Der Rechtsextremismus wird zionistisch

FPÖ, Freiheitspartei, Vlaams Belang und andere Rechtsparteien auf Israel-Besuch. // 2. Teil von Elsässers Rede bei der COMPACT-Premiere in Berlin


Wen haben wir denn da auf dem Video von pi-news? FPÖ-Chef Strache und sein Chefideologe Mölzer auf Israel-Besuch vor einigen Tagen in Jerusalem, brav mit Kippa an der Klagemauer. Dass man der jüdischen Opfer (nicht nur) des Holocaust an der Klagemauer gedenkt und sich dafür der obliatorischen Kopfbedeckung bedient, ist natürlich nicht das Problem, das habe ich auch schon gemacht. Problem ist der politische Kontext, in dem das stattfindet: Die Führer der wichtigsten Rechtsaußenparteien Europas haben auf  einer gemeinsamen Delegationsreise der israelischen Staatsräson, dem Zionismusmus, gehuldigt, und dessen Feinderklärung an den Islam unterschrieben.

In einer gemeinsamen Erklärung der Rechtsparteien heißt es:

(Zitat Anfang) Israel als einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten ist uns wichtiger Ansprechpartner in dieser bewegten Weltregion. Eine Region, die sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit Extremismus und Terror auseinander setzen musste. Ohne jede Einschränkung bekennen wir uns zum Existenzrecht des Staates Israel innerhalb sicherer und völkerrechtlich anerkannter Grenzen. Ebenso ist das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegenüber allen Aggressionen, insbesondere gegenüber islamischem Terror, zu akzeptieren. Wir glauben, dass dies bei gleichzeitigem Respekt gegenüber den Menschenrechten und auch den politischen Rechten der arabischen Bevölkerung möglich sein muss. (Zitat Ende) Die Freiheitspartei des Berliner CDU-Dissidenten Rene Stadtkewitz unterschrieb die Erklärung auch, wollte aber den letzten Satz folgendermaßen umformuliert haben (kein Mensch weiß, wo der Unterschied sein soll):  Die Anerkennung der Menschenrechte – auch die der arabischen Bevölkerung – muss selbstverständlich sein. (Zitat Ende)

Die FPÖ betont auf ihrer Website: (Zitat Anfang) Entgegen falscher Behauptungen diverser Medien und Personen folgte die FPÖ einer offiziellen Einladung nach Israel, stellte Strache klar. „Unsere Delegation hat die Bürgermeister und die Stadtverwaltung zweier großer Städte, nämlich Ashkelon und Sderot, getroffen, wo uns die Siedlerproblematik dargelegt wurde. Ebenso trafen wir etliche Universitätsprofessoren, waren an der Universität in Ariel, wurden in Ariel von Bürgermeister Ron Nachman, einem ehemaligen Likud-Abgeordneten der Knesset, empfangen, führten zahlreiche Gespräche mit diversen Knesset-Abgeordneten z.B. der Shas-Partei , die der Regierung angehört, und wurden in der Knesset hochoffiziell begrüßt“, so der FPÖ-Obmann. Die Delegation besuchte außerdem einen Militärstützpunkt am Gazastreifen, die Westbank, Museen und auch die Holocaust-Gedenkstätte und das Museum in Yad Vashem. Die Delegation nahm auch an einer Konferenz zum Thema Islamismus und Terrorismus teil. Ebenso wurde die von Strache mitformulierte „Jerusalemer Erklärung“ der europäischen Rechtsparteien der Öffentlichkeit präsentiert. (Zitat Ende)

Damit wird europaweit manifest, was mit Gianfranco Finis Wende vom Antisemiten zum Philosemiten in Italien Mitte der neunziger Jahre begonnen hatte: Die extreme Rechte ersetzt ihren widerwärtigen Antisemitismus durch einen widerwärtigen Antiislamismus und wird in diesem Zusammenhang vom Feind zum Alliierten Israels. Wer immer gedacht hat, der Antisemitismus sei das herausragende Spezifikum des Faschismus, muss sich nun eines Besseren belehren lassen: Faschismus ist nämlich, ganz der Definition der Kommunistischen Internationale von 1935 folgend, Ausdruck der aggressivsten Fraktionen des Finanzkapitals. Wenn diese unter der Fahne Hitlers zum Kreuzzug gen Osten aufbrechen, steht die Judenfeindschaft im Vordergrund – denn in Polen stellten die Juden einen großen Bevölkerungsanteil, in der Sowjetunion einen beträchtlichen Teil gar der herrschenden Elite. Heutzutage aber, wo das Finanzkapital vor allem die Ölreichtümer des Nahen Ostens unter Kontrolle bekommen will, ändert sich das Feindbild, da in jener Weltgegend die Moslems „der Feind“ sind – und Israel der wichtigste Fontstaat des Westens.

Die große Gefahr besteht, dass in der tiefgreifenden Krise des kapitalistischen Systems vom Finanzkapital wieder faschistische Parteien aufgebaut werden, um den Volksprotest in seinem Sinne zu kanalisieren – dieses Mal nicht mit antisemitischer, sondern mit antiislamischer Ideologie. Darüber sprach ich auch auf der Promo-Veranstaltung des neuen COMPACT-Magazins am 6.12. in Berlin. Den zweiten Teil meiner Rede gibt es hier. Artikel zum Thema finden sich in der Pilotausgabe von COMPACT – etwa mein Beitrag „Rechtspartei oder Volkspartei?“ und Andrea Riccis Essay „Wilders – Israels Mann in Europa“. COMPACT bestellen kann man hier.

172 Kommentare zu „Der Rechtsextremismus wird zionistisch

  1. Rechtsextreme waren schon immer zionistisch!
    Denn der übertriebene Nationalismus ist eine Erfindung von Zionisten um Völker und Staaten gegeneinander aufzuhetzen!

    Das ist nicht nur bei dem Begründer Israels, Hitler, klar sichtbar sondern z.B. auch bei Ata-Türk!

  2. Gandalf: Hitler als der Begründer Israels? Das kann man höchstens um drei Ecken rum behaupten. Machen Sie sich nicht lächerlich!

  3. juergen: noch einmal tiefer respekt für das neue magazin und den neuen tollen gesamtkatalog! ich glaube aber, dass es einen unterschied gibt zwischen rechtsextremisten und den hier beschriebenen rechtspopulisten- islamkritker/ablehner! allerdings sind menschenrechte unteilbar, jeder mensch hat einen anspruch darauf!, araber sind menschen wie andere auch, also genauso träger von menschenrechte-logisch!nicht jede kritk an einem zuviel an moslemischer einwanderung ist rechtsextrem. ist man antisemitisch, nur weil man sagt, broder wäre als polnischer katholik nicht- zumindestens nicht so oft, in den medien?- Wohl kaum!

  4. Das Problem liegt aber darin, dass man die Zionismuskritik den Rechten weitgehend überlassen hat. Nur so ist es zu erklären, dass ein Holger Apfel (NPD ) vor der Sommerpause aus dem sächsischene Landtag geworfen wurde.

    http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2010/06/Hetzrede-von-Holger-Apfel-im-saechsischen-Landtag.html

    Warum? Weil er Israel als „Schurkenstaat“ bezeichnet hatte und die Städtepartnerschaft mit Israel beenden wollte. Diese Sanktion hätte er kaum bekommen, wenn er diesen Begriff auf Länder wie Iran, Sudan oder Nordkorea angewandt hatte. Und hätten mehr Politiker anderer Parteien gewagt, bezüglich Israel Klartext zu reden, könnte man nicht mehr jede Israelkritik als „rechtsextrem“ oder „antisemitisch“ verunglimpfen.
    Bevor es Missverständnisse gibt, damit möchte ich keinesfalls ausdrücken, dass der Herr Apfel und seine Partei mir in irgendeiner Weise sympathisch wären. Ganz im Gegenteil, sie stehen für einen menschenverachtenden Rassismus.
    Aber man hat ihnen die Israelkritik weitgehend überlassen.
    Außerdem ist mir jeder Extremismus zuwider, ob von links oder rechts.

  5. gleich und gleich gesellt sich gern… eine regierungskoalition, wie die in israel würde man in jedem anderen land auch als rechtsextrem bezeichen

  6. Hallo Jürgen,

    wahrscheinlich kennen Sie Lenni Brenner, der aufzeigte wie Zionisten und Nazis zusammengearbeitet haben.
    Wenn man der 1935 formulierten Definition folgt, ist der Zionismus Faschismus in Reinkultur.

    @ribi
    vielen Dank, dass Sie meiner nicht-deutschen Hälfte auch Menschenrechte zugestehen!
    Seit wann ist der Pausenclown Broder Katholik?

    MfG

  7. @aron2201sperber

    „selbst der Liebling Thilo Sarrazin würde hier wohl wieder zum Rechtsextremen mutieren, wenn er Israel besucht“

    Amüsant, genau das habe ich beim Lesen dieses Artikelchens auch gedacht.

  8. Jürgen: „um drei Ecken rum“ AH war Werkzeug in dem Spiel. Ob bewußt oder unbewußt, dazu fehlen mir noch die hist. Belege….oder kannst Du mir o. jemand dazu Hinweise liefern?

    zu der Info – Danke, wichtige Beobachtung )):-(
    müssen wir weiter schauen

    die Farbe braun fehlte ja noch in dem „demokratischen“ Farben-Kartenspiel der Machterhaltung.

    s.a. Regierungsformen

    <http://www.youtube.com/watch?v=LyYV69LoJwc&feature=&p=EF1A9DB3BB8B625E&index=0&playnext=1

  9. Israel gehört ja seit neulich zu Europa, eine gemeinsame Kabinetssitzung von BRD und Israel gab es auch schon, da ist das nur konsequent. Eine geplante Machtübernahme einer anderen, „neuen“ Partei, die durch die von den Medien hirnweichgeschossenen Mehrheits-Bürger gewählt werden wird, kann man da ja schon vermuten, oder? Und die Financiers sind doch eh immer dieselben, wie weiland Prescott Bush (the Opa von dabbelju) bei AH. Fehlt nur noch der Auslöser. Nehmen wir eine neue Finanzkrise.

  10. Durch den Mord an Röhm, durch die „Nacht der langen Messer“ wurden die damaligen „National-Sozialisten“ durch National-Zionisten (NaZis) entmachtet..

    Durch die Morde an Petra Kelly und Bastian wurden die Grünen durch den Agenten der zionistischen Hochfinanz Fischer von ihren ursprünglichen Feinden aus deren System sie „aussteigen wollten“ übernommen..

    Durch den Mord an Haider wurde die FPÖ von dem NaZionisten, dem Mossad-Agenten Strache übernommen…

    Dabei gehen die Mossad-Mörder immer davon aus das Otto-Normal zu doof ist die Sache zu durchschauen..

    Fakt ist das in den westlichen „Demokratien“ NUR Mossad-Agenten als Politiker zugelassen werden“

    ALLE anderen werden gegangen, notfalls ermordet.

    Köhler, Schröder, Gloß… sind freiwillig gegangen…

  11. was der herr Mythen-Killer hier schreibt ist wunderbar ironisch.
    isses doch, oder?
    sonst wäre das nämlich die dümmste braune sauce die jibbet.
    ich will hier auch keine braune saucen beleidigen, zu gutem braten unverzichtbar, aber es ist ja nur ironie.

    hoffe ich inständig

  12. prince: Hoffe ich auch. Aber in jedem Wahnsinnigen steckt auch was von einem Genie, oder?

  13. Bzgl. möglicher Verbindungen von Adolf Hilter, Zionisten etc….

    ich bin auf eine Website gestoßen, deren Inhalte eigentlich den härtesten Hardcore-Bereich etwa der NPD-Homepage widerspiegeln (sag ich jetzt mal so, ich war nie auf der NPD-Website) … aber halt auch nur eigentlich …
    Es handelt sich um folgende Website:

    http://www.jewsagainstzionism.com/

    ja richtig eine jüdische Website, auf der ziemlich detailliert auf die Kollaboration von Nazis und Zionisten eingegangen wird. Ferner wird die Entstehungsgeschichte des Zionismus beleuchtet und manch andere historische Details kommen ans Tagelicht. Dabei wird mir ganz anders! Ich auf jeden Fall werde die Inhalte der Website eingehend studieren und mir dann ein abschließendes Urteil bilden. Bei religiös ausgerichteten Seiten ist ein gewisse Vorsicht natürlich immer geboten, aber mein bisheriger Eindruck ist, dass dort valide (und heftige) Informationen geliefert werden.

    Des weiteren empfiehlt sich das Buch von Antony C. Sutton „Wall Street and the Rise of Hitler“ (1976 – also vor der „cash-crop“ Verschwörungsbelletristik – damit meine ich auf keinsten Fall Sie Herr Elsässer!!!!)
    Dort wird detailliert ausgeführt wie Elemente der Wall Street Bankster-Mafia nicht nur den Aufbau der NSDAP vorangetrieben haben, sondern aktiv die Zementierung der Macht Adolf Hitlers unterstützt wurde und schließlich die Kriegsmaschinerie finanziell und durch Patent/Know-How-Transfer kriegsfähig gemacht wurde!!! (etwa zur Herstellung von synthetischem Benzin auf Kohlefolgebasis … wir haben ja kein Erdöl) Ein Blick ins Quellenverzeichnis lässt auch dieses Werk authentisch erscheinen. Beteiligte Unternehmungen waren u.a. Rockefellers Standard Oil of New Jersey, American I.G. Farben uvm.
    Die Inhalte dieses Buches würden zu Herrn Elsässers „über drei ecken“ passen, wobei das 1-2 ecken zuviel sein könnten. Interessant auch die Beteiligung jüdischer Finanziers, die doch eigentlich seit dem NSDAP-Parteiprogramm 1928 über Hitlers Gesinnung Bescheid gewusst haben müssten… aber vielleicht erfüllte die Unterstützung Hitlers ja einen gewissen Nutzen !?!?!?!?!!?!

    Also ich halte die ganze Sache bitterer weise für möglich und … nunja auch wahrscheinlich!!!

    Würde mich freuen wenn sich Leute hier aus dem Forum und auch Sie Herr Elsässer mit den hier genannten Quellen beschäftigten würden und ihre Meinung dazu kundtun … bei solch schwerwiegender Thematik holt man sich gerne weitere Meinungen ein !!!

    Abschließend noch der Hinweis, dass ich natürlich nicht an eine jüdische Weltverschwörung glaube, sondern an eine zionistische Agenda. Die Unterschiede sind den Leuten hier ja wohl bekannt

  14. HALT! STOPP“

    WER WEITER DENKT MACHT SICH STRAFBAR!

    GEDANKENVERBRECHEN WERDEN AB SOFORT MIT DEM ENTZUG DES INERNETANSCHLUSSES, DER RENTE SOWIE ALLER ANDERN SOZIALLEISTUNGEN BESTRAFT!

  15. WAC Cologne: Ich muss mich wiederholen: Das Buch von Sutton genügt wissenschaftlichen Standards NICHT. Es beluchtet NICHT die Finanzierung der NSDAP drch die deutsche Industrie, und auch NICHT die Finanzierung anderer Parteien durch die Amis (nur die der NSDAP). Man kann es ergänzen heranziehen, aber auf keinen Fall verabsolutieren.

  16. @Fatima

    Elsässer spricht sich dafür aus, dass sich intelligente Islamkritiker und intelligente Moslems über Gemeinsames und Trennendes aussprechen sollen. Ganz mein Standpunkt. Nationalisten kritisieren Fremde nicht deswegen, weil sie fremd sind, sondern sie üben Kritik, weil Deutschland überfremdet wird. Die Kritik richtet sich an die (vor allem deutschen) Nutznießer der Einwanderung, vor allem die dt. Industrie, die Lohndrücker braucht.
    Dabei spielt die Frage, welcher Religion die Migranten zugehörig sind, eine untergeordete Rolle. Nur insofern, weil die Moslems in Europa (gegenüber anderen Migranten aus dem europäischen Raum) am fremdesten wirken. Deshalb sind sie eine willkommene Zielscheibe für Kapitalistenfreunde und Rechtspopulisten, Zionisten, usw.
    Deutsche Befreiungsnationalisten lehnen die Ausdehnung des Islams in Deutschland ab, solidarisieren sich aber mit den unterdrückten Nationen, auch und vor allem mit denen im arabischen und islamischen Raum.
    Die Moslems bei uns zu den „neuen Juden“ abzustempeln machen wir nicht mit! Das lenkt nur von den Ursachen der Überfremdung ab, die in der kapitalistischen Entfremdungen zu finden sind.

  17. Strache, Stadtkewitz, de Winter, Wilders und Beisicht gehören m. M. nach nicht unter dem politischen Kampfbegriff „Rechtsextremismus“ (insofern macht auch der Faschismus-Diskurs wenig Sinn, denn deren Parteien sind keine „faschistischen“) zusammengefaßt, sondern „Demokratische Rechte“.

    Deren neuerliche Israel-Pilgerei fügt sich insofern passend ein in dieselbe ihrer bürgerlich-demokratischen Politkonkurrenten von CDU bis Linkspartei, ist also nicht die Fortführung der hitlerfaschistisch-zionistischen Kooperation.

    Zudem: Während also die demokratische Rechte (von erfreulichen Ausnahmen abgesehen, z. B. Dr. Frey) immer offener prozionistisch wird, ist das beim „Rechtsextremismus“ (NPD, Jobbik usw.) nicht der Fall (die Apfel-Rede Sächsischen Landtag wurde bereits erwähnt).

    Da muß man schon weit in die Vergangenheit zurückgehen, die enge Kooperation zwischen Zionismus und Hitlerfaschismus betreffend, wo damals halt (heute nicht mehr) gemeinsame Schnittmengen existierten (Buchtipp: Wolfgang Eggert, Israels-Geheimvatikan, Teil 3).

    http://detlefnolde.wordpress.com/2010/12/07/strache-stadtkewitz-wilders-in-israel/

  18. Die Spießbürger-Rechte hingt den antideutschen Bütteln in nichts nach, eine ekelhafte Querfront bahnt sich am Horizont an.

  19. „Antony C. Sutton „Wall Street and the Rise of Hitler“

    Das heißt aber noch lange nicht das Hitler eine Marionette der Wallstreet/City of London war.Benutzt werden sollte er wahrscheinlich um Deutschland und Russland aufeinanderzuhetzen um geopolitisch den Atlantikmächten den Zutritt zu Eurasien zu ermöglichen.
    Mit Stalin ging das bolschewistische Coup d´Etat der Wallstreet auch zu Ende.Man sollte diesen Oligarchen keine Allmacht zu schreiben.Sie sind mächtig , aber die Welt ist zu komplex und viele Entscheidungen kehren sich um(backfire).
    Ein Problem bis heute ist aus diesem Spiel über die Bande der Umstand dass die USA ihre Kriege nicht aus eigner Kraft gewinnen konnte.Die Vormachtstellung der USA heute beruht auf dem Blutopfer von Millionen Sowjetbürger und Chinesen.Militärisch ist die USA überbewertet.Sie hat bislang keinen Krieg gegen einen gleichwertigen Gegner gewonnen.Im Vergleich zu den aufgewendeten Mitteln sind die Streitkräfte Durchschnitt.Deswegen auch das Zögern der Eliten mit dem Iran.Wer ist denn die Elite ? Es sind Feiglinge, Geldsäcke,schleimige Spekulanten – keine Napoleons,Dschingis Kahns,Julius Cäsar oder Alexander.Ihr Feld ist das Ränkeschmieden,der Verrat,der Betrug und die Bestechung mithin alles was man mit Geld erreichen kann.Von der Finanzierung der Bolschwiken -IG Farben bis zur Bestechung von Divisonen der Republikanischen Garde.

    „Patent/Know-How-Transfer“

    Wenn es da einen Transfer gab dann von Deutschland nach USA.Deutschland war damals wissenschaftliche Supermacht auf dem Gebiet der Chemie.Nicht umsonst heißen die Verfahren der Hydrierung nach deutschen Chemikern.

    PS:Kohlehydrierung aus deutscher Kohle wäre auch ein gutes Konjunkturprogramm für die moderne deutsche Wirtschaft

    Interessanter Artikel in der Ha´aretz:http://www.haaretz.com/print-edition/news/kissinger-told-nixon-it-wouldn-t-be-u-s-concern-if-u-s-s-r-sent-jews-to-gas-chambers-tapes-show-1.330106

    Was meine These bestärkt dass es zur Zeit massives Infighting in der Oligarchenklasse gibt über den zukünftigen Kurs.Klar ist dass jetzt Entscheidungen gefällt werden müssen.Man darf gespannt sein wer sich durchsetzt.

  20. Stimmt schon … aber wie der Titel „Wall Street and the Rise of Hitler“ andeutet, behandelt das Buch in Grundzügen die Unterstützung der NSDAP durch gewisse Elemente der Finanzelite Amerikas. Zur Unterstützung der NSDAP durch deutsche Finanziers und Industrielle müssen natürlich weitere Werke herangezogen werden.
    Man kann das Buch schon als „Populärwissenschaft“ labeln, aber trotzdem ist es ordentlich recherchiert und enthält authentische und wichtige Informationen. Die wissenschaftliche Qualität dieses Buches sollte nicht danach beurteilt werden, ob es allumfassend erklärt wie Hitler an die Macht kommen konnte, sondern danach, ob es gemäß des Titels/der Fragestellung intersubjektiv nachprüfbare Informationen und Analysen liefert … das tut es. Eine Monographie zu der flächendeckenden Helferbasis A.H. ist es sicherlich nicht, aber das habe ich ja auch nicht behauptet. Ich habe lediglich zwei Anhaltspunkte geliefert, um der Frage nachzugehen, ob es tatsächlich möglich sein könnte, dass zionistische Elemente den Aufstieg A.H. unterstützt haben. Wirklich beweisen tun es die Infos auf der HP und dem Buch nicht, sondern sie liefern Indizien, die aber immerhin eine weitere Vertiefung und weitere Recherche sinnvoll erscheinen lassen … wenn man sich denn an dieses dunkle Kapitel herantraut … und ich denke das müssen wir als Deutsche … wir müssen wissen was damals passiert ist … ich habe jedenfalls keine Lust mehr mir die Geschichte meines Landes von Guido Knopp erklären zu lassen. Damit meine ich nicht, dass ich die Lehren der deutschen Geschichte verneinen will, ganz und gar nicht .. die sind mir sehr wichtig und die werde ich meinen zukünftigen Kindern auch weitergeben!
    Verabsolutieren tue ich das Buch auch nicht … ich würde in einer Diskussion halt lediglich behaupten, „dass es konkrete Hinweise gibt, dass Wall Street Elemente von 1932-1944 Hitlerdeutschland unterstützt haben.“ Über diese Wall Street-Elemente müssen dann weitere Quellen herangezogen werden und die gibt es! Würde ich darüber einen essay schreiben, wären mir ein Buch und eine HP als Quellenverzeichnis natürlich auch nicht ausreichend genug!
    Wichtig waren mir vor allem auch Meinungen zu der verlinkten HP … da stehen schon interessante Sachen finde ich … da ich so etwas aber ungerne alleine beurteile (dafür ist die Thematik einfach zu komplex und von zu großer Tragweite) wollte ich es hier zur öffentlichen Diskussion stellen

    LG

    WAC Cologne

  21. Nur, bei aller Kritik an den politischen Zuständen Israels: Der Islamismus ist in der Tat eine Gefahr und bedeutet schon jetzt einen Angriff auf die kulturellen Errungenschaften und die geistigen Grundlage der Aufklärung.

