„Die Geld-Mafia stranguliert die Völker“

Liqui Moly-Chef Ernst Prost im Interview mit COMPACT-Magazin

COMPACT-Magazin ist glücklich, in der aktuellen Ausgabe (seit heute am Kiosk, oder hier bestellen) ein Interview mit einem der bekanntesten deutschen Unternehmer präsentieren zu können. Einige haben ihn vielleicht schon in der TV-Werbung kurz vor der Tagesschau gesehen. Ernst Prost hat Liqui Moly zum deutschen Martkführer für Motorenöle gemacht. Der Self-Made-Man kommt aus kleinen Verhältnissen und hat sich mit eigener Hände Arbeit nach oben gebracht.  Seine Herkunft ist ihm bis heute Verpflichtung: Er sieht seine Arbeiter nicht als Ausbeutungsobjekte, sondern als Partner. Da wird keiner entlassen, auch in der Krise nicht! Respekt vor diesem Mann! Wenn wir nur mehr davon hätten…

Hier ein Interview-Auszug aus COMPACT 3/2011. Vollständig nur in der Printausgabe. Bestellen oder abonnieren kann man hier.

?Betrachten wir Ihre Erfolgsstory weiter. Von 2009 bis 2011 haben Sie den Umsatz von Liqui Moly um 50 Prozent gesteigert, mitten in der Wirtschaftskrise. Auch da staunt man: Wie geht das?

 

Auch das war kein Wunder. Wir sind fleißig, wir schaffen, wir sind motiviert, wir haben kurze Wege, wir haben aktive Verkäufer, wir sind Verschwendungsbekämpfer. Alle, die hier arbeiten, 575 Menschen. Und unser gemeinsamer Erfolg kommt aus Respekt, aus Anstand, vor allem aus Liebe. Früher dachte ich, der Erfolg ist ein Ergebnis vom richtigen Marketing-Mix, von operationeller Führung. Heute weiß ich: Ausschlaggebend ist die Liebe zu den Menschen, zu den Kolleginnen und Kollegen in unserer Firma, zu unseren Lieferanten, zu unseren Kunden, auch zu den Bankern. Und bei der Steigerung unseres Umsatzes müssen Sie die Details betrachten. Wir haben 2009 230 Millionen Euro umgesetzt, 2011 345 Millionen – das ist ein Plus von 50 Prozent. Aber der Gewinn vor Steuern ging im selben Zeitraum zurück, von 15 Millionen auf sechs Millionen Euro.

 

?Also ein gewaltiger Einbruch in der Umsatzrendite.

 

Ganz genau. Das hätte in einem Aktienunternehmen zu einer Riesendiskussion über Einsparungen und Entlassungen geführt. Nicht so bei uns. Wir sind umgekehrt vorgegangen: Wir haben in der Krise gigantisch investiert. Und wir haben keine Arbeitsplätze abgebaut oder sind in Kurzarbeit gegangen, sondern wir haben, obwohl die Gewinne zurückgegangen sind, die Erfolgsprämien für unsere Beschäftigten beibehalten und 2011 sogar vorfristig ausgeschüttet. Denn warum sollten wir unseren Leuten weniger zahlen, nur weil wir weniger Gewinn gemacht haben? Die haben schließlich genauso hart gearbeitet wie vorher. Und dass die Rohstoffpreise gestiegen sind, was unsere Kosten erhöht hat – dafür können doch meine Mitarbeiter nichts. Wenn es hart auf hart geht, verzichte ich lieber auf meinen Gewinn. Ich würde lieber das Schloss, das ich mir seit einigen Jahren als Domizil leiste, wieder verkaufen, als auch nur eine einzige Entlassung vorzunehmen. Überhaupt sind das nicht meine Mitarbeiter, sondern meine Mitunternehmer, meine Weggefährten und Freunde.

 

? Sie lehnen also das kapitalistische Prinzip der Gewinnmaximierung ab?

