COMPACT-Magazin: Broders vergiftete Argumente

Auszug aus der Startausgabe/Nullnummer des neuen Magazins


In der Startausgabe von COMPACT-Magazin findet sich eine Auseinandersetzung mit der Position des bekannten Islamkritikers Henryk M. Broder. Geschrieben hat sie André F. Lichtschlag. Einzelhefte bestellen kann man hier, zum COMPACT-Abo geht’s hier.

(Beginn Auszug aus Andre F. Lichtschlg, Tit for Tat, COMPACT-Magazin Dezember 2010):

Doch schauen wir uns die Vorwürfe ((BRoders und anderer))  noch einmal genauer an: Im ehemals christlichen Westen folgten nach der Aufklärung Kommunismus, Nationalsozialismus und Sozialdemokratismus – und in der Folge dieser Ideologien das inflationäre Papiergeldsystem sowie Abermillionen Ermordete und Beraubte. Wo finden wir mit dem Gulag, dem „großen Sprung nach vorn“ und dem Holocaust auch nur entfernt Vergleichbares im „unaufgeklärten moslemischen Kulturraum“? Die schlimmsten Verbrechen, die gegen die Armenier, wurden auch dort ausgerechnet von den „aufgeklärten“ Jungtürken begangen, die sich an westlichen Modernisierern orientierten.

Und was den aggressiven, kriegerischen und terroristischen Islam betrifft: Wessen Armeen stehen seit mehr als 100 Jahren in wessen Kulturraum? Wer finanzierte jahrzehntelang die fundamentalistischen Strömungen in Saudi-Arabien und in Afghanistan? Waren es Muslime oder Amerikaner? Die Machtergreifung der ebenso fundamentalistischen wie US-ergebenen Saudis kostete etwa 400000 Muslime das Leben. Die wenigen Terroristen unter mehr als einer Milliarde Muslimen haben finanziell, bildungsspezifisch und kulturell weit überdurchschnittlich häufigen Kontakt zu westlichen Gesellschaften im allgemeinen, zu deren Ideologien im besonderen und zu ihren Geheimdiensten im speziellen. Die gesamte Geschichte der RAF stellt sich 30 Jahre später von Kurras über Baader und Mahler bis Viett als in jedem Schritt beobachtet, wenn nicht gar inszeniert von diversen Geheimdiensten heraus. Was werden wir in 30 Jahren über den „islamistischen Terrorismus“ erfahren, von dem bereits heute auffällig viele entsprechende Querverbindungen bekannt sind?

Und die Intoleranz? Die Sultane ließen im 15. und 16. Jahrhundert mehr als 100000 aus Spanien vertriebene Juden in der heutigen Türkei siedeln. Das Osmanische Reich war wie jetzt noch das Russische ein Vielvölkerreich und im Vergleich zum „aufgeklärten 20. Jahrhundert“ ausgesprochen tolerant gegenüber Minderheiten. Noch heute leben im Iran Juden und Christen weitgehend unbehelligt, sie praktizieren ihre Religion in ihren Kirchen und Synagogen. Der Unterschied nur zu den Muslimen im Westen und die bessere Erklärung für das wachsende Unbehagen an den „neuen Mitbürgern“ hier: Die traditionellen Minderheiten leben und arbeiten auf eigene Kosten.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Christenverfolgung in manchen islamischen Ländern bleibt ein Skandal, das Schweigen der westlichen Presse dazu nur ein weiterer Beleg für eine untergehende Ordnung. Die verbreitete Geringschätzung und  Unterdrückung von Frauen im Islam ist eher noch verwerflicher als die moderne Männerverachtung im feministischen Westen. Und ja, Mohammed war im Gegensatz zum friedliebenden Jesus ein Krieger. Da darf man werten. Und richtig, es gibt auch deshalb religiöse Unterschiede. Nur würden „die Muslime“ dennoch nicht so furchteinflößend vor der vermeintlichen Machtübernahme stehen, wenn nicht der Westen selbst in jeder Beziehung vor dem Ende stünde.