  22. @ Detlef Nolde

    Wenn wir Sozialisten/Kommunisten von „Rechtsextremismus“ und „Faschismus“ sprechen, dann münzen wir dies nicht allein auf das NS-Regime oder die (original) italienischen Faschisten.
    Bspw. bezeichneten wir auch das Pinochet-Regime in Chile als rechtsextrem und faschistisch, obwohl dies weder „Faschisten“ im klassischen italienischen Sinne, noch „Nationalsozialisten“ waren.
    Wir wenden diese Begriffe also verallgemeinert auf Gewalt- und Terrorherrschaft an, so wie sich dies auch im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert hat.
    Im Prinzip auch auf den Stalinismus, den wir als faschistisches, staatskapitalistisches System identifizieren. In diesem Fall allerdings sprechen wir stattdessen von „Stalinismus“, da hier ein anderer, bestimmter kulturpolitischer Bezugsrahmen vorliegt und daher auf die besondere Komplexität dieses Themas (aus linker Sicht) verwiesen werden soll.

    Im Falle der sog. „neuen Rechten“ um Geert Wilders und Co. treffen die Begriffe somit dann zu, wenn Wilders bspw. die Deportation von 2 Millionen Palästinensern aus ihrer Heimat befürwortet oder grundsätzlich eine Identifikation mit dem Zionismus (und seinen Verbrechen) erklärt wird, der wiederum unter die obige Definition von „Rechtsextremismus“ und „Faschismus“ fällt.

    Da diese Identifikation mit der Faschismus-Variante Zionismus, sowie auch die Unterordnung unter die NWO (New World Order) durch die Pro-NATO-Imperium Parteien erfolgt, subsumiere ich zumindest diese unter „imperiale Rechte“, im Unterschied zur „nationalen Rechten“.
    Wobei nicht jeder nationale Rechte automatisch als Faschist gilt, solange er keine Gewalt, Terror, Rassismus (im Sinne von sich über andere Völker erheben), Konzentrationslager bzw. die Abschaffung demokratischer Standards anstrebt und propagiert.

  23. @ Elsässer

    Ein bisschen seltsam, JF-Stein als einen demokratischen Rechten zu bezeichnen, von der JF ständig sehr wohlwollend wahrgenommene Parteien aber als „rechtsextremistisch“ zu bezeichnen…

    @ Nolde

    Zwischen DVU/NPD-Fusionsbefürworter Frey und der NPD eine Einordnungs-Unterscheidung machen zu wollen, halte ich für ziemlich fragwürdig. Viel trennt NPD und Frey offenbar nicht mehr.

  24. „Wall Street Elemente“, ja wer denn wohl?, haben hitlerdeutschland supported. das ist ja das perfide bei den juden: die löschen sicht selbst aus um die weltherrschaft zu erlangen.
    die unschuldige böse königin bei schneewittchen (aka sarah güldenstern! …als schneeflittschen) ist von der kleinen schlampe ja auch so manipuliert wurden, dass sie dann in die falle tappte und fräulein weißwieebenholz …äh, tötete. da muss man erstmal drauf kommen.

  25. @ Tanja Krienen

    Jede Religion und sonstige Aberglaube steht im Widerspruch zur humanistischen Aufklärung.
    Die Frage ist, ob allein dies rechtfertigt, eine bestimmte Religion als Feindbild zu instrumentalisieren – letztlich in der Absicht, von realen gesellschaftlichen, politischen Hintergründen und Intentionen abzulenken.

    Man kann sich durchaus mit einer Religion, oder auch mit dem Phänomen der Religion als solcher kritisch auseinander setzen.
    Das ist aber ein völlig anderer Diskurs, als jener der Einwanderung und Überfremdung und damit korrespondierender Themen.

  26. prince: Sie assoziieren „WAll Street Elemente“ mit „Juden“ oder unterstellen diese Assoziation anderen. Das ist falsch, so rum und so rum. JP Morgan etwa als die vermutlich wichtigste Bank beim Dealen mit Deutschland wurde vom alten Morgan, einem geschworenen Antisemiten, geführt.

  27. „Die Frage ist, ob allein dies rechtfertigt, eine bestimmte Religion als Feindbild zu instrumentalisieren“

    Dann würde man nur die Hälfte des Problemes nennen, denn es geht auch um die Einwanderung in dieser Form an sich, bzw. um den ganzen Komplex „Einübung zivilisatorischer Verhaltensweisen“. Da sind wir aber dann doch bei dem Umstand, dass diese mehrheitlich bei der erwähnten Gruppe deutlich zu wünschen übrig lässt. Das Wichtigste aber: Das Christentum ist erledigt und tot, nachdem man es reformierte. Es ist ein zahnloser, alter und um seinen Charakter gebrachter, fast fellloser Tiger. Der Islam ist von allem das Gegenteil (und unserer gewachsenen Kultur conträr eingestellt).

  28. ok, naja ich habs verstanden,
    die Morgan-juden sind die anden,
    jetzt halt ich libä meine fressä,
    und WAll Street-baby is viel bässä, tatata…

    dennoch schönen 3. christlichen advent:)

    prince charming

  29. prince: haben sie schon was getütert? kein problem damit, aber dann bitte erst mal finger weg von der tastatur!

  30. @Stephan Steins

    Wir haben dieselbe Faschismusdefinition, ganz der Kommunistischen Internationale von 1935 folgend, wie JE das oben erwähnte. Und von dieser ausgehend habe ich festgehalten, daß die Israel-Pilger Wilders/Stadtkewitz/Strache/Brinkmann usw. keine Faschisten sind, sondern demokratische (mehr oder minder) nationale und/oder konservative Rechte.

    Es ist ein Grundfehler der (anti-)deutschen Sozialisten/Kommunisten/Linken, sich gerade nicht explizit an die Dimitroffsche Faschismusdefinition zu halten, sondern jedwede rechts von der CSU angesiedelten national(-konservativ) orientierten Kräfte, so demokratisch sie auch sein mögen, unter Faschismusverdacht zu stellen.

    Damit werden diese nicht nur diskreditiert (was ja das Ziel dieser linkssektiererischen, antinational-antiautoritären Übung IM INTERESSE DER IMPERIALEN RECHTEN ist), sondern die tatsächlichen Faschisten, ob diese aus der marktradikalen „Mitte der Gesellschaft“ heraus oder dem rechtsextremen Rand heraus agitieren, sträflich verharmlost.

    Auch hier hat die west(-anti)deutsche Linke, beeinflußt von antiautoritären, pazifistischen (klein-)bürgerlichen Ideen, sich ihren eigenen Faschismusbegriff kreiert, der mit dem von 1935 nichts mehr gemein hat – aus deren Sicht war die DDR natürlich ganz pööhse autoritär resp. faschistisch.

    Deportationen „von 2 Millionen Palästinensern aus ihrer Heimat“ zu befürworten, kann und sollte man verurteilen, ist aber kein originärer Ausdruck der offen diktatorischen Klassenherrschaft der aggressivsten und verbrecherichsten Kreise des Finanzkapitals.

    Kein wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus ist damit der Rassismus, auch nicht Konzentrationslager und Gewalt, schon gar nicht die Abschaffung der bürgerlich-demokratischen Ordnung, denn es kommt immer auf den Sinn und Zweck an, den Klasseninhalt, wenn es um den Faschismus geht.

    Wie schrieb „Kortschagin“ in diesem Beitrag über den Faschismus (Auszug):

    Hauptangriffsziel der faschistischen Gewalt sind nicht irgendwelche Kritiker und Gegner, sondern die organisierte Arbeiterklasse, deren Zerschlagung den eigentlichen Sinn der faschistischen Herrschaft bedeutet. Ohne eine genaue Klassenanalyse bleibt der Faschismusbegriff schwammig und damit vollkommen untauglich, da letztlich jedes gewalttätige und repressive System als „faschistisch“ erscheint.

    Was das Kernthema betrifft bin ich zur Überzeugung gelangt, daß der Feind meines Feindes noch lange nicht mein Freund sein muß, ergo, der Zionist ist nicht plötzlich mein Freund, weil ich gegen Moslems bin, und der Moslem ist nicht mein Freund, weil ich gegen den Zionismus bin, um das einmal so verkürzt auszudrücken.

    Über Deutschland soll also weder Halbmond noch Davidstern hängen!

    Insofern bräuchten wir tatsächlich eine deutsche Volkspartei, wo weder Prozionisten noch NS-Nostalgiker sich zu Hause fühlen, sondern lediglich nationale, also dem Wohl des deutschen Volkes dienliche Politik betrieben wird, wo sich eine Frontstellung gegen Überfremdung (damit auch Islamisierung) als auch die Diktatur des internationalen Kapitals automatisch ergibt.

  31. eigentlich nur zwei nationale sozialisten zum mittag. wie immer etwas zäh (der fehlende humorfaktor macht alles so trocken). ein lendentreibendes dessert à la fahra kutschenabhängige gönn ich mir aber noch. „getütert“ verbuch ich mal unter: j.elsässer mag auch irgendwie rock’n roll. hoff ich doch?

    bierernst ist der vater von manfred huller.
    merke: 68 prägt unser humorverständniss.

  32. “The New York Times, Oct. 26, 1907, noted in connection with J.P. Morgan’s actions during the Panic of 1907, “In conversation with the New York Times correspondent, Lord Rothschild paid a high tribute to J.P. Morgan for his efforts in the present financial juncture in New York. ‘He is worthy of his reputation as a great financier and a man of wonders. His latest action fills one with admiration and respect for him.’ ”
    This is the only recorded instance when a Rothschild praised any banker outside of his own family.
    On March 28, 1932, the New York Times noted, “London : N.M. Victor Rothschild, twenty-one-year-old nephew of Baron Rothschild, is going to the United States soon to take a post with J.P. Morgan & Co., it was learned tonight. It is usual for progressive British bankers to send their young men to western states temporarily, one of the most notable believers in the practice being the Anglo-American banking house of J. Henry Schroder & Co.”
    The Morgan-Rothschild connection explains the otherwise incomprehensible mystery of why J.P. Morgan, famed as “the most powerful banker in the world”, left such a modest fortune at his death in 1913, a mere $11 million after his debts were secured. Although the present members of the Morgan family seem financially secure, none of them is counted among the “big rich”.
    […]
    A notable advantage of J.P. Morgan’s work for the House of Rothschild was the carefully cultivated belief that Morgan, if not openly “anti-Semitic”, avoided participating in operations with Jewish banking firms, and that his firm would not hire anyone of Jewish background. It was the same deception which Nathan Mayer Rothschild had hired Morgan’s predecessor, George Peabody, to perform in London. It was a traditional belief on Wall Street that if you wished to deal with a “gentiles only” firm, you went to J.P. Morgan; if you wanted a Jewish firm, there were a number of houses available, but the most influential, by far, was Kuhn, Loeb Co. In either case, the customer was never made aware that he was dealing with an American representative of the House of Rothschild.”

    Mullins, Eustace, The World Order: A Study in the Hegemony of Parasitism, Staunton o. J.

  33. @Elsässer

    Dass der deutsche und europäische „Rechtsextremismus“ insgesamt oder mehrheitlich prozionistisch werden würde, hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Das hängt nur mit Ihrem gestörten Wahrnehmungsproblem zusammen.
    Sie sollten mal ihre eigene Bündnisstrategie kritisch reflektieren. Die „demokratischen Rechten“, mit denen sie den Schulterschluß suchen (Spektrum der JF, usw.) sind mehrheitlich prozionistisch (da kann Herr Stein Ihnen ins Gesicht sagen was er möchte …), weil sie besonders karriereorientiert sind und hierzu unbedingt die Nennung in VS-Berichten vermeiden wollen.
    Wenn man wie Strache und Mölzer Minister werden möchte, darf man eben kein „Extremist“ sein, sondern muß sich auf die Spielregeln der kapitalistischen „Demokratie“ einlassen. Dazu gehört auch der Kniefall vor den Zionisten.
    Diejenigen hingegen, die in den VS-Berichten unter „Rechtsextremismus“ firmieren, sind in großer Mehrheit antizionistisch. Das sollten Sie mal zur Kenntnis nehmen.

  34. Tanja Krienen:

    „Das Wichtigste aber: Das Christentum ist erledigt und tot, nachdem man es reformierte. Es ist ein zahnloser, alter und um seinen Charakter gebrachter, fast fellloser Tiger. Der Islam ist von allem das Gegenteil (und unserer gewachsenen Kultur conträr eingestellt).“

    Bedeutet das denn letztendlich nicht, dass auch das Christentum gegen die jetzige „gewachsene Kultur“ in Westeuropa conträr eingestellt wäre, hätte man es nicht per Reformierung zu einem „zahnlosen Tiger“ gemacht, wie Sie sagen?

  35. prince: starker stoff, mann! don’t bogar that joint, my friend! aber finger weg von frau w., das hat schon o. unglück gebracht.

  36. „Bedeutet das denn letztendlich nicht, dass auch das Christentum gegen die jetzige „gewachsene Kultur“ in Westeuropa conträr eingestellt wäre, hätte man es nicht per Reformierung zu einem „zahnlosen Tiger“ gemacht, wie Sie sagen?“

    Es gibt eine Legierung zwischen der Aufklärung und den Ideen des Christentums, sofern es sich um die Anerkennung der Trennung in säkular und kirchlich, bzw. um die Respektierung der zivilgesellschaftlichen Ordnung handelt. Hinzu kommen traditierte Sitten und Gebräuche, sie sogar bis in die vorchristliche europäische Kultur reichen, ebenso eine Bildersprache, die besonders beim Katholischen noch immer beeindruckt.

  37. die ist mir, lieber herr elsässer, vor einigen jahren im zug begegbet.
    tolle dunkelbeige strumpfhosen, schwarze stiefel (!) und schwarzer rock.
    da kann ich doch sofort meine kommuaversionen vergessen. so süß! 🙂

  38. @Stephan Steins

    „Wenn wir Sozialisten/Kommunisten von „Rechtsextremismus“ und „Faschismus“ sprechen, dann münzen wir dies nicht allein auf das NS-Regime oder die (original) italienischen Faschisten. […] Wir wenden diese Begriffe also verallgemeinert auf Gewalt- und Terrorherrschaft an, so wie sich dies auch im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert hat.“

    Entschuldige, aber als ich das las, hätte ich um ein Haar vor Lachen meinen Kaffee über den Monitor gespuckt. Wer im Glashaus sitzt…

  39. „Bedeutet das denn letztendlich nicht, dass auch das Christentum gegen die jetzige „gewachsene Kultur“ in Westeuropa conträr eingestellt wäre, hätte man es nicht per Reformierung zu einem „zahnlosen Tiger“ gemacht, wie Sie sagen?“

    Ich glaube nicht, daß das Christentum durch Luther und die Reformation zum zahnlosen „Tiger“ wurde, sondern eher dadurch, daß es bereits unter den Kaisern Konstantin und endgültig Theodosius zur Staatsreligion im Römischen Reich wurde und auch nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches in Gestalt des Katholizismus im Vatikan, im Frankenreich (sowie in Gestalt der griechisch-orthodoxen Kirche im oströmisch-byzantinischen Reich und später auch im russischen Zarenreich) zur „allmächtigen“ und „unfehlbaren“ Instanz wurde, incl. Inquisition, Korruptheit usw.
    Die Reformation war da zunächst durchaus eine Art „Fortschritt“, bis schließlich auch der Protestantismus dort, wo er sich durchgesetzt hatte, zur „Staatsreligion“ verkam … wovon heute allerdings bekanntlich keine Rede mehr sein kann, vielleicht mit der Ausnahme Polen.
    „Staatsreligion“ ist ansonsten nur der Islam in einer Reihe von Ländern.

  40. @Detlef

    Zitat: …sondern lediglich nationale, also dem Wohl des deutschen Volkes dienliche Politik betrieben wird, wo sich eine Frontstellung gegen Überfremdung (damit auch Islamisierung) als auch die Diktatur des internationalen Kapitals automatisch ergibt.“

    Mit einem nationalen Konzept, gegen das internationale Finanzkapital auftreten? Diese „Überfremdung“ wie Du sie nennst, ist unvermeidbarer Bestandteil deren Politik, die auch unter Androhung und Anwendung von milititanter Gewalt fortgesetzt wird! Quasi unter dem Deckmantel „zum Wohl des deutschen Volkes“! Für welches Klientel hier in Wahrheit „verteidigt“ wird, hat sich im deutschen Volk bereits herumgesprochen, zu „entlarven“ gibt es da nichts mehr! Unser Volk schluckt wissentlich eine Lüge, aus Mangel einer Alternative ihr Dasein im „Wohlstand“ zu fristen! Die linke oder rechte Tür ist verammelt, mein Freund! Hinter der einen liegt Stalin und der anderen Hitler! Ob da nun der Herr Steins den Renegaten Trotzki auf den Plan ruft, oder Du dich auf rechtskonservatives Gedankengut besinnst, bleibt ohne Wirkung. Hier findest Du Zuhörer, aber „da draußen“ verpufft es wie eine Seifenblase!

  41. @ juergenelsaesser Zitat „Es beleuchtet NICHT die Finanzierung der NSDAP durch die deutsche Industrie“
    Nach der Hyperinflation? Deutsche Industrie etwa General Motors / Opel oder etwa die I.G. Farben wo seltsam nicht eine einzig alliierte Bombe auf das I.G. Farben Gelände in Bitterfeld/Wolfen gefallen.
    Sorry Juergen da kommt bei dir wohl ein alter antideutscher Reflex hoch.
    Das „Pseudo-Elite“ Gesocks die Mariage aus Adel und Geldadel war schon immer international.

    Nur so nebenbei „Die Windsors“ … ‚the Germans‘ …

  42. @fatimaoezoguz

    Das Christentum ist der Aufklärung wirklich konträr gegenüber aufgestellt.
    Auch wenn es seine Geschichte heute anders sehen will, die Scheiterhaufen, die es für einen Giordanno Bruno und unzählige andere lodern liess, hat die Kirche erst abgeschafft, als sie gesellschaftlich nicht mehr opportun und vorallem nicht mehr durchsetzbar waren – was einen verdammt langen Kampf der Aufklärung voraussetzte.

    Bei aller Schönrederei des Islam. Dieser hat keine Phase der „Zähmung“ erlebt.
    Die praktischen Auswirkungen sieht man, um so stärker der Einfluss des Islam in einem Land, desto weiter ist es von den Idealen der Aufklärung entfernt.
    Insofern ist die gerne vorgebrachte Trennung, zwischen dem „wahren und guten Islam“, der für alles positive stehen soll und dem „Islamismus“, der für alles schlechte stehen soll, nur ein billiger rhetorischer Trick – der leider oft hingenommen wird.
    Kann Tanja Krienen hier nur zustimmen.
    Religion und Aufklärung passen Ihrem Wesen nach nicht zusammen, auch wenn so etwas wie friedliche Koexistenz natürlich möglich ist.

    Das Buch von Sutton und die angeblichen Spenden der Wall Street für Hitler kommen doch aus einer Ecke für die das Wort Verschwörungstheorie ausnahmsweise wirklich zutrifft.
    Marat stand danach im Solde der Rothschilds, Trotzki wurde von den Engländern bezahlt, Stalin, Hitler, Marx,
    alles Leute die angeblich im Rahmen eines großen Planes seit über 200 Jahren gelenkt werden.
    Mit Analyse hat das nichts zu tun, entweder handelt es sich um Paranoia oder es dient der Verwirrung und Einschüchterung.
    Wahrscheinlich empfiehlt z. Bsp. eine Herr Benesch von InfokriegTV, genau deshalb, ausdrücklich das Buch von Sutton.

  43. @ Tanja Krienen

    Zitat: „Da sind wir aber dann doch bei dem Umstand, dass diese mehrheitlich bei der erwähnten Gruppe deutlich zu wünschen übrig lässt.“

    In der allgemeinen Debatte vermengen sich verschiedenen Ebenen, so m.E. auch in Ihrer Argumentation.

    – Das Problem von Einwanderung und Überfremdung ist keineswegs beschränkt auf Muslime oder Menschen aus islamischen Kulturkreisen. Dass diese Migrationsgruppen in Deutschland und Europa relativ den grössten Anteil ausmachen, ist unerheblich für die Betrachtung der globalen politischen Hintergründe, siehe hierzu u.a.:
    Neue Rechte = fünfte Kolonne des Zionismus
    http://Die-Rote-Fahne.eu/headline63146.html

    – Sachlich falsch ist es zudem, alle Menschen aus den unterschiedlichen Ländern mit islamischem Kulturbezug als homogene Einheit aufzufassen.

    – Ferner geht es an der Sache vorbei, unterschiedliche kulturelle Orientierungen und Verhaltensweisen alle gleichsam als „islamisch“ zu identifizieren – zudem es, wie im Christentum, verschiedene islamische Traditionen und Schulen gibt und meist islamische Gelehrte diese beanstandeten Interpretationen, Bezugnahmen und Lebensweisen als nicht-islamisch verurteilen.
    Grölende deutsche Urlauber in fernen Ländern, die sich aufführen wie degenerierte Wilde, repräsentieren schlechterdings auch nicht das Christentum.

    – Richtig ist, dass viele Zuwanderer, mithin homogene Volksgruppen, Gettos und Parallelgesellschaften bilden und gar nicht beabsichtigen, sich in die europäischen Kulturen und Gastgeber-Gesellschaften zu integrieren und in diesen aufzugehen. Stattdessen werden eigenständige Kulturträume angestrebt, die zu Lasten des Selbstbestimmungsrechts der angestammten Bevölkerung gehen. Wobei sich hier das Problem aus der Masse ergibt.

    Im Grunde haben wir es mit Völkerwanderungen zu tun, die im Konflikt mit dem heutigem Völkerrecht stehen.
    Die Strategie der NWO bedient sich der Not der Menschen und forciert diese Entwicklung, um auf diese Weise territoriale und kulturelle Schutzräume zu desintegrieren.

    – Ich wiederhole es: Das Problem ist nicht die Religion des Islam. (wenngleich auch das Phänomen der Religion als solcher problematisiert werden kann, aber das ist ein anderer Diskurs)
    Dass Problem ist die Masse an Überfremdung.

    Ich würde es bspw. auch für unkultiviert und wenig gastfreundschaftlich halten, Touristinnen aus Afghanistan das Tragen Ihrer traditionellen Kleidung, sei es auch eine Burka, verbieten zu wollen.
    Was allerdings nicht hinnehmbar ist, dass kulturfremde Gruppen ganze Regionen und Stadtteile besiedeln, die angestammte Bevölkerung aus ihren Quartieren vertreiben und somit das Selbstbestimmungsrecht im Sinne des Völkerrechts verletzt wird.

