Libyen: Westerwelle bleibt standhaft

… aber Merkel drückt ihn zum Nachgeben. Heute NATO-Kriegsrat in Berlin

Heute treffen sich die NATO-Staaten in Berlin. Wie gestern/vorgestern in Qatar bei der „Koalition der Willigen“ geht es im Libyen. Auf faz.net ist zu lesen:

(Zitat faz Anfang) Zur Schadensbegrenzung bemühte sich die Bundesregierung zwischenzeitlich, politische Bündnissolidarität zu demonstrieren, und das Mantra Westerwelles, er werde keine deutschen Soldaten in einen Krieg schicken, etwas weniger apodiktisch auszulegen. Erwägungen seiner Diplomaten, die Bundeswehr könne sich doch noch an der Durchsetzung des Waffenembargos beteiligen, wurden zwar verworfen. Aber immerhin erinnerte man sich in Berlin eines Beschlusses der EU-Außenminister vom 21. März, notfalls militärischen Schutz für humanitäre Hilfe zur Verfügung zu stellen. Quelle dieser Überlegungen war das Verteidigungsministerium. Da Thomas de Maizière nicht dafür bekannt ist, ohne Abstimmung mit Angela Merkel vorzupreschen, darf man getrost annehmen, dass das Kanzleramt informiert war. Auch Westerwelle sagte anfangs, Deutschland werde sich „selbstverständlich nicht entziehen“ und seiner „Verantwortung gerecht werden“, schließlich gehe es nicht um einen Kriegseinsatz, sondern darum, die „Folgen eines Krieges“ für die Betroffenen zu lindern. Doch als die Debatte an Dynamik gewann und ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gar öffentlich äußerte, es sei „doch ganz klar, dass man dann den Fuß auf libyschen Boden setzen würde“, änderte sich die Tonlage des Auswärtigen Amtes wiederum. Eine militärische Absicherung werde von den Vereinten Nationen nur als „Ultima ratio“ erwogen. Auf einem EU-Treffen in Luxemburg wollte Westerwelle am Dienstag dann nur davon sprechen, dass der Schutz von Hilfsschiffen vorstellbar sei. Einen möglichen Einsatz an Land bezeichnete er als „Spekulation“. Offiziere in Brüssel sind ohnehin der Meinung, dass der Schutz von Hilfslieferungen durch Bodentruppen eine gewaltige Operation wäre, die etwa in Misrata Häuserkämpfe und die Absicherung der Stadt in einem Radius von 20 Kilometern erforderlich machen würde, um Schutz vor Gaddafis Artillerie zu erlangen. Je kleinlauter der Außenminister in dieser Angelegenheit wurde, desto besserwisserischer wurde sein Tonfall in der Beurteilung der Lage in Libyen: „Es zeigt sich, dass unsere Einschätzung richtig war.“ Es werde keine militärische Lösung geben, stellte er bei jeder Gelegenheit fest. Solche Belehrungen sind so ziemlich das Letzte, was kriegführende Verbündete während einer schwierigen Operation hören wollen. Dass er dann stets auch noch betonte, dass humanitäre Hilfe „neutral“ sei, klang merkwürdig für eine Regierung, die im Nato-Rat dem Libyen-Einsatz zugestimmt hat.Am Mittwochabend wollten Westerwelle und Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gemeinsam von Doha nach Berlin fliegen, um die Berliner Sitzung vorzubereiten. Dass die Deutschen Mitglied der Libyen-Kontaktgruppe sind, die sich in der Hauptstadt Qatars versammelte, kann man als Zeichen lesen, dass Berlin doch noch Einfluss auf das Geschehen hat. Immerhin sind nicht einmal alle Länder, die an der Nato-Operation teilnehmen, in die Kontaktgruppe gebeten worden. Manche Diplomaten vermuten allerdings, dass die Deutschen vor allem deshalb geladen wurden, weil sie als größte europäische Volkswirtschaft für den Wiederaufbau des Landes gebraucht werden, wenn der Krieg erst einmal vorüber ist. (Zitat faz Ende)

