Video: Teaparty und/oder Occupy? Mit Occupy-Aktivisten, O. Janich, K. Feldmeyer, J. Elsässer

Aufzeichnung der COMPACT-Premiere am 3. November in Berlin

Das war eine Premiere: Zum ersten Mal in Deutschland diskutierte ein Occupy-Aktivist öffentlich nicht mit Vertretern des Finanzsystems (wie in ARD und ZDF), sondern mit Occupy-Kritikern aus dem Widerstand GEGEN das Finanzsystem. Bastian Menningsen stellte sich der Debatte mit Oliver Janich (Partei der Vernunft), dem versöhnlichen Karl Feldmeyer (abgeordneten-check.de) und COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer.

Diese Diskussionsanordnung entspricht der Devise von COMPACT-Magazin, die verschiefdenen Strömungen der Auflehnung gegen den Globalismus in ihrer Unterschiedlichkeit zusammenzubringen: demokratische Linke und demokratische Rechte, intelligente Muslime und intelligente Islamkritiker, Occupisten und Teaparty-Gänger … Im Oktober-COMPACT gab es einen Schwerpunkt zur Teaparty, im aktuellen November-Heft von COMPACT stehen Occupy und die Piraten im kritischen Focus.

Oben verlinkt ist der zweite Ausschnitt der Debatte. Darinnach einem Intro von Feldmeyer  ein kleines Hin-und-Her zwischen Janich und Elsässer und eine ausführliche Befragung von Occupy-Mann Menningen. Alle Ausschnitte gibt es auf unserem youtube-channel COMPACT TV.

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46 Kommentare zu „Video: Teaparty und/oder Occupy? Mit Occupy-Aktivisten, O. Janich, K. Feldmeyer, J. Elsässer

  1. viel Glück! Eine Partei ist zwar nicht nach meiner Fasson, aber die PDV derzeit das thematisch und fachlich beste, aktive politische Element in Deutschland. Ich werde die PDV alternativ unterstützen und für sie als Option werben!

  2. Da sagt der Occopy-Aktivist Bastian Menningsen, etwas sehr wichtiges: „Parteien und Wahlen (bürgerlich, demokratisch?) führen zur Spaltung, als das man zu Analysen und gesellschaftlichen Lösungen kommt“ Sehr gut, Herr Elsässer, laden Sie den Mann öfter ein! 🙂

  3. dafür compact? um das ding in germany einzutüten?
    gegen die piraten angehen, obwohl die immerhin gegen den überwachungswahn angegangen sind und damit auch erfolg hatten. wenig aber etwas gutes. was draus wird ist ne andere sache….hier sieht man von anfang an was draus werden soll.

    mises, den janich nennt und für einen großen wirtschaftswissenschaftler hält:

    „Das Programm des Liberalismus hätte also, in ein einziges Wort zusammengefaßt, zu lauten: Eigentum, das heißt: Sondereigentum an den Produktionsmitteln“

    oder

    „Kranksein ist kein vom bewussten Willen unabhängiges Phänomen. Die Effizienz eines Menschen ist nicht lediglich das Ergebnis seiner physischen Kondition; sie hängt weitgehend von seinem Geist und seinem Willen ab… Der zerstörerische Aspekt der Unfall- und Krankenversicherung liegt vor allem in der Tatsache, dass solche Institutionen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit fördern, die Erholung behindern… Die Sozialversicherung „produziert“ die Angewohnheit, sich zu beschweren – welches selbst eine Neurose ist – und Neurosen anderer Art. … Als eine soziale Institution macht sie ein Volk körperlich und geistig krank.“

    Ludwig von Mises

    das ist übelster sozialrassismus….

    hier wird sich auf freiheit berufen, doch gemeint ist nichts anderes als der ungehinderten fluss von kapital und die zerschlagung jeglicher opposition der arbeitenden bevölkerung. das ist wirkliche versklavung die diese moneysnobs da anstreben. „reduzierung der staatlichen eingriffe“ bedeutet dch hier tatsächlich nichts anderes als das einsetzen der vollständigen macht der konzerne. am ende steht dann die privatisierung von armee und polizei.

    wie nennt man das? eben…….und da bekämpfen manche naivlinge noch die npd.

  4. Hauptsache, ich muss mich nicht von einem Faschisten wie chicano regieren lassen. Unser Parteiprogramm stellt es ALLEN Menschen frei, sich auch in sozialistischen Gemeinschaften zusammenzuschließen. Sie dürfen nur andere nicht mit den Gewehr in der Hand dazu zwingen mitzumachen. Es ist natürlich kein Zufall, dass die Kommunisten 100 Millionen Menschen umgebracht haben, weil sie genau aus solchen Leuten wie chicano ihr Reservoir schöpften. Machen Sie doch ihren Kommunismus, aber lassen sie freie Menschen einfach in Ruhe. Da können sie auch schwachsinnige Verschwörungstheorien von der Monopolbildung durch Konzerne pflegen. Das ist in einer freien Marktwirtschaft vollkommen unmöglich, weil jederzeit ein Konkurrent auftreten kann und freie Bürger freiwillig den Anbieter wechseln können. Daher gibt es auch kein einziges privates Monopol auf der ganzen Welt. Aber Fascho-Kommunisten sind ja bekanntlich faktenresistent…

  5. @Chicano: das, was Mises über die Sozial- bzw. Krankenver=
    sicherung vor etwa 90 Jahren gesagt hat, ist natürlich heute
    nicht mehr gültig, klar. Aber das ist ja nicht alles, was von ihm
    geblieben ist, also, ich meine, den Nationalökonom kann man schon reflektieren.
    Klar, der Liberalismus ist gegenwärtig keine Hilfe, Dirigismus
    im positiven Sinne einer dem Volk verantwortlichen Politik gegen Finanzhaie und Schuldenschlendrian viel eher!
    bei der „PDV“ steckt doch auch ein Rosmanith als Vorsitzender
    dahinter, der Name zeugt für CDU-Urgestein oder ist der nur
    ein Verwandter desselben?
    Karl Feldmeyer, Klaus-Peter Krause und gelegentlich Carl
    Graf Hohenthal sind drei Ex-FAZler, die sich halt auch erst in Pension zur besseren Seite „entwickelt“ haben, vorher durften sie halt nicht so recht! Und alle drei werden in der „Jungen
    Feigheit“ – äh Verzeihung, Jungen Freiheit veröffentlicht, wie
    schön!
    Solange wir eine „Parteiokratie“ haben, müssen wir halt auch auf den Karren springen, die PDV oder ähnliche zu fördern,
    macht schon Sinn, wenn es nur eine wäre, kämen wir halt weiter!
    Die Piraten sind es sicher nicht, derzeit ist ihre mangelnde
    Seriösität ein Ausschluß. Gewählt werden sie von Jungen
    trotzdem ausreichend, da brauchen wir sie schon nicht zu
    unterstützen.

