Gaullisten loben Elsässers Buch „Der Euro-Crash“

Zu einem Artikel in der französischen Wochenzeitschrift „Marianne“


In Frankreich gibt es eine unabhängige Wochenzeitschrift namens „Marianne“ mit einer verkauften Auflage von ca. 200.000. Sie ist nicht links oder rechts, sondern – wenn man Schubladen sucht – neo-gaullistisch, souveränistisch und nicht-pc. Vergleichbares gibt es in Deutschland noch nicht,  soll aber in Form des COMPACT-Monatsmagazines aufgebaut werden. Wer das unterstützen will, sollte sich schpon mal die Nullnummer bestellen oder am besten gleich ein Abo abschließen, und zwarauf der Website compact-magazin.com .

Zurück zu „Marianne“: Gerade erschienauf der Website des Printmediums ein Artikel zur Eurokrise aus der Feder des Generalsekretärs der „Versammlung für die Unabhängigkeit Frankreichs“, die von dem ehemaligen Gaullisten und heutigemn Europa-Abgeordneten Jean-Marie Couteaux gegründet wurde. In dem Beitrag heißt es:

„Die EU ist nicht reformierbar. Das europäische System hat den Nationalstaaten Zug um Zug alle Souveränitätsrechte entzogen, so so dass sie sich nur unter dem Joch eines neuen Kreml beugen können. (…) Heute wird die EU von jenen verurteilt, die sie aufgebaut haben. So sind in Deutschland, das die Euro-Konzeption nach seinem Vorbild durchgesetzt hat, zwei Werke, geschrieben von Spezialisten, erschienen, die das Ende der europäischen Einheitswährung voraussagen: Bruno Bandulet, Die letzten Tage des Euro,Kopp-Verlag, und Jürgen Elsässer, Der Euro-Crash, Verlag  Kai Homilius .“

Langsam, aber sicher kommen die Kräfte in Europa, die die Nationalstaaten gegen die EU wieder aufbauen wollen, aber eine klare Distanz zu den Rechtsradikalen halten, in Kontakt. Da ist Nigel Farage und seine Unabhängigkeitspartei UKIP in Großbritannien; da sind die Neogaullisten und Souveränisten in Frankreich rund um „Marianne“; und da war der Anti-Euro-Kongress der Volksinitiative mit fast 700 Teilnehmern in Deutschland.

Mal sehen, wie’s weitergeht. Es ist einiges in Bewegung. In COMPACT-Magazin – die Nullnummer erscheint im Dezember!! – wird man mehr lesen können.

14 Kommentare zu „Gaullisten loben Elsässers Buch „Der Euro-Crash“

  1. „sind in Deutschland, das die Euro-Konzeption nach seinem Vorbild durchgesetzt hat, zwei Werke, geschrieben von Spezialisten, erschienen“

    Was schreibt denn die „Marianne“ denn da für einen Schwachsinn? Der Euro wurde den Deutschen von den Franzosen aufgedrückt, wie man auch leicht nachlesen kann. Mitterand forderte die Währungsunion, wie sie schon lange vorher von Monnet gefordert worden war, als Preis für sein Akzeptieren der Deutschen Einheit. Und bisher ist ja auch Deutschland der große Gelackmeierte.

    Ich hoffe, das COMPACT-Magazin nimmt sich nicht die „Wahrheitsliebe“ der „Marianne“ zum Vorbild…

  2. AAD: In Marianne ist nicht vom Euro, sondern der Euro-Konzeption die Rede, also Stabi-Kriterien etc. Aber, und das ist typisch für Sie: Sie stehen so sehr unter Strom, dass Sie nicht genau lesen und nur das zur Kenntnis nehmen, was in Ihr Weltbild passt. Blöd sind Sie nicht, aber leider völlig vernagelt. Wollen Sie nicht mal eine kleine Auszeit nehmen und zur Ruhe kommen?

  3. Hallo Batman: Ich habe heute 10 Beiträge von Ihnen GELÖSCHT, weil Sie einfach nur Copy&Paste betreiben. Dazu ist dieser Blog nicht da. Wenn Sie mich weiter nerven, sperre ich Sie dauerhaft. – Wenn Sie EIGENE Gedanken beisteuern wollen, sind Sie herzlich eingeladen.

  4. jürgen: wird man ihr erstes heft am bahnhofkiosk kaufen können-oder ist die auflage zu klein, sodass vorbestellen besser wäre?

  5. 23.10.10|Haushaltssanierung(193)
    Bewerten Spart sich die Weltwirtschaft zu Tode?Während EU-Länder ihre Haushalte stutzen, lehnen die USA einen harten Sparkurs ab. So weit auseinander lagen Europa und Amerika lange nicht.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article10491087/Spart-sich-die-Weltwirtschaft-zu-Tode.html

    23.10.10|Geldschwemme(21)
    Brüderle attackiert USA wegen WährungsmanipulationScharfe Kritik beim G-20-Gipfel: Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) hat den USA eine Manipulation des Wechselkurses vorgeworfen.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article10488789/Bruederle-attackiert-USA-wegen-Waehrungsmanipulation.html

  6. @ Elsässer

    Die Maastricht-Kriterien spielen aber gerade heute kaum mehr eine Rolle. Der Euro-Crash geschieht ja gerade, weil diese umgangen werden. Die „Marianne“ will unredlicherweise den Eindruck erwecken, als hingen die gegenwärtigen Probleme des Euros in erster Linie mit Deutschland zusammen, was einfach nicht stimmt. Wer kann also nicht genau lesen?

