NATO-Special Forces terrorisieren Tripolis

1.300 Bombentote letzte Nacht?? // Pepe Escobar schreibt in COMPACT-Magazin

Der Umschwung kam innerhalb von zehn Tagen: Plötzlich steht Tripolis vor dem Fall, nachdem vorher die Rebellen nichts gebacken bekommen haben. Auch wenn die NATO-Berichte von der Eroberung von Tripolis bisher nicht unabhängig bestätigt sind, gab es am Sonntag einen brutalen Luftschlag mit angeblich 1.300 Toten in der libyschen Hauptstadt. Zum Vergleich: Der Angriff der Nazi-Luftwaffe auf das britische Coventry forderte 340 bis 390 Tote. Das war NATO-Luftterror!!! Kein Wunder läuft jetzt in Tripolis alles durcheinander. (s. dazu auch das Video)

 

Was könnte in den Straßen Tripolis passiert sein, während die Bomber flogen? Pepe Escobar hat dazu in  COMPACT-Magazin 5/2011 eine interessante Prognose geschrieben, die sich jetzt zu erfüllen scheint. Sein Vergleich zur Belagerung von Troja verweist auf die Rolle der Spezialkräfte, die  in der Antike wie heute den Ausschlag gaben. In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass de Maiziere zugegeben hat, die Elitetruppe GSG 9 sei schon seit Mai in Libyen. Schwer vorstellbar, dass die harten Jungs nur in Bengazi Däumchen gedreht oder in Tripolis den „Schutz der Diplomaten“ organisiert haben … Bevor wir Genaueres wissen, hier erstmal ein Auszug aus COMPACT Magazin 5/2011 (das Heft ist vergriffen und kann NICHT nachbestellt werden; sichern Sie sich Ihr COMPACT durch ein Abo).

Odyssee Dawn ohne Odysseus

Von Pepe Escobar

(…)

Seit seinem Beginn am 20. März läuft der Angriff auf Libyen, beziehungsweise der „Beginn der Odyssee“ (so kann der Codename „Odyssey Dawn“ übersetzt werden) als skurrile “kinetische Militär-Aktion” (so die Umschreibung durch das Weiße Haus), würdig eines im Pentagon ansässigen Homers. Die militärische Pattsituation am Boden könnte noch Wochen, wenn nicht Monate fortdauern. Das erinnert mehr an ein Remix der „Ilias“ – denken Sie daran, der Trojanische Krieg zog sich zehn Jahre ohne Entscheidung hin. Amerika ist fassungslos. Eine Umfrage von Associated Press Ende März ergab, dass das Land gespalten ist: 48 Prozent sind für die “kinetische Militär-Aktion” in Libyen, 50 Prozent sind dagegen.
Gaddafi ist kein König Priamos. Und sein Sohn Saif al Islam Gaddafi ist nicht Paris (obwohl er, in Abwesenheit von Helena, die London School of Economics verführte). Sein zweiter Sprössling Khamis Gaddafi ist kein Achilles – vielleicht ein kleiner Ajax (gigantisch großer Mut, aber matt vom Intellekt her).
Priamos war ein weiser Fürst – während Gaddafi schlau ist. Priamos stärkte den Staat durch gute Regierungsführung (Machiavelli würde zugestimmt haben) und durch Allianzen mit seinen Nachbarn, während Gaddafi regiert, indem er die Stämme gegeneinander ausspielt. Kein Schatten von Hektor – ein edler Charakter – ist in Sicht.
Man kann sich fragen, welche Götter und Göttinnen – abgesehen von Pallas Athene als Hüterin der Kriegskunst – an diesem Krieg so interessiert sein könnten, wie es die Parteien selbst sind. Eine der entscheidenden Verbündeten Trojas war Penthesilea, die Königin der Amazonen, mit ihrer Bande weiblicher Krieger. Im Pentagon-Remix sehen wir Penthesilea auf die Seite der  Opposition verschoben, gespielt von Außenministerin Hillary Clinton und ihren Kriegerinnen Susan Rice, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, und Samantha Power, Obamas Nationale Sicherheitsberaterin.
Sarkozy ist nicht Menelaos, und seine Helena – Carla Bruni, die sich mit dem bacchischen Mick Jagger zu tummeln pflegte – würde sich lieber unter das Vogue-Volk mischen, statt in einem Zelt in der Wüste zu schmollen. Der britische Premierminister David Cameron ist nicht wirklich Agamemnon. Was Silvio “Bunga Bunga” Berlusconi angeht, so ist der italienische Präsident nur ein Satyr, der aus einer Komödie von Aristophanes entkommen ist.
Was aber wieder an die Ilias erinnert: Auch bei Odyssey Dawn spielen Special Forces eine Rolle  – aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frankreich, sowie die unvermeidlichen, von Barack Obama sanktionierten Spezialoperationen der CIA. Sie werden womöglich den  ”Rebellen” ein oder zwei Dinge über Kriegsführung beibringen – aber sicher nicht die Mao-Zedong-Guerilla-Taktik, die vielmehr Priamos / Gaddafi nun gegen den wilden Haufen der Drive-in-Guerillas anwendet.
Diese Special Forces werden der Schlüssel sein. Troja wurde zehn Jahre lang durch eine reguläre Armee belagert – fiel aber erst, nachdem zwei ganz besondere Spezialkräfte in einer nachrichtendienstlichen Aufklärungsmission intervenierten: Odysseus und Diomedes. Troja beherbergte eine berühmte Statue der Athene, die Palladium genannt wurde. In Verschleierung, geschützt von Athene (der griechischen Version der NATO) und unterstützt von Helena (der atemberaubenden Schönheit, die den Krieg in erster Linie provoziert hatte) schlichen Odysseus und Diomedes nach Troja hinein und stahlen das Palladium.
Das Palladium, eine hölzerne Statue, schützte Troja vor Eroberung. Athene hatte ihr Bildnis aus dem  Olymp geworfen, weil es vom vaginalen Blut der Elektra getränkt worden war, als diese von Zeus vergewaltigt wurde. Doch auch nach dem Diebstahl des Palladiums fiel Troja nicht. Die “Koalition der Willigen” wurde immer verzweifelter – bis Odysseus mit einer anderen Spezial-Operation kam: dem Trojanischen Pferd.
Es ist schwer vorstellbar, dass Gaddafi wegen eines anglo-französisch-amerikanischen Trojanischen Pferds fallen könnte (es sei denn, es wäre eine neue Resolution der Vereinten Nationen). Als die Trojaner das Pferd sahen, zögerten sie. Laokoon, der Priester, sprach die berühmten Worte: “Was für ein Wahnsinn, Bürger, ist dies! Habt Ihr nicht genug gelernt von griechischen Betrügereien, um auf der Hut gegen sie zu sein? Ich für meinen Teil fürchte die Griechen auch dann, wenn sie Geschenke anbieten.”
Man hüte sich vor Westlern mit Geschenken – viele Libyer werden dies auch so sehen, insbesondere dann, wenn diese Geschenke von den ehemaligen Kolonialmächten Großbritannien und Frankreich und dem CIA / Pentagon / NATO-Kondominat kommen.
Auf der anderen Seite gibt es nichts, dass die Überbringer der Gaben lieber möchten, als dass Gaddafi seine Tage wie Priamos beendet – der in der verhängnisvollen Nacht, in der die Griechen die Stadt nahmen, erschlagen wurde.
Tripolis wird nicht fallen, ehe sein Palladium gestohlen wird. Das heißt: solange sich das Palladium – welches Gaddafi selbst ist, die Verkörperung seiner eigenen Macht – in der Stadt befindet.
In der Zwischenzeit “gewinnt“ Gaddafi, so wie es Troja Jahre lang tat – indem er Hinterhalte für die gegnerischen Pick-up-Krieger legt,  sie in der Wüste umgeht und dann die Taktik wiederholt, mit der er Ras Lanuf und andere Städte wiedereroberte, mit ein paar Raketen als Zugabe.
Dagegen kann die “Koalition der Willigen” nicht viel tun, außer die UN-Resolution 1973 zu beugen  und dies sogenannten Rebellen zu bewaffnen – wobei viele Völkerrechtsexperten dies für illegal halten. Aber selbst in diesem Fall muss man schon mit Blindheit geschlagen sein, um den ehemaligen Gaddafi-Innenminister Abdel Fatah Younis und den CIA-Mann Khalifah Hifle – den neuen “Rebellen”-Militärbefehlshaber – in der Rolle von Odysseus und Diomedes zu sehen. Noch befindet sich das Palladium in Tripolis. Das Problem mit dem Odyssey Dawn-Skript ist, dass ein Odysseus nirgends zu finden ist.
Kein Wunder, dass so viele für einen Blitz beten (eine heilige Tomahawk-Rakete?), geschickt durch einen deus ex machina, dem einen Zeus, der die Vorgänge von seinem Thron im olympischen Washington überschaut.