(Auszug aus Lichtschlags Buch „Feindbild Muslim“ im manuscriptum-Verlag)

40 Kommentare zu „COMPACT-Magazin: Broders vergiftete Argumente

  1. Selam

    Dem ist nichts hinzuzufügen Herr Elsässer,es sind nicht die Relgionen,die Kriege führen,es sind machthungrige Menschen,und dieses Islambashing,dient doch der Kriegsindustrie,niemand anderes profitiert von dem.Der Kommunisus eignet sich ja nicht mehr,so hat man sich den Islam ausergoren und veranlasst diesen Anschläge zu machen,wenn man wieder eins braucht.Und der breiten Masse fällt dies ,leider,nicht auf,oder sie wollen es nicht zugeben.
    Drum,ich lese gern ihren Blog und andere ähnliche,die sich nicht dem Mainstream geben,weiter so,denn hier erfahre ich auch vieles…schönen Tag und weiter ein friedvolles uns.

  2. Insgesamt guter Artikel, aber die Schlussfolgerung stimmt so nicht. Der „Westen“ malt nicht das Schreckgespenst einer muslimischen Machtergreifung an die Wand, weil er am Ende ist, sondern weil er ihn im Sinne seines Wesens als Feindbild benötigt. Diese Feindbild, wie frühere Feindbilder auch, ist ein Wesenszug des „Westens“, quasi das Lebenselixier seiner Existenz. Am Ende ist der „Westen“ dadurch mitnichten, sondern er agiert, wie er immer agiert hat. Der Begriff „Westen“ ist auch zu weit und pauschal gefasst, man muss ihn auf das Wesentliche reduzieren, dann begreift man auch die Zusammenhänge. Es handelt sich nämlich um den finanzoligarchischen Kapitalismus und den raumübergreifenden Imperialismus. Dieser bedient sich reaktionärer Ansichten genauso, wie muslimischer Marionetten (Staaten und Gruppen). Im Kleinen fungieren Gestalten wie Broder, Giordano und Friedmann analog. Erst zeigten sie sich in typisch antideutscher Manier, zelebrierten einen Antifaschismus „bester“ neulinker Couleur, um dann im eigenen und globalen Interesse das „Feindbild Muslim“ zu kreieren. Hintertrieben werden soll letztlich die Synthese aus gesundem deutschen Patriotismus und werteorientiertem Islam. Und wer fällt darauf rein: rechtspopulistische Israel-Fetischisten und neu-linke Antideutsche! (Jürgen: habe das Compact-Magazin endlich auch in meinem hannoverschen Postfach vorgefunden. Gute Lektüre! Habe es gestern per Zufall hier sogar in den Zeitungsauslagen eines Edeka.Marktes erblickt…und habe gestaunt!!!)

  3. was soll uns das ganze geleiere jetzt sagen? na? ja, der westen ist schuld (speziell die usa). die aufklärung und die …hust, demokratien.
    „Noch heute leben im Iran Juden und Christen weitgehend unbehelligt“. man lasse sich weitgehend nochmal auf der zunge zergehen. wenn schnautze halten und nicht aufmucken ein zeichen von gelebter tolleranz ist, ja freilich, dann ist ja auch alles schön. auch bei väterchen stalin kamen nicht ALLE automatisch ins lager. wer sich zurückgehalten hat mit identität und anderem firlefanz hatte schon eine gewisse chance „weitgehend (!) unbehelligt“ durchzukommen.
    selbstmordattentate und drohszenarien, alles letztlich vom westen gemacht. na denn, lasst uns alle muslime werden und wir können bestimmt bald weitgehend unbehelligt weiter vor uns hin existieren.

    und broder, was treibt er in diesem finsten ränkespiel? wird hier garnicht erwähnt, ist aber für eine überschrift immer gut.

  4. prince: wenn Sie mehr über Broder lesen wollen, müssen Sie den ganzen Aufsatz lesen – und den gibt es nur im COMPACT-Magazin. – vom iran scheinen sie nur zu wissen, was sie halt so in den medien aufschnappen.

  5. Eine Frage, die man eigentlich Herrn Lichtschlag stellen müßte:

    Was ist damit gemeint, die RAF sei von Kurras bis … Mahler … von den Geheimdiensten kontrolliert gewesen?
    Es ist klar, daß mehrere der RAF-Attentate technisch so kompliziert und aufwendig waren, daß eine Amateurgruppe sie gar nicht durchführen konnte. Also mußte ein Staat, ein geheimdienst, die schmutzigen Finger im Spiel haben. Und namentlich bei den letzten Attentaten erscheint zweifelhaft, ob sie nicht eher im Interesse des Staates gelegen haben, als daß die links-anarchistische Handschrift der RAF zu erkennen wäre.

