Ein bisschen Nachhilfe über COMPACT-Magazin und COMPACT-TV
Die Osterfeiertage nahen – und damit die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegung. Dazu passt sehr gut die aktuelle Ausgabe von COMPACT-Magazin (www.compact-magazin.com), die eines der früher wichtigsten, heute aber fast vergessenen Themen der Friedensbewegung behandelt:
DEUTSCHLAND – DAS BESETZTE LAND.
Seltsamer Weise überlässt die Linke das Thema mittlerweile den Rechten. Das ist ziemlich hirnrissig. In einer Umfrage zu Anfang der achziger Jahre sprachen sich vielleicht 15 Prozent der Bundesbürger für den NATO-Austritt aus – aber 65 Prozent für den Abzug der US-truppen aus Deutschland. Das ist aber dasselbe!! Wenn die US-Truppen aus Deutschland weg sind, ist die NATO tot. Warum also nicht die Frage so formulieren, dass sie mehrheitsfähig ist? Dabei hilft COMPACT Nummer 2. Die Trailer von COMPACT-TV, die ebenfalls zum Thema passen, finden sich auf unserer Website http://www.compact-magazin.com .
Auf 25 Seiten wird in diesem COMPACT-Schwerpunkt behandelt: Die Rolle der US-Streitkräfte in Deutschland, die Einschränkung unserer Souveränität durch die Alliierten, die Kontrolle der Dax-Konzerne durch US-Kapital, die Kill-Kommandos der CIA auf deutschem Boden. Von besonderer Bedeutung ist ein Artikel über die „Kanzler-Akte“, der anhand des Beispiels von Willy Brandt zeigt, wie die Alliierten deutsche Regierungschefs zum Kotau nötigen wollen – und wie sich ein Politiker mit Rückgrat aber auch wehren kann. Ein Einblick in den Inhalt dieses und anderer Artikel des COMPACT-Schwerpunktes „Das besetzte Land“ geben die Trailer von COMPACT-TV und das Inhaltsverzeichnis des Heftes (alles am Ende dieser Mail).
Wer die Aufklärung über dieses Tabu-Thema voranbringen oder ganz allgemein ein neues UNABHÄNGIGES Monatsmagazin unterstützen will, kann Hefte der aktuellen Ausgabe zum stark verbilligten Rabattpreis zum Weiterverteilen auf den Ostermärschen, aber auch im Bekannten- und Kollegenkreis bestellen. Gehen Sie dazu auf unsere Website www.compact-magazin.com , klicken sie auf den Link auf der rechten Spalte.
Ebenso kann man auf www.compact-magazin.com die Zeitschrift abonnieren oder einzelne Exemplare bestellen.
Gerade angesichts des Libyen-Krieges ist ein anderer Artikel in COMPACT-Magazin von Interesse. USA und NATO führen dort einen brutalen Luftkrieg, dessen UN-Mandat zweifelhaft ist und das jedenfalls in der Praxis der Kriegführung ständig verletzt wird. Die Angriffe werden teilweise von Stuttgart aus geleitet, vom dort ansässigen US-Regionalkommando Africom. Die Bundesregierung hat sich in der UN enthalten und will sich neutral verhalten. Doch das sind weitgehend Lippenbekenntnisse.
Was Deutschland WIRKLICH tun müsste, um seine Neutralität bei völkerrechtswidrigen Kriegen sicherzustellen, schildert ein Artikel von Hans-Peter Laubenthal, Mitglied des Deutschen Friedensrates, in der neuen Ausgabe von COMPACT-Magazin schildert. Dabei wird Bezug genommen auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes BVG aus dem Jahr 2005, in dem dem Major Florian Pfaff recht gegeben wurde, als er logistische Hilfsdienste für den ebenfalls völkerrechtswidrigen Irak-Krieg verweigert hatte. In dem Artikel heißt es:
(COMPACT Nr. 2 Anfang) Ausdrücklich stellt das Urteil fest: Die „Handlung eines Staates, die in seiner Duldung besteht, dass sein Hoheitsgebiet, das er einem anderen Staat zur Verfügung gestellt hat, von diesem anderen Staat dazu benutzt wird, eine Angriffshandlung gegen einen dritten Staat zu begehen ist selbst eine Angriffshandlung.“
Deutschland, so das BVG, hätte sich im Krieg der USA gegen den Irak neutral verhalten müssen. Damit sind unter anderem Truppentransporte und die Benutzung von Funkstationen zu unterbinden. Aber Neutralität wurde von den Richtern sogar noch schärfer definiert. Auf S. 84ff. Des Urteils ist zu lesen: „Truppen von Konfliktparteien, die auf das neutrale Staatsgebiet übertreten“‚ also nach Beginn des bewaffneten Konflikts in das neutrale Staatsgebiet gelangen, sind „zu internieren“. Nur Offiziere, „die sich auf Ehrenwort verpflichten, das neutrale Gebiet nicht ohne Erlaubnis zu verlassen, dürfen freigelassen werden.“
Weiter heißt es: „Die Pflicht zur Internierung ergibt sich aus dem Sinn und Zweck des Neutralitätsrechts, da nur so verhindert werden kann, dass von neutralem Territorium aus Kampfhandlungen unterstützt werden und dass es dadurch zu einer Eskalation der bewaffneten Auseinandersetzungen unter Einbeziehung des neutralen Staates kommt (…)“ (Auszug COMPACT-Magazin Nr. 2 Ende)
COMPACT kann bestellt bzw. abonniert werden unter www.compact-magazin.com .