  44. @ Detlef Nolde

    Die unterschiedlichen Definitionen des Begriffs „Faschismus“ scheinen eine never-ending Story zu sein, aus welcher regelmäßig Missverständnisse erwachsen. Eine „wissenschaftlich“ eindeutige, d.h. ultimative Definition gibt es nicht. Ich kann mit dieser und ähnlichen Definitionen leben, jedoch müsste man in einem streng wissenschaftlichen Diskurs vorab eine Definition festlegen.

    Erlauben Sie mir ein paar Anmerkungen:

    – „Antideutsche“
    sind keine Linken. Auch keine linke Fraktion. Grund: „Antideutsche“ vertreten einen Nationalismus (Zionismus), der sich über andere Völker erhebt und auf Krieg und Vertreibung gründet. Die „Antideutschen“ verteidigen den Imperialismus und den imperialistischen Krieg etc. Das alles steht nach jedweder Definition von links, sozialistisch etc. völlig unmissverständlich weit ausserhalb humanistischer, sozialistischer Positionen.

    – DDR
    Ich kenne niemanden ausser Stalinisten und „Realsozialisten“ der die DDR nicht als „ganz pööhse autoritär“ einschätzen würde.
    Bei weitem bin ich nicht der einzige Sozialist, der weder im Stalinismus, noch im späteren „Realsozialismus“ eine sozialistische Gesellschaftsordnung ausmachen kann.
    Wenn Sie sich für das Thema eingehender interessieren, so finden Sie über nachstehenden Link Texte aus der jüngeren Zeit, die u.a. auch diese und damit korrespondierende Fragen zum Thema haben:
    DOSSIER: Neue Linke
    http://Die-Rote-Fahne.eu/headline164.html

    – Zitat: „Deportationen “von 2 Millionen Palästinensern aus ihrer Heimat” zu befürworten, kann und sollte man verurteilen, ist aber kein originärer Ausdruck der offen diktatorischen Klassenherrschaft der aggressivsten und verbrecherichsten Kreise des Finanzkapitals.
    Kein wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus ist damit der Rassismus, auch nicht Konzentrationslager und Gewalt, schon gar nicht die Abschaffung der bürgerlich-demokratischen Ordnung, denn es kommt immer auf den Sinn und Zweck an, den Klasseninhalt, wenn es um den Faschismus geht.“

    Grundsätzlich steht nach marxistischer Definition politische Gewalt immer im Kontext einer Klassenauseinandersetzung.
    Die von mir zitierten Identifikationen Geert Wilders und Co. mit derartigen politischen Verbrechen bezog sich direkt und konkret auf die Parteigängerschaft zum Zionismus/Israel.
    Und dass der Zionismus bzw. der Krieg namens Israel durchaus „Ausdruck der aggressivsten Fraktionen des Finanzkapitals“ darstellt – da der Zionismus/Israel Teil der militärischen Hegemonie des Imperiums bildet – habe ich an dieser Stelle als bekannt voraus gesetzt.

    – Zitat: „Über Deutschland soll also weder Halbmond noch Davidstern hängen!“

    Ich möchte auch nicht, dass über Deutschland das Kreuz hängt! Also keinen Rückfall hinter die humanistische Aufklärung.
    Aber ich möchte Religionsfreiheit für alle Konfessionen. Bei strikter Trennung von Kirchen und Staat, versteht sich.
    Selbst habe ich zwar für Religion generell nichts übrig, man muss Menschen aber realistischer Weise ihren privaten Glauben zugestehen.

  45. @Stephan Steins

    „Bei weitem bin ich nicht der einzige Sozialist, der weder im Stalinismus, noch im späteren „Realsozialismus“ eine sozialistische Gesellschaftsordnung ausmachen kann.“

    Ich winke mal mit dem Lattezaun „Produktivkraft Automation“ welche im Schoße der alten Gesellschaft hätte heranreifen müssen um bei der politischen Ökonomie von Marx zu bleiben.

    „Produktivkraft Automation“ kennt bislang nur „The Zeitgeist Movement Orientation (Deutsch)“ und wurde mir eiskalt.

  46. Vgl. Turner, Henry Ashby, Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers, Berlin 1985.

    „Sein 1985 in amerikanischer Sprache und im gleichen Jahr in deutscher Übersetzung erschienenes opus magnum „Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers“ weist überzeugend nach, daß die deutschen Großunternehmer und ihre Verbände für die nationalsozialistische „Machtergreifung“ nicht verantwortlich waren […].“

    Hildebrand, Klaus, Das Dritte Reich, 7. durchges. Aufl. – München (Oldenbourg) 2009.

  47. Klar waren auch Deutsche Firmen dabei welche nach der Inflation auch ohne ausländische Partner kapitalkräftig genug … aber …
    „ThyssenKrupp is a global integrated materials and technology group with employees in more than 80 countries developing ideas and innovations to offer“ Deutsche Bank / FED der Name machts?

  48. Vorab, Stephan, ich habe auch deinen ordentlichen Beitrag in der COMPACT gelesen, wenngleich ich den bei dir deutlich herauszulesenden „revolutionären“ Ansätzen nicht (mehr) folge. Aber darum geht es jetzt auch nicht. Worauf ich aber hinweisen möchte ist, dass du mir nicht die üblichen Versimplifizierungen der Islamkritiker in die Schuhe schieben kannst, denn auch ich sehe, dass nicht allein diese Gruppe kritikwürdige Strukturen aufbaute und man dies nicht allein an der Religion festmachen kann. Aber, und du räumst das ja auch ein, gibt es ein besonderes Moment in der Gruppe der Islamgläubigen und, wie ich behaupte, dies lässt sich mehrheitlich bei ihnen finden, nämlich das (post)mittelalterliche Zwinkern der vordemokratischen Willkür und ein nicht kompatibles Altagsleben. Ich möchte das auch mit so deutlichen Worten kritisieren können, wie ich andere Erscheinungsformen kritisiere. Zuletzt: es geht einfach nicht an, dass als Predigten getarnte politische Ansprachen eines anderorts gewalttätig auftretenden Milieus, noch dazu separatistisch angelegt in all seinen Strukturen, in fremder Sprache auftritt. Hier hat eine territoriale Eroberung einer fremden Macht innerhalb eines Gebietes stattgefunden und dies ist in einem vergleichbarem Umfang und ähnlicher Wirkung bei anderen Gruppierungen nicht der Fall.

  49. „What would you say, for example, if I did not deny there are good aspects of anti-Semitism? I say that anti-Semitism will educate the Jews. In fifty years, if we still have the same social order, it will have brought forth a fine and presentable generation of Jews, endowed with a delicate, extremely sensitive feeling for honor and the like.“

    Theodor Herzl, zitiert in: Amos Elon, Herzl, Holt, Rinehart and Winston, New York 1975.

    „‚The Jews,‘ he says, ‚will be compelled by anti-Semitism to destroy among all peoples the idea of a fatherland.‘ Or, I secretly thought to myself, to create a fatherland of their own.“

    The Complete Diaries of Theodor Herzl, übers. v. H. Zohn, R. Patai (Hrsg.), Bd. 1, New York 1960.

  50. Herr Elsässer.

    Israel als das Böse und die Moslems (Palästinenser) als die guten Opfer darzustellen, die sich nur wehren, dass ist ja dann doch zu einfach.

    Und warum sollte ein Staat, der ja Israel ist, nicht das Recht haben sich zu verteidigen?

    Nein ich bin kein zionistischer Auftragsschreiber.

  51. @ Detlef Nolde

    Nachtrag:

    Zitat: „Kein wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus ist damit der Rassismus, auch nicht Konzentrationslager und Gewalt, schon gar nicht die Abschaffung der bürgerlich-demokratischen Ordnung, denn es kommt immer auf den Sinn und Zweck an, den Klasseninhalt, wenn es um den Faschismus geht.“

    Ich bin Ihnen noch eine Antwort hierauf schuldig, falls Sie diesen Absatz auf meine Einlassung zur nationalen Rechten beziehen. (hatte ich vorher übersehen).

    Dazu: Wie anders als im Kontext eines Klassenkonflikts wären diese politischen Verbrechen sonst noch vorstellbar?
    Mir ist jedenfalls keine historische Parallele bekannt, bei welcher Rassismus, Gewalt und Terror, Konzentrationslager und die Abschaffung demokratischer Grundrechte kein „wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus“ im Klassenkampf gewesen wären. Falls Ihnen ein Gegenbeispiel bekannt sein sollte, lassen Sie mich bitte nicht unwissend zurück.

    Hinzu kommt, wenn wir speziell in Deutschland über die „nationale Rechte“ sprechen, so kann dies schlechterdings nicht unter Ausblendung der konkreten historischen Erfahrungen geschehen, alles andere wäre ahistorisch.
    Das heisst nicht, und darauf hatte ich ja bereits hingewiesen, dass jeder nationale Rechte, oder meinetwegen auch Rechtskonservative etc. automatisch dem Faschismus anhängt.
    Umgekehrt ist nicht jeder, der subjektiv als „Linker“ auftritt, ein Antifaschist.

    Um genau hier Klarheit zu schaffen, habe ich Parameter genannt, die jenseits der Etikettierung anhand konkreter Positionen und des realen Handelns Auskunft über den tatsächlichen politischen Gehalt geben sollen.

    Ich höre öfters die Kritik oder Frage, warum heute überhaupt noch von links und rechts gesprochen wird?
    Es gibt dafür einen objektiven Grund: Es ist im Kern die Haltung zur politischen Ökonomie, d.h. zur Klassenfrage.
    Es mag in Einzelfragen Schnittmengen bürgerlicher rechter und bürgerlicher linker Positionen mit sozialistischen Positionen geben – die Zäsur vollzieht sich entlang der Frage zu den Eigentumsverhältnissen.

    Was Bürgerliche verschiedenster Couleur stets in letzter Konsequenz anstreben oder verteidigen, sind kapitalistische Eigentumsverhältnisse. Der Sozialismus will aber genau diese Ordnung stürzen und umkrempeln.

  52. Unbefangener: Israel hat wie jeder Staat das Recht zur Selbstverteidigung. Die Besetzung von Gebieten außerhalb seiner Grenzen (seit 1967!!!) und Angriffskriege auf andere Staaten gehören nicht dazu.

  53. @Stephan Steins

    Für mich sind Antideutsche bereits jene, die jedes normale von Deutschen ausgehende Nationalbewußtsein oder gar nur die Forderung nach einer vernünftigen Ausländerpolitik, beides Dinge, die leider nur im Spektrum rechts von der CSU thematisiert werden, als „Rechtsextremismus“ stigmatisieren oder gar mit der Faschismuskeule bearbeiten. Das ist also die ganze Bandbreite von CSU bis zu den Kommunisten. Diejenigen, die sich offen als „Antideutsche“ bezeichnen, sind da nur eine kleine Gruppierung, die ein Produkt dieses Sumpfes darstellt. Auch Du hast es bis dato nicht geschafft, eine normale, d. h. nicht nur internationalistisch, sondern auch patriotisch ausgerichtete Linke bzw. sozialistische Kraft aus der Taufe zu heben, wenn Du es denn überhaupt anstrebst. Ich habe meine Erfahrungen diesbezüglich und kann aus diesen heraus nur sagen, daß die deutsche Linke per se antideutsch resp. antinational ist, zwischen linkem Sektierertum und Opportunismus hin und herpendelt und damit für die Herrschenden keine Gefahr darstellt, ganz im Gegenteil. Weil eben die nationale Frage negiert, auf den nationalen Gefühlen der Deutschen herumgetrampelt wird, etwas, was Ernst Thälmann zeitlebens bekämpft, wovor er gewarnt hat. Später trat dann August Thalheimer in seine Fußstapfen, als er die Potsdamer Beschlüsse verurteilte und die DDR hat, leider, die nationale Frage immer mehr dem Westen, damit dem Klassen- und Volksfeind, überlassen.

    Ein weiteres untrügliches Zeichen der Degeneration der insbesondere Westlinken ist die Verurteilung der DDR, statt sie, bei all ihren Fehlern und nötiger Kritik, als das bessere Deutschland zu kennzeichnen, sich solidarisch zu ihr zu verhalten. Wer in der DDR keine sozialistische Gesellschaftsordnung ausmachen kann, der hat halt sehr eigentümliche Vorstellungen von Sozialismus, dort habe ich einmal die Merkmale desselben festgehalten, weil auch zu dieser Frage viele unklare, von allerlei Traumtänzereien geprägte Fehlvorstellungen durch die Gegend schwirren.

    Eine „Parteigängerschaft zum Zionismus/Israel“ ist sowenig wie dieser selbst Ausdruck des Faschismus, wenn auch Instrument der aggressivsten Kreise des internationalen Finanzkapitals. Auch hier sollte man sich um Genauigkeit bemühen und nicht jedwede, von mir aus quasi-faschistoide Klassenherrschaft dem Faschismus als solches gleichsetzen. Ansonsten müßten, nach Deiner Logik, auch andere Parteigänger des Zionismus, wie z. B. Petra Pau oder andere aus dem sonstigen bürgerlichen Spektrum, Faschisten sein. Du siehst an diesem Beispiel bereits, daß Deine Logik nicht aufgeht, jedenfalls nicht, wenn Du Dich an die Faschismusdefinition der KI von 1935 hältst, was ich nachwievor tue.

    Leider komme ich nicht umhin festzustellen, daß auch Du zu den Sozialisten gehörst, die, aus dem linken Milieu kommend, nicht begriffen haben, welche Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen sind und nicht rekapitulieren, warum es keine sozialistische deutsche Arbeiter- und Volkspartei mehr gibt (die letzte war die unter Ernst Thälmann), stattdessen die gesamte Linke zu einem Sammelsurium von Sekten und Erfüllungsgehilfen des Regierungsapparates verkommen ist. Was wir bräuchten, das wäre eine patriotisch sozialistische Partei, die die nationale Frage als eminent wichtigen Teil der gesamtsozialen begreift, diese ist jedoch nicht in Sicht. Eine weitere emanzipatorisch-antiautoritär-humanistisch-individualistisch-feministische-ddr-hassende (was vergessen?) sozialistische Elfeinbeinturm-Partei braucht niemand, das haben wir schon alles.

  54. @Stephan Steins

    Zu Deinem Nachtrag:

    Natürlich kann „Rassismus, Gewalt und Terror, Konzentrationslager und die Abschaffung demokratischer Grundrechte“ nicht nur „wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus“ sein, sondern auch einer offenen sozialistischen Dikatur entspringen, wir wir beim Stalinismus gesehen haben, ebenso teils oder in Gänze bei kapitalistischen Demokratien, man betrachte sich die Politik der Zionisten, der USA und Englands von Anbeginn ihres Bestehens.

    So einfach ist das also nicht. Denn, ich zitiere noch einmal sinngemäß „Kortschagin“, ohne eine genaue Klassenanalyse bleibt der Faschismusbegriff schwammig und damit vollkommen untauglich, da letztlich jedes gewalttätige und repressive System als „faschistisch“ erscheint. Und füge hinzu, wo jede Gewalt, Autorität und Hierarchie verteufelt wird, mag sich die „kritische“ bürgerliche Theorie austoben, mit der Realität hat derlei jedoch nichts zu tun. Dabei sind doch Kommunisten dazu angehalten, sich an der objektiven Realität auszurichten, nicht „idealistischen“ Wunschbildern.

    Für mich gibt es auch keine Sonderrolle für Deutschland, etwa in der Art, daß „nationale Rechte“ (nationale Linke gibt es ja leider nicht mehr) per se unter Faschismusverdacht stehen und als „Rechtsextremisten“ diskreditiert gehören und nationale Rechte oder einfach nur Patrioten anderer Länder nicht. Auch das ist eine Form von Selbstgeißelung, mit der ich nichts anfangen kann. Diese ist auch nicht historisch angebracht, denn faschistische Diktaturen, die sich einer nationalen Demagogie bedienten, gab es auch andernorts.

    Daß Bürgerliche verschiedenster Couleur stets in letzter Konsequenz kapitalistische Eigentumsverhältnisse anstreben oder verteidigen, liegt in der Natur der Sache. Ebenso, daß der Sozialismus genau diese Ordnung stürzen und umkrempeln will. Das ist aber schwerlich zu schaffen, wenn man nicht kapiert, daß der Mensch nich so funktioniert, wie sich ML-Gesellschaftswissenschaftler das vorstellen und dabei noch die Lehren Lenins und Thälmanns außer acht lassen, also die eminent wichtige nationale Frage, die verschiedene Lebensbereiche tangiert.

    Wiederum bleibt dieses Feld bürgerlichen Kräften, zudem Rassisten überlassen und die Folge ist, daß selbst antikapitalistisch resp. klar sozialistisch ausgerichtete Deutsche heuer „links“ keine politische Heimat finden und sich deshalb „rechts“ umsehen oder dort ihr Kreuz bei der Wahl machen. Ich kann leider auch nirgends bei Dir einen national-revolutionären („links-nationalen“) Ansatz erkennen, der geeignet wäre, diese Lücke zu füllen.

  55. „Ob da nun der Herr Steins den Renegaten Trotzki auf den Plan ruft, oder Du dich auf rechtskonservatives Gedankengut besinnst, bleibt ohne Wirkung. Hier findest Du Zuhörer, aber „da draußen“ verpufft es wie eine Seifenblase!!“

    Trotzki ein „Renegat“? Das ist, nebenbei bemerkt, stalinistisches Vokabular.
    Und warum soll es „rechtskonservativ“ sein, auf eine gewisse „Überfremdung“ z.B. in Deutschland hinzuweisen? Das ist der typische Denkfehler der „kleinbürgerlichen“, „politisch korrekten“ Linken, ausgehend von den „Grünen“, der (ebenfalls kleinbürgerlichen) SPD-(Öko-)-Linken und leider inzwischen auch der Parteiführung der „Linkspartei“ und der dort vorherrschenden Kräfte. Daß die Mehrheit von deren Wählerschaft (jedenfalls von der im Osten) da durchaus andere Positionen vertritt, kannst du im Artikel „Linke für automatische Abschiebung“ auf diesem Blog nachlesen.

  56. @ Detlef Nolde

    Zitat: „Natürlich kann “Rassismus, Gewalt und Terror, Konzentrationslager und die Abschaffung demokratischer Grundrechte” nicht nur “wesensgemäßer Ausdruck des Faschismus” sein, sondern auch einer offenen sozialistischen Diktatur entspringen, wir wir beim Stalinismus gesehen haben, ebenso teils oder in Gänze bei kapitalistischen Demokratien, man betrachte sich die Politik der Zionisten, der USA und Englands von Anbeginn ihres Bestehens.“
    […]
    Eine “Parteigängerschaft zum Zionismus/Israel” ist sowenig wie dieser selbst Ausdruck des Faschismus, wenn auch Instrument der aggressivsten Kreise des internationalen Finanzkapitals. Auch hier sollte man sich um Genauigkeit bemühen und nicht jedwede, von mir aus quasi-faschistoide Klassenherrschaft dem Faschismus als solches gleichsetzen. Ansonsten müßten, nach Deiner Logik, auch andere Parteigänger des Zionismus, wie z. B. Petra Pau oder andere aus dem sonstigen bürgerlichen Spektrum, Faschisten sein. Du siehst an diesem Beispiel bereits, daß Deine Logik nicht aufgeht, jedenfalls nicht, wenn Du Dich an die Faschismusdefinition der KI von 1935 hältst, was ich nachwievor tue.

    Hier liegen unser Dissens und Missverständnisse in der unterschiedlichen Interpretation und Anwendung von Begriffen begründet.
    Ganz wichtig zum Verständnis: In meiner Argumentationslogik und Thesen unterscheide ich strikt von der äusseren politischen Erscheinungsform, also einer auf Demagogie begründeten Identität, und dem realen politischen Gehalt – übrigens genau jene Methode, die auch in der Faschismustheorie der Komintern von 1935 angewendet wird.
    (Beispiel: Die CDU ist für mich nicht „christlich“, nur weil sich diese so nennt – in der Realität aber Kriege unterstützt und damit gegen das Gebot „Du sollst nicht töten“ verstößt.)

    Wie ich oben bereits versuchte zu verdeutlichen;
    – hat Stalinismus nichts mit Sozialismus zu tun (abgesehen vom Lametta, von der äusseren Erscheinungsform)
    – ist Stalinismus Staatskapitalismus und faschistische Gewaltherrschaft
    – ist Zionismus eine nationalistische Ideologie und aufgrund der exzessiven Gewaltherrschaft Faschismus
    – ist eine vormals bürgerliche Demokratie wie die USA, die Konzentrationslager unterhält, foltert, systematisch staatlichen Terror und Morde verübt faschistisch

    Wir haben es in dieser Debatte also mit zwei Ebenen zu tun: Zum einen mit der Identifikation der Realität (der realen historischen und politischen Verhältnisse) und zum anderen, mittels welcher Begrifflichkeit und Diktion man dies formulieren möchte.

    Und was Bürgerliche wie Petra Pau etc. betrifft: Sofern diese Leute den Zionismus unterstützen, unterstützen sie ein Gewaltregime, nach meiner und der Definition der Komintern von 1935 ein faschistisches Regime. Das kann und muss man ihnen vorhalten.
    Offenbar interpretieren wir auch die sog. „Dimitroff-These“ unterschiedlich.

    Zitat: „… etwa in der Art, daß “nationale Rechte” … per se unter Faschismusverdacht stehen …“

    Das habe ich jetzt aber bereits mehrfach klargestellt, dass dies sachlich falsch ist und daher von mir nicht betrieben wird. Ich hatte konkrete Orientierungen benannt, die erfüllt sein müssen, damit von Faschisten gesprochen werden kann.

    Zitat: „Ebenso, daß der Sozialismus genau diese Ordnung stürzen und umkrempeln will. Das ist aber schwerlich zu schaffen, wenn man nicht kapiert, daß der Mensch nicht so funktioniert, wie sich ML-Gesellschaftswissenschaftler das vorstellen und dabei noch die Lehren Lenins und Thälmanns außer acht lassen, also die eminent wichtige nationale Frage, die verschiedene Lebensbereiche tangiert.“

    Die nationale Frage hat immer eine Rolle gespielt, ich verweise u.a. auf folgende Schrift aus der Roten Fahne:
    Die Rote Fahne 24.08.1930 – Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes
    http://Die-Rote-Fahne.eu/headline356.html

    Zitat: „Auch Du hast es bis dato nicht geschafft, eine normale, d. h. nicht nur internationalistisch, sondern auch patriotisch ausgerichtete Linke bzw. sozialistische Kraft aus der Taufe zu heben“

    Das ist so scharf beobachtet wie wahr. Allerdings ist es mir (sicher nicht ganz allein) immerhin gelungen, Die Rote Fahne und damit korrespondierend originäre sozialistische Tradition (und nicht zuletzt das traditionsreichste deutsche Pressemedium) ins 21. Jahrhundert rüber zu retten und als Diskurs zu erhalten. Immerhin hat Die Rote Fahne heute zumindest online weit mehr Leser, als bspw. das „Neue Deutschland“ der aus dem Stalinismus hervorgegangenen Mainstream-Linken. Und dies, obwohl in das ND Millionen gepumpt werden und der Roten Fahne allenfalls wenige hundert Euro im Monat zur Verfügung stehen. Das gibt uns Hinweis auf das Potenzial, welches für die Zukunft noch vorhanden ist.

