Solidarität mit Italien, nicht mit Libyen!

Ein Flüchtlings-Exodus biblischen Ausmaßes könnte kommen


Mit der Einschätzung von Libyen habe ich mir ein bißchen Zeit gelassen. Gaddafi war schon immer reichlich neben der Spur, trotzdem war sein Regime sozialer als die anderen arabischen Staaten. Außerdem gab es lange Zeit, anders als in Ägypten,  keine gesicherten Infos. Für die Echtheit der Gräuelberichte spricht mittlerweile, dass engste Mitarbeiter Gaddafi die Gefolgschaft aufkündigen. Der Mann muss wirklich zum Nero geworden sein, der alles anzündet. Dabei ist mir die Opposition auch nicht ganz geheuer: Keine Rede von der Gewaltlosigkeit der Ägypter! Da wird auch mal gelyncht (Selbstverteidigung wäre ja ok, aber lynchen …). Dann schwenken sie gerne die monarchistische Fahne, gestern in der ARD-Tagesschau hielt einer ein Transparent hoch „Oil for the West!“. Auch das gab es in Kairo nicht.

Aber egal. Keiner von uns kann die Dinge da beeinflussen. Und wir sollten es auch nicht. Wenn jetzt eilfertig von „Völkermord“ geredet wird, soll damit einer US-NATO-Intervention zur „humanitären Hilfe“ der Weg gebahnt werden. Die Flugzeugträger warten schon. Das wäre klar abzulehnen.

Wenn die EU was tun will, dann das Aufstellen von Lagern auf afrikanischem Boden (!) für die Bürgerkriegsflüchtlinge unterstützen, sowie direkte Hilfe in Libyen durch das UN-Flüchtlingswerk UNHCR mitfinanzieren. Ansonsten: Finger weg!

Unmittelbar droht Italien mit den nordafrikanischen Schlamassel reingerissen zu werden. Das italienische Öl kommt von dort. In der Krise 2008 floss libysches Kapital zur Stützung angeschlagener Industrie-und Banksektoren. Hauptproblem aber ist die Kombination aus Flüchtlingen und Staatsschulden: Italien ist schon jetzt ein potentieller Bankrottkandidat in der Euro-Zone. Was, wenn noch ein paar Hunderttausende Afrikaner sich an den leeren Steuersäckel klammern? Dabei ist die Regierung Berlusconi im Grunde handlungsunfähig – und die Mitte-links-Opposition ebenso. Zugespitzt gesagt: Wenn Libyen in Bürgerkrieg und Stammesfehden zerfällt, ist Italien als nächstes dran. Berlusconi wird dann Merkel um Hilfe rufen: Wir brauchen deutsches Geld, damit Italien nicht untergeht. Deutschland muss Italien Flüchtlinge abnehmen, damit Italien nicht untergeht. Auf diese Weise wird der Funke auf Deutschland überspringen.

Klar gesagt: Jetzt ist sofort Solidarität angesagt – aber nicht für Libyen, sondern für Italien! Libyen ist gar nicht zu retten, das müssen die Afrikaner/Araber unter sich ausmachen. Aber die EU-Partner müssen Italien helfen, die Seegrenzen möglichst dicht zu machen. Keine Flüchtlinge dürfen nach Lampedusa, Sizilien etc. rein – das würde eine Sogwirkung entfalten, die Millionen nach zieht. Lass die Grünen und Linken jammern von wegen „Festung Europa“ – genau diese Festung braucht es jetzt, wenn nicht Europa mit reingerissen werden soll. Und nur wenn Europa überlebt, kann es einem neuen aufbauwilligen Libyen Kapital und Know How für den zweiten Anfang geben.

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83 Kommentare zu „Solidarität mit Italien, nicht mit Libyen!

  1. Sagen wir so: Solidarität mit den Libyern, nicht mit Ghaddafi. Und mit ARD – Bildern sollte man gaaanz vorsichtig sein. Wer weiß, was dem bezahlt wurde von wegen „Oil for the West“.
    Wir sind in einer globalen Umbruchphase,der werden wir uns so oder so nicht entziehen können. Da werden noch ganz andere Dinge kommen.
    Hilfen auf afrikanischem Boden – jederzeit.
    Solidarität mit Italien? Meinetwegen, aber nicht mit Berlusconi, never. Außerdem, gerade Italien hat eine ganz schreckliche Kolonialvergangenheit in Libyen. Ist irgendwem „Omar Mukhtar“ ein Begriff?

  2. Libyen ist die Schweiz Nordafrikas. Gegen die Konterrevolution in Libyen!

    Gaddafi ist ein volksdemokratischer Sozialrevolutionär.(1) Die Umstürzler sind die eine Mischung aus Monarchisten und Islamisten.(2) Es geht in Libyne gerade lediglich um die Machtinteressen von einigen kriminellen Stämmen, die gegenüber dem früheren Königreich Libyen am loyalsten waren.(3) Sieht man ja auch an der Fahne, die die Umstürzler verwenden.(4) Die Umstürzler wollen Libyen destabilisieren, was sehr im Interesse der NATO ist.(5) Sie haben schon vor Tagen einige Geiseln genohmen gehabt und Gastarbeiter u.a. aus Bangladesch mit Messerstichen verletzt.(6) Zudem wurden von ihnen bereits nicht nur Regierungsgebäude, sondern auch normale Häuser in Brand gesetzt und es gingen von den Umstürzlern einige Lynchmorde aus.(7) Von den Gegnern Gaddafis wurden auch schon viele Polizeireviere okkupiert und die dortigen Waffen geplündert, weswegen die libysche Führung einige Munitionslager bombardieren musste.(8) Im Westen sagt man aber, dass Demonstranten bombardiert wurden. Jedem wird klar sein, dass man im Westen aus ideologischen Gründen versucht die Lage in Libyen verfälscht darzustellen. Genauso wie gerne mal gegen das direktdemokratische Modell der Schweiz gehetzt wird. Die Rede ist von einem Volksaufstand, obwohl die meisten Libyer hinter Gaddafi stehen und es sich lediglich um einen Konflikt gegen einige Stämme handelt.(9)(10) Der Westen macht zwar mit Gaddafi Geschäfte, aber sein Gesellschaftsmodell ist dem Westen ein Dorn im Auge. Gaddafi hat im Gegensatz zu den pro-westlichen Machthabern Ben Ali und Mubarak gute Sozialpolitik gemacht.(11) Das politische System in Libyen ist eine Art Basis-Demokratie.(12) Das libysche System ist sehr fortschrittlich für die dortigen Regionen. In Ägypten wurden fast 400 friedliche Demonstranten erschossen, die für ein demokratisches System gekämpft haben. In Libyen gab es zwar mehr Tote, aber die Proteste dort kann man nur militärisch bewerten. Es ist nunmal ledigim einige Hundert Kriegstreiber unschädlich zu machen, um einen Bürgerkrieg zu verhindert, durch welchen mehrere 100.000 Leute sterben würden. Deswegen sollte aus demokratischer Sicht die reaktionäre Konterrevolution in Libyen möglichst bald niedergeschlagen werden!

