge, warum nicht auch hier die eigene Landwirtschaft stärken und wiederbeleben anstelle sich von Nahrungsmittelgrosskonzernen alá Nestle, Monsanto & Konsorten abhängig machen?

    Apropo Peak-Oil, schon mal was von Ölquellen gehört die sich in kurzer Zeit selbst regenerieren?
    Das die offizielle Darstellung der Entstehung von Öl nicht korrekt ist? Mittlerweile findet man fast überall Öl und Gas, tja, da würde der Preis ins Bodenlose fallen und die ganze Dollarbindung sich in Rauch auflösen…

  56. Herr Elsässer,
    Sie sind wegen dieser Reise sehr in meinem Ansehen gestiegen.
    Das war mutig, das war herzlich, das war ein notwendiges Zeichen.
    Ihnen und Ihren Mitreisenden meinen Dank und beste Wünsche!

    (Das Compact-Abo werde ich jetzt halten, selbst wenn ich von Brot und Wasser leben müßte! Soviel „Opferbereitschaft“ sollten Sie von Ihren Freunden erwarten dürfen.)

  57. @Freiweh
    am 4.5. 20:56

    Zu1.: Sie sollten sich schnellstens informieren. Das würde für eine bessere Beurteilung der Situation gut sein.

    Zu2: Ich habe nicht in einer vergleichenden Opfer/km²-Mentalität gedacht, sondern nur versucht herauszufinden, warum sich im Iran „niemand“, so Herr Elsässer, „in diesem Land“ Sorgen macht. Dies war für mich ein möglicher Faktor, zumindest für die Menschen in den Landesteilen, die Herr Elsässer besucht hat.
    Entfernung ist in diesem Zusammenhang schon von Bedeutung. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass im Bayrischen Wald nach Tschernobil eine Häufung von Krebserkrankungen aufgetreten ist.

    Zu3.: Spekulationen helfen hier nicht weiter. Ebensowenig wie Unterstellungen in Richtung israelischer Armee.
    Wenn Sie davon ausgehen sollten, dass die Iraner sich genauso verhalten wie die PA-Araber und ihre Bevölkerung als ‚menschliche Schutzschilde‘ benutzen, dann kann es natürlich zu erheblichen zivilen Schäden kommen.
    Die israelische Strategie ist, dem militärischen Gegner soviel wie möglich zu schaden und die Zivilbevölkerung soviel wie möglich zu schützen. Selbst ‚menschliche Schutzschilde‘ haben schon zum Abbruch von ‚Vergeltungsschlägen‘ geführt.
    Welche Armee der Welt informiert 10 Minuten vor dem Angriff die Zivilbevölkerung von einem Angriff auf eine Waffenproduktionsstätte, die sich unter einem Kindergarten befindet oder in einem Privathaus?
    Welche Staatsführung zwingt dann die Kinder sich auf dem Dach eben dieses Hauses zu positionieren?
    Merke: Den Tod eines Selbstmodrattentäters hat nicht der Angegriffene zu verantworten, sondern der Angreifer.

    Zu 4: Ach wissen Sie, @Freiweh, was wird nicht alles ernsthaft diskutiert? Z.B. zu 9/11, zur Ermordung Kennesdys u.v.a.m.
    Das ist nun wirklich kein Argument.
    Ist auch nicht wirklich zielführend.
    Diskutieren kann ich über alles, auch darünber, ob die Erde eine Scheibe ist. 😀

    Zur Hauptfrage: Angst? Furcht? Sorge? Die Unterscheidung halte ich nicht für wichtig.

    Sie schreiben:
    „Und, es gehört zu den geschichtlichen Lehren, daß Völker selbst im Angesicht direkten Aufmarsches des Feindes einfach nicht an ein Loslassen der Furie glauben wollen. Eine liebenswürdige, menschliche Eigenschaft, die eigentlich güt(lich)ig stimmen sollte.“
    @Freiweh, da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu.
    Auch Israel konnte sich am 14.5.1948 nicht vorstellen, was am 15.5.1948 geschah!
    Nur am 4.6.1967 ahnten die Israelis was am 5.6. passieren könnte und handelten selber. Aber das war auch wieder nicht richtig. Jedenfalls vermute ich, dass Sie dieser Meinung sind.
    Dafür war dann im Oktober 1973 ‚die Welt wieder in Ordnung‘.
    Die Israelis ahnten am 5.10 1973 h nicht , was am 6.10.1973 geschehen würde.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie das natürlich anders verstanden haben, als Sie das von mir zitierte geschrieben haben?