    Aber was hat der gescheite HORST MAHLER damit zu tun?!
    Er wurde wegen gewaltfreier Publikation einer dissidenten historischen These zu einer Serie von Freiheitsstrafen, zusammen volle 13 Jahre, verurteilt. Bekanntlich hat die BRD nur eine Höchststrafe von 5 Jahren dafür ausgelobt, wenn jemand abseits von der offiziellen Doktrin von der angeblichen „Freiheit der Meinung“, „Freiheit der Forschung“, Gebrauch machen will und sich auf die „Freiheit von Zensur“ beruft. Damit ist ja wohl klar erwiesen, daß dieser Mann keineswegs das Spiel der Geheimdienste spielt!

  6. @juergenelsaesser: dem ist nicht so, ein freund von mir ist iranischer christ und sein lob für weitgehend unbehelligtes leben dort hällt sich arg in grenzen. mal nett formuliert.
    über die situation der jüdischen gemeinde weiß ich nix aus erster hand, aber aus zweiter (eben jener freund) und es klingt mir nicht nach freiem, selbstbestimmten leben.

  7. Jürgen, wann wird endlich eine Wesensprüfung bei Menschen für Religionen eingeführt?

    Ich stelle mir da so eine Art von einem Religions-TÜV vor, wo gläubiger/nichtgläubiger Mensch alle 2 Jahre zu einer Hauptuntersuchung vorgeladen werden wird, damit festgestellt werden kann, ob er eine potentielle Gefährdung für andere Menschen darstellt oder nicht. Zum guten Schluss bei bestandener Untersuchung gibt es die TÜV-Plakette, seine Religion weiter auszuüben.

    Goil, nicht wahr ?!

    😉

  8. herr Linkspatriot (was für ein nick!),
    „Der „Westen“ malt nicht das Schreckgespenst einer muslimischen Machtergreifung an die Wand, weil er am Ende ist, sondern weil er ihn im Sinne seines Wesens als Feindbild benötigt. Diese Feindbild, wie frühere Feindbilder auch, ist ein Wesenszug des „Westens“, quasi das Lebenselixier…“. na dass nenn ich doch mal gut argumentiert. da hallt ich gegen: die neuköllner eckneipe „bei heinz und irmi“ schließt nicht weil sich die ganzen harzler nicht mal mehr das billige schulli vom faß leisten können, sondern weil es zum selbstverständnis von heinz und irmi gehört, quasi als ihrlebenselixier. logisch, oder? 😉

  9. Kümel: Zu Mahlers Haft fällt mir ein „Die Borgeoisie liebt den Verrat, nicht den Verräter“. Mahler dürfte eine „loose canon“ sein, wie man sie im Geheimdienst-Milieu öfter findet. Aber bitte jetzt keine Mahler-Diskussion. Wir waren grad bei Broder …

  10. Linkspatriot:
    „Der „Westen“ malt nicht das Schreckgespenst einer muslimischen Machtergreifung an die Wand, weil er am Ende ist, sondern weil er ihn im Sinne seines Wesens als Feindbild benötigt. “

    Das widerspricht sich nicht unbedingt. WEIL der Westen am Ende ist, braucht er das Feindbild.

    Der Artikel ist gut (kommt mir sehr bekannt vor, jedenfalls auszugsweise), aber am Ende vergaloppiert sich der gute Herr Lichtschlag doch ein wenig.

    „Hintertrieben werden soll letztlich die Synthese aus gesundem deutschen Patriotismus und werteorientiertem Islam. Und wer fällt darauf rein: rechtspopulistische Israel-Fetischisten und neu-linke Antideutsche! “

    Ja, nach dem Motto „nicht sein kann, was nicht sein darf“. Dazu passen auch deren Versuche, Muslime gern mal in die Nähe zu Nazis zu rücken.

    „Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Christenverfolgung in manchen islamischen Ländern bleibt ein Skandal, das Schweigen der westlichen Presse dazu nur ein weiterer Beleg für eine untergehende Ordnung. “

    Dabei sollte aber unbedingt hervorgehobenwerden, in welchen Ländern christliche und andere Minderheiten verfolgt werden, sonst zieht der Leser daraus die falschen Schlüsse. Nämlich nicht in (relativ) freien wie Syrien, Libanon oder Iran, sondern in denen, die unter amerikanischem Einfluss stehen (Pakistan, Irak, wahabitisch geprägte Golfländer) . Dort werden übrigens auch Schiiten verfolgt, wie ich andernorts schon erwähnte.

