Ein Preis für Putin? Aber IMMER!

Zur Hölle mit Özdemir und allen Feinden der deutsch-russischen Freundschaft!

Ws sind das für kleine Scheißerchen, die dagegen intrigiert haben, dass Putin den Quadriga-Preis bekommt? Özdemir, der Fünf-Groschen-Junge der Wallstreet? Vaclav Havel, der Verräter des tschechischen Volkes, der Kommis der EU? Womöglich noch Claudia Roth, die Schande selbst des Dschungel-Camps?

Wenns nach mir geht, bekommt Putin den Nobelpreis! Weil er den Ausverkauf Russlands an das angloamerikanische Kapital gestoppt und Russland als eurasische Macht restauriert hat. Unter Jelzin sank die Lebenserwartung im Schnitt um 8 Jahre – das ist Genozid! Schröder hat er die Hand zur Freundschaft gereicht – trotz dessen Verbrechen in Jugoslawien, und beide setzten die Ostseepipeline durch, die uns auf Jahrzehnte – da können die Grünen heulen und jammern – mit sicherer, sauberer und günstiger Enegie versorgen wird.

Und Chodorkowski? Recht geschieht ihm! Dass ein Finanzgangster wie er, der russisches Volksvermögen zum eigenen Vorteil außer Landes verschoben hat,  in einer Zelle in Sibirien sitzt, ist ein Triumph der Rechtsstaatlichkeit. Unter Jelzin herrschten die Gangs, die konnte sich der normale Bürger seines Lebens nicht sicher sein – aber da haben unsere Hofschranzen der Menschenrechte geschwiegen …

Die Wiederherstellung der russischen Nation war nur möglich über die Restauration eines einheitlichen Nationalgefühls und eines Geschichtsbildes, auf das sich alle jenseits der Ideologien positiv beziehen konnten. Genial, wie Putin die jahrzehntelange Feindschaft zwischen Roten und Weißen überwand: Die sowjetische Hymne wurde wieder Nationalhymne – aber ohne den bolschewistischen Text. Jedes Jahr feiert man den Sieg der Roten Armee über den Nazismus – aber verdammt die Schreckenstaten der Tscheka gegen die politischen Gegner. Man lässt dem Volk seinen naiven Stalin-Glauben – Väterchen soll ja in Umfragen der beliebteste Russe sein -, aber macht Propaandafür Katharina die Große, die große Modernisiererin, die gütige Zarin und – by the way – die Deutsche!

Das Video hab ich vielleicht schon mal gepostet. Auch egal, kann man zwei Mal sehen. In der modernen Interpretation der Hymne, in der Verbindung der schönen Athletin und der Musik zeigt sich, dass die Modernisierung des Patriotismus, bei Bewahrung seiner ganz unterschiedlichen Wurzeln, gelungen ist. (Und ganz nebenbei auch ein super Beispiel für Frauensport, wie er sein soll!)

Jedenfalls: Tauroggen und Rapallo weisen den Weg: Lang lebe die deutsch-russische Freundschaft!  Druschba, Towarischi!

86 Kommentare zu „Ein Preis für Putin? Aber IMMER!

  1. „Vaclav Havel, der Verräter des tschechischen Volkes“, mit verlaub JE, ich will sie jetz nicht beleidigen aber ich bin kurz davor. wärend sie ihren dekadenten, satten westlinken arsch auf der golden schüssel hatten, diverse kommunistische bünde berreicherten und vom staat gesponsert wurden gings diesem „Verräter des tschechischen Volkes“ nicht ganz so rosig. als sie noch von der DDR als ausgeburt des sozialismus schwärmten und akw-protestler mit vollpension waren, haben leute wie HAVEL ihr leben eigesetzt.
    naja, DIE haben wirklich was bewegt, sie geben eine zeitung raus…

  2. Die Wortwahl ist wie meistens etwas zu deftig meiner Meinung nach (Sch… „zur Hölle“) , dem Sinn nach stimme ich aber zu 98 % zu.

  3. fatima: Die Wortwahl ist kontraproduktiv, um manche Zweifler zu überzeugen, da haben Sie Recht, aber sie hebt – via Autosuggestion – ganz eindeutig meine Moral, und darauf kommt es zwischendrin auch mal an, verflucht nochmal! Morgen bin ich wieder sanft wie ein Philosoph, versprochen!

  4. Rußland ist ein Teil Europas und die Russen sind Europäer. Diese Selbstverständlichkeit auszusprechen ist nötig angesichts der Tatsache, daß die BRD-Hefe (Elite ist sie keine) ihre Liebedienerei an den USA auslebt: Hefe zu Hefe.

    Gorbatschow ließ hierzulande Plakate kleben, auf denen blonde Sibirer zu sehen waren, mit der Unterschrift: „Wir haben mehr gemeinsam, als mancher denkt!“ Und tatsächlich könnte deutsche Technik das Pionierland Sibirien erschließen, der Industriestandort BRD könnte vom Rohstoffreichtum Rußlands enorm profitieren und deutscher Export fände einen aufnahmefähigen Markt. Wo gegenseitige Interessen so offensichtlich aufeinander abgestimmt sind, ist e3hrlicher Ausgleich leicht. Dagegen kommt aus den USA manche Forderung und mancher Einfluß, die den Industriestandort außerordentlich schwächen, und gigantische Zahlungen fordern und dazu verbrecherische Söldnerdienste.

    Die Ausrichtung der BRD-Politik auf DIESEN Teil Europas und die Abwendung von der NATO-Liebedienerei ist im Interesse des Deutschen Volkes. Immerhin ist dieses Staatsziel sogar Gegenstand des BRD-GG und Teil des BRD-Amtseids!

  5. @ prince charming

    Obwohl ich dem Inhalt ihres Postings hier nicht ungeteilt zustimmen möchte so ist er köstlich geschrieben! 🙂 Ich musst so los lachen…“westlinken Arsch auf dem goldenen Thron“… 😀 Scheiße, verdammt noch Mal 🙂 Na ja, selbst ich als Sozialist kann da mit ein klein wenig Selbstironie durchaus ein lautes Lachen mir nicht verkneifen 🙂

  6. das Kuratorium: „Leadership braucht die Entschlossenheit für das Notwendige.“

    richtig so! „In Staub mit allen Feinden Brandenburgs !“ heißt es schon bei Kleist alias „Prinz von Homburg“.

    Und Putin ist ein würdiger Nachfolger von „Michael Kohlhaas“.
    Dieser ging mit erhobenen Haupt auf das Schafott und sorgte damit genial für seine Nachfahren.Lange hielt auch nach Kleist Napoleon nicht mehr durch. Wenn das kein Kleist-Jahr ist!

    Ich kenne es noch, dieses „schneller, höher, weiter“. Diese russische Athletin ist eine friedliche „Penthesilea“ wie auch die leichtathletischen Speerwerferinnen und ohne Frage, schön anzuschauen.

  7. Putin ist der Mann, ganz klar. Stalin muss in Russland nunmal auch ein bißchen sein. Meiner Meinung nach, wäre Russland heute eine jämmerliche Kolonie der USA, wenn die Russen in der Geschichte nicht die Vorzüge des Stalinismus gekannt hätten. Die 3. Dynastie des Russischen Reiches, die großteils aus Deutschen bestand, ist natürlich ein Indiz dafür, dass sich beide Völker wieder verbrüdern können. Was den Quadriga-Preis anbetrifft, so glaube ich, dass das alles nur Theater ist. Schließlich haben diesen Preis so Gestalten, wie Peres und Juschtschenko bereits bekommen gehabt. In Russland sind ja dieses Jahr Wahlen und Putin wird nunmal auch an den deutsch-russischen Verhältnissen in Russland gemessen. Jedem war klar, dass es in den Medien einen Aufschrei geben wird, wenn jemand im Westen Putin einen Preis verleihen würde. Deswegen wurde vermutlich bewusst so ein Skandal insziniert, um Putin in Russland nagativ darzustellen. Der Preis an sich, ist ihm sicherlich egal. Es wäre aber ein gutes Zeichen für die deutsch-russischen Beziehungen gewesen, wenn er ihn bekommen hätte. Auch egal, Putin wird so oder so an der Macht bleiben und die Achse Paris-Berlin-Moskau wird früher oder später kommen. Apropos Tag des Sieges. In Russland denkt man ja über die Deutschen viel positiver als es hier umgekehrt der Fall ist. Deutsch ist ja auch die Fremdsprache Nr. 1 in Russland. Der Chef von Gazprom ist ein Russlanddeutscher. Genauso wie der Chef der Sberbank, die ja die größte Bank Osteuropas ist. Deutschland sollte sich endlich mal vom Amerikanismus lösen, wenn es seine Zukunft nicht verspielen will. Der angebliche Demokratiedefizit in Russland basiert eh großtzeils auf Lügen und scheinheiliger Doppelmoral. Auch von mir noch ein kleines Video über die äußerst russland-patriotischen Kuban Kosaken, was denk ich mal ganz gut zum Motto der Volksinitiative passt. Wer weiß vieilleicht werden unsere türkischen Freunde irgendwann in Zeiten der Eurasischen Union in diesem Lande auch mal so einen ehrenwerten Status haben.

  8. als altes zonenkind war ich immer ein anhänger von ’68!
    aber keineswegs von dem 68 in westberlin oder pforzheim sondern von dem in prag. ein guter freund meiner eltern, ein professor an der prager karls-uni, hat sich (gemäßigt) für den prager früling ausgesprochen. eine weile später wurde er entlassen. aber kaum ein halbes jahr später durfte er dort weiter arbeiten … als eine art hausmeister. ist doch toll, nicht.

    in prag hat sich ein student auf dem wenzelsplatz verbrannt (jan palach) und im westen blökten die mao/stalinisten.

    ich hab in der wunderschönen DDR einige zeit im sozialistischen strafvollzug verbringen dürfen, weil ich nicht zur waffe greifen wollte um den sozialismus zu vergteidigen. (mein anwalt gregor gysi hat mich rausgeholt und ich „durfte“ zu den waffenlosen bausoldaten).
    ich bin kein eingetragener fan im westlinken feindbilclub.
    havel war/ist mein held.

    und JE, tschechen kenn ich ne menge…
    für jüngere spielt der kaum eine rolle, klar.
    für viele ältere aber eine große …und sehr positive.

