Elsässers Abschlussreferat auf der Inside-9/11-Konferenz
Die Diskussionen hier auf meinem Blog zeigen mir, dass ich – wieder mal – etwas Grundsätzliches klarstellen muss. Da gab es in letzter Zeit Leute, die haben sich fürchterlich über den Pro-Papst-Artikel in COMPACT 9/2011 aufgeregt. Dann gibt es wiederum Leute, die zeihen mich der Islamfreundlichkeit. Dann meckern Leute, einige meiner Autoren seien zu rechts. Auf der anderen Seite hat sich grade gestern einer im Leserbrief empört, dass wir den „Mauermörder“ Klaus Höpcke schreiben lassen – der ehemalige stellv. DDR-Kulturminister schrieb in COMPACT 9/2011 über das sich wandelnde Preußenbild der SED.
Deswegen hier nochmal zum Nachlesen, as ich am Schluss meines Referates auf der Konferenz „Inside 9/11“ am letzten samstag gesagt habe:
„Gegen diese ganze finanzglobalistische Entwicklung, gibt es Widerstand. Weil die ganzen Menschen auf der Welt sehen, dass sie nichts davon haben und nur eine winzige Elite davon profitiert. Das Problem ist, dass dieser Widerstand auf der ganzen Welt, aber auch in Europa und Deutschland tief gespalten ist. Und zwar in ungefähr drei Lager, grob gesagt drei Lager. Es gibt den linken Widerstand, es gibt den rechten Widerstand und es gibt den religiösen Widerstand gegen die Globalisierung. Der linke Widerstand kritisiert diese Entwicklung, weil sie zu tiefst unsozial ist. Und zu einer Umverteilung von unten nach oben führt, letzendes auch zu neuen Hungersnöten und Massensterben. Der rechte Widerstand gegen die Globalisierung kritisiert den Prozess, weil er Nation und Nationalstaat und nationale Werte in ungeahnter Weise auflöst. Da bleibt von Deutschland nichts mehr übrig. Der religiöse Widerstand kritisiert die Globalisierung auch. Sowohl überzeugte Christen, wie auch überzeugte Muslime, (wobei es von denen mehr gibt). Die Religiösen kritisieren die Globalisierung, weil dieser Prozess alle religiösen Werte und Grundlagen vernichtet. Und an stelle aller Götter, der Vergangenheit, so unterschiedlich sie sein mögen, nur noch einen Gott gelten lässt, nämlich den Gott des Mammon! Diese drei Widerstandsströmungen zusammen, könnten die Globalisierung stoppen. Aber im Augenblick ist es nicht so. Weil die Linken mögen die Rechten nicht. Und die Rechten mögen die Linken nicht. Die Linken mögen die Katholiken nicht, und die Rechten mögen die Muslime nicht. Das muss aufhören, wenn wir dem Globalismus tatsächlich etwas entgegensetzen wollen. Das Konzept von COMPACT ist deswegen – und damit ist das Blatt einzigartig, das ist unser Alleinstellungsmerkmal -, ein Forum für demokratische Linke UND demokratische Rechte, für intelligente Muslime UND intelligente Islamkritiker zu sein. Dabei geht s nicht um Vereinigung, dazu sind die Unterschiede zu groß. Es geht aber um einen Austausch von Argumenten auf Augenhöhe im Bewusstsein, dass wir die Globalisten nur GEMEINAM schlagen können – es geht sozusagen um antagonistische Kooperation.“ (Auszug Ende)
So, wer etwas vorzubringen hat, möge sich an dieser STRATEGIE abarbeiten – und nicht an Einzelpunkten wie dem Papst oder Schäffler …
Jetzt wirds aber erst richtig schräg… Gestern moniertest Du, die SPD hätte nicht mehr der KPD gegen die NSDAP zusammenarbeiten wollen. Heute schlägst Du eine Strategie vor, die, grob gesagt, auf eine Zusammenarbeit entlang einer Linie KPD – NSDAP – und katholisches „Zentrum“ hinauslaufen würde. Puha…
Es ist schwer sich mit dem hier Gesagten anzufreunden, aber so daneben liegt es nicht. Man muß nur richtig in sich hineinhören. Aber eine Linke außerhalb der Globalisierung kann ich nicht erkennen. An jedem Ort und überall sind schnell die Globalisierer unter dem Tarnmantel Zivilgesellschaft oder buntes Goslar vereint. Der Schulterschluß zwischen SED Nachfolgern, Autonomen über CSU bis hin zur CSU ist kein Einzelfall. Der Kampf gegen Rechts vereinigt alle, selbst wenn es gar keine Rechten zu bekämpfen gibt. Dann werden sie erfunden. Und die Kerzenträger, nennen wir sie ruhig mißbrauchte Deppen, fühlen sich als die wirklichen Gutmenschen, sie sind die Helden. Eine dieser Schmierenkomödien kann man z.B. an der Berufsverbotsforderung der FDP Goslar gegen eine mutige Kindergärtnerin festmachen. Es sind immer die realen Beispiele, die die Krankenheiten einer Gesellschaft verdeutlichen.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/08/30/eine-anstandige-frau-soll-fertig-gemacht-werden/
Furztrocken: Mit der NSDAP? Das Gegenteil ist richtig!
rundertisch: In deutschand sind die meisten Linken vernagelt. Schauen wir nach Serbien: Milosevics Sozialisten haben viele Jahre mit Sesels Radikalen eine Koalition gebildet, die Nachfahren der Partisanen und die Erben der Tschetniks.
Vernagelt sind auch die meisten Konservativen, fast noch mehr als „traditionell“ Rechte aus dem Umfeld der „sezession“.
Wie auch immer, hört sich ja alles schön an. Aber angenommen, „wir“ haben die Globalisten geschlagen. Was kommt danach?
„Augenblick ist es nicht so. Weil die Linken mögen die Rechten nicht. Und die Rechten mögen die Linken nicht. Die Linken mögen die Katholiken nicht, und die Rechten mögen die Muslime nicht.“
das ist ein Problem, was noch dadurch verschärft wird, dass die einzelnen Gruppen in sich auch nicht homogen sind. Allerdings mögen uns auch viele Linke nicht, vor allem die sogenannte „Sarrazin-Linke“.
Die Radikalen von Seselj (SRS), Nachfahren der antifaschistischen Partisanen? Da lachen ja die Hühner. Zivilisten anderer Nationalitäten massakriert haben sie, u.a. mit ihrer Miliz der „Weissen Adler“, und Jean-Marie Le Pen in Belgrad empfangen. Tolle „Antifaschisten“.
Mit der Tradition der Tito-Partisanen haben diese Leute schlichtweg nichts zu tun. Eher mit jener des europäischen Faschismus, siehe ihren Empfang für Jean-Marie Le Pen (den Duzfreund des verstorbenenen Waffen-SS-Mannes und REP-Chefs Franz SSchönhuber). Da hast Du die Traditionslinie zur NSDAP, wenngleich natürlich historisch gebrochen. Ausserdem waren die antifaschistischen Tito-Partisanen für ein multinationales Jugoslawien. Auch damit haben die SRS-Leute nichts zu tun: Auch wenn man durchaus der Auffassung sein kann, vor allem kroatische Nationalisten hätten der Bundesrepublik Jugoslawien den Todesstoss gegeben, so kämpften doch Leute wie die von der SRS mitnichten um deren Widerherstellung – sondern für ein ethnisch „reines“ Serbien.
Ihr Chef Vojslav Seselj wurde in Den Haag zu 35 Jahren Haft verurteilt. Auch wenn ich absolut KEIN Anhänger dieses internationalen Gerichts bin – weil zu einseitig: es hätten AUCH kroatische Kriegsverbrecher in grösserer Zahl verurteilt werden müssen, neben serbischen -, so ist dieses Urteil doch wohl begründet. Ich kenne auch nicht viele Leute in Serbien (wo ich war), die es kritisieren würde. Ausser natürlich die Rechtsradikalen von der SRS selbst, das ist normal, es handelt sich um ihren ehemaligen Chef.
Furztrocken: Sie können nicht lesen. Ich habe Milosevic/SPS als Nachfahren der Partisanen bezeichnen, Seselj/SRS als Erben der Tschetniks. Ihre ganze Suada kann nicht erklären, warum Slobo mit Sesellj koaliert hat.
@ fatima
„Wie auch immer, hört sich ja alles schön an. Aber angenommen, „wir“ haben die Globalisten geschlagen. Was kommt danach? “
tja, ich sehe hier auch das hauptproblem und einen der großen gründe, warum das so alles nicht stattfindet. zumindest instinktiv ahnt doch jeder, dass so ein bündnis, auch wenn es erfolgreich in dieser einen sache wäre, nur eine verlagerung ähnlicher machtkämpfe wäre.
es fehlt einfach an bewusstsein und gutem willlen generell in der menschheit. und wenn man glaubt, dass es nicht mehr fehlt heutzutage, die menschen genug gelitten haben und ausgesaugt wurden, dann wäre es zeit für eine bewegung oder partei der menschlichkeit. auch wenn man dabei das risiko eingeht sich lächerlich zu machen.
was wäre denn wirklich revolutionär, wenn nicht die praktische umsetzung der menschlichkeit und die forderung nach normen, gesetzen und regeln, die eben diese menschlichkeit schützen und umsetzen?
alles andere ist doch den „ring der herren“ auszutauschen im reigen bis ans ende aller zeiten.
und da braucht mir keiner kommen mit fragen wie: „was ist den menschlichkeit“ oder sprüchen: „alles ist relativ, auch menschlichkeit ist für den einen dieses und für den anderen jenes“.
außer ein paar echt kranken soziopathen weiß jeder was menschlichkeit und wahrhaftigkeit ist und das wir alle keinen ruhm angehäuft haben darin. hier zählt allein das bemühen im einzelnen und gesetze und regel, die diese wie gesagt, schützen und fördern.
ich glaube wenn intellektuelle, philosophen und gemäßigte spirituelle und religiöse das kommunizieren würden, würde das volk, der einfach mann und die einfache frau auch wieder zuhören und interesse an politik entwickeln.
na ja, der träumer chicano eben wieder 😉
Ich verstehe ja, daß Sie sich gegen das Etikett „Querfront“ wehren (worauf Furztrocken wohl anspielt), doch etlichen der konservativen Personen, Publikationen und Gruppierungen, mit denen Sie sich bereits eingelassen haben, wird von den VS-Theoretikern eine Scharnierfunktion zugeschrieben. Wenn man sich den Werdegang einiger Protagonisten anschaut, geht der munter hin und her, z.B. bei Dr Angelika Willig (Junge Freiheit, hier & jetzt, neue ordnung). Die vertrat aber stets einen brutalen Sozialdarwinismus, den sie als studierte Philosophin jedoch mit der Volksgemeinschafts-Fürsorge der NPD vereinbaren konnte. Bei den als gemäßigt geltenden Grüppchen findet man oft Schlimmere Finger als bei den Radikalinskis. Wo ist für Sie Schluß? Was ist z.B. mit „Nationalrevolutionären“ , Polit-Sekten oder esoterischen Spinnern?
Denkfaulheit und die Neigung zu bipolarem Denken sind zusätzliche Hürden. Ich erlebe das bei meinen „Facebook-Freunden“, die ich durch Stellungnahmen wie diese kennenlernte: Wenn ein Einwand ihr Weltbild bedroht, wehren sie diesen oft lieber mit einer Parole ab, statt sich um eine Differenzierung und Erweiterung ihrer Weltsicht zu bemühen. In der auf Wählerfang ausgerichteten Politik kann man anscheinend nur mit penetranter Wiederholung schlichter Forderungen etwas erreichen; das Think-Tank-und Kader-Konzept (IfS) erfordert einen langen Atem, den man sich angesichts der aktuellen Bedrohung nicht leisten kann.
Bitte verzetteln Sie sich nicht in aussichtslosen Kämpfen!
Tuchen: Ich weiß nicht, auf wen Sie anspielen. Bitte kritisieren Sie konkret. Die von Ihnen genannten Personen, z.B. Frau Willig, kenne ich nicht einmal.
ich finde es sehr richtig was sie sagen! solange wir uns gegenseiteig streiten und gespalten sind, haben „die“ ein leichtes spiel (das teile und herrsche prinzip). nur wenn wir erkennen, dass unsere probleme mit linken, rechten, oder der religion unseres nachbarn weitaus weniger gravierend sind, wie die probleme die uns die globalisten bereiten, nur dann sind wir eine einheit die stark genug ist etwas zu veraendern. gemeinsam!
es ist nicht die populaerste meinung, aber umso mehr respektiere ich sie, diese klar auszusprechen.
‚Was kommt danach?‘ – Gute Frage.
Im Fall, der laut eigener Definition antivölkischen VI, verschwindet ja nach dem Endsieg das volksbildende Element, der gemeinsame Feind. Und dann?
Hologläubige gegen Ketzer?
Deutsche gegen Migranten?
Usw.
Ich mach auch keine Revolution mit Partisanenfreundn und die sicher auch mit mir.
Blöde Sache das ganze.
Der Ansatz von Jürgen Elsässer ist richtig.
Wir alle sind bedroht vom Globalismus, Metapher für „Die Oligarchen“ oder „Das System“. Die Bedrohung ist weiß Gott gegenwärtig und übermächtig. Als Instrument setzen die Leute eine gleichgeschaltete Presse ein, einen sehr großen Haufen Geld und die Aggressionsmaschine der „einzig verbliebenen Supermacht“, nebst, natürlich, der viertstärksten Armee der Welt (mit Atomwaffen, Mittelstreckenraketen und Atom-U-Booten, und Super-Drohnen von Rheinmetall). Und die meisten EU-Staaten sind (sagt Brzezinski) Vasallen der USA.
In dieser Gefahr ist es nicht angezeigt, Verbündete abzulehnen, weil einem die Nase, oder die Religion, oder die Ideologie nicht so völlig gefällt.
Gebe ein Gott, daß Fatima recht hat mit ihrer Vision, wir würden sie besiegen, die Oligarchen! Was wir dann machen, das können wir dann überlgen. Noch ist der Bär nicht erlegt.
@ J. Elsässer
WARUM Milosevic mit Seselj (ich dachte, sie können serbische Namen wenigstens richtig schreiben) koaliert hat? Guter Gott, ich kann nicht in die Köpfe der Leute gucken, um Motivforschung zu betreiben. Aber darf ich auf machtpolitische Skrupellosigkeit bei Miloseciv tippen, als Beweggrund dafûr, dass er sich mit diesen Faschisten ((SRS)) eingelassen hat?
Was die SRS betrifft, ist ihre Motivation wohl ziemlich klar: Ran an die Fleischtöpfe der Machtbeteiligung, wa‘?
Ich unterstütze den Ansatz von Elsässer vollkommen. Wenn die Globalisierer gesiegt haben, dann gibt es nichts mehr, über das sich linke und rechte streiten könnten.
Am Ende der Globalisierung gibt es kein Vaterland, kein Volk, keine Geschichte mehr, aus der wir wieder auferstehen könnten. Aus 12 Jahren Nationalsozialismus ist Deutschland stärker als je zuvor gewaschsen, 70 Jahre Kommunismus haben das russische Volk nicht zerstört….aber was wir jetzt erwarten ist ein allumfassender Völkermord aller europäischer Völker, aus dem es kein zurück mehr gibt…deshalb müssen alle Kräfte gebündelt werden um den Globalisten entgegenzutreten.