* Pepe Escobar lebt in Sao Paolo / Brasilien und wird von dem früheren CIA-Analysten Ray McGovern als “der Beste“ unter den Investigativjournalisten bezeichnet. Er schreibt für die in Hongkong erscheinende Tageszeitung Asia Times. Seine Beiträge erscheinen auf Deutsch regelmäßig bei http://www.larsschall.com. Wir danken Herrn Schall auch für diese Übersetzung.

(Der Artikel erschien in COMPACT 5/2011. Weiter zu COMPACT-Magazin.)

26 Kommentare zu „NATO-Special Forces terrorisieren Tripolis

  1. Zur Lage
    Ein Sieg der libyschen Abwehr würde den Abstieg des bankrotten Imperiums beschleunigen. Weswegen die Westalliierten natürlich alles daran setzen, Libyen in die Knie zu zwingen, und es in Grund und Boden bomben. Weiter fortsetzen wird sich der Abstieg der USA aber auch in diesem Fall, auch wenn die deutschen Euro-Banken-Rettungsgelder den Sturz der USA um ein paar Jahre aufschieben.

  2. Gratulation dass ihr Pepe gewonnen habt, klasse.Na und zu Libyen – da ist noch nicht aller Tage Abend.
    Die Geheimwaffe gegen Quaddafi dürften wohl eher die gefüllten Geldkoffer sein.Schaun mer mal.

  3. @Gerhard Rohlfs: Wieso würde ein Sieg die USA in die Knie zwingen? Die USA sind nicht mit einem großen Teil ihrer Armee da, sondern nur ein paar Flugzeugen und vielleicht Spezialkommandos. Selbst wenn diese alle vernichtet würden, wäre es nur eine kleine Niederlage, da die USA diesmal großteils auch ihre Verbündeten die Drecksarbeit erledigen lassen. Zumal ich allgemein nicht verstehe, was sie mit „Sturz der USA“ meinen. Sie tun gerade so, als ob die Kreditwürdigkeit eines Landes dessen Stärke beeinflusst, und das ist gefährliche Naivität.

    Ich bin kein Freund des US-Militärs und der dortigen Operationen, aber auch kein Freund Gaddafis. Egal nun ob Gaddafi mit seiner Abwehr siegt oder nicht, so wäre dies nur von kurzer Dauer, denn er ist von feindlichen Staaten fast umzingelt. Ein Sieg und damit die Vernichtung der Operation würde nur den anderen einen prima Anlass geben, auch Bodentruppen und Langstreckenraketen einzusetzen.

