Kein Wunder, dass die Partei nicht aus dem Loch kommt
Nie waren die Zeiten günstiger für eine entschlossene Opposition in diesem Land. Das Kartell der Altparteien lässt das traditionelle Farbenspiel sausen und wird für alle erkennbar zu einer Einheitspartei, die geschlossen hinter dem Präsidentschaftskandidaten Gauck und für die Euro-Rettung steht.
Was macht DIE LINKE aus dieser Situation? Stellt sie einen entschiedenen Kritiker des Euro-Wahns als Alternative zu Gauck auf? Schachtscheider oder Hankel etwa, oder meinetwegen Wagenknecht? Nein. Sie macht das Schlimmste draus: Sie nominiert Beate Klarsfeld, eine Kriegshetzerin gegen Iran! Der Bonus, die einzige Anti-Kriegs-Partei zu sein, wurde im Handstreich verspielt. Vielleicht noch schlimmer als das Faktum selbst: Lafontaine, der diesen Wahnsinn verhindern wollte und Ende letzter Woche offen gegen Klarsfeld opponierte, wurde von Gysi überspielt. Damit sind die Machtverhältnisse in der Partei klar. Kannste vergessen.
Und dann gestern die Abstimmung zur neuen Griechenland-Hilfe. Merkel verliert ihre Kanzlermehrheit, gut so. DIE LINKE aber kann das nicht für sich verbuchen, weil sie – obwohl sie geschlossen dagegen stimmte, was eigentlich sehr gut ist! – nicht im deutschen Interesse argumentierte (für die Verteidigung unserer Demokratie, unseres Sozialstaates, unserer Steuerzahler) – sondern als Anwalt griechischer Interessen auftrat! Ein typisch linker Fehler, den es auch in der Vergangenheit immer wieder in Deutschland gab: Dass die Genossen selbst da, wo sie recht hatten und hätten punkten können, als Vertreter ausländischer Interessen auftraten und sich damit isolierten. Diese „ausländischen Interessen“ waren in der Vergangenheit vorzugsweise sowjetische; dass man sich jetzt als Griechenland- und (schlimmer noch) USA/Israel-Partei geriert, setzt dem Ganzen die Krone auf. Erinnert sich niemand an linke Patrioten wie Bebel, Thälmann, Willy Brandt? An die ruhmreichen kommunistischen Parteien wie die KPI oder KPF, die immer unter ihrer natonalen Trikolore auftraten? An die griechischen Kommunisten, die auch heute noch ihr Vaterland verteidigen? An Che, Fidel, Cavez mit ihrem Slogan „Patria o muerte“?
Wer was Vernünftiges lesen will zur aktuellen Euro-Krise, greift zur März-Ausgabe von COMPACT-Magazin, wo Prof. Wilhelm Hankel den Artikel veröffentlicht hat „Euro-Crash: Sind wir Deutschen wieder schuld?“. Da wird eine Perspektive für Deutschland aufgezeigt, die auch den Griechen und allen anderen Nationen nützt. „Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein“, heißt es bei Brecht/Eisler.
Zunächst einmal sind sich die Deutschen ziemlich einig in der
Ablehnung weiterer Zahlungen an die Banken, via Griechenland.
Das wird die deutschen Politiker im Dienste der Bankenmafia aber nicht aufhalte, weiter deutsche Steuern zu verbrennen.
Leider ist auch die LINKE nicht mehr wählbar, da kann Oskar wohl auch nichts mehr retten. Die alte Schwäche der deutschen Linken mag wohl auch damit zu tun haben, daß sie nach Geld und Unterstützung aus dem Ausland schielt.
,it freundlichen Grüßen
Wer meint, dass „die Deutschen“ an beiden Weltkriegen,vortrefflich am Ersten,die Hauptschuld trägt, der geriert sich pflichtgemäß als „Stabilitätsfaktor“ im hiesigen Europa.
Oder was wollte Volker Beck gestern im Bundestag mit seiner Nachfrage an Gysi intonieren?