Ziemlich aufschlussreich, oder? Westerwelle macht, trotz der schweren Wahlniederlage der FDP, auf mich in der Libyen-Frage einen recht standhaften Eindruck. Von dem kriminellen Blödsinn, humanitäre hilfslieferungen (ähem) militärisch auch mit deutschen Soldaten abzusichern, ist er wieder abgerückt. Es war ohnedies klar, darauf durfte er bauen, dass dieses Angebot ungefährlich war, da eine erforderliche UN-Aufforderung nicht in Sicht ist und dank der Desillusionierung der Russen und Chinesen über die bisherige UN-Resolution auch keine Chance im Sicherheitsrat hätte. Was in dem Ausschnitt nicht steht: Westerwelle hat sich in Qatar auch gegen die Waffenlieferungen an die Rebellen ausgesprochen. Merkel ist der Joker in diesem komplizierten deutschen Spiel, der Westerwelle ausstechen könnte.  – Insgesamt zeichnet sich ein ähnlicher Hänger wie in Bosnien 1992 – 1995 ab: Die pro-westliche Bürgerkriegspartei konnte sich damals wie heute nicht durchsetzen. Dann beginnen, unter Bruch des Waffenembargos, heimliche Waffenlieferungen der Westmächte. Am Ende gibt es Bodenoffensive von Al Qaida-Mudschaheddin, kommandiert von US-Generälen und begleitet von der NATO-Luftwaffe. Am Ende steht, nicht wie in Bosnien 1995 sondern wie in Jugoslawien 1999, die Teilung des Landes: Ost-Lybien wird, wie heute das Kosovo, ein neuer Staat. Die Kriegsbeute wird so verteilt: Großbritannien erhält die Stützpunkte, Frankreich das Öl, und Italien die Flüchtlinge. Deutschland muss zur Strafe den Wiederaufbau finanzieren.

Mehr dazu in COMPACT Nr. 3, am Kiosk ab 9. Mai. Jetzt bestellen und abonnieren!

31 Kommentare zu „Libyen: Westerwelle bleibt standhaft

  1. Die Teilung Libyens ist, denke ich, auf lange Sicht unvermeidbar. Gaddafi hat in Tripolis und Umgebung erheblichen Rückhalt, auch wenn die Söldner aus dem Tschad und viele seiner „Demonstranten“ gekauft sein mögen. Damit hätte die NATO zumindest ein Teilziel erreicht, dann könnte sie den Osten des Landes kontrollieren und würde mit Sicherheit auch Truppen stationieren, die dann jederzeit wieder Gaddafi angreifen können, wenn dieser „frech“ wird. Ob tatsächlich Verstärkung wie damals in Bosnien aus den islamischen Ländern kommt, um den „Dschihad“ gegen Gaddafi zu führen, ist fraglich. Wenn, dann könnten sie sich der Unterstützung durch MI6 und CIA sicher sein.
    Was die deutsche Haltung betrifft, kann man nur hoffen, dass Westerwelle, der jetzt schon innerparteilich eine Schlappe erlitten hat, jetzt eben nicht nachgibt, um seinen wackligen Stuhl im Auswärtigen Amt zu behalten.
    Eine Absicherung von humanitären Einsätzen zur See, wäre in meinen Augen das äußerste der Gefühle. Übrigens, die Tatsache, dass die BRD in der Libyen-Kontaktgruppe ist, straft dejn Kriegstreiber Fischer Lügen, der vor einigen Wochen in der „Süddeutschen Zeitung“ behauptete, dass sich Deutschland durch die neutrale Position international isoliert habe. Pure Propaganda!

  2. lasset uns zu gott beten, dass es nicht dazu kommt !
    SOLIDARITÄT MIT LIBYEN UND DER GUTEN SACHE !

  3. Es ist von Aussen gesehen erstaunlich, dass in diesem , wie man meint, kriegsgebeutelten Deutschland, nur die Linke und ein paar „pazifistisch Aufgeweichte“, den Frieden einfordern.