    Zu Ihrer Gegenfrage: Nein, „einen Präventivangriff auf Nuklearanlagen eines Gegners“ halte ich nicht „für befürwortend denkbar“.
    Wohl aber die Drohung damit.
    Diese Situation hat in Zeiten des Kalten Krieges, wie wir heute im nachhinein wissen, friedensbewahrend gewirkt.
    Vielleicht klappt es im Nahen Osten auch?

  58. @ Paul
    Ad 1: Ja, das sollte ich wirklich.
    Ad 2: Ich habe den Bayrischen Wald mit Bedacht gewählt. Noch heute wird dort von offizieller Seite vor dem Verzehr von im Wald gesammelten Speisepilzen gewarnt, da diese in gefährlichem Anteil radioaktive Elemente gespeichert haben, ergo verseucht sind. Durch Tschernobyl.
    Ad 3: Doch, „Spekulationen“ helfen hier weiter (ich würde eher von Befürchtungen oder Vermutungen reden). Und es ist keine Unterstellung, sondern eine begründete Annahme, daß Militärs nicht durch Philanthropie, sondern durch Auftrag und Befehl geleitet sind. Wenn indessen das israelische Militär von derart edlen, soldatischen Tugenden durchdrungen ist, wie Sie es hier darlegen, bin ich beruhigt und sehe einem ritterlich geführten Präventivschlag gegen die Horden aus der persischen Steppe natürlich gelassen entgegen.
    Bestrafungsaktionen gegen Partisanen mit Geiselliquidierungen im Verhältnis 1:10 gelten ja durchaus als statthaft; ein Opferzahlenvergleich der letzten Aufklärungsaktivitäten in Gaza wird sicherlich entsprechend interpretierbar sein.
    Sie schreiben „Merke: Den Tod eines Selbstmodrattentäters hat nicht der Angegriffene zu verantworten, sondern der Angreifer.“
    Gut, merke: Wer Menschen in den Selbstmord treibt, sollte sich – zumindest hin und wieder – fragen, woher diese Verzweiflung rührt (bitte unterscheiden von: wer diese Verzweiflung ausnutzt). Die Frage der Verantwortung hat moralische Dimension und setzt Verantwortlichkeit und Verantwortungsbewußtsein voraus.
    Ad 4: Auch hier argumentieren Sie in Doppeldenk. Das eine ist nicht, weil das andere auch nicht sein darf.
    Gestatten Sie außerdem, daß ich für meinen Teil Angst, Furcht und Sorge sehr wohl unterscheide. Und nicht nur ich. Wenn Sie bei Worten und nicht Begriffen bleiben wollen, bleibt Ihnen das natürlich unbenommen.
    Erstaunlich finde ich an Ihren Darlegungen folgendes:
    1. Sie springen, ohne den äußerlichen Versuch einer Überleitung von der Frage des angedrohten , verbrecherischen Angriffskrieges auf den Iran auf die Nahostkriege, die Israel mit seinen Nachbarn führen mußte. Darum geht es hier aber nicht. Iran hat Israel militärisch nicht angegriffen.
    2. Ihre Aussagen implizieren mehrfach Denkverbote (hilft nicht weiter, kein Argument, nicht wirklich zielführend, nicht wichtig, etc.). Überlassen Sie die Bewertung doch dem Gegenüber. Suum Cuique.
    Auch nicht schön klingt es, wenn Sie im Zusammenhang von ‚menschliche(n) Schutzschilde(n)‘ von „zivilen Schäden“ sprechen. Kolateralschaden ist da doch im Euphemismus gebräuchlicher.
    Bei einem Angriff mit DU- und DIME Waffen auf eine Region mit 4.000 E/qkm von menschlichen Schutzschilden zu sprechen hat allerdings schneid…

  59. @ Paul: „Die Bombardierung … bedeutet nicht, dass der Reaktor getroffen wird. Man will die Urananreicherung, die Atombombenproduktion, verhindern und nicht die Kernreaktoren zerstören, weil im Reaktor keine Urananreicherung erfolgt.“

    Da sollten Sie, bitte, Ihre Physikkenntnisse erweitern. Reaktoren können Plutonium brüten.
    Die Israelis wissen das.