    „Die verbreitete Geringschätzung und Unterdrückung von Frauen im Islam ist eher noch verwerflicher als die moderne Männerverachtung im feministischen Westen.“

    Hätte er statt „im Islam“ „bei vielen Muslimen“ geschrieben, niemand würde ihm widersprechen, es ist leider so. So aber zeigt sich dem Leser ein falsches Bild, da das nichts mit islam an sich zu tun hat. Yvonne Ridley bezeichnet den Q uran als „magna charta“ der Frauen.

    http://www.eslam.de/begriffe/r/ridley_yvonne.htm

    Und sie hat Recht damit. Kein System stellt die Frauen besser als das islamische. Dass vielerorts leider nicht danach gehandelt wird, ist ein anderes Problem!

    ‚“Und ja, Mohammed war im Gegensatz zum friedliebenden Jesus ein Krieger.“

    auch das ist arg verkürzt und legt den Schluss nahe, unser Propheten sei nicht friedliebend gewesen. Tatsächlich führte er aber nur Verteidigungskriege, wenn es gar nicht mehr zu vermeiden war, wie auch sein Schwiegersohn Ali.

  11. der „loose cannon“ mahler ist ein gescheiter, weil offener holocaust leugner und broder ein brunnenvergifter. schon haben wir den kreis geschlossen und sind wieder beim thema.

  12. @Elsässer

    Sie wünschen keine Mahler-Diskussion, verdächtigen diesen aber als Agenten, was Kritik der Mahler-Freunde provoziert.
    (…) Mahler hat sich da in was verrannt. Zwischen Verrücktheit und intellektueller Hochbegabung ist oftmals ein schmaler Grat. Siehe Nietzsche.

  13. @fatimaoezoguz

    Da ist sie wieder, diese Argumentationskette, das für alles Gute der Islam da ist und für alles Schlechte ganz besondere Umstände, die mit dem Islam nichts zu gemeinsam haben.
    Das Frauen im Islam besser gestellt sind als hier im „Westen“oder auch z.Bsp. in China ist nun aber wirklich entweder Propaganda, nach dem Motto, das man eine Lüge nur oft genug wiederholen muss, bis sie geglaubt wird oder halt einfach Glauben, was ja bekanntlich mit Realitätsverweigerung oft einhergeht.

    Eine schlichte Lüge ist aber nun wirklich die Behauptung, Mohammed, als Religionsstifter, habe nur Verteidigungskriege geführt. Erinnert seit, als ein Ereigniss von vielen, nur an die Schlacht von Badr am Anfang seiner „Karriere“.
    Der Dschihad ist ebenfalls keine rein westliche Propaganderfindung. bei aller entsprechenden Instrumentalisierung, die es natürlich auch gibt.
    Zur Christenverfolgung wäre noch anzumerken das diese auch ohne amerikanischer Vassall zu sein gut funktioniert. Siehe Länder wie Somalia und Sudan.
    Und erinnert sei auch an die Bahai im Iran, d.h. heute gibt es ja praktisch keine mehr.
    Bei aller sonstigen Sympathie für die Volksinitiative, der Islam ist mit den Werten der Aufklärung nur schlecht, bis gar nicht, kompatibel.
    Genauso wie die Katholische Kirche.
    Wenn Sie regieren ist beiden das „Projekt Mittelalter“ hundertmal genehmer als eine aufgeklärte und freie Gesellschaft.
    Da hilft alles schön reden nichts.

  14. @Prince Charming:
    Was soll es denn mit meinem „Nick“ auf sich haben?!?! Da kann man sich doch etwas drunter vorstellen, oder etwa nicht?! Ist eben quasi Programm! Oder gehört der „Prince“ wieder mal zu einer gewissen Fraktion, welche es nicht kapieren kann oder will, dass sich Links und Patriotismus unter einem Hut vereinigen lassen?! Was Sie übrigens mit der Neuköllner Eckkneipe als Entgegenhaltung zu meinem Statement ausdrücken wollen, erschließt sich mir nicht, noch klingt es logisch! Kapiere ich wohl erst nach dem Genuss eines „Schulli“, doch dafür ist es jetzt noch zu früh. Und warum ein Mensch (= hier Mahler) gescheit sein soll, weil er den Holocaust offen leugnet, bleibt wohl auch Ihr Geheimnis. Genau wie die Bedeutung Ihres Nick-Namens…

