COMPACT-Magazin-Premiere: Es weihnachtet sehr

Ein Podium von ungewöhnlicher Breite diskutierte in festlicher Atmosphäre vor 100 Besuchern. Von links nach rechts: Wilms, Elsässer, Diskussionsleiter Weilmeier, Janich, Stein. Am Rednerpult: Dee Ex


Süßer die Glocken nie klingen: Der Ratskeller Schmargendorf ist eine der traditonsreichsten Lokalitäten in Berln. Im gotischen Gewölbe heiratete früher die Berliner Politprominenz und ist bis heute bürgerliche Gastlichkeit groß geschrieben. Der genois loci wurde verstärkt durch das Funkeln des Weihnachtsbaumes auf dem Flügel. Eigentlich fehlte nur Sankt Nikolaus. Dafür hielt unsere Security, in trauter Eintracht mit den motivierten Beamten des Landeskriminalamtes, an der Tür einsam‘ Wacht vor den Unholden der Berliner Nacht. Geborgen wie in Abrahams Schoß genossen die 100 Besucher schon vor dem offiziellen Beginn Speis und Trank.

Mag sein, dass die Christkindlstimmung auch das Podium angesteckt hat. Jedenfalls hatten sich zur COMPACT-Premiere Diskutanten versammelt, die sich in früheren Jahren an die Gurgel gefahren werden – diesmal aber die Funken im edlen Wettstreit der Gedanken sprühen ließen. Da saßen der fromme Muslim Sulaiman Wilms von der „Islamischen Zeitung“ und die ungestüme Rapper-Patriotin DeeEx, der demokratische Rechte Dieter Stein von der „Jungen Freiheit“ und meine Wenigkeit, ein Linker von alem Schrot und Korn, und als Weltkind in der Mitten Oliver Janich von der libertären „Partei der Vernunft“. Sie alle waren zur Geburtstagsfeier unseres Monatsmagazins COMPACT gekommen und forderten abseits aller Meinungsverschiedenheiten das Publikum am Ende der Veranstaltung unisono zum Abonnieren der neuen Zeitschrift auf. (Wer sich jetzt DIESES Weihnachsgeschenk nicht machen will, braucht gute Ausreden vor sich und seinen Kindern.) Jedenfalls: Es gibt außer COMPACT  kein einziges Medium in diesem Land – weder Printmedium, noch Radio, TV oder Internet-Plattform -, das ein Podium von dieser politischen Breite präsentieren könnte. Diese Pluralität – die nicht mit Beliebigkeit verwechselt werden darf, denn alle Diskutanten waren gleichzeitig Kritiker der Neuen Weltordnung, des angloamerikanischen Imperiums, der political correctness – macht COMPACT niemand nach. Die Wette gilt: Wer ein Gegenbeispiel bringen kann, wo andere Veranstalter ein ähnliches Spektrum aufbieten konnten, bekommt von mir eine Flasche Schampus. (Bitte keine Beispiele aus der Weimarer Republik …).

Ein ausführlicher Veranstaltungsbericht folgt, es wird auch ein Video geben. Zum Ablauf nur eine Anmerkung: Für mich war am erfreulichsten an diesem Abend, dass sich Dieter Stein von der JF ganz akzentuiert von der antiislamischen Hetze von Geert Wilders und Co. absetzte. Er würdigte die kulturellen Leistungen unserer Schwesterreligion und äußerte ein gewisses Verständnis, dass eingewandete Muslime Integrationsschwierigkeiten hätten, so lange die Deutschen selbst ihre Identität nicht mehr bestimmen können, geschweige denn verteidigen wollen. Das Problem bestehe „nur“ darin, dass die „schiere Masse“ der Einwanderung aus muslimischen Ländern uns überfordere.  Sulaiman Wilms auf der anderen Seite wehrte sich gegen einige Spitzen von Stein, machte aber andererseits, wie auch in seinem Artikel im aktuellen COMPACT-Magazin, gegenüber seinen Glaubensgenossen klar: „Ich finde, dass man an dem Ort und in dem Land, an dem man ehrlich lebt, auch kulturell ankommen muss.“ – Diese Positionen sind eine Basis, auf der man weiter diskutieren kann.

Am Schluss sang DeeEx mit glockenklarer Stimme „Leise rieselt der Schnee“, und alle stimmten ein. Ach nein, das muss ich dann doch geträumt haben. Aber da sie jetzt doch nicht Bundesfamilienministerin werden will, was die Freiheitspartei von Rene Stadtkewitz ihr angeblich vorausschauend angeboten hatte, wird sie vermutlich das nächste Mal wieder mittun, und dann könnte es soweit kommen.  Nach diesem Abend gilt die Devise des japanischen Philosophen Toyota: „Nichts ist unmöglich.“

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109 Kommentare zu „COMPACT-Magazin-Premiere: Es weihnachtet sehr

  1. „Linker von altem Schrot und Korn“. So nennt man also jetzt selbstbeweihräuchernd Leute, die offenbar Hartz IV für jene, die (noch) nicht arbeiten und somit einzahlen konnten, abschaffen wollen und freiheitsliebende iranische Studenten lächerlich machten…Champagner-Linker von altem Schrot und Korn.;-)

  2. Das klingt ja schön, Glückwunsch zur gelungenen Veranstaltung. Der Vergleich mit anderen Veröffentlichungen ist allerdings nicht ganz fair, meine ich, denn nicht jedes Medium hat auch die Zielsetzung dieser Bandbreite.

    Zu Dieter Stein: Dass er sich von der „antiislamischen Hetze von Geert Wilders & co. absetzte“, mag ja erfreulich sein, aber viele Artikel in der JF sprechen da leider eine andere Sprache, aber darüber würde ich gern mal persönlich mit ihm unterhalten, vorher muss ich aber das Video gesehen haben.
    Ebenso würde ich meinen Glaubensbruder gern mal fragen, was er mit „kulturell ankommen“ genau meint.

    Was Mia / Dee Ex angeht, habe ich sie wohl am Anfang falsch eingeschätzt, aber da sahen ihre Blogeinträge nun mal auch anders aus.

    Aber eine Familienministerin sollte verheiratet sein und Kinder haben, tut mir Leid, aber da bin ich nun mal konservativ 😉

  3. Gratuliere zu dem gelungenen Auftakt! Ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang. Da werden die politisch korrekten Tugendwächter zwar bestimmt starke Bauchschmerzen haben aber die will ich ihnen jetzt mal wirklich gönnen…. 🙂

  4. Herr Elsässer – Glückwunsch zu dieser gelungenen Veranstaltung und Respekt vor ihrem Mut, solch ein breites politisches Spektrum zusammenzuführen! Das war schon eine ganz besondere, produktive Atmosphäre an diesem Abend an diesem Ort, auch wenn wir „Zuspätgekommenen“ nur die Rücken der Redner bewundern durften.
    Die verschiedenen politischen Positionen der geladenen Gäste führten natürlich zu Widerspruch und Gegensätzen. Aber wie wir Linke verinnerlicht haben, sind nur Widersprüche und deren Lösung produktiv (Hegelsche Dialektik). Und die zu lösenden Probleme in D, Europa und der Welt sind ja gewaltig. Was mich als lernfähigen Linken am meisten gefreut hat, war wie „zivilisiert“ und angenehm die Podiumsdiskutanten miteinander umgingen und dass ich für mich viel an diesem Abend gelernt habe. Schade war nur, wie Sie selbst schon anmerkten, dass einer der Zuschauer die Contenance (gegenüber Herrn Wilms) verloren hat.

  5. Ach so, und natürlich bin ich Abonnent des neuen Compact-Magazins! Mein 20-jähriger Sohn hat mir die Erstausgabe schon aus der Hand gerissen – ein Zeichen dafür, dass das Heft auch bei der Jugend gut ankommt!

  6. „Schade war nur, wie Sie selbst schon anmerkten, dass einer der Zuschauer die Contenance (gegenüber Herrn Wilms) verloren hat.“

    Diese Anmerkung konnte ich nicht finden, Herr Elsässer nahm lediglich auf die Spitzen von Herrn Stein Bezug, und der war kein Zuschauer. Oder ist da etwa ein PI-ler ausgerastet? Kennt man ja von denen. Aber wie gesagt, muss ich das Video erst gesehen haben.

  7. Es war tatsächlich überraschend, wie friedlich alle verschiedenen Fraktionen zusammen saßen und sich austauschten. Irgendwann hatte man sich auf Sulaeiman Wilms etwas „eingeschossen“, der allerdings auch haarsträubende Thesen vertrat. U.a. behauptete er, dass die Zeit des Nationalstaats im Zuge der Globalisierung vorbei sei. Eine Mainstream-These. Was aber wollte er damit sagen? Wollte er damit der NWO das Wort reden, also der Weltherrschaft des internationalen Finanzkapitals über die Völker, angeblich kämpft der Islam doch auch dagegen….
    Ein anderer Islam-Vertreter behauptete, ohne rot zu werden, dass Goethe ja auch Moslem gewesen sei….und überhaupt hätte die deutsche Gesellschaft „moslemische Wurzeln“….wo sind diese? Das klingt so wie das Geschwätz des Bundespräsidenten Wulff, dass der „Islam ein Teil Deutschlands“ sei….Nichts hat man gehört von dem Attentat eines jungen Moslems in der Türkei auf einen Erzbischof, dessen Kopf auf offener Straße abgeschnitten wurde, nichts von der Verfolgung der christlichen Mindeheit in der Türkei, das alles hat vor wenigen Wochen statt gefunden in einem Land, dass in die EU aufgenommen werden will…..

  8. ich verließ die veranstaltung enttäuscht. konsens herrschte nur in der frage, daß deutschland mehr religion brauche. alle redner wiederholten in gekürzter form ihre beiträge aus dem magazin.
    herrn wilms verführten geringes selbstwertgefühl und schlechter geschmack dazu, das auditorium gleich zu beginn mit der mitteilung einzuschüchtern, daß er heidegger gelesen habe.
    herr elsaesser -experte des false-flag-wesens- lässt sich in seiner sarrazin(helden)verehrung nicht dadurch beirren, daß das politiker/medien/meinungsimperium den verkaufserfolg durch ebenso lautstarken wie ungeschickten verriss (der den widerspruch der straße geradezu herausforderte) erst bewirkte. was man hierzulande wirklich nicht hören will, wird einfach beschwiegen – nicht ungeschickt verbellt. (gern dazu auch deeex/mia befragen!)
    redner milch mädchen von der neuen partei f.d.p.(amish) oder so, meinte allen ernstes vorrechnen zu können, daß alle einkommen (außer bankster) um das 16fache stiegen, wenn man nur das papiergeld abschaffte. da rotieren marx, newton und die physikalischen erhaltungssätze gar lustig in ihren gräbern…

  9. queer mum: so so, wenn ein muslim heidegger liest und schätzt, bekommen Sie s gleich mit der Angst zu tun bzw. beklagen schlechten Geschmack?

  10. Einer der Besucher hat mich auf dem Heimweg angesprochen, insistierte schon beinahe auf eine antisem. Grundstimmung bei Ihnen, Herr Elsässer. Schade, er hatte sich nur mit dem Vornamen vorgestellt. Das habe ich aus Ihren Schriften oder Worten noch nicht heraus lesen oder hören können. Auch mir hat die Veranstaltung sehr gefallen. Das Problem bestehe „nur“ darin, dass die „schiere Masse“ der Einwanderung aus muslimischen Ländern uns überfordere, sagte Dieter Stein – hieß es nicht auch hier schon oft, die Einwanderung aus der Türkei und anderen muslimischen Ländern sei rückläufig? Mir war, als habe Fatima da hier mal geschrieben. Das kommt mir so ähnlich vor, wie die Behauptung zunehmender Gewalttaten wider Polizisten etwa von Th. Demaizere, die in der Polizisten-Zeitschrift denn auch dementiert wird.

  11. ich halte autorität für den feind des arguments. h. wilms versuchte seine mit dieser startaussage zu boosten. wozu?

    p.s.: mehr noch als meine eitelkeit bestimmt mich das mäuseklavier meines pda zur kleinschreibung. entschuldigun dafür

  12. @Fatima

    Zu Dieter Stein: Dass er sich von der „antiislamischen Hetze von Geert Wilders & co. absetzte“, mag ja erfreulich sein, aber viele Artikel in der JF sprechen da leider eine andere Sprache, aber darüber würde ich gern mal persönlich mit ihm unterhalten.

    Man sollte nicht den Überbringer der schlechten Nachricht dafür verantwortlich machen. Welche Artikel meinen Sie?

    Und was PI angeht, ja hier sind sehr viele Kommentare einfach widerlich, aber im Endeffekt sammelt PI doch nur Meldungen aus der Presse und stellt diese online. Widerlich sind jedoch auch die Taten die hinter diesen Berichten stehen. Soll man dann darüber nicht mehr berichten? Klar bei der Heldenverehrung von Bush und Co dreht sich auch mir der Magen und wie bereits gesagt im Kommentarbereich finden sich viele wo man sich denkt, was geht den hier ab.

    „so lange die Deutschen selbst ihre Identität nicht mehr bestimmen können, geschweige denn verteidigen wollen“

    Der Satz beschreibt es treffend.

    http://www.jpost.com/JewishWorld/JewishNews/Article.aspx?id=198382

    http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~E3FD56FE352B44A608605F23BB69A2EC3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  13. @Richard Sorge:

    Soso, Ihnen gefällt nicht, dass die Zustände in anderen Ländern nicht angerissen werden. Sollte Ihrer Meinung nach Herr Wilms auch noch für – tatsächliche oder echte – Christenverfolgung in anderen Ländern verantwortlich gemacht werden?! Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein. Davon haben wir Muslime nämlich die Nase gestrichen voll. Das wäre genauso, als würden Sie für die pro-zionistische Haltung unserer Kanzlerin im Iran verantwortlich gemacht werden, das würden Sie vermutlich auch nicht prickelnd finden. Es soll glaub ich im Anliegen von Compact darum gehen, wie wir die anstehenden Probleme in DEUTSCHLAND lösen, und nicht darum, wie es in anderen Ländern aussieht. Und ob Goethe Muslim war oder nicht, ist nun für unsere Belange vergleichsweise zweitrangig, ich weiß auch nicht, warum manche so gerne darauf herumreiten.
    Die Geschichte muslimischer Präsenz in Deutschland begann allerdings schon 300 Jahre vor Goethe.

    Vgl dazu Beitrag von Dr. Yavuz Özoguz „Faszination Islam in Deutschland?“ in Muslim-Journal Nr. 02.

    Sulaiman Wilms meinte wohl nicht die NWO-Denkweise, sondern die beschränkte Sichtweise, die über den Tellerrand nicht hinausschaut. Denn die Welt ist nun mal näher zusammengerückt, das bedeutet nicht, dass er der EU-Diktatur das Wort reden wollte, das kann ich mir zumindest kaum vorstellen.

  14. @ r. sorge

    „U.a. behauptete er, dass die Zeit des Nationalstaats im Zuge der Globalisierung vorbei sei. Eine Mainstream-These.“

    Das ist ja nun nix Überraschendes. Nationalstaaten sind für viele gläubige Moslems eher uninteresant, supranationale Reichs- und Kalifatsgedanken sind da bei so manchem beliebter.;-))

  15. „Man sollte nicht den Überbringer der schlechten Nachricht dafür verantwortlich machen. Welche Artikel meinen Sie?“

    Schöne Worthülse, passt aber leider nicht hier.

    Ich meine diese Artikel:

    http://www.jf-archiv.de/archiv07/200730072049.htm

    Das ist so einfach falsch, auch wenn vereinzelte wahabitische Gruppen vielleicht von einem globalen „Kalifat“ träumen, das ist aber nicht „DER “ Islam!

    „Allah passt nicht ins Grundgesetz“, ebenso haltlos wie unwahr:
    http://www.jf-archiv.de/archiv07/200730072054.htm

    wenn ich all das auflisten würde, wäre ich morgen früh noch nicht fertig.

  16. Wegen diesen beiden Artikeln wollen Sie mit Herrn Stein diskutieren?

    Was ist daran falsch, dieser Satz?

    „Wir können in Deutschland sicherlich mit einer oder zwei Millionen Muslimen leben, nicht aber mit fünf, acht oder zehn Millionen, hinter denen auch noch der türkische Staat steht.“

    oder dieser
    „Der in Deutschland geduldete Islam mit seinem weltweiten Hintergrund ist gefährlicher als rechts- und linksradikale Parteien. Unter dem Etikett „Religion“ bereiten Imame gemeinsam mit der türkischen Regierung unter Mißbrauch unserer freiheitlichen Toleranz eine immer dichtere Islamisierung Deutschlands vor, am Ende steht statt des Grundgesetzes die Scharia. Die Trägerin der Kölner Moschee, Ditib, ist eine mit der türkischen Regierung eng zusammenarbeitende Organisation. Die Türkei mischt sich auf diese Weise massiv in die inneren Angelegenheiten Deutschlands ein. In der Türkei – früher durch und durch christlich – ist das Christentum nahezu ausgerottet. Dort gibt es keine Religionsfreiheit. Christen werden, wie soeben wieder geschehen, wegen ihres Glaubens ermordet. „Rechtgläubige“ Moslems müssen wegen ihrer Verpflichtung auf die Scharia den demokratischen Staat ablehnen. Die Scharia kennt keine Grundrechte.“

    Vielleicht sollte sich die JF ihre Artikel bei Ihnen als oberste Islamgelehrte freigeben lassen.