Es wird endlich Zeit, dass jemand klare Kante zeigt und gegen diese nach meinem Empfinden ekelhaft-tendenziöse Geschichtsverklärung zu Felde zieht. Als Abonennt von compact ist es meine Hoffung, dass ein aufrichtiger Linker wie Jürgen Elsässer dies, im scharfen Gegensatz zu Gysi und Konsorten, nunbald zu tun beginnt.
Was die Wahl von Frau Klarsfeld angeht: d’accord!
Aber die Position der LINKEn zu Griechenland ist in Ordnung – deshalb das lange Zitat aus der
Bundestagsrede von Gysi :
http://www.linksfraktion.de/reden/die-deutschen-haften-umfang-100-milliarden-euro/
„Das Rettungspaket ist also auch diesmal nicht für die Griechinnen und Griechen geschnürt, sondern ausschließlich für Banken, Vermögensanleger und Hedgefonds. Sie bekommen das Geld, und kein anderer.
Außerdem haben die Europäische Zentralbank und auch die nationalen Notenbanken griechische Staatsanleihen für 70 Milliarden Euro von den Privatbanken aufgekauft. Das sind – es tut mir leid, Frau Bundeskanzlerin – Euro-Bonds. Weil diese Staatsanleihen entweder unserer Notenbank oder der Europäischen Zentralbank gehören, haften dafür allein die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler der Euro-Zone und in besonderem Maße die deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.“
War auch nur noch ein Fünkchen Zustimmung zur LINKSPARTEI vorhanden, so ist diese zerronnen wie das Eis in der Hand. Mit der Nominierung der Klarsfeld als Präsidentenschaftskandidatin hat die LINKE nicht nur einmal mehr bewiesen, wo sie steht, sondern hat diese Standortdefinierung zum ideolgischen Fundament erhoben! Klarsfeld ist eine klare Vertreterin des ewiggestrigen „Antifaschismus“, der als herrschendes Dogma jedwede Kritik am „Deutschen“ gutheißt und „Patriotismus“ in Folge dessen nur da verficht, wo er gegen Deutschland und die nationalen Interessen gerichtet ist. Dieser „Antifaschismus“ der LINKEN hierzulande ist dermaßen national-masochistisch geprägt, dass er sich gut einreihen lässt in die Geschehnisse in der Schererstraße. Den dortigen Linken in ihrem hauseigenen SM-Zentrum scheint es ja auch sehr gut zu gefallen, permanent von Araberbanden besucht und geschlagen zu werden. Und statt sich dagegen zur Wehr zu setzen, sucht man die Schuld bei sich selbst. Sadomasochismus in Reinkultur und im Kleinen, passt aber zur nationalen Selbstgeißelung seitens der LINKEN im Großen. Wirklich eine Schande für unser Land! Jürgen, Du hast bei der Aufzählung der „linken Patrioten“ die DVR Korea vergessen(-; Okay, da ist nicht alles Rot was glänzt, aber die haben einige gute Ansätze/Aussagen zu Nationalismus und Kommunismus als harmonische Einheit/Ergänzung. Hierzulande würde erstmal schon ein Partei reichen, die in etwa die Denke von Jürgen, bzw. der VI, vertritt.
Nochmal zur Klärung:
Die LINKE ist gegen das sog. Rettungspaket, weil damit nicht 80% des griech. Volkes geholfen wird. „Geholfen“ wird den ausländischen Hedgefonds und Banken , dazu der griech. Oligarchie,die die Beute der letzten 20 Jahre in div. Steueroasen gebracht hat und einer korrupten Mittelschicht , die nicht daran denkt, solidarisch Steuern zu zahlen ….
Dass die LINKE mit dem Nein zum „Rettungspaket“ auch den Raub deutscher Steuergelder kritisiert, ist doch offensichtlich.
Und dass die LINKE Solidarität mit dem griechischen Volk fordert, indem dort Strukturen aufgebaut und in die Wirtschaft investiert wird, das ist auch richtig und absolut notwendig !
http://www.editions-lignes.com/Retten-wir-das-griechische-Volk.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-im-freien-fall-1.1288560-5
http://www.querschuesse.de/zeugnis-der-depression/
Kant: Aber Gysi ist für Eurobonds! Er kritisiert nicht den Inhalt, sondern nur die Heuchelei der Kanzlerin.