    Übrigens stehe ich nicht unter Strom, sondern schreibe hier in aller Gelassenheit. Dass Ihnen das, was ich schreibe, nicht immer passt, kann ich mir allerdings leicht vorstellen. Sie müssen mich nur regelmäßig zensieren, und dann verschwinde ich als Kommentator. Versprochen!

  7. Nachtrag: Ich wollte Sie aber keineswegs zur Zensur auffordern, sondern Sie lediglich ironisch darauf aufmerksam machen, dass Sie vielleicht ein wenig überreagiert haben (Sie sind übrigens ja auch nicht für das Geschreibsel der Partei-Postille der Gaullisten verantwortlich).

    In aller Friedlichkeit wünsche ich Ihnen einen schönen Sonntag!

  8. Zitat: „in Deutschland, das die Euro-Konzeption nach seinem Vorbild…“
    Da muss ich JE recht geben. Zu dieser Zeit war er gerade bei der jw, als, wer genau weiß ich nicht mehr, dort die von Bonn bzw. FfM so favoriesierten Stabilitätskriterien als bundesdeutsche Großmachtambitionen geißelte, die offenkundig dem Keynesianischen Defizitspending, das bis dato angeblich guter Ton innerhalb der EU war, zuwider laufe, es unmöglich mache…
    Der Tenor der jw damals war, die bundesdeutschen Interessen würden die EU zerstören, und den EU-Bürgern Armut bringen. Als Beweis dafür musste auch der Sitz der EZB in FfM herhalten. Schon damals waren die Antideutschen leicht defätistisch, eher für London, wo der FTSI gehandelt wird, oder eine andere europ. Hauptstadt, bloß nicht das bundesdeutsche FfM.
    Nicht nur die jw schrieb damals vom Kaputtsparen, und man ‚erklärte‘ nochmal dem Radiovolk das angeblich einheitliche Wesen des Keynesianismus, der im Zuge der europ. Einigung ein Ende habe.
    In jener Zeit kaufte die Bundesbank im Auftrage ihres Präsidenten viele, viele US-Schuldverschreibungen, damit die exportorientierte dt. Industrie zu günstigen Bedingungen in die USA liefern kann. Es wurde also die DM zugunsten des US$ geschwächt, damit es der Exportwirtschaft diene. Also lagen auch Manipulationen der DM vor, die nicht der Stärke der Exportwirtschaft entsprachen, während man in den Nach-Richten nur von einem ungünstig hohen Yen hörte, in Fachmagszinen wie Forbes von G. Soros las, wie er sich mit seinen Manipulationen brüstete, die dazu dienen sollten, die dekadent gewordene asiat. Korruption aufzubrechen.
    Der Bundesbankpräs. hieß Hans Tietmeyer, und er kaufte nicht ganz so viele US-Bonds wie letztens für Rettungsschirme ausgegeben wurde, aber lange verteilt über Monate und Jahre. Ein Miteinander, das im Handumdrehen den US-Markt stützte, schien den europ. Verantwortlichen damals wichtig. Niemand stöhnte über eine abwertung der DM. Es hieß ständig, die BB müsse unabhängig von der Politik agieren, die ja nach Legislaturperioden entscheide, folglich manipulierbar sei.>Der Schnelle Brüter in Kalkar war 87 so ein Beispiel dafür.<
    Einer auf Export orientierten Wirtschaft kommen niedrige Fremdwährungen sehr zu pass – WER hat also damals die Stabilitätskriterien gewollt? Waren die als Puffer für 'Defizitsünder' wie die PIIGS-Staaten gedacht?

  9. Ein Hinweiß für Jene, die immer noch nicht begreifen, weshalb deutsche Medien all die Verdummungsthemen in den Mittelpunkt stellen, damit sich keiner dessen bewusst wird und vor allem das hier:
    ———-
    Faktisch wurde ein Vertrag unterzeichnet, in dem sich Deutschland verpflichtet, als
    –Sicherungsgeber der letzten Instanz–
    für alle übrigen Mitglieder der Währungsunion einzutreten.
    ———-

    Pleite zu gehen ist nicht so tragisch, aber für immer Pleite zu bleiben schon.

  10. ribi: Vorbestellen ist besser, obwohl wir an einer ausgewählten Zahl von Kiosken präsent sein werden.

  11. könne mir auch gern eine private mail senden und das mit wenigen worten erklären.

    mfg

  12. (Zensiert)

    Batman: Ich habe Ihr Posting entfernt, weil es nur aus Copy & Paste einer anderen Website bestand. Das ist NICHT der Sinn dieses Blogs. Wir wollen EIGENE Gedanken lesen. Bitte beteiligen Sie sich daran, sonst werde ich Sie künftig ohne Rückmeldung automatisch und immer löschen.

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