  4. Stand 14.14 Uhr: Gaddafi-Truppen sind “in die Gegend” des umkämpften Grünen Platzes im Zentrum von Tripolis eingerückt.
    +++
    Zuerst eine kurze, subjektive Einschätzung
    Den Amerikanern hat es in den letzten Tagen gelangt mit der Nato, den ganzen Möchtegern-Militärs und Stümpern in Rom, London und Paris und ihren “Rebellen”. Sie haben die Initiative an sich gezogen und ebenso das Militärkommando über alle Statisten, also die “Rebellen”-Milizen, Nato-Kräfte, Spione, Attentats-Kommandos, etc. Das ausführende Kommando hat die CIA. Diese ganze “Operation Meerjungfrau” trägt von A bis Z die Handschrift von General David Petraeus. Vor allem zeichnet sich diese Operation durch militärische Intelligenz aus, zum ersten Mal seit dem US-initiierten Aufstand und Putsch gegen das Gaddafi-Regime (an den Putsch haben sich verschiedene andere Militärmächte drangehängt und versucht, diesen zu beeinflussen).
    Die entsprechende Bündelung verschiedener Taktiken und Operationsgebiete, für die General Petraeus bereits bekannt ist – Informationskontrolle (Propaganda, Internet-Manipulation, elektronische Kriegführung), Informationsgewinnung (Satelliten-Kapazitäten, Drohnen, Awacs, Informanten, klassische Spionage, etc), Luft-Operationen (Bombardements, Sondereinsätze, Luftlandemanöver), Marine-Operationen, Bodenkrieg durch Proxy-Milizen unter Leitung entsprechender Kommandeure, verdeckte Operationen (Sabotage, Kidnapping, “gezielte Tötungen”, etc) – hat General Petraeus über seine Kriegserfahrung in Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Jemen, usw, über die Jahre ausgebaut und verfeinert und kann diese nun als neuer CIA-Chef mit den eigenen militärischen Kapazitäten entsprechend einsetzen.
    Ob tatsächlich, wie durch Washington behauptet, kein reguläres us-amerikanisches Militär derzeit in Libyen am Boden operiert, sei einmal dahingestellt.
    http://www.radio-utopie.de/2011/08/22/live-ticker-und-einschatzung-zur-situation-in-tripolis-und-libyen/

  5. „Die USA hasste Gaddafi dafür:

    1.dass er maßgebend hinter der Islamic Banking stand, die Afrika vom IWF und anderen von Washington dominierten Banken unabhängig machen sollte und dass er den Plan einer eigenen afrikanischen Währung (Gold-Dinar ) verfolgte;
    2.dass er ein Wasserfördersystem für die unter der libyschen Wüste lagernden gewaltigen Süßwasserreserven (Man-Made-River-Project) nicht nur zur Wasserversorgung und Bodenfruchtbarmachung ganz Libyens, sondern auch anderer Länder Afrikas aufbauen ließ, die ganz Afrika unabhängig vom US-Weizenimport und damit auch politisch unabhängig vom Einfluss der USA bei UNO-Abstimmungen
    gemacht hätte;
    3.dass es unter Gaddafis Führung für die libysche Bevölkerung eine kostenlose Gesundheitsversorgung, freie Ausbildung, kostenlose Wohnungen, eine Rentensystem mit höheren durchschnittlichen Realrenten als in den USA, eine vorbildliche Förderung der Landwirtschaft und vieles andere mehr an Wohltaten für die Volksmassen gab, was ja nicht nur Vorbildwirkung für den ganzen Kontinent Afrika hatte, sondern auf die ganze Welt !!

    Der Libyenkrieg dient dazu das alles abzuschaffen und die Gewinne zur Erzielung von Maximalprofiten für die großen anglo-amerikanischen Energiekonzerne, zur weiteren Mega-Bereicherung der Finanzoligarchen und auch zur Stabilisierung des US-Dollars einzusetzen !!

    Der designierte Präsident Libyens, Jibril, ist zu diesem Zweck schon beauftragt worden, zunächst alle Erdölfördergebiete und -Anlagen zu nationalisieren, um sie dann an die Washington genehmen neuen Energiefirmen übertragen zu können.

    Joachim Guilliard hat in seinem Artikel „Kolonialkrieg gegen Afrika“ besonders in Teil II „Der Krieg gegen Libyen. Kampf um die Reichtümer des Landes und die Dominanz über den gesamten Kontinent“, in der Zeitung „junge Welt“ vom 28. Juli 2011 die wahren Motive des NATO-Krieges gegen Libyen detailliert herausgearbeitet.

    Es gibt hunderte ähnlicher Artikel, in denen die Motive und Hintergründe des Libyenkrieges klar dargelegt werden, aber dennoch lügen die westlichen Politiker und die ihnen dienstwilligen Medien weiter, dass sich die Balken biegen. Sie beachten dabei nicht einmal mehr die elementaren Regeln der Logik, .der sich bislang selbst die größten Lügner zu bedienen versuchten. “

    hier weiterlesen (Artikel von Hans-Jürgen Falkenhagen & Brigitte Queck):
    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/3179.htm

  6. Es ist alles EIN System!!

    Während die Welt desinteressiert nach Libyen schaut, wo NATO und NATO-Söldner in Räuber-Zivil Libyen terrorisieren, bereitet sich, unbemerkt von der desinteressiert zusehenden Weltöffentlichkeit, ein paralleles Massaker vor, ja, es ist schon lange im Gange:

    ISRAEL TERRORISIERT GAZA!

    GILAD ATZMON:
    „…As we speak, Gaza is being bombed. As we speak, innocent people are dying. If Israel doesn’t experience any resistance, any outcry, any appeal from the world public to act carefully, then a new massacre will happen. A ‚Cast Lead‘ two. In which 1382 people were murdered in three weeks, including 320 children.

