Broder als Überraschungsgast bei COMPACT-Magazin

Vorstellung der Juli-COMPACT: Großes Kino bei tropischen Temperaturen

Letzten Donnerstag war Vorstellung der Juli-Ausgabe es COMPACT-Magazins. Draußen tropische Hitze. In den Räumen des Viethauses, wo das Ganze stattfand, drehen sich im Dunkeln riesige Ventilatoren wie einst die Rotoren der US-Hubschrauber im Mekong-Delta, ein kühles Lüftchen kommt vom Tresen her. Im Publikum zahlreiche Guerilla-Kämpfer, gut getarnt im feinsten Kaschmir. Ältere Herren, die HoTschiMinh oder zumindest Rudi Dutschke noch persönlich kannten. Dazwischen gefährliche Frauen, die ich glaube im letzten James Bond gesehen zu haben.

Die Veranstaltung an sich schon hochkarätig. Zum Thema „Inszenierter Terrorismus?“ sprechen Bommi Baumann, ehem. Gründer des „2. Juni“, der in der Juli-Ausgabe von COMPACT Infos aus erster Hand zum Thema „RAF & CIA“ liefert. Und Paul Schreyer, Autor des Buches „Inside 9/11“, das mit sensationell neuen Fakten zum zehnten Jahrestag aufwartet.

Überraschend hat sich auch Henryk M. Broder und sein Fernseteam von „Entweder Broder“ angekündigt. Die Leute kommen zu spät, die Vorträge haben schon begonnen. „Entweder Broder“ ist eine Sendung, die hohen Unterhaltungswert hat, den sie aber zum Teil daraus zieht, Personen und Events, die Broder aufsucht, zu persiflieren.

Nach zwei Gläsern Mineralwasser reitet mich der Teufel: Warum sollten wir eigentlich nur Broder die Möglichkeit bieten, UNS in SEINE Show einzubauen? Warum bauen wir zur Abwechslung nicht IHN in UNSERE Show ein?

Folglich lade ich Broder dazu ein, den Aufschlag in der Diskussion zu machen. (ab 1:13:44) Er ziert sich ein bißchen, sein Mitstreiter Hamed Abdel-Samad ist mutiger. Dann, als ich schon mit der Abmoderation beginne, meldet sich Broder doch noch mal zu Wort.(ab 1:34:55)

Die folgenden 15 Minuten sind das Sahnehäubchen auf dem Abend. Alles andere vorher war knallharte Aufklärung auf hohem Niveau. Aber nun, am Schluss, gab’s noch großes Kino.

Genießen Sie das Video, das ein Besucher aus freien Stücken aufgenommen und ins Netz gestellt hat (Vielen Dank!). Besuchen Sie unsere nächste COMPACT-Premiere (immer am ersten Do. im Monat an gleicher Stelle Leipziger Str. 54, nächste also am 4.8.). Und ermöglichen Sie COMPACT, seine Aufklärungsarbeit (mit unterhaltenden Aspekten …) weiter zu machen, indem Sie uns abonnieren und sich eine Aboprämie sichern.

Ob die COMPACT-Premiere in Broders nächster Sendung auftauchen wird? Ich glaube nicht. Aber man muss zugeben: Der Mann ist für Überraschungen gut.

87 Kommentare zu „Broder als Überraschungsgast bei COMPACT-Magazin

  1. „broder mein held!“

    schon klasse wenn man Kriegsverherrlicher und Zyniker zum Helden hat.Hey son lustiger Krieg gegen den Iran.All die zerissen Kinder und Frauen.Und erst die Uranmunition.

    Wie komisch.ha ha ja ja .So ein bischen Krebs in Falludscha und Basra . ha ha muss man machen wegen Israel und der Befreiung.Der alte garstige Evil Clown.

  2. Benjamin: Bitte keine Beleidigungen! Man sollte auch den politischen Gegner mit Respekt behandeln.

  3. Äußerst souverän, Herr Elsässer. Broder ist kein leichter Gegner, das steht fest. Er hat auch nicht immer unrecht, so viel meine ich, sagen zu dürfen, aber am Ende war er ein schlechter Verlierer, indem er die Ufologie aus dem Hut zaubern wollte. Das war einfach Ihrer guten Argumentation nicht angemessen. Traurigerweise denke ich, daß er genau versteht, daß Sie Recht haben, aber er hält trotzig dagegen wie ein kleine nationalistisches Kind, dem man Dreck gegen seine schöne kleine israelische Sandburg geschaufelt hat.

  4. Äußerst souverän, Herr Elsässer. Broder ist kein leichter Gegner, das steht fest. Er hat auch nicht immer unrecht, so viel meine ich, sagen zu dürfen, aber am Ende war er ein schlechter Verlierer, indem er die Ufologie aus dem Hut zaubern wollte. Das war einfach Ihrer guten Argumentation nicht angemessen. Traurigerweise denke ich, daß er genau versteht, daß Sie Recht haben, aber er hält trotzig dagegen wie ein kleine nationalistisches Kind, dem man Dreck gegen seine schöne kleine israelische Sandburg geschaufelt hat.

  5. Gut gekontert, Herr Elsässer. Der Herr Broder wollte Sie eiskalt vorführen, mitsamt seinem Anhängsel .

    Anscheinend muss man wohl nur möglichst frech auftreten und kriegt noch ein Compact- Heft geschenkt..das ist echt unfair 😉

  6. @juergenelsaesser
    Für mich war es keine Beleidigung, sondern eine Feststellung, aber egal. Broder liebt es einfach mit seinen Lügen zu provozieren. Das dieser mann alles machen kann, ohne von dem Masenmedien einen auf den Deckel zu bekommen für seine Unverschämte Art, kann sich jeder denken, wenn man weiss das er der politischen Ideologie Israels sehr sehr nahe steht.

  7. @juergenelsaesser
    Wo Broder auftaucht, geht es immer um Israel!
    Es ist schon traurig, daß auch in diesem Blog wie in den gleichgeschalteten Medien Israels Erpressungen gegen Griechenland und internationale Fluggesellschaften wegen der Gaza-Solischiffe nicht erscheinen. Überall ist Frauenfußball wichtiger!
    Wenn 200 Panzer an die Saudis als strategisch wichtig für die USA geliefert werden, dann scheinen sich die Kriegsvorbereitungen gegen Iran immer heißer zu laufen, Deutsche Atom-U-Boote in Israels Händen dienen ebenso dem „Frieden“ wie die 200 Panzer – so Westerwelles Kommentar dazu—mehr Hohn mit dem Wort „Frieden“ kann gar nicht getrieben werden. Zufällig passiert alles nach dem Bilderberg-Treffen.