Sorry, habe meinen „Namen“ vergessen: Anonymus ist natürlich seine Wenigkeit, der „Linkspatriot“…
Kant: Würde das stimmen, was Sie sagen, müsste DIE LINKE auch gegen Eurobonds sein…
Als Linker gehört meine Solidarität den Menschen in Griechenland, nicht der Linkspartei. Allein der Name dieser Partei ist bereits Betrug, denn die Partei vertritt nur einen geringen Teil der Linken hier.
Achtet bitte, bei eurer deutsch-patriotischen „Erleuchtung“ einmal auf die Verhältnisse in Griecheland:
„Die künstlich erzwungene Erschwerung des Verschuldungsproblems ist auf diese Weise als eine Waffe eingesetzt worden, um ein ganze Gesellschaft im Sturmangriff zu erobern. Wir sind uns dessen wohl bewusst, dass wir hier Begriffe aus dem Bereich des Militärischen benutzen: Es geht eben wirklich um einen Krieg, der mit den Mitteln der Finanzen, der Politik und des Rechts ausgetragen worden ist, einen Klassenkrieg, der gegen die gesamte Gesellschaft geführt worden ist….. Kann uns denn die Tatsache gleichgültig lassen, dass auf Verlangen insbesondere der deutschen und französischen Staatsführung den Griechen in Zukunft freie Wahlen verboten werden sollen. Verlangt die systematische Stigmatisierung und Verleumdung eines europäischen Volkes etwa keine Antwort? Ist es denn überhaupt möglich, gegen die institutionelle Ermordung des griechischen Volkes nicht seine Stimme zu erheben? Und kann man denn Stillschweigen bewahren angesichts der gewalttätigen Durchsetzung eines Systems, das den Gedanken der sozialen Solidarität als solchen aus der Rechtsordnung verbannt?
Wir befinden uns an einem Wendepunkt, von dem kein Weg mehr zurückführt. Es ist dringend geboten, den Krieg der Worte und der Zahlen auch von uns aus zu führen, um der ultraliberalen Rhetorik entgegenzutreten, die Angst und Fehlinformationen verbreitet. Es ist dringend geboten, die angeblich moralischen Lektionen zu demaskieren, die nur dazu dienen, zu verbergen, was wirklich in unseren Gesellschaften geschieht. Es ist mehr als dringend geworden, die rassistische Hartnäckigkeit als solche zu enthüllen, mit der der unterstellte Nationalcharakter eines Volkes (also, ganz nach Belieben: Faulheit und Gerissenheit) zum ersten Grund einer Krise erklärt werden soll, die in Wirklichkeit eine weltweite Krise ist. Was heute wirklich zählt, sind doch nicht die Besonderheiten der Völker, ganz gleich, ob sie real oder nur imaginär sind. Es geht vielmehr darum, was ihnen gemeinsam ist: Das Schicksal eines Volkes, das sich auf alle anderen Völker auswirken wird“
Aufruf französischer Soziologen
http://www.egs.edu/faculty/alain-badiou/articles/retten-wir-das-griechische-volk-vor-seinen-rettern/
Das seltsame Verhalten in den Abstimmungen zur Griechenlandrettung wird besonders an der Person Friedrich sichtbar.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/02/28/vertreten-volksvertreter-das-volk/
Die Oppositonshaltung der Linken gegen die verschiedenen Rettungsschirme greift ohnehin nicht, denn auch der Dümmste hat bereits gemerkt, daß die noch viel weiter gehen wollen. Klarsfeld gegen Gauck ist tatsächlich ein Witz.
Es ist von Krieg und Völkermord die Rede!
Frau Klarsfeld hat (als angeheiratete Schickse?) vermutlich ein signifikantes Akzeptanz- und Identitätsproblem. Sie muß daher gleichsam 150%ig sein, um die gefährdete Akzeptanz und unsichere Identität phantasmatisch stabilisieren zu können.
Als Repräsentantin der Bunten Republik wäre sie damit gut geeignet, weil sie das zentrale kollektive Problem gleichsam in personam verkörpert.
Sie wäre als Bunte Präsidentin also eine gültige Ausdrucksgestalt der Bunten Republik, die alles sein darf und will, nur nicht braun.