  9. prince: Sie verwechseln da was. Ablehnung des RealSoz ist eine Sache. Etwas anderes, wie man die „Helden“ des Systemwechsels bewertet. Man muss nicht Honecker gut finden, wenn man Bärbel Bohley (oder Vaclav Havel) nicht gut findet. Heute stehen die Tschechen mehrheitlich hinter Vclav Klaus und NICHT hinter Vaclav Havel – das lässt sich nachweisen. Ich übrigens auch. Und Sie?

  10. klar find ich vaclav klaus gut. oder besser, zeitgemäß richtig und wichtig!
    und der klaus mag ja den havel garnicht.

    scheißegal, havel ist und bleibt ein held (für mich) und er ist KEIN verräter des volkes! never!

  11. prince: und warum mag der klaus, anders als Sie, den havel wohl nicht?

  12. Stimme den Ausführungen von Jürgen Elsässer, Dr. Kümel und Fatima Oeguz 100% zu !

  13. ganz einfach: klaus ist ein konservativer, havel ein liberaler (im besten wortsinn).
    havel war dissident, klaus nicht.
    klaus war für die zerschlagung der cssr, havel nicht.
    havel ist für mehr bürgerrechte, klaus nicht.

  14. ps. havel ist europäer (jetzt mal nicht den eu-quatsch gemeint).
    klaus doch eher nur tscheche. gut, das macht ihn richtig (zur zeit), der held blebt havel, so! 🙂

  15. Der strategisch größte Fehler der deutschen Eliten ist die Ablehnung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Russland und China.

    Das Vasallentum Deutschlands gegenüber den USA ist ein 2.strategischer Fehler, denn die USA werden uns weder Energie noch Rohstoffe liefern können und wird als Absatzmarkt mittelfristig möglicherweise an Bedeutung verlieren.

    Natürlich war der Kniefall Willi Brandt´s in Warschau richtig und
    wichtig, so wie Helmut Schmidt kürzlich bemerkte, jedoch fügte er hinzu, daß kein Volk ewig auf Knien leben lann.

    Das russische Volk, das mit 20 Mio. Toten in WKII die größten Opfer brachte, hat das schon lange verinnerlicht und Deutschland inzwischen die Hand gereicht.

    Nur unsere, im wahrsten Sinne des Wortes beschränkten Eliten in ihren kalten Schützengräben, gebaut in den 50-er bis 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, kapieren es einfach nicht.

  16. Rußland und Wladimir Putin haben uns Deutsche, in den letzten Jahren mehr bereichert, als unsere amerikanischen und israelischen „Freunde“. Schröder hatte als Kanzler zwar viel Mist gebaut, aber ich rechne ihm hoch an, dass er mit Putin gut zusammengearbeitet hat. Von Jelzin habe ich nicht allzuviel gehalten. Er war doch manchmal mehr angesoffen als nüchtern und er wurde eigentlich von einigen geheimen Hintermännern regiert, anstatt dass er eigentlich regiert. Putin hatte seit seinem Amtsantritt als Präsident den Spieß umgedreht. Dank ihm wurde das Land wieder aufgebaut bzw. befindet sich immer noch im Aufbau. Er hat zu den Deutschen auch gesagt, dass man die alten Geschichten vor 1945 endlich beiseite legen soll und man zusehen soll, dass es in Zukunft ein besseres Miteinander gibt. So eine faire Geste würde ich mir auch von den USA, Israel oder Polen wünschen, anstatt diese ständigen Nazibeschimpfungen. Aber gerade diesen Ländern mißfällt diese Freundschaft und auch unsere dumme Merkel hat da meiner Meinung nach, einiges kaputt gemacht.

    Ich fand es auch super, dass man die Melodie der alten Sowjethymne mit neuem Text wieder eingeführt hatte. Die rockigere Version vom obigen Video hört sich sogar noch besser an.
    Die Hymne von 1990 und 2000 hat mir sowieso nicht gefallen.

  17. Mir ist ein Fehler passiert. Der letzte Satz sollte so lauten:

    „Die Hymne von 1990 bis 2000 hat mir sowieso nicht gefallen.“

    @Norddeutscher

    Bis auf die Sache mit Brandts Kniefall, stimme ich Ihren Kommentar vollkommen zu!

  18. @ Norddeutscher
    Die Diskussion über Millionen Tote ist recht unfruchtbar.
    Aber um der Genauigkeit willen, übernehmen Sie nicht ungeprüft die Zahl 20 Mio sowjetischer Gefallener. Stalin selber hat anfangs von 8 Mio gesprochen und dann im Lauf der Jahre so manche Million angefügt, die im Gulag „verstorben“ sind.
    Zuweilen ist auch von 26 Mio die Rede.

  19. Norddeutscher hat recht.

    Eine Strategie für unser Land ???

    1. dolphins mit Nukes als Zweitschlagswaffe (für uns statt für Israel) und ein Bündnis mit Russland.

    2. Raus aus EU und nato. Eigene Währung.

    3. Besatzer rausschmeissen, neue Verfassung nach Schweizer Vorbild.

    4. Frankreich mit rüberziehen.

    Gefährliche Gedanken?
    Nein, weil völlig unrealistisch…leider

  20. „Weil er den Ausverkauf Russlands an das angloamerikanische Kapital gestoppt und Russland als eurasische Macht restauriert hat.“ In diesem einen Satz liegt das ganze Dilemma eines V. Putin:
    Er hat in der Tat Russland nach dem schmählichen Ende der UdSSR wieder auf die Beine geholfen … aber der Preis dafür ist sehr hoch, denn das russische Volk leidet immer noch unter katastrophalen Lebensverhältnissen, ein Teil der Oligarchen zieht nach wie vor die Strippen, es herrscht dumpfe Xenophobie in Moskau u.a. Städten und Putin ist verantwortlich für den überaus brutalen Krieg in Tschetschenien und den benachbarten Republiken. —–
    – Sehr problematisch finde ich in letzter Zeit auch, dass die russ. Führung KEIN Veto gegen die Resolution 1973 eingelegt haben, denn dann hätte die NordAtlantischeTerrorOrganisation Libyen nicht in dieser Weise platt machen können.

  21. was hat dieser Özdemir eigentlich gesagt oder gemacht, als
    dem Kriegspräsidenten Obama der Friedensnobelpreis hinterhergeschmissen wurde?
    Weiß das jemand?
    (Natürlich möchte ich die USA nicht mit der Russischen
    Republik vergleichen.)

  22. herzlichen glückwunsch zu diesem gelungenen artikel,
    sie sprechen mir aus der seele
    jm

  23. „…die Vorzüge des Stalinismus…“

    er nun wieder…

    „Wenns nach mir geht, bekommt Putin den Nobelpreis! Weil er den Ausverkauf Russlands an das angloamerikanische Kapital gestoppt und Russland als eurasische Macht restauriert hat.“

    kann man nur zustimmen.

    „Dass ein Finanzgangster wie er, der russisches Volksvermögen zum eigenen Vorteil außer Landes verschoben hat, in einer Zelle in Sibirien sitzt, ist ein Triumph der Rechtsstaatlichkeit.“

    auch wenn ich niemanden verurteilen möchte. er war definitiv ein feind des russischen volkes und ein freund des ausverkaufs russischer kernressourcen, also ein typischer verbrecher.

    „Quadriga-Preis“

    wer will den denn haben und in einer reihe mit den allermeisten von denen stehen, die ihn erhielten? z.b.

    – Jean-Claude Juncker

    – Recep Tayyip Erdoğan

    – Hamid Karzai

    – Gerhard Schröder

    – Silvia, Königin von Schweden

    – José Manuel Barroso

    – Die Bundeswehr, vertreten durch Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg

    – Lothar de Maizière, Rechtsanwalt, und Wolfgang Schäuble

    putin ist ein echter recke, ein held des russischen volkes und, er is`n saucooler junge:

  24. Vor Monaten spätnachts, an einem müdediskutierten Tresen, sprach auf einmal mein scheinbar schon längst verschüttetes „ich“ wie von selbst: „Ohne die Russen schaffen wir das nicht“. Alle noch aufnahmefähigen Gesichter starrten mich plötzlich erstaunt an, doch empfand meine Stimmung spontan eine tiefe intuitive Zufriedenheit.
    Sachlich: Ohne UdSSR-Hegemonieanspruch gewinnt die sehr historische Verbundenheit der Rus mit uns Deutschen wieder an Bedeutung. Wir müssen nämlich langsam unsere Leute zählen… Dazu auch etwas persönlicher:
    http://pc-seminare.de/ggg/geschichten/bigfoot.htm

  25. Der Ton ist genau richtig!!!

    Sanft belanglos verlogenes Gelabber gibts in der Mainstreampresse schon genug.
    Und die ewigen Zweifler und Zauderer kann man vielleicht überzeugen, trotzdem werden sie weiter zweifeln und zaudern.
    Eine Schlacht, geschweige ein Krieg, ist mit solchen Leuten nicht zu gewinnen.

    Klare Ansage und klarer Kurs ist das was die Gegenwart erfordert.

    Muß Putin sich wirklich ärgern den Preis nicht bekommen zu haben?
    Ich persönlich wäre froh, wenn dieser vergiftete Kelch, gemeinsam mit Karsai und ähnlichen Gestalten Preisträger zu sein, an mir vorbei gegangen wäre.
    Wenn man von den Medien, welche Chodorkowski zum verfolgten Unschuldslamm stlilisieren, angegriffen und diffamiert wird, sollte man das eher als Auszeichnung betrachten und als Bestätigung für den richtigen Weg sehen.

    Versteh zwar kein russisch aber die Musik ist wirklich verdammt gut- gibts die irgenwo zu kaufen?

    Die Titulierung von Hr. Özdemir, als Fünf Groschen Jungen, hat mich allerdings sehr überrascht.
    Ist das realistisch?
    Ist das angemessen?
    Ist der wirklich so teuer?

  26. Putin ist gegenüber dem pro-imperialistischen Jelzin und auch gegenüber dem SPÄTEN Gorbatschow eindeutig ein Fortschritt und sein Staatskapitalismus gegenüber dem Brutalkapitalismus eines Jelzin auch ein relativer.

    „http://www.stalinsociety.org.uk“

    Stalinistische Propaganda von dieser Art finde ich aber absolut übel.

    „Ablehnung des RealSoz ist eine Sache. Etwas anderes, wie man die „Helden“ des Systemwechsels bewertet. Man muss nicht Honecker gut finden, wenn man Bärbel Bohley (oder Vaclav Havel) nicht gut findet.“

    So sehe ich das auch.
    Statt an Havel oder Klaus (der gegenüber dem EU-Fan Havel durchaus noch das kleinere Übel ist) sollte man sich lieber an der demokratisch-sozialistischen Reformbewegung in der CSSR 1968/69 orientieren.