Furztrocken: Gut zu wissen, dass Sie nicht nur gegen Seselj, sondern auch gegen Milosevic sind. Was Sie ihm als „machtpolitische Skrupellosigkeit“ unterschieben, war Realpolitik zur Verteidigung Jugoslawiens. Wer das nicht kapiert, lohnt die Auseinandersetzung nicht.
Das ist genau die Richtung, die der französische Soziolog Alain Soral seit einigen Jahren verteidigt. Das Motto seiner Bewegung „Egalité et Reconciliation“ („Gleichheit und Versöhnung“) lautet: „gauche du travail et droite des valeurs: pour une réconciliation nationale!“ (links bei den Arbeitern und rechts bei den Werten: für eine nationale Versöhnung!).
In den Konferenzen, die er organisiert, stammen 1/3 vom linken Lager, 1/3 vom rechten, 1/3 sind Muslime. Und es gab wohl noch nie eine Schlägerei!
http://www.egaliteetreconciliation.fr/
@ J. Elsässer
…zur Verteidigung Jugoslawiens? Ah ja? Halte ich auch für ein Gerücht, eher zur Verteidigung von Partikularinteressen Serbiens (zu deren Fürsprecher er sich seit 1987 immer stärker aufschwung).
Und die SRS-Faschisten hatten ohnehin nichts mit einem multinationalen Föderalstaat was am Hut.
Titos Modell war ja nicht falsch, aber Milosevic war kein Tito, und die braunen Heinis von der SRS ohnehin schon mal 500 Mal nicht.
Furztrocken: Tito? Der ist 30 Jahre tot. So wie auch Ihre ganze Konzeption. Kleiner Tipp: Für Leute wie Sie gibt es viel bessere blogs als diesen. Warum stehlen Sie mir – und sich selbst – Zeit mit Konzepten, die mausetot sind?
Dass er tot ist, bedeutet nicht, dass sein Konzept falsch war.
Besser jedenfalls, als mit Massenmördern zu paktieren. Wie Seselj, der für seine Verbrechen in Den Haag büsst. Zu Recht, alle Kritik am Haager Gericht hin oder her. Den sie aber stets sträflich verharmlosten…
Furztrocken: Seselj muss sich Kritik gefallen lassen. Aber ermordet hat er keinen! Aber wer ihn als „Massenmörder“ bezeichnet, ist entweder ein imperialistischer Agent oder ein Volltrottel. Sie dürfen wählen.
Wer Alain Soral ist, kann man zum Beispiel beim „Blick nach Rechts“ und bei „hagalil“ nachlesen. Hier gefunden, zum Beispiel (ich glaube, da steht noch mehr)
((So, Monsieur Furztrocken, jetzt ziehe ich Ihnen den Stecker raus. Wer auf Desinformationsseiten wie“Blick nach rechts“ und hagalil verlinkt, ist auf meinem blog Fehl am Platz. Verdienen Sie Ihr Geld bitte mit dem Aufmischen anderer blogs und lassen Sie uns hier in Ruhe. – Der Hausmeister))
„oder sprüchen: „alles ist relativ, auch menschlichkeit ist für den einen dieses und für den anderen jenes“.
Genau dieser Werterelativismus ist das Problem, an dem die Menschheit krankt, und das nicht erst seit vorgestern, sondern schon seit Kain und Abel.
Trotzdem kann so ein Bündnis funktionieren, nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner muss man sich schon einigen, abgesehen von der Gegnerschaft der Globalisten.
Ansonsten stimme ich Ihnen zu. Ohne Selbsterziehung geht es nicht. Man muss nicht nur auch, sondern vor allem gegen das Ego in sich kämpfen statt in erster Linie gegen die anderen.
Dr. Kümel:
„Was wir dann machen, das können wir dann überlgen. Noch ist der Bär nicht erlegt.“
Es schadet aber nicht, sich schon vorher ein paar Gedanken zu machen, sonst könnte der Bär entweder uns erlegen, oder es taucht ein anderer , eventuell größerer auf.
Endlich hat die jugoslawische Abweichung vom Thema ein Ende! Ich will Ihnen wegen Ihrer Bündinisversuche gar nicht am Zeug flicken; es ist schon clever, welche Leute Sie schon ins Boot geholt haben, um COMPACT zu füllen und Anzeigenkunden zu gewinnen. Weil die aber ständig wechseln, kommt da auch keine Linie rein, und irgendwann fliegt Ihnen das um die Ohren, weil die Leute genug vom gegenseitigen Händewaschen haben und sich nur noch benutzt fühlen. Wenn sie einen Namen wollen: Dieter Stein, Ratskeller Schmargendorf. Der ist vor allem auf seine bürgerliche Reputation bedacht und vergrault deshalb immer wieder intelligente Hitzköpfe, die sein Verbot, mit NPDlern zu sprechen, übertreten haben. Die Avancen dieser Partei haben Sie bei der Gründung der VI ja auch abgewiesen. Ich bin sehr für Effizienz, und wenn man erst austesten muß, wie weit die Bandbreite ist, führt das zu Zeit- und Ressoucenverlusten. Sie müssen doch zugeben, daß die in den letzten beiden Jahren auf der politischen Skala ziemlich weit verrutscht ist – ich will hier keinen Vorher-Nachher-Zitatevergleich wie in COMPACT betreiben.
Tuchen: Weiß nicht, aus was Sie hinausweilen. Wen soll COMPACT vergrault haben? Ich kann auch nicht erkennen, dass ständig die Leute wechseln. Unser Autorenstamm ist konstant – außer, dass laufend gute Leute hinzukommen.
@ fatima
„Trotzdem kann so ein Bündnis funktionieren, nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner muss man sich schon einigen, abgesehen von der Gegnerschaft der Globalisten.“
so kann man es auch ausdrücken 😉
Die Basis wäre erst einmal die gegenseitige Anerkennung – „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ – derer, die wissen, dass der Globalismus, die Schaffung der sog. Einen Welt, zum ausschließlichen Nutzen und Frommen des Finanzkapitals und der Konzerne ist. Dazu muss ich kein Antikapitalist, muss nicht nationalistisch, muss nicht integristisch religiös sein – ein ergebnisoffener Blick auf die Wirklichkeit und die Tatsache, alle Nadeln an der Tanne zu haben, ist bereits völlig ausreichend. Ach ja … und der Mut, ein bißchen mehr Voltaire zu wagen … den muss ich schon mitbringen.
Of the record: „den Stecker ziehen“ wegen des Zitierens von hagalil und blick nach rechts … auch wenn’s politisch völligst inkorrekt ist, kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen 😉
Das Tito-Beispiel ist in abschreckender Absicht gar nicht mal so schlecht: Wenn ich den ethnischen, den religiös konnotierten Nationalsimus, der sich im ehemaligen Jugoslawien bahn brach, kritisiere – ja dann muss ich auch Ursachen bennen. Und nach Auskunft meiner Freunde aus Serbien und Bosnien war ein Grund die rein machttaktische „Nationalitätenpolitik“ Titos, besonders in bezug auf die Albaner. Offene Grenzen und ungezügelter Zuzug von Albanern ins Kosovo – nur um Enver Hodscha eins reinzudrücken, Muslime als eigenständige Nation – nur um bei den Blockfreien Punkte zu sammeln (und Öl aus Libyen zu bekommen).
„links bei den Arbeitern und rechts bei den Werten: für eine nationale Versöhnung!“
Damit kann ich mich absolut anfreunden … und da is’es mir wurschtegal, was in diesem Kontext in Frankreich läuft; wer mit wem und warum.
Ehrlich für soziale Gerechtigkeit einzutreten, die lohnarbeitende Klasse bei ihrem Klassenkampf zu unterstützen und die zivilsatorischen Errungenschaften der bürgerlichen Gesellschaft sowie die geschichtlich gewachsenenTraditionen vor Ort zu wahren – wem soll’s schaden …ausser den Oligarchen und den Multis?
Hallo Herr Elsässer,
das Problem ist das Abstrakte! Oder man könnte sagen, Ideologie an sich ist das Problem! Eine Ideologie – egal welcher Prägung – zeichnet sich doch im Wesentlichen durch eine bestimmte Denkart aus, die, bewusst oder unbewusst, die Realität selektiv nach ihrem Gusto verzerrt. Das kann man in allen politischen Lagern beobachten! Genau daher kommt auch diese oftmals widersinnige Ablehnung anders denkenden Personen gegenüber, weil man die eigentlichen, konkreten Probleme gar nicht mehr wahrnimmt oder wahrnehmen möchte! Die politischen Gruppen zeichnet aus, daß sie nur noch in ihrer utopischen Welt leben und sich größenteils nur noch an der realen Ausprägungen bedienen, wenn sie sie nach ihrem Gusto umgeformt wiederrum als Rechtfertigung für ihre Utopie heranziehen möchten. Bis zur bürgerlichen Rechten hin kann man diese geistige Disziplin beobachten. Linke klammern sich an Fortschrittsoptimismus, dialektischem Materialismus und einem peinlich anmutenden Globalismus, Rechte klammern sich an bürgerliche Werte, Verträge, die irgendwann mal aufgestellt wurden, „an die gute alte Zeit“ … zu ihrer Verteidigung muss man sagen, daß sie trotzdem noch einen sehr viel schärferen Blick für die Realität haben, als die Linken. Die sind derweil bemüht, die Geschlechter nebst den Kulturen aufzulösen.
Ich habe auf B.I. einen allgemeineren Beitrag über abstraktes Denken, was von der Frankfurter Schule ja forciert wurde, verfasst, der im Zusammenhang mit der Frage nach dem „mit wem kann man arbeiten und mit wem nicht“ vielleicht interessant sein könnte.
http://www.blockidentitaet.info/uber-das-problem-des-abstrakten/
Anbei sei noch gesagt, daß wir Identitären keinerlei Berührungsängste mit „Linken“ oder „Religiösen“ haben, insofern sie offen sind für die wahren Probleme unserer Nation, Europas und der Welt, und offen sind für die Menschen hier, für die Lebensart, für Schönheit, für die natürliche Form des Gemeinschaftens, ohne übergeordneten Duktus, ohne Dogmen, die uns knebeln, ohne Lügen- und Kuschzwang. Eine Zusammenkunft von Patrioten, Nationalisten, realistischen Sozialisten und Gottgläubigen wäre in der Tat eine wirksame geistige Front gegen die Globalisierung. Doch um diese geistige Front zu errichten, müssen wir anerkennen, daß lange Jahre Leben in der Republik – oder DDR – nicht spurlos an uns vorüber gegangen sein können und daß wir für eine fruchtbare politische Arbeit nicht Teil oder Schmuddelkind dieses Systems und seiner Denke, sondern ganz einfach wir selbst sein müssen. Denken wir konkret, national (denn es ist unser Lebensraum!) und sozial (denn wir sind voneinander abhängig!) und produktiv (nur das Handeln zeigt Wirkung), dann KÖNNTE es eigentlich gar keine trennenden Unterschiede zwischen „Rechten“, „Linken“ und „Religiösen“ geben… Doch solange es noch dieses Joch der Politischen Korrektheit gibt, diesen Abgrenzungszwang, dieses unsinnige feindselige Verhalten, diese dogmatische Krankheit, diese Hirngespinste und Weltfremdheiten, die uns überall begegnen, dann wird es keine einheitliche Front gegen die, die uns unterdrücken, geben.
Fangen wir also auch bei uns selbst an!
Beste Grüße!
M.M.V.
„links bei den Arbeitern und rechts bei den Werten: für eine nationale Versöhnung!“
Nicht nur bei den Arbeitern, auch bei den Unternehmern, die ihre Arbeiter NICHT ausbeuten. Leider gibt es wenig Unternehmer wie Wolfgang Grupp von Trigema.
@ fatima
Nicht unwissenschaftlich werden! Völlig egal, welchen Charakter ein Unternehmer hat, im Kapitalismus muss er Kapitalist sein. Es ist also quasi ein Ding der Unmöglichkeit – mindestens ein Ding der Unredlichkeit – mit Kapitalisten im Dienst gemeinsame Sache zu machen. Das wäre wie wenn man mit gutgearteten Polizisten gemeinsame Sache macht, die regelmäßig auf Demo Leute prügeln – weil es ihr „Job“ ist.
An einer Versöhnung mit Kapitalisten können wir nicht interessiert sein. Denn dies hieße auch, sich mit dem Kapitalismus zu versöhnen.
Ihre Ansichten ehren Sie sehr, Herr Elsässer. Aber glauben Sie wirklich, dass ein Sonderweg Deutschlands möglich ist?
Apropos Jugoslawien: In Serbien gibt es eine neue Volksinitiative: Dveri. Es würde mich interessieren, ob Sie davon schon erfahren haben, und was Sie davon halten.
Anonymous: Ich bin schon mehrfach bei Dveri aufgetreten – gute Leute!
fatima: ja, so ist es auch gemeint. Kleine und mittelgroße Unternehmer sind auch Arbeiter (die sogenannte „reale“ Wirtschaft)!
Also Herr Elsässer, wenn ich die Debatte hier grade so verfolge, finde ich aber nicht, dass sie mit allen Kritikern sehr souverän umgingen… Einen haben Sie rausgeschmissen, aber es wurde nicht sehr klar warum, seine Inhalte waren uns ja offenbar nicht zugänglich. Falls er Sie beleidigt hat, ist es natürlich Ihr gutes Recht. Ansonsten darf ruhig jeder zitierten, aus was für Quellen er lustig ist (das spricht dann für o. gegen ihn). Die, von denen die Rede war, kannte ich allerdings nicht, jedenfalls nicht Halagil. Der „Blick nach rechts“ ist in Anti-Nazi-Kreisen dagegen eien echte Institution. Es ist mir nicht klar, was das mit Desinformierung zu tun haben soll.
Ansonsten haben glaube ich eine oder zwei Personen den Finger auf einen wunden Punkt gelegt. Eine Koalition mit Leuten wie diesem Seselj scheint mir jedenfalls kein wirklich gutes Vorbild sein zu können.
Hier, was Wikipedia (auch eine Desinformierungsquelle??) über den Herrn dieses Namens aussagt; hm, sollte schon irgendwo ein bisschen zu denken geben:
„Im einzelnen wird er beschuldigt, für folgende von den paramilitärischen Verbänden verübte Taten mitverantwortlich zu sein:
Morde an zahlreichen Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderen nichtserbischen Zivilisten einschließlich Frauen, Kindern und älteren Personen
Freiheitsberaubung, Mord und Folterungen in Internierungslagern in den Orten Vukovar, Bosanski Šamac, Zvornik und zahlreichen weiteren Orten
Das Festhalten von Menschen unter inhumanen Bedingungen
Zwangsarbeit entlang der Frontlinie, Morde und Folterungen an gefangenen Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderen Nichtserben
Sexueller Missbrauch, Massenvergewaltigungen von Gefangenen Personen.
Diskriminierung der Albaner im Kosovo und Serbien: Verweigerung medizinischer Versorgung, Entlassungen …
Plünderungen von Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderen nichtserbischen Zivilisten.