  15. Off Topic:

    „In der Schweiz, dem Heimatland Martys, überlegt man nach der Veröffentlichung des Berichtsentwurfs, die diplomatische Anerkennung des Kosovo rückgängig zu machen. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sieht dagegen keinen Anlass zum Handeln. Auch strafrechtliche Ermittlungen, wie sie der Europarat fordert, plant man weder in Brüssel noch im Kosovo, dessen Justizsystem Norbert Mappes-Niediek 2002 wie folgt beschrieb: „Wenn Kriminalität überhaupt bekämpft wird, dann von der jeweils gegnerischen Bande, die sich gerade die Kontrolle über die Staatsorgane gesichert hat“.“

    aus:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33867/1.html

    siehe auch:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Sie-haben-zweifelsohne-die-schrecklichste-Tortur-erlebt/story/14834378
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Als-wir-das-Massengrab-suchen-wollten-sagte-Tirana-Nein–/story/16136112

  16. „Yvonne Ridley bezeichnet den Q uran als „magna charta“ der Frauen.“

    Wäre ein positiv gemeinter Satz möglich wie „Horst Mahler bezeichnete „Mein Kampf“ als „Magna Charta“ der Menschheit“?

  17. Roland Basel, um mal einige Ihrer Wissenslücken zu füllen:

    „Badr ist eine Ortschaft in der Provinz Medina. Der vollständige Name ist Badr Hunayn (بدر حنین). In der islamischen Geschichte ist der Name der Ortschaft immer gekoppelt an die Schlacht von Badr, der ersten großen Verteidigungsschlacht der Muslime gegen die angreifenden Polytheisten [muschrikiyn] aus Mekka. Die Schlacht von Badr fand am 17. Ramadan 2 n.d.H. (17. März 624 n.Chr.) statt.“

    http://www.eslam.de/begriffe/b/badr.htm

    Und in Somalia und Sudan herrschen Bürgerkrieg und Chaos, bzw. Somalia gibt es praktisch nicht mehr. US-Einfluss ist oder war in beiden Ländern zweifellos vorhanden .
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2188285,00.html

    allerdings sind diese „islamischen Milizen“ so islamisch wie die Bomber im Irak .

    Zu Sudan:

    http://www.wsws.org/de/2004/aug2004/suda-a05.shtml
    Zu den Bahai: Es wurden nicht pauschal alle Bahai verfolgt, wobei ich nicht ausschließen will, dass es im Einzelfall auch ungerecht zugegangen sein mag, sondern nur die von ihnen in hoher Stellung, die mit dem Schah eng zusammengearbeitet hatten.

    „Während der Zeit der Islamischen Revolution und Gründung der Islamischen Republik Iran haben sich die Bahai am Hof des Schah mit allen Mitteln gegen die Revolutionäre gewandt, weshalb viele von ihnen verfolgt wurden. Imam Chomeini hat die Bahai stets als Kooperationspartner des Schah betrachtet und die Lehre als Irrlehre abgelehnt. Die Bahai haben dementsprechend im Iran nicht den Status der Leute des Buches [ahl-ul-kitab]. “

    http://www.eslam.de/begriffe/b/bahaullah.htm

    „Das Frauen im Islam besser gestellt sind als hier im „Westen“oder auch z.Bsp. in China ist nun aber wirklich entweder Propaganda, nach dem Motto, das man eine Lüge nur oft genug wiederholen muss, bis sie geglaubt wird oder halt einfach Glauben, was ja bekanntlich mit Realitätsverweigerung oft einhergeht.“

    Ich sprach vom Soll-, nicht vom Ist-Zustand.

  18. @Linkspatriot:
    „Und warum ein Mensch (= hier Mahler) gescheit sein soll, weil er den Holocaust offen leugnet, bleibt wohl auch Ihr Geheimnis“. ok, ich gebs zu meine ironie war wohl zu gut versteckt 😉

  19. @Roland Basel

    „Die verbreitete Geringschätzung und Unterdrückung von Frauen im Islam ist eher noch verwerflicher als die moderne Männerverachtung im feministischen Westen.“

    Hätte er statt „im Islam“ *„bei vielen Muslimen“* geschrieben, niemand würde ihm widersprechen, *es ist leider so.* ..mit fetten Sternchen

    Was ist daran nicht zu verstehen? Wie viele Brücken zum besseren Verständnis sollen denn noch gebaut werden?