    Aus dem einstigen Aufschrei „Nie wieder Krieg“ ist ein Aufschrei der Empörung geworden, weil sich die Deutsche Regierung für einmal einem Kriegszug verweigert und nicht mit der NATO in Libyen herumbombt. Für die Kommentatoren in den Medien bricht offenbar eine Welt zusammen, wenn Deutschland für einmal dem Krieg entsagt.
    Die geflissentlich nach allen Seiten bemühten fadenscheinigen Entschuldigungen an die Natopartner machen das Abseitsstehen im Libyenkrieg zusätzlich noch lächerlich. Um das vermeintlich verlorenen Ansehen an der UNO und den mühsam errungenen Einfluss in der „Kriegsallianz für den Frieden“ nicht zu verlieren, bietet man devot vermehrten militärischen Einsatz in Afghanistan an, holt die Aufklärungsflieger Awacs aus den Hangars und gibt damit den alliierten Kolalateralkillerstaffeln die tödlichen Einsatzbefehle!
    Die Absage an die Teilnahme am Libyen-Krieg hätte die Bundesrepublik beim UNO-Beschluss schlicht und einfach mit dem deutschen Grundgesetz begründen können, welches den Deutschen jegliche Kriegseinsätze in fremden Landen verbietet! Dass kein Kommentator in den Medien auf diesen Verfassungsgrundsatz hingewiesen hat, beweist, dass er in der deutschen Öffentlichkeit nicht mehr zu existieren scheint…
    Deutschland sollte seinen Friedenswillen klarstellen und institutionell mit der Neutralität verankern.
    Es wäre für die Deutschen ein Akt der aus eigener geschichtlicher Erfahrung gewonnenen Einsicht, anstatt Basis und Hub für den Start der todbringenden Ladungen der NATO zu sein, sich als Ort des neutralen Friedens zu organisieren, der sich aus den globalen Machtkämpfen heraushält und sich einzig dem Frieden, dem Aufbau und der Verständigung verpflichtet fühlt und derart der Weltgemeinschaft mit einer machtvollen bündnisfreien Diplomatie dient.
    Es wäre für Deutschland eine einfache Sache, dem Krieg für immer abzuschwören und den eigenen Politikern nie mehr zu erlauben, den Krieg als Mittel der Politik zu denken, sondern nur noch im äussersten Fall als Mittel der Verteidigung.

    Deutschland kann von heute auf morgen neutral werden, im Grundgesetz ist es Deutschland eigentlich schon !
    __________________________________

    Herzlichen Gruss an Dich Jürgen: Du bewegst Dich im Zentrum der anstehenden Fragen und Lösungen!

  4. „Deutschland muss zur Strafe den Wiederaufbau finanzieren.“
    Wenn sich das zuletzt Beschriebene schon nicht abwenden lässt, sollten die Deutschen vor Ort wenigstens alles vertraglich festzurren, damit nicht alles umsonst war.

  5. „Für die Kommentatoren in den Medien bricht offenbar eine Welt zusammen, wenn Deutschland für einmal dem Krieg entsagt.“

    Ein „Experte“ (M. Lüders) drückte es so aus:
    „Wo ist denn das Problem mal ein paar Flugzeuge nach Libyen zu schicken (…)“. – (um die Aussenpolitischen Schwierigkeiten zu vermeiden).
    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen !
    Das selbe Pack, welches meint DT. hätte als einziges Land der Welt kein Recht Krieg zu führen, beschwert sich, dass die OMF-BRD nicht mit „Hurra“ an diesen Überfällen teilnimmt.

    Es ist ganz nützlich, einmal die Kriegsgründe 1939, 1941 auf deutscher Seite, mit den Motivationen sog. Internationalen Gemeinschaft zu vergleichen. Wenn man heute einen BW Soldaten nach dem Sinn des Afgh.- Einsatzes befragt, wird man sicher keine wirklich befriedigende Antwort bekommen.
    Oder gleich das Typische: „dazu möchte ich mich nicht äussern“.
    Hochgradig Schizzo das ganze.