  27. Glückwunsch an Herrn Elsässer! Sie sprechen vielen von uns mit diesem Beitrag aus der Seele!
    W. Pirker hat vorgestern in der „jungen welt“ auch einen Spitze-Kommentar zu diesem Thema abgelassen. Hier ein Auszug:

    „Nicht lupenrein – Kein Quadriga-Preis für Putin“
    von Werner Pirker
    „Rußlands Ministerpräsident Wladimir Putin hätte sich in keiner allzu guten Gesellschaft befunden, wäre ihm der Quadriga-Preis glücklicherweise nicht wieder aberkannt worden. Zu den Preisträgern vergangener Jahre zählt auch Michail Gorbatschow, und mit diesem auch nur das geringste gemein zu haben, ist zumindest in Rußland äußerst rufschädigend. Auch dem früheren tschechischen Präsidenten Vaclav Havel ist die Ehrung zuteil geworden. Dessen Drohung, den Preis zurückzugeben, sollte die Entscheidung für Putin nicht zurückgenommen werden, soll letztlich den Ausschlag dafür gegeben haben, daß das Kuratorium die diesjährige Verleihung … ausgesetzt hat.
    Havel ist genau der Typ »lupenreiner Demokrat«, der sich selbstgerecht zu bestimmen anmaßt, wer ein lupenreiner Demokrat ist. Wladimir Putin jedenfalls nicht. Das Demokratieverständnis des früheren Herren über die Prager Burg ist nämlich ein äußerst exklusives. Er gilt als ein Scharfmacher jener Prager Kreise, die sich Demokratie nur unter Ausschluß der Kräfte links von der Sozialdemokratie vorstellen können. Erstes Opfer einer solchen Exkommunikation aus dem heiligen Schoß der bürgerlichen Demokratie war der Kommunistische Jugendverband, dessen Eintreten für die Vergesellschaftung von Produktionsmitteln als verfassungsfeindlich kriminalisiert wurde. Das Damoklesschwert eines Verbots schwebt auch über der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSCM), wobei es vor allem die Liberalen und Grünen sind, welche die Kommunisten, immerhin die drittstärkste Kraft des Landes, per Gerichtsbeschluß aus dem Parteienwettbewerb eliminieren wollen.“

  28. hier mögen ja ne menge stalin, marquise de sade, pierre chanal, pol pot, putin, ted bundy … usw.

    sollte man nicht einen antiquadriga-preis ausloben?

  29. Etwas gutes hat die Finanzkrise, das der große Traum vom neo- eurasischen Putinstan dort landet, wo er hin gehört.

    Im „Scheißhaus“. Hier wird von deutsch- russischer Freundschaft fabulisiert.

    Wie sah sie denn 1945 aus? Denkt irgend jemand mal an die hundertausenden vergewaltigten Frauen, Kinder und Greisiinen.

    Hat jemand von den Pseudo-Russophilen mal Freya Klier gelesen?- Sicherlich nicht.

    Woher kommt denn der Hass der Ossis und einem Großteil der Westdeutschen auf die Russen?

    Weil die be- FREIER so ehrenwert und anständig waren?

    Oder nicht eher, weil die von dem äußerst anständigen und ehrenwerten Genossen Ehrenburg und mit Wodka abgefüllten Sowjetsoldaten den deutschen ,polnischen Frauen sehr viel „Achtung, Würde und Respekt“ gaben?

    O-Ton: „Frau komm“

    Ohne eine Aufarbeitung dieses dunkelstes Kapitel der Frauen dieses unseres Landes, ist jede deutsch- russische Verbrüderungsutopie eine dreckige Chimäre.

    Eine Totgeburt. Nur weil einem Teile der us- amerikanischen Elite nicht passen, soll man sich an Silowiki- Putinstan anlehnen? Das ist doch ein frivoles Junktim.

    Die Zivilowki und auch Dissidenten wie Chordowski und Limonov benötigen eins- bedingungslose Solidarität.

    Aber gut,wie sagte schon Hannah Arendt: „Die Deutschen können nicht denken“

    Klar werden jetzt viele Mitschreiber rumjammern, aber als libertärer Neo- Marxist las ich mir eins nicht- das Maul verbieten.

  30. Was ist ein Fünf-Groschen-Junge? Google hüllt sich in Schweigen. Ein männlicher Prostituierter?

  31. Gratuliere Jürgen!
    Hier eine Meldung aus der heutigen RiaNovosti, die es auf den Punkt bringt:
    Kalter Krieg um Quadriga-Preis?
    http://de.rian.ru/opinion/20110718/259805721.html
    21:19 18/07/2011
    Ich bin deutscher Staatsbürger, arbeite aber seit etwa 20 Jahren in Moskau. Was sich in Deutschland tut, erlebe ich somit eher aus der Ferne, Russland dagegen hautnah.

    Ich bin deutscher Staatsbürger, arbeite aber seit etwa 20 Jahren in Moskau. Was sich in Deutschland tut, erlebe ich somit eher aus der Ferne, Russland dagegen hautnah.
    Auch die Nominierung Putins für den Quadriga-Preis habe ich also aus der Ferne, über die Medien mitbekommen. Und ich fand diese Nominierung für seine wohl unumstrittenen Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen durchaus berechtigt. Was aber danach kam, ist mehr als peinlich.

    Irgendwie erinnerten mich die Proteste gegen die Preisverleihung (oder wohl eher gegen Putin selbst?) wieder an die Rhetorik aus dem Kalten Krieg. So haben 260 Historiker und Wissenschaftler anderer Disziplinen sowie Politiker ein Schreiben unterzeichnet haben, in dem die Rücknahme der geplanten Ehrung gefordert wird, wie die «Süddeutsche Zeitung» (Montag) schreibt. Unter «der Ägide Putins wurden in Russland Bürgerrechte beschnitten und ein autoritäres Regime errichtet», heißt es demnach in dem Brief. Diesen habe auch die frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) unterzeichnet. Auch das hat mit Putins Verdiensten für die deutsch-russischen Beziehungen absolut nichts zu tun…

    Bei den Wissenschaftlern fällt mir ein, dass im vorigen Jahr auch zu Guttenberg unter den Preisträgern war, zwar noch als Dr. zu Guttenberg, aber daran scheint sich niemand mehr zu stören. Insgesamt ist die Zusammensetzung der Preisträger aber so, dass man sich ohnehin fragen muss, ob man sich wegen der einen geehrt oder wegen der anderen beleidigt fühlen müsste, in diese Liste aufgenommen zu werden.

    Unter den Protestierenden sind auch so genannte Russland- und Osteuropaexperten. Bei manchen Argumenten möchte man meinen, dass die Experten ihr Expertenwissen in Bezug auf Putin aus Boulevardzeitungen haben. Einen solchen Eindruck bekam ich zum Beispiel bei Marieluise Beck von der Grünen-Bundestagsfraktion. Der Zeitung „Die Welt“ sagte sie, sie habe nicht verstehen können, warum ausgerechnet Putin, der Erfinder der „gelenkten Demokratie“, als Zeichen für die deutsch-russische Verbundenheit ausgezeichnet werden sollte. Hier verstehe ich auch nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

    Laut dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Markus Löning (FDP) steht die „Quadriga“ für Freiheit, Bürgerrechte und Menschenrechte. Putin habe aber in Russland die Demokratie zurückgedreht.

    Wie gesagt, ich erlebe Russland seit etwa 20 Jahren hautnah. Und ich habe mit eigenen Augen gesehen, was Putin von Jelzin für einen Scherbenhaufen übernommen hatte: ein durch 70 Jahre Sozialismus und die darauf folgenden zehn Jahre rücksichtslosen Raubkapitalismus und die Tschetschenienkriege vom Auseinanderfallen bedrohtes Land, in dem Gesetze jegliche Bedeutung verloren zu haben schienen.

    Und es gab viele in Russland, die meinten, wenn Putin dagegen angeht, dann hat er zu viele zu mächtige Feinde gegen sich. Gemeint waren die sogenannten Oligarchen und die mit ihnen verbundenen Politiker in einnahmeträchtigen Ämtern (die sich lautstark als Demokraten verkündeten), kurzum, das grenze an Selbstmord. Und es gab kein Rezept, wie man aus all dem eine wirkliche Demokratie aufbaut… Aber gelenkt werden musste dieses Riesenland, in dem unter Demokratie Anarchie verstanden wurde, ja irgendwie. Und zwar mit „straffer Hand“, wie das von Jelzin enttäuschte Volk forderte.

    Putin hat versucht, unter diesen Bedingungen eine demokratische Ordnung zu schaffen und der Anarchie eine „gelenkte Demokratie“ entgegengesetzt. Was im Westen als erneutes „autoritäres Regime“ verschrien wurde, war kein Rückschritt gegenüber Jelzins Ära, sondern brachte dem Land eine gewisse Stabilität. Man kann einem Land von heute auf morgen keine Demokratie überstülpen, wenn es dazu insgesamt noch nicht reif ist. Nicht einmal mit Waffengewalt, wie die USA im Irak begreifen mussten. Das versuchen sie schon seit Jahren ergebnislos. Putin war acht Jahre Präsident. Medwedew ist es inzwischen seit fast vier Jahren. Beide hintereinander oder auch zusammen haben viel erreicht. Aber Demokratie von Null an braucht eben Zeit.

    Ich erinnere mich auch noch an das Schulterklopfen für Jelzin im Westen, als er das Land nahezu restlos ruinierte, und an die Angst im Westen, als mit der Anarchie in Russland das Land unberechenbar zu werden schien.

    Russland ist berechenbar und stabil geworden, und das hat es nicht zuletzt Putin zu verdanken. Das Land hatte seine eigene stürmische Geschichte und muss seinen eigenen Weg in die Zukunft finden. Und auch hier hat Putin, ebenso wie der jetzige russische Präsident, Dmitri Medwedew, nicht wenig geleistet. Und das bei all den übernommenen Problemen nicht immer alles glatt geht, das ist wohl völlig normal. Wenn ich an die letzten großen Skandale in Italien und Großbritannien denke – nach wie viel Jahren Demokratie?