    (1) Gadhafis Errungenschaft ist sicherlich die Schaffung eines Wohlfahrtstaates, er ließ viel Geld in Bildung, Gesundheit und Wohnungsbau stecken, finanziert aus dem Verkauf von Gas und Öl. Allein die Analphabetenrate konnte er von 80 auf unter 20 Prozent senken. Zudem gehörte Gadhafi zu den ersten Autokraten Arabiens, die die Rolle der Frauen in der Gesellschaft aufwerteten.
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-02/libyen-revolutionskomitees

    (2) Eine Reporterin und ein Fotograf des Magazins GEO haben noch bis Freitag als letzte westliche Journalisten in Libyen gearbeitet. Ihre Analyse: Der Aufstand ist im Kern keine Demokratiebewegung – sondern er wurzelt in lange unterdrückten Clan-Konflikten.
    http://www.geo.de/GEO/kultur/gesellschaft/67453.html

    (3) Die Stämme im Osten kennen solche Drohungen schon. Die Region wurde vernachlässigt, seit der „Bund der freien Offiziere“ unter der Führung Gaddafis 1969 den greisen König Idris I. in einem unblutigen Putsch absetzte, weil die dort ansässigen Stämme den Monarchen unterstützt hatten. Viele wandten sich in der Folge den oppositionellen Islamisten zu.
    http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E39EB5E9F05784CFAA9B7FE6B4DA8F42D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    (4) Gebäude in Brand gesetzt. Flagge des Königreichs Libyen: http://de.rian.ru/images/25840/55/258405505.jpg

    (5) Bislang wurden zwei Mal von der UN mandatierte Flugverbotszonen eingerichtet und auch durchgesetzt: 1991 über dem Nordirak (Operation Provide Comfort) und 1993 über Bosnien und Herzegowina. Beide Einsätze mündeten letztlich – wenn auch mit unterschiedlichen Zeitabständen – in den Einsatz von Bodentruppen und die anschließende militärische Besatzung. Am Vormittag des 22.2.2011 forderte der ehemalige britische Außenminister Lord David Owen gegenüber Aljazeera eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats, in der die Situation in Libyen als „Gefährdung des Weltfriedens“ deklariert wird und nach Kapitel VII der UN-Charta, das militärische Zwangsmaßnahmen zulässt, eine Flugverbotszone über Libyen eingerichtet wird.
    http://imi-online.de/2011.php?id=2253

    (6) Das Gebäude des staatlichen Fernsehens wurde nach Angaben von Demonstranten geplündert. Nahe der Hauptstadt stürmten Hunderte Menschen eine von einer südkoreanischen Firma geführte Baustelle. Dabei seien 15 Bauarbeiter aus Bangladesch sowie drei Südkoreaner verletzt worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Zwei der Arbeiter aus Bangladesch hätten schwere Stichverletzungen davongetragen.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,746717,00.html

    (7) France24 veröffentlichte auf seiner Website grausame Videos, auf denen Lynchmorde an Schwarzafrikanern zu sehen sind. Es soll sich im Milizionäre handeln, die in Städten an der östlichen Mittelmeerküste den Aufständischen in die Hände gefallen sind.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,747121,00.html

    (8) Der Sohn des libyschen Staatschefs, Saif al- Islam Gadafi, der am Sonntagabend in einer TV- Ansprache mit einem Bürgerkrieg gedroht hatte, wies am Montagabend Berichte über eine Bombardierung von Städten zurück. Die Streitkräfte hätten Munitionslager bombardiert, die weit außerhalb bewohnter Stadtgebiete lägen, zitierte das staatliche Fernsehen am Montagabend aus einer Erklärung von Saif al- Islam Gadafi. Die Berichte über Angriffe auf Tripolis und die zweitgrößte Stadt Bengasi seien falsch.
    http://www.krone.at/Welt/Regime_setzt_Kampfflugzeuge_gegen_Buerger_ein-Aufstand_in_Libyen-Story-247113

    (9) „Hinter mir stehen Millionen. Wir werden ganz Libyen Haus um Haus säubern, wenn sie sich nicht ergeben sollten“, sagte al-Gaddafi am Dienstag in einer Ansprache an die Nation, die er sichtlich erregt vor seiner halb zerstörten Residenz in Tripolis hielt. Die gewaltsamen Proteste der vergangenen Tage bezeichnete er als „bewaffnete Rebellion“. „Und die Rebellionen werden weltweit mit Gewalt niedergeschlagen“, sagte al-Gaddafi. Hinter den Unruhen steckten ihm zufolge kleine Gruppen von unter Drogen stehenden Jugendlichen, die die Polizeiwachen attackieren und Waffen stehlen.
    http://de.rian.ru/politics/20110222/258412946.html

    (10) Gaddafi-Anhänger: http://www.youtube.com/watch?v=NSJx27BKbRM

    (11) Libyen hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. Die Sozialversicherung der Einwohner umfasst die kostenlose medizinische Versorgung, sowie Witwen-, Waisen- und Altersrenten. Allgemeine Schulpflicht bei kostenlosem Unterricht besteht für Sechs- bis Fünfzehnjährige.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Libyen#Sozialsystem

    (12) Dschamahiriyya ist eine neue Substantivbildung, die ausschließlich für Libyen verwendet wird und „Herrschaft der Massen“ bedeutet, sinngemäß mit Volksrepublik oder Volksmassenrepublik zu übersetzen, wobei das politische System als Form einer Direktdemokratie verstanden wird.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dschamahiriyya

  3. wir werden so richtig auf die Probe gestellt. M.G. hatte mir das anders gewünscht die schon lang angekündigte Transformation. Allerdings Jürgen, bei aller strategischen Notwendigkeit – „Solidarität ist nicht teilbar“. Die uralte Losung der Linken.

  4. „…von wegen „Festung Europa“ – genau diese Festung braucht es jetzt…“
    so isses wohl, aber wird das passieren?

  5. Italien ist am Ende, wirtschaftlich und politisch… übrigens auch ohne die Libyen Probleme. Ein staatlicher Busfahrer in Rom verdient BRUTTO 900 Euro pro Monat, das ist doch die reine Sklaverei.

    Und dann erfahren die Leute im Mittleren Osten und Nordafrika, dass ihre „Eliten“ sich eigentlich nur um ihre eigenen vom Volk gestohlenen Milliarden kümmern. Die Zahlen von Mubarak rund 60 Mia. US$ (oder von Ben Ali 8 Milliarden etc. etc.).
    Im Erdöl-Land Irak sind gerade 40 Milliarden Dollar (!) von den Ölkonten der Regierung verschwunden.

    http://www.memrieconomicblog.org/bin/content.cgi?news=4280

    Kein Wunder, regt sich auch da der Aufstand. Die sog. Eliten drehen durch!

  6. fatima
    um 125 dort lebende deutsche dort rauszuholen.
    ich fänds auch gut bei einem deutschen.
    125 lohnt nich, oder was, ab wann fängt bei ihnen das humanitäre an?
    unter 250 sollten wir die verecken lassen?
    was soll die frage?

  7. Aaarrgh…. Wenn sie Italien helfen wollen dann bestimmt, ganz bestimmt nicht so.
    Alle möglichen Italienischen Regierungen haben schon immer, (nach den Massakern der Italiener an den Libyern) mit Libyen Handel getrieben. Al-Saadi al-Gaddafi hat beim Erstligisten AC Perugia und Udine gekickt. Muammar al-Gaddafi ist mit einer 7,6-Prozent-Beteiligung der zweitgrößte Aktionär von Juventus Turin. Und die Gerüchte das Berlusconi seinen AC Mailand an Papa Gadaffi verkaufen wollte waren eigentlich bis heute nicht vom Tisch.
    Die Italienische Energieindustrie, die Banken und Handelskonzerne pflegen intensive Beziehungen mit Libyen. Viele Italienische Firmen sind in Libyen investiert und umgekehrt. Einen großen Teil seiner Öl- und Gasimporte bezieht Italien per Pipeline aus Libyen. Der Sturz Gaddafis wird für die Italiener massive Einschneidungen bringen. Und deswegen helfen sie Italien gar nicht wenn sie hier einen auf Abschottung machen.
    http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&ID_articolo=8434&ID_sezione=&sezione=

    2004 z.B, traff sich Gaddafi in Brüssel mit dem EU-Mann Romano Prodi. Libyen war damals entschlossen, dem Partnerschafts- und Handelsabkommen der EU mit den Anrainern des Mittelmeers beizutreten. Und der libysche Wirtschafts- und Handelsminister Bilchair wollte damals von der Europäische Union das sie ihre Handelsbeschränkungen gegenüber Libyen aufheben. Es ging ihm nicht um das damalige Waffenembargo. Libyen wollte Hochtechnologie einführen denn sie wollten die Unterentwicklung bekämpfen. Dafür brauchten sie Partner, keine Waffen. Aber damit werden sie ja reichlich versorgt. Bis gestern. Deutschland alleine letztes Jahr für über 50 Mio€.

    Und 2006 dann schlossen die EU und Libyen ein Abkommen, um Bootsflüchtlinge vor den Toren Europas zu stoppen. Das Abkommen ist inzwischen ausgeweitet und Libyen hält zehntausende Flüchtlinge in seinen Lagern zurück. Und Italien schiebt Flüchtlinge ohne Verfahren nach Libyen ab. Dafür bekommt Muammar al Gaddafi 50 Millionen Euro.
    Frankreich hat mit Libyen Geschäfte in Höhe von zehn Milliarden Euro inkl.einem Atomreaktor am laufen.