  6. Die „Rebellen“ in Libyen haben angeblich Giftgasgranaten an die Hisbollah und Hamas verhökert, die sie in Depots gefunden haben.

    http://debka.com/article/20811/

    According to our sources, the rebels offloaded at least 2,000 artillery shells carrying mustard gas and 1,200 nerve gas shells for cash payment amounting to several million dollars.

    Wenn Israel also bald losschlägt, sollte klar sein warum…

  7. Deutschland soll sich da raus halten, wir haben genug mit Afghanistan und den Millionen Asylanden. Warum sollen unsere Söhne dafür bluten, sollen doch die gehen, die es befürworten, ich halte davon nichts. Deutschland ist der Zahlmeister für die ganze Welt.

  8. Während am heutigen Tage in Berlin die Außenminister der NATO-Mitgliedsstaaten über eine mögliche Intensivierung ihrer Militäroperationen in Libyen diskuttieren, sprechen sich China, Brasilien, Indien, Russland und Südafrika während des in Peking parallel stattfindenden Brics-Treffens gegen eine weitere NATO-Einmischung in die innere Angelegenheiten in Nordafrika aus. Vielmehr wollen die Schwellenländer, dass die NATO die Bemühungen der Afrikanischen Union aktiv unterstützt. Wie dem auch sei – die internationale Staatengemeinschaft muss in Libyen Präsenz zeigen, um schlimmeres verhindern zu können, zumal Tunesien als Nachbarland unmittelbar von den Ereignissen in Libyen (z.B. Flüchtlingsströme, Arbeitsmigration, Radikalisierung etc.) abhängig ist: http://2010sdafrika.wordpress.com/2011/01/16/burgerkrieg-droht-in-tunesien-lybiens-blogger-mobilisieren-volk/.

  9. Rolf

    Man kann nur hoffen, dass es sich dabei um eine Ente handelt. Leider ist es aber sehr gut denkbar. Denn das einige der so genannten Rebellen aus einer recht „interessanten“ Ecke kommen und mit allgemeiner Solidarität für das Libysche Volk eher wenig im Sinn haben, ist wohl jedem aufmerksamen Beobachter klar. Ich erwähne hier nur mal die Libyan Islamic Fighting Group (LIFG).

  10. @ Fedor: Ihnen möchte ich beipflichten, nur, weil Gaddafi nicht gerade ein „Freiheitskämpfer“ ( mehr ) ist ( er war es vielleicht mal vor über 40 Jahren ) und sich zum Despoten -unter den Augen des Westens- entwickelt hat, sind die „Aufständischen“ noch lange keine Demokraten oder ähnliches. Sie wollen Gaddafi beseitigen…und weiter…bis heute ist nicht klar, welches Endziel diese Leute verfogen und die NATO scheint’s auch nicht sonderlich zu interessieren, es geht also schon gar nicht um „Freiheit“ des libyschen Volkes, sondern nur noch um Großmachtinteressen.

  11. Richard Sorge

    Bis sich aufgeklärt hat warum einer meiner Beiträge kommentarlos zensiert wurde, begrenze ich meine Antworten hier. Denn solange erscheint mir auch auf dem Blog die Demokratie und Meinungsfreiheit im Argen zu liegen.

    Ich hoffe es handelt sich auch hier um einen Irrtum.

    Nur das Eine zu Ihren Überlegungen:

    „und die NATO scheint’s auch nicht sonderlich zu interessieren“

    Warum auch? EU, UNO und letztlich auch die Nato haben doch nichts dagegen, wenn Extremisten die Macht in den Arabischen Ländern übernehmen. Hauptsache gewisse Interessen bleiben gewahrt. Wie immer. Das demonstrieren sie doch nahezu täglich durch ihr Tun und Nicht-Tun. Sie haben ja auch nichts dagegen, dass Europa mit Millionen „Einwanderern“ aus diesen Staaten in naher Zukunft überschwemmt wird.