    Mir drängt sich allerdings angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahlen Anfang nächsten Jahres in Russland der Verdacht auf, dass einige im Westen schon indirekt zu verstehen geben wollen, dass sie Putin nicht als russischen Präsidenten nach den Wahlen sehen wollen. Die Kandidaten in Russland sind noch nicht nominiert…

    Oder was soll dieser Politzirkus um die Preisverleihung sonst noch bedeuten? Über den Quadriga-Verein möchte ich hier gar nicht reden, der hat sich schon selbst disqualifiziert, damit, wie die Entscheidung für die Vergabe getroffen wurde, und erst recht mit dem rückgratlosen Umfallen nach dem Auftauchen von emotional geladenen Protesten…

  32. Julian Zehnt: Sie sind also ein libertärer Neo-Marxist, der den Neoliberalen Chodorkowski „bedingungslos“ verteidigt und die Würde der deutschen Frau gegen besoffene Rotarmisten verteidigt, soso. Mit welcher Software mischt denn die CIA neuerdings solche Datenzwitter zusammen? Dagegen war ja die eierlegende Wollmilchsau frührerer Zeiten noch einfach gestrickt.

  33. Putin un der Friedensnobelpreis
    Ich erinnern mich fast wortwörtlich an einen Interview von Putin an russiatoday vor 2/3 Jahre: „Die kommunistische Russland
    hat seiner Zeit große Fehler begangen. Wir haben vesucht unsere Ideologien andere Völker aufzuzwingen. Es war falsch, wir haben kläglich Versagt, aber ich glaube daß die Amerikaner dabei sind der gleiche Fehler zu machen“. Ich finde der Mann hat Mut zu Wahrheit, seltene Gabe bei Politiker. Ich bewundere Putin und jeder Politiker, der Mut hat Fehler zuzugeben. Nachdem Barak Obama, der Friedensnobelpreis bekommen hat, betrachte ich der Friedensnobelpreis als eine Beleidigung. Obama hat der Friedesnobelpreis entehert und entwertet.

    mundderwahrheit

  34. Im Fall Murdoch-Abhörskandal hat die westliche Vorbild-Zivilisation gestern bewiesen, wie ihr Gerede von Demokratie, Freiheit, Meinungsfreiheit praktisch aussieht: Der Journalist, der den Skandal aufdeckte, wurde tot in seiner Wohnung gefunden, (MI 5-6 läßt grüßen), siehe Handelsblatt vom 18.07. und Junge Welt vom 20.07. Da muß man an den englischen Außenminister Cook denken, den man im Park vor 3 Jahren selbstermordet fand. Nun hat die Meinungsmacher-Industrie freie Bahn, den Skandal so darzustellen, daß es ins große Konzept paßt.
    Zu Putin: den finde ich intelligent und mutig, er hielt z.B. den westlichen Staaten auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 als damaliger Präsident Rußlands den Spiegel ihres internationalen Herrschaftsdenkens vor, daß alle staunten. Von Medwedjew hat man ähnliches noch nicht gehört.

  35. @ Jürgen Elsässer

    Sehr geehrter Herr Elsääser,

    sie wissen wer ich bin- ich war schon auf ihren Veranstaltungen und habe schon mehrfach mit ihnen gesprochen.

    Sogar meinen Bruder habe ich Ihnen vorgestellt.

    Und sie sprechen von CIA?

    Ziehen sie mal wieder einen Tüte durch, dann kommen Sie eventuell von Ihrem „Film,“ runter.

    Mein Großvater war ein strafversetzter Wehrmachtssoldat, der in die erste Linie geschickt wurde. Er hat gesehen was russische „Liebe“ bedeutet.

    Diese ist mitleidlos. Ja, Ja, die armen Somalis, die Jemeniten und die Afghanis etc…

    Die russischen Soldaten der ersten Linie stanken nach Wodka und nach verrichter „Nächstenliebe“ nach Sperma.

    Ach Putin und sein „Scheißsystem“ wird dort seinen Platz finden, wo alle Diktatoren landen.

    Oder denken Sie die entrechteten Kaukasier, Krimtataren, russischen Juden, Kasachen, Georgier etc.haben die das vergessen?

    Chisinau 1904 ?Mittelasien 1919-23 ? Ukraine 1934- 38?Kaukasus 1944-48? Krim 1944.?

    Gut aber ein warmes Plätzchen an der Seite der be-Freier hat schon was.

    Nehmen Sie sich mal ein Beispiel an: Theodor Adorno, Noam Chomsky , Theodor Herzl oder auch Ernst Fraenkel.

    Ich bin stolz, dass mein Großvater: Vincent Zehnt bis zur letzen Patrone bzw. mit dem Klappspaten bzw. mit dem Bajonett bzw. Karabinerharken- unschuldige deutsche, polnische und auch ukrainische Frauen und Ostarbeiterinnen beschützt hat.

    Herr Elsässer haben sie denn keine Mutter? Wieso immer die männliche Sichtweise?

    Aufwachen lautet die Devise- der Weltbürgerkrieg der Ideologien ist rum.

    @ „Pseudos“- Betroffene

    Hat irgendjemand von euch Pseudos eine ähnliche Familientradition vorzuweisen?

    Ria Novosti kann man mit Reichsrundfunkkammer und dem „größten Behinderten des 20. Jahrhunders“ vergleichen.

    Und Putin und hat sowieso keine „Kohle“ , also müsst Ihr euch , eine andere Spielwiese suchen.

    Eventuell findet Ihr ja noch einen „Bluthund“. Versucht es doch mal in Simbabwe beim „Holy“ Mariam.

    Der hat Verwendung für so etwas

  36. Für mich ist Vaclav Havel kein Held, sondern jemand, der uns Sand in die Augen gestreut hat. Als er Madeleine Albright als künftige Ministerpräsidenten Tchechiens vorschlug, hat er die Katze aus dem Sack gelassen. Ausgerechnet die Dame, die das Embargo gegen den Irak mitzuverantworten hat, wodurch ca. 1 Million Babys sterben mussten, weil keine Medikamente ins Land geliefert werden durften und abgesehen von Ihrer Verantwortung, was die Anschläge mit ihren Toten, Verletzten und Traumatisierten in Ägypten angerichtet hat, zuzüglich der erpressten Neoliberalisierung, die dieses Land in die Armut pushte. Von solchen Schreibtischtätern habe ich die Nase voll!

  37. Julian Zehnt: Entschuldigen Sie, dass ich nicht jeden Besucher meiner Veranstaltungen kenne … Aber nach Ihrem Posting oben kann sich ja wirklich JEDER ein Bild von Ihnen machen. Nur deswegen bleibt die Beleidigungsorgie auch stehen. Sie haben Recht, die CIA würde solche offensichtlichen xxy nicht beschäftigen. Von weiteren Belästigungen bitte ich Sie abzusehen.

  38. Vaclav Havel hat Tschechien in einen Babystrich für Kinderschänder aus dem Westen verwandelt und die tschechische Wirtschaft mit seiner marktradikalen Politik ruiniert.
    http://www.unicef.de/2103.html
    Wegen seines marktradikalen Experimentes fiel die tschechische Wirtschaftsleistung um fast 20% und blieb in den 90ern durchgehend unter dem Stand von 1989. Die Rückkehr des Kapitalismus nach Osteuropa wirkt wie ein „Generalplan Ost“(Deindustrialisierung, Bevölkerungsreduktion).

    Als Überzeugungstäter bewertete Havel diese verheerende Politik in einer Rede vor dem Parlament 1997 als positiv: „Did we really have to pay for the fast progress of our privatization, which certainly was a good and desirable thing, a price in the form of stolen billions, or rather of tens of billions?“ Seiner Meinung nach ging die Privatisierungspolitik nicht weit genug. Wachstum gab es hingegen bei Arbeitslosigkeit und (Kinder-)Prostitution. Für diese Verbrechen und die Transformation Tschechiens in einen EU/NATO-Vasallen, der Hilfstruppen für US-Angriffskriege stellt, wurde er von den USA u.a. mit der „Presidential Medal of Freedom“ belohnt.

    1968 ging es den „Reformern“ in Prag darum, den Kapitalismus zu restaurieren, wie Ota Sik 1990 gestand: „Schon damals war ich überzeugt, daß die einzige Lösung für uns der vollblütige kapitalistische Markt darstellt.“

    Dass Putin dieser zweifelhafte Quadriga-Preis erspart bleibt, ist positiv zu sehen. Ansonsten hätte er ihn eigentlich ablehnen müssen. Neben Havel wurde dieser Preis schließlich auch dem Boss der afghanischen Drogenmafia Karzai(Kategorie „United we Care“) und dem Verräter Gorbatschow(Kategorie „Dynamik der Hoffnung“) verliehen. Der albanische Mafiaboss Thaci wäre daher ein passender Kandidat für diesen Preis. In der gleichen Kategorie wie Karzai natürlich.

    „Menschenrechtsbeauftragte“ wie Markus Löning, die behaupten Putin hätte „Demokratie zurückgedreht“, verstehen unter Demokratie die Jelzin-Diktatur, die 1993 das Parlament zusammengeschossen und über Tausend Demonstranten massakriert hat. In der FDP, die lateinamerikanische Putschisten unterstützt, ist er gut aufgehoben.

  39. @Julian Zehnt
    Ihre Beleidigungsorgie ließe ja einen Goebbels neidisch werden.
    Aber an Herzl ein Beispiel nehmen, da sind Ihre Quellen israelisch-offiziell. Die ganze Wahrheit ist: Der israelische Zionismus-Rassismus wird mit Herzl begründet, der u.a. oft von der „Kolonisierung Palästinas“ als dem Masterplan des Zionismus gesprochen hat, von strategischen Aussprüchen anderer Zionisten-Führer der Vergangenheit ganz zu schweigen.
    Trotz Ihrer und Ihres Vaters dargestellten Geschichte haben sie nichts daraus gelernt, eben so wie die heutigen Israelis in ihrer Mehrzahl nichts aus den Qualen ihrer Eltern und Großeltern in den KZ´s der Nazis gelernt haben.

    p.s. Bei meiner letzten Stellungnahme hatte ich meinen Namen vergessen!

  40. Ein sehr interessantes und strittiges Thema

    Ich bestreite nicht, dass Putin sich in diplomatischen Bereichen und auch dem Ansehen eines Landes gut geschlagen hat. Doch so lange nicht klar ist, ob und inwiefern er in verschiedene Machenschaften, Korruptionen und Menschenrechtsverletzungen in Russland beteiligt oder verantwortlich ist, so lange hat er überhaupt keinen Preis verdient. Aber er hat das Land gut aus den vom Stalinismus verursachten Ruinen geholt.