Deportation tausender Kroaten, Bosniaken, Kosovo-Albanern und anderer nichtserbischer Zivilisten aus Teilen der Vojvodina und Serbien.
Zerstörung von Häusern, öffentlichem und Privateigentums. Verwüstung von Kulturgütern, katholischen Kirchengebäuden und Moscheen.
„Es existieren heute lediglich zwei Blöcke in der Welt. Der des US-Imperialismus und seiner Alliierten und auf der Gegenseite der Widerstand, ungeachtet seiner ideologischen, kulturellen oder religösen Verwurzelung. Der Widerstand muss vereint gegen seinen gemeinsamen Feind auftreten und dies ist nur möglich, in dem seine Vielfältigkeit respektiert wird.“
Scheich Naim Kassem, stellver. Sekretär der Hisbollah
Simon: Na bitte, geht doch! Der gute Mann sagt ja nix anderes als ich.
Deshalb mag ich dies BLOG: Weil sich auf ihm interessante Typen tummeln
((Der Hausmeister: Herr Tuchen, Sie sind auf diesem Blog willkommen – aber bitte mäßigen Sie Ihre Ausdrucksweise und fangen Sie nicht mit anderen Leuten offtopic-Diskussionen an.))
guter Ansatz Herr Elsässer, ich kann mich auch den Posts von Chicano, Fatima, Kümel und einigen anderen ähnlichen anschliessen.
Nur, von Null anfangen mit einer bunt gemischten Gruppe wird schwierig sein, ich bin kein Politologe oder Wirtschaftsfachmann, also besser & effektiver wäre es sich ein Beispiel zu nehmen wie es zB. Chavez, Putin oder ein Erdogan gemacht haben. Deutschland steht fest unter Kontrolle der Neocons in den USA, daraus sich zu befreien ist momentan unter anbetracht der jetzigen Politiker, sehr schwierig (siehe zB. Lybien, was man aus Gaddafi gemacht hat), wenn der geplante Systemumsturz, dem ein Finanzkollaps vorrausgehen wird, kommt, dann wird sehr entscheidend sein wie „aufgeklärt“ die Deutsche Bevölkerung sein wird um ein neues unabhängiges und freies Deutschland zu sein.
Zunächst einmal ist Compact der richtige Schritt in die richtige Richtung…Aufklärung geht zunächst vor, wenn die kritische Masse von >10% erreicht ist kommt der Umbruch. Die 9/11 Konferenz ist zB. ein super Beispiel, da haben sich einige sehr gute Journalisten zusammengetan, dazu brauchen Sie ein paar patriotisch denkende Unternehmer um sich, da gibts bestimmt einige die auf den richtigen Zeitpunkt warten aber sich momentan noch zurückhalten…
Schwänke: Seselj „wird beschuldigt“ – von wem?? Vom Gerichtshof in Den Haag, das ggen die UN-Statuten vom Sicherheitsrat eingerichtet wurde, de fakto ein Ad-hoc-Tribunal der NATO-Mächte.
Immer noch unterwerfen wir uns zweifelhaften Autoritäten um unseren Ängsten genüge zu tun. Die Hybris und Menschenverachtung der Machteliten werden uns medial vermittelt oder wir finden sie an unserem Arbeitsplatz – als tägliche Normalität. Die Tiefenpsychologie, das Menschenbild der Geld-Machteliten werden stereotypisch in den europäischen Gesellschaften von oben nach unten durch- und umgesetzt (Johan Galtung). Heute sollen die Opfer der schädlichen Auswirkungen des existierenden Finanzsystems für die gesamtgesellschaftlichen Kosten und Schäden aufkommen und die Architekten und Profiteure des Finanzsystems von jeder Haftung freigestellt werden.
Wie ist so etwas möglich?
In Europa führte die neoliberale Wirtschafts- und Geldpolitik zu einer bewusst herbeigeführten Schwächung der Arbeiterklasse: Der „Klasseninstinkt“ der Kapitalisten tendiert (grundsätzlich aus einem herrschaftsabsichernden Interesse) gegen eine staatliche Politik der Vollbeschäftigung. Denn Vollbeschäftigung untergräbt in den Augen der Kapitaleigentümer die Disziplin und Unterwürfigkeit der arbeitenden Klasse, verursacht „unnötige“ gesellschaftspolitische Konflikte: Die permanente Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung würde nämlich soziale und politische Veränderungen auslösen, die den Widerstand der wirtschaftlich Mächtigen erneut anstacheln würden. In einem Zustand permanenter Vollbeschäftigung nämlich würde die Kündigung aufhören, als Disziplinierungsmaßnahme eine Rolle zu spielen. Die soziale Position des Chefs würde unterminiert, und gleichzeitig würden in der Arbeiterklasse Selbstsicherheit und Klassenbewusstsein wachsen. Streiks zur Erreichung höherer Löhne und verbesserter Arbeitsbedingungen würden politische Spannungen schaffen. (vgl.: The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21, nach: http://www.nachdenkseiten.de/?p=9287)
Also Klassenkampf pur; in dem (wie heute klar ist) die Sieger das nachhaltigere und deutlichere Klassenbewusstsein bewiesen. Aber das war noch längst nicht alles. US-Strategen prägten den Begriff von der „full spectrum dominance“. Darunter versteht man u. a.:
– die Entwicklung, Vorhaltung und Verwendung der modernsten (zerstörerischsten) Waffen- und Militärtechnik,
– die Vorherrschaft in den Organisationen: Nato, IWF, Weltbank, UN
– die Beeinflussung der Konzern-Medien weltweit
– die Beeinflussung der „Sicherheitsorgane“ der Nato-Staaten
– die Unterwanderung und Zersetzung linker Gruppen und Bewegungen weltweit
– den ungehinderten Zugriff auf Rohstoffvorkommen
– die Einführung und Durchsetzung eines betrügerischen Finanzsystems
(in USA spricht man von control frauds: die betrügerische Instrumentalisierung von Unternehmen und Staaten durch Firmenchefs bzw. Machteliten zu Lasten des Gemeinwohls und zu Gunsten einiger Weniger) und der entsprechenden Finanzökonomie an den Hochschulen
Wie konnte dieses Regime in den letzten 30 Jahren in Europa und weltweit durchgesetzt werden?
Abgesehen vom Scheitern des Staatssozialismus in Europa, sind die ehemals blockfreien, sozialistisch oder antiimperialistisch orientierten Entwicklungs- und Schwellenländer in den letzten 30 Jahren durch politische und militärische Strategien erpresst und unterworfen worden, um ihre Einbindung in den westlichen Kapitalismus zu erreichen. Dazu diente u.a. das Konzept des low-intensity-warfare, die Ausbildung, Bewaffnung und Einschleusung krimineller, gewalttätiger verfassungsfeindlicher Gruppierungen und menschenverachtender paramilitärischer Einheiten (z.B. in Nicaragua, Angola, Kolumbien, Kroatien, Bosnien, Kosovo, Afghanistan, Irak, Pakistan, Iran, Libyen,…). Flankiert wurde und wird der militärische Interventionismus durch die Beeinflussung von Organisationen der internationalen Sicherheit (UNO), durch die Instrumentalisierung und einseitige Ausrichtung der Entwicklungshilfe und des internationalen Finanz- und Handelssystems (Beispiele: IWF, Weltbank, Washington Consensus, Welthandelsorganisation, Schuldenkrisen…) mit dem Ziel der finanzkapitalistischen Öffnung, der Privatisierung öffentlichen Eigentums, der Deregulierung und Liberalisierung der Ökonomien der betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländer.
In den jugoslawischen Folgestaaten wurden die entstandenen gewaltförmigen Konflikte als Begründung genutzt, militärisch einzugreifen („humanitäre Intervention“). Das war nur möglich, weil die langjährige Jugoslawien-Berichterstattung auf Täuschung und Desinformation beruhte: Bspw. wurde verschwiegen, dass die durch Izetbegovic betriebene und von der USA und der BRD unterstützte verfassungswidrige einseitige Abspaltung des muslimischen Teils Bosniens den Bürgerkrieg auslöste. Von den Mainstream-Medien wurde komplett ignoriert, dass sich bei der bosnischen Staatsgründung 1992 nur mit westlicher Hilfe die Islamisten durchsetzen konnten, in der bosnischen Armee tausende Gotteskrieger kämpften und unglaubliche Gräueltaten verübten. Die US-Geheimdienste besorgten die Waffentransporte an die Mudschahedin und brachten Zeugen zum Schweigen. Die wichtigsten in Bosnien kämpfenden Mittäter der 9/11-Anschläge(!) waren immer unter Kontrolle der US-Geheimdienste. Das sind keine Spekulationen sondern gesicherte Fakten. (Jürgen Elsässer: Wie der Dschihad nach Europa kam) Verleugnet wurden generell die deutschen Aktivitäten an der Zerstörung Jugoslawiens. Schon seit den 80er Jahren sind diese Aktivitäten nachweisbar. „Festzuhalten bleibt, daß die Mehrzahl der von Kroatien importierten Rüstungsgüter deutschen Ursprungs ist und unter den Bedingungen eines UNO-Embargos ohne die geheimdienstliche Unterstützung durch den BND nicht ins Land gelangt wäre. …der BND hat den größten Anteil an der Aushöhlung der Beschlüsse der Vereinten Nationen.“ (Schmidt-Eenboom: Der Schattenkrieger. Klaus Kinkel und der BND, S.233 f.)
In allen intervenierten Staaten wurden in der Folge die Staatsorganisation, das Wirtschaftssystem, die Eigentumsverhältnisse und die Verfassung durch äußeren Druck oder durch unmittelbare Direktive (z.B. Bosnien, Irak, Afghanistan) verändert und an die Vorstellung der Nato/EU-Eliten angepasst. Dieser weltweiten Interventionsstrategie haben sich alle Bundesregierungen seit den frühen 1990ziger Jahren in zunehmendem Maße verpflichtet gefühlt und angeschlossen. Somit natürlich auch die Parteiführungen von SPD und Grüne.
Interventionismus als Globalstrategie
Die heute vorherrschende außenpolitische Praxis des Interventionismus
-gefährdet und untergräbt die internationale Sicherheit und Zusammenarbeit
– greift bewusst und zielgerichtet in die souveränen Entscheidungsbefugnisse und –abläufe von Staaten sowie
– in zwischenstaatlichen Beziehungen ein und
– verletzt oder gefährdet völkerrechtlich geschützte Rechtsgüter,
– fordert jährlich tausende Opfer in den Zivilbevölkerungen,
– zerstört Infrastruktur, Grundversorgung, Gesundheits- und Bildungssysteme und die Lebensperspektiven der betroffenen Bevölkerungen auf Jahrzehnte hinaus
– und ist Grundlage und Ursache für neuen Hass, Gewalt und Krieg zwischen den Völkern, Kulturen und Staaten.
Versuch einer Standortbestimmung
Tatsächlich konnte ein W. I. Lenin schon vor ca. hundert Jahren wissen:
„Einerseits die gigantischen Ausmaße des in wenigen Händen konzentrierten Finanzkapitals, das sich ein außergewöhnlich weitverzweigtes und dichtes Netz von Beziehungen schafft, durch das es sich die Masse nicht nur der mittleren und kleinen, sondern selbst der kleinsten Kapitalisten und Unternehmer unterwirft; andererseits der verschärfte Kampf mit den anderen nationalstaatlichen Finanzgruppen um die Aufteilung der Welt und um die Herrschaft über andere Länder – all dies führt zum geschlossenen Übergang aller besitzenden Klassen auf die Seite des Imperialismus. ‚Allgemeine’ Begeisterung für seine Perspektiven, wütende Verteidigung des Imperialismus, seine Beschönigung in jeder nur möglichen Weise – das ist das Zeichen der Zeit. Die imperialistische Ideologie dringt auch in die Arbeiterklasse ein. …Bürgerliche Gelehrte und Publizisten treten als Verteidiger des Imperialismus gewöhnlich in etwas verkappter Form auf, indem sie die völlige Herrschaft des Imperialismus und seine tiefen Wurzeln vertuschen, dafür aber Einzelheiten und nebensächliche Details in den Vordergrund zu rücken versuchen….“
(W.I. Lenin, aus: der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Werke, Bd. 22, S. 189-309)
Spätestens seit 2008 (Finanzkrise und der staatl. Reaktionen darauf) haben wir konkret vor Augen was Staatsmonopolkapitalismus bedeuten kann. D.h., die Kapital- und Eigentumskonzentration in Händen immer weniger Konzerne und die Sicherstellung ihrer Profite zu Lasten der Allgemeinheit, werden durch staatliches Handeln und Gesetzgebung befördert und unterstützt. Die staatsmonopolistische Entwicklung führt in der Tendenz zu autoritären Regimen, deren extremste Form der Faschismus ist. Der Grad der Verwirklichung dieser Tendenz hängt ab von nationalen und internationalen Kräfteverhältnissen, also von der Leistungsfähigkeit einer gelebten echten Demokratie im innerstaatlichen und zwischenstaatlichen politischen System. Wir wissen alle wie es darum bestellt ist. Zur Zeit sind wir Zeugen der Selbstaufgabe der fiskalischen Souveränität des Bundestages.
(http://www.jjahnke.net/rundbr85.html#2458)
Gibt es keine oder nur schwache antiimperialistische Bewegungen für Frieden und Demokratie, für Rüstungsbegrenzung, für Kontrolle der Finanzmärkte und für soziale Teilhabe, dann werden die reaktionären faschistischen Tendenzen gestärkt.
Nach Dimitroff zeichnet sich Faschismus aus, durch die „Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“.