    As if that would create an outcry , as if the Western media would care enough for the lives of Palestinian children. No, Israel was attacked. Israel must defend itself.

    Neither the circumstances, let alone the actual perpetrators of the attack on Israel have been identified so far, every Palestinian military faction has denied any involvement in it. But Gaza is blamed, as Gaza is always to be blamed for, Gaza must be punished, Gazan blood must flow so that the murder on Israelis will be avenged….“

  7. Die Lügen, mit denen der NATO-Krieg gegen Libyen gerechtfertigt wird, übertreffen diejenigen, mit denen die Invasion des Irak gerechtfertigt wurde.

    http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5406

    Sowohl Amnesty International als auch Human Rights Watch hatten nach dem Aufstand im Osten Libyens monatelang jeweils einen ehrlichen Beobachter vor Ort – beide haben sämtliche Anschuldigungen widerlegt, mit denen NATO den Krieg gegen Libyen gerechtfertigt hat.

    …es gibt keinen … Fall von Vergewaltigung durch Kämpfer aus Gaddafis Lager, und es gibt auch keinen Arzt, dem so ein Fall bekannt war. Alle Geschichten über „Massenvergewaltigungen mit Viagra“ sind einfach erfunden: Kriegsgreuelprapaganda wie die von Sefton Delmer!

    … keine … Berichte von Kampfhubschraubern, die Zivilisten angriffen und keine Kampfjets, die Leute bombardierten, …jegliche Rechtfertigung für … Flugverbotszone, die als Vorwand für die NATO-Angriffe auf Libyen benutzt wurde, vollkommen entwertet.

    Keine Vergewaltigungen, keine afrikanischen Söldner, keine Kampfhubschrauber oder Kampfjets, und nur 110 Tote vor dem Beginn der Bombardierung durch NATO-Truppen (nicht, wie vom West-FS kolportiert, 3000 „Zivilisten“ – alles gründete auf einer gigantischen Lüge.

    Laut dem libyschen roten Halbmond wurden aber bisher mehr als 1.100 Zivilisten durch NATO-Bomben getötet, darunter über 400 Frauen und Kinder. Mehr als 6.000 libysche Zivilisten wurden durch die Bombardierung verletzt oder verwundet, viele sehr schwer, die Infrastruktur des Landes ist vernichtet.

    Nicht vergessen: Anders als das reguläre Militär Libyens „kämpft“ die Söldnertruppe der „Aufgestandenen“ in Zivil!
    Wie oft wurde gemeldet, die Armeepanzer hätten „das Feuer auf Zivilisten“ eröffnet. Sie müssen auf die sich in Zivilkleidung versteckenden aus dem Hinterhalt angreifenden grausamen „Kämpfer“ der CIA-Truppe schießen, wenn sie das Land von ihnen befreien wollen.

  8. @Blue: „Sie tun gerade so, als ob die Kreditwürdigkeit eines Landes dessen Stärke beeinflusst“
    Tut es das denn nicht? Zum Kriegführen braucht man Geld, Geld, und nochmals Geld. Welches die USA nicht mehr haben, sie führen ihre Kriege nur noch auf Schuldenbasis.
    Und wenn Libyen den Angriff abwehren könnte, hätte dies einen Domineffekt zur Folge.
    Es geht hier um eine Machtdemonstration der USA. Und wenn die nicht mehr wirkt, bricht die Fassade zusammen.
    @ Yilmaz: Sie haben die Details dazu genannt.

  9. @Gerhard Rohlfs: Wie gesagt, die USA sind nicht der Hauptaggressor, sondern treten in einem Verbund auf. Eine niederlage wäre zwar herbe, aber dennoch kein wirklicher Rückschlag für das Militär. US-Militär hat in der Geschichte schon so oft versagt (Kuba, Vietnam usw.) und dennoch hatte dies der Weltmacht an sich nicht geschadet, zumindest wurde ihre Macht dadurch nicht gebrochen. Und in Vietnam starben erheblich mehr als in Libyen.

    Zu den Schulden: es mag noch nicht aufgefallen sein, aber wir alle sitzen auf Schulden, Staatschulden und die allermeisten Länder der Welt tun dies ebenso. Dennoch haben wir Geld, die USA ebenso. Wenn sie die Kosten umverteilen, kommt wieder was fürs Militär raus, dem Volk wirds irgendwie verklickert. Im Grunde ist ein verschuldetes US-Miltär noch gefährlicher, nach dem Motto, wenn es zu Hause keine Ressourcen gibt, dann halt woanders. Und da ist dann nicht mehr von bloßer Länderbesetzung die Rede.

    @Kümel: Ob es verkleidete oder echte Zivilsten waren denke ich kann nicht genau gesagt werden. Oder hat jeder Gaddafi-Soldat sofort im Kopf, wer Feind und wer Freund ist? Es wird einfach auf diejenigen gefeuert, die sich verdächtig verhalten, egal ob schuldig oder unschuldig.

  10. @Blue
    Wie kommen Sie darauf, das die USA sind nicht der Hauptaggressor sind? Die haben lt. NYT schon im Oktober angefangen die ersten Gruppen aufzubauen. Die Franzosen sind dann im Februar erst aufgesprungen, um auch was vom Happen abzubekommen. Die Britten dann erst im März!!

    und jetzt haben sie´s wieder alleine in der Hand -also…
    (an den Putsch haben sich verschiedene andere Militärmächte drangehängt und versucht, diesen zu beeinflussen).