    Russland ist – auf politischer und nicht kultureller Ebene – vergleichbar mit den USA. Auch sie betreiben eine Art des Imperialismus, wenn auch weniger in Form von „Kolonien“ wie die USA. Von daher ist es für mich vorerst auch irrelevant, ob sich unser Land nach Westen oder Osten richtet. Beides sind Mächte, die uns letztenendes nach ihrer Nase tanzen lassen könnten.

    Ich erinner mich noch an die Streitigkeiten, die die Ostseepipeline betrafen, die im übrigen alles andere als „sauber“ ist. Ein Fehler, der nicht sofort behoben wird, und die Gewässer könnten verunreinigt werden.

  41. For those who can read French: too tragicomic (Merkel versus Medvedev is like Medvedev versus Putin) to be ignored:

    http://www.infosyrie.fr/en-bref/la-russie-droite-dans-ses-bottes/
    La Russie droite dans ses bottes
    20 juillet 2011

    Le président russe Dimitri Medvedev a réaffirmé mardi 19 juillet, à Hanovre (RFA), au cours d’une conférence de presse conjointe avec la chancelière Angela Merkel, l’opposition résolue de son pays à toute mesure internationale de nature à aggraver la situation en Syrie, sur le modèle libyen. On se demande ce qu’en a pensé son hôtesse, suiviste docile de la politique et des mots d’ordre américains. A vrai dire, ce qu’elle en pense est de peu d’importance, le président de la Fédération de Russie se trouvant à Hanovre pour signer des accords relatifs notamment à la fourniture de gaz russe à l’Allemagne, déjà son plus gros client dans ce secteur.

  42. Die „geistigen“ Absonderungen von Julian Zehnt sind einfach eine unerträgliche Volksverhetzung! Sowas gehört entweder in die Gummizelle oder hinter Gitter!

  43. Claudia Roth ist harmlos. Sie ist nur die Quotenfrau an der Parteispitze, bestimmt aber nicht die Richtlinien ihrer Partei. Vom Intellekt her ist sie ähnlich beschränkt wie Andrea Nahles bei der SPD.
    Cem Özdemir, die Hexe Künast, Joschka Fischer und eine ganze Reihe Transatlantiker in ihren Reihen, die einen mit ihrer einseitig ausgelegten Menschenrechtsgülle penetrieren, sind viel gefährlicher. Unter denen gibt es einige richtige Hetzer, die man durchaus ernst nehmen muss. Das sind zufälligerweise auch jene, die „zum Schutz der Zivilbevölkerung“ Gaddafi aus dem Amt bomben wollen.
    Aber Grün ist ja irgendwie der neue Mainstream, dabei sind sie die kleinste Fraktion im Parlament und haben außer ihrer Ökosauce programmatisch auch nicht viel anzubieten.

    Dieser Affront, Wladimir Putin gegenüber, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Dabei war es Putin, der Russland wieder stark gemacht hat. Ich werd nie das legendäre Interview mit Thomas Roth 2008 im Konflikt mit Georgien (es ging um die autonome Provinz Südossetien) vergessen. Ein solch ehrliches Interview wird man von den Amerikanern nie zu hören bekommen.

  44. „W. Pirker hat vorgestern in der „jungen welt“ auch einen Spitze-Kommentar zu diesem Thema abgelassen.“

    Zutreffender Kommentar … aber Pirker ist nur noch das traditionell-linke Feigenblatt in der ansonsten überwiegend linksalternativen/linksgrünen JW.
    Der sollte sich lieber woanders (z.B. in COMPACT) zu Wort melden und diesen ideologisch heruntergekommenen Laden endlich mal verlassen.

  45. „1968 ging es den „Reformern“ in Prag darum, den Kapitalismus zu restaurieren“

    Das ist eine stalinistische bzw. linksradikal-maoistische Lüge.

    „Schon damals war ich überzeugt, daß die einzige Lösung für uns der vollblütige kapitalistische Markt darstellt.“

    Ich kenne dieses Zitat nicht.
    Ist aber auch egal. In den 60ern und 70ern war von O.S. jedenfalls ganz anderes zu hören. Sollte er das 1990 wirklich gesagt haben, wäre er allerdings nicht der erste Renegat, der dem Sozialismus in diesen Jahren abgeschworen hat.
    Biermann ist (bzw. war) auch so einer.

    „Verräter Gorbatschow“

    Das ist viel zu platt und undifferenziert.
    Den Gorbatschow der Jahre 1985 bis 1989 und den seit Anfang/Mitte der 90er kann man nicht auf eine Stufe stellen.

  46. Atheist: „Die „geistigen“ Absonderungen von Julian Zehnt sind einfach eine unerträgliche Volksverhetzung! Sowas gehört entweder in die Gummizelle oder hinter Gitter!“

    Am besten straft man solche Leute mit Nichtachtung. Nicht vergessen, es sind Schulferien…

  47. Genau auf den Punkt gebracht, J.E.
    Russland und seine wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Vorzüge sollten demnächst auch in Compact in aller Tiefe behandelt werden.

  48. Ich halte Putin erstens für einen klaren Fortschritt gegenüber Mr. Boris Jelzin, und zweitens ist es an Verlogenheit nicht mehr zu überbieten, wenn Staaten, welche Angriffskriege führen wie die USA, oder die im Inneren eindeutige Menschenrechtsverletzungen wie Harz IV begehen, Putin in Bezug auf Menschenrechtsfragen scheinheilig kritisieren!

    Dass er mit Oligarchen aufgeräumt hat, ist nicht zu kritisieren – zu kritisieren ist höchstens, dass er nicht alle dieser Ganoven ins Gefängnis befördert hat!

    Ansonsten ist er halt ein russischer Politiker, der es offenbar als seine Aufgabe ansieht, Politik für Rußland zu gestalten. Er wird deswegen ganz sicher nicht dem höchsten an Ausländer zu vergebenen Orden der USA ausgezeichnet werden, wie Angela Merkel. Was jedoch sehr gegen Merkel spricht, und nicht etwa gegen den aufrechten und aufrichtigen Patrioten Putin.

  49. @Sixty
    Das ist keine Lüge. Das Zitat stammt aus einem Interview in der Mladá fronta von 2.8.1990.
    »Wir konnten damals nicht alle unsere Absichten voll präsentieren […] in meinen Erinnerungen beschreibe ich unsere Kulissenkämpfe mit Antonín Novotny. Auch für manche Reformkommunisten war nur der Gedanke an die Einführung des Privateigentums oder Gemeinschaftsbetriebe mit kapitalistischen Firmen eine Todsünde. Somit war auch der Dritte Weg ein Täuschungsmanöver. Schon damals war ich überzeugt, daß die einzige Lösung für uns der vollblütige kapitalistische Markt darstellt.«

    Und in einem Interview mit „Die Welt“ von 5.11.1990 sagte Ota Sik:
    »Wir, der Kern der ökonomischen Reformer, versuchten in Prag damals eben nicht den Kommunismus zu reformieren. Unser eigentliches Ziel war, ihn abzuschaffen und ein neues System aufzubauen. Man hat zwar immer von der Reform hin zu einer sozialistischen Demokratie oder sozialistischen Marktwirtschaft sprechen müssen, weil man sonst überhaupt nicht an die Öffentlichkeit gelangt wäre […] Wir konnten nicht öffentlich von der Notwendigkeit großer privater Unternehmungen sprechen. Auch während des Prager Frühlings ließ die damalige politische Führung das nicht zu. Das ist nun anders. Heute ist es ein direkter Übergang zur kapitalistischen Marktwirtschaft […] Der Begriff der Reform war ein Zugeständnis an die Machtverhältnisse.«

    Gorbatschow hat selbst zugegeben, dass er ein Verräter ist.
    http://web.archive.org/web/20040811063406/http://www.pds-bad-doberan.de/klartext/gorbi6.htm
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13855239.html

    http://de.rian.ru/society/20060802/52155413.html

    „Uns bedrückte, dass es in Moskau zu einem Staatsstreich kommen könnte. Gorbatschow sprach immer wieder davon. Es erschien uns plausibel. Aus heutiger Sicht verstehe ich auch nicht, warum er zu dem Zeitpunkt nicht eingetreten ist. Dass das damalige Regime nicht gegen den Mann, der es vernichten wollte, vorgegangen ist, bleibt für mich ein Rätsel der Geschichte.“
    – Jacques Attali, Sonderberater des Präsidenten Mitterrand, in der arte-Doku „Francois Mitterrand und die Wiedervereinigung“

    „Eine neue Führung in Moskau, Gorbatschow, Schewardnadse und Jakowlew, eröffneten eine Revolution von oben.“
    – Genscher 2009

    „Wir haben 1985 eine friedliche Revolution in Gang setzen können.“
    – Jakowlew 2005

    Gorbatschow und Co. mussten damals so vorgehen, weil sie nur durch Täuschung der Menschen den Kapitalismus wieder restaurieren konnten. Als sich angesichts des dadurch verursachten Elends Widerstand regte, wurde dieser mit Billigung der NATO von Jelzins Panzern zusammengeschossen. Vize-Präsident und Jelzin-Gegner Ruzkoi bezeichnete diese Politik damals als „economic genocide“.

  50. @Atheist und fatima: Ignoranz bringt weniger als Diskussion. Wenn man sich in die Ignoranz flüchtet, widerspiegelt dies nur eine gewisse Angst davor, der gegner könnte einem überlegen sein.

    Nicht dass ich nun mit Julian Zehnt auf einer Wellenlänge bin. Ich bezweifele z.B. dass Putin bereits vor seiner Geburt an den Verfehlungen des Stalin-Regimes Schuld trägt.

    @Julian Zehnt: Angenommen es stimmt alles so weit, dann ist ihr Vater natürlich bewundernswert. Ich hoffe er hat dabei Russen nicht als minderwertig erachtet, sondern auch, je nach Sachlage, ebenfalls beschützen können.

    Aber natürlich sind manche Formulierungen etwas unglücklich gewählt, Beleidigungen sind keine gute Grundlage für Diskussionen.

  51. Putin ist auf jedenfall ein geschichtsmächtiger Cäsar ganz nach der Vorhersage Spenglers dass nach der Niederlage des Geldes die Cäsaren folgen.
    @Prince Charming
    Putin in einer Reihe mit Ted Bundy echt Klasse.Warum folgt dann nicht auf Pol Pot Henry Kissinger den Unterstützer und Föderer der Roten Khmer ?