 

Dieses Prinzip ruiniert die Wirtschaft. Schauen Sie sich doch um: An anderen Firmen saugen geldgeile Aktionäre, private Teilhaber, alle möglichen Fonds; sie wollen möglichst viel Dividende, möglichst hohe Verzinsung, möglichst fette Boni. Wenn die Rendite zurückgeht, zücken die die Messer und gehen durchs Unterholz wie die Wildsäue, lassen Blut spritzen. Statt der kurzfristigen Renditeerwartungen über Vierteljahresberichte braucht es eine langfristige Perspektive. Seit 20 Jahren war mein Ziel, den Branchenführer Castrol abzulösen, nun endlich haben wir es geschafft. Das geht aber nur, indem man auf Gewinnentnahme verzichtet und möglichst viel zurück in die Firma gibt. Überhaupt, was soll ich mit dem ganzen Geld?

 

? Da Sie Ihre Mitarbeiter schon als Mitunternehmer bezeichnen: Warum beteiligen Sie sie nicht auch juristisch an Liqui Moly, als Miteigentümer?

 

Das habe ich durchaus versucht. Aber das wollte keiner. Denn zum einen muss der einzelne ja erst einmal das Geld haben, um Anteile zu kaufen. Und zum anderen hat man als Eigentümer oder Miteigentümer nicht nur Gewinnchancen, sondern trägt auch das Risiko. Zudem könnten sich Miteigentümer, wie in den Aktiengesellschaften, zum eigenen Vorteil an schneller Gewinnausschüttungen orientieren – und nicht am langfristigen Wohl des Unternehmens.

 

? Viele Firmen müssen das Maximum an Gewinn herauspressen, um Kredite tilgen, also Schulden zurückzahlen zu können. Auch die Staaten ächzen unter dem Schuldendruck. Wie kommen wir da raus?

 

Unser Staat hat sich seit Beginn der siebziger Jahre immer mehr verschuldet. Es wurde nicht solide gewirtschaftet. Und obwohl der Fiskus wieder einmal stark steigende Steuereinkünfte verzeichnet, nimmt Finanzminister Wolfgang Schäuble neue Schulden auf. Daran verdienen die Kreditgeber. Die Schulden der einen sind die mühelosen Einkünfte der anderen. Wenn dann das Zocker-Gesindel mit Hilfe der Rating-Agenturen noch die Bonität eines Schuldners herunterdrückt und der – ein aktuelles Beispiel ist Italien – plötzlich zwei oder gar vier Prozent mehr Zins zahlen muss, steigen Belastungen auf der einen wie Profite auf der anderen Seite ins Unermessliche. So werden die Völker, die Menschen, die Realwirtschaft von der Geld-Mafia stranguliert.

 

? In der christlichen Tradition war das Zinsnehmen verboten, so steht es in der Bibel. Müssen wir dahin zurück?

 

Das sehe ich auch so. Ich weiß nur nicht, wie das gehen soll. Vielleicht sollte man zunächst zwischen zwei Arten von Kredit unterscheiden: Das eine sind notwendige und sinnvolle Darlehen für die Realwirtschaft, womit Menschen in Lohn und Brot gebracht und Güter hergestellt werden. Dafür kann auch Zins genommen werden. Zum anderen das reine Zocken mit Geld. Man sagt ja: „Das Geld arbeiten lassen.“ Welch ein Blödsinn! Geld arbeitet nicht, die Menschen arbeiten. Wir dürfen nicht die Sklaven dieser Geldgangster, dieser Finanzterroristen sein! Deshalb müssen diese Zockereien, Spekulationen und Machenschaften an den Börsen verboten werden.

 (Weiterlesen in der Printausgabe von COMPACT 3/2012).

26 Kommentare zu „„Die Geld-Mafia stranguliert die Völker“

  1. Also wirklich ganz offen und Hand aufs Herz, der Mann (Ernst Probst) ist wahrhaftig ein toller Mensch, ein Vorbild für alle, ich wünschte mir zutiefst daß alle so denken würden wie er!
    Bitte machen Sie weiterhin so Herr Probst, seien Sie anderen Konzernchefs ein Leitbild, Ihr Erfolg wird Ihnen immer ein treuer Begleiter sein.