    Die Italiener haben sich noch nie auch nur einen feuchten Dreck um die Rechte der Flüchtlinge gekümmert, und ohne wenn und aber nach Libyen abgeschoben, obwohl sie wussten das in den Lagern dort die Menschenrechte mit Füssen getreten werden. Letztes Jahr hat Italien grad mal 10.000 Flüchtlinge aufgenommen, Deutschland 40.000. Kam heut am frühen morgen im DLF.

    Wenn sie Italien helfen wollen, und wenn sie Wert darauf legen sollten das der Demokratische Prozess in Ägypten für die Ägypter cool abläuft, denn die werden, zusammen mit den Tunesiern (und um die mach ich mir auch sehr Sorgen) die meisten Flüchtlinge zu verzeichnen haben, dann lenken sie ihren Eurozentristischen Blick dort hin.

    Europa kann jetzt ganz flotten Fußes zeigen das es mit seinen salbungsvollen Sprüchen ernst macht. Unsere Demokratien stehen, Tunesien und Ägypten bauen auf. Dort muss geholfen werden, zuerst. Und, diese jungen Länder dürfen nicht überlastet werden mit dem Europäisch Flüchtlingsproblem das bisher von Libyen für Europa gemanagt wurde. Es war unsere Sache, und ist unsere Sache.
    Und dann muss erstmal Italien die Flüchtlinge aufnehmen, die berechtigt sind dort aufgenommen zu werden. 40.000 hält Italien dieses Jahr locker aus. Und dann müssen diese Staaten hier in Europa, nicht immer die Schuld diesen BrüsselerPrinzen geben, diese Staaten sich einigen wie sie ein eventuelles Flüchtlingskontingent unter sich aufteilen.

    Libyen muss in eigenem und in unser aller Interesse, obwohl ich nicht weiß wie, mit unserer Hilfe so schnell und so soft wie möglich in die Lage versetzen können eine Übergangsregierung zu bilden. Am besten wäre natürlich eine solche, die nicht aus den Oligarchen des Landes besteht die dann doch wieder nur ihr eigenes Süppchen kochen in dem bekannten Industrie-Imperialistischen Kochtopf. Und der Handel muß weitergehen, auch im Interesse Italiens!

    Alternativ können sie auch nichts hören, und nichts sehen wollen und die jungen Revolutionen im Arabischen Raum ersticken. Aber das kommt ganz bitter zurück.
    Herr Westerwelle war heute in Kairo, gut so, aber er ist gefragt worden ob er nicht ein bisschen früher hätte kommen können.

    hlvs

  8. me: Unterstützung der dortigen demokratischen Aufbauarbeit – da sind wir D#accord.
    Bei den Flüchtlingen nicht. Will mich nicht groß wiederholen, nur auf eines aufmerksam machen: Sie sagen, Italien hätte nur 10.000 Asylbewerber in 2010 gehabt, Deutschland 40.000. ABER: Die Zahl der Illegalen ist um ein xfaches höher! Die kommen mit dem Boot und tauchen unter! Und werden dann von den Kapitalisten als Billiglöhner gegen die einheimischen Arbeiter benutzt. Kein Mensch kann mir erklären, was daran links sein soll, wenn man diese „offenen Grenzen“ unterstützt.

  9. JE 21:28:
    Kürzer kann man es nicht umschreiben. Danke!

    Die globalisierten Konzerne und die Baulöwen können die stigmatisierte Flüchltingswelle kaum erwarten! Das gibt sozialisierte Nachfrage, eben auch und gerade, wenn der propogandisierte XXL Aufschwung scheitern sollte.
    Denn Bevölkerungswachstum generiert letzten Endes wirtschaftliches Wachstum. Und Wachstum brauchen „wir“ in diesem Schneeballsystem.

  10. Das ist übel wie die Tomatenbarone in Spanien mit den Flüchtlingen umgehen und sie um ihren Lohn betrügen. Und in Italien bestimmt nicht anders. Aber mit einem Zaun kommen sie dagegen auch nicht an.

    Es ist beknackt das Tunesien z.B keine Tomaten in die EU einführen kann, warum gehen wir nicht her und gestalten den Markt anders? Das der Maghreb einen größeren Absatzmarkt zugestanden bekommt. Die meisten werden wohl herkommen weils da unten nix zu verdienen gibt. Und wir produzieren subventioniert Lebensmittel die wir dann wegschmeissen. Oder verkaufen unsere Lebensmittel da runter, weil sie dank EU-Subventionen billiger sind als die da unten produzieren können. Das hält man doch im Kopf nicht aus.

    Italien heult jetzt weil sie 6000 Flüchtlinge an der Backe haben. Na und? Und Berlusconi kommt und redet von 100 Millionen Lastenausgleich. Die Zahl hat er neulich aus dem Hut gezaubert. Und das Maroni DublinII weghaben will kann ich, aber nur im Sinne der Flüchtlinge, siehe Griechische Auffanglager, verstehen.
    Und wenn die Innenministerin Fekter aus Österreich meint, das 6000 Leute noch keine Zahl sei versteh ich das. Österreich hat beim Balkankrieg 160.000 Flüchtlinge aufgenommen, von denen laut „derstandard“ 90.000 um Asyl gebeten haben.

    Berlusconi ist schnell am jammern und am Geld verlangen. Ich würd erst mal stur bleiben. Wenn’s wirklich mehr werden sollte kann man reagieren.Zu dem soll er die Menschen, auch wenn sie nicht Asyberechtigt sein sollten, anständig behandeln.

    Und die Pfeiffen die jetzt aus Libyen abhauen weil sie Angst haben für ihre Schandtaten gegen das Volk belangt zu werden, die kann man gerne sofort wieder zurück schicken damit sie vor ein Gericht gestellt werden.

  11. Auf der EU-Innenministerkonferenz heute in Brüssel soll über einen Einsatz in Libyen diskutiert worden sein. In den Fernsehnachrichten – Sender weiss ich nicht mehr – wurde darüber berichtet, dass de Maiziere die Sitzung vorzeitig verlassen hätte. Schon merkwürdig, dass drei deutsche Kriegsschiffe 160 Deutsche rausholen sollen. Die Zustände an den Flughäfen sind wohl ziemlich chaotisch. Ich möchte gerne wissen, was aus all den großen deutschen Firmenniederlassungen wird. Es gibt auch eine deutsche Schule in Tripolis, deren Leiter ebenfalls ausgereist ist.

  12. Respekt, Herr Elsaesser, für ihren vernünftigen Kommentar.
    Arabien den Arabern, Europa den Europäern.
    Alles andere wäre Suizid.

  13. „Libyen ist die Schweiz Nordafrikas. Gegen die Konterrevolution in Libyen!

    Im Westen sagt man aber, dass Demonstranten bombardiert wurden. Jedem wird klar sein, dass man im Westen aus ideologischen Gründen versucht die Lage in Libyen verfälscht darzustellen. Genauso wie gerne mal gegen das direktdemokratische Modell der Schweiz gehetzt wird.“

    Juri, das kann doch wohl nicht sein, daß Sie Libyen und die Schweiz auf eine Stufe stellen … wenn man schon solche Vergleiche anstellen will, dann wohl eher bei Gaddafi und Ceaucescu … was jetzt nicht heißen soll, daß ich G.’s Hinrichtung fordere.
    Aber er ist nun wirklich ein Despot (ganz im Gegenteil z.B. zu Milosevic, der in den westlichen Mainstream-Medien zu Unrecht so bezeichnet wurde), und seine Unfähigkeit, die Realität wahrzunehmen, teilt er mit Honecker … der aber, anders als Ceausescu und Gaddafi, immerhin NICHT zu terroristischen Methoden zum Zweck der Machterhaltung gegriffen hat.
    Im übrigen kann ich Jürgen mal wieder nur zustimmen.

  14. Insgesamt, wie man es auch dreht und wendet: Das kapitalisstische System gehört schleunigst auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt. Dann gibts auch keine Flüchtlinge.