    Die Historie und der desolate Zustand der Linken wird von mir in verschiedenen Artikeln thematisiert, Ursachen benannt und Perspektiven entworfen und ähnliche Situationen haben wir auch in anderen Ländern. Dabei gehe ich davon aus, dass der sozialistische Diskurs für die Lösung der aktuellen und noch kommenden Herausforderungen unverzichtbar ist.

    Zitat: „Ein weiteres untrügliches Zeichen der Degeneration der insbesondere Westlinken ist die Verurteilung der DDR, statt sie, bei all ihren Fehlern und nötiger Kritik, als das bessere Deutschland zu kennzeichnen, sich solidarisch zu ihr zu verhalten. Wer in der DDR keine sozialistische Gesellschaftsordnung ausmachen kann, der hat halt sehr eigentümliche Vorstellungen von Sozialismus“

    Da gehen unsere Beurteilungen wohl stark auseinander. Gerade die ökonomische und politische Realität in der DDR zeichnet für deren Scheitern verantwortlich, ebenso wie für die nachhaltige Diskreditierung des Sozialismus.
    Wer das nicht realisiert, verhält sich ahistorisch. Denn nicht zuletzt hat die Geschichte selbst die Antwort auf den sog. „Realsozialismus“ gegeben.

    Zitat: „Leider komme ich nicht umhin festzustellen, daß auch Du zu den Sozialisten gehörst, die, aus dem linken Milieu kommend, nicht begriffen haben, welche Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen sind und nicht rekapitulieren, warum es keine sozialistische deutsche Arbeiter- und Volkspartei mehr gibt (die letzte war die unter Ernst Thälmann), stattdessen die gesamte Linke zu einem Sammelsurium von Sekten und Erfüllungsgehilfen des Regierungsapparates verkommen ist.“

    Nichts für ungut, aber leider komme ich nicht umhin festzustellen, dass Sie ganz offenbar meine Texte (in der Roten Fahne) nicht gelesen haben.
    Aber was nicht ist, kann ja noch werden …

  57. „, nämlich das (post)mittelalterliche Zwinkern der vordemokratischen Willkür und ein nicht kompatibles Altagsleben.“

    Wie viele Muslime kennen Sie denn im privaten Leben, dass Sie meinen, so gut über deren „Alltagsleben“ Bescheid zu wissen? So eine Anspielung haben Sie schon mal woanders gemacht, wahrscheinlich auf Ihrem eigenen blog oder bei Herrn Nolde, das weiß ich nicht mehr genau.
    Das „Alltagsleben“ von Muslimen ist genauso wenig verallgemeinerbar wie das der Christen, Juden, Agnostiker usw. , es sind immer noch Individuen.
    Jedenfalls war es bisher immer so, dass jeder, der mal bei uns war und uns PERSÖNLICH kennengelernt hat, von einem Großteil seiner Vorurteile kuriert wurde…

  58. Erfreulich breites Meinungsspektrum hier. Fast schon einzigartig. Die x’sche Vita dürfte jedoch bekannt sein. Obacht.;-))

  59. Frau Özoguz, mir reicht, was ich sehe und wenn ich aktuell keinen Kontakt zu einem Moslem habe, dann, weil jenes Milieu, das ich meine, auch keinen Kontakt will oder Barrieren aufbaut. Ich kann würde handgreiflich, wenn man mir den Handschlag verweigert, ich kann auch nicht ruhig bleiben, wenn mir ein Kopftuch signalisiert „Ich grenze mich von eurer schamlosen Freizügigkeit aus, weil ich euch für lüsterne Ungläubige halte“. Mir reichen auch die zuständige in den islamischen Ländern und Äußerungen der allermeisten Gläubigen zu den Regeln des alltäglichen Lebens. Nicht zuletzt halte ich die propagierten Verwandtenehen für problematisch und dekadenter, als alles was wir im Westen an negativen Entwicklungen – die ich mitunter ebenfalls heftig kritisiere – aufzuweisen haben.

  60. Zur „Überfremdung“.
    Hat hier irgendjemand mal konkrete Zahlen zur Einwanderung?
    Ich ging immer davon aus,das mehr Menschen Deutschland verlassen als einwandern.Seit wann können denn Ausländer aus Drittte Welt Staaten(islamische Länder) so einfach nach Deutschland einwandern.
    Meine Frage an alle hier wäre:Ihr redet alle von zu viel Überfremdung.Was meint Ihr denn sollte man denn tun.Alle AUsländer depotieren?Und die Millionen mit Migrationshintergrund mit deutscher Staatsangehörigkeit?Auch deportieren?Ich beobachte hier auch,das der Fokus auf den Islam liegt.Soll man deutsche Konvertiten auch deportieren?Wohin?Oder zwangschristianisieren?Ihr zeigt Probleme auf,aber keine Lösungsvorschläge.Genau hier liegt die Gefahr.

  61. Pablo: Der Saldo der Einwanderung ist seit 2008 negativ, d.h. mehr ziehen weg. ABER: Das Problem ist, dass z.B. gut ausgebildete Türken zurückkehren – die Türkei boomt! -, während arme Anatolier über „Familiennachzug“ ständig weiter kommen. – Von „Deportieren“ spricht kein vernünftiger Mensch. Es geht darum, die Anreize wegzunehmen, die Leute regelrecht in die BRD „ziehen“, weil sie hier mit Hartz-IV ein Vielfaches von den regulären Löhnen in den Herkunftsländern bekommen. Diese Vorschläge wurden etwa von Sarrazin gemacht und entsprechen etwa dem kanadischen oder dänischen Modell, also nichts mit rechtsextrem oder so.

  62. Tanja: Mit Gauweiler gesagt: Nicht die Kopftuchmädchen, sondern die Arschgeweihmädchen sind das Haupt-Problem …

  63. „Es geht darum, die Anreize wegzunehmen, die Leute regelrecht in die BRD „ziehen“, weil sie hier mit Hartz-IV ein Vielfaches von den regulären Löhnen in den Herkunftsländern bekommen. “

    Na bitte, da haben wirs doch schwarz auf weiß auch mal von Ihnen. Genau das habe ich in der Diskussion mit „Umsicht“ auch erwähnt, leider hat er das schlicht nicht zur Kenntnis genommen.

    „Ich kann würde handgreiflich, wenn man mir den Handschlag verweigert,..“

    HANDGREIFLICH? Danke für Ihre Offenheit, damit erübrigt sich jede weitere Diskussion. Unglaublich.

  64. Ich denke nicht das es sich bei den meisten hier um berechtigte Sorgen dreht.Man könnte den „Anatolier-Zuzug“ durch einfache Gesetze regulieren,z.B. durch wirkliche Sprach-Tests und einer Bedingung das man selbst für seinen Lebensunterhalt aufkommen muß.Es gibt da viele Möglichkeiten.Nein,ich denke im Kern(tiefenpsychologisch)gesehen sind viele hier zutiefst fremdenfeindlich eingestellt und benutzen die realen Probleme als Vorwand.Würde man den Zuzug auf Null stoppen,würden die gleichen Leute weitere Restriktionen fordern,wie Moscheebaustopp oder Verbot auf der Straße türkisch zu sprechen oder ähnliches.Solange weiter mehr Geld in Rüstung und Wiedergutmachungszahlungen an Israel geleistet werden,als in Soziales und Bildung wird sich hier gar nichts ändern.

  65. @ Pablo

    Zitat: „Was meint Ihr denn sollte man denn tun?“

    Bspw.:

    – Gesetzliche Festlegung einer Ausländerquote auf 5% – 10%

    – Stopp jeder weiteren Zuwanderung (auch Zusammenführungen etc.) bis diese Quote erreicht ist
    Ausnahme: Menschen aus den Ländern Nord- und Westeuropas, mit denen entsprechende gleichwerte Abkommen bestehen

    – Rückführung aller illegal sich im Lande aufhaltender Personen, ggf. Verschärfung von Visabestimmungen

    – Rückführungen aller Personen mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind
    Ausnahme: Menschen aus den Ländern Nord- und Westeuropas, mit denen entsprechende gleichwerte Abkommen bestehen

    – Gesetzliche Festlegung von einem Ausländer- bzw. Migrationsanteil in Schulklassen auf max. 10%
    Betroffene Familien sollen ggf. beim Umzug in andere Stadteile oder Städte unterstützt werden
    Ziel ist hierbei u.a. auch, Gettos aufzulösen

    – Verschärfung der Einbürgerungsrichtlinien und – Voraussetzungen

  66. „- Rückführungen aller Personen mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind“

    Also ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, der jahrzehntelang hier gearbeitet und in die Sozialkassen eingezahlt hat, dann aber mit 50 arbeitslos wird, soll abgeschoben werden? Mit 50 ist er ja schwer vermittelbar, daher ist es kaum zu erwarten, dass er innerhalb eines halben Jahres noch auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann. In der heutigen Zeit geht das bekanntlich ganz schnell, dass eine Firma Konkurs anmelden muss und die gesamte Belegschaft auf der Straße steht. Sorry, aber das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein.

  67. @ fatimaoezoguz

    Zitat: „Also ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, der jahrzehntelang hier gearbeitet und in die Sozialkassen eingezahlt hat, dann aber mit 50 arbeitslos wird, soll abgeschoben werden?“

    Ich gebe Ihnen in diesem Fall Recht, eine eingebürgerte Person, die jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, kann natürlich nicht ebenso behandelt werden.
    Meine obigen Punkte skizzieren eine Grundrichtung und stellen kein im Detail ausgearbeiteten Gesetzesentwurf dar.

  68. @ Steins

    Sowas fordern wohl nicht mal die deutschen Republikaner:

    „Rückführungen aller Personen mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind
    Ausnahme: Menschen aus den Ländern Nord- und Westeuropas, mit denen entsprechende gleichwerte Abkommen bestehen“

    Auch jener ohne BRD-Pass? Auch der seit 30 Jahren in der BRD lebenden Ausländer??

  69. „Tanja: Mit Gauweiler gesagt: Nicht die Kopftuchmädchen, sondern die Arschgeweihmädchen sind das Haupt-Problem …“

    Nein, das sehe ich nicht so, wenngleich ich die letzteren auch nicht belobige. Kopftücher sind eine Brüskierung des modernen Lebens, eine Vergiftung des öffentlichen und gemeinsamen Lebens, geradezu eine Sexualisierung, die gleichzeitig den, der sie wagt (die Annäherung, die Normalität, das Körperliche) straft.

    „HANDGREIFLICH? Danke für Ihre Offenheit, damit erübrigt sich jede weitere Diskussion. Unglaublich.“

    Ich denke, Sie haben mich nicht richtig verstanden. Sonst wäre IHRE Meinung „unglaublich“. Ich nämlich hatte einen Mann vor Augen, der aus „religiösen“ (Klartext: ideologischen) Gründen mir den Handschlag verweigert. In der Tat: das würde er ohne meinen größten Widerstand nicht noch einmal tun. Sind Sie nicht eine Sozialdemokratin? Kennen Sie die Traditionen der Sozialdemokratie? Wissen Sie, was August Bebel oder auch Karl Marx zu ihnen gesagt hätten? Nichts anderes als ich! Sie werden die Freiheit, die wir erkämpften, nicht ausgerechnet durch die Aufweichung sozialdemokratischer Prinzipien, wie sie die heutige, falsch tickende Linke (die keine mehr ist) lebt, abschaffen. Ich habe nicht umsonst früher mit Pfaffen gestritten, um jetzt vor einem (schlimmeren) Revival dieser Art zu kuschen.

  70. Hallo,

    @Stephan Steins

    Ich kann Ihren Ausführungen zum größten Teil folgen und diesen zustimmen.

    ABER: ein deutscher Saatsbürger, egal ob mit Migrationsbehinderung oder ohne, kann und soll unter keinen Umständen ausgebürgert werden!
    Das möchte ich hier mal klar zum Ausdruck bringen.

    MfG

  71. lustig, wie oft auf der aufklärung herumgeritten wird … schnell wird da vergessen, dass die aufklärung den biologistischen rassismus „erfunden“ hat. und frauen wurden jetzt eben nicht mehr mittels der christlichen religion, sondern aufgrund ihrer „natur“ als geistig minderbemittelt dargestellt. ein hoch auf die aufklärung! diese welt ist eben eine männerwelt… hier wie dort …

  72. Tanja: Meinen Sie mit „handgreiflich“ draufschlagen oder „die Hand ergreifend“, die Ihnen verweigert wurde? Ersteres wäre tatsächlich eine Straftat, über die sich Fatima zu Recht erregt. Das hat auch mit Sozialdemokraten hin oder her nichts zu tun – da geht es um Recht und Gesetz. Jeder Mensch ist frei darin, einem anderen die Hand zu geben oder nicht. Aber keiner darf den anderen schlagen – es sei denn, in Selbstverteidigung.

  73. Tanja Krienen:

    Nein, ich bin keine Sozialdemokratin, und es ist mir auch herzlich egal, was Bebel oder Marx zum Islam gesagt haben, bzw. bei Marx weiß ich es. Das ändert aber meine Einstellung zu meiner Religion nicht im Geringsten.

  74. J . Elsässer: Ich glaube, ich habs jetzt verstanden. Ich denke, Frau Krienen meint, sie würde die Hand an sich reißen. Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie Frau Krienen einem Mann den Arm ausreißt 😀

  75. „es geht einfach nicht an, dass als Predigten getarnte politische Ansprachen eines anderorts gewalttätig auftretenden Milieus, noch dazu separatistisch angelegt in all seinen Strukturen, in fremder Sprache auftritt. Hier hat eine territoriale Eroberung einer fremden Macht innerhalb eines Gebietes stattgefunden und dies ist in einem vergleichbarem Umfang und ähnlicher Wirkung bei anderen Gruppierungen nicht der Fall.“

    ich sehe dieses auch und es findet statt. wer etwas anderes behauptet macht sich schuldig daran, das irgendwann auch jene über den kamm geschoren werden, die das nicht wollten und nur „ähnlich aussehen“. wir wissen doch das die massen da keinen unterschied sehen.

    die bürgerkriegsähnlichen zustände und das aufeinanderhetzen der massen, vor dem hier immer so schön gewarnt wird, ist zum großteil nur möglich und wahrscheinlich, weil obiges von t. krienen formuliertes unter den tisch gekehrt wird. von denen die es selbst verursachen, wie von denen die deutschland gern am ende sehen, als auch von den völlig erblindeten freunden einer toleranz, die ihnen selbst das wasser abträgt. toleranz für intoleranz ist einfach selbstmord.

    „Mir reichen auch die zuständige in den islamischen Ländern und Äußerungen der allermeisten Gläubigen zu den Regeln des alltäglichen Lebens.“

    auch dieser einwand läßt sich nicht entschärfen durch das gebetsmühlenartige: „wer will das schon hier“ oder „die mehrzahl hier ist doch deutsch und läßt das doch gar nicht zu.“ da kommt dann wieder ins spiel das 70% der kinder heute mohammed uä in deutschland heißen. eine entwicklung die danach schreit mit den vielen, vielen mohammeds die hier groß werden, schon jetzt eine gemeinsame basis finden zu müssen.

    ————————————-

    j. elsässer

    „Jeder Mensch ist frei darin, einem anderen die Hand zu geben oder nicht.“

    klar, auch jeden fall. aber sind doch nicht zb die deutschen die ein problem damit hätten, wenn unter muslimen das so gehandhabt wird. es ist das schale gefühl das man hat, wie muslime auf menschen herabsehen, die eben nicht nach diesen muslemischen geboten leben. mit denen hat man dann nicht gern etwas zu tun. das ist religiöse diskriminierung und sie findet überall statt, dies abschottung, auch wenns im hause özoguz vielleicht anders ist (?) es macht auch nichts besser, wenn mitleidig auf nichtgläubige herabgeschaut wird, die nur darum noch nicht ausgesondert werden, weil sie ja noch potentielle gerettete werden können, bzw vielleicht noch konvertieren.

    wissen sie, es sind doch nicht so sehr die deutschen oder die europäer, die schlecht über muslime denken und sprechen. es sind doch vielmehr die muslime in großer zahl, die in jedem areligiösem menschen einen ungläubigen sehen, der in der hölle landet oder die schweinefleisch“fresser“ nicht als vollwertige menschen akzeptieren oder frauen ohne kopftuch als schlampen und freiwild ansehen, oder wenigstens als schlechten umgang für töchter mit kopftuch.

    da scheint mir die kritik an kopftuch und ähnlichem eher wie verzweifelte selbstverteidigung einer kultur, die nun aufgeklärt, nicht weiß wie sie sich solch alter dogmen und religiöser verurteilung erwehren soll.

  76. juergenelsaesser
    Dezember 13, 2010 at 18:23

    chicano: Anstatt die fremde kultur abzuwehren, sollte man sich auf die eigene besinnen!

    Nebelkerzenfestival!!

  77. Wow, 93 Kommentare… da scheinen Sie ja mal wieder voll ins Schwarze getroffen zu haben mit Ihrem Artikel Herr Elsässer!

    In der Tat liest man kaum etwas zumindest halbwegs Seriöses im deutschsprachigen Raum über die Verstrickungen von extremen Rechten Euro-Gruppen u. extrem rechten, jüdisch-zionistischen Strömungen. Vielleicht auch deshalb weil viele Normalbürger stets noch die Ereignisse des zweiten Weltkrieges im Hinterkopf haben u. daher eine Zusammenarbeit von jüdischen und europäisch bzw. deutschen „Nazis“ grundsätzlich sich nicht vorstellen können.
    Mann sollte diese Entwicklungen beobachten u. sich damit auseinandersetzen. In einer „Strategie der Spannung“ wäre es für gewisse Kräfte des internationalen Finanzkapitals durchaus von Sinn eine einseitig antiislamische, prozionistische Bewegung im Euro-Raum zu etablierten und somit eine zumindest bürgerkriegsähnliche Stimmung zu erzeugen.

  78. Ganz anders, nämlich im worteigensten Sinne: hand-greiflich, ich würde nach der Hand des Mann greifen, wahrscheinlich dabei sagen: „so machen wir das hier, Freund, bitte mehr Respekt vor den Sitten und Gebräuchen nicht nur dieses Landes, sondern unserer europäischen Lebenswelt.“ Das beinhaltet übrigens beides: Zuvorderst eine „Besinnung“ auf unsere Tradition und zudem eine „Abwehr“ der Einführung von unannehmbaren Formen des Miteinanders. Das Händegeben ist eine Höflichkeitsform, ohne die niemand bestehen kann – es ist sogar mehr als das. Aber selbst wenn ich einer unartigen Hand zur Aufforderung einen durchaus respektlosen Klaps geben würde, wäre das keine Straftat. Von Beruf bin ich Erzieherin und weiß, wie weit man gehen darf.

    Frau Özuguz, Sie sagten in einem Interview: „Es käme für mich nicht in Frage, wegen einer Arbeit oder ähnlichem das Kopftuch abzusetzen.“ Sehen Sie, damit überlagern und vergiften Sie das Alltagsklima, denn ihre religiösen Gefühle (besser: ihre Ideologie), hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Hier hat auch die Sozialgesetzgebung einzugreifen.
    Sie signalisieren damit jedem Mann (von den Frauen will ich gar nicht reden): „Du bist ein lüsterner Typ, der in mir nur das Sexuelle sehen will.“ Die Folge ist: jeder denkt daran. Ich halte so eine grundsätzliche Annahme für eine Frechheit. Und damit erziehen Sie schon vorpubertierende Kinder. Außerdem ist es bei uns üblich, dass ein Mensch sich im freien Spiel den Partner aussucht und nicht vermittelt wird. Den richtigen Partner findet man nur, wenn man das Leben mit ihm auch vor der Ehe ausprobiert. Das soll zu diesem Thema reichen.

  79. Noch eine Nachfrage: Was wäre, wenn man im Haus Özuguz die Schuhe anbehalten wollte oder eine Flasche Bier mitbringt und trinken möchte. Wie würde man dies zu verhindern wissen wollen?

  80. Tanja: Stellvertretend will ich Ihnen gerne antworten: Selbstverständlich wird man sich als guter Gast den Gepflogenheiten des Gastgebers entsprechend verhalten. Wenn ich zu einem Nichtraucher gehe, werde ich mir keine Kippe anstecken, und wenn ich zu einem Muslim gehe, werde ich keine Pulle mitbringen. Hier geht es nicht um Religion, sondern um Höflichkeit.

  81. Tanja: Es ist eine ziemlich verrückte Drehung in der Diskussion, ausgerechnet einer Frau, die sich fromm verhält und kleidet, zu unterstellen, sie würde auf das Lüsterne im Mann anspielen. Die überbordende Sexualisierung von Alltag und Arbeitswelt zurückzudrehen ist dringend notwendig, an dem Punkt sind sich christliche Kirchen und Muslime einig! Der Ist-Stand, den wir hier erreicht haben, ist kein Ausdruck abendländischer Kultur, sondern der Amerikanisierung und Pornographisierung unserer Lebenswelt. Dazu hätte ich jetzt gerne von Ihnen, liebe Tanja, mal eine klare Stellungnahme, bevor Sie sich weiter mit Fatima duellieren … Im übrigen bestimmt der Arbeitgeber die Kleidung seiner Angestellten, das ist nun mal so. Wenn er es für notwendig hält, kann er einer Angestellten schon sagen, das Kopftuch abzunehmen. Das trifft allerdings auf Mini-Rock und tiefe Auschnitte nicht minder zu.

  82. Ich hoffe, das geht noch in Ordnung , Herr Elsässer, aber die Frau Krienen hat leider gerade wieder ihr Unwissen über das „Alltagsleben“ von Muslimen unter Beweis gestellt. An sich gehe ich ja nicht mit meinem Privatleben hausieren, aber nur mal zu ein paar Punkten:

    „Sehen Sie, damit überlagern und vergiften Sie das Alltagsklima, denn ihre religiösen Gefühle (besser: ihre Ideologie), hat am Arbeitsplatz nichts zu suchen. Hier hat auch die Sozialgesetzgebung einzugreifen.“

    1. Sie wissen nicht allzuviel von unserer „Ideologie“ (wieder son Kampfbegriff, der beliebig dehnbar ist)
    2. Brauche und brauchte ich nie irgendeine „Sozialgesetzgebung“ diesbezüglich, mein Mann verdient genug.
    3. sind meine Kinder nicht „vorpubertär“, sondern volljährig und stehen mit beiden Beinen im Leben,
    4. eine Frau, die in zwei Monaten ihre Silberhochzeit feiert (so Gott will) , braucht auch keine Ratschläge, wie man einen richtigen Partner findet. Damit ist glaub ich alles gesagt.

