Juden Im Iran: eine respektierte Minderheit

Bericht der New York Times: Das ewige dumme Geschwätz von Ahmadinedschad=Hitler und seinem ageblichen Antisemitismus dient nur der Kriegsvorbereitung, hat mit der Realität nichts zu tun. Die jüdische Minderheit im Iran wird, ganz anders als in Nazi-Deutschland, respektiert wie nirgendwo sonst im Nahen Osten.

Lesen Sie den Reisebericht aus der unverdächtigen New York Times, den ich für mein COMPACT-Buch „IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda“ übersetzt habe. (Das Buch ist in wenigen Exemplaren noch erhältlich, man bekommt es als kostenloses Geschenk, wenn man ein Abo von COMPACT-Magazin abschließt). Mehr zum Thema in der Dezember- sowie Januar-Ausgabe von COMPACT-Magazin  – und auf der COMPACT-Veranstaltung am 5. Januar in Berlin mit dem Titel „Kriegslügen gegen Iran – Fakten gegen westliche Propaganda“ (19 Uhr, Viethaus, Leipziger Straße 54).

So, hier nun der Ausschnitt aus NYT, übersetzt in Elsässer, IRAN – Fakten gegen westliche Propaganda.

Dokumente

Juden im Iran

Auch in der Mainstreampresse finden sich bisweilen Artikel, die zum Nachdenken anregen. Hier als erstes ein Beispiel aus der New York Times vom 23. Februar 2009. Autor des Beitrags unter der Überschrift „Was Irans Juden sagen“ ist Roger Cohen.

Isfahan, Iran. Am Palästina-Platz, gegenüber einer Moschee namens Al Aqsa, befindet sich eine Synagoge, wo Juden dieser alten Stadt sich im Morgengrauen versammeln. Über dem Eingang ist ein Transparent mit den Worten: „Glückwünsche zum 30. Geburtstag der Islamischen Revolution von der Jüdischen Gemeinde Isfahans.“

Die Juden Irans ziehen ihre Schuhe aus, winden Lederschnüre um ihre Arme … und nehmen Platz. (…) Soleiman Sedighpoor, ein Antiquitätenhändler mit einem Laden voller Schätze, leitet den Gottesdienst von einem Podium unter einem Kronleuchter aus.

Ich hatte Sedighpoor, einem 61jährigen mit leuchtenden Augen, am Tag zuvor in seinem staubigen Geschäft einen Besuch abgestattet. Er verkaufte mir, nach einigem Zögern, ein Perlenarmband mit persischen Miniaturen. „Der Vater kauft, der Sohn verkauft“, murmelte er, bevor er mich zum Gottesdienst einlud.

Ich nahm an und bohrte nach, wie er sich bei den Rufen „Tod Israel“ – „Marg bar Esraeel“ – fühlt, die man im Iran ständig hört.

„Lass sie sagen ‚Tod Israel’“, sagte er. „Ich bin in diesem Geschäft seit 43 Jahren und hatte nie ein Problem. Ich habe meine Verwandten in Israel besucht, aber wenn ich so etwas sehe wie den Angriff auf Gaza, dann demonstriere ich auch, als Iraner.“

Der Nahe Osten ist eine ungemütliche Umgebung für Minderheiten und für Leute, deren bloße Existenz die wohlfeilen Etiketten nationaler und religiöser Identität hinterfragt. Und doch leben etwa 25.000 Juden im Iran, damit sind sie, zusammen mit ihren Glaubensgenossen in der Türkei, die größte Gemeinschaft im Nahen Osten. Es gibt mehr als ein Dutzend Synagogen in Teheran; hier in Isfahan sind es eine Handvoll, die ungefähr 1.200 Juden versorgen, die Nachfahren einer fast 3.000jährigen Gemeinde.

In den Jahrzehnten seit der Gründung Israels 1948 und der Islamischen Revolution 1979 ist die Zahl der iranischen Juden von 100.000 auf das heutige Niveau zurückgegangen. Aber der Exodus war längst nicht so total wie jener aus arabischen Ländern, wo ungefähr 800.000 Juden lebten, bevor Israel gegründet wurde.

In Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und Irak – Länder, wo vor 1948 mehr als 485.000 Juden lebten – sind weniger als 2.000 übrig geblieben. Die arabischen Juden sind untergegangen. Den persischen Juden ist es besser ergangen.

Natürlich: Es sind die arabischen Länder, mit denen Israel eine Reihe von Kriegen führte, die noch nicht beendet ist. Dieser Fakt erklärt die Diskrepanz einigermaßen.

Und doch umgibt weiterhin ein Mysterium Irans Juden. Es ist wichtig zu entscheiden, was prägender ist: die annihilistischen Anti-Israel-Kampfrufe, die Holocaust-Leugnung und andere iranische Provokationen – oder die Tatsache einer jüdischen Gemeinde, die in relativer Ruhe lebt, arbeitet und Gottesdienst hält.

Vielleicht gebe ich Fakten gegenüber Worten zu viel Gewicht, aber ich sage, dass die Realität iranischer Zivilität gegenüber Juden uns mehr über den Iran berichtet – als all die rhetorische Zündelei.

Das könnte daher kommen, weil ich Jude bin und selten so durchgängig mit Wärme umfangen wurde wie im Iran. Oder vielleicht hat es mich beeindruckt, dass die Wut wegen Gaza, die auf Plakaten und im iranischen TV hinaustrompetet wurde, niemals zu Beleidigungen oder Gewalt gegenüber Juden führte. Oder vielleicht, weil ich überzeugt bin, dass die Karikierung des Iran als „Verrücktes Mullah-Regime“ und das Gleichsetzen jedes Kompromisses mit ihm mit München 1938 – eine Position, die in einigen amerikanisch jüdischen Kreisen populär ist – in die Irre führt und gefährlich ist.

Ich weiß, dass es seinen Grund hatte, dass viele Juden Iran verließen. Es gibt Feindseligkeit. Die aufgemotzten Spionageanklagen gegen eine Gruppe von Juden aus Shiraz 1999 zeigten das Regime von seiner schlechtesten Seite. Juden wählen einen Vertreter ins Parlament, aber können auch einen Moslem wählen, wenn sie es wollen. Ein Moslem jedoch kann keinen Juden wählen.

Unter den Minderheiten werden die Bahai – sieben von ihnen wurden vor kurzem unter der Anklage verhaftet, für Israel zu spionieren – brutal behandelt.

Ich fragte Morris Motamed, einst jüdischer Majlis(= Parlaments)-Abgeordneter, ob er sich benutzt fühlt, wie ein iranischer Quisling. „Nein,“ antwortete er. „Tatsächlich spüre ich hier eine starke Toleranz gegenüber Juden.“ Er sagte, dass die „Tod Israel“-Rufe ihn bedrücken, aber kritisierte im weiteren den „doppelten Standard“, wonach Israel, Pakistan und Indien Atomwaffen erlaubt sind, nicht aber dem Iran.

(…)

Realismus in Bezug auf Iran sollte Isfahans ökumenischem Palästina-Platz Rechnung tragen. An der Synagoge sagte mir Benhur Shemian, 22, dass Gaza zeige, wie „kriminell“ die Regierung Israels ist, aber dass er dennoch auf Frieden hoffe. An der Al-Aqsa-Moschee deutete Monteza Foroughi,72, hinüber zur Synagoge und sagte: „Die haben ihren Propheten; wir unseren. Und das geht in Ordnung.“

30 Kommentare zu „Juden Im Iran: eine respektierte Minderheit

  1. @JE

    Sie schreiben:

    „Die jüdische Minderheit im Iran wird, […], respektiert wie nirgendwo sonst im Nahen Osten.“

    Da gebe ich Ihnen sogar Recht. Wenn man als Maßstab den Rest des Nahen Osten nimmt, dann geht es Juden und Christen im Iran gar nicht so übel.

    Nach unserem Maßstab allerdings, sind Juden im Iran jedoch massiv diskriminiert und verfolgt. Jedenfalls nach meinem Maßstab, der auf westlicher Demokratie und Menschenrechten basiert. Was Ihrer ist, weiß ich nicht.