  15. „Wenn jetzt eilfertig von „Völkermord“ geredet wird, soll damit einer US-NATO-Intervention zur „humanitären Hilfe“ der Weg gebahnt werden. Die Flugzeugträger warten schon. Das wäre klar abzulehnen.“

    Es sieht leider nicht gut aus:

    „Die Europäische Union stellt nun erstmals den Einsatz von Soldaten in Aussicht, um das mörderische Vorgehen des libyschen Diktators Muammar Gaddafi gegen seine eigenen Bürger zu beenden.

    Hohe EU-Diplomaten sagten am Donnerstag, derartige humanitäre Interventionen seien „eine der Möglichkeiten, an denen wir arbeiten. Wir machen Pläne für alle Eventualitäten.“ Sie bejahten, dass damit auch die gewaltsame Beendigung von Gaddafis Angriffen auf oppositionelle Demonstranten gemeint sein könnte, nicht nur die Evakuierung von Europäern durch europäisches Militär. Im UN-Sicherheitsrat hätten die Europäer dieses Thema noch nicht vorgebracht. Das könne aber jederzeit geschehen, betonte ein Diplomat: „Jede Art von militärischer Operation braucht eine rechtliche Grundlage. Wir planen derzeit.“

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/121266-libyen-wird-die-eu-milit%C3%A4risch-intervenieren?

    Humanitäre Intervention – wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen. So „humanitär“ wie Irak, wo man das Volk von einem Dikatator „befreien“ wollte? Öl-Intervention triffts wohl eher.

  16. Eine Bekannte sprach angesichts der Massen an Bootsflüchtlingen aus/über Nordafrika nach Europa stets von modernem Sklavenhandel, denn Hoffnung allein treibt kaum jemand auf eine weite, ungewisse Reise. Stellt euch mal vor, ihr macht am Mittelmeer Urlaub, und es spült ein paar aufgedunsene Afrikaner an den Strand…
    Zu Fatimas Frage, warum die Bundesmarine so verhältnismäßig viel Material nach Libyen beordert, passt die Meldung, Libyen sei für Europa/die BRD der drittgrößte Gas/Öllieferant.
    Mich wundert nur der jähe Verfall der Gunst Ghaddafis. Vor wenigen Jahren noch wurde die beispiellose Trinkwasseraufbereitungs- und Versorgungsanlage dort gepriesen, das Land verschwand von der Liste der Schurkenstaaten, erhielt französisches Knowhow für zivile Kernenergienutzung…
    Und dann geht mir nicht aus dem Kopf, wie Ghaddafi 1986 zwei seiner Söhne verlor, als neben einer angeblichen Chemiewaffenfabrik, eigentlich ein im Aufbau befindlicher Pharmastandort, in einem nächtlichen Bombenangriff seitens der USA u. a. auch die franz. Botschaft in Tripolis was abbekam. Wer Ostrowskis „Geheimakte M…“ kennt, wird sich auch dran erinnern.
    Die Auffanglager: das ist eine mutige, nicht ganz neue Position, oder hatte nicht O. Schily einst derlei gefordert, war furchtbar aufgefallen deswegen?
    Selbst, wenn die Forderung nach wie vor richtig ist, nicht einmal er hat es geschafft. Wer dann?
    Nichtsdestotrotz ist Italien nicht das einzige EU-Land, in dem der Unmut der Massen über arg viele afrikanische Handtaschen- etc. Händler wächst. Bei Fußballspielen u. ä. werden dann gern Afrikaner verhauen. In einem Innenstadtteil Athens sind die Fußwege schon länger kaum passierbar, weil die Händler dort ihre Waren ausbreiten. Wer versetzt Flüchtlinge, die bei der Überfahrt noch nicht wußten, ob sie es überhaupt schaffen, in die Lage, billige Handtaschen und Uhren zu verkaufen?

  17. Die Analyse von Juri finde ich sehr gut!
    Ich sehe in Lybien ein neues NATO-Kosovo entstehen mit voran gehendem NATO-Bombardement und dem größten US-Militärstützpunkt Nordafrikas, von dem aus dann auch Ägypten und alle anderen Konfliktländer in die gewünschte Richtung „entwickelt“ werden. Einen Thaci dort zu finden, wird nicht schwer sein. Auch nicht 400 oder 4000 Tote in Erdlöchern medial zu produzieren, die natürlich von einem „Milosevich“ verursacht wurden. Und Flüchtlinge sind doch für die Chefplaner nur Nebenschauplatz oder Kollateralschäden, die Europa zu tragen hat.
    Warum wird denn gleich auf die in GEO veröffentlichten Meinungen der letzten deutschen Journalisten in Lybien scharf eingedroschen?
    Wie vergeßlich ist die Menschheit? Für ihr Kurzzeitgedächtnis
    können Bilderberger, Brzecinski und Co wirklich dankbar sein.
    Prinzipiell läuft es immer nach dem gleichen Drehbuch, nur mit neuen Namen für die „Werte“ und Macht derer, die auf dem absteigenden Ast der Menschheitsentwicklung sitzen.
    Die gesamten derzeitigen Konflikte zeigen mir zum wiederholten Male die Hohlheit von „Demokratie und Freiheit“, wie sie die Mächtigen verstehen und praktizieren:
    Durch wen und wie ihre Macht mit welchen Opferzahlen unterm Volk gesichert bleibt, ist ihnen gleich. Und wer auf diese Doppelmoral hinweist (Castro, Ahmadinedschad, Chavez, China) und manches anders macht, wird zum Feind erklärt.

  18. @Juri: „Es geht in Libyne gerade lediglich um die Machtinteressen von einigen kriminellen Stämmen, die gegenüber dem früheren Königreich Libyen am loyalsten waren“

    Soso, „lediglich“. Dafür hat Ghaddafi aber ganz schön hingelangt, vorsichtig ausgedrückt. Im übrigen finde auch ich Ihren Vergleich Libyen-Schweiz reichlich abenteuerlich.
    Ghaddafi ist ein Kapitalist in Reinkultur, wie m.e. ja schon ausführte.

    Iranische Studenten fordern die Ausweisung des libyschen Botschafters:

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/121257-iranische-studenten-fordern-ausweisung-des-libyschen-botschafters

  19. 150 Deutsche gehen in ein einziges Flugzeug. Was sollen denn dann wohl die deutschen Kriegsschiffe dort? Möchte Kriegsminister und Atlantiker vom gutten Zwerg seinen Herren deutsche Söldner zur Verfügung stellen?

  20. „Und werden dann von den Kapitalisten als Billiglöhner gegen die einheimischen Arbeiter benutzt.“

    Lieber Jürgen, passiert nicht das gleiche mit den Lokführern u. a. Bahnpersonal, das im Zuge der EU-Binnenmarktverordnung bei europäischen ‚Mitbewerbern‘ gezwungen ist, anzuheuern, nachdem es von der umgebauten Staatsbahn freigesetzt wurde? Ähnlich, wie zu Marxens Zeiten mit den brit. Industriearbeitern? Wozu in die Ferne schweifen?´Und dann das schwere Zugunglück im Januar – sowas kam in der Gründerzeit der USA oft vor, als man da noch 4-5 konkurrierende Bahnunternehmen hatte. Ach nein, Bahnunglücke sind ja Ursache menschlichen Versagens, hören wir ein ums andere mal.

  21. @Fatima
    Insgesamt, wie man es auch dreht und wendet: Das kapitalisstische System gehört schleunigst auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgt. Dann gibts auch keine Flüchtlinge.

    Was wäre denn Ihre Alternative?

  22. Mindestens 1,5 Millionen Ägypter arbeiten im ölreichen Libyen. 8 500 Flüchtlinge nach Ägypten allein am Dienstag.
    Man findet ferner Informationen das alle Libyschen Häfen gesperrt sein sollen.
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/332720/332721.php
    ————
    Über die Verpflichtung Flüchtlinge aufzunehmen und welche.
    +„Die größten Flüchtlingsströme wird es in die Nachbarländer geben“, ist Milita Sunjic vom UNHCR-Büro in Brüssel überzeugt.
    http://diepresse.com/home/panorama/welt/636806/LibyenFluechtlinge-auch-nach-Oesterreich?direct=637179&_vl_backlink=/home/politik/index.do&selChannel=104

  23. Meine Alternative? Ein gerechtes Wirtschaftssystem, keine Zinsen, keine Ausbeutung. Und ich bin sicher, dass das irgendwann auch Wirklichkeit werden wird.