  6. Bastian Menningens Ausführungen sind ja lächerlich. Erst einmal möglichst viele Leute unter einem nichtssagenden Slogan sammeln und dann urplötzlich „radiakle, systemangreifende Forderungen“ stellen–da springt doch der Grossteil wieder ab.Die Schwäche von Occupy ist, dass sie nicht einmal verbindliche Mindestforderungen stellen kann–von daher ist auch die Hoffnung von Blabla-Parolen plötzlich auf radikal umzustellen, wohl vollkommen illusorisch.Oder aber diese angeblichen „radikalen Forderungen“ sind ebenso Blabla.
    Inzwischen springt noch eine neue Bewegung auf den Zug: CAMPACT–heute in der taz in einem Interview mit deren Sprecher vorgestellt, wobei im unklaren bleibt, wer CAMPACT (nicht Compact…) eigentlich ist. Mehr als da „organisierte Kräfte“ mitspielen, erfährt man nicht. Wäre vielleicht einmal der Recherche wert!!!

  7. Bezeichnend: Man erfährt, dass ATTAC, CAMPACT und der DGB jetzt die Sache an sich reissen wollen–unter welchen Forderungen bleibt unklar.Die Taz stellt nicht einmal die Frage, WAS und wer eigentlich CAMPACT ist, noch was sie bezwecken.Hier wird mehr verschleiert als berichtet. Man erfährt nur, dass CAMPACT-Mitbegründer Bautz ein ehemaliger Attacie ist und zu den Forderungen von CAMPACT erklärt Bautz nur hochtrabend:
    „Die Zeit der Absichtserklärungen ist vorbei. Die Politiker dürfen sich nicht hinter dem Argument verstecken, dass vieles auf internationaler Ebene nicht durchzusetzen sei. Vieles ist auch auf Ebene der EU oder der Eurozone möglich. Ich denke etwa an die Finanztransaktionssteuer oder das Verbot undurchsichtiger Finanzprodukte.“

  8. CAMPACT hat auch noch eine Webseite. Neben dem Aufruf das Bankenviertel zu umzingeln, findet sich noch ein Online-Brief an Merkel, den man unterzeichnen kann. Hierin werden 3 Forderungen konkreter benannt–Zitat:

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
    sehr geehrter Herr Bundesfinanzminister Schäuble,
    wieder sollen Banken mit Steuergeldern gerettet werden. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten sozial Benachteiligter. Zukunftsinvestitionen in Umwelt und Bildung bleiben auf der Strecke.

    Was vor drei Jahren versäumt wurde, muss jetzt endlich nachgeholt werden. Sorgen Sie in Deutschland, auf europäischer und internationaler Ebene dafür, dass

    Großbanken in kleinere Einheiten aufgeteilt werden. Keine Bank darf so groß sein, dass ihre Pleite das Finanzsystem an sich gefährdet.
    das riskante Investmentbanking komplett vom normalen Bankgeschäft getrennt wird und undurchsichtige, spekulative Finanzprodukte verboten werden.
    die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme endlich angemessen an den Kosten der Krise beteiligt werden – etwa durch eine stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Vermögen sowie eine Finanztransaktionssteuer.
    Nur unter diesen Bedingungen dürfen Banken, deren Rettung im öffentlichen Interesse ist, Steuermittel erhalten. Aber zuallererst müssen bisherige Eigentümer und Gläubiger haften. Durch eine zeitweilige Verstaatlichung der geretteten Banken und die Abschöpfung von zukünftigen Gewinnen müssen die Steuern an den Staat zurückfließen.

    Handeln Sie diesmal im Interesse der Bürger/innen und nicht der Finanzlobby! Die Entscheidungen müssen transparent und unter konsequenter Beteiligung des Bundestages getroffen werden. Verhindern Sie die soziale Spaltung und streiten Sie für ein solidarisches Europa.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jakobiner?

  9. Vernunft also, aha… Man sehe es mir bitte nach, wenn ich mich wieder einmal in die heiteren Gefilde der Philosophie flüchte. Der nachstehende Text ist nicht ganz einfach. Und wer nur an einfachen Lösungen interessiert ist, braucht ihn ja nicht zu lesen, odder it?

    Was wir (die Deutschen) heute wie vor 200 Jahren bräuchten, ist ein von vorn aus dem Nichts zu schaffender, neuer Mythos der Vernunft, der Welt und den Anderen als Subjekt anerkennt und mit einschließt. Die Zivilgesellschaft ist ein erster Irrtum auf dem Weg dazu.

    Seine Widersprüche sind das Kapital des Menschen und zugleich sein Lösegeld, mit dem er sich freikaufen kann. Denn aus diesen falschen Beziehungen und mit ihrer Hilfe müssen wir die wahren Beziehungen suchen und notwendig finden.

    Der Geist der stets verneint, ist zwar der, der das Böse will aber er ist damit zugleich auch derjenige, der das Gute schafft, denn unser Wissen kann uns nur durch unsere Unwissenheit vermittelt werden. Das ist das „Mephisto-Prinzip”.

    Es geht also nicht darum, das der Natur immanente Böse in uns abzutöten oder in einem Akt moralischer Chirurgie aus uns heraus zu operieren oder sich mit Abscheu vom Leben abzuwenden. Es geht ganz eigentlich um dessen Transformation und Aufhebung im dreifachen HEGELschen Sinne.

    Es geht struktural um Sublimierung und diese Struktur ist ganz homolog dazu, daß aus einem Schmierer ein Maler und aus einem Schreihals ein Sänger werden kann. Wir sollen also das für uns „Böse“ in sein eigentlich Gutes aufheben, und den Irrtum und die Lüge in ihre Wahrheit.

    Wie aber können solche Gegensätze ineinander übergehen, wenn der Alchimist, der Blei in Gold umwandeln kann, nur die Fiktion eines Wunschdenkens ist? Die einzig mögliche Antwort ist, daß es sich dabei nur um dialektische Widersprüche handelt, die ihrer Möglichkeit nach synthetisiert werden können.

    Merke: Es geht um Synthese! Nur das ist vernünftig. Alles andere ist immer noch und schon wieder zerteilender Verstand und keine Vernunft!