    Wenn Hunderte von Raketen und Tausende von Bomben auf das Land niedergehen, schließen Sie dann aus, daß Radioaktivität austritt, die den Rest der Bevölkerung killt? Selbst die allergezielteste Bombardierung „nur“ der Anreicherung, „nur“ der „Atomanlagen“ würde dennoch Tschernobyl und Fukushima in den Schatten stellen.

    1. WOHER wollen Sie denn wissen, daß es eine „Bombenproduktion“ im Iran überhaupt gibt?? Die Analysten der Dienste Israels und der USA und die Militärs sagen das Gegenteil.

    2. Sind Sie dafür, jeden Staat anzugreifen, der Atomwaffen besitzt, etwa Israel, N-Korea, Indien, USA u.v.a??

    3. Sind Sie denn ein Befürworter eines Angriffskrieges gegen jeden Staat, der auch nur bloß Imstande wäre, eine Bombe zu bauen? Dann dürfte Israel jeden beliebigen Industriestaat angreifen, auch die brd. Denn jeder Industriestaat KÖNNTE eine Bombe bauen, und KÖNNTE Israel bedrohen, oder Washington.

  60. @ Yilmaz

    Die Geschichtemit den „sich selbst regenerierendenÖlquellen“ ist eine Ente. Kohlenwasserstoffe können nicht aus dem Nichts entstehen, und aus Steinen auch nicht.

    Aber das Argument, Libyen habe es ja so leicht gehabt, ist wohl sehr, sehr simpel gestrickt. Selbst wenn das so wäre, der NATO-Krieg gegen das Land war ein furchtbares Verbrechen!

    Gott sei Dank, daß Leute wie Grass und Elsässer jetzt Aktionen unternehmen, um ähnliche Verbrechen gegen den Iran zu verhindern.

  61. @ Paul

    Die Lektüre Ihrer Beiträge macht mich so richtig glücklich. Endlich erfahre ich, daß Israel in Wirklichkeit die Unverletzlichkeit aller Nichtkombattanten über alles stellt!

    Alle Berichte über Totschlag, Häuserdemolierung, Massaker in Moscheen und Flüchtlingslagern (etwa Sabra und Schatila), Landraub durch „Siedlungen“ und der Goldstone-Bericht über die Kriegsverbrechen gegen Zivilisten in Gaza sind bloß feindselige Unterstellungen.
    Macht mich richtig glücklich.

    Und bei allen diesen feindseligen Berichten ist es doch warmherzig zu begrüßen, daß Israel Zehntausende von „Sayanim“ bezahlt, um in Blogs wie diesem diesen feindseligen Berichten entgegenzutreten.

    Wenn sie einen davon treffen sollten: er soll mir was von seinem Honorar abgeben, weil ich doch in seinem Sinne schreibe.

  62. @Dr.Gunther Kümel 5.5. 16:37

    „Da sollten Sie, bitte, Ihre Physikkenntnisse erweitern. Reaktoren können Plutonium brüten.
    Die Israelis wissen das.“

    Das mag sein. Nur was hat das mit der Atombombenproduktion zu tun?

    Zur Herstellung einer Atombombe wird hochangereichertes Uran (mindestens 85%) – HEU – benötigt.

    Zur Anreicherung gibt es gegenwärtig 4 Methoden:
    – Diffusionsmethode
    – Gaszentrifugen
    – Elektromagnetische Anreicherung
    – Laseranreicherung

    Schlag nach bei Wiki:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Urananreicherung

    Reaktoranreicherung kommt nicht vor, Dr. Krümel!
    Wie war das noch mit den Physikkenntnissen?