  24. Geschichte wiederholt sich und wir lernens nie.
    Die gleichen parallelen wie bei der Irak Invasion. Erst hieß Saddam der neue Diktator. Dann der neue Hitler. und später er mußte weg so oder so. Warum kein Aufstand in Saudi – Arabien sondern Libyen. Habt ihr die Demos in anderen Ländern gegen Kaddafi gesehen. Glattrasierte Männer geschminke Frauen aber Kopftuch. Ne ne dieser Aufstand stinkt.

  25. jürgen: sie haben so ziemlich das beste mir bekannte forum -respekt!
    fatima: berlusconi scheint die unterstützung der globalisten verloren zu haben, allleine dies mach ihn menschlicher als die linke, die italien wohl abschaffen will! ja, die verbennungen und massaker in den moscheen, das herauswerfen aus flugzeugen war eine unglaubliche mordaktiomn- keine frage, darum sehe ich auch moralische punkte, die für ein ital. helfen sprechen. italien ist aber von einem gigantischen youth bulge der anrainerstaaten und darüber hinaus betroffen.die super-beamtennase, welche einen auf innenminister macht, vergisst, dass es unglaubliche zahlen von illegalen gibt!

    me: höre dir musik aus aller welt an, versuche aber nicht, italien und andereren ländern deinen anti-westlichen selbsthass aufzuzwingen. stammmst du aus einer beamtenfamilie? würde manches erklären!!politik= 1und 1= 79, nicht 2!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!du bist radikaler als schnehen, sorry!

    wer sich über den staatschef lybiens aufregt, sollte erklären, wie wir jetzt die flüchtlings-und energieversorgungsprobleme lösen. wer steckt dahinter? die saudis erheben sich wohl nicht- ein schelm, wer böses dabei denkt!

    jürgen; viel gesundheit und kraft, um dieses geile forum weiter aufrecht-zu erhalten!!

  26. @ Fatima

    „Soso, „lediglich“. Dafür hat Ghaddafi aber ganz schön hingelangt, vorsichtig ausgedrückt. Im übrigen finde auch ich Ihren Vergleich Libyen-Schweiz reichlich abenteuerlich.
    Ghaddafi ist ein Kapitalist in Reinkultur, wie m.e. ja schon ausführte.“

    Das libysche System ist nicht kapitalistischer als das des Irans. Und die Rebellen in Libyen sind ganz gewiss keine Anti-Kapitalisten. Und ich finde, dass die Rebellen in Libyen weitaus militanter sind, als es die Umstürzler im Iran waren. Im Iran sind deswegen auch logischerweise viel weniger bei den Protesten gestorben. Aber im Westen reicht das trotzdem aus, um als ein Tyran zu gelten. Haben Sie schonmal das Grüne Buch von Gaddafi gelesen? Wie finden Sie es? Ist es für Sie evtl. zu un-islamisch? Wenn ja, warum? Kann es sein, dass Gaddafi die Volksmudschahhedin finanziert hatte? Gibt es für Sie bei den Volksmudschahhedin, abgesehen vom Terrorismus, etwas was un-islamisch ist? Und wie stehen Sie zu Syrien? Sollte es dort Ihrer Meinung nach einen „islamischen“ Umstzurz geben? Soll jetzt kein Angriff auf Sie sein. Ich schätze Sie sehr. Mich würde nur gerne Ihre Position interessieren. Sie können gerne auf einige Links verweisen, wenn es zu viel zum Schreiben wäre.

  27. ribi: Übrigens: Ich war Beamter auf Lebenszeit und habe das hingeschmissen, um Journalist zu werden. Dafür habe ich doch von Ihnen, dem alten Beamten-Schelter, ein COMPACT-Abo verdient, oder?

  28. Juri:

    1. Mir ist nicht bekannt, dass Ahmadinejad oder gar Imam Khamenei Anteile am europäischen Spitzenfußball haben, bzw. wäre mir das neu.

    2. der Lebensstil des iranischen Oberhaupts und Gaddafi unterscheidet sich diametral. Auf Gaddafi triffft genau das zu, was iranische Regierungsgegner Imam Khamenei andichten: Er nimmt auf alle Reisen wertvolle Pferde mit und gebärdet sich als typischer arabischer Potentat, unterscheidet sich da in keiner Weise von den Emiren am Persischen Golf, z.b. Bahrain, wo es ebenfalls gewaltig brodelt. Wer jetzt aus welchen Gründen in Libyen revoltiert hat, ist für mich noch nicht ganz klar,, da warte ich die Analysen aus Iran ab.
    Bis es in Saudiarabien los geht, ist nach meiner Einschätzung nur noch eine Frage der Zeit.

    3. Das Grüne Buch habe ich nicht gelesen, kann daher auch nichts dazu sagen.

    4. Sollte Gaddafi sogar die Volksmujahedin finanziert haben, spricht das gewaltig gegen ihn. Denn die sind alles andere als islamisch, sie sind eine Terrorgruppe, die sich mit ihren Terroranschlägen im Iran brüstete. Ihr fielen u.a. die wertvollsten Köpfe der Islamischen Revolution zum Opfer wie Morteza Motahhari, Ayatollah Beheschti (hatte eine Zeit lang die Leitung des Islamischen Zentrums Hamburg) , Bahonar und viele andere. Sie hatten (möglicherweise immer noch?) ihre Zentrale im Irak.
    Ob es „abgesehen“ vom Terrorismus irgendetwas Unislamisches für mich gäbe…reicht das nicht? Da können ihre Frauen Kopftücher tragen, wie sie wollen.

    Hier Näheres über diese Terroristen:

    http://www.iranembassy.de/ger/mkofact.htm

    Zu Syrien und ob es da einen Umsturz geben „sollte“: Es wird nicht mit dem islamischen Gesetz regiert, wie auch so gut wie alle islamischen Länder, aber es ist Sache der Bevölkerung, das zu entscheiden. Syrien pflegt aber immerhin hervorragende Beziehungen nicht nur zu Iran und Hizbollah im Libanon, sondern auch zur Türkei. Was nicht heißt, dass es ohne Fehl und Tadel wäre.
    Ich weiß nicht, ob es klug wäe, das Land jetzt durch Unruhen zu schwächen, während Israel wieder Angriffe auf Libanon vorbereitet. Auf Gaza fliegt es ja sowieso wieder Attacken.

  29. „stammmst du aus einer beamtenfamilie?
    xy ist Pfarrer! Die evangelische Kirche ist so ziemlich die antideutscheste Institution in der BRD, und das will einiges heißen.

    (Hausmeister: xy ersetzt den Namen eines blogteilnehmers … Bitte aufhören mit dem Quatsch, über Personen herumzuspekulieren. )

  30. Zu Saudi-Arabien noch ein Nachtrag an ribi:
    „die saudis erheben sich wohl nicht- ein schelm, wer böses dabei denkt!“

    Muss Sie enttäuschen, es beginnt auch dort:

    http://www.presstv.ir/detail/166978.html

    und me „antiwestlichen Selbsthass“ zu unterstellen, finde ich gelinde gesagt etwas gewagt. Man muss nicht jeden Standpunkt teilen, aber immerhin denkt er nicht nur egoistisch die eigene Energieversorgung, sondern an die Betroffenen, das spricht auf jeden Fall FÜR ihn, auch wenn man das gern mal als „gutmenschlich“ diffamiert! Italien hat noch andere Möglichkeiten, VOR ORT zu helfen, denke ich, denn die Immigration nützt weder den Italienern noch den Libyern, sondern nur den Kapitalisten, die billige Arbeitskräfte brauchen. In der Gastronomie arbeiten manche Illegale für 2 Euro die Stunde. Und zu Berlusconi…no comment, sonst werde ich noch ausfallend.

  31. @ Elsässer

    „Bitte aufhören mit dem Quatsch, über Personen herumzuspekulieren“

    Wieso herumspekulieren? Der betreffende Teilnehmer hat ja selbst geschrieben, er sei Pfarrer (tatsächlich hat er seine diesbezüglichen Dienste angeboten). Und irgendwie war danach alles klar.

  32. Al Qaida in Libyen

    Das Chaos als Chance

    Der Osten Libyens, das Zentrum des Widerstandes gegen Gaddafi, ist auch eine Hochburg der Islamisten. Al Qaida stellt sich hinter die Gegner Gaddafis.