  10. Off topic here, in this particular thread; but allow me to do so for, good luck if I post under the original thread!

    So here I go — with reference:

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2011/07/14/der-euro-hat-deutschland-bisher-25-billionen- gekostet/
    Der Euro hat Deutschland bisher 2,5 Billionen gekostet

    [E]x-Thyssen-Chef Dieter Spethmann macht eine Rechnung auf und bezeichnet den Euro gleich als „Super-Gau“ für Deutschland. Der Wiederaufbau in Japan nach Tsunami und Fukushima soll 400 Milliarden Euro kosten. Der Euro habe Deutschland aber seit dessen Einführung, so rechnet es Spethmann vor, 2.500 Milliarden Euro gekostet, mehr als fünf Mal so viel. […]

    Compare with:

    http://enenews.com/japan-based-author-fukushima-damage-so-great-japan-govt-would-go-well-beyond- bankruptcy-up-to-10-trillion-says-tokyo-prof-equal-to-10-years-of-national-budget
    Japan-based Author: Fukushima damage so great “Japan gov’t would go well beyond bankruptcy” — Up to $10 trillion says Tokyo prof. — Equal to 10 years of national budget
    Taipei Times, Nov. 9, 2011

    [… t]he president of TEPCO had remarked that nuclear power was actually a very expensive power source when compensation fees are calculated, and [that] a professor from the University of Tokyo has even estimated that it would cost up to ¥800 trillion, amounting to approximately 10 years of the national budget, if the soil and road surface of radiation affected areas are to be cleaned up.

    [T]he damage is so much that the Japanese government would go well beyond bankruptcy […]

    [Roy] And, nota bene, they still don’t know what to do today,
    plus the list the article mentions (soil and road surface) is
    TINY.

    Anyway, „macht eine Rechnung,“ figure. This — „ex-Thyssen-Chef Dieter Spethmann“ — is the kind of the guys which drive their fingers on BlackBarries and MacBooks with the same level of consciousness and understanding of the bears of the circuses riding their motorcycles on the track.

  11. Oliver, Chicano: So, jetzt wollen wir uns alle zusammen mal wieder beruhigen und nicht den anderen als Faschisten beschimpfen, oder?

  12. @Oliver Jannich:
     
    Da meine Frage an Sie einige Artikel weiter unten unter den vielen und spaet freigeschalteten Kommentaren etwas untergegangen ist, moechte ich sie hier nochmal stellen und hoffe, dass Sie sie jetzt lesen:
     
    Mich wuerde interessieren, wie aus Ihrer Sicht ein Kompromiss zwischen Anhaengern der Oesterreichischen Schule und denen von Freigeld und Monetative aussehen koennte.
     
    Nur mal rein theoretisch: Die Euro-Gegner erringen die Mehrheit im Bundestag, aber mangels Einigung fuehren Sie wieder eine DM alten Musters – die „Fractional Reserve DM „- ein?!
     
    Und das, wo die Gemeinsamkeit der Ablehung des Fractional Reserve Banking besteht!
     
    Ich moechte auch daran erinnern, dass auch Edward G. Griffin in Jeykill Island eine Abschaffung des FRB bei staatlicher Geldschoepfung als Fortschritt ansieht (kann mich nicht genau an das Zitat erinnern und krame es auch jetzt nicht hervor, jedenfalls kommt klar durch, dass eine Monetative mangels FRB fuer ihn ein, wenn auch begrenzter, Schritt in die richtige Richtung waere).
     
    Nun moegen Sie aus wahltaktischen Gruenden eine solche Frage nicht beantworten, mich wuerde es jedenfalls interessieren, da ich mich dieser Frage von der Freigeld-Monetative-Seite anzunaehern versucht habe.
     
    Obwohl ich wie Sie bei der Oe.S. ueberzeugt bin, dass, wer sich ernsthaft mit Freigeld beschaeftigt hat und es ablehnt, nicht logisch denken kann, halte ich die Frage des kleinsten gemeinsamen Nenners fuer wichtig (und interessant).
     
    Und bitte kein, „undenkbar“, stellen Sie sich vor, Euro, EMS usw. bleiben bestehen, wenn es keine Einigung gibt!
     
    Bei der Gelegenheit auch gleich noch ein inhaltlicher Vorhalt:
     
    DIe Oe.S. ist offen gegenueber Deflation. Bitte nicht das Computer-Beispiel anfuehren, denn der Punkt ist folgender:
     
    Werden die gesamtwirtschaftlichen Zinsforderungen nicht bedient, wird Geld aus dem realwirtschaftlichen Kreislauf entzogen. Der entscheidende Punkt: Die Preise passen sich nicht alle INSTANTAN der verringerten Geldmenge an, sie sind im Schnitt nur bedingt elastisch, und damit fehlt Geld im Kreislauf zum Absatz der gesamten Produktion. Einwand: „Die schlechten Marktanbieter sollen sowieso vom Markt gefegt werden.“; Antwort: Der fehlende gesamtwirtschaftliche Absatz ist rein monetaer bedingt. Einwand: „Wenn es monetaere Blasen (Inflation) gibt, gibt es auch eine monetaere Bereinigung.“ Antwort: Bei der beschriebenen Situation kommt eine Geldblase gar nicht vor.
     
    Weiters:
     
    Obwohl die Oe.S. keine wirklich gute Loesungen bietet, wuerde ich sie im Zweifelsfall – mit sehr grossem Bauchweh –  trotzdem unterstuetzen, da sie zumindest die Zentralbankenkartelle beseitigen wuerde. Trotzdem kaeme es wieder zu Krisen, eben wegen der sperrangelweiten Offenheit gegenueber der Deflation.
     
    Weiterer Einwand, zur freien Geldwahl: Ich waehle als Konsument zwischen Produkt A, B, C und das ist nur meine Entscheidung,
     
    Geldwahl hingegen: Die Entscheidung muss einvernehmlich mit dem Konterpart fallen, wenn der mein praeferiertes Geld nicht annimmt ( „ist mir noch nicht untergekommen, wer hat das gedruckt, dem Geld traue ich nicht“). Damit gibt es eine tendenzielle Motivation fuer alle,  weit verbreitetes Geld zu verwenden ->Grosse Banken dominieren den Geldmarkt, die Situation ist wie vor der Etablierung der Zentralbankenkartelle. Deswegen auch meine sehr bedingte Unterstuetzung; es waere wenigstens ein kleiner, temporaerer Rueckschlag fuer die grossen Banken.

  13. @ janich

    „Unser Parteiprogramm stellt es ALLEN Menschen frei, sich auch in sozialistischen Gemeinschaften zusammenzuschließen. Sie dürfen nur andere nicht mit den Gewehr in der Hand dazu zwingen mitzumachen.“

    aber die gewehre sollen dazu genutzt werden, ihre sogenannte freiheit unantastbar zu machen…die freiheit in einer nun mal nicht gleichgestellten ausgangslage, alle vorteile zu nutzen, um sich auf kosten, der schlechter ausgestatteten immer fetter zu machen und dabei so zu tun, als wäre das ein naturgesetz. ich sagte ja schon, wenn das ein naturgesetz. ihre arroganz ist widerlichst.