    Von Ihnen höre ich immer nur das ist nicht der Islam, sondern z.B. mal wieder die Wahabiten usw. Man kann es sich immer schön zurecht legen.

  17. @ Fatima: Sie sagen, Herr Willms könne nicht dafür zur Verantwortung gezogen werden, dass in einer türkischen Hafenstadt einem Bischof der Kopf abgeschlagen wird, das stimmt. Aber, liebe Frau Fatima, Tatsache ist, dass ES PASSIERT IST. Wäre das in der BRD denkbar, dass einem Imam der Kopf auf offener Straße, ohne das irgendjemand einschreitet, abgeschlagen wird? Wenns sie das jetzt bejahen sollten, kann ich sie nicht mehr ernst nehmen.
    Dass es in der BRD ausländerfeindliche Übergriffe von überwiegend dummen oder alkoholisierten Personen gegeben hat und noch gibt, das bestreitet keiner. Aber niemals gab es aus religiösen Motiven solche Attacken. Auch erinnere ich an das Attentat auf VanGogh in Amsterdamm.
    VanGogh war sicherlich ein widerlicher Provokateur und Hetzer, aber auch er hat das Recht auf Leben, es hätte doch gereicht, ihm mal eine runter zu hauen, musste man ihn gleich töten?

  18. @ Stefan: Vieles ist daran falsch, aber Ihre Meinung steht ja fest anscheinend.
    Denn es ist mitnichten so, dass hinter all den Muslimen der „türkische Staat“ steht. Gerade Muslime, die dauerhaft in Deutschland heimisch sein wollen, arbeiten daran, dass die – übrigens sehr gemäßigten – DITIB-Imame , die nur temporär in Deutschland sind und keine Ahnung von der Kultur und en Lebensverhältnissen in D haben, bald der Vergangenheit angehören.

    Dass es in der Türkei keine Religionsfreiheit gibt, ist lächerlich. In der St. Antoine-Kathedrale liegt sogar Missionsmaterial auf Türkisch aus, und in dem Stadtteil, in dem mein Schwiegervater ein Haus besitzt, befinden sich gleich drei Kirchen auf einmal, in denen auch die Glocken geläutet werden, worüber sich niemand aufregt. Wer so etwas behauptet, war offenbar noch nie in der Türkei.

    @Richard Sorge: Habe ich behauptet , dass es gut war, van Gogh zu ermorden? Richtig, habe ich nicht. Das war nämlich ein Verbrechen.

    „Wäre das in der BRD denkbar, dass einem Imam der Kopf auf offener Straße, ohne das irgendjemand einschreitet, abgeschlagen wird?“

    War es wirklich so, dass „niemand eingeschritten ist“? Und selbst wenn es so gewesen sein sollte, dann beweist das die Schlechtigkeit des Islams oder nicht vielmehr mangelnde Zivilcourage?
    In Deutschland ist es schon vorgekommen, dass in überfüllten S-Bahnen Frauen vergewaltigt wurden, ohne dass jemand einschritt. Ist das Christentum daran Schuld?

  19. Na, wie schön hier sich schon wieder alles zuspitzt auf die Frage: Gegen oder für den Islam! Ist das die einzige Interpretationsmöglichkeit der gesamten Diskussion? Gut, dass Thema brennt offenbar vielen in Deutschland unter den Nägeln. Aber es ist mit der Zeit nicht nur Langweilig sondern auch belanglos ständig diese Verschärfungsrethorik „Gegen oder für den Islam“ zu benutzen. Was wurde noch gesprochen? Wie sind die Positionen beispielsweise der Rapperin Dee Ex? (Auf ihrem Blog schreibt sie dazu sehr ausführlich etwas) Das sollte man doch mal diskutieren. Und nicht immer die ewig gleiche Themen, mit den ewig gleichen Antworten…

  20. @Stefan
    „Unter dem Etikett „Religion“ bereiten Imame gemeinsam mit der türkischen Regierung unter Mißbrauch unserer freiheitlichen Toleranz eine immer dichtere Islamisierung Deutschlands vor, am Ende steht statt des Grundgesetzes die Scharia“

    Sie schreiben nicht von den jüdischen Gemeinden und ihrem Zentralrat?
    Vor denen habe ICH weit mehr Angst. Was, bitteschön, machen die Moslems, was die Juden nicht auch schon machten? Schächen vielleicht? Einschüchtern? Bußzahlungen in singulärer Höhe abnötigen?

    Wir hätten mit dem Islam keine Probleme, hätten die BRD-ler auch nur einen Funken Ehre im Leib!

  21. Ich wollte lediglich darlegen, dass der Kurs zu dem Thema der JF eben doch nicht so ist wie beschrieben. Wenn das nicht gewünscht ist, dann werde ich mich dazu in Zukunft zurückhalten.

  22. @ Libertärer Geist: Die Positionen der DeeEx, die eine sehr syphatische und charmante junge Frau ist, sind durchaus widersprüchlich. Sie vertritt – wie eigentlich viele in der Volksinitiative – antizionistische Positionen, ohne aber auch nur im Entferntesten Anhängerin einer jüdischen Weltverschwörung zu sein. Sie sagt aber auch, wie ich finde zurecht, dass wir auf eine NWO, Neue Weltordnung, zusteuern, mit den USA, Großbritannien und Israel als treibende Kräfte. Gleichzeitig übt sie aber auch scharfe Kritik am Islam bzw. wie sich Moslems hier in der BRD – in ihrer Mehrheit – verhalten. Z.B. sagte sie zum Schluss: Ich als Deutsche würde nie im Ausland sagen, ich bin Christin, hast du damit ein Problem?
    Als ostdeutsche Frau hat sie gegenüber Religionen also eine natürliche Abkehr.
    Sie sieht sich als Patriotin und nicht als „Nationalistin“, was ihr von Linken oft angeheftet wird. Rein rhetorisch muss sie natürlich noch einiges dazu lernen, aber das dürfte mit Mitte 20 (geschätzt) kein Problem sein……

  23. Noch als kleine Ergänzung: nur weil sie junge Frau ist, heißt das überhaupt nicht, dass sie nicht mitten im Leben steht, sie ist ( das ist meine ich poitiv ) eine Frau von der Straße, die klare deutsche Sprache redet und nicht eine von diesen intelektuellen Polit-Tussis, die sich wichtig fühlen und nur klug scheißern wollen. Ich mag sie gut leiden ( nicht nur, weil sie kostenlos ihre CDs verteilt hat )

  24. Auf ihrem Blog schreibt Dee Ex in Bezug auf die Veranstaltung von einer „Querfront“. Spätestens jetzt sollten alle, die sich für links bzw. demokratisch halten, hellhörig werden. Querfront ist ein eindeutig historisch bestimmter Begriff: „Der Begriff Querfront bezeichnet eine rechtsextreme Bündnisstrategie, die Gemeinsamkeiten zwischen den politischen Lagern betont oder zu konstruieren versucht, mit dem Ziel, die politische Macht eines Nationalstaats zu übernehmen.Er wurde zu Beginn der 1930er Jahre in der Weimarer Republik geprägt.“ (Wikipedia) Querfront ist also ein Konzept, das sich GEGEN die Republik und Demokratie richtet und eine eindeutige Nazitradition hat. Damit hat Dee Ex offengelegt, was ihr wirkliches Interesse ist, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Nützliche Idioten auf Seite der Linken zu finden, die den Rechten helfen sollen, die Macht zu ergreifen. Und da rede noch wer davon, sie sei eine demokratische Rechte.

    Herr Elsässer, machen Sie sich gerne zum nützlichen Idioten der Rechtsextremen oder halten sie etwa die Nazi-Querfont für eine demokratische Errungenschaft? Sie haben sich offenbar dabei verguckt – zumindest was Dee Ex angeht – als Sie nach demokratischen Rechten Ausschau gehalten haben. Nur weil Dee Ex zum Teil von denselben Kräften („Antideutsche“) politisch angegriffen wird wie Sie, macht das Dee Ex nicht zu einem Demokraten wie Sie es sind!

  25. demokrat: Woher wollen Sie wissen, dass DeeEx „Querfront“ so definiert wie Sie und wikipedia? Die Frau formuliert frei von der Leber weg und kümmert sich nicht um die Standards, das hat was Erfrischendes. Ich meinerseits würde den Begriff auch nicht verwenden, da er missverständlich ist. Es geht doch um eine VOLKSFRONT gegen die aggressivsten Kräfte des Finanzkapitals, wie in den 30er Jahren auch von den Kommunisten gewollt. Sie sollten über Inhalte streiten, und nicht über Begriffe, dann würden Sie sich mit DeeEx viel produktiver streiten können.

  26. @ Jürgen

    Du hast es auf den Punkt gebracht: Ich kümmere mich nicht um Standarts. Hätte ich etwas Subversives geplant, würde ich mich ganz sicher nicht selbst verraten. Bin ja nicht von der Antifa 😉

    PS: Darf ich eigentlich noch „Autobahn“ sagen, oder zeigt mich der anonyme Herr „Demokrat“ dann an?

  27. @ Richard und alle anderen, die mich akzeptieren, wie ich bin

    DANKE! Ich wusste, dass es sich lohnt, „naiv“ zu bleiben! Ich wünsche Euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit und wer weiß – vielleicht sehen wir uns bald / bald mal wieder… Den Abend fand ich – abgesehen von meinem Lampenfieber – sehr gelungen! Auch wenn definitiv noch Steigerungen möglich sind, sollten wir an diesem Kurs festhalten.

    Patriotische Grüße an alle Deutschlandfreunde

  28. @ Dee Ex

    Mit ihren Spruch zur Autobahn haben Sie ihr Niveau unter Beweis gestellt! Eine Autobahn ist eine Straße nur für Autos und nicht auch für Fußgänger und Fahrradfahrer. Daher zutreffend Autobahn genannt. Und nur damit Sie es wissen: Die Nazis haben weder den Begriff Autobahn erfunden noch diese als erste gebaut. Sie haben nur umgesetzt, was schon in der Weimarer Republik von gewissen imperialistischen Herrschaften mit ausgeprägten Drang Richtung Osten geplant wurde.

    Der Begriff Autobahn ist neutral. Der Begriff Querfront wird ausschließlich in dem oben zitierten Zusammenhang verwendet. Der Begriff „Volksfront“, der aus der Linken stammt, wird mittlerweile auch von rechten Gruppen benutzt. Aber was „Querfront“ angeht, so wird er durch alle politischen Lager hinweg ausschließlich in diesem Sinne verstanden und nur in rechtsextremen Kreisen positiv verwendet. Da können Sie sich ja dumm stellen (?) und auf die Naivität der Mitlesenden rechnen. Aber meinen Sie wirklich, mit Argumenten wie „ich weiß nicht was ich sage und es schert mich auch nicht“ jemanden überzeugen zu können? Wenn Sie nicht wissen, was Sie sagen, warum sagen Sie es dann? Ich benutze z.B. auch keine Begriffe/Fremdwörter, die ich nicht kenne. Manche machen das ja dennoch gerne, um zu beeindrucken oder übernehmen die in ihrem Umfeld gepflegte Ausdrucksweise. Letzteres nehme ich in ihrem Fall an. Und dieser Ausdruck wird wie gesagt im positiven Sinne nur im rechtsextremen Lager verwendet.

    Und wieso subversiv? Nicht alle rechtsextreme Gruppen, die das Querfront-Konzept verfolgen, machen daraus einen Hehl, siehe z.B. KDS. Übrigens bin ich auch nicht von der Antifa, aber wahrscheinlich vermuten Sie hinter allem Widerspruch eine große Verschwörung der Antifa. Ach was sage ich, eine Verschwörung fast der ganzen Welt.

    Und deshalb war es auch gut, dass Sie herausgestellt haben, dass ich hier ja „anonym“ meine Meinung geäußert habe (dass Sie damit nur eine Aussage über ihre argumentative Hilflosigkeit gemacht haben, sei dahingestellt). Denn ich bleibe lieber anonym, weil auch ich Teil dieser Weltverschwörung bin, Leute wie Sie aufzuhalten. Denn sollten wir nicht erfolgreich sein, würde mein Name von den völkischen Beobachtern bestimmt in einer Gestapo-Akte landen und ich müsste um mein Leben fürchten. Um mal auf ihrem Niveau zu paranoidisieren (Achtung: das Wort entspricht nicht dem deutschen Reinheitsgebot!).

    (Übrigens, da Sie ja auch Richard Sorge geantwortet haben. Der ist auch „anonym“, denn es handelt sich um ein Pseudonym. Sie können ja mal herausfinden, um welches historisches Vorbild es sich dabei handelt…)

    @ Elsässer

    Und, woher wissen Sie, wie Dee Ex den Begriff definiert? Haben Sie vorher nachgefragt? Dass sie ihre Steilvorlage annimmt, jetzt zu sagen, sie wisse gar nicht, was sie da sage (oder wie Sie es positiv formulieren: „frei von der Leber weg“ – die übrigens rechts sitzt 😉 überrascht kaum. Was soll sie auch sonst sagen, wo sie doch (krampfhaft) stets darum bemüht ist, sich von ganz rechts zu distanzieren, aber dabei dieses Kleintel dennoch bei der Stange halten muss/will, schließlich hat sie in diesem Spektrum ihre „Fan-Base“.
    Somit handelt es sich m.E. bei der Distanzierung nur um ein Täuschungsmanöver.
    Und mit der Verwendung eindeutig „codierter“ Begriffe wie Querfront wissen diese dann, dass es Dee Ex mit ihren Distanzierungen nicht wirklich ernst meint, sondern PR-Gründe im Vordergrund stehen. Diese Masche ist so alt, wie kann man gerade als deutscher Antifaschist darauf noch herein fallen?

    „Sie sollten über Inhalte streiten, und nicht über Begriffe, dann würden Sie sich mit DeeEx viel produktiver streiten können.“

    Muss ich ihnen als Marxisten erklären, dass sich Begriffe und Inhalte nicht trennen lassen? Inhalte werden überhaupt nur durch Begriffe transportiert und – eben- begriffen. Lässt sich der Inhalt der produktiven Ausbeutung im Kapitalismus besser mit den Begriffen „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ auf den Punkt bringen, oder mit den Begriffen „(Rate des) Mehrwert“, „Arbeitskraft“, „konstantes Kapital“, „variables Kapital“ etc.?

    Wenn Menschen sich nicht begrifflich vom Rechtsextremismus lösen können, vermute ich dahinter logischer Weise eine inhaltliche Übereinstimmung. Denn Inhalte und Begriffe lassen sich natürlich nicht trennen, daher findet man auch selten „marxistische“ Begriffe in bürgerlichen Zeitungen. Weil diese eben begreifen, dass die Verwendung „marxistischer“ Begriffe dazu führen könnte, dass die Leser begreifen, was Marx inhaltlich wollte.

    Was Dee Ex angeht, so will sie entweder inhaltlich eine Querfront oder sie will uns für dumm verkaufen, weil sie angeblich keine will, aber diese propagiert.

  29. Nachtrag:

    „Es geht doch um eine VOLKSFRONT gegen die aggressivsten Kräfte des Finanzkapitals, wie in den 30er Jahren auch von den Kommunisten gewollt.“

    Einverstanden! In den letzten Jahren hat sich ein gewisser Vertreter des Finanzkapitals, (ehemals) angestellt bei der Bundesbank, besonders aggressiv gegenüber Angehörigen der Unterschicht geäußert und die von ihm mitgetragene massive Umverteilung von den unteren und mittleren Einkommen zugunsten des Finanzkapitals mit zynischen Kommentaren hinsichtlich des den Unterschichten aufgrund dieser Umverteilung zugemuteten Verarmungsprozesses begleitet. Eine echte Volksfront gegen das Finanzkapital würde sich ihre Bündnispartner woanders suchen und sich diesen Vertreter der Interessen des Finanzkapitals sicherlich nicht zum nächsten Bundeskanzler wünschen.

  30. demokratische rechte: sie müssten jetzt erstmal compact lesen, bevor sich die diskussion lohnt.

  31. Demokratische Rechte: Begriffe und Inhalte nicht trennen lassen? So quatschen Akademiker daher. Wir sind eine Volksinitiative. Also, drehen Sie mal ne Runde um den blog, trinken Sie ein Glas Bier, vergessenen Sie das Fachchinesisch und fangen Sie nochmal von vorne an. Wer so daherkommt wie Sie muss sich nicht wundern, wenn die Leute den Linken davonlaufen.

  32. Weil es so „Linke“ wie „Demokratische Rechte “ gibt, die nur den Tunnelblick haben, wundert sich diese Linke immmer wieder, wenn das Licht am Ende des Tunnels, das so schön die Zukunft erleuchten sollte, mal wieder nur der Zug ist der sie überrollt.
    Der Tip von Elsässer ist noch das beste was man diesen Leuten empfehlen kann.
    Hilft aber leider auch so gut wie nie.

  33. @Demokratische Rechte?