    J. Elsässer: „Anstatt die fremde kultur abzuwehren, sollte man sich auf die eigene besinnen!“

    ganz genau. Aber da darüber schon Uneinigkeit zu herrschen scheint, wie die genau aussieht, entsteht eine Unsicherheit, die nur noch das vermeintlich „Fremde“ ängstlich abwehren will. Ein Weg wäre auch, das „Fremde“ näher kennenzulernen, dann erfährt man unter Umständen, dass die Fremdheit doch nicht so groß ist, wie zuvor angenommen. Und das gilt für beide Seiten.

    Lutz: Was daran „Nebelkerze“ sein soll, erschließt sich mir nicht.

  83. chicano:“ich sehe dieses auch und es findet statt. wer etwas anderes behauptet macht sich schuldig daran, das irgendwann auch jene über den kamm geschoren werden, die das nicht wollten und nur „ähnlich aussehen“. wir wissen doch das die massen da keinen unterschied sehen.“

    wenn das eine fremde Sprache ist, können Sie doch gar nicht wissen, was da gesagt wird.
    Und der MM arbeitet AUSSCHLIESSLICH auf Deutsch. Vorträge auf Türkisch halten wir auch nirgends mehr aus Prinzip. Alles einsehbar und offen. Unser Haus auch 😉

    „die eben nicht nach diesen muslemischen geboten leben. mit denen hat man dann nicht gern etwas zu tun.“

    ich weiß nicht, wer „man“ ist, auf mich trifft das jedenfalls nicht zu. Auf die meisten anderen, die ich so kenne, auch nicht.

    „das ist religiöse diskriminierung und sie findet überall statt, dies abschottung, auch wenns im hause özoguz vielleicht anders ist (?) “

    na immerhin, so ein klitzekleiner Zweifel regt sich ja bei Ihnen eventuell doch, ob das nicht grob verallgemeinernd ist, oder? 😉

    „es macht auch nichts besser, wenn mitleidig auf nichtgläubige herabgeschaut wird, die nur darum noch nicht ausgesondert werden, weil sie ja noch potentielle gerettete werden können, bzw vielleicht noch konvertieren.“

    Erst mal können und wollen wir niemanden „retten“. Das kann Gott, oder vielmehr nur der Betreffende selbst, und zur ewig wiederkehrenden Anschuldigung, wir würden die anderen in der Hölle sehen, kann ich nur sagen, dass ich das nicht entscheiden kann, will und darf.
    Wer sich hochmütig verhält, handelt gegen den Quran. Ich will nicht behaupten, dass es KEINE Muslime gibt, die so denken, aber diese Seuche „Ich-bin-besser“ ist weltweit verbreitet. Sei es unterm Deckmantel der Religion, oder der ethnischen Zugehörigkeit, des Reichtums, des Aussehens usw. Wegen seiner Aussage „ich bin besser als er (Adam)“, wurde Satan verdammt.

    „und wandele nicht hochmütig auf Erden, denn du kannst die Erde nicht spalten, noch kannst du die Berge an Höhe erreichen.“ (17 : 35)

    „Oh die ihr glaubt, lasset nicht ein Volk über das andere spotten, vielleicht sind diese besser als jene….“ (49 : 11)

    „wissen sie, es sind doch nicht so sehr die deutschen oder die europäer, die schlecht über muslime denken und sprechen. “
    Hm… Auch wenns das umgekehrt auch geben mag, das machts ja nicht besser. Nach einer Studie ist übrigens die Abneigung von Deutschen gegen Türken größer als umgekehrt. Hoffen wir mal, die stimmt nicht, kommt ja immer darauf an , wer diese Studien finanziert.

  84. Geht jetzt hier ein Religionsstreit los?
    Wie wäre es hiermit:
    http://www.zazen.de/p2.shtml

    Auch wenn sich zen nicht wirklich als Religion definiert, so ist doch das angenehmste am zen die Praxis zazen, bei welcher man still gegen eine Wand gerichtet sitzt (soto).
    Das ist nicht nur eine wortlose und ruhige Angelegenheit, sondern hilft auch ungemein Gelassenheit zu üben…
    😉

  85. Seltsame Diskussion, die Frau Krienen, Frau Oezuguz und Herr Elsässer hier führen. Schön vorurteilsbeladen, ängstlich und voller Ausweichmanöver. Zwar ein großes Meinungsspektrum hier, aber de facto letztendlich wenig gewinnbringend. Übrigens gibt es auch noch andere Standpunkte als diejenigen christlicher Kirchen und der Moslems. Zum Glück.

  86. Warum sollten Frauen keinen Mini-Rock anziehen – das geht selbst im Geschäftsbereich und ist an sich überhaupt kein Problem, ja sogar unsere Lebensart (und das soll auch so bleiben), körperbetont, geschlechtsspezifisch. Sackkleidung wäre das Gegenteil davon, ist aber weniger schön. Negativ ist es, wenn eine überbordene Haltung dazu kommt oder eine permanente und expressive Form, die über das akzeptable Maß hinausgeht. Derartige Verhaltensweisen gibt es en masse und sind zu verurteilen, vor allem in der medialen Darstellung. Deshalb aber werde ich nun einem betschwesterlichen Verhalten nicht das Wort reden. Ich habe mich schon im Wahlkampf mit Sahra (Wagenknecht) anno 1998 für ein Wahlplakat mit ihrem Konterfei und dem Aufdruck „Trau dich“ ausgesprochen, während die vom Feminismus beeinflusste Minderheitenfraktion maulte, dies könne als Aufforderung zur sexuellen Handlung gesehen werden. Das ist aber lächerlich! Es ist Partei zu ergreifen gegen die Exzesse (Drogen, kulturelle Degeneration), nicht gegen die Palette der normalen Äußerungsformen, die sich auch durch Kleidung und Haltung ausdrücken.

    Nicht immer passt ein Beispiel komplett und meines von heute morgen, auf die Schnelle verfasst, rumpelt etwas. Vielmehr hätte es heißen müssen: Wenn jemand „sein Haus“ als Moschee bezeichnet – wie Özuguz´ es tun – bitte: gilt darin die Scharia? Ohne mich! Bezüglich der geäußerten Beispiele können wir das bei mir zu Hause ansiedeln: Wenn ich nicht möchte, dass jemand die Schuhe auszieht, weil ich nicht auf die Socken starren möchte, geht der dann? Oder wenn ich ein Bier trinken will – verlassen die dann das Haus? Was wären das für Gäste, für die man einen Verhaltenskodex ausarbeiten muss? So aber sieht es inzwischen überall aus! Frau Özuguz nimmt ihre Söhne aus dem Fußballverein, weil es da keine getrennten Duschen gibt. Ja auf welchem Wunschkonzert sind wir denn? Wenn die COMPACT vorgestellt wird, herrscht dann Alkoholverbot aus Rücksicht auf die Muslime?

  87. Ist schon interressant,das hier auch nur die selben Vorurteile die in der „BLÖD“ stehen diskutiert werden.Mit der selben Vehemenz und den selben Stammtischparolen.Traurig.Als ob Deutschland an den Muslimen zugrundegeht.Da wird sich ja Sarrazin und die Bankster ja freuen,das ihre Saat aufgangen ist und man lieber über belanglose,ausgebeutete Minoritäten spricht.

  88. Pablo: Jetzt hören Sie doch bitte auf zu jammern! Und zu Ihrem vorherigen Post: Die zugewanderten Türken sind die größte Minderheit in diesem Land, mehr als jede Einwanderung aus einem EU-Land. Da haben Sie doch einen Bock geschossen, das müssen Sie jetzt doch endlich mal zugeben!

  89. Herr Elsässer Sie tun mir aufrichtig Leid hier zwischen den beiden Ladys schlichten zu müssen…. Aber hier sieht man eben was passiert wenn „zwei Welten“ aufeinander treffen…nebeneinander geht offenbar, so lange man sich in Ruhe lässt. Miteinander offenkundig nicht!

  90. Jürgen.
    Verkehrte Welt,oder was.Wer jammert denn hier über zu viel Einwanderung?Wer jammert denn hier über zuviele Türken?
    Reden wir hier über Einwanderungsstopp(was tatsächlich schon in Kraft ist-siehe Statistik) oder über die von der NPD initiierte „Ausländerrückführung“ inklusive eingebürgerter Migranten?
    Die Türken sind die größte Gruppe in Deutschland.Aber sie wird nicht größer durch Einwanderung.Das ist Fakt.Oder wollen Sie einen Geburtenstopp verfügen?

  91. @Pablo

    Achso dann sind die Muslime mal wieder immer nur die Opfer und nie für etwas selbst Schuld? Gott diesen Käse glaubt doch keiner mehr. Ich habe noch gelernt, dass jeder für seine Taten selbst die Verantwortung trägt und das nicht auf andere abschieben darf. Und wenn jemand fürs Nichtarbeiten Kohle bekommt dann ist das Ausbeutung? Was ist dann mit den Leuten, die diese Späße finanzieren? Die werden nach deiner Logik nicht ausgebeutet?

    Sarrazin ist zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit gesteuert, dass was er aber sagt stimmt. Es ist deshalb hier scheißegal wo genau Sarrazin herkommt. Da Wichtige hierbei ist, was man daraus folgert.

  92. Pablo: Wir reden über das kanadische oder dänische Modell, wieso fangen Sie immer mit der NPD an? – Mit Jammern meine ich nicht übers Thema jammern, sondern über diie jeweils anderen auf diesem blog, und dass man selbst mit seiner Wahrheit so böse isoliert sei. Dieser blog ist ein pro-und-contra blog, man muss also auch mal aushalten, für seine Position Pfiffe zu bekommen. Aber ständig wird gejammert, mal von den einen, mal von den anderen. Leute, wenn Ihr’s kuschelig haben wollt, dann geht zu den blogs, wo alle eurer Meinung sind – die gibt’s zu hauf, und zwar für jede Fraktion. Hier auf diesem blog aber pfeift ein frischer Wind – und das soll auch so bleiben.

  93. „Ist schon interressant,das hier auch nur die selben Vorurteile die in der „BLÖD“ stehen“

    Wie wäre es mit „Urteile“?! Und: Nein, es geht hier nicht gegen Türken, im Gegenteil, möchte ich fast sagen: MIT dem modernen Türkentum, geboren durch die Herrschaft Mustafa Kemals, den man auch „Atatürk“ nannte, sind gute Argumente gegen den Islamismus ins Feld zu führen. Hier aber fällt mancher gegen die Einsichten dieses autoritär nationalen Sozialdemokraten (so etwas wie ein türkischer Sarrazin) weit zurück.

    Und noch etwas: Die eingewanderten oder hier geboren Türken sind nunmal da, keine Frage: einer fehlende Sozialisation ist hier nicht durch Ausweisung, sondern durch Erziehung nachzuhelfen. „Jugend die will angesprochen, notfalls angeschrieen sein. Doch das überlasst ihr denen, die nur schreien und nichts sagen“, hieß es einmal in einem Chanson von Ernst Stankowski. Ja, gesagt werden muss es, deutlich, aber auch inhaltlich treffend. Doch die anderen Türken, die, ohne Pass, und jene, ohne Pass aber mit einem kriminellen Ansinnen, die ist auszuweisen.

    Der Knackpunkt ist das Asylrecht und die Sozialgesetzgebung. Doch auch: unsere Definition von „Freiheit in einer gerechten Gesellschaft“. Doch wer über all dies die entscheidenden Fragen von Philosophie, Kultur und Recht verdrängt, macht es nicht anders als die bislang sich mit jedem neuen Parteigründungsversuch diskreditierenden Rechten.

  94. Fatima..

    Lutz: Was daran „Nebelkerze“ sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Hat indirekt mit dem Thema zu tun, später mehr.

    😉

  95. „Warum sollten Frauen keinen Mini-Rock anziehen – das geht selbst im Geschäftsbereich und ist an sich überhaupt kein Problem, ja sogar unsere Lebensart (und das soll auch so bleiben), körperbetont, geschlechtsspezifisch. Sackkleidung wäre das Gegenteil davon, ist aber weniger schön. Negativ ist es, wenn eine überbordene Haltung dazu kommt oder eine permanente und expressive Form, die über das akzeptable Maß hinausgeht. Derartige Verhaltensweisen gibt es en masse und sind zu verurteilen, vor allem in der medialen Darstellung. Deshalb aber werde ich nun einem betschwesterlichen Verhalten nicht das Wort reden. Ich habe mich schon im Wahlkampf mit Sahra (Wagenknecht) anno 1998 für ein Wahlplakat mit ihrem Konterfei und dem Aufdruck „Trau dich“ ausgesprochen, während die vom Feminismus beeinflusste Minderheitenfraktion maulte, dies könne als Aufforderung zur sexuellen Handlung gesehen werden. Das ist aber lächerlich! Es ist Partei zu ergreifen gegen die Exzesse (Drogen, kulturelle Degeneration), nicht gegen die Palette der normalen Äußerungsformen, die sich auch durch Kleidung und Haltung ausdrücken.“

    Tanja, da kann ich dir nur voll zustimmen.
    Der Mini-Rock ist, solange er nicht gar zu kurz ist,(bzw. auf solche Weise in die Nähe eines „Huren-Outfits“ gerät) eine große Errungenschaft der westlichen und insbesondere der Sixties-Kultur.
    Daß der ideologisch dominierte „Feminismus“ sich inzwischen auch die „Linkspartei“ dominiert, ist leider auch Realität.

  96. Libertärer Geist
    Dezember 14, 2010 at 16:49

    Herr Elsässer Sie tun mir aufrichtig Leid hier zwischen den beiden Ladys schlichten zu müssen…. Aber hier sieht man eben was passiert wenn „zwei Welten“ aufeinander treffen…nebeneinander geht offenbar, so lange man sich in Ruhe lässt. Miteinander offenkundig nicht

    Sorry für das scheinbare Doppelposting,..aber hier muß mal außnahmsweise nichts geschlichtet werden. Tanja Krienen hat den Kern voll getroffen. Ich verstehe ihren Gedankengang. Übertragen auf unserer europäisches/deutsches Gesellschaftsmodell….läuft hier etwas schief…

    Wenn andere Menschen Toleranz, Verständnis und Achtung im Normalfall für ihre Lebensführungen einfordern, so muß auch gleichzeitig Toleranz, Verständnis, Achtung für die anderen Menschen in ihrer Lebensführung vorhanden sein, zu Hause oder anderswo. Gleichberechtigt, selbstbewußt , ohne ein permanentes schlechtes Dauer-Gewissen haben zu müssen.[die Nebelkerzen rücken näher] Sind wir nur Kellner/Dienstgeister in diesem Land?

    Nö!!

  97. Ui, sollte eigentlich heißen „daß der ideologisch geprägte Feminismue inzwischen auch die „Linkspartei“ dominiert, ist leider auch Realität“.

  98. „“Nein, es geht hier nicht gegen Türken, im Gegenteil, möchte ich fast sagen: MIT dem modernen Türkentum, geboren durch die Herrschaft Mustafa Kemals, den man auch „Atatürk“ nannte, sind gute Argumente gegen den Islamismus ins Feld zu führen. Hier aber fällt mancher gegen die Einsichten dieses autoritär nationalen Sozialdemokraten (so etwas wie ein türkischer Sarrazin) weit zurück.“

    Wie wahr … ähnliches habe ich hier auch schon mal geschrieben, aber Fatima mag ihn leider nicht 😉

  99. „Sixty: Oh je, die Hormone …“

    ?
    Was uns Jürgen hier jetzt damit sagen will, ist mir nicht so ganz klar …

  100. tanja krienen: ein faible für atatürk. nur mit einem schönheitsfehler: „sozialdemokrat“ und „türk. sarrazin“ ist wohl ein trauriger witz. KURDENMÖRDER und DIKTATOR trifft es eher, der erstmal sich mit betenden imamen zeigte, um die leute auf seiner stange zu halten, und nachher, als die politische macht in der türkei bei ihm lag, aufs blutigste und fanatischste die gläubigen muslime verfolgen und sie schikanieren: es wurde sogar männern bei gefägnisstrafe verboten, den fes zu tragen, und viele hartnäckige islamische geistliche, die sich dagegen verwahrten, wurden aus dem land gejagt oder ermordet. ein toller „sozialdemokrat“. mit dem sog. lazismus hat er im grunde einen keil getrieben: spagat zwischen arabischer und westlicher welt, den das volk nie so richtig hinbekam. er riß viele elemente aus der gesellschaft, die eine basis für das leben der türken gewesen waren, und ersetzte sie durch scheinbar „moderne“ europäische gedanken. im ergebnis ein fehlschlag: der europäer läßt sich nicht aufpropfen und der asiate nicht ausschneiden. was soll´s , heute ist das thema nicht atatürk.

  101. @Stephan Steins

    Wenn Du schreibst, daß „Stalinismus nichts mit Sozialismus zu tun (abgesehen vom Lametta, von der äusseren Erscheinungsform)“ hat, dann nimmst Du aber gerade die Dir nicht passende (Staats-)Form daher und negierst das einzige echte Wesensmerkmal des Sozialismus, nämlich die zentrale und umfassende Planung des gesellschaftlichen Produktionssprozesses (das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln ist hierbei nur insofern wichtig, als es die Form der zentral geplanten Wirtschaft ermöglicht, d.h.: es ist eine Voraussetzung für den Sozialismus, aber nicht dessen wesentliches Merkmal). Da nun unter Stalins Herrschaft genau das der Fall war, herrschte Sozialismus.

    Das wiederum heißt nicht, daß man Aspekte seiner Politik als Sozialist nicht kritisieren oder verurteilen könnte, aber zu behaupten, dort hätte kein Sozialismus existiert, mag aus dem Motiv gespeist sein, der Sache zu dienen, aber letztlich ist das nicht der Fall, da man Desinformation verbreitet, statt die Menschen über gesellschaftspolitische Fragen aufzuklären. Wie beim Begriff Sozialismus, so setzt sich die begriffliche Verwirrung fort wenn es darum geht, Kapitalismus und Faschismus zu definieren, und am Ende haben wir die faschistische und kapitalistische DDR.

    Und eben einen Zionismus, der per se faschistisch sein soll, weil dies ein Synonym für „exzessive Gewaltherrschaft“ wäre. Kein Wunder, wenn dann auch gleich die USA faschistisch ist, und nicht bloß faschistoid an dieser oder jener Stelle. Mit der Definition von 1935 hat das nichts zu tun, so verwässert man einen Begriff und macht ihn letztlich unbrauchbar. Am Ende sind wir bei denjenigen, denen jede Autorität, Hierarchie und Gewalt ein Ausdruck des Faschismus ist …

    Daß die nationale Frage bei Dir immer eine Rolle gespielt hat und Du auf die Programmerklärung der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes von 1930 verweist, macht wenig Sinn, denn das tun andere deutsche Kommunisten auch. Nicht ohne auf Nachfrage hinzuzufügen, daß heute natürlich alles ganz anders ist usw. usf., was freilich lediglich eine nachträgliche Unterwerfungshaltung gegenüber der Moskauer Zentrale bedeutet und zur Folge hätte, daß ein heutiger Thälmann für die gesamte deutsche Linke ein großdeutscher Revanchist, Nationalist, Rechtsextremist usw. wäre. Mit anderen Worten, es kommt darauf an, wie man heute erkennt, daß die nationale Frage ein Teil der sozialen ist und sich klar gesamtdeutsch und patriotisch bekennt, was freilich nicht passiert, ganz im Gegenteil, all das überläßt man der Rechten.

    Da nützt es auch nichts, wenn es Dir gelungen ist, die „Die Rote Fahne und damit korrespondierend originäre sozialistische Tradition (und nicht zuletzt das traditionsreichste deutsche Pressemedium) ins 21. Jahrhundert rüber zu retten und als Diskurs zu erhalten“, denn entscheidend ist, was mit diesem Medium transportiert wird, und das ist genausowenig in der Tradition Thälmanns wie bei der Printausgabe der Rote Fahne, dem Organ der KPD, die ebenso suggeriert, die alte Partei Thälmanns zu sein, jedoch vollends dem antideutschen Diskurs erlegen ist, die nationale Frage negiert und freiwillig alte Zwangsbekenntnisse aus der Zeit der sowjetischen Besatzung abspult, statt sich auf August Thalheimer zu berufen, der in seiner Verurteilung der Potsdamer Beschlüsse einst in die Fußstapfen von Thälmann getreten ist.

    Wenn Du auf die große Leserzahl Deiner Webseite verweist, dann freut mich das für Dich, aber, wie gesagt, dieser „Hinweis auf das Potenzial, welches für die Zukunft noch vorhanden ist“, ist jedoch nicht mehr als das, wenn es nicht genutzt wird für etwas völlig „neues“, nämlich als Sozialist zu bekennen, daß die nationale Frage heute, sowohl außen- wie innenpolitisch entscheidender Kern und Hebel der sozialen Frage geworden ist.

    Unsere Beurteilungen gehen in punkto DDR tatsächlich stark auseinander, denn lediglich die „ökonomische und politische Realität“ dortselbst für deren Scheitern verantwortlich zu machen, objektive Faktoren außer acht lassend, das ist tatsächlich ahistorisch. Im übrigen ist die DDR längst nicht so „nachhaltig diskreditiert“, wie Du im Einklang mit den bürgerlichen Massenmedien das behauptest, wie Umfragen in Mitteldeutschland eindeutig belegen, nicht nur die Wahlergebnisse für die PDS/Die Linke.

    Wie ich in einem weiteren Kommentar von Dir gelesen habe, plädierst Du für eine „gesetzliche Festlegung einer Ausländerquote auf 5% – 10%“. Naja, hört sich nicht schlecht an. Weiter heißt es jedoch: „Stopp jeder weiteren Zuwanderung (auch Zusammenführungen etc.) bis diese Quote erreicht ist.“ Dabei scheint Dir jedoch entgangen zu sein, daß vor allem die hier lebenden kulturfremden Ausländer das Problem sind, die bereits realiter einen sehr viel höheren Prozentsatz aufweisen, gerade bei den jüngeren Jahrgängen. Was nun? Ausländerrückführung? Das wäre die zwangsläufige Folge Deiner Forderung. Traust Du Dich auch, diese plakativ in Form eines Kampfprogramms Deinen vielen Lesern bekanntzugeben und die Konstitutierung einer sozialistischen Partei zu erklären, die endlich wieder die nationalen Interessen des deutschen Volkes vertritt, wie Thälmann und Thalheimer das getan haben? Einer solchen würden sich dann auch national-revolutionäre sozialistische Bündnispartner oder Mitglieder hinzugesellen, wie einst Niekisch, Paetel, Scheringer, Römer, Uhse usw. Aber, all das ist nicht in Sicht.