    „Hauptsache, ich muss mich nicht von einem Faschisten wie chicano regieren lassen.“

    keine sorge, ich bin nicht so geil aufs regieren, wie sie und schon gar kein faschist.

    und wer fascho ruft aber selbst leuten aufs maul schaut, die andere erst ausnehmen und dann verrecken lassen wollen, weil sie nicht so eloquent darin sind, ihren schwachsinn so gut zu vermarkten wie ihresgleichen, der ist doch sowieso schon abgestorben in seinem fauligen brustkorb.

    viel spaß mit ihrer gurkenpartei

  14. „Oliver, Chicano: So, jetzt wollen wir uns alle zusammen mal wieder beruhigen und nicht den anderen als Faschisten beschimpfen, oder?“

    schon ok, jürgen.

    zieh das mal durch und hab viel spaß mit deinen neuen abgewichsten kumpels aus der moneysnobgilde.

  15. Was Tom2 da aufbringt ist sehr interessant. Selber bin ich auch der Monetative (MoMo mit Prof. Binswanger in der Schweiz) am nächsten. Aber würde klar die PDV wählen, wenn es was ändern würde. In den USA sind die beiden Seiten auch mit Ron Paul und Dennis Kucinic auf der anderen Seite vertreten. Und beide sind sehr gute Freunde, wie Paul auf einem ytube vidoe ganz deutlich macht. Was Bill Still mit der Doku „Secret Of Oz“ geleistet hat, ist auch enorm. Seine Reformvorschläge wurden jetzt überraschenderweise in Californien als Gesetzesstudie zugelassen, wobei die Expertengruppe sein Video zu Rate zog. Bill Still, der Richtung Vollgeld geht, unterstützt auch ganz klar Ron Paul auf seiner website moneymasters, obwohl er eine andere Lösung vorhätte.
    Ich denke eine Koalition beider Richtungen mit einhergehender nie dagewesener Aufklärung über die Zentralbank-Geschäftsbank-Mafia wäre der richtige Weg. So als Wahlvorschlag: Wir werden die Mafia brechen und dann eine umfassende Aufklärung, etwa ein, zwei Monate machen. Dann entscheiden die Bürger über die neue Geldarchitektur. Schade, dass das wohl nichts wird. Obwohl es in meinen Augen die wahrscheinlichste Siegchance ist.

  16. @ Janich
    Können Sie eigentlich auch ‚mal was zur Sache sagen? Oder erschöpfen sich Ihre Möglichkeiten in einer Argumentation ad hominem?

    Ich meine, man hat Ihnen sachhaltige Fragen gestellt. Wo bleiben die Antworten?

  17. @ bullinger

    „Ich meine, man hat Ihnen sachhaltige Fragen gestellt. Wo bleiben die Antworten?“

    es ist eben „schwierig“ ideologische konzepte logisch und sachgerecht zu untermauern.

    aber, sieh mal, ich habe an anderer stelle die antworten gefunden, die das gar solch ungläubigen wie mir verständlich machen:

    Was passiert, wenn man Lobbys, Kartelle und Menschen mit viel, viel Money in die Lage versetzt, nach eigenem Gutdünken mit Kapital politische Macht auszuüben, ja ihnen dabei völlig freien Lauf lässt…?

    ganz einfach:

    -Sie werden massiv soziale Projekte finanzieren.

    -Den Hunger in der Welt durch anständigen Handel mit Produzenten und nachhaltiger Entwicklungshilfe abschaffen.

    -Die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser nicht kommerzialisieren, sondern für alle Zeiten sicherstellen.

    -Die Alten respektieren und versorgen.

    -körperlich und geistig beeinträchtigten, sowie psychisch labilen Menschen ein würdiges Leben in ihrer Mitte ermöglichen.

    UND DAS ALLES FREIWILLIG, jajajaja!!! 😉

    hoppla, ich hatte diese zentralen punkte der marktreligiösen ideologen-partei wohl übersehen…

  18. o-ton janich

    „Unser Parteiprogramm stellt es ALLEN Menschen frei, sich auch in sozialistischen Gemeinschaften zusammenzuschließen.“

    unser parteiprgramm stellt es frei, dass:

    – sich arme, hungernde und behinderte…

    – durch kolonialismus unterentwickelte und unten gehaltene völker…

    – und alle die eben keine produktionsmittel haben und auch nichts geerbt haben….

    – die keinerlei startgeld haben…

    -und überhaupt alle, denen es dreckig geht, obwohl sie sich bemühen…..sie dürfen sich, mit dem segen der marktreligiösen egomanenpartei zusammenschließen und sich gefälligst selbst helfen….

    -oder dabei zusehen, wie sie verrecken…..denn wir alle haben nach unseren göttern hayek und konsorten zwar NICHT ALLE die gleichen chancen und vorraussetzungen, aber das ist nun mal die Natur!

    DAS ist vernunft, DAS ist moral und DAS ist freiheit…..rülps

  19. Was ist vernünftig? Vor allem anderen ist es vernünftig, dem Anderen zu vergeben. Denn seine Schuld ist eh nur meine Schuld, weil ich auf ihn projeziere. Und wenn ich ihm vergebe, vergebe ich mir selbst und werde frei! Das ist das Wunder der Vergebung! Und es ist daher schiere Vernunft, so zu handeln.

    Und wenn wir so zu handeln beginnen, transformieren wir die Begierde nach dem Begehren des Anderen (Lacan) in LIebe und erreichen die nächste Stufe im evolutiven Prozeß von Welt.

    Und die ganzen Schuldzuweiser verlieren ihre Macht über uns!

  20. Der heilende Geist ist schlau. Das Ego hält sich nur für schlau, der Geist ist um Zehnerpotenzen intelligenter. Er geht nämlich her, und dreht den psychischen Abwehrmechanismus der Projektion einfach um, so daß uns Ego nicht länger im Schuldturm gefangen halten oder ans Kreuz schlagen kann.

    Merke: Verschuldung kommt vom Teufel und Entschuldung kommt von Gott.

    Das gilt ganz allgemein für alle (!) Sinndimensionen des Begriffs. Auch dort, wo kleine Ferkel durch einen billigen Metapherntausch „Schuld“ als „Verantwortung“ benennen.

  21. also, ich finde das, was Herr Janich tut, gut. Mag sein, dass das Konzept hier und da noch geschliffen werden muss, aber die Grundrichtung ist goldrichtig.

    Und das allein ist entscheidend. Wer es besser weiß, soll es entweder besser machen oder schweigen – meine Meinung.

  22. Jan R. November 11, 2011 at 21:46

    also, ich finde das, was Herr Janich tut, gut. Mag sein, dass das Konzept hier und da noch geschliffen werden muss, aber die Grundrichtung ist goldrichtig.

    Die goldrichtige Grundrichtung besteht – wie mir scheint – in der Grundannahme eines souveränen Konsumenten, dessen geniales Unbewußtes die unsichtbare Hand des Adam Smith darstellt. So, daß die Märkte eine übergeordnete Intelligenz manifestieren und die Unternehmer – ihrem Wesen nach – neue Informationen herstellen.