  8. Bena,in: Was Sie übersehen: Broder ist ein Provokateur und ein Unterhaltungskünstler. Das unterscheidet ihn von anderen, die nur provozieren. Und: Er ist nicht moralinsauer. Deswegen halte ich nichts davon, ihn zu dämonisieren.

  9. „Dass dieser mann alles machen kann, ohne von dem Masenmedien einen auf den Deckel zu bekommen für seine Unverschämte Art,“

    ausgerechnet von den MSM soll er eins auf den Deckel bekommen? Er schreibt doch für sie, er ist ihr Sprachrohr , oder umgekehrt, sie sind seine Plattform. Broder schreibt mindestens für den Spiegel und die Welt,
    Und mit „Dämonisieren“ hat das wenig zu tun , nur weil er nicht „moralinsauer“ ist. Du lieber Himmel….

    @rubo: Sie haben völlig Recht!

  10. für all die Spenglerlers dieser welt:
    der broder ist und bleibt mein held.
    und zynisch lieber oswald ist,
    so manches was von ihnen ist.

    der untergang des abendlands,
    erscheint mir hier im neuen glanz,
    gut ist wer austeilt, ohne frage,
    nur der der nachdenkt ist die plage.
    😉

  11. HMB ist ein manchmal etwas eitler, immer unterhaltsamer, polarisierender und wirklich kluger journalist.
    er ist polemisch und verletzend, aber auch mitfühlend und engagiert. und er hat humor. (im gegensatz zu den meisten seiner kritiker). sowas gibts nicht oft in deutschland.

    das HMB kann man getrost auch gegen ein JE eintauschen.

    deswegen mag ich ja auch beide!
    🙂

  12. fatima: Broder ist ein glänzender Journalist und Entertainer, von dem wir – als seine Gegner! – eine ganze Menge lernen können! Im Gegensatz zu anderen scheut er die Konfrontation nicht und vertraut auf seine rhetorische Stärke anstatt auf Zensur. Damit eröffnet er ein Feld, wo unsereins sich mit ihm messen kann. Wer dabei gewinnt, entscheidet das Publikum.

  13. Also Bommi hat schon nen lustiges Outfit 🙂 Das muss man dem lassen, fand seine Ausführungen dazu wirklich sehr interessant… Broders Auftritt sorgte fand ich für eine gewisse Auflockerung. Auch wenn ich Ihn und seine mitunter einfach dumm dreist freche Art überhaupt nicht ausstehen kann. (Nix gegen gute Provokationen, aber einfach nur dämlich herumpöbeln und das als was „Tolles“ zu verkaufen nein Danke!)
    Ansonsten, Respekt Herr Elässer, dat wird schon 😉

  14. wer übrigens mal an richtig guter und nicht so dämlich selbstverliebt vor sich hinblubbernder filmkritik interessiert ist:

  15. Danke für’s Bereitstellen der Videodokumentation dieser bemerkenswerten Veranstaltung. So kam ich trotz einer großen räumlichen Entfernung doch in den Genuss des freien Eintritts, der mir als Neu-Abonnent zusteht 😉

  16. „HMB ist ein manchmal etwas eitler, immer unterhaltsamer, polarisierender und wirklich kluger journalist.
    er ist polemisch und verletzend, aber auch mitfühlend und engagiert. und er hat humor. (im gegensatz zu den meisten seiner kritiker). sowas gibts nicht oft in deutschland.

    das HMB kann man getrost auch gegen ein JE eintauschen.“

    Bei alldem, was Sie aufzählen, trifft das auf jeden Fall zu. Bei den politischen Zielen / Ausrichtungen hoffentlich nicht.

  17. Broder denkt auch nur, dass er die Islamophobie unters Volk bringen kann, wenn er den infantilen (zensiert) latent raushängen lässt. Von so einer hinterhältigen Masche kann man doch nicht ernsthaft etwas halten. Viel schlimmer ist aber sein (zensiert).

  18. Ich habe mich gerade erst mal aufklären lassen müssen, wer Broder ist. Ich kann ja schon länger kein deutsches Fernsehen mehr schauen.
    Ich weiß nicht, ob Broder als Gegner oder als Provokateur auftreten wollte. Ich hatte eher den Eindruck, letzteres war gewollt. Von seiner Seite aus…
    Möglicherweise war es für einige Teilnehmer das Sahnehäubchen. Endlich gab es mal Beachtung der offiziellen Medien. Doch der sachlichen Diskussion hat das später etwas geschadet. Ich hätte lieber mehr Diskussion ohne Broder hören wollen, um zu schauen, wie das aktuelle Denken der Leute in Deutschland ist.

  19. „und zynisch lieber oswald ist,
    so manches was von ihnen ist“

    Echt jetzt – hab ich schonmal zum Krieg aufgerufen ? Mich lustig gemacht über in die Luft gesprengte Zivilisten in Israel ?
    Über die verbrecherische Natur der Juden philosophiert ?
    Dass ist ja soooo provokativ was der Broder da macht uhhh Respekt.Würde man den Spieß mal umdrehen säß man so schnell im Gefängniss so schnell könnte man garnicht blinzeln.
    Und von so einem Typen muss man sich noch verhöhnen und bespucken lassen mit all der Macht im Rücken.Underdogs kann ich ganz gut leiden aber nicht drauftreten wenn jemand schon am Boden liegt.
    Was der über Elsässer bringen wird darauf kann man sich jetzt schon freuen.

  20. Juri: Habe Ihnen die Beleidigungen gestrichen. Geht es EIN EINZIGES MAL ohne Kraftausdrücke? Mein Gott, wo sind die guten Manieren geblieben?!

  21. MGC51: Wenn Sie „das aktuelle Denken der Leute in Deutschland“ kennenlernen wollen, und nicht nur den Ausschnitt einer bestimmten (wenn auch sympthischen) Szene, gehört Broder selbstverständlich dazu.

  22. @Juri: Schade, dass jetzt so viel zensiert ist, dass ich nicht mehr herauslesen kann, was Sie eigentlich sagen wollten….gehts noch mal ohne das Zensierte?