  52. @ Kant

    „In diesem einen Satz liegt das ganze Dilemma eines V. Putin:
    Er hat in der Tat Russland nach dem schmählichen Ende der UdSSR wieder auf die Beine geholfen … aber der Preis dafür ist sehr hoch, denn das russische Volk leidet immer noch unter katastrophalen Lebensverhältnissen, ein Teil der Oligarchen zieht nach wie vor die Strippen, es herrscht dumpfe Xenophobie in Moskau u.a. Städten und Putin ist verantwortlich für den überaus brutalen Krieg in Tschetschenien und den benachbarten Republiken. Sehr problematisch finde ich in letzter Zeit auch, dass die russ. Führung KEIN Veto gegen die Resolution 1973 eingelegt haben, denn dann hätte die NordAtlantischeTerrorOrganisation Libyen nicht in dieser Weise platt machen können.“

    Das russische Volk leidet doch nicht unter katastrophalen Lebensverhältnissen. Die meisten leben im bescheidenen Wohlstand. In meinen Augen ist das nichts schlimmes. Luxus bzw. übertriebener Konsumwahn verdirbt eh den Charakter. Klar gibt es auch in Russland bittere Armut. Aber unter der Armutsgrenze leben nur etwa 10-14% der russischen Bevölkerung.(1) Und das nach den Krisenjahren seit 2008! Das ist ein enormer Fortschritt seit Putin, wenn man bedenkt, dass die Rubelkrise unter Jeltzin durch soziale Kürzungen bewältigt wurde. Die Löhne sanken dabei um die Hälfte und die Renten wurden teilweise garnicht ausgezahlt. Vor Putin lag die Armutsgrenze bei ganzen 40%. Wie man dem CIA World Factbook entnehmen kann. (2) Und bei Putin gab es selbst in Zeiten der Krise Rentenerhöhungen.(3) Die Reallöhne sind unter Putin jährlich um 10-15% gestiegen. Hier sind sie seit 2000 dagegen trotz des Wirtschaftsaufschwungs um einige Prozent gesunken. Bei den Geringverdienern sind die Reallöhne sogar um bis zu 22% gesunken!(4) Von daher kann es nur eine Lüge sein, dass Putin Russland auf Kosten des Volkes aufgebaut hat. Der putin’sche Staatskapitalismus macht nunmal gute Sozialpolitik. In Belarus ist man in der Hinsicht sogar konsequenter. Dort sind die Reallöhne in den letzten 15 Jahren sogar um 500% gestiegen. Und ein Teil der Oligarchen zieht keine Strippen in Russland. Die machen ihr Business und manche von denen haben sich mit Putin sogar arrangiert. Klar könnte man noch solche Leute wie Wekselberg und Fridman in den Gulag stecken, aber in einer Demokratie ist sowas nunmal nicht einfach so machbar. Die Xenophobie ist natürlich ein Problem in Russland. Aber dort gab es letztes Jahr nur 400 rassistisch motivierte Verbrechen. In den USA waren es im selben Jahr dagegen ganze 4.000! Und Russland führt keinen brutalen Krieg im Kaukasus. Es gibt dort natürlich vereinzelte terroristische Aktivitäten von den Mudschahedin, aber die haben im Kaukasus keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Dort wird noch Mann gegen Mann gekämpft und nicht wie es die feigen Israelis machen, die hauptsächlich nur unschuldige Frauen und Kinder töten. Laut Kadyrow wurde der Wahabismus in Tschetschenien auf gesellschaftlicher Ebene bereits besiegt. Interessanterweise gab es Verbindungen zwischen dem zionistischen Gauner Beresowski, der wegen Putin zu der rothschild’schen Inzucht-Familie nach Großbritanien geflüchtet ist und dem tschetschenischen Mafiosi und Unterstützer der Mudschahedin Nuchajew.(5) Der amerikanische Journalist Paul Klebnikov, der das Ganze enthüllte, wurde später ermordet. Polikowskaja hat ja auch kritische Artikel über Beresowski geschrieben gehabt. Verwunderlich ist nur, dass im Westen übertriebenermaßen behauptet wird, dass Putin was mit dem Mord an ihr zu tun hat. Dabei gibt es haufenweise polemische Artikel gegen Putin in Russland und ihn juckt das alles nicht mal. Und man sollte sich auch mal fragen, warum im Westen es völlig kritiklos hingenohmen wird, dass der Enthüllungsjournalist des Murdoch-Skandals tot ist. Wieso heult keiner bei den Grünen rum deswegen? Irgendwas ist doch faul an der Sache. Über den Mord an Klebnikov hört man da nichts und der Tod von Sean Hoare lässt auch keinen Schluss auf Murdoch zu. Allein an diesem Vorfall merkt man doch, dass die Mainstream-Medien und die meisten Politiker lediglich Instrumente des Finanzkapitals sind. Und was Libyen angeht, so ist es nunmal reine Strategie. Soll sich die NATO doch dort blamieren. Syrien wird aber von Russland nicht fallen gelassen.

    (1) Laut Prognose der Weltbank soll das Armutsniveau im Jahr 2010 in Russland 11,4 Prozent statt der ursprünglich angenommenen 12,5 Prozent betragen. Nach Meinung von Bankanalytikern wird die geplante Anhebung der Renten und anderer Sozialleistungen die Lage der Armen im Jahr 2010 weiter verbessern und das Armutsniveau im Jahr 2011 auf 10,2 Prozent senken.
    http://de.rian.ru/society/20101008/257413433.html

    (2) http://www.indexmundi.com/g/g.aspx?v=69&c=rs&l=de

    (3) Putin verordnet trotz Rezession Rentenerhöhung
    Wladimir Putin hat gegen den Widerstand seines Finanzministers Alexej Kudrin eine Rentenerhöhung angeordnet.
    http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/%C3%9Cberblick/389086-6/putin-verordnet-trotz-rezession-rentenerh%C3%B6hung.csp

    (4) Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind die realen Nettolöhne der Geringverdiener seit 2000 stark gesunken – um bis zu 22 Prozent.
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/geringverdiener100.html

    (5) Beresowski und Nuchajew hatten sich Anfang der 90iger Jahre in Moskau kennengelernt, wo Nuchajew das wohl wichtigste Oberhaupt der tschetschenischen Unterwelt war. Tschetschenische Schutzgeldbanden kontrollierten damals wichtige Wirtschaftsbranchen und kassierten gut. Nuchajew und seine Leute dienten auch Beresowski als Leibwache und Schutztruppe, nutzten das damals de facto unabhängige Tschetschenien als Hinterland und schlossen sich später den tschetschenischen Kampfgruppen unter Dudajew an. Ihre Moskauer Verbindungen blieben vermutlich bestehen. Beresowski nutzte diese „Grosny-Connection“ wohl auch noch in seiner Zeit als Jelzin-Vertrauter und Vize-Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Beresowskis dunklen Geschäfte und auch die Verbindung mit der tschetschenischen Unterwelt wurde Ende der 90iger von dem damaligen Moskauer Forbes-Korrespondenten Paul Klebnikov (Chlebnikow) in seinem Buch „Der Pate“ beschrieben. Das Buch gilt als Anfang vom Ende des Höhenfluges des Boris Beresowski. Klebnikov veröffentlichte ebenfalls unter dem Titel „Gespräche mit einem Barbaren“ ein Porträt des Beresowski-Kompagnons Nuchajew.
    http://www.aktuell.ru/russland/panorama/mordfall_politkowskaja_wie_der_mord_vorbereitet_wurde_2357.html

  53. @ Julian Zehnt

    „Wie sah sie denn 1945 aus? Denkt irgend jemand mal an die hundertausenden vergewaltigten Frauen, Kinder und Greisiinen.“

    Vergewaltiger haben 10-20 Jahre Gulag bekommen. Genauso hat man die Todesstrafe bekommen, wenn man absichtlich deutsche Zivilisten erschossen hatte. Es behauptet ja niemand, dass jeder Soldat in der Roten Armee ein ehrenwerter Stalinist war. Es gab ja auch im ganzen Kriegsablauf sowjetische Strafbataillone mit insgesamt etwa 500.000 Soldaten, welche dort ihre 3 Monate durchkämpfen mussten. Wobei ich das Vergewaltigungsthema eh nicht überbewerten würde, weil die ganzen Zahlen von der Landsmannschaft der Deutschen stammen, dessen ältere Mitglieder ja alles andere als Widerstandskämpfer waren. Von der Landsmannschaft der Deutschen wird ja selbst die Erschießung von Nazi-Kollaborateuren als Völkermord dargestellt. Und ich kann Ihnen genauso von unzähligen Einzelschicksalen erzählen und dann so tun, als ob die Deutschen heute noch alle Bestien sind. Aber das ist, wie hier die meisten schon erkannt haben, Schnee von gestern und solche Debatten nützen nur den Spaltern und Volksverrätern auf beiden Seiten.

    „Die Zivilowki und auch Dissidenten wie Chordowski und Limonov benötigen eins- bedingungslose Solidarität.“

    Noch widersprüchlicher geht es wohl kaum. Stalin wird von Limonow und seiner Partei hinterhältigst instrumentalisiert. Einem Anti-Stalinisten, wie Ihnen, müsste das doch zu denken geben. Der „Nationalbolschewist“ Limonow steckt aber genauso voller Widersprüche, weil er mit solchen US-Lakaien und Volksverrätern, wie Kasparow und Nemzow, rumhurt. Diese Schizophrenie lässt sich wohl nur durch seinen langjährigen LSD-Konsum erklären. Bei Prostituierten treibt er sich ja auch rum und versucht sich aber trotzdem noch als anständig zu verkaufen. Wenn wir schon beim Thema sind. Limonows Partei NBP wurde ja 2005 verboten, weil sie für einen bewaffneten Umsturz war. Und diese Partei ist in einem Bündnis mit den Neo-Liberalen Zionisten Kasparow und Nemzow! Dieses Bündnis versucht dauernd gegen Putin zu demonstrieren. Deren Demos werden aber nie genehmigt, weil ja dort eine verbotene Partei mit dabei ist. Hier würde ja auch niemand ne Demo von Blood&Honour genehmigen. Jedenfalls versucht dieses Bündnis dann trotzdem zu demonstrieren, obwohl sie keine Genehmigung dafür haben. Es werden Hunderte von internationalen Journalisten eingeladen. Die Demo legt dann los. Das Ganze wird rechtsstaatlich-konform aufgelöst. Und im Westen liest man dann, dass in Russland Menschenrechtler nicht demonstrieren dürfen. Dabei ist es überhaupt kein Problem in Russland zu demonstrieren. Selbst die wildesten Anarchos lässt man demonstrieren. Es gibt nichtmal ein Vermummungsverbot und es dürfen sogar Bengalos auf den Demos angezündet werden. Jeder, der hier schon auf linken Demos war, wird wissen, dass die Demonstranten hier weniger Rechte haben. Hier noch ein Video von einer russischen Anarcho-Demo.