  23. @chiano, J.Bullinger:

    es gibt Menschen, die über Jahre hinweg nie krank sind. Das sind die Selbstständigen, die Unternehmer. Das bedeutet jetzt nicht, dass auch diese Menschen nicht krank werden. Natürlich werden auch Unternehmer krank, jedoch viel seltener wie Arbeitnehmer. Mit krank meine ich aber nicht kopfschmerzen oder Übelkeit, sondern ernsthafte Erkrankungen wie z.B. die von Steve Jobs.

    Alles in allem glaube ich, dass wir keine Krankenversicherungen benötigen. Wenn das Geldsystem gerecht ist, die Familien wieder zu Familien werden, Recht wieder zu Recht wird usw., kann jeder Mensch und jede Familie für sich selbst sorgen.

    Der Staat schafft doch nur Notlösungen für Probleme, die er kreiert.

    Leute, wir müssen lernen, autark zu denken. Jeder Mensch hat die Fähigkeit, selbstständig zu überleben und zu leben. So hat Gott den Mensch geschaffen.

    Sozialismus, Kommunismus, das sind Dinge, die sich aus Minderwertigkeitsgefühlen von Menschen speisen. Marx hatte sich mit seiner Kündigung von einer englischen Zeitung derart identifiziert, dass er sich genötigt fühlte, den Marxismus zu schaffen.

  24. @chicano. Ihre Polemik gegen den Ultraliberalismus hat mir
    sehr gut getan, obwohl Sie in Ihrer Polemik ad hominem ganz schön übers Ziel hinausgeschossen sind. Aber die arrogante
    Haltung und Selbstüberschätzung Janichs fordert das ja geradezu heraus! Was hier einige (zum Glück nur einige) Ultraliberale unter sich diskutieren ist schon abenteuerlich und
    lässt kommunistische ideologie als vergleichsweise realistisch erscheinen.
    @Jan R. Hätten Sie mal ernsthaft danach gefragt, warum viele
    Arbeitnehmer krank werden (Depressionen etc.)! Stattdessen die
    Behauptung, ein ideales Geldsystem mache den Sozialstaat überflüssig. Wenn ich es genau betrachte, jenseits Ihrer rhetorik,
    ist das Sozialdarwinismus, und das ganze noch vom lieben Gott
    abgesegnet. Hallo geht’s noch?? Ultraliberale sind Sozialdar- winis ten, sind Rechte (viel mehr als Konservative).
    Übrigens ihre Behauptung zu Karl Marx war echt erheiternd!

    Damit sind sie der Hauptgegner von „uns Linken“.
    Wie mit solchen Leuten irgendwie eine Zusammenarbeit möglich sein sollte, jenseits der gemeinsamen Ablehung von Einheitswährung und Eurokraten, ist mir vollkommen schleierhaft.
    Das hab ich anfangs nicht so gesehen, aber das ist mir immer deutlicher geworden.

  25. @Jan R.:
    Dann wäre ich dir aber sehr verbunden, wenn du bitte durch autarkes freiheitliches Denken auch dieses Problem lösen würdest: http://www.dp-anwalt.de/2011/05/27/bundeskartellamt-legt-ergebnisse-der-sektoruntersuchung-kraftstoffe-vor-oligopol-der-mineralolkonzerne-ermoglicht-einheitliche-preissetzung-an-den-tankstellen/

    Abgesehen davon, dürften autark denkende Menschen auch auf sowas keine Lust haben: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lpest_im_Golf_von_Mexiko_2010

    Wie schon einige Male von mir beschrieben, von einem Ausgangspunkt Null ausgehend marktbeherrschende Positionen von vorn herein zu unterbinden ist das Eine. Bereits bestehende marktbeherrschende Positionen abzuschaffen, um diesen Punkt Null überhaupt erst mal zu erreichen und dann von dort aus fortzufahren, ist hingegen etwas ganz anderes. Lokale Lösungen (also innerhalb von D), wie z. B. „entschädigungslose Enteignungen“, schaffen noch lange keinen Zugriff auf Ressourcen außerhalb von D. Wenn also innerhalb von D immer noch Abhängigkeit von äußeren Ressourcen besteht, die dort wiederum von mind. einem Oligopol beherrscht werden, sehe ich da ein Problem.

    Vielleicht übersehe ich ja auch was. Mich würde wirklich – nicht polemisch gemeint – eine Lösung interessieren, wie z. B. dieses Problem auf lokaler Ebene, ausgehend von der derzeitigen Situation gelöst werden kann. Wenn also jemand einen Vorschlag hat, gern her damit.

    Sollten derzeitig faktisch vorhandene Oligopole / Monopole warum auch immer irrelevant sein (was ich womöglich übersehe?), würde ich mich auch hier über inhaltliche Antworten zu lokalen Lösungen freuen. Ich bin ja gern lernbereit.

  26. „Ich bin nur ein Individuum, daß….“ Herr Menningsen hat sich mehrfach als Individuum geoutet. Sehr schön. Doch so, wie bei Monty Pythons „Leben des Brian“?
    Brian zur Masse: „… Ihr seid alle Individueen!“
    Die Masse: (im Chor) „Ja, wir sind alle Individuen“
    Ein Einzelwesen: (aus der Masse) „Ich nicht!“

    Ein großes Kompliment an Herrn Elsässer für die hervorragende Durchsetzung der DiskussionsKULTUR, und dafür, daß Sie die Mitstreiter zu Ihren Seiten klar ansprechen, hinterfragen und daß Sie weder dem allzustarken Ausfluß von machtstreberhaftem Testosteron, noch unklarem Herauslawieren zuviel Forum gaben. Auf den Punkt nachgefragt und auf den Teppich zurückgeholt. Was immer da im diffusen entstehen ist, gerade die Mitstreiter brauchen die offenen, direkten Worte derer, mit denen sie den Weg gehen wollen. Denn die offene, klare Kritik und Hinterfragung der Positionen verhindert das zerstörerische „hinter dem Rücken“, das spalterische Element oder die dumpfe, zweifelnde Furcht „ist das vielleicht doch einer von der anderen Feldpostnummer“?

  27. @Bruno

    „@Jan R. Hätten Sie mal ernsthaft danach gefragt, warum viele
    Arbeitnehmer krank werden (Depressionen etc.)! Stattdessen die
    Behauptung, ein ideales Geldsystem mache den Sozialstaat überflüssig. Wenn ich es genau betrachte, jenseits Ihrer rhetorik,
    ist das Sozialdarwinismus, und das ganze noch vom lieben Gott
    abgesegnet. Hallo geht’s noch?? Ultraliberale sind Sozialdar- winis ten, sind Rechte (viel mehr als Konservative).
    Übrigens ihre Behauptung zu Karl Marx war echt erheiternd!