Inhaltsangabe COMPACT-Magazin Nr.2
TITELTHEMA:
Deutschland – Das besetzte Land
3 Editorial: Asterix und die Römer. Von Jürgen Elsässer
9 Der Euro-Putsch.Interview mit Hans-Olaf Henkel
15 Das besetzte Land. Von Rolf Stolz
17 Gysi leaks? Germany leaks! Von Christian Weilmeier
19 Wehrhafte Neutralität. Von Hans-Peter Laubenthal
20 «Entscheidend für den Irak-Krieg». Von WolfgangEffenberger
22 Willy Brandt und die «Kanzlerakte». Von Dietmar Pietsch
24 Das Nest der Spionageflieger. Von Dirk Pohlmann
27 Freie Bahn für CIA-Killer. Von Jürgen Elsässer
28 Guttenbergs Ent-Rüstung. Von Gert Schulze-Meyer
30 Invasion der Heuschrecken. Von Raphael-Maria Grünwald
POLITIK
33 Verratene Ideale am Nil.Von Dr. Ludwig Watzal
36 O-Ton. „Der Islam ist eine Religion.“ Von David Cameron
37 Schutz für eine Terroristin.Von Udo Schulze
39 «Der Orient ist bei der Suchenach Glück viel weiter». Interviewmit Jürgen Todenhöfer
LEBEN 42
Unsere schönsten Agentinnen. Von Andrea Ricci
45 Fluchten aus dem Fegefeuer. Von Andreas Clauss
48 Zwei Frauen, zwei Welten. Von Josefine Barthel
51 Glaubenskrieg um Homöopathie. Von Andreas Rieger
55 Der sizilianische Schwabe. Von Sulaiman Wilms
58 Kollateralschadenbegrünung.Von Christian von Aster
60 Die gefallenen Brüder des Lukullus. Von Malte Olschewski
62 Comic. Von animue
Wer regiert uns?
http://www.youtube.com/watch?v=W4v6fvvtmuc
Die Kanzlerakte
http://www.youtube.com/watch?v=qHd3BkXGu_E
Das Deutschland noch immer besetzt ist, wissen nur wenige, leider. Wir sind doch die schlechteste Menschen auf der Welt, nur zum Zahlen sind wir gut. Unsere Jugend wird genau so wie wir noch Jahrzehnte weiter büßen und zahlen.
Die Grünen sind in Deutschland auf dem Vormarsch, die, die noch nichts für unser Land geleistet haben, die nur hohe Diäten- Gelder einstreichen und nichts wissen als Nejet!!
Also wenn Sie mich fragen,…
… dann war die Friedensbewegung – erstens, immer ein sowjetisches „U-Boot“ – und zweitens, ist sie im sog. „dumpfen Antiamerikanismus“ stecken geblieben.
Ein Aufschlüsselung dieses Ressentiments würde aber das Befreiungsdogma in Frage stellen. Und das geht nun wirklich nicht.
Da stimme ich dem Broder teilweise zu, der ja sagte, das hier eine Kränkung zugrunde liegt. Die Demütigung, vom Zigarette rauchenden „Neger Jim“, vom eigenen Barbarentum befreit worden zu sein. Und das passiert nun ausgerechnet der Herrenrasse.
Die anti-imp Linken und die Friedensbewegten wären demnach so etwas wie Kryptonazis. Ein Echo des vergangenen – sturen, sonderbaren und unbelehrbaren Deutschland.