    Denn, mit der „Rückführung aller illegal sich im Lande aufhaltender Personen, ggf. Verschärfung von Visabestimmungen“ ist Deine erste Forderung (wobei 10% freilich sehr hoch gegriffen ist) nicht zu erfüllen, da kommt Deine Forderung nach „Rückführung aller Personen mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind“ dieser Zielmarke schon näher, wobei Du die Ausweisung der kriminellen Ausländer sicherlich nur vergessen hast zu erwähnen, die weitere Potentiale hebt. „Gesetzliche Festlegung von einem Ausländer- bzw. Migrationsanteil in Schulklassen auf max. 10%
    Betroffene Familien“ jedoch durch „Umzug in andere Stadteile oder Städte“, die noch nicht vollends überfremdet sind, wo nurmehr die Provinz oder mitteldeutsche Kleinstädte bleiben, ist realitätsfremd und dürfte auf den Widerstand der letzten Enklavendeutschen ernten, zumal die Zahl der deutschen Kinder für ein solches Zahlenverhältnis gar nicht mehr ausreicht. Ergo, nur durch Rückführung der nicht integrierbaren kulturfremden (insbes. muslimischen), kriminellen (fängt schon bei Beleidigung an) und sozialleistungsbeziehenden Ausländer und Scheinasylanten (bei Abschaffung des Asylrechts in seiner jetzigen Form) ließe sich das Problem lösen, nicht durch Hin- und Hersiedlungen im Lande selbst und einem längst nicht mehr ausreichenden „Zuwanderungsstopp“. Der von Dir erwähnte Punkt „Verschärfung der Einbürgerungsrichtlinien und – Voraussetzungen“ ist sehr wichtig, wobei bereits ergangene Einbürgerungen (insbesondere die ab 2007) zu überprüfen und gegebenenfalls zu annulieren sind, wie das bei uns und in anderen Ländern bereits geschieht.

    Bei aller Kritik und unterschiedlichen Sichtweisen auf Begriffe (Sozialismus, Kapitalismus, Faschismus) wie die Geschichte (DDR usw.) und in Anbetracht des Zustands der deutschen Linken, die in Gänze von allen möglichen linksradikalen Kinderkrankheiten (Antiautoritarismus, Feminismus, Gleichmacherei, Pazifismus, nationaler Nihilismus) befallen ist, die übertragen auf die Realpolitik Opportunismus in Reinformat bedeuten, ist freilich Deine Webseite positiv hervorzuheben und wenn Du Deine ausländerpolitischen (bzw. die nationale Frage überhaupt betreffenden) Vorstellungen und Forderungen in ein populistisches Paket verpacken und auf die Reise schicken könntest, wäre das zumindest ein Signal innerhalb der daniederliegenden sozialistischen Bewegung.

    Deine Meinung zum Artikel eines Kommunisten („Überfremdung als nationale Frage“) würde mich sehr interessieren, vielleicht kannst Du dort einen Kommentar hinterlassen.

  102. Ich trau mich gar nicht zu schreiben und bin ganz rot vor Scham, ich war 6. 12. nämlich nicht auf der Veranstaltung. Und das aus nichtigem Grund.

    „anstatt fremde Kulturen abzuwehren, sollte man sich auf die eigene besinnen“

    Nun, beides schliesst sich nicht aus, im Gegenteil.
    Eine sich selbstbewusste Kulturgemeinschaft, nennen wir sie Volksseele, wird und muss, fremde, als negativ empfundene Aspekte abwehren und ausschliessen dürfen.
    An sich völlig normal. Wäre da nicht diese blöde Geschichte… die „eigene“.

    „…auf die eigene besinnen.“
    Für den Deutschen ein ganz besonderes Vergnügen:
    Man landet immer in Auschwitz, der Verstand setzt aus und wird durch irgendwas anderes ersetzt.
    Ich glaube aus der Nummer kommen wir nicht so schnell raus und da helfen auch die üblichen Positionierungen nicht wirklich weiter:
    – war vor meiner Zeit, ist Vergangenheit
    – bin eh links und wäre früher beim „Widerstand“ gewesen
    – es waren ja die Nazis, die waren Okkupanten aus Österreich und die Deutschen waren alle dumm
    – es waren die NaZis und die waren ja alle Geheimjuden
    – es war das „Finanzkapital“
    – alles Lügenpropaganda
    Es bleiben 12 Jahre deutscher Geschichte für die (fast) niemand Verantwortung übernehmen möchte und damit hat es den Anschein, dass die BRD ihr eigenes Volk gleich mitgebracht hat.
    Für den BRD- ling bedeutet das, ständige Angst (auch vor sich selbst) als Nazi o.Ä. bezeichnet zu werden. Ständige Distanzierungen und Rechtfertigungen sind die Folge.
    Man kennt das ja und findet es mittlerweile ziemlich öde, vor allen Dingen, wenn man merkt dass dieses Verhalten bis zum Ende der Tage anhalten wird. Sofern man es nicht ändert.
    Noch absurder wirds wenn man mit Begriffen wie „Nation“, „Volk“ und „sozial“ hantiert, aber den Begriff Nationalsozialismus (Volkssozialismus, Volksherrschaft = Freiheit, wahre Demokratie) mehr oder weniger elegant umschifft – immer um den heissen Brei herum. Dabei ist der Nationalsozialismus die logischste Antwort auf den Internazionalsozialismus. Da nimmt man doch lieber dankend die unsichtbare Hand
    des grossen Bruders an, der es mittlerweile erlaubt, ja sogar begrüsst, dass die Deutschen und die anderen Europäer ein wenig intoleranter, kämpferischer also eine wenig „Nazi“ gegenüber den Muslimen auftreten. Das mag den Einen erfreuen, beim Anderen schrillen die Alarmglocken.
    Douglas Reed, ein Korrespondent der Londoner Times in den 1930er Jahren, ausserdem „glühender Antisemit“, schrieb bereits in den 50ern (!):
    „sollte es einmal zum Konflikt zwischen dem Islam und dem Abendland kommen, gibt es nur eine Kraft die davon profitiert, diese wird auch ursächlich sein. “ (sinngemäss zitiert, Quelle: http://www.controversyofzion.info/Controversy_Book_German/Controversybook_de/Controversybook_de_index.htm )

  103. 1915 führte das Osmanische Reich einen Feldzug gegen die Armenier. Der Türkei -Kenner Prof. Dr. Udo Steinbach schreibt dazu: “Es gehört zu den dunkelsten Seiten der kurdischen Geschichte, dass Kurden bei den Vernichtungsmaßnahmen gegen die Armenier eine besonders aktive Rolle gespielt haben. Damals wurden alte Rechnungen beglichen.“

    Im April wurde Mustafa Kemal Vorsitzender der Nationalversammlung, am 1. 11. 1922 das Sultanat abgeschafft, am 29. Oktober 1923 die Türkei zur Republik erklärt und fünf Monate darauf das islamische Kalifat eliminiert.

    Was waren nun die Inhalte der Reformen, Zitat Mustafa Kemal: “SEIT MEHR ALS 500 JAHREN HABEN DIE REGELN UND THEORIEN EINES ALTEN ARABERSCHEICHS (MOHAMMED), und die abstrusen Auslegungen von Generationen von schmutzigen und unwissenden Pfaffen in der Türkei sämtliche Zivil- und Strafgesetze festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken. DER ISLAM, DIESE ABSURDE GOTTESLEHRE EINES UNMORALISCHEN BEDUINEN, ist ein verwesender Kadaver, der unser Leben vergiftet. Die Bevölkerung der türkischen Republik, die Anspruch darauf erhebt zivilisiert zu sein, muss ihre Zivilisation beweisen, durch ihre Ideen, ihre Mentalität, durch ihr Familienleben und ihre Lebensweise. Ist unsere Kleidung zivilisiert? Eine internationale Kleidung ist würdig und passend für unsere Nation, und wir werden sie auch tragen. Stiefel und Schuhe an unseren Füßen, Hosen an unseren einen, Rock und Krawatte, Jacke und Weste – und eine Kopfbedeckung mit Rand. – Diese Kopfbedeckung nennt sich Hut!”

    Es folgte 1925 ein Verbot “klerikaler Gewänder” – Pluderhosen und Turban – das Aufsetzen des Fes war nun ein Delikt! “Atatürk” dazu: “Es war notwendig, den Fes abzuschaffen, der auf den Köpfen unserer Nation als ein Zeichen von Ignoranz, Fanatismus und Hass von Fortschritt und Zivilisation saß”.

    Im Dezember 1925 wurde der Gregorianische Kalender eingeführt, die Rechnung nach dem Mondzyklus abgeschafft und der Sonntag als Ruhetag eingeführt. 1926 wurden Mann und Frau die gleichen Rechte gewährt. Mustafa Kemal im Originalton: “Unsere Frauen sind bewusste und denkende Menschen wie wir. Nachdem wir ihnen Moral und die heiligen Dinge beibrachten und ihren Kopf mit Licht und Lauterkeit erfüllten, brauchen wir keinen Egoismus mehr. Die Frauen sollen ihre Gesichter der Welt zeigen und sie sollen die Welt mit ihren Augen aufmerksam betrachten können. Dabei gibt es doch nichts zu befürchten. Friede daheim, Friede in der Welt.”

  104. Nolde: Rückführung, Absiedlung etc. ist nichts anderes als Deportation, was ich scharf ablehne und mit dem kanadischen, dänischen Modell nicht das Mindeste zu tun. Diese Forderung diskreditiert jede sinnvolle Debatte um eine neue Migrationspolitik und bereitet dem Bürgerkrieg den Boden! Ich habe diese Ausführungen zur Illustration stehen lassen, bin aber nicht gewillt, auf diesem blog weiter darüber zu diskutieren.

  105. @juergenelsaesser

    Hast Du überlesen, daß auch Stephan Steins die „Rückführung“ von Ausländern gefordert hat, und zwar der „illegal sich im Lande aufhaltenden“ sowie „aller Personen mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind“? Warum hast Du dazu nichts gesagt?

    Und was ist daran so verwerflich, einen Ausländer in sein Heimatland rückzuführen, wenn er für uns keine Bereicherung, sondern eine Belastung darstellt, ob als krimineller oder sonstwie nicht integrationsfähiger?

    Zudem verweise ich auf den Artikel „Thilo Sarrazin- Volkstribun oder Hetzer?“, erschienen auf der Seite http://www.volks-initiative.info, Du müßtest ihn also kennen. Dort heißt es u.a.:

    Sarrazin hat eigentlich nur gesagt, dass das Recht des deutschen Volkes auf seine Heimat, Kultur und Identität höher zu bewerten ist, als das individuelle Verlangen fremder Arbeitsmigranten nach Glück und Wohlstand. Ist diese Selbstverständlichkeit etwa ein Verbrechen?

    Natürlich ist Deutschland, im Herzen Europas, nie hermetisch abgeriegelt gewesen. Zu allen Zeiten hat es Ein- und Zuwanderung gegeben. Diese Bevölkerungsverschiebungen waren aber immer nur temporär und es handelte sich bei den “Immigranten” um Menschen kulturell verwandter Völker, die sich gut integrieren ließen.

    Eine Ausländerquote von 3% halte ich für akzeptabel, solange es sich um europäische Ausländer handelt, die uns kulturell nahe stehen, integrationswillig sind und für die Gesellschaft eine Bereicherung darstellen und keine Belastung. Politisch Verfolgte auch aus der Türkei oder dem Nahen Osten wären zu tolerieren, wenn es sich zeitlich begrenzte Ausnahmefälle handelt.

    Es wird also eine 3%-Marke anvisiert, solange es sich um Ausländer handelt, „die uns kulturell nahe stehen, integrationswillig sind und für die Gesellschaft eine Bereicherung darstellen und keine Belastung“. Was dann mit jenen passiert, die über dieser Prozentmarke liegen und diese Kritierien nicht erfüllen, liegt auf der Hand.

    Diese legitimen Forderungen, die Stephan Steins hier ansatzweise vertreten hat und auf der Volksini-Seite in noch deutlicherer Form gefordert wurden, als Deportation (ergo: mit der Nazikeule) verächtlich zu machen, damit wird man dieser nationalen Frage nicht gerecht.

    Zumindest müßtest Du dann konsequent sein und Deine Worte auch an Stephan Steins richten und den Volksini-Artikel von der Seite nehmen. Beim „kanadischen Modell“ hätten wir übrigens viele Ausländer, die uns hier belasten, erst gar nicht im Lande, über die wir hier reden.

  106. Nolde: Ihr letzter Satz ist ricghtig! Aber WEIL wir im Unterschied zu Kanda etc. diese Leute nun mal da haben, muss man jetzt behutsam umsteuern und nicht mit Parolen und Begriffen jonglieren, die Angst machen. Wenn mir das anderswo oder bei anderen durchgerutscht ist, mea culpa – aber das ist keine Legitimation, diese unverantwortliche Richtung weiter zu verfolgen. Njet!

  107. @juergenelsaesser

    Du hast doch selbst das „Modell Schweiz“ gelobt, die jüngst für die Ausschaffung krimineller Ausländer gestimmt haben. Da hat man lediglich ein landestypisches Wort für Rückführung verwandt. Beide Wörter machen m. E. keine Angst (es sei denn, bei der Migrations- und Integrationsindustrie und ausländischen Kriminellen), sondern drücken aus, was viele Inländer wie gut integrierte Deutsche mit Einwanderungshintergrund fordern, nämlich eine normale Ausländerpolitik, die sich an den Interessen der Einheimischen orientiert, was ja wohl mehr als legitim ist, oder? Eine „unverantwortliche Richtung“ wäre es demnach vielmehr, wenn weiter von „Integration“ geredet wird, die freilich immer nur auf Kosten unseres Volkes betrieben wird und es ist dieses Wort, wovor die Leute die Schnauze voll haben, was ihnen „Angst“ macht, wenn sie als Betroffene (ob als Eltern oder Kinder) diesen Wahnsinn auszuhalten haben. Wer davon nichts mitbekommt, dem empfehle ich das neueste Buch von Udo Ulfkotte „Kein Schwarz. Kein Rot. Kein Gold“, der da fortführt (grad, was die Lösungen betrifft), wo Thilo Sarrazin aufgehört hat.

  108. Ich begrüße Ihre differenzierte Haltung zum Thema, Herr Elsässer. Natürlich geht es so nicht weiter, aber mit Hauruck-Maßnahmen , wie sie dem Herrn Nolde vorschweben , ist da keinem geholfen, auch den Deutschen nicht. Zumal das nur ein Bruchteil seiner „Lösungsvorschläge“ ist, die gehen nämlich noch viel weiter, wie man auf seinem blog nachlesen kann. Ich könnte noch viel dazu sagen, aber ich belasse es dabei, da Sie ja nicht weiter darüber diskutieren möchten.

  109. D.Nolde.
    Sie gehen davon aus das die große Mehrheit der Ausländer kriminell sei. Wenn Sie nicht davon ausgehen,schön.
    Aber durch die Rückführung von kriminellen Ausländern läßt sich die Quote nicht auf unter 3 Prozent drücken.Auch nicht duch die Ausweisung von Langzeitarbeitslosen.Außer Sie gehen davon aus,das die Mehrheit der Ausländer langzeitarbeitslos sind.
    Wie soll also ihre Ausländerreduzierung konkret erfolgen?

  110. @ Detlef Nolde

    Unsere Einschätzungen und Positionen gehen in zentralen Punkten weit auseinander.

    Zitat: „das einzige echte Wesensmerkmal des Sozialismus, nämlich die zentrale und umfassende Planung des gesellschaftlichen Produktionssprozesses …“

    Das ist grundfalsch. Das zentrale Wesensmerkmal des Sozialismus ist die Emanzipation der Klasse.

    Zitat: „Und eben einen Zionismus, der per se faschistisch sein soll, weil dies ein Synonym für “exzessive Gewaltherrschaft” wäre. Kein Wunder, wenn dann auch gleich die USA faschistisch ist, und nicht bloß faschistoid an dieser oder jener Stelle. Mit der Definition von 1935 hat das nichts zu tun, so verwässert man einen Begriff und macht ihn letztlich unbrauchbar.“

    Die Faschismustheorie der Komintern von 1935, die wie bereits erwähnt eine unter vielen ist, aber nehmen wir diese ruhig mal als Grundlage, lässt sich hier wie die Faust aufs Auge anwenden. Dort heisst bekannter Maßen u.a.: Faschismus ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.
    Dies trifft sowohl auf den Zionismus bzw. Israel zu, als somit auch auf die USA als dessen Motor und Schutzmacht. Es sei denn, man kommt zu einer anderen Realitätsinterpretation und identifiziert in den politischen Verbrechen dieser reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals keine offene, terroristische Diktatur.
    Der von den USA und Israel praktizierte Terror und Diktatur bspw. in Palästina weist zwar auch verdeckte Elemente auf, tritt aber doch dem Wesen nach offen in Erscheinung.

    Unabhängig davon wiederhole ich nochmal: Es existiert keine ultimative wissenschaftliche Definition des Begriffs Faschismus. Daher wird der Begriff in erster Linie als politischer, nicht als wissenschaftlicher Begriff angewandt. Wollte man einen streng wissenschaftlichen Diskurs über die Interpretation der Realität führen, würde wissenschaftliche Methodik erfordern, sich im Rahmen eines Diskurses vorher auf eine Definition zu einigen.

    Zitat: „Daß die nationale Frage bei Dir immer eine Rolle gespielt hat und Du auf die Programmerklärung der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes von 1930 verweist“

    Bitte künftig bei Verwendung von Material aus der Roten Fahne auf die Original-Quelle verweisen, danke. (Ja, die Rechte liegen gemäß geltendem Recht (u.a. VG WORT) auch für die alten Ausgaben bei der Roten Fahne, respektive meiner Person)
    http://Die-Rote-Fahne.eu/headline356.html

    Zitat: „es kommt darauf an, wie man heute erkennt, daß die nationale Frage ein Teil der sozialen ist […] daß die nationale Frage heute, sowohl außen- wie innenpolitisch entscheidender Kern und Hebel der sozialen Frage geworden ist“

    Die nationale Frage ist keineswegs die Hauptfrage in der sozialen Frage. Die Hauptfrage in der sozialen Frage ist weiterhin die Klassenfrage. Die nationale Frage muss man richtig einordnen: Sie ist relevant im Kontext der imperialen Strategie zur Desintegration der klassischen republikanischen Nationalstaaten und Kulturnationen, so wie wir dies bspw. ähnlich im Kosovo/Serbien erlebt haben.

    Zitat: „Da nützt es auch nichts, wenn es Dir gelungen ist, die “Die Rote Fahne und damit korrespondierend originäre sozialistische Tradition ff…“

    Doch, das nützt sehr viel. Nur gehen unsere politischen Einschätzungen und Ansichten auch darüber weit auseinander. Und da sind Sie bei weitem nicht der Einzige, dem sich diese Politik und Medium nicht erschliessen. Insbesondere bspw. scheinen Sie auch die Bedeutung der Roten Fahne für die Entwicklung des unabhängigen Journalismus in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland nicht zu bilanzieren.
    Damit muss und kann ich leben.

    Zitat: „denn lediglich die “ökonomische und politische Realität” dort selbst für deren Scheitern verantwortlich zu machen, objektive Faktoren außer acht lassend, das ist tatsächlich ahistorisch.“

    Die ökonomische und politische Realität in der DDR waren die objektiven Faktoren. Zudem noch jene, die man weitgehend selbst in der Hand hatte. Und diese ökonomische und politische Realität wurde gegen den Widerstand von Sozialisten/Kommunisten in repressiver Weise durchgesetzt.

    Zitat: „Im übrigen ist die DDR längst nicht so “nachhaltig diskreditiert”, wie Du im Einklang mit den bürgerlichen Massenmedien das behauptest, wie Umfragen in Mitteldeutschland eindeutig belegen, nicht nur die Wahlergebnisse für die PDS/Die Linke.“

    Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst?

    Zitat: „Was nun? Ausländerrückführung? Das wäre die zwangsläufige Folge Deiner Forderung. Traust Du Dich auch, diese plakativ in Form eines Kampfprogramms Deinen vielen Lesern bekanntzugeben und die Konstitutierung einer sozialistischen Partei zu erklären, die endlich wieder die nationalen Interessen des deutschen Volkes vertritt“

    Braver Mann, es sollte Ihnen mittlerweile aufgegangen sein, dass ein Intellektueller, der den Schneid besitzt als Individuum über eine ganze Epoche seiner politischen Sozialisation zu richten und in diesem Kontext den heiligen Gral der Linken in Deutschland, Die Rote Fahne, als Ausdruck gleichsam politischer Tradition und Zukunftsperspektive, als politische Identität zu definieren, dass ein solcher Zeitgenosse nicht vor gesellschaftlichen Herausforderungen zurück schreckt.

    Die „Konstituierung einer sozialistischen Partei“ kann man nicht einfach mal so „erklären“, jedenfalls nicht, wenn man es mit realistischen Chancen auf Erfolg angehen will. Um eine Partei erfolgreich zu gründen, benötigen Sie als Grundvoraussetzung entweder mindestens 50 Millionen Euro – oder alternativ eine Basis, bestehend aus: 3 Intellektuellen, 10 Leitungskader und mindestens 50 Leuten, die in der Lage sind eine Basis- bzw. Ortsgruppe zu führen und zu repräsentieren.
    Sowie natürlich ein Programm (das ist kein Problem) und in der heutigen Zeit vor allem eine Medienstrategie und das Verständnis dafür, letzterer Punkt ist neben know-how auch immer mit erheblichen finanziellen Mitteln verbunden.
    Um erfolgreich eine Partei gründen zu können, müssen also eine ganze Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein, ansonsten macht man sich die Arbeit umsonst.

    Wenn ich Sie richtig verstehe, steht bei Ihnen die nationale Frage als soziale Frage im Vordergrund. Wie gesagt, gehen auch da unseren Meinungen weit auseinander (Klassenfrage vs. nationale Frage).
    Allerdings ist es richtig, dass die nationale Frage eine wichtige Rolle spielt – jedoch nicht aus ideologischen Gründen, sondern resultierend aus den Konsequenzen der internationalen, d.h. imperialen Entwicklung.
    Wenn ich Sie weiterhin richtig interpretiere, geht es Ihnen um Deutschland als Nation. Meine Überlegungen gehen ganz klar nicht in diese Richtung. Also keine Auflösung der EU zugunsten der alten Nationalstaatlichkeit.
    Zu dieser alten Nationalstaatlichkeit, die übrigens nur einen relativ kleinen Zeitraum in der germanischen/europäischen Geschichte ausmacht, wird es kein Zurück geben. Stattdessen wird es um neues Projekt gehen, das soziale und kulturelle Befreiung im Einklang mit gemeinsamen, die heutigen Nationalstaaten übergreifenden, Grundrechts- und Kulturnormen definiert.

    Den von Ihnen verlinkten Artikel werde ich lesen, wenn ich mehr Zeit habe.

    @ Jürgen Elsässer

    Zitat: „Rückführung, Absiedlung etc. ist nichts anderes als Deportation“

    Das ist ein Spiel mit Wörtern. In jedem Land der Welt werden Ausländer, die sich nicht im Einklang mit nationalen Rechtsnormen im Lande aufhalten, ausgewiesen und ggf. in ihre Heimat transportiert. Und dies findet statt im Einklang mit dem Völkerrecht.
    Wenn jemand unter ästhetischen Gesichtspunkten eine bessere Formulierung einfällt, bitte her damit…

  111. Ist schon eine merkwürdige Geschichte, das T.Sarrazin ausgerechnet jetzt ein Buch im Jahr 2010 verfasst/publiziert, was schon in den 80/90-zigern ein gewisses Maß an Aktualität besessen hätte. Nur da hat Sarrazin fein die Schnauze gehalten. War es die eigene „späte“ Erkenntnis oder dient das Büchlein nur dem schüren von „Unfrieden“ unter den Bevölkerungsanteilen?