Mit der Nominierung von Beate Klarsfeld ist DIE LINKE nun völlig durchgeknallt. Die sind auch nicht mehr heilbar. Christoph Butterwegge, der dieser Partei nicht angehört, mit ihr aber inhaltlich partiell sympathisiert, hat mir gestern dargelegt, warum er nicht mehr kandidieren wollte, was ich bedauerte. Ich habe seine Argumente jedoch nachvollziehen können.
Mich interessiert nun, wieviel Stimmen Beate Klarsfeld am 18. März bekommt. Ich vermute, sie bekommt nicht alle Stimmen der LINKEN, von anderen sowieso keine.
Toringo Februar 28, 2012 at 20:06
Mich interessiert nun, wieviel Stimmen Beate Klarsfeld am 18. März bekommt. Ich vermute, sie bekommt nicht alle Stimmen der LINKEN, von anderen sowieso keine.
Hm, hm… Zur Wahl stehen ein eitler Gauckler vs. eine zwanghaft Antideutsche. Ich könnte mit schon vorstellen, daß die anderen Zwanghaften die Antideutsche wählen. Allein schon wegen des induzierten Schuldkomplexes.
@JE: Bei mir hat sie den Bonus nicht verspielt, die einzige Antikriegspartei zu sein, trotz der törichten Entscheidung für
die (ja auch in ihren Reihen umstrittene) Kandidatin Klarsfeld.
Natürlich bin ich enttäuscht, dass diese Partei in ihrer kritik
des Finanzkapitalismus die blinde Stelle „EURO“ hat und nicht
erkennen will, dass der ein entscheidender Machthebel der Finanzdiktatur ist. Trotzdem ist diese Partei, mit S. Wagenknecht und anderen, diejenige, die eine einigermaßen glaubhafte klar artikulierte Kapitalismuskritik, in der Öffentlich-keit vertritt.
@Kant: Haltung der LINKEN zu Griechenland. So habe ich das auch gesehen; habe mir gestern nachmittag auf PHOENIX die
persönlichen Erklärungen der Abgeordneten angehört.
Wie wir hier sehen können, stammt der Vorschlag Klarsfeld zu nominieren höchstwahrscheinlich aus dem sächsischen Landesverband der Partei DieLINKE bzw. aus dem Kreis der dortigen pseudolinken Entscheider.
http://www.lafontaines-linke.de/2012/02/wen-schickt-die-linke/comment-page-1/#comment-27717
@henrico. Stimme Ihrem 3. Absatz ausdrücklich zu.
Jürgens Formel in dieser Hinsicht ist genial.
Nicht international, aber inter-national.
Richtig verstanden sind „griechische“ Interessen auch unsere Interessen, zumindest im Sinne einer großen gemeinsamen Schnittmenge.
Vielleicht gibt es in der LINKEN Leute, die meinen oder hoffen, mit einer Nominierung von Klarsfeld der Antisemitismus-Keule wenigstens innerparteilich die Schlagkraft nehmen zu können.
Solche Hoffmung ist imho ebenso trügerisch wie als Mittel von Politik untauglich, weil aporetisch.
Bruno Februar 28, 2012 at 20:42 @henrico:
Jürgens Formel in dieser Hinsicht ist genial.
Nicht international, aber inter-national.
Richtig verstanden sind “griechische” Interessen auch unsere Interessen,…
Ja. Insbesondere, weil es sich um eine Art von „Versicherungsbetrug“ handelt, der uns auch ins Haus steht, sobald es den Herrschenden gelungen sein wird, auch die BRD hinreichend zu verschulden.
@ Bullinger
Was ist denn das, „braun“ ?
Ist das „patriotisch“ (pro-brd) oder deutschfreundlich, oder meinen Sie tatsächlich das sinnleere Totschlagsvokabel des systems?
@ Bullinger
Sie spekulieren, ob Klarsfeld nicht doch die eine oder andere Stimme von israelfreundlichen Abgeordneten bekommt?