Was in Afghanistan, Irak, Libyen,… stattfindet ist ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung ungeahnten Ausmaßes, auch unter der Verwendung von chemisch und radioaktiv wirksamen Waffensystemen. Die heutigen und zukünftigen Opfer der Kriege in Irak und Afghanistan durch die Bombardements der US/Nato-Luftwaffe mit DU-Waffen werden von den deutschen Medien verschwiegen. Es sind Tausende qkm unbewohnbar gemacht worden. Menschenraub, Folter, Geheimgefängnisse in der Europäischen Union? Dies war alles kein Problem für Schröder, Fischer, Schily und Co. Dass es dazu Geheimverträge (so Dick Marty) aller EU-Staaten mit der US-Regierung gibt und nach dem 11.9. 2001 eine völlige Gleichschaltung nach US-Vorgaben stattgefunden hat, wollen in der BRD nur wenige aussprechen. Der italienische Philosoph Giorgio Agamben schrieb dazu: „Angesichts der unaufhaltsamen Steigerung dessen, was als ‚weltweiter Bürgerkrieg‘ bestimmt worden ist, erweist sich der Ausnahmezustand in der Politik der Gegenwart immer mehr als das herrschende Paradigma des Regierens….Der Ausnahmezustand erweist sich in dieser Hinsicht als eine Schwelle der Unbestimmtheit zwischen Demokratie und Absolutismus“. (Giorgio Agamben: Ausnahmezustand, Suhrkamp 2004, S. 9)
Konkret: US Patriot Act, US-Military Order (welcher die unbeschränkte Haft [indefinite detention] und Prozesse vor military commissions erlaubt) und Signing Statements (willkürliche juristische Neu- und Uminterpretation bis zur teilweisen Aufhebung von Gesetzen durch den US-Präsidenten), globaler Datenzugriff (z.B. auf die Swift-Finanzdaten). Ein Datenaustauschabkommen ermöglicht der US-Regierung den Zugriff auf alle persönlichen Daten die in BRD-Polizeicomputern gespeichert sind. Nötig ist lediglich ein von den USA geäußerter Verdacht, eine Person könne in schweren Straftaten verwickelt sein, ohne Angabe irgendwelcher Beweise, ohne Rechtsschutz, ohne richterliche Prüfung. Flächendeckende Totalüberwachung der Telefon- und email – Kommunikation durch die US-Behörden(z.B. mittels Echelon). Und last but not least: Die Unkontrollierbarkeit und Intransparenz der Nato-Militärmaschine. Es wurde und wird kaum über die Methoden der US/Nato-Kriegführung im Irak und Afghanistan realistisch berichtet. „Die Militärmaschinerie der USA wird nicht mehr gemäss der Forderung von Carl von Clausewitz durch die Politik kontrolliert und geführt. Von einem Gehorsam der Militärs gegenüber dem Präsidenten kann beinahe nicht mehr die Rede sein. Für die amerikanischen Militärs ist der Krieg nicht mehr die Fortsetzung der Politik. Die Erfüllung der These eines anderen deutschen Generals, Erich Ludendorff, militärischer Vordenker von Adolf Hitler, ist beinahe Wirklichkeit geworden: die Politik befolgt die Ziele und Wünsche der Militärs und damit des Krieges. Neben der Verselbständigung unter George W. Bush hat ein weiterer Faktor zu dieser gefährlichen Entwicklung geführt. Die Militärs haben Thesen der Neocons verinnerlicht. Dazu gehört die Forderung, dass die USA ihre geopolitischen Ziele durch den rücksichtslosen Einsatz der Streitkräfte zu erfüllen haben. Krieg und Kriegführung sind, dies hat auch Ludendorff in seinem Werk ‚Der totale Krieg’ postuliert, zum höchsten Gut und Ziel der Generäle geworden.“ (Albert Stahel, Uni Zürich) So lassen sich in der Bilanz nun zwangsläufig Entsprechungen zum Vietnamkrieg und zu der hunderttausendfachen Auslöschung der sowjetischen Bevölkerung in den Jahren 1941-1945 feststellen. Die Nato-Verantwortlichen verstoßen fortwährend gegen das Recht der Mitgliedstaaten und gegen internationales Recht.
„Linke klammern sich an Fortschrittsoptimismus“
??? Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst … die Zeiten sind (insbesondere in Deutschland) doch längst (seit Mitte/Ende der 70er) vorbei. Als grotesker „Ersatz“ dafür dient allerdings der Öko-Hype um die „erneuerbaren Energien“, das „Elektro-Auto“ usw., den die Grünen, ihre Nachbeter in der SPD, der „Linkspartei“ und inzwischen auch der CDU sowie die Mainstream-Medien permanent propagieren.
Ansonsten bin durchaus prinzipiell aufgeschlossen dafür, daß man versuchen sollte, ungepaßte/unorthodoxe „politisch unkorrekte“ Linke, intelligente „Rechte“ und wenn möglich auch gemäßigte (säkulare) „religiöse“ Kräfte in eine Front gegen das internationale Finanzkapital zusammenzubringen.
Sixty: Bingo!
@ der halo
Also der Hinweis auf Alain Soral war längst überfällig. Danke! Im Grunde will Alain Soral genau das gleiche wie auch Elsässer.
Ein wenig Vorsicht sollte trotzdem geboten sein, wenn ich auch nicht wie Furztrocken mit der hagalil-Keule kommen möchte.
In seinem neuen Werk „Comprendre l’Empire“ schreibt Alain Soral viel Wahres, aber schießt auch über das Ziel hinaus, etwa wenn er hinter allem Übel eine Weltverschwörung vermutet, die auf das aschkenasische Judentum zurückgehen soll.
Das diskreditiert ihn jedoch nicht als Diskussionspartner. Genau darauf kommt es an: Wenn das Bündnis, des Elsässer vorschwebt, gelingen soll, müssen wir uns von der Gesinnungsschnüffelei und den „Kaskaden des Verdachts“ frei machen. Die politicial correctness verlangt von uns, daß wir nicht nur Rechtsextremisten meiden, sondern auch jeden, der einmal mit Rechtsextremisten „Kontakt“ hatte und nicht nur jeden, der einmal mit Rechtsextremisten „Konktakt“ hatte, sondern auch jeden, der einmal mit jemandem „Kontakt“ hatte, der einmal mit Rechtsextremisten „Kontakt“ hatte usw.
Erlaubt ist nur die Zusammenarbeit mit denen, die sich permanent distanzieren. Wie aber soll Zusammenarbeit möglich sein, wenn wir uns ständig distanzieren oder zumindest jedem neuen möglichen Partner mit der Angst begegen, uns jeden Moment von ihm distanzieren zu müssen?
Also: Schluß damit! Wichtig ist nicht, woher jemand kommt und wo er mal war, sondern, was er hier und jetzt sagt. Das nennt man auch Sachlichkeit.
Die Worte von Scheich Naim Kassem sind goldrichtig, aber werden Theorie bleiben, wenn schon hier im Blog einige sagten, mit wem sie nicht können.
Die Pflicht-Blogger von „hagalil“ werden uns sicher gleich sagen, was man ist, wenn man einen Hisbollah-Sekretär zitiert, denn für Frieden ist allein Tel Aviv zuständig.
@ fatima
„Nicht nur bei den Arbeitern, auch bei den Unternehmern, die ihre Arbeiter NICHT ausbeuten. Leider gibt es wenig Unternehmer wie Wolfgang Grupp von Trigema.“
so schauts aus und es ist sache der gesetzgeber regulierend einzugreifen und die unternehmer die weiterhin ausbeuten wollen und mit der abwanderung ins ausland drohen, die sollen sich doch wirklich, na sie wissen schon, wohin die sich scheren sollen.
die würde des menschen ist doch angeblich in diesem land unantastbar, dann wird es auch zeit diese gesetzliche garantie mit allen nötigen mitteln durchzusetzen.
p.s. und schon können die neocons und wie sie alle heißen in der nase popeln wo sie wollen, sorry, wenns unappetitlich war 😉
„Titos Modell war ja nicht falsch“
„Dass er tot ist, bedeutet nicht, dass sein Konzept falsch war.
Besser jedenfalls, als mit Massenmördern zu paktieren. “
Tito war selber ein Millionenfacher Massenmörder , ne – aber moralisieren wollen.Unglaublich.
Internationales Recht ist heute nur noch das Recht des Stärkeren.Der einzige Grund warum der Iran nicht angegriffen wird ist der dass die Hizballah 2006 so tapfer gekämpft hat.Deswegen greift man heute auf die CIA-alQueida gesponserten Todesschwadrone in Syrien und Iran zurück.Seitwann interessiert irgendwen im Westen das Recht ?
Links, national und religiös. Das ist also die Mischung, vor der sich die global Mächtigen fürchten? Wenn man die letzten zwei Jahrzehnte ansieht, so findet man genau diese Mischung auf dem Speiseplan der Globalisten: Irak, Libyen, Syrien, Algerien, Iran. Die Eliten scheinen diese Mischung wirklich nicht sehr zu mögen.
@ Sixty
Unabhängig von Ihrer Empörung und der unterschwelligen Beschuldigung, ich würde hier bewusst Unsinn erzählen, möchte ich auf Ihre Frage antworten, ob dies mein Ernst sei. Da Herr Elsässer es ebenfalls so sieht wie Sie, wohl erst Recht.
Zunächst mal mag die Empörung meiner Wortwahl geschuldet sein – normalerweise bin ich es gewohnt, daß bekannt ist, was mit Fortschrittsoptimismus (bei Linken und Liberalen gleichermaßen existent, deswegen ist sowas wie ein „Linksliberaler“ überhaupt erst möglich) – oder grundsätzlich Forschritt – gemeint ist. Die Traditionalisten nennen dies übrigens „Evolutionismus“, eine recht interessante Wortschöpfung, für meine Geschmäcker aber zu leicht misszuverstehen.
In jedem Fall ist damit nicht nur „wirtschaftlicher Fortschritt“ gemeint, sondern vor allem auch zivilisatorischer Fortschritt. Es wäre doch wohl müßig, jetzt darüber zu diskutieren, inwiefern sich liberalistischer und kömmünistischer Fortschrittsoptimismus unterscheiden; sicher ist, daß der Linke in aller Regeln auch an eine bessere ferne Zukunft glaubt, er glaubt an Emanzipation, an Weiterentwicklung, an ständige Verbesserung (Stichwort Histomat, wenn’s um die intellektuelle Schiene geht), eben an eine „zivilisatorische Evolution“. Der ganze kommunistische Komplex beruht auf der Annahme, daß der hegelsche Weltgeist in eine ganz bestimmte Richtung dränge. Ihr Hinweis darauf, daß die Linke auch einen Öko-Hype veranstaltet, ist doch kein Gegenargument, sondern nur eine interessante Ausprägung eben jenes Fortschrittsoptimismus- und utopismus.
Wir brauchen uns gar nicht an Begriffen wie „Fortschritt“ aufhalten. Der „Fortschritt“ ist erste Propaganda-Lüge unterdrückerischer Ideen und Systeme. Wer einmal den Spengler gelesen hat – und richtig gelesen hat -, der wird über das Fortschrittsgefasel vom Kapitalisten bis hin zum Öko-Hippie nur noch müde lächeln können.
Der Fortschritt ist als eines der wohl kindischsten Universalismen wesentlicher Bestandteil linker Denke.
Beste Grüße!
M.M.V.
Rechte, Linke und Religiöse sollen zusammenwirken? Das wäre ja dann eine Widerstands-Koalition wie in Libyen… Und das gefällt?
Zu Naim Kassam: Auch Ayatollah Khamenei sagt nichts anderes. Bald kommt ein Buch raus über seine Ansichten zu verschiedenen Themen, ich bin noch bei der Korrektur. Auf jeden Fall dürfte das Buch das Weltbild so einiger auf den Kopf stellen – voraussichtlich sie sind „politisch inkorrekt“ genug, es zu lesen.
„und wenn möglich auch gemäßigte (säkulare) „religiöse“ Kräfte“
was heißt „säkular“…naja. Leider kann ich da nicht Bingo s agen, weil in dem „wenn möglich“ schon eine große Skepsis und fast schon Distanzierung mitschwingt.
MMV: Ich glaube, ich hatte mich noch gar nicht zu Ihnen geäußert, geschweige denn Ihnen Unsinn unterstellt.
@Oswald Spengler:
Welche Todesschwadrone im Iran meinen Sie? Die Wahabiten in Balutschistan, deren Anführer Rigi erwischt und hingerichtet wurde? Oder meinten Sie Irak?
@ J. Elsässer:
Seselj wird beschuldigt – von einem Gericht, das Ihnen nicht gefällt? Und jetzt sind alle Vorwürfe falsch, meinen Sie? Glauben Sie nicht, Sie machen es sich da ein bisschen einfach… Klingt mir jedenfalls ein bisschen wie die Geschichtsleugnerei, die man hier in Deutschland manchmal vernimmt, von wegen „ist doch eh alles nur Siegerjustiz“. Die Frage ist nicht, wer die Vorwürfe erhebt, sondern ob sie stimmen…
Schwänke: Sie stimmen nicht. Ich bin der Balkanexperte, nicht Sie, sorry! Und natürlich ist der Haager Gerichtshof Siegerjustiz. Aber wenn Sie das nicht blicken, sind Sie bei spiegel online viel besser aufgehoben als hier. Bei COMPACT gilt nämlich die Devise: „Spiegelst Du noch – oder reflektierst Du schon?“
Ah, Sie sind DER EXPERTE. Ah. Tja. Dann muss sich ihrem bleischweren Urteil wohl beugen. Seselj ist unschuldig und strickte während der Balkankriege Teedeckchen.
Ach, Herr Elsässer, ich bin Ihnen zuerst in den siebziger Jahren beim „Ring bündischer Jugend“ über den Weg gelaufen. Ich dachte lange Zeit noch, Sie seien ein Linker oder zumindest noch ein aufrechter Demokrat. Aber jetzt reden Sie daher wie mein Nazi-Opa, wenn er über seine Lieblingsfiguren in der Geschichte sprach: Verbrechen? Nein, nicht doch…
Schwänke: Die psychischen Verstrickungen, die Sie mit Ihrem Opa haben, sollten Sie nicht an mir abarbeiten. Im übrigen bitte ich doch einen Unterschied festzuhalten: Im einen Fall geht es um die erwiesenen Verbrechen der Nazis, im anderen Fall um die unterstellten Verbrechen der Serben. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel – oder wo ist der Zusammenhang? Wenn Sie nicht wissen, dass der Haager Gerichtshof unter Bruch der UN-Statuten eingerichtet wurde und man seine Klageschriften deswegen genau prüfen sollte, bevor man sie als Wahrheit nimmt, lässt das nicht gerade auf unabhängiges Denken schließen.
OK, und mein Opa spielte bei der Bewertung dieser Frage auch gar keine Rolle. Aber wie lautet nun die Wahrheit? Es gab keine Verbrechen von serbischer nationalistischer Seite, in den Balkankriege der Jahre 1991 ff? (Ich meine, zum Beispiel, Morde an Zivilisten.) Oder falls ja, aber falls Seselj und seine Organisation daran unschuldig ist – wer hat sie dann begangen?
Schwänke: Natürlich gibt es serbische Verbrechen. Aber bisher ist die Beweislage gegen Seselj dünn, sehr dünn. Sie sollten auch bedenken, dass er sich freiwillig dem Haager Tribunal gestellt hat. Im übrigen kann ich hier nicht meine Recherchen ausbreiten. Ich verweise auf meine Bücher „Kriegsverbrechen“ und „Kriegslügen“, die zwar vergriffen, aber antiquarisch noch zu bekommen sind.
Hab‘ ich doch, die Bücher, finde sie aber notorisch einseitig.
„Die Wahabiten in Balutschistan, deren Anführer Rigi erwischt und hingerichtet wurde?“
ja genau den meinte ich,zum Glück hat man den ja erwischt und der gerechten Strafe zugeführt – aber jetzt kommt es noch „besser“:
Der Iran wird beschuldigt Al-Queida zu unterstützen.Dazu gibt es riesige Plakte in New York.
Klicke, um auf UANI%20TS%20Billboard%20Creative.pdf zuzugreifen
http://www.businesswire.com/news/home/20110909005886/en/UANI-Announces-Times-Square-Billboard-Highlighting-Iran%E2%80%99s
Man kann diese Sachen echt nicht besser erfinden.Der Iran unterstützt seinen Todfeind Al-Queida.