    Aber das ist mal wieder so typisch für die deutsche Politik der Lüge. Erst werden die Ausländer nach Deutschland eingeladen, über Generationen gehalten und nun sollen sie sich einfach in Luft auflösen? Sind die dadurch entstandenen Parallelgesellschaften aus Gründen des kulturellen Unterschiedes nicht vorhersehbar gewesen? Was wird damit bezweckt?

    Aus dem Kontext gerissen..das sogenannte deutsche Problem mit den Ausländern, Migranten uvm ist ein 5%-Problem von 100% aller gesamtdeutschen inländischen Probleme! Warum wird dieses Thema auf „Teufel komm raus“ so hochgehalten/befeuert?

    T.K: Wenn ich Fatima und Family zu einem Essen einladen würde, gäbe es kein Schweinefleisch-und wenn sie alle Nichtraucher wären, würde ich aus Höflichkeit darauf verzichten[zu Hause rauche ich eh nicht-so nebenbei]. Mein kleines schwarzes Hündchen würde ich aber nicht aus dem Esszimmer oder Wohnung entfernen, nur weil es bei vielen verbohrten Gläubigen als unrein angesehen wird [ Fatima & Family sehe ich nicht als verbohrte Gläubige an] und wenn Madame zum Beispiel einen Minirock trägt, könnte ich Ihr das nicht verbieten, was ich auch nie tun würde. Der Minirock ist eben ein Teil der europäischen Kultur. Punkt, sonst wird es langsam albern.

    Wenn aber Menschen mit einem anderen Verständnis und aus einem anderen Kulturkreis nach Europa oder Deutschland einreisen, denen vor lauter gesehenen Miniröcken die Hormone durch das Dach knallen, so ist dies nicht ein Problem der „Schock-Kultur“ des Gastlandes, sondern auf ein Verständnisproblem/mangelhafte Vorbereitung auf die aktuell vorherrschende dominierende Kultur zurückzuführen. Das Fazit ist die Flucht in die einheimische Parallelgesellschaft oder einem vorbereiteten Kulturkreis, der zum Teil religiös und politisch instrumentalisiert wird und es sich teilweise zur Aufgabe macht, das „westliche“ zu verdammen oder verbal zu treten. Hier haben wir das größte Problem! Damit muss auch eine Lösung her. Die Scharia ist abzulehnen.

    Das hier:

    „Sie haben die Form der Verfassung, die geringsten Handlungen und Gesten eines Bürgers festgesetzt, seine Nahrung, die Stunden für Wachen und Schlafen, Sitten und Gewohnheiten und selbst die intimsten Gedanken.“

    ..ist klar abzulehnen, aber das finden wir auch im Judentum und auch im Katholizismus immer wieder, auch wenn Jürgen das nicht sehen möchte. Es gibt viele Beispiele für so ein verdrehtes dummes instrumentalisiertes religiös angehauchtes Gedankengut. Wer sich „Zwangsbeglücken“ lassen möchte, der soll es tun, aber ohne mich.

  112. ich habe eigentlich auf jürgen und fatima geantwortet, auch was zu lutz dorawa, t. krienen und zensurnixgut geschrieben..letztendlich aber alles verworfen und gelöscht.

    wenn man dieses ewige ihn und her betrachtet, verliert man zu lust sich einzumischen, denn es sind wohl unvereinbare gegesätze und meinungen vertreten. so unvereinbar, das es wohl keinen frieden geben wird und deutschland, ja europa, so wie wir und unsere vorfahren es kannten, sich verabschieden wird, sowohl kulturell, als religiös und im rahmen der eu- bzw. kommenden weltregierung sowieso.

    es kommen üble zeiten und die formationen sind in stellung gebracht. die fronten zahlreich und ohne das es die frontsoldaten merken, spielen alle scharmützel am ende in eine richtung:

    das ende jeder echten individualität zu gunsten einer scheinindividualität, die keine ist, weil sie von der krippe an implemtentiert wurde, das ende der religiösen vielfalt durch implämentierung eines neuen glaubensparadigmas, das ketztlich auf atheismus/pantheismus herauslaufen wird, das ende der verschiedenen kulturellen eigenarten, durch massive, gesteuerte vermischung derselben, das ende der familie als zelle der völkergemeinschaften, dafür gen-geburten für männer-ehen und lesbische wohngemeinschaften (ich habe nichts gegen homosexuelle aber etwas gegen forcierte leihmüttergeburten oder gar retortenbabys in gleichgeschlechtliche elternschaften), das ende der natürlichen prägungen von kleinstkindern im unisex-gender-mainstreaming-programm (motto: geschecht ist erzeihungssache), das ende der natürlichen artenvielfalt durch gen-design und gen-mono-kulturen….

    hab ich was vergessen?

    schönen guten abend.

  113. dieses Buch gab es bereits in den 80er Jahren, nur hat es damals keiner gelesen. War übrigens auch ein SPD Mann. Mir fällt nur momentan der Titel nicht ein.

  114. Lutz, ich habe doch früh in dieser Debatte gesagt, dass die anderen Religionen quasi tot sind und die Gefahr, das mittelalterliche (ist eigentlich unkorrekt, denn das Mittelalter war gar nicht so schlecht, sondern das, was in den Jahrhunderten danach kam) Verhalten wieder zu beleben, nur von einer Religion virulent wird. Du irrst, wenn du Frau Özuguz als gemäßigt betrachtest, denn sie nimmt sogar ihre Söhne aus dem Fußballverein, weil es da nicht genügend Segration gibt.

    Mir stinken ehrlich gesagt diese Kulturrelativismen und dieses Herumschleichen um klare Definitionen. Ganz klar: ich bin gegen das Kopftuch im Unterricht, aber auch gegen die Baseballkappe dort; ich bin gegen betschwesterliches Verhalten, aber auch gegen die Exezesse wie zum Beispiel beim CSD und ich bin gegen aggressives Religions-Bashing egal ob gegen Katholen oder Muslime.

    Aber ich bin ohne Wenn und Aber für eine Privatisierung des Religiösen und möchte im öffentlichen Raum damit nicht belästigt werden, es sei, dort, wo die tradierte Religion ein paar Bräuche zelebriert (die meist gar nicht mehr religiös wahrgenommen werden). Alles andere hat mich nicht zu belästigen. Ich würde mich zu Wort melden, wenn ein Bekannter mir seine Wohnung als „Kirchenraum“ vorstellte, in dem ich mich deshalb andächtig verhalten sollte (ich würde diesen komischen Vogel künftig bei der Arbeit meiden) und widerspreche vehement, wenn mir Leute ihr Haus als Moschee präsentieren. Ich frage Frau Özuguz deshalb nochmal: gilt in ihrem Haus die Scharia?

  115. bis auf einen punkt: „…wenn ein Bekannter mir seine Wohnung als „Kirchenraum“ vorstellte, in dem ich mich deshalb andächtig verhalten sollte (ich würde diesen komischen Vogel künftig bei der Arbeit meiden) und widerspreche vehement, wenn mir Leute ihr Haus als Moschee präsentieren.“

    warum bei der arbeit meiden, es reicht ja seinen wohnraum nicht zu besuchen, wenn man eben keine religiöse ader hat. zuhause kann es jeder halten wie er will, es sei denn er tyrannisiert niht wehrhafte familienmitglieder und schutzbefohlene. dieser satz widerspricht ihrem wunsch nach privatisierung der religion.

    ansonsten aber kann ich t. krienens worte nur dick und fett unterstreichen!

  116. „mit dem sog. lazismus hat er im grunde einen keil getrieben: spagat zwischen arabischer und westlicher welt, den das volk nie so richtig hinbekam. er riß viele elemente aus der gesellschaft, die eine basis für das leben der türken gewesen waren, und ersetzte sie durch scheinbar „moderne“ europäische gedanken. im ergebnis ein fehlschlag: der europäer läßt sich nicht aufpropfen und der asiate nicht ausschneiden.“

    Bis zum Wahlsieg von Erdogan (der sich dabei vorrangig auf die rückschrittliche anatolische Landbevölkerung stützte) war die durch Atatürk betriebene Modernisierung in der Türkei durchaus erfolgreich.
    Schade, daß du hier wieder eine Pflichtübung in „political correctness“ ablieferst.
    Ansonsten kann ich mich wiederum nur Tanja anschließen, insbesondere hier:

    „Mir stinken ehrlich gesagt diese Kulturrelativismen und dieses Herumschleichen um klare Definitionen. Ganz klar: ich bin gegen das Kopftuch im Unterricht, aber auch gegen die Baseballkappe dort; ich bin gegen betschwesterliches Verhalten, aber auch gegen die Exezesse wie zum Beispiel beim CSD und ich bin gegen aggressives Religions-Bashing egal ob gegen Katholen oder Muslime.
    Aber ich bin ohne Wenn und Aber für eine Privatisierung des Religiösen und möchte im öffentlichen Raum damit nicht belästigt werden, es sei, dort, wo die tradierte Religion ein paar Bräuche zelebriert (die meist gar nicht mehr religiös wahrgenommen werden).“

  117. „Wenn Du schreibst, daß „Stalinismus nichts mit Sozialismus zu tun (abgesehen vom Lametta, von der äusseren Erscheinungsform)“ hat, dann nimmst Du aber gerade die Dir nicht passende (Staats-)Form daher und negierst das einzige echte Wesensmerkmal des Sozialismus, nämlich die zentrale und umfassende Planung des gesellschaftlichen Produktionssprozesses (das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln ist hierbei nur insofern wichtig, als es die Form der zentral geplanten Wirtschaft ermöglicht, d.h.: es ist eine Voraussetzung für den Sozialismus, aber nicht dessen wesentliches Merkmal). Da nun unter Stalins Herrschaft genau das der Fall war, herrschte Sozialismus.

    Das wiederum heißt nicht, daß man Aspekte seiner Politik als Sozialist nicht kritisieren oder verurteilen könnte, aber zu behaupten, dort hätte kein Sozialismus existiert, mag aus dem Motiv gespeist sein, der Sache zu dienen, aber letztlich ist das nicht der Fall, da man Desinformation verbreitet, statt die Menschen über gesellschaftspolitische Fragen aufzuklären.“

    Könnte man sich vielleicht darauf einigen, daß das stalinistische System zwar formal-ökonomisch durchaus „sozialistisch“ war, aber dabei gleichzeitig total bürokratisch und undemokratisch … also sozusagen ein „schlechter“ Sozialismus.
    Einen „guten“ gab es vor allem in Jugoslawien und in der CSSR 1968 … aber auch die Wirtschaftsreformen (NÖSPL), die z.B. Mitte der 60er in der DDR durchgeführt wurden, waren zwar nur halbherzig, aber immerhin ein Fortschritt.
    Leider wurden sie von Honecker in den 70ern wieder rückgängig gemacht, und danach war in der DDR nur noch Stagnation angesagt.

  118. @Stephan Steins

    Wenn das „zentrale Wesensmerkmal des Sozialismus die Emanzipation der Klasse“ sein soll, ich nehme mal an, Du meinst hier die „Arbeiterklasse“, dann ist das ziemlich dürftig, „idealistisch“ und auslegungsfähig. Mit anderen Worten, es ist einfach nur eine quasi-religiöse Aussage, wenn man diese Massentümelei, die mit der objektiven („materiellen“) Realität nichts bis sehr wenig zu tun hat, als das non plus ultra für eine Sozialismusdefinition ansieht.

    Die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals ist dann keine offen-terroristische mehr, wenn sie sich des Mittels der bürgerlichen Demokratie bedient, um ihre Macht zu legitimieren bzw. immer wieder entsprechendes zu suggerieren. Die völlige Abschaffung der bürgerlich-demokratischen Rechte, des Wahltheaters, die blutige Verfolgung jeder (Klassen-)Opposition usw. ist faschistisch, wo das nicht der Fall ist, mögen wir im Extremfall von faschistoid sprechen, mehr aber nicht. Offenbar will die inbesondere deutsche Linke aber gar nicht auf die willkürliche Auslegung des Faschismusbegriffs verzichten, weil sich die Faschismuskeule so gut macht. Aber, sie wird immer stumpfer, macht immer weniger Sinn, je öfter sie sinnfrei gegen alle möglichen Gegner verwendet wird.

    Der „von den USA und Israel praktizierte Terror und Diktatur bspw. in Palästina“ mag „dem Wesen nach offen in Erscheinung“ treten, aber, ich zitierte bereits: „Hauptangriffsziel der faschistischen Gewalt sind nicht irgendwelche Kritiker und Gegner, sondern die organisierte Arbeiterklasse, deren Zerschlagung den eigentlichen Sinn der faschistischen Herrschaft bedeutet. Ohne eine genaue Klassenanalyse bleibt der Faschismusbegriff schwammig und damit vollkommen untauglich, da letztlich jedes gewalttätige und repressive System als „faschistisch“ erscheint.“

    Interessant ist auch, daß Du nun, nachdem Du Dich erst auf die Definition von 1935 berufen hast, nun erklärst, daß „keine ultimative wissenschaftliche Definition des Begriffs Faschismus“ existiert, man ihn als „politischen“ (sprich willkürlich zu verwendenden?) ansehen müsse, weil Du offenbar gemerkt hast, daß Du realiter Dich nicht an diese Definition hälst, sondern die der „Neuen (kritischen) Linken“ Dir heranziehst.

    Die Programmerklärung der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes von 1930 findet man auf sämtlichen Seiten im Internet, sie ist Allgemeingut und auch damals da und dort veröffentlicht worden, so daß ich nicht unbedingt zu meiner Seite hätte verlinken müssen, sondern mir auch jede x-beliebige andere im Netz hätte suchen können. Die bürgerliche Krämergeflogenheit, sich Texte zu sichern, gar noch alte Lieder usw., dann sich draufzusetzen und „meins“ zu rufen, ist mir als ehemaliger DDR-Bürger einfach nur befremdlich, zurückhaltend ausgedrückt. Offenbar hat sich bei uns in Mitteldeutschland doch so etwas wie eine Vorform einer sozialistischen deutschen Nation herausgebildet, auch wenn die Mehrzahl sich dessen erst Jahre nach dem Anschlauß an die BRD bewußt geworden ist.

    Ich habe nicht geschrieben, daß die nationale Frage „die Hauptfrage in der sozialen Frage“ ist, sondern ein „entscheidender Kern und Hebel der sozialen Frage“, mithin, die Klassenfrage natürlich im Mittelpunkt steht (wenn auch zeitlich nicht an erster Stelle der Tagesordnung) und insofern die Hauptfrage auch bei mir. „Klassenfrage vs. nationale Frage“ geht also am Thema vorbei und ich empfehle, nicht nur auf tatsächliche oder vermeintliche „Rechte“ an der alten KPD-Programmerklärung zu pochen, sondern diese auch zu studieren, denn da ist von nationaler und sozialer Befreiung die Rede, weil die nationale Frage nicht nur deshalb Teil der sozialen ist, weil sie in die Klassenauseinandersetzung gehört, sondern, weil im sozialen Leben des Volkes die nationalen Fragestellungen und Probleme einen eigenständigen Wert und Rang einnehmen, den sie auch behalten, wenn der Kapitalismus ausgeschaltet ist. Sie ist also kein Randphänomen, welches „nach der Revolution“ verschwindet, wie linke Elfenbeintürmler suggerieren.

  119. Nolde: Die Passagen zur Massenabschiebung und zu „von der Maas bis an die Memel“ wurden gestrichen, weil dieser reaktionäre Quatsch hier nicht diskutiert wird. Punkt.

  120. @Sixty

    Es geht nun mal um die ökonomische Ordnung, und wenn diese sozialistisch ist, bleibt sie es auch dann, wenn es keine Demokratie, kein Feminismus, keine Bananen usw. gibt. Bürgerlicher Parlamentarismus ist halt kein Merkmal des Sozialismus, wie auch klar ist, daß ohne einen Bürokratismus gerade der sozialistische Staat nicht funktionieren kann. Alles andere ist linksradikale Traumtänzerei.

    Gerade Jugoslawien, welches bis 1991 nicht umsonst von den Westmächten umschmeichelt wurde, als „positiven Sozialismus“ anzusehen, macht keinen Sinn, zumal die Produktivkraftentwicklung in der DDR viel höher war, und das Ganze bei stabilen Preisen, keiner Arbeitslosigkeit, Inflation usw. Konform gehe ich in Deiner Einschätzung der Wirtschaftspolitik Ulbrichts gegenüber der von Honecker.

  121. @ Detlef Nolde

    Zitat: „Die Programmerklärung der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes von 1930 findet man auf sämtlichen Seiten im Internet, sie ist Allgemeingut und auch damals da und dort veröffentlicht worden, so daß ich nicht unbedingt zu meiner Seite hätte verlinken müssen, sondern mir auch jede x-beliebige andere im Netz hätte suchen können.“

    Sie irren. Im Urheber- und Markenrecht werden Materialen nicht deshalb zu „Allgemeingut“, nur weil diese auch an andere Stelle veröffentlicht wurden.
    Ich bin kein Gerichts-Junkie und laufe nicht jeder unautorisierten Verwertung hinterher, aber ich würde es zumindest als fair erachten, wenigstens auf die Quelle zu verweisen.
    Jeder Schulbuchverlag, der Material aus der Roten Fahne verwenden möchte, zeigt dies der VG Wort an, die wiederum mich in Kenntnis setzt. Auch bspw. die Produktionsfirma der ZDF-Sendung vom Sonntag „Rosa Luxemburg und die Freiheit“ haben sich im Vorfeld mit mir in Verbindung gesetzt und sich Material schicken lassen. Ein erfreulich seriöser Zug.

  122. „das ende jeder echten individualität zu gunsten einer scheinindividualität, die keine ist, weil sie von der krippe an implemtentiert wurde, das ende der religiösen vielfalt durch implämentierung eines neuen glaubensparadigmas, das ketztlich auf atheismus/pantheismus herauslaufen wird, das ende der verschiedenen kulturellen eigenarten, durch massive, gesteuerte vermischung derselben, das ende der familie als zelle der völkergemeinschaften, dafür gen-geburten für männer-ehen und lesbische wohngemeinschaften (ich habe nichts gegen homosexuelle aber etwas gegen forcierte leihmüttergeburten oder gar retortenbabys in gleichgeschlechtliche elternschaften), das ende der natürlichen prägungen von kleinstkindern im unisex-gender-mainstreaming-programm (motto: geschecht ist erzeihungssache), das ende der natürlichen artenvielfalt durch gen-design und gen-mono-kulturen….“

    da gehe ich mit Ihnen zu 100 % konform!

    @ Anna: Interessant, dass es schon vor 30 Jahren so ein Buch gab. Umso drängender müsste sich doch d ie Frage stellen, warum man offenbar diesen Zeitpunkt gewählt hat, um noch mal sowas rauszubringen.

    Auch individualists Ausführungen zu Atatürk sehe ich ähnlich.

  123. @Stephan Steins

    Schön und gut, und was ist mit „Die Rote Fahne“ der KPD (1990 in der DDR wiedergegründet)? Fragt die auch bei Dir nach, wenn sie aus alten RF-Ausgaben etwas nachdruckt, z. B. die besagte Programmerklärung?

    Davon ab hätte ich mir gewünscht, daß Du auf meine inhaltlichen Ausführungen weiter eingehst, aber leider Fehlanzeige. Wie auch immer, Danke für den Austausch, leider wird hier nicht immer alles von mir freigeschaltet.

  124. @S. Steins, @D. Nolde:

    Wesentlich für die Beurteilung ob Sozialismus oder nicht ist der Stand der Vergesellschaftung der Produktion. Formell war der überwiegende/ entscheidende Anteil an den Produktionsmitteln in der DDR in Volkseigentum. Tatsächlich aber konnte „das Volk“ nicht darüber verfügen, sondern nur ein verschwindend kleiner Teil der SED-Funktionärskaste. Damit handelte es sich faktisch nicht einmal um Staatseigentum, sondern um Parteieigentum, denn das Sagen hatten nicht die staatlichen Organe wie die Ministerien bzw. Wirtschaftsräte der Bezirke, sondern die Wirtschaftssekretäre der Partei auf den verschiedenen Ebenen mit Günter Mittag an der Spitze, auch wenn dies sogar gegen die Verfassung der DDR verstieß, wie im Falle der Entscheidung zum Einsatz von VW-4-Taktmotoren in Trabant und Wartburg, obwohl wesentlich günstigere Eigenentwicklungen vorhanden waren. Insofern hatten wir einen „Schein“-Sozialismus.

    Zur Anwendung der Dimitroffschen Faschismusdefinition: d´ accord mit den Ausführungen von D. Nolde. Auch ich bin entschiedener Gegner der inflationären Verwendung des Faschismus-Begriffes für alles und jeden. Das wird der Einmaligkeit des planmäßig und industriell betriebenen Völkermordes nicht gerecht und führt nur zu einer Verharmlosung und Relativierung der faschistischen Verbrechen.

    Zur Einordnung der nationalen Frage nur so viel: hier gehe ich eher mit der Auffassung von S. Steins mit. Die nationale Frage halte ich ebenfalls nicht für die Entscheidende, auch wenn sie sicherlich nicht zu vernachlässigen ist. Ansonsten brauche ich für mich selbser aber erst einmal mehr Klarheit auf diesem Terrain, hab ich doch in der Hinsicht nicht viel mehr als die Sätze aus dem Kommunistischen Manifest im Kopp: „Den Kommunisten wird ferner vorgeworfen, sie wollten das Vaterland, die Nationalität abschaffen. Die Arbeiter haben kein Vaterland. man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben. Indem das Proletariat zunächst sich die politische Herrschaft erobern, sich zur nationalen Klasse erheben, sich selbst als Nation konstituieren muss, ist es selbst noch national, wenn auch keineswegs im Sinne der Bourgeoisie.“
    Ich glaube, hier sind wird seit Marx noch keinen Schritt vorangekommen, eher im Gegenteil.