  20. „Die sclimmsten Verbrechen an den Armeniern, ausgerechnet von den Jungtürken“, und so weiter…

    Ja, Herr Lichtschlag und seine Apodiktischen Ergüsse..
    Schein – und Warheit raffiniert zusammengefügt, damit die un-wahren mit den wahrheiten geschluckt werden.

    Die gleichen Stereotypen, setzen die hängende Schallplatte im-mer wieder auf, obwohl der Opferteil der Täter es längst erkannten, dass Lüge, auch dann Lüge ist, wenn sie sich wiederholt.

    Ein gewisser, „freigeister“, hatte zu diesem Thema etwas verlinkt, was sehr aufschlussreich war, und zwar deshalb weil das Skript, >mit< Qellenangaben operierte.
    Das setzt aber voraus, dass das Thema ergebnisoffen angegangen werden sollte.

    Wer möchte bekommt den Link selbstverstädlich..
    Die Erfahrung sagt jedoch, daß die Interesse bei den Dingen die den Vorurteil belästigen!, überschaubar bleiben dürfte.

  21. linkspatriot: grüße dich! denke nicht, dass man boder mit goiordano und friedmann vergleichen kann- zu zynich, zu aggressiv! giordano wirkt auf mich, habe schon mal mit ihm gesprochen- sehr menschlich! außerdem ist er sohn eines ital. christlichen vaters und einer dt. jüdin aus der arbeiterklasse, nicht vergleichbar mit den polnischen juden, welche nach der shoa hier landeten!

    jürgen: ichmag euer magazin bereits. wäre es möglich. mal eine debatte über die demograpghie und den angeblichen oder wirklichen fachkräftemangel einzubauen, denke an ein gespräch mit prof. kistler oder so- z.b. im streitgespräch mit einem anderen wissenschaftler! warum macht ihr kein zwei-monatsmagazin??

  22. ribi: danke für die vorschläge! wieso 2-monats-magazin? Wir machen jetzt im März die nächste Ausgabe, und ab Juni geht’s JEDEN Monat. (Die Zeit bis dahin brauchen wir, um alle Abläufe zu optimieren). Aber eins war lustig: Meine Kiosk-Frau an der Ecke sagte, einer war schon da, der hat die erste Ausgabe gekauft und wollte eine WOCHE später schon die nächste haben … Das wäre natürlich das Ziel: ein Wochenmagazin. Dann kann der SPIEGEL einpacken, gell?

  23. juergen: machen sie in zukunft noch etwas zum thema geheimdienste, ihre beiträge zur islamischen söldnermafia in bosnien sind klasse, habe auch ihr terrorziel europa gelesen- super! kennen sie jürgen roth: die mitternachtsregierung? alt, aber klasse! in ihrem terror-buch schreiben sie ja auch über die praktische befehlsverweigerung von bnd-beamten gegenüber rot-grün. dazu ist zu sagen, jede kecke lehrerin, welche eigene unterrichtsiedeen hat, muss mit versetzung rechnen- da fällt einem nichts mehr ein! bis märz ist wirklich lang, im februar wäre besser. ich schlug das zwei-monatsmagazin vor, weil es so nicht ganz alltätglichj ist

  24. Ich finde man sollte das nicht so dogmatisch sehen.

    Ich gibt religiös motivierten islamistischen Terror. Wer das bestreitet, sollte die Nachrichten weltweit beobachten. Das ist eine Tatsache.

    Eine andere Frage ist, ob der Islam selbst als terroristisch angesehen werden kann oder ob man ihm die Relegionseigenschaft als solcher absprechen kann.

    Die Schwierigkeiten, die das christliche Deutschland mit dem Islam hat und die es insbesondere mit gewalttätigen oder terroristischen Moslems hat sollten jedoch auf keinen Fall internationalisiert werden.

    Was geht uns die Landnahme Israels im Nahen Osten an?

    Andererseits sollte klar sein, daß derjenige, welcher der Errichtung eines islamischen Gottesstaat in DEutschland zuarbeitet sofort „ausgeschafft“ werden muß.

    Aufgeklärte Moslems, die insbesondere die weltliche Ordnung Deutschland nicht in Frage stellen können – wenn sie nicht mit den Gesetzen in Konflik kommen und Deutschland als ihr Vaterland bejahen gern hier bkleiben.

