Schwul in Kabul

Wie die westlichen Homo- und Gender-Lobbies den Nahen Osten erobern

In COMPACT-Nummer 7 (Juli 2011) hat Andrea Ricci einen schönen Artikel über das Treiben deutscher Parteienstiftngen im Nahen Osten geschrieben: „Gender mainstream“ im Kielwasser des US-Krieges. An dieser Stelle ein Auszug aus dem COMPACT-Beitrag, und zwar über eine Posse aus der afghanischen Hauptstadt.

Schwul in Kabul, von Andrea Ricci

(…)

 

Postmoderner Firlefanz um die „sexuelle Orientierung“ und die „Geschlechtsidentität“ hat derzeit Hochkonjunktur auf der Besorgnisskala, wenn es um islamisch geprägte Gesellschaften geht. Denn in Sachen Gendermainstreaming und Christopher-Street-Day besteht in den Augen der westlichen Homolobby noch großer Handlungsbedarf. Da freut man sich schon über klitzekleine Fortschritte. So frohlocken österreichische Schwule auf der Netzseite gaywien.at, dass Kabul immer schwuler werde. Der Grund für diese Annahme: Immer mehr Autos fahren dort angeblich mit der Regenbogenfahne herum. Es handle sich bereits um die Hälfte aller gesichteten Fahrzeuge. Die Analyse der Alpen-Gays: „Sind 50 Prozent der Afghanen schwul? Nein – sie wissen nur nicht, was das Zeichen bedeutet!“ Eine Nachrichtenagentur aus Afghanistan ging der Sache nun auf den Grund und fand heraus, dass offenbar homosexuelle Kanadier für die farbenfrohe Verschwuchtelung Kabuls gesorgt haben: Einige der in Kanada gebraucht gekauften und nach Afghanistan verbrachten Fahrzeuge waren mit einer Regenbogenfahne geschmückt. Die Einheimischen wussten über die Bedeutung dieses Symbols nicht Bescheid und nahmen an, dass das Zeichen eine Modeerscheinung aus dem Westen sei. Modeerscheinung aus dem Westen? Wenn die Afghanen wüssten, dass sie das Thema voll begriffen haben…
 

(Weiter lesen in der Print-Ausgabe von COMPACT-Magazin).

24 Kommentare zu „Schwul in Kabul

  1. An sich ein für mich nun nicht so dramatisches Thema. Wobei man vorsichtig sein muss, dass die Afghanen hier nicht noch mehr Symbole missverstehen und zu etwas werden, das sie nicht sind.

    Ich persönlich bin natürlich immer für Homo Ehen, egal welcherlei Geschlechts. Jeder Mensch hat das Recht, seine Liebe so auszuleben, wie er will, solche gibt es auch selbst in den konservativsten und religiösesten Ländern, nur haben diese es erheblich schwerer.

    Wenn man diese nun schützen will, dann sollte man allerdings nicht mit Symbolen, die sowieso dort keiner versteht, vorfahren, sondern Aufklärung betreiben.

  2. Naja … ich habe ja vor kurzem schon festgestellt, dass Ihr Umgang mit G. Wisnewsky deutlich auf Sie abfärbt, Herr Elsässer. Erst konnte (während der Frauen-Fußball-WM) man dessen Frauenfeindlichkeit in Ihren Texten feststellen, nun auch noch (wie damals schon von mir vermutet) Schwulenfeindlichkeit. Unglaublich, was aus ehemaligen Linken alles werden kann.

    Ich lese diesen Blog schon seit langem nur noch mit Verwunderung.

    Ein ehemaliger Fan (wegen Ihrer Jugoslawien-Bücher)

  3. Frank: Der Artikel, der Ihnen missfällt, ist nicht von mir, sondern von Andrea Ricci, aber natürlich stehe ich dahinter. Der artikel ist auch nicht schwulenfeindlich, sondern wehrt sich nur dagegen, Leute, die keine Schwulen sein wollen (wie z.B. die afghanen), mit deutschen Steuermitteln sexuell umzuerziehen. – Da Sie ein Freund meiner Jugoslawien-Bücher sind: Die Jugos bzw. Serben werden am Punkt Feminismus und schwule bestimmt nicht Ihrer Meinung sein. Sprechen Sie doch mal mit DENEN über diese Themen – oder sind Sie nur Jugo-Fan im Abstrakten, d.h. unter Absehung von den konkreten Menschen?

  4. In Ihren Büchern fand ich die Aufklärung über die Verbrechen und Lügen unserer damaligen Regierung und der NATO wichtig. Wieso soll ich deshalb gleich Jugo-Fan sein? Serben, Albaner und andere dort lebende Menschen sind deshalb doch noch lange keine besseren Menschen als sonstwer, nur weil wir sie mal unberechtigt bombardiert haben. Kann schon sein, dass die Bevölkerung mancher ex-jugoslawischer Länder möglicherweise wenig von Feminismus und Homosexuellen-Gleichstellung hält, das ist aber ein völlig anderes Thema.