  23. Warten wir ab, wie das alles dann aussieht, wenn Broder den Cutter raus- und rangelassen hat. Er wird sich das alles schon für seine Sendung zurechtzuschneiden wissen.

  24. Auch Broder ist nur Auschnitt einer bestimmten, wenn auch sehr unsympathischen Szene. Zum Glück kennen ihn die einfachen Deutschen nicht.

    @Oswald: Cool bleiben, nicht provozieren lassen.

  25. Laut Wikipedia hatte Broder mal folgende Sprüche von sich gegeben:

    „Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“

    und

    „Ein antizionistischer Jude ist tendenziell ein Antisemit. Der Antizionismus ist für Nichtjuden wie für Juden nur eine Ausrede, ihren Antisemitismus sozusagen in einer politisch aseptischen Form präsentieren zu können.“

    So so, er redet von Semiten(Juden), die antisemitisch sind. Ich wußte gar nicht, dass es sowas gibt.

    Da stehen mir nur die Haare zu Berge! Da sollte sich Herr Broder auch nicht mehr anmaßen, Kritik am Nationalsozialismus oder den Nazis zu äußern. Sonst unterstelle ich ihm, dass er ein faschistischer Deutschenhasser ist!

    Soll das nun heißen, das wenn jemand die Greultaten der Kreuzritter im Mittelalter verurteilt nun ein Anti-Christ sei oder ein Kritiker des Islamismus nun ein Moslemhasser ist???

    Egal von wem ein Unrecht begangen wird, ob von einem Juden oder sonst wen, so gilt es dies offen auszusprechen und nicht anderen den Mund zu verbieten. Dass es nun mal auch Angehörige des Judentums gab und immer noch gibt, die großes Unrecht begangen haben, das ist nun mal Tatsache.

    Mit so einer Propaganda versucht man jede Kritik gegenüber einer faschistischen Ideologie im Keim zu ersticken. Vor 1945 wurde man mundtot gemacht, wenn man über das Unrecht gegenüber den Juden sprach und heute wird man mundtot gemacht, wenn man Kritik über eine bestimmte Gruppe der Juden äußert.

    Ich verurteile sowohl den Antisemitismus, wie auch den Zionismus.

  26. Noch mal ein Nachtrag: Genau, es ging nicht um Israel, aber Broder ist über-zionistisch (bis zu einem gewissen Grad respektiere ich ja seine patriotischen Gefühle durchaus). Er fühlt sich immer angegriffen, wenn es gegen die Neocons geht oder wenn man mal ein gutes Haar am Islam läßt. Dann bekommt auch sein Humor Sprünge. Er sollte sich den Leitsatz „Kill your darlings“ merken. Bei Themen, die einen emotional zu sehr berühren, neigt man zu Ungerechtigkeit und zum Aus-der-Form-Fallen, da sollte man sich in einer Diskussion zurückhalten.

    Ich stimme übrigens auch zu, daß man vieles von Herrn Broder lernen kann. Und er hat Mut. EIner von den ganz wenigen Mainstream-Journalisten, die Mut haben. Allein sich J.E. zu stellen, erforderte Courage 🙂

  27. und über die „…verbrecherische Natur der Juden philosophiert ?“

    na ich hoffe doch nicht, sonst würde ich sie doch flutsch anzeigen.
    weil, da geht bei mir garnüscht.

  28. Beim Reiznamen „H.M. Broder“ muss ich auch schleunigst meinen Senf dazugeben, hehe:
    Sorry, aber ich kann da gar nicht soviel essen, wie ich k… möchte/muss, wenn ich diesen saturierten Mann sehe oder höre! Er gehört für mich wie M. Friedmann zu denen, die mit ihrer gegebenen Intelligenz auf der „bösen, dunklen Seite“ stehen und kein Mitgefühl für die Unterdrückten und Ausgebeuteten haben – egal ob in Palästina, D oder sonstwo auf der Welt. Einfach pfui Teufel!

  29. @prince charming: erkennbar ist ihr dichterisches talent, doch ich sehe es hinsichtlich dieses publizisten deutlich anders, habe da eine kristische einstellung zu ihm. immerhin hat er als schreiber für die halbpornographischen st. pauli-nachrichten angefangen und trat nur da überall auf, wo es galt, die armen israelis vor den bösen arabern, linken, antikapitalisten u. a. zu behüten. auch auf die gefahr hin, jetzt wegen kräftiger wortwahl von jürgen zensiert zu werden, möchte ich mal poetisch auftrumpfen:

    henryk broder, im prinzip,
    ist bekannt im ganzen land
    beim system ist er beliebt,
    doch es fehlt ihm der verstand.

    in st pauli, da begann es,
    für die schnöde lust des mannes
    mit kolumnen und artikeln,
    in erotischen vehikeln

    mit dabei war stefan aust,
    das paßt zusamm´ wie aug und faust
    der autor linker mainstreamblätter,
    ist dem zionist sein vetter.

    terrorbomber mag er nicht,
    da sträub´n sich ihm die haare
    zion ist sein lebenslicht,
    für mich nicht ganz das wahre !

    der gedanke an iran,
    wirft ihn völlig aus der bahn
    sieht er moslems auf den straßen,
    kocht er über alle maßen

    über uncle sammys kriege
    strahlt er wie´s kind in der wiege
    und in antizionismus,
    sieht er antisemitismus.

    sorry für die ausdrucksweisse –
    aber sowas find ich scheisse.
    moslem-hatz ist nicht gesund,
    der broder ist ein schweinehund

    Sterjo, 2011

  30. nachtrag: heißt natürlich nicht kristische, sondern kritische einstellung (zu h. broder).

  31. @ J.E.

    Verzeihung Käpt’n, wollte nur mal die Gelegenheit nutzen, um das Broderle ordentlich zu provozieren.

    @ Fatima

    Ich drücks mal so aus. Broder lässt subtil den friedman’schen Lebemenschen raushängen, um damit die Islamophobie unters Volk zu bringen. Teilweise merkt man, dass er in der Hinsicht übertreibt, um zu polarisieren und um seinen Islamhass zu verniedlichen. Und mit dem letzten Satz meine ich seinen Helferling, der von sich selbst sagt, dass er aus einem islamischen Kulturkreis kommt.