    Also noch einmal:
    Um die Atombombenproduktion zu beeinträchtigen muss kein Reaktor zerbombt werden.
    Es reicht völlig aus die Anreicherungsanlagen zu zerstören.

    Übrigens, mit einem Computervirus hat man auch schon erstaunliches erreicht.

    Zu 1:
    Na dann ist es ja gut. Worüber regen sich die Israelis denn auf? :grins:

    Zu 2:
    Nein!

    Zu 3:
    Ich befürworte überhaupt keinen Angriffskrieg. Gegen niemanden.
    Habe aber Verständnis dafür, dass ein Staat gegen einen anderen Staat, der ihm androht ihn „auszuradieren“, seinerseits Drohungen ausspricht.
    (Kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit ‚Übersetzungsfehler‘. Das Thema ist ausdiskutiert.)

    Meine Hoffnung ist, dass, ähnlich wie im Kalten Krieg, sich diese gegenseitigen Drohungen neutralisieren.

  63. Sehr geehrter Herr Dr.Gunther Kümel,
    leider kann ich die ‚Blumen‘ nicht an Sie zurück reichen.
    Die Lektüre Ihres Beitrags (5.5. 17:02) macht mich nicht nur nicht so richtig glücklich, sondern zutiefst unglücklich.

    Nachdem ich ergooglet habe was ein „Sayanim“ ist, http://deutschelobby.com/2010/02/23/deutsche-medien-von-mossad-helfern-unterwandert/

    musste ich leider feststellen, das Sie mich durch Dekonspiration erledigt haben.
    Immer wieder passiert mir sowas. Erst bei der Stasi und nun auch beim Mossad. Dabei habe ich die 10 000 € monatlich (oder waren es Schekel?) so dringend gebraucht.

    Gerne hätte ich Ihnen für Ihren vorbildlichen Einsatz was abgegeben.
    Aber leider ist es nicht mehr möglich und Sie haben es versaut.

    Ach so, können Sie beim Iran für mich ein gutes Wort einlegen?
    Mit unglücklichern Grüßen
    Paul

    P.S.: Habe gerade gesehen, dass mir in meinem vorigen Beitrag ein „r“ in Ihren Namen gerutscht ist. Das war wirklich ein Tippfehler und nicht beabsichtigt. So billige Ironie mache ich nicht.
    Bei mir kommt sie schon anspruchsvoller daher.
    Da haben wir nun doch noch eine Gemeinsamkeit. 😉

  64. Paulcen: Sind Sie plemplem? Schon mal was von Plutonium-Bomben gehört? Oder gibt es in Ihrer Mini-welt nur Uran?Oh Gott, Ihr Führungsoffizier muss ne echte Pfeife sein.

  65. Ja, ich bin plemplem! Nein, von Plutoniumbomben habe ich noch nichts gehört.
    Im Iran geht es um Atombomben und Gaszentrifugen.
    Was für ein Führungsoffizier?
    Dank Ihnen bin ich seit 4 Stunden draußen. 😡

  66. @ Paul (zur Ausradierungsmär)
    „Kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit ‘Übersetzungsfehler’. Das Thema ist ausdiskutiert.“
    Schon wieder so in implizites Verbot. Herr Paul, wer befindet, wer entscheidet, ob ein Thema ausdiskutiert ist? Präzisieren Sie auf ‚für mich ausdiskutiert‘, dann ist das in Ordnung „Suum cuique per me uti atque frui licet.“ Cato hat aber auch leider mit „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“ auf das polemisch-agitative Mittel der Wiederholung gesetzt. Womit wir wieder bei der Radierfloskel wären. Es ist schon verwirrend, wenn auf das Wort ‚Autobahn‘ aus einer Ecke das verbaliserte Quietschen der Luft aus dem beengten Ausgang eines Luftballons zu hören ist, andererseits von dort aber mit dem Gröfaz-Wort des Städte ausradierens inflationär umgegangen wird, in dem es beständig für die Rechtfertigung von angestrebten eigenen Kriegsverbrechen (oder die der Gesinnungsbrider) revolviert wird.