  2. Toleranz gegen Menschen mosaischen Glaubens ist eine Selbstverständlichkeit, und sie wird auch im Iran gepflegt.
    Es wird hohe Zeit, daß eine gleichwertige Toleranz auch der israelischen Administration abverlangt wird, und den Kräften die sie tragen; sogar auch den illegalen „Siedlern“ gegenüber den semitischen Einheimischen.

    Man darf die ungeheure Kluft nicht vergessen, die Israel zwischen den orientalischen Juden und jenen Israel-Immigranten aufgerissen hat, die aus Europa (speziell Rußland) eingewandert sind. Die orientalischen Juden werden noch heute in Israel diskriminiert. Sie unterscheiden sich von den staatstragenden Israelis im Aussehen, in der Kultur, in den Gebräuchen, in der Sprache. Unter dem Deckmantel der Bekämpfung einer Hautkrankheit sollen die Kinder aus Familien orientalischer Juden sogar hohen Strahlendosen ausgesetzt worden sein, um sie lebenslang zu schädigen. Viele sind an Krebs gestorben.

  3. Freue mich, dass Sie diesen Artikel in dieser angespannten Situation zitieren, der mal wieder aufzeigt, wie verlogen die Propaganda ist, Herr Elsässer. Wünsche der jüdischen Minderheit und auch anderen, dass Toleranz das vorherrschende Mittel in aller Welt Masstab ist und eine Verschärfung der Lage das Blatt nicht wenden wird.

  4. „Unter dem Deckmantel der Bekämpfung einer Hautkrankheit sollen die Kinder aus Familien orientalischer Juden sogar hohen Strahlendosen ausgesetzt worden sein, um sie lebenslang zu schädigen. Viele sind an Krebs gestorben.“
    kühmels lustige naziausagen, zum (gefühlt) 128. mal.

    ansonnsten, lieber JE, so leid es mir tut ihnen beim iransupportting zustimmen zu müssen, haben sie schon recht das es im iran keine solche menchenvernichtende stimmung gegen juden UND christen gibt wie in den meisten islamischen ländern.

  5. Antisemitismus ist die Totschlagwaffe schlechthin. Wenn man jemanden nicht als „Nazi“ bezeichnen kann, dann immernoch als „Antisemit“. Manchmal kommt es mir vor, als sind einige politische Juden paranoid geworden. Überall lauert er, der Antisemitismus, ihrer Meinung nach, jeder kann von „dieser Krankheit“ befallen werden…wie mit einem Schnupfen. Der normale Juden-Bürger kann diesen Nichtjuden-Haß oftmals nicht nachvollziehen. Deshalb ist es immer gefährlich ein Volk, egal welches, an seinen politischen Vertretern zu messen.

    @Gab
    „Nach unserem Maßstab allerdings, sind Juden im Iran jedoch massiv diskriminiert und verfolgt. Jedenfalls nach meinem Maßstab, der auf westlicher Demokratie und Menschenrechten basiert…“

    Ist „unser Maßstab“ der Maßstab der Welt? Ich denke nicht. Ich meine, sie setzen da falsche Maßstäbe. Der Iran, ja der ganze Nahe Osten, hat völlig andere Maßstäbe als wir oder Sie. Was für uns normal wäre, ist dort nicht möglich. Was für die Völker dort völlig normal ist, ist für uns absurd. Ihr Maßstab der „westlichen Demokratie und Menschenrechte“ hat der Welt noch nichts Gutes gebracht. Völker und ihre Kultur kann man nicht mit Objektivität betrachten. Die sind immer subjektiv. Das sollte man akzeptieren. Der Spruch: „Wir bringen der Welt westliche Demokratie und Menschenrechte.“ hat der Welt nur Kriege gebracht. Es ist eine scheinheilige Argumentation. Aber der kommt gerade von politischen Juden in Amerika und Israel. Dem Nahen Osten hat er nur Chaos gebracht, und das in voller Absicht. Kein Wunder also, daß man sich dort wehrt.