Glauben Sie doch nicht, daß es sich um eine echte Wahl handelt, bei der jeder „Abgeordnete“ die Person seines Vertrauens wählt. Ebensowenig, wie es eine echte Abstimmung ist, wenn die Abgeordneten ihre hochbezahlten Pfötchen heben, um über die Ausbeutungsentscheidung abzustimmen, deren Paragraphen ihnen erst einen Tag vor der Abstimmung zugegangen sind: Ein Koffer voll Papier (über 700 Seiten), die keiner gelesen hat.
@ Bruno
Es gibt auch den Begriff „supranational“.
Na, vielleicht dauert es ja nicht mehr lange, und Lafontaine muß wieder die Partei wechseln. Vielleicht tritt er der Elsässer-Partei bei.
Äh… vielleicht sollte ich das mit dem “Versicherungsbetrug” noch etwas erläutern:
Wenn man ein cleveres Goldmännchen ist, schließt man Kreditausfallversicherungen ab und sorgt dann dafür, daß der Kredit auch ausfällt. Das geht aber nur dann, wenn das entsprechende Land auch hinreichend verschuldet ist.
Dr. Gunther Kümel Februar 29, 2012 at 08:27 @ Bullinger
Was ist denn das, “braun” ?
Ist das “patriotisch” (pro-brd) oder deutschfreundlich, oder meinen Sie tatsächlich das sinnleere Totschlagsvokabel des systems?
Letzteres, braun ist eine Farbe, die keine ist und steht als solche für die performatorische Sinnentleerung der Begriffe durch den systemischen Neusprech. M.a.W: Die Sprachzerstörung, die das Denken zerstören soll.
Das funzt, weil wir in Sprache denken.
Nachtrag: Eine Bunte Republik, die bestimmte Farben ausschließt, ist weder bunt noch Republik. Sondern führt sich selbst ad absurdum, damit.
@Dr. Gunther Kümel: „Vielleicht tritt er der Elsässer-Partei bei.“
Ich sehe leider keine. Wäre schön, gäbe es endlich eine echte linkspatriotische Partei hierzulande…
@Linkspatriot: „Wäre schön, gäbe es endlich eine echte linkspatrio-tische Partei hierzulande…“
Linkssein und unsere 1949-er Verfassung (die ’nur‘ ein Grund-gesetz ist) als Fundament des politischen Handelns ansehen, das gehört für mich zusammen. Eine Beschränkung auf die Wohlfahrt auf das eigene (Vater-Mutter-) Land lehne ich als Linker entschieden ab : Die Trennlinie läuft – und das müssen wir uns doch immmmmer wieder klar machen – nicht zwischen Griechen und Deutschen, sondern zwischen oben und unten in den jeweiligen Gesellschaften. Unser GEGNER ist die herrschende Klasse in Deutschland (Banken, Versicherungen und Konzerne ) – wobei es dort auch Differenzen gibt zwischen Realkapital und Finanzkapital – und die herrschende Klasse in Griechenland und anderswo! – und unsere MITSTREITERINNEN sind die Lohnabhängigen und Marginalisierten (Prekariat) in Deutschland und Griechenland und anderswo !
Wenn ein deutscher Arbeiter/ Angestellter sagt: Scheiß-Griechen – dann heißt das nur, dass ihn die BLÖD erfolgreich verhetzt hat und er seinen Kopf nur zum Haare- schneiden hat, aber nicht zum eigenständigen Denken.
Kant Februar 29, 2012 at 13:33
Unser GEGNER ist die herrschende Klasse in Deutschland (Banken, Versicherungen und Konzerne )…
Banken, Versicherungen und Konzerne sind imho keine Klasse. Es geht um die (im Auftrag der Schatten) herrschende politische Klasse in einem Neo-feudalen System. Diese Klasse steht gegen das Volk. Hier verläuft die Front.
Die alten, „klassischen“ Klassen gibt es so nicht mehr.
http://politikforen.net/showthread.php?122085-Klarsfeld-for-President&p=5201917&viewfull=1#post5201917
Bohnsack fährt dann fort und berichtet in „Die Legende stirbt“, wie die Desinformationsabteilung der HVA die Beate Klarsfeld mit zersetzendem Propagandamaterial gegen den Westdeutschen Kanzler Kiesinger impfte und aufhetzte.