  32. Herr Broder versteht nichts von Kriminologie: “ Wo sind die Fingerabdrücke ? “ Und er ist ein Paradebeispiel für einen Journalisten, der in der Darstellung von Kriminalität im Sinne der Wissenschaft vollständig durchfällt. Inkompetenz hoch drei.

  33. Auf facebook hatten wir eine kleine Diskussion, die ich hier mit kleinen Änderungen gerne wiedergeben würde, dort geht das so unter:

    PB: Eine sehr nüchterne und interessante Veranstaltung… Zionismus, Tsunami, HAARP, „Wem nützt es, dass denen genützt hat, was jenen genützt hat bla“ — es wurde viel probiert, um die Veranstaltung auf Glatteis zu führen… 😉 Meinen Respekt für die humorvolle, aber bestimmte Abschmetterung dieser Versuche.

    Mal gespannt, was in Entweder Broder hiervon verwendet werden kann. Er mag zwecks Abwertung gekommen sein, aber er hat das Gegenteil erreicht. Hat er nun die Blockade gebrochen, der Compact ausgesetzt zu sein scheint? Wenn, sei ihm dafür herzlich gedankt. 😉 Was er in der ersten Staffel „Entweder Broder“ fabrizierte, gibt es hier alles am Stück in HD: http://www.youtube.com/wat​ch?v=M17tuTL8wg8

    PJ: der broder ist ein eitler schwafler. insbesondere seine ständigen rechtfertigungen für interventionskriege jeglicher art entlarven diesen mann vollends. er ist nur ein kleiner, mieser meinungsbildender lobbyist. da ist keine überzeugung hinter, nur interessenvertretung.

    PB: Er spielt seine Clownsrolle meistens sehr gut. Die Kriegstreiberei stört mich auch, er sieht in Kriegen scheinbar nur eine Befreiung der Bevölkerung von finsteren Herrschern. Dass dabei fürchterliche Waffen zum Einsatz kommen und zuerst jede Menge Unschuldige sterben, blendet er warum auch immer aus oder sieht es als notwendiges Übel. Euphemistisch ist das wohl als langfristiges Denken zu beschreiben, ein Zyniker ist er allemal. Aber für Thesen wie „Man sollte Religion privatisieren, sie ist wie Sex, niemand sollte zusehen müssen“ mag ich ihn. Ein harter, extrem polarisierender Hund – Gleichschaltung kann man ihm gewiss nicht vorwerfen… Macht ihn das nicht schon unverzichtbar in der trägen publizistischen Masse hierzulande? Ich würde mir selbst ein Glaubwürdigkeitsdefizit bescheinigen, wenn ich Jürgen Elsässer mögen und Broder verachten würde, wo sie doch beide, jeweils auf ihre Art, dieser verfluchten political correctness entgegentreten…

    PJ: der gute herr elsässer hat aber – im gegensatz zu broder – keine plattform im staatsfernsehen. hast du dir darüber mal gedanken gemacht? im gegensatz zu herrn elsässer ist broder eine etablierte gestalt, die nur v o r g i b t, die p.c. zu kritisieren, in wahrheit aber an ganz wesentlichen stellen selber der größte korrekte von allen ist; wenn es etwa um imperialistische kriege usw. geht, oder aber auch um patriotismus, usw.

    broder wird uns deutschen keine hilfe sein. soviel ist sicher.
    Ich kann als beispiel die ganze sendung „entweder broder“ heranziehen. hier war es nicht einmal nötig, die deutsche P.C. von deutschen kritisieren und veralbern zu lassen. da musste broder erst einen eingemusterten einwanderer zu hilfe holen, der eigentlich sogut wie nur damit glänzt, keine ahnung von überhaupt nichts zu haben. er ist einfach nur da, das reicht schon. anders hätte dieses medium auch gar nicht funktionieren können. das staatsfernsehen weiß eben ganz genau, was es senden kann/muss und was nicht.

    nun ist auch die BRD an imperialistischen kriegen zumindest indirekt in wirtschaftlicher hinsicht beteiligt. erst kürzlich wurde beschlossen, daß die deutschen die franzosen mit neuen bombenteilen versorgen sollen. somit wundert es mich definitiv n i c h t, daß broder im staatsfernsehen den kriegstreiber spielt. der rest ist doch nur kasper-scharade!

    PB: Dass ich die beiden auf Augenhöhe setze habe ich nicht gesagt, und über deutsche Kriegsbeteiligung brauche ich auch keine Nachhilfe.

    Wer ihn hassen will, möge das tun. Und vielleicht hilft er uns gerade dadurch – in dem wir dank ihm mal wieder auf den Trichter kommen, dass es überall gute, normale und böse Menschen gibt – auch unter den Juden.
    _________

    Ich teile ihre Meinung zu Broder absolut, Herr Elsässer. Und eben weil er auch ein Unterhaltungskünstler ist, sollte man nicht alles für voll nehmen. Liebe Broder- Hasser: bevor ihnen Schaum aus dem Mund kommt, denken sie einfach, es sei Satire, was sie da gerade gelesen haben. Hat doch bei Wiglaf Droste auch geklappt… Broder ist mir tausendmal lieber als >95% seiner ignoranten Berufsgenossen.

  34. „das (sic) HMB“
    Mann, Mann Prince Charming, allias Schneeflocke.
    „das“, ist aber politisch nicht korrekt 😉

    ( Die Attitüde Broders ist der Sachlage in Palästina nicht angemessen. Von daher ist er für mich nicht mehr als ein Politclown. )

  35. Broder kann sich alles erlauben, er provoziert nicht nur, sondern beleidigt ja auch völlig ungestraft, da er Jude ist.
    Wenn man als Nichtjude sich von ihm provozieren läßt,
    zieht man natürlich den kürzeren, klar! So ist es ja schon
    einigen ergangen, die nicht mehr mit ihm oder anderen
    „diskutieren“ dürfen!
    Das einzig Positive an ihm sehe ich deshalb darin, daß er
    vergangenes Jahr in der Sarrazin-Debatte in der „Bild“
    Friedman ein „selbstverliebtes Riesenarschloch“ genannt
    hat, und dies völlig ubeanstandet!
    Hoffentlich darf man ihn hier so zitieren!

  36. Nonkonformer: Sie übersehen, dass Broder bei uns nicht provozierend und beleidigend war, sondern ganz nett und freundlich. Man muss ihn halt zu nehmen wissen …

  37. Hallo Herrr Esässer

    Ich komme nicht um eine persönliche Stellungnahme umhin.
    Speziell meine ich 9/11 und auch Staatsterror.
    Ich werde mich persönlich mit dem Pseudonym „kopieright“ bei Ihnen melden.