    Und selbstverständlich ist der obige Artikel-Auszug nicht von Ihnen, aber es geht mir um die allgemeine die Tendenz hier. Mit Niveau oder mit Aufklärung hat ein Artikel wie der obige nichts zu tun. Naja, ist ja auch Ihre Sache…

  5. … die nordatlantische Terrororganisation (NaTO) hat Libyen in Schutt und (uranhaltige) Asche gebombt und das gekaufte Rebellengesocks erobert in diesen Stunden Tripolis und und und – und JE postet einen solchen Beitrag – wat soll dat ?

  6. elsässer schreibt:

    „Der artikel ist auch nicht schwulenfeindlich, sondern wehrt sich nur dagegen, Leute, die keine Schwulen sein wollen (wie z.B. die afghanen), mit deutschen Steuermitteln sexuell umzuerziehen.“

    irgendwie bekloppter artikel, sorry. dafür braucht man dort sicher keine us-boys und auch keine deutschen steuergelder.! besonders wenn es darum geht menschen und KINDERN, die gar nicht schwul sein wollen, dennoch dazu zu zwingen ist doch dort in einflussreichen kreisen schon seit ewigen zeiten „hipp“.

    vielleicht sollten sie dazu mal ein statement abgeben, wenns wirklich darum gehen sollte …

    „Missbrauch in Afghanistan

    Die Tanzknaben vom Hindukusch

    In Afghanistan halten sich einflussreiche Männer Jungs im Alter zwischen elf und sechzehn Jahren zum erotischen Zeitvertreib. Die UN wollen dagegen vorgehen. Doch das „Knabenspiel“ hat Tradition.“

    http://www.faz.net/artikel/C31325/missbrauch-in-afghanistan-die-tanzknaben-vom-hindukusch-30337865.html

  7. @ Jürgen

    Pauschalisierungen sind unzulässig. Nicht alle Serben/Jugos/Afghanen sind Heten bzw. schwulen“unfreundlich“.

  8. Unterstützung der Antikriegsbewegung? JA! Unterstützung der Wahrheitsbewegung? JA! Kampf gegen Sowjeteuropa/4. Reich? JA! Unterstützung gegen eifernde SexistInnen? JA! Aber was um Himmels willen erhoffen sich Wisnewski, Lichtschlag und ein grosser Teil der von mir ansonsten nach Kräften unterstützten Querfront gegen sas Establishment von diesem abgestandenen Schwulen-Bashing? Es gibt zwar viele schwule Neocons, aber ich versichere Ihnen, mindestens so viele schwule Gegner von NWO, Bilderbergern, Euro-Zentralisten und fiat money-Fanatikern!

  9. Sicher gibt es in islamischen Ländern auch genug Schwule, die ihre Sexualität aber nicht bekannt werden lassen dürfen.
    So wichtig finde ich das Thema nicht. Es ist eher ein Witz am Rande, wenn Afghanen mit der Regenbogenfahne am Auto herumfahren.

    Wichtiger wäre ein fundierter Bericht über Libyen oder Syrien, so man denn wirklich glaubwürdige Informationen erhalten kann.

    mit freundlichen Grüßen

  10. saito: Zu Libyen vier (!) Artikel in COMPACT 6/2011, zu Syrien je ein Artikel in 6/2011 und 7/2011.

  11. Ja wenn die Afghanen keine Buddhisten sein wollen, sprengen sie die 1500 Jahre alten Statuen in Bamyan einfach in die Luft. Und wenn sie keine Schwulen sein wollen, bringen sie Schwule einfach um siehe Taliban-Herrschaft.
    Mann oh Mann Herr Elsässer! Lassen sie doch gleich 1000 Blumen in kabul blühen 🙂

  12. Rappel 2: 1000 Blumen? Prima Idee! Aber man wird die Blumen nicht exportieren können, schon gar nict mit unseren Steuergeldern.

  13. Die Zerstörung der Familie steht ganz oben auf der Agenda unserer Freunde, in Afghanistan werden sie da meiner Erfahrung die ich dort sammelt konnte nach total scheitern.

  14. Liber Frank & andere „Schwulenfreunde“!
    Auch ich habe homosexuelle Bekannte – und die denken ähnlich wie ich. Nur weil einer homosexuell ist, muß er nicht gerne dafür blechen müssen, daß möglichst viele schwul oder sonstwie aus der Art geschlagen werden.
    Und das ist es, was die meisten Konservativen an der „Schwulenemanzipation“ und allen anderen „Emanzipationen“ stört: sie werden mit „Staatsknete“ betrieben.

    Laßt uns – die Ewiggestrigen – doch aus! Laßt uns UNSERE Versicherungen, UNSERE Sozialwerke, UNSER sauer verdientes Geld und finanziert eure Gesellschaftsklemptnerei allein mit euren Beiträgen denen der anderen „Gutmenschen“.
    Daß macht ihr natürchlich nicht, denn es wäre „ungerecht“.
    So durchtrieben seid ihr nun doch, daß ihr wißt, daß die ganzen schönen Antidiskriminierungsprogramme ohne der Knete der Malocher ein arg saurer Wein wären – und wer will bei Krankheit und im Alter allein auf die Solidarität der „Mitschwestern“ und der multikulturellen Gesellschaft angewiesen sein?