    Die entsprechende Bündelung verschiedener Taktiken und Operationsgebiete, für die General Petraeus bereits bekannt ist – Informationskontrolle (Propaganda, Internet-Manipulation, elektronische Kriegführung), Informationsgewinnung (Satelliten-Kapazitäten, Drohnen, Awacs, Informanten, klassische Spionage, etc), Luft-Operationen (Bombardements, Sondereinsätze, Luftlandemanöver), Marine-Operationen, Bodenkrieg durch Proxy-Milizen unter Leitung entsprechender Kommandeure, verdeckte Operationen (Sabotage, Kidnapping, “gezielte Tötungen”, etc) – hat General Petraeus über seine Kriegserfahrung in Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Jemen, usw, über die Jahre ausgebaut und verfeinert und kann diese nun als neuer CIA-Chef mit den eigenen militärischen Kapazitäten entsprechend einsetzen.

  11. Ich frage mich langsam, auf was für einem Planeten leben wir eigentlich?
    Was soll eigentlich dieses ganze Morden, Kriegführen und Menschenabschlachten wirklich bewirken?
    Das, was noch viele als „Ihre Regierung“ bezeichnen, sehe ich überhaupt nicht mehr als „Meine Regierung“ an. Ich habe so etwas gar nicht. Brauch ich auch nicht.

    Noch vor nicht allzulanger Zeit hat man noch locker flockig mit Gaddafi Geschäfte gemacht. Jetzt ist er der Böse. Ist er nicht so gesprungen, wie andere es wollten? Fing er plötzlich an, selber zu denken?

    Jürgen Elsässer hat mal auf irgendeinem seiner Vorträge davon gesprochen, daß ein Drache, wenn er im Kampf verwundet ist, erst richtig gefährlich wird. Und bezog das glaube ich auf die USA. Aber es scheint hier noch mehr Drachen zu geben. Ich brauche keinen Obama, keinen Sarkozzi und keine Merkel und auch keinen Cameron. Diese Schauspieler, die nach der Zentralbankennase tanzen, bringen nur Unglück und Verderben.

    Ich habe in letzter Zeit viel Alpenparlament geschaut. Es gibt soviele Leute inzwischen, die wirklich gute Lösungen für all die Probleme, die wir inzwischen haben, anbieten. Gute Lösungen. Wir könnten hier wieder wie im Paradies leben. Genug zu Essen für jeden. Genug Energie für jeden. Und im Frieden. Doch diese Typen in den Regierungen verhindern dies! Und mit voller Absicht. Diese Leute müssen weg. Ich betrachte sie nicht mehr als meine Mitmenschen, die man respektieren muß, weil sie etwas außergewöhnliches können. Diejenigen, die nur Angst machen können, damit man sie überhaupt wahrnehmen kann, das sind für mich ganz arme Würstchen. Leider schenken noch zuviele Menschen diesen Würstchen Aufmerksamkeit und zuviele profitieren leider noch von dem System und helfen es zu schützen. Teilweise haben sie aber auch einen sehr beschränkten Horizont und können sich nichts anderes vorstellen, als das was auf ihrem Schreibtisch zu sehen ist.

    Auch 2 Jahre nach seinem Erscheinen, kommt mir immer noch der Avatarfilm von James Cameron in den Sinn. Es scheint wirklich so, als ob das ein Warnfilm war. Denn so gut wie alles davon ist Realität. Auch das Senden von Informationen von einem Menschen zu einem anderen Lebewesen. Gibt es alles schon. In diesem Film wird der Mensch als Zerstörer dargestellt, was er ja zur Zeit auch ist.
    Die Erde in dem Film ist schon kaputt gemacht (kurz davor sind wir ja) und dann versucht man das gleiche sofort auf einem anderen noch grünen Himmelskörper. Und ohne überhaupt darüber nachzudenken.

    Privatarmeen gibt es auch schon längst.

    Es gibt aber noch einige wenige Völker, die noch einigermaßen im Einklang mit der Natur leben. Von denen könnten oder müßten wir lernen. Nicht anders herum. Doch leider gelten die ja als Primitiv und ein Panzer, ein Flachbildschirm oder ein ZDF gucken gilt als DIE Zivilisation schlechthin.

    Ich hör ja schon auf… Ich mußte mir das hier mal von der Seele schreiben.

  12. Mit diesen „Rebellen“ wird der Westen sehr schnell merken was er sich da ins Boot geholt hat als Verbündete…
    Zudem stimme ich dem was yilmaz gepostet hat in vollem Umfang zu. Die genannten Projekte von Gaddafi sind für die USA und deren Vasallen Grund genug einen blutigen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen, schließlich würde das ihre globale Hegemonie gefährden. Das ist also eine existenzielle Frage für jene Mächte. Von daher kein Wunder das man urplötzlich sich auf die Seite von ominösen, im Prinzip völlig unterschiedlich aufgesplitterten „Rebellen“ gestellt und drauf los gebombt hat.
    Ich bin gespannt was nun das Schicksal von Gaddafi persönlich angeht, ein Schauprozess wie bei Saddam? Ein „internationaler Gerichtshof“ um die Weltöffentlichkeit doch noch davon zu überzeugen das Gaddafi ja ein „ganz Schlimmer“ war bzw. ist? Man darf gespannt sein…

  13. Danke Ylmaz für den Hinweis auf Falkenhagen/Queck!

    Interessant auch die folgende Meldung, die vermuten läßt, wie NATO+USA die Welt verblöden und selbst die Übersicht verlieren

    11:06 23/08/2011KAIRO, 23. August (RIA Novosti).

    Gaddafis Sohn Saif al-Islam, der bisher als Gefangener der Rebellen galt, hat sich überraschend im libyschen Fernsehen unter Begleitung seiner Anhänger gezeigt.