  38. Elsässer und Broder sind Minuscharaktere, die nach gewissen Konsequenzen rufen. Man sollte es jedoch nach Unfall aussehen lassen.

  39. Das mit Broder haben Sie wirklich sehr geschmeidig und geschickt gehandhabt, Herr Elsässer. Hut ab! Genauso muss man mit einem wie ihn umgehen. Ihn zwar ernst nehmen, aber nicht aus der Haut fahren oder sich provozieren lassen. Denn genau das will ein „Berufsprovokateur“ wie er ja. Ihre Bewunderung des Herrn Broder kann ich allerdings nicht so ganz teilen. Ich finde ihn und seinen Wortwitz zwar auch oft amüsant und zum Schmunzeln, mehr aber auch nicht. Und wer sich so äußert wie oben beschrieben, der also Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt oder wer Kriegsverbrechen der Amerikaner und Israelis schönredet oder marginalisiert, vor so jemandem verspüre ich auch eine gewisse Abscheu!

  40. „fatima: Broder ist ein glänzender Journalist und Entertainer, von dem wir – als seine Gegner! – eine ganze Menge lernen können! Im Gegensatz zu anderen scheut er die Konfrontation nicht und vertraut auf seine rhetorische Stärke anstatt auf Zensur. Damit eröffnet er ein Feld, wo unsereins sich mit ihm messen kann. Wer dabei gewinnt, entscheidet das Publikum.“

    So ungefähr sehe ich das auch ::: Broder ist ein guter Kritiker der „Political Correctness“ … leider kein linker, aber davon gibt es ja leider auch nur wenige.
    Daß mir seine Meinungen zur DDR und zu Israel gleichwohl gar nicht gefallen, habe ich hier bei anderer Gelegenheit allerdings auch schon klargestellt.

  41. H.M. Broder ist ein bezahlter Provokateur der Mainstream Medien der immer den provozierenden, infantilen Publizisten raushängen lässt wo immer er kann. Mir ist der Typ Suspekt, auch wenn seine provokante Art mitunter erfrischend wirkt wenn man die gähnende Langeweile bei gewissen Talkshows mit ansieht die hierzuland im Fernsehen laufen…. Trotzdem ist er ein Fürsprecher des Finanzkapitals, einer der Ihren, der ganz klar auf deren Seite steht. Wenn auch mitunter nicht so eindeutig wie es tatsächlich jedoch der Fall ist.
    Broder, tja, ein sicherlicher intelligenter, aber leider auch armseeliger Geist!

  42. „dass Broder bei uns nicht provozierend und beleidigend war, sondern ganz nett und freundlich“ … der Broder ( http://www.arendt-art.de/deutsch/Henryk_m_broder/henryk-m-broder-6.htm ) kann sich auch benehmen.

    Ohne weitere Worte zur „Finanzkriese“ :
    24.01.2011 Themenspecial Rentenfonds
    Moody’s: Warren Buffett ist größter Einzelaktionär der Ratingagentur
    DAS INVESTMENT.COM
    http://www.dasinvestment.com/themenspecial/rentenfonds/news/datum/2011/05/02/moodys-warren-buffett-ist-groesster-einzelaktionaer-der-ratingagentur/

    28.03.2011
    Bonität runter, Zinsen rauf: Ratingagenturen schnüren Portugal die Luft ab
    Handelsblatt
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/ratingagenturen-schnueren-portugal-die-luft-ab/3998108.html

    05.07.2011
    Ratingagentur stuft Portugalanleihen herab | tagesschau.de
    „Die US-Ratingagentur Moody’s hat langfristige Staatsanleihen Portugals auf „Ramsch“-Niveau herabgestuft.“
    http://www.tagesschau.de/wirtschaft/moodys104.html

  43. Volker: Darf man ruhig als Morddrohung auffassen. IP-Nummer wurde an Polizei weitergeleitet.

  44. Broders „Freundlichkeit“ in der Veranstaltung halte ich fuer einen Trick, um von einem sich sicher und ernst genommen fuehlenden JE skurrile oder in Broders Sinne entlarvende Aussagen zu bekommen, Geklappt hat es zum Glueck ja nicht.

    Die in einigen Beitraegen vorgenommene Gleichsetzung von HMB und JE (nicht nach den politischen Positionen, sondern der Klasse, in der sie spielen) halte ich fuer falsch. Der eine fliegt ueberall raus, sobald er unbequem wird, der andere muss nur mal furzen und alle grossen Leitmedien geben ihm ne Doppelseite.

  45. @ Volker

    Spinner! Niedrigstes Niveau, Dümmer gehts nimmer! Da sieht man doch in welchen geistigen Bereichen Sie sich bewegen….

  46. @wir sind das volk, ich bin volker:
    mit verlaub, sie scheinen mir nicht ganz knusper. was soll das blöde gelalle?

  47. @dimitris: Da haben Sie auch wiederum Recht, jedenfalls was die Reaktionen angeht. Und leider geben ihm nicht nur die Leitmedien viel zuviel Aufmerksamkeit, sondern auch wir!

    @Juri: Broders Helferlein mit ägyptischem Migrationshintergrund ist zudem der beste Beweis dafür, dass sich auch ein arabischer Islamkritiker frei bewegen kann. Hier wird ja gern das Gegenteil behauptet. In Ägypten war er ja während des Aufstandes gegen Mubarak auch zugegen, und hat es offenbar überlebt.

    Sterjo: Super! Nur an der Wortwahl könnte man etwas feilen, „Schw….h“ muss nicht unbedingt sein. Aber sonst klasse. Hier kommen ja ungeahnte poetische Talente zum Vorschein 🙂

  48. sterjo: ich mag es wenn sie dichten …& fuck the mind 🙂

    fatima: „was ist daran denn „schön“?“
    ich bin traurig das sie mich nicht mögen. woran scheitert es?
    ich bin doch garnicht sooo antiislamisch, mag frauen und bin immer richtig nett …oder nicht?
    verwirrt….