Auszug S. 32f:
“Wagenbreth, eher ein Nachrichtenmann, überträgt die archivarische Mission seinem späteren Stellvertreter Hans Knaust. Dieser hat Markus Wolf bereits zu Beginn der 50er Jahre an der diplomatischen Vertretung der DDR in Moskau gedient, ein außenpolitisches Spezialstudium in Potsdam absolviert und eine linientreue Sicht auf die fachlichen und politischen Zusammenhänge. […] Rolf Wagenbreth übernimmt inzwischen den organisatorischen Part und geht auf die Suche nach geeigneten Multiplikatoren im Westen. Denn die Staatssicherheit darf als Basis-Objekt nicht sichtbar werden.
Mit einfachen Mitteln verschafft er sich den Überblick, welche Personengruppen und Einzelpersonen in der Bundesrepublik mit dem Problem der Vergangenheitsbewältigung befaßt sind, sich kritisch mit ihm auseinandersetzen und auf die öffentliche Meinung wirken. Nicht von ungefähr erscheinen die Schriftsteller Günter Wallraff und Bernt Engelmann im Fadenkreuz. Deren Materialbedarf ist bereits aktenkundig. Beate und Serge Klarsfeld haben sich als Historiker und Journalisten eindeutig ausgewiesen und mit einschlägigen Aktionen weit über Paris hinaus für Aufsehen gesorgt. Auch von Simon Wiesenthal weiß der Nachrichtendienst seit längerem, daß er Nazis weltweit aufspürt. […] Zielstrebig arbeiten Mitarbeiter der HVA auch an der Erfüllung der zweiten Forderung, den nachrichtendienstlichen Bezug zu verschleiern. Rechtzeitig gründet Wagenbreth das »Informations- und Organisationsbüro« (IOB) für Journalisten. Diese Einrichtung gibt sich als »legales Dach«, bietet Hilfe und Betreuung auf dem Gebiet der DDR an. Das Pressseamt der DDR, ebenfalls durch HVA-Vertraute repräsentiert, orientiert Rechercheure aus der Bundesrepublik auf das schmucklose Büro in der Berliner Charlottenstraße. Dieses entwickelt sich unter der Leitung eines Herrn Edgar Oster schließlich zum Nadelöhr für alle westlichen Journalisten. Ohne die Vermittlung des IOB öffnet sich keine Tür zum Interview, das Büro wird zum Checkpoint. Natürlich stellt der freundliche Herr Oster dem ratsuchenden Journalisten einen DDR-Reisebegleiter zur Seite, der uneigennützig bei Tag und, wenn erwünscht, auch bei Nacht Hilfe leistet.
Die Betreuung der Familie Klarsfeld liegt ebenfalls während ihrer zahlreichen Berlin-Aufenthalte in nachrichtendienstlicher Hand. Mit Geld und guten Worten dient sich ein OibE (Offizier im besonderen Einsatz) an, der im Dokumentationszentrum des DDR-Innenministeriums in der Nähe der einstigen Stalinallee logiert und das Referat VII/F von Anfang an erfolgreich repräsentiert: Dr. Ludwig Nestler, ein wandelndes Lexikon, Bücherwurm mit Computerhirn. Zuweilen stößt auch sein Führungsoffizier, der Wagenbreth-Stellvertreter Oberst Wolfgang Mutz, zur deutsch-französischen Runde und schlüpft vorübergehend in die Rolle eines Archivars. Als Beate Klarsfeld nicht nur das ihr überlassene Material gegen den damaligen CDU-Kanzler Kiesinger einsetzt, sondern ihm in der Öffentlichkeit einen Schlag ins Gesicht verabreicht, muß der Vize gegenüber seinem Leiter, Oberst Wagenbreth, seine Unschuld beteuern. »Das«, so Mutz alias Reuter, »hat sich die Beate ganz allein ausgedacht«.
Als die Klarsfeld dann am 7. Nov. 1968 den deutschen Bundeskanzler Kiesinger (CDU) ohrfeigte, um so ihre Stasi-Erkenntnisse der Öffentlichkeit propagandistisch bekannt zu machen, wurde sie am gleichen Tag „standrechtlich“ zu einer Haft- und Geldstrafe verurteilt.