@ J.E.: „Diese drei Widerstandsströmungen zusammen, könnten die Globalisierung stoppen. Aber im Augenblick ist es nicht so. Weil die Linken mögen die Rechten nicht. Und die Rechten mögen die Linken nicht. Die Linken mögen die Katholiken nicht, und die Rechten mögen die Muslime nicht. Das muss aufhören, wenn wir dem Globalismus tatsächlich etwas entgegensetzen wollen.“
Das Problem des Großteils der Deutschen Linken ist, dass deren Schwerpunkte der Feminismus und die Anti-Homophobie sind. In meinen Augen beides nur bürgerlicher Schnickschnack, dessen Hype den linksliberlen Grünen zu verdanken ist. In Ländern, wo der Anti-Imperilismus an erster Stelle steht, hat man dementsprechend weniger Berührungsängste zwischen Sozialisten, Gläubigen und Nationalisten.
„Camilo Torres Restrepo war ein kolumbianischer, katholischer Priester und Befreiungstheologe. Er war aktives Mitglied des Ejército de Liberación Nacional (ELN – Nationale Befreiungsarmee), der ersten südamerikanischen Guerillabewegung, die auch aktive Christen in ihren Einheiten hatte.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Camilo_Torres
„Die ELN ist eine kolumbianische, marxistisch orientierte Guerillabewegung. Der ELN gelang es, sich in der Tradition der Bauernrevolten zu verankern. Ende der sechziger Jahre trat ein beträchtlicher Teil der kolumbianischen Befreiungstheologen, darunter Camilo Torres, in die ELN ein.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Ej%C3%A9rcito_de_Liberaci%C3%B3n_Nacional_%28Kolumbien%29
Der Internetauftritt http://www.runder-tisch-niederbayern.de hat in seiner Laufschrift die Sätze „mit dem Zweifel beginnt die Weisheit“ und „jeder Mensch sollte sich von einem Irrtum auch befreien können“. In unserer Septemberrunde besprachen wir das Leben und Werk von Ludwig Thoma. Ein Vorbild und Spiegel auch für heute? Bekanntlich hat Thoma sechs Wochen in Stadelheim wegen einer Meinungsäußerung gesessen. Und heute? Es wird kaum gelingen, den Normalbürger mit nonkonformen Meinungen an einen Tisch, geschweige den zum Handeln, zu bringen. Wir versuchen das, auch mit kleinen Provokationen wie diesen hier. http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/09/12/137/ Wir haben immer noch die Hoffnung, daß im Vorfeld der Parteien Gesprächskreise von Apenrade bis Salurn entstehen, um zunächst erstmal nur unseren Kulturkreis (mal etwas provokativ) zu nennen, die unserem Selbstverständnis entsprechen.
Dieser grüne Europaabgeordnete ist so einer, der sich gern als Gegner einer globalen Welt gibt, aber in Wirklichkeit ganz verkniffen mit einem Brett vor dem Kopf rumrennt und das auch noch mit seinem ständigen Nachsatz hier kundtut http://www.abgeordnetenwatch.de/sven_giegold-901-22778.html !
Von Apenrade bis Salurn? Soll bedeuten, von der Etsch bis an den Belt?
Von der Maas bis an die Memel auch, wa’…
@ Schwänke
zu Hoffmanns Deutschlandlied:
Sie haben lustige Allergien!
Sind Sie etwa der bezahlte Pflichtblogger, der nirgends fehlen darf?
@ Kümel
Allergien habe ich keine, vielleicht mal von Heuschnupfen abgesehen. Und bezahlt werde ich fürs Surfen auch nicht, würde es aber gerne (seufz), vielleicht würde ich dann auch mal reich. Ansonsten, ihre Agententheorien sind schon witzig…
Und, na ja, Apenrade und Salurn stecken nun mal eine, höflich formuliert, relativ eindeutige Definition von (wie es bei den Absteckenden heisst) „unserem Kulturraum“ ab… Heiliger Bimbam… Großdeutschland lässt grüßen. „Dreigeteilt nimmer?“ Na, dann lasst Euch halt vierteilen, haha…
Freidank: Ist es nicht widersprüchlich auf der einen Seite zum Gespräch einzuladen und auf der anderen zu sagen: „ein bisschen Vorsicht sollte trotzdem geboten sein.“?
Jeder kann mit jedem so vorsichtig sein wie er es will. Vor allem, wenn es um Ideen geht!
„aber schießt auch über das Ziel hinaus, etwa wenn er hinter allem Übel eine Weltverschwörung vermutet, die auf das aschkenasische Judentum zurückgehen soll.“
Diese Worte sind nicht die Worte, die Alain Soral benutzt. Es ist auch keine korrekte Zusammenfassung seines Buchs. Er beschreibt zwar deutlich die Macht bestimmter Lobbys, bzw. bestimmter „Netze“ (auf Französisch „réseaux“), doch sie sind keineswegs so einseitig, pyramidenartig geschildert wie Sie es tun. Als ob ganz oben die Verschwörer sitzen würden.
Ich finde Ihre Wortwahl besonders ungeschickt, denn Sie wissen genau, dass solch ein halber Satz genügt, um einen Denker vom Platz zu verweisen.
@ Schwänke aus meinem Leben
Ich habe hier bewußt provoziert, aber im Ernst, ich habe den Nordschleswiger in meiner Favoritenliste, ebenso aber auch die Freiheitlichen aus Südtirol. Es gibt nämlich im „Vereinigten Europa“ auch einen großen Vorteil, daß gespaltene Kulturräume wieder zusammenwachsen, unabhängig zu welchen „bedeutungslos“ gewordenen Staaten sie gehören. Und wenn Sie in Glurns an der Etsch und Stadtmauer in der kleinsten Stadt im deutschen Sprachraum im Biergarten eines Wirtshauses sitzen, dann fremdeln sie kaum, meine Frau und ich sowieso nicht. Deshalb gibt es auch in unserem Internetauftritt http://www.runder-tisch-niederbayern.de die schönen Bilder aus unserem Kulturkreis. Was ist, das ist eben so! Wer Europa sagt, muß auch in Kauf nehmen, daß es noch heute von Apenrade bis Salurn einen geschlossenen deutschen Kulturraum gibt, im Westen und Osten sieht das schon etwas anders aus. Deshalb „Schwänke aus meinem Leben“ schau auf die Karte und akzeptiere die Wirklichkeit. Und, um beim Thema zu bleiben, Graswurzeldemokratie bis an die Etsch kann nicht schaden. Wir, knapp nördlich des Inns, haben mit unseren Freunde südlich des Inns keinerlei Verständigungsschwierigkeiten, jeden Tag einen Blick auf den Internetauftritt der FPÖ kann auch nicht schaden.
@ Runder Tisch
Mit Graswurzeldemokratie habe ich wirklich keinerlei Probleme, mit alldeutschem Nationalismus dagegen schon. Und was die rechtsradikale Charismatischer-Führer-Partei FPÖ mit Graswurzeldemokratie zu tun hat, ist eine doch ziemlich ungeklärte Frage.
@ Der halo
Noch viel ungeklärter ist dagegen, was der braune Hetzer Alain Soral mit einem „Denker“ zu tun haben soll… Frage Sie mal in Frankreich jemanden nach Alain Soral. Ich bin gerade dort, weil morgen oder heute abend in einem Stadtteil oder Vorort von Paris die „Fëte de l’Humanité“ stattfindet. Auch ohne die dahinter stehende Partei (FKP / KPF) gut zu finden – welcher Alain Soral vor zwanzig Jahren übrigens auch mal angehörte -, ist das doch ein interessanter Ort für Debatten und Austausch, mit 300 000 Leuten. Fragen Sie mal hier jemanden nach Alain Soral, nicht nur bei eingefleischten Linken, gerne auch bei Liberalen oder Konservativen. Sie werden zur Antwort bekommen: ein Neonazi mit skurrilem Werdegang und noch skurrileren Kontakten (dem Desperado Carlos in seinem Knast, Dieudonné, um nur einige zu nennen).
Für die, die nicht wissen sollten, wer Alain Soral ist: Das ist jemand mit einem politischen Werdegang, der ungefähr mit dem von Horst Mahler bei uns vergleichbar ist.
Schwänke: In Ihrer Nacht sind alle Katzen grau. Soral ist wie Mahler, Seselj wie Hitler, und Klitschko wie Cassius Clay.
Schwänke: Viel Spaß bei der KPF. Unterstützen die nicht auch die libyschen Rebellen gegen den „Schlächter“ Gaddafi?
Schwänke: Wenn Sie in Frankreich nach A. Soral fragen (Sie fordern uns ja gleich zweimal dazu auf!) bekommen Sie zwei Antworten: für die einen ist er ein gefährlicher Nazi, für die anderen ist er ein brillanter Widerstandskämpfer, der als Patriot das französische Volk verteidigt und sein Leben dem Ausdruck der Wahrheit gewidmet hat.
Heutzutage scheint das eine nicht ohne das andere zu gehen, weil die klügsten Kritiker nur mit Verleumdung bekämpft werden.
Sie tun mir jedenfalls Leid, wenn Sie erst einmal jemanden fragen müssen, um Ihre Meinung zu bilden.
Abgesehen davon geben Sie den Eindruck, nicht gut informiert zu sein:
„Ich bin gerade dort, weil morgen oder heute abend in einem Stadtteil oder Vorort von Paris die „Fëte de l’Humanité“ stattfindet.“
heho
Schade Freidank , daß Sie gerade die tiefste Erkenntnis dieses Alain Soral abtun.
„Von Apenrade bis Salurn? Soll bedeuten, von der Etsch bis an den Belt?
Von der Maas bis an die Memel auch, wa’“
Von Apenrade bis Salurn reicht der deutschsprachige Kulturkreis immer noch, in West-Ost-Richtung inzwischen allerdings nur noch von Eupen bis an die Oder und die Neiße. Ist das so schwer zu verstehen?
„Tito war selber ein Millionenfacher Massenmörder , ne – aber moralisieren wollen.“
Ist zwar off-topic … aber diese Lüge, die sowohl von nationalistischen Kroaten als auch von islamistischen Bosniern breitgetreten wird, kann man so nicht stehen lassen. Wirklich „unglaublich“.
Genau diese Elemente haben im Zweiten Weltkrieg einen Massenmord an Serben verübt und wollen sich durch dieses Märchen anscheinend im Nachhinein „reinwaschen“.
„Wer einmal den Spengler gelesen hat – und richtig gelesen hat -, der wird über das Fortschrittsgefasel vom Kapitalisten bis hin zum Öko-Hippie nur noch müde lächeln können.“
Tut mir leid, aber über Ihre ideologische Melange kann ich auch nur „müde lächeln“ 🙂
@sixty: Vollste Zustimmung! Die heutige Linke ist in ihrer Gesamtheit nicht mehr links, sondern grün. Und somit fortschrittspessimistisch, romantisierend-naturtümelnd und elitär. Und sie verfolgt absurde Randgruppenstrategien. Doch angesichts der großen Gefahren und Herausforderungen der heutigen Zeit muss sich dieses endlich wieder ändern! Die Kernthemen der guten alten Linken müssen reaktiviert werden. Das schließt patriotische Positionierungen keinesfalls aus. Es gilt, die nationalstaatliche Souveränität und die Sozialstaatlichkeit der europäischen Länder im Interesse der Bevölkerungen zu verteidigen bzw. wieder herzustellen – gegen die entfesselten Eurokraten, den US-Kulturimperialismus und den unsozialen Neoliberalismus! Neue organisatorische Ansätze können in diesem Zusammenhang durchaus nötig werden…
@ MMV Zitat: Wir brauchen uns gar nicht an Begriffen wie „Fortschritt“ aufhalten. Der „Fortschritt“ ist erste Propaganda-Lüge unterdrückerischer Ideen und Systeme.“
Ich halte die Technik-bezogene Fortschrittskritik für eine Lüge im Dienste der Herrschenden, mit welcher der Bevölkerung eingeredet werden soll, sie müsse „verzichten“… Ob sich ein absolut perfekter neuer Mensch durch eine Änderung der gesellschaftlichen Strukturen heranbilden lassen wird, bezweifel ich realistischerweise jedoch auch. Was jedoch nicht bedeuten soll, man solle falsche Strukturen nicht ändern!
@ Meyer
Es war der österreichische Linke, Dissident, Unorthodoxe, der folgendes Bonmot fallen ließ:
„Wenn jemand sagt, Sozialismus ist gut, Nation ist gut, wie gut muß erst Nationalsozialismus sein: dann hau ich ihm erst einmal eine in die Gosch’n, gewaltfrei, um zu zeigen, daß ich Antifaschist bin. Und dann sag‘ I, ,Wenn jemand behauptet, daß 2×2 gleich vier ist, dann hat er natürlich recht‘ „
Die „richtigen“ Rechten sind doch „links“. In Dänemark hat die Volkspartei den Sozialabbau verhindert, den die Rechtsliberalen machen wollte. Nun regiert Gucci – Helle das Land. Eine Salonbolschewistin, die gar nicht mehr weiß, wie der „kleine Mann“ lebt.
fatimaoezoguz: Sie haben absolut recht! Auch Ayatollah Khamenei hat sehr viel richtiges gesagt, was leider zunehmend in Vergessenheit geraten ist. Sehr schön, wenn dies nun in einem Buch gesammelt wird.
@ J. Elsässer
Alle Katzen grau, alles gleich und mit allem gleichzusetzen? Nö, überhaupt nicht. Auch postmoderne Beliebigkeit liegt mir nicht. Seselj ist auch tatsächlich nicht Hitler, sondern „nur“ der Chef einer rechtsradikalen Partei in einem europäischen Land, das eine regionale Mittelmacht sein dürfte. (Dass allerdings der Chef einer rechtsradikalen Partei im Kontext eines Krieges zwischen mehreren Nationalitäten an Verbrechen unschuldig geblieben soll – das kann man mir nicht verkaufen.)
Alain Soral hat dagegen ganz real einen Werdegang, der tatsächlich un-ge-fähr mit dem von Horst Mahler verglichen werden kann, allerdings ohne den Umweg über den Linksterrorismus (Mahler war bei der RAF). Aber Mahler wurde vom Juso zum Linksradikalen und dann zum NPD-Nazi. Soral glitt von der FKP/KPF zum Front National, wurde aber Anfang 2009 vom Front National rausgeschmissen oder rausgeekelt, weil er zu stark antisemitisch roch und dies auf die Dauer doch als un-opportun betrachtet wurde. Allerdings hat er heute, wo er eng mit dem schwarzen Antisemiten Dieudonné (ungefähr mit Louis Farrakhan in den USA vergleichbar?) zusammenarbeitet, Kontakt zum inhaftierten Desparado Carlos – ein echter Terrorist, der Zivilisten in Frankreich ermordet hat.
Gestern war ich bei der FKP/KPF-Debatte zum Arabischen Frühling. Sprachlich habe ich nicht 100 Prozent alles verstanden. Aber was ich mitbekam, war, dass die FKP sich klar gegen die NATO-Intervention in Libyen aussprach. Darüber stritt die Moderatorin auch offen mit einer libyschen Rednerin, die selber dafür eingetreten war. Allerdings sprach die FKP sich auch für eine Selbstbestimmung des libyschen Volkes aus – das 42 Jahre lang seine Führer eben nicht wählen konnte, davor (vor Gaddafi) allerdings auch nicht, da war Monarchie -, und das ist m.E. richtig. Aber die FKP erwartet diese Selbstbestimmung explizit nicht von der NATO-Intervention, das wurde deutlich.