  49. @Fatima

    „Broders Helferlein mit ägyptischem Migrationshintergrund ist zudem der beste Beweis dafür, dass sich auch ein arabischer Islamkritiker frei bewegen kann. Hier wird ja gern das Gegenteil behauptet. In Ägypten war er ja während des Aufstandes gegen Mubarak auch zugegen, und hat es offenbar überlebt.“

    Das ist ja schön für Broders Herferlein. Sein Landsmann Marc Gabriel konnte da leider nicht das Glück mit ihm teilen. Schließlich hatte Gabriel da ganz andere Dinge erlebt, weil er sich aus islamischer Sicht einige „sehr schwere Vergehen“ geleistet hat.

  50. Sterjos poetische Reime auf Broder finde ich hervorragend – ein Schuß ins Schwarze!
    Zu Broder finden sich lesenswerte Beiträge unterm „Palästina Portal“ und bei „steinbergrecherche“
    Auf prince charmings Unsachlichkeit einzugehen ist vertane Zeit, den Fehler habe ich einmal gemacht.

  51. Ein prominentes Beispiel für Verschwörung und Kooperation antagonistischer Kräfte ist die Iran-Contra-Affäre. Damals wurde aufgedeckt, dass die USA über Israel Waffen an den Iran verkauft und die eigene Bevölkerung mit Drogen vergiftet haben, um Terroristen zu finanzieren. Damit hätte ich Broder gern konfrontiert gesehen(bzw. bei der nächsten Diskussion).

    Iran Contra Hearings 1987:
    http://www.archive.org/details/gov.archives.arc.11161
    http://www.archive.org/details/gov.archives.arc.11191

    CIA-Drogenhandel und -Terrorismus in Laos(ab 37:00):

    Heute arbeiten die USA offen mit der albanischen und der afghanischen Drogenmafia zusammen, um die ganze Welt mit Heroin zu überschwemmen. Dagegen wirkt das britische Imperium wie ein Amateur. Doch die Medien schweigen dazu.

    „The Kosovo Liberation Army: Does Clinton Policy Support Group with Terror, Drug Ties?“
    http://rpc.senate.gov/releases/1999/fr033199.htm

    Dieser drogenfinanzierte CIA-Terrorismus wäre doch mal ein Thema für COMPACT.

  52. mal ganz abgesehen von der frage, ob und wie broder ist: mir erschließt sich nicht, worin der gewinn oder der sinn dieser gegenüberstellung-diskussion von JE, baumann, schreyer u. broder, liegt… ist wohl nur „talk um des talks willen“. denn von broder kann man kein ergebnis erwarten, eine geistige debatte oder auseinandersetzung mit einem vertreter der political correctness ist sicher interessant, doch nützt es der SACHE ?

  53. individualist: Broder stellt durchaus ein paar wichtige Fragen, z.B. ob „Bündnis“ bereits heisst, dass Osama ein CIA-agent ist.

  54. „Dieser drogenfinanzierte CIA-Terrorismus wäre doch mal ein Thema für COMPACT.“
    Und dann am besten noch gleich über die Großfamilien berichten, die sich mit den dunklen Motorradfahrern hierzulande die Distribution teilen? Schmuggelnde Botschafter, Mafia, dubiose Verwicklungen, entsetzte Richterinnen…
    Mehr wie Behauptungen kann man über das Thema nicht machen – und ich will den Journalisten sehen, der sich an das Thema noch heranwagt, nach all den Toten…

    Aber ein Artikel über die jüngere Drogengeschichte an sich und die Endverbraucherkriminalisierung wäre toll – am besten in Form eines Interviews mit Matthias Bröckers. Erstens könnte er auch etwas über 9/11 berichten (sein neues Buch hat es ja immerhin in die ARD- Sendung ttt geschafft) und eine linke Stimme hätte man dann auch endlich mal wieder. Der soll auf die taz scheissen, selbst sein Kiffbruder Helmut Höge beleidigt ihn dort doch schon… 😉

  55. rubo, dass ist aber unsachlich von ihnen. 🙂

    sie gehören zu den leuten die birma boykottieren, dass nenn ich löblich.

  56. warum broder jene frage stellte, weiß der geier. elsässer denken sie, damit rückt er schon von seinem proamerikanischen kurs ab ? auch wenn er weiß, daß diese schmutzigen verbindungen zwischen al-ciada und amerikanischer politik bestehen und daß der „terrorismus“ ein produkt usraels ist, er wird weiter seine kranken thesen vom ach so schlimmen islam und den „judenfeindlichen“ tendenzen hinter jeder tür zu verbreiten versuchen. ich frage mich, was sie von ihm erwarten.

  57. PS: ich glaube an wunder. und ein wunder wäre es AUF JEDEN FALL, wenn so einer wie broder auf unsere seite kommt. die zukunft ist offen, man darf gespannt sein.

  58. @individualist: Eher konvertiert wohl der Papst zum Islam 😀

    Woraus schließen Sie denn, er könnte jemals auf „Ihre“ Seite kommen? Wobei die trutherszene auch extrem heterogen ist.

  59. @heinz234
    Über das Thema gibt es offizielle Untersuchungen(siehe Videos) und Dokumente(z.B. vom BND). Dass das Kosovo „ein Zentrum der organisierten Kriminalität, das jetzt ein Staat sein darf“, ist, hat sich sogar bis zur pro-UCK und Bombenwerferpartei SPD rumgesprochen. Für dieses kriminelle Projekt wurden Milliarden Steuergelder veruntreut und ein Angriffskrieg geführt.
    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bnd-agenten-ausgeflogen-kritik-nimmt-zu/3062920.html

    Die Autoren des Filmes über Laos leben übrigens noch, so wie auch die Autoren der folgenden Artikel/Bücher.

    „Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch“
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19320/1.html

    Innenministerium und BKA nehmen kriminelle Aktivitäten der UCK in Deutschland tatenlos hin und weigern sich trotz entsprechender Forderungen der österreichischen und italienischen Polizei, zu ermitteln:
    http://karl-kreibich.over-blog.com/article-15879793.html
    http://www.german-foreign-policy.com/en/fulltext/56126

  60. fatima: das mit dem papst war echt ein geiler vergleich.
    also, echt in wirklichkeit gehe ich natürlich nicht davon aus, daß broder soviel grips hat um zu „konvertieren“. daher sagte ich vorhin auch, es wäre ein wunder.