    Es scheint da größere Zusammenhänge zu geben und das Katz-Maus-Spiel zwischen „Abendland und Morgenland“ ist wohl nur noch die Kulisse für kleine Uneingeweihte wie uns.

  12. Ich fordere von China, Brasilien, Indien und Russland die Einrichtung einer Flugverbotszone über Westeuropa und Nordamerika mit anschließender Bombardierung der dortigen militärischen Einrichtungen und Flugplätze! Einfach damit dieses dekadente westliche Pack mal merkt, wie es sich so anfühlt, von Aggressoren überfallen zu werden!

  13. Eine bombastische Zusammenfassung ist zu lesen unter „Hidden behind propaganda a giant crime against Libya is fact“ (von den Autoren von „Road to Iraq, u.a. erschienen bei Indymedia und Radio Utopie).

  14. Der geschilderte Ablauf wird wohl so eingehalten werden.
    Deutschland wird einlenken müssen wegen der sog. Bündnistreue, welche schon fast religiöse Ausmasse einnimmt.
    Deutschland ist zwar so gut wie pleite und kann sich so einen Bodenkrieg finanziell schon gar nicht leisten nach all den Rettungsschirmen etc. Aber Deutschland wird es trotzdem tun, weil die Deutschen ein Problem haben: Die Sucht zu gehorchen!!

  15. Atheist

    Vorher aber noch eine „Revolution“ anzetteln und erst dann bombardieren. Es soll doch bitte schön nach einer Rettungsaktion ausschauen.

    Man könnte glaubhaft dahingehend argumentieren, dass man die Demokratie wieder einführen möchte in good old germany. Denn die Stimme des Volkes wird hier doch schon sehr lang nicht mehr gehört.

  16. Allgemeines: ich möchte nicht zu jedem Thema eine Äußerung
    machen, „zensurnixgut“ hat beispielsweise schon Recht, wenn
    er schreibt, das Theme sei ein wenig schizophren“.
    Aber was mir hier aufgefallen ist: (Dr.) Richard Sorge!
    Ist der Benützer dieses Aliasnamen ein Verehrer dieses Schurken Richard Sorge, eines trunksüchtigen, verblendeten
    Salonbolschewisten, der trotz einer Reise in die geliebte SU
    anfangs der Dreißiger das Elend der Kulaken bzw. halbverhungerten Landbevölkerung nicht sah oder sehen
    wollte, sich stattdessen in Moskau u. im Hotel Lux „einen
    Türken bauen“ ließ? Weiß der benutzer dieses Namens, daß
    Sorges erste Ehefrau, auch eine promovierte Soziologin, ihm
    unter anderem dieses vorwarf, sich auch wegen dieser
    Blindheit von ihm scheiden ließ?

  17. „Insgesamt zeichnet sich ein ähnlicher Hänger wie in Bosnien 1992 – 1995“

    Abwarten , wir haben nicht mehr 1995 sondern 2011.Der Westen hat mehrere gescheiterte Kriege an der Backe, eine Depression und gleichzeitig enorm starke BRICS.
    Jeder Tag den der عقيد sich in Tripoli hält schächt die NATO.Frankreich und UK sind mittlerweile so schwach auf der Brust dass es bereits bei den Luftstreitkräften mangelt.Die Al-CIAEDA Bodentruppen der NATO machen da ein noch schlechteres Bild.
    Diese Farbenrevolutionen in der arabischen Welt sind bislang voll nach hinten losgegangen.
    Im Irak sitzt Maliki fest im Sattel.Die Amis sollen bis Ende 2012 verschwinden.Die Mahdi Armee droht.
    Im Libanon sitzt die Hizballah in der Regierung
    In Syrien ist die Soros Revolution ebenfalls pathetisch gescheitert.Im Gegenteil sind die Elemente die Ärger machen könnten entarnt und werden jetzt neutralisiert.
    Im Iran sieht man von der grünen Revolution fast garnichts mehr.
    In Agypten hat man Mubarak zwar gestürzt handelt sich jetzt aber eine Ikwan Regierung ein.
    In Libyen schließlich hat man sich in einen Konflikt verstrickt in dem man sich nur blamieren kann.