So, muss jetzt mein Hotelzimmer räumen..
@ Der Halo
Danke, ich bin soweit ganz gut informiert, und der Ort der Veranstaltung ist ein Vorort von Paris: La Courneuve.
„aber diese Lüge,“
Die Massaker an seinen Feinden sind heute forensisch nachgewiesen unteranderem in Bleiburg/Maribor.Der Krieg unter deutscher Besatzung wurde von allen Seiten mit unerbittlicher Grausamkeit geführt auch zwischen Serben und den Kommunisten.Daher kann man hier keine ethnischen Trennlinien ziehen.Der Versuch Tito reinzuwaschen ist lächerlich und offenbart nur Unkenntniss.
Wenn wir die Schieflagen ganz konkret an den Themen festmachen, müssen wir feststellen, daß es zunächst gar kein rechts und links gibt, sondern schlicht weg gilt die Frage, ist das richtig oder falsch. Wenn ein NPD ler oder Linker im Gegensatz zu Rösler sagt, Fachkräftemangel gibt es nicht. Zuwanderung brauchen wir nicht, dann ist das Thema abzuklopfen, liegt Rösler oder Pastörs richtig oder falsch. Das gilt für jedes Thema.
Wir haben das Thema mal für unseren Gesprächskreis, für die Septemberrunde aufbereitet.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/09/03/fachkraftemangel-richtig-oder-falsch/
Wenn ich das Handelsblatt vom Juli lese, werben wir den armen Griechen noch ihre Ärzte ab, um die deutschen Ärzte zu hompensieren, die in der Schweiz sind (19 000 sollen es bereits sein). Meine Beurteilung grundsätzlich falsch, diese Zuwanderung will ich nicht, die Griechen brauchen ihre Ärzte mehr als wir. Sorgen wir für die notwendigen Fachkräfte im eigenen Land.
Und heute liest man das: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/roche-stoppt-lieferungen-an-einzelne-krankenhaeuser/4618694.html Das ist sogar mehr als abartig!
Unterschiedliche Veranlagungen und Einstellungen können durchaus zusammen schlagkräftig sein und manche Räuberhöhle aufmischen.
http://forum.fdp-bundesverband.de/read.php?4,1467915,1468552#msg-1468552
Unterschiedliche Veranlagungen und Einstellungen können durchaus zusammen schlagkräftig sein und manche Räuberhöhle aufmischen.
http://rundertischdgf.wordpress.com/2011/08/29/warum-ausgerechnet-die-bremer-stadtmusikanten-aus-riga/
Achtung: Sendung 19.03 falscher Link
„Verlangt das Unmögliche, damit das Mögliche wirklich werden kann“. Der Ansatz ist wohl ziemlich „unmöglich“ aber es gibt wohl keinen besseren, zumindest kenne ich keinen. Vielleicht geht’s ja doch – mit Gottes Hilfe? „Wunder gibt es immer wieder“ und darunter wird’s wohl nicht gehen. Wir brauchen ein veritables EGO-Wunder. Will heißen, daß alle Narzissen (auch ich) sich zurücknehmen und hinter die Sache zurücktreten. Das wäre imho die zentrale Möglichkeitsbedingung…
Schwänke: Sie sind sehr schlecht informiert!
Putzen Sie sich doch bitte die Nase, bevor Sie von Gerüchen sprechen … A. Soral hat den FN von sich aus verlassen, weil Marine le Pen eine moslimfeindliche Linie verteidigte.
@ Jürgen Elsässer
Dann habe ich das „Bingo!“ unter dem entsprechenden Beitrag missverstanden. Nichts für ungut!
@ Ingo Meyer
Der Fortschritt, inklusive der Technik, ist insofern eine Lüge, als daß sein augenscheinliches Ausmaß unter gesunden und solidar-gemeinschaftlichen Verhältnissen schlicht nicht möglich wäre.
Eine Gesellschaft, die sich recht flächendeckend und mehr kümmert, als nur Arbeitskraft zu sein – das heißt im Klartext die Wiederaufnahme eines kulturellen und in dieser Konsequenz auch spirituellen (und das ist vielleicht die entscheidende Schnittmenge mit den Katholiken und Protestanten, denn die konkrete Erscheinung der Globalisierung ist, wie wir alle wissen, antichristlich bis antireligiös) Betriebs – ist nicht in der Lage, die produktiven (quantitativ!) Leistungen zu erbringen, wie eine Gesellschaft, die fern jeder identitären Basis ihre gesamte Energie auf den Produktionsprozess trimmen.
Ich denke, nicht nur ich kann eine zunehmende Robotisierung der Gesellschaft erkennen, eine totale Mobilmachung des Kapitalismus, und jeder, der nicht ohneschon resignierend auf der Strecke blieb, rüstet, kämpft und führt wie von Sinnen auf dem Schlachtfeld der Kapitalverwertung um seinen Stand. Schließlich geht es um ihr Leben. Überlebenskampf in der eigenen Heimat, es ist krank. Es gibt dazu heute keine Alternative mehr, und wenn es etwas anderes ist, als hedonistisch-liberalistischer Lebenstil, dann ist es irgendeine Art der Vereinsmeierei, wie sie für einen Freigeist kaum erfüllend sein kann. Daß diese rasante Überproduktion (die eben nicht nur auf Technik, sondern auch auf der Einstellung der Untergebenen beruht) hier und dort nette Früchtchen abwirft, von nützlichen Computern bis hin zu unsinnigen Technikkram für jedermann, sollte uns nicht glauben machen, dies sei eine Konstante des Weltgeschehens. Rückbesinnung auf Kultur, Tradition und Sitte würde sogesehen einen „Verzicht“ doch ertragbar machen? Und außerdem: Der deutsche Erfindergeist stirbt nicht, wenn das Fortschritts-Dogma stirbt, oder etwa doch?
Beste Grüße!
M.M.V.
Ähm.., ich möchte noch gerne eine Überlegung einbringen, die vielleicht eine Unifizierung erleichtern kann: Das unaufhaltsam zunehmende Verteilungsproblem ruht nicht auf einer Umverteilung von Arm auf Reich auf, sondern von „Fleißig“ auf Reich. Die reichen Arbeitslosen erhalten das Geld der armen Arbeitenden.
Es ist offensichtlich gar nicht so unmöglich, sich aus den Klauen der „OLIGARCHEN“ zu befreien!
in ISLAND haben die Banken Schulden angehäuft, die neunmal so hoch waren wie das BIP. Die Regierung (First Lady gehört dem KLEINEN VOLK an) hat die Banken verstaatlicht, die Schulden also übernommen. Nun hätten also die kleinen Isländer die privaten Schulden der Banken abtragen sollen.
NICHT IN ISLAND!
Regierung tritt zurück, Nachfolger genehmigt schimpfend die Rückzahlung. Aber der Präsident unterschreibt das Gesetz nicht! (Wäre sowas in der Vasallenrepublik brd denkbar?)
VOLKSABSTIMMUNG: 93% der Bevölkerung lehnt den Betrug ab!
Ja, und nun zahlen die Isländer einfach nicht.
Keiner ist einmarschiert.
(Und wie wäre das in der brd? das Land ist schon besetzt.)
Wir bezahlen unsere Volksvertreter dafür, daß sie das Volk zerstören und das Volksvermögen an die Reichen verteilen.
Das ist (nach Freud) eine gültige Ausdrucksgestalt des Todestriebs. Wir haben aber das Recht zu leben!
„Es war der österreichische Linke, Dissident, Unorthodoxe, der folgendes Bonmot fallen ließ:
„Wenn jemand sagt, Sozialismus ist gut, Nation ist gut, wie gut muß erst Nationalsozialismus sein: dann hau ich ihm erst einmal eine in die Gosch’n, gewaltfrei, um zu zeigen, daß ich Antifaschist bin. Und dann sag’ I, ,Wenn jemand behauptet, daß 2×2 gleich vier ist, dann hat er natürlich recht’ „“
Das war vom „Altmeister“ Günter Nenning 🙂
Es dürfte wohl unbestritten sein, daß der Hitlerfaschismus nicht „national“ und erst recht nicht „sozialistisch“ war. „Nationalsozialismus“ ist aber selbstverständlich aus historischen Gründen nicht benutzbar.
Gebraucht wird ein „linkspatriotischer“ Sozialismus, der die nationale Selbstständigkeit gegen die Zumutungen der EU-Bürokratie und den Herrschaftsanspruch des Yankee-Staates verteidigt … wobei sich „national“ und „internationalistisch“ im übrigen keineswegs ausschließen.
„Es gilt, die nationalstaatliche Souveränität und die Sozialstaatlichkeit der europäischen Länder im Interesse der Bevölkerungen zu verteidigen bzw. wieder herzustellen – gegen die entfesselten Eurokraten, den US-Kulturimperialismus und den unsozialen Neoliberalismus!“
Sehr gut formuliert, Ingo … genau meine Rede 🙂
@ Sixty wg, „Hitlerfaschismus“. Die Fascio war das „Bündel“ aus katholischer Kirche, Staat und Großindustrie. Das hat es in Deutschland so nie gegeben. Von daher ist der Begriff a weng problematisch, um das ‚mal vorsichtig zu formulieren.
„Faschismus“ beschreibt als Begriff eine Politik, die katholische Kirche, Staat und Großindustrie bündelt. Eine andere Verwendung ist imho Neusprech.
@ sixty, in Bezug auf den Hitlerfaschismus stimme ich dir voll zu, wollte gerade dasselbe anmerken. Und, @ Gunther Kümel, Ihnen sei ihre Meinung gegönnt, dennoch sollte es Sie nicht überraschen, hier auf Sozialisten, und auf den Nationalstaat bejahende Patrioten, sowie auf patriotische Sozialisten zu treffen…
@Joachim Bullinger: Zumal es Unterschiede von Land zu Land gab, sixty hat ja ganz richtig das Wort Hitlerfaschismus in Bezug auf Deutschland verwendet.
Wobei die Haltung sowohl des Hitlerfaschismus als auch des italienischen Faschismus zur katholischen Kirche nicht frei von Spannungen war, Hitler – und Mussolini in noch größerem Ausmaß – mussten jedoch Rücksicht auf die Volksmeinung nehmen und gingen daher nicht offen und radikal gegen die Kirche an sich vor, wobei Hitler ich das für die Zeit nach dem „Endsieg“ aufgespart hatte…
Ich verstehe nicht warum Ihr euch mit links u. rechts beschäftigt. Ich dachte das die Menschen die sich mit 9/11 und ähnlichen Themen beschäftigen wissen, das es nur reine ABM fürs Volk ist, wenn sich 2 streiten freut sich der dritte.
Außerdem braucht sich hier keiner den Kopf zerbrechen, wer ZUWEIT in solche Denkmuster verfallen ist, wird mit uns sowieso nicht zusammen fahren wollen und das ist auch gut so. Selbst wenn, lange würde das sowieso nicht gut gehen, früher oder später würden die sich doch wieder in ihre eigenen denkweise zurück schleichen und uns, wo möglich noch vor dem erreichen des gemeinsamen Ziel´s, schaden.
Indem sie einfach wärend der Fahrt zum gemeinsamen Ziel abspringen um ihren weg zugehen, nur weil sie recht behalten wollen, das IHR Weg der richtige war, so eine ähnliche Erfahrung habe ich schon gemacht.
Was ich damit sagen will ist, das wir nur diejenigen mit nehmen die auch mit uns mit fahren wollen und das geht nur wenn sie den gleichen weg fahren wollen wie wir. Viele Wege führen nach Rom, aber nicht alle sind gleich.
Und ich will einen Weg ohne Leichen.
Vor allem dürfen wir keinen Umweg machen, auch nicht HIER bei unseren Diskussion.
Wir haben uns alle hier zusammen gefunden weil wir der gleichen Ansich sind und was verändern wollen oder ? Vielleicht doch nicht?
Wir haben ein Ziel und den gleichen weg und den fahren wir einfach. Wer DIESEN Weg gehen will der springt auf oder geht einfach einen anderen, punkt.
Wer tatsächlich was verändern will der kann hier mitmachen:
http://www.hoerstel.ch/hoerstel/News/Eintrage/2011/9/14_Politik_geht_anders!_-_Aufruf_zum_Kongress_in_Tollense_-_100_engagierte_Kopfe_fur_einen_Neubeginn_von_Staat_und_Gesellschaft.html
Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten !!!
Ich weis das alles aus Sternenstaub ist, egal welche Theorie?, ob Urknall oder Schöpfung, alles ist EINS.
Gruß Osman
@sixty, Zitat: „Gebraucht wird ein „linkspatriotischer“ Sozialismus, der die nationale Selbstständigkeit gegen die Zumutungen der EU-Bürokratie und den Herrschaftsanspruch des Yankee-Staates verteidigt … wobei sich „national“ und „internationalistisch“ im übrigen keineswegs ausschließen.“
Ganz genau, vor allem sehr wichtig der Hinweis, dass sich national und internationalistisch nicht ausschließen müssen…
Allgemein gesagt ist es unbedingt notwendig, der gegen uns gerichteten Globalisierung, welche ja eine globale neoliberale Amerikanisierung ist, Paroli zu bieten und eines zu erkennen: Menschen haben diese Globalisierung gemacht, Menschen können sie auch wieder stoppen! Dazu ist allerdings der Wille, dieses zu tun, eine zwingende Notwendigkeit. In diesem Kontext plädiere ich im Sinne der Volksinitiative für eine Volksfront gegen die Globalisierer und die ihnen hörigen Eurokraten!!
@ Jochim Bullinger, Zitat: „Wir bezahlen unsere Volksvertreter dafür, daß sie das Volk zerstören und das Volksvermögen an die Reichen verteilen.
Das ist (nach Freud) eine gültige Ausdrucksgestalt des Todestriebs. Wir haben aber das Recht zu leben!“
Dieser Ausage möchte ich ebenfalls uneingeschränkt zustimmen. Die lobbyhörige etablierte politische Kaste hat völlig abgewirtschaftet und muss im Interesse des Volkes von diesem entmachtet werden!
Das Problem an diesem Bündnis ist, dass es integrale Bestandteile der jeweiligen Ideologien außer Acht lässt.
Die Rechten, die Elsässer meint, sind diejenigen, deren Rechtssein sich nicht an der Wirtschafts- und Sozialpolitik festmacht (denn in diesen Punkten stehen sie eigentlich links von SPD und Grünen), sondern hauptsächlich an einer ausgrenzenden Form des Nationalismus.
Fremdenfeindlichkeit, also auch Muslimfeindlichkeit, ist für diese Klientel nicht nur ein Nebenaspekt, sondern sie sehen in den Zugewanderten eines der Hauptprobleme unseres Landes. Klar heißt es dann auf Nachfrage, dass ja eigentlich de Politiker schuld sind, die in ihren Augen Zuwanderung massiv fördern, aber Empathie für Menschen, die vor Gewalt und/oder Armut geflüchtet sind, um in Deutschland ein neues Leben anufangen, ist bei ihnen nicht zu entdecken. „Raus damit“ ist im Grunde ihr Patentrezept. Andere „Kostenfaktoren“ für deutsche Steuerzahler (wie z.B. Bundeswehreinsätze im Ausland) werden bei ihnen erst an zweiter Stelle genannt; und Krieg in eigener Sache wäre für sie eigentlich auch okay, bloß nicht „für fremde Interessen“. In erster Linie mögen sie halt „die Ausländer“ nicht.