  6. prince charming: freue mich über ihre unvoreingenommenheit! wünschte, das wäre bei allen so …

  7. @ Dr. G. Kümel
    „Die orientalischen Juden werden noch heute in Israel diskriminiert. Sie unterscheiden sich von den staatstragenden Israelis im Aussehen, in der Kultur, in den Gebräuchen, in der Sprache.“

    Ich habe mich schon gewundert warum man den ehemaligen Israelischen Präsidenten Moshe Katsav wegen angeblicher sexueller Belästigungen zu Fall gebracht und ins Gefängnis geschickt hat..!? Denn Moshe Katsav ist iranischer Jude, vielleicht war er zu sehr Iran positiv eingestellt und einigen in Tel Aviv ein Dorn im Auge…!?

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,802226,00.html

  8. Leider wird seitens der Obrigkeit in der Brd nicht zwischen der Religion Judentum und der rassistischen Ideologie Zionismus unterschieden.
    Statt dessen – wie schon gesagt – die Totschlag-Rhetorik Antisemitismus um das Volk dumm und klein zu halten. Die herrschenden Negativ-Eliten sind vollständig den Interessen dieser menschenfeindlichen Gruppe erlegen und opfern dabei unsere Interessen.

  9. @ Kuma

    „Ist „unser Maßstab“ der Maßstab der Welt?“

    Ja, zumindest die UN-Menschenrechte halte ich für den einen für die ganze Welt und alle Völker gültigen Maßstab an dem Recht und Unrecht gemessen werden sollten. Westliche Demokratie muss nicht sein, da gebe ich ihnen Recht. Menschenrechte dagegen schon. Sie sind universell und unveräußerlich.

    Denn wenn jedes Land und jeder Despot seine eigenen Maßstäbe setzen darf, ja was ist dann überhaupt noch Recht und was ist Unrecht? Gibt es Unrecht dann überhaupt noch?

  10. @Gab
    und woher hast Du diese Wahrheit?
    Du bist Iraner, nehme ich an oder hast lange dort gelebt..ansonsten solltest Du mal über Wahrheiten nachdenken ;).

    Wo wir bei derartiger Propaganda sind bewegen wir uns auch ruckzuck auf den § 130 STGB zu. Herr Ellsässer was halten Sie von diesem Paragraph?

  11. könnt ihr nicht einmal gerecht sein? verbohrt und verblendet, so gut wie allesamt.

    warum soll es nicht stimmen, dass a) juden im iran besser leben und akzeptierter sind, als in so gut wie allen anderen islamischen staaten und gleichzeitig b) immer noch genug diskriminierung gegen juden dort stattfindet?

    da ist ein longtimewriter auf dem blog, dem man in jedem zweiten posting anmerkt, dass ihm das „alte deutschland“ nicht gründlich genug war. andere haben nur mitleid mit islamischen opfern, wieder andere sehen nur die israelis als opfer. täter sind immer die anderen, aber (fast ohne ausnahme) alle politiker und staatenlenker sind ränkeschmiede, kriegstreiber, heuchler und lügner.

    wieder einer meint, dass elementarste menschenrecht, moral und anstand nur von einer welthemisphere erwartet werden darf, weil menschlichkeit seit heute relativ ist (?). und wenn tausendmal ein unrecht geschieht, dass ändert nichts daran, dass wir menschen bleiben müssen bzw. versuchen müssen, welche zu werden, egal was geschieht.

    ich habe gerade ein buch zu ende gelesen. es handelt von einem, der das dritte reich überlebte und in israel eine neue heimut sich erhoffte. am ende des buches verflucht er die damalige israelische führung, die seinen sohn in den libanonkrieg gelotst hatte. er und viele israelis kämpften unter groß0en opfern vergeblich gegen diesen krieg…usw…usw…usw. in palästina, so viele opfer und auf beiden seiten profilieren sich immer wieder jene, denen es gar nicht darum geht, dass das „opfern“ endet. rache, habgier und fanatismus, auf allen seiten; liebende, tolerante auf allen seiten.