  54. @ Julian Zehnt

    „Nehmen Sie sich mal ein Beispiel an: Theodor Adorno, Noam Chomsky , Theodor Herzl oder auch Ernst Fraenkel.“

    Die Widersprüche nehmen ja kein Ende. Chomsky gilt bei den Zionisten als selbsthassender Jude bzw. als Antisemit. Wie können Sie ihn in eine Reihe mit dem Rassisten und Kolonialisten Herzl stellen?

    @ prince charming

    Seit wann hat ein Monarchist, wie Sie, ein Herz für den Anarchisten Viktor Zoi? Schon vergessen, dass die (russischen) Anarchisten im 19ten Jahrhundert viele ruhmreiche Attentate auf Repräsentanten der europäischen Monarchie verübt haben?

    @ Blue

    „Aber er hat das Land gut aus den vom Stalinismus verursachten Ruinen geholt.“

    Die Ruinen wurden durch Gorbatschows liberale Reformen und Jelzins neo-liberalem Ausverkauf verursacht. Interessant ist auch, dass der Jude Gaidar maßgeblich für die Privatisierungsphase Anfang der 90er als Ministerpräsident verantwortlich war. Da braucht es ja einen nicht zu wundern, dass sieben von acht Oligarchen in den 90er Juden waren. Fünf von diesen sieben wurden ja von Putin entmachtet. Hier noch das mit den Reformen unter Gorbatschow und der neo-liberalen Politik unter Jelzin.

    „Anschlag auf Ersparnisse: Wie die Geldreform den Zerfall der Sowjetunion forcierte

    Im Dezember 1991 stellten Experten der Zeitung „Kommersant“ fest, dass die Preise in jenem Jahr unter Berücksichtigung der Geldreform auf das 7,8-fache gestiegen waren.

    Der Lebensstandard der sowjetischen Bevölkerung schrumpfte drastisch. Die heimische Wirtschaft befand sich Ende 1991 in einem katastrophalen Zustand. Die Industrieproduktion ging konsequent zurück. Das Nationalabkommen sank um 20 Prozent gegenüber 1990. Das Haushaltsdefizit lag verschiedenen Quellen zufolge zwischen 20 und 30 Prozent vom BIP. Wegen der permanent wachsenden Geldmasse drohten dem Staat der Verlust der Kontrolle über das Finanzsystem und eine Hyperinflation mit einer monatlichen Verteuerungsrate von mehr als 50 Prozent, was die ganze Wirtschaft lahmlegen hätte können.“

    http://de.rian.ru/opinion/20110202/258251116.html

    „Gerade in der Zeit, als die Liberalen Boris Nemzow und Anatoli Tschubais Vizepremiers waren oder zusammen mit ihren Gesinnungsgenossen andere hohe Posten bekleideten, fielen die Produktion und das Lebensniveau in Russland um mindestens die Hälfte und war eine massenhafte Verarmung zu verzeichnen. Gerade in jener Zeit explodierte die Sterblichkeitsrate: Die Sterbefälle überwiegen die Geburten um jährlich mehr als eine Million, der Staat zeigte ein völliges Versagen in der Sozialpolitik. Auch die schwere Finanzkrise von 1998, als viele Russen ihre Ersparnisse wieder verloren, ebenso wie die Liberalisierung der Preise und die dadurch ausgelöste Hyperinflation im Jahr 1991 fielen in die Zeit, als die Liberalen am Steuer waren. Was die Privatisierung des sowjetischen Staatseigentums angeht, deren Strategie Herr Tschubais, damals Chef des Staatlichen Komitees für Vermögen, entwickelt hatte, so wird sie nicht nur in Russland, sondern auch oft im Westen als „räuberisch“ bezeichnet.“
    http://www.russland.ru/schlagzeilen/morenews.php?iditem=5553

  55. Wegen Lybien: Inwiefern blamieren? Russland lässt es freiwillig zu, dass hunderte und tausende Menschen getötet werden, nur damit die NATO ein paar blaue Flecke bekommt? Wenn, dann wäre das sogar noch ein Grund weniger, wieso Putin einen Preis bekommen sollte, auch wenn derzeit offiziell Medwedew regiert.

    Russlands Enthaltung ist eher dadurch zu begründen, dass nicht klar ersichtlich ist, wer nun die „Bösen“ in Lybien sind, Gaddafi oder die Rebellen. Wäre ich Präsident eines Landes, so würde ich auch nicht jemanden unterstützen, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob er noch ganz bei Sinnen ist.

    Das mit dem Bloßstellen der NATO wäre höchstens ein hinnehmbare Nebeneffekt für Russland, aber kein beabsichtigter. Die NATO hat vieles verbrochen, und dennoch hat ihr guter oder schlechter Ruf ihrer militärischen Macht keinen größeren Abbruch getan, also ist es dementsprechend sinnlos, momentan zumindest.

    Zu Tschetschenien: „Mann gegen Mann“ finde ich irgendwie lustig, denn seit es Feuerwaffen gibt, verschwanden solch ehrenhafte Kämpfe immer mehr und mehr. Wer nur Männer tötet, ist auf der moralisch sicheren Seite, aber fair sind heutige Kämpfe schon lange nicht mehr.

  56. @Oswald Spengler:“Putin ist auf jedenfall ein geschichtsmächtiger Cäsar ganz nach der Vorhersage Spenglers dass nach der Niederlage des Geldes die Cäsaren folgen.“
    Dann kann man nur hoffen, dass der kommende nordamerikanische Caesar vollauf zuhause beschäftigt sein wird und wir uns unterdessen für unabhängig erklären können, sonst wird das in Europa ein langes Elend.

  57. @ Juri

    Ich lasse Ihnen gerne Ihre Stalin-Nostalgie, es muß ja nicht ein jeder lesen können. Sicherlich wären Sie prominentes Mitglied der ruhmreichen Staatspartei der ruhmreichen SU, wenn Sie sich nicht als Erster Sekretär des ruhmreichen Ilja Ehrenburg profilieren könnten: „Tötet, tötet!“

    Darf ich Sie aber daran erinnern, daß eine Aussage wahr oder falsch sein kann, egal, welcher Partei der Sprecher früher einmal angehört hat. Wenn also manche der Vertriebenen früher Mitglieder der (deutschen) Staatspartei waren, sind ihre Aussagen dennoch auf Wahrheitsgehalt zu prüfen und nicht auf die angebliche „Gesinnung“ der Zeitzeugen.

    Darf ich Sie weiters daran erinnern, daß Sowjets, Polen, Tschechen, Südslawen ALLE Deutschen vertrieben haben, „Deutscher bleibt Deutscher“, unabhängig von „Gesinnung“, auch Sozialisten, Kommunisten, Pfarrer, Widerstandskämpfer, Juden, KZ-Heimkehrer. Wurde ungeprüft angenommen, einer wäre Parteimitglied oder Mitglied einer Organisation (auch „Volkswohlfahrt“) gewesen, wurde er ohnehin erschlagen. Oder wie erklären Sie, durchgeistigter Nostalgiker, sich die 2 bis 6,5 (Adenauer) Millionen Morde an Frauen, Kindern, Greisen?

    Die Mitteilungen über willkürliche und von der Sowjetmacht ausdrücklich GUTGEHEISSENE Morde und Vergewaltigungen („Tötet, tötet!“ „Nehmt die Frauen als rechtmäßige Beute…!“) sind von einer amtlichen Kommission von Wissenschaftlern der BRD getroffen. Auf Tausenden Seiten sind die Greueltaten der stalinistischen Soldateska geschildert. Selbst Sie wären nicht imstande, auch nur 50 Seiten am Stück davon zu lesen. Die Zeugenaussagen wurden nur dann in das umfassende wissenschaftliche Werk aufgenommen, wenn mehrere unabhängige Zeugen in der Schilderung übereinstimmten.

    Und wenn Sie auch einer Nachkriegskommission BRD-beamteter Historiker einfach nicht glauben wollen, lesen Sie die Mitteilungen ehemaliger sowjetischer Offiziere, etwa Lew Kopelew: „Nach wenigen Tagen war klar, daß die Vergewaltigung eines deutschen Mädchens und ihre anschließende Ermordung noch als patriotische Tat gewertet wurde“

    Die amtlich verordneten viehischen Mordtaten der Stalin-und Ehrenburg-Soldaten in Goldap, Gumbinnen usw. wurden von Gerichtsmedizinern neutraler Staaten und dem Roten Kreuz penibel und detailreich dokumentiert, ebenso wie übrigens die stalinistischen Morde der Katyn-Opfer.

  58. Wie man es auch dreht und wendet … der Ota Sik von 1990 ist ein anderer als der in den 60ern und 70ern und der Gorbatschow seit Anfang/Mitte der 90er ein anderer als der von 1985 bis 1989.
    Das ist schlicht und einfach Fakt.
    Ihre nachträglichen „Rechfertigungen“ gegenüber irgendwelchen westlichen Mainstream-Medien sind durchsichtig und plump.
    Oder anders ausgedrückt: zum Opportunisten bzw. zum Wendehals wird man nicht geboren.
    Menschen ändern sich halt bisweilen … mag banal klingen, aber so ist es nun mal.

  59. sixty: aber das zitat von ota sik von 1990 bezieht sich auf 1968, oder? er hat also nicht 1990 seine meinung geändert, sondern sagt, das habe er schon immer vertreten. oder glauben sie, sik frisiert seine eigene vergangenheit?

  60. ist schon ein wenig peinlich wie alle auf Julian Zehnt rummoschen.
    ich frag jetzt nicht warum?
    was bitte war so schlimm an seinem beitrag?

    ich binn ganz doll überzeugt, der JE kommt ohne die ganzen miraverlaquestes aus.