    Das sollten die Regeln sein

  25. „dann kann der spiegel einpacken, gell?“

    JAAAAAAAAAA !!! AM BESTEN SOFOOORT !!!!!! ICH KANN DEN SPIEGEL SOWIESO NICHT MEHR SEHEN, HÖREN ODER ERTRAGEN. er ist einfach nur noch eine ausrede für „linke“ warmduscher…

    spieglein, spieglein an der wand,
    was ist neu im presseland?
    was ist kritisch, liest sich besser ?
    das blatt compact von elsässer !

  26. @ miggirl

    Prägnant, Emotional, Philosophisch angehaucht und nachvollziehbar richtig was Sie Schreiben. Ihre Texte gefallen mir, haben Gewicht. Den Link kenne ich übrigens, ist aber wahrscheinlich von Häckern Angegriffen worden. Auf Deutsch geht nichts und auf Englisch nur ganz wenige Seiten. Wer sich ernsthaft informieren möchte sollte etwas türkisch können. Die Doku-Bilder aber funktionieren einwandfrei.
    MfG

    Ps: Mit Ihre Prognose im letzten Abschnitt scheinen Sie Recht zu behalten. In der Tat kräht kein Hahn danach. Alle Achtung.

  27. @ Fatimaoezoguz

    Hier der Link, viel Spaß beim lesen.
    Im Übrigen, ist Ihr Schreibschrift exakter als von manch einem landsfreund/in wie zb. auf Youtube in den K.spalten zu beobachten, etwas was mir schon etwas schmerzt. Umso erfreulicher jenes bei Ihnen, eine Deutsche zu sehen. Dabei ist bekannt, daß man die Fremdsprache schneller und besser lernt, wenn man die Muttersprache schon kann.
    Jetzt sollen wir Deutsch lernen, dabei können viele nicht mal türkisch. Eigentlich ist dieses der beste Beweis, daß die Türken weder,(von wem auch immer), fremdgesteuert noch irgend etwas im Schilde führen oder nicht? Wenn sie doch so nationalistisch eingestellt wären, und sich nicht integrieren(Integrationverweigerer ein prachtwort, nicht!?) wollten, müssten sie doch wenigstens die Muttersprache beherschen. Wie sollen sie sonst die Instruktionen verstehen, die sie aus der Türkei und von Erdogan erhalten nicht wahr. 🙂
    Selamlar..
    http://www.ermenisorunu.gen.tr/türkce/yanitlar/yanit9.html

  28. Suat : Danke für den Link. Das ist ja das Problem, dass viele Türkischstämmige weder Deutsch noch Türkisch richtig können. Das habe ich aber auch bei anderen gesehen. Je schlechter sie die Sprache ihrer Eltern sprechen, desto nationalistischer die Grundhaltung, schon komisch. Allerdings denke ich schon, dass man die Sprache des Landes lernen sollte, in dem man sich dauerhaft aufhalten will. Das schließt aber nicht aus, die Muttersprache auch gut zu können.

  29. jürgen: noch eine empfehlung. wie wäre es, wenn bücher oder zeitschriften vorgestellt würden, würde euer magazin von der konkujrrenz, die nur das eigene sieht, abheben?!

  30. Hallo Suat,
    Sorry, daß ich Sie so lange habe warten lassen. Danke, Sehr nett von Ihnen, daß Sie’s so sehen spricht für Sie, und ist ihre Schönsicht!
    MfG

    Hallo fatima,
    Ich denke, Suat wollte auf etwas anderes hinaus. Das die Defizitte nicht kulturell oder im Glauben behaftet sind, sondern im sozialen Umfeld und im Schulsystem zu suchen sein dürften.
    Aber korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

    Ansonsten, Stimme ich Ihnen sebstverständlich zu, daß man nicht nur bilingual, sondern noch besser!, trilingual aufwachsen sollte. Man ist einfach nicht aufrichtig, wenn es heisst sie sollen,(nur) Deutsch lernen.

    Die Degradation, der deutschen Sprache und der Schrift ist laengst fortgestritten.
    In absehbarer Zeit, werden nur noch der Niedrigstlohnsector, Tageloehner, Schwarzarbeiter usw., Deutsch sprechen und verstehen koennen.