  2. – RESPEKT , aber so viel Menschlichkeit / Anstand muss ja gar nicht sein !

    -anständige Behandlung und Bezahlung der Mitarbeiter ist ja schon
    eine Seltenheit !

    Leider ist der Chef von Liqui Moly ein einsamer Rufer in der „ausgetrockneten “ Wüste !

    – aber vielleicht findet er mehr und mehr Zuhörer

  3. Überhaupt sind das nicht meine Mitarbeiter, sondern meine Mitunternehmer, meine Weggefährten und Freunde

    So, das ist die Zukunft. Oder wir werden keine haben…

  4. ups sorry, kleiner Tippfehler bei dem Namen: Probst sollte Prost heissen, dennoch Prost auf Herrn Prost!

  5. Nur: Marx sagte schon, dass die Philantropen unter den Kapitalisten als erste pleite gehen, da der Kapitalismus eben keine Menschlichkeit verträgt und jede Menschlichkeit höhere Kosten bedeutet, die dann wieder vom Gewinn abgehen.Es ist Quatsch, auf ein paar Philantrophen unter den Kapitalisten zu hoffen oder auf den Trigema-Schimpansen-Grupp, der siene T-Shirts nur in Deutschland herstellt und deswegen in jede Talkshow werbefördernd eingeladen wird.. Wichtig ist es einen regulierten Kapitalismus herzubringen und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass kein Kapitalist einen Nachteil hat, wenn er seine Mitarbeiter vorbildlich behandelt. Alles andere sind schöne Phantastereien!!

  6. Und da ist eben DER STAAT gefordert und nicht ein Anti-Euro-Henkel, der wie Kauder (CDU) die Realwirtschaft jetzt auch noch weiter deregulieren will!!!

  7. @Interview: Ich fand die Aussagen von Hrn. Probst erstaunlich, aber durchaus glaubhaft. Solche mittelständischen Unternehmer
    gehören auch zu der „antimonopolistischen“ Mehrheit des Volkes und hat wie die Masse der Lohnabhängigen objektive
    Intreressengegensätzzu den Großkonzernen und der Hochfinanz. Das obige ist zwar etwas holzschnittartiges DKP-
    Sprech der 70er, aber für mich ganz brauchbar als Formel.
    Manche Vulgärmarxisten könnten hier eigentlich erkennen,
    dass die Gesellschaft nicht so einfach strukturiert ist und dass
    ein florierender Mittelstand mit Marktwirtschaft in einem vernünftigen Umfang keinen Gegensatz zu sozialistischen
    Werten darstellt und deswegen als Bündnisgenosse wertvoll ist.
    Bin mir aber bewusst, dass Hr. Probst nicht repräsentativ für
    seine Gesellschaftsklasse ist.

  8. @ Bruno März 1, 2012 at 20:59 @Interview:

    Ich fand die Aussagen von Hrn. Pro[b]st erstaunlich, aber durchaus glaubhaft. Solche mittelständischen Unternehmer gehören auch zu der “antimonopolistischen” Mehrheit des Volkes und hat wie die Masse der Lohnabhängigen objektive Intreressengegensätzzu den Großkonzernen und der Hochfinanz.

    Ja. Das Kriterium ist nicht mehr das bloße Eigentum an Produktionsmitteln. Wenn wir das immer noch heranziehen, machen wir einen „kapitalen“ Kategorienfehler. Und es zeigt sich das ganze Elend der Subsumtionslogik.

    Der Profit-Maximierer ist eine Perversion, die von genau den Leuten gefördert wird, die an performatorischen Perversionen interessiert sind, weil sie die Gemeinschaft zersetzen, auf der Gesellschaft aufruht.