  61. @ Dr. Gunther Kümel

    Ich habe schonmal mit Ihnen über die Vertreibungen, Goldap, Gumbinnen und Katyn geschrieben gehabt. Ihrem Namen nach ist das alles einfach nur ein erfolgloser Versuch die ruhmreiche Sowjetunion zu dämonisieren. Ihre Quellen waren damals schon nicht alle nachprüfbar und inhaltlich kontrovers. Von daher werden Sie bei mir nicht glaubhafter, wenn Sie dasselbe oft wiederholen. Wenn es gutgeheißene Morde und Vergewaltigungen gab, dann ging es diesen Gutheißern nicht lange gut. Die Sowjetunion kann man an den Politkomissaren messen, die solche Leute in den Gulag gesteckt haben und nicht an irgendwelchen vereinzelten Vollidioten. Wobei Sie wohl selbst drauf kommen könnten, dass mit „Tötet, tötet!“ die Nazis gemeint sind. Schließlich hat man ja nicht jeden Deutschen hingerichtet, wie Sie ja selbst wissen. Und was ein jüdischer Dissident über die Sowjetunion erzählt, kann man sich schenken. Sie hatten sich ja auch mal auf Suworow bezogen gehabt. Obwohl er selbst bei der BRD als Märchenerzähler gilt. Und natürlich kann man das kritisch betrachten, warum fast alle Russlanddeutschen in der Sowjetunion umgesiedelt wurden, aber mitten im Krieg konnte man nicht darauf warten bis man alle Volksverräter von den Loyalen trennen konnte, weil das nunmal nicht bei allen feststellbar war, wer (potentieller) Nazi-Kollaborateuer ist. Meine Familie ist ja von der Umsiedlung auch betroffen gewesen. Aber das war alles legitim, weil es nunmal Fakt ist, dass die Volksdeutschen in Osteuropa in die Wehrmacht eingegliedert wurden, ob sie wollten oder nicht. Viele Mennoniten unter den Volksdeutschen hat man ja in die KZ’s gesteckt, weil sie nicht für die Wehrmacht kämpfen wollten. Und ich bin froh, dass meine Familie umgesiedelt wurde, weil ich auf meine Ur- und Großeltern nicht stolz gewesen wäre, wenn sie sich an den Nazi-Verbrechen beteiligt hätten. Man kann die Russen doch nicht einfach so hintergehen, obwohl sie uns in Russland brüderlich aufgenohmen haben. Jedenfalls sind Ihre Aufzählungen etwas dürftig, um Ihre Wehrmacht aufwerten zu können. Aber wie gesagt, solche Debatten nützen keinem, der die Achse Paris-Berlin-Moskau anstrebt. Der Anti-Kommunismus hat seine Berechtigung eh schon längst verloren. Ich habe ja nirgendwo behauptet, dass der Stalinismus in Russland wieder herrschen soll. Stalin ist aber nunmal ein Teil der Russen und er wird es immer bleiben. Ihm verdanken die Russen ihre gegenwärtige Existenz. Und man sollte die Russen einfach mal tolerieren können, wenn sie sich mal positiv auf Stalin beziehen. Selbst russische Kapitalisten können Stalin etwas positives abgewinnen. Von daher einfach mal nicht so dramatisch und ideologisch sehen das Ganze. Die Eurasische Union wird aber so oder so den Ehrenkodex der Freundschaft über die Eigenheiten der verschiedenen Völker mit sich bringen. In Russland stichelt ja auch keiner dauernd gegen die Deutschen, nur weil Kant und Luther Antisemiten waren. Ist eh ein Zeichen von Dekadenz, wenn ein Reisender in Sibieren von einer indigenen Nomaden-Familie aufgenohmen wird, sie ihm dann die letzte Nahrung geben und dieser dann in seinem Heimatland darüber lästert, dass diese Indigenen homophob und sexistisch sind. Was ich damit sagen will ist, dass dieses ganze Überktitisieren schwachsinnig ist. Wenn man das auf die Spitze treibt, findet man sich irgendwann nur noch unter asozialen Kampflesben wieder, die einen akademischen Hintergrund haben. Und wir wollen uns hier alle doch nach vorne und nicht nach hinten bewegen.

  62. @ J.E.

    Bitte Mail und Name für mich im Vorposting vertauschen oder Posting nicht freischalten. Ich kopiere und füge das Ganze jetzt nochmal ein. Danke!

  63. @ J.E.

    Ging was schief, seh den Inhalt nicht mehr. Kann deswegen nicht kopieren. Wenn es geht Mail und Name vertauschen, wenn nicht auch nicht schlimm. Ist das Posting jetzt halt im Nirvana.

  64. @Juri

    seit 2000, als ich in einer st. petersburger unterführung einen song, dargeboten von einer jungen russin mit gitarre, und spontanem mitsingen von ca. 50 passanten, überrannt wurde…

    „Monarchist“ , was soll DAS den? niemals!

  65. „oder glauben sie, sik frisiert seine eigene vergangenheit?“

    Ja, genau so kommt mir das vor. Er stellt sich als jemand dar, der immer schon „kapitalistische Positionen“ vertreten habe, obwohl er selber genau weiß, daß das die Unwahrheit ist.
    Dabei vertraut er auf die Unwissenheit seiner westlichen Interviewer, die sich in der Geschichte der CSSR im allgemeinen und in der der KPC im besonderen nicht oder bestenfalls oberflächlich auskennen.
    Das bekannteste Buch von Sik („Plan und Markt im Sozislismus“ von 1965, erschienen in der CSSR noch unter dem Novotny-Regime) galt damals als Standardwerk, auch unter Wirtschaftsreformern in den sozialistischen Ländern.

  66. „(…)bitte mal wieder alle zusammen in die gegenwart zurückbeamen.“

    Bereff: Überfall auf die friedliebende SU

    Neulich, also fast in der „Gegenwart“, wurde eine Knoppsche Doku auf „Phoenix“ ausgestrahlt. Die Sendung wurde in den 90ern produziert und es ging um den Russlandfeldzug. Eigentlich nix besonders.
    Zwei Dinge erregten jedoch meine Aufmerksamkeit. Das eine war der lustige Bart des Herrn Knopp – das andere die Aussage eines Rotarmisten.
    Er berichtete:
    „Wir waren völlig überrascht vom deutschen Angriff und konnten es nicht richtig glauben, schließlich hatte man uns gesagt, dass die Rote Armee den Krieg auf dem Gebiet des Feindes führen wird. Mit geringen (eigenen) Verlusten.“

    Vielleicht kann mir der weise Genosse Juri erklären was dieser Soldat damit meinte.
    Wenn nicht, muss ich mich an die Analyse von Joachim Hoffmann (Stalins Vernichtungskrieg) halten, in der ich einige Tage zuvor genau diesen Satz gelesen hatte.

    Im übrigen scheinen Sie, lieber Juri, den von Ihnen so verehrten
    Stalin für einen Vollidioten zu halten. Nur ein Vollidiot würde warten bis Hitler England zum Frieden gezwungen hätte. Was dann der SU geblüht hätte ist ja wohl klar.
    Stalins Angriffsabsichten hatten also durchaus ein präventives Moment, aber eben auch Eroberungsabsichten.
    Das selbe gilt für Hitler.

    Nur nebenbei, die Wolgadeutschen wurden 1941 auf Geheiss Stalins interniert und bekamen, man glaubt es kaum, eine Nummer auf den Arm tätowiert.

    Abschließend möchte ich betonen dass zwischen dem russischem und dem deutschen Volk keinerlei Feindschaft gibt. Im Gegenteil, gewisse Regionen der Volksseelen sind identisch.

  67. @ anonym

    Verständlich, daß du dich hinter so einem Nutzername versteckst.

    Hast Du auch rationale Argumente??
    Oder bloß Fäkal-Schimpfwörter?

  68. @ prince charming

    Dann hab ich Sie wohl mit jemandem verwechselt. Ich war mir sicher, dass Sie das mal von sich behauptet haben.

    @ Dr. Gunther Kümel

    Lassen wir das Thema einfach mal. Ich hab Sie wohl mit meiner Heroisierung der Sowjetunion zu sehr provoziert. Da sollte ich in Zukunft wohl etwas kürzer treten. Einigen wir uns einfach mal drauf, dass auch die Sowjets nicht alles gut gemacht haben und das die Sowjetunion in den Geschichtsbüchern verbleiben wird. Aber von Ihrer Seite aus wäre es trotzdem angebracht ihre Quellen objektiv und tiefgründig zu prüfen.

  69. @ zensurnixgut

    „Nur nebenbei, die Wolgadeutschen wurden 1941 auf Geheiss Stalins interniert und bekamen, man glaubt es kaum, eine Nummer auf den Arm tätowiert.“

    Meine Ur- und Großeltern waren und sind Wolgadeutsche. Und niemand von ihnen hat irgendwelche Nummern wo auch immer tätowiert. In unserer ganzen Verwandschaft und unserem ganzen Bekantenkreis gibt es niemanden, der solche Tötowierungen hat. Wo haben Sie diese Märchen her? Denken Sie, dass die Sowjetunion zum 3. Reich wird, wenn Sie hier solche Lügen erzählen? Und Stalins angeblicher Angriffskrieg gegen Hitler ist ein Mythos. Wie gesagt selbst für die BRD sind die Thesen von Suworow, auf den die Präventivkriegsthese zurückzuführen ist, nicht wahr. Und von Stalin wurden nur die Volksverräter interniert und das zurecht. Die meisten Wolgadeutschen waren aber loyal zu den Sowjets. Das Thema ist jetzt für mich hier abgehakt.

  70. Schmidt und Kümel: Ich habe Ihrer beider – konträre – Postings gelöscht, als Akt ausgleichender Gerechtigkeit … Ich will diese Debatte nicht weiterführen. Der Hausmeister

  71. Elsässer :
    Bitte seien Sie noch einmal grosszügig mit mir, obwohl ich mich noch einmal über Ihre Bitte, das Thema ruhen zu lassen, hinwegsetze. Ich möchte nur Juris Frage beantworten.

    Juri:
    Ich bin mir zu 99 Prozent sicher das die Sache mit dem Tattoo aus folgender Dokumentation stammt.

    Ich bin aber zu faul mir noch einmal alle sechs Teile anzuschauen um mir absolut sicher zu sein. Es kann auch sein das ich mich geirrt habe, in diesem Fall nehme ich es zurück.
    Was ein „BRD – Historiker“ ist, darüber wird man sich in Zukunft sicher noch einmal austauschen können.

    Beste Grüsse

  72. Elsässer ist derzeit echt in guter Form. Wobei: Nobelpreis, naja, etwas übertrieben…

  73. cooli: Nehme auch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

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