    Auf dem Sender Al-Arabija war am Dienstag zu sehen, wie Al-Islam Journalisten vorschlägt, eine Tour durch Tripolis zu unternehmen, um zu zeigen, dass die libysche Hauptstadt sicher sei. Zuvor hatten die Medien berichtet, dass die Rebellen fast die ganze Stadt unter ihre Kontrolle gebracht haben.

    „Wir werden jetzt durch die Orte fahren, die als besonders „heiß“ gelten und ihr werdet mit eigenen Augen sehen, dass alles ruhig ist“, sagte al-Islam den Journalisten. Er bestätigte außerdem, dass sein Vater Muammar al-Gaddafi sich in Tripolis in Sicherheit befinde.

    Libyen wurde ihm zufolge einer elektronischen Attacke der Nato unterzogen. Mithilfe von Hightech konnte die Allianz al-Islam zufolge SMS an die Einwohner verschicken und die Ausstrahlung der Radiosender unterdrücken. „Sie haben einen echten elektronischen Informationskrieg geführt und Anarchie verbreitet“, so der Gaddafi-Sohn.

    Die Nato habe die Kämpfer mit Schiffen und Fahrzeugen in die Stadt gebracht. Tripolis habe jedoch den Aufständischen das Rückgrat gebrochen, sagte al-Islam.

    Zuvor war Medienberichten zufolge ein anderer Sohn Gaddafis, Muhammed, aus der Gefangenschaft geflohen.

    Die arabischen Medien erhalten laut eigenen Angaben nur wenige Videoaufnahmen aus Tripolis, was eine unvoreingenommene Einschätzung der Lage erschwere.

  14. @ Blue

    Die Libyen-Frage ist davon unabhängig, ob man Gaddafi „mag“ oder nicht. Yilmaz stellt dar, daß er unendlich viel für sein Volk und für Afrika getan hat. „Mögen“ braucht ihn deshalb keiner, es ist einfach eine Frage des Völkerrechts, und das brechen die NATO-Angriffe in furchtbarer Weise, auch wenn sie sich ein UNO-Mandat erschwindelt haben, das sie jetzt in Permanenz brechen.

    Was ist eigentlich ein als Zivilist verkleideter Milizangehöriger??
    Die staatsfeindlichen Terroristen haben noch in keiner Phase ihres bewaffneten Aufstandes irgend eine Uniform getragen.

    Das ist es (u.a.), was die CIA-Söldner so mörderisch macht. Sie verstecken sich hinter der Zivilbevölkerung, führen die Waffen nicht offen und kämpfen nicht in Formation. Natürlich haben sie mittlerweile Panzer und Raketenwerfer (woher übrigens, ich dachte, es seien „Stammeskrieger“ ??), und da wissen die Leute von der Armee dann, wo sie hinschießen müssen. Aber sobald sich die reguläre Armee regt, erfolgen die Angriffe der übermächtigen NATO-Bomber, mit URAN-Munition, die die Zivilbevölkerung für die nächsten
    10 Milliarden Jahre durch Krebs und Mißbildungen bei Neugeborenen und durch Induktion von Erbkrankheiten schwerstens schädigt.

    Es ist ja keineswegs so, daß die Armee Libyens auf Zivilisten schießt, sie schießt auf die von der NATO bewaffneten, finanzierten und organisierten Mörderbanden, die in Zivil
    „Krieg führen“. Die Armee Libyens schützt die Zivilisten gegen die in Zivil mordenden CIA-Söldner.

    Es ist ja nicht eine Marotte des IKRK und der Staatenwelt, daß Krieg nur in Uniform geführt werden darf, mit offen geführten Waffen und in Formation unter der Leitung eines Befehlshabers. Damit sind Kämpfer („Kombattanten“) von Zivilisten zu unterscheiden. Nur so ist es möglich, Zivilisten („Nichtkombattanten“) im Krieg zu schützen. Deshalb sagt das Völkerrecht, daß Kämpfer, die diese Regeln nicht einhalten, nichts weiter als illegale Mörder sind, die jederzeit standrechtlich erschossen werden können. Krieg ohne Uniform ist Mord. Das gilt auch für Partisanen oder in einem Bürgerkrieg (etwa Spartakusaufstand).

    Es ist bezeichnend für die frevelhafte Heuchelei der NATO und auch der UNO, zu behaupten, zum Schutz der Zivilbevölkerung müsse das Land leider in Grund und Boden bombardiert werden, und dann schicken sie unter Bruch sämtlicher Sätze des Völkerrechts Mörderbanden in Zivil los, die schon durch ihre Kampfesweise (ganz abgesehen von ihren Mordexzessen!!) die Zivilisten gefährden.

  15. juergenelsaesser:

    Were are the, e..g., International Brigades of the kind of those from the Spanish Civil War 1936?

    [… A] total of 59,380 volunteers from fifty-five countries served during the Spanish Civil War. This included the following: French (10,000), German (5,000), Polish (5,000), Italian(3,350), American (2,800), British (2,000), Canadian (1,000), Yugoslavian (1,500), Czech (1,500), Canadian (1,000), Hungarian (1,000) and Scandinavian (1,000). These men were organized into the 11th, 12th, 13th, 14th and 15th of the Mixed Brigades. […]^1

    And: demos anywhere?

    What about: bück dich^1 in Munich? (Reference: „Schwul in Kabul.“)

    1. http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/SPinternational.htm

    2. [wiki] „Bück dich“ („Bend down,“ „Bend over“) is a song by the Neue Deutsche Härte band Rammstein that first appeared on their second full-length album, Sehnsucht. The lyrics refer to sodomy.