    Das ist ganz strukturhomolg dazu, daß z.B. die sexuelle Reproduktion in einer Homo-Ehe scheitern muß, egal wie lustvoll sie gelebt wird.

  9. Bedauerlich, daß man Anständigkeit und aufrechte Haltung nicht institutionalisieren kann. Man kann die Philosophie von Hern Prost nicht in ein allgemeine Gesetzlichkeit, in einen
    „-ismus“ transformieren. Was aber möglich ist, ist ein Arbeitsethos, eine Staatsidee, ein Gesellschaftsethos.
    Im Preußenstaat gehörte es einfach zum guten Ton, zu arbeiten, seine Pflicht zu tun. Und auch in Japan gibt es derartige, allgemeinverbindliche, Ideale.

    Dieser Unternehmer hat durchschaut, daß Zins und Zinseszins eine große Belastung für Staat und Wirtschaft sind. Er wendet sich gegen das „arbeits- und mühelose Einkommen“. Seine Kritik scheint mir nicht zu Ende gedacht zu sein. Denn auf jeder Ware (Brot oder Miete oder Auto oder importiertem Gut) lastet heute ein erheblicher Anteil an Zinsen (und Zinseszins, natürlich). Der „Geldgeber“ verdient, indem er Geld aus Nichts „schöpft“, der Arbeitende muß so einen erheblichen Anteil des Ertrages seiner Arbeit abtreten an den „Geldgeber“.

    Das nannte man mal „Ausbeutung“.

    Wer dieses Problem zu Ende gedacht hat und praktikable Lösungsvorschläge erarbeitet hat, ist der unorthodoxe „Linke“, der Denker und Experte Egon Kreutzer (http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Sammlung%20Geld.html). Er hätte längst ein Sonderheft von Compact verdient, mindestens, wenn nicht ein hohes Staatsamt.

    Im zweiten Band seines Buches „Wolf’s wahnsinnige Wirtschaftslehre“ legt er die Idee dar: nützliche, dem Wertekanon entsprechende Projekte, gegen die Macht des Bankengeldes sollen mit öffentlichem Geld, ohne Zins- und Rückzahlungsverpflichtung geffördt werden.

  10. Ernst Prost lebt uns vor wie die neue Welt von heute und morgen ausehen muss: eine auf allen Belangen der Nachhaltigkeit und ein menschliches Miteinander ausgerichtete Welt. Nur so und nicht anders wirds gehen.

  11. Nur: Ernst Probst kann es nicht vorleben, wenn nicht eine breite Volksbewegung eine Reform des Kapitalismus und seiner Rahmenbedingungen erzwingt, innerhalb derer es eben nur noch Ernst Probste gibt. Wenn man diese Kapitalismusreform nicht fordert und durchsetzt, werden alle Philantrophen und ehrlichen Unternehmer wie Ernst Pronst pleite gehen.Die zentrale Institution dieser Kapüitalismusreform bleibt der Staat und nicht individuelle Vorbilder mit dem moralischen Appel sich anzuschliessen. Genauso naiv wie Vorbildkapitalisten sind die Vorstellungen von individuellem Konsumerboykott.

  12. @ Yilmaz

    Ja, Sie haben recht. Wenn alle sich so verhielten wie dieser Unternehmer, dann wäre die Wirtschaft in der brd effektiv und menschlich. Denn die Aufgabe der Wirtschaft ist die „Versorgung der Bevölkerung mit knappen Gütern“.

    Bloß:
    Gibt es irgendein System, das man in die Form von „Normen“, Gesetzen, gießen könnte, um zu erreichen, daß sich alle an solche Maximen halten?

    Ich fürchte, nicht!

    Also muß man darüber nachdenken.
    Die eine Lösung wäre, einen Staat, eine Gemeinschaft zu begründen, die einem Staatsethos folgt, das diese Form des Wirtschaftens für einen hohen Wert, für ein „Ethos“ ansieht.
    Sowas wie ein modernes Preußen. Eine kultutrelle Lösung.