    Damit sind sie der Hauptgegner von „uns Linken“.
    Wie mit solchen Leuten irgendwie eine Zusammenarbeit möglich sein sollte, jenseits der gemeinsamen Ablehung von Einheitswährung und Eurokraten, ist mir vollkommen schleierhaft.
    Das hab ich anfangs nicht so gesehen, aber das ist mir immer deutlicher geworden.“

    Herr Bruno, dann lassen Sie doch mal Ihre Phantasie walten, statt sich immer an Status Quo zu orientieren:
    Es gehört natürlich mehr dazu als „nur“ ein gesundes Geldsystem. Das goldene Zeitalter vergleichbar mit einem menschlichen Organismus. Wenn z.B. der Darm richtig verdaut, funktionieren automatisch andere Organe besser und können erst dann geheilt werden.

    Es zählen also zig Faktoren dazu, wie eine richtige Gesetzgebung, bzw. Verfassung, Pressefreiheit, Regionen statt Nationen = erschwerte Bedingungen für Konzerne, Streichung von Subventionen für Konzerne, Pressefreiheit = aufgeklärte Bevölkerung, die sich gesund ernährt etc. etc.

  28. @ bruno und tommel

    ihr bringt es auf den punkt, in ruhe und ohne die polemik, die ich an den tag legte, die aber auch wirklich geradezu provoziert wird.

    besonders tommel bringt hier nochmal die entscheidenden fragen auf den punkt, für die es aber keine antwort gibt und daher entpuppt sich das ganze libertäre spiel der pdv letztendlich als ideologie und einer perfiden dazu.

    daher ist auch der anspruch, dass es gerade die göttliche vernunft sein soll, die hinter den konzepten steckt, eine anmaßung und arrogazn sondergleichen, besonders, wenn man berücksichtigt, dass „ungläubige“ was die allesregulierende kraft des marktes, als vollideoten oder ignoranten abgestempelt werden.

    @ jan r.

    geh mal in dich in einer ruhigen minute und lass dir auf der zunge zergehen, was du vom stapel gelassen hast 😉

  29. @chiano, bruno etc.

    ich könnte hier 50 A4-Seiten genau beschreiben, was ich meine, habe aber keine Zeit und Lust, das für 30 Leute zu machen.

    natürlich wäre es schlecht, von heute auf morgen alle sozialleistungen auf null herunter zu fahren.

    man muss das langsam machen, aber gleichzeitig die voraussetzung für menschliche und wirtschaftliche entwicklung schaffen.

    der punt ist: 95 % alle probleme, die wir haben, verursacht der staat, bzw. die propaganda, die die leute glauben und in ihrem eigenen leben etweder umsetzen oder über sich ergehen lassen. Beispiele:
    – unfähigkeit zum selbsständigen denken durch Schulunterricht
    – unfähigkeit zu Kreativität durch Schulunterricht und Indoktrinationsanstalten
    – Depressionen durch Sorgen um Inflation oder durch falsche Ernährung oder durch staatich geförderten Elektrosmog oder durch staatlich geförderte Scheidungen etc. (das ist sehr grob beschrieben aber ich hab keine Lust, hier Bücher zu schreiben)
    – schlechte wirtschaftsbedingungen für kleine Unternehmen und Selbstständige durch Steuern, Inflation etc.

    Um es zusammen zu fassen: Ihr glaubt, man könne Probleme kurativ beheben, doch man muss nur die Ursachen schrittweise beseitigen.

    Das ist wie mit Dominosteinen. Wenn ein Problem ausgemerzt wird, bewegen sich andere Dinge automatisch ins Positive.

  30. jan r.

    ich glaube es würde hier niemandem schwerfallen etliche probleme und symptome zu benennen. und es ist auch gut und richtig neue wege zu suchen, die gangbar sind und ursachen für probleme beseitigen. allerdings ist es einfach probleme zu benennen als lösungen.

    was hier als lösung verkauft werden soll, ist nichts anderes als sozialdarwinismus pur und kann in den entscheidenden fragen überhaupt keine antworten geben.

    der schwache bleibt auf der strecke. an gott zu glauben fällt vielen schwer, um wieviel schwerer ist es daran zu glauben, dass das markt das alles von allein reguliert, dass chancengleichheit geschaffen werden kann bzw. gleiche ausgangspositionen für jeden, damit wenigstens ein fairer start das rennen um die besten plätze, ressourcen, produktionmittel usw…… einläutet. ganz zu schweigen davon, dass man daran glauben soll, was ich etwas ironisch weiter oben angeführt habe, nämlich das solch ein system, solch eine ideologie zu irgendetwas anderem führen wird, als dem endsieg des egoismus und den abstieg ins tierreich, für das es vielleicht normal ist, dass der schwächree eben gefressen wird.

    wie schon betont, es muss etwas jenseits von planwirtschaft ala ddr und dieser insektenmoral geben. das gilt es auszuarbeiten. zum beispiel ist es von jeher in allen religionen eine schande mit zins- und zinseszinz zu arbeiten. nicht das allein dadurch alle probleme behoben wären, aber das wäre schon mal ein ansatz, der uns allen nur nutzen könnte. davon hört man aus dieser ecke auch rein gar nichts. auch das jede andere geldschöpfung aus dem nichts beendet werden muss, ist ein alter hut und um das zu fordern braucht man nicht gleich zum menschenfresser werden 😉

  31. @jan r.

    „Es zählen also zig Faktoren dazu, wie eine richtige Gesetzgebung, bzw. Verfassung, Pressefreiheit, Regionen statt Nationen = erschwerte Bedingungen für Konzerne, Streichung von Subventionen für Konzerne, Pressefreiheit = aufgeklärte Bevölkerung, die sich gesund ernährt etc. etc.“

    nur weil die staatsmänner und frauen sich zu komplizen der lobbyisten und kartelle gemacht haben, ihren auftrag also verfehlt haben, und sich zu verrätern am staate machten….schafft man doch den staat nicht ab!

    die einzige instanz, die eben solchen auswüchsen paroli bieten kann und muss, um ein mindestmaß an schutz zu gewährleisten. die einzige instanz die noch über dem ungezügelten raubbau zu stehen hat. nur weil ein busfahrer in die falsche richtung fährt, schaffen sie doch nicht alle busse ab….oder nur weil ein notfallmediziner besoffen zur arbeit kommt, schaffen sie doch nicht die notfallmedizin ab.

    wenn niemand mehr über dem „freien markt“ steht und der „freie markt“ (ein irrwitziges wort in sich, denn wessen freiheit ist denn gemeint? die des wohlhabenden anderen die bedinungen zu diktieren, die der dann natürlich ablehnen kann und so vielleicht ganz ihne krankenversicherung da steht oder ohen anderes evtl lebenswichtiges an gütern und resourcen).zu gott erhoben wurde, zur „unsichtbaren hand“ die alles regelt, dann haben sie die hölle auf erden zementiert.

    niemand kann dann noch eingreifen. regierungen können, wenn auch schwieirg abgesetzt werden, neu gewählt werden, durch genügend großen protest zum einlenken gezwungen werden…zumindest im idealfall und bei einer aufgeklärten bevölkerung. zugegeben, da sind wir nicht….aber ohne staat haben sie gar nicht mehr, dass zwischen gnadenkosen raubtieren und ihnen jemals auch nur stehen könnte.

    das ist ein irrlicht und hat mit freiheit nichts zu tun.