Deshalb fällt ein Bündnis mit Muslimen in Deutschland für sie logischer Weise flach. Es sei denn, sie würden sich entscheiden, in diesem Punkt nicht mehr rechts zu sein.
Dann bliebe nur noch das für Linke problematische Frauenbild, das rechtskonservative Deutsche mit Muslimen verbindet, wenn man mal von Äußerlichkeiten wie dem Kopftuch absieht.
Für Linke ist wiederum die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die persönliche Freiheit beider Geschlechter kein unwichtiger Nebenaspekt, sondern es ist ihnen sehr wichtig, dass Frauen nicht nur als Mütter respektiert werden und auch andere Lebensentwürfe als die Kleinfamilie ihre Berechtigung haben.
@ Gast
„Fremdenfeindlichkeit, also auch Muslimfeindlichkeit, ist für diese Klientel nicht nur ein Nebenaspekt, sondern sie sehen in den Zugewanderten eines der Hauptprobleme unseres Landes.“
Weil es zu viele sind. Immigranten fremder Ethnien sind das Salz in der Suppe. Wenn es aber zu viele werden, ist die Suppe versalzen und keiner (!) mag sie mehr essen.
@Gast: Ziemlich treffend auf den Punkt gebracht, genau darin besteht das Dilemma. Es wird schwierig sein, Muslime zu Zusammenarbeit mit Leuten zu bewegen, die sie am liebsten aus Deutschland entfernen wollen. Denn die allgemeine Fremdenfeindlichkeit ist nur bei wenigen Rechten anzutreffen, Islamfeindlichkeit dagegen bei so ziemlich allen, in dem einen oder anderen Aspekt. Die Rechten mögen uns nicht wegen einer gewissen Andersartigkeit, Kopftuch usw., die Linken nicht wegen unseres traditionellen Frauen – und Familienbildes, Feministinnen sehen uns als Verräter an der Sache der Frauen.
Aber auch diese Einteilung ist grob, denn alle drei Gruppen sind alles andere als homogen.
@ fatima
Das strukturale Problem ist m.E., daß der Islam noch vor seiner Aufklärung steht, das Christentum aber schon dahinter. Ich denke, mit einem aufgeklärten Islam hätten deutlich weniger Leute Schwierigkeiten.
@ J. Bullinger
„Weil es zu viele sind. Immigranten fremder Ethnien sind das Salz in der Suppe. Wenn es aber zu viele werden, ist die Suppe versalzen und keiner (!) mag sie mehr essen.“
Da haben Sie schon Recht! Nur neuer Zuzug aus dem Nicht-EU Raum ist verhältnismässig sehr, sehr gering verglichen mit dem Zuzug innerhalb der EU und von Russland-Deutschen.
Der prozentuale Anteil der Muslime in Deutschland beträgt in etwa ~4-4,5%, ich denke das Salz in der Suppe ist managable, oder!? Ich befürworte auch keinen neuen Zuzug, nur wenn man in einer Immigranten-Hochburg wohnt, macht es natürlich einen versalzenen Eindruck, über Deutschland verteilt sind eine ~4% Menge eine Minderheit…
Das ist es eben…während immer mehr Christen, zunehmend auch hier auf dem blog, wieder nach traditionellen Werten rufen, sollen wir unsere aufgeben. Solchen Ansinnen müssen wir leider eine klare Absage erteilen, falls mit Aufklärung die Kastration gemeint ist, die das Christentum durchlief. Bei uns gibt es keine Wissenschaftsfeindlichkeit („Die Erde ist eine Scheibe“) und auch keinen Ablasshandel, insofern brauchen wir so eine Aufklärung nicht. Der Islam ist bereits aufgeklärt, wobei es da verschiedene Strömungen gibt, wie im Christentum ebenso.
@ Bullinger
Ich glaube gar nicht, daß es viele Leute gibt, die wirklich etwas gegen den Islam haben. Man sagt „Islam“, aber man meint die Immigranten. Den meisten ist es doch vollkommen gleichgültig, zu was für einem Gott der Nachbar betet. Die Armenier sind Christen, aber ihre Kultur ist uns ebenso fremd wie die der Kurden.
Und es geht auch nicht um „Fremdenfeindlichkeit“. Das sind alles wenig überlegte Klischees, die einem übergestülpt werden wie der allgegenwärtige „Antisemitismus“.
Die Kritiker der Massenimmigration sehen sich bedroht durch Überfremdung (nur noch 3 deutsche Kinder in einer ganzen Grundschule), durch die allgegenwärtige Kriminalität (an der wieder Christen durchaus mitbeteiligt sind (etwa die Russenmafia) und durch prononcierten Deutschenhaß, durch das Gefühl, nicht mehr zu Hause zu sein, wenn man durch Mannheim, Stuttgart, Frankfurt, Offenbach, Berlin spaziert, und auch dadurch, daß die Anwesenheit der Immigranten jährlich etwa 100 Miliarden Euro kostet.
Aber der „reiche brd-Onkel“ ist selbst verarmt.
Durch Unterstützung der Landnahme durch die türkische Regierung: Im Raum Bodensee erhalten türkische Immobilienhändler vom türkischen Staat zinslose Kredite zum massierten Ankauf von Schlüsselimmobilien.
Nicht zuletzt ist den Eingeborenen von Trizonesien (jetzt stieß ja die vierte Zone dazu) unangenehm, wenn sie Anzeichen von Privilegierung bemerken, wie etwa das Fremdrentengesetz, die Einbeziehung anatolischer Großfamilien in die Krankenkassen, die erstaunliche Milde der brd-Gerichte gegenüber Immigrantenkriminalität oder der Tatsache, daß die Deutschen jeder Asylantenfamilie bei einer Geburt ein gesamtes Kinderzimmer finanzieren, während einheimische Babies gar nichts kriegen.
Aber es ist vollkommen verfehlt, die unterschiedlichen Positionen der drei Gruppen (Linke, Heimattreue, Religiöse)
hervorzuheben, wenn es doch darum geht, Gefahren zu begegnen, die uns alle bedrohen! Ja, freilich, die Gruppen sind verschieden, sonst wären sie ja nicht, was sie sind.
Wir alle sind bedroht vom „System“, wir sehen es, wir können zusammenarbeiten. Dadurch werden die Unterschiede nicht verschwinden und das ist auch gar nicht anzustreben.
Abgesehen davon, daß die Unterschiede weniger gravierend sind, wenn man erst einmal miteinander redet und gesagt bekommt, was der Vernünftige von gegenüber denn tatsächlich für Gedanken hat.
@ Yilmaz
Sie haben schon recht, manchmal können manche Rußlanddeutschen eine echte Plage sein. Aber es sind Deutsche, die ein besonders furchtbares Vertriebenenschicksal zu erleiden hatten, noch viel schlimmer als selbst Schlesier oder Ostpreußen oder sogar Jugoslawien-Deutsche. Daß da ein gewisser Bodensatz über die Generationen hin sozial abgestürzt ist, darf uns nicht wundern.
Immerhin gibt es auch viele darunter, die arbeitsam und zuverlässig sind, und ihre neue alte Heimat lieben.
Ich weiß nicht, auf welche Zahlen Sie sich beziehen, wenn Sie von wenigen % der Bevölkerung sprechen. Mikrozensus 2007: 15,4 % Personen mit „Migrationshintergrund“. Die Städte beherbergen im Schnitt 40 %. 2005 veröffentlichte das brd-Bundesamt für Statistik Zahlen über die Jugend mit M.-hintergrund. In den Großstädten der brd sind etwa 70 %der Unter-5-Jährigen Kinder mit M.-hintergrund. In wenigen Jahren sind diese 5-Jährigen 15 Jahre alt. Vom Familienhintergrund vernachlässigte, arbeitslose, kulturentfremdete Halbwüchsige,
die zu Gewalttätigkeit und Deutschenhaß tendieren.
Das ist ein Problem
Es zu lösen, bedarf ruhiger Überlegung und Kreativität.
Was Sie vorschlagen, ist ein Königsweg! Denn wenn weiterer Zuzug gestoppt wird, vermindert sich die Zahl der Migranten rasch. Jährlich verlassen ebensoviele Türken aus freien Stücken die brd, wie neue dazukommen.
@ Yilmaz
Sie treten für eine menschenfreundliche Lösung der Problematik ein. Schließlich sind die Migranten ja nur Glückssucher, daß sie hier sind, ist die Schuld der brd-Politiker und ihrer im Hintergrund agierenden „Meister“. Das Disaster ist gewollt.
Die Grünen wollen das Problem verschärfen, indem sie Hunderttausende von Afrikanern ins Land (und in die Sozialsysteme) holen, nicht etwa Flüchtlinge oder Asylanten, nein Hauptsache Afrikaner.
Neger news…gehts noch?? Da habe ich keine Lust mehr, ,mir das Video anzusehen. So diskreditiert Kopp sich selbst.
@Yilmaz: Welchen „Königsweg“ laut Dr. Kümel schlagen Sie vor?
@ Herr Kümel
„Ich weiß nicht, auf welche Zahlen Sie sich beziehen, wenn Sie von wenigen % der Bevölkerung sprechen. Mikrozensus 2007: 15,4 % Personen mit „Migrationshintergrund“.“
Ich beziehe mich rein auf die Anzahl der in Deutschland lebenden Muslime, also den Sündenböcken auf die man bald alles schieben wird, da beträgt der Anteil ca. 4% in Deutschland an der Gesamtbevölkerung, das ist immer noch eine Minderheit.
Man muss nicht noch Benzin ins Feuer giessen, wenn man von 15,4% Immigranten spricht und nur ein kleiner Teil davon dem muslimischen Glauben angehört…
Wenn jemand zB. in Kreuzberg oder Neukölln lebt und sagt es sind zuviele, kann ich das nachvollziehen, nur das auf ganz Deutschland auszulegen halte ich für mehr als übertrieben.
Die Zahl 15,4% die Sie benennen stimmt auch, jedoch umfasst diese alle „Ausländer“ also Menschen aus aller Welt (…USA, Russland Deutsche, Polen usw, und so fort).
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@ J. Bullinger
„Das strukturale Problem ist m.E., daß der Islam noch vor seiner Aufklärung steht, das Christentum aber schon dahinter. Ich denke, mit einem aufgeklärten Islam hätten deutlich weniger Leute Schwierigkeiten.“
Meisst sind es doch die Menschen die nicht aufgeklärt sind und nichts kapieren, das hat doch mit der Religion nix zu tun.
Also zB. sind die Anzahl der 9/11 Skeptiker und auch die Kenntnis über die Hintergründe der Politik in muslimischen Ländern weit aus höher als die der Menschen im Westen, wo noch 95% überhaupt nicht hinter den Vorhang schauen, also liegt das an der aufgeklärten Religion, wohl kaum!?
@ Dr. Gunther Kümel
„Wir alle sind bedroht vom „System“, wir sehen es, wir können zusammenarbeiten.“
Ja, hoffentlich. Entweder die „Volksfront“ gelingt oder wir verlieren alle. Und wir müssen da halt über unseren Schatten springen, damit das nicht „Life-of-Brian“-mäßig zerfasert.
Es geht um die Bündelung der Kräfte, gleichsam um einen bonignen „Faschismus“. Und wir werden alle Kraft brauchen, in der Krise, die ihren Anfang schon genommen hat und exponentiell wächst.
@ Fatima
„Der Islam ist bereits aufgeklärt,“
Hm… Hm… ähh…, das ist irgendwie meiner Aufmerksamkeit entgangen. Aber sei’s ‚drum. Wegen mir… Ich will da kein Thema daraus machen und mich auch nicht deswegen streiten. Außerdem bin ich kein Islam-Fachmann und weiß nicht einmal, ob man angesichts der „verschiedene[n] Strömungen“ überhaupt von „dem“ Islam sprechen kann?
Also irgendwo gibt’s Sunniten und woanders Schiiten, und wenn die aufeinandertreffen gibt’s Mord und Totschlag, wenn Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef nicht aufpassen. Oder so ähnlich. Oder ganz anders. Oder wie auch immer…
@ Fatima
„Welchen „Königsweg“ laut Dr. Kümel schlagen Sie vor?“
Ich habe geschrieben, daß ich auch allgemein gegen einen weiteren Zuzug von Immigranten bin, das hat Herr Kümel als Königsweg bezeichnet.
Wir kommen hier immer wieder auf das gleiche Thema, es nervt mich langsam…, die wahren Verbrecher (Bankster & Hochfinanz) machen immer weiter und die Leut hier machen einen auf aufgeklärt und fahren dennoch voll auf deren Propaganda Maschinerie rein, die Ablenkung von den echten Gefahren funktioniert…
@ Fatima
„Neger news…gehts noch?? Da habe ich keine Lust mehr, ,mir das Video anzusehen. So diskreditiert Kopp sich selbst.“
Ich sags ja, mit dem Kopp Verlag mit seinem Schmalzlocken Chefredakteur stimmt was nicht…, mein Bauchgefühl hat mich selten getäuscht…
@ yilmaz
„Wir kommen hier immer wieder auf das gleiche Thema, es nervt mich langsam…, die wahren Verbrecher (Bankster & Hochfinanz) machen immer weiter und die Leut hier machen einen auf aufgeklärt und fahren dennoch voll auf deren Propaganda Maschinerie rein, die Ablenkung von den echten Gefahren funktioniert…“
Ja, leider. (Unreflektierte) Menschen sind halt nur Bio-Maschinen, die konditioniert werden können.
@ Yilmaz, fatima, Bullinger
Es gibt VERSCHIEDENE Gruppen.
Wir müssen GEMEINSAM gegen die erkannte Gefahr kämpfen.
Keiner braucht deshalb „über seinen Schatten springen“, seine Identität aufgeben und sich mit einer der übrigen Gruppen identifizieren, das würde ohnehin nicht funktionieren.
Wenn wir erst warten, bis wir in allen lebenswichtigen Fragen einer Meinung sind, haben uns die pragmatischen Kräfte der Oligarchie längst einzeln vernascht!
Und gegen die große Macht des Systems können wir auf keinen Verbündeten verzichten.
Es darf durchaus sein, daß wir die Probleme analysieren, die uns auf den Nägeln brennen. Wir sind doch vernünftige Leute, wir können doch auch über Themen diskutieren, in denen wir kontroverse Ansichten mit (wie jeder denkt) guten Gründen zum Besten geben. Aber die Analyse unserer Verschiedenheit darf uns an der Gemeinsamkeit des Kampfes keinesfalls hindern.
Jeder einzelne von uns hat ein völlig verschiedenes Herkommen, Sozialisierung, verschiedene Nostalgien und (Vor-)Urteile, ein anderes Weltbild. Es ist völlig überflüssig, die jeweils anderen missionieren, vom eigenen heiligen Standpunkt überzeugen zu wollen. Aber durch die Gemeinsamkeit der Gefahr und des Kampfes (etwa werden wir alle von der Subversion unseres „ganz alten Freundes“
bedroht). jeder hat andere Zahlen gehört, Darstellungen, jeder hat ein anderes weltbild. Das ist ein VORTEIL, kein Nachteil! Denn wir haben jeder andere Möglichkeiten des Kämpfens, so wie verschiedene Gruppen von Jägern und Treibern. Jeder tut was anderes, aber das Ziel ist gemeinsam.