  16. MGC51

    August 23, 2011 at 06:40

    Ich frage mich langsam, auf was für einem Planeten leben wir eigentlich?
    Was soll eigentlich dieses ganze Morden, Kriegführen und Menschenabschlachten wirklich bewirken?
    Das, was noch viele als „Ihre Regierung“ bezeichnen, sehe ich
    überhaupt nicht mehr als „Meine Regierung“ an. Ich habe so etwas gar nicht. Brauch ich auch nicht.

    😉

  17. Die Zivilgesellschaft in den USA, vermutlich der Haupttreiber im Krieg gegen Libyen, zerfällt immer mehr. Es ist jetzt schon usus geworden, mißliebige Meinungsträger einfach wegen irgend welcher erfundener krimineller Delikte lebenslang wegzusperren.

    Ein besonders krasses Beispiel stellt Edgar Steele dar, der als Bürgeranwalt sich den Unwillen der Schattenregierung zugezogen hat. Ein Krimineller hat Steele eine Menge Silbermünzen gestohlen und wollte zur Vertuschung dieses Verbrechens die Ehefrau Steeles durch eine Rohrbombe umbringen. Er wurde gefaßt und verurteilt, aber nur wegen des minderen Vergehens „Besitz illegaler Waffen“ zu 2 Jahren Gefängnis. Demnächst kommt er frei, wegen „guter Führung“.

    Für dieses Entgegenkommen verlangte die Behörde von ihm, Steele mit einem Auftragsmord an seiner Ehefrau zu belasten. Steele habe eine Versicherungssumme kassieren wollen.
    Diese Besvchuldigung ist absurd, weil die Lebensversicherung schon lange gekündigt ist. Als Indiz für einen Auftragsmord unterbreitete die Staatsanwaltschaft lediglich ein Tonband, auf dem die Stimme Steeles zu hören ist, wie er einen Mord in Auftrag gibt. Das Band ist gefälscht! Zusammengeschnitten aus Telefongesprächen, die abgehört worden sind. Bei der Verhandlung lehnte das Gericht die Anhörung von Tonbandexperten glattweg ab, die die Fälschung nachweisen können!

    http://www.free-edgar-steele.com/

    Politische Gefangene gibt es also nicht bloß in der brd!

  18. @Roy Lanek: I know what u mean. It’s your own decision and the decision of everyone, to fight in another country. But I will not, because Libya is not my country, not my people. I feel with Lybian people, may it be followers of Gaddafi, Rebels or other people living there or in exile, but not enough, to risk my life. I will fight, if it’s about my own country, Germany. But I will only fight, if there is no other way.

    The Brigades in Spain were glorious, even they couldn’t stop Franco and his Fascists.

    But in Spain it was an beatable enemy, in Libya it isn’t. And u don’t lnow, if u fight, for whom. Gaddafi? Rebels? Or Libya generally?

    And demos doesn’t appear, because the most people don’t know what to think about Gaddafi. The attacks and bombardements are cruel, no doubt, but is he a man, who deserves international service? That’s because Russia and China in the UNO were „neutral“ and not „opposite“ to Resloution 1973.

  19. @MGC51: Klasse Beitrag! So ähnlich sieht es auch in meiner Seele aus! Im Verlaufe der letzten 20 Jahre habe ich mich von einem lupenreinen Philantropen zu einem ausgesprochenen Misantrophen entwickelt. Die Perversionen und Schrecklichkeiten des weltweit herrschenden, abgrundtief häßlichen Systems nach angloamerikanischem Vorbild – das Böse an sich – haben dazu geführt! Und die dumme Schafherde schluckt alles und macht mit. Was für tolle angeblich intelligente Wesen das doch sind! Hoffentlich gibts nicht noch mehr von dieser Gattung im Universum!

  20. @MGC51 und Atheist: Ich verstehe sie und stimme in vielen Aspekten überein. Das „Problem“ beim Menschen ist, dass er nicht perfekt ist. Eine heile, schöne und friedvolle Welt ist Perfektionismus, auch wenn dies viele anstreben. Schon im Tierreich gibt es Krieg. Wenn jemand in dein territorium eindringt, das eigentlich als deins markiert ist, dann gibt es Streit. Nicht selten mit blutigem Ausgang. Die Menschheit wird immer riesiger und damit die Probleme immer größer. Und je mehr Menschen es gibt, desto mehr Ansichten entstehen. Die Gier wird auch umso größer, denn geld bedeutet Macht, Macht bedeutet Überleben als stärkster, und das wollen viele. Obendrein verlangen die wachsenden Völker mit der Zeit immer mehr Ressourcen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Es kommt erschwerend hinzu, dass ein einfacher Dialog oft abgelehnt wird (Selbst große Teile der Rebellen versuchen bereits, mit Gaddafi Kontakt aufzunehmen, da ihnen die Zivilopfer wohl doch teilweise zu Herzen gehen, aber die NATO bzw deren Bomberpiloten sind da gnadenlos).

    Wahrer Frieden herrscht nur in einer vollständig homogenen Welt, aber die gab es bisher nicht, schon seit der Evolution nicht. Was man aber erreichen kann und muss ist, dass die Menschen endlich aus ihren Fehlern, ehrlich zueinander sind und Krieg nur als letztes und bitteres Mittel betrachten.

  21. Wenn ich Webster Tarpley auf Kopp sehe unbd dann den Jubeltitel von der Berliner Morgenpost „Lybier feiern ihre Freiheit!“ lese wird mir übel! Ich habe die DDR gehasst u.A. wegen deren Lügenpropaganda, aber das hier übetrifft noch den „Schwarzen Kanal“!
    Ich schäme mich für mein Land, dass hier solch üble Propaganda einfach so durch kommt!