    Die andere Lösung sind Regeln und Normen, wie sie der besagte Egon Kreutzer vorschlägt. Hat denn jemand diese Vorschläge gelesen, geprüft, zB Sie, Yilmaz oder Jürgen Elsässer?

    Es wäre doch zu dumm, wenn die Lösung der implizit gestellten (schicksalsentscheidenden!) Fragen bereits auf der Hand läge, und niemand „hätte Zeit“, sie zu lesen und zu diskutieren?!

  13. Jakobiner: ein bissel abstrakt… Immerhin hält Prost schon zwanzig Jahre durch und hat sich sogar zum Marktführer durchgekämpft… ganz ohne Volksbewegung…

  14. Jakobiner März 2, 2012 at 19:36

    Nur: Ernst Probst kann es nicht vorleben, wenn nicht eine breite Volksbewegung eine Reform des Kapitalismus und seiner Rahmenbedingungen erzwingt

    Es reicht imho schon, wenn es den Menschen bewußt wird, daß nicht alle reich werden, wenn jeder jeden bescheißt, sondern – in the long run – eben nur die, die’s am besten können, also die psychopathischen Großbetrüger, die nicht von irgendwelchen Gewissensbissen geplagt werden, wie Otto Normalverbraucher.

  15. “Die Geld-Mafia stranguliert die Völker”

    Mal ein einfaches, praktisches Beispiel als „clear case“ für die Fallstrukturgesetzlichkeit, die man daran leicht ablesen kann:

    Die Europäische Zentralbank hat den Banken am Mittwoch weitere 530 Milliarden Euro zukommen lassen. Bereits im Dezember waren es schon 489 Milliarden, insgesamt also über eine Billion Euro innerhalb kürzester Zeit.

    Die Banken zahlen bei einer Laufzeit von drei Jahren nur 1 Prozent Zinsen und verleihen das Geld an die verschuldeten Staaten mit rund 4 Prozent Zinsen.

    Sie machen also 300% Profit allein damit und falls die verschuldeten Staaten die Kredite nicht zurückzahlen können, springt der Euro-Rettungschirm ein, der hauptsächlich von deutschen Steuergeldern finanziert wird.

    Das ist ein sicheres, durch eine politkriminelle Ferkel & Co Gesellschaft (auch bekannt als „Banken Rettungs Dienst“) ermöglichtes Wuchergeschäft, wie es die „nur“ kriminelle Mafia nicht besser machen könnte. Zu Lasten aller, die für Geld arbeiten müssen. Denn selbst dann, wenn die Schuldstaaaten bezahlen, entsteht durch den monetären Überhang enorme Inflation, die hauptsächlich den Endverbraucher trifft.

    Und überhaupt fließt das Geld hauptsächlioch in die Spekulation, heizt die Börsen an und bläht neue Spekulationsblasen auf.

    Toll, gell? Ein veritables Stück aus dem Tollhaus. Aber sie sind gar nicht toll, die dafür verantwortlichen. Sie sind nur kriminell.

    Und man kann sie nicht einmal wegen Meineids belangen, obwohl sie einen Amtseid geschworen haben. Denn jeder, der deswegen Strafanzeige stellt, ist ein Nazi und wird zum Zielobjekt im Kampf gegen Rechts.

  16. Nachtrag, kleiner Denkfehler:
    Denn selbst dann, wenn die Schuldstaaaten bezahlen, entsteht durch den monetären Überhang enorme Inflation, die hauptsächlich den Endverbraucher trifft.

    Und überhaupt fließt das Geld hauptsächlioch in die Spekulation, heizt die Börsen an und bläht neue Spekulationsblasen auf.

    Letzteres schwächt das inflatorische Moment wieder ab, weil dieses Geld nicht direkt nachfragewirksam wird.