    Al Qaida sei schuld am Aufstand, hat der libysche Diktator Gaddafi nun während eines dritten Fernsehauftritts behauptet. Die maghrebinische Filiale der Terrororganisation hatte ihrerseits zuvor verkündet, sie wolle in Libyen die „Revolution unseres Volkes“ unterstützen. Die Propagandaabteilung der „Al Qaida im Islamischen Maghreb“ hat sich in einer im Internet verbreiteten Erklärung hinter die libyschen Gegner Gaddafis gestellt – und sich die Befreiung der „Enkel von Omar Muchtar“ auf die Fahnen geschrieben.

    http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E9AE7BDB3DBC449C784B1BEB1C2BE8B0E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  33. Danke für: Er hat sich als Pastor angeboten, im Scherz. Aber wenn einer so bierernst ist wie Sie, wird daraus gleich ne Verschwörungstheorie. Ich werde eine Kerze für Sie anzünden, bevor ich meine nächste Messe lese.

  34. „Meine Alternative? Ein gerechtes Wirtschaftssystem, keine Zinsen, keine Ausbeutung. Und ich bin sicher, dass das irgendwann auch Wirklichkeit werden wird.“

    War klar, dass Sie nichts Substantielles anzubieten haben. Und das sage ich als entschiedener Gegner des Kaptialismus, wie er gegenwärtig betrieben wird.

    In Ihrer Welt sollten die Deutschen ihre eigene Abschaffung durch Überfremdung finanzieren und sollen sich auch noch zusätzlich als böse Kapitalisten beschimpfen lassen, damit diese schreiende Ungerechtigkeit auch noch gerechtfertigt wird (tatsächlich ist die Überfremdung aus volkswirtschaftlicher Perspektive ein riesiges Minusgeschäft, da die Arbeitsmoral der südländischen Immigranten nicht allzu hoch ist, wobei das natürlich nur eine statistische Aussage ist, es gibt natürlich auch viele fleißige Immigranten). Und wenn diese Position in ihrer Selbstgerechtigkeit zu offensichtlich wird, dann wird sich hinter einem religiösen Wahn verschanzt.

    @ Elsässer

    Ich weiß, das würden Sie jetzt gerne zensieren, aber geben Sie Ihrem Herz einen Stoß und geben Sie Gedankenfreiheit. Das musste einmal gesagt werden.

  35. es geht los. europa wird überschwemmt werden. das ist doch alles getimed. eurabia is coming. wer ist wohl der dritte, der sich darüber freut?

    wenn nicht jetzt knallhart die grenze gezogen wird und gleichzeitig diese kollabierenden länder systematisch und konsequent unterstützt werden in ihrem neuanfang und neuaufbau, einem neuanfang den sie selbst wollen, nicht irgendeine aufgezwungene „demokratie“, dann sind die zeiten des friedens vorbei für europa.

    wir sind leider nur statisten, oder jürgen? was können wir schon tun? kannst ja schon mal anfangen dich in die rolle eines grenzers einzufühlen.

    „die mächte des bösen“ spielen alle trümpfe aus. wahrscheinlich folgt eine eskalation um israel und dann gute nacht maire. kommt ww3? sieht so aus. igendwie muss das chaos ja zur neuen ordnung führen.

  36. @ ribi

    Was hab ich denn jetzt schon wieder verbrochen. Guck dir doch 21:20 an. Und ne, ich komm nicht aus einer Beamtenfamilie.
    Mein Vater kam 51 oder 52 aus Russischer Gefangenschaft/Kaukasus zurück. Er war bis zum Ende Schneider. Mein Opa war als Kommunist in drei KZ’s und hat bis zum letzten Tag auf den Rubel geschworen.
    Diese Debatten hier sind Tranquilierend gegen das was ich mit den beiden schon mit 14 mitgekriegt hab. Glaubs.

    Und was schnehen angeht. Dem seine Politische Bildung und Geradlinigkeit hätt‘ ich mehr wie gern. Bei dem würd ich jedes Wochenende mit einem Vodka vor der Türe stehen um zu lernen…

    Und mein Europa-Ranking
    Südbaden,Österreich,Schweiz,Irland,Italien stehen ganz oben.

    Und Musik aus aller Welt: Gerne 😉 wenn mich der Hausmeister lässt

  37. Noch eine Frage:

    Wer soll in Saudi Arabien protestieren bzw. revoltieren? Die afrikanischen bzw. indonesischen Sklaven und Sklavinnen?

  38. Danke für: Aber nur einmal. Ist nämlich auch nur Gemeckere und Gemosere, wobei das natürlich nur eine statistische Aussage ist. Erst haben Sie me angemeckert, und jetzt Fatima. Damit ist Ihr Soll erstmal bei Oberkante Unterlippe. Seien Sie künftig höflich, sonst gebe ich hier den Gaddafi …

  39. Jürgen Elsässer:“Ich werde eine Kerze für Sie anzünden, bevor ich meine nächste Messe lese.“

    Jürgen, ist es möglich, per Videobotschaft die heilige Geste des Erbarmens dem Blogpublikum/Leserschaften zugänglich zu machen? 😉

  40. fatima: wollte iegentlich die nähe der amis zu den saudis kritisieren, wohl nicht gelungen!

    me: sorry, wenn ich etwas zu hart war! bin in einem anderen forum dumm angemacht worden, stand wohl noch unter strom! gutmenschen sind ja auch gute menschen!

    jürgen: ich habe es doch erklärt, werde demnächst aber das magazin bei euch direkt bestelllen! abos sind nicht mein ding- sorry! in bw lehrer, muss man beamter sein! was halten sie von der verbeamtung bei der rentenkasse- ein unding, oder?

  41. „fatima: wollte iegentlich die nähe der amis zu den saudis kritisieren, wohl nicht gelungen!“

    Damit haben Sie natürlich Recht, aber das gilt ja für Mubarak genauso, auch für Bahrain, wo es schon rund geht, seltsamerweise kommt in den Medien darüber wenig.

  42. Es wird einen Flächenbrand geben. Die Zeit ist dafür reif. Die internationalen Eliten haben jedes Maß und schon lange jeden Respekt vor den Völkern verloren. International ist die Sklaverei eingeführt, Hungerlöhne, Hartz, Massenzuwanderung, alles Formen der Verknechtung. Fast überall, auch in Deutschland, werden die Menschenrechte massiv verletzt. Da Faß ist voll. Die Alten sind fett, die Jungen haben keine Idee von Zukunft, haben kaum die Mittel Familien zu gründen, verdingen sich als Tagesskalven in der Zeitarbeit und im Telefonmarketing um Renten und Pensionen zu finanzieren, die nicht mehr finanzierbar sind. Der Topf ist auf dem Herd, der Deckel wird dichter und dichter auf den kochenden Topf gedrückt. Was geschehen wird, wird Geschichte sein, und die kennt bekanntlich keine Rücksichten. Es ist auch ein Generationenkonflikt, Alte gegen Junge, Zombigier gegen Jugendarmut, freche, selbsternannte globale Eliten, die ihre Völker ausbeuten. Es ist gut, daß es knallt, es ist ein reinigendes Gewitter. Es wird noch viel mehr Blut fließen. Die Menschen lassen sich nicht ewig verachten. Einem Aufstand, in dem die Menschen, in der Regel die Jugend ihr Leben aufs Spiel setzt, gehen massive Demütigungen voraus, das dürfte von psychologischer Seite aus klar sein. Niemand geht auf die Straße, um sein Leben zu riskieren, solange er es irgend vermeiden kann. Deutsche Kriegsschiffe fahren nicht in den Krieg um ein paar Deutsche zu retten, so eine Naivität, sondern die Interessen der deutschen, der amerikanischen und europäischen Eliten. Sie möchten mitbestimmen, wer an die Macht kommt, es soll einer sein, der ihre Politik macht. Mal sehen, was sie noch tun können, unsere Zauberlehrlinge? Es wird nicht mehr so leicht sein wie früher, fremde Völker mit bezahlten Diktatoren zu betrügen. Der Besen trägt Wasser, der hohe Meister ist außer Haus, er wird noch lange ausbleiben. Es ist gut, wenn die Völker sich jetzt solidarisieren gegen ihre Ausbeuter, weltweit. Dazu fehlen leider bislang die globalen Strukturen, die man schnellstens aufbauen sollte. Diese Strukturen könnten auch starke Flüchtlingsbewegungen vermeiden helfen.