  67. @ Paul

    Sollte es wahr sein, daß Sie nur wegen dieses Lapsus innerhalb von nur 4 Stunden aus unserem Blog abberufen wurden, so drücke ich mein Bedauern aus. Vielleicht versuchen Sie sich als Taxifahrer, da können Sie brd-Minister werden, und Physikprofessor.

    Ihre Ausbildung in der Physik der Kernspaltungsbombe hinkt der Wirklichkeit um etwa 70 Jahre nach. Das ist nicht arg viel, wenn man bedenkt, daß über Darwin auch nicht viel mehr Bildung ins Volk gedrungen ist.

    Bereits die allerallerallererste Fissionsbombe war eine Plutoniumbombe:

    „Am 16. Juli 1945 um 5.30 Uhr explodierte die erste Plutoniumbombe in Alamogordo, New Mexico.“
    http://jvn.46halbe.org/

    Geben Sie einfach das Wort „Plutoniumbombe“ in Ihre Suchmaschine ein, das bildet enorm (1240 Ergebnisse, sogar von Wikiblödia).

  68. ad Paul,

    auch wenn er abberufen wurde.

    Seine Rhetorik ist ununterscheidbar von jener der Propagandaredner Israels.
    .
    http://www.roytov.com/articles/sevenminutes.htm

    Etwa Amos Yadlin, IDF-Generalmajor und ehem. Chef des Stabes der IDF-Luftwaffe und Leiter des Direktorats der IF-Aufklärung. Auf einem Podium mit dem Nahostberater von Obama und einem hochrangigen ehem. Bush-Berater muß er zunächst zugeben, daß der Iran NICHT beabsichtige, Israel anzugreifen. Aber, fuhr er fort, „In einem instabilen Staat (HÖRT, HÖRT!) kann es nicht ausgeschlossen werden, daß Atomraketen irrtümlich abgefeuert werden! Raketen fliegen nur sieben Minuten von Teheran nach Israel! Und deshalb….“

    Der Autor, ein politischer Flüchtling aus Israel, der Asyl in Bolivien fand, konvertiert zum Christentum, interpretiert:

    Israel könnte nach einer „false-flag-mission“ den Iran als Schuldigen darstellen („Alle sind gegen uns!“) und einige wenige konventionelle Raketen auf die Atomanlagen abfeuern. Naturgemäß MÜSSTE der Iran mit seinen konventionellen Raketen (sieben Minuten!) zurückschlagen. Israel würde komplett zerstört, Millionen Opfer (Samson). Dann kommt die brd-Technik ins Spiel, die Zweitschlagskapazität der Gratis-Dolphins.

    Von jetzt an würde doch wohl jedermann verstehen, daß Israel jetzt „zurückschießen“ muß. Hunderte von Atomraketen würden den Iran auslöschen und damit alle Beweise vernichten.

    Und dann „muß eine neue (und endgültige) Diaspora die Geschichte völlig von neuem schreiben.“

  69. Der Iran als Schurkenstaat eignet sich doch hervorragend für die Durchführung der immer wiederkehrenden „Hasswoche“ (George Orwell, 1984), an der sich alle, gut gelaunt und eifrig, beteiligen, um es dem „Big Brother“ recht zu machen:
    Jeder hetzt ein wenig mit gegen den aktuellen Feind (der je nach Bedarf immer mal wieder wechseln kann),
    jeder darf an dem „Feind“ sein verbales Mütchen kühlen. Die Gutmenschen klopfen sich selbstgefällig gegenseitig für ihren „mutigen Widerstand“ auf die Schultern und keiner prüft mehr, ob die Behauptungen überhaupt der Wahrheit entsprechen.
    Viel zu anstrengend für die Hedonisten. Unbegründet für die Gutgläubigen.
    „Big Brother“ hat schließlich immer Recht.
    Das ist eine einfache aber wirksame Methode, um von den wahren Mißständen abzulenken, nach dem Motto: >“Haltet den Dieb!“ rief der Dieb.<
    Wer ständig zum bösen Nachbarn schaut verliert schnell das wahre Übel (oder den Üblen) vor der eigene Haustür aus den Augen. Mich wundert es nur, daß so viele Menschen eigentlich Orwells Dystopie kennen (sollten), aber kaum einer merkt, daß er selber schon mittendrin steckt in der "Schönen Neuen Welt" (Huxley) und in der Überzeugung, edel zu handeln, fleißig dem Establishment in die Hände spielt.