    Fiel Ihnen nicht auf, daß da jemand „Standart“ anstelle von Standard schrieb? Ist das nicht ziemlich verräterisch – weil nur drei Silben von „Standartenführer“ entfernt? Wenn da mal nicht was „codiert“ ist…
    So etwas sollte man nicht übersehen, denn ein weiser Mensch, dessen Na.. ähm Pseudonym mir im Augenblick entfallen ist, gab der Welt einst zu bedenken:
    „[…] sollten wir nicht erfolgreich sein, würde mein Name von den völkischen Beobachtern bestimmt in einer Gestapo-Akte landen und ich müsste um mein Leben fürchten.“

    Und ist das nachfolgende nicht eine köstliche „dialektische“ Blüte?

    „Aber was [den Begriff] „Querfront“ angeht, so wird er durch alle politischen Lager hinweg ausschließlich in diesem Sinne verstanden und nur in rechtsextremen Kreisen positiv verwendet. Da können Sie sich ja dumm stellen (?) und auf die Naivität der Mitlesenden rechnen.
    […]
    Was soll sie auch sonst sagen, wo sie doch (krampfhaft) stets darum bemüht ist, sich von ganz rechts zu distanzieren, aber dabei dieses Kleintel dennoch bei der Stange halten muss/will, schließlich hat sie in diesem Spektrum ihre „Fan-Base“.
    Somit handelt es sich m.E. bei der Distanzierung nur um ein Täuschungsmanöver.
    Und mit der Verwendung eindeutig „codierter“ Begriffe wie Querfront wissen diese dann, dass es Dee Ex mit ihren Distanzierungen nicht wirklich ernst meint, sondern PR-Gründe im Vordergrund stehen. Diese Masche ist so alt, wie kann man gerade als deutscher Antifaschist darauf noch herein fallen?“

    Also „codiert“ oder „nicht codiert“ – ist das hier nicht die Frage? Wahrscheinlich ist der Begriff im Laufe des Sermons in sein Gegenteil umgeschlagen…

    ko|die|ren fachsprachl.: co|die|ren, tr. 3, nach einem Kode umsetzen, verschlüsseln.

    „Ich benutze z.B. auch keine Begriffe/Fremdwörter, die ich nicht kenne. Manche machen das ja dennoch gerne, um zu beeindrucken oder übernehmen die in ihrem Umfeld gepflegte Ausdrucksweise.“

    Sie sind ein urkomischer Vogel! Hoffentlich schreiben Sie noch viele, viele Kommentare auf diesem Blog…

  34. „Denn Inhalte und Begriffe lassen sich natürlich nicht trennen, daher findet man auch selten „marxistische“ Begriffe in bürgerlichen Zeitungen. Weil diese eben begreifen, dass die Verwendung „marxistischer“ Begriffe dazu führen könnte, dass die Leser begreifen, was Marx inhaltlich wollte.“

    Hier schreibt der seminarmarxistische Herr Oberlehrer schlicht und einfach Unsinn. Es gab mal eine Zeit (Ende der 60er bis Mitte der 70er), da wurden von „bürgerlichen“ Verlagen ganze Buchreihen an „marxistischer“ Literatur auf den „Markt“ geworfen … aber selbst viele der damaligen selbsternannten „Marxisten“ hatten offensichtlich überhaupt nicht „begriffen, was Marx inhaltlich wollte“,

  35. @ Roland Basel

    Danke für die überzeugenden Argumente, die Sie vorgebracht haben. Erleuchtete Zukunft? Tunnelblick? Wovon reden Sie denn überhaupt? Wer sind eigentlich „diese Leute“, zu denen Sie mich zählen? Das geht ja schnell, dass man bei ihnen in einer Schublade landet.

    @ Jürgen Elsässer

    „demokratische rechte: sie müssten jetzt erstmal compact lesen, bevor sich die diskussion lohnt.“

    Warum? Und lohnt für wen?

    „Demokratische Rechte: Begriffe und Inhalte nicht trennen lassen? So quatschen Akademiker daher. “

    Ich bin kein Akademiker und habe nicht einmal Abitur. Darf man als Arbeiter nicht nachdenken, bevor man schreibt, oder muss alles „frei von der Leber weg“ sein? Und Sie wissen doch selbst genau, dass das kein Akademiker-Gequatsche ist. Denn Krieg ist nicht Frieden. Und Imperialismus ist nicht Demokratie. Sie waren und sind doch ein ausgesprochener Kritiker der Begriffsverdrehung, der Verwendung von Begriffen gegen ihren eigentlichen Inhalt, wie sie unter rot-grün forciert wurde, besonders im Hinblick auf den Krieg gegen Jugoslawien. Oder war das ihrerseits nur Akademiker-Gequatsche? Ist es mein Fehler, wenn ich Dee Ex weder für dumm noch für unbedarft halte und daher ihre Pro-Querfront-Sprüche ernst nehme? Schließlich scheint sie ein sehr politisierter Mensch zu sein, wenn ich mir ihren Blog und ihre Videos so anschaue.

    „Wir sind eine Volksinitiative. Also, drehen Sie mal ne Runde um den blog, trinken Sie ein Glas Bier, vergessenen Sie das Fachchinesisch und fangen Sie nochmal von vorne an. Wer so daherkommt wie Sie muss sich nicht wundern, wenn die Leute den Linken davonlaufen.“

    Abgesehen davon, dass man nicht jeden Tag saufen muss und auch in ganzen Sätzen sprechen und „dennoch“ zum Volk gehören kann, drehe ich doch gerade meine Runden um den Blog 😉

    Haben Sie keine Argumente oder weshalb hacken Sie hier so auf der Form herum? Ist doch sonst nicht ihre Art. Und warum sind Vokabeln wie Querfront, Finanzkapital oder Unterschicht auf einmal Fachchinesich? Oder gilt das nur, wenn ich diese Worte in den Mund nehme und nicht Sie oder Dee Ex?

    Ich habe nichts gegen Bier und ungezwungenes Beieinandersein. Aber ich habe etwas dagegen, verarscht zu werden. Z.B. Dee Ex, die hinterher behauptet nicht zu wissen, was sie sagt. Aber ich will der guten Dee Ex nicht absprechen, dass sie eventuell doch nur sich und nicht uns getäuscht hat. Und jetzt, wo sie weiß, was sie gesagt aber nicht so gemeint hat, steht es ihr ja auch frei, das Gemeinte mit dem Gesagten in Zukunft in Einklang zu bringen – stattdessen beharrt sie offenbar darauf, das Gesagte auch nicht Meinen zu müssen. Warum nur? Aber auch das gehört nun mal zur Meinungsfreiheit dazu, die ich ihr weder nehmen will noch kann, ist ja schließlich ihr eigener Blog. Was manche vergessen: zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass man anderer Meinung sein kann und widersprechen darf. Damit scheinen einige ein Problem zu haben. Kann ja auch nicht angehen, dass einer „dieser Leute“(RB) „anonym“(DE) „daherkommt“(JE) und daher „quatscht“ (JE). Und „leider“ ist solchen Gesellen „auch so gut wie nie zu helfen“(RB).

    Wenn wir schon beim Thema sind, Verarschung ist es auch, sich als Volksinitiative auf die Volksfront zu berufen und dann einen wie Sarrazin als „süßeste Versuchung“ zu preisen. Einfache Frage an Sie: Wessen Interessen vertritt Sarrazin, die des (Finanz-)Kapitals oder die der Arbeiter/des Volkes? Die der Unter- und Mittelschicht oder die der Finanz-Aristokratie?

    Und wenn er davor warnt, dass Deutschland sich abschafft, wen identifiziert er denn als Gefahr? Etwa die unter der Fuchtel des Finanzkapitals stehende EU, die die Souveränität Deutschlands weitgehend aufgehoben hat und vollkommen zerstören will, oder die Reproduktionsrate von „Kopftuchmädchen“? Und wenn nicht ersteres, wem nutzt dann letzteres?

    Dass den Linken die Leute davonlaufen, liegt doch gerade daran, dass diese solche einfachen Fragen zu selten stellt und eindeutig beantwortet. Man nehme nur das Rumeiern in Bezug auf EU oder Euro bei den meisten Linken. Und solange das so ist, ist es mir auch völlig egal, ob die Leute den Linken davon laufen. Denn eine solche Linke hat auch nichts anderes verdient. Und zu bekommen, was man verdient, ist nur gerecht.

    Soweit ich das von außen sagen kann, hat die Volksinitiative auch nicht gerade unter einem Massenzulauf zu leiden. Trotzdem danke, dass Sie sich herablassen mir zu sagen, wie ich daher kommen sollte, damit`s auch mit dem Zulauf zu den Linken klappt. Obwohl, damit überzeichnen Sie meine Bedeutung doch ein wenig und erheben mich über Gebühr. Also haben Sie sich gar nicht herabgelassen…

    Ich habe fertig.

  36. „Ich als Deutsche würde nie im Ausland sagen, ich bin Christin, hast du damit ein Problem?“

    Wenn du keine bist, liebe Dee Ex, hat keiner damit ein Problem, denn das ist nur ehrlich. Ein Problem habe ich eher mit Christen, die den Namen Christi missbrauchen, um damit gegen ihre beiden Schwesterreligionen zu hetzen, obwohl sie sonst wenig mit Christentum am Hut haben, und das finde ich zutiefst unehrlich! Christlich gesehen könnte man das sogar als Gotteslästerung werten, denn für Christen ist immerhin Jesus der „Sohn Gottes“.

    Und wie sich viele, die sich Muslime nennen, in D gebärden, gefällt mir und vielen anderen AKTIVEN Muslimen auch nicht. Nur bitten wir darum, nicht über einen Kamm geschoren zu werden, und das nicht auf den Islam als Ganzes zu beziehen. Danke.

    qalle: Ansonsten wäre es wohl weitaus zielführender, über Inhalte statt über Personen und Begriffe zu diskutieren.

  37. @ Demokratische Rechte?

    Mit Formulierungen an die Mitdiskutanten wie z.B.

    >…haben Sie ihr Niveau unter Beweis gestellt!……Muss ich ihnen als Marxisten erklären…….Und nur damit Sie es wissen:…<
    usw.
    erreichen Sie Niemanden.
    Man sieht nur Ihren erhobenen linken Zeigefinger.

    @all

    Was mich und meine Familie umtreibt und mit großer Beunruhigung erfüllt, ist die Gefahr eines europäischen Bürgerkrieges, in die uns möglicherweise USA, GB, Israel treiben könnte angesichts eigener gewaltiger ungelöster innerer Probleme verbunden mit einer gefährlichen und verantwortungslosen Untätigkeit der europäischen Regierungen die drängenden Probleme in D und Europa zu lösen wie:

    Wettrüsten;
    Anwachsen der Parallelgesellschaften durch ungelöste soziale Fragen und dem Interesse der Großindustrie nach Dumpinglöhnen;
    Überalterung der einheimischen Bevölkerung in den noch
    existierenden europäischen Nationalstaaten;
    Ablehnung der undemokratischen EU und des EURO durch die überwältigende Mehrheit des Volkes;
    Spaltung des Volkes in rechts und links durch die Herrschenden;
    Umverteilung des Reichtums von unten nach oben;
    Verschwinden des Mittelstandes;
    Katastrophale Verschlechterung der Bildung des Volkes
    sowie der kulturellen Bildung;
    Ausspielen Alte gegen Junge, Arbeitslose gegen Arbeitsplatzinhaber, Hausfrauen gegen HARTZERINNEN,
    Gesunde gegen Kranke, Norddeutschland gegen Süddeutschland, Ost gegen West usw.;

    Um Kriege jeglicher Coleur zu verhindern, verbünde ich mich mit allen die das auch wollen, ob sie nun aus einer Querfront,
    oder Volksfront kommen oder gerne auf einer deutschen
    A U T O B A H N fahren.

  38. also ich muss mal was loswerden. erstens ist es nicht ok wie hier auf „demokratische rechte?“ rumgehackt wird. er darf doch seine meinung preisgeben und mitdiskutieren, auch ohne das comapct gelesen zu haben, oder? finde sprüche wie: lies erstmal compact dann darfst du was schreiben extrem daneben!

    ich verstehe übrigens seine sorge wegen dee ex. meiner meinung nach ist sie doch eher naiv (schreibt sie ja selbst) als abgebrüht. ich finde aber das ihre naivität und unbekümmerte wortwahl in manchen fragen auch etwas zu ?naiv? bzw gefährlich ist, also man da einges in ihrem blog auch als ein stück zu weit rechts empfinden kann (muss?).

    dann noch was, ich bin ja nicht der schönredner hier, was alle aktivitäten statements von j. elsässer, den hier vertetenen islam und die vi angeht. ich muss aber mal ein großes kompliment für die erste compactausgabe abgeben! schön und gut ausgewogen, auch die beiträge zum islam finde ich sehr gut und fair. mir hat nicht gefallen wie in bosnien die muslime von wilms/rieger als die alleinig armen opfer dargestellt wurde, das war die einzige ausnahme aber auch ein dicker wehrmutstropfen im blatt.

    aber alles in allem, wenns so weitergeht ist das eine echte bereicherung und eine tolle sache. werde auch ein oder zwei abos als weihnachtsgeschenke verbreiten. also nochmals gratulation an jürgen elsässer zu dem guten wurf.

  39. @ norddeutscher

    „Überalterung der einheimischen Bevölkerung in den noch
    existierenden europäischen Nationalstaaten“

    also ich finde diese sorge nicht berechtigt. deutschland ist sowie ziemlich dicht besiedelt und kann ruhig etwas „abspecken“ ohne das wir in unlösbare schwierigkeiten kommen.

    „Ablehnung der undemokratischen EU und des EURO durch die überwältigende Mehrheit des Volkes“

    man muss nur schauen, das dadurch nicht ein unschöner nationalismus wächst. denn wenn jetzt die eropäische union wieder zerfällt und die schwarzen peter verteilt werden, könnten neue innereuropäische feinschaften neu erstehen. dazu würde ich sehr gern die meinung von jürgen hören, denn so sehr ich auch für die auflösung der wahrungsunion bin, so sehr treibt mich die sorge vor neuen kriegen in europa um.

    mfg

  40. ..nicht „begriffen, was Marx inhaltlich wollte“,..wenn es so gewesen sein sollte, war Marx halt ein schlechter Autor, der seine Ideen für so schlecht hielt, das er sie verschachtelte und der Nachwelt damit Rätsel über den Hintergrund seiner Werke aufgab. Für so dämlich halte ich aber “ Marxs Erben “ nicht, das sie reihenweise an den Marx’schen-Projekt verzweifelt scheitern mussten. Andersherum müsste der Begriff des Kommunismus, ..und das „Linksein“ anders definiert werden. Aber das tu ich hier nicht!

    🙂

  41. @Norddeutscher:

    Da sind Sie nicht allein, das MUSS jeden halbwegs vernünftigen Deutschen umtreiben. Am schlimmsten ist das allgemeine Ausspielen sämtlicher Bevölkerungsgruppen gegeneinander. Vor allem die Umverteilung von unten nach oben wurde m.E. noch nicht ausreichend als Problem erkannt.
    Und die gefährlichsten Parallelgesellschaften sind für mich die der Politiker und der Hofberichterstattungs-Presse.

  42. chicano: Ihr Lob für COMPACT ist mir besonders viel wert, da jeder auf diesem blog weiß, dass wir nicht immer einer Meinung sind. Aber Sie sind Teil des Spektrums, das COMPACT repräsentieren will, und es freut mich über alle Maßen, dass die erste Ausgabe das ausgedrückt hat.

  43. *Vor allem die Umverteilung von unten nach oben wurde m.E. noch nicht ausreichend als Problem erkannt.
    Und die gefährlichsten Parallelgesellschaften sind für mich die der Politiker und der Hofberichterstattungs-Presse.*

    Dieser kleinen Rangliste möchte ich mich anschließen-aber sie ist noch ausbaufähig!

  44. Lutz: „Dieser kleinen Rangliste möchte ich mich anschließen-aber sie ist noch ausbaufähig!“

    das erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich habe lediglich meine völlig unmaßgebliche Sicht der Dinge dargelegt. Dann baut mal schön aus 😉

  45. ja herr elsässer, gern.

    das blatt wird nicht wengigen ein stachel im fetten arscx sein, die schon dachten bis zur rente ihren seichten schund unangefochten auflegen zu können.

  46. Dieter Stein hat seine Position zum Islam schonmal deutlich gemacht.
    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M583052108db.0.html
    Die Junge Freiheit deckt ein breites Spektrum an Meinungen ab, was zum Beispiel auch daran erkennbar ist das sie den Muslim Hadayatullah Hübsch von der Ahmadiyya auch für die Zeitung hat schreiben lassen. Und seine Artikel waren ja auch entsprechen Islamfreundlich. Natürlich ist das nicht die Mehrheitsmeinung, genauso wie nicht jeder der für den Focus oder die Taz schreibt zwangsläufig eine Meinung propagiert die dem jeweiligen Chefredakteur genehm ist.

  47. Harald Klinksiek:

    Danke, sehr erhellend, wenn auch nicht gerade überraschend.

    „Natürlich ist das nicht die Mehrheitsmeinung, genauso wie nicht jeder der für den Focus oder die Taz schreibt zwangsläufig eine Meinung propagiert die dem jeweiligen Chefredakteur genehm ist.“

    Stimmt. Besonders die taz rudert in letzter Zeit hin und her.