Ich würde ihm da in soweit zustimmen – was die Kränkung und die daraus folgende „Antipathie“ betrifft, jedoch andere Bewertungen vornehmen.
Wenn die Amerikaner von heute auf morgen wegziehen würden, dann würden sie einen wichtigen Teil ihres Imperiums verlieren. Warum sollten sie das freiwillig tun? Die Propaganda, die seit über 60 Jahren in Deutschland betrieben wird, funktioniert bis heute noch wunderbar. Man schwafelt dem deutschen Michel vor, dass die Besetzung nur zu seiner Freiheit ist und der Grund für das amerikanische Eingreifen im II WK nur deswegen geschah, um das Naziregime zu beenden, aber keineswegs aus Machtinteresse. Dazu erzählt man den deutschen Michel noch, dass er ewig Komplexe haben muss, wegen der Geschichte seines Landes und dass er als Dank gegenüber seinen Besetzern so hüpfen soll, wie man es ihm vorschreibt, sonst er ist natürlich sofort ein böser Nazi.
Und das allerschlimmste: Deutscher Michel (damit meine ich den Großteil der Deutschen)findet das noch cool, wie übrigens alles, was aus USA kommt, denn die Amerikaner sind doch seine Freunde und Verbündete. Nebenbei kenne ich genügend Migranten in Deutschland, die deswegen über die Deutschen daherlachen und sich fragen, wie dumm und naiv man sich als Volk überhaupt so verhalten kann. Ich kann es übrigens diesen Migranten nicht verübeln.
Länder wie Japan, Südkorea, Afghanistan oder Irak wurden auch für die „Freiheit und Menschlichkeit“ besetzt. Komisch, dass die Mehrheit dieser Bevölkerungen nicht auf diese Propaganda hereinfällt. Da stellt sich mir die Frage, wer mehr Schuld an dieser Besetzung hat:Die amerikanischen Besatzer oder die dummen Schafe hier im Lande, die ihre Entmündigung vollkommen in Ordnung finden?
Bei der heutigen Friedensbewegung hat man eher das Gefühl, sie sind froh, wenn Deutschland besetzt bleibt! Eine Besetzung seitens der westlichen Siegermächte ist ihnen immer noch lieber, als ein autarkes, selbstbestimmtes und neutrales Deutschland. Passt in die kontinuierliche Linie der links-antideutschen Couleur von Grünen, über Linkspartei, bis zur Friedensbewegung hin zur Fraktion „Deutschland halts Maul“ und den Bomber-Harris-Fetischisten.
„Seltsamer Weise überlässt die Linke das Thema mittlerweile den Rechten. Das ist ziemlich hirnrissig. “
Leider, und nicht nur dieses Thema.
ich glaube, dass den meisten „Friedensbewegten“ diese Dinge kaum bekannt sind. Außerdem gelten solche Positionen als „antiamerikanisch“, ergo „Nazi“. So einfach ist für manche eben die Welt.
Deutschland stellt den US-Amerikanern mit Heidelberg und anderen Orten, die angenehmere Gäste verdienen würden, das militärische Führerhauptquartier, wir Griechen ihnen, mit Kreta, Ihren größten Flugzeugträger. Und wofür? Für ein paar belegte Tavernen-/Wirtshaustische mehr…
„Außerdem gelten solche Positionen als „antiamerikanisch“, ergo „Nazi“. So einfach ist für manche eben die Welt.“
Vor 30 Jahren wurden die USA vom Erscheinen der westdeutschen Friedensbewegung völlig unvorbereitet getroffen, im US-Senat fand 1980 eine Sondersitzung statt, auf der das außenpolitische Establishment über die möglichen Hintergründe der westdeutschen Friedensbewegung spekulierte. Ich bin sicher, daß die USA entschlossen waren, das Entstehen einer solchen Bewegung kein zweites Mal zuzulassen.
1980 nicht weniger als 1968 fürchtete die Linke den Vorwurf des Antiamerikanismus nicht. Daß sie es heute tut, hängt nicht nur mit den weltgeschichtlichen Veränderungen seit 1989/90 zusammen, sondern auch damit, daß das linke Meinungsklima seit den 80er Jahren auf subtile Weise verändert worden ist. Noch in den Jahren nach dem NATO-Doppelbeschluß galt der Vorwurf des Antiamerikanismus generell als eine billige rhetorische Finte von Jungunionisten, die bei den Beschuldigten wahlweise Gähnen oder Belustigung hervorrief.