    Deshalb freue ich mich über jeden wachen und mutigen Menschen, wie den Herrn Elsässer und all die anderen kritischen Geister, die aufmüpfig "Gedankenverbrechen" begehen; die bezweifeln, hinterfragen, anecken und wachrütteln oder einfach mal wissensdurstig in den Iran reisen.

    Übrigens, wer sich gerne einmal einen kleinen optischen Eindruck vom Iran machen möchte, sollte sich auf YouTube einmal Videos zum Thema "Beautyful Iran" oder "Beautyful Teheran" ansehen. Solche Bilder bekommt man in den herkömmlichen Medien leider nie zu sehen. Ich bekam den Tipp von einer iranischen Nachbarin (übrigens keine Exiliranerin), die mir vor einiger Zeit mein durch Unkenntnis verzerrtes Bild vom Iran zurecht gerückt hat.

  70. finde ich super das sie dort waren, die Ausreisekontrollen zeigen wie krank und unsouverän wir hier schon sind, mein Vater war vor ein paar Jahren wegen seiner Uni Tätigkeit öfters dort, damals noch ohne Probleme.. Viel Glück für ihr Magazin, vielleicht bieten sie es auch zusätzlich als ebook zum kostenpflichtigen download an, eine freeware um in alle formate umzuwandeln > google > „Calibre“

  71. @ S. Iran

    Ja, jetzt haben Sie mich überzeugt!
    Dann muß das Land unbedingt bombardiert werden, am besten zurück in die Steinzeit!

    Vielleicht andere Länder und Völker gleich mit, in denen sogar die UNO-Menschenrechtskonvention Mangel an Meinungsfreiheit beklagt. In Bezug auf Iran hat sie sich nämlich noch nicht geäußert….

  72. Diskrimiinierung von Frauen? Nun ja….man muss im Iran fast schon um die Rechte der Männer fürchten. Hier ein Bericht eines unserer Mitreisenden:

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/gerhard-wisnewski/iran-frauenunterdrueckung-fehlanzeige.html

    Noch ist es zwar nicht so weit wie im Westen, aber mir ist leider auch aufgefallen, dass es schon sehr in Richtung gender mainstreaming gehen KANN, wenn man nicht aufpasst. Zumindest in den Großstädten.
    Ein Interview mit der Ehefrau von Imam Khamenei :

    http://www.islamischer-weg.de/iw0033.htm

  73. @Dr. Gunther Kümel.
    Wer sagt hier was von bombardieren?
    Warum sollte man Iran denn bombardieren?????

    Nicht iran ist übel, die Regierung und der Präsident uns seine Gefolge sind das Übel.

    Ich versuche nur zu zeigen, dass der Iran auch eine zweite Seite hat; viele lesen diesen Bericht und sind geblendet von „30h Arbeitswoche“ und „höhere Lebensstandard“ und achja im Hotel zeigen sie ja auch Fußballspiele 🙂 das ist ja was tolles.

    Ich finde in dem Bericht sollten auch die andere Seiten gezeigt werden!

    Man sollte auch über üble Sachen reden!

    Es heißt ja „Auf diesem blog wird über das HIER UND HEUTE diskutiert.“

    Wer Ungerechtigkeit im Iran auf den Straßen nicht sieht, muss wohl die Augen zu gemacht haben! Vor allem wenn es um einen Journalisten geht.

  74. Wir lassen in unserem Land zu, daß Zehntausende Frauen aus aller Welt hierher gelockt oder verschleppt, gebrochen und feilgeboten werden (z.B. ukrainische Nymphnen). Nutzer und Händler dürfen sich sich sogar – nach öffentlichem „Uuups, ich bin aber auch ein Schelm“ – wieder durch’s Hintertürchen in die Öffentlichkeit mauscheln und andere anpinkeln (sorry, ein Wortspiel). DAS ist erbärmlich und gehört abgestellt, bevor wir auf andere Kulturen mit dem nackten, vollgesifften Finger zeigen oder die weißkrümelige Nase rümpfen.