    habt ihr alle`n rad ab??? lasst doch mal die einseitigkeit absterben und steht für ALLE opfer auf. die deutschen machen auch mit, im stillen, mit lieferungen etc. an all den kriegen. sind jetzt die deutschen hier alle hassenswert? müssen jetzt die deutschen ausgerottet werden? ist es gerecht von „den deutschen“ zu sprechen?

    es geht um menschliche schicksale, überall, auf allen seiten. es geht darum den krieg an sich, den hass an sich, das generalisierte aburteilen an sich zu beenden und durch frieden, liebe und vertrauen zu ersetzen.

    selbst die amerikaner sind opfer, opfer der immer gleichen, der politiker/innen und des systems. sie werden in aller welt inzwischen gehasst, verachtet und an vielen orten wünscht man ihnen den tod. wieviele völker haben sie mit leid überzogen im namen einer demokratie, die nicht eines buchstabens des wortes an sich wert ist. dennoch sollte man bei konkreten namen bleiben und nicht völker oder volksgruppen angreifen, denn man kann dann nicht anders, als sich selbst schuldig zu machen, denn nicht kann jemals wert sein, unschuldige zu verurteilen, ohne das man zu dem selbigen wird, dass man verurteilte.

    nicht: auch der iran darf atomwaffen haben. alle atomwaffen sollen vom erdboden verschwinden und alle anderen kriegsgeräte am besten auch!

    sagt nicht, dass sei unrealistisch! nicht unrealistischer, als das ihr das pferd der apokalypse mit ihren reitern aus dem sattel werft mit euren forderungen nach atomarer gerechtigkeit für den iran.

    sollte das stimmen, was fatima hier immer behauptet, dass der iran und dessen führung kein interesse an der a-bombe hat, weil sie unislamisch ist, dann zieh ich meinen hut vor denen, bis zum erdboden…

  12. „kühmels lustige naziausagen, zum (gefühlt) 128. mal.“

    ((bitte keine Videos – ich habe nicht die Zeit, das zu prüfen. – Der Hausmeister))

    Ist schon ok Prince Charming, die Regierung liebt und beschütze dich vor al-Queida. Sei hip , höre nicht auf die Verschwörungsspinner.

  13. Zur Info:

    Die Zahl der Kinder bei diesen Experimenten betrug 100.000.Gerade Kinder reagieren sehr stark auf Bestrahlung wegen der hohen Teilungsrate.Ein hoher Prozentsatz dieser Kinder starb an den Folgen oder entwickelte Unfruchtbarkeit.

    PS: Prince Charming , die Regierung liebt dich.Lass dich beim Fliegen immer schön mit dem Ganzkörperscanner bestrahlen.
    Wegen Al-Queida, also den Leuten die man nachweislich auf Behördenanordnung in Flugzeuge setzt.

    Aber das State Department kann noch soviel zugeben Prince Charming wird immer sagen VT.Also lass dich schön bestrahlen.Die Regierung liebt dich.

  14. Sie sehen anhand der Kommentare, welches Publikum die Nahost-Themen anziehen. Bei innerdeutschen Themen, bei denen wir eher Mitgestaltungsmöglichkeiten haben, schreiben erstens mehr Leute. Bei diesen Themen jedoch streiten sich ein paar neurotische Hassprediger mit Totalverstrahlten. und sie werden hauptsächlich von solchen gelesen.

  15. Irgendjemand sagte mal:
    „Krieg heisst, dass sich Leute, die sich nicht kennen, töten im Auftrag von Leuten, die sich kennen und nicht töten.“

    Deshalb schaue ich mir am liebsten den bzw. die einzelnen Menschen an, am besten vor Ort, damit ich nicht auch solchen Mechanismen erliege. Meiner Meinung nach kann man immer einen konstruktiven (statt zerstörerischen) Weg wählen oder es zumindest versuchen. Darin liegt für mich ein Sinn des freien Willens. Angesichts aller Kriegsgelüste und ethnischen Parteilichkeiten sollte man immer daran denken, dass die Erde und Natur am wichtigsten sind und deren Erhalt vor alles andere gehen. Lieber für die Natur sorgen, als gegen jemanden kämpfen, denn was nützt der „Sieg“, wenn die Umwelt kaputt ist?