    Absolut zutreffend ist aber das hier, was man durchaus auch als „Querfront“ ansehen könnte:

    „So sammelt sich in Anti-Islam-Blogs im Internet und bei Demos wie in Köln ein seltsames Bündnis von libertären Atheisten, Homo-Aktivisten, Israel-Fans, West-Extremisten und herkömmlichen Nationalpopulisten im Angriff auf eine Religion,…“

    Lediglich seine Meinung von „ethnischer Überfremdung“ teile ich nicht. Ein Schuss osmanisches / arabisches Blut kann manchmal nicht schaden, schon rein äußerlich 😉 Denn Monokulturen sind bekanntlich krankheitsanfälliger. Die schlechte Integration mancher Ausländer hat soziale Gründe, keine ethnischen oder religiösen. Roma sind ja nicht gerade besser integriert, ebenso christliche Armenier, wie ich in meiner Heimatstadt aus eigener Anschauung weiß. Bzw. vielmehr, die Armenier sind nicht besser integriert als die Türken. Eher schlechter. Wie oft haben mich schon armenische Frauen auf Türkisch im Supermarkt angesprochen, wenn sie etwas nicht lesen konnten.

  48. @chicano

    Dein Einwand ist richtig!

    Starke, friedliche und tolerante Nationalstaaten dürfen niemals wieder nationalistische Staaten werden.

    Auch Rechts-und Linkskonservative, die gegen Krieg und für die Bewahrung der dt.Identität und Werte wie Heimat, Familie, Natur, Sprache, Kultur eintreten, sind objektiv natürliche Verbündete der LINKEN.

  49. @chicano

    Dein Einwand ist richtig!

    Starke, friedliche und tolerante Nationalstaaten dürfen niemals wieder nationalistische Staaten werden.

    Auch Rechts-und Linkskonservative, die gegen Krieg und für die Bewahrung der dt.Identität und Werte wie Heimat, Familie, Natur, Sprache, Kultur eintreten, sind objektiv natürliche Verbündete der LINKEN.

  50. also ich sage zunächst, daß ich bezüglich „dee ex“ mich im großen und ganzen dem kollegen „demokratische rechte“ anschließe – ich traue ihr in der sache „volks- oder querfront“, wie auch immer, keine beiträge zu. um das wort „autobahn“ muß es dabei nicht gehen – es geht darum (und ist interessant zu beobachten) wie sich „dee ex“ als opfer der bösen, bösen linken und der ach so gemeinen antifa sieht, nur weil da ein bißchen „patriotismus“ im spiel sei – hier erweckt sie den eindruck, eine ferngesteuerte verschwörung wolle ihr ans leder, wobei man eher sich fragt, ob die meisten WIRKLICH LINKEN ÜBERHAUPT SCHON MAL DEN NAMEN „dee ex“ gehört haben. sooooo schlimm kannse alos wohl doch nich´ sein… da ist vielmehr der wunsch vater des gedankens bzw. eine selbst hineingesteigerte phobie vor den LINKEN und allen, die kritisch mit begriffen wie „volk“ und „heimat“ sind. apropos: mit „heimat“ etc. in dem sinne hat der zum xxxten mal aufgewärmte arminius-aufwasch (den es vor einiger zeit auf dem blog von „dee ex“ gab) und die mittlerweile alle gähn-rekorde brechende story mit den „teutoburge wald“ nix zu tun… ganz schön schwach. das ist so, als wenn berlusconi sich auf julius cäsar berufen würde oder die franzosen auf vercingetorix. guten morgen allerseits – denn weder wotan noch walhala, kein hagen und kein siegfried werden die sache der volksfront weiterbringen.

  51. upps, jetzt schon wieder n´ tippfehler… sollte heißen „so schlimm kannse also wohl doch nicht sein“

  52. individualist: haben sie irgendein problem mit dee-ex? dass sie von allen möglichen antifanten gebasht wird, ist doch ein fakt. und warum sollte sie sich nicht mit arminius, dem che guevara des 1. jahrhunderts n.chr., beschäftigen? ist doch ein interessantes thema! auch damals gings um den widerstand gegen das imperium …

  53. 11:26|Europäischer Vergleich(158)
    Nirgends steigen Löhne langsamer als in Deutschland
    In den vergangenen zehn Jahren fiel das Plus der Bruttoverdienste in Deutschland im europäischen Vergleich mit Abstand am geringsten aus. mehr…

    Einkommensvergleich: Abstand zwischen Ost und West wird wieder größer
    Ungleiche Verteilung: Kapitaleinkünfte steigen weit stärker als Löhne

    http://www.welt.de/wirtschaft/article11499579/Nirgends-steigen-Loehne-langsamer-als-in-Deutschland.html

    (107) Drucken Bewerten 08.12.2010Abstand zwischen Ost und West wird wieder größerWenn es um das Einkommen geht, wächst Deutschland einfach nicht zusammen. Der Abstand zwischen Ost und West ist zuletzt sogar größer geworden.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article11473666/Abstand-zwischen-Ost-und-West-wird-wieder-groesser.html

    Ungleiche Verteilung(52) 02.12.2010Kapitaleinkünfte steigen weit stärker als LöhneDie Gewinn- und Kapitalerträge steigen viel kräftiger als die der Löhne und Gehälter. Das könne die Gesellschaft destabilisieren, warnt eine Studie.

    Die Schere zwischen den Einkommen aus Löhnen einerseits sowie aus Gewinnen und Kapitalerträgen andererseits geht in Deutschland laut einer Studie weiter auseinander. Im ersten Halbjahr 2010 sei der Anteil der Gewinn- und Kapitaleinkommen am gesamten Volkseinkommen deutlich gestiegen, schrieb das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in seinem Verteilungsbericht.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article11504861/Zahl-der-Hartz-IV-Empfaenger-steigt-auf-6-7-Millionen.html
    Statistisches Bundesamt(69) Drucken Bewerten 16:40Zahl der Hartz IV-Empfänger steigt auf 6,7 MillionenImmer mehr Menschen gehören zu den Empfängern von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld – ein Viertel davon sind Kinder unter 15 Jahren.

    Neue Umweltstudie(14) Drucken Bewerten 16:40Klimaprobleme viel dramatischer als bislang bekanntDüstere Prognose Potsdamer Klimaforscher: Selbst wenn es gelänge, die Erde wieder abzukühlen, würde der Meeresspiegel für weitere 200 Jahre ansteigen.

    http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article11506112/Klimaprobleme-viel-dramatischer-als-bislang-bekannt.html

    http://www.welt.de/wirtschaft/article11346511/Kapitaleinkuenfte-steigen-weit-staerker-als-Loehne.html

  54. „Ein Schuss osmanisches / arabisches Blut kann manchmal nicht schaden, schon rein äußerlich 😉 Denn Monokulturen sind bekanntlich krankheitsanfälliger.“

    Als deutscher Nationalist sag ich es mal ganz deutlich.Wenn die islamische Gemeinde glaubt durch die Hintertür ein deutsches Kalifat einzurichten weil der Westen zur Zeit schwach ist wird man merken dass man sich ganz schwer geschnitten hat.
    Was mich vorallem stört ist vorne herum das Alt 68iger Toleranzgeschwafel zu verteilen und dann hinterrücks mit Erdogan „Türkei über alles“ und „Türken aller Länder vereinigt euch“ zu singen.

    Den meisten Nationalisten ist völlig gleich was der Islam in seinem eigenen Kulturkreis treibt, im Großen und Ganzen ist man ihm wohl gesonnen.Aber eine wie auch immer geartete Übernahme/Unterwerfung Europas wird es nicht geben.

    Das Europa zur Zeit noch schwach ist vorallem was die geistige/religöse/moralischen Zustände betrifft ist wahr berruht allerdings auf der Dominanz einer raumfremden Macht.Durch den Zerfall derselben werden sich die Verhältnisse neu ordnen soviel steht fest.

    Ein Verhältniss das auf Gegenseitigkeit,Respekt und Partnerschaft ruht ja, Unterwerfung nein.

  55. „Ich bin kein Akademiker und habe nicht einmal Abitur. Darf man als Arbeiter nicht nachdenken, bevor man schreibt, oder muss alles „frei von der Leber weg“ sein?“

    Tut mir leid, Herr „D. R.“, aber so wie du dich hier geäußerst hast (insbesondere das, was Jürgen und ich zitiert haben), so redet kein Arbeiter, sondern so reden nur (seminar)marxistische Profs und Studenten. Sieht mir verdächtig nach „Fake“ aus.

  56. „Einfache Frage an (JE): Wessen Interessen vertritt Sarrazin, die des (Finanz-)Kapitals oder die der Arbeiter/des Volkes? Die der Unter- und Mittelschicht oder die der Finanz-Aristokratie?
    Und wenn (Sarrazin) davor warnt, dass Deutschland sich abschafft, wen identifiziert er denn als Gefahr? Etwa die unter der Fuchtel des Finanzkapitals stehende EU, die die Souveränität Deutschlands weitgehend aufgehoben hat und vollkommen zerstören will, oder die Reproduktionsrate von Kopftuch-mädchen“? Und wenn nicht ersteres, wem nutzt dann letzteres?“

    Das sind sachlich-klar gestellte Fragen – die ich dto sehr berechtigt finde – und die JE auch genauso sachlich und klar und mit einfachen deutschen Worten beantworten sollte. Danke im Voraus!

  57. „chicano: Ihr Lob für COMPACT ist mir besonders viel wert, da jeder auf diesem blog weiß, dass wir nicht immer einer Meinung sind. Aber Sie sind Teil des Spektrums, das COMPACT repräsentieren will, und es freut mich über alle Maßen, dass die erste Ausgabe das ausgedrückt hat.“

    Das finde ich ebenfalls sehr wichtig, daß jemand wie Chicano, der ein noch weitgehenderer Kritiker des konservativ-mainstreamigen Islam als ich ist, hier auch zu Wort kommen kann.

  58. @Fatima Oezoguz
    So wie ich Dieter Stein verstehe meint er mit Überfremdung nicht, dass er prinzipiell jedem Ausländer auf deutschem Boden die Existenzberechtigung abspricht. Er ist so wie ich es verstehe gegen eine ungebremste Massenzuwanderung.
    Die Probleme die manche Ausländer mit der Integration haben auf soziale Probleme zu schieben halte ich für schwachsinn. Ich selbst kenne sowohl deutsche als auch die sozial auch nicht besser da stehn und trotzdem nicht kriminell werden. Was das Thema Feindbild Muslim angeht so bin ich (Wenn auch nicht in allen Punkten) mit Andre F. Lichtschlag auf einer Linie. http://ef-magazin.de/2009/11/28/1695-feindbild-muslim-tatsaechlich-ist-es-ein-unschoenes-spiegelbild
    Was die Ansichten von Herrn Stein angeht so stimme ich ihm auch nicht in allem zu, was für mich aber noch kein Grund ist ihn in die Nazi Ecke zu schieben.

  59. H. Klinsiek:

    „Die Probleme die manche Ausländer mit der Integration haben auf soziale Probleme zu schieben halte ich für schwachsinn. Ich selbst kenne sowohl deutsche als auch die sozial auch nicht besser da stehn und trotzdem nicht kriminell werden.“

    Den Schwachsinn möchte ich nicht zurückgeben, da ich prinzipiell nicht Gleiches mit Gleichem vergelten möchte. Aber klingt so, als seien sämtliche Ausländer , die Integrationsprobleme haben, gleich kriminell, und das ist einfach unwahr.

    Teilweise hat Lichtschlag durchaus nicht Unrecht, in vielem aber leider doch. Den Islam verstehen sie alle nicht, aber das kann man ihnen bei der jetzigen Propagandamaschinerie auch nicht verübeln. Dass wir hier auf „Machtübernahme“ aus seien, ist jedoch plumpe Angstmache, ein paar Absätze weiter rudert er allerdings schon wieder zurück und schiebt ein „vermeintlich“ davor. Wie auch immer.
    Die „ungebremste Massenzuwanderung“ , die jetzt durch die EU-Freizügigkeit erwartet wird, ist keine muslimische, sondern aus Osteuropa. Dagegen wird aber nicht halb so viel polemisiert.
    Türken und Araber muss man hier aber unterscheiden. Der Anteil der libanesischen Hartz IV- Bezieher ist tatsächlich sehr hoch, bei den Türken sieht es schon anders aus. Viele von ihnen haben eigene Betriebe, arbeiten sich mit den von Sarrazin geschmähten Gemüseläden kaputt. Und dann muss man sich als „unproduktiv“ beschimpfen lassen?
    Ich habe hier nie jemanden in irgendeine „Ecke“ geschoben, da scheinen Sie mich zu verwechseln.

    „Das finde ich ebenfalls sehr wichtig, daß jemand wie Chicano, der ein noch weitgehenderer Kritiker des konservativ-mainstreamigen Islam als ich ist, hier auch zu Wort kommen kann.“

    Was heißt „hier auch“, die Islamkritiker sind klar in der Überzahl. Damit habe ich auch grundsätzlich kein Problem, es herrscht zumindest auf diesem blog noch so was wie Meinungsfreiheit im Gegensatz zu anderen, und das ist gut so. Aber tun wir bitte nicht so, als seien islamkritische Meinungen hier komplett unerwünscht.

  60. jürgen elsässer:

    zu deiner frage: nein, ich kenne dee ex nicht persönlich und von einem problem ist deshalb hier nicht die rede. ich sehe in den themen und positionen, die sie auf ihrem blog stellt, zwar mehrere punkte, die an und für sich diskussionswert sind – aber die sehr oft banalen und auf-besserwisserisch-gestylten ansätze, die ganze art der argumentation und ihre vorliebe, sich als das ziel von vermeintlichen attacken der linken zu präsentieren, sind nicht glaubwürdig. du sagst, sie wird von der antifa angefeindet – wen feindet die antifa schon nicht mehr an ? ich würde mich in der antifa auch nicht unbedingt wohlfühlen, es gibt so einige linke lager, die mich wahrscheinlich ablehnen würden – aber wer der feind meines feindes ist, ist eben nicht IMMER mein freund. obwohl diese zweckbündnisse manchmal verlocken. dee ex beschwört einen „feldzug“ von seiten der genannten szene, bei dem sie selbst „unschuldig und arglos ins visier geraten“ sei. dazu ein bißchen nettes-mädel-art, ein paar sprüche, halb gutmensch, halb „kumpelin von nebenan“ – aber diese opfer-tour mit ausgedehnten stänkereien gegen die andere seite nehme ich ihr nicht ab, im gegenteil, dies ist das niveau, welches dee ex vermeintlich zu bekämpfen vorgibt.
    ich habe auch gesehen, dass sie neuerdings für die palästinenser und deren unbestreitbare rechte plädiert – eine sicht, die ich AUF DAS STÄRKSTE BEJAHE. das thema ist wichtig und ich lehne gleichfalls den zionismus ab. nun gut, ich will sie nicht unnötig oder mehr kritisieren, als sie es verdient – schließlich kann jeder wandlungsfähig sein. aber in meinen augen liegt keine moderate haltung in einer weise, ständig neue „feindbilder“ aufzubauen oder die eigene sicht im thema „migration und deutschland“ zu einem bedrohungsszenario zu bauschen. dee ex sagte mal in einem interview, sie „habe nichts gegen ausländer, nur gegen die, die über deutschland lästern,sie beschimpfen oder sich nicht angleichen können“ – so der ungefähre inhalt (das interview war auf ihrer website). um himmels willen: wer wurde nicht schon mal beschimpft, angepöbelt ? wer dann gleich zu der praktischen lösung kommt „die sind schuld“ und „guck mal, da spielen sich die aggressiven migranten auf“, der hat offenbar zweierlei maßstäbe. IST ES DENN SO WICHTIG, OB ICH VON EINEM KOLUMBIANER, EINEM TÜRKEN ODER EINEM DEUTSCHEN ANGEPÖBELT WERDE ? wenn es passiert, wird es dadurch schlimmer, daß die person ein türke oder deutscher ist ?

    nun zu dem armen arminius, den wir ENDLICH mal in seiner totenruhe lassen wollen (er muß nämlich als atrappe für auch JEDE alberne teutonerie herhalten): du hast recht, wenn du sagst, es ist interessant, sich mit diesem thema zu beschäftigen, aber IM SINNE der geschichte, respektive wissenschaft. und da ist es ein fakt, was nicht nur für die deutschen gilt, sondern für die meisten völker: eine gerade kontinuität zu den heidnischen antiken bewohnern bis zu den heutigen bewohnern herzustellen, gar von „nachfahren“ zu sprechen, ist geschichtsklitterung. arminius hat seine ausbildung BEI DEN RÖMERN erhalten und hat für die römer als söldner gearbeitet – ganz im gegensatz zu der romantisierenden mär, wonach er ein „vorreiter der germ. befreiung“ gewesen sein soll. später wollte er für sich selber kämpfen, hat aber mit seiner methode, erst mal die anführer der gegnerischen germanenstämme über den tisch zu ziehen und dann als alleiniger herrscher zu fungieren, kein glück gehabt – er wurde erst von drusus bei idostaviso, nahe dem heutigen minden besiegt und endete dann in einer internen intrige seiner verwandten, die es auch nicht besonders ernst mit dem „germanentum“ meinten – denn eine einheitsbezeichnung als germanen hatten sie nicht, sie fühlten sich niemals als ein volk. der begriff deutsch kam etwa um 900 auf. übrigens haben die deutschen erst ca. 1870 damit angefangen, als sie nach passenden modellen für ihre „am dt. wesen soll die welt genesen-tour“ suchten – und schwups, behauptete man plötzlich, die germanen seien die vorfahren.