  61. „fatima: Broder ist ein glänzender Journalist und Entertainer, von dem wir – als seine Gegner! – eine ganze Menge lernen können! Im Gegensatz zu anderen scheut er die Konfrontation nicht und vertraut auf seine rhetorische Stärke anstatt auf Zensur. Damit eröffnet er ein Feld, wo unsereins sich mit ihm messen kann. Wer dabei gewinnt, entscheidet das Publikum.“

    sorry, aber das eis auf dem sie wandeln ist dünner als höhenluft. rethorische stärke und eine gewisser „we love to entertain you-touch“ scheint so schick so sein, dass die botschaft und konsequenz nicht so entscheidend ist.

    göbbels hatte auch unterhaltungswert; das publikum liebte ihn und wer konnte sich seinerzeit schon mit seiner rethorischen stärke messen (auch wen die anderen „zensiert“ wurden). das gefällt mir nicht, sie sollten nur weil sie scheinmoral zu recht verachten, nicht gänzlich auf moral verzichten und ne beschissene show aus dem ganzen machen.

    moralpredigt zu ende….

    ach ja…“individualist: Broder stellt durchaus ein paar wichtige Fragen, z.B. ob „Bündnis“ bereits heisst, dass Osama ein CIA-agent ist.“

    die frage ist nicht neu, war es nie. sie hatten einen gemeinsamen feind oder auch ein paar z.b. die russen in afghanistan. der feind meines…bla…bla..bla….spiel. bin laden hatte mit 911 nichts zu tun. damit er das niemals unmissverständlich klarstellen konnte, starb er bevor seine doppelgänger das gegenteil als öffentliche meinung etablierten, manchmal gar durchaus mit rethorischer stärke.

  62. p.s. zu broder: ich bin nicht oft aber manachmal durchaus seiner meinung, inhaltlich, nicht verführt von seiner rethorik.;)

  63. Links:

    11. September 2001:

    «9/11 – Alles gelogen? –
    400 Wissenschaftler gegen Bush
    Artikel in Focus-Money von Oliver Janich

    Jg. 12/Nr. 11/08:
    «Die Aufklärung hat viel gebracht»
    Kurzinterview mit Gerhard Wisnewski zu den Anschlägen von 2001

    9/11 – Zum sechsten Jahrestag der Terroranschläge von New York
    Thomas Meyer

    Ein Muslim würdigt Meyers Buch Der 11. September – das Böse und die Wahrheit – Fragen, Fakten, Perspektiven
    Buchrezension von Kevin Barrett

    Jg. 11/Nr. 1/06
    9/11-Tagung zum fünften Jahrestag mit künstlerischem Auftakt in Holzen
    Gerald Brei

    Jg. 10/Nr. 12/06
    Die 9/11-Tagung in der Rudolf Steiner Akademie in Holzen
    Thomas Meyer

    Jg. 9/Nr. 12/05
    Geschichtsschreibung in den USA – 9/11
    Interview mit Daniele Ganser

    Jg. 9/Nr. 11/05
    Die Lüge als «Öl» der globalen US-Politik
    Vortrag von Thomas Meyer am 3. Juni 2005 in Wien

    Jg. 9/Nr. 11/05
    «Die erste Explosion kam aus den Untergeschossen …»
    Interview mit William Rodriguez

    Jg. 9/Nr. 9-10/05
    Die Anschläge vom 11. September 2001 – in Europa kritisch diskutiert
    Thomas Meyer

    Jimmy Walter fordert, die Untersuchung der Anschläge vom 11. September 2001 wieder zu eröffnen
    Thomas Meyer

    Der 11. September – Fakten, Fragen, Perspektiven
    Vorwort zum Buch Der 11. September, das Böse und die Wahrheit von Thomas Meyer

    Jg. 8/Nr. 9-10/04
    Toronto: Die 9-11-Wahrheitsbewegung wächst
    Webster G. Tarpley

    Jg. 8/Nr. 7/04
    Ist der Mythos um den 11. September am Kollabieren?
    Webster G. Tarpley

    Jg. 8/Nr. 5/04
    Untersuchungskommission zum 11.9.2001:
    Wie George W. Bush trickst
    Webster G. Tarpley

    Jg. 8/Nr. 4/04
    Der geheimnisvolle, von den Medien kaum beachtete Einsturz von Gebäude WTC 7
    Eric Hufschmid

    Jg. 8/Nr. 4/04
    Kulturell kreativ?
    Wie Info-3 im Namen von „Anthroposophie heute“ die Seriosität politischer Berichterstattung untergräbt
    Thomas Meyer

    Jg. 8/Nr. 2-3/04:
    Zum Luzerner Symposium «Der inszenierte Terrorismus»
    (1./2. November 2003)
    Thomas Meyer

    Jg. 8/Nr. 1/03:
    Gibt es einen Ausweg aus dem „Tal der Ahnungslosen“?
    Interview mit Gerhard Wisnewski

    Jg. 8/Nr. 1/03:
    „Bis heute nicht dementiert“
    Andreas von Bülow zu den Spiegel-Vorwürfen

    Jg. 7/Nr. 12/03:
    „Die US-Regierung hat etwas zu verbergen“
    Neues Interview mit Andreas von Bülow

    Jg. 7/Nr. 6/03:
    Was geschah wirklich am 11. September?
    Interview mit Jared Israel

    Jg. 7/Nr. 5/03:
    Zum 11. September 2001:
    Kriminelle Nachlässigkeit oder Hochverrat?
    Jared Israel

    Jg. 7/Nr. 4/03:
    Der sitzengebliebene Präsident
    Jared Israel / Thomas Meyer

    Jg. 7/Nr. 2-3/02-03:
    Wer soll die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts machen?
    Thomas Meyer

    Jg. 7/Nr. 2-3/02-03:
    Eine «September-Lüge»?
    Zum Buch «Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11.9.» von Matthias Bröcker
    Andreas Bracher

    Jg. 6/Nr. 9-10/02:
    Wollen die Europäer nur noch US-Vasallen sein?
    Gespräch mit Andreas von Bülow

    Jg. 6/Nr. 7/02:
    «Man kann uns jetzt nicht mehr stoppen»
    Auszüge aus einer Diskussion amerikanischer und russischer Politiker über den «Kampf gegen den Terrorismus»

    Jg. 6/Nr. 6/02:
    Was geschah am 11. September wirklich? (Teil 2)
    Überlegungen und weitere Materialien zur freien Urteilsbildung
    Thomas Meyer / Barrie Zwicker