  32. @Jan R.:
    Aus dem zweiten Link meines letzten Beitrages geht hervor, dass nicht ein Staat, sondern Privatpersonen in der Tiefsee herumgebohrt haben. Im ersten dortigen Absatz „Ursache“ steht, dass trotz Warnungen von Fachleuten eine kostengünstigere, aber risikoreichere Methode zur Abdichtung des Bohrloches gewählt wurde. Ich würde den Schaden schon als gewaltig bezeichnen und vereinnahme dafür einfach mal die von Ihnen noch übrig gelassenen 5 % Schadenquote, die auf private Aktivitäten zurückzuführen sind.

    Haben Sie ein Buch über die österreichische Schule gelesen? Ich habe inzwischen ein Einführungsbuch zur Ö.S., das ich hier in einem anderen Thread gepostet habe, gelesen (vielleicht ja nicht das richtige?). Es beantwortet jedenfalls nicht die Frage, die ich nach wie vor zu beantworten versuche, wie im letzten Beitrag schon geschrieben.

    Es nützt prinzipiell nichts bestmöglich zu erläutern und zu begründen, wie man ein Auto mit Automatikgetriebe fährt, wenn man in einem Auto mit Schaltgetriebe sitzt. In diesem muss man kuppeln. Und auch wenn die Erläuterungen zum Automatikgetriebe grundsätzlich noch so richtig hergeleitet oder bewiesen sind, sie nützen in der vorliegenden Situation nichts. Man muss also auch erklärt bekommen, wie man vom falschen Auto aus in den Wagen mit Automatikgetriebe gelangt. Der Weg fehlt mir noch.

    Wenn die PdV hier in Deutschland einen Totalreset hinbekäme, ok, dann könnte sie innerhalb von D. eine komplette Neuordnung vornehmen, solange sich das ganze lokal abspielt. Produzenten könnten auf alle hier verfügbaren Ressourcen und Rohstoffe zugreifen und in fairen Wettbewerb zu einander treten (das setzen wir mal so voraus). Sobald aber hier nicht verfügbare, jedoch dringend benötigte Rohstoffe durch ein auswärts ansässiges Oligopol kontrolliert werden, stehen viele Nachfrager (nämlich unsere inzwischen im Wettbewerb befindlichen Produzenten), diesen wenigen Anbietern gegenüber. Allein dadurch wäre m. E. der Wettbewerb schon wieder verzerrt. Die PdV müsste also von hier agierend irgendwie Einfluss auf außerhalb ansässige Oligopole nehmen können. Anderenfalls bestimmt das Oligopol sowohl Preis als auch Lieferbedingungen allein.

    Vielleicht habe ich da aber auch einen Denkfehler oder etwas relevantes in meine Überlegungen nicht mit einbezogen? Falls ja, ich bin ganz Ohr.

  33. @chiano
    du denkst im status quo und dort findest du kein heil.

    es geht nicht darum, den staat nur abzuschaffen, sondern darum, ihn abzuschaffen und durch bürgerliche körperschaften zu ersetzen.

    suche dir mal folgenden vortrag raus: „Gebt Deutschland eine Verfassung! 14/14 Selim Sümeli auf der Deutschlandkonferenz“

  34. @Tommel
    Ich bin kein Mitglied der PDV und habe ganz oben geschrieben, dass eine Partei nicht ideal ist. Dennoch ist es gut, wenn man Herrn Janich für sein Engagement lobt, denn er muss nicht unbedingt alles richtig machen. Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Herr Janich ist einer von vielen Bausteinen einer möglichen Wende. Wir können mit unserem Verstand nicht alles wirklich erfassen. Das ist schlichtweg nicht möglich, weil der Verstand nur aus dem in der Vergangenheit Wargenommenen schöpfen kann. Diese Warnehmung ist jedoch immer begrenzt.

    Aber Herr Janich geht in vielen Punkten in die entscheidend richtige Richtung. Herr Janich muss nächstes Jahr nicht der Kaiser von Deutschland werden, aber es reicht, wenn er einen kleinen Baustein zu einem geistigen Wandel in der Bevölkerung beiträgt.

  35. @Jan R.:
    Da die bisherigen Klagen beim BVG das Eurodesaster nicht effektiv stoppen konnten, sehe ich einen wirklich praktikablen, nächsten Schritt eigentlich schon über eine Partei. Insofern ist die Gründung einer Partei, was Herr Janich ja getan hat, aus meiner Sicht sogar ein Schritt in die richtige Richtung. Es geht mir vor allem auch nicht um Oliver Janich als Person oder darum ihn zu attakieren, sondern um das Konzept der Partei an sich. Ich möchte also für mich beleuchten, ob die PdV für mich eine Wahlalternative darstellt. In der „Gegen den Euro“ Frage sogar sicherlich, aber nur das allein kann nicht wahlentscheidend sein für mich.

    Ich möchte mit meinen Inhaltsfragen auch niemanden zu einem Streitgespräch herausfordern. Das würde bedeuten, dass ich selbst eine Antwort parat haben müsste, die ich als Alternative in den Raum stellen kann. Habe ich aber nicht. Daher ist jeder eingeladen den Ball aufzunehmen, da ich die Situation für den Istzustand halte, von dem aus der nächste Schritt zu machen ist.

    Das ich vom Gesamtkonzept der PdV nicht überzeugt bin ist das eine. Ich halte es aber schon konzeptionell für richtig über den Weg einer Partei der Eurogegner zum Ziel zu gelangen. Ich hoffe aber ehrlich gesagt noch auf eine weitere Wahlalternative. Vielleicht bekommt die PdV ja ihre gewünschten 5,1% bei der nächsten Wahl und eine andere eurokritische Wahlalternative 15%. Dann würden immerhin 20,1% in Eurofragen im Parlament richtig abstimmen.

  36. Tommel: Wenn wir eine wirklich freie Marktwirtschaft hätten, würden hunderttausende von Unternehmen an einer Lösung arbeiten. Fast alle Rohstoffe (außer Wasser) lassen sich durch andere ersetzen. Außerdem haben auch Oligopolisten ein Interesse an Kunden.