  16. „((bitte keine Videos – ich habe nicht die Zeit, das zu prüfen. – Der Hausmeister))“

    Dass ist eine Dokumentation aus Israel auf Hebräisch aus dem dortigen Fernsehen.
    Nach „A 100.000 radiations ringworm children “ googeln.

  17. @SRG

    Woher haben Sie denn Ihre Wahrheiten? Sind Sie denn iranischer Jude?

    Irgendwie weiß ich auch nicht was Sie wollen. Der Artikel sagt doch selbst, dass Juden im Iran nicht so viele Rechte haben wie Moslems (ist ja schließlich ein islamischer Gottesstaat) und Anfeindungen ausgesetzt sind. Das zu leugnen wäre nun wirklich absurd.

    Der Kern dieses Artikels und dieser Diskussion ist doch lediglich, ob man damit zufrieden sein sollte, weil die Situation im Iran immer noch besser ist als in Saudi-Arabien oder Paktistan. Die einen sagen ja. Ich sage nein, weil mein Maßstab für Gerechtigkeit nicht Saudi-Arabien und Pakistan sind und Unrecht nicht dadurch zu Recht wird, dass irgendwo anders noch größeres Unrecht herrscht.

  18. jan r.:

    das ist jetzt aber intrtessant. sagen sie, welche hassprediger genau sie meinen und welche „verstrahlten“ hier, die man an den kommentaren erkennt ?

    ganz abgesehen: ich sehe GAR NICHT, dass es hier nur um einen streit geht, der vorrangig die beiden genannten parteien betrifft, und auf jeden fall ist es eine sache, die bestimmt sehr viele deutsche anzieht. es muß ja auch nicht immer um den innerdeutschen konflikt gehen – das ist mir zu einseitig…

  19. „Ich habe mich schon gewundert warum man den ehemaligen Israelischen Präsidenten Moshe Katsav wegen angeblicher sexueller Belästigungen zu Fall gebracht und ins Gefängnis geschickt hat..!? Denn Moshe Katsav ist iranischer Jude, vielleicht war er zu sehr Iran positiv eingestellt und einigen in Tel Aviv ein Dorn im Auge…!?“

    Möglich ist vieles, und ich würde mir auch solche Gesetze für Deutschland wünschen, dass einer für sexuelle Belästigung 7 Jahre einsitzt. Vorausgesetzt, sie ist bewiesen. So eine Strafe gibts in D meistens noch nicht mal nach einer -bewiesenen! – Vergewaltigung.

    http://dejure.org/gesetze/StGB/177.html

    @ chicano: Das Ist ja mein Reden hier seit fast 4 Jahren. Nicht der Iran sollte die Erlaubnis für Atomwaffen bekommen, sondern keiner sollte sie haben. Nur mutet es seltsam an, wenn ausgerechnet der Staat bestimmen will, wer was besitzen darf, der nachweislich Atombomben auf Zivilbevölkerung EINGESETZT hat!
    Wenn die Iraner „marg bar Amrika“ (oder Israil) skandieren, meinen sie die Regierung und das System, nicht die Bevölkerung. Imam Khamenei hat die Occupy-Bewegung sogar in einer seiner Reden ausdrücklich gelobt.

    Insgesamt stimme ich Ihren Ausführungen weitgehend zu.

  20. Für die iranische Führung scheint es nur den schi´itischen Islam zu geben – außer im Ausland, wenn es darum geht, die Sympathien der dortigen Sunniten zu gewinnen. Obwohl in der iranischen 11-Millionen-Hauptstadt eine Million sunnitischer Muslime lebt, gibt es dort keine einzige sunnitische Moschee (wofür u. a. der jetzige Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad als ehemaliger Oberbürgermeister von Teheran verantwortlich ist). Als die Sunniten ihr eigenes Freitagsgebet in der pakistanischen Botschaft abhielten, wurde ihnen dies verboten. Somit stehen die iranischen Juden als anerkannte Minderheit mit ihren Synagogen besser da als selbst die sunnitischen Muslime als nichtanerkannte Minderheit ohne eigene Moscheen.