  22. War nicht ganz klar, auf welche Weise eigentlich die guten Amerikaner am Libyenkrieg verdienen wollen.

    Jetzt kristallisiert sich ein genialer Einfall heraus:
    Irak soll Kosten für US-Einmarsch zurückzahlen!
    Darauf hätte Napoleon kommen sollen! Vielleicht können die Amis auf diesem Wege ihre Schulden vermindern. Haben die Koreaner schon bezahlt? Serbien könnte auch noch blechen. Die Vietnamesen könnte man drankriegen. (Die Deutschen zahlen ja noch!! Und für den 11.9. haben sie mit der Müncher Rück auch die Twin Tower-Türme bezahlt.)

    Die Opposition hierzulande sollte prüfen, ob nicht ein paar Milliarden für das Reich fällig sind, wegen der Befreiung Frankreichs 1940. Und der Rußlandfeldzug war ja auch teuer.

    Ein US-Kongressabgeordneter fordert vom Irak eine Beteiligung an den Kriegskosten. Das habe er dem irakischen Präsidenten Nuri al-Almiki unterbreitet. Der Irak solle nach Einschätzung des US-Abgeordneten Dana Rohrabacher den USA einen Teil der Kriegskosten erstatten.

  23. Wie geht das eigentlich zu, wenn das Imperium, bzw., das System einem besiegten Vasallen seinen Willen aufzwingt.
    Nicht jedesmal geht es da blutig mit Drohnen, Bomben und Granaten ab.

    Es geht auch mit Erpressung.

    The Power of Money

    US threatens to cut Egypt aid over Israeli regime

    US Congresswoman Kay Granger has threatened that if Egypt withdraws from its peace treaty with the Zionist regime of Israel, Washington would cut its USD 2-billion annual aid to Cairo.

    http://abna.co/data.asp?lang=3&Id=261697

    (Ahlul Bayt News Agency) – Granger said in an interview with Jerusalem Post “The United States aid to Egypt is predicated on the peace treaty between Egypt and Israel, and so the relationship between Egypt and Israel is extremely important”.
    The remark came as tension between Cairo and Tel Aviv increased after Israeli forces killed five Egyptian border guards on Thursday at Egypt’s border with the Gaza Strip.
    The United States‘ annual aid has been provided to Egypt since the Cairo-Tel Aviv peace treaty was signed.
    Granger is the chairwoman of the US House appropriations foreign operations subcommittee, which is the institution in charge if setting the US foreign aid bill.

  24. *schubs*

    Neulich stand in der DailyWail zu lesen, Einheiten des SAS hätten Tage vor Beginn des Irakkrieges von 2003 die Grenze zum Irak überschritten, um im Inneren des Landes durchzuführen, was in der Sprache dieser Leute „spezielle Operationen“ genannt wird. Wie schon beim Golfkrieg von 1991, haben diese Clowns sich bis auf die Knochen blamiert, dann aber gelogen, bis sich die Balken bogen. Wie 1991, wurdn die SAS-Kommandos von Beduinen entwaffnet. Bilder der Beduinen, die mit den Geländewagen des SAS durch die Gegend fuhren, waren u.a. bei Al-Jazeera zu sehen:

    „The Americans are sick of the British. In 1991 they (The Americans) had the aircraft and technology to find and disable SCUD units. But the British insisted on having something to ‚take home‘, i.e. save face, and requested that the SAS remove the units on foot. What a disaster that turned out to be. People here, basic militia, knew how overated those jokers were. It doesn’t surprise me one iota the men who fought the Iranians for 8 years knocked 7 shades of shit out of them. Real soldiers. Then the Basra fiasco, which wasn’t just the occupation. The British couldn’t take the city from the regular Iraqi Army. They reported its fall 17 times. Then, as you mentioned, their inability to hold the city. Then in 2010 losing control of Sangin, again requiring a US Bailout. In fact, US impatience with the British is documented. One former Brit soldier wrote book on it, ‚Losing Small Wars‘. He tells an interesting story of the British boasting over how they were going to occupy Basra through unique experience only to run at first notice and blame their mess on the Americans. This infuriated the American leadership. And the exact same thing happened in Helmand.

    The book details the culture in the British armed forces as one of thorough back-slapping. Promotions are rife and errors not held to account. The General overseeing the occupation of Basra was on a ski trip in Switzerland when the place was at it’s worst. Not only was he not dismissed, he received honors. Did you know that there are more Generals in Britains small army than operational tanks?“

    „The day after Task Force 7 ventured into the northern part of the Sunni Triangle, it ran into a small group of Bedouins and decided to talk to them over tea. A much larger group of Bedouins, meanwhile, sneaked up on the British Forces and opened fire. In the confusion, the British commandos fled, abandoning their combat vehicles and their sensitive equipment, including radios programmed with the Delta Force frequencies. The British commandos were eventually able to reorganise themselves and call in helicopters to whisk them to safety. But the episode proved to be an embarrassment, especially when Al-Jazeera showed footage of the Iraqi tribesmen driving their vehicles“

    – P. 336.

    This is reminiscent of the Bravo Two Zero fiasco, where the SAS were deployed in 1991 to hunt SCUD’s. McNabs claims he and his men took out scores of armored vehicles, killed 250 soldiers and were tortured in captivity. It was later proven that McNab and his men did not kill a single soldier and were dropped in an area where no armored vehicles were deployed. Instead, McNab and his men landed in a one-legged farmers land. The farmer, his son and a friend went to higher ground and ambushed the SAS. With an AK-47 and Muskets. McNab and his men dropped their equipment, fled into the night and were eventually captured. Far from being tortured, the Iraqi military treated one with broken ankle. The operation was so clean that he needed no further medical attention in London. The farmer was on Channel 4 (UK TV) a few years back, he was tracked down by the man who wrote ‚The Real Bravo 2 Zero‘. He pulled British weapons and night vision equipment from his shed. It turns out he was an Iran war veteran who had lost his leg in combat.“

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