    Jg. 6/Nr. 2-3/01:
    Andreas Bracher: Einige Gesichtspunkte zur Beurteilung der Urheberschaft der Terroranschläge vom 11. September

    Jg. 6/Nr. 1/01:
    Thomas Meyer: Die Attacke auf das World Trade Center – gekürzte Fassung
    eine vielschichtige Katastrophe (Teil 2/Schluss)

  64. Ich war auch bei der Veranstaltung. Besonders Bommi Baumann fand ich klasse.

  65. Schön! Und schade, dass solche Diskussionen nicht öfter zustande kommen, siehe z. B. auch das Streitgespräch zwischen George Galloway und Christopher Hitchens über Irak: http://www.youtube.com/watch?v=KZnUIeKOIgc
    Die Positionen des Letzteren sind ziemlich unerträglich, reden kann er aber, so wie Broder auch, warum sollte man sich also so einen Schlagabtausch entgehen lassen?
    Auch wenn ich Broders Ansichten nicht teile, kann ich meinem Namensvetter von weiter oben insofern nicht zustimmen…

  66. J. Elsässer und andere : Hier ist wohl ein Missverständnis aufgetreten. Ich meinte nicht, dass man gar nicht mit Broder reden soll. Im Gegenteil, dass Sie praktisch „die Flucht nach vorn“ angetreten haben durch die Einladung an ihn, die Diskussion zu beginnen, war das einzig Richtige. Defensives Abwarten ist bei solchen Leuten fehl am Platz.
    Nur in der Einschätzung sollte man sich eben nicht täuschen. Er ist ein guter Schreiber, hat aber leider sein Talent im Dienste des Zionismus gestellt. Alles andere wäre auch nicht so lukrativ. Gegen die JW etwa kann man sagen was man will, aber sie bzw. Artikel daraus in einem Atemzug mit „Mein Kampf“ zu nennen, ist doch – vornehm ausgedrückt – etwas arg weit hergeholt…

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hauptsache_holocaust/

  67. „aber leider sein Talent im Dienste des Zionismus gestellt. “
    ja und, berechtigte sache. besser sowas als ein pierre vogel.

  68. „aber leider sein Talent im Dienste des Zionismus gestellt. “
    ja und, berechtigte sache. besser sowas als ein pierre vogel.“

    jetzt mal ein „ja und“ meinerseits: Ich bin von beiden nicht gerade begeistert.

  69. Im folgenden Interview berichtet ein Terrorist, wie die USA versucht haben, ihn für „Operationen“ im Kaukasus und Zentralasien zu rekrutieren(zu lesen ab „But you were detained in Pakistan, right?“) und dass die USA Terroristen bekämpfen, aber auch für ihre Zwecke gegen andere kämpfen lassen(„They are fighting us but also trying to set us against others.“).
    http://web.archive.org/web/20061130124747/http://www.mosnews.com/interview/2005/12/01/terroristreveals.shtml

    Die CIA-Operation „Cyclone“ ist sozusagen nach wie vor im Gange. Welche Ziele die USA damit verfolgen, kann man im folgenden Artikel ab „Es gibt Grund zu der Annahme, das die IMU selbst ein Geschöpf der CIA ist“ lesen.
    http://jwboard.com/board/thema.php?board=24&thema=346

    Wenn die NATO-Strategie erfolgreich abgeschlossen ist, sieht die Region anschliessend aus wie der Balkan. D.h. das Land wird in mehrere Protektorate unter NATO-Besatzung zerstückelt, in denen von der NATO installierte Diktaturen die Plünderung durch westliche Konzerne durchsetzen.

  70. @ JE

    „Und: Er ist nicht moralinsauer. “

    Nun ja, es sei denn, es geht um Israel und Ahmadinedschad.

    @ fatima

    „Zum Glück kennen ihn die einfachen Deutschen nicht.“

    Fast jeder Deutsche, der sich etwas für Politik interessiert, kennt ihn. Sitzt ja schließlich in gefühlt jeder zweiten Talkshow…

  71. Und das Schlimme ist, man kann ihm nicht antworten, weder
    als Leser/Blogger, weil „zufällig“ die Kommentarfunktion auf
    Weltonline nicht gegeben ist oder man sonst keine Plattform
    für eine öffentliche Diskussion vorhanden vorfindet!
    Broder „fährt“ in einem unverwundbaren Panzer mit höchster
    Panzerung herum, da läßt sich leicht austeilen, mit „normalen“
    panzerbrechenden Waffen erreicht man keine Durchschlags=
    kraft, lädt man die eine, allein erfolgreiche Munition, wird man
    durch den Rückschlag selbst schwer verletzt!
    Deshalb ist Ignorieren dieser „Wunderwaffe Broder“ die einzig
    mögliche Haltung!

  72. Herr Elsässer, Sie zusammen mit Herrn Broder auf einer Bühne, das schreit doch förmlich nach einem Comedy-battle zusammen mit Oliver Welke und Fips Asmussen. Finden Sie nicht?

  73. re : Broder nicht dämonisieren – na gut – bleibt die Frage weshalb Broder in linksliberalen , bürgerlichen Stadtgesellschaften diskursiv – argumentativ unangreifbar erscheint .

  74. Ein Zitat aus einem Interview, das die amerikanische Zeitschrift „Occidental Quarterly“ mit Hervé Ryssen geführt hat.
    Es paßt zum Thema.

    „It is not enough for these intellectuals to talk nonsense, to lull us with “human rights,” to bind us with repressive laws, and to inject us with alien cultural poisons. They also have to pour into our ears their contempt for our old cultures. But this contempt does not seem to fully satisfy their thirst for revenge. They must also insult us and spit in our faces: “ignoramuses, xenophobes, paranoiacs, morons, lunatics, etc.” . . .

    And I will not recount the innumerable films in which the cosmopolitan scriptwriters take their revenge against Christian civilization and the white man in general. It seems obvious to me, regarding all this logorrhea, that these people hate us. It could not be any more obvious if they wore flashing neon signs on their heads.“

    Ein hochinteressantes Gespräch, das viel zum Verständnis der zugrundeliegenden Mentalität beiträgt. Man muß Ryssen nicht in allem, was er sagt, zustimmen, aber im großen Ganzen hat er sicherlich Recht.

    Teil 1 findet sich HIER, von wo aus die übrigen beiden Teile des Interviews über Links zu erreichen sind:

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