    Zur Monetative und anderen Zinskritikern haben wir viel auf der Webseite. In meinem Buch gehe ich auch ausführlich darauf ein. Kann hier leider nicht immer alles wiederholen. Zinsloses Geld(oder sogar mit Negativzinsen) ist übrigens das Lieblingsprojekt der Elite, ist auch so etwas wie künstliche Opposition. Den Geldfluss kontrolliert dann komplett ein Monopol, das auch entscheidet wer wieviel bekommt. Funktioniert allerdings nicht und würde sehr schnell scheitern, viel schneller als das jetzige System, weil der wichtigste Preis einer Volkswirtschaft fehlt: der Zins.

  37. OJ „In meinem Buch gehe ich auch ausführlich darauf ein.“

    Ja, z. B. mit dem Putzfrau-als-Milionär-Szenario:

    In Ihrem Utopia kann eine Putzfrau Milionär werden, weil sie a) angeblich genügend verdienen würde um entsprechend zu sparen und b) der Wert des Ersparten durch hohe Zinsen und Deflation im Lauf der Zeit stark steigen würde.

    Sie vergessen allerdings, das die nächste Generation Putzfrauen dann arm wie die Kirchenmäuse sein würde, weil sie die Vermögen der „ersten Generation“ „bedienen“ müsste (durch Zinszahlungen). Und Personen die am Anfang schon über ein Millionenvermögen verfügen, würden zu Fantastillionären…
    Das ganze Szenario ist mathematisch unmöglich.

    E sind wieder zwei Extreme:

    Auf dereinen Seite die Öks, Klimaschwindler Peak-Oil-Propheten und weintrinkenden Wasserprediger à la Al Gore, die uns weissmachen wollen, dass wir alle den Gürtel ganz, ganz eng schnallen sollen.

    Auf der anderen Seite Sie, der uns weismachen will, dass die Bäume für alle in den Himmel wachsen können.

    Da ist z.B. der „Investment-Punk“ Gerald Hörhan („Warum ihr schuftet und wir reich werden“) schon ehrlicher und realistischer: http://de.wikipedia.org/wiki/Gerald_Hörhan

  38. @Oliver Janich:

    Diese Antwort zeigt, dass Sie sich nicht ernsthaft mit Monetative und Freigeld beschaeftigt haben. Bei der Monetative wird Zins nur in Zusammenhang mit der Geldschoepfung abgeschafft, nicht der Darlehens- oder Sparerzins. Und selbst beim Freigeld wird der Darlehens- und auch der Sparerzins nicht abgeschafft, wie oft vereinfachend behauptet wird, vielmehr wird der Zins den Markgesetzen unterworfen:

    Jetzt: Wenn das Kreditangebot groesser als die Kreditnachfrage ist, wird Geld gehortet.

    Freigeld: Wenn das Kreditangebot groesser als die Kreditnachfrage ist, sinkt der Zins bis Null oder sogar darunter. (wobei man dann natuerlich weiterhin mit Realwerten verlustfrei sparen kann, dadurch sinkt das Kreditangebot denn auch wieder)

    Jetzt: Kreditangebot kleiner als die Kreditnachfrage: Zinseinkommen

    Freigeld: Kreditangebot kleiner als die Kreditnachfrage:
    EBENFALLS Zinseinkommen. Aber: In einer gesaettigten Volkswirtschaft wird diese Konstellation immmer seltener, daher laueft es de facto auf eine Abschaffung der leistungslosen Zinseinkommen hinaus.

    „weil der wichtigste Preis einer Volkswirtschaft fehlt: der Zins.“

    Wie erklaert, dieser Preis BLEIBT bestehen.

    Und die Elite will sicher keine zinsfreie Geldschoepfung oder auf leistungslose Zinseinnahmen verzichten. Gegen eine Goldwaehrung hingegen haette sie Jahrzehntelang nach einem Neutstart nichts einzuwenden – die Zinseinkommen bleiben ja bestehen – und dann wird er einfach abgeschafft wie unter Nixon. Und selbst wenn nicht, bleibt noch immer die Deflation, die dann kaeme und damit die Massenverarmung, die wiederum im Sinn der Elite ist.

    Auf diese Argumente gehen Sie auch auf Ihrer Webpage nicht ein, statt dessen wird Zinskritik ins Nazieck gestellt.

  39. Eine sehr gute Veranstaltung Herr Elsässer. Sie haben interessante, kompetente und vor allem ehrliche Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen der APO auf einem Podium zusammengebracht. Im Fernsehen bekommt man das nirgends geboten. Dort sitzen immer dieselben Affen. Kompliment an ihre stets faire Moderation und an Bastian Menningsen, der auch Teile der eigenen Bewegung (Occupy Frankfurt) kritisch beleuchtet hat. Ich war selbst auf der Occupy Frankfurt Veranstaltung vor der EZB und kann exakt bestätigen was Bastian und Oliver Janich darüber gesagt haben.
    Das Wort „Vernetzung“ ist sehr oft gefallen. Ich würde mir wünschen wenn die Diskutanten nochmal gemeinsam irgendwo auftreten würden.

  40. @Oliver Janich:
    „Tommel: Wenn wir eine wirklich freie Marktwirtschaft hätten, würden hunderttausende von Unternehmen an einer Lösung arbeiten.“

    Gut, setzen wir das mal voraus. Die Frage ist ja, wie kommt man zu diesem Zustand? Also angenommen, Sie erhalten bei der nächsten Wahl 85 % aller Wählerstimmen. Sie könnten jetzt loslegen um o. g. Zustand zu erreichen. Wie genau würden Sie von jetzt aus auf diesen Zustand hinarbeiten, also welche Schritte würden Sie als erstes in diese Richtung tun?

    Ich konnte bislang im Parteiprogramm dazu finden, dass (ab sofort?) alternative Geldformen zugelassen werden, die dann nebeneinander existieren können. Da zumindest eine Mehrwertsteuer erhoben wird um Kosten der Kommunen oder des Bundes für hoheitliche Aufgaben zu erstatten, wäre diese dann an eine bestimmte Geldform gebunden? Falls ja, wie wird sie bestimmt?

    Spielen aus Ihrer Sicht z. B. auch derzeitige Besitzverhältnisse (also gewisse Anhäufungen von Sachwerten / Ressourcen in wenigen Händen) eine Rolle bei einer Neuordnung? Würden Sie, zusätzlich zum Zulassen alternativer Geldformen, in bestehende Besitzverhältnisse in irgend einer Fom eingreifen oder wäre das nicht nötig? Ist die Besitzverteilung bei einer Neuordnung in Richtung freie Marktwirtschaft irrelevant und kann daher vernachlässigt werden oder wird sie anderenfalls von irgend einer anderen Größe automatisch korrigiert? Das konnte ich bisher im Programm noch nicht finden.

    Sofern das irgendwo auf Ihrer Webseite beschrieben ist, verlinken Sie mich gern dorthin, ich lese es dann. Ich suche separat auch dort weiter. Wenn Ihr Buch konkrete Schritte vom jetzigen Istzustand aus benennt, lese ich auch gern darin nach.

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