„Lafontaine, der diesen Wahnsinn verhindern wollte und Ende letzter Woche offen gegen Klarsfeld opponierte, wurde von Gysi überspielt. Damit sind die Machtverhältnisse in der Partei klar. Kannste vergessen.“
Gysi ist doch sowieso die Macht in der Partei „Die Linke“, da hat Lafontaine das nachsehen, war nie anders gewesen…
Und ohne Lafontaine ist Die Linke nix wert, Fehler von Lafontaine war es sich mit der Wagenknecht einzulassen, das hat seinem Image geschadet (wegen zu hohem Altersunterschied + dazu noch mit einer Parteikollegin), das war unnötig von ihm, da hat er Punkte verloren, da geht´s anderen Politiker ebenso wie J. Fischer, Oettinger usw.
Zudem, daß jetzt die Politik auf den Bankstern, Finanzhaien, Heuschrecken rumkacken und einen auf Idealist machen, hat doch nur damit zu tun, daß die feigen Abgeordneten und Politiker daß jetzt dürfen, denn man braucht ja immer einen Sündenbock auf den man die Schuld schieben kann, die Weltwährung kann dann noch leichter eingeführt werden, da es die Öffentlichkeit dann „freiwillig“ haben will:
– kein Zinses-Zins-System
– keine Währungsschwankungen
– keine Spekulationen
Hört sich doch alles gut an, oder!? Naja… wenn da nicht die Weltbank wäre die alles Geld herausgibt…………………….
Und zum Thema Griechenlandhilfe:
Deutschland selbst hat einen Haufen Schulden die es aus dem Bruttosozialprodukt nie selber wird zurückzahlen können, zudem gibt es ca. 2.8 Millionen Arbeitslose + ca. 6.5 Millionen Hartz4 Empfänger, man geht davon aus daß ca. 10 Millionen Deutsche am Existenzminimum leben und ca. 50% der Bevölkerung überhaupt nichts besitzen, da frage ich mich wo denn das ganze Geld für Griechenland herkommt? Wird wohl von der EZB einfach so gedruckt, ist ja auch „nur“ Papiergeld……
Griechenland könnte sich mit seinen eigenen Ressourcen selbst re-vitaliseren wenn man sie lassen würde, die schaffen das.
Eine Handvoll Super-Reiche Pseudo-Griechen-Familien (das sind die, die nach Aussen immer so tun als wenn sie die lokale Nationalität besässen und auch lokale Namen tragen, aber im Grunde genommen nix mit dem jeweiligen Land zu tun haben…, die gibts auch in der Türkei…) haben mit den US Banken gemeinsame Sache gemacht und das Land ins Chaos getrieben, jetzt wird von allen Seiten auf die Griechen eingeprügelt, wirklich heuchlerische Welt….. Meiner Meinung nach, dient das ganze Griechenland Hilfspaket Geplänkel nur dazu um die Geldmenge künstlich zu erhöhen um damit den ultimativen inflations-bedingten Euro-Crash auslösen zu können…nicht ganz unrealistisch wenn man noch Portugal, Spanien, Irland und Italien hinzukommen, dann machts krach, bum aus die Maus…
Ganz abgesehen von dem, was bisher gesagt wurde,
((Freidank: Auf diesem blog können nur COMPACT-Abonnenten kommentieren. Bitte besorgen Sie sich eine Freischaltung unter elsaesser@compact-magazin.com))
yilmaz Februar 29, 2012 at 15:04
… da frage ich mich wo denn das ganze Geld für Griechenland herkommt? Wird wohl von der EZB einfach so gedruckt, ist ja auch “nur” Papiergeld……
Ja, aber es erhält seinen Wert nachträglich dadurch, daß Leute dafür arbeiten müssen, um es zurückzuzahlen. Das ist der miese Trick des FIAT-Money. Man kann es beliebig und in beliebiger Höhe fast ganz kostenlos herstellen, einfach durch eine Eingabe im Computer, aber es müssen dann Leute dafür arbeiten.
Und die Privat-Leute, die dieses Recht zur Geldschöpfung aus dem Nichts haben, für die arbeitet dann fast die ganze Welt.