  61. individualist: Ihre Ausführungen zu Arminius zeigen, dass Sie sich auskennen. Chapeau! Aber Sie müssen sehen, dass das für die Mehrheit der Landslute nicht gilt! Das ist das Bschämende: Die Geschichtsvergessenheit der Deutschen. Die einen erinnern sich nur bis zu lrtzten WM, die anderen nur bis 1933. Deswegen erscheintes mir primafacie sympathisch, dass da eine junge Frau sich tasächlich für die Vergangenheit interessiert. Wenn das alle oder viele täten, könnten wir Ihre Argumente nachschieben …

  62. Nun melde ich mich doch mal wieder… Eine Rede, die ein österreichischer Abgeordneter kürzlich gehalten hat, ließ mich an fatimaoezoguz denken. Es wären zwar einige Anmerkungen zu dieser Rede zu machen, aber einiges ist schon wahr:

    1. die Einbahnstraßen-Toleranz und
    2. das eiskalte Ausnutzen derselben.

    Dass Sie, fatimaoezoguz, meist so leicht davonkommen, hängt genau mit dieser Einbahnstraßen-Toleranz zusammen. In jahrzehntelanger „Meinungsbildung“ haben die meisten verlernt, kritische Fragen zu stellen oder auch nur zu denken. Sie halten die herrschende Einseitigkeit für normal. Und das nutzen Sie aus. Sie wissen genau, welche Knöpfchen Sie drücken müssen. Das Toleranz-Knöpfchen, das „Bauchschmerzen“-Knöpfchen, das Konzentrieren-wir-uns-auf-den-Kapitalismus-Knöpfchen, und, wenn’s sein muss, auch mal das Vergangenheits-Knöpfchen. Keiner wird fragen, warum Deutschland und Europa eigentlich Dutzende Millionen Einwanderer akzeptieren müssen oder warum z.B. die Türkei eigentlich keine Vielfalt, also Millionen Einwanderer (z.B. Christen, Hindus oder Sikhs aus Südamerika, Schwarzafrika oder Asien) brauchen , um im 21. Jahrhundert zu bestehen, weil Vielfalt gut tut und die größte Stärke der Türkei ist oder auch nur aus optischen Gründen und weil das Land so eintönig und monokulturell ist und anfällig für Krankheiten. Oder warum Moslems zu ihren über 50 Ländern noch weitere bekommen sollen, die europäischen Völker aber ihre Länder mit anderen teilen müssen und zwar jedes einzelne von Norwegen bis Griechenland. Oder ob man die Entwicklung gut finden muss, dass z.B. in Bayern landesweit ein Drittel der Kinder von Ausländern stammen und in den Großstädten um die 70%. Und wenn doch solche Fragen gestellt werden, kann man immer noch ausweichen, mit „Spaltung verhindern“ usw.

    Spaltung verhindern – ja, gerne, aber das geht nur mit Gerechtigkeit und wenn alle Interessen berücksichtigt werden. Würde zum einen ehrlich diskutiert und zum anderen nicht auf Forderungen beharrt werden, die ungerecht gegenüber den Betroffenen sind, gäbe es gar kein Problem. Man müsste nur das Recht der Europäer achten, eigene Interessen und eigene Länder für sich und ihre Nachkommen haben zu dürfen. Diesen absolut normalen und durch und durch menschlichen Wunsch bei einigen wenigen Völkern nicht zu respektieren, ist böse und hasserfüllt, nicht die Forderung nach Akzeptanz dieses Wunsches.

    Die Moslems (um sie geht es ja meistens; es gilt aber allgemein) sollten dann sagen: „Ja, richtig, wir wollen das ja auch für unsere Länder. Es sind einfach zu viele Einwanderer; hier sollten wir um unseres Verhältnisses willen keine Konjfliktherde entstehen lassen. Gehen wir nicht den Eliten in die Falle, und wehren wir uns lieber gegen ihre Kriege und ihre Weltstaatspläne. Ohne Einwanderung und damit ohne Streit und Ablehnung geht das wunderbar.“

    DAMIT würde man Spaltung verhindern, nicht mit einer ungerechten Einwanderungspolitik und Einbahnstraßen-Toleranz. Man bräuchte auch nicht mehr über Nichtthemen wie Kopftücher usw. zu streiten. Wilders würde sich in eine Höhle am anderen Ende der Welt verkriechen, weil keinen mehr sein Gerede über die Bösartigkeit des Islam interessieren würde, da das erfüllt wurde, worum es eigentlich geht: Auch Europäer haben Rechte und behalten ihre Länder für ihre eigenen Völker.

    Das wissen Sie, fatimaoezoguz, sicher alles. In der Sekunde, in der man sich so einigen würde, wäre das Problem verschwunden. Nur sind Sie und andere an einer solchen Einigung nicht interessiert. Schade. Denn ich weiß zwar nicht, was man noch so mit uns vor hat, aber besonders erfreulich wird’s wohl weder für die einen noch für die anderen. Und Ihre Lösung der Spaltungsverhinderung – die einen sollen einfach keine eigenen Interessen haben, und man redet nur über die Themen, bei denen die Interessen gleich sind – ist nicht sehr tragfähig.

    Hier das Video mit der Rede:

    Es wäre selbst jetzt noch nicht zu spät für Kooperation. Aber sie muss gewollt sein und zwar ernsthaft.

  63. Umsicht: Ihre Punkte sind bedenkenswert. Aber warum verbinden Sie das mit Angriffen gegen Fatima? Das ist entweder von Unkenntnis geprägt, denn Fatima hat auf diesem blog schon oft deutlich gemacht, dass sie den Ausgleich will. Oder es ist böswillig. Jedenfalls: Wenn Sie mit gutmeinenden Moslems wie Fatima keinen Auslich hinbekommen – mit wem dann?

  64. Da hat sich aber nicht wirklich jemand darüber beschwert, wie „schnell er in einer Schublade landet“, nachdem er andere in eine gesteckt hat, oder? 😉 Mal zu den Behauptungen des dummerweise mehrfach auf diesem Planeten vertretenen „Schlaumeiers“:

    Ich finde es immer wieder belustigend, wie die sich selbst als solches sehenden „besseren Menschen“ nur Negativbeispiele zur Argumentation nutzen. Die positiven Beispiele zu meiner Person, die den Behauptungen der Ankläger widersprechen würden, werden „geschickt“ ignoriert oder gegenteilig dargestellt. Sogar Zitate von Sätzen, die nicht von mir stammen, werden gebracht?! Wird mir hier etwa der Nürnberger Prozess gemacht? Kleiner Hinweis: Ich bin zu jung, um mich schuldig fühlen zu müssen. Tut mir leid!

    Aber mal ehrlich: Ich kann meine „Kritiker“ leider nicht ernstnehmen, solange sie nur sehen, was sie sehen wollen, aber nicht sehen, was tatsächlich ist. DAS bringt uns nicht weiter…

    Daher bleibe ich bei meinen guten Vorsätzen und rede auch weiterhin mit jedem, der bereit ist, auf „meinem Niveau“ zu diskutieren. Niveau, das ganz sicher nicht dem entspricht, was meine selbsternannten Feinde sich zurechtschustern, um mich öffentlich zu diskreditieren. Alle Vorwürfe von Pauschalisierern, die vorgeben, mich besser zu kennen und mehr über mich zu wissen als ich selbst, sind so überflüssig, wie eine dritte Schulter. NS lässt grüßen! Auch Goebbels wäre stolz auf sie…

    Man sollte schon wissen, mit wem man sich anlegt und sein Gegenüber nicht ständig mit Vorurteilen behaften, die nur einem selbst schaden. Also – nochmals meinen Respekt und Dank an alle, die des Denkens fähig sind und sich nicht vorschreiben lassen, welche Wörter man in diesem Land noch nutzen darf und wann sie wo zu verwenden sind.

    Zum lächerlichen Argument „Bei Wikipedia steht…“: Seit ein arroganter Zionist damit geprahlt hat, dass sie Wiki „zum Kampf für die Aufklärung“ nutzen und gewisse Themenbereiche „völlig unter ihrer Kontrolle sind“, ist das „freie Infoding“ für mich genau so „seriös“ und „glaubhaft“, wie die BLÖD oder der Spiegel. Die Meinungsmacher haben bisher ‚wert’volle Arbeit geleistet und LEIDER fallen inzwischen Millionen – wenn nicht, sogar Milliarden Schafe auf inszenierte / propagierte Feindbilder herein.

    Es wird Zeit, dass die Menschen sich wieder „eigene“ Meinungen durch eigene Erfahrungen bilden. Jürgen und viele andere hier können es bereits – andere befinden sich nach ihren Höhenflügen, (mich bei irgendwas „durchschaut“ zu haben), leider im freien Fall. Wenn sie schon keinen „Tunnelblick“ haben wollen, wie man ihnen bereits korrekterweise attestierte, dann besitzen sie zumindest den Horizont einer knieenden Ameise. Ist auch nicht besser…

    @ „Demokratische Rechte?“

    Wundern Sie sich nicht, dass Ihre Feindseligkeit, die Sie versprühen, zu Ihnen zurückkehrt. Jedem das, was er verdient… Versuchen Sie nicht länger, mich aus der Reserve zu locken – ich sehe keinen Sinn darin, mich mit uneinsichtigen Menschen auseinanderzusetzen.

    Nehmen Sie sich künftig ein Beispiel an den Linken, die nicht alles, was nicht ebenfalls links ist, verteufeln. Und passen Sie bitte auf, dass Sie sich in Ihrer Definition von „links“ nicht verlieren und irgendwann so links werden, dass Sie schon wieder rechts sind! Mehr habe ich Ihnen nach Ihrem flapsigen Geschwätz nicht zu sagen.

  65. @ Sixty

    „Hier schreibt der seminarmarxistische Herr Oberlehrer schlicht und einfach Unsinn. Es gab mal eine Zeit (Ende der 60er bis Mitte der 70er), da wurden von „bürgerlichen“ Verlagen ganze Buchreihen an „marxistischer“ Literatur auf den „Markt“ geworfen … aber selbst viele der damaligen selbsternannten „Marxisten“ hatten offensichtlich überhaupt nicht „begriffen, was Marx inhaltlich wollte“,“

    Das stimmt schon, nur spiegelt das doch nicht die heutige Wirklichkeit wieder – und auch damals sollte man die Relationen beachten (siehe Auflage Bild-Zeitung). Begriffe wie „Arbeitnehmer“ und“Arbeitgeber“ sind ideologische Konstrukte und spiegeln nicht die Tatsache wider, wer da Arbeit gibt und wer sie nimmt. Ich könnte jetzt auch davon sprechen, wie verbürgerlicht das Bewusstsein der Arbeiterklasse ist, wenn auch Gewerkschafter von Arbeitnehmern sprechen. Aber lassen wir das…Da sind
    Begriffe wie „Kapital“ und „Arbeitskraft“ genauer, wobei sich natürlich um die Definition streiten lässt. Die Definition von „Querfront“ ist hingegen nicht
    umstritten.

    „Tut mir leid, Herr „D. R.“, aber so wie du dich hier geäußerst hast (insbesondere das, was Jürgen und ich zitiert haben), so redet kein Arbeiter, sondern so reden nur (seminar)marxistische Profs und Studenten. Sieht mir verdächtig nach „Fake“ aus.“

    Ich kann Ihnen versichern, ich habe noch nie eine Uni von innen gesehen. Man kann sich auch durchaus außerhalb der staatlichen Einrichtungen bilden.Mich würde interessieren, was den an dem von mir Gesagten sonst nur von marxistischen Profs zu hören ist. Etwa die banale Feststellung, dass Begriffe einen Inhalt haben? Wenn dem nicht so wäre, gebe es sie gar nicht erst. Das zu erkennen, dazu bedarf es keiner intellektuellen Kapazität „marxistischen Ausmaßes“.

    @ Libertärer Geist

    „Geh nach Hause, schlaf dich erstmal aus, lese das aktuelle COMPACT-Magazin und dann, aber erst dann, darfst hier wieder rumschreien…“

    Sie bestimmen also, was ich darf und was nicht? Wie libertär von ihnen…Wo habe ich geschrien? Und außerdem bin ich doch schon zu Hause.

    @ Norddeutscher

    „Mit Formulierungen an die Mitdiskutanten wie z.B.
    >…haben Sie ihr Niveau unter Beweis gestellt!……Muss ich ihnen als Marxisten erklären…….Und nur damit Sie es wissen:…<
    usw.
    erreichen Sie Niemanden.Man sieht nur Ihren erhobenen linken Zeigefinger."

    Diese Kritik muss ich mir gefallen lassen. Aber das mit der Autobahn ist eine so billige Retour-Kutsche, da konnte ich mir den Spruch nicht verkneifen. Zumal sie ja nur der Lächerlichmachung meiner Kritik dient. Da kommt dann auch mal eine Retour-Kutsche wieder zurück.

    Und da Elsässer sich als Marxisten begreift (begriffen hat?), weiß er auch, dass es Unsinn ist zu sagen, Begriffe und Inhalte würden in keiner Beziehung stehen. Daher die Formulierung "Sie als Marxist".

    @ chicano

    Ich teile zwar viele ihrer Auffassungen – soweit mir überhaupt bekannt – nicht, würde aber jederzeit ihr Recht verteidigen, diese zu äußern. Schön, dass Sie es andersherum auch so sehen.

    @ Jürgen Elsässer

    "Kant: Das habe ich schon beantwortet – in COMPACT!"

    Man merkt ihnen ihre "marxistische Herkunft" an. Denn aufgrund dieser wissen Sie offenbar, das eine Ware nicht aufgrund ihres Gebrauchswertes gekauft wird, sondern aufgrund ihres Gebrauchswertversprechens. Jetzt verspreche ich mir mehr von Compact, als zuvor. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen…Dennoch könnten Sie doch hier auf die kurze Frage zu Sarrazin eine kurze Antwort geben. Ich bin sicher, niemanden würde das abhalten, Compact zu kaufen.

  66. „Wenn Sie mit gutmeinenden Moslems wie Fatima keinen Auslich hinbekommen – mit wem dann?“

    Dieser Satz macht nachdenklich. Denn in der Tat – wenn es in diesem Fall schon so problematisch ist… Aber das zeigt eben die Tragik und dass die Einwanderung wirklich eine Falle für uns alle darstellt. Ich bin auch zu einer Diskussion über Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft bereit. Allerdings wären erst einmal die Einwanderungsbefürworter bzw. -„nichtablehner“ gefragt. Wie soll das bitte alles weitergehen? Sollen die europäischen Völker – und nur diese – tatsächlich Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt ihre Länder mehr verlieren und schließlich zur Minderheit im eigenen Land werden? Und auch noch so tun, als wäre nichts bzw. es gut finden? Ist das der Plan? Und wenn nicht: Was ist dann der Plan?