  43. katharina

    „Wer soll in Saudi Arabien protestieren bzw. revoltieren? Die afrikanischen bzw. indonesischen Sklaven und Sklavinnen?“

    nicht lustig aber zutreffend.

  44. @Golda Wander

    „In die Ecke Besen Besen!
    Seid’s gewesen!
    Denn als Geister
    ruft euch nur zur diesem Zwecke
    erst hervor der alte Meister.“

  45. Gaddafi ist zweifelsohne ein Fall für die Zwangsjacke.
    Lybien ist eines der Öl-reichsten Länder in Afrika, hat nur
    6 Milllionen Einwohner, trotzdem sind alle arm.
    Einen brutaleren Kapitalismus kann man sich nicht mehr
    vorstellen. Jeder könnte aufgrund de Rohstoffe reich sein, ist
    aber bettelarm. Kein Wunder, dass jetz alle auf die Barrikaden
    gehen.
    Ich würde mich für die Lybier freuen, wenn sie diesen
    Psychopathen endlich los werden würden !

  46. Buchhalter: Das mit der Armut – hab ich schon anderes gelesen, ich glaub bei medienanalyse-international.de, aktueller Bericht einer deutschen Mainstream-reporterin.

  47. Liebe Freunde,

    da wird `ne neue Völkerwanderung in Gang gesetzt.

    Wenn Be-Völkerung sich untereinander bekämpft, bleibt die (ohnehin verbarrikadierte) Führungsschicht länger ungeschoren..

    Bester Macchiavelli… ,den beten unsere Führungsschichten ,vom Potomac bis zum Finnischen Meerbusen hin, an.

    Tja, und der Cavaliere :
    Byzantinisch anstatt puritanisch. Der heuchelt zu wenig und lebt öffentlich zu üppig….in den Augen der Puritaner (Angelsachsen).

    Außerdem wollen die Angelsachsen „ihre“ vor Jahrzehnten verspielten Öl-und Gasquellen zurück.

    Wir alle sollten uns vergegenwärtigen, dass wir ansonsten über die derzeit tatsächlichen Vorgänge dort nichts, aber auch rein garnichts wissen.

    Aber die Dienste, die sind dort und werktätig. Alle. Und nicht zu knapp. Das dürfte wohl klar sein. Und sonst nichts.

  48. „Und dann das schwere Zugunglück im Januar – sowas kam in der Gründerzeit der USA oft vor, als man da noch 4-5 konkurrierende Bahnunternehmen hatte. Ach nein, Bahnunglücke sind ja Ursache menschlichen Versagens, hören wir ein ums andere mal.“

    Ist zwar off-topic, aber dieses Unglück hatte mit „privat“ oder „staatlich“ nun aber auch gar nichts zu tun.
    Schuld daran war (außer dem Versagen des Lokführers des Güterzuges) die Deutsche Bahn, weil sie die Einführung der „Induktiven Zugsicherung“, die es im Westen schon seit Jahrzehnten gibt, auf dieser Strecke seit 1997 verschlampt hat. Stand alles im SPIEGEL vom 7. Februar.

  49. „Buchhalter: Das mit der Armut – hab ich schon anderes
    gelesen, ich glaub bei medienanalyse-international.de,
    aktueller Bericht einer deutschen Mainstream-reporterin.“

    Juhuh, die erste freundliche Antwort seit Wochen 🙂
    Ich dachte schon Sie hassen mich.

    Was meinen Sie damit ? Dass es den
    Lybiern eigentlich gut geht ? Ja, warum revoltieren die dann
    ? Bin kein Lybien-Spezialist, gebs ja zu aber warum laufen
    die jetzt alle Amok ? Gaddafi ist imho ein armer Irrer.
    Der verlangt 77 Milliarden Euro Schadensersatz von den
    Europäern für die Sklaverei in Nord-Amerika, blendet aber
    vollkommen aus dass die Sklavenjäger allesamt
    aus Nordafrika (also auch aus Lybien) stammten.
    (Über die Religion, die 80 % der Sklavenhändler der
    damaligen Zeit besassen, schreib ich jetzt nichts).

    Ich bin beileibe kein Freund der Schwarz-Weiss-Malerei –
    aber Gaddafi – der hat wirklich nicht alle Tassen im
    Schrank.

    „Solidarität“ für die Lybier – auch wenns mir schwer über
    die Lippen kommt – ist jetzt wirklich angebracht.

    Ich drück alle Daumen.

  50. Wärend der WK 1 gab es den sog. Dreibund:
    Deutschland-Ö/U und Italien.
    Die Herren Italiener gedachten sich nicht daran zu halten,
    aus fadenscheinigen Gründen. Sind sogar zum Feind,
    übergelaufen, wie Lenin 1917 dankenswerter Weise enthüllte
    als er die Geheimverträge der russischen Monarchie nach
    der Revolution veröffentlichte.
    Den Wk 2 haben die Italiener auf Weltkriegsniveau
    angehoben nachdem sie die Griechen bedroht hatten, was
    diese dann veranlasst hat die Engänder um Hilfe zu rufen.
    Wenn die Engländer in Gr gelandet wären, wäre dass eine
    Bedrohung gewesen für

    a ) die Rohölversorgung des DR aus Rumänien
    b) Lebensmittelversorgung vom Balken

    was Mr. H. dann zum Balkanfeldzug
    veranlasste.

    „Solidarität mit Italien, nicht mit Libyen!“

    sollte man daher mit einer Gewissen Überlegung zitieren.

  51. „Wärend der WK 1 gab es den sog. Dreibund:“

    Edit:

    Sry für off-topic, der Käse gehört hier nicht hin. Bitte nicht
    alles auf die Goldwaage legen was ich gestern geschrieben habe. Danke. 😉

  52. @ Buchchhalter.
    Jürgen Elsässer ist Lehrer. Da werden manche in der Klasse bevorzugt, andere benachteiligt. Das gehört zur Machtausübung des Lehrers in der BRD dazu. Wer kennt das nicht? Immer schön die Haltung des Lehrers nachbeten, dann kommen Sie gut durch. Note sehr-gut.

  53. ..und auf einmal kann mir GoldaWander 20:17 doch noch symphatisch werden.

    @ ribi. Du kannst es nicht lassen mit dem G Wort. Was soll ich bloß machen. Letztens klapp ich die linkezeitung auf, springt mir auch das Wort ins Gesicht.Ich glaub ich muss nen G-Blog machen.
    (das scusi ist angenommen 😉

  54. Golda: Elsässer WAR Lehrer, jetzt ist er nur noch Hausmeister. Wenn Sie, verehrte Golda, einen Hausmeister im www finden, der seinen blog liberaler führt, können Sie gerne dahin auswandern. Sollten Sie aber hierbleiben wollen, bitte ich von Belästigungen abzusehen.

  55. Golda Wander:

    „@ Buchchhalter.
    Jürgen Elsässer ist Lehrer. “
    ————–

    Ja, ja ich weiß aber warum sagen Sie mir das ?
    Ich steh jetzt irgendwie auf dem Schlauch. Beziehen Sie sich
    auf einen Kommenar von mir ? Hab noch mal alles durchgesehen, aber nichts gefunden. Was genau meinen Sie
    denn ?