Joachim, was tut eine linke Partei in der BRD? Beleuchtet sie die feudalistischen Strukturen hinter dem sichtbaren Schein? Oder bearbeitet sie die Frage, wie dieses Schattenreich unbemerkt vor dem Auge der Massenöffentlichkeit aufgebaut werden konnte?
In Leipzig gibt es seit mehr als zehn Jahren ein Abgeordneten- und Projektbüro, finanziert von mehreren sächsischen Bundestags-, Landtags,- und Europaabgeordneten der LINKEN.
Ist es das Zentrum der anti-nationalen, israelfreundlichen Akteure Sachsens, die den Landesverband dominieren? Man diskutiert dort gern über „lebenspraktische und existenzielle gesellschaftliche Grundfragen“, wie z.B.:
http://bak-shalom.de/index.php/2012/02/13/antisemitismus-und-antiziganismus-als-bestimmte-formen-negativer-vergesellschaftung/
Im übrigen hatte ich 2008 das einmalige Vergnügen, eine der StrippenzieherInnen persönlich kennenzulernen. Mit dieser Dame traf ich mich wohl an die 15mal in -wie ich glaubte- in persönlicher Absicht.
Nach einigen Wochen brach diese Person den Kontakt plötzlich ab und leugnete in jeder Hinsicht, mich überhaupt zu kennen. Nachdem ich von einer anderen Person erfuhr, der es ähnlich erging, Monate später, da wurde mir klar, dass es dieser Dame darum gegangen war, meinen Backround, meinen Kenntnisstand und meine Arbeitsmethoden auszuforschen.
Ich glaube, wir unterschätzen diese Kreise erheblich, auch deswegen, weil sie unter linker Flagge segeln und wir mit links immer etwas Menschenfreundliches
assoziieren.
@ Joachim B.
„Und die Privat-Leute, die dieses Recht zur Geldschöpfung aus dem Nichts haben, für die arbeitet dann fast die ganze Welt.“
Ja, genau so ist es, das sind eine Handvoll Finanzmagnaten denen die amerik. FED gehört mit dem Hauptinitiator Rothschild…
Günther&Hannah März 1, 2012 at 09:15
Joachim, was tut eine linke Partei in der BRD?
Sie erschöpft sich im Kampf gegen Rechts. So hat sie ‚was zu tun und alle sind happy.
Merke: Gib dem Menschen ein Feindbild und er wird dankbar in den Kampf ziehen. So kontrolliert und steuert man das Bewußtsein, und nicht mit irgendwelchen Chips oder Strahlen…
yilmaz: „Fehler von Lafontaine war es sich mit der Wagenknecht einzulassen, das hat seinem Image geschadet (wegen zu hohem Altersunterschied + dazu noch mit einer Parteikollegin)“
Das sollte man den beiden überlassen. Ich bin weder „Fan“ von ihm noch von ihr. Aber deren Verhältnis zueinander interessiert mich jedenfalls nicht.
@ Toringo
klar geht das uns nichts an, da aber Lafontaine eine öffentliche Person durch seine Arbeit in der Politik darstellt, wird immer das Gesamtbild herangezogen, dazu gehört auch der Partner.
@ Günther&Hannah
„Im übrigen hatte ich 2008 das einmalige Vergnügen, eine der StrippenzieherInnen persönlich kennenzulernen. Mit dieser Dame traf ich mich wohl an die 15mal in -wie ich glaubte- in persönlicher Absicht.
Nach einigen Wochen brach diese Person den Kontakt plötzlich ab und leugnete in jeder Hinsicht, mich überhaupt zu kennen. Nachdem ich von einer anderen Person erfuhr, der es ähnlich erging, Monate später, da wurde mir klar, dass es dieser Dame darum gegangen war, meinen Backround, meinen Kenntnisstand und meine Arbeitsmethoden auszuforschen.
Ich glaube, wir unterschätzen diese Kreise erheblich, auch deswegen, weil sie unter linker Flagge segeln und wir mit links immer etwas Menschenfreundliches
assoziieren.“
Interessant, sieht aus als wenn diese Personen verdeckt operieren und Informationen an den Mossad weiterleiten…Informelle Mitarbeiter…
Die Linke ist mit der Nominierung der Frau Klarsfeld für mich gestorben.