  67. „Oder warum Moslems zu ihren über 50 Ländern noch weitere bekommen sollen, die europäischen Völker aber ihre Länder mit anderen teilen müssen und zwar jedes einzelne von Norwegen bis Griechenland. Oder ob man die Entwicklung gut finden muss, dass z.B. in Bayern landesweit ein Drittel der Kinder von Ausländern stammen und in den Großstädten um die 70%. Und wenn doch solche Fragen gestellt werden, kann man immer noch ausweichen, mit „Spaltung verhindern“ usw.“

    ähem, ich glaube nicht das fatima diese fragen im sinne von „umsicht“ und ohne die genannten „knöpfchen“ beantworten würde.

    ihr satz: „Wenn Sie mit gutmeinenden Moslems wie Fatima keinen Auslich hinbekommen – mit wem dann?“…

    …geht also irgendwie ins leere, oder?

    mit den moslems die eben die fragen so beantworten würden:

    „es stimmt, wir wollen auch nicht millionen deutsche oder russen oder polen in der türkei, im iran etc. die ihre kultur von freizügigkeit importieren. also bleiben wir auch in der heimat und sorgen dafür, das es uns dort gefällt. aus dem grund verstehen wir auch das die deutschen nicht allzu viel mehr davon verkraften wollen, denn wir würden schon viel früher die reissleine ziehen, anstatt darauf zu beharren und an die toleranz der deutschen zu appelieren, die wir niemals hätten und auch nicht haben wollen.“

    oder

    „wir hätten kein problem damit wenn 70% der kinder istanbuls oder teherans inzwischen karl, iwan oder mirko heißen würden, weil eben 70% der kinder von eltern stammen die aus deutschland, russland oder bosnien eingewandert sind.“

    das ist es was „umsicht“ hören will. oder, „umsicht“?

    wie auch immer man dazu steht, auch ich vermisse das was meine vorfahren hier zelebriert haben: dankbarkeit für die aufnahme, für die vorher nicht gekannte versorgung und grundsicherheit, bescheidenheit im angesicht des wissens darum, wies in der alten heimat um diese segnungen bestellt war. es gab sie schlichtweg nicht. und ja, auch meine vorfahren waren hier NUR gastarbeiter aber sie haben sich nie darüber beschwert und hatten nach kurzer zeit sehr gute deutschkenntnisse und deutsche freunde. da kommt leider immer wieder der gedanke hoch, das es bei denen, die es nicht so machen hier, religiöse gründe ne rolle spielen. und da sind wir plötzlich doch wieder beim islam. denn soziale kälte kommt vor allem dort vor, wo ich erfriere im winter und ohne krankenversicherung auf der treppe zum spital verrecken muss, aber nicht hier, jedenfalls nicht im vergleich zu den herkunftsstationen.

    soviel ist man auch sicher…

  68. vielleicht habe auch ich etwas vorschnell geurteilt, bei der betrachtung der themen in dem blog – und es ist ja nicht zweck, eine beschäftigung mit den historischen gegebenheiten an sich zu kritisieren, denn sonst wär ich nicht teilnehmer, natürlich ist es das selbstverständliche recht auch von dee ex, die geschichte als faktor bei der entwicklung einer idee heranzuziehen. und ein grund für sich aufregen ist es nicht. hab zwar manchmal ein schlechtes gewissen – wenn ich direkt und geladen „verbal aushole“ – aber ich kann sagen, dass ich auch vieles nicht wußte und nach monaten des austausches hier meine (vor)-urteile etwas abgenommen haben (z. B. durch die beiträge von fatima, einem diskussionsteilnehmer, dem man nicht alle tage im internet trifft). jedenfalls will ich nicht als „instanz“ auftreten, sondern als unvoreingenommener blogger.

    und es stimmt leider tatsächlich, dass die leute nicht viel über geschichte wissen – und da ist ein gewisser trost, dass es (soweit ich rumgehört habe) in sehr vielen ändern der fall ist, nicht nur hier in deutschland. es gilt sozusagen als „uncool“. das kann ja keiner ändern. ham se auch recht, ich muß mein verständnis dafür vergrößern, denn verlangen kann man es ja nicht – wenn jemand nicht gerne liest oder lieber bier trinkt, seine eigene wahl. bildungsferne hintergründe lassen sich ja nicht „wegdiskutieren“, sondern prägen eben die bürger, auch wenn das, so glaube ich fest, nicht fördernd für eine gesellschaft ist. da könnte ich jetzt fast auf PISA kommen…

  69. Ein paar mehr gibt es schon von meiner Sorte, Herr Elsässer, nur lässt sich von denen kaum noch jemand hier blicken außer Muslim f. Germany und Arthur, weil die einfach vom giftiger werdenden Klima verschreckt wurden. Sehr viele haben schon aufgegeben, was den Dialog angeht und ziehen sich einfach nur zurück. Das ist nicht auf Ihren blog bezogen, sondern ganz allgemein. Das ist der einfacherere, aber nicht unbedingt der beste Weg. Die Attacken von „Umsicht“ sind nicht neu und auch nicht die Einzigen, und deswegen gehe ich im Moment nicht darauf ein, da ich in der momentanen Verfassung keine sachliche Antwort hinbekommen würde. Das muss ich erst mal sacken lassen.

    Zur sogenannten „Einbahnstraßen- Toleranz“ fällt mir nur ein, dass es innerhalb von zwei Monaten gleich drei Brandanschläge auf Berliner Moscheen gab. Ich käme aber nicht auf die Idee, einen „Umsicht “ dafür zur Verantwortung zu ziehen, genauso wenig möchte ich für Aussagen irgendwelcher türkischer Botschafter herhalten müssen. Danke.

  70. fatima: dieses gejammere habe ich von der anderen seite nicht durchgehen lassen, als chicano damit anfing (schon vergessen????), und das lasse ich Ihnen jetzt auch nicht durchgehen! if you can’t stand the heat – get out of the kitchen! Aber ich hoffe natürlich, dass Sie sich durchbeißen – wie umgekehrt chicano auch …

  71. Demokratisch Rechte?: Sie sind manchmal ein anstrengendes Kerlchen. Aber um es klar zu machen: Sie dürfen trotzdem hier. Wünsche mir nur, dass Sie dieses marxologische Geschwafel hinter sich lassen. Sie sagen, mit Verweis auf Marx und Elsässer, Begriffe und Inhalte stehen „in einer Beziehung“. Das meine ich mit Geschwafel. Marx sagt: Das Sein bestimmt das Bewußtsein. Es gibt also eine Hauptseite in dieser „Beziehung“, nämlich die materielle Welt. Ihre Angriffe gegen die „falschen Begriffe“ von DeeEx („Querfront“) rechtfertigten Sie damit, auch ich hätte im Jugoslawienkrieg 1999 die „falsche Begriffe“ von Rot-Grün („Menschenrechte“, „Antifaschismus“) attackiert, ergo sei das eine richtige Methode. Das habe ich zwar gemacht, aber genau andersherum wie Sie: Ich habe mich über das SEIN, die PRAXIS von Rot-Grün aufgeregt, nämlich den Angriffskrieg gegen Jugoslawien, und dann darüber gespottet, mit welchen BEGRIFFEN Joschka das verkleidet. Sie aber ereifern sich über die BEGRIFFE von Dee Ex („Querfront“) und meinen von daher, auf ihre Praxis schließen zu können. Das ist unzulässig, jedenfalls nicht marxistisch, sondern 68er-marxlogisch. Merke: Der Begriff „Raumpflegerin“ ändert NULL an der Realität der Dame, die putzt.

  72. „if you can’t stand the heat – get out of the kitchen!“

    das ist kein „Gejammer“, das ist die zumindest gefühlte Realität, wie sie viele empfinden. Haben Sie überhaupt private Kontakte zu Muslimen? Unterhalten Sie sich doch mal mit denen, wie sie das sehen. Wenn ich jammern würde, wäre ich hier längst weg , das können Sie mir glauben!
    Genauso haben eben chicano oder „Umsicht“ eine andere gefühlte Realität, die man auch akzeptieren muss.
    Und jetzt geh ich nicht aus- , sondern in die Küche, muss nämlich kochen. Antwort kommt aber!!

  73. fatima: „gefühlte“ realität ist postmoderner quatsch. wir müssen die „stoffliche“ realität erkennen, sonst zerfällt die gesellschaft in „gefühlte“ opfergruppen, die dann aufeinander losgehen.

  74. J. Elsässer: Ich stimme ich Ihnen zu, wenn auch nicht der Form, so doch dem Inhalt nach und entschuldige mich schon mal für meinen „postmodernen Quatsch“.
    Ich habe nur stark vereinfacht dargelegt, wie der Einzelne es sieht. Die einen fühlen sich diskriminiert, die anderen von anatolischen Horden überrannt. Logisch darf es dabei nicht bleiben!
    Jetzt will ich mal auf Umsichts Beitrag eingehen. Achtung, wird leider etwas länger.

    Sie mischen die Einwanderungsfrage mit der Situation der Muslime hier. Ich habe mich glaub ich nirgends für unkontrollierte Einwanderung ausgesprochen, wenn ja, zeigen Sie mir das bitte.
    Es geht mir um die, die bereits da sind. Lösungen sind doch ganz einfach: Wer hier einwandern will, muss einen Arbeitsplatz und genug Wohnraum vorweisen, und wer seine Frau aus dem Ausland holt, muss über eigene Einkünfte verfügen, damit er seine Frau ernähren kann, die bekommt also keine sozialen Leistungen, wenn sie nicht eingezahlt hat. Arbeitslosengeld / Hartz IV soll grundsätzlich nur der bekommen, der eine gewisse Zeit auch eingezahlt hat. Es sei denn in Härtefällen .

    „Dass Sie, fatimaoezoguz, meist so leicht davonkommen,“

    was meinen Sie mit „davonkommen“? Ich brauche hier auch keine „Knöpfchen“ zu drücken oder mich sonstwas für Tricksereien bedienen, wie mir schon des öfteren vorgeworfen wurde, was hätte ich davon?

    „Keiner wird fragen, warum Deutschland und Europa eigentlich Dutzende Millionen Einwanderer akzeptieren müssen oder warum z.B. die Türkei eigentlich keine Vielfalt, also Millionen Einwanderer (z.B. Christen, Hindus oder Sikhs aus Südamerika, Schwarzafrika oder Asien) brauchen ,“

    Es gibt eine ganze Menge Ausländer in der Türkei. Istanbul ist eine riesige Multikulti-Metropole. Erst mal leben in der Türkei viele Flüchtinge aus dem Irak, auch viele Iraner haben sich dort niedergelassen, und neuerdings haben auch Libanesen die Türkei entdeckt. Herr Sarrazin behauptete im Interview mit Broder in der taz, die Türkei ließe keine Araber einwandern. Das stimmt erst mal gar nicht, siehe die Libanesen, zweitens lebt schon eine stattliche arabische Volksgruppe in der Türkei , in der Region Mardin / Antakya, die auch alle Arabisch sprechen. Umgekehrt leben massenhaft Türken in Damaskus, habe ich selber gesehen. Ganz abgesehen von den vielen Russen im Nordosten, da es grenznahe ist. Es wandern auch viele ein aus den ehemaligen GUS-Staaten, also Kasachstan oder Usbekistan, vor allem Krankenpflegerinnen. Was hier die Polin ist, ist dort eben die Kasachin. Allerdings der Unterschied: Es gibt kein Hartz IV, man muss schon arbeiten!
    Zu Iran:
    In Mashhad im nordöstlichen Iran gibt es ganze Straßenzüge mit einem russischen Geschäft am anderen.
    Ganz zu schweigen von den vielen irakischen und afghanischen Flüchtlingen, die Iran beherbergt, für das es sogar mal einen Preis von der UNO bekommen hat. Im Iran gibt es ein Sozialsystem, allerdings kann man darin nicht einfach einwandern.

  75. Gerne kaufe ich ein Compact – aber vielleicht kannst du
    dich doch bequemen und die von mir zitierten Fragen
    zu Sarrazin etc in Kurzform beantworten.
    Molti saluti e mille grazie !

  76. fatima: das war ein guter beitrag, denn ich bin sicher, dass nur sehr wenige hier in d. davon wissen – auch ich wußte es nicht, jedenfalls nicht mit allen einzelheiten (einwanderung von iran, libanesen, nähere umstände)

  77. Kant fragte: „Einfache Frage an (JE): Wessen Interessen vertritt Sarrazin, die des (Finanz-)Kapitals oder die der Arbeiter/des Volkes? Die der Unter- und Mittelschicht oder die der Finanz-Aristokratie?“
    Sarrazin vertritt die Fraktion des nationalen Kapitals, die sich gegen die globalistischen Finanzzentren in New York und London behaupten will. (Kants Klassenschema hat den Nachteil, dass es das Kapital monolithisch sieht. Es gibt aber Fraktionen). So, nun is aber gut.

  78. individualist, hab ich ganz überlesen: „aber ich kann sagen, dass ich auch vieles nicht wußte und nach monaten des austausches hier meine (vor)-urteile etwas abgenommen haben (z. B. durch die beiträge von fatima, einem diskussionsteilnehmer, dem man nicht alle tage im internet trifft). “

    oh danke 🙂 Sowas macht doch Mut.

    Dee Ex: Hab kurz mal deinen blog quergelesen. Ich hatte mich schon gewundert, warum du den dicken Schal anhattest…ich hoffe, es geht dir jetzt besser.

    chicano, jetzt zu Ihnen:

    „wir hätten kein problem damit wenn 70% der kinder istanbuls oder teherans inzwischen karl, iwan oder mirko heißen würden, weil eben 70% der kinder von eltern stammen die aus deutschland, russland oder bosnien eingewandert sind.“

    Wenn ich deren Eltern zuvor als Arbeiter geholt hätte, diese Karls, Iwans und Mirkos dort aufgewachsen und zur Schule gegangen wären, sich integriert haben, nicht durch Konversion zum Islam, sondern indem sie Persisch sprechen und sich an die Gesetze halten – nein,dann hätte ich kein Problem mit ihnen.

    „es stimmt, wir wollen auch nicht millionen deutsche oder russen oder polen in der türkei, im iran etc. die ihre kultur von freizügigkeit importieren. ..“

    Beim Beispiel Türkei geht das total ins Leere, denn in den Großstädten herrscht bereits diese Freizügigkeit, da unterscheiden sich Istanbul und Ankara kaum von Berlin. Da gibts also nix mehr zum Importieren.
    Im Iran sind die Gesetze davor, dass jemand „Freizügigkeit importiert“, jedenfalls öffentlich. Hier gibt es solche Gesetze nicht, die z.B. ein Kopftuch verbieten, daher verhalte ich mich also trotzdem gesetzeskonform, wenn ich eins trage.

    „dankbarkeit für die aufnahme, für die vorher nicht gekannte versorgung und grundsicherheit, bescheidenheit im angesicht des wissens darum, wies in der alten heimat um diese segnungen bestellt war.“

    An meine alte Heimat (Wuppertal) kann ich mich nicht mehr erinnern, wie es vorher bestellt war 😉 Spaß beiseite:
    Mein Mann kam her, als er ein Jahr alt war, seine Geschwister sind hier geboren. Ihre Eltern kamen noch vor der ersten Gastarbeiterwelle hierher, um den Kindern bessere Bildung zu ermöglichen, selbst waren sie keine Gastarbeiter, sondern Geschäftsleute. Alle drei Kinder studierten, mein Mann und sein Bruder haben sogar promoviert. Daher wissen wir das Bildungssystem hier sehr wohl zu schätzen, ebenso das Gesundheitssystem, auch wenn es leider schlechter wird, so ist es immer noch besser als in den meisten muslimisch geprägten Ländern, das stellen wir auch nicht in Abrede. Die Türkei ist aber auch diesbezüglich im Aufwind.

    „auch meine vorfahren waren hier NUR gastarbeiter aber sie haben sich nie darüber beschwert und hatten nach kurzer zeit sehr gute deutschkenntnisse und deutsche freunde. da kommt leider immer wieder der gedanke hoch, das es bei denen, die es nicht so machen hier, religiöse gründe ne rolle spielen.“

    Hm, wir sprechen alle Deutsch hier, meine Kinder haben deutsche Freunde, gehen in deutsche Sportvereine usw., aber leben ihre Religion dennoch. Woran liegt das? Wissen Sie eigentlich, wie viele Mädchen jetzt doch auf Klassenfahrten dürfen, weil der Herr Özoguz vom Muslim-Markt das seiner Tochter auch erlaubt? Jetzt sagen Sie bloß, wir wirken nicht integrativ 😉

    Soziale Kälte gibts hier auch, z.B. dass fünf (!) Kinder ihre Mutter einsam und allein im Altenheim sterben lassen. Hab ich leider aus eigener Anschauung erlebt! Die Versorgung ist zwar da, trotzdem ist das soziale Kälte, aber dagegen kann nicht der Staat einschreiten.

  79. @ Jürgen Elsässer

    Danke für die Antworten. Endlich mal klare Worte.

    „Sie aber ereifern sich über die BEGRIFFE von Dee Ex („Querfront“) und meinen von daher, auf ihre Praxis schließen zu können.“

    Nein! Dee Ex hat eine politische Praxis. Und politische Praxis leitet sich nie unmittelbar aus dem „Sein“ ab, das wäre wirklich Vulgärmarxismus, sondern aus Ideologie, Weltanschauung, theoretischen Erkenntnissen. etc. Querfront ist eine Anleitung zur Praxis. Wer sich das Querfront-Konzept zu eigen macht, verfolgt damit eine bestimmte Praxis. Da mögen Sie sich noch so wie in bester Politiker-Tradition herumwinden, ändert nichts daran, dass es so ist. Und da Dee Ex sich von diesem Begriff nicht trennen will, sage ich das, was ich weiter oben anders ausgedrückt habe: Wenn man sich von etwas nicht trennen kann (will), dann deshalb, weil man damit verbunden ist.

    „Sarrazin vertritt die Fraktion des nationalen Kapitals, die sich gegen die globalistischen Finanzzentren in New York und London behaupten will. (Kants Klassenschema hat den Nachteil, dass es das Kapital monolithisch sieht. Es gibt aber Fraktionen). So, nun is aber gut“

    Er vertritt also nicht die Interessen des Volkes. Das ist doch schon mal ein Wort. Den Widerspruch zu VOLKSinitiative wollen Sie offenbar nicht bemerken bzw. Sie meinen ihnen umgehen zu können, weil Sie behaupten, Sarrazin und das Volk hätten einen gemeinsamen Feind: die globalistischen Zentren. Dass Sarrazin sich gegen die globalistischen Zentren in London und New York behaupten will, ist das ihre Interpretation? Wenn nicht, verweisen Sie mich doch bitte an die Stellen, wo Sarrazin sich gegen die globalistischen Zentren äußert.

    Können Sie mir auch zeigen, wo Sarrazin in den letzten Jahren den Umverteilungsprozess zugunsten des Finanzkapitals und kritisiert hat? Oder hat er ihn nicht mitgetragen als Bundesbänker und Finanzsenator? Und dazu noch die ideologische Begleitmusik gespielt? Das Sein bestimmt das Bewusstsein, nicht wahr? In welchem Sein lebt den Sarrazin? In einem Sein, wo er im Winter daheim dicke Pullis tragen muss, weil er sich die Heiz-kosten nicht leisten kann? Oder in einem Sein, wo er mit seinen Acker- und Bertelsmänner-Kumpels sich die neuesten Gemeinheiten gegen das Volk ausdenkt?