Herr Elsässer wird uns sicherlich manches darüber erzählen können, wie sich, die USA betreffend,die Einstellung der linken Schickeria peu à peu gewandelt hat, und ob dieser Stimmungswandel sich tatsächlich schon – wie ich vermute – seit Mitte der 80er angedeutet hat.
ICH persönlich vermute, daß die globalistischen Eliten beiderseits des Ozeans einfach die in der Frühzeit des Kalten Krieges geschaffenen Strukturen der „kulturellen Kriegsführung“ reaktiviert haben. Nicht zufällig wurde das in den 60er Jahren eingestellte politisch-intellektuelle Magazin der westdeutschen Abt.
der CIA-gesteuerten und -finanzierten „Kongresse für kulturelle Freiheit“ Ende der 70er Jahre wieder zum Leben erweckt (und zwar unter der Chefredaktion des späteren Kulturstaatsministers unter Schröder, Naumann, der bereits während seiner Mitarbeit bei der Hamburger ZEIT in Teilen der Redaktion als Wachhund der CIA in Verruf gewesen war).
Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks dürften (Stichwort: Rosenholz-Dateien) eine ganz Reihe kulturell einflußreicher Personen in der BRD, die vordem mit der DDR-Staatssicherheit kooperiert hatten, von den westlichen Geheimdiensten „umgedreht“ worden sein.
In diesem Kontext kommt sicherlich auch der erstaunlichen politischen Karriere Joschka Fischers eine entscheidende Bedeutung zu: Fischer war der Mann, der die Grünen in den Jahren 1986/87 unter Verwendung proto-antideutscher Argumente dahin brachte, ihre zentrale Forderung in Sachen westdeutscher Außenpolitik – den Austritt der BRD aus dem nordatlantischen Bündnis – aufzugeben.
Kurz gesagt: Ich würde nicht ausschließen, daß der völlig unvorhersehbare Aufstieg des Antideutschtums – das in den 90er Jahren eine randständige Sekte war, die die Eierschalen des Neomarxismus noch nicht abgestreift hatte -auf die massive finanzielle und logistische Unterstützung sei`s amerikanischer, sei`s deutscher atlantizistischer Kreise zurückzuführen ist. Wenn das Antideutschtum heute über Brückenköpfe in den Reihen der sozialdemokratischen und linksparteilichen Nachwuchsorganisationen verfügt und das linke Fußvolk seinen Argumenten gegenüber eine erstaunliche Wehrlosigkeit an den Tag legt, so einfach deswegen, weil diese an eine Mentalität appellieren, die eng mit den linksbürgerlichen Wurzeln der westdeutschen Neuen Linken zusammenhängt und im Zuge ihrer Radikalisierung seit 1968 in den Hintergrund gedrängt wurde. Diese Mentalität war aber nie völlig verschwunden, sie bildete in weiten Teilen der linken Protestbewegung eine Art Hintergrund-Geräusch und trat erst im Prozeß der Verkleinbürgerlichung der ehemaligen Revoluzzer wieder in den Vordergrund. Unter den Aktivisten der maoistischen K-Gruppen, die aus dem Zerfall der Studentenbewegung hervorgingen, gab es starke Tendenzen zum Befreiungsnationalismus und zur Volkstümelei. Die Tendenz zur elitären Absonderung von der autochthonen Bevölkerungsmehrheit begann sich erst wieder Bahn zu brechen, als aus den Neokommunisten der 70er Linksliberale geworden waren; wobei keineswegs nur diejenigen der Ex-Revoluzzer, die bei der SPD oder den Grünen eine neue politische Heimat fanden, unter diese Kategorie fallen. Definiert man den „Linksradikalismus“ mit Lenin als eine „Kinderkrankheit des Kommunismus“, dann wird deutlich, daß der bundesdeutsche Linksradikalismus, in der Inkubationszeit der Studentenrevolte und dann wieder seit den 80er Jahren, eine Art extremistischer Wurmfortsatz der bundesdeutschen Re-Education-Kultur, des offiziellen bundesdeutschen kulturellen und medialen Establishments, gewesen war; und daß die neokommunistische Radikalisierung seit 1969 als der (gescheiterte) Versuch anzusehen ist, diesem Dilemma zu entkommen. Im Nachhinein scheint es, als wäre diese Radikalisierung nur ein Strohfeuer gewesen und die Revolte von `68 und danach nur eine „List der Vernunft“, die aus den aufbegehrenden Söhnen und Töchtern der deutschen Bildungselite am Ende desto überzeugtere Verfechter der Westbindung und der Vergangenheitsbewältigung im westlich-kapitalistischen Sinne hat werden lassen. Man kann es daran ablesen, daß die linksbürgerlichen ideologischen Fundamente der Protestbewegung mittlerweile geschlossen ins offizielle Selbstverständnis der Bundesrepublik eingegangen sind.