    Zur Ausländerproblematik: Hier fällt der Bundesrepublik auf die Füße, was in den Zeiten des Kalten Krieges eingerührt wurde: Neben der Lockung von für das Wirtschaftswunder benötigten billigen Arbeitskräften aus dem Ausland wurden gut ausgebildete Fachkräfte, Spezialisten und Ärzte aus dem Ostblock, vornehmlich aus der DDR gelockt, um das dortige System zu destabiliseren. Funktionierte zumindest bis zum 13. August 1961 auch ganz gut Doch schon vor dem Zusammenbruch des Ostblocks kamen immer mehr Flüchtlinge aus anderen Ländern, die nicht so gut ausgebildet und integrierbar waren, die aufgrund politischer Verfolgung oder durch schiere wirtschaftliche Not nach D. kamen. Und irgendwann war „das Boot voll“ und wie der Zauberlehrling bei Goethe wird man die Geister, die man gerufen hat, nicht los.
    Und nu meine Frage: warum sollen wir uns hier für den Mist, den uns die herrschende Klasse eingebrockt hat, eine Lösung finden? Warum sollen wir uns für eine Lösung dieser Frage die Finger schmutzig machen und die Finger und mehr werden schmutzig, denn eine saubere und vor allem humanistische Lösung aus dieser vertrackten Situation gibt es nicht, oder zumindest kann ich sie nicht erkennen.
    Ich erinnere in diesem Zusammenhang an den Versuch Frankreichs, Sinti und Roma abzuschieben und das daraufhin unisono ansetzende Geheul der EU bis hin zur Androhung von Sanktionen. Und da ging es um Frankreich und nicht um Deutschland! Da würden die Reaktionen noch ganz anders ausfallen, Stichwort Faschismuskeule..

  125. sixty:

    ich will keinesfalls aufgrund „polit. korrektheit“ oder gutmenschentum meine these stützen, sondern auf die negativen folgen der damaligen entwicklung in der türkei, die ja den türkischen staat einerseits von den benachbarten arabischen räumen „entfremdete“ und auch das bewußtsein der menschen spaltete. was daran fortschrittlch sein soll, wenn plötzlich statt des fez der hut getragen wird, oder warum frauen verboten wurde, sich zu verschleiern, weiß ich nicht – ich sehe dafür keinen positiven anlaß. es mag ja sein, daß viele dachten mit atatürk gibt es eine „wende“, und auch der sultanat war ja kein progressives regime, aber das eine extrem schließt das andere nicht ein oder macht es besser. es gibt beispiele von anderen alleinherrschern, die (z. B. nasser, gaddafi) in manchen elementen ähnlich wie er agiert haben – in den arabischen staaten, der erste eher arabistisch, der zweite in einer verbindung von linksnationalismus und eher wenig religiöse elemente sowohl in ägypten wie in liybien. heute sehen wir, dass es – bei aller sympathie meinerseits, immerhin haben beide staatsmänner sich erfolgreich gegenüber dem westen behauptet (suez) – in vielen kriterien segensreiche, jedoch auch tragische systeme sind. was die zukunft unter mubarak oder assad bringen mag…

  126. Bläh…bläh…bläh…

    Aber interessant wie Herr Elsässer sein Feindbild weiter aufrecht hält, erinnert mich an Hitler.

  127. @ Wilhelm Tell

    Zitat: „Zur Anwendung der Dimitroffschen Faschismusdefinition: d´ accord mit den Ausführungen von D. Nolde. Auch ich bin entschiedener Gegner der inflationären Verwendung des Faschismus-Begriffes für alles und jeden. Das wird der Einmaligkeit des planmäßig und industriell betriebenen Völkermordes nicht gerecht und führt nur zu einer Verharmlosung und Relativierung der faschistischen Verbrechen.“

    Auch ich bin gegen die inflationäre Verwendung des Faschismus-Begriffes für alles und jeden, genauso wie ich gegen die inflationäre Verwendung dieser Formel bin, wenn es um tatsächlich faschistische Regime geht.
    Industriell betriebener Völkermord ist weder nach der Dimitroff-These (1935 !), noch im späteren historischen Verlauf je eine Voraussetzung in der Definition von Faschismus gewesen. Ich darf ebenso daran erinnern, dass im 20. Jahrhundert weitestgehend Konsens darin bestand, dass Regime wie in Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Indonesien, Argentinien, Chile, Guatemala, Paraguay, Uganda u.a. im politischen Diskurs als faschistisch galten.

    Zum Unterschied von wissenschaftlichem Begriff und politischem Begriff habe ich bereits oben etwas gesagt – zudem es keine allgemeingültige wissenschaftliche Definition gibt. Und ganz sicher heute keine aus dem Jahre 1935.

  128. Faschismus ist heutzutage gar nicht anders denkbar, denn als „pro-westlich“, pro-zionistisch, globalistisch und politisch korrekt. Was gemeinhin unter Rechtsextremismus verstanden wird, spielt unter den vorherrschenden Bedingungen keine andere Rolle, als die eines bogeymans, der es den wahren Faschisten ermöglicht, sich unter Verweis auf den restlos diskreditierten historischen Vorläufer als die guten Demokraten zu profilieren, die sie sind. Mehr noch als der historische Faschismus, stellt der heutige, schleichende, institutionelle Faschismus keinen Bruch mit dem System der westlichen Demokratie dar, sondern dessen äußerste terroristische Zuspitzung. Wenn man seinen Blick von den überlebten Erscheinungsformen des nationalen Faschismus löst, erkennt man, was gewisse Tendenzen der liberalkapitalistischen Demokratie mit dem historischen Faschismus im Innersten verbindet. Die Interessen der herrschenden Klassen haben sich fundamental verändert, vor allem sind sie nicht länger auf den nationalstaatlichen Rahmen bezogen. Dieser gilt ihnen, im Gegenteil, als eine Schranke, die sie aus der Welt schaffen wollen. Da er nicht gegen bestimmte Länder und Rassen gerichtet ist, sondern eine rein vertikale Aggressionsrichtung hat, bedarf er auch nicht länger eines populären Strohmanns oder einer Massenbewegung. Zugegeben sei, daß dieser Faschismus bislang nur eine potentielle Entwicklungstendenz der kapitalistischen Demokratie darstellt, deren Unwesen noch nicht zur Entfaltung gekommen ist, sondern sich nur hier & da gezeigt hat. Das mag sich ändern, wenn die Finanzkrise erneut in eine akute Phase eintritt. Rechtspopulisten, die in Anti-Islamismus und Zionismus machen, sind keine vollgültigen Repräsentanten dieser neuesten Verpuppungsform des Faschismus, sondern nur deren Idioten – nicht anders als die antideutschen Linken und linksliberalen Zivilisationshuber auf der anderen Seite des politischen Spektrums. Nicht anders auch als die Law and Order-Freaks des bürgerlichen Lagers, die mental in den 70er Jahren steckengeblieben sind und dem verdünnten Totalitarismus der politisch Korrekten die Waffen liefern.

  129. @Erich H.

    Dein Zitat macht keinen Sinn, da selbiges einen Vorgang beschreibt, der zwanzig Jahre zurückliegt und vor dreizehn Jahren begann, endgültig sein Ende zu finden. Ebenso unsinnig wäre es zu suggerieren, damalige Ansichten Jürgen Elsässers wären noch heute dieselben um damit zu „belegen“, daß das „alles über ihn aussagen“ würde. Wo habe ich hier übrigens geschrieben, daß ich Kommunist sei? Man muß das nicht sein, wenn man den Kapitalismus ablehnt.

    @Wilhelm Tell

    Volkseigentum ist nur durch Staatseigentum zu verwirklichen, siehe die hier zusammengestellten Ausführungen.

    Faschismus hat nichts mit einem „planmäßig und industriell betriebenen Völkermord“ zu tun, sondern ist die offene, terroristische Diktatur der aggressivsten und verbrecherischsten Elemente des Kapitals. Woraus wiederum folgt, daß es im Faschismus keine Wahlen, keine oppostionellen Parteien und Zeitungen mehr gibt, was ja die verdeckte, demokratisch bemäntelte Diktatur des Kapitals ausmacht, die wir bei uns erleben und ausgsprochen erfolgreich für die Herrschenden ist (—> Die zwei Bedingungen der parlamentarischen Demokratie).

    Natürlich gibt es auch Zwischenstufen und Übergänge, so daß sich bereits faschistische Elemente in einer kapitalistischen Demokratie finden, hier spricht man von „faschistoid“. Um was es mir hier aber vor allem ging, und damit sind wir wieder beim Eingangsartikel, daß es falsch ist, demokratische, nationalblinkende Rechte als „faschistisch“ zu bezeichnen, eine neulinke Masche, die man Faschismuskeule nennt. Das wird auch nicht dadurch richtiger, wenn diese Rechtsdemokraten prozionistisch sind.

    Zum Vaterland-Zitat aus dem Manifest kann ich nur sagen, daß das deutsche Proletariat sehr wohl ein Vaterland hat, nämlich Deutschland, nur liegt die Herrschaft über Land und Volk bei den Plutokraten, der kapitalistischen Klasse. Indem diese gestürzt wird, ist das Vaterland quasi zur „sozial befreiten Zone“ geworden, man könnte das Inbesitznahme nennen. Ich sage auch nicht, daß die nationale Frage die wichtigste ist, aber, ohne nationale Souveränität nach innen und außen läßt sich auch keine soziale Revolution durchsetzen und damit auch verteidigen. Beides hängt zusammen, die nationale und soziale Frage, ja die nationale ist Teil der gesamtsozialen.

    Was Du zur Faschismuskeule in punkto berechtigte, dem Volksinteresse dienende Abschiebungen unerwünschter Ausländer geschrieben hast (Zigeuener aus Frankreich), ist nur zu richtig, wir haben das ja hier in der Kommentarspalte auch zu lesen bekommen, nicht fehlen darf dabei der Begriff „Deportation“, der bei unwissenden aber gut konditionierten Deutschen sofort die Schockstarre auslöst, weshalb man Udo Ulfkotte danken muß, der ausgesprochen hat, was viele längst wissen, daß Schluß sein muß mit dem sinnlosen Integrationswahnsinn auf unsere Kosten und ausgeschafft, wo nicht eindeutig eine Bereicherung, sondern Belastung vorliegt in monetärer, sozialer und kultureller Hinsicht.

  130. Zitat D.Nolde:“Wo habe ich hier übrigens geschrieben, daß ich Kommunist sei? Man muß das nicht sein, wenn man den Kapitalismus ablehnt.“

    Kommt wahrscheinlich davon, dass Du immer in Töpfe greifst, ungeachtet dessen, was draußen dransteht, so musst Du dich nicht wundern, in jene geworfen zu werden! 😉 Dieses Schicksal teilst Du im übrigen mit allen, die sich nicht zu den „politisch Korrekten“ zählen (lassen wollen). In die vorgesehene Schublade für Kommunisten passt Du nun wirklich nicht! Was da alles reinsortiert wird, geht mir schon lange gegen den Strich!

  131. @körnerpicker

    Ich wundere mich schon lange nicht mehr über das, was manche so schreiben, aber wenn der Anonymous „Erich H.“ anhand einer Beschreibung eines Vorgangs, der zwanzig Jahre zurückliegt meint, daß „das alles über den „Kommunisten“ Nolde“ aussagen würde, freilich in der Absicht, den „immer-noch-Nazi“ zu entlarven, dann ist das halt doppelt unsinnig, wobei ich eine starke Tendenz zum Kommunismus (hat für mich nicht unbedingt etwas mit dem ML zu tun, sondern einer „antikapitalistischen Sehnsucht“, die die Räuber und Krämer nie ganz ausrotten konnten) gar nicht leugnen möchte, sonst hätte ich vor vier Jahren nicht begonnen, mich mit der KPD und anderen Organisationen des linken Spektrums eingehender zu befassen, wobei ich in diesem Kontext auch Ernst Niekisch zitieren will: „Die deutsche Widerstandshaltung ist weder kommunistisch, noch antikommunistisch, aber sie ist des Kommunismus fähig, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt.“ Nun, die Kommunisten sind die einzigen auch heuer, die einen Sozialismus anstreben, aber sie negieren leider die nationale Frage, einen Grundfehler, vor dem Ernst Thälmann immer gewarnt hat, und der mit dem Tempo, den die imperialistische Globalisierung seit dem Zusammenbruch des Ostblocks hinlegt und sowieso nur rudimentär vorhandene deutsche staatliche Souveränität vollends abzuschaffen droht, umso sträflicher ist. Wie wäre es, körnerpicker, wenn sich die deutschen Kommunisten mit der objektiven Realität befassen, ohne Rücksicht auf ideologische, selbstgebastelte Scheuklappen und sich wieder auf Thälmann beziehen?

  132. Die „Zeit“ macht sich Sorgen … um Israel.

    „Israel hat neue Freunde. In der vergangenen Woche bereiste ein Stoßtrupp von Rechtspopulisten das Land und erklärte ihre „uneingeschränkte Solidarität“. Bei dieser Nachricht muss man sich erst einmal die Augen reiben. Hier preisen Leute den israelischen Staat, von denen einige schon mit Holocaust-Leugnern sympathisiert haben und die Sprachenvielfalt, Multikulturalität und internationale Einwandererkultur israelischer Art rundheraus ablehnen. Was treibt sie nach Jerusalem und Tel-Aviv? Und was bedeutet das für Israel?“

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-12/israel-europa-rechtspopulismus

  133. @ T.Krienen

    ..so nebenbei, ich habe Fatima als eine sehr hilfsbereite Person kennengelernt, die auch mich als absoluten „Ungläubigen“ in einer Sache sehr weiter geholfen und unterstützt hat, ohne mich zu irgendetwas überreden zu müssen. Sie ist eine sehr sozial ausgeprägte Frau, die anderen keine Hilfe verweigert, nur
    weil sie andere Konfession oder einen anderen Glauben besitzen. Das muß mal gesagt werden!!

  134. „“Gerade Jugoslawien, welches bis 1991 nicht umsonst von den Westmächten umschmeichelt wurde, als „positiven Sozialismus“ anzusehen, macht keinen Sinn, zumal die Produktivkraftentwicklung in der DDR viel höher war, und das Ganze bei stabilen Preisen, keiner Arbeitslosigkeit, Inflation usw.“

    Diese „Umschmeichelung“ war nur der spezifischen Situation zu Zeiten des „Kalten Krieges“ und des Ost-West-Konflikts geschuldet, als Jugoslawien als blockfreies Land in Europa eine Sonderstellung hatte. Was „die Westmächte“ wirklich von Jugoslawien (bzw. vom jugoslawischen Sozialismus-Modell) hlelten, zeigte sich exemplarisch nach dem Zusammenbruch des „realen Sozialismus“ im Machtbereich der UdSSR … nämlich garnichts.
    Ansonsten muß hier auch unbedingt angemerkt werden, daß Jugoslawien (jedenfalls in den 60ern und 70ern) auch ein ökonomisches Erfolgsmodell war, insbesondere wenn man die Zurückgebliebenheit des Landes vor dem Aufbau des Sozialismus in Betracht zieht.

    „Konform gehe ich in Deiner Einschätzung der Wirtschaftspolitik Ulbrichts gegenüber der von Honecker.“

    Das freut mich immerhin 🙂

  135. sixty: teile im wesentlichen, großen u. ganzen deine sicht der verhältnisse zu jugoslawien und glaube fest, dass es in der damaligen zeit durchaus als vorbildliches system der wirtschaft und selbstverwaltung gelten konnte (und tat). die jetzige zersplitterung in tausend pro-europäische gangster“staaten“ wie kroatien, bosnien, slowenien und skopje sowie die isolierung und nato-umzingelung des staates serbien
    sind ergebnis eines verbrecherischen, von brd ganz eifrig mit angezettelten dolchstoßes – hinterrücks und ohne jegliche legitimation !

  136. Mit der Begrifflichkeit des Zionismus sollte man vorsichtig umgehen. Sie paßt nicht für jeden Jerusalemreisenden.

    Geerd Wilders soll dem Islan die Religionseigenschaft als solcher abgesprochen haben. Der frühere CDU Abgeordnete Rene Stadtkewitz beruft sich auf ihn. Stadtkewitz ist allerdings in Berlin bislang den Beweis schuldig geblieben, daß er aus eigener Kraft den Weg ins Palament schaffen kann. Bislang ist sein Parlamentsmandat ein „geliehenes“.

    Wilders soll sich in Israel gegen die Bildung eines autunomen Palästineser Staates ausgesprochen haben.

    Andreas Mölzer und HC Strache haben hingegen ihre „Neutralität“ betont.

    Die Parlamentarier der Schwedendemokraten und des Flaams Belang werden in ihrer Heimat vom staatlichen Meinungsterror überzogen. Wie ja linksliberale Medien vermuten gilt deren Reisemotivation wohl der Abwehr gutmenschlicher Angriffe.

    Ähnlichem Terror ist auch die FPÖ in Östereich ausgesetzt. Einer der führenden Krakeeler ist der in Israel geborene Ariel Muzikant, der Vorsitzende der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Das ist so eine Art Charlotte Knobloch.

    So hat da wohl sich jeder etwas anderes gedacht, als er ins Flugzeug stieg.

  137. @ Hausmeister

    Warum löschen sie Noldes „von der Maas bis an die Memel“-Rhetorik? Sollen doch alle sehen, was er für ein revanchistischer Nazi ist. Wirklich inkonsequent. Entweder schmeißt man so jemanden raus oder lässt ihn so, wie er ist. Ich würde meine Freunde nicht zensieren und laut Facebook ist er ja ihr Freund.

  138. Erich H.: Wenn Sie mit Nolde ad personam streiten wollen, können Sie das auf Ihrem oder auf seinem blog machen. Auf diesem blog wird zur Sache gestritten. – Facebook-„Freunde“, das müßten Sie wissen, verhalten sich zu wirklichen Freunden wie Astrologie zu Astrophysik. Also kommen Sie mir nicht damit.

  139. @Erich H.

    Weder „von der Maas bis an die Memel-Rhetorik“ noch „revanchistischer Nazi“, aus beiden Anwürfen spricht antideutscher Masochismus. Interessant, daß Hetzer wie Deiner einer meist als Anonymous auftreten.

    @klaus

    Prozionistische Israel- u. Holocaustklagemauer-Pilger sind keine unpolitischen „Jerusalemreisende“ und die Unterschiede – von P. Pau über J. Elsässer bis zu G. Wilders u. HC Strache – sind letztlich marginal.

  140. deshalb bin ich auch so skeptisch mit facebook. natürlich, es ist nicht verwerflich, inhalte zu teilen, laut eigenwerbung die aufgabe von facebook – aber bevor es facebook gab, ging ´s uns doch auch nicht schlecht, oder ?

    ich weiß nicht mal, wer emil nolde war.

  141. Nolde: Sie sagen Pau=Elsässer=Wilders=Strache? Nur marginale Unterschiede? Das ist so abgedreht, dass es fast wieder lustig ist.

  142. „deshalb bin ich auch so skeptisch mit facebook. natürlich, es ist nicht verwerflich, inhalte zu teilen, laut eigenwerbung die aufgabe von facebook – aber bevor es facebook gab, ging ´s uns doch auch nicht schlecht, oder ?“

    Ich gebe zu, lebensnotwendig ist es vielleicht nicht, aber ich komme so schneller an gewisse Informationen, ohne viel rumzugoogeln. Und das mit den „freunden“…naja. Man sollte das schon von echten Freunden auseinanderhalten können. Aber mit facebook ist es wie man allem anderen auch, es kommt darauf an, wie man es benutzt, und was man öffentlich preisgibt. Leider verwechseln das viele mit virtuellem Striptease.

  143. Nanu! Wer aus Facebookfreunden Verschwörungen entwickelt, ist ja nun wirklich schief gewickelt! Ich hab den Nolde auch als „Facebookfreund“ werde ich jetzt wegen des sittsamen, jedoch oft kontroversen Austauschs, der „Nazikungelei“ verdächtigt? Dann hört es wohl langsam auf! Wie will man denn je verstehen und Vorurteile abbauen, wenn man miteinander nicht auf vernünftiger Art und Weise miteinander redet? Dann bleibt man doch voreingenommen dumm!
    Auf welchem kulturellen Niveau bewegen wir uns hier eigentlich, wenn reden auauf Basis der Vernunft dem Verrat gleichgesetzt wird? Was für eine Angst geht denn hier um?
    Aber solange es so ist, können die „da oben“ wohl beruhigt schlafen! Der VS kann melden, dass von einer „Position der geeinten Stärke der Antikapitalisten“ nicht auszugehen ist, da sie sich mit der Keule beharken, Punkt.

  144. Immer schin differenzieren. Jeden das erzählen lassen, was er will – nur dann wird es interessant. Die Pflege der eigenen Vorurteile kann man in der Zeit und der SZ praktizieren

  145. Körnerpicker, Klaus:

    Euren letzten beiden Beiträgen kann ich nur zustimmen.
    Ich bin noch nicht so lange bei facebook, um da alles durchzuschauen, aber leider sind viele dieser Netzwerke durchaus zionistisch unterwandert. Mein Sohn hatte mal bei StudVZ eine Pro-Palästina-Gruppe gegründet, und die wurde verboten. Daraufhin hat er StudVZ verlassen.

  146. @J. Elsässer: Was sollte ihrer Meinung nach mit den jüdischen Siedlungen im sog. Westjordanland passieren?

  147. Montauk: Die Siedlungen sollten, wie die der Serben im jetzt unabhängigen Kosovo, von international mandatierten Truppen geschützt werden.

  148. J.Elsässer:
    „Die Siedlungen sollten, wie die der Serben im jetzt unabhängigen Kosovo, von international mandatierten Truppen geschützt werden.“

    Der Vergleich zwischen jüdischen Siedlungen und Serben im Kosovo hinkt wohl ein bisschen, oder?

  149. „Gandalf: Hitler als der Begründer Israels? Das kann man höchstens um drei Ecken rum behaupten. Machen Sie sich nicht lächerlich!“

    Möglicherweise denkt der Herr Gandalf gar nicht so verkehrt. Nicht dass Hitler selbst der bewussste „Begründer“ des zionistischen Besatzungsregimes war, aber er wurde – möglichweise benutzt, um dieses zu installieren:

    New York (Common Dreams/Fars News) –
    In seinem Buch „Blowback“ unterstreicht Christopher Simpson, dass er an von der Gestapo in der Nazizeit beschlagnahmte Dokumente gelangt ist, die ein geheimes Abkommen zwischen Gestapo und Hagana – jüdische Milizenorganisation zwischen 1920 und 1948, die nach der Besetzung Palästinas von Zionisten den Kern der zionistischen Armee bildete – belegen. Nach den besagten Dokumenten finanzierte die Gestapo mindestens einen Hagana-Befehlshaber.

    Weiter hier:

    http://german.irib.ir/nachrichten/politik/item/119026-neue-dokumente-ueber-bereite-kooperationen-zwischen-den-zionisten-und-hitler

  150. und es geht noch viel zionistischer. Broders Gastschreiber hat noch die Frechheit, die koptischen Opfer der furchtbaren Anschläge propagandistisch auszuschlachten, in dem er vorgibt, die Christen schützen zu wollen.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/menetekel_fuer_europa/

    Dass im Hl. Land auch christliche Palästinenser verfolgt und schikaniert werden, will hier keiner wissen. Gott sei Dank fand der Priester in seiner Predigt während der Heiligabend -Mitternachtsmesse in Bait Lahm (Bethlehem) dafür deutliche Worte. Aber wer schaut sich das schon an?

  151. boah,elässer ich hoffe sie sehen das mit den illegalen siedlungen heute anders,meiner meinung nach sollte man die einfach abreissen.und der kosovo vergleich hinkt nun wirklich gewalltig.

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