Und während wir die Gefahrensituation analysieren und Stellung gegen die Gefahr beziehen, REDEN wir miteinander, lernen einander und den Standpunkt des anderen kennen und achten, selbst wenn wir ihn nicht teilen.
@ Aber Yilmaz,
Ich habe doch mehrfach erklärt, daß es mir nicht um Kritik am Islam geht. Jeder soll die Religion haben, die er für richtig hält.
Es würde mich nicht bekümmern, wenn auch 15% der hier Wohnenden Gläubige des Islam wären.
Mir geht es um die Erhaltung, Behauptung und Entwicklung des Deutschen Volkes und der Deutschen Kultur. Allzu viele Immigranten aus fernen Kulturkreisen gefährden diese Werte, unabhängig davon, welche Religion sie haben. Wenn alle Fremden zum Christentum übertreten würden, wäre überhaupt nichts gewonnen: in den Schulen wären die deutschen Kinder weiterhin wie in einem Meer der Fremden.
Ich weiß nicht, in welcher Stadt Sie zu Hause sind. Aber wenn so viele Düsseldorfer oder Finnen oder Franzosen in diese Stadt einwandern würden, daß Ihr Kind das einzige türkische Kind in der Schule ist, dann wären Sie unzufrieden.
Ich habe einmal eine junge Frau aus Athen kennengelernt.
Sie war rechtschaffen links und hat eifrig und kompromißlos die Idee des Multikulturalismus vertreten. Ich habe zugehört, und dann gefragt: Wenn nach Athen soviele Türken kämen, daß die Kinder in der Schule keinen Griechen mehr sehen, wäre das denn richtig?
Sie war nur noch entsetzt, DAS wlollte sie ja auf keinen Fall! Türken in Athen!!
@ Gunter Kümel: Ich sehe das ähnlich Die wirklich Mächtigen – die transnationalen Finanzoligarchen und superreichen Dynastien – versuchen ständig, uns, ihre Opfer, gezielt gegeneinander auszuspielen. Um das zu unterbinden, müssen wir einig und geschlossen agieren. Dazu sind gewise gegenseitige Rücksichtnahmen erforderlich, aber: Ein absoluter inhaltlicher Konsens wird sich nicht herstellen lassen, das ist aber auch gar nicht der Zweck der Übung! Es geht darum, sich gegen einen gemeinsamen Hauptfeind zu einen, um dessen perfide Pläne zu durchkreuzen. Wenn wir erst mal in einer völlig entsolidarisierten, enttraditionalisierten offenen (!) Banken- und Konzerndiktatur, deren ausführendes Organ die Brüseler Eurokratie ist, leben müssen, ist es zu spät, wir müssen uns jetzt zusammenraufen! Die Zeit drängt!
@ Dr. Gunther Kümel
„Es gibt VERSCHIEDENE Gruppen.
Wir müssen GEMEINSAM gegen die erkannte Gefahr kämpfen.“
Ja, im Idealfall: „Getrennt marschieren, vereint schlagen“ (Blücher)
„Keiner braucht deshalb „über seinen Schatten springen“, seine Identität aufgeben und sich mit einer der übrigen Gruppen identifizieren, das würde ohnehin nicht funktionieren.“
Nein, nein, um Gottes Willen. NIemand soll seine „Identität“ aufgeben, sondern im Gegenteil sie im Rahmen seiner persönlichen Individuierung (nicht Individualisierung!) bestmöglichst ausformen. Ich meine nur, daß die meisten von uns (ich auch) ein narzißtisches Größenselbst haben, wo man halt ein wenig die heisse Luft ablassen muß, damit man am Boden bleibt, sich mit anderen verständigen und hinter die Sache zurücktreten kann. M.a.W: Die Sache sollte vorne sein und das Ego dahinter, nicht umgekehrt.
Dr. Kümel: „Ich weiß nicht, in welcher Stadt Sie zu Hause sind. Aber wenn so viele Düsseldorfer oder Finnen oder Franzosen in diese Stadt einwandern würden, daß Ihr Kind das einzige türkische Kind in der Schule ist, dann wären Sie unzufrieden.“
ich nicht. Solange jeder sich benimmt, sind mir Hautfarbe, Religion und Herkunft schlicht egal.
Yilmaz: „Meisst sind es doch die Menschen die nicht aufgeklärt sind und nichts kapieren, das hat doch mit der Religion nix zu tun.
Also zB. sind die Anzahl der 9/11 Skeptiker und auch die Kenntnis über die Hintergründe der Politik in muslimischen Ländern weit aus höher als die der Menschen im Westen, wo noch 95% überhaupt nicht hinter den Vorhang schauen, also liegt das an der aufgeklärten Religion, wohl kaum!?“
so siehts aus. Lassen wir mal 9 / 11 beiseite, es fängt schon bei der Politik in Deutschland an. Herr Bullinger, gehen Sie doch mal in eine ganz normale deutsche Schulklasse und fragen Sie nach irgendeinem Minister. Sie werden erstaunt sein. Die Kanzlerin kennt man – vielleicht – noch, beim Bundespräsidenten wird der eine oder anderer vermutlich schon passen müssen. Von den Ministern gar nicht erst zu reden.
Diese Politikverdrossenheit, dieses Desinteresse, diese Gleichgültigkeit gibt es bei der Jugend in den islamischen Ländern nicht!! Es waren junge Leute, die die Revolutionen in den arabischen Ländern gemacht haben. Hätten wir ein Durchschnittsalter wie z.B. der Iran, wäre die etablierten Parteien längst mausetot, weil keiner sie mehr gewählt hätte. Europa ist schlicht zu alt.
Und was Sie da zum Islam geschrieben haben, zeigt deutlich, dass es da wohl in der Tat einen gewissen Aufklärungsbedarf gibt, allerdings nicht unbedingt beim Islam. 😉
@ kümel
so wie sie ihre meinung in den letzten beiden antworten hier diffenrenziert darstellen, kann ich ohne probleme mitgehen.
es bleibt zwar der punkt, dass bei aller toleranz gegenüber den faktoren: „Sozialisierung, verschiedene Nostalgien und (Vor-)Urteile“, es sein kann, dass teile dieser prägungen dem entgegenkommen, dass man eigentlich bekämpfen will (ohne es selbst zu merken), aber prinzipiell gibt es keinen anderen weg, wenn ein paar geschlossene reihen zueinanderfinde sollen.
EGON KREUTZER, ein sehr gescheiter und toleranter, in der Wolle gefärbter Linker, tritt in seinen Texten für Mut zum Kampf ein, Kampf auch gegen Denuntianten. Er hat mir aus der seele gesprochen.
http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/38.html
„Angst als Methode angewandt
das Einschüchtern ist geplant – Angst bricht Mut –
Angst kriegt klein!
Das Motto könnte lauten: „Sapere aude!“ Habe Mut! Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (nach Kant). Oder besser gesagt, im Original: „Dimidium facti, qui coepit, habet: sapere aude, incipe“ Wer (erstmal) begonnen hat, hat (damit) schon zur Hälfte gehandelt! (http://de.wikipedia.org/wiki/Sapere_aude)
Die Angst können wir nur selber überwinden, wenn wir uns bewusst vor den Spiegel stellen und uns fragen, was wir eigentlich wollen.
Wenn wir dann im nächsten Schritt unsere Situation bedenken und die Punkte und Hebel suchen, an denen wir ansetzen können.“
aus meinen Posts geht eindeutig hervor, daß Aufklärung vorgeht und man „gemeinsam“ vorgehen sollte, keine Frage.
Seit Samuel Huntington sein Buch „Clash of Civilizations“ Anfang der 90er Jahre geschrieben hat und nach 9/11, meint man daß es plötzlich unüberbrückbare Differenzen zwischen den Völkern gibt, das ist alles von langer Hand geplant und die Zwiehtracht wird von Destruktivux ganz subtil gesäht.
Wir nicht-nationalsozialistischen(!) sozialen Nationalisten sind selbstverständlich bereit, auch mit den Arabern punktuell und auf unserem Boden zusammenzuarbeiten. Da die meisten Araber stolzen Hauptes sind, und ihre Heimat fest im Gewissen haben, werden sie unsere Liebe zu Deutschland sehr viel besser nachvollziehen können, als der neudeutsche Linke es tut. So gesehen würde das Problem nicht zwischen Arabern/Türken und deutschen Nationalisten bestehen, sondern zwischen deutschen Nationalisten und politisch korrekten Soja-Deutschen. Da wird es tatsächlich immer Probleme geben, aber nicht, weil der Nationalismus grundsätzlich ablehnend wirken würde, sondern weil er sich in einer Tour Moralpredigten, halbgare Weisheiten über die „Menschheit“ und ihre „Rechte“ und leicht angeschwulte Multi-Kulti-Utopien anhören müsste. Da sehe ich das größte Problem – der Utopismus, die Wesens- und Weltfremdheit der deutschen Linken.
@ Herr Kümel
ich habe doch auch mehrmals gesagt, daß es keinen weiteren Zuzug aus dem Nicht EU Raum gibt, ausser in Sonderfällen (Green Card, Heirat), und das ist auch gut so!!
Trotzdem muss man auch immer wieder erwähnen, daß der Anteil der Muslime in Deutschland bei etwa ~4% liegt und es damit eine Minderheit ist, und hier die meissten das grösste Übel sehen wegen Überfremdung (leider…schönen Gruss an Samuel Huntington und die Springer Presse = Schreiber der Neocons), innerhalb der EU und vereinzelt aus den USA kommend kann man fast problemlos reisen und arbeiten.
Der Verweis auf Huntigton ist sehr wichtig…sein Versuch kulturelle Konflikte zwischen den Gegnern bzw. Konkurrenten der USA (dazu zählen die Amis uns übrigens auch und ganz besonders) herbeizureden, entspricht der perfiden Denk- und Handlungsweise der US-Elite. Dieses Teile und Herrsche gilt es zu entlarven! Zu MVV möchte ich anmerken, dass ich ihm in Bezug auf die Soja-Linke recht gebe, allerdings sind diese sogenannten Linken gar nicht mehr im eigentlichen Sinne links, sondern grün – was ein wahrlich großer Unterschied ist!
aus aktuellem Anlass, hier die Rede von Ahmenidedschad vor der UN Hauptversammlung, unverfälscht und nicht verdreht, originalgetreu, sehr lesenswert:
http://hinter-der-fichte.blogspot.com/2011/09/achmadinedschad-vernunftige-fragen-im.html
@ Yilmaz
Ja. Haben Sie gesagt, daß der weitere Zuzug von Fremden (natürlich egeal woher) radikal eingeschränkt werden muß.
Und damit wäre das ganze Immigrantenproblem vermutlich gelöst.
Denn wie ich schon erwähnte, gibt es eine erstaunlich hohe Rückkehrbereitschaft, wenigstens unter den türkischen Siedlern. Ihre Zahl steigt nur langsam, weil jährlich fast ebenso viele in ihre Heimat zurückkehren, wie neue Einwanderer ihr Glück hier versuchen. Wenn weiterer Zuzug unterbunden wird, vermindert sich die Zahl auf ein vertretbares Niveau. Allerdings bleibt zu bedenken, daß nicht die Besten bleiben.
Ich weiß schon, daß in 25 Jahren das Geschick des Staates (der dann vermutlich anders heißt, wenn es denn überhaupt noch Einzelstaaten in der „E“-U geben wird) von muslimischen Eliten und Politikergruppen bestimmt wird. Spätestens dann werden vermutlich Transferleistungen des Staates an die letzten alten Deutschen und Neusiedler, die nicht produktiv sind, vehement begrenzt werden.
„Allerdings bleibt zu bedenken, daß nicht die Besten bleiben.“
oh keine Sorge , Dr. Kümel…wir bleiben! :-)))
Yilmaz: Danke, scheint ja ein guter Blog zu sein.
Es ist wirklich „The same procedure like every year“. Der Gedanke, dass wir von diesen Kaspern regiert werden, ist allerdings etwas beängstigend.
@ Herr Kümel
„Ich weiß schon, daß in 25 Jahren das Geschick des Staates (der dann vermutlich anders heißt, wenn es denn überhaupt noch Einzelstaaten in der „E“-U geben wird) von muslimischen Eliten und Politikergruppen bestimmt wird. Spätestens dann werden vermutlich Transferleistungen des Staates an die letzten alten Deutschen und Neusiedler, die nicht produktiv sind, vehement begrenzt werden.“
Sehr, sehr unrealistisch bzw. utopisch (Kopfschüttel), das glaube ich auf keinen Fall und wünsche es auch nicht.
„Sehr, sehr unrealistisch bzw. utopisch (Kopfschüttel), das glaube ich auf keinen Fall und wünsche es auch nicht.“
…und gesetzt, daß ein solcher Prozeß MÖGLICH wäre, dann gewiß nicht in 25 Jahren.
Im übrigen ist das demographische Thema nicht so eindeutig, wie es scheinen mag. ICH weiß vom Hörensagen, daß es noch in den 70ern eine antimodernistische, elitäre Rechte gab, die die Kunde von der bevorstehenden Schrumpfung des deutschen Volkes für eine gute Nachricht hielt. Man darf sich von den Züchtungsvisionen des Nationalsozialismus nicht den Blick für die Tatsache trüben lassen, daß die ursprüngliche Tendenz der Völkischen in die entgegengesetzte Richtung ging: Sie fürchteten sich vor der modernen Massengesellschaft, vor dem Millionenheer einer aufsässigen Plebs und befürworteten darum einen Rückbau der Industriegesellschaft und die Rückkehr zu ländlich-agrarischen Wirtschafts- und Lebensformen.
Diesen speziellen Aspekt des demographischen Problems einmal beiseite, glaube ich persönlich AUCH, daß die ethnischen Spannungen in deutschen Großstädten auf bewußte Aufhetzung zurückgehen. Auffallend ist, daß gerade die politisch-korrekten Medien kein Interesse daran haben, über „Integrationserfolge“ zu berichten. Wenn von Beispielen problemloser und harmonischer Koexistenz die Rede ist, dann nur im übergreifenden Zusammenhang von Mißständen – ich denke z.B. an die Meldung über die angebliche Tendenz türkischstämmiger Akademiker, wegen schlechter Berufschancen in das Heimatland ihr Vorväter zurückzukehren (eine Sau, die seit einigen Jahren immer wieder durchs mediale Dorf getrieben wird).
@Simon Pöpperl und andere Interessierte:
„fatimaoezoguz: Sie haben absolut recht! Auch Ayatollah Khamenei hat sehr viel richtiges gesagt, was leider zunehmend in Vergessenheit geraten ist. Sehr schön, wenn dies nun in einem Buch gesammelt wird.“
das ist jetzt erhältlich:
„Ansichten zur Islamischen Republik“:
http://m-haditec-shop.de/index.php?page=product&info=580&x1d20b=bdc3fdb74de99f3a5194b98e5d77d8ba