    Und ihre Analyse wie Sie in dem Vortrag erscheint, halte ich auch für stark konstruiert. Sie dichten Sarrazin etwas an, was er nie gesagt hat. Dazu benutzen Sie die argumentative Konstruktion: Sarrazin hetzt gegen (muslimische) Migranten, das Großkapital (übrigens auch das „nationale“) benutzt Migranten gegen die Arbeiterklasse, also ist Sarrazin ein Vertreter der Interessen der Arbeiterklasse. Ich würde mal sagen, eine äußerst steile These.

    Wichtiger noch: Sarrazin kämpft nicht gegen die Abschaffung des Nationalstaates, nicht gegen das Abwracken. Sonst müsste er eine Anti-EU-Haltung einnehmen, denn die EU wrackt den Nationalstaat ab, nicht die 3 oder 5 Prozent Moslems in Deutschland. Sarrazin geht es um etwas anderes. Mit „Deutschland schafft sich ab“, meint er nicht den Nationalstaat, nicht die Staatsform, NICHT DIE DEMOKRATIE, sondern was er für „Deutschsein“ hält. Und dieses „Deutschsein“ vermehrt sich nicht so schnell wie das „Muslimischsein“, DAS ist seine Befürchtung.

    Ich bin gespannt, wie viele Pirouetten Sie noch schlagen werden, um Sarrazin mit den Gründungsthesen der Volksinitiative unter einen Hut zu bekommen. Thesen, die ihr favorisierter Bundeskanzler niemals unterschreiben würde.

    „Denn der Hauptwiderspruch unserer Zeit besteht nicht mehr zwischen Linken und Rechten, sondern zwischen Demokraten und Imperialisten.“

    Der Hauptwiderspruch verlief noch nie zwischen links und rechts. Das haben Sie in der Vergangenheit auch noch nie behauptet. Warum tun Sie es dann jetzt, weil’s gerade in den Kram passt?

  80. „Als deutscher Nationalist sag ich es mal ganz deutlich.Wenn die islamische Gemeinde glaubt durch die Hintertür ein deutsches Kalifat einzurichten weil der Westen zur Zeit schwach ist wird man merken dass man sich ganz schwer geschnitten hat.
    Was mich vorallem stört ist vorne herum das Alt 68iger Toleranzgeschwafel zu verteilen und dann hinterrücks mit Erdogan „Türkei über alles“ und „Türken aller Länder vereinigt euch“ zu singen.“

    und ich frage Sie jetzt als deutscher Muslim, wo ich irgendwas von „Türken vereinigt euch“ oder gar „Kalifat“ oder „Unterwerfung“ geschrieben haben soll, ich bin gespannt! Wenn Sie mir das nicht nachweisen können, muss ich das leider als bösartige Unterstellung werten!

  81. @coolioiglesias:

    Zum Artikel an sich kann ich nicht viel sagen, außer dass er das übliche Schubladendenken *rechts, bähh* erkennen lässt. Die Ausführungen von Dee Ex zu Sarrazin sind aber bemerkenswert.
    Ich warte aufs Video.

  82. @ Fatima

    „Dee Ex: Hab kurz mal deinen blog quergelesen. Ich hatte mich schon gewundert, warum du den dicken Schal anhattest…ich hoffe, es geht dir jetzt besser.“

    Der Husten wird schlimmer. Hoffe, dass es keine Lungenentzündung wird… Danke der Nachfrage! 😉

    @ Jürgen

    Ich würde mich ja gern geistig mit Deinem speziellen Gast duellieren, um Dir Deine Fairness im Kampf um die Wahrheit zu bestätigen. Da er aber scheinbar unbewaffnet ist, sollten wir seine Engstirnigkeit unter „Meinungsfreiheit“ abheften und den Fall zu den Akten legen. Vielleicht ist er in ein paar Jahren zu einem Gespräch bereit, in dem auch zählt, was andere sagen. Möglicherweise hat er bis dahin auch verstanden, was ich mit dem Wort „Querfrontdiplomaten“ meine. Geben wir ihm bis dahin die Möglichkeit, durch indirekte Teilhabe an unseren Konversationen zu lernen, ohne sich belehren lassen zu müssen. Ich gönne ihm diese Freiheit… 🙂

    @ alle

    Ich wünsche ein erholsames Wochenende.

    Patriotische Grüße von *Mia

  83. chicano,

    danke. Wenigstens einer mit Gerechtigkeitsempfinden.

    Was fatimaoezoguz betrifft (Gleichgesinnte dürfen sich genauso angesprochen fühlen), kommt ihr eben wieder einmal die unglaubliche Schieflage bei der ganzen Diskussion zugute. Viele bedenken einfach nicht, dass die unterschiedlichen Seiten mit völlig verschiedenen Einsätzen „spielen“, nur dass es eben kein Spiel, sondern – für die einen – bitterer Ernst ist. Es wird geredet, als ginge es um neutrale Gebiete, die für jeden genauso viel oder wenig bedeuten wie für alle anderen. Die Europäer haben aber keine eigenen Länder mehr in der Hinterhand. Die einen behalten nicht mal das Eigene, die andern bekommen noch zusätzlich was obendrauf.

    Nur wird dieses Ungleichgewicht nicht als solches erkannt. Man hat es „eingepreist“ und nimmt es als Gleichgewicht wahr. Und jede Verschiebung in Richtung tatsächliches Gleichgewicht wird dann als Störung des Friedens wahrgenommen. Nicht die, die die menschenverachtende Meinung vertreten – explizit oder implizit – dass Europäer weniger Rechte haben und jedes einzelne ihrer Länder für andere zur Verfügung zu stellen haben (wenn nicht gleich behauptet wird, dass ihre Völker gar nicht existieren oder nicht existieren sollen), sind die Aggressiven, sondern die, die Europa vor diesem Rassenhass in Schutz nehmen wollen. Wer selbst auf der Gewinnerstraße ist und wessen Land nicht im Fokus steht und als dauerhafte Heimat des dortigen Volkes in Frage gestellt wird, der kann sich leicht auf Haben-wir-uns-alle-lieb-Rhetorik beschränken. Er wird dann als der Vernünftige und Friedliebende gesehen.

    Dass das herrschende Klima nicht den Einwanderern zuzuschreiben ist, habe ich schon mal betont. Aber es wird eben ausgenutzt. Es gibt nicht das geringste Mitgefühl für die Krise, in die Europa gebracht wurde. Stattdessen profitiert man lieber von ihr.

    Einigen leicht zu beeindruckenden Individualis… Individuen mag es genügen, zu wissen, dass es in der Türkei ja auch drei Ausländer gibt, für den mitdenkenden und logische Schlussfolgerungen ziehenden Leser bleibt aber die Botschaft übrig:

    Ja, Moslems sollen zu ihren über 50 Ländern noch weitere bekommen, die europäischen Völker aber ihre Länder mit anderen teilen und zwar jedes einzelne von Norwegen bis Griechenland.

    Ja, man muss die Entwicklung gut finden, dass z.B. in Bayern landesweit ein Drittel der Kinder von Ausländern stammen und in den Großstädten um die 70%.

    Nein, man muss sich nicht um die Interessen von Europäern kümmern, die Rechte, die man anderen niemals absprechen würde, gelten für sie nicht.

    Nein, Kompromisse sind nicht nötig, da ja die Eliten und Kapitalisten verantwortlich sind, und wieso mal freiwillig trotz Angeboten von Kapitalisten auf Vorteile verzichten – nur wegen Völkerfreundschaft? Nö.

    Ja, wir wollen Spaltung verhindern, und zwar indem ihr lernt, euer Schicksal zu lieben. Wenn ihr nicht mehr wollt, was wir nicht wollen, gibt es keinen Streit mehr – logisch, nicht?

    Recht brutal, finde ich, Das muss man auch erst mal sacken lassen. Und wenn das die Meinung unserer Freunde ist, dann brauchen wir nicht mehr allzu viele Feinde. Aber vielleicht muss man auch mehr zwischen freundlichen Umgangsformen und einer Freund-lichen Einstellung unterscheiden?

    Wahrscheinlich bin ich jetzt wieder der Böse und Aggressive, weil ich das so schreibe – siehe die oben erwähnte „Mechanik“ – aber das sind die klaren logischen Schlüsse. Übrigens nicht auf eine Person beschränkt; es hat ja noch niemand die einfachen Fragen beantwortet: Wie soll das bitte alles weitergehen? Sollen die europäischen Völker – und nur diese – tatsächlich Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt ihre Länder mehr verlieren und schließlich zur Minderheit im eigenen Land werden? Und auch noch so tun, als wäre nichts bzw. es gut finden? Ist das der Plan? Und wenn nicht: Was ist dann der Plan?

    Aber gut. Botschaft ist angekommen. Meinung wird angepasst und dürfte sich in Zukunft mehr an der Realität orientieren und dem, was von der anderen Seite zu erwarten und nicht zu erwarten ist.

  84. Roli Leibi Schweiz
    Dezember 11, 2010 at 21:00

    Hiermit möchte ich mich für den gelungen Abend vom 6.Dezember bei allen Beteiligten bedanken, war einfach genial… Bei uns in der Schweiz ist der 6.Dezember Santa Nicolaus Abend, ich dachte für einmal kein „Samichlaus“ für dieses Jahr aber es wurde trotzdem religiös Nichts gegen die einzelnen Religionen ich habe Respekt vor jeder Religion obwohl ich Agnostiker bin, vielleicht auch ein bisschen Buddhist und ein bisschen Kabbalist.
    JEDOCH ES GIBT IMMER MEHR RELIGIONEN WELCHE SEHR INTOLLERANT SIND UND TOLLERANZ VERLANGEN, da habe ich so mein Problem mit den Gottes und Götter Religionen

    Die Zahlen fehlten mir ein bisschen sei es von der BIZ Basel 3 oder andere wichtige Entscheidungen aus der Finanzwelt.
    Die Zeitschrift Compact ist ein super Werk und wird sicher Erfolg haben, Compact sollte auch in der Schweiz und Österreich erhältich sein wir haben ja die gleichen Probleme, vielleicht ein bisschen gemütlcher aber mit dem selben Inhalt.

    Was mir an diesem Abend wieder aufgefallen ist und jedesmal aufällt, wenn ich in Deutschland bin, wie die Antisemiten Falle extrem in den Köpfen des deutschen Volkes implantiert wurde…. Ich kann als Schweizer dazu nur sagen: DEUTSCHE BEFREIT EUREN KOPF VON DIESER FALLE, es hat nichts mit Rechts zu tun sondern nur mit Unterdrückung.
    Hier ein Zitat von einem Deutschen: Die Hauptlüge ist, rechts und links zu vertauschen. Graf v. Stauffenberg, Deutscher Nationalheld und TODFEIND der National-SOZIALISTEN, war gebildeter und ehrenhafter Rechter.

    Ganz lieber Gruss aus der Schweiz nach Berlin, Roli

  85. Ps. zur Info
    Ich bin ein Mensch der Mitte, politisch sowie im Leben generell. Wenn die Linken unterdrückt werden helfe ich den Linken, wenn die Rechten unterdrückt werden helfe ich den Rechten.
    LG Roli 🙂

  86. Umsicht: „Wie soll das bitte alles weitergehen? Sollen die europäischen Völker – und nur diese – tatsächlich Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt ihre Länder mehr verlieren und schließlich zur Minderheit im eigenen Land werden?“

    Vielleicht haben Sies überlesen, weils nicht in Ihr Bild passte, das Sie von mir und anderen Muslimen generell haben, aber zur Einwanderungspolitik habe ich klare Vorschläge gemacht, die Herr Elsässer übrigens auch schon lange vorher geäußert hat, also kein Hartz IV, wenn man nicht eingezahlt hat usw.. Ergänzend wäre dann noch ein Mindestlohn anzuführen, so dass der Anreiz für die Industrie wegfiele, ausländische „Fachkräfte“ als Lohndrücker anzuwerben.
    Welche Vorschläge hätten Sie denn im Gegenzug anzubieten?
    Zum gern geäußerten Vorwurf „Minderheit im eigenen Land“: Wenn die deutsche Mehrheitsbevölkerung keine Kinder mehr will, ist das wohl kaum den Einwanderen anzulasten, oder?

    Zu Ihren restlichen Unterstellungen „Moslems sollen noch mehr Länder dazubekommen, Europäer aber ihre Länder teilen“:

    Es ist nun mal Realität, dass die hier lebenden Muslime längst Europäer sind. Sie haben kaum noch einen Bezug zur Heimat ihrer Eltern, kennen sie meist nur noch vom Urlaub her. Die meisten Jugendlichen haben auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Aus Ihren Worten höre sich so ein bisschen heraus, dass Sie die nicht als Deutsche anerkennen mögen, oder sehe ich das falsch?

  87. Dee Ex, hab ich gerad vergessen:

    Das klingt nicht gut. Wenn man so einen Husten verschleppt, wird leicht wenn nicht gleich Lungenentzündung, aber doch eine chronische Bronchitis draus..gute Besserung!

  88. @ Fatima

    Ich weiß… Dummerweise helfe ich aber lieber anderen als mir selbst. Für mich war nur das Fieber eine Qual, weil mein Kopf nicht denken wollte und ich somit in der Zeit nicht arbeiten konnte. Der Husten hindert mich nur am Schlafen, aber nicht am Denken… 😉

    @ Umsicht

    »Mit Contenance für die Nation« titelte sogar die Antifa:

    http://jungle-world.com/artikel/2010/49/42235.html

    Ich stimme Deiner Forderung nach einem Existenzrecht für die europäischen Völker in vollem Umfang zu. Nigel Farage sagte mal ganz treffend:

    „Es gibt keine ‘Europäische Identität’! Die Stärke Europas ist seine Vielfalt an Sprachen, Kulturen und Staaten und ironischerweise werden es die EU-Skeptiker ( > EU-Kritiker und Verteidiger nationaler Identität) sein, die sich als gute Europäer herausstellen werden!“

    Er sagte das im Kampf gegen die EU-Diktatur, die Vorstufe der Weltdiktatur (NWO) und beklagt zeitgleich den eisernen Vorhang, der nach dem 2ten WK über Europa herabgelassen wurde. Ich glaube ja, dass das schon viel früher gewesen sein muss… 😉 Jedenfalls ist das System hinter dem System so unglaublich komplex, dass es einfach nicht sein kann(!), dass die uns von der „SPD“ aufgezeigten Gründe auch die tatsächlichen Gründe für die Unzufriedenheit in unseren Vaterländern sind. Wann war unsere Politik schonmal ehrlich?

    Ich sag´s Dir – 1927. Und schon damals hat man sich gegen die Sozialdemokraten und die „Vereinigten Staaten von Europa“ gewehrt. Diese sind aus heutiger Sicht nämlich keine solidarische Völkerfreundschaft, sondern eine Zwangsvermischung / Vereinheitlichung bzw. auch Abschaffung der kulturellen Vielfalt durch die Umvolkung der einzelnen Länder und beabsichtigt „unkontrollierten“ Zuwanderung aus Ländern von kulturell nicht oder nur schwer kombinierbaren Sitten und Traditionen, durch die sich die Menschen früher oder später zwangsläufig gegenseitig „bekriegen“ werden, um diese zu bewahren. Man muss sich nicht wundern, dass gerade der Islam für das Spiel „der Puppenspieler“ benutzt wird und „der nicht integrierbare Moslem“ das jetzige propagierte Feindbild sein soll.