  75. @ S. Iran

    Ach so, weil doch das Thema hier die Kriegshetze gegen den Iran ist, dachte ich, Sie wollten zustimmend zu diesem Thema Stellung nehmen.

    Die „Amnesty“-Berichte sind schon informativ, komisch, daß der (durchaus auch kritische) Bericht über Israel so viel kürzer ist. „…Soldaten und Siedler, die sich schwerer Übergriffe gegen Palästinenser wie ungesetzlicher Tötungen, Körperverletzung und Zerstörung von palästinensischem Eigentum schuldig gemacht hatten, gingen in der Regel straflos aus…“
    Und in dem Bericht über die brd fehlte völlig die Verurteilung durch die UN-Menschenrechtsabteilung bez. der jahrelangen Freiheitsstrafen wegen Ausübens der Meinungsfreiheit.

    Ich denke, keiner verherrlicht hier dieses ferne Land Iran, die meisten machen sich nur sehr unklare Vorstellungen davon.
    „Gibts dort Kamele?“
    Von der uralten und reichen Kultur des Landes (alte Musik!) hat kaum einer Ahnung, schon gar nicht von seiner Modernität. Dabei ist natürlich zu sagen, daß es in diesem Riesenland auch unterentwickelte Gebiete gibt.

    Wegen der allgemeinen Unkenntnis können uns die „Qualitäts“-Medien der Mafia Spiegel, Fatz und Tatz so manche Märchen erzählen. Und da ist es sicher richtig, dem Schurken-Image auch ein paar realistischere Töne beizumischen.

    http://iftodaywasmylastday.rtwblog.de/inhaltcontenido/

  76. @S. Iran: Die Sache ist doch, dass die Mainstreammedien schon hinreichend über die „böse“ Seite des Iran berichten. Zumeist auch noch falsch, dann müssen wir das hier nicht auch noch tun. Vor allem sind die Zeitungen voll von den Hetztiraden der selbsternannten Chef-Emanze Shirin Ebadi, die mittlerweile in London lebt.

    Dr. Kümel: Unterentwickelte Gebiete mag es dort noch geben, gesehen habe ich sie aber nicht. Wenn wir mal irgendwann ganz viel Zeit und Geld haben sollten, werden mein Mann und ich mal eine Tour durch Iran machen. Nur solche Gebiete gibts in Ostdeutschland auch. D.h. ganze Landstriche veröden regelrecht, weil die Bevölkerung wegzieht oder ausstirbt.

  77. Herr Elsässer, Sie müssen sich dringend mit dem Team von Iranicum.com in Verbindung setzen. Das ist die kompetenteste „Iran Stelle“ im deutschsprachigem Raum.

    An Gabi, auch du findest dort deine Antwort.

  78. lieber jürgen elsässer habe erst heute am 23.8.2013 ihre gute!!

    reise in de gottesstaat iran die antworten/beiträge gelen – nich alle.bin seit ca. 65 jahren intensiv gegen die menschenverachtungen der Juden Zionisten Israeliten.steine
    werfende kinder und frauen werden zielgenau (wie wild) erscho-
    ssen.Bin am 6.11.1935 geboren als fast 78 jahre und verfolged die „General Merkel“ politik und das vasallentum dieser „KRÖTEN“ das deutsche volksvermögen wird seit jahren an die überwiesen ebenso an fremde nach-
    barstaaten um mit aller gewalt den BONZEN/ARBEITGEBERN
    und geschäftlemacher diesen zu erhalten!!! habe seit monaten
    ihr COMPACT abo – da ich ein GERECHTIKEITSFANATIKER
    bin.sehe mir am laptop ihre video vorträge mit großem interesse
    an.ihnen und ihrem team alles gute.lassen sie sich nicht von
    einigen „dreckwerfern“ stören.
    mit freundlichen grüßen

    M.G.

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