  17. Das Verbrechen ist so gigantisch, dass die Menschen davor kapitulieren. Oder nichts genaues darüber wissen wollen, weil sie ahnen, dass sie dann ihren Glauben an die Menschheit verlieren und in eine tiefe Depression abgleiten würden?…

  18. Wenn wir hier den Begriff Geldmafia gebrauchen, dann stellen wir die Frage, woher hat eigentlich die EZB die eine Billion Euro, die sie innerhalb von 2 Monaten in den Geldmarkt pumpte. Der kleine Mann staunt und fragt und bekommt keine Antwort. Wir haben deshalb beschlossen diese Frage mal unseren örtlichen Bundestagsabgeordneten zu stellen. Vielleicht gibt es Nachahmer unter den Lesern hier.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/03/03/woher-hat-die-ezb-die-billionen-die-sie-in-den-geldmarkt-pumpt/

  19. „Die andere Lösung sind Regeln und Normen, wie sie der besagte Egon Kreutzer vorschlägt. Hat denn jemand diese Vorschläge gelesen, geprüft, zB Sie, Yilmaz oder Jürgen Elsässer?

    Es wäre doch zu dumm, wenn die Lösung der implizit gestellten (schicksalsentscheidenden!) Fragen bereits auf der Hand läge, und niemand “hätte Zeit”, sie zu lesen und zu diskutieren?!“

    Ich habe die Details von E. Kreutzer nicht gelesen, bin aber der Meinung daß wir das Rad nicht immer wieder von neuem erfinden müssen, schaun Sie sich zb. die Pyramiden von Gizeh an, laut verbotener Archäologie wird das Alter der Pyramiden auf mehr als > 10.000 Jahre datiert, bis heute wird gerätselt wie und wer diese gebaut hat, das mal so nur nebenbei. Anscheinend gab es bereits hochentwickelte Kulturen vor unserer Zeit, aber das wird immer Recht schön von den Weltenlenkern aus der Geschichte ausradiert, damit die Mumpitz-Theorie von Darwin schön untermauert wird und man uns glauben lassen will, daß unsere Zivilisation sich sehr weit fortschrittlich entwickelt hat…
    sich vielleicht nach hinten entwickelt hat…!?

    Im Grunde genommen muss der Wohlstand bei der gesamten Bevölkerung ankommen, also nicht in hochkonzentrierter Form bei 10% der Bevölkerung von Super-Reichen gehortet werden, die werden eh niemals alles ausgeben können.
    Die freie Energie muss endlich veröffentlicht werden und zweitens jeglicher genetischer Eingriff in die Nahrungskette gestoppt werden.
    Daß das Geld nur als allgemeines Tauschmittel für den Handel mit Gütern gilt, ist obligatorisch.

  20. @Jakobiner: Zitat:“wenn nicht eine breite Volksbewegung eine Reform des Kapitalismus und seiner Rahmenbedingungen erzwingt, innerhalb derer es eben nur noch Ernst Probste gibt. Wenn man diese Kapitalismusreform nicht fordert und durchsetzt, werden alle Philantrophen und ehrlichen Unternehmer wie Ernst Pronst pleite gehen.Die zentrale Institution dieser Kapüitalismusreform bleibt der Staat und nicht individuelle Vorbilder mit dem moralischen Appel sich anzuschliessen.“

    Dem stimme ich voll zu. Nur eine starke, massenwirksame Volksbewegung kann die absolut notwendige Re-Regulierung, Ent-Flexibilisierung und Ent-Privatisierung (d. h. unter anderem Re-Kommunalisierung privatisierter kommunaler Betriebe sowie die Verstaatlichung von Telekom, Lufthansa und anderen einst staatlichen Betrieben) erzwingen! Der neoliberal entfesselte Kapitalismus muss gestoppt werden!

    Auf der persönlichen Ebene ist Ernst Prost natürlich voller Respekt für seine ehrenhafte Einstellung zu zollen, doch das derzeitige ökonomische System ist strukturell so angelegt, dass sich eine solche Haltung nicht flächendeckend wird durchsetzen können – und deshalb muss es geändert werden – und zwar rasch!!