  56. Taten sich unsere Regierung, unsere Medien doch auffällig schwer, als bei den befreundeten Despoten in Tunesien und Ägypten die Massen auf die Straße gingen, „Position“ zu beziehen („Peinlicher Eiertanz des Westens“), so ist dies in Libyen doch erfrischend anders. Da bekommen selbst die unterdrückten „Islamisten“ zu Wort im „Kampf gegen den Diktator“. „Angst“ haben der Westen und Israel zwar vor der „Machtübernahme“ der Muslimbrüder in Ägypten – daher auch die Forderung nach einem „geordneten Übergang“ („freie Wahlen sind nicht alles“) – in Libyen sieht man diese „Gefahr“ komischerweise nicht. Was machten die Schergen Ghaddafis anders als die Schergen von Mubarak oder Ben Ali, als sie gegen das eigene Volk brutal vorgingen? Denn dort haben wir – ohne das Vorgehen verharmlosen zu wollen, es ist genauso brutal wie in das in Ägypten – ein „Schlachthaus“, eine „humanitäre „Katastrophe“. Das erinnert mich irgendwie an die „humanitären Katastrophen“ in der serbischen Provinz Kosovo und in Irak, als in Abu Ghraib noch Saddams Schergen folterten und mordeten (das haben jetzt die Gutmenschen aus Brainwashington DC übernommen). Ich befürchte eine mögliche „Intervention“ der NATO im ölreichen Libyen. Würde mich wundern, wenn die Gutmenschen sich diese Chance entgehen lassen würden. Zur Not lässt man den Benzinpreis („wegen der Zustände in Libyen“) so in die Höhe schnellen, dass dann die Mehrheit der BLÖD-Leser (wie beim Lügenbaron) dafür ist, in Libyen einzumarschieren und „geordnete Verhältnisse“ und vor allem Sicherheit für die bedrohte Zivilbevölkerung zu bringen. Ich möchte wetten, dass in absehbarer Zeit (noch in diesem Jahr) die NATO und die EU aus „humanitären Gründen“ dem gebeutelten libyschen Volk – wie damals den armen Menschen im Kosovo und im Irak- zu Hilfe eilen – sprich das öl- und gasreiche Land Libyen erobern werden.

  57. eines ist jedefalls auch sicher. die westlichen regierungen schulden dem lybischen volk etwas. in dem sinne, das sie dem tyrannen die treue hielten, solange bis das volk sich endlich wagte aufzubegehren. bis dahin war er als knebel des volkes gut genug. pfui teufel!

  58. (zensiert)
    Das habe ich auf xyz gefunden Elsässer,was sagen sie dazu?

    Hausmeister: Äußerungen auf anderen blogs kommentiere ich nicht.

  59. Ich sehe noch ein weiteres Problem: Besonders minderjährige Nordafrikanerinnen neigen offenbar dazu, sich ins private Umfeld des italienischen Staatschefs einzuschleichen und ihn anschließend zu kompromittieren.

  60. Gast: Vermute, Sie meinen das satirisch. Der Cavaliere hat genug Hormonüberschuss, um selbst auf Abwege zu kommen, egal ob bei Inländerinnen oder Immigrantinnen. Was bei drei nicht aufm Baum ist, wird gejagt.

  61. „eines ist jedefalls auch sicher. die westlichen regierungen schulden dem lybischen volk etwas. in dem sinne, das sie dem tyrannen die treue hielten, solange bis das volk sich endlich wagte aufzubegehren. bis dahin war er als knebel des volkes gut genug. pfui teufel!“

    BRAVO, chicano. Das sag ich doch die ganze Zeit….das gilt natürlich auch für Tunesien, Algerien, Marokko, Ägypten usw. usf…
    Gaddafi galt eine Zeit lang als das enfant terrible, wegen La Belle und Lockerbie, aber dann war es lange Zeit ruhig um ihn, bis auf seine abstrusen Äußerungen über die Schweiz.

  62. fatima

    „BRAVO, chicano. Das sag ich doch die ganze Zeit…“

    klar, da sind wir uns ja auch die ganze zeit einig, ob sies bemerkt haben oder nicht.

    die gleiche muschpoke sorgt aber auch für ein europa das sich auflöst und der knebel der da kräfitg mithilft heißt „islamophobie“. davon aber wollen sie nichts wissen, logischer weise. ich bin aber auf beiden augen mit sehkraft dabei und nicht nur da, wos mir angenehm ist.

    eigentlich schulden sie mir übrigens noch den beweis dafür, das ich von ihnen verlangt habe das kopftuch abzulegen. wenn sies nicht können, sollten sies fairer weise berichtigen.

  63. Solidarität mit Italien?

    Ja

    Solidarität mit Belusconi?

    Natürlich auch ja.

    Nur er bietet die Gewähr dafür, das die ungebetenen Gäste von Lampedusa wieder dahin gebracht werden wo sie hingehören – und das ist nicht Europa

  64. chicano: Wenn es darum geht, gewisse Verhaltensweisen zu kritisieren, wie mangelnde Sprachkenntnisse nach langem Aufenthalt, dann bin ich der Erste. Auch bei Ehrenmorden, Selbstjustiz usw. Dann bin ich wohl auch islamophob?

    Mit dem Kopftuch, das war hier:

    “In Sri Lanka konnte ich nicht in den Tempel rein,weil ich da mein Kopftuch hätte abnehmen müssen, weil das bei denen ein Zeichen der Ehrfurcht ist. Ok, dann bin ich eben nicht reingegangen, hätte ich da Riesentheater machen sollen?”

    sie hätte es einfach abnehmen können, aus respekt vor dem glauben der anderen kultur. so wie die weiblichen menschen der anderen kultur ein kopftuch aufsetzen sollten, wenn sie eine moschee besuchen würden. denn beides ist religiöser boden. “

    Sie haben da eben nicht verstanden, dass ich mein Kopftuch nicht so einfach absetzen kann, so wie eben Sie nicht einfach Ihre Hose ausziehen können.

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/11/10/6-12-sarrazin-bundeskanzler-was-eine-neue-volkspartei-erreichen-kann/ vom 13. November um 0.09

  65. fatima

    „“In Sri Lanka konnte ich nicht in den Tempel rein,weil ich da mein Kopftuch hätte abnehmen müssen, weil das bei denen ein Zeichen der Ehrfurcht ist. Ok, dann bin ich eben nicht reingegangen, hätte ich da Riesentheater machen sollen?”

    sie hätte es einfach abnehmen können, aus respekt vor dem glauben der anderen kultur. so wie die weiblichen menschen der anderen kultur ein kopftuch aufsetzen sollten, wenn sie eine moschee besuchen würden. denn beides ist religiöser boden.

    _________________________________________

    ihre anschuldigung stimmt also nicht. ich habe nicht von ihnen verlangt ihr kopftuch abzusetzen und es ist mir auch egal ob sie eines tragen oder nicht. wenn es ihnen hilft sich gott näher zu fühlen, gut.

    wo habe ich verlangt, das sie es absetzen? ich schrieb, sie hätten es absetzen können…aus respekt vor dem gottesbild und dem glauben einer anderen religion. vor der art ud weise, wie diese kultur gott huldigt. sie taten es nicht, ihre sache. aber wundern sie sich nicht darüber das es immer religionskriege geben wird.

    es bleibt aber letztlich ist dogmatisch und spaltend. gott ist es der in dem tempel verehrt wird, gott ist es, der in der moschee verehrt wird, gott ist es der in der kriche verehrt wird und gott ist es der in einer erdhöhle von einem entsagendem sanyassin verehrt wird. eine muslima die ihr kopftuch absetzt in einem tempel und eine bakthivedantin, die ein kopftuch aufsetzt beim besuch einer moschee, das würde mehr frieden bringen für die welt, mehr verständnis für einander, mehr respekt untereinander und mehr liebe für alle menschen, als jedes noch wichtige äußerliche symbol.

    kein volk ist im besitz der alleingültigen wahrheit und niemand hat das monopol für die wahrheit. viele wege führen zu gott, es ist eine frage des herzens, des guten willens, der liebe und nicht eine frage des ausgrenzens.

  66. sorry, aber das kam eben für m ich wie ein Vorwurf und gleichzeitige Aufforderung rüber. , es abzunehmen.
    Sie wettern immer gegen die Kleiderordnung im Iran. Positionieren Sie sich denn auch mit der gleichen Vehemenz gegen die Forderungen für ein Kopftuchverbot für Schülerinnen in DETUSCHLAND? So etwas äußerte nämlich Sarrazin mal in einer Talkshow.
    Religionskrieg wegen Kopftüchern? Also bitte…

  67. Vom Antideutschen zum praktischen Rassisten. Herr Elsässer, ihre Reise ist am Ziel.

  68. „Vom Antideutschen zum praktischen Rassisten. Herr Elsässer, ihre Reise ist am Ziel.“

    Erstens schwafeln Sie Unfug, Anonymer, und zweitens ist vom Antideutschtum zum Rassismus keine Reise nötig. Das Antideutschtum ist in nuce rassistisch. Wer sich ihm zugehörig fühlt, sollte gerade, wenn es um Araber geht, keine Krokodilstränen weinen.

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