Das Urteil steht hier:
Klicke, um auf 3059.pdf zuzugreifen
Die Zitate stehen drin, aber der Wiki-Eintrag über Florian Pfaff ist merkwürdig:
Zitat:
Allerdings ist zu beachten, dass das Bundesverwaltungsgericht nicht festgestellt hat, dass der Irakkrieg oder die Unterstützungleistungen der Bundesrepublik tatsächlich völkerrechtswidrig waren. Es wird somit nicht ausgeführt, ob es sich beim Irak-Krieg um einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg handelte; ebenso wenig wird ausgeführt, ob die dienstliche Tätigkeit von Pfaff ein Verbrechen dargestellt hätte (s. u. Link zum Urteil).
Zitat Ende.
So klar ist die Sache dann wohl doch nicht?
Irrt WIKIPEDIA???
Es stimmt nicht so ganz, dass die Friedensbewegung die Stationierung der US-amerikanischen Soldaten in Deutschland übersieht. So findet z.B. am Ostersamstag an der US-Kaserne Ansbach-Kattenbach eine Protestkundgebung statt. Redner: Chris Capps (US-Irakkriegsveteran, Iraq Veterans Agaist the War),
Wie schon in den letzten Jahren, so findet auch in diesem Jahr am Ostermontag am Fliegerhorst Büchel, wo die letzten US-amerikanischen Atomwaffen lagern, eine Demo statt.
Von befreundeten Friedensaktivisten ist mir auch bekannt, dass sie in der vergangenen Zeit in STuttgart vor dem US-Regionalkommando Africom protestierten.
Auch meine Freunde und ich haben mit Flugblättern auf die in Deutschland zahlreichen US-amerikanischen Stützpunkte von denen ihre Angriffe geführt werden, hingewiesen.
Sicherlich kann diesbezüglich noch mehr getan werden…
Wie wäre es, wenn die hier schreibenden Kommentatoren sich an den zahlreichen zu Ostern stattfindenden Protesten mit entsprechenden Transparenten, Plakaten oder Flugblättern beteiligen würden ??
Termine zu finden bei: http://www.friedenskooperative.de
Über die maoistischen K-Gruppen der 70er Jahre schreibt der Antideutsche Fabian Kettner in einem „Kontinuitäten deutscher Dissidenz“ betitelten Aufsatz:
„Zu diesen zählen die Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten (KPD/ML), die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und der Kommunistische Bund Westdeutschlands (KBW). Schätzungsweise 100.000 bis 150.000 Menschen sollen in den 1970er Jahren die K-Gruppen durchlaufen haben. Von den ihnen vorangegangenen linken Studenten, so kann man Andreas Kühns Untersuchung entnehmen, distanzierten sie sich ausdrücklich. Gegen deren unzulängliche Versuche zur Überwindung bürgerlicher Moral betonten die K-Gruppen die Pflege von Sekundärtugenden und propagierten sie das Ideal sauberer und ordentlicher Mädels und Jungens. Sie waren gegen sexuelle Emanzipation, gegen Popmusik (lenkt vom Klassenkampf ab), gegen die Amerikanisierung (Verleugnung kultureller Eigenheiten), gegen moderne Kunst (nicht fürs Volk), gegen Intellektuelle und Künstler überhaupt, gegen die RAF, für die klassische Rollenverteilung der Geschlechter und für autoritäre Erziehung. Politiker und Unternehmer galten als „Volksfeinde“, das Parlament als „Schwatzbude“. Für Verschwörungstheorien hatte man ein Faible. Sie befürworteten die Todesstrafe für Drogendealer und Umweltsünder, die Wehrertüchtigung in der Schule, sowie die allgemeine Bewaffnung des Volkes und dessen Unterrichtung in Waffenkunde. Denn man wollte sich gegen die Supermächte im Westen wie im Osten behaupten und ein nicht nur wehrfähiges, sondern auch einiges deutsches Volk. Deswegen war man gegen die Berliner Mauer und die Ostverträge.“
Nicht schlecht.