  21. Geldmafia und FED:

    Es gibt doch tatsächlich ab und zu Politiker, die durchschauen, worum es geht! Es geht darum, daß die Privatbank FED ein paar Zahlen in ihren Computer eintippt (FIAT-money) und damit soviel Reibach macht, wie die gesamte US-Bevölkerung an Einkommenssteuer („IRS“) zahlt. Diese IRS ist übrigens ungesetzlich (wird aber mit SWAT-Teams eingetrieben!) und wurde synchron mit der Errichtung der FED eingeführt.

    „Der Kongressabgeordnete Kucinich hat 2009 einen Gesetzentwurf („National Emergency Employment Defense Act“) eingebracht, das dem im Privatbesitz befindlichen und privat kontrollierten Federal Reserve System die Befugnis nehmen würde, Geld zu schöpfen. Der Kongress würde dadurch wieder in die Lage versetzt,
    VERFASSUNGSKONFORM ZINSFREIES GELD
    in Umlauf zu bringen.

    Der Gesetzentwurf entspricht in weiten Teilen dem „American Monetary Act“ (AMA), einer Modellgesetzgebung, die vom American Monetary Institute ausgearbeitet wurde. Der Chef des Instituts ist der renommierte Geldhistoriker Steve Zarlenga.

    http://www.propagandafront.de/185600/us-abgeordneter-bringt-gesetzentwurf-ein-der-geldemission-durch-die-fed-verbieten-wurde.html

    http://americanfreepress.net/?p=800

    UND: WIE HAT DER HOCHMÖGENDE KONGRESS DER „EINZIG VERBLIEBENEN SUPERMACHT“ ABGESTIMMT ??

    Hat sich in den USA die Politik gegen der FED-Bank durchgesetzt?

    Ist zu erwarten, daß sich die US-Politik gegenüber den dringenden Vorschlägen der einem fremden Staat verpflichtete NGO-Lobbygruppe AIPAC durchsetzt, die sich herausnimmt, im US-Kongreß Gesetze zur Abstimmung vorzulegen?

  22. „Wir sind die Kompaniedeppen der Amerikaner. Nur mit
    dem Unterschied, daß der Kompaniedepp für das
    Brotzeitholen ein Bier bekam, das wir jetzt selber
    bezahlen müssen.“

    Franz-Josef Strauß, „Der Spiegel“, Nr. 49, 1966

  23. Geldmafia

    Griechenland ist pleite, obwohl es über gigantische Vorkommen an Öl und Gas in den Shelfmeeren verfügt. Nordische Staaten hatten GR einen Jumbo-Kredit zu Vorzugskonditionen angeboten, um diesen Schatz zu heben: NICHTS!

    Die GR-Politiker haben mit Hilfe der EU-Politiker (und Bankengruppen mit deutsch klingenden Namen) die Bilanzen gefälscht, um den € zu kriegen, der sie ruinieren würde. In den Zeitungen: NICHTS!

    Hunderte von Milliarden wurden auf unsere Kosten locker gemacht, um für GR die „Spielschulden“ bei den Banken zu bezahlen. Und was geschieht? GR leistet sich eine superteure Armee mit 4x so viel modernsten Panzern, wie sie die größere brd besitzt, und kauft für VIELE MILLIARDEN Panzer und U-Boote (aber diesmal keine A-Waffen-fähigen) aus der brd (!!)und F !

  24. Es ist unfassbar das diese einfache Wahrheit , Geldverleih an Firmen und an Privatleute ok ist , Spekulationen von den Verursachern selbst getragen wird . Genau wie es im Artikel vorsichtig geschrieben wird .
    wo ist das Problem ? Wenn ich am Geldautomaten spiele werden die Verluste nicht von der Allgemeinheit getragen .
    Die Zocker müssen mit den Geldgebern bestraft werden . Solide Banken wie die Sparkassen oder Volksbanken müssen mehr Zulauf erhalten .

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