    Wiedermal hat Webster recht behalten.

    Was die Oligarchen wollen ist einfach.China und Russland aus Afrika und Nahen,Mittleren Osten rausschmeißen.Mit China und Russland verbündete Regime (Sudan,Syrien,Belarus,Iran,Libanon,Côte d’Ivoire etc.)stürzen und zerteilen.China und Russland zum Krieg aufeinander hetzen.
    Daneben natürlich die Nationalstaaten auflösen,Fortschritt und Wissenschaft vernichten und eine Neofeudale Herrschaft einführen.

    Sorgen machen muss man sich über den nächsten Schritt.Der wird dann nicht mehr der nette humanitäre Vorwand sein sondern die kalte militärische Lösung.
    Die Vorschau darauf haben wir in Belarus gesehen, deren Rolle bei der Unterstützung von Gaddafi nicht gern gesehen wurde.Daher auch der Anschlag in der Metro.

    Al-CIAda sind Sturmtruppen der NATO.

  18. Zitat aus heutiger Ria Novosti online:

    „Eine große Rolle bei der Entwicklung der Situation in Libyen spielen Kosatschow zufolge Libyens Nachbarländer. Der UN-Sicherheitsrat habe ja seine Entscheidung als Reaktion auf die Anfrage der Arabischen Liga getroffen. In dieser Anfrage sei allerdings keine Rede von einer Militärintervention.

    „Libyens Nachbarländer werden eine solche militärische Einmischung, besonders von Seiten des Westens, nicht begrüßen“, sagte der Abgeordnete.

    Er nannte Russlands Entscheidung, sich bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat zu enthalten, adäquat. Hätte Russland sein Vetorecht wahrgenommen, würde Russland für Massenopfer unter der Zivilbevölkerung mitverantwortlich werden. Sollte Russland der UN-Resolution zustimmen, würde es für mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Umsetzung der Resolution ebenfalls mitverantwortlich sein. Beide Varianten seien inakzeptabel.
    2

    „Das ist nicht die Wahl eines Staates, der sich nicht entscheiden kann. Das ist Russlands Bewusstsein in Bezug auf die eigene Verantwortung für die Ereignisse“, sagte Kosatschow.

  19. Nonkonformer: Diskussion über die Aliasse – das ist nun wirklich offtopic! Richard Sorge soll bitte NICHT drauf eingehen und seinen Nick einfach weiterverwenden.

  20. Nieder mit der politischen Korrektheit!
    Wenn es hier politisch korrekt ist, Helden der Sowjetunion
    nicht kritisch zu hinterfragen, so sollte hier aber dem
    Erhalt – und nicht der Niederringung – der politischen
    Korrektheit das Wort geredet werden.
    Wie wollen Sie es nun haben?
    Ich habe mich dafür entschieden, wider die Diktatur der
    PC zu sein.
    Daß Sie einen Blogger hier auffordern, auf die Frage eines
    anderen Teilnehmers nicht zu antworten, ist allerdings
    sehr bemerkenswert!

  21. Nonkonformer: Dies hier ist keine Spielwiese für x und y, sondern mein blog. Ich bestimme, was diskutiert wird, und ich bin weiß Gott großzügig. Aber Schnapsideen, wie über anderer Leute Nicknames zu diskutieren – nein, never. Kein Kindergarten bitte!

  22. „Am Ende gibt es Bodenoffensive von Al Qaida-Mudschaheddin, kommandiert von US-Generälen und begleitet von der NATO-Luftwaffe.“

    Al-CIAda wäre richtiger. Genauso sieht es nämlich wohl leider aus, wie auch im Irak oder Afghanistan. „Dank“ des Eingreifens der Koalition der Will(fährig)en gibt es seitdem dort dauernd Anschläge, von wegen Sicherheit , „humanitärer“ Einsatz usw. Es ist alles eine einzige Lüge. GB hat unterdessen bereits zugegeben, die „Revolutionäre“ auszurüsten.