  15. Jürgen Elsässer

    Vielen Dank für den Tipp. Hatte COMPACT Abo bestellt, aber nichts bekommen?
    Wo hängt es?

    mit freundlichen grüßen

  16. „Der artikel ist auch nicht schwulenfeindlich, sondern wehrt sich nur dagegen, Leute, die keine Schwulen sein wollen (wie z.B. die afghanen), mit deutschen Steuermitteln sexuell umzuerziehen.“

    Was für ein dämlicher Schwachsinn. Wenn sie das tatsächlich glauben, können sie einem nur leid tun. Schwul ist man oder man ist es nicht. Sie sollten sich lieber fragen, ob sie es für humanistisch oder gesund halten, wenn jemand seine Sexualität aufgrund gesellschaftlicher Repressionen unterdrücken muss. Eine Umerziehung zum Schwulsein existiert nicht. Das ist dämlichste Propaganda aus der evangelikalen und rechten Szene. Sie sollten ihre Lektüre ausnahmsweise mal nicht vom Kopp-Verlag beziehen. Das ist nämlich peinlich!

  17. Sheldon: Wo gibt es in Deutschland noch Repressionen gegen Schwule? Welchen anderen Zweck als sexuelle Umerziehung haben dann die millionenschweren Gender-Mainstream-Programme?

  18. die letzten zwei beträge sind einen kommentar wert. irgendwie kann ich beides nicht ab: schwulenlobbyisten und auch sogenannte „evangelickale“, zu denen man auch die us-hörigen freikirchler-spasten der baptisten- oder methodistenszene zählen muß (und kreationisten), wobei ich da jetzt auch nicht pauschalisierend ALLE verurteilen will (es wird da wohl auch einige geben, die nich so sind). je nun: es gilt, sich immer aus allen anschauunge das beste rauszuholen.

  19. @Sheldon Lee Cooper

    Wachen Sie auf, und sehen Sie sich mal um: Es gibt hier seit langem keine „gesellschaftiche Repression“ für Schwule mehr. Den allermeisten Deutschen — mir auch — ist es völlig egal, ob jemand in ihrer Umgebung schwul ist.

    Allerdings ist es vielen ganz und gar nicht egal, wenn sie das begründete Gefühl haben, dass sie „bekehrt“ werden sollen. Ich muss sagen, dass mir — wie vielen meiner Bekannten — die dauernde Missionarstätigkeit und der ausgeprägte Exhibitionismus (und vor allem die weinerliche Opferrolle, wenn man mit seiner Orientierung nicht überall im Mittelpunkt steht und permanent von allen bejubelt wird) langsam mächtig auf den Senkel geht und allmählich anfängt, einen starken Widerwillen und einen schweren Ekel auszulösen. Sind Heteros gleich homophob oder gehören zur evangelikalen oder rechten Szene, wenn sich ihre Begeisterung für Persönlichkeiten in Grenzen hält, die einen unstillbaren Drang zu verspüren scheinen, sich viel zu oft und aufdringlich wie narzisstische und durchgeknallte verwöhnte Sechsjährige zu präsentieren?

    Ich empfehle Ihnen, mal Ihr sektiererisches Milieu zu verlassen, ein bisschen die Augen aufzumachen und wieder Kontakt mit der Realität aufzunehmen. Das hilft.

  20. Weiter oben laß ich:
    >Ganz oben auf der Agenda steht die Zerstörung der Familie<

    Vollkommen richtig, diese Feststellung.

    Die Schwulen und Lesben mit ihren nervigen Paraden werden
    für dieses Ziel lediglich Ziel benutzt.

    Kein Hetero kommt auf die Idee und stellt sich permanent in den Mittelpunkt und sagt: He Leute, seht mal, ich bin heteroooo…

    Die funktionierende Familie soll zerstört werden, weil hier die Menschen noch einen Funken von Heimat, Bodenständigkeit, Naturverbundenheit, Zusammenhalt,
    Hilfsbereitschaft, Anstand, Solidarität in der Not, Anerkennung, Bildung und gemeinsame Freude finden können.

    Alles das will man pulverisieren, auslöschen.

    Ich hätte nie geglaubt, wie krank und destruktiv sich diese
    spätkapitalistische Übergangsphase entwickeln wird.

  21. 90% der Afghanen wissen auch nicht, was am 11.9.2001 passiert ist! Da bombt man dieses Land und marschiert ein und nach über 9 Jahren wissen die meisten Einwohner immer noch nicht warum dort einmarschiert wurde (also die offizielle Erklärung im Westen). War jetzt leicht OT, aber zeigt wie Informationspolitik der „Allierten“ dort ist.

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