  21. „Obwohl in der iranischen 11-Millionen-Hauptstadt eine Million sunnitischer Muslime lebt, gibt es dort keine einzige sunnitische Moschee “

    Zahlen machen sich immer gut, zugegeben. Woher haben Sie die? Und jetzt ein Fass von wegen Schiiten und Sunniten aufzumachen, nützt keinem außer den Kriegshetzern.

  22. Keine Sorge, Fatima. Bei uns Kriegshetzern ist die IRI derart verhasst und unten durch, dass die Diskriminierung von Sunniten da auch nichts mehr macht.

    Bemerkenswert finde ich aber Ihre Diskussionstaktik. Denn Sie wissen natürlich sehr genau, dass Lynx recht hat und es in Teheran tatsächlich kein sunnitische Moschee gibt.

    Aber weil das PR-technisch beim deutschen Publikum nicht so gut ankommt und man Sie womöglich sogar dazu auffordern könnte, dazu mal persönlich Stellung zu beziehen, lenken Sie das Thema auf die korrekte Zahl der Sunniten in Teheran.

    Als ob das irgendeinen Unterschied machen würde, ob es nun 1 Million sind, oder nur 900.000 oder nur 683.549. Selbst wenn es nur in Teheran nur 50 Sunniten gäbe, hätten sie ein Recht auf eine sunnitische Moschee, oder wie sehen Sie das?

    Finden Sie es gut, dass die IRI den Sunniten eine eigene Moschee verbietet oder begeht die Iranische Führung da Unrecht?

  23. Ich habe nach den Quellen gefragt.

    „Denn Sie wissen natürlich sehr genau, dass Lynx recht hat und es in Teheran tatsächlich kein sunnitische Moschee gibt. “

    Glückwunsch, da wissen Sie tatsächlich mehr als ich. Ich habe das bisher nämlich nur von Wahabiten gehört, die der Terrorgruppe „jundullah“ nahestehen.

  24. Hm… die Sunna und die Schia also, hm,hm. Also meine „Kenntnisse“ darüber stammen von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef.

    Und irgendwie bewundere ich die ollen Römer. Die haben einfach aus ihrer Sonne den Sohn gemacht und schon hatten sie eine staatstragende Religion.

    Und ich glaube, genau das ist es, was Rom groß gemacht hat. Die haben zwar selbst (religiös und wissenschaftlich) nicht viel auf die Beine gebracht, aber alles integriert, was gut und fortschrittlich war.

  25. „Hm… die Sunna und die Schia also, hm,hm. Also meine „Kenntnisse“ darüber stammen von Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef.“

    Das macht nichts, ist auch in diesem Thread unwichtig. Es ärgert mich nur, wenn manche wieder in spalterischer Absicht wirken.

    „Die haben zwar selbst (religiös und wissenschaftlich) nicht viel auf die Beine gebracht, aber alles integriert, was gut und fortschrittlich war.“

    Hochkulturen kommen und gehen, nichts bleibt ewig.

  26. also irgendwie entgleitet die diskusion hier…

    von den letzten paar beiträgen ist einer schräger als der andere.

  27. „Und ich glaube, genau das ist es, was Rom groß gemacht hat. Die haben zwar selbst (religiös und wissenschaftlich) nicht viel auf die Beine gebracht, aber alles integriert, was gut und fortschrittlich war.“

    Ich denk das liegt in der Natur des Polytheismus. Wer 25 Götter hat, dem macht einer mehr oder weniger nicht viel aus.

    So haben sich die Römer auch nie in die religiösen Bräuche ihre eroberten Völker eingemischt. Solange sie keinen Ärger machten, konnten sie anbeten was sie wollten.

    In der Hinsicht hat sich die Welt unter den Monotheisten leider nicht zum Guten entwickelt.

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