    Wir müssen diesen Menschen endlich die Wahrheit sagen…und die Wahrheit lautet;

    Lernt vor allem Englisch! Wenn ihr dann noch Deutsch, und dann noch türkisch könnt – alle in Sprache und Schrift – ist es fast Perfekt.
    Sonst werdet ihr in der EU die Sklaven, von den Sklaven sein und bleiben!
    Wenn sie, NUR, Deutsch können werden sie dazu verdammt sein, desinformiert und manipuliert zu werden. Ein Beispiel ist auch der folgende Link.
    MfG

    http://www.ermenisorunu.gen.tr/turkce/ozet/index.html

  31. miggigirl: Fuck english! Deutsch zu lernen ist die erste Pflicht, um den Nationalstaat zusammenzuhalten. Englisch ist gut für den, der Karriere machen will. Aber merke: Ein Handwerker, der kein Wort Englisch spricht, ist mir zehn Mal lieber als die (D)English-Quatscher, die nur auf ihrem iPod herumtippen. Ich bevorzuge das ganz normale, schwitzende Proletariat vor den digitalen Bohemiens.

  32. Jürgen Elsässer,
    Unsere Sichtweisen widersprechen sich doch kaum. Solange Deutschland besetzt ist, kommen wir mit „fu.k english“ nicht weit. Und im übrigen; Was ist schlimm daran, wenn die Türken oder Migranten auch Karriere machen.

  33. „Fuck english!“

    Gilt das auch für diesen blog? 😉

    Miggirl: Die ERSTE Fremdsprache sollte immer die des Landes sein, in das man einwandert. Sollte ich mich eines Tages entschließen, nach China auszuwandern, lerne ich erst mal Chinesisch, bzw. das Chinesisch, das vor Ort gesprochen wird, das ist ja auch wieder je nach Landestaeil sehr verschieden. Wenn ich nach Indien einwandere, lerne ich die Sprache, die im jeweiligen Bundesstaat gesprochen wird, in Pakistan Urdu usw.
    Und wer hier dauerhaft leben möchte, und da stimme ich Herrn Elsässer durchaus zu, MUSS Deutsch lernen. Bzw. ich gehe sogar noch weiter und meine , dass jeder, der hier dauerhaft leben will und sich weigert, Deutsch zu lernen, eine Sünde begeht. Mit Ausnahme vielleicht der 65-jährigen Omi, da macht es wirklich wenig Sinn, die noch in Integrationskurse zu stecken. Aber wer im erwerbsfähigen Alter ist, kommt nicht darum herum.
    Und was nützt mir hier bitte Englisch im Alltagsleben? Soll ich dem Handwerker auf Englisch erklären, was an der Waschmaschine kaputt ist, oder wenn ich was im Supermarkt suche?
    Englisch ist wichtig für Studenten, die nur vorübergehend hier bleiben wollen und ihre Diplomarbeit auch auf Englisch schreiben können, oder für die arabischen Touristen in München oder in deutschen Nobelkliniken. Selbst wenn es Gegenden geben mag, in denen man kein Deutsch können muss, steht es nun mal der Verständigung arg im Wege, wenn man die Landessprache nicht kann.

  34. Ach ja, und zur „Karriere:
    „Englisch ist gut für den, der Karriere machen will.“

    Bisher dachte ich das auch, aber die Englischkenntnisse von Westerwelle zeigen ja anschaulich, dass es wohl auch ohne geht…

  35. „In absehbarer Zeit, werden nur noch der Niedrigstlohnsector, Tageloehner, Schwarzarbeiter usw., Deutsch sprechen und verstehen koennen.“

    Ich traue meinen Augen nicht: Sie hat man ja mit Bananen aus den 90er Jahren geködert. Die Zeiten, in denen man sowas glauben konnte, liegen auch schon wieder eine halbe Ewigkeit zurück, und auch damals war es eine der typischen Übertreibungen, mit denen futurologische attention whores (!) die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen versuchten. Die Globalisierung ist zu Ende, und der Triumphalismus der Anglosphere ist einem allgemeinen Katzenjammer gewichen.

    „Fuck English !“ ist die Devise. Günter Maschke hat schon vor 20 Jahren Englisch als die „Sprache des Feindes“ bezeichnet. Maschke war der erste der marxistisch geschulten Köpfen, die unter dem Eindruck der „Globalisierung“ (= des Diebstahls nationaler Ressourven durch das kosmopolitische Finanzkapital) beim nationalen Befreiungskampf landeten.

  36. @ niggirl

    „Lernt vor allem Englisch“

    Englisch deine Mudda !

    Auf Berliner Hauptschulen lernt man kein Englisch, zbd Deutsch VERlernt man.

    Deshalb: Lernst du Kanak Sprak, sonst Messa, Alda !

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