    London (Press TV)- Die britische Regierung hat die Ausrüstung der libyschen Revolutionäre bestätigt. Laut einem Press TV-Bericht vom gestrigen Freitag bestätigte der britische Nationalsicherheitsrat die Ausrüstung der Aufständischen in Libyen bei den Bodenangriffen.

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/123573-ausruestung-der-libyschen-regierungsgegner-durch-westen

    Ganz besonders „humanitär“: Streubomben wurden auch schon eingesetzt.

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/123577-human-rights-watch-verurteilt-einsatz-von-streubomben-in-libyen

  23. „Al-CIAda“

    Ist eine grobe Verzerrung.

    Zwar hat Al kaida eine Menge zu tun mit der CIA und gerade auch in der Anfangsphase „Geburtshilfe“ von ihr erhalten, heute aber immer so zu tun, als verfolge sie keine eigenen Interessen und ist nichts weiter als einer der verlängerten Arme der CIA ist so falsch, wie etwas falsch sein kann.

    Die CIA hat so einiges gezüchtet, was sie später nicht kontrollieren konnte und ein Eigenleben entwickelte. Das Eigenlieben von Al Kaida ist aber fundamentalistische Islam und diesen mit allen Mitteln zu verbreiten.

    Der Sinn dieser Darstellung (AlCIAda) ist kein anderer, als den schwarzen Peter für restlos alles der CIA zu zuspielen und jene islamistischen Strömungen, die ihren Glauben auch mit Gewalt durchsetzen wollen als nicht-existent darzustellen bzw. als ausnahmslos fremdgesteuert, was definitiv falsch ist.

  24. @ Fedor: Vom Grundsatz her gebe ich ihnen recht. Aber: Gibt es denn Al Quaida überhaupt oder handelt es sich um einen eben vom CIA aufgeblasenen Popanz? Beweisen sie uns hier auf dem Blog, dass es Al Quaida gibt!

  25. juergenelsaesser: gut, wenn Sie ausweichen, die PC hier be=
    achten wollen, dann zahle ich in gleicher Münze heim:
    ab sofort ist mein Aliasname hier „HorstWessel“, verbitte mir
    jegliche Diskussion hierüber!

  26. „Herzlichen Gruss an Dich Jürgen: Du bewegst Dich im Zentrum der anstehenden Fragen und Lösungen!“

    Ich möchte mich diesem Kompliment vorbehaltlos anschließen und Ihnen noch mal dazu gratulieren, Herr Elsässer. Die Probleme der Zukunft und gegenwart müssen JETZT angegangen werden, alles, was einmal war, muß, soweit es nicht zum Verständnis der jetztigen Situation beiträgt, außen vor bleiben. Uns steht das Wasser bis zum Hals,die One-world-Geheimdienstregierung rückt mit Siebenmeilenstiefeln vor.
    Ich hoffe jeden Tag, daß Gaddafi die Mörderbande der Nato und CIA noch einige Zeit wird hinhalten können bis sich in den Machtzentren der BRIC-Staaten ein Gegenpol formiert hat. Machen wir uns nichts vor, Libyen ist schon verloren, seit der Sekunde, als China und Rußland der UNO-Resolution „zugestimmt“ haben. Deren Enthaltung bedeutet aber, und das weiß man, wenn man China kennt, daß sie sich noch nicht bereit fühlen für dei offene Konfrontation mit den USA, ihrem vampirischen Anhängsel Europa und den transnationalen Konzernen (oder daß sie erhoffen, die Vorgenannten würden sich in Libyen ausbluten, aber das glaube ich nicht, das Land ist zu klein (bevölkerungstechnisch gesehen) und zu reich, um diesen Zweck gut zu erfüllen).

    Immer klarer wird indessen: Wir brauchen UNBEDINGT eine Gegenberichterstattung auf breiter Front. Dazu gehört natürlich Compact, die Blogszene usw. Im Moment ist aus Libyen zB NICHTS mehr von den Gaddafi-nahen Medien zu hören, die sind alle abgeschossen und totgeschwiegen. Bei einer entsprechenden Krise in Deutschland brauchen wir nun endlich die Kommunikationsinfrastruktur, um die Bevölkerung aufzuklären und sie gegen die Manipulationen der MAinstreammedien zu impfen.