    Der ‚Hochgradfreimaurer‘ General Albert Pike hat 1871 in einem Brief an Guiseppe Mazzini drei Weltkriege angekündigt – der Dritte soll gegen „die muslimische Welt“ geführt werden. Die Verteidiger des Zionismus wurden aggressiv, als ich Pikes Ankündigung als Anlass für meinen patriotischen Kampf um die Freiheit genannt habe. Ich sagte, ich will den dritten Weltkrieg verhindern, weil es für mich danach aussieht, als wenn dieser kurz bevor steht. Für mich passt alles zusammen – muss mal sehen, ob ich die vielen Gedanken, die ich habe, in einem einzigen Artikel unterkriege… (Der wird irre aber auch interessant, wenn ich nicht vorher verunfallt oder erselbstmordet werde!) 😀

    Wie auch immer – Sulaiman Wilms sprach in seiner Rede vom Stolz des Europäers, der er ja sei… Sicherlich meint er das gut, kennt aber die Hintergründe nicht. Hier erstmal ein aufschlussreiches Zitat aus der Zeit VOR den „Na+Zis“ – „Reichstagsprotokoll aus dem Reichstag – 263. Sitzung. Freitag den 4. Februar 1927 – Das Wort hat Wilhelm Henning“:

    »[…] Es ist eigenartig – vielleicht ist das einzelnen Kollegen entgangen -, festzustellen, wie schon einige Wochen vor Weihnachten in den ganzen Reden mit wenigen Ausnahmen auf einmal von links der Europäerstolz gepredigt wurde. Sogar Herr Wirth vom Zentrum hat plötzlich davon gesprochen, wir müßten jetzt Solidaritätsgefühl und Stolz als Europäer bekommen.[…] Wie stehen denn die Dinge? Wenn wir Völkischen davon sprechen, daß ein Volk nur durch Spannkraft nationale Begeisterung und sittliche Wiedergeburt aus dem Elend herauskommen kann, dann wird das als Utopie bezeichnet. Die vaterländische Spannkraft braucht man auf der Linken nicht. Herr Wirth ist ja einer der Vertreter, genau wie Herr Stresemann, von denen, die da sagen: Nur mit der Wirtschaft kommen wir heraus. Wir sagen: Nein, diese Spannkraft müssen wir haben. Aber warum denn, meine Damen und Herren, wollen Sie denn den Begriff des Vaterlandes ersetzen durch den Begriff „Europäertum“ und uns dafür die Begeisterung anempfehlen? Darin liegt doch eine Unlogik. Sie geben damit ja zu, daß es eine Begeisterung für einen solchen Begriff geben muß, nur wollen Sie nicht mehr das Deutsche, sondern das Europäische. Das ist ganz klar die Parole, die ausgegeben worden ist von der internationalen Freimaurerei: Europäertum, Europäerstolz dem deutschen Volke in jeder Rede im Reichstag, in jedem Artikel einhämmern! Lesen Sie die letzte Rede von Herrn Koch in Karlsruhe, dann haben Sie ein Musterbeispiel dafür. Wenn Sie weitere Beweise haben wollen, so lesen Sie die ganze Judenpresse der letzten Zeit; das deutsche Volk soll dem Deutschtum entwöhnt werden, Europäerstolz soll an die Stelle gesetzt werden. Der ganze wirtschaftliche Werdegang der Internationalisierung ist nur die Vorbereitung der „Vereinigten Staaten von Europa“ auf wirtschaftlichem Gebiete.«

    Henning nutze damals versehentlich den Begriff „Judenpresse“, womit er selbst schon auf ‚Trick 23‘ der eigentlichen NaZis hereingefallen ist. Damals wurde Stimmung gegen die „Juden“ gemacht. Heute sind die „Moslems“ dran und logischerweise werden wieder die Deutschen an allem Schuld sein müssen. Ich könnte meinen Arsch drauf verwetten! 😀

    Immerhin hat ‚Verheugen‘ (Ex-EU-Kommisar, SPDler und bis ’82 FDPler) erst kürzlich öffentlich zugegeben, dass es das ganze EU-Ding „nur wegen Deutschland“ gibt, damit es anderen Völkern nicht „gefährlich“ wird! Auch heute noch ginge es der EU um nichts anderes! Wenn die mit „Gefahr“ unsere Wirtschaft und Beliebtheit in der Welt meinen, dann sollen sie es gefälligst auch sagen und uns nicht dauernd wie Kriminelle hinstellen!

    Unglaublich! Kein Patriot will einem anderen Volk etwas Schlechtes – Patrioten sind Herzdenker und damit schon solidarisch im Herzen und im Geiste mit den Patrioten anderer Länder verbunden! Nur Idioten pauschalisieren und machen ein ganzes Volk zum Sündenbock für die Handlungen seiner Regierung!

    Henning selbst war jedenfalls ein nicht eingeweihter Aufklärer – also aus heutiger Sicht ein „Verschwörungstheoretiker“ wie wir – er war auch kein Mitglied der NSDAP, sondern ebenfalls ein einsamer, oftmals missverstandener Kämpfer um die Freiheit und Gerechtigkeit in seinem / unserem Land. Er hat sogar die Deutschnationalen kritisiert! Wer die ganze Rede nachlesen möchte, kann das hier gerne tun:

    http://nohoearmy.wordpress.com/2010/08/26/schachmatt/

    Nun lieber „Umsicht“ zu Deiner Frage „Wie soll es weitergehen?“:

    Ganz einfach: Wenn die Politik versagt, wird der Zusammenhalt des Volkes zur Pflicht! Wir brauchen eine solidarische Gemeinschaft in allen Ländern, deren Existenz und Frieden durch die NWO bedroht ist. Alle Länder müssen sich durch den Zusammenhalt ihres jeweiligen Volkes zu ihrer eigenen Identität bekennen und zurecht darauf bestehen, dass sie diese behalten dürfen! Jedes Volk muss das, was es für sich selbst fordert, auch jedem anderen zugestehen: Sie alle haben eine Geschichte, eine Sprache und kulturell bedingte Traditionen, die man ihnen nicht nehmen darf, indem man sie zwingt, sich „anzupassen“ und zu einem leichter kontrollier- und lenkbaren Einheitsbrei zu verschmelzen!

    Übrigens ist es die Vielfalt der Individualität des Einzelnen, die es für die befreundeten Länder zu einem positiven und schützenswerten Erlebnis / Abenteuer macht, sich gegenseitig Gastfreundschaft gewähren und Andenken / Geschenke / neue Erfahrungen und Ideen mit nachhause nehmen zu können. Das Prinzip der Freiwilligkeit / Freiheit, über sich selbst zu entscheiden, hat schon immer zu friedlicheren / gewaltfreieren Ergebnissen geführt, als es totalitäre Zwangsmaßnahmen durch eine vermeintliche „Elite“ taten. Hier geht es nicht um das Wohl bzw. das Wachstum von Macht und Reichtum einiger Weniger, sondern um die Freiheit aller Vaterländer. Das muss den Opfern der Divide-et-impera-Kriege, zu denen wir alle zählen, bewusst werden – dann haben wir auch die Chance auf ein unblutiges Ende!

    Ganz entscheidend ist daher für die Linken, dass sie endlich verstehen, wie wichtig der gesunde Patriotismus für die Völker ist. Wenn sie den bekämpfen, bekämpfen sie sich selbst und machen sich ungewollt zu nützlichen Dienern bei der Entstehung der diktatorischen ‚Neuen Weltordnung‘.

  89. DeeEx: Ich würde nur zu bedenken geben, dass der positive Bezug auf „Europa“ , „wir Europäer“ etc. nach dem 1. Weltkrieg – das Zitat stammt ja von 1927 – auch die Intention haben konnte, ein neuerliches Sichabschlachten zu verhindern. So auch nach dem 2. Weltkrieg. Falsch wird ja diese innereuropäische Solidarität erst dann, wenn sie im Gegensatz zu den real existierenden Nationen definiert wird. Gegen DeGaulles „Europa der Vaterländer“ habe ich rein gar nichts einzuwenden, und Du glaube ich auch nicht … EU bedeutet nicht die Verwirklichung, sondern die Zerstörung Europas, das ist der Punkt.

  90. @ Jürgen

    Korrekt. Mit meinem Satz „Diese sind aus heutiger Sicht nämlich keine solidarische Völkerfreundschaft, sondern [bla und blubb…]“ habe ich eben das sagen wollen: Ein „Europa der freien Vaterländer“, die jeweils das Recht auf den Erhalt ihrer Existenz (Leitkultur / Tradition / Sprache) haben und die der anderen Länder akzeptieren, ist der Wunsch eines jeden aufrichtigen Patrioten. Wir kämpfen darum, jedem seine Freiheit zu ermöglichen, solange er die der anderen nicht einschränkt! Das passiert aber, wenn man in ein neues Land einwandert und gesetzlich erwirkt, dass die dort bisher funktionierenden Richtlinien und Gesetze zum Nutzen der Kläger und zu Lasten der „Ureinwohner“ geändert werden. (…ich weiß, das klingt blöd. Es muss aber im Interesse aller Menschen sein, dass das von Umsicht angesprochene Gleichgewicht in den einzelnen Vaterländern nicht kippt und dadurch Unfrieden entsteht. Dieser ist ja, wie erwähnt, von einer sich selbst auserkorenen „Elite“ erwünscht, um deren Pläne voranzutreiben…)

    Der 1. WK ist – nach General Pikes „Plan“ – auch eingefädelt worden. Wie gesagt, das System hinter dem System ist so komplex, dass es schwer wird, es dem „Feind“, mit dem man Frieden schließen möchte, erklären zu können, ohne dass er einen mit einer der üblichen „Keulen“ erschlägt. Wichtig ist und bleibt bei dieser Friedensmission, dass man den Andersdenkenden respektiert und ich habe schon bei einigen wenigen „Linken“ – die sich hoffentlich auch irgendwann nicht mehr als richtungsgebunden sondern als freie Menschen (wie ich einer bin) ansehen – das Gefühl, dass wir den Plan der Kriegstreiber durchkreuzen können, wenn wir nicht mehr sinnlos „gegen“ etwas kämpfen, sondern gemeinsam „für“ einander einstehen. Wenn das erstmal im eigenen Land funktioniert, dann klappt das auch mit allen Nachbarstaaten und die Völker werden sich gegenseitig im Kampf gegen schlechte Politik unterstützen und zur Wehr setzen können. Die vermeintliche „Elite“ hat keine Chance gegen freie Menschen mit freiem Geist, die wissen wer sie sind! :mrgreen:

  91. „Damals wurde Stimmung gegen die „Juden“ gemacht. Heute sind die „Moslems“ dran und logischerweise werden wieder die Deutschen an allem Schuld sein müssen. Ich könnte meinen Arsch drauf verwetten! :D“

    Wollen wir hoffen, dass es soweit nicht kommt. Und zum Lachen finde ich das auch nicht gerade.

    „Das passiert aber, wenn man in ein neues Land einwandert und gesetzlich erwirkt, dass die dort bisher funktionierenden Richtlinien und Gesetze zum Nutzen der Kläger und zu Lasten der „Ureinwohner“ geändert werden.“

    Wo passiert das, dass Einwanderer „erwirken“, dass irgendwelche Richtlinien und Gesetze geändert werden? Das würde mich doch wirklich interessieren. Abgesehen davon, dass die heute um die 20-jährigen längst keine Einwanderer mehr , sondern überwiegend hier geboren sind und sich – eigentlich – gern zugehörig fühlen möchten. Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass zugunsten der Einwanderer irgendein Gesetz geändert wurde, das die Freiheit der Ureinwohner einschränkt.

    „Sie alle haben eine Geschichte, eine Sprache und kulturell bedingte Traditionen, die man ihnen nicht nehmen darf, indem man sie zwingt, sich „anzupassen“ und zu einem leichter kontrollier- und lenkbaren Einheitsbrei zu verschmelzen!“

    Wer will die Ur-Deutschen zu welcher „Anpassung“ zwingen oder gar „Traditionen nehmen“?
    Ich weiß nicht, ob das jemals in Berlin geschehen ist, aber man hört ja immer so Sachen auf Islamhasser-blogs, dass etwa Weihnachtsfeiern nicht mehr Weihnachtsfeiern, sondern „Winterfest“ genannt werden, „um die Muslime nicht zu beleidigen“ usw. Falls das der Fall sein sollte, dann ist das schon ziemlicher Quatsch, und ich glaube auch kaum, dass je ein Muslim sowas gefordert hat. Genauso wie ich es blödsinnig finde, Kruzifixe abzuhängen, da sie nun mal zur katholisch- christlichen Kultur und Tradition gehören. Der erste „Kruzifix-Prozess“ wurde übrigens nicht von Muslimen geführt, sondern von Anthroposophen.

    http://www.kanzlei.de/kruzi2.htm

    Aufgeregt hat man sich aber nur bei Frau Özkan, dass sie auch ein Kopftuchverbot forderte, ließ man dabei geflissentlich unter den Tisch fallen.

  92. ja, ich hab´ eigentlich auch nie gemerkt, dass etwa ein VERBIETEN von „deutschen festen“ oder besser, allgemein „christlichen traditionen“ gefordert würde. und um den untergang des „deutschtums“ geht es ja wohl auch nicht – eher um eine kommende art von diktatur, bei der alle gleichermaßen betroffen sind. querbeet durch die gesamten gruppen der bevölkerung – auszunehmen sind die, die davon profitieren (bertelsmänner, konzerne, banker, eu-funktionäre, vielleicht siemens, gutti – war grade anscheinend wieder mal auf propagandabesuch in afhanistan und wurde da mit seinem anhängsel steffi abgeknipst – etwas scheinheilige werbung und „zuspruch“ für die brd-söldner, die in einem imperialistischen angrifskrieg ihre seele verkaufen ).
    ich muß sagen, den begriff europa könnte man auflösen von mir aus. wer identifiziert sich schon ?

  93. Ich habe nicht mehr so viel Zeit, so ausführlich zu schreiben, wie es eigentlich nötig wäre, und die Lust wird auch weniger, um ehrlich zu sein. Allerdings hätte ich schon noch ein paar Sachen auf Lager, z.B. Umfragen, die den Aussagen von fatimaoezoguz widersprechen. Nur damit es nicht aussieht, als wären mir die Argumente ausgegangen. Es ist genau umgekehrt: Man muss einsehen, dass Menschen nun mal sind, wie sie sind, und ihre Meinungen durch Emotionen und Herdentrieb zustande kommen.

    Das alles wird noch ein schreckliches Ende nehmen – bitte denkt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten an die warnenden Stimmen, man hätte es leichter haben können – aber was soll’s: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

  94. umsicht: ich habe das gefühl, du versuchst etwas hier nahezubringen. etwas, das mit einer kommenden katastrophe zu tun hat. deshalb wär es sehr hilfreich, wenn du noch mehr dazu dich äußerst – also mich interessiert´s.

    was meinst du mit „schrecklichem ende“ zum beispiel ?

  95. individualist:

    Ich weiß auch nicht, was nun an meinen Aussagen widersprüchlich sein soll, oder auf welche „Umfragen“ der Herr Umsicht sich da stützt. Zeitmangel schön und gut, aber ein Beleg wäre schon wünschenswert.
    Emotionen und Herdentrieb…da ist allerdings was dran. Damit belegt er nur die bedauernswerte Tatsache, dass jeder Mensch prinzipiell verführbar ist, wenn die richtigen „Knöpfchen“ gedrückt werden, wie Herr Umsicht sich ausdrückte.
    Aber es muss nicht so sein, der Mensch hat schließlich seinen gottgebebenen Verstand, und der muss stärker sein als irgendwelche „Herdentriebe“. Das mag bei Tieren entschuldbar sein, aber nicht bei uns Menschen! Schon gar nicht bei einem gebildeten Volk wie bei den Deutschen.

  96. @Fatima Oezoguz
    Sorry das ich so spät antworte, aber ich habe erst jetzt ihre Kommentare gesehen.
    Jetzt müsste der Link gehen.
    http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=00&File=340yy02.htm&STR1=dieter stein&STR2=ausländer&STR3=patriotismus&STR4=integration
    Das hier ist aber auch lesenswert.
    http://www.jf-archiv.de/online-archiv/file.asp?Folder=00&File=210yy02.htm&STR1=dieter stein&STR2=ausländer&STR3=patriotismus&STR4=integration
    Nun zum Thema Integration, natürlich gibt es auch Ingegrationsverweigerer die sich im Rahmen des geltenden Rechtes bewegen. Dazu zählt für mich nicht jeder gläubige Moslem. Ich kenne durchaus auch Leute die auch aus ärmlichen Verhältnissen stammen und es trotzdem geschafft haben sich zu integrieren. Wenn man immer alles auf Soziale Probleme schiebt spricht man ja den Leuten indirekt ab, dass jeder Mensch für sein handeln selbst verantwortlich ist. Solange jemand keinen Ärger macht, dem Staat nicht auf der Tasche liegt und sich im Rahmen geltenden rechts bewegt (Es sei denn er ist ein Extremist) habe ich kein Problem. Für mich persöhnlich ist nicht der Islam als solches das Problem sonst müsste ich diese http://www.kopftuch.jimdo.com vom Netz nehmen.
    Was ihre Kritik am Lichtschlag Artikel angeht so muss ich sagen das er ein Auszug aus dem Buch Feindbild Muslim ist, wo er ja auch schrieb das Juden und Christen ihre Religion im Iran leben könnten. Wie es bei sogenannten Islamkritikern gesehen wird lässt sich ja hier bewundern. http://fact-fiction.net/?p=4194 Was die Machtübernahme angeht so spricht er ja die Ängste vieler Rechte davor an. Da viele Migrantenfamilien sehr Kinderreich sind ist es nur natürlich das die irgentwann die Mehrheit stellen. Das ist das was Lichtschlag beschreibt um dann ein zu wenden das wenn man das als schlecht sieht eben sehen muss, dass die Bereitschaft der einheimischen steigt Kinder zu kriegen. Nicht mehr und nicht weniger, wobei und das schreib ich bereits oben ich nicht mit allem Konform gehe was er schreibt. Was die Sache mit der Frauenunterdrückung angeht glaube ich nicht das er damit gemeint hat das jeder Muslim seine Frau unterdrückt, aber das es irre geleitete Muslime gibt die die Heiligen Texte ihrer Religion (Was auch bei bestimmten Christlichen Gruppen so ist) in diese Richtung gehend interpretieren. Aber die Formulierung halte ich auch für falsch gewählt. Für Lichtschlag ist eher der Sozialstaat und nicht der Islam das Problem. Auch wenn ich dafür bin kriminelle Ausländer und solche die dem Staat nur auf der Tasche liegen aus zu weisen, so bedeutet das nicht das ich alle weg haben will. Wer keine Probleme macht soll ja auch bleiben können und seine Religion frei praktizieren dürfen. Deswegen gehen mir auch die Kopftuchverbotsforderungen von manchen Linken und Rechten tierisch auf den Geist.

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