    Alle freiehitsliebenden Menschen sollten sich da zusammenfinden, egal ob links, liberal oder national.

  27. @ Flora „Hidden behind propaganda a giant crime against Libya is fact“ (von den Autoren von „Road to Iraq, u.a. erschienen bei Indymedia und Radio Utopie)
    Auf der deutschen Indymedia einer Propagandaabteilung von AIPAC und AVAAZ.org (meine Mutmaßung)
    http://www.avaaz.org/de/free_iman_al_obeidi/
    werden wir dazu nichts finden.

  28. Richard Sorge

    Was soll man da beweisen?

    Ich schrieb:

    „Der Sinn dieser Darstellung (AlCIAda) ist kein anderer, als den schwarzen Peter für restlos alles der CIA zu zuspielen und jene islamistischen Strömungen, die ihren Glauben auch mit Gewalt durchsetzen wollen als nicht-existent darzustellen bzw. als ausnahmslos fremdgesteuert, was definitiv falsch ist.“

    Selbst wenn alle Al Kaida-Leute von der CIA finanziert und gebrieft wären, so hätten wohl „einige von ihnen“ doch auch eigene und nicht amerikanische Interessen. Darauf wollte ich hinaus. In diesem Licht spielt es keine Rolle, ob es ohne CIA eine Al Kaida gäbe. Die Leute würden eben auf andere Art versuchen ihren Jihad zu führen. So aber nutzen sie eben den verhassten Feind USA als vorübergehende Allianz begrüßen.

    Das es in den Führungsetagen durchaus andere Gründe für die Allianz geben mag, tangiert nicht was ich ausdrücken wollte und wäre auch nicht sonderlich verwunderlich. Dort mag wieder Einigkeit herrschen und ein gemeinsamer Fahrplan richtung NWO.

  29. Das mit dem Beweisen war auch nicht so ganz ernst gemeint, es wäre auch gar nicht so einfach. Al Quaida und ihre Zellen werden nur von der US-Ropaganda immer dann ins Feld geführt, wenn kein anderer Schurke in Sicht zu sein scheint.
    Aktuell in Libyen z.B. wäre es strategisch das einfachste, wenn CIA und MI6 die Rebellen unterstützen, was sie ja auch schon tun. Von daher ist hier die Frage schon fast irrelevant, ob Al Quaida oder sonst wer die Rebellen unterminiert.
    Insofern gebe ich auch auf ganzer Linie recht mit ihrer Einschätzung!

  30. Richard Sorge

    Stimme vollkommen zu. Al Kaida ist eine feine Projektionsfläche für gewisse Interessenverbände. Einst gegen die Russen installiert, erweist sie sich auch heute als überaus nützlich.

    Ich bin nicht sicher, doch könnte die ganze Libysche Revolution von genannten Kräften ins Rollen gebracht worden sein. Zumindest jetzt ist sie in Gänze unterminiert und es wird auch wieder ohne Rücksicht auf Verluste mit dem „Feind“ paktiert. Eine Frage der Zeit, wann dieser massiv bewaffnet wird.

    Anderseits ist es ja nicht wirklich ein Feind, denn einige Etagen höher ziehen alle am gleichen Strang um am selbigen das große Ziel aus der Taufe zu heben. Fragt sich nur, ob es dazu noch einer „Endschlacht“ bedarf um die Menschheit geschmeidig zu machen oder der „große Friede“ etwas eruptionsloser einziehen wird.

    Vieles hängt auch davon ab, der „Turmbau zu Babelropa“ (Babel unter verkehrten Vorzeichen, mytisch gesehen – seinerzeit wurde ja die gemeinsame Sprache abgeschafft) gelingt oder nicht, denn das ist sozusagen der Probelauf und der Prototyp der NWO.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s